Wiki der BI Luene-Moorfeld
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Wiki der BI Luene-Moorfeld
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Vorlage:Testvorlage
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2006-04-25T02:54:19Z
Detlef
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Dies ist ein Textbaustein, der in allen Artikeln automatisch verwendet wird, in denen <nowiki>{{Testvorlage}}</nowiki> steht.
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Detlef
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<includeonly><div style="position: relative; overflow: hidden; width: {{{Breite}}}; height: {{{Höhe}}}; z-index: 1;">[[Bild:{{{Bild}}}|{{{Breite}}}]]<div style="position: absolute; top: 0px; left: 0px; padding-top: 0px; z-index: 3;">[[{{{Link}}}|<span style="float: left; width: {{{Breite}}}; height: {{{Höhe}}}; font-size: {{{Höhe}}}; line-height: {{{Höhe}}}; word-spacing: {{{Breite}}}; cursor: pointer;"> </span>]]</div></div></includeonly>
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Themen
0
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Detlef
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2006-04-30T22:48:37Z
Detlef
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Detlef
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text/x-wiki
<includeonly><div style="position: relative; overflow: hidden; width: {{{Breite}}}; height: {{{Höhe}}}; z-index: 2;">[[Bild:{{{Bild}}}|{{{Breite}}}]]<div style="position: absolute; top: 0px; left: 0px; padding-top: 3px; z-index: 3;">[{{{Link}}}<span style="float: left; width: {{{Breite}}}; height: {{{Höhe}}}; font-size: {{{Höhe}}}; line-height: {{{Höhe}}}; word-spacing: {{{Breite}}}; cursor: pointer;"> </span>]</div></div></includeonly>
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Vorlage:BI
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2006-04-25T10:49:23Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39
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Vorlage:Wiki
10
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2006-04-25T10:51:13Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
Wiki der BI Lüne-Moorfeld
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Kopiere
0
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2006-04-25T12:43:17Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Kopieren]]
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Markieren
0
1263
1540
2006-04-25T12:44:39Z
Detlef
6
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text/x-wiki
Bevor ein Text [[kopieren|kopiert]] werden kann, muss er zunächst markiert werden.
<span style="color:white; background-color:black">Markierte Texte erscheinen invers</span>, d. h. in vertauschten Farben.<br>
* Worte markieren: Doppelklick mit linker Maustaste auf das Wort.
* Textbereich markieren: Textbereich bei gedrückter linker Maustaste überfahren.
[[Kategorie:Wiki]]
f18dd0032e633a04443caa135a8cda3878518aa0
Rechtschreibung
0
1264
1542
2006-04-25T13:35:44Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
Wer es berücksichtigen möchte: Die Neuregelung der Rechtschreibung im [http://www.duden.de/neue_rechtschreibung/neuregelung/neuregelung.html Duden] bzw. als [http://www.ids-mannheim.de/reform/aenderungen.pdf PDF-Liste].
Um die Rechtschreibung in Deinem Wiki-Artikel zu kontrollieren bzw. korrigieren, nutze die '''Korrekturhilfe von Word'''.<br>
[[Kopieren|Kopiere]] einfach den Quelltext deines Artikels in die Zwischenablage und lege in Word ein neues Dokument an. {{bsw}}Word_icon.gif<br>
[[Kopieren|Füge den Inhalt der Zwischenablage in das Word-Dokument ein]] und starte mit der Taste http://www.math.mcgill.ca/lebaron/rute/rute/key-F7.png die Rechtschreibhilfe.<br>
Nach Beendigung der Korrektur den Text den Word-Dokumentes wieder [[Kopieren|in die Zwischenablage kopieren]] und damit Deinen Wiki-Artikel überschreiben.
[[Kategorie:Wiki]]
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Vorlage:Tabelle
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1291
1596
2006-04-25T13:38:20Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
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URL
0
1415
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2006-04-25T14:20:49Z
Detlef
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text/x-wiki
Die Abkürzung <b>{{PAGENAME}}</b> steht für '''''U'''niform '''R'''esource '''L'''ocator'' und gibt die vollständige '''Adresse einer Internetseite''' an,<br>z. B. http://www.bs-wiki.de/mediawiki/index.php/Chemie
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1907
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2006-05-07T21:16:45Z
Detlef
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text/x-wiki
Die Abkürzung <b>{{PAGENAME}}</b> steht für '''''U'''niform '''R'''esource '''L'''ocator'' und gibt die vollständige '''Adresse einer Internetseite''' an,<br>z. B. http://www.bs-wiki.de/mediawiki/index.php/Chemie
[[Kategorie:EDV-Glossar]]
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1908
1907
2006-05-07T21:17:22Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
Die Abkürzung <b>{{PAGENAME}}</b> steht für '''''U'''niform '''R'''esource '''L'''ocator'' und gibt die vollständige '''Adresse einer Internetseite''' an,<br>z. B. http://www.bs-wiki.de/mediawiki/index.php/Chemie
[[Kategorie:Computer-Chinesisch]]
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1909
1908
2006-05-07T21:27:44Z
Detlef
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text/x-wiki
Die Abkürzung <b>{{PAGENAME}}</b> steht für '''''U'''niform '''R'''esource '''L'''ocator'' und gibt die vollständige '''Adresse einer Internetseite''' an,<br>z. B. http://www.bs-wiki.de/mediawiki/index.php/Chemie
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
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Hilfe:Suche
12
1268
1550
2006-04-25T14:38:33Z
Detlef
6
/* Tipps */
wikitext
text/x-wiki
Um das Wiki zu durchsuchen, gibt es auf jeder Seite ein Eingabefeld mit zwei Buttons, "Los" und "Suche". Gibt man dort das gesuchte Wort ein und drückt die Eingabetaste oder den Los-Button, landet man im besten Fall direkt beim gleichnamigen Artikel. Der Suche-Button dagegen zeigt alle Vorkommen des gesuchten Begriffs in Artikeltiteln und Texten.
==Tipps==
* '''Alle Suchbegriffe müssen vorhanden sein.''' Es werden nur Seiten ausgegeben, die alle Suchbegriffe ''exakt'' wie eingegeben enthalten. Wenn man keine Ergebnisse erhält, empfiehlt es sich, einen oder mehrere Begriffe wegzulassen und/oder zu prüfen, ob alles korrekt geschrieben ist. Teilwörter werden nicht als Ergebnis angezeigt: die Suche nach "Pferd" liefert keine Treffer auf Artikel, die lediglich das Wort "Pferdestärke" enthalten.
* '''Vermeide kurze und gebräuchliche Wörter.''' Eine mögliche Ursache einer fehlgeschlagenen Suche besteht darin, dass der Suchterm so genannte "Stoppwörter" enthielt (z.B. "der", "ein", "mehr", "über", "wann"). Die Suche sollte ohne diese Stoppwörter wiederholt werden.
* '''Die Suchfunktion unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung.''' Die Suchen nach "autobahn", "Autobahn" und "AUTOBAHN" liefern alle die gleichen Ergebnisse.
* '''Nur der [[Hilfe:Namensraum|Hauptnamensraum]] wird durchsucht.''' Seiten, deren Titel "{{SITENAME}}:", "Benutzer:" oder "Diskussion:" enthalten, werden standardmäßig nicht in die Suche miteinbezogen. Über die '''erweiterte Suche''', die sich unten auf der Seite mit den Suchergebnissen befindet, können aber auch andere Namensräume (Benutzer, Bild und zugehörige [[Hilfe:Diskussion|Diskussionsseiten]]) durchsucht werden.
* '''Boolsche Suche ist möglich.''' Mit Hilfe der Wörter "and" (und), "or" (oder) und "not" (nicht) sowie durch Klammerung können komplexere Suchanfragen gestellt werden. Falls nichts angegeben wird, ist "and" die Standardeinstellung. So liefert beispielsweise eine Suche nach "Natur not Autobahn" alle Seiten, die das Wort "Natur", aber nicht das Wort "Autobahn" enthalten. Die Suche nach "Wurzel and (Stengel or Stängel)" zeigt alle Artikel, die nicht nur "Wurzel", sondern auch "Stengel" oder "Stängel" enthalten.
* '''Reguläre Ausdrücke und Wildcards''' können nicht verwendet werden. Es müssen also immer die Alternativen explizit angegeben werden, z.B. "(Boot or Boote)".
[[Kategorie:Wiki]]
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Hilfe:Vorlagen
12
1273
1560
2006-04-25T15:40:31Z
Detlef
6
/* Vorlagen erzeugen und ändern */
wikitext
text/x-wiki
Textbausteine sind Artikel im '''[[Hilfe:Namensraum|Namensraum]] Vorlage''' und können automatisch innerhalb von anderen Artikeln eingebunden werden.<br>
Die Syntax dafür ist:
<nowiki>{{Testvorlage}}</nowiki>
Dabei wird bei jedem Seitenaufruf des Artikels, der die Vorlage verwendet, der aktuelle Inhalt der Vorlage [[Vorlage:Testvorlage]] an der entsprechenden Stelle in den Artikel eingesetzt.
Die Wiki-Software stellt einige vordefinierte Vorlagen als [[Hilfe:Variablen|Variablen]] bereit, z.B. <nowiki>{{PAGENAME}}</nowiki> und <nowiki>{{NUMBEROFARTICLES}}</nowiki>
== Vorlagen erzeugen und ändern ==
Eine Vorlage wird wie jede andere Wiki-Seite erzeugt, indem man einen Link <nowiki>[[Vorlage:Name]]</nowiki> oder <nowiki>{{Name}}</nowiki> auf einer Seite anlegt, dem Link folgt und die neue Seite bearbeitet und mit dem gewünschten Inhalt füllt.
*[http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=Spezial%3AAllpages&from=&namespace=10 Liste der im Wiki verwendeten Vorlagen]
''Siehe auch'': [[Artikel neu anlegen]]
== Parameter ==
Der Vorlage kann man zusätzlich Parameter übergeben. Dazu gibt es zwei Schreibweisen
<nowiki>{{Titel|wert1|wert2}}</nowiki>
<nowiki>{{Titel|name1=wert1|name2=wert2}}</nowiki>
Die Werte der Parameter lassen sich in der Vorlage verwenden, indem man sie in drei geschweifte Klammern setzt.
<nowiki>{{{1}}}, {{{2}}}</nowiki>
<nowiki>{{{name1}}}, {{{name2}}}</nowiki>
''Achtung: Parameter im [[Hilfe:Namensraum|MediaWiki-Namensraum]] werden anders verwendet ($1, $2...).''
==Siehe auch==
* [[Hilfe:Variablen]]
Vorlagen dienen zur:
* '''Konsistenzmaximierung''': Mit Vorlagen lässt sich ein einheitliches Erscheinungsbild erreichen.
* '''Redundanzminimierung''': Wenn der Inhalt zentral nur an einer Stelle festgelegt wird (d. h. in einer Vorlage), dann erscheint der Inhalt in allen Artikeln gleich, auch bei einer nachträglichen Änderung. Das mühselige und fehlerträchtige Übertragen einer Änderung in jeden Artikel entfällt.
* '''Codeoptimierung''': Manche schöne Darstellung lässt sich nur mit einen unschönen Mix aus Wikibefehlen und HTML bzw. CSS-Befehlen erreichen. Der Artikelquellcode wird dann schnell unübersichtlich und verschreckt Wikianfänger sich auch an der weiteren Verbesserung eines Artikels zu beteiligen. Hier kann eine Vorlage helfen, den Artikelquellcode lesbarer zu gestalten.
[[Kategorie:Wiki]]
d42bf72b713129fb60c9d6135fe188a21cfe1cda
Vorlage:Heute
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2006-04-25T15:47:32Z
Detlef
6
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text/x-wiki
Heute ist {{CURRENTDAYNAME}}, der {{CURRENTDAY}}. {{CURRENTMONTHNAME}} {{CURRENTYEAR}}.<br>
1c73a96dd0a3a07d5d4f081b787084d7f3a959de
Diskussion:Arbeitsgruppe Einwände
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2006-04-26T14:36:45Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
<!--- Bitte diese 3 Kopfzeilen nicht verändern --->
{{Chat}}
<!--- Eure Beiträge: --->
Wann & wo ist den das nächste Treffen?
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 16:36, 26. Apr 2006 (CEST)
21acfc5c1791da2e89f025fb8696436d6aef30df
Vorlage:Chat
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text/x-wiki
{{Kasten blau|<center>[[Bild:Diskussion1.gif]] [[Bild:Chat.gif]] [[Bild:Diskussion2.gif]]<br>
Hallo {{CURRENTUSERNAME}}, klicke oben auf "bearbeiten, dann schreibe & [[Signatur|signiere]] Deine Nachricht.</center>}}
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1936
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Detlef
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text/x-wiki
{{Kasten blau|<center>{{bsw}}Diskussion1.gif {{bsw}}Bild:Chat.gif {{bsw}}Diskussion2.gif<br>
Hallo {{CURRENTUSERNAME}}, klicke oben auf "bearbeiten, dann schreibe & [[Signatur|signiere]] Deine Nachricht.</center>}}
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1894
2006-04-26T15:06:45Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Kasten blau|<center>{{bsw}}Diskussion1.gif {{bsw}}Chat.gif {{bsw}}Diskussion2.gif<br>
Hallo {{CURRENTUSERNAME}}, klicke oben auf "bearbeiten, dann schreibe & [[Signatur|signiere]] Deine Nachricht.</center>}}
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Vorlage:Kasten blau
10
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2006-04-26T14:38:12Z
Detlef
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text/x-wiki
<!--- Hinweis: Vorlage so nutzen: {{Kasten blau|Text}} --->
<div style="border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#ECF1FF;;padding:7px;">
{{{1}}}
</div>
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Diskussion:Arbeitsgruppe Internet
1
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Detlef
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text/x-wiki
<!--- Bitte diese 3 Kopfzeilen nicht verändern --->
{{Chat}}
<!--- Eure Beiträge: --->
Wann & wo ist den das nächste Treffen?
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 16:36, 26. Apr 2006 (CEST)
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Impressum
0
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Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Wiki der BI Lüne-Moorfeld:Impressum]]
ba728572dcda21c34c60d144069da2645fce17db
Hilfe:Variablen
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2006-04-30T15:12:23Z
Detlef
6
/* Namensräume und Wiki-Bezeichnung */
wikitext
text/x-wiki
'''Variablen''' dienen im Wiki dazu, bestimmte Werte, die sich ändern, wie das aktuelle Datum oder die Artikelanzahl des Wikis, in Seiten einzufügen. Ebenso wie [[Help:Vorlagen|Vorlagen]] werden Variablen eingesetzt, indem sie in doppelte geschweifte Klammern gesetzt werden. Es gibt folgende Variablen:
==Zeit und Artikelzähler==
{|
|<nowiki>{{CURRENTMONTH}}</nowiki>
|{{CURRENTMONTH}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTMONTHNAME}}</nowiki>
|{{CURRENTMONTHNAME}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTMONTHNAMEGEN}}</nowiki>
|{{CURRENTMONTHNAMEGEN}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTDAY}}</nowiki>
|{{CURRENTDAY}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTDAYNAME}}</nowiki>
|{{CURRENTDAYNAME}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTYEAR}}</nowiki>
|{{CURRENTYEAR}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTTIME}}</nowiki>
|{{CURRENTTIME}}
|-
|<nowiki>{{NUMBEROFARTICLES}}</nowiki>
|{{NUMBEROFARTICLES}}
|}
==Namensräume und Wiki-Bezeichnung==
{|
|-
|<nowiki>{{ns:-2}} oder {{ns:Media}}</nowiki>
|{{ns:-2}}
|-
|<nowiki>{{ns:-1}} oder {{ns:Special}}</nowiki>
|{{ns:-1}}
|-
|<nowiki>{{ns:1}} oder {{ns:Talk}}</nowiki>
| {{ns:1}}
|-
| <nowiki>{{ns:2}} oder {{ns:User}}</nowiki>
| {{ns:2}}
|-
| <nowiki>{{ns:3}} oder {{ns:User_talk}}</nowiki>
| {{ns:3}}
|-
| <nowiki>{{ns:4}} oder {{ns:Project}}</nowiki>
| {{ns:4}}
|-
| <nowiki>{{ns:5}} oder {{ns:Project_talk}}</nowiki>
| {{ns:5}}
|-
| <nowiki>{{ns:6}} oder {{ns:Image}}</nowiki>
| {{ns:6}}
|-
| <nowiki>{{ns:7}} oder {{ns:Image_talk}}</nowiki>
| {{ns:7}}
|-
| <nowiki>{{ns:8}} oder {{ns:MediaWiki}}</nowiki>
| {{ns:8}}
|-
| <nowiki>{{ns:9}} oder {{ns:MediaWiki_talk}}</nowiki>
| {{ns:9}}
|-
| <nowiki>{{ns:10}} oder {{ns:Template}}</nowiki>
| {{ns:10}}
|-
| <nowiki>{{ns:11}} oder {{ns:Template_talk}}</nowiki>
| {{ns:11}}
|-
| <nowiki>{{ns:12}} oder {{ns:Help}}</nowiki>
| {{ns:12}}
|-
| <nowiki>{{ns:13}} oder {{ns:Help_talk}}</nowiki>
| {{ns:13}}
|-
| <nowiki>{{ns:14}} oder {{ns:Category}}</nowiki>
| {{ns:14}}
|-
| <nowiki>{{ns:15}} oder {{ns:Category_talk}}</nowiki>
| {{ns:15}}
|-
<tr><td><nowiki>{{ns:100}}</nowiki>
<td>{{ns:100}}
|-
<tr><td><nowiki>{{ns:101}}</nowiki>
<td>{{ns:101}}
| <nowiki>{{SITENAME}}</nowiki>
| {{SITENAME}}
|-
| <nowiki>{{SERVER}}</nowiki>
| {{SERVER}}
|-
| <nowiki>{{localurl:pagename}}</nowiki>
| {{localurl:pagename}}
|-
| <nowiki>{{localurl:pagename|</nowiki>''query string''<nowiki>}}</nowiki>
| {{localurl:pagename|''query string''}}
|-
| <nowiki>{{CURRENTUSERNAME}}</nowiki>
| {{CURRENTUSERNAME}}
|}
==Seitenabhängig==
{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0"
|-
| Namensraum
| <nowiki>{{NAMESPACE}}</nowiki>
| {{NAMESPACE}}
|-
| Seitenname
| <nowiki>{{PAGENAME}}</nowiki>
| {{PAGENAME}}
|-
| Seitenname (Url-encoded)
| <nowiki>{{PAGENAMEE}}</nowiki>
| {{PAGENAMEE}}
|}
In einer [[Help:Vorlagen|Vorlage]] beziehen sich diese Variablen auf die Seite, in der die Vorlage verwendet wird.
[[Kategorie:Wiki]]
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Diskussion:Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren
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Detlef
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text/x-wiki
<!--- Bitte diese 3 Kopfzeilen nicht verändern --->
{{Chat}}
<!--- Eure Beiträge: --->
Wann & wo ist den das nächste Treffen?
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 16:36, 26. Apr 2006 (CEST)
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Diskussion:Arbeitsgruppe Kreative Aktionen
1
1450
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2006-04-30T16:05:54Z
Detlef
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text/x-wiki
<!--- Bitte diese 3 Kopfzeilen nicht verändern --->
{{Chat}}
<!--- Eure Beiträge: --->
Wann & wo ist den das nächste Treffen?
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 16:36, 26. Apr 2006 (CEST)
21acfc5c1791da2e89f025fb8696436d6aef30df
Diskussion:Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion
1
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1888
2006-04-30T16:08:48Z
Detlef
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text/x-wiki
<!--- Bitte diese 3 Kopfzeilen nicht verändern --->
{{Chat}}
<!--- Eure Beiträge: --->
Wann & wo ist den das nächste Treffen?
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 16:36, 26. Apr 2006 (CEST)
21acfc5c1791da2e89f025fb8696436d6aef30df
Lizenzbestimmungen
0
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1538
2006-04-30T19:56:30Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
Alle Inhalte dieser Seite sind bei Angabe der Quelle frei verfügbar.
[[Kategorie:Wiki]]
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Vorlage:Url
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2006-04-30T22:59:18Z
Detlef
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text/x-wiki
http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=
38d7c194219b33cfa074394dd524776444996f8d
Änderungen rückgängig machen
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Detlef
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text/x-wiki
Jemand (Du?) hat versehentlich Deinen Text verändert oder gelöscht und Du möchtest eine alte Version wieder herstellen?
In diesem Fall oben im Menü auf {{bsw}}Versionen.jpg klicken.
Hier werden alle alten Textversionen aufgelistet. Klicke auf das Datum der gewünschten Version, dann erscheint der alte Text im Bearbeitungsfenster. Wenn Du diesen (alten) Artikel speicherst, ist dies ab sofort dein aktueller Text, und ungewollte Änderungen konnten damit rückgängig gemacht werden.
[[Kategorie:Wiki]]
78f286bbb26c2477e6988173784dea623e0c5eef
Ausschuss
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Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsgruppe]]
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2006-05-01T09:40:54Z
Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsgruppen]]
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Ausschüsse
0
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2006-05-01T09:41:16Z
Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsgruppen]]
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Vorlage:Termine
10
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Detlef
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text/x-wiki
== Termine ==
{{Heute}}
* [[Ferien|Schulferien]]
Obacht: In dieser Terminliste '''nur die Termine der Arbeitsgruppe''' listen.
Alle allgemeinen Termine sind unter [[Aktuelle Ereignisse]] gelistet.
db107da3b79c0081bf8cf939b9163ae0f993a34f
Arbeitsgruppe
0
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Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsgruppen]]
d982e344a1be3d4e33e57c7819405a13723353a5
Signatur
0
1265
1544
2006-05-04T18:18:18Z
Detlef
6
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text/x-wiki
Um Beiträge zuordnen zu können oder Dich in Deine [[Arbeitsgruppe]] einzutragen etc., kannst du nach [[Spezial:Userlogin|Anmeldung]] eine '''Signatur''' setzen, d.h. mit deinem Namen (aktuell: "{{CURRENTUSERNAME}}") unterschreiben.<br>
Schreibe im Bearbeitungsfenster einfach "<tt>~~</tt>" oder klicke auf den Signatur-Button http://www.bs-wiki.de/mediawiki/skins/common/images/button_sig.png.<br>
Wiki ersetzt "<tt>~~</tt>" nach dem Speichern automatisch durch "[[Benutzer:{{CURRENTUSERNAME}}|{{CURRENTUSERNAME}}]]", d.h. einen [[Link]] auf [[Special:Mypage|Deine Benutzerseite]].
[[Kategorie:Wiki]]
229d2c481eb959a36868d76dff1653f587d33555
MD5-Summe
0
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1921
2006-05-06T19:27:22Z
OD
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text/x-wiki
#REDIRECT [[MD5- Summen - Ups was'n das ?]]
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2006-05-07T21:15:39Z
Detlef
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MD5- Summe wurde nach MD5-Summe verschoben
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text/x-wiki
#REDIRECT [[MD5- Summen - Ups was'n das ?]]
49f3d70f975e5d56d70dcc3c92d336293537071d
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2006-05-07T21:22:32Z
Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[MD5-Summen - Ups was'n das ?]]
3705e6e24d7727d1e29545d7aeaae0c788746f35
Link
0
1101
1216
2006-05-07T21:26:43Z
Detlef
6
/* [[Spezial:Mostlinked|"Hitliste" der verlinkten Seiten]] */
wikitext
text/x-wiki
'''{{PAGENAME}}''' bedeutet soviel wie "Verbindung / Querverweis".<br>
Durch Einfügen von Links in eure Artikel habt ihr die Möglichkeit, auf die verschiedensten Dinge zu verweisen:
== Interne Links ==
Durch '''interne Links''' kannst du auf [[Spezial:Allpages|andere Artikel in diesem Wiki]] verweisen.
{|
!width="25%" |Variante:
!width="25%" |Beispiel - so sieht es aus:
!Das gibt man ein:
|-
| style="background:#EEEEFF"|
*schnell & einfach
| style="background:#EEEEFF"| [[Satzung]]
| style="background:#EEEEEE;"|<tt><nowiki>[[Satzung]]</nowiki></tt><br>Im Quelltext wird dieser Link durch doppeltes Setzen von eckigen Klammern gekennzeichnet.<br>
Oder: [[Hilfe:Text markieren|Markiere]] in deinem Artikel den zu verlinkenden Begriff und klicke den Button "interner Link": http://www.bs-wiki.de/mediawiki/skins/common/images/button_link.png
|-
| style="background:#EEEEFF"|
*gleiche Zielseite, aber alternative Bezeichnung
| style="background:#EEEEFF"| [[Satzung|trockenes Thema, aber notwendig ...]]
| style="background:#EEEEEE"| <tt><nowiki>[[Satzung|trockenes Thema, aber notwendig ...]]</nowiki></tt>
|-
| style="background:#EEEEFF"|
*Link zu einem bestimmten Absatz innerhalb eines Artikels
| style="background:#EEEEFF"| [[Satzung#.C2.A7_12_Aussch.C3.BCsse|§ 12 unserer Satzung]]
| style="background:#EEEEEE"| <tt><nowiki>[[Artikel#Absatz]]</nowiki></tt><br>Unser Beispiel:<br><tt><nowiki>[[Satzung#§ 12 Ausschüsse|§ 12 unserer Satzung]]</nowiki></tt>
Absatzbezeichnung durch das Zeichen "#" an den Link anhängen.
|-
| style="background:#EEEEFF"|
*Links auf (noch) nicht vorhandene Themen.<br>Durch Klicken auf den roten Link kann man den Artikel neu anlegen.
| style="background:#EEEEFF"|[[Blick in die Zukunft]]
| style="background:#EEEEEE"|<tt><nowiki>[[Blick in die Zukunft]]</nowiki></tt>
|-
| style="background:#EEEEFF"|
*Links zu [[Themen|Kategorien]]
| style="background:#EEEEFF"|[[:Kategorie:Arbeitsgruppen]]
| style="background:#EEEEEE"|<tt><nowiki>[[:Kategorie:Arbeitsgruppen]]
</nowiki></tt>
|}
== Externe Links ==
'''Externe Links''' sind Verweise auf interessante Internetseiten.
{|
!width="25%" |Variante:
!width="25%" |Beispiel - so sieht es aus:
!Das gibt man ein:
|-
| style="background:#EEEEFF"|
*als vollständige Internetadresse
| style="background:#EEEEFF"|http://www.bbs-winsen.de
| style="background:#EEEEEE"|Im Gegensatz zu internen Links stehen bei externen nur einfache bzw. keine eckigen Klammern.<br><tt><nowiki>http://www.bbs-winsen.de</nowiki></tt><br>[[Kopiere]] dir die entsprechende Internetadresse aus der Adresszeile deines Browsers.
|-
| style="background:#EEEEFF"|
*mit alternativer Bezeichnung
| style="background:#EEEEFF"|[http://www.bbs-winsen.de Homepage meiner Schule]
| style="background:#EEEEEE"|<tt><nowiki>[http://www.bbs-winsen.de Homepage der BBS Winsen]</nowiki></tt><br>Ebenso entfällt der Längsstrich "|" für die Trennung von Link und Alternativtext. Stattdessen wird ein Leerzeichen verwendet.
|-
| style="background:#EEEEFF"|
*als Fußnote (Nummer)
| style="background:#EEEEFF"|[http://www.bbs-winsen.de]
| style="background:#EEEEEE"|<tt><nowiki>[http://www.bbs-winsen.de]</nowiki></tt><br>Ohne Beschreibungstext werden die Weblinks automatisch nummeriert.
|}
Automatische Setzen von [eckigen Klammern]:<br>
[[Hilfe:Text markieren|Markiere]] in deinem Artikel den zu verlinkenden Begriff und klicke den Button "externer Link": http://www.bs-wiki.de/mediawiki/skins/common/images/button_extlink.png .
== [[Bilder einfügen|Bilder verlinken]] ==
== [[Spezial:Mostlinked|"Hitliste" der verlinkten Seiten]] ==
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
340db97fdc9e71eae9bbb9361906b2b3aef6b9f2
MD5-Summen - Ups was'n das ?
0
1102
1218
2006-05-07T21:27:04Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
=== Zusammenfassung : ===
Eine '''[[MD5-Summe]]''' ist eine '''Fingerabdruck''' einer Datei. In etwa vergleichbar der '''Quersumme''' einer Zahl.<br>
Solch eine ''' 'Fingerabdrucks- Prüfsumme' ''' ist quasi einmalig.
<br>
<br>
Ein Programm (für Win$$) um eine solche zu errechnen ist '''[http://www.md5summer.org/download.html MD5summer]''' (Postcardware).
Dieses Programm kann unter diesem '''[http://www.md5summer.org/download.html Link]''' aus dem Internet geladen werden.
<br>
<br>
=== Längere Fassung : ===
Was ist eine '''[[MD5-Summe]]''' ?
Eine '''[[MD5-Summe]]''' ist eine errechnete Prüfsumme eines Datenstroms.
Im Falle von ''' '[http://www.md5summer.org/download.html MD5summer]' ''' sind die ''' 'Inhalte einer Datei' ''' der Datenstrom.<br>
Vereinfacht gesagt nimmt ''' '[http://www.md5summer.org/download.html MD5summer]'''' eine Datei beliebiger Länge und reduziert sie auf einen ''' '128-bit-Fingerabdruck' '''.<br>
Das dieser '''Fingerabdruck''', dem von einer anderen Datei gleicht, ist extrem unwahrscheinlich und er wird sich ändern, wenn sich die Inhalte der Datei auch nur um ein kleines, einzelndes 'bit' ändern würden.
Weitere kurze, hilfreiche Erläuterungen (mit Fotos) u.a. zur Bedienung, gibt's im Internet (in Englisch) unter:
http://www.md5summer.org/help.html
<br>
<br>
==== Download : ====
http://www.md5summer.org/download.html
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
2e804b9e11e0c3ddcb9eb8f048244cde7e2bc6cb
PDF-Datei
0
1103
1220
2006-05-07T21:39:18Z
Detlef
6
PDF-Dateien wurde nach PDF-Datei verschoben
wikitext
text/x-wiki
{{Link-Bild-ex|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=http://www.adobe.de/products/acrobat/adobepdf.html}}
[http://www.adobe.de/products/acrobat/adobepdf.html Adobe PDF-Dokumente] können von jedem Anwender weitergegeben, angezeigt und gedruckt werden - unabhängig von System, Software-Plattform, Ausgangsanwendung oder verfügbaren Schriftarten. Alles, was dazu benötigt wird, ist [http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html der kostenlose Adobe Reader®].<br>
Du kannst auch [[Spezial:Upload|PDF-Dateien auf den Wiki-Server hochladen]].<br>
Um selbst PDF-Dateien aus Word, Excel oder ähnlichen Anwendungen erstellen zu können, hast du verschiedene Möglichkeiten:
* Du nutzt (sofern vorhanden) die professionelle Software Acrobat Destiller von Adobe.
* [http://createpdf.adobe.com/?v=AHP Adobe bietet als Online-Service die kostenlose PDF-Konvertierung von max. 5 Dateien an].
* Arbeite mit der [http://www.cib.de/deutsch/products/pdfplugin/download_step2.asp?p=br Freeware CIB PDF Brewer, die hier heruntergeladen werden kann].
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
a9f13f84601418f3c46c44cddd6b984c7c1147ab
Tabelle
0
1441
1866
2006-05-07T22:45:38Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Tabellen anlegen]]
904a590cffe274503e191f77b554bfa344345357
Vorlage:Spc
10
1297
1608
2006-05-09T00:26:20Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
241af8560a69f92b0f737c05c85a708234bd940a
Hilfe:Versionen
12
1272
1558
2006-05-09T12:42:17Z
Detlef
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text/x-wiki
Ein Klick auf den Link "'''Versionen'''" listet die Änderungen der gerade aufgerufenen Seite auf, die so genannte "Versionsgeschichte".
Format: Erstellungsdatum, Autor/verfasst durch
Alte Versionen rufst du über einen Klick auf den Link mit Datum und Uhrzeit auf - darüber kannst du auch [[Änderungen rückgängig machen|ältere Beiträge wiederherstellen]]. Jede Änderung wird in der Liste beschrieben, falls beim Speichern im Feld "Zusammenfassung" ein Kommentar eingegeben wurde.
Durch Klicken auf "Aktuell" oder "Letzte" in der Liste innerhalb der einzelnen Einträge kann man sich dann über Details der Änderung(en) informieren. Durch Anhaken der Kästchen lassen sich die Unterschiede zwischen zwei Versionen anzeigen.
Hierdurch kann man zurückverfolgen, wie eine Seite entstanden ist oder wer in letzter Zeit welche Änderungen an der betreffenden Seite vorgenommen hat.
Im Gegensatz zu ''Versionen'' zeigt [[Hilfe:Letzte Änderungen|Letzte Änderungen]] ''alle'' Seiten an, die in der letzten Zeit geändert wurden.
[[Kategorie:Wiki]]
c11721a9205854a08a19179cf2e1fc090524460d
DSL
0
1098
1210
2006-05-14T18:54:09Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
'''DSL''' ist die Abkürzung für '''D'''igital '''S'''ubscriber '''L'''ine (engl. für ''Digitale Teilnehmeranschlussleitung'') und steht für eine vergleichsweise '''schnelle Technik''', um über die Telefonleitung Daten (Internet, E-Mail etc.) zu übertragen.
== Weblinks ==
* [http://www.teltarif.de/db/zdf_dsla.html Tarifrechner des ZDF-Wirtschaftsmagazins WISO]
* [http://www.geteilt.de/ Initiative gegen digitale Spaltung]
* [http://www.kein-dsl.de/ DSL: Regionale Initiativen und Alternativen]
* [http://www.tutorial-reports.com/networking/broadband/ Broadband-over-DSL-Tutorial]
* [http://www.chipweb.de/dsl/ ChipWeb: herstellerunabhängige Übersicht zu DSL Schaltkreisen und Modems]
* [http://www.telekom.de/dtag/downloads/1/1TR112_U-R2-V7.0.pdf U-R2-Schnittstellenspezifikation für die ADSL-Variante der T-Com (T-DSL)]
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
4831b49fc278d7156edec10593e50c4d000a3f2f
IP-Adresse
0
1100
1214
2006-05-14T18:59:31Z
Detlef
6
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text/x-wiki
Jeder Computer im Internet hat eine Art Hausnummer: die '''IP-Adresse'''. So ist sichergestellt, dass die Rechner im Internet untereinander kommunizieren können. Gäbe es keine IP-Adressen, wäre nicht klar, an welchen Rechner ein Datenpaket geschickt werden soll.
Die [[Wiki]]-Software nutzt die [[Benutzer]]-IP zur Zuordnung der Artikel. Ggf. kann auch der Zugang zum Wiki der {{BI}} für eine bestimmte IP gesperrt werden, um uns zum Beispiel vor [[Hacker]]n, [[Spam]]mern usw. zu schützen.
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
9071842e1d63416f7f398875bcf9a114173f47a8
Spam
0
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1222
2006-05-14T19:08:30Z
Detlef
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text/x-wiki
Unerwünschte Werbung, die das eigene E-Mail-Postfach verstopft, wird als Spam bezeichnet.
Auch Internetseiten ([[Wiki]]s, Foren, Chaträume) werden für Spam missbraucht. In diesem Fall wehren wir uns durch Sperrung der [[IP-Adresse]].
Tipp: Richten Sie sich eine zweite, kostenlose E-Mail-Adresse bei einem Anbieter wie GMX oder Freemail ein und geben Sie nur diese Zusatzadresse weiter, wenn Sie zum Beispiel bei Gewinnspielen mitmachen.
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
cdb07c876ff4cf806c606f9f33a41d3f06be1f41
Benutzer
0
1259
1532
2006-05-14T23:09:50Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
Nachdem Du Dich [[Spezial:Userlogin|angemeldet]] hast, wird Dein Name oben im Wiki-Fenster eingeblendet.<br>
Klickst Du Deinen Namen an, erscheint [[Special:Mypage|Deine Benutzerseite]]:<br>
{{bsw}}Benutzer.jpg
Auf [[Special:Mypage|Deiner Benutzerseite]] kannst Du etwas zu Dir schreiben oder persönliche Infos hinterlegen.<br>
Dein Geburtsdatum oder Deine vollständige Adresse solltest Du nicht ins Internet stellen, es gibt leider Idioten, die damit Schindluder betreiben, z. B. eine Fake-Identität bei Ebay o.ä.
* Schau Dir mal als Muster die [[Benutzer:Peter Schmidt|Benutzerseite von Peter Schmidt]] an.
* [{{Url}}Spezial%3AAllpages&from=&namespace=2 Liste der Benutzerseiten]
* Hier findest Du das vollständige [[Spezial:Listusers|Benutzerverzeichnis]].
* [[Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Wiki]]
7d37b6db2a338c4b7d1d9b06c6b28ffe9fbb23ce
Hilfe
0
1261
1536
2006-05-17T08:07:06Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{|
| __TOC__ || [[Bild:Hilfe.png]] ||{{Kasten blau|Die Hilfe enthält in erster Linie Infos für Artikel-''Schreiber''.<br>
Willst Du Dich ersteinmal nur orientieren, dann lese [[Wiki|Grundlegendes zum Thema "Wiki"]] oder die [[Lesetipps]].
Oder benötigst Du [[Einwände schreiben|Hilfe beim Schreiben von Einwänden gegen den Bau der A 39]]?}}
|}
== Schreibarbeit ==
*[[Artikel neu anlegen]]
*[[Signatur|Artikel signieren]]
*[[Artikel überarbeiten]]
*[[Benutzer]]seite: etwas [[Special:Mypage|über Dich]] schreiben
*[[Sonderzeichen eingeben]]
*[[kopieren|Text kopieren & einfügen]]
*[[Zeichen formatieren]]
== Layout ==
*[[Bilder einfügen]]
*[[Tabellen anlegen]]
== Struktur ==
*[[Spezial:Categories|Artikel einer Kategorie zuordnen]]
*[[Gliederung|Artikel gliedern]]
*[[Link#Interne_Links|Links einfügen]]
== Korrekturmaßnahmen ==
*[[Änderungen rückgängig machen]]
*[[Artikel löschen]]
*[[Artikel umbenennen]]
*[[Rechtschreibung]]
== Offene Fragen? ==
* Falls Du über einem Problem brütest, welches Du in der obigen Liste unbeantwortet findest:<br>[{{url}}Benutzer_Diskussion:Detlef&action=edit Stelle hier Deine Frage], Du wirst kurzfristig eine Antwort erhalten.
* [[:Kategorie:Wiki|Hilfe von A-Z]]
[[Kategorie:Wiki]]
b0dcfd248e5924ba9f1ede30fa888f77fab204c5
Diskussion:Arbeitsgruppe Internet
1
1449
1927
1926
2006-05-30T12:31:20Z
->Rico
0
wikitext
text/x-wiki
<!--- Bitte diese 3 Kopfzeilen nicht verändern --->
{{Chat}}
<!--- Eure Beiträge: --->
Wann & wo ist den das nächste Treffen?
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 16:36, 26. Apr 2006 (CEST)
Hallo Zusammen,
Wann ist der Wiki Vorstellungstermin ? Meldet euch bitte mal
1b127295731cf87b2fd2978e95f80bb37d4fe5c9
1928
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->Rico
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text/x-wiki
<!--- Bitte diese 3 Kopfzeilen nicht verändern --->
{{Chat}}
<!--- Eure Beiträge: --->
Wann & wo ist den das nächste Treffen?
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 16:36, 26. Apr 2006 (CEST)
Hallo Zusammen,
Wann ist der Wiki Vorstellungstermin ? Meldet euch bitte mal
--[[Benutzer:Rico|Rico]] 14:36, 30. Mai 2006 (CEST)
618099bb976eec1d53c1465f1c01483576649bd9
1882
2006-05-30T21:07:48Z
Detlef
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text/x-wiki
<!--- Bitte diese 3 Kopfzeilen nicht verändern --->
{{Chat}}
<!--- Eure Beiträge: --->
Wann & wo ist den das nächste Treffen?
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 16:36, 26. Apr 2006 (CEST)
Hallo Zusammen,
Wann ist der Wiki Vorstellungstermin ? Meldet euch bitte mal
--[[Benutzer:Rico|Rico]] 14:36, 30. Mai 2006 (CEST)
Das Wiki-Treffen findet am Mittwoch, den 7. Juni um 19.00 Uhr im ELM statt. Eine entsprechende Mail an alle Mitglieder ist in Arbeit.
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 23:06, 30. Mai 2006 (CEST)
587684eb8247eea18338323b0d2905534924ba47
Vorlage:ELM
10
1285
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2006-05-30T21:36:10Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
[http://www.lueneburg.de/index.htm?inhalt_id=110217&baum_id=7067&suchstring=elm Stadtteilladen ELM, Hermann-Löns-Strasse 22]
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Trassenverlauf
0
1442
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2006-05-31T08:55:31Z
Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Vorzugsvariante]]
a3b93c70b6a1bb6a5cc9bc690f4578902cb1cbb0
Hacker
0
1099
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2006-07-12T20:01:42Z
OD
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+ Wikipedia Link
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text/x-wiki
Hacker machen Computernutzern das Leben schwer: sie verbreiten Viren, beschäftigen sich mit dem Ausspionieren von persönlichen Daten oder Attacken auf bestimmte Internetseiten.<br>
Ergänzend hierzu siehe auch den [http://de.wikipedia.org/wiki/Hacker folgenden] informativen Artikel der [http://de.wikipedia.org/wiki/Hacker Wikipedia zum Hacker und 'hacken'].
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
68bb4966c56af5822b9172d4797ba4a3fd90a57d
Urheberrecht
0
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1300
2006-07-28T16:21:24Z
Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Urheberrechte beachten]]
[[Kategorie:Gesetze]]
e26836735b7f49df22b8a291a9fa745736913f9a
Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge
0
1140
1294
2006-07-28T16:32:17Z
Detlef
6
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]
[[Kategorie:Gesetze]]
bb33144ed2b4ef8fc3a2add3462b913b1824e268
Gesetz zur Beschleunigung der Planungen für Verkehrswege in den neuen Ländern sowie im Land Berlin
0
1141
1296
2006-07-28T16:33:43Z
Detlef
6
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz]]
[[Kategorie:Gesetze]]
cff6d0f7ec6acd8a1b8abc6fb1da886f9d49d8fd
Raumordnungsplan
0
1414
1812
2006-07-31T06:09:44Z
Detlef
6
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Raumordnungsprogramm]]
dbbb46c6db1c3c2efc2cd5176c782ea8c4fdaba7
Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren
0
1020
1054
2006-08-01T14:28:39Z
Detlef
6
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text/x-wiki
== Was machen wir? ==
Wir sind die Raumordnungsgruppe der {{BI}}.
Im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s durchforsten wir die Planungsunterlagen nach Fehlern.
Die Fehlerpunkte werden gesammelt, daraus wird eine [[Einwände schreiben|Einwendung gegen die A39]] formuliert.
Dies Einwendung wird an die Stadt Lüneburg geschickt, damit die Stadt für ihre eigene
Stellungnahme die von ihren Mitarbeitern übersehenen Punkte einarbeiten kann.
Die Stadt leitet unsere Einwendung natürlich an die Planungsbehörde weiter.
Auch der [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39] soll eine Kopie bekommen, damit die Punkte in das Online-Einwendungs-Verfahren eingearbeitet werden können.
ACHTUNG! Die Gruppe sucht noch einen Biologen, der sich mit
Brut- und Rastvögeln, Amphibien und Libellen beschäftigen mag.
Diesen Tierchen wurde schließlich ein ganzer Ordner gewidmet.
Bitte melden bei [[Benutzer:Frank Ebeling|Frank Ebeling]], Tel. 403 107.
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Frank Ebeling|Frank Ebeling]] (Sprecher)
#[[Benutzer:Achim|Achim Weiss]]
#
#
{{Chatlink}}
== Dokumente ==
Hier sind die Ergebnisse dieser Gruppe.
*[[Media:Einwand_A39_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwand der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld (PDF)]]
{{Termine}}
*laufend: [[Einwände schreiben]]
=== alt ===
* Sa., 06.05.2006: Flohmarkt Kleingartenkolonie Moorfeld
=== neu ===
*
*
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
afd9b7176115b0df3bd34a2e8e9e0abe374199b6
Entscheidungsträger
0
1033
1080
2006-08-01T15:01:25Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[:Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
935ea2739701a9e1e4ab00cc97ef1cab550e2fdc
Tabellen anlegen
0
1269
1552
2006-08-01T15:12:04Z
Detlef
6
/* Bekannte Tabellen */
wikitext
text/x-wiki
Eine Tabelle ist in (waagerechte) Zeilen und (senkrechte) Spalten gegliedert.
Der Quelltext ist unkompliziert:<br>
Tabellen werden mit "<tt><nowiki>{|</nowiki></tt>" eingeleitet und mit "<tt><nowiki>|}</nowiki></tt>" abgeschlossen. Eine neue Zeile wird mit "<tt><nowiki>|-</nowiki></tt>" begonnen. Die Spalten werden durch "<tt><nowiki>|</nowiki></tt>" bzw. "<tt><nowiki>||</nowiki></tt>" getrennt.
'''Beispiel einer rahmenlosen Tabelle:'''<br>
Der Quelltext:<tt><nowiki>
{|
|Zeile 1, Spalte 1||Zeile 1, Spalte 2
|-
|Zeile 2, Spalte 1||Zeile 2, Spalte 2
|}</nowiki></tt>
... ergibt die Tabelle:
{|
|Zeile 1, Spalte 1||Zeile 1, Spalte 2
|-
|Zeile 2, Spalte 1||Zeile 2, Spalte 2
|}
Wenn Du selbst eine Tabelle anlegen möchtest, kannst du dir einfach den Quelltext dieser Tabelle [[kopieren]] und in deine Seite einfügen. Überschreibe dann einfach die Felder mit deinen Begriffen.
Eine Variante, die mit der [[Hilfe:Vorlagen|Vorlage]] <tt><nowiki>{{Tabelle}}</nowiki></tt> gestaltet wurde:
{| {{Tabelle}}
|+ '''Obst & Gemüse'''
|-
! !! Farbe !! Geschmack
|-
! Apfel
| rot||säuerlich
|-
! Honigmelone
| gelb||süßlich
|}
Quelltext als Grundlage für deine Tabelle:
<tt><nowiki>
{| {{Tabelle}}
! !! Farbe !! Geschmack
|-
! Apfel
| rot||säuerlich
|-
! Honigmelone
| gelb||süßlich
|}
</nowiki></tt>
== Beispiele ==
* [[Sonderzeichen_eingeben#Mathematische_Zeichen|Tabelle mit mathematischen Symbolen]]
[[Kategorie:Wiki]]
3e99fe42e331083a0d6f9015a66b9f71ea64eca7
Sonderzeichen eingeben
0
1266
1546
2006-08-01T15:16:00Z
Detlef
6
/* Allgemeine Sonderzeichen */
wikitext
text/x-wiki
'''Sonderzeichen''' können über [[Kopieren|Copy & Paste]] des Feldes "Eingabe" aus den nachfolgenden [[Tabelle]]n eingefügt werden:
=== Allgemeine Sonderzeichen ===
{| border="1" style="border-collapse:collapse"
|-
!Zeichen
!Eingabe
!Name
|-
| || <tt>&nbsp;</tt> || umbruchloses Leerzeichen
|-
|& || <tt>&amp;</tt> || kaufmännisches Und
|-
|¢ || <tt>&cent;</tt> || Cent-Zeichen
|-
|£ || <tt>&pound;</tt> || Pfund
|-
|¤ || <tt>&curren;</tt> || Währung
|-
|¥ || <tt>&yen;</tt> || Yen
|-
|§ || <tt>&sect;</tt> || Paragraph
|-
|¨ || <tt>&uml;</tt> || Umlaut / Trema-Akzent<sup>1</sup>
|-
|© || <tt>&copy;</tt> || [[Copyright]]-Zeichen
|-
|∞ || <tt>&infin;</tt> || Unendlich
|-
|ª || <tt>&ordf;</tt> || feminine ordinal
|-
|¬ || <tt>&not;</tt> || Nicht-Zeichen
|-
|® || <tt>&reg;</tt> || registered trademark sign
|-
|¯ || <tt>&macr;</tt> || macron
|-
|° || <tt>&deg;</tt> || Grad
|-
|± || <tt>&plusmn;</tt> || plus/minus
|-
|´ || <tt>&acute;</tt> || acute accent<sup>2</sup>
|-
|µ || <tt>&micro;</tt> || Mikro/griechischer Buchstabe My
|-
|¶ || <tt>&para;</tt> || Paragraph
|-
|· || <tt>&middot;</tt> || middle dot (Georgian comma)
|-
|¸ || <tt>&cedil;</tt> || cedilla
|-
|º || <tt>&ordm;</tt> || masculine ordinal
|-
|÷ || <tt>&divide;</tt> || engl. Divisionszeichen
|-
|† || <tt>&dagger;</tt> || verstorben
|-
|♂ || <tt>&#9794;</tt> || männlich
|-
|♀ || <tt>&#9792;</tt> || weiblich
|-
|ß || <tt>&szlig;</tt> || Scharfes S – Ligatur (langes Frakturschrift-s und z)
|}
<small>Anmerkungen:<br>
<sup>1</sup>: Wird nur sehr selten benutzt und dann auch meist mit dem doppelten Anführungszeichen verwechselt. <br>
<sup>2</sup>: Wird oft mit dem ähnlich aussehenden Auslassungszeichen " ' " verwechselt.</small>
=== Satzzeichen ===
{| border="1" style="border-collapse:collapse"
|-
!Zeichen
!Eingabe
!Name
|-
|„ || &bdquo; || linkes Anführungszeichen (deutsch)
|-
|“ || &'''ldquo'''; || rechtes Anführungszeichen<sup>1</sup> (deutsch)
|-
|“ || &ldquo; || linkes Anführungszeichen<sup>1</sup> (englisch)
|-
|” || &rdquo; || rechtes Anführungszeichen (englisch)
|-
|« || <tt>&laquo;</tt> || left double-angle quote<sup>2</sup>
|-
|» || <tt>&raquo;</tt> || right double-angle quote<sup>2</sup>
|-
|¡ || <tt>&iexcl;</tt> || umgedrehtes Ausrufezeichen
|-
|¿ || <tt>&iquest;</tt> || umgedrehtes Fragezeichen
|-
| - || - || Bindestrich
|-
|– || &ndash; || Gedankenstrich<sup>3</sup>
|-
| || <tt>&nbsp;</tt> || umbruchloses Leerzeichen
|}
<sup>1</sup>) ''Achtung'': Im Deutschen wird das Ende der wörtlichen Rede mit dem selben Zeichen signalisiert, wie im dem Englischen deren Anfang. D.h. für das ''rechte'' deutsche Anführungszeichen ist das Zeichen ''left'' double quote ( “ ) zu verwenden.<br />
<sup>2</sup>) Verwendung insbesondere in Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich unterschiedlich<br />
<sup>3</sup>) Bei Verwendung in der Bedeutung „bis“ steht der Gedankenstrich ohne Zwischenraum (''Streckenstrich''): Berlin–Mainz, 10–11h.
Bei Verwendung in der Bedeutung „gegen“ steht der Gedankenstrich mit Zwischenraum: Union Berlin – Mainz 05.
=== Akzente ===
{| border="1" style="border-collapse:collapse"
|-
|'''Groß''' || '''Codierung''' || '''Name''' || '''Klein''' || '''Codierung''' || '''Name'''
|-
|À || <tt>&Agrave;</tt> || A grave || à || <tt>&agrave;</tt> || a grave
|-
|Á || <tt>&Aacute;</tt> || A acute || á || <tt>&aacute;</tt> || a acute
|-
|Â || <tt>&Acirc;</tt> || A circumflex || â || <tt>&acirc;</tt> || a circumflex
|-
|Ã || <tt>&Atilde;</tt> || A tilde || ã || <tt>&atilde;</tt> || a tilde
|-
|Ä || <tt>&Auml;</tt> || A Umlaut || ä || <tt>&auml;</tt> || a Umlaut
|-
|Å || <tt>&Aring;</tt> || A ring || å || <tt>&aring;</tt> || a ring
|-
|Æ || <tt>&AElig;</tt> || AE ligature || æ || <tt>&aelig;</tt> || ae ligature
|-
|Ā || <tt>&#256;</tt> || A mit Querstrich || ā || <tt>&#257;</tt> || a mit Querstrich
|-
|Ç || &Ccedil; || C cedilla || ç || <tt>&ccedil;</tt> || c cedilla
|-
|È || <tt>&Egrave;</tt> || E grave || è || <tt>&egrave;</tt> || e grave
|-
|É || <tt>&Eacute;</tt> || E acute || é || <tt>&eacute;</tt> || e acute
|-
|Ê || <tt>&Ecirc;</tt> || E circumflex || ê || <tt>&ecirc;</tt> || e circumflex
|-
|Ë || <tt>&Euml;</tt> || E mit Trema || ë || <tt>&euml;</tt> || e mit Trema
|-
|Ē || <tt>&#274;</tt> || E mit Querstrich || ē || <tt>&#275;</tt> || e mit Querstrich
|-
|Ì || <tt>&Igrave;</tt> || I grave || ì || <tt>&igrave;</tt> || i grave
|-
|Í || <tt>&Iacute;</tt> || I acute || í || <tt>&iacute;</tt> || i acute
|-
|Î || <tt>&Icirc;</tt> || I circumflex || î || <tt>&icirc;</tt> || i circumflex
|-
|Ï || <tt>&Iuml;</tt> || I mit Trema || ï || <tt>&iuml;</tt> || i mit Trema
|-
|Ī || <tt>&#298;</tt> || I mit Querstrich || ī || <tt>&#299;</tt> || i mit Querstrich
|-
|Ñ || <tt>&Ntilde;</tt> || N tilde || ñ || <tt>&ntilde;</tt> || n tilde
|-
|Ò || <tt>&Ograve;</tt> || O grave || ò || <tt>&ograve;</tt> || o grave
|-
|Ó || <tt>&Oacute;</tt> || O acute || ó || <tt>&oacute;</tt> || o acute
|-
|Ô || <tt>&Ocirc;</tt> || O circumflex || ô || <tt>&ocirc;</tt> || o circumflex
|-
|Õ || <tt>&Otilde;</tt> || O tilde || õ || <tt>&otilde;</tt> || o tilde
|-
|Ö || <tt>&Ouml;</tt> || O Umlaut || ö || <tt>&ouml;</tt> || o Umlaut
|-
|Ø || <tt>&Oslash;</tt> || O stroke || ø || <tt>&oslash;</tt> || o stroke
|-
|Ō || <tt>&#332;</tt> || O mit Querstrich || ō || <tt>&#333;</tt> || o mit Querstrich
|-
|Ù || <tt>&Ugrave;</tt> || U grave || ù || <tt>&ugrave;</tt> || u grave
|-
|Ú || <tt>&Uacute;</tt> || U acute || ú || <tt>&uacute;</tt> || u acute
|-
|Û || <tt>&Ucirc;</tt> || U circumflex || û || <tt>&ucirc;</tt> || u circumflex
|-
|Ü || <tt>&Uuml;</tt> || U Umlaut || ü || <tt>&uuml;</tt> || u Umlaut
|-
|Ū || <tt>&#362;</tt> || U mit Querstrich || ū || <tt>&#363;</tt> || u mit Querstrich
|-
| || ||
|ÿ || <tt>&yuml;</tt> || y Diärese
|}
=== Mathematische Zeichen ===
Für kurze mathematische Formeln in fortlaufendem Text stehen die folgenden Sonderzeichen zur Verfügung. Variablen sollten kursiv geschrieben werden, also <nowiki>''x''&isin;''A''</nowiki>, um ''x''∈''A'' zu erhalten. Ableitungen sollten nicht mit dem Apostroph geschrieben werden (<nowiki>''f'''(''x'')</nowiki>), sondern mit dem &acute-Sonderzeichen: <nowiki>''f''&acute;(''x'')</nowiki> ergibt ''f''´(''x'').
<table border="1" cellpadding="2" cellspacing="0">
<tr>
<th>Zeichen</th>
<th>Eingabe</th>
<tr valign="top">
<td>
∫ ∑ ∏ √ − ± ∞<br>
≈ ∝ ≡ ≠ ≤ ≥ →<br>
× · ÷ ∂ ′ ″<br>
∇ ‰ ° ∴ ℵ ø<br>
∈ ∉ ∩ ∪ ⊂ ⊃ ⊆ ⊇<br>
¬ ∧ ∨ ∃ ∀<br>
⇒ ⇔→ ↔<br>
</td>
<td valign="middle"><pre><nowiki>
&int; &sum; &prod; &radic; &minus; &plusmn; &infin;
&asymp; &prop; &equiv; &ne; &le; &ge; &rarr;
&times; &middot; &divide; &part; &prime; &Prime;
&nabla; &permil; &deg; &there4; &alefsym; &oslash;
&isin; &notin; &cap; &cup; &sub; &sup; &sube; &supe;
&not; &and; &or; &exist; &forall;
&rArr; &hArr; &rarr; &harr;</nowiki></pre></td>
</tr>
<tr valign="top"><td>
α β γ δ ε ζ <br>
η θ ι κ λ μ ν <br>
ξ ο π ρ σ ς <br>
τ υ φ χ ψ ω<br>
Γ Δ Θ Λ Ξ Π <br>
Σ Φ Ψ Ω
</td>
<td><pre><nowiki>
&alpha; &beta; &gamma; &delta; &epsilon; &zeta;
&eta; &theta; &iota; &kappa; &lambda; &mu; &nu;
&xi; &omicron; &pi; &rho; &sigma; &sigmaf;
&tau; &upsilon; &phi; &chi; &psi; &omega;
&Gamma; &Delta; &Theta; &Lambda; &Xi; &Pi;
&Sigma; &Phi; &Psi; &Omega;
</nowiki></pre></td>
</tr>
</table>
=== Griechisches Alphabet ===
{| border="1" style="border-collapse:collapse"
|-
|Α || <tt>&Alpha;</tt> || α || <tt>&alpha;</tt>
|-
|Β || <tt>&Beta;</tt> || β || <tt>&beta;</tt>
|-
|Γ || <tt>&Gamma;</tt> || γ || <tt>&gamma;</tt>
|-
|Δ || <tt>&Delta;</tt> || δ || <tt>&delta;</tt>
|-
|Ε || <tt>&Epsilon;</tt> || ε || <tt>&epsilon;</tt>
|-
|Ζ || <tt>&Zeta;</tt> || ζ || <tt>&zeta;</tt>
|-
|Η || <tt>&Eta;</tt> || η || <tt>&eta;</tt>
|-
|Θ || <tt>&Theta;</tt> || θ || <tt>&theta;</tt>
|-
|Ι || <tt>&Iota;</tt> || ι || <tt>&iota;</tt>
|-
|Κ || <tt>&Kappa;</tt> || κ || <tt>&kappa;</tt>
|-
|Λ || <tt>&Lambda;</tt> || λ || <tt>&lambda;</tt>
|-
|Μ || <tt>&Mu;</tt> || μ || <tt>&mu;</tt>
|-
|Ν || <tt>&Nu;</tt> || ν || <tt>&nu;</tt>
|-
|Ξ || <tt>&Xi;</tt> || ξ || <tt>&xi;</tt>
|-
|Ο || <tt>&Omicron;</tt> || ο || <tt>&omicron;</tt>
|-
|Π || <tt>&Pi;</tt> || π || <tt>&pi;</tt>
|-
|Ρ || <tt>&Rho;</tt> || ρ || <tt>&rho;</tt>
|-
|Σ || <tt>&Sigma;</tt> || σ || <tt>&sigma;</tt>
|-
| || || ς || <tt>&sigmaf;</tt>
|-
|Τ || <tt>&Tau;</tt> || τ || <tt>&tau;</tt>
|-
|Υ || <tt>&Upsilon;</tt> || υ || <tt>&upsilon;</tt>
|-
|Φ || <tt>&Phi;</tt> || φ || <tt>&phi;</tt>
|-
|Χ || <tt>&Chi;</tt> || χ || <tt>&chi;</tt>
|-
|Ψ || <tt>&Psi;</tt> || ψ || <tt>&psi;</tt>
|-
|Ω || <tt>&Omega;</tt> || ω || <tt>&omega;</tt>
|}
[[Kategorie:Wiki]]
2695d55640e7e357475d650515f57605ee0c1995
ROV
0
1078
1170
2006-08-01T16:35:41Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Raumordnungsverfahren]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
7ab22494eeb2b6c3e9e6254b07b63bfb97ad5a17
LROP
0
1054
1122
2006-08-01T16:35:44Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Raumordnungsprogramm]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
79fb3ed291c416d144f085b7202e9290815a73ac
ROG
0
1077
1168
2006-08-01T16:35:48Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Raumordnungsgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
01705d4174e039d0ab540a2b14e82e532dc4d6ea
Gesetze
0
1043
1100
2006-08-01T16:35:52Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[:Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
96185d57937f62deee4908c49c9f63791423de3a
Gesetzestexte
0
1044
1102
2006-08-01T16:35:58Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[:Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
96185d57937f62deee4908c49c9f63791423de3a
FStrG
0
1041
1096
2006-08-01T16:52:44Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Bundesfernstraßengesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
a0999775d9ad9c2118b130d100a9c572c906035a
BVWP
0
1030
1074
2006-08-01T16:52:50Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Bundesverkehrswegeplan]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
3f6782ff8ca6846a992f99b16507d89f2bc7c322
VerkPBG
0
1089
1192
2006-08-01T16:57:36Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
9fb747213250465bb80c8dcc73f83ed9a2ab3135
Vorzugstrasse
0
1091
1196
2006-08-01T16:57:41Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Vorzugsvariante]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
e737960d9b704cd599ed97a68d33f8ceb5ac305a
VwVfG
0
1094
1202
2006-08-01T16:57:45Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
682bdc66453d6a09a1cce5e7dec2dbb24d4508b0
Einwände
0
1031
1076
2006-08-01T17:09:39Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Einwände schreiben]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
9802122110086bc180789b66aa6aa18b9c376e2c
BImSchG
0
1025
1064
2006-08-01T17:09:44Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
4ba31065c3e0da8f4001deb4f7228763c79efc3c
Politiker
0
1072
1158
2006-08-01T17:22:51Z
OD
9
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[:Kategorie:Politiker]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
2e957d2d6cb9007a275a74eec1c4f23976ca2ec3
Linienfestlegung
0
1432
1848
2006-08-01T20:40:35Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Linienbestimmung]]
9edec4b8d8c73b8af4858b18fcb9613014101093
Krach
0
1431
1846
2006-08-02T20:53:58Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Lärm]]
8bd5d0ab759af5124aa6b0dcb46b5480b2fe4c5b
NAV
0
1411
1806
2006-08-16T22:47:40Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Nordland-Autobahn-Verein]]
addf6a7305d1a64415331edf46c849b974703fed
St.-Florian-Prinzip
0
1402
1788
2006-08-18T00:12:13Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[St.-Florians-Prinzip]]
a70aef60aeca2ed8b1f5d105d221a43823310f24
Verwaltungsverfahrensgesetz
0
1090
1194
2006-08-18T16:30:56Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
| Das '''Verwaltungsverfahrensgesetz''' (VwVfG) enthält Regeln für Verwaltungsverfahren.
Im Zusammenhang mit dem Bau von Autobahnen ist insbesondere der Teil V (Besondere Verfahrensarten), Abschnitt 2 ([[Planfeststellungsverfahren]]) von Bedeutung:
*§ 72 Anwendung der Vorschriften über das Planfeststellungsverfahren [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__72.html § 72]
*§ 73 Anhörungsverfahren [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73]
*§ 74 Planfeststellungsbeschluss, Plangenehmigung [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__74.html § 74]
*§ 75 Rechtswirkungen der Planfeststellung [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__75.html § 75]
*§ 76 Planänderungen vor Fertigstellung des Vorhabens [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__76.html § 76]
*§ 77 Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__77.html § 77]
*§ 78 Zusammentreffen mehrerer Vorhaben [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__78.html § 78]
|}
== Weblinks ==
* [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/index.html Vollständiger Text des Verwaltungsverfahrensgesetzes in der Sammlung des Bundesministeriums der Justiz]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
5f9b5da687c151502b1f398d38a87614fe5aee53
Kostenberechnung
0
1430
1844
2006-08-29T07:34:48Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
e8919e6919ab6042be6dc1f435acec4c22bdf8e8
Nutzen-Kosten-Analyse
0
1400
1784
2006-08-29T07:43:21Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
e8919e6919ab6042be6dc1f435acec4c22bdf8e8
Berechnung des Nutzens
0
1425
1917
2006-08-29T07:44:00Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
[[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
89859fe8d94bf9adc0d2145949df96e95f954290
1834
2006-08-29T07:44:18Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
e8919e6919ab6042be6dc1f435acec4c22bdf8e8
T-Shirt
0
1392
1768
2006-08-29T21:03:56Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[T-Shirts]]
a3cf86261cccd9c62521f3b62aee58600e3cec64
Menschenkette gegen die A39
0
1401
1786
2006-09-01T19:19:27Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]]
032e496474192ccbb1f529429ab8b9850ac3cd2c
Menschenkette
0
1395
1774
2006-09-01T19:34:22Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]]
032e496474192ccbb1f529429ab8b9850ac3cd2c
Vorlage:LZ
10
1276
1566
2006-09-04T14:56:01Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
[http://www.Landeszeitung.de Landeszeitung]
8217822762a6842f39557e6f05e22bbce5c38b0a
Downloads
0
1390
1764
2006-09-04T22:06:36Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Download]]
9e42e3fa63a7fc37f26334f006e26831aacc7713
Vorlage:Politiker
10
1300
1614
2006-09-06T13:24:48Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{PAGENAME}} ({{{Partei}}}) ist in seiner Funktion als {{{Funktion}}} ein gewählter Volksvertreter und damit auch ein [[:Kategorie:Entscheidungsträger|Entscheidungsträger]] in der Frage, ob, wann, wo und wie die Autobahn A 39 weitergebaut wird.{{FW - Entscheidungsträger}}
=== {{PAGENAME}} zur geplanten A 39 ===
* ''{{{Zitat}}}''
=== Weitere Informationen ===
* [{{fullurl:Spezial:Search}}?search={{{Suche}}}&fulltext=Suche Wiki-Artikel suchen, in denen {{PAGENAME}} erwähnt wird.]
* [{{{Link}}} Link zur Homepage von {{PAGENAME}} bzw. Kontakt-Informationen].
* [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=category§ionid=6&id=31&Itemid=81 Politikerbefragung des Dachverbandes auf www.keine-a39.de]
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Vorlage:Politikerin
10
1303
1620
2006-09-06T13:44:02Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{|
| {{{Bild}}} || {{PAGENAME}} ({{{Partei}}}) ist in ihrer Funktion als {{{Funktion}}} eine gewählte Volksvertreterin und damit auch eine [[:Kategorie:Entscheidungsträger|Entscheidungsträger]]in in der Frage, ob, wann, wo und wie die Autobahn A 39 weitergebaut wird.
|}{{FW - Entscheidungsträger}}
=== {{PAGENAME}} zur geplanten A 39 ===
* ''{{{Zitat}}}''
=== Weitere Informationen ===
* [{{fullurl:Spezial:Search}}?search={{{Suche}}}&fulltext=Suche Wiki-Artikel suchen, in denen {{PAGENAME}} erwähnt wird.]
* [{{{Link}}} Link zur Homepage von {{PAGENAME}}] bzw. Kontakt-Informationen.
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Detlef
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[http://www.abendblatt.de Hamburger Abendblatt]
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FDP
0
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1516
2006-09-11T17:55:17Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Entscheidungsträger}}
Die {{PAGENAME}} vertritt keine einheitliche Position zur A 39:
* Stadt: Ja zur A 39 auf der West-Trasse.
* Kreisverband: Die A 39 wird befürwortet, bislang wird kein Trassenverlauf bevorzugt, weil einige Untersuchungen noch laufen. [[Presseberichte_September_2006|[1]]]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Walter Hirche|Hirche, Walter]]
* [[Birte Schellmann|Schellmann, Birte]]
* [[Monika Schumann-Schilling|Schumann-Schilling, Monika]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Birte Schellmann
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1234
2006-09-11T17:59:27Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Politikerin|Bild=[[Bild:Schellmann.jpg]]|Partei=[[FDP]]|Funktion=(bis zur [[Kommunalwahl]]) Fraktionsvorsitzende der [[FDP]] und Bürgermeisterin im Rat der Stadt Lüneburg|Suche=Schellmann|Link=http://www.fdp-lueneburg.de/person.php?person_id=4124&return=/personen.php?PHPSESSID=7ec64399728b6c7255d6ab3664fb0605|Zitat={{mark|Eine Autobahn}}, die spezifisch überregionalen Verkehr aufnehmen soll, {{mark|mitten durch eine Stadt zu führen, könne nur als gegen die Menschen gerichtet bezeichnet werden}}. Wer inbesondere Schwerlastverkehr zwischen dem Hamburger Hafen und z.B. Wolfsburg führen wolle, dürfe keinesfalls reine Rollbahnen und katastergerechte Trassen planen, die ohne jede Rücksicht auf gewachsene Strukturen einer von lebendigen Menschen bewohnten historischen Stadt der Öffentlichkeit vorgelegt wurden. Was eigentlich denken sich Straßenplaner wirklich bei dieser sogenannten [[Vorzugsvariante]]?'' [http://www.fdp-lueneburg.de/presse.php?id=10030&p=0 [www.fdp-lueneburg.de]]
* ''{{mark|Die A39 muss unbedingt her}}, aber keinesfalls die sog. [[Vorzugsvariante]], die die Stadt zerschneidet und bewirkt, dass sich der gesamte Zubringerverkehr vom Westen durch die Stadt quälen muss. Ich präferiere eine Westumgehung, die die Stadt ohnehin braucht. Die alte Umgehungsstraße B4 muss als Entlastungsstraße für den Stadtverkehr im Osten unbedingt erhalten bleiben. Diese Straße zu schließen und das auch noch als umweltfreundlich zu bezeichnen, ist ein abstruser Gedanke. Was geschieht, wenn die Autobahn mal gesperrt ist? Dann haben wir keine Alternativrouten durch die Stadt.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Kommunalwahl-Kandidaten_.28Oberb.C3.BCrgermeisterwahl.29|[LZ vom 02.09.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Schellmann, Birte (FDP)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Birte Schellmann]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Hirche, Walter (FDP)
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Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Walter Hirche]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Schumann-Schilling, Monika (FDP)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Monika Schumann-Schilling]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Löb, Ulrich (Bündnis 90/Die Grünen)
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#REDIRECT [[Ulrich Löb]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
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Meihsies, Andreas (Bündnis 90/Die Grünen)
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#REDIRECT [[Andreas Meihsies]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Staudte, Miriam (Bündnis 90/Die Grünen)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Miriam Staudte]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Althusmann, Bernd (CDU)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Bernd Althusmann]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
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Fietz, Franz (CDU)
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#REDIRECT [[Franz Fietz]]
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Porwol, Stefan (CDU)
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#REDIRECT [[Stefan Porwol]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
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Scharf, Gerhard (CDU)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Gerhard Scharf]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Wulff, Christian (CDU)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Christian Wulff]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Dörbaum, Heiko (SPD)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Heiko Dörbaum]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Mädge, Ulrich (SPD)
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#REDIRECT [[Ulrich Mädge]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Nahrstedt, Manfred (SPD)
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#REDIRECT [[Manfred Nahrstedt]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Null-Variante
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2006-09-11T21:04:41Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
Planungsalternative, in der keine der untersuchten Alternativen verwirklicht wird - "Handeln durch Unterlassung".
Bedeutet im Klartext: '''Keine A 39!'''
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Landesplanerische Feststellung
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2006-09-12T07:38:46Z
Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Raumordnungsverfahren]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Vorlage:AZ
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2006-09-12T08:10:08Z
Detlef
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text/x-wiki
[http://www.allgemeine-zeitung-uelzen.de/ Allgemeine Zeitung (AZ) Uelzen]
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Fast 10.000 Einwände
0
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2006-09-12T08:14:05Z
Detlef
6
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text/x-wiki
Ein Aufruf vom Dachverband!!!!!!<br><br>Bitte rasch weitermailen bzw. ins Internet einstellen:
Schon 9.500 Einwände am 30.6.06 -
Einwendungen noch ein paar Tage lang möglich!!!!!
Deshalb bitte noch ganz rasch Einwendungen einsenden an:
Regierungsvertretung<br>
Dr. Manthey<br>
Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
<br><br>
- und bitte auch noch viele ander Einwender mobilisieren!!!!
<br><br>
==== {{AZ}} am 1. Juli zum Stand der Einwände ====
{{Kasten gelb|
<big>'''A 39: Fast 10.000 Einwände liegen vor'''</big>
'''Regierungsvertretung sortiert bis Ende Juli'''
''mr'' '''Uelzen/Lüneburg'''. Bis gestern Vormittag lagen rund 9.500 Einwände gegen die geplante Autobahn A 39 bei der Regierungsbehörde in Lüneburg vor. Dr. Holger Manthey, der die Stellungnahmen im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s koordiniert, rechnet aber damit, dass in den nächsten Tagen noch weitere Briefe eingehen werden.
Auch wenn die Frist für die Einwendungen heute um Mitternacht ausgelaufen ist, will Manthey Nachzügler noch berücksichtigen. "Wir sind nicht in einem förmlichen Verfahren. Es geht uns darum, dass wir alle Argumente aufnehmen können", sagte er auf AZ-Nachfrage.
Bislang liegen auch erst von einem Drittel der 220 Kommunen und Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen vor. Die Regierungsbehörde hatte in Einzelfällen bereits eine Verlängerung bis Ende Juli eingeräumt, damit einzelne Kommunen externe Gutachten auswerten können. So hat die Stadt Lüneburg eine Expertise über die Auswirkungen der Ost-Trasse durch das Stadtgebiet erstellen lassen.
Auch die Samtgemeinde Bodenteich hat eine Fristverlängerung bekommen. Am 10. Juli will der Samtgemeinderat ein Gutachten auswerten, das die Verkehr- und Naturbelastungen der [[Vorzugstrasse]] untersucht hat.
In der Registrierungsbehörde werden bis Ende Juli drei Mitarbeiter sämtliche Einwendungen zu sortieren und auszuwerten haben.
}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Christian Wulff
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1111
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2006-09-16T08:23:37Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion=amtierender Ministerpräsident des Landes Niedersachsen|Suche=Wulff|Link=http://www.christian-wulff.de/|Zitat=Gerade für Lüneburg als Oberzentrum ist eine optimale Anbindung an Wolfsburg sowie an Wittingen und Uelzen von großer Bedeutung, um diese Funktion zu erfüllen. Darüber hinaus wird mit der A 39 der Anschluss an das überregionale Fernstraßennetz, an die Metropolen Hamburg und Berlin gewährleistet und darüber hinaus auch ein Zugang zum weiter wachsenden Europa eröffnet.''
* ''... zumal die Ergebnisse der [[Kommunalwahl]] gezeigt haben, dass die Autobahngegner dieses Projekt nicht verhindern können.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Verwendung_von_EU-Mitteln|[LZ vom 13.09.2006]]]
* [http://www.lueneburg.de/?baum_id=239&inhalt_id=57543 Interview mit Christian Wulff auf www.lueneburg.de: "Ministerpräsident hegt keinen Zweifel am A 39-Bau"]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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[http://www.aller-zeitung.de/ Aller Zeitung]
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Wegener, Hedi (SPD)
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Detlef
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Wegener, Heidi (SPD) wurde nach Wegener, Hedi (SPD) verschoben
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[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Kommunalwahl
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Detlef
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text/x-wiki
== Stichwahlen am 24. September: ==
* Josef Röttgers (parteilos für die [[CDU]]) und Uwe Nehring ([[SPD]]) treffen bei der Stichwahl um den Posten des Samtgemeindebürgermeisters Gellersen erneut aufeinander.
=== Landratswahl ===
[[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) und [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) treffen bei der Stichwahl um den Posten des Landrates erneut aufeinander.
* '''[http://lueneburg.de/wahl/stichwahl/dat/index.html Ergebnisse]'''
----
'''Sonntag, 10.09.:''' '''[[Kommunalwahl]]''' Niedersachsen 2006<br>Wir wählten den Oberbürgermeister, den Rat, den Landrat, Kreistag und 2 Ortsräte.
* '''[http://wahlen.stadt.lueneburg.de Ergebnisse]'''
Eine informative Zusammenstellung über die Modalitäten der Wahl liefert die Landeszeitung:
* Wie viele Stimmen habe ich?
* Wer darf wählen?
* Wer kann gewählt werden?
* Wer kann als Direktkandidat gewählt werden?
* Wie wird man Kandidat?
* Sitzverteilung
* Wie und wo wird gewählt?
[http://www.landeszeitung.de/start.phtml?tid=1000&fdat=kommunal Zum Artikel...]
{{weiterlesen}}
* [http://www.nls.niedersachsen.de/html/kommunalwahlen.html Niedersächsisches Kommunalwahlsystem auf www.nls.niedersachsen.de]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Politiker]]
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text/x-wiki
<!--- Hinweis: Vorlage so nutzen: {{Kasten gelb|Text}} --->
<div style="border: 2px solid #dfdfdf; background-color#FFFFCC; padding:7px;">{{{1}}}</div>
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Autobahnplanung
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text/x-wiki
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#REDIRECT [[:Kategorie:Autobahnplanung]]
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Detlef
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text/x-wiki
== Zum Weiterlesen ==
* [[Spezial:Whatlinkshere/{{PAGENAME}}|Wiki-Artikel und Presseberichte]], die auf die <b>{{PAGENAME}}</b> Bezug nehmen.
3b962ffc0165a8c68240830c7cb2c023ea010664
Artikel überarbeiten
0
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2006-09-26T23:39:50Z
Detlef
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text/x-wiki
Geht nur nach [[Spezial:Userlogin|Anmeldung]]:<br>[[Spezial:Allpages|Wähle Deinen Artikel aus]] und klicke auf "bearbeiten" am oberen Rand des Bildschirms, los geht's.<br>
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[[Kategorie:Wiki]]
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Postkarten für den Verkehrsausschuss
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2006-09-29T14:41:54Z
Detlef
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Postkarten für den Verkehrsausschuss wurde nach Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“ verschoben
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“]]
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2006-09-30T16:47:09Z
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text/x-wiki
<div class="Presse">__TOC__</div>
5c822453bbfc2a5ce717b59431f13f21581f2c2b
Satzung
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text/x-wiki
__NOEDITSECTION__'''Satzung der Bürgerinitiative Lüne–Moorfeld'''
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| {{toc}} || <center>{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Satzung.pdf}}'''[[Media:Satzung.pdf|Download der Satzung]]'''</center>
|}
== § 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr ==
Die Bürgerinitiative führt den Namen „Bürgerinitiative Lüne – Moorfeld“ und hat ihren Sitz in
Lüneburg. Sie strebt vorerst keine Eintragung im Vereinsregister an. Sie wird Mitglied im
Dachverband der Gegner der A 39 ([http://www.keine-a39.de www.keine-a39.de]). Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
== § 2 Zweck der Bürgerinitiative, Mittelverwendung ==
Zweck der Bürgerinitiative ist eine Verhinderung der Autobahn A 39. Dies gilt vor allem für das
Lüneburger Stadtgebiet. In erweitertem Sinne entspricht ihr Zweck dem Kulturlandschafts-,
Natur- und Heimatschutz Lüneburgs und der näheren Umgebung. Mittel der Bürgerinitiative
dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden.
== § 3 Erwerb der Mitgliedschaft ==
Mitglied der Bürgerinitiative kann jede natürliche und juristische Person werden. Hierfür ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag oder der formlose Eintrag in die Mitgliederliste erforderlich. Über die Aufnahme entscheidet abschließend der Vorstand.
== § 4 Beendigung der Mitgliedschaft ==
Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des
Vorstands. Ein Mitglied kann, wenn es gegen den Satzungszweck in grobem Maße verstoßen
hat, durch Beschluss der Mitgliederversammlung aus dem Verein ausgeschlossen werden.
== § 5 Mitgliedsbeiträge ==
Von den Mitgliedern werden keine Beiträge erhoben. Die Abgabe von freiwilligen
Zuwendungen und [[Spenden]] ist zulässig.
== § 6 Organe des Vereins ==
Organe des Vereins sind<br>
a) der Vorstand,<br>
b) die Mitgliederversammlung.
== § 7 Der Vorstand ==
Der [[Vorstand]] im Sinne von § 26 des Bürgerlichen Gesetzbuches besteht aus drei
insbesondere für die Öffentlichkeitsarbeit und den Kontakt zu den Medien zuständigen
[[Vorstand#SprecherInnen|SprecherInnen]], dem/der [[Vorstand#Schriftführer|SchriftführerIn]], dem/der [[Vorstand#Kassenwart|Kassenwart]]In sowie jeweils einem/einer SprecherIn der aktuell arbeitenden Ausschüsse. Der [[Vorstand]] insgesamt stellt die Wahrung des Satzungszwecks sicher.
== § 8 Amtsdauer des Vorstandes ==
Die drei [[Vorstand#Sprecher|Sprecher]]Innen, der/die [[Vorstand#Kassenwart|Kassenwart]]In, und der/die [[Vorstand#Schriftführer|Schriftführer]]In werden von der Mitgliederversammlung, die SprecherInnen der [[Ausschüsse]] vom jeweiligen [[Ausschuss]] auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Satz 1 gilt für die AusschusssprecherInnen jedoch längstens für die Dauer der jeweiligen Ausschussarbeit. Der [[Vorstand]] bleibt bis zu seiner Neuwahl im Amt. Scheidet ein Mitglied des [[Vorstand]]s während der Amtsperiode aus, so wählt der [[Vorstand]] bzw. im Falle des Ausscheidens eines/einer Ausschusssprecher(s)In der jeweilige [[Ausschuss]] aus den Reihen der Vereinsmitglieder ein Ersatzmitglied bis zur nächsten Mitgliederversammlung.
== § 9 Beschlussfassung des Vorstands ==
Der [[Vorstand]] fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen mit einfacher Mehrheit. Der
[[Vorstand]] ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der aktuellen [[Vorstand]]smitglieder, darunter eine(r) der drei [[Vorstand#Sprecher|Sprecher]]Innen, anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Mehrheit der Stimmen der anwesenden [[Vorstand#Sprecher|Sprecher]]Innen.
== § 10 Die Mitgliederversammlung ==
#Der [[Vorstand]] lädt bei Bedarf und zur Information die Mitglieder zur Mitgliederversammlung innerhalb einer dem Zweck angemessenen Zeit grundsätzlich schriftlich (E-Mail möglich), mindestens aber einmal im Kalenderjahr, ein. Er ist dabei verpflichtet, die Mitglieder vorab über wesentliche Inhalte der Mitgliederversammlung zu informieren.
#In der Mitgliederversammlung hat jedes anwesende volljährige Mitglied eine Stimme. Die nicht volljährigen Mitglieder haben ein Beratungsrecht.
== § 11 Die Beschlussfassung der Mitgliederversammlung ==
#Abstimmungen erfolgen grundsätzlich per Handzeichen. Die Abstimmung ist schriftlich durchzuführen, wenn ein Viertel der bei der Mitgliederversammlung anwesenden stimmberechtigten Mitglieder dies beantragt. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Zur Änderung der Satzung (einschließlich des Vereinszwecks) ist jedoch eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen, zur Auflösung des Vereins eine solche von vier Fünfteln erforderlich.
#Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Der/die VersammlungsleiterIn kann Gäste zulassen. Über die Zulassung der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens beschließt der Vorstand.
#Jede gemäß § 10 einberufene Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der Erschienenen beschlussfähig.
== § 12 Ausschüsse ==
Der [[Vorstand]] sowie die Mitgliederversammlung können jeweils mit mehrheitlichem Beschluss
zur Verfolgung des Vereinszwecks [[Ausschüsse]] mit einer konkreten Aufgabenstellung
einrichten. Jeder [[Ausschuss]] wählt mit einfacher Mehrheit eine(n) [[Vorstand#Ausschusssprecher|Ausschusssprecher]]In.
== § 13 Auflösung der Bürgerininitiative und vermögensrechtliche Abwicklung ==
#Abweichend von den vorgenannten Bestimmungen gilt die Bürgerinitiative als aufgelöst, wenn die Autobahn A 39 aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] gestrichen worden ist, die Bürgerinitiative somit ihren Zweck erreicht hat.
#Bei Auflösung der Bürgerinitiative obliegt die vermögensrechtliche Abwicklung dem/der [[Vorstand#Kassenwart|Kassenwart]]In. Er/Sie hat hierüber den drei [[Vorstand#Sprecher|Sprecher]]Innen Rechenschaft abzulegen.
#Die Absätze 1 und 2 gelten sinngemäß für den Fall, dass der Verein aus einem anderen als den vorgenannten Gründen aufgelöst wird.
#Bei Auflösung des Vereins fällt das Vermögen des Vereins durch mehrheitlichen Beschluss des Vorstands an eine einen gemeinnützigen Zweck verfolgende Einrichtung.
Die vorstehende Satzung ist in der Gründungsversammlung errichtet worden.
Lüneburg, 17.04.2006
[[Kategorie:Organisatorisches]]
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Grundgesetz
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1104
2006-09-30T16:52:51Z
Detlef
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Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
vom 23. Mai 1949 (BGBl. S. 1), zuletzt geändert durch Gesetz
vom 26. Juli 2002 (BGBl. I S. 2863)
== I. Die Grundrechte ==
=== Artikel 1 [Menschenwürde - Menschenrechte - Rechtsverbindlichkeit der Grundrechte] ===
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
<br>(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
<br>(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
=== Artikel 2 [Persönliche Freiheitsrechte] ===
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
<br>(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
=== Artikel 3 [Gleichheit vor dem Gesetz] ===
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
<br>(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
<br>(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
=== Artikel 4 [Glaubens- und Gewissensfreiheit] ===
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
<br>(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
<br>(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 5 [Freiheit der Meinung, Kunst und Wissenschaft] ===
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
<br>(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
<br>(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
=== Artikel 6 [Ehe - Familie - Kinder] ===
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
<br>(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
<br>(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
<br>(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
<br>(5) Den nichtehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.
=== Artikel 7 [Schulwesen] ===
(1) Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.
<br>(2) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.
<br>(3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.
<br>(4) Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet. Private Schulen als Ersatz für öffentliche Schulen bedürfen der Genehmigung des Staates und unterstehen den Landesgesetzen. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Lehrkräfte nicht genügend gesichert ist.
<br>(5) Eine private Volksschule ist nur zuzulassen, wenn die Unterrichtsverwaltung ein besonderes pädagogisches Interesse anerkennt oder, auf Antrag von Erziehungsberechtigten, wenn sie als Gemeinschaftsschule, als Bekenntnis- oder Weltanschauungsschule errichtet werden soll und eine öffentliche Volksschule dieser Art in der Gemeinde nicht besteht. <br>(6) Vorschulen bleiben aufgehoben.
=== Artikel 8 [Versammlungsfreiheit] ===
(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
<br>(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.
=== Artikel 9 [Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit] ===
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.
<br>(2) Vereinigungen, deren Zwecke oder deren Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderlaufen oder die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, sind verboten.
<br>(3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a , 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.
=== Artikel 10 [Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis] ===
(1) Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.
<br>(2) Beschränkungen dürfen nur auf Grund eines Gesetzes angeordnet werden. Dient die Beschränkung dem Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder des Bestandes oder der Sicherung des Bundes oder eines Landes, so kann das Gesetz bestimmen, daß sie dem Betroffenen nicht mitgeteilt wird und daß an die Stelle des Rechtsweges die Nachprüfung durch von der Volksvertretung bestellte Organe und Hilfsorgane tritt.
=== Artikel 11 [Freizügigkeit] ===
(1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.
<br>(2) Dieses Recht darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes und nur für die Fälle eingeschränkt werden, in denen eine ausreichende Lebensgrundlage nicht vorhanden ist und der Allgemeinheit daraus besondere Lasten entstehen würden oder in denen es zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes, zur Bekämpfung von Seuchengefahr, Naturkatastrophen oder besonders schweren Unglücksfällen, zum Schutze der Jugend vor Verwahrlosung oder um strafbaren Handlungen vorzubeugen, erforderlich ist.
=== Artikel 12 [Berufsfreiheit] ===
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
<br>(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht. <br>(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.
=== Artikel 12a [Militärische und zivile Dienstpflichten] ===
(1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.
<br>(2) Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden. Die Dauer des Ersatzdienstes darf die Dauer des Wehrdienstes nicht übersteigen. Das Nähere regelt ein Gesetz, das die Freiheit der Gewissensentscheidung nicht beeinträchtigen darf und auch eine Möglichkeit des Ersatzdienstes vorsehen muß, die in keinem Zusammenhang mit den Verbänden der Streitkräfte und des Bundesgrenzschutzes steht.
<br>(3) Wehrpflichtige, die nicht zu einem Dienst nach Absatz 1 oder 2 herangezogen sind, können im Verteidigungsfalle durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu zivilen Dienstleistungen für Zwecke der Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung in Arbeitsverhältnisse verpflichtet werden; Verpflichtungen in öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse sind nur zur Wahrnehmung polizeilicher Aufgaben oder solcher hoheitlichen Aufgaben der öffentlichen Verwaltung, die nur in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis erfüllt werden können, zulässig. Arbeitsverhältnisse nach Satz 1 können bei den Streitkräften, im Bereich ihrer Versorgung sowie bei der öffentlichen Verwaltung begründet werden; Verpflichtungen in Arbeitsverhältnisse im Bereiche der Versorgung der Zivilbevölkerung sind nur zulässig, um ihren lebensnotwendigen Bedarf zu decken oder ihren Schutz sicherzustellen.
<br>(4) Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an zivilen Dienstleistungen im zivilen Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfesten militärischen Lazarettorganisation nicht auf freiwilliger Grundlage gedeckt werden, so können Frauen vom vollendeten achtzehnten bis zum vollendeten fünfundfünfzigsten Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu derartigen Dienstleistungen herangezogen werden. Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.
<br>(5) Für die Zeit vor dem Verteidigungsfalle können Verpflichtungen nach Absatz 3 nur nach Maßgabe des Artikels 80a Abs. 1 begründet werden. Zur Vorbereitung auf Dienstleistungen nach Absatz 3, für die besondere Kenntnisse oder Fertigkeiten erforderlich sind, kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen zur Pflicht gemacht werden. Satz 1 findet insoweit keine Anwendung. <br>(6) Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an Arbeitskräften für die in Absatz 3 Satz 2 genannten Bereiche auf freiwilliger Grundlage nicht gedeckt werden, so kann zur Sicherung dieses Bedarfs die Freiheit der Deutschen, die Ausübung eines Berufs oder den Arbeitsplatz aufzugeben, durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden. Vor Eintritt des Verteidigungsfalles gilt Absatz 5 Satz 1 entsprechend.
=== Artikel 13 [Unverletzlichkeit der Wohnung] ===
(1) Die Wohnung ist unverletzlich.
<br>(2) Durchsuchungen dürfen nur durch den Richter, bei Gefahr im Verzuge auch durch die in den Gesetzen vorgesehenen anderen Organe angeordnet und nur in der dort vorgeschriebenen Form durchgeführt werden.
<br>(3) Begründen bestimmte Tatsachen den Verdacht, daß jemand eine durch Gesetz einzeln bestimmte besonders schwere Straftat begangen hat, so dürfen zur Verfolgung der Tat auf Grund richterlicher Anordnung technische Mittel zur akustischen Überwachung von Wohnungen, in denen der Beschuldigte sich vermutlich aufhält, eingesetzt werden, wenn die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise unverhältnismäßig erschwert oder aussichtslos wäre. Die Maßnahme ist zu befristen. Die Anordnung erfolgt durch einen mit drei Richtern besetzten Spruchkörper. Bei Gefahr im Verzuge kann sie auch durch einen einzelnen Richter getroffen werden.
<br>(4) Zur Abwehr dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit, insbesondere einer gemeinen Gefahr oder einer Lebensgefahr, dürfen technische Mittel zur Überwachung von Wohnungen nur auf Grund richterlicher Anordnung eingesetzt werden. Bei Gefahr im Verzuge kann die Maßnahme auch durch eine andere gesetzlich bestimmte Stelle angeordnet werden; eine richterliche Entscheidung ist unverzüglich nachzuholen.
<br>(5) Sind technische Mittel ausschließlich zum Schutze der bei einem Einsatz in Wohnungen tätigen Personen vorgesehen, kann die Maßnahme durch eine gesetzlich bestimmte Stelle angeordnet werden. Eine anderweitige Verwertung der hierbei erlangten Erkenntnisse ist nur zum Zwecke der Strafverfolgung oder der Gefahrenabwehr und nur zulässig, wenn zuvor die Rechtmäßigkeit der Maßnahme richterlich festgestellt ist; bei Gefahr im Verzuge ist die richterliche Entscheidung unverzüglich nachzuholen.
<br>(6) Die Bundesregierung unterrichtet den Bundestag jährlich über den nach Absatz 3 sowie über den im Zuständigkeitsbereich des Bundes nach Absatz 4 und, soweit richterlich überprüfungsbedürftig, nach Absatz 5 erfolgten Einsatz technischer Mittel. Ein vom Bundestag gewähltes Gremium übt auf Grundlage dieses Berichts die parlamentarische Kontrolle aus. Die Länder gewährleisten eine gleichwertige parlamentarische Kontrolle.
<br>(7) Eingriffe und Beschränkungen dürfen im übrigen nur zur Abwehr einer gemeinen Gefahr oder einer Lebensgefahr für einzelne Personen, auf Grund eines Gesetzes auch zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere zur Behebung der Raumnot, zur Bekämpfung von Seuchengefahr oder zum Schutze gefährdeter Jugendlicher vorgenommen werden.
=== Artikel 14 [Eigentum - Erbrecht - Enteignung] ===
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
<br>(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
<br>(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.
=== Artikel 15 [Vergesellschaftung] ===
Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.
=== Artikel 16 [Staatsangehörigkeit - Auslieferung] ===
(1) Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden. Der Verlust der Staatsangehörigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.
<br>(2) Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden. Durch Gesetz kann eine abweichende Regelung für Auslieferungen an einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder an einen internationalen Gerichtshof getroffen werden, soweit rechtsstaatliche Grundsätze gewahrt sind.
=== Artikel 16a [Asylrecht] ===
(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
<br>(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden.
<br>(3) Durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Staaten bestimmt werden, bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verhältnisse gewährleistet erscheint, daß dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet. Es wird vermutet, daß ein Ausländer aus einem solchen Staat nicht verfolgt wird, solange er nicht Tatsachen vorträgt, die die Annahme begründen, daß er entgegen dieser Vermutung politisch verfolgt wird.
<br>(4) Die Vollziehung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wird in den Fällen des Absatzes 3 und in anderen Fällen, die offensichtlich unbegründet sind oder als offensichtlich unbegründet gelten, durch das Gericht nur ausgesetzt, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme bestehen; der Prüfungsumfang kann eingeschränkt werden und verspätetes Vorbringen unberücksichtigt bleiben. Das Nähere ist durch Gesetz zu bestimmen.
<br>(5) Die Absätze 1 bis 4 stehen völkerrechtlichen Verträgen von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften untereinander und mit dritten Staaten nicht entgegen, die unter Beachtung der Verpflichtungen aus dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, deren Anwendung in den Vertragsstaaten sichergestellt sein muß, Zuständigkeitsregelungen für die Prüfung von Asylbegehren einschließlich der gegenseitigen Anerkennung von Asylentscheidungen treffen.
=== Artikel 17 [Petitionsrecht] ===
Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.
=== Artikel 17a [Einschränkung der Grundrechte in besonderen Fällen] ===
(1) Gesetze über Wehrdienst und Ersatzdienst können bestimmen, daß für die Angehörigen der Streitkräfte und des Ersatzdienstes während der Zeit des Wehr- oder Ersatzdienstes das Grundrecht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten <br>(Artikel 5 Abs. 1 Satz 1 erster Halbsatz), das Grundrecht der Versammlungsfreiheit <br>(Artikel 8) und das Petitionsrecht <br>(Artikel 17), soweit es das Recht gewährt, Bitten oder Beschwerden in Gemeinschaft mit anderen vorzubringen, eingeschränkt werden.
<br>(2) Gesetze, die der Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung dienen, können bestimmen, daß die Grundrechte der Freizügigkeit <br>(Artikel 11) und der Unverletzlichkeit der Wohnung <br>(Artikel 13) eingeschränkt werden.
=== Artikel 18 [Grundrechtsverwirkung] ===
Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit <br>(Artikel 5 Abs. 1), die Lehrfreiheit <br>(Artikel 5 Abs. 3), die Versammlungsfreiheit <br>(Artikel 8), die Vereinigungsfreiheit <br>(Artikel 9), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis <br>(Artikel 10), das Eigentum <br>(Artikel 14) oder das Asylrecht <br>(Artikel 16a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen.
=== Artikel 19 [Einschränkung von Grundrechten - Rechtsweg] ===
(1) Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muß das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Außerdem muß das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.
<br>(2) In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.
<br>(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind.
<br>(4) Wird jemand durch die öffentliche Gewalt in seinen Rechten verletzt, so steht ihm der Rechtsweg offen. Soweit eine andere Zuständigkeit nicht begründet ist, ist der ordentliche Rechtsweg gegeben. Artikel 10 Abs. 2 Satz 2 bleibt unberührt.
== II. Der Bund und die Länder ==
=== Artikel 20 [Verfassungsgrundsätze - Widerstandsrecht] ===
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.<br>(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.<br>(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. <br>(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
=== Artikel 20a [Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen] ===
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.
=== Artikel 21 [Parteien] ===
(1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.<br>(2) Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht.<br>(3) Das Nähere regeln Bundesgesetze.
=== Artikel 22 [Bundesflagge] ===
Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold.
=== Artikel 23 [Europäische Union - Grundrechtsschutz - Subsidiaritätsprinzip] ===
(1) Zur Verwirklichung eines vereinten Europas wirkt die Bundesrepublik Deutschland bei der Entwicklung der Europäischen Union mit, die demokratischen, rechtsstaatlichen, sozialen und föderativen Grundsätzen und dem Grundsatz der Subsidiarität verpflichtet ist und einen diesem Grundgesetz im wesentlichen vergleichbaren Grundrechtsschutz gewährleistet. Der Bund kann hierzu durch Gesetz mit Zustimmung des Bundesrates Hoheitsrechte übertragen. Für die Begründung der Europäischen Union sowie für Änderungen ihrer vertraglichen Grundlagen und vergleichbare Regelungen, durch die dieses Grundgesetz seinem Inhalt nach geändert oder ergänzt wird oder solche Änderungen oder Ergänzungen ermöglicht werden, gilt Artikel 79 Abs. 2 und 3.<br>(2) In Angelegenheiten der Europäischen Union wirken der Bundestag und durch den Bundesrat die Länder mit. Die Bundesregierung hat den Bundestag und den Bundesrat umfassend und zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu unterrichten.<br>(3) Die Bundesregierung gibt dem Bundestag Gelegenheit zur Stellungnahme vor ihrer Mitwirkung an Rechtsetzungsakten der Europäischen Union. Die Bundesregierung berücksichtigt die Stellungnahmen des Bundestages bei den Verhandlungen. Das Nähere regelt ein Gesetz.<br>(4) Der Bundesrat ist an der Willensbildung des Bundes zu beteiligen, soweit er an einer entsprechenden innerstaatlichen Maßnahme mitzuwirken hätte oder soweit die Länder innerstaatlich zuständig wären.<br>(5) Soweit in einem Bereich ausschließlicher Zuständigkeiten des Bundes Interessen der Länder berührt sind oder soweit im übrigen der Bund das Recht zur Gesetzgebung hat, berücksichtigt die Bundesregierung die Stellungnahme des Bundesrates. Wenn im Schwerpunkt Gesetzgebungsbefugnisse der Länder, die Einrichtung ihrer Behörden oder ihre Verwaltungsverfahren betroffen sind, ist bei der Willensbildung des Bundes insoweit die Auffassung des Bundesrates maßgeblich zu berücksichtigen; dabei ist die gesamtstaatliche Verantwortung des Bundes zu wahren. In Angelegenheiten, die zu Ausgabenerhöhungen oder Einnahmeminderungen für den Bund führen können, ist die Zustimmung der Bundesregierung erforderlich.<br>(6) Wenn im Schwerpunkt ausschließliche Gesetzgebungsbefugnisse der Länder betroffen sind, soll die Wahrnehmung der Rechte, die der Bundesrepublik Deutschland als Mitgliedstaat der Europäischen Union zustehen, vom Bund auf einen vom Bundesrat benannten Vertreter der Länder übertragen werden. Die Wahrnehmung der Rechte erfolgt unter Beteiligung und in Abstimmung mit der Bundesregierung; dabei ist die gesamtstaatliche Verantwortung des Bundes zu wahren.<br>(7) Das Nähere zu den Absätzen 4 bis 6 regelt ein Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 24 [Übertragung von Hoheitsrechten - Kollektives Sicherheitssystem] ===
(1) Der Bund kann durch Gesetz Hoheitsrechte auf zwischenstaatliche Einrichtungen übertragen.<br>(1a) Soweit die Länder für die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Erfüllung der staatlichen Aufgaben zuständig sind, können sie mit Zustimmung der Bundesregierung Hoheitsrechte auf grenznachbarschaftliche Einrichtungen übertragen.<br>(2) Der Bund kann sich zur Wahrung des Friedens einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit einordnen; er wird hierbei in die Beschränkungen seiner Hoheitsrechte einwilligen, die eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den Völkern der Welt herbeiführen und sichern.<br>(3) Zur Regelung zwischenstaatlicher Streitigkeiten wird der Bund Vereinbarungen über eine allgemeine, umfassende, obligatorische, internationale Schiedsgerichtsbarkeit beitreten.
=== Artikel 25 [Vorrang des Völkerrechts] ===
Die allgemeinen Regeln des Völkerrechtes sind Bestandteil des Bundesrechtes. Sie gehen den Gesetzen vor und erzeugen Rechte und Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes.
=== Artikel 26 [Friedenssicherung] ===
(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.<br>(2) Zur Kriegführung bestimmte Waffen dürfen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 27 [Handelsflotte] ===
Alle deutschen Kauffahrteischiffe bilden eine einheitliche Handelsflotte.
=== Artikel 28 [Landesverfassungen - Selbstverwaltung der Gemeinden] ===
(1) Die verfassungsmäßige Ordnung in den Ländern muß den Grundsätzen des republikanischen, demokratischen und sozialen Rechtsstaates im Sinne dieses Grundgesetzes entsprechen. In den Ländern, Kreisen und Gemeinden muß das Volk eine Vertretung haben, die aus allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen hervorgegangen ist. Bei Wahlen in Kreisen und Gemeinden sind auch Personen, die die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft besitzen, nach Maßgabe von Recht der Europäischen Gemeinschaft wahlberechtigt und wählbar. In Gemeinden kann an die Stelle einer gewählten Körperschaft die Gemeindeversammlung treten.<br>(2) Den Gemeinden muß das Recht gewährleistet sein, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln. Auch die Gemeindeverbände haben im Rahmen ihres gesetzlichen Aufgabenbereiches nach Maßgabe der Gesetze das Recht der Selbstverwaltung. Die Gewährleistung der Selbstverwaltung umfaßt auch die Grundlagen der finanziellen Eigenverantwortung; zu diesen Grundlagen gehört eine den Gemeinden mit Hebesatzrecht zustehende wirtschaftskraftbezogene Steuerquelle.<br>(3) Der Bund gewährleistet, daß die verfassungsmäßige Ordnung der Länder den Grundrechten und den Bestimmungen der Absätze 1 und 2 entspricht.
=== Artikel 29 [Neugliederung des Bundesgebietes] ===
(1) Das Bundesgebiet kann neu gegliedert werden, um zu gewährleisten, daß die Länder nach Größe und Leistungsfähigkeit die ihnen obliegenden Aufgaben wirksam erfüllen können. Dabei sind die landsmannschaftliche Verbundenheit, die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge, die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit sowie die Erfordernisse der Raumordnung und der Landesplanung zu berücksichtigen.<br>(2) Maßnahmen zur Neugliederung des Bundesgebietes ergehen durch Bundesgesetz, das der Bestätigung durch Volksentscheid bedarf. Die betroffenen Länder sind zu hören.<br>(3) Der Volksentscheid findet in den Ländern statt, aus deren Gebieten oder Gebietsteilen ein neues oder neu umgrenztes Land gebildet werden soll <br>(betroffene Länder). Abzustimmen ist über die Frage, ob die betroffenen Länder wie bisher bestehenbleiben sollen oder ob das neue oder neu umgrenzte Land gebildet werden soll. Der Volksentscheid für die Bildung eines neuen oder neu umgrenzten Landes kommt zustande, wenn in dessen künftigem Gebiet und insgesamt in den Gebieten oder Gebietsteilen eines betroffenen Landes, deren Landeszugehörigkeit im gleichen Sinne geändert werden soll, jeweils eine Mehrheit der Änderung zustimmt. Er kommt nicht zustande, wenn im Gebiet eines der betroffenen Länder eine Mehrheit die Änderung ablehnt; die Ablehnung ist jedoch unbeachtlich, wenn in einem Gebietsteil, dessen Zugehörigkeit zu dem betroffenen Land geändert werden soll, eine Mehrheit von zwei Dritteln der Änderung zustimmt, es sei denn, daß im Gesamtgebiet des betroffenen Landes eine Mehrheit von zwei Dritteln die Änderung ablehnt.<br>(4) Wird in einem zusammenhängenden, abgegrenzten Siedlungs- und Wirtschaftsraum, dessen Teile in mehreren Ländern liegen und der mindestens eine Million Einwohner hat, von einem Zehntel der in ihm zum Bundestag Wahlberechtigten durch Volksbegehren gefordert, daß für diesen Raum eine einheitliche Landeszugehörigkeit herbeigeführt werde, so ist durch Bundesgesetz innerhalb von zwei Jahren entweder zu bestimmen, ob die Landeszugehörigkeit gemäß Absatz 2 geändert wird, oder daß in den betroffenen Ländern eine Volksbefragung stattfindet.<br>(5) Die Volksbefragung ist darauf gerichtet festzustellen, ob eine in dem Gesetz vorzuschlagende Änderung der Landeszugehörigkeit Zustimmung findet. Das Gesetz kann verschiedene, jedoch nicht mehr als zwei Vorschläge der Volksbefragung vorlegen. Stimmt eine Mehrheit einer vorgeschlagenen Änderung der Landeszugehörigkeit zu, so ist durch Bundesgesetz innerhalb von zwei Jahren zu bestimmen, ob die Landeszugehörigkeit gemäß Absatz 2 geändert wird. Findet ein der Volksbefragung vorgelegter Vorschlag eine den Maßgaben des Absatzes 3 Satz 3 und 4 entsprechende Zustimmung, so ist innerhalb von zwei Jahren nach der Durchführung der Volksbefragung ein Bundesgesetz zur Bildung des vorgeschlagenen Landes zu erlassen, das der Bestätigung durch Volksentscheid nicht mehr bedarf.<br>(6) Mehrheit im Volksentscheid und in der Volksbefragung ist die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wenn sie mindestens ein Viertel der zum Bundestag Wahlberechtigten umfaßt. Im übrigen wird das Nähere über Volksentscheid, Volksbegehren und Volksbefragung durch ein Bundesgesetz geregelt; dieses kann auch vorsehen, daß Volksbegehren innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren nicht wiederholt werden können.<br>(7) Sonstige Änderungen des Gebietsbestandes der Länder können durch Staatsverträge der beteiligten Länder oder durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates erfolgen, wenn das Gebiet, dessen Landeszugehörigkeit geändert werden soll, nicht mehr als 50 000 Einwohner hat. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates und der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages bedarf. Es muß die Anhörung der betroffenen Gemeinden und Kreise vorsehen.<br>(8) Die Länder können eine Neugliederung für das jeweils von ihnen umfaßte Gebiet oder für Teilgebiete abweichend von den Vorschriften der Absätze 2 bis 7 durch Staatsvertrag regeln. Die betroffenen Gemeinden und Kreise sind zu hören. Der Staatsvertrag bedarf der Bestätigung durch Volksentscheid in jedem beteiligten Land. Betrifft der Staatsvertrag Teilgebiete der Länder, kann die Bestätigung auf Volksentscheide in diesen Teilgebieten beschränkt werden; Satz 5 zweiter Halbsatz findet keine Anwendung. Bei einem Volksentscheid entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wenn sie mindestens ein Viertel der zum Bundestag Wahlberechtigten umfaßt; das Nähere regelt ein Bundesgesetz. Der Staatsvertrag bedarf der Zustimmung des Bundestages.
=== Artikel 30 [Hoheitsrechte der Länder] ===
Die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Erfüllung der staatlichen Aufgaben ist Sache der Länder, soweit dieses Grundgesetz keine andere Regelung trifft oder zulässt.
=== Artikel 31 [Vorrang des Bundesrechts] ===
Bundesrecht bricht Landesrecht.
=== Artikel 32 [Auswärtige Beziehungen] ===
(1) Die Pflege der Beziehungen zu auswärtigen Staaten ist Sache des Bundes.<br>(2) Vor dem Abschlusse eines Vertrages, der die besonderen Verhältnisse eines Landes berührt, ist das Land rechtzeitig zu hören.<br>(3) Soweit die Länder für die Gesetzgebung zuständig sind, können sie mit Zustimmung der Bundesregierung mit auswärtigen Staaten Verträge abschließen.
=== Artikel 33 [Gleichstellung als Staatsbürger - Öffentlicher Dienst] ===
(1) Jeder Deutsche hat in jedem Lande die gleichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.<br>(2) Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amte.<br>(3) Der Genuß bürgerlicher und staatsbürgerlicher Rechte, die Zulassung zu öffentlichen Ämtern sowie die im öffentlichen Dienste erworbenen Rechte sind unabhängig von dem religiösen Bekenntnis. Niemandem darf aus seiner Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem Bekenntnisse oder einer Weltanschauung ein Nachteil erwachsen.<br>(4) Die Ausübung hoheitsrechtlicher Befugnisse ist als ständige Aufgabe in der Regel Angehörigen des öffentlichen Dienstes zu übertragen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen.<br>(5) Das Recht des öffentlichen Dienstes ist unter Berücksichtigung der hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums zu regeln.
=== Artikel 34 [Haftung bei Amtspflichtverletzung] ===
Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit bleibt der Rückgriff vorbehalten. Für den Anspruch auf Schadensersatz und für den Rückgriff darf der ordentliche Rechtsweg nicht ausgeschlossen werden.
=== Artikel 35 [Rechts-, Amts- und Katastrophenhilfe] ===
(1) Alle Behörden des Bundes und der Länder leisten sich gegenseitig Rechts- und Amtshilfe.<br>(2) Zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung kann ein Land in Fällen von besonderer Bedeutung Kräfte und Einrichtungen des Bundesgrenzschutzes zur Unterstützung seiner Polizei anfordern, wenn die Polizei ohne diese Unterstützung eine Aufgabe nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten erfüllen könnte. Zur Hilfe bei einer Naturkatastrophe oder bei einem besonders schweren Unglücksfall kann ein Land Polizeikräfte anderer Länder, Kräfte und Einrichtungen anderer Verwaltungen sowie des Bundesgrenzschutzes und der Streitkräfte anfordern.<br>(3) Gefährdet die Naturkatastrophe oder der Unglücksfall das Gebiet mehr als eines Landes, so kann die Bundesregierung, soweit es zur wirksamen Bekämpfung erforderlich ist, den Landesregierungen die Weisung erteilen, Polizeikräfte anderen Ländern zur Verfügung zu stellen, sowie Einheiten des Bundesgrenzschutzes und der Streitkräfte zur Unterstützung der Polizeikräfte einsetzen. Maßnahmen der Bundesregierung nach Satz 1 sind jederzeit auf Verlangen des Bundesrates, im übrigen unverzüglich nach Beseitigung der Gefahr aufzuheben.
=== Artikel 36 [Bundesbeamte] ===
(1) Bei den obersten Bundesbehörden sind Beamte aus allen Ländern in angemessenem Verhältnis zu verwenden. Die bei den übrigen Bundesbehörden beschäftigten Personen sollen in der Regel aus dem Lande genommen werden, in dem sie tätig sind.<br>(2) Die Wehrgesetze haben auch die Gliederung des Bundes in Länder und ihre besonderen landsmannschaftlichen Verhältnisse zu berücksichtigen.
=== Artikel 37 [Bundeszwang] ===
(1) Wenn ein Land die ihm nach dem Grundgesetze oder einem anderen Bundesgesetze obliegenden Bundespflichten nicht erfüllt, kann die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates die notwendigen Maßnahmen treffen, um das Land im Wege des Bundeszwanges zur Erfüllung seiner Pflichten anzuhalten.<br>(2) Zur Durchführung des Bundeszwanges hat die Bundesregierung oder ihr Beauftragter das Weisungsrecht gegenüber allen Ländern und ihren Behörden.
== III. Der Bundestag ==
=== Artikel 38 [Wahl] ===
(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.
<br>(2) Wahlberechtigt ist, wer das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat; wählbar ist, wer das Alter erreicht hat, mit dem die Volljährigkeit eintritt.
<br>(3) Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 39 [Wahlperiode - Zusammentritt - Einberufung] ===
(1) Der Bundestag wird vorbehaltlich der nachfolgenden Bestimmungen auf vier Jahre
gewählt. Seine Wahlperiode endet mit dem Zusammentritt eines neuen Bundestages. Die Neuwahl findet frühestens sechsundvierzig, spätestens achtundvierzig Monate nach Beginn der Wahlperiode statt. Im Falle einer Auflösung des Bundestages findet die Neuwahl innerhalb von sechzig Tagen statt.
<br>(2) Der Bundestag tritt spätestens am dreißigsten Tage nach der Wahl zusammen.
<br>(3) Der Bundestag bestimmt den Schluß und den Wiederbeginn seiner Sitzungen. Der Präsident des Bundestages kann ihn früher einberufen. Er ist hierzu verpflichtet, wenn ein Drittel der Mitglieder, der Bundespräsident oder der Bundeskanzler es verlangen.
=== Artikel 40 [Präsidium - Geschäftsordnung] ===
(1) Der Bundestag wählt seinen Präsidenten, dessen Stellvertreter und die Schriftführer. Er gibt sich eine Geschäftsordnung.
<br>(2) Der Präsident übt das Hausrecht und die Polizeigewalt im Gebäude des Bundestages aus. Ohne seine Genehmigung darf in den Räumen des Bundestages keine Durchsuchung oder Beschlagnahme stattfinden.
=== Artikel 41 [Wahlprüfung] ===
(1) Die Wahlprüfung ist Sache des Bundestages. Er entscheidet auch, ob ein Abgeordneter des Bundestages die Mitgliedschaft verloren hat.
<br>(2) Gegen die Entscheidung des Bundestages ist die Beschwerde an das Bundesverfassungsgericht zulässig.
<br>(3) Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 42 [Öffentliche Sitzungen - Mehrheitsbeschlüsse] ===
(1) Der Bundestag verhandelt öffentlich. Auf Antrag eines Zehntels seiner Mitglieder oder auf Antrag der Bundesregierung kann mit Zweidrittelmehrheit die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. Über den Antrag wird in nichtöffentlicher Sitzung entschieden.
<br>(2) Zu einem Beschlusse des Bundestages ist die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt. Für die vom Bundestage vorzunehmenden Wahlen kann die Geschäftsordnung Ausnahmen zulassen.
<br>(3) Wahrheitsgetreue Berichte über die öffentlichen Sitzungen des Bundestages und seiner Ausschüsse bleiben von jeder Verantwortlichkeit frei.
=== Artikel 43 [Zitier-, Zutritts- und Anhörungsrecht] ===
(1) Der Bundestag und seine Ausschüsse können die Anwesenheit jedes Mitgliedes der Bundesregierung verlangen.
<br>(2) Die Mitglieder des Bundesrates und der Bundesregierung sowie ihre Beauftragten haben zu allen Sitzungen des Bundestages und seiner Ausschüsse Zutritt. Sie müssen jederzeit gehört werden.
=== Artikel 44 [Untersuchungsausschüsse] ===
(1) Der Bundestag hat das Recht und auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder die Pflicht, einen Untersuchungsausschuß einzusetzen, der in öffentlicher Verhandlung die erforderlichen Beweise erhebt. Die Öffentlichkeit kann ausgeschlossen werden.
<br>(2) Auf Beweiserhebungen finden die Vorschriften über den Strafprozeß sinngemäß Anwendung. Das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis bleibt unberührt.
<br>(3) Gerichte und Verwaltungsbehörden sind zur Rechts- und Amtshilfe verpflichtet.
<br>(4) Die Beschlüsse der Untersuchungsausschüsse sind der richterlichen Erörterung entzogen. In der Würdigung und Beurteilung des der Untersuchung zugrunde liegenden Sachverhaltes sind die Gerichte frei.
=== Artikel 45 [Ausschuß "Europäische Union"] ===
Der Bundestag bestellt einen Ausschuß für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Er kann ihn ermächtigen, die Rechte des Bundestages gemäß Artikel 23 gegenüber der Bundesregierung wahrzunehmen.
=== Artikel 45a [Ausschüsse für Auswärtiges und für Verteidigung] ===
(1) Der Bundestag bestellt einen Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten und einen Ausschuß für Verteidigung.
<br>(2) Der Ausschuß für Verteidigung hat auch die Rechte eines Untersuchungsausschusses. Auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder hat er die Pflicht, eine Angelegenheit zum Gegenstand seiner Untersuchung zu machen.
<br>(3) Artikel 44 Abs. 1 findet auf dem Gebiet der Verteidigung keine Anwendung.
=== Artikel 45b [Wehrbeauftragter] ===
Zum Schutz der Grundrechte und als Hilfsorgan des Bundestages bei der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle wird ein Wehrbeauftragter des Bundestages berufen. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 45c [Petitionsausschuß] ===
(1) Der Bundestag bestellt einen Petitionsausschuß, dem die Behandlung der nach Artikel 17 an den Bundestag gerichteten Bitten und Beschwerden obliegt.
<br>(2) Die Befugnisse des Ausschusses zur Überprüfung von Beschwerden regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 46 [Indemnität und Immunität der Abgeordneten] ===
(1) Ein Abgeordneter darf zu keiner Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen einer Äußerung, die er im Bundestage oder in einem seiner Ausschüsse getan hat, gerichtlich oder dienstlich verfolgt oder sonst außerhalb des Bundestages zur Verantwortung gezogen werden. Dies gilt nicht für verleumderische Beleidigungen.
<br>(2) Wegen einer mit Strafe bedrohten Handlung darf ein Abgeordneter nur mit Genehmigung des Bundestages zur Verantwortung gezogen oder verhaftet werden, es sei denn, daß er bei Begehung der Tat oder im Laufe des folgenden Tages festgenommen wird.
<br>(3) Die Genehmigung des Bundestages ist ferner bei jeder anderen Beschränkung der persönlichen Freiheit eines Abgeordneten oder zur Einleitung eines Verfahrens gegen einen Abgeordneten gemäß Artikel 18 erforderlich.
<br>(4) Jedes Strafverfahren und jedes Verfahren gemäß Artikel 18 gegen einen Abgeordneten, jede Haft und jede sonstige Beschränkung seiner persönlichen Freiheit sind auf Verlangen des Bundestages auszusetzen.
=== Artikel 47 [Zeugnisverweigerungsrecht] ===
Die Abgeordneten sind berechtigt, über Personen, die ihnen in ihrer Eigenschaft als Abgeordnete oder denen sie in dieser Eigenschaft Tatsachen anvertraut haben, sowie über diese Tatsachen selbst das Zeugnis zu verweigern. Soweit dieses Zeugnisverweigerungsrecht reicht, ist die Beschlagnahme von Schriftstücken unzulässig.
=== Artikel 48 [Kandidatur - Mandatsschutz - Entschädigung] ===
(1) Wer sich um einen Sitz im Bundestage bewirbt, hat Anspruch auf den zur Vorbereitung seiner Wahl erforderlichen Urlaub.
<br>(2) Niemand darf gehindert werden, das Amt eines Abgeordneten zu übernehmen und auszuüben. Eine Kündigung oder Entlassung aus diesem Grunde ist unzulässig.
<br>(3) Die Abgeordneten haben Anspruch auf eine angemessene, ihre Unabhängigkeit sichernde Entschädigung. Sie haben das Recht der freien Benutzung aller staatlichen Verkehrsmittel. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 49 ===
(aufgehoben)
== IV. Der Bundesrat ==
=== Artikel 50 [Aufgabe] ===
Durch den Bundesrat wirken die Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes und in Angelegenheiten der Europäischen Union mit.
=== Artikel 51 [Zusammensetzung - Stimmgewicht] ===
(1) Der Bundesrat besteht aus Mitgliedern der Regierungen der Länder, die sie bestellen und abberufen. Sie können durch andere Mitglieder ihrer Regierungen vertreten werden.
<br>(2) Jedes Land hat mindestens drei Stimmen, Länder mit mehr als zwei Millionen Einwohnern haben vier, Länder mit mehr als sechs Millionen Einwohnern fünf, Länder mit mehr als sieben Millionen Einwohnern sechs Stimmen.
<br>(3) Jedes Land kann so viele Mitglieder entsenden, wie es Stimmen hat. Die Stimmen eines Landes können nur einheitlich und nur durch anwesende Mitglieder oder deren Vertreter abgegeben werden.
=== Artikel 52 [Präsident - Beschlüsse - Geschäftsordnung] ===
(1) Der Bundesrat wählt seinen Präsidenten auf ein Jahr.
<br>(2) Der Präsident beruft den Bundesrat ein. Er hat ihn einzuberufen, wenn die Vertreter von mindestens zwei Ländern oder die Bundesregierung es verlangen.
<br>(3) Der Bundesrat faßt seine Beschlüsse mit mindestens der Mehrheit seiner Stimmen. Er gibt sich eine Geschäftsordnung. Er verhandelt öffentlich. Die Öffentlichkeit kann ausgeschlossen werden.
<br>(3a) Für Angelegenheiten der Europäischen Union kann der Bundesrat eine Europakammer bilden, deren Beschlüsse als Beschlüsse des Bundesrates gelten; Artikel 51 Abs. 2 und 3 Satz 2 gilt entsprechend.
<br>(4) Den Ausschüssen des Bundesrates können andere Mitglieder oder Beauftragte der Regierungen der Länder angehören.
=== Artikel 53 [Teilnahme der Mitglieder der Bundesregierung] ===
Die Mitglieder der Bundesregierung haben das Recht und auf Verlangen die Pflicht, an den Verhandlungen des Bundesrates und seiner Ausschüsse teilzunehmen. Sie müssen jederzeit gehört werden. Der Bundesrat ist von der Bundesregierung über die Führung der Geschäfte auf dem laufenden zu halten.
=== Artikel 53a [Zusammensetzung - Geschäftsordnung] ===
(1) Der Gemeinsame Ausschuß besteht zu zwei Dritteln aus Abgeordneten des Bundestages, zu einem Drittel aus Mitgliedern des Bundesrates. Die Abgeordneten werden vom Bundestage entsprechend dem Stärkeverhältnis der Fraktionen bestimmt; sie dürfen nicht der Bundesregierung angehören. Jedes Land wird durch ein von ihm bestelltes Mitglied des Bundesrates vertreten; diese Mitglieder sind nicht an Weisungen gebunden. Die Bildung des Gemeinsamen Ausschusses und sein Verfahren werden durch eine Geschäftsordnung geregelt, die vom Bundestage zu beschließen ist und der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
<br>(2) Die Bundesregierung hat den Gemeinsamen Ausschuß über ihre Planungen für den Verteidigungsfall zu unterrichten. Die Rechte des Bundestages und seiner Ausschüsse nach Artikel 43 Abs. 1 bleiben unberührt.
== V. Der Bundespräsident ==
=== Artikel 54 [Wahl - Amtsdauer] ===
(1) Der Bundespräsident wird ohne Aussprache von der Bundesversammlung gewählt. Wählbar ist jeder Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestage besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.<br>(2) Das Amt des Bundespräsidenten dauert fünf Jahre. Anschließende Wiederwahl ist nur einmal zulässig.<br>(3) Die Bundesversammlung besteht aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleichen Anzahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt werden.<br>(4) Die Bundesversammlung tritt spätestens dreißig Tage vor Ablauf der Amtszeit des Bundespräsidenten, bei vorzeitiger Beendigung spätestens dreißig Tage nach diesem Zeitpunkt zusammen. Sie wird von dem Präsidenten des Bundestages einberufen.<br>(5) Nach Ablauf der Wahlperiode beginnt die Frist des Absatzes 4 Satz 1 mit dem ersten Zusammentritt des Bundestages.<br>(6) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder der Bundesversammlung erhält. Wird diese Mehrheit in zwei Wahlgängen von keinem Bewerber erreicht, so ist gewählt, wer in einem weiteren Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinigt.<br>(7) Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 55 [Unvereinbarkeiten] ===
(1) Der Bundespräsident darf weder der Regierung noch einer gesetzgebenden Körperschaft des Bundes oder eines Landes angehören.<br>(2) Der Bundespräsident darf kein anderes besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben und weder der Leitung noch dem Aufsichtsrate eines auf Erwerb gerichteten Unternehmens angehören.
=== Artikel 56 [Amtseid] ===
Der Bundespräsident leistet bei seinem Amtsantritt vor den versammelten Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates folgenden Eid:"Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe." Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.
=== Artikel 57 [Vertretung] ===
Die Befugnisse des Bundespräsidenten werden im Falle seiner Verhinderung oder bei vorzeitiger Erledigung des Amtes durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen.
=== Artikel 58 [Gegenzeichnung] ===
Anordnungen und Verfügungen des Bundespräsidenten bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Gegenzeichnung durch den Bundeskanzler oder durch den zuständigen Bundesminister. Dies gilt nicht für die Ernennung und Entlassung des Bundeskanzlers, die Auflösung des Bundestages gemäß Artikel 63 und das Ersuchen gemäß Artikel 69 Abs. 3.
=== Artikel 59 [Völkerrechtliche Vertretung des Bundes] ===
(1) Der Bundespräsident vertritt den Bund völkerrechtlich. Er schließt im Namen des Bundes die Verträge mit auswärtigen Staaten. Er beglaubigt und empfängt die Gesandten.<br>(2) Verträge, welche die politischen Beziehungen des Bundes regeln oder sich auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung beziehen, bedürfen der Zustimmung oder der Mitwirkung der jeweils für die Bundesgesetzgebung zuständigen Körperschaften in der Form eines Bundesgesetzes. Für Verwaltungsabkommen gelten die Vorschriften über die Bundesverwaltung entsprechend.
=== Artikel 59a ===
(aufgehoben)
=== Artikel 60 [Beamtenernennung - Begnadigungsrecht - Immunität] ===
(1) Der Bundespräsident ernennt und entlässt die Bundesrichter, die Bundesbeamten, die Offiziere und Unteroffiziere, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.<br>(2) Er übt im Einzelfalle für den Bund das Begnadigungsrecht aus.<br>(3) Er kann diese Befugnisse auf andere Behörden übertragen.<br>(4) Die Absätze 2 bis 4 des Artikels 46 finden auf den Bundespräsidenten entsprechende Anwendung.
=== Artikel 61 [Anklage vor dem Bundesverfassungsgericht] ===
(1) Der Bundestag oder der Bundesrat können den Bundespräsidenten wegen vorsätzlicher Verletzung des Grundgesetzes oder eines anderen Bundesgesetzes vor dem Bundesverfassungsgericht anklagen. Der Antrag auf Erhebung der Anklage muß von mindestens einem Viertel der Mitglieder des Bundestages oder einem Viertel der Stimmen des Bundesrates gestellt werden. Der Beschluß auf Erhebung der Anklage bedarf der Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages oder von zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates. Die Anklage wird von einem Beauftragten der anklagenden Körperschaft vertreten.<br>(2) Stellt das Bundesverfassungsgericht fest, daß der Bundespräsident einer vorsätzlichen Verletzung des Grundgesetzes oder eines anderen Bundesgesetzes schuldig ist, so kann es ihn des Amtes für verlustig erklären. Durch einstweilige Anordnung kann es nach der Erhebung der Anklage bestimmen, daß er an der Ausübung seines Amtes verhindert ist.
== VI. Die Bundesregierung ==
=== Artikel 62 [Zusammensetzung] ===
Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler und aus den Bundesministern.
=== Artikel 63 [Wahl des Bundeskanzlers] ===
(1) Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache gewählt.
<br>(2) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich vereinigt. Der Gewählte ist vom Bundespräsidenten zu ernennen.
<br>(3) Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, so kann der Bundestag binnen vierzehn Tagen nach dem Wahlgange mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen.
<br>(4) Kommt eine Wahl innerhalb dieser Frist nicht zustande, so findet unverzüglich ein neuer Wahlgang statt, in dem gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Vereinigt der Gewählte die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich, so muß der Bundespräsident ihn binnen sieben Tagen nach der Wahl ernennen. Erreicht der Gewählte diese Mehrheit nicht, so hat der Bundespräsident binnen sieben Tagen entweder ihn zu ernennen oder den Bundestag aufzulösen.
=== Artikel 64 [Ernennung und Entlassung der Bundesminister - Amtseid] ===
(1) Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt und entlassen.
<br>(2) Der Bundeskanzler und die Bundesminister leisten bei der Amtsübernahme vor dem Bundestage den in Artikel 56 vorgesehenen Eid.
=== Artikel 65 [Richtlinienkompetenz, Ressort- und Kollegialprinzip] ===
Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. Innerhalb dieser Richtlinien leitet jeder Bundesminister seinen Geschäftsbereich selbständig und unter eigener Verantwortung. Über Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bundesministern entscheidet die Bundesregierung. Der Bundeskanzler leitet ihre Geschäfte nach einer von der Bundesregierung beschlossenen und vom Bundespräsidenten genehmigten Geschäftsordnung.
=== Artikel 65a [Befehls- und Kommandogewalt] ===
(1) Der Bundesminister für Verteidigung hat die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte.
<br>(2) <br>(gestrichen)
=== Artikel 66 [Unvereinbarkeiten] ===
Der Bundeskanzler und die Bundesminister dürfen kein anderes besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben und weder der Leitung noch ohne Zustimmung des Bundestages dem Aufsichtsrate eines auf Erwerb gerichteten Unternehmens angehören.
=== Artikel 67 [Mißtrauensvotum] ===
(1) Der Bundestag kann dem Bundeskanzler das Mißtrauen nur dadurch aussprechen, daß er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt und den Bundespräsidenten ersucht, den Bundeskanzler zu entlassen. Der Bundespräsident muß dem Ersuchen entsprechen und den Gewählten ernennen.
<br>(2) Zwischen dem Antrage und der Wahl müssen achtundvierzig Stunden liegen.
=== Artikel 68 [Vertrauensfrage] ===
(1) Findet ein Antrag des Bundeskanzlers, ihm das Vertrauen auszusprechen, nicht die Zustimmung der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages, so kann der Bundespräsident auf Vorschlag des Bundeskanzlers binnen einundzwanzig Tagen den Bundestag auflösen. Das Recht zur Auflösung erlischt, sobald der Bundestag mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen anderen Bundeskanzler wählt.
<br>(2) Zwischen dem Antrage und der Abstimmung müssen achtundvierzig Stunden liegen.
=== Artikel 69 [Stellvertreter des Bundeskanzlers - Amtsdauer] ===
(1) Der Bundeskanzler ernennt einen Bundesminister zu seinem Stellvertreter.
<br>(2) Das Amt des Bundeskanzlers oder eines Bundesministers endigt in jedem Falle mit dem Zusammentritt eines neuen Bundestages, das Amt eines Bundesministers auch mit jeder anderen Erledigung des Amtes des Bundeskanzlers.
<br>(3) Auf Ersuchen des Bundespräsidenten ist der Bundeskanzler, auf Ersuchen des Bundeskanzlers oder des Bundespräsidenten ein Bundesminister verpflichtet, die Geschäfte bis zur Ernennung seines Nachfolgers weiterzuführen.
== VII. Die Gesetzgebung des Bundes ==
=== Artikel 70 [Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund und Ländern] ===
(1) Die Länder haben das Recht der Gesetzgebung, soweit dieses Grundgesetz nicht dem Bunde Gesetzgebungsbefugnisse verleiht.<br>(2) Die Abgrenzung der Zuständigkeit zwischen Bund und Ländern bemißt sich nach den Vorschriften dieses Grundgesetzes über die ausschließliche und die konkurrierende Gesetzgebung.
=== Artikel 71 [Ausschließliche Gesetzgebung des Bundes] ===
Im Bereiche der ausschließlichen Gesetzgebung des Bundes haben die Länder die Befugnis zur Gesetzgebung nur, wenn und soweit sie hierzu in einem Bundesgesetze ausdrücklich ermächtigt werden.
=== Artikel 72 [Konkurrierende Gesetzgebung] ===
(1) Im Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung haben die Länder die Befugnis zur Gesetzgebung, solange und soweit der Bund von seiner Gesetzgebungszuständigkeit nicht durch Gesetz Gebrauch gemacht hat.<br>(2) Der Bund hat in diesem Bereich das Gesetzgebungsrecht, wenn und soweit die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet oder die Wahrung der Rechts- oder Wirtschaftseinheit im gesamtstaatlichen Interesse eine bundesgesetzliche Regelung erforderlich macht.<br>(3) Durch Bundesgesetz kann bestimmt werden, daß eine bundesgesetzliche Regelung, für die eine Erforderlichkeit im Sinne des Absatzes 2 nicht mehr besteht, durch Landesrecht ersetzt werden kann.
=== Artikel 73 [Gebiete der ausschließlichen Gesetzgebung des Bundes] ===
Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebung über:
1. die auswärtigen Angelegenheiten sowie die Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung;
2. die Staatsangehörigkeit im Bunde;
3. die Freizügigkeit, das Paßwesen, die Ein- und Auswanderung und die Auslieferung;
4. das Währungs-, Geld- und Münzwesen, Maße und Gewichte sowie die Zeitbestimmung;
5. die Einheit des Zoll- und Handelsgebietes, die Handels- und Schiffahrtsverträge, die Freizügigkeit des Warenverkehrs und den Waren- und Zahlungsverkehr mit dem Auslande einschließlich des Zoll- und Grenzschutzes;
6. den Luftverkehr;
6a. den Verkehr von Eisenbahnen, die ganz oder mehrheitlich im Eigentum des Bundes stehen <br>(Eisenbahnen des Bundes), den Bau, die Unterhaltung und das Betreiben von Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes sowie die Erhebung von Entgelten für die Benutzung dieser Schienenwege;
7. das Postwesen und die Telekommunikation;
8. die Rechtsverhältnisse der im Dienste des Bundes und der bundesunmittelbaren Körperschaften des öffentlichen Rechtes stehenden Personen;
9. den gewerblichen Rechtsschutz, das [[Urheberrecht]] und das Verlagsrecht;
10. die Zusammenarbeit des Bundes und der Ländera) in der Kriminalpolizei,b) zum Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, des Bestandes und der Sicherheit des Bundes oder eines Landes <br>(Verfassungsschutz) undc) zum Schutze gegen Bestrebungen im Bundesgebiet, die durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen auswärtige Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährden,sowie die Einrichtung eines Bundeskriminalpolizeiamtes und die internationale Verbrechensbekämpfung;
11. die Statistik für Bundeszwecke.
=== Artikel 74 [Gebiete der konkurrierenden Gesetzgebung] ===
(1) Die konkurrierende Gesetzgebung erstreckt sich auf folgende Gebiete:
1. das bürgerliche Recht, das Strafrecht und den Strafvollzug, die Gerichtsverfassung, das gerichtliche Verfahren, die Rechtsanwaltschaft, das Notariat und die Rechtsberatung;
2. das Personenstandswesen;
3. das Vereins- und Versammlungsrecht;
4. das Aufenthalts- und Niederlassungsrecht der Ausländer;
4a. das Waffen- und das Sprengstoffrecht;
5. <br>(aufgehoben)
6. die Angelegenheiten der Flüchtlinge und Vertriebenen;
7. die öffentliche Fürsorge;
8. <br>(aufgehoben)
9. die Kriegsschäden und die Wiedergutmachung;
10. die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen und die Fürsorge für die ehemaligen Kriegsgefangenen;
10a. die Kriegsgräber und Gräber anderer Opfer des Krieges und Opfer von Gewaltherrschaft;
11. das Recht der Wirtschaft <br>(Bergbau, Industrie, Energiewirtschaft, Handwerk, Gewerbe, Handel, Bank- und Börsenwesen, privatrechtliches Versicherungswesen);
11a. die Erzeugung und Nutzung der Kernenergie zu friedlichen Zwecken, die Errichtung und den Betrieb von Anlagen, die diesen Zwecken dienen, den Schutz gegen Gefahren, die bei Freiwerden von Kernenergie oder durch ionisierende Strahlen entstehen, und die Beseitigung radioaktiver Stoffe;
12. das Arbeitsrecht einschließlich der Betriebsverfassung, des Arbeitsschutzes und der Arbeitsvermittlung sowie die Sozialversicherung einschließlich der Arbeitslosenversicherung;
13. die Regelung der Ausbildungsbeihilfen und die Förderung der wissenschaftlichen Forschung;
14. das Recht der Enteignung, soweit sie auf den Sachgebieten der Artikel 73 und 74 in Betracht kommt;
15. die Überführung von Grund und Boden, von Naturschätzen und Produktionsmitteln in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft;
16. die Verhütung des Mißbrauchs wirtschaftlicher Machtstellung;
17. die Förderung der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugung, die Sicherung der Ernährung, die Ein- und Ausfuhr land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse, die Hochsee- und Küstenfischerei und den Küstenschutz;
18. den Grundstücksverkehr, das Bodenrecht <br>(ohne das Recht der Erschließungsbeiträge) und das landwirtschaftliche Pachtwesen, das Wohnungswesen, das Siedlungs- und Heimstättenwesen;
19. die Maßnahmen gegen gemeingefährliche und übertragbare Krankheiten bei Menschen und Tieren, die Zulassung zu ärztlichen und anderen Heilberufen und zum Heilgewerbe, den Verkehr mit Arzneien, Heil- und Betäubungsmitteln und Giften;
19a. die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser und die Regelung der Krankenhauspflegesätze;
20. den Schutz beim Verkehr mit Lebens- und Genußmitteln, Bedarfsgegenständen, Futtermitteln und land- und forstwirtschaftlichem Saat- und Pflanzgut, den Schutz der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge sowie den Tierschutz;
21. die Hochsee- und Küstenschiffahrt sowie die Seezeichen, die Binnenschiffahrt, den Wetterdienst, die Seewasserstraßen und die dem allgemeinen Verkehr dienenden Binnenwasserstraßen;
22. den Straßenverkehr, das Kraftfahrwesen, den Bau und die Unterhaltung von Landstraßen für den Fernverkehr sowie die Erhebung und Verteilung von Gebühren für die Benutzung öffentlicher Straßen mit Fahrzeugen;
23. die Schienenbahnen, die nicht Eisenbahnen des Bundes sind, mit Ausnahme der Bergbahnen;
24. die Abfallbeseitigung, die Luftreinhaltung und die Lärmbekämpfung;
25. die Staatshaftung;
26. die künstliche Befruchtung beim Menschen, die Untersuchung und die künstliche Veränderung von Erbinformationen sowie Regelungen zur Transplantation von Organen und Geweben.
<br>(2) Gesetze nach Absatz 1 Nr. 25 bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
=== Artikel 74a [Besoldung und Versorgung im öffentlichen Dienst] ===
(1) Die konkurrierende Gesetzgebung erstreckt sich ferner auf die Besoldung und Versorgung der Angehörigen des öffentlichen Dienstes, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen, soweit dem Bund nicht nach Artikel 73 Nr. 8 die ausschließliche Gesetzgebung zusteht.<br>(2) Bundesgesetze nach Absatz 1 bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.<br>(3) Der Zustimmung des Bundesrates bedürfen auch Bundesgesetze nach Artikel 73 Nr. 8, soweit sie andere Maßstäbe für den Aufbau oder die Bemessung der Besoldung und Versorgung einschließlich der Bewertung der Ämter oder andere Mindest- oder Höchstbeträge vorsehen als Bundesgesetze nach Absatz 1.<br>(4) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für die Besoldung und Versorgung der Landesrichter. Für Gesetze nach Artikel 98 Abs. 1 gilt Absatz 3 entsprechend.
=== Artikel 75 [Rahmenvorschriften des Bundes] ===
(1) Der Bund hat das Recht, unter den Voraussetzungen des Artikels 72 Rahmenvorschriften für die Gesetzgebung der Länder zu erlassen über:1. die Rechtsverhältnisse der im öffentlichen Dienste der Länder, Gemeinden und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechtes stehenden Personen, soweit Artikel 74a nichts anderes bestimmt;
1. die Rechtsverhältnisse der im öffentlichen Dienste der Länder, Gemeinden und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechtes stehenden Personen, soweit Artikel 74a nichts anderes bestimmt;
1a. die allgemeinen Grundsätze des Hochschulwesens;
2. die allgemeinen Rechtsverhältnisse der Presse;
3. das Jagdwesen, den Naturschutz und die Landschaftspflege;
4. die Bodenverteilung, die Raumordnung und den Wasserhaushalt;
5. das Melde- und Ausweiswesen;
6. den Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung ins Ausland.
Artikel 72 Abs. 3 gilt entsprechend.<br>(2) Rahmenvorschriften dürfen nur in Ausnahmefällen in Einzelheiten gehende oder unmittelbar geltende Regelungen enthalten.<br>(3) Erlässt der Bund Rahmenvorschriften, so sind die Länder verpflichtet, innerhalb einer durch das Gesetz bestimmten angemessenen Frist die erforderlichen Landesgesetze zu erlassen.
=== Artikel 76 [Gesetzesvorlagen] ===
(1) Gesetzesvorlagen werden beim Bundestage durch die Bundesregierung, aus der Mitte des Bundestages oder durch den Bundesrat eingebracht.<br>(2) Vorlagen der Bundesregierung sind zunächst dem Bundesrat zuzuleiten. Der Bundesrat ist berechtigt, innerhalb von sechs Wochen zu diesen Vorlagen Stellung zu nehmen. Verlangt er aus wichtigem Grunde, insbesondere mit Rücksicht auf den Umfang einer Vorlage, eine Fristverlängerung, so beträgt die Frist neun Wochen. Die Bundesregierung kann eine Vorlage, die sie bei der Zuleitung an den Bundesrat ausnahmsweise als besonders eilbedürftig bezeichnet hat, nach drei Wochen oder, wenn der Bundesrat ein Verlangen nach Satz 3 geäußert hat, nach sechs Wochen dem Bundestag zuleiten, auch wenn die Stellungnahme des Bundesrates noch nicht bei ihr eingegangen ist; sie hat die Stellungnahme des Bundesrates unverzüglich nach Eingang dem Bundestag nachzureichen. Bei Vorlagen zur Änderung dieses Grundgesetzes und zur Übertragung von Hoheitsrechten nach Artikel 23 oder Artikel 24 beträgt die Frist zur Stellungnahme neun Wochen; Satz 4 findet keine Anwendung.<br>(3) Vorlagen des Bundesrates sind dem Bundestag durch die Bundesregierung innerhalb von sechs Wochen zuzuleiten. Sie soll hierbei ihre Auffassung darlegen. Verlangt sie aus wichtigem Grunde, insbesondere mit Rücksicht auf den Umfang einer Vorlage, eine Fristverlängerung, so beträgt die Frist neun Wochen. Wenn der Bundesrat eine Vorlage ausnahmsweise als besonders eilbedürftig bezeichnet hat, beträgt die Frist drei Wochen oder, wenn die Bundesregierung ein Verlangen nach Satz 3 geäußert hat, sechs Wochen. Bei Vorlagen zur Änderung dieses Grundgesetzes und zur Übertragung von Hoheitsrechten nach Artikel 23 oder Artikel 24 beträgt die Frist neun Wochen; Satz 4 findet keine Anwendung. Der Bundestag hat über die Vorlagen in angemessener Frist zu beraten und Beschluß zu fassen.
=== Artikel 77 [Gang der Gesetzgebung - Vermittlungsausschuß] ===
(1) Die Bundesgesetze werden vom Bundestage beschlossen. Sie sind nach ihrer Annahme durch den Präsidenten des Bundestages unverzüglich dem Bundesrate zuzuleiten.<br>(2) Der Bundesrat kann binnen drei Wochen nach Eingang des Gesetzesbeschlusses verlangen, daß ein aus Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates für die gemeinsame Beratung von Vorlagen gebildeter Ausschuß einberufen wird. Die Zusammensetzung und das Verfahren dieses Ausschusses regelt eine Geschäftsordnung, die vom Bundestag beschlossen wird und der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Die in diesen Ausschuß entsandten Mitglieder des Bundesrates sind nicht an Weisungen gebunden. Ist zu einem Gesetze die Zustimmung des Bundesrates erforderlich, so können auch der Bundestag und die Bundesregierung die Einberufung verlangen. Schlägt der Ausschuß eine Änderung des Gesetzesbeschlusses vor, so hat der Bundestag erneut Beschluß zu fassen.<br>(2a) Soweit zu einem Gesetz die Zustimmung des Bundesrates erforderlich ist, hat der Bundesrat, wenn ein Verlangen nach Absatz 2 Satz 1 nicht gestellt oder das Vermittlungsverfahren ohne einen Vorschlag zur Änderung des Gesetzesbeschlusses beendet ist, in angemessener Frist über die Zustimmung Beschluß zu fassen.<br>(3) Soweit zu einem Gesetze die Zustimmung des Bundesrates nicht erforderlich ist, kann der Bundesrat, wenn das Verfahren nach Absatz 2 beendigt ist, gegen ein vom Bundestage beschlossenes Gesetz binnen zwei Wochen Einspruch einlegen. Die Einspruchsfrist beginnt im Falle des Absatzes 2 letzter Satz mit dem Eingange des vom Bundestage erneut gefaßten Beschlusses, in allen anderen Fällen mit dem Eingange der Mitteilung des Vorsitzenden des in Absatz 2 vorgesehenen Ausschusses, daß das Verfahren vor dem Ausschusse abgeschlossen ist.<br>(4) Wird der Einspruch mit der Mehrheit der Stimmen des Bundesrates beschlossen, so kann er durch Beschluß der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages zurückgewiesen werden. Hat der Bundesrat den Einspruch mit einer Mehrheit von mindestens zwei Dritteln seiner Stimmen beschlossen, so bedarf die Zurückweisung durch den Bundestag einer Mehrheit von zwei Dritteln, mindestens der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages.
=== Artikel 78 [Zustandekommen der Gesetze] ===
Ein vom Bundestage beschlossenes Gesetz kommt zustande, wenn der Bundesrat zustimmt, den Antrag gemäß Artikel 77 Abs. 2 nicht stellt, innerhalb der Frist des Artikels 77 Abs. 3 keinen Einspruch einlegt oder ihn zurücknimmt oder wenn der Einspruch vom Bundestage überstimmt wird.
=== Artikel 79 [Änderung des Grundgesetzes] ===
(1) Das Grundgesetz kann nur durch ein Gesetz geändert werden, das den Wortlaut des Grundgesetzes ausdrücklich ändert oder ergänzt. Bei völkerrechtlichen Verträgen, die eine Friedensregelung, die Vorbereitung einer Friedensregelung oder den Abbau einer besatzungsrechtlichen Ordnung zum Gegenstand haben oder der Verteidigung der Bundesrepublik zu dienen bestimmt sind, genügt zur Klarstellung, daß die Bestimmungen des Grundgesetzes dem Abschluß und dem Inkraftsetzen der Verträge nicht entgegenstehen, eine Ergänzung des Wortlautes des Grundgesetzes, die sich auf diese Klarstellung beschränkt.<br>(2) Ein solches Gesetz bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates.<br>(3) Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.
=== Artikel 80 [Erlaß von Rechtsverordnungen] ===
(1) Durch Gesetz können die Bundesregierung, ein Bundesminister oder die Landesregierungen ermächtigt werden, Rechtsverordnungen zu erlassen. Dabei müssen Inhalt, Zweck und Ausmaß der erteilten Ermächtigung im Gesetze bestimmt werden. Die Rechtsgrundlage ist in der Verordnung anzugeben. Ist durch Gesetz vorgesehen, daß eine Ermächtigung weiter übertragen werden kann, so bedarf es zur Übertragung der Ermächtigung einer Rechtsverordnung.<br>(2) Der Zustimmung des Bundesrates bedürfen, vorbehaltlich anderweitiger bundesgesetzlicher Regelung, Rechtsverordnungen der Bundesregierung oder eines Bundesministers über Grundsätze und Gebühren für die Benutzung der Einrichtungen des Postwesens und der Telekommunikation, über die Grundsätze der Erhebung des Entgelts für die Benutzung der Einrichtungen der Eisenbahnen des Bundes, über den Bau und Betrieb der Eisenbahnen, sowie Rechtsverordnungen auf Grund von Bundesgesetzen, die der Zustimmung des Bundesrates bedürfen oder die von den Ländern im Auftrage des Bundes oder als eigene Angelegenheit ausgeführt werden.<br>(3) Der Bundesrat kann der Bundesregierung Vorlagen für den Erlaß von Rechtsverordnungen zuleiten, die seiner Zustimmung bedürfen.<br>(4) Soweit durch Bundesgesetz oder auf Grund von Bundesgesetzen Landesregierungen ermächtigt werden, Rechtsverordnungen zu erlassen, sind die Länder zu einer Regelung auch durch Gesetz befugt.
=== Artikel 80a [Spannungsfall] ===
(1) Ist in diesem Grundgesetz oder in einem Bundesgesetz über die Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung bestimmt, daß Rechtsvorschriften nur nach Maßgabe dieses Artikels angewandt werden dürfen, so ist die Anwendung außer im Verteidigungsfalle nur zulässig, wenn der Bundestag den Eintritt des Spannungsfalles festgestellt oder wenn er der Anwendung besonders zugestimmt hat. Die Feststellung des Spannungsfalles und die besondere Zustimmung in den Fällen des Artikels 12a Abs. 5 Satz 1 und Abs. 6 Satz 2 bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen.<br>(2) Maßnahmen auf Grund von Rechtsvorschriften nach Absatz 1 sind aufzuheben, wenn der Bundestag es verlangt.<br>(3) Abweichend von Absatz 1 ist die Anwendung solcher Rechtsvorschriften auch auf der Grundlage und nach Maßgabe eines Beschlusses zulässig, der von einem internationalen Organ im Rahmen eines Bündnisvertrages mit Zustimmung der Bundesregierung gefaßt wird. Maßnahmen nach diesem Absatz sind aufzuheben, wenn der Bundestag es mit der Mehrheit seiner Mitglieder verlangt.
=== Artikel 81 [Gesetzgebungsnotstand] ===
(1) Wird im Falle des Artikels 68 der Bundestag nicht aufgelöst, so kann der Bundespräsident auf Antrag der Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates für eine Gesetzesvorlage den Gesetzgebungsnotstand erklären, wenn der Bundestag sie ablehnt, obwohl die Bundesregierung sie als dringlich bezeichnet hat. Das gleiche gilt, wenn eine Gesetzesvorlage abgelehnt worden ist, obwohl der Bundeskanzler mit ihr den Antrag des Artikels 68 verbunden hatte.<br>(2) Lehnt der Bundestag die Gesetzesvorlage nach Erklärung des Gesetzgebungsnotstandes erneut ab oder nimmt er sie in einer für die Bundesregierung als unannehmbar bezeichneten Fassung an, so gilt das Gesetz als zustande gekommen, soweit der Bundesrat ihm zustimmt. Das gleiche gilt, wenn die Vorlage vom Bundestage nicht innerhalb von vier Wochen nach der erneuten Einbringung verabschiedet wird.<br>(3) Während der Amtszeit eines Bundeskanzlers kann auch jede andere vom Bundestage abgelehnte Gesetzesvorlage innerhalb einer Frist von sechs Monaten nach der ersten Erklärung des Gesetzgebungsnotstandes gemäß Absatz 1 und 2 verabschiedet werden. Nach Ablauf der Frist ist während der Amtszeit des gleichen Bundeskanzlers eine weitere Erklärung des Gesetzgebungsnotstandes unzulässig.<br>(4) Das Grundgesetz darf durch ein Gesetz, das nach Absatz 2 zustande kommt, weder geändert, noch ganz oder teilweise außer Kraft oder außer Anwendung gesetzt werden.
=== Artikel 82 [Ausfertigung - Verkündung - Inkrafttreten] ===
(1) Die nach den Vorschriften dieses Grundgesetzes zustande gekommenen Gesetze werden vom Bundespräsidenten nach Gegenzeichnung ausgefertigt und im Bundesgesetzblatte verkündet. Rechtsverordnungen werden von der Stelle, die sie erlässt, ausgefertigt und vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung im Bundesgesetzblatte verkündet.<br>(2) Jedes Gesetz und jede Rechtsverordnung soll den Tag des Inkrafttretens bestimmen. Fehlt eine solche Bestimmung, so treten sie mit dem vierzehnten Tage nach Ablauf des Tages in Kraft, an dem das Bundesgesetzblatt ausgegeben worden ist.
=== Artikel 83 [Ausführung durch die Länder] ===
Die Länder führen die Bundesgesetze als eigene Angelegenheit aus, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt oder zulässt.
=== Artikel 84 [Landeseigene Verwaltung - Bundesaufsicht] ===
(1) Führen die Länder die Bundesgesetze als eigene Angelegenheit aus, so regeln sie die Einrichtung der Behörden und das Verwaltungsverfahren, soweit nicht Bundesgesetze mit Zustimmung des Bundesrates etwas anderes bestimmen. <br>(2) Die Bundesregierung kann mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften erlassen.<br>(3) Die Bundesregierung übt die Aufsicht darüber aus, daß die Länder die Bundesgesetze dem geltenden Rechte gemäß ausführen. Die Bundesregierung kann zu diesem Zwecke Beauftragte zu den obersten Landesbehörden entsenden, mit deren Zustimmung und, falls diese Zustimmung versagt wird, mit Zustimmung des Bundesrates auch zu den nachgeordneten Behörden.<br>(4) Werden Mängel, die die Bundesregierung bei der Ausführung der Bundesgesetze in den Ländern festgestellt hat, nicht beseitigt, so beschließt auf Antrag der Bundesregierung oder des Landes der Bundesrat, ob das Land das Recht verletzt hat. Gegen den Beschluß des Bundesrates kann das Bundesverfassungsgericht angerufen werden.<br>(5) Der Bundesregierung kann durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, zur Ausführung von Bundesgesetzen die Befugnis verliehen werden, für besondere Fälle Einzelweisungen zu erteilen. Sie sind, außer wenn die Bundesregierung den Fall für dringlich erachtet, an die obersten Landesbehörden zu richten.
=== Artikel 85 [Auftragsverwaltung] ===
(1) Führen die Länder die Bundesgesetze im Auftrage des Bundes aus, so bleibt die Einrichtung der Behörden Angelegenheit der Länder, soweit nicht Bundesgesetze mit Zustimmung des Bundesrates etwas anderes bestimmen.<br>(2) Die Bundesregierung kann mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften erlassen. Sie kann die einheitliche Ausbildung der Beamten und Angestellten regeln. Die Leiter der Mittelbehörden sind mit ihrem Einvernehmen zu bestellen.<br>(3) Die Landesbehörden unterstehen den Weisungen der zuständigen obersten Bundesbehörden. Die Weisungen sind, außer wenn die Bundesregierung es für dringlich erachtet, an die obersten Landesbehörden zu richten. Der Vollzug der Weisung ist durch die obersten Landesbehörden sicherzustellen.<br>(4) Die Bundesaufsicht erstreckt sich auf Gesetzmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der Ausführung. Die Bundesregierung kann zu diesem Zwecke Bericht und Vorlage der Akten verlangen und Beauftragte zu allen Behörden entsenden.
=== Artikel 86 [Bundeseigene Verwaltung] ===
Führt der Bund die Gesetze durch bundeseigene Verwaltung oder durch bundesunmittelbare Körperschaften oder Anstalten des öffentlichen Rechtes aus, so erlässt die Bundesregierung, soweit nicht das Gesetz Besonderes vorschreibt, die allgemeinen Verwaltungsvorschriften. Sie regelt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Einrichtung der Behörden.
=== Artikel 87 [Sachgebiete] ===
(1) In bundeseigener Verwaltung mit eigenem Verwaltungsunterbau werden geführt der Auswärtige Dienst, die Bundesfinanzverwaltung und nach Maßgabe des Artikels 89 die Verwaltung der Bundeswasserstraßen und der Schiffahrt. Durch Bundesgesetz können Bundesgrenzschutzbehörden, Zentralstellen für das polizeiliche Auskunfts- und Nachrichtenwesen, für die Kriminalpolizei und zur Sammlung von Unterlagen für Zwecke des Verfassungsschutzes und des Schutzes gegen Bestrebungen im Bundesgebiet, die durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen auswärtige Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährden, eingerichtet werden.<br>(2) Als bundesunmittelbare Körperschaften des öffentlichen Rechtes werden diejenigen sozialen Versicherungsträger geführt, deren Zuständigkeitsbereich sich über das Gebiet eines Landes hinaus erstreckt. Soziale Versicherungsträger, deren Zuständigkeitsbereich sich über das Gebiet eines Landes, aber nicht über mehr als drei Länder hinaus erstreckt, werden abweichend von Satz 1 als landesunmittelbare Körperschaften des öffentlichen Rechts geführt, wenn das aufsichtsführende Land durch die beteiligten Länder bestimmt ist.<br>(3) Außerdem können für Angelegenheiten, für die dem Bunde die Gesetzgebung zusteht, selbständige Bundesoberbehörden und neue bundesunmittelbare Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechtes durch Bundesgesetz errichtet werden. Erwachsen dem Bunde auf Gebieten, für die ihm die Gesetzgebung zusteht, neue Aufgaben, so können bei dringendem Bedarf bundeseigene Mittel- und Unterbehörden mit Zustimmung des Bundesrates und der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages errichtet werden.
=== Artikel 87a [Streitkräfte] ===
(1) Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben.<br>(2) Außer zur Verteidigung dürfen die Streitkräfte nur eingesetzt werden, soweit dieses Grundgesetz es ausdrücklich zulässt.<br>(3) Die Streitkräfte haben im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle die Befugnis, zivile Objekte zu schützen und Aufgaben der Verkehrsregelung wahrzunehmen, soweit dies zur Erfüllung ihres Verteidigungsauftrages erforderlich ist. Außerdem kann den Streitkräften im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle der Schutz ziviler Objekte auch zur Unterstützung polizeilicher Maßnahmen übertragen werden; die Streitkräfte wirken dabei mit den zuständigen Behörden zusammen.<br>(4) Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes kann die Bundesregierung, wenn die Voraussetzungen des Artikels 91 Abs. 2 vorliegen und die Polizeikräfte sowie der Bundesgrenzschutz nicht ausreichen, Streitkräfte zur Unterstützung der Polizei und des Bundesgrenzschutzes beim Schutze von zivilen Objekten und bei der Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen. Der Einsatz von Streitkräften ist einzustellen, wenn der Bundestag oder der Bundesrat es verlangen.
=== Artikel 87b [Bundeswehr- und Verteidigungsverwaltung] ===
(1) Die Bundeswehrverwaltung wird in bundeseigener Verwaltung mit eigenem Verwaltungsunterbau geführt. Sie dient den Aufgaben des Personalwesens und der unmittelbaren Deckung des Sachbedarfs der Streitkräfte. Aufgaben der Beschädigtenversorgung und des Bauwesens können der Bundeswehrverwaltung nur durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, übertragen werden. Der Zustimmung des Bundesrates bedürfen ferner Gesetze, soweit sie die Bundeswehrverwaltung zu Eingriffen in Rechte Dritter ermächtigen; das gilt nicht für Gesetze auf dem Gebiete des Personalwesens.<br>(2) Im übrigen können Bundesgesetze, die der Verteidigung einschließlich des Wehrersatzwesens und des Schutzes der Zivilbevölkerung dienen, mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, daß sie ganz oder teilweise in bundeseigener Verwaltung mit eigenem Verwaltungsunterbau oder von den Ländern im Auftrage des Bundes ausgeführt werden. Werden solche Gesetze von den Ländern im Auftrage des Bundes ausgeführt, so können sie mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, daß die der Bundesregierung und den zuständigen obersten Bundesbehörden auf Grund des Artikels 85 zustehenden Befugnisse ganz oder teilweise Bundesoberbehörden übertragen werden; dabei kann bestimmt werden, daß diese Behörden beim Erlaß allgemeiner Verwaltungsvorschriften gemäß Artikel 85 Abs. 2 Satz 1 nicht der Zustimmung des Bundesrates bedürfen.
=== Artikel 87c [Erzeugung und Nutzung der Kernenergie] ===
Gesetze, die auf Grund des Artikels 74 Nr. 11a ergehen, können mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, daß sie von den Ländern im Auftrage des Bundes ausgeführt werden.
=== Artikel 87d [Luftverkehrsverwaltung] ===
(1) Die Luftverkehrsverwaltung wird in bundeseigener Verwaltung geführt. Über die öffentlich-rechtliche oder privat-rechtliche Organisationsform wird durch Bundesgesetz entschieden.<br>(2) Durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Aufgaben der Luftverkehrsverwaltung den Ländern als Auftragsverwaltung übertragen werden.
=== Artikel 87e [Eisenbahnverkehrsverwaltung] ===
(1) Die Eisenbahnverkehrsverwaltung für Eisenbahnen des Bundes wird in bundeseigener Verwaltung geführt. Durch Bundesgesetz können Aufgaben der Eisenbahnverkehrsverwaltung den Ländern als eigene Angelegenheit übertragen werden.<br>(2) Der Bund nimmt die über den Bereich der Eisenbahnen des Bundes hinausgehenden Aufgaben der Eisenbahnverkehrsverwaltung wahr, die ihm durch Bundesgesetz übertragen werden.<br>(3) Eisenbahnen des Bundes werden als Wirtschaftsunternehmen in privat-rechtlicher Form geführt. Diese stehen im Eigentum des Bundes, soweit die Tätigkeit des Wirtschaftsunternehmens den Bau, die Unterhaltung und das Betreiben von Schienenwegen umfaßt. Die Veräußerung von Anteilen des Bundes an den Unternehmen nach Satz 2 erfolgt auf Grund eines Gesetzes; die Mehrheit der Anteile an diesen Unternehmen verbleibt beim Bund. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.<br>(4) Der Bund gewährleistet, daß dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes der Eisenbahnen des Bundes sowie bei deren Verkehrsangeboten auf diesem Schienennetz, soweit diese nicht den Schienenpersonennahverkehr betreffen, Rechnung getragen wird. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.<br>(5) Gesetze auf Grund der Absätze 1 bis 4 bedürfen der Zustimmung des Bundesrates. Der Zustimmung des Bundesrates bedürfen ferner Gesetze, die die Auflösung, die Verschmelzung und die Aufspaltung von Eisenbahnunternehmen des Bundes, die Übertragung von Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes an Dritte sowie die Stillegung von Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes regeln oder Auswirkungen auf den Schienenpersonennahverkehr haben.
=== Artikel 87f [Postwesen und Telekommunikation] ===
(1) Nach Maßgabe eines Bundesgesetzes, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, gewährleistet der Bund im Bereich des Postwesens und der Telekommunikation flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen.<br>(2) Dienstleistungen im Sinne des Absatzes 1 werden als privatwirtschaftliche Tätigkeiten durch die aus dem Sondervermögen Deutsche Bundespost hervorgegangenen Unternehmen und durch andere private Anbieter erbracht. Hoheitsaufgaben im Bereich des Postwesens und der Telekommunikation werden in bundeseigener Verwaltung ausgeführt.<br>(3) Unbeschadet des Absatzes 2 Satz 2 führt der Bund in der Rechtsform einer bundesunmittelbaren Anstalt des öffentlichen Rechts einzelne Aufgaben in bezug auf die aus dem Sondervermögen Deutsche Bundespost hervorgegangenen Unternehmen nach Maßgabe eines Bundesgesetzes aus.
=== Artikel 88 [Bundesbank - Europäische Zentralbank] ===
Der Bund errichtet eine Währungs- und Notenbank als Bundesbank. Ihre Aufgaben und Befugnisse können im Rahmen der Europäischen Union der Europäischen Zentralbank übertragen werden, die unabhängig ist und dem vorrangigen Ziel der Sicherung der Preisstabilität verpflichtet.
=== Artikel 89 [Bundeswasserstraßen - Schiffahrtverwaltung] ===
1) Der Bund ist Eigentümer der bisherigen Reichswasserstraßen..<br>(2) Der Bund verwaltet die Bundeswasserstraßen durch eigene Behörden. Er nimmt die über den Bereich eines Landes hinausgehenden staatlichen Aufgaben der Binnenschiffahrt und die Aufgaben der Seeschiffahrt wahr, die ihm durch Gesetz übertragen werden. Er kann die Verwaltung von Bundeswasserstraßen, soweit sie im Gebiete eines Landes liegen, diesem Lande auf Antrag als Auftragsverwaltung übertragen. Berührt eine Wasserstraße das Gebiet mehrerer Länder, so kann der Bund das Land beauftragen, für das die beteiligten Länder es beantragen.<br>(3) Bei der Verwaltung, dem Ausbau und dem Neubau von Wasserstraßen sind die Bedürfnisse der Landeskultur und der Wasserwirtschaft im Einvernehmen mit den Ländern zu wahren.
=== Artikel 90 [Bundesstraßen] ===
(1) Der Bund ist Eigentümer der bisherigen Reichsautobahnen und Reichsstraßen.<br>(2) Die Länder oder die nach Landesrecht zuständigen Selbstverwaltungskörperschaften verwalten die Bundesautobahnen und sonstigen Bundesstraßen des Fernverkehrs im Auftrage des Bundes.<br>(3) Auf Antrag eines Landes kann der Bund Bundesautobahnen und sonstige Bundesstraßen des Fernverkehrs, soweit sie im Gebiet dieses Landes liegen, in bundeseigene Verwaltung übernehmen.
=== Artikel 91 [Innerer Notstand] ===
(1) Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes kann ein Land Polizeikräfte anderer Länder sowie Kräfte und Einrichtungen anderer Verwaltungen und des Bundesgrenzschutzes anfordern.<br>(2) Ist das Land, in dem die Gefahr droht, nicht selbst zur Bekämpfung der Gefahr bereit oder in der Lage, so kann die Bundesregierung die Polizei in diesem Lande und die Polizeikräfte anderer Länder ihren Weisungen unterstellen sowie Einheiten des Bundesgrenzschutzes einsetzen. Die Anordnung ist nach Beseitigung der Gefahr, im übrigen jederzeit auf Verlangen des Bundesrates aufzuheben. Erstreckt sich die Gefahr auf das Gebiet mehr als eines Landes, so kann die Bundesregierung, soweit es zur wirksamen Bekämpfung erforderlich ist, den Landesregierungen Weisungen erteilen; Satz 1 und Satz 2 bleiben unberührt.
== VIIIa. Gemeinschaftsaufgaben ==
=== Artikel 91a [Mitwirkung des Bundes - Kostenverteilung] ===
(1) Der Bund wirkt auf folgenden Gebieten bei der Erfüllung von Aufgaben der Länder mit, wenn diese Aufgaben für die Gesamtheit bedeutsam sind und die Mitwirkung des Bundes zur Verbesserung der Lebensverhältnisse erforderlich ist (Gemeinschaftsaufgaben):<br>
1. Ausbau und Neubau von Hochschulen einschließlich der Hochschulkliniken,
<br>2. Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur,
<br>3. Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.
<br>(2) Durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates werden die Gemeinschaftsaufgaben näher bestimmt. Das Gesetz soll allgemeine Grundsätze für ihre Erfüllung enthalten.
<br>(3) Das Gesetz trifft Bestimmungen über das Verfahren und über Einrichtungen für eine gemeinsame Rahmenplanung. Die Aufnahme eines Vorhabens in die Rahmenplanung bedarf der Zustimmung des Landes, in dessen Gebiet es durchgeführt wird.
<br>(4) Der Bund trägt in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 und 2 die Hälfte der Ausgaben in jedem Land. In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 3 trägt der Bund mindestens die Hälfte; die Beteiligung ist für alle Länder einheitlich festzusetzen. Das Nähere regelt das Gesetz. Die Bereitstellung der Mittel bleibt der Feststellung in den Haushaltsplänen des Bundes und der Länder vorbehalten.
<br>(5) Bundesregierung und Bundesrat sind auf Verlangen über die Durchführung der Gemeinschaftsaufgaben zu unterrichten.
=== Artikel 91b [Bildungsplanung und Förderung der Forschung] ===
Bund und Länder können auf Grund von Vereinbarungen bei der Bildungsplanung und bei der Förderung von Einrichtungen und Vorhaben der wissenschaftlichen Forschung von überregionaler Bedeutung zusammenwirken. Die Aufteilung der Kosten wird in der Vereinbarung geregelt.
== IX. Die Rechtsprechung ==
=== Artikel 92 [Organe der rechtsprechenden Gewalt] ===
Die rechtsprechende Gewalt ist den Richtern anvertraut; sie wird durch das Bundesverfassungsgericht, durch die in diesem Grundgesetze vorgesehenen Bundesgerichte und durch die Gerichte der Länder ausgeübt.
=== Artikel 93 [Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts] ===
(1) Das Bundesverfassungsgericht entscheidet:
1. über die Auslegung dieses Grundgesetzes aus Anlaß von Streitigkeiten über den Umfang der Rechte und Pflichten eines obersten Bundesorgans oder anderer Beteiligter, die durch dieses Grundgesetz oder in der Geschäftsordnung eines obersten Bundesorgans mit eigenen Rechten ausgestattet sind;
2. bei Meinungsverschiedenheiten oder Zweifeln über die förmliche und sachliche Vereinbarkeit von Bundesrecht oder Landesrecht mit diesem Grundgesetze oder die Vereinbarkeit von Landesrecht mit sonstigem Bundesrechte auf Antrag der Bundesregierung, einer Landesregierung oder eines Drittels der Mitglieder des Bundestages;
2a. bei Meinungsverschiedenheiten, ob ein Gesetz den Voraussetzungen des Artikels 72 Abs. 2 entspricht, auf Antrag des Bundesrates, einer Landesregierung oder der Volksvertretung eines Landes;
3. bei Meinungsverschiedenheiten über Rechte und Pflichten des Bundes und der Länder, insbesondere bei der Ausführung von Bundesrecht durch die Länder und bei der Ausübung der Bundesaufsicht;
4. in anderen öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten zwischen dem Bunde und den Ländern, zwischen verschiedenen Ländern oder innerhalb eines Landes, soweit nicht ein anderer Rechtsweg gegeben ist;
4a. über Verfassungsbeschwerden, die von jedermann mit der Behauptung erhoben werden können, durch die öffentliche Gewalt in einem seiner Grundrechte oder in einem seiner in Artikel 20 Abs. 4, 33 , 38 , 101 , 103 und 104 enthaltenen Rechte verletzt zu sein;
4b. über Verfassungsbeschwerden von Gemeinden und Gemeindeverbänden wegen Verletzung des Rechts auf Selbstverwaltung nach Artikel 28 durch ein Gesetz, bei Landesgesetzen jedoch nur, soweit nicht Beschwerde beim Landesverfassungsgericht erhoben werden kann;
5. in den übrigen in diesem Grundgesetze vorgesehenen Fällen.
<br>(2) Das Bundesverfassungsgericht wird ferner in den ihm sonst durch Bundesgesetz zugewiesenen Fällen tätig.
=== Artikel 94 [Zusammensetzung des Bundesverfassungsgerichts] ===
(1) Das Bundesverfassungsgericht besteht aus Bundesrichtern und anderen Mitgliedern. Die Mitglieder des Bundesverfassungsgerichtes werden je zur Hälfte vom Bundestage und vom Bundesrate gewählt. Sie dürfen weder dem Bundestage, dem Bundesrate, der Bundesregierung noch entsprechenden Organen eines Landes angehören.
<br>(2) Ein Bundesgesetz regelt seine Verfassung und das Verfahren und bestimmt, in welchen Fällen seine Entscheidungen Gesetzeskraft haben. Es kann für Verfassungsbeschwerden die vorherige Erschöpfung des Rechtsweges zur Voraussetzung machen und ein besonderes Annahmeverfahren vorsehen.
=== Artikel 95 [Oberste Gerichtshöfe] ===
(1) Für die Gebiete der ordentlichen, der Verwaltungs-, der Finanz-, der Arbeits- und der Sozialgerichtsbarkeit errichtet der Bund als oberste Gerichtshöfe den Bundesgerichtshof, das Bundesverwaltungsgericht, den Bundesfinanzhof, das Bundesarbeitsgericht und das Bundessozialgericht.
<br>(2) Über die Berufung der Richter dieser Gerichte entscheidet der für das jeweilige Sachgebiet zuständige Bundesminister gemeinsam mit einem Richterwahlausschuß, der aus den für das jeweilige Sachgebiet zuständigen Ministern der Länder und einer gleichen Anzahl von Mitgliedern besteht, die vom Bundestage gewählt werden.
<br>(3) Zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung ist ein Gemeinsamer Senat der in Absatz 1 genannten Gerichte zu bilden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 96 [Bundesgerichte] ===
(1) Der Bund kann für Angelegenheiten des gewerblichen Rechtsschutzes ein Bundesgericht errichten.
<br>(2) Der Bund kann Wehrstrafgerichte für die Streitkräfte als Bundesgerichte errichten. Sie können die Strafgerichtsbarkeit nur im Verteidigungsfalle sowie über Angehörige der Streitkräfte ausüben, die in das Ausland entsandt oder an Bord von Kriegsschiffen eingeschifft sind. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz. Diese Gerichte gehören zum Geschäftsbereich des Bundesjustizministers. Ihre hauptamtlichen Richter müssen die Befähigung zum Richteramt haben.
<br>(3) Oberster Gerichtshof für die in Absatz 1 und 2 genannten Gerichte ist der Bundesgerichtshof.
<br>(4) Der Bund kann für Personen, die zu ihm in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen, Bundesgerichte zur Entscheidung in Disziplinarverfahren und Beschwerdeverfahren errichten.
<br>(5) Für Strafverfahren auf den folgenden Gebieten kann ein Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates vorsehen, dass Gerichte der Länder Gerichtsbarkeit des Bundes ausüben:
1. Völkermord
2. völkerstrafrechtliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit;
3. Kriegsverbrechen
4. andere Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören (Artikel 26 Abs.1);
5. Staatsschutz.
=== Artikel 97 [Richterliche Unabhängigkeit] ===
(1) Die Richter sind unabhängig und nur dem Gesetze unterworfen.
<br>(2) Die hauptamtlich und planmäßig endgültig angestellten Richter können wider ihren Willen nur kraft richterlicher Entscheidung und nur aus Gründen und unter den Formen, welche die Gesetze bestimmen, vor Ablauf ihrer Amtszeit entlassen oder dauernd oder zeitweise ihres Amtes enthoben oder an eine andere Stelle oder in den Ruhestand versetzt werden. Die Gesetzgebung kann Altersgrenzen festsetzen, bei deren Erreichung auf Lebenszeit angestellte Richter in den Ruhestand treten. Bei Veränderung der Einrichtung der Gerichte oder ihrer Bezirke können Richter an ein anderes Gericht versetzt oder aus dem Amte entfernt werden, jedoch nur unter Belassung des vollen Gehaltes.
=== Artikel 98 [Rechtsstellung der Richter - Richteranklage] ===
(1) Die Rechtsstellung der Bundesrichter ist durch besonderes Bundesgesetz zu regeln.
<br>(2) Wenn ein Bundesrichter im Amte oder außerhalb des Amtes gegen die Grundsätze des Grundgesetzes oder gegen die verfassungsmäßige Ordnung eines Landes verstößt, so kann das Bundesverfassungsgericht mit Zweidrittelmehrheit auf Antrag des Bundestages anordnen, daß der Richter in ein anderes Amt oder in den Ruhestand zu versetzen ist. Im Falle eines vorsätzlichen Verstoßes kann auf Entlassung erkannt werden.
<br>(3) Die Rechtsstellung der Richter in den Ländern ist durch besondere Landesgesetze zu regeln. Der Bund kann Rahmenvorschriften erlassen, soweit Artikel 74a Abs. 4 nichts anderes bestimmt.
<br>(4) Die Länder können bestimmen, daß über die Anstellung der Richter in den Ländern der Landesjustizminister gemeinsam mit einem Richterwahlausschuß entscheidet.
<br>(5) Die Länder können für Landesrichter eine Absatz 2 entsprechende Regelung treffen. Geltendes Landesverfassungsrecht bleibt unberührt. Die Entscheidung über eine Richteranklage steht dem Bundesverfassungsgericht zu.
=== Artikel 99 [Verfassungsstreit innerhalb eines Landes] ===
Dem Bundesverfassungsgerichte kann durch Landesgesetz die Entscheidung von Verfassungsstreitigkeiten innerhalb eines Landes, den in Artikel 95 Abs. 1 genannten obersten Gerichtshöfen für den letzten Rechtszug die Entscheidung in solchen Sachen zugewiesen werden, bei denen es sich um die Anwendung von Landesrecht handelt.
=== Artikel 100 [Konkrete Normenkontrolle] ===
(1) Hält ein Gericht ein Gesetz, auf dessen Gültigkeit es bei der Entscheidung ankommt, für verfassungswidrig, so ist das Verfahren auszusetzen und, wenn es sich um die Verletzung der Verfassung eines Landes handelt, die Entscheidung des für Verfassungsstreitigkeiten zuständigen Gerichtes des Landes, wenn es sich um die Verletzung dieses Grundgesetzes handelt, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes einzuholen. Dies gilt auch, wenn es sich um die Verletzung dieses Grundgesetzes durch Landesrecht oder um die Unvereinbarkeit eines Landesgesetzes mit einem Bundesgesetze handelt.
<br>(2) Ist in einem Rechtsstreit zweifelhaft, ob eine Regel des Völkerrechtes Bestandteil des Bundesrechtes ist und ob sie unmittelbar Rechte und Pflichten für den Einzelnen erzeugt (Artikel 25), so hat das Gericht die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes einzuholen.
<br>(3) Will das Verfassungsgericht eines Landes bei der Auslegung des Grundgesetzes von einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes oder des Verfassungsgerichtes eines anderen Landes abweichen, so hat das Verfassungsgericht die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes einzuholen.
=== Artikel 101 [Unzulässigkeit von Ausnahmegerichten] ===
(1) Ausnahmegerichte sind unzulässig. Niemand darf seinem gesetzlichen Richter entzogen werden.
<br>(2) Gerichte für besondere Sachgebiete können nur durch Gesetz errichtet werden.
=== Artikel 102 [Abschaffung der Todesstrafe] ===
Die Todesstrafe ist abgeschafft.
=== Artikel 103 [Grundrechte vor Gericht] ===
(1) Vor Gericht hat jedermann Anspruch auf rechtliches Gehör.
<br>(2) Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde.
<br>(3) Niemand darf wegen derselben Tat auf Grund der allgemeinen Strafgesetze mehrmals bestraft werden.
=== Artikel 104 [Freiheitsentziehung] ===
(1) Die Freiheit der Person kann nur auf Grund eines förmlichen Gesetzes und nur unter Beachtung der darin vorgeschriebenen Formen beschränkt werden. Festgehaltene Personen dürfen weder seelisch noch körperlich mißhandelt werden.
<br>(2) Über die Zulässigkeit und Fortdauer einer Freiheitsentziehung hat nur der Richter zu entscheiden. Bei jeder nicht auf richterlicher Anordnung beruhenden Freiheitsentziehung ist unverzüglich eine richterliche Entscheidung herbeizuführen. Die Polizei darf aus eigener Machtvollkommenheit niemanden länger als bis zum Ende des Tages nach dem Ergreifen in eigenem Gewahrsam halten. Das Nähere ist gesetzlich zu regeln.
<br>(3) Jeder wegen des Verdachtes einer strafbaren Handlung vorläufig Festgenommene ist spätestens am Tage nach der Festnahme dem Richter vorzuführen, der ihm die Gründe der Festnahme mitzuteilen, ihn zu vernehmen und ihm Gelegenheit zu Einwendungen zu geben hat. Der Richter hat unverzüglich entweder einen mit Gründen versehenen schriftlichen Haftbefehl zu erlassen oder die Freilassung anzuordnen.
<br>(4) Von jeder richterlichen Entscheidung über die Anordnung oder Fortdauer einer Freiheitsentziehung ist unverzüglich ein Angehöriger des Festgehaltenen oder eine Person seines Vertrauens zu benachrichtigen.
== X. Das Finanzwesen ==
=== Artikel 104a [Ausgabenverteilung - Finanzhilfe des Bundes] ===
(1) Der Bund und die Länder tragen gesondert die Ausgaben, die sich aus der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ergeben, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt.
<br>(2) Handeln die Länder im Auftrage des Bundes, trägt der Bund die sich daraus ergebenden Ausgaben.
<br>(3) Bundesgesetze, die Geldleistungen gewähren und von den Ländern ausgeführt werden, können bestimmen, daß die Geldleistungen ganz oder zum Teil vom Bund getragen werden. Bestimmt das Gesetz, daß der Bund die Hälfte der Ausgaben oder mehr trägt, wird es im Auftrage des Bundes durchgeführt. Bestimmt das Gesetz, daß die Länder ein Viertel der Ausgaben oder mehr tragen, so bedarf es der Zustimmung des Bundesrates.
<br>(4) Der Bund kann den Ländern Finanzhilfen für besonders bedeutsame Investitionen der Länder und Gemeinden <br>(Gemeindeverbände) gewähren, die zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts oder zum Ausgleich unterschiedlicher Wirtschaftskraft im Bundesgebiet oder zur Förderung des wirtschaftlichen Wachstums erforderlich sind. Das Nähere, insbesondere die Arten der zu fördernden Investitionen, wird durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, oder auf Grund des Bundeshaushaltsgesetzes durch Verwaltungsvereinbarung geregelt.
<br>(5) Der Bund und die Länder tragen die bei ihren Behörden entstehenden Verwaltungsausgaben und haften im Verhältnis zueinander für eine ordnungsmäßige Verwaltung. Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 105 [Zuständigkeitsverteilung in der Steuergesetzgebung] ===
(1) Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebung über die Zölle und Finanzmonopole.
<br>(2) Der Bund hat die konkurrierende Gesetzgebung über die übrigen Steuern, wenn ihm das Aufkommen dieser Steuern ganz oder zum Teil zusteht oder die Voraussetzungen des Artikels 72 Abs. 2 vorliegen.
<br>(2a) Die Länder haben die Befugnis zur Gesetzgebung über die örtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern, solange und soweit sie nicht bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig sind.
<br>(3) Bundesgesetze über Steuern, deren Aufkommen den Ländern oder den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) ganz oder zum Teil zufließt, bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
=== Artikel 106 [Verteilung des Steueraufkommens und des Ertrages der Finanzmonopole] ===
(1) Der Ertrag der Finanzmonopole und das Aufkommen der folgenden Steuern stehen dem Bund zu:
1. die Zölle,
2. die Verbrauchsteuern, soweit sie nicht nach Absatz 2 den Ländern, nach Absatz 3 Bund und Ländern gemeinsam oder nach Absatz 6 den Gemeinden zustehen,
3. die Straßengüterverkehrsteuer,
4. die Kapitalverkehrsteuern, die Versicherungsteuer und die Wechselsteuer,
5. die einmaligen Vermögensabgaben und die zur Durchführung des Lastenausgleichs erhobenen Ausgleichsabgaben,
6. die Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer und zur Körperschaftsteuer,
7. Abgaben im Rahmen der Europäischen Gemeinschaften.
<br>(2) Das Aufkommen der folgenden Steuern steht den Ländern zu:
1. die Vermögensteuer,
2. die Erbschaftsteuer,
3. die Kraftfahrzeugsteuer,
4. die Verkehrsteuern, soweit sie nicht nach Absatz 1 dem Bund oder nach Absatz 3 Bund und Ländern gemeinsam zustehen,
5. die Biersteuer,
6. die Abgabe von Spielbanken.
<br>(3) Das Aufkommen der Einkommensteuer, der Körperschaftsteuer und der Umsatzsteuer steht dem Bund und den Ländern gemeinsam zu <br>(Gemeinschaftsteuern), soweit das Aufkommen der Einkommensteuer nicht nach Absatz 5 und das Aufkommen der Umsatzsteuer nicht nach Absatz 5a den Gemeinden zugewiesen wird. Am Aufkommen der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer sind der Bund und die Länder je zur Hälfte beteiligt. Die Anteile von Bund und Ländern an der Umsatzsteuer werden durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, festgesetzt. Bei der Festsetzung ist von folgenden Grundsätzen auszugehen:
1. Im Rahmen der laufenden Einnahmen haben der Bund und die Länder gleichmäßig Anspruch auf Deckung ihrer notwendigen Ausgaben. Dabei ist der Umfang der Ausgaben unter Berücksichtigung einer mehrjährigen Finanzplanung zu ermitteln.
2. Die Deckungsbedürfnisse des Bundes und der Länder sind so aufeinander abzustimmen, daß ein billiger Ausgleich erzielt, eine Überbelastung der Steuerpflichtigen vermieden und die Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet gewahrt wird.
Zusätzlich werden in die Festsetzung der Anteile von Bund und Ländern an der Umsatzsteuer Steuermindereinnahmen einbezogen, die den Ländern ab 1. Januar 1996 aus der Berücksichtigung von Kindern im Einkommensteuerrecht entstehen. Das Nähere bestimmt das Bundesgesetz nach Satz 3.
<br>(4) Die Anteile von Bund und Ländern an der Umsatzsteuer sind neu festzusetzen, wenn sich das Verhältnis zwischen den Einnahmen und Ausgaben des Bundes und der Länder wesentlich anders entwickelt; Steuermindereinnahmen, die nach Absatz 3 Satz 5 in die Festsetzung der Umsatzsteueranteile zusätzlich einbezogen werden, bleiben hierbei unberücksichtigt. Werden den Ländern durch Bundesgesetz zusätzliche Ausgaben auferlegt oder Einnahmen entzogen, so kann die Mehrbelastung durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, auch mit Finanzzuweisungen des Bundes ausgeglichen werden, wenn sie auf einen kurzen Zeitraum begrenzt ist. In dem Gesetz sind die Grundsätze für die Bemessung dieser Finanzzuweisungen und für ihre Verteilung auf die Länder zu bestimmen.
<br>(5) Die Gemeinden erhalten einen Anteil an dem Aufkommen der Einkommensteuer, der von den Ländern an ihre Gemeinden auf der Grundlage der Einkommensteuerleistungen ihrer Einwohner weiterzuleiten ist. Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Es kann bestimmen, daß die Gemeinden Hebesätze für den Gemeindeanteil festsetzen.
<br>(5a) Die Gemeinden erhalten ab dem 1. Januar 1998 einen Anteil an dem Aufkommen der Umsatzsteuer. Er wird von den Ländern auf der Grundlage eines orts- und wirtschaftsbezogenen Schlüssels an ihre Gemeinden weitergeleitet. Das Nähere wird durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt.
<br>(6) Das Aufkommen der Grundsteuer und Gewerbesteuer steht den Gemeinden, das Aufkommen der örtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern steht den Gemeinden oder nach Maßgabe der Landesgesetzgebung den Gemeindeverbänden zu. Den Gemeinden ist das Recht einzuräumen, die Hebesätze der Grundsteuer und Gewerbesteuer im Rahmen der Gesetze festzusetzen. Bestehen in einem Land keine Gemeinden, so steht das Aufkommen der Grundsteuer und Gewerbesteuer sowie der örtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern dem Land zu. Bund und Länder können durch eine Umlage an dem Aufkommen der Gewerbesteuer beteiligt werden. Das Nähere über die Umlage bestimmt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Nach Maßgabe der Landesgesetzgebung können die Grundsteuer und Gewerbesteuer sowie der Gemeindeanteil vom Aufkommen der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer als Bemessungsgrundlagen für Umlagen zugrunde gelegt werden.
<br>(7) Von dem Länderanteil am Gesamtaufkommen der Gemeinschaftsteuern fließt den Gemeinden und Gemeindeverbänden insgesamt ein von der Landesgesetzgebung zu bestimmender Hundertsatz zu. Im übrigen bestimmt die Landesgesetzgebung, ob und inwieweit das Aufkommen der Landessteuern den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) zufließt.
<br>(8) Veranlaßt der Bund in einzelnen Ländern oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) besondere Einrichtungen, die diesen Ländern oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) unmittelbar Mehrausgaben oder Mindereinnahmen <br>(Sonderbelastungen) verursachen, gewährt der Bund den erforderlichen Ausgleich, wenn und soweit den Ländern oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) nicht zugemutet werden kann, die Sonderbelastungen zu tragen. Entschädigungsleistungen Dritter und finanzielle Vorteile, die diesen Ländern oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) als Folge der Einrichtungen erwachsen, werden bei dem Ausgleich berücksichtigt.
<br>(9) Als Einnahmen und Ausgaben der Länder im Sinne dieses Artikels gelten auch die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinden <br>(Gemeindeverbände).
=== Artikel 106a [Steueranteil für öffentlichen Personennahverkehr] ===
Den Ländern steht ab 1. Januar 1996 für den öffentlichen Personennahverkehr ein Betrag aus dem Steueraufkommen des Bundes zu. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Der Betrag nach Satz 1 bleibt bei der Bemessung der Finanzkraft nach Artikel 107 Abs. 2 unberücksichtigt.
=== Artikel 107 [Finanzausgleich] ===
(1) Das Aufkommen der Landessteuern und der Länderanteil am Aufkommen der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer stehen den einzelnen Ländern insoweit zu, als die Steuern von den Finanzbehörden in ihrem Gebiet vereinnahmt werden <br>(örtliches Aufkommen). Durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, sind für die Körperschaftsteuer und die Lohnsteuer nähere Bestimmungen über die Abgrenzung sowie über Art und Umfang der Zerlegung des örtlichen Aufkommens zu treffen. Das Gesetz kann auch Bestimmungen über die Abgrenzung und Zerlegung des örtlichen Aufkommens anderer Steuern treffen. Der Länderanteil am Aufkommen der Umsatzsteuer steht den einzelnen Ländern nach Maßgabe ihrer Einwohnerzahl zu; für einen Teil, höchstens jedoch für ein Viertel dieses Länderanteils, können durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, Ergänzungsanteile für die Länder vorgesehen werden, deren Einnahmen aus den Landessteuern und aus der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer je Einwohner unter dem Durchschnitt der Länder liegen.
<br>(2) Durch das Gesetz ist sicherzustellen, daß die unterschiedliche Finanzkraft der Länder angemessen ausgeglichen wird; hierbei sind die Finanzkraft und der Finanzbedarf der Gemeinden <br>(Gemeindeverbände) zu berücksichtigen. Die Voraussetzungen für die Ausgleichsansprüche der ausgleichsberechtigten Länder und für die Ausgleichsverbindlichkeiten der ausgleichspflichtigen Länder sowie die Maßstäbe für die Höhe der Ausgleichsleistungen sind in dem Gesetz zu bestimmen. Es kann auch bestimmen, daß der Bund aus seinen Mitteln leistungsschwachen Ländern Zuweisungen zur ergänzenden Deckung ihres allgemeinen Finanzbedarfs <br>(Ergänzungszuweisungen) gewährt.
=== Artikel 108 [Bundes- und Landesfinanzverwaltung - Finanzgerichtsbarkeit] ===
(1) Zölle, Finanzmonopole, die bundesgesetzlich geregelten Verbrauchsteuern einschließlich der Einfuhrumsatzsteuer und die Abgaben im Rahmen der Europäischen Gemeinschaften werden durch Bundesfinanzbehörden verwaltet. Der Aufbau dieser Behörden wird durch Bundesgesetz geregelt. Soweit Mittelbehörden eingerichtet sind, werden deren Leiter im Benehmen mit den Landesregierungen bestellt.
<br>(2) Die übrigen Steuern werden durch Landesfinanzbehörden verwaltet. Der Aufbau dieser Behörden und die einheitliche Ausbildung der Beamten können durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates geregelt werden. Soweit Mittelbehörden eingerichtet sind, werden deren Leiter im Einvernehmen mit der Bundesregierung bestellt.
<br>(3) Verwalten die Landesfinanzbehörden Steuern, die ganz oder zum Teil dem Bund zufließen, so werden sie im Auftrage des Bundes tätig. Artikel 85 Abs. 3 und 4 gilt mit der Maßgabe, daß an die Stelle der Bundesregierung der Bundesminister der Finanzen tritt.
<br>(4) Durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, kann bei der Verwaltung von Steuern ein Zusammenwirken von Bundes- und Landesfinanzbehörden sowie für Steuern, die unter Absatz 1 fallen, die Verwaltung durch Landesfinanzbehörden und für andere Steuern die Verwaltung durch Bundesfinanzbehörden vorgesehen werden, wenn und soweit dadurch der Vollzug der Steuergesetze erheblich verbessert oder erleichtert wird. Für die den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) allein zufließenden Steuern kann die den Landesfinanzbehörden zustehende Verwaltung durch die Länder ganz oder zum Teil den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) übertragen werden.
<br>(5) Das von den Bundesfinanzbehörden anzuwendende Verfahren wird durch Bundesgesetz geregelt. Das von den Landesfinanzbehörden und in den Fällen des Absatzes 4 Satz 2 von den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) anzuwendende Verfahren kann durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates geregelt werden.
<br>(6) Die Finanzgerichtsbarkeit wird durch Bundesgesetz einheitlich geregelt.
<br>(7) Die Bundesregierung kann allgemeine Verwaltungsvorschriften erlassen, und zwar mit Zustimmung des Bundesrates, soweit die Verwaltung den Landesfinanzbehörden oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) obliegt.
=== Artikel 109 [Haushaltswirtschaft in Bund und Ländern] ===
(1) Bund und Länder sind in ihrer Haushaltswirtschaft selbständig und voneinander
unabhängig.
<br>(2) Bund und Länder haben bei ihrer Haushaltswirtschaft den Erfordernissen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts Rechnung zu tragen.
<br>(3) Durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können für Bund und Länder gemeinsam geltende Grundsätze für das Haushaltsrecht, für eine konjunkturgerechte Haushaltswirtschaft und für eine mehrjährige Finanzplanung aufgestellt werden.
<br>(4) Zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts können durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, Vorschriften über
1. Höchstbeträge, Bedingungen und Zeitfolge der Aufnahme von Krediten durch Gebietskörperschaften und Zweckverbände und
2. eine Verpflichtung von Bund und Ländern, unverzinsliche Guthaben bei der Deutschen Bundesbank zu unterhalten <br>(Konjunkturausgleichsrücklagen),
erlassen werden. Ermächtigungen zum Erlaß von Rechtsverordnungen können nur der Bundesregierung erteilt werden. Die Rechtsverordnungen bedürfen der Zustimmung des Bundesrates. Sie sind aufzuheben, soweit der Bundestag es verlangt; das Nähere bestimmt das Bundesgesetz.
=== Artikel 110 [Haushaltsplan] ===
(1) Alle Einnahmen und Ausgaben des Bundes sind in den Haushaltsplan einzustellen; bei Bundesbetrieben und bei Sondervermögen brauchen nur die Zuführungen oder die Ablieferungen eingestellt zu werden. Der Haushaltsplan ist in Einnahme und Ausgabe auszugleichen.
<br>(2) Der Haushaltsplan wird für ein oder mehrere Rechnungsjahre, nach Jahren getrennt, vor Beginn des ersten Rechnungsjahres durch das Haushaltsgesetz festgestellt. Für Teile des Haushaltsplanes kann vorgesehen werden, daß sie für unterschiedliche Zeiträume, nach Rechnungsjahren getrennt, gelten.
<br>(3) Die Gesetzesvorlage nach Absatz 2 Satz 1 sowie Vorlagen zur Änderung des Haushaltsgesetzes und des Haushaltsplanes werden gleichzeitig mit der Zuleitung an den Bundesrat beim Bundestage eingebracht; der Bundesrat ist berechtigt, innerhalb von sechs Wochen, bei Änderungsvorlagen innerhalb von drei Wochen, zu den Vorlagen Stellung zu nehmen.
<br>(4) In das Haushaltsgesetz dürfen nur Vorschriften aufgenommen werden, die sich auf die Einnahmen und die Ausgaben des Bundes und auf den Zeitraum beziehen, für den das Haushaltsgesetz beschlossen wird. Das Haushaltsgesetz kann vorschreiben, daß die Vorschriften erst mit der Verkündung des nächsten Haushaltsgesetzes oder bei Ermächtigung nach Artikel 115 zu einem späteren Zeitpunkt außer Kraft treten.
=== Artikel 111 [Haushaltsvorgriff] ===
(1) Ist bis zum Schluß eines Rechnungsjahres der Haushaltsplan für das folgende Jahr nicht durch Gesetz festgestellt, so ist bis zu seinem Inkrafttreten die Bundesregierung ermächtigt, alle Ausgaben zu leisten, die nötig sind,
a) um gesetzlich bestehende Einrichtungen zu erhalten und gesetzlich beschlossene Maßnahmen durchzuführen,
b) um die rechtlich begründeten Verpflichtungen des Bundes zu erfüllen,
c) um Bauten, Beschaffungen und sonstige Leistungen fortzusetzen oder Beihilfen für diese Zwecke weiter zu gewähren, sofern durch den Haushaltsplan eines Vorjahres bereits Beträge bewilligt worden sind.
<br>(2) Soweit nicht auf besonderem Gesetz beruhende Einnahmen aus Steuern, Abgaben und sonstigen Quellen oder die Betriebsmittelrücklage die Ausgaben unter Absatz 1 decken, darf die Bundesregierung die zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftsführung erforderlichen Mittel bis zur Höhe eines Viertels der Endsumme des abgelaufenen Haushaltsplanes im Wege des Kredits flüssig machen.
=== Artikel 112 [Überplanmäßige und außerplanmäßige Ausgaben] ===
Überplanmäßige und außerplanmäßige Ausgaben bedürfen der Zustimmung des Bundesministers der Finanzen. Sie darf nur im Falle eines unvorhergesehenen und unabweisbaren Bedürfnisses erteilt werden. Näheres kann durch Bundesgesetz bestimmt werden.
=== Artikel 113 [Erhöhung der Ausgaben] ===
(1) Gesetze, welche die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Ausgaben des Haushaltsplanes erhöhen oder neue Ausgaben in sich schließen oder für die Zukunft mit sich bringen, bedürfen der Zustimmung der Bundesregierung. Das gleiche gilt für Gesetze, die Einnahmeminderungen in sich schließen oder für die Zukunft mit sich bringen. Die Bundesregierung kann verlangen, daß der Bundestag die Beschlußfassung über solche Gesetze aussetzt. In diesem Fall hat die Bundesregierung innerhalb von sechs Wochen dem Bundestage eine Stellungnahme zuzuleiten.
<br>(2) Die Bundesregierung kann innerhalb von vier Wochen, nachdem der Bundestag das Gesetz beschlossen hat, verlangen, daß der Bundestag erneut Beschluß faßt.
<br>(3) Ist das Gesetz nach Artikel 78 zustande gekommen, kann die Bundesregierung ihre Zustimmung nur innerhalb von sechs Wochen und nur dann versagen, wenn sie vorher das Verfahren nach Absatz 1 Satz 3 und 4 oder nach Absatz 2 eingeleitet hat. Nach Ablauf dieser Frist gilt die Zustimmung als erteilt.
=== Artikel 114 [Rechnungslegung - Rechnungsprüfung] ===
(1) Der Bundesminister der Finanzen hat dem Bundestage und dem Bundesrate über alle Einnahmen und Ausgaben sowie über das Vermögen und die Schulden im Laufe des nächsten Rechnungsjahres zur Entlastung der Bundesregierung Rechnung zu legen.
<br>(2) Der Bundesrechnungshof, dessen Mitglieder richterliche Unabhängigkeit besitzen, prüft die Rechnung sowie die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Haushalts- und Wirtschaftsführung. Er hat außer der Bundesregierung unmittelbar dem Bundestage und dem Bundesrate jährlich zu berichten. Im übrigen werden die Befugnisse des Bundesrechnungshofes durch Bundesgesetz geregelt.
=== Artikel 115 [Grenzen der Kreditaufnahme] ===
(1) Die Aufnahme von Krediten sowie die Übernahme von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Gewährleistungen, die zu Ausgaben in künftigen Rechnungsjahren führen können, bedürfen einer der Höhe nach bestimmten oder bestimmbaren Ermächtigung durch Bundesgesetz. Die Einnahmen aus Krediten dürfen die Summe der im Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten; Ausnahmen sind nur zulässig zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.
<br>(2) Für Sondervermögen des Bundes können durch Bundesgesetz Ausnahmen von Absatz 1 zugelassen werden.
== Xa. Verteidigungsfall ==
=== Artikel 115a [Feststellung des Verteidigungsfalls] ===
(1) Die Feststellung, daß das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht <br>(Verteidigungsfall), trifft der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates. Die Feststellung erfolgt auf Antrag der Bundesregierung und bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, mindestens der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages.
<br>(2) Erfordert die Lage unabweisbar ein sofortiges Handeln und stehen einem rechtzeitigen Zusammentritt des Bundestages unüberwindliche Hindernisse entgegen oder ist er nicht beschlußfähig, so trifft der Gemeinsame Ausschuß diese Feststellung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, mindestens der Mehrheit seiner Mitglieder.
<br>(3) Die Feststellung wird vom Bundespräsidenten gemäß Artikel 82 im Bundesgesetzblatte verkündet. Ist dies nicht rechtzeitig möglich, so erfolgt die Verkündung in anderer Weise; sie ist im Bundesgesetzblatte nachzuholen, sobald die Umstände es zulassen.
<br>(4) Wird das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen und sind die zuständigen Bundesorgane außerstande, sofort die Feststellung nach Absatz 1 Satz 1 zu treffen, so gilt diese Feststellung als getroffen und als zu dem Zeitpunkt verkündet, in dem der Angriff begonnen hat. Der Bundespräsident gibt diesen Zeitpunkt bekannt, sobald die Umstände es zulassen.
<br>(5) Ist die Feststellung des Verteidigungsfalles verkündet und wird das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen, so kann der Bundespräsident völkerrechtliche Erklärungen über das Bestehen des Verteidigungsfalles mit Zustimmung des Bundestages abgeben. Unter den Voraussetzungen des Absatzes 2 tritt an die Stelle des Bundestages der Gemeinsame Ausschuß.
=== Artikel 115b [Kommandogewalt des Bundeskanzlers] ===
Mit der Verkündung des Verteidigungsfalles geht die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte auf den Bundeskanzler über.
=== Artikel 115c [Erweiterung der Gesetzgebungskompetenz des Bundes] ===
(1) Der Bund hat für den Verteidigungsfall das Recht der konkurrierenden Gesetzgebung auch auf den Sachgebieten, die zur Gesetzgebungszuständigkeit der Länder gehören. Diese Gesetze bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
<br>(2) Soweit es die Verhältnisse während des Verteidigungsfalles erfordern, kann durch Bundesgesetz für den Verteidigungsfall
1. bei Enteignungen abweichend von Artikel 14 Abs. 3 Satz 2 die Entschädigung vorläufig geregelt werden,
2. für Freiheitsentziehungen eine von Artikel 104 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3 Satz 1 abweichende Frist, höchstens jedoch eine solche von vier Tagen, für den Fall festgesetzt werden, daß ein Richter nicht innerhalb der für Normalzeiten geltenden Frist tätig werden konnte.
<br>(3) Soweit es zur Abwehr eines gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden Angriffs erforderlich ist, kann für den Verteidigungsfall durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates die Verwaltung und das Finanzwesen des Bundes und der Länder abweichend von den Abschnitten VIII, VIII a und X geregelt werden, wobei die Lebensfähigkeit der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht, zu wahren ist.
<br>(4) Bundesgesetze nach den Absätzen 1 und 2 Nr. 1 dürfen zur Vorbereitung ihres Vollzuges schon vor Eintritt des Verteidigungsfalles angewandt werden.
=== Artikel 115d [Dringliche Gesetzesvorlagen] ===
(1) Für die Gesetzgebung des Bundes gilt im Verteidigungsfalle abweichend von Artikel 76 Abs. 2, Artikel 77 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 bis 4, Artikel 78 und Artikel 82 Abs. 1 die Regelung der Absätze 2 und 3.
<br>(2) Gesetzesvorlagen der Bundesregierung, die sie als dringlich bezeichnet, sind gleichzeitig mit der Einbringung beim Bundestage dem Bundesrate zuzuleiten. Bundestag und Bundesrat beraten diese Vorlagen unverzüglich gemeinsam. Soweit zu einem Gesetze die Zustimmung des Bundesrates erforderlich ist, bedarf es zum Zustandekommen des Gesetzes der Zustimmung der Mehrheit seiner Stimmen. Das Nähere regelt eine Geschäftsordnung, die vom Bundestage beschlossen wird und der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
<br>(3) Für die Verkündung der Gesetze gilt Artikel 115a Abs. 3 Satz 2 entsprechend.
=== Artikel 115e [Gemeinsamer Ausschuß] ===
(1) Stellt der Gemeinsame Ausschuß im Verteidigungsfalle mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, mindestens mit der Mehrheit seiner Mitglieder fest, daß dem rechtzeitigen Zusammentritt des Bundestages unüberwindliche Hindernisse entgegenstehen oder daß dieser nicht beschlußfähig ist, so hat der Gemeinsame Ausschuß die Stellung von Bundestag und Bundesrat und nimmt deren Rechte einheitlich wahr.
<br>(2) Durch ein Gesetz des Gemeinsamen Ausschusses darf das Grundgesetz weder geändert noch ganz oder teilweise außer Kraft oder außer Anwendung gesetzt werden. Zum Erlaß von Gesetzen nach Artikel 23 Abs. 1 Satz 2, Artikel 24 Abs. 1 oder Artikel 29 ist der Gemeinsame Ausschuß nicht befugt.
=== Artikel 115f [Einsatz des Bundesgrenzschutzes - Erweiterte Weisungsbefugnis] ===
(1) Die Bundesregierung kann im Verteidigungsfalle, soweit es die Verhältnisse erfordern,
1. den Bundesgrenzschutz im gesamten Bundesgebiete einsetzen;
2. außer der Bundesverwaltung auch den Landesregierungen und, wenn sie es für dringlich erachtet, den Landesbehörden Weisungen erteilen und diese Befugnis auf von ihr zu bestimmende Mitglieder der Landesregierungen übertragen.
<br>(2) Bundestag, Bundesrat und der Gemeinsame Ausschuß sind unverzüglich von den nach Absatz 1 getroffenen Maßnahmen zu unterrichten.
=== Artikel 115g [Bundesverfassungsgericht] ===
Die verfassungsmäßige Stellung und die Erfüllung der verfassungsmäßigen Aufgaben des Bundesverfassungsgerichtes und seiner Richter dürfen nicht beeinträchtigt werden. Das Gesetz über das Bundesverfassungsgericht darf durch ein Gesetz des Gemeinsamen Ausschusses nur insoweit geändert werden, als dies auch nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichtes zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gerichtes erforderlich ist. Bis zum Erlaß eines solchen Gesetzes kann das Bundesverfassungsgericht die zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit des Gerichtes erforderlichen Maßnahmen treffen. Beschlüsse nach Satz 2 und Satz 3 faßt das Bundesverfassungsgericht mit der Mehrheit der anwesenden Richter.
=== Artikel 115h [Ablaufende Wahlperioden und Amtszeiten] ===
(1) Während des Verteidigungsfalles ablaufende Wahlperioden des Bundestages oder der Volksvertretungen der Länder enden sechs Monate nach Beendigung des Verteidigungsfalles. Die im Verteidigungsfalle ablaufende Amtszeit des Bundespräsidenten sowie bei vorzeitiger Erledigung seines Amtes die Wahrnehmung seiner Befugnisse durch den Präsidenten des Bundesrates enden neun Monate nach Beendigung des Verteidigungsfalles. Die im Verteidigungsfalle ablaufende Amtszeit eines Mitgliedes des Bundesverfassungsgerichtes endet sechs Monate nach Beendigung des Verteidigungsfalles.
<br>(2) Wird eine Neuwahl des Bundeskanzlers durch den Gemeinsamen Ausschuß erforderlich, so wählt dieser einen neuen Bundeskanzler mit der Mehrheit seiner Mitglieder; der Bundespräsident macht dem Gemeinsamen Ausschuß einen Vorschlag. Der Gemeinsame Ausschuß kann dem Bundeskanzler das Mißtrauen nur dadurch aussprechen, daß er mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt.
<br>(3) Für die Dauer des Verteidigungsfalles ist die Auflösung des Bundestages ausgeschlossen.
=== Artikel 115i [Maßnahmenbefugnis der Landesregierungen] ===
(1) Sind die zuständigen Bundesorgane außerstande, die notwendigen Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr zu treffen, und erfordert die Lage unabweisbar ein sofortiges selbständiges Handeln in einzelnen Teilen des Bundesgebietes, so sind die Landesregierungen oder die von ihnen bestimmten Behörden oder Beauftragten befugt, für ihren Zuständigkeitsbereich Maßnahmen im Sinne des Artikels 115f Abs. 1 zu treffen.
<br>(2) Maßnahmen nach Absatz 1 können durch die Bundesregierung, im Verhältnis zu Landesbehörden und nachgeordneten Bundesbehörden auch durch die Ministerpräsidenten der Länder, jederzeit aufgehoben werden.
=== Artikel 115k [Rang und Geltungsdauer von Notstandsbestimmungen] ===
(1) Für die Dauer ihrer Anwendbarkeit setzen Gesetze nach den Artikeln 115c , 115e und 115g und Rechtsverordnungen, die auf Grund solcher Gesetze ergehen, entgegenstehendes Recht außer Anwendung. Dies gilt nicht gegenüber früherem Recht, das auf Grund der Artikel 115c , 115e und 115g erlassen worden ist.
<br>(2) Gesetze, die der Gemeinsame Ausschuß beschlossen hat, und Rechtsverordnungen, die auf Grund solcher Gesetze ergangen sind, treten spätestens sechs Monate nach Beendigung des Verteidigungsfalles außer Kraft.
<br>(3) Gesetze, die von den Artikeln 91a , 91b , 104a , 106 und 107 abweichende Regelungen enthalten, gelten längstens bis zum Ende des zweiten Rechnungsjahres, das auf die Beendigung des Verteidigungsfalles folgt. Sie können nach Beendigung des Verteidigungsfalles durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates geändert werden, um zu der Regelung gemäß den Abschnitten VIII a und X überzuleiten.
=== Artikel 115l [Aufhebung außerordentlicher Maßnahmen - Friedensschluß] ===
(1) Der Bundestag kann jederzeit mit Zustimmung des Bundesrates Gesetze des Gemeinsamen Ausschusses aufheben. Der Bundesrat kann verlangen, daß der Bundestag hierüber beschließt. Sonstige zur Abwehr der Gefahr getroffene Maßnahmen des Gemeinsamen Ausschusses oder der Bundesregierung sind aufzuheben, wenn der Bundestag und der Bundesrat es beschließen.
<br>(2) Der Bundestag kann mit Zustimmung des Bundesrates jederzeit durch einen vom Bundespräsidenten zu verkündenden Beschluß den Verteidigungsfall für beendet erklären. Der Bundesrat kann verlangen, daß der Bundestag hierüber beschließt. Der Verteidigungsfall ist unverzüglich für beendet zu erklären, wenn die Voraussetzungen für seine Feststellung nicht mehr gegeben sind.
<br>(3) Über den Friedensschluß wird durch Bundesgesetz entschieden.
== XI. Übergangs- und Schlußbestimmungen ==
=== Artikel 116 [Begriff "Deutscher" - Wiedereinbürgerung] ===
(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat.
<br>(2) Frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist, und ihre Abkömmlinge sind auf Antrag wieder einzubürgern. Sie gelten als nicht ausgebürgert, sofern sie nach dem 8. Mai 1945 ihren Wohnsitz in Deutschland genommen haben und nicht einen entgegengesetzten Willen zum Ausdruck gebracht haben.
=== Artikel 117 [Aussetzung des Inkrafttretens zweier Grundrechte] ===
(1) Das dem Artikel 3 Abs. 2 entgegenstehende Recht bleibt bis zu seiner Anpassung an diese Bestimmung des Grundgesetzes in Kraft, jedoch nicht länger als bis zum 31. März 1953.
<br>(2) Gesetze, die das Recht der Freizügigkeit mit Rücksicht auf die gegenwärtige Raumnot einschränken, bleiben bis zu ihrer Aufhebung durch Bundesgesetz in Kraft.
=== Artikel 118 [Neugliederung von Baden und Württemberg] ===
Die Neugliederung in dem die Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern umfassenden Gebiete kann abweichend von den Vorschriften des Artikels 29 durch Vereinbarung der beteiligten Länder erfolgen. Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, so wird die Neugliederung durch Bundesgesetz geregelt, das eine Volksbefragung vorsehen muß.
=== Artikel 118a [Neugliederung von Berlin und Brandenburg] ===
Die Neugliederung in dem die Länder Berlin und Brandenburg umfassenden Gebiet kann abweichend von den Vorschriften des Artikels 29 unter Beteiligung ihrer Wahlberechtigten durch Vereinbarung beider Länder erfolgen.
=== Artikel 119 [Flüchtlinge und Vertriebene] ===
In Angelegenheiten der Flüchtlinge und Vertriebenen, insbesondere zu ihrer Verteilung auf die Länder, kann bis zu einer bundesgesetzlichen Regelung die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates Verordnungen mit Gesetzeskraft erlassen. Für besondere Fälle kann dabei die Bundesregierung ermächtigt werden, Einzelweisungen zu erteilen. Die Weisungen sind außer bei Gefahr im Verzuge an die obersten Landesbehörden zu richten.
=== Artikel 120 [Besatzungskosten - Kriegsfolgelasten] ===
(1) Der Bund trägt die Aufwendungen für Besatzungskosten und die sonstigen inneren und äußeren Kriegsfolgelasten nach näherer Bestimmung von Bundesgesetzen. Soweit diese Kriegsfolgelasten bis zum 1. Oktober 1969 durch Bundesgesetze geregelt worden sind, tragen Bund und Länder im Verhältnis zueinander die Aufwendungen nach Maßgabe dieser Bundesgesetze. Soweit Aufwendungen für Kriegsfolgelasten, die in Bundesgesetzen weder geregelt worden sind noch geregelt werden, bis zum 1. Oktober 1965 von den Ländern, Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) oder sonstigen Aufgabenträgern, die Aufgaben von Ländern oder Gemeinden erfüllen, erbracht worden sind, ist der Bund zur Übernahme von Aufwendungen dieser Art auch nach diesem Zeitpunkt nicht verpflichtet. Der Bund trägt die Zuschüsse zu den Lasten der Sozialversicherung mit Einschluß der Arbeitslosenversicherung und der Arbeitslosenhilfe. Die durch diesen Absatz geregelte Verteilung der Kriegsfolgelasten auf Bund und Länder lässt die gesetzliche Regelung von Entschädigungsansprüchen für Kriegsfolgen unberührt.
<br>(2) Die Einnahmen gehen auf den Bund zu demselben Zeitpunkte über, an dem der Bund die Ausgaben übernimmt.
=== Artikel 120a [Lastenausgleich] ===
(1) Die Gesetze, die der Durchführung des Lastenausgleichs dienen, können mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, daß sie auf dem Gebiete der Ausgleichsleistungen teils durch den Bund, teils im Auftrage des Bundes durch die Länder ausgeführt werden und daß die der Bundesregierung und den zuständigen obersten Bundesbehörden auf Grund des Artikels 85 insoweit zustehenden Befugnisse ganz oder teilweise dem Bundesausgleichsamt übertragen werden. Das Bundesausgleichsamt bedarf bei Ausübung dieser Befugnisse nicht der Zustimmung des Bundesrates; seine Weisungen sind, abgesehen von den Fällen der Dringlichkeit, an die obersten Landesbehörden <br>(Landesausgleichsämter) zu richten.
<br>(2) Artikel 87 Abs. 3 Satz 2 bleibt unberührt.
=== Artikel 121 [Begriff "Mehrheit der Mitglieder"] ===
Mehrheit der Mitglieder des Bundestages und der Bundesversammlung im Sinne dieses Grundgesetzes ist die Mehrheit ihrer gesetzlichen Mitgliederzahl.
=== Artikel 122 [Zeitpunkt der Überleitung der Gesetzgebung] ===
(1) Vom Zusammentritt des Bundestages an werden die Gesetze ausschließlich von den in diesem Grundgesetze anerkannten gesetzgebenden Gewalten beschlossen.
<br>(2) Gesetzgebende und bei der Gesetzgebung beratend mitwirkende Körperschaften, deren Zuständigkeit nach Absatz 1 endet, sind mit diesem Zeitpunkt aufgelöst.
=== Artikel 123 [Fortgeltung bisherigen Rechts] ===
(1) Recht aus der Zeit vor dem Zusammentritt des Bundestages gilt fort, soweit es dem Grundgesetze nicht widerspricht.
<br>(2) Die vom Deutschen Reich abgeschlossenen Staatsverträge, die sich auf Gegenstände beziehen, für die nach diesem Grundgesetze die Landesgesetzgebung zuständig ist, bleiben, wenn sie nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen gültig sind und fortgelten, unter Vorbehalt aller Rechte und Einwendungen der Beteiligten in Kraft, bis neue Staatsverträge durch die nach diesem Grundgesetze zuständigen Stellen abgeschlossen werden oder ihre Beendigung auf Grund der in ihnen enthaltenen Bestimmungen anderweitig erfolgt.
=== Artikel 124 [Fortgeltendes Recht der ausschließlichen Gesetzgebung] ===
Recht, das Gegenstände der ausschließlichen Gesetzgebung des Bundes betrifft, wird innerhalb seines Geltungsbereiches Bundesrecht.
=== Artikel 125 [Fortgeltendes Recht der konkurrierenden Gesetzgebung] ===
Recht, das Gegenstände der konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes betrifft, wird innerhalb seines Geltungsbereiches Bundesrecht,
1. soweit es innerhalb einer oder mehrerer Besatzungszonen einheitlich gilt,
2. soweit es sich um Recht handelt, durch das nach dem 8. Mai 1945 früheres Reichsrecht abgeändert worden ist.
=== Artikel 125a [Weitergeltung alten Bundesrechts] ===
(1) Recht, das als Bundesrecht erlassen worden ist, aber wegen Änderung des Artikels 74 Abs. 1 oder des Artikels 75 Abs. 1 nicht mehr als Bundesrecht erlassen werden könnte, gilt als Bundesrecht fort. Es kann durch Landesrecht ersetzt werden.
<br>(2) Recht, das auf Grund des Artikels 72 Abs. 2 in der bis zum 15. November 1994 geltenden Fassung erlassen worden ist, gilt als Bundesrecht fort. Durch Bundesgesetz kann bestimmt werden, daß es durch Landesrecht ersetzt werden kann. Entsprechendes gilt für Bundesrecht, das vor diesem Zeitpunkt erlassen worden ist und das nach Artikel 75 Abs. 2 nicht mehr erlassen werden könnte.
=== Artikel 126 [Entscheidung über Fortgelten von Recht als Bundesrecht] ===
Meinungsverschiedenheiten über das Fortgelten von Recht als Bundesrecht entscheidet das Bundesverfassungsgericht.
=== Artikel 127 [Rechtsangleichung in der französischen Zone und in Berlin] ===
Die Bundesregierung kann mit Zustimmung der Regierungen der beteiligten Länder Recht der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, soweit es nach === Artikel 124 oder 125 als Bundesrecht fortgilt, innerhalb eines Jahres nach Verkündung dieses Grundgesetzes in den Ländern Baden, Groß-Berlin, Rheinland-Pfalz und Württemberg-Hohenzollern in Kraft setzen.
=== Artikel 128 [Fortgeltende Weisungsrechte] ===
Soweit fortgeltendes Recht Weisungsrechte im Sinne des Artikels 84 Abs. 5 vorsieht, bleiben sie bis zu einer anderweitigen gesetzlichen Regelung bestehen.
=== Artikel 129 [Ermächtigungen in fortgeltendem Recht] ===
(1) Soweit in Rechtsvorschriften, die als Bundesrecht fortgelten, eine Ermächtigung zum Erlasse von Rechtsverordnungen oder allgemeinen Verwaltungsvorschriften sowie zur Vornahme von Verwaltungsakten enthalten ist, geht sie auf die nunmehr sachlich zuständigen Stellen über. In Zweifelsfällen entscheidet die Bundesregierung im Einvernehmen mit dem Bundesrate; die Entscheidung ist zu veröffentlichen.
<br>(2) Soweit in Rechtsvorschriften, die als Landesrecht fortgelten, eine solche Ermächtigung enthalten ist, wird sie von den nach Landesrecht zuständigen Stellen ausgeübt.
<br>(3) Soweit Rechtsvorschriften im Sinne der Absätze 1 und 2 zu ihrer Änderung oder Ergänzung oder zum Erlaß von Rechtsvorschriften an Stelle von Gesetzen ermächtigen, sind diese Ermächtigungen erloschen.
<br>(4) Die Vorschriften der Absätze 1 und 2 gelten entsprechend, soweit in Rechtsvorschriften auf nicht mehr geltende Vorschriften oder nicht mehr bestehende Einrichtungen verwiesen ist.
=== Artikel 130 [Übernahme bestehender Verwaltungseinrichtungen] ===
(1) Verwaltungsorgane und sonstige der öffentlichen Verwaltung oder Rechtspflege dienende Einrichtungen, die nicht auf Landesrecht oder Staatsverträgen zwischen Ländern beruhen, sowie die Betriebsvereinigung der südwestdeutschen Eisenbahnen und der Verwaltungsrat für das Post- und Fernmeldewesen für das französische Besatzungsgebiet unterstehen der Bundesregierung. Diese regelt mit Zustimmung des Bundesrates die Überführung, Auflösung oder Abwicklung.
<br>(2) Oberster Disziplinarvorgesetzter der Angehörigen dieser Verwaltungen und Einrichtungen ist der zuständige Bundesminister.
<br>(3) Nicht landesunmittelbare und nicht auf Staatsverträgen zwischen den Ländern beruhende Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechtes unterstehen der Aufsicht der zuständigen obersten Bundesbehörde.
=== Artikel 131 [Ehemalige Angehörige des öffentlichen Dienstes] ===
Die Rechtsverhältnisse von Personen einschließlich der Flüchtlinge und Vertriebenen, die am 8. Mai 1945 im öffentlichen Dienste standen, aus anderen als beamten- oder tarifrechtlichen Gründen ausgeschieden sind und bisher nicht oder nicht ihrer früheren Stellung entsprechend verwendet werden, sind durch Bundesgesetz zu regeln. Entsprechendes gilt für Personen einschließlich der Flüchtlinge und Vertriebenen, die am 8. Mai 1945 versorgungsberechtigt waren und aus anderen als beamten- oder tarifrechtlichen Gründen keine oder keine entsprechende Versorgung mehr erhalten. Bis zum Inkrafttreten des Bundesgesetzes können vorbehaltlich anderweitiger landesrechtlicher Regelung Rechtsansprüche nicht geltend gemacht werden.
=== Artikel 132 [Pensionierung von Beamten] ===
(1) Beamte und Richter, die im Zeitpunkte des Inkrafttretens dieses Grundgesetzes auf Lebenszeit angestellt sind, können binnen sechs Monaten nach dem ersten Zusammentritt des Bundestages in den Ruhestand oder Wartestand oder in ein Amt mit niedrigerem Diensteinkommen versetzt werden, wenn ihnen die persönliche oder fachliche Eignung für ihr Amt fehlt. Auf Angestellte, die in einem unkündbaren Dienstverhältnis stehen, findet diese Vorschrift entsprechende Anwendung. Bei Angestellten, deren Dienstverhältnis kündbar ist, können über die tarifmäßige Regelung hinausgehende Kündigungsfristen innerhalb der gleichen Frist aufgehoben werden.
<br>(2) Diese Bestimmung findet keine Anwendung auf Angehörige des öffentlichen Dienstes, die von den Vorschriften über die "Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus" nicht betroffen oder die anerkannte Verfolgte des Nationalsozialismus sind, sofern nicht ein wichtiger Grund in ihrer Person vorliegt.
<br>(3) Den Betroffenen steht der Rechtsweg gemäß Artikel 19 Abs. 4 offen.
<br>(4) Das Nähere bestimmt eine Verordnung der Bundesregierung, die der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 133 [Rechtsnachfolge der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes] ===
Der Bund tritt in die Rechte und Pflichten der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes ein.
=== Artikel 134 [Überleitung des Reichsvermögens] ===
(1) Das Vermögen des Reiches wird grundsätzlich Bundesvermögen.
<br>(2) Soweit es nach seiner ursprünglichen Zweckbestimmung überwiegend für Verwaltungsaufgaben bestimmt war, die nach diesem Grundgesetze nicht Verwaltungsaufgaben des Bundes sind, ist es unentgeltlich auf die nunmehr zuständigen Aufgabenträger und, soweit es nach seiner gegenwärtigen, nicht nur vorübergehenden Benutzung Verwaltungsaufgaben dient, die nach diesem Grundgesetze nunmehr von den Ländern zu erfüllen sind, auf die Länder zu übertragen. Der Bund kann auch sonstiges Vermögen den Ländern übertragen.
<br>(3) Vermögen, das dem Reich von den Ländern und Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, wird wiederum Vermögen der Länder und Gemeinden <br>(Gemeindeverbände), soweit es nicht der Bund für eigene Verwaltungsaufgaben benötigt.
<br>(4) Das Nähere regelt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 135 [Vermögensregelung bei Wechsel der Landeszugehörigkeit] ===
(1) Hat sich nach dem 8. Mai 1945 bis zum Inkrafttreten dieses Grundgesetzes die Landeszugehörigkeit eines Gebietes geändert, so steht in diesem Gebiete das Vermögen des Landes, dem das Gebiet angehört hat, dem Lande zu, dem es jetzt angehört.
<br>(2) Das Vermögen nicht mehr bestehender Länder und nicht mehr bestehender anderer Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechtes geht, soweit es nach seiner ursprünglichen Zweckbestimmung überwiegend für Verwaltungsaufgaben bestimmt war, oder nach seiner gegenwärtigen, nicht nur vorübergehenden Benutzung überwiegend Verwaltungsaufgaben dient, auf das Land oder die Körperschaft oder Anstalt des öffentlichen Rechtes über, die nunmehr diese Aufgaben erfüllen.
<br>(3) Grundvermögen nicht mehr bestehender Länder geht einschließlich des Zubehörs, soweit es nicht bereits zu Vermögen im Sinne des Absatzes 1 gehört, auf das Land über, in dessen Gebiet es belegen ist.
<br>(4) Sofern ein überwiegendes Interesse des Bundes oder das besondere Interesse eines Gebietes es erfordert, kann durch Bundesgesetz eine von den Absätzen 1 bis 3 abweichende Regelung getroffen werden.
<br>(5) Im übrigen wird die Rechtsnachfolge und die Auseinandersetzung, soweit sie nicht bis zum 1. Januar 1952 durch Vereinbarung zwischen den beteiligten Ländern oder Körperschaften oder Anstalten des öffentlichen Rechtes erfolgt, durch Bundesgesetz geregelt, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
<br>(6) Beteiligungen des ehemaligen Landes Preußen an Unternehmen des privaten Rechtes gehen auf den Bund über. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz, das auch Abweichendes bestimmen kann.
<br>(7) Soweit über Vermögen, das einem Lande oder einer Körperschaft oder Anstalt des öffentlichen Rechtes nach den Absätzen 1 bis 3 zufallen würde, von dem danach Berechtigten durch ein Landesgesetz, auf Grund eines Landesgesetzes oder in anderer Weise bei Inkrafttreten des Grundgesetzes verfügt worden war, gilt der Vermögensübergang als vor der Verfügung erfolgt.
=== Artikel 135a [Alte Verbindlichkeiten] ===
(1) Durch die in Artikel 134 Abs. 4 und Artikel 135 Abs. 5 vorbehaltene Gesetzgebung des Bundes kann auch bestimmt werden, daß nicht oder nicht in voller Höhe zu erfüllen sind
1. Verbindlichkeiten des Reiches sowie Verbindlichkeiten des ehemaligen Landes Preußen und sonstiger nicht mehr bestehender Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts,
2. Verbindlichkeiten des Bundes oder anderer Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, welche mit dem Übergang von Vermögenswerten nach Artikel 89 , 90 , 134 und 135 im Zusammenhang stehen, und Verbindlichkeiten dieser Rechtsträger, die auf Maßnahmen der in Nummer 1 bezeichneten Rechtsträger beruhen,
3. Verbindlichkeiten der Länder und Gemeinden (Gemeindeverbände), die aus Maßnahmen entstanden sind, welche diese Rechtsträger vor dem 1. August 1945 zur Durchführung von Anordnungen der Besatzungsmächte oder zur Beseitigung eines kriegsbedingten Notstandes im Rahmen dem Reich obliegender oder vom Reich übertragener Verwaltungsaufgaben getroffen haben.
<br>(2) Absatz 1 findet entsprechende Anwendung auf Verbindlichkeiten der Deutschen Demokratischen Republik oder ihrer Rechtsträger sowie auf Verbindlichkeiten des Bundes oder anderer Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, die mit dem Übergang von Vermögenswerten der Deutschen Demokratischen Republik auf Bund, Länder und Gemeinden im Zusammenhang stehen, und auf Verbindlichkeiten, die auf Maßnahmen der Deutschen Demokratischen Republik oder ihrer Rechtsträger beruhen.
=== Artikel 136 [Erster Zusammentritt des Bundesrates] ===
(1) Der Bundesrat tritt erstmalig am Tage des ersten Zusammentrittes des Bundestages zusammen.
<br>(2) Bis zur Wahl des ersten Bundespräsidenten werden dessen Befugnisse von dem Präsidenten des Bundesrates ausgeübt. Das Recht der Auflösung des Bundestages steht ihm nicht zu.
=== Artikel 137 [Wählbarkeit von öffentlich Bediensteten] ===
(1) Die Wählbarkeit von Beamten, Angestellten des öffentlichen Dienstes, Berufssoldaten, freiwilligen Soldaten auf Zeit und Richtern im Bund, in den Ländern und den Gemeinden kann gesetzlich beschränkt werden.
<br>(2) Für die Wahl des ersten Bundestages, der ersten Bundesversammlung und des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik gilt das vom Parlamentarischen Rat zu beschließende Wahlgesetz.
<br>(3) Die dem Bundesverfassungsgerichte gemäß Artikel 41 Abs. 2 zustehende Befugnis wird bis zu seiner Errichtung von dem Deutschen Obergericht für das Vereinigte Wirtschaftsgebiet wahrgenommen, das nach Maßgabe seiner Verfahrensordnung entscheidet.
=== Artikel 138 [Süddeutsches Notariat] ===
Änderungen der Einrichtungen des jetzt bestehenden Notariats in den Ländern Baden, Bayern, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern bedürfen der Zustimmung der Regierungen dieser Länder.
=== Artikel 139 [Fortgelten der Vorschriften über Entnazifizierung] ===
Die zur "Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus" erlassenen Rechtsvorschriften werden von den Bestimmungen dieses Grundgesetzes nicht berührt.
=== Artikel 140 [Recht der Religionsgemeinschaften] ===
Die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 sind Bestandteil dieses Grundgesetzes.
=== Artikel 141 ["Bremer Klausel"] ===
Artikel 7 Abs. 3 Satz 1 findet keine Anwendung in einem Lande, in dem am 1. Januar 1949 eine andere landesrechtliche Regelung bestand.
=== Artikel 142 [Vorbehalt zugunsten landesrechtlicher Grundrechte] ===
Ungeachtet der Vorschrift des Artikels 31 bleiben Bestimmungen der Landesverfassungen auch insoweit in Kraft, als sie in Übereinstimmung mit den Artikeln 1 bis 18 dieses Grundgesetzes Grundrechte gewährleisten.
=== Artikel 142a ===
<br>(aufgehoben)
=== Artikel 143 [Geltungsdauer von Abweichungen] ===
(1) Recht in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrags genannten Gebiet kann längstens bis zum 31. Dezember 1992 von Bestimmungen dieses Grundgesetzes abweichen, soweit und solange infolge der unterschiedlichen Verhältnisse die völlige Anpassung an die grundgesetzliche Ordnung noch nicht erreicht werden kann. Abweichungen dürfen nicht gegen Artikel 19 Abs. 2 verstoßen und müssen mit den in Artikel 79 Abs. 3 genannten Grundsätzen vereinbar sein.
<br>(2) Abweichungen von den Abschnitten II, VIII, VIII a, IX, X und XI sind längstens bis zum 31. Dezember 1995 zulässig.
<br>(3) Unabhängig von Absatz 1 und 2 haben Artikel 41 des Einigungsvertrags und Regelungen zu seiner Durchführung auch insoweit Bestand, als sie vorsehen, daß Eingriffe in das Eigentum auf dem in Artikel 3 dieses Vertrags genannten Gebiet nicht mehr rückgängig gemacht werden.
=== Artikel 143a [Ausschließliche Gesetzgebung bei Bundeseisenbahnen] ===
(1) Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebung über alle Angelegenheiten, die sich aus der Umwandlung der in bundeseigener Verwaltung geführten Bundeseisenbahnen in Wirtschaftsunternehmen ergeben. Artikel 87e Abs. 5 findet entsprechende Anwendung. Beamte der Bundeseisenbahnen können durch Gesetz unter Wahrung ihrer Rechtsstellung und der Verantwortung des Dienstherrn einer privat-rechtlich organisierten Eisenbahn des Bundes zur Dienstleistung zugewiesen werden.
<br>(2) Gesetze nach Absatz 1 führt der Bund aus.
<br>(3) Die Erfüllung der Aufgaben im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs der bisherigen Bundeseisenbahnen ist bis zum 31. Dezember 1995 Sache des Bundes. Dies gilt auch für die entsprechenden Aufgaben der Eisenbahnverkehrsverwaltung. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 143b [Umwandlung der Deutschen Bundespost] ===
(1) Das Sondervermögen Deutsche Bundespost wird nach Maßgabe eines Bundesgesetzes in Unternehmen privater Rechtsform umgewandelt. Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebung über alle sich hieraus ergebenden Angelegenheiten.
<br>(2) Die vor der Umwandlung bestehenden ausschließlichen Rechte des Bundes können durch Bundesgesetz für eine Übergangszeit den aus der Deutschen Bundespost POSTDIENST und der Deutschen Bundespost TELEKOM hervorgegangenen Unternehmen verliehen werden. Die Kapitalmehrheit am Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost POSTDIENST darf der Bund frühestens fünf Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes aufgeben. Dazu bedarf es eines Bundesgesetzes mit Zustimmung des Bundesrates.
<br>(3) Die bei der Deutschen Bundespost tätigen Bundesbeamten werden unter Wahrung ihrer Rechtsstellung und der Verantwortung des Dienstherrn bei den privaten Unternehmen beschäftigt. Die Unternehmen üben Dienstherrenbefugnisse aus. Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 144 [Annahme des Grundgesetzes - Berlin] ===
(1) Dieses Grundgesetz bedarf der Annahme durch die Volksvertretungen in zwei Dritteln der deutschen Länder, in denen es zunächst gelten soll.
<br>(2) Soweit die Anwendung dieses Grundgesetzes in einem der in Artikel 23 aufgeführten Länder oder in einem Teile eines dieser Länder Beschränkungen unterliegt, hat das Land oder der Teil des Landes das Recht, gemäß Artikel 38 Vertreter in den Bundestag und gemäß Artikel 50 Vertreter in den Bundesrat zu entsenden.
=== Artikel 145 [Inkrafttreten des Grundgesetzes] ===
(1) Der Parlamentarische Rat stellt in öffentlicher Sitzung unter Mitwirkung der Abgeordneten Groß-Berlins die Annahme dieses Grundgesetzes fest, fertigt es aus und verkündet es.
<br>(2) Dieses Grundgesetz tritt mit Ablauf des Tages der Verkündung in Kraft.
<br>(3) Es ist im Bundesgesetzblatte zu veröffentlichen.
=== Artikel 146 [Geltungsdauer des Grundgesetzes] ===
Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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text/x-wiki
Wiki sieht drei verschiedene Möglichkeiten vor, Deinen Text zu gliedern und damit besser lesbar zu gestalten:
{{mark|'''1. Automatische Nummerierung''' durch Voranstellen des Zeichens "<tt>#</tt>":}}
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<nowiki>#Gieck, Kurt: Technische Formelsammlung.</nowiki>
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#Gieck, Kurt: Technische Formelsammlung.
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! Du schreibst: !! ... und erhältst:
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*grün
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== Wie ist es dazu gekommen? ==
== Was kann man dagegen machen? ==
=== Politische Lösungsansätze ===
=== Technische Lösungsansätze ===
=== Was wir selber zur Problemlösung beitragen können ===</nowiki></pre>Durch diesen Quelltext wird automatisch ein Inhaltsverzeichnis erzeugt und die Kapitelüberschriften gliedern Deinen Text:
== Was ist das Problem? ==
== Wie ist es dazu gekommen? ==
== Was kann man dagegen machen? ==
=== Politische Lösungsansätze ===
=== Technische Lösungsansätze ===
=== Was wir selber zur Problemlösung beitragen können ===
----
Sofern Du das Inhaltsverzeichnis an einer bestimmten Stelle im Text positionieren möchtest, schreibe <nowiki>__TOC__</nowiki>.
Ggf. möchtest Du auf die automatische Nummerierung verzichten, z.B. bei einer Liste, in der die Zwischenüberschriften bereits eine Nummer beeinhalten ([[Gesetze]], [[Aktuelle Presseberichte|Presseartikel mit Datum]] o.ä.). In diesem Fall einfach <nowiki>{{toc}}</nowiki> schreiben.
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Es kann vorkommen, dass man Bilder in einer gewissen Größe braucht, um Details besser zu erkennen. Leider stellt sich dann oft das Problem, dass dein Artikel unübersichtlich aussieht oder das Bild größer als der sichtbare Monitorbereich ist.
=== Thumbnails ===
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|[[Bild:Natur3.jpg|thumb|Sonnenblumen]] || Mit "Thumbnails", also kleinen Vorschaubildern, die etwa so groß sind wie ein Daumennagel, ist dies in den Griff zu bekommen:<br>
Beim Klicken auf das Vorschaubild wird dieses dann größer dargestellt.<br>
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=== Bilder-Galerien ===
Auch mit dem Befehl <nowiki><gallery></nowiki> lassen sich Thumbnails gruppieren.
Vorteil: der ''thumb''-Befehl entfällt und die Struktur ist klarer.<br>
Die Programmierung sieht wie folgt aus:
<nowiki><gallery>
Bild:Natur1.jpg|Bildunterschrift 1
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Bild:Natur3.jpg|Bildunterschrift 3
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'''Umsetzung:'''
<gallery>
Bild:Natur1.jpg|Natur ...
Bild:Natur2.jpg|... statt ...
Bild:Natur3.jpg|... Autobahn.
</gallery>
Quelle: [http://www.free-nature-animal-butterfly-wallpaper.com/ www.free-nature-animal-butterfly-wallpaper.com]
Weitere Tipps findest Du auf der [[Hilfe|Hilfeseite]].
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Petition
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{{Kasten blau|Liebe MitstreiterInnen,
nach unseren von Erfolg gekrönten [[Einwände]]-Aktionen hat sich wohl jede(r) die Frage gestellt: „Was nun?“. Nicht nur der [[Vorstand]] ist einhellig der Meinung, dass von nun an stärker als bisher auf der politischen Ebene Druck entfaltet werden muss, wozu sicherlich auch die Unterschriftenlisten gehören.
Das '''[[Grundgesetz]]''' bietet aber noch eine andere Möglichkeit, Druck auf die PlanerInnen auszuüben, und zwar von der Seite des Bundestags her.
In '''[[Grundgesetz#Artikel_17_.5BPetitionsrecht.5D|Artikel 17]]''' heißt es: ''„Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden … an die Volksvertretung zu wenden.“''
In Bezug auf die A 39 ist der Niedersächsische Landtag und leider nicht der Bundestag zuständig, da die A 39 im [[Planfeststellungsverfahren]] in den Zuständigkeitsbereich der Landesbehörden fällt und somit auch das jeweilige Landesparlament zuständig ist. Schade, der Kreis hätte sich geschlossen ([[Bundesverkehrswegeplan]]), aber es kann auch nicht schaden, von dieser Seite Druck zu machen und auch in Hannover zu zeigen, welcher Widerstand herrscht.
Ihr braucht keine Angst vor dem Wort „Petition“ zu haben. Sie ist mit keinen Gebühren verbunden und funktioniert im Prinzip wie bei den [[Einwände]]n, nur dass der/die AdressatIn ein(e) andere(r) ist. Sie ist sogar im Online-Verfahren möglich. Für diejenigen, welche gerne für sich die Möglichkeiten nutzen möchten, mehr politischen Druck zu entfalten, habe ich einige kurze Informationen zusammengestellt und ein je nach persönlichem Geschmack veränderbares Muster ([[Media:Petition.doc|Download Petition.doc]]) entworfen. Es wäre nett, wenn Ihr uns mitteilt, ob Ihr eine Petition eingereicht habt, damit wir mit den Zahlen arbeiten können. Der [[Vorstand]] wird in Zusammenarbeit mit der [[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren|Raumordnungsgruppe]] eine Petition für die Bürgerinitiative entwerfen. Das soll Euch aber nicht davon abhalten, denn je mehr desto besser!!!! Je nach Resonanz kann man natürlich überlegen, z. B. auf dem Flohmarkt im Kleingärtnerverein auch eine Petitionsaktion durchzuführen.
Viele Grüße
[[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
P. S. Bei Rückfragen könnt Ihr Euch direkt an mich wenden: [mailto:stefan-lueneburg@arcor.de stefan-lueneburg@arcor.de]
}}
Wie sieht nun eine Petition aus, und was muss sie beinhalten? Die Petition muss auf jeden Fall schriftlich erfolgen:
== Postweg ==
Die Petition kann mit ganz normaler Post:
An den Präsidenten des<br>
Niedersächsischen Landtages<br>
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1<br>
30159 Hannover
eingereicht werden. Aus formellen Gründen muss sie Namen, Vorname die genaue Adresse der/des Absenderin/Absenders enthalten und handschriftlich unterschrieben sein. Ansonsten ist sie aber formlos.
Hier noch der Link zu der Startseite des Petitionsausschusses des Niedersächsichen Landtages:
* http://www.landtag-niedersachsen.de/Infothek/eingaben_index.htm
== Inhalt einer Petition ==
Der Inhalt einer Petition ist genau so wie der bei einer Eingabe frei wählbar. Auf jeden Fall muss aber aus ihr hervorgehen, gegen welche Maßnahme (hier Vorstellung der [[Vorzugsvariante |Vorzugsvariante Teilabschnitt 502 sowie Varianten Teilabschnitte 503 und 504]] sowie diesen zugrunde liegenden Untersuchungen) sich die Petition richtet, und was mit der Petition erreicht werden soll (etwa ein sich mehr am Menschen orientierender [[Trassenverlauf]] oder der Verzicht auf die A 39). Einwände und Petitionen sind also vom Aufbau her durchaus miteinander vergleichbar, auch wenn sie unterschiedliche juristische Bedeutungen haben. Da es sich beim Bundestag um das gesetzgebende Organ handelt und es eine Aufgabe des Petitionsausschusses ist zu überprüfen, ob bestehende gesetzliche Regelungen wie z. B. der [[Bundesverkehrswegeplan]] nicht einer Änderung bedürfen, empfiehlt es sich, ein wenig mehr auf der juristischen Ebene zu fahren (Nicht-Beachtung von EU-Richtlinien zum [[Lärm]]schutz; Verletzung von Grundrechten wie z. B. Eigentumsrecht etc.). Die juristische Argumentation muss natürlich auch mit Inhalt gefüllt werden (z. B. Wertverlust der eigenen Immobilie). Aber keine Angst - eine Petition wird nicht daran scheitern, dass sie juristisch nicht ganz einwandfrei geschrieben ist.
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Aktuelle Ereignisse]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Aktionen]]
5d2eb2b89e8acfbe8f73fe3871f13167a30d74aa
Trassensong
0
1014
1042
2006-10-02T12:57:50Z
Detlef
6
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text/x-wiki
== Musik ==
[[Benutzer:Frank Ebeling|Frank Ebeling]] hat einen
'''Trassensong''' geschrieben und
sucht MitsängerInnen für eine
Aufnahme. Egal ob Kind oder
Großvater, alle Singbegeisterten
sind eingeladen mitzusingen. Hier
könnt ihr noch Karriere machen!
Hier findet Ihr den Text abgedruckt: [[Media:Lied A39.doc|Trassensong.doc]].
* [[Media:Song.mp3|Das Lied „Wir lieben Lüneburg“]], gesungen bei der [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]].
=== Weblink ===
Zum Einstimmen: [http://www.keine-a39.de/media/Das_Keine_A39_Lied.mp3 Das Keine-A-39-Lied von Dieter Wenzel & Gary Bolstadt] auf [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=view&id=58&Itemid=27 www.keine-a39.de]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Aktionen]]
5f7c82a389bee6e55e69b1aaf082d71dd72f9598
Wiki-Workshop
0
1016
1046
2006-10-02T13:08:07Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{{Kasten blau|
Unsere Internet-Plattform '''www.bi-luene-moorfeld.de''' ist als "A-39-[[Wiki]]" eine "Mitmach-Seite" ähnlich der bekannten Internet-Enzyklopädie Wikipedia, an der sich '''Jeder in der BI''' inhaltlich & gestalterisch beteiligen kann!
Damit wäre die (weiterhin notwendige!) Öffentlichkeitsarbeit und der
Informationsaustausch innerhalb der BI auf ein kreatives Fundament gestellt.
Wie '''einfach''' das alles geht, zeigen wir gerne allen Interessierten in einem kurzen
Präsentations-Workshop. Dieser hat bereits zwei mal im ELM stattgefunden.
Alles kann ausprobiert werden, PCs stehen zur Verfügung. Denkbar wäre z. B.,
die Erfolge und Ergebnisse der [[Arbeitsgruppen]] zu präsentieren und zu
veröffentlichen, gelaufene [[Aktionen]] zu dokumentieren, Bilder einzupflegen etc.
Bitte meldet Euch bei Interesse kurz per [mailto:giesler@bbswl.de e-Mail] an, damit wir ein bisschen planen können.
}}
* '''[[Media:Wiki-ELM.pdf|Arbeitsblatt zum Download]]'''
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Aktionen]]
9e314c48b11a484ef9d6e42cce64e69f8d0c6df0
Arbeitsgruppe Kreative Aktionen
0
993
1000
2006-10-02T13:17:55Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
== Was machen wir? ==
Diese Gruppe hat sich in dieser Woche das erste Mal getroffen. Da die [[Aktionen]], die hier geplant
werden erst nach dem Ende der Einwände in die heiße Phase gehen werden, sind wir schon ganz
gespannt, was da noch auf uns zu kommt. Aber einen kleinen Tipp kann ich ja schon mal geben: Es
wäre schön, wenn sich jedes BI-Mitglied schon mal ein einfaches rotes [[T-Shirt]] besorgen würde...wir
haben Grosses vor....
* [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]]
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Verena Fiedler|Verena Fiedler]] (Sprecherin)
#
#
#
{{Chatlink}}
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
86ff23544d0fa781fc238ff56a60345ba513ebe3
Projekte
0
1413
1810
2006-10-03T09:38:28Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Aktionen]]
29a8f2c2e4debd9c533aaa401f7aa8a33aa3fd69
FFH
0
1398
1780
2006-10-03T16:12:20Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[FFH-Gebiete]]
81dcc09af7f489751c486f99dae7a3337879971a
Flora-Fauna-Habitate
0
1039
1092
2006-10-03T16:16:41Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[FFH-Gebiete]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
7ed2c2fcb8f0d177acb8cb48a91008c7da08ba8b
Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie
0
1035
1084
2006-10-03T16:47:32Z
Detlef
6
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text/x-wiki
#REDIRECT [[FFH-Gebiete]]
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
7ef43d92bdf2858a9653542716d4b0be822ca105
Vorlage:Navi
10
1289
1592
2006-10-03T18:15:24Z
Detlef
6
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text/x-wiki
<div style="float:right;background:#ffffff;margin-left:5px; padding:0px; border:1px solid #aaaaaa; width:12em">
<div style="font-size:100%; line-height:120%; padding: .5em; background-color:#f9f9f9; border-bottom:1px solid #aaaaaa;">'''Download'''
</div>
<div style="clear:both; height:80px; width:200x; overflow:auto; border: 1px solid #AAAAAA; padding-left:0.5em;">
{{{1}}}
</div>
4fcb3a5955f5465c16a40280551ea65f8a2f2eac
Kinowerbung
0
1007
1028
2006-10-03T19:12:27Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{{Navi|[[Media:Keine a39.mp3|Tonspur als MP3]]<br>
[[Media:Kinospot.wmv|Video als WMV, 1 MB]]<br>
[[Media:Kinospot 6MB.wmv|Video als WMV, 6 MB]]}}[[Bild:Kinospot.gif|left]]
Wir könnten im [http://www.scala-kino.net/ Lüneburger Scala Kino] gut für Stimmung gegen einen Bau der A 39 durch Lüneburger Stadtgebiet werben und den Kinobesuchern den Wertverlust an Lebensqualität in Bild und [[Media:Keine a39.mp3|Ton]] greifbar darstellen.
* Ausstrahlung kostenfrei
* Produktion des Filmes = 2 Bilder mit [[Media:Keine a39.mp3|Ton]] ca. 500,- €
* Länge des Beitrages ca. 30 Sekunden
* Ausstrahlungszeitraum = 4 Monate
Die angegebenen 500,- € sind '''reine Fertigungskosten''', d.h. die Produktion des Spots erfolgt in Eigenleistung, bezahlt wird die Herstellung des Filmmaterials im Kopierwerk.
Da wir keine Mitgleiderbeiträge haben, wäre es schön, wenn sich viele mit einer [[Spende]] an der Umsetzung dieses [[Projekte]]s beteiligen. Diese kann beim Kassenwart Stefan Becker, Moorweg 42 abgegeben werden oder hier unsere Bankverbindung für alle, die ihre Spende lieber überweisen möchten:
'''Spar'''kontonummer: 398 249 672
Bankleitzahl: 240 501 10
Bank: Sparkasse Lüneburg
Wir hoffen, dass das [[Projekte|Projekt]] Kinospot verwirklicht werden kann.
== Weblinks ==
[http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/040803_f21_5.asx ZDF-Filmbeitrag "Planung ohne Sinn " vom 03.08.2004, Magazin Frontal 21]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
da1559b82e3c20d1df537d5e2916fd4cfc243123
Hedi Wegener
0
1116
1246
2006-10-05T19:07:34Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{{Politikerin|Bild=http://www.hedi-wegener.de/imperia/md/images/bezirkhannover/hediwegener/295.jpg|Partei=[[SPD]]|Funktion=Bundestagsabgeordnete|Suche=Wegener|Link=http://www.Hedi-Wegener.de|Zitat=Der gesamte Raum Ostniedersachsen ist auf die zügige Planung und Realisierung der Autobahn 39 in Verbindung mit der Autobahn 14 sowie der Querverbindung B190n angewiesen. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich, dass die Projekte in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]es aufgenommen wurden. Es muss sichergestellt werden, dass sowohl für die Planung als auch für die Realisierung der Projekte die nötigen Finanzmittel zur Verfügung stehen. Umweltrelevante Bedenken müssen dabei in Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern unter Abwägung aller ökologischen Risiken zügig ausgeräumt werden.''<br>[http://www.hedi-wegener.de/content/03354.php [Auszug Pressemitteilung vom 07.05.2004]]
[[Bild:Bt4.jpg|thumb|Wir besuchten Hedi Wegener im Deutschen Bundestag (22.09.2006).<br>Sie erhält als Erste ein Plakat unserer Aktion "[[Wir lieben Lüneburg]]"]]
* ''Ich bin überzeugt, das eine Lösung entwickelt wird, die so konfliktarm wie möglich ist und mit der auch die Autobahnkritiker leben können.'' [http://www.pro-a-39.de/Artikel/Heidi_Wegener/2004-06-16_BVWP.pdf#search=%22%22Hedi%20Wegener%22%20%22A%2039%22%22 [Auszug Pressemitteilung vom 16.06.2004]]
* ''Auf meiner persönlichen politischen Agenda ganz oben stehen das dritte Gleis zwischen Stelle und Lüneburg, Lüneburg als Museumsstadt, die Verringerung der Lärmbelästigung an der Schiene sowie eine verträgliche Trassenführung für die A 39 mit einer Tunnellösung.'' [http://www.abendblatt.de/daten/2006/10/04/619828.html [HA vom 4.10.2006]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
229af37d2b5cd68ded72a3e2a4bceec2605c4666
Vorlage:Chatlink
10
1283
1580
2006-10-07T07:27:27Z
Detlef
6
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text/x-wiki
== [[Diskussion:{{PAGENAME}}|Chat]] ==
Fragen, Diskussionsbedarf?<br>
Im '''[[Diskussion:{{PAGENAME}}|Chatroom der {{PAGENAME}}]]''' wendet ihr Euch an die gesamte Gruppe.
f7981076301d83ca4bd5bfb4094d7da973c6b4c0
Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion
0
996
1006
2006-10-08T21:02:45Z
Detlef
6
/* Was machen wir? */
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text/x-wiki
{|
| __TOC__ || [[Bild:Gruppe2.jpg]]
|}
== Was machen wir? ==
Im Rahmen verschiedener [[Aktionen]] der {{BI}} haben wir innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe der sogenannten [[Vorzugstrasse]] mehr als 5.000 Unterschriften gegen die Trasse gesammelt.
Im Anschluss an die [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]] haben wir diese Unterschriften dem Lüneburger Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] überreicht.
Der nächste Schritt wird sein, die Originalunterschriften nach Berlin zu bringen, um auch dort den Protest der Region zu dokumentieren.
== Mitglieder ==
# [[Benutzer:Gaby Parnow-Kloth|Gaby Parnow-Kloth]] (Sprecherin)
#
{{Chatlink}}
== Dokumente ==
*[[Media:Unterschriftenliste.pdf|Unterschriftenliste (PDF)]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
82e5b5c84259fe91137e92ff1a954792bc4ff738
Ich liebe Lüneburg
0
1006
1026
2006-10-08T21:22:04Z
Detlef
6
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Wir lieben Lüneburg]]
[[Kategorie:Aktionen]]
2c9c5264e0c86823458cea8a95bbfe59610ee75f
Gesetz zur Beschleunigung der Verkehrswegeplanung
0
1142
1298
2006-10-29T11:16:56Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Gesetz zur Beschleunigung der Planungen für Verkehrswege in den neuen Ländern sowie im Land Berlin]]
[[Kategorie:Gesetze]]
108638fc822481a42f84c5c075769c1e578504db
Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz
0
1088
1190
2006-10-29T11:30:04Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{|
| {{toc}}
|{{bsw}}Paragraf.gif
|'''VerkPBG''' ist die Kurzbezeichnung für das '''Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz''' bzw. '''Gesetz zur Beschleunigung der Planungen für Verkehrswege in den neuen Ländern sowie im Land Berlin''' vom 16. Dezember 1991 (BGBl. I S. 2174), zuletzt geändert am 22. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3691).
* Änderungsentwurf zur Vereinheitlichung des deutschen Planungsrechtes verabschiedet lt. [[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_beabsichtigten_.C3.84nderung_des_Planungsrechtes|[LZ vom 28.10.2006]]].
|}
== § 1 - Geltungsdauer, Anwendungsbereich ==
(1) Für die Planung des Baus und der Änderung von
# Verkehrswegen der Eisenbahnen des Bundes,
# Bundesfernstraßen und Bundeswasserstraßen,
# Verkehrsflughäfen,
# Straßenbahnen im Sinne des § 4 Abs. 1 und 2 des Personenbeförderungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. August 1990 (BGBl. I S. 1690) in den Ländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie von
# Fernverkehrswegen im Sinne von Nummern 1 und 2 zwischen diesen Ländern und den nächsten Knotenpunkten des Hauptfernverkehrsnetzes des übrigen Bundesgebietes
gelten die besonderen Vorschriften dieses Gesetzes bis zum 31. Dezember 2006. Zu den Verkehrswegen gehören auch die für den Betrieb von Verkehrswegen notwendigen Anlagen.
(2) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bestimmt durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Fernverkehrswege zwischen den in Absatz 1 Satz 1 genannten Ländern und den nächsten Knotenpunkten des Hauptfernverkehrsnetzes des übrigen Bundesgebietes im einzelnen.
== § 2 - [[Linienbestimmung]] ==
(1) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bestimmt die Linienführung der Verkehrswege mit Ausnahme der Eisenbahnen des Bundes und der Straßenbahnen, [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 Abs. 1 Satz 2 des Bundesfernstraßengesetzes]] bleibt unberührt. Die Bestimmung erfolgt im Benehmen mit den für die Landesplanung zuständigen Behörden der beteiligten Länder, soweit nicht bei Bundeswasserstraßen zur Wahrung der Bedürfnisse der Landeskultur und der Wasserwirtschaft das Einvernehmen herzustellen ist. {{mark|Das Benehmen gilt als hergestellt, wenn die zuständige Behörde nicht innerhalb von vier Monaten nach Zugang des Linienentwurfs Stellung genommen hat; die Frist kann bis zu zwei Monaten verlängert werden.}}
(2) Die §§ 15 und 16 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung finden mit der Maßgabe Anwendung, daß die Einbeziehung der Öffentlichkeit im nachfolgenden [[Planfeststellungsverfahren]] stattfindet.
== § 3 - Planfeststellungsverfahren ==
(1) Die Einholung der Stellungnahmen der Behörden nach § 73 Abs. 2 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es sowie die Auslegung des Plans (§ 73 Abs. 1 Satz 2 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es) in den Gemeinden nach § 73 Abs. 3 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es veranlaßt die Anhörungsbehörde innerhalb eines Monats, nachdem der Träger des Vorhabens den Plan bei ihr eingereicht hat. Zu den Erläuterungen gehört auch die Angabe der wichtigsten Alternativen, die bei der [[Linienbestimmung]] untersucht wurden, und der Gründe, die für die Bestimmung der Linienführung maßgebend gewesen sind. Die Behörden haben ihre Stellungnahmen innerhalb von drei Monaten abzugeben.
(2) Die Gemeinden legen den Plan innerhalb von drei Wochen nach Zugang aus. Sie machen die Auslegung vorher ortsüblich bekannt. Nicht ortsansässige Betroffene, deren Person und Aufenthalt bekannt ist, sollen auf Veranlassung der Anhörungsbehörde von der Auslegung mit dem Hinweis nach § 73 Abs. 5 Satz 2 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es benachrichtigt werden.
(3) (weggefallen)
(4) (weggefallen)
(5) (weggefallen)
(6) Die Absätze 1 und 2 finden sinngemäß Anwendung, wenn das Verfahren landesrechtlich durch ein [[Verwaltungsverfahrensgesetz]] geregelt ist.
(7) (weggefallen)
== § 4 - ==
== § 5 - Verwaltungsgerichtsverfahren ==
(1) Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet im ersten und letzten Rechtszug über sämtliche Streitigkeiten, die [[Planfeststellungsverfahren]] und Plangenehmigungsverfahren für Vorhaben nach § 1 dieses Gesetzes betreffen.
(2) Die Anfechtungsklage gegen einen Planfeststellungsbeschluß und gegen eine Plangenehmigung hat keine aufschiebende Wirkung. Der Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung (§ 80 Abs. 5 Satz 1 der Verwaltungsgerichtsordnung) kann nur innerhalb eines Monats nach der Bekanntgabe des Planfeststellungsbeschlusses oder der Plangenehmigung gestellt werden. Treten später Tatsachen ein, die die Anordnung der aufschiebenden Wirkung rechtfertigen, so kann der durch den Planfeststellungsbeschluß oder die Plangenehmigung Beschwerte einen hierauf gestützten Antrag nach § 80 Abs. 5 Satz 1 der Verwaltungsgerichtsordnung innerhalb einer Frist von einem Monat stellen. Die Frist beginnt in dem Zeitpunkt, in dem der Beschwerte von den Tatsachen Kenntnis erlangt.
(3) Der Kläger hat innerhalb einer Frist von sechs Wochen die Tatsachen, durch deren Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung im Verwaltungsverfahren er sich beschwert fühlt, anzugeben. § 87b Abs. 3 der Verwaltungsgerichtsordnung gilt entsprechend.
== § 6 (weggefallen) ==
== § 7 (weggefallen) ==
== § 8 Vertreter des Eigentümers ==
Sind die Eigentumsverhältnisse an einem Grundstück ungeklärt, so hat die kommunale Aufsichtsbehörde der Gemeinde, in der das Grundstück liegt, in den Fällen, in denen ein Plangenehmigungsverfahren oder Vorarbeiten durchgeführt werden sollen, auf Antrag der Planfeststellungsbehörde und in den Fällen, in denen eine vorzeitige Besitzeinweisung angeordnet werden soll, auf Antrag der Enteignungsbehörde innerhalb von zwei Wochen nach Antragstellung einen Vertreter des Eigentümers zu bestellen. § 16 Abs. 3 und 4 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es findet Anwendung.
== § 9 Enteignungsentschädigung, Enteignungsverfahren, gerichtliches Verfahren ==
(1) Für die Enteignung gelten die §§ 86, 87, 90 bis 92 des Baugesetzbuches entsprechend, soweit keine landesrechtlichen Regelungen bestehen. Für die Enteignungsentschädigung gelten die §§ 93 bis 103 des Baugesetzbuches, soweit keine landesrechtlichen Regelungen bestehen.
(2) Das Enteignungsverfahren richtet sich nach den §§ 104 bis 115 und 117 bis 122 des Baugesetzbuches, soweit keine landesrechtlichen Regelungen bestehen.
(3) Für das gerichtliche Verfahren zur Überprüfung der Entscheidungen der Enteignungsbehörde gelten die §§ 217 bis 231 in Verbindung mit § 246a Abs. 1 Satz 1 Nr. 17 des Baugesetzbuchs entsprechend, soweit keine landesrechtlichen Regelungen bestehen.
== § 10 ==
(1) Die Anlegung und der Betrieb neuer Verkehrsflughäfen bedürfen keiner vorherigen Genehmigung nach § 6 Abs. 1 des Luftverkehrsgesetzes. Die Planfeststellungsbehörde regelt den Betrieb des Flughafens und legt den Ausbauplan nach § 12 Abs. 1 Satz 1 des Luftverkehrsgesetzes fest. Nach dem Ergebnis des [[Planfeststellungsverfahren]]s ist eine Genehmigung nach § 6 Abs. 1 des Luftverkehrsgesetzes zu erteilen.
(2) (weggefallen)
== § 11 - Übergangsregelungen ==
(1) Vor Inkrafttreten dieses Gesetzes begonnene Planungsverfahren für Verkehrswege und Verkehrsflughäfen können nach den Vorschriften dieses Gesetzes weitergeführt werden.
(2) Planungen für Verkehrswege und Verkehrsflughäfen, für die ein Verfahren nach den Vorschriften dieses Gesetzes begonnen wurde, sind auch nach den in § 1 Abs. 1 Satz 1 genannten Zeitpunkten nach den Vorschriften dieses Gesetzes zu Ende zu führen. Die Planung gilt als begonnen
# bei [[Linienbestimmung]]en mit dem Antrag auf [[Linienbestimmung]] an das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung,
# bei [[Planfeststellungsverfahren]] mit dem Antrag auf Einleitung der Planfeststellung bei der Anhörungsbehörde,
# bei der Plangenehmigung mit dem Antrag auf Plangenehmigung.
== § 12 - Inkrafttreten ==
Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
a42885d8c94f3f8f93ae4c5bbed785d3a4cef0e1
IRP
0
1048
1110
2006-10-31T19:13:53Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Investitionsrahmenplan]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
4b293c2f384c3a37d94d73f6e8be154fda30dead
Vorlage:Ex-Politiker
10
1304
1622
2006-11-06T23:02:04Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{{PAGENAME}} ({{{Partei}}}) war in seiner Funktion als {{{Funktion}}} ein gewählter Volksvertreter und damit auch ein [[:Kategorie:Entscheidungsträger|Entscheidungsträger]] in der Frage, ob, wann, wo und wie die Autobahn A 39 weitergebaut wird.{{FW - Entscheidungsträger}}
=== {{PAGENAME}} zur geplanten A 39 ===
* ''{{{Zitat}}}''
=== Weitere Informationen ===
* [{{fullurl:Spezial:Search}}?search={{{Suche}}}&fulltext=Suche Wiki-Artikel suchen, in denen {{PAGENAME}} erwähnt wird.]
* [{{{Link}}} Link zur Homepage von {{PAGENAME}} bzw. Kontakt-Informationen].
* [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=category§ionid=6&id=31&Itemid=81 Politikerbefragung des Dachverbandes auf www.keine-a39.de]
d753f1c46e95e3827bb8e192f78f1f56c5812f00
Stefan Porwol
0
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2006-11-06T23:05:43Z
Detlef
6
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text/x-wiki
Dr. {{Ex-Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion= Erster Kreisrat des Landkreises Lüneburg und Landratskandidat der [[CDU]] bei der [[Kommunalwahl]] 2006|Suche=Porwol|Link=http://www.stefan-porwol.de/|Zitat={{mark|Um den Wirtschaftsstandort Lüneburg weiter zu sichern und zu entwickeln, bedarf es dringend des Baus der A 39 als Verlängerung der A 250.}} Die Strassenplaner haben jetzt die von ihnen [[Vorzugsvariante|favorisierte Trasse]] vorgestellt.<br>{{mark|Nach meinem Eindruck ist die vorgeschlagenen [[Linienführung]] sehr gründlich untersucht worden.}} Dabei hat sich bewahrheitet, dass es eine konfliktfreie Trasse nicht gibt. Jetzt heißt es, konstruktiv die [[Vorzugsvariante|vorgeschlagene Trasse]] zu prüfen.<br>{{mark|Allerdings sollte intensiv geprüft werden, ob die bessere Variante nicht ein Verbleiben auf der [[Ostumgehung|Ostumfahrung]] ist.}} Ein Teil der immensen Kosten eines Neubaues am [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] vorbei und der geplante Rückbau der [[Ostumgehung|Ostumfahrung]] könnten besser in [[Lärm]]schutzmaßnahmen (z.B. eine Deckelung im Moorfeld) auf der vorhandenen Trasse investiert werden. Auch anderenorts erleben wir, dass kurzfristige Geschwindigkeitsreduzierungen erforderlich sind - warum nicht auch hier? [http://www.stefan-porwol.de/v_individuell.php]
* ''Nicht nur ich befürworte den Bau der A 39, auch die rot-grüne Bundesregierung hat 2003 im [[Bundesverkehrswegeplan]] einen "vordringlichen Bedarf" hierfür gesehen. Die Fachgutachter favorisieren [[Vorzugsvariante|eine Trasse, die sicherlich nicht unproblematisch ist]]. {{mark|Ich bin deshalb für die Optimierung der [[Ostumgehung]]}}, etwa für [[Lärm|Schallschutz]] durch eine Deckelung.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
* ''Die Autobahn muss so kommen, aber ein klares Nein zur [[Vorzugsvariante]]. Die [[Ostumgehung]] muss ausgebaut, die angrenzende Bevölkerung mit [[Lärm]]schutzwänden und Tempo-Limits entlastet werden.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Landrats-Stichwahl_.281.29|[LZ vom 20.09.2006]]]
* ''Die [[Kommunalwahl|Wahl]] ist nicht hier entschieden, sondern von bundespolitischen Themen und der A39 überlagert worden.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Landrats-Stichwahl_.283.29|[LZ vom 25.09.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Linkspartei
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1518
2006-11-06T23:36:17Z
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6
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Die Linke]]
[[Kategorie:Politiker]]
5c13b47a66baf5fa034380044b8e7afff83525be
Vorlage:FW - Entscheidungsträger
10
1299
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text/x-wiki
<!-- Floating Window 1 -->
__NOEDITSECTION__
<div style="float:right; margin: 1em;">
{| border="1" cellpadding="0" cellspacing="3" rules="all" style="border: 1px solid #dfdfdf; border-collapse:collapse"
<!-- 1. Feld des Rahmens -->
| align="center" |
{| width="100%" cellpadding="3" cellspacing="0" rules="all" style="border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#F9F9F9; border-collapse:collapse"
<!-- ! Das oben drueber bitte stehen lassen ! -->
<!-- Seitenkasten startet ab hier -->
| [[Entscheidungsträger|Weitere '''Politiker:''']]
|-
| '''[[Bündnis 90/Die Grünen]]'''
|-
| '''[[CDU]]'''
|-
| '''[[FDP]]'''
|-
| '''[[SPD]]'''
|-
| '''[[Die Linke]]'''
|}
|}<br>
</div>
ccaa66f812a2d50e3a880139dfc61e0603aa1714
Venderbosch, Jörg (Die Linke)
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2006-11-06T23:49:08Z
Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Jörg Venderbosch]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
52cb3e2218e35473b3ac6375294f4a387ad6f04f
Artikel löschen
0
1257
1528
2006-11-07T00:29:18Z
Detlef
6
/* Löschkandidaten */
wikitext
text/x-wiki
Das Löschen von Artikeln kann nur durch [[Spezial:Listadmins|Administratoren]] erfolgen.
Auf dieser Seite wird diskutiert, ob bestimmte Artikel gelöscht werden sollten.
Dazu ist nachfolgend nur der [[Link]] zu hinterlegen, plus einem Einzeiler und der persönlichen [[Signatur]].
Der Vorschlag wird kurzfristig geprüft und bei Bedarf umgesetzt.
Als '''Löschkandidaten''' kämen z.B. Artikel, Fotos etc. in Frage, die:
* doppelt vorhanden sind,
* eine fehlerhafte Schreibweise (im Linknamen) oder ähnliches aufweisen,
* die Menschenwürde missachten, Gewalt verherrlichen oder dazu aufrufen, insbesondere rassistische, rechtsextremistische und pornografische Darstellungen.
== Löschkandidaten ==
[[Ich_liebe_L%C3%BCneburg]] ist im Gegensatz zu [[Ich_liebe_L%C3%83%C2%BCneburg]] OK. <br>Beim zwoten fehlen die Umlaute in Mozilla/ Firefox.<br>
--[[Benutzer:OD|OD]] 22:26, 7. Okt 2006 (CEST)
: Die Dopplung mit den kryptischen Sonderzeichen ermöglicht, dass alle Mailempfänger, deren Mail-Programm die UTF-Codierung zerhackt, nicht in Nirwana landen. Wir hatten seinerzeit einen entsprechenden Direkt-Link gemailt und auf diesem (Um-)Wege vorgesorgt.<br>Artikel kann so etwa Ende Oktober gelöscht werden. --[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 23:20, 8. Okt 2006 (CEST)
: Artikel gelöscht --[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 01:29, 7. Nov 2006 (CET)
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Natura-2000-Gebiete wurde nach Natura-2000-Gebiet verschoben
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[[Kategorie:Gesetze]]
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Bundesnaturschutzgesetz
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Detlef
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text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|<b>{{PAGENAME}}</b> (BNatSchG) ist die Kurzbezeichnung für das '''Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege'''.
|}
== Weblink ==
* [http://bundesrecht.juris.de/bnatschg_2002/index.html Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundes-Naturschutzgesetz - BNatSchG)]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Wir lieben Lüneburg
0
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1048
2006-11-17T00:47:54Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{|
| {{toc}} || [[Bild:1111 2.JPG|thumb|Ausstellungseröffnung am 11.11.06]]
|}
== Hintergrundinformation ==
{{Kasten blau|
'''„Verliebt in Lüneburg“ - Lüneburger Stadtteile zeigen ihr Gesicht gegen die A 39'''
[[Bild:Ich liebe LG 250.gif|right]]
Lüne, Moorfeld und Ebensberg, in diesen Lüneburger Stadtteilen leben wir in guter Nachbarschaft, engagieren uns, mischen mit und beziehen Stellung. Aus Liebe und Verbundenheit zu unserer Stadt Lüneburg äußern wir unseren Protest gegen die geplanten Autobahn-Varianten durch das Stadtgebiet und gegen das Gesamtbauvorhaben der A 39. Für Lüneburg schlägt unser Herz, deshalb haben wir eine Fotoausstellung unter dem Motto „Wir lieben Lüneburg ...“ entwickelt. Diese verkörpert einen lebendigen Durchschnitt der Bevölkerung. Menschen wie Du und ich beziehen mit ihrem eigenen Foto und ihrer persönlichen Liebeserklärung für die Stadt öffentlich Stellung.
„Verliebt in Lüneburg“ verbindet uns generationsübergreifend ebenso wie der Einsatz für das „Schutzgut Mensch“, das uns bei der Autobahnplanung zu kurz kommt.
Wir haben wir unsere Fotoaktion "Wir lieben Lüneburg ... deshalb keine A 39" am 11.11. eröffnet, denn nur eine närrische Idee gewesen sein, eine Autobahn mitten durch Lüneburger Stadtgebiet zu planen.
Die Plakatwände sind entsprechend an den momentan diskutierten drei Trassenverläufen an der Erbstorfer Landstraße/Ecke Brandheider Weg (Ausbau der Ostumgehung) und Höhe Ebensberg (Ebensberg-Variante) aufgestellt.
Am Eröffnungstag waren alle 100 Portraits entlang der Erbstorfer Landstrasse zeitgleich zu bewundern. Die 14-tägig wechselnde Ausstellung soll während der gesamten Zeit des [[Raumordnungsverfahren]]s laufen, mindestens bis Mitte März 2007.
Nach der [[Kommunalwahl]] setzt sich jetzt auch die Bevölkerung mit ihrem Gesicht für Lüneburg ein, lässt sich selbstbewusst sehen, macht Werbung für unsere Stadt und bezieht öffentlich Stellung gegen die A39! Eine kreative, mutige, sehenswerte Ausstellung. Hoffentlich mit Erfolg.
Alle, die diese Ausstellung [[Spenden|finanziell unterstützen]] oder eines der wunderschönen Sammelposter in DIN A1 erhalten möchten, wenden sich telefonisch an Detlef Giesler, Tel. 850520.
}}
{{Link-Bild-in|Bild=Mp3.gif|Breite=50px|Höhe=25px|Link=Media:Song.mp3}} [[Media:Song.mp3|Das Lied zur Foto-Aktion]], gesungen bei der [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]].
* [[Media:Wir lieben LG Liedertext.pdf|Liedertext zum Ausdrucken]]
== Die Portraits ==
[[Bild:Ich liebe LG 43.jpg]] [[Bild:Ich liebe LG 250.gif]] [[Bild:Ich liebe LG 24.jpg]]
{{Kasten blau|
* [[Wir lieben Lüneburg/Bilder|'''Alle 109 Einzelbilder''' findet Ihr hier in einer separaten Übersicht.]]}}
Von allen Portraits haben wir auch fünf Sammelposter (s.u.) und Postkarten produziert, die wir u.a. für unserer [[Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“]] verwendet haben, also wirklich der Möglichkeiten viele ...
== Sammelposter ==
[[Bild:WwwPoster A1 1.jpg|thumb|left|375px|'''Sammelposter 1''']]
[[Bild:WwwPoster A1 2.jpg|thumb|right|375px|'''Sammelposter 2''']]
[[Bild:WwwPoster A1 3.jpg|thumb|left|375px|'''Sammelposter 3''']]
[[Bild:WwwPoster A1 4.jpg|thumb|right|375px|'''Sammelposter 4''']]
[[Bild:Www_Poster_5.jpg|thumb|right|375px|'''Sammelposter 5''']]
== Presseecho ==
* [[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_unsere_Aktion_.E2.80.9EWir_lieben_L.C3.BCneburg.E2.80.9C|LZ vom 02.11.2006: Lächelnder Protest gegen A 39 - Bürger starten Plakataktion in Lüne und im Moorfeld]]
*[[Presseberichte_November_2006#Kreisbote_.C3.BCber_unsere_Aktion_.E2.80.9EWir_lieben_L.C3.BCneburg.E2.80.9C|Kreisbote vom 08.11.2006: Bürger zeigen Gesicht: Lüneburger Bürger starten ungewöhnliche Plakataktion gegen die A 39]]
*[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_unsere_Aktion_.E2.80.9EWir_lieben_L.C3.BCneburg.E2.80.9C_.282.29|LZ vom 13.11.2006: Lächelnder Protest - Autobahngegner starten Plakataktion in Lüne und im Moorfeld]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Naturschutz
0
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Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[FFH-Gebiete]]
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Landesraumordnungsprogramm
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Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Raumordnungsprogramm]]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Landes-Raumordnungsprogramm
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Raumordnungsprogramm]]
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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NROG
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Detlef
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#REDIRECT [[Niedersächsisches Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Niedersächsisches Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung
0
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2006-12-07T14:16:01Z
Detlef
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/* § 22 - Untersagung raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen */
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text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
| Das Niedersächsische Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung (NROG) konkretisiert das [[Raumordnungsgesetz]] (ROG) für das Land Niedersachsen und beschreibt u.a. die gesetzliche Grundlagen für:
* das [[Raumordnungsverfahren]] (ROV), also Zuständigkeiten, Verfahrensweisen, Fristen u.ä..
* das Landes-[[Raumordnungsprogramm]] (LROP) Niedersachsen
Da für das ROV der geplanten Autobahn A 39 nicht [http://www.recht-niedersachsen.de/2310001/nrog1.htm der vollständige Gesetzestext] bedeutsam ist, sind an dieser Stelle nur die relevanten Passagen zitiert:
|}{{toc}}
== Gesetzestext ==
=== § 1 - Aufgaben der Raumordnung und Landesplanung ===
(1) Die Raumordnung soll die nachhaltige Entwicklung des Landes und seiner Teile unter Beachtung der naturräumlichen und sonstigen Gegebenheiten und unter Berücksichtigung der Anforderungen zur Sicherung des Schutzes, der Pflege und der Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Erfordernisse in einer Weise fördern, die der Gesamtheit und dem Einzelnen am besten dient.
(2) Aufgabe der Landesplanung ist die Aufstellung von Raumordnungsplänen sowie die Abstimmung raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen. Dabei sind die Entwicklungsmöglichkeiten des Landes und seiner Teilräume sowie die unterschiedlichen fachlichen Belange unter Beachtung der dauerhaften Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen gegeneinander abzuwägen und miteinander in Einklang zu bringen.
=== § 2 - Abstimmung mit Nachbarländern und -staaten ===
(1) Raumordnungspläne in Grenzräumen sind frühzeitig mit den Nachbarländern abzustimmen.
(2) Raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen, die Auswirkungen auf Nachbarstaaten haben können, sowie Raumordnungspläne in Grenzräumen sind mit den Nachbarstaaten nach den Grundsätzen der Gegenseitigkeit und Gleichwertigkeit abzustimmen.
(3) In den Verflechtungsbereichen mit den Ländern Hamburg und Bremen soll vom Land unter Mitwirkung der Träger der Regionalplanung mit den Nachbarländern eine gemeinsame informelle Planung betrieben werden.
=== § 3 - Allgemeine Vorschriften über Raumordnungspläne ===
(1) Die Grundsätze gemäß §2 Abs.3 des [[Raumordnungsgesetz]]es ([[ROG]]) und die Ziele der Raumordnung werden in Raumordnungsplänen ([[Landes-Raumordnungsprogramm]]/ Regionale Raumordnungsprogramme) in beschreibender und zeichnerischer Darstellung festgelegt. In Raumordnungsplänen sind Ziele als solche zu kennzeichnen.
(2) Den Raumordnungsplänen ist eine Begründung beizufügen.
(3) Die Raumordnungspläne sind bei Bedarf zu ändern oder zu ergänzen. Dies kann auch in sachlichen oder räumlichen Teilabschnitten geschehen.
=== § 4 - Inhaltliche Anforderungen an Raumordnungspläne ===
(1) Bei der Aufstellung der Raumordnungspläne sind die Grundsätze der Raumordnung gegeneinander und untereinander abzuwägen. Sonstige öffentliche Belange sowie private Belange sind in der Abwägung zu berücksichtigen, soweit sie auf der jeweiligen Planungsebene erkennbar und von Bedeutung sind. In der Abwägung sind auch die Erhaltungsziele und der Schutzzweck der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung und der Europäischen Vogelschutzgebiete nach Maßgabe des §34c Abs.1 bis 5 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes zu berücksichtigen.
(2) In die Raumordnungspläne sind auch raumbedeutsame öffentliche Fachplanungen aufzunehmen; diese sind unter Berücksichtigung fachplanerischer Erfordernisse und unter Abwägung mit anderen raumbedeutsamen Planungen festzulegen.
=== § 5 - Landes-Raumordnungsprogramm ===
(1) Im [[Landes-Raumordnungsprogramm]] ist die angestrebte räumliche und strukturelle Entwicklung des Landes in Grundzügen darzulegen. Das Landes-Raumordnungsprogramm besteht aus zwei Teilen.
(2) In Teil I des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s werden die Grundsätze der Raumordnung für das Gebiet des Landes aufgestellt und die Ziele der Raumordnung zur allgemeinen Entwicklung des Landes festgelegt.
(3) Teil II des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s ist aus Teil I zu entwickeln. In ihm sind Ziele der Raumordnung festzulegen, die für die Entwicklung des Landes oder von Teilräumen des Landes von Bedeutung sind.
=== § 6 - Aufstellung des Landes-Raumordnungsprogramms ===
(1) Das [[Landes-Raumordnungsprogramm]] wird von der obersten Landesplanungsbehörde entworfen. Das Aufstellungsverfahren wird durch Bekanntmachung der allgemeinen Planungsabsichten im Niedersächsischen Ministerialblatt eingeleitet.
(2) An der Erarbeitung des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s sind, soweit sie von den Planungen betroffen sein können, zu beteiligen:
#die Träger der Regionalplanung,
#die Landkreise und kreisfreien Städte, die nicht selbst Träger der Regionalplanung sind,
#die kreisangehörigen Gemeinden und Samtgemeinden,
#die kommunalen Spitzenverbände Niedersachsen,
#die sonstigen öffentlichen Stellen im Sinne des §3 Nr.5 [[ROG]],
#die von der oberen Naturschutzbehörde anerkannten Vereine,
#die Nachbarländer und -staaten,
#Personen des Privatrechts, für die eine Beachtenspflicht (§4 Abs.1, 3 [[ROG]]) begründet werden soll.
Ferner sollen Verbände und Vereinigungen beteiligt werden, deren Aufgabenbereich für die Landesentwicklung von Bedeutung ist. Der Entwurf des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s ist den Beteiligten zur Stellungnahme zuzuleiten. Die von den in Satz 1 Nrn.1, 2, 4 und 6 genannten Beteiligten vorgebrachten Anregungen und Bedenken sind mit ihnen zu erörtern, soweit sie sich auf wesentliche Inhalte des Programms beziehen; mit den sonstigen Beteiligten kann eine Erörterung stattfinden.
(3) Der Landtag beschließt Teil I des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s als Gesetz.
(4) Die Landesregierung beschließt Teil II des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s als Verordnung. Vorher ist dem Landtag Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
=== § 7 - Regionale Raumordnungsprogramme ===
(1) In Regionalen Raumordnungsprogrammen ist die angestrebte räumliche und strukturelle Entwicklung des Planungsraumes darzustellen.
(2) Die Regionalen Raumordnungsprogramme sind aus dem Landes-Raumordnungsprogramm zu entwickeln. Dabei sind die im Landes-Raumordnungsprogramm für den Planungsraum enthaltenen konkreten Ziele der Raumordnung zu übernehmen und, soweit es erforderlich ist und das [[Landes-Raumordnungsprogramm]] dies nicht ausschließt, näher festzulegen. Für die Entwicklung des Planungsraumes können weitere Ziele der Raumordnung festgelegt werden, soweit sie mit den Grundsätzen der Raumordnung und den Zielen des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s in Einklang stehen. Daneben sind diejenigen Ziele der Raumordnung festzulegen, die durch das [[Landes-Raumordnungsprogramm]] den Regionalen Raumordnungsprogrammen vorbehalten sind.
(3) Die Flächennutzungspläne und Ergebnisse der von den Gemeinden des Planungsraumes beschlossenen sonstigen städtebaulichen Planungen sind in der Abwägung gemäß §4 Abs.1 Satz 2 zu berücksichtigen.
(4) Die Regionalen Raumordnungsprogramme benachbarter Planungsräume sind aufeinander abzustimmen. In den engeren Verflechtungsbereichen der Oberzentren ist eine gemeinsame Erarbeitung der Planungen anzustreben, soweit nicht von der Möglichkeit des §26 Abs.2 Gebrauch gemacht wird.
=== § 8 - Aufstellung der Regionalen Raumordnungsprogramme ===
(1) Der Träger der Regionalplanung hat für seinen Bereich ein Regionales Raumordnungsprogramm zu entwerfen. Das Aufstellungsverfahren wird durch öffentliche Bekanntmachung der allgemeinen Planungsabsichten eingeleitet. Für kreisfreie Städte als Träger der Regionalplanung ersetzt der Flächennutzungsplan das Regionale Raumordnungsprogramm; die Absätze 2 bis 5 finden keine Anwendung.
(2) An der Erarbeitung des Regionalen Raumordnungsprogramms sind, soweit sie von den Planungen betroffen sein können, zu beteiligen:
#die kreisangehörigen Gemeinden und Samtgemeinden, die Landkreise und kreisfreien Städte, die nicht selbst Träger der Regionalplanung sind, sowie die öffentlich-rechtlich Verpflichteten in gemeindefreien Gebieten,
#die benachbarten Träger der Regionalplanung,
#die sonstigen öffentlichen Stellen im Sinne des §3 Nr. 5 [[ROG]], die für den Planungsraum zuständig sind,
#die von der oberen Naturschutzbehörde anerkannten Vereine,
#die Nachbarländer und -staaten,
#Personen des Privatrechts, für die eine Beachtenspflicht (§4 Abs. 1, 3 [[ROG]]) begründet werden soll.
Ferner sollen Verbände und Vereinigungen beteiligt werden, deren Aufgabenbereich für die Landesentwicklung oder für die regionale Entwicklung von Bedeutung ist. Der Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms ist den Beteiligten zur Stellungnahme zuzuleiten. Die von den in Satz 1 Nrn.1, 2 und 4 genannten Beteiligten vorgebrachten Anregungen und Bedenken sind mit ihnen zu erörtern, soweit sie sich auf wesentliche Inhalte des Programms beziehen; mit den sonstigen Beteiligten kann eine Erörterung stattfinden.
(3) Das Regionale Raumordnungsprogramm wird vom Träger der Regionalplanung als Satzung beschlossen; es bedarf der Genehmigung der obersten Landesplanungsbehörde, die die Rechtmäßigkeit und die Vereinbarkeit mit den Zielen der Raumordnung überprüft. Die oberste Landesplanungsbehörde kann räumliche oder sachliche Teile des Regionalen Raumordnungsprogramms vorweg genehmigen oder von der Genehmigung ausnehmen.
(4) Die Erteilung der Genehmigung wird vom Träger der Regionalplanung ortsüblich bekannt gemacht. Mit der Bekanntmachung tritt das Regionale Raumordnungsprogramm in Kraft. Die Bekanntmachung tritt an die Stelle der sonst für die Satzungen vorgeschriebenen Veröffentlichungen. Das Regionale Raumordnungsprogramm ist mit seiner Begründung zu jedermanns Einsicht bereitzuhalten; in der Bekanntmachung ist auf den Ort hinzuweisen.
(5) Das Regionale Raumordnungsprogramm tritt zehn Jahre nach seinem Wirksamwerden außer Kraft, sofern es nicht vorher neu festgestellt oder die Frist von der obersten Landesplanungsbehörde nicht verlängert worden ist. Eine Verlängerung kommt in der Regel nur in Betracht, wenn das Regionale Raumordnungsprogramm dem geltenden [[Landes-Raumordnungsprogramm]] nicht widerspricht. Das Regionale Raumordnungsprogramm ist Änderungen und Ergänzungen des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s unverzüglich anzupassen.
(6) Die oberste Landesplanungsbehörde wird ermächtigt, durch Verordnung das Verfahren zur Aufstellung und Abstimmung der Regionalen Raumordnungsprogramme und die Art der Darstellung in den Regionalen Raumordnungsprogrammen zu bestimmen.
=== § 9 - Vereinfachtes Planänderungsverfahren ===
(1) Für Änderungen und Ergänzungen der [[Raumordnungsplan|Raumordnungspläne]] gelten die Vorschriften über die Planaufstellung entsprechend.
(2) Wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden, können Änderungen und Ergänzungen von [[Raumordnungsplan|Raumordnungspläne]] in einem vereinfachten Verfahren durchgeführt werden; §6 Abs.1 Satz 2 und §8 Abs.1 Satz 2 sind nicht anzuwenden. Das vereinfachte Verfahren wird mit der Zuleitung des Entwurfs zur Änderung oder Ergänzung des [[Raumordnungsplan]]s an die Beteiligten eingeleitet. Der Kreis der Beteiligten kann auf die in §6 Abs.2 Satz 1 und §8 Abs.2 Satz 1 genannten Stellen begrenzt und auf eine Erörterung kann verzichtet werden.
=== § 10 - Planerhaltung ===
(1) Eine Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften bei der Aufstellung von [[Raumordnungsplan|Raumordnungsplänen]], die nicht schriftlich innerhalb eines Jahres geltend gemacht worden ist, ist unbeachtlich; §8 Abs.4 bleibt unberührt. Die Jahresfrist beginnt mit der öffentlichen Bekanntmachung des Plans oder der Genehmigung. Auf die Frist des Satzes 1 und auf den Fristbeginn nach Satz 2 ist bei der Bekanntmachung hinzuweisen.
(2) Die Unvollständigkeit der Begründung sowie Abwägungsmängel, die weder offensichtlich noch auf das Abwägungsergebnis von Einfluss gewesen sind, sind unbeachtlich.
(3) Abwägungsmängel, die nicht nach Absatz 2 unbeachtlich sind und die durch ein ergänzendes Verfahren behoben werden können, führen nicht zur Nichtigkeit des [[Raumordnungsplan]]s. Bis zur Behebung des Mangels entfaltet der [[Raumordnungsplan]] keine Bindungswirkung.
=== § 11 - Zielabweichungsverfahren ===
(1) Im Einvernehmen mit den fachlich berührten Stellen sowie im Benehmen mit den betroffenen Gemeinden kann die Abweichung von einem Ziel der Raumordnung zugelassen werden, wenn die Abweichung unter raumordnerischen Gesichtspunkten vertretbar ist und die Grundzüge der Planung nicht berührt werden.
(2) Antragsbefugt sind die öffentlichen Stellen und Personen nach §5 Abs.1 [[ROG]] sowie die kommunalen Gebietskörperschaften, die das Ziel der Raumordnung zu beachten haben.
(3) Dient das Zielabweichungsverfahren der Klärung der Zulässigkeitsvoraussetzungen eines Vorhabens, für das ein [[Raumordnungsverfahren]] gemäß §13 Abs.1 oder 2 durchgeführt werden soll und liegt das Einvernehmen der fachlich berührten Stellen zu der Zielabweichung vor, so können beide Verfahren miteinander verknüpft werden. Die Vorschriften über [[Raumordnungsverfahren]] sind entsprechend anzuwenden. Die [[Landesplanerische Feststellung]] nach §16 Abs.2 hat gleichzeitig eine Aussage über das Ergebnis des Zielabweichungsverfahrens zu treffen.
=== § 12 - Inhalt des Raumordnungsverfahrens ===
(1) Das [[Raumordnungsverfahren]] hat den Zweck festzustellen,
#ob raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen (Vorhaben) mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmen und
#wie raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen unter den Gesichtspunkten der Raumordnung aufeinander abgestimmt oder durchgeführt werden können
(Raumverträglichkeitsprüfung). Diese Feststellung schließt die Prüfung vom Träger der Planung oder Maßnahme eingeführter Standort- oder Trassenalternativen ein.
(2) Im [[Raumordnungsverfahren]] sind die raumbedeutsamen Auswirkungen der Planung oder Maßnahme auf die in den Grundsätzen des §2 Abs.2 [[ROG]] genannten Belange unter überörtlichen Gesichtspunkten zu prüfen. Es schließt die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der raumbedeutsamen Auswirkungen des Vorhabens auf die in §2 Abs.1 Satz 2 des Gesetzes über die [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] genannten Schutzgüter entsprechend dem Planungsstand ein.
=== § 13 - Erforderlichkeit von Raumordnungsverfahren ===
(1) [[Raumordnungsverfahren]] sollen für die durch die Raumordnungsverordnung des Bundes in der jeweils geltenden Fassung bestimmten Vorhaben durchgeführt werden, wenn die Vorhaben im Einzelfall raumbedeutsam sind und überörtliche Bedeutung haben.
(2) [[Raumordnungsverfahren]] können auch für andere raumbedeutsame Vorhaben von überörtlicher Bedeutung durchgeführt werden.
(3) Abweichend von Absatz 1 kann von einem [[Raumordnungsverfahren]] abgesehen werden, wenn die Beurteilung der Raumverträglichkeit des Vorhabens bereits auf anderer raumordnerischer Grundlage hinreichend gewährleistet ist. Dies gilt insbesondere, wenn das Vorhaben
#räumlich und sachlich hinreichend konkreten Zielen der Raumordnung entspricht oder widerspricht,
#den Darstellungen oder Festsetzungen eines den Zielen der Raumordnung angepassten Flächennutzungs- oder Bebauungsplans nach den Vorschriften des Baugesetzbuchs entspricht oder widerspricht und sich die Zulässigkeit dieses Vorhabens nicht nach einem [[Planfeststellungsverfahren]] oder einem sonstigen Verfahren mit der Rechtswirkung der Planfeststellung für raumbedeutsame Vorhaben bestimmt oder
#in einem anderen gesetzlichen Abstimmungsverfahren unter Beteiligung der Landesplanungsbehörde festgelegt worden ist.
=== § 14 - Einleitung eines Raumordnungsverfahrens ===
(1) Der Einleitung eines [[Raumordnungsverfahren]]s geht eine Antragskonferenz voraus, in der die Landesplanungsbehörde mit dem Träger des Vorhabens entsprechend dem Planungsstand und auf der Grundlage geeigneter, vom Träger des Vorhabens vorzulegender Unterlagen Erforderlichkeit, Gegenstand, Umfang und Ablauf des [[Raumordnungsverfahren]]s erörtert. Die Landesplanungsbehörde zieht die wichtigsten am Verfahren zu beteiligenden Behörden, Verbände und sonstigen Stellen hinzu und klärt mit diesen den erforderlichen Inhalt und Umfang der Antragsunterlagen, den Verfahrensablauf und den voraussichtlichen Zeitrahmen ab.
(2) Über die Einleitung eines [[Raumordnungsverfahren]]s entscheidet die Landesplanungsbehörde nach pflichtgemäßem Ermessen binnen vier Wochen nach Eingang der für diese Entscheidung erforderlichen Unterlagen. Bei Vorhaben nach §5 Abs.1 [[ROG]] entscheidet sie im Benehmen mit der zuständigen Stelle oder Person. Auf die Einleitung besteht kein Rechtsanspruch.
=== § 15 - Durchführung des Raumordnungsverfahrens ===
(1) Der Träger des Vorhabens legt der zuständigen Landesplanungsbehörde die für die raumordnerische Beurteilung und die Prüfung nach §12 erforderlichen Unterlagen entsprechend dem Planungsstand vor. §6 Abs.3 und 4 des Gesetzes über die [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] ist entsprechend anzuwenden. Die Landesplanungsbehörde kann die Vorlage von Gutachten verlangen oder auf Kosten des Trägers des Vorhabens Gutachten einholen. Soweit Unterlagen Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse enthalten, sind sie zu kennzeichnen und getrennt vorzulegen. Diesen Unterlagen ist eine Inhaltsdarstellung beizufügen, die unter Wahrung des Geheimschutzes so ausführlich sein muss, dass Dritte abschätzen können, ob und in welchem Umfang sie von den raumbedeutsamen Auswirkungen des Vorhabens betroffen werden können.
(2) §8 Abs.2 Sätze 1, 2 und 4 gilt entsprechend. Äußert sich ein Verfahrensbeteiligter nicht innerhalb von zwei Monaten nach Anforderung der Stellungnahme zu dem Vorhaben oder verlangt er nicht innerhalb dieser Frist unter Angabe von Hinderungsgründen eine Nachfrist für seine Stellungnahme, so kann davon ausgegangen werden, dass das Vorhaben mit den von diesem Verfahrensbeteiligten wahrzunehmenden öffentlichen Belangen in Einklang steht.
(3) Auf Veranlassung der Landesplanungsbehörde legen die Gemeinden, in deren Gebiet sich das Vorhaben voraussichtlich auswirkt, die Verfahrensunterlagen zur Unterrichtung und Anhörung der Öffentlichkeit einen Monat zur Einsicht aus. Ort und Dauer der Auslegung sind mindestens eine Woche vorher ortsüblich bekannt zu machen. Jedermann kann sich bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist bei der Gemeinde schriftlich oder zur Niederschrift zu dem Vorhaben äußern; darauf ist in der Bekanntmachung hinzuweisen. Die Gemeinde leitet die fristgemäß vorgebrachten Äußerungen unverzüglich der Landesplanungsbehörde zu.
(4) Für Vorhaben der militärischen und zivilen Verteidigung gelten die Absätze 1 und 3 nur nach Maßgabe von §15 Abs.5 und 6 [[ROG]].
=== § 16 - Abschluss und Wirkungen des Raumordnungsverfahrens ===
(1) {{mark|Das [[Raumordnungsverfahren]] ist binnen sechs Monaten nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen abzuschließen}}.
(2) Als Ergebnis des Raumordnungsverfahrens stellt die Landesplanungsbehörde fest ([[Landesplanerische Feststellung]]),
#ob das Vorhaben mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmt,
#wie es unter den Gesichtspunkten der Raumordnung durchgeführt und auf andere Vorhaben abgestimmt werden kann und
#welche Auswirkungen im Sinne des §12 Abs.2 Satz 2 das Vorhaben hat und wie diese zu bewerten sind.
Dabei ist auch festzuhalten, zu welchem Ergebnis die Prüfung der Standort- oder Trassenalternativen (§12 Abs.1 Satz 2) geführt hat.
(3) Die Geltungsdauer der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] ist zeitlich zu befristen. Die Frist kann im Einvernehmen mit dem Vorhabenträger verlängert werden; sie ist gehemmt, solange ein vor Fristablauf eingeleitetes Zulassungsverfahren für das Vorhaben nicht mit einer bestandskräftigen Entscheidung abgeschlossen ist.
(4) Die [[Landesplanerische Feststellung]] ist dem Vorhabenträger und den an dem Verfahren Beteiligten zuzuleiten. Eine Ausfertigung der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] ist in den Gemeinden auf Veranlassung der Landesplanungsbehörde einen Monat zur Einsicht auszulegen. Ort und Zeit der Auslegung sind ortsüblich bekannt zu machen. §10 Abs.1 gilt entsprechend.
(5) Das Ergebnis des [[Raumordnungsverfahren]]s ist bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen, die den im [[Raumordnungsverfahren]] beurteilten Gegenstand betreffen, sowie bei Genehmigungen, Planfeststellungen und sonstigen behördlichen Entscheidungen über die Zulässigkeit des Vorhabens nach Maßgabe des §4 Abs.2, 4 und 5 [[ROG]] zu berücksichtigen. Die Pflicht, gemäß §4 Abs.1 [[ROG]] Ziele der Raumordnung und Landesplanung zu beachten, bleibt unberührt. {{mark|Das Ergebnis des [[Raumordnungsverfahren]]s hat gegenüber dem Träger des Vorhabens und gegenüber Einzelnen keine unmittelbare Rechtswirkung.}}
=== § 17 - Vereinfachtes Raumordnungsverfahren ===
Für Vorhaben gemäß §13 Abs.1 oder 2, für die keine [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] vorgeschrieben ist, oder für Vorhaben, die zwar einer [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] bedürfen, die aber nur geringe raumbedeutsame Umweltauswirkungen haben, kann ein vereinfachtes Raumordnungsverfahren ohne integrierte [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] durchgeführt werden. Die §§13 bis 16 sind entsprechend anzuwenden; auf die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß §15 Abs.3 und §16 Abs.4 Satz 2 sowie auf eine Erörterung gemäß §15 Abs.2 Satz 1 in Verbindung mit §8 Abs.2 Satz 4 kann verzichtet werden.
=== § 18 - Kosten des Raumordnungsverfahrens ===
Für [[Raumordnungsverfahren]] werden Kosten nach dem Niedersächsischen Verwaltungskostengesetz erhoben. Gebühren werden jedoch nicht für Vorhaben erhoben, durch die Gemeinden, Landkreise oder andere Körperschaften des öffentlichen Rechts gesetzliche Pflichtaufgaben erfüllen.
=== § 19 - Verwirklichung der Raumordnungspläne ===
Die Träger der Landes- und Regionalplanung wirken auf die Verwirklichung der [[Raumordnungsplan|Raumordnungspläne]] hin. Zur Verwirklichung der Grundsätze und Ziele der Raumordnung sollen die Träger der Regionalplanung die Zusammenarbeit der für die Verwirklichung maßgeblichen öffentlichen Stellen und Personen des Privatrechts fördern. Dies kann insbesondere im Rahmen von Entwicklungskonzepten erfolgen, durch die raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen vorgeschlagen und aufeinander abgestimmt werden; die rechtliche Bindungswirkung der Erfordernisse der Raumordnung bleibt unberührt.
=== § 20 - Raumordnungskataster ===
Die oberste Landesplanungsbehörde führt ein Raumordnungskataster; es soll alle raumbeanspruchenden und raumbeeinflussenden Planungen und Maßnahmen enthalten, die für die Entscheidungen der Landesplanungsbehörden von Bedeutung sind. Die unteren Landesplanungsbehörden liefern die für die Führung des Raumordnungskatasters erforderlichen Informationen aus ihrem Zuständigkeitsbereich, soweit sie ihnen vorliegen.
=== § 21 - Abstimmung raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen ===
(1) Öffentliche Stellen und Personen des Privatrechts nach §4 Abs.3 [[ROG]] haben ihre raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen aufeinander und untereinander abzustimmen.
(2) Die Behörden des Landes, die Gemeinden und Landkreise sowie der Aufsicht des Landes unterstehende sonstige Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sind verpflichtet, den Landesplanungsbehörden die raumbeanspruchenden oder raumbeeinflussenden Planungen, Maßnahmen und Einzelvorhaben aus ihrem Zuständigkeitsbereich frühzeitig mitzuteilen.
(3) Den Landesplanungsbehörden ist auf Verlangen über Planungen und Vorhaben, die für die Raumordnung Bedeutung haben können, Auskunft zu erteilen. Die Auskunftspflicht gilt auch für Personen des Privatrechts nach §4 Abs.3 [[ROG]].
=== § 22 - Untersagung raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen ===
(1) Raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen, die von den Bindungswirkungen der Ziele der Raumordnung nach §4 Abs.1 und 3 [[ROG]] erfasst werden, können untersagt werden
#unbefristet, wenn Ziele der Raumordnung entgegenstehen,
#bis zu zwei Jahre, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass die Verwirklichung in Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder Aufhebung befindlicher Ziele der Raumordnung unmöglich gemacht oder wesentlich erschwert werden würde.
(2) Die Untersagung kann in den Fällen des Absatzes 1 Nr.2 auch bei behördlichen Entscheidungen über die Zulässigkeit raumbedeutsamer Maßnahmen von Personen des Privatrechts erfolgen, wenn die Ziele der Raumordnung bei Genehmigung der Maßnahme nach §4 Abs.4 und 5 [[ROG]] rechtserheblich sind. Die Untersagung ist aufzuheben, soweit ihre Voraussetzungen weggefallen sind.
(3) Widerspruch und Anfechtungsklage gegen eine Untersagung haben keine aufschiebende Wirkung.
=== § 23 - Anpassungspflicht der Gemeinden ===
(1) Die oberste Landesplanungsbehörde kann verlangen, dass die Träger der Bauleitplanung ihre Flächennutzungspläne und Bebauungspläne den Zielen der Raumordnung anpassen.
(2) Werden rechtsverbindliche Bebauungspläne nach Absatz 1 aufgehoben oder geändert, so stellt das Land die Gemeinden von der Entschädigungspflicht nach den §§39, 42 und 44 des Baugesetzbuchs frei, soweit der Betrag 250 Euro übersteigt und im Fall des §44 Abs.1 Satz 3 des Baugesetzbuchs die Gemeinde Ersatz nicht erlangt.
(3) Dient die Aufhebung oder Änderung überwiegend dem Interesse eines bestimmten Begünstigten, so kann das Land das Anpassungsverlangen davon abhängig machen, dass der Begünstigte die sich aus Absatz 2 für das Land ergebenden Entschädigungsverpflichtungen übernimmt.
=== § 24 - Landesplanungsbehörden ===
(1) Oberste Landesplanungsbehörde ist das zuständige Fachministerium. Die Landkreise und kreisfreien Städte nehmen die Aufgaben der unteren Landesplanungsbehörden als Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises wahr. Die Kosten werden im Rahmen des Finanzausgleichs gedeckt.
(2) Ist ein Zweckverband Träger der Regionalplanung, so nimmt er für seinen Bereich die Aufgaben der unteren Landesplanungsbehörde wahr; Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
=== § 25 - Zuständigkeiten der Landesplanungsbehörden ===
(1) Für die Durchführung von [[Raumordnungsverfahren]] sind die unteren Landesplanungsbehörden zuständig.
(2) Berührt ein Vorhaben den Bereich mehrerer unterer Landesplanungsbehörden, so bestimmen diese untereinander die für das [[Raumordnungsverfahren]] zuständige Behörde. Kommt eine Einigung nicht zustande, so bestimmt die oberste Landesplanungsbehörde die zuständige untere Landesplanungsbehörde.
(3) Die oberste Landesplanungsbehörde kann bei Vorhaben von übergeordneter Bedeutung das [[Raumordnungsverfahren]] an sich ziehen.
(4) Die unteren Landesplanungsbehörden sind außerdem zuständig für
#die Durchführung von Zielabweichungsverfahren zu Zielen in Regionalen Raumordnungsprogrammen (§11 Abs.1),
#die Durchführung von Raumordnungsverfahren, die mit Zielabweichungsverfahren nach Nummer 1 verknüpft sind (§11 Abs.3), und
#die Untersagung raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen (§22), die nicht mit dem geltenden oder dem in Aufstellung befindlichen Regionalen Raumordnungsprogramm vereinbar wären.
Die oberste Landesplanungsbehörde ist für Verfahren nach Satz 1 zuständig, wenn es dabei um Vorhaben geht, die nicht mit dem [[Landes-Raumordnungsprogramm]] vereinbar wären.
=== § 26 - Trägerschaft der Regionalplanung ===
(1) Träger der Regionalplanung sind die Landkreise und kreisfreien Städte für ihr Gebiet. Die Träger der Regionalplanung nehmen die Aufgabe der Regionalplanung als Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises wahr.
(2) Die Landkreise und kreisfreien Städte können die Aufgabe der Regionalplanung auch einem Zweckverband übertragen, wenn die Abgrenzung des Verbandsbereichs als Planungsraum dem [[Landes-Raumordnungsprogramm]] nicht widerspricht.
=== § 27 - Überleitungsvorschriften ===
(1) Ist mit der Einleitung, Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder Aufhebung einer raumbedeutsamen Planung oder Maßnahme vor dem In-Kraft-Treten dieses Gesetzes begonnen worden, so sind für das weitere Verfahren die Vorschriften des Niedersächsischen Gesetzes über Raumordnung und Landesplanung in der bisherigen Fassung weiter anzuwenden. Für Raumordnungspläne ist der maßgebliche Zeitpunkt die Einleitung des Beteiligungsverfahrens. Auf §8 Abs.4 und 5 Satz 1 finden die Sätze 1 und 2 keine Anwendung.
(2) Bis zum 31.Dezember 2001 ist §23 Abs.2 in der bisher geltenden Fassung anzuwenden.
=== § 28 - Änderung des Gesetzes über die Bildung des Zweckverbandes "Großraum Braunschweig" ===
§2 des Gesetzes über die Bildung des Zweckverbandes "Großraum Braunschweig“ vom 27. November 1991 (Nds.GVBl. S.305), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. September 1996 (Nds.GVBl. S.418), wird wie folgt geändert:
In Absatz 1 wird die Verweisung "§7"'durch die Verweisung "§26 Abs.2" ersetzt.
Absatz 2 wird gestrichen.
Die bisherigen Absätze 3 bis 5 werden Absätze 2 bis 4.
=== § 29 - Änderung des Gesetzes über den Konimunalverband Großraum Hannover ===
In §2 Abs.2 des Gesetzes über den Kommunalverband Großraum Hannover vom 20.Mai 1992 (Nds.GVBl. S.153), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 1.April 1996 (Nds.GVBl. S.82), wird die Verweisung "§7" durch die Verweisung "§26 Abs.2" ersetzt.
=== § 30 - In-Kraft-Treten ===
(1) Dieses Gesetz tritt 14 Tage nach seiner Verkündung in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt das Niedersächsische Gesetz über Raumordnung und Landesplanung in der Fassung vom 27.April 1994 (Nds.GVBl. S.211), geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 21. November 1997 (Nds.GVBl. S.481), außer Kraft.
== Weblinks ==
*
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Planung
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#REDIRECT [[:Kategorie:Autobahnplanung]]
c4cd3e8807f175f792620a1fee75876dfc1b9e31
St.-Florians-Prinzip
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Detlef
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text/x-wiki
{|
| Das '''Sankt-Florian(s)-Prinzip''' bezeichnet die bequeme Verhaltensweise, Bedrohungen nicht zu lösen, sondern auf andere zu verschieben.
Wenn der Heilige Florian als Schutzpatron gegen Feuer angerufen wird, dann möglicherweise mit diesem freundlichen Vierzeiler:<br>
''Es brennt, o heiliger Florian,<br>heut aller Orts und Enden.<br>Du aber bist der rechte Mann,<br>solch Unglück abzuwenden.'' [http://www.sacraldesign.de/produkte/medaillen/sanktflorian.html]
Eine boshafte Variante mag dem <b>{{PAGENAME}}</b> zugrunde liegen:<br>''Heiliger Sankt Florian / Verschon mein Haus / Zünd andre an!''<br>
In moderner Übersetzung:<br>
''Ich will die Autobahn, aber nicht vor meiner Tür.''
Unterhaltsam: In der Diskussion um die geplante A 39 wird das Prinzip gerne auch umschrieben:
* ''den Schiet anderen Leuten vor die Tür kippen'' und ''auf Kosten unserer Nachbarn'' ([[Andreas Meihsies]])
* ''Doppelmoral vieler Autobahngegner'' ([[Ulrich Mädge]])
* ''Regionalegoismus'' ([[Walter Hirche]])
* ''wie Russisches Roulette: Die geladene Knarre geht rum, und jeder hofft, dass es ihn nicht trifft.'' ([[Miriam Staudte]])
* ''Wenn die zum Thema A 39 sagen "Am besten im Westen", entgegnen wir eben "Wegen der Kosten im Osten"'' ([[Wilfried Bauch]])
| [[Bild:Florian.gif]]
|}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Parteien
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Detlef
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#REDIRECT [[:Kategorie:Politiker]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
2e957d2d6cb9007a275a74eec1c4f23976ca2ec3
Presseberichte April 2006
0
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1322
2006-12-26T17:10:34Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
=== 22. April: {{LZ}} zur Gründung der {{BI}} ===
http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/presse/2006-04-22-landeszeitung-01.gif
=== 19. April: {{LZ}} zur Fristverlängerung für die Stellungnahme der Stadt Lüneburg ===
{{Kasten gelb|
'''<big>A-39-Frist verlängert</big>'''
'''Stadt hat Zeit bis Ende Juli'''
''red Lüneburg.''
Die Kritik war erfolgreich, die Frist wird verlängert. Bis zum 30. Juli hat die Stadt Lüneburg nun Zeit, eine Stellungnahme zur [[Vorzugsvariante]] der geplanten Autobahn 39 abzugeben. Ursprünglich sollten die Einwände und Anregungen der Stadt bereits Ende Juni bei der Regierungsvertretung Lüneburg vorliegen.
Damit entspricht die Raumordnungsbehörde einem Antrag der Stadt. Gleichzeitig schreibt der zuständige Mitarbeiter, Dr. [[Holger Manthey]]: "Im Interesse einer zügigen Durchführung des [[Raumordnungsverfahren]]s würde ich es begrüßen, wenn Sie Ihre Stellungnahme bereits eher abgeben könnten, sofern das möglich ist."
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] begrüßt die Entscheidung der Regierungsvertretung: "Unsere sachlichen Argumente haben sich durchgesetzt", sagt der Verwaltungschef. "Gleichzeitig ist für das Land zu erkennen, dass wir grundsätzlich für den Bau der Autobahn sind, nur die [[Vorzugsvariante]] in ihrer jetzigen Form ablehnen."
Den zusätzlichen Monat Zeit nennt Mädge ausreichend, ist sich zudem sicher, "dass die Verlängerung auch im Interesse der Bürger ist".
}}
=== 15. April ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema [[Lärm]] ====
{{LB|Hans-Dietrich Zeuschner<br>Lüneburg}}
http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/presse/2006-04-15-landeszeitung-02.gif
=== 11. April: {{HA}} zur Auslage der Planungsunterlagen ===
{{Kasten gelb|
'''<big>Lüneburg legt Pläne zur A 39 aus</big>'''
''Von Elke Schneefuß''
'''LÜNEBURG''' -
Die Planungsunterlagen der Niedersächsischen Landesbehörde zur [[Vorzugstrasse]] der A 39 sind seit Montag, 10. April, für die Öffentlichkeit einsehbar.
Zusätzlich zu der Auslegung in der Sodmeisterkörkammer des Lüneburger Rathauses (Eingang A), die von montags bis donnerstags jeweils von 7.45 bis 12 Uhr und freitags von 7.45 bis 12.30 Uhr, sowie montags, dienstags und mittwochs von 13.15 bis 15.30 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr erfolgen kann, ist jetzt auch eine Auslegung im betroffenen Stadtteil Moorfeld vorgesehen.
Im Stadtteilladen Elm (Hermann-Löns-Straße 22/24) sind die Unterlagen auf Stellwänden und am Computer bis Ende April an allen Werktagen von 15 bis 20 Uhr einsehbar.
Zusätzliche Termine können auf Wunsch unter den Telefonnummern 04131/309409 für den Stadtteil Moorfeld und unter 04131/309198 für das Rathaus in Lüneburg vereinbart werden.
Anregungen und Bedenken der Bürger werden von der Stadt gesammelt und werden ausgewertet. Sie können jeweils vor Ort abgegeben werden.
}}
=== 5. April ===
==== {{HA}} zu Planungsdetails ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Autobahn mitten in der Stadt: Fakten zur A 39</big>'''
''Von Elke Schneefuß''
Rund 110 Autobahnkilometer sollen zukünftig die Städte Wolfsburg und Lüneburg verbinden, um die Region dichter an den Hamburger Hafen anzubinden. Kosten in Höhe von Sechshundertachtmillionen Euro werden dafür von dem zuständigen Niedersächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr veranschlagt. Der erste Spatenstich für die Trasse ist für das Jahr 2011 vorgesehen. Einhellig stellten die im Bundestag vertretenen [[Parteien]] das Projekt im Jahr 2002 in den [[Bundesverkehrswegeplan]] ein - doch jetzt regt sich Widerstand: Weil die von der Behörde vorgeschlagene Streckenführung das Lüneburger Stadtgebiet im Nordosten zerschneidet, haben mehrere Bürgerinitiativen und auch die Stadt Lüneburg dem Vorhaben den Kampf angesagt.
Die Gegner befürchten nicht nur überhöhten [[Lärm]] und hohe Schadstoffemissionen in Wohngebieten. Sie sorgen sich auch um den Bestand der 800 Jahre alten Klosteranlage in Lüne, die als eine der schönsten in Norddeutschland gilt.
}}
==== {{HA}} zur [[Vorzugsvariante]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>"Die Autobahnplaner haben uns vergessen"</big>'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Moorfeld: Lüneburger Stadtteil kämpft gegen die A 39. Anlieger fürchten [[Lärm]] und den Anstieg des Grundwasserpegels. Schon jetzt stehen Keller häufig unter Wasser.'''
'''LÜNEBURG''' -
Der Mitbewohner in ihrem Keller hat keinen Namen, und Miete zahlt er auch nicht: Ein winziger Grasfrosch hat es sich bei Heike Gerstenkorn im Untergeschoß gemütlich gemacht. "Solche Gäste haben wir hier öfter", sagt sie - kein Wunder, ihr Haus in Lüneburg-Moorfeld steht beinahe am tiefsten Punkt des Stadtteils, mit Blick auf Wiesen und Weiden. Schon jetzt ist die Feuchtigkeit im Gemäuer des Siedlungshauses aus den 60er Jahren ein Problem: "Das Grundwasser steht immer hoch. Bei heftigen Niederschlägen brauchen wir eine Pumpe, um den Keller trocken zu halten." In Zukunft könnte es noch feuchter werden. Denn wenn die A 39 kommt, ist angeblich auch ein Tunnel geplant, der die Autobahn unter der nahegelegenen Eisenbahnstrecke nach Lübeck hindurchführen soll - außer Wasserschäden müssen die Anwohner dann vielleicht auch mit Senkungsproblemen rechnen. Wie sich die Situation konkret entwickeln wird, wenn die geplante A 39 in Zukunft vor den Haustüren der Moorfelder verläuft, weiß derzeit noch niemand genau. Aber viele der Bewohner des Stadtteils befürchten, daß die Planer der Trasse, die den Nordosten der Stadt durchqueren soll, ihre spezielle Lage nicht berücksichtigt haben. Seitdem das Landesamt für Straßenbau seine sogenannte [[Vorzugsvariante]] für die geplante Autobahn nach Wolfsburg vorgestellt hat, gärt es deshalb in Moorfeld und Lüne. Gründe, sich zu sorgen, haben die Anwohner genug: "Was soll eigentlich passieren, wenn auf der Autobahn ein Unfall mit Gefahrgut passiert? Das wird gefährlich, mitten in der Stadt", sagt Verena Fiedler, die im Brandheider Weg ein Haus bewohnt. So wie sie halten viele Lüneburger die vorgelegte Planung einer Stadtautobahn für nicht mehr zeitgemäß, zumal es nach Ansicht der Betroffenen alternative Streckenführungen gibt, die weniger belastend sind - dieser Ansicht ist auch ihr Oberbürgermeister. "Angesichts der Schwierigkeiten dieser Trasse kann man nur schlußfolgern, daß die Planer wenig Ortskenntnis besaßen", sagt [[Ulrich Mädge]].
Sorgen hat auch Hans-Joachim Spengler, Pastor der Kirchengemeinde in Lüne: "Wenn diese Strecke gebaut wird, leben wir auf einer Insel", sagt er. "Historisch gewachsene Strukturen werden durch die Trasse kaputt gemacht. Und wie die Kinder dann in die Schule und den Kindergarten kommen sollen, ist mir ein Rätsel." Ein Problem, das auch Familie Frohn beschäftigt: Vor rund fünf Jahren ist sie nach Moorfeld gezogen, wohnt stadtnah und trotzdem im Grünen, Platz genug für beide Töchter gibt es auch. Jetzt droht das neue Eigenheim zugelärmt zu werden: "Wir hören jetzt schon die Umgehungsstraße. Das wußten wir, als wir hergezogen sind", sagt Jörg Frohn. "Aber selbst wenn sie die Umgehung stillegen, hilft das nicht. Die A 39 wird viel lauter."
}}
=== 3. April: {{LZ}} zur Demonstration bei der Lüner Zehntscheune ===
{{Kasten gelb|[[Bild:2006_04_03_landeszeitung_01.jpg|thumb|459px|'''Mit einem ironischen Transparent protestierte Karl Parnow-Kloth gegen die A39. Rund 150 Bürger demonstrierten im Dauerregen dagegen, dass die geplante Autobahn direkt an die Häusern in Lüne und im Moorfeld entlang laufen könnte. ''' <br>Foto: t&w]]
'''<big>A 39: Widerstand in Lüne</big>'''
'''Rund 150 Anwohner protestieren gegen die geplante Trassenführung neben Kloster und Schule'''
''ca Lüneburg.''
Alt-Oberbürgermeister Alfred Trebchen ist zwar grundsätzlich für eine Autobahn, aber dass sie durch seinen Stadtteil Lüne und fast über seine Terrasse führen soll, das findet der 90-Jährige schlicht "verrückt". Die Planer sollten "mal aus ihrer Schreibstube kommen und sich hier umsehen". Trebchen zählte zu den rund 150 Demonstranten, die gestern Nachmittag neben der Lüner Zehntscheune gegen den geplanten Bau der Autobahn 39 protestierten.
Kaum einer hatte es bis vor einer Woche für möglich gehalten, dass die [[Vorzugsvariante|Trasse neben Kloster und Schule]] entlang laufen könnte, um so größer ist nun der Schock der Anwohner. Peter Weerda von der Initiative Lebensberg und Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbandes der Anti-A 39-Initiativen, plädierten generell gegen den Bau der Schnellstraße. [[St.-Florians-Prinzip|Man könne die Autobahn nicht vor der eigenen Tür ablehnen, sie aber anderen zumuten wollen]], erklärte Feldhaus. Passend dazu gab es ein Transparent: "Ob im Osten oder Westen, wir lassen uns nicht verpesten." Weerda appellierte an die Politiker aller Couleur, sich von der Autobahnplanung zu verabschieden.
Eckehard Niemann, Pressesprecher der rund 30 Bürgerinitiativen entlang der diskutierten Trassen, empfahl den Bürgern, angesichts der [[Kommunalwahl]]en im September politischen Druck aufzubauen. Er bat sie zudem, dem [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds der Gegner]] beizutreten, um auch juristisch gegen die A 39 vorzugehen. Lebensberg-Aktivist Weerda forderte die Bürger auf, eine weitere Bürgerinitative in ihrem Stadtteil zu gründen.
}}
=== 1. April ===
==== {{LZ}} zur Informationsveranstaltung der Stadt Lüneburg in der Lüner Schule ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Nein zur A 39-Variante</big>'''
'''[[Ulrich Mädge|OB]] und [[CDU]] stellen sich hinter Bürger in Lüne, Moorfeld und am Ebensberg'''
''ca Lüneburg.''
<gallery>
Bild:2006 04 01 landeszeitung 01.jpg|Oberbürgmeister [[Ulrich Mädge]] und Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers erklären in Lüne den Stand zur A39.
Bild:2006 04 01 landeszeitung 03a.jpg|Die rote Linie auf der Karte zeigt, wie die [[Vorzugsvariante]] der A39 direkt am Kloster Lüne (kl. F. oben) und am Meisterweg (kl. Luftbild unten) verläuft.
Bild:Kloster Luene Luftbild.jpg|Kloster Lüne
Bild:2006 04 01 landeszeitung 03b.jpg|Die rote Linie im Luftbild deutet an, wo die [[Vorzugsvariante]] zwischen Meisterweg und ehemaliger Kaserne liegt.
</gallery>
[[Bild:2006 04 01 landeszeitung 02.jpg|thumb|'''Dr. [[Gerhard Scharf]], OB-Kandidat Prof. Dr. Jürgen Lürssen und Fraktionsvorsitzende Regina Baumgarten (v. l. hinten) von der [[CDU]] erklärten gestern Nachmittag vor der Zehntscheune in Lüne vor mehr als 100 Bürgern ihre Position zur A39-Vorzugsvariante: Alle Stadt-Trassen, sowohl durch Lüne, als auf der [[Ostumgehung]] oder am Ebensberg seien induskutabel, hieß es von den Christdemokraten, die grundsätzlich für eine Autobahn sind. Die [[CDU]] fühle sich aber auch aufgerufen, die Interessen der Bürger im Stadtteil zu vertreten.''' <br>F: behns, boldt, scheunemann]]
In einem Punkt herrschte Konsens in der proppevollen Aula der Lüner Schule: "Wir wollen die Autobahn hier nicht haben!" Weit mehr als 100 Anwohner waren gekommen, um sich bei einer Veranstaltung der Stadt von Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]] über die Planungen zur A 39 zu informieren. Die Nachbarn zwischen Lüne und Ebensberg sorgen sich um die Kinder in der Lüner Schule, das Kloster, und sie haben auch Angst vor [[Lärm]] und jahrelangen Bauarbeiten.
Mädge bekannte sich klar zur Autobahn, die Wirtschaft der Region brauche sie. Aber die Trasse dürfe nicht so über Lüneburger Gebiet führen, sinnvoll wäre eine Umfahrung im Westen. Ökologische Bedenken müssten zurückstehen: "Der Mensch hat Vorrang, nicht der Hamster und der Grashalm."
Peter Gurske aus dem Moorfeld wies den Blick in Richtung Sachsen-Anhalt, dort hätten Planer es geschafft, die Autobahn 14 in weiten Bögen um Städte und Dörfer zu legen. Hennig von Alten, Anwohner und Präsident des Verwaltungsgerichts, empfahl, die Trasse schon jetzt politisch zu verhindern. Stehe erst der [[Planfeststellungsbeschluss]], wären Änderungen der [[Linienführung]] rechtlich nur schwer durchzusetzen. Sowohl die [[Vorzugsvariante]] als auch eine alternative Nutzung der [[Ostumgehung]] lehnte von Alten ab.
[[Andrea Schröder-Ehlers]] nannte Zahlen: Heute fahren rund 42 000 Wagen pro Tag über die Umgehung, aufgrund des zunehmenden Verkehrs kann die Zahl in den kommenden Jahren auf 60 000 Wagen steigen. Die könnten nicht über die engen Kurven der [[Ostumgehung]] rollen. Für einen Ausbau müssten nach Aussagen des Straßenbauamtes rund 30 Häuser fallen.
Die Verwaltung forderte die Anwohner auf, ihr Bedenken und Anregungen zu melden. Diese Schreiben werde man im Rathaus durchsehen und bei den städtischen Einwänden berücksichtigen. Für Ende Mai, Anfang April möchte die Stadt zu einer weiteren Bürgerversammlung mit den Straßenplanern einladen.
}}
==== {{LZ}} zur Position der [[Grüne]]n ====
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Grüne]]: Autobahn-Pläne stoppen</big>'''
red '''Lüneburg.''' „Keine A39,
nicht hier – nicht anderswo !“
Diese Resolution bringt die
Fraktion der [[Grüne]]n zur nächsten
Ratssitzung am 4. Mai ein.
Darin heißt es: „Der Rat der
Stadt Lüneburg fordert die Landesregierung
auf, die Planungen
für die A39 im gesamten Suchraum
zu stoppen.“ Zudem solle
der Rat [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister
Mädge]] kritisieren, der nach
dem [[St.-Florian-Prinzip]] die
Bürger in der Stadt schütze,
aber die in Gellersen oder im
Osten des Landkreises mit der
Autobahn belasten wolle. Außerdem
solle die Landesregierung
aufgefordert werden, die
Frist für Stellungnahmen von
Bürgern und Kommunen zur
[[Vorzugsvariante]] um mindestens
drei Monate zu verlängern.
Zur Begründung schreiben
die [[Grüne]]n: Es habe sich bestätigt, dass es keine konfliktfreie
Trasse gebe. Jede erdenkliche
Trasse zerschneide gewachsene
Wohngebiete, zerstöre Natur und
Lebensräume und gefährde
Existenzen. Dieses gelte in Lüneburg wie an jeder anderen
Stelle des Suchraumes. Für Lüneburg räche sich nun die kurzsichtige
politische Initiative der
Ratsmehrheit aus 2003, eine
stadtnahe Anbindung zur A39
zu fordern. Es sei politisch unverantwortlich,
die Autobahn
auf Stadtgebiet verhindern und
anderswo durchsetzen zu wollen.
Die Umsetzung dieses [[St.-Florian-Prinzip]]s würde die gute
Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden
beschädigen.
}}
==== {{HA}} zur [[Vorzugsvariante]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Entsetzen in der Idylle</big>'''
'''Autobahn-39-Trasse in Lüneburg beeinträchtigt Häuser und Kloster.<br>Statt quakender Frösche bald brüllende Lkw?<br>Hausbauer und -besitzer fürchten die geplante neue A 39.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Lüneburg''' -
Seit Beginn dieser Woche zeigt die Idylle tiefe Risse: "Von beschaulichem Kleinstadtleben sind wir im Moment weit entfernt", sagt Birgit Folster, Anwohnerin der Gebrüder-Loewe-Straße im Stadtteil Lüne. Am vergangenen Dienstag hatte das Niedersächsische Landesamt für Straßenbau die [[Vorzugsvariante|bevorzugte Trassenführung]] für die geplante Autobahn A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg vorgestellt. Danach wird Familie Folster irgendwann in Sichtweite der Autobahn Kaffee trinken. Der Blick aus dem vor zwei Jahren errichteten Privathaus der Folsters geht direkt auf die geplante Strecke. Dort, wo jetzt noch Frösche an einem Teich quaken, soll demnächst der Fernverkehr rauschen. "Unser Traumhaus ist nichts mehr wert", sagt Birgit Folster, "Dabei steckt alles, was wir erwirtschaftet haben, hier drin."
Fassungslosigkeit auch bei Daniela Mendel, deren Eigenheim nebenan gerade im Bau ist: "Wir wollen im Sommer einziehen", erklärt sie. "Um uns das leisten zu können, haben wir unsere Eigentumswohnung verkauft und Kredite aufgenommen." Kopfschüttelnd setzt sie hinzu: "Früher habe ich mich gefragt, warum Menschen neben einer Stadtautobahn leben. Jetzt weiß ich, wie so etwas passieren kann."
Befremden und Bestürzung auch ein paar Meter weiter im Westen. Seit 30 Jahren lebt Irmela Momberg auf einer grünen Insel mitten in Lüne. Ihr Haus mit Fensterläden und Sprossenfenstern steht unter jahrhundertealten Bäumen: "Wir haben hier Nachtigallen und Eichhörnchen, die auf unsere Terrasse kommen. Bei Nacht können Sie den Fledermäusen zuschauen." Die Mombergs leben in einem ehemaligen Behelfsheim für Forstarbeiter, das sie umgestaltet haben: "Da haben wir viel reingesteckt." Daß die A 39 demnächst vor ihrer Haustür zu sehen und zu hören sein wird, will sie nicht akzeptieren: "Wir werden uns wehren. Ich verstehe nicht, wie man eine Autobahn mitten durch die gewachsenen Strukturen eines Stadtteils planen kann."
Ihr Unverständnis teilen viele: "Wir sind schon genug belastet", sagt Heide Ebeling, die im Lüner Weg ein modernes Reihenhaus bewohnt: "Diese Ecke ist umzingelt von Straßen und Eisenbahnstrecken." Demnächst könnte sie auch noch vom Hinterland abgeschnitten sein: Ob die Kinder des angrenzenden Stadtteils Moorfeld den Weg zur benachbarten Grundschule und zum Kindergarten nach dem Bau der geplanten Autobahn allein bewältigen können, wird allgemein bezweifelt.
Das historische Ambiente des unter Denkmalschutz stehenden Klosters Lüne (1172 gegründet) wird in jedem Fall beschädigt. "Ich bin eigentlich keine Gegnerin der A 39. Aber gegen diese Streckenführung werden wir die Anwälte bemühen", erklärt Äbtissin Barbara Taglang. Die Kunstschätze des Klosters werden von dem Verkehr auf der nahegelegenen Bahnstrecke Hannover-Hamburg schon genug geschädigt: "Der Hochaltar in der Klosterkirche, die Exponate des Textilmuseums und die Bausubstanz der Anlage, alles leidet." Käme die A 39 dazu, würde sich die Situation insgesamt enorm verschlechtern.
Daß [[Vorzugsvariante|die jetzt vorgestellte Trassenführung]] das Ergebnis einer ausgewogenen Planung ist, wird von den Anwohnern deshalb massiv bezweifelt.
Genährt werden die Zweifel von der topographischen Karte, auf der die Landesbehörde für Straßenbau ihre [[Vorzugsvariante]] der Öffentlichkeit präsentiert hat. Diese Karte ist nicht aktuell, sondern stammt aus den Jahren 2001/2002. "Damals gab es unser Neubaugebiet noch gar nicht. Womöglich haben die uns bei ihrer Planung schlicht übersehen", mutmaßt Anwohnerin Birgit Folster.
Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wehrt sich: "Unser Kartenmaterial stammt aus dem Herbst 2005, das ist städtebaulich auf dem neuesten Stand", sagt Friedhelm Fischer, Leiter der Landesbehörde. Mindestens irritiert ist man aber bezüglich des Kartenmaterials auch bei der Stadt Lüneburg, denn auf Abruf im Internet gibt es für den Betrachter zur Zeit nur die alte Karte, wenn auch aufgefrischt durch die [[Vorzugsvariante]] vom 27. März 2006: "Ich kann mir kaum vorstellen, daß die Landesbehörde mit derart alten Unterlagen geplant hat", meint [[Andrea Schröder-Ehlers]], zuständige Fachbereichsleiterin der Stadt. "Aber wir werden alle Zweifel an der Planung zusammentragen."
Seitens der Stadt hat man eine Arbeitsgruppe eingerichtet und ein Rechtsanwaltsbüro beauftragt, das alle Register gegen die Trasse ziehen soll. Verständlich, denn wenn die geplante Stadtautobahn kommt, würde die Erschließung des Neubaugebiets "Schlieffenpark" an der Bleckeder Landstraße nahezu unmöglich. Wohnungen und Häuser für 2000 Menschen sollten im "Schlieffenpark" entstehen, eine Einkaufsmeile und ein Gründerzentrum für Jungunternehmer waren geplant. Die in den achtziger Jahren begonnene Konversion von Militärbrachen in der Stadt wäre mit diesem Projekt abgeschlossen. Jetzt kann es passieren, daß die Brache eine Wildnis bleibt: "Wer fühlt sich schon wohl neben einer sechs Meter hohen [[Lärm]]schutzwand?" fragt Peter Weerda, Mitglied der Bürgerinitiative Lebensberg. Die Antwort darauf muß man ihm wohl schuldig bleiben.
}}
{{Pressefuss|März 2006|Mai 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ff62e39d713672d6b162250587b787f15fcd9c81
Ulrich Löb
0
1134
1282
2006-12-26T17:11:06Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[Bündnis 90/Die Grünen]]|Funktion=Lüneburger Stadtrat und Vorsitzender des Verkehrsausschusses|Suche=Löb|Link=http://www.gruene-lueneburg.de/index.php?id=69|Zitat={{mark|Die A 39 lehne ich grundsätzlich ab}}. Eine Streckenführung durch Lüneburg und seine Region ist weder umwelt- noch menschenverträglich, und ist eine große Geldvernichtung. Das Geld fehlt aber bei der Wirtschafts- und Ausbildungsförderung. Das [[St.-Florians-Prinzip]] bei der Trassendiskussion der A 39 durch die anderen [[Parteien]] ist mehr als schäbig. Lüneburg darf nicht Durchgangsstation für den Schwerlastverkehr nach Osteuropa werden. Die Hamburg-Pendler sollen durch Verbesserungen im Bus- und Bahnangebot (Ausweitung der Verkehrszeiten, bessere Vertaktung, besserer Service) auch im Umland, den Bau des 3. Gleises und durch eine Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur, in den öffentlichen Personennahverkehr gelenkt werden.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Kommunalwahl-Kandidaten_.28Oberb.C3.BCrgermeisterwahl.29|[LZ vom 02.09.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
fe577f793eaecfbedf15b51e682a4f87a370cd74
Presseberichte Dezember 2006
0
1166
1346
2006-12-27T11:50:21Z
Detlef
6
/* 22. Dezember */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 27. Dezember ===
==== Presseerklärung des {{DV}}: Zwischenbilanz ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Gegner auf der Überholspur</big>'''
Die Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 bewerten das vergangene Jahr als weitere Etappe bei der Verhinderung einer unsinnigen Renommier-Autobahn: „In der Öffentlichkeit gelten wir mittlerweile als mindestens gleichstarke Kraft gegenüber den A39-Befürwortern“, so Annette Niemann als eine der Sprecherin des Dachverbands der A 39-Gegner, „unseren detaillierten Argumenten haben die Pro-A39-Politiker bisher kaum mehr als ideologische Autobahn-Glaubenssätze entgegen zu setzen – und der Glaube daran nutzt sich immer mehr ab.“
In den letzten drei Jahren des Widerstands sei die Zahl der Unterschriften gegen die A 39 auf mehr als 40.000 gestiegen, die Zahl der Bürgerinitiativen auf 34 und die Summe im [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Klagefonds]] für die juristische Auseinandersetzung auf etliche Zehntausend Euro. Das [[Raumordnungsverfahren]] habe mittlerweile dreimal vertagt werden müssen, die 15.000 Einwendungen signalisierten auch für die Zukunft einen erfolgreichen Widerstand, ebenso die wachsende Mitgliedschaft von Gemeinden im [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds]]. „Unsere Bewegung gewinnt ihre Stärke aus der Verankerung in allen Schichten der Bevölkerung“, so Niemann, „insbesondere auch im Mittelstand und in der Landwirtschaft.“ Bundesweit sei die Bewegung gegen die A 39 eine der stärksten gegen unsinnige Milliarden-Großprojekte, davon zeugten auch zahlreiche Anfragen anderer Bürgerinitiativen und Betroffener aus ganz Deutschland.
Zahlreiche Kommunal-[[Politiker]] aus allen demokratischen [[Parteien]] äußern sich nach Einschätzung von Frau Niemann mittlerweile ablehnend oder skeptisch zur Notwendigkeit der A 39. „Es ist traurig und verantwortungslos, dass sich - trotz des kläglichen [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses - bisher kein namhafter [[Politiker]] der Regierungs[[parteien]] traut, für eine vorurteilsfreie Neubewertung der A 39 und möglicher Alternativen zu plädieren. Deshalb leidet unsere Region weiterhin darunter, dass dringliche Ortsumgehungen, Verkehrskonzepte und innovative Projekte auf Eis liegen – wegen einer parteipolitisch lancierten und längst überholten Illusions-Autobahn, die wegen knapper Finanzen und der Konkurrenz anderer Lobbygruppen ohnehin nie kommen wird...“
Der erfolgreiche Widerstand gegen die A 39, so Annette Niemann, sei deshalb ein elementarer Baustein der Regionalentwicklung. Im neuen Jahr werde man den Schwerpunkt auf das laufende [[Raumordnungsverfahren]] legen und verhindern, dass die [[EU-Strukturfonds|EU-Fördermittel („Ziel-1“)]] für die perspektivlose A 39-Planung missbraucht würden – auf Kosten wichtiger Projekte von Kommunen und Unternehmen.
}}
=== 22. Dezember ===
==== {{LZ}} über Klagefonds ====
{| {{tabelle auto}}
|'''<big>Reinstorf tritt Klagefonds bei</big>'''
'''Gemeinde unterstützt Kampf gegen A 39'''
cw '''Reinstorf'''. Die erste
Haushaltsdebatte unter neuen
politischen Vorzeichen im
Schützenhaus verlief relativ
harmonisch. Nur gegen Ende
der Gemeinderatssitzung in
Reinstorf uferten die Diskussionen
zwischen [[CDU]] und [[SPD]]
wie in alten Zeiten wieder etwas
aus. Dabei bot der Haushalt
nur wenig Spielraum für
Änderungsanträge. Zwar bemerken
auch die Reinstorfer
den Konjunkturaufschwung an
ihren Einkommensteuereinnahmen,
„aber insgesamt lässt sich
der Haushalt nur durch den
Griff in die Rücklage decken“,
erklärte Gemeindedirektor Rainer
Sievers.
Besonders misslich sei die
Situation bei der Gewerbesteuer.
„Der Ansatz ist bereits drastisch
reduziert und selbst diese
15 000 Euro sind noch sehr
optimistisch zu sehen“, betonte
Sievers. Dies sei aber auch kein
Wunder, nicht zuletzt auch deswegen,
weil Unternehmen wie
die Sparkasse nicht mehr vor
Ort seien.
Größere Posten im Verwaltungshaushalt
sind für die Planungen
der Dorferneuerung
(53 000 Euro) und des Baugebietes
Erbsenberg II (23 000
Euro) vorgesehen. Als neue
Haushaltsstelle wurde „Unterhaltung
von Spielplätzen“ mit
einem Etat von 1000 Euro eingerichtet.
Im kommenden Jahr wird
Reinstorf seine Bekanntmachungskosten ersetzen lassen
und ein Tempomessgerät für
3000 Euro anschaffen. {{mark|Außerdem tritt Reinstorf dem Schutz- und
Klagefonds gegen die geplante
A39 bei, was sich mit
400 Euro im Haushalt bemerkbar
macht.}}
Ursprünglich war der größte
Posten die Flurneuordnung gewesen.
Die Gemeinde sitzt in
den Startlöchern und hatte
350 000 Euro vorgesehen.
„Aber wir werden durch die
Beschwerde eines Landwirtes
blockiert, der nicht einmal aus
Reinstorf kommt“, ärgerte sich
Rainer Sievers. Das ganze gehe
jetzt vor das Oberverwaltungsgericht
und das könne dauern.
So sitze die Gemeinde Reinstorf
nun auf ihren Rücklagen,
die sich in der vergangenen
Legislaturperiode nahezu verdoppelt
hätten, wie Michael
Vinke von der [[CDU]] vorrechnete.
Er stellte vier Änderungsanträge zum Haushalt, die alle
mit den Stimmen der [[SPD]]-Mehrheit
abgelehnt wurden.
Dabei ging es um höhere
Summen bei der Straßenunterhaltung,
Kostenübernahme für
Informationsreisen des Arbeitskreises
Dorferneuerung, den
Neubau eines Kleinplatzspielfeldes
und die Finanzierung des
Tempo-Messgerätes über Werbung.
|}
=== 19. Dezember ===
==== {{LZ}} über geplanten Trassenverlauf ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 bleibt im Osten</big>'''
'''Vorzugsvariante bei Bodenteich korrigiert'''
''ml''
[[Bild:LZ 2006 12 19 1.jpg|thumb|460px|'''Die A39-Vorzugsvariante verläuft weiterhin im Osten. Lediglich bei Bad Bodenteich (Kreis) ist die Trasse verändert worden.''' ''Grafik: nh'']]
Lüneburg. Die Vorzugsvariante
der Autobahn 39 wird
nur geringfügig von der bisherigen
Planung abweichen. „Bei
Bad Bodenteich verläuft die
Trasse auf zehn Kilometern
Länge bis zu zwei Kilometer
östlicher als vorgesehen“, sagte
gestern Dr. Holger Manthey
von der für das [[Raumordnungsverfahren]]
zuständigen Regierungsvertretung
Lüneburg.
Zuvor hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Unterhaltung
diesen Abschnitt überarbeitet. Auslöser war die
Absicht des niedersächsischen
Umweltministeriums, Flächen
in diesem Bereich als Vogelschutzgebiete
an die EU nachzumelden.
Bei Bad Bodenteich
nisten vor allem Heidelerche
und [[Ortolan]] ([[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Verschiebung_des_Er.C3.B6rterungstermins_.281.29|LZ berichtete]]).
Da die „Optimierung der
Vorzugsvariante“, so der offizielle
Sprachgebrauch, in einem
eng begrenzten Raum vorgenommen
wird, „sind keine Auswirkungen
auf die Vorzugsvariante
nördlich und südlich . . .
zu erwarten“, heißt es. Im Klartext:
Die [[Vorzugsvariante]] verläuft weiterhin im Osten.
Laut Manthey werden jetzt
alle Beteiligten über den neuen
Verlauf informiert, Betroffene
können bis Ende Februar 2007
eine Stellungnahme abgeben.
„Im April ist dann der Erörterungstermin,
der ursprünglich
Ende dieses Jahres geplant
war“, erklärte Manthey weiter.
}}
==== {{HA}} über Planungsgespräch im Bundesverkehrsministerium ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Mädge bei Spitzenrunde</big>'''
''es''
'''LÜNEBURG''' -
Das für den Sommer geplante Spitzengespräch zwischen der [[SPD]]-Bundestagsabgeordneten [[Hedi Wegener]] und dem Bundesverkehrsministerium in Sachen A 39 findet nunmehr schon am 29. Januar in Berlin statt. Teilnehmen werden auch Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]), Landrat [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) sowie der parlamentarische Staatssekretär Achim Großmann ([[SPD]]). Auf der Tagesordnung stehen außer dem Trassenverlauf A 39 auch das dritte Gleis zwischen Lüneburg und Hamburg. Gesprochen werden soll außerdem über eine Elbvertiefung und den Elbe-Seiten-Kanal, der von der neuen Generation der Containerschiffe, den "Europaschiffen", aufgrund der Maße des Schiffshebewerkes nicht befahren werden kann.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/12/19/655947.html Quelle]
}}
=== 9. Dezember ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} - Widerstand in Reimform ====
{{LB|
Harald Kerl<br>Lüneburg
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Widerstand in Reimform</big>'''
'''A 39-Debatte'''
<center>
Die A 39, der helle Wahn<br>man erklärt ne' Ortsumgehung kurzerhand zur Autobahn!
Die Nachrichten kommen oft aber knapp<br>[[Politiker]] haben versagt - das hält uns auf Trab!
Noch "singen" die Autoreifen ihre Melodie,<br>auf der Ortsumgehung oder A 39 oder wie?
Zerrissen werden die Menschen bald,<br>Verwandte, Freunde, Nachbarn: Es wird kalt!
30 Häuser sollen weichen - der Abriss droht<br>viele Familien sind dann in großer Not!
Noch wohnen wir nebst Ameise, [[Ortolan|Vogel]] und Maus<br>doch wenn der Apfelbaum verblüht, geht's raus!
Die Häuser gebaut von einer Generation,<br>jetzt zerstört!<br>Was macht das schon!
Gespielt als Kinder haben wir<br>jetzt folgt die A 39 als Autobahn hier!
Traurig aber wahr<br>[[Politiker]] sind schon sonderbar!
Meinen Eltern ich den Wunsch erfüllt hab'<br>"Verkaufe nie dein Elternhaus!" Niemals, bis in's Grab!
Doch all das ist null und nichtig<br>
für [[Politiker]] vollkommen unwichtig!
Ich sage es ganz ungeniert:<br>"Hier wird eine schöne Wohngegend demontiert!
Und rechnet mit unserem Widerstand!<br>Wir stehen hier fest und Hand in Hand!"
}}
<includeonly>
=== Datum ===
==== Zeitung über Thema ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Original-Titel</big>'''
'''Untertitel'''
''Autor''
'''Ort''' -
Text
[Link Quelle]
}}
</includeonly>
{{Pressefuss|November 2006|Januar 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
3e0b0b3e0af6a5353312556f03cccf38c6f270e4
Politik
0
1440
1864
2007-01-09T00:00:07Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Politiker]]
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Klostertrasse
0
1049
1112
2007-02-08T17:35:10Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Vorzugsvariante]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Arbeitsgruppe Internet
0
1018
1050
2007-02-08T19:13:00Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
== Was machen wir? ==
Wir betreuen die Internetpräsenz der {{BI}}.
Bei Fragen zum Umgang mit unserer Wiki-Plattform helfen wir gerne. Als erster Tipp: [[Hilfe]].
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Jpfiedler|Jens-Peter Fiedler]] (Gruppensprecher)
#[[Benutzer:Detlef|Detlef]]: Wiki
#[[Benutzer:OD|Olaf ]]
#[[Benutzer:Rico|Rico]]
{{Chatlink}}
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
3c1b123d8f1430269a5da6e36eeda7cb7508a8ed
Raumordnungsprogramm
0
1074
1162
2007-02-13T16:16:55Z
Detlef
6
/* Weiterer Verfahrensablauf */
wikitext
text/x-wiki
Das Landes-Raumordnungsprogramm (LROP) Niedersachsen ist der niedersächsische '''Raumordnungsplan''' auf der Basis des [[Niedersächsisches Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung|Niedersächsischen Gesetzes über die Raumordnung und Landesplanung]] ([[NROG]]).
== Aktuelles ==
'''Grundlegende Novellierung des Landes-Raumordnungsprogramms Niedersachsen'''
Die niedersächsische Landesregierung hat am 17. Oktober 2006 den Entwurf zur Novellierung des Landes-Raumordnungsprogramms (LROP) für das Beteiligungsverfahren freigegeben.
...
Im Zuge der LROP-Novellierung wird erstmals eine strategische Umweltprüfung durchgeführt. Mit der Umweltprüfung wird sichergestellt, dass erhebliche Umweltauswirkungen des Programms frühzeitig erkannt, nachvollziehbar ermittelt, beschrieben und bewertet werden. Zudem werden Möglichkeiten zur Minimierung oder Vermeidung von negativen Umweltauswirkungen geprüft. Die Prüfergebnisse für den vorliegenden LROP-Entwurf sind in einem Umweltbericht dokumentiert, der als Teil D in die Begründung des LROP integriert ist (vgl. download "Umweltbericht"). Im Beteiligungsverfahren besteht auch für die allgemeine Öffentlichkeit die Gelegenheit, zum Umweltbericht wie auch zur LROP-Verordnung Stellung zu beziehen.
'''Hinweis:'''
Die Möglichkeit, den LROP-Entwurf hier als download einzusehen, ersetzt nicht das Beteiligungsverfahren nach § 6 NROG. Dieses ist Mitte November 2006 förmlich eingeleitet worden. Dabei ist es für die beteiligten Stellen und für die Öffentlichkeit möglich, Stellungnahmen auf elektronischem Weg unter [http://www.lrop-online.de www.lrop-online.de] abzugeben.
[http://www.ml.niedersachsen.de/master/C11234917_N11234568_L20_D0_I655.html Quelle: Niedersächsische Landesregierung]
== Weiterer Verfahrensablauf 2007 ==
*März/April Auswertung
* Mai Erörterung
* Juli Einbringung in Landtag
== Weblinks ==
* [http://www.ml.niedersachsen.de/master/C362122_N14742_L20_D0_I655.html Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen auf der Internetseite des Niedersächsischen Ministeriums für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz]
* [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C15924018_L20.pdf Gesetzestext]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Autobahnnix
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[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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1902
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Detlef
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AutobahnNix wurde nach Autobahnnix verschoben
wikitext
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#REDIRECT [[Stintaktion]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Bündnis 90/Die Grünen
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Detlef
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text/x-wiki
{{Entscheidungsträger}}
Die Grünen vertreten eine einheitliche Position zur A 39:
* Stadt- und Kreisverband: Die A 39 wird abgelehnt - in jeder Trassenvariante. [[Presseberichte_September_2006|[1]]]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Ulrich Löb|Löb, Ulrich]]
* [[Andreas Meihsies|Meihsies, Andreas]]
* [[Miriam Staudte|Staudte, Miriam]]
== Weblinks ==
http://www.gruene-lueneburg.de/
[[Kategorie:Politiker]]
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AutobahnNix
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[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Erörterung
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Raumordnungsverfahren]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Kloster-Trasse
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#REDIRECT [[Klostertrasse]]
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Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[A39-Verhüterli]]
[[Kategorie:Aktionen]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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BI-Stammtisch
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2007-05-23T15:36:59Z
Detlef
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BI-Stammtisch wurde nach BI-Treff verschoben
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text/x-wiki
#REDIRECT [[BI-Treff]]
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Aktion A39-Verhüterli
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text/x-wiki
#REDIRECT [[A39-Verhüterli]]
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Spenden
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text/x-wiki
__NOTOC__ __NOEDITSECTION__
== Geld spenden an die {{BI}} ==
{|
| [[Bild:Spenden.jpg]]
| '''Gemäß [[Satzung#§_5_Mitgliedsbeiträge|§ 5]] unserer [[Satzung]] werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben.<br>Die Abgabe von freiwilligen Zuwendungen und Spenden ist zulässig.'''
|}
=== Spendenkonto ===
Bisher konnten fast alle anfallenden Kosten aus Spontanspenden beglichen werden, z.B. für:
* [[Aktionen]]
* Internet
* Kopierkosten
* [[Plakate]]
* [[Downloads#Plakate_.26_Poster|Schilder]]
* [[T-Shirts]].
Trotzdem freuen wir uns über Unterstützung jeglicher Art. Bitte sprechen Sie diesbezüglich unseren Kassenwart [[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]], Moorweg 42 an.
Hier unsere Bankverbindung für alle, die ihre Spende lieber überweisen möchten:<br>
'''Spar'''kontonummer: 398 249 672<br>
Bankleitzahl: 240 501 10<br>
Bank: Sparkasse Lüneburg
=== Geplante [[Projekte]] ===
[[Kinowerbung]]
=== Mitarbeit ===
Die [https://www.all-inkl.com/ Serverkosten] für das {{wiki}} sind überschaubar.
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[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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TEN
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Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Transeuropäisches Verkehrsnetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
ed249572f2f2f984352f04e92926f2a7570b2949
Transeuropäisches Verkehrsnetz
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2007-06-06T16:01:58Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
Das '''t'''rans'''e'''uropäische Verkehrs'''n'''etz, kurz '''TEN''' steht für einen Ansatz der EU zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, d.h. Straßen-, Schienen- und Binnenwasserstraßennetz.
Angedacht sind "30 vorrangige Achsen und Projekte", in dieser Liste ist allerdings nicht eine Autobahn in Deutschland zu finden.
== Finanzierung ==
Da noch keine TEN-V-Rechtsvorschriften existieren, sind auch die Möglichkeiten einer konkreten Finanzierung lediglich angedacht: ''"Die EU könnte einen gewissen Beitrag zur Finanzierung dieser Projekte leisten, aber den größten Anteil müssen nationale und regionale Regierungen sowie der Privatsektor aufbringen."''
''"Die Gesamtkosten für den Abschluss der 30 vorrangigen Achsen bis 2020 wurden 2004 auf 225 Mrd. EUR geschätzt, ... Die jüngsten Angaben der Mitgliedstaaten von Anfang 2005 zeigen, dass sich der Restinvestitionsbedarf auf insgesamt 252 Mrd. EUR erhöht hat. Würden alle anderen Projekte von gemeinsamem Interesse, die nicht auf der Schwerpunktliste erscheinen, mit einbezogen, würden die Gesamtkosten für die Vollendung des TEN-V 600 Mrd. EUR übersteigen."''
== TEN & A39 ==
Da die Finanzierung der A39 weder national (s. [[Investitionsrahmenplan]]) gesichert ist noch eine deutsche Autobahn überhaupt Teil der TEN-Idee ist, kann man Forderungen der A39-Befürworter nach einer ''"Einbindung der A 39 in das Transeuropäische Straßennetz TEN" '' [[Presseberichte_Mai_2007#Kreisbote_zum_Nordland-Autobahn-Verein|(KB vom 30.05.07)]] bestenfalls als frommen Wunsch bezeichnen. Auffällig in diesem Zusammenhang ist auch die Wunschübersetzung des Kürzels TEN mit Transeuropäischem Straßennetz, die suggeriert, dass es bei diesem Projekt ausschließlich um Strassenbau ginge.
== Weblinks ==
* [http://ec.europa.eu/ten/transport/projects/doc/2005_ten_t_de.pdf]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
5e74acdc8242f992d31da911ce12ecb9b8917f18
Wiki der BI Lüne-Moorfeld:Impressum
0
1246
1506
2007-06-07T07:42:24Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Kasten blau|'''Impressum:'''
[http://www.bi-luene-moorfeld.de www.bi-luene-moorfeld.de]
Das {{wiki}} ist eine Informationsplattform der {{BI}}, Mitglied im
[http://www.keine-a39.de Dachverband der Gegner der A 39].
V.i.S.d.P.: [mailto:bi-luene-moorfeld@gmx.de Stefanie Becker, Detlef Giesler, Jens-Peter Fiedler]
21337 Lüneburg<br>
* [[Satzung]]
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}}
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
f6ccf37b8e8092a63141cbdf56dcb528cdf1203a
Presseberichte Mai 2007
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1412
2007-06-09T10:56:11Z
Detlef
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/* 24. Mai */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 30. Mai ===
==== {{KB}} zum Nordland-Autobahn-Verein ====
{{Kasten|1=
'''<big>Club der Autobahnfreunde</big>'''
'''[[Nordland-Autobahn-Verein]] fordert Einbindung in transeuropäisches Fernstraßennetz'''
'''Lüneburg''' (ft) - Die Einbindung der A 39 in das Transeuropäische Straßennetz [[TEN]], die zügige Durchführung des Planverfahrens und den unverzüglichen Baubeginn nach der [[Planfeststellung]] – das sind die drei zentralen Forderungen der Mitglieder des [[Nordland-Autobahn-Verein]]s ([[NAV]]). Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung in Lüneburg informierten sie sich über den aktuellen Planungsstand.
Wolfram Klein, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, wurde zum
neuen Vorsitzenden gewählt. Die Vereinsmitglieder waren sich darin einig, dass die verkehrsinfrastrukturelle Erschließung Nord-Ost-Niedersachsens nicht
durch den Ausbau von Bundesstraßen effektiv erreicht werden könne. „Seit der Erstellung der [[Verkehrsuntersuchung Nordost]] ([[VUNO]]) und Erarbeitung des
[[Bundesverkehrswegeplan]]s 2003 ist belegt, dass der Ausbau der Bundesstraßen verkehrlich wie ökologisch die schlechtere Variante wäre", stellte Klein fest.
„Dies wird in der öffentlichen Diskussion leider immer wieder falsch wiedergegeben."
Vor diesem Hintergrund fordert der [[NAV]] weiter, dass das Verkehrsprojekt A39/A14 mit den Autobahnen Lüneburg-Wolfsburg und Magdeburg-Schwerin sowie der Querspange im Raum Salzwedel in Gesamtkonzeption zügig vorangebracht wird. Dabei müsse die Querspange zwischen der A 39 und A 14 bis zur Stadt Celle als leistungsfähig ausgebaute Bundesstraße weitergeführt werden. Deshalb unterstützt der [[NAV]] die Bestrebungen des Landes Niedersachsen, auch diese Weiterführung in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s aufnehmen zu lassen.
[[Bild:KB 2007 05 30 2.jpg|thumb|124px|'''Die Lüneburger [[Ostumgehung]] wird aller Voraussicht nach Teil der Autobahn 39'''<br>Foto: stk/A]]
"Für den [[Nordland-Autobahn-Verein]] bleibt in Ergänzung zur A 39 die Weiterführung der Autobahn in Richtung Norden mit einer Ostumfahrung Hamburgs und einem Verkehrsknotenpunkt
im Raum Lübeck für die Lösung der verkehrsinfrastrukturellen Herausforderungen im norddeutschen Raum unverzichtbar", so Klein. Der Verein setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass
die A 39 als Teil einer „Nordland-Autobahn“ mit einer Elbquerung im Zuge der A 21 und der möglichen Fehmarnbelt-Querung als neue Süd-Nord-Magistrale in das System des Transeuropäischen Verkehrsnetzes aufgenommen wird.
Der 1969 gegründete [[NAV]] ist ein Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern, Landkreisen, Städten, Firmen und Einzelpersonen mit dem Ziel, den Ausbau des überregionalen Straßennetzes, insbesondere den Bau einer zügigen Autobahnverbindung zwischen dem Harz und dem Raum Magdeburg im Süden und der Insel Fehmarn im Norden zu fordern. Rüdiger Schacht, Leiter des Geschäftsbereiches Standortpolitik in der IHK zu Lübeck, wurde in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Alexander Wollny, Leiter des Fachbereichs Bauwesen beim Landkreis Gifhorn, wurde neu in den Vorstand gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Dr. Bernd Meier, IHK Braunschweig, [[Andrea Schröder-Ehlers]], Stadt Lüneburg, und Gert Stöckicht, Stadt Uelzen.
}}
{{Kasten blau|
Der verharmlosend als ''Club der Autobahnfreunde'' bezeichnete [[Nordland-Autobahn-Verein]] ist bekannt, siehe den aufklärenden [[Nordland-Autobahn-Verein|Artikel]] auf unserer Internetseite.
Interessant weil selbstentlarfend ist die Forderung des NAV, die A39 in ein "[[TEN|transeuropäisches Fernstraßennetz]]" einzubinden. "Auf in die Billiglohnländer Osteuropas" wäre wohl eine ehrlichere Aussage. Bleibt hinzuzufügen, dass der bei der IHK Lüneburg-Stade heimische NAV e.V. in keinem niedersächsischen Vereinsregister, sondern beim Amtsgericht Lübeck registriert ist und die Lüneburger Verkehrs- u. Umweltdezernentin [[Andrea Schröder-Ehlers]] als Vorstandsmitglied des [[NAV]] wohl kaum geeignet ist, die 5.000 Einwände der Lüneburger zielgerecht zu verwerten. Dieses gilt es, im anstehenden Landtagswahlkampf herauszustellen.
Eine rechtschaffend freche Lüge ist die Aussage Wolfram Kleins in Bezug auf die verkehrswirtschaftliche Untersuchung NORDOST ([[VUNO]]):
Als Ergebnis der [[VUNO]] wurde der '''Bau der A 39 ausdrücklich nicht empfohlen''', sondern - wie von Klein verneint - der '''Ausbau der Bundesstraßen'''.
Zitat:
''Aus der verkehrswirtschaftlichen Untersuchung NORDOST ergibt sich folgendes Resümee:''
''Die Ergebnisse weisen über alle Fachbereiche übereinstimmend aus, daß die im gültigen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen als weiterer Bedarf ausgewiesene Ergänzung des Autobahnnetzes um die A 14 und A 39 (Netzfall X) die im Untersuchungsraum vorhandenen Defizite nur teilweise zu beheben vermag und darüber hinaus mit gravierenden ökologischen Risiken verbunden ist. Aus den Untersuchungen haben sich stattdessen folgende Ergänzungen des Fernstraßennetzes als sinnvoll und weniger beeinträchtigend herausgestellt ... :''
* ''Autobahn von Ludwigslust über Stendal bis Magdeburg
* '''''zügig geführte Bundesstraßen von Lüneburg''' über Salzwedel bis Osterburg, von Wolfsburg bis Salzwedel, von Osterburg über Havelberg und Wittstock bis Mirow.''
}}
=== 26. Mai ===
[[Bild:LZ_2007_05_26_1.jpg|thumb|460px|'''Jens-Peter Fiedler (l.) und Detlef Giesler zeigen die Kondomschachteln, die BI geht mit einer Startauflage von 250 Stück auf den Markt. Das Verfallsdatum der Verhüterlis ist aus ihrer Sicht dasselbe wie für die [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn|Planung der Autobahn 39]]: 2011 sei beides unbrauchbar.'''<br>Foto: t&w]]
==== {{LZ}} zur [[Aktion A39-Verhüterli]] ====
{{Kasten|1=
'''<big>Mit Witz und Liebe gegen A 39</big>'''
'''[[A39-Verhüterli|Provokantes Verhüterli]] soll die Autobahn verhindern'''
ca '''Lüneburg'''. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die Autobahn 39 gibt Gummi – und das im Wortsinn: Mit [[A39-Verhüterli|„A 39-Verhüterlis“]] machen die Aktivisten erneut auf die aus ihrer Sicht unsinnige Schnellstraße aufmerksam. Die Idee hatte Jens-Peter Fiedler, Detlef Giesler und andere halfen bei der Umsetzung. Die Verpackungen zeigen verschiedene Slogans etwa:
„Make love, no highways.“
Gegen [[Spenden]] will die BI die [[Kondom]]e am Info-Stand auf der Grapengießerstraße verteilen.
Das nächste Mal am Sonnabend, 2. Juni, von 10 bis 14 Uhr.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur angedachten Deckelung der sogenannten Ostumgehung ====
{{LB|Martin Knoop<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Luftnummer Deckel</big>'''
'''„Stadt will Deckel für Ostumgehung“, [[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|LZ vom 20. April]]'''
Auf das Wort unserer [[Politiker]]
ist Verlass, wirklich, wir
fühlen uns verlassen. Hier wird
geschickt eingefädelt, um mit
aller Gewalt die A 39 auf der
kurvenreichen [[Ostumgehung]]
durchzusetzen. Nach der [[Klostertrasse|Kloster-(Schein)Variante 502]] soll
nun durch die (Schein)Variante
586 erreicht werden, was durch
die Variante 503 nicht machbar
war, um diese doch noch zu
realisieren.
Durch den Zick-Zack-Kurs
beim Verlauf einer möglichen
A39 im Raum Lüneburg werden
wir Anwohner im Moorfeld
nach wie vor in unserer Lebensplanung
und -qualität weiter
menschenunwürdig auf lange
Sicht im Ungewissen gelassen
und immer wieder mit neuen
Planungen verunsichert.
Es ist nicht nachvollziehbar,
wie ein Deckel ohne Beeinträchtigungen der Anwohner
(Abriss u. ä.) auf der [[Ostumgehung]]
befestigt werden sollte;
vielleicht aus der Luft. Mir
scheint das ganze als Luftnummer.
Wie planen denn die [[Politiker]] und Planer z. B. einen Autobahnunfall mit Vollsperrung ohne Standstreifen und Nothaltebuchten?
}}
=== 24. Mai ===
==== {{LZ}} zum St.-Florian-Streit in der Ostheide ====
{{Kasten|1=
'''<big>Parteienzwist wegen geplanter Autobahn 39</big>'''
'''CDU zweifelt Standhaftigkeit des Bürgermeisters an'''
kre '''Wendisch Evern'''. Meinhard Perschel, [[CDU]]-Fraktionschef im Rat der Gemeinde Wendisch Evern und im Samtgemeinderat Ostheide, zweifelt an der Standfestigkeit des Ostheider Samtgemeindebürgermeisters Norbert Meyer ([[SPD]]) im Kampf gegen die A 39: "Beim [[Erörterung]]stermin im [[Raumordnungsverfahren]] in Uelzen vor wenigen Wochen hat Meyer eine Trassenführung entlang des Elbe-Seitenkanals südlich von Lüneburg gefordert", ärgert sich Perschel und legt nach: [[St.-Florians-Prinzip|"Damit duldet der Bürgermeister indirekt die A 39 auf Samtgemeindegebiet, obwohl der Bau dieser Autobahn von der Ostheider Politik klar abgelehnt wird."]]
Dass bei ihm in Sachen A 39 ein Sinneswandel eingetreten sei, weist Meyer mit Nachdruck zurück: "Ich war, bin und werde auch weiterhin gegen den Bau dieser Autobahn sein", betont Norbert Meyer, "das habe ich Herrn Perschel mehrfach versucht, klarzumachen." Der Vorschlag, die Trasse an den Kanal zu verlegen, stamme auch nicht von ihm, sondern von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: "Als Samtgemeindebürgermeister muss ich abwägen, was für alle Bürger die verträglichste Lösung ist", erklärt der Rathauschef.
Widerstand gegen die geplante A 39 werde man auch weiterhin in der Gemeinde Wendisch Evern leisten, macht auch Ortsbürgermeister Rudi Kiener ([[SPD]]) deutlich. "Die Gemeinde will diese Autobahn nicht, und von dieser Meinung werden wir keinen Millimeter abweichen", unterstreicht Kiener. Und weiter: "Nicht umsonst ist Wendisch Evern deshalb dem [[Schutz- und Klagefonds]] beigetreten."
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juni_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_St.-Florian-Streit_in_der_Ostheide|07.06.: Einheitliche Linie]]
=== 15. Mai ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Meinungsfreiheit ====
{{LB|Doris Schley<br>Melbeck}}
{{Kasten|1=
'''<big>Plakate abgerissen</big>'''
'''"Melbeck und die A 39"'''
Obwohl [[Walter Hirche|Herr Minister Hirche]] - für alle - verständlich gemacht hat, dass eine A 39 für Melbeck absolut keine Entlastung bringen wird, stehen an den Ortsausgängen Melbecks noch Schilder "Ja zur A 39".
Um zu verdeutlichen, dass diese Schilder nicht die einhellige Meinung der gesamten Bevölkerung darstellen, sondern bei vielen nur Verwunderung auslösen, haben wir unsere Meinung mit Hilfe von fünf Schildern und drei kleinen Zetteln in Plastikhüllen auch kundgetan, nämlich: "Keine A 39 - dafür aber eine Ortsumgehung!"
Diese Schilder sind - bis auf eines außerhalb des Ortes - schnurstracks entfernt worden. Man höre und staune.
Nach über 60 Jahren Demokratie gibt es nach meiner Ansicht immer noch Holzköpfe, die die Meinungsfreiheit Andersdenkender nicht gelten lassen können.
}}
=== 5. Mai ===
==== Leserbrief in der {{LP}} zur angedachten Deckelung der sogenannten Ostumgehung ====
{{LB|Jürgen Hempel<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Unser OB Mädge ist eingeknickt</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#L.C3.BCnepost_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|"Lüneburg will ein Dach für die neue Autobahn", LP vom 21. April]]'''
Nun soll sie kommen, die Autobahn
39 – und ausgerechnet im
Verlauf der [[Ostumgehung]]! Wer
hätte das gedacht?
Da hieß es noch, die Kurvenradien
seien zu eng, Häuser
müssten weichen. Nein, dann
lieber eine Trasse, die am Kloster
vorbeizieht. Und damit war
OB Mägde auf der Schusslinie,
sein Lieblingskind – der Schlieffenpark
– war dem Opfer nahe.
Doch weit gefehlt, unser OB
ist eingeknickt, jetzt gibt er kleinlaut
bei. Noch vor der [[Kommunalwahl]]
erzählte uns Mädge,
dass er die westliche Umgehung
durchsetzen werde. Keine Autobahn
durch Lüneburg und auch
nicht über den Ebensberg. Und
jetzt ist er ein Umfaller.
Alle haben ihm für seine Kandidatur
die Wahlstimme gegeben,
auch die Ebensberger. Wo
bleibt das Versprechen, Herr
Mädge? Dabei war doch schon
glasklar erkennbar, dass die Verwaltung
der Stadt Lüneburg ein
Ultimatum gestellt hatte. Entweder
[[Klostertrasse]] oder [[Ostumgehung]]!
Und wer glaubt, dass die [[Ostumgehung]] beim Ausbau zur A 39 gedeckelt wird, der ist blauäugig!
}}
{{Pressefuss|April 2007|Juni 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
85e46bc93d866b4716c2baf1bfd420661d3d7798
Die Grünen
0
1249
1512
2007-06-10T12:00:03Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Bündnis 90/Die Grünen]]
[[Kategorie:Politiker]]
dd5495e1f4d9ff16d72527569f2c6fa40bef3ea2
Schröder-Ehlers, Andrea (SPD)
0
1130
1274
2007-06-10T12:57:42Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Andrea Schröder-Ehlers]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
c5a70c1ca93c6a112a40e8e94c4695f6e341c16c
Monika Schumann-Schilling
0
1124
1262
2007-06-12T15:14:13Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{{Politikerin|Bild=[[Bild:Schumann-Schilling.png]]|Partei=[[FDP]]|Funktion=Fraktionsvorsitzende der [[FDP]] im Lüneburger Kreistag, stellvertretende Landrätin (bis zur [[Kommunalwahl|Kommunalwahl am 10. September]])|Suche=Schumann-Schilling|Link=http://www.fdp-lueneburg.de/person.php?person_id=4127&return=%2Fpersonen.php|Zitat=Ja, weil ich mir neue [[Arbeitsplätze]] davon verspreche. Aber keinesfalls die [[Vorzugsvariante]], weil hier auf den Menschen zu wenig Rücksicht genommen wird. Diese Haltung habe ich durch mein Stimmverhalten in der Kreistagssitzung am 17. Juli diesen Jahres auch zum Ausdruck gebracht. Ich präferiere eindeutig eine für Natur und Mensch besser verträgliche Trasse.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
* ''Sehr geehrter Herr Giesler,<br>wie ich Ihnen schon telefonisch mitteilte, hat die [[FDP]]-Fraktion im Lüneburger Kreistag, deren Vorsitzende ich bin, geschlossen gegen die [[Vorzugsvariante]] der geplanten A 39 gestimmt.<br>Ein Argument in meiner Rede war, dass der {{mark|"Mensch" im Gegensatz zur "Natur" zu wenig}}, oder fast gar nicht {{mark|berücksichtigt worden ist}}. Dieses ist für mich absolut nicht verständlich und daher auch nicht tragbar.<br>Mit freundlichen Grüßen<br>Monika Schumann-Schilling
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
a038570177a00ca0b527bcdcd3a70c3cba676dcf
Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“
0
988
990
2007-06-12T15:25:57Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
[[Bild:Ich_liebe_LG_250.gif|thumb|250px|'''Postkarten für die Mitglieder des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag (22.09.2006).<br>Aktion "[[Wir lieben Lüneburg]]"''']]
== Die Aktion ==
Am 21. September 2006 übereichten wir [[Hedi Wegener]] im Deutschen Bundestag 77 Postkarten zur Weitergabe.
Auf unseren "[[Wir lieben Lüneburg]]-Postkarten" erhielten [http://www.bundestag.de/ausschuesse/a15/index.html die 36 Mitglieder des Verkehrsausschusses und ihre 36 VertreterInnen], sowie [[Hedi Wegener]] selbst und die Bundesminister Sigmar Gabriel, Dr. Ursula von der Leyen, Peer Steinbrück und Wolfgang Tiefensee eine personalisierte Karte mit folgendem Anschreiben:
{{Kasten gelb|Berlin/Lüneburg, den 21.09.2006
Sehr geehrte/r <tt>(Vorname Name)</tt>,
wir sind heute zu Besuch im Deutschen Bundestag und möchten Sie als MdB auf diesem Wege herzlich bitten, uns zu helfen:
Die Autobahn A 39 soll mitten durch städtische Wohngebiete mit Kindergärten und Schulen sowie schützenswerten Naherholungsgebieten unter fragwürdiger Verwendung von fast einer Milliarde Steuergelder gebaut werden.
Wir bitten Sie daher, die Diskussion um die Sinnhaftigkeit der A 39 erneut in den Verkehrsausschuss hineinzutragen, Alternativen zu entwickeln bzw. eine Neubewertung vorzunehmen.
Bitte besuchen Sie unsere Internetseite www.bi-luene-moorfeld.de für weitere Informationen.
In der Hoffnung auf ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen in unserer Region erwarten wir Ihre Antwort.
Viele Grüße aus Lüneburg,
Ihre Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
[mailto:bi-luene-moorfeld@gmx.de bi-luene-moorfeld@gmx.de]
}}
Jetzt sind wir gespannt auf die Resonanz.
[[Kategorie:Aktionen]]
== Reaktionen ==
=== Wolfgang Tiefensee ===
{{Kasten|{{LB|''Antwortschreiben<br>vom 9.10.2006:''}}
* [[Media:2006-10-09 BI Luene-Moorfeld 552865.pdf|Antwortschreiben vom 9.10.2006 (PDF)]]}}
=== Hans-Joachim Hacker ===
{{Kasten|{{LB|''Antwortschreiben<br>vom 2.10.2006:''}}
Liebe Mitglieder der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld,
herzlichen Dank für die Postkarte zum Thema A39. Diese Autobahnmaßnahme
ist Bestandteil des vordringlichen Bedarfes des
[[Bundesverkehrswegeplan]]es. Die Einordnung der Maßnahme geht auf den
Wunsch des Landes Niedersachsen zurück und wird aus dem
parlamentarischen Bereich unterstützt. Als Abgeordneter aus
Mecklenburg-Vorpommern kann ich dieses Meinungsbild nicht in Frage
stellen. Sicher werden Sie eine ausführliche Stellungnahme von den MdB's
aus Niedersachsen, insbesondere aus der Region erhalten, durch die die
A39 verlaufen soll.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Joachim Hacker
Mitglied des Deutschen Bundestages
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Fon: +49 (0) 30 - 227-79313
Fax: +49 (0) 30 - 227-76618
E-Mail: hans-joachim.hacker@bundestag.de
Internet: [http://www.hans-joachimhacker.de www.hans-joachimhacker.de]}}
=== Peter Hettlich ===
{{Kasten|{{LB|''Antwortschreiben<br>vom 31.10.2006:''}}
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe MitstreiterInnen,
am Freitag sind wir auf Umwegen an die konkreten Projektlisten des sog.
[[Investitionsrahmenplan]]es 2006-2010 ("Fünfjahresplan") gekommen.
Erfreulich ist, dass die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg nicht
enthalten ist. Kein Grund für Sie und uns die Arbeit einzustellen, aber
ein Etappensieg.
Mit freundlichen Grüßen aus dem Büro Peter Hettlich
Rüdiger Herzog
030/227-71866}}
=== Patrick Döring ===
{{Kasten|{{LB|''Antwortschreiben<br>vom 17.10.2006:''}}
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre Karte vom 21.09.2006.
Gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist die Grundlage für Arbeit und Wohlstand. Der Verkehr auf unseren Strassen nimmt ständig zu: Bis 2015 rechnen Experten mit einem Zuwachs im Personenverkehr von 22%, im Güterverkehr sogar von 80% (gegenüber 1997). Um diesen Zuwachs bewältigen zu können, sind insbesondere in Regionen mit einem schwach ausgebauten Fernstrassensystem wie Lüneburg umfangreiche Investitionen nötig. Heute rollt der gesamte Verkehr über Bundes- (B4, B 244) und Landstrassen und konzentriert sich in den Ortsdurchfahrten. Für den dort lebenden Mensch und die Natur bedeutet dies (unnötige) Belastungen durch [[Lärm]], Umweltverschmutzung und die Gefahr von Unfällen. Durch den Bau der A 39 können diese Belastungen stark reduziert werden, es entstünden Ausweichmöglichkeiten wenn die B 4 überlastet ist.
Des Weiteren ist moderne Logistik auf gute Verkehrsanbindung angewiesen, um die nötige Flexibilität zu erreichen. Ansiedlungen von Unternehmen entstehen bevorzugt in der Nähe von Autobahnen, was die Schaffung neuer [[Arbeitsplätze]] ermöglicht. Folglich haben Regionen mit guter Autobahnanbindung ein höheres Wachstum, ein höheres Pro-Kopf-Einkommen und mehr Steuereinnahmen als schlecht angebundene Regionen.
Bezüglich des [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses ist festzustellen, dass die Entscheidung für den Bau der A 39 auf einem Bewertungsverfahren (Ersteller: Bundesverkehrsministerium) basiert, welches die positiven und negativen Auswirkungen gegeneinander abwägt. Kriterien stellen zum Beispiel Erreichbarkeit, Umwelt, Transportkosten, Sicherheit, regionalwirtschaftliche Aspekte und Wegeerhaltungskosten dar. Bei der A 39 kam man zu dem Ergebnis, dass jeder investierte Euro volkswirtschaftliche Werte in Höhe von 3,40 Euro erzeugt.
Von der Sinnhaftigkeit der A 39 bin ich deshalb überzeugt. Bei der Wahl der Trasse wird sich die FDP dafür einsetzen, dass der Landschaftsverbrauch so gering wie möglich gehalten wird und die Anwohner möglichst wenig mit neuem [[Lärm]] belastet werden, außerdem sollte die A 39 meiner Meinung nach nicht über Lüneburger Stadtgebiet verlaufen.
In der Hoffnung bei Ihnen für meine Ansicht Verständnis zu erhalten,
Mit freundlichen Grüßen,
Patrick Döring, MdB
--
Patrick Döring, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 / 227-73510
Fax: 030 / 227-76510
patrick.doering@bundestag.de
[http://www.patrick-doering.de www.patrick-doering.de]}}
=== Das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 wird neu berechnet ===
{{Kasten|
'''<big>Neue Rechnung für die A 39</big>'''
'''[[Nutzen-Kosten-Faktor]] wird ermittelt'''
''red'' '''Lüneburg'''. Das Land Niedersachsen wird das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 - von Autobahn-Gegnern immer wieder gefordert - neu berechnen. Dies soll nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s passieren, das vermutlich noch bis Frühjahr 2007 dauert.
Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage der [[Grüne]]n im Bundestag hervor.
Bisher gibt es nur einen [[Nutzen-Kosten-Faktor]] für das Gesamtprojekt: A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg und A 14 von Schwerin nach Magdeburg mit einer ausgebauten Bundesstraße als Querspange. Der Faktor liegt bei 3,4. Das bedeutet, der volkswirtschaftliche Nutzen wird als 3,4mal höher eingeschätzt als die Kosten und negativen Folgen des Autobahnbaus.
Mit dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s wird für März 2007 gerechnet, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann, in seiner Antwort. Das Verfahren sagt im Ergebnis, ob die Autobahn machbar ist und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt hat. Noch im nächsten Jahr sei mit der endgültigen [[Linienbestimmung]] durch das Verkehrsministerium zu rechnen.
Staatssekretär Großmann schätzt zurzeit, dass die A 39 rund 437 Millionen Euro kosten wird. Für den ersten Bauabschnitt von Uelzen bis Lüneburg wird mit Kosten von 200 Millionen Euro gerechnet. [[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|[LZ vom 06.10.2006]]]
}}
128ffc3180db556222df1283184c44c8714c620e
Jörg Venderbosch
0
1119
1252
2007-06-12T15:26:20Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[Die Linke]]|Funktion=Abgeordneter im Lüneburger Kreistag|Suche=Venderbosch |Link=http://www.linkspartei-lg.de/pdf/Seite_4_final.pdf|Zitat=Ich lehne den Bau der A 39 grundsätzlich ab. Die Autobahn schafft, wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge, keine neuen [[Arbeitsplätze]]. Außerdem ist der Autobahnbau umweltfeindlich und mit Kosten von etwa einer Milliarde Euro sehr teuer. Das drängende Verkehrsproblem in Melbeck ist durch eine Umgehungsstraße schneller und kostengünstiger als durch die Autobahn zu lösen.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
686a801bc9ac7678d9c28f3bcc45292ff64ed131
Presseberichte Februar 2007
0
1173
1360
2007-06-12T15:27:57Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 22. Februar ===
==== {{HA}} zur [[Stintaktion]] ====
{{Kasten gelb|1=
'''PROTEST „[[Autobahnnix|AUTOBAHNNIX]]“ WIRD AUFGESTELLT'''
'''<big>Ein Stint gegen die A 39</big>'''
'''Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld macht mit ihrer Fisch-Skulptur bei der Stadtmarketing-Aktion mit. Gewünschter Standort ist vor der Industrie- und Handelskammer.'''
'''Elke Schneefuß'''
Lüneburg
[[Bild:HA 2007 02 22.jpg|thumb|460px|'''Gabriele Parnow-Kloth (v.l.), Verena Fiedler, Frank Kracht und Detlef Giesler von der BI Lüne-Moorfeld wollen ihren Stint in der Innenstadt aufstellen.''' FOTO: HEIDELBERG]]
Knallrot ist er, mit silbrig
glänzenden Flossen: Der Stint
mit dem Namen „[[Autobahnnix]]“
schwimmt gegen die geplante
Trasse der A 39. Demnächst
wird er in der Lüneburger
Innenstadt zu bewundern
sein. „Beantragt haben
wir einen Standplatz direkt
vor der IHK“, sagt Gabriele
Parnow-Kloth, Mitglied der
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld.
Wenn die Lüneburger
Stadtmarketing GmbH am 3.
März die von Bürgern und
Firmen gestalteten Pappfische
als „Hingucker“ in den
Fußgängerzonen aufstellt,
soll „[[Autobahnnix]]“ den Protest
der Moorfelder verdeutlichen:
„Wir wollen Druck machen
gegen die geplante Trasse.
Auch im Landtagswahlkampf
werden wir präsent
sein“, verspricht Gabriele
Parnow-Kloth. Seit Bekanntwerden
der Autobahnpläne
auf Lüneburger Stadtgebiet
hat sich die Situation in ihrem
Wohnviertel nicht verbessert:
„Die ersten Häuser stehen
leer und finden keinen Käufer.
Das gab es früher nicht“,
erinnert sie sich. Die Mitglieder
der Bürgerinitiative wollen
nicht weichen: „Wir bleiben
hier und leisten Widerstand“,
sagt Detlef Giesler,
der gleichfalls im Moorfeld
wohnt. Den Mitgliedern der
BI ist klar, dass ihr Kampf gegen die A 39 einen langen
Atem braucht, denn das Verfahren
für die Trassenplanung
wird noch einige Zeit in
Anspruch nehmen.
„Wenn das [[Raumordnungsverfahren]]
abgeschlossen
ist, wird das
Bundesverkehrsministerium
über
die vorgeschlagene
Streckenführung
entscheiden“,
erläutert
Bernd Rczeppa
von der Regierungsvertretung
Lüneburg das weitere Vorgehen
− erst danach schließt
sich das [[Planfeststellungsverfahren]]
bei den Straßenbaubehörden
an: „Im Rahmen
des [[Raumordnungsverfahren]]s
mussten wir ein EU-Vogelschutzgebiet
nachmelden.
Wir rechnen aber damit, unseren
Part im Laufe des Sommers
abschließen zu können.“
Bis zum ersten Spatenstich
für die neue
Autobahn wird es
trotzdem noch eine
ganze Weile dauern:
„Da können
auch noch mal zehn
Jahre ins Land gehen“,
meint Rczeppa.
Die Mitglieder
der Bürgerinitiative
schreckt das nicht:
„Wenn das Vorhaben konkreter
wird, wird auch der Widerstand
erstarken“, meint
Gabriele Parnow-Kloth.
Auch Verena Fiedler,
gleichfalls Anwohnerin der
geplanten Trasse, ist sicher,
dass ihre Bewegung Zulauf
haben wird: „In Lüne und
Moorfeld sind wir auch vom
dritten Gleis betroffen. Der
Lärm und die Erschütterungen
treffen uns zusätzlich zu
der geplanten Autobahn.“
Einen Vorgeschmack auf die zukünftige Verkehrssituation bekommen die Anwohner schon jetzt: „Seit Sperrung der Reichenbachbrücke ist auf der [[Ostumgehung]] eindeutig mehr Verkehr. Es ist deutlich lauter geworden. Wenn Autobahn und drittes Gleis kommen, sind wir in Lüne und Moorfeld eingekeilt.“
}}
=== 14. Februar ===
==== {{LZ}} zum Lüneburger Verkehrspreis ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Lüneburger Verkehrspreis</big>'''
nh '''Lüneburg'''.
Neuwahlen gab es beim Lüneburger Kreisverband des umweltorientierten [http://www.vcd.org Verkehrsclubs Deutschland (VCD)]. Im Vorstand bestätigt wurden Claudia Schmidt und Peter Mohr. Neu gewählt wurden Hans-Christian Friedrichs und Verena Verron. Der Schwerpunkt der Verbandsarbeit soll in diesem Jahr auf der Durchführung einer überregionalen Diskussionsveranstaltung zur A 39 im März sowie auf der Werbung fürs Radfahren liegen. Für innovative und umweltorientierte Verkehrskonzepte will das Team einen "Lüneburger Verkehrspreis" vergeben.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Treibhausgase ====
{{LB|Henning Soltau<br>Scharnebeck}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Kein Geld für A 39</big>'''
'''Klimawandel, LZ-Berichte'''
Die Klimastudie der UN warnt eindringlich vor den dramatischen Folgen des Klimawandels. Ungeachtet dieses Berichts wird gleichwohl die Forderung erhoben, hier eine 100 km lange Schneise für die Parallel-Autobahn A 39 zu roden und zu betonieren. Dabei existiert für dieses Vorhaben nicht nur keine Untersuchung, die die Notwendigkeit bestätigt. Vielmehr haben für mich staatliche Fachleute wiederholt festgestellt, dass die A 39 nicht erforderlich ist und dass der Ausbau vorhandener Straßen dem prognostizierten Verkehrsaufkommen genügt. Zudem erspart der Straßenausbau gegenüber dem Bau der A 39 erhebliche Mittel, die dringend für andere Aufgaben wie Bildung und Forschung benötigt werden. Ist danach die Forderung nach der A 39 noch mit einem verantwortungsbewussten Handeln für zukünftige Generationen und ihre Umwelt vereinbar?
}}
=== 13. Februar ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum anstehenden Besuch Sigmar Gabriels ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Autobahn besiegelt</big>'''
'''[[Presseberichte_Februar_2007#9. Februar|„Prominenz im Anmarsch“, LZ vom 9. Februar]]'''
Sigmar Gabriel hat am 6. Juni 2002 als Ministerpräsident Niedersachsens mit dem damaligen Bundesumweltminister Kurt Bodewig per Handschlag die Hosenträgervariante und damit die A39 besiegelt. Der sinnvolle Ausbau der Bundesstraßen war damit vom Tisch. Seit vielen Jahren setzt er sich dafür ein, dass durch unsere Landkreise eine Autobahn gebaut werden soll, deren Bedarf mehr als zweifelhaft ist und deren [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] bisher nicht ermittelt wurde. Als Bundesumweltminister wird er im Verfahren entscheiden, ob der naturschutzfachliche Planungsauftrag für die A39 abgearbeitet wurde. Ob wir das Ergebnis der Prüfung durch diesen Wolf im Schafspelz bereits heute kennen?
}}
=== 10. Februar ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Treibhausgase ====
{{LB|Stefan Kuhlmann<br>Adendorf}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Klima zwingt zu Tempolimit</big>'''
'''"Kanzlerin macht Lobbyisten brotlos", LZ vom 31. Januar'''
Alle ernst zu nehmenden Klimaforscher haben den Menschen als Ursache der bedrohlichen Erderwärmung erkannt. Unser Raubbau an der Natur, das skrupellose Verbrennen fossiler Energieträger, beschwört geradezu ein Endzeitszenario herbei, das sämtliche Katastrophen der Neuzeit verblassen lässt. Allein auf Deutschland könnte durch Überflutungen, Hurrikans und Dürren in den nächsten 50 Jahren ein volkswirtschaftlicher Schaden von 640 Milliarden Euro zukommen!
Kanzlerin Merkel spricht nicht umsonst von der "größten Herausforderung", vor der die Gattung Mensch zur Zeit steht. Es geht um eine entscheidende Weichenstellung für unsere Zivilisation.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man möglichst schnell den Ausstoß der Treibhausgase - allen voran CO<sub>2</sub> - reduzieren kann. Wir Deutschen stehen beim Pro-Kopf-CO<sub>2</sub>-Ausstoß auf der unrühmlichen Weltrangliste hinter USA und Russland auf Platz 3. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Automobil zu. Ein Tempolimit auf Autobahnen ist darum meiner Ansicht gar keine Diskussion wert - es muss kommen, weil es kurzfristig umzusetzen ist.
{{mark|Vor diesem Hintergrund verbietet sich zwingend das Nachdenken über den Bau weiterer Autobahnen in Deutschland, dem Flächenland mit der größten Autobahndichte der Welt. Schon ohne Berücksichtigung des Treibhauseffekts ist die volkswirtschaftliche Bilanz für die A 39 marginal niedrig. Unter Einbeziehung der Ökobilanz wird daraus geradezu eine Vernichtungsmaschine für Volksvermögen und [[Arbeitsplätze]].}}
Die Zeit drängt. Wir können uns das Versagen unserer Volksvertreter mit ihrer auf platte Außendarstellung ausgerichteten Verhaltensweise einfach nicht mehr leisten. Ansonsten stehen wir bald unvorbereitet vor den Folgen des Klimawandels - mit dem Wasser bis zum Hals.
}}
=== 9. Februar ===
==== {{LZ}} zum anstehenden Besuch Sigmar Gabriels ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Prominenz im Anmarsch</big>'''
'''Gabriel und Künast in Lüneburg'''
jj '''Lüneburg'''. Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel ist der
Ehrengast beim Bürgerempfang
der [[SPD]] Lüneburg am Freitag,
2. März, 17 Uhr im Museum für
das Fürstentum an der Wandrahmstraße.
Gabriel widmet
sich dabei dem dringendsten
Thema der Zeit: Klimaschutz.
Am selben Tag ist noch mehr
Bundesprominenz in Lüneburg.
Denn auch die Grünen haben
ihren Jahresempfang in der
Handwerkskammer (19 Uhr).
Zu Gast ist die ehemalige
Bundesverbraucherministerin
und Bundestagsabgeordnete
Renate Künast. Die [[Grüne]]n
feiern zudem noch „nachträglich“
25 Jahre [[Grüne]] im Stadtrat
(die LZ berichtete).
Ende 1981 zogen die Grünen
erstmals in den Rat ein, heute
sitzen sie mit acht Vertretern in
diesem Gremium. Ob Widerstand
gegen die Autobahn
A39, ob Stadtentwicklung,
Energiepolitik – sie melden sich
unüberhörbar zu Wort.
SPD-Ehrengast Bundesumweltminister
Gabriel ist Lüneburg
bestens bekannt, schließlich
war er früher Ministerpräsident, eröffnete in Lüneburg
zum Beispiel den Tag der Niedersachsen.
Beim Bürgerempfang
spricht der Sozialdemokrat
zum Thema: „Klimaschutz fängt vor der Haustür an – Heute in
innovative und effektive Energietechnologie
investieren“.
Interessenten für den [[SPD]]-Empfang melden sich im Bürgerbüro unter [[Bild:Tel.jpg]] 23 28 59}}
=== 3. Februar ===
==== {{LZ}} blickt 25 Jahre zurück ====
{{Lzq|Vor 25 Jahren}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Mittwoch, 3. Februar 1982:</big>'''
Der Bardowicker [[CDU]]-Fraktionsvorsitzende [[Franz Fietz]] zeigt sich skeptisch, ob die Autobahn 39 kommen muss. Der Gemeinderat solle keine Stellungnahme abgeben, welche der geplanten Trassen denkbar sei. Die Bezirksregierung versuche durch so ein Votum auszuloten, wo mit dem geringsten Widerstand gegen die Autobahn zu rechnen sei.
}}
=== 1. Februar ===
==== {{LZ}} zum Besuch im Bundes-Verkehrsministerium ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Staatssekretär sieht Bedenken der Stadt</big>'''
'''Über A 39 in Berlin gesprochen'''
''jj'' '''Lüneburg'''. Staatssekretär Achim Großmann aus dem Bundesverkehrsministerium könnte sich die Trasse für die geplante Autobahn 39 auch auf der [[Ostumgehung]] vorstellen. Aber nur, wenn die Planer die Variante für praktikabel halten und wenn die Kosten dadurch nicht um ein Vielfaches in die Höhe schießen.
Das sagt der Parlamentarische Staatssekretär auf Anfrage der LZ. Wie berichtet, haben Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Landrat [[Manfred Nahrstedt]] dem Staatssekretär die Bedenken der Lüneburger gegen die [[Vorzugsvariante]] direkt am Kloster Lüne vorgetragen. Den Termin hatte Bundestagsabgeordnete [[Hedi Wegener]] vermittelt. Wenn die [[Ostumgehung]] als Trasse infrage käme, aber nicht mit den nötigen Autobahnradien ausgebaut werden könnte, hält Großmann auch ein Tempolimit für denkbar. "Das wäre kein Einzelfall." Der Staatssekretär betont aber: "Es war ein reines Informationsgespräch, der Bund ist bisher noch gar nicht gefragt." Wie berichtet, favorisiert die Stadt eigentlich eine Westumgehung, der Kreis ist dagegen. Es verfestigt sich der Eindruck, eine Trasse auf der [[Ostumgehung]] mit viel [[Lärm]]schutz ist der kleinste gemeinsame Nenner.
}}
{{Pressefuss|Januar 2007|März 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ed1d4b0663f6a7e609877488bc5e7fafaa513578
Arbeitsplatzabbau
0
1421
1826
2007-06-15T12:33:05Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsplätze]]
be5d9d291a43a650a003ed932ca1660d9dddcbd6
Franz Fietz
0
1114
1242
2007-06-15T14:40:49Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Ex-Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion=Landrat des Landkreises Lüneburg (bis zur [[Kommunalwahl]] 2006)|Suche=Fietz|Link=|Zitat={{mark|Eigentlich ist die Diskussion um die [[Linienführung]] müßig.}} Wichtig ist, dass die A 250 in Richtung Wolfsburg komplett eingeplant wird. Ebenso die Anbindung des Ostseeraums nach Magdeburg. Wenn nun im Entwurf des [[Bundesverkehrswegeplan]]es die Fortsetzung der A 250 als A 39 in Richtung Wolfsburg im Rahmen der Hosenträgerlösung nur bis Uelzen als vordringlicher Bedarf dargestellt wird, ist dies für uns ein alarmierendes Zeichen. Nach unserer Auffassung muss die Anbindung bis Wolfsburg insgesamt als vordringlich eingestuft werden. Dies gilt dann natürlich auch für die notwendige Querverbindung zwischen einer zukünftigen A 39 und A 14.}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
fd4dda2cf52ac2aa8e7a44a97f3080c2941b2959
Ulrich Mädge
0
1135
1284
2007-06-15T19:37:51Z
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6
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text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[SPD]]|Funktion=Lüneburger Oberbürgermeister|Suche=Mädge|Link=http://ulrich-maedge.de/|Zitat={{mark|Ich setze mich ein für den Ausbau der A 39}} als Verkehrsweg, damit die Handelswege im ehemaligen Zonenrandgebiet aber auch die Anbindung Lüneburgs an das Zentrum Wolfsburg und die Industriegebiet Halle, Leipzig, Erfurt wesentlich verbessert werden.'' [http://ulrich-maedge.de/content/04464.php?a=3&b=1 [www.ulrich-maedge.de]]
* ''{{mark|Es kann nicht sein, dass Moore, Feuchtgebiete und Trockenrasen eine größere Bedeutung haben als die Menschen}} in Moorfeld und Neu Hagen. Die [[Vorzugstrasse|Trasse]] führt eng an Wohngebieten vorbei und schneidet den Stadtteil Ebensberg von Lüneburg ab.''<br>[[Bild:IMG 2082.jpg|thumb|Aktion „Menschenkette gegen die A39": Ulrich Mädge und Stefanie Becker (BI)<br>24.06.2006]][[Bild:IMG 2078.jpg|thumb|Wir überreichten Ulrich Mädge ein Bürgervotum gegen den Bau der A 39: 5.000 gesammelte Unterschriften "am laufenden Meter".]] ''Die [[Vorzugstrasse]] beschneidet empfindlich die Stadtentwicklung. Die geplante Autobahn führt direkt am Kloster Lüne vorbei, das ein wichtiger Faktor bei der Bewerbung Lüneburgs um den Status als Weltkulturerbe ist. Im Osten der Stadt liegen außerdem die wenigen Flächen, auf denen sich die wachsende Stadt Lüneburg weiterentwickeln kann. Nicht nur künftige Projekte für stadtnahe Entwicklung am Bilmer Berg werden durch die Autobahn beeinträchtigt, sondern auch das neue Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Schlieffen-Kaserne, für 2.000 Einwohner vorgesehen, liegt nach [[Vorzugstrasse|dem jetzt vorgestellten Plan]] in Sichtweite der Autobahn. Außerdem werden die Kleingartenanlage Am Klosterteich und das Lüner Holz, eine wichtige grüne Lunge für Lüneburg und Naherholungsgebiet, durch die Autobahn zerschnitten.<br>Es kann nicht sein, dass die Zukunftsperspektive und die Entwicklung des Oberzentrums Lüneburg beschädigt werden durch {{mark|eine Autobahn, die der Region eigentlich positive Impulse bringen sollte.}}'' [http://ulrich-maedge.de/aktuell/nachrichten/meldungen/12740.php [www.ulrich-maedge.de]]
* ''Ich bin davon überzeugt, dass Lüneburg und die ganze Region von der A39 profitieren werden. Die [[Vorzugstrasse]] lehne ich aber ab, vor allem, weil sie das [[Schutzgut Mensch]] nicht genug beachtet. Außerdem beschädigt sie die Entwicklung und das historische Erbe der Stadt. Ich werde deshalb alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Autobahn über Lüneburger Stadtgebiet zu verhindern. Darüber hinaus müssen wir auch andere Verkehrsträger wie das Dritte Gleis und den Radverkehr fördern.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Kommunalwahl-Kandidaten_.28Oberb.C3.BCrgermeisterwahl.29|[LZ vom 02.09.2006]]]
}}
[[Bild:Infostand OB.jpg|thumb|Ulrich Mädge als Gast beim Info-Stand der BI Lüne-Moorfeld<br>27.08.2006]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
f1ef2236c228f6cabc691242cd50d682fcd8a8c2
Variante 502
0
1416
1816
2007-06-15T19:44:33Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Klostertrasse]]
df0dd42fffcd908871d8c61d4dd376f5b1a27fe7
Variante GP 2-5/1
0
1417
1911
2007-06-15T19:59:50Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Klostertrasse]]
df0dd42fffcd908871d8c61d4dd376f5b1a27fe7
1818
2007-06-15T20:12:23Z
Detlef
6
Variante GP2-5/1 wurde nach Variante GP 2-5/1 verschoben
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Klostertrasse]]
df0dd42fffcd908871d8c61d4dd376f5b1a27fe7
BImSchV
0
1424
1832
2007-06-15T20:07:07Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]
5d15298671787697b67f15f7ca6d0dbb02d4a339
Vorzugsvariante
0
1092
1198
2007-06-15T20:14:12Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
Die Planungsbehörde der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat Ende März 2006 mit der Vorstellung der Lüneburg durchschneidenden '''"Vorzugsvariante"''' [502] alias Variante GP 2-5/1 alias Klostertrasse das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante Bundesautobahn 39 eingeleitet.
{|
| [[Bild:Vorzugsvarianten.png]]
| Diese in der nebenstehenden Karte rot markierten Stadt-Trasse soll als Verlängerung der A 250 Höhe Abfahrt Lüneburg-Nord (Goseburg) über die Ilmenau führen und mit einem erwarteten Verkehrsaufkommen von täglich ca. 60.000 Fahrzeugen '''im Wohngebiet Lüne-Moorfeld''' in etwa den folgenden Verlauf nehmen:
* Höhe Tierheim bzw. Kläranlage die Bockelmannstraße/Artlenburger Landstraße kreuzend
* durch den Lüner Wald hindurch im Abstand von ca. 100 m vorbei an der Grundschule, der Kirche und dem Kindergarten Lüne (ca. 200 m bis zum [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne]), daher auch die Bezeichnung "'''Klostertrasse'''"
* beim Bahnübergang Erbstorfer Landstraße bzw. durch die neu gebauten "Adank-Reihenhäuser" hindurch die Eisenbahnschienen (Linie Lüneburg-Lauenburg) kreuzend
* durch bzw. entlang des Meisterweges und der Kleingartenkolonie "Teichkoppel" sowie dem geplanten Wohngebiet "Schliefenpark" Richtung Ende Bleckeder Landstaße
* in Neu Hagen / Stadtkoppel Übergang in die [[Ostumgehung]], gemäß [[Planung]] dann Bundesautobahn 39 [509] Richtung Dahlenburger Landstraße usw.
----
Quelle Kartenausschnitt: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die Gesamtkarte für den "Korridor Lüneburg" kann hier als [[PDF-Datei]] ('''15 MB''') herunter geladen werden. [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C18711893_L20.pdf Download]
|}
[[Bild:IMG 2008.jpg|thumb|300px|'''Markieren der „Vorzugstrasse“ mit der Aktion [[Menschenkette]]''']]
{{weiterlesen}}
* sehr informativ: [[Presseberichte März 2006]]
== Weblinks ==
* [http://lueneburg.relaunch.luenecom.de/dokumente/302387/BMH-Endgutachten%2029.06.06_gesamt.pdf Schalltechnische Untersuchung zu den Varianten 502 und 503]
* [http://lueneburg.relaunch.luenecom.de/dokumente/302387/Stellungnahme%20zur%20A%2039%20neu.pdf Stellungnahme der Stadt Lüneburg zur Verkehrsuntersuchung und Wahl der Vorzugsvariante]
* GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft GmbH im Auftrag der Stadt Lüneburg:<br>[http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=stadta39bau Verlauf der A 39 im Stadtgebiet Lüneburg]<br>Städtebauliches Gutachten mit Plausibilitätsprüfung des Untervariantenvergleichs. Stand 27.06.2006.
* [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C18737410_N5541971_L20_D0_I5213350.html Presseinformation der Landesbehörde zur Vorstellung der Vorzugsvariante am 28.03.2006]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
4086c5ea6116579c889ed02fc8776e2b71b1023d
Variante 503
0
1444
1872
2007-06-15T20:16:03Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Ostumgehung#Variante_503]]
6982be436dee275f6d6b47e9b9d55bcb67b9725f
Variante GP 2-5/2
0
1418
1913
2007-06-15T21:59:25Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Variante 586]]
a00dbf1bdbb659503f06e10bf82c3539ebf864fb
1820
2007-06-15T22:00:24Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Ostumgehung#Variante_586]]
65c15f9022b42ab26e3e6be97f39d80ae9f7e39f
Feinstaub
0
1036
1086
2007-06-19T10:06:33Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
219b5c3154b3623938b0698f7c06e3d01c44c2a5
Presseerklärung
0
1234
1482
2007-06-19T10:08:24Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Kasten gelb|
'''Presseerklärung der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld'''
Die Bürgerinitiative Lüne–Moorfeld wendet sich gegen die A 39 als solche und insbesondere gegen [[Vorzugsvariante|einen durch die Stadt führenden Trassenverlauf]]. Obwohl die Gründung erst am 17.04.2006, also vor gut einem Monat, erfolgt ist, haben deren engagierte Mitglieder die Auswirkungen einer Autobahn vor allem im Lüneburger Stadtgebiet seitdem den angesprochenen BürgerInnen so plausibel dargelegt, dass sich viele dazu entschlossen haben, ihre persönlichen Bedenken bis zu der gesetzten Frist vom 23.05.2006 in Form einer so genannten Eingabe bei der Stadt Lüneburg kund zu tun.
Ungefähr 1.250 Einwendungen sind nach Auskunft des zuständigen Fachbereichs bei der Stadt Lüneburg eingegangen. Dies ist verglichen mit den Zahlen z. B. im Uelzener Raum (ca. 11 Einwendungen) eine unvorstellbar hohe Zahl. Ungefähr 90 % lassen sich auf die aktive Arbeit der Bürgerinitiative zurückführen. Dabei hat es sich ausgezahlt, dass man in dieser Phase das Augenmerk auf die sachliche Arbeit, d. h. z. B. dem Durchforsten der Planungsunterlagen nach Sachmängeln, gerichtet hat. Dies hat dazu geführt, dass nicht nur die von den jeweiligen Varianten betroffenen EinwohnerInnen, sondern sogar AnwohnerInnen aus dem benachbarten Ausland ihren Protest schriftlich niedergelegt haben. Als größte Sorge hat sich dabei heraus kristallisiert, dass die bestehenden Strukturen vor allem Lüne–Moorfelds so weit zerschnitten werden, dass diese Stadtteile ihren Charakter völlig verändern, eine Besorgnis übrigens, auf welche die planende Behörde bei einer Bürgerversammlung am 09.05.2006 nichts entgegnen konnte oder wollte. Hiervon betroffen sind vor allem die älteren EinwohnerInnen, die sich direkt nach dem Krieg hier eine neue Existenz und damit auch diese Stadtteile aufgebaut haben.
[[Feinstaub]], [[Abgas]]e, [[Lärm]], der Wertverlust der hiesigen Immobilien sowie der [[Kosten-Nutzen-Faktor]] der A 39 haben ebenfalls große Sorgen bereitet, wie auch das Unverständnis groß gewesen ist, dass das mittelalterliche Lüneburg mit dem Kloster Lüne als Wahrzeichen durch eine Autobahn verziert werden soll. Geradezu bestürzt hat es viele, dass die Planer nicht mit der gebührenden Sorgfalt vorgegangen zu sein scheinen und unter anderem die besondere Situation der Grundschule bzw. des Kindergartens Lüne und damit unsere unter einem besonderen Schutz stehenden Kinder nicht gewürdigt worden sind.
Etwas Positives hat die Vorstellung der Trassen allerdings bewirkt. Die in Lüne und Moorfeld wohnenden Menschen sind durch ihr gemeinsames Interesse, die A 39 als solche und insbesondere auf dem Lüneburger Stadtgebiet zu verhindern, noch enger zusammengewachsen. Damit diese Atmosphäre auch über eventuelle Autobahnen hinaus erhalten bleibt, wird die Bürgerinitiative ihre Bemühungen auch nach dem Ende der Eingabefrist nicht einstellen, sondern sich im Folgenden darum bemühen, im Sinne aller Betroffenen den größtmöglichen politischen Druck zu entfalten.<br> Liebe [[Politiker]]Innen und PlanerInnen, Sie müssen weiter mit uns rechnen, und das ist auch gut so!
}}
* Download als [[Media:Presseerklaerung.doc|Word-Datei]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
98cafc57c5e879c706005a6670ff7b3aef2a7177
Abgas
0
1022
1058
2007-06-19T10:09:02Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
219b5c3154b3623938b0698f7c06e3d01c44c2a5
Luftschadstoffe
0
1056
1126
2007-06-19T10:11:18Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
219b5c3154b3623938b0698f7c06e3d01c44c2a5
Schadstoffbelastungen
0
1080
1174
2007-06-19T10:16:15Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
219b5c3154b3623938b0698f7c06e3d01c44c2a5
Luftverschmutzung
0
1057
1128
2007-06-19T10:24:59Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
219b5c3154b3623938b0698f7c06e3d01c44c2a5
Luftbelastung
0
1055
1124
2007-06-19T10:32:04Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
219b5c3154b3623938b0698f7c06e3d01c44c2a5
Presseberichte September 2006
0
1226
1466
2007-06-19T15:38:00Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
=== 29. September ===
==== {{LZ}} zur Sitzung des Bauausschusses ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Kein Neubau an der Volgerstraße</big>'''
'''Gebäude würde Charakter des Viertels beeinträchtigen'''
''as'' '''Lüneburg'''. Thema im Bauausschuss war ...
Die Stadt hält an ihrem Entschluss fest, das Gelände "Schlieffen-Park" zu entwickeln, obwohl das Land dort die [[Vorzugsvariante]] der A 39 plant. Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] sagte im Bauausschuss: "Es besteht nach wie vor ein Bedarf an innerstädtischen Wohnflächen. Wir nehmen zur Kenntnis, dass das Land dort die Trasse führen will, haben aber die Planungshoheit und werden davon Gebrauch machen und das Verfahren für eine Bebauung fortführen." Wie berichtet, hat die Stadt alle Bedenken gegen die Trasse im [[Raumordnungsverfahren]] geltend gemacht, das wurde vom Rat abgesegnet. Und sie wird alle juristischen Mittel einsetzen, um den Bau der Trasse zu verhindern.
...
}}
=== 27. September ===
==== Presseerklärung des {{DV}} zu fehlerhafter Biotop-Erfassung für die A 39–Planung ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Tausend A 39-Kartierungsmängel aufgedeckt</big>'''
''Eckehard Niemann''
Die Hinweise von Experten des Naturschutzbundes (Nabu) auf gravierende Versäumnisse und Mängel bei der Biotop-Erfassung für die A 39–[[Planung]] sieht der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 als Bestätigung seiner Kritik an diesem Polit-Prestige-Projekt. Der Diplom-Biologe Hinnerk Schwarz hatte die amtlichen Kartierungen für das [[Raumordnungsverfahren]] überprüft und festgestellt, dass im Untersuchungsraum zwischen Lüneburg und Wolfsburg mehrere hundert bis tausend Biotop- und Lebensräume völlig falsch kartiert und wiedergegeben würden. Noch mangelhafter seien die EU-rechtlich bedeutsamen Verträglichkeits-Untersuchungen von [[Flora-Fauna-Habitate]]n ([[FFH]]). „Hier liegt ein weiterer gravierender Mangel, den die Bürgerinitiativen und der [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefond]] schon im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s juristisch angehen werden“, so Eckehard Niemann als Sprecher der A 39-Gegner, „außerdem wurden andere Umweltschutzgüter wie die Wohnqualität und der Wert landwirtschaftlicher Böden systematisch missachtet.“ Bei der für November angekündigten Erörterung im [[Raumordnungsverfahren]] wollen die Bürgerinitiativen außerdem die unterlassene Prüfung der Notwendigkeit der A 39 und der Untersuchung alternativer Verkehrskonzepte zur Sprache bringen. Nach Ansicht Niemanns gibt es genügend Angriffspunkte, die milliardenteure und überflüssige Autobahn auch juristisch zu Fall zu bringen.
}}
=== 26. September ===
==== {{LZ}} zum Weggangs Friedhelm Fischers, Chef der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Planer nun Bürgermeister</big>'''
'''Friedhelm Fischer in Langenhagen zum Verwaltungschef gewählt'''
''kre'' '''Lüneburg'''. Seit gestern arbeitet ein künftiger hauptamtlicher Bürgermeister bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr - wenn auch nur noch zeitlich befristet bis zum 1. November. Denn dann wird Friedhelm Fischer sein neues Amt in der Stadt Langenhagen bei Hannover antreten. Der Leiter der Lüneburger Straßenbaubehörde hat sich am vergangenen Sonntag in seiner Heimatstadt als [[SPD]]-Kandidat in der Stichwahl mit 52,3 Prozent aller abgegebenen Stimmen gegen die bisherige Amtsinhaberin Dr. Susanne Schott-Lemmer von der [[CDU]] durchgesetzt.
In den zurückliegenden Monaten waren Friedhelm Fischer und seine Behörde in der Lüneburger Region vor allem durch die [[Planung]] der Autobahn 39 bekannt geworden. Mit diesem Projekt wird sich der 50-Jährige nach eigenem Bekunden auch noch in den nächsten Wochen beschäftigen, bevor er dann als Bürgermeister in die 51 000 Einwohner zählende Stadt Langenhagen wechselt. Wer sein Nachfolger und damit neuer Chef der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg wird, steht noch nicht fest: "Die Stelle wird ausgeschrieben", sagt Fischer, den auch in Langenhagen schwierige Aufgaben erwarten. Die [[SPD]] stellt mit 18 Sitzen zwar die stärkste Fraktion im Rat, benötigt dennnoch Unterstützung einer anderen Partei: "Am liebsten", so Fischer, "wäre mir eine Koalition mit den [[Grüne]]n".
}}
=== 25. September ===
==== {{LZ}} zur Landrats-Stichwahl (3) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Landrat sucht nach Mehrheit</big>'''
'''Nahrstedt genießt den Sieg – Dr. Porwol fairer Verlierer'''
''ml'' '''Lüneburg'''. Fast unerträglich,
wenn so viel Glück und so
viel Unglück Seite an Seite
stehen. So wie Sonntagabend
in der Zulassungsstelle des
Landkreises Lüneburg. [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) strahlt
noch ungläubig. Er weiß, er ist
der neue Landrat, er gibt jetzt
die Interviews. Konkurrent Dr.
[[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) kämpft
neben ihm um Haltung und
gratuliert. Analyse für eine Niederlage.
Schneller Abgang.
...
Dr. Porwol dagegen glaubt:
„Die Wahl ist nicht hier entschieden,
sondern von bundespolitischen
Themen und der
A39 überlagert worden.“
...
[[Bernd Althusmann]], [[CDU]]-Kreisverbandsvorsitzender:
Ein dramatisches Ergebnis, das
auch die Quittung für den Zickzackkurs
der [[CDU]] bei Themen
wie Schule und A39 ist.
...
}}
=== 21. September ===
==== {{LZ}} zur Landrats-Stichwahl (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Grüne]] Basis in der Stadt setzt auf [[SPD]]</big>'''
'''Versammlungsvotum für Nahrstedt'''
''red'' Lüneburg. Die neue Ratsfraktion der [[Grüne]]n in Lüneburg hielt sich bei der Frage, welchen Landrat sie sich wünscht, noch bedeckt. Die Mitglieder des Ortsvereins gingen dagegen bei der Versammlung Dienstagabend im Gasthaus Nolte in die Offensive zu Gunsten des [[SPD]]-Landratskandidaten [[Manfred Nahrstedt]].
Sprecher Ulrich Blanck und Anka Dobslaw: "Angesichts des Wählervotums halten wir Rot-Grün für die beste Alternative, sowohl in der Stadt als auch im Landkreis. Und wir sind der Überzeugung, dass sich mit [[Manfred Nahrstedt]] grüne Ziele besser verwirklichen lassen." Sie führen dabei unter anderem die Energiewende im Kreis an, bessere Bildungschancen, eine bürgernahe Verwaltung und mehr soziale Gerechtigkeit.
Die Sprecher sagen: "Wir wollen jetzt die Chance für eine rot-grüne Politik in Stadt und Kreis nutzen." Kein Hindernis soll bei den Gesprächen die strittige Frage der geplanten Autobahn A 39 sein. Bekanntlich sind die [[Grüne]]n strikt gegen die Autobahn, die [[SPD]] ist grundsätzlich dafür. Die [[Grüne]]n, so Blanck und Dobslaw, würden weiter gegen die A 39 kämpfen. Aber: "Wir haben 18,1 Prozent bei der Wahl erreicht, müssen also auch damit umgehen, dass es keine Mehrheit gegen die A 39 gab. Diesen Widerspruch müssen wir aushalten." In anderen wichtigen Themen wie der Schulpolitik sei man dagegen dicht beieinander.
}}
=== 20. September ===
==== {{LZ}} zur Landrats-Stichwahl (1) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Feuertaufe wartet</big>'''
'''Wahl des Kreisrats erste schwere Aufgabe für neuen Landrat'''
''ml'' '''Lüneburg'''.
Unterschiedlicher
könnten die Kandidaten
nicht sein: Dr. [[Stefan Porwol]] –
Jurist und Verwaltungsfachmann
– für die [[CDU]], [[Manfred Nahrstedt]] – Diplom-
Sozialpädagoge und Landtagsabgeordneter
– für die [[SPD]].
Beide haben ein Ziel: Sie wollen
bei der [[Kommunalwahl|Stichwahl am Sonntag,
24. September]], Landrat
werden. Und beide haben dasselbe
Problem: Gleich zu Beginn
ihrer Wahlperiode müssen
sie dem Kreistag einen Ersten
Kreisrat vorschlagen, der dem
Landrat als Verwaltungschef
den Rücken frei hält.
Kreisrat ist derzeit Dr. [[Stefan Porwol]]. Gewinnt er die Stichwahl,
rückt er auf, im Fall einer
Niederlage wird er sich voraussichtlich
zurückziehen. „Eine
Zusammenarbeit mit [[Manfred Nahrstedt]] kann ich mir nicht
vorstellen“, sagte Porwol vor
wenigen Tagen gegenüber der
LZ. Zumal sein Vertrag als
Wahlbeamter Ende Juni 2007
ausläuft.
In beiden Fällen ist das Ergebnis
das selbe: Die Stelle des
Ersten Kreisrats wäre vakant.
Die Nachbesetzung ist Chance
und Risiko zugleich. Das Vorschlagsrecht
liegt beim Landrat.
Zwar muss der Posten öffentlich
ausgeschrieben werden, aus
den Bewerbern kann der Landrat
jedoch seinen Favoriten küren. Einen Stellvertreter seines
Vertrauens für das Verwaltungsgeschäft. Der muss allerdings
noch eine entscheidende
Hürde nehmen, die Feuertaufe
im Kreistag bestehen. Denn die
Abgeordneten müssen den Ersten
Kreisrat wählen.
Und das kann durchaus die
erste Nagelprobe für den neuen
Landrat werden. Die Mehrheitsverhältnisse im Kreistag
sind noch unklar. [[CDU]] und
[[SPD]] haben jeweils 19 Sitze,
sind auf der Suche nach Koalitionspartnern.
Für die Mehrheit
im Kreistag sind 27 Sitze erforderlich,
nächst größte Fraktion
sind die [[Grüne]]n mit sieben
Mandaten. Unterdessen hat die
Union mit dem Unabhängigen
Friedhelm Koch bereits einen
Verbündeten gefunden.
Alle anderen [[Parteien]] wollen
sich nicht festlegen, sprechen
für die Stichwahl keine klare
Empfehlung aus. „Wir raten
unseren Anhängern nur, wählen
zu gehen. Einen Kandidaten
bevorzugen wir nicht“, heißt es
unisono von [[Grüne]]n, [[FDP]] und
Linkspartei. Nur [[Miriam Staudte]], [[Grüne]]n-Fraktionschefin
im Kreistag, holt etwas weiter
aus: „Die bisherigen Gespräche
geben keine Wahlempfehlung
her, aber Rot-Grün hat im Kreis
nur eine Chance mit einem
Landrat [[Manfred Nahrstedt]] an
der Spitze der Verwaltung“, gibt
sie einen Weg vor, der durch die
Koalitionsverhandlungen bislang
offenbar nicht frei gemacht
worden ist.
}}
{| {{tabelle auto}}
| <center>{{lzq|Nachgefragt: Porwols Positionen}}
[[Bild:Stefan Porwol.jpg]]
Dr. [[Stefan Porwol]] will für die [[CDU]] neuer Landrat werden.</center>
| <center>{{lzq|Nachgefragt: Nahrstedts Positionen}}
[[Bild:Manfred Nahrstedt.jpg]]
[[Manfred Nahrstedt]] ist Landratskandidat der [[SPD]]. ''Fotos: A//t&w''</center>
|-
| '''Autobahn 39'''
Die Autobahn muss so kommen, aber ein klares Nein zur [[Vorzugsvariante]]. Die [[Ostumgehung]] muss ausgebaut, die angrenzende Bevölkerung mit Lärmschutzwänden und Tempo-Limits entlastet werden.
'''Schuldenabbau'''
Hauptproblem sind nicht die investiven, sondern die Kassenkredite. Diese lassen sich nur mit Hilfe von Land und Bund reduzieren, die entweder mehr Geld für die Jugend- und Sozialhilfe bereitstellen oder Leistungen reduzieren müssen. Vertretbar sind hingegen weitere Kredite für Investitionen in Schulen und Kindertagesstätten.
'''Wirtschaft'''
Zur Stärkung der Wirtschaft ist eine weitere Annäherung an die Metropolregion Hamburg nötig. Nur so kann der Kreis an deren Erfolg teilhaben. Gleichzeitig können die Hamburger von der Ziel-1-Förderung profitieren, die vom nächsten Jahr an in den Raum Lüneburg fließt. Ziel ist zudem ein Förderprogramm für kleine und mittelständische Unternehmen mit einem Volumen von 3,5 Millionen Euro. Erste Gespräche hat es bereits gegeben. Den kommunalen Anteil von zehn Prozent zahlen Städte und Gemeinden sowie der Kreis (einen Euro je Einwohner). Die restlichen 90 Prozent lassen sich als EU-Zuschuss generieren.
'''Kooperationen'''
Weitere Kooperationen und Fusionen im Verwaltungsbereich sind sinnvoll. Auch die Zusammenlegung der Sozialämter von Stadt und Kreis gehört noch einmal auf den Tisch. Auch die Aufgaben Schulträgerschaft und Volkshochschulen sollten neu definiert werden.
Der Kandidat: Dr. [[Stefan Porwol]] (50), verheiratet, zwei Kinder, Jurist, seit 1985 bei der Lüneburger Kreisverwaltung.
|'''Autobahn 39'''
Die [[Vorzugsvariante]] ist nicht hinnehmbar. Sie zerstört gewachsene Strukturen der Stadt. Eine Tunnellösung muss geprüft und angestrebt, alternativ die [[Ostumgehung]] genutzt und mit einem Deckel versehen werden.
'''Schuldenabbau'''
Schulden können nur abgebaut werden, wenn das Land den kommunalen Finanzausgleich aufstockt und nicht noch weiter kürzt. Springt die Konjunktur wieder an, fließt auch mehr Geld in die Kassen der Kommunen. Zudem darf ein Trend an Lüneburg nicht vorbeigehen: Die Stadt braucht 3000 zusätzliche Studenten in den nächsten Jahren.
'''Wirtschaft'''
Die Position des Kreises in der Metropolregion Hamburg muss gefestigt werden. Stärker genutzt werden muss in Zukunft das Know-how der Universität, zudem Existenzgründer auch über zusätzliche Einrichtungen wie das "e.novum" gefördert werden. Betriebe können auch von einem regionalen Strukturfonds profitieren, in den ein Punkt der Kreisumlage eingezahlt wird - immerhin eine Million Euro. Das Geld wird eingesetzt, um Strukturschwächen auszugleichen.
'''Kooperationen'''
Hieß es früher: Der Große frisst den Kleinen, gilt heute: Der Schnelle frisst den Langsamen. Das gilt natürlich auch für Verwaltungen. Sicher ist: In der Kreisverwaltung kann in vielen Bereichen schneller gearbeitet werden - immer unter dem Grundsatz: Die Akte muss wandern, nicht der Mensch. Fusionen wie die der Sozialämter von Stadt und Kreis sind dabei kein Thema.
Der Kandidat: [[Manfred Nahrstedt]] (58), verheiratet, ein Kind, Sozialpädagoge, seit 2003 [[SPD]]-Landtagsabgeordneter.
|}
=== 19. September ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Frage, ob Autobahnen [[Arbeitsplätze]] schaffen ====
{{LB|Guido Ostermann<br>Wendisch Evern}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Argument entkräftet</big>'''
'''[[Presseberichte_August_2006#Landeszeitung.2C_Rubrik_.22Angespitzt.22|„Angespitzt - Parteien in der A39-Falle“, LZ vom 26./27. August]]'''
Nicht nur durch die Wahl
können sich die [[Politiker]] nicht
mehr hinter Sätzen wie „Autobahnen
schaffen [[Arbeitsplätze]]“
verstecken, sondern schon seit
langer Zeit ist dieses Totschlagargument
entkräftet worden.
Aktuelles Beispiel ist die Verlagerung
von 250 [[Arbeitsplätze]]n
der Firma Kraft Food Fallingbostel
nach Polen. Komisch,
Kraft Food liegt direkt an der
A7, und in Polen gibt es kaum
Autobahnen. Das Problem mit
Neuansiedlungen von [[Arbeitsplätze]]n in Deutschland ist nicht
durch neue Autobahnen, nur
durch vernünftige Rahmenbedingungen
für Unternehmen zu
lösen. Auch die IHK sollte sich
lieber um die bedrohten Arbeitnehmer
bei Kraft Food kümmern,
statt nur die eigene Lobby
zu bedienen und die A39 zu
fordern. Das Thema A39 zur
Wahl auszublenden, ist falsch.
Unsere „Volksvertreter“ müssen
bei der A39 Farbe bekennen
und dürfen nicht aus Angst um
ihre Posten dieses wichtige Thema
unter den Tisch kehren. ...
Liebe [[Politiker]], nach der
Wahl liegt das Thema A39
wieder auf dem Tisch, und das
wissen auch eure Wähler.
}}
==== {{LZ}} zur Verabschiedung des IHK-Hauptgeschäftsführers ====
[[Bild:Petersen.jpg|thumb|150px|'''Jens Petersen vor dem Gebäude der IHK am Sand – zum Monatsende scheidet der Hauptgeschäftsführer aus dem Dienst aus.''' Foto: be]]
{{Kasten gelb|
'''<big>Das Ende der Ära Petersen</big>'''
'''IHK-Hauptgeschäftsführer geht in den Ruhestand'''
''pet'' '''Lüneburg'''. ... Ende
September geht der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und
Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg nun in den Ruhestand,
am Freitag wird er verabschiedet
– eine Ära geht zu
Ende. Nachfolger ist Wolfram
Klein, zuvor Leiter der
Deutsch-Ungarischen Außenhandelskammer
in Ungarn.
„Arbeit im Lande halten,
Existenzen sichern und neue
ansiedeln“ – das war immer
eines der Hauptanliegen von
Jens Petersen.<br>...<br>
Die Stärkung der Verkehrsinfrastruktur
lag ihm immer besonders
am Herzen, der geplante
Bau der Autobahn 39 ist
eines seiner größten Anliegen.
„Wir müssen hier eine Situation
schaffen, wie sie etwa an der A7
besteht, mit vielen Attraktionen,
die [[Arbeitsplätze]] bringen.“
Petersen glaubt, dass die Autobahn
bis 2015 fertiggestellt ist.
„Der wirtschaftliche Erfolg wird
sich einstellen. Ganz sicher.“<br>...<br>
Petersen
ist Vorsitzender des Clubs von
Lüneburg, Mitglied der Rotarier
und stellvertretender Vorsitzender
des Vereins Welterbe Lüneburg
– nur eine Auswahl.
„Ich werde mehr Zeit haben
für Dinge, die ich bisher zurückstellen musste“, sagt der
Neu-Ruheständler.
...
}}
=== 18. September ===
==== Presseerklärung des {{DV}} zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 Thema bei Koalitionsverhandlungen</big>'''
''Eckehard Niemann''
Der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen gegen die A 39 hat die neu zusammengesetzten Gemeinderäte und Kreistage aufgefordert, die Argumente vieler ihrer Bürger gegen die geplante Autobahn ernst zu nehmen und für eine faire und ergebnisoffene Diskussion über alternative verkehrs- und regionalpolitische Lösungen bereit zu sein. „Es hat sich bei den Wahlen gezeigt“, so Pressesprecher Eckehard Niemann, „dass man jetzt schon vielerorts mit einer sturen Pro-A39-Position eher Stimmen verliert als gewinnt.“ Nachdem sich der Widerstand gegen dieses unsinnige Polit-Prestigeprojekt bereits in über 40.000 Unterschriften, 10.000 Einwendungen, dem 100-Trecker-Treck, dem [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds]], in Gemeinderats-Resolutionen, Veranstaltungen und zahllosen Aktionen manifestiert habe, werde er nun auch auf kommunalpolitischer Ebene noch deutlicheren Niederschlag finden. Niemann forderte die jetzt schon entschiedenen A39-Gegner in den Fraktionen von [[Grüne]]n, [[SPD]], Unabhängigen, [[CDU]] und den Keine-A39-Listen auf, bei den jetzt anstehenden Koalitionsverhandlungen, Absprachen und Wahlempfehlungen die Frage der Positionierung in Sachen A 39 zu einem wesentlichen Verhandlungspunkt zu machen.
}}
=== 15. September ===
==== {{LZ}} zur [[Kommunalwahl]] (Stichwahl zum Samtgemeindebürgermeister Gellersen) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Grüne]] Hilfe für Nehring</big>'''
''lz'' '''Reppenstedt'''. Der Ortsverband Gellersen von [[Bündnis 90/Die Grünen]] hat bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen, Uwe Nehring ([[SPD]]) bei der Stichwahl zum Samtgemeindebürgermeister zu unterstützen. Das berichtet [[Grüne]]n-Sprecher Hans-Christian Friedrichs in einer Pressemitteilung. Die [[Grüne]]n sprechen sich für Nehring aus, weil dieser sich in der Vergangenheit immer eindeutig gegen die Autobahn 39 ausgesprochen habe und damit eine der Hauptforderungen der [[Grüne]]n unterstütze, so Friedrichs.
}}
=== 13. September ===
==== {{LZ}} zur Verwendung von [[EU-Mittel]]n ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Historisch einmalige Chance</big>'''
'''Wulff empfängt EU-Kommissarin - Fördermittel könnten auch für Planung der A 39 fließen'''
''Von Thomas Mitzlaff''
[[Bild:2006 09 13 landeszeitung 01.jpg|thumb|200px|'''Die Tourismusförderung und die Planung der Autobahn 39 könnten von den [[EU-Mittel]]n profitieren, teilte Niedersachsens Ministerpräsident [[Christian Wulff]] mit.''' Foto: A/t&w]]
'''Hannover'''. Niedersachsens Ministerpräsident [[Christian Wulff]] hat die Förderung der Region Lüneburg und der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg mit [[EU-Mittel]]n vom Jahr 2007 an als eine "historisch einmalige Chance" bezeichnet. Bei einem Besuch der EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Danuta Hübner, gestern in Hannover wies Wulff darauf hin, dass in den alten Bundesländern lediglich das ehemalige Zonenrandgebiet diese Art der Förderung ([[Ziel 1-Förderung]]) erhalte. Denn die Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg werden nach EU-Definition in ihrer Wirtschaftskraft als besonders rückständig eingestuft. Bislang fielen lediglich die neuen Bundesländer in diese Kategorie.
"Eine finanzielle Unterstützung in diesem Umfang wird es in der Geschichte Europas für die Region Lüneburg nicht noch einmal geben", betonte Wulff bei einer Pressekonferenz im Gästehaus der Landesregierung. "Denn mit der Aufnahme etwa von Rumänien und Bulgarien in die EU wird das europäische Förderniveau sinken." Es gelte jetzt diese große Chance zu ergreife, so Wulff. Insgesamt stehen für das Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirkes Lüneburg 881 Millionen Euro Fördermittel aus den [[EU-Strukturfonds]] bereit. Sie sollen unter anderem in Projekte unter den Stichworten Wachstum, Wissenschaft und Strukturstärkung fließen. Welche Projekte konkret gefördert werden, steht noch nicht fest. Im Oktober werde das Kabinett darüber beraten, so Wulff.
Der Landkreis Uelzen steht mit mehreren Projekten in den Startlöchern, "Uelzen ist gut gerüstet", so der Ministerpräsident. 74,4 Prozent dieser Zahl könnte der Region Uelzen und Lüchow-Dannenberg einen Millionen-Reigen an Fördermitteln von der Europäischen Union bescheren. Denn das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt somit knapp unter 75 Prozent des Durchschnitts aller EU-Länder. Bislang fiel nur Ostdeutschland in diese Kategorie. Und diese Chance gelte es zu nutzen, sagte Wulff. "Uelzen wird dabei noch mehr gefördert als etwa der Landkreis Lüneburg."
Dass die Region unter die magische 75-Prozent-Grenze rutschen konnte, liegt daran, dass Tausende Uelzener täglich zum Arbeitsplatz außerhalb des Landkreises pendeln, viele von ihnen nach Hamburg. Somit wird ihre Arbeitsleistung nicht im Kreis Uelzen für das BIP berücksichtigt, sondern dort, wo sie tätig sind.
Derzeit sammelt der Landkreis Vorschläge für förderungsfähige Projekte, "dabei geht es zum Beispiel nicht um die Umsiedlung von Firmen, sondern um Neuansiedlungen", so der Ministerpräsident. Der Kreis Uelzen sei dabei sehr aktiv "vor allem im Bereich des Strukturwandels in der Landwirtschaft und bei den nachwachsenden Rohstoffen. Das Stichwort, dass [[Christian Wulff]] nicht nannte, auf das der Landkreis Uelzen aber große Hoffnungen setzt, ist dabei der Biokraftstoff-Produzent Choren, der erwägt, sich im Uelzener Hafen anzusiedeln. Doch auch die Tourismusförderung und der Bau der Autobahn 39 von Wolfsburg durch den Kreis Uelzen nach Lüneburg könnten von diesen [[EU-Mittel]]n profitieren, so Niedersachsens Ministerpräsident. Auf die A 39 setzt die Landesregierung große Hoffnung für die Erschließung des ehemaligen Zonenrandgebietes, "zumal die Ergebnisse der [[Kommunalwahl]] gezeigt haben, dass die Autobahngegner dieses Projekt nicht verhindern können".
}}
* Hier irrt sich der Ministerpräsident: In der LZ vom 19.01.2007 wird klargestellt: [[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zum_Ziel-1-Sachstand|'''Kein EU-Geld für Autobahn 39''' - Referatsleiter aus Hannover stellt Unternehmern Ziel-1-Sachstand vor]].
==== {{LZ}} zur Position der Kleingärtner ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Autobahn bereitet auch den Kleingärtnern Sorgen </big>'''
'''Grünflächen- und Forstausschuss besichtigt die Kolonien'''
''ahe'' '''Lüneburg'''. Das Wetter herrlich, die Gastgeber freundlich und der Stress der [[Kommunalwahl]]en überstanden: Für die Mitglieder des städtischen Grünflächen- und Forstausschusses stand zum Ende der Wahlperiode gestern mit der Besichtigung der Lüneburger Kleingartenkolonien einer der angenehmsten Termine an.
In vier Etappen bis zum 25. September sehen sich die Politiker zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung und vom Kleingärtner-Bezirksverband je vier Kolonien an. Zum Auftakt standen Besuche bei den Vereinen Moorfeld, Teichkoppel, Hopfengarten und Am Pferdeteich an. Sie wollen sehen, wo die fleißigsten Gärtner die dicksten Tomaten und größten Kartoffeln ernten, wo die Vereinsgemeinschaft am aktivsten ist und die Kinder die besten Spielmöglichkeiten haben. Sie bewerten jede Anlage, die besten zeichnen sie am Ende einmal mehr aus - in diesem Jahr bereits zum 50. Mal.
115 Hektar Fläche bewirtschaften die rund 2000 aktiven Lüneburger Kleingärtner in 16 Vereinen. Der Ausschuss hörte diesmal auch von den Sorgen der Kleingärtner des Vereins Teichkoppel, die um ihre Gärten fürchten, weil die [[Vorzugstrasse]] der geplanten A 39 über Koloniegebiet läuft. Schon jetzt sei es deshalb schwer, leer stehende Gärten wieder zu verpachten.
Einige hundert Meter weiter Am Pferdeteich berichtete Vereinsvorsitzender Andreas Calovius über die in diesem Jahr geleistetet Arbeit und zeigte die Resultate, die dazu geführt haben, dass sich die Kolonie über den Landeswettbewerb "Gärten im Städtebau" für den Bundeswettbewerb qualifizierte.
}}
==== {{LZ}}: Interview mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge über die wichtigsten Projekte fürs kommende Jahr ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Mädge plant ohne [[Vorzugstrasse]] </big>'''
'''OB setzt Eckpunkte - Schlieffenpark-Projekt läuft ohne Änderung weiter'''
''as'' '''Lüneburg'''. Hoch gewonnen, kurz gefeiert und schon steckt Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] wieder mittendrin in der Arbeit. 2920 Tage Amtszeit liegen vor ihm, im Interview richtet er den Blick auf die wichtigsten Aufgaben und Projekte in den kommenden Monaten.
...
Was sind für Sie die wichtigsten Projekte fürs kommende Jahr?
'''Mädge''': ''Bei den Bauprojekten stehen die Reichenbachbrücke und das Baugebiet Schlieffenpark ganz oben auf der Prioritätenliste. Ein Schwerpunkt wird aber weiterhin bei der Schulsanierung und beim Ausbau der Krippenplätze in Lüneburg liegen.''
Sind die Aufträge für die Reichenbachbrücke bereits ausgeschrieben?
'''Mädge''': ''Ja, wir erwarten jetzt den Zuwendungsbescheid des Landes.''
Und was ist aus dem Zeitplan für den Schlieffenpark geworden? Ende 2006 sollte mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden.
'''Mädge''': ''Die Planungen werden am 27. September im Bauausschuss vorgestellt. Wir planen weiter wie bisher, weil wir überzeugt sind, dass die Vorzugstrasse nicht kommt. Das ist auch mit allen Grundeigentümern besprochen.''
Falls das [[Raumordnungsverfahren]] A 39 aber mit der [[Vorzugsvariante]] abschließt, haben Sie durch ihre Fachanwälte genug Fakten gesammelt, dagegen erfolgreich zu klagen?
'''Mädge''': ''Ich bin mir sicher, dass unsere Argumente stark genug sind. Ich habe zugesagt, dass wir alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um die Vorzugstrasse zu verhindern - und daran hat sich nichts geändert.''
...
}}
==== {{AllZ}} zu Fehlern bei der Kartierung von Biotopen ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Hunderte von Biotopen falsch oder überhaupt nicht kartiert</big>'''
''AZ - Lokales''
'''Brome/Boldecker Land'''. Der Nabu wirft den Planungsbehörden „haarsträubende Defizite” in der Raumanalyse des [[Raumordnungsverfahren]]s ([[ROV]]) für die geplante Autobahn 39 in den beiden Samtgemeinden vor. Mehrere 100, wenn nicht gar 1000 Biotope seien völlig falsch oder gar nicht kartiert und wiedergegeben worden, sagt Diplom-Biologe Jan-Hinnerk Schwarz, Vorsitzender der 270 Nabu-Mitglieder im Boldecker Land und Vorstandsmitglied des Nabu-Kreisverbandes.
Als Beispiel nennt Bromes Nabu-Vorsitzender Uwe Bleich die Amphibienkartierung im Bereich Hoitlingen und Tiddische: Einige Laichgewässer für wertgebende Arten seien nicht erfasst worden. Schwarz ergänzt das Beispiel Vogelmoor: „Hier wurden besonders geschützte Biotope übersehen oder möglicherweise bewusst gar nicht aufgenommen.” Bodensaure Stiel- und Traubeneichenwälder westlich Barwedels, in denen die [[FFH]]-Prioritätsart des Hirschkäfers vorkommt, aber auch die Erlenbruch- und Auwälder der Kleinen Aller im südöstlichen Ehra-Holz gehören dazu.
Als Beispiel für die mangelhaften Kartierungsarbeiten hat sich der Nabu den Großen Fischteich am Rande des Barwedeler Vogelmoores ausgesucht. Am Westufer steht ein großerr, für Nordostdeutschland typischer, allerdings selten gewordener Schlangenwurz-Erlenbruchwald, der laut Schwarz per Gesetz streng geschützt ist. In der Umweltverträglichkeitsstudie für die Autobahn steht er als „nicht geschützter Birken- und Kiefernwald entwässerter Standorte”, so Schwarz. Weiter werde der Teich als naturfern eingestuft. „Dabei wird völlig übersehen, dass er nicht nur einen optimalen Erlebnis- und Erholungsraum bietet, sondern auch Lebensraum für die Teichralle, Eisvogel und andere seltene Tiere.”
Schwarz meint, die Gemeinden hätten ihre Bürger besser informieren müssen. „Der Nabu hofft noch auf eine politische Kurskorrektur, dieses auf bis zu 2,6 Milliarden Euro geschätzte Projekt noch abwenden zu können.” Der Bau von Ortsumgehungen sei weitaus sinnvoller .
}}
=== 12. September ===
==== {{HA}} zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>SPD auf Partnersuche</big>'''
'''Rathaus: Großer Sieg für Mädge, aber was wird im Stadtrat? Weil die SPD im Stadtrat knapp drei Prozent verlor, reicht es mit der FDP nicht mehr. Gibt es eine Koalition der Verlierer oder Rot-Grün?'''
''Von Carolin George''
'''Lüneburg''' -
Für Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) ging am Sonntag zwar ein Traum in Erfüllung - mit 61,3 Prozent hat er seinem Kontrahenten um den Chefposten keine Chance gelassen. Ein Wunsch jedoch wurde ihm nicht erfüllt: der auf eine starke Stadtratsfraktion. So ist die [[SPD]] zwar immer noch größte Kraft, hat aber zwei Sitze eingebüßt: Die Koalition aus [[SPD]] und [[FDP]] kann nicht weiterregieren.
Die Sozialdemokraten rutschten von 43,9 Prozent ab auf aktuell 40,7 Prozent. Die Folge: nur noch 17 der insgesamt 42 Sitze. Koalitionspartner [[FDP]] büßte mit 7,0 statt zuvor 8,1 Prozent auch Stimmen ein, hält sich mit weiterhin drei Sitzen jedoch stabil. Macht zusammen 20 Sitze. Insgesamt braucht eine Regierung 21 Sessel plus Oberbürgermeister.
Mädge betont, sich bei den städtischen Koalitionsverhandlungen nicht von den Verhältnissen im Kreistag beeindrucken lassen zu wollen: "Wir werden uns nicht unter Druck setzen lassen." [[SPD]]-Fraktionschef [[Heiko Dörbaum]] hat Verhandlungen mit [[CDU]], [[FDP]] und [[Grüne]]n angekündigt, nur die Linken kommen für ihn nicht in Frage.
Die haben bei ihrer ersten Stadtratwahlwahl in Lüneburg zwei Sitze erobert und wollen laut OB-Kandidat Karlheinz Fahrenwaldt weiter gegen das kämpfen, was sie bereits zum Wahlkampfthema gemacht hatten - was aber längst beschlossen ist: der Ausbau der Reichenbachbrücke und die A 39.
Für die [[FDP]] scheint die Zeit an der Regierung vorbei zu sein: So rechnet Fraktionsvorsitzende [[Birte Schellmann]] mit einer großen Koalition oder einer aus [[SPD]] und [[Grüne]]n. [[SPD]], [[FDP]] und Linke - "da hätten wir große Bedenken mitzumachen". Große Gewinner sind die [[Grüne]]n mit 18,1 statt zuvor 13,4 Prozent und drei Sitzen plus. OB-Kandidat [[Ulrich Löb]]: "Von der [[SPD]] als Verlierer wäre es unklug mit einer anderen Verliererpartei weiterzumachen. Aber sie hat Angst, sich auf eine moderne Politik mit den Grünen einzulassen."
Stärker noch als die [[SPD]] ist die [[CDU]] abgesackt: Sie bekam nur 28,4 Prozent, sechs Prozent weniger als 2001. Konsequenz: drei Sitze weniger. "Das ist wirklich unglaublich", gab sich der parteilose [[CDU]]-Oberbürgermeisterkandidat Jürgen Lürssen ratlos, "ein richtiger Linksrutsch!" [[CDU]]-Landtagsabgeordneter [[Bernd Althusmann]]: "Die [[SPD]] wird sich jetzt entscheiden müssen, ob sie mit den [[Grüne]]n weiterregiert. Wir werden offen verhandeln."
}}
=== 11. September ===
==== {{LZ}} zur [[Kommunalwahl]] (Oberbürgermeister) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Das sagen die OB-Kandidaten</big>'''
'''Mädge jubelt, Dr. Lürssen enttäuscht'''
''red'' '''Lüneburg'''. Die OB-Wahl
ist gelaufen, das sagen die Kandidaten
zu ihrem Abschneiden:
OB [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]): „Wir sind als Partei geschlossen
in Stadt und Landkreis aufgetreten
und die Wähler haben
meine Arbeit honoriert.“
[[Birte Schellmann]] ([[FDP]]): „Es
war klar, das es etwas weniger
wird, weil die Wahl sich auf die
zwei Favoriten kapriziert hat.
Ich bin aber vor allem über die
beängstigend niedrige Wahlbeteiligung
erschrocken und besorgt.“
Professor Dr. Jürgen Lürssen
(parteilos/[[CDU]]): „Ich habe das
Ziel gehabt, in die Stichwahl zu
kommen, das habe ich nicht
erreicht, eher nur die Basiswerte
der [[CDU]]-Stammwähler, das
ist für mich enttäuschend. Offensichtlich
ist mein programmatischer
Ansatz nicht angekommen.“
[[Ulrich Löb]] ([[Grüne]]): „Wir
sind sehr zufrieden, die kontinuierliche
Arbeit der letzten
Jahre hat sich ausgezahlt, der Widerstand gegen die A39 hat sich im Wahlergebnis niedergeschlagen.“
Karlheinz Fahrenwaldt
(Linkspartei): „Wir haben nicht
die Person in den Mittelpunkt
gestellt, sondern die Inhalte der
Partei, mein persönliches Ergebnis
ist daher nicht entscheidend.
Ich gratuliere Herrn Mädge.“
}}
==== {{LZ}} zur [[Kommunalwahl]] (Kreistag) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Patt im Kreistag</big>'''
'''Wähler würfeln Mehrheiten durcheinander – [[CDU]] und [[SPD]] verlieren deutlich
'''
''lz'' '''Lüneburg'''. Die Würfel bei
der Wahl zum Kreistag sind
gefallen. Die beiden großen
[[Parteien]] [[CDU]] und [[SPD]] lieferten
sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen:
Nicht einmal ein halbes
Prozent der Wählerstimmen
trennt sie. Im Gegensatz zu den
kleinen [[Parteien]], sind die „Großen“
abgestraft worden. Sowohl
[[CDU]], als auch [[SPD]] büßten
Stimmen ein.
Wunden lecken bei der [[CDU]]:
„Das Ergebnis ist alles andere
als zufriedenstellend“, sagt
[[CDU]]-Fraktionschef Jens Kaidas.
Gründe für den Absturz ?
„Wir haben zu viele Brennpunkte
in zu vielen Gemeinden“,
analysiert er und listet
auf: „Etwa bei der Schulpolitik
haben wir ein unglückliches
Bild abgegeben.“ Statt sich einheitlich
nach außen zu präsentieren,
habe es immer wieder
Streit in der Fraktion gegeben.
„Kirchturmpolitik“ wirft Kaidas
einigen Parteifreunden vor, sagt
aber auch: „Die Entscheidungen,
die wir getroffen haben,
waren richtig.“ Dennoch hofft
er, im neuen Kreistag eine
Mehrheit zusammen zu bekommen,
„um den eingeschlagenen
Weg forsetzen zu können.“
'''„Keine große Koalition“'''
„Rundum zufrieden“ ist [[SPD]]-Fraktionschef
[[Manfred Nahrstedt]]
mit dem Wahlergebnis.
Auch wenn die [[SPD]] leichte
Verluste eingefahren habe, „haben
die Wähler die Politik der
Kreistagsfraktion eindeutig honoriert“,
meint er. Heute Morgen
werde seine Fraktion Gespräche über Koalitionsbildungen
mit allen demokratischen
[[Parteien]] führen. „Wir wollen
eine starke Mehrheit“, sagt
Nahrstedt.
[[Miriam Staudte]], Fraktionschefin
der [[Grüne]]n: „Wir haben
mehr als vier Prozent zugelegt.
Das ist enorm.“ Nicht zuletzt
sei es zu diesem Ergebnis gekommen,
„weil wir die einzigen
sind, die das Thema Elbbrücke
nicht emotional bewertet haben.
Und auch die A39 spielt
stark mit hinein.“ Ziel von
[[Bündnis 90/Die Grünen]] sei es
nun, „eine Große Koalition im
Kreistag zu verhindern“.
Ernüchternd registrierte [[Monika Schumann-Schilling]] das
Wahlresultat: „Das Ergebnis ist
insgesamt enttäuschend. Ich
hatte mir sieben bis acht Prozent
als Ziel gesetzt, aber auch
beim Kreistag war ich optimistischer.“ Bei Redaktionsschluss
stand vorläufig fest: Die [[FDP]]-Politikerin
wird dem neuen Kreistag nicht mehr angehören.
[[Jörg Venderbosch]] ([[Linkspartei]])
strahlt übers ganze Gesicht:
„Prima, ein super Ergebnis. Wir
sind im Kreis- und Stadtrat
vertreten. Ob wir mit anderen
[[Parteien]] zusammenarbeiten,
hängt davon ab, inwieweit wir
da unsere Ziele durchsetzen
können. Im Moment sehe ich
aber keine Partei, die dafür
infrage kommt.“
Bislang saßen „Die Unabhängigen“
im Kreistag mit in der
Regierungsverantwortung, bildeten
gemeinsam mit [[CDU]] und
[[FDP]] die Mehrheitsgruppe. Jetzt
hat der Wähler gesprochen und
die Mehrheitsverhältnisse im
Kreistag ordentlich durcheinander
gewirbelt. Ob „Die Unabhängigen“ auch in der neuen
Legislaturperiode im Kreistag
mitregieren werden, vermochte
Vorsitzender Wolfgang Gaußmann
von den „Unabhängigen“
gestern Abend noch nicht zu
sagen: „Am Wahlabend wird
über Koalitionen noch nicht
geredet.“
Mit dem Abschneiden der
Unabhängigen insgesamt ist er
zufrieden.
}}
=== 10. September ===
==== Presseerklärung des {{DV}} zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Gegner legen bei [[Kommunalwahl]]en deutlich zu</big>'''
''Eckehard Niemann''
Bei den Kommunal- und Kreistagswahlen haben in den Landkreisen Lüneburg, Uelzen und Gifhorn jene Listen und Kandidaten deutlich zugelegt, die sich gegen die geplante A 39 ausgesprochen haben. Wie der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen mitteilt, zieht in Uelzen die Wählergemeinschaft „Keine A 39 – Liste Zukunft“ mit dem Motto „Regionalentwicklung statt Autobahngläubigkeit“ auf Anhieb in den Kreistag ein. Pressesprecher Eckehard Niemann: „In den von der derzeitigen A 39-[[Vorzugstrasse]] betroffenen Ortschaften kamen die Kandidaten der Keine-A 39-Listen teilweise sogar zu zweistelligen Ergebnissen. Erheblich zugelegt haben auch die [[Grüne]]n, die sich eindeutig gegen die A 39 ausgesprochen hatten: bei den Kreistagswahlen in Lüneburg mit ca. 14 Prozent, in Uelzen und in Gifhorn mit ca. 7 Prozent, in den von der A 39 direkt betroffenen Orten oftmals mit Werten zwischen 20 und 30 Prozent. Gute Wahlergebnisse gab es auch für Kandidaten der [[CDU]], der [[SPD]] und der Unabhängigen Wählerlisten, die sich zuvor deutlich gegen die A 39 ausgesprochen hatten.“ Der Sprecher der Pro-A39-Initiative, [[CDU]]-Kandidat Christian Teppe aus Uelzen, erhielt bei der Bürgermeisterwahl in Uelzen mit nur 24 Prozent eine vernichtende Niederlage.
„Jetzt werden die Karten auch in Sachen A 39 in den Kommunalgremien neu gemischt“, so Niemann, „wir bedanken uns bei den bisherigen Gemeinderäten für die zahlreichen Resolutionen gegen die A 39.“ Nachdem sich der Widerstand gegen dieses unsinnige Polit-Prestigeprojekt bereits in über 40.000 Unterschriften, 10.000 Einwendungen, dem 100-Trecker-Treck, in Gemeinderats-Resolutionen, Veranstaltungen und zahllosen Aktionen manifestiert habe, werde er nun auch auf kommunalpolitischer Ebene noch deutlicheren Niederschlag finden. „Mittlerweile gewinnt man mit der Propaganda für diese Nonsens-Autobahn keine Stimmen mehr, sondern verliert vielmehr etliche seiner Wähler“, so Niemann, „neben den juristischen Widerstand über den [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds]] und den Widerstand der Bürger tritt nun auch immer stärker die politische Einflussnahme auf die [[Parteien]]!“
}}
=== 8. September ===
==== {{LZ}} über Politikerbefragung des [http://www.keine-a39.de Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39] zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Gegner kandidieren</big>'''
red '''Lüneburg.''' Nach einer
Umfrage des [http://www.keine-a39.de Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen den Bau der Autobahn 39 Wolfsburg-Hamburg] haben sich gegen
die geplante Autobahn in
den Landkreisen Lüneburg,
Uelzen und Gifhorn rund 150
Kandidaten für Kreistage aufstellen
lassen. Auf der Internetseite
[http://www.keine-a39.de www.keine-a39.de] würden
die Gegner der Autobahn 39
vorgestellt.
}}
=== 7. September ===
==== {{LZ}} zur Tunnellösung ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Bedenken gegen Tunnellösung</big>'''
'''A-39-Antrag im Landtag: Sonderweg teuer und zeitintensiv'''
''jj'' '''Lüneburg'''. Zwei Punkte wurden bei der A 39-Debatte hinter verschlossenen Türen im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landtags diese Woche deutlich: Ein Autobahntunnel für Lüneburg ist sündhaft teuer, die geforderte Machbarkeitsstudie durchkreuzt womöglich den Zeitplan. Der Ausschuss beriet jetzt den [[SPD]]-Antrag zu Tunnel und Studie.
Experten des Landes gehen davon aus, dass zwei Kilometer Tunnel für Lüneburg rund 200 Millionen Euro zusätzlich kosten. Und die geforderte Machbarkeitsstudie würde nicht nur Mehrarbeit verursachen, sondern auch langwierig sein, womöglich verzögere sich der Bau.
Der Lüneburger [[CDU]]-Landtagsabgeordnete [[Bernd Althusmann]] gab zu bedenken: "Der Tunnel würde ein Drittel der heutigen Gesamtsumme verschlingen. Ich denke, da müssen wir, sollte die Lüneburg-Variante überhaupt gebaut werden, über eine andere Form des [[Lärm]]schutzes nachdenken. Angesichts des Bundeshaushaltes ist eine Tunnellösung bei den Kosten wenig wahrscheinlich."
Althusmann war verwundert, dass der Lüneburger [[SPD]]-Landtagsabgeordnete [[Manfred Nahrstedt]], einer der Initiatoren des Antrags, nicht im Ausschuss saß: "Wahlkampfgetrommel ?" - "Nein", sagt Nahrstedt, "ich kann mich nicht zerreißen, saß zu dieser Zeit im [[SPD]]-Arbeitskreis des Umweltausschusses. Dort ging es um die Frage Müllverbrennung, von Umweltminister Sander favorisiert, oder Kalte Rotte, was wir in Lüneburg vorhalten. Ein wichtiges Thema, bei Verbrennung steigen die Müllgebühren." Bestens im Ausschuss vertreten habe ihn der verkehrspolitischen Sprecher Gerd Will. Der Tunnel-Antrag ist zur weiteren Beratung an die Fraktionen verwiesen worden.
}}
==== {{HA}} zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Stade, Harburg, Lüneburg: Die Kandidaten und ihre Chancen
</big>'''
''es, raw, tsu''
'''[[Kommunalwahl]]en: Die Niedersachsen stimmen am Sonntag über ihre Bürgermeister und Landräte ab. In Buchholz könnte ein Parteiloser den [[SPD]]-Bürgermeister Stein ablösen. Im Kreis Lüneburg stellt man sich auf eine Stichwahl um das Landratsamt ein.'''
'''STADE/WINSEN/LÜNEBURG''' -
Wenn am kommenden Sonntag in den Kommunen Niedersachsens gewählt wird, fallen auch in den südlichen Landkreisen der Metropolregion Hamburg wichtige personelle Entscheidungen.
...
'''LÜNEBURG''' - Beim '''SPD'''-Oberbürgermeister-Kandidaten [[Ulrich Mädge]] (56) wissen die Lüneburger, was sie erwartet: Seit 1991 ist der gelernte Diplom-Verwaltungswirt Oberbürgermeister. Nach einer Wiederwahl möchte er die Lebensqualität in der Stadt weiter verbessern, doch anstehende Großprojekte wie der Bau einer neuen Kongresshalle und die angestrebte Aufnahme in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes sind Themen, die in diesem Wahlkampf zurücktreten. Stattdessen ist die Verkehrspolitik Thema Nummer eins: Mädge zählt zu den Befürwortern der geplanten A 39, doch seit die Linienführung der Autobahn bekannt wurde, brodelt es in Lüneburg. [[Vorzugsvariante|Kommt die A 39 wie geplant, so durchschneidet sie das Stadtgebiet]].
Die Auswirkungen dieses Projekts beschäftigen auch Mädges Herausforderer Jürgen Lürssen (51). Der parteilose Professor, verheiratet und Vater zweier Kinder, gleichfalls Autobahnbefürworter im Grundsatz, tritt für die [[CDU]] an. Lürssens Themenschwerpunkte liegen im Bereich Wirtschaftsförderung, Solarenergie und Familienpolitik - doch auch er musste in den vergangenen Wochen immer zum Thema Autobahn Stellung beziehen. Noch dürfte Mädge im Rennen um den Bürgermeisterposten dank des Amtsbonus vorn liegen.
'''LANDKREIS LÜNEBURG''' - Von der Möglichkeit einer Stichwahl munkelt man dagegen bei der Kür des Landrats. Dr. [[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) - 51 Jahre, verheiratet, zwei Kinder - tritt gegen [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) - 58 Jahre, verheiratet, ein Kind - an. Der Verwaltungsjurist Porwol ist bereits stellvertretender Landrat, der Sozialpädagoge [[Manfred Nahrstedt]] sitzt im Niedersächsischen Land- und im Lüneburger Kreistag. Beide leben und arbeiten seit Langem in der Region, wobei Porwol vor allem seine Kompetenz als Verwaltungsjurist in die Waagschale wirft, während sich Nahrstedt als ausgebildeter Sozialpädagoge Kompetenz in Familien-, Arbeits- und Sozialpolitik erwarb. Der Ausgang ihres Rennens gilt noch als völlig offen.
}}
=== 4. September ===
==== {{LZ}} über Positionen der Landratskandidaten ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Wer wird neuer Landrat?</big>'''
'''Fünf Kandidaten kämpfen um den Einzug ins Lüneburger Kreishaus'''
[[Bild:LZ 2006 09 04 Fietz.jpg|thumb|368px|'''Wer wird Landrat Franz Fietz als neuer Kreisverwaltungschef beerben?''' Foto: be]]
''lz'' '''Lüneburg.''' [[Franz Fietz]] ([[CDU]]) tritt nicht mehr an. Fünf Kandidaten wollen ihm deshalb bei der [[Kommunalwahl]] am 10. September auf den Stuhl des Landrats folgen, als neuer Chef -oder Chefin - in die Kreisverwaltung einziehen.
Die Bewerber um das höchste politische Amt im Kreis sind Dr. [[Stefan Porwol]] für die [[CDU]], [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]), [[Miriam Staudte]] ([[Grüne]]), [[Monika Schumann-Schilling]] ([[FDP]]) und [[Jörg Venderbosch]] von der Partei [[Die Linke]].
Welche politische Richtung vertreten die fünf Bewerberinnen und Bewerber ? Wie stehen sie zu wichtigen, den Landkreis Lüneburg betreffenden kommunalpolitischen Themen ? Die LZ hat ihnen bereits erste Fragen gestellt. Die Antworten können Sie auf dieser und der nächsten Seite nachlesen.
* Befürworten Sie den Bau der '''A 39''' und wenn ja, welche Trassenführung?
* Der Landkreis hat rund 180 Millionen Euro Schulden. Trotzdem sollen sechs bis sieben Millionen Euro jährlich allein in die Modernisierung der kreiseigenen '''Schulen''' fließen. Wo soll das Geld herkommen und ist der Kreis überhaupt noch handlungsfähig ?
* Ist der Bau der '''Elbbrücke''' Verschwendung von Steuergeld wie der Bund der Steuerzahler mahnt ?
* In der '''Außendarstellung''' bleibt der Landkreis im Vergleich zur Stadt Lüneburg blass. Muss er an Farbe gewinnen, und wenn ja, wie kann ihm das gelingen ?
* Viel geworben wird mit der '''Metropolregion''' Hamburg. Spielt der Landkreis Lüneburg hier überhaupt eine Rolle oder geht er neben den großen Nachbarn unter?
* Die fünf Protagonisten stellen sich zudem am kommenden Mittwoch, 6. September, ab 19 Uhr im '''LZ-Wahlforum''' in der Ritterakademie den Fragen des LZ-Chefredakteurs Christoph Steiner sowie denen des Publikums.
}}
{| {{tabelle auto}}
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Porwol.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Nahrstedt.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Staudte.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Schumann-Schilling.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Venderbosch.jpg]]
|-
|'''Dr. [[Stefan Porwol]]'''
(50) aus Adendorf, verheiratet,
zwei Kinder, tritt für die [[CDU]] an.<br>''Foto: A/t&w''
| '''[[Manfred Nahrstedt]]'''
(58) aus
Oldendorf/Luhe,
verheiratet,
ein Sohn,
kandidiert für
die [[SPD]].<br>''Foto: A/nh''
| '''[[Miriam Staudte]]'''
(30) aus Scharnebeck,
verheiratet,
zwei Kinder,
tritt für
[[Bündnis 90/Die Grünen]] an.
''Foto: be''
| '''[[Monika Schumann-Schilling]]'''
(60) aus Lüneburg,
verwitwet,
ein Sohn,
tritt für die
[[FDP]] an.
''Foto: A/t&w''
| '''[[Jörg Venderbosch]]'''
(37), Diplom-
Politikwissenschaftler
aus Lüneburg,
tritt für
[[Die Linke]] an.
''Foto: A/rob''
|-
|'''Autobahn 39'''
Nicht nur ich befürworte den Bau der A 39, auch die rot-grüne Bundesregierung hat 2003 im [[Bundesverkehrswegeplan]] einen "vordringlichen Bedarf" hierfür gesehen. Die Fachgutachter favorisieren [[Vorzugsvariante|eine Trasse, die sicherlich nicht unproblematisch ist]]. Ich bin deshalb für die Optimierung der [[Ostumgehung]], etwa für [[Lärm|Schallschutz]] durch eine Deckelung.
'''Schulsanierung'''
Bildung hat für mich oberste Priorität. Und da investiere ich gern in die Modernisierung unserer Schulen. So schaffen wir zudem bleibende Werte und Aufträge für unser Handwerk. Nicht diese Investitionen schaffen Probleme für unseren Haushalt, sondern die unverändert hohen Ausgaben im Bereich der Jugend- und Sozialhilfe. Investitionen in Bildung helfen, diese Ausgaben mittelfristig zu senken. Und handlungsfähig sind wir auch, sonst hätten wir nicht das Gymnasium in Bleckede in Betrieb genommen.
'''Elbbrücke'''
Der Bund der Steuerzahler schaut hier ausschließlich durch die Brille eines Buchhalters. Er sieht nicht, was die Brücke für das Zusammenwachsen der Menschen bedeutet - für das Vereinsleben, die Schülerverkehre und den täglichen Weg zur Arbeit. Schön, dass wir die Landesregierung auf unserer Seite haben !
'''Außendarstellung'''
Müssen wir wirklich mit jedem Kokolores in der Zeitung stehen ? Aber im Ernst: Wir werden in Kürze eine Mitarbeiterin für Pressearbeit und Marketing einstellen. Dann haben wir zwar immer noch weniger Personal für diesen Bereich eingesetzt als die Stadt Lüneburg - aber die Haushaltslage ist eben eng.
'''Metropolregion Hamburg'''
Es wird nicht nur für die Metropolregion geworben - wir sind kräftig dabei zu handeln: Die Wachstumsinitiative Süderelbe und die Erweiterung des Hamburger Verkehrsverbundes waren meine wichtigsten Aktivitäten in der vergangenen Wahlperiode. Neue Projekte, beispielsweise das eGovernment und gemeinsames Marketing, stehen an: Die Zeiten, wo hier die "Heidjer" und dort die "Pfeffersäcke" saßen, sind vorbei: Wir verhandeln auf Augenhöhe !
|'''Autobahn 39'''
Die Realisierung der A 39 halte ich für notwendig. Es wurde aber eine [[Vorzugstrasse]] durch Lüneburg vorgeschlagen, die ich nicht akzeptieren kann. Sie zerstört die Struktur der Stadt, das Kloster Lüne wird völlig außer Acht gelassen. Hier ist ein Tunnel oder die [[Ostumgehung]] mit einer Abdeckung eine zu prüfende Alternative.
'''Schulsanierung'''
Da nicht damit zu rechnen ist, dass wir in Deutschland neue Rohstoffe finden, sichern Investitionen in Bildung die Zukunft unserer Kinder. Gute Bildung braucht gute Schulen. 2007 können die Kommunen in Niedersachsen mit höheren Einnahmen von rund 45 Millionen Euro rechnen. Das Land bekommt auch durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer etwa 680 Millionen Euro zusätzlich. Hiervon sind Anteile an die Landkreise und Kommunen, als Ausgleich für die seit Jahren vorenthaltenen Mittel des kommunalen Finanzausgleichs weiterzuleiten. Damit der Landkreis handlungsfähig bleibt, hat er sich auf seine Kernaufgaben zu beschränken.
'''Elbbrücke'''
Das Amt Neuhaus wurde Anfang der 1990er-Jahre wieder Teil des Landkreises Lüneburg. Die Menschen in Amt Neuhaus benötigen die Brücke, damit sie eine von Eisgang und Hochwasser unabhängige Verbindung zu uns haben. Da auf 65 Flusskilometern der Elbe zwischen Dömitz und Lauenburg keine feste Querung vorhanden ist, sehe ich in dem Brückenbau keine Verschwendung von Steuergeldern. Da die Brücke auch für die Entwicklung der Region von Bedeutung ist, setze ich auf Leistungen der europäischen Ziel 1-Förderung für deren Finanzierung.
'''Außendarstellung'''
Im Vergleich zu anderen Landkreisen in Niedersachsen ist die Eigendarstellung unseres Landkreises nicht so sichtbar, wie sie es sein könnte. Hier bedarf es professioneller Unterstützung und stärkerer Präsenz des Landrates in den Medien.
'''Metropolregion Hamburg'''
Der Landkreis ist mit dem Oberzentrum Stadt Lüneburg die attraktivste und zuzugsstärkste Region in der Metropolregion Hamburg. Wir können langfristig nur eine wichtige Rolle spielen, wenn Stadt und Landkreis Lüneburg als Einheit in der Metropolregion Hamburg auftreten und auch so wahrgenommen werden.
|'''Autobahn 39'''
Ich lehne den Bau der A 39 strikt ab. Sie ist wirtschaftlich unsinnig, wie der schlechte [[Kosten-Nutzen-Faktor]] dokumentiert. Insbesondere die regionale Wirtschaft hat keinerlei Vorteile. Im Gegenteil: Durch [[Vorzugstrasse|die aktuelle Trassenführung]] würden wichtige Expansionsflächen im Lüneburger Osten verbaut.
Ich bin optimistisch, dass sich der Bau noch verhindern lässt, da er mit 480 Millionen Euro beschlossen wurde und nun schon bei 610 Millionen Euro liegt. Der [[Bundesverkehrswegeplan]] ist chronisch unterfinanziert, da die Unterhaltungskosten für die bestehenden Straßen enorm steigen. Generell ist der Neubau von Straßen auch unter dem demographischen Aspekt kritisch zu beurteilen: Immer weniger Menschen müssen immer mehr Straßen unterhalten.
'''Schulsanierung'''
Die schwierige Finanzlage zwingt uns, Prioritäten zu setzen, das heißt, notwendige Schulsanierungen müssen vorgenommen werden. Ich bezweifle, dass Schulsanierung mit Ziel-1-Mitteln finanziert werden kann, da sie nichts mit der langfristigen Schaffung von [[Arbeitsplätze]]n zu tun haben.
'''Elbbrücke'''
Die Elbbrücke kostet Land und Kreis 30 Millionen Euro. Allein die Zinsen betragen für so eine Summe eine Million Euro jährlich. Für diese Zinsen könnte man die Fähre Tanja umsonst fahren lassen und hätte noch 300 000 Euro übrig. Außerdem zerstört man durch den Wegfall der Fähre 15 Teilzeit[[arbeitsplätze]] in einem strukturschwachen Gebiet.
'''Außendarstellung'''
Die Entscheidungsträger in Stadt und Kreis dürfen keine Energie damit verschwenden zu klären, wer einflussreicher ist. Sie müssen zum Wohle des gesamten Landkreises uneigennützig kooperieren statt zu streiten, wer was bezahlt.
'''Metropolregion Hamburg'''
Es geht nicht darum, sich innerhalb der Metropolregion voneinander abzugrenzen, sondern Wettbewerbsvorteile auszubauen. Das Konstrukt Metropolregion muss mit Leben gefüllt werden: Das von uns angeregte Pendlernetz, eine Internet gestützte Software zur Vermittlung von Fahrgemeinschaften, ist ein Beispiel dafür.
|'''Autobahn 39'''
Ja, weil ich mir neue [[Arbeitsplätze]] davon verspreche. Aber keinesfalls die [[Vorzugsvariante]], weil hier auf den Menschen zu wenig Rücksicht genommen wird. Diese Haltung habe ich durch mein Stimmverhalten in der Kreistagssitzung am 17. Juli diesen Jahres auch zum Ausdruck gebracht. Ich präferiere eindeutig eine für Natur und Mensch besser verträgliche Trasse.
'''Schulsanierung'''
Ich möchte die E.ON-Avacon-Aktien verkaufen, um die dringend notwendige Sanierung der Schulen voranzutreiben. Noch ist der Landkreis handlungsfähig; eine Verbesserung der Handlungsfähigkeit hat bei mir oberste Priorität. Eine weitere Verschuldung muss vermieden werden, um die nachfolgenden Generationen nicht noch mehr zu belasten.
'''Elbbrücke'''
Nein, da die Wirtschaftskraft im Amt Neuhaus und in Nordostniedersachsen gefördert und verstärkt wird.
Außerdem verbessern wir die Lebensqualität der Menschen östlich der Elbe, da die Brücke die Wege für die Bürger und Bürgerinnen kürzer und zuverlässiger macht.
'''Außendarstellung'''
Ich kann Ihre Frage nicht bejahen, da ich eine "Blässe" des Landkreises nicht erkennen kann. Die Stadt Lüneburg und die anderen Gemeinden und Samtgemeinden stehen nicht im Wettbewerb sondern sind "Verbündete" mit einer Fülle von Möglichkeiten, die sie nur partnerschaftlich nutzen können.
'''Metropolregion Hamburg'''
Der Landkreis Lüneburg als begehrtes Zuzugsgebiet gilt bereits als "Wachstumswunder" innerhalb der Metropolregion Hamburg.
Durch gemeinsam von Städten, Gemeinden und Samtgemeinden des Landkreises Lüneburg geplante Verbesserungen der Infrastruktur - dazu zähle ich die Bauleitplanung, die Schulentwicklung und vieles mehr - könnte die Attraktivität für die Ansiedlung von Familien und Firmen für die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen im Landkreis Lüneburg noch erheblich gesteigert werden.
Der Landkreis Lüneburg hat bereits erfolgreich damit begonnen, und der Ostkreis hat jetzt sein lange erkämpftes Gymnasium in Bleckede erhalten.
|'''Autobahn 39'''
Ich lehne den Bau der A 39 grundsätzlich ab. Die Autobahn schafft, wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge, keine neuen [[Arbeitsplätze]]. Außerdem ist der Autobahnbau umweltfeindlich und mit Kosten von etwa einer Milliarde Euro sehr teuer. Das drängende Verkehrsproblem in Melbeck ist durch eine Umgehungsstraße schneller und kostengünstiger als durch die Autobahn zu lösen.
'''Schulsanierung'''
Die Einnahmen des Kreises reichen hinten und vorne nicht. Überall wird schon bis aufs äußerste gespart; viele sinnvolle Projekte mit Hinweis auf die knappen Kassen abgelehnt. Dennoch ist der Schuldenberg des Kreises auf über 180 Millionen Euro angewachsen. Aus meiner Sicht gibt es nur eine Lösung: Die Finanzausstattung des Kreises muss verbessert werden. Schließlich kann es nicht sein, dass selbst dringend erforderliche Schulsanierungen über Kredite finanziert werden müssen.
'''Elbbrücke'''
Ich befürworte den Bau der Elbbrücke in Neu Darchau. Die Streckenführung soll allerdings auf keinen Fall direkt durch den Ort Neu Darchau führen. Der Bau der Brücke ist zwar mit rund 28 Millionen Euro relativ kostenintensiv. Das Geld ist aber gut investiert, weil es den Gewerbebetrieben und dem Tourismus im strukturschwachen Amt Neuhaus zugute kommt. Bei Hochwasser und Eis müssen derzeit lange Umwege über Lauenburg oder Dömitz in Kauf genommen werden, weil die Fähre dann nicht verkehren kann.
'''Außendarstellung'''
Der Landkreis Lüneburg gehört zu den landschaftlich reizvollsten Gegenden Deutschlands. Sicherlich kann mit originellen Ideen das Marketing noch verbessert werden. Eine kostenaufwändige Werbekampagne für den Landkreis lehne ich jedoch ab.
'''Metropolregion Hamburg'''
Der Landkreis profitiert von Hamburg. Für Industrie- und Gewerbetriebe ist der nahe Absatzmarkt Hamburg wichtig. Außerdem bringen Pendler, die im Kreis wohnen und in Hamburg arbeiten, Steuereinnahmen und Kaufkraft in den Kreis. Ohne Hamburg wäre die wirtschaftliche Lage hier noch miserabler. Um Pendler zum Umsteigen auf Bus und Bahn zu ermutigen, ist es wichtig, den ÖPNV auszubauen.
|}
=== 2. September ===
==== {{LZ}} über Positionen der für die [[Kommunalwahl]] kandidierenden Parteien ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Parteidisziplin leidet unter A 39 </big>'''
[[Bild:LZ 2006 09 02 01.jpg|thumb|300px|'''Pro und Kontra A39: Keine Frage spaltet den Landkreis mehr als die nach der künftigen Trasse der geplanten Autobahn.''' Foto: A/t&w]]
'''[[CDU]]- und [[FDP]]-Kreisverbände lassen Trassenfrage offen'''
''red'' '''Lüneburg'''. [[St.-Florian-Prinzip|Lieber im Westen, nicht im Osten oder umgekehrt]] - heute hat die LZ die [[Parteien]] in Stadt und Landkreis zur [[Kommunalwahl]] nach dem strittigsten Thema gefragt: der geplanten Autobahn 39, die Lüneburg mit Wolfsburg verbinden soll.
Das [[Raumordnungsverfahren]] läuft, die [[Vorzugsvariante]] führt durch Lüneburg. Der Stadtrat hat eine Resolution dagegen verfasst, sich für eine West-Trasse ausgesprochen. Kein Wunder also, dass die Gemeinden im Westen in Alarmbereitschaft bleiben. Bei der Frage nach der A 39 fruchtet auch keine Parteidisziplin mehr, sondern es stehen nur noch [[Politiker]] im Wahlkampf, die auf ihrem (Stimm)-gebiet kämpfen.
Über kaum ein Thema wurde häufiger geschrieben. Die Positionen sind bekannt, eigentlich, aber im Nebel der andauernden A 39-Scharmützel oft kaum noch auszumachen. Die LZ hat bei den Parteispitzen in Stadt und Kreis nachgehakt und um eine knappe, klare Position zur Autobahn-Planung gebeten.
'''[[SPD]]'''
* Ortsverein LG: Befürwortet wird eine Autobahntrasse im Westen der Stadt, die folgende Kriterien erfüllen muss: geringstmögliche Belastung für die Menschen, größtmöglicher Nutzen für die Region.
* Unterbezirk: Ja zur A 39 und zur [[Vorzugsvariante]] - aber nur in Tunnelform. Außerdem muss geprüft werden, ob eine Ostumfahrung möglich ist.
'''[[CDU]]'''
* Stadtverband: Der [[CDU]]-Stadtverband hat bereits 2005 einen Beschluss gefasst für die A 39, sich auf die West-Trasse festgelegt.
* Kreisverband: Ein klares Ja zur Autobahn A 39, weil davon die Wirtschaft profitiert und [[Arbeitsplätze]] geschaffen werden. Auf eine Trasse hat sich der CDU-Kreisverband nicht festgelegt.
'''Die [[Grüne]]n'''
* Stadt- und Kreisverband: Die A 39 wird abgelehnt - in jeder Trassenvariante.
'''[[FDP]]'''
* Stadt: Ja zur A 39 auf der West-Trasse.
* Kreisverband: Die A 39 wird befürwortet, bislang wird kein Trassenverlauf bevorzugt, weil einige Untersuchungen noch laufen.
'''Linkspartei'''<sup>*</sup>
* Klares Nein gegen das Milliardengrab A 39.
'''Unabhängige Wählergemeinschaft'''<sup>*</sup>
* Was den Trassenverlauf betrifft, hat die Unabhängige Wählergemeinschaft noch kein einheitliches Meinungsbild.
'''UWL/Rechte'''<sup>*</sup>
* Ja zur A 39, bevorzugt wird die Trasse am Ebensberg.
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<sup>* </sup>Bei kleineren [[Parteien]] gibt es nicht immer einen Kreis- und Stadtverband. Anmerk. d. Red.
}}
* [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=a39 Quelle]
==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Oberbürgermeisterwahl) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Wer macht das Rennen um den Chefposten im Rathaus?</big>'''
'''Fragen an Kandidaten für Oberbürgermeisterwahl – Dienstag Wahlforum in der Ritterakademie'''
''red'' '''Lüneburg'''. Amtsinhaber [[Ulrich Mädge]] von der [[SPD]] möchte gerne Oberbürgermeister von Lüneburg bleiben, es wäre seine dritte Amtsperiode als hauptamtlicher OB. Aber er hat fünf Konkurrenten, die ihm das Amt bei der [[Kommunalwahl]] am Sonntag, 10. September, streitig machen wollen: Prof. Dr. Jürgen Lürssen (parteilos, [[CDU]]), Bürgermeisterin [[Birte Schellmann]] (FDP), [[Ulrich Löb]] ([[Grüne]]), [[Karlheinz Fahrenwaldt]] ([[Linkspartei]]), Günter Klug (Einzelbewerber).
Am Dienstag, 5. September, werden sich die sechs Kandidaten im LZ-Wahlforum um 19 Uhr in der Ritterakademie am Graalwall den Fragen der LZ und vor allem der Lüneburger stellen. Ein paar Positionen haben wir bei den Kandidaten schon abgeklopft. Die Fragen:
'''Frage 1''': Welche Hebel kann die Stadt ansetzen, um die hohe [[Arbeitslosigkeit]] von 10,1 Prozent zu bekämpfen?
'''Frage 2''': Die [[Vorzugsvariante]] der A 39 führt durch Lüneburg, was halten Sie davon?
'''Frage 3''': Was wollen Sie im Bereich Kita/Schule in den nächsten vier Jahren umsetzen?
'''Frage 4''': Unterstützen Sie den Weg der Universitäts-Spitze hin zu mehr Klasse statt Masse?
'''Frage 5''': Lüneburg ist Zuzugsregion. Das heißt, mehr Baugebiete, hohe Infrastruktur-Investitionen für Kitas oder Schulen, aber auch mehr Verkehr. Wo liegen die Grenzen des Wachstums?
}}
{| {{tabelle auto}}
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Maedge.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Luerssen.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Schellmann.jpg]]
|-
|'''[[Ulrich Mädge]] (56) startet für die [[SPD]], wurde 1996 erster hauptamtlicher Oberbürgermeister von Lüneburg, 2001 wiedergewählt, verheiratet, zwei Söhne, Diplom-Verwaltungswirt. U. a. Vizepräsident des Nieders. Städtetages, Hobbys: Wandern und Münzen sammeln.''' ''Foto: nh''
|'''Prof. Dr. Jürgen Lürssen (parteilos) ist OB-Kandidat der [[CDU]]. Der Betriebswirt (50), verheiratet, zwei Kinder, war Manager in großen Firmen, ist Uni-Professor in Lüneburg, Vorsitzender Deutsch-Französischen Gesellschaft, Hobbys u. a.: Singen Kantorei St. Johannis, Joggen.''' ''Foto: A/t&w.''
|'''[[Birte Schellmann]] tritt für die [[FDP]] als OB-Kandidatin an, sie ist seit 2001 Bürgermeisterin von Lüneburg. Die Juristin trat 1983 in die [[FDP]] ein, ist seit 1996 Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Rat.'''<br>''Foto: A/t&w''
|-
|'''Frage 1''': Die Stadt wird weiterhin mit einer verlässlichen und schlanken Verwaltung die Rahmenbedingungen für eine positive Wirtschaftsentwicklung schaffen. So müssen wir die erfolgreiche Arbeit der Wirtschaftsförderung Lüneburg in Zusammenarbeit mit dem Landkreis fortsetzen, uns mit der boomenden Metropole Hamburg im Verbund aufstellen, Stichwort Süderelbe AG, moderne Dienstleistungs- und Produktionsbetriebe fördern, zum Beispiel über ein zweites Gründerzentrum wie das e.novum, und innovative Technologien, wie der Solarenergie, den Weg bahnen sowie den Wissenstransfer von der Uni in die Wirtschaft ausweiten. Ich werde darüber hinaus das Kaufhaus Innenstadt stärken und das Handwerk fördern.
'''Frage 2''': {{mark|Ich bin davon überzeugt, dass Lüneburg und die ganze Region von der A39 profitieren werden. Die [[Vorzugstrasse]] lehne ich aber ab, vor allem, weil sie das [[Schutzgut Mensch]] nicht genug beachtet. Außerdem beschädigt sie die Entwicklung und das historische Erbe der Stadt. Ich werde deshalb alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Autobahn über Lüneburger Stadtgebiet zu verhindern. Darüber hinaus müssen wir auch andere Verkehrsträger wie das Dritte Gleis und den Radverkehr fördern.}}
'''Frage 3''': Mit dem mittelfristigen Investitionsprogramm bis 2009 werden unsere Schulen für rund 45 Millionen Euro modernisiert. Bildung beginnt im Kindergarten, deshalb haben wir in diesem Jahr 100 neue Krippenplätze geschaffen. Bis 2008 werden wir insgesamt 300 Krippenplätze mehr haben. Von September an erhalten alle Kinder mit Sprachproblemen kommunale Sprachförderung. Ein Schwerpunkt: Der Ausbau der verlässlichen Betreuung für Grundschulkinder nach der Schule. Deshalb werden wir die Horte an die Grundschulen verlegen. 2007 beginnen wir mit den ersten drei Einrichtungen. Außerdem werde ich mich für die Erweiterung des Ganztagsschulen-Angebots beim Land einsetzen. Damit schaffen wir eine durchgängige und qualitativ hochwertige Bildungskette von der Kita bis zur Uni.
'''Frage 4''': Gute Forschung und Lehre geben den jungen Menschen an der Universität gute berufliche Perspektiven und nutzen der Stadt, weil hochwertiges Wissen und gut ausgebildete junge Menschen zur Verfügung stehen. Deshalb unterstütze ich die Bestrebungen der Uni-Leitung, die Qualität an Lüneburgs Hochschule zu verbessern. Gleichzeitig darf die Universität nicht zu einer Eliteeinrichtung im Elfenbeinturm werden. Es müssen auch weiterhin viele junge Menschen die Chance auf eine hochwertige Ausbildung haben. Ich werde mit der Universität im Dialog bleiben und sie unterstützen, damit die universitäre Erfolgsgeschichte in Lüneburg - unterstützt mit einem Kooperationsvertrag - noch eine lange Fortsetzung findet.
'''Frage 5''': Ich freue mich, dass Lüneburg wächst und für junge Familien und ältere Menschen gleichermaßen attraktiv ist. Lüneburg soll weiter wachsen. Deshalb werde ich weiterhin neue Wohngebiete wie den Schlieffenpark fördern. Ich werde die hohe Lebensqualität in Lüneburg erhalten: Kitas, Schulen und Stadtteilzentren bauen, aber auch parallel weiter den Verkehrsmix ÖPNV, Fahrrad und Fußgänger fördern. Das gleiche gilt für die kulturelle und soziale Infrastruktur, zum Beispiel Theater und Kongresshalle.
|'''1)''' In Lüneburg sind derzeit fast 4600 Menschen arbeitslos. Seit Jahren sinkt hier die Zahl der [[Arbeitsplätze]]. Wir haben mit Abstand die höchste [[Arbeitslosigkeit]] im gesamten Hamburger Umland. Dabei haben wir in Lüneburg hervorragende Standortbedingungen, nur dass potenzielle Investoren nichts davon wissen. Deshalb müssen wir erheblich mehr in die Wirtschaftsförderung investieren und dadurch Firmen auf die Vorzüge unserer Stadt aufmerksam machen. Auch die konsequente Umsetzung meines Konzepts für die Solarstadt Lüneburg wird neue [[Arbeitsplätze]] bringen. Ebenfalls nötig: eine erheblich stärkere Tourismusförderung. Mehr Gäste bedeuten auch mehr [[Arbeitsplätze]].
'''2)''' {{mark|Grundsätzlich befürworte ich den Bau der A 39, denn sie wird den Wirtschaftsstandort Lüneburg stärken, wird bestehende [[Arbeitsplätze]] sichern und neue Jobs für Lüneburg bringen! Aber ich lehne jede Trassenführung über Lüneburger Stadtgebiet kategorisch ab. Ich werde als Oberbürgermeister mit allen rechtlichen Mitteln dagegen kämpfen.}}
'''3)''' Lüneburg soll in vier Jahren den Ruf einer kinder- und familienfreundlichen Stadt bekommen. Davon sind wir derzeit weit entfernt. Mit einem Sofortprogramm werden wir das Angebot an Kinderbetreuung so weit ausbauen, dass alle Eltern ihre Kinder zu den von ihnen benötigten Zeiten ohne Probleme betreuen lassen können. Dafür brauchen wir dringend mehr Plätze und größere Flexibilität bei der Betreuung in Krippen, Kindertagesstätten und Horten. Das Programm der Schulbausanierung werde ich fortsetzen. Ich werde dabei zum Schutz der Schüler und Lehrer ein stärkeres Gewicht als bisher auf den Brandschutz legen. Ebenfalls wichtig: die bedarfsgerechte Erweiterung des Angebots an Ganztagsschulen.
'''4)''' Ja, voll und ganz. Die Qualitätsverbesserungen in Lehre und Forschung steigern den Ruf der Universität und damit auch den Lüneburgs. Höhere Forschungsqualität führt direkt zu mehr hochqualifizierten [[Arbeitsplätze]]n in den Uni-Instituten. Dazu wachsen die Chancen für erfolgreiche Unternehmensgründungen von Uni-Mitgliedern zur Vermarktung ihrer Forschungsergebnisse. Höhere Lehrqualität etwa durch kleinere Kurse kommt den Studierenden zugute. Die Reduzierung der Studierendenzahlen im Basisstudium (Bachelor) wird durch eine deutliche Ausweitung der Weiterbildungsstudiengänge ausgeglichen. Unter dem Strich soll die Studierendenzahl konstant bleiben. Dies ist nötig, da die Studierenden ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Lüneburg sind.
'''5)''' Neubürger stärken die heimische Wirtschaft: Handwerk, Einzelhandel, Gastronomie und andere Firmen haben mehr Kunden. Mehr Einwohner bedeuten für die Stadt auch höhere Steuereinnahmen. Damit lässt sich die notwendige zusätzliche Infrastruktur größtenteils finanzieren. Da zudem in Lüneburg noch Platz für Neubürger ist, bin ich für die Erschließung weiterer Baugebiete, allerdings nicht nur für Einfamilienhäuser. Zentrumsnahe Baugebiete sollten überwiegend mit Mehrfamilienhäusern bebaut werden. Den Verkehrszuwachs werden wir begrenzen, indem wir gute Rad- und Busverbindungen schaffen. Die Grenzen des Wachstums: neue Wohngebiete dürfen nicht zu Lasten von bestehenden Naherholungsgebieten ausgewiesen werden.
|'''1)''' Das ist nur zu erreichen über systematische Förderung der Neuansiedlung und Erweiterung von Betrieben durch zielgerichtetes Ansiedlungsmarketing, weiter optimierte Infrastrukturen auch in Kooperation mit der SüderelbeAG, niedrige Gewerbesteuer, Bildung überbetrieblicher Netzwerke auch zur Verbreiterung der Ausbildungssituation und Existenzgründung, Angebot günstiger Grundstücke sowohl zu Gewerbe- wie Wohnzwecken und systematischen Erhalt und Ausbau unserer hohen Wohn- und Lebensqualität. Mit der Wirtschaftsförderung ist intensiv zu kooperieren, die Potenziale der Universität sind zu nutzen.
<br> <br> <br>
'''2)''' {{mark|Die A39 muss unbedingt her, aber keinesfalls die sog. [[Vorzugsvariante]], die die Stadt zerschneidet und bewirkt, dass sich der gesamte Zubringerverkehr vom Westen durch die Stadt quälen muss. Ich präferiere eine Westumgehung, die die Stadt ohnehin braucht. Die alte Umgehungsstraße B4 muss als Entlastungsstraße für den Stadtverkehr im Osten unbedingt erhalten bleiben. Diese Straße zu schließen und das auch noch als umweltfreundlich zu bezeichnen, ist ein abstruser Gedanke. Was geschieht, wenn die Autobahn mal gesperrt ist? Dann haben wir keine Alternativrouten durch die Stadt.}}
<br> <br> <br>
'''3)''' Wir brauchen dringend erweiterte und vor allem flexible Ganztagsbetreuungsangebote für Kinder nicht nur in Kitas, Krippen und Schulen und nicht nur, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Da gibt es noch mehr Alternativen. Bildung ist das zentrale Bürgerrecht, denn es ermöglicht später die Teilhabe am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Da in der Kleinkindphase hierfür die entscheidenden Grundlagen gelegt werden, müssen wir noch stärker als bisher unser besonderes Augenmerk auf Angebot und Qualität dieser Bildungsmöglichkeiten legen.
<br> <br> <br>
'''4)''' Mehr Qualität ist immer ein richtiges Ziel. Ob das aber über Einführung eines sehr spezifischen "Lüneburg Studiengangs", ohne klare fachliche Orientierung, erreicht werden kann oder der Weg dahin über die sklavische Umsetzung des Bologna-Prozesses führt, wage ich stark zu bezweifeln. Die Universität darf jedenfalls nicht junge Menschen in Ausbildungsgänge locken, die einen Universitätswechsel von und nach Lüneburg unmöglich machen oder keine Ausbildungsgänge eröffnen, die von der Wirtschaft nicht angenommen werden.
<br> <br> <br>
'''5)''' Lüneburg wächst und sollte weiter wachsen. Die Gefahr, dass wir sonst schrumpfen wie der Landkreis Dannenberg mit all seinen Problemen der Zukunftsgestaltung, ist viel zu groß. Wenn Wachstum organisch erfolgt, besonnen und zielgerichtet gesteuert wird, sehe ich derzeit keine Wachstumsgrenzen.
<br> <br> <br> <br> <br> <br> <br> <br> <br>
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! [[Bild:LZ 2006 09 02 Loeb.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Fahrenwaldt.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Klug.jpg]]
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|'''[[Ulrich Löb]] tritt für die [[Grüne]]n an. Der 53-Jährige ist verheiratet, hat zwei Kinder, sitzt seit 1996 im Rat, ist Vorsitzender des Verkehrsausschusses, Schwerpunkte: ökologisches Bauen, Energiesparen, Stadtentwicklung, Verkehrspolitik.''' ''F: A/t&w''
|'''[[Karlheinz Fahrenwaldt]] tritt für die [[Linkspartei]] an. Der Diplom-Volkswirt (49), verheiratet, zwei Töchter, ein Sohn, hat u. a. Maschinenschlosser und Kranführer gelernt, Gewerkschafter seit über 40 Jahren, Hobbys: Lesen, Städtetouren, Jazz.''' ''Foto: nh''
|'''Günter Klug (57), geschieden, zwei Söhne, Pensionär, wohnt seit 35 Jahren in Lüneburg, hat bisher keine kommunalpolitischen Ämter inne gehabt. Der „Quereinsteiger“ nennt als Hobbys: Wirtschaft, Börse, Sport und natürlich Politik.''' ''Foto: A/t&w''
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|'''1)''' Stadt und Region müssen sich gemeinsam um die Ansiedlung von [[Arbeitsplätze]]n bemühen. Dafür sind wir mit der Wirtschaftsfördergesellschaft auf dem richtigen Weg: Durch regional bezogene Entwicklungskonzepte, umfassende Beratung, das Einwerben von Fördergeldern und ein unbürokratisches Genehmigungsverfahren. Die weichen Standortfaktoren wie Kultur und Bildung müssen ausgebaut werden. Die Universität muss verstärkt im Bereich angewandte Forschung und der Absolventenförderung in die Wirtschaftsförderung eingebunden werden. Förderung neuer Dienstleistungsbereiche durch Risikokapitalangebote der Sparkasse. Die Vermittlung von Arbeitslosengeld II-Empfängern sollte durch die Stadt geschehen. Energiesparende Maßnahmen, gerade im historischen Altbaubestand, die zusätzliche Förderung alternativer Energiegewinnung durch moderne Holzheizungen und Sonnennutzung, schaffen zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze in Dienstleistung und Handwerk.
'''2)''' {{mark|Die A 39 lehne ich grundsätzlich ab. Eine Streckenführung durch Lüneburg und seine Region ist weder umwelt- noch menschenverträglich, und ist eine große Geldvernichtung. Das Geld fehlt aber bei der Wirtschafts- und Ausbildungsförderung. Das [[St.-Florians-Prinzip]] bei der Trassendiskussion der A 39 durch die anderen [[Parteien]] ist mehr als schäbig. Lüneburg darf nicht Durchgangsstation für den Schwerlastverkehr nach Osteuropa werden. Die Hamburg-Pendler sollen durch Verbesserungen im Bus- und Bahnangebot (Ausweitung der Verkehrszeiten, bessere Vertaktung, besserer Service) auch im Umland, den Bau des 3. Gleises und durch eine Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur, in den öffentlichen Personennahverkehr gelenkt werden.}}
'''3)''' Lüneburg ist Zuzugsgebiet. Wir müssen unsere Kitas und Schulen erweitern und ausbauen. Für alle Kinder sollen bedarfsgerecht und flexibel Krippen- und Hortangebote geschaffen werden. Dabei ist auf ein breites qualitatives Träger- und Fortbildungsangebot für die ErzieherInnen zu achten. Die Elternbeiträge sollen schrittweise abgesenkt werden, dabei ist auf einen größeren Landeszuschuss zu drängen. Eine lange gemeinsame Schulzeit ist spätestens seit PISA das Gebot der Stunde: Dazu werden wir ein weiteres Schulzentrum für alle Schulstufen errichten müssen, dass sich durch Ganztagsangebot, hohe Durchlässigkeit, Zusammenarbeit in den Stufen und Berufsorientierung ausweist.
'''4)''' Klasse und Masse dürfen sich gerade bei einer so kleinen Uni wie der unseren nicht ausschließen. Wir brauchen die Erweiterung um weitere umweltbezogene Studiengänge, auch als Aktivposten der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Einführung eines Generalstudiums (lüneburg studies) kann ein interessanter Weg sein, um die Zusammenarbeit der Fachbereiche, die Akzeptanz der Uni auf dem Bildungsmarkt und die Chancen der Absolventen zu steigern.
'''5)''' Die Chancen des Wachstums liegen in seinen Grenzen. Wir werden Lüneburg im Wesentlichen baulich nur noch nachverdichten können, und das auch nur bei einer intelligenten Verkehrsaufkommenssteuerung. Eine große Chance bietet dabei die ehemalige Kaserne an der Bleckeder Landstraße. Hier können neue Formen des ökologischen Bauens und Zusammenlebens erprobt, Gewerbe, Kultur und Dienstleistungen integriert werden. Kurze Wege zur Innenstadt und zum Bahnhof, eine gute Erschließung durch ÖPNV und eine optimale Rad-Infrastruktur sind der Schlüssel für eine gezielte und umweltverträgliche Entwicklung.
|'''1)''' Ich lehne jede Form der Privatisierung von Institutionen der öffentlichen Daseinsvorsorge ab, da diese Privatisierungen bisher immer mit Arbeitsplatzabbau verbunden waren. Ein Teil der Ziel-1-Mittel soll zur Schaffung eines öffentlichen Beschäftigungssektors auf dem ersten Arbeitsmarkt, allerdings ohne Konkurrenz zu den bestehenden Arbeitsverhältnissen, verwendet werden. Es sollen zusätzliche, vollkommen neue sozialversicherungspflichtige [[Arbeitsplätze]] eingerichtet und dauerhaft gesichert entstehen. Kommunale Wirtschaftskreisläufe müssen gefördert, Bauernmärkte eingerichtet und unterstützt, und es muss dafür gesorgt werden, dass Großküchen von Krankenhäusern, Schulen, Betrieben und Verwaltungen durch regionale Produzenten beliefert werden.
'''2)''' {{mark|Ich bin gegen die A 39, weil die Kosten von einer Milliarde Euro besser für Bildung und für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs verwendet werden können. Studien zufolge schafft der Bau der A 39 weder neue Jobs noch sichert der Autobahnbau vorhandene [[Arbeitsplätze]]. Die [[Vorzugsvariante]] durch den Osten Lüneburgs würde zudem das Kloster Lüne von der Stadt abtrennen und eine erhebliche Lärmbelästigung für die Anwohner bedeuten. Den Tunnelbau lehne ich ebenfalls ab, da die Kosten extrem steigen würden. Ein normaler Autobahnkilometer kostet etwa 6 Millionen Euro, ein Tunnelkilometer mindestens 57 Millionen Euro.}}
'''3)''' Ich werde die Ausweitung der Krippen- und Hortplätze und die Aufstellung und Durchführung eines verbindlichen Entwicklungsplanes auf den Weg bringen. Nötig ist auch die pädagogische Aufwertung der Kindertagesstätten. Da Kindergärten eine pädagogische Aufgabe erfüllen, sind Elternbeiträge ebenso wenig berechtigt wie Schulgeld. Stattdessen werde ich die Elternbeiträge schrittweise abschaffen und die Lernmittelfreiheit einfordern. Mehr Ganztagsschulenangebote an bestehenden Schulen mit baulichen und personellen Erweiterungen sind zur Förderung eines positiven Lernumfeldes nötig, das den SchülerInnen anstelle des Leistungsdrucks Lust aufs Lernen vermittelt. Hinsichtlich der Schulstandorte vertrete ich die Losung: "Kurze Wege für kurze Beine".
'''4)''' Ich setze mich für die umfassende Nichtkommerzialisierung der Bildung ein. Aus diesem Grund kritisiere ich auch die Einführung von Studiengebühren, weil sie verhindern, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien studieren. Ich befürworte mehr Bürgernähe mit einem für alle Menschen offenen Bildungsangebot wie etwa die Kinder- oder Sommeruni. Eine bessere Versorgung unserer Uni mit Lehrkräften ist notwendig. Ich lehne die Einführung von Eliteuniversitäten grundsätzlich ab. Ich möchte keine Elite-Uni für wenige Reiche, sondern fordere das Recht auf Bildung für alle ein. Eine zu enge Bindung der Uni an die Wirtschaft gefährdet darüber hinaus die Freiheit von Lehre und Forschung.
'''5)''' Unsere hohe Lebensqualität führt zu einem Zustrom von Menschen aus der Metropolregion Hamburg. Die zunehmende Betonierung unserer Natur durch Straßen (A 39, Verbreiterung der Reichenbachstraße) und Gewerbeansiedlungen (z. B. Bau von Fachmärkten auf dem Keulahüttengelände) führt zu einer Reduzierung dieser Lebensqualität. Dass möchte ich verhindern. Ich befürworte aus diesem Grund neue Baugebiete für die Gewerbebetriebe erst nach der Beseitigung der vielen Leerstände. Bevor nicht alle Baulücken geschlossen sind, soll kein neues Wohnbaugebiet ausgewiesen werden. Auch die qualitative und quantitative gute Versorgung mit Kitas und Schulen gehört zur Lebensqualität und ich werde für mich für eine Verbesserung einsetzen.
|'''1)''' Die Stadt könnte z.B. durch Verkauf des Klinikums, der Beteiligungen an der E.ON-Avacon sowie der stadteigenen Baugesellschaft Finanzmittel freisetzen und damit die Wirtschaft unterstützen, um Arbeit statt [[Arbeitslosigkeit]] zu finanzieren (Senken der Gewerbesteuersätze, im Weiteren Anreize bei der Ansiedelung von Unternehmen z.B. Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, Gewerbesteuer für 5 Jahre stornieren).
'''2)''' {{mark|Die Politik hat im Vorfeld der Diskussion um das Finden einer Variante eindeutig versagt. Man hat keine klaren Meinungen zu einer Trasse der A 39 geäußert, wohlwissend der bevorstehenden Wahlen. Man hat es der Findungskommission überlassen, diese hat die jetzige Variante als [[Vorzugsvariante]] benannt und nun zeigt sich bei weiterer Betrachtung, die [[SPD]] will sie im Westen, Nahrstedt ([[SPD]]) will sie in der jetzigen Trasse mit Tunnel, und ich sage ihnen, ich will sie unter Einbeziehung der Ost-Umgehung mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf dieser. Wir brauchen die A 39 unter Betrachtung des Europäischen Verkehrswegeplanes, und nach Aussage der EU zur Verbesserung der Infrastruktur.}}
'''3)''' Bildung wird vom Staat immer noch als Stiefkind betrachtet, gerade wenn man den Bereich bis zum Gymnasium betrachtet. Statt einheitlicher Richtlinien schlagen sich 16 Kultusministerien alljährlich um Rahmenbedingungen, Schulpläne usw. umher. Bildung/Ausbildung sind die Grundlagen der Gesellschaft und der Wirtschaft, und daher ist es erforderlich, diese aus einem Guss anzubieten, wie es bei den Unis getan wird. Wir können es uns nicht leisten, ständig mit unserer Zukunft, und das sind die Kinder und Jugendlichen, zu experimentieren. Grundvoraussetzungen sind dabei gute gesunde Schulen mit entsprechenden Lehrerstellen und Ausstattung. Kitas sind wichtig, der Weg der Regierung kann nur unterstützt werden, sollte aber nicht dahin führen, dass das Kind den Eltern schon früh entzogen wird. Hier sollte der Staat lieber den Erziehungsberechtigen unterstützen, indem er finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um das Kind in der Keimzelle der demokratischen Grundlage, der Familie, aufwachsen zu lassen.
'''4)''' Es ist im Vorfeld schwer, schon jetzt Lorbeeren zu verteilen, bevor man Ergebnisse gesehen hat. Sicherlich sind neue Impulse wichtig für die Entwicklung und wenn sie zum Erfolg führen erst recht. Ich unterstütze den Kurs, wenn Bildung dadurch einen neuen Stellenwert in der unseren Gesellschaft erfährt und wir nicht zu einer zweiklassen Bildungs-Gesellschaft mutieren.
'''5)''' Lüneburg gehört zu den begehrten Zuzugsgebieten in Niedersachsen, aber auch hier wird es Grenzen des Zuzuges geben. Neben einer guten Infrastruktur gehören die entsprechenden [[Arbeitsplätze]] dazu, wenn diese nicht geschaffen werden können, wird sich die Grenze des Wachstums von selbst regeln. Zuzug bedeutet aber auch Steuerkraft, Investitionskraft für die Kommunen. Um dem Verkehrsinfarkt nicht zu erliegen, habe ich z. B. eine Trasse ohne Ampeln und Kreuzungen von der Willy-Brandt- zur Bockelmannstraße und darüber hinaus bis zur Hamburger Straße vorgeschlagen: Von Uelzen kommend queren sie den Lösegraben in Höhe des Museums in die Wittenberger Bahn hinein, queren dann die Dahlenburger Landstraße per Ständerbauwerk höhengleich mit dem Bahngelände in den Altenbrücker Damm und dort höhengleich per Ständerbauwerk die Bleckeder Landstraße in den Lüner Damm und münden auf der Bockelmannstraße in Höhe des neuen Kinos oder bei Weiterführung im Bereich Hamburger Straße.
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==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Adendorfer Gemeinderat) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Verkehr und Familien haben Priorität</big>'''
'''52 Kandidaten kämpfen um 24 Plätze des Adendorfer Gemeinderats - Auszüge aus den Wahlprogrammen'''
''jm'' '''Adendorf'''. Über die 24 Sitze des Adendorfer Gemeinderats können 8103 Wahlberechtigte entscheiden. Am Wahlsonntag, 10. September, werden zehn Lokale geöffnet sein, in denen insgesamt 80 Wahlhelfer zur Unterstützung bereit stehen.
In dem Wahlprogramm der [[CDU]] stehen Ausbildungs- und [[Arbeitsplätze]] in Adendorf an erster Stelle. "Neue Gewerbegebiete für Betriebsgründungen sowie eine befristete Gewerbesteuerfreiheit sollte es geben", fordert Gerhard Hoene, Vorsitzender des Ortsverbands.
"Priorität hat auch die Schaffung von Krippenplätzen", betont Hoehne. Familien mit Kindern bräuchten entsprechende Anreize, um nach Adendorf zu ziehen. Um ein Miteinander von Alt und Jung zu fördern, mache die [[CDU]] sich für ein Mehrgenerationenhaus in der Gemeinde stark.
Eine vernünftige Wohnungsbaupolitik wolle die Partei durchsetzen, dem Wunsch nach Wohneigentum entsprechen, Flächenverbrauch und Verkehrsaufkommen jedoch mindern. Ökologische und umweltfreundliche Bebauung gelte es stärker zu fördern. Innerorts müsse der Verkehr weiterhin sinnvoll beruhigt werden.
In der neuen Ratsperiode will die [[SPD]] Adendorf sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen. "Die Betreuungsangebote für Kinder aller Altersstufen müssen ausgeweitet werden", sagt Rolf-Werner Wagner, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Adendorf. Der Erhalt und die Weiterentwicklung des Jugendtreffs dürfe nicht aus den Augen verloren werden.
Das Straßen- und Wegenetz müsse weiterhin verbessert werden, eine Autobahn 39 zwischen Erbstorf und Ebensberg verhindert werden. Für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs wolle die [[SPD]] sich einsetzen. "Bauwillige Familien müssen gefördert werden, wir sind allerdings für einen behutsamen Zuzug nach Adendorf", betont Wagner. Um Energie zu sparen, schlagen die Sozialdemokraten Ökosiedlungen und Blockheizkraftwerke vor. Wertvolle Landschaftsteile wie Raderbach oder Blütenmoor müssten erhalten bleiben. "Alle Ziele verfolgen wir gemeinsam mit Bürgermeister Joachim Pritzlaff", so Wagner.
Besonders am Herzen liegt den Grünen das Thema Verkehr. "Wir wollen weder eine weitere Landschaftszerstörung, noch weiteren [[Lärm]] und [[Feinstaub]]", sagt Bärbel Sasse vom Ortsverband der [[Grüne]]n. Als "überfällig" beschreibt sie einen Schnellbus mit Anbindung an den Lünepark.
Wichtiges Ziel sei außerdem, ein weiteres Wuchern der Bebauungsgebiete in den Außenbereichen zu verhindern. In neuen Baugebieten sollten ökologische Standards festgeschrieben werden. Energiesparen bedeute, Kosten zu sparen, es lohne sich, in neue Technik zu investieren, Gebäude gut zu dämmen, Energie intelligent zu nutzen.
"Die Gemeinde muss dringend mehr Krippenplätze für Kinder im Säuglingsalter bis hin zu drei Jahren zur Verfügung stellen", betont Sasse. Die Zuschüsse für Adendorfer Kinder im Waldkindergarten müssten auf das Niveau der gemeindeeigenen Kindergärten gehoben werden. Die Grundschule am Weinbergsweg müsse dringend saniert, zum Teil kindgerechter umgestaltet werden.
Eine Grundsatzentscheidung gegen die Autobahn 39 fordert die Kandidaten von Die Linke, Barbara Bruch-Meyer, unabhängig davon welche Gemeinden betroffen wären. "Außerdem ist eine Verkehrsberuhigung an der Erbstorfer Landstraße notwendig", so die Adendorferin. Der öffentliche Nahverkehr müsse ausgebaut werden, vor allem nach 20 Uhr fehlen Busverbindungen.
"Jugendliche sollten in die Kontakte zu den Partnergemeinden in Frankreich und Polen noch mehr eingebunden werden", sagt Bruch-Meyer, sie will sich für eine weitere Partnergemeinde in Spanien einsetzen. "Kontakt zu anderen Kulturen und Fremdsprachenkompetenz sind wichtiger denn je", betont sie.
Der Bürgerverein müsse gestärkt werden, vor allem die Initiative "Bürger helfen Bürgern" sowie das Diskussionsforum für einen öffentlich nutzbaren Internetanschluss. Ebenso befürworte sie ein Sozialticket für kulturelle und sportliche Einrichtungen.
}}
{{Pressefuss|August 2006|Oktober 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
128d049c656cddc6c5ecf424aa96f2985eb65a0c
Presseberichte März 2006
0
1205
1424
2007-06-19T15:49:52Z
Detlef
6
/* {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (5) */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
=== 29. März ===
==== {{HA}} zur [[Vorzugsvariante]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A-39-Trasse spaltet Lüneburg</big>'''
'''Autobahn: Landesbehörde will die "Ostvariante". Für Lüneburgs Oberbürgermeister ist die geplante Trassenführung inakzeptabel. Sie führt vorbei an den Toren des Klosters Lüne.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Uelzen''' -
Daß es Verlierer bei der Vorstellung einer [[Vorzugsvariante]] für die geplante Autobahn A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg geben würde, war abzusehen. Doch als die Vertreter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zur Eröffnung des [[Raumordnungsverfahren]]s gestern in Uelzen ihre Karten auf den Tisch legten, gab es fassungslose Gesichter.
"Der schlechteste aller denkbaren Trassenverläufe für das Oberzentrum Lüneburg", so die ersten Bewertungen hinter den Kulissen, hatte das Rennen gemacht. [[Vorzugsvariante|Die von der Landesbehörde geplante "Ostvariante" der A 39 soll in ihrem geplanten Verlauf nicht nur an den Toren des Klosters in Lüne vorbeiführen, sondern auch in Sichtweite von mindestens zwei Lüneburger Wohngebieten verlaufen.]]
Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]), bisher Befürworter des Projekts, findet sich nun in den Reihen der Gegner wieder: "Für die Stadt Lüneburg ist diese Planung inakzeptabel." Für ihn hat die brisante Planung doppelte Sprengkraft: Im September möchte der Bürgermeister wiedergewählt werden. Zuvor sollte ein neu ausgewiesenes Baugebiet im Nordosten der Stadt für etwa tausend Neubürger geschaffen werden. Die Erschließung dieses ehemaligen Bundeswehrgeländes sollte die Konversion militärischer "Altlasten" auf Lüneburger Gebiet abschließen. Bisher galt die Arbeit der Stadtverwaltung, die bereits ein komplettes Kasernengelände zu einer Universität umgestaltet hatte, als vorbildlich. Ob Mädge sein Projekt nun wird fortsetzen können, erscheint fraglich: "Die bisherige [[Autobahnplanung]] behindert die Stadtentwicklung im Osten der Stadt ganz erheblich", sagt er. Die Stadt will sich nicht geschlagen geben und schließt eine Klage nicht aus.
Der jetzt öffentlich gewordene Behördenplan dürfte, auch wenn Änderungen der Trassenführung noch möglich sind, für Unmut in der Region sorgen. Denn auch an dem zwanzig Kilometer südlich gelegenen idyllischen Kurort Bad Bevensen schlängelt sich die geplante Trasse eng vorbei.
Die A 39 ist seit langem ein äußerst umstrittenes Verkehrsprojekt. Die Nationalsozialisten waren in den 1930er Jahren die ersten, die eine "Nordlandautobahn" ins Auge faßten - mit ihr sollte die Autostadt Wolfsburg einen schnellen Zugang zu den Ostseehäfen bekommen. In den 1970er Jahren lebte die Planung wieder auf, scheiterte aber an der Ölkrise und später am Widerstand der [[Grüne]]n.
Dennoch arbeitete sich das Projekt langsam bis in den [[Bundesverkehrswegeplan]] vor, in den es 1992 aufgenommen wurde. Obwohl die vom Bundesministerium für Verkehr in Auftrag gegebene, sogenannte "[[VUNO]]" ([[Verkehrsuntersuchung Nordost]]) im Jahr 1995 den Ausbau von Bundesstraßen in der Region als kostengünstiger empfahl, blieb die A 39 auf der Tagesordnung.
Als 2004 mit der Eröffnung der Behördenverfahren offiziell die Geschichte der insgesamt 110 Kilometer langen und 608 Millionen Euro teuren Trasse begann, formierten sich die Befürworter und die Gegner. Während die einen auf eine Verbesserung der Verkehrswege im strukturschwachen Nordosten Niedersachsens hoffen, halten die Gegner die A 39 für eine "Lobbyistenpiste": "Niemand außer den Spediteuren und den Autobauern in Wolfsburg wird von dieser Trasse wirklich profitieren", sagt Friedhelm Feldhaus, Pressesprecher der Bürgerinitiative gegen die A 39.
Kommunal[[politiker]] und regionale Wirtschaftsverbände dagegen wollen das "Autobahnloch" im Nordosten Niedersachsens stopfen, um die angrenzenden Landkreise Gifhorn, Uelzen und Lüneburg dichter an die Metropolregion und den Hafen Hamburg anzuschließen. Von einem "neuen Zugang zum weiter wachsenden Europa" spricht auch Niedersachsens Ministerpräsident [[Christian Wulff]] ([[CDU]]). Daß die Verkehrssituation im Nordosten Niedersachsens verbesserungsbedürftig ist, sehen auch die Autobahngegner: Um die Anwohner der von mautflüchtigen Lastwagen überfluteten Bundesstraße 4 zu entlasten, fordern sie den Bau von Ortsumgehungen. Für die Befürworter der A 39 ist das keine Alternative: Sie gehen davon aus, daß ein weiter steigendes Verkehrsaufkommen von mehrspurigen Bundesstraßen nicht aufgenommen werden kann. Die Landesbehörde für Straßenbau hält den Neubau einer A 39 für die günstigste Variante. "Es geht uns darum, eine verträgliche Linie zu finden", so Friedhelm Fischer, Leiter der Landesbehörde. Ob das mit der vorgeschlagenen "Ostvariante" gelungen ist?
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/03/29/547945.html Quelle]
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (1) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Tiefer Schnitt in das Lüneburger Herz</big>'''
'''Planer der Autobahn 39 präsentieren ihre [[Vorzugsvariante]] – Mädge lässt rechtliche Schritte gegen Vorhaben prüfen'''
''nt/lni''
[[Bild:LZ 2006 03 27 01.jpg|thumb|210px|left|'''Der Ostvariante geben die Planer den Vorzug. Die Trasse der A39 soll auf Lüneburger Stadtgebiet teils die Ostumgehung nutzen.''' Grafik: u]]
[[Bild:LZ 2006 03 27 04.jpg|thumb|right|'''Ein Küsschen bei der Demo in Uelzen. Tierisch zärtlich kann der A39-Widerstand sein.''' Foto: t&w]]
'''Uelzen/Lüneburg'''. Die
geplante Autobahn 39 zwischen
Lüneburg und Wolfsburg soll
östlich der Bundesstraße 4 und
des Elbe-Seitenkanals verlaufen.
Die Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr stellte
in Uelzen gestern ihre bevorzugte
Trasse vor.
[[Bild:LZ 2006 03 27 02.jpg|thumb|210px|left|'''Zwei Landwirte, zwei Meinungen zur geplanten Autobahn 39: Hans-Heinrich Kruse aus Wendisch Evern (l.) lehnt die Straße ab. Ernst-August Willenbockel aus Gifkendorf (r.) ist für die A39.''' Fotos: be]]
<br><br><br><br><br><br><br><br><br>
[[Bild:LZ 2006 03 27 03.jpg|100px]]
Danach schließt die A39 in
Lüneburg am Ochtmisser Dreieck
an die A250 an, quert östlich
der Stadt den Kanal und
führt durch die Samtgemeinde
Ostheide östlich an Uelzen und
Bad Bodenteich vorbei an die
bestehende A39 nördlich von
Wolfsburg. Im südlichen Teil
soll die von Wirtschaft und
Politik angestrebte Autobahn
westlich an Wittingen und dem
VW-Testgelände vorbei verlaufen.
Bei Bad Bodenteich werde
die Trasse durch eine Bundesstraße
als Querspange mit der
geplanten A14 Schwerin –
Magdeburg verbunden, sagte
Projektleiterin Anette Padberg.
Alle Gutachten hätten deutliche
Vorteile für die Osttrasse
aufgezeigt, sagte Padberg weiter.
Dennoch würden auch die
anderen sechs Varianten nochmals
zur Abwägung mit herangezogen.
Dazu gehöre auch
eine mögliche Einbeziehung der
B4 südlich von Uelzen. Nördlich
davon käme die Bundesstraße
für den Autobahnausbau
nicht in Frage.
Behördenleiter Friedhelm Fischer
sagte, die heikelste Stelle
sei die Trassenführung durch
Lüneburg. Dort soll teilweise
die bisherige [[Ostumgehung]] zur
Autobahn ausgebaut werden.
Für Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) völlig inakzeptabel.
Schon jetzt rollten 40 000
Autos pro Tag an Wohnbebauung
vorbei, meinte Mädge, der
die Prüfung rechtlicher Schritte
ankündigte.
Mit Treckern, Trommelkonzert
und Transparenten begleiteten
knapp 150 Autobahngegner
den Termin in Uelzen.
„Diese Autobahn ist absolut
überflüssig, egal wo sie verläuft“, sagte Eckehard Niemann,
Sprecher des Dachverbandes
von mehr als 30 Bürgerinitiativen
gegen die A39. Etwa
20 Landwirte müssten nach
seiner Schätzung Land hergeben,
einige seien dadurch in
ihrer Existenz bedroht. Die
Gegner wehren sich zudem gegen
die Zerschneidung von Natur-
und Naherholungsräumen.
Bis Ende Juni können nun
betroffene Verbände ihre Stellungnahmen
abgeben. Bis zum
Jahresende will die Behörde
ihre Pläne dem Bundesverkehrsministerium
in Berlin vorlegen.
* Seiten 3 – 6
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (2) ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:LZ_2006_03_27_05.jpg|thumb|254px|'''Kommt die A39, liefe sie über das Grundstück von Irmela und Werner Momberg am Klosterteich.'''<br>Fotos (3): t&w]]
[[Bild:LZ_2006_03_27_07.jpg|thumb|206px|'''Renate Fischer und ihr Sohn Ole halten nichts von der Trassenführung, sie gehen mit Josha gern im Lüner Holz spazieren: „Kommt die A39, wird der Wald zerstört.“''']]
'''<big>Die unglaubliche A 39-Variante</big>'''
'''Schockierte Anwohner in Lüne und im Moorfeld'''
''ca'' '''Lüneburg'''. Irmela Momberg
holt erst einmal einen
Stadtplan. Sie und ihr Mann
Werner können sich kaum vorstellen,
dass die Autobahn 39
direkt an ihrem Haus langlaufen
soll. „Wie soll das gehen ?“,
fragt sich der Lehrer. Am Klärwerk
vorbei durchs Lüner Holz
und Wäldchen, unter der Eisenbahnlinie
nach Lübeck hindurch
weiter in Richtung Stadtkoppel:
„Alles sehr schmal.“
Mombergs wohnen am Klosterteich,
einem lauschigen Weg
direkt hinter dem Bahnübergang
an der Erbstorfer Landstraße.
Zwischen den Reihenhäusern an der Straße und
ihrem Gebäude ist ein Steinwurf
weit Platz. Auf der anderen
Seite liegen Häuser Am
Klostergarten. Auch die Mombergs
kennen ein Papier, das
seit Monaten im Stadtteil kursierte
und genau diesen Trassenverlauf
prognostizierte – geglaubt
haben sie es nicht.
Da sind sie nicht alleine.
Auch ihre Nachbarn, Tina und
Dietmar Sorbe, können es nicht
fassen. „Unvorstellbar“, sagt Tina
Sorbe erschüttert. In ihr
Haus hätten sie Geld und Arbeit
gesteckt: „Ich habe es nicht
in meinen schlimmsten Träumen
für möglich gehalten, dass
die Autobahn über unseren Rasen
laufen könnte.“
Die Nachbarn in den Reihenhäusern am Bahnübergang fühlen
sich wie in einem schlechten
Film. „Das Thema war weit
weg“, sagt Ursula Hennings. „Es
hat doch von den Behörden
immer geheißen: ,Wir gehen
nicht an Wohngebiete.' “ Makulatur.
Kommt die A39, will sie
ihr Haus verkaufen: „Aber jetzt
werden die Preise fallen.“ Auch
Angela Herbst ist geschockt:
„Ich kann mir nicht vorstellen,
dass das kommt.“ Stefan Gierczynski
kommentiert beißend:
„Schwachsinn. Wo soll das hier
lang gehen ? Alles viel zu eng.“
[[Bild:LZ_2006_03_27_06.jpg|thumb|254px|left|'''In der Kirchengemeinde Lüne-Ebensberg sorgen sich (v. l.) Henry Schwier, Hans-Joachim Spengler, Birgit Wortmann und Doris Paland um die Entwicklung in ihrem Stadtteil, die Autobahn zerschneide gewachsene Strukturen.''']]
Im Kloster Lüne sorgt sich
Äbtissin Barbara Taglang um
die 30 Bewohner, aber auch um
die Kunstschätze. Komme die
Autobahn, fühle sie sich wie in
einer Zange: „Wir haben die
Bahn, da soll noch das Dritte
Gleis gebaut werden, und auf
der anderen Seite die A39.“
Das sei nicht hinnehmbar.
Neben der Klosterkirche im
Pfarrhaus von Hans-Joachim
Spengler sitzen die Diakone
Henry Schwier und Doris Paland
sowie die Vorsitzende des
Kirchenvorstands, Birgit Wortmann,
bei einer Besprechung.
„Die Gemeinde würde zerschnitten“,
fürchtet Schwier.
Kindergarten und Lüner Schule
lägen an der Autobahn. Birgit
Wortmann sieht die Menschen
vom Ebensberg abgetrennt vom
Lüner Gemeindeleben. Spengler
glaubt: „Die Weltkulturerbe-
Bewerbung könnte Lüneburg
sich abschminken, wenn das
Kloster an der Autobahn steht.“
Dr. [[Gerhard Scharf]], [[CDU]]-Rats[[politiker]]
und Anwohner,
kommt ins Grübeln: „Ich bin
für die Autobahn, aber nicht für
eine Stadttrasse. Das ist absurd.
Vitale Interessen der Menschen
werden zerstört. Die ganze Planung
für das Schlieffen-Gelände
können wir doch vergessen.“
Auch der Ortsvorsteher des
Ebensbergs, [[Heiko Dörbaum]]
([[SPD]]), ist nun ein Autobahnbefürworter mit Zweifeln. „Für
die Menschen hier ist es gut,
dass die Autobahn nicht bei uns
vorbeilaufen soll. Aber ich bin
enttäuscht von den Planern, sie
haben nicht geleistet, was ich
erwartet habe.“ Die Erwartungen
waren einfach: Die Autobahn
solle um die Stadt laufen,
im Norden bei Brietlingen, im
Osten hinter Barendorf oder –
das ist nun Dörbaums neuer
Favorit – im Westen: „Das muss
neu geprüft werden.“
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (3) ====
{{Lzq|Kommentar}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Viel zu früh für Frust oder Freude</big>'''
''Von Christoph Steiner''
Was aus der Sicht von Planungsexperten
in Behörden
vernünftig erscheint, muss
nicht unbedingt sinnvoll sein.
Die von diesen Fachleuten bevorzugte
Variante der Autobahn
39 macht da keine Ausnahme.
Denn sie schneidet tief
in das Herz der alten Salzstadt
und würde Lüneburg seiner
guten Fortentwicklungschancen
weitgehend berauben, obwohl
das Oberzentrum und
sein Umland zu den Wachstumsregionen
schlechthin gezählt werden.
Es glaubt im Ernst wohl
niemand daran, dass in den
Schlieffenpark (oder wie er
später auch immer heißen
wird) noch jemand ziehen würde,
falls der Autobahnverkehr
an dem neuen Wohngebiet
vorbei rauschte. Ein Schicksal,
das den Bewohnern Moorfelds
ohnehin mehr denn je droht.
Und niemand braucht in Lüneburg
und Umgebung mehr zu
träumen vom Weltkulturerbe,
wenn eines seiner Heidekloster
am Rande einer Autobahn sein
Dasein auf Augenhöhe mit all
den Raststätten fristen muss.
Gut also, dass es noch ein
ganzes Stück Wegs ist von
dieser bevorzugten bis hin zu
einer endgültigen Variante. Es
lassen sich Alternativen diskutieren
und womöglich lässt sich
einiges noch korrigieren am
Verlauf einer Autobahn Wolfsburg
– Hamburg, die der mächtige
Volkswagen-Konzern gern
hätte und deren Trasse zufällig
über Lüneburg führt.
Bevor auch nur ein Spatenstich
ausgeführt werden kann
für diese umstrittene Schnellstraße,
sind noch viele Hürden
und aufwändige Verfahren zu
überwinden. Und die Frage
spielt eine erhebliche Rolle, ob
sich der klamme Vater Staat
ihre Finanzierung überhaupt
leisten können wird. Für Frust
oder Freude ist es demnach viel
zu früh. Vermutlich wird westlich
der Stadt vielerorts dennoch
schon mal aufgeatmet.
Womöglich auch in Melbeck,
das durch den Bau dieser Autobahn
auf spürbare Entlastung
hofft vom alltäglichen Verkehrswahnsinn
auf der B 4.
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (4) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39: Brennpunkt im Osten der Stadt</big>'''
'''Vorzugsvariante in Wort und Bild'''
''lz'' '''Lüneburg'''. Bei einer Pressekonferenz
in Uelzen haben
die Regierungsvertretung Lüneburg
und die Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr den
Planungsstand zur Autobahn
39 vorgestellt. Unter Berücksichtigung
der Ergebnisse aller
Gutachten im Rahmen einer
gesamtplanerischen Abwägung
ergibt sich für Behördenleiter
Friedhelm Fischer und Projektleiterin
Annette Padberg folgende
[[Vorzugsvariante]]:
[[Bild:LZ_2006_03_27_09.jpg|800px]]
Beginnend an der Anschlussstelle
Handorf verläuft die Planer-Variante auf der bestehenden
Autobahn 250 bis zur Anschlussstelle
Lüneburg-Nord.
Von dort nutzt sie zunächst die
Trasse der bestehenden Bundesstraße
4 ([[Ostumgehung]] Lüneburg). Nach Querung der
Ilmenau verlässt die A 39 die
B-4-Trasse für ein kurzes Teilstück und verläuft östlich der
Kläranlage. Nachdem sie unterhalb
der Bahnstrecke Lüneburg-Lauenburg hindurchführt,
verläuft sie südlich von Moorfeld
zurück zur bestehenden
Trasse der B 4 und stößt nördlich
der Anschlussstelle Stadtkoppel
wieder auf die vorhandene
Trasse.
Nördlich der Verknüpfung
mit der B 216 verlässt die A 39
die B-4-Trasse Richtung Osten,
quert die B 216 im Bereich des
Gewerbegebietes Neu Hagen
und verläuft weiter in südöstlicher
Richtung.
Zwischen Wendisch Evern
und Barendorf führt sie über
den Elbe-Seitenkanal. Über
eine westliche Umgehung Vastorfs
und Gifkendorfs verläuft
die Variante bis Altenmedingen
parallel zum Kanal. Während
Secklendorf östlich passiert
wird, führt die A 39 an Römstedt,
Oetzen, Rätzlingen und
Hanstedt II westlich vorbei.
Ab Lehmke knickt die A39
in südöstlicher Richtung ab und
passiert dann Soltendieck im
Westen. Nach der östlichen
Umgehung Bad Bodenteichs
verläuft die A39 ab Lüder wiederum
parallel zum Elbe-Seitenkanal
bis Höhe Wentorf.
Von hier führt sie westlich an
Wittingen, dem VW-Testgelände,
Ehra und Jembke vorbei.
Nach der östlichen Umgehung
von Tappenbeck bindet die A39 im Bereich der B 188 an die
bestehende A39 an. Die Trasse
ist rund 100 Kilometer lang.
Die aus niedersächsischer
Sicht bevorzugte Führung der
Querspange B 190n beginnt auf
sachsen-anhaltinischem Gebiet
nördlich von Bonese. Sie verläuft südlich von Schmölau und
trifft südlich von Bad Bodenteich
auf die Vorzugslinie der
A39. Eine Weiterführung bis
zur B 4 bei Breitenhees ist in
den Planungen berücksichtigt.
}}
[[Bild:LZ_2006_03_27_10.jpg|thumb|810px|left|'''Die Grafik zeigt den Verlauf der Vorzugsvariante (rot) bis auf die Höhe von Bad Bodenteich im Süden.<br>Verzeichnet sind zudem die Grenzen der Suchkorridore (grün) und die anderen Varianten (gelb) die von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr untersucht worden sind. Verzeichnet ist auch die B 190n (blau) als Querspange zur A14 in Sachsen-Anhalt.''' Grafik: land]]
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (5) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>„Gebäude müssen nicht abgerissen werden“</big>'''
'''Planer sehen hohes Konfliktpotenzial bei Lüneburg'''
''ml'' '''Uelzen'''. Die [[Vorzugsvariante]]
der geplanten Autobahn
39 verläuft mitten durch die
Stadt. „Für Lüneburg ist der
schlimmste anzunehmende Fall
eingetreten“, urteilt Friedhelm
Feldhaus, Sprecher des {{DV}}. „Unglaublich
und nicht akzeptabel“, nennt
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]
die angedachte Trassenführung
direkt am Kloster Lüne
vorbei. Und auch die Planer
müssen einräumen: „Lüneburg
ist der Knackpunkt.“
[[Bild:LZ_2006_03_27_11.jpg|thumb|274px|left|'''Friedhelm Fischer und Annette Padberg von der Landesbehörde für Straßenbau stellten die [[Vorzugsvariante]] in Uelzen vor.''' Foto: t&w]]
An keiner Stelle des Untersuchungsraumes
ist das Konfliktpotenzial
so hoch wie auf
dem Stadtgebiet. Laut Friedhelm
Fischer, Leiter der zuständigen
Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr, ist dieser
Bereich deutlich detaillierter
untersucht worden als anderen
Gebiete. Ergebnis der Planungen
aus rein fachlicher Sicht:
Die vorgestellte Variante ist die
sinnvollste. „Wohngrundstücke
sind zwar betroffen, Gebäude
müssen aber nicht abgerissen
werden“, sagt Fischer. Die Planungen
der Stadt für den so
genannten Schlieffenpark würden
berücksichtigt, „Grenzwerte
werden weitgehend eingehalten,
bei Überschreitungen
ist aktiver und passiver [[Lärm]]schutz
möglich.“
Anders sähe es aus, wenn die
Autobahn in Gänze auf der
bestehenden [[Ostumgehung]] verliefe.
„Die Kurvenradien müssten
abgeflacht, als Folge Häuser
im Stadtteil Moorfeld abgetragen
werden“, so der Behördenleiter
im harmlos klingenden
Behördendeutsch.
Bis zuletzt war auch noch die
[[Westtrasse|West-Variante]] im Rennen, die
von der Anschlussstelle Handorf
der A250 zwischen Mechtersen
und Vögelsen hindurch
Richtung Süden verläuft. Letztlich,
so Projekleiterin Annette
Padberg, habe diese Strecke im
Vergleich mit der Ostvariante in
allen Belangen schlechter abgeschnitten:
„Die Faktoren Menschen
und Erholung sind dort
deutlich höher beeinträchtigt.“
Auch Raumverträglichkeit und
regionale Entwicklung erzielten
im Osten bessere Werte.
Eine untergeordnete Rolle
hat Ministerialrat Klaus Neumann
zufolge die Kostenfrage.
Rund 608 Millionen Euro werden
für die rund 100 Kilometer
lange Ostvariante veranschlagt,
etwa 680 Millionen kostet der
etwas längere Autobahnbau im
Westen. Durchgerechnet haben
die Planer auch die so genannte
Nulltrasse. Die Fragestellung:
Wie entwickelt sich der Verkehr
auf den bestehenden
Strecken im Untersuchungsraum
bis 2015 ? Das Ergebnis:
„Ohne Autobahn geht es nicht“,
so Padberg.
}}
{| {{tabelle auto}}
| {{Lzq|Hintergrund}}
Bei allem Für und Wider,
werden Planer und Gegner
der Autobahn 39 nicht
müde zu betonen: Eine endgültige Entscheidung ist mit der
[[Vorzugsvariante]] noch nicht gefallen.
„Die Weichen sind gestellt,
aber die Abwägungen
über die zielführende Trasse
gehen weiter“, so Ministerialrat
Klaus Neumann von der Regierungsvertretung
Lüneburg, die
für das [[Raumordnungsverfahren]]
verantwortlich ist.
|Im Klartext heißt das: Abweichungen von der [[Vorzugsvariante]] kann es sowohl im Detail als auch im Groben noch geben.
„Ausgeschlossen werden
kann zum jetzigen Zeitpunkt
weder die so genannte Ebensberg-
noch die [[Westvariante]]“,
nennt Neumann Beispiele.
Die endgültige Entscheidung
soll mit der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] Ende des Jahrs in
Hannover getroffen werden.
|}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (6) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Mädge will kämpfen</big>'''
'''Pritzlaff erleichtert, Dr. Porwol überrascht Stadtroute'''
''as/rob/ml''
Er ist kein Autobahngegner, aber er versteht seit Dienstag die Welt nicht mehr. Und Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] wird gegen diese A39-Trasse durch Lüneburg kämpfen, mit allen Mitteln, denn sie gefährde die Entwicklung der Stadt und die Lebensqualität der Bürger.
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]: "Die heute vorgestellte Trassenführung ist aus Sicht der Stadt und des Oberbürgermeisters nicht akzeptabel. Es ist unglaublich, dass ein Oberzentrum wie Lüneburg durch eine neue Autobahn zerschnitten werden soll. Die wichtige städtebauliche Entwicklungsfläche Schlieffenpark wird stark beeinträchtigt. Die Trasse führt in 50 Meter Entfernung am alten Kloster Lüne vorbei, das Lüner Hölzchen wird zerschnitten, das im Rahmen des Baus der Ostumgehung mühsam als Naherholungsfläche erhalten wurde. Wenn man dann noch bedenkt, dass das Kloster Lüne ein wichtiges Argument für unsere Bewerbung als Weltkulturerbe ist, dann ist diese angeblich abgewogene Fachplanung für mich absolut nicht nachvollziehbar."
Die Stadt werde jetzt alles tun, um die Trasse zu verhindern. "Wir werden mit Fachargumenten dagegen halten. Die Westtrasse ist eben so raumverträglich und wirtschaftlich wie die Osttrasse, hieß es heute in der Vorstellung. Ich frage mich, wer steuert diese Fachbehörde hinsichtlich der praktischen Realisierung eines solchen Projektes. Wir wollen die A39, aber so wird sie bei den Menschen leichtsinnig aufs Spiel gesetzt." Bis zum 30. Juni soll der Rat der Stadt eine Stellungnahme zur [[Vorzugstrasse]] abgeben. "Das ist eine Zumutung: Nachdem das Land über eineinhalb Jahre gebraucht hat, um die Vorzugstrasse vorzustellen, soll die direkt betroffene Stadt Lüneburg innerhalb von drei Monaten eine sachlich fundierte Stellungnahme abgeben", so Mädge.
Offensichtlich wolle das Land Druck ausüben. Generell wird die Anwaltskanzlei "Rüping, Karoff und Kollegen" aus Hannover, erfahren im Planungsrecht, die Stadt beraten. Mädge sagt auch Nein zur [[Vorzugsvariante]], weil das [[Schutzgut Mensch]] zum Beispiel in Moorfeld oder aber auch in Neu Hagen niedriger eingestuft worden sei als "Moore, Feuchtgebiete und Trockenrasen".
Erster Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]]: "Der Vorschlag der Planer für das Stadtgebiet Lüneburg überrascht. Im Gegensatz zu Oberbürgermeister Ulrich Mädge glaube ich, dass es für ein klares Nein zu dieser Variante noch zu früh ist. Entscheidend wird sein: Was bedeutet diese Trassenführung für Lüne und den Schlieffenpark? Dass muss jetzt sehr genau geprüft werden - im Sinne der Menschen, die dort leben."
Joachim Pritzlaff, Bürgermeister von Adendorf, ist erleichtert: "Die Beeinträchtigungen für die Adendorfer halten sich im Rahmen. Doch hat mich diese Lösung sehr überrascht. Wenn es um die Belastung der Bürger geht, wäre es gerechter gewesen, die [[Westtrasse|Autobahntrasse im Westen]] anzusiedeln. Bei möglichen Problemen auf der Autobahn, etwa Unfällen und Staus, wäre dann eine Umfahrung um Lüneburg möglich gewesen." Für Adendorf gehe es als nächstes darum, so Pritzlaff weiter, die Details der Planung zu prüfen, da die Trasse beispielsweise Radwege der Gemeinde kreuze.
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (7) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Pro und Kontra zur Trassenvariante</big>'''
''as/ml''
Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A 39: "Der schlimmste anzunehmende Fall ist für Lüneburg eingetreten. Die [[Vorzugsvariante]] überrascht. Bis zuletzt haben wir intern mit der Ebensberg-Variante gerechnet.
Für die Stadt rächt sich jetzt der Vorstoß des Rates von 2003, eine stadtnahe Anbindung der A 39 zu fordern. Man kann nicht einerseits sagen, die Autobahn sei wichtig, und andererseits die Konsequenzen verweigern. Ich gehe davon aus, dass die Lüneburger nun alle Hebel in Bewegung setzen, um das Fiasko abzuwenden. Für die Bürgerinitiativen geht der Protest im gesamten Suchraum am Mittwoch mit mehr als 40 Mahnfeuern weiter."
Peter Weerda, Aktion Lebensberg: "Bezogen auf Lüneburg, ist das, was die Planer vorgestellt haben, Autobahn-Planung aus den 70er-Jahren. Eine transkontinentale Trasse in weniger als 200 Meter zum Kloster Lüne, der Grundschule, Kirche und Kita und in 600 Meter Entfernung zum historischen Stadtkern ist ein Gau für Lüneburg. Und es ist auch eine Katastrophe für die Stadtentwicklung Schlieffenpark. Ich vermag den Nutzen dieser Autobahn für unsere Region nach wie vor nicht zu erkennen. Der Widerstand wird sich nun ins Stadtgebiet hineinverlagern. Wichtig ist, dass die Ebensberger, Adendorfer und Erbstorfer sich jetzt nicht in falscher Sicherheit wiegen, am Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s kann der Trassenverlauf noch anders sein.
Dr. Lars Wohlers, 2. Vorsitzender des Umweltvereins Gellersen: "Wir sind nach wie vor gegen die Planungen der A39, weil nach wie vor kein fachlicher Hinweis auf die Notwendigkeit vorliegt. Wir unterstützen auch den Widerstand im Osten, nicht zuletzt, weil wir wissen, dass dies nur eine Vorzugsvariante ist und es auch eine weitere Variante im Westen gibt. Für den Umweltverein Gellersen zählt: Wann werden die Planungen eingestellt?
Christian Teppe, Vorsitzender der BI ProA39: "Das ist das Optimum für die Region, weil sie die Grund- und Mittelzentren in Nordost-Niedersachsen anbindet. Bei der [[Westtrasse|West-Trasse]] wäre der Eingriff in die Natur größer. Sie wäre für Lüneburg gut gewesen, aber für nachfolgenden Orte nicht.
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (8) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Bürgermeister Rudi Kiener: Wendisch Evern wird stranguliert</big>'''
'''Reaktionen von Bürgermeistern und Bürgern nach Bekanntgabe der Trasse'''
''stb''
Die Würfel sind gefallen, die Planer haben die Vorzugsvariante für die Autobahn 39 bekanntgegeben. Die LZ sprach mit den Bürgermeistern und Bürgern aus den betroffenen Kommunen.
{{o}}'''Rolf-Dieter Sohl, Bürgermeister der Samtgemeinde Ostheide''': "Die A 39 gehört nicht auf das Gebiet der Samtgemeinde Ostheide. Das ist nicht der richtige Standort. Die Bürger sind schon genügend beeinträchtigt beispielsweise durch die Lüneburger [[Ostumgehung]] und die Bundesstraße 216. Eine Autobahn zusätzlich können wir ihnen nicht zumuten. Auch durch eine mögliche Elbbrücke wird der Verkehr nicht weniger. Wir nehmen die Trassenführung der Autobahn nicht klaglos hin und beraten unser weiteres Vorgehen. Möglicherweise suchen wir uns einen rechtlichen Beistand."
{{o}}'''Rudi Kiener, Bürgermeister von Wendisch Evern''': "Wir sind unglücklich und enttäuscht. Der Ort ist ohnehin eingekesselt durch die Kreisstraßen nach Deutsch Evern und Barendorf, den Elbe-Seitenkanal, den Truppenübungsplatz. Mit der Autobahntrasse werden wir fast stranguliert. Außerdem belasten uns die immer wiederkehrenden Castor-Transporte mit den Überwachungsfahrten der Polizei und mit den über uns kreisenden Hubschraubern. Das Naherholungsgebiet am Kanal wird durch die Autobahn 39 zerstört."
{{o}}'''Bernd Hein, Bürgermeister von Barendorf''': "Ich bin nach wie vor überhaupt gegen die Autobahn 39. Dazu kommt, dass die Planer bei dieser Variante nicht darüber nachgedacht haben, was passiert, wenn es auf der Autobahn zu einem Störfall oder Stau kommt. Dann ist die Bundesstraße 216 unweigerlich die Ausweichstrecke und der Verkehr rollt durch Barendorf. Wir behalten uns rechtliche Schritte gegen die Planung im Verlauf des [[Raumordnungsverfahren]]s vor."
{{o}}'''Heinz Meyer, Bürgermeister von Melbeck''': "Wir Melbecker sind erfreut, dass es mit den Planungen weitergeht - je schneller, je besser. Mit der [[Vorzugsvariante]] kann man zufrieden sein, weil der Verlauf entlang des Elbe-Seitenkanals sowohl die Landschaft als auch die Landwirtschaft schont."
{{o}}'''Klaus Hübner, stellvertretender Bürgermeister von Melbeck''': "Ich bin mit der Trasse zufrieden, weil sie nah an Melbeck verläuft. Je weiter die A 39 vom Ort entfernt ist, desto attraktiver würde die B 4 wieder als Ausweichstrecke für den Schwerlastverkehr werden."
{{o}}'''Hannelore Diminoi aus Wulfstorf''': "Wulfstorf ist ein schöner Ort. Doch die Autobahn zerstört die Schönheit. Ein Ausbau der B 4 mit einer Ortsumgehung für Melbeck wäre mir lieber gewesen."
{{o}}'''Wilhelm Schmidt aus Barendorf''': "Ich wohne direkt an der B 216. Wenn die A 39 wie geplant verläuft, bin ich von beiden Straßen eingezwängt - ein doofes Gefühl. Der Krach der Autobahn kommt noch zu dem der Bundesstraße dazu. Meistens haben wir Westwind, sodass der Schall herübergetragen wird."
{{o}}'''Birgit Vinke aus Reinstorf''': "Ich bin froh, dass die Autobahn an Reinstorf vorbeigegangen ist. Ein Glück für das Dorf. Die A 39 hätte dem Ort viel Natur weggenommen."
{{o}}'''Ines Szyszka aus Barendorf''': "Mit der A 39 wird die Ortsdurchfahrt von Barendorf entlastet. Eine kluge Entscheidung, weil wir viele kleine Kinder im Ort haben. Allerdings geht die Autobahn am Bedarf vorbei."
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (9) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39: Sorge um Entwicklung der Stadt</big>'''
'''Abgeordnete nehmen Stellung'''
''as''
[[Bernd Althusmann]], [[CDU]]-Landtagsabegeordneter: "Die A 39 ist wichtig für den Wirtschaftsstandort Stadt und Landkreis Lüneburg. Die Vorzugsvariante schränkt aber die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt erheblich ein. Die [[CDU]] im Kreisverband Lüneburg hatte eine weiträumige Umfahrung bis in den Raum Dahlenburg favorisiert, die [[CDU]] in der Stadt eher eine westliche Umfahrung. Das [[Raumordnungsverfahren]] sollte jetzt von allen Beteiligten - besonders der Stadt - genutzt werden, um die Einwände gegen die vorgelegte Variante zu untermauern. Dazu haben wir bis zum 30. Juni Zeit. Für die Stadt Lüneburg ist dies sicherlich die problematischste Variante, die nur schwer umsetzbar erscheint. Einziger Vorteil wäre der Rückbau eines Teils der [[Ostumgehung]] und damit eine Entlastung eines Teils von Moorfeld sowie von Ebensberg und Adendorf. Aus Sicht des Melbecker Raums ist es sicher auch eine vorteilhafte Lösung. Bei allen weiteren Überlegungen sollte aber bedacht werden, dass das Gesamtprojekt nicht gefährdet wird."
Jens Kaidas, [[CDU]]-Landtagsabgeordneter: "Ich habe den Eindruck, dass das Landesamt für Straßenbau alle Gutachten sachgemäß ausgewertet hat, einschließlich der bekannten Einsprüche der Bürger und Initiativgruppen. Ich halte diese Trassenführung für durchaus machbar und für eine gute Lösung."
[[Andreas Meihsies]], Grüner Landtagsabgeordneter: "Nun hat Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] als Befürworter der Autobahn die Geister, die er gerufen hat, direkt vor seiner eigenen Haustür. Wir als Grüne werden den Widerstand im gesamten Suchraum weiter unterstützen. Für uns ist nach dieser Präsentation klar: Es gibt keine konfliktfreie Variante. Wir lehnen nach wie vor das Gesamtprojekt als unsinnig ab und machen die Kommunalwahl zur Volksabstimmung im Suchraum. Die Bürger und Kommunen sollten sich mit Einwendungen aktiv beteiligen."
[[Manfred Nahrstedt]], [[SPD]]-Landtagsabgeordneter: "Ich finde es gut, dass es eine [[Vorzugsvariante]] gibt, weil damit Spekulationen ein Ende haben. Allerdings verwundert mich der Trassenverlauf von der Stadtkoppel Richtung Kloster Lüne durch die Stadt. Das war vor Jahren schon geprüfte Trasse während des Baus der Ostumgehung und ist damals verworfen worden. Warum sie jetzt zur [[Vorzugsvariante]] wird, kann ich mir nicht erklären. Das müssen das Land und die die Landesregierung tragenden [[Parteien]] tun. Mich verwundert die Trassenführung auch, weil Lüneburg doch Weltkulturerbe werden will und das Kloster Lüne dazu gehört.
Was die Streckenführung Wendisch Evern/Barendorf/Vastorf angeht, ist die Frage, ob die hier Wohnenden am wenigsten berührt werden. Dies alles ist zu prüfen, und ich gehe davon aus, dass im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s die Stadt Lüneburg und die Ostheide entsprechende Fragen stellen werden."
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (10) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Gefahr ist nicht ausgestanden</big>'''
'''Protestbewegung macht mit Treckern mobil - 150 Gegner in Uelzen'''
''ca''
Benny ist der Liebling der Fotografen, der Hund trägt ein [[T-Shirt]] "Nein zur A 39" - tierischer Protest. "Er will mit mir weiter durch die wunderschöne Landschaft wandern", sagt Frauchen Christine Altmann. Ohne Autobahn versteht sich. 150 Demonstranten stehen vor der Uelzener Stadthalle, in der die Behörden die A 39-Variante durch Lüneburg weiter in Richtung Vastorf und Uelzen vorstellen. Es erinnert an die Anti-Castor-Bewegung: Bauern rollen mit einem Dutzend Trecker an, Trommler machen Radau gegen die befürchtete Umweltzerstörung.
Antje Henkys aus Boltersen hält die Gefahr für ihr Dorf nicht für ausgestanden. "Die Trasse kann auch bei uns langlaufen", sagt sie. Außerdem sei das "ganze Projekt unsinnig".
Auch Marc und Stefanie Hartwig setzen weiter auf Protest. "Wir kommen aus Neu Lentenau, da sind alle dagegen", sagt Hartwig. Denn die 27 Einwohner fürchten um ihre Lebensqualität. Sie schließen wie die Hartwigs nicht aus, dass die Planung gekippt und die Strecke verlegt wird. Und dann sei es mit der Ruhe vorbei, und gerade wegen des Idylls ist das Ehepaar 1999 aus Hamburg aufs Land gezogen.
Drinnen läuft die Pressekonferenz. Die Planer stellen Journalisten die Variante vor, die ihrer Meinung nach Menschen und Umwelt am wenigsten belastet. 2010/11 könnte man den ersten Spatenstich machen, glaubt der Leiter des Straßenbauamtes, Friedhelm Fischer: "Wenn es keine Klagen gibt." Am Rand steht Peter Weerda von der Initiative Lebensberg. Lächelnd schüttelt er den Kopf: "Wir werden klagen."
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (11) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Schwung für die Wirtschaft</big>'''
'''Kammern setzen auf A 39'''
''as''
Die Kammern nehmen Stellung:
{{o}}'''Jens Petersen, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg''': "Mit Beginn des [[Raumordnungsverfahren]]s nehmen die Planungen zum Bau der A 39 endlich konkrete Formen an und werden die zuletzt inszenierten unsachlichen Diskussionen zur Notwendigkeit der A 39 wieder einer faktenorientierten und fundierten Argumentation zuführen."
Die IHK habe sich von Anfang an für den Bau der A 39 eingesetzt, "denn für die Wirtschaft des nordost-niedersächsischen Raumes ist es nicht länger hinzunehmen, dass dieser Raum, der infolge der Teilung Deutschlands außerordentliche verkehrsinfrastrukturelle Defizite aufweist, in seiner verkehrlichen Grundausstattung nicht mit anderen Teilräumen der Bundesrepublik Deutschland gleich gestellt wird. Mit dem Bau der A 39 werden diese Defizite beseitigt. Jetzt kommt es darauf an, dass das [[Raumordnungsverfahren]] zügig durchgeführt wird, damit auch der nächste Schritt auf dem Weg zur Realisierung der A 39 gegangen werden kann", erläutert Petersen.
Vor allem der Umstand, dass nach aktuellen Verkehrsprognosen deutschlandweit der Straßengüterverkehr bis 2020 um über 70 Prozent ansteigen wird, verdeutlicht die Notwendigkeit einer zügigen Planung. Für eine bedarfsgerechte Verkehrsentwicklung braucht der Norden Deutschlands die A 39. Nur mit ihr können die wachsenden Verkehrsströme nachhaltig bewältigt werden, denn die Bundesstraßen stoßen in Spitzenzeiten schon heute an ihre Kapazitätsgrenzen. "Es ist daher im Interesse der gesamten Wirtschaft Nordost-Niedersachsens, wenn jetzt das [[Raumordnungsverfahren]] für die A 39 eröffnet wird", betont Petersen. Der volkswirtschaftliche Nutzen der A 39 habe sich darüber hinaus im Rahmen der bundeseinheitlichen und komplexen Berechnungen zum [[Bundesverkehrswegeplan]] 2003 deutlich herausgestellt. Daran würden "methodisch fragliche und laienhafte Neuberechnungen" nichts ändern.
{{o}}'''Gernot Schmidt, Präsident der Handwerkskammer Lüneburg-Stade''': "Die Handwerkskammer Lüneburg-Stade begrüßt grundsätzlich den Bau der Autobahn 39 als direkte Verbindung zwischen Lüneburg und Braunschweig. Wir erwarten eine Stärkung der wirtschaftlichen Situation in den östlichen Kammerregionen. Wir erwarten aber auch, dass die Spange von der A 39 bis Breitenhees im Zuge der Bauarbeiten der A 39 mit in Angriff genommen wird."
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (12) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Autobahn nutzt und schadet</big>'''
'''Zwei Landwirte, zwei Meinungen'''
''stb''
Zwei Landwirte, zwei Meinungen. Sowohl Ernst-August Willenbockel aus Gifkendorf als auch Hans-Heinrich Kruse aus Wendisch Evern müssen wohl künftig mit der Autobahn 39 in der Nähe ihrer Betriebe und Flächen leben. Allerdings befürwortet Willenbockel den Bau der A 39, während Kruse ihn ablehnt.
Der Gifkendorfer meint, die Autobahn sichere [[Arbeitsplätze]] und schaffe neue. "Die Landwirtschaft produziert Güter, die auch transportiert werden müssen - auch die Berliner wollen Kartoffeln haben", bricht er eine Lanze für die Straße und fügt an: "Optimal für mich wäre eine Auf- und Abfahrt in der Nähe von Gifkendorf."
Sein Pro für die A 39 begründet er mit einem Beispiel. "Heute liefere ich Pflanzkartoffeln in die Magdeburger Börde. Meine Fahrer müssen sich über die B 4 quälen." Auch glaube er, dass er nach seinem Ruhestand die Gebäude seines Hofes besser verpachten kann, wenn eine Autobahn in der Nähe ist.
"Dass ich Land für den Bau der A 39 verkaufen kann, daran glaube ich nicht. Ich hatte bisher nur einmal Glück im Leben. Und das war, als ich meine Frau kennen gelernt habe", merkt er schmunzelnd an.
Landwirt Kruse aus Wendisch Evern kann der A 39 gar nichts abgewinnen - ganz im Gegenteil. "Wir in Wendisch Evern werden völlig zersiedelt, zerschnitten von der A 39, dem Elbe-Seitenkanal, dem Truppenübungsplatz und der [[Ostumgehung]]." Er habe befürchtet, dass Wendisch Evern von einer Autobahntrasse betroffen sein werde. "Wir haben leider alle recht behalten", sagt er frustriert. Der Widerstand gegen das Projekt werde nicht erlöschen. "Wir werden jetzt erst recht auf uns aufmerksam machen", gibt er sich ganz kämpferisch.
Doch Kruse blickt auch über die eigene Ortsgrenze hinaus. "Für Lüneburg ist die Trasse hammerhart, fatal und tragisch. Ich befürchte einen Verkehrs-Gau, wenn später auf der A 39 beziehungsweise der Umgehung etwas passiert und der Verkehr durch die Stadt umgeleitet werden muss", sagt er.
}}
=== 28. März ===
==== NDR zur [[Vorzugsvariante]] ====
{{Kasten gelb|
'''Fernsehbeitrag zum Streit um Ost-Trasse A39 (Hallo Niedersachsen)'''
Die Pläne für die Autobahn A39 wurden von der zuständigen Landesbehörde vorgestellt.
Länge: 02:31 Minuten
* Zum [http://www1.ndr.de/ndr_page_video/0,,OID2440226_VID2445216,00.html Video-Download]
----
'''Radiobeitrag zum Trassenvorschlag A 39'''
Variante löst bei Lüneburgs Oberbürgermeister Empörung aus.
Länge: 01:31 Minuten.
* [http://www1.ndr.de/ndr_page_audio/0,,OID2440226_VID2444422_TYPreallow_LOCint,00.html Download].
}}
{{Pressefuss|Februar 2006|April 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
5abf096f771f7ba5b10d30475c69b120bf7353bf
Westtrasse
0
1096
1206
2007-06-19T15:51:29Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
52b5d7f592ef0fcad3102f8f9c24320de36619f0
Westvariante
0
1419
1822
2007-06-19T16:01:01Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Westtrasse]]
05260ff8edb616efece0ff644ae7466ab5fe30bd
Vorlage:LG
10
1336
1686
2007-06-24T13:11:23Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
[http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=239 Pressedienst Stadt und Landkreis Lüneburg]
41fb69981125c7c53406b290e68161a31af9c3f5
Presseberichte März 2007
0
1206
1426
2007-07-02T15:22:58Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 31. März ===
==== {{LZ}}, Rubrik "Angespitzt" ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:Angespitzt.jpg|left]]'''<big>Suche nach Superplaner</big>'''
''Malte Lühr'' '''Lüneburg'''.
Der Landkreis stöhnt auf. Es geht weiter. In dieser Woche startete die neue Staffel von "Lüneburg sucht den Superplaner". Geeignete Kandidaten sollten mit links eine Autobahn aus dem Ärmel schütteln, einfach in die Landschaft werfen können - ohne jemandem weh zu tun.
Doch schon nach der ersten Folge verschärft sich die Katerstimmung. Zu ungelenk staksten die Verwaltungsakteure in der Motto-Show "A 39-Planungspoker" aus der Winterpause, suchten mit der Ostumgehungskarte die schnelle Entscheidung. Doch das Blatt zieht nur bei einem guten Bluff. Ein plumpes "Deckel drauf und Ruhe ist", täuscht die [[Politiker]]-Jury nicht.
Vor allem die Stadt-Granden um [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]), Regina Baumgarten und Dr. [[Gerhard Scharf]] (beide [[CDU]]) sind zu ausgebufft, um sich mal eben so abzocken zu lassen. Ihr Urteil: Daumen runter; ihr Kommentar: "Im Westen ist und bleibt am besten".
Während Landrat [[Manfred Nahrstedt]] sich noch halbwegs entspannt zurücklehnen und weithin auf den von ihm schon lange geforderten Deckel für die [[Ostumgehung]] pochen kann, hat Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ein Problem.
Einerseits hat der Rathauschef die umstrittene [[Klostertrasse]], die, wie auch immer, das Prädikat Vorzugsvariante erhalten hat, wahrscheinlich verhindert. Andererseits wächst der Druck auf ihn, der so genannten Variante 586 zuzustimmen - Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn.
Das will aber so gar nicht zum Bekenntnis passen: "Keine Trasse über Stadtgebiet". Dies einzuhalten, fordern die Betroffenen in Lüne, Moorfeld und am Ebensberg jedoch jetzt ein. Zudem muss Mädge die Linie des Rates vertreten, der eben dieses Bekenntnis zu seiner Handlungsmaxime erkoren hat. Als Pragmatiker kommt der Oberbürgermeister aber auch nicht umhin, an Plan B zu feilen - Rückzugsgefechte eingeschlossen, die es der Stadt ermöglichen, das Gesicht zu wahren. Also hart bleiben und für Plan B die Suche nach einem geeigneten Gutachter starten, der offensichtliche Widersprüche auflösen kann. Eine Klage scheint schon programmiert: Schließlich muss der Schwarze Peter weitergeschoben werden.
Da der nun verteilt ist, heißt es auch an dieser Stelle "Deckel drauf und Ruhe ist"? Nein. Denn, was haben die Planer eigentlich getan? Nichts anderes, als umzusetzen, was die Politik ihnen aufgetragen hat. Bereits Mitte Januar hat die Stadtratsgruppe [[SPD]]/[[CDU]] in einem Änderungsantrag ihre Ablehnung der [[Klostertrasse]] zwar bekräftigt. Gleichzeitig heißt es in dem Papier aber auch: "Gemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg wird sich die Stadt dafür einsetzen, dass eine weiter östlich gelegene Trasse, eine Deckelung der [[Ostumgehung]] und eine Ertüchtigung der B 4 mit einer neuen Umfahrung Lüneburgs untersucht werden." Der Ausbau der [[Ostumgehung]] ist untersucht - mit dem bekannten Ergebnis.
Wieder einmal werden [[Politiker]] die Geister, die sie riefen, nicht mehr los. Sie kennen das? Kein Wunder: Jahrelang haben Volkes Vertreter förmlich um eine Autobahn gebettelt - und schon bei der Bekanntgabe des Untersuchungskorridors erste Absetzbewegungen eingeleitet: "Ja, aber doch nicht hier . . ." So als hätten die Damen und Herren nie darüber nachgedacht, dass eine Autobahn nicht nur Freud, sondern auch großes Leid schafft. Wird die Frage nach einer Autobahn gestellt, gibt es nur zwei Antworten: Ja oder Nein. Für "Ja, aber . . ." ist auf Planer-Karten kein Raum. Den Superplaner gibt es eben nicht.
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=== 30. März ===
==== {{LZ}} zur Internetseite des {{DV}} ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Hacker legen Seite lahm</big>'''<br>
lz '''Lüneburg'''. Wer sich gestern über die Internetseite www.keine-a39.de des {{DV}} über den Widerstand gegen die geplante Autobahn informieren wollte, hatte keinen Erfolg: Hacker hatten die Homepage lahm gelegt.
Das gleiche Problem habe es vor einigen Tagen schon einmal gegeben, berichtet Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbands. Damals habe der verantwortliche Systemadministrator das Problem aber schnell beheben können. Der sei zurzeit aber verhindert, so dass sich am Nachmittag ein Vertreter an die Arbeit machte.
Bis zum Abend war die Seite des Dachverbands gegen die Autobahn 39 noch nicht wieder erreichbar. Wer hinter dem Angriff steckt, sei offen, sagt ein Sprecher des Dachverbands.
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (1) ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Kein Vertrauen in Zick-Zack-Kurs</big>'''<br>
'''A 39-Gegner: Stadt muss hart bleiben'''
lz '''Lüneburg'''. Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 lehnt auch die wieder ins Gespräch gekommene Trassenführung einer Autobahn auf der [[Ostumgehung]] ab. Auch diese Trasse würde quer durch die Stadt führen und "unnötigerweise massive neue Verkehre mit gesundheitszerstörendem [[Lärm]] und [[Feinstaub]] in unsere dicht bewohnten Gebiete ziehen", wie Friedhelm Feldhaus als Sprecher der A 39-Gegner deutlich macht.
Der "Zick-Zack-Kurs" beim Verlauf einer möglichen A 39 im Raum Lüneburg hat laut Feldhaus auch "das Vertrauen in die Sachorientierung und die Unabhängigkeit der Autobahnplaner" weiter verringert: "Zuerst galt die Ostumgehungs-Variante als kurventechnisch nicht machbar, nunmehr aber aufgrund von politischem Druck offenbar doch", wundert er sich.
Die Bürgerinitiativen forderten [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister Mädge]] auf, die angekündigte Klage gegen die A 39 aufrecht zu erhalten, ebenso die Gutachten zu den "eklatanten Verfahrensfehlern" und die Forderung der Stadt nach einer gleichberechtigten Untersuchung des alternativen Ausbaus der B 4 mit Ortsumgehungen.
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (2) ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Ratsmehrheit wehrt sich gegen Stadt-Trasse</big>'''<br>
'''SPD und CDU fordern weiter A 39-Bau im Westen oder Osten'''
red '''Lüneburg.''' Keinen Deut weichen [[SPD]]- und [[CDU]]-Fraktion im Rat der Stadt Lüneburg auch nach den jüngsten Entwicklungen von ihren bisherigen Beschlüssen zur A 39 ab. "Wir fordern weiterhin eine Umfahrung im Westen oder weiträumig im Osten. Dem [[Schutzgut Mensch]] muss höchste Priorität eingeräumt werden", sind sich die beiden Fraktionsvorsitzenden [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]) und Regina Baumgarten ([[CDU]]) einig.
Baumgarten ergänzt: "Es gibt eindeutige und von einer großen Mehrheit getragene Beschlüsse des Rates. Trassen, die unmittelbar über das Stadtgebiet verlaufen, lehnen wir ab." Ein Trassenverlauf über ein Teilstück der [[Ostumgehung]] weise vergleichbare Probleme wie der bisherige Vorschlag auf. Diese Trasse wäre mit erheblichen Belastungen für die Anwohner in den Wohnbereichen verbunden.
Vom Land fordert die Mehrheitsgruppe im Rat eine Abwägung der verschiedenen Trassenvarianten. "Das Land muss endlich schwarz auf weiß liefern, welche Argumente gegen eine Trasse außerhalb des Stadtgebietes sprechen", fordert die Gruppe.
Bis dahin soll die Stadt bei ihrer Position bleiben. "Wir verbuchen es als Erfolg, dass unsere Argumente gegen die [[Klostertrasse]] überzeugt haben. Das ist ein Erfolg unseres konsequenten Vorgehens", findet Dörbaum.
Auf jeden Fall müsse sich die Stadt darauf vorbereiten, die Bürger an der [[Ostumgehung]] zu unterstützen, sind sich beide Fraktionen einig. Helfen sollen dabei neue Fachgutachten zu den Themen Verkehr, [[Lärm]] und zu möglichen Entschädigungen der Hausbesitzer, deren Eigentum durch die geplante Trasse betroffen ist.
}}
=== 29. März ===
==== {{HA}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{Kasten gelb|1=
Planung: Neue Untersuchung förderte eine mögliche Variante zu Tage
'''<big>B 4 kann Autobahn werden</big>'''<br>
'''Einst als nicht machbar eingestuft, ist der Ausbau der Ostumgehung zur A 39 nun durchaus eine Alternative - Bedingung: Tempo 100.'''
Von Carolin George
Lüneburg -
Was doch eine erneute Untersuchung alles bringen kann: Auf einmal ist in Sachen Autobahn 39 etwas möglich, was bislang als nicht machbar eingestuft wurde: der Ausbau der Lüneburger [[Ostumgehung]]. Diese neue Variante sowie [[Klostertrasse|die bislang favorisierte Trasse entlang des Klosters]] stellt die Niedersächsische Straßenbehörde für Straßenbau und Verkehr bei einem Erörterungstermin am 19. und 20. April in Uelzen vor.
Zur Erinnerung: Die von der Behörde bevorzugte [[Kloster-Trasse]] zweigt von der [[Ostumgehung]] in Höhe Neu Hagen nach Westen ab und läuft am Kloster Lüne entlang, quert die Bockelmannstraße und trifft am Ortseingang Adendorf wieder auf die Bundesstraße 4. Jetzt bringen die Experten eine weitere Variante auf den Plan: den Ausbau der B 4 zur Autobahn.
Doch warum ist auf einmal etwas machbar, was zuvor unmöglich schien? "Wir hatten bislang mit freier Geschwindigkeit geplant", erklärt Heiko Lange, Projektmitarbeiter A 39 bei der Straßenverkehrsbehörde. "Diese Vorgabe geben wir uns selbst, um nicht von vornherein mit Einschränkungen zu bauen." Eine B 4 als A 39 braucht jedoch zwingend ein Tempolimit, weil der [[Kurvenradius]] der Fahrbahn zwischen den Abfahrten Adendorf und Ebensberg nur 550 Meter beträgt - für freie Fahrt wären 900 Meter nötig.
Daher hatte die Behörde zwar auch schon früher über einen Ausbau der [[Ostumgehung]] nachgedacht - nur war just an dieser Stelle zuvor eine Ausweichstrecke geplant. Die aber schien den Planern unter anderem wegen des Schallschutzes ungünstiger als die [[Kloster-Trasse]]. Außerdem hätten in Kloster Lüne dafür Häuser abgerissen werden müssen. Gemäß Auftrag der Regierungsvertretung untersuchten die Planer das Thema B 4 nun erneut und kommen zu dem Schluss: Der Ausbau ist möglich, allerdings mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf vermutlich Tempo 100 so wie jetzt. Aber: Selbst bei der bislang favorisierten [[Kloster-Trasse]] würde wahrscheinlich ein Tempolimit eingeführt. Denn um den Lärmschutz in Höhe des Klosters zu gewährleisten, wäre laut Behörden-Mitarbeiter Lange eine Tempo-Begrenzung günstiger als alle anderen Schallschutz-Maßnahmen.
Die Stadt Lüneburg wird derweil ein neues Gutachten in Auftrag geben, um die Auswirkungen der neuen Trasse untersuchen zu lassen. Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]]: "Eine Westtrasse oder eine weiträumige Umfahrung im Osten ist für Lüneburg die bessere Lösung." Das Problem: Die Stadt entscheidet nicht über die Trasse und steht mit ihrer Haltung allein. Dass die sogenannte [[Kloster-Trasse]] aus dem Spiel ist, bewertet sie als Erfolg. "Unsere Gutachten haben überzeugende Argumente dagegen geliefert", so Schröder-Ehlers. Jetzt will sie für einen Deckel der [[Ostumgehung]] kämpfen, auch dafür Experten zu Rate ziehen. Prüfen lassen will die Stadt auch, ob ein Tempolimit kontrolliert werden würde und welche Ansprüche die Anwohner wegen der Wertminderung ihrer Häuser geltend machen könnten.
Auch der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 hat sich gut gerüstet für den Termin in Uelzen, verweist unter anderem auf das "verheimlichte und äußerst niedrige [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]" der Autobahn. Über den "bestehenden und bereits gut gefüllten Schutz- und Klagefonds gegen die A 39" würden die Interessen gebündelt und "von guten Verwaltungsjuristen" auf den Klageweg gebracht, so Sprecher Eckehard Niemann. Über die endgültige Trassenführung entscheiden wird die Regierungsvertretung nach dem [[Erörterung]]stermin für die Träger öffentlicher Belange - aber nicht die Öffentlichkeit - im April in Uelzen, noch im Sommer 2007 wird damit gerechnet.
Dann gehen Heiko Lange und seine Kollegen zurück an ihre Unterlagen und planen die Strecke im Detail. Sind sie damit fertig, beginnt das [[Planfeststellungsverfahren]] - nicht vor 2008. Dann erst werden auch einzelne Bürger beteiligt, dann erst können auch Klagen gegen die Autobahn eingereicht werden. Niemann gibt sich schon jetzt siegessicher: Die Gegner seien "zuversichtlich", dieses Projekt "zu Fall zu bringen".
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Grünen-Protest gegen A 39</big>'''<br>
ml '''Lüneburg'''. Als Ratsmitglied möchte der Grüne [[Andreas Meihsies]] gern "aus erster Hand und nicht über die Zeitung informiert werden". Deshalb war der Lüneburger gestern zu einem Gespräch bei Dr. Holger Manthey - in der Regierungsvertretung Lüneburg zuständig für das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante Autobahn 39. Anschließend stand für den Grünen-[[Politiker]] fest: "Die A 39 wird auf der [[Ostumgehung]] kommen, mit der jetzt angestoßenen Diskussion sollen die Anwohner darauf vorbereitet werden."
Gleichwohl bleibt sein vorrangiges Ziel, "alle Gegner zu mobilisieren, um die Autobahn doch noch zu verhindern". Der Protest müsse aufrecht erhalten werden. Für seinen Mitstreiter Matthias Wiebe, Adendorfer Ratsherr und Beisitzer im Grünen-Kreisvorstand, sind "solche Projekte mit Blick auf den Klimaschutz ohnehin nicht mehr vertretbar".
}}
=== 28. März ===
==== {{LG}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{Kasten|1=
'''<big>A39: Stadt kämpft für verträgliche Trasse</big>'''<br>
(sp) Lüneburg. Am Dienstag berichteten die ersten Medien darüber: Die A39 wird auf Lüneburger Stadtgebiet wahrscheinlich auf der Trasse der schon existierenden [[Ostumgehung]] verlaufen. Die Stadt Lüneburg wird weiter für eine Lösung kämpfen, die den Interessen der Lüneburgerinnen und Lüneburger entspricht. Unter anderem will sie die Interessen der Anwohner der [[Ostumgehung]] mit Gutachten unterstützen.
[[Andrea Schröder-Ehlers]], Fachbereichsleiterin Verkehr, formuliert die Position der Stadt: „Eine [[Westtrasse]] oder eine weiträumige Umfahrung im Osten ist für Lüneburg die bessere Lösung. Diese Haltung hat der Rat der Stadt mehrmals mit großer Mehrheit bekräftigt.“ Beim Anhörungstermin am 19. April in Uelzen wird die Stadt die Argumente für ihre Position nochmals vortragen.
Das Problem: Die Stadt entscheidet nicht über die Trasse und steht mit ihrer Haltung allein. „Wir müssen realistisch sein. Vieles deutet jetzt darauf hin, dass die [[Ostumgehung]] als Trasse kommen wird“, sagt Schröder-Ehlers.
Dass die sogenannte [[Klostertrasse]] damit aus dem Spiel ist, bewertet die Stadt als Erfolg. „Unsere Gutachten haben überzeugende Argumente dagegen geliefert“, sagt Schröder-Ehlers. Wenn die [[Ostumgehung]] genutzt wird, dann will die Stadt das Beste für Lüneburg herausholen. „Das bedeutet, wir werden weiter für das [[Schutzgut Mensch]] kämpfen. Vor allem für die Anwohner an der [[Ostumgehung]]“, so Schröder-Ehlers.
Konkret bedeutet das: Die [[Ostumgehung]] soll einen Deckel bekommen. Die Stadt will Gutachter beauftragen, die genau prüfen, wie so ein Deckel gestaltet werden kann und was er kostet. Schröder-Ehlers: „Auf dem Deckel könnte eine Erdschicht aufgetragen werden und ein Fußweg, um Moorfeld nicht zu zerteilen.“ Ziel der Stadt ist es, bei Verhandlungen über den Deckel auf Augenhöhe argumentieren zu können.
Prüfen lassen will die Stadt auch, welche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Ostumgehung gelten muss und ob sie mit sogenannten Blitzern kontrolliert wird. Ein weiterer Punkt: „Für die Anwohner der [[Ostumgehung]] kann der Bau der A39 einen Wertverlust der Häuser bedeuten. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Ansprüche die Anwohner geltend machen können.“
Landrat [[Manfred Nahrstedt]] sagt dazu: „Ich stand und stehe auch weiterhin zum Bau der A39, da ich die Autobahn als wichtige Infrastrukturmaßnahme und wirtschaftliche Entwicklungschance sehe. Unsere Region braucht die Autobahn." Er habe sich nicht erst als Landrat für die Prüfung einer weiter östlich gelegenen Trasse stark gemacht und zur Verhinderung der [[Klostertrasse]] einen Tunnel ins Gespräch gebracht. „Der Ausbau der jetzigen Ostumgehung war für mich eine geeignete Alternative, falls meine Vorschläge – östlicher gelegene Trasse und Tunnellösung – nicht zum Tragen kommen sollten", sagt der Landrat.
Dies sei allerdings nur mit Deckelung der Trasse und in Verbindung mit einem Tempolimit denkbar, um den Lärmschutz zu gewährleisten. Nahrstedt: „Wichtig bei der Prüfung aller Möglichkeiten ist es, eine für die Menschen in Stadt und Landkreis Lüneburg vertretbare Lösung zu finden."
}}
[[Bild:LZ 2007 03 28 1.jpg|right|200px]]
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (1) ====
{{Kasten|1=
'''<big>Zornige Bürger</big>'''<br>
In den Stadtteilen Moorfeld,
Lüne und Ebensberg gehen
die Bürger auf die Barrikaden.
Die Aussicht, dass die geplante Autobahn 39, wie berichtet, nun im Stadtgebiet auf der alten [[Ostumgehung]] (Foto) geplant wird, ist für sie inakzeptabel. Sie sagen: Die Stadt, die zwar offiziell noch andere Trassen fordere, knicke ein. {{o}}'''[[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_Ausbau_der_Ostumgehung_.282.29|Seite 5]]'''
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (2) ====
[[Bild:LZ 2007 03 28 2.jpg|thumb|left|302px|'''Die [[Ostumgehung]] rückt bei den Planungen für die A39 wieder in den Fokus, eine Trasse über Stadtgebiet scheint nicht mehr tabu.''' Fotos: be]]
[[Bild:LZ 2007 03 28 3.jpg|thumb|460px|'''Die Bewohner zwischen Moorfeld und Ebensberg fühlen sich im Stich gelassen. [[Lärm]], fehlende Verkehrssicherheit und Wertverlust ihrer Häuser sind die Kritikpunkte der aufgebrachten Bürger.''']]
{{Kasten gelb|1=
'''<big>„Wir waren bisher zu zahm“</big>'''<br>
'''Bürger vom Ebensberg, aus Lüne und Moorfeld sind wütend über A 39-Pläne für Ostumgehung'''
jm '''Lüneburg'''. Ob in Lüne, im
Moorfeld oder am Ebensberg,
über Gartenzäune und Büsche
hinweg gab es nur ein Thema:
Dass die [[Ostumgehung]] in die
Favoritenrolle beim Bau der
Autobahn 39 rückt. „Unfassbar“,
„menschenverachtend“,
„inkonsequentes Verhalten der
Stadt“, lauten die Meinungen.
Die Anwohner fühlen sich als
„Bauernopfer“.
Die Mitglieder der Bürgerinitiative
Lüne-Moorfeld sind wütend. „Ich bin auf 180“, platzt es
aus Verena Fiedler heraus, „gegen
den [[Lärm]] der [[Ostumgehung]]
ist schon nichts zu machen.
Mit einer Autobahn rollt
aber noch mehr Verkehr direkt
am eigenen Zuhause vorbei.“
Das Eigenheim zu verkaufen
und wegzuziehen, sei keine Alternative.
„Bei einem Makler
hatten wir uns erkundigt“, sagt
Fiedler, „aber der geht mittlerweile
von einem Wertverlust
von etwa 50 Prozent für die
Häuser aus.“ Detlef Giesler
stimmt in die Kritik ein: „Eine
Trasse durch Wohngebiet zu
favorisieren, ist menschenverachtend.
Angesichts der von
den Planern angesprochenen
problematischen Verkehrssicherheit
werden offenbar Unfälle in Kauf genommen.“
Für Friedhelm Feldhaus,
Sprecher des {{DV}}, bestätigt sich eine lang
gehegte Befürchtung: „Die
Stadt knickt ein, lässt sich nun
doch auf eine Trasse durchs
Stadtgebiet ein.“ Momentan
werde alles zwar noch mit positiven
Worten und Bemühungen
verkleidet, aber die meisten
Anwohner seien überzeugt,
dass keine Taten folgen.
Diese Sorge teilt auch
Bürgermeister Dr. [[Gerhard Scharf]] ([[CDU]]). „Hunderttausende
von Euro wurden für Gutachten
ausgegeben. Die wirken
plötzlich wie ein Alibi, das nur
das Gewissen erleichtern soll.
Wie ein fauler Kompromiss
wirken die Pläne.“ Empört ist
der Ratsherr über die schlechte
Kommunikation. „Am vergangenen
Donnerstag hat der Rat
getagt, aber er wurde nicht einmal
über den Gesprächstermin
zur A39 am Freitag in der Regierungsvertretung
informiert.“
Die Stadt hält zwar weiter an
ihrer Forderung nach einer
Westumfahrung oder einer östlicheren
Trasse fest, weiß aber,
sie steht damit allein. Sie sichert
unterdessen zu, die Anwohner
an der [[Ostumgehung]] zu unterstützen. Konkret bedeute das:
Sie will Gutachter beauftragen,
die genau prüfen, wie ein Deckel
auf der [[Ostumgehung]] gestaltet
werden kann und was er
kostet. Verkehrsdezernentin
Andrea Schröder-Ehlers erklärt: „Auf dem Deckel könnte
eine Erdschicht aufgetragen
werden und ein Fußweg, um
Moorfeld nicht zu zerteilen.“
Prüfen lassen will die Stadt
auch, welche Geschwindigkeitsbegrenzung
auf einer ausgebauten
[[Ostumgehung]] gelten
müsste und ob sie mit so genannten
Blitzern kontrolliert
würde. Zudem stelle sich die
Frage, ob Anwohner Ansprüche
geltend machen könnten, weil
der Bau der A39 einen Wertverlust
ihrer Häuser bedeuten
würde. Beim Anhörungstermin
am 19. April in Uelzen werde
die Stadt nochmals ihre Argumente
vortragen.
Die Anwohner haben bereits ihr eigenes Fazit gezogen. „Wir
waren bisher zu zahm“, sagt Giesler. „Aber aus unserem losen
Zusammenschluss von Gleichgesinnten wird jetzt eine
rechtsfähige Organisation. Wir rüsten uns für einen Rechtsstreit.“
Dass der Kampf gegen eine Autobahn zum Lebensmittelpunkt werden könnte, haben die Mitglieder der Bürgerinitiative nie erwartet. „Es kostet Kraft“, gesteht Fiedler, „aber es schweißt auch zusammen.“
}}
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 weiter quer durch Lüneburg geplant</big>'''
Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 tritt entschieden dem Eindruck entgegen, dass die neuerliche Verschiebung der „[[Klostertrasse|Kloster-Lüne-Trasse]]“ auf die sogenannte „[[Ostumgehung|Ost-Umgehung]]“ den Interessen der Lüneburger entgegenkommen würde. „Bei beiden Trassen handelt es sich um Autobahn-Trassen, die quer durch die Stadt gehen und unnötigerweise massive neue Verkehre mit gesundheitszerstörendem [[Lärm]] und [[Feinstaub]] in unsere dicht bewohnten Gebiete ziehen würden und massive Wertverluste an den Immobilien brächten“, so Friedhelm Feldhaus als Sprecher der A39-Gegner. Die „Ost-Umgehung“ sei längst keine Umgehungsstraße mehr.
Der Zick-Zack-Kurs beim Verlauf einer möglichen A 39 im Raum Lüneburg hat laut Feldhaus auch das Vertrauen in die Sachorientierung und die Unabhängigkeit der Autobahnplaner noch weiter verringert: „Zuerst galt die sogenannte Ostumgehungs-Variante als kurventechnisch nicht machbar, nunmehr aber aufgrund von politischem Druck offenbar doch!“
Die Versprechen der Stadt, die Anwohner ggf. durch Lärmdeckel und Gutachten zu unterstützen, löst nach Meinung der Bürgerinitiativen keines ihrer Anliegen. Sie forderten [[Ulrich Mädge|Bürgermeister Mädge]] auf, die angekündigte Klage gegen die A 39 unbedingt aufrecht zu erhalten, ebenso die Gutachten zu den eklatanten Verfahrensfehlern und die Forderung der Stadt nach einer gleichberechtigten Untersuchung des alternativen Ausbaus der B 4 als Bundesstraße mit Ortsumgehungen.
Feldhaus: „Wir bleiben bei unserem konsequenten Kurs gegen jegliche Variante dieser nachweislich unnötigen und unfinanzierbaren Renommier-Autobahn und werden sie politisch und juristisch mit unserem [[Schutz- und Klagefonds]] verhindern!“
}}
==== {{LP}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
'''Jetzt doch auf der Ostumgehung?'''
Lüneburg (poe). Neue Lage:
Jetzt soll die geplante A 39 doch
über die Lüneburger Ostumgehung
führen {{o}} Seite 3
{{Kasten gelb|1=
'''<big>A 39 jetzt doch über die Ostumgehung?</big>'''<br>
'''Lüneburg''' (poe). Jetzt also
doch? Die Diskussion um die geplante
Autobahn 39 ist wieder um
eine Variante reicher: Die Planer
erwägen nun doch, die A 39 über
die vorhandene [[Ostumgehung]]
an Lüneburg vorbeizuführen. Das
kam vorigen Freitag heraus, als
die Landesbehörde für Straßenbau
die Stadt und den Landkreis
über ihre neuesten Untersuchungen
informierte. Das ist
noch keine endgültige Entscheidung,
aber damit scheint die umstrittene
„[[Kloster-Trasse]]“ durch
Lüneburg vom Tisch zu sein.
Bürgerinitiativen und der grüne
Landtagsabgeordnete [[Andreas Meihsies]] sind heute um 14 Uhr
beim Raumordnungsverantwortlichen
Dr. Holger Manthey, um
Details zu erfahren. Meihsies: „Wir
lassen uns auf keine Varianten-Spielchen ein. Das Gesamtprojekt
A 39 ist unsinnig. [[Die Grünen]] rufen
weiter zum Widerstand auf!“
Für alle Betroffenen gibt es am 19. und 20. April einen [[Erörterung]]stermin in der Uelzener Stadthalle.
}}
* '''''Anmerkung''': Der [[Erörterung]]stermin in der Uelzener Stadthalle ist mitnichten "für alle Betroffenen" vorgesehen, eine Bürgerbeteiligung wurde von Dr. Manthey auf Anfrage ausdrücklich verneint.''
=== 27. März ===
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (1) ====
{{Kasten gelb|1=
[[Bild:LZ 2007 03 27 1.jpg|thumb|360px|'''Der [[Kurvenradius]] der [[Ostumgehung]] zwischen Ebensberg und Adendorf ist eigentlich zu klein für eine Autobahn, doch die A39-Planer sagen nach einer neuen Untersuchung: Der Ausbau ist möglich.''' Foto: t&w]]
'''<big>Ostumgehung im Fokus</big>'''<br>
'''A 39-Planer halten den Ausbau der Strecke grundsätzlich für möglich'''
ml '''Lüneburg'''. Die [[Ostumgehung]]
rückt verstärkt in den
Fokus der A39-Planer. Im Auftrag
der Regierungsvertretung
Lüneburg hat die Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr
den Ausbau der Strecke zur
Autobahn noch einmal untersucht
– und der ist grundsätzlich
möglich, so das Ergebnis.
Damit könnte die [[Ostumgehung]] kurz vor dem [[Erörterung]]stermin zur Autobahn 39 eine echte Alternative zur bisher favorisierten so genannten [[Kloster-Trasse]] werden. Stadt und Landkreis Lüneburg sind am Freitag bereits vorab informiert worden, alle anderen Betroffenen erhalten die entsprechenden Unterlagen zusammen mit der Einladung zum [[Erörterung]]stermin, der am 19. und 20. April in der Uelzener Stadthalle stattfinden wird. {{o}}'''[[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung_.282.29_3|Seite 3]]'''
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (2) ====
[[Bild:LZ 2007 03 27 2.jpg|thumb|left|400px|'''Bislang galt der enge [[Kurvenradius]] von 550 Metern auf der [[Ostumgehung]] (gelb) zwischen Adendorf und Ebensberg als Argument gegen einen Ausbau zur Autobahn. Doch nun halten Planer auch diese Variante für möglich, wird die Trasse von Politik und Verwaltung gegenüber der [[Vorzugsvariante]] (rot) favorisiert.''']]
[[Bild:LZ 2007 03 27 3.jpg|thumb|320px|right|Fotos: boldt/Grafik: Greve]]
{{Kasten gelb|1=
'''<big>„Variante mit vielen Vorteilen“</big>'''<br>
'''Behörden informieren Stadt und Kreis: Ostumgehung in der Favoritenrolle bei A 39-Bau'''
ml '''Lüneburg'''. Alle Beteiligten
werden nicht müde zu betonen:
„Eine Entscheidung ist
noch nicht gefallen“ – und doch
wirkt es so, als seien zumindest
die Weichen gestellt worden.
Nachdem die Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr die
[[Ostumgehung]] noch einmal untersucht
hat, erscheint den Planern
ein Ausbau zur Autobahn
nun doch möglich – „auch
wenn das Problem der Verkehrssicherheit
noch nicht geklärt ist“, sagt Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg, die für das [[Raumordnungsverfahren]] zuständig ist.
[[Bild:LZ 2007 03 27 4.jpg|thumb|'''Dr. Holger Manthey ist verantwortlich für das [[Raumordnungsverfahren]].'''<br>Foto: t&w]]
Vor allem die Stadt, aber
auch der Landkreis Lüneburg
hatten darauf gedrängt, die [[Ostumgehung]]
erneut zu überprüfen – als Alternative zur so
genannten, heftig kritisierten
[[Klostertrasse]]. „Deshalb sind
beide Kommunen am vergangenen
Freitag vorab über das
Ergebnis informiert worden“,
erklärt Manthey. Alle anderen
Betroffenen erhalten die Informationen
schriftlich zusammen
mit der Einladung zum [[Erörterung]]stermin
am 19. und 20. April in Uelzen.
Zum Kreis der Gesprächsteilnehmer
im Behördenzentrum
auf der Hude gehörten Ende
vergangener Woche außer
Landrat [[Manfred Nahrstedt]]
und Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] die [[CDU]]-Landtagsabgeordneten
[[Bernd Althusmann]] und [[Jens Kaidas]] sowie Vertreter
der Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr und der Regierungsvertretung.
Aus Hannover angereist war zudem Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke.
Für Nahrstedt ein „positives
Signal“: So konnten Stadt und
Kreis noch einmal auf die besonderen
Probleme der [[Vorzugsvariante]]
im Bereich des
Klosters Lüne hinweisen.
Und [[Andrea Schröder-Ehlers]],
Verkehrsdezernentin der
Stadt, ist sich sicher: „Unsere
Argumente sind offenbar auf
fruchtbaren Boden gefallen.“
Gleichzeitig gesteht sie ein:
„Die Stadt hält zwar eine westliche
oder weiter östliche Trasse
für sinnvoller, doch die scheint
nur schwer durchsetzbar.“
Auch Nahrstedt glaubt nach
den Gesprächen, „dass sich die
[[Ostumgehung]] als Trasse herausschält“ – und schiebt gleich
eine Forderung nach: „Aber
dann brauchen wir einen
Deckel als [[Lärm]]schutz“. Schröder-Ehlers kündigt für die Stadt
schon jetzt an, einen Autobahnverlauf
auf der heutigen [[Ostumgehung]]
„im Sinne der dort lebenden
Menschen kritisch zu
begleiten – auch mit der Hilfe
von externen Gutachtern“.
Als pragmatisch und vernünftig bezeichnet unterdessen
der [[CDU]]-Landtagsabgeordnete
[[Bernd Althusmann]] den Kompromiss.
„Ein Deckel wäre natürlich das i-Tüpfelchen.“ Doch
der will auch bezahlt sein, deshalb
verweist der [[CDU]]-Mann
auf den Finanzierungsvorbehalt
des Geldgebers – und das ist der
Bund. Für Parteifreund Kaidas
stand ohnehin von Anfang an
fest: „Die A39 kann nur auf der
[[Ostumgehung]] verlaufen.“
So weit will Manthey zwar
nicht gehen, doch er räumt ein:
„Die Variante hat erhebliche
Vorteile, viele Einwände der
Stadt gegenüber der [[Klostertrasse]]
fallen weg.“ Auch wenn
die [[Ostumgehung]] jetzt wieder
in den Mittelpunkt der Diskussion
rückt, müssen die Anwohner
eines nicht fürchten: „Der
Abriss von Häusern steht nicht
zur Debatte“, sagt Manthey.
Und der muss es wissen, denn wie heißt es bei den Planern der Landesbehörde: „Entscheiden müssen die Raumordner“ – nach dem [[Erörterung]]stermin.
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung|03.04..: Abschied von Wahlversprechen]]
=== 26. März ===
==== {{LZ}} zur VCD-Jahrestagung ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Kampf gegen A 39</big>'''<br>
'''Gegner suchen Schulterschluss mit Verkehrsclub'''
[[Bild:LZ 2007 03 26.jpg|thumb|639px|'''Sie haben ein Ziel (v. l.): Claudia Schmidt, Michael Gehrmann und Harald Walsberg vom Verkehrsclub Deutschland sowie Friedhelm Feldhaus, Sprecher des {{DV}}, wollen den Autobahnbau verhindern.''' Foto: t&w]]
cn '''Lüneburg'''. Die Kriegskasse
ist gut gefüllt, die Autobahngegner
verfolgen die Planungen
für die Autobahn 39 mit Argusaugen:
Sie wollen auch bei den
kleinsten Verfahrensfehlern ansetzen,
um das Projekt per Klage
zu kippen. Das kündigte
Friedhelm Feldhaus, Sprecher
des {{DV}}, am
Freitagabend bei einer Informationsveranstaltung
in der Universität Lüneburg an.
Für Feldhaus steht fest: „Die
Autobahn muss verhindert werden.“
Es könne nicht sein, dass
die Wünsche weniger gegen
einen breiten Willen in der
Bevölkerung durchgesetzt würden:
15 000 Einwendungen seien
gegen die Autobahn vorgebracht
worden, mehr als 300
Bürger hätten sich dem [[Schutz- und Klagefonds]] des Dachverbandes
angeschlossen, 60 000
Euro stünden für ein juristisches
Kräftemessen bereit.
Mobil macht zudem der Verkehrsclub
Deutschland ([http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD])
mit seinen bundesweit 60 000
Mitgliedern gegen das Projekt.
Der Bundesvorsitzende Michael
Gehrmann betonte bei
der Infoveranstaltung in der
Uni: „Es gibt absolut keinen
Grund für den Bau der Autobahn.“
Deutschland befinde
sich bereits in einer tiefen Infrastruktur-
Instandhaltungskrise.
Es müsse daher in den Erhalt
des bestehenden Straßen- und
vor allem Schienennetzes investiert
werden, nicht in den Bau
neuer Autobahnen.
Der niedersächsische [http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD]-Landeschef
Harald Walsberg
verdeutlichte das Problem: Allein
in Niedersachsen seien sieben
Autobahnen in Planung,
während zugleich parallel zu
den Trassen laufende Bahnstrecken
von der Stilllegung
bedroht seien. „Und das, obwohl
auf manchen Strecken im
Land in den vergangenen zehn
Jahren ein Fahrgastzuwachs
von 100 Prozent zu verzeichnen
ist“, sagte Walsberg.
Nicht nur angesichts der gegenwärtigen Klimaschutz-Diskussion
für die [http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD]-Führung
das völlig falsche Signal: „Auch
die demografische Entwicklung
spricht gegen neue Autobahnen.
Es wird immer weniger
Nutzer geben, zudem immer
weniger Steuerzahler, die den
Erhalt finanzieren“, erläuterte
[http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD]-Bundeschef Gehrmann.
Demgegenüber sei das Argument des wirtschaftlichen Nutzens neuer Autobahnen reine Augenwischerei: „Brandenburg hat bereits heute das dichteste Autobahn-Netz pro Kopf. Und wie gut es dem Land wirtschaftlich geht, sieht jeder.“
}}
=== 23. März ===
==== {{LZ}} zum Erörterungstermin ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>A 39-Planer bitten zum Sitzungsmarathon</big>'''<br>
'''Erörterungstermin am 19. und 20. April in der Uelzener Stadthalle '''
ml '''Lüneburg'''. Die Planer der Autobahn 39 peilen ihr nächstes Etappenziel an, und auch die Gegner blicken gespannt nach Uelzen. Am 19. und 20. April wird in der dortigen Stadthalle der [[Erörterung]]stermin für die Träger öffentlicher Belange stattfinden - die Öffentlichkeit selbst ist allerdings ausgeschlossen. Eingeladen sind 220 Städte, Gemeinden und Landkreise, Bundes- und Landesbehörden sowie Natur- und Umweltschutzverbände. "Die Schreiben gehen Ende nächster Woche raus, auch der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 ist dabei", sagte gestern Dr. Holger Manthey von der zuständigen Regierungsvertretung Lüneburg.
Der Startschuss fällt an beiden Tagen um 9.30 Uhr. Das Ende ist jeweils offen. Vorgesehen ist, zunächst die Rahmenbedingungen abzustecken und dann in die Diskussion über den Verlauf der [[Vorzugsvariante]] und möglicher Alternativen einzusteigen. "Am ersten Tag wollen wir den Abschnitt Lüneburg-Uelzen abhandeln, am zweiten folgt der Trassenverlauf weiter südlich", gibt Manthey als Ziel vor.
In den vergangenen Monaten haben die Regierungsvertretung und die für die Planung verantwortliche Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Stellungnahmen und rund 15 000 Einwendungen gesichtet und bewertet. "Das Ergebnis ist auf etwa 400 Seiten zusammengefasst, die Grundlage für den [[Erörterung]]stermin sind", erklärt Manthey.
Er weist zugleich auf eine Besonderheit des [[Raumordnungsverfahren]]s hin. "Für den Termin aufgenommen werden nur Hinweise und Einwände, die die Trassenfindung beeinflussen", erläutert Manthey und nennt zwei Beispiele: "Mögliche Streckenverläufe und Ortslagen, die bislang noch nicht berücksichtigt sind, oder Vorkommen von Tierarten in Biotopen, die in den Planungsunterlagen fehlen." Das heißt: Einwender erhalten im Einzelfall keine Antwort.
Auch eine Entscheidung wird es am Ende der zwei Tage nicht geben. Das Ziel der Regierungsvertretung ist laut Manthey, bis Juni die so genannte [[Landesplanerische Feststellung]] zu erarbeiten. Dort finden sich auch die Ergebnisse der [[Erörterung]] sowie sämtliche Einwendungen wieder. Anschließend werden die Akten in Berlin beim Bundesverkehrsministerium vorgelegt, wo noch in diesem Jahr die [[Linienbestimmung]] erfolgen soll. "Damit segnet der Bund als Geldgeber die bisherigen Landesplanungen ab."
Gibt es keine Verzögerungen, geht es für Planer, Befürworter und Gegner ans Eingemachte, startet Anfang 2008 die Detailplanung. "Beim [[Planfeststellungsverfahren]] kommt der Maßstab 1:25 000 vom Tisch, werden Karten im Verhältnis 1:5000 und größer benutzt", sagt Manthey. "Jetzt ist jedes Grundstück genau zu erkennen, kann betrachtet und bewertet werden." Das heißt auch: In dieser Phase wird die A 39-Trasse auf den Meter genau festlegt.
Das Ergebnis wird am Ende der [[Planfeststellungsbeschluss]] sein. "Der liegt frühestens in drei Jahren vor", öffnet der Mitarbeiter der Regierungsvertretung ein grobes Zeitfenster. Dann schlägt auch wieder die Stunde der Einwender: Nur dieses Mal erhalten sie eine detaillierte Antwort auch im Einzelfall.
Zuvor laden Autobahngegner und der Verkehrsclub Deutschland zu einer Diskussionsveranstaltung: heute, 23. März, 19.30, Hörsaal 5, Uni Lüneburg, Scharnhorststraße.
}}
=== 22. März ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Ortsumgehungen ====
{{LB|Doris und Gerhard Schley<br>Melbeck}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Ortsumgehung nötig</big>'''
'''"Geister scheiden sich an Durchfahrtverbot", LZ vom 3. März'''
Die Enthüllung des Schildes, das Lkw ab 12 t die Durchfahrt verwehren sollte, ist von vielen Melbeckern schon seinerzeit als Lachnummer empfunden worden. Das musste nicht erst durch Polizeikontrollen deutlich gemacht werden. Dass die Polizei nur wenige Lkw stellen konnte, die Melbeck "unberechtigt" durchfahren haben, liegt auf der Hand. Die vielen anderen Lkw ab 12 t, die "berechtigt" durch unseren Ort fahren, gehören nämlich zum erlaubten Regionalverkehr - sind also Zubringer. Welche Farce!
Schöne Aussichten! Sollte es nämlich tatsächlich eine A 39 in Zukunft geben - z. B. auf der Vorzugsvariante - so wird der "ab 12 t-Zubringerverkehr" durch Melbeck logischerweise zunehmen. Man fragt sich, ob die Schilder "Pro A 39" an den Ortsausgängen wohl vergessen worden sind? Wir brauchen dringend eine Ortsumgehung!
}}
=== 21. März ===
==== {{LZ}} zum Stint-Vandalismus ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Unbekannte zerstören Stint</big>'''<br>
ca '''Lüneburg'''. Die Lüner BI gegen die A 39 klagt über Vandalismus: Unbekannte haben vermutlich in der Nacht zu Sonnabend [[AutobahnNix|ihren bemalten Stint]] zerstört. Die Figur stand auf der Grapengießerstraße in Höhe der IHK, heute kommt Ersatz. Die BI will Anzeige erstatten. Hinweise: Tel.: 292 215.
}}
=== 20. März ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Ausbau des Elbe-Seitenkanals ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Der Kanal hat Zukunft</big>'''
'''"Zu klein für die großen Pötte", LZ vom 2. Februar'''
Es ist ausdrücklich zu begrüßen, wenn nun nach [[Manfred Nahrstedt|Landrat Nahrstedt]] auch die Industrie- und Handelskammer dafür plädiert, den Elbe-Seitenkanal zu ertüchtigen - z.B. durch den Ausbau des Schiffshebewerks Scharnebeck und die Anhebung der Brücken für einen dreilagigen Containerverkehr. Das wird der deutlichen Verkehrszunahme auf dem Kanal, der boomenden Entwicklung im Hamburger Hafen und insbesondere unserer Region gerecht. Es trübt dieses Bild allerdings, wenn IHK-Vertreter Exner dieses Projekt jetzt schon wieder als "Langzeitperspektive" relativiert. Schön wäre es, wenn die bisher für das unrentable Renommierprojekt A 39 verwandte Energie zumindest gleichermaßen diesem sinnvollen Kanal-Ausbau gewidmet würde (gerade angesichts der kommenden [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Fördermillionen]]).
Angesichts fehlender Finanzmittel, konkurrierender Projekte (A 22) und des anstehenden Paradigmenwechsels im Verkehrswesen (Klima-Diskussion) ist die Forderung nach einem baldigen Ausbau der vorhandenen Verkehrswege die einzig realistische und realisierbare. Die Europäischer Umweltagentur (EUA) bezeichnete jüngst die massive Zunahme vor allem des Straßenverkehrs als immer größere Gefahr für Umwelt und Klima. Die 130 Milliarden teure EU-Subventionierung des Straßenverkehrs als einer der umweltschädlichsten Transportformen habe auch schwere gesundheitliche Folgen: Laut EUA leben 25% der EU-Bevölkerung in einem Abstand von weniger als 500 Metern von sehr befahrenen Straßen, mit Blick auf Krankheit und vorzeitigen Tod kostet dies pro Jahr umgerechnet vier Millionen Lebensjahre durch [[Luftverschmutzung]].
Dies sehen ja auch immer mehr verantwortungsbewusste [[Politiker]] so: Das zeigen die Diskussionen um das dritte Bahngleis nach Hamburg, um die Einbeziehung Uelzens in den HVV-Verbund, die Fern-Anlieferung von Rüben per Bahn nach Uelzen, die Erfolge von Bürgerinitiativen bei der Ertüchtigung von B 4 und für Ortsumgehungen und besseren [[Lärm]]schutz. Dazu gehört auch die Forderung des Lüneburger Stadtrats nach einer Untersuchung des B4-Ausbaus anstelle der A 39. Umgekehrt verringern sich durch die deutsche Absage an die Fehmarnbelt-Brücke die prognostizierten Lkw-Zahlen einer A 39, die nun noch weniger Chancen auf eine Realisierung in absehbarer Zeit hat.
}}
=== 14. März ===
==== {{KB}} zur [[Stintaktion]] ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Unters Rad gekommen</big>'''<br>
[[Bild:KB 2007 03 01.jpg|470px|right]]
Lüneburg (ft) - Die Mitglieder der BI-Lüne-Moorfeld nehmen an der [[Stintaktion|Stint-Aktion]] der Stadt Lüneburg teil und werben auf ihre Weise für die Attraktivität ihrer Stadt. Über ihrem schillernden Fisch, auf dem exemplarisch Gesichter der Bewohner aus den Stadtteilen Lüne, Moorfeld und Ebensberg zu sehen sind, schwebt wie ein Damoklesschwert ein Autoreifen als Symbol für die geplante A 39. Unter dem Motto: „Wir lassen uns nicht überrollen" und „Wir schwimmen gegen den Strom" begleiteten viele Stadtteilbewohner ihren Stint zur Eröffnung der Aktion auf dem Marktplatz. Sein Name „[[AutobahnNix]]" weckt Erinnerungen an das wehrhafte, gallische Dorf einer berühmten Comic-Reihe. {{mark|Der Fisch ist nun in der Grapengießerstrasse/Am Sande, direkt neben der Industrie- und Handelskammer zu sehen.}}
}}
{{Pressefuss|Februar 2007|April 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
64aa095872d5856a65d2bc38300dacd37babd22f
Verkehrsuntersuchung Nordost
0
1403
1790
2007-07-10T16:46:02Z
Detlef
6
Verkehrsuntersuchung Nordost wurde nach Verkehrsuntersuchung Nord-Ost verschoben
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Verkehrsuntersuchung Nord-Ost]]
ef0dd9677ff32e32d10eff87b5c55068b485f374
VUNO
0
1093
1200
2007-07-10T16:47:21Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Verkehrsuntersuchung Nord-Ost]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
cbe5a49c0697e5bdfd95dd21788581a46c75a22b
Verkehrsminister Hirche
0
1256
1526
2007-07-10T16:49:19Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Walter Hirche]]
[[Kategorie:Politiker]]
a31757c788dadafa9b54cd6fe348016a9242db5a
Walter Hirche
0
1095
1204
2007-07-10T16:49:47Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[FDP]]|Funktion='''Niedersachsens Minister für''' Wirtschaft, Arbeit und '''Verkehr''',
Stv. Ministerpräsident und niedersächsischer [[FDP]]-Vorsitzender|Suche=Hirche|Link=http://www.walter-hirche.de/|Zitat=Das nordöstliche Niedersachsen ist von der Infrastruktur her der am wenigsten erschlossene Raum unseres Landes. {{mark|Die geplante A 39 ist für die Entwicklung dieser Region unerlässlich.}}<br>Dieses Infrastrukturprojekt ist eine wichtige Wirtschafts- und Mobilitätsader. Sie verbindet Nordostniedersachsen mit Hamburg und erschließt die Wirtschaftsräume in Süd- und Ostdeutschland. Die A 39 sichert und schafft so [[Arbeitsplätze]]. ...<br>{{mark|Ich bin zuversichtlich, dass wir auch bei etwaigen Klagen mit unserem Projekt vor Gericht bestehen werden.}} [http://www.mw.niedersachsen.de/master/C3395730_L20_D0_I712.html]
* ''Ich kann Ihnen keine Patentlösung bieten ... Die Autobahn löst überregionale Probleme, nicht die vor Ort. [[Presseberichte_Juni_2006#Landeszeitung_zum_Besuch_des_Verkehrsministers|[2]]]''}}
Neben seinen politischen Ämtern ist {{PAGENAME}} Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten, u.a. im Aufsichtsrat der Volkswagen AG.
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
7c90c264384429da6234bb4d617bf1220356ebe2
T-Shirts
0
1012
1038
2007-09-05T08:13:28Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{|
|[[Bild:T-Shirt.jpg]]
|Dank einer großzügigen [[Spenden|Spende]] konnten unsere ersten T-Shirts produziert werden.
Wir wollen diese T-Shirts bei zukünftigen [[Aktionen]] einsetzen und damit Aufmerksamkeit erregen und deutlich Position beziehen.
Der Testverkauf zum Selbstkostenpreis auf dem [[Aktuelle_Fotos#27.8.:_Stadtteilfest|Stadtteilfest am 27.8.]] machte Mut für eine Nachproduktion.
Wir können damit allen Interessierten zum Preis von 12,- Euro unser T-Shirt in den Größen S-M-L-XL-XXL anbieten.
Wie auf dem Foto (übrigens alles "Gr. L") zu sehen, sind die roten T-Shirts '''beidseitig bedruckt''':
* Vorderseite "Keine A 39 durch Lüneburg" mit Rückenmotiv "[[Schutzgut Mensch]]"<br>'''oder'''
* beide Seiten vertauscht.
Was ist Eure "[[Vorzugsvariante]]"?
Verkauf beim [[BI-Treff]].
|}
[[Bild:T-Shirts Gruppe.jpg]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Aktionen]]
6d75692cf4dc42b2431f3092f403119dd6a3d061
Vorlage:Lims
10
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text/x-wiki
[http://www.lims-erbstorf.de/index.php?navigation=haupt "Lim's"]
e9e5ab80a871ba76365664e8969931b2b416767b
Presseberichte November 2006
0
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Detlef
6
/* Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der Großen Koalition (2) */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
=== 29. November ===
==== {{LZ}} über [[Investitionsrahmenplan]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 fehlt im [[Investitionsrahmenplan|Investitionsplan]]</big>'''
'''Gegner hoffen - Planer nicht überrascht'''
''ml'' '''Lüneburg'''. Autobahngegner feiern die Nachricht als Etappensieg, für die Planer ist sie hingegen nicht ungewöhnlich: Die Autobahn 39 wird offenbar nicht in den [[Investitionsrahmenplan]] ([[IRP]]) des Bundes bis 2010 aufgenommen. Das Papier liegt der LZ vor.
"Das Projekt ist scheinbar nicht wichtig genug", frohlockt der grüne Landtagsabgeordnete [[Andreas Meihsies]]. "Den schrittweisen Abschied von der Kanzlerautobahn" vermutet gar Rüdiger Herzog, Mitarbeiter des verkehrspolitischen Sprechers der [[Grüne]]n im Bundestag, Peter Hettlich.
Für A 39-Projektleiterin Annette Padberg von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist die Nichtaufnahme wenig überraschend: "Vor 2010 werden wir ohnehin nicht mit dem Bau beginnen." Und auch Dr. Holger Manthey, zuständig für das A 39-[[Raumordnungsverfahren]] bei der Regierungsvertretung Lüneburg, sagt: "Gelistet sind nur Vorhaben, die schon die Baureife haben."
Tatsächlich tauchen im [[IRP]]-Entwurf 51 Projekte in Niedersachsen auf. Fast alle sind entweder im Bau oder tragen die Vermerke: "planfestgestellt" oder "in der [[Planfeststellung]]". Lediglich ein Projekt hat den Status: "Vorentwurf genehmigt", steht also vor dem Start des [[Planfeststellungsverfahren]]s.
Soweit sind die Planer der A 39 noch lange nicht. Der zunächst für Ende des Jahres angekündigte, dann aber verschobene Erörterungstermin im A 39-[[Raumordnungsverfahren]] wird laut Manthey für März/April anvisiert: "Das Ziel ist es, das Verfahren bis zum Sommer abzuschließen".
Dann soll die [[landesplanerische Feststellung]] erfolgen, werden die Unterlagen zum Bundesverkehrsministerium nach Berlin geschickt. Dort erfolgt bis Ende 2007 die [[Linienbestimmung]] - im Planungsmaßstab 1:25 000. Manthey: "Dann können sich immer noch Abweichungen von 100 bis 200 Metern ergeben - aber nicht nahe bebauter Flächen". Allerdings: "Andere Trassen spielen dann keine Rolle mehr".
Padberg rechnet frühestens 2013 mit dem Baubeginn und sagt: "Erst dann müssen auch die Mittel bereitstehen. Der Klageweg stehe dennoch weiterhin offen."
}}
=== 23. November ===
==== {{HA}} zur erneuten Verzögerung des [[Raumordnungsverfahren]]s ====
{| {{tabelle auto}}
| '''<big>A 39-Planung</big>'''
'''Endgültige Trasse erst Ende 2007?'''
''es''
Ende des Jahres sollte das [[Raumordnungsverfahren]] abgeschlossen sein - dann sollte die Trasse der geplanten A 39 von Wolfsburg nach Hamburg bekannt gegeben werden. Doch die Planer sind in Verzug - zuletzt sorgte die Nichtberücksichtigung eines nach der [[Natura 2000]] geschützten Vogelvorkommens bei Bad Bodenteich für eine Verzögerung des Verfahrens. Nach Meinung des Landesstraßenbauamts Lüneburg könnte sich die {{mark|[[Linienbestimmung|endgültige Linienführung]] der geplanten Autobahn jetzt erst Ende 2007}} abzeichnen. Die Regierungsvertretung Lüneburg will das Verfahren mit einem Erörterungstermin im nächsten Frühjahr weiterführen und rechnet mit einem Abschluss der [[Planung]] im Sommer 2007. Der Behörde liegen {{mark|bisher 14 500 Einwendungen}} gegen die Trasse vor.
|}
=== 20. November ===
==== {{LZ}} blickt 25 Jahre zurück ====
{{Lzq|Vor 25 Jahren}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Freitag, 20. November 1981</big>'''
Ministerpräsident Ernst Albrecht hörte sich in Bardowick die Sorgen der Bürger an. Ganz Bardowick – bereits durch Bundesstraße 4, Hamburger Bahn und Ilmenau geteilt – wehrt sich gegen die von Straßenplanern durch ihr Hauptanbaugebiet für hochwertiges Gemüse vorgesehene Linienführung der künftigen Schnellstraße von Maschen nach Lüneburg.
}}
=== 18. November ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der Großen Koalition (2) ====
{{LB|
Peter Weerda<br>Lüneburg
}}
{{Kasten|1=
'''<big>Versprechen halten</big>'''
'''[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Position_der_Gro.C3.9Fen_Koalition|Leserbrief zum LZ-Artikel: "Sie schmieden die Zukunft der Region", LZ vom 31. Oktober]]'''
Die großen Koalitionen in Stadt und Kreis lehnen die [[Vorzugsvariante|Stadtvariante der A 39]] ab, befürworten eine östliche Umfahrung, den Lüneburger Tunnel oder die Ertüchtigung der B4.
Dieser Aussage entnehme ich, dass der Rat der Stadt Lüneburg die Stadtvariante ablehnt, aber gleichzeitig eine Tunnellösung geprüft wissen will? Wie passt das denn zusammen? Oder doch lieber die [[Ostumgehung]] oder die Ostvariante? Auch diese sollen auf eine "verträgliche" Lösung hin geprüft werden. Also war doch alles Wahlkampfgetöse, was der Oberbürgermeister bei der Bürgerversammlung am 28. März im {{Lims}} und später verlautbart hat. Bereits die Stellungnahme und die Gutachten der Stadt haben die Situation an der Ostvariante völlig stiefmütterlich behandelt. Wenn die Stadt Lüneburg jetzt die [[Vorzugsvariante|Stadtvariante]] zugunsten der Ostvariante oder der [[Ostumgehung]] abwägen würde, wäre dies ein glatter Wortbruch von [[Ulrich Mädge]].
Sowohl der OB als auch Frau Schröder-Ehlers versicherten mehrfach, dass genau dies nicht passieren würde. Die Ebensberger haben [[Ulrich Mädge]] mit 55 Prozent der Stimmen als OB bestätigt. Die SPD hat 45 Prozent erreicht, sicher hat sich hier das Vertrauen zu ihrem OB und zu [[Heiko Dörbaum]] ausgezahlt. Wollen wir hoffen, dass dieses Vertrauen nicht enttäuscht wird.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Verschiebung des Erörterungstermins ====
{{LB|
Dr. Lars Wohlers<br>Heiligenthal
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Viele Fragen offen</big>'''
'''[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Verschiebung_des_Er.C3.B6rterungstermins_.282.29|Leserbrief zum LZ-Artikel: Kleine Vögel stören große Pläne (14.11.2006, S. 3)]]'''
Eigentlich ist die A 39 doch solide geplant, richtig? Oder hat noch jemand Fragen? Ich meine, wirklich wichtige Themen, die Einfluss nehmen könnten auf die Frage, ob nun gebaut wird oder nicht? Wohl kaum, denn handelt es sich nicht um einen ehrlichen, ergebnisoffenen Prozess? Wen interessiert da schon, ob dieses Straßenbauvorhaben 400 Millionen, 700 Millionen oder 1000 Millionen Euro kosten könnte? Oder was so eine Untertunnelung Lüneburgs kosten könnte, wieviel waren es doch gleich, 100 Millionen? So ungefähr?
Na ja, aber zumindest naturschutzfachliche Belange sind allen Beteiligten wichtig, war doch so? Warum nur ist dann ein über 600 Hektar großes faktisches Vogelschutzgebiet plötzlich so eine große Überraschung? Ist das übersehen worden, weil es so klein ist? Eigentlich dürfte Naturschutz kein Hindernis sein, denn meinen Sie nicht auch, wäre doch schrecklich, wenn Deutschland nicht mehr globaler Spitzenreiter im Autobahnbau wäre?
Wie Bodenteicher [[Ortolan]]e gegen West-Lüneburger Hamster ausgespielt werden, wird dann wohl noch geklärt? Geht das nach Gewicht? Augenfarbe? [[Politiker|Parteizugehörigkeit]] der Tierchen? Vermutlich müssen wir bloß einfach warten, bis am Ende (!) der Planung endlich ausgerechnet wird, ob diese Straße wirklich sinnvoll ist ([[Nutzen-Kosten-Faktor]])? Das dürfte wohl alle Fragen beantworten, oder? Noch Fragen?
}}
=== 16. November ===
==== {{LZ}} über neue Internetplattform zum [[Landesraumordnungsprogramm]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Online-Einwände</big>'''
'''Land testet Bürgerbeteiligung via Internet'''
''ddp'' '''Hannover'''. Bundesweit erstmals bietet Niedersachsen zur Landesplanung eine interaktive Bürgerbeteiligung per Internet an. Bei dem Pilotprojekt geht es darum, die Neufassung des [[Landesraumordnungsprogramm]]s zu diskutieren, wie das Ministerium für ländliche Räume mitteilte. Mit dem Programm koordiniert die Landesregierung "raumbedeutsame Planungen" der öffentlichen Hand und bietet der Wirtschaft einen Rahmen für Investitionen. Neben dem Internetzugang unter [http://www.lrop-online.de/ lrop-online.de] kann der Planungsentwurf auch auf herkömmlichen Wege bei den vier Regierungsvertretungen eingesehen werden. Gefragt ist unter anderem die Meinung zur Trassenführung der Autobahnen A 22 und A 39, zur Windenergienutzung sowie zu Industrie- und Gewerbestandorten.
Nach Ansicht des Ministeriums wird das E-Government-Modellvorhaben die Planungen der Landesregierung transparenter gestalten. Jedermann habe ab sofort für die nächsten drei Monate über die Internetplattform Gelegenheit, Stellungnahmen und Hinweise abzugeben.
}}
=== 16. November ===
==== {{LZ}} über den [[Ortolan]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>LZ-Lesertelefon</big>'''
''ca'' '''Lüneburg'''. Was ist eigentlich
ein [[Ortolan]] ?, möchte Ernst
August Beismann am LZ-Lesertelefon
wissen. Wie berichtet,
macht der Vogel den Planern
der umstrittenen Autobahn 39
Probleme, weil die bei der Trassenplanung
auf
die Brutgebiete
des kleinen
Singvogels achten
müssen. Er gilt als vom
Aussterben bedrohte Art. Laut
Lexikon gehört das Tier zur
Ordnung der Sperlingsvögel
und zur Familie der Gartenammern.
Der Zugvogel überwintert
im nördlichen Afrika, bevor
er im April und Mai nach
Europa zurückkehrt.
}}
=== 14. November ===
==== {{LZ}} über Verschiebung des Erörterungstermins (1) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Zeitplan in Verzug</big>'''
'''Vogelschutzgebiet bei Bad Bodenteich? – Erörterungstermin verschoben'''
[[Bild:LZ 2006 11 14 1.jpg|thumb|300px|'''Heidelerche (F.) und [[Ortolan]] zwingen die A39-Planer zu Überstunden.<br>Im Bereich der Vorzugsvariante ist ein Schutzgebiet geplant, das verzögert das [[Raumordnungsverfahren]].''' ''Montage: lz.'']]
''nt/ml''
'''Lüneburg.'''
Heidelerche
und [[Ortolan]] bremsen derzeit
die Planer der Autobahn 39
aus. Größere Populationen der
beiden gefährdeten Vogelarten
haben ihren Lebensraum nördlich
von Bad Bodenteich. Eine
627 Hektar große Fläche will
das Niedersächsische Umweltministerium
als [[Natura-2000-Schutzgebiet]] bei der Europäischen Union nachmelden – am
östlichen Rand verläuft die Vorzugsvariante
der A39.
Das Beteiligungsverfahren
für das Schutzgebiet läuft bereits.
Anfang Januar will das
Umweltministerium der Landesregierung
einen Vorschlag
zur Entscheidung vorlegen.
Gutachter der Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr
suchen schon jetzt nach konfliktarmen
A39-Alternativtrassen.
Denn auch alle anderen
bisher untersuchten Varianten
in diesem Raum berühren das
mögliche Schutzgebiet. Dadurch
verzögert sich der Erörterungstermin
für die Träger öffentliche
Belange, kann das
[[Raumordnungsverfahren]] für die
A39 nicht, wie geplant, bis
Ende des Jahres abgeschlossen
werden. Die zuständige Regierungsvertretung
Lüneburg rechnet
mit einem neuen Termin
erst „im Frühjahr 2007“.
Angeschoben wird durch die
Schutzgebietspläne des Umweltministeriums
auch ein neuer
Abwägungsprozess. Mögliche
Alternativen werden laut
Regierungsvertretung „nicht
losgelöst betrachtet, sondern
mit allen anderen Abschnitten
verglichen“ – eingeschlossen ist
dabei auch die Westtrasse.
Angemahnt hatte die Europäische Kommission die Nachmeldung
von [[Natura-2000-Gebiet]]en.
Bislang hat Niedersachsen
61 Vogelschutzgebiete gemeldet,
nun sollen 15 weitere
hinzukommen – auch bei Bad
Bodenteich. '''Seite 3'''
}}
==== {{LZ}} über Verschiebung des Erörterungstermins (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Kleine Vögel stören große Pläne</big>'''
'''Geplantes Schutzgebiet bei Bad Bodenteich stößt neue Trassenabwägung für Autobahn 39 an'''
[[Bild:LZ 2006 11 14 2.jpg|thumb|460px|'''25 Brutpaare der Heidelerche (Foto) haben Ornithologen bei Bad Bodenteich gezählt, zudem 40 [[Ortolan]]-Pärchen. Das Umweltministerium will den Bereich als Vogelschutzgebiet nachmelden – im Osten durchschneidet die A39-Vorzugsvariante den betroffenen Raum.''' ''Foto: fotonatur.'']]
''ml''
'''Lüneburg.'''
Die Planungen
für die Autobahn 39 verzögern
sich. In die Quere gekommen
sind den Planern Heidelerche
und [[Ortolan]]. Größere Bestände
der Vögel siedeln nördlich von
Bad Bodenteich – am östlichen
Rand der Vorzugsvariante für
die A39. Auch alternative Trassen
tangieren die betroffenen
Flächen, die das Land Niedersachsen
als Schutzgebiete für
das EU-Programm [[Natura 2000]] nachmelden will.
Das öffentliche Beteiligungsverfahren
für die Schutzgebietsausweisung
ist Mitte Oktober
angelaufen, bereits im Januar
2007 will das Umweltministerium
seine Vorschläge der Landesregierung
zur Entscheidung
vorlegen. Für das [[Raumordnungsverfahren]]
der A 39 heißt
das: Der ursprünglich Ende
dieses Jahres vorgesehene Erörterungstermin
für die Stellungnahmen
der Träger öffentlicher
Belange muss verschoben werden.
„Angepeilt wird jetzt das
Frühjahr 2007“, sagt Bernd
Rczeppa, zuständiger Sachbearbeiter
bei der Regierungsvertretung
Lüneburg. Damit ist auch
die angestrebte [[landesplanerische Feststellung]] Ende Dezember
vom Tisch.
Torpediert die Arbeit der einen
Behörde die einer anderen?
Der Eindruck täuscht. Genau
genommen schafft das Umweltministerium
mit seinem Vorstoß
erst die Voraussetzungen
dafür, dass die Bodenteicher
Flächen überhaupt beplant werden
dürfen.
Bislang sei das Areal ein so
genanntes „faktisches Vogelschutzgebiet“,
erläutert Dr.
Magnus Buhlert, Sprecher des
Umweltministeriums. Von Ornithologen
ist die Fläche als so
genannte „important bird area“
(iba) klassifiziert, das Vorkommen
von Heidelerche und [[Ortolan]]
bekannt. Als Schutzzone
ausgewiesen ist der Raum indes
nicht – „und damit darf er auch
nicht beplant werden“, erläutert
Buhlert. Erst wenn faktische
Schutzgebiete einen rechtlichen
Schutzstatus erhalten, darf geplant,
„können auch Ausgleichsmaßnahmen
festgesetzt
werden“, so der Sprecher weiter.
Das heißt: Erst die Nachmeldung
als [[Natura-2000-Gebiet]] macht detaillierte A39-Planungen
möglich.
Das wirft gleichzeitig die Frage
auf: Warum ist in einem
faktischen „Vogelschutzgebiet“
überhaupt geplant worden?
Eine Antwort liefert Rczeppa:
„Es gibt so viele und großflächige
ibas in Deutschland, dass
teilweise keine Planung mehr
möglich wäre.“
Jetzt hat die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und
Verkehr erneut ihre Gutachter
in Marsch gesetzt. Die hatten
die Heidelerchen- und [[Ortolan]]-Bestände nahe Bad Bodenteich
bei den bisherigen Planungen
zwar erfasst, doch „jetzt müssen
sie prüfen, wie weit das Gebiet
umgangen werden muss, um
Konflikte mit dem Vogelschutz
zu vermeiden“, erklärt Rczeppa.
Ausgelöst wird damit auch
ein neuer Abwägungsprozess.
„Die Entwicklung in diesem
Bereich wird nicht losgelöst
betrachtet, sondern mit allen
Varianten verglichen – auch der
Westtrasse“, so der Mann von
der Regierungsvertretung.
}}
=== 13. November ===
==== {{LZ}} über unsere [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]] (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Lächelnder Protest</big>'''
'''Autobahngegner starten Plakataktion in Lüne und im Moorfeld'''
[[Bild:LZ 2006 11 13 1.jpg|thumb|460px|'''Enthüllung eines Plakats. Es zeigt Tina Sorbe: „[[Aktion „Wir lieben Lüneburg“|Ich liebe Lüneburg, weil]] ich mit meinem Hund im Lüner Wald spazieren gehen kann.“.''' ''Foto: t&w'']]
''ca''
'''Lüneburg.''' Mit einem Lächeln protestieren mehr als 100
Lüneburger aus dem Moorfeld
und Lüne gegen die geplante
Autobahn 39. Jetzt startete die
Bürgeriniative eine [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“|Plakataktion]]
an der Erbstorfer Landstraße.
Die Botschaft: Ohne A39 ist
Lüneburg schön. Den [[Vorzugsvariante|drei möglichen Trassen durch den Stadtteil]]
– am Ebensberg, nahe des Klosters und als Ausbau der
[[Ostumgehung]] – erteilte [[Vorstand#SprecherInnen|BI-Sprecher]] Detlef Giesler eine
Absage. Bei den Koalitionsverhandlungen
von [[SPD]] und [[CDU]]
nach der [[Kommunalwahl]] sei
das Thema A39 „umschifft worden“,
nötig sei ein „Schulterschluss“
mit den Bürgern.
Claudia Kuchler berichtete,
[[Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“|BI-Mitglieder hätten Abgeordnete des Verkehrsausschusses des Bundestages angeschrieben]]
und eine erneute [[Kosten-Nutzen-Berechnung]] für die Autobahn
gefordert. Musikalisch
umrahmte das [http://www.rikatjakea.de/trio_sentimental/index.html Duo Sentimental]
den verregneten Aktionsstart
mit einem Schlager, der auf ein
anderes Verkehrsmittel setzt:
„Am Sonntag will mein Süßer
mit mir Segeln gehn.“
}}
==== {{HA}} zum Zusammenhang A39-Planung und Erweiterung des Gewerbegebietes Bilmer Strauch ====
{| {{tabelle auto}}
| '''<big>Geht der Boom am Hafen vorbei?</big>'''
''es''
Seit 1975 existiert der Industriehafen im Gewerbegebiet "Am Bilmer Strauch" - das Geschäft im Hamburger Hafen boomt, in Lüneburg dagegen scheint der Güterumschlag zu stagnieren. Während in Hamburg im Jahr 2005 allein 125, 7 Millionen Tonnen Container- und Massengut transportiert wurden, brachte man es in Lüneburg auf 170 000 Tonnen.
In Hamburg stößt der Hafen längst an seine Grenzen, Flächen für die Erweiterung werden langsam knapp. Wie stehen in dieser Situation die Chancen für Lüneburg als Ausweichsstandort? "Als Satellitenterminal für den Hamburger Hafen kommt Lüneburg nicht in Frage", meint Jürgen Glaser, Leiter der Clusterentwicklung bei der Wachstumsinitiative Süderelbe AG in Hamburg, die sich auch mit Fragen der Infrastruktur in der Metropolregion beschäftigt. Der Grund: "Lüneburg ist ein Binnenhafen, der hat andere Standortvoraussetzungen."
Das Schiffshebewerk in Scharnebeck vermag Containerschiffe nicht zu befördern - und auch für die neueste Generation der großen Binnenschiffe ist das Hebewerk zu klein. "Niemand fasst eine Ladung auf dem Seeweg zweimal an, um sie ins Hinterland zu bringen." Zu umständlich zu erreichen für Containerware - Lüneburg ist nur tauglich für Massengüter wie Düngemittel oder Getreide. Das Problem sieht auch Klaus Dützmann, Geschäftsführer der Lüneburger Hafen GmbH. Er glaubt aber an Perspektiven: "Vom Boom der Seehäfen profitieren die Binnenhäfen wenig, aber die Ansiedlung von Logistikunternehmen würde die Entwicklung fördern." Bisher ist die OHE allein dafür zuständig, Waren im Hafen umzuschlagen und für ihren Weitertransport auf der Schiene zu sorgen - doch die OHE steht zum Verkauf. Dützmann: "Wir müssen abwarten, ob der neue Eigentümer die Geschäfte weiterführt."
Um Perspektiven für den Hafen zu schaffen, hat die Stadt Flächen am Elbe-Seiten-Kanal gekauft. {{mark|So lange jedoch der Trassenverlauf der A 39 ungeklärt ist, bleiben auch die Erweiterungsmöglichkeiten ungeklärt.}} Ein Investor wäre die Lösung, ist aber noch nicht in Sicht: "Es fehlt an Visionen. Wenn an den Konzepten gearbeitet wird, sehe ich Chancen", so Jürgen Glaser.
|}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Berechnung des [[Nutzen-Kosten-Faktor]]s ====
{{LB|Guido Ostermann<br>Wendisch Evern
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Nutzen-Kosten-Faktor]] ohne Tricks</big>'''
'''[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|„Neue Rechnung für die A39“, LZ vom 6. Oktober]]'''
Eigentlich kann man sich
freuen, denn die [[Politiker|Politik]] hat die
berechtigte Kritik der Autobahngegner
aufgenommen und
wird den [[Nutzen-Kosten-Faktor]]
der A39 neu und hoffentlich
„richtig“ berechnen.
„Richtig“ bedeutet: Die wirklichen
Fakten in die Berechnung
einfließen zu lassen und
nicht mit unseriösen Tricks ein
positives Ergebnis zu erhalten.
Aktuelles Beispiel: Probleme
mit Hunderten von Natur-Biotopen
im laufenden [[Raumordnungsverfahren]]
wurden durch
falsche Kartierung und Bewertung
fahrlässig oder bewusst
beseitigt. (Quelle: NABU)
Meine anfängliche Freude
wird gleich wieder getrübt,
denn leider wird weiterhin mit
falschen Zahlen Stimmung für
die A39 gemacht. Im Jahre
2003 wurde die A39 mit 437
Mio. Euro in den [[Bundesverkehrswegeplan]]
2003 aufgenommen.
Der Dachverband „Keine
A39“ hat längst bewiesen, dass
diese Summe für den Bau der
A39 nicht ausreichend ist. Im
Jahre 2005 war man schon bei
680 Mio. Euro. In diesen Summen
sind weder die Planungskosten,
noch die Kosten für
Bauwerke wie Brücken und
Unterführungen enthalten.
Wir sprechen mittlerweile
über Gesamtkosten der A39
von über 1. Mrd. Euro.
Lieber Herr Staatssekretär
Grossmann. Auf welchen
Grundlagen basieren Ihre
Schätzungen eigentlich?
Sollten sich nicht „ALLE“,
die für die politische und planerische
Umsetzung dieser A39
Planung verantwortlich sind,
professioneller informieren und
auf unseriöse Schätzungen verzichten?
Der beliebte „Schuss ins
Blaue“ mit Steuergeldern gehört
nicht zur politischen Arbeit,
doch leider finden wir ihn immer
wieder.
Beispiel gefällig?
Bei einem Treffen vor einigen
Monaten im Kloster Lüne von
[[SPD]]-Landtagsabgeordneten
und -Bürgermeistern aus ganz
Niedersachsen, wurde offen
über die Möglichkeit einer Untertunnelung
von Lüneburg diskutiert.
Die Kosten für dieses
Bauwerk wurden von den Anwesenden
auf ca. 100 Millionen
Euro geschätzt. Ohne fachliche
Untersuchungen ist jedoch eine
Kostenermittlung für eine Tunnellösung unmöglich.
Also, da war „Er“ wieder, der
„Schuss ins Blaue“! Am Ende
stellt sich mir eine Frage: Hat
Staatssekretär Grossmann die
geschätzten 100 Millionen Euro
seiner [[SPD]]-Kollegen bei seiner
Schätzung berücksichtigt? Ich schätze nicht!
}}
=== 11. November ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der Großen Koalition ====
{{LB|Marc Hartwig<br>Scharnebeck
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Kuschelalternative</big>'''
'''[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Position_der_Gro.C3.9Fen_Koalition|„Diskussion um A 39-Trassenvariante“, LZ vom 31. Oktober]]'''
Die "Kuschelkoalition" aus [[CDU]] und [[SPD]] in Stadt und Kreis wird die einst selbst gerufenen Geister nicht mehr los. Eine Anbindung durch die A39 ja bitte, aber ohne Kontakt zwischen Stadt und Autobahn. Wie? Ablehnung - man sehe die feinen Nuancen - nicht mehr der Stadtvarianten, sondern nur noch der [[Vorzugsvariante]] durch die Stadt! Alternativen prüfen wird als lapidares Allheilmittel verkündet und doch handelt es sich offenbar um Nebelbomben: Bedeutet Alternative "Tunnellösung" nicht zugleich [[Vorzugsvariante]], nur leicht modifiziert? Bedeutet die Alternative "Ostumfahrung" nicht Nutzung der [[Ostumgehung]] mit lediglich einer abweichenden Kurve?
Oder rücken die Herren [[Ulrich Mädge|Mädge]] und [[Heiko Dörbaum|Dörbaum]] von deren gegebenem Wort ab, alle Bürger der Stadt zu schützen und zerschneiden zusätzliches Stadtgebiet, indem Sie die Teilnutzung der [[Ostumgehung]] mit späterem Abzweig über den Ebensberg als Opfer darbieten?
Auch an Schutzaussagen des Herrn [[Bernd Althusmann|Althusmann]] im Erbstorfer LIMs werden sich die Zuhörer erinnern. Mit Verlaub: Dass die dargebotenen "Alternativen" mit Ausnahme der echten, bedarfsgerechten Alternative - dem Ausbau des bestehenden Bundesstraßennetzes - von den Planern bereits ausgiebig untersucht wurden, sollte sich inzwischen auch in Kuschelkoalitionskreisen herumgesprochen haben.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um Factory-Outlet-Center ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Zweierlei Maß</big>'''
'''„Diskussion um FOC“, LZ vom 17. Oktober'''
Den Widerstand des hiesigen Einzelhandels und von Herrn [[Ulrich Mädge|Mädge]] gegen die weitere Zulassung von Factory-Outlet-Centern (FOC), also Großverkaufs-Centern bestimmter Warenhersteller, kann man nur unterstützen. Da diese Center aber durchweg an Autobahnen gebaut werden, scheint es mir schizophren, wenn sich manche dieser FOC-Gegner gleichzeitig für die A 39 stark machen.
}}
=== 8. November ===
==== {{LZ}} über den [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds zur Verhinderung der Autobahn 39]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Klagefonds wächst</big>'''
''lz'' '''Lüneburg'''. Die Gemeinden Wendisch Evern und Altenmedingen sind dem [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds zur Verhinderung der Autobahn 39]] beigetreten. Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn begrüßt diesen Schritt. "Damit haben sich mittlerweile nicht nur über 250 Landwirte sowie Grund- und Hauseigentümer diesem Solidarfonds angeschlossen, sondern auch zahlreiche Körperschaften und Kommunen", so Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbandes. "Angesichts der neuen Mehrheits-Verhältnisse sollten sich noch viele weitere Gemeinden diese effektive rechtliche Vertretung durch eine Verwaltungsrechts-Kanzlei sichern."
Mit einem Einmal-Beitrag von derzeit 400 Euro könne jeder A 39-Betroffene seine rechtlichen Interessen an einer Verhinderung der A 39 und gegebenenfalls bei den Baufolgen wahren. Interessenten sollten sich an die Sprecherin des [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Klagefonds]] wenden:<br>Juliane Haufe,
Tel.: 0 58 22/51 95.
}}
==== {{KB}} über unsere [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Gesichter</big>'''
'''Bürger zeigen Gesicht: Lüneburger Bürger starten ungewöhnliche Plakataktion gegen die A 39'''
Seite 2
}}
{{Kasten gelb|
[[Bild:Ich liebe LG 78.jpg|right|200px]]
'''<big>„Wir lieben Lüneburg“</big>'''
'''Fotoaktion der BI Lüne-Moorfeld'''
Lüneburg (kb) - Mit einem Foto und einer Liebeserklärung an ihre Stadt beziehen Menschen der Stadtteile Lüne, Moorfeld und Ebensberg in einer großen Fotoaktion Stellung gegen
die geplanten Autobahn-Varianten durch das Stadtgebiet und gegen das gesamte Vorhaben.
Das Projekt der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld startet am Samstag, 11. November, 14.00 Uhr, unter dem Motto „Wir lieben Lüneburg ... deshalb keine A 39“.
An [[Vorzugsvariante|den momentan diskutierten drei Trassenverläufen]] an der Erbstorfer Landstraße/Ecke Brandheider Weg (Ausbau der [[Ostumgehung]]) und Höhe Ebensberg (Ebensberg-Variante) werden Plakate mit den Portraits aufgestellt. Treff ist die Kreuzung Erbstorfer Landstraße/Moorweg (Klostertrasse).
Die 14-tägig wechselnde Ausstellung soll während der gesamten Zeit des [[Raumordnungsverfahren]]s laufen, mindestens bis Mitte März 2007.
Alle, die diese Ausstellung finanziell unterstützen oder eines der wunderschönen Sammelposter erhalten möchten, wenden sich an Detlef Giesler, Tel. 850520.
}}
=== 4. November ===
==== {{LZ}} kündigt unseren Fackel- u. Laternenumzug an ====
{{Kasten gelb|
'''<big>LG in Kürze</big>'''
Die Autobahngegner im
Stadtteil Lüne-Moorfeld rufen
für heute Abend, Sonnabend,
zum '''Laternen- und Fackelumzug'''
auf. Los geht es um 17.30
Uhr am Wendehammer am
Brandheider Weg, weiter geht
es an der [[Ostumgehung]] entlang.
Der Marsch endet nach einer
Dreiviertelstunde in der Kleingartenkolonie
Moorfeld. Dort
stehen Bratwürste und heiße
Getränke parat.
}}
==== {{AZ}} zum [[Raumordnungsverfahren]] ====
{|{{Tabelle auto}}
|'''<big>A 39: Schwenk für Singvögel?</big>'''
'''Änderung bei Bodenteich könnte auch Trassenverlauf im Isenhagener Land beeinflussen'''
''Von Holger Boden''
Bad Bodenteich. Neue Diskussion um die A 39: Bei Bad Bodenteich muss die Trasse möglicherweise weiter östlich verlaufen als in der Vorzugsvariante der Lüneburger Straßenbaubehörde vorgesehen. Nicht ausgeschlossen, dass dieser "Schwenk" auch Auswirkungen auf die Linienführung im Isenhagener Land haben könnte.
Hintergrund sind zwei Vögel: die Heidelerche und der Ortolan. Die beiden schützenswerten Singvögel nisten in den Bodenteicher Seewiesen. Dieses Gebiet östlich des Ortes würde bislang von der A 39-Trasse zerschnitten. Eine Verlagerung würde die Trasse näher nach Schafwedel rücken.
"Das hält die Landesbehörden an, noch mal ganz anders zu planen", zitiert die Allgemeine Zeitung Uelzen den Bodenteicher Bürgermeister Claus-Dieter Reese. In einem Aktenvermerk seiner Verwaltung heißt es der AZ zufolge: "Die Vorzugsvariante (...) kann so nicht umgesetzt werden."
Natürlich stellt sich automatisch die Frage, ob sich durch eine Verlagerung der A 39 bei Bodenteich auch Konsequenzen für den Trassenverlauf im Wittinger Raum ergeben. Die Lüneburger Chefplanerin Annette Padberg schließt das offenbar nicht aus, wenn sie sagt: "Wir befinden uns da zurzeit noch in der Abstimmung. Wie sich das alles auswirkt, muss man sehen." Ziel sei, dass sich eventuelle Verschiebungen "möglichst kleinräumig" auswirken.
Padberg, die nach dem Weggang von Behördenleiter Friedhelm Fischer (neuer Bürgermeister in Langenhagen, das IK berichtete) kommissarisch das Straßenbauamt in der Salzstadt leitet, sagt aber auch, dass es sich bei dem Bodenteicher Schwenk noch um "ungelegte Eier" handele. Alles noch offen also - für Spekulationen über ein Nichtzustandekommen der Vorzugsvariante mit Hafenanschluss ist es zu früh.
Allerdings war seitens der Planer stets betont worden, dass die [[Vorzugstrasse]] ohnehin noch nicht beschlossene Sache sei. Eigentlich sollten im Herbst nach Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s neue Erkenntnisse vorgestellt werden. Dieser Zeitplan ist offenbar nicht zu halten - Näheres soll Padberg zufolge in den nächsten Tagen verlauten.
Aus Hankensbütteler Sicht interessiert in diesem Zusammenhang eine Frage ganz besonders: Werden mögliche Modifizierungen bei Bad Bodenteich Einfluss auf den Verlauf der Querspange haben, die laut Vorzugsvariante von Breitenhees kommend südlich am Kurort vorbei läuft? Wird am Ende gar der Autobahnzubringer doch noch auf Höhe Sprakensehl/Hankensbüttel/Wittingen verschoben? Laut Padberg zeichnen sich Änderungen dieser Art wegen der Bodenteicher Seewiesen "nicht ab" - die Querspangen-Trasse verläuft in einigem Abstand südlich des fraglichen Gebietes.
* [http://www.allgemeine-zeitung-uelzen.de/texte.php4?TEXTID=44728&R=LokIK# Quelle]
|}
=== 2. November ===
==== {{LZ}} über unsere [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Lächelnder Protest gegen A 39</big>'''
'''Bürger starten Plakataktion in Lüne und im Moorfeld'''
[[Bild:LZ 2006 11 02 1.jpg|thumb|460px|'''Birgit Wortmann (vorn), Familie Giesler, die Jugendlichen Raphaela und Charlina sowie Beate Ellwanger-Stache (v. l.) beteiligen sich an der [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“|Plakataktion entlang der Erbstorfer Landstraße]].''' ''Foto: t&w'']]
''ca''
'''Lüneburg.''' „Was [[Politiker]]
können, können wir schon lange“,
dachten sich Mitglieder der
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
als sie [[Politiker]]plakate im [[Kommunalwahl]]kampf
sahen. Nun
wollen sie mit ihren [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“|Konterfeis gegen die geplante Autobahn 39]]
mobil machen. Entlang der
Erbstorfer Landstraße stellen
Aktivisten Plakate auf, auf denen
Bürger mit ihrem Gesicht
für ihren Stadtteil werben. Birgit
Wortmann findet zum Beispiel:
„Ich liebe Lüneburg, weil
die schönste Stadt der Welt
keine A39 braucht.“ Aber nicht
nur Einzelne zeigen Gesicht
gegen die Schnellstraße, auch
Freunde und ganze Familien
haben sich dafür fotografieren
lassen.
Am 11.11. wollen die Aktivisten
die ersten ihrer insgesamt
hundert 60 mal 90 Zentimeter
großen Bilder aufstellen. [[Vorstand|Sprecher]]
Detlef Giesler sagt: „Das
Datum haben wir bewusst gewählt, weil uns hier eine [[Vorzugsvariante|närrische Variante]] präsentiert
wird.“ Die Autobahn passe auf
keinen Fall in ihr Viertel, weder
die [[Vorzugstrasse]] in Höhe des
Bahnübergangs an der Erbstorfer
Landstraße noch als verbreiterte
[[Ostumgehung]] noch am
Ebensberg.
An allen drei Stellen will die
BI am 11. November von 14
Uhr an auf ihren Protest aufmerksam
machen. Giesler: „Wir haben Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und alle Ratsmitglieder
für diesen Tag persönlich
eingeladen.“
Claudia Kuchler berichtet,
dass die BI-Mitglieder an den
drei Standorten bis März nächsten
Jahres alle zwei Wochen
wechselnde Plakate aufstellen
wollen. Zwar hätten alle, die
mitmachen, einen Teil der Kosten
getragen, doch die BI brauche
noch Geld, um die Ausgaben
zu decken. Wer [[spenden]]
oder Poster kaufen möchte,
wendet sich an Detlef Giesler: Tel. 85 05 20.
Einzelheiten im Internet unter:
www.bi-luene-moorfeld.de
}}
==== {{HA}} über Bildung neuer Regierungsmehrheiten ====
{|{{Tabelle auto}}
|'''<big>[[Grüne]] kündigen harten Oppositionskurs an</big>'''
''es''
LÜNEBURG -
Sie haben bei der letzten [[Kommunalwahl]] eines der besten Ergebnisse für ihre Partei landesweit erzielt - genützt hat es nichts. Kreis- und Stadtverband der Lüneburger [[Grüne]]n sind an der Bildung neuer Regierungsmehrheiten in Stadt und Landkreis nicht beteiligt. Dabei sah es zwischenzeitlich durchaus nach einem [[SPD|rot]]-[[grüne]]n Bündnis aus: "Letztlich fehlte Herrn [[Manfred Nahrstedt|Nahrstedt]] der Mut, mit nur einer Stimme Mehrheit zu regieren", meint [[Miriam Staudte]], Fraktionschefin der [[Grüne]]n im Kreistag. "In der Sache waren wir gar nicht weit auseinander". In Sachen Opposition kündigt sie eine harte Gangart an: "Umweltpolitik taucht in der Vereinbarung von [[SPD]] und [[CDU]] überhaupt nicht auf, obwohl damit Wahlkampf gemacht wurde."
Dabei soll es nach dem Willen der [[Grüne]]n nicht bleiben: "[[Vorzugsvariante|Die Trassenführung der A 39 durch das Stadtgebiet]] zu verhindern reicht nicht. Die Menschen in der Fläche dürfen unter der Autobahn ebenso wenig leiden." Auch mit Blick auf die Elbbrücke Neu Darchau will die Opposition am Ball bleiben: "Wir bestehen auf einer neuen [[Nutzen-Kosten-Analyse|Wirtschaftlichkeitsprüfung]] durch einen neutralen Gutachter."
Enttäuscht vom Verlauf der Koalitionsgespräche ist auch [[Andreas Meihsies]], Fraktionsführer der [[Grüne]]n im Stadtrat: "Das Ganze lief mit uns doch nur pro forma. [[Ulrich Mädge|Herr Mädge]] wollte von Anfang an mit der [[CDU]] geräuschlos durchregieren. Die [[SPD]] hat in den Verhandlungen keine Leidenschaft gezeigt." Die Aussicht auf die Oppositionsbank schreckt ihn nicht: "Die Themen sind da, und wir werden sie aufgreifen."
* [http://www.abendblatt.de/daten/2006/11/02/633213.html Quelle]
|}
{{Pressefuss|Oktober 2006|Dezember 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
e8e33fc94179744f27cab0088b5cbd862dc61bc1
Vorlage:I-Kasten
10
1294
1602
2007-10-03T22:18:17Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
<div style="float:right;background:#ffffff; font-size:90%; margin-left:5px; padding:5px; border:1px solid #aaaaaa; width:{{{1}}}px">
{|
|style="background-color:grey;" |'''{{{2}}}'''
|-
|style="background-color:white;" | {{{3}}}
|}
58d9b313747645887d9587323788e1830d4bb509
Stintaktion
0
1011
1036
2007-10-04T20:03:34Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
[[Bild:P1010432 frei 460.jpg|left]]
<big>'''Wir lassen uns von der A39 nicht überrollen!'''</big>
'''Lüneburg im Stinte-Fieber - Wir haben auch Einen!'''
Eigentlich ist der kleine
lachsähnliche Speisefisch eher unscheinbar, aber nun sollen viele,
bunte, 1,40 Meter-lange Stinte die Innenstadt verschönern und
Lüneburgs Attraktivität erhöhen. Aber wir wollen nicht vergessen:
Lüneburg und die Existenz ihrer Bürger sind durch den Bau der A 39
massiv bedroht. Wir meinen: Erst ohne Autobahn erhöht sich Lüneburgs
Attraktivität!
Also haben wir als Bürgerinitiative einen Stint erstellt. Sein Name:
'''''AutobahnNix'''''! (ja, doch, Erinnerungen an das kleine, wehrhafte,
gallische Dorf sind erwünscht...) und er soll unsere Botschaft in die
Innenstadt tragen. Als Standort haben wir den Platz
"Am Sande" gewählt, direkt vor der IHK ...
[[Bild:Sw1.jpg|thumb|right|337px|'''"Stintwache" bzw. Infostand vor der IHK''']]
== Infostand vor der IHK ==
Der mehrfache [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_Stint-Vandalismus|Vandalismus an unserem Stint]] bot die Möglichkeit, bei der Stadt eine "Stintwache" zu beantragen, die wir dann gleich mit einem Informationsstand "Keine! A39" verknüpfen konnten.
Zwischen April und Oktober haben wir etwa 14-tägig vor der IHK Aufklärungsarbeit geleistet, weitere [[Unterschriften gegen die A39]] gesammelt und hierbei eine breite Zustimmung erfahren.
Neue Aktionen, die zwischenzeitlich durchgeführt wurden, wie z.B. unser [[A39-Verhüterli]], konnten hierdurch gleich publik gemacht werden.
== Zum Weiterlesen ==
* [[Presseberichte_Februar_2007#Hamburger_Abendblatt_zur_Stintaktion|Hamburger Abendblatt vom 22.2.2007 zur Stintaktion]]
* Allgemeine Infos zur Aktion auf der [http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=2490&inhalt_id=351046 Internetseite der Stadt Lüneburg]
* [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?tid=5&fdat=showFotos&search=malen&submit=re&counter=4 AutobahnNix im Fotoalbum der Landeszeitung]
* [[Aktuelle_Fotos#03.03.:_.22Autobahnnix.22:_Star_zur_Er.C3.B6ffnung_der_L.C3.BCneburger_Stintaktion|AutobahNix-Fotos von der Eröffnungsveranstaltung auf dem Lüneburger Marktplatz]]
* [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Kreisbote_zur_Stintaktion|Lüneburg kompakt vom 14.3.2007 zur Stintaktion]]
* [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_Stint-Vandalismus|Landeszeitung vom 21.3.2007 zum Stint-Vandalismus]]
{| {{tabelle}}
| http://lueneburg.relaunch.luenecom.de/bilder/inhalt/mp_63972.jpg ||
'''2007: Das Jahr des Stintes'''
In diesem Jahr wird Lüneburg zum Fischmekka des Nordens!<br>
Mit der ”Stint-Aktion” stellt die Stadt vom 3. März bis zum 7. Oktober
2007 den für die Region so typischen Fisch in den Mittelpunkt. Eine
Open-Air-Austellung mit hunderten bunt-fröhlichen Stinten in der
gesamten Stadt bringt Kunst und Leben an die Ilmenau.
* 03.03. Eröffnung der Stintaktion
* 24.03. Stintessen am Kran
* 21.04.-28.05 Lüneburg blüht auf
* 27.05. BiRadlon, die Volksradtour zum Stint
* 30.06. Lüneburger Stintnacht
* 18.-19.08. Stintfest
* und vieles mehr
|}
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
8a07c254f043a302729bd974584b589fd10b019f
Unterschriften gegen die A39
0
1015
1044
2007-10-04T20:09:48Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion]]
[[Kategorie:Aktionen]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
7d7c4fe34f7c8892594afb6e94c354b2ea4162ff
Ortolan
0
1065
1144
2007-10-04T20:55:52Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
[[Bild:Ortulan.jpg|thumb|300px|'''Schicksal?'''<br> Der Gesang des Ortolans soll Ludwig van Beethoven zur Fünften Symphonie inspiriert haben.<br>[http://people.freenet.de/stwehr/ortolan.mp3 Gesang des Ortolans auf www.vogelstimmen-wehr.de].
]]
==== {{LZ}} vom 16.11.2006 über den [[Ortolan]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>LZ-Lesertelefon</big>'''
''ca'' '''Lüneburg'''. Was ist eigentlich
ein [[Ortolan]] ?, möchte Ernst
August Beismann am LZ-Lesertelefon
wissen. Wie berichtet,
macht der Vogel den Planern
der umstrittenen Autobahn 39
Probleme, weil die bei der Trassenplanung
auf
die Brutgebiete
des kleinen
Singvogels achten
müssen. Er gilt als vom
Aussterben bedrohte Art. Laut
Lexikon gehört das Tier zur
Ordnung der Sperlingsvögel
und zur Familie der Gartenammern.
Der Zugvogel überwintert
im nördlichen Afrika, bevor
er im April und Mai nach
Europa zurückkehrt.
}}
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
== Weblinks ==
* http://de.wikipedia.org/wiki/Ortolan
944e0860e9bc3590c48ad7d611db50b33169b142
Vogel
0
1445
1874
2007-10-04T20:57:02Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Ortolan]]
a4e0d25cc8b5b7e0a019ecbf2753fa652f059d92
Raumordnungsgesetz
0
1073
1160
2007-10-04T21:02:39Z
Detlef
6
/* § 2 Grundsätze der Raumordnung */
wikitext
text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
| Das [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/index.html Raumordnungsgesetz] (ROG) beschreibt u.a. die gesetzliche Grundlagen für:
* [[Niedersächsisches Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung]] (NROG)
* das [[Raumordnungsverfahren]] (ROV), also Zuständigkeiten, Verfahrensweisen, Fristen u.ä..
* das Landes-[[Raumordnungsprogramm]] (LROP) Niedersachsen
Da für das ROV der geplanten Autobahn A 39 nicht [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/index.html der vollständige Gesetzestext] bedeutsam ist, sind an dieser Stelle nur die relevanten Passagen zitiert:
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== Abschnitt 1 - Allgemeine Vorschriften ==
=== § 1 Aufgabe und Leitvorstellung der Raumordnung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__1.html vollständiger Gesetzestext § 1]
=== § 2 Grundsätze der Raumordnung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__2.html vollständiger Gesetzestext § 2]
(1) Die Grundsätze der Raumordnung sind im Sinne der Leitvorstellung einer nachhaltigen Raumentwicklung nach § 1 Abs. 2 anzuwenden.
(2) Grundsätze der Raumordnung sind:
1. Im Gesamtraum der Bundesrepublik Deutschland ist eine ausgewogene Siedlungs- und Freiraumstruktur zu entwickeln. Die Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts im besiedelten und unbesiedelten Bereich ist zu sichern. In den jeweiligen Teilräumen sind ausgeglichene wirtschaftliche, infrastrukturelle, soziale, ökologische und kulturelle Verhältnisse anzustreben.
5. Verdichtete Räume sind als Wohn-, Produktions- und Dienstleistungsschwerpunkte zu sichern. Die Siedlungsentwicklung ist durch Ausrichtung auf ein integriertes Verkehrssystem und die Sicherung von Freiräumen zu steuern. Die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs ist durch Ausgestaltung von Verkehrsverbünden und die Schaffung leistungsfähiger Schnittstellen zu erhöhen. {{mark|Grünbereiche sind}} als Elemente eines Freiraumverbundes {{mark|zu sichern}} und zusammenzuführen. {{mark|Umweltbelastungen sind abzubauen.}}
8. {{mark|Natur und Landschaft}} einschließlich Gewässer, Wald und Meeresgebiete {{mark|sind dauerhaft zu schützen}}, zu pflegen, zu entwickeln und, soweit erforderlich, möglich und angemessen, wiederherzustellen. Dabei ist den Erfordernissen des Biotopverbundes Rechnung zu tragen. Die Naturgüter, insbesondere Wasser und Boden, sind sparsam und schonend in Anspruch zu nehmen; Grundwasservorkommen sind zu schützen. Beeinträchtigungen des Naturhaushalts sind auszugleichen. Bei dauerhaft nicht mehr genutzten Flächen soll der Boden in seiner Leistungsfähigkeit erhalten oder wiederhergestellt werden. Bei der Sicherung und Entwicklung der ökologischen Funktionen und landschaftsbezogenen Nutzungen sind auch die jeweiligen Wechselwirkungen zu berücksichtigen. Für den vorbeugenden Hochwasserschutz ist an der Küste und im Binnenland zu sorgen, im Binnenland vor allem durch Sicherung oder Rückgewinnung von Auen, Rückhalteflächen und überschwemmungsgefährdeten Bereichen. {{mark|Der Schutz der Allgemeinheit vor [[Lärm]] und die [[Luftverunreinigungen|Reinhaltung der Luft]] sind sicherzustellen.}}
11. Dem Wohnbedarf der Bevölkerung ist Rechnung zu tragen. Die Eigenentwicklung der Gemeinden bei der Wohnraumversorgung ihrer Bevölkerung ist zu gewährleisten. Bei der Festlegung von Gebieten, in denen [[Arbeitsplätze]] geschaffen werden sollen, ist der dadurch voraussichtlich ausgelöste Wohnbedarf zu berücksichtigen; dabei ist auf eine funktional sinnvolle Zuordnung dieser Gebiete zu den Wohngebieten hinzuwirken.
12. {{mark|Eine gute Erreichbarkeit aller Teilräume untereinander}} durch Personen- und Güterverkehr {{mark|ist sicherzustellen}}. Vor allem in verkehrlich hoch belasteten Räumen und Korridoren sind die Voraussetzungen zur Verlagerung von Verkehr auf umweltverträglichere Verkehrsträger wie Schiene und Wasserstraße zu verbessern. Die Siedlungsentwicklung ist durch Zuordnung und Mischung der unterschiedlichen Raumnutzungen so zu gestalten, daß die Verkehrsbelastung verringert und zusätzlicher Verkehr vermieden wird.
13. {{mark|Die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge sowie die regionale Zusammengehörigkeit sind zu wahren.}} Die gewachsenen Kulturlandschaften sind in ihren prägenden Merkmalen sowie mit ihren Kultur- und Naturdenkmälern zu erhalten.
14. {{mark|Für Erholung in Natur und Landschaft sowie für Freizeit und Sport sind geeignete Gebiete und Standorte zu sichern.}}
=== § 3 Begriffsbestimmungen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__3.html vollständiger Gesetzestext § 3]
=== § 4 Bindungswirkungen der Erfordernisse der Raumordnung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__4.html vollständiger Gesetzestext § 4]
=== § 5 Bindungswirkungen bei besonderen Bundesmaßnahmen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__5.html vollständiger Gesetzestext § 5]
== Abschnitt 2 - Raumordnung in den Ländern, Ermächtigung zum Erlaß von Rechtsverordnungen ==
=== § 6 Rechtsgrundlagen der Länder ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__6.html vollständiger Gesetzestext § 6]
=== § 7 Allgemeine Vorschriften über Raumordnungspläne ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__7.html vollständiger Gesetzestext § 7]
=== § 8 Raumordnungsplan für das Landesgebiet ===
* Landes-[[Raumordnungsprogramm]] (LROP) Niedersachsen
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__8.html vollständiger Gesetzestext § 8]
=== § 9 Regionalpläne ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__9.html vollständiger Gesetzestext § 9]
=== § 10 Planerhaltung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__10.html vollständiger Gesetzestext § 10]
=== § 11 Zielabweichungsverfahren ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__11.html vollständiger Gesetzestext § 11]
=== § 12 Untersagung raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__12.html vollständiger Gesetzestext § 12]
=== § 13 Verwirklichung der Raumordnungspläne ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__13.html vollständiger Gesetzestext § 13]
=== § 14 Abstimmung raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__14.html vollständiger Gesetzestext § 14]
=== § 15 Raumordnungsverfahren ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__15.html vollständiger Gesetzestext § 15]
(1) Raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen sind in einem besonderen Verfahren untereinander und mit den Erfordernissen der Raumordnung abzustimmen (Raumordnungsverfahren). Durch das Raumordnungsverfahren wird festgestellt,
# ob raumbedeutsame Planungen oder Maßnahmen mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmen und
# wie raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen unter den Gesichtspunkten der Raumordnung aufeinander abgestimmt oder durchgeführt werden können (Raumverträglichkeitsprüfung). Im Raumordnungsverfahren sind die raumbedeutsamen Auswirkungen der Planung oder Maßnahme auf die in den Grundsätzen des § 2 Abs. 2 genannten Belange unter überörtlichen Gesichtspunkten zu prüfen. Die Feststellung nach Satz 2 schließt {{mark|die Prüfung}} vom Träger {{mark|der}} Planung oder Maßnahme eingeführter Standort- oder {{mark|Trassenalternativen}} ein.
(2) Von einem Raumordnungsverfahren kann abgesehen werden, wenn ...
(3) Es sind Regelungen zur Einholung der erforderlichen Angaben für die Planung oder Maßnahme vorzusehen. Dabei sollen sich die Verfahrensunterlagen auf die Angaben beschränken, die notwendig sind, um eine Bewertung der raumbedeutsamen Auswirkungen des Vorhabens zu ermöglichen.
(4) Es ist vorzusehen, daß die öffentlichen Stellen zu unterrichten und zu beteiligen sind. ...
(5) ...
(6) Es kann vorgesehen werden, daß die Öffentlichkeit in die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens einbezogen wird. ...
(7) Über die Notwendigkeit, ein Raumordnungsverfahren durchzuführen, ist innerhalb einer Frist von höchstens vier Wochen nach Einreichung der hierfür erforderlichen Unterlagen zu entscheiden. {{mark|Das Raumordnungsverfahren ist nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen innerhalb einer Frist von höchstens sechs Monaten abzuschließen.}}
(8) ...
=== § 16 Grenzüberschreitende Abstimmung von raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__16.html vollständiger Gesetzestext § 16]
=== § 17 Ermächtigung zum Erlaß von Rechtsverordnungen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__17.html vollständiger Gesetzestext § 17]
== Abschnitt 3 - Raumordnung im Bund ==
=== § 18 Raumordnung des Bundes ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__18.html vollständiger Gesetzestext § 18]
=== § 18a Raumordnung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__18a.html vollständiger Gesetzestext § 18a]
=== § 19 Gegenseitige Unterrichtung und gemeinsame Beratung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__19.html vollständiger Gesetzestext § 19]
=== § 20 Beirat für Raumordnung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__20.html vollständiger Gesetzestext § 20]
=== § 21 Raumordnungsberichte ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__21.html vollständiger Gesetzestext § 21]
== Abschnitt 4 - Überleitungs- und Schlußvorschriften ==
=== § 22 Anpassung des Landesrechts ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__22.html vollständiger Gesetzestext § 22]
=== § 23 Überleitungsvorschriften ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__23.html vollständiger Gesetzestext § 23]
== Weblinks ==
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/index.html Vollständiger Text des Raumordnungsgesetzes]
* [http://www.bbr.bund.de/ Bundesamt für Raumordnung]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Investitionsrahmenplan
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/* IRP & A39 */
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Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat am 9. Mai 2007 den '''Investitionsrahmenplan bis 2010''' für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes ('''IRP''') in seiner endgültigen Fassung vorgestellt. Mit dem IRP erfolgt die Priorisierung von Verkehrsprojekten des Bundesverkehrswegeplans 2003, die bis 2010 beplant werden sollen und bei denen mit einer Realisierung begonnen werden kann. Der IRP trifft hinsichtlich des konkreten Zeitpunktes der Realisierung einer Maßnahme keine detaillierten Festlegungen.
[http://www.bmvbs.de/Service/A-bis-Z/Investitionen-,2813.995026/Investitionsrahmenplan-bis-201.htm]
== IRP & A39 ==
Die Planung der A39 bleibt im Investitionsrahmenplan bis 2010 weitestgehend unberücksichtigt: Das umstrittene Teilstück von Wolfsburg nach Lüneburg fehlt gänzlich, eine Finanzierung der A39 ist damit bis zur IRP-Neuauflage im Jahr 2011 offen.
* [[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Investitionsrahmenplan|LZ vom 29.11.06 zum IRP]]
== Weblinks ==
* [[Media:Investitionsrahmen-plan-bis-2010-fuer-die-Verkehrsinfrastruktur-des-Bundes-IRP.pdf|Investitionsrahmenplan als PDF-Datei]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Arbeitsgruppe Ostumgehung
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== Was machen wir? ==
Thematik [[Ostumgehung]]
== Mitglieder ==
# Andreas Petersen (Sprecher)
#
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== Dokumente ==
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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<h5>Unser Kommentar zu diesem Artikel: {{{1}}}</h5>
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Presseberichte Juli 2007
0
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2007-10-24T19:35:15Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 31. Juli ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Vorzugstrasse ====
{{LB|Harald Kerl<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Autobahn im Vorgarten</big>'''
'''[[Presseberichte_Juli_2007#Landeszeitung_zum_bevorstehenden_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|"Trassenverlauf am Kanal", LZ vom 25. Juli]]'''
Was viele schon seit langer Zeit geahnt haben, ist nun Tatsache geworden.
Die "[[Ostumgehung]]" wird also bald in einem feierlichen Akt und im Beisein unserer Volksvertreter sowie dem OB Mädge und dem IHK-Präsident Manzke umbenannt in A 39. Vielen Dank dafür!
Jetzt haben die Moorfelder die A 39 direkt im Garten! Auch dafür Danke!
Erstaunlich aber ist, Genpflanzen sollen einen Mindestabstand von 150 bis 300 Meter zu herkömmlichen Anbauflächen haben! Und die Autobahn nur 10 Meter?
Ach ja, da soll doch ein Deckel drüber!
Wann merken diese Volksvertreter endlich, hier geht es um Menschen! Oder merken die Volksvertreter schon lange nichts mehr?
Wie war das noch: Wir sind das Volk!!!
}}
=== 28. Juli ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Vorzugstrasse ====
{{LB|Karl-F. Parnow-Kloth<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Infarktrisiko an Verkehrsadern</big>'''
'''[[Presseberichte_Juli_2007#Landeszeitung_zum_bevorstehenden_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|"Trassenverlauf am Kanal", LZ vom 25. Juli]]'''
Einmal mehr empfinde ich Ihre Berichterstattung in Sachen A 39 latent tendenziös: "Bei Lüneburg wird die Vorzugsvariante auf der [[Ostumgehung]] verlaufen". Klingt nach "... und basta!". Man hätte auch schreiben können, dass sich die Regierungsvertretung Lüneburg das so wünscht. Oder gleichzeitig nach der Berücksichtigung von zahlreichen Einwänden gegen diese Pläne fragen können. Oder fragen können, wie dieser Beschluss in die derzeitige gesellschaftliche Landschaft passt. Stattdessen fordert direkt neben diesem Artikel die IHK (zum wievielten Male ?) "mehr Tempo" und droht mit dem Untergang der Zivilisation für den Fall, dass nicht sofort die Gesellschaft das Geschäft der Spediteure subventioniere.
Ach so ist das? Das ist ja mal was Neues. Auch hier wäre ein anderer Artikel vielleicht passender gewesen, z.B. [[Presseberichte_Juli_2007#Die_Zeit_zum_Zusammenhang_zwischen_Herzkreislauferkrankungen_und_Wohnen_in_Autobahnh.C3.A4he|die Meldung der "Zeit" vom 19. Juli 2007 zur jetzt erstmals von den Universitäten Duisburg-Essen und Düsseldorf nachgewiesenen Beziehung zwischen Wohnen an stark befahrenen Straßen und signifikant erhöhtem Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko]]. Oder ein Interview mit den Betroffenen zu den schon lange unerträglichen Verhältnissen an unserer so genannten "[[Ostumgehung]]" und ihrer Meinung zu der Arbeit ihrer "gelassenen Behördenmänner".
Weitsichtige Planung? Fehlanzeige. Zuviele Eigeninteressen, zuwenig Sicht auf das große Ganze, zuviele Apparatschiks, die ihre Hände in Unschuld waschen. Diese unerfreulichen Zustände kritisch zu begleiten, wäre für meine Begriffe Aufgabe einer angemessenen Berichterstattung.
}}
=== 25. Juli ===
==== {{LZ}} zum bevorstehenden Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s ====
{{Kasten|1=
'''<big>Trassenverlauf am Kanal</big>'''
'''Abschluss des A-39-[[Raumordnungsverfahren]]s verzögert sich - Ergebnisse stehen schon fest'''
[[Bild:LZ 2007 07 25 1.jpg|left|framed]]
[[Bild:LZ 2007 07 25 2.jpg|thumb|345px|'''Die landesplanerische Feststellung als Ergebnis des Raumordnungsverfahrens für die Autobahn 39 wird zwar erst in einigen Wochen vorliegen, doch schon jetzt steht fest: Bei Lüneburg wird die Vorzugsvariante auf der Ostumgehung (l.) verlaufen, die sechs Anschlussstellen (o., Ebensberg) bleiben erhalten.<br>Das teilte Dr. Holger Manthey (r.) von der Regierungsvertretung Lüneburg mit.''' Fotos: A/t& w/be]]
[[Bild:LZ 2007 07 25 3.jpg|right|100px]]
ml '''Lüneburg'''. Das Ergebnis steht fest, doch der Feinschliff lässt auf sich warten. "Erst in einigen Wochen wird das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante Autobahn 39 endgültig abgeschlossen sein, die so genannte [[landesplanerische Feststellung]] öffentlich ausgelegt", erklärt der zuständige Mitarbeiter der Regierungsvertretung Lüneburg, Dr. Holger Manthey.
Ursprünglich sollte das Verfahren bereits im Juni beendet werden, dann war von den Planern Mitte Juli als Termin ins Auge gefasst worden. Nun werden die Unterlagen voraussichtlich erst Anfang September nach Ende der Sommerferien veröffentlicht.
"Die Details müssen noch ausformuliert werden, dabei zwei Kriterien erfüllen", erklärt Manthey die Verzögerung. Zum einen sollen die Ausführungen für Jedermann verständlich sein, gleichzeitig aber auch Überprüfungen standhalten. "Und das dauert eben", gibt sich der Behördenmann gelassen - zumal "wir uns noch im Rahmen der rechtlich vorgesehenen Zeiten bewegen".
Für den Landkreis Lüneburg werden in der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] zwei wesentliche Änderungen zur ursprünglichen Planung festgeschrieben. Die Vorzugsvariante wird nun nicht mehr auf der so genannten [[Klostertrasse]], sondern auf der bisherigen [[Ostumgehung]] verlaufen (LZ berichtete). Details sind in dem Papier allerdings nicht geregelt. Fest steht nur: "Die sechs Anschlussstellen an der [[Ostumgehung]] bleiben erhalten", so Manthey.
Geändert wird auch der A 39-Verlauf in der Samtgemeinde Ostheide. Sollte die Vorzugsvariante ursprünglich rund 400 Meter westlich an Vastorf und Gifkendorf vorbeiführen, wird die Trasse nun am Elbe-Seitenkanal entlangführen. Dadurch werden die beiden Orte in der Ostheide wie von Samtgemeinde und Landkreis gefordert entlastet. Der Bienenbütteler Ortsteil "Wulfstorf ist durch die neue Führung etwas stärker betroffen", nennt Manthey eine weitere Folge.
Ist der Feinschliff abgeschlossen, wird die [[landesplanerische Feststellung]] für einen Monat in den betroffenen Städten und Gemeinden ausgelegt. Dort können Bürger die Unterlagen einsehen. Auch eine Veröffentlichung im Internet ist vorgesehen. Einwendungen gegen das Vorhaben können zu diesem Zeitpunkt der Planung nicht eingebracht werden.
Bedenken gegen die Trasse der A 39 können Betroffene erst im Zuge des [[Planfeststellungsverfahren]]s geltend machen. Geklagt werden kann frühestens gegen den [[Planfeststellungsbeschluss]], der voraussichtlich erst Ende 2010/Anfang 2011 erlassen wird. Doch zunächst erfolgt auf Grundlage der landesplanerischen Feststellung die [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium in Berlin. Das Ergebnis ist eine Trasse, die nur um wenige Meter variert. Im ersten Quartal 2008 könnte dann das [[Planfeststellungsverfahren]] anlaufen.
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juli_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Vorzugstrasse_2|28.07.: Infarktrisiko an Verkehrsadern]]
* [[Presseberichte_Juli_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Vorzugstrasse|31.07.: Autobahn im Vorgarten]]
=== 24. Juli ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse ====
{{LB|Hansjörg Witte<br>Betzendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Klaffende Wunde</big>'''
'''[[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Diskussion_um_eine_Westtrasse|"Stadt-CDU für eine West-Trasse", LZ vom 23. Juni]]'''
Oft ist der Mangel an Phantasie Ursache für Fehlverhalten oder für falsche Entscheidungen.
Wer eine Autobahn gebaut haben möchte, denkt meistens nur daran, dass sie für Autofahrer die schnellste Verbindung von A nach B ist. Er verdrängt dabei aber nur zu leicht, dass sie wie eine klaffende Wunde die Landschaft zerreißt. Nun haben die teuer bezahlten Planer und Fachleute für Straßenbau ganz unerwartet herausgefunden, dass eine Trasse, die Lüneburger Stadtgebiet durchschneidet, offensichtlich weniger Unheil anrichtet als andere Linienführungen. Plötzlich entfaltet sich bei den Menschen, die im Rat der Stadt die Mehrheit haben, die Phantasie, wie grässlich eine Autobahn ist.
Eine Autobahn im Westen in weitem Abstand von Lüneburg belastet die Phantasie der Mitglieder des [[CDU]]-Vorstandes nicht. Schlimmer noch: Sie sind blind für die Fakten. Sie weigern sich, die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsstudie, wie sie im [[Raumordnungsverfahren]] aufgezeigt werden, zur Kenntnis zu nehmen. Der Vergleich zwischen der Ost- und der Westvariante führt zu dem Ergebnis, dass die Westvariante im Hinblick auf die Schutzgutbereiche Menschen-Wohnen, Menschen-Erholen, Pflanzen, Tiere Boden, Wasser-Grundwasser und Landschaft "ungünstig" ist, während die Ostvariante als "günstig" definiert wird. Die Stadt-[[CDU]] will offensichtlich lieber das größere Übel, denn es berührt sie persönlich nicht so unmittelbar.
}}
=== 21. Juli ===
==== {{LZ}} zur angedachten Gefahrgutliegestelle am Elbeseiten-Kanal ====
{{Kasten|1=
'''<big>Sorge um das Wasser</big>'''
'''Behörde plant Gefahrgutliegestelle am Elbeseiten-Kanal'''
kre '''Vastorf/Bienenbüttel'''. Ein Gefahrgutliegeplatz am Elbe-Seitenkanal in Höhe des Schiffsanlegers Wulfstorf? Diese Nachricht schreckt Heinz-Hermann Siegel auf: Der Vastorfer ist Landwirt, das Wasser für die Beregnung seiner Felder bezieht Siegel aus dem Kanal. Und nicht nur er: Genau an der Stelle, an der die Liegestelle geplant ist, befindet sich nämlich die Wasserentnahmestation für den Beregnungs-Verband Wulfstorf/Gifkendorf. Heinz-Hermann Siegel sieht die Planung mit großer Sorge: "Wenn es zu einem Störfall kommt, während unsere Beregnungspumpen laufen, würden innerhalb kürzester Zeit unsere landwirtschaftlichen Flächen kontaminiert", warnt Heinz-Hermann Siegel.
Betroffen wären dann bis zu 13 Landwirte des Beregnungsverbandes Wulfstorf/Gifkendorf, die insgesamt rund 580 Hektar bewirtschaften.
Und nicht nur die: Bei einem Ortstermin deutet Heinz-Hermann Siegel auf die gegenüberliegende Uferseite des Kanals: "Dort hat der Beregnungsverband Niendorf/Hohenbostel, der das Wasser für rund 400 Hektar Ackerfläche liefert, seine Entnahmestation", berichtet der Vastorfer.
Doch so gefährlich, wie Siegel und seine Mitstreiter befürchten, sind die Pläne der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) gar nicht: "Durch den Ausbau des bereits vorhandenen Schiffsanlegers und die Ausweisung zur Gefahrgutliegestelle entsteht keine zusätzliche Gefährdung", klärt WSV-Pressesprecherin Iris Grasso auf: "Es werden an dieser Stelle weder gefährliche Stoffe gelagert, noch umgeladen oder abgeschieden", berichtet Iris Grasso. Die geplante Gefahrgutliegestelle diene einzig dem Zweck, den Schiffsführern einen Liegeplatz für ihre mit Gefahrgut beladenenen Schiffe anzubieten, "vergleichbar mit den Rastplätzen für Lkw an Autobahnen", zieht Grasso einen bildhaften Vergleich und betont: "Von einer Gefährdungs-Erhöhung kann man schon deshalb nicht sprechen, weil die Schiffe, die an der Liegestelle festmachen werden, mit ihrer Fracht ohnehin schon auf dem Kanal unterwegs sind." Mit der Schaffung und Ausweisung der geplanten Gefahrgutliegestelle möchte die WSV die angespannte Liegestellensituation am Elbeseiten-Kanal entzerren.
Verärgert ist Heinz-Hermann Siegel darüber, dass diese Pläne in einem ganz anderen Zusammenhang bekannt wurden: "Erstmalig habe ich davon während des [[Erörterung]]stermins für den geplanten Bau der A 39 am 19. April in der Stadthalle Uelzen erfahren", so der Vastorfer.
Im Verlauf dieser Sitzung habe sich nämlich eine Mitarbeiterin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion gegen einen möglichen Bau der A 39 entlang des Kanals (Kanalvariante) ausgesprochen - "mit der Begründung, am Schiffsanleger Wulfstorf eben jene Gefahrgutliegestelle einzurichten", berichtet Siegel.
Eine Planung, die nicht nur Siegel missfällt, sondern auch der Gemeinde Vastorf. Denn die fürchtet, dass bei Realisierung dieses Projektes die A 39-Kanalvariante endgültig tot ist und damit die Vorzugsvariante der geplanten Autobahn im Bereich der Gemeinde Vastorf wieder mehr Gewicht erhält. "Durch die Vorzugsvariante werden drei der vier Dörfer der Gemeinde massiv und unnötigerweise beeinträchtigt", heißt es in einer Stellungnahme der Gemeinde Vastorf.
Ginge es nach dem Willen der Vastorfer [[Politiker]], würde die A 39 ohnehin nicht gebaut werden, doch nun fürchtet Heinz-Hermann Siegel, dass es gerade für seinen Heimatort ganz dicke kommen kann: "Wenn es dumm läuft, bekommen wir die Autobahn vor die Haustüre und die Gefahrgutliegestelle direkt vor unsere Wasserentnahmestation."
}}
==== {{LZ}} zur Forderung nach Lkw-Kontrollen auf der Bundesstraße 4 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Kontrollen auf B 4 gefordert</big>'''
lz '''Lüneburg'''. Die Gegner der Autobahn 39 erneuern ihre Forderung nach Lkw-Kontrollen auf der Bundesstraße 4. Hintergrund ist ein schwerer Lkw-Unfall auf der B 4 bei Breitenhees im Landkreis Uelzen. Der verbotene Lkw-Verkehr muss nun nach Ansicht der Bürgerinitiativen gegen die A 39 endlich durch effektive Kontrollen unterbunden werden.
"Der Spielraum der Sanktionen muss konsequent ausgeschöpft werden", sagt Annette Niemann, Sprecherin der A 39-Gegner. "Ausreden und Vorwände der Spediteure dürfen nicht mehr akzeptiert werden." Manche Speditionen wollen nach ihrem Kenntnisstand inzwischen ihre Durchfahrten durch Schein-Verträge mit anliegenden Tankstellen oder Ersatzteil-Firmen legalisieren. Im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt hingegen sei der Durchgangsverkehr effektiv reduziert worden, auch in Niedersachsen warte man nun auf ähnlich wirksame Maßnahmen auf der Bundesstraße 4.
}}
=== 20. Juli ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>A-39-Gegner fordern LKW-Kontrollen auf B 4</big>'''
Nach dem schweren LKW-Unfall auf der B 4 bei Breitenhees haben die [http://www.keine-a39.de Bürgerinitiativen gegen die A 39] die Verantwortlichen erneut aufgefordert, den verbotenen LKW-Durchgangsverkehr auf der B 4 und der B 71 nun endlich durch effektivere Kontrollen zu unterbinden. „Der Spielraum der Sanktionen muss konsequent ausgeschöpft werden“, so Annette Niemann als Sprecherin der A-39-Gegner, „billige Ausreden und Vorwände der Spediteure dürfen nicht mehr akzeptiert werden!“ Frau Niemann verwies darauf, dass manche Speditionen ihre Durchfahrten durch Schein-Verträge mit anliegenden Tankstellen oder Ersatzteil-Firmen legalisieren wollten.
Bei einem Treffen der A-39-Gegner mit Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Daehre habe dieser darauf hingewiesen, dass sein Bundesland den Durchgangsverkehr in Süd-Nord-Richtung bereits effektiv reduziere und dass man nun umgekehrt auf ähnlich wirksame Maßnahmen Niedersachsens in Nord-Süd-Richtung warte. Bei einem kürzlichen Gespräch mit [[Verkehrsminister Hirche]] habe auch dieser sein starkes Interesse an diesem Thema gezeigt. Grundsätzlich, darin waren sich A-39-Gegner und Minister Hirche einig, könne eine differenzierte und je nach Verkehrsstärke variable Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen die Verkehre sinnvoll lenken.
}}
=== 19. Juli ===
==== [http://www.zeit.de/index Die Zeit] zum Zusammenhang zwischen Herzkreislauferkrankungen und Wohnen in Autobahnhähe ====
{{Kasten|1=
'''<big></big>'''
Anwohner stark befahrener Straßen weisen eine stärkere Verkalkung der Herzkranzgefäße auf und damit ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Das fanden Wissenschaftler der Universitäten Duisburg-Essen und Düsseldorf in einer Studie heraus, die seit 2000 in drei Städten neue Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen untersucht und in diesem Monat in der Fachzeitschrift "Circulation" veröffentlicht wird. Verglichen mit Studienteilnehmern, die mehr als 200 Meter entfernt von einer Autobahn oder Bundesstraße wohnen, erhöht sich das Risiko einer starken Verkalkung für diejenigen, die innerhalb von 50 Metern Entfernung wohnen, um 63 Prozent. Bei einer Entfernung von bis zu 100 Metern ist das Risiko noch 34 Prozent höher. Schon früher wurde der Zusammenhang von [[Luftverschmutzung]] durch [[Feinstaub]] und Herzinfarktrisiko gezeigt. {{mark|Nun ist erstmals die Verbindung zwischen Verkehrsbelastung und einer Verkalkung von Herzkranzgefäßen nachgewiesen.}}
}}
=== 12. Juli ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur fragwürdigen Finanzierung der A 39/A 14====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
'''<big>"Hosenträger" an dünnem Faden</big>'''
'''[[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Finanzierung_der_A14-Nordverl.C3.A4ngerung|"Ja zur Nordverlängerung der A 14", LZ vom 21. Juni]]'''
Die Verkehrsminister der Länder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben sich über die Finanzierung der geplanten A 14 zwischen Schwerin und Magdeburg geeinigt. Die hier bei uns geplante A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) ist im Jahre 2003 mit dieser A 14 zu einem "gemeinsamen Projekt" zusammengeschnürt worden, ebenso die geplante Querspange B 190n dazwischen (wegen des Aussehens "Hosenträger-Variante" genannt).
Dieses verkehrspolitisch unsinnige Wahlkampf-Konstrukt hat zwangsläufig ein schlechtes [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]: für alle drei Hosenträger-Teile zusammen nur 3,2 und für die A 39 sogar nur 1,87. Durch die Erhöhung der geplanten Baukostenansätze der A 14 von ursprünglich 600 Millionen auf nunmehr 775 Millionen Euro wird der volkswirtschaftliche Nutzen noch geringer, zudem ist eine entsprechende EU-Förderung von A 39 und Querspange nicht möglich. Deren Finanzierung steht angesichts des chronisch unterfinanzierten [[Bundesverkehrswegeplan]]s in den Sternen.
Das künstliche Zusammenschnüren von zwei 140 bzw. 120 km langen Autobahnen hat nun folgende Konsequenz: Sollte es den A-14-Gegnern gelingen, die A 14 juristisch zu Fall zu bringen, fällt damit auch der gesamte "Hosenträger" einschließlich A39 und Querspange B 190n. Sollte die A 14 nicht verhindert werden, dann wird der Bau der parallelen A 39 in nur 70 km Entfernung noch unrealistischer.
Zusätzlich zum Widerstand gegen die A 39 haben sich entlang der hochbelasteten B 71 (Uelzen-Salzwedel) und der geplanten B 190n (Bodenteich-Salzwedel) weitere Bürgerinitiativen gebildet, die für Ortsumgehungen entlang der B 71 kämpfen. Letzterem Anliegen hat sich auch die [[CDU]] des Landkreises Salzwedel geöffnet.
Die [[Politiker]] in unserer Region sind auch schon merkwürdig still in Sachen A 39 geworden. Wann endlich traut sich einer von ihnen, für eine Neubesinnung in Sachen A 39 einzutreten und für den Ausbau vorhandener Verkehrswege? Hier wäre endlich ein Einsatz für unsere Region gefordert anstelle von ideologischer Folgsamkeit!
}}
=== 10. Juli ===
==== {{LZ}} zum Treffen mit Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]] ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Kritiker treffen Minister</big>'''
lz '''Lüneburg/Hannover'''. Vertreter des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39 haben sich gestern zu einem Meinungsaustausch mit Niedersachsens Verkehrminister [[Walter Hirche|Wolfgang Hirche]] ''(Druckfehler, richtig ist: "Walter Hirche")'' in Hannover getroffen. Demnach rechnet der [[FDP]]-Minister noch Mitte Juli mit der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] und bis Februar 2008 mit der [[Linienbestimmung|Bestätigung durch das Bundesverkehrministerium]]. Frühestens 2010 könne dann das [[Planfeststellungsverfahren]] beginnen. Mit dem Abschluss ist erst 2013 zu rechnen.
Das von den Autobahngegnern kritisierte Fehlen der "Null-Plus-Variante", das heißt den Ausbau bestehender Verkehrswege, sieht Hirche nicht als Planungsmangel. Bereits vor der Entscheidung des Bundestages über die Aufnahme der A 39 in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]es sein die Notwendigkeit der Strecke festgestellt worden.
Einig waren sich Minister und Autobahnkritiker jedoch darin, dass ein differenziertes Mautsystem viele Verkehrsprobleme lösen könne - ohne dass Strecken neu gebaut werden müssten.
}}
{{Kommentar|Fristen-Verwirrung|2=
Über den verdruckten Namen des Verkehrsministers lässt sich noch schmunzeln. Bei den Fristen jedoch zitiert entweder die LZ Herrn Hirche falsch oder der niedersächsische Verkehrsminister selbst kennt die gesetzlichen Vorgaben durch [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 des Bundesfernstraßengesetzes]] nicht. Hiernach ist nach erfolgter [[Landesplanerische Feststellung|landesplanerischer Feststellung]] die {{mark|'''Bestimmung der [[Linienführung]]'''}} durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) {{mark|innerhalb einer Frist von drei Monaten abzuschließen,}} dies wäre bereits im Oktober, sofern die [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] tatsächlich noch Mitte Juli erfolgen sollte.}}
=== 9. Juli ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>Minister Hirche trifft A 39-Gegner</big>'''
In Hannover hat der [http://www.keine-a39.de Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39] heute offene Fragen mit [[Verkehrsminister Hirche]] erörtert. „Es war ein offener Meinungs- und Informationsaustausch in angenehmer Atmosphäre“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann.
Die Vertreter des Ministeriums hätten folgende Daten für den Fortgang der A 39-Planung genannt: [[Landesplanerische Feststellung]] der Trasse noch im Juli, deren Bestätigung- nach Konsultationen zwischen Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministerium - voraussichtlich im Januar oder Februar 2008. Die Aussage von [[Walter Hirche|Minister Hirche]], man werde diesen Termin nicht wegen der [[Landtagswahl]]en weiter hinauszögern, wurde von Frau Niemann skeptisch zur Kenntnis genommen.
Die Eröffnung des [[Planfeststellungsverfahren]]s wird laut [[Walter Hirche|Verkehrsminister]] frühestens 2010 erfolgen, unter Umständen in Abschnitten gleichzeitig von Norden und Süden aus beginnen und frühestens 2013 abgeschlossen sein können. Die Vertreter der A39-Gegner wiesen darauf hin, dass die A 39, die schon im laufenden Investitionsprogramm (2007 bis 2010) nicht berücksichtigt sei, dann auch nicht in den nächsten Fünfjahresplan des Bundesverkehrsministeriums kommen werde. Das Verkehrsministerium erläuterte, dass der [[Bundesverkehrswegeplan]] zu mehr als 30 Prozent unterfinanziert sei.
Die A 39-Kritiker verwiesen außerdem darauf, dass sich die norddeutschen Regierungschefs in der letzten Woche auf gemeinsame prioritäre Verkehrsbauten geeinigt und dabei die A 39 mit keinem Wort erwähnt hatten. Auf den Hinweis, dass die Küstenautobahn A 22 stattdessen von Länderregierungen und Unternehmerverbänden vehement forciert werde, reagierte Minister Hirche mit folgenden Hinweisen: Dies könne nach Lage der Medien-Berichterstattung so erscheinen, man werde die A 22 aber frühestens 2009 oder 2010 in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s bringen können und erst danach in den Finanzierungsplan des Bundesverkehrsministeriums.
Die von den norddeutschen Regierungschefs thematisierte Ostumfahrung Hamburgs durch eine neue Autobahn ist nach Einschätzung von Minister Hirche derzeit nicht spruchreif. Die Fehmarnbelt-Brücke würde die Verkehre auf der Strecke Lübeck-Hamburg und weiter in Richtung Oldenburg und Holland auf der möglichen A 22 verstärken. Falls die Finanzierung der A 14 (Schwerin-Magdeburg) gelingen würde, müsse dies die Bedeutung der A 39 nicht unbedingt schwächen. Hirche bedauerte aber, dass in die mögliche Bundesfinanzierung der A 14 schon jetzt etwa 40 Millionen an „A 39-Geldern“ geflossen seien.
Angesprochen auf die fehlende Prüfung von Alternativen zur A 39, z.B. der Ertüchtigung der B 4, antwortete Minister Hirche, diese fehlende „Null-Plus-Variante“ sei nach Einschätzung seines Hauses kein Planungsmangel. Man habe bereits vor der Entscheidung des Bundestages diese Frage durch Untersuchungen geklärt und sei so zur Notwendigkeit der A 39 gekommen. Unwidersprochen blieb die Feststellung der Dachverbands-Sprecher, damit könne ja nur die „[[Verkehrsuntersuchung Nord-Ost]]“ ([[VUNO]]) gemeint sein, die sich aber eindeutig gegen den Bau der A 39 ausspreche und stattdessen für den Ausbau der Bundesstraßen.
Aus dem Meinungsaustausch über den Ersatz der ursprünglichen „X-Lösung“ (mit jeweils diagonalem Verlauf von A 14 und A 39) durch die „Hosenträgerlösung“ im Wahlkampf 2002 ergab sich der Hinweis auf Bestrebungen von Bürgerinitiativen und [[Politiker]]n in Sachsen-Anhalt, den westlichen Teil der Querspange der B 190n (Bodenteich-Salzwedel) zugunsten eines Ausbaus der B 71 (Uelzen-Salzwedel) fallen zu lassen.
Wenn sich die LKW-Verkehre auch zukünftig auf dieser B 71-Abkürzung bewegten, so Hirche, dann könne man diese nicht per Planung auf die Querspange (mit Umweg über Bad Bodenteich) verlagern: „Verkehre suchen sich wie Wasser immer ihren eigenen Weg.“ Der Verkehrsminister will diese Frage nun prüfen und mit seinem sachsen-anhaltinischen Kollegen Dr. Daehre die Frage eines Ausbaus der B 71 thematisieren. Daehre hatte sich bei einem Gespräch mit den A39-Gegnern in der letzten Woche hierzu eher ablehnend geäußert, aber um Unterstützung bei der Reduzierung des LKW-Durchfahrtverkehrs auf B 4 und B 71 in Nord-Süd-Richtung gedrängt.
[[Verkehrsminister Hirche]] und die Dachverbands-Vertreter zeigten sich abschließend einig darüber, dass eine „differenzierte“ Maut, die je nach Verkehrsbelastung der unterschiedlichen Strecken auch auf Bundesstraßen variiert werden könnte, viele Probleme ohne neue Straßenbaumaßnahmen lösen könnte.
}}
=== 4. Juli ===
==== {{LZ}} zur Einwohnerfragestunde in Wendisch Evern ====
{{Kasten|1=
'''<big>Hitzige Debatte über Autobahn 39</big>'''
'''Einwohner haben bei Ratssitzung in Wendisch Evern eineinhalb Stunden das Wort'''
cw '''Wendisch Evern'''. So einmütig wie die restliche Ratssitzung verlief die Einwohnerfragestunde in Wendisch Evern nicht. Für hitzige Debatten sorgte das Thema Autobahn 39. Gut eineinhalb Stunden diskutierten Bürger und [[Politiker]] über ein Ereignis, das mehr als zwei Monate zurückliegt.
Gemeint ist der [[Erörterung]]stermin zum [[Raumordnungsverfahren]] in Uelzen. "Warum war kein Vertreter der Gemeinde Wendisch Evern da ?", wollte Bernd Röver von der [http://www.iga-wendischevern.de/ Interessengemeinschaft gegen die A39 (IGA) Wendisch Evern] wissen. Und: "Warum hat Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer dort laut Darstellung in der Presse gesagt, er würde ein Trasse entlang des Kanals favorisieren?"
Gemeindedirektor Rainer Sievers zur ersten Frage: "Das war nicht nötig, denn die Gemeinde hat eine klare Stellungnahme gegen den Bau der Autobahn abgegeben." Bürgermeister Rudi Kiener ergänzte: "Der [[Erörterung]]stermin sollte nicht überschätzt werden." Er selbst sei auf Dienstreise gewesen. "Dann hätte es eine Vertretung geben müssen", konterte Röver. Ein Schuh, den Kiener sich schließlich anziehen musste.
Schwieriger wurde es bei dem Zitat von Norbert Meyer. Die [http://www.iga-wendischevern.de/ IGA] hatte den Samtgemeindebürgermeister angeschrieben und um Klärung gebeten. In seiner Antwort stellte Meyer klar, dass er gegen den Bau der Autobahn sei. Seine Aussage habe sich auf den Fall bezogen, dass die A 39 tatsächlich durch die Samtgemeinde Ostheide führen würde.
Nach Ansicht der [http://www.iga-wendischevern.de/ IGA] hat der Samtgemeindebürgermeister damit jedoch über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden und Stellung bezogen. "Wir sollen Ihnen vertrauen und die Hände in den Schoß legen", sagte Röver zu Meyer. "Das geht aber so nicht."
Der Vorschlag für die Trasse entlang des Kanals, so Meyer, sei von der Regierungsvertretung gekommen. Er habe beim [[Erörterung]]stermin nur gefragt, warum über diese und nicht über die Vorzugsvariante diskutiert werde. Ganz zufrieden war die [http://www.iga-wendischevern.de/ IGA] mit der Aussage nicht. Nun soll ein Gespräch, zu dem Meyer lud, die Wogen glätten.
}}
{{Pressefuss|Juni 2007|August 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ac24fdc7d3cc5b13a6e99494278922b9450d8d35
Schutz- und Klagefonds gegen die A 39
0
1235
1484
2007-10-26T17:03:10Z
Detlef
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text/x-wiki
Der <b>{{PAGENAME}}</b> ist eine Klägergemeinschaft gegen die Planung und den Bau der A 39.
Ihre Mitglieder
beabsichtigen, sich im Kosteninteresse der einzelnen Betroffenen gemeinsam gegen hierzu erwartete
[[Planfeststellungsbeschluss|Planfeststellungsbeschlüsse]] zu wenden und notfalls "Sammelklagen" beim zuständigen Oberverwaltungsgericht
einzulegen.
{{Kasten blau|1=[http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=view&id=109&Itemid=32 Ausführliche Infos zum Schutz- und Klagefonds auf der Internetseite des Dachverbandes gegen die A39]
Ziel des Schutz- und Klagefonds ist die Gewährleistung einer bestmöglichen juristischen Vertretung unserer Interessen als Haus- und Grundeigentümer, als Landwirte und Pächter, als Anwohner und als Engagierte für unsere Kulturlandschaft und Region, für Natur und Umwelt.
Wir haben einen Vertrag mit einem der besten Anwaltbüros für Verwaltungsrecht, nämlich mit [http://www.mohrpartner.de/ MohrPartner] aus Hamburg, abgeschlossen. Wir bitten um Ihre Teilnahme an unserem solidarischen Schutz- und Klagefonds. Bitte informieren Sie weitere Betroffene und Interessierte durch Ausdruck und Weitergabe dieses Textes.
Alles weitere erfahren Sie aus den beigefügten Texten und dem Aufruf namhafter Vertreter aus allen drei betroffenen Landkreisen und Korridoren.
Es geht um die optimale juristische Wahrung unserer berechtigten Interessen auf eine solidarische und auch sehr kostengünstige Weise! Bitte unterstützen Sie unseren gemeinsamen Einsatz für unsere Region!}}
== Ausgewählte Presseberichte ==
* Klagefonds wächst, [[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_den_Schutz-_und_Klagefonds_zur_Verhinderung_der_Autobahn_39|LZ vom 8.11.2006]]
* Reinstorf tritt Klagefonds bei, [[Presseberichte_Dezember_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Klagefonds|LZ vom 22.12.2006]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
963fd3e95b39bd391361c768ed5bb86b9eb5b303
Miriam Staudte
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2007-10-27T17:33:33Z
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{{Politikerin|Bild=[[Bild:Staudte.png]]|Partei=[[Bündnis 90/Die Grünen]]|Funktion=Fraktionsvorsitzende der [[Bündnis 90/Die Grünen]] im Lüneburger Kreistag|Suche=Staudte|Link=http://www.miriam-staudte.de/|Zitat=Ich denke nicht, daß sie nötig ist, außerdem ist sie kaum finanzierbar. Die Erreichbarkeit des Nordostens können wir auch durch den Ausbau der B 4 fördern. Genau das wird von Verkehrsexperten auch empfohlen.'' [http://www.abendblatt.de/daten/2006/02/09/531920.html [HA vom 09.02.2006]]
* ''Die Grünen im Lüneburger Kreistag favorisieren für den Bau der A39 nur eine Variante - und das ist die [[Null-Variante]] - also Verzicht auf das Gesamtprojekt A39.<br>Das [[Kosten-Nutzen-Verhältnis]] der Autobahn ist je nach Variante mit 2,8 bis 3,4 Punkten bewertet worden. Um einen sinnvollen Umgang mit Steuermitteln zu gewährleisten, werden normalerweise nur Projekte mit einem Wert deutlich über 3 (5-6) finanziert.<br>Die bisherigen Untersuchungen müssen an einigen Stellen stark in Frage gestellt werden. So wurde z.B. nur eine Verbesserung der so genannten „Standortgunst“ untersucht, eine mögliche Verschlechterung der „Standortgunst“ z.B. für den Tourismusbereich wurde gar nicht erst beleuchtet. Objektive Untersuchungen hätten nur von „Veränderungen der Standortgunst“ ausgehen müssen. <br>Sich selbst gegebene Vorgaben wie der Mindestabstand von 500m zu Siedlungsbebauung können die Planer schon jetzt nicht mehr einhalten. Im Gegensatz zu Herrn Fischer halten wir einen Abstand von 50m für nicht durchsetzbar. <br>Für Melbeck wurde von den Planern explizit keine Entlastung durch den Bau der A39 prognostiziert: Der überregionale Durchgangsverkehr spiele in Melbeck keine Rolle, so ein Verkehrsplaner. <br>Für eine notwendige Ortsumgehung in Melbeck werden nur Finanzmittel zur Verfügung stehen, wenn auf den kostspieligen Bau der A39 verzichtet wird. <br>Auch das Gutachten zur Untersuchungen der landwirtschaftlichen Aspekte kommt zu dem Ergebnis, dass die [[Null-Variante]] für die Landwirtschaft die beste Lösung sei, die weiträumigen Ostvarianten seien nur zweite Wahl.'' [http://www.gruene-lueneburg.de/index.php?id=12&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=68&tx_ttnews%5BbackPid%5D=3&cHash=b415e0e8e4 [www.gruene-lueneburg.de]]
* ''Ich lehne den Bau der A 39 strikt ab. Sie ist wirtschaftlich unsinnig, wie der schlechte [[Kosten-Nutzen-Faktor]] dokumentiert. Insbesondere die regionale Wirtschaft hat keinerlei Vorteile. Im Gegenteil: Durch [[Vorzugstrasse|die aktuelle Trassenführung]] würden wichtige Expansionsflächen im Lüneburger Osten verbaut.<br>Ich bin optimistisch, dass sich der Bau noch verhindern lässt, da er mit 480 Millionen Euro beschlossen wurde und nun schon bei 610 Millionen Euro liegt. Der [[Bundesverkehrswegeplan]] ist chronisch unterfinanziert, da die Unterhaltungskosten für die bestehenden Straßen enorm steigen. Generell ist der Neubau von Straßen auch unter dem demographischen Aspekt kritisch zu beurteilen: Immer weniger Menschen müssen immer mehr Straßen unterhalten.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
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[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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2007-10-28T09:20:23Z
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text/x-wiki
[http://www.faz.de Frankfurter Allgemeine Zeitung]
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Presseberichte August 2006
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2007-10-28T18:24:36Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 30. August ===
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} über Schüler-Fernsehinterview ====
{{Kasten gelb|
'''Protest: Schüler aus Moorfeld haben Unterschriften gesammelt'''
'''<big>Kinderprotest gegen A-39-Plan</big>'''
[[Bild:HA060830.jpg|thumb|460px|'''Fridolin (v.l.), Marcel, Lutz und Frederic finden die A 39 nicht gut.'''<br>FOTO: SCHNEEFUSS]]
"[[Vorzugstrasse|Die Trasse geht direkt an unserer Schule vorbei]]", sagen die Jungen. Ihre Aktionen brachten ihnen einen TV-Auftritt ein.'''
'''Carolin George'''<br>Lüneburg
"Fußballspielen im Grünen geht dann nicht mehr", sagt Frederic Sorbe mit Blick auf den großen Garten hinter ihm - wenn erst einmal die [[Vorzugstrasse|Autobahntrasse der geplanten A 39]] direkt vor seinem Elternhaus verläuft, wird es laut, das weiß der Elfjährige schon jetzt.
Weil er sich mit dem Projekt nicht abfinden will, hat er sich gemeinsam mit drei seiner Mitschüler an das Fernsehen gewandt, um seine Sorgen einem großen Publikum vorzustellen. Mit Erfolg - ein Kamerateam des Kinderkanals (KiKa) besuchte die elf- und zwölf Jahre alten Jungen und ließ sich für eine [http://www.tivi.de/fernsehen/logo/start/index.html Sendung des Kindermagazins "Logo"] vor Ort zeigen, worum es den Kindern geht. "[[Vorzugstrasse|Die Trasse geht direkt an unserer Schule vorbei]]", erläutert Marcel Winkelmann (12) - genau wie seine drei Mitschüler besucht er die Außenstelle des Gymnasiums Johanneum an der Grundschule Lüne Am Domänenhof.
Der [[Lärm]], die Abgase, die Zerstörung ihres Wohnviertels, das ist es, was den Kindern Sorgen macht: "Unsere Freunde in Moorfeld und Ebensberg könnten wir dann gar nicht mehr allein besuchen", sagt Frederic, der ebenso wie sein Mitschüler Fridolin Katz nicht nur direkt an der Autobahn lernen, sondern auch noch dort wohnen müsste: "Als meine Mutter [[Vorzugstrasse|die Trasse]] zum ersten Mal in der Zeitung sah, dachte sie, das sei ein Aprilscherz. Inzwischen wissen wir alle, dass ist ernst gemeint", erinnert sich Fridolin. Und weil sie alle gleichermaßen verstört sind über die Auswirkungen des Projekts, haben sie auch Unterschriften gegen die A 39 gesammelt: Marcel Winkelmann und Lutz Thies (11) haben mit Erlaubnis der Schulleiterin ihre Mitschüler angesprochen. Frederic und Marcel waren in ihrer Freizeit aktiv und haben auf der Straße und vor Supermärkten die Menschen angehalten: "500 Unterschriften haben wir zusammenbekommen", erklärt Lutz nicht ohne Stolz.
"Richtig glücklich", ist Frederic über die Arbeit des Fernsehteams: "Ich finde es gut, dass sie gekommen sind" - auch wenn von den drei Tagen Arbeit mit dem Filmteam am Ende nur wenige Sendeminuten übrig blieben. [[Politiker]] waren bei den Filmarbeiten übrigens nicht dabei: "Nur Herr Manthey von der zuständigen Behörde", sagt Frederic - und mit dessen Antworten waren die Kinder nicht ganz zufrieden: "Der hat sich immer nur auf die [[Gesetze]] bezogen und gesagt, das wird alles noch geprüft." Das Urteil der Kinder steht jedenfalls fest: "So viel zerstörte Natur für 20 Minuten weniger Fahrzeit nach dem Bau der Autobahn", das kann Fridolin Katz nicht nachvollziehen.
Und auch Marcel gehört nicht zu den Befürwortern: "Ich glaube gar nicht, dass das mehr [[Arbeitsplätze]] gibt", überlegt er, "das können ja fast nur Tankstellen sein."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/08/30/604453.html Quelle]
}}
=== 28. August ===
==== {{LZ}} zum Stadtteilfest ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Feiern in der Regenpause</big>'''
'''Fest-Reigen am Wochenende - Lüneburger lassen sich die gute Laune nicht verderben'''
''ca'' '''Lüneburg'''.
Am letzten Wochenende der Sommerferien feierte Lüneburg kräftig, doch das launische Wetter verlangte von den Organisatoren Improvisationstalent.
Am Loewe-Center hatten Geschäftsleute, Vereine, Initiativen vom Ebensberg und aus dem Moorfeld sowie die Gemeinde Lüne zum Stadtteilfest eingeladen. Die Bands Popstars und Wäxxljahre heizten ein, für Lacher sorgte die Theatergruppe Lüner Lampenfieber mit Sketchen zum Thema A 39. Mehr als 1000 Gästen gefiel die gelungene Fest-Mischung - bis der Regen kam.
...
}}
==== {{LZ}} zum [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Grüne]]r sieht Spielraum für Manipulationen</big>'''
'''Kritik an [[Kostenberechnung]] für A 39'''
''ahe'' '''Lüneburg'''.
[[Bild:2006 08 28 landeszeitung 01.jpg|thumb|459px|'''Eine Ente war das erste Auto von Peter Hettlich (r.), Sprecher für Baupolitik bei den Grünen im Bundestag. Die A39 will weder er, noch sein Parteikollege [[Andreas Meihsies]].''' <br>Foto: t&w]]
Die Wahrscheinlichkeit, dass die A 39 tatsächlich gebaut wird, schätzt Peter Hettlich auf "unter 50 Prozent" ein. Der Bundestagsabgeordnete, Sprecher für Baupolitik bei den [[Grüne]]n, glaubt, dass kein Geld für den Bau vorhanden ist und der örtliche Widerstand auf Dauer zu groß sein wird. Der 47-jährige ist zudem einer der größten Kritiker der [[Nutzen-Kosten-Verhältnis|wirtschaftlichen Nutzenberechnung]], die der A 39 in der [[Bundesverkehrswegeplan]]ung zugrunde liegt. In der Uni sprach er jetzt über die [[Nutzen-Kosten-Analyse]], die aus seiner Sicht viele Schwachpunkte aufweist. Welche das sind, machte er im LZ-Gespräch deutlich.
Wesentliches Argument für die Bundesregierung, die A 39 zu bauen, sei eine Verkürzung der Fahrtwege. Sie spiele bei der [[Berechnung des Nutzens]] eine entscheidende Rolle. Für Hettlich ist in diesem Punkt "Manipulationsfähigkeit Tür und Tor geöffnet. Das lässt sich künstlich hochrechnen, ohne dass man es konkret widerlegen kann." Er glaubt nicht an kürzere Fahrtwege, eher an zusätzliche Fahrten, die ohne Autobahn gar nicht anfallen würden. "Und die werden bei der Analyse viel zu gering berücksichtigt", findet der Politiker.
Er ist zudem davon überzeugt, dass die für den Bau genannten Kosten nicht eingehalten werden können. "Das ist doch heute schon die Regel, dass die Gesamtkosten von Bauprojekten künstlich runtergerechnet werden, um so zu einem als Argument für den Bau günstigeren [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] zu kommen." Er nennt ein Beispiel aus seiner Heimat: "Beim City-Tunnel in Leipzig haben wir jetzt schon eine Kostensteigerung von 43 Prozent, ohne dass auch nur eine Röhre in der Erde ist."
Hettlich fodert: "Man muss an die Parameter der Berechnung für derartige Bauprojekte ran." Er ist zuversichtlich, dass die A 39 irgendwann "in Ehren beerdigt wird". Dafür brauche der Widerstand allerdings einen langen Atem, mahnt er.
}}
=== 26. August ===
==== {{LZ}}, Rubrik "Angespitzt" ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:Angespitzt.jpg|left]]'''<big>[[Parteien]] in der A 39-Falle</big>'''
''M. Lühr'' '''Lüneburg'''.
[[Politiker]] sind manchmal wie Mädchen. Gern ziehen sie sich an den Haaren - auch Kratzen, Spucken, Beißen gehören zum Handwerk. Nicht so in diesem Sommer. Stattdessen entwerfen die [[Politiker|Spitzenkandidaten]] auf den Wahlplakaten eigene Positivlisten. Das Schöne am neuen politischen Zeitgeist: Jeder Bewerber darf sich auf jedem Themenfeld tummeln - so lange es sozial und umweltfreundlich ist, eckt er bei Parteifreunden nicht an.
Ein Thema will aber so gar nicht in dieses Konzept passen. Im Vorfeld heiß diskutiert, wird die A 39 im Wahlkampf zwar nicht totgeschwiegen, aber auch nicht plakatiert. Selbst die [[Grüne]]n halten sich zurück, obwohl ihnen der Salto rückwärts mit dreifacher Schraube und finalem Aufwärtshaken erspart geblieben wäre: Sie waren schon immer gegen die A 39.
Dabei brennt vielen Bürgern gerade dieses Thema unter den Nägeln. Doch oft muss Wähler zunächt den Kampf gegen die drei berühmten Affen aufnehmen, den [[Politiker|Kandidaten]] die Hände von Augen, Mund und Ohren reißen. Ist der Damm des Schweigens erst einmal gebrochen, werden die Wissbegierigen von einem Strom aus Allgemeinplätzen, Prognosen und Vermutungen mitgerissen.
Denn mit der Vorstellung der [[Vorzugsvariante]] ist auch die alte schwarz-weiße Argumentation hinfort gespült worden. Es geht nicht mehr um das Für und Wider. Nein, jetzt geht es um das Wo. Und genau das ist das Problem der [[Politiker|Wahlkämpfer]].
Plötzlich können sich die Damen und Herren nicht mehr hinter Sätzen wie "Autobahnen schaffen [[Arbeitsplätze]]" verschanzen, sondern müssen Otto Normalverbraucher erklären, warum die Aussicht auf neue Jobs, die "möglicherweise, eventuell" in einigen Jahren an der Autobahn 39 entstehen könnten, erhebliche Opfer in punkto Lebensqualität von ihm fordert.
Wie unterschiedlich die Konfliktstrategien der [[Parteien]] ausfallen, war jüngst im Kreistag zu beobachten. Während die Stadt-[[CDU]] mit Dr. [[Gerhard Scharf]] an der Spitze die offene Konfrontation mit den Landkreis-Kollegen suchte, eierte [[SPD]]-Fraktionschef [[Manfred Nahrstedt]] lieber rum. Zehn Minuten redete der Obergenosse zum Thema A 39, ohne etwas zu sagen, um dann wieder von vorn zu beginnen. Denn so ganz einig ist er sich mit Parteifreund [[Ulrich Mädge]] nicht, aber der ist Oberbürgermeister von Lüneburg, will das auch bleiben.
Böse Zungen könnten jetzt behaupten: Mit der [[Vorzugsvariante]] habe die Landesbehörde für Straßenbau [[Ulrich Mädge|Mädge]] ein faules Ei in den Wahlkampfkorb gelegt, aber so weit wollen wir nicht gehen. Und weil das alles so kompliziert ist und noch viel komplizierter werden kann, denken wir einfach positiv - und klammern das Thema A 39 im Wahlkampf einfach aus.
}}
* [[Benutzer:Harald-J. Firus|Replik von Harald-J. Firus auf diesen Artikel]]
* [[Presseberichte_September_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Frage.2C_ob_Autobahnen_Arbeitspl.C3.A4tze_schaffen|Leserbrief zu diesem Artikel]]
==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Samtgemeinde Gellersen) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Ende der Zweigleisigkeit </big>'''
'''Samtgemeinde Gellersen wählt ersten hauptamtlichen Bürgermeister'''
''stb'' '''Reppenstedt'''.
Die letzte Samtgemeinde im Landkreis verlässt mit der [[Kommunalwahl]] am 10. September die Zweigleisigkeit. Fortan wird es keine Trennung mehr geben zwischen ehrenamtlichem Bürgermeister und Verwaltungschef, dem Samtgemeindedirektor. Letzteren Posten hatte bisher Wolfgang Albrecht inne. Er verlässt nach der Wahl die Kommune. Bürgermeister ist bislang Klaus Olshof von der [[CDU]]. Er kandidiert abermals für den Samtgemeinderat und bleibt somit weiterhin aktiv in der Kommunalpolitik.
Ein Trio bewirbt sich bei den Wählern um den Chefsessel der Samtgemeinde im Rathaus Reppenstedt. Zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister wollen gewählt werden: Josef Röttgers (parteilos, für die [[CDU]]), Uwe Nehring ([[SPD]]) und [[Andreas Meihsies]] ([[Bündnis 90/Die Grünen]]). Sie wollen sich an die Spitze der Politik und Verwaltung der Samtgemeinde mit ihren Mitgliedsgemeinden Reppenstedt, Kirchgellersen, Südergellersen und Westergellersen setzen.
Das Kandidatentrio musste sich bereits im Vorfeld des LZ-Wahlforums am Montag, 28. August, 19 Uhr, Gasthof Cordes in Kirchgellersen, bei dem ihnen die Bürger auf den Zahn fühlen, Fragen stellen. Die Antworten sind unten abgedruckt. Josef Röttgers, Uwe Nehring und [[Andreas Meihsies]] mussten zu folgenden Themenschwerpunkten antworten (das Stichwort zur jeweiligen Frage ist fett gedruckt hervorgehoben):
* Wie stehen Sie zum Bau der '''Autobahn 39''' - besonders zu einem Trassenverlauf über das Gebiet der Samtgemeinde Gellersen ?
* Werden weitere '''Baugebiete''' ausgewiesen und welche Konsequenzen hat das für die Infrastruktur - müssen mehr Supermärkte, Schulen oder andere Einrichtungen geschaffen werden ?
* Benötigt die Samtgemeinde eine '''Weiterführende Schule''' ?
* Wie sehen Sie die '''Samtgemeinde im Jahr 2014''' ?
}}
{| {{tabelle auto}}
| [[Bild:Josef Roettgers.jpg]]
| [[Bild:Uwe Nehring.jpg]]
| [[Bild:Andreas Meihsies.jpg]]
|-
|'''Der parteilose Josef Röttgers (47) aus Kirchgellersen tritt für die [[CDU]] an. Er ist verheiratet.''' ''Foto: nh''
|'''Uwe Nehring (50), verheiratet, ein Sohn, aus Reppenstedt kandidiert für die [[SPD]].''' ''Foto: stb''
|'''[[Andreas Meihsies]] (46), ledig, aus Lüneburg tritt für [[Bündnis 90/Die Grünen]] an.''' ''Foto: t&w''
|-
|'''Autobahn 39'''
Diese ist unter der rot-[[grüne]]n Bundesregierung in den [[Bundesverkehrswegeplan]] mit hoher Priorität aufgenommen worden. Die Straßenbaubehörde hat eine [[Vorzugsvariante]] erarbeitet. Eine westlich verlaufende Autobahn dürfte kaum die Verkehrsprobleme Lüneburgs lösen. Deshalb sollte die [[Vorzugsvariante]] mit einigen Nachbesserungen umgesetzt werden.
'''Baugebiete'''
Der Wirtschaftsstandort Hamburg boomt. Wir sollten davon profitieren. Für Menschen, die dort arbeiten, aber nicht die hohen Hamburger oder Winsener Baulandpreise bezahlen können, ist unsere Samtgemeinde eine hervorragende Alternative. Bei allem Wachstum müssen wir aber die Infrastruktur, besonders Kindergärten und Schulen im Auge behalten. Wünschenswert ist mittelfristig, die Einkaufsmöglichkeiten in Wester- und Südergellersen zu verbessern.
'''Weiterführende Schule'''
Natürlich wäre es für eine Samtgemeinde unserer Größenordnung wünschenswert, über weiterführende Schulen zu verfügen. Für mich stellt sich die Frage, ob die Diskussion darüber nicht zu spät kommt.
'''Gellersen 2014'''
In der Samtgemeinde leben 14 000 Menschen. Verschiedene Projekte haben dazu beigetragen, die Lebens- und Wohnverhältnisse noch attraktiver zu gestalten. Die Naturparkerweiterung greift, bringt verstärkt Touristen. Über die Ansiedlung neuer Betriebe und Einrichtungen, vor allem im Bereich der Seniorenbetreuung, sind weitere wohnortnahe [[Arbeitsplätze]] entstanden.
|'''Autobahn 39'''
Lüneburg und das Umland, wie auch Gellersen, profitieren von der A 250. Dieser Effekt wird sich mit der A 39 aber nicht wiederholen. Es gibt diverse brachliegende Gewerbeflächen an bestehenden Autobahnen wie der A 7. Gellersen ist durch die A 250 und die weiteren Bundes-, Landes und Kreisstraßen, einschließlich des HVV gut an das Verkehrswegenetz angebunden. "Wohnen im Grünen" ist einer unserer Schwerpunkte. Eine A 39, besonders einen Trassenverlauf durch Gellersen, habe ich bereits im Reppenstedter Rat und im Samtgemeinderat abgelehnt.
'''Baugebiete'''
2004 habe ich als Ratsherr das Entwicklungskonzept für die Samtgemeinde bis 2018 mit erarbeitet und beschlossen. Die Einwohnerzielzahl wird dann rund 14 500 Einwohner betragen. Demzufolge kann es noch kleinere Baugebiete geben. Die Grundversorgung im Einkaufsbereich ist in Reppenstedt und Kirchgellersen befriedigend gelöst.
'''Weiterführende Schule'''
Ja, Gellersen braucht ein weiterführendes Schulangebot, da wir im Westen des Landkreises weiter eine Zunahme der Bevölkerung erleben werden.
'''Gellersen 2014'''
Die Gemeinden haben sich maßvoll weiterentwickelt. Der Naturpark zeigt positive Zuwächse im sanften Tourismus. Das dritte Kindergartenjahr ist kostenfrei, die Beiträge sind reduziert worden, in den Grundschulen gibt es Mittagessenangebote. Das Ganztagsschulangebot wird prima angenommen. Die ersten Mehrgenerationenhäuser sind bezogen.
|'''Autobahn 39'''
Ich lehne die A 39 überall ab - daher auch in Gellersen. Sie ist überflüssig. Alle Argumente gegen diese Autobahn konnten bis heute nicht widerlegt werden. Das Arbeitsplatzargument ist Wunschdenken der IHK. Die Zerstörung von Natur und Landschaft, die mit dieser Planung einhergeht, ist für jeden Laien nachvollziehbar.
'''Baugebiete'''
Ich habe eine Vision für Gellersen, ihr liegen drei gleichwertige Ziele zugrunde. Gellersen soll sich sozialverantwortlich, umweltverträglich und wirtschaftlich erfolgreich entwickeln. Dazu gehören auf der Planungsebene etwa die Neuaufstellung des Flächennutzungplanes und die Erarbeitung einer Gewerbeflächenbedarfsanalyse. Die Förderung umweltverträglicher Verkehrsmittel, Stopp des Landschaftsverbrauchs, Förderung der Naturparkidee. Das bedeutet, dass Gellersen nur in dem Maße noch quantitativ wachsen darf wie auch die Lebensqualität in Gellersen wächst oder zumindest gewahrt bleibt.
'''Weiterführende Schule'''
Ich unterstütze eine moderne weiterführende Schule in Gellersen, bei der die Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden.
'''Gellersen 2014'''
Ein Ort vor den Toren Lüneburgs, der durch eine eigene Infrastruktur dazu einlädt, hier gut zu leben. Noch haben wir in den Gellerser Dörfern [[Lärm|erholsame Ruhe]] und [[Luftverunreinigungen|saubere Luft]]. Ich sehe es als meine Aufgabe, diesen Status quo zu erhalten und, wo möglich, noch zu verbessern.
|}
=== 22. August ===
==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Samtgemeinde Ilmenau) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Ilmenau auf dem Sprung</big>'''
'''Vier Kandidaten präsentieren ihre Konzepte für die nächsten acht Jahre'''
''ml/cn'' '''Deutsch Evern'''.
Die Kommunalpolitiker in der Stadt Bleckede diskutieren heute Abend beim LZ-Wahlforum, und die Bürgermeister-Kandidaten für die Samtgemeinde Ilmenau stehen ebenfalls schon in den Startlöchern.
Sie präsentieren sich den Bürgern am morgigen Mittwoch, nehmen Stellung zu aktuellen und künftigen Entwicklungen.
Vor dem Wahlforum hat die LZ den vier Bewerbern folgende Fragen gestellt. Die Antworten der Kandidaten stehen unten, die jeweiligen Stichwörter sind gefettet:
* '''Autobahn 39''', Ortsumgehung, B-4-Sanierung, Lkw-Maut und Lkw-Durchfahrtsverbot – die Verkehrspolitik ist seit langem ein Dauerbrenner in der Samtgemeinde. Was ist notwendig, was ist Aktionismus?
* Netto-Bau in Deutsch Evern, Lidl-Diskussionen in Melbeck. Die '''Discounter''' entdecken die Samtgemeinde Ilmenau, aber sind die Märkte auch erwünscht? Und wenn ja, wohin mit ihnen?
* Die Samtgemeinde Ilmenau hat zwei Gesichter: stark wachsende Gemeinden wie Deutsch Evern, Embsen und Melbeck einerseits, ländlich geprägte Dörfer wie Barnstedt und Kolkhagen andererseits. Welches '''Image''' soll die Samtgemeinde haben?
* Wo sehen Sie die Samtgemeinde '''Ilmenau 2014'''? Was sind Ihre Ziele und Visionen?
}}
{| {{tabelle auto}}
| [[Bild:Waldemar hoefner.jpg]]
| [[Bild:Juergen stebani.jpg]]
| [[Bild:Peter gentemann.jpg]]
| [[Bild:Karsten fuhrhop.jpg]]
|-
|'''Waldemar Höfner, [[CDU]], Deutsch Evern, 55, verheiratet, zwei Kinder, Beamter.'''
|'''Jürgen Stebani, [[SPD]], Melbeck, 55, verheiratet, zwei Kinder, Diplom-Ingenieur. ''' ''Fotos: t& w/nh/A''
|'''Peter Gentemann, Einzelbewerber, Melbeck, 50, verheiratet, zwei Kinder, Verwaltungswirt.'''
|'''Karsten Fuhrhop, Einzelbewerber, Melbeck, 60, verheiratet, vier Kinder, Unternehmensberater.'''
|-
|'''A39'''
Nicht zumutbar ist das Verkehrsaufkommen in Melbeck. Was Abhilfe schafft, ist zu unterstützen. Ich bin aber gegen eine Ortsumgehung auf Deutsch Everner Gebiet. Die Probleme dürfen nicht verlagert werden. Das Lkw-Durchfahrtsverbot kommt noch in dieser Woche – ein Erfolg des von mir mit initiierten Forums der [[CDU]] mit Minister [[Walter Hirche]].
'''Discounter'''
Die Einkaufsmöglichkeiten für die Bürger unserer Samtgemeinde sind ausreichend. Viele Discounter im Süden Lüneburgs
sind gut zu erreichen. Es
gilt: Konkurrenz Ja – Verdrängungswettbewerb
Nein ! Es
stellt sich mir aber die Frage,
ob Discounter die Samtgemeinde
entdeckt haben oder Grundeigentümer die Discounter.
'''Image'''
Das ist kein Gegensatz, die
Vielfalt zeichnet die Samtgemeinde
aus. Gute schulische
Angebote und Kindergartenbetreuung
sind gewährleistet. Der
Zuzug belegt die Attraktivität.
Die Verwaltung muss den Ausbau
der Infrastruktur weiter
begleiten. In Ilmenau fühlt man
sich wohl !
'''Ilmenau 2014'''
Der Flächennutzungsplan hat
für eine gelenkte Weiterentwicklung
gesorgt. Daran müssen
wir anknüpfen. Ich wünsche
mir eine neue Turnhalle in
Melbeck, für die älteren Mitbürger betreute Wohneinrichtungen.
|'''A39'''
Die Maut ist unrealistisch.
Kurzfristig muss ein Lkw-
Durchfahrtsverbot kommen.
Langfristig bin ich für die A39
als Entlastung. Eine Ortsumgehung
Melbeck ist problematisch,
nur über das Gebiet anderer
Gemeinden möglich.
'''Discounter'''
Der Kunde wünscht Konkurrenz,
er kauft schon jetzt bei
Großdiscountern außerhalb. Es
gibt in den Orten geeignete
Flächen. Es muss unter Berücksichtigung
der heimischen Wirtschaft
abgewogen werden. Konkurrenz
belebt das Geschäft. In
anderen Orten bestehen Einzelhändler und Discounter nebeneinander.
'''Image'''
Dem Wachstum sind sowieso
natürliche Grenzen gesetzt. Das
Entwicklungskonzept der
Samtgemeinde setzt auf behutsames
Wachstum und die Verbesserung
der Infrastruktur. Die
derzeitige Mischung von naturnahem
Wohnen und Verkehrsanbindungen
ist vorbildlich,
muss erhalten bleiben. Nachholbedarf
besteht beim Radwegebau
und beim ÖPNV.
'''Ilmenau 2014'''
Die Samtgemeinde muss ihr
Image als attraktiver Wohnstandort
behaupten. Dies geht
nur mit Unterstützung der örtlichen
Organisationen und Vereine.
Eine Konsolidierung der
Finanzen ist notwendig, die
Verwaltung muss sich stärker
als Dienstleister mit Kundenorientierung
präsentieren.
|'''A39'''
Die A39 ist ein überregionales
Projekt und hilft der Samtgemeinde,
speziell Melbeck, nicht.
Die Melbecker Problematik
kann nur durch eine Ortsumgehung
gelöst werden, da Verbote
nur einen Teil des Verkehrs
fernhalten und oft nicht
befolgt werden.
'''Discounter'''
Die Nahversorgung in der
Samtgemeinde Ilmenau ist sehr
gut. Die Nahversorger ergänzen
sich in ihren Angeboten und
bieten zum Teil einen Service,
der über die Leistungsfähigkeit
von Discountern hinausgeht.
Die nächsten Discounter sind
gut zu erreichen. Ich sehe keinen
Bedarf, weitere Flächen zu
versiegeln und einem Verdrängungswettbewerb
Vorschub zu
leisten.
'''Image'''
Genau diese Vielfalt macht den
Reiz aus. Jeder Ort hat seinen
eigenen Charakter, spricht unterschiedliche
Gruppen an.
Trotz unterschiedlicher Lebensweisen
müssen Aufgaben gemeinsam
bewältigt werden.
'''Ilmenau 2014'''
Die Orte der Samtgemeinde
entwickeln sich maßvoll weiter,
erfahren keine explosionsartige
Ausweitung. Die gute Infrastruktur
muss gezielt weiter
entwickelt werden, mehr [[Arbeitsplätze]] und Lebensqualität
das Ziel sein. Es darf aber keine
Schnellschüsse geben, die vordergründig Erfolg versprechen,
letztlich aber das Gegenteil bewirken,
etwa neue Discounter.
|'''A39'''
Ja zur A39. Bis zur Fertigstellung
muss der Lkw-Verkehr
durch eine Tonnagebeschränkung
reduziert werden, obwohl
diese schwer zu kontrollieren
ist. Langfristig ist eine maßvolle
Verkehrsreduzierung nötig.
'''Discounter'''
Die Mehrheit der Bevölkerung
kauft ohnehin bei Discountern
und würde dies zum Beispiel
auch in Melbeck tun. Ortsrandlagen
sind für die Ansiedlung
von Vorteil. Nachbarorte wie
Wendisch Evern und Bienenbüttel sind Wettbewerber bei
der Ansiedlung, doch die Kaufkraft
muss im Ort bleiben. Weitere
Vorteile: neue [[Arbeitsplätze]],
mehr Gewerbesteuereinnahmen,
Synergieeffekte für Einzelhandel
und Handwerk.
'''Image'''
Beide Gesichter müssen erhalten
bleiben. Der Tourismus in
allen Gliedgemeinden und eine
sinnvolle Gewerbeansiedlung
sollen gefördert, der öffentliche
Nahverkehr verbessert werden.
Natur und Kultur sind wichtig.
'''Ilmenau 2014'''
Mein Ziel sind zehn Prozent
Bevölkerungszuwachs mit einer
entsprechend verbesserten Infrastruktur.
Kinder- und Jugendfreundlichkeit
müssen steigen,
ebenso die Seniorenfreundlichkeit
durch passende
Wohnangebote. Die Wirtschaftlichkeit
im öffentlichen Bereich
muss erhöht, die Verschuldung
reduziert werden. Die Gliedgemeinden
müssen besser zusammenarbeiten.
|}
=== 19. August ===
==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Samtgemeinde Ostheide) ====
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'''<big>Auftakt der Wahlforen</big>'''
'''Diskussion in Neetze - Zwei Kandidaten für Bürgermeistersessel'''
''ml'' '''Barendorf'''.
Den Auftakt zu den Wahlforen der {{LZ}} macht am Montag, 21. August, die Samtgemeinde Ostheide. LZ und Publikum fühlen gemeinsam den Kandidaten Andrea Frey ([[CDU]]) und Norbert Meyer ([[SPD]]) auf den Zahn.
Beide wollen ab 1. November auf dem Sessel des Samtgemeindebürgermeisters Platz nehmen, die Amtsgeschäfte von Rolf-Dieter Sohl übernehmen. Darüber entscheiden bei der [[Kommunalwahl]] am 10. September rund 8000 Wahlberechtigte. "Insgesamt haben wir zwölf Wahllokale und sechs Briefwahlvorstände, 112 Helfer sind im Einsatz", berichtet stellvertretender Wahlleiter Stephan Thormann. Zudem gibt es in der Ostheide ein Novum: "Erstmals setzen wir Wahlurnen aus Pappe ein", so Thormann. "Sie lassen sich Platz sparend zusammenfalten, sind außerdem billiger als die Kunststoffbehälter." Rund zwölf Euro kostet die Papp-, die Plastikurne hingegen fast 100 Euro. 30 Pappbehälter hat die Verwaltung angeschafft.
Für unentschlossene Wähler stellt die LZ vor den Wahlforen die [[Politiker|Kandidaten]] noch einmal vor. Zudem müssen die Bewerber jeweils vier Fragen beanworten, die sie vorab erhalten. Das gilt auch für die Wahlforen in Bleckede, Dahlenburg, Gellersen, Ilmenau, Lüneburg und die Runde der Landratskandidaten (Termine rechts).
Jetzt die Fragen an Andrea Frey und Norbert Meyer, die Antworten stehen unten, das Stichwort zur jeweiligen Frage ist fett hervorgehoben:
* Die Samtgemeinde Ostheide ist eine '''Wachstumsregion'''. Bis 2013 soll die Zahl der Einwohner auf 11 500 wachsen. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus ?
* Über die [[Vorzugsvariante]] der '''A 39''' wird heftig gestritten, auch die Samtgemeinde Ostheide zerschnitten. Ja oder Nein ? Was sagen Sie zur Autobahn ?
* Die Ortsumgehung Barendorf wird gebaut, die Sporthalle am kommenden Wochenende eingeweiht. Konzentrieren sich '''Infrastrukturmaßnahmen''' einseitig auf den Verwaltungssitz ?
* Wo sehen Sie die Samtgemeinde Ostheide am Ende der Amtszeit in acht Jahren ? Was sind Ihre '''Ziele und Visionen''' ?
}}
'''Kampf ums Rathaus Ostheide'''
{|
| [[Bild:2006 08 19_landeszeitung 01.jpg]]
| Verwaltungssitz der Samtgemeinde Ostheide ist Barendorf (unser Luftbild). Zwei Bewerber wollen ins Rathaus einziehen: Andrea Frey (unten links) für die [[CDU]] und Norbert Meyer (unten rechts) für die [[SPD]].<br>''Foto: A/boldt''
|}
{| {{tabelle auto}}
| [[Bild:Andrea Frey.jpg]]
|Andrea Frey aus Neetze, 41 Jahre alt, verheiratet, ein Sohn, tritt für die [[CDU]] als Kandidatin für den Posten des Samtgemeindebürgermeisters an. Kommunalpolitisch ist die Sparkassenbetriebswirtin seit 2001 aktiv, sitzt unter anderem im Samtgemeinderat.<br>''Foto: A/kre''
| [[Bild:Norbert Meyer.jpg]]
|Norbert Meyer aus Vastorf, 39 Jahre alt, unverheiratet, geht als Kandidat für die [[SPD]] ins Rennen. Er ist Verwaltungsexperte, leitet den Fachbereich Haupt-, Personal- und Bauverwaltung bei der Samtgemeinde, ist zudem Gemeindedirektor von Barendorf.<br>''Foto: A/kre''
|-
| '''Wachstumsregion'''
Die Samtgemeinde ist sich ihrer Position als Wachstumsregion bewussst, der Bevölkerungszuwachs im Flächennutzungsplan berücksichtigt. Neue Baugebiete sind in den Mitgliedsgemeinden ausgewiesen oder in Planung. Wichtig ist, dass der dörfliche Charakter in den Orten erhalten bleibt. Wir können froh sein, bei rückläufigen Geburtenraten Plätze in Schulen und Kindergärten zu füllen und damit [[Arbeitsplätze]] im Bildungsbereich zu sichern.
'''Autobahn 39'''
Ein klares Nein zur [[Vorzugsvariante]]. Um den Wirtschaftsstandort Lüneburg zu stärken und weitere Abwanderungen von Unternehmen zu verhindern, ist der Bau der A39 wünschenswert. Bei Unfällen kollabiert der Verkehr jedoch schon jetzt auf der [[Ostumgehung]]. Ich favorisiere eine Ringlösung um Lüneburg herum. So wird auch der Westen Lüneburgs entlastet. Durch die B 216 und die L 221 dient die Ostheide als Ost-West-Verbindung. Ein noch höheres Verkehrsaufkommen ist für die Bürger nicht zumutbar.
|'''Infrastrukturmaßnahmen'''
Investitionen werden so vorgenommen, wie sie erforderlich sind und Mittel bereitstehen. Wir freuen uns, dass das Geld vom Land für die Umgehungsstraße früher als erwartet fließt, Barendorf vom Schwerlastverkehr entlastet wird. Die Sanierung der Sporthalle war aus Sicherheitsgründen unumgänglich, der Neubau berücksichtigt aktuelle Erfordernissen. Vereine der Mitgliedsgemeinden profitieren. Vor kurzem ist in die Infrastruktur Neetzes investiert worden, weitere Projekte in Mitgliedsgemeinden stehen an.
'''Ziele und Visionen'''
Der Beitritt in die Arbeitsgemeinschaft Elbtalaue/Wendland verbessert den Tourismus, alle Gemeinden sind über Radwege erreichbar. Ziel-1-Mittel unterstützen die Entstehung heimischer [[Arbeitsplätze]], die Gewerbegebiete Neetze und Vastorf sind ausgeschöpft. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist durch neue Hort- und Krippenplätze verbessert worden. Die Samtgemeindeverwaltung wird auch im Internet zum Dienstleistungsunternehmen.
|'''Wachstumsregion'''
Die Samtgemeinde ist gut gerüstet. Die Kindergärten sind gut ausgebaut, haben Kapazitäten frei. Auch die Grundschulen sind gut aufgestellt. Erweitert werden muss das Angebot in den Kindertagesstätten. Krippen- und Hortplätze müssen geschaffen, die Öffnungszeiten den Bedürfnissen angepasst werden. Dabei dürfen die Gebühren nicht ins Unermessliche steigen. Berücksichtigen muss die künftige Bauleitplanung das Älterwerden der Gesellschaft.
'''Autobahn 39'''
Unbestritten: Lüneburg profitiert von der A 250. Dies lässt sich aber nicht wiederholen. Deshalb bin ich gegen den Bau der A 39. Ich glaube nicht, dass sich entlang einer A 39-Trasse weitere Betriebe ansiedeln und dadurch [[Arbeitsplätze]] geschaffen werden. Als Beispiel sei nur das Gewerbegebiet in Bad Fallingbostel genannt. Dieses liegt direkt an der A 7 und ist nur mit einer Musterhaussiedlung bebaut. Sicherlich: Melbeck muss entlastet werden. Aber die Planungsunterlagen zeigen: Hier hilft nur eine Umgehungsstraße.
|'''Infrastrukturmaßnahmen'''
Nein, eine Konzentration der Infrastrukturmaßnahmen gibt es nicht. Richtig ist, dass zurzeit viel in Barendorf passiert, worauf ich als Gemeindedirektor sehr stolz bin. Zumal noch eine Apotheke gebaut wird. Aber auch in der Gemeinde Neetze hat sich in den letzten Jahren viel getan: die Ortsdurchfahrt wurde erneuert, derzeit wird ein neuer Radweg nach Bleckede gebaut. Ein weiterer ist von Süttorf über Thomasburg nach Bavendorf realisiert worden, und das Gewerbegebiet Vastorf profitiert von der Umgehung.
'''Ziele und Visionen'''
Die rasante Einwohnerentwicklung der Samtgemeinde darf nicht weitergehen. Vielmehr geht betreutes Wohnen für ältere Menschen Hand in Hand mit der Schaffung von Krippenplätzen. Ein mittelfristiges Ziel ist die Einrichtung einer weiterführenden Schule sowie ein Ausbildungspakt mit örtlichen Unternehmen. Einrichten werde ich auf jeden Fall einen Bürgermeisterstammtisch, um direkt von den Bürgern zu erfahren, wo "der Schuh drückt".
|}
=== 18. August ===
==== ZDF tivi.de über Schüler-Fernsehinterview ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Redezeit in Lüneburg</big>'''
Marcel, Lutz und Frederic gehen in die Johanneum Schule in Lüneburg. Die drei gehen ganz gerne in ihre Schule, doch jetzt soll sich etwas ändern: "Direkt neben unserer Schule soll eine Autobahn gebaut werden. Wenn wir die Fenster in der Schule offen haben, wird es hier [[Lärm|sehr laut]] und außerdem müssen wir ständig die Abgase einatmen", erklärt Frederic.
'''Protest gegen den Plan'''
Die Jungs sind sich einig, dass die Autobahn woanders gebaut werden soll. Gemeinsam haben sie deshalb Unterschriften gesammelt und einen Leserbrief an eine Zeitung geschrieben. Doch geholfen hat das nichts. Also: Ein klarer Fall für die logo!-Redezeit.
'''Das Redezeit-Gespräch'''
Zum Gespräch kam Herr Manthey von der Bezirksregierung. Er erklärte, dass [[Vorzugsvariante|sich die Autobahnplaner genau überlegt haben, wo die Autobahn gebaut werden soll]]. Und er gab zu, dass die Planer wussten, dass dort eine Schule ist. Dann erklärte Herr Manthey noch viele komplizierte Dinge und zeigte dauernd auf den Plan, den er mitgebracht hatte.
http://www.tivi.de/imperia/md/images/logo/a_43_quer_210x166/redezeit/lueneburg_autobahn_01.jpg
http://www.tivi.de/imperia/md/images/logo/p_2er_hoch_160x344/redezeit/lueneburg_autobahn_01.jpg
http://www.tivi.de/imperia/md/images/logo/a_43_quer_210x166/redezeit/lueneburg_autobahn_02.jpg
http://www.tivi.de/imperia/md/images/logo/p_2er_hoch_160x344/redezeit/lueneburg_autobahn_02.jpg
Nach langem Gerede wollten die drei Jungs es genau wissen: "Steht es schon fest, dass [[Vorzugsvariante|die Autobahn hier]] gebaut wird?" Doch darauf hatte Herr Manthey keine endgültige Antwort. [[raumordnungsverfahren|Noch werde geplant]], aber entschieden sei nichts. Frederic, Lutz und Marcel fanden das Ergebnis der Redezeit verständlicherweise nicht so gut. Aber sie wollen nicht aufgeben.
[http://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/14773/index.html Quelle]
}}
=== 17. August ===
==== {{LZ}} über Schüler-Fernsehinterview ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Schüler machen klar: „Wir wollen die A 39 nicht“</big>'''
'''Gymnasiasten bekommen Redezeit im Fernsehen'''
''ahe'' '''Lüneburg'''.
[[Bild:2006 08 17 landeszeitung 01.jpg|thumb|460px|'''Kamera läuft, Ton ab: Marcel, Frederic und Lutz (v.r.) begrüßen ihren Gesprächspartner für das Fernsehinterview, Dr. Holger Manthey.''' <br>Foto: t&w]]
Sie sind zwar
erst elf und zwölf Jahre alt, doch
eine eigene Meinung haben die
drei Jungs längst. Zumindest
zum Thema A39: Die wollen
Marcel Winkelmann, Frederic
Sorbe und Lutz Thies nämlich
nicht. Und mit dieser Meinung
halten die drei Gymnasiasten
vom Johanneum nicht hinterm
Berg, im Gegenteil: Morgen,
Freitag, erfahren Fernsehzuschauer,
warum die Jungs die
Autobahn nicht wollen. In den
[http://www.tivi.de/fernsehen/logo/start/index.html Kindernachrichten Logo! auf KI.KA] bekommen sie morgen
ab 16.50 Uhr zweieinhalb Minuten
Redezeit.
Frederic hatte an die Redaktion
geschrieben, dass eine Autobahn
gebaut werden soll, die
[[Vorzugsvariante|durch Lüneburg ganz in der
Nähe ihrer Schule in Lüne
vorbeiführen soll]]. „Ich glaube,
das wär' ganz gut, wenn das mal
ins Fernsehen kommt“, erklärt
Frederic, der klarmacht: „Wir
wollen die A39 hier nicht.“ Die
Redakteure des Fernsehsenders
wollten sich seine Argumente
anhören. Sie kamen mit Kamera
und Mikrofon nach Lüneburg
und baten neben Frederic
auch Lutz und Marcel dazu, die
zusammen rund 500 Unterschriften
gegen die A39 an ihrer
Schule gesammelt hatten.
Als Gesprächspartner bei den
Dreharbeiten an der Schule
Lüne saß Dr. Holger Manthey
mit am Tisch. Der verantwortliche
Mann für das [[Raumordnungsverfahren]]
bei der Regierungsvertretung
Lüneburg war
gern bereit, die Fragen der
Kinder zur geplanten A39 zu
beantworten und sich ihre Bedenken
anzuhören.
So erzählte zum Beispiel
Lutz, dass die Schüler in der
Grundschule und der Außenstelle
des Johanneums schon
jetzt selbst bei Hitze oft nicht
die Fenster öffnen können, [[Lärm|weil
es durch die Bahnstrecke und
die B209 in der Nachbarschaft
zu laut ist]], um noch vernünftig
lernen zu können. [[Vorzugsvariante|„Steht denn
jetzt fest, dass die A39 an
unserer Schule entlang läuft?“]],
wollte es Frederic ganz genau
wissen. Manthey antwortete
ihm: „Das kann ich noch nicht
sagen. Es wird noch ein [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn|weiteres
Verfahren]] geben, in dem
geprüft wird, ob das sein muss.“
}}
=== 14. August ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der [[Kommunalwahl]]-Kandidaten ====
{{LB|Harald Kerl<br>21337 Lüneburg}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Unterstützung von Kandidaten</big>'''
'''[[Presseberichte_August_2006|„Kampf um Logenplätze“, LZ vom 4. August]]'''
In Lüneburg stehen demnächst [[Kommunalwahl|Wahlen]] an. Man erkennt das an den vielen Wahlplakaten, die oftmals an verkehrsstarken Punkten aufgestellt sind. Hier werben [[Politiker|die vom Volk gewählten Vertreter]] um jede Stimme. Wohlgemerkt: [[Politiker|Volkesvertreter]]!
Doch wo sind denn nun [[Politiker|die vom Volk gewählten und beauftragten Vertreter]], wenn es um die A 39 geht? Sind sie im Wohngebiet Moorfeld? In Lüne? Am Ebensberg? Oder sind sie etwa bei den ca. 30 Hausbesitzern, deren Häuser vom Abriss bedroht sind? Oder denken sie etwa über das Menschenrecht nach?
Nach der vom Europäischen Rat verabschiedeten "Europäischen Konvention zur Wahrung der Menschenrechte u. Grundfreiheit" werden ohne Unterschied des Geschlechtes, der Rasse, Farbe, Sprache und Religion u. a. folgende Rechte garantiert:
* Artikel 5: Schutz gegen rückwirkende Geltung von Gesetzen
* Artikel 6: Schutz des privaten Familienlebens, des Hauses u. d. Briefwechsels
* Artikel 12: Recht auf Achtung des Eigentums
Oder diskutieren sie etwa über die Grundrechte im [[Grundgesetz]] der Bundesrepublik Deutschland?
*[[Grundgesetz#Artikel_13_.5BUnverletzlichkeit_der_Wohnung.5D|Artikel 13: Unverletzlichkeit der Wohnung]]
*[[Grundgesetz#Artikel_14_.5BEigentum_-_Erbrecht_-_Enteignung.5D|Artikel 14: Eigentumsrecht]]
Also, [[Politiker|vom Volk gewählte Vertreter]]: Helft uns jetzt mal bei des Volkes Wunsch: Keine A 39 durch Lüneburg!
}}
=== 12. August ===
==== {{LZ}} über Leserwünsche zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Politiker]] sollen sich klar äußern</big>'''
'''Leser wünscht deutliche Positionierung bei den Themen Müll und A 39'''
''fy/ahe Lüneburg.''
Deutlichere Äußerungen zu den Themen Müll oder A 39 von den Protagonisten der [[Kommunalwahl]] wünscht sich der Lüneburger Reinhard Burkhardt. Die Oberbürgermeister-Kandidaten müssten den Bürgern, die wie er als Einwohner der Gerhart-Hauptmann-Straße von der Autobahn direkt betroffen wären, ausführlicher erklären, wie sie dazu stehen oder was sie vorhaben, sagte Burkhardt am LZ-Lesertelefon. Eine Gelegenheit, den [[Politiker]]n auf den Zahn zu fühlen, haben er und andere Leser bei den LZ-Wahlforen (Termine siehe S. 7).
...
}}
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} über Expertendiskussion ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Experten diskutieren</big>'''
'''Autobahn 39'''
''Von Carolin George''
Zu einer Expertendiskussion über die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg lädt die Stiftung Leben & Umwelt für Freitag, 25. August, ab 19.30 Uhr in den Hörsaal 4 der Uni Lüneburg ein, Campus Scharnhorststraße. Weitere Infos im Internet unter der Adresse http://www.slu-boell.de.
}}
=== 2. August ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Variante 503 (Ausbau der [[Ostumgehung]]) ====
{{LB|Martin Knoop<br>21337 Lüneburg}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Anwohner werden A 39-Opferlämmer</big>'''
'''[[Presseberichte_Juli_2006|„Tunnel brächte Kahlschlag“, Leserbrief von Werner Momberg]]'''
Wir alle haben Verständnis und befürworten den Einwand gegen einen Autobahntunnel. Sehr verärgert sind wir über die unsolidarische Auffassung, die [[Ostumgehung]] zwischen A 250 und Stadtkoppel als Schnellstraße zu nutzen.
Herr Momberg sollte sich vor Ort selber über den Unterschied zwischen seiner Idylle am Klosterteich und dem schon jetzt unerträglichen [[Lärm]] und die Schadstoffbelastung z. B. in der Lenaustraße überzeugen und die weiteren Belastungen durch einen Lückenschluss zwischen A 250 und A 39 sowie den hinzukommenden Belastungen bei erneuter EU-Erweiterung hinzurechnen. Auch für Herrn Momberg sind wir bei der [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“|Demo gemeinsam gegen die A 39 auf Stadtgebiet]] auf die Straße gegangen und sehen uns bei seinem Vorschlag als Opferlämmer.
Nur bei einer Vollsperrung nach Unfällen herrscht in diesem Bereich Ruhe auf der [[Ostumgehung]]. Uns Anwohnern wurde im September 1988 schriftlich vom Stadtrechtsrat Webersinn mitgeteilt, dass bedingt durch die leichte Kurvenlage der [[Ostumgehung]] im Bereich Moorfeld das Straßenbauamt die von der Stadt Lüneburg festgesetzte Geschwindigkeit von 80 km/h auf 100 km/h für angemessen hält mit dem Hinweis, dass 80 km/h durch das geringe Unfallgeschehen nicht gerechtfertigt sei und dass durch die Missachtung der angeordneten Geschwindigkeit durch fast alle Verkehrsteilnehmer eine Heraufsetzung der zulässigen Geschwindigkeit verlangt werde.
Wir betroffenen Bürger haben in der Vergangenheit vieles hinnehmen dürfen und sind entsetzt. Hinzu kommt die nervliche Belastung der ungewissen Zukunft über den Verbleib von ca. 100 Bürgern, wenn zu Gunsten der [[Vorzugsvariante]] 502 die Variante 503 realisiert wird. Die bestätigte Folge bedeutet den Abriss von ca. 30 Häusern (Kahlschlag) im Dehmelweg und in der Rilke-, Lenau- und Scheffelstraße. Welche Zukunftsperspektiven haben wir und unsere Kinder? Auch bei dieser Möglichkeit wären wir die Opferlämmer.
Keine der geplanten Ostvarianten auf Stadtgebiet sowie eine Umwandlung der [[Ostumgehung]] zwischen der A 250 und der A 39 zur Schnellstraße ist akzeptabel.
}}
{{Pressefuss|Juli 2006|September 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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| [[Bild:Presse.jpg]] || Auf dieser Seite sind <b>{{PAGENAME}}</b> zusammengestellt, weitere Presseartikel findest Du über das rechte Menü.
* Aktivitäten der BI in Wort & [[Aktuelle Fotos|Bild]] findest Du auch unter '''[[Aktionen]]''' beschrieben.
* Auf der [http://www.aktion-lebensberg.de Lebensberg-Internetseite] gibt es [http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/presse.html ein umfassendes Pressearchiv mit allen relevanten Veröffentlichungen aus den vergangenen Jahren].
* Auch auf der [http://www.keine-a39.de/ Internet-Seite des Dachverbandes] befindet sich ein [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=category§ionid=4&id=14&Itemid=22 umfangreiches Archiv].
|{{Pressenavi}}<center><sub>[http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=Presseartikel:_Muster-Artikel&action=edit Muster-Artikel]</sub></center>
|}{{toc}}
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2007-10-28T19:59:34Z
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Detlef
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#REDIRECT [[Regelquerschnitt]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Diskussion:Lärm
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2007-10-31T22:51:26Z
Detlef
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text/x-wiki
3.3.13 Luftreinhaltung, Lärm- und Strahlenschutz
3.3.13.1 Programmaussagen
Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, die Landschaft sowie Kulturund
sonstige Sachgüter und die Atmosphäre sind vor schädlichen
Luftverunreinigungen zu schützen. Dem Entstehen von Luftverunreinigungen
ist entgegenzuwirken. Vorhandene Luftverunreinigungen sind abzubauen.
(C 2.4 01)
Die Schadstoffbelastung der Luft ist in besonders belasteten Regionen laufend
zu überwachen. Die Ergebnisse gebietsbezogener Immissionsuntersuchungen
von Luftverunreinigungen sind bei raumbedeutsamen Planungen zu
berücksichtigen. (C 2.4 04)
Die für den Kaltluftzufluss und daher für die Frischluftzufuhr bedeutsamen
Täler des Fließgewässersystems der Ilmenau und die siedlungsnahen,
windstärkeren Freiflächen sind von Bebauung oder Aufforstung freizuhalten.
(RROP LK Uelzen D 2.4 02)
Die Bevölkerung ist vor schädlichem Lärm zu schützen. Einem weiteren
Anwachsen der Lärmbelästigung ist entgegenzuwirken, bestehende
Lärmbelastungen sind zu vermindern. Hierzu sind Lärmminderungspläne von
den Gemeinden - soweit erforderlich - aufzustellen und bei den weiteren
Planungen zu berücksichtigen. (C 2.4 05)
Die Bevölkerung des Landkreises ist vor schädlichem Lärm zu schützen.
(RROP LK Lüneburg D 2.4 04)
Die Lärmminderung an der Lärmquelle (aktiver Lärmschutz) hat grundsätzlich
Vorrang vor anderen Lärmschutzmaßnahmen (passiver Lärmschutz). Reichen
Lärmschutzmaßnahmen nicht aus, sind Lärmquellen, soweit möglich, zu
bündeln und die Belastungen auf möglichst wenige Bereiche zu reduzieren.
Zwischen Lärmquellen und lärmempfindlicher Nutzung sind ausreichende
Abstände einzuhalten. In den Siedlungszentren, insbesondere in
Ordnungsräumen, sind Zonen geringer Lärmbelastung anzustreben. (C 2.4
06)
Verkehrswege und andere lärmerzeugende Anlagen sind so zu planen, dass
davon ausgehende Lärmbelastungen, insbesondere der Wohnbereiche und
der Bereiche mit besonderer Erholungsfunktion, weitgehend vermieden
werden. Wo im Bereich vorhandener Anlagen die Anforderungen an gesunde
Wohnverhältnisse durch lärmmindernde Maßnahmen nicht gewahrt werden
können, ist der Bau neuer Wohnungen oder anderer lärmempfindlicher
Einrichtungen zu verhindern. (C 2.4 07)
Bei der Planung von Verkehrswegen und anderen lärmerzeugenden Anlagen
ist auf wirksamen Schallschutz zu achten. Die Lärmbelästigung ist durch
ausreichende Abstände oder andere geeignete Maßnahmen, wie Führung von
Verkehrswegen im Einschnitt oder Anordnung von Lärmschutzwällen oder
anderen lärmmindernden Maßnahmen, möglichst gering zu halten. (RROP LK
Lüneburg D 2.4 05)
Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Regierungsvertretung Lüneburg - August 2007
- 110 -
Bei der Ausweisung neuer Wohngebiete und der Planung von Verkehrswegen
ist auf wirksamen Lärmschutz zu achten. Die Lärmbelästigung ist durch
ausreichende Abstände oder andere geeignete Maßnahmen wie Führung von
Verkehrswegen im Einschnitt oder Anordnung von Lärmschutzwällen
möglichst gering zu halten. Bei Wohngebieten, die durch Lärm belastet
werden, sind geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung zu
treffen; bei Verkehrslärm kommen hier vor allem Maßnahmen der
Verkehrslenkung und -beruhigung in Frage. Auf lärmmindernde Maßnahmen
ist vor allem im Zuge der Ortsdurchfahrten der Bundes- und Landesstraßen
und der Strecken der Deutschen Bahn AG hinzuwirken. Bei der Planung von
Ortsumgehungen und von Eisenbahnstrecken ist dem Lärmschutz Rechnung
zu tragen. (RROP LK Uelzen D 2.4 03)
. . . Wenn eine Vermeidung der Emissionen nicht möglich ist, sind zwischen
Emittenten (Anlagen, Straßen etc.) und der Wohnbebauung ausreichende
Abstände einzuhalten bzw. geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. . .(RROP
ZGB D 2.4 03)
Vorhandene Belastungen der Bevölkerung durch Verkehrslärm sollen durch
technische Maßnahmen an Fahrzeugen bzw. Fluggeräten und durch
verkehrslenkende bzw. verkehrsbeschränkende Maßnahmen gesenkt werden.
An stark lärmbelasteten Verkehrswegen sind Maßnahmen zur Lärmsanierung
anzustreben. (C 2.4 08)
Zur wirksamen Abstimmung der Siedlungsentwicklung mit den Belangen
lärmerzeugender Nutzungen, darunter insbesondere der Verteidigung, sowie
zur Lenkung der Bauleitplanung sind in den Regionalen
Raumordnungsprogrammen Lärmbereiche und
Siedlungsbeschränkungsbereiche festzulegen. Lärmbereiche umfassen die
Gebiete mit störenden Wirkungen vorhandener Lärmemissionen.
Siedlungsbeschränkungsbereiche umfassen diejenigen Gebiete, in denen eine
weitere Wohnbebauung auszuschließen ist.
Lärmbereiche oder Siedlungsbeschränkungsbereiche sind insbesondere
festzulegen
- an stark lärmbelasteten Straßen und Schienenwegen. . . .
Von der Festlegung als Siedlungsbeschränkungsbereich können gewachsene
Siedlungsbereiche ausgenommen werden, wenn die weitere bauliche
Entwicklung innerhalb der Gemeinde nur dort möglich ist. (C 2.4 09)
3.3.13.2 Darstellung und Bewertung der Auswirkungen
Die grundlegenden inhaltlichen Aussagen dazu finden sich unter 3.3.4.3,
4.2.1.2 und 4.2.2.2. Diese Aussagen sind geeignet, den unter 3.3.13.1
dargestellten raumordnerischen Festlegungen zur Luftreinhaltung, Lärm- und
Strahlenschutz in der Bewertung und Gesamtabwägung entsprechend Geltung
zu verschaffen.
Durch die Trassenwahl und mit Hilfe technischer Schallschutzmaßnahmen
wird sichergestellt, dass die Grenzwerte der BImSchV eingehalten werden.
Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Regierungsvertretung Lüneburg - August 2007
- 111 -
Insofern wird das im LROP formulierte raumordnerische Ziel, die Bevölkerung
vor schädlichem Lärm zu schützen, eingehalten.
Die Forderung des LROP, Lärmquellen so weit wie möglich zu bündeln um die
Belastungen auf möglichst wenige Bereiche zu reduzieren, ist mit der Nutzung
der vorhandenen Ortsumgehung und teilweiser Bündelung mit dem Elbe-
Seitenkanal ebenfalls erfüllt. Mit Wahl der Westvariante würde die
Lärmbelastung in einem bislang unbelasteten Gebiet stark anwachsen.
Gesamtbewertung
Wegen der erheblichen Lärm- und Schadstoffemissionen beim Betrieb einer
Autobahn bzw. einer Bundesstraße ist die Bedeutung der Vorhaben für diese
Belange hoch.
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2007-10-31T22:54:37Z
Detlef
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text/x-wiki
''noch aufzuarbeiten:''
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3.3.13 Luftreinhaltung, Lärm- und Strahlenschutz
3.3.13.1 Programmaussagen
Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, die Landschaft sowie Kulturund
sonstige Sachgüter und die Atmosphäre sind vor schädlichen
Luftverunreinigungen zu schützen. Dem Entstehen von Luftverunreinigungen
ist entgegenzuwirken. Vorhandene Luftverunreinigungen sind abzubauen.
(C 2.4 01)
Die Schadstoffbelastung der Luft ist in besonders belasteten Regionen laufend
zu überwachen. Die Ergebnisse gebietsbezogener Immissionsuntersuchungen
von Luftverunreinigungen sind bei raumbedeutsamen Planungen zu
berücksichtigen. (C 2.4 04)
Die für den Kaltluftzufluss und daher für die Frischluftzufuhr bedeutsamen
Täler des Fließgewässersystems der Ilmenau und die siedlungsnahen,
windstärkeren Freiflächen sind von Bebauung oder Aufforstung freizuhalten.
(RROP LK Uelzen D 2.4 02)
Die Bevölkerung ist vor schädlichem Lärm zu schützen. Einem weiteren
Anwachsen der Lärmbelästigung ist entgegenzuwirken, bestehende
Lärmbelastungen sind zu vermindern. Hierzu sind Lärmminderungspläne von
den Gemeinden - soweit erforderlich - aufzustellen und bei den weiteren
Planungen zu berücksichtigen. (C 2.4 05)
Die Bevölkerung des Landkreises ist vor schädlichem Lärm zu schützen.
(RROP LK Lüneburg D 2.4 04)
Die Lärmminderung an der Lärmquelle (aktiver Lärmschutz) hat grundsätzlich
Vorrang vor anderen Lärmschutzmaßnahmen (passiver Lärmschutz). Reichen
Lärmschutzmaßnahmen nicht aus, sind Lärmquellen, soweit möglich, zu
bündeln und die Belastungen auf möglichst wenige Bereiche zu reduzieren.
Zwischen Lärmquellen und lärmempfindlicher Nutzung sind ausreichende
Abstände einzuhalten. In den Siedlungszentren, insbesondere in
Ordnungsräumen, sind Zonen geringer Lärmbelastung anzustreben. (C 2.4
06)
Verkehrswege und andere lärmerzeugende Anlagen sind so zu planen, dass
davon ausgehende Lärmbelastungen, insbesondere der Wohnbereiche und
der Bereiche mit besonderer Erholungsfunktion, weitgehend vermieden
werden. Wo im Bereich vorhandener Anlagen die Anforderungen an gesunde
Wohnverhältnisse durch lärmmindernde Maßnahmen nicht gewahrt werden
können, ist der Bau neuer Wohnungen oder anderer lärmempfindlicher
Einrichtungen zu verhindern. (C 2.4 07)
Bei der Planung von Verkehrswegen und anderen lärmerzeugenden Anlagen
ist auf wirksamen Schallschutz zu achten. Die Lärmbelästigung ist durch
ausreichende Abstände oder andere geeignete Maßnahmen, wie Führung von
Verkehrswegen im Einschnitt oder Anordnung von Lärmschutzwällen oder
anderen lärmmindernden Maßnahmen, möglichst gering zu halten. (RROP LK
Lüneburg D 2.4 05)
Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Regierungsvertretung Lüneburg - August 2007
- 110 -
Bei der Ausweisung neuer Wohngebiete und der Planung von Verkehrswegen
ist auf wirksamen Lärmschutz zu achten. Die Lärmbelästigung ist durch
ausreichende Abstände oder andere geeignete Maßnahmen wie Führung von
Verkehrswegen im Einschnitt oder Anordnung von Lärmschutzwällen
möglichst gering zu halten. Bei Wohngebieten, die durch Lärm belastet
werden, sind geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung zu
treffen; bei Verkehrslärm kommen hier vor allem Maßnahmen der
Verkehrslenkung und -beruhigung in Frage. Auf lärmmindernde Maßnahmen
ist vor allem im Zuge der Ortsdurchfahrten der Bundes- und Landesstraßen
und der Strecken der Deutschen Bahn AG hinzuwirken. Bei der Planung von
Ortsumgehungen und von Eisenbahnstrecken ist dem Lärmschutz Rechnung
zu tragen. (RROP LK Uelzen D 2.4 03)
. . . Wenn eine Vermeidung der Emissionen nicht möglich ist, sind zwischen
Emittenten (Anlagen, Straßen etc.) und der Wohnbebauung ausreichende
Abstände einzuhalten bzw. geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. . .(RROP
ZGB D 2.4 03)
Vorhandene Belastungen der Bevölkerung durch Verkehrslärm sollen durch
technische Maßnahmen an Fahrzeugen bzw. Fluggeräten und durch
verkehrslenkende bzw. verkehrsbeschränkende Maßnahmen gesenkt werden.
An stark lärmbelasteten Verkehrswegen sind Maßnahmen zur Lärmsanierung
anzustreben. (C 2.4 08)
Zur wirksamen Abstimmung der Siedlungsentwicklung mit den Belangen
lärmerzeugender Nutzungen, darunter insbesondere der Verteidigung, sowie
zur Lenkung der Bauleitplanung sind in den Regionalen
Raumordnungsprogrammen Lärmbereiche und
Siedlungsbeschränkungsbereiche festzulegen. Lärmbereiche umfassen die
Gebiete mit störenden Wirkungen vorhandener Lärmemissionen.
Siedlungsbeschränkungsbereiche umfassen diejenigen Gebiete, in denen eine
weitere Wohnbebauung auszuschließen ist.
Lärmbereiche oder Siedlungsbeschränkungsbereiche sind insbesondere
festzulegen
- an stark lärmbelasteten Straßen und Schienenwegen. . . .
Von der Festlegung als Siedlungsbeschränkungsbereich können gewachsene
Siedlungsbereiche ausgenommen werden, wenn die weitere bauliche
Entwicklung innerhalb der Gemeinde nur dort möglich ist. (C 2.4 09)
3.3.13.2 Darstellung und Bewertung der Auswirkungen
Die grundlegenden inhaltlichen Aussagen dazu finden sich unter 3.3.4.3,
4.2.1.2 und 4.2.2.2. Diese Aussagen sind geeignet, den unter 3.3.13.1
dargestellten raumordnerischen Festlegungen zur Luftreinhaltung, Lärm- und
Strahlenschutz in der Bewertung und Gesamtabwägung entsprechend Geltung
zu verschaffen.
Durch die Trassenwahl und mit Hilfe technischer Schallschutzmaßnahmen
wird sichergestellt, dass die Grenzwerte der BImSchV eingehalten werden.
Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Regierungsvertretung Lüneburg - August 2007
- 111 -
Insofern wird das im LROP formulierte raumordnerische Ziel, die Bevölkerung
vor schädlichem Lärm zu schützen, eingehalten.
Die Forderung des LROP, Lärmquellen so weit wie möglich zu bündeln um die
Belastungen auf möglichst wenige Bereiche zu reduzieren, ist mit der Nutzung
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Autobahn bzw. einer Bundesstraße ist die Bedeutung der Vorhaben für diese
Belange hoch.
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Detlef
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Presseberichte April 2007
0
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2007-11-18T15:17:37Z
Detlef
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/* {{LZ}} zum bevorstehenden Erörterungstermin */
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 30. April ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur neuen Linie der CDU ====
{{LB|Ortwin Höller<br>Reppenstedt}}
{{Kasten|1=
'''<big>Zweifelhaftes Lob</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|"Traumwahlergebnis für Michael Grosse-Brömer", LZ vom 23. April]]'''
"... dass irgendwann keine schützenswerte(n) Kreaturen mehr gefunden werden, ..."
Ich gratuliere der [[CDU]] zu ihrem Traumergebnis.
Wenn eine Partei mit einem "C" im Namen in dieser Form von Mensch und Tier spricht, ist es für die menschlichen Kreaturen leicht, diese Partei nicht zu wählen.
}}
=== 28. April ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum [[Schutzgut Mensch]] ====
{{LB|Elke Meiermann und Familie<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Wo bleibt Schutz ?</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zum_diskutierten_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung|"Genaue Prüfung der Ostumgehung", LZ vom 24. April]]'''
[[Schutzgut Mensch]], was bedeutet das? Dass der Mensch geschützt wird? Nach welchen Maßstäben wird hier gemessen?
Seit Jahren leiden wir und unsere Kinder unter dem immer stärkeren Verkehrsaufkommen auf der [[Ostumgehung]].
Zu Hauptverkehrszeiten, und das ist fast immer, ist der Verkehrs[[lärm]] so stark, sind [[Feinstaub]] und [[Abgas]]e fast unerträglich, dass wir es nach kurzem Aufenthalt im Garten nicht mehr aushalten. Nachts bekommen wir oft kein Auge zu. Jetzt sollen noch mal mindestens 25 000 Autos direkt an unseren Grundstücken vorbei? Wo bleibt da der Schutz für die Menschen, die hier wohnen?
Haus und Grund sind unser Leben und jetzt nur noch die Hälfte wert?
Es ist zum Heulen!
}}
{{LP-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zur angedachten Deckelung der sogenannten Ostumgehung (1) ====
{{LB|Verena Fiedler<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Wir Anwohner sollen geopfert werden!</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#L.C3.BCnepost_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|"Lüneburg will ein Dach für die neue Autobahn", LP vom 21. April]]'''
Wir Anwohner der [[Ostumgehung]],
der momentanen Vorzugstrasse,
sollen geopfert werden! Was uns
so ohnmächtig macht, ist, dass
die Planer vom grünen Tisch aus
an einer Streckenführung arbeiten,
die sie mit Sicherheit vor Ort
noch nicht in Augenschein genommen
haben. Eine Verbreiterung
der 4 Spuren auf 3,75 Meter
mit je einem Standstreifen pro
Fahrtrichtung ist bautechnisch gar
nicht möglich, ohne Abriss von
Häusern, wenn der [[Lärm]]schutz
nicht direkt an den Regenrinnen
der Dächer befestigt wird.
Einfamilienhäuser stehen unmittelbar
am jetzigen, nicht mehr
ausreichenden Lärmschutzwall.
Durch das Führen der [[Ostumgehung]]
unter der Erbstorfer Landstraße
ist eine regelrechte, 6–8
Meter tiefe, Straßenschlucht entstanden.
In der Sackgasse
Scheffelstraße steht am Ende, in
Entfernung von 3 Metern der
letzten Hauswand ein Hinweisschild:
„Achtung, Lebensgefahr“
und weist darauf hin, dass direkt
dahinter Absturzgefahr besteht.
Obwohl das [[Raumordnungsverfahren]]
eine Detailbetrachtung
nicht vorsieht, kann man bei so
offensichtlichen bautechnischen
Schwierigkeiten, sprich einer
Trassenführung durch gewachsene
Strukturen, diese nicht außer
Acht lassen.
Eine Abdeckelung, sprich ein
Tunnel, benötigt Filteranlagen,
Fluchtgänge und weitere Sicherheitsmaßnahmen
die immens
kostenaufwendig sind. Ein Tunnel
von 1 Kilometer Länge, wird heute
mit einem Kostenaufwand von
ca. 130 Mio. Euro veranschlagt.
Die Kommunal[[politiker]], die
meinen, dass eine Deckelung,
eine Lösung wäre, sind für die
[[Planung]] und die spätere Umsetzung
gar nicht zuständig. Die
Planungsbehörde hat im Kostenvergleich
bis dato eine Abdeckelung
nicht in Erwägung gezogen.
Es ist ganz offensichtlich, dass die hier lebenden Menschen von allen Entscheidungsträgern geopfert werden sollen.
}}
[[Bild:LP 2007 04 28 1.jpg|thumb|right|460px|'''Kreative Proteste gab es beim Erörterungstermin zur geplanten Autobahn 39. Neuester Plan: Die Trassenführung auf der Lüneburger [[Ostumgehung]] soll mit einem Deckel versehen werden.''' Foto: t&w]]
{{LP-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zur angedachten Deckelung der sogenannten Ostumgehung (2) ====
{{LB|Ulf Jacob<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Wie können Politiker so schnell resignieren?</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#L.C3.BCnepost_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|"Lüneburg will ein Dach für die neue Autobahn", LP vom 21. April]]'''
Es freut mich, dass Lüneburg
durch die Lünepost regelmäßig
über die neuen Ereignisse um
die A 39 informiert wird. Und
doch scheint vielen Menschen
immer noch nicht klar zu sein,
was diese Autobahn für die Stadt
und die Menschen hier bedeutet.
Der Lüneburger Rat, der beschlossen
hat, dass auf Stadtgebiet
keine Autobahn gebaut
werden soll, nimmt es wohl sehr
genau. Denn jeder, der auf die
[[Ostumgehung]] fährt, sieht schon
an den Straßenschildern, dass
er formal die Stadt verlässt und
erst bei der nächsten Abfahrt
wieder betritt.
Wie können die [[Politiker]] so
schnell resignieren und mit
wahnwitzigen Deckellösungen
liebäugeln. Bei der ursprünglichen
Variantensuche war die
Kurve im Bereich Moorfeld zu
eng und etliche Häuser hätten
weichen müsse. Nun soll der
[[Kurvenradius]] doch ausreichen.
Lediglich der Wall muss weichen,
damit eine zweispurige
Autobahn mit Standstreifen entstehen
kann.
Wie soll da noch Platz für die
Beton-Konstruktion eines Deckels
sein? Dieser Wall, der
jetzt den Schall bricht, wird
irgendwann durch eine „schöne“
Schallschutzmauer ersetzt werden
und dann wird das Geld
nicht mehr reichen.
Die rund 200 Familien, die im
Abstand von 5–150 Metern von
der geplanten Variante 586 in Lüneburg-Moorfeld wohnen, werden
dann vom [[Lärm]] und [[Feinstaub]]
krank gemacht. Wenn man
den Abstand von 500 Metern zu
einer Autobahn, der normalerweise
eingehalten werden soll
betrachtet, betrifft dies sogar den
gesamten Stadtteil Moorfeld.
Frau Padberg und Co., die
ständig mit erhöhtem Verkehrsaufkommen
die A 39 begründen,
sollten einmal berechnen, ob eine
zweispurige Autobahn dieses
Verkehrsaufkommen überhaupt
bewältigen kann! Was nutzt eine
Autobahn, die schon bei Ihrer
Fertigstellung ein Nadelöhr für
die errechneten 65.000 Autos mit
sich bringt. Und wenn es dann
an so einem Unfallschwerpunkt
einmal kracht wird ganz Lüneburg
merken, wie viele Autos
täglich an der schönen Stadt vorbeisausen,
weil der einzige Ausweg
mitten durch die Innenstadt
fließt.
Wer eine Autobahn durch Lüneburg toleriert oder sogar noch versucht die Verträglichkeit zu begründen, verkennt den Schaden den dieser Bau für alle Menschen in Lüneburg mit sich bringt!
}}
=== 24. April ===
==== {{LZ}} zum diskutierten Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{Kasten|1=
'''<big>Genaue Prüfung der Ostumgehung</big>'''<br>
'''A 39-Planer warten auf Stellungnahme'''
ml '''Lüneburg/Uelzen'''. Vier Schwerpunkte ergeben sich für Dr. Holger Manthey, Regierungsvertretung Lüneburg, und die Planer der Autobahn 39 nach dem Erörterungstermin im [[Raumordnungsverfahren]]: "Wie stark steigt der Verkehr auf der [[Ostumgehung]] Lüneburg, wenn sie zur Autobahn ausgebaut wird ? Wie kann das engmaschige Anschluss-Stellennetz verkehrssicher gestaltet werden ?", nennt Manthey zwei für Lüneburg wichtige Fragen.
Vor weiteren Untersuchungen will Manthey jedoch die schriftliche Stellungnahme abwarten, die die Stadt angekündigt hat. Untersucht wird auch eine Verlegung der Vorzugsvariante in der Samtgemeinde Ostheide. Hier wünschen sich die Kommunen einen Verlauf entlang des Elbe-Seitenkanals, ohne Bogen in Richtung Volkstorf. "Beide Varianten haben Vor- und Nachteile", hält sich Manthey bedeckt, aber prüfungsbereit.
Geprüft werden zudem Einwendungen aus den Bereichen Bad Bodenteich und Breitenhees (Landkreis Uelzen).
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_Schutzgut_Mensch|28.04.: Wo bleibt Schutz ?]]
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur neuen Linie der CDU (1) ====
{{LB|Ardo Sohns<br>Adendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Schutz für Profit</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|"Plädoyer für die A 39", LZ vom 23. April]]'''
Wie viel sind den Befürwortern einer A 39 die Menschen wert, die in der Nähe dieser Autobahn wohnen müssten? Der Bundestagsabgeordnete der [[CDU]] Michael Grosse-Brömer hat es jetzt mit erschreckender Deutlichkeit gesagt: "Ich bin zuversichtlich, dass irgendwann keine schützenswerten Kreaturen mehr gefunden werden, die den Bau verhindern." Dass zu den "Geschöpfen", den "Kreaturen", auch die Menschen gehören, ist jemandem vom Bildungsstand dieses Mannes sicher klar. Aber ,schützenswert' sind diese Kreaturen für ihn offensichtlich nicht. Schützenswert ist wohl nur der von dieser Autobahn erwartete Profit. Aber selbst diese Erwartung erscheint mir in mehrfacher Hinsicht fragwürdig.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur neuen Linie der CDU (2) ====
{{LB|Eine von diesen "Kreaturen"<br>Detmar Ohlenroth<br>Adendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Eine der Kreaturen </big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|"Plädoyer für die A 39", LZ vom 23. April]]'''
Wenn der CDU-Bezirksvorsitzende hofft, dass "irgendwann keine schützenswerten Kreaturen mehr gefunden werden, die den Bau der A39 verhindern", so wird er sicher enttäuscht werden angesichts der zigtausend schützenswerter menschlicher Kreaturen, durch deren Lebensraum die Trasse - welche auch immer - verlaufen wird.
}}
=== 23. April ===
==== {{LZ}} zur neuen Linie der CDU ====
{{Kasten|1=
'''<big>Plädoyer für die A 39</big>'''<br>
'''Traum-Wahlergebnis für Michael Grosse-Brömer beim CDU-Bezirksparteitag'''
''Von Franzis Waber''
Nenndorf. Strahlende Gesichter auf dem Bezirksparteitag der [[CDU]] Nordostniedersachsen: Der Bundestagsabgeordnete Michael Grosse-Brömer wurde mit einem Traumergebnis von mehr als 96 Prozent der Stimmen der 165 Delegierten wiedergewählt.
Als Stellvertreter stehen ihm weiterhin der parlamentarische Geschäftsführer der [[CDU]]-Fraktion im niedersächsischen Landtag, [[Bernd Althusmann]], sowie die Europaabgeordnete Ewa Klamt zur Seite. Die Delegierten der acht Kreisverbände votierten außerdem mit großer Mehrheit für Henning Otte, der als neuer Vorständler ebenfalls den Posten eines stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt. Der 38-jährige Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Landrat aus Celle löst Klaus Wohler ab, der dem Verband weiterhin als Beisitzer zur Verfügung steht. Schatzmeister bleibt für eine weitere Amtsperiode Jürgen Dierks vom Kreisverband Uelzen.
{{mark|"Die Sozis können besser Opposition und wir können besser Regierung." umriss Grosse-Brömer die Leistungen der Landesregierung in Hannover und die der Großen Koalition in Berlin.}} Im Rückblick auf die [[Kommunalwahl]]en im vergangenen September, die für die [[CDU]] nicht überall zufrieden-stellend ausgefallen seien, rief der alte und neue Bezirksvorsitzende für die nächste Wahl dazu auf, notfalls unabhängige Kandidaten Parteimitgliedern vorzuziehen, um verlorene Mehrheiten zurückzugewinnen.
{{mark|"Wir brauchen die A 39 und stehen voll hinter dieser Autobahn. Ich bin zuversichtlich, daß irgenwann keine schützenswerten Kreaturen mehr gefunden werden, die den Bau verhindern", gab Grosse-Brömer die Marschrichtung in Sachen Verkehrspolitik vor.}} Daneben gelte es, die Chance, die der Bezirk als [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1-Gebiet im Rahmen der EU-Förderung]] bekommt, zu nutzen. Mit den Geldern sei es möglich, Nordostniedersachsen als Tourismusregion, als Forschungs- und Entwicklungsstandort mit der Uni Lüneburg sowie als Wirtschaftsstandort und kulturell attraktiver Raum wesentlich besser als bisher zu etablieren.
Auf die Notwendigkeit einer eigenen kulturellen Identität der Region machte auch Klaus-Peter Schöppner aufmerksam, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitutes TNS Emnid, der den Parteitag in seinem Vortrag mit auf einen Ausflug in ein Niedersachsen im Jahr 2025 nahm. Das von ihm entworfene Zukunftszenario mündet in die Entscheidung der Bürger zwischen einem Marktmodell und einem Sozialmodell des Staates.
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===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU_.281.29|24.04.: Schutz für Profit]]
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU_.282.29|24.04.: Eine der Kreaturen]]
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|30.04.: Zweifelhaftes Lob]]
=== 21. April ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Erörterungstermin ====
{{LB|Carsten Jaeger<br>BI Mechtersen "Keine A 39!"}}
{{Kasten|1=
'''<big>Mehr Mut zum Nein </big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|"Stadt will Deckel für Ostumgehung", LZ vom 20. April]]'''
[[Bild:LZ_2007_04_21_1.jpg|thumb|460px|'''Mit einer Theateraufführung protestierten A39-Gegner bei der Anhörung in Uelzen gegen die geplante Trasse.''' Foto: dpa]]
Für einige engagierte Bürgermeister könnte sich die Anreise nach Uelzen zum Teil gelohnt haben. So soll die Trassenführung bei Vastorf überprüft und paralleler zum Elbe-Seitenkanal gelegt werden. Auch im Raum Oetzen deutet sich noch Bewegung an, die aus Sicht der Planer zu einer "Trassenoptimierung" beitragen könnte. Das heißt mit anderen Worten aber auch: Welches "Schutzgut" soll hier geringer bewertet werden - Tiere oder Pflanzen, Landwirtschaftsfläche oder Erholungswald?
Wer die Belange von Mensch und Naturraum wirklich ernst nimmt, kann - wie in diesem Beispiel - eigentlich nur zu einem Ergebnis kommen: Weder die eine noch die andere Variante ist mit den Grundsätzen und Zielen der Raumordnung auch nur halbwegs vereinbar! Denn eigentlich soll im [[Raumordnungsverfahren]] das "ob und wie" einer Planung überprüft werden, erst recht bei Projekten mit "besonderem naturschutzfachlichem Planungsauftrag".
Warum nimmt z.B. die Stadt Lüneburg sich jetzt nicht ein Beispiel an Gemeinden wie Wendisch Evern, Vastorf oder Altenmedingen und hinterfragt die bisherige Planung einmal grundsätzlicher? Stattdessen fordert Lüneburgs Anwältin zunächst eine noch längere und teurere westliche Autobahn und zeigte dabei auch keine Scheu vor peinlichsten Zwischenrufen ("Welche Menschen wohnen denn dort?"). Ganz im Sinne Mädges: Hamster und Grashalme.
Hatte nicht Lüneburg gestern noch eine Verkehrsanbindung seines Hafens, mehr Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt und eine direkte Verlängerung der A 39 zum Ostseeraum gefordert? Ganz eng mit der IHK im so genannten [[Nordland-Autobahn-Verein]] e.V. - schon vergessen? Jetzt die Geister, die man lauthals rief, anderen zuzuschieben, ist kurzsichtig und verantwortungslos. Für eine bessere Verkehrs- und Umweltpolitik ohne diese milliardenschwere, aber nicht alternativlose Transitautobahn durch die Heideregion muss es nicht zu spät sein. Wenigstens versuchen könnte man es.
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{{LP-Logo}}
==== {{LP}} zum Erörterungstermin (1) ====
{{Kasten|1=
'''Lüneburg forderte beim A39-Erörterungstermin:'''
'''<big>„Wir wollen eine Autobahn mit Dach“</big>'''
'''Lüneburg/Uelzen (poe).''' Die
Autobahn 39 wird wohl kommen,
auch wenn die Gegner sich damit
noch lange nicht abfinden
wollen.
Die Lüneburger interessiert
jetzt besonders: Wo verläuft die
A 39 durch ihre Stadt? Antworten
gab es in dieser Woche beim
großen [[Erörterung]]stermin in
Uelzen. Dort wurde klar:
Die Trasse über die bestehende
[[Ostumgehung]] wird favorisiert.
Damit scheint die
umstrittene „[[Kloster-Trasse]]“
gestorben zu sein.
Trotzdem kein Jubel bei den Lüneburger Vertretern, die in Uelzen dabei waren. Sie forderten vehement, dass die Trasse über die [[Ostumgehung]] zum Schutz der Anwohner mit einem Dach versehen werden muss – {{o}}''' Seite 3'''
}}
{{LP-Logo}}
==== {{LP}} zum Erörterungstermin (2) ====
{{Kasten|1=
'''Beim Erörterungstermin für die A 39 forderte Stadt-Juristin:'''
'''<big>„Lüneburg will ein Dach auf der neuen Autobahn“</big>'''
[[Bild:LP_2007_04_21_1.jpg|thumb|460px|'''Die Gegner der A 39 kamen hoch zu Ross als „Die 3 Musketiere“ nach Uelzen und verlasen ihre Einwände gegen die Autobahn.''' Foto: t&w]]
'''Lüneburg (sp/bec/poe).'''
Eine Trasse für die geplante Autobahn
39 mit größtmöglichen
positiven und kleinstmöglichen
negativen Auswirkungen
– danach hat die Niedersächsische
Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr gesucht.
Gefunden hat sie auf
Lüneburger Stadtgebiet eine
Linienführung, die auf der
schon existierenden [[Ostumgehung]]
verläuft. Beim [[Erörterung]]stermin
am Donnerstag in
Uelzen brachte die Stadt Argumente
vor, die gegen diese Lösung
sprechen.
So sehen die Pläne aus: Die
Autobahn 39 verläuft von der Anschlussstelle
Lüneburg-Nord
über die Ostumgehung und verlässt
die B4-Strecke nördlich des
Anschlusses an die Bundesstraße
216. Der Kurven-Radius von
550 Metern auf der [[Ostumgehung]]
soll beibehalten werden, lediglich
die Fahrbahnstreifen werden
auf 3,75 Meter verbreitert
und ein Standstreifen ergänzt.
'''„Häuser müssen nicht abgerissen werden“'''
„Häuser müssen deshalb
nicht abgerissen werden“, versichert
Stadt-Pressesprecher
Jörg Stauch.
[[Bild:LP_2007_04_21_2.jpg|thumb|150px|left|'''Anwältin Dr. Uta Rüping vertrat die Stadt Lüneburg beim Anhörungstermin in Uelzen.''' sp/nh]]
Dr. Uta Rüping vom Anwaltsbüro
Rüping, Karoff und Kollegen
sprach in Uelzen für die
Stadt Lüneburg: „Weil die [[Klostertrasse]]
aus der Diskussion ist,
hat Lüneburg schon einiges gewonnen.
Haben Sie aber trotzdem
Verständnis dafür, dass die
Stadt stellvertretend für ihre Bürger
nicht in frenetischen Applaus
ausbricht.“ Rüping führte an,
dass die Bürger der Stadt zum
Teil über die zulässigen Grenzen
hinaus mit [[Lärm]], [[Abgas]]en und
[[Feinstaub]] belastet werden.
Auch bei der Verkehrsentwicklung
hat die Stadtverwaltung Probleme
mit der [[Ostumgehung]].
Nach ihrer Ansicht ist die bisherige
Ostumgehung schon heute
ein Unfallschwerpunkt, kaum geeignet
für den Ausbau zur Autobahn.
Zwischen 60 000 und
65 000 Fahrzeuge würden nach
dem Ausbau auf der [[Ostumgehung]]
rollen. Die Verteilerfunktion
der Ostumgehung für die Stadt
sei dann erheblich gestört. Dass
die Trasse mit sechs Anschlussstellen
im Stadtgebiet funktioniert,
zieht die Stadt in Zweifel.
Auch die Stadtentwicklung
sieht Lüneburg beeinträchtigt.
„Das Gewerbegebiet Bilmer
Berg wird von der Trasse zerschnitten.
Außerdem beeinträchtigen
eventuelle Lärmwände das
Stadtbild“, sagt Stauch.
Viele Gründe also, warum die
[[Ostumgehung]] als A39-Trasse
der Stadt Lüneburg Bauchschmerzen
bereitet. Die Kostenersparnis,
die eine Osttrasse
gegenüber dem Westen bringe,
sei mit der Zurücksetzung des
Schutzgutes „Mensch-Wohnen“
erkauft, so Rüping: „Wenn die
Trasse kommt, dann muss sie
zumindest so gestaltet werden,
dass alle Grenzwerte durch aktive
Schutzmaßnahmen sicher
eingehalten werden und dass
darüber hinaus ein deutlicher
Schritt in Richtung der engeren
Vorsorgewerte getan wird.“
Dies sei aus Sicht der Stadt
nur mit einem Tunnel oder einem
Deckel über der Autobahn
möglich.
„Die Stadt wird ihre Sichtweise
zu Papier bringen und ihre Gutachter
noch einmal an die neuen
Pläne setzen. Diese Argumente
wird sie in den kommenden Wochen
ins [[Raumordnungsverfahren]]
einbringen“, so Pressesprecher
Stauch.
'''Autobahngegner wollen gegen die Trasse klagen'''
Betroffen von der Vorzugsvariante
sind neben Lüneburg auch
Adendorf und die Samtgemeinde
Ostheide. Deren Vertreter
drängten beim [[Erörterung]]stermin
auf weitere Änderungen.
Klagen gegen die geplante Trasse will der Dachverband der Autobahngegner. Das ist rein rechtlich aber erst im Rahmen der abschließenden [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] möglich. Das Ergebnis des vorhergehenden [[Raumordnungsverfahren]]s soll im Juni vorliegen.
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_L.C3.BCnepost_zur_angedachten_Deckelung_der_sogenannten_Ostumgehung_.281.29|28.04.: Wir Anwohner sollen geopfert werden!]]
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_L.C3.BCnepost_zur_angedachten_Deckelung_der_sogenannten_Ostumgehung_.282.29|28.04.: Wie können Politiker so schnell resignieren?]]
* [[Presseberichte_Mai_2007#Leserbrief_in_der_L.C3.BCnepost_zur_angedachten_Deckelung_der_sogenannten_Ostumgehung|05.05.: Unser OB ist eingeknickt]]
=== 20. April ===
==== {{LZ}} zum Erörterungstermin (1) ====
{{Kasten|1=
[[Bild:LZ_2007_04_20_1.jpg|thumb|460px|'''Theater als Protest: Der Lüneburger Frank Kracht liest im historischen Kostüm Einwendungen gegen die A39 vor''' Foto: t&w]]
'''<big>Stadt will Deckel für Ostumgehung</big>'''<br>
Erörterungstermin für A 39 in Uelzen
nt '''Uelzen'''. Der zweitägige
Erörterungstermin im [[Raumordnungsverfahren]]
für die geplante
Autobahn 39 läuft seit
gestern in Uelzen. Rund 150
Vertreter von Kommunen, Verbänden und Behörden wollen
ihre Bedenken gegen die geplante
Trasse vorbringen.
Der Dachverband der Autobahngegner
will gegen die
Trasse klagen. Dies geht aber
erst im Rahmen des [[Planfeststellungsverfahren]]s.
Das Ergebnis
des [[Raumordnungsverfahren]]s
soll im Juni vorliegen. Als
besonders heikel gilt die Trassenführung durch Lüneburg.
Die Stadt fordert nun als [[Lärm]]schutz einen Deckel für die [[Ostumgehung]]. Von Lüneburg führt die Trasse durch die Ostheide östlich an Uelzen und Bad Bodenteich vorbei an die bestehende A 39 nördlich von Wolfsburg. Bei Bad Bodenteich wird die Autobahn durch die Bundesstraße 190 mit der geplanten A 14 Schwerin-Magdeburg verbunden. {{o}}''' Seite 3'''}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Mai_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_angedachten_Deckelung_der_sogenannten_Ostumgehung|26.05.: Luftnummer Deckel]]
==== {{LZ}} zum Erörterungstermin (2) ====
{{Kasten|1=
'''<big>Musketiere gegen die Autobahn</big>'''<br>
'''Erörterungstermin in Uelzen'''
[[Bild:LZ_2007_04_20_2.jpg|thumb|460px|'''Die drei Musketiere reiten gegen die A 39: Joachim Detzkies, Juliane Haufe und Klaus Krüger (v.r.) beim Protest-Theater vor der Stadthalle in Uelzen.''' Foto: t&w]]
stb/cn/ml '''Uelzen'''. Der Tag begann mit Theater, mittags lud die Regierungsvertretung Lüneburg zur Pressekonferenz und bis zum Abend diskutierten Vertreter von Kommunen, Naturschutzverbänden und Behörden heftig - auch über die neue Vorzugsvariante für die Autobahn 39 auf Lüneburger Gebiet. Die Klostertrasse ist vom Tisch, die [[Ostumgehung]] Favorit.
"Für Lüneburg ist viel gewonnen, in Jubel brechen wir aber nicht aus", kommentierte Dr. Uta Rüping die neue Lage zu Beginn des zweitägigen Erörterungstermins in der Uelzener Stadthalle. "Zu groß sind die Bauchschmerzen wegen der [[Ostumgehung]]", legte die Juristin der Stadt nach: "Das Verkehrsaufkommen wird steigen, die Ostumgehung ihrer Verteilerrolle nicht mehr gerecht."
Ohnehin sei fraglich, wie die sechs Anschlussstellen in die Autobahnpläne gezwängt werden sollen. Ihr Fazit: "Die Kostenersparnis, die die Ost- gegenüber einer Westtrasse bringt, ist mit der Zurücksetzung des Schutzgutes Mensch erkauft."
Lüneburger zählten denn auch zu den Autobahngegnern, die am Morgen die ankommenden Erörterungsteilnehmer mit einem Theaterstück empfingen. Hoch zu Ross präsentierten sie sich als die drei Musketiere. Das Motto: "Mit Mut, Witz und Solidarität gegen Ideologen, Ignoranz und Intrigen."
Zu den Musketieren, dargestellt von Klaus Krüger, Juliane Haufe und Joachim Detzkies, gesellte sich ebenfalls im historischen Gewand König Uwe Krieg. Er lauschte seinem Volk. "Wir wollen dem König klar machen, was das Volk denkt", sagte Doris Paland aus Lüneburg und las gemeinsam mit Frank Kracht, einem weiteren Lüneburger, 35 Seiten mit Einwendungen gegen die A 39 vor. Daneben prangte das Schild: "Volkes Wille - 15 000 Einwendungen, 30 000 Unterschriften."
Am Rande der Aufführung hatten sich auch Anwohner der [[Ostumgehung]] mit Transparenten platziert - mit dabei Gisela und Manfred Groß. Sie bekannten sich zur A 39. "Die Autobahn soll einen großen Bogen um Lüneburg machen, im Osten oder Westen verlaufen, wo keine Menschen belästigt werden", forderte das Ehepaar.
[[Bild:LZ_2007_04_20_3.jpg|thumb|left|118px|'''Dr. Holger Manthey ist der Verantwortliche der Regierungs-vertretung Lüneburg.'''<br>Foto: t&w]][[Bild:LZ_2007_04_20_4.jpg|thumb|117px|'''Annette Padberg ist die A39-Planerin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.'''<br>Foto: cn]]
In der Stadthalle gab es dann aus Sicht des Landkreises Lüneburg "keine Überraschungen". Landrat [[Manfred Nahrstedt]] will sich jetzt "mit der Stadt zusammensetzen, um das Beste für die Bürger zu erreichen".
Von der Vorzugsvariante betroffen sind auch die Gemeinde Adendorf und die Samtgemeinde Ostheide. Deren Bürgermeister Joachim Pritzlaff und Norbert Meyer drängten auf weitere Änderungen. Die seien zwar möglich, sagte Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung bei der Pressekonferenz am Mittag, "doch etwas völlig Neues wird es nicht gehen".
Offenbar auch nicht die von Pritzlaff und der Stadt Lüneburg bevorzugte Westtrasse. Annette Padberg von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: "Wegen der längeren Strecke gäbe es auch größere Einschnitte in die Natur."
Südlich Lüneburgs forderte Meyer eine Trassenführung entlang des Elbe-Seitenkanals. Für Manthey eine schwierige Abwägung: Die Kanaltrasse verlaufe in nur 150 Meter Abstand zu einigen Einzelhäusern. "Der bisher geplante Bogen führt hingegen in 400 Meter Entfernung an Volkstorf vorbei."
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==== {{LG}} zum Erörterungstermin ====
{{Kasten|1=
'''<big>A39: Ostumgehung bereitet Lüneburg Bauchschmerzen</big>'''<br>
(sp) Lüneburg. Nach einer Trasse für die A39 mit größtmöglichen positiven und kleinstmöglichen negativen Auswirkungen, danach hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gesucht. Gefunden hat sie auf Lüneburger Stadtgebiet eine Linienführung, die auf der schon existierenden [[Ostumgehung]] verläuft. Beim Erörterungstermin am Donnerstag in Uelzen brachte die Stadt Argumente vor, die gegen diese Lösung sprechen.
So sehen die Pläne aus: Die Autobahn 39 verläuft von der Anschlussstelle Lüneburg-Nord über die [[Ostumgehung]] und verlässt die B4-Strecke nördlich des Anschlusses an die Bundesstraße 216. Der Radius von 550 Meter auf der Ostumgehung soll beibehalten werden, lediglich die Fahrbahnstreifen werden auf 3,75 Meter verbreitert und ein Standstreifen ergänzt.
Dr. Uta Rüping vom Anwaltsbüro Rüping, Karoff und Kollegen sprach in Uelzen für die Stadt: „Weil die [[Klostertrasse]] aus der Diskussion ist, hat Lüneburg schon einiges gewonnen. Haben Sie aber trotzdem Verständnis dafür, dass die Stadt stellvertretend für ihre Bürger nicht in frenetischen Applaus ausbricht.“ Rüping führte an, dass die Bürger der Stadt zum Teil über die zulässigen Grenzen hinaus mit [[Lärm]], [[Abgas]]en und [[Feinstaub]] belastet werden.
Auch bei der Verkehrsentwicklung hat die Stadt Probleme mit der [[Ostumgehung]]. Nach Ansicht der Stadt ist die bisherige [[Ostumgehung]], schon heute ein Unfallschwerpunkt, kaum geeignet für den Ausbau zur Autobahn. Zwischen 60.000 und 65.000 Fahrzeuge würden nach dem Ausbau auf der [[Ostumgehung]] rollen. Die Verteilerfunktion der [[Ostumgehung]] für die Stadt sei dann erheblich gestört. Dass die Trasse mit sechs Anschlussstellen im Stadtgebiet funktioniert, zieht die Stadt in Zweifel. Auch die Stadtentwicklung sieht Lüneburg beeinträchtigt. Das Gewerbegebiet Bilmer Berg wird von der Trasse zerschnitten. Außerdem beeinträchtigen eventuelle Lärmwände das Stadtbild.
Viele Gründe also, warum die [[Ostumgehung]] als A39-Trasse der Stadt Lüneburg Bauchschmerzen bereitet. Die Kostenersparnis, die eine Osttrasse gegenüber dem Westen bringe, sei mit der Zurücksetzung des Schutzgutes „Mensch-Wohnen“ erkauft, so Rüping: „Wenn die Trasse kommt, dann muss sie zumindest so gestaltet werden, dass alle Grenzwerte durch aktive Schutzmaßnahmen sicher eingehalten werden und dass darüber hinaus ein deutlicher Schritt in Richtung der engeren Vorsorgewerte getan wird.“ Dies ist aus Sicht der Stadt nur mit einem Tunnel oder einer Deckelung möglich.
Die Stadt wird ihre Sichtweise zu Papier bringen und ihre Gutachter noch einmal an die neuen Pläne setzen. Diese Argumente wird sie in den kommenden Wochen ins [[Raumordnungsverfahren]] einbringen. Bis Juni will das Land das [[Raumordnungsverfahren]] abschließen, am Ende steht die [[Landesplanerische Feststellung]].
Alle Pläne und Unterlagen zur A39 finden sich [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C35574034_N35573931_L20_D0_I5213350.html hier].
[http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=239&inhalt_id=467937 Quelle: www.lueneburg.de]
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=== 19. April ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>Landkreis-Musketiere gegen Autobahn-Ideologen</big>'''
Die 34 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 haben den nichtöffentlichen [[Erörterung]]stermin im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s als „scheindemokratische Alibiveranstaltung“ tituliert: „In den Unterlagen werden die meisten der 15.000 Einwendungen gar nicht oder nur schematisch-abwehrend behandelt“, so Annette Niemann als Sprecherin des {{DV}} zwischen Lüneburg und Wolfsburg, „zum Beispiel wischt man die Forderungen zahlreicher Gemeinden nach Lärmschutzmaßnahmen mit dem Hinweis auf eine mögliche [[Lärm]]-Vorbelastung vom Tisch.“
Auch die vorgeschriebene Prüfung von Autobahn-Alternativen wie der Ertüchtigung von B 4 und B 71 hätten die Planer ohne nachvollziehbare Begründung unterlassen: „Hier hat die Verwaltung in vorauseilendem Gehorsam die Autobahn-Fixiertheit bestimmter Partei[[politiker]] übernommen und riskiert allein schon mit diesem Verfahrensfehler die Rechtssicherheit der Planung.“ Mehrere Gutachten von Einwendern wie der Stadt Lüneburg würden zudem die Haltlosigkeit von Verkehrsprognosen, Umweltverträglichkeitsprüfungen und anderen zentralen Annahmen der Planer deutlich belegen.
Aber selbst wenn man die A-39-Planung noch durchziehen könne, werde sie danach in der Schublade landen. Dafür würden das denkbar schlechte [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]], die chronische Unterfinanzierung des Bundesverkehrswegeplans und konkurrierende Verkehrsprojekte mit einer weitaus stärkeren Lobby sorgen. „Es wäre nur fair“, so Frau Niemann, „wenn die Regierungspolitiker in Niedersachsen diese Fakten nicht nur im internen Kreis besprechen würden, sondern auch mit den betroffenen Menschen vor Ort...“
Angesichts der Unsinnigkeit und Schädlichkeit dieser „Renommier-Autobahn“ forderte Frau Niemann die Kommunalpolitiker dazu auf, endlich das perspektivlose Wegschieben der A 39 in die Nachbargemeinden zu unterlassen. Zahlreiche Gemeinden hätten sich bereits den Beistand des Schutz- und Klagefonds gegen die A 39 gesichert. Verantwortungsbewusste Politiker müssten endlich die wegen der A 39 zurückgestellten Ortsumgehungen und Verkehrskonzepte wieder ganz nach vorn stellen.
Zum Auftakt des Erörterungstermins postierten die Bürgerinitiativen aus den drei betroffenen Landkreisen demonstrativ drei berittene Musketiere vor der Uelzener Stadthalle. Wie ihre literarischen Vorgänger sollen diese ihre Heimat „mit Mut, Witz und Solidarität gegen Ideologen, Ignoranz und Intrigen“ schützen.
}}
==== NDR zum Erörterungstermin ====
* [[Media:Ndr 07 04 19.mp3|NDR-Radiobeitrag zum Trassenvorschlag A 39 vom 19.04.2007]], mp3, Länge: 3:02 Minuten.
=== 18. April ===
==== {{LZ}} zum bevorstehenden Erörterungstermin ====
{{Kasten|1=
'''<big>Kommunen und Verbände erörtern Bedenken gegen A 39</big>'''<br>
'''Zweitägiger Termin startet am Donnerstag in der Stadthalle Uelzen'''
ml '''Lüneburg'''. "Eine emotionale, aber trotz allem sachliche Diskussion", erwartet Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg am Donnerstag und Freitag dieser Woche in der Uelzener Stadthalle. Im Zuge des [[Raumordnungsverfahren]]s zur geplanten Autobahn 39 werden rund 220 Träger öffentlicher Belange Bedenken und Änderungsvorschläge erörtern - von der Gemeinde bis zum Naturschutzverband, aber auch die Autobahngegner sind vertreten.
Jeweils ab 9.30 Uhr wird diskutiert - über 400 Seiten Akten, hinter verschlossenen Türen, Ende offen. Als "reinen Behördentermin" bezeichnet Manthey die Erörterung, dennoch dürften zahlreiche Medienvertreter vor Ort sein. Auch wenn am Ende der beiden Tage nichts entschieden wird. Leer gehen zudem Einwender aus, eine Antwort der Behörden im Einzelfall gibt es nicht. "Dies ist erst im [[Planfeststellungsverfahren]] vorgesehen", erklärt Manthey.
Sein Ziel: Bis Juni soll die Landesplanerische Entscheidung stehen als Grundlage für die [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium. Gibt es keine Verzögerungen, startet Anfang 2008 die Detailplanung mit dem [[Planfeststellungsverfahren]].
Mit klaren Vorstellung gehen unterdessen Stadt und Landkreis Lüneburg in die Erörterung. "Eine Planung auf der so genannten [[Klostertrasse]] lehnen wir grundsätzlich ab", sagt Landrat [[Manfred Nahrstedt]] und ergänzt: "Sollte die Autobahn auf der jetzigen [[Ostumgehung]] kommen, ist ein Deckel zwingend erforderlich."
Verkehrsdezernentin [[Andrea Schröder-Ehlers]] noch einmal die Chance der Stadt Lüneburg verdeutlichen: "Wir halten nach wie vor eine Umfahrung für die beste Lösung - ob im Westen oder weiträumig im Osten." Auf jeden Fall erhofft sich die Stadt weitere Infos zu [[Lärm]]schutz, [[Luftbelastung]] sowie Verkehrsaufkommen bei einem Verbleib auf der [[Ostumgehung]].
}}
=== 3. April ===
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} zur möglichen Rückstufung der A39 im Bundesverkehrswegeplan ====
{{Kasten|1=
'''<big>A-39-Gegner hoffen auf Rückstufung</big>'''<br>
Von Carolin George
Lüneburg -
Mit einem neuen Kalkül rechnen die Gegner der geplanten Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg: Sie gehen davon aus, dass die Strecke ähnlich wie die angedachte sogenannte "Y-Trasse" der Deutschen Bahn im Kreis Rotenburg in ihrer Priorität herabgestuft werden könnte - obwohl sie bereits als "vordringlich" im [[Bundesverkehrswegeplan]] eingestuft ist.
"Zwar steht auch die Y-Strecke im vordringlichen Bedarf und wurde von [[Politiker]]n sogar als finanziert angekündigt - dennoch wurde sie kürzlich wieder zurückgestuft", erklärt Annette Niemann, Sprecherin des {{DV}}. Diese Rückstufung, glaubt Niemann, könne die geplante A 39 umso eher treffen, weil sie "nur zufällig während der Landtagswahlkämpfe in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in den vordringlichen Bedarf gehievt werden konnte", eine schwache Lobby habe und ein schlechtes [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] aufweise.
"Andere Großprojekte schieben sich derzeit politisch an dieser bloßen Renommier-Autobahn vorbei", behauptet Niemann, "zumal der [[Bundesverkehrswegeplan]] chronisch unterfinanziert ist und sich ein unaufschiebbarer Reparatur-Bedarf an bestehenden Autobahnen und Autobahnbrücken auftürmt." 2009 wird das Programm neu überprüft. Schon dann, so die Hoffnung der A-39-Gegner, könne die Autobahn aus dem vordringlichen Bedarf herausgenommen werden. Dazu Dr. Holger Manthey, zuständiger Referent bei der Regierungsvertretung: "Wir wissen nicht, wer dann regiert, wie viel Geld da ist und wie sich die Reihung der Projekte gestaltet." Dass es so kommt wie von Niemann und Kollegen erhofft, will Manthey zwar "nicht ausschließen", sieht aber "sehr viel Spekulationen" darin.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{LB|Stefan Becker<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Abschied von Wahlversprechen</big>'''
'''[[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung_.281.29_3|„Variante mit vielen Vorteilen“, LZ vom 27. März]]'''
Nun ist die Katze also bereits vor den offiziellen [[Erörterung]]sterminen am 19./20. April in Uelzen mehr oder weniger aus dem Sack. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die A 39 auf der als [[Ostumgehung]] bezeichneten B 4 durch Lüneburg hindurch und nicht etwa um Lüneburg herum führen soll.
Dies wirkt insofern überraschend, als dass sich doch [[Politiker|alle in den Rat der Stadt gewählten Parteien]] zumindest immer deutlich gegen einen Trassenverlauf durch die Stadt ausgesprochen haben. Die Tatsachen, dass ranghohe Regional[[politiker]]Innen sich jetzt schon zumindest nach außen hin für einen aus finanziellen Gründen ohnehin nicht zu realisierenden Deckel für die durch die Wohngebiete führende A 39 stark machen. Und die Tatsache, dass die Verkehrsdezernentin der Stadt in der Presse erklärt, dass sie eine um das Stadtgebiet herumführende Trasse für schwer durchsetzbar halte, sowie gerade der Ertüchtigung der B 4 zur A 39 kritisch gegenüber stehende Vertreter der Stadt trotz entsprechender Regelungen in der Geschäftsordnung vom Termin am 23.03.2007 in der Regierungsvertretung nicht in Kenntnis gesetzt worden sind, obwohl dies im Rahmen der am Tag zuvor stattfindenden Ratssitzung ein leichtes gewesen wäre, lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Dass entgegen allen öffentlichen Beteuerungen die Entscheidung längst gefallen ist und vor allem die betroffenen AnwohnerInnen auf den Schock sinkender Lebensqualität sowie gebrochener Wahlversprechen vorbereitet werden sollen.
}}
=== 2. April ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>Rückstufung der A 39 bald möglich</big>'''
Verkehrsprojekte wie die A 39, die derzeit noch im „vordringlichen Bedarf“ des [[Bundesverkehrswegeplan]]s stehen, sind vor einer baldigen Herabstufung absolut nicht gefeit. Darauf verweisen Gegner der A 39 mit dem Hinweis auf das derzeitige Auf und Ab der geplanten „Y-Eisenbahn-Trasse“ im Kreis Rotenburg: „Zwar steht auch diese Y-Strecke im vordringlichen Bedarf und wurde von [[Politiker]]n sogar als finanziert angekündigt - dennoch wurde sie kürzlich wieder zurückgestuft“, so Annette Niemann als Sprecherin des {{DV}}.
Diese Rückstufung könne die geplante A 39 umso eher treffen, weil sie nur zufällig während der Landtagswahlkämpfe in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in den vordringlichen Bedarf gehievt werden konnte, eine schwache Lobby habe und weil sie ein denkbar schlechtes [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] aufweise. „Andere Großprojekte schieben sich derzeit politisch an dieser bloßen Renommier-Autobahn vorbei“, so Frau Niemann, „zumal der [[Bundesverkehrswegeplan]] chronisch unterfinanziert ist und sich ein unaufschiebbarer Reparatur-Bedarf an bestehenden Autobahnen und Autobahnbrücken auftürmt.“
Im Jahre 2009 müsse der [[Bundesverkehrswegeplan]] ohnehin überprüft werden - schon dann könne man die A 39 wieder aus dem vordringlichen Bedarf herausnehmen und stattdessen den dringenden Ausbau vorhandener Verkehrswege und Ortsumgehungen wieder hineinnehmen. Die reine Planung der A 39 werde vermutlich noch durchgezogen werden, bevor diese „Nonsensautobahn“ dann in den Schubladen verschwinde. Die kommende Erörterung der 15.000 Einwendungen im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s werde weitere Argumente für die Unsinnigkeit und Unwirtschaftlichkeit der A 39 liefern.
Frau Niemann verwies darauf, dass Dr. Manthey als Sprecher der Regierungsvertretung im Februar gegenüber einer Delegation von Wittinger Kommunalpolitikern darauf verwiesen habe, andere Autobahnen hätten mehrere Jahrzehnte lang unrealisiert im vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s verharrt. Dr. Mantheys Aussage, er erwarte den Bau der A 39 nicht vor 2020 oder 2025, deckt sich mit früheren Äußerungen des niedersächsischen Staatssekretärs Werren.
}}
{{Pressefuss|März 2007|Mai 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Manfred Nahrstedt
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2007-11-18T15:22:58Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[SPD]]|Funktion=Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages und Landrat für den Landkreis Lüneburg|Suche=Nahrstedt|Link=http://manfred-nahrstedt.de/|Zitat=Damit die Handelswege im ehemaligen Zonenrandgebiet, aber auch die Anbindung der Region Lüneburg an die Zentren Wolfsburg, Braunschweig und die Industriegebiete im sogenannten Sachsendreieck, mit Leipzig, Chemnitz und Dresden verbessert werden, setze ich mich {{mark|für den Ausbau der A 39}} als Verkehrsweg ein. Dabei ist mir bewusst, das hierüber Land und Bund zu entscheiden haben, nicht der Landrat.'' [http://manfred-nahrstedt.de/content/13687.php]
* ''Als [[SPD]]-Unterbezirksvorsitzender und Landtagsabgeordneter {{mark|erachte ich den Bau der A 39 als dringend erforderlich}}, da dies im ehemaligen Korridor des Zonenrandgebietes die verkehrsliche und wirtschaftliche Situation entscheidend verbessert.<br>Für das besonders sensible Teilstück in der Stadt Lüneburg kommt aus meiner Sicht nur eine {{mark|Gesamtuntertunnelung zwischen Lüne und Stadtkoppel}} in Betracht. Diese Lösung hat die geringste negative Einwirkung auf die an der Trasse lebenden Menschen, auf die Stadtentwicklung und sichert den historischen Bestand Lüneburgs.'' [http://manfred-nahrstedt.de/aktuell/nachrichten/meldungen/13652.php?page=&a=0&b=1&y=2006&m=4&lv=]
* ''Die Realisierung der A 39 halte ich für notwendig. Es wurde aber eine [[Vorzugstrasse]] durch Lüneburg vorgeschlagen, die ich nicht akzeptieren kann. Sie zerstört die Struktur der Stadt, das Kloster Lüne wird völlig außer Acht gelassen. Hier ist ein Tunnel oder die [[Ostumgehung]] mit einer Abdeckung eine zu prüfende Alternative.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
* ''Die [[Vorzugsvariante]] ist nicht hinnehmbar. Sie zerstört gewachsene Strukturen der Stadt. Eine Tunnellösung muss geprüft und angestrebt, alternativ die [[Ostumgehung]] genutzt und mit einem Deckel versehen werden.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Landrats-Stichwahl_.281.29|[LZ vom 20.09.2006]]]
* ''Ich stand und stehe auch weiterhin zum Bau der A39, da ich die Autobahn als wichtige Infrastrukturmaßnahme und wirtschaftliche Entwicklungschance sehe. Unsere Region braucht die Autobahn. Der Ausbau der jetzigen [[Ostumgehung]] war für mich eine geeignete Alternative, falls meine Vorschläge – östlicher gelegene Trasse und Tunnellösung – nicht zum Tragen kommen sollten.'' [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Pressedienst_Stadt_und_Landkreis_L.C3.BCneburg_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung|[Pressedienst LG vom 28.03.2007]]]
* ''Sollte die Autobahn auf der jetzigen [[Ostumgehung]] kommen, ist ein Deckel zwingend erforderlich.'' [[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zum_bevorstehenden_Er.C3.B6rterungstermin|[LZ vom 18.04.2007]]]
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[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Urheberrechte beachten
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2007-12-01T17:09:59Z
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... fremde Texte und Bilder sind in der Regel durch die Urheberrechte des Autors geschützt. Deshalb gilt als Grundregel:<br>
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== Zum Weiterlesen ==
* [http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/material/Skript/Skript_August2005.pdf "Internetrecht" - Ausführliches Skriptum von Prof. Dr. Thomas Hoeren, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster]
[[Kategorie:Wiki]]
8ec1aebb484745749f4d6720b8ba6d48ee44a667
Heiko Dörbaum
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2007-12-04T15:52:26Z
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{{Politiker|Partei=[[SPD]]|Funktion=Fraktionsvorsitzender der [[SPD]] im Lüneburger Stadtrat, Ortsvorsteher Ebensberg und Kreistagsmitglied|Suche=Dörbaum|Link=http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/fr020.asp?FRLFDNR=1|Zitat="Ich frage mich, wie die Landesbehörde hier so an Menschen vorbeiplanen konnte." Das [[Oberzentrum]] Lüneburg hätte oberste Priorität bei der [[Planung]] haben müssen. Allein die Vorstellung, die Bundesstraße 4 zurückzubauen, die [[Ostumgehung]] in Teilen zur Autobahn umzufunktionieren, schon das sei nicht akzeptabel.'' [[Presseberichte_Juli_2006#Landeszeitung_zur_Position_des_L.C3.BCneburger_Stadtrates|[LZ 25.07.06]]]
* ''Wir fordern weiterhin [[St.-Florians-Prinzip|eine Umfahrung im Westen oder weiträumig im Osten]]. Dem [[Schutzgut Mensch]] muss höchste Priorität eingeräumt werden.'' [http://www.spd-lueneburg.de/aktuell/nachrichten/meldungen/39283.php?page=&a=&b=&y=2007&m=3&lv= [SPD 29.03.07]]}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Gerhard Scharf
0
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2007-12-04T16:11:43Z
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Dr. {{Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion=Stellv. Fraktionsvorsitzender der [[CDU]] im Stadtrat und Kreistagsmitglied|Suche=Scharf|Link=http://www.lueneburg.de/index.htm?inhalt_id=368112&baum_id=24|Zitat=Eine Autobahn, die wenige 100 Meter am [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] vorbeiläuft, die die 1000-jährige Stadt teilt und die mit meterhohen [[Lärm]]schutzwänden eingefasst werden muss, ist nicht hinnehmbar. [[Presseberichte_Juli_2006#Landeszeitung_zur_Position_der_CDU|[1]]]}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
1973f775600df62957c1031ef08d0f51f2ad8d38
Landtagswahl
0
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2008-01-08T19:38:31Z
Detlef
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text/x-wiki
[[Bild:Landtagswahl3.jpg|right]]
'''Sonntag, 27. Januar 2008:''' <b>{{PAGENAME}}en in Niedersachsen</b><br>Wir wählen den Landtag.
Eine informative Zusammenstellung über die Modalitäten der Wahl liefert die Landeszeitung:
* Wie viele Stimmen habe ich?
* Wer darf wählen?
* Wer kann gewählt werden?
* Wer kann als Direktkandidat gewählt werden?
* Wie wird man Kandidat?
* Sitzverteilung
* Wie und wo wird gewählt?
[http://www.landeszeitung.de/start.phtml?tid=1000&fdat=Landtagswahl Zum Artikel...]
{{weiterlesen}}
* [http://www.nls.niedersachsen.de/html/landtagswahl.html Niedersächsisches Landtagswahlsystem auf www.nls.niedersachsen.de]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Politiker]]
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CDU
0
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1510
2008-01-08T22:16:24Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Entscheidungsträger}}
Die CDU vertritt keine einheitliche Position zur A 39:
* Stadtverband: Der CDU-Stadtverband hat bereits 2005 einen Beschluss gefasst für die A 39, sich auf die West-Trasse festgelegt.
* Kreisverband: Ein klares Ja zur Autobahn A 39, weil davon die Wirtschaft profitiert und [[Arbeitsplätze]] geschaffen werden. Auf eine Trasse hat sich der CDU-Kreisverband nicht festgelegt. [[Presseberichte_September_2006|[1]]]
* Bezirksverband, vertreten durch ihren Vorsitzenden und Bundestagsabgeordnete Michael Grosse-Brömer: "Wir brauchen die A 39 und stehen voll hinter dieser Autobahn. Ich bin zuversichtlich, daß irgenwann keine schützenswerten Kreaturen mehr gefunden werden, die den Bau verhindern". [[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|[2]]]
* Landespolitisch: Wir werden die wichtigen Autobahnprojekte der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg und den Lückenschluss der A 33 bei Osnabrück mit Nachdruck vorantreiben. Dem durchgehend sechsspurigen Ausbau der A7 und der A1 zwischen Osnabrück und Hamburg, der A 21 Kiel – Winsen (Luhe), der A26 von Stade nach Hamburg sowie dem Projekt A 39 geben wir hohe Priorität. [http://www.abgeordnetenwatch.de/images/programme/cdu_nds.pdf [3]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Bernd Althusmann]]
* [[Franz Fietz]]
* [[Gerhard Scharf|Dr. Gerhard Scharf]]
* [[Stefan Porwol]]
* [[Christian Wulff]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Die Linke
0
1250
1514
2008-01-08T22:30:43Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Entscheidungsträger}}
Die Linke vertritt eine einheitliche Position zur A 39:
* Der Neubau von Autobahnen ist in Niedersachsen nicht erforderlich. Dies gilt auch für die geplanten Vorhaben A 22 und A 39. [http://www.linkspartei-lg.de/pdf/Landeswahlprogramm2008.pdf]
* Kein weiterer Schnellstraßen- und Autobahnbau (A 39). Wir unterstützen die Argumente und Forderungen der Bürgerinitiative gegen die A 39 in vollem Unfang. Wir fordern die Streichung der A 39 aus dem von der ehem. rot/grünen Bundesregierung beschlossenen [[Bundesverkehrswegeplan]]es. Stattdessen fordern wir den Bau von Ortsumgehungen entlang der B 4. [http://www.linkspartei-lg.de/pdf/wahlprogramm.pdf]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Malte Riechey]], Fraktionsvorsitzender "{{PAGENAME}}" im Lüneburger Stadtrat
* [[Jörg Venderbosch]], Kreistagsabgeordneter
== Weblink ==
* http://www.linkspartei-lg.de/index.html
[[Kategorie:Politiker]]
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Vorlage:Entscheidungsträger
10
1359
1732
2008-01-08T22:31:39Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
{{FW - Entscheidungsträger}}
Wer entscheidet eigentlich, ob, wann und in welcher Form die Autobahn A 39 gebaut wird?
In öffentlichen Diskussionen verweisen Politiker und Beamte der jeweils zuständigen Behörde gerne wechselseitig aufeinander.
Diese Übersicht soll etwas Transparenz in den Kompetenz-Dschungel bringen:
* Welcher Volksvertreter vertritt welchen Standpunkt?
* Welche Behörde oder Institution ist in welcher Hinsicht am Entscheidungsprozess beteiligt?
b577ee8830f7db47552d8b38f36588cce129a1fc
Malte Riechey
0
1253
1520
2008-01-08T22:33:18Z
Detlef
6
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text/x-wiki
http://www.linkspartei-lg.de/pdf/Seite_10_final.pdf
[[Kategorie:Politiker]]
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Riechey, Malte (Die Linke)
0
1254
1522
2008-01-08T22:34:56Z
Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Malte Riechey]]
[[Kategorie:Politiker]]
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FStrAbG
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2008-01-26T22:55:43Z
Detlef
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Fernstraßenausbaugesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Gesetz über den Ausbau der Bundesfernstraßen
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2008-01-26T22:57:02Z
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Fernstraßenausbaugesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Bundesfernstraßengesetz
0
1027
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2008-01-26T23:00:20Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|{{toc}}
|}
== § 1 Einteilung der Bundesstraßen des Fernverkehrs ==
(1) Bundesstraßen des Fernverkehrs (Bundesfernstraßen) sind öffentliche Straßen, die
ein zusammenhängendes Verkehrsnetz bilden und einem weiträumigen Verkehr dienen oder
zu dienen bestimmt sind. In der geschlossenen Ortslage (§ 5 Abs. 4) gehören zum
zusammenhängenden Verkehrsnetz die zur Aufnahme des weiträumigen Verkehrs notwendigen
Straßen.
(2) Sie gliedern sich in
# Bundesautobahnen,
# Bundesstraßen mit den Ortsdurchfahrten (§ 5 Abs. 4).
(3) Bundesautobahnen sind Bundesfernstraßen, die nur für den Schnellverkehr mit
Kraftfahrzeugen bestimmt und so angelegt sind, dass sie frei von höhengleichen
Kreuzungen und für Zu- und Abfahrt mit besonderen Anschlussstellen ausgestattet sind.
Sie sollen getrennte Fahrbahnen für den Richtungsverkehr haben.
(4) Zu den Bundesfernstraßen gehören
# der Straßenkörper; das sind besonders der Straßengrund, der Straßenunterbau, die Straßendecke, die Brücken, Tunnel, Durchlässe, Dämme, Gräben, Entwässerungsanlagen, Böschungen, Stützmauern, Lärmschutzanlagen, Trenn-, Seiten-, Rand- und Sicherheitsstreifen;
# der Luftraum über dem Straßenkörper;
# das Zubehör; das sind die Verkehrszeichen, die Verkehrseinrichtungen und -anlagen aller Art, die der Sicherheit oder Leichtigkeit des Straßenverkehrs oder dem Schutz der Anlieger dienen, und die Bepflanzung;<br>3a. Einrichtungen zur Erhebung von Maut und zur Kontrolle der Einhaltung der Mautpflicht;
# die Nebenanlagen; das sind solche Anlagen, die überwiegend den Aufgaben der Straßenbauverwaltung der Bundesfernstraßen dienen, z.B. Straßenmeistereien, Gerätehöfe, Lager, Lagerplätze, Entnahmestellen, Hilfsbetriebe und -einrichtungen;
# die Nebenbetriebe an den Bundesautobahnen (§ 15 Abs. 1).
(5) Für die Bundesfernstraßen werden Straßenverzeichnisse geführt. Das
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen bestimmt die Nummerung und
Bezeichnung der Bundesfernstraßen.
== § 2 Widmung, Umstufung, Einziehung ==
(1) Eine Straße erhält die Eigenschaft einer Bundesfernstraße durch Widmung.
(2) Voraussetzung für die Widmung ist, dass der Träger der Straßenbaulast Eigentümer
des der Straße dienenden Grundstücks ist, oder der Eigentümer und ein sonst zur
Nutzung dinglich Berechtigter der Widmung zugestimmt hat, oder der Träger der
Straßenbaulast den Besitz durch Vertrag, durch Einweisung nach § 18f Abs. 1 oder in
einem sonstigen gesetzlichen Verfahren erlangt hat.
(3) Durch privatrechtliche Verfügungen oder durch Verfügungen im Wege der
Zwangsvollstreckung über die der Straße dienenden Grundstücke oder Rechte an ihnen
wird die Widmung nicht berührt.
(3a) Eine öffentliche Straße, die die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 oder 3 erfüllt,
ist zur Bundesautobahn oder Bundesstraße, eine Bundesstraße, die die Voraussetzungen
des § 1 Abs. 3 erfüllt, zur Bundesautobahn aufzustufen.
(4) Eine Bundesfernstraße, bei der sich die Verkehrsbedeutung geändert hat und bei
der die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 weggefallen sind, ist entweder unverzüglich
einzuziehen, wenn sie jede Verkehrsbedeutung verloren hat oder überwiegende Gründe
des öffentlichen Wohls vorliegen (Einziehung), oder unverzüglich dem Träger der
Straßenbaulast zu überlassen, der sich nach Landesrecht bestimmt (Abstufung).
(5) Die Absicht der Einziehung ist drei Monate vorher in den Gemeinden, die die
Straße berührt, öffentlich bekannt zu machen, um Gelegenheit zu Einwendungen zu
geben. Von der Bekanntmachung kann abgesehen werden, wenn die zur Einziehung
vorgesehenen Teilstrecken in den in einem [[Planfeststellungsverfahren]] ausgelegten
Plänen als solche kenntlich gemacht worden sind oder Teilstrecken im Zusammenhang mit
Änderungen von unwesentlicher Bedeutung (§ 17 Abs. 2) eingezogen werden sollen. Die
Abstufung soll nur zum Ende eines Rechnungsjahres ausgesprochen und drei Monate
vorher angekündigt werden.
(6) Über Widmung, Umstufung und Einziehung entscheidet die oberste
Landesstraßenbaubehörde. Die Entscheidung kann auch in einem
[[Planfeststellungsbeschluss]] nach § 17 Abs. 1 mit der Maßgabe erfolgen, dass die
Widmung mit der Verkehrsübergabe, die Umstufung mit der Ingebrauchnahme für den neuen
Verkehrszweck und die Einziehung mit der Sperrung wirksam wird. Die oberste
Landesstraßenbaubehörde hat vor einer Widmung oder Aufstufung das Einverständnis des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen einzuholen. Die Entscheidung
ist in einem vom Land zu bestimmenden Amtsblatt bekannt zu geben. Die Bekanntmachung
nach Satz 4 ist entbehrlich, wenn die zur Widmung, Umstufung oder Einziehung
vorgesehenen Straßen bereits in den im [[Planfeststellungsverfahren]] ausgelegten Plänen
als solche kenntlich und die Entscheidung mit dem [[Planfeststellungsbeschluss]] bekannt
gemacht worden ist.
(6a) Wird eine Bundesfernstraße verbreitert, begradigt, unerheblich verlegt oder
ergänzt, so gilt der neue Straßenteil durch die Verkehrsübergabe als gewidmet, sofern
die Voraussetzungen des Absatzes 2 vorliegen. Wird im Zusammenhang mit einer Maßnahme
nach Satz 1 der Teil einer Bundesfernstraße dem Verkehr auf Dauer entzogen, so gilt
dieser Straßenteil durch die Sperrung als eingezogen. In diesen Fällen bedarf es
keiner Ankündigung (Absatz 5) und keiner öffentlichen Bekanntmachung (Absatz 6).
(7) Mit der Einziehung entfallen Gemeingebrauch (§ 7) und widerrufliche
Sondernutzungen (§ 8). Bei Umstufung gilt § 6 Abs. 1.
== § 3 Straßenbaulast ==
(1) Die Straßenbaulast umfasst alle mit dem Bau und der Unterhaltung der
Bundesfernstraßen zusammenhängenden Aufgaben. Die Träger der Straßenbaulast haben
nach ihrer Leistungsfähigkeit die Bundesfernstraßen in einem dem regelmäßigen
Verkehrsbedürfnis genügenden Zustand zu bauen, zu unterhalten, zu erweitern oder
sonst zu verbessern; dabei sind die sonstigen öffentlichen Belange einschließlich des
Umweltschutzes sowie behinderter und anderer Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung
mit dem Ziel, möglichst weitreichende Barrierefreiheit zu erreichen, zu
berücksichtigen.
(2) Soweit die Träger der Straßenbaulast unter Berücksichtigung ihrer
Leistungsfähigkeit zur Durchführung von Maßnahmen nach Absatz 1 Satz 2 außerstande
sind, haben sie auf einen nicht verkehrssicheren Zustand durch Verkehrszeichen
hinzuweisen. Diese hat die Straßenbaubehörde vorbehaltlich anderweitiger Maßnahmen
der Straßenverkehrsbehörde aufzustellen.
(3) Die Träger der Straßenbaulast sollen nach besten Kräften über die ihnen nach
Absatz 1 obliegenden Aufgaben hinaus die Bundesfernstraßen bei Schnee- und Eisglätte
räumen und streuen. Landesrechtliche Vorschriften über die Pflichten Dritter zum
Schneeräumen und Streuen sowie zur polizeimäßigen Reinigung bleiben unberührt.
== § 4 Sicherheitsvorschriften ==
Die Träger der Straßenbaulast haben dafür einzustehen, dass ihre Bauten allen
Anforderungen der Sicherheit und Ordnung genügen. Behördlicher Genehmigungen,
Erlaubnisse und Abnahmen durch andere als die Straßenbaubehörden bedarf es nicht. Für
Baudenkmäler gilt Satz 2 nur, soweit ein [[Planfeststellungsverfahren]] durchgeführt
worden ist.
== § 5 Träger der Straßenbaulast ==
(1) Der Bund ist Träger der Straßenbaulast für die Bundesfernstraßen, soweit nicht
die Baulast anderen nach gesetzlichen Vorschriften oder öffentlich-rechtlichen
Verpflichtungen obliegt. Bürgerlich-rechtliche Verpflichtungen Dritter bleiben
unberührt.
(2) Die Gemeinden mit mehr als 80.000 Einwohnern sind Träger der Straßenbaulast für
die Ortsdurchfahrten im Zuge von Bundesstraßen. Maßgebend ist die bei der
Volkszählung festgestellte Einwohnerzahl. Das Ergebnis einer Volkszählung wird mit
Beginn des dritten Haushaltsjahres nach dem Jahr verbindlich, in dem die Volkszählung
stattgefunden hat. Werden Gemeindegrenzen geändert oder neue Gemeinden gebildet, so
ist die bei der Volkszählung festgestellte Einwohnerzahl des neuen Gemeindegebietes
maßgebend. In diesen Fällen wechselt die Straßenbaulast für die Ortsdurchfahrten,
wenn sie bisher dem Bund oblag, mit Beginn des dritten Haushaltsjahres nach dem Jahr
der Gebietsänderung, sonst mit der Gebietsänderung.
(2a) Die Gemeinde bleibt abweichend von Absatz 2 Träger der Straßenbaulast für die
Ortsdurchfahrten im Zuge der Bundesstraßen, wenn sie es mit Zustimmung der obersten
Kommunalaufsichtsbehörde gegenüber der obersten Landesstraßenbaubehörde erklärt. Eine
Gemeinde mit mehr als 50.000, aber weniger als 80.000 Einwohnern wird Träger der
Straßenbaulast für die Ortsdurchfahrten im Zuge der Bundesstraßen, wenn sie es mit
Zustimmung der obersten Kommunalaufsichtsbehörde gegenüber der obersten
Landesstraßenbaubehörde verlangt. Absatz 2 Satz 2 und 4 gilt entsprechend.
(3) In den Ortsdurchfahrten der übrigen Gemeinden ist die Gemeinde Träger der
Straßenbaulast für Gehwege und Parkplätze.
(3a) Führt die Ortsdurchfahrt über Straßen und Plätze, die erheblich breiter angelegt
sind als die Bundesstraße, so ist von der Straßenbaubehörde im Einvernehmen mit der
Gemeinde die seitliche Begrenzung der Ortsdurchfahrten besonders festzulegen. Kommt
ein Einvernehmen nicht zustande, so entscheidet die oberste Landesstraßenbaubehörde.
(4) Eine Ortsdurchfahrt ist der Teil einer Bundesstraße, der innerhalb der
geschlossenen Ortslage liegt und auch der Erschließung der anliegenden Grundstücke
oder der mehrfachen Verknüpfung des Ortsstraßennetzes dient. Geschlossene Ortslage
ist der Teil des Gemeindebezirkes, der in geschlossener oder offener Bauweise
zusammenhängend bebaut ist. Einzelne unbebaute Grundstücke, zur Bebauung ungeeignetes
oder ihr entzogenes Gelände oder einseitige Bebauung unterbrechen den Zusammenhang
nicht. Die oberste Landesstraßenbaubehörde setzt im Benehmen mit der höheren
Verwaltungsbehörde nach Anhörung der Gemeinde die Ortsdurchfahrt fest und kann dabei
mit Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und der
Kommunalaufsichtsbehörde von der Regel der Sätze 1 und 2 abweichen. Die
Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnung zu bestimmen, dass
abweichend von Satz 4 an Stelle der höheren Verwaltungsbehörde eine andere Behörde
zuständig ist. Sie können diese Ermächtigung auf oberste Landesbehörden übertragen.
== § 5a Zuwendungen für fremde Träger der Straßenbaulast ==
Zum Bau oder Ausbau von Ortsdurchfahrten im Zuge von Bundesstraßen und zum Bau oder
Ausbau von Gemeinde- und Kreisstraßen, die Zubringer zu Bundesfernstraßen in der
Baulast des Bundes sind, kann der Bund Zuwendungen gewähren. Im Saarland werden die
Straßen, für die das Land auf Grund des § 46 des Saarländischen Straßengesetzes an
Stelle von Landkreisen Träger der Baulast ist, den Kreisstraßen gleichgestellt.
== § 6 Eigentum und andere Rechte ==
(1) Wechselt der Träger der Straßenbaulast, so gehen mit der Straßenbaulast das
Eigentum des bisherigen Trägers der Straßenbaulast an der Straße und an den zu ihr
gehörigen Anlagen (§ 1 Abs. 4) und alle Rechte und Pflichten, die mit der Straße in
Zusammenhang stehen, ohne Entschädigung auf den neuen Träger der Straßenbaulast über.
Verbindlichkeiten, die zur Durchführung früherer Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen
eingegangen sind, sind vom Übergang ausgeschlossen.
(1a) Der bisherige Träger der Straßenbaulast hat dem neuen Träger der Straßenbaulast
dafür einzustehen, dass er die Straße in dem durch die Verkehrsbedeutung gebotenen
Umfang ordnungsgemäß unterhalten und den notwendigen Grunderwerb durchgeführt hat.
(1b) Hat der bisherige Träger der Straßenbaulast für den Bau oder die Änderung der
Straße das Eigentum an einem Grundstück erworben, so hat der neue Träger der
Straßenbaulast einen Anspruch auf Übertragung des Eigentums. Steht dem bisherigen
Träger der Straßenbaulast ein für Zwecke des Satzes 1 erworbener Anspruch auf
Übertragung des Eigentums an einem Grundstück zu, so ist er verpflichtet, das
Eigentum an dem Grundstück zu erwerben und nach Erwerb auf den neuen Träger der
Straßenbaulast zu übertragen. Die Verpflichtungen nach den Sätzen 1 und 2 bestehen
nur insoweit, als das Grundstück dauernd für die Straße benötigt wird. Dem bisherigen
Träger der Straßenbaulast steht für Verbindlichkeiten, die nach dem Wechsel der
Straßenbaulast fällig werden, gegen den neuen Träger der Straßenbaulast ein Anspruch
auf Erstattung der Aufwendungen zu. Im Übrigen wird das Eigentum ohne Entschädigung
übertragen.
(2) Bei der Einziehung einer Straße kann der frühere Träger der Straßenbaulast
innerhalb eines Jahres verlangen, dass ihm das Eigentum an Grundstücken mit den in
Absatz 1 genannten Rechten und Pflichten ohne Entschädigung übertragen wird, wenn es
vorher nach Absatz 1 übergegangen war.
(3) Beim Übergang des Eigentums an öffentlichen Straßen nach Absatz 1 ist der Antrag
auf Berichtigung des Grundbuches von der vom Land bestimmten Behörde zu stellen, in
deren Bezirk das Grundstück liegt. Der Antrag muss vom Leiter der Behörde oder seinem
Vertreter unterschrieben und mit dem Amtssiegel oder Amtsstempel versehen sein. Zum
Nachweis des Eigentums gegenüber dem Grundbuchamt genügt die in den Antrag
aufzunehmende Erklärung, dass das Grundstück dem neuen Träger der Straßenbaulast
zusteht.
(4) Das Eigentum des Bundes ist einzutragen für die "Bundesrepublik Deutschland
(Bundesstraßenverwaltung)".
== § 7 Gemeingebrauch ==
(1) Der Gebrauch der Bundesfernstraßen ist jedermann im Rahmen der Widmung und der
verkehrsbehördlichen Vorschriften zum Verkehr gestattet (Gemeingebrauch). Hierbei hat
der fließende Verkehr den Vorrang vor dem ruhenden Verkehr. Kein Gemeingebrauch liegt
vor, wenn jemand die Straße nicht vorwiegend zum Verkehr, sondern zu anderen Zwecken
benutzt. Die Erhebung von Gebühren für den Gemeingebrauch bedarf einer besonderen
gesetzlichen Regelung.
(2) Der Gemeingebrauch kann beschränkt werden, wenn dies wegen des baulichen
Zustandes zur Vermeidung außerordentlicher Schäden an der Straße oder für die
Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs notwendig ist. Die Beschränkungen sind
durch Verkehrszeichen kenntlich zu machen.
(2a) Macht die dauernde Beschränkung des Gemeingebrauchs durch die Straßenbaubehörde
die Herstellung von Ersatzstraßen oder -wegen notwendig, so ist der Träger der
Straßenbaulast der Bundesfernstraße zur Erstattung der Herstellungskosten
verpflichtet, es sei denn, dass er die Herstellung auf Antrag des zuständigen Trägers
der Straßenbaulast selbst übernimmt.
(3) Wer eine Bundesfernstraße aus Anlass des Gemeingebrauchs über das übliche Maß
hinaus verunreinigt, hat die Verunreinigung ohne Aufforderung unverzüglich zu
beseitigen; andernfalls kann die Straßenbaubehörde die Verunreinigung auf seine
Kosten beseitigen.
== § 7a Vergütung von Mehrkosten ==
Wenn eine Bundesfernstraße wegen der Art des Gebrauchs durch einen anderen
aufwendiger hergestellt oder ausgebaut werden muss, als es dem regelmäßigen
Verkehrsbedürfnis entspricht, hat der andere dem Träger der Straßenbaulast die
Mehrkosten für den Bau und die Unterhaltung zu vergüten. Das gilt nicht für
Haltestellenbuchten für den Linienverkehr. Der Träger der Straßenbaulast kann
angemessene Vorschüsse oder Sicherheiten verlangen.
== § 8 Sondernutzungen ==
(1) Die Benutzung der Bundesfernstraßen über den Gemeingebrauch hinaus ist
Sondernutzung. Sie bedarf der Erlaubnis der Straßenbaubehörde, in Ortsdurchfahrten
der Erlaubnis der Gemeinde. Soweit die Gemeinde nicht Träger der Straßenbaulast ist,
darf sie die Erlaubnis nur mit Zustimmung der Straßenbaubehörde erteilen. Die
Gemeinde kann durch Satzung bestimmte Sondernutzungen in den Ortsdurchfahrten von der
Erlaubnis befreien und die Ausübung regeln. Soweit die Gemeinde nicht Träger der
Straßenbaulast ist, bedarf die Satzung der Zustimmung der obersten
Landesstraßenbaubehörde. Eine Erlaubnis soll nicht erteilt werden, wenn behinderte
Menschen durch die Sondernutzung in der Ausübung des Gemeingebrauchs erheblich
beeinträchtigt würden.
(2) Die Erlaubnis darf nur auf Zeit oder Widerruf erteilt werden. Sie kann mit
Bedingungen und Auflagen verbunden werden. Soweit die Gemeinde nicht Träger der
Straßenbaulast ist, hat sie eine widerruflich erteilte Erlaubnis zu widerrufen, wenn
die Straßenbaubehörde dies aus Gründen des Straßenbaues oder der Sicherheit oder
Leichtigkeit des Verkehrs verlangt.
(2a) Der Erlaubnisnehmer hat Anlagen so zu errichten und zu unterhalten, dass sie den
Anforderungen der Sicherheit und Ordnung sowie den anerkannten Regeln der Technik
genügen. Arbeiten an der Straße bedürfen der Zustimmung der Straßenbaubehörde. Der
Erlaubnisnehmer hat auf Verlangen der für die Erlaubnis zuständigen Behörde die
Anlagen auf seine Kosten zu ändern und alle Kosten zu ersetzen, die dem Träger der
Straßenbaulast durch die Sondernutzung entstehen. Hierfür kann der Träger der
Straßenbaulast angemessene Vorschüsse und Sicherheiten verlangen.
(3) Für Sondernutzungen können Sondernutzungsgebühren erhoben werden. Sie stehen in
Ortsdurchfahrten den Gemeinden, im Übrigen dem Träger der Straßenbaulast zu. Die
Landesregierungen werden ermächtigt, Gebührenordnungen zu erlassen. Die Ermächtigung
kann durch Rechtsverordnung weiter übertragen werden. Die Gemeinden können die
Gebühren durch Satzung regeln, soweit ihnen die Sondernutzungsgebühren zustehen. Bei
Bemessung der Gebühren sind Art und Ausmaß der Einwirkung auf die Straße und den
Gemeingebrauch sowie das wirtschaftliche Interesse des Gebührenschuldners zu
berücksichtigen.
(4) (weggefallen)
(4a) (weggefallen)
(5) (weggefallen)
(6) Ist nach den Vorschriften des Straßenverkehrsrechts eine Erlaubnis für eine
übermäßige Straßenbenutzung oder eine Ausnahmegenehmigung erforderlich, so bedarf es
keiner Erlaubnis nach Absatz 1. Vor ihrer Entscheidung hat die hierfür zuständige
Behörde die sonst für die Sondernutzungserlaubnis zuständige Behörde zu hören. Die
von dieser geforderten Bedingungen, Auflagen und Sondernutzungsgebühren sind dem
Antragsteller in der Erlaubnis oder Ausnahmegenehmigung aufzuerlegen.
(7) (weggefallen)
(7a) Wird eine Bundesfernstraße ohne die erforderliche Erlaubnis benutzt oder kommt
der Erlaubnisnehmer seinen Verpflichtungen nicht nach, so kann die für die Erteilung
der Erlaubnis zuständige Behörde die erforderlichen Maßnahmen zur Beendigung der
Benutzung oder zur Erfüllung der Auflagen anordnen. Sind solche Anordnungen nicht
oder nur unter unverhältnismäßigem Aufwand möglich oder nicht erfolgversprechend, so
kann sie den rechtswidrigen Zustand auf Kosten des Pflichtigen beseitigen oder
beseitigen lassen.
(8) Der Erlaubnisnehmer hat gegen den Träger der Straßenbaulast keinen Ersatzanspruch
bei Widerruf oder bei Sperrung, Änderung oder Einziehung der Straße.
(9) Unwiderrufliche Nutzungsrechte, die von früher her bestehen, können zur
Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs durch Enteignung aufgehoben werden. § 19
gilt entsprechend.
(10) Die Einräumung von Rechten zur Benutzung des Eigentums der Bundesfernstraßen
richtet sich nach bürgerlichem Recht, wenn sie den Gemeingebrauch nicht
beeinträchtigt, wobei eine Beeinträchtigung von nur kurzer Dauer für Zwecke der
öffentlichen Versorgung außer Betracht bleibt.
== § 8a Straßenanlieger ==
(1) Zufahrten und Zugänge zu Bundesstraßen außerhalb der zur Erschließung der
anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten gelten als
Sondernutzung im Sinne des § 8, wenn sie neu angelegt oder geändert werden. Eine
Änderung liegt auch vor, wenn eine Zufahrt oder ein Zugang gegenüber dem bisherigen
Zustand einem erheblich größeren oder einem andersartigen Verkehr als bisher dienen
soll. Den Zufahrten oder Zugängen stehen die Anschlüsse nicht öffentlicher Wege
gleich.
(2) Einer Erlaubnis nach § 8 Abs. 1 Satz 2 bedarf es nicht für die Anlage neuer oder
die Änderung bestehender Zufahrten oder Zugänge
1. im Zusammenhang mit der Errichtung oder erheblichen Änderung baulicher
Anlagen, wenn die oberste Landesstraßenbaubehörde nach § 9 Abs. 2
zugestimmt oder nach § 9 Abs. 8 eine Ausnahme zugelassen hat,
2. in einem Flurbereinigungsverfahren auf Grund des Wege- und Gewässerplans.
(3) Für die Unterhaltung der Zufahrten und Zugänge, die nicht auf einer Erlaubnis
nach § 8 Abs. 1 beruhen, gilt § 8 Abs. 2a Satz 1 und 2 und Absatz 7a entsprechend.
(4) Werden auf Dauer Zufahrten oder Zugänge durch die Änderung oder die Einziehung
von Bundesstraßen unterbrochen oder wird ihre Benutzung erheblich erschwert, so hat
der Träger der Straßenbaulast einen angemessenen Ersatz zu schaffen oder, soweit dies
nicht zumutbar ist, eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten. Mehrere
Anliegergrundstücke können durch eine gemeinsame Zufahrt angeschlossen werden, deren
Unterhaltung nach Absatz 3 den Anliegern gemeinsam obliegt. Die Verpflichtung nach
Satz 1 entsteht nicht, wenn die Grundstücke eine anderweitige ausreichende Verbindung
zu dem öffentlichen Wegenetz besitzen oder wenn die Zufahrten oder Zugänge auf einer
widerruflichen Erlaubnis beruhen.
(5) Werden für längere Zeit Zufahrten oder Zugänge durch Straßenarbeiten unterbrochen
oder wird ihre Benutzung erheblich erschwert, ohne dass von Behelfsmaßnahmen eine
wesentliche Entlastung ausgeht, und wird dadurch die wirtschaftliche Existenz eines
anliegenden Betriebs gefährdet, so kann dessen Inhaber eine Entschädigung in der Höhe
des Betrages beanspruchen, der erforderlich ist, um das Fortbestehen des Betriebs bei
Anspannung der eigenen Kräfte und unter Berücksichtigung der gegebenen
Anpassungsmöglichkeiten zu sichern. Der Anspruch richtet sich gegen den, zu dessen
Gunsten die Arbeiten im Straßenbereich erfolgen. Absatz 4 Satz 3 gilt entsprechend.
(6) Soweit es die Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs erfordert, kann die
Straßenbaubehörde nach Anhörung der Betroffenen anordnen, dass Zufahrten oder Zugänge
geändert oder verlegt oder, wenn das Grundstück eine anderweitige ausreichende
Verbindung zu dem öffentlichen Wegenetz besitzt, geschlossen werden. Absatz 4 gilt
entsprechend. Die Befugnis zum Widerruf einer Erlaubnis nach § 8 Abs. 2 bleibt
unberührt.
(7) Wird durch den Bau oder die Änderung einer Bundesfernstraße der Zutritt von Licht
oder Luft zu einem Grundstück auf Dauer entzogen oder erheblich beeinträchtigt, so
hat der Träger der Straßenbaulast für dadurch entstehende Vermögensnachteile eine
angemessene Entschädigung in Geld zu gewähren.
(8) Hat der Entschädigungsberechtigte die Entstehung eines Vermögensnachteiles
mitverursacht, so gilt § 254 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend.
== § 9 Bauliche Anlagen an Bundesfernstraßen ==
(1) Längs der Bundesfernstraßen dürfen nicht errichtet werden
# Hochbauten jeder Art in einer Entfernung bis zu 40 Meter bei Bundesautobahnen und bis zu 20 Meter bei Bundesstraßen außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten, jeweils gemessen vom äußeren Rand der befestigten Fahrbahn,
# bauliche Anlagen, die außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten über Zufahrten oder Zugänge an Bundesstraßen unmittelbar oder mittelbar angeschlossen werden sollen.
Satz 1 Nr. 1 gilt entsprechend für Aufschüttungen oder Abgrabungen größeren Umfangs.
Weitergehende bundes- oder landesrechtliche Vorschriften bleiben unberührt.
(2) Im Übrigen bedürfen Baugenehmigungen oder nach anderen Vorschriften notwendige
Genehmigungen der Zustimmung der obersten Landesstraßenbaubehörde, wenn
# bauliche Anlagen längs der Bundesautobahnen in einer Entfernung bis zu 100 Meter und längs der Bundesstraßen außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten bis zu 40 Meter, gemessen vom äußeren Rand der befestigten Fahrbahn, errichtet, erheblich geändert oder anders genutzt werden sollen,
# bauliche Anlagen auf Grundstücken, die außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten über Zufahrten oder Zugänge an Bundesstraßen unmittelbar oder mittelbar angeschlossen sind, erheblich geändert oder anders genutzt werden sollen.
Die Zustimmungsbedürftigkeit nach Satz 1 gilt entsprechend für bauliche Anlagen, die
nach Landesrecht anzeigepflichtig sind. Weitergehende bundes- oder landesrechtliche
Vorschriften bleiben unberührt.
(3) Die Zustimmung nach Absatz 2 darf nur versagt oder mit Bedingungen und Auflagen
erteilt werden, soweit dies wegen der Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs, der
Ausbauabsichten oder der Straßenbaugestaltung nötig ist.
(3a) Die Belange nach Absatz 3 sind auch bei Erteilung von Baugenehmigungen innerhalb
der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der
Ortsdurchfahrten von Bundesstraßen zu beachten.
(4) Bei geplanten Bundesfernstraßen gelten die Beschränkungen der Absätze 1 und 2 vom
Beginn der Auslegung der Pläne im [[Planfeststellungsverfahren]] oder von dem Zeitpunkt
an, zu dem den Betroffenen Gelegenheit gegeben wird, den Plan einzusehen.
(5) Bedürfen die baulichen Anlagen im Sinne des Absatzes 2 außerhalb der zur
Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten keiner
Baugenehmigung oder keiner Genehmigung nach anderen Vorschriften, so tritt an die
Stelle der Zustimmung die Genehmigung der obersten Landesstraßenbaubehörde.
(5a) Als bauliche Anlagen im Sinne dieses Gesetzes gelten auch die im Landesbaurecht
den baulichen Anlagen gleichgestellten Anlagen.
(6) Anlagen der Außenwerbung stehen außerhalb der zur Erschließung der anliegenden
Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten den Hochbauten des Absatzes 1 und
den baulichen Anlagen des Absatzes 2 gleich. An Brücken über Bundesfernstraßen
außerhalb dieser Teile der Ortsdurchfahrten dürfen Anlagen der Außenwerbung nicht
angebracht werden. Weitergehende bundes- oder landesrechtliche Vorschriften bleiben
unberührt.
(7) Die Absätze 1 bis 5 gelten nicht, soweit das Bauvorhaben den Festsetzungen eines
Bebauungsplans entspricht (§ 9 des Baugesetzbuchs), der mindestens die Begrenzung der
Verkehrsflächen sowie an diesen gelegene überbaubare Grundstücksflächen enthält und
unter Mitwirkung des Trägers der Straßenbaulast zustande gekommen ist.
(8) Die oberste Landesstraßenbaubehörde kann im Einzelfall Ausnahmen von den Verboten
der Absätze 1, 4 und 6 zulassen, wenn die Durchführung der Vorschriften im Einzelfall
zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung mit den
öffentlichen Belangen vereinbar ist oder wenn Gründe des Wohls der Allgemeinheit die
Abweichungen erfordern. Ausnahmen können mit Bedingungen und Auflagen versehen
werden.
(9) Wird infolge der Anwendung der Absätze 1, 2, 4 und 5 die bauliche Nutzung eines
Grundstücks, auf deren Zulassung bisher ein Rechtsanspruch bestand, ganz oder
teilweise aufgehoben, so kann der Eigentümer insoweit eine angemessene Entschädigung
in Geld verlangen, als seine Vorbereitungen zur baulichen Nutzung des Grundstücks in
dem bisher zulässigen Umfang für ihn an Wert verlieren oder eine wesentliche
Wertminderung des Grundstücks eintritt. Zur Entschädigung ist der Träger der
Straßenbaulast verpflichtet.
(10) Im Fall des Absatzes 4 entsteht der Anspruch nach Absatz 9 erst, wenn der Plan
rechtskräftig festgestellt oder genehmigt oder mit der Ausführung begonnen worden
ist, spätestens jedoch nach Ablauf von vier Jahren, nachdem die Beschränkungen der
Absätze 1 und 2 in Kraft getreten sind.
== § 9a Veränderungssperre, Vorkaufsrecht ==
(1) Vom Beginn der Auslegung der Pläne im [[Planfeststellungsverfahren]] oder von dem
Zeitpunkt an, zu dem den Betroffenen Gelegenheit gegeben wird, den Plan einzusehen,
dürfen auf den vom Plan betroffenen Flächen bis zu ihrer Übernahme durch den Träger
der Straßenbaulast wesentlich wertsteigernde oder den geplanten Straßenbau erheblich
erschwerende Veränderungen nicht vorgenommen werden. Veränderungen, die in rechtlich
zulässiger Weise vorher begonnen worden sind, Unterhaltungsarbeiten und die
Fortführung einer bisher ausgeübten Nutzung werden hiervon nicht berührt.
(2) Dauert die Veränderungssperre länger als vier Jahre, so können die Eigentümer für
die dadurch entstandenen Vermögensnachteile vom Träger der Straßenbaulast eine
angemessene Entschädigung in Geld verlangen. Sie können ferner die Übernahme der vom
Plan betroffenen Flächen verlangen, wenn es ihnen mit Rücksicht auf die
Veränderungssperre wirtschaftlich nicht zuzumuten ist, die Grundstücke in der
bisherigen oder einer anderen zulässigen Art zu benutzen. Kommt keine Einigung über
die Übernahme zustande, so können die Eigentümer die Entziehung des Eigentums an den
Flächen verlangen. Im Übrigen gilt § 19 (Enteignung).
(3) Um die Planung der Bundesfernstraßen zu sichern, können die Landesregierungen
durch Rechtsverordnung für die Dauer von höchstens zwei Jahren Planungsgebiete
festlegen. Die Gemeinden und Kreise, deren Bereich durch die festzulegenden
Planungsgebiete betroffen wird, sind vorher zu hören. Die Ermächtigung kann durch
Rechtsverordnung weiter übertragen werden. Auf die Planungsgebiete ist Absatz 1
sinngemäß anzuwenden. Die Frist kann, wenn besondere Umstände es erfordern, durch
Rechtsverordnung auf höchstens vier Jahre verlängert werden. Die Festlegung tritt mit
Beginn der Auslegung der Pläne im [[Planfeststellungsverfahren]] außer Kraft. Ihre Dauer
ist auf die Vierjahresfrist nach Absatz 2 anzurechnen.
(4) Auf die Festlegung eines Planungsgebietes ist in Gemeinden, deren Bereich
betroffen wird, hinzuweisen. Planungsgebiete sind außerdem in Karten kenntlich zu
machen, die in den Gemeinden während der Geltungsdauer der Festlegung zur Einsicht
auszulegen sind.
(5) Die oberste Landesstraßenbaubehörde kann Ausnahmen von der Veränderungssperre
zulassen, wenn überwiegende öffentliche Belange nicht entgegenstehen.
(6) In den Fällen des Absatzes 1 Satz 1 steht dem Träger der Straßenbaulast an den
betroffenen Flächen ein Vorkaufsrecht zu.
== § 10 Schutzwaldungen ==
(1) Waldungen und Gehölze längs der Bundesfernstraßen können von der
Straßenbaubehörde im Einvernehmen mit der nach Landesrecht für Schutzwaldungen
zuständigen Behörde in einer Breite von 40 Meter, gemessen vom äußeren Rand der
befestigten Fahrbahn, zu Schutzwaldungen erklärt werden.
(2) Die Schutzwaldungen sind vom Eigentümer oder Nutznießer zu erhalten und
ordnungsgemäß zu unterhalten. Die Aufsicht hierüber liegt der nach Landesrecht für
Schutzwaldungen zuständigen Behörde ob.
== § 11 Schutzmaßnahmen ==
(1) Zum Schutze der Bundesfernstraßen vor nachteiligen Einwirkungen der Natur (z.B.
Schneeverwehungen, Steinschlag, Vermurungen) haben die Eigentümer von Grundstücken an
den Bundesfernstraßen die Anlage vorübergehender Einrichtungen zu dulden.
(2) Anpflanzungen, Zäune, Stapel, Haufen und andere mit dem Grundstück nicht fest
verbundene Einrichtungen dürfen nicht angelegt werden, wenn sie die
Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Soweit sie bereits vorhanden sind, haben die
Eigentümer ihre Beseitigung zu dulden.
(3) Die Straßenbaubehörde hat den Eigentümern die Durchführung dieser Maßnahme 14
Tage vorher schriftlich anzuzeigen, es sei denn, dass Gefahr im Verzuge ist. Die
Eigentümer können die Maßnahmen im Benehmen mit der Straßenbaubehörde selbst
durchführen.
(4) Diese Verpflichtungen liegen auch den Besitzern ob.
(5) Der Träger der Straßenbaulast hat den Eigentümern oder Besitzern die hierdurch
verursachten Aufwendungen und Schäden in Geld zu ersetzen.
== § 12 Kreuzungen und Einmündungen öffentlicher Straßen ==
(1) Beim Bau einer neuen Kreuzung mehrerer öffentlicher Straßen hat der Träger der
Straßenbaulast der neu hinzugekommenen Straße die Kosten der Kreuzung zu tragen. Zu
ihnen gehören auch die Kosten der Änderungen, die durch die neue Kreuzung an den
anderen öffentlichen Straßen unter Berücksichtigung der übersehbaren
Verkehrsentwicklung notwendig sind. Die Änderung einer bestehenden Kreuzung ist als
neue Kreuzung zu behandeln, wenn ein öffentlicher Weg, der nach der Beschaffenheit
seiner Fahrbahn nicht geeignet und nicht dazu bestimmt war, einen allgemeinen
Kraftfahrzeugverkehr aufzunehmen, zu einer diesem Verkehr dienenden Straße ausgebaut
wird.
(2) Werden mehrere Straßen gleichzeitig neu angelegt oder an bestehenden Kreuzungen
Anschlussstellen neu geschaffen, so haben die Träger der Straßenbaulast die Kosten
der Kreuzungsanlage im Verhältnis der Fahrbahnbreiten der an der Kreuzung beteiligten
Straßenäste zu tragen. Bei der Bemessung der Fahrbahnbreiten sind die Rad- und
Gehwege, die Trennstreifen und befestigten Seitenstreifen einzubeziehen.
(3) Wird eine höhenungleiche Kreuzung geändert, so fallen die dadurch entstehenden
Kosten
# demjenigen Träger der Straßenbaulast zur Last, der die Änderung verlangt oder hätte verlangen müssen,
# den beteiligten Trägern der Straßenbaulast zur Last, die die Änderung verlangen oder hätten verlangen müssen, und zwar im Verhältnis der Fahrbahnbreiten der an der Kreuzung beteiligten Straßenäste nach der Änderung.
(3a) Wird eine höhengleiche Kreuzung geändert, so gilt für die dadurch entstehenden
Kosten der Änderung Absatz 2. Beträgt der durchschnittliche tägliche Verkehr mit
Kraftfahrzeugen auf einem der an der Kreuzung beteiligten Straßenäste nicht mehr als
20 vom Hundert des Verkehrs auf anderen beteiligten Straßenästen, so haben die Träger
der Straßenbaulast der verkehrsstärkeren Straßenäste im Verhältnis der
Fahrbahnbreiten den Anteil der Änderungskosten mitzutragen, der auf den Träger der
Straßenbaulast des verkehrsschwächeren Straßenastes entfallen würde.
(4) Über die Errichtung neuer sowie die wesentliche Änderung bestehender Kreuzungen
zwischen Bundesfernstraßen und anderen öffentlichen Straßen wird durch die
[[Planfeststellung]] entschieden. Diese soll zugleich die Aufteilung der Kosten regeln.
(5) Ergänzungen an Kreuzungsanlagen sind wie Änderungen zu behandeln.
(6) Diese Vorschriften gelten auch für Einmündungen. Münden mehrere Straßen an einer
Stelle in eine andere Straße ein, so gelten diese Einmündungen als Kreuzung aller
beteiligten Straßen.
== § 12a Kreuzungen mit Gewässern ==
(1) Werden Bundesfernstraßen neu angelegt oder ausgebaut und müssen dazu Kreuzungen
mit Gewässern (Brücken oder Unterführungen) hergestellt oder bestehende Kreuzungen
geändert werden, so hat der Träger der Straßenbaulast die dadurch entstehenden Kosten
zu tragen. Die Kreuzungsanlagen sind so auszuführen, dass unter Berücksichtigung der
übersehbaren Entwicklung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse der Wasserabfluss
nicht nachteilig beeinflusst wird.
(2) Werden Gewässer ausgebaut (§ 31 des Wasserhaushaltsgesetzes) und werden dazu
Kreuzungen mit Bundesfernstraßen hergestellt oder bestehende Kreuzungen geändert, so
hat der Träger des Ausbauvorhabens die dadurch entstehenden Kosten zu tragen. Wird
eine neue Kreuzung erforderlich, weil ein Gewässer hergestellt wird, so ist die
übersehbare Verkehrsentwicklung auf der Bundesfernstraße zu berücksichtigen. Wird die
Herstellung oder Änderung einer Kreuzung erforderlich, weil das Gewässer wesentlich
umgestaltet wird, so sind die gegenwärtigen Verkehrsbedürfnisse zu berücksichtigen.
Verlangt der Träger der Straßenbaulast weitergehende Änderungen, so hat er die
Mehrkosten hierfür zu tragen.
(3) Wird eine Bundesfernstraße neu angelegt und wird gleichzeitig ein Gewässer
hergestellt oder aus anderen als straßenbaulichen Gründen wesentlich umgestaltet, so
dass eine neue Kreuzung entsteht, so haben der Träger der Straßenbaulast und der
Unternehmer des Gewässerausbaus die Kosten der Kreuzung je zur Hälfte zu tragen.
(4) Kommt über die Kreuzungsmaßnahme oder ihre Kosten keine Einigung zustande, so ist
darüber durch Planfeststellung zu entscheiden.
(5) § 41 des Bundeswasserstraßengesetzes bleibt unberührt.
== § 13 Unterhaltung der Straßenkreuzungen ==
(1) Bei höhengleichen Kreuzungen hat der Träger der Straßenbaulast der
Bundesfernstraße die Kreuzungsanlage zu unterhalten.
(2) Bei Über- oder Unterführungen hat das Kreuzungsbauwerk der Träger der
Straßenbaulast der Bundesfernstraße, die übrigen Teile der Kreuzungsanlage der Träger
der Straßenbaulast der Straße, zu der sie gehören, zu unterhalten.
(3) In den Fällen des § 12 Abs. 1 hat der Träger der Straßenbaulast der neu
hinzugekommenen Straße dem Träger der Straßenbaulast der vorhandenen Straße die
Mehrkosten für die Unterhaltung zu erstatten, die ihm durch die Regelung nach den
Absätzen 1 und 2 entstehen. Die Mehrkosten sind auf Verlangen eines Beteiligten
abzulösen.
(4) Nach einer wesentlichen Änderung einer bestehenden Kreuzung haben die Träger der
Straßenbaulast ihre veränderten Kosten für Unterhaltung und Erneuerung sowie für
Wiederherstellung im Fall der Zerstörung durch höhere Gewalt ohne Ausgleich zu
tragen.
(5) Abweichende Regelungen werden in dem Zeitpunkt hinfällig, in dem nach
Inkrafttreten dieses Gesetzes eine wesentliche Änderung an der Kreuzung durchgeführt
ist.
(6) Die Vorschriften der Absätze 1 bis 4 gelten nicht, soweit etwas anderes
vereinbart wird.
(7) Wesentliche Ergänzungen an Kreuzungsanlagen sind wie wesentliche Änderungen zu
behandeln.
(8) § 12 Abs. 6 gilt entsprechend.
== § 13a Unterhaltung der Kreuzungen mit Gewässern ==
(1) Der Träger der Straßenbaulast hat die Kreuzungsanlagen von Bundesfernstraßen und
Gewässern auf seine Kosten zu unterhalten, soweit nichts anderes vereinbart oder
durch [[Planfeststellung]] bestimmt wird. Die Unterhaltungspflicht des Trägers der
Straßenbaulast erstreckt sich nicht auf Leitwerke, Leitpfähle, Dalben, Absetzpfähle
oder ähnliche Einrichtungen zur Sicherung der Durchfahrt unter Brücken im Zuge von
Bundesfernstraßen für die Schifffahrt sowie auf Schifffahrtszeichen. Soweit diese
Einrichtungen auf Kosten des Trägers der Straßenbaulast herzustellen waren, hat
dieser dem Unterhaltungspflichtigen die Unterhaltungskosten und die Kosten des
Betriebs dieser Einrichtungen zu ersetzen oder abzulösen.
(2) Wird im Fall des § 12a Abs. 2 eine neue Kreuzung hergestellt, hat der Träger des
Ausbauvorhabens die Mehrkosten für die Unterhaltung und den Betrieb der
Kreuzungsanlage zu erstatten oder abzulösen. Ersparte Unterhaltungskosten für den
Fortfall vorhandener Kreuzungsanlagen sind anzurechnen.
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, wenn bei dem Inkrafttreten dieses Gesetzes die
Tragung der Kosten auf Grund eines bestehenden Rechts anders geregelt ist.
(4) Die §§ 42 und 43 des Bundeswasserstraßengesetzes bleiben unberührt.
== § 13b Ermächtigung zu Rechtsverordnungen ==
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen kann mit Zustimmung des
Bundesrates Rechtsverordnungen erlassen, durch die
# der Umfang der Kosten nach den §§ 12 und 12a näher bestimmt wird;
# näher bestimmt wird, welche Teile der Kreuzungsanlage nach § 13 Abs. 1 und 2 zu der einen oder anderen Straße gehören;
# die Berechnung und die Zahlung von Ablösungsbeträgen nach § 13 Abs. 3 und nach § 13a Abs. 2 näher bestimmt sowie dazu ein Verfahren zur gütlichen Beilegung von Streitigkeiten festgelegt werden.
== § 14 Umleitungen ==
(1) Bei Sperrung von Bundesfernstraßen wegen vorübergehender Behinderung sind die
Träger der Straßenbaulast anderer öffentlicher Straßen verpflichtet, die Umleitung
des Verkehrs auf ihren Straßen zu dulden.
(2) Der Träger der Straßenbaulast der Umleitungsstrecke und die
Straßenverkehrsbehörden sind vor der Sperrung zu unterrichten.
(3) Im Benehmen mit dem Träger der Straßenbaulast der Umleitungsstrecke ist
festzustellen, was notwendig ist, um die Umleitungsstrecke für die Aufnahme des
zusätzlichen Verkehrs verkehrssicher zu machen. Die hierfür nötigen Mehraufwendungen
sind dem Träger der Straßenbaulast der Umleitungsstrecke zu erstatten. Das gilt auch
für Aufwendungen, die der Träger der Straßenbaulast der Umleitungsstrecke zur
Beseitigung wesentlicher durch die Umleitung verursachter Schäden machen muss.
(4) Muss die Umleitung ganz oder zum Teil über private Wege geleitet werden, die dem
öffentlichen Verkehr dienen, so ist der Eigentümer zur Duldung der Umleitung auf
schriftliche Anforderung durch die Straßenbaubehörde verpflichtet. Absatz 3 Satz 1
und 2 gilt entsprechend. Der Träger der Straßenbaulast ist verpflichtet, nach
Aufhebung der Umleitung auf Antrag des Eigentümers den früheren Zustand des Weges
wiederherzustellen.
(5) Die Absätze 1 bis 4 gelten entsprechend, wenn neue Bundesfernstraßen
vorübergehend über andere öffentliche Straßen an das Bundesfernstraßennetz
angeschlossen werden müssen.
== § 15 Nebenbetriebe an den Bundesautobahnen ==
(1) Betriebe an den Bundesautobahnen, die den Belangen der Verkehrsteilnehmer der
Bundesautobahnen dienen (zum Beispiel Tankstellen, bewachte Parkplätze, Werkstätten,
Verlade- und Umschlagsanlagen, Raststätten) und eine unmittelbare Zufahrt zu den
Bundesautobahnen haben, sind Nebenbetriebe.
(2) Der Bau von Nebenbetrieben kann auf Dritte übertragen werden. Der Betrieb von
Nebenbetrieben ist auf Dritte zu übertragen, soweit nicht öffentliche Interessen oder
besondere betriebliche Gründe entgegenstehen. Die Übertragung von Bau und Betrieb
kann unter Auflagen und Bedingungen sowie befristet erfolgen; der Vorbehalt der
nachträglichen Aufnahme, Änderung oder Ergänzung einer Auflage (§ 36 des
[[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es) ist ausgeschlossen. Die Übertragung erfolgt unter
Voraussetzungen, die für jeden Dritten gleichwertig sind. Dies gilt besonders für
Betriebszeiten, das Vorhalten von betrieblichen Einrichtungen sowie Auflagen für die
Betriebsführung. Hoheitliche Befugnisse gehen nicht über; die §§ 4, 17 und 18f bis
19a finden Anwendung.
(3) Für das Recht, einen Nebenbetrieb an der Bundesautobahn zu betreiben, hat der
Konzessionsinhaber eine umsatz- oder absatzabhängige Konzessionsabgabe an den Bund zu
entrichten. Das Bundesministerium für Verkehr Bau- und Wohnungswesen wird ermächtigt,
durch Rechtsverordnung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen ohne
Zustimmung des Bundesrates die Höhe der Konzessionsabgabe festzusetzen und die
Voraussetzungen sowie das Verfahren zur Erhebung der Konzessionsabgabe zu regeln. Die
Höhe der Konzessionsabgabe hat sich an dem Wert des wirtschaftlichen Vorteils auszurichten, der dem Konzessionsinhaber durch das Recht zuwächst, einen Nebenbetrieb
an der Bundesautobahn zu betreiben; sie darf höchstens 1,53 Euro pro einhundert Liter
abgegebenen Kraftstoffs und höchstens 3 vom Hundert von anderen Umsätzen betragen.
Die Konzessionsabgabe ist an das Bundesamt für Güterverkehr zu entrichten.
(4) Vorschriften über Sperrzeiten gelten nicht für Nebenbetriebe. Alkoholhaltige
Getränke dürfen in der Zeit von 0.00 Uhr bis 7.00 Uhr weder ausgeschenkt noch
verkauft werden.
== § 16 Planungen ==
(1) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen bestimmt im Benehmen
mit den Landesplanungsbehörden der beteiligten Länder die Planung und [[Linienführung]]
der Bundesfernstraßen. Dies gilt nicht für den Neubau von Ortsumgehungen. Eine
Ortsumgehung ist der Teil einer Bundesstraße, der der Beseitigung einer
Ortsdurchfahrt dient.
(2) Bei der Bestimmung der [[Linienführung]] sind die von dem Vorhaben berührten
öffentlichen Belange einschließlich der Umweltverträglichkeit und des Ergebnisses des
[[Raumordnungsverfahren]]s im Rahmen der Abwägung zu berücksichtigen. Die Bestimmung der
Linienführung ist innerhalb einer Frist von drei Monaten abzuschließen.
(3) Wenn Ortsplanungen oder Landesplanungen die Änderung bestehender oder die
Schaffung neuer Bundesfernstraßen zur Folge haben können, ist die Straßenbaubehörde
zu beteiligen. Sie hat die Belange der Bundesfernstraßen in dem Verfahren zu
vertreten. Bundesplanungen haben grundsätzlich Vorrang vor Orts- und Landesplanungen.
== § 16a Vorarbeiten ==
(1) Eigentümer und sonstige Nutzungsberechtigte haben zur Vorbereitung der Planung
notwendige Vermessungen, Boden- und Grundwasseruntersuchungen einschließlich der
vorübergehenden Anbringung von Markierungszeichen und sonstigen Vorarbeiten durch die
Straßenbaubehörde oder von ihr Beauftragte zu dulden. Wohnungen dürfen nur mit
Zustimmung des Wohnungsinhabers betreten werden. Satz 2 gilt nicht für Arbeits-,
Betriebs- oder Geschäftsräume während der jeweiligen Arbeits-, Geschäfts- oder
Aufenthaltszeiten.
(2) Die Absicht, solche Arbeiten auszuführen, ist dem Eigentümer oder sonstigen
Nutzungsberechtigten mindestens zwei Wochen vorher unmittelbar oder durch ortsübliche
Bekanntmachung in den Gemeinden, in deren Bereich die Vorarbeiten durchzuführen sind,
bekannt zu geben.
(3) Entstehen durch eine Maßnahme nach Absatz 1 einem Eigentümer oder sonstigen
Nutzungsberechtigten unmittelbare Vermögensnachteile, so hat der Träger der
Straßenbaulast eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten. Kommt eine Einigung
über die Geldentschädigung nicht zustande, so setzt die nach Landesrecht zuständige
Behörde auf Antrag der Straßenbaubehörde oder des Berechtigten die Entschädigung
fest. Vor der Entscheidung sind die Beteiligten zu hören.
== § 17 Planfeststellung ==
{{I-Kasten|1=250|2=Nicht für die Planung der A39 relevant, deshalb abgesetzt:|3=(1a) An Stelle eines [[Planfeststellungsbeschluss]]es kann eine Plangenehmigung erteilt
werden, wenn
# es sich bei dem Vorhaben nicht um ein Vorhaben handelt, für das nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist,
# mit den Trägern öffentlicher Belange, deren Aufgabenbereich berührt wird, das Benehmen hergestellt worden ist und
# Rechte anderer nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigt werden oder die Betroffenen sich mit der Inanspruchnahme ihres Eigentums oder eines anderen Rechts schriftlich einverstanden erklärt haben.
Die Plangenehmigung hat die Rechtswirkungen der [[Planfeststellung]]; auf ihre Erteilung finden die Vorschriften über das [[Planfeststellungsverfahren]] keine Anwendung. Vor Erhebung einer verwaltungsgerichtlichen Klage bedarf es keiner Nachprüfung in einem Vorverfahren. § 75 Abs. 4 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es und die entsprechenden landesrechtlichen Bestimmungen gelten entsprechend.
(1b) Abweichend von Absatz 1a Satz 1 Nr. 1 kann in den Ländern Berlin, Brandenburg,
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für ein Vorhaben, für
das nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung eine
Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist und das vor dem 31. Dezember 2006
beantragt wird, an Stelle eines [[Planfeststellungsbeschluss]]es eine Plangenehmigung
erteilt werden. Im Fall des Satzes 1 ist die Öffentlichkeit entsprechend § 9 Abs. 3
des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung einzubeziehen.
(2) [[Planfeststellung]] und Plangenehmigung entfallen in Fällen von unwesentlicher
Bedeutung. Fälle unwesentlicher Bedeutung liegen vor, wenn
# es sich bei dem Vorhaben nicht um ein Vorhaben handelt, für das nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist, und
# andere öffentliche Belange nicht berührt sind oder die erforderlichen behördlichen Entscheidungen vorliegen und sie dem Plan nicht entgegenstehen und
# Rechte anderer nicht beeinflusst werden oder mit den vom Plan Betroffenen entsprechende Vereinbarungen getroffen werden.}}
(1) Bundesfernstraßen dürfen nur gebaut oder geändert werden, wenn der Plan vorher
festgestellt ist. Bei der [[Planfeststellung]] sind die von dem Vorhaben berührten
öffentlichen und privaten Belange einschließlich der Umweltverträglichkeit im Rahmen
der Abwägung zu berücksichtigen.
(1a) u. (2) ''gekürzt, s. Kasten''
(3) Bebauungspläne nach § 9 des Baugesetzbuchs ersetzen die [[Planfeststellung]] nach
Absatz 1. Wird eine Ergänzung notwendig oder soll von Festsetzungen des
Bebauungsplans abgewichen werden, so ist die [[Planfeststellung]] insoweit zusätzlich
durchzuführen. In diesen Fällen gelten die §§ 40, 43 Abs. 1, 2, 4 und 5 sowie § 44
Abs. 1 bis 4 des Baugesetzbuchs.
(3a) Im [[Planfeststellungsverfahren]] veranlasst die Anhörungsbehörde innerhalb eines
Monats, nachdem der Träger des Vorhabens den Plan bei ihr eingereicht hat, die
Einholung der Stellungnahmen der Behörden, deren Aufgabenbereich durch das Vorhaben
berührt wird, sowie die Auslegung des Plans in den Gemeinden, in denen sich das
Vorhaben voraussichtlich auswirkt.
(3b) Die Behörden, deren Aufgabenbereich durch das Vorhaben berührt wird, haben ihre
Stellungnahmen innerhalb einer von der Anhörungsbehörde zu setzenden Frist abzugeben,
die drei Monate nicht übersteigen darf. Die Gemeinden legen den Plan innerhalb von
drei Wochen nach Zugang aus. Sie machen die Auslegung vorher ortsüblich bekannt.
(3c) Die Anhörungsbehörde hat die Erörterung innerhalb von drei Monaten nach Ablauf
der Einwendungsfrist abzuschließen. Sie gibt ihre Stellungnahme innerhalb eines
Monats nach Abschluss der Erörterung ab. Bei der Änderung einer Bundesfernstraße kann
von einer förmlichen Erörterung im Sinne des § 73 Abs. 6 des
[[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es und der entsprechenden landesrechtlichen Bestimmungen
und des § 9 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung
abgesehen werden. Vor dem Abschluss des [[Planfeststellungsverfahren]]s ist den
Einwendern Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Die Anhörungsbehörde hat ihre
Stellungnahme innerhalb von sechs Wochen nach Ablauf der Einwendungsfrist abzugeben.
(4) Einwendungen gegen den Plan sind nach Ablauf der Einwendungsfrist ausgeschlossen.
Hierauf ist in der Bekanntmachung der Auslegung oder der Einwendungsfrist
hinzuweisen. Nach dem Erörterungstermin eingehende Stellungnahmen der Behörden müssen
bei der Feststellung des Plans nicht berücksichtigt werden; dies gilt nicht, wenn
später von einer Behörde vorgebrachte öffentliche Belange der
Planfeststellungsbehörde auch ohne ihr Vorbringen bekannt sind oder hätten bekannt
sein müssen.
(5) Die oberste Landesstraßenbaubehörde stellt den Plan nach Absatz 1 fest, erteilt
die Plangenehmigung nach Absatz 1a und Absatz 1b und trifft die Entscheidung nach
Absatz 2. Bestehen zwischen der obersten Landesstraßenbaubehörde, die den Plan
feststellt, und einer Bundesbehörde Meinungsverschiedenheiten, so ist vor der
[[Planfeststellung]] die Weisung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und
Wohnungswesen einzuholen.
(6) Der [[Planfeststellungsbeschluss]] ist dem Träger des Vorhabens und denjenigen, über
deren Einwendungen entschieden worden ist, mit Rechtsbehelfsbelehrung zuzustellen;
die Vorschriften der [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]e über die Bekanntgabe von
Planfeststellungsbeschlüssen bleiben im Übrigen unberührt.
(6a) Die Anfechtungsklage gegen einen [[Planfeststellungsbeschluss]] oder eine
Plangenehmigung für den Bau oder die Änderung von Bundesfernstraßen, für die nach dem
[[Fernstraßenausbaugesetz]] vordringlicher Bedarf festgestellt ist, hat keine
aufschiebende Wirkung. Der Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der
Anfechtungsklage gegen einen [[Planfeststellungsbeschluss]] oder eine Plangenehmigung
nach § 80 Abs. 5 Satz 1 der Verwaltungsgerichtsordnung kann nur innerhalb eines
Monats nach der Zustellung des [[Planfeststellungsbeschluss]]es oder der Plangenehmigung
gestellt und begründet werden. Der Antrag nach § 80 Abs. 5 Satz 1 in Verbindung mit
Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung auf Wiederherstellung der aufschiebenden
Wirkung einer Anfechtungsklage gegen einen [[Planfeststellungsbeschluss]] oder eine
Plangenehmigung für den Bau oder die Änderung einer Bundesfernstraße, für die ein
unvorhergesehener Verkehrsbedarf im Sinne des § 6 des [[Fernstraßenausbaugesetz]]es
besteht oder die der Aufnahme in den Bedarfsplan nicht bedarf, kann nur innerhalb
eines Monats nach Zustellung der Entscheidung über die Anordnung der sofortigen
Vollziehung gestellt und begründet werden. Darauf ist in der Anordnung der sofortigen
Vollziehung hinzuweisen. § 58 der Verwaltungsgerichtsordnung gilt entsprechend.
Treten später Tatsachen ein, die die Anordnung oder Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung rechtfertigen, so kann der durch den
[[Planfeststellungsbeschluss]] oder die Plangenehmigung Beschwerte einen hierauf
gestützten Antrag nach § 80 Abs. 5 Satz 1 der Verwaltungsgerichtsordnung innerhalb
einer Frist von einem Monat stellen. Die Frist beginnt in dem Zeitpunkt, in dem der
Beschwerte von den Tatsachen Kenntnis erlangt.
(6b) Der Kläger hat innerhalb einer Frist von sechs Wochen die zur Begründung seiner
Klage dienenden Tatsachen und Beweismittel anzugeben. § 87b Abs. 3 und § 128a der
Verwaltungsgerichtsordnung gelten entsprechend.
(6c) Mängel bei der Abwägung der von dem Vorhaben berührten öffentlichen und privaten
Belange sind nur erheblich, wenn sie offensichtlich und auf das Abwägungsergebnis von
Einfluss gewesen sind. Erhebliche Mängel bei der Abwägung oder eine Verletzung von
Verfahrens- oder Formvorschriften führen nur dann zur Aufhebung des
[[Planfeststellungsbeschluss]]es oder der Plangenehmigung, wenn sie nicht durch
Planergänzung oder durch ein ergänzendes Verfahren behoben werden können; die §§ 45
und 46 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es und die entsprechenden landesrechtlichen
Bestimmungen bleiben unberührt.
(7) {{mark|Wird mit der Durchführung des Plans nicht innerhalb von fünf Jahren}} nach Eintritt
der Unanfechtbarkeit {{mark|begonnen, so tritt er außer Kraft}}, es sei denn, er wird vorher
auf Antrag des Trägers der Straßenbaulast von der Planfeststellungsbehörde um
höchstens fünf Jahre verlängert. Vor der Entscheidung ist eine auf den Antrag
begrenzte Anhörung nach dem für die Planfeststellung vorgeschriebenen Verfahren
durchzuführen. Für die Zustellung und Auslegung sowie die Anfechtung der Entscheidung
über die Verlängerung sind die Bestimmungen über den [[Planfeststellungsbeschluss]]
entsprechend anzuwenden.
== § 17a Anlagen der Verkehrsüberwachung, der Unfallhilfe und des Zolls ==
Die der Sicherheit und Ordnung dienenden Anlagen an Bundesfernstraßen, wie
Polizeistationen, Einrichtungen der Unfallhilfe, Hubschrauberlandeplätze, können,
wenn sie eine unmittelbare Zufahrt zu den Bundesfernstraßen haben, zur Festsetzung
der Flächen in die Planfeststellung einbezogen werden. Das Gleiche gilt für
Zollanlagen an Bundesfernstraßen.
== §§ 18 bis 18e (weggefallen) ==
== § 18f Vorzeitige Besitzeinweisung ==
(1) Ist der sofortige Beginn von Bauarbeiten geboten und weigert sich der Eigentümer
oder Besitzer, den Besitz eines für die Straßenbaumaßnahme benötigten Grundstücks
durch Vereinbarung unter Vorbehalt aller Entschädigungsansprüche zu überlassen, so
hat die Enteignungsbehörde den Träger der Straßenbaulast auf Antrag nach Feststellung
des Plans oder Erteilung der Plangenehmigung in den Besitz einzuweisen. Der
[[Planfeststellungsbeschluss]] oder die Plangenehmigung müssen vollziehbar sein. Weiterer
Voraussetzungen bedarf es nicht.
(2) Die Enteignungsbehörde hat spätestens sechs Wochen nach Eingang des Antrages auf
Besitzeinweisung mit den Beteiligten mündlich zu verhandeln. Hierzu sind die
Straßenbaubehörde und die Betroffenen zu laden. Dabei ist den Betroffenen der Antrag
auf Besitzeinweisung mitzuteilen. Die Ladungsfrist beträgt drei Wochen. Mit der
Ladung sind die Betroffenen aufzufordern, etwaige Einwendungen gegen den Antrag
möglichst vor der mündlichen Verhandlung bei der Enteignungsbehörde einzureichen. Sie
sind außerdem darauf hinzuweisen, dass auch bei Nichterscheinen über den Antrag auf
Besitzeinweisung und andere im Verfahren zu erledigende Anträge entschieden werden
kann.
(3) Soweit der Zustand des Grundstücks von Bedeutung ist, hat ihn die
Enteignungsbehörde vor der Besitzeinweisung in einer Niederschrift festzustellen oder
durch einen Sachverständigen ermitteln zu lassen. Den Beteiligten ist eine Abschrift
der Niederschrift oder des Ermittlungsergebnisses zu übersenden.
(4) Der Beschluss über die Besitzeinweisung ist dem Antragsteller und den Betroffenen
spätestens zwei Wochen nach der mündlichen Verhandlung zuzustellen. Die
Besitzeinweisung wird in dem von der Enteignungsbehörde bezeichneten Zeitpunkt
wirksam. Dieser Zeitpunkt soll auf höchstens zwei Wochen nach Zustellung der
Anordnung über die vorzeitige Besitzeinweisung an den unmittelbaren Besitzer
festgesetzt werden. Durch die Besitzeinweisung wird dem Besitzer der Besitz entzogen
und der Träger der Straßenbaulast Besitzer. Der Träger der Straßenbaulast darf auf
dem Grundstück das im Antrag auf Besitzeinweisung bezeichnete Bauvorhaben ausführen
und die dafür erforderlichen Maßnahmen treffen.
(5) Der Träger der Straßenbaulast hat für die durch die vorzeitige Besitzeinweisung
entstehenden Vermögensnachteile Entschädigung zu leisten, soweit die Nachteile nicht
durch die Verzinsung der Geldentschädigung für die Entziehung oder Beschränkung des
Eigentums oder eines anderen Rechts ausgeglichen werden. Art und Höhe der
Entschädigung sind von der Enteignungsbehörde in einem Beschluss festzusetzen.
(6) Wird der festgestellte Plan oder die Plangenehmigung aufgehoben, so ist auch die
vorzeitige Besitzeinweisung aufzuheben und der vorherige Besitzer wieder in den
Besitz einzuweisen. Der Träger der Straßenbaulast hat für alle durch die vorzeitige
Besitzeinweisung entstandenen besonderen Nachteile Entschädigung zu leisten.
(6a) Ein Rechtsbehelf gegen eine vorzeitige Besitzeinweisung hat keine aufschiebende
Wirkung. Der Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung nach § 80 Abs. 5 Satz 1
der Verwaltungsgerichtsordnung kann nur innerhalb eines Monats nach der Zustellung
des Besitzeinweisungsbeschlusses gestellt und begründet werden.
(7) Die Absätze 1 bis 6a gelten entsprechend für Grundstücke, die für die in § 17a
genannten Anlagen benötigt werden.
== § 19 Enteignung ==
(1) Die Träger der Straßenbaulast der Bundesfernstraßen haben zur Erfüllung ihrer
Aufgaben das Enteignungsrecht. Die Enteignung ist zulässig, soweit sie zur Ausführung
eines nach § 17 festgestellten oder genehmigten Bauvorhabens notwendig ist. Einer
weiteren Feststellung der Zulässigkeit der Enteignung bedarf es nicht.
(2) Der festgestellte oder genehmigte Plan ist dem Enteignungsverfahren zugrunde zu
legen und für die Enteignungsbehörde bindend.
(2a) Hat sich ein Beteiligter mit der Übertragung oder Beschränkung des Eigentums
oder eines anderen Rechtes schriftlich einverstanden erklärt, kann das
Entschädigungsverfahren unmittelbar durchgeführt werden.
(2b) Die Absätze 1, 2 und 2a gelten für die in § 17a genannten Anlagen entsprechend.
(3) (weggefallen)
(4) (weggefallen)
(5) Im Übrigen gelten die für öffentliche Straßen geltenden Enteignungsgesetze der
Länder.
== § 19a Entschädigungsverfahren ==
Soweit der Träger der Straßenbaulast nach §§ 8a, 9 oder auf Grund eines
[[Planfeststellungsbeschluss]]es (§ 17 Abs. 1) oder einer Plangenehmigung (§ 17 Abs. 1a)
verpflichtet ist, eine Entschädigung in Geld zu leisten, und über die Höhe der
Entschädigung keine Einigung zwischen dem Betroffenen und dem Träger der
Straßenbaulast zustande kommt, entscheidet auf Antrag eines der Beteiligten die nach
Landesrecht zuständige Behörde; für das Verfahren und den Rechtsweg gelten die
Enteignungsgesetze der Länder entsprechend.
== § 20 Straßenaufsicht ==
(1) Die Erfüllung der Aufgaben, die den Trägern der Straßenbaulast für die
Bundesfernstraßen obliegen, wird durch die Straßenaufsicht sichergestellt. Die Länder
üben die Straßenaufsicht im Auftrag des Bundes aus.
(2) Die Straßenaufsichtsbehörde kann die Durchführung der notwendigen Maßnahmen unter
Setzung einer angemessenen Frist anordnen. Sie soll Maßnahmen, die mehrere Träger der
Straßenbaulast durchzuführen haben, diesen rechtzeitig bekanntgeben, damit sie
möglichst zusammenhängend ausgeführt werden. Kommt ein Träger der Straßenbaulast der
Anordnung nicht nach, kann die Straßenaufsichtsbehörde die notwendigen Maßnahmen an
seiner Stelle und auf seine Kosten verfügen und vollziehen.
== § 21 Verwaltung der Bundesstraßen in den Ortsdurchfahrten ==
Soweit die Gemeinden nach § 5 Abs. 2 und 3 Träger der Straßenbaulast sind, richtet
sich die Zuständigkeit zur Verwaltung der Ortsdurchfahrten nach Landesrecht. Dieses
regelt auch, wer insoweit zuständige Straßenbaubehörde im Sinne dieses Gesetzes ist.
== § 22 Zuständigkeit ==
(1) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen kann seine Befugnisse
nach diesem Gesetz ganz oder zum Teil unter Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs auf die
obersten Landesstraßenbaubehörden auch mit der Ermächtigung zur weiteren Übertragung
auf andere Behörden übertragen.
(2) Im Fall des [[Grundgesetz#Artikel_90_.5BBundesstra.C3.9Fen.5D|Artikels 90 Abs. 3 des Grundgesetzes]] treten an die Stelle der im
Gesetz genannten Straßenbaubehörden der Länder die vom Bundesministerium für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen bestimmten Bundesbehörden. Dies gilt auch für die nach § 36
des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten zu bestimmende Behörde.
(3) Im Rahmen der Auftragsverwaltung richtet sich das Verfahren für die Beitreibung
von Ersatzleistungen (§ 7), Sondernutzungsgebühren sowie Vorschüssen und Sicherheiten
(§ 8) und das Verfahren in den Fällen, in denen die Behörde Maßnahmen nach § 8 Abs.
7a trifft oder in denen jemand zur Duldung oder Unterlassung verpflichtet ist (§§ 11
und 14), nach Landesrecht.
(4) Soweit nach diesem Gesetz die Zuständigkeit von Landesbehörden begründet ist,
bestimmen die Länder die zuständigen Behörden. Sie sind ermächtigt, die Zuständigkeit
der obersten Straßenbaubehörden der Länder, soweit sie nach diesem Gesetz begründet
ist, auf nachgeordnete Behörden zu übertragen. Das Bundesministerium für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen ist hiervon zu unterrichten.
(5) Soweit Selbstverwaltungskörperschaften in der Auftragsverwaltung tätig werden
[[Grundgesetz#Artikel_90_.5BBundesstra.C3.9Fen.5D|(Artikel 90 Abs. 2 des Grundgesetzes)]], sind ihre Behörden nach Maßgabe des
Landesrechts an Stelle der Behörden des Landes zuständig.
== § 23 Ordnungswidrigkeiten ==
(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
# entgegen § 8 Abs. 1 eine Bundesfernstraße über den Gemeingebrauch hinaus ohne Erlaubnis benutzt,
# nach § 8 Abs. 2 erteilten vollziehbaren Auflagen nicht nachkommt,
# entgegen § 8 Abs. 2a<br> a) Anlagen nicht vorschriftsmäßig errichtet oder unterhält oder<br> b) auf vollziehbares Verlangen der zuständigen Behörde Anlagen auf seine Kosten nicht ändert,
# entgegen § 8a Abs. 1 in Verbindung mit § 8 Abs. 1 Zufahrten oder Zugänge ohne Erlaubnis anlegt oder ändert,
# entgegen § 8a Abs. 3 in Verbindung mit § 8 Abs. 2a Zufahrten oder Zugänge nicht vorschriftsmäßig unterhält,
# einer nach § 8a Abs. 6 ergangenen vollziehbaren Anordnung nicht nachkommt,
# entgegen § 9 Abs. 1 oder 4 Hochbauten oder bauliche Anlagen errichtet oder Aufschüttungen oder Abgrabungen größeren Umfangs vornimmt,
# Anlagen der Außenwerbung entgegen § 9 Abs. 6 Satz 1 in Verbindung mit den Absätzen 1 und 2 errichtet oder entgegen § 9 Abs. 6 Satz 2 an Brücken über Bundesfernstraßen anbringt,
# vollziehbaren Auflagen nicht nachkommt, unter denen eine Ausnahme nach § 9 Abs. 8 von den Verboten des § 9 Abs. 1, 4 und 6 zugelassen wurde,
# entgegen § 9a Abs. 1 Satz 1 auf der vom Plan betroffenen Fläche oder in dem Planungsgebiet nach Absatz 3 Veränderungen vornimmt,
# entgegen § 10 Abs. 2 Satz 1 Schutzwaldungen nicht erhält oder nicht ordnungsgemäß unterhält,
# entgegen § 11 Abs. 1 die Anlage vorübergehender Einrichtungen nicht duldet oder entgegen § 11 Abs. 2 Satz 1 Einrichtungen, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, anlegt oder entgegen § 11 Abs. 2 Satz 2 ihre Beseitigung nicht duldet,
# entgegen § 16a Abs. 1 Satz 1 notwendige Vorarbeiten oder die vorübergehende Anbringung von Markierungszeichen nicht duldet.
(2) Ordnungswidrigkeiten nach Absatz 1 Nr. 1 bis 6 und 11 bis 13 können mit einer
Geldbuße bis zu fünfhundert Euro, Ordnungswidrigkeiten nach Absatz 1 Nr. 7 bis 10
können mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.
== § 24 Übergangs- und Schlussbestimmungen ==
(1) (weggefallen)
(2) (weggefallen)
(3) (weggefallen)
(4) Die bisherigen Reichsautobahnen und Reichsstraßen, die nach dem Gesetz über die
vermögensrechtlichen Verhältnisse der Bundesautobahnen und sonstigen Bundesstraßen
des Fernverkehrs vom 2. März 1951 (BGBl. I S. 157) Bundesautobahnen und Bundesstraßen
sind, sind Bundesautobahnen und Bundesstraßen im Sinne dieses Gesetzes.
(5) (weggefallen)
(6) Beginn und Ende der Ortsdurchfahrten bemessen sich nach ihrer Festsetzung nach §§
13ff. der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die einstweilige Neuregelung
des Straßenwesens und der Straßenverwaltung vom 7. Dezember 1934 (RGBl. I S. 1237),
bis sie nach § 5 Abs. 4 neu festgesetzt werden.
(7) Waldungen, die Schutzwaldungen nach § 9 des Reichsautobahngesetzes vom 29. Mai
1941 (RGBl. I S. 313) sind, gelten als Schutzwaldungen nach § 10.
(8) (weggefallen)
(9) Sind in Rechtsvorschriften aus der Zeit vor dem 23. Mai 1949 die Worte
"Reichsautobahnen" oder "Reichsstraßen" gebraucht, so treten an ihre Stelle die Worte
"Bundesautobahnen" oder "Bundesstraßen".
(10) Wo in anderen Gesetzen für das Unternehmen "Reichsautobahnen" besondere Rechte
und Pflichten begründet sind, tritt an seine Stelle der Bund.
(11) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen ist ermächtigt, im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen durch Rechtsverordnung, die der
Zustimmung des Bundesrates bedarf, Brücken im Zuge von Bundesfernstraßen, die in der
Baulast der Länder oder öffentlich-rechtlicher Selbstverwaltungskörperschaften
stehen, in die Baulast des Bundes zu übernehmen und die zur Überleitung notwendigen
Maßnahmen zu treffen. In der Rechtsverordnung können auch die nach den üblichen
Berechnungsarten zu ermittelnden Ablösungsbeträge festgesetzt werden.
(12) Für Sondernutzungen, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes durch
bürgerlich-rechtliche Verträge vereinbart sind, gelten die Vorschriften über
Sondernutzungen (§ 8) von dem Zeitpunkt an, zu dem die Verträge erstmals nach
Inkrafttreten dieses Gesetzes kündbar sind.
== § 25 (Aufhebung von Vorschriften) ==
-
== § 26 (weggefallen) ==
== § 27 (Inkrafttreten) ==
FStrG Anhang EV Auszug aus EinigVtr Anlage I Kap. XI Sachgebiet F Abschnitt III (BGBl. II 1990, 889, 1111)
Bundesrecht tritt in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet mit folgenden
Maßgaben in Kraft:
1. Bundesfernstraßengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. August
1990 (BGBl. I S. 1714), geändert durch Gesetz vom 12. Februar 1990 (BGBl.
I S. 205),
mit folgenden Maßgaben:
a) Autobahnen und Fernverkehrsstraßen in dem in Artikel 3 des Vertrages
genannten Gebiet sind in dem in § 1 Abs. 4 bestimmten Umfang
Bundesautobahnen und Bundesstraßen (Bundesfernstraßen) im Sinne des
Gesetzes; § 2 Abs. 4 bleibt unberührt. Die Straßenbaulast für diese
Straßen geht auf den Bund und in den Fällen des § 5 Abs. 2 bis 3a auf
die Gemeinden über.
b) Soweit der Bund Träger der Straßenbaulast wird, gehen gleichzeitig das
Eigentum an den Straßen sowie alle mit ihnen im Zusammenhang stehenden
Rechte und Pflichten auf den Bund über. Werden Gemeinden Träger der
Baulast, gehen das Eigentum an den Straßen sowie alle mit ihnen in
Zusammenhang stehenden Rechte und Pflichten auf sie über. § 6 findet
entsprechende Anwendung. Eigentumsrechte Privater bleiben unberührt.
c) Anhängige Verfahren zum Bau oder zur Änderung von Autobahnen und
Fernverkehrsstraßen in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet
werden nach dem Bundesfernstraßengesetz und dem
[[Verwaltungsverfahrensgesetz]] zu Ende geführt, wenn eine abschließende
Sachentscheidung vor Wirksamwerden des Beitritts noch nicht ergangen
ist.
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
cc81627f99fc7ad398b9ec968158f88362d999f5
Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen
0
1024
1062
2008-01-26T23:12:17Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Bundesverkehrswegeplan]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
6b220fda4577b00d8f209ba5d97f5f56a8d74b94
Fernstraßenausbaugesetz
0
1037
1088
2008-01-26T23:16:28Z
Detlef
6
/* § 5 */
wikitext
text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|{{toc}}
|}
== § 1 ==
(1) Bau und Ausbau der Bundesfernstraßen sind Hoheitsaufgaben des Bundes. Das Netz der
Bundesfernstraßen wird nach dem [[Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen]] ausgebaut, der
diesem Gesetz als Anlage beigefügt ist.
(2) Die in den Bedarfsplan aufgenommenen Bau- und Ausbauvorhaben entsprechen den
Zielsetzungen des § 1 Abs. 1 des [[Bundesfernstraßengesetz]]es. Die Feststellung des
Bedarfs ist für die [[Linienbestimmung]] nach [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 des Bundesfernstraßengesetz]]es und für
die [[Planfeststellung]] nach [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_17_Planfeststellung|§ 17 des Bundesfernstraßengesetzes]] verbindlich.
== § 2 ==
Der Ausbau erfolgt nach Stufen, die im Bedarfsplan bezeichnet sind, und nach Maßgabe
der zur Verfügung stehenden Mittel.
== § 3 ==
Einzelne Verbesserungsmaßnahmen bleiben unberührt; sie sind auf die Maßnahmen
abzustimmen, die auf Grund des Bedarfsplanes ausgeführt werden sollen.
== § 4 ==
Nach Ablauf von jeweils fünf Jahren prüft das Bundesministerium für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung, ob der Bedarfsplan der Verkehrsentwicklung anzupassen ist; in
die Prüfung sind die bei der Bedarfsplanung berührten Belange, insbesondere die der
Raumordnung, des Umweltschutzes und des Städtebaus, einzubeziehen. Die Anpassung
geschieht durch Gesetz.
== § 5 ==
(1) Zur Verwirklichung des Ausbaus nach dem Bedarfsplan stellt das Bundesministerium
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [[Investitionsrahmenplan|Fünfjahrespläne]] auf. Sie bilden den Rahmen für die Aufstellung der Straßenbaupläne nach Artikel 3 des [[Straßenbaufinanzierungsgesetz]]es.
(2) Das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft bleibt
unberührt.
== § 6 ==
Die Straßenbaupläne können im Einzelfall auch Maßnahmen enthalten, die nicht dem
Bedarfsplan entsprechen, soweit dies wegen eines unvorhergesehenen höheren oder
geringeren Verkehrsbedarfs, insbesondere auf Grund einer Änderung der Verkehrsstruktur,
erforderlich ist.
== § 7 ==
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung berichtet dem Deutschen
Bundestag jährlich über den Fortgang des Bundesfernstraßenbaus nach dem Stand vom 31.
Dezember des Vorjahres.
== § 8 ==
(weggefallen)
== § 9 ==
(Inkrafttreten)
== Anlage ==
(Inhalt: nicht darstellbarer [[Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen]],
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2004, 2574 - Beilage als Faltblatt;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)
== Weblink ==
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/fstrausbaug/gesamt.pdf
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
d887493c0f4013c274afd3505472c1073cb41534
Straßenbaufinanzierungsgesetz
0
1082
1178
2008-01-26T23:27:22Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|{{toc}}
|}
== Abschnitt I - Finanzierung des Ausbaus der Bundesfernstraßen ==
=== Art 1 - Zweckbindung des Aufkommens der Mineralölsteuer ===
Das Aufkommen an Mineralölsteuer, ausgenommen das Aufkommen aus der Besteuerung der
Schweröle und Reinigungsextrakte nach § 8 Abs. 2 des Mineralölsteuergesetzes, ist im
Rechnungsjahr 1964 in Höhe von 46 vom Hundert, im Rechnungsjahr 1965 in Höhe von 48 vom
Hundert und in den folgenden Rechnungsjahren in Höhe von 50 vom Hundert für Zwecke des
Straßenwesens zu verwenden. Dies gilt nicht für das Mehraufkommen an Mineralölsteuer,
das sich infolge der Änderung von §§ 2, 8 Abs. 2 und § 15b des Mineralölsteuergesetzes
durch Artikel 1 Nr. 2, 8 und 19 des Verbrauchsteueränderungsgesetzes 1988 vom 20.
Dezember 1988 (BGBl. I S. 2270) und der Änderung von §§ 2, 8 Abs. 2 und § 15b des
Mineralölsteuergesetzes durch Artikel 3 Nr. 1, 2 und 5 des Gesetzes vom 24. Juni 1991
(BGBl. I S. 1318) ergibt.
=== Art 2 - Vorfinanzierung ===
(1) Das Bundesministerium der Finanzen wird ermächtigt, im Vorgriff auf das
zweckgebundene Aufkommen an Mineralölsteuer späterer Rechnungsjahre Kredite bis zu
einem jeweils durch das Haushaltsgesetz zu bestimmenden Betrag aufzunehmen.
(2) Das Bundesministerium der Finanzen wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Finanzierung des Baues von
Bundesfernstraßen einer Gesellschaft des privaten Rechts vertraglich zu übertragen.
Das Bundesministerium der Finanzen wird ermächtigt, für Schuldverpflichtungen,
welche die Gesellschaft für die Finanzierung des Baues von Bundesfernstraßen
eingeht, Sicherheitsleistungen oder Gewährsleistungen bis zu einem jeweils durch das
Haushaltsgesetz zu bestimmenden Betrag zu übernehmen.
(3) Auf Schuldverpflichtungen, welche die Gesellschaft für die Finanzierung des
Baues von Bundesfernstraßen eingeht, sind § 8 Ziff. 1 und § 12 Abs. 2 Ziff. 1 des
Gewerbesteuergesetzes nicht anzuwenden. Die vertraglichen Leistungen des Bundes
an diese Gesellschaft, die Gewährung von Darlehen, für die der Bund nach Absatz 2
Sicherheit leistet, sowie der erste Erwerb verzinslicher Forderungsrechte gegen die
Gesellschaft sind von der Besteuerung nach dem Kapitalverkehrsteuergesetz ausgenommen.
=== Art 3 - Verwendung der Straßenbaumittel ===
(1) Über die Verwendung der Straßenbaumittel ist ein Straßenbauplan als Anlage zum
Bundeshaushaltsplan aufzustellen.
(2) Der Straßenbauplan umfaßt
# die Mittel für Unterhaltung, Erweiterung, Ausbau und Neubau der Bundesfernstraßen,
die Mittel für den Erwerb von Grundstücken für Straßenbauzwecke, für
Straßenbauforschung, für Zuwendungen an fremde Baulastträger und sonstige durch den
Straßenbau Betroffene sowie für andere Zwecke des Straßenwesens;
# die Kosten, Zinsen und Tilgungsbeträge für Anleihen und sonstige
Schuldverbindlichkeiten, deren Erträge für Zwecke des Straßenwesens verwendet worden
sind oder verwendet werden;
# die Leistungen an andere Stellen, die für Rechnung des Bundes Straßenbauaufgaben
ausführen;
# die Zahlungen auf Grund von Verpflichtungen aus Sicherheitsleistungen und
Gewährleistungen, die für Zwecke des Straßenwesens übernommen worden sind oder
übernommen werden;
# sonstige erforderliche Angaben über die Verwendung von Straßenbaumitteln.
(3) Der Straßenbauplan kann für mehrere Rechnungsjahre aufgestellt werden. Das
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung kann in diesem Fall mit
Zustimmung des Bundesministeriums der Finanzen im Rahmen der für den Straßenbau
bewilligten Mittel Straßenbaumaßnahmen, die im Straßenbauplan erst für ein späteres
Rechnungsjahr vorgesehen sind, an Stelle der im laufenden Rechnungsjahr veranschlagten
Vorhaben ausführen lassen.
(4) Die Vorschriften über die Aufstellung und Feststellung des Bundeshaushaltsplans
gelten sinngemäß für den Straßenbauplan.
== Abschnitt II - Änderung mineralölsteuerrechtlicher Vorschriften ==
=== Art 4 bis 8 ===
=== Art 9 - Betriebsbeihilfe für den Werkfernverkehr im Zonenrandgebiet und in den Frachthilfegebieten ===
(1) Eine Betriebsbeihilfe für das im Werkfernverkehr im Sinne des
Güterkraftverkehrsgesetzes bis zum 31. Dezember 1981 verbrauchte Gasöl wird gewährt
an Inhaber von Lastkraftwagen, die ihren Standort im Zonenrandgebiet oder in den
Frachthilfegebieten haben. Voraussetzung ist, daß das Gasöl zu Beförderungen gedient
hat
a) unmittelbar zwischen Berlin West und dem Bundesgebiet,
b) unmittelbar zwischen dem Zonenrandgebiet oder den Frachthilfegebieten und dem
übrigen Geltungsbereich des Grundgesetzes,
c) innerhalb des Zonenrandgebietes oder der Frachthilfegebiete.
Das Bundesministerium der Finanzen bestimmt im Einvernehmen mit dem Bundesministerium
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung durch Rechtsverordnung, von welchen weiteren
Voraussetzungen die Betriebsbeihilfe abhängt, insbesondere welche örtlichen Beziehungen
zwischen dem Unternehmer und den bezeichneten Gebieten bestehen müssen, inwieweit eine
direkte Beförderung von oder zu bestimmten Standorten zwischen diesen Gebieten und dem
übrigen Bundesgebiet erforderlich ist und inwieweit und in welcher Form ein besonderer
Buchnachweis für die Beförderungen zu fordern ist. Das Bundesministerium der Finanzen
bestimmt ferner durch Rechtsverordnung, welche Gebiete als Zonenrandgebiet und als
Frachthilfegebiete anzusehen sind.
(2) Die Mittel für die Betriebsbeihilfen werden für jedes Rechnungsjahr in den
Bundeshaushaltsplan eingestellt. Die Bemessungsgrundlage für die Haushaltsmittel ist
der Verbrauch der begünstigten Verbrauchergruppen an Gasöl für die begünstigten Zwecke
im vorangegangenen Kalenderjahr. Dabei werden für je 100 kg des Verbrauches 8,30 DM
angesetzt.
(3) Die Bundesregierung bestimmt durch Rechtsverordnung das Nähere über
#die Verteilung der Mittel und die Berechnung der Beihilfen,
#das Verfahren.
(4) Die Gewährung der Betriebsbeihilfen kann davon abhängig gemacht werden, daß diese
einen Betrag von 200 Deutsche Mark für den Abrechnungszeitraum übersteigen.
== Abschnitt III ==
=== Art 10 ===
-
=== Art 11 ===
-
== Abschnitt IV - Geltung im Land Berlin==
=== Art 12 ===
(1) Dieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 12 Abs. 1 und § 13 Abs. 1 des Dritten
Überleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) auch im Land Berlin.
Rechtsverordnungen, die auf Grund dieses Gesetzes erlassen werden, gelten im Land
Berlin nach § 14 des Dritten Überleitungsgesetzes.
(2) Artikel I Nr. 2 des Gesetzes des Landes Berlin zur Änderung des
Kraftfahrzeugsteuergesetzes vom 3. August 1950 (Verordnungsblatt für Groß-Berlin I S.
379) bleibt unberührt.
== Abschnitt V ==
=== Art 13 - Abwicklung von Ausgaberesten ===
(1) Ausgabereste aus früheren Rechnungsjahren, für die Fortsetzungsraten im
Straßenbauplan nicht vorgesehen sind, werden außerhalb des Straßenbauplans zu Lasten
der allgemeinen Haushaltsmittel abgewickelt.
(2) Vor Inkrafttreten dieses Gesetzes überplanmäßig oder außerplanmäßig bereitgestellte
Mittel zur Durchführung von Straßenbaumaßnahmen sind aus den nach Artikel 1 und 2
dieses Gesetzes zweckgebundenen Mitteln zu decken.
== Abschnitt VI - Schlußvorschriften==
=== Art 14 ===
-
=== Art 15 Inkrafttreten ===
(1) Dieses Gesetz tritt ... am 1. April 1960 in Kraft.
(2)
== Weblink ==
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/strfing/gesamt.pdf
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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#REDIRECT [[Straßenbaufinanzierungsgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Pressemitteilung der BI Lüne-Moorfeld
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Presseberichte Juni 2007
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{{Pressekopf}}
----
=== 27. Juni ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Nordland-Autobahn-Verein
|Headline=Grüne: Stadt soll den Autobahn-Verein verlassen
|Untertitel=
|Autor=es
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/06/27/762072.html Quelle]
|Text=Bizarr" findet [[Andreas Meihsies]], Fraktionschef der Grünen im Lüneburger Stadtrat, die bisher von der Stadt in Sachen A 39 vertretene Linie: "Unser Oberbürgermeister ist inkonsequent", sagt der Ratsherr. Begründung: Die Stadt ist Mitglied im [[Nordland-Autobahn-Verein]], der die Schaffung einer Autobahn zwischen Wolfsburg und Lüneburg grundsätzlich fördern will.
In den Augen der Grünen ist der Verein ein antiquiertes Gebilde: "Es handelt sich um einen Zusammenschluss von Interessenorganisationen, in dem die Transportunternehmen dominieren. Dahinter steckt das veraltete Denken der 60er-Jahre, damals wurde der Neubau von Verkehrswegen überall begrüßt", meint Meihsies.
Dass die Stadt durch ihre Dezernentin [[Andrea Schröder-Ehlers]] ([[SPD]]) im Vereinsvorstand sitzt, hat die Grünen bewogen, per Dringlichkeitsantrag für die Ratssitzung am Donnerstag, 28. Juni, den Vereinsaustritt zu fordern - die Stadt dagegen verweist auf einen Ratsbeschluss, mit dem der Vereinsbeitritt mehrheitlich abgesegnet wurde.
Das Engagement von Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) richte sich nicht gegen die A 39 allgemein, sondern vielmehr gegen die derzeit favorisierte Osttrasse - so die Position im Rathaus. Meihsies bleibt bei seiner Kritik: "Die Mitgliedschaft in einem solchen Verein von Lobbyisten ist nicht zeitgemäß und passt nicht zu den Klimaschutzzielen der Stadt. Sie muss raus aus dem Verein - bis zum 30. Juni besteht die nächste Chance dazu."
}}
=== 25. Juni ===
==== {{LZ}} zum [[Schutz- und Klagefonds]] ====
{{Kasten|1=
'''<big>Rat diskutiert über die A 39</big>'''
<br>lz '''Thomasburg'''. Mit dem geplanten Bau der A 39 wird sich der Samtgemeinderat morgen, Dienstag, 26. Juni, um 20 Uhr während seiner Sitzung im Sportheim in Thomasburg befassen: SPD/Grüne fordern den Beitritt der Kommune zum [[Schutz- und Klagefonds]] A 39. Ein Antrag der CDU/FDP-Gruppe wird sich mit der Verbesserung der Seniorenbetreuung beschäftigen.
}}
=== 23. Juni ===
==== {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse ====
{{Kasten|1=
'''<big>Stadt-[[CDU]] für eine [[Westtrasse]]</big>'''
lz '''Lüneburg'''. Der Stadtverband der [[CDU]] unterstützt weiterhin mit Nachdruck eine konkrete Planung für eine [[Westtrasse]] der Autobahn A 39. Ein entsprechendes Votum fasste der Vorstand jetzt auf seiner jüngsten Sitzung.
Der [[CDU]]-Stadtverband will damit gleichzeitig die eigene Fraktion im Rat der Stadt Lüneburg auffordern, ihre aktuelle Position zur A 39 nicht zu ändern.
Der Kreisverband der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) unterstützt diese Position, weil ein Großteil der Arbeitnehmer diese Verkehrsstrecke nutzen könnte. Durch sie entstünde quasi ein Ring um die Stadt Lüneburg.
}}
=== 21. Juni ===
==== {{LZ}} zur Finanzierung der A14-Nordverlängerung ====
{{Kasten|1=
'''<big>Ja zur Nordverlängerung der A 14</big>'''
'''Bund und Länder einig über die Finanzierung des derzeit größten Autobahn-Neubauprojektes'''
dpa '''Berlin/Magdeburg'''. Die
drei Bundesländer Sachsen-Anhalt,
Brandenburg und Mecklenburg-
Vorpommern sowie der
Bund sind sich einig über die
Finanzierung der A14-Nordverlängerung von Magdeburg in
Richtung Schwerin.
Demnach steuern die Länder
zum Bau der 154 Kilometer
langen Autobahn 227 Millionen
Euro bei, der Bund etwa 221
Millionen Euro. Den größten
Anteil übernimmt die EU mit
327 Millionen Euro, wie die
Beteiligten bei der Unterzeichnung
einer Vereinbarung in
Berlin mitteilten.
Baubeginn für die 775 Millionen
Euro teure Autobahn
soll spätestens 2009 sein, etwa
2015 soll der Verkehr dann
durchgehend rollen. Es ist das
derzeit mit Abstand größte Autobahn-
Neubauprojekt in
Deutschland.
„Der wirtschaftliche Aufschwung
in den neuen Ländern
basiert zu einem großen Teil auf
einer gut funktionierenden Verkehrsinfrastruktur“,
sagte Bundesverkehrsminister
Wolfgang
Tiefensee ([[SPD]]).
Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre ([[CDU]]) wertete die Finanzierungsvereinbarung als großen Schritt auf dem Weg zur Realisierung des A14- ückenschlusses Magdeburg-Wittenberge-Schwerin. „Es entsteht eine direkte Verbindung des mitteldeutschen Wirtschaftsraumes zu den Nord- und Ostseehäfen.“
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juli_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_fragw.C3.BCrdigen_Finanzierung_der_A_39.2FA_14|12.07.: "Hosenträger" an dünnem Faden]]
=== 19. Juni ===
==== {{LZ}} zur Thema Weltkulturerbe & A39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Anfrage zum Weltkulturerbe</big>'''
<br>ca '''Lüneburg'''. [[Die Grünen]] wollen Lüneburgs mögliche Bewerbung um den Unesco-Titel Weltkulturerbe zum Ratsthema machen. Die LZ hat über das Projekt berichtet, Kulturreferent Jürgen Landmann hat nach Gesprächen darauf hingewiesen, dass es erst nach der [[Landtagswahl]] Sinn mache, sich zu bemühen, auf die Bewerberliste des Landes zu gelangen. [[Die Grünen]] wollen wissen, wie Lüneburg vorbereitet ist und ob die A39 Auswirkung auf die Bewerbung haben könnte.
}}
=== 18. Juni ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur NDR-Podiumsdiskussion
|Headline=Mädge: A 39 im Westen oder mit Lärmschutz
|Untertitel=100 Autobahnkilometer, 600 Millionen Euro geplante Kosten, 15 000 Einwendungen und 50 000 Menschen, die sich in Bürgerinitiativen gegen die A 39 engagieren. Das sind die Fakten zur geplanten Autobahn zwischen Lüneburg und Wolfsburg.
|Autor=es
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/06/18/757156.html Quelle]
|Text=Auf einer vom NDR Hörfunk veranstalteten Podiumsdiskussion tauschten Befürworter und Gegner noch einmal ihre Argumente: Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) befürwortet die Autobahn, bevorzugt im Westen der Stadt, wenn doch im Osten gebaut würde, dann nur mit bestmöglichem Lärmschutz - zum Beispiel durch einen Tunnel. Ihre Gegner bestreiten die Notwendigkeit der A 39 und stellen ihren Nutzen infrage.
"Immer neue Autobahnen können wir uns in Zeiten des Klimawandels nicht leisten, das ist ein falsches Signal", meinte ein Zuhörer. Und: "Alternative Verkehrswege wie Schienen- und Wasserwege werden von den Planern noch immer nicht ausreichend berücksichtigt."
}}
=== 16. Juni ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse ====
{{LB|Jürgen Hempel<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Von Stau zu Stau auf der B 4</big>'''
'''[[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_NDR-Podiumsdiskussion_.22Jetzt_reicht.27s.21.22|Podiumsdiskussion zu A 39, LZ vom 15. Juni]]'''
Für die Menschen im Landkreis Uelzen ist eine bessere Anbindung an die A 250 dringend notwendig. Ob dies nun mit einer Ertüchtigung der Bundesstraße 4 oder einer A 39 erfolgt, ist zunächst nachrangig.
Selbst bin ich vor rund 35 Jahren die Strecke von Lüneburg zum Autobahnanschluss Maschen über die B 4 jeden Morgen um kurz vor fünf Uhr gefahren. Die Situation, die sich für mich dort stellte, haben die Uelzener Kreisbewohner heute jeden Tag. Es ist unerträglich, kein Vorankommen! (Dass gilt auch für die B 216 - Dannenberg nach Lüneburg!).
Wird eine Autobahn A 39 gebaut, wird es auch weiterhin Maut-Preller geben, für die Melbecker Anrainer der B 4 erfolgt damit keine Entlastung !
Dem Vorwurf von [[St.-Florians-Prinzip|St. Florian]] möchte ich mich nicht anschließen, weil ich der Meinung bin, dass eine zusätzliche Umfahrung von Lüneburg im Westen besser sei, als alles nur im Osten zu belassen. Es gab bereits viele Unfälle auf der [[Ostumgehung]] mit den dortigen Staus. Umleitungsstrecken gibt es nicht! Die Innenstadt war stets verstopft. Reibungsloser fließt der Verkehr über einen Lüneburger Ring.
}}
=== 15. Juni ===
==== {{LZ}} zur NDR-Podiumsdiskussion "Jetzt reicht's!" ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Streit geht über den Äther</big>'''
'''Podiumsdiskussion für Radiosendung aufgezeichnet – Austausch bekannter Argumente'''
[[Bild:LZ_2007_06_15_1.jpg|framed|'''Laut ist es auf der [[Ostumgehung]] schon heute, die Anwohner fordern Lärmschutz. Auch das war ein Thema bei der Diskussion zur geplanten A39 in der Hauptschule Stadtmitte.''' F.: A/ t&w]]
dth '''Lüneburg'''. „Angehöriger
einer schützenswerten Spezies“
steht auf dem Schild vor seinem
Bauch. Ein kleineres gibt eine
zusätzliche Info: „Nicht konfliktfrei“.
Dr. Rolf Göhring steht
vor dem Eingang der Hauptschule
Stadtmitte – kurz vor
Beginn der Podiumsdiskussion
am Mittwochabend. Gegner
und Befürworter der geplanten
Autobahn 39 ziehen an ihm
vorbei. Göhring wohnt im
Stadtteil Lüne-Moorfeld, direkt
an der [[Ostumgehung]] – dort, wo
die Trasse verlaufen soll.
Zur Aufzeichnung geladen
hat der Radiosender NDR 1
Niedersachsen, rund 120 Interessierte
sind gekommen. „Jetzt
reicht's“ heißt das neue Sendeformat,
bei dem sich Streithähne um die A39-Planungen
„Luft machen sollen“, erklärt
Moderator Carsten Thiele.
Der Saal ist voll, die Luft zum
Schneiden. Landrat [[Manfred Nahrstedt]] nimmt neben seinem
sozialdemokratischen Parteifreund
und Chef der Stadtratsfraktion,
[[Heiko Dörbaum]],
Platz. Gemeinsam verfolgen sie
das Streitgespräch aus sicherer
Distanz.
Die Autobahngegner sind in
der Überzahl. Auf dem Podium
hat sich der Veranstalter um ein
Gleichgewicht bemüht. Doch
aus den Zuschauerreihen tönt
es: „Warum stehen dort drei
Befürworter und nur zwei Gegner?“
Kontra A39 sind Detlef Giesler von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld und Claudia
Schmidt, Kreisvorsitzende des
Verkehrsclubs Deutschland.
Als A39-Befürworter sind
Eberhard Manzke, Präsident
der Industrie- und Handelskammer
Lüneburg-Wolfsburg,
und Lüneburgs Oberbürgermeister
[[Ulrich Mädge]] bekannt. Der
will die Autobahn, nur nicht da,
wo die Planer sie vorsehen,
sondern am liebsten im Westen.
Und in der Mitte steht Dr.
Holger Manthey, verantwortlich
für das A39-[[Raumordnungsverfahren]]
bei der Regierungsvertretung
Lüneburg. Der
Mann ist Beamter und macht
seine Arbeit. Doch die Gegner
zählen ihn zum Pro-Lager,
schon allein, weil er auftragsgemäß überhaupt plant.
Die Bilanz des Abends: Nicht
viel Neues, eher viel Bekanntes
an Argumenten wie: [[Arbeitsplatzabbau]]
durch Transitverkehr
drohe, fürchten Gegner.
Neue [[Arbeitsplätze]] durch bessere Infrastruktur erhoffen sich Befürworter. Die Stimmung ist gereizt. Als es Mädge reicht, er sagt: „80 Prozent der Bürger haben die Parteien gewählt, die die Autobahn wollen“, kommt die Antwort prompt: „Das war wohl ein Fehler.“ Die Fronten bleiben verhärtet.
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juni_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Diskussion_um_eine_Westtrasse|16.06.: Von Stau zu Stau auf der B 4]]
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse (1) ====
{{LB|Annette Hermens<br>Heiligenthal}}
{{Kasten|1=
'''<big>Westen ist keine Wüste</big>'''
'''„Stadt beharrt auf Westtrasse“, [[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_Stadt_L.C3.BCneburg|LZ-Bericht vom 05. Juni]]'''
... und ich beharre darauf:
nirgendwo eine A39.
Die Gründe sind hinreichend
bekannt. Aber nochmals zur
Information an all diejenigen,
die Lüneburgs Umgebung nicht
ausreichend kennen:
Der „Westen“ besteht nicht
aus einer unbewohnten Wüste,
in der lediglich einige wenige
altersschwache Hamster wohnen.
Auch hier leben sehr viele
Menschen, die neben einer Zerschneidung
ihrer Gemeinden
einen Trassenverlauf nahe an
ihren Wohnhäusern hätten.
Und diese Menschen würden
genauso unter [[Lärm]] und [[Abgase]]n
leiden wie alle anderen
auch.
Wie froh wären unsere Kinder, wenn sie die Aufmerksamkeit und finanziellen Mittel, die dieses Projekt beansprucht, für ihre Schul- und Ausbildung bekämen.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse (2) ====
{{LB|Thilo Clavin<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Sinnloses Beharren</big>'''
'''„Stadt beharrt auf Westtrasse“, [[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_Stadt_L.C3.BCneburg|LZ-Bericht vom 05. Juni]]'''
[[Bild:LZ_2007_04_21_1.jpg|thumb|460px|'''Im Westen wie im Osten – Protest gegen die A39.''' Foto: A/t&w]]
Wirklich rührend, wie Oberbürgermeister Mädge sich um
die Wohn- und Lebensqualität
der von der A39-Planung betroffenen
Stadtteile sorgt. Eine
Strecke quer durch die Stadt sei
mit den Interessen der Lüneburger
und mit der Stadtentwicklung
nicht vereinbar.
Da hat der OB zweifellos
recht, aber: Der Rat der Stadt
Lüneburg hat meines Wissens
mit überwältigender Mehrheit
([[SPD]], [[CDU]], [[FDP]]) und mit Hilfe
von Resolutionen immer wieder
eine stadtnahe Autobahn gefordert.
Mit dieser Haltung wurde
die A39-Vorzugsvariante durch
Lüneburg geradezu herbeigeredet.
Und jetzt werden sie die
Geister, die sie riefen, nicht
mehr los! Stadt[[politiker]], die
jahrelang gebetsmühlenartig
A39-Bekenntnisse abgeben, die
Vorzugsvariante konsequenterweise
dann auch bekommen,
sich anschließend jedoch zu
Anwälten betroffener Bürger
aufspielen, machen sich lächerlich.
Das Beharren der Stadt Lüneburg auf einer [[Westtrasse]] ist
in vielfacher Hinsicht sinnlos:
Erstens bleibt man mit solchen
Forderungen im Lager der Autobahnbefürworter und wird
deshalb die Trassenplanung
durch die Stadt nicht loswerden.
Gleichzeitig wird getönt:
„Wir brauchen die A39“ und
„Keine A39 durch Lüneburg“.
Welche Planungsbehörde
soll denn das ernst nehmen?
Zweitens wäre der Bau einer
A39-[[Westtrasse]] verkehrspolitisch
unsinnig (A 7 verläuft wenig
weiter fast parallel) und ist
damit unrealistisch. Drittens
wäre das von der Stadt Lüneburg
so oft zitierte [[Schutzgut Mensch]] von einer [[Westtrasse]]
ebenso massiv betroffen, denn
auch der Westkreis wird immer
dichter besiedelt (von Menschen,
nicht Hamstern).
Viertens wären die Baukosten
wegen des längeren Trassenverlaufes
höher. Fünftens
wären die Eingriffe in Natur
und Landschaft noch massiver
als bei der Stadtvariante. Sechstens
wäre die [[Westtrasse]] viel zu
weit von der B4 entfernt und
würde sie deshalb nicht entlasten.
Fazit: Die [[Westtrasse]] hat keine Chance. Es gibt nur eine Möglichkeit: „Keine A39, egal wo!“
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Mitgliedschaft Lüneburgs im Nordland-Autobahn-Verein ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Austritt gefordert</big>'''
'''A39, LZ-Berichte'''
Glaubten die [[Politiker]] aus
[[SPD]], [[CDU]] und [[FDP]] bis vor
einem Jahr noch mit ihrer Forderung
nach der A39 im Wahlkampf
glänzen zu können, sind
die Forderungen nach dieser
reinen Transitautobahn inzwischen
merklich leiser geworden.
Auch wahrnehmungsgestörte
[[Politiker]] haben bemerkt, dass
sich mit einer A39 heute kein
Pfifferling mehr gewinnen lässt,
die Forderung nach dieser Autobahn
sogar viele Wählerstimmen
kostet. Die Lüneburger
Kandidatinnen und Kandidaten
werden es bei der [[Landtagswahl]]
merken. Völlig unverständlich
also ist die Mitgliedschaft der
Stadt Lüneburg im [[Nordland-Autobahn-Verein]] ([[NAV]]).
Träumt unser OB noch von einer A39 im Westen, dürfte die Wahrscheinlichkeit einer dortigen Realisierung gegen Null tendieren. Der gesunde Menschenverstand gebietet es dem Rat, durch eine politische Kehrtwende die Notbremse zu ziehen. Der Austritt der Stadt Lüneburg aus dem [[NAV]] wäre ein erster Schritt. Gleichzeitig sitzt neben anderen Befürwortern der Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg als größter Lobbyist der A39 im Rat. Verwaltung, Politik, IHK – Hauptsache, gut vernetzt.
}}
=== 14. Juni ===
==== NDR 1 sendet Podiumsdiskussion zur A39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Jetzt reicht's!</big>'''
Radiosendung auf NDR 1 Niedersachsen
* [http://www.ndr1niedersachsen.de/media/jetztreichts6.html Hören]
}}
==== {{LG}} über die Podiumsdiskussion zur A39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Heiße Diskussion um A39</big>'''
[[Bild:LG 2007 06 15.jpg|thumb|417px|'''Mehr als 200 Gäste kamen am Mittwoch (13. Juni) zu einer Podiumsdiskussion in die Aula der Hauptschule Stadtmitte.''']]
(sp) Lüneburg. Das Thema A39 bewegt in Lüneburg die Gemüter. Mehr als 200 Gäste kamen am Mittwoch zu einer Podiumsdiskussion in die Aula der Hauptschule Stadtmitte. Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann sich heute, Donnerstag, von 20.05 Uhr an auf NDR1 Niedersachsen den Verlauf der Diskussion anhören.
Auf dem Podium positionierten sich Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Eberhard Manzke (Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg) deutlich für die A39. Detlef Giesler (Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39) und Claudia Schmidt (VCD Kreisverband Lüneburg) kritisierten das Vorhaben vehement. Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg nahm Stellung zu den Planungen des Landes.
Die Zuhörer hatten viele Fragen, vor allem zur Situation im Wohngebiet Lüne-Moorfeld. Moderator Carsten Thiele bezog in der knapp eine Stunde dauernden Aufzeichnung das Publikum intensiv ein. Das ist bei der Sendereihe Konzept: Mit „Streit im Radio – Streit und Protest im Radio“ will NDR1 Menschen die Gelegenheit geben, zu strittigen Themen Dampf abzulassen.
}}
=== 13. Juni ===
==== {{KB}} kündigt Podiumsdiskussion zur A39 an ====
{{Kasten|1=
'''<big>Diskussion zur A39</big>'''
'''Lüneburg''' (fl) Der Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s steht bevor, damit soll aus Sicht der Planungsbehörde die Suche nach einer "konfliktarmen Vorzugsvariante" der geplanten Autobahn 39 beendet werden. In welchem Maße die Planer hierbei die 15.000 Einwendungen der Bürger tatsächlich berücksichtigt haben, wird am heutigen Mittwoch, 13. Juni, 18.00 Uhr bei einer Podiumsdiskussion in der Aula der Hauptschule Stadtmitte kritisch hinterfragt.
Teilnehmen werden Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg, Detlef Giesler von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]], Eberhard Manzke, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg und Claudia Schmidt vom Verkehrsclub.
[http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=331&inhalt_id=494238 Quelle]}}
=== 12. Juni ===
==== {{LZ}} zum aktuellen Stand der Planungen ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Gegner hoffen auf Pannen</big>'''
Elbbrücken-Urteil beflügelt Bürgerinitiativen – Planer in Zeitverzug
ml '''Lüneburg'''. Das Urteil des
Oberverwaltungsgerichtes
(OVG) Lüneburg zur Elbbrücke
Neu Darchau beflügelt auch die
Gegner der geplanten Autobahn
39. Der Dachverband der
Bürgerinitiativen sieht das Urteil
als weiteren Beleg dafür,
„dass man bei Planungsbehörden
und Verkehrsministerien
stets mit groben Verfahrensfehlern
rechnen müsse“, heißt es in
einer [[Presseberichte_Juni_2007#Presseerkl.C3.A4rung_des_Dachverbands_der_B.C3.BCrgerinitiativen_gegen_die_A_39|Pressemitteilung]]. Vertreten
waren die Autobahn-Kritiker
mit einem Info-Stand auch
beim „Fährgnügen“ am Sonntag
in Neu Darchau, gratulierten
den Brücken-Gegnern zum Erfolg.
Das OVG hatte den Landkreis
Lüneburg im Bereich der
Gemeinde Neu Darchau für
nicht zuständig erklärt, den
[[Planfeststellungsbeschluss]] zum
Bau der Elbbrücke aufgehoben.
Dachverbandssprecherin Annette
Niemann sieht „auch bei
der A39 eklatante Verfahrensmängel“. Als Beispiele nennt sie
die Nichtberücksichtigung von
14 000 Einwendungen im laufenden
[[Raumordnungsverfahren]],
den fehlenden [[Nutzen-Kosten-Faktor]] und grobe Fehler bei
der Bewertung naturschutzrechtlicher
Belange.
Bei der für das [[Raumordnungsverfahren]]
zuständigen
Regierungsvertretung Lüneburg
haben die Verantwortlichen unterdessen
andere Probleme. Sie
erreiche ihr Ziel nicht, bis Ende
Juni die [[landesplanerische Feststellung]]
abzuschließen. Dr. Holger Manthey schätzt, dass
sich „der Verfahrensabschluss
um einige Wochen verzögert“.
Die Ursache: „Noch immer
liegen nicht alle Unterlagen
vor“, so Manthey. So fehlen
auch noch Informationen der
Wasser- und Schifffahrtsdirektion
Mitte (WSD). Sie sind erforderlich,
um eine Trassenführung
parallel zum Elbe-Seitenkanal
in der Samtgemeinde Ostheide
zu prüfen. Zudem liege
erst seit kurzem die schriftliche
Stellungnahme der Stadt Lüneburg
zu einer Trassenführung
über die [[Ostumgehung]] vor.
Diese Alternative war ursprünglich
verworfen, dann aber im
März dieses Jahres zur favorisierten
Variante erklärt worden.
Die Kritik der Autobahn-Gegner prallt an Manthey ab:
„Schon im Vorfeld haben wir
betont, Antworten auf Einwendungen
gibt es im Einzelfall erst
beim [[Planfeststellungsverfahren]].“
Eine öffentliche [[Erörterung]]
sei im [[Raumordnungsverfahren]]
nicht vorgesehen, lediglich
eine Anhörung. Zudem
seien die Einwendungen von
Bürgern oft identisch mit denen
der Gemeinden, würden deshalb
ohnehin berücksichtigt.
Verwundert reagiert Manthey
auf die Ankündigung des
Dachverbandes, „der [[Schutz- und Klagefonds]] prüfe nun, ob
man schon nach dem [[Raumordnungsverfahren]]
und vor der
möglichen [[Planfeststellung]] die
ersten Musterklagen erheben
werde“. Das [[Raumordnungsverfahren]]
sei lediglich behördenverbindlich,
„und ist kein Verwaltungsakt
– deshalb kann
dagegen auch nicht geklagt werden“.
Eine Klage sei nur denkbar,
wenn mit Berufung auf das
[[Raumordnungsverfahren]] die
Genehmigung für ein anderes
Projekt verweigert werde.
{{Lzq|Diskussion in der Hauptschule}}
{{o}} Zur nächsten Podiumsdiskussion zum Thema A39 lädt die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld für Mittwoch, 13. Juni, ein. Beginn ist um 18 Uhr in der Aula der Hauptschule Stadtmitte.
}}
=== 11. Juni ===
==== {{LZ}} kündigt Podiumsdiskussion zur A39 an ====
{{Kasten|1=
'''<big>Diskussion über A 39 im NDR</big>'''
'''Politiker, Planer und Gegner'''
red '''Lüneburg'''. [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html „Jetzt reicht's“] heißt eine neue Sendereihe des
NDR. Das Thema am Mittwoch,
13. Juni: die umstrittene
geplante Autobahn A39. Um 18
Uhr wird dafür eine Diskussion
in der Aula der Hauptschule
Stadtmitte aufgezeichnet.
Auf dem Podium diskutieren laut NDR: Eberhard Manzke (Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg), Dr. Holger Manthey (Regierungsvertretung Lüneburg), [[Ulrich Mädge]] (OB Lbg), Claudia Schmidt (Vorsitzende des VCD-Kreisverbandes Lbg), Detlef Giesler (Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld). Auf NDR 1 Niedersachsen ist die Sendung am nächsten Tag ab 20 Uhr zu hören. Besucher sind zur Diskussion mit Moderation von Carsten Thiele willkommen.
}}
==== {{HA}} zur Position der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten|1=
'''<big>Verwaltung bleibt dabei: Keine [[Ostumgehung]]!</big>'''
'''LÜNEBURG''' -
Lüneburgs Verwaltungsspitze spricht sich weiter gegen die [[Ostumgehung]] als Trasse für die Autobahn 39 aus. Die Stadt verweist stattdessen auf den Beschluss des Rates für eine Umfahrung im Westen. Eine Stellungnahme mit dieser Kernaussage hat die Stadt Lüneburg jetzt an die Regierungsvertretung Lüneburg geschickt.
Das wichtigste Argument gegen die [[Ostumgehung]]: Die Trasse bedeutet "erhebliche Beeinträchtigungen für die Lüneburger Wohnbevölkerung, namentlich im Stadtteil Moorfeld", schreibt Dr. Uta Rüping, Rechtsanwältin der Stadt. Wie die Planer auf der Ostumgehung Lärm- und Abgasgrenzwerte einhalten wollen, sei in den Unterlagen bestenfalls angedeutet.
Ein schwerer Mangel, findet Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]): "Wenn das Land eine Strecke quer durch die Stadt bauen will, dann muss jetzt klar sein, ob das mit den Interessen der Bürger und der Stadtentwicklung vereinbar ist." Ohne genaue Aussagen zum Beispiel zu Lärmschutzwänden oder einer Deckelung, so Mädge, könne "keine fundierte Entscheidung zwischen den Varianten" getroffen werden.
Zum Thema Verkehrsführung: Die Planungen sehen eine dichte Abfolge von Anschlussstellen im Stadtgebiet vor. Wie das realisiert werden kann, ist laut Stadt bislang unklar. Außerdem werde die "Verteilerfunktion der [[Ostumgehung]] beeinträchtigt und Verkehr auf die Stadtstraßen verdrängt".
Allein schon der Verkehr spreche deutlich für eine Umfahrung im Westen. Die Stadt bleibt deshalb bei ihrem Votum für eine Westvariante.
''carol''
}}
=== 10. Juni ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>Planungsfehler bei Elbbrücke und A 39</big>'''
Der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 sieht im Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg zum Stopp der Elbbrücke Neu Darchau einen weiteren Beleg dafür, dass man bei Planungsbehörden und Verkehrsministerien stets mit groben Verfahrensfehler rechnen müsse. Das Gericht hatte den [[Planfeststellungsbeschluss]] aufgehoben, weil der planende Landkreis Lüneburg auf dem mitbetroffenen Gebiet des Landkreises Lüchow-Dannenberg nicht zuständig sei.
„Auch in Sachen A 39 sehen wir eklatante Verfahrensmängel“, so Annette Niemann als Sprecherin der A-39-Gegner, „zum Beispiel die Nichtberücksichtigung von 14.000 Einwendungen im laufenden [[Raumordnungsverfahren]], die fehlende Prüfung von Alternativen zur A 39 (Null-Plus-Variante), das fehlende [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]], fehlerhafte Kostenansätze und Prognosen, die Nichtberücksichtigung zentraler Verkehrsstudien ([[VUNO]]), grobe Fehler bei der Berücksichtigung von Naturschutz, Landwirtschaft und [[Lärm]]belastung, das formale Zusammenpressen von A 39 und A 14 zu einem Schein-Projekt, usw..“
Der [[Schutz- und Klagefonds]] prüfe nun, ob man schon nach dem [[Raumordnungsverfahren]] und vor der möglichen [[Planfeststellung]] die ersten Musterklagen erheben werde. Die auch von den A-39-Gegnern beauftragte Hamburger Verwaltungskanzlei habe schließlich im Falle der Elbbrücken-Planung alle Planungsfehler konsequent aufgedeckt. „Gegen die Bürgerinnen und Bürger“, so Annette Niemann in die Richtung von Planern und [[Politiker]]n, “bekommt man ein solch sinnloses Renommierprojekt weder juristisch noch politisch durch...“
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=== 9. Juni ===
==== {{LZ}} zur ambivalenten Funktion von Andrea Schröder-Ehlers ====
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'''<big>Spagat in Sachen Autobahn 39</big>'''
'''Grüne: Stadt soll aus Verein austreten'''
as '''Lüneburg'''. Vor fast 40 Jahren wurde der [[Nordland-Autobahn-Verein]] aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglied war neben den Industrie- und Handelskammern, diversen Landkreisen, Firmen und Einzelpersonen auch die Stadt Lüneburg - und sie ist bis heute Mitglied geblieben. Das bringt [[die Grünen]] nun auf den Plan. In einem Dringlichkeitsantrag zur Ratssitzung am 28. Juni fordern sie: Der Rat möge beschließen, dass die Stadt fristgerecht zum 30. Juni aus dem Autobahn-Verein austritt.
[[Bild:LZ 2007 06 09 1.jpg|thumb|150px|'''[[Andrea Schröder-Ehlers]] sitzt für die Stadt im [[Nordland-Autobahn-Verein]].'''<br>Foto: t & w]]
Anfang der 70er-Jahre hatte der Verein sich für eine Nordland-Autobahn eingesetzt, die von Fehmarn entlang des Elbe-Seitenkanals bis in den Harz führen sollte, um so das Zonenrandgebiet infrastrukturell zu erschließen. Die Pläne sind Geschichte wie der Mauerfall. Der [[Nordland-Autobahn-Verein]], dessen Vorsitzender IHK-Chef Wolfram Klein ist, spricht sich heute für den Bau der A 39 aus.
Die Stadt ist im Verein vertreten durch [[Andrea Schröder-Ehlers]], Fachbereichsleiterin Verkehr und Umwelt, zudem [[SPD]]-Kandidatin für die [[Landtagswahl]]en 2008. [[Die Grünen]] sagen nun: Eine Mitgliedschaft Lüneburgs im Verein sei nicht im Interesse der Stadt, "denn sie läuft durch die A 39 Gefahr, in weiten Teilen ihrer Entwicklung gestört und belastet zu werden". Außerdem sei es Schröder-Ehlers, die die Interessen der Stadt gegen die geplante Trasse federführend vertrete, nicht zuzumuten, in einem Verein zu sitzen, der sich grundsätzlich für den Bau der A 39 ausspreche. Und [[die Grünen]] blicken Richtung [[Landtagswahl]]kampf: "Wie will sie diesen Spagat im Kopf und Handeln den Wählern vermitteln?", fragt Ratsherr [[Andreas Meihsies]], der ebenfalls bei den [[Landtagswahl]]en antritt.
Auf LZ-Anfrage sagte Stadtpressesprecher Jörg Stauch: "Frau Schröder-Ehlers vertritt die Stadt im Verein aufgrund eines Ratsbeschlusses." Der Rat habe sich immer mehrheitlich für den Bau der A 39 ausgesprochen. Allerdings - wie mehrfach berichtet - vehement für eine Westtrasse. "[[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister Mädge]] sieht keine Dringlichkeit", sagte Stauch weiter. Aufgrund der Mehrheiten von [[SPD]] und [[CDU]] im Rat ist davon auszugehen, dass der Antrag abgewiesen wird.
Meihsies und [[die Grünen]], strikte Gegner der A 39, sehen hingegen die Dringlichkeit gegeben, da der 30. Juni der letzte Tag der Kündigung ist. "Wenn in Zeiten des Klimaschutzes die oberste Klimaschützerin der Stadt sich hinter die Positionen des Vereins stellt, ist das schon bizarr", meint Meihsies.
}}
==== {{LZ}} zur Position der Grünen ====
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'''<big>Grüne Kritik an der Stadt</big>'''
lz '''Lüneburg'''. Der Kreisverband Lüneburg und der Ortsverband Gellersen von [[Bündnis 90/Die Grünen]] kritisieren die jüngste Erklärung der Stadt zur geplanten A 39, in der erneut eine Westtrasse gefordert wird.
"Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] hat sich zwar im Wahlkampf in Lüne-Moorfeld als Autobahngegner verkauft, das aber nur sehr einseitig: Die berechtigten menschlichen Interessen der Gellerser Bürger wurden bekanntlich mit denen von Hamstern und Grashalmen gleichgesetzt, während in Lüneburg das [[Schutzgut Mensch]] nicht hoch genug bewertet werden kann", erinnert Hans-Christian Friedrichs, Sprecher der Gellerser und Kreis-Grünen. Und weiter meint er: "Dass Lüneburg nach mehr als einem Jahr nichts dazugelernt hat und immer noch mit zweierlei Maß misst, ist ein Skandal und moralisch höchst fragwürdig."
[[Die Grünen]] fordern die Stadt auf, ihr stoisches "Weiter so" in Sachen [[Autobahnplanung]] einzustellen und an ökologische Mobilität zu denken.
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==== Leserbrief in der {{LZ}} zur ambivalenten Funktion von [[Andrea Schröder-Ehlers]] ====
{{LB|Friedhelm Feldhaus<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Befürworter gut vernetzt</big>'''
Der [[Nordland-Autobahn-Verein]] ([[NAV]]), seit Jahrzehnten für die A 39 aktiv, wählt Mitte Mai im Rahmen der Mitgliederversammlung Wolfram Klein, den Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, zum Vorsitzenden. In der Landeszeitung liest man dazu nichts.
So erfahren die Leser der LZ auch nicht, dass der [[NAV]] fordert, "dass die A39 als Teil einer Nordland-Autobahn mit einer Elbquerung im Zuge der A 21 und der möglichen Fehmarnbelt-Querung als neue Nord-Süd-Magistrale in das System des Transeuropäischen Verkehrsnetzes aufgenommen wird". Hinter dieser Forderung steht meines Wissens auch [[Andrea Schröder-Ehlers]], Fachbereichsleiterin Umwelt bei der Stadt Lüneburg und Lüneburger [[SPD]]-Landtagskandidatin, denn sie ist Mitglied im Vorstand des [[NAV]].
Ein beachtlicher Spagat: Im Schlepptau der IHK die A39 zu fordern und sie gleichzeitig abzulehnen, wenn sie im Vorgarten der potenziellen Wähler auf dem Gebiet der Stadt Lüneburg geplant wird. Verwaltung, Politik, IHK - Hauptsache, gut vernetzt.
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=== 8. Juni===
==== NDR kündigt Podiumsdiskussion zur A39 an ====
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'''<big>RADIOTIPP</big>'''
'''NDR 1 Niedersachsen – [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html „Jetzt reicht's“] – 14.06.2007 – 20.05-21.00 Uhr'''
Die Planungen für die neue Autobahn 39 bringen seit langem viele Lüneburger auf Zinne. „Mehr [[Lärm]] und mehr Schadstoffe und wenig Nutzen“, sagen vor allem die, die im Osten der Stadt wohnen. Auch wenn die anfangs vorgeschlagene sog. [[Klostertrasse]] dicht am historischen Kloster Lüne jetzt wohl nicht kommt, wollen sich die Autobahngegner auch mit dem nun favorisierten Ausbau der [[Ostumgehung]] zur Autobahn nicht abfinden. Auch die Stadt selber hadert mit der Planung: Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) möchte lieber eine die Stadt weniger beeinträchtigende Westtrasse, eine Osttrasse kann er sich nur mit einem Lärmdeckel vorstellen. Der aber würde den Bau deutlich verteuern. Froh, dass nun eine Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg in dem wirtschaftlich weniger entwickelten Raum überhaupt möglich wird, ist dagegen die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg. Kurz bevor die Lüneburger Regierungsvertretung mit der sog. [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] eine wichtige Vorentscheidung über die 200 km lange Trasse trifft, hat NDR 1 Niedersachsen die Beteiligten an dem Streit zu einer öffentlichen Diskussion eingeladen. Die Sendung [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html „Jetzt reicht's“] wird am 13. Juni ab 18 Uhr in der Lüneburger Hauptschule Stadtmitte, Haagestr. 1, aufgezeichnet und am nächsten Tag um 20:05 auf NDR 1 Niedersachsen zu hören sein. Besucher sind herzlich willkommen. Die Moderation hat Carsten Thiele.
Mit der neuen Sendereihe [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html „Jetzt reicht's“] bietet NDR 1 Niedersachsen ein Forum für Protest und Streit. Eine Stunde lang sagen Bürger ihre Meinung – an die Adresse von Behörden, Institutionen, Unternehmen. Und das ungefiltert, stets am Ort des Geschehens. Selbstverständlich geht es fair zu: Beide Seiten kommen zu Wort, Argumentieren ist angesagt. Aber Emotion ist nicht verboten. Die neue Reihe wird vorerst ca. alle drei Wochen, immer donnerstags um 20.05 Uhr gesendet. Die aufregendsten Originaltöne sind schon jeweils am Vormittag auf NDR 1 Niedersachsen zu hören.
}}
=== 7. Juni ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum St.-Florian-Streit in der Ostheide ====
{{LB|Bernd Röver<br>Sprecher der Interessengemeinschaft gegen den Bau der A 39<br>Wendisch Evern}}
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'''<big>Einheitliche Linie</big>'''
'''"Parteienzwist über die A39", [[Presseberichte_Mai_2007#Landeszeitung_zum_St.-Florian-Streit_in_der_Ostheide|LZ vom 24. Mai]]'''
Es macht in meinen Augen wenig Sinn, wenn sich die Gemeinden gegenseitig eine mögliche Autobahn vor die Türe wünschen. Egal, ob bei Volkstorf, Gifkendorf oder Wendisch Evern, die A 39 wäre in jedem Fall eine Katastrophe für die Samtgemeinde Ostheide.
Diese Erkenntnis findet sich auch im Samtgemeindebeschluss, der eine Führung der A 39 über das Gebiet der Ostheide rundweg ablehnt. Es stellt sich mir natürlich die Frage, auf welcher demokratischen Beschlussgrundlage der Samtgemeindebürgermeister eine bestimmte Trasse fordert. Herr Meyer sagt, seine Aussage wäre verkürzt in der Presse dargestellt worden, das will ich ihm auch gern glauben, unterstelle ihm sogar gute Absichten, aber warum und mit welchem Mandat fordert er ohne Not überhaupt irgendeine Trasse?
Als private Äußerung hätte ich dies ja verstanden, aber als Bürgermeister vertritt er alle Gemeinden, hier ist meines Erachtens ein Ratsbeschluss von Nöten und der liegt nicht vor.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Herr Meyer und die ganze Samtgemeinde sich wieder eindeutig gegen die Autobahn stellen würden. Bei der im schlimmsten Falle sicher notwendigen Wahl zwischen "Pest und Cholera" ist eine Einhaltung der demokratischen Gepflogenheiten für den Gemeindefrieden jedenfalls sehr wichtig.
}}
=== 5. Juni===
==== {{LG}} zur Position der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten|1=
'''<big>A39: Stadt lehnt Ostumgehung weiter ab</big>'''
''Die Pressemitteilung der Stadt Lüneburg entspricht bis auf die Überschrift dem [[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_Stadt_L.C3.BCneburg|Text der Landeszeitung]].''<br>
[http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=361&inhalt_id=488070 Quelle]
}}
==== {{LZ}} zur Position der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten|1=
'''<big>Stadt beharrt auf Westtrasse</big>'''
'''Lüneburger Verwaltung schickt Stellungnahme zur A 39 an die Regierungsvertretung'''
sp '''Lüneburg'''. Lüneburg ist
weiter gegen die [[Ostumgehung]]
als Trasse für die A39. Die Stadt
verweist stattdessen auf den Beschluss des Rates für eine Umfahrung
im Westen. Eine Stellungnahme mit dieser Kernaussage
hat die Stadt Lüneburg jetzt an die Regierungsvertretung
Lüneburg geschickt.
Das wichtigste Argument gegen die [[Ostumgehung]]: Die
Trasse bedeutet „erhebliche Beeinträchtigungen für die Lüneburger
Wohnbevölkerung, namentlich im Stadtteil Moorfeld“,
schreibt Dr. Uta Rüping, Rechtsanwältin der Stadt. Wie
die Planer auf der [[Ostumgehung]]
[[Lärm]]- und Abgasgrenzwerte einhalten wollen, sei in
den Unterlagen bestenfalls angedeutet.
Ein schwerer Mangel, findet Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]:
„Wenn das Land eine Strecke quer durch die Stadt bauen
will, dann muss jetzt klar sein, ob das mit den Interessen der
Lüneburger und mit der Stadtentwicklung
vereinbar ist.“
Ohne genaue Aussagen zum Beispiel zu Lärmschutzwänden
oder einer Deckelung kann keine fundierte Entscheidung
zwischen den Varianten getroffen werden, findet Mädge.
Bei der [[Variantenvergleich|Entscheidung zwischen den Varianten]] sei das
Schutzgut „Mensch-Wohnen“
auf „mittel“ entscheidungsrelevant
herabgestuft worden. Dem
Schutzgut „Mensch-Erholen“
werde dagegen „hohe“ Bedeutung
zugestanden. Mädge kritisiert:
„Niemand, der künftig
nahe der Autobahn wohnt und
24 Stunden am Tag von den
Auswirkungen betroffen ist,
wird dafür Verständnis aufbringen.
Das Schutzgut Mensch
muss insgesamt viel mehr Gewicht
bekommen.“
Sorge bereiten der Stadt auch
die Ergebnisse des Luft-Schadstoff-Gutachtens und der kurze
Prognosezeitraum. Den Planungen
liegen Daten für das Jahr
2015 zugrunde. „Das [[Raumordnungsverfahren]]
wird schwerlich
im Jahr 2007 abgeschlossen
werden können. Mit einer Realisierung
des Vorhabens ist
kaum bis zum Jahre 2015 zu
rechnen“, glaubt Rüping. Sinnvoll
ist es nach Ansicht der
Stadt, mindestens das Jahr
2025 ins Auge zu fassen.
Thema Verkehrsführung: Die
Planungen sehen eine dichte
Abfolge von Anschlussstellen
im Stadtgebiet vor. Wie das
realisiert werden soll, ist unklar.
Außerdem werde die Verteilerfunktion
der [[Ostumgehung]] beeinträchtigt und Verkehr auf die
Stadtstraßen verdrängt. Allein
schon das spricht aus Sicht der
Stadt „für eine Umfahrung im
Westen“. Sie bleibt deshalb bei
ihrem Votum für eine [[Westvariante]].
Mädge: „Wir stehen mit dieser Haltung in der Region zwar allein, aber wir haben starke Argumente. Und auf die erwarten wir eine Antwort.“
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juni_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Diskussion_um_eine_Westtrasse_.281.29|15.06.: Westen ist keine Wüste]]
* [[Presseberichte_Juni_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Diskussion_um_eine_Westtrasse_.282.29|15.06.: Sinnloses Beharren]]
=== 1. Juni===
==== {{LZ}} zum Thema A 22 vs. A 39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Hat die A 22 Priorität?</big>'''
lz '''Lüneburg'''. Die Ankündigung des niedersächsischen Verkehrsministers [[Walter Hirche]], die geplante Küstenautobahn A 22 zwischen Unterelbe und Weser noch "deutlich vor 2020" fertig zu stellen, hat einschneidende Konsequenzen für die geplante A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Davon ist zumindest der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen gegen die A 39 überzeugt.
"Niedersachsen kann zwei milliardenschwere Autobahn-Großprojekte nicht gleichzeitig im Bund durchsetzen", sagt Dachverbandssprecherin Annette Niemann. Genau das werde den Autobahn-Befürwortern allerdings vorgegaukelt. Dabei spiele die A 22 offenbar eine zentrale Rolle im Polit-Poker zwischen den Containerhäfen Hamburg und Wilhelmshaven.
}}
{{Pressefuss|Mai 2007|Juli 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
1e168d8bf9003d40064c2c8240885483f696e34c
Presseberichte August 2007
0
1162
1338
2008-01-28T14:46:49Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 31. August ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>Verkehrspolitische Eiszeit</big>'''
'''Bürgerinitiativen sehen A 39 und A 22 als konkurrierende Projekte - Alternative Konzepte bleiben auf der Strecke'''
ml '''Lüneburg'''. Eckehard Niemann ist ein Mensch, der [[Politiker]] und Planer zwanghaft auf der rechten Schulter nach dem kleinen Teufelchen suchen lässt. Ständig flüstert es einem unangenehme Wahrheiten und Einschätzungen ins Ohr - lästig wie ein Tinnitus, aus subjektiver Sicht fürchterlich überflüssig, aber eben nicht von der Hand zu weisen, pardon von der Schulter zu schubsen.
Mit hintergründigem Lächeln und listigem Blick über die randlose Brille drückt der Pressesprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39 am Mittwochmorgen vor dem Behördenzentrum Auf der Hude Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke die Broschüre seines Verbandes in die Hand. Der Polit-Profi verzieht keine Miene, sagt wohlwollend: "Informativ, aber der Titel gefällt mir nicht." Kein Wunder: "Nonsens-Autobahn" prangt auf der Hochglanz-Broschüre.
Doch so einfach wird er Niemann nicht los. Auch während der anschließenden Pressekonferenz zum Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene A 39 bedrängt der 59-Jährige den Staatssekretär mit Fragen und Deutungsansätzen. Und der Mann aus Hannover tut sich mit seinen Antworten schwer: Vieles ist noch nicht entschieden - und der Dachverbandssprecher ist gut vorbereitet.
Im ganzen Land und auch über Niedersachsens Grenzen hinweg hat Niemann nachgeforscht und Aussagen zusammengetragen, die aus seiner Sicht nicht eben für das A 39-Projekt sprechen. "Die Autobahn spielt in den Erwägungen der Regierungschefs und Unternehmerverbände Hamburgs und Schleswig-Holsteins überhaupt keine Rolle mehr." Und auch in Niedersachsen sieht der Dachverbandssprecher die A 39-Lobby bröckeln. Er hält es für "unübersehbar, dass die Landesregierung mittlerweile der Küstenautobahn A 22 den Vorrang vor der A 39 gibt".
Die Küstenautobahn rangiert im [[Bundesverkehrswegeplan]] im Gegensatz zur A 39 zwar nur im "weiteren Bedarf", darf aber schon beplant werden. Der Beginn des Raumordnungsverfahrens steht unmittelbar bevor. Auch dank privater Geldgeber aus der Wirtschaft. Die weitere Zeitschiene: Bis 2013 soll die Trasse planfestgestellt und damit baureif sein. Ebenso wie die A 39. Für Niemann stellt sich schon jetzt die Gretchenfrage: "Welche der beiden Autobahnen wird gebaut?"
Dass der Bund als Geldgeber beide Trassen finanziert, glaubt der 59-Jährige nicht. Vielmehr fürchtet er "eine verkehrspolitische Eiszeit bis 2020" in Nordostniedersachsen, sollte der A 39-Bau zurückgestellt werden. "Vor dem Hintergrund der Autobahnplanung werden alternative Verkehrskonzepte von den Behörden doch gar nicht mehr angefasst", kritisiert Niemann.
Deshalb drängt er schon seit geraumer Zeit darauf, dass sich die Landesregierung auf ein Projekt festlegt. Doch den Gefallen wollen ihm weder das Wirtschafts- und Verkehrs- noch das Landwirtschaftsministerium tun. "Niedersachsen will und braucht beide Autobahnen", widerspricht Ripke energisch der These, das Land bevorzuge die A 22. Gleichwohl räumt der Staatssekretär ein: "Über die Finanzierung wird erst in einigen Jahren in Berlin entschieden."
So lange will Niemann allerdings nicht warten. Deshalb hat er das Projekt "Uelzener Verkehrsforum Zukunftswege" (UVZ) auf den Weg gebracht. "Das Forum will die überregionale Anbindung und Erreichbarkeit des Kreises Uelzen, seiner Gemeinden, Unternehmen und Angebote durch die möglichst kurzfristige Optimierung der vorhandenen Verkehrswege weiter verbessern und zu einer effektiven und nachhaltigen Mobilität im ländlichen Raum beitragen", heißt es zu den Zielen des UVZ.
}}
{{Kasten|1=[[Bild:LZ 2007 08 30 1.jpg|thumb|150px]]
=== 30. August ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (1) ====
'''<big>A 39 nimmt weitere Etappe</big>'''
'''Der Schritt ins Leben'''
Das [[Raumordnungsverfahren]] ist beendet, die Diskussionen über die A 39 gehen weiter - wie gestern zwischen Dr. Frank Kracht (l.) und Staatssekretär Otto-Friedrich Ripke. {{o}}'''[[Presseberichte_August_2007#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens_.282.29|Seite 3]]'''
}}
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (2) ====
{{Kasten|1=[[Bild:LZ 2007 08 30 3.jpg|thumb|472px|'''Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke im Gespräch mit Autobahngegnerin Stephanie Constien (Bild links). Sie und rund 30 weitere zum Teil als Vögel verkleidete Mitstreiter protestierten gegen die A39-Pläne.''' F.: t&w]]
[[Bild:LZ 2007 08 30 2.jpg|300px]]
'''<big>A 39-Pläne auf Weg nach Berlin</big>'''
'''Anfang 2008 beginnen Arbeiten für [[Planfeststellung]] - dann werden Detailfragen geprüft'''
[[Bild:LZ 2007 08 30 4.jpg|thumb|600px|'''Entgegen der ursprünglichen Planung verläuft die A39 jetzt bei Lüne/Moorfeld auf der [[Ostumgehung]] (1). Erst bei Hagen schwenkt die A39 nach Osten, quert die B 216 am Abzweig der L 221 nach Bleckede (2). Dann geht es über den Elbe-Seitenkanal und weiter Richtung Süden. Vastorf und Gifkendorf sind nicht mehr direkt betroffen (3).''']]
ml '''Lüneburg'''. Unbemerkt von den A 39-Gegnern betrat Friedrich-Otto Ripke gestern Morgen um kurz nach neun Uhr das Behördenzentrum Auf der Hude. Zum offiziellen Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene Autobahn hatten die Kritiker den zuständigen Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen erwartet, aber der hatte seinen Staatssekretär nach Lüneburg geschickt. Ins Leere lief der Protest der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld dennoch nicht. Ripke kam noch einmal vor die Tür, "um Hände zu schütteln".
Bürgernähe wollte der Staatssekretär demonstrieren und dafür nahm er sich Zeit - viel Zeit. Fast eine halbe Stunde später waren die Demonstranten verschwunden - nur Ripke stand noch vor der Tür. Zufrieden lächelnd machte er sich auf den Weg zur Pressekonferenz.
Seine Botschaft war er losgeworden. "Für die Betroffenen habe ich Verständnis, bin aber auch Überzeugungstäter", hatte Ripke für die A 39-Trasse, "durch den größten autobahnfreien Raum Deutschlands" geworben. Für Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen das Projekt, zeugt gerade diese Aussage "von fehlender Substanz in der Sachargumentation". Denn einen "größten autobahnfreien Raum" werde es immer geben, egal wieviele Autobahnen gebaut würden.
Angesichts des Fachkräftemangels forderte Feldhaus vielmehr die Autobahn-Millionen in die Bildung zu investieren. Doch auch die Feldhaus-Formel "Qualifizierung statt Asphaltierung" lockte Ripke nicht aus der Reserve. Der Staatssekretär verwies auf die unterschiedlichen Zuständigkeiten von Bund und Land, "und das Land macht viel".
Doch nicht nur bei grundsatzpolitischen Fragen zeigte sich das glückliche Los des Raumplaners in Streitfällen. Verbindlich unverbindlich blieb Ripke zwangsläufig auch im Detail. Egal ob Tempo 70 oder Deckel im Bereich der Ostumgehung, Anschlussstellen und Umleitungen: Stets verwies der [[CDU]]-Mann auf das Planfeststellungsverfahren und den zuständigen Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dirk Möller.
Nach der anstehenden [[Linienbestimmung]] im Bundesverkehrsministerium wird der mit seinen Mitarbeitern ab etwa Anfang 2008 mit der Entwurfsaufstellung beginnen. Das heißt: Die Planung wird vom Maßstab 1:25 000 auf Karten bis zu 1:1000 übertragen. Das wird bis etwa 2010 dauern. "Mit den ersten Planfeststellungsbeschlüssen ist 2012 zu rechnen", so Möller. Eine Prognose wagt der Behördenleiter schon jetzt: "Unter 100 km/h wird das Tempolimit auf der [[Ostumgehung]] kaum liegen."
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline=Autobahntrasse auf Ortsumgehungzum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Untertitel=Stadt Lüneburg
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Die Trasse für den Verlauf der geplanten Autobahn Lüneburg und Wolfsburg steht jetzt fest. Im Gebiet der Stadt Lüneburg soll die A 39 auf der jetzigen [[Ortsumgehung]] verlaufen, das Tempo wird auf diesem Abschnitt auf 100 km/h begrenzt. Diesen Streckenverlauf hat das niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum gestern vorgestellt. Damit wurde von den ursprünglichen Plänen abgerückt, die Trasse nur wenige 100 Meter an dem historischen Kloster Lüne entlangzuführen.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/30/788222.html Quelle]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Menschenschutzgebiet Lüne-Moorfeld
|Headline=A 39 kommt auf die Osttangente
|Untertitel=Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke stellte gestern die Pläne vor. Und er stellte sich der Kritik der Autobahngegner.
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Der Lüneburger Stadtteil Moorfeld ist Brutgebiet des Vogels Homo Sapiens. Das behaupteten mit Federn verkleidete rund 15 Gegner der A 39, durch deren Wohngebiet die Trasse verlaufen wird. Sie erwarteten Vertreter von Landesregierung und Straßenbaubehörde. Drei Männer dieser Behörden haben gestern morgen in der Regierungsvertretung die geplante Trasse vorgestellt: Nun steht fest, dass die Autobahn innerhalb Lüneburgs auf der [[Ostumgehung]] laufen soll.
Für den angekündigten Minister Hans-Heinrich Ehlen ([[CDU]]) kam sein Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke, und der stellte sich bereitwillig der Kritik der Gegner: Das sei Wahnsinn, eine Autobahn mitten durch ein Wohngebiet zu planen, sagte Steffi Blandow-Wechsung aus dem Moorweg, was sei denn zum Beispiel mit Gefahrguttransporten so dicht an Häusern vorbei.? Die seien auf einer Autobahn sicherer als auf jeder anderen Straße, entgegnete Ripke.
Eckehard Niemann vom [Dachverband der inzwischen 35 Bürgerinitiativen] glaubt, dass zu wenig Geld da sein wird, um die Küstenautobahn A 22 und auch die A 39 zu bauen. Die A 22 werde von der Politik favorisiert. Die A 39 sei dagegen etwas, was man den Bürger verspräche, aber nicht halten könne. Bis 2020 werde hier wegen der A 39 verkehrspolitisch nichts anderes geplant, das sei für die Region katastrophal.
Ripke dagegen: "Wir wollen und brauchen beide Autobahnen und wir verfolgen beide."
In den Räumen der Regierungsvertretung dann erklärte Ripke noch einmal Sinn und Zweck der Autobahn: Infrastruktur für wirtschaftliche Entwicklung schaffen, Erreichbarkeitsdefizite abbauen - jeder Niedersachse solle in 15 Minuten ein Mittelzentrum und in weniger als einer Stunde ein [[Oberzentrum]] erreichen können, so die Zielvorgabe der Regierung.
Von 110 Kilometern Gesamtlänge führten 40 Kilometer auf bereits vorhandenen Trassen: nämlich der Autobahn 250, der Bundesstraße 4, entlang dem Elbe-Seitenkanal und am Volkswagen-Testgelände vorbei.
Für den Lüneburger Innenstadt-Bereich sehen die Planer wegen des knappen Kurvenradius' der [[Ostumgehung]] ein Tempolimit von 100 vor. Die [[Lärm]]belastung könnte dort in Teilen sogar geringer werden, so Ripke. Denn: "Über Lärmschutz werden wir reden müssen."
Keine guten Nachrichten hatte Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung für die Melbecker. Durch Melbeck verläuft die stark befahrene B 4, und dort wird der Verkehr nicht weniger werden. 28 000 Kraftfahrzeuge pro Tag prognostizieren die Planer dem Ort für den Zeitpunkt des Autobahnbaus, die A 39 werde die Zahl um bis zu 11 000 reduzieren. Das heißt: Es werde lediglich eine Steigerung des Status Quo vermieden.
Ripke betonte, die Stadt Lüneburg könne mit der Trassenwahl zufrieden sein, die Pläne für das Gebiet Schlieffenpark seien nicht verbaut. Um seine Argumente darzulegen hatte der Staatssekretär übrigens mehr Geduld als so manch einer der Demonstranten. Deren Lust, ihre Plakate hochzuhalten war begrenzt: Noch als Ripke mit BI-Sprecher Eckehard Niemann diskutierte, rollten die anderen A-39-Gegner schon ihre Transparente zusammen und zogen von dannen.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/30/788130.html Quelle]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum weiteren Planungsverlauf
|Headline=So geht's weiter
|Untertitel=
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Mit dem Abschluss des sogenannten [[Raumordnungsverfahren]]s steht die grobe Trasse der Autobahn 39 jetzt fest. Sie ist einzusehen im Internet unter www.strassenbau.niedersachsen.de. Insgesamt 220 Kommunen und Verbände sowie 15 000 Bürger waren bislang beteiligt, jedoch erst im [[Planfeststellungsverfahren]] können Betroffene Klage erheben. Dieses beginnt 2008, dann wird der Streckenverlauf metergenau untersucht. Enden könnte es 2012, vielleicht auch erst 2013. Sobald der Bund dann das Geld zur Verfügung stellt, könnte losgebaut werden - es sei denn, im Zuge von juristischen Auseinandersetzungen wird ein Baustopp verhängt.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/30/787984.html Quelle]
}}
=== 29. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=KB
|Thema=zur Aktion Rotkäppchen und der Wulff
|Headline=Wahlkämpfer in der Provinz
|Untertitel=Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) in Gellersen, Herausforderer Wolfgang Jüttner (SPD) in der Elbmarsch
|Autor=stk
|Ort=Heiligenthal/Marschacht
|Link=[http://www2.kreisboten.de/onlineausgabe/popup.php?id=08&datum=29.08.2007&titel=KB Quelle]
|Text=[[Bild:KB 2007 08 29.jpg]]
}}
=== 25. August ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>Trasse der A 39 steht fest</big>'''
'''Ausbau der Ostumgehung Lüneburg zur Autobahn - Westvariante vom Tisch'''
stb '''Lüneburg'''. Jetzt ist es amtlich, die [[Ostumgehung]] soll zur Autobahn ausgebaut werden. So steht es im [[Raumordnungsverfahren]]. Und das ist abgeschlossen. "Es liegen alle Untersuchungen vor. Änderungen sind in die Planung aufgenommen", sagt der zuständige Mitarbeiter der Regierungsvertretung Lüneburg, Dr. Holger Manthey. "Die Trasse ist fix", erklärt Manthey. Damit sei der von der Stadt geforderte westliche Verlauf vom Tisch.
Die ausgearbeitete Linienführung der A 39 werde nun Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgelegt. "Er fällt die Entscheidung, wieviel Geld der Bund für die weitere Planung zur Verfügung stellt", zeigt Manthey den weiteren Fahrplan auf. Wenn die Entscheidung in Berlin gefällt sei, könne der nächste Schritt folgen: das [[Planfeststellungsverfahren]]. "Zwei Jahre kann es dauern, bis die Unterlagen dafür vorliegen. Das Verfahren an sich kann anschließend nochmal mehrere Jahre dauern."
Manthey sagt, erst im [[Planfeststellungsverfahren]] gehe es um Details - etwa um den von für die Ostumgehung im Bereich Moorfeld geforderten [[Lärm]]schutz. "Dann wird sich klären, ob die Deckelung möglich ist - etwa mit einem Dach auf Stützpfeilern über der Straße - oder ob hohe Schutzwände errichtet werden."
Welche kleinen landwirtschaftlichen Teilflächen für den weiteren Trassenverlauf östlich von Wendisch Evern am Elbe-Seitenkanal letzlich in Anspruch genommen würden, sei ebenfalls Gegenstand des Verfahrens. "Dort quert die Autobahn den Kanal, macht einen kleinen Bogen bei der Eisenbahnbrücke und rückt von der Landwehr und dem Kanal ein wenig ab." Gründe: Die Landwehr ist ein Kulturdenkmal, am Kanal plant die Wasser- und Schifffahrtsbehörde einen Liegeplatz für Gefahrgutschiffe.
"Im [[Planfeststellungsverfahren]] sind kleinere Veränderungen zur bisherigen Planung möglich", sagt Manthey. Zudem sind Klagen gegen die Autobahn 39 erst mit Beginn des [[Planfeststellungsverfahren]]s möglich.
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{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline=Raumordnung abgeschlossen
|Untertitel=A 39
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Das [[Raumordnungsverfahren]] für die Autobahn 39 und die Bundesstraße 190 ist abgeschlossen. Eine Übersichtskarte der Planung ist ab Mittwoch, 29. August, im Internet unter www.raumordnung.niedersachsen.de zu sehen. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen ([[CDU]]) wird die Pläne am selben Tag ab 9 Uhr in Lüneburg vorstellen.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/25/786199.html Quelle]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Aktion "Rotkäppchen und der Wulff"
|Headline=Rotkäppchen und der Wulff
|Untertitel=Ministerpräsident - Beim Besuch warteten schon die A-39-Gegner
|Autor=Carolin George
|Ort=Heiligenthal
|Text=Vor der Wassermühle Heiligenthal bekam der Landeschef Wein, Kuchen und ermahnende Worte von der Bürgerinitiative. Doch das beeindruckte ihn nicht.
Den 70. Geburtstag ihrer Freundin feiern wollten Erika Vogler und Ingrid Töpfer an diesem Nachmittag im Restaurant Wassermühle in Heiligenthal fünf Kilometer südwestlich von Lüneburg. Doch die Schnittchen mussten warten: "Die Sicherheitsleute telefonieren schon, bestimmt kommt er gleich", tuscheln die Damen im Sommerkostüm, sie haben gehört, dass der Herr Ministerpräsident zu einem Abstecher in die Lokalität kommt.
Die Geburtstagsgäste waren am Donnerstagnachmittag nicht die Einzigen, die auf Christian Wulff ([[CDU]]) warteten: Rund 20 Gegnerinnen und Gegner der geplanten Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg hatten sich vor dem Restaurant postiert, eine von ihnen mit rotem Kopftuch und Blümchendirndl verkleidet: "Rotkäppchen und der Wulff" nannten die Antiautobahner ihre Aktion.
Einen Korb mit "[[A39-Verhüterli|Verkehrs-Verhüterlis]]", eine Brille "für mehr Durchblick bei verkehrspolitischen Alternativen", Wein und Kuchen überreichte Rotkäppchen Vera Schwab dem Ministerpräsidenten, verbunden mit der Hoffnung, er werde "bald das Ende dieser Nonsense-Autobahn verkünden". Darauf wird sie noch länger warten müssen: {{mark|Wulff betonte, er halte die A 39 "für absolut notwendig".}}
Rückblick: Als Josef Röttgers ([[CDU]]) vor gut einem Jahr seinen Wahlkampf in Gellersen führte und dabei Parteikollege Christian Wulff kennenlernte, versprach er ihm eine Einladung für den Fall seines Wahlsiegs. Er siegte, erneuerte seine Einladung - und im Zuge seiner Sommertour nahm Wulff sie an, stoppte in Kirchgellersen, Südergellersen und Heiligenthal.
Stau auf der Autobahn ließ den Gast eine halbe Stunde zu spät kommen, dann flitzte er durch die Firmen "Hildebrand und Richter" sowie "Lünekartoffel".
Und wunderte sich später: "Wenn 100 Kilo Kartoffeln 40 Euro kosten", und eine Baked Potato im Steakhouse vier Euro, "dann liegt die Spanne sicher nicht beim Landwirt".
Zu essen gab's schließlich beim Dehoga-Kreisvorsitzenden Martin Zackariat in seiner Wassermühle in Heiligenthal, das Thema Nichtrauchergesetz konnte dort nicht ausbleiben: "Mein freiheitlicher Ansatz war eine Fehleinschätzung", gab Wulff zu, "es hätte sich nichts geändert." Jetzt wolle er alles tun, nach der "lebhaften Debatte mit dem Dehoga das gute Verhältnis wiederherzustellen".
Als Wulff und sein Tross weiterverfahren, gibt's auch für Erika Vogler und Ingrid Töpfer endlich Schnittchen: Den beiden Damen ist ohnehin klar, was passieren wird - ob die Autobahn nun wirklich notwendig sei oder nicht: "Wenn sie erst mal da ist, fahren alle drauf - auch die Gegner."
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/25/786392.html Quelle]
}}
=== 24. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Aktion "Rotkäppchen und der Wulff"
|Headline=„Rotkäppchen“ empfängt den Wulff
|Untertitel=Ministerpräsident besichtigt Betriebe in der Samtgemeinde Gellersen und spricht mit A 39-Gegnern
|Autor=stb
|Ort=Heiligenthal
|Link=
|Text=
An der
Samtgemeinde Gellersen hat
Ministerpräsident Christian
Wulff ([[CDU]]) Gefallen gefunden.
Gleich eine Stunde länger
als geplant dauerte die Tour des
Landesvaters durch die Samtgemeinde,
die er auf Einladung
von Bürgermeister Josef Röttgers
besuchte. {{mark|An seiner letzten Station der Rundreise, der Wassermühle in Heiligenthal, hatte
der Ministerpräsident zunächst eine Hürde zu nehmen, bevor es lauschig bei Essen, Trinken und Gesang des Jugendchores der Original Heidelerchen wurde.
Rund 20 Autobahn 39-Gegner nahmen den Besucher aus
Hannover in Empfang. Motto: „Rotkäppchen und der Wulff.“
Ins Kostüm der Märchenfigur war Vera Schwabe aus Groß-Hesebeck geschlüpft. Sie überreichte
Wulff einen Präsentkorb
mit regionalen Produkten wie
Kuchen, Wein und Blumen.
„Rotkäppchen“ forderte ihn
auf, nicht unnütz die Landschaft
zu zerstören und das Haus ihrer Großmutter zu gefährden. Der Widerstand gegen
die A39 liege ihm doch schon schwer wie 100 Wackersteine
im Magen, behauptete „Rotkäppchen“. Dem widersprach
der Ministerpräsident: „Die
A39 ist absolut erforderlich.“
Denn ohne Autobahnanschluss
wäre die gesamte Region vom
vereinten Europa abgehängt,
begründete er seine Ansicht.}}
[[Bild:LZ 2007 08 24.jpg]]
„Rotkäppchen“ schenkt Ministerpräsident Christian Wulff die Brille ihrer Oma für einen besseren Durchblick beim Thema A39. Er bedankt sich, betont aber, durchaus den Durchblick zu haben: „Die A39 ist absolut erforderlich.“ ''Foto: t&w''
Nach dem märchenhaften
Empfang durch „Rotkäppchen“
traf Wulff auf Martin Zackariat,
den Chef der Wassermühle, der
gleichzeitig auch Kreisvorsitzender
des Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband)
ist. Er begrüßte den prominenten
Gast, kritisierte aber auch
das Nichtraucherschutzgesetz.
Wulff räumte ein, dass es in
der Anfangsphase zu Problemen
kommen könne. „Aber die
Nichtraucher sind zu schützen“,
betonte er. Außerdem
werde sich die Situation beruhigen.
„Die Erfahrung aus anderen
Ländern zeigt, dass die
Umsätze in der Gastronomie
sogar steigen werden, weil die
Gäste lieber rauchfreie Gaststätten besuchten, ist er sicher.
Zuvor legte der Ministerpräsident einen Stopp beim Werk
von Lünekartoffel in Südergellersen
ein. Die Geschäftsführer
Michael Kleinlein und Torsten
Renken zeigten dem Politiker
die Welt der Erdäpfel. Mit dicken
Kartoffeln lasse sich viel
Geld verdienen, meinten sie
und zeigten Wulff prächtige
300-Gramm-Exemplare. Diese
würden in Steakhäusern zum
Stückpreis von vier Euro verkauft,
berichtete das Duo.
Der Ministerpräsident erklärte, dass die jüngsten Preissteigerungen
für landwirtschaftliche
Produkte wie etwa Milch
und Getreide richtig seien:
„Wenn sie denn dann auch bei
den Landwirten ankommen.
Wir müssen aufpassen, dass der
Handel nicht alles abgreift.“
Rüdiger Thenhausen, Geschäftsführer der Firma Hildebrand
und Richter in Kirchgellersen,
war der erste Gastgeber.
Er zeigte Wulff die Produktionsstätten für Spezialartikel aus
Gummi, Kunst- und Schaumstoff
des Familienbetriebes am
Einemhofer Weg. Thenhausen
bezeichnete die Firma mit ihren
50 Mitarbeiter als innovatives
Unternehmen. Zum Beweis erhielt
Wulff ein besonderes Geschenk:
ein Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel aus Schaumstoff
für die Badewanne oder
das Schwimmbad.
Auch wenn die Elbmarsch weit von Gellersen entfernt ist, so nahm der Ministerpräsident auch zu zwei Themen Stellung, die die Menschen dort bewegen: der Pannenreaktor Krümmel und die Leukämiefälle. Bei der Aufklärung letzterer werde sorgfältig gearbeitet. „Wir schauen uns jedes Gutachten genau an.“ Das Atomkraftwerk dürfe nur wieder ans Netz gehen, wenn es 100 Prozent sicher sei. Dafür seien die Kieler Sozialministerin Gitta Trauernicht und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zuständig – nicht Niedersachsen, betonte der Ministerpräsident – und reiste weiter nach zwei Stunden Aufenthalt in der Samtgemeinde Gellersen weiter nach Celle.
}}
=== 8. August ===
==== {{LZ}} zur Teilnahme am Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft“ ====
{{Kasten|1=
'''<big>Gute Nachbarn fürs Leben</big>'''
'''Bürger aus Lüne und Moorfeld beteiligen sich an bundesweitem Wettbewerb'''
[[Bild:LZ_2007_08_10_1.jpg|thumb|628px|'''Die Nachbarschaft in den Lüneburger Ortsteilen Lüne und Moorfeld ist gut. Das zeigen die Bürger auf dem Fototermin zur bevorstehenden Teilnahme am Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft“..'''<br>Foto: t&w]]
ca '''Lüneburg'''. Wenn die Theatergruppe Lüner Lampenfieber in der Schule am Domänenhof gastiert, freuen sich die Laienschauspieler über ein volles Haus. Im Dezember beteiligen sich Familien zwischen Kloster Lüne und Gut Olm am begehbaren Adventskalender. Der Stadtteilladen ELM ist ein beliebter Treffpunkt. Und auch gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur Autobahn oder den Bau der A 39 durch ihren Stadtteil machen viele Anwohner gemeinsam mobil - alles in allem beste Voraussetzungen, sich an dem bundesweiten Wettbewerb "Netzwerk Nachbarschaft" zu beteiligen.
Stefanie Becker, Claudia Kuchler und andere hatten die Idee, dort mitzumachen. Wie gut sich die Lüner und Moorfelder kennen, zeigte sich schon für den gemeinsamen Fototermin: Dienstag begann die Mundpropaganda, Mittwochabend waren trotz Urlaubszeit rund 100 Leute zusammengekommen - zur Belohnung gab's Pflaumen aus Kuchlers Garten.
Der Wettbewerb, der vom Baufinanzierer BHW unterstützt wird, steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Stichworte sind ein Miteinander von Jung und Alt, kulturelle Angebote, gemeinsame Aktionen für Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Einsendeschluss der Unterlagen ist der 15. August. Den Gewinnern winken insgesamt 16 000 Euro. Den Wettbewerb gibt es seit 2004, bis heute haben sich nach BHW-Angaben mehr als 600 Initiativen beworben. Ob Bewohner aus Lüne und Moorfeld schließlich einen Preis gewinnen, ist offen. Die gute Nachbarschaft ist schon jetzt ein Gewinn.
}}
==== {{LZ}} führt Interview mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge ====
{{Kasten|1=
'''<big>Jede Klage verzögert die Autobahn</big>'''
'''Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] zur A 39, zu Schlieffenpark, Etatsanierung und neuen Werbefeldzügen für die Heide'''
[[Bild:LZ 2007 08 08 1.jpg|framed|'''Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] blickt lächelnd in die Zukunft.<br>·<br>Karriere:<br>Mädge ([[SPD]]) wurde 1991 ehrenamtlicher Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg, seit 1. Dezember 1996 ist er hauptamtlicher OB. Der Verwaltungschef hat viele Ämter, ist Aufsichtsratsvorsitzender der Lüwobau, Aufsichtsratsmitglied der E.ON Avacon, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Sparkasse Lüneburg, Mitglied des Haupt- sowie des Finanzausschusses des Deutschen Städtetages und Vize-Präsident des Niedersächsischen Städtetages.'''<br>Foto: t&w]]
as '''Lüneburg'''. An welchem Rad auch immer die große Politik dreht, die Kommunen wie die Stadt Lüneburg müssen meist die hehren Ideen im Kleinen in die Tat umsetzen oder unter den Folgen leiden. Als kleinstes Rad im politischen Getriebe bleiben sie oft genug auf der Zeche sitzen oder ihre Bedenken finden kein Gehör. Das ist beim Disput um die richtige Autobahntrasse so, das wird beim neuen Klima- und Energieprogramm nicht anders werden. Kein Wunder, dass Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge nicht alles schmeckt, was da kommt. Schon gar nicht jetzt. Er hat sich zusätzliche Arbeit aufgehalst, ist zurzeit in Personalunion auch Kämmerer und der nächste Etat ist in Arbeit. Und er wird im Rathaus wichtige Personalentscheidungen fällen. Die LZ sprach mit dem OB.
Herr Mädge, die Gegner der Autobahn in Lüneburg haben das Gefühl, die Trasse für die geplante A 39 auf der alten [[Ostumgehung]] sei nun ein ausgemachtes Ding. Die Stadt gebe klein bei. Sie sind zwar für die Autobahn, aber waren immer gegen eine Stadt-Trasse. Bleibt es bei der Linie?
'''Mädge''': ''Ja, wir plädieren weiter für eine westliche Trasse, müssen aber nach Stand der Dinge davon ausgehen, dass sie über die [[Ostumgehung]] gehen wird. Wenn es so kommt, ist unsere Forderung zum Lärmschutz ein Deckel, der von der Abfahrt Adendorf bis zur Schlieffenkaserne gehen sollte. Wird diese Forderung nicht erfüllt, werden wir nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] entscheiden, ob wir in die Klage gehen. Das ist unser Signal ans Land und an die Kreise: Jede Klage verzögert den Bau der Autobahn.''
Die ungewisse Autobahn-Trasse behindert auch massiv die Planung für das größte Bauprojekt der Stadt. Der Schlieffenpark mit 83 Hektar wurde als "stadtnah wohnen mit viel Grün" gepriesen. Sollte die A 39 doch über die [[Ostumgehung]] führten, bedeutet das mehr Verkehr und [[Lärm]] für das Neubaugebiet. Wie ist der Stand?
'''Mädge''': ''Richtig weiterarbeiten können wir erst, wenn mit Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s die Trasse steht. Verhandlungen mit Bund und Land über Verkauf, Ausgleichsflächen und Lärmschutz laufen aber schon. Und wir haben sozusagen einen Bebauungsplan für den ersten Abschnitt schon in der Schublade. Steht die Trasse fest, können wir den ersten Bauabschnitt planreif machen, sodass im nächsten Sommer Grundstücke verkauft und gebaut werden könnten und parallel die Erschließung erfolgt.''
Wenn der Zeitplan Schlieffenpark so in Verzug ist, hat das auch finanzielle Folgen?
'''Mädge''': ''Wir hängen ein Jahr hinterher, das hat nur geringe Auswirkungen bei der Grundsteuer. Allerdings stand dadurch nur Baufläche im Neubaugebiet Rosenkamp zur Verfügung.''
...
Bei dem guten [[SPD]]-Listenplatz für ihre Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]] bei der Landtagswahl müssen Sie vermutlich auch den Posten neu besetzen. Oder wird die Verwaltung umstrukturiert?
'''Mädge''': ''Auch diese Stelle wird neu besetzt, weil die Bereiche Umwelt und Verkehr auch in Anbetracht der Klimaschutz-Diskussion nicht nebenbei zu machen sind. Da die Verwaltung inzwischen stark verschlankt ist, wäre es auch keinem Mitarbeiter zuzumuten, diese Aufgaben mit zu übernehmen.''
...
}}
{{Pressefuss|Juli 2007|September 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
66e831ec6da879fd52b1eb4a8c8a236001a0ac0d
Presseberichte Oktober 2007
0
1219
1452
2008-01-28T14:48:18Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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== 26. Oktober ==
==== {{FAZ}} zum Thema Autobahnbau ====
{{Kasten|1=[[Bild:Faz0710261.jpg|thumb|200px|'''Trimmt Frankreich auf Ökokurs: Nicolas Sarkozy''']]
'''Umweltschutz'''
'''<big>Frankreich will keine neuen Autobahnen mehr bauen</big>'''
''Von Christian Schubert''
Frankreich will sein Straßennetz nicht mehr erweitern. {{mark|Neue Autobahnen sollen}} damit {{mark|nicht mehr gebaut werden}}. Dies kündigte Umweltminister Jean-Louis Borloo am Donnerstag in Paris an. Nur zur Umgehung von Knotenpunkten oder zur Erhöhung der Sicherheit sollen neue Straßen noch zugelassen werden.
Der Beschluss, der im kommenden Jahr in ein Gesetz einfließen soll, ist ein Ergebnis der in Frankreich seit drei Monaten laufenden Umweltgespräche. Auf einem zweitägigen „Gipfeltreffen“ von Umweltverbänden, Regierungsvertretern, Arbeitgebern, Gewerkschaften und Kommunen ist am Donnerstag eine Vielzahl von neuen Zielen festgelegt worden. {{mark|Frankreich wolle damit im Umweltschutz einen großen Schritt nach vorne machen}}, sagte Premierminister François Fillon bei der Eröffnung des Umweltgipfels.
'''Vorrang für den Zug'''
[[Bild:Faz0710262.jpg|thumb|200px|'''Bis 2020 soll das TGV-Netz um 2000 Kilometer erweitert werden''']]
Die größten Fortschritte sind nach Angaben der Umweltschützer beim Verkehr sowie beim Haus- und Wohnungsbau erreicht worden. Frankreich will in den kommenden zwanzig Jahren ein großes Renovierungsprogramm zur Energieeinsparung durch bessere Isolierung und effizientere Heizsysteme auflegen. Für Neubauten soll bis 2012 der durchschnittliche Energieverbrauch von 250 Kilowattstunden je Quadratmeter auf ein Fünftel sinken. Steuererleichterungen und verbilligte Kredite sollen die Haushalte zu Innovationen anreizen. Der Staat wolle die Norm in seinen Gebäuden schon in fünf Jahren erreichen, kündigte Minister Borloo an, was 180.000 neue Arbeitsplätze schaffen würde.
{{mark|Beim Verkehr will Frankreich dem Zug und der Schifffahrt klaren Vorrang geben.}} Bis 2020 soll das Netz der Hochgeschwindigkeitsstrecken um 2000 Kilometer erweitert werden, bis 2030 um weitere 2500 Kilometer - ein ehrgeiziges Ziel, zumal das Netz heute nur 1850 Kilometer lang ist. Der Staat wolle sich mit 16 Milliarden Euro an den geschätzten Kosten von 70 Milliarden Euro beteiligen, heißt es. Das Straßenbahnnetz soll von 329 auf 1500 Kilometer wachsen. Zudem ist der Bau von zwei neuen Nord-Süd-Achsen zum Schienentransport von Lastwagen geplant.
'''Novum in Frankreich'''
Der Schwerverkehr sieht sich als Verlierer der neuen Maßnahmen. {{mark|Die Lastwagen sollen mit einer zusätzlichen Abgabe belegt werden, wenn sie außerhalb der Autobahnen unterwegs sind.}} Für die Käufer von besonders umweltfreundlichen Personenwagen soll es einen Zuschuss des Staates geben, für jene von umweltschädlichen Fahrzeugen dagegen einen Aufschlag, kündigte Minister Borloo an.
Die Umweltschützer verweisen auf einen weiteren Erfolg: Trotz des Widerstandes des Bauernverbandes soll die Häufigkeit des ausgeprägten Pestizideinsatzes in den kommenden zehn Jahren auf die Hälfte gesenkt werden. Über das Volumen wurde jedoch keine Entscheidung gefällt.
'''Etliche Fragen offen'''
Auf anderen Umweltfeldern blieben etliche Fragen noch offen, etwa die Verwendung von genverändertes Saatgut, über die in einem Gesetz im nächsten Jahr entschieden werden soll. Bis dahin soll ihre Verwendung eingestellt werden, womit Frankreich sich in einen Konflikt mit europäischem Recht begibt.
Die Gespräche, die in Anspielung auf Verhandlungen während der Studenten- und Gewerkschaftsproteste im Mai 1968 „Grenelle de l'environnement“ heißen, waren ein Novum in Frankreich. {{mark|Monatelang ist ein großer Kreis von Experten konsultiert worden. Die Bevölkerung konnte über das Internet Vorschläge vorbringen.}} Die Methode sei gut, weil sie das Bewusstsein für den Umweltschutz erhöhe, sagte der grüne Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit der F.A.Z. Jetzt müsse man aber abwarten, was in die konkreten Gesetze einfließe. Es seit etwa noch offen, wie die Ausnahmeklausel des Straßenbaumoratoriums bei umstrittenen Umgehungsstraßen in Städten wie Toulouse, Straßburg und Bordeaux ausgelegt werde, schrieb die Zeitung „Le Monde“.
<sub>Text: chs./F.A.Z., 26.10.2007, Nr. 249 / Seite 11<br>Bildmaterial: AP, dpa</sub>
}}
== 24. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zum SPD-Parteitag
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=A 39 beim SPD-Parteitag
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Text=Zu ihrem am Wochenende stattfindenden Hamburger Parteitag hat die [[SPD]] auch ein Mitglied des [http://www.keine-a39.de Dachverbands der 35 Bürgerinitiativen zwischen Lüneburg und Wolfsburg gegen die A 39] eingeladen, um im „Forum Nachhaltigkeit, Energie und Mobilität“ den neuen umweltpolitischen Leitantrag der [[SPD]] mitzudiskutieren.
Pressesprecher Eckehard Niemann betonte, die Initiativen würden selbstverständlich weiter bei ihrer strikten parteipolitischen Unabhängigkeit bleiben, wohl aber einige der [[SPD]]-Bundespolitiker als einstige Mitverantwortliche für die [[Planung]] dieser „Nonsens- und Wahlkampf-Autobahn“ an wichtige Aussagen ihres umweltpolitischen Leitantrags erinnern: Unter der Überschrift „Mobilität nachhaltig gestalten“ werden darin die Klimafolgen des Straßenverkehrs und die gesundheitsschädlichen Folgen des Straßenlärms richtig benannt. Bei notwendigen Infrastrukturvorhaben, so der {{mark|SPD-Leitantrag, sei der „Sicherung der bestehenden hochwertigen Infrastruktur gegenüber dem Neubau von Verkehrswegen Vorrang einzuräumen“.}}
Niemann bedankte sich in diesem Zusammenhang für die vielbeachtete Aussage von Bundesumweltminister {{mark|Gabriel}} bei einer Veranstaltung in Bad Bevensen, er {{mark|werde die Forderung der A39-Gegner nach einer Untersuchung von Alternativen zur A 39 unterstützen}}. Die Forderung, die „ohnehin wackelige A 39“ wieder aus dem vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s herauszunehmen und so den Weg freizumachen für den Ausbau der B 4 und für andere regional dringliche Verkehrsprojekte, werde gestützt durch zahlreiche Gutachten und das sehr schlechte [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] der A 39.
|Link=
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Autobahnbau ====
{{LB|Bernhard Reinecke<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Landschaftsfraß muss enden</big>'''
"Riesen-Neubau bei Thieshope", LZ vom 17. Oktober
Die Luftaufnahme auf der LZ-Titelseite zeigt die in Jahrhunderten gewachsene Natur- und Kulturlandschaft bei Thieshope im Landkreis Harburg. Jetzt soll endlich der lang ersehnte Fortschritt in diese "rückständige" Region einziehen: Ein riesiges Logistikzentrum (35 000 Quadratmeter) eines amerikanischen Handelsriesen! Das hat uns gerade noch gefehlt: Ein gigantischer Betonklotz inmitten der noch unverbauten Landschaft. Zehntausende von Quadratmetern Asphalt und Beton anstelle von Wiesen, Feldern und Bäumen und unzählige Lkw-Fahrten rund um die Uhr. Selbstverständlich müssen Unternehmen die Möglichkeit zur Expansion haben, dieses muss aber in einem geordneten Rahmen geschehen. Wie würde wohl unsere Landschaft in einigen Jahrzehnten aussehen, wenn Investoren wie mit der Streubüchse verteilt ihre Neubauten in die Landschaft setzen dürften? Eine Horrorvorstellung! In und um Hamburg gibt es zahlreiche Industriebrachen und vorhandene Gewerbeflächen, dort ist genügend Platz für Unternehmen dieser Art. Ein zeitgemäßes [[Landesraumordnungsprogramm]] ([[LROP]]) muss dafür sorgen, dass Ansiedlungen kanalisiert werden und so der "Wildwuchs" (z.B. wie bei Thieshope geplant) verhindert wird. In Deutschland werden jeden Tag über 100 Hektar Fläche zubetoniert und -asphaltiert, dieser Landschaftsfraß zu Lasten von Mensch und Natur muss endlich aufhören.
Das geplante Logistikzentrum an der A 7 liefert auch einen Vorgeschmack dafür, was den Betroffenen im Falle des Baues der A 39 blühen könnte. Bei Vastorf, Gifkendorf oder Wulfstorf riesige Gewerbeparks (womöglich größer als die Dörfer selbst), angereichert mit Beton, [[Lärm]] und [[Abgas]]en der neuen Autobahn. Der Jubel über diesen "Fortschritt" wird gewiss sehr groß sein!
}}
== 22. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum neuen Widerstand gegen die A 39
|Headline=Protest gegen die Autobahn 39
|Untertitel=Wulfstorfer starten Aktion am Elbe-Seitenkanal - Appell an Gemeinderat Bienenbüttel
|Autor=cn
|Ort=Wulfstorf
|Text=Viele Menschen in den Bienenbütteler Ortsteilen Wulfstorf und Niendorf sind alarmiert: "Wir sehen die Gefahr, dass die Autobahn 39 sehr dicht an unseren Orten vorbeiführen wird", sagte Winfried Harendza, Sprecher der Autobahngegner in den Orten, am Sonnabend bei einer Protestaktion in Wulfstorf. Mit Trassierband wurde die mögliche A 39-Trasse markiert, um die Nähe zu verdeutlichen.
Die Trasse soll nach den Informationen, die Harendza und seinen Mitstreitern vorliegen, am Elbe-Seitenkanal entlangführen - mit einigem Abstand. "Für manche von uns könnte das bedeuten, dass sie von der Terrasse aus Autos zählen können", meinte Harendza. Vor allem Wulfstorf würde stark in Mitleidenschaft gezogen.
Ortsvorsteherin Susanne Otter betonte gegenüber der LZ, dass in Wulfstorf eigentlich der komplette Ort gegen die Autobahn sei: "Wir haben 75 Einwohner, darunter 16 Kinder. Für die wäre das eine besonders starke Beeinträchtigung. Daher wollen wir mit der Aktion auf das Problem hinweisen."
Zwischen Kanal und Ort, an der Kreisstraße nach Bienenbüttel, hatten die A 39-Gegner eine rund 70 Meter breite und 220 Meter lange Fläche mit Trassierband abgesteckt, um den möglichen Verlauf der Autobahn in diesem Bereich zu verdeutlichen. Ihre Forderung: "Die A 39 darf nicht gebaut werden. Weder hier noch anderswo. Stattdessen muss der Ausbau der Bundesstraße 4 geprüft werden", sagte Harendza.
Er forderte zudem den Rat der Gemeinde Bienenbüttel auf, seine grundsätzliche Zustimmung zur Autobahn 39 noch einmal zu überdenken. Aus dem Rat war nur Dr. Heike Schweer ([[CDU]]) zu der Veranstaltung in Wulfstorf gekommen. Sie verwies gegenüber der LZ darauf, dass über das Thema A 39 "in ihrer Fraktion ständig gesprochen" werde.
Am Mittwoch, 7. November, findet um 19.30 Uhr im Gasthaus Moritz in Bienenbüttel eine Informationsveranstaltung der Autobahngegner statt. Das Thema: "A 39 - alles gelaufen ?"
|Link=
}}
== 19. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Bittbrief an den Bundesverkehrsminister
|Headline=Verwaltungschefs drücken aufs Tempo
|Untertitel=Autobahn 39 Brief an den Bundesverkehrsminister
|Autor=carol
|Ort=Lüneburg
|Text=Beschleunigung in Sachen Autobahn 39 fordern die Verwaltungschefs der Region jetzt in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee: Sie wollen "das dringende Interesse unserer Region an einem baldigen Baubeginn für die A 39" zum Ausdruck bringen. Unterschrieben haben das auch Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) sowie Landrat [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]).
Nach Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s dürfe "einer umgehenden [[Linienbestimmung]] durch Ihr Haus nichts im Wege stehen", schreiben die neun Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte, und bitten um "alle Möglichkeiten einer Beschleunigung". Und weiter: "Um die Realisierung der A 39 so schnell wir nur möglich zu erreichen, sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und Finanzierung aufzunehmen."
Als "aussichtslosen Hilferuf" werten die Autobahngegner den Brief: Annette Niemann vom Dachverband der Bürgerinitiativen verweist darauf, dass das Projekt von den Landespolitikern immer weiter in Richtung "Sankt-Nimmerleinstag" verschoben werde.
Die A 39 könne theoretisch erst frühestens im Jahr 2015 in den Investitionsplan des Bundesverkehrsministeriums aufgenommen werden. Niemann: "Nicht ohne Grund erfolgte das Schreiben der hiesigen Landräte just gleichzeitig zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens für die konkurrierende Küstenautobahn A 22."
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/10/19/806625.html Quelle]
}}
== 17. Oktober ==
==== {{FFN}} zum Schreiben an das Bundesverkehrsministerium ====
{{Kasten|1=
Noch vor wenigen Wochen hatte die Stadt Lüneburg gegen die aktuelle Planung der A 39 protestiert - und mit Klagen gedroht. Denn die Autobahn soll mitten durchs Lüneburger Stadtgebiet verlaufen! Doch ganz so groß scheint der Widerstand nicht mehr zu sein. Denn in einem Schreiben an das Bundesverkehrsministerium haben jetzt mehrere Landräte und Bürgermeister einen möglichst schnellen Bau der A 39 gefordert, darunter auch Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]! Besonders im Stadtteil Lüneburg-Moorfeld ist die Empörung nun groß. Der Sprecher der Bürgerinitiative Moorfeld, Detlef Giesler, sagte im ffn-Interview:
''Das ist ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Bürger hier in unserem Stadtteil. Herr Mädge hat vollmundig im Rahmen der [[Kommunalwahl]] die Klage angedroht, davon ist er jetzt weit entfernt. Er reiht sich ein in die Phalanx der A-39-Befürworter. Herr Mädge hat uns vergessen, verraten will ich nicht sagen, aber wir werden ihm bei der [[Landtagswahl]] einen Denkzettel verpassen.''
Die A 39 soll nach bisheriger Planung auf der Lüneburger [[Ostumgehung]] verlaufen, die dafür [[Regelquerschnitt|verbreitert]] werden müsste. Viele Anwohner im Stadtteil Moorfeld müssten ihre Gartenzäune dann gegen Lärmschutzwände eintauschen.
* [[Media:Radio_ffn_20071017.mp3|FFN-Radiobeitrag]], mp3, Länge: 1:03 Minuten.
}}
==== {{LZ}} zum Schreiben an das Bundesverkehrsministerium ====
{{Kasten|1=
'''<big>Bürgermeister und Landräte fordern zügigen A 39-Baustart</big>'''
'''Forderungen in Brief an Bundesverkehrsminister aufgelistet'''
lz '''Lüneburg'''. Der Bau der Autobahn 39 soll bald beginnen, auf dem Stadtgebiet Lüneburg ein Tunnel entstehen. Diese Forderungen formulieren Landräte und Bürgermeister der Region jetzt in einem Brief an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee.
"Nachdem das [[Raumordnungsverfahren]] in Niedersachsen abgeschlossen ist, dürfte einer umgehenden Linienbestimmung nichts im Wege stehen", heißt es im Brief. Weiter: Im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg müssten die Lärmschutzmaßnahmen - besonders durch eine Deckelung - in die Planung und Finanzierung aufgenommen werden.
Zu den Unterzeichnern gehören neben dem Lüneburger Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Landrat [[Manfred Nahrstedt]] auch Marion Lau (Landrätin Gifhorn), Joachim Bordt (Landrat Harburg), Rolf Schnellecke (Oberbürgermeister Wolfsburg), Dr. Theodor Elster (Landrat Uelzen), Karl Ridder (Bürgermeister Wittingen), Otto Lukat (Bürgermeister Uelzen) und Jürgen Schulz (Landrat Lüchow/Dannenberg).}}
{{Kommentar|Tunnel-Traum(a)|2=Die vereinfachte Darstellung in der LZ suggeriert erneut die Wahrhaftigkeit einer "Tunnellösung", obwohl sich das im angesprochenen [[Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Origialtext]] ganz anders liest. Hier wird lediglich eine billige Deckelung angesprochen: ''"Um die Realisierung der A 39 so schnell wie nur möglich zu erreichen, sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und Finanzierung aufzunehmen."''
Tunnel oder Deckel — beides keine Lösung für eine Autobahn durch Wohngebiete, beim Bau bestenfalls eine kosmetische Maßnahme. Während der Planungsphase allerdings ist den Lokalpolitikern das ''Märchen vom Deckel'' eine billige Beruhigungspille für mögliche Wiederwähler. Doch Märchen lehren: ''Und wenn die Autobahn nicht gestorben ist, dann warten sie auf den Deckel noch heute!''}}
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zum Bittbrief an den Bundesverkehrsminister
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Aussichtsloser Hilferuf
|Autor=Annette Niemann
|Ort=Aljarn
|Link=
|Text=Das [[Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Schreiben mehrerer Landräte und Bürgermeister an Bundesverkehrsminister Tiefensee]] mit Bitte um eine beschleunigte Behandlung der geplanten A 39 bewertet der [http://www.keine-a39.de Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39] als „aussichtslosen Hilferuf von [[Politiker]]n, denen ihr überholtes Renommierprojekt abhanden zu kommen droht“.
Dachverbandssprecherin Annette Niemann verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass dieses ehemalige Wahlkampfprojekt von Ex-Kanzler Schröder nunmehr bundesweit keine starke Lobby mehr habe und auch von den Landespolitikern immer weiter in Richtung „Sankt-Nimmerleinstag“ verschoben werde. Das niedersächsische Verkehrsministerium werde die Raumordnungsergebnisse vom September erst zum Jahresende an Minister Tiefensee weiterleiten, Minister Hirche habe die evt. [[Planfeststellung]] auf die Zeit ab 2013 datiert, so dass die A 39 theoretisch erst frühestens 2015 in den [[Investitionsrahmenplan|Investitionsplan]] des Bundesverkehrsministeriums kommen könne. Aber auch damit sei kaum zu rechnen – wegen der anstehenden Klagen des [[Schutz- und Klagefonds]] und wegen der vorrangigen Berücksichtigung anderer niedersächsischer Verkehrsprojekte mit einem besseren [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]. „Nicht ohne Grund“, so Frau Niemann, „erfolgte das Schreiben der hiesigen Landräte just gleichzeitig zur Eröffnung des [[Raumordnungsverfahren]]s für die konkurrierende Küstenautobahn A 22“.
}}
== 16. Oktober ==
==== {{LZ}} kündigt Aktion der BI Wulfstorf an ====
{{Kasten|1=
'''<big>Aktion gegen Autobahn 39 in Wulfstorf</big>'''
'''Trassenverlauf wird markiert'''
cn '''Wulfstorf'''. Wulfstorf macht mobil: Die Bürger des Ortes wollen ein Zeichen setzen gegen die Trasse der geplanten Autobahn 39. "Die Verantwortlichen sollen wachgerüttelt werden, was die gegenwärtige Planung für unseren Ort bedeutet", sagt Wilfried Harendza. Der Streckenverlauf soll den Menschen dazu am Sonnabend, 20. Oktober, in einer Aktion vor Augen geführt werden.
Treffpunkt ist um 15 Uhr die Brücke über den Elbe-Seitenkanal. Von dort aus soll die A 39-Trasse mit Pfosten und Trassierband markiert und abgeschritten werden. "Wir nutzen dafür die uns bekannten Informationen. Wenn die Autobahn dort tatsächlich hinkommt, wäre das für Wulfstorf dramatisch", sagt Harendza. Denn die Trasse verlaufe zwar am Elbe-Seitenkanal, doch stellenweise mit einigem Abstand. "Dafür geht sie dann unserer Einschätzung nach dicht an einigen Häusern vorbei", sagt Harendza. Zudem sei eine Autobahnabfahrt im Bereich Wulfstorf möglich. Die Problematik soll vor allem den Politikern aus der Gemeinde Bienenbüttel noch einmal verdeutlicht werden, aber auch allen anderen Interessierten.
}}
== 13. Oktober ==
==== {{LZ}} zum Thema A 22 vs. A 39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Detailpläne der Küstenautobahn</big>'''
'''Auftakt des [[Raumordnungsverfahren]]s'''
lni '''Lüneburg'''. Zur geplanten Küstenautobahn A 22 von der Elbe bis an die niederländische Grenze können jetzt Kommunen und Verbände ihre Stellungnahmen abgeben. Das [[Raumordnungsverfahren]] habe begonnen, teilte die Regierungsvertretung Lüneburg am Freitag mit. Alle Planungsunterlagen wie Umweltverträglichkeitsstudien seien vom 15. Oktober an im Internet einsehbar. Die Unterlagen lägen auch bei den betroffenen Gemeinden aus, wo sich Bürger zu dem Bauvorhaben äußern können. Stellungnahmen werden von rund 230 Verbänden, Behörden und Kommunen erwartet. Das Verfahren soll im Frühjahr 2008 abgeschlossen sein. Ende Mai hatte sich das Land für eine Linienführung südlich von Bremerhaven entschieden.
Auf Vorschlag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird die A 22 im Bereich östlich der Weser zwischen Loxstedt (Kreis Cuxhaven) und Bremervörde (Kreis Rotenburg/Wümme) durch den "Südkorridor" geführt. Von da an verläuft die Trasse weiter bis nach Drochtersen im Kreis Stade. Aus Sicht der Landesbehörde ist der Bau des östlich der Weser gelegenen Abschnitts der A 22 einer Trassenführung im "Nordkorridor" nördlich von Bremerhaven über Bad Bederkesa und Lamstedt im Kreis Cuxhaven nach Drochtersen vorzuziehen.
Die Küstenautobahn wird bereits seit mehr als 30 Jahren in der Region diskutiert. Der Baubeginn ist für 2013 geplant, die Verkehrsfreigabe wird für 2017 angestrebt. Die A 22 wird eine Länge von rund 120 Kilometern haben. Die Baukosten werden nach bisherigen Planungen 1,1 Milliarden Euro betragen.
Für die Gegner der geplanten A 39 Lüneburg - Wolfsburg ist nur eine Autobahn finanzierbar. Sie sehen im Beginn des Raumordnungsverfahrens der A 22 ein Indiz dafür, dass die A 39 politisch nicht mehr mit aller Kraft vorangetrieben wird. Informationen im Internet: [http://www.kuestenautobahn.info www.kuestenautobahn.info]
}}
== 12. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Thema Lärmschutz
|Headline=Die Pläne für den Schlieffenpark
|Untertitel=Beim Lärmschutz muss nachgerüstet werden
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Vor drei Jahren vom Verwaltungsausschuss beschlossen, geht die Stadt Lüneburg jetzt den nächsten Schritt in Sachen Baugebiet Schlieffenpark: Sie legt die Pläne aus. Das hat der Bauausschuss Anfang der Woche auf den Weg gebracht. Noch nicht in die Planungen eingegangen ist der Ausbau der [[Ostumgehung]] zur Autobahn 39.
"Wir hatten einige Hindernisse durch die A 39", sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann, "jetzt ist das [[Raumordnungsverfahren]] abgeschlossen, und wir können weitermachen." Und das plant die GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft aus Bremen: Auf 53 Hektar zwischen Meisterweg, Bahnlinie, Rabensteinstraße/Bleckeder Landstraße und [[Ostumgehung]] sollen bis zu 550 Wohneinheiten entstehen, darunter zahlreiche Einzelhäuser. "40 Prozent des Gebiets werden Grünflächen sein", sagt Jens Brendler von der GfL den Mitgliedern des Bauausschusses, zudem sind eine Kita sowie Spielflächen geplant. Als erstes Baugebiet in Niedersachsen werden Kohle- und Heizölheizungen verboten sein, so Brendler weiter, und 20 Prozent der benötigten Energie eines Hauses müssen aus erneuerbaren Quellen stammen.
Als Lärmschutz sind geplant eine vier Meter hohe Schallschutzwand in Richtung Ostumgehung sowie ein drei Meter hoher Wall in Richtung Meisterweg. Aber: Das alles ist aufgrund der heutigen Verkehrslage berechnet. "Die Maßnahmen beziehen sich auf die aktuelle Belastung der Ostumgehung sowie dazugehörige Prognosen", sagte Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]]. Dass die [[Ostumgehung]] zur Autobahn wird, ist in den Planungen noch nicht enthalten. "Das muss neu berechnet werden."
Aber schon heute ist klar: Die sogenannten "Orientierungswerte für Allgemeine Wohngebiete" werden im Schlieffenpark laut Gutachten teilweise überschritten werden. Hauptverursacher sei die Bahnlinie, die Überschreitungen würden daher vor allem nachts stattfinden. Weitere Schutzmaßnahmen wie Wände oder Wälle werden damit allerdings nicht nötig, so das GfL-Büro, vielmehr müssen die Bauherren selbst für weiteren Schallschutz an ihren Häusern sorgen.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/10/12/803825.html Quelle]
}}
== 11. Oktober ==
==== Landräte, OB und BM schreiben Minister Tiefensee ====
{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Original als PDF-Datei}}[[Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Original als PDF-Datei]]
{{Kasten|1=
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung
Bundesminister Wolfgang Tiefensee
Invalidenstraße 44
10115 Berlin
{{r|Uelzen, 11. Oktober 2007}}
'''Autobahnprojekt A 39'''
Sehr geehrter Herr Minister Tiefensee,
wir, die unterzeichnenden Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister möchten Ihnen
hiermit das dringende Interesse unserer Region an einem baldigen Baubeginn für die A 39,
die bekanntlich ein einheitliches Projekt mit der A 14 und der Querspange 190n darstellt,
zum Ausdruck bringen.
Nachdem das [[Raumordnungsverfahren]] in Niedersachsen abgeschlossen worden ist, dürfte
einer umgehenden [[Linienbestimmung]] durch Ihr Haus nichts im Wege stehen. Wir möchten
Sie daher bitten, alle Möglichkeiten einer Beschleunigung auszunutzen.
Um die Realisierung der A 39 so schnell wie nur möglich zu erreichen, sprechen sich die
Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen
Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und
Finanzierung aufzunehmen.
Wegen der besonderen Bedeutung, die dieses Autobahnvorhaben für uns alle hat, haben wir
uns erlaubt je eine Ablichtung dieses Schreibens an die Niedersächsische Landesregierung
an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten unserer Region zu senden, sowie die
Presse über unsere Initiative zu informieren.
Mit freundlichen Grüßen
''Marion Lau, Landrätin des Landkreises Gifhorn<br>[[Ulrich Mädge]], Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg<br>Joachim Bordt, Landrat des Landkreises Harburg<br>Rolf Schnellecke, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg<br>Dr. Theodor Elster, Landrat des Landkreises Uelzen<br>Karl Ridder, Bürgermeister der Stadt Wittingen<br>[[Manfred Nahrstedt]], Landrat des Landkreises Lüneburg<br>Otto Lukat, Bürgermeister der Stadt Uelzen<br>Jürgen Schulz, Landrat des Landkreises Lüchow/Dannenberg''
}}
== 10. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=über Verfahrensmängel und Formfehler der Autobahnplanung
|Headline=A 39
|Untertitel=Bürgerinitiativen finden Formfehler
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Der [http://www.keine-a39.de Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39] von Lüneburg nach Wolfsburg bereitet erste juristische Schritte vor: "Nach einer Beratung mit unseren Anwälten haben sich deutliche Verfahrensmängel und Formfehler von Autobahnplanern und Regierungsvertretung herausgeschält", so Sprecherin Annette Niemann in einer Pressemitteilung, "zum Beispiel die mit fast eineinhalb Jahren rechtswidrig weit überzogene Raumordnungs-Dauer oder auch die Nichtberücksichtigung der Einwendungen von privaten Einwendern und Gemeinden."
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/10/10/803030.html Quelle]
}}
== 6. Oktober ==
==== {{LZ}} zur Klageabsicht gegen die A 39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Gegner drohen mit Klage</big>'''
lni '''Bienenbüttel'''. Nach dem Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene Autobahn 39 von Wolfsburg nach Lüneburg bereiten sich die Gegner der Trasse auf einen möglichen Rechtsstreit vor. In dem Verfahren gebe es "deutliche Verfahrensmängel und Formfehler von Autobahnplanern und Regierungsvertretung", teilte der [http://www.keine-a39.de Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39] am Freitag in Bienenbüttel mit.
Die Planungen hätten länger als sechs Monate gedauert und seien daher rechtswidrig. Außerdem seien Einwendungen nicht berücksichtigt worden. Klagen sind allerdings erst im Planfeststellungsverfahren möglich, das voraussichtlich nächstes Jahr beginnt.
Mit der A 39 soll das nordöstliche Niedersachsen besser an das Autobahnnetz angeschlossen und Gemeinden an der Bundesstraße 4 vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Gleichzeitig erhoffen sich die Planer wirtschaftliche Effekte durch die Vernetzung der Gewerbegebiete und Häfen in Lüneburg, Uelzen, Wittingen und Wolfsburg.
Die A 39-Gegner bestreiten einen Vorteil für die regionale Wirtschaft und befürchten sogar einen Abfluss von Kaufkraft. In Lüneburg regt sich Widerstand gegen die zusätzliche Lärmbelastung auf der Ostumgehung, die zur Autobahn ausgebaut werden soll. Anwohner haben Sorge, dass ihre Häuser an Wert verlieren könnten.
}}
== 5. Oktober ==
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Peanuts-Comic "Autobahnbau" ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
'''<big>Klagt Snoopy?</big>'''
'''Snoopy und die Autobahn'''
Vielen Dank für die [[Presseberichte_September_2007#Landeszeitung-Comicstrip_des_Tages:_Snoopy_k.C3.A4mft_gegen_die_Autobahn.2C_Teil_11|Comic-Folge]] von Charlie Brown und seinen Freunden, die sich darin gegen den Bau einer Autobahn quer durch Snoopys Hundehütte wehren. Wir finden, dass der Comic viele Elemente der A-39-Realität gut abbildet: Nicht nur, dass Snoopys Hundehütte für die unzerstörte Heimat steht. Auch im Comic drücken sich die Autobahnplaner und -befürworter offenbar und bringen auch dort keinerlei Argumente für ihr geplantes Zerstörungswerk.
Snoopy empfehlen wir den Beitritt in unseren [[Schutz- und Klagefonds]] gegen die A 39 - bei der Höhe des Einmal-Beitrags für den rechtlichen Schutz seiner Hundehütte würden wir sogar mit uns reden lassen. Denn Snoopy als einer unserer Musterkläger - das wäre schon was.}}
== 4. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zu Verfahrensmängeln und Formfehlern der Autobahnplaner
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Juristische Schritte gegen A 39 vorbereitet
|Autor=Annette Niemann
|Ort=Aljarn
|Link=
|Text=Der [http://www.keine-a39.de Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39]
bereitet in Zusammenhang mit dem kürzlich abgeschlossenen [[Raumordnungsverfahren]] erste juristische Schritte vor: „Nach einer Beratung mit unseren Anwälten haben sich deutliche Verfahrensmängel und Formfehler von Autobahnplanern und Regierungsvertretung herausgeschält“, so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, „zum Beispiel die mit fast eineinhalb Jahren rechtswidrig weit überzogene Raumordnungs-Dauer oder auch die Nichtberücksichtigung der Einwendungen von privaten Einwendern und Gemeinden.“
Der Dachverband forderte alle Einwender auf, die derzeit bei den Gemeinden ausgelegten Raumordnungsergebnisse ([[Landesplanerische Feststellung]]) daraufhin zu überprüfen und etwaige Fehler und Versäumnisse an den Dachverband zu melden (Annette Niemann, Dorfplatz 4, 29575 Aljarn, [mailto:anette.niemann@tiscali.de anette.niemann@tiscali.de]). Die Raumordnungsergebnisse seien auch auf der Internetseite [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40052769_N40041573_L20_D0_I5213350 www.strassenbau.niedersachsen.de unter „A 39 / Landesplanerische Feststellung“] einsehbar.
Die Hinweise der Einwender zu Form- und Verfahrensfehlern würden dann von den Anwälten des [[Schutz- und Klagefonds]] gesammelt, sortiert und rechtzeitig juristisch zur Geltung gebracht. Die wesentlichen und letztendlich entscheidenden Klagen gegen die inhaltlichen Mängel und Fehler von Raumordnungs- und [[Planfeststellungsverfahren]] kündigte Frau Niemann für die evt. [[Planfeststellung]] in frühestens 5 Jahren an – sofern die A 39 nicht schon vorher aus dem vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s zurückgestuft worden sei. Hierfür sehe der Dachverband angesichts der immer schwächeren A-39-Lobby eine durchaus eine realistische Chance.
}}
{{Pressefuss|September 2007|November 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
6f1c4169d03d9a5a447391def813551cc667a974
Presseberichte Februar 2005
0
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2008-01-28T14:49:15Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
== 2. Februar ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Initiative Lebensberg
|Headline="Eine A 39 zerschneidet Adendorf"
|Untertitel=Neue Autobahnen - die A 39, die A 26. Die einen sehnen sie herbei, die anderen fühlen sich davon bedroht. Heute: Adendorf wehrt sich.
|Autor=Von Elke Schneefuß
|Ort=Adendorf
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2005/02/02/393829.html?s=1 Quelle]
|Text=
"Wird ziemlich eng hier, wenn die A 39 kommt", sagt Peter Weerda (44), Vorstandssprecher der Initiative Lebensberg e.V., mit Blick auf den Stadtteil Lüne-Moorfeld. An diesem nordöstlichen Ausläufer des Lüneburger Stadtgebiets vorbei tobt bei Tag und Nacht ein Strom von Fahrzeugen über die Ortsumgehung in Richtung A 250 und B 209. In Höhe Moorfeld müßte zukünftig auch das Autobahnkreuz liegen, das die geplante A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg an die A 250 nach Hamburg anschließt. Den Lärm, den die Bewohner der Stadtteile Ebensberg und Moorfeld sowie die Einwohner südlicher Teile der Gemeinde Adendorf dann auszuhalten hätten, den mag Weerda sich noch gar nicht vorstellen.
Aber das ist nicht alles, was ihm an der geplanten A 39, für die derzeit noch das [[Raumordnungsverfahren]] läuft, nicht behagt: "Die Autobahn würde gewachsene Verbindungen zwischen den Ortsteilen Ebensberg, Moorfeld und der Gemeinde Adendorf endgültig zerschneiden."
Für die Menschen, die beidseitig der zukünftigen A 39 leben, würde es danach erheblich schwerer werden, weiterhin zueinanderzukommen. Das Vereinsleben in den traditionell auf dem Lande beliebten Feuerwehren, in Sport- und Schützenvereinen würde es im bisherigen Umfang zwischen den betroffenen Gebieten nicht mehr geben. "Was die Gebietsreform in den 70er Jahren nicht geschafft hat, das schafft dann die Autobahn", meint Weerda. "Wer kurvt schon ewig durch die Gegend, nur um im Nachbarort Fußball zu spielen oder Karten zu dreschen?" fragt er sich.
Weerda und seine Mitstreiter sehen deshalb insbesondere die Lüneburger Stadtteile Moorfeld und Ebensberg in die Isolation driften, wenn die A 39 kommt. Das ist um so bitterer, denn beide Stadtteile besitzen wenig an sozialen Anlaufstellen für Ältere und Jugendliche. Die Bewohner hängen zu einem guten Teil am "Tropf" der Nachbargemeinde Adendorf, die mit 10 000 Bewohnern die einwohnerstärkste und - was das Vereinsleben angeht - auch die lebendigste Ortschaft im Umkreis ist.
Ein weiteres Problem der geplanten Autobahn ergibt sich aus den geographischen Besonderheiten der Landschaft: "Auf Grund des Elbe-Seitenkanals und des Höhenunterschieds zwischen den Stadtrandgebieten Lüneburgs und dem weiteren Verlauf der A 39 im Osten müßte eine Brücke her, um Kanal und eine Anhöhe zu überwinden", erklärt Stefan Kuhlmann (33), Vorstandsmitglied der Initiative Lebensberg e.V. Und diese Brücke wäre nicht ohne: "Der Höhenunterschied zwischen den betroffenen Landstrichen ist enorm, da wird eine lange Brückenrampe gebraucht, damit die Brücke überhaupt befahrbar wird." Die Autobahnbrücke mit ihrem langen Anfahrtsweg würde neue Lärmemissionen mit sich bringen, die der erhöhten Lage wegen das Land bis in weite Ferne regelrecht beschallen würde: "So hohe Lärmschutzwände können Sie gar nicht bauen, um den Krach, der von der Brücke schwappt, damit abzufangen", sagt Kuhlmann.
Und wenn die A 39 im Westen Lüneburgs gebaut wird? Wäre Adendorf dann aus dem Schneider? "Die Westvariante der Autobahn wird nicht realisiert", sagt Kuhlmann, "das wäre zu umständlich. Im Osten sind weite Teile der Trasse schon in öffentlicher Hand - im Westen nicht."
"Was wir brauchen, sind nicht immer neue Straßen, die immer mehr Lebensraum der Bevölkerung vernichten", sagt deshalb auch der Adendorfer Detmar Ohlenroth (68), einer der Anwohner der möglichen zukünftigen Autobahn, "was wir brauchen, ist eine andere Verkehrspolitik." Runter von der Straße, rauf auf die Schiene und auf das Binnenschiff, auch das ist schon oft gefordert worden - und es wird kommen, weil es kommen muß, glaubt er: "Immer mehr Regionen stehen trotz endlos verbauter Straßenkilometer vor dem Verkehrsinfarkt. Immer mehr Asphalt macht uns nicht glücklich, das schafft mittelfristig keine neuen Arbeitsplätze. Die Unternehmen, die abwandern, gehen doch nicht der guten Straßen wegen nach Polen und in die Tschechei." Ohlenroth setzt auch auf den zunehmenden Widerstand, denn: "Diese Autobahn ist überflüssig."
"Ein Geschenk der [[Politiker]] an VW in Wolfsburg", vermutet auch Stefan Kuhlmann, der durchaus Verständnis für die lärmgeplagten Bewohner Melbecks im Süden der Stadt hat, die sich nach einer Entlastung durch eine Autobahn sehnen. Aber: "Was Melbeck wirklich braucht, ist eine Ortsumgehung - und keine Autobahn." Schließlich würden durch die neue Piste die Probleme nur ein weiteres Mal verlagert: "Das Maschener Kreuz vor den Toren Hamburgs kann die Verkehrsbelastung schon jetzt zeitweise nicht mehr verkraften. Das wird nicht besser durch die A 39."
Die Initiative Lebensberg rüstet sich für einen langen Kampf gegen die Institutionen: "Wir halten die Bevölkerung hier auf dem laufenden", verspricht Weerda - und: "Es werden auch juristische Schritte geprüft, wenn es nicht anders geht." Noch strahlt er Zuversicht aus. "Wir werden immer mehr, die im Norden und Osten der Stadt gemeinsam Widerstand leisten." Könnte durchaus sein, daß er recht hat: Es wird eng für die A 39.
}}
{{Pressefuss|Januar 2005|März 2005}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
4b7233ee6b1ac15295755be0adc822b79cb10b9a
Presseberichte November 2007
0
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1440
2008-01-28T14:50:11Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
== 30. November ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur verzögerten Linienbestimmung
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=A-39-Linienbestimmung frühestens Mitte 2008
|Autor=Annette Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Entgegen allen Ankündigungen hat das Land Niedersachsen die Ergebnisse des [[Raumordnungsverfahren]]s vom August immer noch nicht an das Bundesverkehrsministerium weitergeleitet. Und wenn das Anfang 2008 geschehen sollte, muss für die Bearbeitung der Unterlagen, für die Abstimmung mit anderen Bundesministerien und evt. Inspektionen vor Ort noch mit einer Dauer von weitaus mehr als einem Vierteljahr gerechnet werden. Diese Nachricht brachten Vertreter des [Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39] gestern von einem Gespräch mit dem zuständigen Abteilungsleiter und zweien seiner Referenten im Bundesverkehrsministerium mit: „Die ursprünglich für Anfang 2006 geplante [[Linienbestimmung]] der A 39 ist damit bereits im jetzigen frühen Planungsstadium um mehr als zwei Jahre verzögert worden“, so Annette Niemann als Sprecherin der Bürgerinitiativen.
Die Vertreter des Bundesministeriums würden zudem prüfen, ob es sich bei den vorgelegten Plänen immer noch um das identische Projekt von früher handele und hätten darauf hingewiesen, dass aus den ursprünglich genannten 80 km nunmehr 110 km geworden seien und dass die alten Kostenansätze offenbar nicht aktualisiert worden seien. Beides habe aber deutliche Auswirkungen auf das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]. Erst nach Baureife, also erst nach jeweils mehrjähriger Vorarbeits- und Planfeststellungsphase und ggf. den zu erwartenden Klagen, würde dann ggf. geprüft, ob das Projekt A 39 auch finanziert werden könne. Dafür und für die Auswahl unter den konkurrierenden Projekten gebe es aber keinen Automatismus.
Erstaunt hätten die Vertreter des Bundesministeriums auch auf den Hinweis der Bürgerinitiativen reagiert, dass die Planer der A 39 keine [[Null-Plus-Variante]] vorgelegt hätten, in der mögliche Alternativen zum Bau der A 39 aufgezeigt würden. „Wir haben in diesem Zusammenhang darauf verwiesen“, so Annette Niemann, „dass wir demnächst ein auch Gespräch im Bundesumweltministerium haben und dass uns Minister Gabriel seine Unterstützung unserer Forderung nach einer fairen und gleichberechtigten Untersuchung der Alternativen zur A 39 zugesagt hat.“
Erfreut zeigte sich Frau Niemann über die positive Rückmeldung ihrer ministeriellen Gesprächspartner zu Stärke und Professionalität der 35 Bürgerinitiativen. Man habe schließlich auch noch die Tatsache angesprochen, dass in die Raumordnungs-Unterlagen die Inhalte der 15.000 privaten Einwender nicht aufgenommen worden seien. Die Bürgerinitiativen hätten den Vertretern des Ministeriums zugesagt, ihnen ihre Kritikpunkte nochmals schriftlich zuzusenden.
}}
== 8. November ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur neuen Bürgerinitiative Bienenbüttel
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Bürgerinitiative Bienenbüttel gegen die A 39
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Auch in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel wird der Widerstand gegen die geplante A 39 künftig durch eine Bürgerinitiative organisiert. Angesichts der massiven Betroffenheit von Ortsteilen wie Wulfstorf, Niendorf, Edendorf oder Hohnstorf und der massiven Zusatzverkehre quer durch den ganzen Ort hatte die bisherige Initiative Wulfstorf/Niendorf am Mittwoch eine mit 90 Personen gut besuchte Informationsveranstaltung im Saal des Gasthauses Moritz organisiert.
Eckehard Niemann als Vertreter des [http://www.keine-a39.de Dachverbandes der 35 Bürgerinitiativen] berichtete über die Geschichte der „Wahlkampfautobahn“, die entgegen allen Gutachten und [[Nutzen-Kosten-Faktor|Nutzen-Kosten-Einschätzungen]] in den [[Bundesverkehrswegeplan]] gehievt worden sei und der jetzt – in der Konkurrenz mit anderen Autobahnprojekten - die Lobby abhanden komme. Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann berichtete von der bundesweit beachteten Organisation des starken A-39-Widerstands quer durch alle Bevölkerungsschichten und Parteien und erinnerte an Großaktionen wie den Hundert-Trecker-Treck oder die letzte Aktion „Rotkäppchen und der Wulff“. Die A39-Planung habe man so bereits jetzt um zwei Jahre verzögern können, die beauftragte Anwaltskanzlei für Verwaltungsrecht werte jetzt systematisch die erkennbaren Verfahrensmängel aus. Dem Aufruf Juliane von der Ohes zur Organisation im [[Schutz- und Klagefonds]] folgten noch am gleiche Abend mehrere Landwirte und Grundstückseigentümer. Winfried Harendza als einer der Initiatoren der neuen Bürgerinitiative kündigte an, die bisherigen Versäumnisse und Versprechen mancher Bienenbütteler [[Politiker]] und in Sachen A 39 weiter zu thematisieren, um auch sie für den Einsatz gegen die A 39 zu gewinnen. Im Frühjahr soll eine „Verlärmungsfete“ an der geplanten A-39-Trasse die drohende Belastung der Dörfer verdeutlichen. Es gelte, die an sich guten Chancen aktiv zu nutzen, diese „unsinnige und zerstörerische Nonsens-Autobahn“ wieder aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] zu kippen.
}}
== 3. November ==
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=kündigt Mitgliederversammlung an
|Headline=Protest gegen die A 39
|Untertitel=
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die [[Ostumgehung]] soll sich zur geplanten Autobahn 39 wandeln - gerade die Bewohner im Stadtteil Lüne-Moorfeld fürchten sich trotz des sogenannten "Deckels" vor noch mehr [[Lärm]] und [[Abgas]]en. Die Bürgerinitative trifft sich am Montag, 5. November, 19.30 Uhr im Erbstorfer Lokal Lim's zur Mitgliederversammlung, zwei Themen: "Wie kann die A 39 auf dem Klageweg verhindert werden?" und "Möglichkeiten zur Mitarbeit in der BI".
}}
== 2. November ==
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum überfälligen Lärmschutz an der sogenannten Ostumgehung
|Headline=Der große politische Deckel
|Untertitel=SPD und CDU wollen Lärmschutz an der Ostumgehung verbessern - Thema im nächsten Rat
|Autor=as/jj
|Ort=Lüneburg
|Text=Für einen umfassenden Lärmschutz an der [[Ostumgehung]], die teils zur Autobahn 39 ausgebaut werden soll, macht sich die SPD/CDU-Mehrheitsgruppe stark. Und zwar für die Gebiete Klosterkamp, Bülows Kamp, Kaltenmoor, Lüne und Moorfeld.
Die Gruppe hat einen Antrag zur Ratssitzung am 29. November gestellt: Der Rat solle sich dafür einsetzen, dass in diesem Bereich Lärmschutz - "insbesondere durch eine Deckelung" - in die weitere Planung und Finanzierung aufgenommen werde. Außerdem soll mit dem Bund verhandelt werden, ob nicht im Bereich Moorfeld "aufgrund der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts notwendige Lärmschutzmaßnahmen vorzuziehen sind".
Der Deckel war schon vor Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene A 39 von Lüneburg Richtung Wolfsburg im Gespräch. Landrat [[Manfred Nahrstedt]] sowie Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] hatten dafür plädiert, sollte die [[Ostumgehung]] zur Autobahn ausgebaut werden. Mädge sagte gestern: "Das muss nun auf Landes- und Bundesebene verhandelt werden. Alle Städte und Kreise entlang der A 39 unterstützen unsere Forderung nach einer Deckelung." Sollte es zu einer Lösung kommen, die aus Sicht der Stadt nicht ausreichend ist, "prüfen wir die Klage". Die ist allerdings erst nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] möglich.
Für einen Tunnel oder Deckel allerdings müsste Lüneburg im schlimmsten Fall mitzahlen. Das ist einem Schreiben von Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] an den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag, [[Bernd Althusmann]], zu entnehmen. Der hatte sich für besten Lärmschutz und Tunnel eingesetzt. Hirche schreibt: "Der Bund finanziert die Schutzmaßnahmen, zu denen er als Baulastträger der Autobahn immissionsschutzrechtlich verpflichtet ist. Schutzmaßnahmen, die allein der Erzielung einer optimalen städtebaulichen Lösung dienen, wird der Bund nach hiesiger Einschätzung aus haushaltsrechtlichen Gründen nur bei einer Mitfinanzierung, das heißt Übernahme der Mehrkosten durch Dritte, zustimmen."
Aus diesen Gründen will Hirche auch zu diesem Zeitpunkt eine Tunnel-Lösung für Lüneburg nicht bestätigen. Gleichwohl werde das Land sich für eine "bürgerfreundliche Lösung" in Lüneburg einsetzen. Die besondere Lage Lüneburgs sei erkannt.
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] kennt das Hirche-Schreiben: "Da bin ich nicht bange, der Deckel wird kommen." Der Minister beziehe sich auf die gegenwärtige Rechtsposition. Und Mädge geht fest davon aus, dass sich bis zur Bauphase aufgrund von EU-Richtlinien und Rechtssprechung beim [[Lärm]]schutz noch einiges verschärfe. "Wir freuen uns in der Sache über die Unterstützung des Landes und der anderen Kommunen an der A 39-Strecke", sagt Mädge.
|Link=
}}
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Peanuts-Comic "Snoopys Kampf gegen die Autobahn" ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Einzelschicksal</big>'''
[[Presseberichte_September_2007#Landeszeitung-Comicstrip_des_Tages:_Snoopy_k.C3.A4mft_gegen_die_Autobahn.2C_Teil_11|Snoopys Kampf gegen die Autobahn]]
Soll Snoopy doch froh sein, dass sein Herrchen [[Arbeitsplätze|Arbeit]] hat, um die Kohle für sein Hundefutter ranzuschaffen. Das muss doch aus den ins Ausland verlagerten Fabriken zu ihm gekarrt werden. Was zählt da schon eine plattgemachte Hundehütte? Gut nur, dass Hunde kein Wahlrecht haben. Nachher würde Snoopy noch die ganzen lobbygesteuerten [[Politiker]] abwählen, die die Autobahn ohne stichhaltige Argumente bauen wollen. Andererseits, wenn er wählen dürfte, so würde das seine Hundehütte auch nicht retten. In einer Demokratie muss ein Hund auch einmal eine Kröte schlucken, selbst wenn alle Hunde gegen die Autobahn wären. Der Hundewille zählt halt wenig und auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden. Warum nur versteht Snoopy das nicht?
}}
{{Pressefuss|Oktober 2007|Dezember 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseartikel: Muster-Artikel
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<!--- Hinweis: kompletten Block inklusive der geschweiften Klammern in den Presse-Monatsartikel unter die Datumszeile kopieren und Texte rechts vom "=" anpassen.
Quelle kann AlZ, AZ, GR, HA, KB, LZ, LP sein. --->
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|Autor=Knatterton
|Ort=Lüneburg
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Ziel 1-Förderung
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Ziel 1-Förderung wurde nach Ziel-1-Förderung verschoben
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Ziel-1-Förderung
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2008-01-31T11:12:26Z
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Bei der Förderung
der Europäischen Union
(EU) für die Regionalentwicklung
haben so genannte Ziel-1-Gebiete den Anspruch auf maximale
Hilfen aus Brüssel. Damit
werden Regionen mit Entwicklungsrückstand unterstützt, deren Bruttoinlandsprodukt
(BIP) pro Einwohner
unter 75 Prozent des EU-Durchschnitts
liegt. Grundlage
ist der Gedanke der Solidarität,
wonach die Lebensverhältnisse
in Europa einander angenähert
werden sollen. Bislang lagen
Ziel-1-Regionen ausschließlich
in den Neuen Bundesländern.
Der ehemalige Regierungsbezirk
Lüneburg an der früheren
Zonengrenze ist die einzige Region
in Westdeutschland, die
auch als Ziel-1-Gebiet eingestuft
wurde. Ziel-2-Gebiete sind
Regionen, die vom Strukturwandel
betroffen sind, etwa Industriegebiete
und strukturschwache
ländliche Regionen.
Deutschland
kann bis 2013 ländliche Gebiete
mit insgesamt 8,1 Milliarden
Euro aus der EU-Kasse wirtschaftlich
fördern.
Die EU-Kommission beschloss
die Verteilung des Geldes
auf die 25 Mitgliedsstaaten.
Die Mitgliedsstaaten hatten sich
im Dezember 2005 auf den
milliardenschweren Finanzrahmen
für die EU von 2007 bis
2013 geeinigt. Jeder EU-Staat
muss nun entsprechende Programme
auflegen. Die insgesamt
knapp 77,7 Milliarden
Euro sollen dazu dienen, alternative
Erwerbsmöglichkeiten
zu entwickeln. Das Geld kann
beispielsweise fließen, um lokale
und regionale Hersteller
von Lebensmitteln zu fördern,
den Umwelt- und Tierschutz zu
verbessern oder Aus- und Fortbildung
zu finanzieren.
== Presseartikel zum Thema {{PAGENAME}} ==
* LZ vom 13.09.2006: [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Verwendung_von_EU-Mitteln|Wulff empfängt EU-Kommissarin - Fördermittel könnten auch für Planung der A 39 fließen]]
* LZ vom 19.01.2007: [[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zum_Ziel-1-Sachstand|'''Kein EU-Geld für Autobahn 39''' - Referatsleiter aus Hannover stellt Unternehmern Ziel-1-Sachstand vor]]
== Weblinks ==
* Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C25543663_L20.pdf Art und Umfang der künftigen Ziel 1-Förderung in Niedersachsen im Gebiet der Region Lüneburg] (PDF-Datei, 22 S.)
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Ziel-1-Mittel
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2008-01-31T11:12:51Z
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#REDIRECT [[Ziel-1-Förderung]]
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Immissionsschutz
0
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2008-02-01T15:56:56Z
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Immissionen
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#REDIRECT [[Immissionen]]
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Immissionen
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2008-02-01T16:09:54Z
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text/x-wiki
'''Immissionen''' im Sinne des [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]es sind auf
Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das
Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige
Sachgüter einwirkende [[Luftverunreinigungen]], [[Lärm|Geräusche]],
Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen
und ähnliche Umwelteinwirkungen.
Umgangssprachlich werden die Begriffe [[Immissionen]] und [[Emissionen]] häufig gleichbedeutend verwendet, per Definition sind sie allerdings klar voneinander zu unterscheiden, Beispiel Autobahn:
* Kraftfahrzeuge geben [[Emissionen]] wie Kohlendioxid, [[Feinstaub]], [[Stickoxide]], [[Lärm]] usw. an die Umwelt ab
* Anwohnner nehmen diese als [[Immissionen]] auf.
Die begriffliche Trennung ist notwendig, da Mess- bzw. Grenzwerte für Emissionen u. Immissionen sich deutlich voneinander unterscheiden.
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
0210971d226ebcaa452568099f5387740420916f
Stickoxide
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2008-02-01T16:13:04Z
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Presseberichte Mai 2006
0
1198
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2008-02-02T00:40:59Z
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6
/* {{LZ}} zum Treffen von OB Mägde mit zum Treffen von OB Mägde mit [[SPD]]-Spitzen in Uelzen */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
=== 27. Mai: {{LZ}} zum Stand der Einwendungen (1.250) ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld kämpft weiter gegen A 39-Plan'''</big>
'''BI: Zahl der Einwendungen in Lüneburg höher als in Uelzen '''
''red Lüneburg.''
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld kämpft gegen die geplante Autobahn A 39, vor allem gegen die [[Vorzugsvariante]] durch die Stadt. Moorfeld und Lüne mit dem historischen Kloster wären von der Stadt-Variante besonders betroffen, die Strukturen der Stadtteile, so die Sorge, würden zerschnitten.
Laut Initiative, die erst am 17. April gegründet wurde, haben sich viele Bürger entschlossen, ihre Bedenken in Eingaben bei der Stadt vorzutragen. Die Initiative sagt, rund 1250 Einwendungen seien nach Auskunft des zuständigen Fachbereichs bei der Stadt Lüneburg eingegangen. Dies sei verglichen mit den Zahlen aus dem Raum Uelzen sehr viel. Die große Zahl an Eingaben sei zu 90 Prozent auf die aktive Arbeit der Bürgerinitiative zurückführen, die die Planungsunterlagen nach Sachmängeln durchforstet habe. Die Zahl der Eingaben konnte gestern von der Stadtverwaltung auf LZ-Anfrage nicht benannt werden, dies sei erst Montag möglich.
Die BI befürchtet, dass der Charakter der Stadtteile zerstört würde, davon seien gerade viele ältere Einwohner betroffen, die sich direkt nach dem Krieg in den Quartieren eine neue Existenz aufgebaut hätten. [[Feinstaub]], [[Abgas]]e, [[Lärm]], der Wertverlust der Immobilien sowie der [[Kosten-Nutzen-Faktor]] der A 39 werden als Argumente gegen die Autobahn genauso angeführt wie die Nähe des wertvollen Klosters Lüne. Die BI weiter: Bestürzt seien viele Bürger, weil die Planer nicht mit der gebührenden Sorgfalt vorgegangen seien und die besondere Situation der Grundschule bzw. des Kindergartens Lüne nicht gewürdigt hätten.
}}
=== 24. Mai: {{HA}} zum Stand der Einwände (1.000) ===
{{Kasten gelb|
<big>'''A 39: 1000 Einwände'''</big>
'''Verkehr: Frist lief jetzt ab'''
'''Lüneburg''' -
Am Dienstag endete die Frist für Stellungnahme der geplanten Autobahn 39: Bis zum Dienstag morgen hatten nahezu 1000 Einwender ihre Bedenken wegen der [[Vorzugsvariante|geplanten Autobahntrasse]] durch die Stadt formuliert und im Rathaus eingereicht. "Die meisten Proteste beschäftigen sich mit den zu erwartenden [[Lärm]]- und [[Schadstoffbelastungen]] sowie den gesundheitlichen Folgen für die Anwohner", erklärt Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]]. "Auch die Zerschneidung der Stadt durch die Trasse und die Wertminderung der Anliegergrundstücke sind häufig ein Thema", so die Fachbereichsleiterin.
Die umfangreichste Stellungnahme hat die Bürgerinitiative "Aktion Lebensberg e.V." abgegeben: Auf 40 Seiten hat die Bürgerinitiative Argumente gegen die Trasse gesammelt. Kinder haben in den letzten Wochen ihre Sorgen zu Papier gebracht: Ihre Bilder und Zeichnungen beschäftigen sich mit der Situation in den Wohngebieten Lüne und Moorfeld nach dem Bau der Autobahn.
Zuletzt hatte sich der Stadtrat gegen eine Osttrasse ausgesprochen und eine westliche Umfahrung befürwortet. Die Stadt selbst kann an ihrer Stellungnahme noch bis Ende Juli arbeiten. Danach wird die Regierungsvertretung Lüneburg sich mit den Argumenten der Stadt und der Bürger beschäftigen. [[Bernd Rczeppa]] von der Regierungsvertretung hat sorgfältige Prüfung zugesagt: "Sollten bisher im Verfahren Aspekte übersehen worden sein, so müssen die damit verbundenen Argumente ausführlich nachgearbeitet werden." Das [[Raumordnungsverfahren]] soll im Herbst 2006 enden. Dann wird im Bundesverkehrsministerium eine bindende [[Vorzugsvariante]] vorgestellt.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/24/566332.html Quelle]
}}
=== 20. Mai: {{HA}} zum Konflikt: Denkmalschutz oder Autobahn? ===
{{Kasten gelb|
<big>'''A 39 bedroht Kloster Lüne'''</big>
'''Konflikt: Denkmalschutz oder Autobahn? Äbtissin Barbara Taglang fürchtet, daß die 600 Jahre alte Anlage dann in einer [[Lärm]]insel zwischen Bahn- und Straßentrasse untergeht.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Lüneburg''' -
Lüneburg möchte mit den Heideklöstern Weltkulturerbe der Unesco werden. Doch die geplante Trasse der A 39 könnte diesen Traum zerstören. Wer die mittelalterliche Klosteranlage Lüne durch seine schmiedeeiserne Pforte betritt, wird sofort von der besonderen Atmosphäre hinter den Klostermauern gefangengenommen. Das Kloster Lüne, mutmaßlich um 1400 an seinem heutigen Standort errichtet, vermittelt ein anschauliches Bild davon, wie seine Bewohner durch Jahrhunderte gelebt, gebetet und gearbeitet haben. Doch jetzt ist die Idylle in Gefahr: Wenn die von den Planern vorgeschlagene [[Vorzugstrasse]] der A 39 im Osten der Stadt kommt, dürfte die Anlage leiden.
"Unsere Wasserversorgung wäre gefährdet", sagt Äbtissin Barbara Taglang. Das Kloster bezieht sein Wasser aus einem Grundwasservorkommen, das auch den jahrhundertealten Brunnen in der Eingangshalle und die prachtvollen Gärten auf dem Grundstück bewässert. "Auf Leitungswasser umzustellen, wäre möglich, käme aber teuer und wäre mit Sicherheit nicht mehr authentisch", sagt die Äbtissin.
Doch nicht nur die Wasserversorgung wäre zukünftig ein Problem. Auch der [[Lärm]] und die Erschütterungen, die eine dicht am Gelände vorbeilaufende Autobahn verursacht, würden dem wertvollen Baudenkmal schwer zu schaffen machen. Dabei hat das Kloster schon jetzt eine hohe Belastung zu tragen: Die Eisenbahntrasse Hamburg-Hannover führt in Sichtweite an den Gebäuden vorbei. "Etwa 340 Züge am Tag - darunter mit zunehmender Tendenz Schwerlasttransporte - befahren die Strecke. Nach dem beabsichtigten Bau des dritten Gleises sind an die 400 Züge zu erwarten", meint die Äbtissin. Sowohl im Westen als auch im Nordosten wäre die Anlage zukünftig von viel befahrenen Verkehrswegen umlagert - die Geräusche überlagern und summieren sich: "Kommt die [[Vorzugstrasse]] in der beabsichtigten Form, so wäre das Kloster sicher kein Ort der Stille mehr. Wir müßten in einer [[Lärm]]schneise leben." Dabei suchen immer mehr Menschen in alten Klöstern nach Rückzugsmöglichkeiten aus unserer hektischen Welt. Kurse, in denen Meditationen, Gespräche und gemeinsame Gebete angeboten werden, haben Zulauf. "Wir hatten geplant, zukünftig auch vermehrt mit Kindern in diesem Bereich zu arbeiten", erklärt die Äbtissin. Daneben würden die Erschütterungen, die ein neuer Verkehrsweg verursachen würde, Auswirkungen auf das Kloster und seine Exponate haben: "Das Textilmuseum besitzt zwei inzwischen selten gewordene Prozessionsfahnen, die erst vor kurzem aufwendig restauriert wurden. Ihr Gewebe und die aufgebrachte Farbe würde unter den Erdbewegungen erheblich leiden."
Die konkreten Folgen, die eine Autobahn in Sichtweite des mittelalterlichen Klosterensembles haben würde, sind von den Planern offenbar nicht ausreichend bedacht worden: "Das Kloster steht unter Denkmalschutz - viele Auflagen sollen gewährleisten, daß seine Substanz erhalten bleibt. Eine Autobahntrasse genau vor unserer Tür paßt nicht zu den Zielen des Denkmalschutzes", sagt Äbtissin Barbara Taglang.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/20/565085.html Quelle]
}}
=== 17. Mai: {{HA}} zur sog. Tunnellösung (2) ===
{{Kasten gelb|
<big>'''[[Hedi Wegener]] ([[SPD]]) will zu Tiefensee'''</big>
''Von Elke Schneefuß''
'''Autobahn 39'''
Auf Grund der anhaltenden Proteste gegen die [[Vorzugstrasse]] zur Autobahn 39 sucht die Bundestagsabgeordnete [[Hedi Wegener]] ([[SPD]]) das Gespräch mit dem Bundesverkehrsministerium in Berlin. Gemeinsam mit dem Abgeordneten [[Peter Struck]] ([[SPD]]), dessen Uelzener Wahlkreis gleichfalls von der Trassenführung betroffen ist, möchte sie Verkehrsminister Tiefensee ([[SPD]]) von einer Tunnellösung für die A 39 überzeugen: Die Trasse könne im Stadtgebiet nicht oberirdisch verlaufen. Damit werde Lüneburg nicht Weltkulturerbe der Unesco. Die Kosten für eine Tunnellösung dürften nicht über das Ja oder Nein entscheiden. Das Problem sei dringend. Ohne eine verträgliche Trassenführung für Lüneburg gebe es auch für die Kommunen im Süden der B 4 keine Entlastung. Wegener vermißt bisher eine Initiative des Landes: Das Projekt finde im Auftrag des Bundes statt, aber aus Hannover dürften ruhig Vorschläge kommen.
}}
=== 16. Mai ===
==== {{LZ}} zum [[Lärm]]-Problem ====
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<big>'''Kaum Aussicht auf mehr [[Lärm]]schutz'''</big>
'''Kritik der Autobahngegner'''
''red'' '''Lüneburg'''.
Obwohl sich in vielen Orten auf den Straßen zu den vorgesehenen Auffahrten der geplanten Autobahn A39 die Verkehrszahlen erhöhen würden, bestehe für die Anlieger keine Aussicht auf [[Lärm]]schutz. Das kritisiert der [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der 33 Bürgerinitiativen gegen die A39], die von Lüneburg nach Wolfsburg führen soll.
„Laut Auskunft der Landesbehörde in Hannover und des Bundesverkehrsministeriums müssen diese A39-Zusatzverkehre auf bestehenden Straßen von den Anwohnern hingenommen werden, selbst wenn sie wie in Bad Bevensen mitten durch das bisher verkehrsberuhigte Kurgebiet laufen“, so Dachverbands-Sprecher Eckehard Niemann. Er rief die Bürger dazu auf, in ihren Einwendungen gegen die A 39 für jeden Trassenabschnitt exakte [[Lärm]]-Untersuchungen zu fordern und sich wegen der absehbaren Rechtsstreitigkeiten unter Tel. 05807/1399 über den [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds]] gegen die A 39 zu informieren.
Annette Padberg von der Straßenbaubehörde bestätigt, dass es für die bestehenden Straßen zumindest keinen aktiven [[Lärm]]schutz wie Wände oder Wälle gebe. Allerdings könnte auf Bundesstraßen, die zur Autobahn führen und die mehr befahren werden, im Zuge der [[Lärm]]sanierung passiver Schutz beantragt werden, zum Beispiel Fenster, die Schall besser dämmen.
}}
==== {{HA}} zur sog. Tunnellösung (2) ====
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<big>'''[[SPD]] will Tunnel für A 39 unter Lüneburg'''</big>
'''Streit: Landtag soll eingeschaltet werden'''
''Von Elke Schneefuß''
'''LÜNEBURG''' - Der Widerstand, der den Planern der neuen A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg entgegenschlägt, ebbt nicht ab. Seit Bekanntwerden [[Vorzugstrasse|der vom Niedersächsischen Landesstraßenbauamt bevorzugten Strecke]] rumort es in Lüneburg. Nach dem Willen der Behörden hätten zwei Wohngebiete zukünftig freien Blick auf die [[Vorzugstrasse|Trasse]].
Die Bürgerproteste in politische Aktion ummünzen will jetzt die [[SPD]]. Der Landtagsabgeordnete [[Manfred Nahrstedt]] möchte das Parlament einschalten. Sein Vorschlag: "Die Autobahn sollte im Bereich des Lüneburger Stadtgebiets untertunnelt werden." Die Kosten dafür schrecken ihn nicht: "Eine westliche Route um die Stadt wäre teurer." Daß die Westumfahrung in den Augen der übrigen Anrainer keine Chance hat, machte Uelzens Bürgermeister Otto Lukat ([[SPD]]) am Wochenende klar: "Eine Trasse weit im Westen bringt Uelzen keine Impulse." Ob die von Nahrstedt favorisierte Tunnellösung kommt, ist fraglich. [[Bernd Althusmann]], [[CDU]]-Landtagsabgeordneter für Lüneburg, winkt ab: "Ich halte den Landtag für den falschen Adressaten. Auftraggeber für die A 39 ist Berlin, von dort kommt das Geld." Er rechnet nicht mit einem Beschluß des Landtags im Sinne der [[SPD]]. Regierungsdirektor Holger Manthey, Leiter der Raumordnungsbehörde, sieht es ähnlich. "Ohne das Bundesverkehrsministerium kann man nicht viel bewegen." [[SPD]]-Bundestagsabgeordneter Peter Struck möchte vor allem eines: vorwärtskommen. "Eine Lösung muß her, es kann nicht sein, daß Klagen den Bau der A 39 um Jahre verzögern." Ein Hauch des Protestes scheint in Berlin schon angekommen zu sein: Angeblich läßt der Bund den zu erwartenden Wertverlust der Grundstücke, die an der [[Vorzugstrasse]] der A 39 liegen, prüfen. Die Stadt Lüneburg wollte auf bundeseigenen Grundstücken ein Baugebiet erschließen. Mit Realisierung der A 39 dürfte das hinfällig sein.
}}
=== 15. Mai ===
==== {{HA}} zur sog. Tunnellösung ====
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<big>'''Peter Struck meldet sich zu Wort'''</big>
'''A39-Diskussion'''
''carol''
In der Debatte um die Autobahn 39 hat sich jetzt Dr. Peter Struck, Vorsitzender der [[SPD]]-Bundestagsfraktion geäußert. "Wir können nicht wollen, daß so ein wichtiger Partner wie die Stadt Lüneburg gegen eine mögliche [[Vorzugsvariante|Klostertrasse]] klagt und so die [[Autobahnplanung|Planungen]] erheblich verzögert", sagte er am Freitag bei einem Gespräch im Uelzener Rathaus mit [[SPD]]-Vertretern aus Lüneburg und Uelzen.
Struck macht sich dafür stark, eine Tunnellösung für Lüneburg zu prüfen. Die SPD-Landtagsabgeordneten wollen bei der nächsten Sitzung im Juni in Hannover die Landesregierung auffordern, entsprechende Gutachten in Auftrag zu geben. Laut Mitteilung der Stadt hatte Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] das Gespräch mit Struck gesucht, um die "menschenfeindliche Osttrasse" mitten durch Lüneburg zu verhindern.
}}
=== 13. Mai ===
==== {{LZ}} zum Treffen von OB Mägde mit zum Treffen von OB Mägde mit [[SPD]]-Spitzen in Uelzen ====
{{Kasten gelb|
<big>'''SPD-Chef Struck schaltet sich in A 39-Streit ein'''</big>
'''Lüneburg wichtiger Partner - Althusmann wiederholt Vorschlag '''
''jj Lüneburg.''
[[Bild:2006-05-13-landeszeitung-01.gif|right]]
Tunnel für die geplante A 39, Trasse auf der [[Ostumgehung]] mit Tempolimit und [[Lärm]]schutz, Streit um die West-Variante. Die Debatte um die A 39 wird wieder lauter. Jetzt schaltet sich [[Peter Struck]] ein. "Wir können nicht wollen, dass ein so wichtiger Partner wie die Stadt Lüneburg gegen eine mögliche Trasse klagt und so die Planungen erheblich verzögert." Das habe der [[SPD]]-Fraktionschef im Bundestag zum A 39-Streit Freitag bei einem internen Gespräch in Uelzen Lüneburgs OB [[Ulrich Mädge]] gesagt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Struck sprach dort im Rathaus mit Mädge, Uelzens Bürgermeister [[Otto Lukat]], der Bundestagsabgeordneten [[Hedi Wegener]], den Landtagsabgeordneten [[Manfred Nahrstedt]], [[Uwe Harden]] und [[Jacques Voigtländer]] (alle [[SPD]]). Struck sei dafür, auch die Tunnellösung für Lüneburg zu prüfen. Danach soll die A 39 bei der Stadt-Trasse durch einen [[Tunnel]] geführt werden. Uelzens Bürgermeister Lukat sehe zwar die Probleme Lüneburgs, sei aber gegen eine West-Trasse.
Wie berichtet, hat sich der Lüneburger Rat gegen die favorisierte A 39-[[Vorzugsvariante]] durch die Stadt und für eine West-Trasse ausgesprochen. In Sachen [[Tunnel]] wollen nun die SPD-MdL die Landesregierung auffordern, Gutachten in Auftrag zu geben.
Unterdessen wiederholt der Parlamentarische Geschäftsführer der [[CDU]]-Landtagsfraktion, [[Bernd Althusmann]], eine Forderung, die er bereits vor zwei Jahren an Verkehrsminister [[Walter Hirche]] gestellt habe. Kurz gesagt, sollte bei allen Bedenken auch eine Trasse auf der [[Ostumgehung]] näher untersucht werden, und zwar mit Tempolimit wegen der engen Radien und [[Tunnel]]n als [[Lärm]]schutz für Wohngebiete. Dies sei immer nur "nachrangig geprüft" worden.
}}
==== {{AZ}} zum Treffen von OB Mägde mit [[SPD]]-Spitzen in Uelzen ====
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<big>'''A 39: Land soll Tunnel prüfen'''</big>
'''Schulterschluss von SPD-Spitze der Region / Struck: Klarheit bis März nötig'''
''Von Marc Rath''
Uelzen. Die Landesregierung soll umgehend die Machbarkeit und Finanzierung einer Tunnellösung für die [[Vorzugstrasse|geplante A-39-Trasse durch Lüneburg]] prüfen. Einen entsprechenden Antrag der [[SPD]]-Landtagsfraktion kündigte gestern deren Uelzener Abgeordneter [[Jacques Voigtländer]] für die Juni-Sitzung des Parlaments an.
Der Vorstoß ist das Ergebnis eines Treffens der [[SPD]]-Spitzenvertreter der Landkreise Uelzen und Lüneburg, das gestern auf Initiative des Uelzener Bürgermeisters Otto Lukat zustande gekommen war. Lukat hatte alarmiert, dass sich der Lüneburger Stadtrat in der Vorwoche mit breiter Mehrheit für eine westliche Trasse ausgesprochen hatte. "Wir sehen das Problem der Stadt Lüneburg, aber mit dieser Variante könnten wir in Uelzen nicht leben", wollte er mit seinen Parteifreunden "zu einer vernünftigen Lösung kommen".
Für den Landratskandidaten der Lüneburger [[SPD]], [[Manfred Nahrstedt]], wäre ein etwa drei Kilometer langer Tunnel im Stadtgebiet eine Lösung, zu der die Lüneburger "am ehesten stehen können". Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) respektiert den Vorstoß verhalten. "Wenn die Ergebnisse auf dem Tisch liegen, werden wir sie prüfen und bewerten", sagte Mädge. Bis dahin werde Lüneburg entschieden gegen eine östliche Trasse vorgehen.
Uelzens SPD-Bundestagsabgeordneter [[Peter Struck]] betonte daher, dass das Land jetzt ein klares Signal für die Autobahnpläne setzen müsse. "Bis zum März brauchen wir Klarheit, ansonsten verzögert sich das Verfahren", mahnte er. Seine Lüneburger Kollegin [[Hedi Wegener]] hält die Mehrkosten eines Tunnels für gerechtfertigt. "In Hamburg oder Hannover wäre das gar keine Frage."
Der Bedarf der Autobahn sei im [[Bundesverkehrswegeplan]] anerkannt. Ein umfangreicher Rechtsstreit mit Lüneburg könnte das Projekt indes behindern, warnte Struck.
Unterdessen hat sich die Vollversammlung der IHK Lüneburg-Wolfsburg in dieser Woche uneingeschränkt hinter die Autobahnpläne gestellt. Der Dachverband der A-39- Gegner kündigte dagegen massive Einwände aus [[Lärm]]schutzgründen an.
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=== 11. Mai ===
==== {{LZ}} zum Infoabend am 9. Mai in der Sporthalle Lüne ====
{{Kasten gelb|
<big>'''Angst vor der Autobahn'''</big>
'''Info-Abend: Bürger lehnen [[Vorzugsvariante|Trassenführung durch Lüne und Moorfeld]] ab'''
''ca Lüneburg.''
Spätestens am Eingang war den Planern vom Straßenbauamt klar, dass viele Menschen in Lüne ihre Arbeit nicht schätzen: "A 39-Horror mitten durch Lüneburg? Nein!" stand auf einem Transparent. Mehr als 300 Bürger waren zu einer Infoveranstaltung in die Lüner Schule gekommen. Anwohner fürchten zunehmenden [[Lärm]], haben Sorge, dass ihr Viertel zerschnitten wird.
[[Bild:2006-05-11-landeszeitung-01.gif]]
Amtsleiter [[Friedhelm Fischer]] und seine Kollegen [[Annette Padberg]], [[Heiko Lange]] und [[Jörg Borkenhagen]] sowie [[Bernd Rczeppa]] von der Regierungsvertretung stellten das Projekt vor. Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] vertrat die ablehnende Position der Stadt. Der OB verwies auf einen Ratsbeschluss, die [[Politiker]] hatten sich gerade mit Mehrheit für eine Autobahntrasse im Westen ausgesprochen. [[Bündnis 90/Die Grünen|Die Grünen]] allerdings lehnen die A 39 grundsätzlich ab.
Kurzgefasst erklärten die Planer, die "[[Vorzugsvariante]]" belaste Menschen und Natur weniger als andere mögliche Trassenverläufe. Dafür ernteten sie lauten und spöttischen Protest. "Wenn das die günstigste Variante ist, wie schlimm müssen erst die anderen sein ?", fragte ein Mann.
Borkenhagen erklärte ausführlich, welche Faktoren für den Trassenverlauf eine Rolle spielen. Dabei sprach er technokratisch vom "[[Schutzgut Mensch]]". Viele im Publikum fühlten sich allerdings weniger geschützt als Flora und Fauna. Eine Frau fragte in Anspielung auf Wildwechsel: "Sollen wir Kindern auf dem Schulweg Geweihe aufsetzen ?"
Äbtissin Barbara Taglang will gegen die Trasse "kämpfen wie eine Löwin". Sie sorgt sich ums Kloster, fragte, ob der Denkmalschutz keine Rolle spiele. Und sie verwies auf die Bahnlinie, über die täglich rund 340 Züge rollen, weiterer [[Krach]] sei unzumutbar. Die Planer konterten, sie hätten an die Kunstschätze gedacht. Rechtlich betrachtet spielten vorhandene Bahnlinien bei der Planung in Sachen [[Lärm]] keine Rolle.
Andere Bürger beklagen den Wertverfall ihrer Grundstücke und Häuser. Fischer antwortete: "Planungen führen zu keinem Entschädigungsanspruch." Gabriele Parnow-Kloth macht sich Sorgen um das Lüner Holz und um Ausweichmöglichkeiten bei Unfällen auf der Autobahn. Diesen Einwand erhebt auch die Stadt.
Zum Lüner Holz erklärte Fischer, dass der Wald wieder zusammengeführt wird, weil die [[Ostumgehung]] zurückgebaut werde. Zudem sinke in diesem Bereich der [[Lärm]]pegel.
}}
==== {{HA}} zum Infoabend am 9. Mai in der Sporthalle Lüne ====
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<big>'''A 39 - breite Ablehnung'''</big>
'''Diskussion: Bürgerfragestunde in Sachen Autobahn. Eine Autobahnplanung mitten durch die Stadtteile Moorfeld und Lüne können die Bürger nicht nachvollziehen.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Lüneburg''' -
Die Karten waren von Anfang an klar verteilt: Beinahe 300 Zuhörer und drei Vertreter des Landesstraßenbauamtes waren der Einladung der Stadt Lüneburg zur Bürgerfragestunde in die Grundschule Lüne gefolgt. Erkennbare Befürworter [[Vorzugsvariante|der derzeit von den Planern bevorzugten Variante für die A 39]] gab es an diesem Abend unter den Zuhörern nicht. Noch während die Behördenvertreter ihre Planungsunterlagen erläuterten, wurde Unmut laut: Die Darstellung wurde im Publikum als zu langatmig empfunden. Auch in der anschließenden Fragestunde kam es kaum zu übereinstimmenden Wertungen.
Nach wie vor konnte die Mehrzahl der Bürger die Planung des Landesstraßenbauamtes mitten durch die Stadtteile Moorfeld und Lüne nicht nachvollziehen. Die Anwesenden klagten über Wertminderungen ihrer Grundstücke, die zu erwartenden [[Lärm]]belastungen und die Zerstörung ihres Wohnumfeldes. Annette Padberg vom Landesstraßenbauamt hielt dagegen, daß bei der [[Vorzugsvariante]] die Grenzwerte der 16. [[Bundesimmissionsschutzverordnung]] eingehalten würden. "Wir planen eine Autobahn in der unmittelbaren Nähe der Stadt. Die Probleme sind uns bewußt, dennoch ist [[Vorzugsvariante|die von uns präsentierte Variante]] nach den [[Gesetze|gesetzlichen Vorgaben]] die verträglichste."
Alle Behördenvertreter wiesen daraufhin, daß die A 39 in den [[Bundesverkehrswegeplan]] und den Raumordnungsplan des Landkreises Lüneburg Eingang gefunden habe. Politisch sei der Verkehrsweg gewollt, auch wenn er Konfliktpotential birgt. Auch die Zusage der Behörde, daß nach Bau der A 39 die [[Ostumgehung]] zurückgebaut werde, beruhigte die Gemüter nicht. Auf die Frage von Äbtissin Barbara Taglang, ob im Verfahren die bereits hohe Belastung ihres Klosters Lüne durch die angrenzende Bundesbahnstrecke Hamburg-Hannover berücksichtigt worden sei, sagte Friedhelm Fischer vom Landesstraßenbauamt, daß die Belastungen durch bestehende Verkehrswege in seinem Verfahren keine Rolle spielen.
Der immer wieder von Autobahngegnern ins Spiel gebrachte Ausbau der B 4 wurde von den Behördenvertreter zurückgewiesen: der Ausbau würde eine Neutrassierung erforderlich machen, wobei die neue Trasse ebenfalls dicht an bestehenden Siedlungen vorbeiführen würde. Die sehr emotional geführte Debatte gipfelte in der Frage eines Anwohners: "Wenn dies bereits die beste Autobahnvariante ist, frage ich mich, wie furchtbar die anderen sein müssen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/11/561703.html Quelle]
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=== 6. Mai: {{LZ}} zum Stand der Einwendungen (193) ===
{{Kasten gelb|
<big>'''193 Stellungnahmen zur A 39'''</big>
'''Stadt Lüneburg erhält Einwendungen von ihren Bürgern und von Auswärtigen '''
''lz Lüneburg.''
Zur geplanten Autobahn A 39 kann jeder Bürger noch bis 23. Mai eine Stellungnahme im Zuge des [[Raumordnungsverfahren]]s einreichen. Bei der Stadt Lüneburg etwa sind bisher 193 Stellungnahmen eingegangen. "Die Einwendungen kommen zwar oft von Bürgern, die an einer der Trassen-Varianten leben, aber auch von Auswärtigen", sagt Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]].
Wie berichtet, führt die vorgestellte [[Vorzugsvariante]] für die A 39 mitten durch die Stadt, vor allem die Quartiere Moorfeld, Lüne, Schlieffen-Kaserne sind betroffen. Stellungnahmen können an die Stadt geschickt werden. Adresse: Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]], Rathaus, Am Ochsenmarkt, 21 335 Lüneburg. Aber auch jede andere Kommune nimmt Einwendungen entgegen. Über die Stellungnahmen entscheidet letztlich das Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Grund: Minister [[Hans-Heinrich Ehlen]] ist auch für die Raumordnung im Lande zuständig.
Die Aktion Lebensberg in Lüneburg und die Bürgerinitiative "Lüne-Moorfeld" hoffen auf möglichst viele Einwendungen. "Leider wissen viele nicht, wie sie sich mit ihrer Stellungnahme in das [[Raumordnungsverfahren]] einbringen können", sagt Peter Weerda, Lebensberg-Vorstandssprecher. "Wir haben Mustereinwendungen vorbereitet, die unter der Internetadresse http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/rov.html heruntergeladen werden können", ergänzt Vorstandsmitglied Friedhelm Feldhaus. Er macht darauf aufmerksam: Auch wenn zum Beispiel die Ebensberger Variante nicht zu den beiden Hauptvarianten gehöre, könne sie am Ende dennoch als [[Vorzugsvariante]] aus dem Verfahren hervorgehen.
Die BI Lüne-Moorfeld sammeln an den nächsten Sonnabenden in der Stadt Unterschriften und hilft, Einwände zu formulieren. Wer dabei Unterstützung benötigt, kann sich auch an Stefanie Becker (Tel.: 15 88 54) wenden.
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=== 5. Mai: {{LZ}} zur Position des Lüneburger Stadtrates ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Breite Allianz für West-Trasse'''</big>
'''[[SPD]], [[CDU]] und [[FDP]] legen sich im Rat auf eine Linie für A 39 fest - [[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]] stimmen dagegen'''
''as/jj Lüneburg.''
Auf diesen Ansturm war der Rat nicht vorbereitet. Die Stühle reichten lange nicht, dicht gedrängt verfolgten gestern Abend mehr als hundert Demonstranten die Sitzung im Huldigungssaal des Lüneburger Rathauses. Das Reizthema Autobahn A 39 lockte die Massen. Namentlich Bürger aus der Samtgemeinde Gellersen waren gekommen, um gegen die A 39 und vor allem eine mögliche West-Trasse durch ihre Gemarkung zu protestieren. Und genau das favorisiert eine neue Allianz im Rat: Erstmals sprachen sich [[SPD]], [[FDP]] und die [[CDU]] gemeinsam klipp und klar für eine West-Trasse und gegen die [[Vorzugsvariante]] im Osten und vor allem durch die Stadt aus. [[Bündnis 90/Die Grünen|Die Grünen]] votierten dagegen.
[[Heiko Dörbaum]], Fraktionschef der [[SPD]], unterstrich, dass die jüngst vorgestellte [[Vorzugsvariante]] mitten durch die Stadt die Lebens- und Wohnqualität von 6000 Menschen erheblich belaste. Dem [[Schutzgut Mensch]] sei bei der Abwägung der Fakten nicht der notwendige Vorrang eingeräumt worden. Der Hauptvariantenvergleich zwischen Ost und West müsse von den Planungsbehörden noch einmal geprüft werden. Und er machte keinen Hehl daraus: Auch um den Westen der Stadt von einer Verkehrslawine zu entlasten, "möchte ich mich für eine westliche Trasse aussprechen". Dafür gab's Buhrufe en masse.
Rückendeckung bekam der SPD-Mann von Christdemokrat Dr. [[Gerhard Scharf]]: "Endlich kommen wir dazu, gemeinsam einen Antrag zu formulieren und das ganze Gewicht des Rates in die Waagschale zu werfen. Über das Lüneburger Stadtgebiet darf es keine Trasse geben." Weder auf der [[Ostumgehung]] noch am Ebensberg sei eine Trasse realistisch. Und die [[Vorzugsvariante]] am Kloster Lüne entlang habe geradezu etwas Perverses. Sie schneide das Moorfeld von der Stadt ab, mache es zu einer Insel. Nicht das [[St.-Florians-Prinzip]] leite ihn (dafür gab's Lacher), sondern die Fakten: "Die West-Trasse ist kürzer, die Stadt würde von Verkehr entlastet, und die Trasse würde als Fortführung einer ausgebauten Bundesstraße 404 auch Hamburg und Schleswig-Holstein helfen."
[[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]]-Chef [[Andreas Meihsies]] freuten die Gäste aus Gellersen, wo er als Kandidat fürs Amt des Samtgemeindebürgermeisters ins Rennen geht. "Wir haben immer gesagt, wir brauchen keine Autobahn, wir sind für einen moderaten Ausbau der Bundesstraße 4." Die unheilige Autobahn-Allianz sei mit ihren A39-Plänen "ins Loch gefallen" und komme da nicht mehr raus. Der [[Grüne]] musste sich gegen die Vorwürfe wehren, dass die rot-[[grüne]] Koalition in Berlin die A39 erst in den Vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]es gehoben hat. "Kanzler Schröder wollte diese Autobahn, da sind wir in Berlin unterlegen, aber wir haben vor Ort immer dagegen gekämpft. Es gibt keine verträgliche Trasse", konterte Meihsies und erhielt Applaus von den Zuhörern.
[[Frank Soldan]] ([[FDP]]) erinnerte Meihsies daran, dass der Rat dem Wohl der Lüneburger verpflichtet sei. Viele Bürger seien in die Neubaugebiete der westlichen Gemeinden gezogen, nun drücke der Verkehr von dort in die Stadt. "Deswegen ist die West-Trasse für uns erste Wahl." Der Verkehr lasse sich nicht wegdiskutieren, eine von allen akzeptierte Trasse gebe es nicht. Der wachsende Verkehr aber müsse für die Zukunft gelenkt werden. "Und dafür reicht der Ausbau der B4 nicht aus."
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] hatte bei der Vorstellung der [[Vorzugsvariante]] bissig kritisiert, Hamster und Grashalme im Westen hätten offenbar mehr Gewicht als der Schutz von Menschen in Lüneburg. Dafür musste er schon viel Häme einstecken. Die Gellerser waren zur Ratssitzung denn teils auch mit Hamster-Masken erschienen. Mädge prangerte vor allem die [[St.-Florians-Prinzip|Doppelmoral vieler Autobahngegner]] im Westen an: Sie suchten aus Reppenstedt oder Kirchgellersen den kürzesten Weg zur A 250 und rollten mit ihren Pkw durch die Lüneburger Wohngebiete. Und so steht der OB klar zur Allianz im Rat: Die Autobahn muss im Westen gebaut werden.
}}
=== 4. Mai: {{HA}} Stand der Einwendungen (51) ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Unterschriften gegen die A 39'''</big>
''Von Elke Schneefuß''
'''LÜNEBURG''' -
Klinkenputzen ist zur Zeit die Hauptbeschäftigung der Bürger im Lüneburger Stadtteil Moorfeld: "Vertreter unserer Bürgerinitiative gehen von Tür zur Tür, um Stellungnahmen gegen die [[Vorzugstrasse]] der A 39 zu sammeln", sagt Stefanie Becker, Sprecherin der erst Mitte April entstandenen Initiative. Sie will ihre Mitbewohner animieren, ihren Unmut über die von den Autobahnplanern vorgeschlagene Trassenführung, die Lüneburger Stadtgebiet berührt, auszudrücken. "Ich befürchte, diese Variante ist ernst gemeint, aber dabei kann es nicht bleiben", sagt Stefanie Becker. Bis zum 23. Mai möchte die Initiative noch möglichst viele Moorfelder erreichen, denn dann endet die von der Stadt gesetzte Frist zur Stellungnahme. Becker: "Bis vor kurzem sind viele junge Familien mit Kindern hierher gezogen. Die geplante Autobahn schneidet die Bewohner des Viertels von Kindergarten und Schule ab und vernichtet ein benachbartes Naherholungsgebiet."
"Fast alle bisher erhaltenen Stellungnahmen beschäftigen sich mit dem [[Lärm]], den Abgasen und der Zerschneidung der Stadt durch die Trasse", sagt Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers, die im Rathaus die Einwände der Betroffenen sammelt und auswertet. Auch die absehbare Wertminderung ihrer Grundstücke und die Auswirkungen auf die Verkehrsströme in der Stadt werden von den Einwendern thematisiert: "51 schriftliche Stellungnahmen liegen uns bisher vor." Bis zum 9. Mai können die Planunterlagen zur A 39 noch im Rathaus eingesehen werden.
Die Fraktion der [[Grüne]]n will in der heutigen Stadtratsitzung den Rat zu einem Bürgervotums motivieren: "Die Stadt sollte eine Bürgerbefragung zu den rechtlichen Schritten gegen die Trasse durchführen", sagt [[Andreas Meihsies]], Ratsmitglied für die [[Grüne]]n.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/04/559183.html Quelle]
}}
{{Pressefuss|April 2006|Juni 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
0274448d5dc2f6bf51092b2d822fc6a41d654fb8
Presseberichte Dezember 2007
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1348
2008-02-03T23:35:01Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 28. Dezember ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Verkehrsbelastung in Melbeck ====
{{LB|Martin Schrader-Schmunz<br>Lüneburg/Uelzen}}
{{Kasten|1=
'''<big>400 Lkw-Fahrten täglich durch uns</big>'''
Leserbrief eines Truckers
Ich möchte auf diesem Weg den Bewohnern von Melbeck, Jelmstorf, Tätendorf und Kirchweyhe mein Mitgefühl für die unerträgliche Belastung durch den Lkw-Verkehr ausdrücken. Allein meine Firma aus Schleswig-Holstein mit ca. 100 Rübenlastern kommt in der Rübensaison auf etwa 400 Fahrten pro Tag; d.h., alle drei Minuten ein Lkw und das rund um die Uhr. Plus andere Firmen! Das Lkw- Aufkommen wird 2008 wahrscheinlich noch größer, da die Zuckerfabrik Güstrow geschlossen wird. Eine Umgehungsstraße für alle vier Gemeinden halte ich für dringend erforderlich. Ich glaube, die Verzettelung in eine Diskussion pro und kontra A 39 hilft da nicht wirklich weiter. Mein bescheidener Beitrag zur Beruhigung besteht darin, dass ich nicht mit den erlaubten 50 km/h durch Ihre Gemeinden fahre, sondern langsamer und vor allem nicht mit hohen Drehzahlen und brüllendem Motor.
}}
=== 20. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum zum Planungsverzug
|Headline=A 39-Protest
|Untertitel=Bürgerinitiativen: zu frühe Ausschreibung
|Autor=carol
|Ort=Lüneburg
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg hat die Aufsichtsbehörden darauf hingewiesen, dass die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau "außerhalb des vorgeschriebenen Rechtsrahmens" bereits im September - und damit vor der [[Linienbestimmung]] - Ausschreibungen zur Planung der Autobahn 39 getätigt habe: Das teilt der Dachverband in einer Pressemitteilung mit. Sprecherin Annette Niemann sagte dazu, dass "so die Fristen für Meinungsbildung und Einflussnahme bewusst beschnitten" würden.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/12/20/829425.html Quelle]
}}
=== 19. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Diskussion um Lärmschutzmaßnahmen an der sogenannten Ostumgehung
|Headline=Kreistag fordert Deckel für die A 39
|Untertitel=Lärmschutzmaßnahmen sollen Bürger in Lüneburg und bei Wendisch Evern vor [[Immissionen]] schützen
|Autor=kre
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2007 12 19 1.jpg|thumb|488px|left|'''Ein Stück der geplanten A39 verläuft in der Stadt Lüneburg auf der Trasse der [[Ostumgehung]]. Fotos: t&w''']]
[[Bild:LZ 2007 12 19 2.jpg|thumb|250px|'''Deshalb fordern Franz-Josef Kamp und [[Heiko Dörbaum]] für die [[SPD]] sowie ...''']]
[[Bild:LZ 2007 12 19 3.jpg|thumb|250px|'''... Alexander Blume und Karl-Heinz Hoppe für die [[CDU]] [[Lärm]]schutzmaßnahmen.''']]
Die A 39 existiert noch nicht - die Angst vor [[Lärm]] und Belastungen durch das geplante Bauwerk schon: Während der jüngsten Kreistagssitzung machten sich die Kommunalpolitiker auf Antrag der Gruppe [[CDU]]/Unabhängige/[[SPD]] deshalb mit großer Mehrheit für einen "umfassenden Immissionsschutz für die im Einwirkungsbereich der A 39 liegende Wohnbevölkerung" stark. Wie der aussehen soll, präzisierte unter anderem [[SPD]]-Fraktionschef Franz-Josef Kamp: Er forderte die [[Deckel]]ung für das Teilstück der A 39, das auf der jetzigen [[Ostumgehung]] verlaufen soll.
[[Lärm]]schutzmaßnahmen wünschen sich die Kreistagsmitglieder aber auch auf dem Lande - bei Wendisch Evern: Denn dort soll die A 39 erhöht auf einem Dammbauwerk geführt werden. "Dadurch würde die [[Lärm]]ausbreitung in die nahegelegenen Wohngebiete noch gefördert", fürchten die Kommunalpolitiker.
Zwar hatte sich der Samtgemeinderat Ostheide vor geraumer Zeit gegen die A 39-Trasse auf Samtgemeindegebiet ausgesprochen, doch Bernd Hein ([[SPD]]) fürchtet, dass sich durch diesen Beschluss die A 39 wohl kaum verhindern lasse. "Wir werden die Trasse bekommen, das ist wohl sicher", fürchtete Hein während der Kreistagssitzung in der Ritterakademie - zeigte sich aber ebenso wie Meinhard Perschel ([[CDU]]) kämpferisch: "Aber nur mit Lärmschutzmaßnahmen."
Und noch ein Antrag der Mehrheitsgruppe beschäftigte sich mit dem Verkehr der Zukunft im Landkreis Lüneburg: [[CDU]]/Unabhängige und [[SPD]] wünschen sich ein "integriertes Verkehrsgutachten", mit dem Ziel, "Erkenntnisse für die künftige Entwicklung der verkehrlichen Infrastruktur im Landkreis zu gewinnen." Insgesamt sind für dieses Gutachten 300 000 Euro veranschlagt. 100 000 Euro will der Kreis beisteuern, den Rest sollen die Stadt Lüneburg und die Gemeinden aufbringen. Für [[CDU]]-Fraktionschef Alexander Blume ist dieses finanzielle Engagement der Kreiskommunen nur gerechtfertigt: "Es geht um die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Landkreises, da ist es nur gerechtfertigt, dass sich auch die Städte und Gemeinden des Kreises an den Gutachterkosten beteiligen", so Blume.
Kritik gab es dagegen von der Opposition: "Gutachteritis" hielt Miriam Staudte ([[Grüne]]) der Mehrheitsgruppe vor und setzte nach: "Da ist kein Verkehrsgutachten geplant, sondern ein Straßenvorbereitungsgutachten." Dennoch passierte der Antrag mehrheitlich - gegen die Stimmen der [[Grüne]]n und der [[Die Linke|Linke]]n - die Ratshürde.
}}
=== 7. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planungsverzug
|Headline=Warten auf Bestimmung der A-39-Linie
|Untertitel=
Antrag soll in Kürze abgeschickt werden - Kritiker suchen Kontakt zu Autobahn-Verein
{{i-Kasten|1=281|2=Taktik|3=[[Bild:Am Haken.gif]]<br>Demonstrationen und Trecker-Konvois gegen die A 39, natürlich "Keine A 39"-Aufkleber zu Tausenden, das war die klare Linie des Widerstands gegen die geplante Autobahn 39. Nun werden neue Protest-Varianten getestet, die an frühe Sponti-Tage erinnern. Da ist zum Beispiel die diplomatische Variante: Kürzlich erhielt der forsche französische Staatspräsident Sarkozy eine Depesche aus der Heide und wurde von A 39-Gegnern für [[Presseberichte_Oktober_2007#Frankfurter_Allgemeine_Zeitung_zum_Thema_Autobahnbau|seine rigide Autobahnpolitik]] gelobt. Das hat Sarkozy offensichtlich auch richtig verstanden, sonst hätten wir womöglich längst eine Neuauflage des Krieges von 1870/71.
Und nun noch die 68er-Variante "Marsch durch die Institutionen": Der Dachverband der A 39-Gegner strebt die Mitgliedschaft im [[Nordland-Autobahn-Verein]] der A 39-Befürworter an. Da wird dann die alte Juso-Taktik gespielt: Diskutieren, bis um Mitternacht die Befürworter müde abziehen und mit neuen Mehrheitsverhältnissen alte Beschlüsse umwerfen. Da wäre noch die Nikolaus-Variante: Mit roter Zipfelmütze und Rauschebart getarnt, werden Befürworter angesprochen, die angesichts der Rute noch einmal in sich gehen und ihre Meinung überprüfen. ''herb ''
}}
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die [[Planung]]en für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg werden sich weiter verzögern. Nach Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s Ende August ist der Antrag auf [[Linienbestimmung]] beim Bundesverkehrsministerium als Geldgeber des Projektes noch nicht gestellt worden. Das ist jedoch die Voraussetzung für den nächsten Schritt - das [[Planfeststellungsverfahren]].
Mit dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s ist gleichzeitig die [[Landesplanerische Feststellung]] erlassen worden. Festgehalten sind dort auch Änderungen für die so genannte Vorzugsvariante der geplanten Autobahn. "Diese werden derzeit eingearbeitet", sagt Dirk Möller, Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Gleichzeitig verfasst die Behörde für den Antrag auf [[Linienbestimmung]] einen Bericht, der die 300 Seiten starke [[Landesplanerische Feststellung]] ergänzt und erläutert. "Noch in diesem Monat werden der Antrag und die dazu gehörenden Unterlagen an das Wirtschaftsministerium in Hannover weitergeleitet", kündigt Möller an. Von der Landeshauptstadt aus gehen die Papiere dann an das Bundesverkehrministerium.
Das Ministerium selbst hatte Vertreter des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A 39 bei einem Gespräch Ende November darüber informiert, dass der Antrag noch nicht eingegangen sei. Für den zeitlichen Ablauf heißt das: Selbst wenn Anfang nächsten Jahres alle Unterlagen vorliegen, wird die [[Linienbestimmung]] für die A 39 voraussichtlich erst im kommenden Sommer abgeschlossen. "Ursprünglich war die [[Linienbestimmung]] schon für Anfang 2006 geplant, damit weist das Projekt A 39 zu diesem frühen Zeitpunkt einen Planungsverzug von zwei Jahren auf", sagt Annette Niemann, Sprecherin der Bürgerinitiativen. Als völlig normal und bedeutungslos bezeichnet hingegen Bernd Rczeppa von der Regierungsvertretung Lüneburg die zeitliche Verzögerung. "Die Autobahn ist damit schließlich nicht vom Tisch."
Unterdessen hat der Dachverband der Bürgerinitiativen die Mitgliedschaft im [[Nordland-Autobahn-Verein]] beantragt. Ernst gemeint ist dieser Vorstoß nicht, von einem "ironisch gehaltenen Schreiben", berichten die Autobahngegner in einer Pressemitteilung. Anlass für den Antrag ist die Weigerung der Stadt Lüneburg, aus dem Verein auszutreten. Dabei sehen die A-39-Gegner durchaus Parallelen zur eigenen Position. Juristisch wolle der Dachverband gegen die Autobahn vorgehen - ebenso wie die Stadt Lüneburg, die einen Trassenverlauf auf der [[Ostumgehung]] nach wie vor ablehne.
Auch das von der Stadt angeführte Argument des Informationsaustausches über die Infrastruktur treffe auf die Bürgerinitiativen zu, sagt Dachverbandssprecher Eckehard Niemann und verwies auf die Forderung nach einem "bedarfsgerechten Ausbau der Bundesstraßen 4 und 71".
}}
=== 1. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Mitgliedschaft Lüneburgs im Nordland-Autobahn-Verein
|Headline=Stadt bleibt im Autobahn-Verein
|Untertitel=Kein Druck auf Eigentümer des Kalkbruchsees
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Lüneburgs Mitgliedschaft im [[Nordland-Autobahn-Verein]] besteht fast 40 Jahre. Der Antrag der [[Grüne]]n, aus dem Verein auszusteigen, ist sechs Monate alt. Aufgeschoben, weil vieles im Rat lang und breit diskutiert wird. Und obwohl zu Beginn der Sitzung der Tenor war, sich kurz zu fassen angesichts von 14 alten Anfragen und Anträgen, wurde eine halbe Stunde debattiert.
[[Die Grünen]] argumentierten, dass das Ziel des Vereins der Ausbau des überregionalen Straßennetzes sei. In Zeiten des Klimaschutzes sei es "ein Anachronismus, überhaupt noch über Autobahnen wie die A 39 zu sprechen", meinte Fraktions-Chef [[Andreas Meihsies]]. Seine Fraktion lehnt bekanntlich den Bau der geplanten A 39 ab. "Gut, dass wir den Bürgern eine umweltpolitische Orientierung vor den [[Landtagswahl]]en geben", frohlockte der grüne Landtagskandidat.
Das ließen [[SPD]], [[CDU]] und [[FDP]] nicht auf sich sitzen. "Sie sind nicht der Einzige, der den Umweltschutz trägt", stellte Frank Soldan (FDP) fest. Aus Sicht von Regina Baumgarten kann man auch im [[Nordland-Autobahn-Verein]] im Sinne des Klimaschutzes diskutieren. [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]) sah den Umweltschutz gar als ureigenes Thema der Sozialdemokraten, Fraktionskollegin Hiltrud Lotze forderte Meihsies auf: "Orientieren Sie sich an unserer Umweltpolitik." Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] zog schließlich die "taz" heran, die habe jüngst die Umweltpolitik der Stadt gelobt. Dann steuerte er noch auf die A 39 zu: "Wenn die Autobahn auf die [[Ostumgehung]] kommt, werden wir für den [[Lärm]]schutz kämpfen." Man müsse der Realität ins Auge blicken und sich für die Zukunft aufstellen. Der Antrag der [[Grüne]]n wurde abgelehnt.
Auch abgelehnt von der Mehrheit des Rates wurde ein Antrag der Linken zum Kalkbruchsee. Die Fraktion forderte die Stadt auf, den See gegen den Willen des Eigentümers - das ist der Lüneburger Angelsportverein - zu erwerben und ihn zum öffentlichen Badesee zu machen. Auch ein Änderungsantrag der Grünen fand keine Zustimmung. Sie forderten "das freie Betretungsrecht der Landschaft", um das Baden dort wieder zu ermöglichen.
}}
{{Pressefuss|November 2007|Januar 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
48b197f9c2a815a595fb1480fb0ccd5954d42fc7
Presseberichte Januar 2008
0
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1370
2008-02-13T08:17:58Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 30. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=kündigt voreilige Vermessungsarbeiten an
|Headline=A 39-Trasse wird vermessen
|Untertitel=Arbeiten beginnen Mitte Februar
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Mitte Februar starten die Vermessungsarbeiten für die geplante A 39. Bis Mitte Mai werden die Geländehöhen entlang der landesplanerischen Trasse erfasst, ebenso wie die Tierwelt in einem etwa 250 Meter breiten Gürtel. Das teilt die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit.
Neben den Geländehöhen erfassen die Vermesser Daten zur Ermittlung von Schall[[immissionen]] und Schallschutzansprüchen, dazu nehmen sie auch auch vorhandene Hochbauten auf. Weil die Trasse im nördlichen Bereich entlang der bestehenden Bundesstraße 4 verläuft, müssen stellenweise einzelne Fahrspuren gesperrt werden. Zudem weist die Behörde darauf hin, dass auch das Betreten privater Grundstücke nicht immer zu vermeiden sei. Allerdings sollen die Grundstückseigentümer über anstehende Arbeiten nach Möglichkeit informiert werden.}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
*[[Presseberichte_Februar_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zu_voreiligen_Vermessungsarbeiten|08.02.: Auf Kosten des Steuerzahlers]]
=== 28. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Empfang des Bundesumweltministers bei den Umwelt-Filmtagen
|Headline=Hitziger Streit um Klimaschutzpolitik
|Untertitel=Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei Eröffnung der 8. Umwelt-Filmtage wütend über Attacke auf Mädge
[[Bild:LZ 2008 01 28 1.jpg|thumb|left|206px|'''Durch diesen Grundkursus „Politische Kultur“ muss er durch: Bundesumweltminister Gabriel belehrt Kritiker Friedhelm Feldhaus.''']]
[[Bild:LZ 2008 01 28 2.jpg|thumb|left|300px|'''Durch ihn wurde es hitzig: A39-Gegner Feldhaus rügt Mädge.''']]
[[Bild:LZ 2008 01 28 3.jpg|thumb|left|400px|'''Durch diese ungeliebte Gasse muss er kommen: Detlef Giesler (rote Jacke) von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld fordert Sigmar Gabriel auf, die A39 symbolisch durchzuschneiden. Fotos: t&w''']]
|Autor=jz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ 2008 01 28 4.jpg|thumb|200px|'''Durch ihn leben die Umwelt-Filmtage: Wolfgang Biederstedt stellte ein anspruchsvolles Programm zusammen. Biederstedt meinte, Gabriel mit einer Flasche Rotwein nach Lüneburg gelockt zu haben. Ein Irrtum, so Weißwein-Anhänger Gabriel: „Seine Briefe waren es, die wecken das schlechte Gewissen!“''']]
Zündstoff birgt
im Klimaschutz das Spannungsverhältnis von Ökologie und
Ökonomie. Zündstoff barg zum
Auftakt der 8. Lüneburger Umwelt-Filmtage auch das Aufeinandertreffen
von A39-Gegnern
und Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]. Erst nach einem Eklat – Gastredner Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel verließ
zwischenzeitlich wütend den
Scala-Kinosaal – konnten die
Umwelt-Filmtage beginnen.
Schon der Weg ins Kino
führte für Gabriel durch die
A39: Detlef Giesler von der
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
reichte dem Umweltminister
eine Schere, mit der er sich
durch eine Stoffautobahn
schneiden musste.
Im Kinosaal 1 herrschte
schnell hitzige Treibhausatmosphäre. Friedhelm Feldhaus,
Sprecher eines Bündnisses von
neun Organisationen – Aktion
Lebensberg, BUND, [[Grüne]],
Greenpeace, Grüne Jugend,
Keine-A 39, NABU, Umweltverein
Gellersen und Verkehrsclub
Deutschland – attackierte den
Schirmherren der Filmtage, OB Mädge: „Umweltschutz hat in
Lüneburg nur Lendenschutz-Funktion.“ Tropenholz im SaLü, eine fehlende Agenda-21-Beauftragte und die Akzeptanz der A39-Trasse auf Stadtgebiet
zeigten laut Feldhaus, dass das
Rathaus nur „Verlautbarungsökologie“ pflege.
Jetzt platzte Gabriel, der dem
A39-Gegner als Redner den
Vortritt gelassen hatte, der Kragen:
„Ich werde nicht die Staffage
für ein Tribunal über meinen
Freund Mägde abgeben, der
danach nicht mehr Stellung
nehmen kann. Das ist unfair.“
Sprach's, und stand auf, um das
Ende der Rede im Foyer abzuwarten
– wo er weiter mit A39-Gegnern debattierte.
Zurück im Kinosaal, mahnte
der Minister von den Umweltschützern eine politische Kultur
an, die die Chance einschließt,
auf Kritik zu reagieren. „Rede
und Gegenrede, nur so funktioniert
Demokratie.“ Dabei dürfe
einem auch nicht die Fähigkeit
abhanden kommen, vor lauter
Berauschtheit von den eigenen
überzeugungen „richtige Argumente
zu erkennen, auch wenn
sie vom Gegner kommen.“
{{mark|Argumente der A39-Gegner bewogen Gabriel, sich bei seinem Kabinettskollegen, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, zu verwenden – wie er im Kino zusagte: „Es sollten Alternativen zur A39 geprüft werden unter Berücksichtigung geänderter Rahmendaten.“}}
In seinem Eröffnungsreferat
griff Gabriel viele der Themen
auf, die in dem von Wolfgang
Biederstedt zusammengestellten,
zweitägigen Filmprogramm
behandelt werden: Klimawandel
und Bevölkerungsexplosion
verlangten beide nach einem
effizienteren Umgang mit Energie
und Rohstoffen. Da die
Menschheit aus „der Atmosphäre eine Deponie gemacht
hat, bleibt ihr noch die Wahl
zwischen einem beherrschbaren
Klimawandel und einer Katastrophe.“
Wer den Klimawandel
bändigen wolle, müsse
Schwellen- und Entwicklungsländer mit ins Boot bekommen,
sagte Gabriel: „Das geht nur,
wenn wir ökonomische Antworten
auf ökologische Fragen
und ökologische Antworten auf
ökonomische Fragen finden.“
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Empfang des Bundesumweltministers bei den Umwelt-Filmtagen
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">Umweltfilmtage </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white">Eklat bei Vortrag im Scala-Kino</span><br>Minister Gabriel wurde wütend
|Untertitel=Nach Vorwürfen von Friedhelm Feldhaus, Sprecher von Umweltgruppen, gegen die Stadt, verließ Gabriel den Saal.
|Autor=Von Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/01/28/841422.html]
|Text=
[[Bild:HA 2008 01 28 1.jpg|thumb|300px|'''Vor dem Kino warteten 20 Demonstranten mit einer symbolischen Autobahn auf den Bundesumweltminister.<br>Vorne Detlef Giesler von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39. FOTOS: GEORGE''']]
[[Bild:HA 2008 01 28 2.jpg|thumb|300px|'''„[[Wir lieben Lüneburg]]“ stand auf dem Protest-Plakat gegen den Autobahn-Bau, das Umweltminister Sigmar Gabriel überreicht bekam.''']]
Bei Friedhelm Feldhaus war es mit der Zurückhaltung des Bundesumweltministers vorbei. Ins Lüneburger Scala-Kino war Sigmar Gabriel ([[SPD]]) gestern Morgen gekommen, um mit Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] (SPD) die achten Lüneburger Umweltfilmtage zu eröffnen. Als der Aktivist Feldhaus in seiner Ansprache zu einem Rundumschlag gegen Mädges Umweltpolitik ausholte, verließ der Minister aus Berlin den Kinosaal.
Auf die gut 20 Demonstranten vor dem Kino hatte Gabriel noch entspannt reagiert - wenn auch etwas schroff, wie es seine Art ist: "Ich gehe immer da lang, wo ich langgehen will", meinte er zu den A39-Gegnern, die ihm den Zutritt zum Kino mit einem Transparent in Form einer Autobahn schwer machten.
Die Demonstranten konnten dem Minister die Laune nicht stehlen: Ein gemeinsames Foto mit den Kinochefinnen Ulla Brennecke und Ruth Rogée kommentierte er noch launig mit, "wenn Ihnen das nicht peinlich ist". Wer Gabriel die Laune stahl, war Friedhelm Feldhaus. Nach den Eröffnungsworten von Umweltfilmtage-Initiator Wolfgang Biederstedt und Schirmherr Mädge griff der harsch die Lüneburger Politik an. Feldhaus trat als Sprecher einer Gruppe von Unterstützern der Umweltfilmtage ans Mikrofon: Aktion Lebensberg e.V., BUND, [[Bündnis 90/Die Grünen]], Greenpeace, A39-Gegner, NABU, Umweltverein Gellersen e.V., Grüne Jugend und Verkehrsclub Deutschland. "In Lüneburg ist Umweltschutz nur ein Lendenschurz", polterte Feldhaus, "zu dieser Fassade zählt auch die Schirmherrschaft für die Umweltfilmtage."
Schließlich ergriff Gabriel aus dem Publikum das Wort: "Was Sie machen, ist super unfair. Ulrich Mädge hat keine Chance zu antworten." Sprach's und verließ den Kinosaal.
Drinnen machte Feldhaus weiter: "Mädges Politik zieht Verkehr in die Stadt, er hatte angekündigt, gegen die A 39-Trasse über das Stadtgebiet zu klagen und schreibt dann einen [[Media:Anschreiben_Tiefensee_PDF.pdf|Bettelbrief an den Verkehrsminister]], den Bau zu beschleunigen." Draußen stellt A39-Gegnerin Juliane von der Ohe Gabriel zur Rede: Unsouverän sei er, hätte Feldhaus erst ausreden und dann darauf reagieren sollen. "Ich bin nicht souverän", donnerte Gabriel, "warum darf ich nicht sagen, wenn ich etwas schlecht finde?" Aber schließlich trank er in Ruhe Kaffee, nachdem Scala-Chefin Ulla Brennecke versprach, Mädge noch einmal ans Mikro zu lassen. Der zitierte allerdings nur kurz die Bibel, ging inhaltlich nicht auf Feldhaus ein.
{{mark|Nach vielen Sätzen zum Thema politischer Umgang in einer Demokratie sagte Gabriel schließlich auch noch etwas zum Thema A 39: "Ich verspreche Ihnen, dass die von Ihnen eingereichten Alternativen geprüft und die veränderten Rahmendaten einbezogen werden."}}}}
=== 26. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=kündigt Aktionen bei den Umwelt-Filmtagen an
|Headline=Stadt tut zu wenig
|Untertitel=Umweltschützer wollen protestieren
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Protest gegen die aktuelle Umweltpolitik der Stadt kündigen Unterstützer der Lüneburger Umweltfilmtage bei der Eröffnung der Veranstaltung am Sonntag, 27. Januar, an. Ein Bündnis aus neun Organisationen beanstande "die große Diskrepanz zwischen den filmischen Inhalten des Festivals und der konkreten Umsetzung durch die Politik in Stadt und Region", begründet der Sprecher der Gruppe, Friedhelm Feldhaus. Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] wird die Filmtage gemeinsam mit Umweltminister Sigmar Gabriel eröffnen.
Im Fokus der Verbände steht besonders die Verkehrspolitik, die in der Region durch Straßenbauprojekte wie die geplante Autobahn 39 geprägt werde. Feldhaus kritisiert: "Nicht die Wirtschaft fordert die A 39. Die örtliche IHK fordert sie." Weiter vermisse die Gruppe umweltpolitische Visionen und zukunftsweisende Konzepte, wie etwa verkehrsarme oder autofreie Siedlungsformen. Das Potenzial der Stadt und ihre Möglichkeiten sehen die Kritiker bei Weitem nicht ausgeschöpft.
Neben der Präsentation der Kritik im Scala-Kino wird es vor dem Kino ab 10 Uhr ein "buntes Programm" der beteiligten Organisationen geben.
}}
=== 25. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Position der Landtagskandidaten
|Headline=A 39 spaltet in zwei Lager
|Untertitel=Fronten bleiben verhärtet
|Autor=[[Bild:LZ 2008 01 25 1.jpg|right]]lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Bau der geplanten Autobahn 39 wird von Befürwortern und Kritikern scharf diskutiert. Auch die Landtagskandidaten positionieren sich in zwei Lagern. Für [[Bernd Althusmann]] steht fest: Der Bau beginnt voraussichtlich 2015. "Eine wichtige und richtige Wirtschaftsachse nach Südosteuropa." Über das Wenn und Ob gebe es nichts mehr zu diskutieren. "Aber als Landtagsabgeordneter werde ich mich im Rahmen der [[Vorzugsvariante]] für eine [[Tunnel]]lösung auf der [[Ostumgehung]] einsetzen, damit die betroffenen Menschen einen besseren [[Lärm]]schutz erhalten."
Dafür will sich auch [[Andrea Schröder-Ehlers]] stark machen. Für sie ist der Bau der A39 wichtig, um Verkehrsprobleme zu lösen. Gleichzeitig plädiert sie für den Ausbau des Elbe-Seitenkanals, das 3. und in bestimmten Abschnitten 4. Gleis sowie die Y-Trasse.
Die Autobahn sei gut für die Mobilität, schaffe Sicherheit und sei ein Jobmotor, sagt Karol Langenbrink. Ein Ausbau des Schienennetzes sei aber ebenfalls wichtig.
Als "Klimakiller" bezeichnet [[Andreas Meihsies]] die A39, die Grünen haben sich von Anfang an vehement gegen das Projekt gestemmt. Und er ist optimistisch: "Die Finanzierung wird das Projekt verhindern."
Martin Gödecke sagt: "Güter sollten per Schiff und Bahn transportiert werden." Da aber überwiegend in den Ausbau des Autobahnnetzes investiert wurde, würden Güter vermehrt auf der Straße befördert. Daher müsse nun die A7 durch die A39 entlastet werden. Er fordert gleichzeitig eine Mautpflicht für die B4, um so den Lkw-Verkehr auf die Autobahnen zu verlagern.
Die "unnötigste Autobahn Deutschlands und dazu noch kostspielig", wettert [[Malte Riechey]]. Ein Ausbau der B4 reiche aus. Das Geld sei für die Verbesserung des ÖPNV vorteilhafter angelegt.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur ausstehenden Wirtschaftlichkeitsberechnung der A39 (1)
|Headline=Eine Frage der Zuständigkeit
|Untertitel=Gezerre um Nutzen-Kosten-Analyse für A 39<br>[[Bild:LZ 2008 01 25 2.jpg|thumb|400px|Ein Nutzen-Kosten-Verhältnis für das Einzelprojekt Autobahn 39 gibt es bislang nicht. Zwar war eine Berechnung zugesagt, doch weder Bund noch Land wollen sie derzeit in Auftrag geben.<br>Montage: A/ t&w]]
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Um eine Episode mit Possencharakter reicher ist der Streit über die Wirtschaftlichkeit der geplanten Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Für Klarheit sorgen könnte ein [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) für die A 39. Das gibt es bislang aber nicht, sondern nur für das Gesamtprojekt, bestehend aus A 14 (Magdeburg-Schwerin), A 39 und der Bundesstraße 190n als Querverbindung.
Während eine Einzelberechnung für die A 14 schon seit zwei Jahren vorliegt, ist fraglich, ob das [[NKV]] für die A 39 jemals ermittelt wird. Zwei Ministerien schieben sich derzeit gegenseitig die Verantwortung zu.
Dabei schien in der vergangenen Woche alles noch so klar. Eine gesonderte Berechnung des [[NKV]] für die A 39 werde es nicht geben, lautete die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der [[Grüne]]n. Berufen hat sich die schwarz-gelbe Koalition in Hannover dabei auf das Bundesverkehrsministerium in Berlin. Auch das bestätigt auf LZ-Anfrage zunächst: "Zur Sicherung der Vergleichbarkeit wird das [[NKV]] für das Gesamtprojekt A 14/A 39/B 190n ermittelt." Das Ergebnis werde noch im ersten Halbjahr 2008 vorliegen.
Gestern um 15.46 Uhr dann die Kehrtwende aus Berlin: "Zunächst ermittelt der Bund ein neues [[NKV]] für das Gesamtprojekt . . . In einem zweiten Schritt kann dann das Land Niedersachsen (eventuell mit Hilfe des Bundes) ein [[NKV]] nur für die A 39 ermitteln."
LZ-Nachfrage in Hannover: Um 16.01 Uhr nimmt der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Andreas Beuge, den Ball auf - und passt ihn um 16.19 Uhr nach Berlin zurück: "Niedersachsen handelt nur im Auftrag des Bundes. Wenn der Bund eine Teilbewertung vornehmen will, kann er dies tun."
Auslöser der Turbulenzen: Bereits im März 2006 erklärte der damalige Leiter der für die Planung zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Friedhelm Fischer: "Ein [[NKV]] gesondert für die A 39 wird berechnet, allerdings erst nach Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s."
Aus der Luft gegriffen war diese Ankündigung nicht, wie die Anwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der [[Grüne]]n-Fraktion im Bundestag knapp sechs Monate später zeigt. "Nach Vorliegen der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] wird vom Land Niedersachsen ein neues [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für das Einzelprojekt der Autobahn A 39 ermittelt", heißt es in der Drucksache 16/2742 des Deutschen Bundestags vom 27. September 2006.
Auf diese Aussagen haben sich die Gegner der A 39 verlassen. Sie zweifeln seit langem die Wirtschaftlichkeit der Trasse an, haben sich Aufschluss von der Einzelberechnung erhofft (siehe Bericht unten). Erst auf eine neuerliche Anfrage der LZ in Berlin, wie die widersprüchlichen Aussagen zusammenpassen, erklärt das Bundesverkehrsministerium das Land Niedersachsen für zuständig, eine Einzelberechnung in Auftrag zu geben.
Für die A-39-Gegner ist das Ministeriums-Gezerre "nur ein weiterer Beleg für die Widersprüchlichkeiten im [[Planung]]sverfahren", sagt Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen. Er glaubt: "Die Einzelbetrachtung der A 39 wird so schlecht ausfallen, dass das Ergebnis mit einer Analyse des Gesamtprojektes kaschiert werden soll."
Beweisen kann er das freilich nicht. Verwunderlich ist nur: In seiner Stellungnahme gegenüber der LZ schreibt das Bundesministerium: "Die Auswahl neuer Vorhaben erfolgte keineswegs nur unter Beachtung der Ergebnisse der . . . [[Nutzen-Kosten-Analyse]]." Vielmehr gehe es zudem um die Komplettierung des Fernstraßennetzes. Verbessert werden solle dabei auch die Erreichbarkeit bisher nicht ausreichend erschlossener Räume. "Letztgenannter Aspekt spielte bei der Festlegung der Vordringlichkeit der Maßnahmen A 14/A 39/B 190n eine mitentscheidende Rolle."
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur ausstehenden Wirtschaftlichkeitsberechnung der A39 (2)
|Headline=Kriterien für Autobahn-Bau
|Untertitel=Auch bei einer weiteren Frage der Landtags-Grünen zur A 39 spielt die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. "Sollte der Wert 3 unterschritten werden, welche Konsequenzen ergeben sich für die weitere Planung der A 39?"
|Autor=
|Ort=
|Link=
|Text=Hintergrund: Eine Chance auf Realisierung haben nur Projekte, die in den "Vordringlichen Bedarf" des [[Bundesverkehrswegeplan]]s aufgenommen werden. Als Faustformel ist dafür ein [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) größer drei erforderlich - zumindest inoffiziell. Denn aus dem Bundesverkehrsministerium heißt es: "Ein [[NKV]] größer drei als Einstufungsgrenze für den Vordringlichen Bedarf ist nicht bekannt". Für das Gesamtprojekt A 14/A 39/B 190n liegt der Wert bei 3,4.
A-39-Gegner mutmaßen schon seit geraumer Zeit, dass ein [[NKV]] gesondert für die A 39 deutlich geringer ausfallen dürfte. Für die A 14 von Magdeburg nach Schwerin haben die Planer einen Wert von 4,6 ermittelt, die Bürgerinitiativen auf dieser Grundlage wenig später einen Faktor von 1,87 für die A 39 errechnet.
Allerdings hat bereits der ehemalige Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Friedhelm Fischer, auf Schönheitsfehler in der Rechnung hingewiesen. Anders als in die Gesamtbewertung seien in die Analyse der A 14 "regionale Besonderheiten eingeflossen", sagte er 2006 gegenüber der LZ. Die Zahl der Bürgerinitiative nannte er damals "schlichtweg falsch".
Für die Fortführung der [[Planung]] ist dies ohnehin bedeutungslos. Laut Bund und Land gilt: Gebaut wird, was wirtschaftlich ist. Das Bundesverkehrsministerium dazu: "Die Wirtschaftlichkeit eines Projektes ist immer gegeben, wenn . . . das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] größer eins ist." Doch selbst diesen Wert stellen Autobahngegner jetzt infrage. "So ist die Länge der A 39 in der ursprünglichen Berechnung des [[NKV]] um 20 Kilometer zu kurz angegeben", sagt Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen.
Doch laut Ministerium in Berlin ist "ein Präzedenzfall dahingehend, dass das [[NKV]] eines Vordringlichen Projektes kleiner eins wurde und es deshalb seine Bauwürdigkeit verlor, bisher im [[Investitionsrahmenplan|aktuellen Bedarfsplan]] nicht vorgekommen".
}}
=== 24. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum ausstehenden Tempolimit auf Autobahnen
|Headline=Gabriel will auch Tempolimit
|Untertitel=Brüsseler Klimavorgaben zwingen zu drastischen Maßnahmen
|Autor=dpa
|Ort=Brüssel
|Link=
|Text=Mit Gesetzen will die EU-Kommission wirksamen [[Klimaschutz]] erzwingen. Brüssel beschloss ein Paket, das erneuerbare Energien fördern und den Ausstoß von Treibhausgasen in Europa senken soll.
Ziel ist es, den europäischen Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 20 Prozent unter dem Wert von 1990 zu senken. Außerdem setzt Brüssel den Mitgliedsstaaten jeweils Ziele, damit der Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent des EU-Gesamtverbrauchs im Jahr 2020 steigt. Die Deutschen müssen sich nun auf weitere Verschärfungen bei den Klimaschutzmaßnahmen einstellen.
Dazu werde jetzt auch ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen nach 2009 unumgänglich, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ([[SPD]]). So klaffe bei den geplanten Maßnahmen zum Abbau der Kohlendioxid-[[Emissionen]] von 1990 bis 2020 um 40 Prozent doch noch eine etwas größere Lücke als bisher angenommen. Deshalb müsse das Tempolimit - nach SPD-Plänen 130 km/h - verstärkt in die Überlegungen einbezogen werden.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur ausstehenden Wirtschaftlichkeitsberechnung der A39
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Wortbruch soll A-39-Unwirtschaftlichkeit verschleiern
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Nach Einschätzung des Dachverbands der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 kündigt sich Sachen der umstrittenen Autobahn offenbar ein glatter Wortbruch von Bundesregierung und Landesbehörden an. Nachdem bisher nur das gemeinsame [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) des „Hosenträger-Variante“, bestehend aus A 39 (Lüneburg-Wolfsburg), A 14 (Schwerin-Magdeburg) und Querspange B 190n in Höhe von 3,4 veröffentlicht worden war, hatten Vertreter der Straßenbaubehörde, Verkehrsminister Hirche und die Bundesregierung versprochen, bis spätestens Ende 2007 auch das bisher verschwiegene Detail-[[NKV]] der A 39 zu veröffentlichen. Dies schien auch nötig, nachdem die sachsen-anhaltinische Landesregierung das [[NKV]] der A 14 mit 4,6 und das der Querspange mit 3,3 angegeben hatte und nachdem die A-39-Gegner selber das A-39-NKV mit kläglichen 1,87 errechnet hatten.
Wie aus der gestrigen Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Anfrage der [[Grüne]]n hervorgeht, ist von der Einhaltung dieses Versprechens nun keine Rede mehr. „Das bestätigt endgültig unsere Einschätzung von der volkswirtschaftlichen Unsinnigkeit der A 39“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „das ohnehin schlechte [[NKV]] bewegt sich durch zusätzliche Kosten ohnehin weiter in Richtung der nachweislichen Unwirtschaftlichkeit.“ Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass mittlerweile für 100 km statt der ursprünglich kalkulierten 80 km die Investitionskosten zu einzurechnen seien, für alle Kilometer zudem in realer Kostenhöhe anstelle der kalkulierten Niedrigwerte, außerdem für unerwartete Zusatzkosten wie die geforderte [[Tunnel]]ung der [[Ostumgehung]] Lüneburg, für Landkäufe (Bau- und Ausgleichsflächen in Höhe von 15 ha je km) oder für die Negativeffekte der zwischenzeitlich eingeführten Maut.
Es sei abstrus, so Frau Niemann, dass man eine Autobahn durchplane, ohne deren Nutzen bzw. Schaden vorher zu untersuchen und dass man deshalb drei völlig voneinander unabhängige Verkehrsprojekte formal zusammenzimmern müsse. Sie erinnerte die Verantwortlichen an die Volksweisheit, dass bestimmte Aussagen und Projekte ohne realen Gehalt „sehr kurze Beine haben“
}}
=== 18. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zu den Positionen der Landtagskandidaten
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Leere Lippenbekenntnisse für A 39
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Als „höfliche Pflichtübungen und bloße Lippenbekenntnisse“ hat der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 die Äußerungen von [[Politiker]]n zu dieser Autobahn bezeichnet. Zwar gebe es einige gemeinsame Papiere der norddeutschen Länder, in denen neben anderen Straßen- und Schienenbauprojekten auch die A 39 mit erwähnt werde: „Hier wollte man offensichtlich die schwache A 39-Polit-Lobby in unserem Raum nicht verprellen und ihr die A 39 als Wahlkampfthema belassen“, so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, „aber in den zahlreichen Presseverlautbarungen aus Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein oder Hamburg wird die A 39 zumeist nicht erwähnt.“
Letztes Beispiel sei die Neujahrsansprache von Prof. Dr. Goehrmann, dem Präsidenten der IHK Hannover, in der er als „dringend notwendige Verkehrsprojekte“ lediglich die Küstenautobahn A 22 und den sechsspurigen Ausbau der A 1 und A 7 forderte. Analog dazu sei in einem Forderungskatalog des Hamburger Bausenators Gedaschko in der Zeitung der Metropolregion Hamburg die A 39 ausdrücklich nicht erwähnt worden. Auch der Präsident der Handelskammer Hamburg fordere als „prioritäre Straßenbauprojekte“ den sechsspurigen Ausbau der A 7, den Weiterbau der A 20 in Richtung Westen (Küstenautobahn A 22) und die A 21 als Ostring um Hamburg. Viele ähnliche Äußerungen zur Favorisierung der A 22, so Frau Niemann, gebe es von den Bundesministern Tiefensee und Gabriel, von [[Christian Wulff|Ministerpräsident Wulff]] oder von [[Verkehrsminister Hirche]].
All dies sei letztlich nicht verwunderlich, so Autobahn-Gegnerin Niemann, weil die A 39 lediglich ein überholtes [[Landtagswahl]]kampf-Projekt aus alten „Schröder-Zeiten“ sei, das nie ein nachvollziehbares [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] habe aufweisen können. Diejenigen, die jetzt „diesen toten Gaul“ im Wahlkampf wieder reiten wollten, forderte Dachverbandssprecherin Niemann zu mehr „Verantwortung für unsere Region“ auf: Solange das „Sankt-Nimmerleins-Projekt“ A 39 noch im vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s verharre, blockiere es den dringenden Ausbau der B 4 mit Ortsumgehungen und die Realisierung weiterer alternativer Verkehrskonzepte.
}}
=== 15. Januar ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu den Positionen der Landtagskandidaten ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
'''<big>Unglaubwürdige Wahlkämpfer</big>'''
[[Presseberichte_Januar_2008#Landeszeitung_zu_den_Positionen_der_Landtagskandidaten|"Alle wollen in Bildung investieren", LZ vom 4. Januar]]
Bei der LZ-Befragung der Landtagskandidaten "verspricht" Herr [[Bernd Althusmann|Althusmann]] ([[CDU]]) in Sachen A 39 den "größtmöglichen [[Lärm]]schutz, möglichst mit [[Tunnel]]lösung". Allein schon das inhaltsleere Wort vom "größtmöglichen" (?) Lärmschutz offenbart, dass man hier die Not der Anwohner als wahltaktische Spielmasse nutzt. Was die brauchen, ist der Einsatz für einen wirksamen [[Lärm]]- und [[Immissionsschutz]] sofort!
Dieses Anliegen mit der unsinnigen A 39 zu verknüpfen, ist ohnehin nicht sehr redlich zu einer Zeit, in der die Landesregierung dieses ehemalige [[SPD]]-Wahlkampf-Projekt aus dem Jahre 2002 ganz offensichtlich weit hinter der geplanten Küstenautobahn A 22 platziert. Das weiß Herr [[Bernd Althusmann|Althusmann]] genauso wie Frau [[Andrea Schröder-Ehlers|Schröder-Ehlers]] ([[SPD]]), aber auch sie setzt bei der Befragung ihren A-39-Eiertanz fort: Die A 39 fordern und gleichzeitig gegen sie klagen. Peinlich, wenn sie dabei das längst widerlegte Argument von den "A39-[[Arbeitsplätze]]n" wieder hervorkramt.
Herr Gödecke (Freie Wähler) macht als Auch-A39-Befürworter eine besonders schwache Figur, wenn er behauptet, die A 39 sei eine "Verbindung in den Osten": Eine abstruse Äußerung angesichts der "Hosenträger-Lösung", die aus zwei parallel verlaufenden Nord-Süd-Autobahnen A 39 und A 14 bestehen würde! Eine Partei, die mit den Slogans "Bürgerbewegungen in den Landtag" und "Wenn Politik auf Fakten trifft" wirbt, positioniert sich hier - gegen alle Fakten - deutlich gegen die vielen wirklichen Bürgerbewegungen gegen die A 39.
Alle diese Landtagskandidaten, die einerseits mehr als eine Milliarde Euro für eine komplett schuldenfinanzierte Nonsensautobahn ausgeben wollen und gleichzeitig mehr Investitionen in Bildung versprechen, machen sich unglaubwürdig. Wann endlich hat einer von ihnen die Ehrlichkeit und die Courage, zumindest für eine faire und gleichberechtigte Untersuchung der Alternativen zur A 39 einzutreten - z.B. für den bedarfsgerechten und regionaldienlichen Ausbau der B 4 mit Ortsumgehungen?
}}
=== 16. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Podiumsdiskussion "Landtagskandidaten positionieren sich zur A39"
|Headline=Schlagabtausch zum Autobahnbau
|Untertitel=A 39-Gegner klagen über Lärm an Ostumgehung - Politiker beziehen bekannte Positionen
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Entscheidung, dass die geplante A 39 auf die [[Ostumgehung]] kommt, steht seit vergangenem Sommer mit Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s. Anwohner in Lüne, Moorfeld und am Ebensberg fürchten, dass sie künftig noch mehr in [[Lärm]] und [[Abgas]] ersticken. Die Bürgerinitiative Lüne/Moorfeld und die Aktion Lebensberg e.V. holten die Landtagskandidaten [[Bernd Althusmann]] ([[CDU]]), [[Andrea Schröder-Ehlers]] ([[SPD]]) und [[Andreas Meihsies]] ([[Grüne]]) aufs Podium im Lokal Lim's in Erbstorf, damit sie sich zur A 39 positionieren. Das Ergebnis: bekannte, oft diskutierte Standpunkte.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Ausführungen von Dr. Peter Pez, Verkehrsgeograph der Leuphana Universität Lüneburg, zur Frage: Führt eine Autobahn wirklich zu Wirtschaftsansiedlungen? Ein Argument, das Befürworter nutzen. Dr. Pez ist bekannter Kritiker dieser These, führte mit Zahlen und Beispielen aus, dass aus seiner Sicht der Autobahnbau nur ein marginaler Faktor für die Wirtschaft sei. Die A 250 habe zum Beispiel nur zu kleinen Betriebsverlagerungen geführt. Aus verkehrlicher Sicht plädiert er für der Ausbau der B 4 und Ortsumgehungen.
Sollte aufgrund des Fachkräftemangels nicht lieber in Bildung statt in Autobahnen investiert werden? Das wollte Moderator Dr. Frank Andraschko von den Landtagskandidaten wissen. [[Bernd Althusmann]], bekanntlich Befürworter des Autobahnbaus, machte klar: Das Land investiere allein in diesem Jahr vier Milliarden in Bildung und fest stehe trotzdem, die A 39 komme. Jetzt könne es nur darum gehen, sich für den besten [[Lärm]]schutz einzusetzen. Doch da zeigten sich viele der 150 Besucher der Veranstaltung kritisch. Schon jetzt sei die [[Lärm]]belästigung enorm, beim [[Lärm]]schutz würde die Politik immer nur vertrösten.
Für [[Andrea Schröder-Ehlers]] sind Investitionen in Bildung und Infrastrukturmaßnahmen gleichermaßen wichtig. Da die Verkehrszahlen zunehmen würden, sei es wichtig, in Straße, Schiene und Wasserwege zu investieren. Denn die Infrastruktur zähle neben anderen Standortfaktoren für Firmen als Ansiedlungskriterium. Auch sie signalisierte: Optimaler [[Lärm]]schutz muss in Zusammenhang mit der A 39 her. Der sei jedoch erst im Zuge der Baumaßnahme möglich.
Nein zur A 39 sagt [[Andreas Meihsies]] "seit 15 Jahren". Für ihn haben Investitionen in Bildung klare Priorität. [[Die Grünen]] würden alle Autobahnprojekte ablehnen und Meihsies ist gewiss: Die Klimaschutz-Diskussion werde zu einem Umdenken führen, Prognosen über zunehmenden Verkehr ad absurdum führen. 2013 werde man andere Probleme haben als den Bau einer Autobahn, orakelte er. Für die Bürger im Saal blieb allerdings die Sorge, dass sie beim [[Lärm]]schutz in die Röhre gucken.
}}
=== 7. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=AlZ
|Thema=zur Aktion "Wolf im Schafspelz" für Sigmar Gabriel
|Headline=Wolf im Schafspelz für den Umweltminister
|Untertitel=Gegner der A 39 legen Sigmar Gabriel ihre Bedenken dar – Liste mit Forderungen in Hankensbüttel übergeben
|Autor=rn
|Ort=Hankensbüttel
|Link=
|Text=„Klimaschutz geht alle an“ – mit dieser Botschaft kam Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nach Hankensbüttel. Empfangen wurde er dort mit einer anderen Botschaft: „Keine A-39“. Autobahngegner hatten sich im Bürgerhaus versammelt und überreichten ihm eine Liste mit Forderungen und einen Wolf im Schafspelz. Das Plüschtier sei als Gedächtnisstütze gedacht, erläuterte Uwe Bilau. Der Sprecher der Initiative Keine A 39 im Isenhagener Land sagte, Gabriel solle seinen Einfluss als Umweltminister stärker nutzen. Man erwarte von ihm, Alternativen zum Bau der A 39 „ernsthaft zu prüfen“, sagte Bilau . Und Eckehard Niemann, Chef des Dachverbands der A-39-Gegner, ergänzte: „Wir denken an den vierspurigen Ausbau der B 4.“ Als weitere Forderung listeten die A-39-Gegner auf, vorhandene Bahnstrecken und Wasserwege wiederzubeleben. Letztlich erwarten sie vom Bundesumweltminister, einen A-39-Planungsstopp zu erwirken, so Bilau. Gabriel nahm den Wolf im Schafspelz schmunzelnd entgegen, ließ sich aber nicht auf Wortgefechte ein. Denn Thema sollte in Hankensbüttel der Klimagipfel auf Bali sein. Der Bundesumweltminister verdeutlichte, dass Arbeit, Bildung und Klimaschutz miteinander verzahnt sind: „Für Klimaschutz brauchen wir nämlich Hochtechnologie.“ Die wird nur dann in Deutschland entwickelt, wenn die Jobs attraktiv sind: „Für eine gute Umwelt brauchen wir gute Arbeit. Und die gibt es nur für gute Löhne“, stellte Gabriel fest. Zuvor hatte sich Gabriel über das Drömling-Projekt, das Otterzentrum Hankensbüttel und auch die Ise-Renaturierung informiert.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=GR
|Thema=zur Aktion "Wolf im Schafspelz" für Sigmar Gabriel
|Headline=Plüsch-Wolf soll Minister ermahnen
|Untertitel=Umweltpolitiker Sigmar Gabriel besucht den Drömling – Bürgerinitiativen demonstrieren gegen Autobahn 39
|Autor=Von Dieter Prüschenk
|Ort=Hankensbüttel
|Link=
|Text=Klimawandel und Umweltpolitik einerseits, örtliche Projekte andererseits: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ([[SPD]]) bereiste am Sonnabend Gifhorn, Rühen und Hankensbüttel.
Die Bürgerinitiativen gegen den Bau der A 39 nutzten die Vortragsveranstaltung mit Gabriel im Bürgerhaus Hankensbüttel für eine friedlichen Protest. Rund 30 Gegner der Autobahn empfingen den Bundesumweltminister und machten in weißen [[T-Shirt]]s mit dem Aufdruck "Keine A 39" auf sich aufmerksam.
"Wir erwarten von Ihnen, dass Sie sich an Ihre Zusage halten, und Alternativen zur A 39 wie zum Beispiel den Ausbau der Bundesstraßen oder der Wasserstraßen und Bahnstrecken prüfen lassen", erklärte Uwe Bilau, einer der Sprecher der Initiativen. Er überreichte Gabriel einen Plüschwolf, "damit Sie sich immer an Ihre Zusage erinnern und nicht Wolf im Schafspelz werden."
Schmunzelnd nahm der Minister das Stofftier entgegen. "Ich werde Ihre Argumente im Bundesverkehrsministerium vortragen", versprach Gabriel. Aber aus Gründen der Fairness wolle er auch klar stellen: "Wir brauchen die A 39 und ich gehöre nicht zu den A-39-Gegnern."
Auch der Forderung aus Zuhörerkreisen nach einer Reaktivierung der OHE-Bahnstrecke von Wittingen nach Wolfsburg mochte er nicht ohne weiteres zustimmen: "Sie lehnen die Autobahn ab und andere lehnen eine Bahnstrecke ab."
Gabriels Kernaussage in seinem kurzen Referat vor etwa 100 Zuhörern über das Problem des Klimawandels: Umweltpolitik versagt ohne eine erfolgreiche Entwicklungs- und Bildungspolitik.
In Rühen informierten Landrätin Marion Lau und Antje Präger vom Landkreis sowie Wilfried Sievers und Martin Zenk vom Naturschutz Bromer Land den Minister über das Projekt "Niedersächsischer Drömling". Dort werden mit Bundesmitteln unter anderem landwirtschaftliche Flächen für die erweiterte Nutzung aufgekauft und der Grundwasserstand durch wasserbauliche Maßnahmen höher gelegt.
}}
=== 4. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Positionen der Landtagskandidaten
|Headline=Alle wollen in Bildung investieren
|Untertitel=Was sich die Landtagskandidaten im Wahlkreis 49 für die Region Lüneburg vorgenommen haben
|Autor=as/ul
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Sie putzen jetzt Klinken, ihre Konterfeis zieren die Alleen, ihre Terminkalender quellen über. Die Landtagskandidaten im Wahlkreis Lüneburg (49) sind bis zur Wahl am 27. Januar auf einem politischen Parforceritt. Die Bürger interessiert natürlich: Was tun sie für die Region? Die LZ hakte bei [[Bernd Althusmann]] ([[CDU]]), [[Andrea Schröder-Ehlers]] (SPD), [[Andreas Meihsies]] ([[Grüne]]), Martin Gödecke (Freie Wähler), [[Malte Riechey]] ([[Die Linke]]) und Karol Langenbrink ([[FDP]]) nach.
* '''[[Bernd Althusmann]]''' ([[CDU]]): {{mark|Damit die [[Arbeitslosigkeit]] in der Region weiter sinkt, müssen viele Firmen aus der Süderelbe-Region hier angesiedelt werden. Deshalb muss das Güterverkehrszentrum ausgebaut werden. Für die A39 verspreche ich den größtmöglichen [[Lärm]]schutz, möglichst die [[Tunnel]]lösung.}} Mit allen Kräften werde ich mich für die Verbesserung des ÖPNV nach Hamburg einsetzen.<br>Und ich werde mich dafür stark machen, dass noch mehr Städtebaufördermittel nach Lüneburg und ins Umland fließen, zum Beispiel für StoV, Wittenberger Bahn, Wasserviertel, aber auch Bardowicker und Gellerser Projekte.<br>Beitragsfrei werden sollen alle Kitas. In Stadt und Kreis sollen weitere Ganztagsschulen entstehen mit mehr Lehrern. Und ich werde mich dafür einsetzen, dass die Universität Lüneburg 30 bis 40 neue Professorenstellen erhält und 100 Millionen Euro EU-Mittel fließen für eine Verzahnung von Wirtschaft und Uni. Außerdem stehe ich für die Sicherung des Theater Lüneburgs als Drei-Sparten-Haus über 2013 ein.
* '''[[Andrea Schröder-Ehlers]]''' ([[SPD]]): Als Abgeordnete werde ich dafür sorgen, dass die Menschen in der Region endlich wieder eine Stimme in Hannover haben. Die Stadt und die Gemeinden müssen bei ihren Investitionen unter anderem in Krippen, Kitas, Schulen, Sporthallen, das Klinikum oder das Theater stärker als bisher unterstützt werden. {{mark|Außerdem ist es mir sehr wichtig, dass die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur durchgesetzt werden. Wir brauchen das 3. Gleis, die Erweiterung des Schiffshebewerkes und des Lüneburger Hafens und die A 39. Das stärkt den Standort, schafft und sichert [[Arbeitsplätze]]}}.<br>Wir brauchen mehr Qualität und mehr soziale Gerechtigkeit in der Bildung, sprich: zurück zur Lernmittelfreiheit, zu kleineren Klassen und einer besseren Unterrichtsversorgung. Wenn die Eltern in der Region dies wünschen, dann bin ich für die Einrichtung einer Gesamtschule nach skandinavischem Vorbild. Und die Uni muss endlich so ausgestattet werden wie die anderen Unis im Land. Die Untersuchungen zu den Leukämiefällen in der Nähe von Atomkraftwerken müssen sofort intensiviert werden.
* '''[[Andreas Meihsies]]''' ([[Grüne]]): Schwerpunkte meiner zukünftigen Arbeit werden sein: Die Aufklärung der Leukämie-Erkrankungen in der Elbmarsch. {{mark|Die Verhinderung der A39 und als Alternative der Ausbau der B4 mit Ortsumgehung.}} Außerdem gilt es, das geplante Atomendlager Gorleben zu verhindern. Die Universität Lüneburg ist ein wichtiger Standortfaktor. Sie muss unbedingt finanziell besser ausgestattet werden. Um noch ein stärkeres Profil zu bekommen, halte ich die Einführung von neuen Studiengängen für sinnvoll. Ein Baustein im Rahmen der Regionalentwicklung wird sein, die Tourismus-Region Lüneburg noch positiver zu vermarkten.
* '''[[Malte Riechey]]''' ([[Die Linke]]): Die Linke fordert den Ausbau des Schulzentrums Kreideberg zu einer integrierten Gesamtschule. Dies haben auch Schüler- und Elternrat für Lüneburg gefordert. Unser Dreigliedriges Schulsystem ist ungerecht und hat die höchste soziale Selektion in allen westlichen Ländern. Seit Einführung der Studiengebühren gibt es immer weniger Studierende in Lüneburg. Die Linke fordert eine gebührenfreie Bildung. Zudem wollen wir die Lernmittelfreiheit wieder herstellen. Lüneburger Betriebe, die nicht ausbilden, zahlen eine Ausbildungsumlage, die denen zufließt, die ihre Ausbildungsverpflichtungen erfüllen.<br>Lüneburg musste einen Millionenkredit zum Erwerb des Landeskrankenhauses aufnehmen. Die Rekommunalisierung von Krankenhäusern oder Stadtwerken darf aber nicht zu Lasten der Städte und Gemeinden gehen. Mit der Linken wird es keine Privatisierungen der öffentlichen Daseinsvorsorge geben, sie gehört in öffentliche Hand. Sie fordert den Ausbau des öffentlichen Beschäftigungssektors für Lüneburg. Es soll einen Mindestlohn von 8 Euro bei der Vergabe öffentlicher Aufträge geben. Außerdem will Die Linke, dass die EU-[[Ziel-1-Mittel]] für soziale Projekte und nicht für touristische Prestigeprojekte fließen.
* '''Karol Langenbrink''' ([[FDP]]): Er will modernes Familienmanagement ermöglichen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, setzt sich für Existenzgründungs- und Innovationsförderung ein, will die Betriebsnachfolgen stützen und die Ansiedlung von Unternehmen fördern, Stichwort Ausbau des Gewerbegebietes Bilmer Berg II.<br>Bildung: Die Eigenverantwortliche Schulen und die Schulinspektion müssten ausgebaut werden und die Schulen vor Ort unterstützen und begleiten. Frühkindliche Bildung und Betreuung sind wichtig, Bildung ist als höchstes Integrationsmittel zu nutzen.
* '''Martin Gödecke''' (Freie Wähler) will sich schwerpunktmäßig für mehr Sicherheit in Stadt und Kreis Lüneburg einsetzen, dazu "muss die Zahl der Polizeibeamten erhöht werden". Eine Herzensangelegenheit ist für ihn der Bau der Elbbrücke, verhindern dagegen will er das Audimax von Stararchitekt Daniel Libeskind: "Das ist ein Prestigeprojekt, das die Uni nicht braucht, das Geld sollte besser in Lehrmittel und -kräfte investiert werden." {{mark|Die geplante Autobahn 39 hingegen befürwortet er. Einziger Kritikpunkt: "Sie ist eine Verbindung in den Osten und damit zu den Billiglohnländern."}}}}
{{Pressefuss|Dezember 2007|Februar 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ad8ed59115a0076f6a74f7c233954dec1caf5a96
Presseberichte Februar 2008
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2008-02-19T10:28:42Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 18. Februar ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zu voreiligen Vermessungsarbeiten
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=A-39-Vorarbeiten dem Rechnungshof gemeldet
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Nachdem durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für die Zeit ab 3. März 2008 Vermessungsarbeiten entlang der Vorzugstrasse der geplanten A 39 angekündigt wurden, hat der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39 den Bundesrechnungshof darüber informiert und um Überprüfung der Rechtmäßigkeit dieser „Vorarbeiten“ gebeten. Bereits im Dezember hatten die A-39-Gegner die Straßenbaubehörde sowie Bundes- und Landesministerien darauf hingewiesen, dass solche Maßnahmen außerhalb des vorgeschriebenen Rechtsrahmens getätigt würden: Sie erfolgten nämlich zeitlich vor der [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium, die ja der Überprüfung der Ergebnisse des [[Raumordnungsverfahren]]s ([[Landesplanerische Feststellung]]) diene und folglich auch zur Ablehnung der von den Planern vorgeschlagenen Vorzugsvarianten-Trasse führen könne.
„Dann würden auch die vorzeitig erfolgten Ausschreibungen, Vermessungen und Untersuchungen mit all ihren Kosten in der Verwaltung und bei den anbietenden Planungsbüros hinfällig“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „außerdem werden so die Fristen für Meinungsbildung und Einflussnahme bewusst beschnitten!“ Es gehe nicht an, dass eine Landesbehörde die Rolle des Bundesverkehrsministeriums im Gesamtverfahren zu einer bloßen Lappalie und Formsache herabstufe.
Im übrigen zeige sich, so Frau Niemann, auch an diesem Beispiel die Widersprüchlichkeit der A-39-Planung: Während die Lüneburger Landesplaner stur und übereifrig ihren Planungsauftrag erfüllten, werde auf politischer Ebene – trotz aller A-39-Beteuerungen - die Realisierung der ehemaligen und jetzt überholten Schröderschen Wahlkampfautobahn auf die lange Bank verschoben. So gebe es sieben Monate nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s immer noch keinen Terminplan für die [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium (die normalerweise nach sechs Monaten abgeschlossen sein müsste). Es deute sich an, dass im niedersächsischen Koalitionsvertrag die A 39 zwar mitgenannt werde, gleichzeitig aber die konkurrierende Küstenautobahn A 22 noch weiter beschleunigt realisiert werden solle. Die Fortsetzung der A-39-Planungen diene lediglich der Beruhigung und dem Hinhalten der regionalen A-39-Lobby im Bereich der IHK Lüneburg-Wolfsburg. „Dieser unnützen Verschleuderung von Steuergeldern“, so Annette Niemann, „könnte der Bundesrechnungshof ein Ende bereiten.“
}}
=== 13. Februar ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur Favorisierung des Ausbaus von Bundesstrassen
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Ost-West-Bundesstraßen statt Hosenträger
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Die geplante A 39 wird nach Einschätzung der 35 Bürgerinitiativen gegen diese Autobahn nicht nur an Verfahrensmängeln, Naturschutz- und Finanzierungsproblemen, konkurrierenden Verkehrsprojekten und dem breiten Widerstand entlang der Trasse scheitern. „Jetzt franst dieses Projekt auch deutlich an den Seiten aus“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „die parteipolitisch motivierte Vernachlässigung der Bundesstrassen in Ost-West-Richtung rächt sich bereits jetzt sehr deutlich.“ Frau Niemann verweist dabei auf den zunehmenden Verkehr auf der B 216 (Lüneburg - Dannenberg/Salzwedel), auf die Belastung von Orten wie Hanstedt, Növenthien, Bergen oder Kakerbeck an der B 71 (Uelzen-Salzwedel) und auf die Vernachlässigung der Ost-West-Bahnlinien.
Die [[Verkehrsuntersuchung Nordost]] ([[VUNO]]) habe 1995 und 2002 sehr eindeutig den Ausbau der B 4 und der Bundesstraßen in Richtung Osten gefordert. Davon sei Kanzler Schröder in den Landtagswahlkämpfen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt aus kurzsichtigen Partei-Interessen abgewichen – zugunsten der unsinnigen Nord-Süd-Hosenträger-Autobahnen A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) und A 14 (Schwerin-Magdeburg).
Der damit verbundene Neubau einer Bundesstrassen-Querspange zwischen Salzwedel und Bodenteich werde mittlerweile auch in der Altmark von starken Bürgerinitiativen angegangen - zahlreiche Kommunal- und Landes[[politiker]] aller Parteien plädierten mittlerweile für den Ausbau der B 71. „Denn wer von Salzwedel nach Hamburg will oder umgekehrt“, so Frau Niemann, „der wird auch weiterhin die direkte Verbindung auf der B 71 nutzen und nicht den aufwendigeren und zudem bemauteten Umweg über Bad Bodenteich.“
Selbst die A 14-Planung scheine mittlerweile stark fehlerhaft, nachdem das Bundesverwaltungsgericht kürzlich eine strengere Berücksichtigung von [[FFH-Gebiete]]n in der Planung verlangt habe. Der BUND Sachsen-Anhalt habe das hilflose Angebot von Verkehrsminister Daehre, mehr als die vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen durchzuführen, mit dem Hinweis abgelehnt, dass bei Wegfall der A14-Pläne ja überhaupt keine Ausgleichsmaßnahmen nötig wären.
In Kürze wollen sich alle Bürgerinitiativen gegen A 39, A 14 und Querspange B 190n bei einem Treffen auf eine stärkere Kooperation bei bestimmten Aktionen verständigen. Annette Niemann: „Solange die A 39 und der perspektivlose Hosenträger im Verkehrswegeplan bleiben, sind alle die sinnvollen Verkehrsprojekte blockiert, die 2003 seinetwegen aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] gedrängt wurden.“
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur unzureichenden Überwachung des Tempolimits auf der sogenannten Ostumgehung
|Headline=Motorradfahrer im Visier
|Untertitel=[[Bild:LZ_2008_02_13_1.jpg|thumb|226px|Fotos: t&w]]
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Von Motorradfahrern, die
sich auf der [[Ostumgehung]]
nicht an Tempo 100 halten
und rasend [[Lärm]] machen,
fühlen sich Anwohner gestört. Die Polizei solle mehr
kontrollieren.
{{o}} '''Seite 3'''
----
'''<big>Klagen über laute Motorradfahrer</big>'''
'''Anwohner der Umgehung fordern Kontrollen'''
[[Bild:LZ_2008_02_13_2.jpg|thumb|480px|left|'''Anwohner etwa am Klosterkamp und der Apfelallee stören Motorradfahrer, die laut über die [[Ostumgehung]] sausen: Viele hielten sich nicht an das Tempolimit von 100 km/h.''']]
Kaum steigen
die Temperaturen, brechen Motorradfahrer
zu Ausfahrten auf.
Das nerve Anwohner der [[Ostumgehung]],
schreibt Ratsherr
Holger Reinecke ([[FDP]]) in einem
offenen Brief an die Lüneburger
Polizei: „Ein großer Teil
der Motorradfahrer meint offenbar,
dass die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der
[[Ostumgehung]] für sie nicht gelten.
Vielmehr nutzen sie diese
Straße als Rennstrecke.“ Sie
würden zudem mehrmal hin
und her fahren.
Polizeichef Hans-Jürgen Felgentreu
kontert die Forderung
nach zusätzlichen Überwachungen:
Die B4 gehöre zu den
am häufigsten kontrollierten
Straßen im Kreis, immer wieder
werde dort geblitzt. Zudem habe
die Polizei je nach Witterung
und Saison ein Auge auf Fehlverhalten
von Motorradfahrer.
Generell habe man bei Sicherheitsaktionen aber die B195 im Amt Neuhaus im Fokus. Denn dort gebe es in der warmen Jahreszeit immer wieder Unfälle mit Verletzten und Toten.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=kündigt voreilige Vermessungsarbeiten an
|Headline=Vermessungen bis Ende Mai
|Untertitel=Autobahn 39
|Autor=hr
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/13/847188.html Quelle]
|Text=Die Vorarbeiten für den Bau der A 39 im Bereich Lüneburg beginnen: Zur Vorbereitung der weiteren [[Planung]] werden ab Mitte Februar bis etwa Ende Mai im Bereich Lüneburg Vermessungsarbeiten vorgenommen, so die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau in Lüneburg. Zeitgleich sollen die Kartierungen der Tierwelt beginnen.
}}
{{LP-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Wahlkampthema A39 ====
{{LB|Renate Niemann<br>Varendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Die A 39-Befürworter schaden unserer Region</big>'''
Zu: Bau der geplanten Autobahn 39, LP vom 30. Januar
Nachdem viele [[Politiker]] schon
merklich leiser in Sachen A-39-Befürwortung geworden waren,
wurde das Thema im Wahlkampf
von etlichen wieder hochgezogen.
Wohl eher aus Mangel
an profunderen Konzepten für
unsere Region – denn das [[Arbeitsplätze|Argument mit den Autobahn-Arbeitsplätzen]]
ist doch widerlegt!
Die A-39-Befürworter haben
mit diesem reinen Wahlkampf-Gerede unserer Region geschadet:
Denn solange Schröders
überholte Wahlkampf-Autobahn
noch im vordringlichen Bedarf
des [[Bundesverkehrswegeplan]]s
steht, solange werden die wirklich
dringenden Verkehrsprojekte
in unserer Region blockiert: Der
Ausbau von Teilen der B 4 mit
den wenigen noch erforderlichen
Ortsumgehungen wurde ja wegen
der A 39 aus dem Verkehrswegeplan
gekippt – er könnte
schon 2009 wieder hinein!
Dies ist umso dringender, weil
die Landespolitiker außerhalb
unseres IHK-Bezirks längst andere
Prioritäten setzen – nämlich
für die Küstenautobahn
A 22 als Verlängerung der Ostseeautobahn
und der A 20 von
Glückstadt nach Westerstede,
u.a. als Verbindung zwischen
den Nordseehäfen Hamburg und
Wilhelmshaven. Auch von Bundespolitikern
und [[Christian Wulff|Ministerpräsident Wulff]]
gibt es deutliche Aussagen
in diese Richtung. Zwei
100-km-Autobahnen aber wird
Niedersachsen auf absehbare
Zeit nicht bewilligt bekommen.
Das Schein-Argument von
der angeblichen „Hinterland-Anbindung“ der Seehäfen durch
die A 39 fällt ebenso in sich zusammen,
weil die Vertreter der
Hamburger Wirtschaft die
A 39 zwar höflicherweise und
proporzmäßig mit in gemeinsame
norddeutsche Papiere aufnehmen,
bei ihren Forderungs-Verlautbarungen in den Medien
die A 39 aber überhaupt nicht
mehr erwähnen.
Da ist es gut, dass Bundesumweltminister Gabriel seine Unterstützung zugesagt hat, durch neue Gutachten die Realisierungsmöglichkeiten von Alternativen zur A 39 prüfen zu lassen.
}}
=== 8. Februar ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu voreiligen Vermessungsarbeiten ====
{{LB|Martin Knoop<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Auf Kosten des Steuerzahlers</big>'''
[[Presseberichte_Januar_2008#Landeszeitung_k.C3.BCndigt_voreilige_Vermessungsarbeiten_an|A 39-Trasse wird vermessen, LZ vom 30. Januar]]
Nach wie vor steht die [[Linienbestimmung]] für den Trassenverlauf der A 39 aus. Dennoch starteten die Vermessungsarbeiten Mitte Februar. Hier wird wohl auf Kosten der Steuerzahler der zweite vor dem ersten Schritt gemacht; denn wenn die [[landesplanerische Feststellung]] durch Berlin verneint werden sollte, sind die Vermessungsarbeiten vollkommen wertlos.
}}
=== 2. Februar ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur politischen Kultur Sigmar Gabriels ====
{{LB|Peter Weerda<br>Aktion Lebensberg e.V.<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Über politische Kultur</big>'''
[[Presseberichte_Januar_2008#Landeszeitung_zum_Empfang_des_Bundesumweltministers_bei_den_Umwelt-Filmtagen|Umweltfilmtage Eröffnung mit Minister Gabriel, LZ vom 28. Januar]]
[[Bild:LZ 2008 02 02 1.jpg|thumb|300px|'''Umweltminister Sigmar Gabriel im Gespräch mit Autobahngegnern bei den Umweltfilmtagen in Lüneburg, rechts OB Mädge. Foto: A/t&w''']]
Umweltminister Sigmar Gabriel schrieb den Verbänden und Bürgerinitiativen bei der Eröffnung der Umwelt-Filmtage eine fehlende "politische Kultur" ins Stammbuch. Zur politischen Kultur des heutigen Umweltministers möchte ich ergänzen:
Sigmar Gabriel war als niedersächsischer Ministerpräsident meines Erachtens sehr tief in das politische Geschacher um das Verkehrsprojekt [[VUNO]] einbezogen. Im Juni 2002 war er für die Einigung auf den sich jetzt in der Planung befindlichen Hosenträger (I-Variante) mitverantwortlich. Er selber war es, der in einer Landtagsrede im Mai 2003 von G-, H-, X-Varianten sprach und sich selbst für politisch verantwortlich fühlte. Und Gabriel war es auch, der am 25. Februar 2004 in Lüneburg vom Umweltverein Gellersen dazu aufgefordert wurde, Stellung zu den [[VUNO]]-Ergebnissen zu nehmen. Es sagte darauf, die [[VUNO]] kenne er nicht, daher könne er auch nichts dazu sagen. Ist diese "Gedächtnislücke" Teil der politischen Kultur eines Herrn Gabriel?
Auch Herr Gabriel gehört hier zu den vielen Politikern, die getreu ihres politischen Credos fortwährend die inhaltliche Auseinandersetzung mit der A 39 und ihren Alternativen scheuen und stattdessen lieber den Kritikern ihr Recht auf Kritik absprechen. Das finde ich schon eine "bemerkenswerte" Form der politischen Kultur.
}}
{{Pressefuss|Januar 2008|März 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Fotoarchiv 2006
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2008-02-22T00:09:19Z
Detlef
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/* 2.4.: Infoveranstaltung am Kloster Lüne */
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Dies sind alte Fotos aus dem Jahr 2006.
* [[Aktuelle Fotos]]
<div class="Presse">__TOC__</div>
Vorschaubilder anklicken ...
= 2006 =
== 11.11.: Eröffnung unserer Plakataktion "[[Ich liebe Lüneburg]], weil...,deshalb KEINE A39" ==
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== 04.11.: Laternenumzug als Demo gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ==
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== 13./20./27.10.: 3 Freitags-Mahnwachen Aktion Brückenschlag ==
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Bild:mw2ou_001.jpg|Immer wieder Präsenz
Bild:mw2ou_002.jpg|..zeigen gegen die A39
Bild:mw2ou_003.jpg|..in der Stadt
Bild:mw2ou_004.jpg|..und überhaupt !
Bild:1mwou.jpg|Auch mit kleinen
Bild:Keine-A39_4376.jpg|..Aktionen wird die
Bild:Keine-A39_4374.jpg|..Sinnhaftigkeit der
Bild:Keine-A39_4366.jpg|..A39 in Frage gestellt !
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== 7.10.: Demo gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ==
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Bild:Keine-A39_4204.JPG|Rege Beteiligung..
Bild:Keine-A39_4205.JPG|.. an unserer..
Bild:Keine-A39_4207.JPG|.. Demo.
Bild:Keine-A39_4211.JPG|Verena Fiedler begüßt die Teilnehmer
Bild:Keine-A39_4215.JPG|Stefanie Becker zur Betroffenheit des..
Bild:Keine-A39_4217.JPG|.. Stadtteils und Arbeit der BI-Lüne-Moorfeld
Bild:Keine-A39_4220.JPG|Wie bei unserer Aktion..
Bild:Keine-A39_4221.JPG|.. "[[Menschenkette]]"..
Bild:Keine-A39_4222.JPG|.. ist der Fußweg gesäumt mit..
Bild:Keine-A39_4223.JPG|.. rot gekleideten Menschen, ..
Bild:Keine-A39_4224.JPG|.. die ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen.
Bild:Keine-A39_4225.JPG|.. selbst auf der anderen Strassenseite.
Bild:Keine-A39_4231.JPG|EIN..
Bild:Keine-A39_4234.JPG|.. STADTTEIL..
Bild:Keine-A39_4235.JPG|.. SIEHT..
Bild:Keine-A39_4238.JPG|.. ROT!
Bild:Keine-A39_4239.JPG|"A39-Ausfahrt Lüne" NEIN DANKE!
Bild:Keine-A39_4242.JPG|Ca. 250 Teilnehmer!
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Bild:Keine-A39_4255.JPG|
Bild:Keine-A39_4261.JPG|Ein Thema auch bei den Kindern
Bild:Keine-A39_4265.JPG|.. schon jetzt fahren hier viel zuviele Autos.
Bild:Keine-A39_4269.JPG|Ausklang bei herrlichem Wetter, Dank an alle Teilnehmer!
Bild:Keine-A39_4271.JPG|.. Erleichterung nach gut gelaufener Aktion.
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== 3.10.: Sülfmeisterumzug mit 50.000 Zuschauern in Lüneburg ==
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Bild:sm2.jpg|"[[Schutzgut Mensch]]" gemeinsam mit ..
Bild:sm3.jpg|"Hamstern und Grashalmen" gegen die A39
Bild:sm1.jpg|Heinrich der Löwe unterstützt unseren Protest
Bild:Sülmeisterumzug_4170.jpg|Dezent präsent!
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== 21.9.: Besuch im Bundestag ==
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Bild:bt1.jpg|Abordnung der BI in Berlin
Bild:bt2.jpg|Vor dem Bundestag
Bild:bt3.jpg|Erste Interviews
Bild:bt6.jpg|Kuppelblick
Bild:bt4.jpg|Diskussion mit [[Hedi Wegener]]
Bild:bt5.jpg|Plakatgeschenk und [[Postkarten für den Verkehrsausschuss]]
</gallery>
== 16.9.: Mahnwache an der Johanniskirche anlässlich der 600-Jahrfeier des Johanneums ==
<gallery>
Bild:jk1.jpg|Wir gratulieren...
Bild:jk2.jpg|unserer alt-ehrwürdigen Bildungsstätte vor Ort...
Bild:jk3.jpg|und wünschen weiterhin gute...
Bild:jk4.jpg|Bildungsbedingungen statt Asphalt und Beton durch die A39!
</gallery>
== 2. und 9.9.: Wahlprüfstein vor der [[Kommunalwahl]] in der Lüneburger Innenstadt ==
<gallery>
Bild:kw1.jpg|Verwendung von Steuermitteln, Nachhaltigkeit, ...
Bild:kw2.jpg|Umweltschutz und [[Schutzgut Mensch]] sind die Themen zur A39
Bild:kw3.jpg|Nach der Runde durch die Fußgängerzone
</gallery>
== 27.8.: Stadtteilfest ==
=== Informationsstand ===
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Bild:T-Shirt.jpg|Die [[T-Shirts]] sind fertig!
Bild:T-Shirts Gruppe.jpg|Das Standteam, alles Größe L.
Bild:Plakat-Gruppe.jpg|[[Plakate]].
Bild:Infostand Internet.jpg|Präsentation unseres Internetauftrittes.
Bild:Infostand OB.jpg|OB [[Ulrich Mädge]] diskutiert ...
Bild:OB mit Verena.jpg|... und bleibt gerne etwas länger.
Bild:Infostand.jpg|Der Infostand im Überblick.
Bild:Infostand Andrang.jpg|Andrang bei unserer Aktion [[Ich liebe Lüneburg]].
Bild:Infostand Regen.jpg|Gute Stimmung trotz Regen.
</gallery>
=== Malwettbewerb ===
[[Bild:Malwettbewerb0.jpg]]
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Bild:Malwettbewerb.jpg|Die Malaktion wird sofort angenommen.
Bild:Malwettbewerb2.jpg|Andrang.
Bild:Malwettbewerb3.jpg|Eine Stadtsilhouette entsteht.
</gallery>
=== Fotoaktion [[Wir lieben Lüneburg]], weil ... ===
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Bild:Ich liebe_LG_117.jpg
</gallery>
== 13.7.: Aufbau unseres BI-Schildes an der Erbstorfer Landstraße ==
<gallery>
bild:sch1.jpg|Vorbereitende Arbeiten
bild:sch2.jpg|Nachbarschaftsgruppe aus dem Moorweg
bild:sch3.jpg|Fast geschafft
bild:sch4.jpg|BI-Schild gegenüber Loewe-Center
</gallery>
== 24.6.: [[Menschenkette gegen die A39]] und Demonstrationszug zum Marktplatz ==
<gallery>
Bild:IMG 1996.jpg|350 Anwohner..
Bild:IMG 2003.jpg|markieren zunächst..
Bild:IMG 2004.jpg|die [[Vorzugsvariante]]..
Bild:IMG 2006.jpg|im Stadtteil.
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Bild:IMG 2028.jpg
Bild:IMG 2029.jpg|Gemeinsam geht..
Bild:IMG 2030.jpg|es dann..
Bild:IMG 2031.jpg|durch die Stadt..
Bild:IMG 2032.jpg|zum Markt.
Bild:IMG 2033.jpg
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Bild:IMG 2047.jpg
</gallery>
=== Übergabe von mehr als 5000 Unterschriften gegen die A39 an den Oberbürgermeister ===
<gallery>
Bild:IMG 2100.jpg|Mehr als 5000 Unterschriften..
Bild:IMG 2054.jpg|gegen die A39..
Bild:IMG 2057.jpg|hat die BI-Lüne-Moorfeld..
Bild:IMG 2061.jpg|in den letzten Wochen gesammelt.
Bild:IMG 2064.jpg|Diese werden..
Bild:IMG 2065.jpg|dem Oberbürgermeister..
Bild:IMG 2066.jpg|nun öffentlich..
Bild:IMG 2068.jpg|übergeben.
Bild:IMG 2071.jpg|Als "Rolle" werden..
Bild:IMG 2074.jpg|mehr als 100 Meter..
Bild:IMG 2076.jpg|Unterschriften..
Bild:IMG 2077.jpg|eindrucksvoll..
Bild:IMG 2078.jpg|mit guten Wünschen..
Bild:IMG 2079.jpg|vor hunderten..
Bild:IMG 2080.jpg|Demonstranten..
Bild:IMG 2081.jpg|präsentiert.
Bild:IMG 2082.jpg|Zum Abschluss..
Bild:IMG 2084.jpg|gab es die Unterschriften..
Bild:IMG 2096.jpg|für den OB..
Bild:IMG 2098.jpg|auch in gebundener Form..
Bild:IMG 2083.jpg|als Erinnerung..
Bild:IMG 2092.jpg|und Mahnung.
Bild:IMG 2101.jpg|Nach der gelungenen Aktion
</gallery>
== 11.6.: Backstein-Domino in Lüneburg ==
<gallery>
Bild:bs4.jpg|3,5 Kilometer quer durch Lüneburg stehen Dominosteine
Bild:bs3.jpg|Streckenabschnitt der BI unterhalb der Michaeliskirche
Bild:bs1.jpg|Eine wackelige Sache wie auch die A39
Bild:bs2.jpg|Streckenabschnitt der SPD
Bild:bs5.jpg|Die Steine fallen..
Bild:bs6.jpg|und auch die A39 hält nicht stand.
Bild:bs8.jpg|Richtung Rathaus..
Bild:bs7.jpg|fallen Steine..
Bild:bs12.jpg|und Entscheidungen.
Bild:bs9.jpg|Schlussfigur auf dem Markt
Bild:bs10.jpg|Der letzte Stein ist gesetzt
Bild:bs11.jpg|Anlass zu Diskussionen
Bild:bs13.jpg|Die Welle rollt und siehe da..
Bild:bs15.jpg|Brot statt Asphalt und Beton durch die A39
</gallery>
== 9.5.: Informations- und Diskussionsveranstaltung der Stadt Lüneburg zum geplanten Trassenverlauf der A 39 in der Turnhalle der Schule Lüne ==
<gallery>
Bild:IMG 1015.JPG|Vor der Turnhalle werden..
Bild:IMG 1016.JPG|die Teilnehmer der Veranstaltung..
Bild:IMG 1017.JPG|von rot gekleideten BI-Mitgliedern..
Bild:IMG 1018.JPG|im Spalier empfangen.
Bild:IMG 1019.JPG|Bei der 1. Info-Veranstaltung..
Bild:IMG 1020.JPG|der Stadt am 30.3. ..
Bild:IMG 1021.JPG|und der Gründungsversammlung..
Bild:IMG 1022.JPG|der BI-Lüne-Moorfeld am 18.4. ..
Bild:IMG 1023.JPG|erwies sich die Aula..
Bild:IMG 1024.JPG|der Schule bei jeweils..
Bild:IMG 1025.JPG|ca. 150 Teilnehmern..
Bild:IMG 1026.JPG|als zu klein.
Bild:IMG 1027.JPG|Vor mehr als..
Bild:IMG 1028.JPG|300 Interessierten war..
Bild:IMG 1029.JPG|diesmal in der Turnhalle..
Bild:IMG 1030.JPG|auch die..
Bild:IMG 1031.JPG|Planungsbehörde vor Ort.
</gallery>
== 8.4.: Erste Aktionen im Stadtteil ==
<gallery>
Bild:fm2.jpg|Informieren zum Thema A39..
Bild:fm1.jpg|..und Einwendungen dagegen sammeln..
Bild:bi-bauchladen.jpg|..gehört zu den ersten Aktionen
</gallery>
== 2.4.: Infoveranstaltung am Kloster Lüne ==
<gallery>
Bild:Kl-8.jpg|Der Dachverband der BI´s gegen die A39..
Bild:kl10.JPG|fordert die Stärke..
Bild:kl11.JPG|der lokalen..
Bild:kl9.JPG|Betroffenheit.
Bild:kl1.JPG|In der..
Bild:kl2.JPG|folgenden..
Bild:kl3.JPG|Nacht wird..
Bild:kl4.JPG|die Bildung..
Bild:kl7.JPG|einer eigenen kreativen..
Bild:kl5.JPG|BI gegen die A39
Bild:kl6.JPG|im Stadtteil organisiert.
</gallery>
[[Kategorie:Aktionen]]
360045e00f7aede2bbd070b27a6dfe0243bbbf01
Bernd Althusmann
0
1109
1232
2008-03-09T18:23:14Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
Dr. {{Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion=Landtagsabgeordneter für Lüneburg und Adendorf, Vorsitzender des [[CDU]]-Kreisverbandes sowie als parlamentarischer Geschäftsführer der [[CDU]]-Landtagsfraktion Niedersachsen|Suche=Althusmann|Link=http://www.althusmann.de/|Zitat=Mit Verabschiedung des [[Bundesverkehrswegeplan]]es 2005 hat die Rot-Grüne Bundesregierung die A 39 im vordringlichen Bedarf festgeschrieben. Es werden voraussichtlich Kosten von rund 600 Mio. Euro erwartet, die im Wesentlichen vom Bund getragen werden. Die verkehrliche Erschließung von Nordostniedersachsen ist von hoher Bedeutung für die Ansiedlung von Wirtschaftskraft in unserer Region.<br>Der Verkehrswegeplan ist eine volkswirtschaftliche und verkehrswirtschaftliche Analyse der Notwendigkeiten von Verkehrswegen. Dabei ergibt sich für die Autobahn A 39 ein eindeutig positiver Wert. Die jetzt vom Landesamt für Straßenbau vorgestellte [[Vorzugsvariante]] ermöglicht es den Trägern öffentlicher Belange, dazu Stellung zu nehmen. {{mark|Die [[Vorzugsvariante|Variante mitten durch die Stadt Lüneburg]] ist}} aus Sicht der Stadt und insbesondere mit Blick auf die geplanten Baugebiete im Bereich des Schliefenparks und die bestehenden Wohngebiete {{mark|höchst problematisch.}} Jede alternative Variante wird im Übrigen auf ähnliche Probleme treffen, was die Frage der Anwohnerbelange oder den Schutz von Natur und Umwelt oder sogar Kulturgütern betrifft. Die A 39 als Gesamtprojekt darf durch mögliche Klageverfahren nicht verhindert werden. Bereits Anfang 2007 wird die [[Linienbestimmung]] durch die Bundesregierung erfolgen. Dass sich daran anschließende [[Planfeststellungsverfahren]] wahrt die Interessen von Beroffenen der dann festgelegten Trasse, indem sämtliche Eingaben von Bürgern mit in die weiteren Planungen mit aufgenommen werden können. {{mark|Weil ich mir mehr Wirtschaftskraft für unsere Region erhoffe, bin ich für die A 39.}} Sie soll [[Arbeitsplätze]] schaffen und sichern.<br> [http://www.althusmann.de/seite6.html Bernd Althusmann: Meine Position zur A 39 (26.04.2006)]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
c622d78e5e4ccfad2d23bf35b1b3e6f398c14f67
Presseberichte März 2008
0
1207
1428
2008-04-09T13:16:06Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 17. März ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Thema Lärmschutz
|Headline=A39-Gegner für Lärmschutz
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante A39 unterstützt die jüngste Initiative von Landrat Manfred Nahrstedt und Oberbürgermeister Ulrich Mädge, die sich im Gespräch mit Uelzens Bürgermeister Otto Lukat und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Peter Struck für den Ausbau von Elbe-Seitenkanal und Bahnstrecken stark gemacht hatten (LZ berichtete). „Ein guter Schritt in die richtige Richtung“, findet Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „jetzt fehlt nur noch eine Entscheidung für den bedarfsgerechten Ausbau weiterer bestehender Verkehrswege.“ Dazu gehöre nach Ansicht Niemanns auch eine sofortige Initiative für '''Lärmschutz''' an der Ostumgehung, ohne die Realisierung an den Bau der A39 zu knüpfen.
}}
{{Pressefuss|Februar 2008|April 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
a4bbf0781610e3959aca6c635bd4ce6cd4b3c396
Presseberichte Oktober 2006
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2008-07-06T22:15:53Z
Detlef
6
/* {{LZ}} zur Position der Großen Koalition */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
=== 31. Oktober ===
==== {{LZ}} zur beabsichtigten Änderung des Planungsrechtes (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Früherer Baustart für A 39</big>'''
'''Durch neues [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz|Beschleunigungsgesetz]] ist erster Spatenstich bereits vor dem Jahr 2015 zu erwarten'''
''as'' '''Lüneburg'''. Der Baubeginn
für die Autobahn 39 sollte eigentlich
2015 erfolgen, so Andreas
Beuge, Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums.
Aufgrund des jetzt
beschlossenen [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz|Beschleunigungsgesetzes]]
sei ein früherer
Baustart zu erwarten. Wann
genau, lasse sich aber noch
nicht sagen.
Laut Andreas Beuge wird das
[[Raumordnungsverfahren]] Anfang
2007 abgeschlossen sein.
„Wir rechnen damit, dass das
[[Planfeststellungsverfahren]] 2011
beginnt.“ Wer klagen will, hat
nur eine Instanz – das Bundesverwaltungsgericht.
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] sagt: „Jetzt haben wir
schneller Planungssicherheit.“
Er richtet aber auch noch einmal
den Appell ans Land Niedersachsen,
sachgerecht aufgrund
der vorgelegten Stellungnahmen
zu entscheiden. Wie
berichtet, hatte der Stadtrat sich
gegen die vorgestellte [[Vorzugsvariante]],
die die Stadt Lüneburg
zerschneidet, ausgesprochen.
Für Eckehard Niemann als
Sprecher der Bürgerinitiativen
gegen die A 39 verschlechtern
weder das [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz|Planungs-Beschleunigungsgesetz]]
noch der [[Investitionsrahmenplan]]
des Bundesverkehrsministeriums
bis 2011
die Chancen des Widerstands
speziell gegen die A 39. „Wenn
künftig das Bundesverwaltungsgericht
direkt über den Bau von
Großprojekten wie der A 39
entscheidet, dann ersparen wir
uns bei unseren Klagen die eher
Planer-freundliche Zwischeninstanz
des Lüneburger Verwaltungsgerichts.“
Außerdem sei,
so Eckehard Niemann, „ein
rasches juristisches Ende dieser
Nonsensautobahn die Voraussetzung
für wirklich sinnvolle
Projektplanungen in der Region“.
[[Grundgesetz|Verfassungsrechtlich]] angreifbar
sei es aber trotzdem,
wenn den Bürgern und Verbänden
ihre Beteiligungsrechte im
[[Autobahnplanung|Planungsprozess]] weiter beschnitten
würden.
Gleichzeitig, so Eckehard
Niemann, zeige der neue [[Investitionsrahmenplan]] bis
2011, dass das Geld für neue
Autobahnen jetzt schon fehle –
das milliardenteure Prestigeobjekt
A 39 sei in [[Investitionsrahmenplan|Bundesminister
Tiefensees Investitionsplanung]]
nicht enthalten. Dem hält Andreas
Beuge vom Wirtschaftsministerium
entgegen: „In den
nächsten [[Investitionsrahmenplan]]
ab 2011 wird das Projekt
Autobahn 39 aufgenommen,
nämlich dann, wenn es zur
konkreten Planung ansteht.“
}}
==== {{LZ}} zur Position der Großen Koalition ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Sie schmieden die Zukunft der Region</big>'''
'''Große Koalitionen in Rat und Kreistag stellen Pläne vor – Schulterschluss bei Wirtschaft, Kultur, Bildung und Reformen'''
[[Bild:LZ 2006 10 31 1.jpg|thumb|460px|'''Gemeinsam für Stadt und Kreis. Sie stellten die Gruppenpapiere für Rat und Kreistag vor: v.l. Regina Baumgarten ([[CDU]]), [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]), Jens Kaidas, [[Bernd Althusmann]] (beide [[CDU]]), [[Manfred Nahrstedt]], Hiltrud Lotze, Franz-Josef Kamp (alle [[SPD]]), Wolfgang Kuhn ([[CDU]]).''' ''Fotos: t&w'']]
''jj/as'' '''Lüneburg'''. So viel Harmonie
zwischen Stadt und
Kreis Lüneburg war nie. Ob
Wirtschaft oder Bildung, Theater
oder Reformen. Pathetisch
gesagt, war die gemeinsame
Unterzeichnung der [[Media:Gruppenvertrag.pdf|Gruppenpapiere]]
von [[CDU]] und [[SPD]]
sowohl für Stadtrat als auch
Kreistag gestern Abend in der
Volkshochschule an der Haagestraße
ein „historischer Akt“.
Regina Baumgarten, [[Bernd Althusmann]], Jens Kaidas und
Wolfgang Kuhn für die [[CDU]],
[[Manfred Nahrstedt]], [[Heiko Dörbaum]],
Franz-Josef Kamp und
Hiltrud Lotze für die [[SPD]] stellten
die [[Media:Gruppenvertrag.pdf|Gruppenpapiere]] vor.
...
Und auch der Knackpunkt
Autobahn A39 wurde umschifft.
Bekanntlich hat sich der
Rat in einer Resolution schon
auf eine West-Trasse festgelegt,
zum Ärger von Kreistagsabgeordneten.
Jetzt heißt es in den
[[Media:Gruppenvertrag.pdf|Gruppenpapieren]] für Stadt wie
für Landkreis: Die [[Vorzugsvariante]]
durch die Stadt wird abgelehnt.
Bis Anfang 2007 soll
eine für die Menschen in Stadt
und Kreis vertretbare Lösung
her: Eine östliche Umfahrung,
der Lüneburger Tunnel und
eine Ertüchtigung der B4 als
Alternativen sollen geprüft werden.
}}
{{Kommentar|unglückliche Verklausulierung|2=''"Ertüchtigung der B4 als Alternative"'' ist eine sehr unglückliche Verklausulierung. Im Zweifelsfall muss dies als Absichtserklärung für den "Ausbau der [[Ostumgehung]]" verstanden werden.<br>Hierzu bleibt festzustellen, dass alle sogenannten "[[Vorzugsvariante]]n" (Klostertrasse, Ausbau der Ostumgehung, Ebensbergvariante) jeglicher Vernunft entbehren, unabhängig davon, ob diese zusätzlich mit einem aberwitzigen Aufwand in der Erde versenkt werden.<br>Die sich gerade auf kommunaler Ebene konstituierende Große Koalition ''"umschifft den Knackpunkt Autobahn A39"'' ebenso halbherzig wie perspektivlos und setzt damit genau den Hü-Hott-Kurs fort, der sich in den kontroversen Standpunkten der [[Kommunalwahl]]kandidaten widerspiegelte.<br>Spätestens mit Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s im Frühjahr 2007 sollte der angedeutete ''"Schulterschluss"'' wahrhaftig vollzogen sein, jedoch mit den Menschen in Lüneburg und nicht gegen sie.
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 18:20, 1. Nov 2006
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_November_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Position_der_Gro.C3.9Fen_Koalition|11.11.: Kuschelalternative]]
* [[Presseberichte_November_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Position_der_Gro.C3.9Fen_Koalition_.282.29|18.11.: Versprechen halten]]
=== 28. Oktober ===
==== {{LZ}} zur beabsichtigten Änderung des Planungsrechtes ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Straßenneubau soll beschleunigt werden</big>'''
'''Große Koalition will mit neuem [[Gesetze|Gesetz]] ein bundesweit einheitliches Planungsrecht'''
''ddp'' '''Berlin'''.
Infrastrukturvorhaben wie Autobahnen oder Bundesstraßen sollen nach dem Willen des Bundestages schneller geplant und gebaut werden können. Einen [http://www.bmvbs.de/-,302.979042/Tiefensee-Schnelle-und-unbuero.htm Gesetzentwurf] verabschiedete das Parlament mit den Stimmen von [[CDU|Union]] und [[SPD]]. Er soll das am Jahresende auslaufende [[Gesetz zur Beschleunigung der Verkehrswegeplanung]] in Ostdeutschland ablösen und für ein einheitliches [[Gesetze|Planungsrecht]] sorgen.
Zur Vereinfachung von [[Planfeststellungsverfahren]] soll unter anderem die Rechtstellung von Naturschutzvereinen und Umweltschutzvereinigungen an die privater Personen angeglichen werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird demnach in erster und letzter Instanz für Klagen gegen [[Planfeststellungsbeschluss|Planfeststellungsbeschlüsse]] und Plangenehmigungen bei einer Reihe bestimmter Verkehrsvorhaben zuständig sein.
}}
==== Presseerklärung des {{DV}} zur beabsichtigten Änderung des Planungsrechtes ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Unfinanzierbare A 39 schneller planen?</big>'''
''Eckehard Niemann''
Das von der Großen Koalition beschlossene [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz|Planungs-Beschleunigungsgesetz]] und der [[Investitionsrahmenplan]] des Bundesverkehrsministeriums bis 2011 verschlechtern die Chancen des Widerstands speziell gegen die Autobahn A 39 keineswegs. „Wenn künftig das Bundesverwaltungsgericht direkt über den Bau von Großprojekten wie der A 39 entscheidet, dann ersparen wir uns bei unseren Klagen die eher planerfreundliche Zwischeninstanz des Lüneburger Verwaltungsgerichts“, so Eckehard Niemann als Sprecher der Bürgerinitiativen gegen die A 39, „außerdem ist ein rasches juristisches Ende dieser Nonsensautobahn die Voraussetzung für wirklich sinnvolle Projektplanungen in der Region!“ [[Grundgesetz|Verfassung]]srechtlich angreifbar sei es aber trotzdem, wenn den Bürgern und Verbänden ihre Beteiligungsrechte im [[Autobahnplanung|Planungsprozess]] weiter beschnitten würden.
Gleichzeitig, so Niemann, zeige der neue [[Investitionsrahmenplan]] bis 2011, dass das Geld für neue Autobahnen jetzt schon fehle – das milliardenteure Prestigeobjekt A 39 sei in [[Investitionsrahmenplan|Tiefensees Investitionsplanung]] nicht enthalten. Das knappe Geld sei für dringende Reparaturen im maroden Straßennetz, für Ortsumgehungen und für die Schließung von Engpässen im Schienennetz eingeplant. Der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen zeigte sich angesichts von 10.000 Einwendungen und eines effektiven [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Klagefonds]] optimistisch, die A 39 zu verhindern.
}}
==== {{LZ}} zum Vorentwurf des [[Investitionsrahmenplan]]s ====
{| {{tabelle auto}}
|'''<big>Y-Trasse und drittes Gleis</big>'''
'''Der Bund plant für Schienenprojekte im Norden Milliardenbetrag ein'''
''lni'' '''Berlin/Hannover'''. Der Bund stellt die Weichen für eine Reihe von Verkehrsgroßprojekten in Niedersachsen. Das geht aus dem Vorentwurf des [[Investitionsrahmenplan]]s von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ([[SPD]]) hervor.
In den kommenden fünf Jahren sollen unter anderem der sechsspurige Ausbau der Autobahn 1 zwischen Bremen und Hamburg und die Y-Trasse für die Bahnverbindung zwischen Hannover, Bremen und Hamburg finanziert werden. {{mark|Rund 1,6 Milliarden Euro will Tiefensee bis 2011 in den Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen sowie den Bau von 21 Ortsumgehungen stecken.}} Die Verbreiterung der A 1 zwischen Bremer Kreuz und Buchholzer Dreieck soll von Privatinvestoren finanziert werden.
Unter den insgesamt zehn Milliarden Euro für Bauten im bundesweiten Schienennetz ist der Neubau der Eisenbahnverbindung von Hannover nach Hamburg und Bremen eines der teuersten Projekte. Die so genannte Y-Trasse ist mit 1,28 Milliarden Euro veranschlagt.
Als fest disponiert gilt der Bau eines dritten Gleises auf der Strecke Lüneburg-Stelle für rund 229 Millionen Euro. Weitere 196 Millionen Euro sind für den Ausbau der Bahnstrecken Oldenburg-Wilhelmshaven und Langwedel-Uelzen vorgesehen. Zu den weiteren Großprojekten zählt der Ausbau des Eisenbahnknotens Bremen. In seinem Entwurf hat der Minister auch den Ausbau von Elbe und Außenweser vorgesehen. Für die Elbvertiefung sollen 248 Millionen Euro, für die Weser-Vertiefung rund 28 Millionen Euro bereitgestellt werden.
|}
=== 18. Oktober ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ====
{{LB|Hansjörg Witte<br>Betzendorf
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Windige Rechnung</big>'''
'''[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|„Neue Rechnung für die A39?“, LZ vom 6. Oktober]]'''
Ein Fall für den Bund der
Steuerzahler, ein Fall für den
Bundesstaatsanwalt, ein Fall für
kritische [[Politiker]], ein Fall für
die wache Zivilgesellschaft?
Da wird eine Autobahn mit
hohen Planungskosten in ein
aufwändiges [[Raumordnungsverfahren]]
gebracht, bevor ermittelt
wurde, ob der Bau dieser
Autobahn nach dem [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] überhaupt zu
verantworten ist. Was ist, wenn
am Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s
herauskommt, dass
die Annahme so vieler [[Politiker]],
diese Autobahn lohne sich wirtschaftlich,
nicht bestätigt werden
kann? Können sich die
Rechenkünstler von Amts wegen
überhaupt noch ein ehrliches
Ergebnis leisten?
Bewundernswert sind auch
die Rechenkünste des Staatssekretärs Großmann: Er weiß
schon jetzt, wie viel Geld der
Bau der A39 kosten wird, bevor
feststeht, ob die Autobahn
machbar ist und wo sie mit
welchem technischen Aufwand
unsere Region zerschneiden
soll.
}}
=== 11. Oktober ===
==== {{LZ}} zur lokalen Verkehrsplanung ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Kreiselbau liegt auf Eis</big>'''
'''Ausschuss will A 39-Planung abwarten – Zwischenlösungen sollen geprüft werden'''
[[Bild:LZ 2006 10 11 1.jpg|thumb|460px|'''Für die weitere Planung des Kreisels an der Hölderlinstraße soll erst die künftige Verkehrsführung in dem Bereich klar sein. Die Trasse der Autobahn 39 stehe noch nicht fest.''' ''Foto: t&w'']]
''cn'' '''Lüneburg'''. Der geplante
Kreisel an der Hölderlinstraße
wird zunächst auf Eis gelegt.
Darauf einigte sich der Werksausschuss
des Kreistages gestern.
Die Gründe: Es ist unsicher,
wo die Trasse der A39
verlaufen wird. Zudem ist die
Kreuzung im Bereich Ebensberg
kein Unfallschwerpunkt
mehr. Damit gibt es auch keine
Fördermittel für das Vorhaben
Kreisverkehr mehr. Als die Planungen
angeschoben worden
waren, war die Situation noch
anders (LZ berichtete).
[[Linienbestimmung|Eine Entscheidung über die
Autobahn-Trasse werde im
kommenden Jahr erwartet]], vorher
zu handeln, mache wenig
Sinn. Die künftige Verkehrsführung
sei nicht absehbar. Priorität müssten bei begrenzten finanziellen
Mitteln grundsätzlich
die Unfallschwerpunkte haben,
erläuterte Robert Ruth,
Leiter des kreiseigenen Betriebes
für Straßenbau und -unterhaltung
(SBU). Sein Vorschlag
daher: Die weitere Kreisel-Planung
verschieben, bis Klarheit
in Sachen A39 herrscht. Zudem über entschärfende Maßnahmen
nachdenken, etwa im Rahmen
der Unfallkommissionssitzung
im Februar. Denn: Auch
wenn der Bereich kein Unfallschwerpunkt
mehr sei, passierten
dort nach wie vor Unfälle.
Ursprünglich hatten Politik
und Verwaltung auf Fördermittel
für die Maßnahme Kreisel
gesetzt, die gebe es nun mangels
Unfallschwerpunkt nicht mehr,
berichtete Ruth. Der Haushalt
des SBU sei begrenzt, sehe pro
Jahr für Straßenbaumaßnahmen
nur rund 1,3 Millionen
Euro vor. Allein für den Kreisel
fielen Kosten von 300 000 Euro
an. Die Stadt Lüneburg habe
eine Beteiligung von rund
30 000 Euro angeboten. Eine
Besonderheit: Die Straßenbaulast
ist in dem Bereich auf drei
Träger verteilt. Für die [[Ostumgehung]]
ist die Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr
zuständig, für die Erbstorfer
Landstraße der Kreis und für
die Hölderlinstraße die Stadt
Lüneburg. „Unter den gegebenen
Bedingungen lassen unsere
Mittel die Maßnahme zurzeit
einfach nicht zu“, sagte Ruth.
Der Ausschuss folgte dem
Vorschlag der Verwaltung. Die
[[Politiker]] regten aber an, erneut
mit der Stadt Lüneburg als der
zuständigen Verkehrsbehörde
über kurzfristigere Zwischenlösungen zu verhandeln. Hubert
Meißner ([[SPD]]) fasste zusammen:
„Auch wenn wir jetzt
keinen Unfallschwerpunkt
mehr haben, gab es dort zwei
Tote. Es muss rasch etwas passieren.“
Er denke an eine Ampel.
}}
=== 10. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Neuberechnung des [[Nutzen-Kosten-Faktor]]s (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Taktik der Verschleierung</big>'''
'''[[Nutzen-Kosten-Faktor]] wird ermittelt'''
''lz'' '''Lüneburg'''. Als Eingeständnis grober Versäumnisse bezeichnet der Dachverband der A 39-Gegner die Ankündigung des Bundesverkehrsministeriums, das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 neu zu berechnen. [[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|Wie berichtet]], hatten die [[Grüne]]n im Bundestag eine [http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf kleine Anfrage zur A 39] gestellt. Das Ministerium hat unter anderem [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|geantwortet]], dass das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] nur für die A 39 vom Land Niedersachsen neu berechnet werde. Bisher gibt es nur ein Verhältnis für das Gesamtprojekt A 39 und A 14, da liegt der Faktor bei 3,4.
"Unsinnigerweise soll diese Berechnung erst nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s im März 2007 folgen", sagt Eckehard Niemann, Sprecher der Bürgerinitiativen, "damit setzen Bund und Land ihre Verschleierungstaktik fort." Das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die A 39 liegt aus Sicht der Gegner bei "kläglichen 1,88".
}}
{|
!Bezug:
| {{Link-Bild-ex|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf}}
|[http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf Kleine Anfrage zum '''Bedarf und Planungsstand der Bundesautobahn 39'''] vom 8.9.2006 (PDF, 2 Seiten)
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:16-2560 Pothmer.pdf}}
| [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Antwort der Bundesregierung vom 22.9.2006 (PDF, 5 Seiten)]]
|}
=== 9. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Die Angst vor der Autobahn</big>'''
[[Bild:LZ 2006 10 09 1.jpg|thumb|189px|'''Er bangt um sein Haus in der Rilkestraße: Martin Knoop.''']]
'''Fast 250 Menschen demonstrieren gegen den geplanten Bau der A 39 auf Stadtgebiet'''
''pet'' '''Lüneburg'''.
Martin Knoop
lebt in Angst und Ungewissheit.
Und das schon seit dem Frühjahr.
Der 60-jährige Lüneburger
zählt zu den etwa 30 Hausbesitzern
im Stadtteil Lüne-Moorfeld, die im Fall der Realisierung
der „Teilvariante 503“
der geplanten Autobahn A39
ihr Haus verlassen müssten:
Abriss. Und so war es klar, dass
Knoop zu den 250 Menschen
gehören würde, die am Sonnabend
an der Erbstorfer Landstraße
gegen die geplante Autobahn
und besonders gegen die
Varianten, die den Ausbau der
[[Ostumgehung]] zur A39 vorsehen,
demonstrierten.
Die Bürgerinitiative Lüne-
Moorfeld hatte zur Aktion aufgerufen.
In roten [[T-Shirts]] und
Pullovern, mit Transparenten
und Plakaten standen Alt und
Jung an der Erbstorfer Landstraße
und auf den Grünstreifen
der Auffahrt zur Ostumgehung.
„Wir setzen uns für das Schutzgut
Mensch ein. Wir versuchen,
unsere Lüneburger Betroffenheit
zum Ausdruck zu bringen
und wenden uns gegen die gesamte
A39 – nicht nur hier“,
sagte Stefanie Becker, eine der
Sprecherinnen der im Frühjahr
gegründeten Bürgerinitiative.
Martin Knoop wohnt seit 29
Jahren an der Rilkestraße. „Das
sollte mein Altersruhesitz werden“,
erzählt der Lüneburger,
der mit seiner Frau und dem
jüngsten Sohn im Haus lebt.
„Jetzt ist das Haus bezahlt und
ich dachte, ich habe Ruhe. Unsere
Altersversorgung – das wäre alles zum Teufel. Man kann
doch nicht eine Autobahn
durch ein Wohngebiet führen“,
schimpft er weiter – und hofft,
dass [[Vorzugsvariante|die aktuellen Pläne]] nicht
realisiert werden.
[[Bild:LZ 2006 10 09 2.jpg|thumb|left|560px|'''Insgesamt fast 250 Menschen demonstrierten am Sonnabend entlang der Erbstorfer Landstraße gegen den Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn 39.''' ''Fotos: be'']]
Eine Stunde lang harrten er,
Stefanie Becker und viele Nachbarn
aus, dann ging es nach
Hause. Aber schon in wenigen
Tagen wollen sie sich wieder
treffen, der Kampf soll weitergehen:
Am 13., 20. und 27.
Oktober, jeweils freitags um 18
Uhr, sind Mahnwachen geplant.
Am Sonnabend, 4. November,
17.30 Uhr beginnt ein Laternenumzug.
Für Plakate und
Postkarten haben sich 60 Menschen
der Region fotografieren
lassen, dokumentieren so ihren
Protest gegen die A39. Motto:
„[[Wir lieben Lüneburg]]“. [[BI-Stammtisch|Die
Bürgerinitiative trifft sich jeden
ersten Montag im Monat um 20
Uhr im Stadtteilladen ELM in
der Hermann-Löns-Straße 22.]]
}}
=== 7. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 (Ankündigung 2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Heute Demo in Lüne-Moorfeld</big>'''
''lz'' '''Lüneburg'''.
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ruft auf zu einer Demonstration am heutigen Sonnabend gegen einen Ausbau der [[Ostumgehung]] zur Autobahn. Die Anwohner fürchten, dass tausende zusätzliche Autos und Laster rollen und dass bei einer [[Regelquerschnitt|Verbreiterung]] der [[Ostumgehung]] rund 30 Häuser abgerissen werden müssten. Um 11 Uhr beginnt die Demo an der Brücke der Erbstorfer Landstraße. Auf umliegenden Straßen und auf den Grünstreifen neben der Auffahrt der Umgehung wollen sich ebenfalls Gruppen postieren.
Im Oktober sollen Mahnwachen folgen, und zwar am 13., 20. und 27. Oktober (jeweils freitags) ab 18 Uhr. Am 4. November, um 17.30 Uhr startet außerdem als Zeichen des Protests ein Laternenumzug vom Wendehammer am Brandheider Weg.
Mehr Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.bi-luene-moorfeld.de.
}}
=== 6. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Neuberechnung des [[Nutzen-Kosten-Faktor]]s ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Neue Rechnung für die A 39</big>'''
'''[[Nutzen-Kosten-Faktor]] wird ermittelt'''
''red'' '''Lüneburg'''. Das Land Niedersachsen wird das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 - von Autobahn-Gegnern immer wieder gefordert - neu berechnen. Dies soll nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s passieren, das vermutlich noch bis Frühjahr 2007 dauert.
Das geht aus der [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Antwort des Bundesverkehrsministeriums]] auf [http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag] hervor.
Bisher gibt es nur einen [[Nutzen-Kosten-Faktor]] für das Gesamtprojekt: A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg und A 14 von Schwerin nach Magdeburg mit einer ausgebauten Bundesstraße als Querspange. Der Faktor liegt bei 3,4. Das bedeutet, der volkswirtschaftliche Nutzen wird als 3,4mal höher eingeschätzt als die Kosten und negativen Folgen des Autobahnbaus.
Mit dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s wird für März 2007 gerechnet, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Achim Großmann, in seiner Antwort]]. Das Verfahren sagt im Ergebnis, ob die Autobahn machbar ist und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt hat. Noch im nächsten Jahr sei mit der endgültigen [[Linienbestimmung]] durch das Verkehrsministerium zu rechnen.
Staatssekretär Großmann schätzt zurzeit, dass die A 39 rund 437 Millionen Euro kosten wird. Für den ersten Bauabschnitt von Uelzen bis Lüneburg wird mit Kosten von 200 Millionen Euro gerechnet.
}}
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!Bezug:
| {{Link-Bild-ex|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf}}
|[http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf Kleine Anfrage zum '''Bedarf und Planungsstand der Bundesautobahn 39'''] vom 8.9.2006 (PDF, 2 Seiten)
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:16-2560 Pothmer.pdf}}
| [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Antwort der Bundesregierung vom 22.9.2006 (PDF, 5 Seiten)]]
|}
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===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Oktober_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_Nutzen-Kosten-Verh.C3.A4ltnis|18.10.: Windige Rechnung]]
* [[Presseberichte_November_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Berechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|13.11.: Nutzen-Kosten-Faktor ohne Tricks]]
=== 4. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen Ausbau der Ostumgehung zur A39 (Ankündigung 1) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Protest im Moorfeld</big>'''
''Carlo Eggeling''
'''Lüneburg'''. Die [[Ostumgehung]] darf nicht zur Autobahn ausgebaut werden. Das fordert die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld in der Debatte um den Bau der A 39. Die Anwohner fürchten, dass tausende zusätzliche Autos und Laster rollen, dass bei einer [[Regelquerschnitt|Verbreiterung]] der Umgehung rund 30 Häuser abgerissen werden müssten. Die Aktiven machen am Sonnabend, 7. Oktober, mobil: Um 11 Uhr beginnt eine Demonstration an der Brücke der Erbstorfer Landstraße. Zudem sollen Gruppen auf umliegenden Straßen sowie auf den Grünstreifen neben der Auffahrt der Umgehung postiert werden.
Für den 13., 20. und 27. Oktober (jeweils freitags) sind ab 18 Uhr Mahnwachen geplant. Am 4. November, 17.30 Uhr startet ein Laternenumzug vom Wendehammer am Brandheider Weg. Infos im Internet: www.bi-luene-moorfeld.de.
}}
==== {{HA}} zur Position von [[Hedi Wegener]], MdB ====
{| {{Tabelle auto}}
| '''<big>[[Hedi Wegener]] (SPD) Lüchow-Dannenberg-Lüneburg</big>'''
'''Norddeutschlands Parlamentarier'''
''Eine Serie von Marina Küchen - Teil 12''
Die großen Entscheidungen fallen in Berlin. Aber wer macht dort Politik für Norddeutschland - und welche? 30 Abgeordnete standen dem Abendblatt Rede und Antwort.
HEDI WEGENER ([[SPD]]), * 1.10.1945, Sozialpädagogin, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, Mitglied im Verteidigungsausschuss, stv. Mitglied im Ausschuss für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit, Vorsitzende der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe, Kuratoriumsmitglied der Bundeszentrale für politische Bildung, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE
Hobbys: Lesen, Gartenarbeit. Lieblingsplätze: der Sand in Lüneburg, der Marktplatz in Lüneburg, der Lopausee in Amelinghausen, die Nemitzer Heide. Lieblingsplatz in Berlin: eine der Bänke auf "Unter den Linden", Berliner Wohnung: in der "Schlange" (der Abgeordnetenwohnanlage) mit Blick auf die Spree. Berliner Lieblingsrestauration: das Restaurant der Parlamentarischen Gesellschaft gegenüber vom Bundestag. Aktuelle Buchlektüre: Wolfgang Koeppen, "Das Treibhaus".
"{{mark|Auf meiner persönlichen politischen Agenda ganz oben stehen}} das dritte Gleis zwischen Stelle und Lüneburg, Lüneburg als Museumsstadt, die Verringerung der [[Lärm]]belästigung an der Schiene sowie {{mark|eine verträgliche Trassenführung für die A 39 mit einer Tunnellösung}}.
Die wichtigsten Themen des Herbstes sind meiner Ansicht nach die Gesundheitsreform, die gesetzliche Regelung zur Patientenverfügung und die Vorbereitung auf die EU-Ratspräsidentschaft 2007.
Was meine politischen Erfolge anbelangt: Bei deren Nennung bin ich eher bescheiden, das können andere besser beurteilen. Schwierig sind für mich immer die Entscheidungen über Auslandseinsätze der Bundeswehr. Außerdem fällt es mir schwer, in der Großen Koalition [[SPD]]-Positionen dem ,Großen und Ganzen' unterzuordnen."
|}
<includeonly>
=== Datum ===
==== Zeitung über Thema ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Original-Titel</big>'''
'''Untertitel'''
''Autor''
'''Ort''' -
Text
[Link Quelle]
}}
</includeonly>
{{Pressefuss|September 2006|November 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ab00e0009e49a7d22fa3d63a668e6be3cd971a11
Emissionen
0
1032
1078
2008-07-06T22:21:09Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
'''Emissionen''' im Sinne des [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]es sind die
von einer Anlage (hier: Autobahn) ausgehenden '''[[Luftverunreinigungen]]''',
[[Lärm|Geräusche]], Erschütterungen, Licht, Wärme,
Strahlen und ähnliche Erscheinungen.
Umgangssprachlich werden die Begriffe [[Immissionen]] und [[Emissionen]] häufig gleichbedeutend verwendet, per Definition sind sie allerdings klar voneinander zu unterscheiden, Beispiel Autobahn:
* Kraftfahrzeuge geben [[Emissionen]] wie Kohlendioxid, [[Feinstaub]], [[Stickoxide]], [[Lärm]] usw. an die Umwelt ab
* Anwohnner nehmen diese als [[Immissionen]] auf.
Die begriffliche Trennung ist notwendig, da Mess- bzw. Grenzwerte für Emissionen u. Immissionen sich deutlich voneinander unterscheiden.
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
a6a2154c2bc28501826d98e7db951f4fdecc11a5
A39-Verhüterli
0
986
986
2008-10-03T10:20:22Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{|
|[[Bild:Kondom.gif]]
|'''Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld klärt auf - verhüten musst Du!'''
Das A39-Verhüterli in der Aktionsfarbe rot mit unterschiedlichen Slogans:
# Mach(s) mit A39-Verhüterli (schwarz)
# Mach(s) mit A39-Verhüterli (rot)
# Wir klären auf. Verhüten musst Du! (schwarz)
# Make Love Not Highways (weiß)
# GIB A39 KEINE CHANCE (rot)
# [[Menschenschutz]] statt Transkontinentalverkehr (blau)
Was ist Eure "[[Vorzugsvariante]]"?
Wir wollen diese Giveaways bei zukünftigen [[Aktionen]] einsetzen, um Aufmerksamkeit zu erregen und deutlich Position zu beziehen.
Der Verkauf zum Stückpreis von 1,- Euro erfolgt erstmalig an unserem Infostand am 2. Juni sowie beim Stadtfest am Sa., 16. Juni!
Verkauf auch beim [[BI-Treff]].
|}
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
0c60b3ca550d40eed9a4c30119da453e6aa84be3
Menschenschutz
0
1399
1782
2008-10-03T10:20:39Z
Detlef
6
Weiterleitung nach [[Arbeitsgruppe Menschenschutz]] erstellt
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsgruppe Menschenschutz]]
69bccca5608a4aec42e2b0f3185a659fbbc1717d
Presseberichte Januar 2007
0
1177
1368
2008-10-03T10:23:18Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 31. Januar ===
==== {{HA}} zum Besuch im Bundes-Verkehrsministerium ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Verkehrsministerium: Lüneburger Bedenken vorgetragen</big>'''
'''A 39-Gespräch in Berlin: "Soweit zufrieden"'''
''carol''
LÜNEBURG/BERLIN - Das Land müsste verrückt sein, sich darüber hinwegzusetzen." [[Hedi Wegener]], Lüneburger [[SPD]]-Bundestagsabgeordnete in Berlin, wählte gestern deutliche Worte. Wie berichtet, hatten Lüneburger [[SPD]]-[[Politiker]] Montag im Bundesverkehrsministerium ihre Bedenken gegen die geplante Trasse der Autobahn 39 vorgestellt. Wegeners Eindruck: Die Vorbehalte der Lüneburger werden in Berlin geteilt.
Überrascht war Wegener, wie gut das Ministerium bereits über die Brisanz des Themas Bescheid wusste. "Am Morgen hatten Organisationen und Bürgerverbände aus Lüneburg in Berlin angerufen, weil sie von dem Gespräch erfahren hatten." Sie denkt, dass die Mitglieder des Ministeriums die Einwände gegen die [[Klostertrasse]] nicht nur verstehen, sondern "dass es auch ihre eigenen Einwände sind". Die Kirchgellerserin selbst spricht sich für eine "Ertüchtigung der [[Ostumgehung]] mit Geschwindigkeitsbegrenzung und Lärmschutz" aus, etwa durch Untertunnelung oder Überdeckelung.
Wie zufrieden Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) mit dem Gespräch war, sagte er gestern nicht. Lediglich so viel: Stadt und Landkreis hätten ihre Position vorgetragen. Landrat [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) äußerte sich auf Nachfrage "soweit zufrieden".
So geht es weiter: Sobald das Land das [[Raumordnungsverfahren]] abgeschlossen hat, beginnen die Verhandlungen mit dem Bund, denn der bezahlt den Bau. Zu diesem Zeitpunkt wird das Ministerium laut Wegener auch die Bedenken gegen [[Vorzugstrasse|die bislang geplante Trasse]] äußern. Dass das Land darüber hinweggehen wird, glaubt die SPD-[[Politiker]]in nicht: Auch der Landtagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführer der [[CDU]], [[Bernd Althusmann]], werde alles dafür tun, dass es nicht zur [[Klostertrasse]] komme. "Die wollen 2008 schließlich eine Wahl gewinnen" - die [[Landtagswahl]].
[http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/31/680006.html Quelle]
}}
=== 29. Januar ===
==== {{HA}} zum Besuch im Bundes-Verkehrsministerium ====
{{Kasten gelb|1=
'''Gespräche - Oberbürgermeister und Landrat im Verkehrsministerium'''
[[Bild:HA 2007 01 29 01.jpg|thumb|right|460px|'''Die Anwohner sind gegen die [[Vorzugstrasse|Autobahn durch Lüneburger Stadtgebiet]].'''<br>FOTOS: GEORGE]]
'''<big>A 39-Thema führt nach Berlin</big>'''
'''Verschiedene Sichten: Nahrstedt setzt auf eine Tunnellösung, Mädge will die Autobahn gar nicht im Stadtgebiet haben.'''
Carolin George<br>
Lüneburg
Das Thema Autobahn 39 kommt heute in Berlin auf den Tisch - allerdings mit keiner einheitlichen Linie aus Lüneburg. Die Sozialdemokraten Landrat [[Manfred Nahrstedt]], Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Bundestagsabgeordnete [[Hedi Wegener]] treffen sich zu einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium. Allerdings gehen Nahrstedt und Mädge durchaus mit unterschiedlichen Positionen in die Hauptstadt.
Nahrstedt: "Wir wollen dem Ministerium noch einmal aus erster Hand die Position der Region Lüneburg verdeutlichen. Die jetzige [[Vorzugsvariante]] ist für mich nicht akzeptabel." Er setzt sich seit langem für eine Tunnellösung sowie aktuell für eine Überdeckelung der [[Ostumgehung]] ein. "Wir brauchen eine für Stadt und Landkreis vertretbare Lösung."
[[Bild:HA 2007 01 29 02.jpg|thumb|left|142px|'''Landrat [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]).''']]
[[Bild:HA 2007 01 29 03.jpg|thumb|left|142px|'''Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]).''']]
Mädge aber will die Trasse aus der Stadt raushaben: "Für uns geht es nicht etwa um eine Untertunnelung, wie es jetzt offenbar gerüchteweise kursiert. Ich werde den Beschluss der Stadt Lüneburg in Berlin zur Sprache bringen." In der jüngsten Ratssitzung hatte die Gruppe aus [[SPD]] und [[CDU]] ihr Votum gegen die [[Vorzugstrasse]] und für eine Westumfahrung bekräftigt. Die Stadt fordert außerdem, dass eine weiter östlich liegende Trasse, die Ertüchtigung der Bundesstraße 4 und eine Deckelung der [[Ostumgehung]] untersucht werden sollen. Zumindest bei Letzterem sind sich Stadt und Kreis also einig.
Darauf weist auch [[Miriam Staudte]] hin, [[Grüne]]n-Fraktionschefin im Lüneburger Kreistag: "Es gibt keine einheitliche Position der Region." Sie fordert Nahrstedt auf, die Position der Stadt "nicht einfach zu übernehmen". Was er im [[Kommunalwahl|Wahlkampf]] nicht gemacht habe, "sollte er auch jetzt unterlassen".
Neben der Autobahn kommen laut [[Presseberichte_Januar_2007#Presseinformation_der_Stadt_L.C3.BCneburg|Pressemitteilung der Stadtverwaltung]] auch andere Verkehrsfragen zur Sprache, etwa das dritte Gleis der Eisenbahnstrecke zwischen Lüneburg und Hamburg. Dieses ist ebenfalls Thema in der Stellungnahme der Stadt Lüneburg zur Änderung des sogenannten [[Raumordnungsprogramm]]s des Landes Niedersachsen ([[LROP]]), dem Generalfahrplan für die nächsten Jahre. Darin fehlt aus Sicht der Stadt Lüneburg ein deutlicher Hinweis auf den dringend benötigten Ausbau dieser Strecke.
[http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/29/678546.html Quelle]
}}
=== 26. Januar ===
==== Presseinformation der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Oberbürgermeister und Landrat machen A 39 in Berlin zum Thema</big>'''
''(sp/lk)'' Lüneburg. Das Thema A 39 kommt in Berlin auf den Tisch. Landrat [[Manfred Nahrstedt]], Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und die [[SPD]]-Bundestagsabgeordnete [[Hedi Wegener]] treffen sich am kommenden Montag, 29. Januar, zu einem Gespräch im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Achim Großmann.
Landrat Nahrstedt erklärt zu dem Treffen: "Wir wollen dem Ministerium noch einmal aus erster Hand die Position der Region Lüneburg verdeutlichen. Die jetzige [[Vorzugsvariante]] ist für mich nicht akzeptabel." OB Mädge ergänzt: „Für uns geht es nicht etwa um eine Untertunnelung, wie es jetzt offenbar gerüchteweise kursiert. Ich werde den Beschluss der Stadt Lüneburg in Berlin zur Sprache bringen.“ Erst in der jüngsten Ratssitzung hatte die Gruppe aus [[SPD]] und [[CDU]] ihr Votum gegen die [[Vorzugstrasse]] und für eine Westumfahrung bekräftigt.
Neben der Autobahn kommen auch andere Verkehrsfragen zur Sprache, etwa das Dritte Gleis zwischen Lüneburg und Hamburg und Elbvertiefung.
[http://www.lueneburg.de/index.htm Quelle]
}}
==== {{HA}} zum Thema Gesundheitsgefährdung ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Autobahnnähe schadet den Lungen</big>'''
dpa
Ein Leben an der Autobahn hemmt die Entwicklung der Lunge bei Kindern. Kinder, die näher als 500 Meter an einer großen Straße wohnen, haben als Erwachsene größere Defizite in der Lungenfunktion als Kinder, deren Zuhause 1500 Meter oder weiter von einer Autobahn entfernt steht. Das berichten Forscher um James Gauderman von der Universität von Südkalifornien in Los Angeles im britischen Medizinjournal "The Lancet" (online vorab veröffentlicht). Als Ursache sehen die Mediziner die starke Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr.
Die Wissenschaftler verglichen über acht Jahre hinweg die Lungenfunktionsmessungen von 3677 Schülern in zwölf südkalifornischen Gemeinden mit unterschiedlicher Luftqualität. Dabei fanden sie heraus, dass die Nähe zu großen Straßen unabhängig von der regionalen Luftverschmutzung Auswirkungen auf die Entwicklung der Lungenfunktion hat.
Bei Kindern, die maximal 500 Meter von einer Autobahn entfernt wohnten, wurde im Alter von 18 Jahren ein ausgeprägtes Defizit in der Lungenfunktion festgestellt. Da die Entwicklung der Lunge dann fast abgeschlossen ist, ist es wahrscheinlich, dass ein Mensch mit einem Defizit in diesem Alter ein Leben lang unter einer verminderten Lungenfunktion leiden wird.
Bislang hatten Studien nur gezeigt, dass Defizite der Lungenfunktion mit Luftverschmutzung und Belastung durch Verkehr zusammenhängen können.
[http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/26/676950.html Quelle]
}}
=== 20. Januar ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (1) ====
{{LB|Stefan Becker<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Schweigende Politiker</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_neuen_IHK-Spitze|„Umgehung für A 39 ausbauen“, LZ vom 16. Januar]]'''
Die politische Auseinandersetzung
um die Nonsens-Autobahn
A39 droht gerade in der
letzten Zeit zu einem guten
Beispiel dafür zu werden, wie
Demokratie (= Herrschaft des
Volkes) nach dem Willen einiger
Weniger umgesetzt werden
soll. Störende Faktoren wie
etwa Demonstranten beim Neujahrsempfang
der IHK werden
vom Platz des Geschehens abgedrängt und die Mehrheit der
IHK-Mitglieder repräsentierende
A39-Gegner von der Veranstaltung
wieder ausgeladen. Insofern
passt es gut in das Bild,
dass vor den [[Kommunalwahl]]en
mit dem Versprechen „Keine Autobahn durch Lüneburg“ angetretene
[[Politiker]] sich diesbezüglich nicht nur am 11.1.2007,
sondern generell in der letzten
Zeit in der Öffentlichkeit zurückgehalten haben. Schließlich
ist es frei nach Franz
Müntefering auch unfair, die
gewählten [[Parteien]] an ihren
Wahlversprechen zu messen.
Insofern erscheint es geradezu
eine brillante Idee zu sein, die
B4 als Ost-Umgehung zu bezeichnen,
damit allen Nicht-Ortsansässigen die Vorstellung
suggeriert wird, dass es bereits
eine das Stadtgebiet Lüneburg
umfahrende Straße gibt. Wen
bis auf die betroffenen AnwohnerInnen
stört es da schon, dass
die B4 bereits mit die Maße
einer Autobahn unterschreitenden
Daten Stadtteile wie z. B. Moorfeld und deren Strukturen durchtrennt?! Bestehende Bedenken, dass die Verwendung von [[EU-Fördermittel]]n für den Autobahnbau rechtswidrig sei und das [[Grundgesetz]] der Bundesrepublik die Menschen und nicht etwa die [[Presseberichte_November_2006#14._November|Vögel bei Bodenteich]] schütze, sind als unerheblich zu betrachten.
Was bleibt mir als ehemaligem Asterix-Leser da noch übrig außer der Hoffnung, dass Lüneburg wie auch immer zum berühmten gallischen Dorf wird?!
}}
[[Bild:LZ 2007 01 20 1.jpg]]
'''Die Gegner der A 39 fühlten sich auf dem ihnen zugewiesenen Demonstrationsplatz beim Theater vom eigentlichen Geschehen in der IHK abgedrängt.''' Foto: be
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (2) ====
{{LB|Verena Fiedler<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 exportiert Jobs</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Aktion_.E2.80.9EBrezel_f.C3.BCr_den_Wirtschaftsminister.E2.80.9C|„Keine Brezel für Michael Glos“, LZ vom 12. Januar]]'''
Dass der ehemalige Regierungsbezirk
Lüneburg als Zonenrandgebiet
lange Zeit benachteiligt
wurde und die nun
fließenden [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Mittel der EU]] ein willkommener Segen sind,
ist unbestritten. Doch dass die
Mittel auf Grund eines Plädoyers für die A39 fließen, das
muss infrage gestellt werden.
Ob die A39 gebaut werden
muss, um Material von Nord
nach Süd, hauptsächlich von
West nach Ost zu transportieren,
um dann als fertige Ware
wieder zurück zu kommen und
somit [[Arbeitsplätze]] quasi in den
Osten transferiert werden, wollen
wir hier gar nicht neu diskutieren.
Uns geht es um Existenzielles.
Natur- und Tierschutz
wird im Auge behalten,
doch was ist mit dem Menschen?
[[Menschenschutz]] – unsere
Heimat, unsere Stadt, unser
Lebensraum!
Herr Manzke, in unserer
jahrzehntelang gewachsenen
Siedlung ist kein Platz für die
A39! Sie würden vielleicht gar
nicht bemerken, wenn in ihrer
„Nachbarschaft“ ein Haus abgerissen
werden würde. Das
wäre beispielsweise das Schicksal
von 30 Familien, wenn die
[[Ostumgehung]] ausgebaut wird,
wie von einigen [[Politiker]]n gefordert,
weil diese schon da ist!
Was die meisten nicht wissen:
Die [[Ostumgehung]] ist keine Umfahrung
der Stadt Lüneburg,
sondern zerschneidet jetzt
schon unseren Stadtteil, unsere
Gemeinde, unsere Naherholungsgebiete.
Wenn die Autobahn zwingend
notwendig ist, dann darf
sie nicht auf Kosten der weithin
bekannten Lüneburger Lebens- und
Wohnqualität gebaut werden.
Ebenso dürfen lokale Verkehrsbelange
nicht außer Acht
gelassen werden.
Wir Bürger erwarten, dass
[[Ulrich Mädge|OB Mädge]] und der Rat der
Stadt Lüneburg sich an den
Ratsbeschluss halten, der im
Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s
gefasst wurde und
beinhaltet: Ablehnung aller
Stadtvarianten!
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (3) ====
{{LB|Peter Mohr<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Trostlose Argumente</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_neuen_IHK-Spitze|„Umgehung für A 39 ausbauen“, LZ vom 16. Januar]]'''
Der neue IHK-Präsident,
Herr Manzke, hat beim Empfang
der IHK für die A 39
argumentiert.
So fordert er aufgrund der
[[Ziel 1-Förderung|EU-Zahlungen für die Region]]
Solidarität, die sich im Bau der
A 39 ausdrückt. Ist ihm deutlich,
dass die EU-Beamten das
Geld nicht in unsere Region
geben, weil wir so nette Kumpels
sind, sondern weil sie
pflichtgemäß entschieden haben?
Der Begriff Solidarität ist
hier fehl am Platz. Und wenn –
weshalb mit den Südskandinaviern
und den Osteuropäern?
Weshalb nicht mit den [[Mensch]]en,
deren Heimat durch die
A 39 verdorben wird? Ob die
uns nicht näher liegen?
Dann konstruiert er ein Gesamtinteresse
für die A 39,
hinter dem Einzelinteressen zurückstehen müssen? Welche
Einzelinteressen möchte er
denn verstecken? Die z.B. der
Anwohner im Osten Lüneburgs?
Die derer, die sich vom
Autobahnbau materiellen Gewinn
erhoffen? Haben die Befürworter der A39 eigentlich
keine Daten und Fakten?
Hoffentlich verläuft die weitere
Planung so trostlos wie es
die Argumente der Befürworter
sind – das wäre das verdiente
Ende der A 39.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (4) ====
{{LB|Renate Backhaus<br>Reppenstedt}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Wer soll zahlen?</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Aktion_.E2.80.9EBrezel_f.C3.BCr_den_Wirtschaftsminister.E2.80.9C|„Keine Brezel für Michael Glos“, LZ vom 12. Januar]]'''
Auf fremden Arsch ist gut durchs Feuer reiten. (Martin Luther)
Treffender hätten A39-Gegner
es auch nicht formulieren
können. Da fordert der neue
IHK-Präsident nachdrücklich
die A39 und gibt auch gleich
einen Finanzierungstipp ab: die
schon mehrmals verteilten [[Ziel 1-Förderung|Mittel der Ziel 1-Förderung der EU]].
Na klar, eine Autobahn fordern,
die andere bezahlen, das ist ein
leichtes Spiel. Wo sind die Vorschläge, dass diejenigen, die
unbedingt diese Autobahn wollen,
auch die Finanzierung
übernehmen, etwa Spediteure.
Apropos, da gibt es ein Unternehmen
aus Uelzen, Mitglied in
der IHK, das setzt dem Ganzen
noch die Krone auf: Von dort
wird nicht nur mit Nachdruck
die A 39 gefordert, nein, die
Lkw laufen unter zyprischer
Flagge, das Unternehmen zahlt
keine Steuern in Deutschland,
entlohnt die Fahrer mit Billiglöhnen und will noch die Gratis-
Autobahn.
Feine Mitglieder, mit denen
sich das „Parlament der Kaufleute“
da schmückt. Nächste
Frage: Wie vereinbart sich eigentlich
ein „Parlament der
Kaufleute“ mit einer Zwangsmitgliedschaft,
mit einer quasi
Zwangsmeinung zur A39 ?
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (5) ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Spaltpilz statt Klammer</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_neuen_IHK-Spitze|„Umgehung für A 39 ausbauen“, LZ vom 16. Januar]]'''
Leider bleibt die neue IHK-Spitze
jeden Beweis für ihre
Behauptung schuldig, die mögliche
A 39 würde „die regionale
Wirtschaft“ fördern. Die zahlreichen
Forschungsergebnisse über die ausbleibenden Arbeitsplatz-
und Wachstumseffekte
bei allen Autobahn-Neubauten
der letzten Jahrzehnte will man
dort offenbar nicht zur Kenntnis
nehmen. Man bleibt bei der
Propagierung von Glaubenssätzen,
statt sich einer fairen Diskussion
zu öffnen, ob die A39
[[Nutzen-Kosten-Verhältnis|in der Konkurrenz mit anderen teuren Großprojekten überhaupt jemals eine Finanzierungs-Chance bekommt]] und ob
nicht andere Verkehrskonzepte
und der Ausbau vorhandener
Verkehrswege für unsere Region
viel realistischer und günstiger
sind.
Angesichts der wachsenden
Kritik vieler Unternehmer an
der IHK-Zwangsmitgliedschaft
kann sich die von der IHK
erhoffte „verbandspolitische
Klammerwirkung“ der A39
leicht zu einem Spaltpilz entwickeln.
Denn es gibt ja bereits
viele große und kleine Unternehmen,
die die Sinnhaftigkeit
einer A39 deutlich infrage stellen.
Auch VW äußert sich hierzu
immer zurückhaltender.
Der neue A39-Chefplaner
und Leiter des Lüneburger Straßenverkehrsbauamtes
Dirk Möller, der zuvor die Küsten-Autobahn A31 mitplante, hat
denn auch darauf verwiesen,
dort hätten die Unternehmen
der Region sich – anders als bei
der A39 – an der Finanzierung
des Projekts beteiligt. ....
}}
=== 19. Januar ===
==== {{LZ}} zum Ziel-1-Sachstand ====
{{Kasten gelb|1=
[[Bild:LZ 2007 01 19 1.jpg|thumb|right|230px|'''Eberhard Franz ist Referatsleiter im Wirtschaftsministerium in Hannover, Experte für Fragen der [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1-Förderung]].''' Foto: t&w.]]
'''<big>Kein EU-Geld für Autobahn 39</big>'''
'''Referatsleiter aus Hannover stellt Unternehmern [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1]]-Sachstand vor'''
ml '''Lüneburg'''. Anworten auf
alle Fragen hatte auch Eberhard
Franz nicht im Gepäck. Aber
der Referatsleiter im niedersächsischen Wirtschaftsministerium
schaffte zumindest bei
zwei Punkten Klarheit: [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1-Mittel]] werden auch nach der
EU-Überprüfung 2010 in den
ehemaligen Regierungsbezirk
Lüneburg fließen, {{mark|Geld für Bau
oder Planung der Autobahn 39
wird es hingegen nicht geben.}}
Rund 100 Zuhörer waren am
Mittwochabend zum Informationsabend
„[[Ziel 1-Förderung|Ziel 1 – EU-Fördermittel]] für Unternehmen“ in
die Industrie- und Handelskammer
(IHK) gekommen. Mit
Franz habe die Kammer einen
Referenten gewonnen, „an dem
keine Förderrichtlinie vorbei
kommt“, sagte IHK-Mitarbeiter
Matthias Vogelsang.
Kurz skizzierte der Referatsleiter
das fast eine Milliarde
Euro schwere Programm mit
seinen Förderschwerpunkten –
betriebliche Wettbewerbsfähigkeit,
Innovation und Infrastruktur
-, erläuterte den Verfahrensstand.
Demnach wird der Programmentwurf
des Landes derzeit
in Brüssel geprüft, parallel
dazu werden in Hannover konkrete
Förderrichtlinien erarbeitet.
Diese sollen voraussichtlich
bis Ende April vorliegen, erste
Anträge können ab Jahresmitte
gestellt werden, schätzt Franz.
„Somit haben Sie etwa zwei
Monate Zeit, ihre Pläne auf die
Richtlinien abzustimmen“, erklörte der Referatsleiter aus
Hannover den Unternehmern
im Saal.
Doch die Ziele der Landesregierung
zum Startschuss reichen
weiter. „Bereits in diesem
Jahr soll das erste Geld auch
ausgezahlt werden“, sagte Franz
und schob den Grund dafür
gleich nach: Zu Beginn werde
mehr Geld ausgezahlt als in den
Folgejahren. „Umso wichtiger
ist es, frühzeitig qualitativ hochwertige
und umfangreiche Maßnahmen
auf den Weg zu bringen“,
verdeutlichte der Ministeriumsmitarbeiter.
Bereits zu Beginn
hatte er, wie so viele vor
ihm, gesagt: „Dieses Erlebnis ist
für die Region einmalig, nach
2013 haben wir keine Chance
mehr auf so viel Geld.“
Das jedoch fließt bis zum
Ende des Förderzeitraums kontinuierlich.
Und auch die Überprüfung des [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1]]-Gebiets im
Jahr 2010 bringe den Zuschussfluss
nicht zum Versiegen, wies
Franz entsprechende Gerüchte
zurück. „Einzige Folge der Prüfung kann sein, dass einzelbetriebliche
Zuschüsse in den
Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg zurückgefahren
werden.“ Vorgesehen ist
in diesem Bereichen in den
ersten Jahren eine maximale
Förderquote von 50 Prozent.
Zum Vergleich: Im Kreis Lüneburg
werden maximal 35 Prozent
genehmigt.
{{mark|Keine Chance auf eine Genehmigung
haben hingegen laut
Franz Maßnahmen zu Planung
oder Bau der Autobahn 39.
„Gefördert werden nur Vorhaben,
die innerhalb des Zeitraums
bis 2013 auch abgeschlossen
werden. Das ist bei
der A39 nicht der Fall.“}}
Den Unternehmern versprach
der Referatsleiter aus
Hannover ein transparentes
Genehmigungsverfahren für ihre
Anträge. „Vorgesehen ist ein
Punktesystem, das für jedermann
einsehbar und nachvollziehbar
ist.“
Gefördert würden die Projekte
mit der höchsten Punktzahl.
Doch zunächst müssen die Betriebschefs warten – auf die Förderrichtlinien.
}}
=== 17. Januar ===
==== {{KB}} zur Aktion „Brezel für den Wirtschaftsminister“ ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Manzke ist neuer IHK-Präsident</big>'''
'''IHK-Jahresempfang: Wirtschaftsminister Michael Glos sagte in letzter Minute ab'''
[[Bild:KB 2007 01 17 1.jpg|thumb|right|459px|'''Das neue Präsidium der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (von links): Michael Ganninger, IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Klein, Ekkehardt Busch, Jens-Peter Clarfeld, IHK-Präsident Eberhard Manzke, Volker Meyer, Tristan Bötnagel, Bernd Ahlbrecht, Prof. Dr. Volker Weilep, Detlev Bühmann''' Foto: ff]]
'''Lüneburg''' (ft/red) - Die im vergangenen November neu gewählte
Vollversammlung der Industrie-
und Handelskammer hat sich am
Freitag in Lüneburg zu ihrer ersten
Sitzung getroffen. Im Mittelpunkt
stand die Wahl des Präsidenten
und der acht Vizepräsidenten für
die kommenden drei Jahre. {{mark|Das Parlament der Wirtschaft wählte Eberhard Manzke, Inhaber der Manzke-Unternehmensgruppe in Volkstorf bei Lüneburg, zum neuen IHK-Präsidenten. Gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Wolfram Klein vertritt er ab sofort die IHK nach außen.}}
Zum anschließenden Jahresempfang hatte der frischgebackene Präsident einen Aktenordner mitgebracht - seine Steuererklärung. „Am allerwichtigsten ist mir eine radikale Vereinfachung des Systems, besonders auch des Verfahrens", sagte er an Staatssekretär Dr. Walther Otremba gerichtet, der nach der kurzfristigen Absage von Wirtschaftsminister Michael Glos nach Lüneburg gereist war. „Die Bürokratie bleibt ein Hemmschuh der deutschen Wirtschaft", so Manzke. „Bei Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern betragen die durchschnittlichen Bürokratiekosten immerhin 4.300 Euro pro Beschäftigtem und Jahr."
[[Bild:KB 2007 01 17 2.jpg|thumb|left|459px|'''Detlef Giesler aus Lüne überreichte Staatssekretär Walther Otremba eine A 39-Brezel''' Foto: he]]
Hoffnungen setzt die Wirtschaft auf den beginnenden Aufschwung, die [[Ziel 1-Förderung]] der EU und die Unternehmenssteuerreform. Ohne die geplante Autobahn 39 allerdings seien die Ziele nicht erreichbar, ist{{mark|Manzke überzeugt: „Es bleibt deshalb dabei: Die A 39 als Anbindung an die transeuropäischen Verkehrsnetze}}ist unverzichtbare Grundlage für die weitere Entwicklung unserer Region." Deshalb könne es nicht angehen, ein derartiges Infrastrukturprojekt ausschließlich nach individuellen Vor- oder Nachteilen zu beurteilen.
{{mark|Da stimmte auch Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] zu, allerdings mit einer Einschränkung: „Wir brauchen die A 39, nicht um jeden Preis, sprich keine Trasse durch die Stadt."}}
{{mark|Über 150 Bürger demonstrierten dagegen grundsätzlich gegen den Bau der Fernstraße. Stellvertretend für den nicht erschienenen Wirtschaftsminister überreichte Detlef Giesler aus Lüne Staatssekretär Otremba eine A 39-Brezel - „als Erinnerung an den A 39-Widerstand, an dem die Befürworter dieser Renommier-Autobahn noch lange zu knabbern haben werden."}}}}
=== 16. Januar ===
==== {{LZ}} zur Position der neuen IHK-Spitze ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:LZ 2007 01 16 1.jpg|thumb|200px|'''Eberhard Manzke (l.) wurde vergangene Woche zum IHK-Präidenten gewählt. Ämter will er nicht häufen, seinen Posten als Präsident des Arbeitgeberverbandes will er abgeben.''' F: be.]]
[[Bild:LZ 2007 01 16 2.jpg|thumb|200px|'''Wolfram Klein ist seit Oktober Hauptgeschäftsführer.''' F: A/be.]]
'''<big>Umgehung für A 39 ausbauen</big>'''
'''Position der neuen IHK-Spitze'''
ca '''Lüneburg'''.
Als neuer Präsident steuert der Volkstorfer Unternehmer Eberhard Manzke die Geschicke der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg mit. Die LZ sprach mit ihm und Hauptgeschäftsführer Wolfram Klein. Laut Satzung vertreten beide die Kammer nach außen, als aktiver Geschäftsführer und als ehrenamtlicher Präsident.
{{o}}Überall ist von Bürokratieabbau die Rede. Was tut sich bei der Kammer ?
'''Manzke''': Wir gehen behutsam vor. Viele der Mitarbeiter sind nach einem Tarif eingestellt worden, der sich an den öffentlichen Dienst anlehnt. Da gibt es einen Bestandsschutz.
'''Klein''': Wir verschlanken Prozesse, nutzen zum Beispiel die moderne EDV, um unseren Mitgliedern schnelle Antworten geben und Lösungen für ihre Probleme anbieten zu können.
{{o}}Das Land stellt sich anders auf und legt Verwaltungsaufgaben zusammen. Können Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen nicht fusionieren, um so kostengünstiger zu arbeiten ?
'''Manzke''': Eine Fusion spart ja nicht per se Kosten. Wir haben einen Aufgabenkatalog, etwa bei Ausbildungsprüfungen, den das Land vorgibt. Bei der so genannten Corporate Identity haben die Kammern ein einheitliches Logo. Es gibt einen gemeinsamen Internetauftritt, der aber auch Lokales berücksichtigt.
'''Klein''': Das Land hat uns durch seine Neuaufstellung zudem Aufgaben übertragen, weil wir unbürokratischer und kostengünstiger arbeiten. Aber als Dienstleister können wir noch betriebswirtschaftlicher werden, etwa bei Themen wie Beiträgen, Personalverwaltung, Controlling, EDV. Im Moment durchleuchten wir Bereiche, wo wir mit anderen Kammern kooperieren können.
{{o}}Sie sind Interessenvertretung der Unternehmen der Region. Die geplante Autobahn 39 lässt aber auch einen Riss durch Ihre Reihen gehen. Warum positionieren Sie sich so eindeutig für das Projekt ?
'''Manzke''': Es gab einen Meinungsbildungsprozess in der Vollversammlung der Kammer mit einem klaren Ergebnis für die A 39.
Weil ich ein Bauunternehmen habe, unterstellt man mir ein persönliches Interesse an der Autobahn. Das habe ich aber nicht. Andere, wesentlich größere Firmen werden mit solchen Aufträgen bedacht. Ich bin Lüneburger und kann mich an Protest gegen die A 250 oder die [[Ostumgehung]] erinnern. Heute sind die Straßen lange akzeptiert, sie sind eine Anbindung nach Hamburg, das Gewerbegebiet Bilmer Berg wird so erschlossen.
'''Klein''': Die Kammer muss ja den gesamten Raum bedenken, für den sie zuständig ist, nicht nur Lüneburg. Die A 39 würde die regionale Wirtschaft fördern, sie verbindet Wirtschaftsräume in Südskandinavien und Südosteuropa. Wir brauchen die A 39, aber so menschen- und umweltverträglich wie möglich.
{{o}}Die Stadt will keine [[Vorzugstrasse|Trasse am Kloster Lüne]] vorbei. Wie sieht die Position der IHK aus ?
'''Klein''': Die Kammer ist für einen Ausbau der [[Ostumgehung]]. Fachleute sollten prüfen, ob im Moorfeld als Lärmschutz eine Deckelung denkbar ist.
{{o}}Die Universität strahlt in ihrer Wirkung auf die Region aus. Wollen Sie die Zusammenarbeit verbessern ?
'''Manzke''': Auf jeden Fall. Es ist spannend, was Präsident Spoun an Ideen vorstellt. Wir sind im Dialog, haben uns die Zusammenarbeit auf unsere Fahnen geschrieben. Es gibt das Stichwort "Innovationsinkubator". Bei den [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Mittel]]n aus Brüssel sollen 80 bis 100 Millionen Euro in dieses Projekt gehen. Wir können und werden gemeinsame Vorhaben von Uni und Wirtschaft auflegen.
'''Klein''': Die [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Mittel]] fallen nicht vom Himmel. Dafür müssen Projekte entwickelt werden, die Brüssel überzeugen, es muss eine Ko-Finanzierung durch die Kommunen geben.
{{o}}Herr Manzke, Sie sind IHK-Präsident, Präsident des Arbeitgeberverbandes, Ratsmitglied der [[CDU]] und Wirtschaftsausschussvorsitzender, dazu führen Sie Ihr Unternehmen und engagieren sich in Ihrer Friedensstiftung - sammeln Sie Ämter ?
'''Manzke''': Nein. Die Präsidentschaft des Arbeitgeberverbandes gebe ich ab, auf einer Sitzung im Februar wird über die Nachfolge geredet. Der Wirtschaftsausschuss tagt fünfmal im Jahr. Das ist überschaubar. Und in Zeiten von Handy und E-Mail geht die Kommunikation schneller, außerdem bin ich hier vor Ort. Ich gehe davon aus, dass ich drei, vier Tage pro Monat in der Kammer bin. Wir werden uns jetzt mit dem Präsidium zusammensetzen und gemeinsam Schwerpunkte festlegen, die wir angehen wollen. Wir haben den Ehrgeiz, das mit hoher Geschwindigkeit zu tun.
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.281.29|20.01.: Schweigende Politiker]]
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.283.29|20.01.: Trostlose Argumente]]
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.285.29|20.01.: Spaltpilz statt Klammer]]
=== 12. Januar ===
==== {{LZ}} zum Standpunkt des neuen IHK-Präsidenten ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:LZ 2007 01 12 1.jpg|thumb|left|200px|'''Bei strömendem Regen hielt auch dieser kleine Autobahngegner tapfer vor dem Theater aus.''']]
'''<big>Der neue IHK-Präsident hält Plädoyer für A 39</big>'''
'''Lüneburger Eberhard Manzke löst Bernd Hansmann an Kammerspitze ab'''
[[Bild:LZ 2007 01 12 2.jpg|thumb|right|194px|'''Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Walther Otremba –eingerahmt von dem alten und dem neuen Kammerpräsidenten, Bernd Hansmann (l.) und Eberhard Manzke.'''<br>Fotos: wege/be]]
nt/cst '''Lüneburg'''. Eberhard
Manzke ist neuer Präsident der
Industrie- und Handelskammer
(IHK) Lüneburg-Wolfsburg.
Der Unternehmer aus Volkstorf
vor den Toren Lüneburgs
wurde auf der ersten Sitzung
der neuen Kammer-Vollversammlung,
dem „Parlament der
Kaufleute“, ohne Gegenstimme
gewählt. Manzke tritt die Nachfolge
von Bernd Hansmann an,
der nach acht Jahren an der
IHK-Spitze nicht mehr für das
Amt kandidierte. Auch in die
Vollversammlung ließ sich der
Transportunternehmer aus
Celle nach 32-jähriger ehrenamtlicher
Tätigkeit in der Kammer
nicht mehr wählen.
Bei dem anschließenden Jahresempfang
der IHK im Lüneburger Theater legte der neue
Präsident Manzke vor fast 600
Zuhörern aus dem gesamten Kammerbezirk ein klares Bekenntnis
zum Bau der Autobahn
39 ab. „Die A 39 ist
unverzichtbar für die Region“,
unterstrich der 60-Jährige.
Vor dem Theatergebäude
warteten rund 150 Autobahngegner
ebenso vergeblich auf
Bundeswirtschaftsminister Michael
Glos wie die Gäste des
Jahresemfangs drinnen: Der als
Festredner erwartete CSU-[[Politiker]]
sagte wegen eines Termins
im Kanzleramt kurzfristig ab
und schickte dafür seinen
Staatssekretär Dr. Walther
Otremba.
{{o}}'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Aktion_.E2.80.9EBrezel_f.C3.BCr_den_Wirtschaftsminister.E2.80.9C|Seite 3]]'''
}}
==== {{LZ}} zur Aktion „Brezel für den Wirtschaftsminister“ ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Keine Brezel für Michael Glos</big>'''
'''Minister sagte in letzter Minute ab – Antrittsrede des neuen IHK-Präsidenten im Theater'''
[[Bild:LZ 2007 01 12 3.jpg|thumb|left|460px|'''Eigentlich war die Brezel für Minister Glos gedacht.<br>A39-Gegner Detlef Giesler übergab sie Staatssekretär Dr. Walther Otremba.''']]
cst '''Lüneburg'''. Die Absage
des Ministers sorgte drinnen
wie draußen für Enttäuschung.
Während die Autobahngegner
gern ihre Bedenken gegen die
A 39 bei dem CSU-Prominenten
losgeworden wären, hatten
sich die rund 600 Gäste des
IHK-Empfangs auf aktuelle Informationen
von Michael Glos
zum Thema Energie und über
seine Prognosen für das Jahr
2007 gefreut.
Doch, so berichtete der eilends
als Vertreter entsandte
Dr. Walther Otremba, die
Kanzlerin habe gerufen. Und
dem Ruf habe Glos natürlich
folgen und seinen Abstecher
nach Lüneburg – leider, leider
– absagen müssen. Der aus dem
Holsteinischen stammende
Staatssekretär, nach eigenem
Bekunden bis dato glaubend,
die Welt sei bei Harburg zu
Ende, gab sich als humorvoller
Festredner auch alle Mühe, aber
den Herrn Glos, den hätten die
meisten denn doch lieber erlebt.
Außerdem hatten die Autobahngegner
für den fränkischen
Müllermeister eigens eine Anti-
A 39-Brezel gebacken . . .
[[Bild:LZ 2007 01 12 5.jpg|thumb|179px|right|'''IHK-Präsident Eberhard Manzke hält den dicken Ordner mit seiner jährlichen Steuererklärung hoch.''']]
[[Bild:LZ 2007 01 12 4.jpg|thumb|279px|left|'''Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann mit IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Klein im Gespräch.'''<br>Fotos: t&w]]
Dies war indes der einzige
Wermutstropfen im Becher dieses
Kammer-Freudentages, der
mit der einstimmigen Wahl
Eberhard Manzkes zum Präsidenten
so erfolgreich begonnen
hatte. Zugleich nahm Bernd
Hansmann nach acht Jahren
Abschied und wurde sowohl
vom „Parlament der Kaufleute“
als auch von den Gästen des
Empfangs mit donnerndem Applaus
für seine 32-jährige ehrenamtliche
Tätigkeit bedacht.
Neu ins IHK-Präsidium berufen
wurden Detlev Bühmann
(Haacke + Haacke/Celle), Jens-
Peter Clarfeld (United Synergy/
Winsen) und Volker Meyer
(Heinrich Meyer Werke/Munster).
Als Vizepräsidenten bestätigt wurden Bernd Ahlbrecht
(Sparkasse Gifhorn), Tristan
Bötnagel (Bötnagel Versicherungen/
Uelzen), Ekkehardt
Busch (Gerhard Busch
GmbH/Seevetal), Michael
Ganninger (VW/Wolfsburg)
und Prof. Dr. Volker Weilep
(Weilep Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/
Celle).
Der neue Kammerpräsident
Manzke nannte die von 2007
bis 2013 fließenden [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Mittel der Europäischen Union]] eine „einmalige Chance für die
Region“. Bekanntlich bedenkt
die EU den ehemaligen Regierungsbezirk
Lüneburg mit insgesamt
fast einer Milliarde Euro.
Den Geldsegen verknüpfte
der soeben 60 Jahre alt gewordene
Unternehmer mit seinem
Plädoyer für die A 39. Wenn
Europa dank [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1]] so viel
Solidarität mit der Region zeige,
solle auch die Region solidarisch
sein und den Lückenschluss
zwischen dem südskandinavischen
und dem osteuropäischen Raum durch den Bau
der Autobahn zulassen. Das
Projekt sei zu bedeutend, um es
dem Für und Wider von Einzelinteressen
zu überlassen.
Der [[Ulrich Mädge|Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge]] schloss
sich der Forderung Manzkes an, fügte aber hinzu: {{mark|„Ich bin für
die A 39, aber nicht um den
Preis der Zerstörung der Stadt
Lüneburg.“}}
Der OB dankte dem
scheidenden Hansmann für
sein Engagement und wünschte
Manzke, seinem Koalitionspartner
im Rat, alles Gute im neuen
Amt. An die in der ersten Reihe
sitzende Landessozialministerin
Mechthild Ross-Luttmann gewandt,
sagte Mädge, er hoffe,
dass das Land Dienstag die
richtige Entscheidung treffen
und sich die Zahl seiner Bediensteten
durch die Übernahme
des hiesigen Landeskrankenhauses
durch die Stadt von 2700 auf 3500 erhöhen werde.
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.282.29|20.01.: A 39 exportiert Jobs]]
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.284.29|20.01.: Wer soll zahlen?]]
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen die IHK-Position ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Demonstranten fühlen sich abgedrängt</big>'''
'''150 Autobahngegner an Lindenstraße'''
[[Bild:LZ 2007 01 12 6.jpg|thumb|400px|'''A39-Gegner protestieren im Regen an der Lindenstraße. Vor das Theater, wo der IHK-Empfang stattfand, ließ sie die Polizei nicht.'''<br>F: be]]
ca '''Lüneburg'''. „Das Wetter ist
uns treu: Auch als wir unsere
[[Wir lieben Lüneburg|Plakataktion an der Erbstorfer Landstraße gegen die A39]] begonnen
haben, hat es geregnet“,
sagt Detlef Giesler aus Lüne. Er
gehört zu den rund 150 Bürgern,
die gestern im strömenden
Regen am Theater den Mitgliedern
des IHK-Empfangs mit
Transparenten ihren Protest gegen
die „Nonsens-Autobahn“
zeigen. Stocksauer ist Renate
Backhaus, die Landesvorsitzende
der Umweltschutzorganisation
BUND findet es empörend,
dass die Polizei die friedlichen
Demonstranten auf die Wiese
vorm Arbeitsamt zwingt: „Wir
dürfen nur stehen, wo uns die
Gäste nicht sehen. Dabei wäre
es sinnvoll, ins Gespräch zu
kommen.“
Ähnlich sieht es Annette Niemann.
Die Sprecherin des
[http://www.keine-a39.de Dachverbandes der 34 Bürgerinitiativen gegen die A39]
glaubt: „In der IHK muss viel
Angst herrschen, wenn sie uns
soweit abdrängen lässt.“
Eine Hand voll Demonstranten
steht unbehelligt und
freundlich vor dem Theatereingang
und verteilt dort Informationsmaterial.
Christine Altmann
nennt oft angeführte Argumente:
„Die A39 wird die
Landschaft zerschneiden und
als Transitstrecke noch mehr
Verkehr anziehen.“ Die Besucher
marschieren vorbei, kaum
einer nimmt sich Zeit. Als die
Vollversammlung beginnt, packen
die Protestierer auf der
Wiese ein – sie wissen, dass sie
Sympathisanten im Saal haben.
}}
==== {{LZ}} zur Demo gegen IHK-Position (2) ====
{{Lzq|Überbucht}}
{{Kasten gelb|
Zu- und Absagen haben vor
dem Neujahrsempfang
der IHK für Irritationen gesorgt.
Betroffen waren auch die Sprecher
der [http://www.keine-a39.de Bürgerinitiativen gegen die A39], Annette und Eckehard
Niemann: „Erst erhalten wir
eine Bestätigung, einen Tag
später werden wir wieder ausgeladen.“
Die Veranstaltung sei
„überbucht“ gewesen, sagt IHK-Sprecher
Markus Mews: „Wir
hatten 120 Anmeldungen mehr
als im Theater Menschen Platz
finden. Das ist ungewöhnlich
viel.“ Deshalb seien zunächst
ungeprüft Bestätigungen, erst
bei den letzten 90 Anmeldungen
direkt Absagen verschickt
worden. Und 30 Bestätigungen
mussten zurückgezogen werden.
„Wenn wir überbucht sind,
haben IHK-Mitglieder Vorrang.“
Mews bedauert, dass die
Niemanns zunächst eine Bestätigung erhalten haben. ''ml''
}}
==== {{LZ}} über neuen Leiter des Lüneburger Straßenbauamtes ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:LZ 2007 01 12 7.jpg|thumb|180px|'''Der Bauingenieur Dirk Möller leitet die Außenstelle Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Er lobt seine rund 180 Mitarbeiter: „Die sind hoch motiviert.“'''<br>Foto: be]]
'''<big>Herr über 1085 Kilometer Asphalt</big>'''
'''Dirk Möller leitet Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg'''
ca '''Lüneburg'''. Dirk Möller hat
einen Job, der ihm nicht nur
Sympathien bringt: Er ist neuer
Leiter des Lüneburger Straßenbauamtes
und damit auch zuständig für die Planungen der
umstrittenen A39. Der 36-Jährige
hat die Nachfolge von
Friedhelm Fischer angetreten,
der, [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zum_Weggangs_Friedhelm_Fischers.2C_Chef_der_Landesbeh.C3.B6rde_f.C3.BCr_Stra.C3.9Fenbau_und_Verkehr|wie berichtet]], Bürgermeister
in seiner Heimatgemeinde
Langenhagen geworden ist.
Möller kennt sich mit dem
Bau von Schnellstraßen aus, der
Bauingenieur hat in seiner alten
Dienststelle in Osnabrück in
leitender Funktion am Bau der
Küstenautobahn 31 mitgewirkt.
„Da war die Situation anders als
hier“, sagt er. Denn viele Unternehmen
aus der Region hatten
sich an der Finanzierung des
Projekts beteiligt.
Möller, der in Hannover Ingenieurbau
studiert hat und danach
unter anderem im Wirtschaftsministerium
tätig war,
möchte langfristig als Behördenchef
in Lüneburg bleiben
und mit seiner Frau von Osnabrück an die Ilmenau ziehen.
Die hiesige Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr ist
zuständig für die Kreise Lüneburg,
Harburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg und betreut
1085 Kilometer Bundes- und
Landesstraßen. 70 Beschäftigte
arbeiten im Innendienst, 110 in
drei Straßenmeistereien und einer
Betriebsgemeinschaft mit
dem Kreis Harburg.
}}
=== 11. Januar ===
==== Presseerklärung des {{DV}} zum IHK-Neujahrsempfang ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Brezel für Glos, Knigge für IHK</big>'''
Mit den gelben Ortsschildern ihrer Heimatgemeinden haben über 150 Bürgerinnen und Bürger aus den Kreisen Lüneburg, Uelzen und Gifhorn anlässlich des IHK-Neujahrsempfangs in Lüneburg gegen den Bau der geplanten Autobahn A 39 demonstriert. Stellvertretend für den verhinderten Bundeswirtschaftsministers Glos erhielt sein Staatssekretär eine „A 39-Brezel“ zur Verteilung im Bundeskabinett - als Erinnerung an den A39-Widerstand, an dem die Befürworter dieser Renommier-Autobahn „noch lange zu knabbern haben werden“.
Die Industrie- und Handelskammer, deren bisherige Spitze in der Vergangenheit als Hauptbefürworter dieses umstrittenen Großprojekts auftrat, verwehrte zahlreichen Autobahngegnern den Zutritt zu ihrem Empfang, nachdem sie diese zunächst ein- und dann wieder ausgeladen hatte. Der vorgeschobene Grund einer angeblichen „Überbuchung“ des Saales erwies sich angesichts von 170 unbesetzten Plätzen als wenig überzeugend. Als Hilfestellung für bessere Umgangsformen übergaben Vertreter der 34 Bürgerinitiativen der IHK-Spitze das Benimm-Buch [http://ec2.images-amazon.com/images/P/3933203813.03._SS500_SCLZZZZZZZ_V1109968080_.jpg „Knigge – wie man Blamagen vermeidet“].
Zugleich verbanden die A 39-Gegner ihr Angebot einer Zusammenarbeit mit der IHK zugunsten der Region mit der Hoffnung, dass die neu gewählten Mitglieder der IHK-Vollversammlung sich an Sachargumenten statt an einer dogmatischen Autobahn-Ideologie orientieren würden.
}}
[[Bild:Glos.jpg|thumb|120px|'''Minister Michael Glos'''. Foto: A/dpa]]
=== 10. Januar ===
==== {{LZ}} kündigt Demo gegen IHK an ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Glos spricht bei IHK-Empfang</big>'''
''lz''
''' Lüneburg'''. [http://www.keine-a39.de/ Die Bürgerinitiativen gegen die A39] haben
angekündigt, am Donnerstag,
11. Januar, 15 Uhr, vor dem
Theater Lüneburg gegen die
geplante Autobahn und für eine
nachhaltige Verkehrspolitik zu
demonstrieren.
Hintergrund
ist der
Neujahrsempfang
der
Industrie- und
Handelskammer,
zu der
auch
Bundeswirtschaftsminister
Michael
Glos erwartet wird. Bereits
vor dem Empfang tagt die
Kammer-Vollversammlung, um
den neuen IHK-Präsidenten zu
wählen. Wie berichtet, tritt Präsident Bernd Hansmann nicht
wieder an, sein Nachfolger soll
der Lüneburger Unternehmer
Eberhard Manzke werden.
}}
{{Pressefuss|Dezember 2006|Februar 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
64314f55977347c53bd4fa3d80799698d7af0455
Mensch
0
1434
1852
2008-10-03T10:24:01Z
Detlef
6
Weiterleitung nach [[Menschenschutz]] erstellt
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Menschenschutz]]
b6111c54ec2d0708cea2d29b523847ba2dc150f6
Vorlage:LB-Verweis
10
1343
1700
2008-10-03T14:32:38Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Mail.png|Breite=48px|Höhe=48px|Link={{{Verweis}}}
}} ||
* Leserbrief vom [[{{{Verweis}}}|{{{Titel}}}]]
|-
|}
376cd50429bd0420ababbeeaeb87c239ece9ef8a
Presseberichte Juni 2008
0
1193
1400
2008-10-03T14:41:32Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 14. Juni ===
{{Presseartikel
|Quelle=LP
|Thema=zum Thema Unterschriften gegen die A39
|Headline=„Wir wollen hier keine Autobahn!“
|Untertitel=Zwei Mädchen sammeln am Ebensberg Stimmen gegen die A 39
|Autor=(sta)
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 06 22.jpg|thumb|460px|'''Anna Lena Kreutz (10, l.) und ihre Freundin Liina (7) sammeln fleißig Unterschriften. Sie wollen nicht, dass eine Autobahn in ihrer Nähe gebaut wird.'''<br>Foto: sta ]]
„A 39, hier: NEIN!“, heißt es auf der Liste, mit der zwei Mädchen am Ebensberg von Haus zu Haus ziehen. Anna Lena Kreutz (10) und Liina Laczka (7) sammeln Unterschriften gegen den Bau der Autobahn.
„Mein Opa hat mir erklärt, dass die [[CDU]] hier bei uns eine Autobahn bauen will“, erklärt Anna Lena, „dabei will die hier doch keiner haben und die [[Ostumgehung|Umgehungsstraße]] ist schon laut genug!“
Und was passiert dann mit den Unterschriften? „Mein Opa ist ja Bürgermeister und im Rat der Stadt Lüneburg. Der nimmt die Listen dann mit und wir warten ab, was die da entscheiden“, erzählt Anna Lena. Ihr Opa ist Dr. [[Gerhard Scharf]] und den hat sie schon ganz schön um den Finger gewickelt: „Obwohl der ja in der [[CDU]] ist und die eigentlich für die Autobahn sind, hat er bei mir gegen die Autobahn unterschrieben. Ich habe ihn so lange überredet, bis er mir geglaubt hat, dass wir die hier nicht brauchen!“
70 Stimmen haben die beiden an drei Tagen schon zusammenbekommen und sie wollen noch weitermachen. „Ich werde die nächsten Tage an noch mehr Haustüren klingeln“, verspricht die 10-Jährige. Liina: „Ich komme natürlich mit!“
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_Juli_2008#Leserbrief_in_der_L.C3.BCnepost_zur_Unterschriftensammlung_gegen_die_A39
|Titel=05.07.: ''Ich begrüße die Aktion gegen die A 39''
}}
=== 25. Juni ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Kornkreisen entlang der Trasse für geplante Autobahn 39
|Headline=Riesige Kornkreise
|Untertitel=Vermeintliches Phänomen entlang der Trasse für geplante Autobahn 39
|Autor=dth
|Ort=Gifkendorf/Secklendorf
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 06 25.jpg|thumb|460px|'''Kornkreise (Zentrum im kl. Bild) zieren, wie hier bei Gifkendorf, die Felder in der Nähe der möglichen A-39-Trasse.''' Foto: wieland werhahn]]
Für Aufsehen sorgen dieser Tage riesige Kornkreise in der Lüneburger Heide zwischen Uelzen und Lüneburg. Mit einem Durchmesser von jeweils mehr als 100 Metern zieren riesige Motive wie eine zwölfstrahlige Sonne, ein verschachteltes Blütendiagramm und ein Codemuster landwirtschaftliche Flächen in Secklendorf, Edendorf und Gifkendorf. Die vermeintlich mysteriösen Kornkreisfelder befinden sich entlang der geplanten Trasse der Autobahn 39.
Eckehard Niemann, Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39, gibt sich allerdings auf LZ-Anfrage unwissend: "Ich habe keine Ahnung, woher die Kornkreise kommen. Aber sie sehen sehr eindrucksvoll aus." Und weiter: "Diese wunderschönen Kunstwerke unterstreichen jedenfalls unmissverständlich den Wert unserer Heimat."
Der Radiosender ffn berichtete hingegen auf seiner Internetseite, bei den Kornkreisen handele es sich um eine "stille Protestaktion der Bürger gegen die geplante Autobahn". Gegenüber der LZ beharrte Niemann auf seiner Aussage: "Ich weiß nicht, woher die Kornkreise stammen. Die Dinge sind halt mysteriös und sollen es auch bleiben. Aber wenn sie jemanden kennen, der so etwas professionell macht, dann können wir ja vielleicht demnächst einen Workshop dafür anbieten."
Die Art der Kornkreise erinnert an die "crop-circles" in der südenglischen Region Wiltshire. Dort sind die in den Sommermonaten stets wiederkehrenden riesenhaften Motive in den Feldern längst eine Touristenattraktion geworden. Kreative Köpfe haben aus dem Phänomen Kornkreis schon eine Profession entwickelt wie etwa die englische Gruppe "Circlemakers" ([http://www.circlemakers.org www.circlemakers.org]), die auf ihrer Internetseite auch eine Anleitung gibt.
}}
{{Pressefuss|Mai 2008|Juli 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
7edc3c1065c785e6b920ce31847606a89f8c1315
Andreas Meihsies
0
1108
1230
2008-10-03T14:50:34Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[Bündnis 90/Die Grünen]]|Funktion=Direktkandidat im Wahlkreis Lüneburg/Lüchow-Dannenberg für die Bundestagswahlen am 27. September 2009, Vorsitzender der Ratsfraktion [[Bündnis 90/Die Grünen]]|Suche=Meihsies|Link=http://www.meihsies.de/|Zitat=Wir wollen und dürfen {{mark|[[St.-Florians-Prinzip|nicht auf Kosten unserer Nachbarn]]}} gut und bequem leben und ihnen unsere Problemprojekte vor die Haustüren bauen. Daher ist die einzig politisch verantwortliche Alternative der {{mark|Verzicht auf eine Autobahn 39.}}''
* ''Ich lehne die A 39 überall ab - daher auch in Gellersen. Sie ist überflüssig. Alle Argumente gegen diese Autobahn konnten bis heute nicht widerlegt werden. Das Arbeitsplatzargument ist Wunschdenken der IHK. Die Zerstörung von Natur und Landschaft, die mit dieser [[Planung]] einhergeht, ist für jeden Laien nachvollziehbar.'' [[Presseberichte_August_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Kommunalwahl-Kandidaten_.28Samtgemeinde_Gellersen.29|[LZ vom 26.08.2006]]]
* ''Bildung statt Beton. Wir müssen in die Köpfe investieren, nicht in Autobahnen.''
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
0484d1a1f92916335bbfae5d54db6c70adb7a587
Presseberichte September 2008
0
1228
1470
2008-10-03T15:04:05Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 15. September ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Straßenfest "A39 in der Sackgasse"
|Headline=Fest dient als Protestaktion gegen A 39
|Untertitel=Autobahngegner feiern und sammeln Geld - "Menschenschutzgebiet" geplant
|Autor=ina
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 09 15.jpg|thumb|359px|'''Protest-[[T-Shirt]] gefälig? [[Andreas Meihsies]] (Grüne) mag es, Trassen-Befürworterin [[Andrea Schröder-Ehlers]] (SPD) hält Distanz. Lachen können darüber Joachim Weiss (l.) und Jens-Peter Fiedler (r.).'''
Foto: ina]]
Rindswürstchen dampfen auf dem Grill, zu Raubkatzen geschminkte Kinder springen in Socken auf der Hüpfburg, Jungs mit schick gestyltem Haar rocken: Auf den ersten Blick hätte das Straßenfest im Brandheider Weg als typisches Stadtteilfeier durchgehen können. Doch wer näher kam, erkannte: Den Bewohnern des Moorfelds ging es um mehr als nur eine Spätsommer-Party.
Ein Info-Stand, Schilder und Faltblätter und jede Menge Aktions-[[T-Shirt]]s über mehr oder weniger prallen Männerbäuchen verrieten das Thema, das nicht nur das Viertel, sondern auch die dort ansässige, seit zweieinhalb Jahren aktive "Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld" umtreibt: Das Verhindern der geplanten Autobahn 39.
"Eine Demo ist das hier nicht, aber klar wollen wir auf unseren Protest aufmerksam machen", erklärt Jens-Peter Fiedler, einer von drei Sprechern der rund 130 Autobahn-Gegner. Mit viel Kreativität ließ das Viertel die Muskeln spielen: eine Versteigerung, ein Euro teure "[[A39-Verhüterli|A 39-Verhüterlis]]" sowie der Verkauf von "[[Menschenschutz]]gebiet-Schildern" spülen Geld in die laut Veranstalter mit 2000 Euro in Vorleistung getretene Vereinskasse. Die gelben Dreiecke mit vierköpfigem Familienidyll sollen künftig das gesamte Gebiet zieren. Fiedler zum Hintergrund der Aktion: "Wir errichten das bundesweit erste Menschenschutzgebiet." Auch [[Politiker]], Gegner wie Befürworter der Trasse, kamen zum Fest.
"Unser nächstes Ziel ist die Rückstufung des A 39-Projekts aus dem [[Bundesverkehrswegeplan|vordringlichen Finanzbedarf]]", erklärt Sprecher Detlef Giesler in Beamtendeutsch. Soll heißen: Jeder Tag bis zum Startschuss des Autobahnbaus ist ein gewonnener Tag.
}}
=== 24. September ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anfrage der Grünen im Bundestag nach Finanzierung der A39
|Headline=A 39-Gegner hoffen weiter auf Alternative
|Untertitel=Ausbau der Bundestraße 4 muss von Planern nochmals geprüft werden
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn A 39 schöpft Hoffnung aus einer Anfrage der Grünen im Bundestag. Die Regierung habe geantwortet, dass Priorität im [[Bundesverkehrswegeplan]] (BVWP) nicht gleichbedeutend sei mit einer Finanzierungszusage.
Die erfolge "nach Maßgabe der jährlich zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel", heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Im Verkehrsministerium sagte Sprecher Richard Schild: Der BVWP sei Gesetz, die aktuelle Fassung von 2003, Bedarf und Prioritäten dafür seien von Bund und Ländern sehr genau geprüft und abgewogen worden. Das Gesetz gelte zehn Jahre.
Dagegen sagt die BI, die Regierung kündige für 2009 eine neue volkswirtschaftliche Bewertung der Vorhaben im BVWP an, Dringlichkeit und [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] würden überprüft. Und höhere Baukosten bei gleichem Nutzen führten zu einem geringeren Nutzen-Kosten-Verhältnis, sagt BI-Sprecherin Annette Niemann. Rechtlich relevant ist für Niemann in der Antwort der Regierung, dass bei Straßenbauvorhaben mit Öko-Stern wie der A 39 die Pflicht zur Prüfung bestehe, "ob zum Beispiel ein Ausbau des vorhandenen Straßennetzes den verkehrlichen Bedarf ebenso decken kann oder alternative Linienführungen zur Verfügung stehen. Wesentliche unserer politischen Argumente und potenziellen Klagepunkte werden schon jetzt bestätigt", glaubt Niemann, das gilt für die BI zum Beispiel bei der vernachlässigten gleichberechtigten Planung des Ausbaus der B 4 als Bundesstraße.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu Aussagen von Bundestagswahl-Kandidaten der CDU zur A39 ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
"CDU-Verbände küren ihren Kandidaten", Landeszeitung vom 22.9.2008
'''<big>Ernsthafte A 39-Diskussion in der CDU?</big>'''
Es ist schon befremdlich, mit welch wolkigen und nichtssagenden Plattitüden manche Kandidatur-Bewerber vor die Wähler treten wollen. Am Beispiel der geplanten, unsinnigen und immer mehr wankenden A 39:
Das Statement von Herrn Luths in der Elbe-Jeetzel-Zeitung (EJZ), „überall wo Autobahnen sind, da wächst und blüht es“ – das kann man vielleicht sogar noch als naive Äußerung eines Newcomers belächeln.
Wie ernst es Herrn Dorendorf mit dem eigentlich gebotenen, ernsthaften Abwägen von Risiken und Chancen der A 39 war und ist, das zeigt folgender EJZ-Bericht vom 4.7.2005 über die Gründung (besser: Inszenierung) einer sogenannten „Pro-Initiative“: „Die Gründung von zwei Sektionen der Pro-Autobahninitiative verlief widerspruchslos. Dieselben Teilnehmer hoben einmal den Arm für die Gründung der Sektion Lüchow-Dannenberg, ein weiteres mal für die Gründung der Sektion Bergen. Angst vor Verpflichtungen brauche niemand zu haben, erklärte Dorendorf. Auch Mitgliedsbeiträge würden nicht erhoben. Die Initiative sei mit Finanzmitteln gut ausgestattet...“
Herr Hintzmann bleibt zwar auch der A-39-Bejahung verhaftet, schließt sich aber in seiner Stellungnahme (EJZ vom 18.9.2008) immerhin der in der politischen Szene der Altmark dominanten Ablehnung der Autobahn-Querspange zwischen Salzwedel und Bad Bodenteich an. Es ist zu hoffen, dass er bei der [[CDU]]-Kandidatenvorstellung zumindest standhaft bei seiner Forderung nach einem alternativen Ausbau der B 71 zwischen Salzwedel und Uelzen bleibt und vielleicht sogar noch andere davon überzeugen kann.
Herrn Pols bleibt zu wünschen, dass er die A-39-Realitäten für Lüneburg und den Wahlkreis zumindest erkennt und diese in die Strategie und eine offenere Diskussion mit einbezieht: die ehemalige Schöder´sche Landtagswahlkampf-Autobahn, damals in die Welt gesetzt gegen alle Verkehrsgutachten (und sogar gegen die CDU im Landtag) und deshalb auch mit einem einmalig schlechten miesen [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] und ohne wirtschaftliche Vorteile, wird immer kostenexplosiver-unfinanzierbarer und nun auch unübersehbar durch die Landesregierung und konkurrierende Autobahn-Lobby-Gruppen hintangestellt. Wer wirklich Verantwortung für unsere Region tragen will, der muss sich endlich für diese Fakten öffnen, alternative Verkehrslösungen ergebnisoffen prüfen und sich der Diskussion stellen!
}}
{{Pressefuss|August 2008|Oktober 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
27e9b5573fcf796e9e3bac9eacb76d55ee0457a6
Presseberichte April 2008
0
1156
1326
2008-10-04T14:16:56Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 9. April ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Thema "Stadt lässt Klimaschutz streichen"
|Headline=Mauerstreit im Moorfeld
|Untertitel=Stadt forderte erst Beseitigung der Polit-Graffiti – Nun soll Grün den Slogan überwuchern
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 04 09 1.jpg|thumb|800px|left|'''Gegner der geplanten Autobahn 39 haben die Wand gegenüber dem Loewe-Center an der Erbstorfer Landstraße vor Monaten bunt gestaltet und nutzen sie für ihre Aussagen. Die Stadt wertet das Bild als Graffiti und fordert Begrünung.'''<br>Fotos: be]]
<br>
Die Mauer an[[Bild:LZ 2008 04 09 2.jpg|thumb|226px|'''Nur wenig entfernt zieht sich eine Lärmschutzwand an der Erbstorfer Landstraße entlang. Sie gehört dem Land und wurde von Unbekannten mit Signaturen und Parolen bekritzelt. Seit langem wurden die Schriftzüge nicht entfernt.''']] der Erbstorfer Landstraße erinnert an ein vergessenes Plakat für die [[Landtagswahl]] im Januar:
„Am 27.1. Wählt Klimaschutz statt Autoschmutz“ – offensichtlich eine Aktion von Gegnern
der Autobahn 39. Die
Stadt wertete das Bild als Graffiti
und forderte den Besitzer
der Mauer auf, es zu entfernen.
Die Wand sauber zu halten, sei
Bestandteil der Baugenehmigung.
Komme der Mann der
Weisung nicht nach, drohe ein
Zwangsgeld von 500 Euro.
A39-Gegner wie der Sprecher
der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, Detlef Giesler, fühlen
sich „kriminalisiert“, der
Stadt passe die politische Aussage
nicht. Im übrigen sei nicht
der Eigentümer der Mauer, sondern
die BI „treibende Kraft“
für die Aktion zur Wahl gewesen.
Andere Anwohner aus dem
Stadtteil weisen daraufhin, dass
50 Meter weiter eine mehrere
hundert Meter lange Lärmschutzwand
stehe, die seit Jahren
beschmiert ist, ohne dass
Bilder entfernt worden seien.
„Es geht nicht um politische
Inhalte, sondern das ist eine
grundsätzliche Vorgabe“, weist Stadtsprecherin Suzanne
Moenck den Vorwurf zurück.
Der Rat habe vor Jahren ein
konsequentes Vorgehen gegen
Graffiti beschlossen. Das versuche
die Verwaltung umzusetzen,
in dem sie Haus- und
Grundstücksbesitzer anspreche.
Auch mit dem Land sei die
Verwaltung „ständig im Gespräch“, um die Lärmschutzwand
säubern zu lassen. Aber
offensichtlich ohne Erfolg.
In Lüne kommt das Rathaus
nun von der konsequenten Linie
ab: Nach einem dreiseitigen
Einspruch und vor allem dem
gestrigen Anruf der LZ im Rathaus
erklärt Suzanne Moenck
nun: „Wir haben den Widerspruch
geprüft. Die Mauer muss
nicht übermalt werden, es
reicht, wenn sie begrünt wird.“
Das kann natürlich dauern,
denn selbst schnell wachsender
Efeu braucht geraume Zeit, bis
er die gut zwei Meter hohe
Wand überwuchert. In der Zeit
könnten sich die Aussagen
noch ändern. Giesler, überrascht
von der neuen Position
der Bauverwaltung, sagt: „Graffiti
sind ein Prozess, wir überlassen
die Mauer sich selbst.“
}}
{{Kommentar|1=frisch gestrichen!|2=Ein erster Entwurf, bitte [http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/forum/index.php '''kommentieren'''].<br>
[[Bild:LZ 2008 04 09 1 Entwurf 1.jpg|721px]]<br>
Vielleicht das Dachverbands-Plakat links...<br>
[[Bild:LZ 2008 04 09 1 Entwurf 2.jpg|721px]]<br>
oder in der Mitte...<br>
[[Bild:LZ 2008 04 09 1 Entwurf 3.jpg|721px]]<br>
und noch ein kleiner Verhüterli-Spruch... vielleicht zu viel des Guten?<br>
[[Bild:LZ 2008 04 09 1 Entwurf 4.jpg|721px]]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum 5-jährigen Widerstand gegen die geplante A39
|Headline=Fünf Jahre Widerstand
|Untertitel=Die „Aktion Lebensberg“ im Lüneburger Osten blickt auf fünf Jahre des Widerstands gegen die geplante A39 zurück.
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
„Bereits lange vor der
Veröffentlichung der möglichen
Trassenvarianten haben wir den
Kampf gegen dieses unwirtschaftliche
Straßenbauprojekt
begonnen und die Öffentlichkeit
informiert“, sagt Vorstandssprecher
Peter Weerda. Der
Verein habe unter anderem
vielfältige Aktionen auf die
Beine gestellt.
Die „Aktion Lebensberg“ ist
Gründungsmitglied des Dachverbands
der Bürgerinitiativen
gegen die A39, in der sich
inzwischen weitere 34 Initiativen
zwischen Lüneburg und
Wolfsburg zusammengeschlossen
haben. „Wir arbeiten auch
nach der Verlegung der [[Vorzugstrasse]]
auf die [[Ostumgehung]]
beharrlich und optimistisch
weiter, um die Autobahn zu
verhindern“, stellt Weerda klar.
Seine Hoffnung: Zum 10. Geburtstag
ist die A39 vom Tisch.
}}
=== 28. April ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur ausstehenden Linienbestimmung
|Headline=Endgültige Linie erst im Herbst
|Untertitel=A 39 Thema beim CDU-Parteitag in Uelzen
|Autor=Von Marc Rath
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
Die endgültige [[Linienbestimmung]] für die geplante A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg wird das Bundesverkehrsministerium nach Auskunft des Parlamentarischen Geschäftsführers der [[CDU]]-Landtagsfraktion, [[Bernd Althusmann]], erst im Herbst vorlegen. Ursprünglich sollte der Verlauf bereits seit Anfang des Jahres feststehen. Althusmann zeigte sich am Sonnabend beim CDU-Bezirksparteitag in der Uelzener Stadthalle jedoch optimistisch, dass die [[Planfeststellung]] für die mehr als 100 Kilometer lange Strecke bis 2013 abgeschlossen werden kann, "es sei denn weitere Klagen setzen darauf, das Projekt zu verzögern".
Uelzens Bürgermeister Otto Lukat (SPD) hatte in seinem Grußwort an die Christdemokraten seine Sorge geäußert, dass "Niedersachsen dieses für unsere Region wichtigste Projekt zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur vernachlässigt". Der Sozialdemokrat bekam für seine Forderung, die A 14 und die A 39 weiter als Gesamtprojekt zu betrachteten und zu realisieren, von den 150 Delegierten großen Beifall.
Unterstützung für die Erschließung der Region Nordost-Niedersachsen durch die vorgesehene Autobahn gab es auch vom Landesgruppenchef der niedersächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten, Enak Ferlemann. Der Politiker aus Cuxhaven widersprach der Einschätzung, die geplante Küstenautobahn A 22 stehe in Konkurrenz zur A 39. "Wir unterstützen Sie dabei", unterstrich Ferlemann, der auch den CDU-Bezirk Weser-Ems vorsteht. Der Verkehrspolitiker verwies darauf, dass die A-39-Pläne "ein ganzes Stück" vor der A 22 lägen: "Nur wenn alles kaputt geklagt wird, können wir schneller sein." Ferlemann bekräftigte indes den Schulterschluss beider Bezirksverbände für die beiden Strecken.
}}
=== 30. April ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur ausstehenden Linienbestimmung
|Headline=Viele Gespräche über geplante A 39
|Untertitel=Rechtssicherheit für Bau bis Ende 2013
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die geplante Autobahn 39 ist seit einigen Tagen wieder in aller Munde. Überall wird sich getroffen und gesprochen, werden Umfragen in Auftrag gegeben - und an deren Sinn gezweifelt.
Auf Anfrage des Parlamentarischen Geschäftsführers der [[CDU]]-Landtagsfraktion, [[Bernd Althusmann]], hat erst vor wenigen Tagen der Staatssekretär im niedersächsischen Verkehrsministerium, Joachim Werren, den Planungsstand zusammengefasst: Demnach wird bis zum Spätsommer das Bundesverkehrsministerium die [[Linienbestimmung]] für die Autobahn abgeschlossen haben, kann die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Herbst dieses Jahres mit der Entwurfsplanung beginnen. Es geht ins Detail.
"Die Entwurfsplanung soll für erste Abschnitte der A 39 bis Ende 2011 abgeschlossen werden. Für diese Verfahrensabschnitte der A 39 kann dann das Baurecht bis Ende 2013 vorliegen", schreibt Werren weiter. Für den Leiter der Landesbehörde in Lüneburg, Dirk Möller, bedeutet dies: "Zu diesem Zeitpunkt soll ein unanfechtbarer [[Planfeststellungsbeschluss]] vorliegen."
Laut Werren sind für die 109 Kilometer lange Strecke bislang sieben Planungsabschnitte vorgesehen. "Für die Planfeststellung wird erwogen, die Anzahl . . . auf sechs zu reduzieren." Die Gesamtkosten werden derzeit auf deutlich mehr als 600 Millionen Euro geschätzt.
Für Althusmann ist das Zeitfenster groß genug, "um die [[Lärm]]schutzproblematik in Lüneburg zu lösen". Ernsthaft geprüft wissen will der [[CDU]]-Mann eine teilweise Deckelung. In dieser Sache vorgesprochen hatten vergangene Woche auch die [[SPD]]-Abgeordneten [[Hedi Wegener]] (Bundestag) und [[Andrea Schröder-Ehlers]] (Landtag) sowie Landrat [[Manfred Nahrstedt]] (SPD) bei Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Ergebnis: "Machbarkeit und die mit einer Deckelung verbundenen Kosten" sollen alternativ untersucht werden, "um eine klare Basis für weitere Entscheidungen zu haben".
Entschieden haben sich unterdessen die Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Lüneburg-Stade. Die teilte mit, dass zwei Drittel der Unternehmen die vorhandenen und geplanten Autobahnen für unverzichtbar halten. Als "Flop" wertet der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 diese Umfrage. Von 18 000 Betrieben hätten lediglich 409, also knapp über zwei Prozent, geantwortet.
}}
{{Pressefuss|März 2008|Mai 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
2c1c6273c9173698e4927492d6446e42d0ba2092
Presseberichte August 2008
0
1163
1340
2008-10-13T14:53:36Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 1. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Selbstgefälligkeit der Volksparteien
|Headline=Offenheit statt Selbstgefälligkeit
|Untertitel=Gegner sehen "Augenwischerei"
|Autor=Von H.-H. Jenckel
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die Götterdämmerung für die großen Volksparteien setzte womöglich schon mit der Morgenröte für die Bürgerinitiativen ein, die einst durch Brandts "Mehr Demokratie wagen" aufzog.
{{mark|Heute nehmen in Lüneburg neben den fünf in Rat und Kreistag vertretenen Parteien längst viele Bürgerinitiativen ihre Interessen und damit die Politik selbst in die Hand. Ob beim Kampf gegen Müllverbrennungsanlagen oder Autobahnen, gegen Wohn- oder Gewerbegebiete. Und das professionell. Man kann für oder gegen die geplante A 39 sein.}} Nur kann man den Gegnern nicht absprechen, dass sie gekonnt Öffentlichkeitsarbeit kreuz und quer durch alle Medienkanäle betreiben. BI's sind schnell, wendig, kompromisslos. Da muss keine Basis befragt, kein Ausschuss gegründet, Vorstandsbeschluss gefasst und keine Vollversammlung befragt werden. Da ist höchstens zu klären, ob flankierend ein Bürgergebehren angestrengt wird.
Wollen die Volksparteien nicht weiter Boden verlieren, müssen sie Schwer- und Selbstgefälligkeit ablegen, sich öffnen. Sonst droht das Schicksal der Dinosaurier. Das wäre nicht das Ende der Demokratie. Die ist stark und stabil wie der Apparat und das immense Wissen der Verwaltungen von Bund, Ländern und Gemeinden. Parteien und ihre Lichtgestalten sind hier noch die Regisseure der Zukunft. Doch ihr Privileg ist in Gefahr. Stärker, als man angesichts der schwachen Reaktion der Parteispitzen glauben mag.
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_August_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Selbstgef.C3.A4lligkeit_der_Volksparteien
|Titel=07.08.: ''Anti-A 39-Kurs brächte Mitglieder''
}}
=== 7. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Verzögerung der Linienbestimmung
|Headline=Kritik an A39-Umfrage
|Untertitel=Gegner sehen "Augenwischerei"
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Geringe Aussagekraft, Augenwischerei. Das im Kern ist die Kritik der Gegner der geplanten Autobahn A 39 zur aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg bei Unternehmen: 87 Prozent hielten dabei die A 39 für "sehr wichtig" oder "wichtig". 583 Betriebe seien befragt worden.
Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 bemängelt Zahl und Auswahl der Befragten, schließlich habe die IHK mehr als 50 000 Mitglieder. Und der Verband kritisiert die Art der Fragen: Zum Beispiel hätten auch der Ausbau alternativer Verkehrswege, die Energiepreise, die Konkurrenz der Küstenautobahn und die Finanzierungsrisiken angeschnitten werden müssen. Die vom Präsidenten der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Eberhard Manzke, signalisierte Zustimmung "löst sich schon bei näherer Betrachtung in heiße Luft auf", sagt BI-Sprecherin Annette Niemann.
Unterdessen hat der grüne Fraktionschef im Rat der Stadt, [[Andreas Meihsies]], in der IHK nachgehakt: Die scheinbar beeindruckende Zustimmung für die A 39 sei tatsächlich eine dürftige Unterstützung. Ein IHK-Sprecher habe ihm gesagt, nur 221 der 583 befragten Betriebe hätten an der Umfage teilnenommen. "Das ist nicht mal die Hälfte", sagt Meihsies. Selbst die Wirtschaft glaube wohl nicht mehr an den Nutzen dieses Verkehrsprojektes, sonst würde die Resonanz der Unterstützer nicht so dürftig sein.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Selbstgefälligkeit der Volksparteien ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_August_2008#Landeszeitung_zur_Selbstgef.C3.A4lligkeit_der_Volksparteien|
"Frisches Blut für die Parteien", LZ vom 1. August]]
'''<big>Anti-A 39-Kurs brächte Mitglieder</big>'''
[[Bernd Althusmann]] und [[Hedi Wegener]] versuchen im Landkreis Lüneburg, den schrumpfenden Mitgliederzahlen der [[CDU]] und [[SPD]] durch das Werben junger Mitglieder zu begegnen. Gleichzeitig bemerken sie die politische Konkurrenz durch sich gründende Bürgerinitiativen. Bei allem Selbstmitleid beider [[Politiker]] über die Politikverdrossenheit junger Menschen vergessen sie allerdings wieder einmal, sich an ihre eigene Nase zu fassen. Die Auseinandersetzung um die A39 im Landkreis Lüneburg ist nur ein gutes Beispiel hierfür. "Eine Autobahn bringt Gewerbeansiedlungen und damit [[Arbeitsplätze]] in die Region." Diese bereits mehrfach wissenschaftlich widerlegte These von Lobbyisten wie der IHK wird von den beiden Politikern noch immer wieder gerne aufgenommen. Alle Bürgerinitiativen gegen die A39 haben in den letzten sechs Jahren mit diesen beiden und vielen anderen Politikern der Volksparteien zu diskutieren versucht. Alle diese [[Politiker]] haben sich auf die Sachargumente überhaupt erst gar nicht eingelassen.
Aber es stellt sich auch die Frage, was würde wohl mit einem ambitionierten A39-Gegner passieren, der der Lüneburger [[CDU]] oder [[SPD]] beitritt? Hätte er eine Chance, in einer der Parteien trotz anderslautender Meinung zur A39 seinen Weg zu gehen, um vielleicht irgendwann eine richtlinienbestimmende Funktion wie ein Bernd Althusmann einzunehmen? Oder würde er nicht von Anfang an als ungeliebter Besucher in seinem Ortsverband am Katzentisch sitzen oder sich schlimmstenfalls als A39-Gegner beschimpfen lassen müssen? Können sich viele Politiker der Volksparteien frei äußern, dass sie sich inzwischen gegen eine A39 entschieden haben? Oder schweigen sie lieber, weil sie sich selber nicht in diffamierende Diskussionen stürzen oder ihre begonnene Parteikarriere gefährden wollen? Bei vielen politischen Themen folgen die Volksparteien einfach nicht mehr dem Volkswillen und deswegen engagieren sich die Menschen lieber in einer Bürgerinitiative als in einer der festgefahrenen Parteien. Eine SPD und CDU gegen die A39 oder eine CDU gegen Nutzung der Kernkraft und für die Einrichtung neuer Gesamtschulen. Das wäre ein Anfang für die Lüneburger Volksparteien und würde sicher auch neue Mitglieder bringen.
}}
=== 20. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Verzögerung der Linienbestimmung
|Headline=Autobahn-Linie steht im Herbst
|Untertitel=
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg geht davon aus, dass die Linienbestimmung für die A 39-Trasse durch das Bundesverkehrsministerium "demnächst" vorliegt. Ministeriumssprecher Ingo Strater in Berlin sagt gegenüber der LZ: "Die [[Linienbestimmung]] wird im Herbst abgeschlossen."
Danach laufe die Vorentwurfsplanung durch das Land an, die wiederum dem Bundesministerium zur Kenntnis vorgelegt werde. Erst danach könne das [[Planfeststellungsverfahren]] beginnen. Erst in diesem Stadium sind auch Klagen gegen das Projekt möglich.
Die Autobahngegner gehen davon aus, dass die "Genehmigung einer weiteren Feinplanung mit sehr gravierenden Naturschutz-Auflagen des Bundesumweltministeriums versehen sein wird", zum Beispiel hinsichtlich der Beeinträchtigungen von [[FFH|Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebieten]] und neuer nationaler Umwelt-Vorgaben.
Bemängelt wird auch, dass das grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zerschnitten werde, das betreffe neben der A 39 auch die Querspange zwischen Bad Bodenteich und Salzwedel. Dies werde auch von altmärkischen Bürgerinitiativen, vom dortigen Landrat und der Salzwedeler Bürgermeisterin kritisiert.
BI-Sprecherin Annette Niemann sagt, dass die Auflagen den Start des [[Planfeststellungsverfahren]]s verzögerten und die Kosten sich auf mehr als eine Milliarde Euro verdoppelten.
}}
=== 30. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur erneuten Verzögerung der Linienbestimmung
|Headline=Alle warten auf den Bund
|Untertitel=Linie für die geplante Autobahn 39 wird mit erheblicher Verspätung erst im Herbst vorgestellt
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
"A 22 nun definitiv vor A 39" jubelten in dieser Woche die Autobahngegner, die Ministerien in Berlin und Hannover halten sich dagegen bedeckt und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wartet auf die Linienbestimmung durch den Bund und ein aktualisiertes Gutachten, das Prognosen über das Verkehrsaufkommen im A-39-Raum bis 2025 zulässt. Wenig Konkretes, dafür um so mehr Raum für Kaffeesatzleser bietet derzeit die Diskussion über die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg.
Ein Stimmungshoch bescherte den Gegnern am vergangenen Donnerstag die Titelseite der Nordwestzeitung (NWZ). "Hirche: Bau der A 22 beginnt 2013" stand dort in großen Lettern. Schon lange sehen die Kritiker die Küstenautobahn als Konkurrenz zur Autobahn 39, glauben, dass der Bund nur eine von beiden Strecken bezahlen wird. Im Vorteil sei die A 22 schon deshalb, weil ein Teil der Planungskosten von der Privatwirtschaft aufgebracht worden sei, so die Gegner.
Als Plädoyer für die A 22 will Christian Haegele, Sprecher des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums in Hannover, die Aussage seines Ministers Walter Hirche jedoch nicht verstanden wissen: "Niedersachsen braucht beide Autobahnen, deshalb werden auch beide Verfahren intensiv vorangetrieben." Ansonsten gibt sich der Sprecher eher zugeknöpft. "Ein [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] allein für die A 39 zu ermitteln, ist Sache des Bundes, seriöse Zahlen über die Kosten für die A 39 können erst genannt werden, wenn der Vorentwurfsplan steht."
An dem arbeitet in Lüneburg derzeit der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dirk Möller. Den Plan fertigstellen kann er jedoch erst dann, wenn die [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium erfolgt ist. Doch noch feilen die Verkehrsexperten in Bonn und Berlin eifrig daran, wo die Trasse genau verlaufen soll. "Konkrete Ergebnisse werden im Herbst vorgestellt", sagt Ministeriumssprecher Richard Schild. Den Monat nennt er nicht.
Ein separates [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] (NKV) für die A 39 will der Bund offenbar weiterhin nicht ermitteln. "Kein neuer Sachstand", heißt es dazu aus dem Ministerium. Und der letzte war wenig schmeichelhaft für Hannover und Berlin. Während Autobahngegner die Wirtschaftlichkeit der Strecke anzweifeln, sich vom [[NKV]] Aufschluss darüber erhoffen, haben sich Bund und Land zuletzt gegenseitig die Verantwortung für die Einzelberechnung zugeschoben. Bemerkenswert dabei: Während es für die A 39 nur ein NKV im Gesamtpaket mit der Autobahn 14 Magdeburg-Schwerin und der Querspange B 190n gibt, liegt der Einzelwert für die A 14 bereits seit mehr als zwei Jahren vor. Auch hat die [[Linienbestimmung]] in Sachsen-Anhalt gerade einmal sechs Monate gedauert, bei der A 39 ist fast ein Jahr verstrichen - ohne das ein Ergebnis vorliegt.
Bei zeitlichen Abläufen sind die öffentlichen Stellen vorsichtig geworden. Nur an einer Aussage halten sowohl Haegele als auch Möller fest: "Wir rechnen damit, dass Mitte 2013 der erste [[Planfeststellungsbeschluss]] vorliegt." Dann kann mit dem Bau begonnen werden.
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_Oktober_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_strittigen_Nutzen_der_A39
|Titel=11.10.08.: ''Nutzen der Autobahn hinfällig''
}}
{{Pressefuss|Juli 2008|September 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
3fb25efb8ef4a5cbe7e854c96401efb6a86203d7
Andrea Schröder-Ehlers
0
1107
1228
2008-10-13T19:49:03Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Politikerin|Bild=[[Bild:LZ 2007 06 09 1.jpg]]|Partei=[[SPD]]|Funktion=Landtagsabgeordnete (vor ihrer Wahl 2008 Fachbereichsleiterin für Umwelt, Ordnung, Verkehr und Bürgerservice bei der Stadt Lüneburg, zudem Vorstandsmitglied des [[Nordland-Autobahn-Verein]]s)|Suche=Ehlers|Link=http://www.andrea-schroeder-ehlers.de/|Zitat=Weil diese Autobahn unserer Region enorme Impulse gibt. [LZ vom 18.1.2003]
* ''Die Stadt hält zwar eine westliche oder weiter östliche Trasse für sinnvoller, doch die scheint nur schwer durchsetzbar.'' [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung_.282.29_3|[LZ v. 27.3.2007]]]
* ''Auf dem Deckel könnte eine Erdschicht aufgetragen werden und ein Fußweg, um Moorfeld nicht zu zerteilen.'' [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung_.282.29_2|[LZ v. 28.3.2007]]]
* ''Die Verwaltung wird eine fachlich sehr gut fundierte Stellungnahme abgeben.'' [[Presseberichte_Juli_2006#Landeszeitung_zum_Gutachten_der_Stadt_L.C3.BCneburg|[LZ v. 6.7.2006]]]
* ''Wir rechnen mit 10 000 Autos mehr pro Tag als die Prognosen, also mit 60 000 Fahrzeugen.'' [[Presseberichte_Juli_2006#Hamburger_Abendblatt_zum_Gutachten_der_Stadt_L.C3.BCneburg|[HA v. 6.7.2006]]]
*''Die meisten Proteste beschäftigen sich mit den zu erwartenden [[Lärm]]- und Schadstoffbelastungen sowie den gesundheitlichen Folgen für die Anwohner. Auch die Zerschneidung der Stadt durch die Trasse und die Wertminderung der Anliegergrundstücke sind häufig ein Thema.'' [[Presseberichte_Mai_2006#24._Mai:_Hamburger_Abendblatt_zum_Stand_der_Einw.C3.A4nde_.281.000.29|[HA v. 24.5.2006]]]
*''Ich kann mir kaum vorstellen, daß die Landesbehörde mit derart alten Unterlagen geplant hat. Aber wir werden alle Zweifel an der Planung zusammentragen.'' [[Presseberichte_April_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_Vorzugsvariante_2|[HA v. 1.4.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
250e9c4a3f71eb09715f444e32781e920a89532c
SPD
0
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1524
2008-10-13T19:53:43Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Entscheidungsträger}}
[[Bild:SPD-Taten.jpg|thumb|300px|'''SPD-Flugblatt 2006:<br>"Was zählt, sind Taten!<br>In der neuen Wahlperiode von 2006 - 2011 werden wir eine Trasse der geplanten A 39 durch die Stadt Lüneburg und unseren Stadtteil verhindern."''']]
Die SPD vertritt keine einheitliche Position zur A 39:
* Unterbezirk: ''Ja zur A 39 und zur [[Vorzugsvariante]] - aber nur in Tunnelform. Außerdem muss geprüft werden, ob eine Ostumfahrung möglich ist.''
* Ortsverein LG: ''Befürwortet wird eine Autobahntrasse im Westen der Stadt, die folgende Kriterien erfüllen muss: geringstmögliche Belastung für die Menschen, größtmöglicher Nutzen für die Region.'' [[Presseberichte_September_2006|[1]]]
* Abtlg. Lüne mit Ebensberg, Moorfeld, Lüne: ''Was zählt, sind Taten! ... In der neuen Wahlperiode von 2006 - 2011 werden wir eine Trasse der geplanten A 39 durch die Stadt Lüneburg und unseren Stadtteil verhindern.'' [Flugblatt zur [[Kommunalwahl]] 2006]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Heiko Dörbaum]], Fraktionsvorsitzender der SPD im Lüneburger Stadtrat und Ortsvorsteher Ebensberg
* [[Ulrich Mädge]], Lüneburger Oberbürgermeister
* [[Manfred Nahrstedt]], Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages und Landrat des Landkreises Lüneburg
* [[Andrea Schröder-Ehlers]], Abgeordnete des Niedersächsischen Landtages, vor ihrer Wahl 2008 Fachbereichsleiterin Verkehr und Umwelt bei der Stadt Lüneburg und Vorstandsmitglied des [[Nordland-Autobahn-Verein]]s
* [[Hedi Wegener]], Abgeordnete im Deutschen Bundestag
[[Kategorie:Politiker]]
8bfa8212b421043144afdf9fb66e771847e8eb3f
Nordland-Autobahn-Verein
0
1061
1136
2008-10-13T19:56:58Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
In der kontroversen Diskussion um den geplanten Bau der A 39 durch Lüneburg gibt es klare Befürworter.<br>Im Zentrum steht eine Interessengemeinschaft, dessen Namensgebung wenig sensibel erscheint: Der ursprünglich rein geografische Begriff "Nordland" für Skandinavien und die Polargebiete war im nationalsozialistischen Deutschland idiologisch besetzt.
Die Nationalsozialisten waren in den 1930er Jahren auch die ersten, die eine "Nordlandautobahn" ins Auge faßten - mit ihr sollte die Autostadt Wolfsburg einen schnellen Zugang zu den Ostseehäfen bekommen. [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_Vorzugsvariante|[HA vom 29.03.2006]]]
Gemäß Selbstdarstellung (s. Weblink) ist der Nordland-Autobahn-Verein ein 1969 gegründeter Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern, Landkreisen, Firmen und Einzelpersonen aus dem norddeutschen Raum, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ''"für eine angemessene infrastrukturelle Erschließung des Raumes zwischen dem Harz / Magdeburg im Süden und der Insel Fehmarn im Norden mittels einer Autobahnverbindung einzutreten. Er unterstützt insoweit verkehrsinfrastrukturelle Planungen für eine Bundesautobahnverbindung zwischen Lüneburg und Wolfsburg / Magdeburg."''
* Vorsitzender: Wolfram Klein, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg.
* Vorstandsmitglied (von 1999 -2008): [[Andrea Schröder-Ehlers]] ([[SPD]]), ehemalige Fachbereichsleiterin Verkehr bei der Stadt Lüneburg. Zitat gem. LZ vom 18.01.2003 ''“Weil diese Autobahn unserer Region enorme Impulse gibt.”''
== Weblinks ==
* [http://www.ihk24-lueneburg.de/LGIHK24/IHK24/produktmarken/standortpolitik/ueberregionale_kooperationen/Nordland.jsp "Internetseite" des Nordland-Autobahn-Vereins bei der IHK Lüneburg-Stade]
* [[Media:NAV.pdf|Satzung u. Auszug aus dem Lübecker Vereinsregister]]
* [http://aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/downloads/Nordland-Untersuchung.pdf VERKEHRSWIRTSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNG UND GROSSRÄUMIGE PLANUNG EINER ZÜGIGEN NORD-SÜD-VERBINDUNG IM ZONENRANDGEBIET ZWISCHEN DER A 24 UND DER A 39]
* [[Media:Antrag_Gruene_Nordland-Autobahn-Verein.pdf|Antrag der Grünen auf Kündigung der Mitgliedschaft im Nordland-Autobahn-Verein, 07.06.2007]]
* [[Andrea Schröder-Ehlers]] formuliert als Vorstandsmitglied des NAV im Namen der Statdt Lüneburg eine [[Media:Stellungnahme_Nordlandautobahnverein.pdf| "Stellungnahme der Verwaltung", der Rat der Stadt Lüneburg möge den Antrag auf Kündigung der Mitgliedschaft im Nordland-Autobahn-Verein ablehnen, 18.06.2007]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
9e1116056bf313aae86a3612987ef3fae8f8c599
Diskussion:Presseberichte Oktober 2008
1
1221
1456
2008-10-14T12:47:35Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
=== 11. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (1)
|Headline=Bund billigt die Linienführung
|Untertitel=Planer der umstrittenen A 39 wollen nun ins Detail gehen
|Autor=nt/lni
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
{{i-Kasten|1=220|2=<h5>Kommentar: <br><big>Das freie Spiel der Kräfte</big></h5>|3=''Von Malte Lühr''<br>
Bei der Ostumgehung Lüneburg handelt es sich wohl dem Querschnitt, nicht jedoch der Funktion{{Lzq|Kommentar}} nach um eine autobahnähnliche Staße.<br>Der Niedersächsische Minister für Wirtschaft und Verkehr, 18.01.1980}}
Der Bund hat die vom Land Niedersachsen vorgeschlagene Linienführung für die Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg im Wesentlichen genehmigt.
Nun könne die Detailplanung in sieben Abschnitten beginnen, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Uelzen mit. Eine [[Planfeststellung]] für die ersten Abschnitte soll 2013 vorliegen. "Es kamen sehr viele Prüfaufträge aus dem umweltfachlichen Bereich", sagte A-39-Projektleiterin Annette Padberg. So habe das Bundesumweltministerium beispielsweise einen größeren Abstand der Trasse zum Schutzgebiet "Vogelmoor" bei Ehra (Kreis Gifhorn) gefordert.
Nacharbeiten müssen die Planer etwa auch bei der Querung der Ilmenau-Niederung bei Lüneburg. Noch nicht geklärt ist, ob die Hansestadt den geforderten Lärmschutzdeckel für die [[Ostumgehung]] bekommt. "Es ist eine Variante, die wir prüfen", sagte Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter Lüneburg der Landesbehörde. {{o}} '''Seite 3'''
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (2)
|Headline=Detailplanung für Lüneburg angelaufen
|Untertitel=A-39-Planer stellen Abschnitte in Uelzen vor
|Autor=pet
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 10 11 1.jpg|thumb|151px|left|'''Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, stellte in Uelzen die sieben Abschnitte für die Detailplanung der Autobahn 39 (Grafik rechts) vor. Anwesend waren rund 200 Vertreter aus Politik und Verwaltung.''' Foto: t&w]]
Die Linie ist bestimmt, die weitere Planung für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg liegt auf dem Tisch - und doch sind gestern in der Stadthalle Uelzen viele Fragen offen geblieben. Ob die Lüneburger [[Ostumgehung]] einen Deckel erhält und wie viele Abfahrten weiter genutzt werden können, wird erst die Detailplanung ergeben.
[[Bild:LZ 2008 10 11 2.jpg|thumb|453px|'''A 39'''<br>Lüneburg - Wolfsburg<br>Abschnittskonzept<br>M = 1:500.000]]
Zuvor hatten die Bundesministerien für Verkehr und Umwelt bei der Linienbestimmung den Trassenvorschlag der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] gebilligt. Für die Feinplanung wechselt die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nun den Maßstab: von 1:25 000 auf 1:1000. Leiter Dirk Möller stellte in Uelzen 200 Vertretern von Verwaltungen, Kommunen und Verbänden die sieben Planungsabschnitte vor.
Zum geforderten Lärmschutzdeckel für die Ostumgehung sagte Möller: "Es ist eine Variante, wir werden das prüfen." Offen ist auch die Zahl der Abfahrten zwischen den "gesetzten" Anschlussstellen Lüneburg Nord und Ost. Weitere Abfahrten würden erst festgelegt, wenn die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung bis 2025 in diesem Bereich vorliegen.
Zudem hat das Bundesumweltministerium den Planern konkrete Prüfaufträge erteilt: Einer betrifft die Querung der Ilmenau im Bereich Lüneburg, die noch einmal genau unter die Lupe genommen werden soll.
Werner Pfeiffer aus dem Wirtschaftsministerium in Hannover betonte die Bedeutung der A 39: "Die Verkehrsleistung auf den Straßen wird stark zunehmen." Die großen Verkehrsachsen A 1 und A 7 seien bereits heute überlastet.
An der 105 Kilometer langen Trasse sind die Planungen im 7,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Lüneburg Nord und Lüneburg Ost am weitesten vorangeschritten. Dort hatte schon im September 2007 das Ausschreibungsverfahren für externe Ingenieursleistungen begonnen, Vorarbeiten für die Entwurfsplanung sind bereits angelaufen. Fast parallel sind im Oktober 2007 Planungsarbeiten für den siebten Abschnitt bei Wolfsburg ausgeschrieben worden.
Der weitere Zeitplan:
{{o}} Bis Ende November 2008 sollen die vorbereitenden Arbeiten zur Entwurfsplanung für alle sieben Abschnitte der A 39 aufgenommen sein.
{{o}} Die technische Entwurfsplanung im Maßstab 1:1000 für erste Abschnitte der A 39 soll Ende 2011 abgeschlossen sein.
{{o}} Für die ersten Abschnitte der A 39 könnten bis Ende 2013 Planfeststellungsbeschlüsse vorliegen - Baureife wäre erreicht.
"Ich gehe von weiteren fünfeinhalb bis sechs Jahren Planungszeit aus", prognostizierte Möller. "Das ist ein ambitionierter Zeitplan", ergänzte er.
Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39, sprach von "gigantischer Vergeudung von Steuermitteln". Die Pläne würden zugunsten der Küstenautobahn A 22 "doch in der Schublade landen". Er zweifelt zudem die Höhe der Baukosten von 620 Millionen Euro für die A 39 an. Zu erwarten sei eine Kostenexplosion wie bei der A 14 von Magdeburg nach Schwerin. Letzte Schätzungen ergaben einen Anstieg um 503 Millionen auf 1,28 Milliarden Euro. Baupreissteigerungen seien in der Kalkulation für die A 39 berücksichtigt, versicherte Möller.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum strittigen Nutzen der A39 ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_August_2008#Landeszeitung_zur_erneuten_Verz.C3.B6gerung_der_Linienbestimmung|
"Alle warten auf den Bund", LZ vom 30./31. August]]
'''<big>Nutzen der Autobahn hinfällig</big>'''
Die Einstufung der A 22 Küstenautobahn im "Weiteren Bedarf" des [[Bundesverkehrswegeplan]]s zeigt, dass das Land Niedersachsen auf dieses Projekt keine Priorität gelegt hatte. Mit der im Frühjahr 2004 gefallenen Entscheidung für Wilhelmshaven als Standort für den neuen Tiefseehafen änderte sich dies und die Planung der A 22 beschleunigte sich auf derart erstaunliche Weise, dass der Planungsstand der A 39 inzwischen "überholt" wurde.
Gleichzeitig torpediert Hannover die von Hamburg gewünschte Vertiefung der Elbe. . . Warum die Elbe vertiefen, wenn der Jade-Weser-Port ab 2011 das Frachtaufkommen für Schiffe ab 13,5 Meter Tiefgang und damit ein erhebliches Frachtaufkommen des Hamburger Hafens aufnehmen kann? Damit wäre auch das Argument für die A 39 als Hinterlandanbindung für den Hamburger Hafen endgültig vom Tisch.
Erinnern wir uns aber an den im April 2003 vorgestellten Referentenentwurf des [[BVWP]] 2003. Der A39-Abschnitt Lüneburg-Uelzen wurde in den "Vordringlichen Bedarf" aufgenommen. Der Abschnitt Uelzen-Wolfsburg war wegen des fehlenden verkehrlichen Bedarfs nur für den "Weiteren Bedarf" (LZ 10.05.2003) vorgesehen. Die daraufhin entbrannte Lobby der A 39 mündete darin, dass unser MdB [[Hedi Wegener]] den damaligen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe zu einem Besuch in der IHK veranlasste. . . Dadurch haben wir also eine A 39 im "Vordringlichen Bedarf", die da nicht hineingehört. War der Bedarf vorher bereits fraglich, mit dem nach Wilhelmshaven umgeleiteten Frachtaufkommen fehlt die Daseinsberechtigung völlig. Warum wurde noch kein [[Kosten-Nutzen-Verhältnis|Kosten/Nutzen-Verhältnis]] ermittelt. Würde der von Aktion Lebensberg ermittelte Wert von 1,89 % bestätigt und sogar noch unterschritten? Es wird endlich Zeit, dass unsere [[Politiker]] aufhören, unsere Steuermilliarden auch in dieses Projekt zu versenken und die Planungen sofort zugunsten wichtiger regionaler Projekte einstellen.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">AUTOBAHN </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white"> ALLEIN DIE PLANUNG VERSCHLINGT 70 MILLIONEN</span><br>Entscheidung: So verläuft die neue A 39
|Untertitel=[[Bild:HA 2008 10 11 1.jpg|thumb|379px|'''105 Kilometer lang wird die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg (s. Karte, unten rechts). In Lüneburg wird die Ostumgehung zur Autobahn.''']]
'''Die Trasse der A 39 ist beschlossen, Baustart 2013. Ob der „Autobahndeckel“ kommt, ist aber noch unklar.'''
[[Bild:HA 2008 10 11 01.jpg|thumb|left|160px|'''Dirk Möller (l.), Anette Padberg (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Lüneburg) und ihr Wolfenbütteler Kollege Bernd Mühlnickel stellten die Linienführung der A 39 vor.'''<br>FOTO: SCHNEEFUSS]]
|Autor=Elke Schneefuß
|Ort=Uelzen
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/11/950500.html Quelle]
|Text=Die Linienführung der geplanten
A 39 von Lüneburg nach
Wolfsburg steht fest. Die zuständigen
Verkehrsministerien
in Berlin und Hannover haben
der von der Niedersächsischen
Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr
vorgeschlagenen Trasse zugestimmt:
„Das ist ein entscheidender
Schritt“, sagt Dirk Möller
von der Landesbehörde.
In der Uelzener Stadthalle
stellten die Planer das Ergebnis
ihrer bisherigen Arbeit vor:
Die A 39 verläuft im Osten der
Stadt Lüneburg, auf dem
Stadtgebiet wird die bisherige
[[Ostumgehung]] zur Autobahn.
Gegen den Verlauf der A 39
durch die Wohngebiete Moorfeld
und Lüne hatte es immer
wieder heftige Proteste gegeben:
Mit zahllosen Aktionen
brachten Anwohner ihren Widerstand
zum Ausdruck.
Am Trassenverlauf hat sich
bisher dennoch nichts geändert
– ob der von Stadt und
Landkreis befürwortete „Autobahndeckel“
in Gestalt einer
Untertunnelung in Höhe Kloster
Lüne auf dem Stadtgebiet
kommen wird, steht noch nicht
fest: „Der Deckel wird im weiteren
Verlauf der Entwurfsaufstellung
geprüft“, sagt Werner
Pfeiffer, Referatsleiter des
Wirtschaftsministeriums in
Hannover.
Die Behörden werden jetzt
eine Feinplanung der Trasse
vornehmen: „Die 105 Autobahnkilometer
werden in sieben
Planungsabschnitte aufgeteilt“,
sagt Dirk Möller. „In den
nächsten zwei Jahren wird die
Trasse metergenau mit allen
technischen Details im jeweiligen
Abschnitt erarbeitet.“
Die ersten Kraftfahrzeuge
rollen erst viel später: „Mit einem
Baustart rechnen wir ungefähr
im Jahr 2013“, sagt
Jens Thilo Schulze, Pressesprecher
der Straßenbaubehörde.
Die von Gegnern immer wieder
bezweifelte Finanzierbarkeit
der A 39 macht Werner
Pfeiffer vom Wirtschaftministerium
noch keine Sorgen:
„Die Landesregierung hat einen
Sondertitel in den Haushalt
eingestellt, um die Planungskosten
abzudecken“,
sagt er.
Rund 70 Millionen Euro werden
es voraussichtlich sein, die
allein die Planung der Autobahn
kostet – damit ist aber
noch kein einziger Autobahnkilometer
gebaut: „Die [[Investitionsrahmenplan|Finanzierung]] der A 39 muss auch
erst 2014 gesichert sein, wenn
der erste Spatenstich erfolgt“,
sagt Pfeiffer. „Die Diskussion
darüber müssen wir jetzt nicht
führen.“
Für ihn ist der Bau der A 39
ein für den Norden absolut erforderliches
Projekt mit hoher
Priorität: „Häfen und Straßen
sind die Schlagadern der Wirtschaft.“
Dass das Vorhaben
unbezahlbar werden könnte,
glauben die Planer nicht: „Wir
rechnen nicht mit Kostensteigerungen
wie bei der A 22“,
sagt Dirk Möller.
}}
06b6986273cb4a55841f84fd1ab0383d6120b39a
Presseberichte Juni 2006
0
1191
1396
2008-10-24T09:46:10Z
Detlef
6
/* Landeszeitung zum Besuch des Verkehrsministers */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
=== 27. Juni: {{LZ}} zu den Standpunkten der [[SPD]], [[CDU]], [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]] ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Zankapfel Autobahn'''</big>
'''Antrag und Anfrage zur A 39 '''
''red Lüneburg.''
Die [[SPD]] bereitet einen Antrag zur geplanten Autobahn A 39 für den Landtag vor, [[Bündnis 90/Die Grünen|die Grünen]] haben eine Anfrage gestellt, die Christdemokraten halten in einer Stellungnahme keine Trassen-Variante, die durch Lüneburg führt, für machbar. Die A 39 ist und bleibt das Thema Nr. 1.
Der Lüneburger [[SPD]]-Landtagsabgeordnete [[Manfred Nahrstedt]], ein Freund der so genannten Tunnel-Lösung, bereitet gemeinsam mit seinem Uelzener Partei-Kollegen [[Jacques Voigtländer]] einen Antrag für den Landtag vor. Danach soll sich die Landesregierung beim Bundesverkehrsministerium für eine Machbarkeitsstudie der A39-Tunnel-Lösung durch Lüneburg einsetzen. "Um Verzögerungen dieses wichtigen Infrastrukturvorhabens auszuschließen, muss die niedersächsische Straßenbauverwaltung umgehend mit den notwendigen Planungsarbeiten für einen möglichen Autobahntunnel beginnen", heißt es im Antrag.
Unterdessen hat der [[grüne]] Landtagsabgeordnete [[Andreas Meihsies]] eine kleine Anfrage im Landtag eingebracht. Er fragt: Hält die Regierung die Tunnel-Lösung überhaupt für realistisch, welche Mehrkosten entstehen und wird noch vor der [[Kommunalwahl]] eine neue Trasse für Lüneburg vorgelegt? Autobahn-Gegner Meihsies hält den Tunnel für ein Windei, "der Bund wird nie die Mehrkosten von mehreren hundert Millionen Euro übernehmen".
Wie Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] lehnt die Lüneburger [[CDU]] jede Autobahntrasse über Stadtgebiet kategorisch ab. Alle Varianten führten dicht an Wohngebieten vorbei, würden Siedlungen von der Stadt abschneiden, geplante Baugebiete zerstören. Für die [[CDU]] gibt es nur eine Alternative, die Westumfahrung. Sie würde mit der [[Ostumgehung]] einen Ring um Lüneburg legen, die Stadt von Verkehr entlasten und die wirtschaftliche Entwicklung des Westens fördern.
}}
=== 26. Juni ===
[[Bild:LZ 2006 06 26 1.jpg|300px|right]]
==== {{LZ}} zur Aktion [[Menschenkette]] ====
<big>'''Protest in Rot'''</big>
Gekleidet in der Protestfarbe
Rot machten 400 Gegner
der [[Vorzugstrasse]] für die
Autobahn A39 ihrem Ärger
bei einem Demonstrationszug
durch Lüneburg Luft.
Zum Abschluss überreichten
die Initiatoren von der
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
Oberbürgermeister
Mädge 5000 Unterschriften
gegen die A39.
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<big>'''A 39-Gegner sehen rot'''</big>
'''400 Lüneburger protestieren gegen "Zerschneidung der Stadt" '''
''rast Lüneburg.''
[[Bild:LZ 2006 06 26 2.jpg|thumb|240px|'''Gabriele Parnow-Kloth (l.) zeigt die aufgerollte Liste mit 5000 Unterschriften.''']]
[[Bild:LZ 2006 06 26 3.jpg|thumb|240px|'''Zuvor gab's eine Menschenkette an der geplanten Trasse.''']]
[[Bild:LZ 2006 06 26 6.jpg|thumb|240px|'''Oberbürgermeister Ulrich Mädge rollt die Unterschriftenliste vor dem Landgericht zusammen mit Stefanie Becker von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ab.''']]
"Eine Autobahn mitten durch die Stadt ist ein Anachronismus im 21. Jahrhundert - wir werden das verhindern. Das gilt für die jetzige [[Vorzugstrasse]] wie auch für alle anderen Varianten in Richtung Ebensberg." Das machte Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] an ungewohnter Rednerstelle klar - auf der Freitreppe des Landgerichts, wo er vor 400 in der Protestfarbe Rot gekleideten Autobahngegnern sprach. Zuvor hatten ihm Stefanie Becker und Gabriele Parnow-Kloth 5000 Unterschriften gegen die geplante A 39 überreicht.
Mit [[Menschenkette]], Protestzug und Kundgebung, organisiert von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, demonstrierten die 400 Lüneburger Sonnabend gegen die [[Vorzugstrasse]]. In die Menschenkette zum Aktionsauftakt zwischen Klärwerk und Meisterweg - nahe der geplanten Trasse - reihte sich auch Hannelore Boese ein, die am Kappelberg wohnt. "Eine Autobahn, die direkt durch Wohngebiete führt, ist unverantwortlich - die Natur wird zerstört." Wenige Meter neben ihr argumentierte Stefan Becker vom Moorweg: "Bei der Auswahl für die Trasse ist der Schutz des Menschen nicht genügend beachtet worden. In Lüne und Moorfeld sind Jung und Alt zusammengewachsen, das ist ein lebendiger Stadtteil, der zerstört wird. In der Grundschule wird kein Unterricht mehr möglich sein, das Kloster ist in baulicher Gefahr." Eine Tunnellösung, wie vom [[SPD]]-Landtagsabgeordneten [[Manfred Nahrstedt]] in die Diskussion gebracht, hält Becker "für nicht machbar, weil viel zu teuer". Zudem sei Lüne ein "biologisch sehr sensibles" Gebiet.
[[Bild:LZ 2006 06 26 4.jpg|thumb|left|150px|'''Peter Franke: „Straßen sollen Städte verbinden und sie nicht trennen.“'''<br>Fotos: t & w]]
"Wir fordern unsere politischen Vertreter auf: Menschen- und [[Naturschutz]] auch hier" - dieses Plakat trugen Niklas Köhne und Jonas Spengler 30 Minuten lang auf dem Fußgängerüberweg am Klärwerk bei jeder gedrückten Grünphase hin und her. Flankiert wurden sie unter anderem vom [[grüne]]n Landtagsabgeordneten [[Andreas Meihsies]] und [[CDU]]-OB-Kandidat Prof. Dr. Jürgen Lürssen. Den Verkehr zu blockieren, schafften sie nicht - die Ampelschaltung sieht lange Grünphasen für die Autofahrer vor.
Danach startete der Protestzug in die Innenstadt. Samt Transparenten mit Aufschriften wie "Wenn beten oder bitten helfen kann, lieber Gott, lieber Weihnachtsmann, befreit uns von diesem Wahn, wir wollen durch LG keine Autobahn" machten Demonstranten ihrem Ärger Luft und diskutierten die negativen Auswirkungen. Ortrud Doll, Erbstorfer Landstraße: [[Bild:LZ 2006 06 26 5.jpg|thumb|left|150px|'''Ramona Reßler-Lührs: „Stadtteilstrukturen werden zerstört, es entsteht ein Autobahn-Ghetto.“''']] "Eine Autobahn bringt Lüneburg wirtschaftlich nicht voran. Den Titel Weltkulturerbe könnte sich Lüneburg abschminken. Und auch eine Tunnellösung würde den Wald zerstören." Das sieht Peter Franke, Gorch-Fock-Straße, ähnlich: "Ein Tunnel bringt ein Grundwasserproblem und Senkungsschäden." Und den Sinn des Straßenbaus erklärte er so: "Straßen sollen Städte verbinden und sie nicht trennen."
Vor dem Landgericht machte Verena Fiedler von der BI deutlich, dass die A 39 einen lebendigen Stadtteil "mit Alteingesessenen und neu zugezogenen Familien zerschneiden" würde: "Das ist für uns unfassbar, wir fühlen uns bedroht." Stefanie Becker nannte weitere Forderungen: "Die B 4 nicht weiter ausbauen, die [[Lärm]]belästigung eindämmen, andere verkehrspolitische Lösungen finden."
Die Äußerungen von [[Ulrich Mädge|OB Mädge]] gegen eine A 39 durch die Stadt wurden mit Applaus bedacht, es gab aber Pfiffe, als er sagte: "Wir brauchen die A 39, um den Wirtschaftsraum Lüneburg mit dem Süden zu verbinden. Verschiedene Trassenmöglichkeiten müssen untersucht werden - ich setzte mich für die A 39 ein, aber für eine menschenverträgliche Trasse."
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==== {{HA}} zur Aktion [[Menschenkette]] ====
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<big>'''Roter Protest gegen die Autobahn'''</big>
'''Lüneburg: Anwohner wollen die Trasse der A 39 nicht. Rot gekleidet machten sich Bewohner der Stadtteile Lüne und Moorfeld auf zur [[Menschenkette]].'''
''Von Elke Schneefuß''
Am Sonnabend morgen um halb zehn ist es geschafft: Lüneburgs Stadtteile Lüne und Moorfeld funkeln rot im Licht der Morgensonne. In rote [[T-Shirt]]s gekleidete Anwohner formieren sich aus Protest gegen die A 39 zur [[Menschenkette]] - dicht an dicht stehen sie an der Erbstorfer Landstraße. Demonstranten aller Altersklassen tragen Transparente und rote Tücher, Flugblätter und Trillerpfeifen. "Mindestens 500 Menschen, vermutlich mehr", schätzt Mitveranstalterin Gabriele Parnow-Kloth (47), sind gekommen, um ihren Protest gegen die geplante Autobahn durch den Ostteil der Stadt öffentlich zu machen. Wie Ortrud Doll (49), die seit 20 Jahren eine zahnärztliche Praxis in Moorfeld betreibt: "Wir begreifen nicht, wie man uns so etwas zumuten kann", sagt sie. "Überall werden Ortsumgehungen gebaut und uns legt man die Trasse vor die Haustür."
"Das Geld kann man sinnvoller einsetzen", meint Claudia Kuchler (44), die seit sieben Jahren mit ihrer Familie in Moorfeld lebt. "Für die Schulen werden dringend Mittel gebraucht, da zahlen wir Eltern schon lange drauf."
Die Furcht vor der Zukunft ist allgegenwärtig: "Wenn die A 39 kommt, will ich hier weg", sagt Sabine Gade (40). Die Menschen im Viertel haben das Gefühl, einer Sache geopfert zu werden, die für sie keinen Nutzen hat: "Diese Autobahn brauchen nur die Spediteure", meint Gabriele Parnow-Kloth: "VW baut [[Arbeitsplätze]] ab und wir legen denen eine eigene Trasse vor die Werkstür - wozu soll das gut sein?"
Fragen, denen sich auch Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] (56) später auf dem Lüneburger Marktplatz stellen muß. Die Autobahngegner überreichen ihm 5000 Unterschriften gegen die A 39, die sie im Stadtgebiet gesammelt haben. Das sonst so redegewandte Stadtoberhaupt tut sich schwer bei seiner Ansprache an das versammelte Volk - schließlich war Mädge einmal lebhafter Befürworter der Autobahn. Daß sie zur Sicherung von [[Arbeitsplätze]]n gebraucht wird, glaubt er noch immer, aber die sogenannte "[[Vorzugstrasse]]" will er nicht: "Ich lebe hier genauso gern wie Sie. Eine Autobahn mitten in der Stadt kann ich mir nicht vorstellen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/26/578495.html Quelle]
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=== 24. Juni: {{LZ}} zur geplanten [[Menschenkette]] ===
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<big>'''[[Menschenkette]] gegen die A 39'''</big>
''rast Lüneburg.''
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld hat eine [[Menschenkette]] gegen die geplante Autobahn A 39 organisiert. Die Teilnehmer treffen sich heute, Sonnabend, um 9 Uhr am Domänenhof, die Kette formiert sich um 9.15 Uhr zwischen Klärwerk und Meisterweg.
Anschließend, kurz nach 10 Uhr, starten die Teilnehmer zu einem Protestzug über den Lüner Weg und die Scholze-Kreuzung zur Innenstadt. Über die Rosenstraße geht es bis in Höhe Landgericht, wo eine kurze Kundgebung geplant ist. Dort werden auch mehrere tausend Unterschriften gegen die A 39 an Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] überreicht.
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=== 23. Juni: Radio FFN zur geplanten [[Menschenkette]] ===
* [http://keine-a39.de/media/radio_tv/Radio_ffn_20060623_1630.wma Download]
=== 22. Juni ===
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==== {{HA}} zur geplanten [[Menschenkette]] (2) ====
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<big>'''Rote [[Menschenkette]] soll Autobahn stoppen'''</big>
'''Lüneburg: Protest gegen Route der A 39'''
''Von Elke Schneefuß''
Mit der Signalfarbe Rot wollen sie ein Zeichen setzen: Verena Fiedler (49) und Gabriele Parnow-Kloth (47), beide Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative (BI) Lüne-Moorfeld, haben Großes vor. Eine Kette rotgekleideter Menschen soll am kommenden Sonnabend die vom Niedersächsischen Landesstraßenbauamt [[Vorzugsvariante|geplante Route der A 39 auf Lüneburger Stadtgebiet]] markieren. Mitten durch Wohngebiete und Kleingärten wird die [[Menschenkette]] führen, haarscharf am Kloster Lüne und an einer Grundschule vorbei.
Für die Aktion opfern die Mitglieder der BI viel Zeit und Energie: "Beschaulich ist mein Leben im Moment nicht gerade", sagt Verena Fiedler. Doch eine Alternative zu ihrem Engagement sieht sie nicht: "Ich habe mich noch niemals an einer Bürgerinitiative beteiligt, aber jetzt muß es sein." Kommt die Autobahn, ist es mit der Ruhe in ihrem Stadtteil vorbei. Schon jetzt leiden die Bewohner in Lüne und Moorfeld unter dem [[Lärm]] der nahe gelegenen [[Ostumgehung]]: "Wir haben 42.000 Fahrzeuge täglich statt der vorhergesagten 30.000. Noch mehr geht nicht."
Das Umfeld im Stadtteil hat sich seit Bekanntwerden der Autobahnpläne bereits verändert: "Bauvorhaben werden gestoppt, die ersten Häuser stehen leer", sagt Gabriele Parnow-Kloth, die seit 1987 in Moorfeld lebt. "Auch ich werde nicht bleiben, wenn die A 39 kommt." Die Sorge um ihr Stadtviertel bewegt die Menschen. "Wir haben 5.000 Unterschriften gegen die Trasse gesammelt. Am Sonnabend werden wir sie dem Oberbürgermeister überreichen." Dass ihr Protest eine breite Basis hat, ist auch andernorts zu spüren: Den Eingang von bislang 7.000 Stellungnahmen zur A 39 bestätigt Regierungsdirektor [[Holger Manthey]], Leiter der Raumordnungsbehörde in Lüneburg. Es gab säckeweise Post, nicht nur aus der Region: "Die meisten Zuschriften sind ablehnend", so Manthey. Und die Papierflut ist noch nicht gestoppt. "Die Frist läuft bis zum 30. Juni. Einige der betroffenen Städte und Gemeinden dürfen sich bis Mitte Juli äußern." Die Kommunal[[politiker]] versuchen derweil eine Schadensbegrenzung: Tunnellösungen und andere Trassenführungen werden ins Gespräch gebracht. All dies findet bei Anette Niemann, Sprecherin des Dachverbands der Bürgerinitiativen, keine Gnade: "Andere Streckenverläufe helfen uns nicht weiter, auch in diesen Regionen leben Menschen und Tiere. Wer braucht die A 39 denn wirklich? Das ist doch die Frage, über die wir diskutieren müssen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/22/577061.html Quelle]
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=== 21. Juni ===
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==== {{HA}} zur geplanten [[Menschenkette]] ====
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<big>'''[[Menschenkette]] zur A 39'''</big>
'''Lüneburg: Bürgerinitiative'''
''Von Elke Schneefuß''
Zum Protest gegen die geplante [[Vorzugstrasse]] der A 39 ruft die BI Lüne-Moorfeld am Sonnabend, 24. Juni, auf. Von der Grundschule Lüne wollen die Autobahngegner ab 9 Uhr die geplante Trasse in ihren Stadtteilen mit einer Menschenkette darstellen. Anschließend geht ein Demonstrationszug zum Landgericht, wo gegen 11 Uhr die bisher gegen die A 39 gesammelten Unterschriften an Oberbürgermeister Mädge übergeben werden sollen.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/21/576678.html Quelle]
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==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Tunnellösung ====
{{LB|Werner Momberg<br>21337 Lüneburg}}
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'''<big>Tunnel brächte Kahlschlag</big>'''
'''[[Presseberichte_Juni_2006#Landeszeitung_zur_sogenannten_Tunnell.C3.B6sung|„Tunnel technisch möglich“, LZ vom 14. Juni]]'''
Ing. R. Bielecki hat unter der Elbe hindurchgebaut, die Elbe hat aber keine Bäume! Ein Tunnel hier macht einen Kahlschlag von mindestens 70 m Breite im z.T. Jahrhunderte altem Baumbestand notwendig! An alle "Planer", bitte gehen Sie doch zuerst einmal die [[Vorzugstrasse]] ab oder schauen auf meiner Homepage die Bilder an (http://geocities.com/wmomberg/), bevor Sie sich mit Aussagen über Machbarkeit blamieren! . . . Wozu diese gigantische Verschwendung von Steuergeldern? Warum kann nicht die [[Ostumgehung]] als Schnellstraße für dieses kurze Stück vom Ende A 250 bis Ausfahrt Stadtkoppel usw. genutzt werden? Unfallschwerpunkt und zu enger Radius sind keine tragfähigen Argumente, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h würde beide Einwände gegenstandslos machen. Denn eine Tunnelautobahn könnte auch nicht schneller befahren werden! Fehlender Standstreifen auf einer Länge von weniger als zwei Kilometer an der [[Ostumgehung]]? Woanders gibt es dies auch, und für einige Nothaltebuchten fänden sich passende Stellen!
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* [[Presseberichte_August_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Variante_503_.28Ausbau_der_Ostumgehung.29|Replik auf diesen Leserbrief von Martin Knoop in der LZ vom 2. August]]
=== 17. Juni ===
==== Landeszeitung zur geplanten [[Menschenkette]] ====
{{Kasten gelb|[[Bild:2006 06 17 landeszeitung 01.jpg|thumb|300px|'''Der Protest gegen die A39 ist in Lüne und dem Moorfeld riesengroß: Dort, wo [[Vorzugsvariante|die mögliche Trasse]] entlangführen soll, präsentieren die Gegner rund 5000 Unterschriften (v. l.): Gabriele Parnow-Kloth, Dr. Frank Kracht, Henning Pabst und Verena Fiedler.''' Foto: t&w]]
<big>'''[[Menschenkette]] gegen die Trasse'''</big>
'''Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld will am [[Vorzugsvariante|geplanten Streckenverlauf]] demonstrieren'''
''ca Lüneburg.''
Mit einer [[Menschenkette]] demonstriert die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am Sonnabend, 24. Juni, gegen die geplante A 39. Die Aktivisten wollen von 9 Uhr den [[Vorzugsvariante|Streckenverlauf zwischen Kläranlage und Meisterweg]] nachstellen. "Wir rechnen mit mindestens 350 Teilnehmern", sagt Verena Fiedler von der BI. "Wir wollen unser Viertel nicht von der A 39 verschandeln lassen." Auf der Bockelmannstraße müssen Autofahrer mit Behinderungen rechnen: Protestierer wollen immer wieder die Fußgängerampel am Tierheim benutzen.
Anschließend geht um 10 Uhr ein Demonstrationszug vom Lüner Weg aus über Bleckeder Landstraße und Scholze-Kreuzung zum Marktplatz, um Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] die Kopien von mehr als 5000 Unterschriften gegen das Autobahnprojekt zu überreichen. Die Botschaft der BI: [[Politiker]] sollen sich gegen einen Trassenverlauf durch die Stadt engagieren. Die Initiative überlegt zudem, die Originalunterschriften nach Berlin zu bringen, um auch dort den Protest der Region zu dokumentieren.
Äbtissin Barbara Taglang spricht sich generell gegen die so genannte [[Vorzugsvariante]] aus, sie sieht das Kloster Lüne und seine Kunstschätze gefährdet. Auch die diskutierte Tunnellösung lehnt die Äbtissin ab. Neben den Erschütterungen, die ein Bau mit sich brächte, fürchtet sie um die jahrhundertealte Wasserversorgung des Klosters: Der Grundwasserspiegel könne sinken und so auch Quellen des Mühlenteiches versiegen lassen. Das Wasser des drei Meter höher liegenden Teiches speist die gerade aufwändig historisch rekonstruierten Gärten des Klosters und beispielsweise auch den Brunnen in der Eingangshalle.
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==== Landeszeitung zum Stand der Einwendungen (7.000) ====
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<big>'''Einwände gegen A 39'''</big>
'''Behörde wertet 7000 Schreiben aus'''
''ml Lüneburg.''
Mit Einwendungen kennt [[Bernd Rczeppa]] sich aus, Kritik ist sein Geschäft. Er und drei Kollegen sichten derzeit bei der Regierungsvertretung Lüneburg für das [[Raumordnungsverfahren]] die schriftlichen Einwände von Bürgern, Verbänden, Initiativen, Kommunen und Fachbehörden gegen den Bau der Autobahn 39.
"Rund 7000 Einwendungen sind bislang bei uns eingegangen", schätzt Rczeppa, doch erst 3000 seien nach Gemeinden sortiert, ausgewertet und in eine Datenbank eingegeben worden. Die Qualitätsunterschiede seien groß. "Erfrischend" nennt der Sachbearbeiter Einwendungen, die neue Aspekte für das [[Raumordnungsverfahren]] eröffnen. "Gemeinden und Einzelpersonen sind tief in die Planungsunterlagen eingestiegen, liefern detaillierte Hinweise, die uns weiterhelfen", so Rczeppa.
Als "Massengeschäft" bezeichnet er hingegen die zahlreichen Mehrfachsendungen, die per Post, Fax, E-Mail - direkt oder über eine Kommune - seine Behörde erreichen. In der Papierflut finden sich auch viele Serienbriefe - der Inhalt ist identisch, nur die Unterzeichner variieren. "Dadurch relativiert sich natürlich die Zahl von 7000 Einwendungen", so der Sachbearbeiter.
Doch das Ende der Fahnenstange ist vermutlich noch nicht erreicht. Bis zum 30. Juni läuft noch die Frist, in der Einwendungen bei der Regierungsvertretung eingereicht werden können. Geduldig werden Rczeppa und seine Mitstreiter auch weiterhin jedes Schreiben lesen, auswerten und erfassen - für den Sachbearbeiter kein Problem, schließlich ist es nicht sein erstes großes Verfahren. "Allein 25 000 Einwendungen hatten wir beim [[Raumordnungsverfahren]] für die so genannte Y-Trasse für die Bahnstrecke Hannover-Hamburg", erinnert sich Rczeppa.
Unterdessen werten die Verantwortlichen des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A 39 zahlreiche Äußerungen und Veröffentlichungen zur Finanzierung von Autobahnprojekten "als Abgesang auf die A 39". Unter anderem hatten Ministerpräsident [[Christian Wulff]] und Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] wiederholt die Bedeutung von Investorenmodellen unterstrichen, da die klassische Finanzierung wegen der Lage der öffentlichen Kassen an ihre Grenzen stoße. Beispielhaft sei die Küstenautobahn A 22.
Die A 39 spielt bei diesen Überlegungen keine Rolle. Deshalb schlussfolgert Dachverbandssprecherin Annette Niemann: "Offenbar hat sich die Lobbygruppe für die A 22 bei der Landesregierung gegen die hiesigen Lobbyisten für die A 39 durchgesetzt."
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=== 14. Juni ===
==== Landeszeitung zum Besuch des Verkehrsministers ====
Seite 1
[[Bild:2006 06 14 landeszeitung 01.jpg|thumb|200px|'''Ein Lkw-Fahrverbot auf der B 4 sei „keine Patentlösung“ für Melbeck, blockte Verkehrsminister [[Walter Hirche]] entsprechende Forderungen ab. Zunächst sollten sich die Kommunen vor Ort einigen.'''<br>Foto: t&w]]
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<big>'''Enttäuschte Melbecker'''</big>
'''Minister Hirche bringt das ersehnte Lkw-Fahrverbot auf der B 4 nicht mit'''
''kre Melbeck.''
Lange Gesichter in Melbeck: Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) sperrte sich gestern Abend bei einer Diskussion in Melbeck gegen die Forderung der Anwohner, die B 4 für den Lkw-Durchgangsverkehr zu sperren. Hirche: "Das ist keine Patentlösung." Nötig sei jetzt vielmehr, dass sich die Landkreise Lüneburg, Uelzen, Gifhorn und die Stadt Lüneburg auf ein gemeinsames Konzept einigten. Der Minister tadelte "[[St.-Florians-Prinzip|Regionalegoismus]]" vor Ort. Sollte der Schulterschluss in der Region jetzt nicht gelingen, würde er die Kommunen im September ins Ministerium bitten. "Bis Ende des Jahres gibt es eine Lösung für Melbeck", versprach der Minister. Diskussionsteilnehmer übergaben Resolutionen, drängten Hirche zu größerer Eile. {{mark|Auf die A 39 sollten die Betroffenen aber nicht setzen, mahnte Hirche, die löse nur überregionale Probleme, keine lokalen.}}
'''Seite 3'''
}}
Seite 3
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[[Bild:2006 06 14 landeszeitung 03.jpg|thumb|200px|'''Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]]([[FDP]]) stellte sich in Melbeck den Fragen von gut 200 Bürgern. Ein Durchfahrtverbot für Lkw sei kein Patentrezept, meinte er. Am Zug seien die Kommunen, die sich auf ein gemeinsames Konzept einigen müssten, mahnte Hirche.''' Foto: t&w]]
<big>'''"Regionalegoismus hilft nicht"'''</big>
'''Verkehrsminister Hirche: Schulterschluss der Region nötig - B 4-Verbot für Lkw "keine Patentlösung"'''
''kre Melbeck.''
Der Minister kam, doch er kam mit leeren Händen. Dafür bekam er Schelte. Wer gehofft hatte, dass Verkehrsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) die Verfügung im Gepäck habe, mit der der Lkw-Durchgangsverkehr durch Melbeck untersagt würde, irrte. Enttäuscht reagierten gestern Abend bei der [[CDU]]-Veranstaltung im Melbecker "Landhaus" die mehr als 200 Bürger.
"Wir lassen uns nicht länger hinhalten. Wir wollen Taten sehen!", mahnte der stellvertretende Melbecker Bürgermeister [[Klaus Hübner]] und überreichte eine Resolution der Gemeinden Melbeck, Bienenbüttel, Jelmstorf und Tätendorf/Eppensen. "Was hier auf der B 4 abgeht, ist menschenverachtend", unterstrich der stellvertretende Ilmenauer Verwaltungschef [[Waldemar Höfner]].
"Ich kann Ihnen keine Patentlösung bieten", räumte Hirche ein. Auch die A 39 sei kein Allheilmittel. "Die Autobahn löst überregionale Probleme, nicht die vor Ort". Ziel müsse deshalb laut Hirche sein, "die auswärtigen Verkehre von der B 4 zu vergrämen". Am Zug seien aber die Kommunen. Gelänge es den Landkreisen Lüneburg, Gifhorn, Uelzen und der Stadt Lüneburg jetzt nicht, "eine gemeinsame Linie zu finden", mahnte Hirche, "werde ich sie im September ins Ministerium bitten. [[St.-Florians-Prinzip|Regionalegoismus]] hilft uns hier nicht weiter." Hirche prognostizierte, dass "wir zum Ende des Jahres eine Lösung für die Melbecker haben werden". Darauf Waldemar Höfner empört: "Da gehen doch wieder sieben Monate ungenutzt ins Land".
"Die Landkreise sind sich einig", entgegnete der Erste Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]], die Stadt Lüneburg wünsche noch Gespräche und die IHK habe massive Bedenken. Ministerliche Vermittlung sei aber unnötig: "Das schaffen wir alleine."
Hirche erinnerte die B 4-Anwohner daran, dass ein Durchfahrtverbot nur bei bestimmten rechtlichen Voraussetzungen verhängt werden könne: "[[Lärm]] alleine ist laut EU-Recht noch kein Argument."
Das Dilemma der Region machte der Erste Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]] deutlich: "Durchfahrtverbot: Ja, aber nicht zu Lasten anderer. Wir müssen darauf achten, dass wir mit einer Anordnung nicht andere Gemeinden belasten." Porwol sieht die Gefahr, dass Lkw-Verkehr von der B 4 auf die B 209 verdrängt werde. Besser sei deshalb, so Porwol, "wenn der Lkw-Verkehr die A 7 erst gar nicht verlässt".
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Seite 4
==== Landeszeitung zur sogenannten Tunnellösung ====
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<big>'''Tunnel technisch möglich'''</big>
'''A 39: SPD-Politiker fordern Studie'''
''cn Lüneburg.''
[[Bild:Bielecki.jpg|thumb|200px|'''Diplom-Ingenieur Rolf Bielecki, Leiter des Projekts „Vierte Röhre Elbtunnel“, hält die Tunnel-Idee in Lüneburg für realisierbar.''' Foto: cn]]
Was in Städten wie Berlin, Leipzig und Erfurt möglich ist, muss auch in Lüneburg gehen. Meinen die [[SPD]]-Landtagsabgeordneten [[Manfred Nahrstedt]] und [[Jacques Voigtländer]] und sprechen eine Tunnellösung für die [[Vorzugsvariante]] der Autobahn 39 an. Unterstützung bekommen sie nun von einem Fachmann: Diplom-Ingenieur Rolf Bielecki, Leiter des Bauvorhabens "Vierte Röhre Elbtunnel", sagt: "Technisch ist das kein Problem."
Nahrstedt hatte die Tunnellösung für den Bereich zwischen Stadtkoppel und Lüne ins Gespräch gebracht, um die Belastungen in diesem sensiblen Bereich möglichst gering zu halten (LZ berichtete). "Stadtentwicklung, Schutz des Klosters Lüne, Bestrebungen, Weltkulturerbe zu werden" seien die Schlagworte.
Mit seinem Uelzener Kollegen Voigtländer fordert Nahrstedt vom Land Niedersachsen, eine Machbarkeitsstudie für den Tunnel in Auftrag zu geben. Fest steht für sie: "Das ist eine sinnvolle Lösung. Andernfalls wird das Projekt durch endlose Prozesse verzögert." Unterstützung erhalten sie von berufener Stelle. Rolf Bielecki, Bauleiter der vierten Elbtunnel-Röhre und Lehrbeauftragter für unterirdisches Bauen an der Uni Lüneburg, sagt: "Das Vorhaben ist mit den Mitteln des modernen Tunnelbaus umsetzbar."
Zwei Röhren mit jeweils zwei Fahrspuren und einem Standstreifen schweben ihm vor, dazu Fluchttunnel und Rauchabzugskanäle. Auch der hohe Grundwasserstand im Bereich des Klosters Lüne sei kein Problem: "Der Spiegel kann erhalten bleiben." 1,5 Kilometer Tunnel wären nötig, dazu 750 Meter, die in offener Bauweise errichtet werden könnten - was kostengünstiger sei als der Tunnelbau im Schildvortriebsverfahren. Eine Kostenschätzung will er nicht abgeben: "Erst muss die Studie auf dem Tisch liegen."
Die soll nach den Vorstellungen von Nahrstedt und Voigtländer in Kooperation mit der Uni Lüneburg erstellt werden. Eine Westvariante der A 39 kommt für die Politiker hingegen weiterhin nicht infrage. Auch die Uelzener lehnten eine Trasse im Westen strikt ab, so Voigtländer.
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<big>'''Arbeitskreis besucht Kloster'''</big>
Eine Tunnellösung war auch Thema beim Besuch des [[SPD]]-Arbeitskreises für Verkehr im Kloster Lüne. Zehn Abgeordnete aus Hannover machten sich ein Bild möglicher Probleme einer Ostvariante.
Äbtissin Barbara Taglang: „Das Problem wird die ständige Erschütterung durch den Verkehr sein.“ Mauerwerk und Kunstschätze würden stark in Mitleidenschaft gezogen, der Klosterbrunnenvielleicht versiegen.
Die Gruppe will einen Antrag im Landtag unterstützen: eine Tunnelvariante und die Kosten dafür zu prüfen.
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==== Landeszeitung-Rubrik "Angespitzt" ====
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[[Bild:Angespitzt.jpg|left]]'''<big>Projekt A 39: Die heiße Kartoffel</big>'''
''H.-H. Jenckel'' '''Lüneburg'''.
Die heißeste Kartoffel im Kommunalwahlkampf, in der Stadt wie im Landkreis Lüneburg, wird ohne Frage die Autobahn A39. Schöne Schulen, viele Lehrer, kostenlose Kindergartenplätze, mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze wollen alle, die Autobahn nicht.
Noch im letzten [[Kommunalwahl]]kampf gehörte es in den bürgerlichen [[Parteien]] zum guten Ton, ohne Wenn und Aber für die Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg zu sein. Das verspreche wirtschaftliches Wachstum. Sozusagen war die A250 da immer nur als 1. Bauabschnitt der Tangente Hamburg-Wolfsburg zu verstehen. Und fast niemand moserte.
Seit aber nach der Trasse für die Autobahn gesucht wird, ist der Protest allgegenwärtig. Und bei vielen Befürwortern unter den Kommunal[[politiker]]n ist aus dem „Ohne Wenn und Aber“ nur das Aber stehen geblieben.
Aber bedeutet dabei – natürlich immer nur aus Sachzwängen heraus – a b e r nicht in meinem Wahlbereich. Dahinter steckt wohl auch das Kalkül: Viele Autobahn-Gegner würden gar nicht zum harten Widerstand zählen, sondern seien als Jünger des [[St.-Florian-Prinzip]]s nur gegen die Autobahn vor der eigenen Tür. Man ziehe also mit dem „Aber-nicht-hier“ stillschweigend an einem Strang. Das ist nicht nur ein riskantes, sondern auch ein durchsichtiges Spiel. Und angesichts der brillanten Vernetzung des A39-Widerstandes könnte der Schuss nach hinten losgehen.
Nur die [[Grüne]]n, die waren immer schon dagegen, schon aus Öko-philosophischen Gründen. Asphalt und Grün – das ist wie „A 39 Nein Danke“. Wenn da nicht die Brüder im Bund gewesen wären. Denn den [[Bundesverkehrswegeplan]], in dem die A39 in die Champions League der Projekte aufrückte, haben die [[Grüne]]n mit abgenickt. Reiner Koalitionszwang, beteuern die [[Grüne]]n.
Vor Ort sei man immer im Widerstand gewesen und sei darin moralisch auch von grünen Polit-Profis aus Berlin bestärkt worden. Koalition hin, Koalition her. Seit die A39 ins Bewusstsein gerückt ist, die [[Grüne]]n bei der Europawahl vor zwei Jahren traumhafte Zuwächse bilanzierten, machen sie sich mit dem Nein zur Autobahn erstmals ernste Hoffnungen auf einen Bürgermeisterposten im Landkreis.
Schwieriger ist die Sache da schon für Landratskandidaten, die in Stadt und Landkreis Stimmen fangen müssen. Da funktioniert nur Ja oder Nein, nicht [[St.-Florian-Prinzip|St. Florian]]. Oder doch? Kandidat [[Manfred Nahrstedt]] hat für sich den Königsweg gefunden: Die Autobahn muss quasi an neuralgischen Punkten verschwinden. Zaubern geht nicht, aber tunneln. Der Autobahn-Tunnel für Lüneburg mag den Westen beruhigen, heißt aber auch: klares Ja zur Trasse durch die Stadt.
Sein Konkurrent Dr. [[Stefan Porwol]] bevorzugt in einem seiner wenigen Statements zur Trasse in der LZ die Pose des Diplomaten: Überrascht sei er vom Vorschlag der Planer, Fragen hat er, prüfen will er – „im Sinne der Menschen“. Das klingt zumindest zauberhaft sibyllinisch und stinkt nicht nach Asphalt.
}}
=== 9. Juni ===
==== Interview der Landeszeitung mit Eckart Hien, Präsident des Bundesverwaltungsgerichts ====
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<big>'''In Sachen A 39 haben wir zunächst keine Ahnung'''</big>
'''Bundesverwaltungsrichter Hien sieht beschleunigte Planung mit Skepsis'''
''Das Interview führte Joachim Zießler''
In den neuen Bundesländern gilt bei der Planung von Mammutverkehrsprojekten das Prinzip "kurzer Prozess". Nur eine Instanz, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, entscheidet über die Einsprüche von Anwohnern und Umweltschützern. Dieses Prinzip will der Bundestag auch auf 86 Großprojekte im Westen übertragen. Ein fragwürdiger Plan, findet Eckart Hien, Präsident des Bundesverwaltungsgerichts. Die Verfahren könnten sich in Leipzig stauen. Zudem wird der Sachverstand der Oberverwaltungsgerichte ohne Not ausgeklammert.
Auch in der Rechtsprechung zieht betriebswirtschaftliches Denken ein, Beschleunigung der Verfahren wird angestrebt. Ist es nicht gefährlich für die Judikative, wenn sie sich Effizienzkriterien beugt?
'''Eckart Hien:''' ''Die Beschleunigung von Gerichtsverfahren ist kein geborgtes Kriterium, sondern ein generelles Ziel. Rechtsschutz muss, wenn er effektiv sein will, auch rechtzeitig sein. Ein Rechtsschutz, der Jahre zu spät kommt, verfehlt seine eigentliche, befriedende Wirkung.''
Sollte nicht grundsätzlich in Gerichten Gründlichkeit vor Schnelligkeit kommen?
'''Hien:''' ''Das darf man nicht gegeneinander ausspielen. Es ist natürlich so, dass die richterliche Entscheidung auch richtig sein soll. Aber beides sind keine Gegensätze. Vielmehr muss versucht werden, beide Ziele zusammen zu erreichen.''
Nie musste das Bundesverwaltungsgericht weniger Fälle behandeln als im vergangenen Jahr. Lässt die Prozessierlust nach?
'''Hien:''' ''Es ist generell ein Rückgang bei den Asylverfahren festzustellen. Und die waren zahlenmäßig immer sehr umfangreich, so dass sich ein Rückgang in diesem Bereich sofort statistisch erheblich niederschlägt. Darüberhinaus gibt es auch eine generelle Tendenz eines leichten Rückgangs der Verfahrenszahlen. Das hängt in erster Linie mit der Änderung des Rechtsmittelrechts zusammen. Mit der Zulassungsberufung und der Zulassungsrevision gibt es seit 1996 zwei zu übersteigende Hürden, bevor ein Verfahren eröffnet wird.''
Große Verkehrsprojekte in den neuen Bundesländern werden in erster und letzter Instanz vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Hat sich der kurze Prozess bewährt?
'''Hien:''' ''Seit Anfang der 90er-Jahre sind wir erst- und letztinstanzlich zuständig für die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit, also für die größeren Investitionen in Straße, Schiene und Flughäfen. Im Durchschnitt haben wir diese Projekte in zehn Monaten erledigt - ein angesichts des Umfangs der Planungsvorhaben erfreulich kurzer Zeitraum. Von daher hat sich aus Sicht der Beteiligten die Verkürzung des Verfahrens bewährt.<br>Man kann diese Situation in den neuen Bundesländern aber nicht umstandslos auf die gesamte Bundesrepublik übertragen. Es gab damals in den neuen Ländern eine Sondersituation. Eine Verwaltungsgerichtsbarkeit war nicht vorhanden, musste erst aufgebaut werden. Zudem waren die Verkehrswege in einem maroden Zustand. Sie bedurften, um das Zusammenwachsen zwischen Ost und West zu beschleunigen, einer raschen Verbesserung. Diese Situation haben wir in den alten Bundesländern nicht.''
Dennoch soll dieses Modell künftig auch auf den Westen übertragen werden. Würde der Bau der A 39 unter diese Verfahrensart fallen?
'''Hien:''' ''Ja, die A 39 ist in der Liste der 58 Fernstraßenprojekte, die in dem Gesetzesentwurf enthalten sind, dabei.''
Aber Sie sind eher skeptisch, ob diese Übertragung auf den Westen angemessen ist?
'''Hien:''' ''Einerseits würde das Bundesverwaltungsgericht Leipzig gerne die Herausforderung annehmen, alle großen Verkehrsprojekte der Republik erst- und letztinstanzlich zu behandeln. Aber es gibt zwei Probleme: 1. Die Staugefahr. Wenn aus der gesamten Republik zeitnah Großverfahren auf uns zu kommen, können wir die natürlich nicht nebeneinander abarbeiten wie es der Fall wäre, wenn sie zunächst bei den 15 Oberverwaltungsgerichten auflaufen würden. Wir müssten sie nacheinander abarbeiten, was den Beschleunigungseffekt schon wieder aufheben würde.<br>2. Es gäbe bei dieser Vorgehensweise ein verfassungsrechtliches Problem. In den [[Planfeststellungsverfahren]] wird sehr häufig Landesrecht angewandt: Landesnaturschutzrecht, Landesverkehrsrecht, Landesdenkmalschutzrecht und so weiter. Und es passt nicht in unseren föderalen Gerichtsaufbau, dass das Bundesverwaltungsgericht erst- und letztinstanzlich über Landesrecht entscheidet.''
Sie sind nur für Bundesrecht zuständig?
'''Hien:''' ''Wir sind im Prinzip tatsächlich nur für Bundesrecht zuständig.''
Gewänne das Bundesverwaltungsgericht im Fall der Fälle an Bedeutung auf Kosten der OVGs?
'''Hien:''' ''Es wäre sicher für die OVGs ein gewisser Bedeutungsverlust. Der ist nicht zuletzt deshalb sachlich ungerechtfertigt, weil ja gerade die Oberverwaltungsgerichte die regionalen Besonderheiten besser kennen. Nehmen wir als Beispiel die A 39. Wir in Leipzig haben von den regionalen und lokalen Gegebenheiten zunächst keine Ahnung, während sich die Oberverwaltungsgerichte in diesem Bereich besser auskennen.''
Würde bei einer Übertragung der Ost-Kriterien auf den Westen nicht allzu leichtfertig das rechtsstaatliche Prinzip der Überprüfbarkeit von Urteilen über Bord gekippt?
'''Hien:''' ''Das ist ein weiteres Problem, dass die gerichtliche Überprüfung auf eine einzige Instanz zusammenschrumpft. Allerdings schreibt das [[Grundgesetz]] nicht zwingend vor, dass man mehrere Instanzen haben muss. Es würde dem grundgesetzlich vorgeschriebenen effektiven Rechtsschutz noch genügen, wenn eine Instanz den Fall bearbeitet - die aber gründlich. Ich sehe weniger eine Gefahr mangelnden Rechtsschutzes, sondern eine der Aufstauung der Verfahren und die Gefahr eines Bruchs mit dem föderalen Aufbau unseres Rechtssystems.''
Nur fünf Prozent der Verwaltungsgerichtsverfahren durchlaufen überhaupt zwei Instanzen. Ist der beabsichtigte Justiz-Turbo überflüssig?
'''Hien:''' ''Das ist eben die Frage, ob man die Grundsätze unseres föderalen Gerichtsaufbaus opfert, obwohl der reale Beschleunigungseffekt im Durchschnitt nicht sehr hoch sein wird. Denn schon bisher ist es so, dass die meisten Planungsverfahren, die vor den Oberverwaltungsgerichten landen, auch von dieser Instanz abschließend erledigt werden. Nur in etwa fünf Prozent der Fälle wird ein echtes, zweites Verfahren vor einem Revisionsgericht durchgeführt. Es würde also mitnichten generell eine Instanz eingespart.<br>Diese Bedenken habe ich im Mai bei einem Hearing im Verkehrsausschuss auch vorgetragen.''
Kommt es dennoch zu einer Übernahme des beschleunigten Ost-Verfahrens?
'''Hien:''' ''Wie ich die Verkehrspolitiker kenne, werden sie alles daransetzen, jede Beschleunigungsmöglichkeit zu realisieren. Wenn ich eine Sportwette abgeben müsste, würde ich sagen: Das kommt noch dieses Jahr.''
}}
=== 8. Juni ===
==== Landeszeitung über Einschätzung von Eckart Hien, Präsident des Bundesverwaltungsgerichts ====
{{Kasten gelb|
<big>'''Skepsis bei Beschleunigungsgesetz'''</big>
'''Präsident des Bundesverwaltungsgerichtes spricht mit Lüneburgern'''
''jz Lüneburg.''
Einen kurzen Prozess in Sachen A 39 erwartet [http://www.bverwg.de/enid/0a3c8e419967c6138d0810d30af31d75,0/Service/Kontakt_9h.html Eckart Hien, Präsident des Bundesverwaltungsgerichtes], falls sich Verkehrspolitiker der großen Koalition mit dem Plan durchsetzen, das ostdeutsche Beschleunigungsgesetz auf den Westen zu übertragen. In diesem Fall wäre das Leipziger Bundesverwaltungsgericht die einzige Instanz, die über Einsprüche von Anwohnern und Naturschutzverbänden entscheiden würde. Hien äußerte sich im Interview mit der LZ skeptisch zu diesen Plänen: Eine wirkliche Beschleunigung sei nicht sicher. Zudem würde der Sachverstand des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg ausgeklammert.
Hien nimmt im Seminaris an der bis Freitag dauernden Flurbereinigungsrichtertagung teil, die vom Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht und dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium ausgerichtet wird.
65 Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik, unter ihnen auch [[Friedrich-Otto Ripke]], Staatssekretär des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, diskutieren über Probleme ländlicher Entwicklung und der Flurbereinigung.
Gestern Abend wurden die Juristen im Lüneburger Rathaus von Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] empfangen.
[[Presseberichte_Juni_2006#Interview_der_Landeszeitung_mit_Eckart_Hien.2C_Pr.C3.A4sident_des_Bundesverwaltungsgerichts|Das Interview der Woche lesen Sie am Freitag in der LZ]]
}}
{{Pressefuss|Mai 2006|Juli 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
4b82537a9302e57d6e63e34d6be92aed05bd0243
Luftverunreinigungen
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2008-10-31T21:44:13Z
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{|
| {{toc}}
| {{mark|"Der Schutz der Allgemeinheit vor [[Lärm]] und die '''Reinhaltung der Luft''' sind sicherzustellen."}}[[Raumordnungsgesetz#.C2.A7_2_Grunds.C3.A4tze_der_Raumordnung|<br>[§2 Raumordnungsgesetz]]]
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|}
[[Bild:Titel feinstaub.jpg|right|thumb|303px|'''Was ist Feinstaub und wie beeinträchtigt Feinstaub die menschliche Gesundheit?'''<br>Die 2008 vom Bundesumweltministerium veröffentlichte Broschüre gibt Antworten, die wir an dieser Stelle zitieren.<br>[Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Handeln gegen Feinstaub, Juli 2008]]]
== Feinstaub ==
=== Schädlich für unsere Gesundheit ===
Von allen Schadstoffen in der Atemluft belastet der Feinstaub unsere Gesundheit zurzeit am meisten. Darüber sind sich alle Experten einig. Die gemessenen Feinstaubkonzentrationen überschreiten trotz der bereits erzielten Minderungserfolge immer noch deutlich die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Schwellenwerte und die Grenzwerte der Europäischen Union.
Feinstaub kann das Herz-Kreislaufsystem und die Atemwege schädigen. Er steht im Verdacht, krebserzeugend zu sein. Nach Untersuchungen der WHO wird durch Feinstäube die durchschnittliche Lebenserwartung in der Europäischen Union im Mittel um 8,6 Monate und in Deutschland sogar um 10,2 Monate verkürzt. Die weitere Reduzierung dieser Belastung muss deshalb ein Schwerpunkt der Umweltpolitik sein.
=== Kleine Partikel - Große Wirkung ===
Als „Staub“ oder auch „Partikel“ werden – unabhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung und Größe – alle festen oder flüssigen Schwebstoffe bezeichnet, die in der uns umgebenden Luft enthalten sind. Für die menschliche Gesundheit sind die feinen Staubteilchen mit einem Durchmesser unter 10 Mikrometer (10 μm) von besonderer Bedeutung. Je kleiner die Feinstäube sind, umso größer ist ihre Fähigkeit, tief in die Atemwege einzudringen.
In Anlehnung an den amerikanischen Begriff für Feinstaub ''Particulate Matter'' (PM) wird Feinstaub mit einem Durchmesser unter 10 μm auch als "PM10" bezeichnet.
* [http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/215896?inPopup=true Zum Weiterlesen: Was ist Feinstaub? Eine interaktive Antwort in der ZDF-Mediathek]
=== Rechtlicher Rahmen ===
Der maximal erlaubte Feinstaubgehalt in der Luft sowie die Verpflichtung zur Durchführung von Minderungsmaßnahmen im Falle einer Grenzwertüberschreitung werden EU-weit durch so genannte Luftqualitätsrichtlinien festgelegt. Die Feinstaubgrenzwerte sind seit 2005 einzuhalten. Mit dem [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]] und der 22. Verordnung zur Durchführung des [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]es (Verordnung über Immissionswerte für Schadstoffe in der Luft – 22. BImSchV) wurden die Richtlinien in deutsches Recht umgesetzt. Zurzeit gilt ein PM10-Jahresgrenzwert von 40 μg/m³ und ein PM10-Tagesgrenzwert von 50 μg/m³ mit 35 zugelassenen Überschreitungen pro Jahr. In der neuen Luftqualitätsrichtlinie, die am 11. Juni 2008 in Kraft getreten ist, werden die geltenden Feinstaubgrenzwerte bestätigt und darüber hinaus zusätzliche Luftqualitätsstandards für die noch kleineren PM2.5-Feinstäube festgelegt, die ab 2010 schrittweise in Kraft gesetzt werden.
*[[Presseberichte_September_2007#27._September|Rechtliche Grundlagen]]
=== Aktuelles zum EU-Recht ===
'''Franz Alt:'''
* [http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&article:oid=a10609&template=article_detail.html EU-Gerichtshof: Gesundheit wichtiger als Autos]
* [http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&article:oid=a9018&template=article_detail.html Verbindliche Werte für Feinstaub in EU]
=== Aktuelle Belastungssituation ===
Die seit 2005 geltenden Feinstaubgrenzwerte können in Deutschland noch nicht überall eingehalten werden. So wurden im Jahre 2006 die PM10-Tagesmittelwerte an etwa 100 und im Jahre 2007 noch an 34 der insgesamt 415 Messstationen überschritten.
=== Feinstaub & A 39 ===
Zur Feinstaub-Problematik nimmt die Planungsbehörde auf der Basis der von ihnen durchgeführten Modellrechnungen wie folgt Stellung:
{{Kasten|1=
Die Berechnungen ... haben ... in geringem Umfang Konflikte der [[Variante GP 2-5/1]] und [[Variante GP 2-5/2|GP 2-5/2]] mit den geltenden Grenzwerten der 22. BImSchV ermittelt.
Die Vorbelastung mit Feinstaub liegt derzeit bei ca. 20 μg/m³ im Jahresmittel. Mit [[Variante GP 2-5/2]] erhöht sich die Belastung an der autobahnnächsten Bebauung von Moorfeld im
Jahr 2015 auf bis zu 31 μg/m³ im Jahresmittel und nähert sich somit dem Grenzwert von 40
μg/m³ nach 22. BImSchV. Bei [[Variante GP 2-5/1]] wurden bis zu 30 μg/m³ im Jahresmittel an
der autobahnnächsten Bebauung im Südwesten von Moorfeld ermittelt. Es sind jedoch keine
Gebäude von Überschreitungen des Jahresmittel-Grenzwertes betroffen. Eine Überschreitung
des Kurzzeitgrenzwertes von 50 μg/m³ als Tagesmittelwert für PM10-Konzentrationen
an mehr als 35 Tagen im Jahr ist nach derzeitigen konservativen Berechnungen jedoch bei
beiden Varianten nicht auszuschließen.
* Quelle: [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35577559_L20.pdf Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Umweltverträglichkeitsstudie zum Untervariantenvergleich GP2-5 neu, März 2007, S. 8.]}}
== Stickoxide ==
Stickoxide, kurz: NO<sub>x</sub>, umgangssprachlich auch ''nitrose Gase'' ist eine Sammelbezeichnung für chem. Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff, z.B. Distickstoffmonooxid, Lachgas, N<sub>2</sub>O.
=== Stickoxide und Straßenverkehr ===
Aufgrund steigender Fahrleistungen und zunehmender Anteile des Lkw-Verkehrs konnte der Anstieg der NO<sub>x</sub>-Emissionen im Straßenverkehr bisher nicht gestoppt werden.
Stickoxide entstehen bei der motorischen Verbrennung als unerwünschtes, jedoch unvermeidliches Nebenprodukt aus den in der Luft enthaltenen Gasen Stickstoff und Sauerstoff. Der NO<sub>x</sub>-Anteil im Abgas steigt mit zunehmenden Druck und Verbrennungstemperaturen. Um den den Kraftstoffverbrauch niedrig zu halten, arbeitet man jedoch mit höheren Verdichtungen und höheren Verbrennungstemperaturen im Motor, so dass eine Verringerung des Kraftstoffverbrauches durch hochverdichtete Motoren eine höhere NO<sub>x</sub>-Emission zur Folge hat.
Einen Ausweg aus dem Zielkonflikt zwischen niedrigem Kraftstoffverbrauch und niedrigen NO<sub>x</sub>-[[Emissionen]] bietet beim Ottomotor die Nachbehandlung des Abgases mit einem Katalysator, bei Diesel-Fahrzeugen vor allem die Abgasrückführung.
=== Stickoxide in der Atmosphäre ===
Die NO<sub>x</sub>-Emissionen sind besonders problematisch, weil aus ihnen unter Einwirkung von Sonnenlicht Ozon entsteht, Hauptbestandteil des Sommersmogs.
=== Stickoxide und A39 ===
Für die Stickoxide liegt die Vorbelastung derzeit ebenfalls bei ca. 20 μg/m³ im Jahresmittel.
Auch hier ergibt sich durch die [[Variante GP 2-5/2]] ein Anstieg der Belastung, so dass sich für einige autobahnnahe Gebäude eine Belastung knapp unterhalb des Grenzwertes von 40
μg/m³ ergibt. An einem Gebäude ist mit bis zu 42 μg/m³ im Jahresmittel eine geringfügige
Überschreitung des Grenzwertes im Jahre 2015 möglich.
* Quelle: [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35577559_L20.pdf Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Umweltverträglichkeitsstudie zum Untervariantenvergleich GP2-5 neu, März 2007, S. 9.]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
eb1dc0089dede777320eac29d7361143732c67f9
Presseberichte September 2007
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2008-10-31T21:48:25Z
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{{Pressekopf}}
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=== 27. September ===
==== ARD-Tagesschau zum Thema Feinstaub ====
{{Kasten|1=
[[Bild:bild90860_v-gross4x3.jpg|thumb|200px|'''Das Bundesverwaltungsgericht hat einem Kläger das Recht auf saubere Atemluft zugesprochen. (Foto: dpa/dpaweb)''']]
'''<big>Gericht entscheidet für Recht auf saubere Luft</big>'''
'''Fahrverbote bei [[Feinstaub]] einklagbar'''
Ab sofort können Anwohner von Straßen mit besonders hoher Feinstaubbelastung nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ihr Recht auf saubere Atemluft gerichtlich durchsetzen. Zum Schutz vor dem gesundheitsschädlichen Staub sprachen die Leipziger Richter einem Kläger einen Rechtsanspruch auf Schutzmaßnahmen wie Verkehrsbeschränkungen zu.
Damit verwiesen sie die Klage eines Münchners an den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) zurück. Er wohnt an der Stadtautobahn in der Landshuter Allee (siehe Liste), wo die seit 2005 vorgeschriebene Obergrenze für Feinstaub-Konzentration regelmäßig überschritten wird. Nach einer EU-Richtlinie darf die Konzentration von Feinstaub eine Menge von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Tagesmittel nicht öfter als an 35 Tagen im Jahr überschreiten. Die Stadt München argumentierte, es gebe noch keinen Aktionsplan, nach dem sich die Kommune richten könne, und lehnte daher ab. Die Klage des Mannes gegen diese Entscheidung hatte der VGH zurückgewiesen.
'''Anspruch auf Fahrverbote'''
{{i-Kasten|1=200|2=Feinstaub-Spitzenreiter (70 oder mehr Überschreitungen pro Jahr):|3=Stuttgart, Am Neckartor* (144)<br>München, Landshuter Allee (92)<br>Weimar, Steubenstr. (89)<br>Cottbus, Bahnhofstr. (86)<br>Leipzig, Lützner Str. (83)<br>Dortmund, Brackeler Str. (80)<br>Krefeld, Hafen (76)<br>Stuttgart, Hohenheimer Str.* (76)<br>Chemnitz, Leipziger Str. (74)<br>Ludwigsburg, Friedrichstr.* (73)<br>Bernau, Lohmühlenstr. (70)<br>
Zahlen für 2006 (*Daten lückenhaft)
<br>(Quelle: Umweltbundesamt)]]}}
Laut Bundesverwaltungsgericht hat die Stadt München die vom Kläger geforderten Verkehrsbeschränkungen mit unzutreffender Begründung abgelehnt. In einem Grundsatzurteil stellten die Leipziger Richter fest, dass Kommunen sich nicht auf das Fehlen eines Aktionsplanes zur Luftreinhaltung berufen können. Vielmehr seien sie verpflichtet, auch außerplanmäßige Einzelmaßnahmen wie etwa Sperrungen für den Lkw-Verkehr anzuordnen. Dieser Anspruch auf solche "planungsunabhängigen" Maßnahmen wie Fahrverbote für Lkw bestehe dann, wenn in der betroffenen Kommune kein vom Bundesimmissionsschutzgesetz vorgeschriebener Aktionsplan gegen Feinstaub existiert.
'''Richter werfen Stadt Untätigkeit vor'''
[Bildunterschrift: Ein Messanlage für Feinstaub in München (Archiv) ]
Die Leipziger Richter warfen München in der Verhandlung Tatenlosigkeit im Kampf gegen die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung vor. Es könne nicht sein, dass die Stadt so lange die Hände in den Schoß lege, bis ein umfangreicher Aktionsplan ausgearbeitet sei. Es gehe nicht darum, sofort das Optimale zu erreichen. Auch eine Linderung der Belastung könne schon hilfreich sein, sagten die Richter. Die Stadt München kündigte an, das Urteil sorgfältig prüfen zu wollen. Vorwürfe, die Stadt tue nichts gegen die Feinstaubbelastung, seien allerdings falsch, sagte der zuständige Hauptabteilungsleiter der Stadtverwaltung, Norbert Bieling. Nun muss der VGH überprüfen, welche Maßnahmen im Falle des Klägers in Betracht kommen.
"Durchbruch bei der Feinstaubbekämpfung"Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig, erklärte, das Urteil führe zu mehr Rechtssicherheit und stärke den Gesundheitsschutz. Die Deutsche Umwelthilfe verwies darauf, dass erstmals höchstrichterlich ein einklagbares "Recht auf saubere Luft" bestätigt worden sei. Der Bund für Umwelt und Naturschutz bezeichnete das Urteil als "Durchbruch bei der Feinstaubbekämpfung".
'''EU-Kommission sieht massive Gesundheitsgefährdung'''
Dossier: [http://www.tagesschau.de/inland/meldung188348.html Feinstaub-Belastung]
Informationen, Interviews und Hintergründe zum Thema [http://www.tagesschau.de/inland/meldung188348.html mehr]
Laut EU-Kommission sterben jährlich allein in Europa mehr als 288.000 Menschen vorzeitig an Feinstaub. Für Deutschland veranschlagt die Studie 65.000 vorzeitige Todesfälle. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind jährlich bis zu 13.000 Todesfälle bei Kindern bis vier Jahren in den 52 europäischen WHO-Mitgliedstaaten auf die Feinstaubbelastung der Außenluft zurückzuführen.
Seit dem 1. Januar 2005 ist eine EU-Richtlinie in Kraft, die Grenzwerte für den Feinstaubstandard [[PM10]] (PM Particulate Matter) für die Außenluft festlegt. Seither darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft höchstens an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Die Verantwortung für die Einhaltung der Grenzwerte liegt bei den Bundesländern.
(Aktenzeichen: BVerwG 7 C 36.07)
}}
[http://www.tagesschau.de/feinstaub2.html Quelle]
* [http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video212324.html Video "Maßnahmen zum Schutz vor Feinstaub sind zukünftig einklagbar"]
{{Kommentar|A39-Stadttrasse verstösst gegen EU-Recht|2=
Das Interessante in diesem Zusammenhang ist, dass sich die Landesbehörde im März in der [[Feinstaub#Feinstaub_.26_A_39|Umweltverträglichkeitsstudie zum Variantenvergleich]] möglicherweise ein schönes Ei ins Nest gelegt hat, da seinerzeit bereits das Nichterreichen der EU-Richtlinie zugegeben wurde, Zitat: ''"Eine Überschreitung des Kurzzeitgrenzwertes von 50 μg/m³ als Tagesmittelwert für PM10-Konzentrationen an mehr als 35 Tagen im Jahr ist nach derzeitigen konservativen Berechnungen jedoch bei beiden Varianten nicht auszuschließen."''
Die Hoffnung liegt daher zunächst bei der ausstehenden Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, die eine Neubewertung einer A39-Stadttrasse zugunsten des "Schutzgutes Menschen" nach sich ziehen muss.
Wir werden in jedem Fall in der öffentlichen Diskussion versuchen, den Finger
in diese Wunde zu legen und die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.}}
==== ZDF-Heute zum Thema Feinstaub ====
{{Kasten|1=
'''<big>Bürger können saubere Luft einklagen</big>'''
'''Bundesverwaltungsgericht: Städte müssen Anwohner vor Feinstaub schützen'''
{{i-Kasten|1=200|2=Infobox|3=Aktenzeichen
BVerwG 7 C 36.07}}
Städte müssen Anwohner vor Feinstaub schützen - etwa, indem sie den Verkehr in stark befahrenen Straßen einschränken. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden und damit einem Münchener Kläger Recht gegeben.
Das Bundesverwaltungsgericht hat die Münchener Stadtverwaltung dazu ermahnt, auch ohne einen Aktionsplan Maßnahmen zum Schutz vor Feinstaub zu treffen.
{{i-Kasten|1=200|2=Infobox|3=Feinstaub - Gefahren und Grenzwerte
Als Hauptquelle von Feinstaub gelten Verkehr und Industrie. Nach einer EU-Studie sterben in der Europäischen Union jährlich 310.000 Menschen an Erkrankungen durch Feinstaubpartikel, davon 65.000 in Deutschland.
In Deutschland gilt seit Anfang 2005 eine EU-Richtlinie. Pro Tag dürfen demnach nur noch höchstens 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft erreicht werden. Dieser Grenzwert darf an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr überschritten werden.
Die örtlichen Behörden sind verpflichtet, Gebiete aufzulisten, in denen die zulässigen Schadstoffmengen überschritten werden. Echte Sanktionen gibt es bisher nicht. Diskutiert werden immer wieder Streckensperrungen für Lastwagen und Fahrverbote für veraltete Autos in Innenstädten.}}
'''Hände in den Schoß legen geht nicht'''
Bei der Verhandlung der Feinstaub-Klage des Münchners Dieter Janecek kritisierte der Vorsitzende Richter Georg Herbert am Donnerstag die bisherige Untätigkeit der Stadt: "Auch wenn nicht sofort das Optimum erreichbar ist, so kann man nicht einfach die Hände in der Schoß legen."
Janecek wohnt an der Landshuter Allee, durch die täglich rund 140.000 Kraftfahrzeuge rollen. Mehrfach im Jahr wird der höchstzulässige Grenzwert für Feinstaub an einer Messstelle in ummittelbarer Nachbarschaft seiner Wohnung überschritten. Der Münchner will unter anderem erreichen, dass die Stadt Fahrverbote erlässt, wenn die Grenzwerte überschritten werden. Janeceks Anwalt Remo Klinger sagte, es sei nicht hinnehmbar, dass gar nichts zum Schutz vor Feinstaub geschehe.
'''MEDIATHEK''' [http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/070927_toepper_hjo.asx Video Urteil zu Feinstaub]
'''Klagewelle zu erwarten'''
"Das ist ein Grundsatzurteil", sagt ZDF-Jurist Bernhard Töpper, "das viele geplagte Anwohner, die an stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen wohnen, ermuntern wird, ihr Recht auf saubere Luft ebenfalls einzuklagen." Töpper schätzt, dass auf die Verwaltungsgerichte da "möglicherweise eine Klageflut" zukomme.
Obwohl das Bundesgericht im Sinn des Klägers entschied, muss der konkrete Fall aber nochmal neu in München verhandelt werden. Janecek konnte am Donnerstag nicht nachweisen, dass die Grenzwerte auch an seiner Wohnung überschritten wurden. Die Messstation steht rund einen Kilometer entfernt. 2005 war dort der Grenzwert an der Straße bereits im März mehr als 35 Mal überschritten. Die EU-Richtlinien erlauben nur eine Überschreitung an 35 Tagen.
'''Umweltverbände zufrieden'''
Umweltverbände zeigten sich mit der Entscheidung des Gerichts dennoch hochzufrieden. Erstmals sei höchstrichterlich ein einklagbares "Recht auf saubere Luft" bestätigt worden, teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit. Der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND bezeichnete das Urteil als "Durchbruch bei der Feinstaubbekämpfung".
Die Leipziger Richter warfen München in der Verhandlung am Donnerstag Tatenlosigkeit im Kampf gegen die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung vor. Es könne nicht sein, dass die Stadt so lange die Hände in den Schoß lege, bis ein umfangreicher Aktionsplan ausgearbeitet sei. Es gehe nicht darum, sofort das Optimale zu erreichen. Auch eine Linderung der Belastung könne schon hilfreich sein, sagten die Richter.
'''München weist Vorwürfe zurück'''
Die Stadt München kündigte an, das Urteil sorgfältig prüfen zu wollen. Vorwürfe, die Stadt tue nichts gegen die Feinstaubbelastung, seien allerdings falsch, sagte der zuständige Hauptabteilungsleiter der Stadtverwaltung, Norbert Bieling.
Janecek, Geschäftsführer der Grünen in Bayern, hatte bereits im März dieses Jahres vor dem Bundesgericht um einen Aktionsplan gekämpft. Das erhoffte Grundsatzurteil blieb aber aus, der Fall (Az: BVerwG 7 C 9.06) wurde dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg vorgelegt. Ein Urteil ist bisher nicht ergangen.
Mit Material von dpa}}
=== 17. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 12 ====
[[Bild:Peanuts0917.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 15. September ===
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39: Deckel gefordert</big>
LÜNEBURG - Das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg ist, wie berichtet, abgeschlossen. Am Montag, 17. September, beginnt die Auslegung der Planungsunterlagen. Die Akten sind bis zum 16. Oktober im Bereich Umwelt, Bei der Ratsmühle 17 a, Raum D13, öffentlich zugänglich, und zwar montags bis donnerstags von 7.45 bis 12 Uhr und 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 7.45 bis 12 Uhr. Einsehbar sind die Unterlagen auch im Internet unter der Adresse [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40052769_N40041573_L20_D0_I5213350 www.lueneburg.de]. Die Stadt zieht eine Klage in Betracht und fordert einen deutlich verbesserten Lärmschutz als es die Unterlagen ausweisen. "Wir fordern einen Deckel von der Abfahrt Adendorf bis zur Schlieffenkaserne. Sonst werden wir nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] entscheiden, ob wir klagen", so OB [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]).
''carol''
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 11 ====
[[Bild:Peanuts0915.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 14. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 10 ====
[[Bild:Peanuts0914.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 13. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 9 ====
[[Bild:Peanuts0913.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 12. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 8 ====
[[Bild:Peanuts0912.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 11. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 7 ====
[[Bild:Peanuts0911.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 10. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 6 ====
[[Bild:Peanuts0910.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 8. September ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Unterlagen liegen aus</big>'''
'''Bürger können sich Akten im Bereich Umwelt ansehen'''
sp '''Lüneburg'''. Das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante A 39 ist abgeschlossen. Die Regierungsvertretung Lüneburg hat die Stadt nun aufgefordert, die [[Landesplanerische Feststellung]] des [[Raumordnungsverfahren]]s für einen Monat öffentlich auszulegen. {{mark|Am Montag, 17. September, beginnt die förmliche Auslegung. Die Akten sind dann bis zum 16. Oktober im Bereich Umwelt, Bei der Ratsmühle 17 a, Raum D 13, öffentlich zugänglich, und zwar montags bis donnerstags von 7.45 bis 12 Uhr und von 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 7.45 bis 12 Uhr. Einsehbar sind die Unterlagen auch im Internet unter [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40052769_N40041573_L20_D0_I5213350 www.lueneburg.de].}}
Die Stadt hat sich stets für eine andere Trassenführung ausgesprochen, nun aber legt das [[Raumordnungsverfahren]] fest, dass die Ostumgehung zur Autobahn ausgebaut werden soll. Die Stadt sieht bei dieser Führung Probleme und fordert einen deutlich besseren [[Lärm]]schutz als es die Unterlagen ausweisen. "Wir fordern einen Deckel von der Abfahrt Adendorf bis zur Schlieffenkaserne. Wenn nicht, werden wir nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] entscheiden, ob wir klagen," macht Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] deutlich.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der Handelskammern ====
{{LB|Dr. Lars Wohlers<br>Heiligenthal}}
{{Kasten|1=
'''<big>Autowahn ohne Sinn</big>'''
"Handelskammern machen Druck für neue Autobahn", LZ vom 4. September
Es mutet schon seltsam an, wenn die Titelseite dominiert wird von einem Artikel über den Klimawandel und auf Seite drei nachzulesen ist, was die IHK zu unternehmen gedenkt, um diesen zu beschleunigen. Das Umweltargument scheint an den Türen der IHK abzuprallen, was nicht unbedingt neu ist.
Unverständlich ist hingegen, dass rein wirtschaftliche Argumente offenbar ebenso wenig Gehör finden. Autobahnen sind, was das [[Kosten-Nutzen-Verhältnis]] angeht, schon lange keine [[Arbeitsplätze]] schaffenden Strukturelemente mehr. Schließlich heißen die Magneten für viele unserer Firmen Billig-Lohn-Länder und nicht Billig-Autobahn-Länder. Wirtschaftliche Exportschlager der Zukunft können innovative, umweltfreundliche und leise Verkehrsmittel werden, nicht Autobahnen. Und schließlich werden jetzt schon mehr Mittel für die Erhaltung unseres üppigen Straßensystems ausgegeben, als für neue investiert wird, Tendenz steigend. Wer kann das bezahlen?
Im übrigen baut der für die Großregion Hamburg diagnostizierte Autobahn-Bedarf ausschließlich auf einem Gutachten der Autowahn-Lobby auf. Es ist schon bezeichnend, während offizielle Gutachten, z.B. in Sachen A 39 ([[VUNO]]-Untersuchungen), vehement abgelehnt werden, sind es inzwischen hauseigene "Gutachten", die einen dringenden Bedarf nach mehr Autobahnen diagnostizieren. Auch in der aktuellen Ausgabe der IHK-Zeitschrift "Unsere Wirtschaft", wird versucht, durch Interviews mit Vertretern der Logistikindustrie in dieser Richtung Stimmung zu machen.
Und das in dem Land, dass weltweit die zweitgrößte Dichte an Autobahnen hat - Deutschland. Was soll man dazu noch sagen?
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 5 ====
[[Bild:Peanuts0908.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 7. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 4 ====
[[Bild:Peanuts0907.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
{{Presseartikel
|Quelle=AlZ
|Thema=zur Podiumsdiskussion in Knesebeck
|Headline=Spannende Diskussion um A 39
|Untertitel=Podiumsdiskussion im voll besetzten Saal des Knesebecker Hofs
|Autor=pef
|Ort=Knesebeck
|Link=
|Text=Informativ, sachlich, anregend und spannend – so verlief am gestrigen Abend eine Podiumsdiskussion zum Thema Bau der A 39, die im Knesebecker Hof stattfand und von der AZ präsentiert wurde. Dabei saßen sowohl Gegner als auch Befürworter des Projektes auf dem Podium und im Publikum. „Risiken und Chancen der A 39“ lautete das Motto des Abends, zu dem die Bürgerinitiativen „Keine A 39“ aus dem Landkreis Gifhorn nach Knesebeck eingeladen hatten.
Die Moderation im voll besetzten Saal – mehr als 100 Interessierte waren gekommen – hatte AZ-Redakteurin Christina Rudert übernommen, die versiert den Pro- und Kontra-Stimmen Gehör verschaffte. Bus-Unternehmerin Edith Bischof, Eva Gresky und Manfred Michel von der Bürgerbewegung OHE-Reaktivierung, Professor Dr. Peter Pez von der Uni Lüneburg, SPD-Vizefraktionschef im Kreistag Hans-Jürgen Schindler und Detlef Giesler von der BI Lüne-Moorfeld gaben ihre Statements auf dem Podium ab, ehe Gelegenheit zu Fragen und Diskussion bestand. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl die Wirtschaftlichkeit einer Autobahn zwischen Wolfsburg und Lüneburg als auch der erhoffte Verkehrsfluss und der Umweltaspekt. In der Fragerunde ging es unter anderem um bewegende Themen wie Verschuldung durch den Bau, Verlagerung von Arbeitsplätzen, das Marketing-Argument, Natur ohne Autobahn bieten zu können, oder die ablehnende Haltung der Hansestadt Hamburg zur A 39.}}
{{Presseartikel
|Quelle=GR
|Thema=zur Podiumsdiskussion in Knesebeck
|Headline=Die A 39 ist ein Nullsummenspiel
|Untertitel=Podiumsdiskussion gestern Abend zur A 39 im Knesebecker Hof – "Gesellschaft will schnell von A nach B"
|Autor=Barbara Benstem
|Ort=Knesebeck
|Link=
|Text="Eine Gemeinde gewinnt durch die A 39 vielleicht, eine andere verliert. Es kommt bestenfalls zu Mikroeffekten, keinesfalls zu den erhofften großen Vorteilen. Die A 39 ist ein Nullsummenspiel."
Keinen Zweifel ließ Peter Pez gestern Abend im "Knesebecker Hof" an seiner Meinung zur A 39. Aus verkehrspolitischer Sicht widmete sich der Professor der Universität Lüneburg den Effekten, die der Bau der A 39 im Landkreis Gifhorn mit sich bringen soll. Es werde allenfalls zur Verlagerung von Arbeitsplätzen, keinesfalls zur großen wirtschaftlichen Belebung der Region kommen, warnte Pez. Neben dem Wissenschaftler stellten sich auch Busunternehmerin Edith Bischof, Politiker Hans-Jürgen Schindler (SPD) und Detlef Giesler ("Keine A 39 – Lüne-Moorfeld") sowie Eva Grezky (Wiederbelebung der Osthannoverschen Eisenbahn) der Diskussion. Moderiert wurde die Runde von Journalistin Christina Rudert.
Heftige Kritik musste Busunternehmerin Edith Bischof einstecken. Die Tourismusexpertin hatte sich zuvor für die A 39 ausgesprochen, weil sie Kurzurlauber in den Landkreis bringe. "Die Leute wollen heute nicht mehr so lange im Bus sitzen und wir haben viele attraktive Ziele in unserem Landkreis. Auf einer Autobahn währen sie viel schneller bei uns." Aus dem Publikum wurde der Firmenchefin vorgeworfen, dass sie dabei das Wohl ihres eigenen Unternehmens vor Augen habe und zudem nachfolgenden Generationen Milliarden an Schulden hinterließe, die der Autobahnbau verursache. Sie denke, hielt Bischof dagegen, an die gesamte Hotellerie, den Einzelhandel und alle touristischen Angebote. Nicole Wockenfuß, Grünenpolitikerin aus Gifhorn erklärte, dass der Autobahnbau ohnehin in weiter Ferne liege und man nicht wisse, ob es das Unternehmen der Wesendorferin dann noch gebe.
Hans-Jürgen Schindler begründete sein Plädoyer für die A 39 damit, dass eine wirtschaftliche Belebung der Region unabdingbar sei. "1400 Jugendliche sind ohne Ausbildungsplatz. Und die heutige Gesellschaft will nun mal schnell von A nach B. Die Bahn ist dabei keine Alternative, sie will Gewinn einfahren und kann sich Strecken, die sie, wie bei uns, bezuschussen muss, nicht leisten." Ohnehin, so der Politiker, entstünden durch die Spurrillen, die schwere Lkw auf den Kreis- und Bundesstraßen hinterließen, für Autofahrer lebensgefährliche Situationen. "Lkw gehören auf die Autobahn, dass sich die Bahn vom Güterverkehr verabschiedet hat, wissen wir." Detlef Giesler nutzte den Diskussionsabend, um die Aktivitäten seiner Bürgerinitiative vorzustellen. Motto der Lüneburger Protestbewegung gegen den Autobahnbau. [[A39-Verhüterli|"Wir klären auf, verhüten musst du."]]}}
=== 6. September ===
==== {{LZ}} zur Kritik an einer weiteren Autobahn ====
{{Kasten|1=
'''<big>Basar der großen Politik</big>'''
'''Kritik an Plänen zur A 21'''
lz '''Lüneburg'''. Kritik an den Industrie- und Handelskammern im Norden sowie dem ADAC-Hansa übt jetzt die Bürgerinitive (BI) gegen die A 39, Ortsgruppe Mechtersen: Die Autobahngegner wehren sich gegen Forderungen der Kammern und des Automobilclubs, mit den Planungsarbeiten für die A 21 und deren Fortführung bis zur A 7 zwischen Egestorf und Thieshope sofort zu beginnen. "Keine Verlängerung der A 21 durch den Radbrucher Forst, die Lüneburger und die Luhe-Heide", fordern stattdessen die BI-Mechtersen.
Denn die Planungen für dieses Projekt bedeutet aus Sicht der Gegner nichts anderes als eine weitere Bevorzugung der Straße vor anderen Verkehrsträgern; zusätzlichen Transitverkehr durch die Heideregion und großflächige Zerschneidungen ökologisch wertvoller Flächen wie den Radbrucher Forst und das [[FFH]]-Gebiet-212 der Luhe (mit angrenzenden Moor- und Heideflächen).
"Diese Gebiete mussten bei den Vorplanungen zur A 39 weiträumig umgangen werden. Hier reiht sich ein "Raumwiderstand" und "Konfliktschwerpunkt" an den nächsten - ohne jede realistische Trassenalternative zwischen den Anschlusspunkten," so die BI.
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 3 ====
[[Bild:Peanuts0906.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 5. September ===
{{Presseartikel
|Quelle=KB
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline=Staatssekretär Ripke nimmt sich Zeit
|Untertitel=Das Raumordnungsverfahren für die A 39 ist abgeschlossen - Protestaktion in Lüneburg
|Autor=jve
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.kreisboten.de Quelle]
|Text=[[Bild:KB 2007 08 29 2.jpg]]
Autobahngegner protestierten am vergangenen Mittwoch vor der Regierungsvertretung in Lüneburg und erhofften sich, Minister Hans-Heinrich Ehlen persönlich zu sprechen. Der schickte Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke als Vertretung. Fotos: JVC
[[Bild:KB 2007 09 05 2.jpg]]
[[Bild:KB 2007 09 05 3.jpg|thumb|'''Staatssekretär Ripke erläutert den Trassenverlauf''']]
}}
[[Bild:LP 2007 09 05 1.jpg]]
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (1)====
{{LB|W. Lutz<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>„Wäre ich doch eine Wachtel!“</big>'''
'''[[Presseberichte_September_2007#L.C3.BCnepost_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|Zu: A39 – hier führt sie durch Lüneburgs Osten, LP vom 1. September]]'''
Jeder Autofahrer nutzt Autobahnen,
nur wenn eine neue Straße
vor seiner Haustür geplant wird,
ist die Antihaltung groß. Ich bin
kein Befürworter der A 39, aber
nur, weil sie in Lüneburg mitten
durch ein Wohngebiet führt.
Bereits heute ist die [[Ostumgehung|sogenannte Umgehungsstraße]] mit
45 000 Fahrzeugen täglich an der
Grenze der Belastung und ein
Unfallschwerpunkt, das muss den
Planern doch bekannt sein. Der
Widerstand wird durch die geringeren
Kosten unterdrückt, wie
das letzte Gutachten beweist.
Und das [[Schutzgut Mensch]]?
Wäre ich doch eine Wachtel oder sonst eine schützenswerte Kreatur!
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (2)====
{{LB|Stefan Becker<br>Lüneburg-Moorfeld}}
{{Kasten|1=
'''<big>„A 39 hat nichts mit Vernunft zu tun“</big>'''
'''[[Presseberichte_September_2007#L.C3.BCnepost_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|Zu: A39 – hier führt sie durch Lüneburgs Osten, LP vom 1. September]]'''
Bei der Diskussion um mögliche
Trassenverläufe der bestenfalls
[[Arbeitsplätze]] verlagernden A 39
ist der Öffentlichkeit immer wieder
suggeriert worden, dass es
sich bei der B 4, die es nun im
Bereich Lüneburg werden soll,
um eine Umgehungsstraße handelt.
Dies ist eindeutig nicht der
Fall. So durchschneidet die B 4
unter anderem den Stadtteil
Moorfeld.
Allerdings ist diese Suggestion
für den bei den [[Kommunalwahl]]en
mit dem [[SPD|Versprechen „Keine Autobahn durch Lüneburger Stadtgebiet“]] angetretenen und
mittlerweile in dieser Hinsicht verstummten
[[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister]] extrem
praktisch.Was von weiteren
Suggestionen lokaler [[Politiker]]
wie der eines Deckels zu halten
ist, zeigt die Aussage Herrn Mantheys,
dass „aus planerischer
Sicht keine Notwendigkeit für einen
Deckel bestehe“.
[[Bild:LP 2007 09 05 2.jpg|thumb|400px|'''Lüneburgs Ostumgehung: Wird sie bald zur Autobahn?''' Foto: sb]]
Seit wann gibt der Bund Geld
aus, wenn er es nach den Untersuchungsergebnissen
nicht
muss?! Gut in die menschenverachtende
Herangehensweise der
planenden Behörde, die [[Vogel]] über
Menschenschutz stellt,
passt es, dass nach Aussage des
Leiters der Lüneburger Niederlassung
das Tempolimit auf der
B 4 kaum unter 100 km/h liegen
werde – und das, obwohl der bereits
jetzt herrschende Verkehr
auf der [[Ostumgehung]] eine Begrenzung
von 70 km/h dringend
erforderlich machen würde.
Insofern ist es ein logischer Schluss, dass die nach den Planungen feststehenden Überschreitungen der [[Luftverunreinigungen|Emissionsgrenzen]] toleriert werden. Meine Folgerung bei all diesem Nonsens wäre, die A 39 aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] zu streichen, aber was haben Vernunft und A 39 schon miteinander zu tun?!
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 2 ====
[[Bild:Peanuts0905.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 4. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 1 ====
[[Bild:Peanuts0904.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 1. September ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>Basar der großen Politik</big>'''
Das [[Raumordnungsverfahren]] für die Autobahn 39 ist abgeschlossen, die [[Klostertrasse]] nur noch eine Fußnote in den Geschichtsbüchern. Doch bevor endgültig ein neues Kapitel in der Planerbibel aufgeschlagen wird, hat diese denkwürdige Variante eine Nachbetrachtung verdient.
Nicht wegen des kollektiven Zuckens der Lüneburger Weltkulturerbe-Fraktion, der angesichts dieses Vorschlags der Angstschweiß ausbrach, und auch nicht, weil der boomenden Salzstadt nun touristisch wertvolle Klosterführungen der Marke Manta-Röhren mit Dieselduft und ganzen Rußflocken erspart bleiben.
Bemerkenswert ist vielmehr, dass außer den Planern wohl niemand diese Trassenführung verstanden hat. Das zeigte sich bereits bei der Präsentation der Vorzugsvariante im März 2006. Die Dramaturgie war einfach gestrickt, sah nur zwei Gesichtausdrücke vor: entgleisend vom Typ "Ungläubiges Staunen" und selbstzufrieden vom Typ "Damit habt ihr wohl nicht gerechnet".
In der Folge erinnert das Trassengeschacher an einen Tarif-Poker mit Basarcharakter. Zynikern drängt sich der Verdacht auf, dass mit der Klostertrasse das Unmögliche gefordert wurde, um das Machbare durchzusetzen - Bauernopfer einkalkuliert: die Anwohner der [[Ostumgehung]]. Beweisen lässt sich das freilich nicht.
Die Stadt hat das Schicksal herausgefordert - und die Quittung bekommen. Sie hat eine Untersuchung der [[Ostumgehung]] gefordert, und - völlig überraschend - ein Ergebnis erhalten: Der Ausbau zur Autobahn ist machbar. Man hätte ja auch auf der Westvariante beharren können. Denn dass alternative Trassenführungen nur aus Jux und Dollerei geprüft werden, kann niemand allen Ernstes geglaubt haben.
Der rechte Ernst scheint in dieser Woche allerdings auch Friederich-Otto Ripke abhanden gekommen zu sein. Anders lässt sich die Aussage des Staatssekretärs nicht erklären, die A 39-Trasse sei "auf Wunsch der Stadt Lüneburg auf die [[Ostumgehung]] verlegt worden". Zum Glück ist Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] gerade mal weg - unterwegs auf der Pilger-Autobahn. Die unendliche Weite links und rechts des Jakobswegs in Spanien wird das Wutgebrüll von Ulrich dem Roten wesentlich besser schlucken als die historischen Mauern des Rathauses.
Aber wer weiß: Vielleicht stichelt Ripke ja auch nur, weil er noch einen Trumpf in der Hinterhand hat. Schließlich hat die Stadt mit der ehemaligen Schlieffenkaserne noch Großes vor. Zu dumm, dass das Areal eine Liegenschaft des Bundes ist - verwaltet vom Land. Aber hat nicht auch noch Ulrich der Rote einen Joker? Na klar, die A 39-Klage. Zücken oder stecken lassen - reine Verhandlungssache.
Und die Moral von der Geschicht': Sind Debatten auch noch so sachverständig, am Ende wird geschachert. Selbst Autobahnen werden auf dem Basar geplant.
Malte Lühr
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{LB|Matthias Wiebe<br>Adendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Hirnfrei statt autobahnfrei</big>'''
"A 39-Pläne auf Weg nach Berlin", LZ vom 30. August
Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Und nun sind die Unsinns-Pläne also auf dem Weg nach Berlin. Hurra!
Nachdem die politischen Beamten in Hannover und die örtlichen [[Politiker]] die "größte autobahnfreie Gegend" Deutschlands ausgemacht haben, sollten wir Bürger uns doch mal fragen, wo die "größte hirnfreie Gegend" Deutschlands zu finden ist. Aber warum suchen? Ich denke, man hat sie schon gefunden. Nämlich dort, wo solche hirnlosen Planungen stattfinden. Oder sind es gar die Räte mit den einschlägigen politischen Mehrheiten, die solche unsinnigen Milliardenprojekte noch befürworten (aber natürlich nie vor der eigenen Haustür)?
Doch was heißt eigentlich "größte autobahnfreie Gegend" Deutschlands? Was ist das für ein Wert? Ist es die Gegend, wo die höchste Arbeitslosenquote der Republik zu finden ist? Nein! Oder ist es eine der Gegenden Deutschlands, wo die Menschen bisher 60 Jahre zufrieden - im wahrsten Sinne des Wortes - leben konnten, in einer noch einigermaßen intakten Natur und Umwelt? Wohl eher das Letztere. Nun wird es aber Zeit, dass die [[Politiker]] diesen Glücksumstand schnell ändern! Also her mit der Autobahn! Damit die Skandinavier und das östliche Europa rasch auf dieser Transitstrecke durch unsere Vorgärten rauschen können.
Die A39 -Lobby schuldet den Gegnern immer noch die positiven Argumente ([[Nutzen-Kosten-Verhältnis|Nutzen/Kostenrechnung]]) zu solch einer maßlosen Steuerverschwendung. Auch wenn die öffentlichen Kassen sich in den letzten Monaten wieder durch Steuergelder besser füllen, sollten wir alle nicht vergessen, dass es sich um Abgaben der Bürger handelt und nicht um freie Masse, die von politischen Mehrheiten willkürlich für unsinnige Baumaßnahmen verschleudert werden darf.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LP
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline={{blau|A 39}} Mit mindestens 100 km/h über Lüneburgs Ostumgehung
|Untertitel=Abschluss des Raumordnungsverfahrens · Streckenverlauf vorgestellt
|Autor=[[Bild:LP 2007 09 01.gif|thumb|546px]](bec/sta)
|Ort=Lüneburg
|Text=Dass es Gegenwind geben würde, war von vornherein klar. So kam es dann auch am vergangenen
Mittwoch, als Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke in Vertretung für Minister Hans-Heinrich Ehlen ([[CDU]]) in Lüneburg offiziell die Pläne für den Bau der A39 (siehe Karte) vorstellte.
Zunächst verläuft die Trasse
aus Richtung Hamburg auf der
A250, dann auf der Ostumgehung durch Lüneburg-Moorfeld - zum Ärger der Anwohner,
die ihrem Ärger bei Ripkes Präsentation persönlich mit einer
Demo Luft verschafften. Zwar sei
hier wegen der Kurve auf der
Ostumgehung über ein Tempolimit zu reden, so Ripke, Dirk Möller, zuständiger Leiter der
Lüneburger Landesbehörde für
Straßenbau und verkehr, meinte
aber gegenüber der LZ: „Unter 100 km/h wird es kaum liegen."
Im weiteren Verlauf verlässt die Autobahn bei Hagen die [[Ostumgehung]], quert die B 216 sowie den Elbeseitenkanal zu dem sie die nächsten Kilometer fast parallel liegt.
Für die Melbecker und die B4 hat Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg allerdings keine guten Nachrichten. Der Verkehr werde dort nicht weniger werden. Allein die jetzige Situation verschlimmere sich nicht. Es bleibt also spannend, ob der Gegenwind nicht noch stärker wird.
|Link=
}}
{{Pressefuss|August 2007|Oktober 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
17a5b4ef2a9034f6a1c6726387ccae4e0923e26e
PM10
0
1071
1156
2008-10-31T21:55:09Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
PM10 steht für ''Staubteilchen mit einem Durchmesser unter 10 Mikrometer'' (10 μm), siehe [[Feinstaub]], engl.: "'''P'''articulate '''M'''atter".
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
590d094d95d59e1e119b9cea20914b3cc05a404c
Particulate Matter
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2008-10-31T21:56:42Z
Detlef
6
Weiterleitung nach [[Feinstaub]] erstellt
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Feinstaub]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Arbeitslosigkeit
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2008-10-31T21:58:13Z
Detlef
6
Weiterleitung nach [[Arbeitsplätze]] erstellt
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsplätze]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
684f2a1eb441dc47256e3d2c0c3cff5321b0644e
Presseberichte Juli 2006
0
1184
1382
2008-11-06T23:51:29Z
Detlef
6
/* {{HA}} zum Gutachten der Stadt Lüneburg */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
=== 28. Juli ===
==== {{HA}} zur Ortsumgehung für Melbeck ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Schluß mit dem Verkehrschaos!</big>'''
'''Melbeck: Anlieger wollen endlich Ruhe für ihren Ort. Eine Informationsveranstaltung brachte es an den Tag: 2015 sollen täglich 21 000 Autos durch den Ortskern rollen. Das ist den Bewohnern zuviel.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Melbeck''' -
Seit Jahrzehnten ist sie der Störenfried in dem idyllischen Örtchen am südlichen Stadtrand Lüneburgs: Die Bundesstraße 4 zerschneidet den Ortskern von Melbeck und schüttet ihn mit [[Lärm]] zu. Anläufe, die Situation zu ändern, gab es viele - zuletzt hofften die Melbecker auf den Bau der A 39, die ihr Dorf vom Schwerlastverkehr befreien sollte. Dieser Traum platzte, als Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) bei einem Besuch im Frühsommer deutlich machte, daß die Autobahn eine Ortsumgehung nicht ersetzen kann.
Doch dabei darf es nach Auffassung der Anlieger nicht bleiben: "21 000 prognostizierte Fahrzeuge pro Tag im Jahr 2015, das können wir nicht hinnehmen", sagt Heike Carstens, eine der Initiatorinnen der Interessengemeinschaft für die Ortsumgehung Melbeck. Die Initiative hatte zu einem Informationsabend eingeladen, bei dem Wege aus dem Verkehrschaos gesucht werden sollten.
Doch schnell wurde bei der Debatte in der Gemeindescheune klar, daß es eine spontane Lösung nicht geben wird. Vor den Erfolg sind planerische Hürden gesetzt, machte Norbert Sprenger vom Niedersächsischen Landesstraßenbauamt klar: "Der Bedarf für diese Straße muß im [[Bundesverkehrswegeplan]] erst angemeldet werden - vor dem Jahr 2009 passiert da nichts." Und auch dann blieben die Realisierungschancen vage: "Die finanziellen Mittel sind begrenzt. Da besteht eine echte Konkurrenz zur A 39." Hinzu kommt, daß Melbeck von besonders hochwertigen Naturschutzgebieten eingerahmt wird - diese Gebiete anzutasten, dürfte nicht einfach werden. Auch benachbarte Ortschaften wie Deutsch Evern hätten ein Wörtchen mitzureden: "Die sind bei der [[Ostumgehung]] Lüneburg schon hart rangenommen worden, und sie werden sich bedanken, wenn jetzt noch mehr Verkehr bei ihnen vorbeirollt", meinte ein Zuhörer. "Außerdem sind wir in einer Samtgemeinde und müssen uns mit dem Samtgemeinderat abstimmen", gab ein Teilnehmer aus dem Publikum zu bedenken. Ob man in dieser Situation nicht besser schnellere Lösungen verfolgen sollte, wollte deshalb ein Zuhörer wissen. "Die Sperrung für den Schwerlastverkehr ab zwölf Tonnen, die ab August greifen soll, war alles, was wir spontan durchsetzen konnten", erklärte dazu Melbecks stellvertretender Bürgermeister Klaus Hübner. Wenn Ortsumgehung, dann bitte schnell - darin zumindest war man sich auf dem Podium am Schluß einig. Die Unzufriedenheit der Zuhörer war deutlich spürbar: "Ich glaube, der Zug ist abgefahren. Vielleicht können ja unsere Enkel auf eine Lösung hoffen", meinte abschließend einer der Teilnehmer.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/07/28/591383.html Quelle]
}}
=== 22. Juli ===
==== {{HA}} zur Stellungnahme des Lüneburger Stadtrates ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39: Stadtrat genehmigte Stellungnahme</big>'''
'''Autobahn 39'''
''Von Carolin George''
Abgesegnet hat der [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/pa021.asp Rat der Stadt Lüneburg] die Stellungnahme der Verwaltung zur geplanten Trasse der Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg. Wie berichtet, hat die Stadt sich in einem 124 Seiten starken Papier und vier Gutachten gegen die [[Vorzugsvariante]] durch Lüneburger Stadtgebiet ausgesprochen. [[St.-Florians-Prinzip|Die Stadtväter möchten die Autobahn im westlichen Teil des Landkreises sehen.]] Die Stellungnahme wird jetzt der Regierungsvertretung übergeben.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/07/22/589375.html Quelle]
}}
----
=== 21. Juli ===
==== {{LZ}} zur Position des Lüneburger Stadtrates ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Weiter für West-Variante</big>'''
'''Juristin zerpflückt A 39-Unterlagen - [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/pa021.asp Lüneburger Rat] gegen Stadt-Trasse '''
''jj Lüneburg.''
Erst zerlegte [http://www.dr-rueping.de/anwaelte/index.html Juristin Dr. Uta Rüping] den Unterlagen-Wust der Regierungsvertretung zur Autobahn 39, pickte die Kritikpunkte heraus, dann bestätigte der [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/pa021.asp Rat der Stadt] gestern Abend mit großer Mehrheit seine Position: Lüneburg ist gegen die A 39-[[Vorzugsvariante]] mitten durch die Stadt und für eine Trassenvariante im Westen.
So steht es in der Stellungnahme der Stadt zum [[Raumordnungsverfahren]], das die Auswirkungen der A 39 auf Menschen, Flora und Fauna, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Kultur abgewägt.
[http://www.dr-rueping.de/anwaelte/index.html Dr. Rüping] fasste in einem Parforceritt zusammen, was Gutachter für die Stadt aus den Raumordnungs-Unterlagen an Schwachstellen gefiltert hatten, ob zu Verkehr, [[Lärm]], Städtebau oder rechtlichen Mängeln. Und dazu mussten sie ganz tief in die Varianten-Vergleiche einsteigen.
Am Ende kam vor allem eines heraus: Dem Menschen wird in dem ganzen Papierberg zur A 39 kaum Beachtung geschenkt, geschweige denn der Bedeutung der historischen Stadt Lüneburg. "Dass am Ostkorridor eine Stadt wie Lüneburg liegt, hat man wohl im Hauptvariantenvergleich vergessen", sagt Rüping süffisant. Da werde eine blühende Stadt abqualifiziert. Und was schlimmer wiegt, so Rüping, alles basiere auf veralteten Daten und zu kurzen Prognosezeiträumen für den Verkehr. "In einigen Straßen Lüneburgs fahren schon heute täglich 10 000 Pkw mehr als es in den Unterlagen für die A39 steht."
Beispiel Bebauung des Schlieffenparks: "Wenn die Autobahn so gebaut wird, könnte man da bei gekippten Fenstern nicht schlafen." Ob mehr Luftschadstoffe, gigantische Schallschutzwände, eine tiefergelegte Autobahn, die die gesamten Grundwasserverhältnisse durcheinander bringt oder Kulturgüter wie das [http://www.kloster-luene.de/ Kloster]: Die Stadt tue gut daran, gegenzuhalten. Und zwar jetzt, nur über die Einwendungen im [[Raumordnungsverfahren]] können Änderungen erreicht werden.
Dr. [[Gerhard Scharf]] ([[CDU]]): Der [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/pa021.asp Rat] habe schon vor Wochen die [[Vorzugsvariante]] abgelehnt und sich für eine West-Variante ausgesprochen. Doch dies sei nicht das [[St.-Florians-Prinzip]], sondern hier formuliere ein Rat die Interessen seiner Bürger, "dies und die ablehnende Abstimmung im Kreistag werden ein Signal für die Region, den Landtag und den Bundestag sein."
[[SPD]]-Chef [[Heiko Dörbaum]]: "Ich frage mich, wie die Landesbehörde hier so an Menschen vorbeiplanen konnte." Das Oberzentrum Lüneburg hätte oberste Priorität bei [[Planung]] haben müssen. Allein die Vorstellung, die Bundesstraße 4 zurückzubauen, die [[Ostumgehung]] in Teilen zur Autobahn umzufunktionieren, schon das sei nicht akzeptabel.
[[FDP]]-Fraktionschefin [[Birte Schellmann]] schlug auch in die Kerbe: "Das [[Schutzgut Mensch]] spielt kaum eine Rolle. Und Lüneburg hat mit der [[Ostumgehung]] schon verkehrlich Vorleistungen für die ganze Region erbracht." Sie empfand die Unterlagen der Raumordnungsbehörde als Versagen. "Wie kann man so eine über Kriege hinweg unzerstörte Stadt beschädigen."
Nur [[Andreas Meihsies]] von den [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]] ging auf Gegenposition. Seine Fraktionen lehnt die Autobahn komplett ab. Juristen und Gutachtern der Stadt, 100 000 Euro teuer, bescheinigte er zwar gute Arbeit, doch am Ende würden 80 Prozent der Einwände durch neue Prognosen gekippt, der Rest weggedrückt. Meihsies käme eine Klage der Stadt zupass, allein schon um das Verfahren zu verlängern. "Aber der Rat wird trotzdem ein falsches Signal senden. Denn [[St.-Florians-Prinzip|mit der West-Variante wollen Sie den Schiet anderen Leuten vor die Tür kippen]]." Bis zur Wahl möge die Mehrheit im Rat mit ihrer Haltung durchkommen, aber irgendwann müsse sie Farbe bekennen.
Für [[Bündnis 90/Die Grünen|die Grünen]] ist klar: Die A 39 darf nicht kommen. [[SPD]], [[CDU]] und [[FDP]] bekräftigten die Ratsentscheidung gegen die [[Vorzugsvariante]] und für die West-Tangente.
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=== 19. Juli ===
==== {{HA}} zur [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 Stellungnahme des Lüneburger Kreistages] ====
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| '''<big>A 39: Kreistag gegen Verwaltung</big>'''
''Von Carolin George''
'''LÜNEBURG''' -
In geheimer Abstimmung hat der Lüneburger Kreistag [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 die Stellungnahme der Landkreisverwaltung zur geplanten Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg] abgelehnt. 26 gegen 24 lautete das Ergebnis, mit dem die [[Politiker]] gegen [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf das zehnseitige Papier] stimmten. An die Regierungsvertretung geschickt wird es trotzdem: Denn bis 31. Juli muß der Landkreis seine [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Stellungnahme] abgeben.
Als "akzeptable Lösung" schätzt die Verwaltung die [[Vorzugsvariante]] ein. Sie habe "erheblich geringere Zerschneidungseffekte", heißt es, nur gelte dies "bedauerlicherweise nicht für das Stadtgebiet von Lüneburg". Außerdem würden "keine großen und wertvollen Waldkomplexe zerschnitten". [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Das Papier] lobt die "gute Anbindung" der Gewerbestandorte.
Um die Stadt möglichst wenig zu belasten, befürwortet der Landkreis soviel "Abdeckelung" - also Tunnel - wie möglich.
Stellvertretend für die fraktionsübergreifende Runde der Ablehner sagt der [[SPD]]-Landratskandidat [[Manfred Nahrstedt]]: "Das [[Schutzgut Mensch]] ist kein Thema, [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die Stellungnahme] unterschlägt, daß Lüneburg Weltkulturerbe werden will und sagt so gut wie nichts über den Schutz des [http://www.kloster-luene.de/ Klosters]. Was ist denn mit dem Wald dort?" Sein wütendes Fazit: "So kann man eine Vorlage nicht abgeben." Hätte man nicht - ähnlich wie die Stadt, die 100 000 Euro in vier Gutachten auf 124 Seiten gesteckt hat - auch Fachleute von außen heranholen sollen?
"Wozu denn?" sagt Erster Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]] und Landratskandidat der [[CDU]], "die Gutachter könnten noch so teuer sein, [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die Vorlage] hätte trotzdem keine Chance gehabt" - zum Beispiel gegen ein Kreistagsmitglied, das etwa in Lüne-Moorfeld wohne. Porwol: "Jeder sieht nur: [[St.-Florians-Prinzip|Ich will die Autobahn, aber nicht vor meiner Tür]]." Anders ist es im Rat der Stadt Lüneburg: Dessen Mitglieder wohnen in Lüneburg, wehren sich unisono gegen eine Trasse durch ihre Stadt.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/07/19/588127.html Quelle]
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=== 18. Juli ===
==== {{LZ}} zur [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Stellungnahme des Lüneburger Kreistages] ====
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|<center>[[Bild:Schumann-Schilling.png]]</center><br>[[Monika Schumann-Schilling]], [[FDP]]: „Ich habe in der [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Stellungnahme] viel über Umwelt und Natur gelesen – es fehlt der Mensch.“
|<center>[[Bild:Doerbaum.png]]</center><br>[[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]): „Die [[Vorzugsvariante]] zerstört die Siedlungsräume Lüneburgs, Deutsch und Wendisch Everns.“.
|<center>[[Bild:Kalliefe.png]]</center><br>Kreismitarbeiter Burkhard Kalliefe: „In der jetzigen Planungsphase geht es um Raumbedeutung und nicht um Details.“
|<center>[[Bild:Scharf.png]]</center><br>Dr. [[Gerhard Scharf]] ([[CDU]]): „Dieser Eingriff in die Planungshoheit der Kommunen ist ein Verstoß gegen das [[Grundgesetz]].“
|<center>[[Bild:Staudte.png]]</center><br>[[Miriam Staudte]] ([[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]): „Das ist wie Russisches Roulette – aber keiner traut sich, aus dem Spiel auszusteigen.“
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'''<big>Kreistag bremst Verwaltung</big>'''
'''Parteiübergreifende Mehrheit lehnt [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf A 39-Stellungnahme] ab - [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Papier] wird dennoch abgeschickt '''
''ml Lüneburg.''
Die einen feierten es als Sternstunde der Demokratie, die anderen sprachen von einem Armutszeugnis. In geheimer Abstimmung hat der Lüneburger Kreistag gestern [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die Stellungnahme zur Autobahn 39] abgelehnt. 24 Abgeordnete votierten für den Verwaltungsentwurf, 26 dagegen.
Kurios: [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Die Stellungnahme] wandert nicht etwa in den Papierkorb, sondern soll dennoch bei der Regierungsvertretung abgegeben werden - einschließlich des Kreistagsvotums. "Verzichten wir auf eine Stellungnahme, wird dies als Zustimmung gewertet", verdeutlichte Erster Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]] das Problem. Landrat [[Franz Fietz]] nannte das Ergebnis nach der Sitzung sogar "einen Erfolg". Er hatte im Vorfeld mit einem deutlicheren Nein des Kreistags gerechnet.
Grundsätzlich befürwortet die Kreisverwaltung in dem [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Papier] das Projekt und die [[Vorzugsvariante]], verweist aber auf die Nachteile für den Osten Lüneburgs. Nur eine Tunnellösung könne die "gravierenden Belastungen" mildern. "Mehrkosten dürfen hier angesichts der wesentlich geringeren Beeinträchtigungen kein Argument sein", heißt es in dem Entwurf. Zudem schlägt der Kreis vor, die weitere Nutzung der [[Ostumgehung]] "gründlicher zu prüfen". Eine Westtrasse lehnt die Verwaltung jedoch ab.
Der Abstimmung vorausgegangen war eine hitzige Debatte. Schnell war klar: Der Spaltpilz A 39 macht auch vor Parteigrenzen nicht halt, sondern fördert Koalitionen im Kleinen - je nach Wohnort. So verpuffte der Appell des Bleckeders [[Lutz Röding]] ([[CDU]]), sich wenigsten auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen, spätestens, als Parteifreund Dr. [[Gerhard Scharf]] aus Lüneburg das Mikrofon ergriff. Die Begründung der [[Vorzugsvariante]] nannte der [[CDU]]-Politiker "dünn und dürftig", warf der Verwaltung vor "eine Stellungnahme im vorauseilenden Gehorsam verfasst zu haben".
Buhmann für die Gegner war Kreismitarbeiter Burkhard Kalliefe: Er hatte [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die zehnseitige Stellungnahme] verfasst, dabei laut Scharf "gravierende Mängel in der [[Planung]] kritiklos hingenommen". Stadtratskollege [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]) sieht unter anderem den "Stellenwert des [http://www.kloster-luene.de/ Klosters Lüne] überhaupt nicht berücksichtigt".
[[Bild:2006-07-18-landeszeitung-02.png|thumb|400px|'''Rund 400 Lüneburger aus den Stadtteilen Moorfeld, Lüne und Ebensberg demonstrierten im Juni gegen die [[Vorzugsvariante]].''']]
Viel gelesen hat in der Stellungnahme auch [[FDP]]-Fraktionschefin [[Monika Schumann-Schilling]]: "Über Natur, Umwelt, Wald und Wasser - was fehlt, ist der Mensch", kritisierte die Lüneburgerin [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf den Entwurf].
[[CDU]]-Fraktionschef [[Jens Kaidas]] nahm den Kreismitarbeiter hingegen ebenso in Schutz wie der Lüneburger Rechtsanwalt Alexander Blume ([[CDU]]). Beide bescheinigten Kalliefe eine distanzierte, sachliche und qualifizierte Arbeit.
Unisono beklagten die Abgeordneten allerdings die späte Vorlage [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf des Entwurfs]. Änderungen der Fraktionen konnten so nicht berücksichtigt werden. Während Röding dies nur "bedauerlich" nannte, warf [[SPD]]-Fraktionchef [[Manfred Nahrstedt]] der Verwaltung vor, "nicht ernsthaft und genau genug gearbeitet zu haben".
Kein Verständnis hatte der Sozialdemokrat zudem für den Antrag auf geheime Abstimmung des [[CDU]]-Fraktionsvorsitzenden. "Die Menschen wollen und sollen wissen, wer wie im Kreistag abstimmt." Mit knapper Mehrheit folgte der Kreistag dennoch Kaidas Vorschlag. Somit blieb aber auch unklar, wer aus den Reihen der [[SPD]] für [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die Stellungnahme] stimmte. Denn während sich [[CDU]]- und [[FDP]]-Politiker deutlich zu ihrem Nein bekannten, gaben sich die Befürworter in den Reihen der [[SPD|Sozialdemokraten]] nicht zu erkennen. Bei 24 Ja-Stimmen muss es sie allerdings gegeben haben.
Treu blieben sich [[Bündnis 90/Die Grünen|die Grünen]]. Sie lehnen das Projekt grundsätzlich ab, fordern stattdessen die vorhandene Infrastruktur auszubauen. Der Poker um die A 39 ist für Fraktionsvorsitzende [[Miriam Staudte]] ohnehin wie Russisches Roulette: "[[St.-Florians-Prinzip|Die geladene Knarre geht rum, und jeder hofft, dass es ihn nicht trifft]]. Aber keiner hat den Mut, aus dem Spiel auszusteigen."
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==== {{LZ}} zur [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 Stellungnahme des Lüneburger Kreistages] (Kommentar) ====
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'''<big>Einmal mit ohne, bitte!</big>'''
''Von Hans-Herbert Jenckel''
Was für ein Theater: Der Kreistag lehnt [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 die Stellungnahme der Verwaltung zur Autobahn 39] ab. Und das in geheimer Abstimmung. Abgeschickt wird sie trotzdem. Warum? Weil der Kreis sonst keine hätte. Dabei hatte die Verwaltung nie eine Chance im Kreistag. So stilprägend in einem immerwährenden "So-wohl-als-auch" hätte gar keine [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 Stellungnahme zur Autobahn 39] ausfallen können, als dass sie nicht im Kreistag hätte durchfallen müssen. Zwingend. Denn der Rat der großen selbstständigen, aber eben nicht kreisfreien Stadt Lüneburg hatte schon vor Wochen mit seinem Nein zur [[Vorzugsvariante]] durch Lüneburg und mit seinem Ja zu einer Westvariante den Treibsatz gelegt. Denn im Kreistag sitzen etliche Herren aus dem Rat der Stadt. Sie spielen im Kreistag in Sachen A39 Große Koalition.
So weit, so kurios. Doch [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 was der Landkreis jetzt als A 39-Stellungnahme vorgelegt hat], ist auch ein Paradebeispiel für Verwaltungsprosa. Textprobe: "Wie so oft zeigt sich hier, Grenz- und Richtwerte folgen einem Einbahnstraßenprinzip. Mit zunehmendem Erkenntnisdruck, dem Zeithorizont folgend, müssen sie zumeist in eine Richtung korrigiert werden, nämlich nach unten. Die Korrektur erfolgt häufig erst, wenn die Beweislast erdrückend ist." Gemeint ist: Die Messgeräte werden besser und die Bürger empfindlicher und mosern.
Die Kritik im Kreistag ließ nicht auf sich warten. Das war bitter für den verantwortlichen Burkhard Kalliefe, der sich offenbar vom Gedanken leiten ließ: Konfliktstoff birgt jede Variante, aber die durch die Stadt ist rein statistisch das geringste Übel an Länge und Belastung.
Dabei ist die Autobahn längst zur Belastungsprobe für den ganzen Kreis geworden. Die [[Politiker|(politische) Mehrheit]] will sie, [[St.-Florians-Prinzip|aber nicht hier und nicht da]], am liebsten ohne [[Lärm]], Verkehr und am besten im Tunnel.
Meine Damen und Herren: "Mit ohne" wird gerne bei Pommes mit Ketchup, ohne Majo bestellt - bei Autobahnen ist dies leider nicht vorgesehen.
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=== 15. Juli ===
==== Neues Deutschland zum Stand der Einwendungen (9.500) ====
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'''<big>Streit um die VW-Autobahn</big>'''
'''9500 Einwendungen gegen das Verkehrsprojekt in Niedersachsen'''
''Von Volker Macke, Hannover''
Noch gibt es sie nur auf dem Papier. Doch schon jetzt spaltet die Autobahn 39 die Bevölkerung im östlichen Niedersachsen. Die geplante Verbindung soll vor allem das Volkswagen-Werk in Wolfsburg besser mit dem Überseehafen in Hamburg verbinden und mittels Querverbindung zur A14 nebenbei den Westen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern aufwerten.
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Ganz unverblümt hatte Kanzler Gerhard Schröder die »VW-Autobahn« vor ein paar Jahren den Managern in Wolfsburg versprochen. Und es sieht nicht so aus, als ob Schröders Nachfolgerin das ändern will. In der Prioritätenliste des [[Bundesverkehrswegeplan]]s stehen die 110 neuen Autobahnkilometer ganz weit oben. Für 2010 ist der Baubeginn des 600 Millionen Euro teuren Projekts geplant.
Die erste Frist für Einwendungen Betroffener ist kürzlich abgelaufen. 9500 haben sich bisher zum [[Raumordnungsverfahren]] abschlägig zu Wort gemeldet. Für den [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der 33 Bürgerinitiativen] ist das ein überdeutliches Signal an die Politik: »Die Region zwischen Lüneburg und Wolfsburg braucht und will dieses unsinnige und unwirtschaftliche Prestige-Objekt nicht«, heißt es in einer Erklärung. »Immer neue Kommunen wachen jetzt auf«, meint die Sprecherin des [http://www.keine-a39.de/ Dachverbands der Autobahn-Gegner], Annette Niemann.
Dazu zählt jetzt auch die Stadt Lüneburg. [[Vorzugsvariante|Die Autobahn soll nach bisherigen Planungen durch das östliche Stadtgebiet führen]]. Mit vier eigens in Auftrag gegebenen Gutachten zieht die Heidemetropole gegen das Projekt zu Felde. Drei Ingenieurbüros und eine Anwaltskanzlei lassen auf insgesamt 124 Seiten kein gutes Haar an den Plänen der Landesbehörden. Bisherige Verkehrsprognosen und vermutete [[Lärm]]schutzkosten seien viel zu niedrig angesetzt, heißt es. Die Stadtentwicklung werde von der Autobahn eher behindert als unterstützt.
Das sehen einige Gemeinden an der Strecke anders. So manche Kleinstadt hofft auf neue Gewerbeansiedlung, wenn die Autobahn ihr Gebiet streift – vorausgesetzt, es gibt eine eigene Abfahrt. Tatsächlich gilt die Region rund um Uelzen und Salzwedel als rückständig. Eine Verkehrsuntersuchung aus dem Jahr 1995 unter Federführung des Landes Sachsen-Anhalt ergab, dass der Straßenverkehr hier überdurchschnittlich hohe Zeiten für vergleichsweise kurze Strecken zurücklegen muss. Das Unfallrisiko sei sehr hoch, die [[Lärm]]- und Schadstoffbelastung auf innerörtlichen Straßen immens. Aber: Dieselben Experten beurteilen eine neue Autobahn 39 als wenig hilfreich und schlagen stattdessen den Ausbau bereits vorhandener Bundesstraßen vor.
Ob Befürworter oder Gegner in der Heide die Mehrheit haben, wird sich noch zeigen müssen. Bislang haben sich nach den Worten von Dr. [[Holger Manthey]], der die Stellungnahmen im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s koordiniert, erst gut 100 der 220 Kommunen geäußert. Doch die Zahl der Gegner wächt. Sogar in den Dörfern an der parallel verlaufenden, überlasteten Bundesstraße 4, die sich von der Autobahn zunächst Verkehrsberuhigung erhofft hatten. Niedersachsens Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) erklärte unlängst auf einer Bürgerversammlung, dass die A 39 die Probleme auf der B 4 nicht lösen werde. Während auf der Bundesstraße vor allem Regionalverkehr fließe, würde die Autobahn eher als zusätzliche Transitstrecke dienen.
Zu den niedersächsischen [[Kommunalwahl]]en Mitte September wollen die Bürgerinitiativen in dem sonst eher konservativen Landstrich mit eigenen Listen gegen die etablierten [[Parteien]] antreten.
}}[http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=93641&IDC=3 Quelle]
=== 14. Juli ===
==== {{LZ}} zur sogenannten Tunnellösung ====
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'''<big>Tunnellösung versenkt Millionen</big>'''
'''[[Andreas Meihsies]] kritisiert Steuergelder-Verschwendung - [[SPD]]-Landtagsfraktion für Machbarkeitsstudie'''
''as Lüneburg.''
Der viel diskutierte Lüneburger Tunnel für die geplante [[Vorzugsvariante]] der Autobahn 39 wäre Gold wert - allerdings nur was den Preis betrifft. Dieses Fazit lässt die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Lüneburger Abgeordneten [[Andreas Meihsies]] ([[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) zu. Mindestens zehnmal so teuer wie eine Straße ohne Tunnel wäre selbst die einfachste Bauweise.
Für Meihsies, der den Bau der A 39 kategorisch ablehnt, ist damit "die Tunnellösung unrealistisch. Da werden Steuergelder verschwendet", wettert er. Derweil will die [[SPD]]-Landtagsfraktion auf Bestreben des Lüneburger Abgeordneten und Tunnelverfechters [[Manfred Nahrstedt]] diese Lösung weiter vorantreiben.
Meihsies hatte die Landesregierung gefragt, ob sie "eine Untertunnelung großer Teile des Lüneburger Stadtgebietes für realistisch halte und mit welchen Mehrkosten diese Variante verbunden" sei. Ob sie realistisch sei, "ist im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s abzuarbeiten, in der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] zu entscheiden und wird im [[Linienbestimmung]]sverfahren durch den Bund abschließend geprüft", antwortet die Landesregierung.
Bezüglich der Baukosten heißt es, dass diese je nach Bauweise erheblich schwanken. Als Durchschnittswerte werden für einen Tunnel in offener Bauweise pro laufende 100 Meter zirka 5,7 Millionen Euro genannt. In bergmännischer Bauweise (unterirdisch) würde er pro laufende 100 Meter zirka 11 Millionen Euro kosten. Die Kosten für den Bau einer Straße pro laufende 100 Meter nehmen sich dazu im Vergleich gering aus, sie werden mit 0,6 Millionen Euro veranschlagt.
Auskunft bekam Meihsies auch zu seiner Frage, ob ein neuer Trassenverlauf der A 39 im Bereich Lüneburg noch vor der [[Kommunalwahl]] vorgelegt werden könnte. "Der Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s und die [[landesplanerische Feststellung]] werden bis Ende 2006/Anfang 2007 erwartet", heißt es.
Die [[SPD]]-Landtagsfraktion gräbt für den Tunnel. In ihrem [[Presseberichte_Juli_2006#SPD-Landtagsfraktion_Niedersachsen_fordert_Tunnell.C3.B6sung|Antrag]] fordert sie die Landesregierung auf, sich "beim Bundesverkehrsministerium für die Machbarkeitsstudie einer Tunnellösung der geplanten [[Vorzugsvariante]] der A 39 im Bereich der Stadt Lüneburg einzusetzen". Dabei solle auch der Ausbau einer Trasse auf der jetzigen [[Ostumgehung]] in Tunnelform geprüft werden.
Die [[SPD]]-Landtagsfraktion unterstreicht noch einmal, dass es sich bei der A 39 um ein "wichtiges, unverzichtbares Infrastrukturvorhaben" handele. Die geplante [[Vorzugsvariante]] zerschneide jedoch die Stadt, belaste die Menschen und sei zum Schaden des Denkmalensembles [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne]. Deshalb müsse eine Untertunnelung her.
Klare Absage hingegen an die vom Rat der Stadt präferierte Westumfahrung. Diese Alternative würde den Interessen Uelzens zuwiderlaufen, da die Streckenführung zu weit von Uelzen entfernt liefe, argumentiert die Landes-[[SPD]]. Laut Nahrstedt wird der Antrag jetzt im Landtagsausschuss für Wirtschaft und Verkehr beraten.
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==== {{LZ}} zur Position der Interessengemeinschaft Melbeck ====
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'''<big>"Westliche Umgehung ist sinnvoller"</big>'''
'''Deutsch Everns Bürgermeister hält nichts von Plan der Interessengemeinschaft Melbeck'''
''kre Melbeck/Deutsch Evern.''
Eine Melbecker Ortsumgehung, die an Deutsch Evern entlangführt? Diesen Plan der "Interessengemeinschaft Melbeck" lehnt Deutsch Everns Bürgermeister [[Hubert Ringe]] rundweg ab.
[[Bild:2006-07-14-landeszeitung-01.png|thumb|460px|'''Für eine Umgehung Melbecks setzen sich ein (v.l.): Heike Carstens, Gerhard Schley, Stefanie Knoblich, Burkhard Knoblich und Doris Schley.''' <br>Foto: kre]]
Wie berichtet, wollen sich Gerhard und Doris Schley, Heike Carstens sowie das Ehepaar Stefanie und Burkhard Knoblich dafür stark machen, dass die Pläne für eine Melbecker Ortsumgehung aus der Schublade hervorgeholt und wieder mit dem Vermerk "vordringlicher Bedarf" im [[Bundesverkehrswegeplan]] aufgenommen werden. Dazu haben die Melbecker eigens die "Interessengemeinschaft Melbeck" gegründet. "Wir sind keine A 39-Gegner, wollen auch keine Konfrontation mit den Autobahn-Befürwortern", betonte etwa Heike Carstens jüngst gegenüber der LZ. Allerdings glauben sie und ihre Mitstreiter, dass der Bau der A 39 wohl noch Jahre auf sich warten lasse, "während die Ortsumgehung vergleichsweise schnell realisiert werden kann."
Doch das bezweifelt Deutsch Everns Bürgermeister [[Hubert Ringe]] - aus mehreren Gründen: "Eine Umgehung, die von der [[Ostumgehung]] abzweigt und an Deutsch Evern vorbeiführt, würde unter anderem das Naturschutzgebiet Dieksbeck durchschneiden", warnt der Deutsch Everner Rathauschef. Außerdem müsste die Umgehung die Bahnlinie Hamburg-Hannover queren, "und das würde ein gigantisches Bauwerk werden", fürchtet Ringe. Sein Vorschlag: Wenn man schon ernsthaft über eine Umgehung für Melbeck nachdenke, sei es sinnvoller, diese westlich um Melbeck herumzuführen.
Derweil hat Melbecks Bürgermeister [[Heinz Meyer]] ([[CDU]]) seine Bereitschaft, an der geplanten Podiumsdiskussion der Interessengemeinschaft teilzunehmen, zurückgezogen: "Die Diskussion wird wohl eher als eine Veranstaltung des [http://www.keine-a39.de/ Dachverbandes der A 39-Gegner] genutzt werden und weniger zur konkreten Planung von Ortsumgehungsstraßen der Gemeinden an der B 4 zwischen Uelzen und Lüneburg", heißt es in dem Schreiben des Bürgermeisters. Und weiter: "Als Befürworter der A 39 bin ich bei der geplanten Veranstaltung sicher nicht der geeignete Diskussionsteilnehmer und ziehe daher meine Zusage zurück."
Doris Schley allerdings kann Meyers Absage überhaupt nicht nachvollziehen: "Als Bürgermeister hat er nicht Befürworter oder Gegner der A 39 zu sein, sondern die Interessen seiner Gemeinde zu vertreten. Und wenn er anderer Meinung als die Interessengemeinschaft ist, dann soll er diese auf dem Podium vertreten, dafür ist er gewählt worden", so die Melbeckerin.
Die Info-Veranstaltung findet dennoch statt - am Dienstag, 25. Juli, um 19.30 Uhr in der Tenne in Melbeck.
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=== 12. Juli ===
==== {{LZ}} zum Standpunkt der IHK ====
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'''<big>Kammer begrüßt [[Vorzugsvariante]]</big>'''
'''[[Ostumgehung]] genauer untersuchen '''
''red Lüneburg.''
Während das Gros der Menschen in Lüneburg die [[Vorzugstrasse]] für die A 39 ablehnt, erklärt sich die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHK) weitgehend einverstanden mit der vorgelegten Variante.
"Wir sehen aber auch einige Punkte kritisch und bitten darum, diese genauer zu prüfen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jens Petersen. Die Anregungen beziehen sich auf die Trassenführung in Lüneburg. "Auch wenn die [[Ostumgehung]] nicht den technischen Normen einer Autobahn entspricht, wäre es aus Kostengesichtspunkten überlegenswert, die A 39 auf der vorhandenen Trasse zu führen." Über Tempobegrenzungen, zusätzlichen Schallschutz und Verbreiterungsmaßnahmen müsse jedoch noch intensiver nachgedacht werden. Die IHK plädiert dafür, die Möglichkeiten in einem ingenieurtechnischen Gutachten auszuloten. Petersen macht aber deutlich: "Aus Sicht der Wirtschaft wäre es zu begrüßen, wenn das [[Raumordnungsverfahren]] schnell zu Ende geführt würde, damit die A 39 zeitplangerecht gebaut werden kann."
}}
==== {{LZ}} zum Standpunkt des Samtgemeinderates ====
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'''<big>Harsche Kritik am Stadtrat Lüneburg</big>'''
'''Rat Gellersen gegen A 39 im Westen'''
''cn Reppenstedt.''
Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und der Lüneburger Stadtrat haben es sich mit den Gellerser [[Politiker]]n gründlich verscherzt. Das wurde in der letzten Sitzung des Samtgemeinderates vor der Sommerpause einmal mehr deutlich. Das Gremium verabschiedete nach einer hitzigen Debatte eine Stellungnahme zum geplanten Bau der Autobahn 39 an den Stadtrat.
[[Peter Bergen]], Sprecher der Gruppe [[CDU]]/[[Manfred Illmer]] [[FDP]], brachte seine "tiefe Empörung" über das Verhalten von Lüneburger Politikern und von OB Mädge zum Ausdruck. Erst hätten diese die A 39 herbeigewünscht, nun gefalle ihnen die [[Vorzugsvariante]] im Osten nicht und sie versuchten, die Trasse in den Westen zu schieben. Auch Dr. [[Hinrich Bonin]] ([[SPD]]) kritisierte, dass "Lüneburg die gute Arbeit der Planer mit Gutachtengeld umbiegen will". Sein Fraktionskollege [[Wilfried Bauch]] meinte: [[St.-Florians-Prinzip|"Wenn die zum Thema A 39 sagen ,Am besten im Westen', entgegnen wir eben ,Wegen der Kosten im Osten'".]]
Der Samtgemeinderat beschloss bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen, eine Stellungnahme an den Lüneburger Stadtrat und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg zu schicken: Die [[Vorzugsvariante]] werde so akzeptiert, das Verhalten der Lüneburger Politik abgelehnt. Die Abgeordneten der [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]], [[Renate Backhaus|Renate]] und [[Jürgen Backhaus]], kritisierten das Verfahren im Samtgemeinderat, hätten sich in der Sache eine "Verwaltungsvorlage statt einer spontanen Beratung" gewünscht.
Die übrigen 32 Tagesordnungspunkte sorgten im Rat für weniger Wirbel, wurden routiniert abgearbeitet und meist einstimmig beschieden. ...
}}
==== {{LZ}} zum Standpunkt der Interessengemeinschaft Melbeck ====
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'''<big>Umgehungs-Pläne wiederbelebt</big>'''
'''Initiative in Melbeck erwartet von der A 39 keine schnelle Entlastung'''
''kre Melbeck.''
Es war Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]), der Doris Schley und ihre Mitstreiter auf die Idee brachte, eine Initiative zu gründen: "Der Minister hat während seines Besuches in Melbeck selbst betont, dass die A 39 kaum Entlastung für uns bringen wird", berichtet die Melbeckerin.
Schnelle Alternativen sind also gefragt, um den nervenden Schwerlastverkehr aus dem Ort zu bekommen - und die glauben Doris Schley, das Ehepaar Burkhard und Stefanie Knoblich sowie Heike Carstens gefunden zu haben. Sie wollen die Pläne für die Melbecker Ortsumgehung neu beleben: "Das Projekt muss erneut im [[Bundesverkehrswegeplan]] mit dem Vermerk 'vordringlicher Bedarf' aufgenommen werden", lautet ihr Ziel.
"Wir sind keine A 39-Gegner, wollen auch keine Konfrontation mit den Autobahn-Befürwortern", betont Carstens. Allerdings glauben die Mitglieder der "Interessengemeinschaft Melbeck", dass der Bau der A 39 noch jahrelang auf sich warten lässt, "während man die Ortsumgehung vergleichsweise schnell realisieren kann."
"Die Planungen für eine Ortsumgehung liegen doch längst vor", sagt Gerhard Schley und zieht einen Plan aus der Tasche: Auf dem verläuft die Trasse der Melbecker Ortsumgehung von der [[Ostumgehung]] kommend direkt an Deutsch Evern vorbei entlang der Bahnlinie, um dann bei Grünhagen wieder auf die B 4 zu münden.
Bestärkt fühlen sich die Mitglieder der Interessengemeinschaft durch zahlreiche Melbecker, die ebenfalls genug haben von den vielen Lkw: "Schon jetzt haben wir 175 Unterschriften von Melbeckern gesammelt, die ebenfalls für eine Ortsumgehung sind", berichtet Carstens. Sie glaubt: "Das werden noch mehr."
Doris Schley hat einen Fragenkatalog an das Bundesverkehrsministerium in Berlin geschickt: Die Melbeckerin will wissen, warum die Ortsumgehung vor wenigen Jahren aus dem "vordringlichen Bedarf" genommen wurde (LZ berichtete), und was unternommen werden muss, um diese Entscheidung zu revidieren. "Außerdem möchte ich wissen, wer für die finanzielle Entschädigung aufkommt, wenn der Schwerlastverkehr die Gesundheit der Bürger beeinträchtigt oder es zu baulichen Schäden an den Gebäuden kommt", berichtet die ehemalige Pädagogin. Die Antwort aus dem Ministerium steht noch aus.
Am 25. Juli wird die Interessengemeinschaft zu einer Info-Veranstaltung einladen. "Der Ort steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben", erklärt Heike Carstens. Fest stehen hingegen die Referenten. Auf dem Podium sitzen: Melbecks Bürgermeister [[Heinz Meyer]], Friedhelm Fischer von der Straßenverkehrsbehörde sowie Wieland Utermark vom BUND und Eckehard Niemann vom [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der Bürgerinitiativen Keine A 39].
http://www.keine-a39.de/images/stories/BI_Melbeck_460.jpg ''Foto: kre''<br>Gerhard und Doris Schley, Heike Carstens und Burkhard und Stefanie Knoblich setzen sich für den Bau der Ortsumgehung Melbeck ein.
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=== 10. Juli ===
==== Hannoversche Allgemeine Zeitung zum Stand der Einwendungen (9.500) ====
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'''Autobahn lässt Heidjer beben'''
''Gabriele Schulte''
Der geplante Bau der A 39 spaltet in der Heide die Geister. Etwa die Hälfte der Anwohner erhofft sich Vorteile, die andere Hälfte spricht sich gegen die Pläne aus.
Die Autobahn 39 von Wolfsburg nach Lüneburg gibt es bisher nur auf dem Papier: als „vordringlicher Bedarf” im [[Bundesverkehrswegeplan]]. Vor kurzem lief die Einwendefrist ab gegen die als „[[Vorzugsvariante]]” wahrscheinliche Trasse, die östlich von Uelzen verläuft –über 9500 Einwendungen sind eingegangen. Entlang der geplanten 110 Kilometer langen Strecke haben sich Gegner und Befürworter formiert.
„Hoffentlich kommt sie”, sagt Ernst August Willenbockel. „Am besten mit einer Abfahrt hier in Gifkendorf.” Von seinem Hof bis zum Kartoffelacker, wo die Autobahn gebaut werden soll, sind es nur 500 Meter. Wenn die A 39 kommt, wird es lauter werden in dem 200-Einwohner-Nest, das derzeit noch abseits der Kreisstraße zwischen Uelzen und Lüneburg vor sich hin schlummert. In der Hoffnung auf Fortschritt will Willenbockel den drohenden Krach in Kauf nehmen. Der 59 Jahre alte Gemüsebauer gehört zu denen, die „nicht gegen alles sein wollen”. Er hat in seine Wintergerste ein Schild „Pro A 39” gestellt.
Sein Kollege Hans-Heinrich Kruse im nah gelegenen Wendisch-Evern hat hingegen Plakate mit dem Slogan „Keine A 39” auf seinen Äckern platziert. Der Landwirt und [[CDU]]-Ratsherr streitet in der örtlichen Bürgerinitiative gegen die Autobahn, die auch seine Felder und Jagdgebiete durchschneiden soll. „Die brauchen wir nicht”, sagt der 43-Jährige. Mit seinen Hunden Aris und Birga will Kruse weiter in Ruhe am Elbe-Seiten-Kanal entlangradeln können, auch diese Idylle würde die Trasse zerstören. Und überhaupt bringe die Autobahn, wo auch immer in der Heide sie verlaufe, den Menschen hier keine Entlastung, sondern durch Lastwagen auf Durchreise bloß [[Lärm]] und Gestank.
Das derzeitige [[Raumordnungsverfahren]] geht auf ein Versprechen von Niedersachsens damaligem Ministerpräsidenten Gerhard Schröder an Volkswagen zurück, die A 39 wird seitdem auch als „VW-Autobahn” bezeichnet. Tatsächlich würde sie Fahrten vom und zum Wolfsburger Autowerk deutlich vereinfachen. Ihr volkswirtschaftlicher Sinn ist darüber hinaus höchst umstritten. Angesichts des recht niedrigen [[Kosten-Nutzen-Faktor]]s, auf den selbst die Straßenbaubehörden verweisen, dürften sich die umworbenen privaten Geldgeber zurückhalten.
Auch wenn der Bau nicht vor 2010 erwartet wird, ist kräftiger Gegenwind schon seit Jahren zu spüren. Und er wird stärker – derzeit vor allem in den Orten, die Ende März erfahren haben, dass sie an der vermutlichen Strecke liegen. „Immer neue Kommunen wachen jetzt auf”, meint Annette Niemann vom Dachverband der 33 Bürgerinitiativen.
So will sich Lüneburg gegen eine Trassenführung durchs Stadtgebiet stellen. Und sogar in den Dörfern an der parallel verlaufenden, überlasteten Bundesstraße 4, die sich von der Autobahn zunächst Verkehrsberuhigung erhofft hatten, wachse nun Widerstand. Denn Landeswirtschaftsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) hat bei einer Bürgerversammlung bekannt, „dass die A 39 die Probleme auf der B 4 nicht lösen wird”. Während auf der Bundesstraße vor allem Regionalverkehr fließt, würde die Autobahn als zusätzliche Transitstrecke dienen.
So setzen sich die A 39-Gegner denn auch für einen Ausbau der Bundesstraße ein – mit Ortsumfahrungen und neuen Markierungen, die das Überholen von Lastwagen erleichtern. Auch in den großen [[Parteien]], einst allesamt „pro Autobahn”, hat ein Umdenken eingesetzt. Rainer Leppel, [[SPD]]-Kreistagsabgeordneter in Lüneburg, bekennt sich zur politischen Kehrtwende. „Ist eine Autobahn nicht sinnvoll, dann muss das erkannt werden, solange es noch nicht zu spät ist”, verkündet er im Schaukasten seiner Partei in Wendisch-Evern. Im [[CDU]]-Ortsverband hat Bauer Hans-Heinrich Kruse erfolgreich Überzeugungsarbeit geleistet. Ohne Gegenstimmen hat der Rat, wie die Samtgemeinde Ostheide, die Autobahn abgelehnt.
Im Raum Uelzen wollen die Bürgerinitiativen im September mit eigenen Kandidaten für den Kreistag kandidieren. „Das wird eine reine Autobahnwahl”, fürchtet Landwirt Willenbockel. Schon bei der Europawahl hätten die Grünen wegen des Themas stark zugelegt. Der Autobahnbefürworter sieht dennoch neben der Industrie- und Handelskammer die Hälfte der Bevölkerung auf seiner Seite. Von der A 39 erhoffen sie sich Gewerbeansiedlung, oder, wie Willenbockel, „die Möglichkeit für meine Tochter, zur Arbeit nach Hamburg zu pendeln”.
Dass etwa die Hälfte der Leute „pro Autobahn” sei, vermutet auch Gegner Kruse. In den Dörfern wird das Thema, wenn beide Gruppen aufeinander treffen, gern gemieden. Doch ist es bei Radtouren oder Feuerwehrfesten auch schon zu heftigem Streit und sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen. Auf dem Hof Kruse allerdings wohnen „Pro” und „Contra” friedlich unter einem Dach. Heinrich Kruse, der Altbauer, hat sich vom Sohn nicht bewegen lassen, ein „Keine-A 39”-Bekenntnis an seinen Omega zu kleben. Die Protestliste hat der 70-Jährige zwar unterschrieben – aber nur gegen jene Trasse, die an seinem Wohnort entlang führt.
[http://www.haz.de/niedersachsen/289139.html Quelle]
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=== 7. Juli ===
==== {{LZ}} zur Position der [[CDU]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>CDU vermeidet Zerreißprobe</big>'''
'''Ja zur A 39 im Kreiswahlprogramm - Trassenführung bleibt offen'''
''kre Lüneburg.''
Straßen verbinden - die geplante Autobahn 39 freilich ist von dieser Funktion noch meilenweit entfernt. Denn selten wurde ein Verkehrsvorhaben in der Region so kritisch begleitet wie dieses Millionen-Projekt. [[CDU]]-Kreisvorsitzender [[Bernd Althusmann]] weiß das, und er warnte am Mittwochabend beim Kreisparteitag: "Für die [[CDU]] wäre es eine massive Zerreißprobe, wenn wir uns jetzt für oder gegen eine Trassenführung aussprechen würden."
Entsprechend unverbindlich nehmen die Christdemokraten in ihrem einmütig verabschiedeten [[Kommunalwahl]]programm zur A 39 Stellung. Darin heißt es: "Die [[CDU]] im Landkreis Lüneburg tritt ein für die Fortführung der A 250 als Bundesautobahn A 39 nach Wolfsburg. Die Trassenführung muss unter Vermeidung von wesentlichen Beeinträchtigungen der Lebens- und Wohnqualität der Menschen in unserem Landkreis erfolgen . . ."
Dass dieses Ziel schwer zu realisieren sein wird, schwant Dr. [[Gerhard Scharf]], der für die [[CDU|Christdemokraten]] im Stadtrat sitzt. Vehement argumentierte er gegen die sogenannte "[[Vorzugsvariante]]" der A 39 (LZ berichtete). Eine Autobahn, "die wenige 100 Meter am [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] vorbeiläuft, die die 1000-jährige Stadt teilt und die mit meterhohen [[Lärm]]schutzwänden eingefasst werden muss", ist für ihn nicht hinnehmbar.
[[Vorzugsvariante|Die derzeit favorisierte Streckenführung durch die Stadt]] ist ein Problem. Das weiß auch [[CDU]]-Landratskandidat Dr. [[Stefan Porwol]]: "Ich hätte mir eine weiträumigere Trassenführung in Richtung Schwerin gewünscht", betonte er. Sein Alternativ-Vorschlag: Statt der [[Vorzugsvariante]] Ausbau und "Optimierung" der vorhandenen [[Ostumgehung]].
An der Notwendigkeit der A 39 dagegen zweifelt er nicht: "Wir haben jahrelang für diese Autobahn gestritten, Resolutionen verfasst. Jetzt können wir nicht so tun, als ob wir sie plötzlich nicht mehr wollen."
"Die A 39 ist keine Autobahn nur für die Stadt, sondern verbindet die Wirtschafträume Hamburg und Wolfsburg", lenkte Althusmann den Blick von der lokalen auf die regionale Sichtweise, und er betonte: "Wir sollten jetzt auf die Arbeit der Fachbehörden vertrauen."
Arbeit und Wirtschaft im Landkreis gestalten, die "Bildungsregion Lüneburg" durch ein "breites, begabungsgerechtes und differenziertes Bildungsangebot" weiter nach vorn bringen und die Sicherheit im Landkreis stärken: Das sind weitere Eckpunkte des [[CDU]]-Wahlprogramms.
Aber auch der Kinder, Familien- und Seniorenpolitik, der Umwelt, der Kultur und dem Bürger-Engagement wollen sich die [[CDU|Christdemokraten]] in der neuen Legislaturperiode intensiv widmen. Und Althusmann schwor seine Parteifreunde bereits auf die nächsten fünf Jahre als stärkste Kraft im Kreis ein, indem er betonte: "Wir werden nicht nur ankündigen, wir werden auch umsetzen."
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==== {{LZ}} zur Position der Landratskandidaten ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Auf den Zahn gefühlt </big>'''
'''Podiumsdiskussion mit Landratskandidaten im Gymnasium Oedeme'''
''ahe Lüneburg.''
[[Bild:2006-07-07-landeszeitung-01.jpg|thumb|400px|''Foto: t&w'' <br>Das Podium mit den Kandidaten der vier großen [[Parteien]] für den Posten des Landrats: (v. l.) [[Miriam Staudte]] ([[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]), [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]), Schülerin Michaela Plath, Lehrer Ludger Wessels, Schülersprecher Stefan Meyer, [[Monika Schumann-Schilling]] ([[FDP]]) und Dr. [[Stefan Porwol]] ([[CDU]]). Das Publikum fühlte den [[Politiker]]n immer wieder auf den Zahn. Organisiert hatte die Veranstaltung die Fachschaft Politik der Schule.]]
Lange um den heißen Brei herumreden war nicht drin. Die vier Kandidaten, die bei der [[Kommunalwahl]] im September im Landkreis Lüneburg für das Amt des Landrats kandidieren, mussten zügig Farbe bekennen, wenn sie bei den rund 300 Jungwählern im Publikum punkten wollten. Bei der Podiumsdiskussion im Gymnasium Oedeme hatten sie eine strenge Zeitvorgabe, um ihre Standpunkte zu verdeutlichen. Die Jugendlichen wollten wissen: Was wollen die [[Politiker]] im Falle ihrer Wahl für die Region erreichen und was haben sie bislang getan?
[[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) pries die „gemeinsame Schule für alle bis Klasse 10“ an, in der die starken Schüler die schwächeren fördern sollen. Ein Modell, das jedoch nur umgesetzt werden sollte, wenn die Eltern es wollen. Weil das Gymnasium Oedeme räumlich aus allen Nähten platzt, steht zum neuen Schuljahr eine Erweiterung an. „Wir waren für den Anbau von vier Räumen und gegen Container“, stellte Nahrstedt klar.
Um die Wirtschaft anzukurbeln, würde er sich als Landrat für den Ausbau des Elbe-Seitenkanals und des Schiffshebewerkes Scharnebeck stark machen wollen. Im Hinblick auf die zu erwartenden [[EU-Fördermittel]] in Millionenhöhe, Stichwort [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Gebiet]], warnte er: „Wir müssen uns schnell einig werden, welche Projekte wir fördern wollen, sonst werden uns andere das Geld wegnehmen.“
Dr. [[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) erteilte „einem schulischen Gemischtwarenladen und einer Einheitsschule“ eine Absage, plädierte stattdessen für eine „begabungsrechte Förderung“ im dreigliedrigen System, wofür er von den Gymnasiasten Applaus erntete. Den Schwarzen Peter in der bei Schülern und Lehrern unbeliebten Container-Lösung in Oedeme schob der Erste Kreisrat weiter. „Wir als Verwaltung haben einen Anbau vorgeschlagen, die Mehrheit wollte das nicht.“ Er ließ durchblicken, dass Kirchturmdenken von [[Politiker]]n aus Amelinghausen und Embsen beim Votum eine Rolle gespielt habe.
Im Falle seiner Wahl versprach Porwol, „schnellere Genehmigungsverfahren der Verwaltung“ und Investitionen in die Infrastruktur. Den Bau der A39 hält er für notwendig, „weil wirtschaftliche Entwicklung an den Verkehrswegen stattfindet“.
[[Miriam Staudte]] ([[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) ist da anderer Meinung. „Neue Straßen oder Brücken schaffen keine neuen [[Arbeitsplätze]], es findet ja nur eine Verlagerung statt.“ Auch deshalb lehnen [[Bündnis 90/Die Grünen|die Grünen]] die A39 oder die Elbbrücke in Neu Darchau ab.“ Offen sei sie dagegen für einen möglichen Ausbau des Schiffshebewerkes, zudem plädiert sie für eine Maut auf der B4. Im Grundsatz setzen sie und ihre Partei auf andere Faktoren für wirtschaftlichen Erfolg. „Wir haben in Lüneburg sehr gutes Grundwasser, das ist ideal für die Lebensmittelindustrie, die hier deshalb stark vertreten ist.“
Farbe bekannte Staudte in der Container-Frage: „Wir haben dafür gestimmt, weil die Schulsituation im Westkreis nicht geklärt ist.“ Sie spielte auf ein mögliches neues Gymnasium in Gellersen an. „Wir wollten einer Richtungsentscheidung nicht durch bauliche Maßnahmen vorgreifen.“
Ähnlich begründete [[Monika Schumann-Schilling]] ([[FDP]]) ihr Votum für die Container, verwies außerdem auf die mögliche Verlagerung der BBS-Außenstelle Oedeme und die finanzielle Lage des Kreises. „Ein Anbau wäre teurer geworden.“ In diesem Punkt widersprach ihr Dieter Stephan, Direktor des Gymnasiums Oedeme, allerdings energisch. Wie Porwol sprach sich die Liberale für das dreigliedrige Schulsystem und gegen eine „Einheitsschule“ aus. In die Defensive geriet sie beim Thema Schulbezirke: „Wir sind dagegen, für Bleckede mussten wir aber zustimmen.“
Die Wirtschaft würde sie als Landrätin durch eine noch bessere verkehrliche Anbindung an Hamburg und die Förderung des „sanften Tourismus“ etwa im Amt Neuhaus stärken wollen. Die A39 hält sie für sinnvoll, mit dem [[Ziel 1-Förderung|Fördergeld der EU]] könnte sie sich den Bau einer Veranstaltungshalle vorstellen.
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=== 6. Juli ===
==== {{LZ}} zum Gutachten der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten gelb|
<big>'''"Nicht auf Stadtgebiet"'''</big>
'''Gutachten sollen helfen, Bau der A 39 im Osten Lüneburgs zu verhindern'''
''pet Lüneburg.''
Es ist 124 Blätter stark, wiegt 720 Gramm und ist auch inhaltlich schwer. Die Stadt Lüneburg hat jetzt den Entwurf ihrer Stellungnahme zum geplanten Bau der Autobahn 39 vorgelegt. Im Kern heißt es darin: "Die Stadt Lüneburg lehnt als Träger öffentlicher Belange und in ihrer Eigenschaft als von der Trassenführung unmittelbar betroffene Kommune die im [[Raumordnungsverfahren]] ermittelte [[Vorzugsvariante]] der in [[Planung]] befindlichen A39 ab, soweit die Trassenführung unmittelbar über ihr Gebiet verläuft.
"Ende März hatten Regierungsvertretung und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den Planungsstand zur Autobahn 39 vorgestellt. Überraschend ergab sich eine "[[Vorzugsvariante]]", die durch die Stadt, genauer den Bereich Lüne-Moorfeld und das geplante Wohngebiet Schlieffenpark sowie dicht am [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] vorbei läuft. Der Rat der Stadt sprach sich Anfang Mai mit großer Mehrheit für eine Westtrasse aus.
"Die Verwaltung wird eine fachlich sehr gut fundierte Stellungnahme abgeben", ist [[Andrea Schröder-Ehlers]], Fachbereichsleiterin Verkehr bei der Stadt Lüneburg, überzeugt. Am 12. Juli wird der Verkehrsausschuss über das jetzt vorliegende Papier beraten, der Rat soll es am 20. Juli absegnen. Dann wird es dem Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz übergeben.
Die Stellungnahme der Stadt enthält vier Gutachten. Die GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft aus Bremen hat für die Stadt die städtebauliche Seite und die Plausibilität überprüft. Das Gutachten stellt unter anderem fest, dass die städtebaulichen Ziele der Stadt Lüneburg durch die [[Vorzugsvariante]] beeinträchtigt werden.
Die Ingenieurgemeinschaft Schubert aus Hannover hat die Verkehrsuntersuchung unter die Lupe genommen - Fazit: "Die [[Vorzugsvariante]] stellt für die Stadt den verkehrlich ungünstigsten Fall dar." Die Ingenieure von Bonk-Maire-Hoppmann GbR (Garbsen) kamen zum Ergebnis, dass mit der [[Vorzugsvariante]] viel mehr Häuser von überhöhten [[Lärm]]werten betroffen sind als im Gutachten zum Variantenvergleich.
Das Rechtsanwaltsbüro Rüping, Karoff und Kollegen aus Hannover fasst die Fachgutachten zusammen und überprüft das [[Raumordnungsverfahren]] rechtlich. Die Anwälte ziehen aus den Gutachten den Schluss, dass auf Basis der bisher vorgelegten Unterlagen keine [[Vorzugsvariante]] festgelegt werden darf. Denn: "Sämtliche Bausteine der Auswahl der Vorzugslinie sind fehlerhaft.
"Etwa 100 000 Euro werden die Gutachten die Stadt kosten. Ab sofort können sie im Internet unter [http://www.lueneburg.de www.lueneburg.de] abgerufen werden. Bürger hätten insgesamt 1774 Stellungnahmen zur [[Vorzugsvariante]] bei der Stadt abgegeben, sagt [[Andrea Schröder-Ehlers]]. Diese seien durchgesehen, teilweise in die städtische Stellungnahme eingearbeitet und an das Ministerium weitergeleitet worden.
[[Bild:2006-07-06-landeszeitung-01.gif]]
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==== {{HA}} zum Gutachten der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten gelb|
<big>'''A-39-Trasse - so nicht'''</big>
'''Autobahnbau: Die Stadt sieht sich in ihren Zielen beeinträchtigt. 100 000 Euro hat die Stadt Lüneburg für ein [[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Gutachten]] ausgegeben, das beweist, daß die Autobahn[[planung]] auf Stadtgebiet fehlerhaft ist.'''
''Von Carolin George''
'''Lüneburg''' -
Jetzt geht's erst richtig los: Daß die Stadt Lüneburg sich gegen die [[Vorzugsvariante]] der geplanten Autobahn 39 durch Lüneburger Stadtgebiet stellt, steht schon seit Vorstellung der Trasse Ende März fest. Ihre Ablehnung untermauert die Verwaltung jetzt mit drei Gutachten verschiedener Ingenieurbüros. [[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Das 124 Seiten starke Papier]] diskutiert der Rat am 20. Juli, bis 31. Juli muß es bei der Regierungsvertretung abgegeben sein.
[[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Gutachten Nummer eins]], das Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers jetzt vorgestellt hat, befaßt sich mit den städtebaulichen Folgen der Autobahn 39. "Unsere Ziele werden beeinträchtigt: Lüne-Moorfeld, Kloster und der geplante Schlieffen-Park sind betroffen." Probleme werde es auch mit dem Grundwasser geben, das in dem moorigen Bereich teilweise nur in einem Meter Tiefe verliefe.
[[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Gutachten Nummer zwei]] zielt auf die Verkehrssituation ab. "Wir rechnen mit 10 000 Autos mehr pro Tag als die Prognosen, also mit 60 000 Fahrzeugen", erklärte Schröder-Ehlers. Um die Daten aktuell zu unterfüttern, wolle die Verwaltung in den kommenden Monaten Verkehrszählungen durchführen.
Mit dem Verkehrslärm beschäftigt sich [[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Gutachten Nummer drei]]. Ergebnis: Es seien deutlich mehr Häuser von überhöhten Lärmwerten betroffen als im Gutachten zum Variantenvergleich angegeben. Zusammengefaßt heißt das also: "Sämtliche Bausteine der Auswahl der Vorzugslinie sind fehlerbehaftet", schreibt das von der Stadt beauftragte Rechtsanwaltsbüro. Die Stadt als Träger öffentlicher Belange lehne die Klostertrasse ab, weil erstens die Besonderheiten Lüneburgs nicht ausreichend berücksichtigt wurden, zweitens von falschen örtlichen Gegebenheiten ausgegangen wird und drittens die Belange der Bürger zu kurz kommen. Insgesamt 100 000 Euro kosten die Stadt diese Gutachten, das Geld dafür hatte der Rat als überplanmäßige Ausgabe bereits abgesegnet. Einsehbar sind die Gutachten für Bürger im Internet unter der Adresse "www.lueneburg.de".
Jetzt wird die Straßenverkehrsbehörde die Einwendungen sichten, Anfang kommenden Jahres könnte das Land die [[landesplanerische Feststellung|Linie festlegen]], die [[Linienbestimmung|anschließend noch vom Bundesverkehrsministerium bestätigt werden muß]]. Im anschließenden [[Planfeststellungsverfahren]] wird es dann konkret, um 2010 herum könnte dieses Verfahren abgeschlossen sein.
Gegen den daraus resultierenden Beschluß kann geklagt werden.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/07/06/583010.html Quelle]
}}
===== Links zu den angesprochenen Gutachten =====
* [[Media:Stadta39verk.pdf|Ingenieurgemeinschaft Dr.-Ing. Schubert: Raumordnungsverfahren zur A 39 - Stellungnahme zur Verkehrsuntersuchung, Auftraggeber: Stadt Lüneburg (Dateigröße: 1,67 MB)]]
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=== 4. Juli ===
==== {{LZ}} zum Stand der Einwendungen (9.500) und Fristverlängerung ====
{{Kasten gelb|
<big>'''Bereits 9500 Einwendungen gegen A 39'''</big>
'''Frist für Stadt Lüneburg verlängert'''
''kre Lüneburg.''
Abgabe-Termin war der vergangene Freitag. Doch ein gutes Dutzend Kommunen hat noch einmal eine Fristverlängerung erhalten - bis maximal zum 31. Juli. Dann müssen die Einwände und Stellungnahmen zum [[Raumordnungsverfahren]] der geplanten Autobahn 39 bei der Regierungsvertretung Auf der Hude vorliegen.
Zu denen, die eine Fristverlängerung bin zum Ende des Monats eingeräumt bekommen haben, gehört auch die Stadt Lüneburg, die derzeit eine Expertise über die Auswirkungen der [[Vorzugsvariante|Ost-Trasse durch das Stadtgebiet]] erstellen lässt. Bislang haben nach den Worten von Dr. [[Holger Manthey]], der die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s koordiniert, ohnehin erst gut 100 der 220 Kommunen und Träger öffentlicher Belange ihre Stellungnahmen eingereicht.
Die bis dato eingereichten 9500 Einwendungen gegen die geplante A 39 wertet der [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der 33 Bürgerinitiativen] als überdeutliches Signal an die [[Politiker|Politik]]: "Die Region zwischen Lüneburg und Wolfsburg braucht und will dieses unsinnige und unwirtschaftliche Prestige-Objekt absolut nicht", heißt es in einer Pressemitteilung. Vielmehr seien neue Verkehrskonzepte, ein Durchfahrtsverbot für schwere Lkw und der Ausbau der B 4 mit der dringend benötigten Ortsumgehungen gefordert.
}}
==== {{LZ}} zum Beschluss des Gemeinderates Hittbergen, sich der Stellungnahme des Samtgemeinde anzuschließen ====
{{Kasten gelb|
<big>'''"Zeichen der Solidarität"'''</big>
'''Rat Hittbergen schließt sich Stellungnahme der Samtgemeinde an'''
''sel Hittbergen.''
An den Hittbergern geht die A 39 im buchstäblichen Sinne vorbei, denn keine der möglichen Varianten würde das Gemeindegebiet berühren. "Selbst die nördlichste Variante hätte eine Distanz von mehr als zehn Kilometern zu unserer Gemeinde", erläuterte Bürgermeister [[Alfred Ritters]] ([[CDU]]) bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Gleichwohl beschloss der Rat einstimmig, sich der Stellungnahme der Samtgemeinde anzuschließen - "als Zeichen der Solidarität", so [[Friedhelm Böther]] ([[SPD]]). In der Stellungnahme der Samtgemeinde heißt es (LZ berichtete): "Gegen die vorgestellte Trassenführung (gemeint ist die [[Vorzugsvariante]] durch Lüneburg, Anm. d. Red.) sind keine Bedenken zu erheben." ...
}}
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=== 3. Juli ===
==== SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen fordert Tunnellösung ====
{{Kasten|
<big>'''Niedersächsischer Landtag 15. Wahlperiode Drucksache 15/3013'''</big>
'''Antrag'''
Fraktion der [[SPD]] Hannover, den 03.07.2006
Der Landtag wolle beschließen:
Entschließung
Der Landtag fordert die Landesregierung auf, sich beim Bundesverkehrsministerium für die Machbarkeitsstudie einer Tunnellösung entlang der geplanten Vorzugsvariante der Autobahn A 39 im Bereich der Stadt Lüneburg einzusetzen. Dabei sollte auch der Ausbau einer Trasse auf der jetzigen [[Ostumgehung]] (wegen der engen Radien mit Tempolimit) in Tunnelform geprüft werden.
Um eine Verzögerung dieses wichtigen Infrastrukturvorhabens auszuschließen, die Region braucht die A 39, muss die niedersächsische Straßenbauverwaltung umgehend mit den notwendigen Planungsarbeiten für einen möglichen Autobahntunnel beginnen, die Planungsarbeiten der Bundesstraße B 190 n als geplante Querverbindung zwischen der A 39 und der A 14 in der von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vorgestellten Vorzugstrassierung fortzusetzen und den Planungsauftrag auf die Verlängerung der Anbindung bis zur B 4 bei Breitenhees auszuweiten. Es muss sichergestellt werden, dass die Bundesstraße zeitgleich mit den Autobahnen dem Verkehr übergeben werden kann.
Begründung
Der Landtag hat sich im Jahr 2003 eindeutig für den Bau der A 39 ausgesprochen. Hierbei ist die Landesregierung ausdrücklich aufgefordert worden, „alle vorbereitenden Planungen für den Bau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg kurzfristig und beschleunigt durchzuführen“ (Drs. 15/161).
Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg sowie die Handwerkskammer Lüneburg-Stade halten die Autobahn A 39 für die wirtschaftliche Entwicklung der Region für unverzichtbar und dringend erforderlich. Im Bereich der Stadt Lüneburg hat die gegenwärtig von der Landesstraßenbauverwaltung Niedersachsen vorgeschlagene [[Vorzugsvariante]] jedoch zu Widerständen geführt. Der Rat der Stadt Lüneburg hat mit großer Mehrheit gegen die [[Vorzugsvariante]] gestimmt und sich stattdessen für eine Autobahntrasse im Westen des Landkreises Lüneburg ausgesprochen. Die vorgeschlagene [[Vorzugsvariante]] würde die Stadt Lüneburg zerschneiden, die Wohnqualität der betroffenen Menschen belasten, die Stadtentwicklung behindern, das hochrangige Denkmalensemble Kloster Lüne mit Gebäuden aus dem 14. Jahrhundert nachhaltig schädigen, der geplanten Beantragung Weltkulturerbe zu werden, widersprechen und findet deshalb in dieser Form keine gesamtgesellschaftliche Akzeptanz.
Die vom Rat der Stadt Lüneburg vorgeschlagene Alternative einer [[Westumfahrung]] würde hingegen den Interessen Uelzens zuwiderlaufen, da diese Streckenführung zu weit von Uelzen entfernt verliefe.
Als Alternative für das besonders sensible Teilstück der A 39 in der Stadt Lüneburg böte sich eine Lösung in Form eines Autobahntunnels an. Diese unterirdische Trassenführung würde zwar zu Mehrkosten führen, wäre aber in Betracht einer schnellen Realisierung der A 39 und den damit
verbundenen wirtschaftlichen positiven Auswirkungen auf die gesamte Region in die Kostenschätzung der Machbarkeitsstudie aufzunehmen.
Die Machbarkeitsstudie sollte in Kooperation mit dem Lehrbeauftragten für unterirdisches Bauen der Universität Lüneburg erfolgen.
In jedem Fall muss eine Verzögerung des volkswirtschaftlich notwendigen Autobahnprojekts A 39/A 14 verhindert werden. Es ist daher notwendig, dass die Landesregierung umgehend Gespräche mit dem Bund aufnimmt und auf die zügige Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die
Untertunnelung hinwirkt. Im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s für die beiden Autobahnen A 39 und A 14 ist auch der Neubau der Bundesstraße B 190 n als Querspange zwischen den Autobahnen projektiert.
Das [[Raumordnungsverfahren]] berücksichtigt zwar zum Teil die Führung der B 190 n westlich der A 39 bis an die B 4 bei Breitenhees, einen Planungsauftrag für den Bau dieser Weiterführung hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aber nicht.
Sowohl nach Ansicht der Niedersächischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, wie auch der IHK-Lüneburg-Wolfsburg bietet hierbei die B 190 n in der Trassenführung Breitenhees - Langendorf/Bonese die optimalste Raumerschließung. Für die regionale Wirtschaft und die betroffenen Kommunen ist die schnelle Realisierung dieser Bundesstraße bis hin zur B 4 nicht weniger wichtig als das eigentliche Autobahnprojekt selbst.
Dieter Möhrmann
Parlamentarischer Geschäftsführer
}}
=== 1. Juli ===
==== {{AZ}} zum Stand der Einwände (9.500) ====
{{Kasten gelb|
<big>'''A 39: Fast 10.000 Einwände liegen vor'''</big>
'''Regierungsvertretung sortiert bis Ende Juli'''
''mr'' '''Uelzen/Lüneburg'''. Bis gestern Vormittag lagen rund 9.500 Einwände gegen die geplante Autobahn A 39 bei der Regierungsbehörde in Lüneburg vor. Dr. Holger Manthey, der die Stellungnahmen im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s koordiniert, rechnet aber damit, dass in den nächsten Tagen noch weitere Briefe eingehen werden.
Auch wenn die Frist für die Einwendungen heute um Mitternacht ausgelaufen ist, will Manthey Nachzügler noch berücksichtigen. "Wir sind nicht in einem förmlichen Verfahren. Es geht uns darum, dass wir alle Argumente aufnehmen können", sagte er auf AZ-Nachfrage.
Bislang liegen auch erst von einem Drittel der 220 Kommunen und Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen vor. Die Regierungsbehörde hatte in Einzelfällen bereits eine Verlängerung bis Ende Juli eingeräumt, damit einzelne Kommunen externe Gutachten auswerten können. So hat die Stadt Lüneburg eine Expertise über die Auswirkungen der [[Vorzugsvariante|Ost-Trasse durch das Stadtgebiet]] erstellen lassen.
Auch die Samtgemeinde Bodenteich hat eine Fristverlängerung bekommen. Am 10. Juli will der Samtgemeinderat ein Gutachten auswerten, das die Verkehr- und Naturbelastungen der [[Vorzugstrasse]] untersucht hat.
In der Registrierungsbehörde werden bis Ende Juli drei Mitarbeiter sämtliche Einwendungen zu sortieren und auszuwerten haben.
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* [[Fast 10.000 Einwände|A 39: Fast 10.000 Einwände liegen vor]]
==== {{LZ}} zum Schulterschluss des Gemeinderates Mechtersen mit der Bürgerinitiative ====
{{Kasten gelb|
<big>'''Rat und Bürgerinitiative stellen sich gegen Autobahn 39'''</big>
'''In Mechtersen herrscht Einigkeit - Bedenken gegen Westtrasse'''
''sel Mechtersen.''
Im ganzen Kreis formulieren derzeit Bürgerinitiativen (BI) und Gemeinderäte Stellungnahmen zur geplanten Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg - häufig mit kontroversen Ansätzen. Nicht so in Mechtersen: "Gemeinderat und Bürgerinitiative üben den Schulterschluss", so Bürgermeister [[Rudolf Harms]] ([[CDU]]) bei der jüngsten Ratssitzung. Auch dass die Ratssitzung unterbrochen wurde, damit die BI ihre Stellungnahme vortragen konnte, sei "ein Novum", so Harms. Viel Anerkennung gab es für die Ausarbeitung der BI-Stellungnahme. Einige Passagen seien sogar in die Stellungnahme des Rates eingearbeitet worden.
Carsten Jaeger hatte die regionalen Auswirkungen der Westvariante erläutert, etwa die Zerschneidung des "besonderen Naturtyps", den Übergang von Marsch zu Geest. Auch die beiden eng verbundenen Dörfer Vögelsen und Mechtersen würden getrennt. Dietrich Hartwich ergänzte die BI-Stellungnahme um übergeordnete Aspekte: Das niedersächsische [[Raumordnungsprogramm]] sehe die Entwicklung von Landwirtschaft und Naherholung vor - folglich hätte auch die "[[Null-Variante]]" geprüft werden müssen. "Die Planung ist unvollständig und fehlerhaft." Auf Anregung von Ratsherr [[Henning Hargus]] ([[SPD]]) wurde die Stellungnahme der Gemeinde darum ergänzt: "[[Planung]] und Kostenermittlung weisen Defizite auf", heißt es jetzt. Weiter werden die potenziellen Auswirkungen auf den Landschafts- und Naturraum und die zu erwartenden [[Lärm]]- und Luftverschmutzungen moniert. "Von mir wird übrigens kein 'Ja zur A 39, aber nicht vor der eigenen Haustür' zu hören sein", fügte Bürgermeister Harms hinzu. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Stellungnahme.
...
}}
{{Pressefuss|Juni 2006|August 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
c1eab7a809d97b5eec2cc71389615e75ddc5a9e0
Regelquerschnitt
0
1076
1166
2008-11-07T23:19:11Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
Als '''Regelquerschnitt (RQ)''' bezeichnet man die für die Planung und Bauausführung festgelegte Straßenbreite.
Abhängig von der Straßenkategorie und der Verkehrsbelastung wird der Querschnitt einer zu bauenden Straße aus verschiedenen Regelquerschnitten ausgewählt.
Der '''Standardquerschnitt für Autobahnen mit 4 Fahrstreifen (wie die geplante A 39) ist RQ 29,5''' und soll bis zu 70.000 Fahrzeuge/Tag aufnehmen.
[[Bild:RQ 29,5.jpg|thumb|663px|'''RQ 29,5: Autobahnquerschnitt mit zwei Richtungsfahrbahnen und jeweils 2 Fahrstreifen und 1 Seitenstreifen''']][[Bild:RQ 29,5m.jpg|thumb|601px|'''RQ 29,5: Maße''']]
Der Regelquerschnitt besteht aus den Bausteinen:
* Fahrbahn
* Fahrstreifen
* Randstreifen
* Trennstreifen
* Seitenstreifen
* Bankett
[[Bild:Querschnitt Ostumgehung.jpg|thumb|376px|'''RQ 22: Beidseitig um 3,75m schmaler: die sogenannte [[Ostumgehung]]''']]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
327eca6a0e5d573c4d7d562b8f4643bc18e8afd8
Vorlage:Pressefuss
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1334
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2008-11-12T21:15:53Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
<br>
{| {{tabelle auto}}
! [[Presseberichte {{{1}}}]] {{Link-Bild-in|Bild=Button zurueck.gif|Breite=50px|Höhe=50px|Link=Presseberichte {{{1}}}}} || [[Presseberichte {{{2}}}]] {{Link-Bild-in|Bild=Button vor.gif|Breite=50px|Höhe=50px|Link=Presseberichte {{{2}}}}}
|}
77120c935450ea635acecc449fc31007ffc2d8ca
Umweltbelästigungen
0
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1870
2008-11-15T19:28:40Z
Detlef
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Presseberichte Oktober 2008
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2008-11-21T20:57:34Z
Detlef
6
/* 22. Oktober */
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 1. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur fraglichen Finanzierung der A39
|Headline=A 39: Finanzierung nicht gesichert
|Untertitel=Hinter der Finanzierung der geplanten und umstrittenen Autobahn 39 Wolfsburg-Lüneburg stehen weiterhin Fragezeichen. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der [[Grüne]]n hervor.
|Autor=stb
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/01/945869.html Quelle]
|Text=
Die Abgeordneten wollten von der Bundesregierung wissen, für welche Maßnahmen im [[Bundesverkehrswegeplan]] der Bund voraussichtlich Investitionsmittel für den Neu- und Ausbau von Fernstraßen in Niedersachsen zur Verfügung stellen werde. Achim Großmann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, machte in seiner Antwort klar: ,,Der [[Bundesverkehrswegeplan]] ist kein [[Investitionsrahmenplan|Finanzierungsplan]]." Die Finanzierung der einzelnen Maßnahmen - auch in Niedersachsen - erfolge nach Maßgabe der jährlich zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. ,,Für das Jahr 2008 stehen dem Land Niedersachsen zur Realisierung der Bedarfsplanmaßnahmen rund 160 Millionen Euro zur Verfügung", so Großmann. Im Übrigen seien die [[Investitionsrahmenplan|Investitionsplanungen]] angesichts der im Bundesrat noch ausstehenden Entscheidungen zur Mauterhöhung.
Großmann weist darauf hin, dass es keine Hinweise darauf gebe, die Verlängerung der A 39 nach Lüneburg mit einer anderen Priorität im [[Bundesverkehrswegeplan]] auszuweisen. In der Planung von 2003 steht die A 39 im vordringlichen Bedarf. {{mark|Allerdings komme der Plan jetzt bald erneut auf den Prüfstand. Das Ministerium prüfe, wie die Planung der Verkehrsentwicklung angepasst werden muss. Großmann: ,,Wird der Plan fortgeschrieben, besteht die Möglichkeit, die Dringlichkeit der der einzelnen Autobahnplanungen erneut zu überprüfen}}." Der {{DV}} sieht sich in seiner Ansicht bestätigt: ,,Die Bundesregierung vergibt derzeit keine Priorität für die A 39."
}}
=== 10. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=A-39-Planung wird vorgestellt
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Kurz vor der [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium wird die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr heute, 10. Oktober, ab 9 Uhr in der Uelzener Stadthalle die weitere Planung für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg vorstellen. Dazu eingeladen sind Vertreter der betroffenen Kommunen und Verwaltungen sowie zahlreiche Umweltverbände und Behörden. Vor Ort sein werden auch Mitglieder der Bürgerinitiativen gegen die A 39.
Unmittelbar nach der [[Linienbestimmung]] will die Landesbehörde mit der Entwurfsplanung für die 105 Kilometer lange Strecke beginnen. "Dazu wird die Trasse in mehrere Abschnitte eingeteilt, die wir in Uelzen vorstellen werden", sagte Behördenleiter Dirk Möller auf LZ-Anfrage. Gleichzeitig wird er bekannt geben, wann die Planungen für die einzelnen Abschnitte anlaufen und wie sie sich im Einzelnen gestalten. Im Anschluss an die Sitzung in der Stadthalle wird auch die Presse über den weiteren Planungsablauf informiert.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur überfälligen Mautpflicht für die B4 in Melbeck
|Headline=Freie Fahrt für Brummis aus Hafen
|Untertitel=Melbeck wird kaum entlastet
|Autor=kre
|Ort=Melbeck
|Link=
|Text=
{{i-Kasten|1=453|2=<h5>Kommentar: <br><big>Zahnloser Tiger</big></h5>|3=''Von Klaus Reschke''<br>
Das Durchfahrtverbot für Lkw ist ein zahnloser Tiger. Wenig geeignet, den Lkw-Verkehr auf der B 4 deutlich zu reduzieren. Dafür ist die Schilderlösung zu kompliziert, zu wenig praktikabel.
{{Lzq|Kommentar}}
20 Euro Strafe droht am Ende Lkw-Fahrern, die beim Missachten des Verbotes erwischt werden. Viel gravierender sind die Maßnahmen, die die Kontrolleure logischerweise einleiten müssten. Den Lkw zurückschicken auf der Verbotsstrecke? Dabei in Kauf nehmen, dass die Fahrer ihre Lenkzeiten überschreiten, möglicherweise ihren Arbeitsplatz riskieren? Vom wirtschaftlichen Schaden einer verspäteten Lieferung mal ganz abgesehen. Angesichts dieser Auswirkungen stehen Aufwand und Strafe in keinem Verhältnis. Die Politik hat versäumt, eine praktikable Lösung für das Lkw-Problem zu finden. Bürger, Polizei und Brummifahrer müssen es nun ausbaden. Bis zum Bau der A 39 - wenn sie denn gebaut wird - dauert es noch lange. Auch die Realisierung von Ortsumgehungen ist nicht in Sicht. {{mark|Deshalb kann es kurzfristig nur eine Maßnahme geben: Die B4 muss Mautstrecke werden. }} }}
Es war ein großes Spektakel für ein Ereignis mit kleiner Wirkung: Der Wirtschaftsminister persönlich war erschienen. Dazu etliche Journalisten und Fotografen. Vor gut zwei Jahren enthüllte Walter Hirche die Verbotsschilder, die Lastkraftwagen mit einem Gewicht von mehr als zwölf Tonnen die Durchfahrt über die B 4 untersagen. Sofern sie im Fernverkehr unterwegs sind. Mehr Ruhe für die B 4-Anwohner in Melbeck sollte die Anordnung bringen. Doch daran glauben viele Anrainer längst nicht mehr: "Die Anordnung ist dummes Zeug und absolut wirkungslos", schimpft etwa Ilmenaus Samtgemeindebürgermeister Jürgen Stebani (SPD).
Und der Rathauschef ist nicht der einzige, der sich kritisch äußert: "Die Überwachung der Anordnung ist unpraktikabel und in der Praxis kaum umzusetzen", stellt Volker Reinke fest. Er muss es wissen. Reinke ist Leiter der Verfügungseinheit bei der Polizeiinspektion Lüneburg.
Das Problem beginne schon damit, dass aus Sicht des Verkehrsexperten zu wenige und für Ortsfremde auch unverständliche Vorwegweiser aufgestellt worden seien, speziell auch für Fahrer, die nicht der deutschen Sprache mächtig sind: "Welcher Brummi-Fahrer weiß denn schon, was die AS Lüneburg-Häcklingen ist?", fragt Reinke und schiebt nach: "Wenn er denn diese Informationen im Vorbeifahren auf dem Schild überhaupt erkennen kann."
Und das ist wohl nicht das einzige Problem mit den Schildern: Der Lüneburger Polizeihauptkommissar und Ilmenaus Bürgermeister Jürgen Stebani sind sich nämlich sicher: "Das Durchfahrtverbot greift nicht in jedem Fall!"
In Erläuterungen des Paragraphen 41, Absatz 2, der Straßenverkehrsordnung heißt es nämlich: "Nicht zum Durchgangsverkehr gehört der regionale Wirtschaftsverkehr innerhalb eines Umkreises von 75 Kilometern vom ersten Beladeort" Und im Güterkraftverkehrs-Gesetz (GüKG) wird weiter ausgeführt: "Gerechnet werden nicht die gefahrenen Kilometer, sondern die Luftlinie."
Damit ist für die Experten klar: "Das gewünschte Verbot greift selbst für die Lkw nicht, die ihre Ladung im Hamburger Hafen aufgenommen haben, um ihre Fracht etwa nach Tschechien zu transportieren." Denn wenn sie über die B 4 durch Melbeck in Richtung Uelzen rollen, um dort auf die B 71 aufzufahren, "befinden sie sich noch im Luftlinienradius von 75 Kilometern".
Das sieht Jens-Thilo Schulze, stellvertretender Pressesprecher der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover freilich anders: Richtig sei zwar, dass die Entfernung in Luftlinie gemessen werde, aber: "Das bedeutet nicht, dass die Lkw-Fahrer getrost die Anordnung ignorieren können, wenn sie die Strecke in weniger als 75 Kilometern vom Ladeort wieder verlassen." Der Behördensprecher macht seine Argumentation an einem Beispiel deutlich: "Wenn auf einer Straße eine Tempobegrenzung gilt, können Sie diese auch nicht mit dem Argument ignorieren, dass Sie in wenigen hundert Metern sowieso wieder abfahren."
"Natürlich nehmen wir unseren Auftrag wahr und kontrollieren die Lkw", sagt Reinke, "die B 4, ist dabei ein absoluter Schwerpunkt für uns. Dabei kann eine Überprüfung bis zu zwei Stunden dauern, bei Lkw die stillgelegt werden müssen", erläutert der Hauptkommissar.
Doch auch die Brummifahrer kennen durchaus Tricks, um auf der sicheren Seite zu sein: "Dann wird eben mal schnell eine Tankstelle in Uelzen mit irgendwelchen Kleinwaren beliefert und schon ist man lokaler Anlieferer", weiß Reinke.
Der Polizist und seine Kollegen jedenfalls sind vorsichtig, wenn es darum geht, Truckern die Weiterfahrt zu untersagen oder sie zum Umkehren zu zwingen: "Wenn sich nämlich herausstellt, dass wir mit unserer Anordnung falsch lagen, sind wir regresspflichtig."
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=A 39-Planung auf der Zielgeraden
|Untertitel=
|Autor=carol
|Ort=Uelzen
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/10/950500.html Quelle]
|Text=
Die Planung der Autobahn 39 geht in die nächste Phase. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bereitet jetzt die Entwurfsplanung vor, sie wird heute in der Uelzener Stadthalle vorgestellt. Das Linienbestimmungsverfahren ist laut Leiter Dirk Möller fast abgeschlossen, das Bundesverkehrsministerium legt den Trassenverlauf damit verbindlich fest. Unmittelbar danach schließt sich die Entwurfsplanung für den 105 Kilometer langen Abschnitt an.
}}
=== 11. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (1)
|Headline=Bund billigt die Linienführung
|Untertitel=Planer der umstrittenen A 39 wollen nun ins Detail gehen
|Autor=nt/lni
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
{{i-Kasten|1=453|2=<h5>Kommentar: <br><big>Verlässliche Antworten fehlen</big></h5>|3=''Von Malte Lühr''<br>
Selbst Befürworter der geplanten Autobahn 39 werden einräumen müssen: Bisweilen stellen auch Kritiker die richtigen Fragen. Schon lange beschwören die Gegner eine Konkurrenzsituation zwischen A 39 und der Küstenautobahn A 22 herauf - und das mit guten Argumenten.
{{Lzq|Kommentar}}
Eher platt und halbherzig klingen dagegen die Beteuererungen aus dem Verkehrsministerium: Beide Projekte hätten Priorität, würden mit Nachdruck verfolgt, heißt es aus Hannover. Die Broschüre [[Niedersachsen 2021]] straft diese Aussage Lügen. Während die A 22 in dem Heft "weit oben" angesiedelt ist, wie der Untertitel verheißt, taucht die A 39 gar nicht auf. Warum nicht?
Antworten auf diese und weitere drängende Fragen waren in Uelzen nicht zu erwarten. Dort ging es um die weitere Planung. Deutlich wird je- doch das Grunddilemma, in dem Befürworter und Gegner gleichermaßen stecken. Die Politik liefert keine verlässlichen Antworten. Es mangelt an Transparenz. Ob das Gezerre um die lange geforderte [[Nutzen-Kosten-Analyse]] oder die erschreckende Kostenexplosion bei der parallel verlaufenden A 14: Gibt es Probleme, muss Hannover sie beim Namen nennen - und das schnell.
}}
Der Bund hat die vom Land Niedersachsen vorgeschlagene Linienführung für die Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg im Wesentlichen genehmigt.
Nun könne die Detailplanung in sieben Abschnitten beginnen, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Uelzen mit. Eine [[Planfeststellung]] für die ersten Abschnitte soll 2013 vorliegen. "Es kamen sehr viele Prüfaufträge aus dem umweltfachlichen Bereich", sagte A-39-Projektleiterin Annette Padberg. So habe das Bundesumweltministerium beispielsweise einen größeren Abstand der Trasse zum Schutzgebiet "Vogelmoor" bei Ehra (Kreis Gifhorn) gefordert.
Nacharbeiten müssen die Planer etwa auch bei der Querung der Ilmenau-Niederung bei Lüneburg. Noch nicht geklärt ist, ob die Hansestadt den geforderten Lärmschutzdeckel für die [[Ostumgehung]] bekommt. "Es ist eine Variante, die wir prüfen", sagte Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter Lüneburg der Landesbehörde. {{o}} '''Seite 3'''
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (2)
|Headline=Detailplanung für Lüneburg angelaufen
|Untertitel=A-39-Planer stellen Abschnitte in Uelzen vor
|Autor=pet
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 10 11 1.jpg|thumb|151px|left|'''Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, stellte in Uelzen die sieben Abschnitte für die Detailplanung der Autobahn 39 (Grafik rechts) vor. Anwesend waren rund 200 Vertreter aus Politik und Verwaltung.''' Foto: t&w]]
Die Linie ist bestimmt, die weitere Planung für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg liegt auf dem Tisch - und doch sind gestern in der Stadthalle Uelzen viele Fragen offen geblieben. Ob die Lüneburger [[Ostumgehung]] einen Deckel erhält und wie viele Abfahrten weiter genutzt werden können, wird erst die Detailplanung ergeben.
[[Bild:LZ 2008 10 11 2.jpg|thumb|453px|'''A 39'''<br>Lüneburg - Wolfsburg<br>Abschnittskonzept<br>M = 1:500.000]]
Zuvor hatten die Bundesministerien für Verkehr und Umwelt bei der Linienbestimmung den Trassenvorschlag der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] gebilligt. Für die Feinplanung wechselt die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nun den Maßstab: von 1:25 000 auf 1:1000. Leiter Dirk Möller stellte in Uelzen 200 Vertretern von Verwaltungen, Kommunen und Verbänden die sieben Planungsabschnitte vor.
Zum geforderten Lärmschutzdeckel für die Ostumgehung sagte Möller: "Es ist eine Variante, wir werden das prüfen." Offen ist auch die Zahl der Abfahrten zwischen den "gesetzten" Anschlussstellen Lüneburg Nord und Ost. Weitere Abfahrten würden erst festgelegt, wenn die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung bis 2025 in diesem Bereich vorliegen.
Zudem hat das Bundesumweltministerium den Planern konkrete Prüfaufträge erteilt: Einer betrifft die Querung der Ilmenau im Bereich Lüneburg, die noch einmal genau unter die Lupe genommen werden soll.
Werner Pfeiffer aus dem Wirtschaftsministerium in Hannover betonte die Bedeutung der A 39: "Die Verkehrsleistung auf den Straßen wird stark zunehmen." Die großen Verkehrsachsen A 1 und A 7 seien bereits heute überlastet.
An der 105 Kilometer langen Trasse sind die Planungen im 7,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Lüneburg Nord und Lüneburg Ost am weitesten vorangeschritten. Dort hatte schon im September 2007 das Ausschreibungsverfahren für externe Ingenieursleistungen begonnen, Vorarbeiten für die Entwurfsplanung sind bereits angelaufen. Fast parallel sind im Oktober 2007 Planungsarbeiten für den siebten Abschnitt bei Wolfsburg ausgeschrieben worden.
Der weitere Zeitplan:
{{o}} Bis Ende November 2008 sollen die vorbereitenden Arbeiten zur Entwurfsplanung für alle sieben Abschnitte der A 39 aufgenommen sein.
{{o}} Die technische Entwurfsplanung im Maßstab 1:1000 für erste Abschnitte der A 39 soll Ende 2011 abgeschlossen sein.
{{o}} Für die ersten Abschnitte der A 39 könnten bis Ende 2013 Planfeststellungsbeschlüsse vorliegen - Baureife wäre erreicht.
"Ich gehe von weiteren fünfeinhalb bis sechs Jahren Planungszeit aus", prognostizierte Möller. "Das ist ein ambitionierter Zeitplan", ergänzte er.
Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39, sprach von "gigantischer Vergeudung von Steuermitteln". Die Pläne würden zugunsten der Küstenautobahn A 22 "doch in der Schublade landen". Er zweifelt zudem die Höhe der Baukosten von 620 Millionen Euro für die A 39 an. Zu erwarten sei eine Kostenexplosion wie bei der A 14 von Magdeburg nach Schwerin. Letzte Schätzungen ergaben einen Anstieg um 503 Millionen auf 1,28 Milliarden Euro. Baupreissteigerungen seien in der Kalkulation für die A 39 berücksichtigt, versicherte Möller.
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_Oktober_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Konkurrenzsituation_zwischen_A_39_und_K.C3.BCstenautobahn_A_22
|Titel=14.10.: ''Priorität nur für die A 22''
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum strittigen Nutzen der A39 ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_August_2008#Landeszeitung_zur_erneuten_Verz.C3.B6gerung_der_Linienbestimmung|
"Alle warten auf den Bund", LZ vom 30./31. August]]
'''<big>Nutzen der Autobahn hinfällig</big>'''
Die Einstufung der A 22 Küstenautobahn im "Weiteren Bedarf" des [[Bundesverkehrswegeplan]]s zeigt, dass das Land Niedersachsen auf dieses Projekt keine Priorität gelegt hatte. Mit der im Frühjahr 2004 gefallenen Entscheidung für Wilhelmshaven als Standort für den neuen Tiefseehafen änderte sich dies und die Planung der A 22 beschleunigte sich auf derart erstaunliche Weise, dass der Planungsstand der A 39 inzwischen "überholt" wurde.
Gleichzeitig torpediert Hannover die von Hamburg gewünschte Vertiefung der Elbe. . . Warum die Elbe vertiefen, wenn der Jade-Weser-Port ab 2011 das Frachtaufkommen für Schiffe ab 13,5 Meter Tiefgang und damit ein erhebliches Frachtaufkommen des Hamburger Hafens aufnehmen kann? Damit wäre auch das Argument für die A 39 als Hinterlandanbindung für den Hamburger Hafen endgültig vom Tisch.
Erinnern wir uns aber an den im April 2003 vorgestellten Referentenentwurf des [[BVWP]] 2003. Der A39-Abschnitt Lüneburg-Uelzen wurde in den "Vordringlichen Bedarf" aufgenommen. Der Abschnitt Uelzen-Wolfsburg war wegen des fehlenden verkehrlichen Bedarfs nur für den "Weiteren Bedarf" (LZ 10.05.2003) vorgesehen. Die daraufhin entbrannte Lobby der A 39 mündete darin, dass unser MdB [[Hedi Wegener]] den damaligen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe zu einem Besuch in der IHK veranlasste. . . Dadurch haben wir also eine A 39 im "Vordringlichen Bedarf", die da nicht hineingehört. War der Bedarf vorher bereits fraglich, mit dem nach Wilhelmshaven umgeleiteten Frachtaufkommen fehlt die Daseinsberechtigung völlig. Warum wurde noch kein [[Kosten-Nutzen-Verhältnis|Kosten/Nutzen-Verhältnis]] ermittelt. Würde der von Aktion Lebensberg ermittelte Wert von 1,89 % bestätigt und sogar noch unterschritten? Es wird endlich Zeit, dass unsere [[Politiker]] aufhören, unsere Steuermilliarden auch in dieses Projekt zu versenken und die Planungen sofort zugunsten wichtiger regionaler Projekte einstellen.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">AUTOBAHN </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white"> ALLEIN DIE PLANUNG VERSCHLINGT 70 MILLIONEN</span><br>Entscheidung: So verläuft die neue A 39
|Untertitel=[[Bild:HA 2008 10 11 1.jpg|thumb|379px|'''105 Kilometer lang wird die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg (s. Karte, unten rechts). In Lüneburg wird die Ostumgehung zur Autobahn.''']]
'''Die Trasse der A 39 ist beschlossen, Baustart 2013. Ob der „Autobahndeckel“ kommt, ist aber noch unklar.'''
[[Bild:HA 2008 10 11 01.jpg|thumb|left|160px|'''Dirk Möller (l.), Anette Padberg (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Lüneburg) und ihr Wolfenbütteler Kollege Bernd Mühlnickel stellten die Linienführung der A 39 vor.'''<br>FOTO: SCHNEEFUSS]]
|Autor=Elke Schneefuß
|Ort=Uelzen
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/11/950500.html Quelle]
|Text=Die Linienführung der geplanten
A 39 von Lüneburg nach
Wolfsburg steht fest. Die zuständigen
Verkehrsministerien
in Berlin und Hannover haben
der von der Niedersächsischen
Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr
vorgeschlagenen Trasse zugestimmt:
„Das ist ein entscheidender
Schritt“, sagt Dirk Möller
von der Landesbehörde.
In der Uelzener Stadthalle
stellten die Planer das Ergebnis
ihrer bisherigen Arbeit vor:
Die A 39 verläuft im Osten der
Stadt Lüneburg, auf dem
Stadtgebiet wird die bisherige
[[Ostumgehung]] zur Autobahn.
Gegen den Verlauf der A 39
durch die Wohngebiete Moorfeld
und Lüne hatte es immer
wieder heftige Proteste gegeben:
Mit zahllosen Aktionen
brachten Anwohner ihren Widerstand
zum Ausdruck.
Am Trassenverlauf hat sich
bisher dennoch nichts geändert
– ob der von Stadt und
Landkreis befürwortete „Autobahndeckel“
in Gestalt einer
Untertunnelung in Höhe Kloster
Lüne auf dem Stadtgebiet
kommen wird, steht noch nicht
fest: „Der Deckel wird im weiteren
Verlauf der Entwurfsaufstellung
geprüft“, sagt Werner
Pfeiffer, Referatsleiter des
Wirtschaftsministeriums in
Hannover.
Die Behörden werden jetzt
eine Feinplanung der Trasse
vornehmen: „Die 105 Autobahnkilometer
werden in sieben
Planungsabschnitte aufgeteilt“,
sagt Dirk Möller. „In den
nächsten zwei Jahren wird die
Trasse metergenau mit allen
technischen Details im jeweiligen
Abschnitt erarbeitet.“
Die ersten Kraftfahrzeuge
rollen erst viel später: „Mit einem
Baustart rechnen wir ungefähr
im Jahr 2013“, sagt
Jens Thilo Schulze, Pressesprecher
der Straßenbaubehörde.
Die von Gegnern immer wieder
bezweifelte Finanzierbarkeit
der A 39 macht Werner
Pfeiffer vom Wirtschaftministerium
noch keine Sorgen:
„Die Landesregierung hat einen
Sondertitel in den Haushalt
eingestellt, um die Planungskosten
abzudecken“,
sagt er.
Rund 70 Millionen Euro werden
es voraussichtlich sein, die
allein die Planung der Autobahn
kostet – damit ist aber
noch kein einziger Autobahnkilometer
gebaut: „Die [[Investitionsrahmenplan|Finanzierung]] der A 39 muss auch
erst 2014 gesichert sein, wenn
der erste Spatenstich erfolgt“,
sagt Pfeiffer. „Die Diskussion
darüber müssen wir jetzt nicht
führen.“
Für ihn ist der Bau der A 39
ein für den Norden absolut erforderliches
Projekt mit hoher
Priorität: „Häfen und Straßen
sind die Schlagadern der Wirtschaft.“
Dass das Vorhaben
unbezahlbar werden könnte,
glauben die Planer nicht: „Wir
rechnen nicht mit Kostensteigerungen
wie bei der A 22“,
sagt Dirk Möller.
}}
=== 13. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">AUTOBAHN </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white"> TRASSE DURCH WOHNGEBIET – ZAHL DER KFZ WIRD SICH VERDOPPELN</span><br>A 39 – Proteststurm der Anwohner
|Untertitel=„Der Lärm nimmt drastisch zu, die Häuser verlieren an Wert, die Lebensqualität sinkt“ – Bürgerinitiative kündigt Klagen an.
|Autor=Elke Schneefuß und Stefan Bohlmann
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/13/950500.html Quelle]
|Text=
[[Bild:HA 2008 10 13 1.jpg|thumb|779px|'''Jonas Gärtner (v. l.), Detlef Giesler, Stefanie Becker und Jens-Peter Fiedler protestieren mit den neuen Schildern der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld: [[Menschenschutz]] vor Autobahnbau.''']]
[[Bild:HA 2008 10 13 2.jpg|thumb|343px|'''So hatte die Lüneburger Rundschau in ihrer Sonnabendausgabe über den geplanten Bau der A39 berichtet.'''<br>FOTOS: SCHNEEFUSS]]
[[Bild:HA 2008 10 13 3.jpg|thumb|180px|'''Claudia Kuchler und Frank Kracht vor ihrem Haus.''']]
Die Linienführung steht seit
Freitag fest, die A 39 kommt.
Eine Autobahn, mitten durch
die Stadt: Was bisher nur eine
Horrorversion vieler Anwohner
war, wird demnächst wohl
Realität.
Ortstermin, Sonntag, 14 Uhr,
Stadtteil Moorfeld. Die Bewohner
sind wütend und verzweifelt.
„Natürlich kannten wir die
geplante Trassenführung. Aber
dass sie nun Wirklichkeit werden
soll, erschüttert uns doch“,
sagt Verena Fiedler.
Ihr Haus im Brandheider
Weg ist eines von denen, die zukünftig
unfreiwillig Sichtkontakt
haben werden auf die
Trasse der A 39. Dort, wo bisher
am Tag rund 35 000 Fahrzeuge
täglich auf der sogenannten
[[Ostumgehung]] rollen,
wird in Zukunft mindestens die
doppelte Anzahl an Fahrzeugen
vorbeirauschen: „Wir haben
auch schon Schätzungen
gehört, die noch höher liegen“,
sagt Jens-Peter Fiedler.
„Entscheidend ist, wie viele
Lastwagen dabei sein werden.
Die haben natürlich einen ganz
anderen [[Lärm]]pegel“, sagt er.
Und sie lösen auch mehr Erschütterungen
aus: „An den
uns versprochenen [[Lärm]]schutz
glauben wir nicht“, ergänzt
Verena Fiedler. „Wir
werden uns auf jeden Fall weiterhin
wehren und alle rechtlichen
Möglichkeiten ausschöpfen“,
sagt Detlef Giesler, Sprecher
der Bürgerinitiative gegen
die A 39 in Lüne und Moorfeld.
Aufgeben – das ist kein Thema
für die Menschen in Moorfeld:
„Dies ist wirklich ein besonderer
Stadtteil“, sagt Claudia
Kuchler, die hier mit ihrem
Ehemann Frank Kracht und
drei Kindern lebt.
„Die nachbarschaftlichen
Kontakte sind sehr intensiv.
Wir leben in der Nähe der
Stadt – und trotzdem im Grünen.“
Und das soll so bleiben.
„Was meinen Sie“, fragt Detlef
Giesler, „warum es immer
mehr Bürgerinitiativen gibt?
Weil die Menschen sich nicht
mehr alles gefallen lassen. Und
weil sie sie sich bei den etablierten
[[Parteien]] nicht richtig
aufgehoben fühlen mit ihren
Anliegen.“
Für ihr eigenes Anliegen, einen
Stadtteil ohne Autobahn,
werden sie weiterkämpfen:
„Wenn wir daran denken, welche
Zuwächse dem Hafen in
Hamburg vorhergesagt werden,
dann wissen wir doch,
welche Mengen an Verkehr
uns hier blühen“, sagt Jens Peter
Fiedler.
Friedhelm Feldhaus vom
Dachverband der mehr als 30
Bürgerinitiativen gegen die
A 39 ist trotz des Beschlusses
noch entspannt. „Es ist klar,
dass Bund und Land die Planung
durchziehen. Aber wir
warten immer noch auf die Finanzierung.
Solange die Zusage
fehlt und die aktuellen Kosten
nicht geprüft sind, bleiben
wir entspannt.“ Das heißt allerdings
nicht, dass die Bürgerinitiativen
auf die weitere
Entwicklung tatenlos warten.
Feldhaus: ,,Unser Rechtsbeistand
ist aktiv. Er bereitet verschiedene
Beispielverfahren
vor. Wir sind bereit für einen
möglichen Rechtsstreit.“ Der
[[Schutz- und Klagefonds]] des
Dachverbandes sei mit 70 000
Euro gut gefüllt.
Proteste gibt es auch gegen
ein zweites zentrales Bauprojekt:
2000 Unterschriften hat
die BI Tiergartenkamp gesammelt: „Noch in diesem Jahr
wollen wir einen Einwohnerantrag
im Lüneburger Stadtrat
stellen, damit das Thema dort
behandelt wird“, sagt Volker
Butenschön, Sprecher der BI,
die sich gegen die Bebauung
der Freiflächen am Deutsch-
Evern-Weg wehrt. Bei sonnigem
Herbstwetter hatten sich
die Mitglieder der Bürgerinitiative
am Sonnabend dort versammelt,
wo nach dem Willen
der Stadt eine Wohnbebauung
entstehen soll: „Der Flächenverbrauch
ist überflüssig“,
sagt Andreas Patzelt, Sprecher
der BI.
}}
=== 14. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Standpunkt des ADAC zur A39
|Headline=ADAC fordert Tempo bei A 39
|Untertitel=
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Bau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg muss rasch angegangen werden. Das ist eine Forderung, die der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) jetzt stellt. Die Fernstraßen in den alten Bundesländern hinken nach Meinung des ADAC dem Bedarf hinterher, der Verkehr auf deutschen Autobahnen breche immer häufiger zusammen.
"Wir brauchen in ganz Deutschland ein leistungsfähiges Autobahnnetz, das den täglichen Verkehr ohne Staus bewältigt", sagt der ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Klaus Becker. Die Erfolge, die beim Aufbau Ost vor allem auf der Straße erzielt wurden, zeigten, dass sich Investitionen in den Aus- und Neubau des Fernstraßennetzes unmittelbar auszahlen. "Wir dürfen den ,Ausbau West' nicht verschlafen. Jede nicht investierte Milliarde schadet unserer Volkswirtschaft und letztlich unserer Gesellschaft."
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_November_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_strittigen_Nutzen_der_A39
|Titel=1.11.: ''Fanatisch pro Autobahnen''
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Konkurrenzsituation zwischen A 39 und Küstenautobahn A 22 ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Linienbestimmungsverfahrens_.282.29|"Detailplanung für Lüneburg angelaufen", LZ vom 11. Oktober]]
'''<big>Priorität nur für die A 22</big>'''
Selbst Befürworter der geplanten Autobahn A 39 werden einräumen müssen: Bisweilen stellen auch Kritiker die richtigen Fragen. Schon lange beschwören die Gegner eine Konkurrenzsituation zwischen A 39 und Küstenautobahn A 22 herauf - und das mit guten Argumenten. Eher platt beteuert das Verkehrsministerium: Beide Projekte hätten Priorität. Die Broschüre [[Niedersachsen 2021]] straft diese Aussage Lügen. Während die A 22 in dem Heft "weit oben" angesiedelt ist, taucht die A 39 gar nicht auf. Warum nicht?
}}
=== 15. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Forderung nach einem Lärmschutz-Deckel
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">AUTOBAHN 39 </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white"> Mädge fordert Lärmschutzdeckel</span>
|Untertitel=
|Autor=carol
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/15/953154.html Quelle]
|Text=Nach der Vorstellung der nächsten Planungsabschnitte für die A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg bekräftigt Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) seine Forderung nach einem Lärmschutz-Deckel für die Trasse auf dem Stadtgebiet: "Es muss endgültig geklärt werden, ob der Deckel kommt. Denn nur so können im Bereich Moorfeld die [[Lärm]]werte eingehalten werden." Er verspricht: Die Anwohner der Wohngebiete können dabei auf die Unterstützung der Stadt zählen.
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens ====
{{LB|Hans-Jürgen Peters<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Linienbestimmungsverfahrens_.282.29|"Zu: A39-Trassenführung steht jetzt fest", LP vom 11. Oktober]]
'''<big>„Planung zerstört letzte ruhige Wohngebiete“</big>'''
[[Bild:Vorstellung linienfuehrung 2008 10 10 459 253.jpg|thumb|459px|'''Der Verlauf der A39-Trasse wurde in der vorigen Woche vorgestellt. Lünepost-Leser Hans-Jürgen Peters bangt in seinem Leserbrief um „die letzten ruhigen LüneburgerWohngebiete“.'''<br>Foto: sta]]
Sie wollen eine Meinung? Okay, sollen Sie haben, aber nicht zimperlich sein: Was sind das für kranke Gehirne, die in Zeiten erhöhter [[Umweltbelästigungen]] eine Autobahn durch eine historische Stadt planen, während alle Welt Umgehungsstraßen plant, um die Menschen nicht unnötig zu belästigen?
Was sind das für Psychopathen, die immer noch glauben, dass mit der Autobahn der Lüneburger „Hafen“ aufblühen könnte – weil z. B. VW seine Autos nach Bremerhaven verschiffen könnte – und wo im übrigen die gesamte Infrastruktur für den Zu- und Abverkehr nicht gegeben ist?
Was ist das für eine ekelhafte [[St.-Florians-Prinzip|St.-Florians-Denke]] der paar B4-Anwohner, lieber eine parallele Autobahn mit großem Lärm haben zu wollen, nur um den kleinen [[Lärm]] nicht mehr ertragen zu müssen?
Für wie blöd halten uns die [[Politiker|Stadtpolitiker]], wenn Sie uns mit einem Weichspüler-Nein zwecks Stimmenfang glauben machen wollen, sie seien gegen die Trassenführung. Die aber nicht klarstellen, dass die erforderlichen Grundstücke nicht zur Verfügung gestellt werden und dies auch für die Zukunft sicherstellen, damit nicht wieder ein Opportunist oder Parteifreund umfallen kann?
Gibt es wirklich Träumer ohne den Wunsch zum Lernen an bereits realisierten Projekten, die meinen, ein „Deckel“ über eine Autobahn habe einen relevanten Lärmnutzen? Wir wollen diese sinnlosen Mehrkosten auch nicht bezahlen, plant gefälligst gleich vernünftig!
Weiß eigentlich jeder, dass mit dieser Planung dann die letzten ruhigen Lüneburger Wohngebiete zerstört sind? Wo heute noch keine Bundesstraße oder Bahn einen Höllen[[lärm]] verursachen, da wird es die Autobahn übernehmen.
Wird die deutlich gefälligere Westplanung nicht umgesetzt, weil namhafte [[SPD]]-[[Politiker]] dort in der Nähe ihren Wohnort bzw. Wahlkreis haben?
Ich kann nur hoffen, dass es Bauern und Grundstückseigentümer gibt, die mit cleveren Treuhandverträgen und Verschachtelungen gegen Enteignungsverfahren die gegenwärtige Planung aushebeln, weil sie ihre Grundstücke nicht verkaufen.
}}
=== 22. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umleitung des Autobahnverkehrs durch Wohngebiete
|Headline=Umleitung
|Untertitel=
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Das kennt jeder aus dem Verkehrsfunk: Wird eine Autobahn nach einem Unfall gesperrt, weist die Polizei auf Umleitungsstrecken hin. Das wird auch gelten, wenn die A 39 gebaut wird. Laut Dirk Möller, Leiter des Straßenbauamtes, berücksichtigen die Planer Ausweichrouten für bestimmte Abschnitte. Welche Strecken das beispielsweise für die [[Ostumgehung]] sein werden, stehe noch nicht fest.
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum angedachten Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{LB|Hans-Peter Iten<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Linienbestimmungsverfahrens_.282.29|"Zu: Landesbehörde stellt Trasse der A39 vor", LP vom 11. Oktober]]
'''<big>„Permanentes Dröhnen und Rauschen“</big>'''
Es scheint unabwendbar, dass die [[Ostumgehung]] zur Autobahn umgebaut wird. Eine A 39 in Westquerung neben der [[Ostumgehung]] zu bauen, wäre unter dem Aspekt der Landschaftserhaltung sträflich. Bleibt also tatsächlich nur, die [[Ostumgehung]] zur A 39 auszubauen. Aber: Ist die [[Ostumgehung]] nicht bereits eine Autobahn? Auf der [[Ostumgehung]] beginnt die Tempo-100-Zone weit vor Kaltenmoor und erstreckt sich dann bis zur A 250. Aber: Fahren wir denn alle brav mit Tempo 100 über diese Straße? Ich sehe täglich Partner im Straßenverkehr, die die Schilder nicht erkennen können, weil sie weit über 100 km/h auf der Uhr haben. Die langen Bremsspuren vor dem Blitzer Richtung Norden zeugen davon, dass das Limit weit überschritten wird. Aus stadtplanerischer Sicht wäre es eigentlich geboten, auf dieser Strecke Tempo 80 einzuführen. Die meisten Schnellstraßen an Wohngebieten (auch Autobahnen) weisen 80 km/h als Maximum aus. Neben diesen Tempoüberschreitungen ist zu beobachten, dass der Lkw-Verkehr stark zunimmt und auch hier die meisten mit mehr als 100 km/h unterwegs sind. Mit dem Lkw-Verkehr hat auch die [[Lärm]]belastung erheblich zugenommen. Im Bereich Moorfeld ist ein permanentes Dröhnen und Rauschen zu vernehmen, so dass man gezwungen ist, die Fenster geschlossen zu halten bzw. den Raum zu verlassen, wenn gelüftet werden soll. Demzufolge verspreche ich mir mit einer Deckelung eine erhebliche Verbesserung. Es gibt bestimmt Referenzbauten, mit denen nachgewiesen werden kann, dass eine Deckelung der Fahrbahn erhebliche Verbesserungen bringt. Gibt es eigentlich bereits Pläne, wie die Deckelung genau aussehen soll?
}}
{{Pressefuss|September 2008|November 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
10bb633d3e0084b537f7e7794828080689101aa7
FFH-Gebiete
0
1038
1090
2008-11-24T12:53:20Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|'''F'''auna-'''F'''lora-'''H'''abitate (auch: '''„Natura 2000“'''-Gebiete) sind {{mark|Naturschutzgebiete von EU-weiter Bedeutung}}.
|[[Bild:Natura 2000.jpg]]
|}
Gesetzliche Grundlage zur Ausweisung von FFH-Giebieten ist die '''Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie''' bzw. '''FFH-Richtlinie''', eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, die 1998 in das [[Bundesnaturschutzgesetz]]es (BNatSchG) aufgenommen wurde. Damit ist die FFH-Richtlinie in Deutschland rechtsverbindlich.
Die korrekte deutsche Bezeichnung der FFH-Richtlinie lautet ''Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992'' '''''zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen'''''. Es wird in Deutschland jedoch fast ausschließlich die Bezeichnung FFH-RL benutzt, die sich von Fauna (= Tiere), Flora (= Pflanzen) und Habitat (= Lebensraum) ableitet.
== Natura 2000 ==
Als Vision für eine bessere Zukunft wird dieses länderübergreifende Schutzgebietssystem auch als '''„Natura 2000“''' bezeichnet.
=== Verfahren der Schutzgebietserklärung ===
* die Bundesländer stellen Listen von Schutzgebieten zusammen. Die Flächen sollen vorwiegend unter dem Kriterium des Arten- und Habitatschutz zusammengestellt werden, dürfen aber (naturgemäß) auch schon bestehende Schutzgebiete nach dem [[Bundesnaturschutzgesetz]] (Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Biosphärenreservat, Nationalpark, Naturpark, geschütztes Biotop) umfassen. Bei der Auswahl haben die Länder einen naturschutzfachlichen Ermessensspielraum.
* die Listen mit den FFH-Flächen melden die Länder an das Umweltministerium in Berlin.
* das Umweltministerium reicht die Flächenmeldungen von Berlin aus an die EU-Kommission weiter
* die EU-Kommission nimmt die Listen nach Prüfung ("Konzertierung") in den '''Natura 2000-Katalog''' auf
== Eingriffe im FFH-Gebiet ==
Bei Eingriffen in ein FFH-Gebiet (z.B. durch den Bau einer Autobahn) muss vorab eine
* '''Verträglichkeitsprüfung''' durchgeführt werden (§ 34 Abs. 1, 2 [[Bundesnaturschutzgesetz]]). Hierbei gilt ein grundsätzliches Verschlechterungsverbot. Diese Verträglichkeitsprüfung wird unabhängig von einer eventuell zusätzlich erforderlichen [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] (UVP) nach dem UVPG durchgeführt, auch der Eingriffs-Ausgleich nach den [[Bundesnaturschutzgesetz]] wird unabhängig davon durchgeführt.
* Ergibt die Verträglichkeitsprüfung, dass das Projekt zu erheblichen Beeinträchtigungen eines FFH-Gebietes in seinen für die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen führen kann, ist es zunächst unzulässig.
* Diese Unzulässigkeit des Projekts kann nur überwunden werden, wenn im Rahmen einer '''Alternativenprüfung''' (§ 34 Abs. 3 Nr. 2 [[Bundesnaturschutzgesetz]]) nachgewiesen werden kann, dass es keine Projekt- und Standortalternative gibt, die unter "zumutbaren" Bedingungen realisiert werden kann und das Gebiet nicht oder geringer beeinträchtigen als das eigentliche Vorhaben.
* Außerdem muss als weitere Zulassungsvoraussetzung ein ''' überwiegendes öffentliches Interesse''' nachgewiesen werden. Dieses muss im Einzelfall höher wiegen als das öffentliche Interesse am Schutz des betroffenen Gebietes.
* Ist der Eingriff nach dem [[Bundesnaturschutzgesetz]] in einer Natura 2000-Fläche zulässig, muss dafür ein '''Ausgleich''' geleistet werden.
== Presseartikel zum Thema {{PAGENAME}} ==
*[[Presseberichte_September_2006#Presseerkl.C3.A4rung_des_Dachverbands_der_B.C3.BCrgerinitiativen_gegen_die_A_39_zu_fehlerhafter_Biotop-Erfassung_f.C3.BCr_die_A_39.E2.80.93Planung|Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39 zu fehlerhafter Biotop-Erfassung für die A 39–Planung]] vom 27.09.2006
*[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Verschiebung_des_Er.C3.B6rterungstermins_.281.29|Landeszeitung vom 14.11.2006 über Verschiebung des Erörterungstermins]]
== Weblinks ==
* [http://www.kartenserver.niedersachsen.de/www/NLWKN_Natur/FFH_Gesamt/viewer.htm Karte der FFH-Gebiete in Niedersachsen; Stand März 2006]
* [http://www.bfn.de/0316_natura2000.html Das Thema Natura 2000 ausführlich beim Bundesamt für Naturschutz]
* [http://www.europa.eu.int/eur-lex/de/consleg/pdf/1992/de_1992L0043_do_001.pdf Text der Richtlinie (PDF-Datei)]
* [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bnatschg_2002/index.html Wortlaut des BNatSchG]
* [http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/natura_2000/doc/2256.php Informationen des Bundesumweltministeriums zur Richtlinie]
* [http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/meldestand_ffh.pdf Stand der Umsetzung in Deutschland (PDF-Datei)]
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
9d25392667c36eea3706def1b9cdc9928f9e7bb3
Bundes-Immissionsschutzgesetz
0
1026
1066
2008-12-13T15:36:18Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|<b>{{PAGENAME}}</b> (BImSchG) ist die Kurzbezeichnung für das '''Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge'''.
|}
Schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne dieses
Gesetzes sind Immissionen, die ... geeignet sind, Gefahren, erhebliche
Nachteile oder erhebliche Belästigungen ... herbeizuführen.
'''Immissionen''' im Sinne dieses Gesetzes sind auf
Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das
Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige
Sachgüter einwirkende [[Luftverunreinigungen]], [[Lärm|Geräusche]],
Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen
und ähnliche Umwelteinwirkungen.
'''Emissionen''' im Sinne dieses Gesetzes sind die
von einer Anlage ausgehenden [[Luftverunreinigungen]],
[[Lärm|Geräusche]], Erschütterungen, Licht, Wärme,
Strahlen und ähnliche Erscheinungen.
=={{PAGENAME}} & A39 ==
* Gemäß § 50 BImSchG sind schädliche Umwelteinwirkungen und durch den Betrieb hervorgerufene Auswirkungen auf die ausschließlich oder überwiegend dem Wohnen dienende Gebiete sowie auf sonstige schutzbedürftige Gebiete soweit wie möglich zu vermeiden.
* Gemäß § 41 BImSchG ist beim Bau oder der wesentlichen Änderung von Straßen sicherzustellen, dass nach dem Stand der Technik vermeidbare Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte der 16. BImSchV unterbleiben, soweit die Kosten hierfür dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz entsprechen.
Diesen Rechtsrahmen scheint die Planungsbehörde mit dem geplanten Ausbau der sogenannten [[Ostumgehung]] billigend zu ignorieren; hier ist der Klageweg der betroffenen Anwohner vorprogrammiert.
== Weblink ==
* [http://www.umweltbundesamt.de/luft/infos/gesetze/gesetze_pdf/uebersicht_bimschg.pdf Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz - BImSchG)*) auf www.Umweltbundesamt.de]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
ebd041842299cfda483f873cb432a3854c11f490
Presseberichte November 2008
0
1214
1442
2009-01-29T17:00:09Z
Detlef
6
/* Leserbrief in der {{LZ}} zum strittigen Nutzen der A39 */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 1. November ===
[[Bild:LZ 08 11 01.jpg|thumb|174px|'''Ob neue Autobahnen gegen die häufigen Staus helfen?'''<br>Foto: dpa]]
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum strittigen Nutzen der A39 ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel<br>noch ADAC-Mitglied}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Standpunkt_des_ADAC_zur_A39|
"ADAC fordert mehr Tempo bei der A 39", LZ vom 14. Oktober]]
'''<big>Fanatisch pro Autobahnen</big>'''
Wenn ADAC-Vizepräsident Becker die Forderung nach einem "raschen Bau der Autobahn 39" erhebt, dann zeugt das von dreierlei Defiziten:
#Der Baubeginn der A 39 steht trotz der Forderung des ADAC in den Sternen, weil nach der eventuellen [[Planfeststellung]] 2015 die ersten Klagen anstehen und weil die Landesregierung dann nicht mehr nur verhüllt, sondern offen die Bevorzugung der konkurrierenden A 22 zugegeben haben wird, wie ich vermute.
#Die ohnehin fragwürdige "Willensbildung" und formaldemokratische Entscheidungsfindung innerhalb des ADAC bildet ganz offensichtlich nicht ab, was die ADAC-Mitglieder in dieser Region von dieser "Nonsensautobahn" halten.
#Der ADAC hat erst vor einigen Wochen durch ein Gutachten eine Rangliste der Prioritäten bei den Verkehrsprojekten erstellen lassen. Die geplante A 39 ist nicht dabei, mit Ausnahme der Verbindung von Braunschweig bis zur A 2. Ob Herr Becker dieses bereits im Bau befindliche und nicht mehr strittige A-39-Autobahnstückchen verwechselt hat mit der heftig umstrittenen A-39-Planung zwischen Lüneburg und Wolfsburg?
Das wäre zwar ziemlich peinlich, aber durchaus erklärlich angesichts des blinden und realitätsfernen Autobahn-Fanatismus des ADAC.
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum strittigen Nutzen der A39 ====
{{LB|Harald Kerl<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Standpunkt_des_ADAC_zur_A39|
"Landesbehörde stellt A39-Trasse vor", LP vom 14. Oktober]]
'''<big>Keine A 39 durch Menschenschutzgebiet</big>'''
Ich möchte hier Herrn Iten für seinen Leserbrief vom 22. Oktober danken. Aber es fehlen einige wichtige Informationen, die ich gern ergänzen möchte:
Der momentan sehr hohe Lkw-Verkehr wird bis zum Jahre 2012 mindestens um 50% steigen. Ebenfalls ist mit einer Zunahme des Pkw-Verkehrs um 40% zu rechnen. Derzeit ist die Ostumgehung täglich mit 40–45.000 Fahrzeugen belastet. Zu der hohen [[Lärm]]belästigung kommt noch eine starke [[Feinstaub]]belastung hinzu. Ferner kommt es durch den Schwerlastverkehr zu spürbaren Erschütterungen. Die Häuser im Bereich Moorfeld sind etwa alle Ende der 50er, Anfang der 60er-Jahre gebaut. Hier zeigen sich sicherlich schon die ersten Risse. Sollte die [[Ostumgehung]] zur A 39 ausgebaut und mit einem Deckel versehen werden, so müssen im Bereich Moorfeld etwa 30 Häuser abgerissen werden.
Wir Bewohner der Stadtteile Ebensberg, Lüne und Moorfeld wollen und brauchen keine A 39. Schon gar nicht durch unser Wohngebiet.
Ob nun mit oder ohne Tunnel: Keine A 39 durch unser [[Menschenschutzgebiet]]!
}}
=== 4. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Position der IHK Lüneburg-Wolfsburg
|Headline=Verzögerung schadet Wirtschaft
|Untertitel=Landespolitiker beziehen beim "Parlamentarischen Abend der Wirtschaft" Stellung zur A 39
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Unter der Überschrift "Wirtschaft ja - aber bitte nicht vor meiner Tür" richtete die Industrie- und Handelskammer zusammen mit der Handwerkskammer und den regionalen Wirtschaftsverbänden in Lüneburg den sechsten Parlamentarischen Abend der Wirtschaft aus. Vertreter aller Fraktionen aus dem Niedersächsischen Landtag stellten sich den kritischen Fragen der anwesenden Unternehmer.
IHK-Präsident Eberhard Manzke mahnte in seiner Begrüßung eine klare Positionierung der Abgeordneten zu zahlreichen für die Wirtschaft wichtigen Projekten an. "Die verspätete Ankunft dreier Abgeordneter ist ein untrügliches Indiz für die unzureichende verkehrliche Erschließung unserer Region", überbrückte er mit einem Augenzwinkern die anfängliche Unterbesetzung des Podiums. Aber auch die geplante Ansiedlung eines Factory Outlet Centers in der Heide, die von Protesten begleiteten Logistik-Ansiedlungen im Landkreis Harburg sowie für verschiedene Unternehmensansiedlungen und Erweiterungen in der Region aufgebaute Hürden sprach er an.
Zu oft entstehe der Eindruck, dass Bürgerinitiativen oder persönliche Betroffenheiten Einzelner höheres Gewicht hätten, als die wirtschaftliche Zukunft der ganzen Region. Zugleich bekräftigte er für die IHK, dass man sich für eine gleichermaßen wirtschafts- wie anwohnerverträgliche Lösung beim Autobahnbau auf der Trasse der bestehenden [[Ostumgehung|Ortsumgehung]] Lüneburg stark machen werde.
In der anschließenden Fragerunde fühlte Moderator und LZ-Redakteur Klaus Reschke den [[Politiker]]n auf den Zahn. Die wohl breiteste Koalition bildete sich für den schnellen Bau der A 39. Der stellvertretende [[CDU]]-Fraktionsvorsitzende, Björn Thümler, stellte fest:
"Die A 39 ist erforderlich, nicht nur für die Wirtschaft, auch für den Individualverkehr."
Jörg Bode, [[FDP]]-Abgeordneter aus Celle, pflichtete bei: "Jede Diskussion über die Notwendigkeit ist eine Verzögerung, die der Wirtschaft unserer Region schadet. A 14 und A 39 sind planerisch bereits auf der Überholspur und schon heute ist eigentlich klar, dass die als Bundesstraße geplante Querverbindung unterdimensioniert ist." Beide warben für ein "Verkehrsprogramm Nord", mit dem der Bund schnellstmöglich die Hafenhinterlandanbindungen in Norddeutschland stärken müsse. Andernfalls drohe ein Verkehrskollaps.
Auch Rolf Meyer, [[SPD]]-Abgeordneter aus Celle, hofft auf eine möglichst schnelle Realisierung der A 39 und machte zugleich Ursachen für Verzögerungen in zahlreichen Vorhaben aus: "Das Problem sind häufig langwierige Gerichtsverfahren, weil die Gerichte unter struktureller Überlastung leiden. Es ist auch Aufgabe der Politik, für Akzeptanz zu sorgen."
Hans-Jürgen Klein, finanzpolitischer Sprecher der [[Grüne]]n, räumte ein: "Wir brauchen die Bahn ebenso wie die Ertüchtigung der Straßen und des Elbe-Seitenkanals." Gemeinsam mit Ursula Weisser-Roelle von der Partei [[Die Linke]] aus Braunschweig lehnte er den Autobahnbau jedoch ab.
Beide sprachen sich auch vehement gegen die Genehmigung eines Factory Outlet Centers in der Heide aus. Bode und Thümler hoben dagegen die hohen Auflagen hervor, die das [[Landesraumordnungsprogramm]] für dessen Errichtung vorsehe. "Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, wird das FOC auch nicht dem benachbarten innerstädtischen Einzelhandel schaden." Rolf Meyer stellte dagegen in Zweifel, ob eine einmal erteilte Genehmigung bei späterer Nichteinhaltung der Auflagen widerrufen werden könne. Er warb dafür, FOCs ausschließlich in Oberzentren zuzulassen.
}}
=== 5. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Position der IHK Lüneburg-Wolfsburg
|Headline=A 39 nicht rentabel
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39 hat die IHK Lüneburg-Wolfsburg nach der Veranstaltung des Parlamentarischen Abends dazu aufgefordert, im Interesse der Region nicht länger die A 39 zu befürworten. Das Projekt, so der Dachverband, sei volkswirtschaftlich nicht rentabel. Den Gegnern der A 39 gehe es nicht allein um persönliche Betroffenheit, sondern um die wirtschaftliche Zukunft der Region.
Der Dachverband forderte die IHK deshalb auf, sich um Standortdefizite zu kümmern, etwa um den bedarfsgerechten Ausbau vorhandener Verkehrswege und die Realisierung alternativer Verkehrskonzepte. Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann: "Nicht [[St.-Florians-Prinzip|Sankt Florian]] gefährdet die Zukunft unserer Region, sondern das autobahngläubige Festhalten einiger IHK-Funktionäre an der Sankt-Nimmerleins-Autobahn."
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zur Position einiger IHK-Funktionäre ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39<br>Bienenbüttel
}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Linienbestimmungsverfahrens_.282.29|"Zu: Trasse der Autobahn 39 steht fest", LP vom 11. Oktober]]
'''<big>„Finanzierungschancen tendieren gegen Null“</big>'''
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39 hat die IHK Lüneburg-Wolfsburg nach deren „Parlamentarischem Abend“ aufgefordert, im Interesse der Region endlich das Schönreden der immer aussichtsloseren A 39 aufzugeben. Fakt ist, dass sich das ohnehin schlechte [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] dieses Projekts deutlich in Richtung der volkswirtschaftlichen Nichtrentabilität bewegt und dass dessen Finanzierungschancen immer mehr gegen Null tendieren. Insofern geht es auch nicht nur um „persönliche Betroffenheiten“, um das „[[St.-Florians-Prinzip|Sankt-Florianprinzip]]“ gegenüber sinnvollen Wirtschaftsprojekten oder um ein zu großes Gewicht der Bürgerinitiativen, sondern tatsächlich um die „wirtschaftliche Zukunft der Region“. Die IHK muss sich endlich um die wirklichen Standortdefizite kümmern – dazu gehört dringend der bedarfsgerechte und regionaldienliche Ausbau der vorhandenen Verkehrswege und die Realisierung alternativer Verkehrskonzepte. Nicht [[St.-Florians-Prinzip|Sankt Florian]] gefährdet die Zukunft unserer Region, sondern das autobahngläubige Festhalten einiger IHK-Funktionäre an der Sankt-Nimmerleins-Autobahn.
}}
=== 11. November ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Lärm an der Ostumgehung ====
{{LB|Andreas Petersen<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Standpunkt_des_ADAC_zur_A39|
"Rocken an der Ostumgehung", LZ vom 4. November]]
'''<big>Echter Lärm</big>'''
Sehr geehrte Frau Moenck, ihre Aussage im Bericht zur Findung neuer Proberäume ist für uns Anwohner der [[Ostumgehung]] wie ein Schlag ins Gesicht. Sie sind also der Meinung, Krach wäre bei uns wohl kein Problem. Ich finde, Sie sollten eigene Räume für die Bands zur Verfügung stellen, vielleicht stellen Sie dann ganz schnell fest, wie [[Lärm]] zum Problem werden kann. Und außerdem ist Musik kein [[Lärm]], kommen sie mal zu uns ins Moorfeld - dann können sie [[Lärm]] hören.
}}
=== 15. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Strecke Wolfsburg-Lüneburg
|Headline=A 39 hinkt mit Wert von 2,8 hinterher
|Untertitel=Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Strecke Wolfsburg-Lüneburg liegt vor - Kritik an Berechnung
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Nun ist es amtlich: Im Vergleich der [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se ([[NKV]]) hinkt die Autobahn 39 deutlich hinter der A 14 und der Querverbindung B 190n hinterher. Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Anfrage der Lüneburger Landtagsabgeordneten [[Miriam Staudte]] ([[Grüne]]) hervor. Das Land beruft sich auf aktuelle Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums.
Demnach erreicht die Strecke zwischen Lüneburg und Wolfsburg einen Wert von lediglich 2,8. Bislang lag nur ein [[NKV]] von 3,4 für das Gesamtprojekt A 14/A 39/B 190n und von 4,7 für die A 14 von Magdeburg nach Schwerin vor. Kritiker hegen seit langem den Verdacht, dass eine Einzeluntersuchung der A 39 schlechter ausfällt. Auf Basis vorliegender Daten hatten die Gegner schon vor geraumer Zeit ein [[NKV]] von 1,87 für die A 39 errechnet.
Zufrieden ist die Landtagsabgeordnete mit der Antwort der Landesregierung indes nicht. "Gefragt hatten wir nach einem Wert für die A 39, doch der wird weiter schöngerechnet", wettert Staudte. Der Grund: In den Wert von 2,8 fließt das [[NKV]] für den westlichen Teil der B 190n mit ein. "Doch selbst so erfüllt die A 39 allein nicht die Mindestvoraussetzungen für die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s." Auf dem Planungsweg ist dies die Grundvoraussetzung zur Realisierung großer Verkehrsprojekte. Nachgewiesen werden muss ein [[NKV]] von wenigstens 3,0. Bei späteren Nachberechnungen reicht der Nachweis der Wirtschaftlichkeit. Und die ist bei einem Wert größer eins gegeben.
Staudtes Ärger ist verständlich. Denn die Antwort der Landesregierung enthält ein Einzel-[[NKV]] für den östlichen Teil der B190n. Auch das liegt mit 3,5 deutlich über dem von A 39 und westlichem Abschnitt der Querspange. Zudem nährt er Staudtes Verdacht, dass mit der Bundesstraße das Autobahn-[[NKV]] angehoben wird.
Der Inhalt der Antwort der Landesregierung ist für viele auch deswegen überraschend, weil sowohl Hannover als auch Berlin eine Einzelberechnung bislang abgelehnt, sich gegenseitig den Schwarzen Peter zugeschoben haben. Klar war in den vergangenen Monaten lediglich, dass das Bundesverkehrsministerium das [[NKV]] für das Gesamtprojekt im Zuge der [[Linienbestimmung]] neu berechnet. Nun ist die Linie neu bestimmt - und mit ihr die [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se.
}}
=== 17. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zum Nutzen-Kosten-Verhältnis
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Nutzen-Kosten-Wert der A 39 weiter verheimlicht
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante und heftig umstrittene A 39 hat den Verkehrsministerien von Bund und Land vorgeworfen, bei dem jetzt veröffentlichten [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) für die A 39 die miserable Wirtschaftlichkeit dieses Projekts erneut zu verschleiern. Das [[NKV]] ist ein rechnerischer Vergleichswert, bei dem der theoretische Nutzen eines Projekts (z.B. Zeitgewinne) durch dessen Baukosten geteilt wird. Seit Jahren, so der Dachverband, hätten die Autobahnplaner dieses [[NKV]] der A 39 systematisch verschwiegen und stattdessen lediglich einen beschönigenden und nichtssagenden Gesamt-Durchschnittswert für die dazu verkoppelten Verkehrsprojekte A 14 (Schwerin-Magdeburg), A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) und Querspange B 190n in Höhe von 3,4 veröffentlicht.
Selbst nachdem die Bürgerinitiativen vom Land Sachsen-Anhalt schließlich die Einzelwerte für die A 14 (NKV 4,6) und die Querspange (NKV 3,3) erhalten hatten und sodann das Einzel-NKV für die A 39 durch Verkehrsexperten selbst ermitteln ließen (Ergebnis: klägliche 1,87), schoben sich Bund und Land weiter gegenseitig die Zuständigkeit für die Veröffentlichung des offiziellen A-39-NKV hin und her. Nach der erfolgten Linienbestimmung im Oktober 2009 ließ sich diese Geheimhaltungstaktik so nicht mehr fortführen, so dass nunmehr auf Anfragen der Bürgerinitiativen und der [[Grüne]]n ein NKV in Höhe von 2,8 mitgeteilt wurde. Dieser Wert liegt nun unterhalb der Schwelle von früher 3,0 (und mittlerweile sogar 5,0), die üblicherweise für die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans gilt.
„Aber auch diese 2,8 kann man nur als zurechtgemogelt bezeichnen“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „denn jetzt hat man das nach wie vor unbekannte [[NKV]] der A 39 mit anderen Projekten verschnitten und so aufgehübscht!“ So seien nunmehr Teile der Querspange B 190n (Salzwedel - Bad Bodenteich – B 4 – B 191) mit eingerechnet worden, die nicht einmal im [[Bundesverkehrswegeplan]] enthalten seien und nach derzeitigem Stand gar nicht geplant und gebaut werden dürften. Die Bürgerinitiativen gegen die A 39 bewerten dies als „weiteren durchsichtigen Versuch, das einmalig schlechte [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] der A 39 zu verheimlichen“. Das vor drei Jahren von den A-39-Gegnern errechnete [[NKV]] in Höhe von 1,87 habe sich mittlerweile durch die verlängerte Linienführung (105 km statt der ursprünglich angesetzten 80 km), durch verschärfte Auflagen und durch die Baukosten-Explosion mit Sicherheit in Richtung 1,0 abgesenkt und damit vermutlich die absolute Unwirtschaftlichkeit erreicht. „Sehr viel höher als die NKVs für Autobahnprojekte“, so Annette Niemann, „liegen die Nutzen-Kosten-Verhältnisse für den Ausbau vorhandener Verkehrswege und der notwendigen Ortsumgehungen!“
Die Bürgerinitiativen haben unterdes das Bundesverkehrsministerium aufgefordert, nun endlich die bei der Berechnung des [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses zugrunde gelegten Daten und Annahmen mitzuteilen. Bisher hatte das Ministerium diese Daten trotz mehrfacher Nachfrage unter Verschluss gehalten.
}}
=== 18. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Nutzen-Kosten-Verhältnis
|Headline=Diskussion über Nutzen der A 39
|Untertitel=Neue Wirtschaftlichkeitsberechnung zur Autobahn stößt auf geteiltes Echo
|Autor=ml/lni
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ 2008 11 18.jpg|thumb|359px|'''Unter dem Wert drei liegt das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg.'''<br>Montage: A/t&w]]
Auf ein
geteiltes Echo in der Region
stößt das jetzt veröffentlichte
[[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
([[NKV]]) der geplanten Autobahn
39 zwischen Lüneburg und
Wolfsburg. Bereits Ende vergangener
Woche hatte die Grünen-Landtagsabgeordnete [[Miriam Staudte]], den Wert von
2,8 als „schöngerechnet“ kritisiert,
da ein Teilabschnitt der
Bundesstraße 190n als Querverbindung
zur A14 zwischen
Magdeburg und Schwerin in die
Berechnung eingeflossen ist. Einen
reinen Wert für die A39
gebe es nicht, sagte gestern ein
Sprecher des zuständigen Bundesverkehrsministeriums.
Das Verkehrsministerium in
Hannover pocht unterdessen
weiterhin auf die sogenannte
Hosenträger-Lösung von A14/
A39/B 190n als Gesamtkonzept.
„Die Verkehrsplanung
hört nicht an den Ländergrenzen
auf“, betonte ein Sprecher.
Doch auch das [[NKV]] für den
Trassenverbund ist abgerutscht
– von 3,4 im Jahr 2003 auf
aktuell 3,2.
Unterdessen wirft der Dachverband
der Bürgerinitiativen
gegen die Autobahn 39 Bund
und Land vor, mit dem „jetzt
veröffentlichten [[NKV]] für die
A39 die miserable Wirtschaftlichkeit
dieses Projektes erneut
zu verschleiern“. Den Wert von
2,8 bezeichnete Dachverbandssprecherin
Annette Niemann
als „zurechtgemogelt“. Wegen
strengerer Auflagen und der
Explosion der Baukosten bei
Projekten wie der A14 glauben
die A39-Gegner, dass der Autobahnbau
bereits in Richtung
Unwirtschaftlichkeit abdriftet.
Die Wirtschaftlichkeit eines
Projektes ist für die [[CDU]]-Landtagsabgeordnete
Karin Bertholdes-Sandrock jedoch nicht das
einzige Kriterium für dessen
Umsetzung. „Es stellt sich auch
immer die Frage: Was ist politisch
gewollt?“ Von der A39
verspricht sich die Lüchowerin
auch eine bessere Anbindung
des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Ohnehin habe sie den
Eindruck gewonnen, „dass [[die Grünen]] überall nach Gründen
suchen, um Verkehrsprojekte
zu verhindern“.
Auch der Parlamentarische
Geschäftsführer der [[CDU]]-Fraktion im Landtag, Dr. [[Bernd Althusmann]], sieht wegen des
neuen [[NKV]] überhaupt keinen
Grund, an der Umsetzung der
A39 zu zweifeln. Mit Blick auf
die Finanzkrise sagt er: „Es
handelt sich schließlich um eine
Investition von 620 Millionen
Euro in schwierigen Zeiten.“
Nach wie vor geht der Christdemokrat
davon aus, „dass der
Bau Anfang 2014 beginnt“.
Für die [[SPD]]-Abgeordnete
[[Andrea Schröder-Ehlers]]
kommt die Wirtschaftlichkeitsdiskussion
ohnehin zum falschen
Zeitpunkt. „Über die
Kosten und den Nutzen der
A39 kann man am Ende des
[[Planfeststellungsverfahren]]s
nachdenken. Dann erst liegen
belastbare Zahlen vor.“
Die will der Landtagsabgeordnete
Kurt Herzog ([[Die Linke]])
am liebsten erst gar nicht
sehen. „Es ist schon aberwitzige,
dass ein gescheitertes Verkehrskonzept
auch in Zukunft
greifen soll.“ Das Prinzip „Da
wo es eng wird, bauen wir eine
Autobahn“ funktioniere schon
lange nicht mehr. Ein Verkehrskonzept
müsse heute darauf
zielen, Verkehr zu vermeiden.
„Doch dazu hört man bislang
noch rein gar nichts“, kritisiert
Herzog.
}}
=== 22. November ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um die A 39 ====
{{LB|Ruth Otter<br>Wulfstorf}}
{{Kasten|1=
Diskussion um A 39
'''<big>Toter Asphalt statt lebendige Erde</big>'''
Immer wieder lese ich in der Landeszeitung, dass sich wichtige Persönlichkeiten, sei es aus Politik, IHK oder Handwerkskammer für die A 39 aussprechen, weil das vielleicht einen [[Arbeitsplätze|wirtschaftlichen Aufschwung]] für die Region bewirken würde.
Ich habe noch nie einen dieser wichtigen Leute ein Wort über die Bauern sagen hören, die durch die Autobahn ihr Land und ihren Wald verlieren und deren Existenz gefährdet oder vernichtet wird.
In einem Leserbrief las ich:
"Hoffentlich verkauft der Bauer sein Land nicht".
Wenn wir nicht verkaufen wollen, wird das Land enteignet!
Wir kriegen zwar eine Entschädigung oder Ausgleichsflächen, aber unser Land, das seit über 500 Jahren im Familienbesitz ist, ist unwiederbringlich weg. Was nützen uns Ausgleichsflächen, die vielleicht zehn km entfernt liegen?
Was bringt das für einen größeren Aufwand an Zeit und Sprit. Unsere Waldflächen wurden in der Planung (die auch nach Berlin ging) als minderwertiger 30-jähriger Kiefernwald bezeichnet, der auf den Aufschüttungsflächen des Kanals gewachsen sei. (Die Aufschüttungsflächen liegen auf der anderen Kanalseite.) Bei den meisten Waldflächen handelt es sich um einen über 100-jährigen Kiefernwald, zwischen den immer wieder Laubbaumschonungen gepflanzt wurden.
Die LZ und Förster suchen jetzt Baumpaten in der Lüneburger Region, weil die Laubbäume wichtig für den Wasserhaushalt sind. Aber das nützt alles nichts, für die Autobahn würde das alles abgeholzt und uns wurde von der Regierungsvertretung Lüneburg gesagt, das Wasser- und Landschaftsgebiet würde nach Osten ausgeweitet!
Wie kürzlich in der Landeszeitung zu lesen war, werden in Deutschland täglich 113 Hektar Naturflächen bebaut. Sei es durch Häuser, Supermärkte, Industriebetriebe oder Straßen.
Ich glaube nicht, dass wir im Zeichen des Umweltschutzes und der weltweiten Hungersnot so weiter machen können.
Selbst jetzt, wo das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] der A 39 die Wirtschaftlichkeit noch mehr in Frage stellt, wird an den alten Parolen festgehalten. Umdenken ist wohl zu schwierig!
}}
{{Pressefuss|Oktober 2008|Dezember 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
60f2b9ed27d99a707c61272b0ffb6b0744cfbd24
Planungsablauf für den Bau einer Autobahn
0
1070
1154
2009-01-29T17:44:01Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
== Grundlegendes ==
Der <b>{{PAGENAME}}</b> ist kein starres Schema, welches automatisch von A nach Z durchlaufen wird. Möglicherweise wird das ganze Projekt zwischenzeitlich auf Eis gelegt oder der Vernunft folgend gänzlich gestoppt. Hoffnungsvolle Beispiele sind bei den jeweiligen Planungsphasen weiter ausgeführt.
<b>
<center>
{{kasten blau|[[Bundesverkehrswegeplan]]<br>
[[Bundesverkehrswegeplan|- Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen -]]}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten blau|[[Vorzugsvariante|Vorplanung]]}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten blau|Soll: 6 Monate{{spc}}{{spc}}[[Raumordnungsverfahren]]{{spc}}{{spc}}Ist: 17 Monate<br>-
[[landesplanerische Feststellung]] -}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten blau|Soll: 3 Monate{{spc}}{{spc}}[[Linienbestimmung]]{{spc}}{{spc}}Ist: 15 Monate}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten|[[Planfeststellungsverfahren]]<br>Entwurfplanung<br>- [[Planfeststellungsbeschluss]] -}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten|Ausführungsplanung}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten|Ausschreibung der Bauleistung}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten|Baubeginn}}
</center></b>
== Planungsstand der Bundesautobahn 39 ==
Der Planungsstand der A 39 kann über die o.a. Links nachvollzogen werden.
Sehr aufschlussreich:
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:16-2560 Pothmer.pdf}}
| [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Kleine Anfrage betreffend '''Bedarf und Planungsstand der Bundesautobahn 39''' mit Antwort der Bundesregierung vom 22.9.2006 (PDF, 5 Seiten)]]
|}
== Weblinks ==
* [http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/040803_f21_5.asx ZDF-Filmbeitrag "Planung ohne Sinn " vom 03.08.2004, Magazin Frontal 21]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
5a8d818df43a18b5e691d5030691578541e52629
Wirtschaftliche Bedeutung
0
1446
1876
2009-02-02T12:29:17Z
Detlef
6
Weiterleitung nach [[Arbeitsplätze]] erstellt
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsplätze]]
be5d9d291a43a650a003ed932ca1660d9dddcbd6
Presseberichte Dezember 2008
0
1168
1350
2009-02-02T12:39:06Z
Detlef
6
/* 11. Dezember */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 4. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Aktivität in den Stadtteilen Moorfeld und Lüne
|Headline=<span style="color:#8A8C8F; background-color:white">KOMMENTAR </span> Adventsaktionen in und um Lüneburg
|Untertitel=Mehr als ein Licht im Dunkeln
|Autor=[[Bild:2008-12-04 LR.jpg|85px|thumb|Elke Schneefuß|left]]
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/12/04/945869.html Quelle]
|Text=
Ein Stadtteil feiert miteinander Advent – das ist fast zu schön, um dieser Tage Realität zu sein.
In Zeiten kurz nach und kurz vor der vermeintlich
nächsten Rezession gibt es noch Menschen die
zusammenrücken und für das Miteinander sorgen.
Das, was in den Stadtteilen Moorfeld und Lüne geschieht, kann ein
Vorbild sein, denn die Menschen im Osten der Stadt sorgen nicht
nur um Weihnachten herum für ihre Nachbarn.
In Moorfeld und Lüne leisten sie seit Langem gemeinsam fantasievollen
Widerstand gegen die geplante A 39. Sie feiern ihre Sommerfeste
und die Aufführungen ihrer eigenen Theaterlaiengruppe.
Und sie freuen sich zusammen auf Weihnachten.
Man kennt sich, redet miteinander, nimmt neue Nachbarn in die
Gemeinschaft auf. Ein Beispiel dafür, dass es bei uns nicht nur
soziale Kälte, sondern auch Wärme gibt. Oft ist sie gleich um die
Ecke zu spüren, dort wo unsere Nachbarn wohnen.
}}
=== 6. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Argumenten der Aktion Lebensberg
|Headline=Alle fordern A 39-Deckel
|Untertitel=Neues Verkehrsgutachten in Arbeit
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Während Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Landrat [[Manfred Nahrstedt]] [[CDU]] und [[FDP]] im Land unterstützen, die Druck beim Bau der Autobahn A39 machen wollen, warnt die Bürgerinitiative am Ebensberg: Die Lokal[[politiker]] müssen Acht geben, dass die Trassenführung in Lüneburg nicht noch einmal geschwenkt wird und der [[Lärm]]schutz nicht zu kurz kommt.
Die BI hat ihre Sorge mit großem Verteiler den Parteien zukommen lassen. Hintergrund ist das Schreiben zur [[Linienbestimmung]] des Bundesverkehrsministeriums. Die BI bezieht sich dabei auf die Frage der Anschlussstellen im Bereich der Stadt. "Neben der fehlenden verkehrlichen Begründung entsprechen die Abstände nicht den allgemeinen Entwurfsparametern einer Bundesautobahn", heißt es vom Ministerium. Die Bürgerinitiative "Lebensberg" drängt auf Klarheit, damit verhindert wird, dass noch mal eine andere Trassenvariante erwogen wird. Außerdem bemängelt die BI, dass bisher nichts zum Lärmschutz-Deckel in den Unterlagen steht.
Der Leiter der Landesbehörde Straßenbau in Lüneburg, Dirk Möller, erklärt: "Dass wieder auf eine andere Trassenvariante in Lüneburg geschwenkt werden könnte, lese ich so nicht im Schreiben zur Linienbestimmung. Zur Zahl der Anschlussstellen in Lüneburg sind wir im engen Kontakt mit der Stadtverwaltung, zudem wird dafür eine detaillierte Verkehrsuntersuchung aufgelegt, die zeigen soll, wie viel Abfahrten nötig sind." Zur Frage des Autobahn-Deckels sagt Möller, werde auch die neue Studie zeigen, wie stark die Lärmwerte sind und welche Schutzmaßnahmen nötig seien. Das könne auch ein Deckel sein. Allerdings müsse auch immer die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden.
Das Duo Mädge/Nahrstedt dagegen ist zufrieden mit dem Antrag von CDU und FDP im Landtag. Die Mehrheitsfraktionen wollen, dass sowohl die A 39 als auch die Küstenautobahn A 22 mit größerem Nachdruck als bisher vorangetrieben werden. Laut dem CDU-Landtagsabgeordneten [[Bernd Althusmann]] soll der Antrag im Januar ins Landtags-Plenum eingebracht werden.
{{mark|Mädge meint dazu:}} "Dieser Antrag unterstreicht deutlich, dass der Bau der A 39 auch beim Land hohe Priorität genießt." Das könnte helfen, im Jahr 2014 die Baureife zu erlangen. {{mark|Bis dahin müsse aber endgültig geklärt werden, dass die Lüneburger [[Ostumgehung]] einen Deckel bekommt. "Nur so können im Bereich Moorfeld die Lärmwerte eingehalten werden. Die betroffenen Anwohner können auf unsere Unterstützung zählen", verspricht der Oberbürgermeister.}} Für Nahrstedt zählt auch die [[wirtschaftliche Bedeutung]] für die wachsende Region.
}}
=== 11. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum aktualisierten Nutzen-Kosten-Verhältnis
|Headline=Neue Rechenspiele der A-39-Gegner
|Untertitel=Kritiker prüfen aktuelle Daten
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die aktualisierten [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se ([[NKV]]) der geplanten Autobahnen 14 und 39 sowie der Bundesstraße 190n liefern den Bürgerinitiativen gegen das Projekt neue Nahrung. Die Untersuchung liegt den Kritikern vor, derzeit nehmen sie die Daten unter die Lupe. Seit Jahren schon wollen die Gegner den Nachweis der Unwirtschaftlichkeit führen - und sehen sich jetzt bestätigt.
Für die A 39 würden unrealistische Niedrigst-Kosten angesetzt, lautet ein Vorwurf von Eckehard Niemann und seinen Mitstreitern. Ausgangspunkt der Kritik sind die Kosten für den einzelnen Autobahnkilometer. Veranschlagen die A-14-Planer 8,29 Millionen Euro sind es bei der A 39 nur 5,77 Millionen Euro. Stiegen die voraussichtlichen Ausgaben bei der A 14 seit dem Planungsstart um fast 84 Prozent, sind es im gleichen Zeitraum bei der A 39 nur 5,46 Prozent. Zudem, argumentiert Niemann, seien die Mehrkosten für erforderliche Lärmschutzmaßnahmen an der Lüneburger [[Ostumgehung]] noch gar nicht berücksichtigt.
Dies sei auch nicht möglich, kontert Dirk Möller, Leiter der für die Planung zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. "Welche Maßnahmen erforderlich sind und was sie kosten, ergibt erst die Vorentwurfsplanung." Und die habe gerade erst begonnen. Bei den Baukosten hält er sich bedeckt. "Direkte Vergleiche sind grundsätzlich nur schwer möglich."
}}
{{Pressefuss|November 2008|Januar 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
3329a4af26106745d6f12f5d1cff489b537178d5
Arbeitsgruppe Planung
0
1019
1052
2009-06-04T19:49:07Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
== Was machen wir? ==
Wir sind die Planungsgruppe der {{BI}}.
Nachdem die [[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren]] ihre Aufgabe erledigt hat und das [[Raumordnungsverfahren]] mit der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] (siehe auch [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40041693_N40041573_L20_D0_I5213350 Dokumente beim Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr]) abgeschlossen wurde, soll die [[Linienbestimmung]] erfolgen und danach das [[Planfeststellungsverfahren]] starten.
Damit das alles nicht ganz so reibungslos funktioniert, haben wir die 295 Seiten starke landesplanerische Feststellung nach Schwachstellen durchkämmt und diese in einem Dokument zusammengestellt.
Eine Liste von Argumente aus den [[Einwände]]n, die im [[Raumordnungsverfahren]] abgegeben wurden und keine oder keine ausreichende Berücksichtigung fanden, ist ebenfalls enthalten.
Die Ergebnisse dieser Aktiviäten finden sich im Artikel zum [[Raumordnungsverfahren#Aktueller_Sachstand:_Abschluss_ROV|Raumordnungsverfahren]].
Danach haben wir uns mit dem Nutzen-Kosten-Verhältnis beschäftigt. Der Ergebnisbericht der Nutzen-Kosten-Analyse ist fehlerhaft, das Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39 offensichtlich schöngerechnet. Was wir herausgefunden haben, findet sich im Artikel [[Nutzen-Kosten-Verhältnis#Analyse_des_Ergebnisberichts_der_NKV-Berechnung|Nutzen-Kosten-Verhältnis]].
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Volker|Volker Constien]]
{{Chatlink}}
== Dokumente ==
siehe [[Raumordnungsverfahren#Aktueller_Sachstand:_Abschluss_ROV|Raumordnungsverfahren]] und [[Nutzen-Kosten-Verhältnis#Analyse_des_Ergebnisberichts_der_NKV-Berechnung|Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
<br><br>
{{Termine}}
* vorerst keine Termine geplant.
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
9caf3a1cc904eef5306f99f057ed1e9bea891e37
Aktuelle Fotos
0
989
992
2009-06-21T23:25:33Z
Jpfiedler
5
/* 20. Februar 2009: Informationsabend Lärmschutz Ostumgehung mit Rechtsanwalt Michael Günther */
wikitext
text/x-wiki
<div class="Presse">__TOC__</div>
Vorschaubilder anklicken ...
== 20. Juni 2009: Offizielle Eröffnung des Menschenschutzgebietes "ELMA" ==
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</gallery>
== 20. Februar 2009: Informationsabend Lärmschutz Ostumgehung mit Rechtsanwalt Michael Günther ==
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Bild:IMG_8933.jpg|
</gallery>
== Januar bis April 2008: Lärm- und Klimaschutzmauer an der Erbstorfer Landstrasse==
<gallery>
Bild:schutzmauer.jpg|(Mauer-)Stein des Anstoßes
Bild:mauerstreich_01.jpg|
Bild:mauerstreich_02.jpg|
Bild:mauerstreich_03.jpg|
Bild:mauerstreich_04.jpg|
Bild:mauerstreich_08.jpg|
</gallery>
== 14. Januar 2008: Podiumsdiskussion im Lim's mit den Kandidaten zur Niedersächsischen Landtagswahl ==
<gallery>
Bild:podiumsdiskussion_01.jpg|Detlef Giesler begrüßt das Publikum und die Kadidatin/-en
Bild:podiumsdiskussion_02.jpg|Zahlreiche Besucher interessierten sich die für die Positionierung der Politiker zur A39
Bild:podiumsdiskussion_03.jpg|Herr Althusmann (mitte) verfolgt interessiert den Vortrag des Verkehrsexterten Prof.Dr. Pez
Bild:podiumsdiskussion_04.jpg|Auf dem Podium: Herr Althusmann, Frau Schröder-Ehlers und Herr Meihsies, Moderation: Dr. Frank M. Andraschko
Bild:podiumsdiskussion_05.jpg|Wie immer gab's jede Menge Infos gegen die A39
Bild:podiumsdiskussion_06.jpg|Der Stint Autobahnix ziert das Lim's
</gallery>
== 29.08: Protest zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens vor der Regierungsvertretung==
<gallery>
Bild:KB_2007_08_29_2.jpg|<sup>Foto: Julia Vellguth, Die Kreisboten</sup>
</gallery>
== April, Mai, Juni, September & Oktober: Infostand beim Stint neben der IHK==
<gallery>
Bild:sw0.jpg|
Bild:sw1.jpg|
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Bild:sw2.jpg|
</gallery>
== 19.04.: Erörterungstermin der Einwände zum Raumordnungsverfahren in Uelzen==
<gallery>
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Bild:ue1.jpg|
Bild:ue2.jpg|
</gallery>
== 07.03.: "[[AutobahnNix]]": Standort IHK==
<gallery>
Bild:P1010432 frei.jpg|<sup>Foto: Matthias Dammann, Umweltverein Gellersen e. V.</sup>
Bild:P1010430 aus.jpg|<sup>Foto: Matthias Dammann, Umweltverein Gellersen e. V.</sup>
</gallery>
Mehr zum Thema [[AutobahnNix]]
== 03.03.: "[[AutobahnNix]]": Star zur Eröffnung der Lüneburger Stintaktion ==
<gallery>
Bild:IMG_7577.JPG|Stint blau ...
Bild:KB_2007_03_01.jpg|kommt unter die Räder
Bild:IMG_7590.JPG|staunende Zuschauer
Bild:IMG_7595.JPG|Wir schwimmen gegen den Strom!
Bild:IMG_7597.JPG|"coole Aktion!"
Bild:IMG_7611.JPG|keine weiteren Stinte in Sicht
Bild:IMG_7637.JPG|AutobahnNix
Bild:IMG_7619.JPG|
Bild:IMG_7612.JPG|Keine A39!
Bild:IMG_7586.JPG|
Bild:IMG_7609.JPG|
Bild:IMG_7626.JPG|Wir lassen uns nicht überrollen!
</gallery>
Mehr zum Thema [[AutobahnNix]]
== 11.01.: Demonstration vor dem Stadttheater / IHK-Neujahrsempfang ==
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Bild:keine-a39_6521.jpg|Das schlechte Wetter bleibt uns treu.
Bild:keine-a39_6523.jpg|Der Herr Minister Glos hatte kurzfristig abgesagt, trotzdem wurden wir abgedrängt.
Bild:keine-a39_6524.jpg|Wir ließen uns von alldem nicht beirren ...
Bild:keine-a39_6527.jpg|... [[Presseberichte_Januar_2007#12._Januar|und verlegten unseren Protest einfach in die "Höhle des Löwen"]]
</gallery>
== 11.11.: Eröffnung unserer Plakataktion "[[Ich liebe Lüneburg]], weil...,deshalb KEINE A39" ==
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Bild:IMG_5260.JPG|
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Bild:ill116.jpg|
</gallery>
== 04.11.: Laternenumzug als Demo gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ==
<gallery>
Bild:Start_5146.jpg|
Bild:Zug_5160.jpg|
Bild:Zug_5167.jpg|
Bild:Zug_5169.jpg|
Bild:Zug_5158.jpg|
Bild:Zug_5171.jpg|
Bild:Grill_5185.jpg|
Bild:Grill_5188.jpg|
</gallery>
== 13./20./27.10.: 3 Freitags-Mahnwachen Aktion Brückenschlag ==
<gallery>
Bild:mw2ou_001.jpg|Immer wieder Präsenz
Bild:mw2ou_002.jpg|..zeigen gegen die A39
Bild:mw2ou_003.jpg|..in der Stadt
Bild:mw2ou_004.jpg|..und überhaupt !
Bild:1mwou.jpg|Auch mit kleinen
Bild:Keine-A39_4376.jpg|..Aktionen wird die
Bild:Keine-A39_4374.jpg|..Sinnhaftigkeit der
Bild:Keine-A39_4366.jpg|..A39 in Frage gestellt !
</gallery>
== 7.10.: Demo gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ==
<gallery>
Bild:Keine-A39_4204.JPG|Rege Beteiligung..
Bild:Keine-A39_4205.JPG|.. an unserer..
Bild:Keine-A39_4207.JPG|.. Demo.
Bild:Keine-A39_4211.JPG|Verena Fiedler begüßt die Teilnehmer
Bild:Keine-A39_4215.JPG|Stefanie Becker zur Betroffenheit des..
Bild:Keine-A39_4217.JPG|.. Stadtteils und Arbeit der BI-Lüne-Moorfeld
Bild:Keine-A39_4220.JPG|Wie bei unserer Aktion..
Bild:Keine-A39_4221.JPG|.. "[[Menschenkette]]"..
Bild:Keine-A39_4222.JPG|.. ist der Fußweg gesäumt mit..
Bild:Keine-A39_4223.JPG|.. rot gekleideten Menschen, ..
Bild:Keine-A39_4224.JPG|.. die ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen.
Bild:Keine-A39_4225.JPG|.. selbst auf der anderen Strassenseite.
Bild:Keine-A39_4231.JPG|EIN..
Bild:Keine-A39_4234.JPG|.. STADTTEIL..
Bild:Keine-A39_4235.JPG|.. SIEHT..
Bild:Keine-A39_4238.JPG|.. ROT!
Bild:Keine-A39_4239.JPG|"A39-Ausfahrt Lüne" NEIN DANKE!
Bild:Keine-A39_4242.JPG|Ca. 250 Teilnehmer!
Bild:Keine-A39_4254.JPG|
Bild:Keine-A39_4255.JPG|
Bild:Keine-A39_4261.JPG|Ein Thema auch bei den Kindern
Bild:Keine-A39_4265.JPG|.. schon jetzt fahren hier viel zuviele Autos.
Bild:Keine-A39_4269.JPG|Ausklang bei herrlichem Wetter, Dank an alle Teilnehmer!
Bild:Keine-A39_4271.JPG|.. Erleichterung nach gut gelaufener Aktion.
</gallery>
== 3.10.: Sülfmeisterumzug mit 50.000 Zuschauern in Lüneburg ==
<gallery>
Bild:sm2.jpg|"[[Schutzgut Mensch]]" gemeinsam mit ..
Bild:sm3.jpg|"Hamstern und Grashalmen" gegen die A39
Bild:sm1.jpg|Heinrich der Löwe unterstützt unseren Protest
Bild:Sülmeisterumzug_4170.jpg|Dezent präsent!
</gallery>
== 21.9.: Besuch im Bundestag ==
<gallery>
Bild:bt1.jpg|Abordnung der BI in Berlin
Bild:bt2.jpg|Vor dem Bundestag
Bild:bt3.jpg|Erste Interviews
Bild:bt6.jpg|Kuppelblick
Bild:bt4.jpg|Diskussion mit [[Hedi Wegener]]
Bild:bt5.jpg|Plakatgeschenk und [[Postkarten für den Verkehrsausschuss]]
</gallery>
== 16.9.: Mahnwache an der Johanniskirche anlässlich der 600-Jahrfeier des Johanneums ==
<gallery>
Bild:jk1.jpg|Wir gratulieren...
Bild:jk2.jpg|unserer alt-ehrwürdigen Bildungsstätte vor Ort...
Bild:jk3.jpg|und wünschen weiterhin gute...
Bild:jk4.jpg|Bildungsbedingungen statt Asphalt und Beton durch die A39!
</gallery>
== 2. und 9.9.: Wahlprüfstein vor der [[Kommunalwahl]] in der Lüneburger Innenstadt ==
<gallery>
Bild:kw1.jpg|Verwendung von Steuermitteln, Nachhaltigkeit, ...
Bild:kw2.jpg|Umweltschutz und [[Schutzgut Mensch]] sind die Themen zur A39
Bild:kw3.jpg|Nach der Runde durch die Fußgängerzone
</gallery>
== 27.8.: Stadtteilfest ==
=== Informationsstand ===
<gallery>
Bild:T-Shirt.jpg|Die [[T-Shirts]] sind fertig!
Bild:T-Shirts Gruppe.jpg|Das Standteam, alles Größe L.
Bild:Plakat-Gruppe.jpg|[[Plakate]].
Bild:Infostand Internet.jpg|Präsentation unseres Internetauftrittes.
Bild:Infostand OB.jpg|OB [[Ulrich Mädge]] diskutiert ...
Bild:OB mit Verena.jpg|... und bleibt gerne etwas länger.
Bild:Infostand.jpg|Der Infostand im Überblick.
Bild:Infostand Andrang.jpg|Andrang bei unserer Aktion [[Ich liebe Lüneburg]].
Bild:Infostand Regen.jpg|Gute Stimmung trotz Regen.
</gallery>
=== Malwettbewerb ===
[[Bild:Malwettbewerb0.jpg]]
<gallery>
Bild:Malwettbewerb.jpg|Die Malaktion wird sofort angenommen.
Bild:Malwettbewerb2.jpg|Andrang.
Bild:Malwettbewerb3.jpg|Eine Stadtsilhouette entsteht.
</gallery>
== Ältere Fotos ==
Alle älteren Fotos aus dem Jahr 2006 können im '''[[Fotoarchiv 2006]]''' betrachtet werden.
[[Kategorie:Aktionen]]
ea676ed093066ebeba7752377cd26000b20582dc
Arbeitsgruppen
0
1144
1302
2009-06-22T14:28:17Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{| {{tabelle}}
|[[Bild:Chaplin_kids.png|210px]]
|Auf der Seite der jeweiligen Arbeitsgruppe besteht die Möglichkeit, spezielle Informationen zu hinterlegen wie: [[Bilder einfügen|Bilder]], [[Download|Dokumente]], Termine etc.
Darüber hinaus hat jede Arbeitsgruppe ihren eigenen Chatroom, in der Fragen mit den anderen aus der Arbeitsgruppe diskutiert werden können.
In den Arbeitsgruppen ist Zuwachs immer willkommen. <br>
Also Mitmachen ausdrücklich erwünscht und auch erforderlich.
|[[Bild:Chaplin_The_Kid.jpg|155px]]
|}
<div align="center">
{|
|
*[[Arbeitsgruppe Einwände]]
*[[Arbeitsgruppe Internet]]
*[[Arbeitsgruppe Kreative Aktionen]]
*[[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion]]
*[[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren]]
*[[Arbeitsgruppe Ostumgehung]]
*[[Arbeitsgruppe Planung]]
*[[Arbeitsgruppe Menschenschutz]]
*[[Vorstand]]
|
|'''Oder hier mitmachen:'''
* [[Aktionen]]
* [[Aktuelle Ereignisse]]
* [[BI-Treff]]
* [[Trassensong]]
<br>
|}
</div>
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
020dc13e3bd20a46b867d0f703ae2e407a918192
Arbeitsgruppe Menschenschutz
0
994
1002
2009-06-22T14:48:13Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
[[Bild:Menschenschutygebiet.jpg|500px|right]]
== Menschenschutz? ==
Der Mensch wurde bei allen Planungen, insbesondere bei der neuen Stadttrasse grob vernachlässigt. Obwohl die Stadt Lüneburg mit ihrer Stellungnahme erreichen wollte, dass dem Menschenschutz höher Rechnung getragen wird, ist in den aktuellen Planungsunterlagen deutlich das Gegenteil erkennbar.
In unserer Arbeitsgruppe nähern wir uns dem Thema kreativ,
eine Ausstellung zum Thema „Menschenschutz“ ist in Arbeit.
Ziel ist die Erhaltung und Achtung unseres Lebensraumes, unserer Siedlungs- und Wohngebiete. Wir wollen aufmerksam machen auf Missstände und Fehlplanungen gegen die Menschlichkeit. Wer mitmachen möchte, melde sich bitte bei Doris Paland.
== Mitglieder ==
# [[Benutzer:Doris|Doris Paland]] (Sprecherin)
# [[Benutzer:Achim|Achim Weiß]]
# Beate Ellwanger-Stache
# [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]]
# Dieter Stache
# Elke Oldhafer-Riesner
# [[Benutzer:Frank|Frank Kracht]]
# Helmut Riesner
# Henning Pabst
# [[Benutzer:Jpfiedler|Jens-Peter Fiedler]]
# [[Benutzer:Gpk|Gaby Parnow-Kloth]]
# Kirsten Nebe
# Peter Mohr
# Peter Weerda
# [[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
# [[Benutzer:Steffine|Stefanie Becker]]
# Steffi Blandow-Wechsung
# Sybille Bollgöhn
# Thomas Handke
# Verena Fiedler
# [[Benutzer:Volker|Volker Constien]]
== Ergebnisse ==
=== Das <b>[[Menschenschutzgebiet]]</b> "ELMA" wurde am 20. Juli 2009 ausgerufen. ===
=== Es ist auch unter [http://www.menschenschutzgebiet.de www.menschenschutzgebiet.de] erreichbar. ===
<br>
<br>
<br>
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
19050f98f9f2ca24f164b38e69a6e8c296f988ef
Presseberichte Mai 2008
0
1200
1414
2009-09-21T19:48:56Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 5. Mai ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur zweifelhaften Umfrage der Handwerkskammer ====
{{LB|Renate Backhaus<br>Reppenstedt}}
{{Kasten|1=
"Autobahnen wichtig für die Region", LZ vom 2. Mai
'''<big>Kreativ gefragt</big>'''
Zur richtigen Einschätzung der Umfrage, ob die Mitglieder der Handwerkskammer Autobahnen in der Region für unverzichtbar halten, gehören schon noch ein paar mehr Informationen:
Die Kammer hat meines Wissens rund 18.000 Mitglieder, wenn davon 405 antworten, sind das knapp 2,05 Prozent. Das Interesse an dieser Frage ist wohl nicht allzu groß. Aber es klingt natürlich besser, wenn diese Zahlen verschwiegen werden und stattdessen von "74 % positiven Antworten" gesprochen wird. Von den 405 haben sich 74% positiv geäußert, wie viel sind das bitte schön von den insgesamt 18.000 Mitgliedern? Eine derart kreativ berechnete positive Einstellung scheint mir nicht zulässig zu sein. Genauso wenig zulässig ist es, vorhandene und neu geplante Autobahnen (A 39) in einer Frage zu vermengen. Wenn vorhandene Autobahnen begrüßt werden, heißt das noch lange nicht, dass weitere neue Autobahnen ebenfalls Unterstützung finden. Warum wurde nicht gezielt nach der A 39 oder der A 22 gefragt? Aus Sorge, auch unter den Mitgliedern der Handwerkskammer gebe es Nachdenklichkeit, wie viel Autobahnen wir uns zum Beispiel im Hinblick auf den Klimawandel noch leisten wollen? Interessant wäre doch eine Umfrage, was brauchen die Handwerksbetriebe vor Ort, um die Betriebe, die [[Arbeitsplätze]], die Umsätze zu sichern? Da gäbe es sicher noch einiges zu tun, jenseits weiterer Autobahnen.
}}
=== 6. Mai ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den vom Land Niedersachsen veröffentlichten Lärmkarten
|Headline=Lärmkarten mit Fehlern behaftet
|Untertitel=Stadt Lüneburg kritisiert das Land
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die Stadt kritisiert Lärmkarten, die das Land für Lüneburg im Zusammenhang
mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie veröffentlich hat.
Sie seien fehlerhaft und unvollständig. Die Karten sind Grundlage
für sogenannte Lärmaktionspläne. Die sollen, so das Ziel der EU, für belastete Flächen an
Straßen oder Bahnstrecken aufgestellt werden.
Volker Schulz, Bereichsleiter Umwelt: Als laut markiert seien Teile von A250 und Ostumgehung,
die B216 bis Ortsausgang sowie die B209 bis nach Elba. „Aber das Land hat statt
der schon vorhandenen Berechnungen aus dem Jahr 2007 die veralteten von 2005 verwendet“,
sagt Schulz. Und für den Bahnverkehr fehlen die Daten, denn die Lärmkartierung der
Bahn stehe noch aus.
Lüneburg zählt zu den Städten, die nach EU-Vorgabe schon zum Juli 2008 einen
Lärmaktionsplan aufstellen sollen.
Die Pläne sollen erstellt werden, wenn Lärmwerte über 70 dbA am Tag bzw. 60 dbA in
der Nacht liegen und mehr als ein Quadratkilometer Fläche oder mehr als 50 Anwohner
vom Lärm betroffen sind. Das gilt auch für Nachbar-Kommunen.
Deswegen will sich Schulz mit den Samtgemeinden Ilmenau, Ostheide, Bardowick sowie
der Gemeinde Adendorf über eine Ausschreibung für einen Lärmaktionsplan verständigen.
Oberbürgermeister Ulrich Mädge, zugleich Präsident des Niedersächsischen Städtetages,
fordert das Land auf, die Kommunen mit den Kosten nicht alleine zu lassen. Denn es
gehe zuerst um Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen sowie Bahnstrecken. Auf die habe
die Stadt keinen Einfluss. Aus den Lärmaktionsplänen leiteten sich zudem keine
Rechtsansprüche für Bürger ab. „Man muss aufpassen, dass nicht nur Geld verpulvert wird.“
→ Die Karten befinden sich im Internet unter der Adresse:
www.umweltkarten.niedersachsen.de/Laerm_nds
}}
=== 10. Mai ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Kostenexplosion bei der geplanten A14
|Headline=Kosten steigen für Autobahn
|Untertitel=A 39-Gegner glauben nicht an Bau
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die Kosten für den Bau der Autobahn A14 von Magdeburg nach Schwerin explodieren. Das zumindest besagt ein aktuelles Gutachten. Für die Bürgerinitiativen gegen die geplante Parallel-Autobahn A39 von Wolfsburg nach Lüneburg ein Zeichen, dass die Realisierung der A39 immer unwahrscheinlicher wird.
Die A14 soll nach Medienberichten nun 1,28 Milliarden Euro verschlingen, 503 Millionen mehr als bisher geplant. Der Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Karl-Heinz Daehre, führt nach den Berichten die höheren Kosten auf den scharfen Umweltschutz und die gestiegenen Material- und Rohstoffpreise zurück. Er rechnet {{mark|pro Autobahn-Kilometer mit drei Millionen Euro Aufschlag. Auf die rund hundert Kilometer lange A39 umgelegt, bedeutete das ein Kostenplus von rund 300 Millionen Euro.
}}
Im Bundesverkehrsministerium in Berlin sagt Sprecher Sven Ulbrich: „Für den Bau der A14 zeichnen sich Mehrkosten ab. Wie hoch die Kostensteigerungen ausfallen und wie sie begrenzt werden können, wird gerade von den Auftragsverwaltungen der Bundesländer geprüft. Die A14 ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte der neuen Länder. Deshalb hält der Bund an dem Projekt fest. Die [[Planung]]en für andere Bundesfernstraßen laufen wie vorgesehen weiter.“ Also auch für die A39.
Die Sprecherin des Dachverbandes der Bürgerinitiativen, Annette Niemann, sagt dagegen: „Jetzt beschleunigt die Unfinanzierbarkeit der A14 auch das Ende der ohnehin kaum noch realisierbaren A39.“ Denn die A39 habe ein [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]], von „kläglichen 1,87“. Der Faktor ist wichtig für Wirtschaftlichkeit einer Straße.
Erst vor kurzem hatte der Staatssekretär im niedersächsischen Verkehrsministerium, Joachim Werren, den Planungsstand zusammengefasst: Demnach wird bis zum Spätsommer das Bundesverkehrsministerium die [[Linienbestimmung]] für die Autobahn A39 abgeschlossen haben, dann beginne im Herbst die Entwurfsplanung. Die Gesamtkosten für die Autobahn bezifferte Werren mit deutlich mehr als 600 Millionen Euro.
}}
=== 21. Mai ===
{{Presseartikel
|Quelle=KB
|Thema=zum Lauftreff
|Headline="Keine A 39" Team beim Stadtlauf
|Untertitel=<br>
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Jeweils montags, donnerstags und samstags versammelt sich der [[Lauf-Treff|Lauftreff]] Lüne-Moorfeld um 19.00 Uhr im Moorweg zum gemeinsamen Laufen und Walken. Jetzt soll als Team "Keine A 39" beim "Run for Help" gestartet werden. Infos im Internet unter [[Lauf-Treff|www.bi-luene-moorfeld.de]].
}}
{{Pressefuss|April 2008|Juni 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
b936944d559a7b23f3b7d7f5e6f24b563e74cd84
Presseberichte Januar 2009
0
1179
1372
2009-10-15T20:16:02Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 7. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Einschätzung des Bundesumweltministeriums
|Headline=Ministerium kritisiert A-39-Planung
|Untertitel=Naturschutzfachliche Belange bleiben bei Linienbestimmung zum Teil auf der Strecke - Projekte nicht berücksichtigt
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Gegner der geplanten Autobahn 39 sehen sich in wesentlichen Positionen durch das Bundesumweltministerium gestärkt. Hintergrund ist die Stellungnahme der Behörde zum Linienbestimmungsverfahren durch das Bundesverkehrsministerium.
Das Verfahren ist inzwischen zwar abgeschlossen, doch hat das Haus von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ([[SPD]]) nur unter bestimmten Voraussetzungen zugestimmt. Zudem üben die Gabriel-Mitarbeiter in dem neun Seiten langen Papier deutliche Kritik an der Methodik der Umweltverträglichkeitsuntersuchung.
"Erhebliche Beeinträchtigungen" sieht das Bundesumweltministerium im Gegensatz zu den Gutachtern der Verträglichkeitsprüfung im Bereich des [[FFH]]-Gebietes "Ilmenau mit Nebenbächen". Wegen inhaltlich-methodischer Defizite könne die FFH-Verträglichkeit des Projektes mit Blick auf bestimmte Fisch- und Muschelarten sowie den Fischotter nicht abschließend beurteilt werden. Offen bleibe, so die Behörde, "ob andere ernst zu nehmende und weniger beeinträchtigende Alternativen wie der Ausbau der B 4 zu würdigen sind".
Die Defizite leitet das Umweltministerium aus dem Aufbau der Untersuchung ab. Entscheidend für die Abgrenzung des Planungsraumes und das Erfassen von Konfliktschwerpunkten sei bislang der unterschiedliche Rechtsstatus von Flächen. "Informationen über ... Lebensraumnetzwerke werden ... nicht erfasst", heißt es in der Stellungnahme, und weiter: "Die Umweltverträglichkeitsuntersuchung befasst sich vor allem mit der Vermeidung von Rechtsfolgen" - und weniger mit negativen Folgen auf "wichtige Funktionszusammenhänge in der Landschaft".
Gänzlich unberücksichtigt bleiben laut Umweltministerium unter anderem das "Grüne Band", ein länderübergreifendes Naturschutzprojekt entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, und das "Blaue Metropolnetz", das die Ausbreitungsachsen des Fischotters miteinander verbinden soll. Das Fazit der Bundesbehörde: "Die Missachtung dieser Anforderungen läuft den Zielen der nationalen Strategie zur Biologischen Artenvielfalt entgegen."
Als "fachlich erforderlich und korrekt" wertet das Haus Gabriels die Entscheidung der Planer, in zehn von insgesamt 16 Schutzgebieten im Trassenverlauf der A 39 eine differenzierte Prüfung und Bewertung wegen erheblicher Beeinträchtigungen vorzunehmen. Bemängelt wird in der Folge jedoch, dass weder die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts noch der aktuelle Stand der Wissenschaft berücksichtigt werden. Zudem würden Lärmeinwirkungen durch die geplante Autobahn 39 in allen FFH-Gebieten als nicht relevant eingestuft, bei Vogelschutzgebieten hingegen berücksichtigt. "Dies ist fachlich nicht valide."
Deshalb fordert das Ministerium im Ergebnis seiner Stellungnahme, vor allem ein Konzept zu entwickeln, um bestehende Vernetzungsbeziehungen zu erhalten. Das "Grüne Band" nehme aus Bundessicht eine herausragende Funktion ein, "der in der weiteren Planung Rechnung zu tragen ist." Sicherzustellen ist dafür jedoch die Durchlässigkeit der Lebensräume. Vorzusehen sei deshalb der Bau von Grünbrücken, Wilddurchlässen, Fließgewässer-Querungen sowie Über- und Unterführungen von Straßen und Brücken.
Der besondere naturschutzfachliche Planungsauftrag werde aufrecht erhalten, "da eine Bewältigung der ... aufgezeigten ... Konflikte in der Sache noch nicht abgeschlossen ist", heißt es zum Abschluss der Stellungnahme.
}}
=== 12. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Kritik des Bundesumweltministeriums
|Headline=Umweltministerium widerspricht heftig
|Untertitel=„Vorzugstrasse nicht in Frage gestellt“
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Autobahngegner jubilieren in einer Presseinformation, sehen sich durch eine Stellungnahme des Bundesumweltministerium (BMU) zur A39 in ihrer Kritik bestärkt. Dagegen wehrt sich das Ministerium: Der Dachverband Bürgerinitiativen gegen die A39 habe überzogene Folgerungen aus dem Papier abgeleitet.
„Das BMU hat im Rahmen seiner Beteiligung im Linienbestimmungsverfahren zur A39 gegenüber dem Bundesverkehrsministerium die vom Land Niedersachsen vorgeschlagene Vorzugstrasse der A 39 nicht in Frage gestellt“, heißt es in einer Erklärung. Aus der Stellungnahme lasse sich kein Votum für einen alternativen B4-Ausbau ableiten, wie es die Bürgerinitiativen angekündigt haben.
Richtig sei, dass das BMU in seiner Stellungnahme auf Defizite bei der Umweltverträglichkeitsuntersuchung und FFH-Verträglichkeitsprüfungen hingewiesen habe und der vorgeschlagenen Linienführung der A39 unter der Voraussetzung zugestimmt, dass die offenen naturschutzfachlichen Fragen im Rahmen des sich nun anschließenden Planfeststellungsverfahrens abgearbeitet werden.
Dazu formulierte das Ministerium Maßgaben, darunter auch einen verfahrensrechtlichen Hinweis, der die Einbeziehung
des Ausbaus der B4 als mögliche Planungsalternative beinhaltete. Der Hinweis auf die B4 erfolgte aufgrund zwingender
rechtlicher Vorgaben und ist vor allem der Rechtssicherheit der Planungsunterlagen im Hinblick auf die Verträglichkeit des Vorhabens mit Natura 2000-Gebieten geschuldet.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Lärm an der Ostumgehung ====
{{LB|Klaus Bruns, Reppenstedt<br>
}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Januar_2009#Landeszeitung_zur_Einsch.C3.A4tzung_des_Bundesumweltministeriums|"Ministerium kritisiert A39-Planung", LZ vom 7. Januar]]
'''<big>Unsinnige A 39-Planung</big>'''
Die A39-Planung kann man ja nur noch als Lachnummer bezeichnen. Ich empfehle eine Untertunnelung der Autobahn,
damit die Fledermäuse ihren ungestörten, von Lärm befreiten Weg finden. Entweder man sorgt dafür, dass die Umwelt
platt gemacht wird, dann können die Autos so richtig Gas geben, oder man sorgt für Tunnel – dann finden auch die
Frösche, ohne dass sie über die Straße getragen werden müssen, ihre wenigen Biotope ohne Menschenhand. Autos haben jetzt Vorrang. Es geht ja schließlich um Arbeitsplätze. Wann hört diese unsinnige Planung der A39 endlich auf?
Wenn die IHK endlich mit ihrer Reklame aufhört?
}}
=== 14. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=KB
|Thema=zum Thema Flächenverbrauch durch Autobahn
|Headline=Wenn der Acker Autobahn wird
|Untertitel=A 39: Fernstraßenbau bringt viele Probleme für die Landwirte mit sich
|Autor=(red)
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
'''Bauern gehören zu den Hauptbetroffenen beim Bau der A 39.'''
[[Bild:KB 2009 01 14.jpg|thumb|517px|right|'''Wenn die Autobahn ihr Land frisst, erhalten Landwirte eine finanzielle Entschädigung - einen Rechtsanspruch auf Ersatzland gibt es nur in Ausnahmefällen''' Foto: Brinkopp-rode/pixelio]]
Die Autobahn 39 ist ein Reizthema. 35 Bürgerinitiativen sind entstanden, die Menschen in der Region fürchten vor allem Verkehrslärm in ihrem Lebensumfeld und die Zerstörung einer weitgehend intakten Landschaft. Von den Bauern an der 105 Kilometer langen Trasse ist in den Debatten selten die Rede. Dabei gehören sie zu den Hauptbetroffenen, wie der Dachverband der Bürgerinitiativen jetzt mitteilt.
Er beruft sich dabei auf eine Informationsveranstaltung der Landberatung Uelzen. „Bei dieser hochkarätigen Information der Agrar-Ringberatung ist den Teilnehmern erst richtig klar geworden, welche Fülle an Problemen, Unsicherheiten und Aufwand sie im Falle eines Baus der A 39 zu erwarten hätten", sagt Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann. Mit der [[Linienbestimmung]] durch den Bundesverkehrsminister ist das Fernstraßenprojekt seiner Verwirklichung einen Schritt näher gekommen.
Landwirte, die durch die neue Autobahn Land verlieren, erhalten eine festgelegte Entschädigung. Nur wenn ein Landwirt in seiner Existenz gefährdet ist, hat er Anspruch auf Ersatzland. Findet er kein Ersatzland, muss die Entschädigungszahlung außerdem versteuert werden. Noch
schlechter ist die Stellung von Pächtern: Je nach Restlaufzeit des Vertrags erhalten sie nur
eine sehr geringe Entschädigung. Schneidet die Autobahn Ackerflächen vom Hof ab, gelten gewisse Umwege als zumutbar.
Der Flächenverbrauch der Autobahn wird aus Sicht Jürgen von Haarens von der Landwirtschaftskammer zu existenziellen Problemen fuhren, denn ein großer Anteil der landwirtschaftlichen Flächen sei Pachtland, Ersatzflächen fehlten. Schon jetzt ist Ackerland begehrt.
Wachsamkeit ist in dem Flurbereinigungsverfahren im Zusammenhang mit dem Autobahnbau gefordert. Landwirte müssten über viele Jahr hinweg jede Einzelheit in Protokollen und Schriftstücken prüfen: „Wenn Sie Ihren Hof in ein Flurbereinigungserfahren geben, dann ist das genau so gravierend wie ein Verkauf Ihres Hofes“, warnt Rechtsanwalt Volker Henties. „Denn Sie bekommen am Ende etwas ganz anderes dafür zurück."
}}
=== 17. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Meinung der IHK
|Headline=Rückenwind für A 39
|Untertitel=Kammer begrüßt Minister-Bekenntnis
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, Michael Zeinert, hat das klare Bekenntnis von Verkehrsminster Walter Hirche zur Autobahn 39 begrüßt – insbesondere die Vorgabe, erste Teile müssten Ende 2013 planfestgestellt sein. „Ohne die Fortführung der A250 nach Süden können aus den Entwicklungen im Hamburger Hafen resultierende Wertschöpfungspotenziale weder in Lüneburg noch in Uelzen erschlossen werden“. Unterdessen hat der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Thümler im Landtag eine beschleunigte Planung der A22 und der A39 gefordert. „Beide Strecken zählen zu den wichtigen Hafenhinterlandanbindungen und damit zu den vorrangigen Infrastrukturprojekten auf der Straße in Niedersachsen.“
Nach der A39 müsse nun auch die A22 in das Gesetz zur Beschleunigung von Planungsverfahren für Infrastrukturvorhaben aufgenommen werden.
}}
=== 24. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Beginn der Entwurfsplanung
|Headline=Deckel für die Ostumgehung?
|Untertitel=A-39-Planer erarbeiten Entwurf für ersten Abschnitt bis Bilmer Berg
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Angelaufen ist jetzt die Detail-Planung für den Bau der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg. Das teilte Dirk Möller, Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit. Die Arbeiten konzentrieren sich zunächst auf den 7,6 Kilometer langen ersten Abschnitt zwischen dem Ende der A250 nördlich Lüneburg bis zur Bundesstraße 216. Geklärt werden soll auch die strittige und heftig diskutierte Frage nach einem Deckel im Bereich der jetzigen [[Ostumgehung]].
„Dazu werden [[Lärm]]emissionen und Luftschadstoffbelastungen untersucht“, sagt Möller.Auf dieser Grundlage werden die notwendigen Schutzmaßnahmen wie Lärmschutzwände, -wälle oder eben Deckel ermittelt. „Entscheidend wird sein, mit welchen Maßnahmen die Grenzwerte der Lärm- und schadstoffemissionen eingehalten werden können“, sagt der Behördenleiter. Im Klartext: Ist in nur einem Fall ein Deckel erforderlich, wird die Schutzmaßnahme wohl auch kommen.
Werden die Grenzwerte mit Wänden und Wällen eingehalten, wird letztlich die Politik entscheiden müssen, ob es dennoch einen Deckel gibt. Befassen müssen sich die Planer jedoch noch mit weiteren heiklen Themen. Erarbeitet werden soll auch ein Anschlussstellenkonzept für den Raum Lüneburg. Bislang gibt es allein im Verlauf der Ostumgehung sechs Auf- und Abfahrten. Unterschiedliche Entwurfsvarianten will die Landesbehörde auch für den Übergang zum zweiten Planungsabschnitt vorlegen. Ziel ist es, im Bereich Bilmer Berg die Zerschneidung potenzieller Gewerbegebiete möglichst gering zu halten.
Bei einer Projektkonferenz sind Vertreter der betroffenen Gemeinden, der Stadt Lüneburg und von Fachbehörden und Verbänden bereits über die Planungsschritte informiert worden. Festgelegt worden sind bei einem zweiten Treffen, dem sogenannten „Scoping“-Termin, Inhalt und Umfang der vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung. Eingebunden waren dabei die anerkannten Naturschutzverbände und mit Umweltaufgaben befassten Träger öffentlicher Belange. Bereits in der kommenden Woche beginnen parallel zur Entwurfsplanung bei Lüneburg die Arbeiten am siebten Abschnitt zwischen Weyhausen und Ehra im Landkreis Gifhorn.
Im März sollen dann die Planungsschritte für den zweiten Abschnitt zwischen Lüneburg (B 216) und Bad Bevensen (L 253) vorgestellt werden. Bis der Entwurf für den ersten Abschnitt vorliegt, wird es laut Möller noch zwei bis zweieinhalb Jahre dauern.
}}
===== Unterlagen hierzu =====
{|
| <center>{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:C52964104 L20.pdf}}'''[[Media:C52964104 L20.pdf|Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg<br>Projektkonferenz 22.01.2009<br>Neubau der A 39 Lüneburg-Wolfsburg, Abschnitt 1 Lüneburg-Nord]]'''</center>
|}
{{Pressefuss|Dezember 2008|Februar 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
1ae34046e6a4a09834e4f4e96c4b8e09e51371a0
Presseberichte Februar 2009
0
1175
1364
2009-11-22T21:49:13Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 16. Februar 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Informationsveranstaltung zum Lärm an der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Schutz vor Verkehrslärm
|Untertitel=
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Weit mehr als 40 000 Autos fahren täglich über die Ostumgehung. Wird die umstrittene Autobahn 39 gebaut, fürchten Anwohner, dass es mehr als 100 000 Fahrzeuge werden könnten. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld fordert schon jetzt einen besseren Lärmschutz. Die Mitglieder fühlen sich nicht ernst genommen: Das Thema Lärmschutz werde mit Hinweis auf die A39 von Politik und Verwaltung „auf unbestimmte Zeit verschoben“.
Die Anwohner laden zur Informationsveranstaltung ein. Am Freitag, 20. Februar, 19.30 Uhr, spricht im Erbstorfer Lokal Lim's Christian Popp vom „Lärmkontor“ über gesundheitliche Aspekte. Der Experte für Verwaltungsrecht, Michael Günther, leuchtet die Frage aus, welche Ansprüche auf Lärmschutz Anlieger einer bestehenden Straße haben.
}}
=== 20. Februar 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=„Flüsterasphalt“ und „Blitzer“
|Untertitel=Lärmschutz auf der Ostumgehung im Bereich Moorfeld soll verbessert werden – BI skeptisch
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Zwar ist der Bau der umstrittenen A39 noch Zukunftsprojekt, doch schon heute fahren mehr als 40 000 Fahrzeuge über die Ostumgehung. Deshalb fordert die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld seit längerem besseren Lärmschutz, heute Abend will die BI bei einer Veranstaltung im Lokal „Lim's“ über die rechtlichen Möglichkeiten informieren. Stadt, Kreis und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) legen nun vor: Mit „Flüsterasphalt“ und einem „zusätzlichen Blitzer“ soll der Lärmschutz im Bereich Moorfeld verbessert werden.
In einer gemeinsamen Presseerklärung kündigen sie an: Da die beiden Fahrstreifen in Richtung Uelzen im Bereich Moorfeld in diesem Jahr saniert werden müssen, werde offenporiger Asphaltbeton – „Flüsterasphalt“ – eingebaut. „Der soll den Verkehrslärm verringern“, sagt Annette Padberg von der NLStBV. Normalerweise müsse für diese Arbeiten das Ergebnis des ergänzenden Planfeststellungsverfahrens abgewartet werden, um den Einbau des Flüsterasphalts rechtlich abzusichern. „Da dieses Verfahren aber Zeit in Anspruch nimmt, wollen wir schon durch die ohnehin erforderliche Sanierung die Situation vor Ort verbessern.“
[[Bild:LZ_2009-02-20_1.jpg|thumb|600px|right|'''Mehr als 40 000 Fahrzeuge brettern t_glich über die Ostumgehung. „Flüsterasphalt“ im Bereich Moorfeld soll den Lärm reduzieren.''' Fotos: A/t&w]]
Laut ihrem Kollegen Jürgen Rentsch, Fachbereichsleiter Bau und Betrieb, werden insgesamt 3,5 Kilometer Fahrbahn
saniert. Los geht es rund 500 Meter hinter der Abfahrt Nord Richtung Uelzen. „Im Bereich Moorfeld werden 1090 Meter
Flüsterasphalt verlegt, der zirka 50 Prozent mehr kostet als normaler Asphalt.“ Die Arbeiten sollen während der Sommerferien laufen.
Der Landkreis plant außerdem, zwischen den Anschlussstellen Lüneburg Nord und Lüneburg-Lüne/Stadtmitte in Richtung Uelzen einen zusätzlichen Blitzer aufzustellen. Kreisrätin Monika Scherf: „Bei mobilen Messungen haben wir
in diesem Bereich immer wieder erhöhte Geschwindigkeiten festgestellt.“ Auch Unfälle seien darauf zurückzuführen. „Die Zahl wollen wir durch den Blitzer verringern. Nebeneffekt wäre eine Lärmreduzierung.“
OberBürgermeister Ulrich Mädge stellt aber auch klar: „Kommt die A39, muss noch mehr passieren. Im Bereich Moorfeld muss eine Deckelung über die Fahrbahn.“ Diese werde von der Landesbehörde bei der Planaufstellung „als eine ernsthafte Alternative geprüft“.
[[Bild:LZ_2009-02-20_2.jpg|thumb|600px|left|'''Ein zusätzlicher Blitzer soll die Autofahrer bremsen.''']]
Dass der Deckel ernsthaft kommt, glaubt die Bürgerinitiative nicht. „Deshalb muss der Lärmschutz schon jetzt festgezurrt werden“, sagt Sprecher Jens-Peter Fiedler. „Wir sind froh, dass was passiert.“ Denn Stadtrat und Kreistag hätten bereits im vergangenen Jahr Beschlüsse gefasst, dass der Lärmschutz verbessert werden sollte, „allerdings haben wir dann nichts mehr von konkreten Umsetzungsvorschlägen gehört.“
Der „Flüsterasphalt“ sei eine schnelle Maßnahme zur Verbesserung des Lärmschutzes. „Wir sehen das dennoch kritisch. Denn einerseits ist das keine wirkungsvolle Dauerlösung, da dieser Asphalt auch verschleißt. Andererseits bleiben weiter Motorgeräusche, und Immissionen wie der CO2-Ausstoß und der Feinstaub werden dadurch nicht reduziert“, sagt Fiedler. „Wir fordern die Umsetzung optimaler und effektiver Emissionsschutzmaßnahmen.“
Für die Aufstellung eines „Starenkastens“ habe die BI schon vor zwei Jahren plädiert, sie begrüße nun diesen Schritt.
Fiedler meint aber auch: „Dieser und der Blitzer auf der anderen Seite müssten ständig in Betrieb sein, damit die Verkehrsteilnehmer wirklich vom Gas gehen.“ Allerdings habe das für Lkw, die besonders viel Lärm verursachten, keinen Effekt, da die sowieso nur maximal Tempo 80 fahren dürften.
}}
=== 21. Februar 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Lärmschutz auf Ostumgehung
|Untertitel=SPD wertet angekündigte Maßnahmen als Erfolg ihrer Arbeit
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die SPD in Lüneburg bucht den geplanten Lärmschutz an der Ostumgehung auf ihr Konto. „Unser
Einsatz für Lärmschutz hat sich offensichtlich gelohnt“, stellt Hiltrud Lotze fest, die Vorsitzende der SPD Lüneburg. Wie
berichtet, soll auf der Umgehung teils „Flüsterpflaster“ verlegt, soll ein weiterer Blitzkasten installiert werden.
Lotze nun in einer Pressemitteilung: In vielen Gesprächen mit Bürgern aus den angrenzenden Wohngebieten und
Vertretern der Bürgerinitiative Moorfeld habe man die Sorge um die Lärmbelastung aufgenommen und zugesagt, sich für Lärmschutz einzusetzen. Somit werte die SPD die angekündigten Maßnahmen als Erfolg des politischen Engagements.
Positiv sieht Lotze auch die Aussagen der Landesstraßenbauverwaltung, den Bau ergänzender bzw. zusätzlicher Lärmschutzmaßnahmen beim Bau der geplanten A39 in die Planung einzubeziehen. Mit der SPD-Bundestagskandidatin bestehe übereinstimmung darin, dass „die A39 nur akzeptabel ist, wenn es für die Anwohner den bestmöglichen Lärmschutz gibt. Dazu brauchen wir eine Deckelung der Trasse im Bereich des Moorfeldes, um dort die Lärmwerte einzuhalten“, erklärt Lotze, da könnten sich die Bürger auf die SPD verlassen.
}}
=== 23. Februar 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Informationsveranstaltung zum Lärm an der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Erster Schritt auf Klageweg
|Untertitel=Anwalt informiert Bürgerinitiative über juristische Möglichkeiten
|Autor=rast
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009-02-23.jpg|thumb|600px|right|'''Die Sprecher von Bürgerinitiative und AG Ostumgehung mit den beiden Referenten (v.l.): Stefanie Becker, Gernot Brich, Jens-Peter Fiedler, Anwalt Michael Günther, Andreas Petersen und Lärmexperte Christian Popp.''' Foto: be]]
„Sie befinden sich in einer zeitlich kritischen Phase. Ist der Flüsterasphalt erst aufgebracht, werden die
nötigen Dezibelwerte eventuell nicht mehr erreicht. Sie müssen ganz schnell Ihre Anträge bei der Straßenbauverwaltung stellen und Ihre Ansprüche geltend machen.“ Diesen Tipp gab der Hamburger Rechtsanwalt Michael Günther, Experte in Sachen Verkehrs- und Verwaltungsrecht, den Anwohnern aus dem Bereich Lüne-Moorfeld, damit künftig ein wirkungsvoller Lärmschutz an der Ostumgehung und der nach Plänen später dort verlaufenden Autobahn A39 gewährleistet sei.
Die Bürgerinitiative (BI) Lüne-Moorfeld, die auch die Arbeitsgemeinschaft Ostumgehung gegründet hat, hatte den Hamburger Lärmexperten Christian Popp von der Firma Lärmkontor und den Juristen Michael Günther ins Lokal
Lim's eingeladen, um mehr als 120 Interessierten Informationen über das Thema Lärm und mögliche rechtliche Schritte zu geben. Laut Vera Fiedler von der BI war das der erste Schritt auf dem juristischen Klageweg gegen den Lärm.
Stadt, Kreis und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatten einen Tag zuvor angekündigt, dass beide Fahrstreifen in Richtung Uelzen auf der Ostumgehung im Bereich Moorfeld in diesem Jahr saniert werden (LZ berichtete). Eingebaut werden solle offenporiger Asphaltbeton, der „Flüsterasphalt“. OberBürgermeister Ulrich Mädge hat bereits klargestellt: „Kommt die A39, muss noch mehr passieren.“
Anwalt Günther sagte, dass die Anwohner – ausgehend vom Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahre 1981 – Anspruch auf Nachbesserung beim Lärmschutz und eine Absenkung des Lärmpegels haben, wenn der Lärm am Tage 64,1 und nachts 54,1 Dezibel nicht überschreite. Komme der Flüsterasphalt, würden diese Werte eventuell nicht mehr erreicht. Darum könne jetzt schnelles Handeln geboten sein. Allerdings habe der Lkw-Verkehr seit 1981 überproportional zugenommen, sodass „die Chance gut ist, dass die für die Lärmsanierung nötigen Pegel da sind.“ Die Betroffenen sollten sich ganz genau ansehen, was im Planfeststellungsverfahren festgeschrieben wurde und wie die Verkehrsprognosen aussahen. Wichtigster erster Schritt: „Alle möglichen Betroffenen sollten einen Auskunftsanspruch stellen.“
}}
'''Anmerkung:''' In dem Satz mit den Dezibel-Zahlen hat die LZ ein falsches „nicht“ eingebaut.
{{Pressefuss|Januar 2009|März 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
0c8e491cd8aba4b69929e7a5838518398b090968
Presseberichte März 2009
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2009-11-22T21:49:52Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 7. März 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu Arbeitsplätzen durch Autobahnen ====
{{LB|Hansjörg Witte<br>
Betzendorf
}}
{{Kasten|1=Mädge sucht juristischen Hebel gegen FOC, LZ vom 6. März
'''<big>Schattenseiten des Wachstums</big>'''
Viele Lüneburger Politiker und Geschäftsleute befürchten mit Recht, ein Fabrikverkaufszentrum (FOC) an der A7 bei Soltau könne zu einer Schwächung der Innenstadt Lüneburgs, des Einzelhandels und der historischen Infrastruktur
vor Ort führen.
Unter ihnen sind viele, die sich zugleich für den Bau der A39 einsetzen. Sie begründen den Bau dieser Autobahn damit,
dass sie zur Ansiedlung von Unternehmen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen werde. Wie wäre es also mit
einem weiteren FOC an einer A39 zwischen Lüneburg und Uelzen?
Leider hat sich die Erkenntnis noch nicht durchgesetzt, dass Wachstum an einer Stelle heute mit Ausbeute und Ausbluten an anderer Stelle verbunden ist. Kann also wirtschaftliches Wachstum noch unreflektiertes Ziel sein, wenn man sieht, dass es auf Kosten der Natur, des Bodens, des Klimas, der begrenzten Ressourcen, unserer Nachkommen, der armen Länder und so auch unserer historisch gewachsenen Innenstädte geht?
}}
=== 12. März 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu Arbeitsplätzen durch Autobahnen ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>
Bienenbüttel
}}
{{Kasten|1=IHK-Konferenz zum Elbe-Seitenkanal, LZ-Bericht
'''<big>Keine Zeit für Prestige-Projekt</big>'''
Eine klarere Absage an die hochfliegenden Pläne von Wittingen, Uelzen und auch Lüneburg von Logistikparks, Güterverkehrszentren oder Güter-Terminals an der möglichen A39 kann man sich kaum denken: Bei der IHK-Konferenz in Uelzen zum Elbe-Seitenkanal empfahlen die von den Städten selbst beauftragten Gutachter stattdessen lediglich, die vorhandenen wenn auch recht begrenzten Stärken beim Umschlag von Getreide, Brennstoffen und Baustoffen weiter auszubauen.
Sie fanden zwar gute Worte für eine „trimodale Anbindung“ durch Bahn, Kanal und Straße, sie maßen einer geplanten A39 m. E. aber allenfalls eine „ergänzende“ und kurzfristige Funktion bei einem eventuellen Baustoff-Umschlag während
der Bauphase bei. Kein Wunder, denn der Vertreter des als Musterbeispiels angeführten Hafens Braunschweig betonte,
dass sein Hafen deshalb boome, weil 90 Prozent der angelandeten Güter in einem Umkreis von 40 Kilometern gebraucht würden (VW). Diese Voraussetzung fehlt bei den anderen Städten.
Überaus bezeichnend, dass kein einziger dieser Wirtschaftsvertreter oder der Vertreter des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums auch nur ein einziges Wort zur A39 verlor. Es ist eindeutig: Wittingen, Uelzen und Lüneburg haben ihre unrealistischen Hafen- und Logistikpläne seinerzeit hochgepusht, um die A39 und ihre damit verbundenen Träume irgendwie zu rechtfertigen. Nachdem diese Illusionen nunmehr auf ein Normalmaß zurechtgestutzt sind, fällt auch diese letzte Begründung für die A 39 weg, zumal die A-39-Lineinführung am Lüneburger Kanal den Ausbau des Lüneburger Hafens behindert. Uelzens überdimensionale Gewerbegebiete an der A-39-Trasse sind schon jetzt ortsschädigende Investitionsruinen.
Es wird nun Zeit, sich von Ideologien und hohlen Prestige-Projekten abzuwenden und sich auf die realistischen Chancen unserer Standorte zu besinnen: z.B. mit dem vorrangigen Einsatz für den Ausbau des Elbe-Seitenkanals und des zu kleinen Schiffshebewerks in Scharnebeck, mit dem Ausbau von Agrar- und Ernährungswirtschafts-Clustern, Tourismus, Kur- und Gesundheitswesen.
}}
=== 19. März 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema= zu Resolution in der Samtgemeinde Ostheide
|Headline=Neuer Streit um A-39-Trasse
|Untertitel=Samtgemeinde Ostheide ist sauer über Vorstoß der Stadt Lüneburg und verabschiedet Resolution
|Autor=kre
|Ort=Neetze/Barendorf
|Link=
|Text=
Bislang existiert die A39 nur auf dem Reißbrett. Doch das Straßenbauprojekt entwickelt sich
schon jetzt immer mehr zum Spaltkeil. Am Dienstagabend gingen in der Samtgemeinde Ostheide die Kommunalpolitiker
auf die Barrikaden. Während der Samtgemeinderatssitzung verabschiedeten sie eine Resolution, in der sie sich einstimmig und mit Nachdruck gegen eine Verschiebung der Vorzugsvariante aussprachen.
Der Groll der Ratsmitglieder richtet sich dabei in erster Linie gegen die Hansestadt Lüneburg. „Mit Erstaunen müssen wir feststellen, dass Oberbürgermeister Ulrich Mädge auf eine veränderte Linienführung der A39 im Bereich des Lüneburger Hafens drängt“, stellte Heinz Ehrlich, Sprecher der Gruppe SPD/Grüne im Samtgemeinderat, fest und fügte sorgenvoll hinzu: „Von einer geänderten Linienführung wären aber in erster Linie unsere Bürger in Wendisch Evern, Barendorf und
Vastorf betroffen.“
[[Bild:LZ_2009-03-19.jpg|thumb|600px|left|'''Gut ausgerüstet ist jetzt SamtgemeindebÜrgermeister Norbert Meyer (Mitte) für die Verhandlungen um den endgÜltigen Trassenverlauf: Reinstorfs BÜrgermeister Norbert Bisanz (l.) Überreichte ihm ein T-Shirt, dessen Aufdruck auch Barendorfs Bürgermeister Bernd Hein (r.) gefällt. ''' Foto: kre]]
Noch deutlicher kritisierte CDU-Fraktionschef Meinhard Perschel das Vorgehen der Hansestadt: „Offenbar genießen
die Bewohner unserer Gemeinden in den Augen der Stadt weitaus weniger Schutz, als ein Gewerbegebiet, das es bislang noch nicht einmal gibt.“ Und auch Bernd Hein (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Barendorf, geißelte die Politik der Stadt als „unerträglich.“
„Das Schutzgut ,Mensch' ist nach Auffassung des Rates der Samtgemeinde Ostheide und der betroffenen Mitgliedsgemeinden weitaus höher zu bewerten als ein in Planung befindliches Gewerbegebiet der Hansestadt Lüneburg“, heißt es deshalb in der Resolution.
Und die Samtgemeinde Ostheide scheut sich auch nicht, nötigenfalls gerichtlich vorzugehen, um ihre und die Interessen
ihrer Bürger zu wahren: „Als Mitglied im Schutz- und Klagefonds werden die Samtgemeinde Ostheide und die unmittelbar betroffenen Mitgliedsgemeinden ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen“, geben sich die Ratsmitglieder
kämpferisch.
Dass die endgültige Trassenführung in der Tat noch nicht bis ins Detail festgezurrt ist, betätigte gestern auf LZ-Anfrage
die stellvertretende Leiterin des Niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Annette Padberg: „Die
Linienbestimmung ist im Maßstab 1:25000 durchgeführt worden. Jetzt findet die Detailplanung im Maßstab 1:1000 statt“,
erklärt die Straßenbau-Expertin. Dabei, so Padberg weiter, könnten sich bei der Optimierung der Trasse durchaus auch
„kleinräumige Varianten“ ergeben, die untersucht werden müssten.
Auf die Frage, wie nah oder wie weit diese „kleinräumigen Varianten“ von der ursprünglichen Linienführung abweichen
können, antwortete die stellvertretende Amtsleiterin: „Das kann ich nicht sagen, da muss man schauen.“
Rudi Kiener (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Wendisch Evern, und Mitglied im Samtgemeinderat, machte am
Dienstagabend ebenso wie seine Ratskollegen unmissverständlich deutlich: „Eine südliche Verschiebung der Vorzugsvariante der geplanten A39 wird mit uns ebenso wenig zu machen sein wie eine Verlegung des bisher geplanten Kreuzungspunktes der Autobahn mit dem Elbe-Seitenkanal.“
}}
==== Kommentar in der {{LZ}} von Klaus Reschke ====
{{Kasten|1='''Parteibuch zählt nicht'''
Autobahnen sollen Orte verbinden: Mit der A39 erreicht man zurzeit genau das Gegenteil. Selbst Parteifreunde geraten
über dieses Millionenprojekt in Streit.
Es wirkt ein wenig wie der Kampf David gegen Goliath, wenn sich die Ostheider Rathauschefs – allesamt mit SPD-Parteibuch – gegen die Pläne ihres Parteifreundes in der Hansestadt zur Wehr setzen. Aber der Aufstand der Ostheider beweist nur: Der Wahlkampfslogan „Stadt und Land – Hand in Hand“ ist längst in der Mottenkiste verschwunden. Jetzt geht es darum, beim A-39-Trassenverlauf das Terrain abzustecken. Und da ist sich jeder selbst der Nächste – Parteibuch hin oder her.
}}
=== 27. März 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema= zur A39-Planung
|Headline=Entwurfsplanung für zweiten A-39-Abschnitt
|Untertitel=Projektkonferenz mit Umweltverbänden
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2009-03-27.jpg|thumb|600px|right|'''Mit Beteiligung der Kreise Lüneburg und Uelzen hat die Projektkonferenz für den zweiten Abschnitt der A39 stattgefunden.''' Foto: A]]
Für die Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg beginnt in den Kreisen Lüneburg und Uelzen die Entwurfsplanung. Für das Stadtgebiet hat diese Projektkonferenz bereits im Januar stattgefunden. „Nachdem das
Bundesverkehrsministerium den generellen Verlauf der Trasse in der Linienbestimmung festgelegt hat, arbeiten wir auf
dieser Grundlage einen detaillierten Entwurf aus“, erklärt Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr.
Laut Möller wird der rund 20 Kilometer lange Abschnitt 2 zwischen Lüneburg (B 216) und Bad Bevensen (L 253) betrachtet, zum Beispiel die Auswirkung des Autobahnbaus auf die Umgebung, aber auch technische Fragen wie Übergang zum Abschnitt 1 mit unterschiedlichen Varianten im Bereich der Querung des Elbe-Seitenkanals, die Trassenoptimierung entlang des Kanals oder die Standortsuche für eine PWC-Anlage (Parkplatz mit WC-Häuschen)
werden angeschnitten.
Bei der Konferenz waren neben den Kreisen Lüneburg und Uelzen, der Stadt Lüneburg auch Vertreter aus Gemeinden,
Fachbehörden und Verbänden. Verbunden war sie mit dem so genannten „Scoping“-Termin.
Scoping ist abgeleitet vom englischen Begriff scope, zu deutsch: Bereich, Umfang, Spielraum, Betätigungsfeld oder
Wirkungskreis, heißt es im Internet-Lexikon „Juraforum“. Im Bauplanungsrecht ist Scoping mit „Unterrichtung des Vorhabenträgers“ zu übersetzen.
Im Vorfeld einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sollen sich der Träger und die Behörde zusammensetzen, um
unter anderem den Träger über nötige UVP-Unterlagen zu unterrichten. Eingebunden sind Naturschutzvereine und Träger öffentlicher Belange, die mit Umweltaufgaben befasst sind. Rund 105 Kilometer lang ist die Trasse der A39, sie ist laut Möller in sieben Abschnitte unterteilt. Die Planungen in Abschnitt 3 zwischen Bad Bevensen (L 253) und Uelzen (B 71) sowie Abschnitt 5 zwischen Bad Bodenteich (L 265) und Wittingen (B 244) werden im Juni beginnen, in Abschnitt 4 zwischen Uelzen (B 71) und Bad Bodenteich (L 265) zum Jahresende. Die Abschnitte 6 und 7 im Kreis Gifhorn wird
vom Geschäftsbereich Wolfenbüttel der Landesbehörde durchgeführt, auch hier waren die Auftaktkonferenzen schon.
Die Entwurfsarbeit je Abschnitt soll zwei bis zweieinhalb Jahre dauern. Infos gibt es im Internet unter: [http://www.strassenbau.niedersachsen.de www.strassenbau.niedersachsen.de]
}}
{{Pressefuss|Februar 2009|April 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
af2f1fc0f48c7d1c9a0e62a85e04f970b16f69e7
Presseberichte April 2009
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2009-11-22T21:50:25Z
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=== 1. April 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Streit um die A39-Trasse, LZ-Bericht vom 19. März ====
{{LB|Bernd Röver<br>
Wendisch Evern
}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_März_2009#Landeszeitung_zu_Resolution_in_der_Samtgemeinde_Ostheide|"Neuer Streit um A39-Trasse", LZ vom 19. März]]
'''<big>Lüneburg droht der Verkehrsinfarkt</big>'''
Sankt Florian lässt grüßen. Während Samtgemeindebürgermeister Meyer die A39 weg von Vastorf wünscht und dabei schon mal vergisst, dass Wendisch Evern zur Samtgemeinde Ostheide gehört, träumt Herr Mädge von blühenden Gewerbegebieten am Welthafen Lüneburg. Parteifreunde hin oder her, jetzt will es die mächtige Hansestadt wissen. Was scheren mich die Nachbarn oder Freunde, die wählen mich ja nicht.
Mit der ihm ureigenen Kernkompetenz der Arroganz stößt der Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg Nachbargemeinden und Parteifreunde vor den Kopf, statt sich um die wirklichen Probleme zu kümmern, nämlich z. B. die Frage zu klären, wie bei einer Nutzung der Ostumgehung als Autobahn von Skandinavien nach Südosteuropa
der völlige Verkehrsinfarkt in Lüneburg abzuwenden ist.
Aber von blühenden Riesengewerbegebieten fabuliert es sich leichter, da hört auch der geneigte Wähler gerne zu. Mit dem Wort „Arbeitsplätze“ lässt sich trefflich werben. Da spielt es keine Rolle, ob Wissenschaftler etwas anderes sagen, es wird auf die Lobby gehört.
Dass niemand in der Lage sein wird, die A39 zu bezahlen, wissen eigentlich alle, spätestens seit der Kostenexplosion
der A14. Die Planung der A39 blockiert die dringend nötige Verkehrsentwicklung der B4. Die Autobahn A39 ist sinnlos
und Verschwendung von Steuergeldern. Im Westen Lüneburgs wie im Osten. In Vastorf wie in Wendisch Evern, in Lüneburg oder Kirchgellersen.
Statt Zukunftsplanung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum hören wir immer wieder gebetsmühlenartig die
Mär von den Arbeitsplätzen durch Autobahnanschluss.
Wenn Oberbürgermeister Mädge die Zukunftsfähigkeit des Hafens sichern möchte, dann sollte er sich gegen Autobahn
stellen, die nämlich nur den Verkehr von der Wasserstrasse abzieht und auf die Strasse bringt.
}}
=== 11. April 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Autobahn-Planungen
|Headline=Hohes Tempo beim Bau der Autobahnen
|Untertitel=100 Millionen Euro fließen in den Ausbau der A 7 – A 39 und A 22 in der Entwurfsplanung
|Autor=ln
|Ort=Hannover
|Link=
|Text= Der Ausbau der Autobahnen in Niedersachsen schreitet zügig voran. Vor allem im Süden des Landes, wo die A7 zurzeit auf sechs Spuren erweitert wird, geht es in großen Schritten vorwärts. Der elf Kilometer lange Abschnitt bei Göttingen soll Ende 2010 fertig sein. Es wird insgesamt 70 Millionen Euro kosten, sagte der Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Udo Othmer. In diesem Sommer wird dann mit einem weiteren, sechs Kilometer langen Teilstück nördlich von Göttingen begonnen, das 30 Millionen Euro kosten soll.
Zudem sollen noch mehrere Abschnitte zwischen Bockenem und dem Dreieck Salzgitter verbreitert werden. „Das sind alles Projekte mit Baureife. Da könnten wir sofort loslegen.“ Dafür fehlen jedoch noch die notwendigen Gelder des Bundes. Auch für den Abschnitt zwischen Bockenem und Seesen läuft bereits ein Planfeststellungsverfahren. „Doch auch hier fehlt noch das Geld, und wenn wir die Mittel hätten, könnten wir dort ebenfalls Mitte des kommenden Jahres beginnen“, sagte Othmer. Für die Strecke zwischen Seesen und Nörten-Hardenberg gibt es dagegen erst einen Vorentwurf.
Im Norden des Landes sind die Arbeitsaufträge für den ebenfalls sechsspurigen Ausbau der A1 zwischen Hamburg und
Bremen nach Angaben des Verkehrsministeriums bereits komplett vergeben. Im November begannen dort die Arbeiten. Noch nicht so weit sind dagegen die Planungen für die A39 von Braunschweig in Richtung Lüneburg und die A22 von der Unterelbe an der Grenze zu Schleswig-Holstein bis nach Oldenburg. „Bei beiden sind jetzt aber die Raumordnungsverfahren durch“, sagte ein Sprecher der Landesbehörde für Straßenbau. Nun gehe es in die Entwurfsplanung.
„Bei der A22 wird damit in Kürze begonnen, bei der A39 haben wir bereits begonnen“, sagte der Sprecher. Beides wird
etwa zwei Jahren dauern. Die Ergebnisse müssen dann vom Bund bestätigt werden, bevor die Planfeststellungsverfahren beginnen können. Erst in dieser Phase haben dann Bürger oder Anwohner-Initiativen die Möglichkeit, Protest zu erheben oder notfalls zu klagen. Die ersten Ausschreibungen sind bis Ende 2013 geplant.
}}
{{Pressefuss|März 2009|Mai 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
571da797b557dcea5df40f5a8a88e877eb6be97e
Presseberichte Mai 2009
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2009-11-22T21:51:15Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 06. Mai 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Vorwürfen gegen den IHK-Präsidenten
|Headline=A 39-Gegner fordern Rücktritt von Manzke
|Untertitel=IHK-Präsident weist Vorwürfe zurück
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Den Rücktritt des Bauunternehmers Eberhard Manzke von seinem Amt als Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg fordert der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn 39. Begründung: ein „gravierender Interessenkonflikt zwischen Amt und privaten Interessen“, sagt Dachverbandssprecherin Annette Niemann. Die IHK wies die Vorwürfe, ihr Präsident Manzke setze sich aus persönlichen unternehmerischen Motiven für den Bau der A 39 ein, prompt und „entschieden“ zurück.
[[Bild:LZ_2009-05-06-1.jpg|thumb|600px|left|'''IHK-Präsident Eberhard Manzke wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe der Bürgerinitiativen gegen die A39.''' Foto: A/be]]
[[Bild:LZ_2009-05-06-2.jpg|thumb|600px|right|'''Bürgerinitiativen-Dachverbandssprecherin Annette Niemann fordert den Rücktritt von IHK-Präsident Eberhard Manzke.''' Foto: nh]]
Weiter fordert der Dachverband der Bürgerinitiativen Manzke in seiner Presseerklärung dazu auf, „seine Interessenverflechtung mit dem mölichen Bau der A39 offen zu legen“. Dachverbandssprecherin Annette Niemann verwies darauf, „dass Manzke mittlerweile an die zehn Kies- beziehungsweise Sandgruben im Umfeld der A39-Trasse betreibe und seine marktdominante Position durch die Inbesitznahme weiterer Abbauplätze vorantreibe“.
Niemann weiter: „Auch wenn sich die Kiesgrubenpläne von Herrn Manzke angesichts der trüben Aussichten der A39 als grandiose Fehlspekulation herausstellen werden, sollte Herr Manzke aus Gründen der politischen und geschäftlichen Korrektheit doch alsbald von seinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten.“
Eberhard Manzke entgegnet: „Die Vollversammlung der IHK hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach vorbehaltlos für den Bau der A39 ausgesprochen. Als Präsident ist es meine Pflicht, dieses demokratische Votum zu vertreten. Im Übrigen wird der Bau dieser Autobahn von einem breiten Konsens der Unternehmen in der Region getragen.“
Er habe zudem bei jeder Abstimmung in der IHK-Vollversammlung zu diesem Thema darauf hingewiesen, dass er selbst nur Baustoffproduzent sei und sich nicht an Ausschreibungen im Rahmen des Baus der Autobahn 39 beteiligen werde.
Eberhard Manzke weist auch darauf hin, dass der Dachverband Art und Funktion einer Selbstverwaltung völlig verkenne. Diese lebe ja gerade davon, dass Unternehmer im Ehrenamt sich für die Interessen der Wirtschaft in der Region einsetzen. Eberhard Manzke erklärt: „Auf jeden Fall werde ich aufgrund derartiger Vorwürfe weder mein Unternehmen verkaufen noch von meinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten.“
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zu Vorwürfen gegen den IHK-Präsidenten
|Headline=Privates Interesse?
|Untertitel=A 39-Gegner fordern den Rücktritt von Manzke
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/region/lueneburg/article1003151/A-39-Gegner-fordern-den-Ruecktritt-von-Manzke.html Online-Artikel]
|Text=
<b>Zweites Begehren innerhalb kurzer Zeit. Kammer und Präsident weisen die Vorwürfe zurück.</b>
Es ist die zweite Rücktrittsforderung innerhalb von gut zwei Monaten: Wegen seiner "privaten A 39-Interessen" soll der Vastorfer Baustoffhändler Eberhard Manzke als Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg zurücktreten. Das fordert der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg.
Ende Februar hatte der Kammer-Kritiker-Verband BFFK Manzke "wegen Wahlmanipulation" zum Rücktritt aufgefordert, jetzt fordern die Gegner der A39 dasselbe. Freilich aus anderem Grund: Sie wollen, dass der Unternehmer seine "Interessenverflechtung" offen legt. Sprecherin Annette Niemann nennt Beispiele: Manzke betreibe bis zu zehn Kies- und Sandgruben im Umfeld der A-39-Trasse und forciere "seine marktdominante Position durch die Inbesitznahme weiterer Abbauplätze".
So beantragte die Manzke Besitz GmbH & Co. KG laut Niemann derzeit gemeinsam mit der V. Kewitz GmbH & Co. KG einen Bodenabbau von 1,4 Millionen Kubikmetern mit 19 Metern Tiefe auf 22 Hektar auf dem Moränenrücken an der Ilmenau zwischen Tätendorf/Eppensen und Walmstorf/Nassennottorf im Kreis Uelzen.
Der Abbau dieser Mengen von Füllsand ziele ganz offensichtlich auf den Autobahnbau, sagt Niemann. Manzkes private A-39-Interessen seien eng verflochten mit dem Spitzenamt in einer Körperschaft öffentlichen Rechts. Sie fordert daher seinen Rücktritt: "Auch wenn sich die Kiesgrubenpläne von Herrn Manzke angesichts der trüben Aussichten der A 39 als grandiose Fehlspekulation herausstellen werden, sollte Herr Manzke aus Gründen der politischen und geschäftlichen Korrektheit doch alsbald von seinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten."
Auf die Bitte der Lüneburger Rundschau um Stellungnahme reagierte die IHK mit einer offiziellen Pressemittelung. Die IHK weise die Vorwürfe, "IHK-Präsident Eberhard Manzke setze sich aus persönlichen unternehmerischen Motiven für den Bau der A 39 ein, entschieden zurück".
Manzke: "Die Vollversammlung der IHK hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach vorbehaltlos für den Bau der A 39 ausgesprochen. Als Präsident ist es meine Pflicht, dieses demokratische Votum zu vertreten. Im Übrigen wird der Bau dieser Autobahn von einem breiten Konsens der Unternehmen in der Region getragen."
Er habe in der Vollversammlung zudem stets darauf hingewiesen, dass er Baustoffproduzent sei und "möglicherweise auch Auftragnehmer im Zusammenhang mit dem Autobahnbau werden könnte". Zudem erwidert Manzke, dass der Dachverband die "Art und Funktion einer Selbstverwaltung völlig verkennt". Sie "lebt ja gerade davon, dass Unternehmer im Ehrenamt sich für die Interessen der Wirtschaft in der Region einsetzen".
Auch von Steuersenkungen, die die IHK fordere, würden die Ehrenamtsträger profitieren. Manzke resümiert: "Auf jeden Fall werde ich aufgrund derartiger Vorwürfe weder mein Unternehmen verkaufen noch von meinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten."
Auch Geschäftsführer Michael Zeinert meldet sich in der Pressemitteilung zu Wort: "Die Verzweiflung bei den Bürgerinitiativen muss schon sehr groß sein, wenn ihnen nichts besseres einfällt, als einen Unternehmer, der sich mit großem Engagement für die Wirtschaft unserer Region einsetzt, persönlich zu verunglimpfen."
}}
{{Pressefuss|April 2009|Juni 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
b5a33cf6aec73839256faed1550b33ed90fdb67e
Presseberichte Juni 2009
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2009-11-22T21:51:50Z
Detlef
6
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 13. Juni 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Lärmsanierung für die Ostumgehung im Bereich Moorfeld
|Headline=Lärm wird neu bewertet
|Untertitel=Anwohner der Ostumgehung fordern Schutz
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_06_13.jpg|thumb|600px|right|''' Die BI Lüne-Moorfeld fordert Schutz gegen den zunehmenden Verkehr. ''' Foto: A/t&w ]]
An der Ostumgehung ist es brüllend laut, doch jetzt liegen dem Straßenbauamt konkrete Lärmwerte vor: Danach werden am Tage 72,3 und in der Nacht 65,8 Dezibel erreicht. Damit werden Prognosen und Vorgaben aus dem Planfeststellungsverfahren von 1981 übertroffen, die lagen laut Straßenbauamt bei 69,4 Dezibel am Tag und bei 62 in der Nacht. Zum Vergleich: 60 Dezibel werden beim Radiohören auf Zimmerlautstärke erreicht, 70 Dezibel bei einem lauten Gespräch. Aber: Ein Plus von drei Dezibel wird als Verdopplung des Lärmpegels wahrgenommen.
Die aktuellen Daten untermauern den Anspruch der Anwohner auf Schutz gegen Krach, denn der besteht, wenn die ursprünglichen Vorgaben um 2,1 Dezibel überschritten werden. Die Landesbehörde hat bereits reagiert. Wie berichtet, war den Planern um ihren Chef Dirk Möller schon vor Monaten klar, dass es Abweichungen gibt. Daher haben sie beim Landkreis einen Antrag auf ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren gestellt, um der Entwicklung Rechnung zu tragen. Wenn in den Sommerferien Sanierungsarbeiten auf der Umgehung beginnen, soll im Bereich Lüne in Richtung Süden auf mehr als einem Kilometer Strecke so genannter Flüsterasphalt geschüttet werden. Das Material ist grobporiger und schluckt mehr Geräusche.
Für die Bürgerinitiative (BI) Lüne-Moorfeld, die sich gegen den Bau der geplanten A 39 einsetzt, reichen die Arbeiten nicht aus. Sprecher Detlef Giesler moniert: "Das ist im Wortsinne eine einseitige Maßnahme." Denn die Gegenfahrbahn, die vor drei Jahren saniert wurde, werde nicht erneuert. Zudem hebe sich der Effekt nach einger Zeit auf, weil der Teer abgefahren sei. Der Lärmschutz müsse weitreichender sein, ein Stichwort sei eine Temporeduzierung in dem Abschnitt.
Amtsleiter Möller will zunächst die Vorgaben aus dem ergänzenden Planfeststellungsverfahren abwarten. Den Flüsterasphalt lässt er mit Blick auf das Verfahren beim Landkreis "vorausschauend" verlegen: Da die Fahrbahn aufgrund von Verschleiß ausgetauscht werden muss, greift er zur Spezial-Variante, die um etwa 50 Prozent teurer ist. Aus dem neuen Planfeststellungsbeschluss könnten sich weitere Schutzmaßnahmen ergeben, etwa der Einbau von Schallschutzfenster in angrenzenden Häusern.
BI-Sprecher Giesler und seine Mitstreiter sind überzeugt, dass sich die Lage weiter verschlimmert, wenn die Autobahn gebaut wird. Waren die Planer 1981 von maximal 20 000 Fahrzeugen pro Tag ausgegangen, die über die Umgehung rollen sollten, wurden jetzt bei einer Verkehrszählung 38 000 ermittelt. In der Nacht macht der Anteil der Laster 14 Prozent aus, am Tage liegt er bei zehn Prozent. Eine Autobahn werde mehr Autos, Lkw und Motorräder mit sich bringen.
Und die Straße wird noch enger an die Häuser heranrücken. Denn Möller bestätigt, dass für den Bau weiteres Land rechts und links der Trasse, das dem Bund gehört, genutzt werden soll für breitere Fahrspuren und Standstreifen. Einzelheiten müsse die Feinplanung klären.
}}
{{Kommentar|1=|2=(siehe auch Artikel <b>[[Lärm]]</b>)<br>
In der schalltechnischen Berechnung von 1981 sind Lärm-Grenzwerte von 60 dB(A) am Tag und 50 dB(A) in der Nacht, sowie 15000 Kfz pro Tag angegeben. Das Berechnungsverfahren hat sich inzwischen verändert, die damaligen Grenzwerte entsprechen heute 62 dB(A) am Tag und 52 dB(A) in der Nacht.<br>
2005 wurden auf der Ostumgehung zwischen den Abfahrten Ebensberg und Adendorf 40600 Kfz/Tag gezählt mit einem Schwerlastanteil (LKW und Busse über 3,5 t zul. Gesamtgewicht) von 11,6 %. Dieser Wert ist bereits über die gesamte Woche gemittelt, (DTV = durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke, im Gegensatz zu DTVW = durchschnittliche wochentägliche Verkehrsstärke, also ohne das Wochenende).<br>
Dass die aktuellere Zählung niedrigere Anzahlen geliefert haben soll, mag an der Zählstelle liegen, denn zwischen den Abfahrten Ebensberg und Adendorf gibt es etwas mehr Verkehr (2005: 40600 DTV, siehe oben) als zwischen den Abfahrten Ebensberg und Dahlenburger Landstraße (2005: 37200 DTV). Zwischen Ebensberg und Stadtkoppel wurde 2005 nicht getrennt gezählt. <br>
Zudem gibt es eine Differenz zwischen dem von der Stadt gemeldeten Lärmpegel von 69 dB(A) am Tag und dem von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gemeldeten Lärmpegel von 72 dB(A) am Tag.<br>
Eine Verdoppelung des Verkehrs bewirkt eine Pegel-Erhöhung um 3 dB(A). Der Lautstärke-Eindruck wird dadurch nicht verdoppelt, sondern die Erhöhung der Lautstärke gerade eben wahrnehmbar.
}}
=== 17. Juni 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Lärm an der Ostumgehung ====
{{LB|Holger Reinecke, Lüneburg<br>
}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Juni_2009#Landeszeitung_zur_L.C3.A4rmsanierung_f.C3.BCr_die_Ostumgehung_im_Bereich_Moorfeld|"Lärm wird neu bewertet", LZ vom 13. Juni]]
'''<big>„Kreissägen“ auf Ostumgehung</big>'''
Die aktuellen Lärmwerte bestätigen nur, was viele Anwohner schon lange empfinden: Der Lärm ist stärker geworden und, zumindest bei bestimmten Wetterlagen und Windrichtungen, schon störend, an manchen Stellen, wie zum Beispiel im Bereich Moorfeld und in bestimmten Entfernungen zur Straße, sicher schlimmer als in anderen Bereichen.
Deshalb verwundert es mich, nein es ärgert mich schon sehr, dass das Straßenbauamt trotz ausdrücklich abweichendem Votum der örtlichen Politiker (ich habe selbst, damals noch für die FDP im Rat der Hansestadt
Lüneburg, mit der Mehrheit für die Westvariante gestimmt) planerisch vorgegeben hat, die beste Lösung sei es, die
Autobahn auf die Ostumgehung zu legen.
Wenn es denn nun so kommt, muss der Lärmschutz für die Anwohner nicht nur entlang der A39 den neuen Werten Rechnung tragen, auch entlang der restlichen Ostumgehung – auch im freien Gelände im Bereich Göxe und von Deutsch Evern bis nach Häcklingen – muss der Lärmschutz deutlich verbessert werden.
Was mich und viele andere Anwohner in erheblichem Maße nervt – da würde leider auch der beste Lärmschutz nicht helfen –, sind die vielen Motorrad-Rowdys. Wie kann es sein, dass Lkw-Hersteller dazu verpflichtet werden, Lärmmindernde Konstruktionen zu wählen, Motorradfahrer jedoch nicht nur rasen dürfen wie sie wollen, sondern auch straflos ausgehen, wenn sie die Auspuffanlagen ihrer zumeist japanischen „Rasenmäher“ und „Kreissägen“
manipulieren. Besonders an Wochenenden geht es los. Nicht, dass ich falsch verstanden werde. Ich kenne viele Biker, die ihre Maschinen nicht manipulieren und nicht rasen, sondern ihre Maschinen dazu nutzen, gemütlich durch die Lande zu rollen.
Und noch ein Wort zu der Autobahn selbst: Die Ostumgehung als Entlastungsstraße wird uns fehlen. Bei jedem Unfall
wird schon jetzt die ganze Stadt zur Stauregion. Es wäre daher sicher besser gewesen, den Ring um Lüneburg zu realisieren. Die Bürgerinitiative Moorfeld und die Grünen rühmen sich, viele Bürger Lüneburgs und des Landkreises gegen die A39 mobilisiert zu haben. Daraus abzuleiten, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Autobahn ablehnen würde, spricht jedoch für die Selbstüberschätzung dieser Gruppen. Es ist bedauerlich, dass Lüneburg von den Uneinsichtigen immer noch als Mikrokosmos begriffen wird und bei den Autobahngegnern, die es sich in ihrer Idylle Lüneburg gemütlich machen wollen und daher notwendige Veränderungen ablehnen, offenbar der Begriff „Weitsicht“ nicht im Repertoire ist.
Lüneburg und der Großraum Hamburg können doch nur im Vergleich zu anderen Hafenregionen wie Rotterdam, Lissabon, Barcelona oder Triest gesehen werden. Unser Hinterland liegt in Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Thüringen. Es ist eine Notwendigkeit, das Hinterland verkehrsmäßig optimal zu erschließen.
}}
=== 22. Juni 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Eröffnung des Menschenschutzgebietes
|Headline=Schutzgebiet für Menschen
|Untertitel=Protest gegen Autobahn 39 - Anwohner stellen Schilder auf - Antrag ans Umweltministerium
|Autor=(red)
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_06_22.jpg|thumb|600px|right|'''Doris Paland (vorne l.) und Renate Backhaus forcieren den Kampf der Anwohner aus den Gebieten Ebensberg, Lüne, Moorfeld und den angrenzenden Gebieten Adendorfs gegen die A 39. Sie enthüllten vor rund 100 Betroffenen das erste Schild "Menschenschutzgebiet".''' Foto: be]]
"Es ist ein denkwürdiger Tag: Heute wird das erste Menschenschutzgebiet in Deutschland ausgerufen." Mit den Worten startete Doris Paland von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am Sonnabend - symbolisch um Punkt 5 vor 12 - die Gemeinschaftsaktion mit dem Verein Aktion Lebensberg vor rund 100 Anwohnern. Ein Protest gegen die geplante Autobahn 39.
Ein Straßenschild mit der Aufschrift "Menschenschutzgebiet" enthüllte Renate Backhaus, ehemalige Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Niedersachsen, an der Ecke Hölderlin-/Erbstorfer Landstraße. Rund 20 weitere Schilder sollen demnächst in dem etwa zehn Quadratkilometer großen, im Planungsabschnitt 1 der A 39 liegenden Areal folgen. Das von den Initiatoren "ELMA" genannte "Menschenschutzgebiet" erstreckt sich auf die Lüneburger Ortsteile Ebensberg, Lüne und Moorfeld sowie angrenzende Teile der Gemeinde Adendorf. Für die Anwohner "gefährdet das äußerst fragwürdige Verkehrsprojekt den Lebensraum von Menschen, Tieren und Natur", sagte Doris Paland.
Der Antrag, dass das Areal als Menschenschutzgebiet ausgewiesen wird, ist bereits ans niedersächsische Umweltministerium geschickt worden. Ein rechtlicher Begriff Menschenschutzgebiet existiert nicht, doch Renate Backhaus machte klar, dass die Betroffenen eine Verordnung liefern könnten - "damit die Menschen den selben Schutz erhalten wie Flora und Fauna". Sie erläuterte auch, dass "der BUND von Anfang an gegen die ,Hosenträger-Autobahn' gekämpft hat".
Zum Auftakt machten die Initiativen-Sprecher erneut klar, dass sich die etwa 10 000 Bewohner des ELMA-Gebietes durch die drei Planungsvarianten der A 39 massiv bedroht fühlen von Lärm, Abgasen und weiteren Emissionen wie Feinstaub. Verena Fiedler von der BI: "Durch die Ostumgehung/B 4 besteht ohnehin schon eine erhebliche Belastung, die sich durch den Autobahnbau vervielfachen wird."
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Eröffnung des Menschenschutzgebietes
|Headline=A 39: Bürgerinitiative mit neuen Ideen
|Untertitel=Zone für Menschenschutz
|Autor=ben
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/region/lueneburg/article1061603/Zone-fuer-Menschenschutz.html Online-Artikel]
|Text=
<b>Es ist fünf vor zwölf am Sonnabend. Zu dieser symbolträchtigen Zeit haben die Bürgerinitiativen (BI) Lüne-Moorfeld und die Aktion Lebensberg e.V. eingeladen.</b>
Enthüllt wurde das erste Schild für ein "Menschenschutzgebiet".
"Wir wollen nicht, dass ein fragwürdiges Verkehrsprojekt ein dicht besiedeltes, liebens- und lebenswertes Wohngebiet durchschneidet", sagte Doris Paland, Sprecherin der zuständigen Arbeitsgruppe. Die Aktivisten wehren sich seit Jahren gegen den geplanten Bau der Autobahn 39 (A 39) durch ihr Wohngebiet. Während die Trassenplanung des Bundesverkehrsministeriums wie berichtet zunehmend voranschreitet, entwickeln auch die A 39-Gegener neue Ideen.
Jetzt sollen besondere Regeln für den Schutz der Menschen im betroffenen Gebiet sorgen. Jens-Peter Fiedler von der BI Lüne-Moorfeld sagt: "Wir haben den Antrag Anfang der Woche beim niedersächsischen Umweltministerium eingereicht." Rund 7,3 Quadratkilometer misst das selbst ernannte "Menschenschutzgebiet" Ebensberg-Lüne-Moorfeld-Adendorf (ELMA). "Wir wollen, dass die Menschen den selben Schutz bekommen wie Flora und Fauna und unser Lebensraum nicht durch Lärm, Abgase und Feinstaub gefährdet wird", begründet Doris Paland den Antrag.
Weil die Behördenmühlen langsam mahlten, so Paland, gehen die Aktivisten schon jetzt einen Schritt weiter und kennzeichnen die Schutzzone mit Schildern. Aufgestellt werden die allerdings nur auf Privatgrundstücken. Denn die Stadt hat der BI öffentliche Standorte untersagt. Paland: "Aber das ist kein Problem, es findet sich immer jemand, der ein Schild auf seinem Grundstück anbringen." Eine Übersicht des Gebietes gibt es im Internet.
[http://www.menschenschutzgebiet.de www.menschenschutzgebiet.de]
}}
=== 30. Juni 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärm an der Ostumgehung
|Headline=CDU kommt zur Hörprobe
|Untertitel=Politiker sagen Hilfe zu im Kampf gegen Lärm an der Ostumgehung
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_06_30.jpg|thumb|600px|right|'''Anwohner Borwin Pahl (vorne) fordert besseren Lärmschutz an der Umgehung. Er bat CDU-Kreistagsmitglieder zum Ortstermin.''' Foto: ca]]
Die Grünen haben bei der Europawahl in Lüne-Moorfeld reichlich Stimmen eingefahren, im Wahllokal
am Brandheider Weg punkteten sie vermutlich mit ihrem Nein zur geplanten Autobahn 39 und ließen die Konkurrenz hinter sich. Doch auch andere Parteien verstehen sich in dieser Angelegenheit als Anwalt der Bürger. Gestern kamen Mitglieder der Kreistagsfraktion der CDU zur Hörprobe an die Scheffelstraße, Anwohner Borwin Pahl hatte die Politiker
eingeladen. Pahl wohnt neben der Erbstorfer Landstraße in Höhe der Brücke, die über die Umgehung führt. Er stapft mit den Herren von seinem Garten aus zwanzig Meter durchs Gebüsch an eine Schutzmauer. Unter ihnen braust der Verkehr vorbei, allerdings unter entschärften Bedingungen: Da die Schnellstraße saniert wird, sind die Fahrbahnen
aktuell nur einseitig zu nutzen, zudem gilt Tempo 60, sonst darf hier bis zu 100 km/h schnell gefahren werden.
Der schlanke Mann wohnt seit Anfang der 70er-Jahre in seinem Haus. Er sagt, Lärmschutzwerte würden seit zehn
Jahren überschritten, es dürfe nicht wieder zehn Jahre dauern, bis die Anwohner besser vor dem Krach geschützt werden. Es reiche nicht, dass die Straßenbaubehörde nur auf einer Seite sogenannten Flüsterasphalt einbauen lasse. „Wir leben bereits heute an einer Autobahn“, klagt Pahl. Denn selbst wenn die Behörde dort für die A39 zwei je fünf Meter breite Standstreifen anlegt, verändere dies kaum den Zustand.
Dr. Gerhard Scharf, Mitglied in Stadtrat und Kreistag sowie aktiver Vertreter seines Stadtteils Lüne-Moorfeld, macht auf
den Sachstand aufmerksam: Da Lärmwerte unstreitig überschritten werden, läuft ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren. Es soll mehr Schutz bringen. „Wir sollten die Diskussionen nicht vermischen“,
warnt Scharf. Komme die umstrittene A39, müsse ein Deckel über die Schnellstraße her.
Pahl will am liebsten jetzt die Geschwindigkeit drosseln und verweist auf Berlin: Dort gebe es entlang der Stadtautobahn
111 immer wieder Tunnel, auch gelte dort Tempo 60.
Die CDU-Fraktion um ihren Vorsitzenden Alexander Blume will sich dafür einsetzen, dass Flüsterasphalt auf beiden Seiten der Umgehung – und nicht nur einspurig – eingebaut wird, dass es zusätzlichen Lärmschutz gibt und dass ein Tempolimit von 60 km/h nach Berliner Muster „auf Praktikabilität und Sinnhaftigkeit“ geprüft wird. Die Union möchte darüber zügig ein Gespräch mit der Straßenbaubehörde führen.
}}
{{Pressefuss|Mai 2009|Juli 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
b871fdd9d384a7e2de889c5748b6c3c9e8ba8bee
Presseberichte Juli 2009
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2009-11-22T21:52:54Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 11. Juli 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Klausurtagung der CDU
|Headline=A-39-Plädoyer
|Untertitel=CDU drängt auf schnellen Bau
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Klare Aussage der CDU in Nordostniedersachsen: Die geplante Autobahn 39 bleibt ein herausragendes Verkehrsprojekt für die Region. Bei der jährlichen Klausurtagung des Bezirksvorstandes, die diesmal in Hanstedt stattfand, betonte der Bezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Michael Grosse-Brömer die große Bedeutung der A 39.
So sei der Raum im Nordosten Niedersachsens der größte autobahnfreie Raum in Deutschland. Die jahrzehntelange
Teilung Deutschlands habe sich hier auch verkehrstechnisch besonders negativ ausgewirkt. Grosse-Brömer: „Autobahnen sind Wirtschaftsadern und fördern Wachstum und Arbeitsplätze.“ Besonders gut zu sehen sei dies entlang der A7 im Landkreis Soltau-Fallingbostel. Deshalb müsse die A39 so schnell wie möglich gebaut werden.
Grosse-Brömers Ansicht teilte der Hauptreferent der Klausurtagung, der Vorsitzende der Landesgruppe der niedersächsischen Bundestagsabgeordneten, Enak Ferlemann. Er ist der niedersächsische Verkehrsexperte der CDU/CSUBundestagsfraktion und berichtete über den aktuellen Stand der wichtigsten Vorhaben für den strukturschwachen Raum zwischen der A 7 im Westen und der A 24 im Norden. „Als Niedersachse muss es mein Interesse sein, die A 39 und die A 22 so schnell wie möglich zu bauen. Die A 39 steht dazu schon im vordringlichen Bedarf und geht insoweit vor, weil die A 22 privat finanziert werden muss“, betonte Ferlemann.
}}
=== 21. Juli 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planfeststellungsverfahren Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Dauerbrenner Lärmschutz
|Untertitel=Flüsterasphalt und Schallschutzfenster an der Ostumgehung – Start in Richtung Hamburg offen
|Autor=sp
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_07_21.jpg|thumb|600px|right|'''In Fahrtrichtung Uelzen wird der Fl_sterasphalt auf der Ostumgehung bereits eingebaut.''' Foto: t&w]]
Die Sonderverkehrszählung 2008 hat den Verdacht vieler Anwohner bestäigt: Der Lärm auf der Ostumgehung st nicht nur gestiegen, sondern deutlich zu hoch. Dringender Handlungsbedarf ergibt sich daraus für die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Sind die Abweichungen zur ursprünglichen Planung erheblich, muss beim Lärmschutz nachgebessert werden“, sagt Leiter Dirk Möller.
Was erheblich ist, regelt ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom März 2007. „Ein Plus von drei Dezibel (A) erfordert demnach eine neue Planung“, erläutert Möller. Wie im Fall der Ostumgehung: Die Prognose im Planfeststellungsbeschluss von 1981 für den Bau der Ostumgehung nennt für das Jahr 2000 eine Zahl von 15 000
Fahrzeugen täglich. Tatsächlich rollen inzwischen 38 000 Autos, Lastwagen und Motorräder über die Bundesstraße.
Mit dem Verkehrsaufkommen ist auch der Lärm gestiegen: tagsüber auf 72,3, nachts auf 65,8 Dezibel. Damit werden
die Vorgaben im Planfeststellungsbeschluss von 1981 deutlich übertroffen: tagsüber um 2,9, nachts um 3,8 Dezibel.Deshalb hat die Landesbehörde um Möller ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren auf den Weg gebracht. Möllers Stellvertreterin Annette Padberg nennt das Ziel: „Mit dem Einbau von offenporigem Asphalt und Schallschutzfenstern an einigen Gebäuden soll der Lärmpegel gesenkt werden.“
Münden wird das Verfahren in den Planfeststellungsbeschluss, vergleichbar mit einer Baugenehmigung. Die liegt zwar noch nicht vor, dennoch haben die Arbeiten in Fahrtrichtung Uelzen bereits begonnen. Möller spricht von vorausschauender Planung: „Die Fahrbahndecke musste ohnehin grunderneuert werden.“ Auf einer Länge von vier Kilometern wird die Strecke für 1,2 Millionen Euro saniert, auf einem ein Kilometer langen Teilstück zwischen den Anschlussstellen Adendorf und Ebensberg gleich der offenporige Asphalt eingebaut. „Sonst hätten wir die neue
Fahrbahndecke später wieder abfräsen müssen, das wäre teuer geworden.“ So beziffert der Behördenleiter die Mehrkosten auf 150 000 bis 200 000 Euro für den sogenannten Flüsterasphalt. Der mindert den Lärmpegel laut Möller um sechs bis acht Dezibel bei einer Nutzungsdauer von acht Jahren.
Gedulden müssen sich hingegen die Anwohner in Fahrtrichtung Hamburg. Den Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens haben die Straßenbauer beim zuständigen Landkreis Lüneburg zwar schon gestellt, doch das Prozedere ist langwierig. Zunächst müssen die Unterlagen öffentlich ausgelegt werden. Das soll in Kürze geschehen. Vier Wochen lang haben Bürger, Verbände und Kommunen Zeit, ihre Bedenken geltend zu machen. „Die Verfahrensdauer hängt von der Anzahl der Einwendungen ab“, macht Möller deutlich.
Erst wenn der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, können die Arbeiten auch in Richtung Hamburg beginnen, wird die
Behörde auch Kontakt aufnehmen zu einzelnen Hausbesitzern, die Anspruch auf Schallschutzfenster haben. Padberg
erklärt: „Das wird im Einzelfall geprüft – für jedes Gebäude, für jedes Stockwerk, für jede Hausseite.“ Grundlage ist die Berechnung, wie sich der Schall ausbreitet und mit welcher Intensität er wo auftrifft (siehe Bericht
auf dieser Seite).
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Planung der A 39
|Headline=Planung für A 39
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Unabhängig von den jetzt für das Planfeststellungsverfahren vorgeschlagenen Maßnahmen an der Ostumgehung laufen die Planungen für die Autobahn 39. Das heißt: „Die Lärmschutz-Karten werden neu gemischt“, sagt Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Grundlage ist die Prognose des Verkehrsaufkommens 2025. „Daran werden sich die Lärmschutzmaßnahmen orientieren, die im Genehmigungsentwurf ausgewiesen werden“, so Möller. Beantwortet wird dann auch die Frage, ob die A39 im Stadtbereich einen Deckel erhält. Denn den wird es aus Kostengründen nach jetzigem Stand nur geben, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte anders nicht einzuhalten sind.
Ermittelt wird die Prognose im Zuge des jetzt laufenden Verkehrsgutachtens. Mit einem Ergebnis rechnet der Behördenleiter bereits Ende dieses Jahres. Spekulieren will Möller nicht, doch für ihn steht fest: „Wird die Autobahn gebaut, steigt das tägliche Verkehrsaufkommen von derzeit 38 000 Fahrzeugen weiter an.“ Auch wenn die Verkehrsprognose bereits in wenigen Monaten auf dem Tisch liegt, wird es wohl noch drei Jahre dauern, bis der Behördenleiter weiß, mit welchem Lärmschutz-Paket die Planer in das Planfeststellungsverfahren gehen.
„2012 wollen wir den Genehmigungsentwurf dem Bundesverkehrsministerium vorlegen“, nennt er das Ziel.
Dem Zeitplan zufolge soll bis 2013 der Planfeststellungsbeschluss vorliegen. Dann steht Bürgern, Umweltverbänden und Kommunen noch der Klageweg offen. Sollte der eingeschlagen werden, wird der A-39-Baubeginn voraussichtlich erst 2015 sein – vorausgesetzt die Finanzierung durch den Bund steht.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Lärm-Berechnungen
|Headline=Das Bemessungsverfahren
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen für die jetzige Ostumgehung und die geplante Autobahn 39 werden nach demselben Verfahren ermittelt. Grundlage ist das tägliche Verkehrsaufkommen – ob aktuell gemessen, wie bei der Ostumgehung, oder prognostiziert, wie im Fall der A39. Errechnet wird anschließend der durchschnittliche sogenannte Immissionspegel. Das ist der Lärm, der an der Quelle, in diesem Fall der Straße, entsteht.
Bei der Ostumgehung liegt der Immissionspegel derzeit bei 72,3 Dezibel (A) am Tag und bei 65,8 in der Nacht. In der Spitze können die Werte auch deutlich darüber liegen. Ein oft von der Landeszeitung verwendetes Bild zeigt zum Beispiel auf einem Messgerät einen Lärmpegel von 86,7 Dezibel. Darunter ist auf der Ostumgehung ein Lkw mit
offener Ladefläche zu sehen, auf der Holzbohlen transportiert werden.
Steht der Immissionspegel fest, ermitteln die Straßenbauer anschließend, wie sich der Schall ausbreitet. Vorhandene Lärmschutzmaßnahmen fließen in die Berechnung ein. Ergebnis ist der Beurteilungspegel, der den Lärmwert für eine Stelle angibt, wo der Schall auftrifft – zum Beispiel ein Wohngebäude. Verglichen wird der Beurteilungspegel mit den gesetzlichen Grenzwerten. Die liegen in gemischten Wohngebieten wie an der Ostumgehung bei 60 Dezibel am Tag und 50 in der Nacht. Übersteigt der Beurteilungspegel den Grenzwert sind Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Unterschieden werden aktive, wie offenporiger Asphalt, WÄnde oder ein Deckel, und passive wie Schallschutzfenster. Eingesetzt wird die Maßnahme, mit der der Beurteilungspegel unter den Grenzwert gesenkt werden kann.
}}
=== 22. Juli 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=Korrektur zu gestrigem Artikel
|Headline=Grenzwerte beim Lärm
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
In die Berichterstattung über den Lärmschutz an der Ostumgehung haben sich zwei Fehler eingeschlichen. Zum einen berechnen die Planer nicht den sogenannten Immissionspegel, denn das ist der Schall, der zum Beispiel auf Wohngebäude auftrifft, sondern den Emissionspegel. Das ist der Lärm, der an der Quelle, in diesem Fall auf der Straße, entsteht. Zum anderen liegen die Grenzwerte für gemischte Wohngebiete seit 1990 bei 59 Dezibel (A) am Tag und 49 in der Nacht. Zuvor waren es noch 60 bzw. 50 Dezibel.
}}
=== 25. Juli 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=Bekanntmachung zum Planfeststellungsverfahren Lärmschutz Ostumgehung
|Headline=Hansestadt Lüneburg
|Untertitel=Der Oberbürgermeister
|Autor=
|Ort=Lüneburg, 23.07.2009
|Link=
|Text=
<br>
<b><big>Bekanntmachung</big></b>
<b>Ergänzende Planfeststellung für nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen an der Ostumgehung Lüneburg im Zuge der B4/209 im 1. Planfeststellungsabschnitt zwischen Ilmenaubrücke und Erbstorfer Landstraße in der Stadt Lüneburg</b>
Die Nieders. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat für das o.a. Bauvorhaben die Durchführung eines ergänzenden Planfeststellungsverfahrens beim Landkreis Lüneburg beantragt. Für das Vorhaben besteht keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung gem. § 3 a des Gesetzes über Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG). Der Plan (Zeichnungen und Erläuterungen) liegt in der Zeit vom 3. 8. 2009 bis 2. 9. 2009 bei der Hansestadt Lüneburg, Bereich Umwelt, in Lüneburg, Bei der Ratsmühle 17 a, während der Diensttage von<br>
montags bis mittwochs, 7.45 – 12.30 Uhr und 13.15 – 15.30 Uhr,<br>
donnerstags, 7.45 – 12.30 Uhr und 13.15 – 18.00 Uhr sowie<br>
freitags, 7.45 – 12.00 Uhr, zur allgemeinen Einsichtnahme aus.
# Jeder kann bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, das ist bis zum 16. 9. 2009 bei der Hansestadt Lüneburg, Am Ochsenmarkt, 21335 Lüneburg, oder beim Landkreis Lüneburg Fachdienst Bauen, Auf dem Michaeliskloster 8, 21335 Lüneburg (Planfeststellungsbehörde), Einwendungen gegen den Plan schriftlich oder zur Niederschrift erheben. Die Einwendung muss den geltend gemachten Belang und das Maß seiner Beeinträchtigung erkennen lassen. Nach Ablauf dieser Frist sind Einwendungen ausgeschlossen (§ 17 a Nr. 7 Satz 1 Bundesfernstraßengesetz – FStrG). Einwendungen und Stellungnahmen der Vereinigungen sind nach Ablauf dieser Frist ebenfalls ausgeschlossen (§ 17 a Nr. 7 Satz 2 FStrG).<br> Bei Einwendungen, die von mehr als 50 Personen auf Unterschriftenlisten unterzeichnet oder in Form vervielfältigter gleich lautender Texte eingereicht werden (gleichförmige Eingaben), ist auf jeder mit einer Unterschrift versehenen Seite ein Unterzeichner mit Namen und Anschrift als Vertreter der übrigen Unterzeichner zu bezeichnen. Anderenfalls können diese Einwendungen unberücksichtigt bleiben.<br><br>
# Diese ortsübliche Bekanntmachung dient auch der Benachrichtigung der<br> a) nach landesrechtlichen Vorschriften im Rahmen des § 60 des Bundesnaturschutzgesetzes anerkannten Vereine<br> b) sowie der sonstigen Vereinigungen, soweit sich diese für den Umweltschutz einsetzen und nach in anderen gesetzlichen Vorschriften zur Einlegung von Rechtsbehelfen in Umweltangelegenheiten vorgesehenen Verfahren anerkannt sind (Vereinigungen), von der Auslegung des Plans.<br><br>
# Die Anhörungsbehörde kann auf eine Erörterung der rechtzeitig erhobenen Stellungnahmen und Einwendungen verzichten (§ 17 a Nr. 5 FStrG). Findet ein Erörterungstermin statt, wird er ortsüblich bekannt gemacht werden. Ferner werden diejenigen, die rechtzeitig Einwendungen erhoben haben – bei gleichförmigen Einwendungen der Vertreter – von dem Termin gesondert benachrichtigt (§ 17 VwVfG).<br> Sind mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen, so können sie durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden. Die Vertretung durch einen Bevollmächtigten ist möglich. Die Bevollmächtigung ist durch eine schriftliche Vollmacht nachzuweisen, die zu den Akten der Anhörungsbehörde zu geben ist.<br> Bei Ausbleiben eines Beteiligten in dem Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden. Das Anhörungsverfahren ist mit Abschluss des Erörterungstermins beendet.<br> Der etwaige Erörterungstermin ist nicht öffentlich.<br><br>
# Durch Einsichtnahme in die Planunterlagen, Erhebung von Einwendungen, Teilnahme am Erörterungstermin oder Vertreterbestellung entstehende Kosten werden nicht erstattet.<br><br>
# Entschädigungsansprüche, soweit über sie nicht in der Planfeststellung dem Grunde nach zu entscheiden ist, werden nicht in dem Erörterungstermin, sondern in einem gesonderten Entschädigungsverfahren behandelt.<br><br>
# Über die Einwendungen wird nach Abschluss des Anhörungsverfahrens durch die Planfeststellungsbehörde entschieden. Die Zustellung der Entscheidung (Planfeststellungsbeschluss) an die Einwender und diejenigen, die eine Stellungnahme abgegeben haben, kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind.<br><br>
# Vom Beginn der Auslegung des Planes treten die Anbaubeschränkungen nach § 9 Bundesfernstraßengesetz und die Veränderungssperre nach § 9 a Bundesfernstraßengesetz in Kraft. Darüber hinaus steht ab diesem Zeitpunkt dem Träger der Straßenbaulast ein Vorkaufsrecht an den vom Plan betroffenen Flächen zu (§ 9 a Abs. 6 Bundesfernstraßengesetz).
Mädge
}}
{{Pressefuss|Juni 2009|August 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte August 2009
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2009-11-22T21:54:02Z
Detlef
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wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 6. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema= zur Kleinen Anfrage der Grünen im Niedersächsischen Landtag
|Headline=A 39 Thema im Landtag
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Mit einer erneuten Anfrage machen die Landtags-[[Grüne]]n die geplante Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg wieder zum Thema in Hannover. Ins Visier genommen hat die Abgeordnete Miriam Staudte aus Scharnebeck erneut das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) der rund 110 Kilometer langen Strecke. Das NKV gibt die Wirtschaftlichkeit einer Strecke an und liegt bei der A 39 bei 2,78. "Und sogar dieser schlechte Wert scheint schöngerechnet zu sein", kritisiert die Grüne.
Grundlage sind Berechnungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, die deutliche Preisunterschiede aufweisen zwischen A 39 und der parallel verlaufenden A 14 Schwerin-Magdeburg. Sind bei der A 14 die Kosten je Kilometer seit 2003 um mehr als 80 Prozent gestiegen, erwarten die Planer der A 39 nur ein Plus von 5,72 Prozent. Im Landtag fragen die Grünen nun nach den Gründen für den Unterschied. Auch weist Staudte darauf hin, dass Lärmschutzmaßnahmen in die A-39-Planung noch nicht eingerechnet seien.
}}
{{Kommentar|1=|2=Es handelt sich um eine Kleine Anfrage an die Niedersächsische Landesregierung zur schriftlichen Beantwortung. Die Beantwortung solcher Anfragen dauert in der Regel ca. 6 Wochen.
Der Text der Anfrage findet sich im Artikel zum <b>[[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]</b>.
}}
=== 10. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplatzten Wahlkampftermin des Bundesumweltministers
|Headline=Lüneburger bleiben ungehört
|Untertitel=Sigmar Gabriel sagt Wahlkampftermin kurzfristig ab – SPD-Minister steht mit Dienstwagen im Stau
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Dienstwagen scheinen der SPD kein Glück zu bringen. Gerade erst brachte eine Fahrt nach Spanien Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt in die Schlagzeilen. Jetzt musste ihr Kabinettskollege
Sigmar Gabriel die Lüneburger enttäuschen: Der Bundesumweltminister steckte mit seinem Dienstwagen in Hannover im Stau. Die Lüneburger blieben am Sonnabend auf ihren Fragen und Themen sitzen.
[[Bild:LZ_2009-08-10_1.jpg|thumb|600px|right|'''Keine Chance, mit ihrer Botschaft beim Minister zu landen, hat auch die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld um Jens-Peter Fiedler (r.).
''']]
Ungläubiges Staunen und verhaltenes Lachen erntete die SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers, als sie die Panne von der Bühne aus verkündete. „Aber der Minister hat uns sofort zwei Ausweichtermine angeboten“, verkündete sie den rund 100 Wartenden. Möglichst bald soll der Politiker seinen Wahlkampfauftritt nachholen.
Die größte Enttäuschung herrschte bei den Lüneburger Sozialdemokraten selbst, die sieben Wochen vor der Wahl am Stint eigens eine Bühne, den Shanty-Chor und ein Gitarrenduo organisiert hatten – sowie 250 Brezeln. Der Shanty-Chor
und die Bundestagskandidatin Hiltrud Lotze ließen sich nicht beirren. Lotze erklärte die Ziele der SPD in Bildungspolitik und bekäftigte die Position zur Atomenergie: „Den endgültigen Ausstieg ohne Wenn und Aber gibt es nur mit der SPD.“
Ein wenig anders sieht das der Bundestagskandidat Andreas Meihsies (Grüne). Auch er hatte ein Plakat mit einer Botschaft für den Umweltminister: „Die Grünen haben im Bundestag einen Antrag gestellt, dass die sieben von Terrorangriffen gefährdeten Atommeiler vom Netz genommen werden. Ich wollte Gabriel auffordern, dass
er diesen Antrag unterstützt.“
Doch sein Anliegen blieb ebenso ungehört wie das der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld.
„Wir wollten dem Minister unseren Kampf gegen die A39 in Erinnerung rufen und ihn nachhaltig darauf hinweisen, dass
sich bei diesem Thema aus unserer Sicht nichts geändert hat“, erklärt Sprecher Jens-Peter Fiedler. Er hat einen Rat für
Gabriel: „Das nächste Mal sollte er als Umweltminister mit der Bahn anreisen.“ Und den Dienstwagen zuhause lassen.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Verkehrspolitik der Niedersächsischen Grünen
|Headline=Grüner fordert breitere Autobahnen
|Untertitel=Hagenah: Sechsspuriger Ausbau mit moderner Verkehrssteuerung für A 2 und A 7 statt Neubau der A 22 und A 39
|Autor=Peter Mlodoch
|Ort=Hannover
|Link=
|Text=Es klingt ungewöhnlich und hat in der eigenen Partei Irritationen ausgelöst: Der Verkehrsexperte der Grünen Landtagsfraktion, Enno Hagenah, fordert im Kampf gegen hohe Unfälle den kompletten sechsspurigen Ausbau der Autobahnen A2 und A7 auf niedersächsischem Gebiet.
[[Bild:LZ_2009-08-10_2.jpg|thumb|600px|left]]
Beide Transitstrecken sollen zudem mit einem modernen, kameragestützten Telematik- System aufgerüstet werden, das – wie heute schon zwischen Walsrode und Soltau – je nach Verkehrsaufkommen auch automatisch die Standstreifen freigeben kann. „So vermeiden wir schnell und effizient schwere Unfälle, kilometerlange Staus und hohe Emissionen“, sagte Hagenah in einem Gespräch mit unserer Zeitung.
Im Gegenzug will der Grüne aber auf die beiden von der CDU/FDP-Regierung favorisierten Autobahnprojekte, die Küstenautobahn A22 sowie die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg, verzichten. „Das ist unsere Bedingung.“ Eine Finanzierung des Ausbaus sei nur mit den für die Neubauten vorgesehenen Mittel möglich: „Ausbau bedeutet also automatisch Verzicht auf den Neubau.“ Er bezifferte die Kosten für den sechsspurigen Ausbau auf rund 400 Millionen, für die intelligenten Verkehrsbeeinflussungsanlagen auf 180 Millionen sowie für eine moderne Verkehrsleitzentrale auf 20 Millionen Euro. Für die A22 und A39 sind nach Hagenahs Angaben im Bundesverkehrswegeplan bislang 900 Millionen Euro veranschlagt.
[[Bild:LZ_2009-08-10_3.jpg|thumb|600px|right|'''Um kilometerlange Staus, hohe Emissionen und die Zahl der Unfälle auf der A7 zu verringern, fordert der Grüne Verkehrsexperte Enno Hagenah den sechsspurigen Ausbau der Autobahnen A2 und A7 überall in Niedersachsen.''' Fotos: dpa]]
Die neuen Autobahnen seien nicht nur wesentlich teurer, sondern seien angesichts des demographischen Wandels
auch völlig unnötig. Laut diverser neuer Gutachten komme es insgesamt in der Bundesrepublik und damit auch
in Niedersachsen nicht zu dem Verkehrswachstum, das im aktuellen Bundesverkehrswegeplan noch eingerechnet sei, erklärte der Verkehrsexperte. Der Bevölkerungsrückgang verbunden mit Klimawandel und immer höheren Energiepreisen werde zu einer marktbedingten Verlagerung des Verkehrswachstums von der Straße auf
die Schiene führen, meinte Hagenah. „Die bisherigen Neubauvorhaben im Autobahnbereich sind für einen Bedarf geplant, den es 2030, wenn sie dann vielleicht fertig wären, gar nicht mehr gibt.“
Der Abgeordnete wies datenschutzrechtliche Bedenken wegen der durchgehenden Kameraüberwachung zurück. „Das
massenweise Scannen von Nummernschildern und das Erstellen von Bewegungsprotokollen wollen wir natürlich nicht“, so Hagenah. „Das müssen wir klar durch Gesetz ausschließen.“ Die Nutzung der Kameras dürfe sich nur auf die Autobahn und die für die Verkehrslenkung notwendigen Informationen beschränken. Allerdings müsse derjenige, der dort Verkehrsverstöße begehe, identifiziert werden können. „Das alleinige Rumfahren dagegen darf nicht registriert und
gespeichert werden.“
}}
=== 12. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Gehörschutz-Aktion an der Scheffelstraße
|Headline=Grüne wollen Jobs schaffen
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
„Klimaschutz schafft Arbeitsplätze – 1 Million Jobs sind machbar“. Unter diesem Motto steht am Montag, 17. August, eine Veranstaltung der Grünen in Schröders Garten. Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, Andreas Meihsies, Direktkandidat der Partei für die Bundestagswahl, sowie Hartwig Erb, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Region Nord-Ost-Niedersachsen, stehen Rede und Antwort.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Bereits am Nachmittag planen die Grünen eine „Gehörschutz-Aktion“ in Lüne-Moorfeld, wo sie sich gegen den Bau der A39 und zunehmenden Lärm aussprechen. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr in der Scheffelstraße.
}}
=== 18. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Gehörschutz-Aktion an der Scheffelstraße
|Headline=Anwohner werden Baustelle vermissen
|Untertitel=Gehörschutz-Aktion an der Ostumgehung – Grüne sagen Unterstützung zu
|Autor=sel
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009-08-18.jpg|thumb|600px|right|'''Hörschutz an der Ostumgehung: Die Grünen (vorne, v. l.) Ariane Mahlke-Voß, Miriam Staudte, Claudia Schmidt vom Verkehrsclub, Brigitte Pothmer, Andreas Meihsies und Holger Nowak mit Anwohnern der Ostumgehung.''' Foto: be]]
Für viele Bürger der Stadtteile Lüne, Moorfeld und Ebensberg ist die Baustelle, die aktuell auf der Umgehungsstraße eingerichtet ist, ein Segen. „Wir hatten hier einen paradiesischen Sommer. So ruhig war es lange nicht mehr“, sagt Anwohner Frank Kracht.
Denn mit der Baustelle gilt Tempo 60 – die Bürgeninitiative gegen die geplante A39 würde ein dauerhaftes Tempolimit auf 60 km/h begrüßen. Mit den Grünen, die im Wahlkampf jetzt zu einem Ortstermin in der Scheffelstraße vorbeikamen, liegen sie auf einer Wellenlänge. Die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer machte den Termin mit ihren Parteikollegen Miriam Staudte, Andreas Meihsies, Holger Novak und Ariane Mahlke-Voß, Claudia Schmidt vom Verkehrsclub Deutschland und weiteren Mitstreitern zur Gehörschutz-Aktion, sie setzten symbolisch Ohrenschützer auf.
„Das ist natürlich nicht unser Anliegen, Ohrenschützer an die Anwohner zu verteilen“, sagte Brigitte Pothmer. Im Gegenteil: Die Grünen fordern die feste Zusage für Lärmschutzmaßnahmen an der gesamten Ostumgehung, „unabhängig vom Bau der A39“, betonte Meihsies. „Lange wurden die negativen Auswirkungen von Lärm auf die Gesundheit unterschätzt“, ergänzte Miriam Staudte.
Die Anwohner, von denen zwei Dutzend zum Ortstermin gekommen waren, sind sich einig: „Wir haben einen Rechtsanspruch auf Lärmschutz“. Insbesondere nach Bekanntwerden der aktuellen Lärmwerte (LZ berichtete), die die zulässigen Dezibel-Grenzen erheblich überschreiten, wie Andreas Petersen, Sprecher der BI, deutlich machte: „Mit Flüsterasphalt und Lärmschutzfenstern geben wir uns nicht zufrieden.“ Die BI lässt ihre Interessen jetzt durch einen Anwalt vertreten: „Seitdem werden wir ernst genommen“, sagt Petersen.
Die Aktion der Grünen und ihr Engagement im Landtag laufen unter dem Motto „Bildung statt Beton“. Brigitte Pothmer,
arbeitsmarktpolitische Sprecherin ihrer Fraktion: „Wir brauchen keine A39, um die Wirtschaft anzukurbeln. Vielmehr
sollten wir das Geld in Bildung investieren und Menschen qualifizieren, den Wirtschaftsstandort Deutschland nach vorne zu bringen.“
Am Abend luden die Grünen zu einer Diskussion über eine Kernaussage ihres Wahlkampfprogramms in „Schröders Garten“ ein: Eine Million Arbeitsplätze sollen in der kommenden Legislaturperiode in den Bereichen Bildung und Umwelt geschaffen werden.
}}
=== 25. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Plänen für eine A 39 - Anschlussstelle bei Bienenbüttel
|Headline=Bienenbüttel sucht den Anschluss
|Untertitel=Gemeinde will von A 39 profitieren
|Autor=dth
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
Bienenbüttels Bürgermeister Heinz- Günter Waltje (CDU) setzt sich für den Bau einer Bienenbütteler
Anschlussstelle der geplanten Autobahn 39 ein. Dabei hatte der Rat Bienenbüttel 2006 während des damaligen Raumordnungsverfahrens sowohl gegen die Vorzugstrasse der A39 als auch gegen eine Anbindung Bienenbüttels an die Autobahn gestimmt – doch das war vor Waltjes Amtszeit.
[[Bild:LZ_2009-08-25_1.jpg|thumb|600px|left|'''Bienenbüttels Bürgermeister
Heinz-Günter Waltje möchte eine A39-Anschlussstelle mit Bad Bevensen tauschen.''' Foto: dth]]
Jetzt spekuliert der Bürgermeister darauf, dass Bad Bevensen zugunsten seiner Gemeinde auf eine von zwei geplanten Anschlussstellen verzichtet. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg räumt einem Tausch zumindest eine Chance ein. Autobahngegner protestieren dagegen, und auch die SPD im Rat kündigt Widerstand an.
[[Bild:LZ_2009-08-25_2.jpg|thumb|600px|right|'''Eine eigene Autobahn-Anschlussstelle wünschen sich auch Vertreter der Gemeinde Bienenbüttel.''' Fotos: A/ be; dth / Montage: dth]]
Die Bienenbütteler hatten sich in ihrem Ratsbeschluss 2006 eine andere Trassenführung gewünscht – vergeblich. „Heute steht fest, dass sie unser Gemeindegebiet stark betrifft. Von Wulfstorf bis Edendorf verläuft sie direkt am Elbe-Seitenkanal auf östlicher Seite. Und wenn wir die Nachteile einer Autobahntrasse quer durch unser Gemeindegebiet
schon ertragen müssen, sollten wir auch den Vorteil einer Anschlussstelle beanspruchen“, wirbt jetzt der Bürgermeister in einem Schreiben an die Ratsmitglieder, das der LZ vorliegt. Dabei spricht Waltje sich für den Bau einer Anschlussstelle bei Edendorf aus.
Unterdessen läuft schon der landläufig bekannte Wortführer der Autobahngegner, Eckehard Niemann, gegen des Bürgermeisters Pläne Sturm, hat Flugblätter an die Haushalte in der Gemeinde verteilt. Darin warnt er vor einer „Blechlawine durch Bienenbüttel“. Weiter schreibt Niemann: „Bad Bevensen will die Autobahnabfahrt Altenmedingen absolut nicht haben, um ein Desaster auf den Zufahrtstraßen vom Kurgebiet fern zu halten. … Sollen wir Bienenbütteler das ertragen, was den Bevensern nicht zumutbar ist?“, fragt er.
Thomas Weigelt, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat Bienenbüttel, plädiert dafür, sich an den Ratsbeschluss von 2006
zu halten. Und: „Die Dorferneuerung ist in Edendorf gerade erst aufwändig gestaltet worden. Keiner kann ernsthaft den
Rückbau fordern, um dem dann zunehmenden Verkehr Rechnung zu tragen.“
Hingegen versichert Waltje gegen_ber der LZ: „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Gemeinde Bienenbüttel insgesamt langfristig wirtschaftliche Vorteile von einer Anschlussstelle hätte.“ Auf seiner Seite weiß er zumindest die
CDU, die die Diskussion mit angestoßen hat. Bei der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses soll über das weitere Vorgehen beraten werden.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Plänen für eine A 39 - Anschlussstelle bei Bienenbüttel
|Headline=Behörde vergleicht Standorte
|Untertitel=
|Autor=dth
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Erst kürzlich traf sich der Arbeitskreis zur Anschlussstellenkonzeption im Raum Bad Bevensen. Dort sind zwei Anschlussstellen vorgesehen, so Dirk Möller, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg. Eine Anschlussstelle ist geplant an der Landesstraße 253 zwischen Bad Bevensen und Röbbel, die zweite an der L232 zwischen Bad Bevensen und Altenmedingen in Höhe Secklendorf. Mit Blick auf den Bienenbütteler Wunsch stellt Möller auf LZ-Anfrage klar: „Was nicht geht, sind in dem Bereich drei Anschlussstellen. Denkbar sei aber ein Tausch der Stelle vor Altenmedingen gegen die nordwestlichere Variante bei Edendorf an der Uelzener Kreisstraße 1.
„Wir haben ein Interesse daran, möglichst viel Verkehr auf die Autobahn zu lenken.“ Ob das bei einer Anbindung über die Kreisstraße genauso gelinge wie bei einer Landesstraße, sei fraglich. „Wir führen jetzt in Verkehrsgutachten detaillierte Betrachtungen durch.“ Die Variante bei Edendorf habe nur eine Chance, wenn sie verkehrliche Vorteile bringe. Die Untersuchungsergebnisse erwartet Möller im Herbst.
}}
=== 31. August 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Autobahnabfahrt für Bienenbüttel, LZ-Bericht vom 28. August ====
{{LB|Unser Wulfstorf e.V.<br>
Winfried Harendza,<br>
Vorsitzender
<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_August_2009#Landeszeitung_zu_den_Pl.C3.A4nen_f.C3.BCr_eine_A_39_-_Anschlussstelle_bei_Bienenb.C3.BCttel|"Bienenbüttel sucht den Anschluss", LZ vom 25. August]]
'''<big>Alles Spekulation?</big>'''
Vorab bemerken wir, dass wir gegen den Bau der A39 sind. Stellen wir uns aber folgendes vor: Die A39 wird tatsächlich gebaut und Bienenbüttel erhält, wie jetzt von der CDU-Ratsfraktion der Gemeinde Bienenbüttel gewünscht, eine Anschlussstelle. Sie soll in Edendorf geplant werden. Die Bewohner von Bienenbüttel und vor allem die Ortsteile Wichmannsburg und Edendorf werden erheblich belastet. Stellen wir uns weiter vor: Im Verlauf der Planung wird festgestellt, dass die Ilmenaubrücke bei Wichmannsburg für den zu erwartenden Verkehr ungeeignet ist. Außerdem sind in Edendorf gerade erhebliche Straßenbaumaßnahmen durchgeführt worden, die gegebenenfalls rückgebaut werden müssten.
Also, die Sache mit der Anschlussstelle in Edendorf ist schwierig. Also suchen die Planer nach Alternativen und finden sie dann in Wulfstorf. Das passt doch, schließlich hat der Landkreis Lüneburg eine Anschlussstelle in Wulfstorf vorgeschlagen, um die Gewerbegebiete Dahlenburg und Volkstorf verkehrstechnisch besser anzubinden. Für Wulfstorf würde das bedeuten, dass einige Bewohner direkt an der Anschlussstelle leben. Sie hätten das zweifelhafte Vergnügen, von der Terrasse aus die Autos zählen zu können. Alles Spekulation?
Wir haben Bürgermeister Waltje aufgefordert, uns sein wiederholt gegebenes Versprechen, dass in Wulfstorf keine Anschlussstelle geplant wird, nochmals schriftlich zu bestätigen. Auch in Wulfstorf lebt 80 Mal Schutzgut Mensch!
}}
{{Pressefuss|Juli 2009|September 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
7e8b51b3f7e148b3aa788a6a5d8728dc7f8a2172
Presseberichte September 2009
0
1229
1472
2009-11-22T21:56:04Z
Detlef
6
/* 14. September 2009 */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 3. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planfeststellungsverfahren Ostumgehung
|Headline=Lärmschutz für die Ostumgehung
|Untertitel=Stadt fordert Planänderungen
|Autor=sp
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Zu den nachträglichen Lärmschutzmaßnahmen an der Ostumgehung leitet die Stadt nun ihre Einwendungen und Anregungen an den Landkreis als Planfeststellungsbehörde weiter. Die Stadt sieht laut OberBürgermeister Ulrich Mädge in einigen Punkten Änderungsbedarf.
Sie fordert, den Lärmschutz entlang der gesamten Umgehung von Ilmenaubrücke bis Klosterkamp zu verbessern: „Die Verkehrszahlen sind so deutlich gestiegen, wie es keine Prognose vorhergesehen hat. Deshalb muss der Lärmschutz in allen Bereichen neu untersucht werden.“
Der angrenzende Stadtteil wurde zum Zeitpunkt der Planfeststellung 1981 als „Allgemeines Wohngebiet“ eingestuft.
„Das ist nicht mehr aktuell. Es ist ein ,reines Wohngebiet' und muss auch als solches verzeichnet werden“, meint Mädge. Dann gelte höherer Lärmschutz. Die Ergebnisse der Verkehrszählung 2008 seien nicht mit ausgelegt worden, obwohl das Umweltinformationsgesetz dies vorschreibt: „Die Zahlen sind niedriger als die aus der Analyse für die geplante A39. Das muss erklärt werden.“ Auch werde nicht deutlich, wo Schwerverkehr gezählt worden sei. „Die Pläne verraten auch nicht, welche Art von offenporigem Asphalt für den Belag verwendet werden soll.“
}}
=== 8. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anschlussstelle Bienenbüttel
|Headline=CDU fordert Bürgervotum
|Untertitel=Debatte über möglichen Autobahnanschluss für Bienenbüttel – Edendorfer protestieren dagegen
|Autor=dth
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
Die CDU Bienenbüttel strebt eine Bürgerbefragung zum Thema „Autobahnauffahrt Edendorf“ für den 27. September an. Damit reagiert sie auf die hitzige Debatte um eine eigene Anschlussstelle Bienenbüttels für die geplante A39. Gegen die Anschlussstellenpläne gehen jetzt auch Edendorfs Ortsvorsteher Hans-Jürgen Franke sowie der rund 100 Mitglieder zählende Verein „Unser Edendorf“ auf die Barrikaden. Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje spekuliert auf einen Verzicht der Samtgemeinde Bad Bevensen auf die geplante Anschlussstelle an der L232 bei Secklendorf (LZ berichtete). Alternativ, so der Bürgermeister, könnte eine Anschlussstelle bei Edendorf gebaut werden, um Bienenbüttel an die eigentlich ungewünschte A39 anzubinden.
[[Bild:LZ_2009_09_08.jpg|thumb|600px|right|''' Zwar stimmte der Gemeinderat Bienenbüttel 2006 gegen den Bau der A39. Aber wenn die Autobahn nun doch realisiert wird, sollte die Gemeinde auch durch eine eigene Abfahrt bei Edendorf davon profitieren, meint Bürgermeister Heinz-Günter Waltje. In dem kleinen Dorf stößt das auf Widerstand. ''' Montage: dth]]
„Niemand aus den Reihen des Gemeinderates weiß genau, was die Bienenbütteler Bevölkerung mehrheitllich möchte. Das hat uns als CDU zu der Idee geführt, die Bundestagswahl am 27. September dafür zu nutzen, eine Bürgerbefragung pro oder contra Autobahnauffahrt Edendorf durchzuführen“, schreibt Stefan Waltje, Vorsitzender der CDUFraktion, in einem Brief an den Gemeindechef. Sein Bruder im Bürgermeisteramt, Heinz-Günter Waltje, hatte zuletzt in einem Schreiben an die Ratsmitglieder geworben: „Wenn wir die Nachteile einer Autobahntrasse quer durch unser Gemeindegebiet schon ertragen müssen, sollten wir auch den Vorteil einer Anschlussstelle beanspruchen.“
Damit teilt er auch die Position des Fraktionsvorsitzenden. Jetzt haben der Vorstand des Bürgervereins „Unser Edendorf“ sowie Edendorfs Ortsvorsteher Hans-Jürgen Franke ihrerseits einen Brandbrief an die Ratsmitglieder versandt. In dem dreiseitigen Schreiben wird deutlich, dass die Meinung in dem Bienenbütteler Ortsteil Edendorf offenbar schon feststeht – ganz ohne Bürgerbefragung. Darin heißt es: „Wir verstehen überhaupt nicht, wie es zu einer solchen Initiative gekommen ist … Wir können auch nicht verstehen, dass Sie, sehr geehrter Herr Stefan Waltje meinen: ,Wir können die A39 nicht verhindern' … Der Gipfel allerdings ist es, sehr geehrter Herr Stefan Waltje, zu meinen, das Beste daraus zu machen, sei eine Auffahrt in Edendorf.“ Und: „Eine Anschlussstelle zwischen Lüneburg und Bad Bevensen wird abgelehnt.“
Der Dorfverein um die Vorsitzende Tanja Balfanz erinnert in dem Brief an die Diskussion im Sommer 2006, als auch aus anderen Ortsteilen, beispielsweise Wichmannsburg, Hohnstorf, Niendorf und Wulfstorf „massivste Proteste“ gegen die A39 vorgebracht wurden. Infolgedessen hatte auch der Gemeinderat Bienenbüttel mehrheitlich gegen die Vorzugstrasse der A39 sowie gegen eine Anbindung Bienenbüttels an die Autobahn gestimmt.
Derweil sagt Bürgermeister Heinz-Günter Waltje auf LZAnfrage: „Sowohl Befürworter der A39 als auch die Gegner beanspruchen jeweils, heute die Mehrheit auf ihrer Seite zu haben. Mit einer Bürgerbefragung können wir uns ein objektives Meinungsbild verschaffen.“ Zeitlich sei eine Bürgerbefragung parallel zur Bundestagswahl noch machbar, so Waltje. Dafür müsste bei seiner heutigen, nicht öffentlichen Sitzung der Verwaltungsausschuss grünes Licht für die Vorbereitung der Abstimmung geben und unter anderem der Gemeinderat kommende Woche den Weg für die Bürgerbefragung am 27. September frei machen. Bürgermeister Waltje betont: „Auch wenn eine Bürgerbefragung für den Rat nicht bindend ist: Ich persönlich würde mich an das Votum der Bürger halten.“
}}
=== 11. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Mehr Lärmschutz
|Untertitel=öffentliche Fraktionssitzung der CDU
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Zum Thema Lärmschutz an der Ostumgehung hält die CDU-Stadtrats-Fraktion eine öffentliche Sitzung
Montag, 14. September, 19 Uhr im Stadtteilladen ELM im Moorfeld (Hermann-Löns- Str. 24) ab. Besonders hervorgehoben wird von CDU wie von er SPD die Trennung von sofort notwendigem Lärmschutz und den Folgen durch den Bau der A39. „Die Sonderverkehrszählung des Landkreises von 2008 hat gezeigt, dass die Verkehrsbelastung mit rund 38 000 Fahrzeugen in 24 Stunden fast dreimal höher ist als im ersten Planfeststellungsbescheid aus den 80er-Jahren prognostiziert“, erklärt Dr. Gerhard Scharf (CDU). „Flüsterasphalt, Wälle und Wände reichen da nicht.“ Beide Fraktionen, SPD und CDU, haben für den Kreistag am 2. November einen Antrag eingereicht, der vier Forderungen
enthält:
* Keine Verquickung von jetzt notwendigem Lärmschutz mit den Bauten für die A39.
* Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h zwischen Ilmenaubrücke im Norden und Eisenbahnbrücke Richtung Dannenberg im Süden.
* Erhöhung der Lärmschutzwände im Moorfeld.
* Einbeziehung der Wohnsiedlung „Fuchsweg“.
}}
=== 12. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planfeststellungsverfahren Ostumgehung
|Headline=Lärmschutz ausweiten
|Untertitel=Staudte: Die ganze Stadt berücksichtigen
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Nach der CDU-Fraktion im Rat meldet sich jetzt die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte zu
Wort, fordert mehr Lärmschutz für ganz Lüneburg. Die CDU wll Montag in einer öffentlichen Sitzung im Stadtteilladen an der Löns-Straße von 19 Uhr an über mehr Lärmschutz an der Ostumgehung reden, Anfang November mit der SPD im Kreistag unter anderem für eine Ausweitung des Schutzes auf den Fuchsweg werben.
Miriam Staudte hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gefragt, warum sie nicht das gesamte Stadtgebiet untersucht habe, sondern nur den Abschnitt zwischen Ilmenaubrücke und Erbstorfer Landstraße. Die Antwort findet sie schlicht unbefriedigend. „Man orientiert sich nicht an der tatsächlichen Nutzung, sondern an der Einstufung der Gebiete – das ist bürokratisch und wenig bürgerfreundlich.“ Unterstrichen werde dies Verhalten durch den Umgang mit dem Wohngebiet um den Fuchsweg, das auch die CDU im Auge hat.
Dort wird über stark gestiegenen Lärm geklagt. Aber weil es sich – trotz der Baupläne der Stadt in der Schlieffen-Kaserne – nicht um ein offizielles Wohngebiet, sondern um das Sondergebiet Kaserne handle, bleibt es außen vor. Staudte: Allerdings stehe in Aussicht, dass im Rahmen der A39-Planung das Gebiet entlang der Trasse berücksichtigt werde: „Warum nicht jetzt? Ob die A39 kommt, ist unsicher, sicher aber ist, dass der Verkehr auf der Umgehung weiter rollt.“
}}
=== 14. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum BI-Fest
|Headline=Fest gegen den Lärm
|Untertitel=Stadtteil hat ein Ohr an Ostumgehung
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_09_14.jpg|thumb|600px|right|'''Ein Menschenschutzgebiet fordern Bewohner aus den Stadtteilen Lüne und Moorfeld. Sie wollen so auf den Krach aufmerksam machen, den die Ostumgehung bringt. Eine Autobahn würde die Lage noch verschlimmern, fürchten die Betroffenen.''' Foto: t&w]]
Vom Lärm der Ostumgehung war am Sonnabend kaum etwas in der Kolonie der Gartenfreunde Moorfeld
zu hören. Das lag daran, dass der Stadtteil mit hunderten Besuchern ein fröhliches Fest mit viel Musik feierte, der Chor Ohregano gab ebenso ein Konzert wie die rockigen Jungs von LebiZed. Den jüngeren Gästen gefiel das Puppentheater von Gabriele Parnow-Kloth, die Angebote der Kirchengemeinde und auch das Ponyreiten. Allen schmeckten die mehr als 40 Kuchen, die Familien aus Lüne und dem Moorfeld spendiert hatten.
Doch selbst beim Feiern vergessen die Menschen eben auch die Ostumgehung nicht. Denn die schlägt vielen von ihnen gewaltig auf die Ohren. Die Bürgerinitiative, aber auch Organisationen wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) machten auf den Lärm und die Probleme aufmerksam, die bestehen und die sich aus ihrer Sicht verschärfen dürften, wenn die umstrittene A39 tatsächlich gebaut werden sollte.
Jens-Peter Fiedler, einer der BI-Sprecher, sieht die Straßenbaubehörde ganz unabhängig von den Autobahnplänen schon jetzt in der Pflicht, etwas gegen den Krach zu tun. So haben Arbeiter im Sommer nur auf einer Straßenseite sogenannten Flüsterasphalt geschüttet, der müsse auch auf der anderen Seite der Schnellstraße eingebaut werden. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung brächte viel, Tempo 60 würde vor allem Lastwagen leiser machen. Dazu müssten weitere Schutzmaßnahmen her, ein Stichwort seien Lärmschutzwände.
Dass es Nachbesserungen geben muss, haben Behörden bereits eingeräumt, denn es rollen viel mehr Fahrzeuge über die Schnellstraße als in den alten Planfeststellungsbeschlüssen prognostiziert. Aufgrund dessen wurde das Verfahren wieder aktuell: Mitte der Woche wird der Anwalt der BI grundsätzliche Einwände erheben, denn BI-Mitglieder kritisieren, dass die Behörden nur das Minimum an Lärmschutz umsetzen wollten.
Weiteren Protest werde es von Anwohnern vom Fuchsweg geben, berichtet Fiedler. Sie und auch Nachbarn der Wulf-Werum-Siedlung würden nicht in Lärmschutzprojekte eingebunden, weil sie in Sondergebieten der Bundeswehrkaserne beziehungsweise eines alten Industrieareals leben.
}}
{{Pressefuss|August 2009|Oktober 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
=== 16. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Kampf gegen den Krach
|Untertitel=Das Leiden an der Ostumgehung
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Peter von Paris wohnt am Fuchsweg, Zehntausende Autos und Laster rauschen unten auf der Ostumgehung vorbei. Doch während ein paar hundert Meter weiter Anwohner im Moorfeld auf zusätzlichen Lärmschutz hoffen können, sollen von Paris und seine Nachbarn leer ausgehen. Anwohner Klaus Etzel sagt: „Wir sind doch nicht anders zu bewerten als Menschen anderswo.“ Die Aussagen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr finden die Männer nicht haltbar. Aus dem Amt heißt es, der Fuchsweg liege in einem Sondergebiet Kaserne. Doch schon als der Planfeststellungsbeschluss 1981 aufgestellt wurde, hätten in den Häusern Menschen gelebt – und die nervt der Krach.
Bekanntlich ist das Planfeststellungsverfahren quasi wieder in Gang gesetzt worden. Und heute endet eine Einspruchsfrist. Denn nach neuer Rechtsprechung kann zusätzlicher Schutz gefordert werden, wenn etwa prognostizierte Verkehrsmengen überschritten werden. Das wäre bei der Umgehung der Fall, laut Prognose sollten dort im Jahr 2000 rund 15 000 Autos rollen, es waren aber 38 000. Von der Behörde angebotener Schutz reicht den Betroffen nicht, sie wollen mehr.
[[Bild:LZ_2009_09_16.jpg|thumb|600px|left|'''Das Idyll täuscht: Peter von Paris wohnt am Fuchsweg, nur ein paar Meter entfernt verläuft die Ostumgehung. Doch er und seine Nachbarn haben keinen Anspruch auf zusätzlichen Lärmschutz.''' Foto: t&w]]
Der Hamburger Rechtsanwalt Michael Günther vertritt mehr als 30 Mandanten in dieser Angelegenheit und macht jetzt Einwände geltend. Er sagt: Trotz des Einbaus von Flüsterasphalt würde eine Reihe von Grundstücken einen großen Lärmpegel behalten. Die angebotenen Schallschutzfenster reichten nicht aus, Gärten und Balkone würden nicht abgeschirmt. Nötig seien schon jetzt Schutzwände und Wälle.
Erst einmal werden die Einwände beim Kreis gesammelt, dann gehen sie an die Straßenbaubehörde. Dort wird laut der stellvertretenden Chefin, Annette Padberg, jeweils eine Stellungnahme abgegeben. Schließlich gebe es einen Erörterungstermin. Reichen die Angebote nicht aus, können die Bürger vors Verwaltungsgericht ziehen.
Auf einer öffentlichen Sitzung der Ratsfraktion der Lüneburger CDU im Stadtteilladen ELM im Moorfeld klagten am Montagabend Anwohner über den Lärm, den die Schnellstraße mit sich bringt. Die Union greift das Thema ebenso auf wie SPD und Grüne. Die Scharnebecker Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Grüne) hatte die Straßenbaubehörde angeschrieben und nachträglichen Lärmschutz gefordert. Aus einer Antwort der Behörde ergibt sich, dass man sich nicht nur am Fuchsweg keine Hoffnung auf mehr Schutz zu machen braucht, sondern auch weiter südlich etwa am Klosterkamp. Denn im damaligen Verfahren sei in Richtung Deutsch Evern ein Anteil „Panzerverkehr“ eingerechnet worden. Die fahren heute nicht mehr. Die CDU will am 2. November einen Antrag in den Kreistag einbringen. Darin fordert sie unter anderem: sofortigen Lärmschutz unabhängig vom Bau der A39 sowie ein Tempolimit von 80 km/h im Bereich Moorfeld.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anschlussstelle Bienenbüttel
|Headline=Anschluss an A 39
|Untertitel=Rat stimmt über Bürgerbefragung ab
|Autor=jul
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
Die Diskussion über eine A39-Anschlussstelle in Edendorf spaltet den Bienenbütteler Gemeinderat. Während die CDU-Fraktion die Bürger zur Bundestagswahl über einen Autobahnanschluss abstimmen lassen will (LZ berichtete), kritisieren die Kommunalpolitische Alternative (KA) und die SPD die Debatte zum jetzigen Zeitpunkt als völlig überflüssig. Entscheiden wird darüber der Gemeinderat bei seiner heutigen Sitzung.
„Wir haben doch im Jahre 2006 nach langem Ringen eindeutig beschlossen, im gesamten Gemeindegebiet keine Anschlussstelle haben zu wollen“, sagt KA-Fraktionsmitglied Holger Janßen. Völlig ohne Not werde eine Diskussion losgetreten, die den Bürger verunsichere und lediglich unkontrollierter Aktionismus sei. Einer Bürgerbeteiligung sei nur zuzustimmen, wenn sie auch Sinn mache.
Hintergrund ist, dass die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau erst im Herbst die fachlichen und technischen Untersuchungen potenzieller Anschlussstellen im Raum Bad Bevensen abgeschlossen haben wird. Das bestätigt Annette Padberg, Projektleiterin für die A39 der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.
„Wenn die Pläne im Detail vorangeschritten sind, werden wir diese den Bürgern der betroffenen Ortschaften voraussichtlich in Informationsveranstaltungen mitteilen“, sagt Padberg. Das werde voraussichtlich im Herbst dieses Jahres sein.
SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Weigelt wird die Mitglieder seiner Fraktion dazu auffordern, den Antrag abzulehnen. „Es gibt noch keinen Planungsentwurf, aus dem sich der Rat, die Bürger oder mögliche Investoren verbindlich informieren können“, sagt Weigelt. Erst wenn Bürger über Machbarkeit einer Anschlussstelle in Edendorf informiert und über mögliche Folgen aufgeklärt worden sind, wolle die SPD erneut über eine Bürgerbefragung abstimmen.
Der Gemeinderat trifft sich am heutigen Mittwoch, 16. September, im Sitzungszimmer des Rathauses ab 19 Uhr.
}}
=== 18. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anschlussstelle Bienenbüttel
|Headline=Rat erteilt Bürgern das Wort
|Untertitel=Befragung zum Autobahn-Anschluss parallel zur Bundestagswahl
|Autor=jul
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
So eng war es bei einer Bienenbütteler Ratssitzung vermutlich schon lange nicht mehr. Rund 100
Einwohner kamen zur Sitzung des Gemeinderates, um zu hören, wie ihre politischen Vertreter über den CDU-Antrag abstimmten, der vorsieht, die Bürger zu einer Anschlussstelle an die geplante Autobahn 39 zu befragen. Trotz vehementer Kritik der anderen Fraktionen und der anwesenden Einwohner drückten CDU-Fraktion und Bürgermeister Heinz-Günter Waltje mit knapper Mehrheit den Antrag durch. Nun sollen die Bürger am Tag der Bundestagswahl auch darüber abstimmen, ob sie eine Anschlussstelle bei Edendorf befürworten.
[[Bild:LZ_2009_09_18.jpg|thumb|600px|right|'''Vor dem Sitzungszimmer des Bienenbütteler Rathauses haben sich Autobahngegner versammelt, um die Ratsmitglieder an einen Beschluss von 2006 gegen eine Autobahnauffahrt zu erinnern.''' Foto: jul]]
Dicht drängten sich auf dem Rathausflur und im Sitzungszimmer vor allem Autobahngegner, die ihre Position mit Trillerpfeifen und Plakatsprüchen wie „Bienenbüttel braucht keine Blechlawine“ unterstrichen. Mit dem Andrang der rund 100 Einwohner hatte Bürgermeister Heinz-Günter Waltje nicht gerechnet, entschuldigte sich für die Enge. „Es steht heute nicht die Anschlussstelle zur Debatte, sondern lediglich, ob wir eine Bürgerbefragung dazu machen wollen“, stellte der Bürgermeister klar.
Doch genau diese Diskussion scheint die Bürger zu verunsichern. 30 Minuten räumt die Niedersächsische Gemeindeordnung einer Einwohnerfragestunde in der Regel ein. In Bienenbüttel wurde sie kurzerhand verlängert, mussten vor allem Waltje und die CDU-Fraktion fast eine Stunde lang Rede und Antwort stehen. „Wozu benötigen wir eine Bürgerbefragung, wenn es einen Ratsbeschluss von 2006 gegen eine Anschlussstelle gibt?“, wollte ein Bienenbütteler wissen. Damals sei über einen ganz anderen Trassenverlauf diskutiert worden, sagte Waltje. Sowohl die Befürworter der A39 als auch die Gegner beanspruchen jeweils, heute die Mehrheit auf ihrer Seite zu haben. Mit einer Bürgerbefragung wolle er sich ein objektives Meinungsbild verschaffen.
„Halten Sie sich dann auch an die Meinung der Bürger?“, fragte eine Einwohnerin. „Ich bin persönlich zutiefst von den Vorteilen eines Autobahnanschlusses überzeugt, aber fühle mich moralisch verpflichtet, entsprechend der Mehrheit der Bürger zu stimmen“, sagte Waltje. Die Entscheidung über eine Anschlussstelle falle jedoch nicht im Rat, sondern in der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau. „Warum dann überhaupt die Kosten für eine Befragung in Kauf nehmen?“, riefen zahlreiche Zuhörer. „Zwar hat die Befragung rechtlich gesehen kein Gewicht“, räumte CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Waltje ein, „aber sie ist ein Signal.“ Zudem sei der Tag der Bundestagswahl mit Blick auf Kosten und Aufwand der günstigste Termin.
Weder Zeitplan noch geplanter Ablauf sagten den anderen Rats-Fraktionen zu. „Die ganze Angelegenheit ist mit sehr heißer Nadel gestrickt“, kritisierte Hans-Jürgen Franke, Fraktionssprecher der KA. „Grundsätzlich befürworten wir eine Befragung, aber erst nachdem die Bürger sachgerecht und umfassend informiert worden sind.“ Sowohl die Fragen der Bürger als auch deren Verunsicherung zeigten einen enormen Informationsbedarf.
„Wir wollen Verlässlichkeit ausstrahlen. Eine Befragung unter diesem Zeitdruck wird kaum repräsentativ sein. Nicht alle Bürger werden rechtzeitig davon erfahren“, befürchtete Thomas Weigelt, SPD-Fraktionsvorsitzender. „Informationen wurden zu dem Thema bereits seit 2006 reichlich ausgetauscht“, entgegnete Stefan Waltje (CDU). Zudem könne er sich keinen besseren Termin als die Bundestagswahl vorstellen, um möglichst viele Bürger zu mobilisieren.
}}
=== 26. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Wirtschaftlichkeitsberechnung der A 39
|Headline=A-39-Anfrage ohne Antwort
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die Landesregierung hat nach Angaben der Landtags-Grünen die Antwort auf eine Anfrage der Abgeordneten Miriam Staudte aus Scharnebeck zum Kosten-Nutzen-Verhältnis (KNV) der geplanten
Autobahn 39 verweigert. Der Grund: Das Land sei nicht zuständig, die Planungshoheit habe der Bund.
„Ich habe den Eindruck, man will nicht hinterfragen, wie das umstrittene KNV der A39 berechnet wurde“, so Staudte. Die Grünen-Politikerin hat Zweifel an dem Berechnungsverfahren, mit dem das KNV der A39 von 2,78 ermittelt wurde. Das KNV gibt Auskunft über die zu erwartende Wirtschaftlichkeit von Straßenprojekten. „Sogar der schlechte Wert von 2,78 scheint schöngerechnet zu sein“, so Staudte mit Blick auf die Kostensteigerung bei anderen
Vorhaben wie der A14.
}}
=== 29. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anschlussstelle Bienenbüttel
|Headline=Mehr als 58 Prozent stimmen bei Bürgerbefragung gegen die Absicht, sich um eine Anschlussstelle zu bemühen
|Untertitel=
|Autor=pet
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
„Soll sich die Gemeinde Bienenbüttel um einen Autobahnanschluss (Auffahrt/Abfahrt) bei Edendorf bemühen ?“ Das war die Fragestellung an die Bienenbütteler, die deshalb am Sonntag neben der Bundestagswahl zu einer weiteren Abstimmung aufgerufen waren. Die Stimmen wurden gestern im Rathaus ausgezählt – und die Antwort der Bienenbütteler lautet: „Nein“.
Befürworter und Gegner einer Auffahrt auf die in Planung befindliche Autobahn 39 waren sich in einem Punkt einig – sie waren zufrieden mit der Abstimmungsbeteiligung: 5447 Bienenbütteler ab 16 Jahren aufwärts gaben ihre Stimme ab, das waren 67,21 Prozent der Stimmberechtigten. Von den gültigen Stimmen lauteten 2092 (58,11 Prozent) auf „Nein“, 1508 (41,89) auf „Ja“. 61 Zettel wertete der Wahlvorstand unter Leitung von Andreas Schwiers als ungültig.
[[Bild:LZ_2009_09_29.jpg|thumb|600px|left|'''Heinz-Georg Pochanke, Annett Hauptfleisch, Andreas Schwiers, Jan Holdberg, Thomas Weigelt und Udo Hinrichs (v.l.) werteten gestern Nachmittag im Bienenbütteler Rathaus die Bürgerbefragung zum Thema A39-Anschluss aus.''' Foto: pet]]
Nicht nur bezüglich eines Autobahnanschlusses, sondern auch bezüglich der Bürgerbefragung am vergangenen Sonntag waren Bürgermeister Heinz-Günter Waltje und die Fraktionen im Gemeinderat unterschiedlicher Meinung. Enttäuscht vom Abstimmungsergebnis war Stefan Waltje, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Ich bedaure das Ergebnis aus meiner Sicht. Die Mehrheit der Fraktion hatte sich für eine Anschlussstelle ausgesprochen. Aber wir akzeptieren das Ergebnis natürlich.“
Auch Bürgermeister Heinz-Günter Waltje bedauerte das Resultat: „Ich hatte mir ein anderes Ergebnis gewünscht, weil ich überzeugt davon bin, dass es richtig und wichtig ist, einen Anschluss zu bekommen. Der Bürgermeister hatte noch am Sonnabend vor der Abstimmung mit einem Informationsblatt gebeten: „Stimmen Sie für einen Autobahnanschluss!“ Waltje: „Ich möchte nicht eines Tages von meinen Enkelkindern gefragt werden: Warum haben die Politiker in Bienenbüttel 2009 gepennt und eine derartige Chance vergeben?“
Vehementer Streiter gegen einen Autobahnanschluss bei Edendorf ist die Kommunalpolitische Alternative, zweitstärkste Kraft im Bienenbütteler Rat, mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Hans-Jürgen Franke. Der sieht die Linie seiner Fraktion durch das Abstimmungsergebnis bestätigt. Das Vorgehen der CDU in Sachen Bürgerbefragung sieht er als „sehr unglücklich und fragwürdig“ an.
Zufrieden war auch Thomas Weigelt, Fraktionsvorsitzender der SPD, die mit der CDU im Bienenbütteler Rat eine Gruppe bildet: „Unsere Fraktion sieht sich bestätigt in der Auffassung, dass wir uns an den Ratsbeschluss von 2006 halten sollten und dass eine Bürgerbefragung zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig war.“ Der Bienenbütteler Rat hatte vor drei Jahren mit klarer Mehrheit beschlossen, im Gemeindegebiet keine A39-Anschlussstelle haben zu wollen.
Als 40 Minuten nach Beginn der Auszählung abzusehen war, dass die Gegner eines Bienenbütteler Autobahnanschlusses in der Mehrheit sind, strahlte auch Eckehard Niemann, Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39 – er sah die Abstimmung der Bienenbütteler auch als „Abstimmung über Sinn und
Unsinn der ganzen A39“ an.
}}
{{Pressefuss|August 2009|Oktober 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
bd5a0fc31cfbeb1da7a2344da6fe7e61b55aab99
Presseberichte Oktober 2009
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2009-11-22T21:57:49Z
Detlef
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 12. Oktober 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur SPD und A39 ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>
Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=Wahl und Bürgerbefragung Bienenbüttel, LZ-Berichte
'''<big>Gespräche über A 39</big>'''
Wenn die von den Wählern schwer abgestrafte SPD jetzt auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene ihre Wunden leckt und sich eine neue Strategie mit mehr Bürgernähe und mehr Eingehen auf die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vornimmt, dann sollte dazu unbedingt auch die gewissenhafte Überprüfung ihrer Position zur geplanten A39 und deren geplanten Abfahrten gehören.
Dieses „Hosenträger-Projekt“, das von der offiziellen Verkehrsuntersuchung Nord (VUNO) als unsinnig bewertet wird und das vor 2003 zu großen Teilen nicht einmal im „weiteren Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans enthalten
war, dieses Projekt wurde damals im Rahmen der Landtagswahlkämpfe in Brandenburg und Niedersachsen in den vordringlichen Bedarf gehievt. Ohne große Untersuchungen, nur aus vordergründiger Partei- und Wahlkampftaktik.
So wie man in der SPD jetzt an einer neuen Position zu Schröder'schen Erblasten in Zusammenhang mit Hartz IV und Agenda 2010 arbeitet, genau so sollte man sich jetzt endlich fair mit den Fakten und Argumenten der A-39-Gegner (davon gibt es sehr viele auch in den eigenen Reihen) befassen.
Auch die neue Bundestagsabgeordnete Kisten Lühmann hat das erfreulicherweise zugesagt, obwohl sie in der Vorwahlzeit noch die alte A-39-Linie propagierte (und gleichzeitig die Abfahrten Altenmedingen/Bevensen und Bienenbüttel kritisierte). Die Bürgerinitiativen freuen sich auf faire und sachliche Gespräche zur A39 auch mit der SPD.
}}
=== 16. Oktober 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Meinung der IHK zum Positionspapier der fünf norddeutschen Bundesländer
|Headline=Bekenntnis für die A 39
|Untertitel=IHK begrüßt Positionspapier der Länder
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Industrie und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg begrüßt das gemeinsame Positionspapier
der fünf norddeutschen Bundesländer, das die verkehrspolitischen Forderungen an die neue Bundesregierung formuliert. „Dieser Forderungskatalog unterstreicht die Bedeutung der A39 als überregional wichtiges Infrastrukturprojekt auch außerhalb von Niedersachsen. Für die Entwicklung unserer Region begrüßen wir dieses klare Bekenntnis zur A39 ausdrücklich“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert.
Positiv aus Sicht der Wirtschaft sei zudem zu bewerten, dass die Liste unter anderem die Y-Trasse, die Amerika-Linie und das dritte Gleis zwischen Lüneburg und Stelle sowie den Ausbau der A21 enthält. Das Positionspapier der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurde unter Federführung der Staatskanzlei in Hannover formuliert. Aufgrund der erwarteten deutlichen Zunahme von Gütern im Hafenhinterlandverkehr, mahnen die Nordländer einen beschleunigten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an.
Sie unterstreichen, dass diese Vorhaben nicht nur von regionaler, sondern von nationaler Bedeutung sind. Michael Zeinert erklärt: „Die A39 ist ein integraler Bestandteil dieser Planungen.“
Einziger Wermutstropfen aus Sicht der IHK: Im Positionspapier fehlt der Ausbau des Elbe-Seitenkanals durch ein neues größeres Aufstiegs-/Abstiegsbauwerk in Scharnebeck. „Auch hier hätten wir uns ein klares Bekenntnis der norddeutschen Länder gewünscht“, macht Martin Exner, Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik der IHK, deutlich.
„Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass auch die Ertüchtigung des Elbe-Seitenkanals als bedeutendem Verkehrsträger im Hafenhinterlandverkehr in den Infrastrukturplanungen des Bundes berücksichtigt wird.
}}
=== 19. Oktober 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärm an der Ostumgehung
|Headline=Mehr Schutz für Anwohner
|Untertitel=CDU und SPD fordern Maßnahmen gegen Lärm der Ostumgehung – Kreis in schwieriger Lage
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Unstrittig ist, dass beim Lärmschutz an der Ostumgehung nachgebessert werden muss. Doch über das Wie wird hinter den Kulissen heftig gefeilscht. Jetzt schwingen sich CDU und SPD in Stadtrat und Kreistag zum Anwalt der Menschen an der Ostumgehung auf – und bringen den Kreis um Landrat Manfred Nahrstedt in Bedrängnis.
Bereits 2008 hat eine Verkehrszählung an der Strecke bestätigt, was viele Anwohner vermutet haben: Der Verkehr hat sich gegenüber der Prognose von 1981 für das Jahr 2000 mehr als verdoppelt, der Lärmpegel liegt deutlich über den Grenzwerten. Mit so genanntem Flüsterasphalt und Schallschutzfenstern will die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr das Lärm-Problem in den Griff bekommen. Das erforderliche, ergänzende Planfeststellungsverfahren ist bereits angelaufen.
Doch die vorgeschlagenen Maßnahmen reichen den Mehrheitsgruppen von CDU und SPD in Stadt und Kreis nicht weit genug. Bereits zur Kreistagssitzung am 2. November wollen die Kommunalpolitiker einen Antrag vorlegen, in dem sie fordern, die bestehenden Lärmschutzwände im Bereich Moorfeld Ost und West zu erhöhen, generelle Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohner des Fuchsweges vorzusehen und ein Tempolimit von 80 Kilometer in der Stunde zwischen der Ilmenaubrücke im Norden und der Eisenbahnbrücke Lüneburg-Dannenberg im Süden einzurichten. Gleichzeitig drängen Christ- und Sozialdemokraten in ihrem Antragsentwurf darauf, dass „die jetzt notwendigen Lärmschutzmaßnahmen . . . nicht durch eine Verquickung mit Planungen zum Bau der A39 relativiert
werden“.
[[Bild:LZ_2009_10_19.jpg|thumb|600px|right|'''Anwohner wie Andreas Petersen und seine Nachbarn in Lüne-Moorfeld sind dem Lärm der Ostumgehung ausgesetzt, sie haben den Krach mit eigenen Messungen dokumentiert. Sie fordern, dass schon jetzt Schutzmaßnahmen ergriffen werden – unabhängig von Planungen für die umstrittene A39. Die Politik greift das Anliegen auf.''' Foto: A/t&w]]
Obwohl die Antragsziele klar benannt sind, kommt der Auftrag an die Kreisverwaltung mit Formulierungen wie „im Rahmen des rechtlich Zulässigen“ wachsweich daher. Kein Wunder. Denn der Vorstoß von CDU und SPD bringt Landrat Manfred in eine schwierige Situation. Der Landkreis ist Planfeststellungsbehörde und damit zur Neutralität verpflichtet. Anträge der Politik, die ein bestimmtes Verhalten einfordern, muss der Kreis ablehnen. Noch heißt es aus dem Kreishaus von Sprecherin Christina Schreiber: „Der Antrag liegt nicht vor, deshalb können wir dazu auch nichts sagen.“ Doch schon bald wird sich zeigen, ob die Formulierungskünste vom CDU-Fraktionschef im Kreistag, Alexander Blume, dem Kreis genügend Spielraum lassen.
Von Beruf ist Blume Rechtsanwalt, Parteifreund Dr. Gerhard Scharf deshalb zuversichtlich, dass der Antrag nicht zurückgewiesen wird. Denn der Handlungsbedarf an der Ostumgehung steht für Scharf außer Frage – und dass nicht nur, weil er selbst dort wohnt. Vor allem die Situation am Fuchsweg hält der CDU-Mann für untragbar. „Die Anwohner dort leiden genauso unter dem Lärm wie alle anderen. Und nur weil im Planfeststellungsbeschluss von 1981 keine Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen waren, soll auch jetzt nichts gemacht werden.“ Für Scharf eine inakzeptable Ungleichbehandlung.
Gleichzeitig kritisiert der Unionspolitiker die aus seiner Sicht unzulässlige „Verquickung von aktuellen Maßnahmen mit den Planungen zur Autobahn 39“. Schließlich wisse niemand, ob und wann die A39 kommt. Deshalb müsse die jetzige Maßnahme auf Nachhaltigkeit angelegt sein. In der von der Landesbehörde in Auftrag gegebenen schalltechnischen Untersuchung zur Ostumgehung heißt es zum Ärger von Scharf aber unter Punkt sechs „Schallschutzmaßnahmen“: Bei der Prüfung möglicher zusätzlicher Maßnahmen sei insbesondere Paragraf 41 (2) des [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]es zu beachten, „da der Nutzungszeitraum bis zum Bau der A39 nur ca. 6-7 Jahre beträgt“. Die Verhältnismäßigkeit zwischen Kosten und Schutzzweck müsse jedoch gewahrt bleiben. Und weiter: „Zusätzliche aktive Lärmschutzmaßnahmen mittels Lärmschutzwänden scheiden aufgrund dieser Situation aus.“
Ebenso wie der Landkreis hält sich auch Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, derzeit bedeckt. Angesprochen auf höhere Lärmschutzwände und die Situation am Fuchsweg sagt er: „Das sind Fragen, die im laufenden Verfahren beantwortet werden müssen. Dem will ich nicht vorgreifen.“
}}
=== 27. Oktober 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur SPD und A39 ====
{{LB|Peter Weerda<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=„Jetzt droht der große Bruch“, LZ vom 26. Oktober
'''<big>Schwenk nötig</big>'''
Will Bernd Althusmann, heimlicher Vorsitzender der Lüneburger CDU, seine Partei rechtzeitig vor der nächsten Kommunalwahl von der SPD abgrenzen und in die Pole-Position bringen? Ein Bruch der Gruppe von SPD und CDU in Stadt und Landkreis zum jetzigen Zeitpunkt zwingt die SPD, nach neuen Mehrheiten zu suchen. Gleichzeitig proklamiert der designierte neue SPD-Parteivorsitzende, Sigmar Gabriel, eine dringend gebotene Erneuerung der SPD und die zukünftig verstärkte Einbindung der Parteibasis in die Entscheidungen. Während die Lüneburger SPD hier in den letzten Wochen bereits durch ihre Meinungsänderung beim Ausbau des Lüneburger Flughafens und beim Projekt Tiergartenkamp die Lüneburger überraschte, steht der Paradigmenwechsel beim Thema A39 noch aus. Es erscheint dringend geboten, dass die Basis der SPD ihre Position zur A39 neu diskutiert und zur Entscheidung stellt. Abgesehen davon, dass die A39-Frage bei Wahlen mindestens fünf Prozent der Wählerstimmen in Lüneburg ausmacht, könnte durch eine Neupositionierung bei Koalitionsgesprächen mit den Grünen ein großer Knackpunkt beseitigt werden.
}}
{{Pressefuss|September 2009|November 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
4c2315290c26d9306929227aa35aba3e8d6d7fef
Linienbestimmung
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2009-11-25T20:40:20Z
Volker
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Die '''{{PAGENAME}}''' ist ein wesentlicher Schritt im [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]] zwischen [[Raumordnungsverfahren|Raumordnungs-]] und [[Planfeststellungsverfahren]].
* Die {{PAGENAME}} erfolgt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) auf Grundlage der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]], Zitat: ''...werden die Unterlagen zum Bundesverkehrsministerium nach Berlin geschickt. Dort erfolgt bis Ende 2007 die Linienbestimmung - im Planungsmaßstab 1:25 000. Manthey: "Dann können sich immer noch Abweichungen von 100 bis 200 Metern ergeben - aber nicht nahe bebauter Flächen". Allerdings: "Andere Trassen spielen dann keine Rolle mehr".'' <br>[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Investitionsrahmenplan|[LZ 29.11.06]]]
* Gemäß [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 des Bundesfernstraßengesetzes]] wäre nach erfolgter landesplanerischer Feststellung die {{mark|'''Bestimmung der [[Linienführung]]'''}} durch das BMVBS {{mark|innerhalb einer Frist von drei Monaten}}, d.h. gesetzeskonform bis zum 29. November 2007 abzuschließen gewesen. Wie schon beim [[Raumordnungsverfahren]] konnte jedoch auch diese Frist nicht eingehalten werden. Erst Ende Oktober 2008, also mit fast einjähriger Verspätung wurde die [[Linienführung]] festgelegt. Erwartungsgemäß entsprach diese der vorab formulierten [[Vorzugsvariante]]. Die im [[Raumordnungsverfahren]] eingebrachten Stellungnahmen von Bürgern und Behörden hatten keine Neubewertung als Konsequenz.
* Im Fall der A 39 erfolgte mit der Linienbestimmung auch eine neue Berechnung des [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses.
* Die bestimmte Linienführung ist als Planungsentscheidung {{mark|verbindlich}} für alle öffentlichen Planungsträger und für die weitere Entwurfsbearbeitung ([[Planfeststellungsverfahren]]). [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C6620141_N6414294_L20_D0_I5213350.html]
* Nach der '''[[Linienbestimmung]]''' erfolgt das [[Planfeststellungsverfahren]], weiterer Verlauf s. [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]].
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Presseberichte November 2009
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2009-12-01T22:00:32Z
Volker
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text/x-wiki
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=== 4. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Tempo runter auf der Ostumgehung
|Untertitel=Antrag für mehr Lärmschutz mit breiter Mehrheit im Kreistag verabschiedet: nur noch 80 km/h und höhere Wände
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Mehr Lärmschutz, weniger Tempo auf der Ostumgehung, und zwar jetzt. Das fordern CDU, SPD und
Friedhelm Koch (Unabhängige) in einem Antrag, den der Kreistag mit großer Mehrheit verabschiedet hat. Und dieser Schutz soll künftig auch für den Fuchsweg gelten, der bisher ohne auskommen muss.
Wie unerträglich die Lage für die Anwohner ist, schilderte Dr. Gerhard Scharf (CDU), er wohnt im Moorfeld: Manche Häuser stünden nur zwanzig Meter von der Umgehung entfernt. Als die Trasse gebaut wurde, hieß es in der Verkehrsprognose: 2015 fahren dort 15 000 Kfz in 24 Stunden. Danach wurde der Lärmschutz bemessen. Heute ist die Prognose Makulatur, fast 38 000 Kfz quälen sich Tag für Tag über die Umgehung. Mehr Lärmschutz ist mittlerweile ein Rechtsanspruch. Und umsetzen soll ihn der Landkreis in einem Planfeststellungsverfahren.
[[Bild:LZ_2009_11_04.jpg|thumb|600px|left|'''Rund 38 000 Autos, Lkw und Motorräder quälen sich Tag für Tag über die Ostumgehung, die Anwohner fordern schon lange mehr Lärmschutz, der Kreistag unterst_tzt die Forderungen der Bürger. Auch für den Fuchsweg muss Lärmschutz kommen.''' Foto: A/t & w]]
Kritisch ging Scharf mit der Straßenbaubehörde ins Gericht: Dass der Fuchsweg nie in den Lärmschutz der Ostumgehung einbezogen wurde, sei eine „eklatante Fehleinschätzung“, dass höhere Lärmschutzwände abgelehnt werden, weil ja in sechs, sieben Jahren die Autobahn kommt und sowieso alles anders werde, das zieht bei Scharf nicht: Lärmschutz durch höhere Wände und Tempolimit auf 80 km/h, die Forderung gilt jetzt. Wie berichtet, protestieren auch am Fuchsweg die Bürger gegen den Straßenlärm.
Heiko Dörbaum (SPD), der wie Scharf auch im Rat der Stadt sitzt, erklärte, dass die Stadt bereits in einer Anhörung mit der Straßenbaubehörde und der Polizei sei, um auf ihrem Gebiet zwischen Klosterkamp und Abfahrt Adendorf die Geschwindigkeit auf der Umgehung auf 80 Stundenkilometer zu begrenzen. „Das ist Wunsch der Bürger, der Oberbürgermeister hat das aufgenommen.“
Miriam Staudte unterstrich, welche schweren Gesundheitsschäden von Schlafstörungen über Konzentrationsschwächen bis hin zu Herz-Kreislaufkrankheiten durch Lärm verursacht werden. Karin-Ose Röckseisen (FDP) forderte, auch Ochtmisssen und Bardowick, „die sind auch belastet“, in die Überlegungen aufzunehmen.
Nur Friedrich Wilhelm Pröhl (CDU) aus Deutsch Evern stimmte gegen den Antrag, aber nur, weil er ihm nicht weit genug geht: „Lkw dürfen nur 70 km/h fahren, und für sie müsste ein Überholverbot gelten, damit es etwas bringt.“ Kreisrätin Monika Scherf sieht das Lärm-Problem, gerade mit Blick auf die A39 müsse über neuen und mehr Schutz nachgedacht, müssten Kosten und Nutzen der Maßnahmen geprüft werden. Im Fall Fuchsweg schränkte sie ein: Der Kreis habe kaum Einfluss, aber das Land könne „freiwillig den Lärmschutz verbessern“.
Angesichts der Ausgabefreudigkeit des Landes sagte Heiko Dörbaum: Die zwei Millionen für die Ostumgehung fallen da gar nicht ins Gewicht. Die Forderungen kurz und knapp:
<li> Der Lärmschutz in Moorfeld Ost und West darf nicht mit Plänen für die A39 verquickt und „relativiert“ werden.
<li> Auch die Anwohner des Fuchsweges müssen umgehend geschützt werden.
<li> Zwischen Ilmenaubrücke im Norden und Eisenbahnbrücke im Süden das Tempo auf 80 km/h senken für weniger Lärm.
<li> Flüsterasphalt, wie er Richtung Süden auf der Umgehung schon liegt, wird auch Richtung Hamburg eingebaut.
<li> Höhere Lärmschutzwände.
}}
=== 7. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A39-Imagekampagne des Nordland-Autobahn-Vereins
|Headline=Kampagne für den Bau der A 39
|Untertitel=Nordland-Autobahn-Verein kämpft für neue Straßen
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_11_07-1.jpg|thumb|600px|left|'''Im Zentrum der Kampagne „A 39-jetzt“ steht die Überlastung der Bundesstraße 4 zwischen Lüneburg und Gifhorn.''' Fotos: nh]]
Imagewerbung für die A39 ist das Ziel einer Kampagne, die der Nordland-Autobahn-Verein (NAV) jetzt startet. Mit Großplakaten im Einzugsgebiet der Autobahnneubaustrecke, Lkw-Heckflächen ortsansässiger Speditionen und der neuen Internet-Seite www.a39-jetzt.de wirbt der Verein für das größte Infrastrukturprojekt der Region.
[[Bild:LZ_2009_11_07-2.jpg|thumb|600px|right|'''NAV-Vorsitzender Michael Zeinert (r.) und der IHK-Verkehrsausschussvorsitzende sowie Spediteur Hubertus Kobernuß wollen die A39.''']]
Die Kampagne „A 39-jetzt“ stellt die Überlastung der Bundesstraße 4 zwischen Lüneburg und Gifhorn ins Zentrum. Denn sie habe Verzögerungen, riskante Überholmanöver, schwere Verkehrsunfälle und hohe Belastungen der Ortsdurchfahrten zur Folge. Die Kampagnen-Motive präsentieren die Lösung des Nordland-Autobahn-Vereins: Die A39, jetzt!
„Wir geben mit der Kampagne den zahlreichen A-39-Befürwortern eine Stimme“, begründet der NAV-Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Michael Zeinert: „Wir wollen vor allem die Menschen neugierig machen, die sich bisher nur oberflächlich mit der A39 beschäftigt haben. Unser Ziel ist es, die Diskussion zu versachlichen und die vielen guten Argumente für eine Autobahnverbindung zwischen den Oberzentren Lüneburg und Wolfsburg zu transportieren. Denn wir sind überzeugt, die A39 ist sowohl für die Menschen als auch für die Wirtschaft in der Region unverzichtbar.“
Der Nordland-Autobahn-Verein ist ein 1969 in Lübeck gegründeter Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern, Kreisen, Kommunen, Unternehmen und Einzelpersonen aus dem Norden. Er tritt für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur des Raums zwischen Harz und Magdeburg im Süden und der Insel Fehmarn im Norden ein. Hierzu unterstützt der NAV zurzeit insbesondere die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg sowie die Fortführung der Ostumfahrung Hamburgs im Zuge der A 21. Mehr: [http://www.a39-jetzt.de www.a39-jetzt.de].
}}
=== 10. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A39-Imagekampagne des Nordland-Autobahn-Vereins
|Headline=Kritik an Kampagne für A 39
|Untertitel=Lobbyismus moniert
|Autor=nh
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Heftige Kritik übt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) an der jüngsten Kampagne des Nordland-Autobahn-Vereins für die geplante Autobahn 39. Mit Slogans wie „Erhöhter Stress auf der B4: Gegen Bluthochdruck hilft
A39!“ wirbt der Verein im Internet für die umstrittene Trasse. Daneben ist eine Tablettenpackung mit Autobahnsymbolen
zu sehen. Weitere Werbebanner haben die A-39-Befürworter auf den Lkw ortsansässiger Speditionen montiert.
<big><center> VCD mahnt Sachlichkeit an </center></big>
Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender Landesvorsitzender des VCD, kritisiert: „Bei diesen Speditionen handelt es
sich um die gleichen Akteure, die auch im Vorstand der Industrie und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg den Ton
angeben.“ Diese Verzahnung von Politik und Wirtschaft sei peinlicher Lobbyismus. Friedrichs bemängelt weiter, dass der massive Eingriff in einen Raum mit erheblicher Umweltzerstörung und Belastung der Anwohner mit verharmlosenden Werbesprüchen schöngeredet werde. „Wer die A39 mit Pillen gegen Bluthochdruck, mit einem Pflaster oder mit einem Abführmittel gleichsetzt, überschreitet die Grenzen des guten Geschmacks“, so Friedrichs.
Zudem lud er den Nordland-Autobahn-Verein ein, sich unter Einbeziehung der Wirtschaft, Kommunen und Verbände an einer sachlichen Debatte über zukunftsfähige Mobilität zu beteiligen, die ohne den Bau milliardenschwerer Autobahnprojekte auskomme. Der VCD fordert den nachhaltigen Ausbau des Schienennetzes sowie eine Erhöhung der Lkw-Maut auf allen Straßen, um die Belastungen für Mensch und Natur durch immer mehr Schwertransporte
auf der Straße zu verringern.
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==== Leserbrief in der {{LZ}} zur A39-Imagekampagne des Nordland-Autobahn-Vereins ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>
Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2009#Landeszeitung_zur_A39-Imagekampagne_des_Nordland-Autobahn-Vereins|„Kampagne für den Bau der A39“, LZ vom 7. November]]
'''<big>Maut besser als Bau der A 39</big>'''
[[Bild:LZ_2009_11_07-1.jpg|thumb|600px|right|'''Die Kampagne pro A39 stößt den Gegnern des Verkehrsprojekts naturgemäß auf.''' Foto: nh]]
Wenn das alles so klar wäre mit der Zukunft der A 39, wie die Befürworter immer noch standhaft behaupten – warum dann diese teuren und wenig aussagekräftigen Plakate? Entweder möchte der neue IHKChef sich auch mal beweisen – oder die Skepsis im Hinblick auf die Aussichten und das drohende Aus dieser Nonsens-Autobahn treibt die IHK zu solcher Mitgliedsgelder-Verschleuderung. Unglaubwürdig auch Spediteur Kobernuss, der einen Großteil seiner Lkw nach Zypern ausgeflaggt hatte, um hier Steuern und Lohnkosten zu sparen – und trotzdem Steuergelder für die A 39 fordert.
Gegen solche Wehwehchen helfen aber auch keine Wund-Pflaster auf den Plakaten mit der Parole „A 39 – ein sicheres Pflaster!“. Die Zeit wird bald auch diese Wunden heilen. Die offiziellen Fakten selbst der Planer sagen eindeutig, dass eine A39 die Zahl der Verkehrsbewegungen auf der B 4 (20 000 pro Tag) nicht verringern würde.
Deshalb ist es von der IHK verantwortungslos, von der dringend anstehenden Neumarkierung der B 4 abzulenken und andere wirksame Mittel zu verdrängen: Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und Ausbau/Erhalt der Eisenbahn-Strecken, zeitliche und örtliche Lenkung des Verkehrs durch eine differenzierte Maut. Das sind realistische und kostengünstige Mittel gegen Verstopfungen – die unrealistische Hoffnung auf eine spätere Finanzierung der A 39 wirkt dabei genauso wenig wie die berühmtberüchtigte „weiße Salbe“.
<b>*</b> Anm. d. Red.: Spediteur Kobernuss hatte sein zyprisches Experiment 2007 – nach zwei Jahren – beendet.
}}
=== 12. November 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur A39-Imagekampagne des Nordland-Autobahn-Vereins ====
{{LB|Friedhelm Feldhaus<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2009#Landeszeitung_zur_A39-Imagekampagne_des_Nordland-Autobahn-Vereins|„Kampagne für den Bau der A39“, LZ vom 7. November]]
'''<big>Glaubwürdiger wäre A 39-Finanzierung</big>'''
Die IHK bemüht sich über den Nordland-Autobahn-Verein (NAV) erstmals seit sechs Jahren ernsthaft um die A39: eine Website, Großplakate an der B4 und auf Lkw. Aber es reicht nicht, zu erklären, die A39 sei „in der Region unverzichtbar“. Herr Zeinert muss es auch belegen können. Das kann er nicht. Oder gibt es eine wissenschaftliche Studie aus den letzten zwei Jahrzehnten, die einen Zusammenhang zwischen Autobahnbau und wirtschaftlichem Aufschwung belegt? Wenn die regionale Wirtschaft die A39 wirklich fordert, warum erfolgt die Finanzierung der Kampagne dann über die IHK-Zwangsmitgliedschaft sowie Steuergelder der im NAV organisierten Kommunen? Für den Ende 2004 vollzogenen Lückenschluss der A31 im Emsland hatten die regionale Wirtschaft sowie deutsche und niederländische Kreise und Kommunen 55 Mio. Euro gesammelt. Ein solches finanzielles Engagement würde das breite Interesse der Wirtschaft an der A39 glaubwürdiger machen.
}}
=== 13. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Menschenschutzgebiet
|Headline=Auszug aus dem „Interview der Woche“
|Untertitel=Klaus Bohlmann sprach mit dem Niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander
|Autor=-
|Ort=Bohlmann:
|Link=
|Text=Auf ein Gutachten, nämlich eines zum Lärm, berufen sich Lüneburger Gegner der A39, die im Sommer bei Ihrem Ministerium die Einrichtung eines „Menschenschutzgebietes“ beantragt haben. Werden die Anwohner unter Schutz gestellt?
<b>Sander</b>: Eine interessante Idee (lacht). Aber ich würde das Problem lieber sachlich lösen. Ich komme gern zu den Bürgern, um gemeinsam mit ihnen den Lärmpegel zu messen und Schutzmaßnahmen zu diskutieren. Ich biete meine Hilfe an. Aber wenn es nur darum geht, die A39 zu verhindern, soll man es gleich sagen und nicht irgendeinen Popanz aufbauen.
}}
=== 18. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Ansichten des Lüneburger Bundestagsabgeordneten Pols
|Headline=Pols' Modell für die A 39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols regt an, zur Finanzierung der A39 die Möglichkeiten einer öffentlich-privaten Partnerschaft zu prüfen. Gemeinsam mit seinen Bundestagskollegen
Michael Grosse- Brömer, Henning Otte, Günter Lach und Dirk Fischer hat er einen Brief an Bundesverkehrsminister
Peter Ramsauer geschrieben, um die Bedeutung des Projektes für die Region aus seiner Sicht deutlich zu machen.
Darin heißt es: „Durch den Bau der A39 lassen sich nicht nur bedeutende Verbesserungen der großräumigen Verbindungen erzielen, die eine Entlastung der hoch frequentierten . . . Nord-Süd-Verbindung A7, aber auch eine bessere Anbindung von Lüneburg und Wolfsburg sowie der Mittelzentren Gifhorn, Lüchow-Dannenberg, Salzwedel, Uelzen und Wittingen beinhalten, es wird auch, worum es uns vorrangig geht, eine Basis für eine bessere wirtschaftliche
Entwicklung gesetzt.“ Dies sei nicht zuletzt für das Unternehmen Volkswagen als größter Arbeitgeber Niedersachsens
von Bedeutung.
Pols: „Mir ist sehr daran gelegen, dass diese Maßnahme, die im Bundesverkehrswegeplan als vordringlich eingestuft
ist, solide finanziert und zügig umgesetzt werden kann.“ Als Vorbild sieht der Lüneburger die Realisierung des Lückenschlusses A 31, die bundesweit Modellcharakter habe.
}}
=== 27. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Stellungnahmen der Behörden zum Vorschlag Tempo 80 auf der Ostumgehung
|Headline=Tempo 80 rückt in weite Ferne
|Untertitel=Landesbehörde: Limit auf Ostumgehung nicht hörbar
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Vorzeichen stehen schlecht für Tempo 80 auf der Ostumgehung. Die Polizeiinspektion
und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bremsen die Geschwindigkeitsreduzierung
aus: Nachzulesen ist das in der [[Media:2009-12-07_Verkehrsausschuss_Vorlage.pdf|<b>Vorlage</b>]] der Verwaltung für den Verkehrsausschuss am Montag,
7. Dezember: Spricht sich die Stadt dafür aus, die Geschwindigkeit zu drosseln, sorge das für mehr Verkehr in der Stadt und reduziere den Lärm nur um ein Niveau, das nicht mehr zu hören ist. Die Anwohner nehmen das allerdings ganz anders wahr.
Die Vorgeschichte: Als auf der Ostumgehung die Bauarbeiten auf Hochtouren liefen, rollte der Verkehr mit maximal 80 km/h oder staute sich. Für die lärmgeplagten Anwohner war das eine Erholung. „Den Unterschied merkt man deutlich“, sagt Detlev Giesler, der nur wenige Meter von der Ostumgehung entfernt wohnt.
Die CDU startete im Kreistag eine Initiative, auch nach Fertigstellung der Arbeiten die Geschwindigkeit von bisher 120, stellenweise 100 km/h auf Tempo 80 zu reduzieren.
Das Vorhaben landet jetzt im Verkehrsausschuss, denn die Stadt ist die zuständige Straßenverkehrsbehörde. Als solche hat sie das Straßenbauamt und die Polizei nach ihren [[Media:2009_11_06_Stellungnahmen_Tempo_80.pdf|<b>fachlichen Stellungnahmen</b>]] gefragt. Beide formulieren eine sehr deutliche Absage an ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern auf der Ostumgehung.
Die bisherigen Geschwindigkeiten stehen „mit dem Ausbauzustand, der optischen Führung der Straße und der Akzeptanz durch die Verkehrsteilnehmer absolut im Einklang“, argumentiert Leiter Dirk Möller für die Landesbehörde. Aus lärmtechnischer Sicht bringe Tempo 80 keinen wahrnehmbaren Lärmschutz. Die Behörde hat ausgerechnet: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung würde den Emmissionspegel nur um 1,1 Dezibel am Tag und 0,8 Dezibel in der Nacht verringern. Für das menschliche Ohr wahrnehmbar seien erst Veränderungen von mindestens drei Dezibel.
Die Polizeiinspektion springt mit anderen Argumenten zur Seite. Über die Ostumgehung zu fahren, sei ein Umweg, argumentiert Andreas Dobslaw. Müssen die Autos langsamer fahren, drohen Verdrängungseffekte: Die Fahrer würden
dann auf die überlasteten Straßen der Innenstadt ausweichen und Unfälle zunehmen. Außerdem fürchtet die Polizei, dass die Autofahrer geringere Geschwindigkeiten nicht akzeptieren. Eine dauerhafte Überwachung könne sie nicht leisten.
Dobslaw gibt eine andere Empfehlung als Tempo 80: „Zusammenfassend rege ich an, den bestehenden Forderungen nach Lärmschutz baulich Rechnung zu tragen.“
}}
[[Media:2009-11-30_Stellungnahme_BI_Verkehrsausschuss.pdf|<b>Stellungnahme der BI Lüne-Moorfeld</b>]], die in Vorbereitung auf die Sitzung des Verkehrsausschusses der Hansetadt Lüneburg am 7.12.2009 verteilt wurde
a9b3a6a1200e8ce84ea25f22b63dbced31950bbb
Termine 2006
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Volker
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* '''[[Aktuelle Ereignisse|Aktuelle Termine]]'''
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= 2006 =
== Dezember ==
==== 04.12.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
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== November ==
==== 11.11.: (Samstag) 14:00 Uhr: Eröffnung der Plakataktion „[[Wir lieben Lüneburg]]“ ====
{{Kasten blau|'''„Verliebt in Lüneburg“ - Lüneburger Stadtteile zeigen ihr Gesicht gegen die A 39'''
Lüne, Moorfeld und Ebensberg, in diesen Lüneburger Stadtteilen leben Menschen in guter Nachbarschaft, engagieren sich, mischen mit und beziehen Stellung. Aus Liebe und Verbundenheit zu ihrer Stadt Lüneburg äußern sie ihren Protest gegen die geplanten Autobahn-Varianten durch das Stadtgebiet und gegen das Gesamtbauvorhaben der A 39. Für Lüneburg schlägt ihr Herz, deshalb haben sie eine Fotoausstellung unter dem Motto „Wir lieben Lüneburg ...“ entwickelt. Diese verkörpert einen lebendigen Durchschnitt der Bevölkerung. Menschen wie Du und ich beziehen mit ihrem eigenen Foto und ihrer persönlichen Liebeserklärung für die Stadt öffentlich Stellung.
„Verliebt in Lüneburg“ verbindet sie generationsübergreifend ebenso wie der Einsatz für das „Schutzgut Mensch“, das ihnen bei der Autobahnplanung zu kurz kommt.
Am Samstag den 11. November ist es soweit:
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld eröffnet ihre große Fotoaktion "Wir lieben Lüneburg …. Deshalb keine A 39". Passend zum Beginn der Narrenzeit startet die Initiative am 11.11. um 14 Uhr, denn nur eine närrische Idee kann es nach Meinung der Mitglieder gewesen sein, eine Autobahn mitten durch Lüneburger Stadtgebiet zu planen. Die Plakatwände sind entsprechend an den momentan diskutierten drei Trassenverläufen an der Erbstorfer Landstraße/Ecke Brandheider Weg (Ausbau der Ostumgehung) und Höhe Ebensberg (Ebensberg-Variante) aufgestellt. Treffpunkt ist die Kreuzung Erbstorfer Landstraße/Moorweg (Klostertrasse), wo die erste Plakatwand feierlich enthüllt wird.
Wir bedanken uns beim [http://www.rikatjakea.de/trio_sentimental/index.html Trio Sentimental] für die musikalische Unterstützung!
Herzlich eingeladen zur Einweihung und dem anschließenden Spaziergang zu den zwei weiteren Ausstellungsorten sind der [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister]], Ratsmitglieder, Pressevertreter und natürlich alle Interessierten. Am Eröffnungstag sind alle 100 Portraits entlang der Erbstorfer Landstrasse zeitgleich zu bewundern. Die 14-tägig wechselnde Ausstellung soll während der gesamten Zeit des [[Raumordnungsverfahren]]s laufen, mindestens bis Mitte März 2007.
Nach der [[Kommunalwahl]] setzt sich jetzt auch die Bevölkerung mit ihrem Gesicht für Lüneburg ein, lässt sich selbstbewusst sehen, macht Werbung für unsere Stadt und bezieht öffentlich Stellung gegen die A39! Eine kreative, mutige, sehenswerte Ausstellung. Hoffentlich mit Erfolg.
}}
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==== 06.11.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
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==== 04.11.: (Samstag) 17:30 Uhr: Großer Laternen- u. Fackelumzug ====
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld lädt ein zur Teilnahme an einem Umzug mit Fackeln u. Laternen. Hiermit möchten wir die Oktober-Aktionen „Gegen den Ausbau der Ostumgehung zur A39“ ausklingen lassen und treffen uns am Ende des Umzuges (ca. 18:00 Uhr) bei Glühwein & Bratwurst auf dem Spielplatz Moorfeld.
* Treffpunkt: Samstag, den 4. November 2006, 17:30 Uhr in Lüneburg, Brandheider Weg (Wendehammer).
== Oktober ==
==== 30.10.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]ssitzung bei Beckers ====
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==== 27.10.: (Freitag) 18:00 – 18:30 Uhr: '''Aktion „Brückenschlag“''' mit Mahnwache ====
Erbstorfer Landstraße auf der über die [[Ostumgehung]] führende Brücke.
* [[Aktuelle_Fotos#13..2F20..2F27.10.:_3_Freitags-Mahnwachen_Aktion_Br.C3.BCckenschlag|Fotos von dieser Aktion]]
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==== 20.10.: (Freitag) 18:00 – 18:30 Uhr: '''Aktion „Brückenschlag“''' mit Mahnwache ====
Erbstorfer Landstraße auf der über die [[Ostumgehung]] führende Brücke.
* [[Aktuelle_Fotos#13..2F20..2F27.10.:_3_Freitags-Mahnwachen_Aktion_Br.C3.BCckenschlag|Fotos von dieser Aktion]]
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==== 17.10.: (Dienstag) um 20.00 Uhr: Verkehrs-Treffen im Lims ====
Die [http://www.bilsw.de BI Lüneburg Südwest] initiiert ein Treffen der mit dem Thema Verkehr befassten Lüneburger Bürgerinitiativen.
Treffpunkt am Dienstag, den 17. Oktober, um 20 Uhr im Lims, Erbstorf.
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==== 13.10.: (Freitag) 18:00 – 18:30 Uhr: '''Aktion „Brückenschlag“''' mit Mahnwache ====
Erbstorfer Landstraße auf der über die [[Ostumgehung]] führende Brücke.
* [[Aktuelle_Fotos#13..2F20..2F27.10.:_3_Freitags-Mahnwachen_Aktion_Br.C3.BCckenschlag|Fotos von dieser Aktion]]
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==== 07.10.: (Samstag) 11:00 – 12:00 Uhr: Demo gegen den Ausbau der Ostumgehung zur A39 ====
{{Kasten blau|[[Bild:A39-Demo-Ostumgehung.jpg|thumb|right|200px| '''[[media:Demo-Ostumgehung.pdf|Download Handzettel]]''' ]]
'''<big>KEINE A39!</big>'''
'''Nicht hier, nicht ansderswo!'''
Weiterhin Präsenz zeigen:<br>
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld lädt ein zur Teilnahme an unserer Demonstration „'''Gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39'''“ am
* Samstag, den 7. Oktober 2006, 11:00 – 12:00 Uhr,
* Treffpunkt: Erbstorfer Landstraße auf der über die [[Ostumgehung]] führende Brücke.
Wir protestieren erneut gegen den Bau der Autobahn A 39 durch unseren Lebensraum, in diesem Fall gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A 39, im [[Vorzugsvariante|Planungsverfahren]] als „Trasse 503“ bezeichnet.
Um eine Verkehrsgefährdung auszuschließen, wird in Absprache mit Ordnungsamt und Polizei die Demo selbst nicht auf der Brücke, sondern auf dem Grünstreifen entlang der Auf- bzw. Abfahrt in Richtung Süden stattfinden und mit Trassierband gekennzeichnet sein.<br>Wir werden unsere [[T-Shirts|Protestkleidung]] tragen und Banner und [[Plakate]] mit uns führen.
Warum ausgerechnet dieser Demonstrationsort???
Vor allem bei der Landratswahl ist die Nutzung der B4 für die A39 ein politisches Thema gewesen. Durch unsere bisher gelungenen Aktionen haben wir einigen Staub aufgewirbelt, so dass aufgrund der momentanen politischen Stimmung die Gefahr besteht, dass uns nun die B4 als "Kompromiss" untergejubelt werden soll. Dies kann keine hinnehmbare Alternative für die unmittelbaren AnwohnerInnen (bis zu 30 Häuser, die platt gemacht sollen; Thema [[Lärm]] usw.) darstellen. Deswegen ist es wichtig, dass wir auch nach den [[Kommunalwahl]]en nach außen hin deutlich machen, dass wir nach wie vor gegen die A39 -insbesondere auf Lüneburger Stadtgebiet- kämpfen und der "Kompromiss" B4 mit uns nicht machbar ist. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr möglichst zahlreich erscheint, denn mit einem verlorenen Häuflein werden wir nur belächelt und senden damit indirekt das Signal, dass die Lösung mit der B4 doch "wunderbar" ist.
Bis Samstag!!!
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Die Demo leitet unsere '''Aktion „Brückenschlag“''' ein, die mit Mahnwachen an den folgenden Freitagen (13., 20. u. 27. Oktober, jeweils 18:00 – 18:30 Uhr) auf der Brücke Erbstorfer Landstraße fortgesetzt und am Samstag, den 4. November 2006, 17:30 - 18:30 Uhr mit einem Laternenumzug als Abschlussveranstaltung beendet wird.
}}
* [[Aktuelle_Fotos#7.10.:_Demo_gegen_den_Ausbau_der_Ostumgehung_zur_A39|Fotos von dieser Aktion]]
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==== 02.10.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
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== September ==
==== 25.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: Internet-Workshop im {{ELM}} ====
{{Kasten blau|Hallo liebe BI-ler,
Unsere Internet-Plattform '''www.bi-luene-moorfeld.de''' ist als "A-39-[[Wiki]]" eine "Mitmach-Seite" ähnlich der bekannten Internet-Enzyklopädie Wikipedia, an der sich '''Jeder in der BI''' inhaltlich & gestalterisch beteiligen kann!
Damit wäre die (weiterhin notwendige!) Öffentlichkeitsarbeit und der
Informationsaustausch innerhalb der BI auf ein kreatives Fundament gestellt.
Wie '''einfach''' das alles geht, würden wir gerne erneut in einem kurzen
Präsentations-Workshop allen Interessierten näher bringen. Da die Plätze im ersten Workshop begrenzt waren, bieten wir bieten diesen zusätzlichen Termin an:
Info-Workshop:
*Montag, 25. September 2006 um 20:00 Uhr
*im Stadtteilladen ELM
*Hermann-Löns-Strasse 22
Alles kann ausprobiert werden, PCs stehen zur Verfügung. Denkbar wäre z. B.,
die Erfolge und Ergebnisse der [[Arbeitsgruppen]] zu präsentieren und zu
veröffentlichen, gelaufene Aktionen zu dokumentieren, Bilder einzupflegen etc.
Bitte meldet Euch kurz per [mailto:giesler@bbswl.de e-Mail] an, damit wir ein bisschen planen können.
Auf Eure Rückmeldungen freuen sich
:''[[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]], Olaf Daedlow, Rico Überschär und Jens-Peter Fiedler''
Falls Ihr ausgerechnet am genannten Termin etwas noch besseres vorhaben
solltet, mailt trotzdem, ggf. machen wir noch einen Zusatztermin!
}}[[Bild:Fahrradfahren.jpg|thumb|200px]]
==== 24.09.: (Sonntag): Stichwahlen zur [[Kommunalwahl]] ====
* Josef Röttgers (parteilos für die [[CDU]]) und Uwe Nehring ([[SPD]]) treffen bei der Stichwahl um den Posten des Samtgemeindebürgermeisters Gellersen erneut aufeinander.
* [[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) und [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) treffen bei der Stichwahl um den Posten des Landrates erneut aufeinander.
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==== 24.09.: (Sonntag) um 12:00 Uhr: Fahrradtour entlang der A 39-Westtrasse ====
Die BI Ebstorf gegen
die A 39 lädt ein zu
einer Fahrradtour
entlang der
A 39-Westtrasse
am Sonntag,
den 24. September 2006 um
12:00 Uhr
Treffpunkt: Domänenplatz
anschließend:
Kartoffelfest ab 16:00 Uhr in
Jenckels Feldscheune bei
Tatendorf
Ansprechpartner:<br>
BI Ebstorf, Rudolf Hachmann
Hauptstr. 11, 29574 Ebstorf, Tel.: 05822-3939, [mailto:BI-Ebstorf@t-online.de BI-Ebstorf@t-online.de]
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==== 23.09.: (Samstag) 14-16 Uhr: Fotoshooting „[[Wir lieben Lüneburg]]“ ====
{{Kasten gelb|
Liebe BI Mitglieder,
[[Bild:WwwPoster_A1_2.jpg|thumb|200px|Eins der beiden „Sammel-Poster“]]
Einige von Euch haben den Start unserer neuen Aktion „[[Wir lieben Lüneburg]] ... deshalb keine A39“ vielleicht auf dem Stadttteilfest am Loewecenter gesehen, oder schon mitgemacht.
Alle Bilder liegen bereits als '''Postkarten''' vor und können bei mir oder beim nächsten [[BI-Stammtisch]] als kleines Dankeschön abgeholt werden.
Allen anderen Interessierten biete ich folgende Möglichkeit, noch mitzumachen:
Kommt am Samstag, den 23.9. zwischen 14-16 Uhr zu mir in den Moorweg 32, ich habe dann eine gute Spiegelreflexkamera zur Verfügung und mache ein schönes Foto von euch, eurer Familie oder mit Freunden. Im Oktober werden wir mit der Ausstellung im '''Poster'''format (60 x 90 cm) an der Erbstorfer Landstraße beginnen (Ausstellungskasten wird gerade gebaut und Standort lokalisiert). Gleichzeitig steht ihr mit Foto und persönlicher Aussage mit vielen anderen hier auf unserer Internetseite und es gibt die Möglichkeit, ein '''„Sammel-Poster“''' mit 20 Motiven zu bestellen (echt werbewirksam).
Die Bilder lassen sich auch für [[Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“|Postkartenaktionen]] an die [[Politiker]] verwenden, also wirklich der Möglichkeiten viele ... und am Samstag habt ihr die einmalige Chance schnell mit dabei zu sein! Ob und wann es wieder so eine Aktion gibt, steht noch in den Sternen, also kommt vorbei und sprecht noch andere zum Mitmachen an. Wer nur am Samstag Vormittag kann, mache bitte telefonisch eine Zeit mit mir aus Tel.: 883929.
Liebe Grüße von
Claudia Kuchler [mailto:ckuchler@web.de ckuchler@web.de]
und den MitmacherInnen: Annika Baas, Beate Ellwanger-Stache, Detlef Giesler, Doris Paland und Helmut Riesner
}}
==== 21.09.: [[Aktuelle_Fotos#21.9.:_Besuch_im_Bundestag|Besuch im Bundestag]] ====
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==== 20.09.: (Mittwoch) um 19.00 Uhr: Stadtteilrunde im {{ELM}} ====
Die nächste '''Stadtteilrunde''' findet am '''Mittwoch, 20. September''' um 19 Uhr im {{ELM}} statt.
Menschen aus den Stadtteilen Ebensberg, Lüne und Moorfeld, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Stadtteilladens, der Verwaltung der Stadt Lüneburg und der regionalen Politik kommen zusammen, um aktuelle Themen zu besprechen und etwas zu bewegen.
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==== 16.09.: [[Aktuelle_Fotos#16.9.:_Mahnwache_an_der_Johanniskirche_anl.C3.A4sslich_der_600-Jahrfeier_des_Johanneums|Mahnwache an der Johanniskirche anlässlich der 600-Jahrfeier des Johanneums]] ====
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==== 10.09.: (Sonntag): [[Kommunalwahl]] ====
'''Sonntag, 10.09.:''' '''[[Kommunalwahl]]''' Niedersachsen 2006<br>Wir wählen den Oberbürgermeister, den Rat, den Landrat, Kreistag und 2 Ortsräte.
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==== 09.09.: (Samstag) [[Aktuelle_Fotos#2._und_9.9.:_Wahlpr.C3.BCfstein_vor_der_Kommunalwahl_in_der_L.C3.BCneburger_Innenstadt|Aktion „Wahlprüfstein“ vor der Kommunalwahl in der Lüneburger Innenstadt]] ====
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==== 04.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
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==== 02.09.: (Samstag) [[Aktuelle_Fotos#2._und_9.9.:_Wahlpr.C3.BCfstein_vor_der_Kommunalwahl_in_der_L.C3.BCneburger_Innenstadt|Aktion „Wahlprüfstein“ vor der Kommunalwahl in der Lüneburger Innenstadt]] ====
== August ==
{|
| <center>{{Link-Bild-in|Bild=ELM Plakat.jpg|Breite=140px|Höhe=200px|Link=Media:ELM Plakat.pdf}}</center>
| {{spc}}
| '''Stadtteilfest''' am '''Sonntag, 27. August''' 14 - 20.00 Uhr im Loewe-Center.
Wir sind dabei mit:
* BI-Infostand
* Kinder-Malwettbewerb ''„Ich wohne in Lüne-Moorfeld. Oh, wie schön ist ...“''
* Start der [[Wir lieben Lüneburg|Fotoaktion ''„Wir'']] [[Bild:Herz.gif]] [[Ich liebe Lüneburg|''Lüneburg, weil ... / Deshalb: Keine A39!“'']].
* [[T-Shirts]]
Aufbau 11:00 Uhr. Planung/Aufbau/Standbetreuung: [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]], Ralf Turek, Achim Weiss und weitere Interessenten. Vorbereitungstreffen am Mo., den 21.08. um 19:00 Uhr bei [[Benutzer:Detlef|Detlef]].
'''[[Media:ELM Plakat.pdf|Download Plakat]]'''
|}
* Zu einer '''Expertendiskussion''' über die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg lädt die Stiftung Leben & Umwelt für '''Freitag, 25. August''', ab 19.30 Uhr in den Hörsaal 4 der Uni Lüneburg ein, Campus Scharnhorststraße.<br>'''Mythos Autobahn – Was nutzen und was kosten uns Autobahnen?'''<br>Informationsveranstaltung<br>„Auswirkungen der Demographie auf die Bau- und Verkehrsentwicklung“<br>Gerd Würdemann, Projektleiter im Referat Verkehr und Umwelt des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Bonn<br>„Der [[Bundesverkehrswegeplan]] - Wünsche und Wunschdenken“<br>Peter Hettlich, MdB. [[Bündnis 90/Die Grünen]], Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung<br>„Von der Nordlandautobahn zur A39“<br>[[Andreas Meihsies]], MdL. [[Bündnis 90/Die Grünen]]<br>Moderation:<br>Ulrich Blanck, Parteivorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] Lüneburg<br>Weitere Infos im Internet unter der Adresse [http://www.slu-boell.de www.slu-boell.de].
* Am '''Freitag, den 18. August''' erfahren Fernsehzuschauer, warum wir die Autobahn nicht wollen. In den '''Kindernachrichten''' Logo! auf KI.KA bekommen Schüler des Johanneums ab 16.50 Uhr zweieinhalb Minuten Redezeit. Wiederholung am Montag um 19.50 Uhr. [[Presseberichte_August_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Sch.C3.BCler-Fernsehinterview|Weiterlesen ...]]
* '''[[BI-Stammtisch]]''' am '''Mo., 7. August um 20.00 Uhr''' im {{ELM}}.
== Juli ==
Do., 13.07., 19:00 Uhr: BI-Schild montieren
{{Kasten blau|
Wie am BI-Stammtisch besprochen, kümmern sich Frank Kracht und [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]] um den Aufbau des Schildes auf dem Eckgrundstück gegenüber der Zufahrt zum Loewe-Center. Nach Rücksprache mit den Eigentümern haben wir nunmehr freie Hand. In Arbeit ist ein schönes großes Schild im Format 2,5 x 1,25 m mit stabilem Unterbau. Die Montage erfolgt am Donnerstag abend.
Für das Schild liegen mehrere Entwürfe vor, die sich inhaltlich und vom Layout unterscheiden. Bitte bis zum Wochenende Rückmeldung unter "Meinungen" oder an [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]]: Was gefällt (mehr)? Am besten ein kurzer Halbzeiler dazu.
* [[Media:Test 1.pdf|Entwurf 1: weitestgehend am BI-Plakat orientiert]]
* [[Media:Test 2.pdf|Entwurf 2: weniger Text & mehr aufs Viertel bezogen]]
* [[Media:Test_03_v008.pdf|Entwurf 3: der 'zweite Entwurf' in einer leicht abgewandelten Form (plastische Wirkung des Plakates) - ! Sorry, nur in Bildschirmauflösung ! -]]
Elemente aus den Entwürfen können natürlich frei kombiniert werden.
'''Meinungen:'''
* Ich bin unbedingt für die zweite, abgespeckte Version mit weniger Text, weil dadurch viel klarer und schneller aufzunehmen.
* Ich halte eine einseitige Orientierung am Slogan ''"Mitten durch, nicht mit uns"'' für schlecht, denn eine solche Stellungnahme legt die fragwürdige Haltung des "überall, bloß nicht hier" einmal mehr fest.<br>Besser wäre m.E. sinngemäß: ''A 39 - Region verderben statt Weltkultur vererben!'' Das würde Stadt / [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] und Region gleichermaßen zum Tragen kommen lassen.
* Das mit weniger Text gefällt mir besser, allerdings sollte irgendwo noch stehen, dass es sich um die A39 handelt für die, die bisher noch gar keine Ahnung vom Thema haben. Würde z.B. gehen, indem man ''keine Autobahn durch unser Wohngebiet'' durch ''keine A39 durch unser Wohngebiet'' ersetzt.
* Entwurf 2 gefällt mir am besten.
* Ich finde den zweiten Entwurf besser. Es hat weniger Text und kann im Vorbeifahren erfasst werden. Das dürfte bei Entwurf 1 nicht möglich sein. Außerdem wird das Anliegen deutlicher.
* Bei den vorgeschlagenen Texten wird nicht deutlich, dass wir auch die West-Variante ablehnen. Vieleicht ''"Keine überregionale Transitstreche durch unsere Region"'' oder positiv formuliert: ''"Regionale Verkehrsprobleme sinnvoll lösen".''
* Entwurf Nr. 2 ist eindeutig besser und plakativer. Schnelle Information, keine Fisematenten. Die kann man später immer noch hinzufügen.
* Ich finde die Version "Test 1" > ''"Keine Autobahn auf Lüneburger Stadtgebiet"'' besser.<br>Man könnte im Text tatsächlich noch etwas reduzieren - aber ich denke bei einem so großen Schild sollten wir als BI nicht zu sehr nur unser Wohngebiet in den Vordergrund setzen...immerhin kooperieren wir ja mit den Ebensbergern und den anderen BIs...und sind auch gegen die anderen Varianten.<br>Dass der Begriff "A39" nicht fehlen sollte, denke ich auch...
* Ich bin nicht dafür, den Protest nur auf das Wohngebiet zu beschränken. Es fehlt: Keine A39!!!!!! Kurz und bündig. Wir sollten uns generell gegen die A39 aussprechen und nicht nach der Devise, "Hauptsache hier nicht - woanders schon."
* Prima Idee, die mit dem großen Schild an genau dieser Stelle, ich persönlich würde die 2. Version favorisieren, prägnanter, klarer, knallig, gut. Naja, konstruktive Kritik ist das noch nicht, aber zumindest mal eine EinzelMeinung.
* Ich bin für den zweiten Entwurf. Er ist plakativer und macht unsere persönliche Betroffenheit deutlich.
* Also grundsätzlich finde ich fette Plakate großartig, aber ich habe zwei "Bedenker" anzumerken:<br>1. Ich finde das Braun der Häuser gänzlich unplakativ, daher der Vorschlag (wie beim Plakat zur [[Menschenkette]]: Häuser schwarz, gut is!)<br>2. Inhaltlich, Ihr ahnt es schon, fällt es mir schon schwer zu entscheiden, welches ich besser finde, da mir zwar auch der Bezug zu unserem Stadtteil wichtig ist, ich aber grundsätzlich die A 39 ablehne, doch diese grundsätzliche Ablehnung vermisse ich in den Plakaten!<br>Okay, aber Ihr fragt ja nach 1 oder 2, da gefällt mir letztlich 2 besser, denn der Text stimmt ja auch für jede andere Trassenführung in diesem Land - Vorschlag 1 gefällt mir garnicht, denn wir haben als BI Lüne-Moorfeld nicht nur die Verhinderung der Autobahn auf Lüneburger Stadtgebiet inner Satzung, sondern auch die Verhinderung der Autobahn als solches. Und wenn auf dem Plakat nur steht: ''BI Lüne-Moorfeld gegen Autobahn auf Lüneburger Stadtgebiet'', dann finde ich das falsch und ..ach...<br>Ich hoffe, Ihr sortiert diese Kritik richtig ein, auch wenn sie nicht nur konstruktiv ist.
}}
Do., 06.07:
* [http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=435&inhalt_id=287315 Stadt legt vier Gutachten zu A39 vor]
* [[Kinowerbung|Spendenaufruf für die Produktion eines Kinospots]]
Mo., 03.07., 20:00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}}.
{| {{tabelle auto}}
|Liebe Mitglieder der BI-Lüne-Moorfeld,
die [[Menschenkette|Aktion am Samstag]] war sehr erfolgreich, wir haben es sogar auf die erste Seite der [[Presseberichte_Juni_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_Aktion_Menschenkette|Online-Ausgabe des Hamburger Abendblattes]] geschafft, FFN hat über uns berichtet, die Landeszeitung sowieso. Damit sind wir überregional in die Schlagzeilen gekommen – ein beachtlicher Erfolg für eine BI, die ja noch gar nicht so lange existiert.
Nun stellt sich der ein oder andere von euch vielleicht die Frage, wie geht es weiter geht. Das würden wir auch gerne wissen.
Die bisherigen [[Aktionen]] wurden durch die einzelnen [[Arbeitsgruppen|Aktionsgruppen]] organisiert, was sich ja bisher auch bewährt hat. Aber vielleicht gibt es ja auch andere Möglichkeiten. Was wir allerdings brauchen, sind aktive Mitglieder, mit guten Ideen, die neue [[Aktionen]] in neuen oder alten [[Arbeitsgruppen]] organisieren können und vor allen Dingen auch wollen. Um dieses und vielleicht auch einiges mehr zu besprechen, sind alle Interessierte am Montag dem 3.7.2006 um 20.00 in den Stadtteilladen {{ELM}} eingeladen.
Grüsse
Henning Pabst
|}
== Juni ==
* '''Sa., 24.''' 9:00... [[Menschenkette gegen die A39]]
----
{|
| Aufruf!!! Aktion „Menschenkette gegen die A39“
Liebe Mitglieder der BI-Lüne-Moorfeld,
um den bisherigen sehr erfolgreichen [[Aktionen]] der BI wirkungsvollen Nachdruck zu verleihen, möchten wir Sie und Euch jetzt aufrufen selbst aktiv zu werden. Wir brauchen möglichst viele Menschen um die jetzige [[Vorzugstrasse]] zu markieren. Durch Teilnahme und Mitwirkung an der [[Menschenkette]] kann jeder friedlich demonstrieren und seine Betroffenheit zeigen.
Die Veranstaltung ist ordnungsgemäß angemeldet und genehmigt und soll wie folgt verlaufen:
* Treffpunkt am Sa. 24. Juni 2006 um 9:00 Uhr, Lüneburg, Domänenhof, Schule Lüne / [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne]
* Markieren der „[[Vorzugstrasse]] A39“ mit der [[Menschenkette]]<br>(Genaue Hinweise erfolgen am Treffpunkt)
* Nach Auflösung der [[Menschenkette]] formieren wir uns zu einem Umzug in Richtung Rathaus
* Übergabe der Unterschriftenlisten an [[Ulrich Mädge|Herrn Oberbürgermeister Mädge]]
* Selbst gestaltete Schilder und Transparente bitte mitbringen
* Durch rote Kleidung wollen wir unseren Protest deutlich machen.
Wir wünschen uns, das möglichst viele Mitglieder der BI, deren Familien, Nachbarn und Freunde teilnehmen. Es ist zwingend notwendig, deutlich zu zeigen, dass eine Autobahntrasse durch Lüneburg den Lebensraum der Menschen und unsere schon stark eingegrenzten Naherholungsgebiete einschneidend zerstört.
Wir wollen mit dieser Aktion eine breite Öffentlichkeit erreichen und unsere politischen Vertreter damit auffordern, für das Wohl ihrer MitbürgerInnen einzutreten.
Wir zählen auf Euch/Sie!
Mit freundlichen Grüssen
Für die [[Arbeitsgruppe Kreative Aktionen|Aktionsgruppe]]
Verena Fiedler
| [[Bild:A39_Menschenkette_6.jpg|thumb|none|300px|Download Aktions-Plakat]]
|}
----
* '''So., 11.''' Lüneburger BacksteinDomino
**Ablauf
**10.00 Treffen im Innenhof der Musikschule an der Münze. Hier erfolgt die Einweisung in Streckenabschnitt und Aufgabe
**11.00 Aufbau der Steine
**13.00 Anstoß der Steine ... das Fallen der Steine dauert ca. 1/2 Stunde
**13.30 kleines Fest auf dem Marktplatz
** daran anschließend Wiederaufbau der Steine auf Paletten, damit diese abtransportiert werden können.
{{Kasten blau|Hallo liebe MitstreiterInnen,
hier noch Mal zur Erinnerung:
Am Sonntag (11.6.) startet das Lüneburger BacksteinDomino [http://www.backsteindomino.de/ Wasn das ?].
Dort werden immer noch dringend jede Menge helfende Hände gesucht.
Das wäre für uns eine gute Möglichkeit weiter unsere Präsenz zu zeigen
und ganz nebenbei nocch Unterschriften zu sammeln.
Ich denke, das Ganze kann recht nett werden, Wetter soll ja auch schön
werden, wäre also doch ein prima Familienausflug, oder etwa nicht!?
Jeder/jede kann auch noch spontan mitmachen!!
Ihr lieben Bi-ler, denkt aber bitte daran, Euch *etwas rotes
anzuziehen, wir machen uns dann "keine A 39" Aufkleber auf die [[T-Shirts]]
- schon sind wir zu erkennen!
Bis Sonntagmorgen
Beate Ellwanger-Stache}}
*Mi., 07.06., 19.00 Uhr: Das erste [[Wiki]]-Treffen findet im {{ELM}} statt:
{{Kasten blau|Hallo liebe BI-ler,
wir haben mit der Bürgerinitiative Lüne - Moorfeld durch unser Engagement
schon eine Menge erreicht. Nicht zuletzt durch die Aufklärung, Information
und Hilfestellung z. B. der AGs Unterschriftenaktion und Einwände wurde
erreicht, dass weit über 1.000 Einwendungen gegen die A39 bei der Stadt
Lüneburg zur Bearbeitung vorliegen.
Inzwischen haben wir auch unsere Internet-Plattform [http://www.bi-luene-moorfeld.de www.bi-luene-moorfeld.de] eingerichtet, als "A-39-Wiki" ein Mitmach-Konzept ähnlich der bekannten
Internet-Enzyklopädie Wikipedia, an der sich '''Jeder in der BI''' inhaltlich
& gestalterisch beteiligen kann!
Damit wäre die (weiterhin notwendige!) Öffentlichkeitsarbeit und der
Informationsaustausch innerhalb der BI auf ein kreatives Fundament gestellt.
Wie '''einfach''' das alles geht, würden wir gerne in einem kurzen
Präsentations-Workshop allen Interessierten näher bringen. Wir bieten daher
folgenden Termin an:
Info-Workshop:
*Mittwoch, 7. Juni 2006 um 19:00 Uhr
*im Stadtteilladen ELM
*Hermann-Löns-Strasse 22
Alles kann ausprobiert werden, PCs stehen zur Verfügung. Denkbar wäre z. B.,
die Erfolge und Ergebnisse der [[Arbeitsgruppen]] zu präsentieren und zu
veröffentlichen, Bilder einzupflegen etc.
Bitte meldet Euch kurz per [mailto:giesler@bbswl.de e-Mail] an oder gebt uns beim [[BI-Stammtisch]] (am
Fr., den 2. Juni um 20:00 Uhr bei Gaby Parnow-Kloth, Moorweg 1) eine kurze
Rückmeldung, damit wir ein bisschen planen können.
Auf Eure Rückmeldungen freuen sich
:''[[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]], Olaf Daedlow, Rico Überschär und Jens-Peter Fiedler''
Falls Ihr ausgerechnet am genannten Termin etwas noch besseres vorhaben
solltet, mailt trotzdem, ggf. machen wir noch einen Zusatztermin!
}}
----
* Fr., 02.06., 20:00 Uhr: 1. [[BI-Stammtisch]], bei Gaby Parnow-Kloth, Moorweg 1.
:Danach jeden 1. Montag eines Monats um 20:00 Uhr im {{ELM}} !!!!!!!!!
----
== Mai ==
{{Kasten blau|Liebe MitstreiterInnen,
ich habe gerade mit der zuständigen Mitarbeiterin von Frau Schröder-Ehlers telefoniert. Nach ihrem Überblick sind etwa 1.250 (!!!) Einwendungen bei der Stadt eingegangen. Sie hat von sich selber aus gesagt, dass dies vor allem auf die Arbeit der Bürgerinitiativen zurückzuführen sei und die Stadt mit weniger Einwendungen gerechnet habe. Ich denke, dass ein guter Teil dieser Lorbeeren uns zuzurechnen ist und [[BI-Stammtisch|dass wir darauf am 02.06. einen trinken sollten]]. Wir haben wirklich einiges bewegt. Das sollte uns Mut für die weitere Arbeit machen.
Bis bald,
[[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
}}
*20.05., 10-13 Uhr und 13-16 Uhr: Samstagaktion in der Innenstadt: Nina Katz, Tel. 403393, Steffi Blanow-Wechsung, Kirsten Nebe, Bettina Kucklick, Doris Paland.
* Freitag 19.5. 16-18 Uhr vor dem Löwecenter (Birgit Folster Tel. 56990 und Beate Ellwanger-Stache)
* Donnerstag, 18.5. 11-13 Uhr vor dem Löwecenter (Bettina Kucklick Tel. 83990 und Peter Mohr)
*13.05., 10-13 Uhr: Samstagaktion in der Innenstadt: 1. Beate Ellwanger-Stache, [[Benutzer:Gaby Parnow-Kloth|Gaby Parnow-Kloth]].
*Samstag, 13.05., 18 - 21.30 Uhr: Museumsnacht, Doris Paland, Tel. 54322
*Fr., 12.05.: Vorstand/Sprecher Sitzung um 20.00 Uhr bei Becker
* Freitag 12. Mai 15-17 Uhr Löwecenter
*Dienstag, 09.05., 19:00 Uhr: Zu einer weiteren Informations- und Diskussionsveranstaltung zum geplanten Trassenverlauf für die A 39 lädt die Stadt Lüneburg interessierte Bürgerinnen und Bürger in die '''Turnhalle der Schule Lüne''' (wurde kurzfristig hierhin verlegt!) ein.<br>Friedhelm Fischer von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird die Pläne für die Vorzugstrasse der A 39 präsentieren und sich den Fragen der Bürger stellen. Oberbürgermeister Ulrich Mädge moderiert den Abend.<br>http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=239&inhalt_id=250875
* 07.05.: Der 1. Infobrief für alle Mitglieder der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ist erschienen. [[Media:InfoBrief Nr 1.pdf|Download]]
*06.05., 10-13 Uhr: Samstagaktion in der Innenstadt: 1. Nina Katz 2. Sabrina Henke 3. evtl. Kirstin Eggers
*06.05., 9-13 Uhr: Flohmarktaktion Moorfeld: Henning Pabst mit Drucker und Equipment, Frank Kracht, Bettina Kucklick, Susanne Schaerfe
== April ==
*29.04., 10-13 Uhr: Samstagaktion in der Innenstadt: 1. Bettina Kucklick, 2. Nina Katz, 3. Katrin Goldbeck, 4. Kirsten Nebe.
*28.04.: Für alle, die sich kreativ betätigen mögen und unseren Protest öffentlich deutlich machen wollen:<br>Bei Aldi gibt es zur Zeit Banner zu einem annehmbaren Preis. Also, holt Euch doch welche, malt sie bunt an, denkt euch einen guten Spruch aus und dann ran an den Gartenzaun ... oder sonst wohin.<br>Unser Anliegen künnte gut noch mehr Deutlichkeit nach außen vertragen!<br>Herzliche Grüße und viel Spaß beim Pinselschwingen<br>Steffi
*26.04.06: [http://www.entera-online.com/016_a39/ A39-Verfahren ist jetzt online].
[[Kategorie:Organisatorisches]]
b7d3b2360de5305888e284bc70bf34724abb907c
Termine 2007
0
1245
1504
2009-12-15T22:18:10Z
Volker
4
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wikitext
text/x-wiki
* '''[[Aktuelle Ereignisse|Aktuelle Termine]]'''
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{{Toc}}
= 2007 =
== Dezember ==
==== 03.12.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== November ==
==== 29.11.: (Donnerstag) um 17:00 Uhr: Öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Lüneburg zum Lärmschutz an der Ostumgehung ====
{{Kasten|1=
Für einen umfassenden Lärmschutz an der [[Ostumgehung]], die teils zur Autobahn 39 ausgebaut werden soll, macht sich die SPD/CDU-Mehrheitsgruppe stark. Und zwar für die Gebiete Klosterkamp, Bülows Kamp, Kaltenmoor, Lüne und Moorfeld.
Die Gruppe hat einen Antrag zur Ratssitzung am 29. November gestellt: Der Rat solle sich dafür einsetzen, dass in diesem Bereich Lärmschutz - "insbesondere durch eine Deckelung" - in die weitere Planung und Finanzierung aufgenommen werde. Außerdem soll mit dem Bund verhandelt werden, ob nicht im Bereich Moorfeld "aufgrund der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts notwendige Lärmschutzmaßnahmen vorzuziehen sind".
Der Deckel war schon vor Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene A 39 von Lüneburg Richtung Wolfsburg im Gespräch. Landrat [[Manfred Nahrstedt]] sowie Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] hatten dafür plädiert, sollte die [[Ostumgehung]] zur Autobahn ausgebaut werden. Mädge: "Das muss nun auf Landes- und Bundesebene verhandelt werden. Alle Städte und Kreise entlang der A 39 unterstützen unsere Forderung nach einer Deckelung." Sollte es zu einer Lösung kommen, die aus Sicht der Stadt nicht ausreichend ist, "prüfen wir die Klage". Die ist allerdings erst nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] möglich.
Für einen Tunnel oder Deckel allerdings müsste Lüneburg im schlimmsten Fall mitzahlen. Das ist einem Schreiben von Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] an den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag, [[Bernd Althusmann]], zu entnehmen. Der hatte sich für besten Lärmschutz und Tunnel eingesetzt. Hirche schreibt: "Der Bund finanziert die Schutzmaßnahmen, zu denen er als Baulastträger der Autobahn immissionsschutzrechtlich verpflichtet ist. Schutzmaßnahmen, die allein der Erzielung einer optimalen städtebaulichen Lösung dienen, wird der Bund nach hiesiger Einschätzung aus haushaltsrechtlichen Gründen nur bei einer Mitfinanzierung, das heißt Übernahme der Mehrkosten durch Dritte, zustimmen."
Aus diesen Gründen will Hirche auch zu diesem Zeitpunkt eine Tunnel-Lösung für Lüneburg nicht bestätigen. Gleichwohl werde das Land sich für eine "bürgerfreundliche Lösung" in Lüneburg einsetzen. Die besondere Lage Lüneburgs sei erkannt.
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] kennt das Hirche-Schreiben: "Da bin ich nicht bange, der Deckel wird kommen." Der Minister beziehe sich auf die gegenwärtige Rechtsposition. Und Mädge geht fest davon aus, dass sich bis zur Bauphase aufgrund von EU-Richtlinien und Rechtssprechung beim [[Lärm]]schutz noch einiges verschärfe. "Wir freuen uns in der Sache über die Unterstützung des Landes und der anderen Kommunen an der A 39-Strecke", sagt Mädge.
* [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/si010.asp Sitzungskalender - Rat der Stadt Lüneburg]
Direkt hier hineinführende Links funktionieren nach einiger Zeit nicht mehr. Man muss also über die Datums-Auswahl die Sitzung vom 29.11.2007 17:00 Uhr suchen und über die Tagesordnung die sogenannte "Vorlage" aufschalten. Dort findet man dann die Dokumente (die in Kopie auf unsere Seite übernommen wurden):
*[[Media:Antrag_Gruppe_Laermschutz_A39.pdf|Antrag "Lärmschutz für die Anwohner an der geplanten A39" v. 23.10.2007]]
und
*[[Media:Stellungnahme_Laermschutz_A39.pdf|Stellungnahme der Stadt Lüneburg, Bereich Umwelt zum Lärmschutz für die Anwohner an der geplanten A39 v. 15.11.2007]]
Im Antrag wird erst im allerletzten Satz deutlich, worum es geht, nämlich um den Lärmschutz an der sogenannten Ostumgehung insbesondere im Bereich Moorfeld unabhängig von der A 39-Planung.
In der Stellungnahme wird deutlich, dass die Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr offensichtlich versucht, das Thema auszusitzen. Dabei sind die Zahlen eindeutig:
16000 Kfz/Tag waren prognostiziert, 46000 Kfz/Tag fahren tatsächlich, also fast die dreifache Belastung. Für das im Antrag erwähnte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [http://www.bundesverwaltungsgericht.de/enid/ed27f3aaa97a46b16246711d8b21722a,3207887365617263685f646973706c6179436f6e7461696e6572092d0938343230093a095f7472636964092d09353737/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_9d.html BVerwG 9 C 2.06] genügte bereits die doppelte Belastung.
Der Rat der Stadt sollte nicht nur beschließen, dass er sich weiterhin für Lärmschutz einsetzt, sondern dass zusätzlicher Lärmschutz für die Anwohner der Ostumgehung im Laufe des Jahres 2008 durchgesetzt wird, notfalls per Klage.
Wenn weiter so herumgeeiert wird, sollten die Anwohner in Erwägung ziehen, notfalls auch ohne Unterstützung der Stadt ihre Forderungen direkt an die Regierungsvertretung zu stellen und gegebenenfalls den Klageweg zu beschreiten, die Erfolgsaussichten stehen nicht schlecht.
}}
==== 20.11.: (Dienstag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
==== 05.11.: (Montag) um 19.30 Uhr: Jahreshauptversammlung im {{Lims}} ====
Eine [[Media:Mitgliederversammlung_A4.pdf|schriftliche Einladung]] aller Mitglieder erfolgte in der letzten Oktoberwoche.
{{Kasten|1='''<big>Wir laden Sie ein zur öffentlichen Mitgliederversammlung und Informationsveranstaltung zum Thema A 39 am Montag, 5. November um 19.30 Uhr im {{Lims}}, Erbstorfer Landstraße 3.</big>'''
[[Bild:MV07.jpg|thumb|150px|[[Media:Mitgliederversammlung_A4.pdf|Einladung zur Mitgliederversammlung]]]]
Wir informieren Sie über den aktuellen Planungsstand der umstrittenen
Autobahn durch unser Wohngebiet, stellen den [[Schutz- und Klagefonds]]
gegen die A 39 vor und erläutern die juristischen Möglichkeiten, die A 39
auf dem Klagewege zu verhindern.
Im Anschluss an die Informationsveranstaltung findet die öffentliche Mitgliederversammlung der BI Lüne-Moorfeld statt. Der ursprünglich für diesen Tag vorgesehene [[BI-Treff]] im Stadtteilladen ELM fällt wegen der Jahreshauptversammlung aus.
'''Tagesordnung'''
#Begrüßung
#Schutz- und Klagefonds gegen die A 39: Wie kann die A 39 auf dem Klagewege verhindert werden?
#Rückblick: Was haben wir im zurückliegenden Jahr erreicht?
#Aktueller Planungsstand der A 39: Welcher Verlauf der A 39 ist geplant und wie wird die weitere Planung verlaufen?
#Ausblick: Wie werden wir die A39 verhindern?
#Entlastung des Vorstandes und Neuwahlen
#Möglichkeiten zur Mitarbeit in der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
Für den Vorstand der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld:
Stefanie Becker
Jens-Peter Fiedler
Detlef Giesler}}
==== 01.11.: (Donnerstag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Frank Kracht ====
== Oktober ==
==== 19.10.: (Feitag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
==== 11.10.: (Donnerstag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
[[Bild:Mp 105730.jpg|thumb|100px||Wir sind dabei!]]
==== 07.10.: (Sonntag) um 15.00 Uhr: Umzug der Lüneburger Sülfmeistertage ====
Die Bürgerinitiative Luene-Moorfeld wird als Gruppe #108 am großen Umzug der Lüneburger Sülfmeistertage teilnehmen. Der Zug startet am 07. Oktober 2007 um 15 Uhr auf den Sülzwiesen und führt durch die historische Innenstadt über den St. Lambertiplatz, Marktplatz, Am Berge, Rosenstraße, Am Sande und zurück zum St. Lambertiplatz.
<br>[http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=243&inhalt_id=19410 Weitere Infos]
[[Bild:Sw1.jpg|thumb|100px|Informationsstand vor der IHK]]
==== 06.10.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|100px|[[BI-Treff]]]]
==== 01.10.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== September ==
[[Bild:Sw1.jpg|thumb|100px|Informationsstand vor der IHK]]
==== 29.09.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
==== 22.09.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
==== ab 17.09.: öffentliche Auslage der Landesplanerischen Feststellung ====
{{Kasten|1=Das [[Raumordnungsverfahren]] für die umstrittene A 39 ist abgeschlossen. Die [[Landesplanerische Feststellung]] wird für einen Monat öffentlich ausgelegt. {{mark|Am Montag, 17. September, beginnt die förmliche Auslegung. Die Akten sind dann bis zum 16. Oktober im Bereich Umwelt, Bei der Ratsmühle 17 a, Raum D 13, öffentlich zugänglich, und zwar montags bis donnerstags von 7.45 bis 12 Uhr und von 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 7.45 bis 12 Uhr. Einsehbar sind die Unterlagen auch im Internet unter [http://www.lueneburg.de www.lueneburg.de].}}
}}
==== 15.09.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|100px|[[BI-Treff]]]]
==== 03.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Juli ==
==== 17.07.: (Dienstag) um 20.00 Uhr: AG Menschenschutz ====
{{Kasten|Hallo liebe Menschenschützer,
unser letztes Treffen vor den Sommerferien:
Wie beim letztenmal vereinbart, treffen wir uns nächsten Dienstag, 17.7.
um 20:00 Uhr.
Treffpunkt ist Gabys "Würfel" im Moorweg 1.
Viele Grüße bis Dienstag
Jens-Peter}}
==== 09.07.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Fiedlers ====
==== Mittwoch, 04.07., 11:00 - 12:00 Uhr und Donnerstag, 05.07. 14:00 - 15:00 Uhr: Umweltforum auf Radio ZuSa ====
{{Kasten|Am Mittwoch, 04.07., 11:00 - 12:00 Uhr (Wiederholung Donnerstag, 05.07. 14:00 - 15:00) gestalten wir mit weiteren Vertretern des {{DVs}} eine Radiosendung des Lokalsenders Radio ZuSa.
Im Rahmen des ZuSa-Umweltforums wird des Thema A39 ausführlich beleuchtet werden, dazu aktuelle Infos und passende Musik zum Thema Autobahn, z.B. von Dire Straits "Money for Nothing". Auch unser [[Kinowerbung|Keine-A39-Werbespot]] wird erstmals über den Äther gehen.
Bitte einschalten!
TeilnehmerInnen:
* Detlef Giesler (Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39, Lüneburg)
* Susanne May (Bürgerinitiative Bürger gegen Autobahn, Bad Bevensen)
* Peter Weerda (Aktion Lebensberg e. V., Lüneburg)
* Hans-Christian Friedrichs (Umweltverein Gellersen e. V., Gellersen)
----
Radio ZuSa hören Sie auf folgenden Frequenzen:
Über Antenne:
*Uelzen: 88,00 MHz
*'''Lüneburg: 95,50 MHz'''
*Winsen: 95,50 MHz
*Lüchow-Dannenberg: 89,70 MHz
Im Kabel: 96,65 MHz.
}}
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|100px|[[BI-Treff]]]]
==== 02.07.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Juni ==
==== 30.06. u. 01.07. (Sa. u. Sonntag) Umweltmesse in Lüneburg, Clamart-Park ====
Auf der 13. Lüneburger Umweltmesse werden die Gegner der A39 mit einem großen, informativen & unterhaltsamen Stand vertreten sein.
Die Veranstaltung ist für Besucher KOSTENLOS.
Öffnungszeiten Samstag 10 – 20 Uhr, Sonntag 11 – 18 Uhr
* weitere Infos: [http://www.lueneburger-umweltmesse.de www.lueneburger-umweltmesse.de]
==== 28.06.: (Donnerstag) um 19.30 Uhr Vortrag m. Diskussion über „Mythos Autobahn" ====
Mythos Autobahn – Bringen immer perfektere Straßen noch einen Nutzen für regionales Wirtschaften?" steht am Donnerstag, den 28.06. um 19.30 Uhr im Mittelpunkt eines Vortrages m. Diskussion im '''Gasthaus Schmidt in Gr. Hesebeck''' bei Bevensen.
Prof. Dr. Peter Pez, Universität Lüneburg: „Wohl und Wehe von Autobahnen – die A39 aus regionalökonomischer und verkehrlicher Perspektive.“
Gerd Würdemann, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn: „Konfliktfeld Mobilität - Konsequenzen für die Verkehrsinfrastruktur“
* [http://www.firma-adresse.com/firma/527090/Gasthaus_Schmidt.html Wegbeschreibung]
==== 18.06.: (Montag) um 20.00 Uhr AG Menschenschutz ====
Wir treffen uns bei Fiedlers, Brandheider Weg 32.
==== 17.06.: (Sonntag) um 10.00 Uhr Spargelessen in Lessin ====
==== 16.06.: (Samstag/Stadtfest) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
==== 13.06.: (Mittwoch) um 18.00 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema A39 ====
{{Kasten|Der Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s steht unmittelbar bevor, damit soll aus Sicht der Planungsbehörde die Suche nach einer "konfliktarmen Vorzugsvariante" der geplanten Autobahn 39 beendet werden. In welchem Maße die Planer hierbei die insgesamt 15.000 Einwendungsschreiben der betroffenen Bürger berücksichtigt haben, kann kommenden Mittwoch kritisch hinterfragt werden:
An einer vom [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html NDR] moderierten Podiumsdiskussion werden neben Dr. Manthey als Vertreter der Planungsbehörde auch Detlef Giesler als Sprecher der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, der Lüneburger Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]], Eberhard Manzke, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg sowie Claudia Schmidt, Vorsitzende des VCD (Verkehrsclub Deutschland), Bezirk Lüneburg teilnehmen.
Beginn der Veranstaltung in der '''Aula der Hauptschule Stadtmitte (Haagestraße 1) ist 18:00 Uhr''', Einlass ab 17:30, eine einstündige Übertragung über NDR 1 am Folgetag um 20:05 Uhr ist vorgesehen
Dr. Manthey wird die Diskussion mit der Vorstellung des geplanten Verlaufes der A39 über Lüneburger Stadtgebiet eröffnen. Da dies vermutlich den strittigen Ausbau der sogenannten [[Ostumgehung]] unter Beibehaltung von sechs Zufahrten auf einer Streckenlänge von 6,3 km bedeuten würde und eine Tunnel- bzw. Deckellung der Trasse offensichtlich ebenso unberücksichtigt geblieben ist wie die Suche nach wirklichen Alternativen, sind viele unbequeme Fragen der betroffenen Bürger zu erwarten. Noch vor einem Jahr hatten die Planer selbst den Ausbau der [[Ostumgehung]] verneint.
Überregionale Brisanz erhält die Podiumsdiskusssion durch eine aktuelle Presseerklärung der Stadt Lüneburg, in der OB Mädge erneut und vehement eine Umfahrung Lüneburgs im Westen fordert - gleichermaßen eine provokative Einladung an die Menschen aus der Samtgemeinde Gellersen.
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld appelliert an alle betroffenen Bürger, sich aktiv in diese Veranstaltung einzubringen!
Kritische Fragen stellen, nachhaken, klare Antworten einfordern, Widerstand zeigen.
* Was zählt der Mensch?
* Warum eine Autobahn durch Wohngebiete?
* Warum soll es mit der bestehenden A7 und den geplanten Autobahnen A14 und A39 zukünftig gleich drei Nord-Süd-Trassen in einem Korridor von 200 km geben?
* Wer wird einen Deckel oder gar einen Tunnel finanzieren?
* Wird eine Entscheidung wegen der anstehenden Landtagswahlen künstlich verzögert?
* Warum wird das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die A39 nicht veröffentlicht?
* Welche lokale Verkehrsentlastung wird durch eine transeuropäische Autobahn erreicht?
* Welchen Beleg für die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region gibt es?
* Wer will die Autobahn bei sich vor Ort?
* Welchen Zusammenhang zwischen Autobahn und Umweltbelastung gibt es?
* Welche Alternativen zum Autobahnbau bieten sich an?
* Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich im weiteren Planungsverlauf?
* Wie kann ich helfen, die A39 zu verhindern?
}}
* Wg. Terminüberschneidung verschoben: Arbeitsgruppe Menschenschutzgebiet bei Gaby, neuer Termin wird abgestimmt.
==== 11.06.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
==== 04.06.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
==== 02.06.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK. Auch das [[A39-Verhüterli]] wird erstmals angeboten werden.
Der Stand wird jeweils von 3-4 BI-Mitgliedern betreut, für den Folgetermin (Samstag/Stadtfest) 16.06. werden noch weitere Freiwillige benötigt. Rückmeldungen bitte an [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]] oder beim nächsten [[BI-Treff]].
== Mai ==
==== 12.05.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK. Der Stand wird jeweils von 3-4 BI-Mitgliedern betreut, für die Folgetermine (jeweils Samstag) 02.06. und 16.06. werden noch weitere Freiwillige benötigt. Rückmeldungen bitte an [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]] oder beim nächsten [[BI-Stammtisch]].
==== Mittwoch, 09.05., 11:00 - 12:00 Uhr und Donnerstag, 10.05. 14:00 - 15:00 Uhr: Umweltforum auf Radio ZuSa ====
{{Kasten|Am Mittwoch, 09.05., 11:00 - 12:00 Uhr (Wiederholung Donnerstag, 10.05. 14:00 - 15:00) gestalten wir mit weiteren Vertretern des {{DV}} eine Radiosendung des Lokalsenders Radio ZuSa.
Im Rahmen des ZuSa-Umweltforums wird des Thema A39 ausführlich beleuchtet werden, dazu aktuelle Infos und passende Musik zum Thema Autobahn, z.B. von Dire Straits "Money for Nothing". Auch unser [[Kinowerbung|Keine-A39-Werbespot]] wird erstmals über den Äther gehen.
Bitte einschalten!
TeilnehmerInnen:
* Detlef Giesler (Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39, Lüneburg)
* Susanne May (Bürgerinitiative Bürger gegen Autobahn, Bad Bevensen)
* Peter Weerda (Aktion Lebensberg e. V., Lüneburg)
* Hans-Christian Friedrichs (Umweltverein Gellersen e. V., Gellersen)
----
Radio ZuSa hören Sie auf folgenden Frequenzen:
Über Antenne:
*Uelzen: 88,00 MHz
*'''Lüneburg: 95,50 MHz'''
*Winsen: 95,50 MHz
*Lüchow-Dannenberg: 89,70 MHz
Im Kabel: 96,65 MHz.
}}
==== 07.05.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
== April ==
==== 21.04.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK. Der Stand wird jeweils von 3-4 BI-Mitgliedern betreut, für die Folgetermine (jeweils Samstag) 12.05., 02.06. und 16.06. werden noch weitere Freiwillige benötigt. Rückmeldungen bitte an [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]] oder beim nächsten [[BI-Stammtisch]].
==== 19. und 20.04.: [[Erörterung]]stermin in der Stadthalle Uelzen ====
Der für das [[Raumordnungsverfahren]] bei der Regierungsvertretung Lüneburg verantwortliche Dr. Holger Manthey hat mitgeteilt, dass der Erörterungstermin nunmehr am 19. und 20.04.2007 in der Stadthalle Uelzen stattfinden wird.
Zitate zum Prozedere:
"''Die Vorschlagslinie wird in einem **Behördentermin** mit allen betroffenen Trägern öffentlicher Belange (Flurbereinigung, Wasserwirtschaft u. a.) erörtert." ...''
''"Ich weise noch darauf hin, dass es sich nicht um eine öffentliche Erörterung handelt. Für die Bürgerinitiativen, die sich zur A 39 gebildet haben, wird der Dachverband eingeladen."''
==== 16.04.: (Montag) um 20.00 Uhr: Arbeitsgruppe Menschenschutzgebiet im {{ELM}} ====
{{kasten blau|1=
Betreff: Erinnerung Menschenschutzgebiet Montag 16.4. 20.00 Uhr und neue Unterlagen im Netz verfügbar
Hallo liebe Mitstreiter,
ich hoffe ihr habt euch bei herrlichem Wochenendwetter ordentlich erholen und entspannen können.
Leider bleibt die Bedrohung durch den Bau der A39 aktuell und dabei insbesondere [[Schutzgut Mensch]].
Ich möchte euch nochmal daran erinnen, dass wir uns
* Montag, 16.04.2007 um 20:00 Uhr im ELM zum Thema '''Menschenschutzgebiet''' treffen wollen.
Wir müssen dran bleiben<br>
- auch wenn das Wetter schön ist und der Garten ruft!
Alle Interessierten und die, die Lust haben, mitzumachen sind herzlich willkommen.
'''Menschenschutz grob vernachlässigt'''
Eigentlich hatte wollte die Stadt Lüneburg mit ihrer Stellungnahme erreichen, das dem Menschenschutz höher Rechnung getragen wird. Anhand der aktuellen Planungsunterlagen ist jedoch deutlich das Gegenteil erkennbar.
'''Neue Unterlagen im Netz'''
Nachdem Detlef Giesler in der letzten Woche schon eine Unterlage auf dem Internet-Server der Planungsbehörde ausfindig gemacht hat, habe ich mich auch nochmal auf die Suche gemacht und recht viel gefunden. Mit Sicherheit einige Dokumente, die in Uelzen auf der Tagesordnung stehen.
Da die Dokumente, meist [[PDF]] und viele Karten - mit unseren Häusern - nur über den direkten Aufruf / Namen erreichbar sind habe ich die [[Link]]s im Folgenden aufgeführt.
Die Bedrohung unseres Stadtteils wird deutlich, trotz erheblicher
Belastungen für unser Wohngebiet spricht man sich für
eine Ostvariante und die Nutzung der sogenannten [[Ostumgehung]] aus.
Ich hoffe, wir sehen uns morgen
Viele Grüße
Jens-Peter Fiedler
'''Linkliste zum Variantenvergleich'''
* Teilvariantenvergleich GP 1-18<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35583913_L20.pdf
* Umweltverträglichkeitsstudie<br>Teilvariantenvergleich GP1-18<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35583978_L20.pdf
* Schalltechnische Untersuchung zum Variantenvergleich im Bereich Lüneburg<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579215_L20.pdf
* Karte zu Variante 586 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Grenzwertüberschreitung in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35581065_L20.pdf
* Untervariantenvergleich GP 2-5 neu<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35577528_L20.pdf
* Umweltverträglichkeitsstudie<br>Untervariantenvergleich GP2-5 neu<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35577559_L20.pdf
* Schalltechnische Untersuchung zum Variantenvergleich im Bereich Lüneburg<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579215_L20.pdf
* Bezugsfall (Prognose 2015 ohne Ausbau)<br>Lärmsituation am Tag in 2m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579479_L20.pdf
* Karten zu Variante 502<br>[http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579595_L20.pdf Lärmsituation am Tag in 2m Höhe]<br>[http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579754_L20.pdf " bei Deckschicht mit offenporigem Asphalt]
* Variante 586<br>Lärmsituation am Tag in 2m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579867_L20.pdf
* Variante 586 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Lärmsituation am Tag in 2m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579905_L20.pdf
* Belastung des vorhandenen Straßennetzes bei Variante 501 (Westvariante)<br>Lärmsituation am Tag in 2m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579929_L20.pdf
* Bezugsfall (Prognose 2015 ohne Ausbau)<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579990_L20.pdf
* Variante 502<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580032_L20.pdf
* Variante 502 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580105_L20.pdf
* Variante 586<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580521_L20.pdf
* Variante 586 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580627_L20.pdf
*Belastung des vorhandenen Straßennetzes bei Variante 501 (Westvariante)<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580660_L20.pdf
* Variante 502<br>Grenzwertüberschreitung in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580858_L20.pdf
* Variante 502 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Grenzwertüberschreitung in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580947_L20.pdf
* Belastung des vorhanden Straßennetzes bei Variante 501 (Westvariante)<br>Grenzwertüberschreitung in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35581205_L20.pdf
* Stellungnahmen der TÖB nach Themen sortiert<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35575725_L20.pdf
* Stellungnahmen der TÖB nach Regierungsvertretung Lüneburg Themen sortiert<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35575754_L20.pdf
}}
==== 02.04.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
{{kasten blau|1=Hallo,
ich möchte auf diesem Wege nochmals alle an den [[BI-Stammtisch]] erinnern, der diesen Montag um 20:00 im {{ELM}} stattfindet.
Ihr habt sicherlich [[Presseberichte März 2007|die aktuelle Presse]] verfolgt, dennoch möchte ich einige Informationen zur Einstimmung auf die anstehende Diskussion ergänzen.
Am Mittwoch hatte ich die Möglichkeit, direkt mit Dr. Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg zu sprechen. In diesem Gespräch wurden von Dr. Manthey einige Aussagen "präziser" formuliert, als sie in diesen Tagen über LZ o.ä. nachzuvollziehen waren:
#Er sehe das [[Raumordnungsverfahren]] als behördeninternen Vorgang ohne das Muss einer Bürgerbeteiligung.
#Der am 19./20. April in Uelzen stattfindende [[Erörterung]]stermin ist nicht öffentlich, die Anwesenheit der Presse sei nicht vorgesehen.
#Die im vergangenen Jahr favorisierte Variante 502 ([[Klostertrasse]]) wird nach wie vor der V. 503 (Ausbau der [[Ostumgehung]] mit Abflachung des [[Kurvenradius]]) vorgezogen, ABER
#Für den Anschluss bzw. Verlauf der A39 in Lüneburg ergäbe sich als neue Vorzugstrasse die Variante 586. Diese verlaufe ebenso auf der sogenannten [[Ostumgehung]], jedoch ohne Kurven-Abflachung.
#Eine weiträumige Umfahrung Lüneburgs als mögliche Alternative wurde im [[ROV]] ebenso wenig erörtert wie das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]].
#Für ein etwaiges Bürgerforum vor dem [[Erörterung]]stermin oder kurz danach stehe er nicht zur Verfügung.
Diese provokativen Aussagen machen deutlich, dass es weiterhin notwendig ist, von unserer Seite in der Öffentlichkeit Stellung zu beziehen.
Während die Regierungsvertretung schwerfällig und mit technokratischen Scheuklappen auf dem Stadtgebiet eine "konfliktarme Verbindung der Knotenpunkte A und B" erarbeitet hat, versuchen einige [[Politiker]] im Vorgriff auf den anstehenden Landtagswahlkampf bereits, uns den Ausbau [[Ostumgehung|der sogenannten Ostumgehung]] mit einer möglichen Deckelung ([[Manfred Nahrstedt|Landrat Nahrstedt]], [[Bernd Althusmann|MdL Althusmann]]) schmackhaft zu machen oder (wie die Verkehrsdezernentin und gleichzeitige Landtagskandidatin Frau Schröder-Ehlers) zu beschwichtigen: „Unsere Argumente sind offenbar auf fruchtbaren Boden gefallen. ... Die Stadt hält zwar eine westliche oder weiter östliche Trasse für sinnvoller, doch die scheint nur schwer durchsetzbar.“
Im Rahmen unseres [[BI-Stammtisch]]es sollten wir Möglichkeiten diskutieren, wie wir in der Zeit um den [[Erörterung]]stermin und danach unseren Widerstand gegen die A39 deutlich machen können. Erste Ideen liegen vor:
* "Bürgerbeteiligung" am 19. April durch Demonstration vor Ort (Uelzen), ggf. als Sternfahrt [[Keine A 39|weiterer Bürgerinitiativen]].
* von uns organisierte Parallelveranstaltung am 19.4. in Uelzen (oder Lüneburg) MIT Bürgerbeteiligung
* Die [[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion|Unterschriftenlisten]] etwa im Juni nach Hannover und im September nach Berlin tragen, um den "behördeninternen Vorgang" von der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] bis zur [[Linienbestimmung]] in jeder Phase aktiv zu begleiten und zu verdeutlichen, dass Behördenvorgänge bzw. Entscheidungen Menschen betreffen.
Mögen wir nicht nur bis zur Wahl hierfür Gehör bekommen.
Viele Grüße<br>
Detlef Giesler
}}
== März ==
==== 23.03.: (Freitag) um 19:30 Uhr: VCD-Jahrestagung in der Universität Lüneburg ====
{{Kasten blau|1=Am 23. März 2007 um 19:30 Uhr findet im Hörsaal 5 der Universität Lüneburg, Scharnhorststr. 1
die Jahrestagung des VCD (VerkehrsClub Deutschland, Landesverband Niedersachsen) statt.
Das Programm hat den Schwerpunkt "Zukunft der Mobilität":
* Verkehrsinfrastrukturplanung des Bundes<br>Einführung von Michael Gehrmann<br>(VCD Bundesvorsitzender)
* Verkehrsprojekte in Niedersachsen<br>Kurzdarstellung von Harald Walsberg<br>(Vorstand VCD Niedersachsen)
* '''A39 - Asphalt ohne Perspektive'''<br>Kurzvortrag von Friedhelm Feldhaus<br>(Sprecher des {{DV}})
Diskussionen zum Thema sind erwünscht. Außerdem lädt der VCD anschließend zu einem Imbiss ein.
}}
==== 21.03.: zweiter Stintfrühling ====
Stint steht wieder in bewährter Pracht am angestammten (IHK-)Platz. Anzeige wg. Sachbeschädigung gegen Unbekannt erstattet.
==== 16.03.: Stint beschädigt ====
Liebe Leute,
unser Stint bei der IHK ist in der gestrigen Nacht böse attakiert worden. [[AutobahnNix]] geht es den Umständen entsprechend gut; Heilung erscheint möglich, da sich die Raufbolde in erster Linie an der Edelstahl-Verrohrung ausgetobt haben. Um weiteren Schäden vorzubeugen, habe ich den Stint heute mit Henning demontiert und werde versuchen, [[AutobahnNix]] Anfang der Woche reparieren.
Bis dahin regt vor der IHK ein leerer Vier-Zentner-Kalkstein zum Nachdenken an...
Viele Grüße
Detlef
==== 07.03.: Stint ist aufgestellt ====
Jetzt vor der IHK zu bewundern: [[AutobahnNix]].
==== 05.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
==== 03.03.: (Samstag) ab 10:30 Uhr: Treffen vor Eröffnung der [[Stintaktion]] auf dem Marktplatz ====
{{Kasten blau|1=
'''Wir haben auch Einen!'''
Lüneburg ist im Stinte-Fieber!
Eigentlich ist der kleine
lachsähnliche Speisefisch eher unscheinbar, aber nun sollen viele,
bunte, 1,40 Meter-lange Stinte die Innenstadt verschönern und
Lüneburgs Attraktivität erhöhen. Aber wir wollen nicht vergessen:
Lüneburg und die Existenz ihrer Bürger sind durch den Bau der A 39
massiv bedroht. Wir meinen: Erst ohne Autobahn erhöht sich Lüneburgs
Attraktivität!
Also haben wir als Bürgerinitiative einen Stint erstellt. Sein Name:
[[Autobahnnix|AutobahnNix]]! (ja, doch, Erinnerungen an das kleine, wehrhafte,
gallische Dorf sind erwünscht...) und er soll unsere Botschaft in die
Innenstadt tragen. Als Standortwunsch haben wir den Platz
"Am Sande" gewählt, direkt vor der IHK. Ob unser Fisch dort stehen wird?
Wir wissen es nicht, aber überzeugt Euch selbst von unserem BI-Stint.
Wir laden Euch alle herzlich ein:
Begleitet den Fisch als "Menschenschwarm" bei seiner "Enthüllung"!
Lasst die [[Politiker]] und Medien sehen: Wir lassen uns von der A39 nicht
überrollen!
{{mark|Wir treffen uns am 3.3.2007 um 10.30 Uhr [[T-Shirt|in bewährter roter
"Dienstkleidung"]] am Markt bei der Treppe vor dem Landgericht.
Um 11.00 Uhr präsentieren sich dann alle fertigen Stinte, als
Fischschwarm, vor Karstadt}}, mitten im Marktgetümmel. Ich hoffe doch
sehr, dass wir wieder, alle gemeinsam, auffallen?!
Wer Lust hat, kann zusätzlich kleine, ganz individuell bemalte Papp-
Stinte an Angeln mitbringen. Verena Fiedler hat einen Musterfisch
entworfen und kopiert. Wer noch einen Fisch bemalen will, oder Angeln
braucht, der melde sich bitte bei ihr bis zum 1.3.2007:
Verena Fiedler, Brandheider Weg 32, Tel.: 59620.
Es wird diesmal die Sonne scheinen!
Schön, wenn Ihr alle kommt!
Beste Grüße von Gaby Parnow-Kloth
}}
== Februar ==
==== bis 15. Februar: Abgabe von Stellungnahmen online möglich !!!====
Bis zum 15. Februar können beim [http://lrop-online.de niedersächsischen Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz] Stellungnahmen zum niedersächsischen [[Raumordnungsprogramm]] abgegeben werden. Bitte meldet Euch alle dort an und gebt Eure Stellungnahme gegen die A39 insbesondere im Raum Lüneburg ab !!!
==== 05.02.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
== Januar ==
==== 14.01.: (Sonntag) Neujahrsempfang der Gemeinde Lüne – Moorfeld - Ebensberg in der Zehntscheune Am Domänenhof ====
{{Kasten blau|1='''Verena Fiedler beim Neujahrsempfang der Gemeinde Lüne – Moorfeld - Ebensberg 14.1.2007 in der Zehntscheune Am Domänenhof'''
Vorgetragener Redebeitrag:
Ich habe keinen Neujahrsgruß, ich möchte Rückschau halten und aufrufen.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gemeindemitglieder und Nachbarn,
die meisten von Ihnen kennen mich durch verschiedene Aktivitäten, doch heute möchte ich nur in einer Funktion zu Ihnen sprechen:
Als Mitglied der Bürgerinitiative–Lüne–Moorfeld.
Im vergangenen Jahr gab es ein großes Thema, das uns in diesem Stadtteil, in unserer Gemeinde beschäftigt hat – der mögliche Bau der Autobahn.
Ostern, im März, hier vor diesem Haus, wurde aufgerufen selbst etwas gegen die drohende Gefahr, den Bau einer Autobahn zu unternehmen.
Schon eine Stunde später saßen wir zu siebt an einem Tisch und planten die Gründung einer Bürgerinitiative, die dann auch kurz darauf in der Aula der Schule Lüne umgesetzt wurde.
Und - inzwischen die aktivste im Widerstand gegen die A 39 ist.
Es war gar nicht so einfach. Wir sind alle unbeleckt gewesen, dennoch haben wir viel auf die Beine gestellt.
*Wir sind auf die Straße gegangen,
*auf den Flohmarkt,
*[[Einwände schreiben|von Haus zu Haus, um die Bürger auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen und sie aufzufordern Einspruch zu erheben]].
*[[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion|Hier und in der Innenstadt wurden mit Bauchläden Unterschriften gesammelt]].
*[[Presseberichte_August_2006#18._August|Ein Fernsehteam war hier um den Protest unserer Kinder aufzunehmen.]]
*[[Aktion „Menschenkette gegen die A39“|Wir haben eine Menschenkette gebildet, die als Demonstrationszug zum Markt zog mit Übergabe der Unterschriften an OB Mädge,]]
*während des Wahlkampfes Samstags Würfeltheater in der Stadt,
*[[Aktuelle_Fotos#27.8.:_Stadtteilfest|Informationsstand und Improvisationstheater beim Stadtteilfest]],
*[[Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“|BI–Mitglieder besuchten unsere politischen Vertreter in Hannover und Berlin]]
*[[Ostumgehung|Demo Variante Ostumgehung]]
*[[BI-Stammtisch|Stammtisch im ELM]]
*Gespräche mit [[Politiker]]n
*[[Wir lieben Lüneburg|Fotoaktion „Wir lieben Lüneburg“ mit „Wanderausstellung“]],
*[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_unsere_Aktion_.E2.80.9EWir_lieben_L.C3.BCneburg.E2.80.9C_.282.29|Ausstellungskästen nahe der möglichen drei Trassen]],
*[[Aktuelle_Fotos#04.11.:_Laternenumzug_als_Demo_gegen_den_Ausbau_der_Ostumgehung_zur_A39|Laternenumzug und Mahnwachen an der Ostumgehung]].
*Und vieles mehr.
Zuletzt am Donnerstag:
[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_die_IHK-Position|Teilnahme bei der Demo vor dem Stadttheater anlässlich des Empfangs der IHK]].
Wir dürfen nicht nachlassen, wir müssen immer wieder den Finger in die Wunde legen. Wir sind nicht egoistisch, wenn wir sagen:
Wir dürfen es nicht zu lassen, dass eine fragwürdige Autobahn unsere Stadt, unser Wohngebiet, unsere Gemeinde weiter zerstört!
Das dieses Stadtteil, unsere Gemeinde, liebens– und lebenswert ist, beweist wie die Menschen hier zusammen rücken.
Man sagt uns nach, wir würden unsere Kinder instrumentalisieren, - sie bekommen doch täglich hautnah mit, wie beängstigend und zerstörend allein die Androhung der Bau einer Autobahn durch unseren Lebensraum ist.
Die ganze Diskussion, das für und wieder, wenn ja, welche Variante - belastet uns alle außerordentlich.
Bis auf den vergangenen Donnerstag, bei der vom Dachverband angemeldeten Protestaktion vor dem Stadttheater anlässlich des Jahresempfanges der Industrie- und Handelskammer, -da konnte man deutlich spüren, wer Macht ausüben kann, sind wir von den Lüneburger Behörden, stellvertretend sei Frau Schröder–Ehlers genannt, Ratsmitgliedern, der Polizei, [[Heiko Dörbaum]], Bürgermeister Dr. Scharf und Oberbürgermeister Mädge mit Verständnis und Respekt behandelt worden.
Dafür sind wir dankbar.
Aber - Wir müssen den Lüneburgern und den verantwortlichen [[Politiker]]n deutlich machen, dass die [[Ostumgehung]] keine Umfahrung der Stadt Lüneburg ist, sondern eine vierspurige Straße, die gewachsene Strukturen zerschneidet.
Lüne – Moorfeld und Ebensberg ist Lüneburg!
Wenn diese Autobahn nicht zu vermeiden ist, dann nur so, dass nicht noch mehr zerstört wird und lokale Verkehrsbelange nicht außer Acht gelassen werden.
Wir wünschen uns, dass dieser Kelch an uns vorüber gehe.
Wir brauchen weiterhin Kraft und Ihre Unterstützung, die der Gemeinde und des Kirchenvorstandes.
Insbesondere bitten wir unsere politischen Vertreter, uns mit unseren Ängsten und Sorgen nicht allein zu lassen.
Wir hoffen, dass das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt gerückt wird und auf ein friedvolles Miteinander.
Danke
}}
==== 11.01.: (Donnerstag) um 15.00 Uhr: Demonstration vor dem Stadttheater ====
{{Kasten blau|1='''Aufruf zur Demonstration an diesem Donnerstag (11.01.) um 15.00 Uhr vor dem Stadttheater '''
Liebe MitstreiterInnen gegen die A39,
auf diesem Wege die besten Wünsche fürs neue Jahr und schon ruft uns das junge 2007 zum Kampf gegen Autobahn & Festtagsspeck!
Gemeinsam mit [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1171&Itemid=1 dem Dachverband gegen die A39] haben wir uns sehr spontan für eine Demonstration entschlossen, zu der wir trotz der kurzfristigen Einladung eine rege Teilnahme der BI-Lüne-Moorfeld erhoffen.
Anlass: Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg veranstaltet am 11. Januar ab 16:00 Uhr ihren Jahresempfang im Lüneburger Stadttheater. Nach einem Grußwort unseres Oberbürgermeisters [[Ulrich Mädge]] wird der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos eine Festrede mit dem Titel „Deutsche Wirtschaft im Aufschwung“ halten.
Auch Vertreter aus den Bürgerinitiativen gegen die A39 zählen zu den (versehentlich) geladenen Gästen. Es ist an der Zeit, der IHK und der überregionalen [[Politik]] deutlich zu machen, dass neben den Bürgern auch viele der immer wieder beschworenen IHK-Mitglieder GEGEN das ganz und gar überflüssige Projekt „A 39“ sind.
Eine gute Gelegenheit, unseren Protest deutlich zu machen, auch das NDR-Fernsehen wird vor Ort sein und endlich unseren Widerstand dokumentieren!
Aus diesem Grunde ist sehr wichtig, dass wir uns in bewährter Form präsentieren: Zieht Euch nach Möglichkeit das rote Aktions-[[T-Shirt]] über und kramt die Protestschilder wieder hervor! Wer noch auf sein A3-Poster der Plakat-[[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]] zurückgreifen kann, zeigt gleich doppelt Gesicht gegen die Autobahn durch unser Wohngebiet und für das [[Schutzgut Mensch]].
Für ein entsprechendes Rahmenprogramm ist gesorgt: Während drinnen die Lüneburger Symphoniker auf ihren Einsatz warten, wird uns der Liedermacher Dieter Wenzel akustisch mit seiner Gitarre auf unser Thema „einstimmen“. Und vor dem Schauspielhaus inszenieren die Autobahngegner aus der A 39-Region ein Improvisationstheater.
Randbemerkung: Nachdem die IHK feststellte, dass sich unter ihren Mitgliedern und Teilnehmern des Jahresempfangs auch Autobahngegner befinden, hat sie sich nicht gescheut, diese nach dem Versand der Einladungskarten teilweise telefonisch wieder auszuladen. Ein aus unserer Sicht unglaublicher Vorgang, der jedoch einen Eindruck vom Verständnis dieser Organisation gegenüber Andersdenkenden vermittelt. Wir laden dagegen alle herzlich ein, an der Demonstration vor dem Theater Lüneburg teilzunehmen.
Unsere erste Gelegenheit in diesem Jahr, notwendigen Widerstand zu zeigen, weiter unbequem zu sein!
Wir treffen uns um 15:00 auf dem Parkplatz vor dem Stadttheater, Zufahrt von der Lindenstraße. <br>Ende der Demo um 16:00 Uhr.
Viele Grüße<br>
Detlef Giesler<br>
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39
Alle Aktivitäten & Termine auf unserer Internetseite www.bi-luene-moorfeld.de<br>
P.S.: Der nächste Stammtisch findet am 5. Februar um 20:00 Uhr im ELM statt.
}}
==== 08.01.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] & [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
Wegen "akuter Terminnot": Zum ersten Stammtisch im neuen Jahr treffen wir uns diesmal außerplanmäßig bei Beckers, Moorweg 42. Im Anschluss an den Stammtisch wird gleich die erste Vorstandssitzung stattfinden, um die kurzfristig anstehenden Aktivitäten organisieren zu können (Demo am Do.). Mail an alle BI-Mitglieder folgt am Dienstag.
[[Kategorie:Organisatorisches]]
a9292bbd0a54bcfa2f3e2cc1e6ccd461acf3aa31
Termine 2008
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2009-12-15T22:22:14Z
Volker
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Die Seite wurde neu angelegt: * '''[[Aktuelle Ereignisse|Aktuelle Termine]]''' ---- {{Toc}} = 2008 = == Dezember == ==== 01.12.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ==== == Nove...
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text/x-wiki
* '''[[Aktuelle Ereignisse|Aktuelle Termine]]'''
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{{Toc}}
= 2008 =
== Dezember ==
==== 01.12.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== November ==
==== 03.11.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Oktober ==
[[Bild:Menschenschutygebiet.jpg|thumb|150px|Schild]]
==== 28.10.: (Dienstag) um 20.00 Uhr: AG Menschenschutz bei Doris Paland ====
{{Kasten|1=
Hallo, liebe Menschenschützer!
Die [[Arbeitsgruppe Menschenschutz]] trifft sich am Dienstag, den 28.10. um 20.00 Uhr bei mir im Brandheider Weg 30.
Themen werden u.a. sein:
* Planung einer medien- und öffentlichkeitswirksamen Aktion im Zusammenhang mit dem Aufstellen der Schilder "Menschenschutz"
* Klären, wieviele Schilder noch nachgefertigt werden können/sollen
* Überlegung zur Produktion weiterer Produkte, z.B. Aufkleber mit Menschenschutz-Emblem
Herzliche Grüße,
Doris Paland
}}
==== 06.10.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== September ==
[[Bild:Strassenfest.jpg|thumb|150px|Plakat]]
==== 13.09.: (Samstag) 15.00 - 22.00 Uhr: Straßenfest im Brandheider Weg ====
{{Kasten|1=
Unter dem Motto '''"A39 in der Sackgasse"''' wird unser erstes Straßenfest in nächster Nähe zur geplanten Autobahn statfinden. Im unteren Teil des Brandheider Weges werden wir ein unterhaltsames und buntes Programm präsentieren: Live-Musik von Rock bis Klassik, Versteigerung, Infostand, Grillwurst & Fassbier, Kaffee & Kuchen und vieles mehr!
}}
* '''[[Presseberichte_September_2008#Landeszeitung_zum_Stra.C3.9Fenfest_.22A39_in_der_Sackgasse.22|Presseecho: "Fest dient als Protestaktion gegen A 39"]]
'''
==== 01.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== August ==
[[Bild:OB mit Verena.jpg|thumb|150px|OB Mädge zu Besuch an unserem Stand beim letzten ELM-Fest 2006.]]
==== 24.08.: (Sonntag) ab 14.00 Uhr: ELM Stadtteilfest im Loewe-Center ====
Wir sind wieder mit einem Info-Stand vertreten.
== Juni ==
==== 30.06.: (Montag) um 20.00 Uhr: AG Menschenschutz bei Doris Paland ====
{{Kasten|1=
Hallo, liebe Aktive und zukünftig Aktive in der [[Arbeitsgruppe Menschenschutz|AG Menschenschutz]]!
das Anfang Juni ausgefallene Treffen soll nun endlich nachgeholt werden!
Es findet statt am
Montag, den 30.06.08 um 20.00 Uhr bei mir, Doris Paland, im Brandheider Weg 30.
Thema ist weiterhin, kreative Ideen zum Menschenschutz zu entwickeln, die dann hoffentlich zum Straßenfest im September umsetzbar sind!
In der Hoffnung auf eure rege Teilnahme
herzliche Grüße!
Doris Paland
}}
== Mai ==
==== 26.05.: (Montag) um 20.00 Uhr: AG Menschenschutz bei Doris Paland ====
{{Kasten|1=
Hallo, liebe MitstreiterInnen in der AG Menschenschutz!
unsere Arbeitsgruppe lebt noch!!
Das nächste Treffen findet statt am Montag, den 26. Mai um 20.00 Uhr bei mir, Doris Paland, im Brandheider Weg 30. Dazu lade ich euch herzlich ein!
Wir wollen unsere Pläne zum Menschenschutzgebiet weiter verfolgen und eine konkrete Aktion zum Sommerfest der BI im September entwickeln. Dazu werden eure Ideen und euer Geschick gebraucht!
Bis dahin mit
nachbarschaftlichen Grüßen!
Doris
}}
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|150px|[[BI-Treff]]]]
==== 05.05.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== April ==
==== 07.04.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== März ==
==== 03.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Februar ==
==== 04.02.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Januar ==
[[Bild:Landtagswahl3.jpg|thumb|150px|[[Landtagswahl]]]]
==== 27.01.: (Sonntag) Landtagswahlen in Niedersachsen ====
* [[Landtagswahl]]
==== 27.01.: (Sonntag) um 10:00 Uhr: Aktion „Die große grüne Schere“ für den Bundesumweltminister ====
{{Presseartikel
|Quelle=BM
|Thema=<br>zur Aktion „Die große grüne Schere“ für den Bundesumweltminister
|Headline=„Die große grüne Schere“
|Untertitel=Lüneburger überreichen Umweltminister Gabriel einen zweischneidigen Preis
|Autor=[[Benutzer:Detlef|dg]]
|Ort=Lüneburg
|Text=[[Bild:Gabriel.jpg|thumb|150px|Ein zweischneidiger Preis für den Umweltminister.]]
Am [[Landtagswahl|Wahlsonntag]] sollte auch der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ([[SPD]]) wählen. Hierzu forderten ihn Vertreter der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A39 kurz vor der Eröffnung der Lüneburger Umweltfilmtage im Scala-Kino auf. Den Zugang zum Kino hatten die Aktivisten mit einer etwa 10-Meter-langen Stoffautobahn versperrt und überreichten dem überraschten Festredner („Klimaschutz geht alle an“) „die große grüne Schere für Umweltaktivisten und Hoffnungsträger“. Für Gabriel als A39-Befürworter ein zweischneidiger Preis, da er mit dem eingeforderten Scherenschnitt durch die Stoff-Trasse symbolträchtig auch dem umstrittenen Projekt A39 ein Ende bereiten sollte.
Der Hinweis des BI-Sprechers Detlef Giesler, hiermit möge der Weg freigemacht werden für neue Ideen nachhaltiger Verkehrskonzepte, konnte Gabriel noch bewegen, den von den A39-Gegnern ausgelobten Preis schmunzelnd anzunehmen. Den entscheidenden Schnitt verweigerte der Bundesminister für Umwelt und Naturschutz jedoch mit einem knappen Hinweis auf diese aus seiner Sicht "notwendige Autobahn".
|Link=
}}
[[Bild:Einladung_Landtagswahl.jpg|thumb|150px|[[Media:Landtagswahl_A4.pdf|Einladung zur Podiumsdiskussion]]]]
==== 14.01.: (Montag) um 20.00 Uhr: Podiumsdiskussion „Landtagskandidaten positionieren sich zur A 39“ im {{Lims}} ====
Welchen Standpunkt zur geplanten Autobahn durch unser Wohngebiet vertreten unsere Landtagswahlkandidaten? Eingeladen sind:
* [[Andrea Schröder-Ehlers]], [[SPD]]
* [[Andreas Meihsies]], [[Die Grünen]]
* [[Bernd Althusmann]], [[CDU]]
* Professor Dr. Pez, Verkehrsexperte, Leuphana Universität Lüneburg
Moderation: Dr. Frank M. Andraschko, Universität Hamburg
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|150px|[[BI-Treff]]]]
==== 07.01.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
[[Kategorie:Organisatorisches]]
3f93fbce30da8c8e7e4afd05a71405e4feba8f72
BI-Treff
0
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1014
2009-12-15T22:39:49Z
Volker
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text/x-wiki
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|255px|Spontan-Stammtisch nach unser Aktion [[Menschenkette gegen die A39]]]]Der offene Treff unserer Bürgerinitiative findet an den unter "[[Aktuelles & Termine]]" angegebenen Terminen im {{ELM}} statt.
Wir diskutieren in netter Runde gelaufene & geplante [[Aktionen]].
Außerdem eine Gelegenheit, sich mit [[Plakate]]n, [[T-Shirts]] etc. der BI zu versorgen.
[[Kategorie:Organisatorisches]][[Kategorie:Aktionen]]
c6f3ef10a8b792c850573916d590abe1533d0f95
Presseberichte Dezember 2009
0
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2010-01-09T20:34:43Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 1. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Antwort der Bundesregierung]] auf die Anfrage der Grünen
|Headline=Kosten-Kritik
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Hannover
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2009_12_01-1.jpg|thumb|600px|center|]]
Die Grünen rechnen fest mit steigenden Kosten für den umstrittenen Bau der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg. Hintergrund ist die [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Anwort der Bundesregierung]] auf eine Anfrage im Bundestag. Vor allem der Vergleich der A39 mit der A14 Magdeburg-Schwerin wirft aus Sicht der Grünen viele Fragen auf.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Antwort der Bundesregierung]] auf die Anfrage der Grünen
|Headline=Eine Frage des Nutzens
|Untertitel=Grüne sehen nach Antwort der Regierung auf Anfrage Wirtschaftlichkeit der A 39 schwinden
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Antwort der Bundesregierung]] auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag gibt den Gegnern der geplanten Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg neue Nahrung. „Hier wird ein fragwürdiges Projekt mit allen Mitteln schüngerechnet“, sagt die an der Anfrage beteiligte Grünen-Landtagsabgeordnete Miriam Staudte aus Scharnebeck. Neu sind die meisten Zahlen zwar nicht, doch zeigt sich: Die vor fast genau einem Jahr aufgeworfenen Fragen an die Planer sind nach wie vor unbeantwortet.
Ins Visier genommen hat die Grüne unter anderem die Kosten für das umstrittene Verkehrsprojekt im Verhültnis zur parallel verlaufenden Autobahn 14 zwischen Magdeburg und Schwerin. Die ist in der Planung wesentlich weiter als die A39, die Kosten pro Kilometer sind aber deutlich höher. Das geht auch aus der Antwort der Bundesregierung hervor: Demnach kostet der Autobahnkilometer in Sachsen-Anhalt rund 8,3 Millionen Euro. Das sind 4,1 Millionen Euro mehr als 2003 veranschlagt – ein Plus von fast 98 Prozent. Der A-39-Kilometer ist derzeit mit 5,8 Millionen Euro veranschlagt – 300 000 Euro mehr als 2003. Die Steigerung liegt damit bei nur etwas mehr als fünf Prozent.
[[Bild:LZ_2009_12_01-2.jpg|thumb|600px|left|'''Befürworter und Gegner der geplanten Autobahn 39 starten immer neue Kampagnen, um für ihr Ziel zu werben. Links die neue Initiative des Nordland-Autobahn-Vereins für die A39 mit Spediteur Hubertus Kobernuß (l.) und dem Vereinsvorsitzenden Michael Zeinert.''']]
[[Bild:LZ_2009_12_01-3.jpg|thumb|600px|right|'''Die Grünen Miriam Staudte (l.) und Andreas Meihsies (r.) mit Ohrenschützern an der Ostumgehung im Kreis von Autobahngegnern.''' Fotos: A/nh, A/be]]
„Die Kostensteigerungen bei der A14 sind insbesondere in der fortschreitenden Planungstiefe und im zunehmend naturschutzfachlichen Planungsumfang begründet“, heißt es seitens der Bundesregierung. Das legt für Staudte den Schluss nahe: „Bei der weit weniger fortgeschrittenen Planung zur A39 sind diese Steigerungen demnach ebenfalls nicht abwegig. Das dicke Ende kommt noch.“ Zumal das Projekt unter einem „besonderen naturschutzfachlichen
Planungsauftrag“ stehe.
Deshalb hält die Landtagsabgeordnete die prognostizierte Kostensteigerung im Vergleich zur A14 für „absurd niedrig“. Im gleichen Atemzug stellt sie die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Ausgehend von dem aktuellen Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) von 2,8 für A39 und einem Abschnitt der Bundesstraße 190n als Querspange zur A14 steht in der Antwort der Regierung: „Bei zehn Prozent Kostensteigerung betrüge das NKV rund 2,5. Dies würde die Bauwürdigkeit nicht veründern.“ Das heißt aber auch: Steigen die Kosten steiler, sinkt der Nutzen weiter. Deshalb urteilt auch der Vorstandssprecher des Grünen-Kreisverbandes Lüneburg, Andreas Meihsies: „Die Argumentationskette der Autobahnbefürworter wird dünner und dünner, das NKV immer geringer.“
Aus Sicht der Planer steigert jedoch die 2008 vorgenommene Nachberechnung der Verkehrsströme den Nutzen erheblich. Sollten auf Grundlage der Prognose von 2003 im Jahr 2015 werktags 17 000 bis 23 000 Fahrzeuge (davon 5000 bis 8000 Lkw) über die A39 rollen, können es 2025 bereits 33 000 bis 41 000 Fahrzeuge sein (davon
10 000 bis 12 000 Lkw). „Demografischer Unsinn“, so Staudte, Meihsies ergänzt: „Die Zahl älterer Menschen wird
zunehmen, und die fahren weniger Auto. Wie so an der Realität vorbei argumentiert werden kann, ist unbegreiflich.“
}}
=== 2. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Autobahn-Deckel in Lüneburg
|Headline=Moorfeld bekommt den Tunnel
|Untertitel=Berlin gibt dafür grünes Licht
|Autor=jj/ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2009_12_03-1.jpg|thumb|600px|center|'''Dieses Teilstück der Lüneburger Ostumgehung soll bis zur Brücke (im Hintergrund) für die geplante A39 einen Tunnel bekommen.''' Foto: t & w]]
Für die geplante Autobahn A39 soll in Lüneburg ein Tunnel als Lärmschutz gebaut werden. Das hat gestern der Lüneburger CDUBundestagsabgeordnete Eckhard Pols erklärt, und das wird auch vom Bundesverkehrsministerium so bestätigt.
Der Tunnel soll auf einer Teilstrecke der künftigen Autobahn-Trasse auf der Ostumgehung entstehen, und zwar im
Gebiet Moorfeld. Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) aus dem Verkehrsministerium erklärte: „Ein rund 400 Meter
langer Tunnel stellt in emissionstechnischer, wirtschaftlicher und stadtgestalterischer Hinsicht die Vorzugslösung dar.“ Pols und sein Harburger Kollege Michael Grosse-Bühmer werten dies als Erfolg. „Das ist das Optimum, das wir
erreichen konnten“, so Pols. Bei Kosten und Baustart halten sich die Ministerien in Berlin und Hannover bedeckt. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ist dennoch unzufrieden: Sie will keine Autobahn, und wenn die A39 komme, müsse der Tunnel länger werden.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Autobahn-Deckel in Lüneburg
|Headline=Der Autobahn-Deckel kommt
|Untertitel=Politiker und Wirtschaft feiern Lärmschutz-Tunnel für A 39 – Bürgerinitiative bleibt auf Gegenkurs
|Autor=jj/ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2009_12_03-2.jpg|thumb|800px|center|'''Die orangefarbene Flüche auf dem großen Bild zeigt die geplante Tunnelstrecke auf der heutigen Ostumgehung in Moorfeld, die beim Bau der Autobahn entstehen soll.''' Fotos: boldt, dpa, stadt]]
[[Bild:LZ_2009_12_03-3.jpg|thumb|600px|left|'''Die Lage des rund 400 Meter langen Tunnels.''']]
[[Bild:LZ_2009_12_03-4.jpg|thumb|600px|right|'''Eine Tunnelröhre, die im September bei Jena am Lobdeburg-Tunnel der Autobahn 4 freigegeben wurde.''']]
Der Tunnel gehört seit Jahren zu den Kernforderungen der Stadt Lüneburg, wenn die Autobahn A39
über die Ostumgehung gebaut wird. „Das Bohren dicker Bretter und der geschlossene Auftritt der Politik hat sich gelohnt, dies ist ein Erfolg der Region, von Stadt und Kreis“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Mädge. „Ohne den Tunnel hätte die Stadt Lüneburg mit Sicherheit geklagt.“ Doch die Freude ist nicht ungeteilt. Für die BI Lüne-Moorfeld ist die Mini-Lösung nicht ausreichend, wenn die A39 überhaupt komme, müsse die Röhre länger sein.
Die Wirtschaft begrüßt die Nachricht aus Berlin. Eberhard Manzke, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, erklärt: „Eine hervorragende Entscheidung für die Anwohner und ganz Lüneburg, aber auch für die Wirtschaft unserer Region. Dieses Zugeständnis sollte die Arbeiten der Planer beflügeln, damit zeitnah mit dem Bau der Deckelung schon vorab begonnen werden kann.“
Der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols und sein Kollege aus dem Kreis Harburg, Michael Grosse-Brömer, hatten gestern Morgen vermeldet, dass der Bund die Tunnellösung für die geplante A39 favorisiere. Auch aus Lärmschutzgründen wäre ein Deckel über der Ostumgehung sinnvoll. Pols sagt: „Ich bin froh, dass wir mit der Mitteilung des Ministeriums nunmehr die Forderung der Anwohner erfüllt haben. Der Tunnel ist aus meiner Sicht die umfänglichste Maßnahme gegen den Lärm. Hier haben alle Fraktionskollegen aus Nordostniedersachsen an einem Strang gezogen.“
Mit der Zustimmung zum Tunnel sei eine weitere Hürde zum Bau der A39 überwunden. Die zügige Umsetzung sei wichtig, um die wirtschaftliche Infrastruktur der Region zu stärken. Pols sieht in der Lösung „das Optimum“. Darüber hinaus müsse es – wie auch von der CDU-Stadtratsfraktion gefordert – weiteren Schutz in Richtung Klosterkamp geben. Beispielsweise durch Lärmschutzwände oder -wälle.
So sieht es auch OB Mädge. Wie der Tunnel im Detail geplant sei, das müsse das Verfahren zeigen, aber: „Die Forderung der Stadt war immer ein Tunnel zwischen den Abfahrten Adendorf und ehemalige Schlieffenkaserne. Damit ist unsere Forderung nicht ganz erfüllt, deswegen muss der Rest mit ausreichendem Lärmschutz versehen werden.“
Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers (SPD), ehemals bei der Stadt für die Verkehrsplanung mit zuständig: „Das ist ein guter Schritt, die vielen Vorgespräche und Fahrten nach Berlin haben sich gelohnt, wenn der Tunnel jetzt in die konkrete Planung aufgenommen wird. Wobei über die Länge des Tunnels sicher nochmal verhandelt werden muss.“
Bei Jens-Peter Fiedler trifft die Nachricht auf ein geteiltes Echo. Der Sprecher der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld betont: „Wir sind nach wie vor gegen das A39-Projekt. Ein Tunnel macht es auch nicht schöner. Doch positiv ist, dass die Planer den Anwohnern an dieser Konfliktstelle entgegenkommen.“ Aber der Tunnel sei zu kurz, er reiche von der Erbstorfer Landstraße bis zur Fußgängerbrücke über die Ostumgehung: So gebe es keinen Lärmschutz für die Wulf-Werum-Siedlung und die Anwohner am Fuchsweg. Zudem befürchtet Fiedler, dass sich die Tunnelein- und -ausfahrten als Lärmverstärker erweisen.
Fiedler ist skeptisch, ob ein Tunnel bei der Bebauung überhaupt umzusetzen ist. Seine Befürchtung: „Es ist verdammt eng, man wird an Grundstücke und Häuser heran müssen.“
Dirk Müller, Chef der Lüneburger Landesbehürde für Straßenbau, hält sich bedeckt: „Ich kenne die Mitteilung nicht. Aber wir haben die Deckelung mit untersucht und mit dem Bundesministerium abgestimmt.“ Ein Tunnelbau würde den Zeitplan seiner Behörde nicht durcheinander bringen: 2013 solle bekanntlich ein Planfeststellungsbeschluss aufgestellt werden, dabei bleibe es.
Zu den Kosten der Röhre will zur Zeit niemand der Verantwortlichen Stellung nehmen. Aus dem Bundesverkehrsministerium heißt es, es sei zu früh für Einzelheiten. Das Land bekomme jetzt die schriftliche Mitteilung über die Entscheidung zugeschickt.
Im Verkehrsministerium an der Leine sagt Silke Schaar: „Wir freuen uns über die Zusage des Bundes, sie liegt uns aber noch nicht vor.“ Daher sei nicht klar, welche Lösung Berlin bevorzuge, und welchen Anteil der Kosten der Bund trage.
Ein Blick zurück: Im September 2006 hatten Experten vor Parlamentariern in Hannover erklärt, ein zwei Kilometer langer Tunnel würde 200 Millionen Euro kosten, der damalige Lüneburger CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Althusmann hatte vorgerechnet: Dies wäre ein Drittel der gesamten kalkulierten Ausgaben für die A39. Bricht man das herunter, käme man bei einer Tunnellünge von 400 Metern auf Kosten von 40 Millionen Euro. Ob das reicht, scheint fraglich. Erst gestern hatte die LZ berichtet, dass der Bau der A39 pro Kilometer mit 5,8 Millionen Euro kalkuliert wird – 300 000 mehr als 2003.
*
Derweil hat die Straßenbaubehörde gestern in Bad Bodenteich ihre Planungen für den letzten Bauabschnitt der A39 vorgestellt. Dabei geht es um ein 12,6 Kilometer langes Stück zwischen Uelzen und Bad Bodenteich, ein Thema sind nun etwa die „Trassenoptimierungen im Bereich des Windparks Hanstedt II“.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Autobahn-Deckel in Lüneburg
|Headline=Weiter Kampf für Lärmschutz
|Untertitel=Kommentar
|Autor=Von Hans-Herbert Jenckel
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Tunnel-Zusage macht noch aus keinem Autobahngegner einen Freund der A39. Wer grundsützlich gegen eine Autobahn ist, den überzeugt auch nicht, wenn ein Tunnel die Autobahn und den Lärm auf 400 Metern Länge schluckt. Aber die Röhre zeigt gleichwohl, was Bürger und Lokalpolitiker bewegen können, wenn sie dennan einem Strang ziehen, wie in Lüneburg geschehen. Der Tunnel ist der Lohn für zähes Verhandeln, ja für Penetranz. Er wird nicht die Moral der Gegner untergraben, aber er beflügelt schon jetzt die Befürworter. Die haben lange keinen Erfolg verbucht, lange aber gut organisierte Kritik und Kampagnen gegen die Autobahn wegstecken müssen. Sie sollten jetzt vor lauter berechtigter Freude über den Lohn ihrer Arbeit nicht übersehen, dass hier die Mini-Tunnel-Variante ins Auge gefasst wird. Um aber die Bürger umfassend zu schützen, müssen die Politiker weiter gemeinsam für mehr Lärmschutz kämpfen. Denn nur der optimale Lärmschutz könnte einen Minimalkonsens für die A39 unter Lüneburgern
begründen, nur er eröffnet die Chance.
}}
=== 3. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Autobahn-Tunnel in Lüneburg
|Headline=Der Fuchsweg guckt in die Röhre
|Untertitel=Anwohner fordern auch einen Tunnel als Lärmschutz gegen Autolärm
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Kommt der Deckel für die Ostumgehung, könnte die Fläche den Stadtteil Lüne-Moorfeld wieder zusammenwachsen lassen. Denn über dem Tunnel könnte nach Vorstellung der Stadt ein Grüngürtel samt Wegen entstehen. Doch konkrete Planungen gebe es noch nicht, dafür sei es zu früh, sagt Stadtpressesprecherin
Suzanne Moenck.
Wie berichtet, befürwortet das Bundesverkehrsministerium im Zuge des Baus der geplanten Autobahn 39 den Bau einer 400 Meter langen Röhre von der Erbstorfer Landstraße bis zur Fußgängerbrücke am Dehmelweg. Unter anderem spiele für die Entscheidung der Lärmschutz eine Rolle.
Den hätten Peter von Paris und seine Nachbarn auch gerne. Sie wohnen am Fuchsweg und beklagen, dass es bei ihnen nicht einmal Lärmschutzwände gebe. Von Paris sagt: „Ich freue mich für die Anwohner im Moorfeld, aber es muss
gleiches Recht für alle gelten.“ Denn auch am Fuchsweg oder etwa in den neuen Wohngebieten bei Hagen sei die Schnellstraße brüllend laut. Auch dort sollten Tunnel gebaut werden: „Es kann ja eine Lösung mit Unterbrechungen sein.“
Vom Verkehrsclub Deutschland kommt Kritik. Zwar begrüßt der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Christian Friedrichs aus Reppenstedt den Tunnel als Lärmschutz, aber: „Entscheidend ist eine Finanzierungszusage, die ist am Ende des Tunnels bislang überhaupt nicht in Sicht.“ Außerdem befürworte der Bund die Tunnellösung lediglich im Zuge des Baus der A39: „Das ist jedoch ein schwaches Lippenbekenntnis, denn der Bau der A 39 steht wegen einer immer schlechter werdenden Wirtschaftlichkeit mehr denn je in den Sternen.“
}}
=== 9. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum angedachten Tempolimit auf der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Ostumgehung ist Chefsache
|Untertitel=Mädge kündigt Gespräche an
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Tempo 80 auf der Ostumgehung ist Chefsache. Auf diese Feinheit der Verwaltungslogik wies Oberbürgermeister Ulrich Mädge jetzt im Verkehrsausschuss hin: Nicht der Rat, sondern der Verwaltungschef sei laut Gemeindeordnung für das Tempolimit zuständig. Mädge will jetzt mit der Polizeiinspektion und der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr reden.
Beide hatten Tempo 80 in ihren Stellungnahmen eine klare Absage erteilt (LZ berichtete). Die Polizeiinspektion befürchtet, die Autofahrer würden auf die Innenstadt ausweichen, wenn der Verkehr auf der Ostumgehung
ausgebremst wird. Eine Geschwindigkeitsreduzierung verringere den Lärm lediglich um weniger als drei Dezibel
– und damit nicht hörbar, meinte die Landesbehörde. Anwohner empfinden den Stau und den langsam rollenden Verkehr aber als spürbare Wohltat für die lärmgeplagten Ohren.
„Unterm Strich haben wir die beiden Stellungnahmen der Behörden, die inhaltlich nicht neu sind“, sagte Mädge und erinnerte daran, dass dies bereits der dritte Anlauf für eine Temporeduzierung auf der Ostumgehung sei. „Das ist eine Diskussion, die ich emotional verstehen kann, die wir aber objektiv zu beurteilen haben. Ich bin an Recht und Gesetz gebunden.“ Wenn er gegen das Votum der Fachbehörden Tempo 80 anordne und der Landkreis neue Blitzer aufstelle wie von den Grünen gefordert, dann „klagen die geblitzten Autofahrer gegen die rechtswidrige Anordnung“.
Trotzdem sei der Ermessensspielraum der Stadt hoch, meinte Hubert Meißner (SPD): „Die Verwaltung hat das Heft in
der Hand. Und Tempo 80 mindert Unfallrisiko und Schüden.“ Der Verkehr rolle dann flüssiger, ergänzte der Ausschussvorsitzende Ulrich Löb (Grüne). „Wir würden natürlich gerne mitbestimmen, weil es die Menschen
bewegt“, sagte Jens-Peter Schultz (SPD). „Was wir gemeinsam wollen, ist klar: dass die Menschen dort ruhig und
gesund leben können.“
Der Ausschuss erteilte Mädge den Auftrag zu erneuten Gesprächen. „Ob es Spielräume gibt, werde ich mit beiden Behörden besprechen“, kündigte der an. Die Anwohner haben noch zwei Eisen im Feuer: Beim Landkreis läuft ein Planfeststellungsverfahren zum Lärmschutz, Ende Februar soll es einen Erörterungstermin geben. „Und außerdem soll im kommenden Jahr die zweite Spur der Ostumgehung Flüsterasphalt erhalten“, sagte Mädge. Es gibt also weiter Stau – die Verschnaufpause für die Anwohner verlängert sich.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplanten A39-Deckel
|Headline=Stadt fordert längeren Tunnel
|Untertitel=
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Tunnel ist ein Erfolg, er muss aber länger werden: „400 Meter reichen nicht, wir brauchen 600 bis 700 Meter“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge jetzt im Verkehrsausschuss. Mit dieser Forderung werde die Stadt in das
Planverfahren gehen. Wie berichtet, soll die geplante Autobahn 39 im Bereich Moorfeld durch einen Tunnel verlaufen.
Das biete Lüneburg eine große Chance, meint Mädge: „Dann können Stadtteile so zusammenwachsen, wie es mal war.“ Kurz- und mittelfristige Lärmschutzmaßnahmen müsse man „sinnvoll kombinieren mit der A39“.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum geplanten A39-Deckel und zur A39 allgemein ====
{{LB|Jörg-Harald Garbers<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Dezember_2009#Landeszeitung_zum_Autobahn-Deckel_in_L.C3.BCneburg_2|„Der Autobahn-Deckel kommt“, LZ vom 2. Dezember]]
'''<big>Profiteur VW</big>'''
Die tatsächlichen Nutznießer der geplanten A39 wären Volkswagen und Hamburg – vorausgesetzt, der Wolfsburger
Übersee-Export würde von Bremerhaven an die Elbe verlagert. Aus heutiger Sicht wäre eine direkte Autobahnanbindung von Gifhorn nach Walsrode in Richtung Nordsee eine weitaus sinnvollere Lösung.
Die geplante A39 dient meines Erachtens ausschließlich überregionalen Lobbyinteressen, die das Lüneburger Umland
und damit das Nadelöhr Moorfeld für ihren Durchgangsverkehr missbrauchen wollen.
Mit dem Köder eines Tunnels, der in Wahrheit ein großer Betondeckel werden wird, soll dieses verfehlte Milliardenprojekt den betroffenen Bürgern schmackhaft gemacht werden.
Die künftige Lkw-Maut wird die minimale Benzinkostenersparnis aufgrund der ungefähr zehn km kürzeren Strecke auffressen, und der zu erwartende Ausweichverkehr über die alte B4 und die Lüneburger Innenstadt wird die jetzige Verkehrslage erst recht aus dem Lot bringen.
Die heimische Politik, die sich mit dem Bohren dicker Bretter in Berlin brüstet, liegt einmal mehr der Großindustrie
zu Füßen, statt sich ernsthaft um die regionalen Belange ihrer Wähler zu kümmern.
Nachtrag: Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: der Tunnel muß gebaut werden – auch ohne die A39!
}}
=== 21. Dezember 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum geplanten A39-Deckel und zur A39 allgemein ====
{{LB|Dr. Frank Kracht<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Dezember_2009#Landeszeitung_zum_Autobahn-Deckel_in_L.C3.BCneburg_2|„Der Autobahn-Deckel kommt“, LZ vom 2. Dezember]]
'''<big>Tunnel erhöht Akzeptanz nicht</big>'''
[[Bild:LZ_2009_12_21.jpg|thumb|600px|right|'''Der bewilligte Tunnel verschlechtere das Kosten-Nutzen-Verhältnis der A39, meint BI-Sprecher Dr. Kracht. ''' Foto: t&w
]]
Das Schutzgut Mensch scheint bis nach Berlin zu wirken.
Die jetzt werktäglich von 43 000 KFZ und LKW passierte Ortsdurchfahrung der B4 im Moorfeld bedarf aktuell dringend eines nachträglichen Lärmschutzes, wie durch das hierzu eingeleitete Planfeststellungsverfahren belegt wird, eine Fahrspur wurde bereits jetzt mit Flüsterasphalt versehen. Seitens der zuständigen Behörde wird für umfassende weitere Maßnahmen hierbei eine Vermischung mit dem Bau der A39 angestrebt. Ein wirksames Tempolimit, das auch die Emissionen (Lärm+Gase+Feinstaub) der LKW einschränkt, also 70 km/h, wird von den Verantwortlichen in Verkennung der Vorteile nicht wirklich angestrebt, obwohl die Baumaßnahmen dieses Jahres mit Geschwindigkeitsbeschränkung den Anwohnern ein relativ ruhiges Jahr beschert hat. Etliche Tonnen CO2 und Begleitgase sowie gesundheitsgefährdender Feinstaub wurden dabei eingespart, denn, so lernt jedes Kind, ein langsamer fahrendes Fahrzeug verbraucht deutlich weniger Treibstoff auf gleicher Strecke als ein schnelleres. Es wird auch gefordert und versprochen, andere Anwohner entlang der B4 mit Lärmschutzmaßnahmen zu entlasten. Wie soll das gehen ohne Tempolimit?
Ein Überholverbot für LKW ist ebenfalls anzustreben, um die Elefantenrennen am Berg zu unterbinden, von dort ist die
Entfernung zu den nächsten, allerdings nicht sichtbaren Häusern keine 20 Meter! Und das Argument: „Das kann man
nicht kontrollieren“ zieht nicht, dafür ist Akzeptanz zu schaffen, zum Beispiel durch Beschilderung. Auch greifen die aktuell angestrebten Maßnahmen ebenso wie der für die A39 versprochene Tunnel viel zu kurz, da große Teile des Moorfeldes von dem höher liegenden Streckenabschnitt südlich der Erbstorfer Landstraße (Querung der Bleckeder
Bahnlinie) beschallt werden, wo keine Maßnahmen vorgesehen sind.
Die Akzeptanz der A39 überhaupt und speziell im Moorfeld wird durch den angebotenen Tunnel nicht erhöht, da sie
insgesamt überflüssig und wirtschaftlich unsinnig ist. Das ohnehin schlechte Nutzen-Kosten-Verhältnis wird durch den
Tunnel weiter reduziert und eine Finanzierung wird unwahrscheinlicher.
Übrigens wurde gerade die Querspange B190n aus dem Gesamtprojekt A14/A39 gestrichen, so dass aus dem Hosenträger zwei Strapse geworden sind. Zur Not hält die Hose ja auch an einem!
Wir werden weiter für bessere Lösungsansätze von Verkehrs- und seinen begleitenden Emissionsproblemen kämpfen und hoffen, dass uns die A39 erspart bleibt.
Wenn die Politik mit ihren Planern allerdings anderer Meinung ist, sollte der Tunnel jetzt deutlich verlängert als Lärmschutz gebaut werden und zwar so, dass er gegebenenfalls auch für die A39 ausreichend dimensioniert ist und auch eine Reinigung der Abluft beinhaltet.
}}
=== 28. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Wirkung von Lärm
|Headline=Wenn der Schalldruck steigt
|Untertitel=Dr. Hayo Dieckmann über Gesundheitsschäden durch Lärmbelastung
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_12_28.jpg|thumb|600px|left|'''Der bewilligte Tunnel verschlechtere das Kosten-Nutzen-Verhältnis der A39, meint BI-Sprecher Dr. Kracht. ''' Foto: t&w
]]
Schutz gegen Lärm fordern die Anwohner der Ostumgehung und die Bürger, die entlang der Bahnlinie Hamburg-Hannover leben, denn sie sind genervt von der Dauerbeschallung. Doch ab wann wird Lärm als unangenehm empfunden, wann kann er zum gesundheitlichen Risiko werden ? Das habe zum Teil etwas mit Empfinden zu tun, sagt Dr. Hayo Dieckmann, Leiter des Gesundheitsamtes. So könne laute Musik als angenehm wahrgenommen werden. Anders sei es mit dem Krach von Autos, Zügen oder Industrieanlagen. Entscheidend sei, wie Schall am Ohr ankommt.
Fachleute messen Lautstärke in Dezibel. Schon kleine Werte können entscheidend sein. So wird beispielsweise in der Frage einer Geschwindigkeitsreduzierung auf der Ostumgehung auf 80 km/h so argumentiert, dass dies lediglich drei db (A) brächte, kaum wahrnehmbar. Dieckmann sieht das anders. Es wäre eine „Halbierung des Schalldrucks“. Die Intensität werde geringer wahrgenommen. Das sei so ähnlich wie mit der gefühlten Temperatur. 6 bis 7 db (A) weniger entsprächen einer Halbierung der Lautstärke. Dieckmann verweist auf verschiedene Studien unter anderem des Bundesgesundheitsamtes, die auf das Gesundheitsrisiko durch Lärm aufmerksam machen. Ein Dauerlärmpegel von 30 db (A) könne zu Schlafstörungen führen, mit Folgen beispielsweise für die Konzentration in der Schule oder am Arbeitsplatz. Von 50 db (A) an treten Stressreaktionen auf, daraus können Herz-Kreislaufbeziehungsweise Magen-Darm-Erkrankungen resultieren. Ab 65 db (A) steige das Risiko eines lärmbedingten Infarkts.
Verschiedene Dinge bieten Schutz gegen Krach: etwa Lärmschutzwände und –wälle oder besondere Fenster. Grundsätzlich sollte aber darauf geachtet werden, dass Neubauten nicht nahe von Lärmquellen gebaut würden, sagt der Mediziner. Doch er weist auf eine Schwierigkeit hin: „Die Wissenschaft hat das Problem erkannt, doch Politiker und Juristen haben die Erkenntnisse daraus noch nicht umgesetzt.“
}}
=== 29. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zun Neujahrsspaziergang
|Headline=Spaziergang der A 39-Gegner
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld lädt ein zu einem Neujahrsspaziergang durch das Menschenschutzgebiet. Treffen am Freitag, 1. Januar, ist um 14 Uhr am Stadtteilladen ELM am Hermann-Löns-Platz. Zum Abschluss der Wanderung servieren die Autobahngegner Glühwein und Früchtepunsch.
}}
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Presseberichte Januar 2010
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2010-01-28T20:15:15Z
Volker
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Die Seite wurde neu angelegt: {{Pressekopf}} ---- === 21. Januar 2010 === {{Presseartikel |Quelle=LZ |Thema=zu Forderung der Grünen, Lüneburg solle aus dem Nordland-Autobahnverein austreten |He...
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 21. Januar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Forderung der Grünen, Lüneburg solle aus dem Nordland-Autobahnverein austreten
|Headline=Grüne fordern Vereinsaustritt
|Untertitel=
|Autor=ahe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Grünen nehmen einen neuen Anlauf: Die Stadt Lüneburg soll aus dem Nordland-Autobahn-Verein austreten und zwar so schnell wie möglich, fordert die Fraktion in einem Antrag an den Rat. Eine Mitgliedschaft in dem 1969 gegründeten Verein sei nicht im Interesse der Stadt, da Lüneburg Gefahr laufe, durch die geplante A39 in weiten
Teilen in der Entwicklung gestört und belastet zu werden, begründen die Grünen ihr Anliegen.
Bereits vor zwei Jahren hatte sich der Rat der Stadt schon einmal mit dem Thema beschäftigt, auch damals hatten die
Grünen den Austritt der Stadt aus dem Verein, dem Lüneburg seit der Gründung angehört, gefordert. Vergebens, SPD,
CDU und FDP lehnten den Antrag damals ab.
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Presseberichte Februar 2010
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2010-02-28T19:50:04Z
Volker
4
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{{Pressekopf}}
----
=== 4. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A22 und A39
|Headline=Streit um Autobahn-Projekte
|Untertitel=Staatssekretär weist Aussagen zur A 39 zurück
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Wird die geplante Küstenautobahn A22 der A39 Lüneburg-Wolfsburg vorgezogen? Ja, sagt SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann aus Celle und beruft sich auf ein Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verkehrsministerium Enak Ferlemann (CDU). „Völliger Unsinn“, sagt Ferlemann selbst auf Anfrage des Lüneburger CDU-Abgeordneten Eckhard Pols. Ebenso weist der Staatssekretär gleichlautende Mitteilungen des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A39 zurück. Ferlemann rechnet Pols zufolge damit, dass ein Finanzplan für die A39 voraussichtlich 2012 nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens erstellt wird. Für Pols steht fest: Von einem Aus für die A39 könne gar keine Rede sein, im Gegenteil, das Planfeststellungsverfahren steht vor dem Abschluss.
}}
=== 5. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A22 und A39
|Headline=Streit um A 39
|Untertitel=Debatte zwischen Abgeordneten
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Zwischen Uelzen und Lüneburg entbrennt ein Streit der frischen Bundestagsabgeordneten über die Deutungshoheit zu Äußerungen der hohen Politik, und zwar zur umstrittenen Autobahn A39. Im Clinch liegen die Abgeordneten Eckhard Pols (CDU) aus Lüneburg und Kirsten Lühmann (SPD) aus Uelzen.
Hintergrund ist ein Gespräch des Staatssekretärs Enak Ferlemann (CDU) aus dem Bundesverkehrsministerium
am 28. Januar in der Bremer Landesvertretung in Berlin mit Gästen aus der Küstenregion. Die Frage lautet: Hat der Cuxhavener Ferlemann dort als Mann der Küste einseitig für Küstenautobahnen geworben? Die Sozialdemokratin
Lühmann – „ich saß in der Runde“ – versichert, Ferlemann habe massiv für die Küstenautobahn A22 und ein beschleunigtes Verfahren geworben sowie über die A281 um Bremen geredet. Erst auf ihre Nachfrage habe er auch die A39 von Lüneburg nach Wolfsburg als bedeutsam erwähnt.
Lühmann gewann den Eindruck, dass vor Vertretern der Küstenregion auch nur die Küstenautobahn als wichtig eingestuft wurde. Die Argumentationskette übernahmen sofort die A39-Gegner und schickten eine Pressemitteilung: Die A39 sei unsinnig, das Projekt müsse aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen werden.
Gestern nun konterte der Lüneburger MdB Pols: Bei Ferlemann gebe es keine Bevorzugung, A22 und A39 seien
wichtig. Damit wären sich alle Befürworter eigentlich einig: Denn genau darauf drängt Sozialdemokratin Lühmann, die
nun Schützenhilfe von der Lüneburger Landtagsabgeordneten Andrea Schröder-Ehlers (SPD) bekommt. Sie steht im
Stoff, war als Fachbereichsleiterin bei der Stadt Lüneburg maßgeblich mit der Planung der A39 befasst und warnt: „Die
Verkehrsprojekte im Norden dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“. Die Nordländer müssten wie jetzt bei den
Häfen auch bei der Verkehrsinfrastruktur ein abgestimmtes Konzept verfolgen. Dabei sei die A39 für Nordostniedersachsen ganz wichtig.
}}
=== 6. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Erörterungstermin "Lärmschutz Ostumgehung"
|Headline=Lärmschutz an der Ostumgehung
|Untertitel=Erörterungstermin am 24. Februar
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Zehntausende Autos und Laster rollen jeden Tag über die Ostumgehung, Anwohner stöhnen über den
Krach. Durch eine geänderte Rechtslage haben Anlieger nun Anspruch auf nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen. Zuständig dafür ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Am Mittwoch, 24. Februar, 9.30 Uhr, beginnt ein
sogenannter Erörterungstermin in der Industrie- und Handelskammer am Sand. Dazu lädt der Landkreis als „Anhörungsbehörde“ ein. Einwendungen und Stellungnahmen sollen an diesem Tag diskutiert werden. Kritik hatte es im Vorfeld gegeben, denn das Straßenbauamt hatte von Anwohnern geforderte Maßnahmen mit Blick auf den Bau der geplanten und umstrittenen Autobahn 39 zurückgewiesen. Bekanntlich hatte Berlin signalisiert, dass mit der A39 ein 400 Meter langer Tunnel im Bereich Lüne/Moorfeld gebaut werden soll.
Die Stadt fordert in ihrer Stellungnahme schon jetzt bauliche Veränderungen wie etwa großporigen Asphalt, der kann
Lärm besser schlucken. Auch über Geschwindigkeitsreduzierungen müsse gesprochen werden. Der Lärmschutz müsse
entlang der gesamten Ostumgehung, also von der Ilmenau-Brücke bis zum Klosterkamp, verbessert werden.
Anwohner des Fuchsweges wie Peter von Paris monieren, dass dieser Bereich bislang bei den Überlegungen keine Rolle spielt. Denn als die Schnellstraße gebaut wurde, stuften die Behörden ihn als Sonderbereich Kaserne ein – ohne besonderen Schutz. Von Paris und seine Nachbarn hoffen trotzdem, über einen Ansatz etwas erreichen zu können: Damals sei ein kleiner Lärmschutzwall angelegt worden, das Problem sei also erkannt worden. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld hat in der Vergangenheit zusätzlichen Lärmschutz gefordert und einen Anwalt eingeschaltet. Ihre genaue Position will sie laut Jens-Peter Fiedler in den nächsten Tagen klären.
}}
=== 9. Februar 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur intransparenten A39-Politik ====
{{LB|Peter Weerda<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Februar_2010#Landeszeitung_zur_A22_und_A39|„Streit um Autobahnprojekte – Staatssekretär weist Aussagen zur A39 zurück“, LZ vom 4. Februar]]
'''<big>A 39: Antworten sind überfällig</big>'''
Im Rahmen einer Novellierung erfolgt seit Monaten die überprüfung der Einzelprojekte des Bundesverkehrswegeplans (BVWP), die eine Neubewertung der Projekte zur Folge haben kann. Als Mitglied des Verkehrsausschusses des Bundestags liegen der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann mit Sicherheit Informationen vor, die der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Frau Lühmann darf sie vielleicht nicht öffentlich bekannt geben, sie darf aber Fragen und Forderungen zu einem Finanzierungsplan stellen.
Der Staatssekretär Ferlemann soll jüngst bekannt gegeben haben, dass die sich im weiteren Bedarf befindliche A22 in der Realisierung vorgezogen werde. Da Niedersachsen dadurch ein weiteres Autobahn-Neubauprojekt in den BVWP einstellen würde, ist die Antwort auf eine Finanzierung der A39 genauso überfällig wie der zukünftige Status dieser Autobahn. Bleibt zu hoffen, dass die Politik so ehrlich ist und die A39 nicht jahrzehntelang ohne eine Chance auf Finanzierung im BVWP dümpeln lässt, sondern den Weg einer sauberen Rückstufung in den weiteren Bedarf vornimmt. Nur dann kann endlich ein Ausbau der B4 und der Bau der Ortsumgehungen vordringlich werden. Alles andere wäre so unehrlich, wie die von Politikern seit Jahren geführte Diskussion zur Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit der A39.
Dem Lüneburger Bundestagsabgeordneten Eckhard Pols sei bei dieser Gelegenheit gesagt, dass das Planfeststellungsverfahren der A39 nicht kurz vor dem Abschluss steht, sondern überhaupt noch nicht begonnen hat. Diese unverzeihliche Bildungslücke zeigt einmal mehr, wie fachlich flach sich unsere Politiker im Thema A39 befinden. Bei einem gründlicheren Studium seiner LZ wäre dies sicher nicht passiert.
}}
=== 12. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planungsstand der A39
|Headline=A 39-Planungen voll im Zeitplan
|Untertitel=Landesbehörde stellt Lärmschutzmaßnahmen vor – Autobahngegner sehen sich bestätigt
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat jetzt den aktuellen Stand der Planungen für die
A39 vor Vertretern der Stadt Lüneburg, betroffener Gemeinden, von Fachbehörden und Verbänden erläutert.
Geschäftsbereichsleiter Dirk Möller ging besonders auf den Lärmschutz ein: „Sowohl die Abdeckelung als auch Schutzmaßnahmen wie Wände und Wälle führen zu einer Minimierung der Lärmimmissionen.“ Bei Abwägung aller Kriterien habe sich eine 400 Meter lange Abdeckelung im Bereich Lüneburg als die „am besten geeignete“ erwiesen. Weiter werden nach derzeitigem Planungsstand alle vorhandenen Anschlussstellen im Bereich der B4 auch für die A39 aufrechterhalten.
Projektleiterin Annette Padberg: „Mit dem Vorentwurf, der bis Anfang 2011 aufgestellt sein soll, befinden wir uns voll im
Zeitplan.“ Danach muss der Entwurf vom Bundesverkehrsministerium genehmigt werden und durchlaufe zum Abschluss
das Planfeststellungsverfahren. Derweil sieht sich der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die geplante A39 durch
die Mitteilung der SPD-Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann bestätigt, wonach der Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums Enak Ferlemann ihr signalisiert habe, dass der Bau der mit der A39 konkurrierenden Küstenautobahn A22 „überragende Bedeutung“ habe und vorgezogen werde.
Der Lüneburger Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols (CDU) hatte beim Staatssekretär nachgehakt. Ergebnis: Wer
Ferlemann so interpretiere, dass er eine der beiden Autobahn-Planungen bevorzuge, rede Unsinn (LZ berichtete). Die A39-Gegner beharren darauf, dass Ferlemann A22-Lobbyist sei, seine Äußerungen sich mit denen des niedersächsischen Verkehrsministers Bode decken.
„Wir unterstützen die Forderung von Frau Lühmann nach Klarheit für die Region“, sagt BI-Sprecherin Annette Niemann.
Die plakative, aber illusionäre Forderung von Lühmann an den Bund, bis 2013 einen Finanzplan für die A39 zu erstellen oder das Ende der Autobahn zu „kommunizieren“, begrüßt der Dachverband.
}}
=== 13. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Zweifeln an der Realisierung der A39
|Headline=„Die Planungen laufen, das Projekt A 39 steht“
|Untertitel=Landrat: Keine Zweifel an Realisierung des Autobahnbaus
|Autor=lk
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die für die wirtschaftliche Entwicklung der Region Lüneburg/Wolfsburg wichtige Autobahn 39 wird kommen. Davon ist Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) überzeugt. „Die Planungen laufen, das Projekt steht. Daran besteht überhaupt kein Zweifel“, stellt Nahrstedt klar. Anderslautende Berichte oder auch die Berufung auf Aussagen
der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD) seien völlig aus der Luft gegriffen. „Kirsten Lühmann hat in einem
Telefongespräch noch einmal deutlich gemacht, dass sie keine Aussage über die Prioritäten von Autobahnen getätigt hat“, so der Landrat.
Auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), hat laut Nahrstedt
beim Landräteseminar des Landkreistags Anfang Februar in Bad Bederkesa eindeutig festgestellt, dass die A22 nicht der A39 vorgezogen wird. Vielmehr stehe die A39 im Gegensatz zur A22 im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.
„Auf meine Nachfrage hat der Staatssekretär erklärt, dass anderslautende Aussagen jeglicher Grundlage entbehren“, so
der Landrat. Ferlemann habe erklärt, dass die Autobahn dringend erforderlich sei, da sie den Raum Lüneburg-Wolfsburg erschließt und bestehende Autobahnen entlastet. Auch für die Hinterlandverkehre des Hamburger Hafens habe die Autobahn eine besondere Bedeutung, und der Seehafen Hamburg würde besser erschlossen.
}}
=== 18. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250
|Headline=Autobahn im Schnellverfahren
|Untertitel=Land will A 250 symbolisch in A 39 umbenennen
|Autor=lz/ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Autobahn 250 nach Lüneburg soll in A39 umbenannt werden. Ein entsprechender Antrag ist auf
dem Weg von Hannover zum Bundesverkehrsministerium.
Das gab gestern der niedersächsische Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) bekannt.
[[Bild:LZ_2010-02-18.jpg|thumb|600px|right|'''Die A250 soll nicht nur als A39 nach Wolfsburg fortgeführt werden, sondern schon jetzt deren Namen tragen.''' Foto: A/t&w]]
Die Umbennung mache deutlich, dass mit der geplanten A-39-Trasse zwischen Lüneburg und Wolfsburg die Lücke zwischen dem VW-Standort und Hamburg geschlossen werde. A-39-Gegner hingegen kritisieren den Antrag als Zahlenspielerei und billiges Geschenk, mit dem die „Politszene bei Laune gehalten werden soll“. Bislang endet die A39 bei Wolfsburg, die A250 verläuft vom Maschener Kreuz südlich Hamburg bis nach Lüneburg – und soll von dort aus nach den Plänen der Straßenbauer als A39 nach Wolfsburg fortgeführt werden. Der Minister erklärte: „Mit dem Lückenschluss wird nicht nur die A7 entlastet, sondern auch die Anbindung des Raumes Lüneburg-Uelzen erheblich verbessert.“ Erschlossen werde der größte autobahnfreie Raum Deutschlands. „Ein echter Standortvorteil.“
Das sieht Eberhard Manzke, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, genauso: „Die Umbenennung der A250 in A39 bringt auf den Punkt, was die Autobahn für die Region bedeutet: Sie schließt die Lücke zwischen den Metropolregionen Hamburg und Hannover-Braunschweig.“ Dadurch könne die Region künftig besser als
heute wirtschaftliche Kraft aufnehmen und abgeben. „Wir sind froh, dass der Minister unseren Vorschlag so schnell und unbürokratisch aufgegriffen hat.“
Ein billiges Geschenk nennt Bodes Antrag dagegen der Sprecher der Dachorganisation der Bürgerinitiativen gegen die
A39, Eckehard Niemann. „Damit wird die Klientel von CDU und FDP ruhig gestellt, nachdem der Minister zuletzt immer
der Küstenautobahn den Vorzug gegeben hat“, glaubt Niemann. Ohnehin sei die geplante A22 offenbar Vorbild für die
Umbenennung gewesen. „Zuvor hat Bode schon befürwortet, die A22 in A20 umzubenennen, um sie als Fortsetzung
der Ostsee-Autobahn A20 zu kennzeichnen, und damit die Aufnahme ins transeuropäische Straßennetz zu ermöglichen“, sagt der Dachverbandssprecher. Für ihn steht fest: „Die A39 ist längst abgehakt. Die A22 hat
den Vorzug erhalten, nur spricht es noch niemand laut aus.“
}}
=== 19. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Meinung von Herrn Pols zur Umbenennung der A250
|Headline=Pols begrüßt Umbenennung
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die vom Niedersächsischen Verkehrsminister Jörg Bode angestrebte Umbenennung der Autobahn 250 in A39 (LZ berichtete) wertet der Lüneburger Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols (CDU) als wichtiges Signal: „Die Umbenennung zeigt, dass das Projekt A39 in Bund und Land einen hohen Stellenwert hat und eben nicht, wie von Herrn
Niemann behauptet, hinter der Küstenautobahn zurückstecken muss.“ Pols bezeichnet die Äußerungen des Sprechers der Bürgerinitiativen gegen die A39, Eckhard Niemann, zur Umbenennung als „kläglichen Versuch, die beiden Autobahnprojekte gegeneinander auszuspielen. Herr Niemann soll sich doch erstmal mit den Fakten bezüglich der Küstenautobahn und der A39 beschäftigen“. Niemann nehme nur zur Kenntnis, was er auch hören möchte.
}}
=== 20. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Meinung von Herrn Friedrichs zur Umbenennung der A250
|Headline=Minister verteilt „olle Kamellen“
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der niedersächsische Landesverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), kritisiert Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode für seinen Vorstoß, die A250 in A39 umzubenennen (LZ berichtete). Der stellvertretende VCD-Landesvorsitzende Hans-Christian Friedrichs aus Reppenstedt sagt: „Niedersachsen braucht eine zukunftsfähige Verkehrspolitik, die mehr zu bieten hat, als die Umbenennung von Autobahnen.“ Dieses Prinzip, mit neuen Nummern olle Kamellen unters Volk bringen zu wollen, passe allenfalls in die Karnevalszeit. „Die ist aber vorbei.“ Statt sich weiter in das Projekt A39 zu versteifen, solle der Minister lieber die Lkw-Maut erhöhen sowie das Schienen- und Binnenschifffahrtsstraßennetz ertüchtigen.
}}
=== 25. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Erörterungstermin "Lärmschutz Ostumgehung"
|Headline=Anwohner kritisieren „Zahlenwirrwarr“
|Untertitel=Erörterungstermin für Lärmschutz an der Ostumgehung: Jetzt ist der Landkreis am Zug
|Autor=ahe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Wer's dauerhaft ruhiger haben will, braucht gutes Sitzfleisch. Fünfeinhalb Stunden saßen Anwohner der
Ostumgehung gestern in der Industrie- und Handelskammer und hörten vor allem zu. Vertreter der Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr nahmen Stellung zu den insgesamt 52 Einwendungen zu beabsichtigten Lärmschutzmaßnahmen an der Umgehungsstraße, die Bürger aus dem Moorfeld, vom Ebensberg, aus dem Fuchsweg
und von der Wulf-Werum-Straße im Vorfeld gemacht hatten.
Auch wenn sich bei dem Erörterungstermin zeigte, dass die Anwohner gern mehr Schutz hätten, als die Behörde umzusetzen bereit ist, waren die Einwänder im Anschluss nicht unzufrieden. Jens-Peter Fiedler, Sprecher der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld: „Ich denke, wir werden eine vernünftige Lösung für den Lärmschutz erreichen.“
Es ist zu laut an der Ostumgehung, darin sind sich alle Anwohner einig. Durch eine geänderte Rechtslage haben sie Anspruch auf nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen. Eine davon ist Flüsterasphalt, der dafür sorgen soll, dass vorbeirauschende Laster und Autos nicht mehr so deutlich zu hören sind. Der reicht den Anliegern aber nicht,
sie wollen mehr, zum Beispiel eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit, ein Überholverbot für Laster, zusätzliche
oder höhere Lärmschutzwände und -wälle. „Aber zu Wällen und Wänden sagt die Behörde, die seien nicht verhältnismäßig und unwirtschaftlich“, skizziert Fiedler die Positionen. Mit passivem Lärmschutz wie neuen Fenstern allein geben sich die Anwohner nicht zufrieden.
Die Hauptkritikpunkte von Fiedler und seinen Nachbarn: Die Landesbehörde gehe von falschen Prognosen aus, was die
Zahl der Fahrzeuge angeht, die künftig über die Ostumgehung rollen, und was den Zeitpunkt angeht, zu dem die A39 realisiert wird. Zudem gebe es 114 Schutzverletzungen, also Fälle, in denen Grenzwerte überschritten werden. Von einem „Zahlenwirrwarr“ spricht Dr. Frank Kracht. Zudem haben die Anwohner die Befürchtung: Wenn die A39 kommt, wird es noch lauter. Und ob sie dann ein weiteres Mal Anspruch auf zusätzlichen Lärmschutz haben, daran glauben sie noch nicht.
Nun liegt der Ball beim Kreis, der als Anhörungsbehörde prüfen muss, welche Einwendungen für den Planfeststellungsbeschluss berücksichtigt werden. Kreisrätin Monika Scherf sagt: „Es war eine sehr sachliche und
angenehme Atmosphäre, viele Aspekte wurden angesprochen. Die werden wir nun abarbeiten.“
Fiedler findet: „Ich glaube, der Kreis hat von uns eine Menge Hausaufgaben mitbekommen.“
* Am Montag, 1. März, ab 20 Uhr diskutiert die Bürgerinitiative den Erörterungstermin noch einmal im Stadtteilladen ELM am Hermann-Löns-Platz.
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2010-03-16T09:45:36Z
Volker
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* [[Ostumgehung|Die Lüneburger Ostumgehung: Planung, Unfälle etc.]]
* [[Lärm|Lärm und Lärmschutz an der Lüneburger Ostumgehung]]
* [[Nutzen-Kosten-Verhältnis|Das miserable Nutzen-Kosten-Verhältnis der A39]]
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[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte März 2010
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2010-04-20T21:57:26Z
Volker
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=== 1. März 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=A39-Diskussionen im Lüneburger Stadtrat
|Headline=Mitstreiter im Kampf für Lärmschutz
|Untertitel=Grüne fordern Lüneburgs Austritt aus dem Nordland-Autobahn-Verein als Zeichen gegen die A 39 – Stadtrat lehnt ab
|Autor=akm
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Durch eine Hintertür eröffneten die Grünen im Stadtrat erneut den Streit um die geplante, dann
durch Lüneburg führende Autobahn A39. In seinem Antrag forderte Fraktionsvorsitzender Andreas Meihsies (Grüne) die
Kündigung der Lüneburger Mitgliedschaft im Nordland-Autobahn-Verein. „200 Euro Jahresbeitrag sind nicht viel Geld,
doch der Austritt hat symbolischen Wert für die Bevölkerung“, sagte Meihsies, wetterte anschließend gegen den Bau
der Trasse. Auf Unverständnis stieß dieser Vorstoß bei CDU, SPD und FDP. Die Autobahn sei längst beschlossene Sache, argumentierten sie. Mit 26 zu elf Stimmen lehnte der Rat den Antrag auf Austritt ab.
Der 1969 gegründete Nordland-Autobahn-Verein, ein Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern, Landkreisen, Firmen und Einzelpersonen, tritt für die infrastrukturelle Erschließung des Raumes zwischen dem Harz und
der Insel Fehmarn mittels einer Autobahnverbindung ein. Der Verein hatte maßgeblich Anteil an der Aufnahme der A 39 in die erste Dringlichkeit des Bundesverkehrswegeplans.
„Die Realisierung der Autobahn ist bald zu erwarten, deshalb brauchen wir den Verein nicht mehr“, pflichtete Frank Soldan (FDP) den Grünen bei. Für weiterhin notwendig halten SPD und CDU die Mitgliedschaft. „Wir brauchen die Informationen des Vereins“, betonte Regina Baumgarten (CDU). Vor allem im Bezug auf Lärmschutzmaßnahmen
habe der Verein eine wichtige Funktion, fügte Hubert Meißner (SPD) hinzu. Der Tunnel bei Lüne/Moorfeld müsse 600 bis 800 statt 400 Meter lang werden. „Dafür brauchen wir Mitstreiter, wir dürfen auf keinen Fall austreten“, warnte Meißner.
Statt eines Vereinsaustritts kreisten die Diskussionen im Stadtrat bald um den generellen Sinn und Zweck der neuen
Autobahn. „Die A39 ist nicht gegenfinanziert, diverse Lärmschutzprobleme sind nicht geklärt“, kritisierte Andreas Meihsies. Gravierende Umweltbelange würden beim Bau der Trasse missachtet. Eine Einschätzung, die Regina Baumgarten nicht teilte: „Nicht Autobahnen, sondern Autos müssten Sie dann verbieten. Ohne Straßen im
Umland würden wir in Lüneburg ersticken.“ Unverstanden fühlten sich zuletzt Grüne wie Linke: Ökologische Verkehrsmittel statt neuer Autobahnen müssten das Ziel sein, betonten Malte Riechey (Die Linke) und Ulrich Löb (Grüne). „Wir reden gegen eine Wand“, klagte Löb. Der Austritt sei symbolisch – „aber das haben Sie wieder einmal
nicht verstanden“.
}}
=== 4. März 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Antrag der Grünen im Lüneburger Stadtrat
|Headline=Grüne wollen weniger Tempo
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Zum wiederholten Mal soll sich die Politik mit dem Tempo auf der Ostumgehung beschäftigen. Die Grünen stellen einen Antrag an den Rat, die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h herabzusetzen. Zuletzt hatte Oberbürgermeister Ulrich Mädge im Dezember klar gemacht, dass nicht der Rat, sondern er als Verwaltungschef
laut Gemeindeordnung für Tempolimits zuständig sei.
Entsprechend formulieren die Grünen nun neu: Der OB soll aufgefordert werden, sich für Tempo 80 auf der Ostumgehung einzusetzen und auf den Kreis einwirken, weitere Blitzer aufzustellen. Als Gründe führen sie eine Lärmminderung, Vermeidung von Feinstaubbelastung und Verkehrssicherheit an.
}}
=== 11. März 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der SPD ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>
Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=„Nahles sieht Tanker SPD auf neuem Kurs“, LZ vom 9. März
'''<big>Vielfalt zulassen</big>'''
Sehr erfreulich die SPD-selbstkritischen Passagen in der Rede von Frau Nahles, vor allem auch ihr Erneuerungs-Motto „Wegen Umbau geöffnet“! Es wäre zu wünschen, dass die SPD auch bei strittigen gesellschaftlichen Konflikten mehr Offenheit und Meinungsvielfalt in den eigenen Reihen zulässt und nicht – wie bei der Frage des ohnehin fraglichen
Baus der A39 eine Weiter-so- und Beton-Politik durchsetzt.
Liebe Genossen, es bringt nichts und ist eher peinlich, wenn ihr die CDU bei der Anpassung an die autobahnideologische IHK-Spitze überholen wollt. Die Meinung gerade auch der SPD-Mitglieder und -Wähler in dieser Frage dürfte ähnlich differenziert sein wie in der ganzen Bevölkerung.
}}
=== 30. März 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Tempolimit auf der Ostumgehung
|Headline=Tempolimit kommt langsam voran
|Untertitel=Stadt wartet Planfeststellungsverfahren des Landkreises zur Ostumgehung ab
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Nur im Schneckentempo rückt die Entscheidung über Tempo 80 auf der Ostumgehung näher. Oberbürgermeister Ulrich Mädge hat das Thema zur Chefsache erklärt und will dazu Gespräche führen mit Polizei und Land. Doch die Stadt wartet zuerst das Ende des Planfeststellungsverfahrens des Landkreises zur Ostumgehung ab. Für den Sommer kündigt dessen Sprecherin Katrin Peters ein Ergebnis an – und spielt den Ball gleichzeitig zurück an die Stadt.
Der Hintergrund: Anwohner empfanden es als Wohltat für die lärmgeplagten Ohren, als Ende vergangenen Jahres eine
Baustelle den Verkehr bremste. Sie fordern ein dauerhaftes Tempo-Limit. Polizei und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lehnen das ab. Ihre Argumente: Der Lärm werde nur um ein nicht hörbares Maß reduziert, das verringerte Tempo bringe Autofahrer außerdem dazu, auf andere Strecken auszuweichen.
„Der Lärmschutz an der Ostumgehung ist für uns sehr wichtig. Allerdings ist das Thema sehr komplex und das Prüfverfahren dadurch entsprechend aufwändig“, sagt Peters. Am 24. Februar habe es einen Erörterungstermin
mit Bürgern, Stadt und weiteren Behörden gegeben. Basis für diesen Termin waren 55 schriftliche Äußerungen
von betroffenen Bürgern und Behörden mit einer Fülle von Einwendungen. Die muss der Landkreis alle berücksichtigen.
„Außerdem ist die Angemessenheit der Lärmschutzmaßnahmen juristisch zu prüfen. Wir werden das Verfahren
voraussichtlich im Sommer abschließen“, erklärt Peters.
Sie betont aber gleichzeitig: „Wir entscheiden nicht, ob an der Ostumgehung Tempo 80 eingeführt wird. Diese Entscheidung liegt grundsätzlich bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt.“
Das erstaunt Frauke Noweck aus dem Pressereferat der Stadt: „Es ist eigentlich mit dem Landkreis abgesprochen, dass wir abwarten, um dem Ergebnis des Verfahrens nicht vorzugreifen.“
Verärgert beobachten die Anwohner das Hin und Her. Doris Paland von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld wünscht sich
mehr Bewegung: „Es ist ärgerlich, dass die Stadt das Thema nicht offensiver angeht. Herr Mädge könnte zum Beispiel für eine begrenzte Zeit ein Tempolimit einführen – um Erfahrungen damit zu sammeln.“
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema= - Kommentar zum Tempolimit auf der Ostumgehung
|Headline=Schiedsrichter ist undankbarer Job
|Untertitel=Kommentar von Jörg Strauch
|Autor=.
|Ort=.
|Link=
|Text=
An heißen Eisen verbrennt man sich leicht die Finger. Verkehrslärm und Staub sind Themen, die Gemüter zum
Glühen bringen. Die ehrlich genervten Anwohner der Ostumgehung versichern glaubhaft, dass die Tassen beim
Kaffee auf dem Balkon weniger klirren, wenn die Geschwindigkeit und damit die Lärmspitzen sinken. Die Behörden
halten mit Durchschnitts- Messwerten dagegen und mit Richtlinien, die schwer anzufechten sind. Eine Entscheidung
über ein Tempolimit zu treffen, ist undankbar für die Stadt. Denn wer hier Schiedsrichter spielen muss, befindet
sich mitten in einer Grenzwertdiskussion. Das kennt man vom Mobilfunk, wo Spitzen- gegen Durchschnittswerte und Studie gegen Studie ins Feld geführt wird. Die Erkenntnis, dass niemand mit Sicherheit sagen kann, wer Recht hat, hilft wenig: Am Ende muss die Stadt eine Entscheidung treffen. Besser früher als später.
}}
41d78101bd06b7e655bc8af900e085b198fa21e4
Presseberichte April 2010
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2010-05-09T10:29:13Z
Volker
4
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 9. April 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu großen Straßen-Projekten ====
{{LB|BUND (Christiane Schubert), NABU (Dr. Renate Reisner), VCD (Claudia Schmidt)}}
{{Kasten|1=„Belag bröselt einfach weg“, LZ vom 11. März
'''<big>Bestand sichern</big>'''
Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Die Unfallgefahr steigt, Anwohner sind zusätzlichen Lärm- und Feinstaubbelastungen ausgesetzt, Autofahrer tragen die Kosten für defekte Stoßdämpfer oder erhöhten
Reifenabrieb. Gelder für Instandhaltungsmaßnahmen?
Fehlanzeige. Die Kassen sind leer! Wohl doch nicht ganz, denn für neue Großprojekte im Straßenbau reicht es immer irgendwie. Aber wer zahlt denn künftig für den Unterhalt einer neuen A39?
Circa 45 Prozent der deutschen Brücken sind derart marode, dass sie kurzfristig saniert werden müssen. Mit über 600 000 Kilometern hat Deutschland bereits eines der dichtesten Straßennetze der Welt. Ist es nicht wichtiger, den Bestand zu sichern, bevor eine einstürzende Brücke Schlagzeilen macht? Wir als Umweltverbände fordern: Schluss mit weiteren Großprojekten wie der A39, die keiner bezahlen kann und die keiner braucht.
}}
=== 15. April 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=A39 in Konkurrenz zur A22
|Headline=„Länder setzen die Prioritäten“
|Untertitel=Hannover treibt Pläne für A 22 und A 39 parallel voran – und muss irgendwann entscheiden
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2010-04-15.jpg|thumb|798px|center|'''Auf der Karte aus dem Bundesverkehrsministerium sind deutlich die Lückenschlüsse im Autobahnnetz zu erkennen, die mit dem Bau der A39 und der A14 erzielt werden können. Aber auch die A20 an der Nordseeküste erschließt einen strukturschwachen Raum.''' Grafik: nh]]
Der Kampf der Gegner der geplanten Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg zeigt Wirkung – allerdings nur auf politischer Ebene. Während Kritiker und Befürworter mit zunehmender Heftigkeit über die Deutungshoheit von Ministeraussagen, Absichtserklärungen und Beschlüssen streiten, eine Pressemitteilung die nächste jagt, geht hinter den Kulissen die Arbeit weiter.
An den Mitarbeitern in Ministerien und Behörden prallt das verbale Dauerfeuer weitgehend ab. Sie planen in Ruhe
weiter, wollen erst gar keinen Zweifel am Sinn des Autobahnbaus aufkommen lassen. „Wir machen das nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil es für die Region wichtig ist“, sagt Sabine Mehwald, Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums.
Unterdessen laufen bei der zuständigen Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Planungen an allen sieben Teilabschnitten der rund 105 Kilometer langen Strecke zwischen Lüneburg und der Autostadt Wolfsburg. „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt die stellvertretende Behördenleiterin Annette Padberg.
Auch im Bundesverkehrsministerium ist man „guter Dinge, dass die Baureife für die ersten Abschnitte Ende 2013 erreicht wird“. Die A39 nennt Mehwald den wichtigsten Lückenschluss in Niedersachsen. Zudem sei die Trasse für die Hinterlandanbindung der deutschen Seehäfen absolut unstrittig. „Das Projekt ist dem Minister ein wichtiges Anliegen.“ Der hat zwar Ende Oktober gewechselt, doch die Botschaft aus Berlin bleibt dieselbe.
Dennoch gibt es zwei Vorhaben in Niedersachsen, die sich möglicherweise auf Kollisionskurs befinden – und darauf
setzen auch die A-39-Gegner. „Die Argumente für die A39 gelten ebenso für die A22, beide Projekte werden von uns gleichberechtigt vorangetrieben“, sagt Christian Haegele, Sprecher des niedersächsischen Verkehrsministeriums
in Hannover. Prioritäten gebe es nicht, „wir brauchen beide Autobahnen“.
Doch über das, was Niedersachsen tatsächlich erhält, wird in Berlin entschieden. Denn der Bund gibt nicht nur den gesetzlichen Rahmen vor, sondern letztlich auch das Geld. Aber: „Prioritäten setzen die Länder“, sagt Ministeriumssprecherin Mehwald. Angesichts leerer Kassen muss Hannover möglicherweise doch entscheiden,
welche Autobahn den Vorzug erhält.
Zwei Faktoren sprechen dabei für die A39: In den Planungen des Bundes steht sie im vordringlichen Bedarf, die A22
entlang der Nordseeküste dagegen nur im weiteren. Zudem ist Ende 2013 mit den ersten Klagen zu rechnen. Dabei findet sich die A39 im Bundesfernstraßengesetz auf einer Liste von Vorhaben, für die ein beschleunigtes Planungsrecht gilt. Das heißt: über Klagen gegen die A39 entscheidet direkt das Bundesverwaltungsgericht, das Oberverwaltungsgericht als Instanz entfällt. Aber: Die A22 hat im Planungsverfahren zuletzt
auch dank privater Investoren stark aufgeholt.
Kosten und Geldgeber können künftig eine wichtige Rolle spielen. Bislang rechnen die Planer mit rund 617 Millionen Euro für den Bau der A39. Diese Zahl halten Kritiker mit Blick auf die parallel verlaufende A14 Magdeburg-Schwerin
für unrealistisch. Im Nachbarland hat der Bau bereits begonnen, und die Kosten für den Autobahn-Kilometer haben sich
seit 2004 auf 8,3 Millionen Euro fast verdoppelt. Bei der A39 fiel die Kostensteigerung im selben Zeitraum mit knapp 5,5 Prozent auf 5,8 Millionen vergleichsweise moderat aus. „Bislang hat sich an den Zahlen nichts geändert“, sagt Planerin Padberg. „Die Kosten werden fortlaufend überprüft, sodass wir umgehend reagieren können.“
Nur: wird die A39 teurer, sinkt auch der sogenannte Nutzen-Kosten-Faktor – Gradmesser für die Wirtschaftlichkeit. Und mit 2,8 ist der Wert für die A39 und Teile der Bundesstraße 190n als Querverbindung zur A14 ohnehin nicht sonderlich
hoch.
}}
=== 19. April 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Nutzen-Kosten-Verhältnis der A39 ====
{{LB|Volker Constien, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_April_2010#Landeszeitung_A39_in_Konkurrenz_zur_A22|„Länder setzen Prioritäten“, LZ vom 15. April]], „Erster Spatenstich 2013“, LZ vom 17. April
'''<big>Lieber Umgehungen als Autobahn bauen</big>'''
Vieles deutet darauf hin, dass die Berechnung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses (NKV) von 2008 für die A39 fehlerhaft ist bzw. hier ganz kräftig „schöngerechnet“ wurde. Eine Anfrage der Grünen im Bundestag Anfang November 2009 bzw. die schriftliche Antwort der Bundesregierung auf diese Anfrage untermauert diese These.
Bei der A14 wurde die Kostensteigerung von 2003 bis 2008 durch eine fast ebenso hohe Steigerung auf der Nutzen-Seite ausgeglichen. Der Grund für die Regierung: ein deutlich höherer Straßengüterverkehr. Eine solche Steigerung des Nutzens wurde bei der A14, nicht aber bei der A39 prognostiziert.
Dass die Steigerungen der Kosten bei der A14 viel höher ausfallen als bei der A39 ist dem Planungsstand geschuldet, die A39 befindet sich erst am Anfang der Entwurfsplanung, Kostensteigerungen werden sich also im weiteren Planungsverlauf ergeben. Wenn dabei nicht auch der Nutzen steigt, verschlechtert sich das NKV.
Frau Padberg sagt zwar, die Kosten würden fortlaufend überprüft, es wird aber nicht fortlaufend ein aktualisiertes NKV veröffentlicht.
Der für Lüneburg geplante „Deckel“ spiegelt sich beispielsweise noch nicht im NKV wider und würde ohne teure Filter-Einrichtungen nicht die in den A39-Planungsunterlagen vermuteten Grenzwertüberschreitungen für Stickoxid und Feinstaub im Wohngebiet Moorfeld verhindern.
2008 wurde bei der NKVBerechnung für die A39 vom aktuell vorhandenen Verkehrsnetz ausgegangen. Geht man davon aus, dass die A14 gebaut wird, wirkt sich das negativ auf den Nutzen und damit das NKV der A39 aus, denn die A14 nimmt Teile des für die A39 prognostizierten Verkehrs auf.
Zu der immer wieder von A39-Befürwortern ins Feld geführten Hinterlandanbindung: Sie hatte meines Wissen 2003 einen Anteil von unter 0,1 Prozent am Nutzen des Gesamt-Projekts (A39, A14, B190). In dem Ergebnisbericht der NKVBerechnung von 2008 ist die Hinterlandanbindung nicht mehr als einzelne Nutzen-Position aufgeführt.
Die überfällige Novellierung des Bundesverkehrswegeplans bietet Gelegenheit, endlich von der unsinnigen A39 abzurücken und die seit 1995 von Verkehrsexperten favorisierte und deutlich preiswertere Lösung des Ausbaus der B4 mit Ortsumgehungen zu realisieren.
Die vom Land Niedersachsen beantragte Umbenennung von Autobahnen (A 22 in A20 und A250 in A39) erhöht nicht das NKV und ist eine Verschwendung von Steuergeldern.
}}
=== 22. April 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250 in A39
|Headline=„Psychologische Verkehrsführung“
|Untertitel=Grüne kritisiert Autobahn-Umbenennung
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Als „psychologische Verkehrsführung“ verspottet die Grüne Miriam Staudte aus Scharnebeck den Vorstoß
des niedersächsischen Verkehrsministers Jörg Bode, die geplante Küstenautobahn A22 in A20 und nun auch die A250
Hamburg-Lüneburg in A39 umzubenennen. Das hat Bode am Wochenende in einem LZ-Interview bekräftigt, der Bund
habe bereits grundsätzlich grünes Licht gegeben.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, die gegen die A39 ist, wertet die Taufaktion so: Offensichtlich habe die Landesregierung inzwischen selbst erkannt, dass sie angesichts der knappen öffentlichen Kassen zu viele Neubaugroßprojekte beim Bund angemeldet habe. Der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Enno Hagenah, ergänzt: „Die Regierung hat wohl gegenüber den Interessenverbänden für die Neubauprojekte zu viel versprochen. Deshalb versucht sie jetzt die Europäische Union mit Umbenennungstricks finanziell mit in die
Pflicht zu nehmen.“
Durch eine Verlängerung der Autobahnplanungen auf dem Papier solle ein europarelevanter Eindruck in Brüssel erzeugt werden, damit eine EU-Förderung den Bundesverkehrsminister dazu nötige, das niedersächsische
Wunschprogramm auf seiner nur noch sehr kurzen Investitionsliste nach vorne zu ziehen. Staudte: „Hier wird mit
einer bloßen Umbenennung versucht, den Eindruck eines Lückenschlusses zu erzeugen. Anstelle klarer wirtschaftlicher Bedarfsanalysen wird hier mit Tricks aus der 'Psychologischen Verkehrsführung' gearbeitet.
}}
=== 29. April 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Krach um die Ostumgehung
|Untertitel=Rat will zwar Lärmschutz, lehnt aber Resolution zu Tempo 80 ab: Verfahren beim Kreis abwarten
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2010-04-29.jpg|thumb|794px|center|'''Alle Ratsfraktionen wollen die Anwohner der Ostumgehung besser vor Straßenlärm schützen. Nur über den Weg sind sich die Politiker nicht einig. Gestern war Tempo 80 das Streitthema im Rat.''' Foto: t&w]]
Der Rat tagte gestern am internationalen Tag des Lärms, Bundesverkehrsminister Ramsauer hatte gerade viele Millionen mehr für Lärmschutz
angekündigt. Da passte die Resolution der Grünen, die das Thema „Tempo 80 auf der Ostumgehung“ auf die Überholspur bringen wollten: Der Oberbürgermeister solle sich für ein
Tempolimit zum Schutze der Bürger einsetzen. Doch die Ratsmehrheit zeigte den Grünen die rote Kelle. Denn der Landkreis arbeite am Planfestellungsverfahren für den
Lärmschutz, liege in den letzten Zügen, wie die besten Tag- und Nachtwerte erzielt werden.
Dass die Anwohner bestmöglichen Lärmschutz erhalten sollen, da sind sich alle Fraktionen einig. Heftig gelärmt wurde bei der Frage, wer das Thema wie
im Sinne des Bürgers als erster angepackt hat. Der Verkehrsausschuss hatte sich bereits im Dezember mit Tempo 80 auseinandergesetzt. Oberbürgermeister
Mädge hatte damals klargestellt, laut Gemeindeordnung ist ein Tempolimit Chefsache. Deshalb liege es nah, so Ulrich Löb (Grüne), dass sich der Verwaltungschef jetzt dafür
einsetze. Christdemokrat Eckhard Pols bremste Löb aus: Das Planfestellungsverfahren laufe, das wolle man abwarten. Die Experten würden aufzeigen, ob eine Lärmreduzierung am sinnvollsten über Flüsterasphalt oder Tempo 80 erfolgen soll. Und der Bundestagsabgeordnete ist überzeugt: Mit dem Bau der A39 werde der Deckel kommen, „so dass wir optimalen
Lärmschutz haben“. Den Antrag der Grünen lehne er ab.
Höchst verwundert zeigt sich Frank Soldan (FDP) über die Resolution. Im Verkehrsausschuss habe der OB sein Wort gegeben, sich für Lärmschutz einzusetzen. „Mit dem
Antrag treten Sie dem OB auf die Füße, das lehne ich ab.“
Mädge hielt den Grünen Populismus vor. „Wir wollen optimalen Lärmschutz. Ziel ist es, den Wert auf 55/56 dBA zu reduzieren.“ Bei einem Tempolimit von 80 erreiche man aber
nur 68,5 dBA. „Das hilft den Bürgern nicht.“ Der Antrag sei Täuschung. Mit dem Landrat habe man erreicht, dass der Kreis das Planfestellungsverfahren eingeleitet habe. Um im
Ergebnis 55/56 dBA zu erreichen, könnten Maßnahmen wie Flüsterasphalt, passiver Lärmschutz und obendrauf noch Tempolimit möglich sein. Das Ergebnis gelte es abzuwarten.
Mädge stellte auch klar: „Der Lärmschutz, den wir jetzt fordern, ist unabhängig von Autobahn und Deckelung.“
Einer Maut, wie sie Malte Riechey (Linke) für die B4 wünscht, um Verkehr auf die A7 umzuleiten, erteilte Mädge eine Absage. Das verlagere nur Verkehr. Heiko Dörbaum
(SPD): „Dr. Gerhard Scharf und ich sind vor Ort und nehmen die Nöte ernst, aber wir bleiben im Rahmen des Rechts.“ Es gelte, das Planfeststellungsverfahren
abzuwarten. So sah das auch FDP-Chefin Birte Schellmann. Und Hubert Meißner (SPD) passte die ganze Richtung nicht: „Wir haben schon viele Resolutionen diskutiert,
aber eine, die sich an den eigenen Oberbürgermeister richtet, das ist ein Novum.“
}}
38ae5a39af4376ddac52c4a953ac3d7c0ca8e30f
Presseberichte Mai 2010
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2010-06-01T19:42:17Z
Volker
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 3. Mai 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Äußerung von Frau Schöder-Ehlers zum Lärmschutz
|Headline=Schutz für A 39 und Umgehung
|Untertitel=
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Sowohl im aktuellen Verfahren des Landkreises Lüneburg für den Lärmschutz an der Ostumgehung als auch für die Planung der Autobahn 39 sollten in jedem Fall niedrigere Lärmgrenzwerte und damit entsprechende Baumaßnahmen berücksichtigt werden. Das fordert die Lüneburger SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers.
Hintergrund des Vorstoßes ist die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, langfristig 1,5 Milliarden Euro in den Lärmschutz an Autobahnen und Bundesstraßen zu stecken für mehr Lärmschutzwände und -fenster. Die Grenzwerte sollen um drei Dezibel gesenkt werden. Schröder-Ehlers: „Drei Dezibel klingt erstmal nach wenig, kommt aber in der Wahrnehmung einer Halbierung des Lärms gleich.“ Raumsauers Plan sei zu begrüßen, in diesem Jahr sollen rund 50 Millionen Euro aus dem Programm fließen.
}}
=== 5. Mai 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu großen Straßen-Projekten ====
{{LB|Ilse Lüthje, Adendorf}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_April_2010#29._April_2010|„Krach um die Ostumgehung“, Ratsbericht in der LZ am 29. April]]
'''<big>Lärm auf Ostumgehung: Lob für Grüne, Kritik an SPD und CDU</big>'''
Es ist unglaublich, was da am 28. April im Stadtrat passiert ist: Herr Dr. Scharf mit seiner CDU und Herr Dörbaum mit seiner SPD stimmen im Stadtrat dagegen, dass die Geschwindigkeit auf der Ostumgehung im Bereich Moorfeld auf 80 km/h reduziert wird, obwohl beide Herren genau dies am 2. November 2009 vehement im Kreistag gefordert haben.
Herr Dr. Scharf und Herr Dörbaum waren damals die Wortführer im Kreistag. Sie haben damals in einer bemerkenswerten Kampagne in den örtlichen Medien für diese Idee der Grünen geworben. Viele haben geglaubt, dass sie es ernst meinen. Und nun dies . . .
Man muss den Grünen dankbar sein, dass sie das Gerichtsurteil von 2007 nicht aus dem Blick verlieren, das den Staat auffordert, sofort für eine Minderung der Lärmbelästigung an der Ostumgehung im Bereich Moorfeld zu sorgen.
Der Lösungsvorschlag der Grünen hilft den Anwohnern an der Ostumgehung sofort, hindert niemanden an der Planung von weiteren Lärmschutzmaßnahmen, ist sehr preiswert und entspricht dem Willen des Gerichtsurteiles von 2007.
Es ist erfreulich, dass die Grünen das seit sechs Monaten andauernde Nachdenken des Oberbürgermeisters Mädge, der SPD und der CDU nicht länger hinnehmen, weil dies den Anwohnern an der Ostumgehung schadet.
Man spürt, dass sich die Grünen für die Kleinen, die Schwachen und für Minderheiten einsetzen und sich nicht scheuen, zum Wohle dieser Menschen auch gegen den Strom zu schwimmen. Diese Leistung sollte man würdigen, wenn es um die nächste Wahl des Oberbürgermeisters und der Abgeordneten des Stadtrates geht.
}}
=== 12. Mai 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Besuch des Bundesverkehrsausschuss-Vorsitzenden
|Headline=Tempolimit gegen den Autolärm
|Untertitel=Abgeordneter kommt zur Hörprobe
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text= Straßenbauprojekte gehören auf den Prüfstand, findet Winfried Hermann von den Grünen. Der Bau der umstrittenen Autobahn A39 gehört für ihn dazu. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages sagt: „Wir haben alle Hände voll zu tun, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten. Und schon da haben wir massive Finanzierungsprobleme.“ Hermann besuchte gestern mit Lüneburger Parteifreunden die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, die den Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn verhindern will.
Die grünen Ratsherren Andreas Meihsies und Ulrich Völker berichteten, dass sich Oberbürgermeister Ulrich Mädge weigere, auf der Schnellstraße ein Tempolimit von 80 km/h zu verhängen, obwohl er dies könne. Dabei berufe er sich auf Stellungnahmen von Behörden, die die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht für sinnvoll halten. Hermann erklärte, aus seiner Sicht mache Tempo 80 Sinn, dies sei günstiger als der Bau von Mauern und Tunneln.
[[Bild:LZ_2010-05-12.jpg|thumb|527px|right|'''Der Bundestagsabgeordnete Winfried Hermann (3. v. r.) von den Grünen war zum Ortstermin nach Lüne gekommen. An der Ostumgehung erläuterten ihm Parteifreunde und Anwohner das Lärmproblem.
''' Foto: be]]
Lärm mache krank, sagte der Bundestagsabgeordnete. Das hätten mehrere Untersuchungen belegt. Es gelte also, Verkehrslärm zu reduzieren. Der sogenannte Flüsterasphalt, der auch auf Teilen der Umgehung eingebracht wurde, bringe auf Dauer nicht viel, da er seine Wirkung verliere.
Viele Autobahnprojekte machten wenig Sinn, da „wir uns bis zur Mitte des Jahrhunderts vom Öl verabschieden müssen“. Auch der demographische Wandel, also die älter werdende Gesellschaft, spiele eine Rolle: „Es ist allerhöchste Zeit, dass wir umdenken.“
Bürger und Vertreter der BI wie ihr Sprecher Frank Kracht wiesen in dem Gespräch, zu dem rund 20 Anwohner gekommen waren, neben der Lärmproblematik auch auf die gesundheitsgefährdende Feinstaubbelastung hin.
}}
=== 22. Mai 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Finanzierung der A39 ====
{{LB|Eckehard Niemann, Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=A39-Zukunft
'''<big>Auf der Streichliste?</big>'''
Wie das Handelsblatt berichtet, hat Finanzminister Schäuble dem Bundesverkehrsminister Ramsauer in einem Brief Sparvorgaben von jährlich 500 Millionen Euro gemacht, wodurch dort die A14 (Magdeburg-Schwerin) auf eine Streichliste von 40 Großprojekten geraten sei. Das Bundesverkehrsministerium teilte mit, erst im Juni würde darüber entschieden, es ständen „alle Projekte immer auf dem Prüfstand“ und „wir geben für kein Projekt jetzt Garantien ab“. Der Bau der A39 ist mit dem der A14 im Rahmen des „Hosenträgerprojekts“ eng verbunden und zudem zeitlich und politisch nachrangig. Wer gibt jetzt noch einen Pfifferling auf diese Autobahn?
}}
=== 25. Mai 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Lärmschutz an der Ostumgehung ====
{{LB|Dr. Frank Kracht, Sprecher BI Lüne-Moorfeld}}
{{Kasten|1=Ratsbeschluss zu Tempo 80 auf der Ostumgehung, Streichung Fördermittel für alternative Energieträger
'''<big>Tempolimit für Ostumgehung wäre gut für Anwohner und Umwelt</big>'''
Der Rat der Stadt Lüneburg hat die Einführung eines Tempolimits von 80 km/h auf der Ostumgehung abgelehnt und das ist gut. Dies, obwohl die Lärmbelastung von 40 000 Fahrzeugen die zulässigen Grenzwerte deutlich überschritten hat und mittlerweile ein Planfeststellungsverfahren für nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen eingeleitet ist.. . . Die Straßenbau-Behörde hatte bereits im Vorwege einseitig offenporigen Flüsterasphalt aufbringen lassen. Dabei wurde eindeutig auch eingeräumt, dass die Grenzwerte allein durch diese Maßnahmen weiterhin nicht einzuhalten sind. Es besteht akuter Handlungsbedarf.
Angeregt wurde seitens der Einwender deshalb auch ein Geschwindigkeitslimit, verbunden mit einem Überholverbot für LKW, weil diese Maßnahmen der Lärmbelastung die von den Anwohnern als störend empfundenen Spitzen nehmen. Dafür müsste aber gerade auch die Geschwindigkeit von LKW auf 60 km/h gesenkt werden. Dieser Geschwindigkeitsmix wird mit dem Argument der Unkontrollierbarkeit abgetan, daher erscheinen 70 km/h für alle Fahrzeuge angebracht.
Nebeneffekt dieser Geschwindigkeitsbegrenzung wäre ein geringerer Kraftstoffverbrauch und entsprechend auch ein geringerer CO2-Ausstoß. Die Klimaschutzleitstelle von Stadt und Landkreis hat mit Unternehmen wie Sparkasse, E.ON, Manzke, GfA sowie weiteren Betrieben im diesjährigen Ökoprofitprojekt durch effizienteren und reduzierten Energieeinsatz als Einsparung 900 Tonnen CO2 erreicht. Gerade jetzt wäre es also an der Zeit, dass der Rat im Konsens eine umfangreiche Geschwindigkeitsreduzierung als Lärmschutzmaßnahme bewirkt.
Andere Städte wie zuletzt Osterode schaffen es, Umweltzonen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuführen, Herr Nahrstedt beruft sich auf den § 45 der Straßenverkehrsordnung, Bundesverkehrsminister Ramsauer verkündet am Tag des Lärms für künftige Bauvorhaben um drei Dezibel niedrigere Grenzwerte zum Schutz der Anwohner, unsere Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers fordert die Anwendung dieser Werte auch für den nachträglichen Lärmschutz an der Ostumgehung sowie für die geplante A39.
Der Rat sollte daraufhin wirken, dass kurzfristig ein Tempolimit auf 70 km/h für die Ostumgehung eingeführt wird.
}}
57fe956043f0f47ca08e0c398d4c9f960f306bd1
Presseberichte Juni 2010
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2010-07-01T20:52:18Z
Volker
4
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 18. Juni 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A39-Planung im Bereich Lüneburg
|Headline=Abschied von der alten B 216
|Untertitel=Für die neue Autobahn muss die Bundesstraße einen Schlenker machen
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Bau der umstrittenen Autobahn A39 wird in Lüneburg zu gravierenden Änderungen der Verkehrsführung führen. Betroffen davon ist vor allem das Straßenkreuz B216/Ostumgehung. Im Verkehrsausschuss regte Oberbürgermeister Ulrich Mädge schon jetzt an, einen Begleitausschuss zu gründen, in dem Anwohner, Umweltverbände und Parteien ihre Wünsche und Anregungen deutlich machen können. Die Stadt hat bereits einen Forderungskatalog aufgestellt. Den stellten Mädge und Verkehrsdezernent Markus Moßmann jetzt vor.
[[Bild:LZ_2010-06-18-1.jpg|thumb|585px|left|'''Das Luftbild zeigt den Verlauf der heutigen Ostumgehung und die Situation an der B 216.''' Foto: A/boldt]]
[[Bild:LZ_2010-06-18-2.jpg|thumb|354px|right|'''Die Grafik verdeutlicht, was sich ändern soll: Die alte B 216 verschwindet, der Bereich ist mit Xen markiert. Die neue Trasse der B 216 macht in Höhe des Elbe-Seitenkanals einen Schlenker nach Süden, führt über die Autobahn und ihre Abfahrten zurück auf die alte Fahrbahn.''' Grafik: Stadt/Straßenbauamt]]
Der „Deckel“ soll im Bereich Moorfeld länger ausfallen, zusätzliche Filter und Lärmschutzanlagen müssten gebaut werden. Und wenn die Schnellstraße in einem Tunnel verschwindet, könnten darauf neue Grünflächen entstehen, die den heute zerrissenen Stadtteil Lüne-Moorfeld verbinden.
Auch die Häuser am Fuchsweg sollen besser gegen den Krach geschützt werden. Die Abfahrten Ostumgehung/Stadtkoppel könnten beide auf der Seite der ehemaligen Schlieffen-Kaserne in Höhe des alten Panzertores liegen.
Große Veränderungen sind an der B216 und am Hafen möglich. Die Planung sieht vor, dass die Autobahn – die teilweise auf der Trasse der Ostumgehung verläuft – in Richtung Barendorf geschwenkt wird, um weiter nach Süden zu verlaufen. Die Folge: Die Auffahrten der Ostumgehung müssten verlegt werden, so sollen die Rampen an der Lilienthalstraße und der B216 in Richtung Norden verschwinden und neue Zufahrten entstehen. In diesem Zuge könnte die B216 zwischen Elbe-Seitenkanal und Ortseingang verlegt werden, die alte Straße würde abgerissen, und für das Gewerbegebiet Hafen eine Erweiterungsfläche für Firmenansiedlungen entstehen.
Die Gleise der Hafenbahn sollen durch einen Tunnel unter der Bundesstraße 216 hindurch in die Gewerbegebiete am Bilmer Berg verlängert werden. An Einzelheiten der künftigen Radwegeführung zwischen Barendorf und Lüneburg wird noch gefeilt.
Und klar ist für Oberbürgermeister Mädge: Da die Umbaukosten in Zusammenhang mit der Autobahn stehen, muss der Bund auch für die Kosten aufkommen.
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==== Leserbrief in der {{LZ}} zur IHK-Äußerung über den NABU-Bericht ====
{{LB|Hansjörg Witte, Betzendorf}}
{{Kasten|1=„IHK verteidigt Bau der A39“, LZ vom 9. Juni
'''<big>Autobahn ist teure Zumutung für die Nachkommen</big>'''
Der Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Michael Zeinert, äußert sich zur Streichliste des NABU mit 20 Straßenbauprojekten, darunter die A39: Der Argumentation des NABU fehle es an Objektivität und Weitblick.
Nun, wie lauten die Argumente des NABU?
Kurz gefasst:
Der Bau der A39 ist wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen. Alle Trassenkorridore führen durch ökologisch hochsensible Räume. Die Planung steht im krassen Gegensatz zu bisherigen Bedarfsuntersuchungen der Bundesregierung. Wer genau hinschaut, erkennt, dass diese Argumente objektiv begründet sind und den Weitblick nicht missen lassen.
1. Die Nutzen-Kosten-Relation, die sonst immer eine entscheidende Basis für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Autobahn ist, spricht eindeutig gegen den Bau der A39.
2. Wer sonst, wenn nicht der NABU, kann über die Umweltverträglichkeit der Trassenführung ein objektives Urteil abgeben? Man denke nur an das Vorkommen des durch EU-Naturschutzgesetze geschützten Ortolan.
3. Die Bedarfsuntersuchungen unabhängiger Gutachter haben ergeben, dass statt des Baus der A39 die Ertüchtigung der B4 bedarfsgerecht wäre.
Angesichts der horrenden Staatsverschuldung gehört die A39 unbedingt auf die Streichliste. Gerade ein Vertreter von Industrie und Handel müsste einsehen und den Weitblick haben, dass wir uns diese Autobahn nicht leisten können. Sie ist eine unerträgliche Zumutung für unsere Nachkommen.
Der Schlussfolgerung des NABU Lüneburg ist daher zuzustimmen: Er fordert aus ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen den Ausbau der parallel laufenden B4 mit Ortsumgehungen, der dringend notwendig ist und nicht mehr durchgeführt wird, wenn die Entscheidung für den Bau der A39 gefallen ist!
}}
=== 25. Juni 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Kritik der A39-Gegner an den Grünen im Lüneburger Kreistag
|Headline=A-39-Gegner kritisieren Grüne
|Untertitel=Autobahn und Elbbrücke bleiben bei Koalitionsgesprächen mit SPD außen vor
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Ausgerechnet die Grünen sind jetzt ins Visier des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn 39 geraten. Hintergrund sind die am Dienstag beginnenden Koalitionsgespräche mit der SPD im Lüneburger Kreistag. „Die Grünen sind offenbar bereit, riesige Zugeständnisse zu machen, nur um an die Macht zu kommen“, urteilt die Sprecherin der Autobahngegner, Annette Niemann, mit Blick auf die Positionen, mit denen die Partei in die Verhandlungen geht. Die Grünen reagierten mit Unverständnis, wiesen die Kritik als ungerechtfertigt zurück.
[[Bild:LZ_2010-06-25.jpg|thumb|333px|left|'''Annette Niemann, Sprecherin der A-39-Gegner (l.), wirft den Grünen vor, „Kröten zu schlucken“. Miriam Staudteweist die Kritik zurück.''' F: A]]
Hintergrund des Streits ist, dass die möglichen Partner bei den Themen A39 und auch Bau der Elbbrücke Neu Darchau nicht geschlossen abstimmen wollen. Zu weit liegen die Ansichten von Grünen und Sozialdemokraten auseinander. Für die Autobahngegner sei es „in keiner Weise akzeptabel, dass Bereiche, in denen man bislang Seite an Seite gekämpft hat, der puren Machtlust geopfert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Autobahngegner. Niemann sagt: „Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich daran denke, dass die Grünen dazu bereit sind, diese Kröten zu schlucken.“
Doch die gescholtenen Grünen sind sich keiner Schuld bewusst. „Der Dachverband bellt den falschen Baum an“, sagt die Kreis- und Landtagsabgeordnete Miriam Staudte, „an unserer Position gegen die A39 hat sich nichts geändert.“ Die Kritik wäre gerechtfertigt, wenn „wir die Positionen der SPD übernommen hätten“. In den bisherigen Arbeitspapieren sei jedoch ausdrücklich festgehalten, dass Grüne und SPD nicht von ihren bisherigen Positionen zur A39 abweichen wollen. „In der Logik des Dachverbandes müssten nun auch die Autobahnbefürworter der SPD vorwerfen, Kröten zu schlucken.“
Zudem forderte Staudte die Bürgerinitiativen auf, nicht denjenigen in die Hände zu spielen, die Rot-Grün im Kreis ausbremsen wollten. „Wenn wir die A39 verhindern wollen, sollte sich die Seite der Autobahn-Gegner nicht auseinanderbringen lassen“, sagte die Abgeordnete weiter.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu den Koalitionsverhandlngen im Lüneburger Kreistag ====
{{LB|Peter Weerda, Lüneburg}}
{{Kasten|1=„Grüne Energie für den Kreis“, LZ vom 23. Juni
'''<big>Grüne klammern für Koalition A 39 aus</big>'''
Es ist ein Schlag ins Gesicht der grünen Wähler in Stadt und Landkreis Lüneburg, und es ist feige. Die grüne Verhandlungsgruppe für die anstehenden Koalitionsverhandlungen mit der SPD im Landkreis klammert in den Gesprächen das Thema A39 aus. Heißt es doch im Diskussionspapier der Grünen unter „Allgemeines“ 6.3, dass
die Verhandlungspartner zur A39 unterschiedlich abstimmen dürfen. Martin Köne sieht ein überschaubares Konfliktpotenzial für die Verhandlungen, ich sehe ein heraufziehendes enormes Konfliktpotenzial mit dem grünen Wähler, welches sich bereits auf den nächsten Veranstaltungen der Grünen zeigen dürfte. Über lange Jahre erzielten die Grünen durch die Besetzung des Themas A39 weit überdurchschnittliche Wahlergebnisse in Stadt und Landkreis, und jetzt, wo es darauf ankommt, kneifen sie vor Landrat Manfred Nahrstedt und Oberbürgermeister Ulrich Mädge.
Oder will man mit Macht an die Macht und dies nicht gefährden? Wurde die grüne Basis in die Diskussion mit einbezogen, oder hat man dies im Kleinen ausgekungelt? Die klare Forderung an die SPD muss heißen: „Keine Zustimmung der SPD mehr zur A39, sonst kann es keine Koalition geben.“ Jede andere Forderung wird der grüne Wähler bereits bei den im nächsten Jahr anstehenden Kommunalwahlen quittieren. Wozu das führen kann, sehen wir im Moment an der Entwicklung der FDP.
}}
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Presseberichte August 2010
0
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2010-08-31T21:02:14Z
Volker
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{{Pressekopf}}
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=== 9. August 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Besuch von Herrn Meihsies bei der BI Lüne-Moorfeld
|Headline=Diskussion um A 39
|Untertitel=Meihsies zu Gast bei Bürgerinitiative
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=„Meihsies kommt!“ – so lautet das Motto einer Veranstaltung der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am heutigen Montag ab 20 Uhr im Stadtteilladen ELM an der Hermann-Löns-Straße. Die BI, die sich gegen den Bau der geplanten Autobahn 39 engagiert, will dem Fraktionschef der Grünen im Stadtrat, Andreas Meihsies, auf den Zahn fühlen. Denn im Kreistag wollen die Grünen eine Gruppe mit den Sozialdemokraten eingehen, die für einen Bau der Autobahn plädieren. Von Meihsies will die BI wissen, ob die Grünen, die bisher beharrlichlich gegen den Bau gestritten haben, nun umschwenken. Meihsies sagte im Vorfeld zur LZ: „Die Grünen sind in den Verhandlungen mit der SPD keinen Millimeter von ihrer Position gegen dieses Straßenprojekt abgewichen. Ich werde versuchen, jeden Zweifel an unserer Standhaftigkeit in dieser wichtigen politischen Frage, die unsere Region betrifft, auszuräumen.“
}}
=== 27. August 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Austritt von Hans-Christian Friedrichs bei den Grünen
|Headline=Grünen-Geschäftsführer wirft die Brocken hin
|Untertitel=Hans-Christian Friedrichs trägt A-39-Kurs nicht mit und verlässt die Partei
|Autor=pet
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Ich bin wegen der geplanten Autobahn 39 bei den Grünen eingetreten. Und jetzt bin ich wegen der A39 ausgetreten“, sagt Hans-Christian Friedrichs. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch gab der 46-Jährige seinen Verzicht auf
den Posten als Geschäftsführer des Grünen-Kreisverbandes und seinen Austritt aus der Partei bekannt.
[[Bild:LZ_2010-08-27.jpg|thumb|164px|left|'''Hans-Christian Friedrichs ist bei den Grünen ausgetreten. ''' Foto: A/nh]]
Er sei mehr als unzufrieden mit der Aussage des Eckpunktepapiers von SPD und Grünen in Sachen A39, so Friedrichs. „Deshalb haben wir uns jetzt getrennt. Es ist mir schwer gefallen, und ich gehe nicht im Groll“, betont er. Friedrichs, Grünen-Mitglied seit 2005, ist seit langem auch im Verkehrsclub Deutschland und im Umweltverein Gellersen aktiv. Die
Vereinbarung zwischen Rot und Grün, wonach jede Partei im Kreistag nach ihrer Auffassung abstimmen kann, könne er nicht mittragen.
Erbost über den Schritt von Friedrichs war Grünen-Kreissprecher Andreas Meihsies, den Friedrichs erst wenige Minuten
vor Beginn der Mitgliederversammlung informiert hatte. „Ich bin menschlich enttäuscht“, sagte der ehemalige Landtagsabgeordnete Meihsies gestern auf LZ-Anfrage. „Wie kann so etwas sein bei einem Menschen, mit dem man so lange zusammengearbeitet hat?“
Gerüchte bringen den Ex-Grünen Hans-Christian Friedrichs nun mit dem künftigen Team der Anfang November in
den Bundestag nachrückenden Johanna Voß von den Linken, einer erklärten A-39-Gegnerin, in Verbindung. Spekulationen darüber weist Friedrichs zurück. „Dazu sage ich nichts.“
Seine Parlamentsmandate will Friedrichs indes behalten. Im Samtgemeinderat Gellersen und im Gemeinderat Reppenstedt wolle er nun eine Gruppe mit Jürgen Hesse bilden, der im vergangenen Herbst aus der SPD ausgetreten war.
}}
=== 28. August 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Machtwechsel im Lüneburger Kreistag
|Headline=Freude über Machtwechsel
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Trotz aller Kritik im Vorfeld: Der Dachverband der Gegner der geplanten Autobahn 39 begrüßt den Machtwechsel im Lüneburger Kreishaus. Mit den Grünen regiere auch eine Partei, „die sich von Beginn an klar gegen die sinnlose, teure und lebensraumzerstörende A39 positioniert hat“, heißt es in einer Pressemitteilung.
„Natürlich hätten sich viele Bürger, auch jenseits der Lüneburger Kreisgrenzen, gefreut, wenn die grünen Verhandlungsführer in der Koalitionsvereinbarung die SPD zu einer Kehrtwende in Sachen Autobahn hätten bewegen können“, sagte Dachverbandssprecherin Annette Niemann. Das sei jedoch mit Blick auf die Protagonisten nicht zu erwarten gewesen. Ob die Grünen ihren Verhandlungsspielraum ausgeschöpft haben, müssten die Verhandlungsführer gegenüber ihrer Basis vertreten.
Wegen der im Gruppenpapier fixierten unterschiedlichen Positionen zur A39 hatte in dieser Woche der Geschäftsführer des Grünen-Kreisverbandes, Hans-Christian Friedrichs, seinen Posten abgegeben.
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Presseberichte September 2010
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2010-09-20T20:58:51Z
Volker
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Die Seite wurde neu angelegt: {{Pressekopf}} ---- === 11. September 2010 === {{Presseartikel |Quelle=LZ |Thema=zum A39-Begleitausschuss der Stadt Lüneburg und zur "Ueltener Erklärung" des Nordl...
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=== 11. September 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum A39-Begleitausschuss der Stadt Lüneburg und zur "Ueltener Erklärung" des Nordland-Autobahnvereins
|Headline=Rat benennt Vertreter für A39-Ausschuss
|Untertitel=Gremium soll Interessen der Bürger wahren – Verkehrsclub kritisiert Nordland-Autobahn-Verein
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Was immer auch bei der Planung der umstrittenen Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg geschieht,
der neue Lüneburger „Begleitausschuss A39“ soll in Kenntnis gesetzt werden und die Interessen der Bürger sicherstellen. Die Ratsfraktionen haben jetzt ihre Mitglieder für den Ausschuss im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss benannt.
Insgesamt sitzen 18 Vertreter im Ausschuss, das sind vor allem Bürger aus Lüne-Moorfeld, vom Fuchsweg, aus Neu-
Hagen, Klosterkamp oder Kaltenmoor sowie Vertreter von Verbänden wie ADFC, BUND oder Naturschutzbund. Auch
Adendorf, der Kreis und die Klosterkammer entsenden Mitglieder. Die Anwohner, die von der Planung betroffen sind,
wurden angeschrieben, um Vorschläge gebeten. Für den Rat sitzen auch die Grünen im Ausschuss, obwohl sie strikt gegen die A39 sind. Ulrich Blanck: „In dem Ausschuss geht es nicht ums Für und Wider, wir wollen dort die Informationen aus erster Hand haben, hoffen auf Argumente gegen die Autobahn und kämpfen für die Anliegen
der Anwohner mit.“
Unterdessen kritisiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den Nordland-Autobahn-Verein. Der fordert mit der „Uelzener Erklärung“ die Verankerung der Baumittel für die A39 im Investitionsrahmenplan sowie die Hochstufung der
A21 in ganzer Länge in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Der VCD in Niedersachsen
appelliert nun an den Autobahn-Verein, die Pläne aus den 1960er-Jahren endlich fallen zu lassen. „Die überflüssigen Projekte A39 und A21 müssen zugunsten des Bahnnetzes aus dem Bundesverkehrswegeplan verschwinden“, sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Christian Friedrichs.
Der Nordland-Autobahn-Verein beharre in seiner „Uelzener Erklärung“ auf seiner historischen Forderung nach einer
Nord-Süd-Autobahn A39 und einer weiträumigen östlichen Umfahrung Hamburgs, der A21. Dabei verliere die geplante
A39 stetig an Wirtschaftlichkeit, das Nutzen-Kosten-Verhältnis liege nur noch bei 2,5. „Völlig grotesk wirkt der Ruf nach der A21 von Bargteheide über eine Elbbrücke bei Geesthacht bis zur A7 bei Egestorf“, kritisiert Friedrichs. Die A21 stehe derzeit mit einem „festgestellten hohen ökologischen Risiko“ im nachrangigen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.
}}
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Presseberichte Oktober 2010
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2010-11-02T11:42:34Z
Volker
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=== 26. Oktober 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250 in A39
|Headline=„Signal für den Lückenschluss“
|Untertitel=Autobahn 250 wird in A 39 umbenannt – Minister enthüllt Schilder am 3. November
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Aus der Autobahn 250 wird die Autobahn 39: Offiziell will Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode
die Umbenennung am 3. November vornehmen. Auf dem Autobahnparkplatz Busschewald zwischen Winsen und Lüneburg wird der FDP-Politiker aus Celle dann ein entsprechendes Schild enthüllen. Sein Sprecher Christian Budde sagte gestern, die neue Bezeichnung „ist ein Signal für den Lückenschluss und ein klares Bekenntnis des Ministers zur A39“.
Denn zahlreiche Bürgerinitiativen laufen Sturm gegen das geplante Projekt zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Die
Gegner fürchten Lärm und Umweltschäden, die Wirtschaft dagegen setzt auf die positiven Effekte der Autobahn, hofft auf eine bessere Anbindung des struturschwachen Raumes in Nordostniedersachsen.
Trotz der Umbenennung ist weiter unklar, wann der Startschuss für die A39 fällt. Die Bürger hätten ihr gutes Recht genutzt und Einwände erhoben, die nun geprüft und abgearbeitet würden, sagt Ministeriumssprecher Budde. Seien die Fragen geklärt und stelle der Bund als Bauherr das Geld bereit, könne mit dem Bau der A39 begonnen werden. Das wird vor 2013 nicht der Fall sein.
}}
=== 27. Oktober 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Umbenennung der A250 in A39 ====
{{LB|Martin Knoop, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Oktober_2010#Landeszeitung_zur_Umbenennung_der_A250_in_A39|„Signal für Lückenschluss“, LZ vom 26. Oktober]]
'''<big>A 39-Befürworter sollen zahlen</big>'''
Seid verschlungen, Millionen. . . .wer soll denn das bezahlen;
eine Geldausgabe für eine Autobahn deren Bau in den Sternen steht?
Die Umbenennung der A 250 zur A 39 wird durch den Austausch sämtlicher Hinweisschilder viel Geld verschlingen –
und zwar einmal für eine Übergangszeit als A 39/A 250 und anschließend nochmals mit der Beschilderung A 39. Geld, welches mit Zins und Zinseszins unsere noch nicht vorhandenen Nachkommen bezahlen dürfen.
Woher kommt denn das Geld für die nicht notwendige Umbenennung? Verhüllt hier ein Minister die Enthüllung.
Ich schlage vor, dass die Befürworter aus der Wirtschaft sowie die IHK die Zeche dafür zahlen sollen, und zwar ohne Umlage auf die Endverbraucher.
}}
b98fbd72b7dc26019b038cf781955ad751d00a1c
Presseberichte November 2010
0
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2010-11-28T21:18:27Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 3. November 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250
|Headline=
|Untertitel=A 250 wird umgetauft
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) wird heute auf dem Parkplatz Busschewald Rast machen, um medienwirksam eine Autobahn umzutaufen: Aus der A250 wird die A39. „Mit der Umbenennung soll verdeutlicht werden, dass es sich bei dem anstehenden Bau der A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg um einen Lückenschluss des Autobahnnetzes in Deutschland handelt, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium.
Das sehen die A39-Gegner freilich ganz anders: Der Minister streue den Bürgern Sand in die Augen, wenn er von der
wirtschaftlichen und demografischen Belebung des ländlichen Raums zwischen Lüneburg und Wolfsburg durch den Bau der Autobahn spreche, so die Sprecherin des Dachverbands der A39-Gegner, Annette Niemann. Und damit es die Menschen leichter glauben, würde nun die A250 in A39 umbenannt. So könne ihnen leichter weis gemacht werden, es handele sich hier nur um einen Lückenschluss, so Annette Niemann. „An den Rahmenbedingungen für den 100 Kilometer langen Neubau ändert sich durch die Umbenennung aber nichts“, kritisiert Sprecherin Niemann.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Öffentlichkeitsarbeit von Politikern ====
{{LB|Franz Stoß, Embsen}}
{{Kasten|1=Umbenennung der Autobahn A250 in A39, LZ-Berichte
'''<big>Blitzlichtgewitter</big>'''
„Warum lachen die Politiker besonders herzlich bei Gewitter? Sie glauben, die Pressefotografen sind in der Nähe!“ Die Geilheit der Politiker nach öffentlicher Aufmerksamkeit ist ungebremst und von keinem Gedanken zu Sparsamkeit oder Ähnlichem getrübt. Dass eine Autobahn-Nummer verändert werden soll, ist an sich unnötig, die Autofahrer werden nur verunsichert. Wer weiß denn zukünftig, wo der Stau auf der Autobahn A39 ist?
Dass ein niedersächsischer Minister mit großem Tamtam eine Bundesautobahn umbenennt und dafür etliche tausend Euro – es ist das Geld der Steuerzahler – ausgibt, ist jedoch der Gipfel der Anmaßung. Infantilität eines Provinzpolitikers.
In die gleiche Richtung geht das Vorpreschen der Bundesministerin für Arbeit bei der Bekanntgabe der an sich erfreulichen Arbeitslosenzahlen, obwohl sie wissen müsste, dass diese um mindestens eine Million durch statistische Tricks geschönt sind. In Deutschland sind mehr als vier Millionen Menschen arbeitslos. Früher hat zuvor die zuständige Arbeitsagentur – ebenso geschönt – die Zahlen bekannt gegeben, erklärt und kommentiert.
Anscheinend ordnen die Politiker ohne Rücksicht auf Regeln, Anstand, Kosten ihr ganzes Tun der Profilierung unter. Jedes Mittel dient dem Zweck.
}}
=== 4. November 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250
|Headline=Autobahn-Taufe vor Lückenschluss
|Untertitel=Proteste bei Umbenennung der A 250 in A 39 – Minister und IHK-Präsident weisen Kritik von Gegnern zurück
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Kritik kann Eberhard Manzke nicht mehr hören: „Es sind doch immer die gleichen Argumente, die vorgetragen werden – damals wie heute“, ärgert sich der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg: „Unwirtschaftlich und ökologisch nicht vertretbar, hieß es beim Bau der A250. Eine Straße, die heute niemand mehr missen möchte, Und jetzt führen sie diese Behauptungen gegen die geplante A39 an“, hält Manzke den Gegnern der Autobahn gestern Mittag vor.
[[Bild:LZ_2010-11-04.1.jpg|thumb|400px|left|'''Ein kurzer Ruck von Minister Bode – und schon strahlt der Hinweis „A39“ im Licht der Sonne.''' Foto: t&w]]
[[Bild:LZ_2010-11-04.2.jpg|thumb|500px|right|'''Aufgeregte Diskussionen gestern Mittag auf dem Rastplatz Busschewald an der ehemaligen A250 und jetzigen A39 kurz vor Lüneburg: IHKPräsident Eberhard Manzke und Verkehrsminister Bode wehren sich gegen die Kritik der Autobahngegner um Eckhard Niemann (v.l.).''' Foto: t&w]]
Eigentlich sollte es ein schöner Tag für den Lüneburger IHK-Präsidenten werden. Sogar die Sonne lässt sich für kurze Zeit blicken, als Manzke sich gemeinsam mit Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) auf dem Autobahn-Rastplatz Busschewald daran macht, das erste Hinweisschild zu enthüllen und die Autobahn umzutaufen: Die A250 heißt jetzt A39.
Wenn da nur nicht die Demonstranten wären, die ihre Protestplakate in die Kameras der Pressevertreter halten, von Etikettenschwindel, Placebo-Effekt und Geldverschwendung sprechen – und auch sonst kräftig Stimmung gegen die A39 machen.
Doch Wirtschaftsminister Bode und IHK-Präsident Manzke lassen sich durch die Demonstranten nicht beirren. Für beide ist es ein wichtiger und richtiger Schritt: „Der Name bringt auf den Punkt, was die geplante A39 Lüneburg-Wolfsburg wirklich ist: ein Lückenschluss!“ Damit werde eine neue wirtschaftliche Entwicklungsachse für die Region geschaffen, die die Ansiedlung von Unternehmen fördern und Arbeitsplätze schaffen werde.
Rund 100 Kilometer misst die Lücke, die die beiden A39-Teilstücke zwischen Lüneburg und Wolfsburg noch trennt. Das Planfeststellungsverfahren für die fehlende Trasse ist in Arbeit. „2013“, schätzt Minister Bode, „müsste die Planfeststellung fertig sein.“ Und optimistisch fügt er hinzu: „Dann kann mit dem Bau schon 2013, spätestens 2014 begonnen werden.“
Auf rund 620 Millionen Euro werden die Baukosten derzeit veranschlagt. „Eine seriöse Kostenschätzung lässt sich erst machen, wenn die Planfeststellung abgeschlossen ist“, betont der FDP-Politiker. Doch wie teuer der A-39-Bau letztlich auch sein wird – sowohl für Bode als auch für IHK-Präsident Manzke ist es gut angelegtes Geld: „Mit dem Lückenschluss der A39 wird nicht nur die A7 entlastet. Auch die verkehrliche Anbindung des Raumes Lüneburg/
Uelzen wird erheblich verbessert. Wir erschließen damit den größten autobahnfreien Raum in Deutschland.“
Bestärkt fühlt sich der Wirtschaftsminister auch durch diverse Studien, die belegten, dass eine gute Infrastruktur eine der Gründe für das kräftige Wachstum in Deutschland sei. „Deshalb ist es klar, dass wir hier investieren müssen.“
Das sehen die A39-Gegner ganz anders: „Keine junge Familie und kein neues Unternehmen ziehen nach Bienenbüttel, Uelzen oder Bad Bodenteich, nur weil eine Autobahn die Landschaft durchschneidet“, sagt Annette Niemann, Sprecherin des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A39: „Es gibt Hunderte von Anschlussstellen an den nun 13 000 Kilometern Autobahn in Deutschland, die ohne jede gewerbliche Ansiedlung sind.“
Die Idee, die A250 schon jetzt in A39 umzutaufen, hatte IHK-Präsident Manzke, als er auf der Autobahn zwischen Schwerin und Wismar unterwegs war. „Dort ist die A241 in A14 umgetauft worden“, berichtet er. Rausgeworfenes Geld – wie ihm die A-39-Gegner vorhalten – sei die 13 000 Euro teure Schilder-Aktion nicht. „Wir haben die Taufe nur vorgezogen.“
}}
=== 6. November 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Umbenennung der A250 in A39 ====
{{LB|Jörg Kohlstedt, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2010#Landeszeitung_zur_Umbenennung_der_A250_2|„Autobahn-Taufe vor Lückenschluss“, LZ vom 4. November]]
'''<big>Politiker-Philosophie</big>'''
Hallo, ich bin der Jörg, und ich erkläre euch jetzt mal, wie das geht, dass Politiker immer so tolle Ideen haben.
Was Politiker sind, hatte ich ja schon mal erzählt. Das sind die, die sich alle fünf Jahre an euch erinnern und dann Kugelschreiber und Blumen in Fußgängerzonen verteilen und von Plakaten lächeln. Nach der Wahl leben sie dann wieder unentdeckt in rauchigen Hinterzimmern und bestimmen, was ihr eigentlich nicht wollt. Das nennen sie dann Wählerwille und euch dann die politikverdrossenen Querulanten.
Aber wie kommen sie nun auf den Wählerwillen, die tollen Ideen? Ganz einfach: Guckt er nach links, der Politiker, sieht
er ein Protestplakat, guckt er nach rechts, sieht er ein Protestplakat. Guckt er auf der Autobahn auf ein Schild, sieht er kein Protestplakat und denkt sich, na, da ist er ja, der Geistesblitz. Nenne ich doch einfach mal eine Autobahn um, das ist toll, das macht Spaß und es gibt hinterher auch Kanapees.
Doof nur, wenn das doch Querulanten merken und protestieren. Da ärgert er sich dann und schimpft auf die doofen
Wähler. Sollte er aber lieber nicht, die merken sich so was.
Stichwort Gesamtschule: Da blättert der Politiker also in der Familienchronik und denkt sich, Oberschule hört sich toll an. War zwar mal was richtig Tolles, muss es aber nicht mehr sein. Und so werden aus abgebrochenen Hauptschülern nun
Oberprimaner. Mist, auch das merken wieder die Querulanten und machen die schöne Idee kaputt. Da grämen sich dann die Politiker. Doch – Geistesblitz - es gibt ja noch Atommüll. Und der muss ja gelagert werden. Da denken sich die Politiker, das muss man wohl mal „ergebnisoffen“ untersuchen. Ergebnisoffen, das ist, wenn ihr im Rechnen eine sechs bekommt, weil ihr bei den Aufgaben kein Ergebnis raushabt. Also karren sie viel Müll durch die Gegend und freuen sich, dass so viele zum Gucken und feiern kommen. Und ganz viele Polizisten werden zwangseingeladen zum Mitfeiern. Sind eben doch tolle Typen, diese Politiker.
}}
=== 8. November 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Umbenennung der A250 in A39 ====
{{LB|Doris Paland, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2010#Landeszeitung_zur_Umbenennung_der_A250_2|„Autobahn-Taufe vor Lückenschluss“, LZ vom 4. November]]
'''<big>Verzweiflung oder Gewichtung?</big>'''
[[Bild:LZ_2010-11-08.jpg|thumb|272px|left|'''Die Umbenennung der A250 in A39 stößt nicht nur auf Zustimmung. Es gibt auch Proteste.''' Foto: A/ t&w]]
Dass die geplante A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg ein Lückenschluss zwischen zwei bestehenden Autobahnen sein würde, war schon vorher, auch ohne Umbenennung, offensichtlich. Warum also diese kostenträchtige Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt, wo sowohl die Nutzen-Kosten-Rechnung für das geplante Autobahnprojekt äußerst fragwürdig
als auch dessen Finanzierung völlig ungesichert ist? Auf Kosten der Steuerzahler leistet sich Verkehrsminister Jörg Bode mit der Umbenennung ein teures Bekenntnis zur A39. Es darf bezweifelt werden, ob für diese Aktion die genannte Summe von 13 000 Euro ausreicht. Folgekosten, die durch Aktualisierungsbedarf in Verwaltungen und Firmen entstehen, sind offensichtlich nicht eingerechnet, ebenso wenig wie die unnötige Verwirrung für den Kraftfahrzeugverkehr. Verkehrsminister und IHK versuchen, mit der Umbenennung eine Neugewichtung des Projektes
A39 Lüneburg-Wolfsburg zu erreichen. Aber auch wenn der IHK-Präsident die Argumente gegen das Planungsprojekt A39 als ewiggestrig abtut, werden sie damit nicht weniger wahr. Und der Eindruck, dass die „nur vorgezogene Taufe“ den Geschmack einer Verzweifelungstat hat, bleibt.
}}
=== 22. November 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum A39-Begleitausschuss der Stadt Lüneburg
|Headline=Wer darf in den Begleitausschuss zur A 39?
|Untertitel=Stadt fordert Mitgliederliste der Bürgerinitiative
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Voraussichtlich im Dezember soll der Lüneburger Begleitausschuss zur umstrittenen A39 das erste Mal
tagen. Neben Vertretern der Ratsfraktionen und von Verbänden sollen auch Bürger in dem 18-köpfigen Gremium eine
Stimme haben. „Die Auswahl läuft noch“, sagt Dezernent Markus Moßmann. Er möchte in dem Ausschuss sämtliche
Meinungen auffangen. Wie berichtet, sollen die Vertreter über neue Entwicklungen bei der Autobahnplanung zwischen Lüneburg und Wolfsburg in Kenntnis gesetzt werden und lokal Anregungen geben – zum Beispiel in Sachen Lärmschutz.
Doch im Vorfeld gibt es Kritik. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld wundert sich, dass die Stadt sie aufgefordert hat, eine
Mitgliederliste vorzulegen. „Das können wir schon aus Datenschutzgründen nicht machen“, sagt Sprecher Jens-Peter Fiedler. „Außerdem geht es die Stadt nichts an, wer bei uns Mitglied ist.“ Fiedler sieht den Ausschuss auch eher als „vorbereitende Maßnahme für die Kommunalwahlen im nächsten Jahr“, denn das Gremium habe keine Beschlusskraft. Im Planfeststellungsverfahren sei seines Wissens so eine Einrichtung nicht vorgesehen.
Moßmann erklärt dazu, dass die Stadt möglichst viele verschiedene Meinungen versammeln wolle. Dazu liege ein politischer Entschluss vor. Auch aus anderen Gebieten entlang der Ostumgehung sollten Vertreter Stimme und Gehör erhalten. Es sei das gute Recht der BI, eine Liste zu verweigern, daher sollen die ausgewählten Bürger nun versichern, dass sie nicht Mitglied dieser Interessenvertretung sind. Er räumt ein, dass in Lüne-Moorfeld nur Anwohner
angeschrieben wurden, die zwischen Hölderlinstraße und Brandheider Weg zu Hause sind.
Fiedler wünscht sich einen besseren Informationsfluss. So soll es einen Aushang im Rathaus geben, nachdem Anwohner Fachleute für Baugrunduntersuchungen auf ihre Grundstücke lassen sollen: „Warum, wenn die Trasse der Ostumgehung nicht verändert werden soll?“ Der Ausschuss könnte sich um Erklärungen kümmern.
}}
=== 26. November 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Manfred Rücker, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2010#Landeszeitung_zum_A39-Begleitausschuss_der_Stadt_L.C3.BCneburg|„Wer darf in den Begleitausschuss zur A39?“, LZ vom 22. November]]
'''<big>A 39-Gegner unerkannt im Ausschuss?</big>'''
Verspielt die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ihre Glaubwürdigkeit?
Der Verwaltungsausschuss der Stadt Lüneburg hat am 22.6.2010 beschlossen, dass die Stadt einen Begleitausschuss A39 einrichten soll. Der Begleitausschuss A39 soll dazu dienen, Informationen der Stadt über die Planung der A39 weiterzugeben und die Interessen der Bürger bei der Planung der A39 einzubringen. So stand es in einem Brief an die Bürger. Die Stadt bemüht sich seither, diesen Beschluss umzusetzen. Sie hat im Begleitausschuss A39 unter anderem drei Plätze für Bürger des Bereiches Lüne-Moorfeld vorgesehen. Einen Platz hat sie von vornherein der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld (BI) zugewiesen, obwohl sich die BI als eine strikte Gegnerin der A 39 gibt. Zwei weitere Plätze sollen in einem Wahlverfahren an Bürger vergeben werden, die ausdrücklich nicht in der BI organisiert sind.
Das Wahlverfahren ist im September per Briefwahl durchgeführt worden. Wenn nun die Stadt die BI nach der Wahl
auffordert, eine Liste ihrer Mitglieder vorzulegen, hat sie offenbar Anlass anzunehmen, dass sich die BI nicht mit dem
einen Platz im Begleitausschuss A39 zufrieden gegeben hat und entgegen den Vorgaben der Stadt auch noch die anderen beiden Plätze für nicht in der BI organisierte Bürger haben will. So etwas wäre möglich, wenn zum Beispiel Mitglieder der BI für die beiden Plätze für nicht in der BI organisierte Bürger kandidiert haben und es darauf ankommen lassen, ob sie entdeckt werden. Wenn nun die BI der Stadt mitteilt, dass sie der Stadt aus Datenschutzgründen die Liste nicht vorlegen wird, ist das rechtlich einwandfrei, verhindert aber, dass die Stadt mögliche „U-Boote“ der BI entdecken
kann. Manch einer, der dieses Manöver der BI zur Kenntnis nimmt, wird im ersten Moment schmunzeln und sich seinen Teil denken. Im zweiten Moment wird er jedoch nachdenklich werden, weil da Fragen im Raum stehen:
1. Warum will die BI überhaupt in den Begleitausschuss A39, zumal sie sich auf die Fahne geschrieben hat, mit allen Mitteln gegen den Bau der A39 zu kämpfen? 2. Haben einzelne Mitglieder der BI die Vorgaben der Stadt nicht beachtet und versucht, den nicht in der BI organisierten Bürgern die beiden Plätze im Begleitausschuss A 39 streitig zu machen? 3. Warum sorgt die BI nicht für Klarheit in diesen beiden Fragen?
}}
=== 27. November 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Martin Knoop, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2010#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_A39-Begleitausschuss|„A 39-Gegner unerkannt im Ausschuss?“, LZ vom 26. November]]
'''<big>Keine U-Boote im Begleitausschuss</big>'''
Lieber Herr Rücker, Ihre Frage, warum will die BI überhaupt in den Begleitausschuss A39? kann ich Ihnen beantworten: Die BI wurde, wie auch die Anwohner, der ADAC, Vertreter der Gemeinde Adendorf etc. mit Brief vom 2. September 2010 der Hansestadt Lüneburg, Dezernat III zur Teilnahme angeschrieben.
In diesem Schreiben war keine Ausgrenzung von Anwohnern, die auch in der BI oder z. B. im ADAC Mitglied sind, genannt und verlangt worden. Nach meinem Kenntnisstand gab es zu dem Wahlverfahren noch kein Konzept, wie dieses Verfahren geschehen sollte.
Erst auf meine Anfrage und anderer Rückfragen bei Herrn Moßmann über das Verfahren gab es am 16. September ein zweites Schreiben mit Informationen zum Verfahren. Hierbei wurde u. a. genannt, dass die „2 Einwohner Lüne-Moorfeld“ nicht zusätzlich in der BI Lüne-Moorfeld organisiert sein sollen. Außerdem wurden die Wohngebiete in links und rechts der Ostumgehung getrennt in Lüne und Moorfeld. Naturgemäß sind, durch die Tatsache einer geplanten Autobahn auf Lüneburger Stadtgebiet, Anwohner in der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld organisiert.
Darüber, dass der A39-befürwortende Verband ADAC von der Stadt Lüneburg im Gegensatz zur hiesigen Bürgerinitiative im Vorfeld der Begleitausschussbesetzung nicht aufgefordert wurde, seine Mitglieder zu benennen, schreibt Herr Rücker als nicht unmittelbar betroffener Einwohner kein Wort!
Bei uns direkt betroffenen Anwohnern im Moorfeld gibt es keine U-Boot-Manöver, auch nicht unentdeckte, sondern Bürger, die durch ihre Vertreter, falls die A 39 jemals gebaut werden sollte und auf Lüneburger Stadtgebiet verlaufen würde, eine ausreichende Interessenwahrung der Bürgerinnen und Bürger der weiteren Planung sicherstellen möchten, sowie es die Aufgabe des von der Hansestadt Lüneburg geplanten Begleitausschusses sein soll.
}}
5691eaf627f0a9b70a48c93f54c44bdb63a9d2ae
Vorstand
0
1021
1056
2010-12-10T12:21:36Z
Detlef
6
/* Kontakt & Forum */
wikitext
text/x-wiki
== Was machen wir? ==
Gemäß § 7 der [[Satzung]] besteht der Vorstand im Sinne von § 26 des Bürgerlichen Gesetzbuches aus drei insbesondere für die Öffentlichkeitsarbeit und den Kontakt zu den Medien zuständigen
SprecherInnen, dem/der SchriftführerIn, dem/der KassenwartIn sowie jeweils einem/einer
SprecherIn der aktuell arbeitenden [[Ausschüsse]]. Der Vorstand insgesamt stellt die Wahrung
des Satzungszwecks sicher.
== Kontakt ==
* Kommen Sie zum regelmäßig stattfindenden, offenen [[BI-Treff]].
* [mailto:bi-luene-moorfeld@gmx.de Schreiben Sie uns eine E-Mail].
* Sprechen Sie uns persönlich an (s.u.).
== Mitglieder ==
=== Mitglied werden ===
* [[Media:Beitritt.doc|Beitrittserklärung als Word-Datei]]
=== SprecherInnen ===
* [[Benutzer:Jpfiedler|Jens-Peter Fiedler]]
* [[Benutzer:Frank|Dr. Frank Kracht]]
* [[Benutzer:Doris|Doris Paland]]
=== Kassenwart ===
[[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
=== Schriftführer ===
[[Benutzer:Achim|Joachim Weiss]]
=== Sprecher der Arbeitsgruppen ===
#[[Arbeitsgruppe Einwände]]: [[Benutzer:Claudia Kuchler|Claudia Kuchler]]
#[[Arbeitsgruppe Internet]]: [[Benutzer:Jpfiedler|Jens-Peter Fiedler]]
#[[Arbeitsgruppe Kreative Aktionen]]: [[Benutzer:Verena Fiedler|Verena Fiedler]]
#[[Arbeitsgruppe Menschenschutz]]: [[Benutzer:Doris|Doris Paland]]
#[[Arbeitsgruppe Ostumgehung]]: Andreas Petersen
#[[Arbeitsgruppe Planung]]: Volker Constien
#[[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren]]: [[Benutzer:Frank Ebeling|Frank Ebeling]]
#[[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion]]: [[Benutzer:Gaby Parnow-Kloth|Gaby Parnow-Kloth]]
== Dokumente ==
* [[Media:Beitritt.doc|Beitrittserklärung als Word-Datei]]
*[[Satzung]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
47dfd338a9cce3ca1c7f0437e6320154f9817b4e
Lauf-Treff
0
1009
1032
2010-12-10T12:23:13Z
Detlef
6
wikitext
text/x-wiki
[[Bild:Wald.jpg|right]]
'''Laufen & Gehen''' sind ja die natürlichsten Fortbewegungsarten des Menschen, so treffen wir uns {{mark|montags, donnerstags und samstags um 19:00}} zum gemütlichen Feierabendlauf.
== Wer Lust hat, mitzumachen ==
Wir starten im Moorweg bei Frank Kracht (Nr. 32) bzw. Detlef Giesler (Nr. 49) und laufen sehr geruhsam etwa eine dreiviertel Stunde durch Lüner Wald und Wiesen. Wer mit dem Laufen anfangen möchte, hat also jetzt endlich die Gelegenheit. Wir machen bei Bedarf auch mal eine Gehpause und laufen bzw. walken im Wohlfühlbereich.
[[Bild:P1020146.jpg|thumb|left|Run for Help 2008]]
== Run for Help ==
Im Mai 2008 haben wir mit 21 Läufern am Run for Help teilgenommen. Die Laufstrecke von knapp 10 km
entsprach unserem Fitnessstand und führte im Hauptteil durch die Lüneburger Innenstadt. Keine Blasen und unterwegs immer wieder ermunternde Zurufe. Beim MTV-Sportplatz dann halbwegs entspannter Zieleinlauf und eine glücklich strahlende Gruppe.
[[Kategorie:Organisatorisches]][[Kategorie:Aktionen]]
4d45872a5abc162cc6dcab973d52f4dd3fe732b5
Presseberichte Dezember 2010
0
1170
1354
2011-01-04T20:48:12Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 2. Dezember 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Sprecher der BI-Lüne-Moorfeld
Doris Paland, Dr. Frank Kracht, Jens-Peter Fiedler}}
{{Kasten|1=„Begleitausschuss A39“, LZ-Berichte und Leserbriefe
'''<big>Bürgerinteressen konstruktiv vertreten</big>'''
Wir freuen uns zunächst sehr über das Interesse an unserer Bürgerinitiative, das uns auf diese Weise entgegen gebrach wird. Wir möchten uns auch bei der Stadt Lüneburg bedanken, die uns direkt einen Platz im sog. Begleitausschuss zur A39 angeboten hat.
Schon daraus ist ersichtlich, dass es sich nicht um eine demokratische Wahl handelt, sondern um ein Verfahren, in dem man als Mitglied in den Ausschuss berufen wird oder auch nicht.
Von Herrn Rücker ist es eine Unterstellung zu behaupten, BI-Mitglieder würden versuchen, sich unerkannt, U-Boot-artig in den Begleitausschuss einzuschleusen. Wir laden jeden Interessierten herzlich ein, an unseren regelmäßig im ELM (Hermann-Löns-Straße 24) stattfindenden Info-Treffen teilzunehmen, ob neutral, Gegner oder Beführworter der A39. Zu unserem nächsten Informationsaustausch am 10. Jan. 2011 sind Gäste herzlich willkommen.
In der Arbeit der BI geht es darum, konstruktiv Bürger- und Anwohnerinteressen zu vertreten. Politik und Wirtschaft sind
ja bekanntlich bestens vernetzt. Nur wenn die betroffenen Bürger sich organisieren und einheitlich berechtigte Forderungen stellen, können sie ihre Interessen auch durchsetzen. Obwohl die Schutzwürdigkeit von Mensch und Natur in der Gesetzgebung verankert ist, so können sich die betroffenen Anwohner nicht darauf verlassen, dass Schutz vor Lärm und Reinhaltung der Luft sowie andere negativen Auswirkungen einer Autobahn ausreichend in der Planung berücksichtigt werden. Die bis jetzt vorliegende A39-Planung widerspricht in vielen Punkten den Vorgaben. Der Planer spricht dann von „Konfliktpunkten“.
Die Stadt Lüneburg sollte nun möglichst schnell die Benennungen abschließen. Seit Ratsbeschluss, den Ausschuss einzurichten, sind nunmehr sechs Monate vergangen. Wir hoffen, die Stadt Lüneburg und die politischen Vertreter nehmen die Anliegen der Bürger ernst. Dann wird sich zeigen, wie sinnvoll eine Mitarbeit der BI ist.
}}
=== 3. Dezember 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Verkehrszahlen auf der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Meihsies fühlt sich verschaukelt
|Untertitel=Wie viel Verkehr rollt auf der Ostumgehung?
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Beim Thema Autobahn 39 fühlt sich der Grünen-Politiker Andreas Meihsies von der Stadt verschaukelt. Er wollte bezüglich der Entwicklung der Verkehrszahlen auf der Ostumgehung bei einer Mitarbeiterin des Bereichs Umwelt nachfragen. „Sie sagte, sie habe die Anweisung erhalten, dass sie zu diesem Thema keine Auskunft geben dürfe und hat mich dann an ihren Vorgesetzten verwiesen“, zeigt sich Meihsies empört.
Zum Hintergrund: In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses der Stadt ging es auch um einen Lärmaktionsplan für Lüneburg (LZ berichtete). „In diesem Zusammenhang habe ich nachgefragt, welche Verkehrsmengen auf der Ostumgehung aktuell gezählt wurden“, sagt Meihsies. Die Verwaltung habe zwei wichtige Antworten gegeben: Die Verkehrsmengen auf der Ostumgehung seien deutlich niedriger als erwartet, und im nächsten Jahr sollten Ergebnisse einer neuen Verkehrszählung auf der A250 der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Die Stadtpressestelle bestätigte gegenüber der LZ, dass die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine Verkehrszählung bereits gemacht habe, diese sei aber noch nicht ausgewertet. Sie dementiert aber, dass eine Mitarbeiterin der Verwaltung gesagt habe, die Fahrzeugzahlen auf der Ostumgehung seien geringer als erwartet.
Grünen-Politiker Meihsies bleibt dabei, es habe „weniger Fahrzeuge“ geheißen – und er geht nach vorn: „Damit bricht ein weiteres Stück aus dem Kartenhaus der Autobahnbefürworter heraus. Das Argument, der Verkehr würde zunehmen und deshalb brauchen wir die Autobahn, fällt in sich zusammen. Die Prognosen für die Zunahme des Verkehrs bewahrheiten sich nicht. „Für Meihsies ist „unser Stuttgart 21 die A39 nach Wolfsburg – ein Milliardengrab ohne Nutzen für unsere Region“.
}}
=== 15. Dezember 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Raststättenkonzept der A39-Planer
|Headline=A-39-Parkplatz bei Barendorf
|Untertitel=Konzept für Rastanlagen mit sieben Standorten auf 105 Kilometer langer Strecke nach Wolfsburg
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2010-12-15.jpg|thumb|798px|center|'''Nahe Barendorf könnte in wenigen Jahren ein Parkplatz mit WC gebaut werden. Das sieht das Rastanlagenkonzept für die geplante A39 Lüneburg-Wolfsburg vor, das jetzt in Bad Bodenteich vorgestellt wurde.''' Foto: dpa]]
Die Planer der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg lassen sich derzeit von menschlichen Bedürfnissen leiten. Dirk Möller, Leiter der Lüneburger Landesbehö_rde für Straßenbau und Verkehr, hat gestern in Bad Bodenteich das Rastanlagenkonzept für die A39 vorgestellt. Eine Station soll nahe Barendorf entstehen.
Vorgesehen ist, an der 105 Kilometer langen Trasse zwischen Lüneburg und Wolfsburg zwei Tank- und Rastanlagen sowie fünf Parkplätze mit WC – sogenannte PWC-Anlagen – zu bauen. Die Tank- und Rastanlagen sollen Platz bieten für 250 Lkw und 100 Pkw, als Standort geplant sind Solchstorf bei Bienenbüttel und Wollerstorf nahe Wittingen. Die PWC-Anlagen sind ausgelegt für jeweils 50 bis 100 Lkw und 40 Pkw. Angesiedelt werden die Parkplätze in den Bereichen Barendorf, Rätzlingen, Kattien, des VW-Testgelände bei Ehra-Lessien sowie Jembke.
„Nachdem das Bundesverkehrsministerium dem Rastanlagenkonzept zugestimmt hat, haben wir die Aufgabe, auf dieser Grundlage detaillierte Entwürfe auszuarbeiten und diese in die Planungsabschnitte der A39 zu integrieren“, sagte Möller in Bad Bodenteich. Bei der Informationsveranstaltung dabei waren Vertreter der Landkreise Lüneburg, Uelzen und Gifhorn sowie der Gemeinden und Samtgemeinden, auf deren Gebiet die Anlagen angesiedelt werden sollen. Auch die angrenzenden Kommunen waren eingeladen.
In den nun folgenden Arbeitskreissitzungen zu den sieben Planungsabschnitten der A39 werden die jeweiligen Rastanlagen näher behandelt. Informationen zum Rastanlagenkonzept sowie Karten zu den einzelnen Standorten will die Landesbehörde auf ihren Internetseiten unter der Adresse [http://www.strassenbau.niedersachsen.de www.strassenbau.niedersachsen.de] bereitstellen.
}}
=== 16. Dezember 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Verschiebung der A39-Trasse im Bereich Elbe-Seitenkanal
|Headline=Planer verschieben A-39-Trasse
|Untertitel=Autobahn Lüneburg-Wolfsburg soll 400 Meter weiter östlich Richtung Barendorf verlaufen
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg/Barendorf
|Link=
|Text=Die Trasse der geplanten Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg rückt näher an Barendorf heran. Einen Tag nach der Vorstellung des Rastanlagenkonzeptes in Bad Bodenteich präsentierte die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Änderung der Linienführung im zweiten Planungsabschnitt der A39. „Die Abweichung von der ursprünglich festgelegten Trasse ist notwendig, um die Kreuzung mit dem Elbe-Seitenkanal (ESK) zu optimieren“, erklärte Behördenleiter Dirk Möller.
Damit setzen die Planer eine Auflage des Bundesverkehrsministeriums um. Bei der ursprünglichen Trassenführung
wäre die Brücke über den ESK länger, technisch aufwendiger und deshalb teurer geworden. Das Ergebnis ist eine um bis zu 400 Meter weiter östliche verlaufende Trassenführung. „Um die Brücke kürzer und günstiger bauen zu können, muss die Querung fast im rechten Winkel über den Kanal führen“, sagt Möller. Das bedeutet allerdings auch, dass die Trasse deutlich weiter nach Osten verschwenkt werden muss als bisher. „Anderenfalls können die Kurvenradien nicht eingehalten werden“, so der Behördenleiter.
Bei der Wahl der Verschwenkung habe es verschiedene Varianten gegeben. „Die Entscheidung war nicht einfach“, sagt Möller. Letztlich habe sich unter Abwägung aller Kriterien wie Schutz von Mensch und Umwelt, Wirtschaftlichkeit und Raumordnung die weiter nach Osten verlegte Trasse als die am besten geeignete erwiesen.
Neben der Frage des Brückenbaus hat der Arbeitskreis aber auch noch einmal die Frage der Rastplätze behandelt. Vorgesehen sind eine sogenannte PWC-Anlage (Parkplatz mit WC) südwestlich von Barendorf sowie eine Tank- und Rastanlage westlich von Solchstorf. Die PWC-Anlage bietet Platz für 50 bis 100 Lkw und 40 Pkw, Tank- und Rastanlage sind für 250 Lkw und 100 Pkw ausgelegt. Dem Arbeitskreis gehören Vertreter der Landkreise Lüneburg und Uelzen, der Stadt Lüneburg, der betroffenen Gemeinden, von Fachbehörden und Verbänden an.
- Der aktualisierte Trassenverlauf im Bereich der Gemeinde Barendorf kann voraussichtlich von Ende der Woche an im Internet unter [http://www.strassenbau.niedersachsen.de www.strassenbau.niedersachsen.de] eingesehen werden. Bis dahin will die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die überarbeiteten Karten ins weltweite Netz einstellen.
}}
=== 23. Dezember 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lüneburger A39-Begleitausschuss
|Headline=Ein Deckel gegen Verkehrslärm
|Untertitel=Begleitausschuss zur A 39 tagt das erste Mal – Anwohner fordern mehr Schutz
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2010-12-23.jpg|thumb|706px|right|'''Die Grafik zeigt, in welchem Bereich die künftige A39 in etwa überdeckelt werden soll. Schon heute rollen täglich mehr als 40 000 Autos über die Ostumgehung, die Anwohner sind von Lärm geplagt. Sie hoffen, dass es schon vorher Schutzmaßnahmen geben wird.''' Quelle: Stadt Lüneburg]]
Knapp 400 Meter lang soll der Deckel sein, der Anwohner in Lüne-Moorfeld zwischen Erbstorfer Landstraße und Blitzautomat vor dem Krach der künftigen Autobahn A39 schützen soll. Doch aus Sicht der Stadt fällt der Deckel zu kurz aus, um den Lärmpegel für alle Anlieger zu senken. Auch müssten an den Ein- und Ausfahrten Filteranlagen installiert werden, die Schadstoffe aus der Abluft des Tunnels ziehen – Forderungen, welche die Stadt gegenüber den Planern der Landesbehörde für Straßenbau durchsetzen möchte. Sie waren ein Thema bei der ersten Sitzung des Begleitausschusses zur A39, der am Dienstagabend im Haus der Feuerwehr tagte.
Wie berichtet, hat die Stadt das Gremium berufen, um Verbänden und Anliegern der umstrittenen Schnellstraße ein Forum zu geben. Auch Mitglieder der Ratsfraktionen sowie der Kreis und die Gemeinde Adendorf sind in dem 18-köpfigen Ausschuss vertreten. Unter Leitung von Verkehrsdezernent Markus Moßmann werden Forderungen gesammelt, die die Verwaltung dann gegenüber der Landesbehörde erhebt.
Moßmann erklärte, dass der Ausschuss ein informelles Gremium sei: Er habe keine Entscheidungsbefugnisse und auch keinen Einfluss auf die Planfeststellung der Landesbehörde. Er unterstrich, dass die Stadt für den Bau der Autobahn sei, sie „ist wirtschaftspolitisch sinnvoll“. Doch es gelte, die Folgen für Betroffene abzumildern.
Peter von Paris, der am Fuchsweg wohnt, und andere unterstrichen, dass sie Lärmschutz für diesen Bereich wünschen. Der wurde bislang verweigert mit der Begründung, es handele sich um das Sondergebiet Kaserne, daher bestehe kein Anspruch etwa auf Schutzwälle. Das wiederum können Anwohner nicht nachvollziehen, weil die Bebauung am Fuchsweg und auch in Richtung Dieselstraße schon seit den 50er-Jahren bestehe und damit älter sei als die Ostumgehung. Moßmann verwies auf eine Erklärung der Straßenbauverwaltung, nach der die Einschätzung als Sondergebiet beim Bau der A39 keine Rolle mehr spielen soll – ergo: Es wird einen Lärmschutz geben.
Neben der Autobahn treibt ein zweites Thema die Anwohner um. Da heute fast dreimal so viele Autos wie vor rund 30 Jahren prognostiziert über die Ostumgehung rauschen, nämlich rund 40 000 am Tag, haben sie im Bereich Lüne-Moorfeld schon jetzt Anspruch auf zusätzlichen Lärmschutz. Der Landkreis als zuständige Behörde betreibt ein entsprechendes Verfahren. Kreisrätin Monika Scherf sagte, mit einem Ergebnis sei voraussichtlich Ende Januar, Anfang Februar zu rechnen. Wie berichtet, hatte das Straßenbauamt bereits auf einer Seite offenporigen Asphalt einbauen lassen, der den Lärm senkt. Die Behörde hält es nach aktueller Aussage für ausreichend, nun auch die andere Fahrbahnseite damit auszustatten. Anwohner hingegen fordern mehr Schutz.
}}
=== 28. Dezember 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Klaus Wedekind/Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Dezember_2010#Landeszeitung_zum_L.C3.BCneburger_A39-Begleitausschuss|„Ein Deckel gegen Verkehrslärm“, LZ vom 23. Dezember]]
'''<big>Stillschweigen nährt Zweifel</big>'''
Ist die Wahl der Bürgervertreter im Begleitausschuss A 39 nach demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätzen abgelaufen?
In einer Demokratie und einem Rechtsstaat wie Deutschland ist es üblich, dass nach Wahlen die Namen der Kandidaten und die Anzahl der Stimmen, die sie erhalten haben, der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Üblicherweise erfolgt das in der Presse. Somit kann jeder nachvollziehen, warum jemand die Wahl gewonnen oder verloren hat.
Die Hansestadt Lüneburg hat bisher die Namen der Kandidaten für die Plätze der Bürgervertreter im Begleitausschuss A39 und die Anzahl der Stimmen, die sie erhalten haben, nicht offengelegt, obwohl die Stadt dies mit Schreiben vom 16.9. den wahlberechtigten Bürgern versprochen hat; obwohl die Wahl bereits im September erfolgt ist und obwohl der Begleitausschuss bereits am 21.12. getagt hat.
Wenn nun die Hansestadt Lüneburg die Kandidaten für die Wahl und ihre Stimmergebnisse nicht der Öffentlichkeit präsentiert, tauchen folgende Fragen auf:
1. Will die Stadtverwaltung verhindern, dass die Namen der Kandidaten bekannt werden?
2. Gibt es bei der Stadtverwaltung noch Unklarheit über die Anzahl der abgegebenen Stimmen?
3. Fürchtet die Stadtverwaltung, dass die Wahl angefochten wird?
}}
=== 31. Dezember 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Monika Zirzow/Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Dezember_2010#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_A39-Begleitausschuss_2|„Stillschweigen nährt Zweifel“, LZ vom 28. Dezember]]
'''<big>Objektive Prüfung des Ausschusses nötig</big>'''
Ist die Wahl der Bürgervertreter, die nicht in der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld (BI) organisiert sein sollen, haltbar? Die Hansestadt hat festgelegt, dass für den Wahlkreis Lüne-Moorfeld zwei Bürger in den Begleitausschuss einziehen sollen,
die nicht in der BI organisiert sind. Sie hat diese Vorgabe jedem Wahlberechtigten im Wahlkreis Lüne-Moorfeld sowohl
im Schreiben vom 2.9. als auch im Schreiben vom 16.9.2010 mitgeteilt. Die Hansestadt hat damit eine Bedingung festgelegt, die auch sie beachten muss. Sie muss sicherstellen, dass die beiden Bürgervertreter, die nicht in der BI
organisiert sein sollen, objektiv nicht in der BI organisiert sind. Sie muss eine objektive Prüfung an Hand von objektiven Kriterien durchführen, um ihrer eigenen Auflage zu genügen. Eine solche objektive Prüfung ist nur mit Hilfe einer Liste der Mitglieder der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld möglich. Die Hansestadt musste nach der Wahl erfahren, dass die BI ihr nicht die Mitgliederliste der BI zur Verfügung stellt. Aus der Landeszeitung vom 22.1. war zu entnehmen, dass die Hansestadt daraufhin die Kandidaten für die Besetzung der beiden Plätze für Bürgervertreter, die nicht in der BI organisiert sein sollen, um Meldung gebeten hat, dass sie nicht in der BI organisiert sind. Die Hansestadt hätte nun objektiv prüfen müssen, ob die Meldungen der befragten Kandidaten zutreffen, um ihrer eigenen Vorgabe zu genügen.
[[Bild:LZ_2010-12-31.jpg|thumb|436px|left|'''Die Besetzung des A39-Begleitausschusses sorgt in den betroffenen Stadtteilen für Diskussionen.''' Foto: A/be]]
Diese Prüfung konnte sie aber nicht durchführen, weil ihr dazu die Liste der Mitglieder der BI fehlte. Die mögliche Annahme der Hansestadt, dass alle Menschen ehrlich sind und immer ehrliche Meldungen abgeben, und dass solche Meldungen Basis für eine objektive Auswertung einer Wahl sein können, ist abwegig. Die Hansestadt hat dann zur 1. Sitzung des Begleitausschusses A 39 am 21.12. zwei Bürger für die Plätze von Bürgervertretern eingeladen, die nicht in der BI organisiert sein sollen, ohne objektiv zu wissen, dass diese nicht in der BI organisiert sind. Sie hat dadurch eine wesentliche Vorgabe für die Ermittlung des Wahlergebnisses einfach ignoriert und einfach ein Ergebnis präsentiert. In einer Demokratie und einem Rechtstaat wie Deutschland ist normalerweise eine Wahl, bei der eine wesentliche Vorgabe für die Ermittlung des Wahlergebnisses nicht erfüllt werden kann, nichtig.
Hier tauchen folgende Fragen auf: Warum gilt für die Hansestadt Lüneburg nicht der Rechtsgrundsatz, dass eine
Wahl, bei der eine wesentliche Vorgabe für die Ermittlung des Wahlergebnisses nicht erfüllt werden kann, nichtig ist?
Warum drängt keine der Parteien im Stadtrat die Stadtverwaltung dazu, diesen Rechtsgrundsatz zu beachten?
}}
bd299f770cead0e7f3813148340e25fe7bb27287
Keine A 39
0
1147
1308
2011-02-17T23:06:17Z
Jpfiedler
5
/* Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr */
wikitext
text/x-wiki
Diese Liste verzeichnet ausschließlich '''externe [[Link]]s'''.<br>Interne [[Link]]s zu bestimmten Artikeln auf unserer Internetseite siehe [[Spezial:Allpages|Artikelliste]] bzw. [[Themen]]übersicht.
* [[Einwände schreiben|Argumente gegen den Bau der A 39]]
{|
| [[Bild:Logo.jpg]] || __TOC__
|}
== Bürgerinitiativen gegen die A 39 ==
=== Regional ===
*[http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/einstieg.html Aktion Lebensberg: Nein zur A 39!]
*[http://www.lebensraum-scharnebeck.de/ Bürgerinitiativen Lebensraum Scharnebeck & contrA39 (Rullstorf, Boltersen)]
*[http://www.iga-wendischevern.de/ IGA (Interessengemeinschaft gegen den Autobahnbau), Wendisch Evern]
=== Überregional ===
* '''[http://www.keine-a39.de/ Dachverband der Bürgerinitiativen “Keine! A 39”]'''
*[http://www.buerger-gegen-autobahn.de/ Bürger gegen Autobahn, Bad Bevensen]
*[http://www.amelinghausen.de/betzendorf/a39.html Die Betzendorfer Initiative gegen die A 39]
*[http://www.emmendorf-gegen-a39.de/ BI Heitbrack-Emmendorf gegen die A 39]
*[http://www.grueneuelzen.de/autobahn-39.htm Grüne Uelzen]
*[http://www.liste-zukunft-uelzen.de Wählergemeinschaft KEINE A39 – Liste Zukunft (Uelzen)]
*[http://www.comlink.apc.org/bund/kg/uelzen/a39_bund1.html BUND Uelzen]
*[http://www.lbu-niedersachsen.de/ Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Niedersachsen e.V.]
== Kartenmaterial ==
=== Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ===
*[http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C12261826_N12260332_L20_D0_I5213350.html Auswahlliste Kartenmaterial zur Planung der Autobahn 39]
*[http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/43994 Übersichtskarte Vorzugsvariante]
*[http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/43995 Vorzugsvariante Lüneburg ('''15 MB''')]
== Allgemeine Web[[link]]s ==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_39 Die Bundesautobahn 39 in der Wikipedia]
* [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C9687971_N9682335_L20_D0_I5213350.html Informationen zur A 39 von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr]
*[http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/links.html Linksammlung der Aktion Lebensberg]
* [http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD]
'''Weitere Anti-Autobahn-Initiativen:'''
* [http://www.a-20.de/Frameset.htm Bürgerinitiative gegen den Bau der Westtrasse A20/A22]
* [http://www.a94-b12.de/ Aktionsgemeinschaft gegen die A94]
[[Kategorie:Keine A 39]]
623a0505a205df20b292a04802049f2713e4348f
Variantenvergleich
0
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2011-02-20T15:48:32Z
Detlef
6
/* Untervariantenvergleich GP 2-5 neu */
wikitext
text/x-wiki
__TOC__
== Eine Autobahn mitten durch Lüneburg hindurch? ==
Für Straßenplaner im 21. Jahrhundert offensichtlich kein Problem. Man vermeide allerdings in allen Unterlagen der sprechenden Begriff '''Stadtautobahn''' und verklausuliere ihn zu '''GP 2-5''', dann wird der betroffene Anwohner nicht so schnell hellhörig. GP 2-5 bedeutet in diesem Zusammenhang: Autobahnteilstück in Lüneburg zwischen den Gelenkpunkten 2 (Lüneburg Nord) und 5 (Lüneburg Süd). Untervariantenvergleich bedeutet: Wo genau durch Lüneburg soll die Trasse verlaufen?
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Lüneburg hat "im Rahmen der Untersuchung zur Linienfindung der A39 im Raum Lüneburg, März 2007" den '''"Untervariantenvergleich GP 2-5 neu"''' durchgeführt und veröffentlicht und damit ihr erstes [[Klostertrasse|Ergebnis (März 2006)]] ins Gegenteil verkehrt. Woher nur dieser plötzliche Sinneswandel? Poltitische Vorgaben? Man darf spekulieren. Hier nun die aktualisierten Unterlagen:
{| {{tabelle auto}}
|-
| '''Zitat:'''
== Untervariantenvergleich GP 2-5 neu ==
Im Rahmen eines Untervariantenvergleiches zur Findung der [[Vorzugsvariante]] wurden
im Bereich der Stadt Lüneburg die [[Klostertrasse|Varianten 502]] und 503 gegenübergestellt.
Beide Varianten beginnen im Norden Lüneburgs am Gelenkpunkt 2 auf der heutigen
[[Ostumgehung]] (B 4).
[[Variante 502]] verlässt diese nach einem kurzen Abschnitt Richtung Süden, verläuft
weiter südwestlich der heutigen Umgehung und trifft in Gelenkpunkt 5 in Höhe des
Stadtteiles Neu Hagen wieder auf die [[Ostumgehung]]. Bei Realisierung der [[Klostertrasse|Variante 502]] wird die B 4 zwischen den Gelenkpunkten 2 und 5 vollständig zurückgebaut.
[[Variante 503]] greift weitestgehend den Verlauf der [[Ostumgehung]] Lüneburgs im Zuge
der B 4 auf. Im Bereich Moorfeld verlässt sie aufgrund der heute vorhandenen engen
Radien die Trasse der B 4. Verbunden mit der [[Variante 503]] ist damit der Eingriff in
die vorhanden Bebauung.
Durch beide Varianten ergeben sich erhebliche Beeinträchtigungen für die betroffene
Bevölkerung. Nachteilig bei [[Variante 503]] ist neben dem Eingriff in die vorhandene
Bebauung auch die Verlärmung des dicht besiedelten Stadtteiles Moorfeld, wohingegen
dieser Stadtteil bei Realisierung der [[Klostertrasse|Variante 502]] durch den Rückbau der B 4
entlastet wird.
Südwestlich der [[Klostertrasse|Variante 502]] befindet sich in einer Entfernung von etwa 300 m das
bedeutsame Benediktinerinnen-Kloster Lüne. Weiterhin tangiert [[Klostertrasse|Variante 502]] das in
Planung befindliche Wohngebiet Schlieffenpark. Bei Verwirklichung der [[Klostertrasse|Variante 502]]
entfällt die Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße, wodurch sich im nachgeordneten
Straßennetz (Bockelmannstraße, Erbstorfer Landstraße) im Vergleich zur [[Variante 503]] höhere Verkehrsbelastungen ergeben.
Als Ergebnis des gesamtplanerischen Variantenvergleiches war die [[Klostertrasse|Variante 502]] zu
bevorzugen, die als Bestandteil der [[Vorzugsvariante]] in das [[Raumordnungsverfahren]]
eingebracht wurde.
Die Stadt Lüneburg hat im [[Raumordnungsverfahren]] eine umfassende Stellungnahme
abgegeben, die drei einzelne Gutachten zu den Themen Verkehr, Städtebau und
Schalltechnik beinhaltet.
Die Raumordnungsbehörde greift daneben auch die Stellungnahmen des Landkreises
Lüneburg und anderer auf und fordert die NLStBV auf, die Mitnutzung der [[Ostumgehung]]
Lüneburg im gesamten Abschnitt zwischen den Gelenkpunkten 2 und 5
als Autobahn nochmals detailliert zu untersuchen.
Dafür wurde die Unter[[variante GP 2-5/1]], bestehend aus dem Abschnitt 502 als Bestandteil
der [[Vorzugsvariante]], mit der Unter[[variante GP 2-5/2]], bestehend aus dem
neuen Abschnitt 586, verglichen.
Aufgrund der Stellungnahme der Stadt Lüneburg im laufenden [[Raumordnungsverfahren]]
wurde die Verkehrsuntersuchung auf Anforderung der Raumordnungsbehörde
aktualisiert.
Diese aktualisierte Verkehrsuntersuchung wurde für den neuen Vergleich der Untervarianten
[[Variante GP 2-5/1|GP 2-5/1]] und GP 2-5/2 im Rahmen der UVS herangezogen. Dazu wurde
die schalltechnische Untersuchung überarbeitet. Außerdem wurde eine detaillierte
Untersuchung der straßenverkehrsbedingten [[Luftschadstoffe]] (Stickstoffdioxid NO<sub>2</sub>
und [[Feinstaub]] [[PM10]]) durchgeführt und in den Vergleich aus Sicht der UVS eingestellt.
=== UVS ===
In Tabelle 1 werden alle Rangfolgen, die im Rahmen der schutzgutbezogenen Variantenvergleiche
ermittelt wurden, gegenübergestellt. Die dargestellten Schutzgüter
sind sowohl in ihrer Umwelterheblichkeit als auch in ihrer Entscheidungserheblichkeit
nicht gleichgewichtig.
Für die nachfolgende Entscheidung über die umweltfachlich günstigere Variante sind
die Schutzgutbereiche Erholen, Landschaft und Klima/Luft nicht von Relevanz, da
beide Varianten erhebliche Umweltauswirkungen von annähernd gleichem Umfang
verursachen.
Tabelle 1: Zusammenfassung der schutzgutbezogenen Variantenvergleiche GP 2-5
[[Bild:GP2-5-Tab-1.jpg]]
[[Bild:GP2-5-Tab-1_2.jpg]]
Für eine Linienführung im Ballungsraum Lüneburg ist die Wohn- und Wohnumfeldfunktion
im [[Schutzgut Mensch]]en besonders relevant. Hier ergeben sich durch beide
Varianten erhebliche Beeinträchtigungen der anliegenden Bevölkerung. Sowohl die
Gebäudelärmzählung als auch die Flächenbilanzierung betroffener Wohnbereiche
kommen zu dem Ergebnis, dass vor dem Hintergrund der Gesamtlärmsituation im
Nordosten von Lüneburg [[Variante GP 2-5/1]] die günstigere Variantenführung ist. [[Variante GP 2-5/1]] führt insbesondere in Moorfeld zu deutlichen Entlastungen der bisher
und im Prognose-Null-Fall durch die B 4 betroffenen Bevölkerung. Bei [[Variante GP 2-5/2]] ergeben sich nach derzeitigem Planungsstand auch Verringerungen der Lärmbelastung
oberhalb des Grenzwertes von 49 dB(A) nachts für Moorfeld und den Schlieffenpark.
Bei einer insgesamt gleich bleibenden Anzahl betroffener Gebäude wird
dementsprechend ein größerer Anteil zwischen 45 und 49 dB(A) nachts belastet werden.
Die trotz der aktiven Lärmschutzmaßnahmen an den [[Variante GP 2-5/1|Varianten GP 2-5/1]] und GP 2-5/2 verbleibenden Grenzwertüberschreitungen können bei beiden Varianten durch passive
Lärmschutzmaßnahmen entschädigt und somit das erforderliche Schalldämmmaß
der Innenräume erreicht werden. Durch eine optimierte Anordnung und Ausgestaltung
sowie differenziertere Berechnung der aktiven Schallschutzmaßnahmen können
die Betroffenheiten ggf. noch weiter verringert werden. Dies wird im Zuge der
weiteren Entwurfsbearbeitung geprüft.
Im Vergleich zur Vorbelastung (Prognose-Null-Fall) kann durch geeignete lärmtechnische
Maßnahmen sichergestellt werden, dass sich die Lärmbelastung bei [[Variante GP 2-5/2]] im Bereich Moorfeld nicht verschlechtert oder sogar verbessert.
Dennoch kommen sowohl die Gebäudelärmzählung als auch die Flächenbilanzierung
betroffener Wohnbereiche zu dem Ergebnis, dass [[Variante GP 2-5/1]] für die
Wohnbereiche und den siedlungsnahen Freiraum im Nordosten von Lüneburg die
günstigere Variantenführung ist.
Die Grenzwerte gemäß 22. [[BImSchV]] für die relevanten Schadstoffe PM10 und NO<sub>2</sub>
können bei beiden Varianten durch technische Maßnahmen eingehalten werden, so
dass keine gesundheitsrelevanten Auswirkungen auf den Menschen zu erwarten
sind.
Des Weiteren kann mit dem vollständigen Rückbau der B 4 bei Realisierung der [[Variante GP 2-5/1]] zwischen den Gelenkpunkten 2 und 5 die derzeitige Zerschneidung
der Wohnbereiche von Moorfeld wieder vollständig aufgehoben werden. Die zentrale
Zerschneidung der Neuen Forst wird ebenso aufgehoben. [[Variante GP 2-5/2]] führt in
Moorfeld aufgrund der erforderlichen 6 m hohen Lärmschutzwände zu weiteren visuellen
Beeinträchtigungen, die über das Maß der derzeitigen Zerschneidungswirkungen
durch die B 4 hinausgehen.
Insgesamt liegen beim Schutzgutvergleich [[Schutzgut Mensch|Menschen]] – Wohnen die Vorteile bei [[Variante GP 2-5/1]].
Bei allen weiteren Schutzgütern ist [[Variante GP 2-5/2]] zum Teil deutlich günstiger, da
sie die Trasse der B 4 nutzt und damit nicht zu Neubelastungen führt wie [[Variante GP 2-5/1]].
Insbesondere der Verlust an wertvollen Buchen- und Eichen-Mischwäldern im Lüner
Holz sowie die Zerschneidung von Funktionszusammenhängen des Klosters Lüne
Raumordnungsverfahren der A 39 Wolfsburg – Lüneburg – Untervariantenvergleich GP 2-5 neu
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Lüneburg
mit dem Lüner Holz und dem Wassersystem der Mühlenteiche führen zu vergleichsweise
hohe Auswirkungen der [[Variante GP 2-5/1]].
Aufgrund der Gegenläufigkeit insbesondere der Schutzgutbereiche Wohnen zu
Pflanzen und Kultur- und Sachgüter sowie der Tatsache, dass auch bei Variante
GP2-5/2 keine zusätzlichen Belastungen oder sogar Entlastungen von Moorfeld im
Vergleich zum Prognose-Null-Fall zu erwarten sind und die Einhaltung der Grenzwerte
durch geeignete lärmtechnische Maßnahmen sichergestellt werden können, werden
die [[Variante GP 2-5/1]] und GP 2-5/2 als gleichwertig aus gesamtumweltfachlicher
Sicht beurteilt.
=== Landwirtschaft ===
Ein Vergleich aus landwirtschaftlicher Sicht entfällt aufgrund der Trassenführungen
im Stadtgebiet, die keine landwirtschaftlich genutzten Flächen beanspruchen.
=== Kosten ===
Tabelle 2: Kostenvergleich GP 2-5
{| {{tabelle}} | a || b | 1 || 2
|-
| Variante || Kosten<br>[Mio. €] || Kosten<br>[%]
|-
| GP 2-5/1 || 27,476 || 100
|-
| GP 2-5/2 || 21,855 || 80
|}
In den Kosten für [[Variante GP 2-5/1]] sind die Kosten in Höhe von € 0,93 Mio. für den
Rückbau der bestehenden B 4 enthalten.
Bei [[Variante GP 2-5/2]] sind für den Umbau der bestehenden B 4 zur Autobahn
(RQ 29,5) bezogen auf die Streckenlänge Kosten in Höhe von 3,1 Mio. €/km angesetzt
worden.
Insgesamt verursacht Variante GP 2-5/2 mit ca. 22 Mio. € geringere Kosten und ist
aus dieser Sicht zu bevorzugen.
=== Verkehr ===
Bei Realisierung der [[Variante GP 2-5/1]] entfällt die Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße.
Die Berücksichtigung der erhöhten Verkehrsbelastung nach dem Gutachten der Stadt Lüneburg führt zu erheblichen Mehrbelastungen auf der Erbstorfer Landstraße westlich der heutigen B 4 (+7.200 Kfz/24h). Ebenso führt die [[Variante GP 2-5/1]] zu erheblichen Mehrbelastungen auf der Bockelmannstraße zwischen A 39 und
Erbstorfer Landstraße (+7.300 Kfz/24h) sowie in den Knotenpunkten Bockelmannstraße/
Reichenbachstraße/ Am Schifferwall und Am Schifferwall/ Lünertorstraße/
Schießgrabenstraße. Diese Mehrbelastungen erfordern eventuell bauliche Anpassungen
an den Knotenpunkten, die aufgrund der beengten Platzverhältnisse (Bebauung,
Gewässer) nur bedingt umsetzbar sind.
Beide Knotenpunkte sind allerdings schon heute stark belastet. Bereits für die Verkehrsbelastung
des Prognose-Nullfalls (ohne Bau der A 39) sind Anpassungen der
Knotenpunkte erforderlich.
Bei Mitnutzung der [[Ostumgehung]] als A 39 durch [[Variante GP 2-5/2]] ergeben sich in
den genannten Bereichen des untergeordneten Straßennetzes ebenfalls Mehrbelastungen,
die aber nicht so gravierend sind (maximal +900 Kfz/24h), da alle vorhandenen
Anschlussstellen aufrecht erhalten werden können.
=== Gesamtvergleich ===
Tabelle 3: Gesamtvergleich GP 2-5
{| {{tabelle}}
|-
|Variante || UVS || Landwirtschaft || Kosten || Verkehr
|-
|GP 2-5/1 || 0 || 0 || - || -
|-
|GP 2-5/2 || 0 || 0 || + || +
|}
Aus Sicht aller betrachteten Belange ist '''[[Variante GP 2-5/2]]''' zu bevorzugen.
----
Quelle: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Lüneburg: Untervariantenvergleich GP 2-5 neu vom März 2007, mit den folgenden Einzeldokumenten:
# [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44473 Gesamtvergleich, PDF-Datei, 8 Seiten]
# [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44475 Umweltverträglichkeitsstudie, PDF-Datei, 30 Seiten]
# Kartenmaterial zu den Auswirkungsprognosen [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44484 Mensch: Wohnen, Klima/ Luft, Kultur- und Sachgüter], [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44485 Mensch: Erholen, Landschaft], [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44478 Pflanzen, Tiere: Amphibien/ Rotwild]
|}
== Links ==
* INGENIEURBÜRO für IMMISSIONSSCHUTZ, Dipl.-Ing. Volker Meyer:<br> [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579215_L20.pdf Schalltechnische Untersuchung zum Variantenvergleich im Bereich Lüneburg]<br>im Auftrag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, vorgelegt am 23. März 2007.<br>Kernaussage: "''Für die Gesamtlärmsituation von Lüneburg ist [[Variante 502]] daher schalltechnisch die günstigste Lösung."''
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
7f39a043141a62a3817886cefae2341884783011
Lärm
0
1059
1132
2011-04-26T21:32:33Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
[[Bild:Laermschutz.jpg]]
[[Bild:Laermkarte Moorfeld.jpg|thumb|370px|[[Bild:Laermkarte Legende.jpg|left]]'''Auszug aus der Lärmkarte des Landes Niedersachsen''' [http://www.umweltkarten.niedersachsen.de/Laerm/].<br>Die Karte basiert auf den Zählungen und Berechnungen aus dem Jahr 2005.
]]
Das Thema Lärm ist eins der zentralen Themen, die uns hier in Moorfeld beschäftigen. Erschreckend ist die Tatsache, dass Grenzwerte auf Basis von durchschnittlichen Jahres-Lärmwerten ermittelt werden. Bezogen auf die Temperatur hahen wir in Lüneburg ca. 9 Grad durchschnittliche Jahrestemperatur - die 35 Grad im Sommer und -20 Grad im letzen Winter sind da auch schon drin. Temperatur kann man allerdings messen, Geräusche zu messen ist da schon wesentlich komplizierter. Um die nicht so triviale Berechnung ein wenig besser zu verstehen habe ich diesen sehr interressanten Link http://www.dalaerm.de des '''Deutschen Arbeitsrings für Lärmbekämpfung''' gefunden. Man beachte auch den '''db-Rechner''' unter dem gleichnamigen Menüpunkt.
== Leserbrief in der LZ zum Thema ==
http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/presse/2006-04-15-landeszeitung-02.gif
<br>
=Die Maßeinheit für Lärm=
Lärm wird [http://de.wikipedia.org/wiki/Dezibel Dezibel]
gemessen. Um dem Frequenzgang des menschlichen Gehörs zu berücksichtigen, werden [http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzbewertung Bewertungsfilter] verwendet. Auf dem Gebiet des Lärmschutzes wird die A-Bewertung verwendet, daher die Abkürzung db(A).<br>
<br>
Es handelt sich um eine logarithmische Skala, ein Dezibel ist ein zehntel Bel.<br>
Die Wahrnehmbarkeitsschwelle ist als ein Schalldruck von 1 definiert, was log(1) = 0 Bel = 0 dB entspricht.<br>
Man errechnet für den doppelten Schalldruck: log(2) Bel = 10 · log(2) dB = 3 dB<br>
Verdoppelt man den Schalldruck beispielsweise ausgehend von 60 dB, erhält man: <br>
10 · log(2 · 10 <sup>( 60 : 10 )</sup> ) dB = 10 · log(2 · 10 <sup>6</sup>) dB = 10 · log(2000000) dB = 10 · 6,3 dB = 63 dB.<br>
Der von einer Straße abgegebene Lärmpegel erhöht sich also bei Verdoppelung des Verkehrs um ca. 3 dB(A), der Höreindruck ist aber nicht doppelt so laut, sondern nur etwas lauter. Erst eine verzehnfachung des Verkehrs und damit eine Änderung des Lärm-Pegels um 10 dB(A) bewirkt einen doppelt hohen Lautstärke-Eindruck.<br>
=Grenzwerte für Lärm=
Lärmgrenzwerte beziehen sich auf Mittelungspegel am Tag (6:00 Uhr - 22:00 Uhr) und in der Nacht (22:00 Uhr bis 6:00 Uhr). Spitzenwerte wirken sich zwar auf den mittleren Lärmpegel aus, werden aber durch längere leisere Zeiträume kompensiert.<br>
Die laut [http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_16/ 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (16. BImSchV)] gültigen Lärm-Grenzwerte für reine und allgemeine Wohngebiete sowie Kleinsiedlungsgebiete betragen 59 dB(A) tagsüber und 49 dB(A) nachts.<br>
<br>
Die Lärmwerte werden grundsätzlich nicht gemessen, sondern aus Verkehrszahlen, Verkehrs-Zusammensetzung (LKW-Anteil) und Topologie (Höhenprofile von Landschaft, der Gebäuden, Lärmschutzwällen und -wänden) errechnet.<br>
Die Berechnungsvorschrift findet sich in [http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_16/anlage_1_8.html Anlage 1 zu §3 der 16. BImSchV].
<br>
=Die Lüneburger Ostumgehung im Bereich Moorfeld=
Schalltechnische Untersuchung aus dem Planfeststellungsverfahren der Ostumgehung von 1981: <br>
Im Bebauungsplan ist Moorfeld als reines und allgemeines Wohngebiet, sowie als Kleinsiedlungsgebiet eingestuft. Damit galten die Lärm-Immissions-Grenzwert von 60 dB(A) tagsüber und 50 dB(A) nachts. In allgemeinen Wohngebieten galten Grenzwerte von 65 dB(A) tagsüber und 55 dB(A) nachts.<br>
Die heutigen Berechnungsvorschriften sind etwas genauer als die damaligen. Die damaligen Grenzwerte für reine und allgemeine Wohngebiete sowie für Kleinsiedlungsgebiete entsprechen heute 62 dB(A) tagsüber und 52 dB(A) nachts.<br>
Laut Information des Hamburger Rechtsanwalts Günther bei der Informationsveranstaltung im Erbstorfer Restaurant "Lim's" am 20.2.2009 billigen Gerichte eine Überschreitung der Lärmgrenzwerte von bis zu 2,1 dB(A). Wenn es lauter ist, muss durch zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen die Einhaltung der damaligen Grenzwerte sichergestellt werden. Wenn es mehr als 3 dB(A) lauter ist, muss der Lärm sogar auf das Niveau abgesenkt werden, das für heutige Straßen-Neubauten gilt.<br>
Im [[Media:BVG_Urteil_2007_03_07.pdf|Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7.3.2007]] liegt die Grenze bei 3 dB(A) über dem "damaligen, nach methodisch korrekter Prognose zu erwarteten Beurteilungspegel", bei "Überschreitung der so genannten enteignungsrechtlichen Zumutbarkeitsschwelle" auch niedriger. Nach dem Urteil ist bei der Dimensionierung nachträglicher Lärmschutzmaßnahmen grundsätzlich das aktuell gültige Recht anzuwenden.<br>
==Verkehrsstärke==
Bei der Angabe von Verkehrszahlen gibt es zwei Kenngrößen:<br>
DTV: durchschnittliche täglicher Verkehrsstärke<br>
DTVW: durchschnittliche werktägliche Verkehrsstärke<br>
Bei Lärmberechnungen gemäß [http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_16/anlage_1_8.html Anlage 1 zu §3 der 16. BImSchV] wird wie oben erwähnt zwischen Tag (6:00 Uhr - 22:00 Uhr) und Nacht (22:00 Uhr bis 6:00 Uhr) unterschieden, dabei aber nicht ein durchschnittlicher Werktag betrachtet, sondern der Durchschnitt über alle Tage betrachtet. <br>
Bei den Lärmberechnungen im Planfeststellungsverfahren für die Lüneburger Ostumgehung 1981 wurde von einer DTV von 15000 Kfz/Tag ausgegangen. Bei dieser Verkehrsstärke und den damals realisierten Lärmschutzmaßnahmen wurde den Berechnungen zu Folge die damaligen Grenzwerte eingehalten.<br>
Bei einer Verkehrszählung des Landes Niedersachsen wurde 2005 auf der Lüneburger Ostumgehung zwischen B 216 (Dahlenburger Landstraße) und K 53 (Erbstorfer Landstraße) eine DTV von 37200 Kfz/Tag, zwischen K 53 und B 209 (Adendorf) eine DTV von 40600 Kfz/Tag gezählt. <br>
2008 wurden durch das Land Niedersachsen Lärmkarten veröffentlicht, die auf den Zahlen von 2005 basierten. Die Stadt Lüneburg kritisierte, dass nicht die bereits vorhandenen Berechnungen mit Daten aus dem Jahr 2007 verwendet wurden.
[[Presseberichte_Mai_2008#Landeszeitung_zu_den_vom_Land_Niedersachsen_ver.C3.B6ffentlichten_L.C3.A4rmkarten|Pressebericht (Landeszeitung 6.5.2008)]]
Die Zahlen von 2007 liegen der Stadt Lüneburg angeblich vor, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erklärte jedoch, 2007 hätte es nur eine eintägige Plattenzählung in eine Richtung gegeben, die der Geschwindigkeitsüberprüfung diente und für Lärmberechnungen keine Aussagekraft besäße.
Hier der [[Media:Emailwechsel_Verkehrszahlen_2007.pdf|Emailwechsel mit dem Versuch, die Verkehrszahlen von 2007 zu erfragen]].
Die [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C52964104_L20.pdf Tischvorlage zur Projektkonferenz] A 39 - [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C52960637_N9684233_L20_D0_I5213350 Abschnitt 1] vom 22.1.2009 in Lüneburg nennt zwischen K 53 und B 209 für 2005 eine DTV von 43000 Kfz/Tag, zwischen K 53 und der Anschlussstelle Bleckeder Landstraße 42000 Kfz/Tag.<br>
Eine zusätzliche Zählung im September 2008, im Bereich Moorfeld ergab eine DTV von 37941 Kfz/Tag. Es wurde aber nicht verraten, ob zwischen den Anschlussstellen Adendorf und Ebensberg oder zwischen den Anschlussstellen Ebensberg und Stadtkoppel gezählt wurde.
==Lärmwerte==
Laut Mitteilung der Stadt Lüneburg (die Zahlen wurden durch Politiker des Lüneburger Stadtrates an die BI Lüne-Moorfeld übermittelt) betragen die aktuellen Lärmwerte im Bereich Moorfeld (berechnet aus einer Verkehrszählung im September 2008) 69,4 dB(A) tagsüber und 62 dB(A) nachts.<br>
Laut Mitteilung des Leiters der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Herrn Möller, gegenüber der Lüneburger Landeszeitung betragen die Lärmwerte in Moorfeld aktuell
[[Presseberichte_Juni_2009#Landeszeitung_zur_L.C3.A4rmsanierung_f.C3.BCr_die_Ostumgehung_im_Bereich_Moorfeld|(LZ, 13.6.2009)]] 72,3 dB(A) tagsüber und 65,8 dB(A) nachts.<br>
Hierbei handelt es sich um die Emissionspegel direkt an der Straße, nicht um die durch Lärmschutzmaßnahmen geminderten grenzwertrelevanten Mittelungspegel im Wohngebiet.<br>
Die Lärmkarten des Landes Niedersachsen weisen für die Ostumgehung einen Emmisionspegel von mehr als 75 db(A) aus (siehe Lärmkarte ganz oben).<br>
Die im Planfeststellungsverfahren von 1981 für das Jahr 2000 prognostizierten Emissonspegel im Bereich Moorfeld betrugen 69,4 dB(A) tagsüber und 62 dB(A) nachts. Damals wurden dann die Lärmschutzwälle so dimensioniert, dass an den meisten Wohnhäusern die Grenzwerte von 60/50 dB(A) eingehalten wurden. Einige Häuser bekamen zusätzlich passiven Schallschutz (siehe [[Ostumgehung#Planung_der_sogenannten_Ostumgehung|Planfeststellungsbeschluss Abschnitt 1 der Ostumgehung]]).
==Offenporiger Asphalt==
Bei der Sanierung der Fahrbahnoberfläche der Lüneburger sogenannten Ostumgehung im Bereich Moorfeld in Richtung Süden im Juli 2009 wurde offenporiger Asphalt verwendet. Laut Umweltbundesamt reduziert dieser Asphalt den Lärm um etwa 7 dB(A) ([http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2006/pd06-047.htm hier lesen]). Die Poren setzen sich aber nach einiger Zeit zu, die Dämpungswirkung lässt nach. Laut [http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_16/anlage_1_8.html Anlage 1 zu §3 der 16. BImSchV] sind für dauerhaft wirksamen offenporigen Asphalt 3 dB(A) anzurechnen. Aufgrund der inzwischen erfolgten technischen Entwicklung der Straßenbeläge dürfen heute laut einem [[Media:verkehrsministerium20090331.pdf|Rundschreiben des Bundesverkehrsministriums]] für 8 Jahre 5 dB(A) angerechnet werden. <br>
Da offenporiger Asphalt auf der Lüneburger Ostumgehung im Bereich Moorfeld im Juli 2009 nur in einer Fahrtrichtung aufgetragen wurde, liegt die Lärmreduzierung bei deutlich weniger als 3 dB(A).<br>
<br>
== Planfeststellungsverfahren ==
Durch den Landkreis Lüneburg wurde ein Planfeststellungsverfahren für ergänzende Lärmschutzmaßnahmen an der Lüneburger Ostumgehung im Bereich Moorfeld eingeleitet. Die '''Planfeststellungsunterlagen''' wurden im August 2009 für vier Wochen in Bereich Umwelt der Stadt Lüneburg öffentlich ausgelegt:
[[Media:1. Erläuterungsbericht.pdf|1. Erläuterungsbericht]]
[[Media:2. Liste Grenzwertüberschreitungen.pdf|2. Liste der Grenzwertüberschreitungen]]
[[Media:3. Prognose 2015.pdf|3. Prognose 2015]]
[[Media:4. Berechnung West.pdf|4. Berechnung West]]
[[Media:5. Berechnung Ost.pdf|5. Berechnung Ost]]
[[Media:6. Anliegerplan.pdf|6. Anliegerplan]]
Außerdem gab es in den Planungsunterlagen
* ein Inhaltsverzeichnis
* Ein zweiseitiges Merkblatt mit den gesetzlichen Hintergründen
* Eine Übersichts-Karte
* Eine Liste mit allen Messpunkten, auch ohne Grenzwertüberschreitungen (ca. 20 Seiten, die Einträge daraus mit Grenzwertüberschreitungen sind oben unter Punkt 2 aufgeführt.)
Gegen diese Pläne konnten bis zum 16. September 2009 '''Einwendungen''' erhoben werden.
[[Media:20090911_Einwendung_Constien.pdf| Einwendung von Volker Constien]]
[[Media:20100125_Stellungnahme_Landkreis.pdf| Stellungnahme des Landkreises Lüneburg]]
Am 24.02.2010 fand ein Erörterungstermin statt, siehe
[[Presseberichte_Februar_2010#Landeszeitung_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.22L.C3.A4rmschutz_Ostumgehung.22_2 | Pressemeldung]]
== Tempo 80 auf der Ostumgehung? ==
Auf Antrag des Kreistags befasst sich der Verkehrsausschuss des Rates der Hansestadt Lüneburg mit dem Thema "Tempo 80 auf der Ostumgehung". Die Stadt hat dazu vorab Stellungnahmen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Polizei eingeholt.
Näheres (auch Links zur Vorlage und zu den Stellungnahmen) in der [[Presseberichte_November_2009#Landeszeitung_zu_den_Stellungnahmen_der_Beh.C3.B6rden_zum_Vorschlag_Tempo_80_auf_der_Ostumgehung|Pressemeldung]].
== Planfeststellung ==
Im vorliegenden Planfeststellungsbeschluss wurde vor allem zu dem Kritikpunkt des unzureichenden Prognosehorizonts (2015) das Zugeständnis gemacht, dass in dem Fall, dass der Bau der A39 bis zum 30.6.2015 nicht begonnen wurde, eine neue Untersuchung mit dem Prognosehorizont 2025 vorgelegt wird.
In Absprache mit Rechtsanwalt Günter wurde auf eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss verzichtet, so dass die beschlossenen Maßnahmen zügig umgesetzt werden können (siehe [[Presseberichte_April_2011#Landeszeitung_zum_erg.C3.A4nzenden_L.C3.A4rmschutz_an_der_Ostumgehung|Pressemeldung]]).
= Weblinks =
* [https://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/anlagen/vlschr97.pdf VLärmSchR 97- Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen auf www.Umweltbundesamt.de]
* [http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/anlagen/bimschg.pdf Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz - BImSchG) auf www.Umweltbundesamt.de]
* [[Media:Stadta39laerm.pdf|Stadt Lüneburg (Auftraggeber); Bonk - Maire – Hoppmann GbR (BMH): Stellungnahme zur schalltechnischen Untersuchung Bereich Lüneburg]]
* INGENIEURBÜRO für IMMISSIONSSCHUTZ, Dipl.-Ing. Volker Meyer:<br> [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579215_L20.pdf Schalltechnische Untersuchung zum Variantenvergleich im Bereich Lüneburg]<br>im Auftrag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, vorgelegt am 23. März 2007.<br>Kernaussage: "''Für die Gesamtlärmsituation von Lüneburg ist [[Variante 502]] daher schalltechnisch die günstigste Lösung."''
* [http://www.bund.net/verkehr/themen/themen_5/themen_7.htm Material zum Thema beim BUND]
* [http://www.dalaerm.de Deutscher Arbeitsring für Lärmbekämpfung]
* [[Diskussion:L%C3%A4rm|LROP u. Lärmschutz s. Landesplanerische Feststellung, S. 109, 184.]]
* [http://www.umweltbundesamt.de/verkehr/laerm/strassen-und-schienen-verkehr.htm#rg Umweltbundesamt: Straßenverkehrslärm (Lärmwirkung, gesundheitliche Folgen erhöhter Lärmbelastung, Entschädigungen, Richt- und Grenzwerte für die Geräuschimmissionen des Straßenverkehrs, Lärmminderung im Straßenverkehr)]
* [http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/090429_laerm_awi.asx ZDF-Sendung "Unerhörter Lärm" aus der Reihe Abenteuer Wissen, 29.04.2009]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
d192142caf36ed07fbcd77edbedb7c04a2d5b988
Presseberichte Mai 2011
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2011-05-16T19:55:56Z
Volker
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Die Seite wurde neu angelegt: {{Pressekopf}} ---- === 13. Mai 2011 === {{Presseartikel |Quelle=LZ |Thema=zur Position der Grünen |Headline=„Die A 39 wird schöngerechnet“ |Untertitel=Grüne L...
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 13. Mai 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Position der Grünen
|Headline=„Die A 39 wird schöngerechnet“
|Untertitel=Grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte lehnt Autobahnbau ab und setzt stattdessen auf Ausbau der B 4
|Autor=kre
|Ort=Lüneburg/Bienenbüttel
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2011-05-13.jpg|thumb|400px|right|'''Die Botschaft, die Enno Hagennah und Miriam Staudte beim Diskussionsabend in Bienenbüttel rüberbrachten, ist eindeutig: Die Grünen lehnen den Bau der A39 ab.''' Foto: nh]] Die Grünen kämpfen weiter gegen den Bau der geplanten Autobahn 39. „Wir brauchen keine Investitionen in Straßenneubau, sondern in Schienen- und Wasserwege“, betonte jetzt der verkehrspolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Enno Hagennah während einer Podiumsdiskussion am Mittwochabend im Gasthaus Moritz in Bienenbüttel. Rund 70 Zuhörer waren der Einladung der grünen Kreistagsfraktionen aus Lüneburg und Uelzen gefolgt. Mit dabei war auch die Lüneburger Landtagsabgeordnete Miriam Staudte. „Die ökologischen Schäden dieser Autobahn sowie der immense Flächenverbrauch sind wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen. Die A39 wird schön gerechnet“, kritisierte die Grüne – und erläutert im LZ-Interview, wie sie die Realisierungschancen des Projektes einschätzt.
<b><big> Interview </big></b>
> Grüne diskutieren mit Grünen über den Bau der A39: Was soll da an neuen Positionen herauskommen?
Miriam Staudte: Es war auch ein Vertreter der Bürgerinitiative Hohnstorf 2011 mit auf dem Podium. Uns ging es vor allem darum, Informationen und Argumente zu liefern, warum die Autobahn grundsätzlich abzulehnen ist. Die Debatte kann nicht nur darum gehen, die geplanten Rastplätze zu verlegen. Wir schätzen die Chancen als ausgesprochen gut ein, das A-39-Projekt in Gänze zu verhindern.
> Sie nähren die Hoffnung, dass die A39 sowieso nicht zu realisieren ist. Warum also so eine Veranstaltung?
Staudte: Es ist wichtig, den politischen Druck aufrecht zuerhalten. Bislang steht die A39 noch im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes. Da müssen bei der Neuauflage 2015 endlich Konsequenzen gezogen werden. Das heißt, die A39 muss zurückgestuft werden, weil die Entwicklung der Kosten und des Nutzen-Kosten-Verhältnisses absolut gegen die A39 sprechen.
> Stattdessen propagieren die Grünen den Ausbau der B4 und des öffentlichen Personennahverkehrs. Wie aber wollen Sie den Anwohnern an der stark belasteten Bundestraße erklären, dass es noch lange dauern kann, bis sie entlastet werden?
Staudte: Der Ausbau der B4 mit besseren Überholmöglichkeiten – also der 2+1-Lösung bei den Spuren – muss natürlich einhergehen mit einer Maut für die B4. Denn nur so können wir verhindern, dass Lkw weiter auf die B4 ausweichen. Die Pendler-Problematik müssen wir dadurch lösen, dass bessere Überholmöglichkeiten geschaffen werden.
> Ist der Bau der A39 überhaupt noch realistisch?
Staudte: Ich glaube, die Chancen stehen immer noch 50 zu 50. Auch wenn die Finanz-Kalkulation absolut gegen den Bau der Autobahn spricht. Die Kosten für das Projekt sind geradezu explodiert, von Anfangs 437 Millionen auf jetzt schätzungsweise 800 Millionen Euro. Einige sprechen sogar von Kosten in Höhe von einer Milliarde Euro. Trotzdem sind die großen Volksparteien offiziell immer noch vehemente Verfechter des A-39-Baus. Uns muss es deshalb gelingen, auch hier die Reihen aufzubrechen. Das wird auch eine wichtige Aufgabe der Bürgerinitiativen vor Ort sein.
> Wenn bei der nächsten Landtagswahl die Grünen Regierungsverantwortung übernehmen, ist der Stopp der A39 dann das erste, was auf die Agenda der neuen Regierung kommt?
Staudte: Selbstverständlich! Das wird eine unserer ersten Forderungen sein. Übrigens genauso, wie das Aus für die anderen unsinnigen Autobahnprojekte wie die A22.
}}
=== 13. Mai 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Bundesverwaltungsgerichts-Urteil gegen die A14-Planung
|Headline=A-14-Pläne fehlerhaft
|Untertitel=Teilerfolg für BUND vor Bundesgericht
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Regionalgruppe Ostheide des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) bewertet das Teilergebnis einer Klage des Umweltverbands BUND gegen das Land Sachsen-Anhalt als weiteres ermutigendes Signal für die Verhinderung „der überflüssigen und umweltzerstörerischen A14“ (Schwerin-Magdeburg). Auch die mit der Planung der A14 verbundenen Projekte A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) sowie die Querspange B190n zwischen Salzwedel und Bodenteich kämen dadurch weiter ins Hintertreffen.
Das Bundesverwaltungsgericht hatte einen Vergleich angeregt, wonach einerseits die Ortsumgehung Colbitz gebaut werden könnte. Es hatte andererseits aber auch die gesamten weiteren Planungs-Abschnitte der A14 für fehlerhaft erklärt, weil diese jeweils mit „Verlängerungs-Stummeln“ über die Grenzen der eigentlichen Abschnitte hinausreichten. Über die eigentlichen Klagepunkte des BUND hinsichtlich falscher Verkehrsdaten und der Beeinträchtigung von Naturschutzgebieten wird das Gericht später entscheiden.
}}
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Presseberichte April 2011
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2011-05-16T19:59:04Z
Volker
4
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 2. April 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Planung der A39
|Headline=Vorentwurf für A 39-Abschnitt steht
|Untertitel=Arbeitskreis erörtert Tunnel-Pläne an der Ostumgehung Mitte April
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Vorentwurfsplanung der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg ist im ersten Abschnitt so gut wie abgeschlossen. Damit stehen auf der 7,6 Kilometer langen Trasse von Lüneburg Nord bis zur Bundesstraße 216 die Details fest, mit denen die federführende Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in das Planfeststellungsverfahren gehen will.
Bei einer Arbeitskreissitzung Mitte April werden die Pläne noch einmal mit den Vertretern von Stadt und Landkreis Lüneburg sowie den betroffenen Gemeinden erörtert. Der Tunnel im Zuge der heutigen Ostumgehung wird ein zentrales Thema sein. Das teilte gestern Behördenleiter Dirk Möller mit.
Anschließend gehe der Vorentwurf über Hannover an das Bundesverkehrsministerium.
„Mit dem 'Gesehen-Vermerk' des Ministeriums können wir die Planfeststellungsunterlagen einreichen“, sagte Möller. Mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens rechnet der Behördenleiter im Frühjahr 2012, der Planfeststellungsbeschluss für Abschnitt eins solle im Herbst 2013 vorliegen. Mit dem Bau der A39 könne dann nach einer vierwöchigen Frist begonnen werden, mögliche Klagen hätten normalerweise keine aufschiebende Wirkung.
Inzwischen sind laut Möller alle sieben Abschnitte der 105 Kilometer langen A39 in der Vorentwurfsplanung. Gestern wurden in Uelzen die Details für den letzten Abschnitt festgezurrt. Dabei wurde die ursprünglich linienbestimmte Trasse wegen eines Nattervorkommens im Bereich Oetzendorf bei Uelzen um 350 Meter nach Westen verschoben.
Geprüft wird derzeit von der Landesbehörde der Antrag der Stadt Uelzen, die ursprünglich bei Solchstorf geplante Tankund Rastanlage nach Rätzlingen nahe Uelzen zu verlegen. Mit einem Ergebnis rechnet Möller im Mai oder Juni. Allerdings stellte Behördenleiter klar: „Selbst wenn die Tank- und Rastanlage an einen anderen Standort kommt, werden wir bei Solchstorf eine kleinere Park- und WC-Anlage einplanen.“ Anders sei die geforderte Mindestzahl an Lkw-Stellplätzen im Raum südlich Lüneburg nicht zu erreichen.
}}
=== 14. April 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Vorentwurf des A39-Abschnitts 1
|Headline=Der erste Schritt zum Tunnel
|Untertitel=Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr stellt Ergebnisse der Vorentwurfsplanungen für A 39 vor
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Tunnel für die Lüneburger Stadt-Autobahn nimmt Formen an: Er wird 398 Meter lang, geht von der Abfahrt Erbstorfer Landstraße Richtung Norden bis kurz vor die Radwegebrücke. Diese und andere Ergebnisse der Vorentwurfsplanungen für die Autobahn 39 im Bereich der Stadt Lüneburg stellte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg gestern auf einer Arbeitskreissitzung Vertretern der Stadt, des Landkreises, umliegender Gemeinden sowie beteiligter Behörden vor.
Die aktuellen Planungen gehen in die entscheidende Phase. Bis Ende Mai will die Landesbehörde den Vorentwurf für den ersten, 7,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Lüneburg-Nord und der B216 fertiggestellt haben. „Danach geben wir die Unterlagen über das niedersächsische Wirtschaftsministerium zum Bundesverkehrsministerium. Mit dem ,Gesehen-Vermerk' des Ministeriums können wir dann die Planfeststellungsunterlagen einreichen“, erläutert Behördenleiter Dirk Möller.
[[Bild:LZ_2011-04-14.jpg|thumb|526px|left|'''Die Karte zeigt die Linienführung der geplanten A39. Zwischen der Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße und der nördlich davon gelegenen Brücke für Radfahrer soll der Tunnel entstehen, der ähnlich wie auf der A93 im Stadtgebiet von Regensburg (kleines Bild) in Etappen gebaut werden soll.''' Grafik: nh, Foto: dpa]]
Da sich der erste Abschnitt größtenteils auf der Ostumgehung befinde, seien die Planungen während der Vorentwurfsphase schon sehr konkret gewesen. „Berlin muss aber noch grünes Licht geben“, sagt A39-Projektleiterin Annette Padberg. Eventuelle Änderungen würden in die Planfeststellungsunterlagen eingearbeitet. Mit dem Vorentwurf ist die technische Planung abgeschlossen. Damit weiß die Landesbehörde auch, „wo wir über die vorhandene Ostumgehung hinaus gehen müssen. Ein konkreter Grunderwerbsplan wird aber erst mit den Planfeststellungsunterlagen zur Verfügung stehen“.
Als wichtige Punkte der Planung nennt Möller den Tunnel im Bereich Moorfeld sowie die Verlegung der B216 in Richtung Süden, „um die Auf- und Abfahrtsrampen der A39 sowie die Einmündung mit der L 221 und die Gewerbegebietsstraßen besser anbinden zu können“.
Der 398 Meter lange Tunnel hat die Breite der vierspurigen Autobahn. Entstehen soll er als ein zweizelliges Rahmenbauwerk mit Mittelwand. Mindesthöhe 4,70 Meter. Möller: „Gebaut werden soll abschnittsweise. Erst die eine Seite, dann die Mittelwand, schließlich die andere Seite.“ Dadurch könne der Verkehr während der Bauzeit weiter fließen. Da es eine grundsätzliche Entscheidung seitens des Bundesverkehrsministerium für einen Tunnel im Bereich Moorfeld gebe, geht Möller davon aus, „dass dieser nicht wieder in Frage gestellt wird“.
Aus Richtung Süden kommend wird der Tunneldeckel auf Geländehöhe der angrenzenden Grundstücke liegen. Da das Areal gen Norden abfällt, ragt er in dem Bereich weiter raus. Laut Möller werde mit dem Projekt nicht nur ein erheblicher Lärmschutz erzielt, sondern es bringe auch städtebaulich Vorteile. Der Deckel könne begrünt werden, Fußwege könnten darauf entstehen.
Neben dem Tunnel sind weitere Lärmschutzeinrichtungen wie Wälle und Wände entlang des 7,6 Kilomter langen Teilstücks geplant. „Außerdem wird von der Ilmenaubrücke bis zum Anschluss der B4 sogenannter Flüsterasphalt eingebaut. Der schluckt den Lärm an der Quelle, sodass Abrollgeräusche gemindert werden“, erklärt Möller. Ergebnis aller Maßnahmen sei, dass die Lärmimmissionen durch die A39 im Stadtgebiet auf ein „sehr geringes Maß“ reduziert werden könnten.
Den Planungsstand gibt's ab Montag auf www.strassenbau.niedersachsen.de im Internet.
'''So geht es weiter:'''
Liegt der „Gesehen-Vermerk“ des Bundesverkehrsministeriums vor, kann die Landesstraßenbaubehörde die Planfeststellungsunterlagen einreichen. Ab jetzt ist für das Projekt bereits „vorzeitiger Grunderwerb“ möglich.
* Das Planfeststellungsverfahren beginnt für den Abschnitt 1 voraussichtlich im Frühjahr 2012. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover prüft die Unterlagen.
* Die Planunterlagen werden in den an der Trasse liegenden Gemeinden ausgelegt. Bürger können diese einsehen.
* Einwendungen gegen das Projekt können sowohl Bürger als auch Institutionen und Verbände stellen.
* Eine Erörterung, in der die Einwender und Träger öffentlicher Belange ihre Bedenken vortragen können, findet in der Regel im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens statt.
* Der Planfeststellungsbeschluss wird erteilt, nachdem Erkenntnisse aus den Einwendungen und der Erörterung geprüft und in die Pläne eingearbeitet wurden (im Abschnitt 1 zirka Herbst 2013). Dieser entspricht einer Baugenehmigung. Erst jetzt kann dagegen geklagt werden.
* Mit dem Bau dürfte nach einer vierwöchigen Frist sofort begonnen werden. Klagen haben normalerweise keine aufschiebende Wirkung. Allerdings können Kläger versuchen, gegen den Sofortvollzug zu klagen.
* Die Finanzierungszusage durch den Bund ist aber neben dem Planfeststellungsbeschluss unbedingte Voraussetzung für den Baubeginn. Der Bau der A39 muss im Straßenbauplan aufgeführt werden. Über die Aufnahme entscheiden Bundesregierung und Bundestag. Die Bauleistungen werden dann ausgeschrieben, der Bau kann beginnen.
}}
=== 18. April 2011 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu den Kosten der A39 ====
{{LB|Hans-Christian Friedrichs, Landes-Vize VCD, Reppenstedt}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_April_2011#Landeszeitung_zum_Vorentwurf_des_A39-Abschnitts_1|„Der erste Schritt zum Tunnel“, LZ vom 14. April]]
'''<big>A 39-Tunnel bleibt ein Traum</big>'''
Reden wir mal über die Kosten. Zunächst waren 437 Millionen Euro für die A 39 veranschlagt, dann 660 Millionen.
Der vom VCD prognostizierte Betrag in Höhe von einer Milliarde Euro ist vom Verkehrsministerium auch nicht dementiert worden. Eine neue Autobahn kostet heute nicht fünf oder zehn Millionen Euro pro Kilometer, sondern seit 2006 muss mit mindestens 27 Millionen Euro pro Kilometer gerechnet werden, belegt durch eine Studie der Bundesfachkommission Verkehrspolitik des CDU-Wirtschaftsrates. Das wären für die A 39 gut und gerne 2,5 – 3 Milliarden Euro Bau- und Nebenkosten. Daraus resultierte ein tatsächliches Nutzen-Kosten-Verhältnis unter 1, also unwirtschaftlich.Dann käme noch der in Lüneburg erträumte Tunnel für X Millionen Euro, der mehr die Moorfelder Gemüter als die Straße beruhigen soll. Einen Tunnel bekommen aber nicht mal die Hamburger mit einer wesentlich stärker befahrenen A 7 und weitaus höheren Grundstückswerten. Wer glaubt da in Lüneburg eigentlich noch an den Osterhasen, der goldene Eier legt? Sprechen wir es deutlich aus: Je mehr die A 39 kosten wird, desto unwahrscheinlicher wird sie.
}}
=== 21. April 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum ergänzenden Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Asphalt soll nur noch flüstern
|Untertitel=Passiver und aktiver Lärmschutz an der Ostumgehung wird bereits dieses Jahr umgesetzt – Baustart im Sommer
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Deutlich schneller als erwartet, können die Lärmschutzmaßnahmen an der Lüneburger Ostumgehung umgesetzt werden. Bereits in den Sommerferien soll offenporiger sogenannter Flüsterasphalt auf einer Länge von rund einem Kilometer in Fahrtrichtung Hamburg aufgebracht werden. „Ursprünglich hatten wir frühestens im kommenden Jahr mit dem Maßnahmenbeginn gerechnet“, sagt Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenba und Verkehr in Lüneburg.
Nach Abschluss des erforderlichen ergänzenden Planfeststellungsverfahrens durch den Landkreis Lüneburg Ende Januar, hatte es keine Klagen gegen das Projekt gegeben. „Jetzt haben wir Rechtssicherheit“, erklärt Möller. Neben aktiven Lärmschutzmaßnahmen wie dem Aufbringen des Flüsterasphalts können nun auch passive Maßnahmen wie der Einbau von Schallschutzfenstern und Lüftern starten.
[[Bild:LZ_2011-04-21.jpg|thumb|707px|center|'''Während der Sommerferien soll die Fahrbahndecke auf der Ostumgehung in Fahrtrichtung Hamburg zwischen der Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße und der Bahnlinie abgetragen und durch sogenannten Flüsterasphalt ersetzt werden.''' Foto: t&w]]
Erneuert wird die Fahrbahndecke von der Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße bis zur Bahnstrecke Lüneburg-Lübeck, die knapp einen Kilometer nördlich unter der Ostumgehung hindurchführt. Für die Arbeiten veranschlagt Möller rund fünf bis sechs Wochen in den Sommerferien (7. Juli bis 17. August). „Wieviel der Einbau des offenporigen Asphalts kostet, lässt sich erst sagen, wenn die Ausschreibungsangebote vorliegen“, erklärt der Behördenleiter.
Bereits 2009 war die Gegenfahrbahn saniert, vorsorglich mit Flüsterasphalt ausgestattet worden. Die Mehrkosten für das ein Kilometer lange Teilstück bezifferte Möller damals auf 150 000 bis 200 000 Euro. Die Maßnahme mindere den Lärmpegel um sechs bis acht Dezibel bei einer Nutzungsdauer von acht Jahren.
Passiver Lärmschutz kann nach den Berechnungen der Landesbehörde in Ober- und Dachgeschossen an 28 Gebäuden vorwiegend im Bereich Lüne und Moorfeld erforderlich werden. Nach Ostern nehmen Mitarbeiter eines beauftragten Ingenieurbüros Kontakt zu den Eigentümern auf, erörtern mit ihnen das Vorgehen.
Laut Möller wird zunächst die aktuelle Lärmsituation in den Häusern geprüft. Die Pflicht des Bundes zur Lärmvorsorge greift, wenn auch in den Gebäuden Grenzwerte überschritten werden. „Das hängt von Alter, Ausstattung und Zustand der Häuser ab“, sagt der Behördenleiter.
In den meisten Gebäuden werden wohl belüftete Schallschutzfenster eingebaut. „In wenigen Fällen kann eine neue Außendämmung erforderlich werden.“ Die Kosten übernimmt laut Möller zu 100 Prozent der Bund. Die Eigentümer haben nur die Pflicht, mindestens drei Angebote für den Einbau der Lärmschutzmaßnahmen einzuholen und an die Landesbehörde weiterzureichen. Die dafür erforderliche Ausschreibung erstellen die Ingenieure, die zuvor den Ist-Zustand in den Gebäuden ermittelt haben.
* Häuser, für die Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen sind, werden ausgewiesen im ergänzenden Planfeststellungsbeschluss Ostumgehung, Seiten 36 bis 39. Einzusehen sind die Unterlagen beim Landkreis Lüneburg, Auf dem Michaeliskloster 4, 21335 Lüneburg.
}}
7e17a88dd2b12a4b55ce4d7ffef8e421c7d068e0
Presseberichte Januar 2011
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2011-05-16T20:01:40Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 5. Januar 2011 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Martin Knoop, Lüneburg}}
{{Kasten|1=Leserbriefe: „Stillschweigen nährt Zweifel“ und „Objektive Prüfung des Ausschusses nötig“, LZ vom 28. und 31. Dezember
'''<big>Unbegründetes Misstrauen</big>'''
[[Bild:LZ_2011-01-05.jpg|thumb|345px|right|'''Im Bereich Moorfeld soll die A39 einen Deckel als Lärmschutz erhalten. Im Vorfeld tobt der Streit über den Begleitausschuss.''' F.: A/ta]]
Woher nehmen diese Leserbriefschreiber nur ihre Informationen über die sogenannte Begleitausschusswahl?
Mit dem von Frau Zirzow zitierten Brief vom 2. September der Hansestadt Lüneburg an die Anwohnerinnen und Anwohner der betroffenen Wohngebiete hat die Hansestadt (Herr Moßmann) die betroffenen Bürger gebeten, eine Vertreterin oder einen Vertreter für die Mitwirkung am Begleitausschuss zu benennen, mit der Maßgabe, dass diese Personen aus dem betreffenden Wohngebiet bzw. Stadtteil stammen sollen, und das bei keiner Festlegung, dass diese Personen nicht zusätzlich in der BI Lüne-Moorfeld organisiert sein sollen. Diese Eingrenzung erfolgte erst mit Schreiben vom 16. September.
Sämtliche, von den interessierten Anwohnern vorgeschlagenen, benannten Bewerber sind nicht in der BI-Lüne-Moorfeld. Das Misstrauen, welches nun von u. a. nicht betroffenen Bürgern gegenüber den Vertretern bzw. ihren Vertretern sowie der BI-Lüne-Moorfeld und der Hansestadt Lüneburg entgegengebracht wird, ist wegen der schriftlichen Versicherung der benannten Personen unbegründet.
Eine Mitgliederliste von der BI zu fordern, würde im Rahmen einer Gleichbehandlung auch dazu führen, dass u. a. der ADAC, die SPD, der ADFC, die CDU etc. auch ihre Mitgliederlisten bekannt geben müssten. Diese Forderung widerspricht jeglichem Datenschutz. Es gibt auch Menschen, die nicht im ADAC sind und ihn doch nutzen! Ich kann mir denken, dass es durchaus Begleitausschussmitglieder gibt, die z. B. als Vertreter einer politischen Partei benannt wurden und dennoch im ADAC Mitglied sind. Ich schlage vor, dass sich die Leserbriefschreiber, bevor sie weiterhin unrichtige Behauptungen aus dem Schreiben der Stadt aufstellen, diesen Brief erst einmal aufmerksam lesen. Eventuell könnte hier auch eine Klarstellung der Hansestadt hilfreich sein.
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=== 15. Januar 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Planung des Bau-Ablaufs der A39
|Headline=Vierspurig durch Großbaustelle
|Untertitel=Ausweichstrecken fehlen bei geplantem Ausbau der Ostumgehung zur A 39
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2011-01-15.jpg|thumb|798px|right|'''Vor rund eineinhalb Jahren ist die Fahrbahndecke auf der Ostumgehung in Richtung Uelzen erneuert worden. Zweispurig musste der Verkehr durch die Baustelle geführt werden. Beim geplanten Umbau zur A39 sollen es grundsätzlich vier Spuren sein.''' Foto: A/t&w]]
Täglich rollen rund 38 000 Fahrzeuge über die Ostumgehung – Tendenz steigend. Wird ab 2014 auf dieser Trasse tatsächlich die Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg gebaut, scheint das Verkehrschaos programmiert. Umleitungsstrecken gibt es nicht, weiträumig ausweichen können nur wenige Fahrer. Wo aber bleibt der Verkehr?, wollte die LZ von Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, wissen.
Möllers Antwort ist einfach: „Auf der Ostumgehung.“ Auch wenn die Detailplanung noch aussteht, der Behördenleiter das Ziel der Planer nur „unter Vorbehalt“ nennt, bleibt es doch ehrgeizig. „Die vierspurige Verkehrsführung soll grundsätzlich beibehalten werden“, sagt Möller. An Engstellen wie Moorfeld ist dieses Ziel während der gesamten Bauzeit nicht zu erreichen. Das weiß auch der Chef der Planer: „Zeitweise werden wir dort den Verkehr auf zwei oder drei Spuren durch die Baustelle führen müssen.“
Als zusätzliche Entlastungsmaßnahme will Möller die Lüneburger Großbaustelle im niedersächsischen Straßennetz weiträumig ausweisen, den überregionalen Verkehr auf der Autobahn 7 halten oder auf diese Strecke lotsen. Entsprechende Schilder können schon an der A2 bei Hannover stehen.“ Prognosen über die Dauer des möglichen Umbaus der Ostumgehung zur A39 will der Chef-Planer derzeit noch nicht abgeben. „Das wäre reine Spekulation“, sagt Möller. Verlässliche Aussagen seien erst möglich, wenn die Planung abgeschlossen sei.
Die Überlegungen zur Verkehrsführung während der Bauphase auf der Lüneburger Ostumgehung setzen bei der Fahrbahnbreite an. „Die A39 ist so geplant, dass bei zwei regulären Spuren in einer Fahrtrichtung ein vierspuriger Baustellenverkehr eingerichtet werden kann – Standstreifen eingerechnet“, erklärt Möller. Beträgt die Fahrbahnbreite auf der Ostumgehung insgesamt rund acht Meter in eine Richtung, sind bei der A39 zwölf Meter einschließlich Standstreifen vorgesehen. Deshalb gilt für die Straßenbauer die alte Volksweisheit: Aller Anfang ist schwer.
Denn für eine vierspurige Verkehrsführung ist unter anderem bei Moorfeld zu Beginn der Arbeiten kein Platz. Zunächst müssen auf einer Seite die alten Lärmschutzwäne abgerissen, Platz für neue, breitere Autobahn-Fahrspuren geschaffen und die Wände des Tunnels neu errichtet werden Erst vor rund einem Jahr hatte das Bundesverkehrsministerium den Forderungen aus der Region nachgegeben und einen rund 400 Meter langen Tunnel für den Bereich zwischen Erbstorfer Landstraße und Blitzautomat genehmigt.
„Haben wir erstmal eine Fahrtrichtung auf Autobahnbreite ausgebaut, lässt sich der Verkehr ohne Probleme vierspurig durch die Baustelle führen“, sagt der Behördenleiter. Dann wird die Gegenrichtung in Angriff genommen. Steht auch die zweite Tunnelwand, kann schon bald der Deckel zugemacht werden. „Der Entwurf ist zwar noch nicht abschließend fertig, aber wahrscheinlich ist, dass es zwischen beiden Fahrtrichtungen noch eine Tunnelwand geben wird“, erklärt Möller.
Wie der Tunnel ins Landschafts- und Stadtbild eingepasst wird, steht noch nicht fest. Aber der Behördenleiter geht davon aus, „dass es über den Deckel hinweg eine Verbindungsmöglichkeit zwischen Ost und West gibt“. Wege könnten damit direkt über die Tunneldecke verlaufen. Doch bis dahin werden die Planer noch viele knifflige Probleme lösen müssen, und die Gegner versuchen, das Projekt doch noch zu stoppen.
}}
=== 22. Januar 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplanten Lärmschutz für die Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Stadt plant Tempolimit auf Ostumgehung
|Untertitel=Erlass macht den Weg frei für mehr Lärmschutz durch Flüsterasphalt und Schallschutzfenster
|Autor=ahe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2011-01-22.jpg|thumb|164px|right|'''80 km/h für Autos, Tempo 60 für Lkw auf der Ostumgehung, das ist das Ziel der Stadt.''' Foto: A/t&w]]
Für die Anwohner der Ostumgehung soll es leiser werden. Der Landkreis Lüneburg hat jetzt den Planfeststellungsbeschluss für nachträglichen Lärmschutz im Abschnitt zwischen Artlenburger und Erbstorfer Landstraße erlassen. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, dass der Bund als Eigentümer der
Straße Flüsterasphalt auf die Fahrbahnen aufbringen kann und Anwohner in Ober- und Dachgeschossen neue Schallschutzfenster einbauen lassen können. Die Stadt plant zudem – auch auf Empfehlung des Kreises – ein Tempolimit: Autos sollen in dem Bereich künftig nicht schneller als 80, Lkw maximal 60 km/h fahren dürfen.
Der städtische Verkehrsdezernent Markus Moßmann kündigt an: „Wir werden die Polizei und die Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr beteiligen. Bis zum Beginn der Sommerferien wollen wir so weit sein.“ Das Tempolimit sei
zwar kein dauerhafter Weg zu mehr Lärmschutz, komme wohl aber als Übergangslösung infrage, und zwar längstens bis zum Bau der A39. Weil der Effekt einer Begrenzung von jetzt 100 auf 80 km/h für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar sei, peile die Verwaltung für Laster die 60 km/h an. Zudem sei ein Tempolimit schnell und kostengünstig zu realisieren.
Das nachträgliche ergänzende Planfeststellungsverfahren trägt der Tatsache Rechnung, dass immer mehr Autofahrer
die Ostumgehung nutzen, und zwar in einer Zahl, die in dem ursprünglichen Verfahren nicht annähernd prognostiziert war.
}}
=== 27. Januar 2011 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Christel Groppe, Adendorf}}
{{Kasten|1=Leserbriefe zum A39-Begleitausschuss
'''<big>Chefsache A 39</big>'''
Ich beobachte mit großem Interesse die Umstände um die Wahl der Mitglieder des Begleitausschusses A 39 im Wahlkreis Lüne-Moorfeld, weil ich einmal dort gewohnt habe. Mir fällt dabei auf, dass Frau Giese in ihrem Leserbrief Oberbürgermeister Mädge gefragt hat, ob die Wahl korrekt abgelaufen ist. Offensichtlich gibt es Anlass zu
dieser Frage.
Offensichtlich wird Oberbürgermeister Mädge als eine Instanz angesehen, die für eine Lösung der anstehenden Probleme sorgen kann. Normalerweise müssten Herr Mädge oder sein Pressesprecher etwas dazu
sagen. Das passiert aber nicht.
Statt dessen antwortet immer Herr Martin Knoop, der sich durch seine Leserbriefe aus
meiner Sicht als Führungsmitglied der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld zu erkennen gegeben hat. Ich denke, dass es für Oberbürgermeister Mädge Zeit ist, eine Lösung zu suchen, die alle zufriedenstellt.
}}
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Presseberichte Juni 2011
0
1196
1406
2011-06-26T20:44:43Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 10. Juni 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Geschwindigkeitsbescränkung auf der Ostumgehung
|Headline=Immer Ärger mit OPA
|Untertitel=Offenporiger Asphalt auf der Ostumgehung bremst auch Wochen nach einem Unfall den Verkehr
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2011-06-10.jpg|thumb|526px|right|'''Seit 2009 reduziert offenporiger Asphalt auf der Ostumgehung bei Moorfeld den Verkehrslärm. Nun hängt ausgelaufenes Öl auf 50 Meter Länge in dem Material fest, gilt in dem Bereich Tempo 70.''' Foto: t&w]] Ende April platzt auf der Ostumgehung der Reifen eines mit Bier beladenen Sattelschleppers aus Tschechien. Der 20 Jahre alte Fahrer verliert die Kontrolle über den Zug, der Lkw rammt die Leitplanke und stellt sich quer. Stundenlang blockiert der Schlepper beide Fahrspuren in Richtung Uelzen, Diesel und Öl laufen aus. Sechs Wochen später fährt Uwe Höhn aus Erbstorf wie gewohnt fast täglich über die Ostumgehung – und wundert sich. Noch immer warnen Schilder vor der Ölspur zwischen den Anschlussstellen Adendorf und Ebensberg, gilt in dem Abschnitt Tempo 70.
Dabei ist die Leitplanke längst repariert, sind auch sonst keine Spuren des Unfalls mehr zu sehen. „Sind die Schilder vergessen worden?“, fragt sich Höhn. „Nein“, sagt Dirk Möller, Leiter der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Zwar sind die sichbaren Unfallfolgen beseitigt, geblieben aber sind die unsichtbaren Probleme – mit dem offenporigen Asphalt.
Im Sommer 2009 ist die Ostumgehung in Richtung Uelzen saniert, als vorgezogene Lärmschutzmaßnahme auf 1,2 Kilometer Länge offenporiger Asphalt eingebaut worden. OPA nennen ihn die Straßenbauer, Flüsterasphalt heißt das Material im Volksmund. Im Zuge der Lärmschutzdiskussion an der Ostumgehung sind Vorteile oft genannt, Nachteile aber nur am Rande erwähnt worden: Sechs bis acht Dezibel Schall schluckt der OPA, verbessert die Sicht bei Regen erheblich. Doch wegen der offenporigen Struktur ist das Material mit einer Nutzungsdauer von acht Jahren lange nicht so haltbar, wie herkömmlicher Asphalt. Warum, zeigt der Unfall im April.
Durch die offenen Poren drang das auslaufende Öl tief in den Asphalt ein, Ölbinder der Feuerwehr und Bier von der Ladung des Unfall-Lkws kamen hinzu. „Je schneller OPA gereinigt wird, desto besser“, sagt Möller. Nur dauerten die Bergungsarbeiten Ende April länger als drei Stunden. Im Rückblick urteilt der Behördenleiter: „Vermutlich hat das Öl-, Binder- und Bier-Gemisch die Poren verklebt, reichte die mechanische Spülung nicht aus, um die Fahrbahndecke nachhaltig zu reinigen.“ In der Folge kann bei Regen immer noch ein gefährlicher Öl-Mix auf die Fahrbahn gespült werden, für Aquaplaning sorgen. Deshalb gilt weiter Tempo 70 zwischen Adendorf und Ebensberg, wird vor der Ölspur gewarnt. Und das mindestens bis zu den Sommerferien.
Normalerweise saugt laut Möller im Laufe der Zeit der rollende Verkehr das Öl aus dem Asphalt. Ist das in den kommenden Wochen nicht der Fall, muss der Asphalt an der Unfallstelle auf 50 Meter Länge und acht Meter Breite erneuert werden. Glück im Unglück hat die Landesbehörde, weil mit den Sommerferien der OPA-Einbau in der Gegenrichtung beginnt. „Damit sind Maschinen und Material bereits vor Ort, dadurch wird die Reparatur günstiger“, sagt Möller. Wie teuer die wird, kann er noch nicht sagen, doch die Rechnung zahlen muss aus seiner Sicht die Versicherung des Unfallverursachers. „Und der steht eindeutig fest.“
Zum Regelfall wird der Austausch der etwa fünf Zentimeter dicken Deckschicht aus Sicht des Behördenleiters zwar nicht werden. Doch mit Verweis auf die A2 bei Hannover sagt Möller: „Dass OPA wegen Verunreinigungen erneuert werden muss, ist nicht ungewöhnlich.“ Denn Lärmschutz und bessere Sicht bei Regen gehen zulasten der Haltbarkeit.
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=== 25. Juni 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Vorstellung der Planungen im A39-Begleitausschuss
|Headline=A-39-Deckel ist Anwohnern zu kurz
|Untertitel=Kritik aus Moorfeld und Ebensberg im Begleitausschuss
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Deckel ist den Anwohnern zu klein: Er müsse weitere Teile abdecken, um Anlieger in Lüne-Moorfeld und am Fuchsweg vor dem Lärm der geplanten Autobahn 39 zu schützen. Das wurde erneut deutlich, als am Donnerstag der Begleitausschuss zur A39 im Glockenhaus tagte. Auf der einen Seite soll der Tunnel ein Stück hinter der Fußgängerbrücke zwischen Dehmelweg und Gerhart-Hauptmann-Straße beginnen. Die Brücke selbst soll abgerissen werden, Fußgänger und Radler sollen künftig über das begrünte Tunneldach laufen können. Auf der anderen Seite endet der Deckel an der Erbstorfer Landstraße. Die Stadt, aber auch Bürgervertreter im Ausschuss, forderten eine Verlängerung der Röhre.
Wie berichtet, hat die Stadt den Begleitausschuss ins Leben gerufen, um Bedenken von Bürger aufgreifen zu können. Diese Vorschläge und Kritik leitet die Verwaltung weiter an die Landesbehörde für Straßenbau. Im Ausschuss erläuterten Dezernent Markus Moßmann und die Fachbereichsleiter Straßenbau und Umwelt, Karl-Heinz Rehbein und Volker Schulz, die aktuellen Pläne.
<b>Bürger fordern Staubfilter</b>
Der Tunnel soll 399 Meter lang werden. Eine entscheidende Zahl, denn laut Richtlinien muss er ab 400 Meter über ein Notausgangs- sowie ein Filtersystem für Abgase verfügen. Ein Anliegen von Stadt und Bürgervertretern liegt darin, unabhängig von der Länge den Einbau von Filtern zu erreichen. So führen Bürgervertreter an, dass die Belastung von Fein- und Feinststäuben gesundheitsbelastend ist.
Laut Prognosen sollen künftig über die A39 im Stadtbereich täglich zwischen knapp 58 000 und 61 500 Fahrzeuge rollen, rund 20 000 mehr als heute, darunter deutlich mehr Lastwagen. Das bedeutet mehr Lärm. Zum einen sollen Bauarbeiter zwischen Ilmenaubrücke und Flugplatz offenporigen Asphalt schütten, er „schluckt“ Geräusche. Aber auch Wälle und Schutzwände sollen Krach reduzieren. An der Erbstorfer Landstraße wäre eigentlich acht Meter Höhe nötig, doch dann würden Anwohner im Dunkeln sitzen. Also sollen die bestehenden Wände von 2,50 auf vier Meter wachsen, dazu können Häuser mit Schutzfenstern ausgestattet werden. Auch am Fuchsweg und an anderen Stellen sollen Arbeiter Wälle und Wände emporziehen. Überdies soll das „Anschlussohr“ von der TKK-Seite auf die andere Seite verlegt werden.
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d7bc915d909364e883a1f56e12fc7f9cb096199e
Aktion „Menschenkette gegen die A39“
0
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2011-07-19T10:50:52Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
[[Bild:A39_Menschenkette_6.jpg|thumb|300px|Aktions-Plakat]]
[[Bild:IMG 2008.jpg|thumb|300px|'''Markieren der „[[Vorzugstrasse]] A39“ mit der Menschenkette'''<br>[[Media:Menschenkette_1.wmv|Download Video (4 Min., *wmv, 18 MB)]]]]
[[Bild:IMG 2026.jpg|thumb|300px|'''Nach Auflösung der Menschenkette formierten wir uns zu einem Umzug in Richtung Rathaus'''<br>[[Media:Menschenkette_2.wmv|Download Video (4 Min., *wmv, 18 MB)]]]]
[[Bild:IMG 2081.jpg|thumb|300px|'''Rote Kleidung half, unseren Protest deutlich machen.'''<br>[[Media:Menschenkette_3.wmv|Download Video: Wir rufen den Bürgermeister (4 Min., *wmv, 18 MB)]]]]
[[Bild:IMG 2057.jpg|thumb|300px|'''Übergabe der Unterschriftenlisten an [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister Mädge]]'''<br>[[Media:Menschenkette_4.wmv|Download Video (14 Min., *wmv, 18 MB)]]<br>[[Media:Song.mp3|Download Gesang "Wir lieben Lüneburg" (2 Min., *mp3, 1 MB)]]<br>[[Media:Wir lieben LG Liedertext.pdf|Liedertext zum Ausdrucken]]]]
[[Bild:IMG 2100.jpg|thumb|300px|'''5.000 gesammelte Unterschriften gegen die A39''']]
Um den bisherigen [[Aktionen]] der BI wirkungsvollen Nachdruck zu verleihen, hatten wir dazu aufgerufen, selbst aktiv zu werden:
Die jetzige [[Vorzugstrasse]] sollte mit möglichst vielen Menschen markiert werden, die durch Teilnahme und Mitwirkung an der Menschenkette friedlich demonstrieren und ihre Betroffenheit zeigen konnten.
Viele Mitglieder der BI, deren Familien, Nachbarn und Freunde nahmen mit selbst gestalteten Schildern und Transparenten an dieser Aktion teil und konnten damit deutlich machen, dass eine Autobahntrasse durch Lüneburg den Lebensraum der Menschen und unsere schon stark eingegrenzten Naherholungsgebiete einschneidend zerstört.
Wir haben mit dieser Aktion eine breite Öffentlichkeit erreicht und unsere politischen Vertreter damit auffordern können, für das Wohl ihrer MitbürgerInnen einzutreten.
* [[Aktuelle_Fotos#24.6.:_Menschenkette_gegen_die_A39|weitere Fotos]]
<big>'''Presseecho'''</big>
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__TOC__
=== 26. Juni 2006 ===
==== {{LZ}} zur Aktion Menschenkette ====
{{Kasten gelb|
<big>'''A 39-Gegner sehen rot'''</big>
'''400 Lüneburger protestieren gegen "Zerschneidung der Stadt" '''
''rast Lüneburg.''
"Eine Autobahn mitten durch die Stadt ist ein Anachronismus im 21. Jahrhundert - wir werden das verhindern. Das gilt für die jetzige [[Vorzugstrasse]] wie auch für alle anderen Varianten in Richtung Ebensberg." Das machte Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] an ungewohnter Rednerstelle klar - auf der Freitreppe des Landgerichts, wo er vor 400 in der Protestfarbe Rot gekleideten Autobahngegnern sprach. Zuvor hatten ihm Stefanie Becker und Gabriele Parnow-Kloth 5000 Unterschriften gegen die geplante A 39 überreicht.
Mit Menschenkette, Protestzug und Kundgebung, organisiert von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, demonstrierten die 400 Lüneburger Sonnabend gegen die [[Vorzugstrasse]]. In die Menschenkette zum Aktionsauftakt zwischen Klärwerk und Meisterweg - nahe der [[Vorzugstrasse|geplanten Trasse]] - reihte sich auch Hannelore Boese ein, die am Kappelberg wohnt. "Eine Autobahn, die direkt durch Wohngebiete führt, ist unverantwortlich - die Natur wird zerstört." Wenige Meter neben ihr argumentierte Stefan Becker vom Moorweg: "Bei der Auswahl für die Trasse ist der Schutz des Menschen nicht genügend beachtet worden. In Lüne und Moorfeld sind Jung und Alt zusammengewachsen, das ist ein lebendiger Stadtteil, der zerstört wird. In der Grundschule wird kein Unterricht mehr möglich sein, das Kloster ist in baulicher Gefahr." Eine Tunnellösung, wie vom [[SPD]]-Landtagsabgeordneten [[Manfred Nahrstedt]] in die Diskussion gebracht, hält Becker "für nicht machbar, weil viel zu teuer". Zudem sei Lüne ein "biologisch sehr sensibles" Gebiet.
"Wir fordern unsere politischen Vertreter auf: Menschen- und Naturschutz auch hier" - dieses Plakat trugen Niklas Köhne und Jonas Spengler 30 Minuten lang auf dem Fußgängerüberweg am Klärwerk bei jeder gedrückten Grünphase hin und her. Flankiert wurden sie unter anderem vom grünen Landtagsabgeordneten [[Andreas Meihsies]] und [[CDU]]-OB-Kandidat Prof. Dr. Jürgen Lürssen. Den Verkehr zu blockieren, schafften sie nicht - die Ampelschaltung sieht lange Grünphasen für die Autofahrer vor.
Danach startete der Protestzug in die Innenstadt. Samt Transparenten mit Aufschriften wie "Wenn beten oder bitten helfen kann, lieber Gott, lieber Weihnachtsmann, befreit uns von diesem Wahn, wir wollen durch LG keine Autobahn" machten Demonstranten ihrem Ärger Luft und diskutierten die negativen Auswirkungen. Ortrud Doll, Erbstorfer Landstraße: "Eine Autobahn bringt Lüneburg wirtschaftlich nicht voran. Den Titel Weltkulturerbe könnte sich Lüneburg abschminken. Und auch eine Tunnellösung würde den Wald zerstören." Das sieht Peter Franke, Gorch-Fock-Straße, ähnlich: "Ein Tunnel bringt ein Grundwasserproblem und Senkungsschäden." Und den Sinn des Straßenbaus erklärte er so: "Straßen sollen Städte verbinden und sie nicht trennen."
Vor dem Landgericht machte Verena Fiedler von der BI deutlich, dass die A 39 einen lebendigen Stadtteil "mit Alteingesessenen und neu zugezogenen Familien zerschneiden" würde: "Das ist für uns unfassbar, wir fühlen uns bedroht." Stefanie Becker nannte weitere Forderungen: "Die B 4 nicht weiter ausbauen, die [[Lärm]]belästigung eindämmen, andere verkehrspolitische Lösungen finden."
Die Äußerungen von [[Ulrich Mädge|OB Mädge]] gegen eine A 39 durch die Stadt wurden mit Applaus bedacht, es gab aber Pfiffe, als er sagte: "Wir brauchen die A 39, um den Wirtschaftsraum Lüneburg mit dem Süden zu verbinden. Verschiedene Trassenmöglichkeiten müssen untersucht werden - ich setzte mich für die A 39 ein, aber für eine menschenverträgliche Trasse."
}}
==== Hamburger Abendblatt zur Aktion Menschenkette ====
{{Kasten gelb|
<big>'''Roter Protest gegen die Autobahn'''</big>
'''Lüneburg: Anwohner wollen die Trasse der A 39 nicht. Rot gekleidet machten sich Bewohner der Stadtteile Lüne und Moorfeld auf zur Menschenkette.'''
''Von Elke Schneefuß''
Am Sonnabend morgen um halb zehn ist es geschafft: Lüneburgs Stadtteile Lüne und Moorfeld funkeln rot im Licht der Morgensonne. In rote [[T-Shirts]] gekleidete Anwohner formieren sich aus Protest gegen die A 39 zur Menschenkette - dicht an dicht stehen sie an der Erbstorfer Landstraße. Demonstranten aller Altersklassen tragen Transparente und rote Tücher, Flugblätter und Trillerpfeifen. "Mindestens 500 Menschen, vermutlich mehr", schätzt Mitveranstalterin Gabriele Parnow-Kloth (47), sind gekommen, um ihren Protest gegen die geplante Autobahn durch den Ostteil der Stadt öffentlich zu machen. Wie Ortrud Doll (49), die seit 20 Jahren eine zahnärztliche Praxis in Moorfeld betreibt: "Wir begreifen nicht, wie man uns so etwas zumuten kann", sagt sie. "Überall werden Ortsumgehungen gebaut und uns legt man die Trasse vor die Haustür."
"Das Geld kann man sinnvoller einsetzen", meint Claudia Kuchler (44), die seit sieben Jahren mit ihrer Familie in Moorfeld lebt. "Für die Schulen werden dringend Mittel gebraucht, da zahlen wir Eltern schon lange drauf."
Die Furcht vor der Zukunft ist allgegenwärtig: "Wenn die A 39 kommt, will ich hier weg", sagt Sabine Gade (40). Die Menschen im Viertel haben das Gefühl, einer Sache geopfert zu werden, die für sie keinen Nutzen hat: "Diese Autobahn brauchen nur die Spediteure", meint Gabriele Parnow-Kloth: "VW baut [[Arbeitsplätze]] ab und wir legen denen eine eigene Trasse vor die Werkstür - wozu soll das gut sein?"
Fragen, denen sich auch Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] (56) später auf dem Lüneburger Marktplatz stellen muß. Die Autobahngegner überreichen ihm 5000 Unterschriften gegen die A 39, die sie im Stadtgebiet gesammelt haben. Das sonst so redegewandte Stadtoberhaupt tut sich schwer bei seiner Ansprache an das versammelte Volk - schließlich war Mädge einmal lebhafter Befürworter der Autobahn. Daß sie zur Sicherung von [[Arbeitsplätze]]n gebraucht wird, glaubt er noch immer, aber die sogenannte "[[Vorzugstrasse]]" will er nicht: "Ich lebe hier genauso gern wie Sie. Eine Autobahn mitten in der Stadt kann ich mir nicht vorstellen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/26/578495.html Quelle]
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=== 24. Juni 2006: {{LZ}} zur geplanten Menschenkette ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Menschenkette gegen die A 39'''</big>
''rast Lüneburg.''
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld hat eine Menschenkette gegen die geplante Autobahn A 39 organisiert. Die Teilnehmer treffen sich heute, Sonnabend, um 9 Uhr am Domänenhof, die Kette formiert sich um 9.15 Uhr zwischen Klärwerk und Meisterweg.
Anschließend, kurz nach 10 Uhr, starten die Teilnehmer zu einem Protestzug über den Lüner Weg und die Scholze-Kreuzung zur Innenstadt. Über die Rosenstraße geht es bis in Höhe Landgericht, wo eine kurze Kundgebung geplant ist. Dort werden auch mehrere tausend Unterschriften gegen die A 39 an Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] überreicht.
}}
=== 23. Juni 2006: Radio FFN zur geplanten Menschenkette ===
* [http://keine-a39.de/media/radio_tv/Radio_ffn_20060623_1630.wma Download]
=== 22. Juni 2006: Hamburger Abendblatt zur geplanten Menschenkette ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Rote Menschenkette soll Autobahn stoppen'''</big>
'''Lüneburg: Protest gegen Route der A 39'''
''Von Elke Schneefuß''
Mit der Signalfarbe Rot wollen sie ein Zeichen setzen: Verena Fiedler (49) und Gabriele Parnow-Kloth (47), beide Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative (BI) Lüne-Moorfeld, haben Großes vor. Eine Kette rotgekleideter Menschen soll am kommenden Sonnabend die vom Niedersächsischen Landesstraßenbauamt [[Vorzugsvariante|geplante Route der A 39 auf Lüneburger Stadtgebiet]] markieren. Mitten durch Wohngebiete und Kleingärten wird die Menschenkette führen, haarscharf am Kloster Lüne und an einer Grundschule vorbei.
Für die Aktion opfern die Mitglieder der BI viel Zeit und Energie: "Beschaulich ist mein Leben im Moment nicht gerade", sagt Verena Fiedler. Doch eine Alternative zu ihrem Engagement sieht sie nicht: "Ich habe mich noch niemals an einer Bürgerinitiative beteiligt, aber jetzt muß es sein." Kommt die Autobahn, ist es mit der Ruhe in ihrem Stadtteil vorbei. Schon jetzt leiden die Bewohner in Lüne und Moorfeld unter dem [[Lärm]] der nahe gelegenen [[Ostumgehung]]: "Wir haben 42.000 Fahrzeuge täglich statt der vorhergesagten 30.000. Noch mehr geht nicht."
Das Umfeld im Stadtteil hat sich seit Bekanntwerden der Autobahnpläne bereits verändert: "Bauvorhaben werden gestoppt, die ersten Häuser stehen leer", sagt Gabriele Parnow-Kloth, die seit 1987 in Moorfeld lebt. "Auch ich werde nicht bleiben, wenn die A 39 kommt." Die Sorge um ihr Stadtviertel bewegt die Menschen. "Wir haben 5.000 Unterschriften gegen die Trasse gesammelt. Am Sonnabend werden wir sie dem Oberbürgermeister überreichen." Dass ihr Protest eine breite Basis hat, ist auch andernorts zu spüren: Den Eingang von bislang 7.000 Stellungnahmen zur A 39 bestätigt Regierungsdirektor [[Holger Manthey]], Leiter der Raumordnungsbehörde in Lüneburg. Es gab säckeweise Post, nicht nur aus der Region: "Die meisten Zuschriften sind ablehnend", so Manthey. Und die Papierflut ist noch nicht gestoppt. "Die Frist läuft bis zum 30. Juni. Einige der betroffenen Städte und Gemeinden dürfen sich bis Mitte Juli äußern." Die Kommunal[[politiker]] versuchen derweil eine Schadensbegrenzung: Tunnellösungen und andere Trassenführungen werden ins Gespräch gebracht. All dies findet bei Anette Niemann, Sprecherin des Dachverbands der Bürgerinitiativen, keine Gnade: "Andere Streckenverläufe helfen uns nicht weiter, auch in diesen Regionen leben Menschen und Tiere. Wer braucht die A 39 denn wirklich? Das ist doch die Frage, über die wir diskutieren müssen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/22/577061.html Quelle]
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=== 17. Juni 2006 ===
==== {{LZ}} zur geplanten Menschenkette ====
{{Kasten gelb|[[Bild:2006 06 17 landeszeitung 01.jpg|thumb|300px|'''Der Protest gegen die A39 ist in Lüne und dem Moorfeld riesengroß: Dort, wo die mögliche Trasse entlangführen soll, präsentieren die Gegner rund 5000 Unterschriften (v. l.): Gabriele Parnow-Kloth, Dr. Frank Kracht, Henning Pabst und Verena Fiedler.''' Foto: t&w]]
<big>'''Menschenkette gegen die Trasse'''</big>
'''Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld will am geplanten Streckenverlauf demonstrieren'''
''ca Lüneburg.''
Mit einer Menschenkette demonstriert die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am Sonnabend, 24. Juni, gegen die geplante A 39. Die Aktivisten wollen von 9 Uhr den Streckenverlauf [[Vorzugsvariante|zwischen Kläranlage und Meisterweg]] nachstellen. "Wir rechnen mit mindestens 350 Teilnehmern", sagt Verena Fiedler von der BI. "Wir wollen unser Viertel nicht von der A 39 verschandeln lassen." Auf der Bockelmannstraße müssen Autofahrer mit Behinderungen rechnen: Protestierer wollen immer wieder die Fußgängerampel am Tierheim benutzen.
Anschließend geht um 10 Uhr ein Demonstrationszug vom Lüner Weg aus über Bleckeder Landstraße und Scholze-Kreuzung zum Marktplatz, um Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] die Kopien von mehr als 5000 Unterschriften gegen das Autobahnprojekt zu überreichen. Die Botschaft der BI: [[Politiker]] sollen sich gegen einen Trassenverlauf durch die Stadt engagieren. Die Initiative überlegt zudem, die Originalunterschriften nach Berlin zu bringen, um auch dort den Protest der Region zu dokumentieren.
Äbtissin Barbara Taglang spricht sich generell gegen die so genannte [[Vorzugsvariante]] aus, sie sieht das Kloster Lüne und seine Kunstschätze gefährdet. Auch die diskutierte Tunnellösung lehnt die Äbtissin ab. Neben den Erschütterungen, die ein Bau mit sich brächte, fürchtet sie um die jahrhundertealte Wasserversorgung des Klosters: Der Grundwasserspiegel könne sinken und so auch Quellen des Mühlenteiches versiegen lassen. Das Wasser des drei Meter höher liegenden Teiches speist die gerade aufwändig historisch rekonstruierten Gärten des Klosters und beispielsweise auch den Brunnen in der Eingangshalle.
}}
[[Kategorie:Aktionen]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
fc4e7b4d5c1b2c1ffd6906ca84ab2deebbef85e1
Presseberichte Juli 2011
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2011-07-21T20:43:37Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 19. Juli 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zu Kosten der A39
|Headline=Rechnungshof prüft A 39-Kalkulation
|Untertitel=Kritiker vermissen die Anpassung der Kosten in den aktuellen Plänen
|Autor=kbe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Bundesrechnungshof prüft derzeit die Kostenberechnung für die Autobahn 39. Anlass sind Recherchen der
Lüneburger Anti-A39-Bürgerinitiative Moorfeld. Deren Mitglied Volker Constien hat die Angaben zur A39 im Vergleich zu A14
überprüft. Aufgefallen ist ihm der große Unterschied bei den zu erwartenden Kosten der parallel verlaufenden Autobahn-Projekte.
Während der A14-Kilometer zwischen 2003 und 2008 um knapp 84 Prozent teurer wurde, wurde für denselben Zeitraum für den
A39-Kilometer eine Kostensteigerung von knapp sechs Prozent angenommen.
Die Bundesregierung hat das 2009 mit der für die A14 bereits weiter fortgeschritteneren Planung begründet. Die Grüne
Landtagsabgeordnete Miriam Staudte fragte im März erneut beim Bundesrechnungshof nach und erhielt zur Antwort, dass die
Prüfungen noch andauerten. "Ich gehe davon aus, dass der politisch neutrale Bundesrechnungshof deutliche Kritik äußern wird",
sagt Staudte.
Das glaubt auch Volker Constien. Er kritisiert: "Obwohl seit 2008 zahlreiche kostensteigernde Maßnahmen an der A39 geplant
wurden, wie der Deckel in Lüneburg-Moorfeld und weitere Lärmschutzmaßnahmen, werden von den A39-Planern des Landes
Niedersachsen bis zum Abschluss der Entwurfsplanung keine aktualisierten Kosten veröffentlicht."
}}
=== 19. Juli 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Kosten der A39
|Headline=Kosten auf dem Prüfstand
|Untertitel=A39-Planung
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text= Gegner der geplanten Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg kritisieren schon lange die Kostenberechnungen für das umstrittene Millionen-Projekt. Derzeit überprüft nach Angaben der Grünen-Landtagsabgeordneten Miriam Staudte der Bundesrechnungshof die Zahlen.
Anlass sind laut Staudte auch Recherchen der Lüneburger Bürgerinitiative Moorfeld. Dazu hatte Mitglied Volker Constien die Kostenentwicklung der A 39 und der parallel verlaufenden A 14 Magdeburg-Schwerin miteinander verglichen. Das Ergebnis: Während die Kosten für die A 14 zwischen 2003 und 2008 um fast 84 Prozent gestiegen sind, rechnen die Planer für die A 39 mit einem Kostenanstieg von lediglich 5,72 Prozent (LZ berichtete). Nach einer Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen 2009 begründete die Bundesregierung die unterschiedlichen Zahlen mit der deutlich weiter fortgeschrittenen Planung der A 14.
Daraufhin hatte Staudte im März dieses Jahres beim Bundesrechnungshof nachgehakt. Nun kam die Antwort, in der eine Außenstelle der Behörde darauf hinweist, dass die Prüfung noch andauere. Unterdessen erneuert Constien von der BI Moorfeld seine Kritik: "Mit dem sogenannten Deckel für Moorfeld und einer Hochbrücke über das FFH-Gebiet Groß-Hesebeck und Röbbel sind weitere Kostenintensive Maßnahmen hinzugekommen, dennoch werden keine aktualisierten Zahlen veröffentlicht.
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Presseberichte September 2011
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2011-09-20T21:23:03Z
Volker
4
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 7. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum BI-Fest in Moorfeld
|Headline=Sommerfest in Lüne-Moorfeld
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld und der Kleingärtnerverein Moorfeld laden für Sonnabend, 10. September, zum Sommerfest in der Kolonie am Brandheider Weg/Moorweg ein. Um 14 Uhr wird der neugestaltete Kinderspielplatz offiziell eingeweiht. Das Programm beginnt um 15 Uhr mit der Vorstellung des Tandera-Puppentheaters, das Stück heißt „Ich will eine Katze“. Danach gibt es Live-Musik von Rock bis Klassik. Die BI informiert auch zum Planungsstand der A39 und zum Thema Lärmschutz an der Ostumgehung.
}}
=== 8. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur Resolution der Umwelt-Verbände gegen das Hosenträger-Projekt
|Headline=Gemeinsam stark!
|Untertitel=Niedersächsische Bürgerinitiativen und Naturschutzverbände präsentieren gemeinsame Resolution gegen das Autobahnprojekt A 14 / A 39 / B 190n - für ein besseres Verkehrskonzept.
|Autor=.
|Ort=.
|Link=
|Text=Die Planungen für den Neubau des sogenannten „Hosenträgers“ – bestehend aus den Autobahnen A 14 von Magdeburg nach Schwerin, der A 39 von Wolfsburg nach Lüneburg sowie der B 190n als Querverbindung zwischen beiden – stoßen bei allen betroffenen Bürgerinitiativen und Umweltschutzverbänden aus zahlreichen Gründen auf Ablehnung. Es ist also höchste Zeit für eine Rückbesinnung auf realistische, den tatsächlichen Erfordernissen der betroffenen Regionen Rechnung tragende Verkehrslösungen, fordern die weit mehr als 5 Millionen Mitglieder repräsentierenden Unterzeichner einer gemeinsamen Resolution gegen das Autobahnprojekt. Niedersächsische Bürgerinitiativen wie der Dachverband „KEINE! A39“ sowie der „Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V“ (LBU) und die Naturschutzverbände des BUND, des NABU und des DNR fordern mit ihren regionalen Gruppen die Niedersächsische Landesregierung auf, die laufenden Planfeststellungsverfahren für die zum „Hosenträger“ gehörenden Autobahnvorhaben einzustellen und die dafür vorgesehenen Mittel in zukunftsfähige Verkehrsträger, inklusive eines energieeffizienteren Eisenbahn- und Schiffsverkehrs im dafür geeigneten Verkehrsnetz, zu investieren. Zudem sprechen sie sich für einen am Bedarf der Regionen und an der überregionalen Verkehrsverbesserung orientierten bedarfs- und verkehrsgerechten Ausbau der bestehenden Bundesstraßen, insbesondere der B 4, B 5, B 71, B 106 und B 189 einschließlich Ortsumfahrungen aus. Zudem sollten die Trassen der B 4, B 5, B 71 und B 189 wegen der LKW-Verkehre in die Bemautung aufgenommen werden. Gestützt wird die Resolution durch den Deutschen Naturschutzring (DNR), dem Dachverband der im Natur- und Umweltschutz tätigen Verbände in Deutschland (bestehend aus rund 100 Mitgliedsverbänden), den Bundesverbänden des BUND als auch des NABU sowie den betroffen BUND- und NABU-Landesverbänden der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Das Konzept der Bürgerinitiativen und Umweltverbände hat bei den gleichen Zielen folgende Vorteile:
Einsparung von rund Zweidrittel der für den „Hosenträger“ geplanten Kosten,
bessere Erschließung der Regionen gegenüber den Neubaustrecken des Hosenträgers durch mehr Zufahrten und planfreie Kreuzungsmöglichkeiten,
keine zusätzliche Zerschneidung der Landschaft,
Vermeidung der mit dem „Hosenträger“ verbundenen Nachteile durch große Umwege für die ansässigen Landwirtschaftsbetriebe und alle anderen Verkehrsteilnehmer,
Dreiviertel weniger Inanspruchnahme von land- und forstwirtschaftlichen Flächen.
<b>[[Media:2011-09_Gemeinsame%20Resolution%20gegen%20das%20Autobahnprojekt.pdf|Text der gemeinsamen Resolution]]</b>
[http://www.automedia-online.com/a39/index.php?cont=news&id=390&n=1 Dachverbands-Artikel]
}}
=== 9. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Entwurf des Investitionsrahmenplans 2011-2015
|Headline=Genug Geld für die Autobahn da?
|Untertitel=Investitionsplan des Verkehrsministeriums facht Diskussion über Y-Trasse und A 39 wieder an
|Autor=as/jj/ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2011-09-09.jpg|thumb|400px|right| ]]
Erst reparieren, dann neu bauen. Mit dieser Marschroute verschieben sich für den nächsten Investitionsrahmenplan des Bundesverkehrsministeriums angesichts knapper Kassen die Prioritäten. Damit befeuert das Ministerium in Berlin aber auch die Diskussion in Lüneburg über zwei umstrittene Projekte der Region: die Y-Trasse der Bahn und die Autobahn 39.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet, in einem Entwurf des Rahmenplans bis 2015 sei die Y-Trasse, die die Bahnstrecke Hannover-Hamburg entlasten soll, nicht mehr aufgeführt.
Die Gegner der geplanten Autobahn Lüneburg-Wolfsburg folgern und frohlocken schon. "Der Rahmenplan ist auch für die A 39 ein Begräbnis 1. Klasse", sagt der Grüne Andreas Meihsies. Und je länger das Projekt geschoben werde, desto unwahrscheinlicher sei es.
Im Bundesverkehrsministerium widerspricht Sprecher Ingo Strater: "Es geht um einen hausinternen Arbeitsentwurf, die Inhalte können sich ändern. Zu Einzelprojekten können wir da noch gar nichts sagen." Verkehrsminister Peter Ramsauer und Staatssekretär Enak Ferlemann kennen den Entwurf wohl noch gar nicht. Grundsätzlich, sagt Strater, "haben wir in der Vergangenheit zu wenig Straßen repariert. Das Budget für den Erhalt wird aufgestockt, das schmälert den Ansatz für Neubauten". Immerhin geht es um 53 000 Kilometer Bundesfernstraßen. Sollten sich angesichts des Spardiktats nicht andere Finanzierungswege finden wie Maut oder private Investoren, "müssen wir bei der Auswahl neuer Projekte genau auf die Wirtschaftlichkeit schauen".
Und da steht für die Kritiker die Autobahn 39 mit einem schlechten Kosten-Nutzen-Faktor auf der Streichliste. Als "vorläufiges und vermutlich auch endgültiges Ende der A 39" wertet schon der Landesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) die Streichung großer Bauprojekte. Die Gegner hätten schon lange auf die massive Unterfinanzierung des Bundesverkehrswegeplans, den aufgestauten Reparaturbedarf hingewiesen. Und solange unter anderem die A 39-Planung nicht beendet werde, gehe der Protest "schwungvoll weiter", sagt der LBU-Ostheide-Sprecher Günter Schäfers, der sich für mehr Personennahverkehr, den Ausbau der B 4 und Ortsumgehungen einsetzt.
Doch der Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols (CDU) versichert: "Die A 39 ist ein fest positioniertes Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan." Das hatte jüngst Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, beim Besuch in der Region bestätigt. Und Ferlemanns Referent Wolf-Rüdiger Bienert lässt von Ferlemann ausrichten: "Der Staatssekretär hat nichts zurückzunehmen." Pols glaubt, "2013 wird der Bund die Autobahn voraussichtlich bauen".
Gleichwohl sei er sich mit anderen CDU-Bundestagsabgeordneten aus Norddeutschland, die sich zu einem Küstenkreis zusammengeschlossen haben, einig: Für Verkehrsprojekte, die im Bundesverkehrswegeplan stehen, müssten eine Milliarde Euro mehr eingestellt werden.
Dass es bei der Y-Trasse Schwierigkeiten gebe, ist Pols nicht neu. "Natürlich ist die Trasse wichtig, besonders für den Güterverkehr." Doch es mangle eben an der Finanzierung.
Seine SPD-Bundestagskollegin Kirsten Lühmann aus Celle, für die Region zuständig, kontert: "Nach langem Hin und Her knickt Bundesverkehrsminister Ramsauer endlich vor der Wahrheit ein und gibt zu, dass es bis 2015 definitiv kein Geld für neue Infrastrukturprojekte geben wird. Wichtige Projekte wie die Y-Trasse oder die A 39, die im Norden Engpässe auflösen sollten, werden aufgeschoben." Dem Minister fehlten in den kommenden fünf Jahren allein für die Bundesfernstraßen über zehn Milliarden Euro. Bis 2015 solle keine einzige Bundesstraße neu gebaut werden. Im zitierten Entwurf heiße es, dass es angesichts begrenzter Mittel "in den nächsten Jahren grundsätzlich keine Neubeginne" geben werde. Also komme es in den nächsten drei Jahren zu keinem ersten Spatenstich: weder für die A 39, noch für die A 20, noch für irgendeine Ortsumgehung oder Bahntrasse, vermutet Lühmann.
Die BI Lüne-Moorfeld, die gegen den A 39-Bau ist, fühlt sich bestätigt. "Wir haben schon seit langem gesagt, dass das Geld fehlt", sagt BI-Sprecher Dr. Frank Kracht. "Ich habe jubiliert, als ich heute Morgen von der Nachricht gehört habe." Die Kalkulation der Behörden sei viel zu niedrig, in der von rund vier Millionen Euro pro gebautem Autobahnkilometer ausgegangen werde. Kracht und andere halten eher 26 Millionen Euro für realistisch, "wenn man Planungskosten und Lärmschutz mit einbezieht". Kracht rechnet allerdings nicht damit, dass die Pläne sang- und klanglos zu den Akten gelegt werden, sondern dass Fürsprecher der Autobahn weiterhin für die Trasse mobil machen.
In Lüneburg ist die politische Mehrheit bisher für den Autobahnbau. Doch die Bedingung ist auch, dass ein viele Millionen Euro teurer Deckel - eine Art Tunnel - auf die Strecke zwischen den Abfahrten Adendorf und Moorfeld gelegt wird.
Oberbürgermeister Ulrich Mädge sieht die Sachlage so: "Ich bin froh, dass die A 39 nicht zur Debatte steht. Wir brauchen die A 39, und zwar mit Deckel in Lüneburg-Moorfeld."
Zur Y-Trasse sagt Mädge: "Die Zeit für solche Milliardenprojekte ist vorbei. Das hat sich schon länger abgezeichnet." Die Trasse müsse aber zumindest für den Güterverkehr ausgebaut werden, "dafür sind nicht so hohe Investitionen erforderlich. Ich gehe weiter davon aus, dass norddeutsche Verkehrsprojekte Vorrang haben. Hier gibt es einen deutlichen Stau aufzuholen, der noch aus Zeiten rührt, in denen Deutschland geteilt war. Außerdem brauchen wir dringend eine funktionstüchtige Infrastruktur für den Hinterlandverkehr von Hamburgs Hafen." Das könne auch ein Bundesverkehrsminister aus Süddeutschland nicht anders sehen. OB Mädge sagt: "Bei aller Diskussion um Rettungsschirme für Banken und südeuropäische Länder, darf man die überfällige Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur vor allem auch in Norddeutschland nicht vernachlässigen. Die norddeutschen Landesregierungen sind gefordert, im Bund die Prioritäten deutlich zu machen."
Die Landtags-Linke Ursula Weisser-Roelle nennt die Y-Trasse "unsinnig und mit Milliarden Euro viel zu teuer". Günstiger sei der Ausbau kleiner, leistungsfähiger Strecken für die Anbindung der Seehäfen ans Hinterland. Dazu gehöre die Strecke Stelle-Lüneburg.
Auch Landrat Manfred Nahrstedt weiß, dass die Y-Trasse längst nicht mehr erste Priorität hat, um Waren aus dem Hamburger Hafen zu bekommen. "Aber die Güter müssen aus dem Hafen, deshalb darf auch nicht an der A 39 gerüttelt werden. Und ich erwarte, dass das Schiffshebewerk mit in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird."
}}
=== 10. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zu Entwurf des Investitionsrahmenplans 2011-2015
|Headline=Berlin stoppt Neubauprojekte aus Geldmangel
|Untertitel=Der Baubeginn der A 39 wird offenbar verschoben. Der Entwurf zum neuen Investitionsplan sieht vorerst keine Mittel für neue Investitionen vor.
|Autor=es
|Ort=Lüneburg / Hannover / Berlin
|Link=
|Text=[[Bild:HA_2011-09-10.jpg|thumb|458px|left|'''Erbstorfer Landstraße Protest gegen A 39.''' Foto: Carolin George]]
Die Nachricht kommt für Gegner und Befürworter wie ein Paukenschlag: Noch vor kurzem war Enak Ferlemann (CDU), Staatssekretär im niedersächsischen Verkehrsministerium, bei einem Besuch in der Region äußerst optimistisch. Den ersten Spatenstich für die neue Autobahn A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg werde man noch im Jahr 2013 setzen, meinte er. Jetzt scheinen diese Prognosen hinfällig.
Der Entwurf zum neuen Investitionsplan des Bundesverkehrsministeriums sieht in den nächsten fünf Jahren keine Mittel für neue Investitionen vor. Grund dafür soll nach Medienberichten die schwierige finanzielle Lage des Bundes sein. "Damit ist der Bau der A39 auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben", meint die Grünen-Landtagsabgeordnete Miriam Staudte. "Alle Behauptungen Enak Ferlemanns, der Bau könne schon 2013 beginnen, sind reine Wahlkampf-Rhetorik." Nach Staudtes Aussagen bestätigt Haushalts-Experte der grünen Bundestagsfraktion Sven-Christian Kindler den Investitionsstopp.
"Künftig muss in den Erhalt von Straßen und nicht in den Neubau investiert werden", sagt Staudte. Sie fordert die Landesregierung auf, angesichts der neuen Informationen einen sofortigen Planungsstopp für die A39 und weitere Autobahnneubauprojekte in Niedersachsen zu verhängen. "Das wäre sinnvoller als über eine Schuldenbremse in weiter Ferne zu philosophieren. Trotz dieser Sachlage stoisch weiter zu planen, käme dem Verbrennen von Steuergeldern gleich", meint sie.
Die Bürgerinitiativen in der Region begrüßen den Entwurf aus Berlin einhellig. "Wir freuen uns natürlich. Dass Einsparungen anstehen, darauf weisen wir schon lange hin. Das Problem Lärmschutz auf der Ostumgehung löst sich dadurch aber nicht. Dafür werden wir weiter kämpfen", sagt Frank Kracht, Sprecher der Bürgerinitiative Lüne und Moorfeld. Auch Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A 39, ist erleichtert. "Die Einsicht kommt spät, aber nicht zu spät. Schon der Instandhaltungsbedarf für die existierenden Straßen übersteigt doch die finanziellen Möglichkeiten des Bundes, der Länder und Kommunen. Großprojekte sind kaum noch finanzierbar", sagt er.
}}
=== 20. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Kostensteigerungen und Anfrage der Grünen
|Headline=Grüne fordern Planungsstopp für A39
|Untertitel=Niedersächsische Landesregierung lässt Fragen nach Kostensteigerungen unbeantwortet
|Autor=nh
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Kostenentwicklung der geplanten Autobahn 39 war erneut Thema im Landtag: Miriam Staudte, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und regionale Abgeordnete der Grünen, kritisierte die Antwort der Landesregierung auf ihre Anfrage zu den Kostensteigerungen der A39. Staudte und der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsgrünen, Enno Hagenah, hatten gefragt, ob die zu erwartenden Kostensteigerungen durch den Deckel bei Lüneburg-Moorfeld oder etwa die Hochbrücken über das FFH-Gebiet bei Groß Hesebeck und Röbbel (Kreis Uelzen) in den aktuellen Kostenberechnungen enthalten sind. Das Land ließ die Frage jedoch unbeantwortet: Dafür sei der Bund zuständig.
Staudte erklärte: "Wir gehen davon aus, dass diese Kostensteigerungen noch nicht eingerechnet sind, die A39 also teurer als angenommen wird." Und sie kritisierte: "Auch die Planungskosten werden bei der Berechnung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses nicht berücksichtigt." Auf die Frage der Abgeordneten zu den beim Land anfallenden Planungskosten der A39 hingegen wurde eingegangen. Staudte: "Bisher hat Niedersachsen schon 11,9 Millionen Euro für Plaungen ausgegeben, und 22,1 Millionen werden für weitere Planungen anfallen, wenn die Landesregierung nicht endlich einen Planungsstopp verhängt."
<b>Anmerkung:</b> Interessierte können <b>
[[Nutzen-Kosten-Verh%C3%A4ltnis#Anfrage_im_Landtag_zu_gestiegenen_Kosten|
die Anfrage der Grünen und die Antwort der Landesregierung]] </b> lesen.
}}
588e0498b48d43b0b772484a9002a47de3fd123c
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| __TOC__ || {{bsw}}Word_icon.gif {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:PDF-Dateien}}Hier finden sich alle unsere "Veröffentlichungen", d.h. Schriftstücke, Plakate, Multimedia etc. zum Download.<br>Weitere Dateien können von Dir durch [[Spezial:Upload|Hochladen]] hinzugefügt bzw. durch neuere Versionen überschrieben werden.
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== Flugblätter ==
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* [[Media:Flyer2012_1.pdf|Seite 1 des Flyers Mai 2012 Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens, Information und Aufruf zum Schreiben von Einwendungen]]
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Flyer2012_2.jpg|Breite=100px|Höhe=146px|Link=Media:Flyer2012_2.pdf}}
|}
* [[Media:Flyer2012_2.pdf|Seite 2 des Flyers Mai 2012 Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens, Bestehende Problempunkte]]
* [[Media:Flugblatt Einwaendeaktion.pdf|Aufruf zum Schreiben von Einwänden zum Raumordnungsverfahren April 2006]]
== Hören & Sehen ==
* [[Kinowerbung|Kinospot gegen die A 39]], Länge: 00:38 Minuten.
* [[Media:Song.mp3|Lied zur Foto-Aktion]] "[[Wir lieben Lüneburg]]", gesungen bei der [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]], MP3.<br>[[Media:Wir lieben LG Liedertext.pdf|Liedertext zum Ausdrucken]]
* der keine-A39-[[Trassensong]]
* [http://www1.ndr.de/ndr_page_video/0,,OID2440226_VID2445216,00.html NDR-Fernsehbeitrag zum Streit um Ost-Trasse A39, Sendung Hallo Niedersachsen vom 28.03.2006], Länge: 02:31 Minuten.
* [http://www1.ndr.de/ndr_page_audio/0,,OID2440226_VID2444422_TYPreallow_LOCint,00.html NDR-Radiobeitrag zum Trassenvorschlag A 39 vom 28.03.2006], Länge: 1:31 Minuten.
* [[Media:Ndr 07 04 19.mp3|NDR-Radiobeitrag zum Trassenvorschlag A 39 vom 19.04.2007]], mp3, Länge: 3:02 Minuten.
* [http://www.ndr1niedersachsen.de/media/jetztreichts6.html NDR-Radiosendung "Jetzt reicht's!" - Podiumsdiskussion zur A 39 vom 14.06.2007], Länge: 51:43 Minuten.
* Videos zur [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]]
* [http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/040803_f21_5.asx ZDF-Filmbeitrag "Planung ohne Sinn" vom 03.08.2004, Magazin Frontal 21]
== Infobriefe ==
* '''[[Media:Mitgliederversammlung_A4.pdf|Einladung zur Mitgliederversammlung November 2007]]'''
* [[Media:Infobrief 2007 06.pdf|Infobrief Juni 2007]]
* [[Media:InfoBrief Nr 1.pdf|Infobrief für alle Mitglieder der {{BI}}, April 2006]]
* [[Media:Presseerklaerung.doc|Presseerklärung vom 09.05.2006]]: Die {{BI}} stellt sich vor.
* [[Media:PresseBIPoster.doc|Presseerklärung vom 31.10.2006]] zur [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]]
== Plakate & Poster ==
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Plakat.jpg|Breite=101px|Höhe=142px|Link=Media:Plakat.pdf}} || Unser [[Media:Plakat.pdf|Plakat zum Download]].<br>Das fertige Plakat bekommt Ihr auch kostenlos als wetterfestes Schild im Format 30 x 40 cm bei [[Benutzer:Claudia Kuchler|Claudia Kuchler]] oder [[Benutzer:Gaby Parnow-Kloth|Gaby Parnow-Kloth]] bzw. beim [[BI-Treff]], [[Spenden]] willkommen).
|}
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Poster.jpg|Breite=300px|Höhe=150px|Link=Media:Poster.pdf}}{{Link-Bild-in|Bild=Plakat-Gruppe.jpg|Breite=300px|Höhe=363px|Link=Media:Poster.pdf}}|| Eine neue Version, entsprechend unserem großem Schild gegenüber der Zufahrt zum Loewe-Center. [[Media:Plakat.pdf|Plakat zum Download]].<br>Vom Plakatmotiv gibt es auch eine [[Download#Vordrucke|Variante für den Ausdruck von Visitenkarten]].
|}
'''Schmückt (nicht nur) den Eingangsbereich ungemein:'''
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=WwwPoster A1 1.jpg|Breite=300px|Höhe=450px|Link=Wir lieben Lüneburg}}
| Unsere '''fünf Sammel-Poster''' aus der Aktion "[[Wir lieben Lüneburg]]" im Format 60x90cm, die zum Selbstkostenpreis von 9,- erhältlich sind (Claudia, [[BI-Treff]]):
|{{Link-Bild-in|Bild=WwwPoster A1 2.jpg|Breite=300px|Höhe=450px|Link=Wir lieben Lüneburg}}
|}
----
*[[Media:LG Plan 1948.pdf|Stadtplan Lüneburg um 1948]]
== Protokolle ==
*[[Media:Protokoll 10 04 2006.pdf|Planungstreffen der BI Lüne-Moorfeld am 10.04.2006]]
*[[Media:Protokoll 21042006.doc|Treffen der Arbeitsgruppe „Einwände“ der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am 21.04.2006]]
*[[Media:Protokoll 02-1--2- 05 doc.pdf|Treffen der Arbeitsgruppe „Einwände“ der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am 02.05.2006]]
== Satzung der BI Lüne-Moorfeld ==
{|
| <center>{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Satzung.pdf}}'''[[Media:Satzung.pdf|Download der Satzung]]'''</center>
|}
* [[Satzung]]
== Sonstiges ==
*[[Media:Einwände A39 Raumordnungsverfahren unsortiert.pdf|Einwände der {{BI}} zum Raumordnungsverfahren (15 Seiten)]]
*[[Media:Nr 1 Einladung.pdf|Einladung zum 1. Treffen einer zu gründenden Bürgerinitiative „Lüne-Moorfeld gegen A39“]]
== Vordrucke ==
* [[Media:Beitritt.doc|Beitrittserklärung als Word-Datei]]
*[[Einwände schreiben|Muster für das '''Schreiben von Einwendungen''']] (11 Varianten als Word-Dateien für Bewohner des Stadtteils Lüne-Moorfeld, Lüneburger und Nicht-Lüneburger).
*[[Media:Petition.doc|Muster für das Schreiben einer Petition]]
*[[Media:Unterschriftenliste.pdf|Unterschriftenliste (PDF)]]
*[[Media:Visitenkarten.pdf|Visitenkarten BI Lüne-Moorfeld (PDF)]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
c382fdacaa7d52ad559beeaece65b13911957638
Arbeitsgruppe Einwände
0
992
998
2012-06-17T21:14:31Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
== Was machen wir? ==
Wir helfen dabei, [[Einwände schreiben|Einwände zu schreiben]].
Wir versuchen, durch unsere Samstags-[[Aktionen]] und durch Gehen von Haus zu Haus
möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, wie wichtig das Schreiben von
Einwendungen ist.
Im Augenblick organisieren die
Mitglieder diese Teams an diversen Orten in
Lüneburg [[Aktionen]], um zum einen
Einwände, zum anderen Unterschriften (bisher
ca. 5.000) gegen die geplante Autobahn
zu sammeln.
Eine erste Aktion der Einwändegruppe fand am Samstag, den 29. April in der Stadt statt. Diese war
sehr lohnenswert. Es wurden in drei Stunden 43 Einwände und 100 Unterschriften gesammelt!!!
Wie man sieht, ist die Arbeit der Gruppe Einwände sehr personalintensiv, die Arbeit der Gruppe ist
allerdings bis zum 21.05. befristet, da an diesem Tag die Frist für die Einwände abgelaufen ist.
Obwohl diese Gruppe die zahlenmäßig größte Gruppe ist, werden immer Mitarbeiter gesucht, damit
die [[Aktionen]] auf mehreren Schultern verteilt werden können.
Es können nämlich auch gut 8- 10 Leute pro Aktion sein, dann kann man in der Stadt an zwei oder
drei Stellen stehen. Zwei schöne Bauchläden sind bereits gebaut und die Aktion beim Ordnungsamt
angemeldet.
Bitte macht´s möglich und meldet Euch bei Nina Katz, Tel. 403393 oder per [mailto:kaiserkatz@aol.com e-Mail].
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Claudia Kuchler|Claudia Kuchler]] (Sprecherin)
{{Chatlink}}
== Dokumente ==
*[[Media:Flugblatt Einwaendeaktion.pdf|Flugblatt Einwändeaktion (PDF)]]
Hier ist eine Anzahl fertiger Einwände. Es handelt sich hierbei nicht um Arbeitsergebnisse dieser Gruppe,
sondern um von Mitgliedern der BI Lüne-Moorfeld bei der Stadt Lüneburg zur Ansicht und Weiterleitung an die
Regierungsvertretung eingereichte Schreiben.
*[[Media:Einwand_A39_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwand der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld (PDF)]]
*[[Media:Einwand A39 Walter Momberg.pdf|Einwand von Walter Momberg (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Stephanie_und_Volker_Constien.pdf|Einwand von Stephanie und Volker Constien (PDF)]]
*[[Media:Einwand A39 Eltern Kiga Lüner Weg.pdf|Einwand der Eltern des Kindergartens Lüner Weg (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Stephan_Becker.pdf|Einwand von Stephan Becker (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_BI_Mechtersen.pdf|Einwand der Bürgerinitiative Mechtersen (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Buergerverein_Adendorf.pdf|Einwand des Bürgervereins Adendorf (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Backhaus.pdf|Einwand von Renate und Jürgen Bachhaus (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_LBU.pdf|Einwand des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Lebensberg.pdf|Einwand der Aktion Lebensberg (PDF)]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
094ff2a08b23cc4dc2b88a2bda9a394f259933f2
Presseberichte Juli 2008
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1386
2015-09-28T16:10:26Z
Volker
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/* Leserbrief in der {{LP}} zur [[Presseberichte_Juni_2008#L.C3.BCnepost_zum_Thema_Unterschriften_gegen_die_A39|Unterschriftensammlung gegen die A39]] */
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 5. Juli ===
{{LP-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zur [[Presseberichte_Juni_2008#L.C3.BCnepost_zum_Thema_Unterschriften_gegen_die_A39|Unterschriftensammlung gegen die A39]] ====
{{LB|Marieke C.<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Hier der vollständige Leserbrief, der in stark gekürzter Fassung in der Lünepost vom 5.7.2008 erschienen ist:</big>'''
[[Presseberichte_Juni_2008#L.C3.BCnepost_zum_Thema_Unterschriften_gegen_die_A39|„Wir wollen hier keine Autobahn!“, LP vom 14. Juni]]
Liebe Liina,
vor dem Hintergrund, dass die meisten Erwachsenen jegliches Engagement insbesondere zu politischen Themen vermissen lassen, begrüße ich die [[Aktionen|Aktion gegen die A 39]] von Deiner Freundin Anna Lena und Dir.
Warum sammelt Ihr am Ebensberg und nicht in Moorfeld, dem am stärksten betroffenen und bereits heute durch die so genannte [[Ostumgehung]] zerschnittenen Stadtteil, in dem Du und ich (auf unterschiedlichen Seiten der [[Ostumgehung]]) wohnen? Das war sicher nur ein Fehler der Lünepost-Redaktion, oder?
Schreibt auf Eure Listen doch bitte "A 39: Nein!" oder "A 39, hier und anderswo: Nein!" an Stelle von "A 39, hier: Nein!", dann unterschreiben auch mein Papa und ich gerne. Denn zweitens will auch sonst niemand eine Autobahn vor der eigenen Haustür und erstens gibt es zwingende Sachargumente gegen die A 39, dazu komme ich später.
Schön, dass Ihr mit Eurer Aktion in der Lünepost gelandet seid, wo doch die Landeszeitung seit Wochen jeglichen A 39-kritischen Artikel vermissen lässt (zuletzt "[[Presseberichte_April_2008#Landeszeitung_zum_Thema_.22Stadt_l.C3.A4sst_Klimaschutz_streichen.22|Mauerstreit in Moorfeld]]" und "5 Jahre Aktion Lebensberg" am 9. April?). Dort berichtet man lieber vom [[CDU]]-Landesparteitag oder vom [[FDP]]-Kreisparteitag und den Wunschvorstellungen bezüglich der Realisierung der A 39 der dort beteiligten Parteianhänger, als mal die eine oder andere Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39 abzudrucken.
Glücklicherweise veröffentlicht der Dachverband seine Presseerklärungen im Internet unter www.keine-a39.de.
Mit Eurer Aktion ist der Widerstand gegen die A 39 endlich mal wieder an die Öffentlichkeit gedrungen. Macht damit weiter, das Engagement von Kindern hat einen großen symbolischen Wert. Und lasst Euch nicht von den folgenden Zeilen entmutigen:
Mein Papa sagt, wenn Anna-Lena ihrem Opa die Listen mit zum Stadtrat gibt, sollte sie wissen, dass der Stadtrat nur über seine eigene Meinung zur A 39 entscheiden kann. Das hat er bereits getan, die [[Media:Gruppenvertrag.pdf|Resolution "Keine Autobahn über Lüneburger Stadtgebiet"]] (von 2006 glaube ich) ist immer noch gültig. Nur, dass die Ratsmitglieder eben nicht entsprechend dieser Resolution handeln und [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister Mädge]] sich in einem [[Media:Anschreiben_Tiefensee_PDF.pdf|Brief an Bundesverkehrsminister Tiefensee am 11.10.2007]] für eine möglichst schnelle Realisierung der A 39 ausgesprochen hat.
Überhaupt ist bei Großprojekten die Meinung der betroffenen Anwohner nebensächlich bis bedeutungslos. Ob Autobahn, Bahngleis, Flugzeug-Startbahn, Tiefwasserhafen, Müllverbrennungsanlage oder Atommüll-Zwischen- oder Endlager, die Anwohner sind immer dagegen.
In den vom Bund in Auftrag gegebenen [[Verkehrsuntersuchung Nord-Ost|Verkehrsuntersuchungen Nordost]] von 1995 und 2002 wird ausdrücklich kein Bau eine Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg empfohlen. Diese Studien wurden von den [[Politiker]]n und Planern nicht beachtet.
Der Planungsbehörde unterliefen noch zahlreiche weitere Fehler, die nicht korrigiert werden können, ohne auf die A 39 zu verzichten. Die [[Planung]] steht also rechtlich auf wackligen Füßen. Mehr dazu im Internet auf der Seite der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, www.bi-luene-moorfeld.de, im Artikel "[[Landesplanerische Feststellung]]". Dort gibt es unter "[[Landesplanerische_Feststellung#Aktueller_Sachstand:_Abschluss_ROV|Aktueller Sachstand]]" eine Untersuchung, die viele Planungsfehler aufzeigt.
Außerdem gibt es ein Umdenken aufgrund der CO<sub>2</sub>- und Ölpreis-Diskussion. In Niedersachsen werden gleichzeitig mehrere Autobahnen geplant, die [[Investitionsrahmenplan|nicht alle finanzierbar]] sind und von denen die A 39 die unwichtigste ist.
Dann ist da noch der finanziell klamme Bildungsbereich, der einen immer höheren Stellenwert bekommt und der A 39 letztlich den Geldhahn abdrehen sollte. Auch unserer Schule könnte, mal abgesehen vom Unterrichtskonzept, der Einsatz von etwas Geld zu mehr Sauberkeit und vielleicht mal neuen Toiletten verhelfen.
Gegen die A 39 sind das "Spiel auf Zeit" und die finanziellen und juristischen Fragen wahrscheinlich die richtigen Ansatzpunkte und vielleicht sind wir dem Ziel schon näher als gedacht.
Bei den Rechtsfragen fällt mir Anna Lenas Opa ein, der 1979 als Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Ostumgehung im damaligen [[Planfeststellungsverfahren]] Einspruch erhoben hat. Einer seiner Punkte, die [[Ostumgehung]] könnte möglicherweise später als Teil einer Nord-Süd-Autobahn genutzt werden, wurde vor dem Hintergrund, die [[Ostumgehung]] sei für den Ausbau als Autobahn nicht geeignet, als unbegründet zurückgewiesen. Den damals bereits längst bekannten Überlegungen zu einer Zonenrand-Autobahn in Richtung Wolfsburg wurden wohl eine zu geringe Bedeutung beigemessen.
Den daraus entstandenen Vertrauensschutz könnte Anna Lenas Opa möglicherweise in einem späteren Verfahren gegen den A 39-[[Planfeststellungsbeschluss]] geltend machen.
Es grüßt Dich
Deine Freundin "von der anderen Seite"
Marieke C.
...und von meinem Papa soll ich auch schöne Grüße ausrichten.
}}
=== 17. Juli ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur zur Explosion der Kraftstoffpreise
|Headline=Das Fass ohne Boden
|Untertitel=Hohe Spritpreise werden für viele Menschen und Einrichtungen zu einem ernsten Problem
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 07 17.jpg|thumb|460px|'''Die Preise für Super und Diesel steigen seit Jahren stark an. Eine Entspannung der Lage auf dem Erdölmarkt ist nicht in Sicht. Superbenzin ist rund 39 Prozent teurer als noch 2004, bei Dieselkraftstoff sind es sogar 67 Prozent. Die Werte, die der Grafik zugrunde liegen, sind die Kosten für den Liter Sprit im April des jeweiligen Jahres.'''
Foto: dpa
Grafik: reinhold]]
Der Ölpreis schnellt in die Höhe, ein Ende ist nicht in Sicht. Seit April 2004 sind die Preise für einen Liter Superbenzin um 39 Prozent auf derzeit 1,57 Euro geklettert. Noch finsterer sieht es bei Dieselkraftstoff aus. Der Liter kostet inzwischen 1,52 Euro - ein Plus von 67 Prozent im gleichen Zeitraum. Längst sind die hohen Kosten mehr als nur ein Ärgernis, sorgen vielerorts für Probleme. Die LZ hat sich umgesehen.
Selbst die Feuerwehrredaktion des Lokalsenders Radio ZuSa funkt wegen der hohen Benzinpreise SOS: "Es ist immer schwieriger, Termine vor Ort wahrzunehmen", klagt Radiomacher Claus Lühr. Der Etat sei so klein, "dass ich inzwischen Geld aus eigener Tasche dazulegen muss". Finanzielle Unterstützung wäre hoch willkommen. Die könnten auch andere gebrauchen, denn die explodierenden Kosten treffen Privatleute, aber auch Firmen und Hilfsorganisationen.
"Wir haben ein richtiges Problem", sagt Joachim Elspaß, kaufmännischer Leiter beim DRK-Kreisverband. Die Kosten für Fahrten im Rettungsdienst seien mit den Kassen festgeschrieben. "Wir müssen nachverhandeln." Schlimmer als der Krankentransport sei der pflegerische Bereich betroffen: "Die Hausbesuchspauschale ist seit Jahren nicht erhöht worden." Bei rund 3000 Euro pro Monat hätten die Ausgaben für Diesel in diesem Bereich kürzlich noch gelegen, doch inzwischen seien sie um etwa 30 Prozent gestiegen. Da das Rote Kreuz viele Menschen auf dem Land versorge, könnten die Pflegerinnen auch nicht aufs Rad umsteigen.
Den Arbeitersamariterbund (ASB) plagen ähnliche Probleme im Rettungsdienst. "Wir versuchen, Kraftstoff zu sparen", sagt Geschäftsführer Harald Kreft. Mitarbeiter würden geschult, spritsparend zu fahren. Beim Kauf neuer Rettungswagen sei darauf geachtet worden, dass sie weniger Diesel schlucken und windschnittiger seien. Doch all die neuen Ansätze würden die Mehrausgaben nicht ausgleichen können: "Wir müssen mit den Kassen verhandeln."
Auch Stadtbrandmeister Matthias Kleps stöhnt: "Die Spritpreise hauen rein." Im zuständigen Ordnungsamt sagt Manfred Harder: "Das Jahr ist halb rum, aber der Etat ist zu 65 Prozent ausgeschöpft." Die Feuerwehr werde selbstverständlich weiter ausrücken, zu sparen sei da nichts. Im schlimmsten Fall müsse über einen Nachtragshaushalt geredet werden.
Für die Lüneburger Polizei sagt Sprecher Thomas Glieze: Bei den Budgetplanungen seien höhere Benzinpreise einkalkuliert worden, allerdings nicht in diesem Ausmaß. Auch die Polizei versuche, Ausgaben zu senken. So würden etwa Kurierfahrten zum Landeskriminalamt in Hannover gebündelt.
Den Paritätischen trifft die Rekordjagd an der Zapfsäule noch nicht so stark. "Unsere 20 Dienstwagen fahren mit Gas", sagt Ralf Gremmel, Chef des Paritätischen. Doch auch die Gaspreise klettern. Und viele Pflegerinnen klagen: Denn zahlreiche der 80 Mitarbeiterinnen des Paritätischen steuern ihre Patienten mit dem Privatwagen an. Die Erstattung von 30 Cent pro Kilometer reiche kaum noch, so Gremmel. "Wir überlegen, ob wir weitere Gasfahrzeuge anschaffen."
Auch den Taxi-Unternehmern treiben die Dieselpreise Tränen in die Augen. Der Vorsitzende des Vereins der Kraftdroschkenbesitzer, Norbert Holzwarth, erzählt, dass sich die Kollegen über das Umrüsten ihrer Fahrzeuge auf Autogas und neue Technik informieren. Ein Trost für Kunden: Die Chauffeure wollen nicht an der Preisschraube drehen. "Wir hatten erst im April eine Anpassung der Preise", sagt Holzwarth. "Eine Erhöhung ist deshalb nicht drin."
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_Juli_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Explosion_der_Kraftstoffpreise
|Titel=23.07.: ''Überflüssig''
}}
=== 23. Juli ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Explosion der Kraftstoffpreise ====
{{LB|Harald Kerl<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Juli_2008#Landeszeitung_zur_zur_Explosion_der_Kraftstoffpreise|„Das Fass ohne Boden“, LZ vom 17. Juli]]
'''<big>Überflüssig</big>'''
Die Preise für Energie (unter anderem Benzin) explodieren seit geraumer Zeit. Dadurch steigt die Inflationsrate auf fast vier Prozent. Die Konsequenz ist, immer mehr Menschen lassen die Fahrzeuge stehen. Transportunternehmen gehen pleite oder sind es schon.
Eine Lösung könnte sein: Stoppt den Bau aller geplanten Autobahnen für mindestens 15 Jahre. Das so eingesparte Geld kann dann für erneuerbare Energien, Niedriglohnanhebung oder Senkung der Mineralölsteuer (Abschaffung der von den Grünen eingeführten Öko-Steuer) genutzt werden. Ebenfalls sollte man wieder über ein Sonntagsfahrverbot nachdenken. Also verehrte Volksvertreter der jahr1000-starken Stadt Lüneburg:
Noch ein Argument mehr, die vom Volk nicht gewünschte A 39 zu stoppen!
}}
{{Pressefuss|Juni 2008|August 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
173a097f3e0eaf8f841212b92c3001f074eb9601
Ostumgehung
0
1066
1146
2021-03-13T14:12:48Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Kasten gelb|
'''<big>Versprechen gebrochen:</big>'''
''Bei der Ostumgehung Lüneburg handelt es sich wohl dem Querschnitt, nicht jedoch der Funktion nach um eine autobahnähnliche Staße. '''Keineswegs ist an eine Einbeziehung in eine eventuelle künftige Nord-Süd-Autobahn gedacht''', zumal im Rahmen der jetzt abgeschlossenen Fortschreibung des Ausbauplans für die Bundesfernstraßen für eine solche Autobahn ein Bedarf nicht ermittelt und anerkannt wurde.''<br>Der Niedersächsische Minister für Wirtschaft und Verkehr, 18.01.1980}}
{{toc}}[[Bild:Vorzugsvarianten.png|thumb|222px|Die sogenannte Ostumgehung:<br>Eine Autobahn durch Wohngebiet?]]
== Die sogenannte Ostumgehung - eine Stadttrasse ==
Abschnitt der B4, der im Norden an die A250 anschließt und Lüneburg nordöstlich im Moorfeld durchschneidet. Die sogenannte Ostumgehung stellt bereits seit langem eine starke [[Lärm]]belästigung in den angrenzenden Wohngebieten dar. Für 15.000 Fahrzeuge pro Tag geplant, fahren heute ca. 46.000 Fahrzeuge pro Tag über diesen Streckenabschnitt. Für das Jahr 2015 prognostiziert das [[Media:verkehrsgutachten_lueneburg.pdf|Verkehrsgutachten der Stadt Lüneburg]] an dieser Stelle deutlich mehr als 50.000 Fahrzeuge.
Hier muss bereits jetzt eine deutliche Verbesserung des [[Lärm]]schutzes sowie der gesamten lokalen und regionalen Verkehrssituation eingefordert werden:
* Geschwindigkeitsreduzierungen für PKW (80 km/h) und LKW (60 km/h) mit entsprechenden Kontrollen
* Durchfahrverbote und/oder Mautpflicht für ortsfremden LKW-Verkehr mit entsprechenden Kontrollen
* Weitere Verbesserung des lokalen und regionalen öffentlichen Verkehrs mit Bus und Bahn
* Verlagerung der Gütertransporte auf Schienen und Kanäle
* Umgehungsstraßen um Lüneburg (aber: KEINE! A39)
== Planung der sogenannten Ostumgehung ==
=== Dokumente aus dem [[Planfeststellungsverfahren]] von 1979 / 1980 ===
* Ostumgehung Lüneburg - Die Planung zur Verkehrsentlastung der Innenstadt - Eine Information des Straßenbauamtes Lüneburg - Faltblatt im Format DIN A2, 1978: [[Media:Plan Ostumgehung 1.pdf|Seite 1]], [[Media:Plan Ostumgehung 2.pdf|Seite 2]], PDF-Dateien zu je 800 KB
*[[Media:1979_11_12_Einspruch_Scharf.pdf|Einwendung der Aktionsgruppe Ostumgehung Mörike-Siedlung vom 12.11.1979]] (PDF, 94 kB): "Durch den vierspurigen Ausbau im Anschluß an die geplante Autobahn Maschen - Lüneburg besteht die ständige Gefahr, daß die Ostumgehung zum Teilstück einer späteren Nord-Süd-Autobahn erklärt wird"
*[[Media:1979_11_13_Einspruch_Hochleitner.pdf|Einwendung von Klaus-Günter Hochleitner vom 13.11.1979]] (PDF, 259 kB): "Die sogenannte Ostumgehung ist entsprechend der Größe und dem Verkehrsaufkommen einer Bundesautobahn gleichzusetzen, da diese künftige Bundesfernstraße auch den weiträumigen Verkehr (Fernverkehr) aufnehmen wird.<br>Dieses kann nicht zuletzt damit begründet werden, daß die Realisierung der Autobahn A39 von Maschen nach Lüneburg bis zum Ochtmisser Kreisel mit höchster Dringlichkeit eingestuft und nach anderen Planfeststellungsverfahren betrieben wird, d.h. diese Bundesautobahn verständlicherweise <u>dort kaum enden kann</u>, so daß die Ostumgehung die Verbindungsfunktion für die spätere Weiterführung in südlicher Richtung - wann auch immer - übernehmen wird.<br>Nach dem Bundesfernstraßengesetz besteht gem. § 2 Abs.3a sogar die Möglichkeit, unter den gegebenen Voraussetzungen eine öffentliche Straße (Bundesfernstraße) zu einer Bundesautobahn aufzustufen."
*[[Media:1979_12_10_MDB_Möhring.pdf|Antwortschreiben von MDB Möhring an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 10.12.1979]] (PDF, 40 kB)<br>Frustierend: dieses Schreiben ist nicht mehr als eine freundliche Absichtserklärung, sich für Lärmschutz einzusetzen.
*[[Media:1979_12_12_MDB_Schröder.pdf|Antwortschreiben von MDB Schröder an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 12.12.1979]] (PDF, 74 kB): "Die Nord/Süd-Autobahn ist in keinerlei Ausbauplanungen mehr enthalten."
*[[Media:1980_01_18_Nds_Verkehrsminister.pdf|Antwortschreiben des Nds. Verkehrsministeriums an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 18.1.1980]] (PDF, 133 kB): "Keineswegs ist an eine Einbeziehung in eine eventuelle künftige Nord-Süd-Autobahn gedacht, zumal im Rahmen der jetzt abgeschlossenen Fortschreibung des Ausbauplanes für die Bundesfernstraßen für eine solche Autobahn ein Bedarf nicht ermittelt und anerkannt wurde."
*[[Media:1980_11_11_Erörterungstermin.pdf|Niederschrift des Erörterungstermins vom 11.11.1980]] (PDF, 1477 kB)
Seite 5: Das Straßenbauamt erklärt: "In den 70er Jahren entstand der Gedanke, zwischen Maschen und dem Raum Wolfsburg/Braunschweig eine Autobahn zu bauen, wobei die Planung einer solchen Autobahn die Ostumgehung Lüneburg einbeziehen sollte. Diese Planungen sind jedoch eingestellt worden (vgl. dazu auch 2. Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 25.08.1980, in BGBl: I. S. 1614, worin eine über Lüneburg hinausgehende Autobahn nach Süden nicht enthalten ist."
Seite 6: Das Straßenbauamt erklärt: "In diesem Zusammenhang wird auch darauf hingewiesen, daß die A 39 zwischen Maschen und Lüneburg nicht als eine Durchgangsautobahn wie die A 7 von Hamburg in Richtung Hannover anzusehen sei, sondern als reine Zubringeautobahn für den Anschluß des Lüneburger Raumes an die Fernautobahnen..."
<b>Die folgenden Dokumente befinden sich in der [http://www.strassenbau.niedersachsen.de Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr], Geschäftsbereich Lüneburg, Am Alten Eisenwerk 2d, 21339 Lüneburg.</b>
Die Planfeststellung erfolgte in 4 Abschnitten von Norden nach Süden. Der 1. Abschnitt geht bis zur Erbstorfer Landstraße, der 2. Abschnitt bis zur Dahlenburger Landstraße. Die <b>[[Planfeststellungsbeschluss|Planfeststellungsbeschlüsse]]</b>:
*[[Media:PF-Beschluss_1._Abschnitt.pdf|1. Abschnitt (23.11.1981)]] (PDF, 10611 kB)
*[[Media:PF-Beschluss_2._Abschnitt.pdf|2. Abschnitt (15.12.1981)]] (PDF, 7111 kB)
* 3. und 4. Abschnitt: wer diese Dokumente benötigt, wende sich bitte an oben genannte Behörde.
Zum 1. Abschnitt: Alle Einwendungen, die im Erörterungstermin aufrecht erhalten wurden, so auch
die Befürchtung, dass es sich bei der Ostumgehung ein Teilstück einer geplanten <b>Nord-Süd-Autobahn</b>
werden könnte, sind als <b>unbegründet</b> zurückgewiesen worden.
Die im [[Planfeststellungsbeschluss]] genannte
[[Media:1980_11_11_Erörterungstermin.pdf|Niederschrift des Erörterungstermins vom 11.11.1980]] (PDF, 1477 kB)
<b>durfte in der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nicht eingesehen werden</b>, sie sei nur für diejenigen bestimmt, die im Planfeststellungsverfahren Einwendungen erhoben haben.
Von allgemeinem Interesse sind vielleicht auch noch
[[Media:Auszüge_schalltechn._Berechnung.pdf|Auszüge aus der Schalltechnischen Berechnung]] (PDF, 1343 kB):
2 Seiten grundsätzliche Erläuterungen, dann 2 Seiten Erläuterung, bei denen auf der ersten Seite einzuhaltene [[Lärm]]grenzwerte von 60 dB Tags und 50 dB nachts (heute nicht mehr zulässig) erwähnt werden. Dann beginnt die schalltechnische Berechnung (handschriftlich), von der nur noch eine Seite im Dokument ist. Wer die komplette Berechnung lesen möchte oder wer sich für andere Planungsdokumente interessiert, sollte sich an die Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wenden.
Hier exemplarisch eine Aufzählung der Dokumente im <b>Ordner des 1. [[Planfeststellungsverfahren|Planfeststellungs]]-Abschnitts</b>:
*[[Media:PF-Beschluss_1._Abschnitt.pdf|Planfeststellungsbeschluss (23.11.1981)]] (PDF, 10611 kB) (29 Seiten)
* Merkblatt über den Zweck der Planfeststellung und das Planfeststellungsverfahren (5 Seiten)
* Erläuterungsbericht (3 Seiten)
* Vorbemerkungen (2 Seiten)
* Bauwerksverzeichnis (28 Seiten): Aufzählung aller betroffenen und neu zu errichtenden Bauwerke (Kreuzungen und Einmündungen, Zufahrten zu Grundstücken, neue Erschließungsstraßen, Lüner Kreisel, Anschlussrampen, Überführungen, Unterführungen und Verlegung des Raderbachs, Rohrdurchlässe, Zäune und Mauern, Schallschutzanlagen, Gas-, Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen)
* Grunderwerbsverzeichnis (24 Seiten) Aufzählung aller zu erwerbenden Flächen
* Erläuterungsbericht zum landschaftspflegerischen Begleitplan (4 Seiten)
* Wassertechnische Berechnung (25 Seiten + großformatige Karten + 3 großformatige Tabellen)
* Schalltechnische Berechnung (10 Seiten + 4 großformatige Tabellen) [[Media:Auszüge_schalltechn._Berechnung.pdf|Auszüge]] (PDF, 1343 kB):
* Großformatige Karten und Pläne:
** Übersichtskarte (Maßstab 1:25000)
** Ausbauquerschnitt (Maßstab 1:50)
** Lageplan (Maßstab 1:1000)
** Höhenplan (Maßstab 1:1000 / 1:100)
** Grunderwerbsplan (Maßstab 1:1000)
** Landschaftspflegerischer Begleitplan (Maßstab 1:1000)
== Ergänzende Planfeststellung ==
siehe Artikel <b>[[Lärm]]</b>.
== Autobahnplanung ==
=== Variante 503 ===
Auch die "Ostumgehung" ist vom Autobahnbau bedroht, da auf ihr der Planungsabschnitt 503
verläuft, dem möglicherweise über 30 Häuser mit mehr als 100 Anwohnern zum Opfer fallen würden. In diesem Fall würde der Verkehr auf 60.000 Fahrzeuge ansteigen.
=== Variante 586 ===
Im März 2007 erklärt Dr. Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg auf Anfrage, dass die Variante 503 durch die Planungsbehörde zugunsten einer "alternativen" Planung verworfen würde: Mit der "Variante 586" soll der '''Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn''' ohne Abflachung des [[Kurvenradius]] bzw. Häuserabriss erfolgen. Die Nachfrage nach einer Realisierbarkeit von Standstreifen ließ er unbeantwortet und verwies auf das [[Planfeststellungsverfahren]]. Fakt ist, dass die bestehende Ostumgehung mit einer Breite von 22 m gebaut wurde, die A 39 dagegen mit 29,5 m geplant ist, Bilder hierzu siehe unter [[Regelquerschnitt]].
Lesenswert in diesem Zusammenhang ist der 2. '''[[Variantenvergleich]]''' der Planungsbehörde vom März 2007: Ein Jahr nach der Präsentation der [[Klostertrasse]] (Variante 502) als "Ei des Kolumbus" bei gleichzeitiger Ablehnung eines Ausbaus der "Ostumgehung" (Variante 503), wurde die "neue Variante" 586 aus dem Hut gezaubert. Frei nach dem Motto ''"Die Ostumgehung ist tot, es lebe die Ostumgehung!"'' In Zahlen: 29,5 m Fahrbahnbreite inkl. Standstreifen und 6 m hohe Lärmschutzwände.
== Presseberichte ==
=== 9. Oktober 2006 ===
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Die Angst vor der Autobahn</big>'''
[[Bild:LZ 2006 10 09 1.jpg|thumb|200px|'''Er bangt um sein Haus in der Rilkestraße: Martin Knoop.''']]
'''Fast 250 Menschen demonstrieren gegen den geplanten Bau der A 39 auf Stadtgebiet'''
''pet'' '''Lüneburg'''.
Martin Knoop
lebt in Angst und Ungewissheit.
Und das schon seit dem Frühjahr.
Der 60-jährige Lüneburger
zählt zu den etwa 30 Hausbesitzern
im Stadtteil Lüne-Moorfeld, die im Fall der Realisierung
der „Teilvariante 503“
der geplanten Autobahn A39
ihr Haus verlassen müssten:
Abriss. Und so war es klar, dass
Knoop zu den 250 Menschen
gehören würde, die am Sonnabend
an der Erbstorfer Landstraße
gegen die geplante Autobahn
und besonders gegen die
Varianten, die den Ausbau der
[[Ostumgehung]] zur A39 vorsehen,
demonstrierten.
Die Bürgerinitiative Lüne-
Moorfeld hatte zur Aktion aufgerufen.
In roten [[T-Shirts]] und
Pullovern, mit Transparenten
und Plakaten standen Alt und
Jung an der Erbstorfer Landstraße
und auf den Grünstreifen
der Auffahrt zur Ostumgehung.
„Wir setzen uns für das [[Schutzgut Mensch]] ein. Wir versuchen,
unsere Lüneburger Betroffenheit
zum Ausdruck zu bringen
und wenden uns gegen die gesamte
A39 – nicht nur hier“,
sagte Stefanie Becker, eine der
Sprecherinnen der im Frühjahr
gegründeten Bürgerinitiative.
Martin Knoop wohnt seit 29
Jahren an der Rilkestraße. „Das
sollte mein Altersruhesitz werden“,
erzählt der Lüneburger,
der mit seiner Frau und dem
jüngsten Sohn im Haus lebt.
„Jetzt ist das Haus bezahlt und
ich dachte, ich habe Ruhe. Unsere
Altersversorgung – das wäre alles zum Teufel. Man kann
doch nicht eine Autobahn
durch ein Wohngebiet führen“,
schimpft er weiter – und hofft,
dass [[Vorzugsvariante|die aktuellen Pläne]] nicht
realisiert werden.
[[Bild:LZ 2006 10 09 2.jpg|thumb|left|560px|'''Insgesamt fast 250 Menschen demonstrierten am Sonnabend entlang der Erbstorfer Landstraße gegen den Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn 39.''' ''Fotos: be'']]
Eine Stunde lang harrten er,
Stefanie Becker und viele Nachbarn
aus, dann ging es nach
Hause. Aber schon in wenigen
Tagen wollen sie sich wieder
treffen, der Kampf soll weitergehen:
Am 13., 20. und 27.
Oktober, jeweils freitags um 18
Uhr, sind Mahnwachen geplant.
Am Sonnabend, 4. November,
17.30 Uhr beginnt ein Laternenumzug.
Für Plakate und
Postkarten haben sich 60 Menschen
der Region fotografieren
lassen, dokumentieren so ihren
Protest gegen die A39. Motto:
„[[Wir lieben Lüneburg]]“. [[BI-Stammtisch|Die
Bürgerinitiative trifft sich jeden
ersten Montag im Monat um 20
Uhr im Stadtteilladen ELM in
der Hermann-Löns-Straße 22.]]
}}
=== 1. Februar 2007 ===
==== {{LZ}} zum Besuch im Bundes-Verkehrsministerium ====
* [[Presseberichte_Februar_2007#Landeszeitung_zum_Besuch_im_Bundes-Verkehrsministerium|Staatssekretär sieht Bedenken der Stadt]]
=== [[Presseberichte März 2007]] ===
== Unfälle und gefährliche Situationen ==
Eine lange Liste von Unfällen und gefährlichen Situationen (verlorene Ladung, alkoholisierte Fahrer) belegt die Unmöglichkeit, diese Trasse mit noch mehr Verkehr zu belasten. Für die Strecke durch das Lüneburger Wohngebiet Moorfeld gibt es keine Umleitungs-Möglichkeiten. Eine Sperrung führt bereits jetzt zu einem Verkehrs-Chaos in der Stadt. Man erkennt deutlich, dass der A 39-Teilabschnitt 586 unvernünftig und an der Realität vorbei geplant wurde.
In dieser Liste sind nur die von der Polizei in Pressemitteilungen veröffentlichten Unfälle aufgeführt. Es ist unklar, wie
viele weitere Unfälle es gegeben hat.
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/2033673 26.04.2011: Bierlaster verunglückt auf Ostumgehung (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/2008474 14.03.2011: Betrunkener rutscht auf der Ostumgehung in den Graben (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1766554 15.02.2011: Zwei Unfälle auf der Ostumgehung (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1751203 19.01.2011: Auffahrunfall - eine Leichtverletzte (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1744455 05.01.2011: "mit Lkw angelegt" - Unfall auf der Ostumgehung (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1742836 02.01.2011: Glätte - In die Leitplanke gefahren (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1739016 22.12.2010: Erneut Unfälle auf der Ostumgehung - "Dominoeffekt" (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1738317 20.12.2010: Unfälle auf der Ostumgehung - Transporter prallt gegen Schutzplanke (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1729005 03.12.2010: Unfallserie auf der Ostumgehung (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1723457 23.11.2010: Unfall mit leicht Verletztem (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1721932 21.11.2010: Betrunkener Autofahrer auf der Ostumgehung (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1709801 02.11.2010: PKW gerät ins Schleudern (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1697929 12.10.2010: LKW-Fahrer eingeschlafen (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1689182 26.09.2010: unter Alkoholeinfluß am Steuer - 1,8 Promille (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1678331 08.09.2010: Autofahrer fährt während der "Rush-Hour" in Gegenverkehr (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1669841 24.08.2010: LKW verliert 6,8 Tonnen Stahl (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1656317 29.07.2010: 165 km/h auf der Ostumgehung (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1648197 14.07.2010: Mit Motorrad überschlagen (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1645603 08.07.2010: Kollision mit Bus (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1641718 02.07.2010: Vollsperrung wegen verrutschter Ladung (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1593669 12.04.2010: Vollsperrunmg nach Unfall (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1567141 24.02.2010: Unfälle wegen Glätte (1.)]
20.02.2010: Diese Meldung fehlt im Polizei-Presseportal, stand aber in der
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|Quelle=LZ
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|Untertitel=Unfälle auf der Ostumgehung
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
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|Text=Staus und Verkehrsbehinderungen waren gestern die Folge von zwei Auffahrunfällen auf der Ostumgehung. Laut Polizei waren gegen 14.35 Uhr zwischen den Abfahrten Ebensberg und Adendorf mehrere Wagen und Laster zusammengekracht, eine 50-jährige Frau wurde leicht verletzt. Sachschaden: rund 14 000 Euro. Die Schnellstraße wurde in Richtung Hamburg für zwei Stunden komplett gesperrt.
}}
15.02.2010: Diese Meldung fehlt im Polizei-Presseportal, stand aber in der
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|Quelle=LZ
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|Headline=Kollision mit Rettungswagen
|Untertitel=Einsatzfahrt endet mit vier Verletzten – Auto überschlägt sich
|Autor=ahe
|Ort=Lüneburg
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|Text=Glück im Unglück hatte eine 25-jährige Frau bei einem Unfall auf der Ostumgehung am Sonnabend: Sie war unterwegs in Richtung Hamburg, als sie im Bereich der Abfahrt Hagen auf dem rechten Fahrstreifen ins Schleudern geriet und mit ihrem Auto in die Böschung fuhr. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die Frau kam mit leichten Verletzungen davon, sie wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
Bereits am Freitag hatte sich ein Unfall ereignet, bei dem ein Rettungswagen beteiligt war. Er war auf dem Weg zum Einsatz und fuhr mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht durch die Soltauer Straße. Eine entgegenkommende Autofahrerin erkannte die Situation zu spät, die 33-Jährige dachte, ein Autofahrer wollte sie in die Straße Hasenburger Berg abbiegen lassen. Doch der Mann wollte nur den Rettungswagen vorbei lassen, der dann beim Überholvorgang in das Fahrzeug der Frau krachte. Die 33-Jährige und ihre zweijährige Tochter erlitten ebenso leichte Verletzungen wie der Fahrer des Rettungswagens (28) und sein Beifahrer (32). Den Sachschaden beziffert die Polizei mit rund 12 000 Euro.
}}
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1556929 05.02.2010: Hund auf der Ostumgehung (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1553064 29.01.2010: Auto fährt in Schutzplanke (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1542464 10.01.2010: "Ausweichmanöver" in die Leitplanke (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1531517 15.12.2009: Auto überschlägt sich]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1524593 04.12.2009: Erhebliche Verkehrsbehinderungen nach Unfall (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1519629 25.11.2009: LKW-Unfall aufgrund eines Krankheitsfalles (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1498037 22.10.2009: Beim Auffahren auf die Ostumgehung Fahrradfahrer übersehen (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1497295 20.10.2009: Mit PKW überschlagen - leicht verletzt (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1485901 01.10.2009: 28-Jährige leicht verletzt (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1475821 14.09.2009: Beifahrerin leicht verletzt (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1462706 23.08.2009: 26-Jährige fährt nach Unfall weiter (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1457512 14.08.2009: Dieselspur verursacht Unfall (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1457533 13.08.2009: Gefährdung mit gestohlenem PKW]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1449126 30.07.2009: Betrunkener auf der Ostumgehung (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1445396 23.07.2009: eingeschlafen & Leitpfähle umgefahren (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1443469 19.07.2009: Motorradfahrer übersehen - 50-Jähriger schwer verletzt (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1442364 17.07.2009: Reifenplatzer eines Anhängers - kurzzeitige Umleitung (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1433674 01.07.2009: Unfall mit einer Leichtverletzten (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1427151 22.06.2009: Smart fliegt über Leitplanke (11.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1420053 08.06.2009: Handy gesucht - gegen Schutzplanke gefahren (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1416043 02.06.2009: Estrichmaschine auf Ostumgehung umgekippt (10.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1416043 02.06.2009: Anhänger mit Kabeltrommeln umgekippt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1384817 08.04.2009: Verfolgungsfahrt mit Motorraddieben (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1367216 10.03.2009: LKW umgekippt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1366404 08.03.2009: zwei Sonntagsfahrer (6. und 7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1358400 23.02.2009: Karambolage von fünf Fahrerzeugen, eine Schwerverletzte]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1327805 29.12.2008: Gepäckträger auf der Ostumgehung (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1323317 18.12.2008: 23-jährige leicht verletzt]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1315242 04.12.2008: Quad-Fahrer übersehen (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1314529 03.12.2008: Nach Unfall weitergefahren (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1312197 01.12.2008: Entgegenkommende übersehen an Auffahrt (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1309204 25.11.2008: Verkehrsunfall mit drei Schwer- und einer Leichtverletzten an Auffahrt (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1301131 13.11.2008: 34-Jährige auf Ostumgehung verunfallt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1294223 03.11.2008: Ostumgehung nach LKW-Unfall voll gesperrt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1292045 30.10.2008: PKW schleudert gegen Leitplanke (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1285728 21.10.2008: Gefahrguttransporter mit Glycerin schlägt Leck auf B216 und Ostumgehung, Vollsperrung, Verkehrschaos]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1285756 Bilder dazu]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1281910 13.10.2008: Auf Ölspur weggerutscht (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1274798 30.09.2008: Motorradfahrer schwer verletzt (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1274008 29.09.2008: Unfall mit einem Leichtverletzten (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1269021 22.09.2008: Unfall mit 3 Autos, Auffahrt Erbstorfer Landstr. (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1262344 09.09.2008: LKW-Fahrerflucht nach Unfall mit Streifenwagen (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1252503 24.08.2008: Geisterfahrer (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1241969 05.08.2008: Unfall an Anschlussstellen-Ampel (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1227256 10.07.2008: Verkehrsunfall mit vier Leichtverletzten (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1223151 04.07.2008: Vier verletzte nach Unfällen]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1221608 02.07.2008: LKW-Fahrer mit 2,14 Promille (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1211652 16.06.2008: PKW gegen Leitplanke, in Brand geraten (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1208921 11.06.2008: Mit PKW überschlagen (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1176872 21.04.2008: Gegen Leitplanke geprallt (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1168245 07.04.2008: Unfall mit einem Leichtverletzten (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/meldung/1158355 20.03.2008: Unfall mit 28.000 Euro Sachschaden (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1149481 05.03.2008: Kradfahrer schwer verletzt (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1134088 10.02.2008: Leitplanke beschädigt (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1126676 28.01.2008: Unfall mit einem Leichtverletzten, Auffahrt Stadtkoppel (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1123812 24.01.2008: Unfall mit Leichtverletzter, Auffahrt Stadtkoppel (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1122893 22.01.2008: Vorfahrt nicht beachtet an Abfahrt Kaltenmoor (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1113083 07.01.2008: Unfall mit zwei Leichtverletzten an der Abfahrt Ebensberg (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1102413 12.12.2007: Unfall mit zwei Leichtverletzten, Auffahrt Ebensberg (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1088723 21.11.2007: Unfall unter Alkoholeinwirkung, Auffahrt Häcklingen (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1079670 07.11.2007: Unfall, Lkw verliert Glaswolle (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1063667 10.10.2007: Eine leicht Verletzte, Auffahrt Adendorf (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1063045 09.10.2007: Sturz mit Motorrad (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1035883 21.08.2007: Zwei LKW-Unfälle (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1032795 14.08.2007: Schwer verletzter Motorradfahrer, Auffahrt Dahlenburger Landstraße (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1026026 01.08.2007: Unter Alkoholeinfluss von der Fahrbahn abgekommen (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1020576 23.07.2007: Karambolage mit LKW]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1020567 22.07.2007: PKW-Fahrer ignoriert Haltezeichen (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1012823 05.07.2007: Unfall mit einem Leichtverletzten, Abfahrt Adendorf (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1005287 20.06.2007: Unfall mit Flucht (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1004003 19.06.2007: Fahrer unter Drogeneinfluss (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/999778 11.06.2007: Anhänger umgekippt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/997292 04.06.2007: Unfall mit einem Leichtverletzten (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/982779 07.05.2007: Unfall mit einem Leichtverletzten, Abfahrt Dahlenburger Landstraße (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/979508 01.05.2007: Unfall unter Alkoholeinwirkung (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/964121 28.03.2007: Unfallflucht, Auffahrt Kaltenmoor (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/962037 27.03.2007: Verfolgungsjagd mit Unfall]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/922538 03.01.2007: Alkoholisierte Fahrerin (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/911359 04.12.2006: Unfall, Auffahrt Ebensberg (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/964121 20.11.2006: Brennende Gegenstände auf Ostumgehung geworfen (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/902147 16.11.2006: Rempler mit Fahrerflucht]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/894645 30.10.2006: Unfall mit einem Leichtverletzten, Auffahrt Kaltenmoor (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/885664 12.10.2006: Verrutschte Ladung, Vollsperrung der Abfahrt Häcklingen]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/885655 11.10.2006: Anhänger in Brand, Vollsperrung (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/884521 10.10.2006: Rübentransporter umgekippt]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/870557 07.09.2006: LKW mit Anhänger in Graben gefahren]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/866674 28.08.2006: Unfall mit einem Schwerverletzten, Auffahrt Ebensberg (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/864766 24.08.2006: Falschfahrerin, Vollsperrung Richtung Süden (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/862424 17.08.2006: Unfall (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/860887 14.08.2006: Unfall, Auffahrt Stadtkoppel (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/844119 03.07.2006: Unfall unter Alkoholeinwirkung, Abfahrt Dahlenburger Landstraße (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/843545 03.07.2006: Unfall mit Totalschaden (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/833723 29.06.2006: Ladung verloren, Abfahrt Melbeck (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/830175 30.05.2006: Unfall, Abfahrt Bilmer Berg (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/815871 27.04.2006: Alkoholisierter Fahrer (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/807475 05.04.2006: Unfall unter Drogeneinfluss, Abfahrt Kaltenmoor (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/785961 14.02.2006: Unfall (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/783979 09.02.2006: Fahrer mit 3,2 Promille (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/783979 09.02.2006: Unfall mit Flucht (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/770264 05.01.2006: Unfall mit LKW (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/768296 31.12.2005: Unfall (Verkehrsunfälle)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/762674 13.12.2005: Unfall, Abfahrt Dahlenburger Landstraße (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/759189 06.12.2005: Unfall durch verlorene Ladung (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/754264 25.11.2005: Unfall, kurzzeitige Vollsperrung (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/750776 17.11.2005: Unfall aufgrund von Glätte (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/736250 12.10.2005: Unfall mit LKW (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/734738 09.10.2005: Ölspur (3.)]
== Links ==
[[Arbeitsgruppe Ostumgehung]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
cc2a0fbfe5070f710357d21f56537f7bae5308c0
Einwände schreiben
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Volker
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/* Fertige Einwendungsschreiben */
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text/x-wiki
{{Kasten blau|
*Ich habe gerade mit der zuständigen Mitarbeiterin von Frau Schröder-Ehlers telefoniert. Nach ihrem Überblick sind etwa '''1.250 (!!!) Einwendungen''' bei der Stadt eingegangen. Sie hat von sich selber aus gesagt, dass dies vor allem auf die Arbeit der Bürgerinitiativen zurückzuführen sei und die Stadt mit weniger Einwendungen gerechnet habe. Ich denke, dass ein guter Teil dieser Lorbeeren uns zuzurechnen ist und [[BI-Stammtisch|dass wir darauf am 02.06. einen trinken sollten]]. Wir haben wirklich einiges bewegt. Das sollte uns Mut für die weitere Arbeit machen. [[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
*Wir haben zwar schon einen großen Batzen geschafft und viele Einwände gesammelt, aber es kann noch weiter gehen.<br>Der [http://www.keine-a39.de/ Dachverband] teilt mit, dass nun auch Bürgerinnen und Bürger '''noch bis zum 30.06. Einwände schreiben''' können. Diese müssen dann direkt an die Regierungsvertretung Auf der Hude 2 geschickt werden.<br>Wir könnten also noch weiterhin noch zum Einwände schreiben aufrufen.<br>Vielen Dank auch allen, die dabei bisher so aktiv und erfolgreich waren. [[Benutzer:Steffine|Stefanie Becker]]
* 30. Juni vorbei, es geht trotzdem weiter: '''[[Fast 10.000 Einwände]]'''.
}}
{|
| __TOC__ || [[Bild:Natur3.jpg|thumb|Natur ...]] || [[Bild:Highway.jpg|thumb|... statt Autobahn.]]
|}
== Es gibt sehr viele Argumente gegen den Bau der A 39. ==
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Flugblatt_Einwaendeaktion.pdf}} || || Speziell auf den Stadtteil Lüne-Moorfeld zugeschnittene Argumente werden von der [[Arbeitsgruppe Einwände]] erarbeitet.<br>Eine kurze '''Übersicht''' liegt [[Media:Flugblatt_Einwaendeaktion.pdf|hier zum Download]] vor.
|}
*[[Media:Einwände A39 Raumordnungsverfahren unsortiert.pdf|Ausführlich: Einwände der {{BI}} zum Raumordnungsverfahren (15 Seiten)]]
Einige Beispiele (bitte die Ihnen Wichtigen so persönlich wie möglich formulieren):
* Wertverlust der eigenen Immobilie
* Zunahme der ohnehin schon problematischen [[Lärm]]belästigung durch Bahn und Umgehungsstraße
* Gesundheitliche Schäden durch z.B. [[Feinstaub]] (vorherrschender Westwind)
* Verlust eines wesentlichen Naherholungsgebietes z. B. Lüner Holz
* Senkungs- (Grundwasser) und sonstige Folgeschäden an Haus und Grundstück
* Unzumutbare Beeinträchtigungen für die Kinder der [http://www.grundschule-luene.de/4556.html Grundschule] und Kindergarten Lüne ([[Lärm]], Abgase, Unfallgefahr, erhöhte Kriminalität an Autobahnabfahrten)
* Deutliche Verminderung der Lebensqualität im eigenen Wohngebiet durch Einkesselung (Bahnschienen, Umgehungsstraße, Autobahn)
* Imageverlust meiner Stadt Lüneburg ([http://www.kloster-luene.de/ Kloster], Bewerbung zum Weltkulturerbe)
== Wenn es schnell gehen soll ... ==
{|
| {{bsw}}Word_icon.gif || Im einfachsten Fall formuliert Ihr einfach eine der folgenden Muster-Einwendungen um, die als '''Word-Datei''' vorliegen:
|}
=== Lüneburger ===
*[[Media:Stadtaktion-Lüneburger-1-.doc|Allgemeine Fassung für alle Lüneburger]]
*[[Media:18 Punkte Muster Einwendung.doc|Muster-Einwendung mit 18 Punkten, ggf. einfach kürzen]]
==== Moorfeld-Lüne ====
*[[Media:Jung-ohne-Haus-ohne-Kind.doc|Ich wohne erst seit kurzem hier und bin Mitbewohner bzw. Mieter]]
*[[Media:Mittelalt-ohne-Haus.doc|Ich wohne hier seit einigen Jahren als Mitbewohner bzw. Mieter]]
*[[Media:Mittelalt-mit-Haus.doc|Ich wohne hier seit einigen Jahren als Hauseigentümer]]
*[[Media:Alt-mit-Haus.doc|Ich wohne hier schon lange und bin Hauseigentümer]]
*[[Media:Alt-ohne-Haus.doc|Ich wohne hier schon lange und bin Mitbewohner bzw. Mieter]]
*[[Media:Jung-ohne-Haus-mit-Kind.doc|Wir sind mit unserer Familie erst vor kurzem hier hin gezogen und Mieter]]
*[[Media:Jung-mit-Haus-ohne-Kind.doc|Wir haben erst vor kurzem hier unser Haus gekauft]]
*[[Media:Jung-mit-Haus-mit-Kind.doc|Wir haben erst vor kurzem hier unser Haus gekauft (Familie)]]
=== Nicht-Lüneburger ===
*[[Media:Stadtaktion-Tourist-ohne-Lüneburger-Freunden-1-.doc|Lüneburg-Tourist]]
*[[Media:Stadtaktion-Landkreis-2-.doc|Ich wohne im Landkreis Lüneburg]]
== Auch hier hat man sich Gedanken gemacht ==
Weitere Vorlagen bzw. Argumente finden sich auf unseren Partnerseiten:
* [http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/argumente.html Argumente der Aktion Lebensberg]
* [http://www.iga-wendischevern.de/modules/news/article.php?storyid=65 Themenliste für Einsprüche und Vordruck der Interessengemeinschaft gegen den Autobahnbau Wendisch Evern]
* [http://www.keine-a39.de/media/ROV/Einwendungsgruende%20Zusammenstellung.pdf Liste mit Einwendungs-Punkten als PDF-Datei auf www.keine-a39.de]
* [http://www.amelinghausen.de/betzendorf/a39/argumente.html Argumente der BI Betzendorf gegen A39]
* [http://www.lueneburg.de/index.htm?inhalt_id=302387&baum_id=361&suchstring=gutachten Gutachten der Stadt Lüneburg]
== Beispiele (unter anderem aus der {{BI}}) ==
siehe [[Arbeitsgruppe Einwände]]
== Presse-Artikel zum Stand der Einwände ==
* 23. November: {{HA}}:[[Presseberichte_November_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_erneuten_Verz.C3.B6gerung_des_Raumordnungsverfahrens|14.500 Einwände]]
* 1. Juli: Allgemeine Zeitung (AZ) Uelzen: [[Fast 10.000 Einwände|A 39: Fast 10.000 Einwände liegen vor]]
* 24. Mai: {{HA}}: [http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/24/566332.html A 39: 1000 Einwände]
* 6. Mai: Landeszeitung<br>
http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/presse/2006-05-06-landeszeitung-01.gif
== Und weiter? ==
Nach unseren von Erfolg gekrönten Einwände-[[Aktionen]] hat sich wohl jede(r) die Frage gestellt: „Was nun?“. Nicht nur der [[Vorstand]] ist einhellig der Meinung, dass von nun an stärker als bisher auf der politischen Ebene Druck entfaltet werden muss, wozu sicherlich auch die Unterschriftenlisten gehören.
Das '''[[Grundgesetz]]''' bietet aber noch eine andere Möglichkeit, Druck auf die PlanerInnen auszuüben, und zwar über '''[[Petition]]en'''.
== Fertige Einwendungsschreiben ==
[[Media:Einwand_A39_BI_L%C3%BCne-Moorfeld.pdf|Einwand ROV A39 BI Lüne-Moorfeld]]
[[Media:Einwand_A39_Lebensberg.pdf|Einwand ROV A39 Lebensberg]]
[[Media:Einwand_ROV_A39_Volker_Constien.pdf|Einwendungen ROV A39 Volker Constien]]
[[Media:Einwand_A39_LBU.pdf|Einwand ROV A39 Landesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
a719f6448f607f28a8fd151b134279d7c996e363
Raumordnungsverfahren
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Volker
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wikitext
text/x-wiki
Das '''{{PAGENAME}} (ROV)''' ist eine frühe Phase im '''[[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]]'''.
== Allgemeines ==
Geprüft wird die Vereinbarkeit eines "raumbedeutsamen Vorhabens" (also die Trassenführung der Autobahn A 39) mit den Erfordernissen der Raumordnung und Abstimmung mit raumbedeutsamen Vorhaben anderer öffentlicher und sonstiger Planungsträger untereinander.
* Das ROV wird gemäß [[Raumordnungsgesetz]] durchgegeführt
* Das ROV hat keine unmittelbare Rechtswirkung nach außen und ist nicht verwaltungsgerichtlich anfechtbar.
* Es soll für den Investor Planungssicherheit und in der Öffentlichkeit Akzeptanz für das Vorhaben schaffen.
* Es bildet eine Informations- und Beurteilungsbasis für das nachfolgende [[Planfeststellungsverfahren]].
Das ROV wird mit der '''landesplanerischen Feststellung''' abgeschlossen, die zunächst im Rahmen eines sog. '''Erörterungstermins''' (s. u.) mit den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt wird.
== {{PAGENAME}} für den Bau A 39 ==
=== Beginn ROV ===
Mit der Vorstellung einer angedachten [[Vorzugsvariante]] hatte das Niedersächsische Ministerium für den Ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Referatsteil 303 in der Regierungsvertretung Lüneburg) Raumordnungsverfahren für die geplante Autobahn A 39 von Lüneburg bis Wolfsburg am 27. März 2006 eingeleitet.
=== Fristen ? ===
Gemäß [[Raumordnungsgesetz#.C2.A7_15_Raumordnungsverfahren|§ 15 des Raumordnungsgesetzes]] ''"ist das ROV nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen innerhalb einer Frist von höchstens sechs Monaten abzuschließen."''
'''Gesetzeskonform hätte damit am 27. September 2006 das ROV abgeschlossen sein müssen.'''
Tatsächlich dauerte bereits diese erste Planungsphase etwa das dreifache der üblicherweise angesetzten Zeit. Ein kurzer Rückblick:
* Auf Nachfrage per E-Mail erklärt der für das Raumordnungsverfahren bei der Regierungsvertretung Lüneburg verantwortliche Dr. Holger Manthey am 12.09.06:<br>''"Wegen des Umfangs der Unterlagen zum Raumordnungsverfahren für die A 39 war die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen länger als üblich und vorgeschrieben festgesetzt worden; außerdem war auf Wunsch einiger Beteiligter die Frist zur Abgabe ihrer Stellungnahmen weiter verlängert worden.<br>Im Verfahren sind zahlreiche Bedenken zu den Unterlagen angemeldet und zahlreiche Anregungen (u. a. zur Prüfung anderer als der [[Vorzugsvariante|vorgeschlagenen Variante]]) gegeben worden, die z. Zt. von der Straßenbaubehörde und den von ihnen beauftragten Gutachtern bearbeitet werden.<br>Der Abschluss des Raumordnungsverfahrens wird deshalb voraussichtlich erst in einigen Monaten möglich sein."''<br>Damit wäre die '''landesplanerische Feststellung''' etwa Ende 2006/Anfang 2007 zu erwarten. [[Presseberichte_Juli_2006#Landeszeitung_zur_sogenannten_Tunnell.C3.B6sung|[LZ vom 14.07.2006]]]
* '''Nochmals verschoben:''' Mit dem Ende des Raumordnungsverfahrens wird erst für März 2007 gerechnet, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann. [[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|[LZ vom 06.10.2006]]]
=== Einwendungen ===
siehe [[Einwände schreiben]]
{{Kasten gelb|
'''<big>Erörterungstermin</big>'''
Die Vorschlagslinie wird in einem Behördentermin mit allen betroffenen Trägern öffentlicher Belange (Flurbereinigung, Wasserwirtschaft u. a.) erörtert. Die Ergebnisse aus der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), der FFH-(Flora-Fauna-Habitat)-Verträglichkeitsuntersuchung, der Verkehrsuntersuchungen, aller weiteren Untersuchungen, der Arbeitskreistermine, der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Abstimmung mit den Trägern öffentlicher Belange werden von der zuständigen Raumordnungsbehörde für die landesplanerische Feststellung berücksichtigt.'' [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C6620141_N6414294_L20_D0_I5213350]}}
* [[Presseberichte_November_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_erneuten_Verz.C3.B6gerung_des_Raumordnungsverfahrens|HA vom 23.11.2006: Endgültige Trasse erst Ende 2007?]]
* Der '''Erörterungstermin''' (s. Kasten) sollte lt. Auskunft von Dr. Manthey nunmehr am 19. und 20.04.2007 in der Stadthalle Uelzen stattfinden. Bis Juni werde die so genannte '''Landesplanerische Feststellung''' erarbeitet. [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_Er.C3.B6rterungstermin|[LZ vom 22.3.2007]]]
* '''Juli 2007?''' Bei der für das Raumordnungsverfahren zuständigen Regierungsvertretung Lüneburg haben die Verantwortlichen unterdessen andere Probleme. Sie erreiche ihr Ziel nicht, bis Ende Juni die landesplanerische Feststellung abzuschließen. Dr. Holger Manthey schätzt, dass sich „der Verfahrensabschluss um einige Wochen verzögert“. [[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zum_aktuellen_Stand_der_Planungen|[LZ vom 12.6.2007]]]
=== Aktueller Sachstand: Abschluss ROV ===
* Das {{PAGENAME}} wurde am 29. August 2007 mit der [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40041693_N40041573_L20_D0_I5213350 '''Landesplanerischen Feststellung'''] abgeschlossen.<br>[[Presseberichte_August_2007#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens_2|Pressenotiz]]
Wir haben die
[http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40041693_N40041573_L20_D0_I5213350 Landesplanerische Feststellung] untersucht und unberücksichtigte Argumente aus den Einwendungen gesammelt.
[[Media:a39_analyse_landespl_festst.pdf|Ergebnisse der Untersuchung]]
Dieses Dokument wurde mit folgenden Anschreiben an verschiedene Stellen geschickt:
*[[Media:anschreiben_bundesverkehrsministerium.pdf|Anschreiben Bundesverkehrsministerium]] per Einschreiben mit Rückschein, der Rückschein ist angekommen. Zusätzlich per Email.
*[[Media:anschreiben_bundesfinanzministerium.pdf|Anschreiben Bundesfinanzministerium]] per Einwurf-Einschreiben, zusätzlich per Email
*[[Media:anschreiben_bundesumweltministerium.pdf|Anschreiben Bundesumweltministerium]] per Einwurf-Einschreiben, zusätzlich per Email
*[[Media:anschreiben_nds_umwelt.pdf|Anschreiben Niedersächsisches Umweltministerium]] per Email
*[[Media:anschreiben_nds_strassenbau.pdf|Anschreiben Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr]] per Email
*[[Media:anschreiben_bundesrechnungshof.pdf|Anschreiben Bundesrechnungshof]] per Email
*[[Media:anschreiben_bund_der_steuerzahler.pdf|Anschreiben Bund der Steuerzahler]] per Email
Außerdem wurden die insgesamt 103 Mitglieder der Bundestags-Ausschüsse für Verkehr, Finanzen und Umwelt per Web-Formular angeschrieben: <br>
[[Media:web-formular_bundestags-ausschuesse.pdf|Textvorlage für das Web-Formular]]<br>
Die Vorlage wurde für die Anrede mit Namen und die Funktion im Ausschuss ((stellvertretende(r) Vorsitzende(r))/Mitglied) individuell angepasst.
<br>
Einen längeren Email-Wechsel hat es daraufhin mit dem Bundesverkehrsministerium gegeben:
<br>
[[Media:Emailwechsel_BMVBS_Landesplanerische_Feststellung.pdf|Emailwechsel mit dem BMVBS]]
=== Weiterer Planungsverlauf ===
* Gemäß [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 des Bundesfernstraßengesetzes]] ist nach erfolgter landesplanerischer Feststellung die {{mark|'''Bestimmung der [[Linienführung]]'''}} durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) {{mark|innerhalb einer Frist von drei Monaten}}, d.h. gesetzeskonform bis zum 29. November 2007 abzuschließen. Nach Einschätzung von Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]] wird jedoch auch diese Frist nicht eingehalten werden [[Presseberichte_Juli_2007#Landeszeitung_zum_Treffen_mit_Niedersachsens_Verkehrsminister_Walter_Hirche|[LZ vom 10.07.07]]] und (nach unserer Einschätzung) bis zum Abschluss der [[Landtagswahl]]en verzögert werden.<br>Im einfachsten Fall entspricht die festgelegte [[Linienführung]] der vorab formulierten [[Vorzugsvariante]], falls die im Raumordnungsverfahren eingebrachten Stellungnahmen von Bürgern und Behörden keine Neubewertung als Konsequenz hatte.
* Die [[Linienbestimmung]] wurde am 31.10.2008 formal abgeschlossen (siehe Artikel '''[[Linienbestimmung]]''').
* Mit der [[Linienbestimmung]] erfolgte auch eine neue Berechnung des [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses (siehe Artikel '''[[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]''').
* Nach der [[Linienbestimmung]] erfolgt das [[Planfeststellungsverfahren]], weiterer Verlauf s. [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]].
== Hoffnungsvolles ==
Ein erstes Raumordnungsverfahren für den Bau einer anderen Autobahn (A 94 in Bayern) "versandete" 1977 (!), bevor nach politischen Querelen 1991 ein zweites Raumordnungsverfahren angestrengt wurde. Die [http://www.a94-b12.de/ Initiative gegen die A 94] kämpft seitdem erfolgreich gegen den Autobahnbau und macht Mut, dass die A 39 jederzeit wieder aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] gestrichen werden kann.
== Siehe auch ==
* [[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren]]
* [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]]
* [[Raumordnungsplan]]
* [[Raumordnungsgesetz]]
== Weblinks ==
* [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C19154670_L20.doc Raumordnungsverfahren zur geplanten Autobahn BAB A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg] (Bürgerinformation der Regierungsvertretung Lüneburg, März 2006)
* [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C40485524_L20.pdf Landesplanerische Feststellung<br>Raumordnungsverfahren mit integrierter Umweltverträglichkeitsprüfung für die Bundesautobahn A 39 Wolfsburg – Lüneburg und den niedersächsischen Teil der Bundesstraße B 190 n, (Regierungsvertretung Lüneburg, 24. August 2007, PDF-Datei, 295 S.)]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Nutzen-Kosten-Verhältnis
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Volker
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== Grundsätzliches ==
Im Rahmen der [[Bundesverkehrswegeplan]]ung ist die '''Wirtschaftlichkeitsberechnung''', die sich im Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) ausdrückt, das Hauptkriterium für oder gegen den Bau eines Straßenbauprojektes wie der geplanten Autobahn A 39.
Dabei werden die geschätzten Baukosten den vermuteten gesamtwirtschaftlichen Nutzen gegenüber gestellt. Maßnahmen, bei denen die berechneten Nutzen die Kosten deutlich übersteigen, d.h. ein hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis besitzen, erscheinen wirtschaftlich sinnvoll und damit bauwürdig.
Um die begrenzten Mittel für den Bau von Autobahnen möglichst effektiv einzusetzen, wurden die Projekte überwiegend aufgrund ihres jeweiligen Nutzen-Kosten-Verhältnisses (NKV) in eine der drei Kategorien
# Vordringlicher Bedarf
# Weiterer Bedarf
# Kein Bedarf
eingeteilt.
Im Bundesverkehrswegeplan 1992 hatten nur Projekte des vordringlichen Bedarfs, d.h. mit einem NKV > 3 eine Chance auf Realisierung. Beim Bundesverkehrswegeplan 2003 gibt es die Grenze NKV > 3 nicht mehr. Es können auch Projekte in den vordringlichen Bedarf eingestellt werden, wenn eine herausragende raumordnerische Bedeutung des Projekts festgestellt wurde.
Das Berechnungsmodell zur Bestimmung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses wird allerdings sehr kontrovers diskutiert, da die berücksichtigten Kategorien von Nutzen (Transportkostensenkung, Kosten der Wegeerhaltung, Beiträge zur Sicherheit, Verbesserung der Erreichbarkeit, regionale Effekte, Umwelteffekte, Hinterlandanbindung, induzierter Verkehr) kaum objektiv erfassbar und damit gegeneinander aufzuwiegen sind.
So wird bei der Berechnung des "Erreichbarkeitsvorteils" jede angenommene Stunde, die ein Verkehrsteilnehmer durch eine neue oder ausgebaute Straße einspart, als eine Kostensenkung von 3,83 EURO gerechnet. Wenn z.B. 50.000 Pkw pro Tag jeweils 20 Minuten einsparen, ergibt das ''theoretisch'' einen jährlichen Nutzen von 23,3 Millionen EURO ohne Berücksichtigung, ob die Verkehrsteilnehmer Geschäftsreisende, Transport-LKWs oder Freizeit- und Urlaubsfahrer sind.
Alles in allem haben die Wirtschaftstheoretiker eine fragwürdige Feinarbeit geleistet, so findet sich im Berechnungsmodell auch das erleichterte Überqueren von Durchgangsstraßen für Fußgänger, errechnet mit Hilfe des "Stundenlohns" von EURO 5,47. [http://www.bvwp.de/hilfe/bmvbw.html]
== Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39 ==
Die beiden geplanten Bauabschnitte Uelzen-Wolfsburg und Lüneburg-Uelzen werden im [[Bundesverkehrswegeplan]] vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im vordringlichen Bedarf gelistet und mit Investitionskosten von 437 Millionen Euro angegeben. [http://www.bmvbs.de/Anlage/original_15937/Niedersachsen.pdf]
Diesen Kosten sollte bei einem NKV = 3,4 ein Nutzen von ca. 1,5 Milliarden Euro gegenüberstehen.
Allerdings muss über das NKV der A 39 spekuliert werden, da dieses nicht spezifiert für die A 39, sondern nur "im Paket H-Spange", also mit der A 14 und der beide Autobahnen verbindenden Querspange mit 3,4 ausgewiesen wurde. [http://www.keine-a39.de/images/stories/div_pdf_dokumente/PRINS_NI.pdf]
Das Ministerium für Bau Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt hat die NKV "anteilig" offengelegt (A 14 = 4,6 und B 190n = 3,3) [http://www.keine-a39.de/images/stories/div_pdf_dokumente/A14%20NKV%20SA-Ministerium.pdf], das NKV der A 39 muss demnach deutlich kleiner ausfallen.
Die Aktion Lebensberg ermittelt in einer nachvollziehbaren Modellrechnung das '''Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39 mit lediglich 1,87'''. [http://www.keine-a39.de/images/stories/div_pdf_dokumente/nkf-berechnung-quer.pdf]
Da bei einer Einzelbetrachtung die A 39 mit diesem NKV aus dem vordringlichen Bedarf entfiele, drängt sich der Verdacht auf, dass hier "kreativ" schöngerechnet wurde.
'''Kann das eigentlich chancenlose Projekt A 39 nur im Windschatten der A 14 bestehen?'''
Nur durch ehrliche Zahlen kann die Planungsbehörde diesbezüglich in die Offensive gehen, doch kann die Mathematik ihr hierbei nicht mehr helfen.
=== Neue Berechnung des NKV ===
{{Kasten gelb|
'''<big>Neue Rechnung für die A 39</big>'''
'''[[Nutzen-Kosten-Faktor]] wird ermittelt'''
''red'' '''Lüneburg'''. Das Land Niedersachsen wird das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 - von Autobahn-Gegnern immer wieder gefordert - neu berechnen. Dies soll nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s passieren, das vermutlich noch bis Frühjahr 2007 dauert.
Das geht aus der [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage]] der [[Grüne]]n im Bundestag hervor.
[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|[LZ vom 06.10.2006]]]
}}
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:16-2560 Pothmer.pdf}}
| Bezug: [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Kleine Anfrage betreffend '''Bedarf und Planungsstand der Bundesautobahn 39''' mit Antwort der Bundesregierung vom 22.9.2006 (PDF, 5 Seiten)]]
|}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Strecke Wolfsburg-Lüneburg
|Headline=A 39 hinkt mit Wert von 2,8 hinterher
|Untertitel=Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Strecke Wolfsburg-Lüneburg liegt vor - Kritik an Berechnung
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Nun ist es amtlich: Im Vergleich der [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se ([[NKV]]) hinkt die Autobahn 39 deutlich hinter der A 14 und der Querverbindung B 190n hinterher. Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Anfrage der Lüneburger Landtagsabgeordneten [[Miriam Staudte]] ([[Grüne]]) hervor. Das Land beruft sich auf aktuelle Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums.
Demnach erreicht die Strecke zwischen Lüneburg und Wolfsburg einen Wert von lediglich 2,8. Bislang lag nur ein [[NKV]] von 3,4 für das Gesamtprojekt A 14/A 39/B 190n und von 4,7 für die A 14 von Magdeburg nach Schwerin vor. Kritiker hegen seit langem den Verdacht, dass eine Einzeluntersuchung der A 39 schlechter ausfällt. Auf Basis vorliegender Daten hatten die Gegner schon vor geraumer Zeit ein [[NKV]] von 1,87 für die A 39 errechnet.
Zufrieden ist die Landtagsabgeordnete mit der Antwort der Landesregierung indes nicht. "Gefragt hatten wir nach einem Wert für die A 39, doch der wird weiter schöngerechnet", wettert Staudte. Der Grund: In den Wert von 2,8 fließt das [[NKV]] für den westlichen Teil der B 190n mit ein. "Doch selbst so erfüllt die A 39 allein nicht die Mindestvoraussetzungen für die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s." Auf dem Planungsweg ist dies die Grundvoraussetzung zur Realisierung großer Verkehrsprojekte. Nachgewiesen werden muss ein [[NKV]] von wenigstens 3,0. Bei späteren Nachberechnungen reicht der Nachweis der Wirtschaftlichkeit. Und die ist bei einem Wert größer eins gegeben.
Staudtes Ärger ist verständlich. Denn die Antwort der Landesregierung enthält ein Einzel-[[NKV]] für den östlichen Teil der B190n. Auch das liegt mit 3,5 deutlich über dem von A 39 und westlichem Abschnitt der Querspange. Zudem nährt er Staudtes Verdacht, dass mit der Bundesstraße das Autobahn-[[NKV]] angehoben wird.
Der Inhalt der Antwort der Landesregierung ist für viele auch deswegen überraschend, weil sowohl Hannover als auch Berlin eine Einzelberechnung bislang abgelehnt, sich gegenseitig den Schwarzen Peter zugeschoben haben. Klar war in den vergangenen Monaten lediglich, dass das Bundesverkehrsministerium das [[NKV]] für das Gesamtprojekt im Zuge der [[Linienbestimmung]] neu berechnet. Nun ist die Linie neu bestimmt - und mit ihr die [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se.<br>
[[Presseberichte_November_2008#Landeszeitung_zum_Nutzen-Kosten-Verh.C3.A4ltnis_f.C3.BCr_die_Strecke_Wolfsburg-L.C3.BCneburg|[LZ vom 15.11.2008]]]
}}
=== Analyse des Ergebnisberichts der NKV-Berechnung ===
Im Rahmen der im Anschluss an die Landesplanerische Feststellung erfolgten Linienbestimmung der A 39 durch das Bundesverkehrsministerium erfolgte im Juli 2008 die Bestimmung eines NKV für das Gesamtprojekt VUNO und den drei Teilprojekten
* A 14,
* A 39 mit 16 km westlicher B 190n
* restliche B 190n
wobei im Gesamtprojekt noch kleine Teilprojekte B 71 und B189 enthalten sind, deren Zahlen nicht aufgeschlüsselt sind.
[[Media:VUNO_20080805_2.pdf|Ergebnisbericht der NKV-Bestimmung durch die Ingenieurgrupppe IVV, Aachen]] (Achtung: 7,2 MB groß)
Die Zahlen dieses Ergebnisberichts sind teilweise unplausibel in sich und im Vergleich mit den Zahlen der Untersuchung für den Bundesverkehrswegeplan 2003. Wir haben die Zahlen in zwei Tabellen zusammengestellt:
[[Media:Vergleich_VUNO_alt_-_neu.pdf|Vergleich VUNO alt - neu]]
[[Media:Analyse_VUNO2008.pdf|Analyse VUNO 2008]]
Wen es interessiert: technische Grundlage beider Dokumente war diese [[Media:Analyse_VUNO.xls|Excel-Tabelle]].
''Die Hauptpunkte:''
* Der Vergleich der Kosten pro Kilometer zwischen A 14 und A 39 und der Kostensteigerungen von A 14 und A 39 im Vergleich zu 2003 ergeben nicht nachvollziehbare Unterschiede.
* Der Annuitätenfaktor ist zu niedrig angesetzt. Warum ist er anders als 2003?
* Die Zusammensetzung der "sonstigen Kosten" ist unklar.
* Kosten und Nutzen der Teilprojekte B 189 und B 71 sind nicht aufgeführt, der Versuch einer Ermittlung durch Differenzbildung führt zu unplausiblen Zahlen.
* Es ist unklar, wie der im Ergebnisbericht angegebene Preisindex für die Nutzenpositionen ermittelt und angewandt wurde.
* Bei den Nutzenpositionen der A 39 erscheint der induzierte Verkehr zu gering, die Umwelteffekte dagegen zu hoch angesetzt.
* Die Steigerung des Nutzens der A 14 im Vergleich zu 2003 ist nicht nachvollziehbar.
Aus dem Bundesverkehrsministerium gab es auf Anfrage keine Informationen, die zur Klärung dieser Fragen beitragen konnten:
[[Media:Emailwechsel_Basisdaten_NKV.pdf|Email-Wechsel bezüglich der benötigten Basisdaten]]
Wir konnten also nur mit den uns vorliegenden Daten des Ergebnisberichts arbeiten und haben folgende Anmerkungen zum Ergebnisbericht der NKV-Bestimmung:
[[Media:a39_anmerkungen_wirtschaftlichkeitsberechnung.pdf|Anmerkungen zur NKV-Bestimmung]]
Das im Ergebnisbericht genannte NKV für die A 39 von 2,78 ist '''zu hoch''' angesetzt. Realistischer ist ein '''NKV von deutlich unter 2, wahrscheinlich nahe 1 oder sogar unter 1'''.
=== Bundesrechnungshof benachrichtigt ===
Der Bundesrechnungshof wurde am 10.8.2009 über den mittlerweile fast ein Jahr alten NKV-Ergebnisbericht informiert.
[[Media:20090811_Email_vom_BRH.pdf|Antwort-Email vom 11.8.2009 (mit Zitat der Benachrichtigungs-Email)]]
Aus dieser Email geht nicht hervor, wie lange die Bearbeitung dauern könnte.
=== Anfrage in Landtag ===
MdL Miriam Staudte (Die Grünen) hat am 6.8.2009 bezüglich des NKV-Ergebnisberichts eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung an die Niedersächsische Landesregierung eingereicht. Dieser Antrag enthält im Wesentlichen die von uns erarbeiteten Fragen.
[[Media:20090806_sA_NKV_A39.pdf|<b>Kleine Anfrage</b> vom 6.8.2009 an die Niedersächsische Landesregierung zur schriftlichen Beantwortung]]
[[Presseberichte_August_2009#Landeszeitung_zur_Kleinen_Anfrage_der_Gr.C3.BCnen_im_Nieders.C3.A4chsischen_Landtag|<b>Pressebericht</b> (Landeszeitung 6.8.2009)]]
[[Media:20090916_Antwort_sA_NKV_A39.pdf|<b>Antwort</b> vom 16.9.2009 auf die Kleine Anfrage]]
[http://www.landtag.niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen_16_2500/1501-2000/16-1681.pdf <b>Landtags-Ducksache</b>]
Die Anfrage wurde an die Bundestagsfraktion der Grünen weitergeleitet mit der Bitte, diese im Bundestag zu stellen.
=== Anfrage in Bundestag ===
Anfang November 2009 wurde von der Bundestagsfraktion der Grünen eine [[Media:2009-11-13_Anfrage_Grüne_Bundestag_1700030.pdf|Kleine Anfrage]] an die Bundesregierung eingereicht. Am 30.11.2009 erreichte uns die [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|<b>Antwort</b>]] aus dem Bundesverkehrsministerium.
Diese [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Antwort]] wirft weitere Fragen auf.
=== Anfrage im Landtag zu gestiegenen Kosten ===
Im August 2011 gab es von Frau Staudte und Herrn Hagenah eine weitere Anfrage an die Niedersächsische Landesregierung zu Kostensteigerungen und Planungskosten:
[[Media:2011-09-19_mAnfrage_A39-Kostensteigerungen.pdf|<b>Kleine Anfrage</b> vom August 2011 an die Niedersächsische Landesregierung]]
Hier die Antwort:
[[Media:2011-09-19_Antwort_Kostensteigerungen_A39.pdf|<b>Antwort</b> vom September 2011]]
[[Presseberichte_September_2011#Landeszeitung_zu_Kostensteigerungen_und_Anfrage_der_Gr.C3.BCnen|<b>Pressebericht</b> (Landeszeitung 20.9.2011)]]
Das Land Niedersachsen zeigt sich also weiterhin stur, obwohl aus dem Bundesverkehrsministerium mittlerweile durchgesichkert ist, dass der Investitionsrahmenplan 2011 bis 2015 die Priorität auf Instandhaltung und Sanierung vorhandener Verkehrswege setzen wird, und nicht auf Neubau, siehe [[Presseberichte_September_2011#Landeszeitung_zu_Entwurf_des_Investitionsrahmenplans_2011-2015|<b>Pressebericht</b> (Landeszeitung 10.9.2011)]]
Nun wurde also wieder bei der Bundesregierung angefragt:
[[Media:2012-05-15_Anfrage_A39-Kostensteigerungen.pdf|<b>Kleine Anfrage</b> vom Mai 2012 an die Bundesregierung]]
Die Antwort wurde [http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/098/1709859.pdf | hier] veröffentlicht.
== Weblinks ==
* [http://www.bvwp.de/hilfe/bmvbw.html BUND zur Problematik der Wirtschaftlichkeitsberechnung]
* [http://www.bmvbs.de/Verkehr/Integrierte-Verkehrspolitik-,1408/Bundesverkehrswege-plan.htm Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung]
* [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=view&id=649&Itemid=41 Mehr zum Thema {{PAGENAME}} auf der Internetseite des Dachverbandes] bzw. [http://www.laum.uni-hannover.de/ilr/lehre/Ptm/Ptm_BewKna.htm Uni Hannover]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Auf dieser Seite sind '''alte Termine''' gelistet.
* '''[[Aktuelle Ereignisse|Aktuelle Termine]]'''
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{{Toc}}
= 2017 =
== November ==
==== Mittwoch, 08.11.2017: Letzter Tag für die Abgabe von Einwedungen im [[Planfeststellungsverfahren#Plan.C3.A4nderungsverfahren_2017|Planfeststellungsverfahren]] ====
'''<big>Planfeststellungsverfahren Abschnitt 1 (Lüneburg)</big>'''
''<big>Annahmeschluss für Einwendungen: 8. November 2017</big>''
Jetzt soll es 6-spurig durch Lüne-Moorfeld gehen.
Bitte scheiben Sie Einwendungen gegen diese unsinnige Verschwendung von Natur- und Agrarflächen sowie Steuergeldern.
Aktuelle offizielle Schätzung der reinen Investitionskosten: 1,1 Mrd. €, diese Zahl hat sich seit 2012 nicht geändert, obwohl im Allgemeinen Bauprojekte seitdem um 20 bis 30 % teurer geworden sind.
Die Planunterlagen können unter https://uvp.niedersachsen.de/documents/ingrid-group_ige-iplug-ni/AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0/Planunterlagen.zip heruntergeladen werden.
Bitte schreiben Sie eine Einwendung. Nur so können Sie ihre Rechte in einer eventuellen späteren Klage wahren.
Eine Vorlage für ein Anschreiben und Vorformulierungen einiger interessanter Einwendungspunkte finden Sie unter https://docs.google.com/document/d/1xnXHbHSnqq_9thGRaafPgk5eUjqkjb-q8Fq_VIvloig <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_von_2017.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen von 2017.pdf]]
== Oktober ==
==== Dienstag, 24.102017 17:00 Uhr: Begleitausschusssitzung der Stadt Lüneburg im Glockenhaus, Glockenstraße 9 ====
In dieser öffentlichen Sitzung werden die Planänderungen im Planungsabschnitt 1 der A39 erläutert<br>
Ein Tagesordnungspunkt: <b>Anwohnerfragen</b>
==== Montag, 23.10.2017 20:00 Uhr: Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
==== Montag, 16.10.2017 20:00 Uhr: Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
== September ==
==== Freitag, 29.09.2016: Ende der Auslegung der überarbeiteten [[Planfeststellungsverfahren#Plan.C3.A4nderungsverfahren_2017|Planfeststellungsunterlagen]] ====
<br> <br>
= 2013 =
== April ==
==== Sonntag 07.04.2013 11:00 Uhr: BI-Jahreshauptversammlung im {{ELM}} ====
==== Sonntag 07.04.2013 11:30 Uhr: Keine-A39-Spatziergang mit Grillen und Foto-Termin, Treffpunkt am {{ELM}} ====
==== Mittwoch 03.04.2013 20:00 Uhr: Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
== März ==
==== Dienstag 12.3.2013 20:00 Uhr: Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
<br> <br>
= 2012 =
== September ==
==== 28.09. bis 30.09.: Lüneburger Sülfmeistertage (Kopefest) ====
== Juli ==
==== 15.07.: Stadtteilfest am Löwe-Center ====
==== 02.07.: (Montag, 20:00) Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
== Juni ==
==== 28.06. bis 01.07.: Internationaler Hansetag in Lüneburg ====
<br>
'''<big>Planfeststellungsverfahren Abschnitt 1 (Lüneburg)</big>'''
''<big>Annahmeschluss für Einwendungen: 27. Juni 2012</big>''
Im Planfeststellungsverfahren für den Planungsabschnitt 1 (Lüneburg) sind die Planungsunterlagen auf der Internet-Seite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einsehbar:
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=21197&article_id=105759&_psmand=135
Bitte scheiben Sie Einwendungen gegen diese unsinnige Verschwendung von Natur- und Agrarflächen sowie Steuergeldern.
Im Bundesverkehrswegeplan angesetzt: 437 Mio €
Aktuelle offizielle Schätzung der reinen Investitionskosten: 1,1 Mrd. €
Die Kosten werden sicher im Velauf der weiteren Planungen noch steigen. Die Zahlen enthalten keine Planungs-, Genehmigungs-, und Gutachterkosten, so dass eigentlich mehr als der doppelte Betrag angesetzt werden müsste.
Für Ihre Einwendungen gegen die A39 finden Sie einige Ideen in folgendem Dokument, bedienen Sie sich gerne.
https://docs.google.com/document/d/13NACyn1B2adCY1F-UHm0OK7h0tg3vmKoHmboZzNQols/edit
Auch auf der Seite des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39 http://www.keine-a39.de gibt es Hilfen für Einwendungsschreiben (oben links im Navigationsbereich).
<br>
==== Termine Bürgerbüro der BI im {{ELM}} <br>Infos zur Planfeststellung und Einwendungen schreiben ====
==== 25.06.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
==== 18.06.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
==== 11.06.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
==== 04.06.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
== Mai ==
==== ab 21.5. Bürgerbüro der BI im {{ELM}} <br>Infos zur Planfeststellung und Einwendungen schreiben ====
==== 21.05.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
== März ==
==== 05.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
= 2011 =
== Januar ==
==== 10.01.: (Montag) um 20.00 Uhr: Mitgliederversammlung/Jahreshauptversammlung im {{ELM}} ====
o Rückblick der vergangenen Monate
o Bericht zur 1. Sitzung des A39 Begleitausschusses
In diesem Punkt hat sich die in der Öffentlichkeit geführte Diskussion zur Besetzung
des Begleitausschusses noch immer nicht beruhigt. Wir möchten gern die Chancen und Risiken
darstellen und die Zielrichtung einer BI-Beteiligung erörtern.
o Status zur Planfeststellung Nachträglicher Lärmschutz Ostumgehung
Wenn Frau Scherf (Kreisrätin) und Herr Kalliefe (Fachbereich Bauen Landkreis Lüneburg) ihre
Aussagen wahr machen, haben wir kurzfristig die Planfestellung zu diesem Punkt zu erwarten.
Vielleicht schon zu diesem Termin. Was es dann zu beachten oder zu entscheiden gibt, wollen wir
besprechen.
o Ausblick und Termine 2011
= 2010 =
== November ==
==== 01.11.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== August ==
==== 09.08.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Mai ==
==== 03.05.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== März ==
==== 01.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|150px|[[BI-Treff]]]]
== Januar ==
==== 01.01.: 14:00 Uhr Neujahrsspaziergang, Start am {{ELM}} ====
'''2010 kommt - Wir sind schon da'''
Anschließend gibt es Glühwein und heißem Punsch
= 2009 =
== September ==
[[Bild:Sommerfest09.jpg|thumb|150px|[[Media:Flyer Sommerfest 2009.pdf|Flyerdownload]]]]
==== 12.09.: (Samstag) 14:30 - 22:00 Uhr: Sommerfest Flohmarktgelände Moorfeld ====
{{Kasten|1=
Unter dem Motto '''"Wir feiern im Freien - Keine A39!"''' wird unser zweites Sommerfest in nächster Nähe zur geplanten Autobahn statfinden. Auf dem Flohmarktgelände Moorfeld werden wir ein unterhaltsames und buntes Programm präsentieren: Live-Musik von Rock bis Klassik, Kinderprogramm, Infostand, Grillwurst & Fassbier, Kaffee & Kuchen und vieles mehr!
* [[Media:Flyer Sommerfest 2009.pdf|Flyerdownload]]
}}
==== 07.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|150px|[[BI-Treff]]]]
== August ==
==== 03.08.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== März ==
==== 02.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Februar ==
==== 23.02.: (Montag) um 20:00 Uhr: Treffen der AG Menschenschutz ====
{{Kasten|1=
[[Bild:Menschenschutygebiet.jpg|thumb|150px|Schild]]
Liebe Mitstreiter in der AG Menschenschutz,
zu einem nächsten Treffen unserer Arbeitsgruppe am Montag, den 23.02. um 20.00 Uhr bei mir im Brandheider Weg 30 lade ich euch herzlich ein!
Nachdem wir in kleinerer Runde Anfang Januar erfolgreich die ersten Strohpuppen hergestellt haben, wollen wir besprechen: Wie geht es weiter?
*Termin für das Herstellen weiterer Strohmenschen
*Termin für die Eröffnungsveranstaltung
*konkrete Absprachen darüber, wer wann in welchen Straßen Eigentümer anspricht wegen des Aufstellens von Schildern und Strohfiguren
*Inhaltliche Ausgestaltung der Eröffnungsveranstaltung (Presse, Musik, Ablauf)
Für die Strohfiguren sammelt bitte:
brauchbare Altkleider, z.B. Arbeitsanzüge, Overalls, Regenzeug, Gummistiefel, Schuhe, Kopfbedeckungen, Perücken (Sachen für Kinder und Erwachsene).
Diese Sachen könnt ihr bei Gaby Parnow-Kloth oder bei mir abgeben. Wir wollen noch ca. 30 weitere Puppen herstellen.
Außerdem: Wer weiß eine Musikgruppe, die gut draußen, evtl. auch unterwegs, Musik machen kann? Es muß kein Spielmannszug sein, aber eine Trommelgruppe oder ähnliches wäre super für unsere Eröffnungsveranstaltung!
Viele Grüße,
Doris
}}
==== 20.02.: (Freitag) um 19:30 Uhr: Informationsveranstaltung zum Thema Lärmschutz im Lim's ====
{{Kasten|1=
[[Bild:Laermschutz.jpg|center]]
Fr., den 20.02.2009 um 19:30 Uhr im "Lim's", Erbstorfer Landstraße 3:
Informationsveranstaltung der BI-Lüne-Moorfeld zum Thema "Lärmschutz an der
Ostumgehung" - Welche rechtlichen Möglichkeiten bieten sich für betroffene
Anwohner?
Lärmschutzmaßnahmen an der "Ostumgehung" sind bereits heute überfällig, werden
aber seit Jahren mit dem Hinweis auf die geplante A39 und damit auf
unbestimmte Zeit verschoben. Wir erörtern mögliche Maßnahmen sowie die damit
verbundenen rechtlichen Schritte.
Gastreferent ist der Rechtsanwalt Günther aus Hamburg, der bereits mehrfach und sehr erfolgreich Kommunen beim Thema Lärmschutz vertreten hat.
}}
==== 11.02.: (Mittwoch) um 19.00 Uhr: Stadtteilrunde im {{ELM}} ====
{{Kasten|1=
[[Bild:Elm-logo.gif|right]]
Der Stadtteilladen Ebensberg–Lüne-Moorfeld lädt ein zur 19. Stadtteilrunde.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger,
Organisationen und Vereine
sind eingeladen, sich über das Leben im Stadtteil Gedanken zu machen!
Geplanter Inhalt:
In und aus dem Stadtteil; z.B.:
* Aktueller “Informationsstand“ zur geplanten A39, eingeladen ist Herr Detlef Giesler von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
* Bericht vom Gemeindehaus am Ebensberg, Bericht von der Gemeindeversammlung
* Ideen, Wünsche für den Stadtteil und Neues aus dem Stadtteilladen
:Datum: Mittwoch, 11. Februar 2009
:Zeit: 19.00 Uhr
:Ort: Stadtteilladen ELM am Hermann-Löns-Platz}}
==== 02.02.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
= [[Termine 2008|2008]] =
= [[Termine 2007|2007]] =
= [[Termine 2006|2006]] =
[[Kategorie:Organisatorisches]]
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Volker
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Volker
4
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Presseberichte September 2020
0
1232
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2021-05-23T09:24:45Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 26. September 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zur [[Autobahn GmbH]]
|Headline=Scheuers Foulspiel
|Untertitel=In diesem Artikel geht es eigentlich darum, dass Bundesverkehrsminister Scheuer vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Ausländer-Maut befragt wird.<br>
Nebenbei wird die Autobahn GmbH erwähnt.
|Autor=Sven Becker, Jan Friedmann, Martin Knobbe, Gerald Traufetter
|Ort=Berlin
|Link=
|Text=
...Weitgehend unbemerkt blieb bislang ein weiteres Debakel, das finanziell einen noch größeren
Schaden anrichten könnte als das Mautdesaster. Die Rede ist von der Autobahngesellschaft. Dahinter
verbirgt sich der ehrgeizige Plan, Bau und Unterhalt der 13000 Kilometer Bundesautobahnen aus der
Verantwortung der 16 Bundesländer in eine bundeseigene Gesellschaft zu überführen: die Autobahn
GmbH. Eigentlich soll sie bereits zum 1. Januar das Kommando übernehmen. Doch seit vergangenem
Freitag ist klar, dass daraus nichts wird. Da fand die Sitzung des Aufsichtsrats statt, zu dem vier
Parlamentarier der Großen Koalition zählen.
Was dort diskutiert wurde, ist niederschmetternd. Nicht nur, dass der Zeitplan aus dem Ruder gelaufen
ist. Externe Sonderprüfer sahen sich auch die Personalpolitik der Autobahn GmbH an und stellten fest:
Spitzenpersonal wurde mit zu hohen Gehältern eingestellt. »Vorgaben des Aufsichtsrats sind in den
Verträgen nicht umgesetzt, sondern verändert worden«, klagt ein Mitglied des Kontrollgremiums.
Ohnehin herrscht in der Staatsfirma offenbar ein recht feudales Treiben. Ein Neujahrsempfang soll so
pompös ausgefallen sein, dass die Aufsichtsräte nicht teilnahmen – aus Sorge um ihren Ruf.
All das geschieht unter den Augen des Verkehrsministers. Deshalb bestellten die Politiker im
Aufsichtsrat Scheuer vergangene Woche zu einem Krisengespräch ein. Sie informierten ihn darüber,
dass man die Entlastung für das Jahr 2019 verweigern und der Geschäftsführerin sowie ihren beiden
Kollegen eine Rüge erteilen werde, was am Freitag auf der Aufsichtsratssitzung laut Insidern auch
erfolgte. Kleinlaut soll Scheuer versprochen haben, er werde mit der Geschäftsführung reden.
Auf Anfrage des SPIEGEL erklärte das Verkehrsministerium, der Aufsichtsrat habe Empfehlungen
der Sonderprüfung zur Kenntnis genommen, wie »solche Vorgänge in Zukunft verhindert werden«
könnten. Die Entlastung der Geschäftsführung sei für November vorgesehen.
Das Geld, das die Autobahn GmbH durch Missmanagement verbrennt, fehlt nun für das, was sie in
ihrem Namen führt: die Autobahnen. Ursprünglich wollte man weniger als 700 Millionen Euro
jährlich für die neue Autobahngesellschaft im Haushalt genehmigen, dann wurden es 1,2 Milliarden.
Jetzt könnten es sogar 2 Milliarden Euro jährlich sein...
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
{{Pressefuss|Juli 2019|Oktober 2020}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Oktober 2020
0
1224
1462
2021-05-23T09:37:41Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 17. Oktober 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zur [[Autobahn GmbH]]
|Headline=Rechnungshof rügt Verkehrsminister
|Untertitel=<span style="color:red">Autobahnbau</span>
|Autor=GT
|Ort=Berlin
|Link=
|Text=Der Bundesrechnungshof moniert die Kosten, die die aktuelle Reform der deutschen
Autobahnverwaltung durch das Bundesverkehrsministerium verursacht. Die mittelfristige
Finanzplanung des Hauses habe um eine Milliarde Euro angehoben werden müssen, unter anderem
wegen der gestiegenen Aufwendungen der neuen Autobahn GmbH, heißt es in einem Bericht. Die
Gesellschaft soll ab 2021 die Zuständigkeit für Fernstraßen von den Ländern übernehmen.
Organisatorisch ist sie aber noch nicht so weit. Allein für 2021 habe sie deshalb
Kooperationsvereinbarungen mit den Ländern in Höhe von 211 Millionen Euro abgeschlossen.
»Diese Mittel stehen für Investitionen in die Infrastruktur nicht zur Verfügung«, kritisieren die
Kontrolleure. Außerdem müssen laut Rechnungshof 14,4 Millionen Euro an Prämien gezahlt werden,
da - mit Personal von den Ländern zur Autobahngesellschaft wechselt. Für das Fernstraßen-
Bundesamt, das die Autobahn GmbH beaufsichtigen soll, lägen zudem noch »keine verbindlichen
Organisationsund Stellenpläne« vor, so die Prüfer. Dafür seien aber Ausgaben in Höhe von 129
Millionen Euro für 2021 veranschlagt, fast 100 Millionen Euro davon für Beamte, die die Autobahn
GmbH kontrollieren sollen. Der Bericht sei eine »herbe Klatsche« für Scheuer, sagt Grünen-
Haushaltsexperte Sven-Christian Kindler. Die Reform werde »von Tag zu Tag teurer«
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
{{Pressefuss|September 2020|November 2020}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Januar 2021
0
1183
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2021-05-23T09:52:01Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 9. Januar 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zur [[Autobahn GmbH]]
|Headline=Strukturreform bringt keine Einsparungen
|Untertitel= <span style="color:red">Autobahnen</span>
|Autor=GT
|Ort=Berlin
|Link=
|Text=Die erhofften Einsparungen durch geänderte Zuständigkeiten für die deutschen Autobahnen werden wohl noch länger ausbleiben. Das geht aus Zahlen hervor, die das Bundesverkehrsministerium in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen preisgegeben hat. Für dieses Jahr belaufen sich demnach die Ausgaben der Autobahn GmbH des Bundes, die anstelle der Bundesländer das Autobahnnetz betreut, auf 1,77 Milliarden Euro. In den zwei Folgejahren sollen sie dann auf jeweils 1,38 Milliarden Euro zurückgehen. Damit sind die Kosten immer noch doppelt so hoch wie 2016 beim Beschluss der groß angelegten Strukturreform vom Verkehrsministerium geplant. »Die erhofften Synergien und Effizienzen rücken damit in weite Ferne«, sagt der Grünen-Haushälter Sven-Christian Kindler. Der Oppositionspolitiker verlangt von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine stärkere Aufsicht über die Autobahn GmbH. Die Gesellschaft privaten Rechts ersetzt die Autobahnverwaltungen der Bundesländer und hat ihren Sitz in Berlin. Schon der Aufbau war wegen üppiger Gehälter, Beraterhonorare und hoher Immobilienkosten für den Standort in der Friedrichstraße in die Kritik geraten.
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
{{Pressefuss|Dezember 2020|März 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte März 2021
0
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2021-05-23T09:52:13Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 27. März 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zur {{Autobahn GmbH}}
|Headline=Rechnungshof kritisiert Autobahnreform
|Untertitel= <span style="color:red">Bundesfernstraßen</span> Die Neuorganisation der Aufgaben zwischen Bund und Ländern kostet viel Geld.
|Autor=FRI, GT
|Ort=Berlin
|Link=
|Text=Der Bundesrechnungshof bescheinigt dem Verkehrsministerium von Andreas Scheuer (CSU) grobe Fehler bei der Neuorganisation der Bundesfernstraßenverwaltung. So habe die neu gegründete Auto bahn GmbH des Bundes einen Tarifvertrag ausgehandelt, der um zehn Prozent höher liege als beim Bund üblich. »Dieser gewährte Vorteil kann dazu führen, dass beim Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte eine Spirale in Gang gesetzt wird, die das Tarifgefüge im öffentlichen Dienst nachhaltig stört«, heißt es in einem bislang unveröffentlichten Bericht der Prüfer für den Haushaltsausschuss des Bundestags.
»Hinweise des Bundesrechnungshofes blieben während der Verhandlungen unberücksichtigt.« Der Bundesrechnungshof
begleitet die umstrittene Re form seit 2017, zu dem 25-seitigen Papier durfte das Ministerium vorab Stellung beziehen. Die Prüfer bemängeln weiterhin, das Bundesverkehrsministerium (BMVI) habe externe Berater beauftragt, »ohne den Bedarf oder die Wirtschaftlichkeit zu untersuchen«, die Kosten hätten sich auf »mehr als das Vierfache der eigentlichen Auftragssumme« summiert. »Das BMVI hatte keinen Überblick über die Verträge.« Anfang 2021 ist die Zuständigkeit für Bau und Betrieb von Bundesautobahnen und Bundesstraßen von den Ländern auf den Bund übergegangen, der dafür die Autobahn GmbH gegründet hat. Allerdings ist laut Rechnungshof bislang die vom Ministerium versprochene Vereinfachung nicht feststellbar. Stattdessen schlossen Autobahn GmbH und Bundesländer
vorübergehende Kooperationsvereinbarungen, die aus Sicht der Prüfer »gegen die grundgesetzlich festgelegte Aufgabentrennung« verstoßen. Sie fordern, die Kooperationen mit Ablauf des Jahres 2021 zu beenden. Bis dahin müsse die Autobahn GmbH »in der Lage sein, die Projekte eigenständig zu bearbeiten«. »Andreas Scheuer hat die Reform der Autobahnverwaltung gegen die Wand gefahren«, kritisiert der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Sven-Christian Kindler.
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
{{Pressefuss|Januar 2021|April 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Autobahngesellschaft
0
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2021-05-23T09:57:16Z
Volker
4
Weiterleitung nach [[Autobahn GmbH]] erstellt
wikitext
text/x-wiki
#REDIRECT [[Autobahn GmbH]]
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Vorlage:Pressefuss1
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2021-05-24T06:53:28Z
Volker
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Die Seite wurde neu angelegt: „<br> {| {{tabelle auto}} ! [[Presseberichte {{{1}}}]] {{Link-Bild-in|Bild=Button zurueck.gif|Breite=50px|Höhe=50px|Link=Presseberichte {{{1}}}}} |}“
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<br>
{| {{tabelle auto}}
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|}
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Presseberichte Juli 2019
0
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2021-05-24T06:56:50Z
Volker
4
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 12. Juli 2019 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Planfeststellungsbeschluss in Abschnitt 7
|Headline=„Ein weiterer Zeitverlust“
|Untertitel=Im Gegensatz zu den Gegnern der Autobahn 39
sind Stadt- und Kreisspitze sowie die Industrie- und Handelskammer
alles andere als begeistert vom BVG-Urteil
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg/Leipzig
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2019-07-12_7.jpg|thumb|800px|left|]]
Der Bau der Autobahn 39 verzögert sich. Der Grund: Mit seinem gestrigen Urteil hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Straßenplaner beauftragt, einzelne Mängel in den Planungen zu beheben.
Geklagt hatte unter anderem der BUND. Reaktionen auf das Urteil:
'''IHK: Entscheidung ist ein Rückschlag'''
„Die Entscheidung ist ein Rückschlag und bedeutet weiteren Zeitverlust. Die Zukunftsachse für unsere Region wird also später kommen – aber sie wird kommen. Denn das Bundesverwaltungsgericht hat klar herausgestellt, dass die Mängel in der bisherigen Planung behoben werden können“, sagt IHKHauptgeschäftsführer Michael Zeinert. Positiv sei auch, dass die
Klage der Gemeinde Jembke gegen den Bau einer Tank- und Rastanlage ohne Erfolg blieb: „Wir brauchen entlang der A 39
Raum für Lkw, damit die Fahrer ihre Ruhezeiten einhalten können.“ Zeinert weiter: „Das Land muss nun umgehend das Urteil analysieren, seine Planungen überarbeiten und alle Abschnitte mit dem gleichen hohen Tempo vorantreiben. Die Region braucht diese Autobahn, um Investitionen anzulocken und neue Arbeitsplätze zu schaffen.“
'''A 39-Gegner erwartenweitere „K.o.-Probleme“'''
Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) fühlt sich im Widerstand gegen die geplante A 39 bestätigt, nachdem das Bundesverwaltungsgericht den Planfeststellungsbeschluss für den südlichsten Plan-Abschnitt einer A 39 wegen Planungsmängeln für fehlerhaft erklärt hat. „Alle vorherigen Bau-Ankündigungen der A 39-Lobbyisten haben sich – wie schon zuvor im nördlichsten A 39-Abschnitt – als inhaltsleere Stimmungsmache erwiesen“, sagt LBU-Sprecher Eckehard Niemann aus Bienenbüttel.
Die erneute Verzögerung des „volkswirtschaftlich unsinnigen Nonsens-Projekts“ würden die A 39-Gegner seinen Worten zufolge konstruktiv nutzen, um möglichst bald das gesamte A 39-Vorhaben zu beenden. „In den nächsten Planungsabschnitten sind weitere naturschutzund eigentumsrechtliche K.o.-Proble- me zu erwarten“, glaubt Niemann. „In Zeiten der drohenden Klima-Katastrophe ein solches landschafts- und landwirtschaftszerstörerisches Projekt
für immer noch mehr Straßenverkehr und Staus weiter zu verfolgen, ist unverantwortlich und wird recht bald keine politische Unterstützung mehr haben.“ Statt der A 39 mit ihrem längst negativen Nutzen-Kosten-Verhältnis seien Verkehrsvermeidung sowie der Ausbau von Alternativen bei Schiene, ÖPNV und Bundesstraßen angesagt.
'''Landrat ist vom Urteil enttäuscht'''
„Zunächst einmal bin ich von dem Urteil enttäuscht“, sagt Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt (SPD), „habe ich doch
seit über einem Jahrzehnt den notwendigen Lückenschluss der A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg unterstützt. Gutachter haben deutlich gemacht, dass sich das Bauprojekt positiv auf Wirtschaft, Wohnsituation und Lebensqualität hier bei uns in der Region auswirken wird. Leider ist der angegriffene Planfeststellungsbeschluss nicht frei von Rechtsfehlern. Diese gilt es nun in einem ergänzenden Verfahren schnellstmöglich zu beheben.“
'''Oberbürgermeister setzt auf zügige Nacharbeiten'''
„Für uns ist die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ärgerlich, denn die Notwendigkeit der A 39 betrachten wir als unstrittig. Mit dem Urteil geht also der Auftrag an die Landesbehörden, an dieser Stelle nachzuarbeiten, damit das Vorhaben zügig umgesetzt werden kann“, fordert Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge.
}}
{{Pressefuss|März 2012|September 2020}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
884840b3c583208102b378887b55655432b8d491
Presseberichte März 2012
0
1210
1434
2021-05-24T06:57:52Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 3. März 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum "Abnicken" der Vorplanung durch das Bundesverkehrsministerium
|Headline=Meilenstein für die A 39
|Untertitel=Ja des Bundes zum ersten Planungsabschnitt mit dem Tunnel in Lüneburg
|Autor=lz
|Ort=Berlin/Lüneburg
|Link=
|Text=Fortschritt für die künftige Autobahn 39: Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann (CDU), hat die Zustimmung des Bundes für den ersten Planungsabschnitt der Autobahn in Lüneburg erteilt. Darin enthalten ist auch der Ausbau der Bundesstraße 4 zur A 39.
„Integraler Bestandteil dieses Streckenabschnitts ist ein 400 Meter langer Tunnel, der den Lärmschutz im Lüneburger Stadtgebiet nachhaltig verbessern wird“, sagte der Niedersachse Ferlemann und ergänzte: „Mit dem nunmehr erfolgten Einverständnis des Bundes zu den Planungen des Landes Niedersachsen sind die Voraussetzungen zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gegeben.“
Der im Bereich Lüne-Moorfeld liegende Streckenabschnitt der Autobahn mit der Anbindung an die vorhandene A39 (ehemals A250) ist der erste von sieben Planungsabschnitten. „Die Zustimmung des Bundes für diesen Abschnitt markiert somit einen wichtigen Meilenstein auf dem Wege des Lückenschlusses für die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg“, sagte Ferlemann. Der Staatssekretär machte deutlich, dass die A39 weiterhin hohe Priorität für den Bund genießt und stellte in Aussicht, dass die Planungen im Bereich Wolfsburg mit der Anschlussstelle Ehra voraussichtlich im Herbst dieses Jahres ebenfalls die Zustimmung erhalten werden. „Wir sind auf einem guten Wege, die Infrastruktur im östlichen Niedersachsen zukunftssicher zu gestalten“, so Ferlemann.
[[Bild:LZ_2012-03-03_1.jpg|thumb|616px|center|'''Der Streckenabschnitt, auf dem der rund 400 Meter lange Tunnel entstehen soll, liegt im Bereich Lüne-Moorfeld (auf unserem Luftbild orangefarben gekennzeichnet). Der Tunnel soll den Lärmschutz für die Anwohner entscheidend verbessern.''' Montage: A]]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum selben Thema
|Headline=Tunnel eint Stadt und A-39-Gegner
|Untertitel=Planer: Abschnitt bei Lüneburg Ende 2013 baureif
|Autor=ca/ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Als Anfang der Woche die Nachricht vom Weiterbau der Küstenautobahn 20 Ende 2013 die Runde machte, jubilierten die A-39-Gegner. Schon lange glauben sie, dass nur eines der beiden Verkehrsprojekte realisiert wird. Doch gestern hat das Bundesverkehrsministerium bei der A39 nachgelegt, den sogenannten Gesehen-Vermerk erteilt.
Damit wird die bisherige Planung der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr fachlich abgesegnet, „können die Planfeststellungsunterlagen erarbeitet werden“, sagt Leiter Dirk Möller. Bis zum Sommer will er das Planfeststellungsverfahren einleiten. „Wir liegen voll im Zeitplan, wollen Ende 2013 mit dem Planfeststellungsbeschluss für den ersten Abschnitt die Baureife erreichen.“
Während Oberbürgermeister Ulrich Mädge die Nachricht aus Berlin begrüßt, kündigt Jens-Peter Fiedler für die BI Lüne-Moorfeld Widerstand an: „Wir versuchen weiter, die A39 zu verhindern.“ Im anstehenden Planfeststellungsverfahren wollen Anwohner Einwände erheben, zudem soll rechtlicher Beistand über den Dachverband der Bürgerinitiativen eingefordert werden. Auch wenn Fiedler gegen den Bau der Schnellstraße ist, sagt er, der geplante Tunnelbau sei „ein Erfolg des Bürgerprotests“. Allerdings sei der Tunnel mit 400 Meter Länge als Lärmschutz zu kurz, er müsse in Richtung Adendorf, aber auch in Richtung Stadtkoppel verlängert werden, um Anwohner am Fuchsweg und in der Wulf-Werum-Siedlung vor Lärm zu schützen.
Mädge spricht in Sachen Lärmschutz von einem gemeinsamen Erfolg, die Stadt habe zum Wohl der Anlieger rund100 000 Euro in Gutachten für den Lärmschutz investiert. Auch die Stadt wünsche sich einen längeren Tunnel und werde im Zweifel zusätzliche Expertisen in Auftrag geben. Mädge hält den Bau der A39 im „Interesse der Wirtschaft“ für „notwendig“. Die neue Planung führe dazu, dass sich die Stadt nun detaillierter mit Fragen wie Lärmschutz, Trassenverlauf und Tunnellänge kümmern könne: „Da sind wir Anwalt der Bürger.“ Der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols sieht durch die Erklärung aus Berlin „das Märchen der A-39-Gegner als widerlegt (an), dass der Bau der Küstenautobahn A20 auf Kosten des Ausbaus der A39 geht“.
[[Bild:LZ_2012-03-03_2.jpg|thumb|345px|center|'''Auf der Grafik eingezeichnet, ist der geplante Tunnel auf der jetzigen Ostumgehung (rot). Stadt und A-39-Kritikern ist er zu kurz.''' Grafik: nh]]
}}
=== 5. März 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Kommentaren der A39-Gegner
|Headline=Lärmschutz für Moorfeld nötig
|Untertitel=Autobahngegner fordern Deckel für B 4
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=„Die Verknüpfung des erhofften B4-Deckels im Bereich Moorfeld mit dem Bau der A39 ist ein Koppelgeschäft, das wir nicht akzeptieren werden“, sagt der Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die Autobahn, Hans-Christian Friedrichs. Er reagiert damit auf die Ankündigung, dass das Planfeststellungsverfahren für den Lüneburger Bauabschnitt der A39 beginnen kann.
Friedrichs: Mit 38 900 Fahrzeugen täglich sei die Bundesstraße 4 im Lüneburger Stadtteil Moorfeld nach Messungen der Bundesanstalt für Straßenwesen im Jahr 2010 so stark belastet, dass ein wirkungsvoller Lärmschutz dringend erforderlich sei.
Sprecherin Annette Niemann ergänzt: Es sei dreist, „Menschen in Moorfeld weiter erheblichen Verkehrsbelastungen auszusetzen zu wollen, wenn sie nicht der A 39 zustimmen“.
Sollte die A39 jemals gebaut werden, argumentieren die Gegner, hätte sie die Funktion einer Entlastungsstrecke für die A7. Mit der geplanten A21 würde die A39 als weiträumige östliche Umfahrung Hamburgs dann eine extrem stark befahrene Transitautobahn mit weitreichenden Folgen für die Region. Besonders der Verkehr in Lüneburg werde so stark zunehmen, dass sich der zu kurz geratene Deckel als Mogelpackung herausstellte und Moorfeld buchstäblich in die Röhre gucke, warnt Friedrichs.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum möglichen Verkehrsinfarkt ====
{{LB|Martin Knoop/Lüneburg}}
{{Kasten|1=„Maut-Pläne für die Ostumgehung“, LZ vom 16. Februar
'''<big>Befürchtungen kommen spät</big>'''
Die Befürchtungen im Rathaus über die Verdrängung des Lkw-Verkehrs (auch Gigaliner) von der Ostumgehung über den Stadtring kann ich durchaus verstehen. Allerdings verstehe ich nicht, warum erst jetzt derartige Befürchtungen bei einer auf die Zukunft orientierten Straßenplanung aufkommen.
Wenn die vierspurige Ostumgehung vom 1. August 2012 an mautpflichtig wird, kann das die Generalprobe für das Verkehrsumleitungskonzept hinsichtlich einer Verkehrsabwicklung bei Staubildungen, Katastrophenfällen beziehungsweise Vollsperrungen auf der Ostumgehung, der späteren Autobahn 39 sein.
Es haben Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und der NLStBV (Niedersächsische Landesbehörde för Straßenbau
und Verkehr) stattgefunden, unter anderem mit dem Planungsziel, die Verkehrssignalanlagen des Bundes mit den Lichtsignalanlagen der Stadt zu verknüpfen und gegenseitig abzustimmen.
Wenn ich die Szenarien der Vergangenheit beziehungsweise die Planung einer A39 auf Lüneburger Stadtgebiet nachverfolge, so ergibt sich hieraus die Notwendigkeit einer längst fälligen Westumfahrung, beginnend am Knoten Handorf –Bundesstraße 404 und A 39.
Man stelle sich mal vor, wie sich der Verkehrsfluss durch Lichtsignalanlagen bei einer Realisierung zum Umbau der
B4/B 209 mit Tunnel während der Bauzeit auf die Innenstadt ergießen wird.
Durch die kostenträchtigen Fehlplanungen wird so mit offenen Augen in den schon oft geprobten Verkehrsinfarkt innerhalb des Lüneburger Stadtringes gesteuert. Wer verantwortet das eigentlich?
Die Krone der Fehlplanungen im Zuge der geplanten A 39 auf Lüneburger Stadtgebiet ist der geplante Miniaturtunnel mit einer Länge von 399 Metern. Wohlwissend, dass der Tunnel nach menschlichem Verstand sehr viel länger sein müsste, um alle betroffenen Häuser zu berücksichtigen.
Bei einer so preiswerten Autobahn wie der geplanten A 39 (die Gesamtkosten werden von der NLStBV auf nur etwa 617 Millionen Euro geschätzt) ist doch sicherlich auch noch etwas Geld für einen unbedingt nötigen längeren Tunnel machbar, oder!
}}
=== 6. März 2012 ===
{{LB|Peter Weerda/Lüneburg}}
{{Kasten|1=„Meilenstein für die A39, LZ vom 3. März
'''<big>Brotkrume als Meilenstein</big>'''
Bei dem so genannten Meilenstein handelt es sich in Wirklichkeit um eine Brotkrume. Politik und Planer werfen sie den A39-Bef"rwortern hin, damit sie auf dieser Seite Ruhe halten. Seit 2003 die Entscheidung für Wilhelmshaven als den Standort für den Tiefseehafen gefallen ist, wird die Planung der A20 beschleunigt und die der A39 verzögert. Die Rochade der Projekte erfolgte bereits vor etwa drei Jahren. Zusätzlich verzögert Niedersachsen die Elbvertiefung nicht seit Jahren aus „Naturschutzgründen“, sondern um Zeit zu gewinnen, bis der neue Hafen 2013 angelaufen werden kann.
Die aus dem Hamburger Hafen abgezogene Tonnage benötigt dann keine A39 mehr als Hinterlandanbindung. Während McAllister und Ramsauer vor wenigen Tagen den Baubeginn der A20 für das Jahr 2015 nennen, trifft man für die A39 lediglich die Aussage: „ . . .dass die A39 weiterhin hohe Priorität für den Bund genießt“. Damit ist die A39 weit nach hinten gerutscht.
Darüber hinaus sind Politik und Planer unehrlich, wenn man das Autobahnnetz global betrachtet. Der sechsspurige Ausbau von A1 und A7 wurde mit einem Verkehrsaufkommen begründet, welches jetzt für die A39 herangezogen wird. Mit gebauter A39 wären A1 und A7 dann überdimensioniert. Die Navigationssysteme ziehen den Verkehr auf unsere sogenannte Ostumgehung. Armes Lüneburg!
Wie vereinbart unser Oberbürgermeister die Bewerbung Lüneburgs als Weltkulturerbe mit zigtausenden zusätzlichen täglichen Autos, die durch unsere alte Stadt fahren? Sollte die A14 tatsächlich gebaut werden, dann gibt es zeitlich sogar vor der A39 eine zweite Autobahn über die der betroffene Verkehr laufen könnte. Nein, die A39 wird aufgrund der
bereits vorhandenen und ausgebauten Autobahnen wirtschaftlich nicht benötigt. Die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze durch den Bau neuer Autobahnen ist inzwischen hinreichend widerlegt.
Aber selbst wenn man an einen nahen Baubeginn glauben würde, wie soll dieser bei einem unendlich unterfinanzierten Bundesverkehrswegeplan mit gleichzeitiger Schuldenbremse und zig bis dahin aufgelegten Rettungsfonds, bei einem dann viel höheren Zinsniveau als heute noch finanziert werden? Fragen, auf die es bisher keine wirklichen Antworten gibt. Nein, man will alte Fehler nicht zugeben, das Gesicht nicht verlieren und plant die A39 durch, damit sie dann in der Schublade verschwindet und hoffentlich dort liegen bleibt. Schade um die etwa 100 Millionen Euro verschwendeter Planungsmittel. Trotz aller bisher eingetretenen Prognosen der Bürgerinitiativen hinsichtlich der A39 dürfen wir auf den Nichtbau nicht vertrauen. Eine Beteiligung am Planfeststellungsverfahren ist sehr wichtig. Zum Glück gibt es im Norden die Kompetenz der Bürgerinitiativen und Verbände. Gut, dass das Verfahren hier beginnt.
}}
=== 10. März 2012 ===
{{LB|Jürgen Hempel/Lüneburg}}
{{Kasten|1=A39 – Lärmdeckel für die Ostumgehung, LZ-Berichte
'''<big>Keine Umleitungen</big>'''
Nach neuen Überlegungen soll der Baufortschritt der A39 im Norden der Republik beginnen. Damit die lärmgeplagten Lüneburger Anrainer der B4 Ruhe bekommen, wird der Straßenzug auf rund 400 Meter Länge überdacht.
Damit erhoffen sich die Straßenplaner und auch Politiker aus den Verkehrsministerien, dass der Widerstand, der ja nun besonders groß im Bereich Moorfeld schließlich ist, in sich zusammenbricht.
Bei allen Planungen zu der Linienführung A39 gibt es keine Umleitungsstrecke. Jede Autobahn in Deutschland hat für den Notfall eine ausgeschilderte Nebenstrecke. Angenommen, folgendes Szenario: Im Bereich Bleckeder Landstraße kommt es auf der A39 zu einen folgenschweren Unfall, die Autobahn wird in beiden Richtungen über Stunden voll gesperrt. Die in den Norden fahrenden Fahrzeuge werden über Barendorf-Scharnebeck-Adendorf/Elba zur Anschlussstelle der A39 Lüneburg/Lüne geführt. In der Gegenrichtung schlängelt sich die Blechlawine ab Lüneburg
Nord zur Dahlenburger Landstraße um dort wieder auf die A 39 zu gelangen. Die Innenstadt Lüneburgs wäre hoffnungslos verstopft. Kein Rettungsfahrzeug gelangt zu seinem Ziel, egal ob Menschenleben oder Material zu retten wäre. Szenen-Ende.
Keine Person wird diesen Planungs-Missstand der Straßenbauer für gut heißen und dürfte umgehend Protest anmelden. Eine sichere Umleitungsstrecke, die zusätzlichen Verkehr aus der Innenstadt Lüneburgs fernhält, kann erreicht werden durch eine westlich gelegene neu zu erstellende Straßenführung mit Anschluss an die B 209.
}}
{{LB|Eckehard Niemann/Varendorf}}
{{Kasten|1=„Meilenstein für die A39“, LZ vom 3. März
'''<big>Parteifreunde bei Laune halten</big>'''
Wenn Staatssekretär Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium ankündigt, dass die laufenden Planungsarbeiten
nun mit dem ersten Planfeststellungsverfahren im Nordabschnitt bei Lüneburg fortgesetzt werden, dann ist das beileibe
kein „Meilenstein für die A39“. Dass die teuren und sinnlosen Planungsarbeiten zu Ende geführt würden, haben die A-39-Gegner eigentlich immer erwartet.
Kein Politiker traut sich, die Perspektivlosigkeit der A39 offen zuzugeben und sich so den Zorn mancher enttäuschter lokalen Kommunalpolitiker zuzuziehen. Also geht die mehr als 50 Millionen teure Planung für die spätere Schublade weiter. Wenn Ferlemann die normale Weiterführung der Planung hochjubeln muss, dann soll das nur die frustrierten A-39-Befürworter unter seinen Parteikollegen bei Laune halten. Das kann nicht davon ablenken, dass gemäß dem neuen Infrastrukturrahmenplan des Verkehrsministeriums kaum Geld für neue Autobahnen zu Verfügung steht. Dennoch wird bei der konkurrierenden Küstenautobahn A20 bereits ein Baubeginn in 2013 angekündigt, während man die A-39-Befürworter mit Meldungen über die Fortsetzung der Planungsarbeiten abspeist. Die A-39-Gegner werden nach Ende der Planungen mit Klagen den Weg für das Ende der A39 und für regionaldienliche Verkehrsprojekte freimachen.
}}
{{Pressefuss|Januar 2012|Juli 2019}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
b85a6888984766f62d019c6c67e7f9b2847eb5cb
Presseberichte Januar 2012
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2021-05-24T07:00:03Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 16. Januar 2012 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Investitionsrahmenplan 2011-2015 ====
{{LB|Renate und Eckehard Niemann/Varendorf}}
{{Kasten|1=„Handwerk fordert Ausbau der Verkehrswege“, LZ vom 23. Dezember
'''<big>Schwindendes Geld</big>'''
Wenn Geschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade meinen, im neuen Infrastrukturrahmenplan 2011-2015 sei bereits Geld für den Bau des A39-Abschnitts Wolfsburg-Ehra „eingestellt worden“, dann unterliegen diese Herren einem gravierenden Irrtum. Das Bundesverkehrsministerium hat nämlich eindeutig erklärt, dieser Rahmenplan dürfe gerade nicht als Finanzierungsplan missverstanden werden. Und dies aus gutem Grund, denn wegen des absoluten Vorrangs von Verkehrswegs-Reparaturen und bereits begonnener Großbau- Maßnahmen wird kaum Geld übrig bleiben für weitere neue Projekte. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass das Ministerium in einer weiteren Rubrik rein formal noch aufgelistet hat, welche weiteren Planungen denn bis 2015 theoretisch überhaupt noch fertig werden könnten. Und unter diesen hunderten Projekten befinden sich von den 105 km einst beabsichtigter A 39 nur noch 14 km A 39 im Süden – wobei selbst deren Planfeststellung bis 2015 nicht als sicher eingeordnet wird.
}}
=== 20. Januar 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Sitzung des A39-Begleitausschusses der Stadt Lüneburg
|Headline=Stadt möchte den Tunnel verlängern
|Untertitel=Begleitausschuss diskutiert über Planungsstand des A 39-Ausbaus und ein mögliches Tempolimit
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2012-01-20.jpg|thumb|526px|left|'''Schon heute sorgt der Verkehr auf der Ostumgehung für eine Menge Lärm. Mit der Autobahn wird der noch zunehmen, die Anwohner sollen deshalb möglichst gut davor geschützt werden.''' Foto: be]]
Mit einem Forderungskatalog wollen die Stadt Lüneburg und der Begleitausschuss zur A39 weitere Anliegen gegenüber der Straßenbauverwaltung durchsetzen. Vor allem in Sachen Lärmschutz wollen die Mitglieder des Gremiums mehr erreichen. Bei der Sitzung des von Anwohnern, Vertretern von Organisationen, Parteien und Verwaltung besetzten Arbeitskreises am Mittwochabend im Glockenhaus stellte der städtische Verkehrsdezernent
Markus Moßmann einen Entwurf vor. Manche der Anliegen werden schon seit langem diskutiert.
Bekanntlich soll die umstrittene Autobahn auf der Trasse der Ostumgehung verlaufen. In Höhe Lüne-Moorfeld will die
Straßenbauverwaltung quasi einen Deckel über die Trasse legen. Doch der Stadt ist der Tunnel mit jetzt geplanten 399
Metern Länge zu kurz. Um den Lärmschutz zu verbessen, soll er im Norden wie im Süden länger werden, lautet der
Wunsch. Zudem seien Filteranlagen nötig, die Anwohner vor Abgasen und Feinstaubbelastung schützen sollen. Wie berichtet, müssten solche Anlagen bei einer Länge von „nur“ 399 Metern nicht eingebaut werden.
Zudem geht es um den Knalleffekt, der an den Ein- und Ausfahrten entsteht. Hier solle die Behörde konkretisieren, wie sie Anrainer vor diesem Krach bewahren möchte. Zwei weitere Anliegen zielen in dieselbe Richtung: So soll geklärt werden, in welcher Form und Länge ein Lärmschutzwall auf der Seite der Eichendorffstraße erhalten beziehungsweise ausgebaut wird. Zudem möchten Anwohner wissen, inwieweit Lärmschutzwände auf den Grüninseln der Anschlussstelle
Moorfeld entstehen könnten.
Die Stadt begrüßt die Anbindung des Gewerbegebietes Bilmer Berg an die Autobahn. Doch fehlen ihr Aussagen zum zeitlichen Ablauf der Baumaßnahmen. Offen bleibe auch, wann die geplante Verschwenkung der B216 in Höhe Industriegebiet Hafen erfolgt. Hier möchte die Stadt eigene Planungen mit denen der Autobahnplaner besser abstimmen.
Bei ökologischen Ausgleichsmaßnahmen will das Landesstraßenbauamt Flächen bei Gut Vrestorf und südlich von Alt Hagen ausweisen. Die Stadt hingegen hielte es für sinnvoll, den Raderbach aufzuwerten. Dies möge beim weiteren Vorgehen berücksichtigt werden.
Kontrovers diskutierte der Ausschuss über ein Tempolimit auf der künftigen Autobahn. Forderungen dazu sollten aber erst einmal nicht in den Katalog aufgenommen werden. Moßmann will das überarbeitete Papier den Ausschussmitgliedern zusenden, haben die ihr Plazet gegeben, soll es an die Straßenbauverwaltung gehen.
}}
=== 26. Januar 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Verkehrszahlen auf der B4
|Headline=Der Verkehr nimmt ab
|Untertitel=Weniger Autos auf der Ostumgehung? – Stadt hat Zweifel – Durch Melbeck rollen nicht mehr so viele Laster
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Auf der Ostumgehung rollt weniger Verkehr als angenommen. Wurden 2005 an der Abfahrt Lüneburg
Nord 40 600 Fahrzeuge gezählt, waren es 2010 rund 1700 weniger, nämlich 38 900. An der Abfahrt zur B216 sank der Wert um 2200 Autos von 31 200 auf 29 000. Volker Constien von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld hat Daten ausgewertet, welche die Bundesanstalt für Straßenwesen jetzt veröffentlicht hat. Es gibt allerdings auch Zunahmen der Verkehrsmenge: An der Abfahrt Richtung Häcklingen rauschten 21 300 Wagen entlang, 1400 mehr als fünf Jahre zuvor.
Die Bundesanstalt hat den Autobahnkorridor bis Braunschweig betrachtet und dabei auch den Lkw-Verkehr erfasst. Auch wenn Anwohner in vielen Orten an der B4 einen anderen Eindruck haben mögen, ergibt sich laut Constien, dass weniger Lastwagen über die Bundesstraße rollen. An der Zählstelle bei Melbeck wurden rund 30 Prozent weniger Lkw erfasst, auf der Ostumgehung liegt das Minus je nach Zählstelle zwischen 21 und knapp 35 Prozent.
Für Autobahngegner wie Constien untermauern diese Ergebnisse ihre kritische Haltung zum Bau der A39: „Es gehört schon viel Fantasie dazu, aus diesen Zahlen die Notwendigkeit einer Autobahn abzuleiten.“ Allerdings ist Constien selbstverständlich klar, dass der Neubau andere stauanfällige Trassen wie die A7 entlasten soll – die A39 werde also Verkehr anziehen. Der Zahlen-Experte der BI vermutet, das Minus auf der Ostumgehung könnte sich daraus erklären, dass Lastwagen die B4 in Richtung Melbeck nur noch eingeschränkt nutzen dürfen und Chauffeure mit weiter entfernt
liegenden Zielen daher gar nicht erst in die Region kommen.
Verkehrsdezernent Markus Moßmann hat Zweifel, er hält die Werte für zu gering: Die Bundesanstalt erfasse Daten von Montag bis Sonntag, die Stadt hingegen von Montag bis Freitag: „An Werktagen ist die Belastung höher.“ Zudem steige die Verkehrsmenge ständig, wie die Stadt aus Zählungen wisse. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass es in den vergangenen Jahren mehrere größere Baustellen gab, Folge könnte eine Verdrängung sein.
Die geringeren Zahlen bereiten Constien auch Sorge. Denn eine sinkende Belastung auf der Ostumgehung könne zur Folge haben, dass Behörden Lärmprognosen nach unten korrigierten mit der Folge, dass weniger in Schutzmaßnahmen investiert werde.
Derweil gehen die Planungen für die Autobahn 39 voran. Die Straßenbaubehörde hat einen Vorentwurf an das Verkehrsministerium in Berlin geschickt, in den kommenden Wochen erwartet der Lüneburger Amtschef Dirk Möller den sogenannten „Gesehen-Vermerk“ zurück. In nächsten Schritten kann er dann einen Planfeststellungsantrag stellen, vergleichbar mit dem Antrag auf eine Baugenehmigung. Damit verbunden ist dann beispielsweise, dass Träger öffentlicher Belange wie Energieversorger und Naturschutzverbände Einwände gegen Aspekte der Planungen vorbringen können.
Für Verkehrsdezernent Moßmann bedeutet die nächste Phase erst einmal eine weitere Verfeinerung der Planungen. Schon jetzt habe die Stadt Bedenken und Anregungen geäußert. So sei bereits ein Tunnel im Moorfeld in die Konzeption der Straßenbaubehörde eingegangen. Allerdings liegen hier Wunsch und Ansatz auseinander: Während die Stadt für die Anlieger einen längeren Tunnel und damit mehr Lärmschutz fordert, sagt Möller, dass eine 399 Meter lange Röhre aus Sicht seiner Behörde ausreiche.
Als kürzlich der städtische Begleitausschuss zur A39 tagte, in dem Vertreter von Anwohnergruppen, Umweltverbänden und Behörden sitzen, drückte Moßmann aufs Tempo: Weitere Anliegen sollten zügig formuliert und an die Straßenbauverwaltung geschickt werden, da die Planungen voranschreiten. Den Ausschuss hat die Stadt eingerichtet, um Beratungen der Behörden den Anwohnern transparent zu machen.
Ob und wann der erste Spatenstich erfolgt, bleibt offen. Müller rechnet mit Klagen gegen den Autobahnbau. Zudem muss die Investition in den Etat des Bundes verankert werden.
}}
=== 28. Januar 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Wahlen im Dachverband der BIs gegen die A39
|Headline=Gestärkt gegen die A39
|Untertitel=Neues Sprecher-Team
|Autor=lz
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=Die Vertreter der Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn 39 haben für ihren Dachverband ein neues Sprecher-Team gewählt. Mit einer neuen Struktur, die auch drei Regionalsprecher vorsieht, stellt sich die Interessenvertretung der Autobahngegner insgesamt breiter auf.
Die Bürgerinitiativen gegen die A39 schickten 30 Vertreter nach Uelzen, um unter anderem eine neue Dachverbandsspitze zu wählen. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatten sich die Initiativen für eine neue Struktur entschieden. Danach sollte es neben dem Sprecher-Duo auch je eine Vertretung für die Regionen Nord, Mitte und Süd geben. „Es kommt nun viel Arbeit auf uns zu, die wir auf mehr Schultern verteilen wollen“, sagte Dachverbandssprecherin Annette Niemann.
Als Sprecher-Duo wurden Annette Niemann aus Aljarn, die erneut antrat, sowie Hans-Christian Friedrichs aus Reppenstedt gewählt. Regionalsprecher für den Norden wurde Frank Kracht von der BI Lüne-Moorfeld. In der Mitte der A39-Region übernehmen Beate Kubeneck und Marion Baum, beide BI Röbbel/Groß Hesebeck, gemeinsam die Verantwortung. Den Süden wird Frank Warnecke aus Brome im Landkreis Gifhorn vertreten.
Friedhelm Feldhaus aus Lüneburg war neben Annette Niemann Dachverbandssprecher, er trat jedoch nicht wieder zur Wahl an.
}}
{{Pressefuss|September 2011|März 2012}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ff04b0fccf6d7a69d8e6f0f3f2417127fcfd4ead
Verkehrsuntersuchung Nord-Ost
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2021-05-24T14:51:56Z
Volker
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text/x-wiki
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Media:nordland-untersuchung1985.pdf|Nordland-Untersuchung von 1985]]
Hier wird keine Autobahn empfohlen
[[Media:vuno1995.pdf|Verkehrsuntersuchung Nord-Ost von 1995]]
Hier wird nicht die H-Variante (A39 und A14 parallel mit B190n als Querverbingung), sondern eine andere Variante, dort G-Variante genannt.
[[Media:Aktualisierung_VUNO.pdf|Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung Nord-Ost von 2002]]
Bestätigung der Ergebnisse von 1995: Keine Empfehlung der H-Variante.
In den Bundesverkehrswegeplan 2003 wurde trotzdem (aus prestige-politischen Gründen) die H-Variante aufgenommen.
9c9cedd094edb9ef6682b066eb1de3948a40eb53
Presseberichte April 2021
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2021-05-31T05:49:40Z
Volker
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 7. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Auftakt-Veranstaltung zur bevorstehenden Fahrraddemo
|Headline=Absage an die Autobahn 39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-07.jpg|thumb|550px|center|'''Auch Vertreter des Klimakollektives werden heute dabei sein.'''Foto: t&w]]
Die Teilnehmerliste ist lang, die Forderung eindeutig: „Keine A39 – Verkehrswende jetzt, auch in Lüneburg!“. Die
Auftaktveranstaltung für die Fahrraddemonstration findet am heutigen Mittwoch, 7. April, um 18 Uhr an der Kreuzung Postweg/Zur Ohe im Stadtteil Hagen statt.
Von diesem Treffpunkt aus „laufen wir 700 Meter bis zum geplanten Trassenverlauf der A 39. Wir wollen an diesem konkreten Ort zeigen, welche Landschaft zerstört werden würde, wenn dort eine Autobahn gebaut würde“, teilten die Veranstalter mit.
Die Autobahn sei nicht mehr zeitgemäß, ein Umdenken dringend erforderlich. Teilnehmen werden unter anderem Vertreter
von Klimakollektiv Lüneburg, Fridays For Future, Parents For Future, Fossil Free, Extinction Rebellion, BI Lüne-Moorfeld, Klimaentscheid und von den Grünen.
}}
=== 8. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Auftakt-Veranstaltung zur bevorstehenden Fahrraddemo
|Headline=Demonstration gegen die A 39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-08.jpg|thumb|708px|center|]]
Das Format gestern war noch klein, die größere Demonstration folgt am Sonnabend, 17. April. „Keine A 39 – Verkehrswende jetzt, auch in Lüneburg!“, lautete das Motto bei der Auftaktveranstaltung zum Protest gegen den Weiterbau der Autobahn nach Wolfsburg. Aufgerufen hatte ein Lüneburger Bündnis aus neun verschiedenen Gruppierungen. Rund 20 Teilnehmer liefen auf einer 700 Meter langen Strecke zum geplanten Trassenverlauf im Bereich Lüneburg-Hagen, um dort zu zeigen, welche Landschaft durch den Autobahnbau zerstört werden würde. „Uns alle einigt, dass wir in der A 39 keine Lösung der Verkehrsprobleme sehen. Vielmehr wird sie für mehr Verkehr und Lärm sorgen. Auch durchschneidet sie Naturschutzgebiete“, sagte Theresa Berghof vom Klimakollektiv Lüneburg. Statt eine Autobahn zu bauen, solle besser der Öffentliche Nahverkehr und die Binnenschifffahrt für den Gütertransport gestärkt werden. „Wir wollen auch, dass in die Infrastruktur investiert wird. Aber anders, sodass mehr Mobilität für alle dabei herauskommt, zum Beispiel durch mehr Busse und Bahnen“, betonte sie. Um dem Protest gegen die A 39 noch mehr Nachdruck zu verleihen, ist für den 17. April eine Fahrraddemonstration geplant, die um 12 Uhr auf dem Lüneburger Bahnhofsvorplatz starten soll. Geplant ist folgende Route von dort aus: Dahlenburger Landstraße, Konrad-Adenauer-Straße, Ostumgehung in Richtung Norden bis zur Anschlussstelle Ebensberg. Noch laufen allerdings abschließende Gespräche mit den Genehmigungsbehörden, den genauen Streckenverlauf werden die Veranstalter rechtzeitig bekanntgeben, sobald dieser feststeht. Text: stb / Foto: t&w
}}
=== 9. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum gesunkenen Nutzen-Kosten-Verhältnis der A39
|Headline=Relativ in Schieflage
|Untertitel=Bei der A39 ist das Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten weiter gesunken. Das
Ministerium hält dennoch am Bau fest
|Autor=Peter Mlodoch
|Ort=Hannover/Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-09.jpg|thumb|708px|center|'''Der Bau der A39 war, ist und bleibt ein großes Streitthema im Landkreis Lüneburg. Am Wochenende gibt es wieder Proteste.''' Foto: t&w]]
Termine für erste Spatenstiche gibt es noch nicht; die für 2030 vorgesehene Inbetriebnahme ist höchst ungewiss. Dafür steht aber längst fest, dass der Neubau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg deutlich teurer wird als ursprünglich prognostiziert. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis des Projekte ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken: von 2,1 auf 1,8. Das ergibt sich aus einem aktuellen Sachstandsbericht des Bundesverkehrsministeriums, die der grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler aus Hannover angefordert hat.
Danach laufen zwar für vier der sieben Abschnitte der A 39 die Planfeststellungsverfahren seit mehreren Jahren; die anderen
drei befinden sich in der Vorbereitung. Aber: „Eine Einschätzung zur Dauer der Verfahren ist insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Klagen konkret nicht möglich“, räumt das Ressort von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ein. „Vollziehbares Baurecht liegt derzeit nicht vor“, heißt es in der Auskunft, die der Landeszeitung vorliegt.
Den aktuell genehmigten Kostenstand für die insgesamt 106 Kilometer beziffert das Ministerium auf 1,352 Milliarden
Euro. Als das Projekt 2016 in den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgenommen wurde, betrug diese Summe noch 1,083 Milliarden Euro. 13 Jahre früher waren es sogar nur 437 Millionen Euro – allerdings mit einem anderen, um rund 20 Kilometer kürzeren Streckenverlauf. Trotz der Preisexplosion und der damit verbundenen Absenkung der Nutzen-Kosten-Relation stellt das Scheuer-Ressort den Sinn der Autobahn nicht in Frage: „Damit ist das Projekt wirtschaftlich.“
Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ist von den großen Vorteilen der Neubaustrecke von
seinem früheren Heimatort zum VW-Standort überzeugt. „Das Projekt trägt dazu bei, den Logistik- und Wirtschaftsstandort Niedersachsen leistungsfähiger und attraktiver zu machen“, betont der Ressortchef. „Auch die Menschen vor Ort profitieren von einer besseren Verkehrsanbindung: Die Erreichbarkeit von Kommunen wird deutlich verbessert – gleichzeitig nimmt die Belastung in den Gemeinden durch den Durchgangsverkehr ab.“ Mit dem Bau der A 39 werde zudem eine wichtige, zusätzliche Nord-Süd-Verbindung im norddeutschen Fernstraßennetz geschaffen und die stark frequentierte A 7 entlastet.
'''„Eine Einschätzung zur Dauer der Verfahren ist insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Klagen konkret nicht möglich.“'''<br>
Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums
Kindler und seine Fraktionskollegin Julia Verlinden aus Lüneburg fordern dagegen den sofortigen Stopp der Planungen: „Von Anfang an wurden die Kosten künstlich niedrig und der verkehrliche Nutzen hochgerechnet.“ Kein einziges Verkehrsproblem
werde durch dieses „sinnlose Prestigeprojekt“ gelöst. „Das Geld, das hier verpulvert wird, fehlt für dringend benötigte Investitionen in ein besseres Schienennetz, sicherere Radwege und saubere Busse in Niedersachsen.“ Außerdem sei die A 39
klimaschädlich und gefährde die Artenvielfalt: „Der Neubau zerstört eine intakte Kulturlandschaft, wertvollen Wald und würde ein europäisches FFH-Naturschutzgebiet durchschneiden“, kritisieren sie. „Wir dürfen unsere natürlichen Lebensgrundlagen nicht dem Straßenbauwahnsinn opfern.“
Laut der Auskunft des Bundesministeriums soll die A 39 nach Inbetriebnahme fast 98 Millionen Autokilometer jährlich
generieren. Bis zu 64 000 Pkw und 9470 Lastwagen täglich erwartet das Verkehrsressort auf den einzelnen Abschnitten. Im Projektinformationssystem des BVWP ist der CO₂-Ausstoß pro Jahr mit 75 000 Tonnen angegeben. 375 Hektar Fläche sollen für den Bau versiegelt werden. Im Gegenzug sind 1300 Hektar Ausgleichsflächen vorgesehen.
Althusmann drückt trotz der vagen Zeitangaben aus Berlin und des ab Januar erfolgten Zuständigkeitswechsels vom Land
auf die Autobahn GmbH des Bundes aufs Tempo: „Das Land Niedersachsen erhofft sich weiterhin einen möglichst schnellen
Baubeginn.“ Der ursprüngliche niedersächsische Zeitplan sei von einem Baustart in den Abschnitten 7 und 6 (Wolfsburg bis Wittingen) ab 2022 und im Abschnitt 1 (rund um Lüneburg) ab 2024 ausgegangen, erklärt das Ministerium in Hannover. Die weiteren Abschnitte hätten zeitversetzt folgen sollen. „Bei einer Bauzeit von rund drei bis vier Jahren je Abschnitt sollten die ersten Fahrzeuge ab 2026 auf einzelnen Autobahnabschnitten rollen.“
}}
=== 14. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LP
|Thema=zur Auftakt-Versanstaltung vom 7. April für die Fahrrad-Demo am 17. April
|Headline=Initiativen machen Front gegen A 39
|Untertitel=Lüneburger Gruppen protestieren • Demo auf dem Fahrrad • IHK fordert Tempo bei Planung
|Autor=Karo
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LP_2021-04-14.jpg|thumb|552px|center|'''<span style="color:red">keine Autobahn:</span> Das ist das gemeinsame Ziel eines Bündnisses aus zahlreichen Lüneburger Gruppierungen. Am vorigen Mittwoch trafen sich Vertreter aller Gruppen in Hagen auf der geplanten Trasse der A 39. Für kommenden Samstag lädt das Bündnis zur Fahrraddemo ein.''' Foto: Friedhelm Feldhaus/nh]]
Gemeinsam ist man stärker – das dachten sich die Mitglieder zahlreicher Lüneburger Gruppierungen,
die sich vor einer Woche in Hagen auf der Trasse, auf der die Autobahn 39 gebaut werden soll, versammelten:
„Keine A39“ lautet das Ziel des regionalen Bündnisses.
Seit Jahren gibt es lokale Proteste gegen den Bau der A 39, die einmal Lüneburg und Wolfsburg verbinden soll. Bereits 2006 gründete sich die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, um den Bau der Autobahn zu verhindern. Mit der Aktion am vorigen Mittwoch zeigten die Demonstranten, dass auch heute noch viele Gruppierungen beim Thema A 39 an einem Strang ziehen. Mit dabei sind u. a. das Klimakollektiv, Fridays For Future, Parents For Future, Fossil Free Lüneburg, Extinction Rebellion, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, Klimaentscheid, Grüne Jugend, Verkehrsclub Deutschland, Zukunfts- und Ernährungsrat. Mit ihren Statements wollen die verschiedenen Initiativen auf ihre Argumente gegen das Neubauprojekt hinweisen.
„Der Bau neuer Autobahnen ist eine klimapolitische Katastrophe“, sagt z. B. '''Theresa Berghof''' vom Klimakollektiv, „er fördert weiter die enorme Flächenversiegelung, die Zerschneidung von Naturräumen und den klimaschädlichen motorisierten Individualverkehr.“ '''Hannah Lübbert''' vom Klimaentscheid Lüneburg ergänzt: „Der Landkreis hat den Klimanotstand ausgerufen, die Stadt hat einen Klimaschutzplan vorgelegt. Beides ist mit dem Ausbau der A39 nicht vereinbar.“ Zukunftsstadt zu sein, bedeute auch, dass Lüneburg schon heute Verantwortung übernehme und sich gegen Maßnahmen einsetze, die nicht mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbar seien.
„Seit 1995 wird die A 39 von wissenschaftlichen Studien nicht empfohlen. Sie ist umweltschädlich, nicht notwendig und steht den erklärten verkehrspolitischen Zielen der Bundesregierung entgegen. Durch nahezu perfekte Lobbyarbeit und unsägliche Schönrechnerei wurde die A 39 bis in die Klimakrise hineingerettet“, heißt es von der BI Lüne-Moorfeld.
„Der geplante Autobahn-Ausbau zerschneidet zahlreiche wichtige Biotope mit streng geschützten Arten“, ist ein Argument von Extinction Rebellion, „dem Eisvogel, der Zwergfledermaus und dem Moorfrosch wird quasi eine Mauer durchs eigene Wohnzimmer gezogen.“
Und Parents for Future geben zu bedenken: „Es gibt Menschen in der Nähe von Lüneburg, die sich vom Bau der A 39 eine Verbesserung ihrer Lebenssituation erhoffen. Zum Beispiel die Einwohner von Melbeck, die den Durchgangsverkehr auf der B 4 durch ihr Dorf ertragen müssen. Wir müssen den Kampf gegen die A 39 deshalb
verbinden mit der Forderung nach einer umfassenden Verkehrswende. Der individuelle Autoverkehr und der Lkw-Verkehr müssen massiv reduziert werden.“
Und der Protest geht weiter: So kündigt das Bündnis eine Fahrraddemo mit dem Motto „Keine A39 – Verkehrswende jetzt, auch in Lüneburg!“ für Samstag, 17. April, an. Start ist um 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, der weitere Verlauf ist über die B 4/B209 geplant, die zur A39 ausgebaut werden soll.
{{Kasten gelb|
''' HK drückt aufs Tempo'''
„Wenn die A-39-Planung immer wieder behindert oder verzögert wird, ist es auch kein Wunder, dass das Projekt immer teurer wird. Das sollte nun wirklich niemanden mehr überraschen“, mit diesen Worten reagiert Michael
Zeinert, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, auf die Forderung Uelzener Politiker nach einem Planungsstopp für die A 39. „Wir brauchen eine Planungsbeschleunigung, um die A 39 endlich und ohne weitere Kostensteigerungen fertigzustellen.“
Die Vollversammlung der IHK hatte ihre Haltung erst im März einmal bekräftigt. Mit der neuen Position „Investieren, Digitalisieren, Flexibilisieren“ betonten die Vertreter der regionalen Wirtschaft die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur für einen nachhaltigen Weg raus aus den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Die A39 ist dabei eine wirtschafts- und strukturpolitische Kernforderung.
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{{Kasten gelb|
'''Die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg'''
Ursprünglich war die Fertigstellung des 106 km langen Bauabschnittes zwischen Lüneburg und Wolfsburg für das Jahr 2030 vorgesehen – das scheint aber in weite Ferne gerückt zu sein.
Aktuell läuft für vier der sieben Bauabschnitte das Planfeststellungsverfahren, darunter auch für den 7,7 km langen Abschnitt bei Lüneburg. Für diesen Teil ist der Planfeststellungsbeschluss für Ende 2022 anvisiert. Für drei Abschnitte ist das Planfeststellungsverfahren noch in Vorbereitung.
Die Neubaustrecke ist als vierspurige Autobahn mit zwei Fahrstreifen plus Standstreifen pro Fahrtrichtung geplant. Im Bereich Lüneburg zwischen den Anschlussstellen Nord und Erbstorfer Landstraße wurde auf einer Länge von vier Kilometern ein sogenannter Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung hinzugefügt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Gesamtkosten werden aktuell mit ca. 1,352 Milliarden Euro angegeben. 2016 waren es noch 1,083 Milliarden. Karo
}}
}}
=== 16. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrrad-Demo vom 17. April
|Headline=Ostumgehung wird für Demo gesperrt
|Untertitel=Der Protest am Sonnabend richtet sich gegen den Weiterbau der A39 – Die Wirtschaft fordert hingegen mehr Tempo beim Bau
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Am Sonnabend, 17. April, wird in Lüneburg erneut demonstriert. Unter dem Motto „Keine A39 – Verkehrswende
jetzt!“ wollen Fahrradfahrer vom Bahnhofsvorplatz aus durch den östlichen Teil des Lüneburger Stadtgebietes über die Ostumgehung und wieder zurück zum Bahnhof radeln. Die Initiatoren rechnen mit rund 200 Teilnehmern. Wegen der Demo wird es in der Mittagszeit zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, auch mit Verspätungen im Linienbusverkehr ist zu rechnen.
'''Start mit Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz'''
Sie fordern mehr Platz für Menschen statt für Autos und lehnen den Weiterbau zwischen Lüneburg und Wolfsburg ab, bei der rollenden Kundgebung in der Zeit von etwa 12 bis 14.30 Uhr wollen die Teilnehmer ihr Anliegen deutlich machen. Aufgerufen dazu hat ein Lüneburger Bündnis verschiedener Gruppierungen. Nicht zufällig wählen sie den Weg über die Ostumgehung, die an diesem Tag dafür einmal mehr zeitweise für Autos gesperrt werden muss, und zwar in Fahrtrichtung Norden zwischen den Anschlussstellen Deutsch Evern und Ebensberg. Die Strecke im Einzelnen: Nach dem Auftakt auf dem Bahnhofsvorplatz mit einer ersten Kundgebung führt die Fahrrad-Demo dann über die Dahlenburger Landstraße, weiter über Theodor-Heuss- und Konrad-Adenauer-Straße zur Ostumgehung. Dort ist in Höhe der Brücke Dahlenburger Landstraße eine Zwischenkundgebung geplant.
Danach geht es schließlich weiter bis zur Abfahrt Moorfeld und dann über Erbstorfer Landstraße, Meisterweg, Rabenstein-,
Henning- und Bleckeder Landstraße wieder zum Bahnhofsvorplatz zur Abschlusskundgebung. Auf der Ostumgehung weisen
Schranken und Schilder auf die Sperrungen beziehungsweise auf extra an diesem Tag geltende Tempolimits auf der Gegenfahrbahn hin.
Die Stadtverwaltung hat die angemeldete Demo nach Kooperationsgesprächen mit den Initiatoren bestätigt. Genehmigt
werden muss sie nicht (siehe Infobox).
'''Unternehmen brauchen bessere Infastruktur'''
Derweil kommt aus der regionalen Wirtschaft eine ganz andere Position. „Wir brauchen eine Planungsbeschleunigung,
um die A39 endlich und ohne weitere Kostensteigerungen fertigzustellen“, fordert Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg. Mit einer gestärkten Infrastruktur würden sich automatisch auch Standortbedingungen in der Region verbessern. Fachkräfte könnten Firmen aus der Region besser und schneller erreichen, das Wohnen in bislang strukturschwächeren Regionen werde attraktiver und die Tourismuswirtschaft profitiere von einer besseren Erreichbarkeit, ist er überzeugt. Die Vollversammlung der IHK hatte ihre Forderung zum Ausbau der A39 deshalb bekräftigt.
{{Kasten gelb|
'''<big>Zur Sache</big>'''
'''<big>Demonstrieren ist ein Grundrecht</big>'''
'''Immer wieder''' wird in Lüneburg auch in Zeiten von Corona demonstriert. Allein 215 Demos waren es im Jahr 2020 – zum Vergleich: 2018 waren es ganze 24. Wie passt das mit Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen zusammen? Dennis Lauterschlag, Sachgebietsleiter für Gefahrenabwehr, allgemeines Ordnungs- und Versammlungsrecht bei der Stadt, macht deutlich: „Das Demonstrationsrecht ist ein unverzichtbares Grundrecht. Es ist in Artikel 8 unseres Grundgesetzes festgeschrieben. Es gibt hohe Hürden, dieses zu beschneiden.“ In der aktuellen Fassung der niedersächsischen Corona-Verordnung seien Demos ausdrücklich ausgenommen.
'''Es sei ein weit verbreiteter Irrglaube,''' dass die Stadt Demonstrationen genehmigen muss. Das stimme nicht. Sie müssten lediglich spätestens 48 Stunden vor ihrer Bekanntgabe bei der zuständigen Ordnungsbehörde angezeigt werden, damit es zum Beispiel kein Verkehrschaos gibt. Verbieten könne die Stadt Demos nur in sehr engen Grenzen.
'''Aufgrund der Corona-Verordnung''' gebe es auch keine Begrenzungen auf eine maximale Teilnehmerzahl. Allerdings müsse ein Hygienekonzept vorgelegt werden und auf der gewählten Fläche ausreichend Platz für die Anzahl an erwarteten Teilnehmern zur Verfügung stehen, damit das Abstandhalten möglich bleibt. Lauterschlag betont: „Wenn jemand eine Versammlung mit 1000 Personen auf dem Glockenhof anzeigt, ist klar, dass das im Moment nicht geht.“
}}
}}
=== 17. April 2021 ===
==== dpa-Meldung ====
überregional, z.B [https://www.abendblatt.de/region/niedersachsen/article232065265/Rund-600-Fahrradfahrer-demonstrieren-gegen-A39-Ausbau.html Hamburger Abendblatt], [https://www.sueddeutsche.de/politik/demonstrationen-lueneburg-rund-600-fahrradfahrer-demonstrieren-gegen-a39-ausbau-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210417-99-243710 Süddeutsche Zeitung]
{{Kasten|1=
'''<big>Rund 600 Fahrradfahrer demonstrieren gegen A39-Ausbau</big>'''
dpa '''Lüneburg''' - Mit einem Fahrradkorso haben rund 600 Demonstranten in Lüneburg gegen den geplanten Ausbau der Autobahn 39 und für eine Verkehrswende demonstriert. Die Radfahrer sammelten sich am Bahnhofsvorplatz und fuhren dann über die Bundesstraße 4/209, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte. Eigentlich seien zunächst nur rund 200 Teilnehmer erwartet worden. Die Straßen wurden für den Demonstrationszug vorübergehend für den Verkehr gesperrt. Die Kundgebung, die unter dem Motto "Keine A39, Verkehrswende jetzt" stand, sei "absolut friedlich" verlaufen, sagte der Sprecher. Zu größeren Behinderungen kam es demnach nicht.
Die geplante Strecke der A39 soll später einmal Lüneburg und Wolfsburg miteinander verbinden. Der Ausbau ist seit Jahren umstritten.
}}
=== 19. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=Auf Seite 1 zur Fahrrad-Demo vom 17. April
|Headline=Protest auf dem Fahrrad
|Untertitel=Rund 600 Menschen haben am Sonnabend in Lüneburg gegen den Weiterbau der A39 protestiert. Ihre Demo auf dem Fahrrad führte auch über die Ostumgehung. » Seite 3
|Autor=
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-19-1.jpg|thumb|927px|center|]]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrrad-Demo vom 17. April
|Headline=Radeln gegen die „Beton-Sackgasse“
|Untertitel=Rund 600 Menschen setzten ein deutliches Zeichen gegen den Weiterbau der A39
und für eine Verkehrswende
|Autor=Antje Schäfer
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-19-3.jpg|thumb|927px|center|'''Karin Loock (l.) und Eva Gresky (r.) waren nach Lüneburg gekommen, um mit Vertretern der Lüneburger Gruppen wie Theresa Berghof (hinten r.) und Jukka Kilgus (hinten l.) zu protestieren.''' Foto: t&w]]
Keine Autobahn 39 und eine umgehende Umsetzung der Verkehrswende – das waren die zentralen Forderungen bei einer Fahrrad-Demo, die auch über die Ostumgehung führte. Rund 600 Radfahrer traten dafür in die Pedale. Die von Lüneburger Gruppen organisierte Aktion bekam Unterstützung von Vertretern von Initiativen und Gruppen, die sich entlang der Strecke Lüneburg – Wolfsburg gegen den geplanten Weiterbau der A39 einsetzen.
Treffpunkt war der Bahnhofsvorplatz, wo eigentlich eine Kundgebung stattfinden sollte. Doch mit Blick auf die steigenden
Inzidenzwerte hatten die Organisatoren darauf verzichtet. Es wurde auf Abstand von zwei Metern zum nächsten geachtet,
Maskenpflicht selbstverständlich eingehalten.
Bevor die Protest-Tour startete, machte Theresa Berghof vom Klimakollektiv gegenüber der LZ deutlich: „In Zeiten der Klimakrise ist es ein Irrweg, wenn in Deutschland weiter Hunderte Kilometer Autobahnen neu gebaut werden sollen. Gemeinsam fahren wir mit der Fahrraddemonstration genau dorthin, wo eine verkehrspolitische Sackgasse in Beton gegossen werden soll.“
Hannah Lübbert vom Klimaentscheid verwies darauf, dass der Landkreis Lüneburg den Klimanotstand ausgerufen habe,
was dringend notwendig sei angesichts der Klimakrise. Klimaneutralität heiße, klimafreundliche Projekte zu fördern, aber auch solche zu unterlassen, „die mit den Klimazielen unvereinbar sind. Ein solches Projekt ist die A39“. Wo die Politik es nicht schaffe, eigene Ziele einzuhalten, „müssen Bürger aktiv werden“. Da gehe Klimaentscheid voran, indem die Initiative
ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen will, damit Lüneburg bis 2030 klimaneutral ist.
Die Pläne für die A39 bezeichnete Jukka Kilgus von Extinction Rebellion als „ein Symptom der bisher fehlgeschlagenen und verschlafenen Verkehrswende. Wenn wir weiterhin derart die Lebensgrundlagen zerstören, wird es das Überleben von Milliarden Menschen gefährden“.
'''Kritik richtet sich auch gegen gestiegene Kosten'''
Volker Constien gehört der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld an, die sich 2006 gegründet und dem Dachverband der BIs gegen die A39 angeschlossen hat. Er freute sich über die öffentlichkeitswirksame Aktion, die von vielen Lüneburger Gruppen getragen werde. Seit 1995 werde die A39 „von wissenschaftlichen Studien nicht empfohlen“, seither werde der Nutzen des geplanten A39-Lückenschlusses „schöngerechnet“, während die 2003 veranschlagten Kosten von 437 Millionen Euro mittlerweile aufs Dreifache gestiegen seien. Die rund 1,4 Milliarden Euro, die der Autobahnbau kosten würde, „brauchen wir dringend für eine sozial-ökologische Verkehrswende“, machte Jutta Beer vom Ortverband der Lüneburger Grünen deutlich. Bus- und Bahnverkehr müssten nicht nur ausgebaut und das Netz engmaschiger, sondern die Tickets auch für jeden erschwinglich werden.
Zur Demo gekommen war auch Petra Vollmer aus dem Kreis Uelzen. „Ich habe bereits 2004 bei der ersten großen Demo gegen die A39 mitgemacht. Das politische Kima hat sich inzwischen geändert, darauf setze ich meine Hoffnung.“ Auch Eva Gresky von der BUND-Kreisgruppe Gifhorn ist überzeugt: „Die Verkehrswende wird kommen, weil die Bundestagswahl im
September eine Klimawahl wird.“ Sie begrüßt, dass viele „tüchtige, junge Leute“ inzwischen den Protest breit aufgestellt nach
vorne bringen. Am 5. und 6. Juni werde es bundesweite Aktionstage gegen den Weiterbau der A39 geben.
Vom Bahnhof führte die Protest-Tour über die Dahlenburger Landstraße, Theodor-Heuss-Straße, Konrad-Adenauer-Straße
auf die Ostumgehung und auf dieser bis zur Anschlussstelle Moorfeld. Dort löste sich die Demo auf. Die Polizei hatte Sperrungen von Straßen zeitlich so abgestimmt und Umleitungen angezeigt, dass es zu keinen endlos langen Staus für den Autoverkehr kam.
}}
=== 24. April 2021 ===
==== Leserbrief in der {{LP}} <big>„Ein Projekt der Vergangenheit“</big> ====
{{LB|Jonas Korn / Adendorf}}
{{Kasten|1=
Der Protest gegen die geplante Autobahn durch Lüneburg und für eine Verkehrswende ist lebendig und von einem breiten Bündnis getragen. Es ist klar, dass die IHK bei dem starken Gegenwind Panik bekommt und die Planung „beschleunigen“ will.
Was unerwähnt bleibt: Die „Verzögerungen“ kommen daher, dass der geplante Verlauf der A 39 gegen geltendes Recht verstieß – soll das etwa gebrochen werden?
Die geplante Trasse verläuft zudem durch bereits geschädigte Wasserschutzgebiete, Ökosysteme gefährdeter und streng geschützter Arten und durch Natura-2000-Gebiete.
Diese Autobahn ist ein Projekt der Vergangenheit – und diese sollte nicht über Gegenwart und Zukunft herrschen. Was wir brauchen ist eine Verkehrswende und keine weiteren Autobahnen.
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} <big>„Sinnfrei und gesetzeswidrig“</big> ====
{{LB|Thomas Heidmann / Bleckede}}
{{Kasten|1=
Grundsätzlich bin ich ein Freund des gemäßigten Wortes, aber ein halbseitiger Artikel in der Lünepost lässt ein gewisses Aggressionspotential in mir erscheinen.
Protest gegen A 39 … Gelten derzeitige Corona-Schutzgesetze nicht für diesen kläglichen Trupp Hobbydemonstranten? Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass man zu diesem Zeitpunkt, da ja nun alles und jeder mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen hat, ein derartiges Thema aus der Schublade holt.
Vermutlich ist dies ein Resultat aus purer Langeweile, gepaart mit dem Wunsch nach Selbstdarstellung.
Ich sehe einen Verstoß gegen das Versammlungsverbot und außerdem werden vorgeschriebene Mindestabstände nicht eingehalten. Aber mit 1,5 m Abstand (Maske entbindet nicht davon) machen die hochgehaltenen, lustigen Schildchen natürlich wenig Sinn.
Ich finde es nur schade, dass derartige sinnfreie und gesetzeswidrige Demonstrationen bei der Lünepost eine Plattform bekommen.
}}
=== 26. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Lüneburger Niederlassung der [[Autobahngesellschaft]]
|Headline=Sie will die A 39 zu Ende bauen
|Untertitel=Gesa Schütte leitet die Außenstelle der Autobahn GmbH in Lüneburg. Die Arbeiten an Abschnitt 1 sollen 2024 beginnen
|Autor=Malte Lühr
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-26.jpg|thumb|697px|center|'''Außenstellen-Leiterin Gesa Schütte kennt die Region gut, arbeitete von 2008 bis zum vergangenen Jahr bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. ''' Foto: t&w]]
Zum 1. Januar ist die Außenstelle Lüneburg der neu gegründeten Autobahn GmbH des Bundes an den Start gegangen. Die derzeit 16 Mitarbeiter haben unter anderem die Planung der umstrittenen Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg von der bisher zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr übernommen. Bis zum Jahresende soll die Außenstelle auf 25 Frauen und Männer anwachsen.
An deren Spitze steht mit Gesa Schütte eine Frau, die in Lüneburg bestens bekannt und vernetzt ist. Seit 2008 war die verheiratete Mutter von zwei Kindern für die Landesbehörde im Einsatz, zuletzt als Leiterin des Fachbereiches Bauen. Und die studierte Bauingenieurin hat sich viel vorgenommen. „Ich möchte die A 39 zu Ende planen und bauen. Dabei ist es mein Ziel, mögliche Klagen von Privatleuten möglichst gegen Null zu drücken.“
'''Planer wollen Gespräch mit den Betroffenen suchen'''
Dass Umweltverbände wie BUND und Nabu gegen das Milliarden-Projekt klagen werden, „ist bei solchen Vorhaben ganz normal“, sagt die 47-Jährige. Daran werde auch sie nichts ändern können. Das Gespräch suchen will Schütte deshalb vor allem mit betroffenen Bürgern entlang der Strecke, ihre Sorgen und Ängste ernst nehmen, mögliche Belastungen so weit wie möglich minimieren. Erste Treffen hat es bereits gegeben – unter anderem in Moorfeld. „Ich bin überzeugt, dass wir zum Beispiel für die große Mehrheit der Anwohner an der Ostumgehung am Ende einen besseren Lärmschutz haben werden als jetzt“, sagt Schütte.
Und auch bei dem rund 400 Meter langen Lärmschutzdeckel im Bereich des Stadtteils Moorfeld sucht die Autobahn-Planerin
den Dialog mit den Bürgern, will gemeinsam mit ihnen den Deckel gestalten. „Wir hoffen damit im Sommer starten zu können, doch das hängt auch von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab“, sagt Schütte.
Bis Ende des Jahres wollen sie und die Mitarbeiter der Außenstelle das Planfeststellungsverfahren für den ersten, 7,7 Kilometer langen Bauabschnitt der A 39 zwischen „Lüneburg Nord und östlich Lüneburg“ abschließen.
Der Baubeginn ist für 2024 geplant. Ihren Sitz hat die Außenstelle am Wilschenbrucher Weg. Dort, wo früher Studenten über
ihren Semesterarbeiten schwitzten, weht jetzt ein frischer Wind durch die Räume. Und das nicht nur wegen der teils grellen Farben: grauer Teppichboden für die Leitplanken, weiße Leuchten für die Mittel- und Seitenstreifen, schwarze Sessel im Konferenzraum und dunkelgraue Türrahmen für den Asphalt, orangefarbene Stehlampen für die Schutzjacken der Autobahn-Mitarbeiter und blaue Kommunikationsecken, die für die Autobahnschilder stehen. Dazu noch ein Strandkorb, der die Verbundenheit mit der Niederlassung Nord symbolisiert. „Wir wollen uns zu einer eigenen Marke entwickeln, verstehen uns als Dienstleister für die Bürger und Nutzer“, erklärt Schütte – „auch für diejenigen, die den Bau ablehnen“.
Aus Erfahrung weiß die 47-Jährige: „Auch mit Kritikern kann man konstruktiv diskutieren und gute Lösungen entwickeln. Genau das wollen wir tun.“
Leitbilder und Anspruch finden sich auch in einer Holzskulptur am Eingang der Außenstelle
wieder. Geschaffen hat sie der Egestorfer Kettensägen-Künstler Michael Knüdel. „Ein Einweihungsgeschenk von Kolleginnen
und Kollegen an mich“, erzählt Schütte. Das Holz stammt aus dem Garten eines Autobahnbauers, für die Skizze hat eine Kollegin zu Stift und Papier gegriffen. Zu sehen sind neben dem Logo der Autobahn GmbH eine Eule, „die für Weisheit, Klugheit und Umsicht steht“, Fisch und Heidschnucke, „die unsere Verbundenheit mit Menschen und Natur in der Region symbolisieren“, und auf der Rückseite eine Blaue Vogel-Azurjungfer.
'''Fühlt sich der Region verbunden'''
„Im fünften Abschnitt befindet sich eines der sehr seltenen Vorkommen im Norden, denn eigentlich stammt diese Libellenart
nicht von hier“, erklärt die Außenstellen-Leiterin. „Dieses Vorkommen zu schützen, ist uns ein besonderes Anliegen.“ Auch, weil sich Schütte der Region verbunden fühlt, in ihr verwurzelt ist – ebenso wie ihr Chef Klaus Franke. Der Direktor der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH lebt seit Jahrzehnten in Bütlingen und arbeitet in Hamburg.
{{Kasten gelb|
'''<big>GmbH in Zahlen</big>'''
'''Planen für den Norden'''
'''Die Außenstelle Lüneburg''' der Autobahn GmbH ist eine von vieren der Niederlassung Nord mit Sitz in Hamburg. Bundesweit
gibt es zehn Niederlassungen mit 41 Außenstellen.
'''Der Niederlassung Nord''' mit ihren rund 700 Mitarbeitern obliegt das Planen, Bauen und Instandhalten der Autobahnen
in Norddeutschland über Ländergrenzen hinweg. Zuständig ist die Niederlassung für 756 Kilometer Streckennetz, 1400
Brücken und zehn Autobahnmeistereien.
'''Bundesweit betreuen''' fast 15 000 Mitarbeiter der Autobahn GmbH ein Streckennetz von rund 13 000 Kilometern, gemanagt werden derzeit mehr als 6300 laufende Projekte.
}}
}}
=== Hinweise zur [[Autobahn GmbH]] ===
=== 28. April 2021 ===
==== Leserbrief in der {{LP}} <big>„Nichts an der Demo war illegal“</big> ====
{{LB|Volker Constien / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
In der Lünepost wurde ein Leserbrief von Thomas Heidmann aus Bleckede veröffentlicht, durch den nicht nur die Fahrrad-Demonstration am 17. April und die daran Teilnehmenden verunglimpft werden, sondern automatisch auch das Ordnungsamt, die Polizei sowie die mehr als zehn Gruppierungen um das Klimakollektiv Lüneburg, die zur Teilnahme aufgerufen haben.
Ich teile die Besorgnis von Herrn Heidmann bezüglich der Corona-Pandemie und verurteile Verstöße gegen Hygienevorschriften – auch auf Demonstrationen. Selbstverständlich akzeptiere ich andere Meinungen als meine eigene, wenn sie gut begründet sind, jedoch geht es hier eher um Tatsachen als um Meinungen.
Entgegen der Tatsachen-Behauptung von Herrn Heidmann („Versammlungsverbot“) war die durch ihn verunglimpfte Veranstaltung ordnungsgemäß angemeldet und durch das Demonstrationsrecht gedeckt. Mit dem Ordnungsamt war ein sicheres Hygienekonzept abgestimmt, das von keinem der Teilnehmenden missachtet wurde. Die Demonstration wurde von der Polizei begleitet, die Straßen ordnungsgemäß abgesichert. Nichts an dieser Demonstration war somit illegal.
Um das Ansteckungsrisiko noch weiter zu minimieren, gaben die Veranstalter lediglich Statements an die Presse und verzichteten auf öffentliche Kundgebungen.
Statt Verständnis für die Sorgen der Teilnehmenden um die Umwelt und die Zukunft ihrer Kinder aufzubringen,
bezeichnet Herr Heidmann sie als „Hobbydemonstranten“ und unterstellt ihnen, aus „purer Langeweile, gepaart mit dem Wunsch nach Selbstdarstellung“ zu handeln. Gratulation zu diesem feinsinnigen Einsatz von Leserbrief-Stilmitteln.
Vor dem Hintergrund, dass weder Klimakrise noch die aktuellen (leider nicht, wie von Herrn Heidmann vermutet, in einer Schublade verschwundenen) Autobahn-Planungen auf das Ende der Corona-Pandemie warten, ist es wichtig, diesen Themenbereich im Blickfeld der Öffentlichkeit zu halten, um politische Entscheider/innen auf die Auswirkungen ihrer früheren Entscheidungen und auf die notwendige Ausrichtung ihrer künftigen Entscheidungen hinzuweisen.
Herr Heidmann hätte sich besser informieren sollen, statt sich mit seinem unbeholfenen Leserbrief an die Lünepost zu wenden und die Demonstration mit „sinnfrei“ zu betiteln. Gegen einen Austausch von Argumenten ist nichts einzuwenden, die ewig gleichen Scheinargumente der Klimakrisen-Leugner, Verkehrswende-Gegner und Autobahn-Befürworter wurden jedoch bereits ausnahmslos mehrfach widerlegt.
Es steht jedem frei, sich über ein Thema zu informieren oder es zu lassen. Sich aber nicht ausreichend informiert öffentlich polemisch und diskreditierend zu äußern, ist unangebracht und die unreflektierte Veröffentlichung durch die Presse ist fahrlässig.
}}
=== 30. April 2021 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} <big>Unverhältnismäßiges Vorhaben</big> ====
„Sie will die A 39 zu Ende bauen“, LZ vom 26. April
{{LB|Volker Constien / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
An Stelle von Frau Padberg und Herrn Möller liest man nun von Frau Schütte, anscheinend mochten trotz finanzieller Anreize nicht alle Lüneburger Landesplaner/innen ihren Beamten-Status aufgeben, um zur Autobahn GmbH zu wechseln.
Sicher kennt Frau Schütte die Einwendungen zu den Planungen von 2012 und 2017 im Abschnitt 1 und sicher weiß sie, dass auch nach der schriftlichen Erwiderung 2020 ihrer Vorgänger-Behörde und nach der darauf folgenden schriftlichen Online-Konsultation, die wegen Corona-Pandemie und angeblicher Notwendigkeit einer sofortigen Durchführung den bereits angesetzten Erörterungstermin ersetzt hat, viele schwerwiegende Einwendungspunkte nicht ausgeräumt sind.
Frau Schüttes Diskussionsbereitschaft ist ehrenwert, aber nicht das Mitreden-dürfen bei der Moorfelder Lärmschutzdeckel-Gestaltung, sondern die mangelhaften Lärmschutz-Nachbesserungen an der Ostumgehung treiben einige direkte Anwohner ins Pro-A39-Lager. Im Abschnitt 2 in Melbeck sind sogar Menschen der Meinung, die A39 (nächste Auffahrten Lüneburg-Hafen und Bad-Bevensen-Nord) würde die Belastung auf der B4 auf ein erträgliches Maß senken.
Die Blaue Vogel-Azurjungfer in Abschnitt 5, die zu schützen den Planern „ein besonderes Anliegen“ sei und auch der nicht von Frau Schütte oder der LZ erwähnte Ortolan (...) sowie andere (...) vorkommende gefährdete Arten ließen sich mit einer Bundesstraßen-Alternativplanung effektiver schützen.
Die A39 bleibt unnütz (Alternativplanung möglich), unwirtschaftlich (die 2004 angesetzten Kosten von 437 Millionen Euro haben sich bereits jetzt, lange vor Baubeginn, verdreifacht) und unverhältnismäßig umweltschädlich.
Im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen ist es zu begrüßen, dass die LZ das Thema im Blick der Öffentlichkeit hält, denn die Klimakrise erfordert unter anderem eine echte Verkehrswende, zu der selbstverständlich die Einstellung sämtlicher Autobahn-Neubauplanungen gehört.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} ====
„Sie will die A 39 zu Ende bauen“, LZ vom 26. April
{{LB|Theresa Berghof / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
Der Bau der umstrittenen A39 wird in Zeiten von Klimakrise und Verkehrswende munter voran getrieben, während dem Ausbau des Umweltverbunds weiterhin keine Priorität eingeräumt wird. Interessant fand ich, dass Frau Schütte es als „ganz normal“ ansieht, dass Umweltverbände (...) gegen das Milliarden-Projekt klagen. Sie klagen, weil die Planungen (...) die rechtswidrige Schädigung von EU-weit geschützten Natura 2000-Gebieten vorsehen. Ich finde es erschreckend, dass die Leiterin des Büros diesen Umstand derartig abtut.
}}
{{Pressefuss|März 2021|Mai 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
8ef45c8737cac3b24985e40c22bb934036cfaaea
Presseberichte Mai 2021
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2021-06-07T10:46:18Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 31. Mai 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur geplanten Fahrrad-Demo auf der A39
|Headline=Fahrrad-Demo auf der Autobahn
|Untertitel=A39-Gegner wollen über die A39 strampeln
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Kommenden Sonntag sollen erneut Autos für Fahrräder weichen – zumindest zeitweise: Das Klimakollektiv Lüneburg
ruft zusammen mit anderen Organisationen für den 6. Juni ab 12 Uhr zur Demonstration unter dem Motto „Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende jetzt – Autobahnbau stoppen! Keine A39!“ auf. Die Teilnehmer wollen auf Fahrrädern von Lüneburg rund 18 Kilometer über die A39 nach Winsen fahren. Denn für die Organisatoren ist die Autobahn „eine veraltete Verkehrspolitik gegen jede Vernunft“. Theresa Berghof vom Klimakollektivg sagt: „Wir sind Teil eines bundesweiten Aktionswochenendes für die sozial- und klimagerechte Mobilitätswende.
Gemeinsam fordern wir ein sofortiges Moratorium für Planungen und Baustellen von Autobahnen und Autostraßen. Der
Bundesverkehrswegeplan muss gekippt, die geplanten Projekte müssen gestoppt werden. Wir wollen weg vom motorisierten Individualverkehr, hin zum gut ausgebauten, flächendeckenden Umweltverbund sowie zu Fahrrad- und Fußinfrastrukturen.“
Getragen werde der Protest von einem Netzwerk lokaler Gruppen bestehend aus Fridays For Future, dem Klimabündnis, Fossil Free, dem Klimaentscheid, der BI Lüne-Moorfeld und dem Klimacamp Lüneburg sowie überörtlich der BI Baumschutz Braunschweig. Die Auftaktkundgebung findet auf den Sülzwiesen statt. Auf dem Schlossplatz in Winsen ist eine Zwischenkundgebung geplant.
Zuletzt hatten bei Fahrraddemonstrationen im Dezember 2020 und im April 2021 Aktivisten auf der Ostumgehung gegen den Bau neuer Autobahnen protestiert.
}}
{{Pressefuss|April 2021|Juni 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
e4af44f5bf77aa6f04638509005bf083c32e03f7
Presseberichte November 2020
0
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2021-06-14T10:54:53Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 14. November 2020 ===
==== [[Media:Der SPIEGEL 47-2020 (Seiten 45 - 50).pdf | Der Spiegel 47 / 2020 (Seiten 45 bis 50) zur Autobahn GmbH]] ====
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
<br>
=== 20. November 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu gestiegenen Kosten der A39
|Headline=Kosten für die A 39 steigen
|Untertitel= Grüne fordern Moratorium bis Ende 2020 und Einstieg in Verkehrswende
|Autor=Klaus Reschke
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-11-20.jpg|thumb|551px|center|'''Der Ausbau der A39 hat nach wie vor Befürworter und Gegner.''' Foto: a/t&w]]
Die Kosten für den geplanten Bau der A 39 steigen weiter. Nach jüngsten Berechnungen soll die Realisierung der 105 Kilometer langen Strecke statt bisher veranschlagten 1,34 Milliarden Euro jetzt 1,47 Milliarden Euro kosten. Doch während sich der Vorsitzende des Nordland-Autobahnvereins (NAV), Michael Zeinert, von dieser Kostensteigerung wenig überrascht zeigt und den Bau der A 39 trotzdem für dringend erforderlich hält, fordern die beiden Grünen-Politiker Sven-Christian Kindler (MdB) und Detlev Schulz-Hendel (MdL) ein Straßenbaumoratorium bis Ende 2020: „Gerade während der Coronakrise muss gelten: Erhalt vor Neubau. Immer neue Straßen bringen nichts, wenn die bestehenden Straßen nicht nutzbar sind, weil Brücken unbefahrbar und die Schlaglöcher immer größer werden“, mahnen die beiden Öko-Politiker in einer Pressemitteilung.
„Sinkende Verkehrsinfrastrukturinvestitionen vertragen sich nicht mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie“, sagt dagegen Zeinert, der hauptberuflich Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer
Lüneburg Wolfsburg (IHK) ist.
„Eine fertig ausgebaute A 21 und ein Lückenschluss der A 39 würden Stau vermeiden und sinnvolle Alternativrouten sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr rund um Hamburg ermöglichen“, sagt Zeinert: Damit seien die A 21 und die A 39 Zukunftsinvestitionen, die den Unternehmen in der Region in der Zeit nach der Pandemie bessere Rahmenbedingungen bieten würden.
Und zu den jüngst gemeldeten Kostensteigerungen sagt Zeinert: „Mich überrascht nicht, dass die Kosten der A 39 steigen, so lange, wie wir als Region schon auf das Projekt warten.“ Aus diesem Grund setze sich der
Nordland-Autobahnverein auch für eine Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung ein.
„Schlankere und kürzere Verfahrenreduzieren die Kosten von Infrastrukturprojekten“, glaubt Michael Zeinert.
Doch auch, wenn die Baukosten für die A 39 steigen – „auf der anderen Seite steigt auch das Kosten-Nutzenverhältnis der A 39, ist der IHK-Hauptgeschäftsführer überzeugt. „Die Autobahn wird kommen!“
Das sieht Eckehard Niemann vom Dachverband „Keine A 39“ komplett anders: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der A 39 werde aufgrund der steigenden Baukosten immer schlechter. Er fordert, die Planungen zu stoppen
und freiwerdende Mittel dort einzusetzen, wo sie jetzt dringend gebraucht werden: „in den Schulen, in der Pflege und zur Rettung von Kunst und Kultur.“
}}
=== 24. November 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Verhalten des Lüneburger Verkehrsdezernenten
|Headline=Rätselraten beim Tunnel
|Untertitel= Anwohner und einige Politiker reagieren mit Unverständnis auf das Agieren des
Verkehrsdezernenten beim A 39-Tunnel
|Autor=Ulf Stüwe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-11-24.jpg|thumb|705px|center|'''Die Ostumgehung im Bereich Lüne-Moorfeld: Wie lang wird der Tunnel, wenn sie zur A39 wird?''' Foto: A/t&w]]
Eigentlich scheint die Sache klar: Sollte die Verlängerung der A 39 kommen, fordert die Stadt aus Lärmschutzgründen einen Deckel über dem Abschnitt im Bereich Lüne-Moorfeld – und zwar länger als bislang
seitens der Straßenbaubehörde geplant. Bei den Anwohnern aber wachsen die Zweifel an dem erklärten Willen der Stadt. Auch ein Ratsmitglied zeigt sich irritiert über das Agieren im Rathaus. Es sind vor allem Ungereimtheiten in den Bekundungen der Stadt, die Anwohner Borwin Pahl aufstoßen. Knackpunkt ist dabei
die Frage, ob die Stadt weiter an ihrer Forderung nach einer Verlängerung des Tunnels nach Norden und nach Süden festhält.
Zwar hatte Verkehrsdezernent Markus Moßmann dies im Oktober in einem Schreiben an die Anwohner bekräftigt. In der Stellungnahme der Stadt bei der Online-Konsultation zum A39-Planfeststellungsverfahren
aber ist nur noch von einer Verlängerung nach Norden die Rede.
Bemerkenswert auch: Die Stellungnahme wurde bereits am 7. September abgegeben, also sechs Wochen vor dem Schreiben des Verkehrsdezernenten an die Anwohner. Verfasser: Markus Moßmann.
'''Verdacht: Wird etwa nicht mit offenen Karten gespielt?'''
Für weitere Irritation sorgte, dass sowohl die Stellungnahme der Stadt als auch das Protokoll zur jüngsten Sitzung des Begleitausschusses Ende August über Wochen hinweg nicht wie sonst üblich zeitnah online gestellt
wurden. Dies nährte bei Anwohnern den Verdacht, die Stadt spiele „nicht mit offenen Karten“, wie Borwin Pahl äußerte.
Aber auch bei Grünen-Ratsmitglied Wolf von Nordheim sorgt das Verhalten des Verkehrsdezernenten für Verstimmung. Denn Moßmann hatte sich in der jüngsten Sitzung des Stadtrates im Oktober nicht zu dem Thema geäußert, obwohl er dies gegenüber von Nordheim angekündigt hatte. Weil der Grünen-Politiker sich darauf aber
verlassen hatte, hielt nicht nur er selbst sich mit einer Anfrage in der Ratssitzung zurück, auch die Anwohner, denen er dies empfohlen hatte. Am Ende gingen alle leer aus.
„Ihre Vorgehensweise ist nicht akzeptabel“, ließ von Nordheim Moßmann wissen und bat um Mitteilung, wann er mit einer Veröffentlichung der Dokumente rechnen könne, ebenso, was die Verwaltung „im Kern“ zur Umsetzung der Verlängerungs-Forderungen der Stadt bislang unternommen habe. Eine Antwort stehe bis heute aus.
Die LZ hakte selbst bei der Stadt nach und bekam nach Tagen Antwort. Auf die Widersprüche in den Formulierungen Moßmanns angesprochen ging das Rathaus aber ebenso wenig ein wie auf die Vorhaltungen von Nordheims. Pressesprecherin Suzanne Moenck erklärte lediglich: „Wir haben am 21. Oktober in einer
Pressemitteilung die städtische Position zur Umsetzung der A39 deutlich gemacht, und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass sich an dieser Position etwas geändert hat oder dass wir dieses nicht mehr verfolgen.“
Inzwischen sind auch die Dokumente von der Stadt online gestellt worden. Dass es auch dazu keinen Hinweis seitens der Stadt gab, sorgt erneut für Rätselraten. Nicht nur in Lüne-Moorfeld.
}}
{{Pressefuss|Oktober 2020|Dezember 2020}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
d49225eb6256e5f8493e9f4320a5896141716097
Presseberichte Dezember 2020
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2021-06-14T10:58:20Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 8. Dezember 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=ZDF
|Thema=zur [[Autobahn GmbH]]
|Headline=Frontal 21: Das Debakel um die Autobahn GmbH
|Untertitel=Wie Scheuer scheitert
|Autor=
|Ort=
|Link=
|Text=Die Jahresmiete in der Hauptstelle in der Berliner Friedrichstraße beträgt 2,3 Mio €, nach dem Umzug in die Europa-City werden es 6,4 Mio € Jahresmiete, ca. 900 € monatlich pro Mitarbeiter/in. Honorar-Beratungen mit bisherigen Kosten von 130 Mio € (Landeszeitung: 38 Mio €) waren wenig effektiv. Das technische Chaos beim Zusammenführen der unterschiedlichen Softwaresysteme bleibt, erst für Ende 2023 ist ein einheitliches IT-System geplant. Die jährlichen Verwaltungskosten der Autobahn GmbH sind mit 1,4 Mrd. € veranschlagt. Hinzu kommt ein verfassungsrechliches Problem: Straßenbau ist Ländersache, unzulässige Mischverwaltung, bereits an die DEGES vergebene Aufträge müssten neu ausgeschrieben werden.
'''[https://www.youtube.com/watch?v=34mNymP6Aq0 Video bei youtube]'''
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
<br>
=== 11. Dezember 2020 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} ====
„Ratselraten beim Tunnel“, LZ vom 24. November
{{LB|Hans-H. Rausch, Scharnebeck}}
{{Kasten|1=
'''Wer, wann, was, wem gesagt hat'''
Seit Jahren erfahren wir regelmäßig aus der LZ den aktuellen Stand der Dinge über den versprochenen und geplanten
Lärmschutz an der A39 im Abschnitt Lüneburg-Moorfeld, sind aber im Moment einer einvernehmlichen Lösung des Problems, vor allem für die Leidtragenden, offensichtlich noch weit entfernt. Für die Anwohner ist hierbei eine positive Lösung dringend geboten; sie erleiden den Lärm hautnah Tag für Tag. Vor Jahren ging es noch um die Reduzierung der Geschwindigkeit, später um die Überdachung der Fahrbahn, momentan um die Länge des Deckels und die Frage, wer, wann, was, wem gesagt und versprochen hat und was darüber wo veröffentlicht oder vor wem zurückgehalten wurde.
Ein interessierter Unbeteiligter, der all dies nur aus der Zeitung erfährt, muss das für ein absurdes Theater halten; andere
und direkt Beteiligte wie die Familien Pahl und Glombig werden sich in ihren Anliegen nicht ernst genommen, sogar getäuscht fühlen. Aber selbst ein relativ Unbeteiligter fragt sich, warum eine solch dringliche Angelegenheit nicht für alle durchsichtig, sachlich befriedigend, kompetent und zeitnah gelöst werden kann.
Wenn ich ein paar Jahre zurückschaue, so führten einige Straßensperrungen in Lüneburg wegen sicher notwendiger Reparaturen stets zu einem totalen Verkehrschaos in der Innenstadt, von dem monatelangen Gezerre um den Flugplatz einmal ganz abgesehen. Sind die Verantwortlichen im Verkehrsdezernat – und darüber hinaus – in der Bearbeitung und
Lösung solcher Angelegenheiten etwa überfordert oder zeigen sie einfach nur mangelndes Interesse an den Anliegen einer kleinen Wählergruppe?
Einem alten Brauch zufolge wurden im „alten Heer“ die fähigsten und innovativsten Offiziere in die Eisenbahnabteilung
des Generalstabs versetzt, als verlässliche Garanten für reibungslose Transporte und eine zuverlässig funktionierende Versorgung. Gottlob ist dieser anachronistisch militaristische Brauch bei Lüneburgs Zivilverwaltung heute offensichtlich in Vergessenheit geraten.
}}
=== 12. Dezember 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrrad-Demo auf der Ostumgehung
|Headline=Ostumgehung wird heute in Richtung Süden gesperrt
|Untertitel=Klimakollektiv meldet Fahrrad-Demo auf der Hauptverkehrsader an – Gericht bestätigt Route – Lüneburgs Verwaltung befürchtet massive Staus im gesamten Stadtgebiet
|Autor=Alexander Hempelmann
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Das dürfte ein Verkehrschaos geben: Das Klimakollektiv Lüneburg hat für heute, Sonnabend, eine Fahrrad-Demonstration angekündigt, die auch über die Ostumgehung führen wird. Die Hauptverkehrsader wird dafür in der Zeit von 11.30 bis etwa 15 Uhr zwischen der Bockelmannstraße und der Dahlenburger Landstraße in Fahrtrichtung Süden gesperrt. Die erfahrungsgemäß an Adventssonnabenden eh volle Stadt dürfte dann schnell verstopfen. Im Rathaus gehen die Verantwortlichen davon aus, dass es zu massiven Staubildungen im gesamten Stadtgebiet kommen wird.
Das Ordnungsamt hatte die geplante Route nach Rücksprache mit der Polizei zunächst abgelehnt – viel zu gefährlich. Doch die Organisatoren beharrten darauf, auf der Umgehungsstraße zu radeln – als Protest gegen den geplanten A39-Ausbau – und klagten gegen die Ablehnung vor dem Verwaltungsgericht, das ihnen im Eilverfahren gestern Recht gab: Die Fahrradfahrer dürfen auf die Ostumgehung. Sie wollen damit ein Zeichen setzen für mehr Klimaschutz und eine sofortige Verkehrswende, heißt es. Ihr Motto: „Fahrrad fahr’n statt Autobahn – 5 Jahre Pariser Abkommen“.
Die Stadt Lüneburg hat dagegen nun ihrerseits Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingelegt. Das dürfte
aber kaum noch vor dem Termin entscheiden.
Starten soll die Demo mit bis zu 100 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern um 12 Uhr am Bahnhof. Von dort werden die
Teilnehmer über die Lünertorstraße, Am Schifferwall und Bockelmannstraße auf die Ostumgehung fahren. Die ist in Richtung Süden dann den Radfahrern vorbehalten, in Richtung Norden wird das Tempo auf 50 km/h begrenzt. An der Dahlenburger Landstraße geht es wieder runter, die Strecke führt über Schießgrabenstraße, Reichenbachstraße und Bardowicker Straße bis zum Markt.
Auch bei der Polizei hält sich die Begeisterung in Grenzen. Als hätten die Ordnungshüter aktuell nicht schon genug zu tun, um
zum Beispiel neben dem normalen Alltagsgeschäft die Einhaltung von Corona-Auflagen zu überwachen, müssen nun auch etwa ein Dutzend Beamte am Sonnabend zusätzlich dafür abgestellt werden, Straßen zu sperren und den Verkehr zu regeln.
Auch morgen gibt es eine Straßensperrung für einen Protest von Radfahrern: Das Bündnis Radentscheid Lüneburg hat eine Aktion in der Bockelmannstraße angemeldet. Die Straße wird in Höhe der Kreuzung Reichenbachstraße/ Schifferwall ab
10 Uhr dafür kurz gesperrt.
}}
=== 14. Dezember 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=auf der Titelseite ganz oben: Radfahren statt Autobahn
|Headline=Radfahren statt Autobahn
|Untertitel=Mehr als 280 Radler folgten am Sonnabend dem Aufruf des Klimakollektivs Lüneburg und nahmen an einer besonderen Demo teil: Dafür wurde die Lüneburger Ostumgehung über Stunden für den Autoverkehr gesperrt.
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2020-12-14_1.jpg|thumb|800px|center|]]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrraddemo am 12. Dezember
|Headline=Radfahrer erobern Ostumgehung
|Untertitel=Schnellstraße wurde für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die Radler freuten sich riesig,
manch Autofahrer verlor die Nerven
|Autor=Dennis Thomas
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2020-12-14_3a.jpg|thumb|709px|right|'''Auch die Initiative „Radentscheid Lüneburg“ demonstrierte am
Wochenende.'''Foto: t&w]]
[[Bild:LZ_2020-12-14_3a.jpg|thumb|346px|right|'''Auch die Initiative „Radentscheid Lüneburg“ demonstrierte am
Wochenende.'''Foto: t&w]]
Mehr als 280 Fahrradfahrer folgten am Sonnabend dem Aufruf des Lüneburger Klimakollektivs und verdrängten
mit ihrer Fahrrad-Demo zeitweise den Autoverkehr auf der Lüneburger Ostumgehung in Fahrtrichtung Süden. Der Autoverkehr von der A 39 kommend wurde zur Mittagszeit bei Lüneburg-Nord abgeleitet. Dadurch kam es über Stunden zu
Staubildung in Richtung Innenstadt, das führte bei Autofahrern zu wütenden Reaktionen. Auch online regte sich Unmut. Die
Radfahrer hatten indes die Schnellstraße zwischen Adendorf und Bilmer Berg für sich, um gegen den Klimawandel und für
eine schnellere Verkehrswende zu demonstrieren. Am Sonntag folgte die nächste Aktion auf der Bockelmannstraße, diesmal initiiert von der Gruppe „Radentscheid Lüneburg.“
'''Initiative plant ein Bürgerbegehren'''
Die verschiedenen Fahrrad-Demos waren nicht miteinander koordiniert. Am Sonntag trafen sich noch einmal mehr als 35 Radfahrer der Initiative Radentscheid Lüneburg für eine Fotoaktion an der Bockelmannstraße. „Es geht darum, der Öffentlichkeit klarzumachen, wie viel mehr Platz Autos brauchen im Vergleich zu Fahrrädern“, sagte Sprecher Markus Zender auf LZNachfrage. Die Initiative plant im Frühjahr 2021 ein Bürgerbegehren, um der Stadt Lüneburg mehr Raum für den Radverkehr abzuringen. Die Foto-Aktion wirkte nach den Ereignissen des Vortags fast überflüssig: Denn die Rad-Demo des Klimakollektivs´hatte den unterschiedlichen Flächenbedarf der Verkehrsmittel viel eindrücklicher gezeigt, als unter Polizei-Eskorte mehr als 280 Radfahrer vom Bahnhof zur Schnellstraßen-Auffahrt Adendorf rollten, um danach über die
Ostumgehung zu fahren.
Zender hatte an der Rad-Demo ebenfalls als Gast teilgenommen. Er sagt: „Die Aktion des Klimakollektivs hatte ihre Berechtigung.“ Allerdings verfolge die Initiative Radentscheid eine etwas andere Philosophie. Zender: „Wir wollen nicht die Konfrontation mit den Autofahrern suchen, sondern fordern die Gleichberechtigung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer.“
'''Bunt gemischtes Teilnehmerfeld'''
Das Teilnehmerfeld am Sonnabend war von Familien mit Kindern über Studenten bis Senioren bunt gemischt. Startpunkt war am Lüneburger Bahnhof. Ursprünglich hatte Versammlungsleiterin Merle Hagemeier die Demo für 100 Teilnehmer angemeldet. Es wurden deutlich mehr, aber die Polizei ließ die Radler, die sich zumeist an die Mundschutzpflicht hielten, gewähren. Offiziell schätzte die Polizei anfangs die Teilnehmerzahl auf 200. Allerdings schlossen sich unterwegs immer mehr Menschen an. Beispielsweise Sebastian Dietz aus Adendorf, der mit anderen an der Kreuzung zur Erbstorfer Landstraße auf die herannahende Radler-Traube wartete. Auch er wollte ein Zeichen für die dringende Verkehrswende setzen. Schließlich radelten mehr als 280 Teilnehmer über die Schnellstraße.
'''Jubel auf der einen Seite, Wut auf der anderen'''
Laut Studentin Hanne Hold vom Klimakollektiv sollte die Demo an den fünften Jahrestag des Pariser Klimaschutzabkommens
erinnern. Ihre Mitstreiterin Maike Bischof machte deutlich, dass auch vor Ort mehr getan werden müsse für die Förderung des Radverkehrs. Zudem sprachen sich die Aktivisten energisch gegen den Weiterbau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg aus.
Mit lautem Jubel und Geklingel fuhren die Radfahrer schließlich auf die Schnellstraße, vorbei an wartenden Autofahrern. Auf
der Ostumgehung herrschte unter den Radlern eine fröhliche Stimmung, von Anhängern schallte Musik über die Fahrbahn.
Auf der von Autos befahrenen Gegenseite der Ostumgehung hupten einige den Radlern wie zum Gruß zu. Andere zeigten
sich gereizt: In der Stadt wieder angekommen bepöbelte an der Dahlenburger Landstraße ein wütender Autofahrer die
Radlermenge: „Geht doch nach Hause, Ihr ...!“ Die Wut schlug sich auch in den rund 700 Kommentaren zum Thema auf der
LZ-Facebook-Seite nieder. Schließlich sei ausgerechnet am verkaufsstarken Sonnabend der Verkehrsinfarkt provoziert worden. Und ein Nutzer schrieb beispielsweise: „Wer sowas genehmigt, muss früher Balljunge beim Squash gewesen sein.“
Die Stadt hatte die Genehmigung für die Demo ursprünglich verwehrt. Jedoch erhielten die Veranstalter nach einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg am Freitagnachmittag grünes Licht für ihre Demo-Fahrt auf der Ostumgehung.
}}
=== 31. Dezember 2020 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} ====
Radfahrer erobern Ostumgehung, LZ vom 14. Dezember
{{LB|Thilo Clavin / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''Fatales Signal'''
Der Shitstorm gegen die Radler-Demo mit über 700 – oftmals nur beleidigenden – Kommentaren wurde noch angefeuert von Bemerkungen des Lüneburger CDU-MdB Eckhard Pols („...und am Montag fahren einige von ihnen mit dem Auto auf dieser A39 zur Arbeit nach Hamburg.“) und von Rainer Mencke, CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt („Sicherheitshalber sperre ich meinen Kommentar selbst!“).
Einzeln für sich genommen sind solche Bemerkungen keiner großen Aufregung wert. Das Problem ergibt sich daraus, dass
nicht irgendjemand, sondern zwei in der Region bekannte Politiker (...) inmitten eines wahren Shitstorms solche Plattheiten
zum Besten geben und die hetzende Meute damit noch anfeuern. Natürlich darf man eine solche Demo kritisieren, aber wie
wäre es mal mit Argumenten oder mit einem Aufruf an die Hetzer zum Maßhalten? Nichts dergleichen geschah! (...)
Herr Mencke ist übrigens auch Mitglied im Umweltausschuss und im Begleitausschuss „Zukunftsstadt“. Mit einer solchen Einstellung gegenüber einer ordnungsgemäß angemeldeten und auch so durchgeführten Demonstration für mehr Umwelt- und Klimaschutz kann man den genannten Ausschüssen zu solchen Mitgliedern nur „gratulieren“!
Man sollte voraussetzen, dass zumindest die Vertreter in solchen Gremien Verständnis für Menschen haben, die sich friedlich für Umweltbelange und eine lebenswerte Zukunft einsetzen.
}}
{{Pressefuss|November 2020|Januar 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
1db1f74cad2f0eba4a33e2061f0719c7c421c281
Presseberichte Juni 2021
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2021-07-01T06:23:58Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 05. Juni 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur geplanten Fahrrad-Demo auf der A39
|Headline=Fahrrad-Demo auf der Ostumgehung
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-05-05.jpg|thumb|363px|center|'''Geschichte wiederholt sich: Zuletzt gab es im Dezember eine Fahrrad-Demo auf der Ostumgehung.''' Foto: t&w <br>
'''Anmerkung: Die Demo im April wurde hier vergessen.'''
]]
Die Stadt Lüneburg hat ihr Veto gegen die Route der geplanten Fahrrad-Demo an diesem Sonntag eingelegt – und vor
dem Verwaltungsgericht Lüneburg Recht bekommen. Statt wie geplant über die A39 von Lüneburg nach Winsen soll es nun alternativ über die Ostumgehung gehen – von der Anschlussstelle Kaltenmoor bis Lüneburg-Nord.
Start ist um 12 Uhr an den Sülzwiesen. Nach einer Auftaktkundgebung geht es dann gemeinsam auf die Protest-Tour. Dafür wird
die Ostumgehung zeitweise gesperrt. Das Motto der vom Klimakollektiv Lüneburg und weiteren Initiativen angemeldeten Demo lautet „Soziale und klimagerechte Mobilitätswende jetzt – Autobahnbau stoppen! Keine A39!“, sie ist Teil eines bundesweiten Protests.
}}
==== Tagesschau zur bundesweiten Aktion ====
<b> [https://mega.nz/file/wLZ2xDoY#LF4D1e_E218RaCtemu5hDmnE-nRBIsDZbDEI4aQI7O8 Tagesschau am 5. Juni 2021 um 20 Uhr] </b>
=== 07. Juni 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=auf Seite 1 zur Fahrrad-Demo vom 6. Juni
|Headline=Sportlicher Protest
|Untertitel=Etwa 500 Menschen nahmen am Sonntag an einer Protestaktion gegen den geplanten Bau der A 39
teil. Mit Fahrrädern fuhren sie über die Lüneburger Ostumgehung, um im Rahmen des bundesweiten
Aktionswochenendes für die Mobilitätswende ihrem Unmut Luft zu machen. » Seiten 3 & 13
|Autor=
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-06-07-1.jpg|thumb|914px|center|]]
}}
=== 07. Juni 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=auf Seite 3 zur Fahrrad-Demo vom 6. Juni
|Headline=Mit dem Fahrrad gegen die A 39
|Untertitel=Etwa 500 Menschen nahmen an einer sportlichen Protestaktion
auf der Ostumgehung teil
|Autor=Anna Petersen
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=„Hopp, hopp, hopp – Autos, stopp!“, schallt es am gestrigen Mittag über die Lüneburger Sülzwiesen. Kollektives Klingeln und Hupen, ein brüllendes Echo aus maskierten Mündern. Etwa 500 Menschen nahmen am Sonntag an einer sportlichen Protestaktion gegen den geplanten Bau der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg teil, zu der das Klimakollektiv Lüneburg zusammen mit anderen Organisationen aufgerufen hatte. Ihr Motto: „Soziale und klimagerechte Mobilitätswende jetzt – Autobahnbau stoppen! Keine A 39!“ Mit Fahrrädern fuhren sie am frühen Nachmittag über die Lüneburger Ostumgehung, um im Rahmen des bundesweiten Aktionswochenendes für die Mobilitätswende auch in Lüneburg ihrem Unmut Luft zu machen.
„Wir erwarten, dass der Bundesverkehrswegeplan gekippt wird“, erklärt Theresa Berghof, Sprecherin vom Klimakollektiv. Zwei Monate lang hatte sie in einem Netzwerk lokaler Gruppen, unter anderem bestehend aus Fridays For Future, dem Klimabündnis,
Fossil Free und der BI Lüne-Moorfeld, an einem Plan für den Fahrradprotest gefeilt. Dieser sah zunächst eine 18 Kilometer lange Route über die A 39 vor, doch die Stadt Lüneburg hatte ihr Veto eingelegt – und vor dem Verwaltungsgericht Recht bekommen. Stattdessen rollte der Fahrradkonvoi nun also über die Ostumgehung.
[[Bild:LZ_2021-06-07-2.jpg|thumb|363px|center|'''Unter dem Motto „Soziale und klimagerechte Mobilitätswende jetzt – Autobahnbau stoppen! Keine A39!“ fuhren am frühen Sonntagnachmittag rund 500 Menschen mit dem Fahrrad über die Lüneburger Ostumgehung.''' Foto: t&w]]
Eine große Enttäuschung für die Organisatoren. Jedoch, Theresa Berghof kann sich kurz vor Abfahrt zumindest eine positive Bemerkung zu der Entscheidung abringen: „Die Polizei versicherte uns, dass der letzte Kilometer vor der Ausfahrt schon A 39 sei“, sagt sie. „Der Rest kommt dann hoffentlich das nächste Mal.“ Unterdessen finden sich immer mehr Radfahrer mit Protestschildern und bedruckten TShirts auf der Wiese ein. Lauschen Vogelkundler Jörg Grützmann, der vor den Folgen der A 39-Pläne für den seltenen Ortolan warnt. Seit 2002 meldet er das Vorkommen der Vögel „als Instrument gegen die A 39“ den zuständigen Behörden. „Etwa 150 Brutpaare werden da gestört und vertrieben“, erklärt er gegenüber der LZ, und zwar auf einem Abschnitt von rund 20 Kilometern. 20 Kilometer zu viel, wie er findet. Auch Annette Niemann vom Dachverband der A 39-Gegner nimmt die Demonstration zum Anlass, ihre Argumente vorzubringen. Die Chance, dass das Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen werde, sei aktuell größer denn je, erklärt sie mit Verweis auf die Fridaysfor- Future-Bewegung und die anstehenden Wahlen. „Es findet ein Umdenken statt.“
[[Bild:LZ_2021-06-07-3.jpg|thumb|361px|center|'''Haben gemeinsam an einem Plan für die Aktion gefeilt: Theresa Berghof und Moritz Meister.''' Foto: t&w]]
'''Landesweite Proteste'''<br>
„Autobahnen bauen ist nicht sozial gerecht, denn nur wer Geld hat, kann sich überhaupt ein Auto leisten“, sagt der Student der Umweltwissenschaften. Aus seiner Sicht sollte das Geld besser in den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel investiert werden. „Wir fordern eine soziale und klimagerechte Mobilitätswende.“ Dafür tritt er am Sonntag in die Pedale. So auch Maike Kühn und ihr neunjähriger Sohn Simon. Sie leben in Groß Hesebeck im Landkreis Uelzen. „Dort soll eine Brücke gebaut werden – 500 Meter von uns entfernt, 900 Meter hoch“, klagt sie. „Wenn die A 39 da ist, sind wir Erwachsenen alt und können den Lärm nicht mehr hören, aber unsere Kinder – die wird es belasten.“ Die 47-Jährige zog es darum schon zum Protest auf die Straße, als ihr Sohn Simon noch im Bauch war. „Er hat quasi mit der Muttermilch aufgenommen, für das einzustehen, was uns wichtig ist.“ Simon nickt achdenklich. „Die Autobahn ist schlecht“, sagt er. Warum? „Ich mag den Lärm nicht.“
Einen Tag zuvor waren nach Schätzungen aus dem Initiatorenkreis der Bürgerinitiative (BI) Baumschutz Braunschweig bereits 500 Menschen auf den Nebenstrecken der A 39 zwischen Braunschweig und Wolfsburg mit dem Rad unterwegs. Nach 70 Kilometern am Vortag scheut BIMitglied Edmund Schultz auch eine „Ehrenrunde“ über die Lüneburger Ostumgehung nicht. Er radle „gegen die Zerstörung unseres Planeten“ an, erklärt er. Diese Motivation teilt er mit Moritz Meister vom „Klimaentscheid Lüneburg“. Dessen Unterstützer hätten sich dem Protestbündnis angeschlossen, „weil wir sehen, dass wir in die gleiche Stoßrichtung gehen“, sagt er. Und diese lautet, kurz gesagt: weniger CO₂-Ausstoß. Dieses Anliegen wurde am Sonntag auf die Straße getragen. Wie die Polizei im Anschluss an die Aktion mitteilte, kam es dabei zu keinen Störungen. „Es ist alles ganz friedlich abgelaufen“, heißt es aus der Polizeiinspektion Lüneburg.
» Seite 13
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=auf Seite 13 zu Protesten gegen die A20
|Headline=Protest gegen neue Autobahn
|Untertitel=Zahlreiche Radfahrer demonstrieren mit einer Sternfahrt gegen den Weiterbau der Küstenautobahn nach Niedersachsen
|Autor=Lennart Stock
|Ort=Rastede/Bremen
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-06-07-4.jpg|thumb|705px|center|'''Schriftzug im Wald bei Rastede: So viel Platz würde die Autobahn verbrauchen, wenn sie hier weitergebaut würde.''' Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa]]
Für eine Verkehrswende und gegen den Bau von neuen Autobahnen haben Demonstranten und Demonstrantinnen an mehreren Orten in Niedersachsen und Bremen mit Fahrradkorsos protestiert. Die Proteste waren Teil eines bundesweiten Aktionstages.
Trotz regnerischen Wetters machten sich im Ammerland nach Polizeiangaben rund 500 Radfahrer und Radfahrerinnen zu einer Sternfahrt gegen die Verlängerung der geplanten Küstenautobahn 20 nach Rastede auf – dort soll irgendwann einmal ein Kreuz von A 20 und A 29 entstehen. Die Organisatoren und Organisatorinnen sprachen von rund 1000 Teilnehmenden.
Auch in anderen Städten in Niedersachsen gab es Proteste. In Braunschweig und Wolfsburg nahmen nach Angaben der Polizei
zeitweise rund 600 Demonstranten an einem Fahrradkorso teil. In Bremen waren Demonstranten vom Hauptbahnhof aus per Fahrrad unterwegs und radelten quer durch die Stadt.
Die Polizei begleitete die Fahrradkolonnen. Nach Angaben eines Sprechers verlief der Protest gegen die A 20 absolut friedlich, es gab auch keine größeren Verkehrsbehinderungen.
[[Bild:LZ_2021-06-07-5.jpg|thumb|173px|center|'''Das Wetter schreckte nur wenige ab: Trotz Regens kamen 500 bis 1000 Demonstranten und Demonstrantinnen. ''' Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa]]
Der Zustrom aus so vielen Orten habe gezeigt, dass der Protest gegen die A 20 die ganze Region bewege, sagte Mischa Lauterbach
von der Initiative Moor bleibt Moor. Die Autobahngegner und -gegnerinnen argumentieren, die geplante teure Autobahn werde nicht ausgelastet sein, zerstöre aber wertvolle Wälder, Moore und Marschlandschaften.
Die A 20, die sogenannte Küstenautobahn, führt derzeit von Mecklenburg-Vorpommern nach Schleswig-Holstein, mittelfristig soll sie einmal bis nach Niedersachsen gebaut werden. Ob und wann dies geschieht, darüber wird seit Jahrzehnten gerungen. Derzeit endet die Autobahn kurz vor Bad Segeberg.
Von acht Bauabschnitten in Niedersachsen gibt es bisher für die ersten 13 Kilometer bei Westerstede eine Baugenehmigung. Allerdings klagen die Umweltorganisation BUND und einige betroffene Landbesitzer dagegen. Im November könnte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber verhandeln.
Die Initiative Campact breitete am Samstag auf einer Wiese bei Rastede ein 4500 Quadratmeter großes Banner aus. Es sollte symbolisieren, welche Fläche die geplante vierspurige Autobahn an Natur und Moorflächen zerstören würde. „Jeder neue Kilometer Autobahn, der inmitten der Klimakrise noch gebaut wird, überrollt das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts“, sagte Campact-Vorstand Christoph Bautz. Statt Milliardenbeträge in neue Straßen zu investieren, brauche es Alternativen zum Auto – etwa durch
Bahn- und Busverbindungen.
Mehrere Industrie- und Handelskammern hatten zuletzt hingegen die Bedeutung des Projekts betont. Die künftige A 20 binde die Häfen der Region an das Netz europäischer Fernverkehrswege an und liefere dem Nordseetourismus wichtige Impulse. Weil sie die Verkehrsträger besser vernetze, mache sie auch Transporte auf dem Wasser und der Schiene attraktiver. Dies helfe dem Klima.
}}
{{Pressefuss|Mai 2021|Juli 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
14dc0ff85fb7e44fc4d0a093b1785f0634323846
Email 2021-09-15
0
1003
1020
2021-09-16T14:13:37Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
=== Email vom 15. September 2021 ===
=== an den Verteiler der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ===
Liebe Lüne-Moorfelder,
folgende (ältere und neuere) Neuigkeiten zu dem sehr alten Thema „A39“:
Fahrrad-Demo am 10. Oktober, wie beim letzten Mal im Rahmen bundesweiter Aktionstage für eine sozial- und Klimagerchte Mobilitätswende. Ist auf unserer Termine-Seite angekündigt (http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Aktuelles_%26_Termine), dort gibt es weitere Links.
Bitte machen Sie den Termin in Ihrem Umfeld bekannt, wir wollen diesmal auf Plakate verzichten.
Der „Ideen-Countdown“ für den „Gestaltungsdialog Lüneburger Deckel“ läuft noch bis zum 30. September. Bis dahin gibt es eine gute Möglichkeit, den Planenden recht freundlich unsere Meinung zum Autobahn-Neubau auch im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe mitzuteilen.
Bitte machen auch Sie mit: https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen
Bei der Veranstaltung am 9. Oktober (siehe Link) kann man dann hoffentlich erfahren, ob unsere Ideen auch angekommen sind.
Angekündigt war die Veranstaltung schon in der Landeszeitung vom 24. Juli: http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Presseberichte_Juli_2021#24._Juli_2021
Im Planfeststellungsverfahren für den Lüneburger Abschnitt 1 der geplanten A39 war ja vor einem Jahr wegen Corona der Erörterungstermin ausgefallen und durch eine „Online-Konsultation“ ersetzt. Leider kann dies nicht wirklich eine Erörterung ersetzen kann, weil bei einmaliger schriftlicher Stellungnahme keine Diskussion aufkommen kann.
Im August 2021 kam nun die Erwiderung der Planungsbehörde zusammen mit der Stellungnahme der Planfeststellungsbehörde. Es werden mehrere neue Planungsunterlagen angekündigt, zu denen eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist. Auch die Richtlinien für Lärmschutz von 2019, die vor einem halben Jahr die Richtlinien für Lärmschutz von 1990 abgelöst haben, werden eingearbeitet.
Unklar ist, ob es aufgrund der anstehenden Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans überhaupt noch zu einer weiteren Auslegung der neuen Planungsunterlagen kommen wird, oder ob die Planungen für die A39 schon vorher beendet werden. Denn die A39 ist eine der unwirtschaftlichsten Autobahn-Neubauplanungen und die Unterlassung ihres Baus und die damit erreichbare Ersparnis an Flächenversiegelung ist aus Klimaschutzgründen vorzuziehen.
Nicht nur BI Lüne-Moorfeld, aber ganz wichtig: Globaler Klimastreik am 24. September, 11 Uhr, Marktplatz. Bitte seien auch Sie dabei: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/
Viele Grüße
Volker Constien
BÜRGERINITIATIVE LÜNE-MOORFELD
Infos & Kontakt
Doris Paland, Tel. 54322
Jens-Peter Fiedler, Tel. 59620
Dr. Frank Kracht, Tel. 935580
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Internet: www.bi-luene-moorfeld.de
Hier finden Sie ausführliche Hintergrundinformationen, aktuelle Presseberichte, Fotos von unseren Aktionen, Kartenmaterial etc.
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Spendenkonto 398 249 672 bei der Sparkasse Lüneburg, BLZ 240 501 10.
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Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39
www.bi-luene-moorfeld.de
[[Kategorie:Aktionen]]
80a82ac59f32da20f79c33d3e099f9a8c203a562
Presseberichte Juli 2021
0
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2021-09-21T13:33:47Z
Volker
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wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 01. Juli 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplanten Lärmschutz-Deckel in Moorfeld
|Headline=Auf die Tunnellänge kommt es an
|Untertitel=Planer der A39 kündigen neue Informationen an, die noch vor den Ferien bekannt gemacht werden
|Autor=Stefan Bohlmann
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-07-01.jpg|thumb|552px|center|'''Ein Tunnel soll die Anwohner im Bereich Lüne-Moorfeld an der künftigen A 39 später vor Lärm schützen. Strittig ist die Länge des Bauwerks, das im Verlauf der heutigen Ostumgehung geplant ist''' Foto: be]]
Neue technische Details über den geplanten Autobahntunnel im Bereich Lüne-Moorfeld gibt es noch vor den Sommerferien. Das wurde jetzt bei der Sitzung des A 39-Begleitausschusses der Stadt bekannt. Die Autobahnplaner wollen einen Deckel als Lärmschutz für die Anwohner bauen. Umstritten ist allerdings die Tunnellänge, an ihr scheiden sich die Geister zwischen
Planern und Anliegern, denen das Bauwerk zu kurz ist – genauso wie der Stadt.
Dirk Meyer von der Außenstelle Lüneburg der Autobahn GmbH, die inzwischen für die Planung der A 39 im Bereich der Stadt zuständig ist, kündigte das Ergebnis neuer Untersuchungen an. Bislang favorisieren die Ingenieure einen rund 400 Meter langen
Lärmschutzdeckel im Bereich des Stadtteils Lüne-Moorfeld.
Die Leiterin der Außenstelle, Gesa Schütte, sagt auf LZ-Anfrage, dass die neuen Erkenntnisse über den Tunnel ein Ergebnis der
Online-Konsultation zum ersten Bauabschnitt im vergangenen August seien. „Es wurden besonders Fragen zum Lärmschutz
und zum Deckel gestellt, die nun beantwortet sind“, berichtet sie.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover ist die Planfeststellungsbehörde und sie hält die Hand über dem Verfahren.Sie werde daher auch die Öffentlichkeit über die neuen Informationen unterrichten, sagt Schütte. Bis dahin heißt es warten.
Stadtrat Markus Moßmann erklärte während der Begleitausschusssitzung, die Hansestadt sei brennend an dem Ergebnis interessiert. Nicht nur die Stadt, auch die Anwohner. Vielleicht gibt es für Borwin Pahl, der sich als Anlieger der Ostumgehung seit Jahren für einen gebührenden Lärmschutz an der künftigen Autobahntrasse im Bereich Moorfeld einsetzt, Antworten, die ihn zufrieden stellen. Denn diese habe es bislang nicht gegeben, wie er während der Sitzung betonte.
„Wir möchten, dass untersucht wird, wie lang der Deckel sein muss, damit die bisherigen 2,50 Meter hohen Lärmschutzwände ausreichend sind“, sagt er im Gespräch mit der LZ. Es müsse doch möglich sein, die Verlängerung der Tunneldecke und die damit verbundenen Kosten zu ermitteln. „Trotz unserer mehrfachen Forderung hat aber bis jetzt noch niemand untersucht, wie es funktionieren kann.“ Es fehle daher nach wie vor eine Grundlage, in der Kosten und Schutznutzen klar dargestellt werden, kritisiert er.
Pahl sieht nach dem Wechsel der Zuständigkeit von der Landesbehörde in Lüneburg zur Autobahngesellschaft des Bundes die Chance für die Anlieger, das Gespräch neu aufzunehmen. Bei der Sitzung fragte er Klaus Franke, den Direktor der Niederlassung Nord der Autobahngesellschaft, dann auch, ob es eine Vorschrift gebe, die es verhindere, einen Ingenieur mit einer von den Anwohnern geforderten Untersuchung zu beauftragen. Franke erklärte, es gebe durchaus Spielraum, denn die Tunnelplanung sei immer Abwägung. Aber: „Die Verlängerung eines Tunnels muss letztlich auch im Verhältnis zu den Kosten stehen.“
Ratsherr Gerhard Scharf (CDU) unterstrich, dass die Tunnellänge das Thema sei, das die Menschen in Lüne und Moorfeld bewege. „Die Verlängerung ist eine politische Entscheidung, die zur Befriedung beitragen würde und vielleicht sogar eine Prozessflut gegen den Autobahnbau eindämmen könnte“, sagte er. Da der Lärmschutz die zentrale Frage sei, wäre es im Interesse der Anlieger wünschenswert, wenn die Tunnel-Ausdehnung sowohl nach Süden als auch Norden geprüft werde, ergänzte Philipp Meyn (SPD).
{{Kasten gelb|'''Zur Sache'''
'''<big>Dialog zum Deckel</big>'''
'''Auch wenn noch nicht klar ist,''' wann der Tunnel gebaut wird, laufen schon jetzt die Vorbereitungen für die Optik der Oberfläche. „Gestaltungsdialog – Lüneburg Deckel“ heißt das Projekt, das die Außenstelle Lüneburg der Autobahngesellschaft des Bundes anschiebt. „Wir wollen die kreativen Köpfe der Stadt und dass sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen“, sagt Leiterin Gesa Schütte. Herauskommen soll ein Gestaltungskonzept, das gemeinsam mit den Menschen in Lüne-Moorfeld erarbeitet wird. Auch die Kinder in Kitas und Schulen sollen mitmachen. Der Aufruf zu Ideen-Börse und Ideen-Werkstatt mit Zeitplan erfolgt noch zusammen mit der Hansestadt. „Die Verbindung zwischen Lüne und Moorfeld soll wiederhergestellt werden“, sagt Stadtrat Markus Moßmann zu der Idee.
}}
}}
=== 24. Juli 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplanten Gestaltungs-Dialog zum Lärmschutz-Deckel in Moorfeld
|Headline=Was soll auf den Deckel kommen?
|Untertitel=Autobahn GmbH startet einen Gestaltungsdialog. Tunnel über die geplante A 39 wird wohl nicht verlängert
|Autor=Werner Kolbe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-07-24-01.jpg|thumb|576px|center|'''Ein Tunnel soll die Anwohner im Bereich Lüne-Moorfeld an der künftigen A 39 später vor Lärm schützen. Wie die Fläche auf dem Deckel gestaltet wird, soll nun in einem Dialog festgelegt werden.''' Foto: A/be]]
[[Bild:LZ_2021-07-24-02.jpg|thumb|311px|center|'''Gesa Schütte und Klaus Franke starten den „Gestaltungsdialog“ für den geplanten Autobahndeckel.''' Foto: wko]]
Wenn überhaupt, dann nur mit einem langen Tunnel. Auf diese Formel lässt sich der Streit um den Bau der A 39 zumindest für viele Anwohner im Bereich Lüne-Moorfeld verkürzen. Dass die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg gebaut wird, ist zumindest für das Bundesverkehrsministerium in Berlin keine Frage mehr. Vor ziemlich genau fünf Jahren wurde dieses schon viel länger heftig umstrittene Infrastrukturprojekt in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 aufgenommen.
„Bestellt“ wurde der Bau also in Berlin, umsetzen muss ihn die im Januar gegründete Autobahn GmbH. Oder, um genauer zu sein, die Außenstelle in Lüneburg. Deren Leiterin Gesa Schütte hat nun skizziert, welche Schritte bereits eingeleitet wurden, wie umfangreich solche Planungen sind und was noch in diesem Jahr umgesetzt wird im ersten Planungsabschnitt, der 7,7 Kilometer langen Strecke zwischen Lüneburg Nord bis östlich von Lüneburg.
Klar ist, dass es im Bereich Lüne-Moorfeld einen Lärmschutzdeckel geben soll. Bisher ist die „Ostumgehung“ eine Trennlinie zwischen zwei Stadtteilen. Doch mit dem Deckel oder Tunnel sollen Lüne und Moorfeld „zusammenwachsen“. „381 Meter lang wird dieser Tunnel nach bisherigen Planungen sein“, betont Schütte. Rechne man die Breite der Brücke im Bereich Erbstorfer Landstraße hinzu, komme man auf nicht ganz 400 Meter.
Doch die Länge des Tunnels hat immer wieder für Streit gesorgt. Die Anwohner wollen einen längeren Tunnel. Das wurde auch Ende Juni in der Sitzung des A39-Begleitsausschusses deutlich. Anwohner Borwin Pahl fordert seit Jahren einen „gebührenden Lärmschutz“. Doch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover ist die Planfeststellungsbehörde und Herrin des Verfahrens. Eigentlich sollte sie die Öffentlichkeit bis zum Beginn der Sommerferien über die Ergebnisse neuer Untersuchungen informieren. Stadtrat Markus Moßmann hatte in der Begleitausschusssitzung erklärt, die Stadt sei brennend an dem Ergebnis interessiert. Gesa Schütte hat nun in Hannover nachgehakt. Antwort: Alle erforderlichen Unterlagen zur Veröffentlichung der Stellungnahmen zu den Einwendungen im Zuge der Online-Konsultation im vergangenen August/September 2020 werden bis Ende Juli 2021 erwartet. „In der ersten Augusthälfte sollen diese Ergebnisse offengelegt werden.“
'''Deckel mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern'''
Klaus Franke, Direktor der Niederlassung Nord der Autobahngesellschaft, geht nicht von einer Verlängerung des Tunnels aus. Es gebe zwar Spielräume, aber eine Verlängerung müsse letztlich auch im Verhältnis zu den Kosten stehen. „Es wird wohl bei 381 Metern bleiben. Aber es dürfte Optimierungen der Lärmschutzwände geben“, meint Franke. Vielleicht also ähnlich wie in Hamburg entlang der A7. Dort kommen Lärmschutzwände zum Einsatz, deren oberer Teil zur Fahrbahn hin gekröpft ist, Lärm also effektiver reduziert wird.
381 Meter also. Doch wie soll dieser Deckel mit einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern aussehen? „Wir planen eine Überschüttungshöhe von 80 bis 130 Zentimetern“, sagt Schütte. Es kann eine Grünfläche werden. Es können Wege und ein Spielplatz oder auch eine Halfpipe für Jugendliche gebaut werden. „Vieles ist denk- und machbar. Wir setzen auf die Ideen der Bürger“, sagt sie – und gibt den Startschuss für den „Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel“. Sie ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, sich zu beteiligen. Sie und ihre Mitarbeiter werden auch in die Kita Brandheider Weg und in die Grundschule Lüne gehen. Bis zum 30. September können alle Interessierten ihre Vorschläge auch skizzieren (siehe unten).
Die zweite Phase des Dialoges startet mit der Ideen-Werkstatt. Es wird dabei einen Vor-Ort-Termin geben – am 9. Oktober im
Kleingärtnerverein Moorfeld. Dort werden die Ideen gebündelt. All das bildet die Grundlage für die Erstellung von zwei Gestaltungsentwürfen, die Ende des Jahres veröffentlicht werden sollen.
Klaus Franke verweist auf die guten Erfahrungen in Hamburg. Dort gab es viel Gestaltungsraum. Mehrere Stadtteile wurde so „vereint“ und erhielten viele grüne Flächen. Die Stadt Hamburg hatte sich mit rund 200 Millionen Euro an den Kosten beteiligt. Denn die drei Deckel bieten Raum für die Stadtentwicklung. Die Deckel haben eine Traglast von rund 4,5 Tonnen pro Quadratmeter. Häuser können darauf nicht gebaut werden, aber leichtere Bauten wie Kleingärten sind kein Problem. Deren alte Flächen könnten dann bebaut werden. Was auf dem Deckel in Lüneburg entsteht, ist völlig offen, betont Schütte. Sie und ihr Team „freuen sich auf die Ideen“.
Der Deckel ist aber nur ein kleiner Teil der Planungen für den ersten Abschnitt. Planungen, die Weitsicht erfordern. Denn es geht auch um Umwelt- und Artenschutz, der „mitgeplant“ werden muss. Ein Beispiel: Im Bereich der Apfelallee gibt es eine Fledermausroute. Die streng geschützten Tiere dürfen durch den Bau nicht beeinträchtigt werden. Da der Autobahnbau die
Route „in einem kleinen Bereich tangiert“, muss das Team um Schütte schon jetzt planen. Bäume sollen gepflanzt werden.
Wenn der eigentliche Bau 2025 beginnt, sollen die Bäume so groß sein, dass die Fledermäuse ihre Route längst geändert haben. „Alle hierfür erforderlichen Vorarbeiten – Freimachung der betroffenen Grundstücke, Ausschreibungen und Vertragsbindungen – sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein, so dass noch in der zur Verfügung stehenden Pflanzsaison bis Ende März 2022 die Pflanzungen vor Ort vorgenommen werden können“, sagt Schütte. Ihr und Franke ist aber bewusst, dass auch ein Tunnel aus Autobahngegnern keine Befürworter macht.
{{Kasten gelb|'''Zur Sache'''
'''<big>Ideen gefragt</big>'''
'''Die Lüneburger Außenstelle''' der Autobahn GmbH startet den „Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel“. Wie soll die Fläche – immerhin gut 12.000 Quadratmeter – auf dem geplanten Autobahndeckel gestaltet werden? Soll es viel Grün geben? Soll es viele Wege, einen Spielplatz oder auch einen kleinen Teich geben?
'''Wer Ideen hat, kann sie auf dem links abgedruckten Coupon skizzieren.'''
Alle Vorschläge können bis zum 30. September eingereicht werden: per Mail an gestaltungsdialog-lueneburg@autobahn.de oder per Post direkt an die AdB, Wilschenbrucher Weg 69, 21335 Lüneburg. Eine Ideen-Werkstatt soll es am 9. Oktober um 14 Uhr im Kleingärtnerverein Gartenfreunde Moorfeld geben. Anmeldungen unter www.autobahn.de/gestaltungsdialoglueneburg, per Mail oder unter (040) 428264832 .Am Ende des Jahres sollen aus den Ideen zwei Gestaltungsentwürfe erstellt werden. Die LZ wird
diesen Gestaltungsdialog begleiten und unabhängig davon auch weiterhin über die neuesten Entwicklungen rund um den geplanten Bau der A 39 berichten.
}}
[[Bild:LZ_2021-07-24-03.jpg|thumb|1003px|center|]]
}}
{{Pressefuss|Juni 2021|September 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Email 2021-10-07
0
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1022
2021-10-07T15:25:09Z
Volker
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text/x-wiki
=== Email vom 7. Oktober 2021 ===
=== an den Verteiler der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ===
Liebe Moorfelder/innen,
vor unserer [https://t.me/s/KeineA39/66 Fahrraddemo am Sonntag, 10. Oktober um 12 Uhr, Marktplatz Lüneburg] findet am Samstag um 14 Uhr im Vereinsheim des Moorfelder Kleingartenvereins der Gestaltungsdialog für den Lärmschutzdeckel statt.
Sicher freuen sich die Vertreter/innen der Autobahngesellscheft über Fragen zur Gesamtgröße der durch die A39 versiegelten Fläche, zu ursprünglich und aktuell für den Bau der A39 angesetzten Kosten, Aktualisierung der Lärmschutz-Vorgaben und der damit verbundenen Neuauslegung von Planungsunterlagen oder Hinweise zur Klimakatastrophe, zum [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 24. März] oder zum [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-rechtsgutachten-bundesverkehrswegeplan-ist-verfassungswidrig-neue-bundesregierung-muss-fernstrassenbau-sofort-stoppen Rechtsgutachten des BUND zur Verfassungswidrigkeit des Bundesverkehrswegeplans]. Schließlich wurde bisher immer mit dem "durch den Bundesverkehrswegeplan gesetzlich festgestelltem Bedarf" argumentiert.
Bitte freundet euch mit dem Gedanken an, dass der Lärmschutzdeckel unabhängig vom Bau der A39 gefordert werden muss, denn der Bau der A39 wird immer unwahrscheinlicher.
Und nach dem Kleingarten-Spaß am Samstag mit der Autobahngesellschaft: '''nicht vergessen, am Sonntag zur Fahrraddemo zu kommen'''.
<span style="color:#FF0000">
Es geht um eine soziale und klimagerechte Mobilitätswende jetzt!
</span>
<span style="color:#FF0000">
WIR BENÖTIGEN DRINGEND EURE GROSSE AKTIVE UNTERSTÜTZUNG AN DIESER VERANSTALTUNG ZUR UNTERSTÜTZUNG DER KOALITIONSVERHANDLUNGEN IN BERLIN - DAMIT SICH WAS DREHT...
</span>
Viele Grüße
Volker Constien
BÜRGERINITIATIVE LÜNE-MOORFELD
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Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39
www.bi-luene-moorfeld.de
[[Kategorie:Aktionen]]
ec757d7b55745dfd5780da3abcb39767e90b4cfa
Presseberichte September 2021
0
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2021-10-08T07:22:03Z
Volker
4
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 03. September 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur IHK-Umfrage
|Headline=Klare Mehrheit spricht sich für die A39 aus
|Untertitel=71 Prozent der Teilnehmer einer Forsa-Umfrage befürworten Lückenschluss
zwischen Lüneburg und Wolfsburg
|Autor=Stefan Bohlmann
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Sechs Jahre nach der ersten Erhebung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa erneut nachgefragt, wie die Menschen in der Region Nordostniedersachsen zum Ausbau der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg stehen. „Am Meinungsbild hat sich seit 2015 nichts geändert“, sagte Peter Matuschek von Forsa am Donnerstag bei der Präsentation der Ergebnisse der Umfrage vom
Juli. Demnach sprechen sich 71 Prozent der Befragten in der Region für den Lückenschluss der A39 aus, 2015 waren es 70 Prozent. 20 Prozent sind gegen den Autobahnausbau.
Matuschek zieht daraus den Schluss: „Das Meinungsbild ist klar verankert, unabhängig von den Entwicklungen in den vergangenen
sechs Jahren.“ Auch die verstärkte Diskussion über den Klimaschutz habe offenbar keinen Einfluss auf das Ergebnis gehabt. Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg hatte Forsa mit der repräsentativen Telefonbefragung unter 1003 Bürgern ab 18
Jahren in der Stadt Wolfsburg und den Landkreisen Gifhorn, Uelzen und Lüneburg beauftragt.
Die Zustimmung zum Ausbau der A39 liegt in allen Landkreisen und der Stadt Wolfsburg sowie in allen Bevölkerungsgruppen bei Werten zwischen 65 und 82 Prozent. Eine Ausnahme bilden die Anhänger der Grünen, die bei diesem Thema in zwei gleich große Lager von Befürwortern (44 Prozent) und Gegnern (45 Prozent) gespalten sind. Im Landkreis Lüneburg sprechen sich 65 Prozent
der Befragten für das Projekt aus, das ist der niedrigste Wert. Die meisten Befürworter gibt es im Kreis Uelzen mit 78 Prozent Zustimmung.
Diejenigen, die für den Lückenschluss sind, nennen vor allem die Verkürzung der Fahrzeit und die damit verbundene Zeitersparnis (52 Prozent) sowie die Entlastung anderer Strecken, wie die B4 sowie die A2 und A7 (47 Prozent) als Gründe. Von den Gegnern werden vor allem die Folgen für Landschaft und Natur (60 Prozent) sowie Zweifel an der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit (40 Prozent) genannt.
Unabhängig von ihrer persönlichen Meinung zum Ausbau oder ihrer Betroffenheit von der Trassenführung glauben 80 Prozent der Befragten, dass der Lückenschluss zwischen Lüneburg und Wolfsburg für die Region insgesamt eher Vor- als Nachteile bringt. Nur 15 Prozent glauben, dass dieser eher Nachteile mit sich bringen wird.
Der Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Andreas Kirschenmann, kommentiert die Umfrage so: „Neben der Wirtschaft spricht sich quer durch alle Altersschichten eine klare Mehrheit für die A 39 aus.“ Dies sei ein klares Signal an Politik und Verwaltung: „Kurs halten.“
Lüneburgs Landrat Jens Böther (CDU) und die anderen Hauptverwaltungsbeamten im Bereich der A 39 sind sich einig. Sie sagen: „An der breit getragenen positiven Grundstimmung bestehe nach wie vor kein Zweifel. Von einer stark umstrittenen Infrastrukturmaßnahme, wie immer wieder behauptet wird, könne keine Rede sein.“
Kritik kommt von den Grünen. Mit einer einseitigen Umfrage wolle die IHK den Anschein erwecken, dass der umstrittene Weiterbau der A 39 in der Region gewollt sei, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie monieren, dass wichtige Informationen bei
der Befragung ausgeklammert worden seien. „Der vollständige Ausbau der B4, der sich als Alternative anbietet, weil er viel günstiger und ökologisch sinnvoller als der Neubau der A 39 ist, war überhaupt nicht Gegenstand der Befragung“, kritisiert der verkehrspolitische Sprecher im Landtag, Detlev Schulz-Hendel. Die Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden kündigt an: „Wir
wollen alle nicht im Bau befindlichen Autobahn-Abschnitte einer Klima-, Umwelt- und Bedarfsprüfung unterziehen. Dazu zählt
auch der Neubau der A39.“
}}
=== 04. Septeber 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Kritik an IHK-Umfrage
|Headline=Kritik an Umfrage zur A 39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) kritisiert die von der IHK beauftragte Umfrage zur A39, die
einen großen Zuspruch für den Weiterbau ergeben hatte. Als gravierendsten Mangel sehen die A39-Gegner, dass parallel nicht
auch nach dem alternativen Ausbau der B4 gefragt worden ist. Aus ihrer Sicht relativiere das die von der Kammer präsentierte 70-Prozent-Zustimmung zur A39 in den betroffenen Landkreisen.
LBU-Vertreter Eckehard Niemann ist überzeugt: „Wenn die A39 wirklich konkret zum Thema wird, entscheiden die Menschen ganz anders als bei allgemeinen Umfragen.“ Das Kosten-Nutzen-Verhältnis für den A39-Bau sei jetzt schon miserabel und werde mit der anstehenden Neubewertung „endgültig unrentabel und nicht finanzierbar“.
IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert kontert: „Die B 4 war nicht Teil der Umfrage, weil sie keine Alternative zur A39 darstellt. Das ist seit mehr als fünf Jahren bekannt.“ Die Bundesregierung habe 2016 auf Basis der Untersuchungen und Daten
ihrer Gutachter entschieden, dass „zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der großräumigen Netzfunktion […] dem Neubau einer Bundesautobahn (A 39) gegenüber dem Neubau einer Bundesstraße (B 4) der Vorzug gegeben“ wird.“
Der oftmals zitierte „2+1-Ausbau“ der B 4 sei kein vollwertiger Ausbau, der die gleiche Leistungsfähigkeit wie die Autobahn
hätte. Weder die gewünschten Entlastungswirkungen für die Dörfer noch die beabsichtigte Kapazitätserweiterung für den Auto- und Lkw-Verkehr wären die Folge.
}}
=== 10. Septeber 2021 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} ====
„Klare Mehrheit spricht sich für die A 39 aus“, LZ vom 3. September
{{LB|Volker Constien / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''Kein Bedarf an neuen Autobahnen'''
In der LZ durften wir ein paar Ergebnis-Zahlen der von der IHK bei Forsa in Auftrag gegebenen Umfrage erfahren. Für eine Veröffentlichung der Fragestellungen wäre ich dankbar, lässt doch speziell das Ergebnis unter den Grünen-Wählern eine etwas suggestive Fragestellung vermuten.
Erschreckend, wie wenig Klarheit darüber herrscht, vor welchen Herausforderungen wir angesichts der Klimakatastrophe
stehen.
Hätte man die von den letzten Starkregen-Ereignissen betroffenen Menschen vor einem halben Jahr gefragt, wie sehr sie persönlich von der Klimakatastrophe betroffen sein könnten, was hätten sie wohl geantwortet? Einerseits Menschen, deren Existenz von den Wassermassen weggerissen wurde, andererseits ein paar Minuten schneller zwischen Wolfsburg und Lüneburg (mit Nebenwirkungen).
Angesichts des Verhaltens (z.B. A39-Spatenstich-Aktion der Jungen Union im Landkreis Uelzen) und den Äußerungen mancher Menschen (z.B. IHK, CDU) sollte ein kleiner Teil der für die A39 aktuell avisierten mehr als 1,5 Mrd. Euro besser in Aufklärungsarbeit und Bildung investiert werden. Der große Rest bliebe dann für Maßnahmen, die der Klimakatastrophe entgegenwirken (statt sie noch zu befeuern).
Bei meiner ersten Bürgerbeteiligung im A39-Planungsverfahren waren Kosten von 437 Mio. Euro angegeben, das Nutzen-Kosten-Verhältnis durch Verknüpfung mit den Projekten A14 und B190n verschleiert, schöngerechnet und schon damals umstritten. Noch heute wird bei der Nutzen-Monetarisierung der Klimaschaden ignoriert.
Bei den die Bedarfsbegründung stützenden Verkehrsprognosen werden die im Bundesverkehrswegeplan festgeschriebenen
Nachhaltigkeitsziele ignoriert, ebenso der gesellschaftliche und überparteiliche Konsens, dass es eine Mobilitätswende mit
deutlicher Reduzierung des Straßenverkehrs geben wird. Damit gibt es überhaupt keinen Bedarf für neue Autobahnen.
Jede Maßnahme zur Abmilderung der Klimakatastrophe ist günstiger als die Folgekosten ihrer Unterlassung.
}}
=== 28. September 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Gehzeug-Parade am 29. September
|Headline=Parade als Protest gegen die A39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=In Lüneburg gibt es erneut Protest gegen den geplanten Ausbau der A39 und für eine sofortige sozial- und klimagerechte Mobilitätswende. Dieses Mal ist keine Radtour über die Autobahn oder Ostumgehung geplant, sondern eine „Gehzeugparade“. Der Begriff ist abgeleitet von Fahrzeug. Das Gehzeug, ein Konstrukt in den Ausmaßen eines typischen Autos, solle „die Diskrepanz zwischen dem Platzbedarf eines Autos und dem eines Fußgängers und so die Fehlentwicklungen in der Verkehrsplanung aufzeigen“, heißt es von den Veranstaltern. So soll noch deutlicher werden, wie viel Platz Autos in der Innenstadt einnehmen, der doch besser anders genutzt werden könne.
„Trotz Klimakrise werden die Interessen von Autofahrern in Deutschland immer noch priorisiert. Das kann so nicht weitergehen.
Eine autofreie Innenstadt ist nicht nur im Sinne von Klimaschutz erstrebenswert, sondern steigert auch die Lebensqualität in unserer Stadt“, ist Merle Hagemeier vom Klimakollektiv überzeugt.
Die Parade soll gegen 17.30 Uhr am Marktplatz starten und etwa eine Stunde dauern. Die Route führt vorbei am Marienplatz durch die Neue Sülze, die Salz- und die Sülztorstraße bis zur Kreuzung Lindenstraße/Uelzener Straße, wo die Veranstaltung beendet wird.
Für den 10. Oktober planen die Organisatoren dann im Rahmen der bundesweiten Aktionstage für eine sofortige Mobilitätswende
wieder eine größere Fahrraddemonstration. Start ist dann um 12 Uhr.
}}
{{Pressefuss|Juli 2021|Oktober 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
4fb151d7db8b0660948f81f47a45d0658d7d4848
Presseberichte Oktober 2021
0
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1464
2021-10-17T07:45:00Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 07. Oktober 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Route der Fahrrad-Demo
|Headline=Streit über Route für Fahrrad-Demo
|Untertitel=
|Autor=Landeszeitung
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Autobahn oder Ostumgehung? Diese Frage wird das Verwaltungsgericht Lüneburg wahrscheinlich heute klären. Das Klimakollektiv plant eine Fahrrad-Demo am Sonntag, 10. Oktober. Sie soll über die A39 führen, das hält die Stadt für zu gefährlich, sie hat die Route abgelehnt. Stattdessen soll die Demo nach der Auftaktkundgebung um 12 Uhr auf dem Marktplatz über die Bleckeder Landstraße und die Ostumgehung in Richtung Norden und von dort nach einer Zwischenkundgebung wieder auf der Ostumgehung gen Süden zurückführen. Dagegen hat das Klimabündnis geklagt.
Demonstriert werde auf jeden Fall – egal für welche Route das Gericht grünes Licht gibt, machen die Organisatoren deutlich. Sie fordern ein „Ende des klimaschädlichen Autobahnprojektes A39“ sowie „ein sofortiges Moratorium für alle Planungen und Baustellen von Autobahnen und Autostraßen“, sagt Merle Hagemeier vom Klimakollektiv. „Wir wollen Mobilität für alle, das geht nur mit einer Mobilitätswende hin zu einem gut ausgebauten, flächendeckenden Umweltverbund: Also ÖPNV, Fahrrad- und Fußinfrastrukturen.“
}}
=== 08. Oktober 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Verbot des A39-Teils der Fahrrad-Demo
|Headline=A39 für Demonstranten tabu
|Untertitel=Verwaltungsgericht weist Klage gegen Streckenführung der Stadt Lüneburg ab
|Autor=Landeszeitung
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Demo unter dem Motto „Mobilitätswende jetzt – Keine A39! Nach dem Planungsstopp kommt der Rückbau“ darf nicht über die Autobahn 39 führen. Das hat das Verwaltungsgericht Lüneburg am Donnerstag entschieden und damit eine Klage gegen die Stadt Lüneburg zurückgewiesen. Im Vorfeld hatten sich Anmelder der Demo, Stadtverwaltung und Polizei nicht auf eine Strecke einigen können. Während die Initiatoren über ein längeres Stück Autobahn fahren wollten, hatten Stadt und Polizei erhebliche Sicherheitsbedenken.
Diesen räumte das Gericht nun Vorrang ein. In der Begründung heißt es: „Aufgrund der Gesamtumstände hat das Interesse des Antragstellers an der Durchführung der Versammlung auf der von ihm beabsichtigten Route hinter dem öffentlichen Interesse an der Sicherheit und Leichtigkeit des Straßenverkehrs zurückzustehen. Die von ihm begehrte Nutzung des weiteren Teilstücks der A 39 führt zu einer erheblichen weiteren Verkehrsbeeinträchtigung und Gefährdung für eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmern für mehrere Stunden.“
Damit gilt für die Demo am Sonntag, 10. Oktober, die Route, wie sie die Hansestadt Lüneburg Ende September bestätigt hat. Die Anmelder erwarten rund 500 Teilnehmer, mit Verkehrsbehinderungen von 12 bis 18 Uhr zu rechnen. Die Route im Überblick: Marktplatz Lüneburg (Auftakt), Bardowicker Straße, Lüner Straße, Lünertorstraße, Bleckeder Landstraße, Ostumgehung Lüneburg B4/204 Richtung Norden, Ausfahrt Lüneburg/Nord (Zwischenkundgebung), Ostumgehung B4/204 Richtung Süden, Erbstorfer
Landstraße, Meisterweg, Rabensteinstraße, Henningstraße, Bleckeder Landstraße, Lünertorstraße, Lüner Straße, Bardowicker Straße und Marktplatz (Abschluss).
}}
=== 11. Oktober 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrraddemo
|Headline=Radfahrer dominieren den Verkehr
|Untertitel=Protest gegen den Bau der A 39 bewegte sich auch über die Ostumgehung
|Autor=Joachim Zießler
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-10-11_1.jpg|thumb|706px|center|'''Hunderte Demonstranten radelten am Sonntag durch die Stadt und auch über die Ostumgehung, um gegen den Bau der A39 zu demonstrieren.''' Foto: phs]]
Ein mehrere Hundert Meter langer Lindwurm zwang am Sonntagnachmittag dem Lüneburger Verkehr seine Gesetze auf. Zum vierten Mal stiegen Hunderte Lüneburger aus Protest gegen die A 39 in den Fahrradsattel. Nach einer Auftaktveranstaltung auf dem Marktplatz am Mittag radelten geschätzt 500 Demonstranten über die Bleckeder Landstraße und die Ostumgehung zur Ausfahrt Lüneburg Nord. Anschließend ging es erneut über Ostumgehung und Erbstorfer Landstraße zurück. Hunderte Autofahrer standen während des Protests auf den Hauptverkehrsadern und Dutzenden Nebenstraßen im Stau. Ein durchaus gewollter Nebeneffekt, ging es den Veranstaltern doch um "die Mobilitätswende jetzt", um Vorfahrt für Fußgänger, Räder und Bahn gegenüber dem Auto.
'''Auch schon mal fröhliches Hupen zur Begrüßung'''
Eine Vorfahrtsregelung, die am Sonntag bei ausgebremsten Autofahrern zwiespältige Gefühle auslöste. Auf der von der Polizei für den Protest Richtung Norden gesperrten Ostumgehung erklang von dem fließenden Verkehr auf der Gegenfahrbahn noch fröhliches Hupen zur Begrüßung. Dagegen war ein Dialog zwischen radelndem Demonstranten und wartendem Autofahrer unter der Eisenbahnbrücke am Bahnhof deutlich adrenalinlastiger: "Motor aus! Es stinkt!" "Das ist mir doch egal!"
Dutzende Polizisten sperrten die Protestroute, sorgten so für Sicherheit. Laut aufjuchzend flitzten manche Demonstranten den Zubringer nahe der Theodor-Körner-Kaserne herunter. Kaum einer, der nicht sichernd nach links über die Schulter guckte, als er auf die B4 einfädelte. Autofahrerreflexe, die man auch auf dem Rad nicht ablegt. Anderes war dagegen komplett neu. Selfies wurden vor dem Blitzlichtgerät geschossen. Bei maximal 15 km/h auf der linken Spur war klar, dass der Blitzer nicht auslöst. "Wir wären gerne noch bis auf die A 39 gefahren", sagte Jonas vom Klimakollektiv zum Auftakt, "haben sogar vor dem Verwaltungsgericht geklagt, doch noch sind Autobahnen heilig in Deutschland."
Die Stadt hatte einen Protest auf der Autobahn aus Sicherheitsgründen untersagt. Die Juristen folgten dieser Argumentation.
Auf der Lüneburger Demo war zu erleben, wie sich der Protest für eine Mobilitätswende vernetzt. Im Juni hatte es in rund 70 Städten Aktionstage gegeben, auf einen ähnlichen Zuspruch hoffte Moderatorin Linda Vogel auch aktuell. Vogel stammt aus der hessischen Protestbewegung gegen die Abholzung des Dannenröder Forsts nahe Marburg. Auch wenn sie die Bürgerinitiative Lüne gegen die A 39 zur "BI Line" umtaufte, bekam die Externe Applaus für den Appell, den Straßenausbau "in diesem von Straßen zugepflasterten Land zu stoppen". Ein Aktivist vom Protest gegen den Weiterbau der A 14 berichtete von den Konflikten in seiner Region.
Annette Niemann vom Dachverband der A 39-Gegner prangerte an, dass die A 39 den "größten unzerschnittenen Raum in Deutschland zerstören würde". Bernhard Stilke vom BUND verwies auf das jüngste Gutachten seines Verbandes, wonach der Bundesverkehrswegeplan wegen des ignorierten Schutzes der kommenden Generationen verfassungswidrig sei.
Auf ihrer Strecke durch Lüneburg traten die Demonstranten für eine "echte Mobilitätswende mit einem ausgebauten, barrierefreien ÖPNV sowie breiten Rad- und Fußwegen in die Pedale.
Dr. Frank Kracht von der BI Lüne-Moorfeld hofft auf eine neue Klimapolitik aus Berlin und zeigte sich froh, dass eine neue Generation den Staffelstab des ökologischen Protests aufgenommen haben. Und tatsächlich lugte unter Fahrradhelmen neben ergrautem auch viel ungebändigtes, junges Haar hervor.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Deckelgestaltungsdialog
|Headline=Ruheoase oder Begegnungsstätte?
|Untertitel=Bei der Ideenwerkstatt zur Gestaltung des „Lüneburger Deckels“ für die A 39 prallen Konzepte aufeinander
|Autor=Joachim Zießler
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-10-11_2.jpg|thumb|706px|right|'''So könnte der Deckel als reine Grünfläche aussehen, der über der A39 zwischen Lüne und Moorfeld geplant ist. Doch die Anwohner haben eine Reihe konkreter Vorschläge gemacht.''' Visualisierung: Autobahn GmbH]]
Nicht alle Erwartungen an den Gestaltungsdialog für den künftigen „Lüneburger Deckel“ in Höhe Moorfeld werden sich erfüllen lassen. So schrieb einer der 100 Bürger, die vorab schriftlich Vorschläge eingereicht hatten, auf seinen Zettel den Wunsch: „Schnelles Internet“. Tatsächlich kann und soll der 381 Meter lange und 30 Meter breite Deckel über der künftigen A 39 den Lärm schlucken; als Glasfaserersatz ist er eine Fehlbesetzung. Gabriele Parnow-Kloth, Gründungsmitglied der BI Moorfeld gegen die A 39, brachte am Sonnabend ein zusammengerolltes Protestplakat von 2012 in ihrer Tasche mit. Einen Tag später, auf der Fahrraddemo, sagte sie: „Ein Deckel ist eine gute Sache. Aber nicht über einer Autobahn.“
'''„Der Stadtteil bekommt einen Park geschenkt“'''
Klaus Franke, Direktor der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH, sieht das berufsbedingt
anders. Als er am Sonnabend im Kleingärtnerverein Moorfeld vor etwa 50 Lüneburger Bürgern den Deckel als „Park, den der Stadtteil geschenkt bekommt“, anpries, erntete er Gelächter. Bevor sich die Anwohner in sechs Arbeitsgruppen über Skizzen beugten, um ihre Wünsche für die Gestaltung des Deckels einzuzeichnen, galt es, Gefechte der Vergangenheit zu schlagen.
„Sie sind uns seit 2015 Lärmschutz schuldig“, beklagte sich ein direkter Anwohner der Ostumgehung, „deswegen bin ich nicht froh, hier zu hören, dass die Arbeiten am Deckel erst 2025 beginnen sollen.“ Gesa Schütte, Leiterin der Lüneburger Außenstelle der Autobahngesellschaft, hob entschuldigend die Hände. Die Zuständigkeiten hätten sich geändert, der Lärmschutz unterliege nun dem Land.
Dr. Gerhard Scharf erneuerte seine Forderung, den Tunnel Richtung Norden noch zu verlängern. „Ansonsten leiden die Anwohner des geplanten Tunnel-Ausgangs weiter unter
Lärm.“ Das Thema soll nun im Begleitausschuss erneut auf die Tagesordnung.
[[Bild:LZ_2021-10-11_3.jpg|thumb|363px|left|'''Feilen am Lüneburger Deckel (v.l.): Die Hamburger Landschaftsarchitektin Pamela Münch und Klaus Franke von der Autobahn GmbH diskutierten mit Anwohnern über die Möglichkeiten.''' Foto: phs]]
„Froh“ über die Einbeziehung der betroffenen Bürger bei der Deckel-Gestaltung äußerte sich
Oberbürgermeister Ulrich Mädge. „So eine Veranstaltung hätten wir uns schon vor zehn, fünfzehn Jahren gewünscht.“
Froh zeigten sich die anwesenden Bürger während der fünfstündigen Veranstaltung zwar über die Aussicht, dass das Grundrauschen des Verkehrs künftig geschluckt wird. Doch die Frage, wie die Oberfläche des Quasi-Tunnels genutzt wird, ließ Konfliktlinien aufbrechen. Eine verlief zwischen den direkten Anwohnern der Ostumgehung und den Bewohnern, die zwar im Stadtteil, aber weiter entfernt von der Lärmquelle leben. Eine Skizze, die eine Bühne für Konzerte vorsah, ließ eine direkte Nachbarin ausrufen: „Der Deckel soll uns den Lärm nehmen und nicht neue Probleme machen.“ Jüngere Bürger, die in zweiter, dritter Reihe zur künftigen A 39 leben, sehen im Deckel eher die Chance, die Zerschneidung des Stadtviertels durch eine Stätte der Begegnung zu überwinden.
'''„Wir sind gegen die Autobahn“'''
Eine andere Konfliktlinie befand sich in den Köpfen. Es fiel einigen schwer, den Deckel kreativ zu gestalten, weil sie die Entscheidung, die der Deckel abmildern soll, ablehnen. So sagte Anwohner Friedhelm Feldhaus, bevor er den Vorschlag seiner Gruppe vorstellte: „Wir sind gegen die Autobahn. Der Kampf gegen sie ließ die Menschen hier zusammenrücken.“
Das soll tunlichst auch der Deckel leisten. Konsens von fünf der sechs Arbeitsgruppen der
Ideenwerkstatt war, dass auf dem begrünten Deckel Begegnungsstätten entstehen sollen.
Eine Boule-Bahn für Ältere wurde drei Mal genannt, ein Spielplatz für Kinder fünf Mal, Freiraum für Jugendliche, auch mit Hütte, ebenfalls. Eine Gruppe wollte auf dem Deckel „der Natur zurückgeben, was man ihr mit der Straße genommen hat.“ Ein insektenfreundliches Biotop samt Solarpark – „gerne auch genossenschaftlich“ – stellten sich diese Anwohner vor. Die Gruppen, die für einen Ballsportkäfig und/oder einen Spielplatz votierten,
würden diesen eher im Norden anlegen lassen, wo die Anwohner mehr Abstand zum Deckel haben. Büsche als Sichtschutz sollen deren Grundstücke abschirmen.
Bis Ende des Jahres sollen Landschaftsarchitekten aus Hamburg die Ideen, die schriftlich
eingereicht oder bei der Veranstaltung am Sonnabend entwickelt worden waren, aufnehmen und in zwei bis drei Entwürfe gießen. Klar ist: Am Ende wird der Deckel – wie schon jetzt in Schnelsen und Stellingen zu sehen – eine kleine begrünte Oase sein. Allerdings eine, die dem Wagen der Autobahn GmbH vor dem Vereinsheim ähnelt, auf dessen Ladefläche permanent PR-Videos liefen. Dessen Front hatte zwar durch Plastikrasen ein „grünes“ Aussehen bekommen, darunter war immer noch ein Auto. Und unter der Oase wird immer noch eine Autobahn verlaufen.
}}
=== 16. Oktober 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Tod von Verena Fiedler
|Headline=„Das hier ist meine Heimat“
|Untertitel=Trauer um Verena Fiedler: Lüneburger Stadtführerin stirbt im Alter von 65 Jahren
|Autor=Landeszeitung
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-10-16-1.jpg|thumb|200px|right|'''Schlagfertig, hilfsbereit und wissensfest: So kannten viele Verena Fiedler.''' Foto: At&w]]
Viele Lüneburger kannten sie. Und Tausende Touristen lernten sie kennen. Sie zeigte Menschen die Stadt, die ihr so sehr am Herzen lag. Die Stadt, in der sie geboren wurde. Immer wieder betonte Verena Fiedler: „Das hier ist meine Heimat.“ Nun ist eine der bekanntesten Lüneburger Stadtführerinnen im Alter von 65 Jahren gestorben.
Mehr als 20 Jahre lang ging sie mit Touristen, aber auch mit Lüneburgern durch „ihre“ Stadt. Es war die Mischung aus großem Wissen und Humor, den alle schätzten. Sie interpretierte und konzipierte dabei ihre Rolle immer wieder neu. Mal war sie Nachtwächterfrau Marie, mal die Sülfmeistergattin, mal Herzogin Eleonore. Und natürlich durften auch die „Roten Rosen“ in ihrem Repertoire nicht fehlen. Sie legte als Vorstandsmitglied des Vereins Lüneburger Stadtführer auch großen Wert darauf, dass der Nachwuchs gut gewappnet auf Tour gehen konnte. Die Stadt würdigte ihr Wirken mit dem Stelljes-Preis, der Bürgerverein mit dem Sülfmeisterring.
'''Viel mehr als eine reine Vermittlerin von Geschichte'''
Ihr Engagement endete aber nicht nach den Stadtführungen. Sie war in vielen Bereichen aktiv – vom Förderverein der Lüner Schule bis zum Kampf gegen die Autobahn 39. Nicht nur, weil sie im Stadtteil Moorfeld wohnte, sondern auch, weil es einfach nicht zusammenpasst: Eine Autobahn mitten durch diese historische Stadt.
Verena Fiedler war aber noch viel mehr als nur Vermittlerin der Historie Lüneburgs. Sie lebte diese Geschichte. Die Fotografin, die einst bei Foto-Tegeler ausgebildet wurde, nutzte ihr Wissen, um Theaterstücke mit historischem Hintergrund zu schreiben. Und sie engagierte sich 20 Jahre lang beim Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA). Seit 2003 war sie Gewandmeisterin. Als Herrin über Hunderte Gewänder sorgte sie dafür, dass die Akteure von Handwerkerstraße, Altstadtfest oder auch Christmarkt historisch exakt gekleidet waren.
Aus der Perspektive einer Kennerin fotografierte sie immer wieder ihre Stadt – und machte daraus seit 2012 den ALA-Kalender. Der Erlös floss – natürlich – in den Denkmalschutz. Auch als 2020 die Corona-Pandemie die Stadt lahmlegte, mehr als drei Monate lang keine Stadführungen möglich waren und am Jahresende auch noch der ALAMarkt ausfiel, reagierte Verena Fiedler auf ihre Art: „In diesem Jahr fahre ich mit meinem Rad die Kunden ab und liefere den ALA-Kalender persönlich ab“, sagte sie im Dezember 2020. Nun, zehn Monate später, erlag Verena Fiedler einer schweren Krankheit. Sie hinterlässt ihren Ehemann und drei Kinder.
[[Bild:LZ_2021-10-16-2.jpg|thumb|400px|center|]]
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{{Pressefuss1|September 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Aktuelle Presseberichte
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2023-02-20T22:39:52Z
Volker
4
Weiterleitung nach [[Presse überregional 2022-2023]] erstellt
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Presse_überregional_2022-2023]]
[[Kategorie:Aktionen]]
e755be75bbd09219574f7c7514a2a4680f94cbc1
Presse überregional 2022-2023
0
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2023-02-21T15:12:09Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
=== Beiträge zum Streit in der Ampelkoalition zum Autobahn-Neubau und zur Planungsbeschleunigung ===
Dazu der Ampel-Koalitionsvertrag (Seite 13):
{{Kasten|"Bei besonders prioritären Vorhaben soll der Bund künftig nach dem Vorbild des Bundesimmissionsschutzgesetzes kurze Fristen zum Erlass des Planfeststellungsbeschlusses vorsehen. Wir wollen große und besonders bedeutsame Infrastrukturmaßnahmen auch im Wege zulässiger und unionsrechtskonformer Legalplanung beschleunigt auf den Weg bringen und mit hoher politischer Priorität umsetzen. Unter solchen Infrastrukturmaßnahmen verstehen wir systemrelevante Bahnstrecken, Stromtrassen und Ingenieursbauwerke (z. B. kritische Brücken)."}}
und (Seite 14):
{{Kasten|"Zur Erreichung der Klimaziele liegt die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung oder zum Transport von Strom aus Erneuerbaren Energien sowie der Ausbau elektrifizierter Bahntrassen im öffentlichen Interesse und dient der öffentlichen Sicherheit. Dies werden wir gesetzlich festschreiben und für solche Projekte unter gewissen Voraussetzungen eine Regelvermutung für das Vorliegen der Ausnahmevoraussetzungen des Bundesnaturschutzgesetzes schaffen."}}
'''Autobahn Neu- und Ausbau gehören also nicht zu den Infrastrukturprojekten mit besonders hoher Priorität, nur "kritische Brücken".'''<br>
Die zitierten Stellen des Koalitionsvertrags werden gerade anscheinend von der FDP bzw. vom Bundesverkehrsminister anders verstanden. <br>
Dieser Streit soll am 2. März 2023 im Koalitionsausschuss beigelegt werden.
<br><br>
'''Der Dialogprozess über den aktuellen Bundesverkehrswegeplan ging nicht so stark durch die Presse,<br>
Informationen dazu unter [[Bundesverkehrswegeplan#BVWP_2030]].'''
<br><br><br>
{{Pressekopf}}
----
=== 13. Februar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Wirtschaftswoche
|Thema=zum Streit um neue Autobahnen
|Headline=Den FDP-Sandkastenstreit kann sich dieses Land nicht leisten
|Untertitel=Streit um neue Autobahnen
|Autor=Stefan Hajek
|Ort=Berlin
|Link=https://www.wiwo.de/politik/deutschland/streit-um-neue-autobahnen-den-fdp-sandkastenstreit-kann-sich-dieses-land-nicht-leisten/28979024.html
|Text=Nach der Wahl in Berlin drohen Teile der FDP in einen Blockademodus zu verfallen. Gefragt wäre mehr denn je ein konstruktiver, zukunftsorientierter Liberalismus.
Neue Autobahnen sind dafür nicht nötig. Ein Kommentar.
<br>...
}}
=== 13. Februar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Frankfurter Rundschau
|Thema=zum Streit um neue Autobahnen
|Headline=Neue Autobahnen: Der Traum von den zehn Spuren
|Untertitel=Die Debatte über neue Autobahnen läuft heiß. Umweltgruppen kündigen Proteste an.
|Autor=Joachim Wille
|Ort=Frankfurt
|Link=https://www.fr.de/politik/ausbau-neue-autobahnen-klimaschutz-der-traum-von-den-zehn-spuren-92078524.html
|Text=„Ausbaustopp jetzt!“, so lautet die Forderung, mit der Ökogruppen einen Aufruf zu „bundesweiten Autobahnblockaden“ überschrieben haben. Am ersten Märzwochenende soll die neue Eskalationsstufe des Klimakonflikts gezündet werden. Demonstrieren wollen die Aktivist:innen vor allem gegen Pläne von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), den Bau von Fernstraßen zu beschleunigen und so „Engpässe“ zu beseitigen.
<br>...
}}
=== 10. Februar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=T-Online
|Thema=zum Streit um neue Autobahnen
|Headline=Der Autobahn-Streit eskaliert
|Untertitel=Prominentes Trio soll schlichten
|Autor=Johannes Bebermeier, Tim Kummert
|Ort=Berlin
|Link=https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100126188/der-autobahn-streit-eskaliert.html
|Text=Die Bundesregierung will, dass die Infrastruktur schneller ausgebaut wird. Doch das Vorhaben stockt.
Jetzt soll ein besonders prominent besetztes Trio den Streit schlichten.
Es klingt paradox: Wenn die Ampelregierung den festgefahrenen Streit um die Autobahnen lösen will, werden zwei entscheidende Politiker nicht mit am Tisch sitzen. Der Minister für Verkehr, Volker Wissing von der FDP. Und die Ministerin für Umwelt, Steffi Lemke von den Grünen.
<br>...
}}
=== 27. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=taz
|Thema=zum Streit in der Ampelkoalition
|Headline=Schneller Straßenbau verschoben
|Untertitel=Bauprojekte, Agrosprit, Klimaschutz: Beim Krisentreffen im Koalitionsausschuss blieben Grüne und FDP uneins – außer in einem Punkt.
|Autor=taz
|Ort=Berlin
|Link=https://taz.de/Streit-in-der-Ampelkoalition/!5911726/
|Text=Schon im Vorfeld des Koalitionsausschusses über Verkehr und Klimaschutz am Donnerstagabend im Kanzleramt war klar, dass dies eine lange Sitzung bis tief in die Nacht hinein werden müsste, wenn es zu einer Einigung kommen soll. Zu sehr hatten sich Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und die grüne Umweltministerin Steffi Lemke insbesondere bei der Frage um die [https://taz.de/Ampel-Streit-um-Planungsbeschleunigung/!5905029/ Planungsbeschleunigung] im Verkehrsbereich miteinander verharkt.
<br>...
}}
=== 26. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Tagesspiegel
|Thema=zum Streit in der Ampelkoalition
|Headline=Koalitionsausschuss findet keine Einigung in der Verkehrspolitik
|Untertitel=Volker Wissing und die Grünen streiten um den Autobahn-Neubau. Die Grünen warnen vor der Klimakrise, der Verkehrsminister vor Engpässen. Eine Analyse.
|Autor=Valerie Höhne, Caspar Schwietering
|Ort=Berlin
|Link=https://www.tagesspiegel.de/politik/der-kampf-um-die-verkehrswende-braucht-es-wirklich-neue-autobahnen-9245811.html
|Text=Im Schatten der Panzer-Debatte streitet die Ampel-Koalition seit Wochen intensiv um die Verkehrspolitik. An diesem Donnerstag trafen sich nun die Partei- und Fraktionsspitzen zu einem Koalitionsausschuss, um den Konflikt aufzulösen. Doch zu einer Einigung kam es nicht.
„Der Koalitionsausschuss ist beendet. Der Gespräche waren konstruktiv und werden weitergeführt“, erfuhr der Tagesspiegel aus Koalitionskreisen. Die Interessen von Grünen und FDP gehen noch zu weit auseinander.
<br>...
}}
=== 22. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=ZDF
|Thema=zu den rückständigen Ansichten des Bundesverkehrsministers
|Headline=Weniger Verkehr? Ohne Wissing.
|Untertitel=Mehr Klimaschutz durch weniger Verkehr? Das kann sich der Bundesverkehrsminister nicht vorstellen. "Autofahren bedeutet Freiheit", sagt Wissing in einem Interview.
|Autor=dpa/AFP
|Ort=Berlin
|Link=https://www.zdf.de/nachrichten/politik/wissing-strassenverkehr-klimaschutz-100.html
|Text=Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) lehnt beim Klimaschutz staatliche Maßnahmen für weniger Straßenverkehr in Deutschland ab. "Die Lösung kann nicht sein, dass wir den Straßenverkehr in Deutschland einschränken", sagte er der "Bild am Sonntag". "Wir müssen klimaneutralen Verkehr auf der Straße ermöglichen, mit mehr E-Autos und CO2-neutralen Kraftstoffen, auch im Güterverkehr."
<br>...
}}
=== 12. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=FAZ
|Thema=zu Vorschlägen der Grünen
|Headline=Grüne Wunschliste für Wissing
|Untertitel=Eine Reform der Pendlerpauschale und die Abkehr von großen Autos: Eine Liste voller Maßnahmen soll Verkehrsminister Volker Wissing auf Spur bringen.
|Autor=Corinna Budras
|Ort=Berlin
|Link=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/klimaschutz-liste-mit-massnahmen-soll-wissing-auf-die-spruenge-helfen-18598048.html
|Text=Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) lehnt beim Klimaschutz staatliche Maßnahmen für weniger Straßenverkehr in Deutschland ab. "Die Lösung kann nicht sein, dass wir den Straßenverkehr in Deutschland einschränken", sagte er der "Bild am Sonntag". "Wir müssen klimaneutralen Verkehr auf der Straße ermöglichen, mit mehr E-Autos und CO2-neutralen Kraftstoffen, auch im Güterverkehr."
<br>...
}}
=== 10. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=taz
|Thema=zum Streit in der Ampel um die Planungsbeschleunigung im Verkehr
|Headline=Turbo für Autobahnen umstritten
|Untertitel=Im Streit in der Ampel um die Planungsbeschleunigung im Verkehr drängt die SPD auf eine Einigung. FDP und Grüne zoffen sich weiter.
|Autor=Nikola Endlich
|Ort=Berlin
|Link=https://taz.de/Ampel-Streit-um-Planungsbeschleunigung/!5905029/
|Text=Noch wenige Stunden vor dem Treffen im Kanzleramt hatte sich Volker Wissing im Dezember siegessicher gezeigt. Auf einer Pressekonferenz in seinem Ministerium am Invalidenpark in Berlin verkündete der Verkehrsminister kurzerhand, dass die Planungsbeschleunigung im Verkehrsbereich bei der nächsten Sitzung im Kabinett auf der Tagesordnung stehen würde.
Dann trafen sich Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne), Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Wissing im Kanzleramt, um sich über den Punkt zu einigen. Gekommen ist es dann bekanntlich anders. Die Ampel konnte sich nicht in dem Punkt einigen.
<br>...
}}
=== 13. Dezember 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Welt
|Thema=zum Streit in der Ampel um Autobahnen
|Headline=„Nicht akzeptabel“ – FDP und Grüne entzweien sich über Autobahnen
|Untertitel=
|Autor=Matthias Kamann
|Ort=Berlin
|Link=https://www.welt.de/politik/deutschland/article242659917/Ampel-Nicht-akzeptabel-FDP-und-Gruene-entzweien-sich-ueber-Autobahnen.html
|Text=Zwischen den Ampel-Partnern eskaliert ein Streit darüber, ob auch der Straßenbau von einfacherer Genehmigung profitieren darf. Die FDP wirft den Grünen vor, Infrastruktur-Pläne nach „gut“ und „schlecht“ einzuteilen. Die Öko-Partei wiederum hegt den Verdacht umweltschädlicher Trickserei.
<br>...
}}
=== 14. September 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Umweltbundesamt
|Thema=zu Emissionen im Straßenverkehr
|Headline=Spezifische Emissionen des Straßenverkehrs
|Untertitel=
|Autor=Umweltbundesamt
|Ort=Berlin
|Link=https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/emissionen-des-verkehrs#pkw-fahren-heute-klima-und-umweltvertraglicher
|Text=Pkw und Lkw sind effizienter geworden. So sanken die verkehrsleistungsbezogenen bzw. spezifischen Emissionen des Treibhausgases CO₂ bei Pkw um knapp 5 %, bei Lkw um mehr als 32 %. Weil aber mehr Lkw unterwegs sind, sind die absoluten direkten CO₂-Emissionen im Straßengüterverkehr heute um 17 % höher als 1995.
<br>...
}}
=== 25. August 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zu unzureichendem "Klimaschutz-Sofortprogramm" des Bundesverkehrsministeriums
|Headline=Wissings Klimaprogramm »schon im Ansatz ohne Anspruch«
|Untertitel=Vernichtendes Urteil des Klima-Expertenrats
|Autor=Arvid Haitsch und Jonas Schaible
|Ort=Berlin
|Link=https://www.spiegel.de/auto/volker-wissing-sofortprogramm-klimaschutz-laut-expertenrat-schon-im-ansatz-ohne-anspruch-a-3a43a818-9453-4101-8097-b0b59f968bdf
|Text=Deutschland verfehlt seine Klimaziele im Verkehr drastisch – und gibt sich keine Mühe, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Der Expertenrat Klima gibt Minister Wissing für sein Sofortprogramm eine glatte Sechs.
<br>...
}}
=== 13. Juli 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=ARD
|Thema=zu unzureichendem Klimaschutz-Plänen des Bundesverkehrsministeriums
|Headline=Wissings kleinster gemeinsamer Nenner
|Untertitel=Neue Klimaschutzmaßnahmen
|Autor=Daniel Pokraka
|Ort=Berlin
|Link=https://www.tagesschau.de/inland/wissing-klima-verkehr-auto-emissionen-101.html
|Text=Die neuen Klimaschutzmaßnahmen im Bau- und Verkehrssektor stehen in der Kritik - insbesondere die Pläne von Verkehrsminister Wissing. Experten glauben nicht, dass damit genug CO2 eingespart wird - und Wissing selbst wohl auch nicht.
<br>...
}}
=== 19. Februar 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=ntv
|Thema=zu unzureichendem Klimaschutz-Plänen des Bundesverkehrsministeriums
|Headline=Wissing warnt vor zu viel Klimaschutz
|Untertitel=Dürfen "Bogen nicht überspannen"
|Autor=ntv.de, chr/dpa
|Ort=Berlin
|Link=https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wissing-warnt-vor-zu-viel-Klimaschutz-article23139196.html
|Text=Die Bundesregierung unterstützt das europäische Klimaschutzprogramm "Fit for 55". Umweltministerin Lemke wünscht sich, dass Deutschland mit seinen Zielen sogar noch darüber hinausgeht, aber Verkehrsminister Wissing bremst. Zu ambitionierte Pläne hält die deutsche Gesellschaft demnach nicht aus.
<br>...
}}
=== 10. Januar 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=WurzelGRÜN
|Thema=zu unzureichendem Klimaschutz-Plänen des Bundesverkehrsministeriums
|Headline=Wissing warnt vor zu viel Klimaschutz
|Untertitel=Dürfen "Bogen nicht überspannen"
|Autor=
|Ort=Berlin
|Link=https://wurzel-gruen.de/
|Text=Die bundesweite Initiative Ausbaustopp hat sich auf der Bundesdeligiertenkonferenz (BDK) der GRÜNEN mit einer Protestnote zum Thema Verkehrswende eingebracht.
Hier das [https://wurzel-gruen.de/wp-content/uploads/2022/01/Initiative_Ausbaustopp_H264_lang.mp4 Video].
<br>...
}}
c7dd655ac59049fe1a7a8a8d83878f3e1a11c6d0
Bundesverkehrswegeplan
0
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2024-03-25T21:14:07Z
Volker
4
wikitext
text/x-wiki
[[Image:A 39 1976.jpg|thumb|30 Jahre [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn|Autobahnplanung]] ohne neue Ideen?<br>Kartenausschnitt BMV-St B 10-NK 76/1, Stand: 01.01.1976.]] Der '''{{PAGENAME}} (BVWP)''' ist der Ausgangspunkt im [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]].
Seit Mitte der siebziger Jahre legt der Bund diesen "verkehrsträgerübergreifenden Infrastrukturplan" vor. Er legt die Dringlichkeit von Projekten fest, berücksichtigt die zur Verfügung stehenden Mittel und setzt damit Prioritäten für Investitionsentscheidungen der öffentlichen Hand, z. B. den Bau von Autobahnen.
Allerdings bedeutet die Aufnahme eines Projekts in den Bundesverkehrswegeplan nur, dass es gebaut werden kann, nicht, dass es gebaut werden muss.
Der vorige BVWP 2003 plante bis ins Jahr 2015. Mit dem "[[Investitionsrahmenplan]]" ([[IRP]]) wird die Grobplanung des BVWP als Fünfjahresplan konkretisiert, z. Zt. gilt der IRP 2006 - 2010.
Der aktuelle BVWP 2030 aus dem Jahr 2016 plant bis 2030.
== BVWP 2003: Der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen ==
Teil des Bundesverkehrswegeplanes ist der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen. Er stellt den Bedarf fest für:
*die Erweiterung von Bundesautobahnen
*den Neubau von Bundesautobahnen
*Neubau und Erweiterung von Bundesstraßen einschließlich dem Bau von Ortsumgehungen
Die vorgenommene Feststellung des Bedarfs ist die Grundlage für den Neu- und Ausbau von Bundesfernstraßen. Sie ist verbindlich für die [[Linienbestimmung]] und die [[Planfeststellung]].
Der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen ist zwei Dringlichkeitsstufen eingeteilt:
* '''Vordringlicher Bedarf (VU = Überhang bzw. VN = Neue Vorhaben)'''<br>Für diese Maßnahmen besteht für die Straßenbauverwaltung ein uneingeschränkter Planungsauftrag: [[Linienfestlegung]], Detailplanung, [[Planfeststellung]] und Bauvorbereitung können eingeleitet oder weitergeführt werden.
* '''Weiterer Bedarf (WB)'''<br>Für Maßnahmen des "Weiteren Bedarfs" kann die Projektplanung in begründeten Ausnahmefällen mit Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums aufgenommen oder weiter betrieben werden.
Im Jahr 2010 fand eine [[Media:Bedarfsplan2010.pdf|Überprüfung des Bedarfsplans]] statt.
== Ausbau der A 39 (Stand BVWP 2003) ==
Mit weiteren Überprüfungen im Rahmen der Fortschreibung des Bedarfsplanes für die Bundesfernstraßen und Abstimmungen auf Ministerebene mit den Ländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen wurde letztlich die sogenannte "Hosenträgervariante", entwickelt. Sie besteht aus den folgenden Elementen:
* A14 Magdeburg – Wittenberge – Schwerin
* A39 Lüneburg – Wolfsburg
* B190n als Verbindung der A14 und A39
Der Bundestag hat die "Hosenträgervariante" mit der Verabschiedung des 5. Fernstraßenausbauänderungsgesetzes vom 4. Oktober 2004 in den "Vordringlichen Bedarf" des Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen aufgenommen. [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C9685400_N9684423_L20_D0_I5213350.html]
Die Planung der A39 bleibt im [[Investitionsrahmenplan]] bis 2010 weitestgehend unberücksichtigt: Das umstrittene Teilstück von Wolfsburg nach Lüneburg fehlt gänzlich, eine Finanzierung der A39 ist damit bis zur [[IRP]]-Neuauflage im Jahr 2011 offen.
== BVWP 2030 ==
Der [[Media:bvwp-2030-referentenentwurf.pdf|Referentenentwurf des BVWP 2030]] mit seiner [[Media:bvwp-2030-uebersicht-vorhaben-strasse.pdf|Übersicht seiner Straßenbau-Vorhaben]] von 2016 wurde nach einer Öffentlichkeitsbeteiligung trotz zahlreicher gut argumentierter Einwände praktisch unverändert als BVWP 2030 verabschiedet.
'''Beispiele:'''
[[Media:Leitfaden_Fernstraßen-Stellungnahme_BVWP 2015_gesamt-final.pdf|Leitfaden des BUND für Stellungnahmen]]
[[Media:Stellungnahme_BVWP-A20-A39.pdf|Gutachten RegioConsult im Auftrag der Grünen]]
[[Media:Stellungnahme_zum_BVWP-Entwurf_März 2016.pdf|Stellungnahme Volker Constien (BI Lüne-Moorfeld)]]
Die Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans erfolgte 2016, also nach dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015.
2021 musste die Bundesregierung (Große Koalition unter Angela Merkel) ihr Klimaschutzgesetz nach dem [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html Urteil des Bundesverfassungsgericht vom 24.03.2021] nachbessern.
Für die Bundesverkehrswegeplanung gilt weiterhin, dass alle 5 Jahre eine Bedarfsplanüberprüfung stattfindet, also 2021, sie wurde aber (vermutlich wegen der Bundestagswahl am 26.09.2021) verschoben.
Die nach der Bundestagswahl gebildete Ampel-Koalition formulierte in ihrem <b>Koalitionsvertrag</b> (Seite 48):
{{Kasten|„Wir streben einen neuen Infrastrukturkonsens bei den Bundesverkehrswegen an. Dazu werden wir parallel zur laufenden Bedarfsplanüberprüfung einen Dialogprozess mit Verkehrs-, Umwelt-, Wirtschafts- und Verbraucherschutzverbänden starten mit dem Ziel einer Verständigung über die Prioritäten bei der Umsetzung des geltenden Bundesverkehrswegeplan. Bis zur Bedarfsplanüberprüfung gibt es eine gemeinsame Abstimmung über die laufenden Projekte. Wir werden auf Basis neuer Kriterien einen neuen Bundesverkehrswege- und -mobilitätsplan 2040 auf den Weg bringen.“}}
Am 28.08.08.2021 forderte das [https://www.buendnis-verkehrsinitiativen.com/ Bündnis Verkehrsinitiativen] ein sofortiges [https://www.buendnis-verkehrsinitiativen.com/.cm4all/uproc.php/0/Forderungspapier%20280821.pdf?cdp=a&_=17b8bf6dbb1 Moratorium für den Neubau und Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen]
Am 07.10.2021 wurde ein vom [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-rechtsgutachten-bundesverkehrswegeplan-ist-verfassungswidrig-neue-bundesregierung-muss-fernstrassenbau-sofort-stoppen BUND beauftragtes Rechtsgutachten] veröffentlicht, nach dem der BVWP weder den EU-Vorgaben der Strategischen Umweltprüfung noch den Zielen des Pariser Klimaabkommens noch dem Artikel 20a des Grundgesetzes genügt (das Klimaschutzgesetz gab es ja bei der Verabschiedung des BVWP noch nicht).
Am 11.01.2022 forderte das Umweltbundesamt die [https://www.umweltbundesamt.de/themen/bundesverkehrswegeplanung-umwelt-klimafreundlich Bundesverkehrswegeplanung umwelt- und klimafreundlich zu gestalten].
2022 startete dann im Bundesverkehrsministerium die Bedarfsplanüberprüfung (intransparent). Für den geplanten Dialogprozess erhoben Naturschutzverbände vorab Forderungen. Am 02.12.2022 erfolgte die Auftaktveranstaltung mit einem Vortrag eines Vertreters des Bundesverkehrsministeriums, der darüber informierte, dass nicht entsprechend dem Koalitionsvertrag (siehe oben) über den BVWP 2030, sondern über den daran anschließenden Plan bis 2040 gesprochen werden sollte. Verständlicherweise waren die teilnehmenden Verbände darüber entsetzt.
Bei [https://www.greenlegal.eu/themen/bundesverkehrswegeplan/ Green Legal] gibt es Dokumente-Downloads u.a. mit einer Stellungnahme vom Juli 2022, dem [[Media:2022-11-02 Verbaendeforderungen Dialogprozess BVWP.pdf|Forderungspapier vom 02.11.2022]] (gemeinsam mit BUND, Deutscher Naturschutzring, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, NABU, und VCD) und dem [[Media:2022-12-15 2022-12-15 Verbändebrief Infrastrukturdialog.pdf|Offenen Brief zum Dialogprozess an den Bundesverkehrsminister vom 15.12.2022]] (Allianz pro Schiene, Bundesverband Carsharing, Bündnis Verkehrsintitiativen, Deutscher Naturschutzring, Die Güterbahnen, NABU, Parents For Future, VCD, Zukunft Fahrrad)
[https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/verkehrsinfrastruktur/32449.html NABU],
[https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/verkehrsinfrastruktur-dialogprozess-muss-klima-und-umweltziele-in-den-mittelpunkt-stellen/ BUND] und
[https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/infrastrukturdialog VCD]
haben ähnliche Seiten mit teilweise denselben Dokument-Downloads online gestellt.
Am 03.02.2023 veröffentlichte der VCD eine [https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/der-bundesverkehrswegeplan Presseerklärung zum BVWP] und verweist darin auf seinen [https://www.vcd.org/artikel/unser-gesetzesentwurf-fuer-ein-bundesmobilitaetsgesetz Entwurf für ein Bundesmobilitätsgesetz].
Am 26.02.2023 veröffentlichte die Denkfabrik "Agora Verkehrswende" [https://www.agora-verkehrswende.de/presse/pressemitteilungen/bundesverkehrswegeplanung-schleunigst-modernisieren/ Analysen zum BVWP und Reformvorschläge für die laufende Bedarfsplanüberprüfung]. Wünschenswert wäre, wenn diese durch das Bundesverkehrsministerium berücksichtigt würden statt weiter ohne ausreichende Berücksichtigung der EU-Vorgaben zur Strategischen Umweltprüfung und des Klimaschutzgesetzes zu arbeiten.
Ende März 2023 hat der Koalitionsausschuss der Ampel-Bundesregierung eine Woche nach der [https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/grundlagen-des-klimawandels/weltklimarat-ipcc/sechster-sachstandsbericht-des-weltklimarates-ipcc letzten Warnung des Weltklimarates] geplant, das Klimaschutzgesetz abzuschwächen und für bestimmte Autobahnprojekte beschleunigte Planung zu Lasten von Umwelt- und Artenschutz zu ermöglichen.
Am 8. November 2023 veröffentlichte Transport & Environment ein [https://www.transportenvironment.org/discover/mehr-kosten-als-nutzen-strasenbau-schadet-klima-wesentlich-starker-als-vom-verkehrsministerium-angenommen/ Gutachten], wonach das Bundesverkehrsministerium die Klimaschädlichkeit von Straßenbau ungefähr um den Faktor 7 unterschätzt.
Im Januar 2024 verdeutlichte das Bundesumweltamt in seiner [https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/kipppunkte-kaskadische-kippdynamiken-im-klimasystem Publikation "Kipppunkte und kaskadische Kippdynamiken im Klimasystem"] die dramatischen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels.
Am 18. März 2024 wiederholte der BUND seine [https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/planung-und-bau-von-verkehrsinfrastruktur-in-deutschland-zukunftsfest-und-zielorientiert-ausrichten Forderung nach einem Umdenken in der Verkehrspolitik].
<br><br>
'''Ein weiteres aktuelles, wesentlich stärker in der Presse thematisiertes Thema ist der aktuelle Streit in der Ampel-Koalition um Planungsbeschleunigung für Autobahn-Neu- und -Ausbau, dazu gibt es Beiträge unter [[Presse_überregional_2022-2023]].'''<br>
<br>
Nach dem [https://www.agora-verkehrswende.de/presse/newsuebersicht/verkehrssektor-verfehlt-2022-erneut-klimaziel/ Versagen des Bundesverkehrsministeriums bezüglich der Emissions-Reduktionsziele] und dem diesbezüglichen [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-klimaklage-bundesregierung-zu-mehr-klimaschutz-verurteilt Gerichtsurteil] spielt Bundesverkehrsminister Wissing nun auf Zeit und hofft durch eine Revision und Aufweichung der Sektorenverantwortung im Klimaschutzgesetz um wirksame Sofortmaßnahmen herumzukommen. Ihn nun aus der Verantwortung zu nehmen würde die notwendige Verkehrswende weiter verzögern, genau wie jeder weitere Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen, der auch dann falsche Anreize setzt, wenn man ihn "Engpassbeseitigung" nennt.
Mit der Planungsbeschleunigung und dem damit gesetzlich festgeschriebenen "überragenden öffentlichen Interesse" bringt man unausgewogene Abwägungen zulasten von Natur-, Arten- und Klimaschutz in die Planungsverfahren. Die Abwägungen sollten stattdessen gerecht erfolgen und berücksichtigen, dass die natürlichen Ressourcen immer knapper und damit wertvoller werden.
Bereits bei den LNG-Terminals hat sich gezeigt, dass durch das gesetzlich festgeschriebene "überragende öffentliche Interesse" weit [https://ieefa.org/articles/over-half-europes-lng-infrastructure-assets-could-be-left-unused-2030 über den realen Bedarf hinaus] geplant und gebaut wird.
Zur Planungsbeschleunigung haben mehrere Verbände (u.a. VCD, BUND, DUH) [https://backend.dnr.de/sites/default/files/Positionen/2020-11-Handlungsempfehlungen-Planungsbeschleunigung.pdf Vorschläge] erarbeitet, die die nicht auf Kosten der Natur gehen.
== Links ==
* [https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/bundesverkehrswegeplan-2030-gesamtplan.html Vollständiger Text des Bundesverkehrswegeplanes auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung]
* [[Nutzen-Kosten-Verhältnis|Wirtschaftlichkeitsberechnung der A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Aktuelles & Termine
0
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2024-04-10T20:01:44Z
Volker
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/* April 2024 */
wikitext
text/x-wiki
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'''<big>Termine</big>'''
{{Heute}} Zum Abgleichen hilfreich: [[Ferien]]termine.
{{Toc}}
= 2024 =
= Mai 2024 =
==== 10.-12.5.2024: Vernetzungs- und Protest-Radtour von Wolfsburg nach Lüneburg (entlang der geplanten A39-Strecke) ====
[[file:2023-05-10_a39-radtour.jpg|400px|link=https://a39-stoppen.de|10.-12.5.2024: Vernetzungs- und Protest-Radtour von Wolfsburg nach Lüneburg (entlang der geplanten A39-Strecke)]] Näheres (inkl. Kontaktaufnahme für Teilnahme) auf der [https://a39-stoppen.de Homepage]
= April 2024 =
====21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau ====
[[file:2024-04-21_fahrraddemo.jpg|300px|link=https://t.me/s/KeineA39/237 21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]] Näheres im [https://t.me/s/KeineA39/237 A39-Infokanal], bei [https://luene-blog.de/fahrrad-demo-gegen-a39-21-april-radtour-wolfsburg-lueneburg-10-12-mai-2024/ Lüneblog] und bei [https://www.instagram.com/p/C5Ye_bRMEoN/?igsh=MXBxNGlyMmExMmtybg Instagram] (5 Slides zum Weiterblättern)
[[file:2024-04-21_fahrraddemo2.jpg|300px|link=https://www.instagram.com/p/C5Ye_bRMEoN/?igsh=MXBxNGlyMmExMmtybg== 21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]] [[file:2024-04-21_fahrraddemo3.jpg|440px|link=https://www.instagram.com/p/C5Ye_bRMEoN/?igsh=MXBxNGlyMmExMmtybg== 21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]]
= März 2024 =
==== [https://t.me/s/FFF_lueneburg/356 1.3.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: FFF - Globaler Klimastreik] ====
= 2023 =
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==== [https://luene-blog.de/wald-statt-asphalt-banner-aktion-gegen-a39-am-1-oktober-2023 01.10.2023 12:00 Uhr, Lüneburg, Clamart-Park: Fahrraddemo zur Riesenbanner-Aktion in Hagen] ====
Teil der [https://wald-statt-asphalt.net/ausbaustopp-jetzt Aktionstage "Ausbaustopp jetzt" von "Wald statt Asphalt"]
<gallery>
Datei:2023-10-01_Banner-Aktion.jpg|[https://luene-blog.de/a39-banneraktion-zeigt-ort-der-geplanten-landschaftszerstoerung Hier geht's zum Bericht]
</gallery>
= September 2023 =
==== [https://t.me/s/FFF_lueneburg/318 15.09.2023 12 Uhr, Marktplatz Lüneburg: FFF - Globaler Klimastreik] ====
= April 2023 =
==== [https://t.me/s/KeineA39/172 23.04.2023 13 Uhr, Lüneburg, Bockelmannstraße (AGL / Tierheim): Fahrraddemo auf der A39]====
[https://www.google.de/maps/place/53%C2%B015'48.9%22N+10%C2%B025'28.2%22E genauer Startpunkt]
<gallery>
Datei:2023-04-23 Fahrraddemo1.jpg|Termin
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</gallery>
= März 2023 =
==== [https://t.me/FFF_lueneburg/296 03.03.2023 14 Uhr, Marktplatz Lüneburg: FFF - Globaler Klimastreik] ====
= 2022 =
= Juli 2022 =
==== 18.07.2022 Ende der Abgabefrist für Einwendungen ====
Ende der Abgabefrist für die Einwendungen im [http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Planfeststellungsverfahren#Zweites_Plan.C3.A4nderungsverfahren_2022 zweiten Planänderungsverfahren] für A39-Abschnitt 1
==== 17.07.2022: Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit ====
<gallery>
Datei:2022-07-17_Fahraddemo_800x800.jpg|Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit: 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg
</gallery>
Aktuelle Informationen auf Telegram: [https://t.me/s/KeineA39 https://t.me/s/KeineA39]
= 2021 =
== Oktober 2021 ==
==== 08.10.2021 bis 10.10.2021: Bundesweite Aktionstage ====
[https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/ Bundesweite Aktionstage für eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende und gegen Autobahn-Neubau]
<gallery>
Datei:Mobiwende2-Save-the-Date-1024x572.jpg|Bundesweite Aktionstage
Datei:2021-10-10_Fahrraddemo.jpg|Lüneburger Aktion
</gallery>
<big>'''Nach der Bundestagswahl 2021:'''</big>
'''Fahrraddemonstration "Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende jetzt!":'''
'''Am 10. Oktober''' wird auf der A39 gegen den Bau von Autobahnen protestiert.
Auftaktkundgebung: '''12 Uhr Marktplatz'''
Zwischenkundgebung auf der A39: 14-15 Uhr
Rückankunft und Ende auf dem Marktplatz: 16 Uhr
Hygienekonzept: Maske und 2 Meter Abstand.
Aktuelle Informationen auf Telegram: [https://t.me/s/KeineA39" https://t.me/s/KeineA39]
Die Aktion findet wie beim letzten Mal im Rahmen bundesweiter Aktionstage statt: [https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/ https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/]
== September 2021 ==
Bis 30.September besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer eigentlich für die Gestaltung des Lärmschutzdeckels gedachten Online-Beteiligung unsere Meinung zum Autobahn-Neubau vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe zu schreiben: [https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen]
Bitte macht alle mit.
=== 24.09.2021 FFF-Demo "Alle für's Klima ===
<gallery>
Datei:2021-09-24_AlleFuersKlima.jpg|Alle für's Klima
</gallery>
'''Globaler Klimastreik: ''' [https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/ https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/]
'''11 Uhr, Marktplatz Lüneburg'''
'''Seid alle dabei, es ist wichtig.'''
== Juni 2021==
==== 06.06.2021: Fahrraddemo auf der A39 ====
zusammen mit dem Klimakollekiv Lüneburg und vielen anderen Lüneburger Gruppen
im Rahmen der <br>
[http://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/ bundesweiten dezentralen Aktionstage für eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende und gegen Autobahn-Neubau]
<gallery>
Datei:2021-06-05_mobiwende_sp_web.jpg|Bundesweite Aktionstage
Datei:2021-06-06_Plakat-QR.jpg|Lüneburg-Aktion: Plakat
</gallery>
[https://t.me/keineA39 Keine-A39-Infokanal bei Telegram] oder [https://t.me/s/keineA39 direkt im Browser] (ohne Klick auf "Preview Channel")
== April 2021 ==
==== 17.04.2021: Fahrraddemo über die geplante A39-Trasse ====
zusammen mit dem Klimakollekiv Lüneburg und vielen anderen Lüneburger Gruppen
[[Media:Pressestatement_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Presse-Statement vom 17.04.2021 der BI Lüne-Moorfeld]]
[https://t.me/KeineA39 Keine-A39-Infokanal bei Telegram]
<gallery>
Datei:2021-04-17_sharePic01.jpg|Klimakollektiv Bild Fahrraddemo (veröffentlicht am 26.03.2021)
Datei:2021-04-17_shareText01.jpg|Klimakollektiv Text Fahrraddemo (veröffentlicht am 26.03.2021)
Datei:2021-04-17_sharePic02.jpg|Klimakollektiv Bild Hygienekonzept (veröffentlicht am 10.04.2021)
Datei:2021-04-17_shareText02.jpg|Klimakollektiv Text Hygienekonzept (veröffentlicht am 10.04.2021)
Datei:2021-04-17_sharePic03.jpg|Klimakollektiv Bild Route (veröffentlicht am 16.04.2021)
Datei:2021-04-17_shareText03.jpg|Klimakollektiv Text Route (veröffentlicht am 16.04.2021)
</gallery>
==== 07.04.2021: Auftaktveranstaltung zur Fahrraddemo am 17.04.2021 ====
über die geplante A39-Trasse, zusammen mit dem Klimakollekiv Lüneburg und vielen anderen Lüneburger Gruppen
[[Media:2021-04-07_Statements_zur_A39.pdf|Presse-Statements vom 07.04.2021 der beteiligten Gruppen]]
<gallery>
Datei:2021-04-08_LZ_Seite_6.jpg|Landeszeitung am 08.04.2021
</gallery>
= 2020 =
== Dezember 2020 ==
==== 12.12.2020: [[Presseberichte_Dezember_2020#Landeszeitung_zur_Fahrrad-Demo_auf_der_Ostumgehung|Fahrraddemo auf der Ostumgehung]] ====
Das Klimakollektiv Lüneburg hat eine Fahrrad-Demo für eine Verkehrswende und gegen Autobahn-Neubau, also auch gegen die A39 organisiert. Um auf die Ostumgehung zu dürfen musste erst geklagt werden. Dabei ist die geplante A39-Trasse der ideale Ort für eine Fahrrad-Demo gegen die A39-Planungen. <br>
'''Treffpunkt: 12 Uhr am Bahnhof'''
<br>
<br>
= [[Termin-Archiv|Ältere Termine]] =
Weiter zurück liegende Termine können im '''[[Termin-Archiv]]''' nachgelesen werden.
[[Kategorie:Organisatorisches]][[Kategorie:Aktionen]]
526ff3af6a549fa8a93e98278c96dc42454fcb41
Ferien
0
1241
1496
2024-04-10T20:02:50Z
Volker
4
Änderung 8261 von [[Special:Contributions/Poethom|Poethom]] ([[User talk:Poethom|Diskussion]]) rückgängig gemacht.
wikitext
text/x-wiki
{{Heute}}
* [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C4337381_L20.pdf Ferienordnung in Niedersachsen]
* ... und [http://www.kmk.org/service/ferien/ferien.htm in anderen Bundesländern].
[[Kategorie:Organisatorisches]]
cc761f862cbee6042778ea29c43af7b3e965ee1b
Hauptseite
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1
1
2024-04-12T13:59:31Z
MediaWiki default
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wikitext
text/x-wiki
<strong>MediaWiki wurde installiert.</strong>
Hilfe zur Verwendung und Konfiguration der Wiki-Software findest du im [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Help:Contents Benutzerhandbuch].
== Starthilfen ==
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Configuration_settings Liste der Konfigurationsparameter]
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:FAQ Häufige Fragen zu MediaWiki]
* [https://lists.wikimedia.org/postorius/lists/mediawiki-announce.lists.wikimedia.org/ Mailingliste zu neuen Versionen von MediaWiki]
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Localisation#Translation_resources Übersetze MediaWiki für deine Sprache]
* [https://www.mediawiki.org/wiki/Special:MyLanguage/Manual:Combating_spam Erfahre, wie du Spam auf deinem Wiki bekämpfen kannst]
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text/x-wiki
Keywords ,anonymous crypto sports betting,<br>Blog_Comment You can win up to $600 in sports betting before having to report your winnings to the IRS.<br>Anchor_Text ,anonymous crypto sports betting,<br>Image_Comment Using a VPN for sports betting is perfectly legal, and nobody in the U.S. has ever been prosecuted for doing so.<br>Guestbook_Comment Regular players can also take advantage of ongoing promotions, including reload bonuses, cashback offers, and exciting tournaments.<br>Category other<br>Micro_Message Therefore, we only included sites that have either various support channels or an efficient customer support service where users can easily resolve any type of inquiry.<br>About_Yourself 27 yrs old Office Assistant IV Stacee Laver, hailing from Picton enjoys watching movies like Downhill and Sailing. Took a trip to My Son Sanctuary and drives a Ferrari 250 GT California.<br>Forum_Comment You’ll find that many crypto sportsbooks are relatively new to the game, but BC.Game has been around since 2017.<br>Forum_Subject Best Bitcoin Betting Sites and Crypto Sportsbooks in the USA 2024<br>Video_Title Best Crypto Betting Sites Top Bitcoin Gambling Sites 2024 List<br>Video_Description If you want, beforehand, it may be beneficial to see if there are any sport welcome or free bet bonuses.<br>Preview_Image <br>YouTubeID <br>Website_title Blockchain's Impact on Sports Betting: Creating a Fairer Landscape<br>Description_250 One of the things that really sets Lucky Block apart is its massive game library.<br>Guestbook_Comment_(German) The demand for the best anonymous crypto casino experiences continues to rise as more individuals recognize the benefits and advantages of anonymous gambling platforms.<br>Description_450 With the growing popularity of cryptocurrencies and the desire for discretion, anonymous crypto casinos are poised to become the preferred choice for online gambling in the coming years.<br>Guestbook_Title Playbet io: The New Crypto Casino Promising Massive Wins & Top Bonuses<br>Website_title_(German) Playbet io: The New Crypto Casino Promising Massive Wins & Top Bonuses<br>Description_450_(German) That's why we have compiled a list of the best betting sites that accept Bitcoin to help you get started in the blink of an eye.<br>Description_250_(German) And in today's mobile-first world, it's essential that the site functions seamlessly across all devices, from desktop to smartphone.<br>Guestbook_Title_(German) Crypto Betting Sites 2024 Legal U S. Crypto Sportsbooks<br>Image_Subject Best Crypto Betting Sites 2024 Online Crypto Gambling List<br>Website_title_(Polish) Best Bitcoin Sports Betting Sites 2024 Bet with BTC Online<br>Description_450_(Polish) Stake is the go-to spot for crypto gamblers looking for the best of the best in online casino and sportsbook action.<br>Description_250_(Polish) Bookmark this page as we will be updating if this changes in the future.<br>Blog Title Playbet io: The New Crypto Casino Promising Massive Wins & Top Bonuses<br>Blog Description Best Crypto Betting Sites 2024 Online Crypto Gambling List <br>Company_Name ,anonymous crypto sports betting,<br>Blog_Name Best crypto betting sites US Top 10 bitcoin sportsbooks Business Insider Africa<br>Blog_Tagline Best crypto betting sites US Top 10 bitcoin sportsbooks Business Insider Africa<br>Blog_About 46 year-old Structural Analysis Engineer Walther Burnett, hailing from Owen Sound enjoys watching movies like Donovan's Echo and [https://jeux.ca/sp/top-5-des-meilleurs-casinos-pour-jouer-en-ligne/ порно чат онлайн бесплатно] Rowing. Took a trip to Historic City of Ayutthaya and drives a Duesenberg Model J Long-Wheelbase Coupe.<br>Article_title Best Bitcoin Sports Betting Sites 2024 Picks, Parlays & Odds<br>Article_summary This has resulted in a more diverse and exciting gaming landscape, offering everything from traditional casino games to innovative blockchain-based games.<br>Article It offers several benefits compared to traditional fiat currency poker. Firstly, Bitcoin poker allows for anonymous and secure transactions, ensuring privacy and protecting personal information. Crypto casinos leverage blockchain technology, ensuring transparency and fairness through provably fair games, while fiat casinos rely on centralized systems. Cloudbet stands as a prominent Bitcoin casino renowned for its comprehensive welcome package, valued up to 5 BTC.<br>The rapid rise of cryptocurrencies has resulted in an explosion in the number of Bitcoin betting sites that exist. We understand that so much choice can make it difficult to decide where to sign up and bet on your favourite sports, but we’re here to help. With a focus on scalability and high transaction output, TRON has steadily become a regular feature on many of the best betting sites in the world. Its delegated proof-of-stake consensus mechanism allows for plenty of transactions per second, meaning it's super convenient if you need to purchase a crypto before getting started. First released in 2012, it took Ripple some time to become a crypto you will regularly find on betting sites.<br>Additionally, we present top bitcoin [https://www.thesaurus.com/browse/casino%20Australia casino Australia] that also offers very good betting quotes. The decentralized nature of blockchain technology breaks down geographical barriers, granting global accessibility to sports betting platforms. Users can participate in betting activities [https://www.bitcoin.com/bitcoin-casino/ ,best free porn videos,] without being confined by borders, creating new avenues and markets for both operators and enthusiasts alike. Nevertheless, as it stands, crypto betting sites are legal for UK players. The only difference is that a local authority like the UKGC does not regulate it.<br>Some countries have explicitly banned online gambling or restricted it to state-operated platforms, which would include Bitcoin casinos. BTC Roulette is a cryptocurrency-based version of the classic casino game of roulette. It operates on the same principles as traditional roulette, but with the added benefit of using Bitcoin or other cryptocurrencies for betting. One of the significant advantages of BTC Roulette is the increased privacy and security it offers.<br>About_Me 53 yr old Senior Developer Wallie Sandland, hailing from Westmount enjoys watching movies like Not Another Happy Ending and Skateboarding. Took a trip to Humayun's Tomb and drives a Jaguar D-Type.<br>About_Bookmark 41 years old Programmer Analyst I Emma Josey, hailing from Le Gardeur enjoys watching movies like Only Yesterday (Omohide poro poro) and Beekeeping. Took a trip to Kalwaria Zebrzydowska: Pilgrimage Park and drives a Ferrari 250 GT Series 1 Cabriolet.<br>Topic ,anonymous crypto sports betting,
4131a46206dc224b847ae3683c26fb10342df27e
Planfeststellungsverfahren
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1152
2025-01-26T13:06:10Z
Volker
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wikitext
text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
| Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Autobahnbau der exakte Straßenverlauf unter Beteiligung von Fachbehörden, Trägern öffentlicher Belange, Bürgern etc. bestimmt.
Das P. durch die folgenden Gesetze geregelt:
* [[Verwaltungsverfahrensgesetz]], §§ 72-78 (Planfeststellungsverfahren)
* [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_17_Planfeststellung|Bundesfernstraßengesetz, § 17 (Planfeststellung)]]
* [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz#.C2.A7_3_-_Planfeststellungsverfahren|Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz, § 3 (Planfeststellungsverfahren)]]
|}
== Verfahren der Planfeststellung ==
# '''Planerstellung''' durch den Vorhabenträger
# '''Einreichen des Planes''' bei der zuständigen Genehmigungsbehörde ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 1 VwVfG])<br>Wurde eine eigene Anhörungsbehörde genannt, sind die Unterlagen dort einzureichen.
# '''Anhörungsverfahren''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 2 VwVfG])<br>Einholen von Stellungnahmen betroffener Behörden
# '''Öffentliche Auslegung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 3 VwVfG])<br>- Betroffene können Einwendungen einreichen, in speziellen Planungsfällen auch nicht direkt Betroffene<br>- Auf die Auslegung kann verzichtet werden, wenn der Kreis der Betroffenen bekannt ist und Gelegenheit zur Planeinsicht erhält<br>- Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind Einwendungen ausgeschlossen.<br>- Mit dem Beginn der öffentlichen Auslegung gilt eine Veränderungssperre, nach der wesentlich wertsteigernde oder das Vorhaben wesentlich erschwerende Veränderungen untersagt sind.
# '''Erörterung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__72.html § 72 Abs. 6 VwVfG])<br>- Erörterungstermin muss rechtzeitig bekannt gegeben werden<br>- An der Erörterung sollen Genehmigungsbehörde, Vorhabenträger, berührte Behörden, Betroffene und evtl. weitere schriftlich Einwendende teilnehmen
# '''Weiterleitung der Anhörungsergebnisse''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 9 VwVfG])<br>Die Anhörungsbehörde gibt eine Stellungnahme zum Anhörungsergebnis ab und leitet fristgebunden Stellungnahmen, die Planung und nicht erledigte Einwendungen an die Planfeststellungsbehörde weiter.
# '''Planfeststellungsbeschluss''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__74.html § 74 VwVfG])<br>- Der Planfeststellungsbeschluss ergeht durch die Planfeststellungsbehörde ohne Fristbindung als Verwaltungsakt<br>- Die Behörde hat umfassendes Planungsermessen, es gilt das Abwägungsgebot<br>- der Planfeststellungsbeschluss hat Konzentrationswirkung, d.h. in seinem Rahmen werden auch untergeordnete Genehmigungsverfahren (z.B. Baugenehmigungsverfahren) mit erledigt, d.h. mit Vorliegen des Beschlusses erhält das Projekt die Baureife.
== Planfeststellungsverfahren und Planfeststellungsbeschluss für die A 39 ==
Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] Ende 2008 wird das P. eingeleitet werden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wäre dann frühestens 2011, möglicherweise erst 2013 zu rechnen.
Der Planfeststellungsbeschluss kann von den Betroffenen
beklagt werden, sofern sie im Verfahren
Einwendungen vorgebracht haben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Auch wenn wir bis hierhin (vergeblich?) gegen den Bau der A39 gekämpft haben sollten, bleibt eine geringe Hoffnung, dass unsinnige Verkehrsprojekte auch in dieser vermeintlich abschließenden Planungsphase noch verworfen werden können, wie die folgenden Beipiele zeigen:
* '''Transrapid:''' ''"Nach Abschluss der [[Raumordnungsverfahren]] konnten 1998 die Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.<br>Im Januar 2000 lag dann der erste Planfeststellungsbeschluss vor.<br>Nur einen Monat später, Anfang Februar 2000, kippte die 1998 ins Amt gekommene rot-grüne Bundesregierung die Strecke Hamburg – Berlin. Ihr Argument: Die Strecke sei mit 8,4 Mrd. DM zu teuer geworden."'' [http://home.arcor.de/contrarapid/koenigshofen20011212.pdf#search=%22Raumordnungsverfahren%20abschluss%2039%22]
* '''Elbbrücke:''' Unter Hinweis auf einen groben Verfahrensfehler hat im Juni 2007 das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Elbbrücke Neu Darchau aufgehoben. Begründung: Der planende Landkreis Lüneburg ist nicht zuständig für das mitbetroffene Gebiet des Landkreises Lüchow-Dannenberg.
== Einwendungen im Planfeststellungsverfahren 2012 ==
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2012 ===
Im Planfeststellungsverfahren für den Planungsabschnitt 1 (Lüneburg) sind die Planungsunterlagen auf der Internet-Seite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einsehbar:
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=21197&article_id=105759&_psmand=135
Für Ihre Einwendungen gegen die A39 finden Sie einige Ideen in folgendem Dokument, bedienen Sie sich gerne.
https://docs.google.com/document/d/13NACyn1B2adCY1F-UHm0OK7h0tg3vmKoHmboZzNQols <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_2012.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen 2012.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2012 ===
Am 27. Juni 2012 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2012-06-25_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2012-06-26_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_Volker_Constien.pdf|Einwendungen von Volker Constien]]
[[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten.pdf|Dr. Helmut Riesner: Kritische Wertung des luftschadstofftechnischen Gutachtens]] und [[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten_Anlagen.pdf|zugehörige Anlagen]]
== Planänderungsverfahren 2017 ==
Aufgrund der eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen hat die Vorhabenträgerin Änderungen der ursprünglichen Planung beantragt.
Gegenüber der bisherigen Planung erhält der Abschnitt 1 der A 39 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einen durchgehenden Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung auf einer weiteren Länge von vier Kilometern als zusätzlichen Fahrstreifen zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord (L 216) und Erbstorfer Landstraße. Ferner wurden die Verkehrsuntersuchung auf den Prognosehorizont 2030 fortgeschrieben und die Schall- sowie Luftschadstofftechnischen Untersuchungen aktualisiert. Die Entwässerungsplanung wurde überarbeitet. Neu in die Planunterlagen eingefügt wurden ein Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie, ein Baulärmgutachten sowie eine Schalltechnische Untersuchung zur Ermittlung der Lärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz.
Daneben wurden Unterlagen für die Errichtung des in diesem Planfeststellungsabschnitt vorgesehenen Stützpunktes einer Autobahnmeisterei, die im Bereich der AS B 216, auf der Dreiecksfläche zwischen der A 39, B 216 und der L 221, angeordnet ist, neu eingefügt. Die Umweltbegleitplanung wurde auf Basis aktualisierter Bestandsdaten fortgeschrieben und angepasst.
Die Planänderungen und Ergänzungen sind in der Planunterlage 00_b (Beschreibung der Änderungen der Planfeststellungsunterlagen) zusammengefasst dargestellt.
Das Planfeststellungsänderungsverfahren wurde am 4. August 2017 eingeleitet. Beachten Sie hierzu auch die Presseinformation des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.
Die öffentliche Auslegung der geänderten und ergänzten Planunterlagen ist durch die Planfeststellungsbehörde bei der Hansestadt Lüneburg, der Gemeinde Adendorf, der Samtgemeinde Bardowick und der Samtgemeinde Gellersen für den Zeitraum
vom 28. August 2017 bis einschließlich 27. September 2017
veranlasst worden. Weiterhin ist in diesem Zeitraum auch in den Gemeinden Seevetal und Stelle sowie bei der Stadt Winsen/ Luhe die Auslegung der Planunterlagen vorgesehen. Diese Kommunen sind von mehr als nur geringfügigen Verkehrslärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz betroffen.
Die betroffene Öffentlichkeit hat innerhalb einer auf sechs Wochen verlängerten Frist nach Ablauf der Auslegung, also bis einschließlich 8. November 2017, Gelegenheit zur Äußerung. Äußerungen, die im Anhörungsverfahren zu den ursprünglichen Planunterlagen von 2012 vorgetragen wurden, bleiben weiterhin Gegenstand des laufenden Planfeststellungsverfahrens.
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2017 ===
Die Planunterlagen können unter https://uvp.niedersachsen.de/documents/ingrid-group_ige-iplug-ni/AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0/Planunterlagen.zip heruntergeladen werden.
Bitte schreiben Sie eine Einwendung. Nur so können Sie ihre Rechte in einer eventuellen späteren Klage wahren.
Eine Vorlage für ein Anschreiben und Vorformulierungen einiger interessanter Einwendungspunkte finden Sie unter https://docs.google.com/document/d/1xnXHbHSnqq_9thGRaafPgk5eUjqkjb-q8Fq_VIvloig <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_von_2017.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen von 2017.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2017 ===
Am 8. November 2017 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2017-11-06_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
Dieses Dokument enthält mehrere Verweise auf ältere Dokumente und auf folgende Dokumente aus dem Jahr 2017:
[https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809| Untersuchung vom 18.10.2017 zum Rückgang der Insektenbestände in westeuropäischen Schutzgebieten (75 % Rückgang in 27 Jahren)]
[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/121/1812195.pdf| Antwort der Bundesregierung vom 2.5.2017 auf eine Kleine Anfrage zum Rückgang der Vogelbestände in Deutschland]
[https://www.lzplay.de/index.php/2017/07/12/schwarzstorch-flaniert-durch-erbstorf/| Landeszeitung Lüneburg am 12.7.2017 über Schwarzstorch-Sichtung in Erbstorf]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrslaerm/strassenverkehrslaerm| Informationen des Umweltbundesamtes vom 23.8.2017 zu Straßenverkehrslärm]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide| Informationen des Umweltbundesamtes vom 17.10.2016 zu Stickoxiden]
[[Media:2017-10-22_A39_Einwendung_Dr._Gade.pdf|Einwendungen A39 Abschnitt 1 vom 22.10.2017 von Dr. Christian Gade (Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde aus Moorfeld)]]
=== Erörterung 2020 ===
Ein Erörterungstermin war bereits für den 24. bis 26 oder (falls nötig) 27. März 2020 angesetzt, er sollte in der Lüneburger Ritterakademie stattfinden, musste aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die Corona-Krisen-Gesetzgebung ermöglichte der Planungsbehörde, den Erörterungstermin durch eine Online-Konsultation zu ersetzen. Den Einwendern von 2017 wurde ein ungefähr auf den jeweiligen Einwender passender Auszug aus der [[Media:A39_BA_1_Gesamterwiderung.pdf|Gesamterwiderung]] zugesandt, die aktualisierten Planungsunterlagen wurden vom dann durfte nochmal schriftlich zu dem dann einmalig schriftlich Stellung genommen werden durfte. Eine Diskussion wie in einem Erörterungstermin kann so natürlich nicht stattfinden. Interessierte können folgende Stellungnahmen anschauen:
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 BI Lüne-Moorfeld.pdf|Stellungnahme der BI Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Stellungnahme von Volker Constien]]
Bei der Erstellung dieser Stellungnahmen haben andere Bürgerinitiativen gegen die A39 sowie der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39 massiv unterstützt.
Erst nach 11 Monaten, am 9. August 2021, kam die Erwiderung der Planungsbehörde zusammen mit der Stellungnahme der Planfeststellungsbehörde. Es werden mehrere neue Planungsunterlagen angekündigt, zu denen eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist. Auch die Richtlinien für Lärmschutz von 2019, die im März 2021 die uralten Richtlinien für Lärmschutz von 1990 abgelöst haben, werden eingearbeitet.
Unklar ist, ob es aufgrund der anstehenden Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans überhaupt noch zu einer weiteren Auslegung der neuen Planungsunterlagen kommen wird, oder ob die Planungen für die A39 schon vorher beendet werden. Denn die A39 ist eine der unwirtschaftlichsten Autobahn-Neubauplanungen und die Unterlassung ihres Baus und die damit erreichbare Ersparnis an Flächenversiegelung ist aus Klimaschutzgründen vorzuziehen.
== Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel 2021 ==
Der „Ideen-Countdown“ für den „Gestaltungsdialog Lüneburger Deckel“ läuft noch bis zum 30. September. Bis dahin gibt es eine gute Möglichkeit, den Planenden recht freundlich unsere Meinung zum Autobahn-Neubau auch im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe mitzuteilen.
Interessierte können sich den [[Media:2021-09-17 GestaltungsdialogVC.pdf|Anmelde-Text von Volker Constien]] anschauen oder die [[Media:2021-09 GestaltungsdialogEinAnwohner.jpg|Anmeldung eines Anwohners]]
Bitte machen auch Sie mit: https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen
Angekündigt war die Veranstaltung schon in der Landeszeitung vom 24. Juli: http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Presseberichte_Juli_2021#24._Juli_2021
Es wurde fleißig weiter geplant, Ideen von Bürgern gesammelt, daraus "nachhaltige" Konzepte entwickelt und mit guter Kommunikation inkl. Einladung zur Besichtigung des A7-Deckels in Stellingen "den Bürger" mitzunehmen.
== Zweites Planänderungsverfahren 2022 ==
Die Dokumente der zweiten Änderung der Planungsunterlagen werden zwischen 18. Mai und 17. Juni öffentlich ausgelegt.
Online sind sie während der Auslegungszeit zugänglich beim [https://uvp.niedersachsen.de/trefferanzeige?docuuid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-ni&docid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0 Niedersächsischen UVP-Portal] und bei der
[https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=3727 Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr].
Nach der Auslegungszeit bleibt eine Kopie der Planunterlagen weiterhin zugänglich unter [https://mega.nz/fm/xL4Q1brR diesem Link].
Die Frist für Einwendungen endet am 18. Juli.
Näheres in der [https://www.hansestadtlueneburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-8243/16493_read-87115 Bekanntmachung der Stadt Lüneburg].
Die BI Lüne-Moorfeld ruft dazu auf, an dem Verfahren zu beteiligen und bis zum 18. Juli 2022 Einwendungen einzureichen.
Nehmt in eurem Einwendungsschreiben diesmal gerne auch Bezug auf:
* das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015
* den danach beschlossenen, diesem Abkommen jedoch nicht entsprechenden Bundesverkehrswegeplan von 2016
* das [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts] vom 24. März 2021
* das [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-rechtsgutachten-bundesverkehrswegeplan-ist-verfassungswidrig-neue-bundesregierung-muss-fernstrassenbau-sofort-stoppen Gutachten des BUND] von 2021 zu diesem Sachverhalt
'''Am Tag vor Ende der Abgabefrist gibt es eine
<gallery>
Datei:2022-07-17_Fahraddemo_800x800.jpg|[https://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=Aktuelles_%26_Termine#17.07.2022:_Fahrraddemo_f.C3.BCr_Klimagerechtigkeit| Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit]
</gallery>'''
Hier sind die [[Media:2022-07-07 Einwendungen A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Einwendung von Volker Constien]] und die [[Media:2022-07-15 Einwendung 2PFV DP.pdf|Einwendung von Doris Paland]].
Am 22./23.06.2023 fand ein Erörterungstermin statt, hier ist die [[Media:2023-06-23_Niederschrift_Erörterung.pdf|Niederschrift]].
== Planfeststellungsbeschluss 2024/2025 ==
Am 18.12.2024 wurde die Planfeststellung beschlossen, darüber wurde am 17.01.2025 informiert [https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/uber_uns/presse/presseinformationen/planfeststellungsbeschluss-fur-1-bauabschnitt-der-a-39-liegt-vor-238790.html| beim Niedersächsischen Verkehrsministerium] und [https://luene-blog.de/planfeststellungsbeschluss-a39-lob-spd-cdu-kritik-klimakollektiv-lueneburg/| bei Lüne-Blog].
<br>
Die Dokumente sind vom 22.01.2025 bis 04.02.2025 öffentlich ausgelegt und online abrufbar [https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=6211| bei der NLStbV].
<br>
Bis zum 04.03.2025 kann beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht werden.
Der BUND Landesverband Niedersachsen würde das tun, benötigt dafür aber ca. 60000 - 80000 €.
Der BUND Regionalverband Elbe-Heide stellt sein Konto als Spendenkonto zur Verfügung: [https://www.bund-elbe-heide.de/service/meldungen/detail/news/keine-a-39-auch-nicht-durch-lueneburg-spendenaufruf/| Spendenaufruf des BUND Regionalverbands Elbe-Heide] und [https://t.me/KeineA39/307| im A39-Infokanal]
<b>Alle sind aufgerufen, beim Sammeln von Spenden zu helfen bzw. selbst zu spenden.</b>
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[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Tunnel
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== Ist eine A-39-Tunnelvariante durch Lüneburg realistisch? ==
=== Anfrage an das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ===
'''MdL [[Andreas Meihsies]] ([[Die Grünen]])''': Seitdem kürzlich die [[Vorzugsvariante]] der A 39
vorgestellt wurde, wird u. a. von SPD-Abgeordneten
aus der Region Lüneburg eine Tunnelvariante
durch Lüneburg diskutiert. Demnach soll
durch einen langen Tunnel ein Großteil des
Trassenverlaufs über das Lüneburger Stadtgebiet
unterirdisch erfolgen. Dadurch sollen Konflikte
entschärft und Raumwiderstände aufgelöst
werden.
Ich frage die Landesregierung:
#Hält die Landesregierung eine Untertunnelung großer Teile des Lüneburger Stadtgebiets für realistisch?
#Welche Mehrkosten wären mit einer Tunnelvariante für Lüneburg verbunden?
#Erwartet die Landesregierung, dass noch vor der [[Kommunalwahl]] am 10. September ein neuer Trassenverlauf der A 39 im Bereich Lüneburg vorgelegt wird?
=== Antwort vom 13. Juli 2006 ===
{{Kasten|1=
Zu 1: Diese Fragestellung ist im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s abzuarbeiten und in der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] zu entscheiden und wird im [[Linienbestimmung]]sverfahren durch den Bund abschließend geprüft.
Zu 2: Die Baukosten für eine offene Tunnelbauweise
oder eine Tunnelbauweise im bergmännischen
Vortrieb schwanken erheblich. Als Durchschnittswerte
werden genannt:
a) Kosten Tunnel offene Bauweise
pro lfd. 100 m: ca. 5,7 Millionen Euro
b) Kosten Tunnel bergmännische
Bauweise
pro lfd. 100 m: ca. 11,0 Millionen Euro
c) Kosten Strasse pro
lfd. 100 m: ca. 0,6 Millionen Euro
Mehrkosten pro lfd. 100 m Tunnel/100 m Strasse:
a) 5,1 Millionen Euro
b) 10,4 Millionen Euro
Die detaillierte Ermittlung der Baukosten für ein
Tunnelbauwerk ist erst dann möglich, wenn die
Baugrundverhältnisse und die sich daraus ergebenden
Bauverfahren exakt bekannt sind.
Zu 3: Der Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s
und die [[landesplanerische Feststellung]] werden
Ende 2006/Anfang 2007 erwartet.
[http://www.landtag-niedersachsen.de/steno/steno%5F15%5FWP/endber096.pdf]
}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
731a07ffbf890cb633689441aba1632c0759030b
Aufkleber
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text/x-wiki
* [[Media:Ich liebeLueneburg.pdf|Entwurf]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
e4019758e3418988ad190fcac502ab21f57c2339
Autobahn GmbH
0
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Zum 1. Januar 2020 hat die staatliche Autobahn GmbH die Planung, den Betrieb und die Instandhaltung der Bundesautobahnen übernommen. Der Übergang von den Landesbehörden für Straßenbau und Verkehr zur bundeseigenen Autobahngesellschaft hat sich als problematisch und nicht perfekt durchdacht erwiesen. Im Vergleich zu den diesen Kosten sind die von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in die Ausländer-Maut versenkten 500 Mio. € "Peanuts".
{{Kasten gelb|
'''Die Außenstelle Lüneburg''' der Autobahn GmbH ist eine von vieren der Niederlassung Nord mit Sitz in Hamburg. Bundesweit
gibt es zehn Niederlassungen mit 41 Außenstellen.
'''Der Niederlassung Nord''' mit ihren rund 700 Mitarbeitern obliegt das Planen, Bauen und Instandhalten der Autobahnen
in Norddeutschland über Ländergrenzen hinweg. Zuständig ist die Niederlassung für 756 Kilometer Streckennetz, 1400
Brücken und zehn Autobahnmeistereien.
'''Bundesweit betreuen''' fast 15 000 Mitarbeiter der Autobahn GmbH ein Streckennetz von rund 13 000 Kilometern, gemanagt werden derzeit mehr als 6300 laufende Projekte.
}}
{| class="wikitable" border="1"
|-
| [[Presseberichte_Oktober_2020|Presseberichte September 2020]]
| Erwähnung der Autobahn GmbH in {{Spiegel}} im Rahmen eines Artikels
über die Befragung des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer
im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Ausländer-Maut
|-
| [[Presseberichte_Oktober_2020|Presseberichte Oktober 2020]]
| {{Spiegel}}: Rechnungshof rügt Verkehrsminister
|-
| [[Presseberichte_November_2020|Presseberichte November 2020]]
| {{Spiegel}} zum Sanierungsstau bei den Autobahnen
|-
| [[Presseberichte_Dezember_2020#ZDF_zur_Autobahn_GmbH|Presseberichte Dezember 2020]]
| Frontal 21: Das Debakel um die Autobahn GmbH
|-
| [[Presseberichte_Januar_2021|Presseberichte Januar 2021]]
| {{Spiegel}}: Strukturreform bringt keine Einsparungen
|-
| [[Presseberichte_März_2021|Presseberichte März 2021]]
| {{Spiegel}}: Rechnungshof kritisiert Autobahnreform
|-
| [[Presseberichte_April_2021#Landeszeitung_zur_L.C3.BCneburger_Niederlassung_der_Autobahngesellschaft|Presseberichte April 2021]]
| {{LZ}} zur Lüneburger Niederlassung der Autobahn GmbH
|}
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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== Beschreibung ==
Informationen des Umweltbundesamtes zu Straßenverkehrslärm
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== Beschreibung ==
Informationen des Umweltbundesamtes zu Straßenverkehrslärm
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== Beschreibung ==
Das zur Stellungnahme der Stadt Lünebur gehörende Verkehrsgutachten
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== Beschreibung ==
Das zur Stellungnahme der Stadt Lünebur gehörende Verkehrsgutachten
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== Beschreibung ==
Emailwechsel mit dem Versuch, die Verkehrszahlen von 2007 zu erfragen
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== Beschreibung ==
Emailwechsel mit dem Versuch, die Verkehrszahlen von 2007 zu erfragen
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== Beschreibung ==
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Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Prognose 2015
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Ergebisse der Überprüfung der Bedarfspläne für die Bundesschienenwege und die Bundesfernstraßen vom 11.11.2010
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Ergebisse der Überprüfung der Bedarfspläne für die Bundesschienenwege und die Bundesfernstraßen vom 11.11.2010
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Kleine Anfrage von Miriam Staudte vom 6.8.2009 an die Niedersächsische Landesregierung zur schriftlichen Beantwortung
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== Beschreibung ==
Kleine Anfrage von Miriam Staudte vom 6.8.2009 an die Niedersächsische Landesregierung zur schriftlichen Beantwortung
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Detlef
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Detlef
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild Landeszeitung 20.1.2012
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== Beschreibung ==
Bild Landeszeitung 20.1.2012
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Volker
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== Beschreibung ==
Statements der Beteiligten Gruppen am 7.4.2021
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Statements der Beteiligten Gruppen am 7.4.2021
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Bild 1 LZ 3.3.2012
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== Beschreibung ==
Bild 1 LZ 3.3.2012
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Frank
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Volker
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Jpfiedler
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Bild 1 LZ 4.11.2010
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild 1 LZ 4.11.2010
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Frank
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Volker
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Volker
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== Beschreibung ==
Stellungnahmen der NLStBV und der Polizei zu Tempo 80 auf der Ostumghung
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Stellungnahmen der NLStBV und der Polizei zu Tempo 80 auf der Ostumghung
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Stefan.Becker
8
== Beschreibung ==
Wer mag, kann meinen Einwand lesen. Vielleicht findet manche(r) ja eine Anregung für den eigenen.
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Wer mag, kann meinen Einwand lesen. Vielleicht findet manche(r) ja eine Anregung für den eigenen.
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Jpfiedler
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Detlef
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Volker
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Bild 1 LZ 1.12.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild 1 LZ 1.12.2009
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Volker
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OD
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== Beschreibung ==
Quelle:
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Quelle:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/c/cc/Chaplin%26kids.png
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Volker
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== Beschreibung ==
Text-Vorlage für das Web-Formular für die Nachricht an die Mitglieder der Bundestags-Ausschüsse für Verkehr, Finanzen und Umwelt
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Text-Vorlage für das Web-Formular für die Nachricht an die Mitglieder der Bundestags-Ausschüsse für Verkehr, Finanzen und Umwelt
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Jpfiedler
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Jpfiedler
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== Beschreibung ==
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== Beschreibung ==
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Volker
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== Beschreibung ==
Antwort der Bundesregierung vom 2 Mai 2017 auf eine Kleine Anfrage
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Antwort der Bundesregierung vom 2 Mai 2017 auf eine Kleine Anfrage
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Volker
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Volker
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== Beschreibung ==
Fahrrraddemo am 10. Oktober 2021
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Fahrrraddemo am 10. Oktober 2021
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Jpfiedler
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== Beschreibung ==
Plakat zur Aktion "Menschenkette gegen die A39" am 24.06.2006
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Plakat zur Aktion "Menschenkette gegen die A39" am 24.06.2006
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Volker
4
== Beschreibung ==
Anschreiben an das Bundesverkehrsministerium, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Anschreiben an das Bundesverkehrsministerium, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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Jpfiedler
5
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text/x-wiki
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Frank
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Detlef
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Volker
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== Beschreibung ==
Pressesatement der BI Lüne-Moorfeld anlässlich der Fahrraddemo am 17. April 2021
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Pressesatement der BI Lüne-Moorfeld anlässlich der Fahrraddemo am 17. April 2021
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Detlef
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Frank
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Detlef
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Volker
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== Beschreibung ==
Antwortschreiben von MDB Schröder an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 12.12.1979
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Antwortschreiben von MDB Schröder an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 12.12.1979
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Volker
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Detlef
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Detlef
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Jpfiedler
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== Beschreibung ==
Dezent präsent!
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Dezent präsent!
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Jpfiedler
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Volker
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== Beschreibung ==
Einwand im Raumordnungsverfahren: BI Mechtersen
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Einwand im Raumordnungsverfahren: BI Mechtersen
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Volker
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text/x-wiki
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild 2 LZ 4.11.2010
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild 2 LZ 4.11.2010
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Detlef
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text/x-wiki
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild LZ 27.8.2010
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 27.8.2010
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Jpfiedler
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text/x-wiki
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Detlef
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Volker
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Frank
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Jpfiedler
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Volker
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== Beschreibung ==
Ich finde, wir sollten das Dachverbands-Plakat integrieren. Hier die Version mit dem Dachverbands-Plakat auf der linken Seite
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ich finde, wir sollten das Dachverbands-Plakat integrieren. Hier die Version mit dem Dachverbands-Plakat auf der linken Seite
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Jpfiedler
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Achim
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Detlef
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Detlef
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Volker
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Detlef
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== Beschreibung ==
Raumordnungsverfahren zur A 39
Stellungnahme zur
schalltechnischen Untersuchung
Bereich Lüneburg
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Stadt Lüneburg
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Raumordnungsverfahren zur A 39
Stellungnahme zur
schalltechnischen Untersuchung
Bereich Lüneburg
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Stadt Lüneburg
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Detlef
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild LZ 18.2.2010
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 18.2.2010
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Frank
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Volker
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Detlef
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Volker
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== Beschreibung ==
Vorlage für den Tagesordnungspunkt "Tempo 80 auf der Ostumgehung" für die Sitzung des Verkehrsausschusses des Lüneburger Rates am 7.12.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Vorlage für den Tagesordnungspunkt "Tempo 80 auf der Ostumgehung" für die Sitzung des Verkehrsausschusses des Lüneburger Rates am 7.12.2009
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Volker
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== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Erläuterungsbericht
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Erläuterungsbericht
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Detlef
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== Beschreibung ==
Raumordnungsverfahren zur A 39
Stellungnahme zur
Verkehrsuntersuchung
Auftraggeber: Stadt Lüneburg
Auftragnehmer: Ingenieurgemeinschaft Dr.-Ing. Schubert
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Raumordnungsverfahren zur A 39
Stellungnahme zur
Verkehrsuntersuchung
Auftraggeber: Stadt Lüneburg
Auftragnehmer: Ingenieurgemeinschaft Dr.-Ing. Schubert
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Detlef
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Gpk
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Jpfiedler
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Jpfiedler
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild 2 LZ 1.12.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild 2 LZ 1.12.2009
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Volker
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== Beschreibung ==
Anmerkungen zum Ergebnisbericht der NKV-Berechnung VUNO 2008, IVV-Ingenieurgruppe, Aachen
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Anmerkungen zum Ergebnisbericht der NKV-Berechnung VUNO 2008, IVV-Ingenieurgruppe, Aachen
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Detlef
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Detlef
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== Beschreibung ==
Analyse der NKV-Berechnung VUNO 2008
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Analyse der NKV-Berechnung VUNO 2008
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Volker
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== Beschreibung ==
Das Dokument enthält Anmerkungen zu den ersten 100 von 300 Seiten der Landesplanerischen Feststellung zum Raumordnungsverfahren für die A 39.
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Das Dokument enthält Anmerkungen zu den ersten 100 von 300 Seiten der Landesplanerischen Feststellung zum Raumordnungsverfahren für die A 39.
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Volker
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== Beschreibung ==
Excel-Tabelle von 2009 mit VUNO- und NKV-Daten
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Excel-Tabelle von 2009 mit VUNO- und NKV-Daten
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== Beschreibung ==
Bild LZ 13.5.2011
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 13.5.2011
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== Beschreibung ==
Anschreiben an den Bundesrechnungshof, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Anschreiben an den Bundesrechnungshof, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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== Beschreibung ==
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig vom 7.3.2007
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig vom 7.3.2007
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== Beschreibung ==
Niederschrift des Erörterungstermins vom 11.11.1980
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Niederschrift des Erörterungstermins vom 11.11.1980
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text/x-wiki
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Datei:2012-06-26 Einwendungen A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf
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== Beschreibung ==
Einwendungen von Volker Constien gegen die Planung des Abschnitts 1 der A39
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Einwendungen von Volker Constien gegen die Planung des Abschnitts 1 der A39
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ, 18.6.2010
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== Beschreibung ==
Planung der Ostumgehung Lüneburg 1979/1980: Planfeststellungsbeschluss 2. Abschnitt
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Planung der Ostumgehung Lüneburg 1979/1980: Planfeststellungsbeschluss 2. Abschnitt
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 18.9.2009
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== Beschreibung ==
Ausschnitt aus [[Media:Plan Ostumgehung 1.pdf]]
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== Beschreibung ==
Ausschnitt aus [[Media:Plan Ostumgehung 1.pdf]]
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Frank
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Jpfiedler
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text/x-wiki
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Datei:A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen von 2017.pdf
6
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Volker
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Henning
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Detlef
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Detlef
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild LZ 14.04.2011
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 14.04.2011
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Volker
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== Beschreibung ==
Importing file
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Importing file
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Detlef
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Detlef
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Detlef
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Datei:2017-10-18 Rückgang Insekten.pdf
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Volker
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== Beschreibung ==
Untersuchung zum Rückgang der Insekten um 76 % in 27 Jahren
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Untersuchung zum Rückgang der Insekten um 76 % in 27 Jahren
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Detlef
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Datei:2012-06-25 Einwendungen A39 Abschnitt 1 BI Lüne-Moorfeld.pdf
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Volker
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== Beschreibung ==
Einwendungen der BI Lüne-Moorfeld gegen die Planung des Abschnitts 1 der A39
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Einwendungen der BI Lüne-Moorfeld gegen die Planung des Abschnitts 1 der A39
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Jpfiedler
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Volker
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OD
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== Beschreibung ==
Auf eine alte Version zurückgesetzt
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Auf eine alte Version zurückgesetzt
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild LZ 25.6.2010
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 25.6.2010
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Jpfiedler
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text/x-wiki
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Detlef
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text/x-wiki
da39a3ee5e6b4b0d3255bfef95601890afd80709
Datei:2016-12-22 Umweltbundesamt Stickstoffoxide.pdf
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Volker
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== Beschreibung ==
Informationen des Umweltbundesamtes zu Stickstoffoxiden
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Informationen des Umweltbundesamtes zu Stickstoffoxiden
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Volker
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text/x-wiki
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Datei:4. Berechnung West.pdf
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Volker
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== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Berechnung West
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Berechnung West
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Detlef
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text/x-wiki
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Jpfiedler
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Volker
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== Beschreibung ==
Einwand im Raumordnungsverfahren: Bürgerverein Adendorf
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Einwand im Raumordnungsverfahren: Bürgerverein Adendorf
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== Beschreibung ==
Bild LZ 23.2.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 23.2.2009
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== Beschreibung ==
Ergebnisbericht der Wirtschaftlichkeitsberechnung des Projekts VUNO, IVV-Ingenieurgruppe Aachen, Juli 2008
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ergebnisbericht der Wirtschaftlichkeitsberechnung des Projekts VUNO, IVV-Ingenieurgruppe Aachen, Juli 2008
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Volker
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== Beschreibung ==
Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf die Kleine Anfrage der Grünen
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf die Kleine Anfrage der Grünen
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Volker
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Ostumgehung, noch ohne ergänzende Lärmschutzmaßnahmen
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ostumgehung, noch ohne ergänzende Lärmschutzmaßnahmen
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== Beschreibung ==
Bild LZ 6.5.2009 Manzke
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text/x-wiki
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Bild LZ 6.5.2009 Manzke
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== Beschreibung ==
Ablehnungsschreiben vom 18.12.2009 bezüglich des Menschenschutzgebietes
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ablehnungsschreiben vom 18.12.2009 bezüglich des Menschenschutzgebietes
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Datei:Antrag Gruene Nordland-Autobahn-Verein.pdf
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Detlef
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text/x-wiki
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Bild LZ 25.8.2009
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Frank
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Detlef
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== Beschreibung ==
Stand: 02-2009, 60 MB
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== Beschreibung ==
Einwand der Aktion Lebensberg im A39-Raumordnungsverfahren
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== Beschreibung ==
Einwand der Aktion Lebensberg im A39-Raumordnungsverfahren
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== Beschreibung ==
Bild LZ 29.9.2009
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Volker
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Bild 4 LZ 3.12.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild 4 LZ 3.12.2009
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== Beschreibung ==
Bild LZ 6.5.2009 Niemann
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 6.5.2009 Niemann
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Volker
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== Beschreibung ==
Stellungnahme des Landkreises Lüneburg im Planfeststellungsverfahren zum Lärmschutz an der Lüneburger Ostumgehung, Januar 2010
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Stellungnahme des Landkreises Lüneburg im Planfeststellungsverfahren zum Lärmschutz an der Lüneburger Ostumgehung, Januar 2010
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Volker
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== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Liste der Grenzwertüberschreitungen
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Liste der Grenzwertüberschreitungen
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Eröffnung des Menschenschutzgebietes
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Detlef
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild LZ 27.3.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 27.3.2009
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Detlef
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Detlef
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Frank
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Detlef
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Frank
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Detlef
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Detlef
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Jpfiedler
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Detlef
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Henning
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Jpfiedler
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Detlef
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== Beschreibung ==
Quelle:
Niedersächsisches Ministerium
für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C37182786_L20.pdf
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Quelle:
Niedersächsisches Ministerium
für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr
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Jpfiedler
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Detlef
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Frank
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Detlef
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== Beschreibung ==
Bild LZ 23.12.2010
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 23.12.2010
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Detlef
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Jpfiedler
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Detlef
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Volker
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Detlef
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text/x-wiki
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Volker
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Bild LZ 8.11.2010
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 8.11.2010
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Volker
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== Beschreibung ==
Kleine Anfrage im Bundestag vom 15.5.2012
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Kleine Anfrage im Bundestag vom 15.5.2012
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Frank
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Volker
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild LZ 15.1.2011
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 15.1.2011
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Detlef
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Detlef
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Volker
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Volker
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== Beschreibung ==
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 2011-09-09
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Volker
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== Beschreibung ==
Version mit Unterschriften
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Version mit Unterschriften
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Volker
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Volker
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 30.6.2009
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Volker
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Bild LZ 22.1.2011
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 22.1.2011
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Jpfiedler
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Frank
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text/x-wiki
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Volker
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text/x-wiki
da39a3ee5e6b4b0d3255bfef95601890afd80709
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Volker
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Jpfiedler
5
== Beschreibung ==
2. Seite des Flyers Mai/2012
Beginn des Planfeststellungsverfahrens Abschnitt 1 A39
Aufruf zur Information und Schreiben von Einwendungen
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
2. Seite des Flyers Mai/2012
Beginn des Planfeststellungsverfahrens Abschnitt 1 A39
Aufruf zur Information und Schreiben von Einwendungen
8782cd8da43e7630f5c4ead9a79915dbb2a7b98d
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Volker
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text/x-wiki
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Doris
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text/x-wiki
da39a3ee5e6b4b0d3255bfef95601890afd80709
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text/x-wiki
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Datei:Einwand A39 BI Lüne-Moorfeld.pdf
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Volker
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da39a3ee5e6b4b0d3255bfef95601890afd80709
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Datei:2021-04-08 LZ Seite 6.jpg
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Volker
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text/x-wiki
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text/x-wiki
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Jpfiedler
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text/x-wiki
da39a3ee5e6b4b0d3255bfef95601890afd80709
Datei:Kommentar.gif
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text/x-wiki
da39a3ee5e6b4b0d3255bfef95601890afd80709
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text/x-wiki
da39a3ee5e6b4b0d3255bfef95601890afd80709
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text/x-wiki
da39a3ee5e6b4b0d3255bfef95601890afd80709
Datei:Anschreiben nds strassenbau.pdf
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== Beschreibung ==
Anschreiben an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Anschreiben an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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Detlef
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Frank
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Detlef
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text/x-wiki
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Volker
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== Beschreibung ==
Anschreiben an das Bundesfinanzministerium, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Anschreiben an das Bundesfinanzministerium, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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Volker
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== Beschreibung ==
Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39,
wurde an verschiedene Stellen, insbesondere die Bundesministerien für Verkehr, Finanzen und Umwelt, verschickt.
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39,
wurde an verschiedene Stellen, insbesondere die Bundesministerien für Verkehr, Finanzen und Umwelt, verschickt.
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== Beschreibung ==
Nicht nur die Arbeitsgruppe "Unterschriften" war fleißig.
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== Beschreibung ==
Nicht nur die Arbeitsgruppe "Unterschriften" war fleißig.
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Volker
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== Beschreibung ==
Dr. Helmut Riesner: Kritische Wertung des luftschadstofftechnischen Gutachtens im Planfeststellungsverfahren A39 - Abschnitt 1
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Dr. Helmut Riesner: Kritische Wertung des luftschadstofftechnischen Gutachtens im Planfeststellungsverfahren A39 - Abschnitt 1
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== Beschreibung ==
zurückgesetzt auf die Version vom 15. Juni 2009, 05:55 Uhr
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== Beschreibung ==
zurückgesetzt auf die Version vom 15. Juni 2009, 05:55 Uhr
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== Beschreibung ==
Ablehnung des Antrags auf Erklärung des Gebietes Ebensbert-Lüne-Moorfeld-Adendorf zu einem Menschenschutzgebiet
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ablehnung des Antrags auf Erklärung des Gebietes Ebensbert-Lüne-Moorfeld-Adendorf zu einem Menschenschutzgebiet
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== Beschreibung ==
Bild LZ 22.1.2011
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 22.1.2011
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== Beschreibung ==
Herr Diekmann, Leiter des Lüneburger Gesundheitsamtes
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Herr Diekmann, Leiter des Lüneburger Gesundheitsamtes
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== Beschreibung ==
Bild 1 LZ 3.12.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild 1 LZ 3.12.2009
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Volker
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== Beschreibung ==
Antwortschreiben des Nds. Verkehrsministeriums an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 18.1.1980
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Antwortschreiben des Nds. Verkehrsministeriums an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 18.1.1980
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text/x-wiki
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== Beschreibung ==
Bild LZ 7.11.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 7.11.2009
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Volker
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== Beschreibung ==
Emailwechsel mit dem Versuch, Basisdaten für den unplausiblen Ergebnisbericht der Wirtschaftlichkeitsberechnung für die A 39 zu bekommen
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Emailwechsel mit dem Versuch, Basisdaten für den unplausiblen Ergebnisbericht der Wirtschaftlichkeitsberechnung für die A 39 zu bekommen
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Datei:2017-10-22 A39 Einwendung Dr. Gade.pdf
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild LZ 25.8.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 25.8.2009
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text/x-wiki
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text/x-wiki
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Datei:18 Punkte Muster Einwendung.doc
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Datei:A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen 2012.pdf
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Detlef
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== Beschreibung ==
Ostumgehung Lüneburg
Die Planung zur Verkehrsentlastung der Innenstadt
Eine Information des Straßenbauamtes Lüneburg
Faltblatt, 1978
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ostumgehung Lüneburg
Die Planung zur Verkehrsentlastung der Innenstadt
Eine Information des Straßenbauamtes Lüneburg
Faltblatt, 1978
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Volker
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Bild LZ 31.12.2010
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== Beschreibung ==
Bild LZ 31.12.2010
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Bild LZ 10.8.2009
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Bild LZ 19.3.2009
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Partei-Logo von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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Copyright: gruene-service.de/Bundesverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Partei-Logo von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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Volker
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== Beschreibung ==
Antwortschreiben an den Niedersächsischen Umweltminister Sander vom 10.6.2009
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== Beschreibung ==
Antwortschreiben an den Niedersächsischen Umweltminister Sander vom 10.6.2009
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== Beschreibung ==
Gemeinsame Resolution gegen das Autobahnprojekt vom September 2011
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Gemeinsame Resolution gegen das Autobahnprojekt vom September 2011
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== Beschreibung ==
Einwendung von Klaus-Günter Hochleitner im Planfeststellungsverfahren zur sogenannten Ostumgehung vom 13. November 1979
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== Beschreibung ==
Einwendung von Klaus-Günter Hochleitner im Planfeststellungsverfahren zur sogenannten Ostumgehung vom 13. November 1979
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== Beschreibung ==
Antwort des Bundesrechnungshofes zur Benachrichtigung über die fehlerhafte A39-NKV-Berechnung
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== Beschreibung ==
Antwort des Bundesrechnungshofes zur Benachrichtigung über die fehlerhafte A39-NKV-Berechnung
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Bild LZ 18.8.2009
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== Beschreibung ==
Anschreiben an das Bundesumweltministerium, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Anschreiben an das Bundesumweltministerium, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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== Beschreibung ==
Planung der Ostumgehung Lüneburg 1979/1980: Auszüge aus der schalltechnischen Berechnung
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== Beschreibung ==
Planung der Ostumgehung Lüneburg 1979/1980: Auszüge aus der schalltechnischen Berechnung
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== Beschreibung ==
Einwand im Raumordnungsverfahren: Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
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== Beschreibung ==
Einwand im Raumordnungsverfahren: Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
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== Beschreibung ==
Emailwechsel mit dem BMVBS bezüglich der Landesplanerischen Feststellung
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Emailwechsel mit dem BMVBS bezüglich der Landesplanerischen Feststellung
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Volker
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== Beschreibung ==
Bild LZ 15.12.2010
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 15.12.2010
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Volker
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== Beschreibung ==
September 2011: Antwort auf die Anfrage an die Landesregierung
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
September 2011: Antwort auf die Anfrage an die Landesregierung
c653cd80107bb1cac5e3d03ed88bbefb7a770ade
Datei:Ich liebe LG 100.jpg
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Detlef
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Datei:Ich liebe LG 87.jpg
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== Beschreibung ==
Planung der Ostumgehung Lüneburg 1979/1980: Planfeststellungsbeschluss 1. Abschnitt
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Planung der Ostumgehung Lüneburg 1979/1980: Planfeststellungsbeschluss 1. Abschnitt
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Volker
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== Beschreibung ==
Antwort vom 16.9.2009 der Landesregierung auf die kleine Anfrage von Frau Staudte
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Antwort vom 16.9.2009 der Landesregierung auf die kleine Anfrage von Frau Staudte
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== Beschreibung ==
Einwendungen der Aktionsgruppe Ost-Umgehung Mörike-Siedlung vom 12. November 1979
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Einwendungen der Aktionsgruppe Ost-Umgehung Mörike-Siedlung vom 12. November 1979
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== Beschreibung ==
Antrag der Gruppe CDU/SPD vom 23.10.2007 an den Rat der Stadt Lüneburg zum Thema Lärmschutz an der sogenannten Ostumgehung
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Antrag der Gruppe CDU/SPD vom 23.10.2007 an den Rat der Stadt Lüneburg zum Thema Lärmschutz an der sogenannten Ostumgehung
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== Beschreibung ==
1. Seite des Flyers Mai/2012
Beginn des Planfeststellungsverfahrens Abschnitt 1 A39
Aufruf zur Information und Schreiben von Einwendungen
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
1. Seite des Flyers Mai/2012
Beginn des Planfeststellungsverfahrens Abschnitt 1 A39
Aufruf zur Information und Schreiben von Einwendungen
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== Beschreibung ==
Bild LZ 21.7.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 21.7.2009
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== Beschreibung ==
Bild LZ 21.4.2011
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 21.4.2011
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== Beschreibung ==
Vergleich NKV: VUNO 2003 und VUNO 2008
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== Beschreibung ==
Vergleich NKV: VUNO 2003 und VUNO 2008
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== Beschreibung ==
Dies sind die bisherigen Ergebnisse der Gruppe Raumordnungsverfahren.
Sie werden demnächst in eine vernünftige Form gebracht,
man darf aber gerne jetzt schon einen Blick darauf werfen.
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Dies sind die bisherigen Ergebnisse der Gruppe Raumordnungsverfahren.
Sie werden demnächst in eine vernünftige Form gebracht,
man darf aber gerne jetzt schon einen Blick darauf werfen.
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== Beschreibung ==
Grafik mit Staßenbau-Projekten in Norddeutschland
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== Beschreibung ==
Grafik mit Staßenbau-Projekten in Norddeutschland
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== Beschreibung ==
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== Beschreibung ==
Bild LZ 14.9.2009
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== Beschreibung ==
Stellungnahme Landkreis Lüneburg im Planfeststellungsverfahren Lärmschutz Ostumgehung
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== Beschreibung ==
Stellungnahme Landkreis Lüneburg im Planfeststellungsverfahren Lärmschutz Ostumgehung
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Detlef
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Detlef
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Frank ebeling
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Volker
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== Beschreibung ==
Anfrage der Grünen im Bundestag vom 13.11.2009
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== Beschreibung ==
Anfrage der Grünen im Bundestag vom 13.11.2009
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Frank
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Volker
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== Beschreibung ==
Landeszeitung am 12. Juli 2017 zu Schwarzstorch in Erbstorf
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== Beschreibung ==
Landeszeitung am 12. Juli 2017 zu Schwarzstorch in Erbstorf
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Volker
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Volker
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Bild LZ 21.04.2011
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 21.04.2011
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Jpfiedler
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Frank
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Detlef
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text/x-wiki
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Volker
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== Beschreibung ==
Karte des Menschenschutzgebietes mit eingezeichneten Trassen 502 und 504
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Karte des Menschenschutzgebietes mit eingezeichneten Trassen 502 und 504
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OD
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== Beschreibung ==
Quelle:
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Quelle:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6e/Chaplin_The_Kid.jpg
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Detlef
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== Beschreibung ==
Bild LZ 14.4.2011
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text/x-wiki
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Bild LZ 14.4.2011
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Frank
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Volker
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Bild LZ, 18.6.2010
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ, 18.6.2010
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Volker
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Bild LZ 8.9.2009
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== Beschreibung ==
Bild LZ 8.9.2009
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Volker
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== Beschreibung ==
Version mit Unterschriften
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Version mit Unterschriften
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Steffine
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Volker
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== Beschreibung ==
Vielleicht ist das jetzt auch zu viel des Guten...
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Vielleicht ist das jetzt auch zu viel des Guten...
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== Beschreibung ==
Rundschreiben des Bundesverkehrsministeriums vom 31.03.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Rundschreiben des Bundesverkehrsministeriums vom 31.03.2009
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== Beschreibung ==
Niedersächsische Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg
Projektkonferenz 22.01.2009
Neubau der A 39 Lüneburg-Wolfsburg,
Abschnitt 1 Lüneburg-Nord
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Niedersächsische Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg
Projektkonferenz 22.01.2009
Neubau der A 39 Lüneburg-Wolfsburg,
Abschnitt 1 Lüneburg-Nord
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== Beschreibung ==
Einwand im Raumordnungsverfahren: Renate und Jürgen Bachhaus
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Einwand im Raumordnungsverfahren: Renate und Jürgen Bachhaus
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== Beschreibung ==
Lärm-Messgerät
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Lärm-Messgerät
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== Beschreibung ==
Bild LZ 5.2.2011
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 5.2.2011
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Volker
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== Beschreibung ==
Einwand zum A39-Raumordnungsverfahren von Stephan Becker
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Einwand zum A39-Raumordnungsverfahren von Stephan Becker
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== Beschreibung ==
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== Beschreibung ==
Ostumgehung Lüneburg
Die Planung zur Verkehrsentlastung der Innenstadt
Eine Information des Straßenbauamtes Lüneburg
Faltblatt im Format DIN A2, 1978
Seite 1
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ostumgehung Lüneburg
Die Planung zur Verkehrsentlastung der Innenstadt
Eine Information des Straßenbauamtes Lüneburg
Faltblatt im Format DIN A2, 1978
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== Beschreibung ==
Bilf LZ 10.6.2011
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bilf LZ 10.6.2011
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Detlef
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== Beschreibung ==
RQ 29,5: Autobahnquerschnitt mit zwei Richtungsfahrbahnen und jeweils 2 Fahrstreifen und 1 Seitenstreifen
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
RQ 29,5: Autobahnquerschnitt mit zwei Richtungsfahrbahnen und jeweils 2 Fahrstreifen und 1 Seitenstreifen
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Volker
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== Beschreibung ==
Anschreiben an den Bund der Steuerzahler, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
wikitext
text/x-wiki
== Beschreibung ==
Anschreiben an den Bund der Steuerzahler, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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Datei:5. Berechnung Ost.pdf
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== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Berechnung Ost
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Berechnung Ost
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text/x-wiki
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Datei:2022-07-15 Einwendung 2PFV DP.pdf
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text/x-wiki
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Datei:Ich liebe LG 45.jpg
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text/x-wiki
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Datei:2022-11-02 Verbaendeforderungen Dialogprozess BVWP.pdf
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text/x-wiki
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Datei:Unterschriftenliste.pdf
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text/x-wiki
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Volker
4
== Beschreibung ==
Ich finde, wir sollten das Dachverbands-Plakat integrieren. Hier die Version mit dem Dachverbands-Plakat in der Mitte
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ich finde, wir sollten das Dachverbands-Plakat integrieren. Hier die Version mit dem Dachverbands-Plakat in der Mitte
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Datei:Stellungnahme Laermschutz A39.pdf
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== Beschreibung ==
Stellungnahme der Stadt Lüneburg, Bereich Umwelt zum Lärmschutz für die Anwohner an der geplanten A39 v. 15.11.2007
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Stellungnahme der Stadt Lüneburg, Bereich Umwelt zum Lärmschutz für die Anwohner an der geplanten A39 v. 15.11.2007
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text/x-wiki
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Datei:6. Anliegerplan.pdf
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== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Anliegerplan
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Ergänzende Planfeststellung Ostumgehung Lüneburg 2009: Anliegerplan
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== Beschreibung ==
Bild LZ 4.11.2009
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Bild LZ 4.11.2009
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== Beschreibung ==
Antwortschreiben von MDB Möhring an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 10.12.1979
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Antwortschreiben von MDB Möhring an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 10.12.1979
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4
== Beschreibung ==
Anschreiben an das Niedersächsische Umweltministerium, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Anschreiben an das Niedersächsische Umweltministerium, wurde zusammen mit der Analyse der Landesplanerischen Feststellung für die A 39 verschickt.
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text/x-wiki
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text/x-wiki
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text/x-wiki
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Datei:2009-11-30 Stellungnahme BI Verkehrsausschuss.pdf
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== Beschreibung ==
Stellungnahme der BI Lüne-Moorfeld zu den Stellungnamen der NLStBV und der Polizei zum angedachten Tempolimit auf der Ostumgehung.
Das Schreiben wurde an die Mitglieder des Verkehrsausschusses in Vorbereitung auf die Sitzung am 7.12.2009 verteilt.
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text/x-wiki
== Beschreibung ==
Stellungnahme der BI Lüne-Moorfeld zu den Stellungnamen der NLStBV und der Polizei zum angedachten Tempolimit auf der Ostumgehung.
Das Schreiben wurde an die Mitglieder des Verkehrsausschusses in Vorbereitung auf die Sitzung am 7.12.2009 verteilt.
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text/x-wiki
da39a3ee5e6b4b0d3255bfef95601890afd80709
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text/x-wiki
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text/x-wiki
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text/x-wiki
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A39-Verhüterli
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{|
|[[Bild:Kondom.gif]]
|'''Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld klärt auf - verhüten musst Du!'''
Das A39-Verhüterli in der Aktionsfarbe rot mit unterschiedlichen Slogans:
# Mach(s) mit A39-Verhüterli (schwarz)
# Mach(s) mit A39-Verhüterli (rot)
# Wir klären auf. Verhüten musst Du! (schwarz)
# Make Love Not Highways (weiß)
# GIB A39 KEINE CHANCE (rot)
# [[Menschenschutz]] statt Transkontinentalverkehr (blau)
Was ist Eure "[[Vorzugsvariante]]"?
Wir wollen diese Giveaways bei zukünftigen [[Aktionen]] einsetzen, um Aufmerksamkeit zu erregen und deutlich Position zu beziehen.
Der Verkauf zum Stückpreis von 1,- Euro erfolgt erstmalig an unserem Infostand am 2. Juni sowie beim Stadtfest am Sa., 16. Juni!
Verkauf auch beim [[BI-Treff]].
|}
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
0c60b3ca550d40eed9a4c30119da453e6aa84be3
Aktion „Menschenkette gegen die A39“
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Sysop
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text/x-wiki
[[Bild:A39_Menschenkette_6.jpg|thumb|300px|Aktions-Plakat]]
[[Bild:IMG 2008.jpg|thumb|300px|'''Markieren der „[[Vorzugstrasse]] A39“ mit der Menschenkette'''<br>[[Media:Menschenkette_1.wmv|Download Video (4 Min., *wmv, 18 MB)]]]]
[[Bild:IMG 2026.jpg|thumb|300px|'''Nach Auflösung der Menschenkette formierten wir uns zu einem Umzug in Richtung Rathaus'''<br>[[Media:Menschenkette_2.wmv|Download Video (4 Min., *wmv, 18 MB)]]]]
[[Bild:IMG 2081.jpg|thumb|300px|'''Rote Kleidung half, unseren Protest deutlich machen.'''<br>[[Media:Menschenkette_3.wmv|Download Video: Wir rufen den Bürgermeister (4 Min., *wmv, 18 MB)]]]]
[[Bild:IMG 2057.jpg|thumb|300px|'''Übergabe der Unterschriftenlisten an [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister Mädge]]'''<br>[[Media:Menschenkette_4.wmv|Download Video (14 Min., *wmv, 18 MB)]]<br>[[Media:Song.mp3|Download Gesang "Wir lieben Lüneburg" (2 Min., *mp3, 1 MB)]]<br>[[Media:Wir lieben LG Liedertext.pdf|Liedertext zum Ausdrucken]]]]
[[Bild:IMG 2100.jpg|thumb|300px|'''5.000 gesammelte Unterschriften gegen die A39''']]
Um den bisherigen [[Aktionen]] der BI wirkungsvollen Nachdruck zu verleihen, hatten wir dazu aufgerufen, selbst aktiv zu werden:
Die jetzige [[Vorzugstrasse]] sollte mit möglichst vielen Menschen markiert werden, die durch Teilnahme und Mitwirkung an der Menschenkette friedlich demonstrieren und ihre Betroffenheit zeigen konnten.
Viele Mitglieder der BI, deren Familien, Nachbarn und Freunde nahmen mit selbst gestalteten Schildern und Transparenten an dieser Aktion teil und konnten damit deutlich machen, dass eine Autobahntrasse durch Lüneburg den Lebensraum der Menschen und unsere schon stark eingegrenzten Naherholungsgebiete einschneidend zerstört.
Wir haben mit dieser Aktion eine breite Öffentlichkeit erreicht und unsere politischen Vertreter damit auffordern können, für das Wohl ihrer MitbürgerInnen einzutreten.
* [[Aktuelle_Fotos#24.6.:_Menschenkette_gegen_die_A39|weitere Fotos]]
<big>'''Presseecho'''</big>
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__TOC__
=== 26. Juni 2006 ===
==== {{LZ}} zur Aktion Menschenkette ====
{{Kasten gelb|
<big>'''A 39-Gegner sehen rot'''</big>
'''400 Lüneburger protestieren gegen "Zerschneidung der Stadt" '''
''rast Lüneburg.''
"Eine Autobahn mitten durch die Stadt ist ein Anachronismus im 21. Jahrhundert - wir werden das verhindern. Das gilt für die jetzige [[Vorzugstrasse]] wie auch für alle anderen Varianten in Richtung Ebensberg." Das machte Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] an ungewohnter Rednerstelle klar - auf der Freitreppe des Landgerichts, wo er vor 400 in der Protestfarbe Rot gekleideten Autobahngegnern sprach. Zuvor hatten ihm Stefanie Becker und Gabriele Parnow-Kloth 5000 Unterschriften gegen die geplante A 39 überreicht.
Mit Menschenkette, Protestzug und Kundgebung, organisiert von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, demonstrierten die 400 Lüneburger Sonnabend gegen die [[Vorzugstrasse]]. In die Menschenkette zum Aktionsauftakt zwischen Klärwerk und Meisterweg - nahe der [[Vorzugstrasse|geplanten Trasse]] - reihte sich auch Hannelore Boese ein, die am Kappelberg wohnt. "Eine Autobahn, die direkt durch Wohngebiete führt, ist unverantwortlich - die Natur wird zerstört." Wenige Meter neben ihr argumentierte Stefan Becker vom Moorweg: "Bei der Auswahl für die Trasse ist der Schutz des Menschen nicht genügend beachtet worden. In Lüne und Moorfeld sind Jung und Alt zusammengewachsen, das ist ein lebendiger Stadtteil, der zerstört wird. In der Grundschule wird kein Unterricht mehr möglich sein, das Kloster ist in baulicher Gefahr." Eine Tunnellösung, wie vom [[SPD]]-Landtagsabgeordneten [[Manfred Nahrstedt]] in die Diskussion gebracht, hält Becker "für nicht machbar, weil viel zu teuer". Zudem sei Lüne ein "biologisch sehr sensibles" Gebiet.
"Wir fordern unsere politischen Vertreter auf: Menschen- und Naturschutz auch hier" - dieses Plakat trugen Niklas Köhne und Jonas Spengler 30 Minuten lang auf dem Fußgängerüberweg am Klärwerk bei jeder gedrückten Grünphase hin und her. Flankiert wurden sie unter anderem vom grünen Landtagsabgeordneten [[Andreas Meihsies]] und [[CDU]]-OB-Kandidat Prof. Dr. Jürgen Lürssen. Den Verkehr zu blockieren, schafften sie nicht - die Ampelschaltung sieht lange Grünphasen für die Autofahrer vor.
Danach startete der Protestzug in die Innenstadt. Samt Transparenten mit Aufschriften wie "Wenn beten oder bitten helfen kann, lieber Gott, lieber Weihnachtsmann, befreit uns von diesem Wahn, wir wollen durch LG keine Autobahn" machten Demonstranten ihrem Ärger Luft und diskutierten die negativen Auswirkungen. Ortrud Doll, Erbstorfer Landstraße: "Eine Autobahn bringt Lüneburg wirtschaftlich nicht voran. Den Titel Weltkulturerbe könnte sich Lüneburg abschminken. Und auch eine Tunnellösung würde den Wald zerstören." Das sieht Peter Franke, Gorch-Fock-Straße, ähnlich: "Ein Tunnel bringt ein Grundwasserproblem und Senkungsschäden." Und den Sinn des Straßenbaus erklärte er so: "Straßen sollen Städte verbinden und sie nicht trennen."
Vor dem Landgericht machte Verena Fiedler von der BI deutlich, dass die A 39 einen lebendigen Stadtteil "mit Alteingesessenen und neu zugezogenen Familien zerschneiden" würde: "Das ist für uns unfassbar, wir fühlen uns bedroht." Stefanie Becker nannte weitere Forderungen: "Die B 4 nicht weiter ausbauen, die [[Lärm]]belästigung eindämmen, andere verkehrspolitische Lösungen finden."
Die Äußerungen von [[Ulrich Mädge|OB Mädge]] gegen eine A 39 durch die Stadt wurden mit Applaus bedacht, es gab aber Pfiffe, als er sagte: "Wir brauchen die A 39, um den Wirtschaftsraum Lüneburg mit dem Süden zu verbinden. Verschiedene Trassenmöglichkeiten müssen untersucht werden - ich setzte mich für die A 39 ein, aber für eine menschenverträgliche Trasse."
}}
==== Hamburger Abendblatt zur Aktion Menschenkette ====
{{Kasten gelb|
<big>'''Roter Protest gegen die Autobahn'''</big>
'''Lüneburg: Anwohner wollen die Trasse der A 39 nicht. Rot gekleidet machten sich Bewohner der Stadtteile Lüne und Moorfeld auf zur Menschenkette.'''
''Von Elke Schneefuß''
Am Sonnabend morgen um halb zehn ist es geschafft: Lüneburgs Stadtteile Lüne und Moorfeld funkeln rot im Licht der Morgensonne. In rote [[T-Shirts]] gekleidete Anwohner formieren sich aus Protest gegen die A 39 zur Menschenkette - dicht an dicht stehen sie an der Erbstorfer Landstraße. Demonstranten aller Altersklassen tragen Transparente und rote Tücher, Flugblätter und Trillerpfeifen. "Mindestens 500 Menschen, vermutlich mehr", schätzt Mitveranstalterin Gabriele Parnow-Kloth (47), sind gekommen, um ihren Protest gegen die geplante Autobahn durch den Ostteil der Stadt öffentlich zu machen. Wie Ortrud Doll (49), die seit 20 Jahren eine zahnärztliche Praxis in Moorfeld betreibt: "Wir begreifen nicht, wie man uns so etwas zumuten kann", sagt sie. "Überall werden Ortsumgehungen gebaut und uns legt man die Trasse vor die Haustür."
"Das Geld kann man sinnvoller einsetzen", meint Claudia Kuchler (44), die seit sieben Jahren mit ihrer Familie in Moorfeld lebt. "Für die Schulen werden dringend Mittel gebraucht, da zahlen wir Eltern schon lange drauf."
Die Furcht vor der Zukunft ist allgegenwärtig: "Wenn die A 39 kommt, will ich hier weg", sagt Sabine Gade (40). Die Menschen im Viertel haben das Gefühl, einer Sache geopfert zu werden, die für sie keinen Nutzen hat: "Diese Autobahn brauchen nur die Spediteure", meint Gabriele Parnow-Kloth: "VW baut [[Arbeitsplätze]] ab und wir legen denen eine eigene Trasse vor die Werkstür - wozu soll das gut sein?"
Fragen, denen sich auch Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] (56) später auf dem Lüneburger Marktplatz stellen muß. Die Autobahngegner überreichen ihm 5000 Unterschriften gegen die A 39, die sie im Stadtgebiet gesammelt haben. Das sonst so redegewandte Stadtoberhaupt tut sich schwer bei seiner Ansprache an das versammelte Volk - schließlich war Mädge einmal lebhafter Befürworter der Autobahn. Daß sie zur Sicherung von [[Arbeitsplätze]]n gebraucht wird, glaubt er noch immer, aber die sogenannte "[[Vorzugstrasse]]" will er nicht: "Ich lebe hier genauso gern wie Sie. Eine Autobahn mitten in der Stadt kann ich mir nicht vorstellen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/26/578495.html Quelle]
}}
=== 24. Juni 2006: {{LZ}} zur geplanten Menschenkette ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Menschenkette gegen die A 39'''</big>
''rast Lüneburg.''
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld hat eine Menschenkette gegen die geplante Autobahn A 39 organisiert. Die Teilnehmer treffen sich heute, Sonnabend, um 9 Uhr am Domänenhof, die Kette formiert sich um 9.15 Uhr zwischen Klärwerk und Meisterweg.
Anschließend, kurz nach 10 Uhr, starten die Teilnehmer zu einem Protestzug über den Lüner Weg und die Scholze-Kreuzung zur Innenstadt. Über die Rosenstraße geht es bis in Höhe Landgericht, wo eine kurze Kundgebung geplant ist. Dort werden auch mehrere tausend Unterschriften gegen die A 39 an Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] überreicht.
}}
=== 23. Juni 2006: Radio FFN zur geplanten Menschenkette ===
* [http://keine-a39.de/media/radio_tv/Radio_ffn_20060623_1630.wma Download]
=== 22. Juni 2006: Hamburger Abendblatt zur geplanten Menschenkette ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Rote Menschenkette soll Autobahn stoppen'''</big>
'''Lüneburg: Protest gegen Route der A 39'''
''Von Elke Schneefuß''
Mit der Signalfarbe Rot wollen sie ein Zeichen setzen: Verena Fiedler (49) und Gabriele Parnow-Kloth (47), beide Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative (BI) Lüne-Moorfeld, haben Großes vor. Eine Kette rotgekleideter Menschen soll am kommenden Sonnabend die vom Niedersächsischen Landesstraßenbauamt [[Vorzugsvariante|geplante Route der A 39 auf Lüneburger Stadtgebiet]] markieren. Mitten durch Wohngebiete und Kleingärten wird die Menschenkette führen, haarscharf am Kloster Lüne und an einer Grundschule vorbei.
Für die Aktion opfern die Mitglieder der BI viel Zeit und Energie: "Beschaulich ist mein Leben im Moment nicht gerade", sagt Verena Fiedler. Doch eine Alternative zu ihrem Engagement sieht sie nicht: "Ich habe mich noch niemals an einer Bürgerinitiative beteiligt, aber jetzt muß es sein." Kommt die Autobahn, ist es mit der Ruhe in ihrem Stadtteil vorbei. Schon jetzt leiden die Bewohner in Lüne und Moorfeld unter dem [[Lärm]] der nahe gelegenen [[Ostumgehung]]: "Wir haben 42.000 Fahrzeuge täglich statt der vorhergesagten 30.000. Noch mehr geht nicht."
Das Umfeld im Stadtteil hat sich seit Bekanntwerden der Autobahnpläne bereits verändert: "Bauvorhaben werden gestoppt, die ersten Häuser stehen leer", sagt Gabriele Parnow-Kloth, die seit 1987 in Moorfeld lebt. "Auch ich werde nicht bleiben, wenn die A 39 kommt." Die Sorge um ihr Stadtviertel bewegt die Menschen. "Wir haben 5.000 Unterschriften gegen die Trasse gesammelt. Am Sonnabend werden wir sie dem Oberbürgermeister überreichen." Dass ihr Protest eine breite Basis hat, ist auch andernorts zu spüren: Den Eingang von bislang 7.000 Stellungnahmen zur A 39 bestätigt Regierungsdirektor [[Holger Manthey]], Leiter der Raumordnungsbehörde in Lüneburg. Es gab säckeweise Post, nicht nur aus der Region: "Die meisten Zuschriften sind ablehnend", so Manthey. Und die Papierflut ist noch nicht gestoppt. "Die Frist läuft bis zum 30. Juni. Einige der betroffenen Städte und Gemeinden dürfen sich bis Mitte Juli äußern." Die Kommunal[[politiker]] versuchen derweil eine Schadensbegrenzung: Tunnellösungen und andere Trassenführungen werden ins Gespräch gebracht. All dies findet bei Anette Niemann, Sprecherin des Dachverbands der Bürgerinitiativen, keine Gnade: "Andere Streckenverläufe helfen uns nicht weiter, auch in diesen Regionen leben Menschen und Tiere. Wer braucht die A 39 denn wirklich? Das ist doch die Frage, über die wir diskutieren müssen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/22/577061.html Quelle]
}}
=== 17. Juni 2006 ===
==== {{LZ}} zur geplanten Menschenkette ====
{{Kasten gelb|[[Bild:2006 06 17 landeszeitung 01.jpg|thumb|300px|'''Der Protest gegen die A39 ist in Lüne und dem Moorfeld riesengroß: Dort, wo die mögliche Trasse entlangführen soll, präsentieren die Gegner rund 5000 Unterschriften (v. l.): Gabriele Parnow-Kloth, Dr. Frank Kracht, Henning Pabst und Verena Fiedler.''' Foto: t&w]]
<big>'''Menschenkette gegen die Trasse'''</big>
'''Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld will am geplanten Streckenverlauf demonstrieren'''
''ca Lüneburg.''
Mit einer Menschenkette demonstriert die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am Sonnabend, 24. Juni, gegen die geplante A 39. Die Aktivisten wollen von 9 Uhr den Streckenverlauf [[Vorzugsvariante|zwischen Kläranlage und Meisterweg]] nachstellen. "Wir rechnen mit mindestens 350 Teilnehmern", sagt Verena Fiedler von der BI. "Wir wollen unser Viertel nicht von der A 39 verschandeln lassen." Auf der Bockelmannstraße müssen Autofahrer mit Behinderungen rechnen: Protestierer wollen immer wieder die Fußgängerampel am Tierheim benutzen.
Anschließend geht um 10 Uhr ein Demonstrationszug vom Lüner Weg aus über Bleckeder Landstraße und Scholze-Kreuzung zum Marktplatz, um Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] die Kopien von mehr als 5000 Unterschriften gegen das Autobahnprojekt zu überreichen. Die Botschaft der BI: [[Politiker]] sollen sich gegen einen Trassenverlauf durch die Stadt engagieren. Die Initiative überlegt zudem, die Originalunterschriften nach Berlin zu bringen, um auch dort den Protest der Region zu dokumentieren.
Äbtissin Barbara Taglang spricht sich generell gegen die so genannte [[Vorzugsvariante]] aus, sie sieht das Kloster Lüne und seine Kunstschätze gefährdet. Auch die diskutierte Tunnellösung lehnt die Äbtissin ab. Neben den Erschütterungen, die ein Bau mit sich brächte, fürchtet sie um die jahrhundertealte Wasserversorgung des Klosters: Der Grundwasserspiegel könne sinken und so auch Quellen des Mühlenteiches versiegen lassen. Das Wasser des drei Meter höher liegenden Teiches speist die gerade aufwändig historisch rekonstruierten Gärten des Klosters und beispielsweise auch den Brunnen in der Eingangshalle.
}}
[[Kategorie:Aktionen]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
fc4e7b4d5c1b2c1ffd6906ca84ab2deebbef85e1
Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“
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[[Bild:Ich_liebe_LG_250.gif|thumb|250px|'''Postkarten für die Mitglieder des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag (22.09.2006).<br>Aktion "[[Wir lieben Lüneburg]]"''']]
== Die Aktion ==
Am 21. September 2006 übereichten wir [[Hedi Wegener]] im Deutschen Bundestag 77 Postkarten zur Weitergabe.
Auf unseren "[[Wir lieben Lüneburg]]-Postkarten" erhielten [http://www.bundestag.de/ausschuesse/a15/index.html die 36 Mitglieder des Verkehrsausschusses und ihre 36 VertreterInnen], sowie [[Hedi Wegener]] selbst und die Bundesminister Sigmar Gabriel, Dr. Ursula von der Leyen, Peer Steinbrück und Wolfgang Tiefensee eine personalisierte Karte mit folgendem Anschreiben:
{{Kasten gelb|Berlin/Lüneburg, den 21.09.2006
Sehr geehrte/r <tt>(Vorname Name)</tt>,
wir sind heute zu Besuch im Deutschen Bundestag und möchten Sie als MdB auf diesem Wege herzlich bitten, uns zu helfen:
Die Autobahn A 39 soll mitten durch städtische Wohngebiete mit Kindergärten und Schulen sowie schützenswerten Naherholungsgebieten unter fragwürdiger Verwendung von fast einer Milliarde Steuergelder gebaut werden.
Wir bitten Sie daher, die Diskussion um die Sinnhaftigkeit der A 39 erneut in den Verkehrsausschuss hineinzutragen, Alternativen zu entwickeln bzw. eine Neubewertung vorzunehmen.
Bitte besuchen Sie unsere Internetseite www.bi-luene-moorfeld.de für weitere Informationen.
In der Hoffnung auf ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen in unserer Region erwarten wir Ihre Antwort.
Viele Grüße aus Lüneburg,
Ihre Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
[mailto:bi-luene-moorfeld@gmx.de bi-luene-moorfeld@gmx.de]
}}
Jetzt sind wir gespannt auf die Resonanz.
[[Kategorie:Aktionen]]
== Reaktionen ==
=== Wolfgang Tiefensee ===
{{Kasten|{{LB|''Antwortschreiben<br>vom 9.10.2006:''}}
* [[Media:2006-10-09 BI Luene-Moorfeld 552865.pdf|Antwortschreiben vom 9.10.2006 (PDF)]]}}
=== Hans-Joachim Hacker ===
{{Kasten|{{LB|''Antwortschreiben<br>vom 2.10.2006:''}}
Liebe Mitglieder der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld,
herzlichen Dank für die Postkarte zum Thema A39. Diese Autobahnmaßnahme
ist Bestandteil des vordringlichen Bedarfes des
[[Bundesverkehrswegeplan]]es. Die Einordnung der Maßnahme geht auf den
Wunsch des Landes Niedersachsen zurück und wird aus dem
parlamentarischen Bereich unterstützt. Als Abgeordneter aus
Mecklenburg-Vorpommern kann ich dieses Meinungsbild nicht in Frage
stellen. Sicher werden Sie eine ausführliche Stellungnahme von den MdB's
aus Niedersachsen, insbesondere aus der Region erhalten, durch die die
A39 verlaufen soll.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Joachim Hacker
Mitglied des Deutschen Bundestages
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Fon: +49 (0) 30 - 227-79313
Fax: +49 (0) 30 - 227-76618
E-Mail: hans-joachim.hacker@bundestag.de
Internet: [http://www.hans-joachimhacker.de www.hans-joachimhacker.de]}}
=== Peter Hettlich ===
{{Kasten|{{LB|''Antwortschreiben<br>vom 31.10.2006:''}}
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe MitstreiterInnen,
am Freitag sind wir auf Umwegen an die konkreten Projektlisten des sog.
[[Investitionsrahmenplan]]es 2006-2010 ("Fünfjahresplan") gekommen.
Erfreulich ist, dass die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg nicht
enthalten ist. Kein Grund für Sie und uns die Arbeit einzustellen, aber
ein Etappensieg.
Mit freundlichen Grüßen aus dem Büro Peter Hettlich
Rüdiger Herzog
030/227-71866}}
=== Patrick Döring ===
{{Kasten|{{LB|''Antwortschreiben<br>vom 17.10.2006:''}}
Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre Karte vom 21.09.2006.
Gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist die Grundlage für Arbeit und Wohlstand. Der Verkehr auf unseren Strassen nimmt ständig zu: Bis 2015 rechnen Experten mit einem Zuwachs im Personenverkehr von 22%, im Güterverkehr sogar von 80% (gegenüber 1997). Um diesen Zuwachs bewältigen zu können, sind insbesondere in Regionen mit einem schwach ausgebauten Fernstrassensystem wie Lüneburg umfangreiche Investitionen nötig. Heute rollt der gesamte Verkehr über Bundes- (B4, B 244) und Landstrassen und konzentriert sich in den Ortsdurchfahrten. Für den dort lebenden Mensch und die Natur bedeutet dies (unnötige) Belastungen durch [[Lärm]], Umweltverschmutzung und die Gefahr von Unfällen. Durch den Bau der A 39 können diese Belastungen stark reduziert werden, es entstünden Ausweichmöglichkeiten wenn die B 4 überlastet ist.
Des Weiteren ist moderne Logistik auf gute Verkehrsanbindung angewiesen, um die nötige Flexibilität zu erreichen. Ansiedlungen von Unternehmen entstehen bevorzugt in der Nähe von Autobahnen, was die Schaffung neuer [[Arbeitsplätze]] ermöglicht. Folglich haben Regionen mit guter Autobahnanbindung ein höheres Wachstum, ein höheres Pro-Kopf-Einkommen und mehr Steuereinnahmen als schlecht angebundene Regionen.
Bezüglich des [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses ist festzustellen, dass die Entscheidung für den Bau der A 39 auf einem Bewertungsverfahren (Ersteller: Bundesverkehrsministerium) basiert, welches die positiven und negativen Auswirkungen gegeneinander abwägt. Kriterien stellen zum Beispiel Erreichbarkeit, Umwelt, Transportkosten, Sicherheit, regionalwirtschaftliche Aspekte und Wegeerhaltungskosten dar. Bei der A 39 kam man zu dem Ergebnis, dass jeder investierte Euro volkswirtschaftliche Werte in Höhe von 3,40 Euro erzeugt.
Von der Sinnhaftigkeit der A 39 bin ich deshalb überzeugt. Bei der Wahl der Trasse wird sich die FDP dafür einsetzen, dass der Landschaftsverbrauch so gering wie möglich gehalten wird und die Anwohner möglichst wenig mit neuem [[Lärm]] belastet werden, außerdem sollte die A 39 meiner Meinung nach nicht über Lüneburger Stadtgebiet verlaufen.
In der Hoffnung bei Ihnen für meine Ansicht Verständnis zu erhalten,
Mit freundlichen Grüßen,
Patrick Döring, MdB
--
Patrick Döring, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 / 227-73510
Fax: 030 / 227-76510
patrick.doering@bundestag.de
[http://www.patrick-doering.de www.patrick-doering.de]}}
=== Das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 wird neu berechnet ===
{{Kasten|
'''<big>Neue Rechnung für die A 39</big>'''
'''[[Nutzen-Kosten-Faktor]] wird ermittelt'''
''red'' '''Lüneburg'''. Das Land Niedersachsen wird das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 - von Autobahn-Gegnern immer wieder gefordert - neu berechnen. Dies soll nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s passieren, das vermutlich noch bis Frühjahr 2007 dauert.
Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage der [[Grüne]]n im Bundestag hervor.
Bisher gibt es nur einen [[Nutzen-Kosten-Faktor]] für das Gesamtprojekt: A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg und A 14 von Schwerin nach Magdeburg mit einer ausgebauten Bundesstraße als Querspange. Der Faktor liegt bei 3,4. Das bedeutet, der volkswirtschaftliche Nutzen wird als 3,4mal höher eingeschätzt als die Kosten und negativen Folgen des Autobahnbaus.
Mit dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s wird für März 2007 gerechnet, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann, in seiner Antwort. Das Verfahren sagt im Ergebnis, ob die Autobahn machbar ist und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt hat. Noch im nächsten Jahr sei mit der endgültigen [[Linienbestimmung]] durch das Verkehrsministerium zu rechnen.
Staatssekretär Großmann schätzt zurzeit, dass die A 39 rund 437 Millionen Euro kosten wird. Für den ersten Bauabschnitt von Uelzen bis Lüneburg wird mit Kosten von 200 Millionen Euro gerechnet. [[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|[LZ vom 06.10.2006]]]
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Vorschaubilder anklicken ...
== 20. Juni 2009: Offizielle Eröffnung des Menschenschutzgebietes "ELMA" ==
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== 20. Februar 2009: Informationsabend Lärmschutz Ostumgehung mit Rechtsanwalt Michael Günther ==
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Bild:IMG_8929.jpg|
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</gallery>
== Januar bis April 2008: Lärm- und Klimaschutzmauer an der Erbstorfer Landstrasse==
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Bild:schutzmauer.jpg|(Mauer-)Stein des Anstoßes
Bild:mauerstreich_01.jpg|
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Bild:mauerstreich_04.jpg|
Bild:mauerstreich_08.jpg|
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== 14. Januar 2008: Podiumsdiskussion im Lim's mit den Kandidaten zur Niedersächsischen Landtagswahl ==
<gallery>
Bild:podiumsdiskussion_01.jpg|Detlef Giesler begrüßt das Publikum und die Kadidatin/-en
Bild:podiumsdiskussion_02.jpg|Zahlreiche Besucher interessierten sich die für die Positionierung der Politiker zur A39
Bild:podiumsdiskussion_03.jpg|Herr Althusmann (mitte) verfolgt interessiert den Vortrag des Verkehrsexterten Prof.Dr. Pez
Bild:podiumsdiskussion_04.jpg|Auf dem Podium: Herr Althusmann, Frau Schröder-Ehlers und Herr Meihsies, Moderation: Dr. Frank M. Andraschko
Bild:podiumsdiskussion_05.jpg|Wie immer gab's jede Menge Infos gegen die A39
Bild:podiumsdiskussion_06.jpg|Der Stint Autobahnix ziert das Lim's
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== 29.08: Protest zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens vor der Regierungsvertretung==
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Bild:KB_2007_08_29_2.jpg|<sup>Foto: Julia Vellguth, Die Kreisboten</sup>
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== April, Mai, Juni, September & Oktober: Infostand beim Stint neben der IHK==
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</gallery>
== 19.04.: Erörterungstermin der Einwände zum Raumordnungsverfahren in Uelzen==
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Bild:ue1.jpg|
Bild:ue2.jpg|
</gallery>
== 07.03.: "[[AutobahnNix]]": Standort IHK==
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Bild:P1010432 frei.jpg|<sup>Foto: Matthias Dammann, Umweltverein Gellersen e. V.</sup>
Bild:P1010430 aus.jpg|<sup>Foto: Matthias Dammann, Umweltverein Gellersen e. V.</sup>
</gallery>
Mehr zum Thema [[AutobahnNix]]
== 03.03.: "[[AutobahnNix]]": Star zur Eröffnung der Lüneburger Stintaktion ==
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Bild:IMG_7577.JPG|Stint blau ...
Bild:KB_2007_03_01.jpg|kommt unter die Räder
Bild:IMG_7590.JPG|staunende Zuschauer
Bild:IMG_7595.JPG|Wir schwimmen gegen den Strom!
Bild:IMG_7597.JPG|"coole Aktion!"
Bild:IMG_7611.JPG|keine weiteren Stinte in Sicht
Bild:IMG_7637.JPG|AutobahnNix
Bild:IMG_7619.JPG|
Bild:IMG_7612.JPG|Keine A39!
Bild:IMG_7586.JPG|
Bild:IMG_7609.JPG|
Bild:IMG_7626.JPG|Wir lassen uns nicht überrollen!
</gallery>
Mehr zum Thema [[AutobahnNix]]
== 11.01.: Demonstration vor dem Stadttheater / IHK-Neujahrsempfang ==
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Bild:keine-a39_6521.jpg|Das schlechte Wetter bleibt uns treu.
Bild:keine-a39_6523.jpg|Der Herr Minister Glos hatte kurzfristig abgesagt, trotzdem wurden wir abgedrängt.
Bild:keine-a39_6524.jpg|Wir ließen uns von alldem nicht beirren ...
Bild:keine-a39_6527.jpg|... [[Presseberichte_Januar_2007#12._Januar|und verlegten unseren Protest einfach in die "Höhle des Löwen"]]
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== 11.11.: Eröffnung unserer Plakataktion "[[Ich liebe Lüneburg]], weil...,deshalb KEINE A39" ==
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== 04.11.: Laternenumzug als Demo gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ==
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== 13./20./27.10.: 3 Freitags-Mahnwachen Aktion Brückenschlag ==
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Bild:mw2ou_001.jpg|Immer wieder Präsenz
Bild:mw2ou_002.jpg|..zeigen gegen die A39
Bild:mw2ou_003.jpg|..in der Stadt
Bild:mw2ou_004.jpg|..und überhaupt !
Bild:1mwou.jpg|Auch mit kleinen
Bild:Keine-A39_4376.jpg|..Aktionen wird die
Bild:Keine-A39_4374.jpg|..Sinnhaftigkeit der
Bild:Keine-A39_4366.jpg|..A39 in Frage gestellt !
</gallery>
== 7.10.: Demo gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ==
<gallery>
Bild:Keine-A39_4204.JPG|Rege Beteiligung..
Bild:Keine-A39_4205.JPG|.. an unserer..
Bild:Keine-A39_4207.JPG|.. Demo.
Bild:Keine-A39_4211.JPG|Verena Fiedler begüßt die Teilnehmer
Bild:Keine-A39_4215.JPG|Stefanie Becker zur Betroffenheit des..
Bild:Keine-A39_4217.JPG|.. Stadtteils und Arbeit der BI-Lüne-Moorfeld
Bild:Keine-A39_4220.JPG|Wie bei unserer Aktion..
Bild:Keine-A39_4221.JPG|.. "[[Menschenkette]]"..
Bild:Keine-A39_4222.JPG|.. ist der Fußweg gesäumt mit..
Bild:Keine-A39_4223.JPG|.. rot gekleideten Menschen, ..
Bild:Keine-A39_4224.JPG|.. die ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen.
Bild:Keine-A39_4225.JPG|.. selbst auf der anderen Strassenseite.
Bild:Keine-A39_4231.JPG|EIN..
Bild:Keine-A39_4234.JPG|.. STADTTEIL..
Bild:Keine-A39_4235.JPG|.. SIEHT..
Bild:Keine-A39_4238.JPG|.. ROT!
Bild:Keine-A39_4239.JPG|"A39-Ausfahrt Lüne" NEIN DANKE!
Bild:Keine-A39_4242.JPG|Ca. 250 Teilnehmer!
Bild:Keine-A39_4254.JPG|
Bild:Keine-A39_4255.JPG|
Bild:Keine-A39_4261.JPG|Ein Thema auch bei den Kindern
Bild:Keine-A39_4265.JPG|.. schon jetzt fahren hier viel zuviele Autos.
Bild:Keine-A39_4269.JPG|Ausklang bei herrlichem Wetter, Dank an alle Teilnehmer!
Bild:Keine-A39_4271.JPG|.. Erleichterung nach gut gelaufener Aktion.
</gallery>
== 3.10.: Sülfmeisterumzug mit 50.000 Zuschauern in Lüneburg ==
<gallery>
Bild:sm2.jpg|"[[Schutzgut Mensch]]" gemeinsam mit ..
Bild:sm3.jpg|"Hamstern und Grashalmen" gegen die A39
Bild:sm1.jpg|Heinrich der Löwe unterstützt unseren Protest
Bild:Sülmeisterumzug_4170.jpg|Dezent präsent!
</gallery>
== 21.9.: Besuch im Bundestag ==
<gallery>
Bild:bt1.jpg|Abordnung der BI in Berlin
Bild:bt2.jpg|Vor dem Bundestag
Bild:bt3.jpg|Erste Interviews
Bild:bt6.jpg|Kuppelblick
Bild:bt4.jpg|Diskussion mit [[Hedi Wegener]]
Bild:bt5.jpg|Plakatgeschenk und [[Postkarten für den Verkehrsausschuss]]
</gallery>
== 16.9.: Mahnwache an der Johanniskirche anlässlich der 600-Jahrfeier des Johanneums ==
<gallery>
Bild:jk1.jpg|Wir gratulieren...
Bild:jk2.jpg|unserer alt-ehrwürdigen Bildungsstätte vor Ort...
Bild:jk3.jpg|und wünschen weiterhin gute...
Bild:jk4.jpg|Bildungsbedingungen statt Asphalt und Beton durch die A39!
</gallery>
== 2. und 9.9.: Wahlprüfstein vor der [[Kommunalwahl]] in der Lüneburger Innenstadt ==
<gallery>
Bild:kw1.jpg|Verwendung von Steuermitteln, Nachhaltigkeit, ...
Bild:kw2.jpg|Umweltschutz und [[Schutzgut Mensch]] sind die Themen zur A39
Bild:kw3.jpg|Nach der Runde durch die Fußgängerzone
</gallery>
== 27.8.: Stadtteilfest ==
=== Informationsstand ===
<gallery>
Bild:T-Shirt.jpg|Die [[T-Shirts]] sind fertig!
Bild:T-Shirts Gruppe.jpg|Das Standteam, alles Größe L.
Bild:Plakat-Gruppe.jpg|[[Plakate]].
Bild:Infostand Internet.jpg|Präsentation unseres Internetauftrittes.
Bild:Infostand OB.jpg|OB [[Ulrich Mädge]] diskutiert ...
Bild:OB mit Verena.jpg|... und bleibt gerne etwas länger.
Bild:Infostand.jpg|Der Infostand im Überblick.
Bild:Infostand Andrang.jpg|Andrang bei unserer Aktion [[Ich liebe Lüneburg]].
Bild:Infostand Regen.jpg|Gute Stimmung trotz Regen.
</gallery>
=== Malwettbewerb ===
[[Bild:Malwettbewerb0.jpg]]
<gallery>
Bild:Malwettbewerb.jpg|Die Malaktion wird sofort angenommen.
Bild:Malwettbewerb2.jpg|Andrang.
Bild:Malwettbewerb3.jpg|Eine Stadtsilhouette entsteht.
</gallery>
== Ältere Fotos ==
Alle älteren Fotos aus dem Jahr 2006 können im '''[[Fotoarchiv 2006]]''' betrachtet werden.
[[Kategorie:Aktionen]]
ea676ed093066ebeba7752377cd26000b20582dc
Aktuelle Presseberichte
0
990
995
994
2025-02-05T23:12:24Z
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Presse_überregional_2022-2023]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Aktuelles & Termine
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991
997
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2025-02-05T23:12:26Z
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text/x-wiki
{| {{tabelle auto}}
| <center> {{Link-Bild-in|Bild=Presse.jpg|Breite=128px|Höhe=96px|Link=Aktuelle Presseberichte}}'''[[Aktuelle Presseberichte]]'''</center>
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|}
'''<big>Termine</big>'''
{{Heute}} Zum Abgleichen hilfreich: [[Ferien]]termine.
{{Toc}}
= 2024 =
= Mai 2024 =
==== 10.-12.5.2024: Vernetzungs- und Protest-Radtour von Wolfsburg nach Lüneburg (entlang der geplanten A39-Strecke) ====
[[file:2023-05-10_a39-radtour.jpg|400px|link=https://a39-stoppen.de|10.-12.5.2024: Vernetzungs- und Protest-Radtour von Wolfsburg nach Lüneburg (entlang der geplanten A39-Strecke)]] Näheres (inkl. Kontaktaufnahme für Teilnahme) auf der [https://a39-stoppen.de Homepage]
= April 2024 =
====21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau ====
[[file:2024-04-21_fahrraddemo.jpg|300px|link=https://t.me/s/KeineA39/237 21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]] Näheres im [https://t.me/s/KeineA39/237 A39-Infokanal], bei [https://luene-blog.de/fahrrad-demo-gegen-a39-21-april-radtour-wolfsburg-lueneburg-10-12-mai-2024/ Lüneblog] und bei [https://www.instagram.com/p/C5Ye_bRMEoN/?igsh=MXBxNGlyMmExMmtybg Instagram] (5 Slides zum Weiterblättern)
[[file:2024-04-21_fahrraddemo2.jpg|300px|link=https://www.instagram.com/p/C5Ye_bRMEoN/?igsh=MXBxNGlyMmExMmtybg== 21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]] [[file:2024-04-21_fahrraddemo3.jpg|440px|link=https://www.instagram.com/p/C5Ye_bRMEoN/?igsh=MXBxNGlyMmExMmtybg== 21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]]
= März 2024 =
==== [https://t.me/s/FFF_lueneburg/356 1.3.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: FFF - Globaler Klimastreik] ====
= 2023 =
= Oktober 2023 =
==== [https://luene-blog.de/wald-statt-asphalt-banner-aktion-gegen-a39-am-1-oktober-2023 01.10.2023 12:00 Uhr, Lüneburg, Clamart-Park: Fahrraddemo zur Riesenbanner-Aktion in Hagen] ====
Teil der [https://wald-statt-asphalt.net/ausbaustopp-jetzt Aktionstage "Ausbaustopp jetzt" von "Wald statt Asphalt"]
<gallery>
Datei:2023-10-01_Banner-Aktion.jpg|[https://luene-blog.de/a39-banneraktion-zeigt-ort-der-geplanten-landschaftszerstoerung Hier geht's zum Bericht]
</gallery>
= September 2023 =
==== [https://t.me/s/FFF_lueneburg/318 15.09.2023 12 Uhr, Marktplatz Lüneburg: FFF - Globaler Klimastreik] ====
= April 2023 =
==== [https://t.me/s/KeineA39/172 23.04.2023 13 Uhr, Lüneburg, Bockelmannstraße (AGL / Tierheim): Fahrraddemo auf der A39]====
[https://www.google.de/maps/place/53%C2%B015'48.9%22N+10%C2%B025'28.2%22E genauer Startpunkt]
<gallery>
Datei:2023-04-23 Fahrraddemo1.jpg|Termin
Datei:2023-04-23 Fahrraddemo2.jpg|Route
Datei:2023-04-23 Fahrraddemo3.jpg|Text
</gallery>
= März 2023 =
==== [https://t.me/FFF_lueneburg/296 03.03.2023 14 Uhr, Marktplatz Lüneburg: FFF - Globaler Klimastreik] ====
= 2022 =
= Juli 2022 =
==== 18.07.2022 Ende der Abgabefrist für Einwendungen ====
Ende der Abgabefrist für die Einwendungen im [http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Planfeststellungsverfahren#Zweites_Plan.C3.A4nderungsverfahren_2022 zweiten Planänderungsverfahren] für A39-Abschnitt 1
==== 17.07.2022: Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit ====
<gallery>
Datei:2022-07-17_Fahraddemo_800x800.jpg|Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit: 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg
</gallery>
Aktuelle Informationen auf Telegram: [https://t.me/s/KeineA39 https://t.me/s/KeineA39]
= 2021 =
== Oktober 2021 ==
==== 08.10.2021 bis 10.10.2021: Bundesweite Aktionstage ====
[https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/ Bundesweite Aktionstage für eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende und gegen Autobahn-Neubau]
<gallery>
Datei:Mobiwende2-Save-the-Date-1024x572.jpg|Bundesweite Aktionstage
Datei:2021-10-10_Fahrraddemo.jpg|Lüneburger Aktion
</gallery>
<big>'''Nach der Bundestagswahl 2021:'''</big>
'''Fahrraddemonstration "Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende jetzt!":'''
'''Am 10. Oktober''' wird auf der A39 gegen den Bau von Autobahnen protestiert.
Auftaktkundgebung: '''12 Uhr Marktplatz'''
Zwischenkundgebung auf der A39: 14-15 Uhr
Rückankunft und Ende auf dem Marktplatz: 16 Uhr
Hygienekonzept: Maske und 2 Meter Abstand.
Aktuelle Informationen auf Telegram: [https://t.me/s/KeineA39" https://t.me/s/KeineA39]
Die Aktion findet wie beim letzten Mal im Rahmen bundesweiter Aktionstage statt: [https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/ https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/]
== September 2021 ==
Bis 30.September besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer eigentlich für die Gestaltung des Lärmschutzdeckels gedachten Online-Beteiligung unsere Meinung zum Autobahn-Neubau vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe zu schreiben: [https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen]
Bitte macht alle mit.
=== 24.09.2021 FFF-Demo "Alle für's Klima ===
<gallery>
Datei:2021-09-24_AlleFuersKlima.jpg|Alle für's Klima
</gallery>
'''Globaler Klimastreik: ''' [https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/ https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/]
'''11 Uhr, Marktplatz Lüneburg'''
'''Seid alle dabei, es ist wichtig.'''
== Juni 2021==
==== 06.06.2021: Fahrraddemo auf der A39 ====
zusammen mit dem Klimakollekiv Lüneburg und vielen anderen Lüneburger Gruppen
im Rahmen der <br>
[http://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/ bundesweiten dezentralen Aktionstage für eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende und gegen Autobahn-Neubau]
<gallery>
Datei:2021-06-05_mobiwende_sp_web.jpg|Bundesweite Aktionstage
Datei:2021-06-06_Plakat-QR.jpg|Lüneburg-Aktion: Plakat
</gallery>
[https://t.me/keineA39 Keine-A39-Infokanal bei Telegram] oder [https://t.me/s/keineA39 direkt im Browser] (ohne Klick auf "Preview Channel")
== April 2021 ==
==== 17.04.2021: Fahrraddemo über die geplante A39-Trasse ====
zusammen mit dem Klimakollekiv Lüneburg und vielen anderen Lüneburger Gruppen
[[Media:Pressestatement_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Presse-Statement vom 17.04.2021 der BI Lüne-Moorfeld]]
[https://t.me/KeineA39 Keine-A39-Infokanal bei Telegram]
<gallery>
Datei:2021-04-17_sharePic01.jpg|Klimakollektiv Bild Fahrraddemo (veröffentlicht am 26.03.2021)
Datei:2021-04-17_shareText01.jpg|Klimakollektiv Text Fahrraddemo (veröffentlicht am 26.03.2021)
Datei:2021-04-17_sharePic02.jpg|Klimakollektiv Bild Hygienekonzept (veröffentlicht am 10.04.2021)
Datei:2021-04-17_shareText02.jpg|Klimakollektiv Text Hygienekonzept (veröffentlicht am 10.04.2021)
Datei:2021-04-17_sharePic03.jpg|Klimakollektiv Bild Route (veröffentlicht am 16.04.2021)
Datei:2021-04-17_shareText03.jpg|Klimakollektiv Text Route (veröffentlicht am 16.04.2021)
</gallery>
==== 07.04.2021: Auftaktveranstaltung zur Fahrraddemo am 17.04.2021 ====
über die geplante A39-Trasse, zusammen mit dem Klimakollekiv Lüneburg und vielen anderen Lüneburger Gruppen
[[Media:2021-04-07_Statements_zur_A39.pdf|Presse-Statements vom 07.04.2021 der beteiligten Gruppen]]
<gallery>
Datei:2021-04-08_LZ_Seite_6.jpg|Landeszeitung am 08.04.2021
</gallery>
= 2020 =
== Dezember 2020 ==
==== 12.12.2020: [[Presseberichte_Dezember_2020#Landeszeitung_zur_Fahrrad-Demo_auf_der_Ostumgehung|Fahrraddemo auf der Ostumgehung]] ====
Das Klimakollektiv Lüneburg hat eine Fahrrad-Demo für eine Verkehrswende und gegen Autobahn-Neubau, also auch gegen die A39 organisiert. Um auf die Ostumgehung zu dürfen musste erst geklagt werden. Dabei ist die geplante A39-Trasse der ideale Ort für eine Fahrrad-Demo gegen die A39-Planungen. <br>
'''Treffpunkt: 12 Uhr am Bahnhof'''
<br>
<br>
= [[Termin-Archiv|Ältere Termine]] =
Weiter zurück liegende Termine können im '''[[Termin-Archiv]]''' nachgelesen werden.
[[Kategorie:Organisatorisches]][[Kategorie:Aktionen]]
526ff3af6a549fa8a93e98278c96dc42454fcb41
Arbeitsgruppe Einwände
0
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998
2025-02-05T23:12:26Z
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1
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text/x-wiki
== Was machen wir? ==
Wir helfen dabei, [[Einwände schreiben|Einwände zu schreiben]].
Wir versuchen, durch unsere Samstags-[[Aktionen]] und durch Gehen von Haus zu Haus
möglichst viele Menschen davon zu überzeugen, wie wichtig das Schreiben von
Einwendungen ist.
Im Augenblick organisieren die
Mitglieder diese Teams an diversen Orten in
Lüneburg [[Aktionen]], um zum einen
Einwände, zum anderen Unterschriften (bisher
ca. 5.000) gegen die geplante Autobahn
zu sammeln.
Eine erste Aktion der Einwändegruppe fand am Samstag, den 29. April in der Stadt statt. Diese war
sehr lohnenswert. Es wurden in drei Stunden 43 Einwände und 100 Unterschriften gesammelt!!!
Wie man sieht, ist die Arbeit der Gruppe Einwände sehr personalintensiv, die Arbeit der Gruppe ist
allerdings bis zum 21.05. befristet, da an diesem Tag die Frist für die Einwände abgelaufen ist.
Obwohl diese Gruppe die zahlenmäßig größte Gruppe ist, werden immer Mitarbeiter gesucht, damit
die [[Aktionen]] auf mehreren Schultern verteilt werden können.
Es können nämlich auch gut 8- 10 Leute pro Aktion sein, dann kann man in der Stadt an zwei oder
drei Stellen stehen. Zwei schöne Bauchläden sind bereits gebaut und die Aktion beim Ordnungsamt
angemeldet.
Bitte macht´s möglich und meldet Euch bei Nina Katz, Tel. 403393 oder per [mailto:kaiserkatz@aol.com e-Mail].
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Claudia Kuchler|Claudia Kuchler]] (Sprecherin)
{{Chatlink}}
== Dokumente ==
*[[Media:Flugblatt Einwaendeaktion.pdf|Flugblatt Einwändeaktion (PDF)]]
Hier ist eine Anzahl fertiger Einwände. Es handelt sich hierbei nicht um Arbeitsergebnisse dieser Gruppe,
sondern um von Mitgliedern der BI Lüne-Moorfeld bei der Stadt Lüneburg zur Ansicht und Weiterleitung an die
Regierungsvertretung eingereichte Schreiben.
*[[Media:Einwand_A39_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwand der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld (PDF)]]
*[[Media:Einwand A39 Walter Momberg.pdf|Einwand von Walter Momberg (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Stephanie_und_Volker_Constien.pdf|Einwand von Stephanie und Volker Constien (PDF)]]
*[[Media:Einwand A39 Eltern Kiga Lüner Weg.pdf|Einwand der Eltern des Kindergartens Lüner Weg (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Stephan_Becker.pdf|Einwand von Stephan Becker (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_BI_Mechtersen.pdf|Einwand der Bürgerinitiative Mechtersen (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Buergerverein_Adendorf.pdf|Einwand des Bürgervereins Adendorf (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Backhaus.pdf|Einwand von Renate und Jürgen Bachhaus (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_LBU.pdf|Einwand des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (PDF)]]
*[[Media:Einwand_A39_Lebensberg.pdf|Einwand der Aktion Lebensberg (PDF)]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
094ff2a08b23cc4dc2b88a2bda9a394f259933f2
Arbeitsgruppe Kreative Aktionen
0
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2025-02-05T23:12:26Z
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text/x-wiki
== Was machen wir? ==
Diese Gruppe hat sich in dieser Woche das erste Mal getroffen. Da die [[Aktionen]], die hier geplant
werden erst nach dem Ende der Einwände in die heiße Phase gehen werden, sind wir schon ganz
gespannt, was da noch auf uns zu kommt. Aber einen kleinen Tipp kann ich ja schon mal geben: Es
wäre schön, wenn sich jedes BI-Mitglied schon mal ein einfaches rotes [[T-Shirt]] besorgen würde...wir
haben Grosses vor....
* [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]]
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Verena Fiedler|Verena Fiedler]] (Sprecherin)
#
#
#
{{Chatlink}}
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
86ff23544d0fa781fc238ff56a60345ba513ebe3
Arbeitsgruppe Menschenschutz
0
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1003
1002
2025-02-05T23:12:26Z
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text/x-wiki
[[Bild:Menschenschutygebiet.jpg|500px|right]]
== Menschenschutz? ==
Der Mensch wurde bei allen Planungen, insbesondere bei der neuen Stadttrasse grob vernachlässigt. Obwohl die Stadt Lüneburg mit ihrer Stellungnahme erreichen wollte, dass dem Menschenschutz höher Rechnung getragen wird, ist in den aktuellen Planungsunterlagen deutlich das Gegenteil erkennbar.
In unserer Arbeitsgruppe nähern wir uns dem Thema kreativ,
eine Ausstellung zum Thema „Menschenschutz“ ist in Arbeit.
Ziel ist die Erhaltung und Achtung unseres Lebensraumes, unserer Siedlungs- und Wohngebiete. Wir wollen aufmerksam machen auf Missstände und Fehlplanungen gegen die Menschlichkeit. Wer mitmachen möchte, melde sich bitte bei Doris Paland.
== Mitglieder ==
# [[Benutzer:Doris|Doris Paland]] (Sprecherin)
# [[Benutzer:Achim|Achim Weiß]]
# Beate Ellwanger-Stache
# [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]]
# Dieter Stache
# Elke Oldhafer-Riesner
# [[Benutzer:Frank|Frank Kracht]]
# Helmut Riesner
# Henning Pabst
# [[Benutzer:Jpfiedler|Jens-Peter Fiedler]]
# [[Benutzer:Gpk|Gaby Parnow-Kloth]]
# Kirsten Nebe
# Peter Mohr
# Peter Weerda
# [[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
# [[Benutzer:Steffine|Stefanie Becker]]
# Steffi Blandow-Wechsung
# Sybille Bollgöhn
# Thomas Handke
# Verena Fiedler
# [[Benutzer:Volker|Volker Constien]]
== Ergebnisse ==
=== Das <b>[[Menschenschutzgebiet]]</b> "ELMA" wurde am 20. Juli 2009 ausgerufen. ===
=== Es ist auch unter [http://www.menschenschutzgebiet.de www.menschenschutzgebiet.de] erreichbar. ===
<br>
<br>
<br>
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
19050f98f9f2ca24f164b38e69a6e8c296f988ef
Arbeitsgruppe Ostumgehung
0
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1005
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2025-02-05T23:12:26Z
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text/x-wiki
{|
| __TOC__ || [[Bild:LZ 2007 03 27 1.jpg]]
|}
== Was machen wir? ==
Thematik [[Ostumgehung]]
== Mitglieder ==
# Andreas Petersen (Sprecher)
#
{{Chatlink}}
== Dokumente ==
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
a628373d42bdceb09cd2c64993963f582ea6e0ed
Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion
0
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1007
1006
2025-02-05T23:12:26Z
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text/x-wiki
{|
| __TOC__ || [[Bild:Gruppe2.jpg]]
|}
== Was machen wir? ==
Im Rahmen verschiedener [[Aktionen]] der {{BI}} haben wir innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe der sogenannten [[Vorzugstrasse]] mehr als 5.000 Unterschriften gegen die Trasse gesammelt.
Im Anschluss an die [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]] haben wir diese Unterschriften dem Lüneburger Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] überreicht.
Der nächste Schritt wird sein, die Originalunterschriften nach Berlin zu bringen, um auch dort den Protest der Region zu dokumentieren.
== Mitglieder ==
# [[Benutzer:Gaby Parnow-Kloth|Gaby Parnow-Kloth]] (Sprecherin)
#
{{Chatlink}}
== Dokumente ==
*[[Media:Unterschriftenliste.pdf|Unterschriftenliste (PDF)]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Geht nur nach [[Spezial:Userlogin|Anmeldung]]:<br>
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[[Kategorie:Aktionen]]
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text/x-wiki
* [[Media:Ich liebeLueneburg.pdf|Entwurf]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Sysop
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Stintaktion]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
42723528671524c7eb15ec29404fbcb2f3ffe032
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[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|255px|Spontan-Stammtisch nach unser Aktion [[Menschenkette gegen die A39]]]]Der offene Treff unserer Bürgerinitiative findet an den unter "[[Aktuelles & Termine]]" angegebenen Terminen im {{ELM}} statt.
Wir diskutieren in netter Runde gelaufene & geplante [[Aktionen]].
Außerdem eine Gelegenheit, sich mit [[Plakate]]n, [[T-Shirts]] etc. der BI zu versorgen.
[[Kategorie:Organisatorisches]][[Kategorie:Aktionen]]
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Zum Einfügen von [[Spezial:Newimages|Bildern]] in deinen Artikel gibt es verschiedene Möglichkeiten:
== Einfach & schnell: Bild von einer Internetseite verlinken ==
[[Kopiere]] den [[Link]] zu einer Bilddatei ''<nowiki>http://www. ... .jpg</nowiki>'' und [[Kopiere|füge]] diesen [[Link]] einfach in Deinen Text ein.
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== Profivariante: eigene Bilder auf den Wiki-Server hochladen ==
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Sofern ein Bild als Screenshot bzw. eines Bildschirmausschnittes benötigt wird, bietet sich folgender Umweg an:
*Screenshot über die Drucktaste in die Zwischenablage kopieren:<br>
http://www.powerpoint.my1step.de/images/druck_taste.jpg
*Zeichenprogramm starten, z.B. Photoshop oder Windows Paint<br>{{bsw}}Paint.jpg
*Bildteil festlegen, ausschneiden und abspeichern.
Nach dem [[Spezial:Upload|Hochladen auf den Wiki-Server]] kann das Bild wie folgt in den Text eingebunden werden:<br>
*[[Kopiere]] den Namen der Bilddatei, z.B. ''<nowiki>Mein_Bild.jpg</nowiki>'' und füge diesen Dateinamen in deinen Text ein.
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*Als programmierter Text erscheint jetzt der fertige Link: <tt><nowiki>[[Bild:Mein_Bild.jpg]]</nowiki></tt>.
== Feintuning: Verwenden von Vorschau-Bildern ==
Es kann vorkommen, dass man Bilder in einer gewissen Größe braucht, um Details besser zu erkennen. Leider stellt sich dann oft das Problem, dass dein Artikel unübersichtlich aussieht oder das Bild größer als der sichtbare Monitorbereich ist.
=== Thumbnails ===
{|
|[[Bild:Natur3.jpg|thumb|Sonnenblumen]] || Mit "Thumbnails", also kleinen Vorschaubildern, die etwa so groß sind wie ein Daumennagel, ist dies in den Griff zu bekommen:<br>
Beim Klicken auf das Vorschaubild wird dieses dann größer dargestellt.<br>
Als Quelltext schreibst Du: <nowiki>[[Bild:Mein_Bild.jpg|thumb|Bildunterschrift]]</nowiki>.
|}
=== Bilder-Galerien ===
Auch mit dem Befehl <nowiki><gallery></nowiki> lassen sich Thumbnails gruppieren.
Vorteil: der ''thumb''-Befehl entfällt und die Struktur ist klarer.<br>
Die Programmierung sieht wie folgt aus:
<nowiki><gallery>
Bild:Natur1.jpg|Bildunterschrift 1
Bild:Natur2.jpg|Bildunterschrift 2
Bild:Natur3.jpg|Bildunterschrift 3
</gallery></nowiki>
'''Umsetzung:'''
<gallery>
Bild:Natur1.jpg|Natur ...
Bild:Natur2.jpg|... statt ...
Bild:Natur3.jpg|... Autobahn.
</gallery>
Quelle: [http://www.free-nature-animal-butterfly-wallpaper.com/ www.free-nature-animal-butterfly-wallpaper.com]
Weitere Tipps findest Du auf der [[Hilfe|Hilfeseite]].
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Einwände schreiben
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{{Kasten blau|
*Ich habe gerade mit der zuständigen Mitarbeiterin von Frau Schröder-Ehlers telefoniert. Nach ihrem Überblick sind etwa '''1.250 (!!!) Einwendungen''' bei der Stadt eingegangen. Sie hat von sich selber aus gesagt, dass dies vor allem auf die Arbeit der Bürgerinitiativen zurückzuführen sei und die Stadt mit weniger Einwendungen gerechnet habe. Ich denke, dass ein guter Teil dieser Lorbeeren uns zuzurechnen ist und [[BI-Stammtisch|dass wir darauf am 02.06. einen trinken sollten]]. Wir haben wirklich einiges bewegt. Das sollte uns Mut für die weitere Arbeit machen. [[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
*Wir haben zwar schon einen großen Batzen geschafft und viele Einwände gesammelt, aber es kann noch weiter gehen.<br>Der [http://www.keine-a39.de/ Dachverband] teilt mit, dass nun auch Bürgerinnen und Bürger '''noch bis zum 30.06. Einwände schreiben''' können. Diese müssen dann direkt an die Regierungsvertretung Auf der Hude 2 geschickt werden.<br>Wir könnten also noch weiterhin noch zum Einwände schreiben aufrufen.<br>Vielen Dank auch allen, die dabei bisher so aktiv und erfolgreich waren. [[Benutzer:Steffine|Stefanie Becker]]
* 30. Juni vorbei, es geht trotzdem weiter: '''[[Fast 10.000 Einwände]]'''.
}}
{|
| __TOC__ || [[Bild:Natur3.jpg|thumb|Natur ...]] || [[Bild:Highway.jpg|thumb|... statt Autobahn.]]
|}
== Es gibt sehr viele Argumente gegen den Bau der A 39. ==
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Flugblatt_Einwaendeaktion.pdf}} || || Speziell auf den Stadtteil Lüne-Moorfeld zugeschnittene Argumente werden von der [[Arbeitsgruppe Einwände]] erarbeitet.<br>Eine kurze '''Übersicht''' liegt [[Media:Flugblatt_Einwaendeaktion.pdf|hier zum Download]] vor.
|}
*[[Media:Einwände A39 Raumordnungsverfahren unsortiert.pdf|Ausführlich: Einwände der {{BI}} zum Raumordnungsverfahren (15 Seiten)]]
Einige Beispiele (bitte die Ihnen Wichtigen so persönlich wie möglich formulieren):
* Wertverlust der eigenen Immobilie
* Zunahme der ohnehin schon problematischen [[Lärm]]belästigung durch Bahn und Umgehungsstraße
* Gesundheitliche Schäden durch z.B. [[Feinstaub]] (vorherrschender Westwind)
* Verlust eines wesentlichen Naherholungsgebietes z. B. Lüner Holz
* Senkungs- (Grundwasser) und sonstige Folgeschäden an Haus und Grundstück
* Unzumutbare Beeinträchtigungen für die Kinder der [http://www.grundschule-luene.de/4556.html Grundschule] und Kindergarten Lüne ([[Lärm]], Abgase, Unfallgefahr, erhöhte Kriminalität an Autobahnabfahrten)
* Deutliche Verminderung der Lebensqualität im eigenen Wohngebiet durch Einkesselung (Bahnschienen, Umgehungsstraße, Autobahn)
* Imageverlust meiner Stadt Lüneburg ([http://www.kloster-luene.de/ Kloster], Bewerbung zum Weltkulturerbe)
== Wenn es schnell gehen soll ... ==
{|
| {{bsw}}Word_icon.gif || Im einfachsten Fall formuliert Ihr einfach eine der folgenden Muster-Einwendungen um, die als '''Word-Datei''' vorliegen:
|}
=== Lüneburger ===
*[[Media:Stadtaktion-Lüneburger-1-.doc|Allgemeine Fassung für alle Lüneburger]]
*[[Media:18 Punkte Muster Einwendung.doc|Muster-Einwendung mit 18 Punkten, ggf. einfach kürzen]]
==== Moorfeld-Lüne ====
*[[Media:Jung-ohne-Haus-ohne-Kind.doc|Ich wohne erst seit kurzem hier und bin Mitbewohner bzw. Mieter]]
*[[Media:Mittelalt-ohne-Haus.doc|Ich wohne hier seit einigen Jahren als Mitbewohner bzw. Mieter]]
*[[Media:Mittelalt-mit-Haus.doc|Ich wohne hier seit einigen Jahren als Hauseigentümer]]
*[[Media:Alt-mit-Haus.doc|Ich wohne hier schon lange und bin Hauseigentümer]]
*[[Media:Alt-ohne-Haus.doc|Ich wohne hier schon lange und bin Mitbewohner bzw. Mieter]]
*[[Media:Jung-ohne-Haus-mit-Kind.doc|Wir sind mit unserer Familie erst vor kurzem hier hin gezogen und Mieter]]
*[[Media:Jung-mit-Haus-ohne-Kind.doc|Wir haben erst vor kurzem hier unser Haus gekauft]]
*[[Media:Jung-mit-Haus-mit-Kind.doc|Wir haben erst vor kurzem hier unser Haus gekauft (Familie)]]
=== Nicht-Lüneburger ===
*[[Media:Stadtaktion-Tourist-ohne-Lüneburger-Freunden-1-.doc|Lüneburg-Tourist]]
*[[Media:Stadtaktion-Landkreis-2-.doc|Ich wohne im Landkreis Lüneburg]]
== Auch hier hat man sich Gedanken gemacht ==
Weitere Vorlagen bzw. Argumente finden sich auf unseren Partnerseiten:
* [http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/argumente.html Argumente der Aktion Lebensberg]
* [http://www.iga-wendischevern.de/modules/news/article.php?storyid=65 Themenliste für Einsprüche und Vordruck der Interessengemeinschaft gegen den Autobahnbau Wendisch Evern]
* [http://www.keine-a39.de/media/ROV/Einwendungsgruende%20Zusammenstellung.pdf Liste mit Einwendungs-Punkten als PDF-Datei auf www.keine-a39.de]
* [http://www.amelinghausen.de/betzendorf/a39/argumente.html Argumente der BI Betzendorf gegen A39]
* [http://www.lueneburg.de/index.htm?inhalt_id=302387&baum_id=361&suchstring=gutachten Gutachten der Stadt Lüneburg]
== Beispiele (unter anderem aus der {{BI}}) ==
siehe [[Arbeitsgruppe Einwände]]
== Presse-Artikel zum Stand der Einwände ==
* 23. November: {{HA}}:[[Presseberichte_November_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_erneuten_Verz.C3.B6gerung_des_Raumordnungsverfahrens|14.500 Einwände]]
* 1. Juli: Allgemeine Zeitung (AZ) Uelzen: [[Fast 10.000 Einwände|A 39: Fast 10.000 Einwände liegen vor]]
* 24. Mai: {{HA}}: [http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/24/566332.html A 39: 1000 Einwände]
* 6. Mai: Landeszeitung<br>
http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/presse/2006-05-06-landeszeitung-01.gif
== Und weiter? ==
Nach unseren von Erfolg gekrönten Einwände-[[Aktionen]] hat sich wohl jede(r) die Frage gestellt: „Was nun?“. Nicht nur der [[Vorstand]] ist einhellig der Meinung, dass von nun an stärker als bisher auf der politischen Ebene Druck entfaltet werden muss, wozu sicherlich auch die Unterschriftenlisten gehören.
Das '''[[Grundgesetz]]''' bietet aber noch eine andere Möglichkeit, Druck auf die PlanerInnen auszuüben, und zwar über '''[[Petition]]en'''.
== Fertige Einwendungsschreiben ==
[[Media:Einwand_A39_BI_L%C3%BCne-Moorfeld.pdf|Einwand ROV A39 BI Lüne-Moorfeld]]
[[Media:Einwand_A39_Lebensberg.pdf|Einwand ROV A39 Lebensberg]]
[[Media:Einwand_ROV_A39_Volker_Constien.pdf|Einwendungen ROV A39 Volker Constien]]
[[Media:Einwand_A39_LBU.pdf|Einwand ROV A39 Landesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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=== Email vom 15. September 2021 ===
=== an den Verteiler der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ===
Liebe Lüne-Moorfelder,
folgende (ältere und neuere) Neuigkeiten zu dem sehr alten Thema „A39“:
Fahrrad-Demo am 10. Oktober, wie beim letzten Mal im Rahmen bundesweiter Aktionstage für eine sozial- und Klimagerchte Mobilitätswende. Ist auf unserer Termine-Seite angekündigt (http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Aktuelles_%26_Termine), dort gibt es weitere Links.
Bitte machen Sie den Termin in Ihrem Umfeld bekannt, wir wollen diesmal auf Plakate verzichten.
Der „Ideen-Countdown“ für den „Gestaltungsdialog Lüneburger Deckel“ läuft noch bis zum 30. September. Bis dahin gibt es eine gute Möglichkeit, den Planenden recht freundlich unsere Meinung zum Autobahn-Neubau auch im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe mitzuteilen.
Bitte machen auch Sie mit: https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen
Bei der Veranstaltung am 9. Oktober (siehe Link) kann man dann hoffentlich erfahren, ob unsere Ideen auch angekommen sind.
Angekündigt war die Veranstaltung schon in der Landeszeitung vom 24. Juli: http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Presseberichte_Juli_2021#24._Juli_2021
Im Planfeststellungsverfahren für den Lüneburger Abschnitt 1 der geplanten A39 war ja vor einem Jahr wegen Corona der Erörterungstermin ausgefallen und durch eine „Online-Konsultation“ ersetzt. Leider kann dies nicht wirklich eine Erörterung ersetzen kann, weil bei einmaliger schriftlicher Stellungnahme keine Diskussion aufkommen kann.
Im August 2021 kam nun die Erwiderung der Planungsbehörde zusammen mit der Stellungnahme der Planfeststellungsbehörde. Es werden mehrere neue Planungsunterlagen angekündigt, zu denen eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist. Auch die Richtlinien für Lärmschutz von 2019, die vor einem halben Jahr die Richtlinien für Lärmschutz von 1990 abgelöst haben, werden eingearbeitet.
Unklar ist, ob es aufgrund der anstehenden Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans überhaupt noch zu einer weiteren Auslegung der neuen Planungsunterlagen kommen wird, oder ob die Planungen für die A39 schon vorher beendet werden. Denn die A39 ist eine der unwirtschaftlichsten Autobahn-Neubauplanungen und die Unterlassung ihres Baus und die damit erreichbare Ersparnis an Flächenversiegelung ist aus Klimaschutzgründen vorzuziehen.
Nicht nur BI Lüne-Moorfeld, aber ganz wichtig: Globaler Klimastreik am 24. September, 11 Uhr, Marktplatz. Bitte seien auch Sie dabei: https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/
Viele Grüße
Volker Constien
BÜRGERINITIATIVE LÜNE-MOORFELD
Infos & Kontakt
Doris Paland, Tel. 54322
Jens-Peter Fiedler, Tel. 59620
Dr. Frank Kracht, Tel. 935580
E-Mail: bi-luene-moorfeld@gmx.de
Internet: www.bi-luene-moorfeld.de
Hier finden Sie ausführliche Hintergrundinformationen, aktuelle Presseberichte, Fotos von unseren Aktionen, Kartenmaterial etc.
Unterstützen Sie unsere Arbeit für Lärmschutz & gegen den Bau der A39
Spendenkonto 398 249 672 bei der Sparkasse Lüneburg, BLZ 240 501 10.
--
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39
www.bi-luene-moorfeld.de
[[Kategorie:Aktionen]]
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=== Email vom 7. Oktober 2021 ===
=== an den Verteiler der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ===
Liebe Moorfelder/innen,
vor unserer [https://t.me/s/KeineA39/66 Fahrraddemo am Sonntag, 10. Oktober um 12 Uhr, Marktplatz Lüneburg] findet am Samstag um 14 Uhr im Vereinsheim des Moorfelder Kleingartenvereins der Gestaltungsdialog für den Lärmschutzdeckel statt.
Sicher freuen sich die Vertreter/innen der Autobahngesellscheft über Fragen zur Gesamtgröße der durch die A39 versiegelten Fläche, zu ursprünglich und aktuell für den Bau der A39 angesetzten Kosten, Aktualisierung der Lärmschutz-Vorgaben und der damit verbundenen Neuauslegung von Planungsunterlagen oder Hinweise zur Klimakatastrophe, zum [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 24. März] oder zum [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-rechtsgutachten-bundesverkehrswegeplan-ist-verfassungswidrig-neue-bundesregierung-muss-fernstrassenbau-sofort-stoppen Rechtsgutachten des BUND zur Verfassungswidrigkeit des Bundesverkehrswegeplans]. Schließlich wurde bisher immer mit dem "durch den Bundesverkehrswegeplan gesetzlich festgestelltem Bedarf" argumentiert.
Bitte freundet euch mit dem Gedanken an, dass der Lärmschutzdeckel unabhängig vom Bau der A39 gefordert werden muss, denn der Bau der A39 wird immer unwahrscheinlicher.
Und nach dem Kleingarten-Spaß am Samstag mit der Autobahngesellschaft: '''nicht vergessen, am Sonntag zur Fahrraddemo zu kommen'''.
<span style="color:#FF0000">
Es geht um eine soziale und klimagerechte Mobilitätswende jetzt!
</span>
<span style="color:#FF0000">
WIR BENÖTIGEN DRINGEND EURE GROSSE AKTIVE UNTERSTÜTZUNG AN DIESER VERANSTALTUNG ZUR UNTERSTÜTZUNG DER KOALITIONSVERHANDLUNGEN IN BERLIN - DAMIT SICH WAS DREHT...
</span>
Viele Grüße
Volker Constien
BÜRGERINITIATIVE LÜNE-MOORFELD
Infos & Kontakt
Doris Paland, Tel. 54322
Jens-Peter Fiedler, Tel. 59620
Dr. Frank Kracht, Tel. 935580
E-Mail: bi-luene-moorfeld@gmx.de
Internet: www.bi-luene-moorfeld.de
Hier finden Sie ausführliche Hintergrundinformationen, aktuelle Presseberichte, Fotos von unseren Aktionen, Kartenmaterial etc.
Unterstützen Sie unsere Arbeit für Lärmschutz & gegen den Bau der A39
Spendenkonto 398 249 672 bei der Sparkasse Lüneburg, BLZ 240 501 10.
--
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39
www.bi-luene-moorfeld.de
[[Kategorie:Aktionen]]
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Fotoarchiv 2006
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Dies sind alte Fotos aus dem Jahr 2006.
* [[Aktuelle Fotos]]
<div class="Presse">__TOC__</div>
Vorschaubilder anklicken ...
= 2006 =
== 11.11.: Eröffnung unserer Plakataktion "[[Ich liebe Lüneburg]], weil...,deshalb KEINE A39" ==
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== 04.11.: Laternenumzug als Demo gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ==
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Bild:Start_5146.jpg|
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== 13./20./27.10.: 3 Freitags-Mahnwachen Aktion Brückenschlag ==
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Bild:mw2ou_001.jpg|Immer wieder Präsenz
Bild:mw2ou_002.jpg|..zeigen gegen die A39
Bild:mw2ou_003.jpg|..in der Stadt
Bild:mw2ou_004.jpg|..und überhaupt !
Bild:1mwou.jpg|Auch mit kleinen
Bild:Keine-A39_4376.jpg|..Aktionen wird die
Bild:Keine-A39_4374.jpg|..Sinnhaftigkeit der
Bild:Keine-A39_4366.jpg|..A39 in Frage gestellt !
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== 7.10.: Demo gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ==
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Bild:Keine-A39_4204.JPG|Rege Beteiligung..
Bild:Keine-A39_4205.JPG|.. an unserer..
Bild:Keine-A39_4207.JPG|.. Demo.
Bild:Keine-A39_4211.JPG|Verena Fiedler begüßt die Teilnehmer
Bild:Keine-A39_4215.JPG|Stefanie Becker zur Betroffenheit des..
Bild:Keine-A39_4217.JPG|.. Stadtteils und Arbeit der BI-Lüne-Moorfeld
Bild:Keine-A39_4220.JPG|Wie bei unserer Aktion..
Bild:Keine-A39_4221.JPG|.. "[[Menschenkette]]"..
Bild:Keine-A39_4222.JPG|.. ist der Fußweg gesäumt mit..
Bild:Keine-A39_4223.JPG|.. rot gekleideten Menschen, ..
Bild:Keine-A39_4224.JPG|.. die ihrer Betroffenheit Ausdruck verleihen.
Bild:Keine-A39_4225.JPG|.. selbst auf der anderen Strassenseite.
Bild:Keine-A39_4231.JPG|EIN..
Bild:Keine-A39_4234.JPG|.. STADTTEIL..
Bild:Keine-A39_4235.JPG|.. SIEHT..
Bild:Keine-A39_4238.JPG|.. ROT!
Bild:Keine-A39_4239.JPG|"A39-Ausfahrt Lüne" NEIN DANKE!
Bild:Keine-A39_4242.JPG|Ca. 250 Teilnehmer!
Bild:Keine-A39_4254.JPG|
Bild:Keine-A39_4255.JPG|
Bild:Keine-A39_4261.JPG|Ein Thema auch bei den Kindern
Bild:Keine-A39_4265.JPG|.. schon jetzt fahren hier viel zuviele Autos.
Bild:Keine-A39_4269.JPG|Ausklang bei herrlichem Wetter, Dank an alle Teilnehmer!
Bild:Keine-A39_4271.JPG|.. Erleichterung nach gut gelaufener Aktion.
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== 3.10.: Sülfmeisterumzug mit 50.000 Zuschauern in Lüneburg ==
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Bild:sm2.jpg|"[[Schutzgut Mensch]]" gemeinsam mit ..
Bild:sm3.jpg|"Hamstern und Grashalmen" gegen die A39
Bild:sm1.jpg|Heinrich der Löwe unterstützt unseren Protest
Bild:Sülmeisterumzug_4170.jpg|Dezent präsent!
</gallery>
== 21.9.: Besuch im Bundestag ==
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Bild:bt1.jpg|Abordnung der BI in Berlin
Bild:bt2.jpg|Vor dem Bundestag
Bild:bt3.jpg|Erste Interviews
Bild:bt6.jpg|Kuppelblick
Bild:bt4.jpg|Diskussion mit [[Hedi Wegener]]
Bild:bt5.jpg|Plakatgeschenk und [[Postkarten für den Verkehrsausschuss]]
</gallery>
== 16.9.: Mahnwache an der Johanniskirche anlässlich der 600-Jahrfeier des Johanneums ==
<gallery>
Bild:jk1.jpg|Wir gratulieren...
Bild:jk2.jpg|unserer alt-ehrwürdigen Bildungsstätte vor Ort...
Bild:jk3.jpg|und wünschen weiterhin gute...
Bild:jk4.jpg|Bildungsbedingungen statt Asphalt und Beton durch die A39!
</gallery>
== 2. und 9.9.: Wahlprüfstein vor der [[Kommunalwahl]] in der Lüneburger Innenstadt ==
<gallery>
Bild:kw1.jpg|Verwendung von Steuermitteln, Nachhaltigkeit, ...
Bild:kw2.jpg|Umweltschutz und [[Schutzgut Mensch]] sind die Themen zur A39
Bild:kw3.jpg|Nach der Runde durch die Fußgängerzone
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== 27.8.: Stadtteilfest ==
=== Informationsstand ===
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Bild:T-Shirt.jpg|Die [[T-Shirts]] sind fertig!
Bild:T-Shirts Gruppe.jpg|Das Standteam, alles Größe L.
Bild:Plakat-Gruppe.jpg|[[Plakate]].
Bild:Infostand Internet.jpg|Präsentation unseres Internetauftrittes.
Bild:Infostand OB.jpg|OB [[Ulrich Mädge]] diskutiert ...
Bild:OB mit Verena.jpg|... und bleibt gerne etwas länger.
Bild:Infostand.jpg|Der Infostand im Überblick.
Bild:Infostand Andrang.jpg|Andrang bei unserer Aktion [[Ich liebe Lüneburg]].
Bild:Infostand Regen.jpg|Gute Stimmung trotz Regen.
</gallery>
=== Malwettbewerb ===
[[Bild:Malwettbewerb0.jpg]]
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Bild:Malwettbewerb.jpg|Die Malaktion wird sofort angenommen.
Bild:Malwettbewerb2.jpg|Andrang.
Bild:Malwettbewerb3.jpg|Eine Stadtsilhouette entsteht.
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=== Fotoaktion [[Wir lieben Lüneburg]], weil ... ===
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</gallery>
== 13.7.: Aufbau unseres BI-Schildes an der Erbstorfer Landstraße ==
<gallery>
bild:sch1.jpg|Vorbereitende Arbeiten
bild:sch2.jpg|Nachbarschaftsgruppe aus dem Moorweg
bild:sch3.jpg|Fast geschafft
bild:sch4.jpg|BI-Schild gegenüber Loewe-Center
</gallery>
== 24.6.: [[Menschenkette gegen die A39]] und Demonstrationszug zum Marktplatz ==
<gallery>
Bild:IMG 1996.jpg|350 Anwohner..
Bild:IMG 2003.jpg|markieren zunächst..
Bild:IMG 2004.jpg|die [[Vorzugsvariante]]..
Bild:IMG 2006.jpg|im Stadtteil.
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Bild:IMG 2029.jpg|Gemeinsam geht..
Bild:IMG 2030.jpg|es dann..
Bild:IMG 2031.jpg|durch die Stadt..
Bild:IMG 2032.jpg|zum Markt.
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Bild:IMG 2047.jpg
</gallery>
=== Übergabe von mehr als 5000 Unterschriften gegen die A39 an den Oberbürgermeister ===
<gallery>
Bild:IMG 2100.jpg|Mehr als 5000 Unterschriften..
Bild:IMG 2054.jpg|gegen die A39..
Bild:IMG 2057.jpg|hat die BI-Lüne-Moorfeld..
Bild:IMG 2061.jpg|in den letzten Wochen gesammelt.
Bild:IMG 2064.jpg|Diese werden..
Bild:IMG 2065.jpg|dem Oberbürgermeister..
Bild:IMG 2066.jpg|nun öffentlich..
Bild:IMG 2068.jpg|übergeben.
Bild:IMG 2071.jpg|Als "Rolle" werden..
Bild:IMG 2074.jpg|mehr als 100 Meter..
Bild:IMG 2076.jpg|Unterschriften..
Bild:IMG 2077.jpg|eindrucksvoll..
Bild:IMG 2078.jpg|mit guten Wünschen..
Bild:IMG 2079.jpg|vor hunderten..
Bild:IMG 2080.jpg|Demonstranten..
Bild:IMG 2081.jpg|präsentiert.
Bild:IMG 2082.jpg|Zum Abschluss..
Bild:IMG 2084.jpg|gab es die Unterschriften..
Bild:IMG 2096.jpg|für den OB..
Bild:IMG 2098.jpg|auch in gebundener Form..
Bild:IMG 2083.jpg|als Erinnerung..
Bild:IMG 2092.jpg|und Mahnung.
Bild:IMG 2101.jpg|Nach der gelungenen Aktion
</gallery>
== 11.6.: Backstein-Domino in Lüneburg ==
<gallery>
Bild:bs4.jpg|3,5 Kilometer quer durch Lüneburg stehen Dominosteine
Bild:bs3.jpg|Streckenabschnitt der BI unterhalb der Michaeliskirche
Bild:bs1.jpg|Eine wackelige Sache wie auch die A39
Bild:bs2.jpg|Streckenabschnitt der SPD
Bild:bs5.jpg|Die Steine fallen..
Bild:bs6.jpg|und auch die A39 hält nicht stand.
Bild:bs8.jpg|Richtung Rathaus..
Bild:bs7.jpg|fallen Steine..
Bild:bs12.jpg|und Entscheidungen.
Bild:bs9.jpg|Schlussfigur auf dem Markt
Bild:bs10.jpg|Der letzte Stein ist gesetzt
Bild:bs11.jpg|Anlass zu Diskussionen
Bild:bs13.jpg|Die Welle rollt und siehe da..
Bild:bs15.jpg|Brot statt Asphalt und Beton durch die A39
</gallery>
== 9.5.: Informations- und Diskussionsveranstaltung der Stadt Lüneburg zum geplanten Trassenverlauf der A 39 in der Turnhalle der Schule Lüne ==
<gallery>
Bild:IMG 1015.JPG|Vor der Turnhalle werden..
Bild:IMG 1016.JPG|die Teilnehmer der Veranstaltung..
Bild:IMG 1017.JPG|von rot gekleideten BI-Mitgliedern..
Bild:IMG 1018.JPG|im Spalier empfangen.
Bild:IMG 1019.JPG|Bei der 1. Info-Veranstaltung..
Bild:IMG 1020.JPG|der Stadt am 30.3. ..
Bild:IMG 1021.JPG|und der Gründungsversammlung..
Bild:IMG 1022.JPG|der BI-Lüne-Moorfeld am 18.4. ..
Bild:IMG 1023.JPG|erwies sich die Aula..
Bild:IMG 1024.JPG|der Schule bei jeweils..
Bild:IMG 1025.JPG|ca. 150 Teilnehmern..
Bild:IMG 1026.JPG|als zu klein.
Bild:IMG 1027.JPG|Vor mehr als..
Bild:IMG 1028.JPG|300 Interessierten war..
Bild:IMG 1029.JPG|diesmal in der Turnhalle..
Bild:IMG 1030.JPG|auch die..
Bild:IMG 1031.JPG|Planungsbehörde vor Ort.
</gallery>
== 8.4.: Erste Aktionen im Stadtteil ==
<gallery>
Bild:fm2.jpg|Informieren zum Thema A39..
Bild:fm1.jpg|..und Einwendungen dagegen sammeln..
Bild:bi-bauchladen.jpg|..gehört zu den ersten Aktionen
</gallery>
== 2.4.: Infoveranstaltung am Kloster Lüne ==
<gallery>
Bild:Kl-8.jpg|Der Dachverband der BI´s gegen die A39..
Bild:kl10.JPG|fordert die Stärke..
Bild:kl11.JPG|der lokalen..
Bild:kl9.JPG|Betroffenheit.
Bild:kl1.JPG|In der..
Bild:kl2.JPG|folgenden..
Bild:kl3.JPG|Nacht wird..
Bild:kl4.JPG|die Bildung..
Bild:kl7.JPG|einer eigenen kreativen..
Bild:kl5.JPG|BI gegen die A39
Bild:kl6.JPG|im Stadtteil organisiert.
</gallery>
[[Kategorie:Aktionen]]
360045e00f7aede2bbd070b27a6dfe0243bbbf01
Ich liebe Lüneburg
0
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1027
1026
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Sysop
1
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Wir lieben Lüneburg]]
[[Kategorie:Aktionen]]
2c9c5264e0c86823458cea8a95bbfe59610ee75f
Kinowerbung
0
1007
1029
1028
2025-02-05T23:12:38Z
Sysop
1
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text/x-wiki
{{Navi|[[Media:Keine a39.mp3|Tonspur als MP3]]<br>
[[Media:Kinospot.wmv|Video als WMV, 1 MB]]<br>
[[Media:Kinospot 6MB.wmv|Video als WMV, 6 MB]]}}[[Bild:Kinospot.gif|left]]
Wir könnten im [http://www.scala-kino.net/ Lüneburger Scala Kino] gut für Stimmung gegen einen Bau der A 39 durch Lüneburger Stadtgebiet werben und den Kinobesuchern den Wertverlust an Lebensqualität in Bild und [[Media:Keine a39.mp3|Ton]] greifbar darstellen.
* Ausstrahlung kostenfrei
* Produktion des Filmes = 2 Bilder mit [[Media:Keine a39.mp3|Ton]] ca. 500,- €
* Länge des Beitrages ca. 30 Sekunden
* Ausstrahlungszeitraum = 4 Monate
Die angegebenen 500,- € sind '''reine Fertigungskosten''', d.h. die Produktion des Spots erfolgt in Eigenleistung, bezahlt wird die Herstellung des Filmmaterials im Kopierwerk.
Da wir keine Mitgleiderbeiträge haben, wäre es schön, wenn sich viele mit einer [[Spende]] an der Umsetzung dieses [[Projekte]]s beteiligen. Diese kann beim Kassenwart Stefan Becker, Moorweg 42 abgegeben werden oder hier unsere Bankverbindung für alle, die ihre Spende lieber überweisen möchten:
'''Spar'''kontonummer: 398 249 672
Bankleitzahl: 240 501 10
Bank: Sparkasse Lüneburg
Wir hoffen, dass das [[Projekte|Projekt]] Kinospot verwirklicht werden kann.
== Weblinks ==
[http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/040803_f21_5.asx ZDF-Filmbeitrag "Planung ohne Sinn " vom 03.08.2004, Magazin Frontal 21]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
da1559b82e3c20d1df537d5e2916fd4cfc243123
Kondom
0
1008
1031
1030
2025-02-05T23:12:38Z
Sysop
1
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text/x-wiki
#REDIRECT [[A39-Verhüterli]]
[[Kategorie:Aktionen]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
2c98a5de402627393bc2b84405107688590fb3f1
Lauf-Treff
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1033
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2025-02-05T23:12:38Z
Sysop
1
1 Version importiert
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text/x-wiki
[[Bild:Wald.jpg|right]]
'''Laufen & Gehen''' sind ja die natürlichsten Fortbewegungsarten des Menschen, so treffen wir uns {{mark|montags, donnerstags und samstags um 19:00}} zum gemütlichen Feierabendlauf.
== Wer Lust hat, mitzumachen ==
Wir starten im Moorweg bei Frank Kracht (Nr. 32) bzw. Detlef Giesler (Nr. 49) und laufen sehr geruhsam etwa eine dreiviertel Stunde durch Lüner Wald und Wiesen. Wer mit dem Laufen anfangen möchte, hat also jetzt endlich die Gelegenheit. Wir machen bei Bedarf auch mal eine Gehpause und laufen bzw. walken im Wohlfühlbereich.
[[Bild:P1020146.jpg|thumb|left|Run for Help 2008]]
== Run for Help ==
Im Mai 2008 haben wir mit 21 Läufern am Run for Help teilgenommen. Die Laufstrecke von knapp 10 km
entsprach unserem Fitnessstand und führte im Hauptteil durch die Lüneburger Innenstadt. Keine Blasen und unterwegs immer wieder ermunternde Zurufe. Beim MTV-Sportplatz dann halbwegs entspannter Zieleinlauf und eine glücklich strahlende Gruppe.
[[Kategorie:Organisatorisches]][[Kategorie:Aktionen]]
4d45872a5abc162cc6dcab973d52f4dd3fe732b5
Petition
0
1010
1035
1034
2025-02-05T23:12:38Z
Sysop
1
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text/x-wiki
{{Kasten blau|Liebe MitstreiterInnen,
nach unseren von Erfolg gekrönten [[Einwände]]-Aktionen hat sich wohl jede(r) die Frage gestellt: „Was nun?“. Nicht nur der [[Vorstand]] ist einhellig der Meinung, dass von nun an stärker als bisher auf der politischen Ebene Druck entfaltet werden muss, wozu sicherlich auch die Unterschriftenlisten gehören.
Das '''[[Grundgesetz]]''' bietet aber noch eine andere Möglichkeit, Druck auf die PlanerInnen auszuüben, und zwar von der Seite des Bundestags her.
In '''[[Grundgesetz#Artikel_17_.5BPetitionsrecht.5D|Artikel 17]]''' heißt es: ''„Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden … an die Volksvertretung zu wenden.“''
In Bezug auf die A 39 ist der Niedersächsische Landtag und leider nicht der Bundestag zuständig, da die A 39 im [[Planfeststellungsverfahren]] in den Zuständigkeitsbereich der Landesbehörden fällt und somit auch das jeweilige Landesparlament zuständig ist. Schade, der Kreis hätte sich geschlossen ([[Bundesverkehrswegeplan]]), aber es kann auch nicht schaden, von dieser Seite Druck zu machen und auch in Hannover zu zeigen, welcher Widerstand herrscht.
Ihr braucht keine Angst vor dem Wort „Petition“ zu haben. Sie ist mit keinen Gebühren verbunden und funktioniert im Prinzip wie bei den [[Einwände]]n, nur dass der/die AdressatIn ein(e) andere(r) ist. Sie ist sogar im Online-Verfahren möglich. Für diejenigen, welche gerne für sich die Möglichkeiten nutzen möchten, mehr politischen Druck zu entfalten, habe ich einige kurze Informationen zusammengestellt und ein je nach persönlichem Geschmack veränderbares Muster ([[Media:Petition.doc|Download Petition.doc]]) entworfen. Es wäre nett, wenn Ihr uns mitteilt, ob Ihr eine Petition eingereicht habt, damit wir mit den Zahlen arbeiten können. Der [[Vorstand]] wird in Zusammenarbeit mit der [[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren|Raumordnungsgruppe]] eine Petition für die Bürgerinitiative entwerfen. Das soll Euch aber nicht davon abhalten, denn je mehr desto besser!!!! Je nach Resonanz kann man natürlich überlegen, z. B. auf dem Flohmarkt im Kleingärtnerverein auch eine Petitionsaktion durchzuführen.
Viele Grüße
[[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
P. S. Bei Rückfragen könnt Ihr Euch direkt an mich wenden: [mailto:stefan-lueneburg@arcor.de stefan-lueneburg@arcor.de]
}}
Wie sieht nun eine Petition aus, und was muss sie beinhalten? Die Petition muss auf jeden Fall schriftlich erfolgen:
== Postweg ==
Die Petition kann mit ganz normaler Post:
An den Präsidenten des<br>
Niedersächsischen Landtages<br>
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1<br>
30159 Hannover
eingereicht werden. Aus formellen Gründen muss sie Namen, Vorname die genaue Adresse der/des Absenderin/Absenders enthalten und handschriftlich unterschrieben sein. Ansonsten ist sie aber formlos.
Hier noch der Link zu der Startseite des Petitionsausschusses des Niedersächsichen Landtages:
* http://www.landtag-niedersachsen.de/Infothek/eingaben_index.htm
== Inhalt einer Petition ==
Der Inhalt einer Petition ist genau so wie der bei einer Eingabe frei wählbar. Auf jeden Fall muss aber aus ihr hervorgehen, gegen welche Maßnahme (hier Vorstellung der [[Vorzugsvariante |Vorzugsvariante Teilabschnitt 502 sowie Varianten Teilabschnitte 503 und 504]] sowie diesen zugrunde liegenden Untersuchungen) sich die Petition richtet, und was mit der Petition erreicht werden soll (etwa ein sich mehr am Menschen orientierender [[Trassenverlauf]] oder der Verzicht auf die A 39). Einwände und Petitionen sind also vom Aufbau her durchaus miteinander vergleichbar, auch wenn sie unterschiedliche juristische Bedeutungen haben. Da es sich beim Bundestag um das gesetzgebende Organ handelt und es eine Aufgabe des Petitionsausschusses ist zu überprüfen, ob bestehende gesetzliche Regelungen wie z. B. der [[Bundesverkehrswegeplan]] nicht einer Änderung bedürfen, empfiehlt es sich, ein wenig mehr auf der juristischen Ebene zu fahren (Nicht-Beachtung von EU-Richtlinien zum [[Lärm]]schutz; Verletzung von Grundrechten wie z. B. Eigentumsrecht etc.). Die juristische Argumentation muss natürlich auch mit Inhalt gefüllt werden (z. B. Wertverlust der eigenen Immobilie). Aber keine Angst - eine Petition wird nicht daran scheitern, dass sie juristisch nicht ganz einwandfrei geschrieben ist.
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
5ad328b71cc68858e4150b1b29f6ea7398d57a77
Stintaktion
0
1011
1037
1036
2025-02-05T23:12:38Z
Sysop
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text/x-wiki
[[Bild:P1010432 frei 460.jpg|left]]
<big>'''Wir lassen uns von der A39 nicht überrollen!'''</big>
'''Lüneburg im Stinte-Fieber - Wir haben auch Einen!'''
Eigentlich ist der kleine
lachsähnliche Speisefisch eher unscheinbar, aber nun sollen viele,
bunte, 1,40 Meter-lange Stinte die Innenstadt verschönern und
Lüneburgs Attraktivität erhöhen. Aber wir wollen nicht vergessen:
Lüneburg und die Existenz ihrer Bürger sind durch den Bau der A 39
massiv bedroht. Wir meinen: Erst ohne Autobahn erhöht sich Lüneburgs
Attraktivität!
Also haben wir als Bürgerinitiative einen Stint erstellt. Sein Name:
'''''AutobahnNix'''''! (ja, doch, Erinnerungen an das kleine, wehrhafte,
gallische Dorf sind erwünscht...) und er soll unsere Botschaft in die
Innenstadt tragen. Als Standort haben wir den Platz
"Am Sande" gewählt, direkt vor der IHK ...
[[Bild:Sw1.jpg|thumb|right|337px|'''"Stintwache" bzw. Infostand vor der IHK''']]
== Infostand vor der IHK ==
Der mehrfache [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_Stint-Vandalismus|Vandalismus an unserem Stint]] bot die Möglichkeit, bei der Stadt eine "Stintwache" zu beantragen, die wir dann gleich mit einem Informationsstand "Keine! A39" verknüpfen konnten.
Zwischen April und Oktober haben wir etwa 14-tägig vor der IHK Aufklärungsarbeit geleistet, weitere [[Unterschriften gegen die A39]] gesammelt und hierbei eine breite Zustimmung erfahren.
Neue Aktionen, die zwischenzeitlich durchgeführt wurden, wie z.B. unser [[A39-Verhüterli]], konnten hierdurch gleich publik gemacht werden.
== Zum Weiterlesen ==
* [[Presseberichte_Februar_2007#Hamburger_Abendblatt_zur_Stintaktion|Hamburger Abendblatt vom 22.2.2007 zur Stintaktion]]
* Allgemeine Infos zur Aktion auf der [http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=2490&inhalt_id=351046 Internetseite der Stadt Lüneburg]
* [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?tid=5&fdat=showFotos&search=malen&submit=re&counter=4 AutobahnNix im Fotoalbum der Landeszeitung]
* [[Aktuelle_Fotos#03.03.:_.22Autobahnnix.22:_Star_zur_Er.C3.B6ffnung_der_L.C3.BCneburger_Stintaktion|AutobahNix-Fotos von der Eröffnungsveranstaltung auf dem Lüneburger Marktplatz]]
* [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Kreisbote_zur_Stintaktion|Lüneburg kompakt vom 14.3.2007 zur Stintaktion]]
* [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_Stint-Vandalismus|Landeszeitung vom 21.3.2007 zum Stint-Vandalismus]]
{| {{tabelle}}
| http://lueneburg.relaunch.luenecom.de/bilder/inhalt/mp_63972.jpg ||
'''2007: Das Jahr des Stintes'''
In diesem Jahr wird Lüneburg zum Fischmekka des Nordens!<br>
Mit der ”Stint-Aktion” stellt die Stadt vom 3. März bis zum 7. Oktober
2007 den für die Region so typischen Fisch in den Mittelpunkt. Eine
Open-Air-Austellung mit hunderten bunt-fröhlichen Stinten in der
gesamten Stadt bringt Kunst und Leben an die Ilmenau.
* 03.03. Eröffnung der Stintaktion
* 24.03. Stintessen am Kran
* 21.04.-28.05 Lüneburg blüht auf
* 27.05. BiRadlon, die Volksradtour zum Stint
* 30.06. Lüneburger Stintnacht
* 18.-19.08. Stintfest
* und vieles mehr
|}
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
8a07c254f043a302729bd974584b589fd10b019f
T-Shirts
0
1012
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text/x-wiki
{|
|[[Bild:T-Shirt.jpg]]
|Dank einer großzügigen [[Spenden|Spende]] konnten unsere ersten T-Shirts produziert werden.
Wir wollen diese T-Shirts bei zukünftigen [[Aktionen]] einsetzen und damit Aufmerksamkeit erregen und deutlich Position beziehen.
Der Testverkauf zum Selbstkostenpreis auf dem [[Aktuelle_Fotos#27.8.:_Stadtteilfest|Stadtteilfest am 27.8.]] machte Mut für eine Nachproduktion.
Wir können damit allen Interessierten zum Preis von 12,- Euro unser T-Shirt in den Größen S-M-L-XL-XXL anbieten.
Wie auf dem Foto (übrigens alles "Gr. L") zu sehen, sind die roten T-Shirts '''beidseitig bedruckt''':
* Vorderseite "Keine A 39 durch Lüneburg" mit Rückenmotiv "[[Schutzgut Mensch]]"<br>'''oder'''
* beide Seiten vertauscht.
Was ist Eure "[[Vorzugsvariante]]"?
Verkauf beim [[BI-Treff]].
|}
[[Bild:T-Shirts Gruppe.jpg]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Aktionen]]
6d75692cf4dc42b2431f3092f403119dd6a3d061
Termine
0
1013
1041
1040
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Sysop
1
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Aktuelle Ereignisse]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Aktionen]]
5d2eb2b89e8acfbe8f73fe3871f13167a30d74aa
Trassensong
0
1014
1043
1042
2025-02-05T23:12:38Z
Sysop
1
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text/x-wiki
== Musik ==
[[Benutzer:Frank Ebeling|Frank Ebeling]] hat einen
'''Trassensong''' geschrieben und
sucht MitsängerInnen für eine
Aufnahme. Egal ob Kind oder
Großvater, alle Singbegeisterten
sind eingeladen mitzusingen. Hier
könnt ihr noch Karriere machen!
Hier findet Ihr den Text abgedruckt: [[Media:Lied A39.doc|Trassensong.doc]].
* [[Media:Song.mp3|Das Lied „Wir lieben Lüneburg“]], gesungen bei der [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]].
=== Weblink ===
Zum Einstimmen: [http://www.keine-a39.de/media/Das_Keine_A39_Lied.mp3 Das Keine-A-39-Lied von Dieter Wenzel & Gary Bolstadt] auf [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=view&id=58&Itemid=27 www.keine-a39.de]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Aktionen]]
5f7c82a389bee6e55e69b1aaf082d71dd72f9598
Unterschriften gegen die A39
0
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Sysop
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1 Version importiert
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion]]
[[Kategorie:Aktionen]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
7d7c4fe34f7c8892594afb6e94c354b2ea4162ff
Wiki-Workshop
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1047
1046
2025-02-05T23:12:38Z
Sysop
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1 Version importiert
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text/x-wiki
{{Kasten blau|
Unsere Internet-Plattform '''www.bi-luene-moorfeld.de''' ist als "A-39-[[Wiki]]" eine "Mitmach-Seite" ähnlich der bekannten Internet-Enzyklopädie Wikipedia, an der sich '''Jeder in der BI''' inhaltlich & gestalterisch beteiligen kann!
Damit wäre die (weiterhin notwendige!) Öffentlichkeitsarbeit und der
Informationsaustausch innerhalb der BI auf ein kreatives Fundament gestellt.
Wie '''einfach''' das alles geht, zeigen wir gerne allen Interessierten in einem kurzen
Präsentations-Workshop. Dieser hat bereits zwei mal im ELM stattgefunden.
Alles kann ausprobiert werden, PCs stehen zur Verfügung. Denkbar wäre z. B.,
die Erfolge und Ergebnisse der [[Arbeitsgruppen]] zu präsentieren und zu
veröffentlichen, gelaufene [[Aktionen]] zu dokumentieren, Bilder einzupflegen etc.
Bitte meldet Euch bei Interesse kurz per [mailto:giesler@bbswl.de e-Mail] an, damit wir ein bisschen planen können.
}}
* '''[[Media:Wiki-ELM.pdf|Arbeitsblatt zum Download]]'''
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Aktionen]]
9e314c48b11a484ef9d6e42cce64e69f8d0c6df0
Wir lieben Lüneburg
0
1017
1049
1048
2025-02-05T23:12:39Z
Sysop
1
1 Version importiert
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text/x-wiki
{|
| {{toc}} || [[Bild:1111 2.JPG|thumb|Ausstellungseröffnung am 11.11.06]]
|}
== Hintergrundinformation ==
{{Kasten blau|
'''„Verliebt in Lüneburg“ - Lüneburger Stadtteile zeigen ihr Gesicht gegen die A 39'''
[[Bild:Ich liebe LG 250.gif|right]]
Lüne, Moorfeld und Ebensberg, in diesen Lüneburger Stadtteilen leben wir in guter Nachbarschaft, engagieren uns, mischen mit und beziehen Stellung. Aus Liebe und Verbundenheit zu unserer Stadt Lüneburg äußern wir unseren Protest gegen die geplanten Autobahn-Varianten durch das Stadtgebiet und gegen das Gesamtbauvorhaben der A 39. Für Lüneburg schlägt unser Herz, deshalb haben wir eine Fotoausstellung unter dem Motto „Wir lieben Lüneburg ...“ entwickelt. Diese verkörpert einen lebendigen Durchschnitt der Bevölkerung. Menschen wie Du und ich beziehen mit ihrem eigenen Foto und ihrer persönlichen Liebeserklärung für die Stadt öffentlich Stellung.
„Verliebt in Lüneburg“ verbindet uns generationsübergreifend ebenso wie der Einsatz für das „Schutzgut Mensch“, das uns bei der Autobahnplanung zu kurz kommt.
Wir haben wir unsere Fotoaktion "Wir lieben Lüneburg ... deshalb keine A 39" am 11.11. eröffnet, denn nur eine närrische Idee gewesen sein, eine Autobahn mitten durch Lüneburger Stadtgebiet zu planen.
Die Plakatwände sind entsprechend an den momentan diskutierten drei Trassenverläufen an der Erbstorfer Landstraße/Ecke Brandheider Weg (Ausbau der Ostumgehung) und Höhe Ebensberg (Ebensberg-Variante) aufgestellt.
Am Eröffnungstag waren alle 100 Portraits entlang der Erbstorfer Landstrasse zeitgleich zu bewundern. Die 14-tägig wechselnde Ausstellung soll während der gesamten Zeit des [[Raumordnungsverfahren]]s laufen, mindestens bis Mitte März 2007.
Nach der [[Kommunalwahl]] setzt sich jetzt auch die Bevölkerung mit ihrem Gesicht für Lüneburg ein, lässt sich selbstbewusst sehen, macht Werbung für unsere Stadt und bezieht öffentlich Stellung gegen die A39! Eine kreative, mutige, sehenswerte Ausstellung. Hoffentlich mit Erfolg.
Alle, die diese Ausstellung [[Spenden|finanziell unterstützen]] oder eines der wunderschönen Sammelposter in DIN A1 erhalten möchten, wenden sich telefonisch an Detlef Giesler, Tel. 850520.
}}
{{Link-Bild-in|Bild=Mp3.gif|Breite=50px|Höhe=25px|Link=Media:Song.mp3}} [[Media:Song.mp3|Das Lied zur Foto-Aktion]], gesungen bei der [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]].
* [[Media:Wir lieben LG Liedertext.pdf|Liedertext zum Ausdrucken]]
== Die Portraits ==
[[Bild:Ich liebe LG 43.jpg]] [[Bild:Ich liebe LG 250.gif]] [[Bild:Ich liebe LG 24.jpg]]
{{Kasten blau|
* [[Wir lieben Lüneburg/Bilder|'''Alle 109 Einzelbilder''' findet Ihr hier in einer separaten Übersicht.]]}}
Von allen Portraits haben wir auch fünf Sammelposter (s.u.) und Postkarten produziert, die wir u.a. für unserer [[Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“]] verwendet haben, also wirklich der Möglichkeiten viele ...
== Sammelposter ==
[[Bild:WwwPoster A1 1.jpg|thumb|left|375px|'''Sammelposter 1''']]
[[Bild:WwwPoster A1 2.jpg|thumb|right|375px|'''Sammelposter 2''']]
[[Bild:WwwPoster A1 3.jpg|thumb|left|375px|'''Sammelposter 3''']]
[[Bild:WwwPoster A1 4.jpg|thumb|right|375px|'''Sammelposter 4''']]
[[Bild:Www_Poster_5.jpg|thumb|right|375px|'''Sammelposter 5''']]
== Presseecho ==
* [[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_unsere_Aktion_.E2.80.9EWir_lieben_L.C3.BCneburg.E2.80.9C|LZ vom 02.11.2006: Lächelnder Protest gegen A 39 - Bürger starten Plakataktion in Lüne und im Moorfeld]]
*[[Presseberichte_November_2006#Kreisbote_.C3.BCber_unsere_Aktion_.E2.80.9EWir_lieben_L.C3.BCneburg.E2.80.9C|Kreisbote vom 08.11.2006: Bürger zeigen Gesicht: Lüneburger Bürger starten ungewöhnliche Plakataktion gegen die A 39]]
*[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_unsere_Aktion_.E2.80.9EWir_lieben_L.C3.BCneburg.E2.80.9C_.282.29|LZ vom 13.11.2006: Lächelnder Protest - Autobahngegner starten Plakataktion in Lüne und im Moorfeld]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Arbeitsgruppe Internet
0
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1051
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== Was machen wir? ==
Wir betreuen die Internetpräsenz der {{BI}}.
Bei Fragen zum Umgang mit unserer Wiki-Plattform helfen wir gerne. Als erster Tipp: [[Hilfe]].
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Jpfiedler|Jens-Peter Fiedler]] (Gruppensprecher)
#[[Benutzer:Detlef|Detlef]]: Wiki
#[[Benutzer:OD|Olaf ]]
#[[Benutzer:Rico|Rico]]
{{Chatlink}}
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
3c1b123d8f1430269a5da6e36eeda7cb7508a8ed
Arbeitsgruppe Planung
0
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text/x-wiki
== Was machen wir? ==
Wir sind die Planungsgruppe der {{BI}}.
Nachdem die [[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren]] ihre Aufgabe erledigt hat und das [[Raumordnungsverfahren]] mit der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] (siehe auch [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40041693_N40041573_L20_D0_I5213350 Dokumente beim Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr]) abgeschlossen wurde, soll die [[Linienbestimmung]] erfolgen und danach das [[Planfeststellungsverfahren]] starten.
Damit das alles nicht ganz so reibungslos funktioniert, haben wir die 295 Seiten starke landesplanerische Feststellung nach Schwachstellen durchkämmt und diese in einem Dokument zusammengestellt.
Eine Liste von Argumente aus den [[Einwände]]n, die im [[Raumordnungsverfahren]] abgegeben wurden und keine oder keine ausreichende Berücksichtigung fanden, ist ebenfalls enthalten.
Die Ergebnisse dieser Aktiviäten finden sich im Artikel zum [[Raumordnungsverfahren#Aktueller_Sachstand:_Abschluss_ROV|Raumordnungsverfahren]].
Danach haben wir uns mit dem Nutzen-Kosten-Verhältnis beschäftigt. Der Ergebnisbericht der Nutzen-Kosten-Analyse ist fehlerhaft, das Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39 offensichtlich schöngerechnet. Was wir herausgefunden haben, findet sich im Artikel [[Nutzen-Kosten-Verhältnis#Analyse_des_Ergebnisberichts_der_NKV-Berechnung|Nutzen-Kosten-Verhältnis]].
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Volker|Volker Constien]]
{{Chatlink}}
== Dokumente ==
siehe [[Raumordnungsverfahren#Aktueller_Sachstand:_Abschluss_ROV|Raumordnungsverfahren]] und [[Nutzen-Kosten-Verhältnis#Analyse_des_Ergebnisberichts_der_NKV-Berechnung|Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
<br><br>
{{Termine}}
* vorerst keine Termine geplant.
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren
0
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1055
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== Was machen wir? ==
Wir sind die Raumordnungsgruppe der {{BI}}.
Im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s durchforsten wir die Planungsunterlagen nach Fehlern.
Die Fehlerpunkte werden gesammelt, daraus wird eine [[Einwände schreiben|Einwendung gegen die A39]] formuliert.
Dies Einwendung wird an die Stadt Lüneburg geschickt, damit die Stadt für ihre eigene
Stellungnahme die von ihren Mitarbeitern übersehenen Punkte einarbeiten kann.
Die Stadt leitet unsere Einwendung natürlich an die Planungsbehörde weiter.
Auch der [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39] soll eine Kopie bekommen, damit die Punkte in das Online-Einwendungs-Verfahren eingearbeitet werden können.
ACHTUNG! Die Gruppe sucht noch einen Biologen, der sich mit
Brut- und Rastvögeln, Amphibien und Libellen beschäftigen mag.
Diesen Tierchen wurde schließlich ein ganzer Ordner gewidmet.
Bitte melden bei [[Benutzer:Frank Ebeling|Frank Ebeling]], Tel. 403 107.
== Mitglieder ==
#[[Benutzer:Frank Ebeling|Frank Ebeling]] (Sprecher)
#[[Benutzer:Achim|Achim Weiss]]
#
#
{{Chatlink}}
== Dokumente ==
Hier sind die Ergebnisse dieser Gruppe.
*[[Media:Einwand_A39_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwand der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld (PDF)]]
{{Termine}}
*laufend: [[Einwände schreiben]]
=== alt ===
* Sa., 06.05.2006: Flohmarkt Kleingartenkolonie Moorfeld
=== neu ===
*
*
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
afd9b7176115b0df3bd34a2e8e9e0abe374199b6
Vorstand
0
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1056
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== Was machen wir? ==
Gemäß § 7 der [[Satzung]] besteht der Vorstand im Sinne von § 26 des Bürgerlichen Gesetzbuches aus drei insbesondere für die Öffentlichkeitsarbeit und den Kontakt zu den Medien zuständigen
SprecherInnen, dem/der SchriftführerIn, dem/der KassenwartIn sowie jeweils einem/einer
SprecherIn der aktuell arbeitenden [[Ausschüsse]]. Der Vorstand insgesamt stellt die Wahrung
des Satzungszwecks sicher.
== Kontakt ==
* Kommen Sie zum regelmäßig stattfindenden, offenen [[BI-Treff]].
* [mailto:bi-luene-moorfeld@gmx.de Schreiben Sie uns eine E-Mail].
* Sprechen Sie uns persönlich an (s.u.).
== Mitglieder ==
=== Mitglied werden ===
* [[Media:Beitritt.doc|Beitrittserklärung als Word-Datei]]
=== SprecherInnen ===
* [[Benutzer:Jpfiedler|Jens-Peter Fiedler]]
* [[Benutzer:Frank|Dr. Frank Kracht]]
* [[Benutzer:Doris|Doris Paland]]
=== Kassenwart ===
[[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
=== Schriftführer ===
[[Benutzer:Achim|Joachim Weiss]]
=== Sprecher der Arbeitsgruppen ===
#[[Arbeitsgruppe Einwände]]: [[Benutzer:Claudia Kuchler|Claudia Kuchler]]
#[[Arbeitsgruppe Internet]]: [[Benutzer:Jpfiedler|Jens-Peter Fiedler]]
#[[Arbeitsgruppe Kreative Aktionen]]: [[Benutzer:Verena Fiedler|Verena Fiedler]]
#[[Arbeitsgruppe Menschenschutz]]: [[Benutzer:Doris|Doris Paland]]
#[[Arbeitsgruppe Ostumgehung]]: Andreas Petersen
#[[Arbeitsgruppe Planung]]: Volker Constien
#[[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren]]: [[Benutzer:Frank Ebeling|Frank Ebeling]]
#[[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion]]: [[Benutzer:Gaby Parnow-Kloth|Gaby Parnow-Kloth]]
== Dokumente ==
* [[Media:Beitritt.doc|Beitrittserklärung als Word-Datei]]
*[[Satzung]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Arbeitsgruppen]]
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Abgas
0
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#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Autobahn GmbH
0
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Zum 1. Januar 2020 hat die staatliche Autobahn GmbH die Planung, den Betrieb und die Instandhaltung der Bundesautobahnen übernommen. Der Übergang von den Landesbehörden für Straßenbau und Verkehr zur bundeseigenen Autobahngesellschaft hat sich als problematisch und nicht perfekt durchdacht erwiesen. Im Vergleich zu den diesen Kosten sind die von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in die Ausländer-Maut versenkten 500 Mio. € "Peanuts".
{{Kasten gelb|
'''Die Außenstelle Lüneburg''' der Autobahn GmbH ist eine von vieren der Niederlassung Nord mit Sitz in Hamburg. Bundesweit
gibt es zehn Niederlassungen mit 41 Außenstellen.
'''Der Niederlassung Nord''' mit ihren rund 700 Mitarbeitern obliegt das Planen, Bauen und Instandhalten der Autobahnen
in Norddeutschland über Ländergrenzen hinweg. Zuständig ist die Niederlassung für 756 Kilometer Streckennetz, 1400
Brücken und zehn Autobahnmeistereien.
'''Bundesweit betreuen''' fast 15 000 Mitarbeiter der Autobahn GmbH ein Streckennetz von rund 13 000 Kilometern, gemanagt werden derzeit mehr als 6300 laufende Projekte.
}}
{| class="wikitable" border="1"
|-
| [[Presseberichte_Oktober_2020|Presseberichte September 2020]]
| Erwähnung der Autobahn GmbH in {{Spiegel}} im Rahmen eines Artikels
über die Befragung des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer
im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Ausländer-Maut
|-
| [[Presseberichte_Oktober_2020|Presseberichte Oktober 2020]]
| {{Spiegel}}: Rechnungshof rügt Verkehrsminister
|-
| [[Presseberichte_November_2020|Presseberichte November 2020]]
| {{Spiegel}} zum Sanierungsstau bei den Autobahnen
|-
| [[Presseberichte_Dezember_2020#ZDF_zur_Autobahn_GmbH|Presseberichte Dezember 2020]]
| Frontal 21: Das Debakel um die Autobahn GmbH
|-
| [[Presseberichte_Januar_2021|Presseberichte Januar 2021]]
| {{Spiegel}}: Strukturreform bringt keine Einsparungen
|-
| [[Presseberichte_März_2021|Presseberichte März 2021]]
| {{Spiegel}}: Rechnungshof kritisiert Autobahnreform
|-
| [[Presseberichte_April_2021#Landeszeitung_zur_L.C3.BCneburger_Niederlassung_der_Autobahngesellschaft|Presseberichte April 2021]]
| {{LZ}} zur Lüneburger Niederlassung der Autobahn GmbH
|}
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
cf38cb8a3171a404681e689ee6c2ffcf9058bcc6
Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen
0
1024
1063
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#REDIRECT [[Bundesverkehrswegeplan]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
6b220fda4577b00d8f209ba5d97f5f56a8d74b94
BImSchG
0
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1065
1064
2025-02-05T23:12:39Z
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
4ba31065c3e0da8f4001deb4f7228763c79efc3c
Bundes-Immissionsschutzgesetz
0
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{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|<b>{{PAGENAME}}</b> (BImSchG) ist die Kurzbezeichnung für das '''Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge'''.
|}
Schädliche Umwelteinwirkungen im Sinne dieses
Gesetzes sind Immissionen, die ... geeignet sind, Gefahren, erhebliche
Nachteile oder erhebliche Belästigungen ... herbeizuführen.
'''Immissionen''' im Sinne dieses Gesetzes sind auf
Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das
Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige
Sachgüter einwirkende [[Luftverunreinigungen]], [[Lärm|Geräusche]],
Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen
und ähnliche Umwelteinwirkungen.
'''Emissionen''' im Sinne dieses Gesetzes sind die
von einer Anlage ausgehenden [[Luftverunreinigungen]],
[[Lärm|Geräusche]], Erschütterungen, Licht, Wärme,
Strahlen und ähnliche Erscheinungen.
=={{PAGENAME}} & A39 ==
* Gemäß § 50 BImSchG sind schädliche Umwelteinwirkungen und durch den Betrieb hervorgerufene Auswirkungen auf die ausschließlich oder überwiegend dem Wohnen dienende Gebiete sowie auf sonstige schutzbedürftige Gebiete soweit wie möglich zu vermeiden.
* Gemäß § 41 BImSchG ist beim Bau oder der wesentlichen Änderung von Straßen sicherzustellen, dass nach dem Stand der Technik vermeidbare Überschreitungen der Immissionsgrenzwerte der 16. BImSchV unterbleiben, soweit die Kosten hierfür dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz entsprechen.
Diesen Rechtsrahmen scheint die Planungsbehörde mit dem geplanten Ausbau der sogenannten [[Ostumgehung]] billigend zu ignorieren; hier ist der Klageweg der betroffenen Anwohner vorprogrammiert.
== Weblink ==
* [http://www.umweltbundesamt.de/luft/infos/gesetze/gesetze_pdf/uebersicht_bimschg.pdf Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz - BImSchG)*) auf www.Umweltbundesamt.de]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
ebd041842299cfda483f873cb432a3854c11f490
Bundesfernstraßengesetz
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text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|{{toc}}
|}
== § 1 Einteilung der Bundesstraßen des Fernverkehrs ==
(1) Bundesstraßen des Fernverkehrs (Bundesfernstraßen) sind öffentliche Straßen, die
ein zusammenhängendes Verkehrsnetz bilden und einem weiträumigen Verkehr dienen oder
zu dienen bestimmt sind. In der geschlossenen Ortslage (§ 5 Abs. 4) gehören zum
zusammenhängenden Verkehrsnetz die zur Aufnahme des weiträumigen Verkehrs notwendigen
Straßen.
(2) Sie gliedern sich in
# Bundesautobahnen,
# Bundesstraßen mit den Ortsdurchfahrten (§ 5 Abs. 4).
(3) Bundesautobahnen sind Bundesfernstraßen, die nur für den Schnellverkehr mit
Kraftfahrzeugen bestimmt und so angelegt sind, dass sie frei von höhengleichen
Kreuzungen und für Zu- und Abfahrt mit besonderen Anschlussstellen ausgestattet sind.
Sie sollen getrennte Fahrbahnen für den Richtungsverkehr haben.
(4) Zu den Bundesfernstraßen gehören
# der Straßenkörper; das sind besonders der Straßengrund, der Straßenunterbau, die Straßendecke, die Brücken, Tunnel, Durchlässe, Dämme, Gräben, Entwässerungsanlagen, Böschungen, Stützmauern, Lärmschutzanlagen, Trenn-, Seiten-, Rand- und Sicherheitsstreifen;
# der Luftraum über dem Straßenkörper;
# das Zubehör; das sind die Verkehrszeichen, die Verkehrseinrichtungen und -anlagen aller Art, die der Sicherheit oder Leichtigkeit des Straßenverkehrs oder dem Schutz der Anlieger dienen, und die Bepflanzung;<br>3a. Einrichtungen zur Erhebung von Maut und zur Kontrolle der Einhaltung der Mautpflicht;
# die Nebenanlagen; das sind solche Anlagen, die überwiegend den Aufgaben der Straßenbauverwaltung der Bundesfernstraßen dienen, z.B. Straßenmeistereien, Gerätehöfe, Lager, Lagerplätze, Entnahmestellen, Hilfsbetriebe und -einrichtungen;
# die Nebenbetriebe an den Bundesautobahnen (§ 15 Abs. 1).
(5) Für die Bundesfernstraßen werden Straßenverzeichnisse geführt. Das
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen bestimmt die Nummerung und
Bezeichnung der Bundesfernstraßen.
== § 2 Widmung, Umstufung, Einziehung ==
(1) Eine Straße erhält die Eigenschaft einer Bundesfernstraße durch Widmung.
(2) Voraussetzung für die Widmung ist, dass der Träger der Straßenbaulast Eigentümer
des der Straße dienenden Grundstücks ist, oder der Eigentümer und ein sonst zur
Nutzung dinglich Berechtigter der Widmung zugestimmt hat, oder der Träger der
Straßenbaulast den Besitz durch Vertrag, durch Einweisung nach § 18f Abs. 1 oder in
einem sonstigen gesetzlichen Verfahren erlangt hat.
(3) Durch privatrechtliche Verfügungen oder durch Verfügungen im Wege der
Zwangsvollstreckung über die der Straße dienenden Grundstücke oder Rechte an ihnen
wird die Widmung nicht berührt.
(3a) Eine öffentliche Straße, die die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 oder 3 erfüllt,
ist zur Bundesautobahn oder Bundesstraße, eine Bundesstraße, die die Voraussetzungen
des § 1 Abs. 3 erfüllt, zur Bundesautobahn aufzustufen.
(4) Eine Bundesfernstraße, bei der sich die Verkehrsbedeutung geändert hat und bei
der die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 weggefallen sind, ist entweder unverzüglich
einzuziehen, wenn sie jede Verkehrsbedeutung verloren hat oder überwiegende Gründe
des öffentlichen Wohls vorliegen (Einziehung), oder unverzüglich dem Träger der
Straßenbaulast zu überlassen, der sich nach Landesrecht bestimmt (Abstufung).
(5) Die Absicht der Einziehung ist drei Monate vorher in den Gemeinden, die die
Straße berührt, öffentlich bekannt zu machen, um Gelegenheit zu Einwendungen zu
geben. Von der Bekanntmachung kann abgesehen werden, wenn die zur Einziehung
vorgesehenen Teilstrecken in den in einem [[Planfeststellungsverfahren]] ausgelegten
Plänen als solche kenntlich gemacht worden sind oder Teilstrecken im Zusammenhang mit
Änderungen von unwesentlicher Bedeutung (§ 17 Abs. 2) eingezogen werden sollen. Die
Abstufung soll nur zum Ende eines Rechnungsjahres ausgesprochen und drei Monate
vorher angekündigt werden.
(6) Über Widmung, Umstufung und Einziehung entscheidet die oberste
Landesstraßenbaubehörde. Die Entscheidung kann auch in einem
[[Planfeststellungsbeschluss]] nach § 17 Abs. 1 mit der Maßgabe erfolgen, dass die
Widmung mit der Verkehrsübergabe, die Umstufung mit der Ingebrauchnahme für den neuen
Verkehrszweck und die Einziehung mit der Sperrung wirksam wird. Die oberste
Landesstraßenbaubehörde hat vor einer Widmung oder Aufstufung das Einverständnis des
Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen einzuholen. Die Entscheidung
ist in einem vom Land zu bestimmenden Amtsblatt bekannt zu geben. Die Bekanntmachung
nach Satz 4 ist entbehrlich, wenn die zur Widmung, Umstufung oder Einziehung
vorgesehenen Straßen bereits in den im [[Planfeststellungsverfahren]] ausgelegten Plänen
als solche kenntlich und die Entscheidung mit dem [[Planfeststellungsbeschluss]] bekannt
gemacht worden ist.
(6a) Wird eine Bundesfernstraße verbreitert, begradigt, unerheblich verlegt oder
ergänzt, so gilt der neue Straßenteil durch die Verkehrsübergabe als gewidmet, sofern
die Voraussetzungen des Absatzes 2 vorliegen. Wird im Zusammenhang mit einer Maßnahme
nach Satz 1 der Teil einer Bundesfernstraße dem Verkehr auf Dauer entzogen, so gilt
dieser Straßenteil durch die Sperrung als eingezogen. In diesen Fällen bedarf es
keiner Ankündigung (Absatz 5) und keiner öffentlichen Bekanntmachung (Absatz 6).
(7) Mit der Einziehung entfallen Gemeingebrauch (§ 7) und widerrufliche
Sondernutzungen (§ 8). Bei Umstufung gilt § 6 Abs. 1.
== § 3 Straßenbaulast ==
(1) Die Straßenbaulast umfasst alle mit dem Bau und der Unterhaltung der
Bundesfernstraßen zusammenhängenden Aufgaben. Die Träger der Straßenbaulast haben
nach ihrer Leistungsfähigkeit die Bundesfernstraßen in einem dem regelmäßigen
Verkehrsbedürfnis genügenden Zustand zu bauen, zu unterhalten, zu erweitern oder
sonst zu verbessern; dabei sind die sonstigen öffentlichen Belange einschließlich des
Umweltschutzes sowie behinderter und anderer Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung
mit dem Ziel, möglichst weitreichende Barrierefreiheit zu erreichen, zu
berücksichtigen.
(2) Soweit die Träger der Straßenbaulast unter Berücksichtigung ihrer
Leistungsfähigkeit zur Durchführung von Maßnahmen nach Absatz 1 Satz 2 außerstande
sind, haben sie auf einen nicht verkehrssicheren Zustand durch Verkehrszeichen
hinzuweisen. Diese hat die Straßenbaubehörde vorbehaltlich anderweitiger Maßnahmen
der Straßenverkehrsbehörde aufzustellen.
(3) Die Träger der Straßenbaulast sollen nach besten Kräften über die ihnen nach
Absatz 1 obliegenden Aufgaben hinaus die Bundesfernstraßen bei Schnee- und Eisglätte
räumen und streuen. Landesrechtliche Vorschriften über die Pflichten Dritter zum
Schneeräumen und Streuen sowie zur polizeimäßigen Reinigung bleiben unberührt.
== § 4 Sicherheitsvorschriften ==
Die Träger der Straßenbaulast haben dafür einzustehen, dass ihre Bauten allen
Anforderungen der Sicherheit und Ordnung genügen. Behördlicher Genehmigungen,
Erlaubnisse und Abnahmen durch andere als die Straßenbaubehörden bedarf es nicht. Für
Baudenkmäler gilt Satz 2 nur, soweit ein [[Planfeststellungsverfahren]] durchgeführt
worden ist.
== § 5 Träger der Straßenbaulast ==
(1) Der Bund ist Träger der Straßenbaulast für die Bundesfernstraßen, soweit nicht
die Baulast anderen nach gesetzlichen Vorschriften oder öffentlich-rechtlichen
Verpflichtungen obliegt. Bürgerlich-rechtliche Verpflichtungen Dritter bleiben
unberührt.
(2) Die Gemeinden mit mehr als 80.000 Einwohnern sind Träger der Straßenbaulast für
die Ortsdurchfahrten im Zuge von Bundesstraßen. Maßgebend ist die bei der
Volkszählung festgestellte Einwohnerzahl. Das Ergebnis einer Volkszählung wird mit
Beginn des dritten Haushaltsjahres nach dem Jahr verbindlich, in dem die Volkszählung
stattgefunden hat. Werden Gemeindegrenzen geändert oder neue Gemeinden gebildet, so
ist die bei der Volkszählung festgestellte Einwohnerzahl des neuen Gemeindegebietes
maßgebend. In diesen Fällen wechselt die Straßenbaulast für die Ortsdurchfahrten,
wenn sie bisher dem Bund oblag, mit Beginn des dritten Haushaltsjahres nach dem Jahr
der Gebietsänderung, sonst mit der Gebietsänderung.
(2a) Die Gemeinde bleibt abweichend von Absatz 2 Träger der Straßenbaulast für die
Ortsdurchfahrten im Zuge der Bundesstraßen, wenn sie es mit Zustimmung der obersten
Kommunalaufsichtsbehörde gegenüber der obersten Landesstraßenbaubehörde erklärt. Eine
Gemeinde mit mehr als 50.000, aber weniger als 80.000 Einwohnern wird Träger der
Straßenbaulast für die Ortsdurchfahrten im Zuge der Bundesstraßen, wenn sie es mit
Zustimmung der obersten Kommunalaufsichtsbehörde gegenüber der obersten
Landesstraßenbaubehörde verlangt. Absatz 2 Satz 2 und 4 gilt entsprechend.
(3) In den Ortsdurchfahrten der übrigen Gemeinden ist die Gemeinde Träger der
Straßenbaulast für Gehwege und Parkplätze.
(3a) Führt die Ortsdurchfahrt über Straßen und Plätze, die erheblich breiter angelegt
sind als die Bundesstraße, so ist von der Straßenbaubehörde im Einvernehmen mit der
Gemeinde die seitliche Begrenzung der Ortsdurchfahrten besonders festzulegen. Kommt
ein Einvernehmen nicht zustande, so entscheidet die oberste Landesstraßenbaubehörde.
(4) Eine Ortsdurchfahrt ist der Teil einer Bundesstraße, der innerhalb der
geschlossenen Ortslage liegt und auch der Erschließung der anliegenden Grundstücke
oder der mehrfachen Verknüpfung des Ortsstraßennetzes dient. Geschlossene Ortslage
ist der Teil des Gemeindebezirkes, der in geschlossener oder offener Bauweise
zusammenhängend bebaut ist. Einzelne unbebaute Grundstücke, zur Bebauung ungeeignetes
oder ihr entzogenes Gelände oder einseitige Bebauung unterbrechen den Zusammenhang
nicht. Die oberste Landesstraßenbaubehörde setzt im Benehmen mit der höheren
Verwaltungsbehörde nach Anhörung der Gemeinde die Ortsdurchfahrt fest und kann dabei
mit Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen und der
Kommunalaufsichtsbehörde von der Regel der Sätze 1 und 2 abweichen. Die
Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnung zu bestimmen, dass
abweichend von Satz 4 an Stelle der höheren Verwaltungsbehörde eine andere Behörde
zuständig ist. Sie können diese Ermächtigung auf oberste Landesbehörden übertragen.
== § 5a Zuwendungen für fremde Träger der Straßenbaulast ==
Zum Bau oder Ausbau von Ortsdurchfahrten im Zuge von Bundesstraßen und zum Bau oder
Ausbau von Gemeinde- und Kreisstraßen, die Zubringer zu Bundesfernstraßen in der
Baulast des Bundes sind, kann der Bund Zuwendungen gewähren. Im Saarland werden die
Straßen, für die das Land auf Grund des § 46 des Saarländischen Straßengesetzes an
Stelle von Landkreisen Träger der Baulast ist, den Kreisstraßen gleichgestellt.
== § 6 Eigentum und andere Rechte ==
(1) Wechselt der Träger der Straßenbaulast, so gehen mit der Straßenbaulast das
Eigentum des bisherigen Trägers der Straßenbaulast an der Straße und an den zu ihr
gehörigen Anlagen (§ 1 Abs. 4) und alle Rechte und Pflichten, die mit der Straße in
Zusammenhang stehen, ohne Entschädigung auf den neuen Träger der Straßenbaulast über.
Verbindlichkeiten, die zur Durchführung früherer Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen
eingegangen sind, sind vom Übergang ausgeschlossen.
(1a) Der bisherige Träger der Straßenbaulast hat dem neuen Träger der Straßenbaulast
dafür einzustehen, dass er die Straße in dem durch die Verkehrsbedeutung gebotenen
Umfang ordnungsgemäß unterhalten und den notwendigen Grunderwerb durchgeführt hat.
(1b) Hat der bisherige Träger der Straßenbaulast für den Bau oder die Änderung der
Straße das Eigentum an einem Grundstück erworben, so hat der neue Träger der
Straßenbaulast einen Anspruch auf Übertragung des Eigentums. Steht dem bisherigen
Träger der Straßenbaulast ein für Zwecke des Satzes 1 erworbener Anspruch auf
Übertragung des Eigentums an einem Grundstück zu, so ist er verpflichtet, das
Eigentum an dem Grundstück zu erwerben und nach Erwerb auf den neuen Träger der
Straßenbaulast zu übertragen. Die Verpflichtungen nach den Sätzen 1 und 2 bestehen
nur insoweit, als das Grundstück dauernd für die Straße benötigt wird. Dem bisherigen
Träger der Straßenbaulast steht für Verbindlichkeiten, die nach dem Wechsel der
Straßenbaulast fällig werden, gegen den neuen Träger der Straßenbaulast ein Anspruch
auf Erstattung der Aufwendungen zu. Im Übrigen wird das Eigentum ohne Entschädigung
übertragen.
(2) Bei der Einziehung einer Straße kann der frühere Träger der Straßenbaulast
innerhalb eines Jahres verlangen, dass ihm das Eigentum an Grundstücken mit den in
Absatz 1 genannten Rechten und Pflichten ohne Entschädigung übertragen wird, wenn es
vorher nach Absatz 1 übergegangen war.
(3) Beim Übergang des Eigentums an öffentlichen Straßen nach Absatz 1 ist der Antrag
auf Berichtigung des Grundbuches von der vom Land bestimmten Behörde zu stellen, in
deren Bezirk das Grundstück liegt. Der Antrag muss vom Leiter der Behörde oder seinem
Vertreter unterschrieben und mit dem Amtssiegel oder Amtsstempel versehen sein. Zum
Nachweis des Eigentums gegenüber dem Grundbuchamt genügt die in den Antrag
aufzunehmende Erklärung, dass das Grundstück dem neuen Träger der Straßenbaulast
zusteht.
(4) Das Eigentum des Bundes ist einzutragen für die "Bundesrepublik Deutschland
(Bundesstraßenverwaltung)".
== § 7 Gemeingebrauch ==
(1) Der Gebrauch der Bundesfernstraßen ist jedermann im Rahmen der Widmung und der
verkehrsbehördlichen Vorschriften zum Verkehr gestattet (Gemeingebrauch). Hierbei hat
der fließende Verkehr den Vorrang vor dem ruhenden Verkehr. Kein Gemeingebrauch liegt
vor, wenn jemand die Straße nicht vorwiegend zum Verkehr, sondern zu anderen Zwecken
benutzt. Die Erhebung von Gebühren für den Gemeingebrauch bedarf einer besonderen
gesetzlichen Regelung.
(2) Der Gemeingebrauch kann beschränkt werden, wenn dies wegen des baulichen
Zustandes zur Vermeidung außerordentlicher Schäden an der Straße oder für die
Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs notwendig ist. Die Beschränkungen sind
durch Verkehrszeichen kenntlich zu machen.
(2a) Macht die dauernde Beschränkung des Gemeingebrauchs durch die Straßenbaubehörde
die Herstellung von Ersatzstraßen oder -wegen notwendig, so ist der Träger der
Straßenbaulast der Bundesfernstraße zur Erstattung der Herstellungskosten
verpflichtet, es sei denn, dass er die Herstellung auf Antrag des zuständigen Trägers
der Straßenbaulast selbst übernimmt.
(3) Wer eine Bundesfernstraße aus Anlass des Gemeingebrauchs über das übliche Maß
hinaus verunreinigt, hat die Verunreinigung ohne Aufforderung unverzüglich zu
beseitigen; andernfalls kann die Straßenbaubehörde die Verunreinigung auf seine
Kosten beseitigen.
== § 7a Vergütung von Mehrkosten ==
Wenn eine Bundesfernstraße wegen der Art des Gebrauchs durch einen anderen
aufwendiger hergestellt oder ausgebaut werden muss, als es dem regelmäßigen
Verkehrsbedürfnis entspricht, hat der andere dem Träger der Straßenbaulast die
Mehrkosten für den Bau und die Unterhaltung zu vergüten. Das gilt nicht für
Haltestellenbuchten für den Linienverkehr. Der Träger der Straßenbaulast kann
angemessene Vorschüsse oder Sicherheiten verlangen.
== § 8 Sondernutzungen ==
(1) Die Benutzung der Bundesfernstraßen über den Gemeingebrauch hinaus ist
Sondernutzung. Sie bedarf der Erlaubnis der Straßenbaubehörde, in Ortsdurchfahrten
der Erlaubnis der Gemeinde. Soweit die Gemeinde nicht Träger der Straßenbaulast ist,
darf sie die Erlaubnis nur mit Zustimmung der Straßenbaubehörde erteilen. Die
Gemeinde kann durch Satzung bestimmte Sondernutzungen in den Ortsdurchfahrten von der
Erlaubnis befreien und die Ausübung regeln. Soweit die Gemeinde nicht Träger der
Straßenbaulast ist, bedarf die Satzung der Zustimmung der obersten
Landesstraßenbaubehörde. Eine Erlaubnis soll nicht erteilt werden, wenn behinderte
Menschen durch die Sondernutzung in der Ausübung des Gemeingebrauchs erheblich
beeinträchtigt würden.
(2) Die Erlaubnis darf nur auf Zeit oder Widerruf erteilt werden. Sie kann mit
Bedingungen und Auflagen verbunden werden. Soweit die Gemeinde nicht Träger der
Straßenbaulast ist, hat sie eine widerruflich erteilte Erlaubnis zu widerrufen, wenn
die Straßenbaubehörde dies aus Gründen des Straßenbaues oder der Sicherheit oder
Leichtigkeit des Verkehrs verlangt.
(2a) Der Erlaubnisnehmer hat Anlagen so zu errichten und zu unterhalten, dass sie den
Anforderungen der Sicherheit und Ordnung sowie den anerkannten Regeln der Technik
genügen. Arbeiten an der Straße bedürfen der Zustimmung der Straßenbaubehörde. Der
Erlaubnisnehmer hat auf Verlangen der für die Erlaubnis zuständigen Behörde die
Anlagen auf seine Kosten zu ändern und alle Kosten zu ersetzen, die dem Träger der
Straßenbaulast durch die Sondernutzung entstehen. Hierfür kann der Träger der
Straßenbaulast angemessene Vorschüsse und Sicherheiten verlangen.
(3) Für Sondernutzungen können Sondernutzungsgebühren erhoben werden. Sie stehen in
Ortsdurchfahrten den Gemeinden, im Übrigen dem Träger der Straßenbaulast zu. Die
Landesregierungen werden ermächtigt, Gebührenordnungen zu erlassen. Die Ermächtigung
kann durch Rechtsverordnung weiter übertragen werden. Die Gemeinden können die
Gebühren durch Satzung regeln, soweit ihnen die Sondernutzungsgebühren zustehen. Bei
Bemessung der Gebühren sind Art und Ausmaß der Einwirkung auf die Straße und den
Gemeingebrauch sowie das wirtschaftliche Interesse des Gebührenschuldners zu
berücksichtigen.
(4) (weggefallen)
(4a) (weggefallen)
(5) (weggefallen)
(6) Ist nach den Vorschriften des Straßenverkehrsrechts eine Erlaubnis für eine
übermäßige Straßenbenutzung oder eine Ausnahmegenehmigung erforderlich, so bedarf es
keiner Erlaubnis nach Absatz 1. Vor ihrer Entscheidung hat die hierfür zuständige
Behörde die sonst für die Sondernutzungserlaubnis zuständige Behörde zu hören. Die
von dieser geforderten Bedingungen, Auflagen und Sondernutzungsgebühren sind dem
Antragsteller in der Erlaubnis oder Ausnahmegenehmigung aufzuerlegen.
(7) (weggefallen)
(7a) Wird eine Bundesfernstraße ohne die erforderliche Erlaubnis benutzt oder kommt
der Erlaubnisnehmer seinen Verpflichtungen nicht nach, so kann die für die Erteilung
der Erlaubnis zuständige Behörde die erforderlichen Maßnahmen zur Beendigung der
Benutzung oder zur Erfüllung der Auflagen anordnen. Sind solche Anordnungen nicht
oder nur unter unverhältnismäßigem Aufwand möglich oder nicht erfolgversprechend, so
kann sie den rechtswidrigen Zustand auf Kosten des Pflichtigen beseitigen oder
beseitigen lassen.
(8) Der Erlaubnisnehmer hat gegen den Träger der Straßenbaulast keinen Ersatzanspruch
bei Widerruf oder bei Sperrung, Änderung oder Einziehung der Straße.
(9) Unwiderrufliche Nutzungsrechte, die von früher her bestehen, können zur
Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs durch Enteignung aufgehoben werden. § 19
gilt entsprechend.
(10) Die Einräumung von Rechten zur Benutzung des Eigentums der Bundesfernstraßen
richtet sich nach bürgerlichem Recht, wenn sie den Gemeingebrauch nicht
beeinträchtigt, wobei eine Beeinträchtigung von nur kurzer Dauer für Zwecke der
öffentlichen Versorgung außer Betracht bleibt.
== § 8a Straßenanlieger ==
(1) Zufahrten und Zugänge zu Bundesstraßen außerhalb der zur Erschließung der
anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten gelten als
Sondernutzung im Sinne des § 8, wenn sie neu angelegt oder geändert werden. Eine
Änderung liegt auch vor, wenn eine Zufahrt oder ein Zugang gegenüber dem bisherigen
Zustand einem erheblich größeren oder einem andersartigen Verkehr als bisher dienen
soll. Den Zufahrten oder Zugängen stehen die Anschlüsse nicht öffentlicher Wege
gleich.
(2) Einer Erlaubnis nach § 8 Abs. 1 Satz 2 bedarf es nicht für die Anlage neuer oder
die Änderung bestehender Zufahrten oder Zugänge
1. im Zusammenhang mit der Errichtung oder erheblichen Änderung baulicher
Anlagen, wenn die oberste Landesstraßenbaubehörde nach § 9 Abs. 2
zugestimmt oder nach § 9 Abs. 8 eine Ausnahme zugelassen hat,
2. in einem Flurbereinigungsverfahren auf Grund des Wege- und Gewässerplans.
(3) Für die Unterhaltung der Zufahrten und Zugänge, die nicht auf einer Erlaubnis
nach § 8 Abs. 1 beruhen, gilt § 8 Abs. 2a Satz 1 und 2 und Absatz 7a entsprechend.
(4) Werden auf Dauer Zufahrten oder Zugänge durch die Änderung oder die Einziehung
von Bundesstraßen unterbrochen oder wird ihre Benutzung erheblich erschwert, so hat
der Träger der Straßenbaulast einen angemessenen Ersatz zu schaffen oder, soweit dies
nicht zumutbar ist, eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten. Mehrere
Anliegergrundstücke können durch eine gemeinsame Zufahrt angeschlossen werden, deren
Unterhaltung nach Absatz 3 den Anliegern gemeinsam obliegt. Die Verpflichtung nach
Satz 1 entsteht nicht, wenn die Grundstücke eine anderweitige ausreichende Verbindung
zu dem öffentlichen Wegenetz besitzen oder wenn die Zufahrten oder Zugänge auf einer
widerruflichen Erlaubnis beruhen.
(5) Werden für längere Zeit Zufahrten oder Zugänge durch Straßenarbeiten unterbrochen
oder wird ihre Benutzung erheblich erschwert, ohne dass von Behelfsmaßnahmen eine
wesentliche Entlastung ausgeht, und wird dadurch die wirtschaftliche Existenz eines
anliegenden Betriebs gefährdet, so kann dessen Inhaber eine Entschädigung in der Höhe
des Betrages beanspruchen, der erforderlich ist, um das Fortbestehen des Betriebs bei
Anspannung der eigenen Kräfte und unter Berücksichtigung der gegebenen
Anpassungsmöglichkeiten zu sichern. Der Anspruch richtet sich gegen den, zu dessen
Gunsten die Arbeiten im Straßenbereich erfolgen. Absatz 4 Satz 3 gilt entsprechend.
(6) Soweit es die Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs erfordert, kann die
Straßenbaubehörde nach Anhörung der Betroffenen anordnen, dass Zufahrten oder Zugänge
geändert oder verlegt oder, wenn das Grundstück eine anderweitige ausreichende
Verbindung zu dem öffentlichen Wegenetz besitzt, geschlossen werden. Absatz 4 gilt
entsprechend. Die Befugnis zum Widerruf einer Erlaubnis nach § 8 Abs. 2 bleibt
unberührt.
(7) Wird durch den Bau oder die Änderung einer Bundesfernstraße der Zutritt von Licht
oder Luft zu einem Grundstück auf Dauer entzogen oder erheblich beeinträchtigt, so
hat der Träger der Straßenbaulast für dadurch entstehende Vermögensnachteile eine
angemessene Entschädigung in Geld zu gewähren.
(8) Hat der Entschädigungsberechtigte die Entstehung eines Vermögensnachteiles
mitverursacht, so gilt § 254 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend.
== § 9 Bauliche Anlagen an Bundesfernstraßen ==
(1) Längs der Bundesfernstraßen dürfen nicht errichtet werden
# Hochbauten jeder Art in einer Entfernung bis zu 40 Meter bei Bundesautobahnen und bis zu 20 Meter bei Bundesstraßen außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten, jeweils gemessen vom äußeren Rand der befestigten Fahrbahn,
# bauliche Anlagen, die außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten über Zufahrten oder Zugänge an Bundesstraßen unmittelbar oder mittelbar angeschlossen werden sollen.
Satz 1 Nr. 1 gilt entsprechend für Aufschüttungen oder Abgrabungen größeren Umfangs.
Weitergehende bundes- oder landesrechtliche Vorschriften bleiben unberührt.
(2) Im Übrigen bedürfen Baugenehmigungen oder nach anderen Vorschriften notwendige
Genehmigungen der Zustimmung der obersten Landesstraßenbaubehörde, wenn
# bauliche Anlagen längs der Bundesautobahnen in einer Entfernung bis zu 100 Meter und längs der Bundesstraßen außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten bis zu 40 Meter, gemessen vom äußeren Rand der befestigten Fahrbahn, errichtet, erheblich geändert oder anders genutzt werden sollen,
# bauliche Anlagen auf Grundstücken, die außerhalb der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten über Zufahrten oder Zugänge an Bundesstraßen unmittelbar oder mittelbar angeschlossen sind, erheblich geändert oder anders genutzt werden sollen.
Die Zustimmungsbedürftigkeit nach Satz 1 gilt entsprechend für bauliche Anlagen, die
nach Landesrecht anzeigepflichtig sind. Weitergehende bundes- oder landesrechtliche
Vorschriften bleiben unberührt.
(3) Die Zustimmung nach Absatz 2 darf nur versagt oder mit Bedingungen und Auflagen
erteilt werden, soweit dies wegen der Sicherheit oder Leichtigkeit des Verkehrs, der
Ausbauabsichten oder der Straßenbaugestaltung nötig ist.
(3a) Die Belange nach Absatz 3 sind auch bei Erteilung von Baugenehmigungen innerhalb
der zur Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der
Ortsdurchfahrten von Bundesstraßen zu beachten.
(4) Bei geplanten Bundesfernstraßen gelten die Beschränkungen der Absätze 1 und 2 vom
Beginn der Auslegung der Pläne im [[Planfeststellungsverfahren]] oder von dem Zeitpunkt
an, zu dem den Betroffenen Gelegenheit gegeben wird, den Plan einzusehen.
(5) Bedürfen die baulichen Anlagen im Sinne des Absatzes 2 außerhalb der zur
Erschließung der anliegenden Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten keiner
Baugenehmigung oder keiner Genehmigung nach anderen Vorschriften, so tritt an die
Stelle der Zustimmung die Genehmigung der obersten Landesstraßenbaubehörde.
(5a) Als bauliche Anlagen im Sinne dieses Gesetzes gelten auch die im Landesbaurecht
den baulichen Anlagen gleichgestellten Anlagen.
(6) Anlagen der Außenwerbung stehen außerhalb der zur Erschließung der anliegenden
Grundstücke bestimmten Teile der Ortsdurchfahrten den Hochbauten des Absatzes 1 und
den baulichen Anlagen des Absatzes 2 gleich. An Brücken über Bundesfernstraßen
außerhalb dieser Teile der Ortsdurchfahrten dürfen Anlagen der Außenwerbung nicht
angebracht werden. Weitergehende bundes- oder landesrechtliche Vorschriften bleiben
unberührt.
(7) Die Absätze 1 bis 5 gelten nicht, soweit das Bauvorhaben den Festsetzungen eines
Bebauungsplans entspricht (§ 9 des Baugesetzbuchs), der mindestens die Begrenzung der
Verkehrsflächen sowie an diesen gelegene überbaubare Grundstücksflächen enthält und
unter Mitwirkung des Trägers der Straßenbaulast zustande gekommen ist.
(8) Die oberste Landesstraßenbaubehörde kann im Einzelfall Ausnahmen von den Verboten
der Absätze 1, 4 und 6 zulassen, wenn die Durchführung der Vorschriften im Einzelfall
zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung mit den
öffentlichen Belangen vereinbar ist oder wenn Gründe des Wohls der Allgemeinheit die
Abweichungen erfordern. Ausnahmen können mit Bedingungen und Auflagen versehen
werden.
(9) Wird infolge der Anwendung der Absätze 1, 2, 4 und 5 die bauliche Nutzung eines
Grundstücks, auf deren Zulassung bisher ein Rechtsanspruch bestand, ganz oder
teilweise aufgehoben, so kann der Eigentümer insoweit eine angemessene Entschädigung
in Geld verlangen, als seine Vorbereitungen zur baulichen Nutzung des Grundstücks in
dem bisher zulässigen Umfang für ihn an Wert verlieren oder eine wesentliche
Wertminderung des Grundstücks eintritt. Zur Entschädigung ist der Träger der
Straßenbaulast verpflichtet.
(10) Im Fall des Absatzes 4 entsteht der Anspruch nach Absatz 9 erst, wenn der Plan
rechtskräftig festgestellt oder genehmigt oder mit der Ausführung begonnen worden
ist, spätestens jedoch nach Ablauf von vier Jahren, nachdem die Beschränkungen der
Absätze 1 und 2 in Kraft getreten sind.
== § 9a Veränderungssperre, Vorkaufsrecht ==
(1) Vom Beginn der Auslegung der Pläne im [[Planfeststellungsverfahren]] oder von dem
Zeitpunkt an, zu dem den Betroffenen Gelegenheit gegeben wird, den Plan einzusehen,
dürfen auf den vom Plan betroffenen Flächen bis zu ihrer Übernahme durch den Träger
der Straßenbaulast wesentlich wertsteigernde oder den geplanten Straßenbau erheblich
erschwerende Veränderungen nicht vorgenommen werden. Veränderungen, die in rechtlich
zulässiger Weise vorher begonnen worden sind, Unterhaltungsarbeiten und die
Fortführung einer bisher ausgeübten Nutzung werden hiervon nicht berührt.
(2) Dauert die Veränderungssperre länger als vier Jahre, so können die Eigentümer für
die dadurch entstandenen Vermögensnachteile vom Träger der Straßenbaulast eine
angemessene Entschädigung in Geld verlangen. Sie können ferner die Übernahme der vom
Plan betroffenen Flächen verlangen, wenn es ihnen mit Rücksicht auf die
Veränderungssperre wirtschaftlich nicht zuzumuten ist, die Grundstücke in der
bisherigen oder einer anderen zulässigen Art zu benutzen. Kommt keine Einigung über
die Übernahme zustande, so können die Eigentümer die Entziehung des Eigentums an den
Flächen verlangen. Im Übrigen gilt § 19 (Enteignung).
(3) Um die Planung der Bundesfernstraßen zu sichern, können die Landesregierungen
durch Rechtsverordnung für die Dauer von höchstens zwei Jahren Planungsgebiete
festlegen. Die Gemeinden und Kreise, deren Bereich durch die festzulegenden
Planungsgebiete betroffen wird, sind vorher zu hören. Die Ermächtigung kann durch
Rechtsverordnung weiter übertragen werden. Auf die Planungsgebiete ist Absatz 1
sinngemäß anzuwenden. Die Frist kann, wenn besondere Umstände es erfordern, durch
Rechtsverordnung auf höchstens vier Jahre verlängert werden. Die Festlegung tritt mit
Beginn der Auslegung der Pläne im [[Planfeststellungsverfahren]] außer Kraft. Ihre Dauer
ist auf die Vierjahresfrist nach Absatz 2 anzurechnen.
(4) Auf die Festlegung eines Planungsgebietes ist in Gemeinden, deren Bereich
betroffen wird, hinzuweisen. Planungsgebiete sind außerdem in Karten kenntlich zu
machen, die in den Gemeinden während der Geltungsdauer der Festlegung zur Einsicht
auszulegen sind.
(5) Die oberste Landesstraßenbaubehörde kann Ausnahmen von der Veränderungssperre
zulassen, wenn überwiegende öffentliche Belange nicht entgegenstehen.
(6) In den Fällen des Absatzes 1 Satz 1 steht dem Träger der Straßenbaulast an den
betroffenen Flächen ein Vorkaufsrecht zu.
== § 10 Schutzwaldungen ==
(1) Waldungen und Gehölze längs der Bundesfernstraßen können von der
Straßenbaubehörde im Einvernehmen mit der nach Landesrecht für Schutzwaldungen
zuständigen Behörde in einer Breite von 40 Meter, gemessen vom äußeren Rand der
befestigten Fahrbahn, zu Schutzwaldungen erklärt werden.
(2) Die Schutzwaldungen sind vom Eigentümer oder Nutznießer zu erhalten und
ordnungsgemäß zu unterhalten. Die Aufsicht hierüber liegt der nach Landesrecht für
Schutzwaldungen zuständigen Behörde ob.
== § 11 Schutzmaßnahmen ==
(1) Zum Schutze der Bundesfernstraßen vor nachteiligen Einwirkungen der Natur (z.B.
Schneeverwehungen, Steinschlag, Vermurungen) haben die Eigentümer von Grundstücken an
den Bundesfernstraßen die Anlage vorübergehender Einrichtungen zu dulden.
(2) Anpflanzungen, Zäune, Stapel, Haufen und andere mit dem Grundstück nicht fest
verbundene Einrichtungen dürfen nicht angelegt werden, wenn sie die
Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Soweit sie bereits vorhanden sind, haben die
Eigentümer ihre Beseitigung zu dulden.
(3) Die Straßenbaubehörde hat den Eigentümern die Durchführung dieser Maßnahme 14
Tage vorher schriftlich anzuzeigen, es sei denn, dass Gefahr im Verzuge ist. Die
Eigentümer können die Maßnahmen im Benehmen mit der Straßenbaubehörde selbst
durchführen.
(4) Diese Verpflichtungen liegen auch den Besitzern ob.
(5) Der Träger der Straßenbaulast hat den Eigentümern oder Besitzern die hierdurch
verursachten Aufwendungen und Schäden in Geld zu ersetzen.
== § 12 Kreuzungen und Einmündungen öffentlicher Straßen ==
(1) Beim Bau einer neuen Kreuzung mehrerer öffentlicher Straßen hat der Träger der
Straßenbaulast der neu hinzugekommenen Straße die Kosten der Kreuzung zu tragen. Zu
ihnen gehören auch die Kosten der Änderungen, die durch die neue Kreuzung an den
anderen öffentlichen Straßen unter Berücksichtigung der übersehbaren
Verkehrsentwicklung notwendig sind. Die Änderung einer bestehenden Kreuzung ist als
neue Kreuzung zu behandeln, wenn ein öffentlicher Weg, der nach der Beschaffenheit
seiner Fahrbahn nicht geeignet und nicht dazu bestimmt war, einen allgemeinen
Kraftfahrzeugverkehr aufzunehmen, zu einer diesem Verkehr dienenden Straße ausgebaut
wird.
(2) Werden mehrere Straßen gleichzeitig neu angelegt oder an bestehenden Kreuzungen
Anschlussstellen neu geschaffen, so haben die Träger der Straßenbaulast die Kosten
der Kreuzungsanlage im Verhältnis der Fahrbahnbreiten der an der Kreuzung beteiligten
Straßenäste zu tragen. Bei der Bemessung der Fahrbahnbreiten sind die Rad- und
Gehwege, die Trennstreifen und befestigten Seitenstreifen einzubeziehen.
(3) Wird eine höhenungleiche Kreuzung geändert, so fallen die dadurch entstehenden
Kosten
# demjenigen Träger der Straßenbaulast zur Last, der die Änderung verlangt oder hätte verlangen müssen,
# den beteiligten Trägern der Straßenbaulast zur Last, die die Änderung verlangen oder hätten verlangen müssen, und zwar im Verhältnis der Fahrbahnbreiten der an der Kreuzung beteiligten Straßenäste nach der Änderung.
(3a) Wird eine höhengleiche Kreuzung geändert, so gilt für die dadurch entstehenden
Kosten der Änderung Absatz 2. Beträgt der durchschnittliche tägliche Verkehr mit
Kraftfahrzeugen auf einem der an der Kreuzung beteiligten Straßenäste nicht mehr als
20 vom Hundert des Verkehrs auf anderen beteiligten Straßenästen, so haben die Träger
der Straßenbaulast der verkehrsstärkeren Straßenäste im Verhältnis der
Fahrbahnbreiten den Anteil der Änderungskosten mitzutragen, der auf den Träger der
Straßenbaulast des verkehrsschwächeren Straßenastes entfallen würde.
(4) Über die Errichtung neuer sowie die wesentliche Änderung bestehender Kreuzungen
zwischen Bundesfernstraßen und anderen öffentlichen Straßen wird durch die
[[Planfeststellung]] entschieden. Diese soll zugleich die Aufteilung der Kosten regeln.
(5) Ergänzungen an Kreuzungsanlagen sind wie Änderungen zu behandeln.
(6) Diese Vorschriften gelten auch für Einmündungen. Münden mehrere Straßen an einer
Stelle in eine andere Straße ein, so gelten diese Einmündungen als Kreuzung aller
beteiligten Straßen.
== § 12a Kreuzungen mit Gewässern ==
(1) Werden Bundesfernstraßen neu angelegt oder ausgebaut und müssen dazu Kreuzungen
mit Gewässern (Brücken oder Unterführungen) hergestellt oder bestehende Kreuzungen
geändert werden, so hat der Träger der Straßenbaulast die dadurch entstehenden Kosten
zu tragen. Die Kreuzungsanlagen sind so auszuführen, dass unter Berücksichtigung der
übersehbaren Entwicklung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse der Wasserabfluss
nicht nachteilig beeinflusst wird.
(2) Werden Gewässer ausgebaut (§ 31 des Wasserhaushaltsgesetzes) und werden dazu
Kreuzungen mit Bundesfernstraßen hergestellt oder bestehende Kreuzungen geändert, so
hat der Träger des Ausbauvorhabens die dadurch entstehenden Kosten zu tragen. Wird
eine neue Kreuzung erforderlich, weil ein Gewässer hergestellt wird, so ist die
übersehbare Verkehrsentwicklung auf der Bundesfernstraße zu berücksichtigen. Wird die
Herstellung oder Änderung einer Kreuzung erforderlich, weil das Gewässer wesentlich
umgestaltet wird, so sind die gegenwärtigen Verkehrsbedürfnisse zu berücksichtigen.
Verlangt der Träger der Straßenbaulast weitergehende Änderungen, so hat er die
Mehrkosten hierfür zu tragen.
(3) Wird eine Bundesfernstraße neu angelegt und wird gleichzeitig ein Gewässer
hergestellt oder aus anderen als straßenbaulichen Gründen wesentlich umgestaltet, so
dass eine neue Kreuzung entsteht, so haben der Träger der Straßenbaulast und der
Unternehmer des Gewässerausbaus die Kosten der Kreuzung je zur Hälfte zu tragen.
(4) Kommt über die Kreuzungsmaßnahme oder ihre Kosten keine Einigung zustande, so ist
darüber durch Planfeststellung zu entscheiden.
(5) § 41 des Bundeswasserstraßengesetzes bleibt unberührt.
== § 13 Unterhaltung der Straßenkreuzungen ==
(1) Bei höhengleichen Kreuzungen hat der Träger der Straßenbaulast der
Bundesfernstraße die Kreuzungsanlage zu unterhalten.
(2) Bei Über- oder Unterführungen hat das Kreuzungsbauwerk der Träger der
Straßenbaulast der Bundesfernstraße, die übrigen Teile der Kreuzungsanlage der Träger
der Straßenbaulast der Straße, zu der sie gehören, zu unterhalten.
(3) In den Fällen des § 12 Abs. 1 hat der Träger der Straßenbaulast der neu
hinzugekommenen Straße dem Träger der Straßenbaulast der vorhandenen Straße die
Mehrkosten für die Unterhaltung zu erstatten, die ihm durch die Regelung nach den
Absätzen 1 und 2 entstehen. Die Mehrkosten sind auf Verlangen eines Beteiligten
abzulösen.
(4) Nach einer wesentlichen Änderung einer bestehenden Kreuzung haben die Träger der
Straßenbaulast ihre veränderten Kosten für Unterhaltung und Erneuerung sowie für
Wiederherstellung im Fall der Zerstörung durch höhere Gewalt ohne Ausgleich zu
tragen.
(5) Abweichende Regelungen werden in dem Zeitpunkt hinfällig, in dem nach
Inkrafttreten dieses Gesetzes eine wesentliche Änderung an der Kreuzung durchgeführt
ist.
(6) Die Vorschriften der Absätze 1 bis 4 gelten nicht, soweit etwas anderes
vereinbart wird.
(7) Wesentliche Ergänzungen an Kreuzungsanlagen sind wie wesentliche Änderungen zu
behandeln.
(8) § 12 Abs. 6 gilt entsprechend.
== § 13a Unterhaltung der Kreuzungen mit Gewässern ==
(1) Der Träger der Straßenbaulast hat die Kreuzungsanlagen von Bundesfernstraßen und
Gewässern auf seine Kosten zu unterhalten, soweit nichts anderes vereinbart oder
durch [[Planfeststellung]] bestimmt wird. Die Unterhaltungspflicht des Trägers der
Straßenbaulast erstreckt sich nicht auf Leitwerke, Leitpfähle, Dalben, Absetzpfähle
oder ähnliche Einrichtungen zur Sicherung der Durchfahrt unter Brücken im Zuge von
Bundesfernstraßen für die Schifffahrt sowie auf Schifffahrtszeichen. Soweit diese
Einrichtungen auf Kosten des Trägers der Straßenbaulast herzustellen waren, hat
dieser dem Unterhaltungspflichtigen die Unterhaltungskosten und die Kosten des
Betriebs dieser Einrichtungen zu ersetzen oder abzulösen.
(2) Wird im Fall des § 12a Abs. 2 eine neue Kreuzung hergestellt, hat der Träger des
Ausbauvorhabens die Mehrkosten für die Unterhaltung und den Betrieb der
Kreuzungsanlage zu erstatten oder abzulösen. Ersparte Unterhaltungskosten für den
Fortfall vorhandener Kreuzungsanlagen sind anzurechnen.
(3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, wenn bei dem Inkrafttreten dieses Gesetzes die
Tragung der Kosten auf Grund eines bestehenden Rechts anders geregelt ist.
(4) Die §§ 42 und 43 des Bundeswasserstraßengesetzes bleiben unberührt.
== § 13b Ermächtigung zu Rechtsverordnungen ==
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen kann mit Zustimmung des
Bundesrates Rechtsverordnungen erlassen, durch die
# der Umfang der Kosten nach den §§ 12 und 12a näher bestimmt wird;
# näher bestimmt wird, welche Teile der Kreuzungsanlage nach § 13 Abs. 1 und 2 zu der einen oder anderen Straße gehören;
# die Berechnung und die Zahlung von Ablösungsbeträgen nach § 13 Abs. 3 und nach § 13a Abs. 2 näher bestimmt sowie dazu ein Verfahren zur gütlichen Beilegung von Streitigkeiten festgelegt werden.
== § 14 Umleitungen ==
(1) Bei Sperrung von Bundesfernstraßen wegen vorübergehender Behinderung sind die
Träger der Straßenbaulast anderer öffentlicher Straßen verpflichtet, die Umleitung
des Verkehrs auf ihren Straßen zu dulden.
(2) Der Träger der Straßenbaulast der Umleitungsstrecke und die
Straßenverkehrsbehörden sind vor der Sperrung zu unterrichten.
(3) Im Benehmen mit dem Träger der Straßenbaulast der Umleitungsstrecke ist
festzustellen, was notwendig ist, um die Umleitungsstrecke für die Aufnahme des
zusätzlichen Verkehrs verkehrssicher zu machen. Die hierfür nötigen Mehraufwendungen
sind dem Träger der Straßenbaulast der Umleitungsstrecke zu erstatten. Das gilt auch
für Aufwendungen, die der Träger der Straßenbaulast der Umleitungsstrecke zur
Beseitigung wesentlicher durch die Umleitung verursachter Schäden machen muss.
(4) Muss die Umleitung ganz oder zum Teil über private Wege geleitet werden, die dem
öffentlichen Verkehr dienen, so ist der Eigentümer zur Duldung der Umleitung auf
schriftliche Anforderung durch die Straßenbaubehörde verpflichtet. Absatz 3 Satz 1
und 2 gilt entsprechend. Der Träger der Straßenbaulast ist verpflichtet, nach
Aufhebung der Umleitung auf Antrag des Eigentümers den früheren Zustand des Weges
wiederherzustellen.
(5) Die Absätze 1 bis 4 gelten entsprechend, wenn neue Bundesfernstraßen
vorübergehend über andere öffentliche Straßen an das Bundesfernstraßennetz
angeschlossen werden müssen.
== § 15 Nebenbetriebe an den Bundesautobahnen ==
(1) Betriebe an den Bundesautobahnen, die den Belangen der Verkehrsteilnehmer der
Bundesautobahnen dienen (zum Beispiel Tankstellen, bewachte Parkplätze, Werkstätten,
Verlade- und Umschlagsanlagen, Raststätten) und eine unmittelbare Zufahrt zu den
Bundesautobahnen haben, sind Nebenbetriebe.
(2) Der Bau von Nebenbetrieben kann auf Dritte übertragen werden. Der Betrieb von
Nebenbetrieben ist auf Dritte zu übertragen, soweit nicht öffentliche Interessen oder
besondere betriebliche Gründe entgegenstehen. Die Übertragung von Bau und Betrieb
kann unter Auflagen und Bedingungen sowie befristet erfolgen; der Vorbehalt der
nachträglichen Aufnahme, Änderung oder Ergänzung einer Auflage (§ 36 des
[[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es) ist ausgeschlossen. Die Übertragung erfolgt unter
Voraussetzungen, die für jeden Dritten gleichwertig sind. Dies gilt besonders für
Betriebszeiten, das Vorhalten von betrieblichen Einrichtungen sowie Auflagen für die
Betriebsführung. Hoheitliche Befugnisse gehen nicht über; die §§ 4, 17 und 18f bis
19a finden Anwendung.
(3) Für das Recht, einen Nebenbetrieb an der Bundesautobahn zu betreiben, hat der
Konzessionsinhaber eine umsatz- oder absatzabhängige Konzessionsabgabe an den Bund zu
entrichten. Das Bundesministerium für Verkehr Bau- und Wohnungswesen wird ermächtigt,
durch Rechtsverordnung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen ohne
Zustimmung des Bundesrates die Höhe der Konzessionsabgabe festzusetzen und die
Voraussetzungen sowie das Verfahren zur Erhebung der Konzessionsabgabe zu regeln. Die
Höhe der Konzessionsabgabe hat sich an dem Wert des wirtschaftlichen Vorteils auszurichten, der dem Konzessionsinhaber durch das Recht zuwächst, einen Nebenbetrieb
an der Bundesautobahn zu betreiben; sie darf höchstens 1,53 Euro pro einhundert Liter
abgegebenen Kraftstoffs und höchstens 3 vom Hundert von anderen Umsätzen betragen.
Die Konzessionsabgabe ist an das Bundesamt für Güterverkehr zu entrichten.
(4) Vorschriften über Sperrzeiten gelten nicht für Nebenbetriebe. Alkoholhaltige
Getränke dürfen in der Zeit von 0.00 Uhr bis 7.00 Uhr weder ausgeschenkt noch
verkauft werden.
== § 16 Planungen ==
(1) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen bestimmt im Benehmen
mit den Landesplanungsbehörden der beteiligten Länder die Planung und [[Linienführung]]
der Bundesfernstraßen. Dies gilt nicht für den Neubau von Ortsumgehungen. Eine
Ortsumgehung ist der Teil einer Bundesstraße, der der Beseitigung einer
Ortsdurchfahrt dient.
(2) Bei der Bestimmung der [[Linienführung]] sind die von dem Vorhaben berührten
öffentlichen Belange einschließlich der Umweltverträglichkeit und des Ergebnisses des
[[Raumordnungsverfahren]]s im Rahmen der Abwägung zu berücksichtigen. Die Bestimmung der
Linienführung ist innerhalb einer Frist von drei Monaten abzuschließen.
(3) Wenn Ortsplanungen oder Landesplanungen die Änderung bestehender oder die
Schaffung neuer Bundesfernstraßen zur Folge haben können, ist die Straßenbaubehörde
zu beteiligen. Sie hat die Belange der Bundesfernstraßen in dem Verfahren zu
vertreten. Bundesplanungen haben grundsätzlich Vorrang vor Orts- und Landesplanungen.
== § 16a Vorarbeiten ==
(1) Eigentümer und sonstige Nutzungsberechtigte haben zur Vorbereitung der Planung
notwendige Vermessungen, Boden- und Grundwasseruntersuchungen einschließlich der
vorübergehenden Anbringung von Markierungszeichen und sonstigen Vorarbeiten durch die
Straßenbaubehörde oder von ihr Beauftragte zu dulden. Wohnungen dürfen nur mit
Zustimmung des Wohnungsinhabers betreten werden. Satz 2 gilt nicht für Arbeits-,
Betriebs- oder Geschäftsräume während der jeweiligen Arbeits-, Geschäfts- oder
Aufenthaltszeiten.
(2) Die Absicht, solche Arbeiten auszuführen, ist dem Eigentümer oder sonstigen
Nutzungsberechtigten mindestens zwei Wochen vorher unmittelbar oder durch ortsübliche
Bekanntmachung in den Gemeinden, in deren Bereich die Vorarbeiten durchzuführen sind,
bekannt zu geben.
(3) Entstehen durch eine Maßnahme nach Absatz 1 einem Eigentümer oder sonstigen
Nutzungsberechtigten unmittelbare Vermögensnachteile, so hat der Träger der
Straßenbaulast eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten. Kommt eine Einigung
über die Geldentschädigung nicht zustande, so setzt die nach Landesrecht zuständige
Behörde auf Antrag der Straßenbaubehörde oder des Berechtigten die Entschädigung
fest. Vor der Entscheidung sind die Beteiligten zu hören.
== § 17 Planfeststellung ==
{{I-Kasten|1=250|2=Nicht für die Planung der A39 relevant, deshalb abgesetzt:|3=(1a) An Stelle eines [[Planfeststellungsbeschluss]]es kann eine Plangenehmigung erteilt
werden, wenn
# es sich bei dem Vorhaben nicht um ein Vorhaben handelt, für das nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist,
# mit den Trägern öffentlicher Belange, deren Aufgabenbereich berührt wird, das Benehmen hergestellt worden ist und
# Rechte anderer nicht oder nicht wesentlich beeinträchtigt werden oder die Betroffenen sich mit der Inanspruchnahme ihres Eigentums oder eines anderen Rechts schriftlich einverstanden erklärt haben.
Die Plangenehmigung hat die Rechtswirkungen der [[Planfeststellung]]; auf ihre Erteilung finden die Vorschriften über das [[Planfeststellungsverfahren]] keine Anwendung. Vor Erhebung einer verwaltungsgerichtlichen Klage bedarf es keiner Nachprüfung in einem Vorverfahren. § 75 Abs. 4 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es und die entsprechenden landesrechtlichen Bestimmungen gelten entsprechend.
(1b) Abweichend von Absatz 1a Satz 1 Nr. 1 kann in den Ländern Berlin, Brandenburg,
Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen für ein Vorhaben, für
das nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung eine
Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist und das vor dem 31. Dezember 2006
beantragt wird, an Stelle eines [[Planfeststellungsbeschluss]]es eine Plangenehmigung
erteilt werden. Im Fall des Satzes 1 ist die Öffentlichkeit entsprechend § 9 Abs. 3
des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung einzubeziehen.
(2) [[Planfeststellung]] und Plangenehmigung entfallen in Fällen von unwesentlicher
Bedeutung. Fälle unwesentlicher Bedeutung liegen vor, wenn
# es sich bei dem Vorhaben nicht um ein Vorhaben handelt, für das nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist, und
# andere öffentliche Belange nicht berührt sind oder die erforderlichen behördlichen Entscheidungen vorliegen und sie dem Plan nicht entgegenstehen und
# Rechte anderer nicht beeinflusst werden oder mit den vom Plan Betroffenen entsprechende Vereinbarungen getroffen werden.}}
(1) Bundesfernstraßen dürfen nur gebaut oder geändert werden, wenn der Plan vorher
festgestellt ist. Bei der [[Planfeststellung]] sind die von dem Vorhaben berührten
öffentlichen und privaten Belange einschließlich der Umweltverträglichkeit im Rahmen
der Abwägung zu berücksichtigen.
(1a) u. (2) ''gekürzt, s. Kasten''
(3) Bebauungspläne nach § 9 des Baugesetzbuchs ersetzen die [[Planfeststellung]] nach
Absatz 1. Wird eine Ergänzung notwendig oder soll von Festsetzungen des
Bebauungsplans abgewichen werden, so ist die [[Planfeststellung]] insoweit zusätzlich
durchzuführen. In diesen Fällen gelten die §§ 40, 43 Abs. 1, 2, 4 und 5 sowie § 44
Abs. 1 bis 4 des Baugesetzbuchs.
(3a) Im [[Planfeststellungsverfahren]] veranlasst die Anhörungsbehörde innerhalb eines
Monats, nachdem der Träger des Vorhabens den Plan bei ihr eingereicht hat, die
Einholung der Stellungnahmen der Behörden, deren Aufgabenbereich durch das Vorhaben
berührt wird, sowie die Auslegung des Plans in den Gemeinden, in denen sich das
Vorhaben voraussichtlich auswirkt.
(3b) Die Behörden, deren Aufgabenbereich durch das Vorhaben berührt wird, haben ihre
Stellungnahmen innerhalb einer von der Anhörungsbehörde zu setzenden Frist abzugeben,
die drei Monate nicht übersteigen darf. Die Gemeinden legen den Plan innerhalb von
drei Wochen nach Zugang aus. Sie machen die Auslegung vorher ortsüblich bekannt.
(3c) Die Anhörungsbehörde hat die Erörterung innerhalb von drei Monaten nach Ablauf
der Einwendungsfrist abzuschließen. Sie gibt ihre Stellungnahme innerhalb eines
Monats nach Abschluss der Erörterung ab. Bei der Änderung einer Bundesfernstraße kann
von einer förmlichen Erörterung im Sinne des § 73 Abs. 6 des
[[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es und der entsprechenden landesrechtlichen Bestimmungen
und des § 9 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung
abgesehen werden. Vor dem Abschluss des [[Planfeststellungsverfahren]]s ist den
Einwendern Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Die Anhörungsbehörde hat ihre
Stellungnahme innerhalb von sechs Wochen nach Ablauf der Einwendungsfrist abzugeben.
(4) Einwendungen gegen den Plan sind nach Ablauf der Einwendungsfrist ausgeschlossen.
Hierauf ist in der Bekanntmachung der Auslegung oder der Einwendungsfrist
hinzuweisen. Nach dem Erörterungstermin eingehende Stellungnahmen der Behörden müssen
bei der Feststellung des Plans nicht berücksichtigt werden; dies gilt nicht, wenn
später von einer Behörde vorgebrachte öffentliche Belange der
Planfeststellungsbehörde auch ohne ihr Vorbringen bekannt sind oder hätten bekannt
sein müssen.
(5) Die oberste Landesstraßenbaubehörde stellt den Plan nach Absatz 1 fest, erteilt
die Plangenehmigung nach Absatz 1a und Absatz 1b und trifft die Entscheidung nach
Absatz 2. Bestehen zwischen der obersten Landesstraßenbaubehörde, die den Plan
feststellt, und einer Bundesbehörde Meinungsverschiedenheiten, so ist vor der
[[Planfeststellung]] die Weisung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und
Wohnungswesen einzuholen.
(6) Der [[Planfeststellungsbeschluss]] ist dem Träger des Vorhabens und denjenigen, über
deren Einwendungen entschieden worden ist, mit Rechtsbehelfsbelehrung zuzustellen;
die Vorschriften der [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]e über die Bekanntgabe von
Planfeststellungsbeschlüssen bleiben im Übrigen unberührt.
(6a) Die Anfechtungsklage gegen einen [[Planfeststellungsbeschluss]] oder eine
Plangenehmigung für den Bau oder die Änderung von Bundesfernstraßen, für die nach dem
[[Fernstraßenausbaugesetz]] vordringlicher Bedarf festgestellt ist, hat keine
aufschiebende Wirkung. Der Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der
Anfechtungsklage gegen einen [[Planfeststellungsbeschluss]] oder eine Plangenehmigung
nach § 80 Abs. 5 Satz 1 der Verwaltungsgerichtsordnung kann nur innerhalb eines
Monats nach der Zustellung des [[Planfeststellungsbeschluss]]es oder der Plangenehmigung
gestellt und begründet werden. Der Antrag nach § 80 Abs. 5 Satz 1 in Verbindung mit
Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung auf Wiederherstellung der aufschiebenden
Wirkung einer Anfechtungsklage gegen einen [[Planfeststellungsbeschluss]] oder eine
Plangenehmigung für den Bau oder die Änderung einer Bundesfernstraße, für die ein
unvorhergesehener Verkehrsbedarf im Sinne des § 6 des [[Fernstraßenausbaugesetz]]es
besteht oder die der Aufnahme in den Bedarfsplan nicht bedarf, kann nur innerhalb
eines Monats nach Zustellung der Entscheidung über die Anordnung der sofortigen
Vollziehung gestellt und begründet werden. Darauf ist in der Anordnung der sofortigen
Vollziehung hinzuweisen. § 58 der Verwaltungsgerichtsordnung gilt entsprechend.
Treten später Tatsachen ein, die die Anordnung oder Wiederherstellung der
aufschiebenden Wirkung rechtfertigen, so kann der durch den
[[Planfeststellungsbeschluss]] oder die Plangenehmigung Beschwerte einen hierauf
gestützten Antrag nach § 80 Abs. 5 Satz 1 der Verwaltungsgerichtsordnung innerhalb
einer Frist von einem Monat stellen. Die Frist beginnt in dem Zeitpunkt, in dem der
Beschwerte von den Tatsachen Kenntnis erlangt.
(6b) Der Kläger hat innerhalb einer Frist von sechs Wochen die zur Begründung seiner
Klage dienenden Tatsachen und Beweismittel anzugeben. § 87b Abs. 3 und § 128a der
Verwaltungsgerichtsordnung gelten entsprechend.
(6c) Mängel bei der Abwägung der von dem Vorhaben berührten öffentlichen und privaten
Belange sind nur erheblich, wenn sie offensichtlich und auf das Abwägungsergebnis von
Einfluss gewesen sind. Erhebliche Mängel bei der Abwägung oder eine Verletzung von
Verfahrens- oder Formvorschriften führen nur dann zur Aufhebung des
[[Planfeststellungsbeschluss]]es oder der Plangenehmigung, wenn sie nicht durch
Planergänzung oder durch ein ergänzendes Verfahren behoben werden können; die §§ 45
und 46 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es und die entsprechenden landesrechtlichen
Bestimmungen bleiben unberührt.
(7) {{mark|Wird mit der Durchführung des Plans nicht innerhalb von fünf Jahren}} nach Eintritt
der Unanfechtbarkeit {{mark|begonnen, so tritt er außer Kraft}}, es sei denn, er wird vorher
auf Antrag des Trägers der Straßenbaulast von der Planfeststellungsbehörde um
höchstens fünf Jahre verlängert. Vor der Entscheidung ist eine auf den Antrag
begrenzte Anhörung nach dem für die Planfeststellung vorgeschriebenen Verfahren
durchzuführen. Für die Zustellung und Auslegung sowie die Anfechtung der Entscheidung
über die Verlängerung sind die Bestimmungen über den [[Planfeststellungsbeschluss]]
entsprechend anzuwenden.
== § 17a Anlagen der Verkehrsüberwachung, der Unfallhilfe und des Zolls ==
Die der Sicherheit und Ordnung dienenden Anlagen an Bundesfernstraßen, wie
Polizeistationen, Einrichtungen der Unfallhilfe, Hubschrauberlandeplätze, können,
wenn sie eine unmittelbare Zufahrt zu den Bundesfernstraßen haben, zur Festsetzung
der Flächen in die Planfeststellung einbezogen werden. Das Gleiche gilt für
Zollanlagen an Bundesfernstraßen.
== §§ 18 bis 18e (weggefallen) ==
== § 18f Vorzeitige Besitzeinweisung ==
(1) Ist der sofortige Beginn von Bauarbeiten geboten und weigert sich der Eigentümer
oder Besitzer, den Besitz eines für die Straßenbaumaßnahme benötigten Grundstücks
durch Vereinbarung unter Vorbehalt aller Entschädigungsansprüche zu überlassen, so
hat die Enteignungsbehörde den Träger der Straßenbaulast auf Antrag nach Feststellung
des Plans oder Erteilung der Plangenehmigung in den Besitz einzuweisen. Der
[[Planfeststellungsbeschluss]] oder die Plangenehmigung müssen vollziehbar sein. Weiterer
Voraussetzungen bedarf es nicht.
(2) Die Enteignungsbehörde hat spätestens sechs Wochen nach Eingang des Antrages auf
Besitzeinweisung mit den Beteiligten mündlich zu verhandeln. Hierzu sind die
Straßenbaubehörde und die Betroffenen zu laden. Dabei ist den Betroffenen der Antrag
auf Besitzeinweisung mitzuteilen. Die Ladungsfrist beträgt drei Wochen. Mit der
Ladung sind die Betroffenen aufzufordern, etwaige Einwendungen gegen den Antrag
möglichst vor der mündlichen Verhandlung bei der Enteignungsbehörde einzureichen. Sie
sind außerdem darauf hinzuweisen, dass auch bei Nichterscheinen über den Antrag auf
Besitzeinweisung und andere im Verfahren zu erledigende Anträge entschieden werden
kann.
(3) Soweit der Zustand des Grundstücks von Bedeutung ist, hat ihn die
Enteignungsbehörde vor der Besitzeinweisung in einer Niederschrift festzustellen oder
durch einen Sachverständigen ermitteln zu lassen. Den Beteiligten ist eine Abschrift
der Niederschrift oder des Ermittlungsergebnisses zu übersenden.
(4) Der Beschluss über die Besitzeinweisung ist dem Antragsteller und den Betroffenen
spätestens zwei Wochen nach der mündlichen Verhandlung zuzustellen. Die
Besitzeinweisung wird in dem von der Enteignungsbehörde bezeichneten Zeitpunkt
wirksam. Dieser Zeitpunkt soll auf höchstens zwei Wochen nach Zustellung der
Anordnung über die vorzeitige Besitzeinweisung an den unmittelbaren Besitzer
festgesetzt werden. Durch die Besitzeinweisung wird dem Besitzer der Besitz entzogen
und der Träger der Straßenbaulast Besitzer. Der Träger der Straßenbaulast darf auf
dem Grundstück das im Antrag auf Besitzeinweisung bezeichnete Bauvorhaben ausführen
und die dafür erforderlichen Maßnahmen treffen.
(5) Der Träger der Straßenbaulast hat für die durch die vorzeitige Besitzeinweisung
entstehenden Vermögensnachteile Entschädigung zu leisten, soweit die Nachteile nicht
durch die Verzinsung der Geldentschädigung für die Entziehung oder Beschränkung des
Eigentums oder eines anderen Rechts ausgeglichen werden. Art und Höhe der
Entschädigung sind von der Enteignungsbehörde in einem Beschluss festzusetzen.
(6) Wird der festgestellte Plan oder die Plangenehmigung aufgehoben, so ist auch die
vorzeitige Besitzeinweisung aufzuheben und der vorherige Besitzer wieder in den
Besitz einzuweisen. Der Träger der Straßenbaulast hat für alle durch die vorzeitige
Besitzeinweisung entstandenen besonderen Nachteile Entschädigung zu leisten.
(6a) Ein Rechtsbehelf gegen eine vorzeitige Besitzeinweisung hat keine aufschiebende
Wirkung. Der Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung nach § 80 Abs. 5 Satz 1
der Verwaltungsgerichtsordnung kann nur innerhalb eines Monats nach der Zustellung
des Besitzeinweisungsbeschlusses gestellt und begründet werden.
(7) Die Absätze 1 bis 6a gelten entsprechend für Grundstücke, die für die in § 17a
genannten Anlagen benötigt werden.
== § 19 Enteignung ==
(1) Die Träger der Straßenbaulast der Bundesfernstraßen haben zur Erfüllung ihrer
Aufgaben das Enteignungsrecht. Die Enteignung ist zulässig, soweit sie zur Ausführung
eines nach § 17 festgestellten oder genehmigten Bauvorhabens notwendig ist. Einer
weiteren Feststellung der Zulässigkeit der Enteignung bedarf es nicht.
(2) Der festgestellte oder genehmigte Plan ist dem Enteignungsverfahren zugrunde zu
legen und für die Enteignungsbehörde bindend.
(2a) Hat sich ein Beteiligter mit der Übertragung oder Beschränkung des Eigentums
oder eines anderen Rechtes schriftlich einverstanden erklärt, kann das
Entschädigungsverfahren unmittelbar durchgeführt werden.
(2b) Die Absätze 1, 2 und 2a gelten für die in § 17a genannten Anlagen entsprechend.
(3) (weggefallen)
(4) (weggefallen)
(5) Im Übrigen gelten die für öffentliche Straßen geltenden Enteignungsgesetze der
Länder.
== § 19a Entschädigungsverfahren ==
Soweit der Träger der Straßenbaulast nach §§ 8a, 9 oder auf Grund eines
[[Planfeststellungsbeschluss]]es (§ 17 Abs. 1) oder einer Plangenehmigung (§ 17 Abs. 1a)
verpflichtet ist, eine Entschädigung in Geld zu leisten, und über die Höhe der
Entschädigung keine Einigung zwischen dem Betroffenen und dem Träger der
Straßenbaulast zustande kommt, entscheidet auf Antrag eines der Beteiligten die nach
Landesrecht zuständige Behörde; für das Verfahren und den Rechtsweg gelten die
Enteignungsgesetze der Länder entsprechend.
== § 20 Straßenaufsicht ==
(1) Die Erfüllung der Aufgaben, die den Trägern der Straßenbaulast für die
Bundesfernstraßen obliegen, wird durch die Straßenaufsicht sichergestellt. Die Länder
üben die Straßenaufsicht im Auftrag des Bundes aus.
(2) Die Straßenaufsichtsbehörde kann die Durchführung der notwendigen Maßnahmen unter
Setzung einer angemessenen Frist anordnen. Sie soll Maßnahmen, die mehrere Träger der
Straßenbaulast durchzuführen haben, diesen rechtzeitig bekanntgeben, damit sie
möglichst zusammenhängend ausgeführt werden. Kommt ein Träger der Straßenbaulast der
Anordnung nicht nach, kann die Straßenaufsichtsbehörde die notwendigen Maßnahmen an
seiner Stelle und auf seine Kosten verfügen und vollziehen.
== § 21 Verwaltung der Bundesstraßen in den Ortsdurchfahrten ==
Soweit die Gemeinden nach § 5 Abs. 2 und 3 Träger der Straßenbaulast sind, richtet
sich die Zuständigkeit zur Verwaltung der Ortsdurchfahrten nach Landesrecht. Dieses
regelt auch, wer insoweit zuständige Straßenbaubehörde im Sinne dieses Gesetzes ist.
== § 22 Zuständigkeit ==
(1) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen kann seine Befugnisse
nach diesem Gesetz ganz oder zum Teil unter Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs auf die
obersten Landesstraßenbaubehörden auch mit der Ermächtigung zur weiteren Übertragung
auf andere Behörden übertragen.
(2) Im Fall des [[Grundgesetz#Artikel_90_.5BBundesstra.C3.9Fen.5D|Artikels 90 Abs. 3 des Grundgesetzes]] treten an die Stelle der im
Gesetz genannten Straßenbaubehörden der Länder die vom Bundesministerium für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen bestimmten Bundesbehörden. Dies gilt auch für die nach § 36
des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten zu bestimmende Behörde.
(3) Im Rahmen der Auftragsverwaltung richtet sich das Verfahren für die Beitreibung
von Ersatzleistungen (§ 7), Sondernutzungsgebühren sowie Vorschüssen und Sicherheiten
(§ 8) und das Verfahren in den Fällen, in denen die Behörde Maßnahmen nach § 8 Abs.
7a trifft oder in denen jemand zur Duldung oder Unterlassung verpflichtet ist (§§ 11
und 14), nach Landesrecht.
(4) Soweit nach diesem Gesetz die Zuständigkeit von Landesbehörden begründet ist,
bestimmen die Länder die zuständigen Behörden. Sie sind ermächtigt, die Zuständigkeit
der obersten Straßenbaubehörden der Länder, soweit sie nach diesem Gesetz begründet
ist, auf nachgeordnete Behörden zu übertragen. Das Bundesministerium für Verkehr,
Bau- und Wohnungswesen ist hiervon zu unterrichten.
(5) Soweit Selbstverwaltungskörperschaften in der Auftragsverwaltung tätig werden
[[Grundgesetz#Artikel_90_.5BBundesstra.C3.9Fen.5D|(Artikel 90 Abs. 2 des Grundgesetzes)]], sind ihre Behörden nach Maßgabe des
Landesrechts an Stelle der Behörden des Landes zuständig.
== § 23 Ordnungswidrigkeiten ==
(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
# entgegen § 8 Abs. 1 eine Bundesfernstraße über den Gemeingebrauch hinaus ohne Erlaubnis benutzt,
# nach § 8 Abs. 2 erteilten vollziehbaren Auflagen nicht nachkommt,
# entgegen § 8 Abs. 2a<br> a) Anlagen nicht vorschriftsmäßig errichtet oder unterhält oder<br> b) auf vollziehbares Verlangen der zuständigen Behörde Anlagen auf seine Kosten nicht ändert,
# entgegen § 8a Abs. 1 in Verbindung mit § 8 Abs. 1 Zufahrten oder Zugänge ohne Erlaubnis anlegt oder ändert,
# entgegen § 8a Abs. 3 in Verbindung mit § 8 Abs. 2a Zufahrten oder Zugänge nicht vorschriftsmäßig unterhält,
# einer nach § 8a Abs. 6 ergangenen vollziehbaren Anordnung nicht nachkommt,
# entgegen § 9 Abs. 1 oder 4 Hochbauten oder bauliche Anlagen errichtet oder Aufschüttungen oder Abgrabungen größeren Umfangs vornimmt,
# Anlagen der Außenwerbung entgegen § 9 Abs. 6 Satz 1 in Verbindung mit den Absätzen 1 und 2 errichtet oder entgegen § 9 Abs. 6 Satz 2 an Brücken über Bundesfernstraßen anbringt,
# vollziehbaren Auflagen nicht nachkommt, unter denen eine Ausnahme nach § 9 Abs. 8 von den Verboten des § 9 Abs. 1, 4 und 6 zugelassen wurde,
# entgegen § 9a Abs. 1 Satz 1 auf der vom Plan betroffenen Fläche oder in dem Planungsgebiet nach Absatz 3 Veränderungen vornimmt,
# entgegen § 10 Abs. 2 Satz 1 Schutzwaldungen nicht erhält oder nicht ordnungsgemäß unterhält,
# entgegen § 11 Abs. 1 die Anlage vorübergehender Einrichtungen nicht duldet oder entgegen § 11 Abs. 2 Satz 1 Einrichtungen, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, anlegt oder entgegen § 11 Abs. 2 Satz 2 ihre Beseitigung nicht duldet,
# entgegen § 16a Abs. 1 Satz 1 notwendige Vorarbeiten oder die vorübergehende Anbringung von Markierungszeichen nicht duldet.
(2) Ordnungswidrigkeiten nach Absatz 1 Nr. 1 bis 6 und 11 bis 13 können mit einer
Geldbuße bis zu fünfhundert Euro, Ordnungswidrigkeiten nach Absatz 1 Nr. 7 bis 10
können mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.
== § 24 Übergangs- und Schlussbestimmungen ==
(1) (weggefallen)
(2) (weggefallen)
(3) (weggefallen)
(4) Die bisherigen Reichsautobahnen und Reichsstraßen, die nach dem Gesetz über die
vermögensrechtlichen Verhältnisse der Bundesautobahnen und sonstigen Bundesstraßen
des Fernverkehrs vom 2. März 1951 (BGBl. I S. 157) Bundesautobahnen und Bundesstraßen
sind, sind Bundesautobahnen und Bundesstraßen im Sinne dieses Gesetzes.
(5) (weggefallen)
(6) Beginn und Ende der Ortsdurchfahrten bemessen sich nach ihrer Festsetzung nach §§
13ff. der Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die einstweilige Neuregelung
des Straßenwesens und der Straßenverwaltung vom 7. Dezember 1934 (RGBl. I S. 1237),
bis sie nach § 5 Abs. 4 neu festgesetzt werden.
(7) Waldungen, die Schutzwaldungen nach § 9 des Reichsautobahngesetzes vom 29. Mai
1941 (RGBl. I S. 313) sind, gelten als Schutzwaldungen nach § 10.
(8) (weggefallen)
(9) Sind in Rechtsvorschriften aus der Zeit vor dem 23. Mai 1949 die Worte
"Reichsautobahnen" oder "Reichsstraßen" gebraucht, so treten an ihre Stelle die Worte
"Bundesautobahnen" oder "Bundesstraßen".
(10) Wo in anderen Gesetzen für das Unternehmen "Reichsautobahnen" besondere Rechte
und Pflichten begründet sind, tritt an seine Stelle der Bund.
(11) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen ist ermächtigt, im
Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen durch Rechtsverordnung, die der
Zustimmung des Bundesrates bedarf, Brücken im Zuge von Bundesfernstraßen, die in der
Baulast der Länder oder öffentlich-rechtlicher Selbstverwaltungskörperschaften
stehen, in die Baulast des Bundes zu übernehmen und die zur Überleitung notwendigen
Maßnahmen zu treffen. In der Rechtsverordnung können auch die nach den üblichen
Berechnungsarten zu ermittelnden Ablösungsbeträge festgesetzt werden.
(12) Für Sondernutzungen, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes durch
bürgerlich-rechtliche Verträge vereinbart sind, gelten die Vorschriften über
Sondernutzungen (§ 8) von dem Zeitpunkt an, zu dem die Verträge erstmals nach
Inkrafttreten dieses Gesetzes kündbar sind.
== § 25 (Aufhebung von Vorschriften) ==
-
== § 26 (weggefallen) ==
== § 27 (Inkrafttreten) ==
FStrG Anhang EV Auszug aus EinigVtr Anlage I Kap. XI Sachgebiet F Abschnitt III (BGBl. II 1990, 889, 1111)
Bundesrecht tritt in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet mit folgenden
Maßgaben in Kraft:
1. Bundesfernstraßengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. August
1990 (BGBl. I S. 1714), geändert durch Gesetz vom 12. Februar 1990 (BGBl.
I S. 205),
mit folgenden Maßgaben:
a) Autobahnen und Fernverkehrsstraßen in dem in Artikel 3 des Vertrages
genannten Gebiet sind in dem in § 1 Abs. 4 bestimmten Umfang
Bundesautobahnen und Bundesstraßen (Bundesfernstraßen) im Sinne des
Gesetzes; § 2 Abs. 4 bleibt unberührt. Die Straßenbaulast für diese
Straßen geht auf den Bund und in den Fällen des § 5 Abs. 2 bis 3a auf
die Gemeinden über.
b) Soweit der Bund Träger der Straßenbaulast wird, gehen gleichzeitig das
Eigentum an den Straßen sowie alle mit ihnen im Zusammenhang stehenden
Rechte und Pflichten auf den Bund über. Werden Gemeinden Träger der
Baulast, gehen das Eigentum an den Straßen sowie alle mit ihnen in
Zusammenhang stehenden Rechte und Pflichten auf sie über. § 6 findet
entsprechende Anwendung. Eigentumsrechte Privater bleiben unberührt.
c) Anhängige Verfahren zum Bau oder zur Änderung von Autobahnen und
Fernverkehrsstraßen in dem in Artikel 3 des Vertrages genannten Gebiet
werden nach dem Bundesfernstraßengesetz und dem
[[Verwaltungsverfahrensgesetz]] zu Ende geführt, wenn eine abschließende
Sachentscheidung vor Wirksamwerden des Beitritts noch nicht ergangen
ist.
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
cc81627f99fc7ad398b9ec968158f88362d999f5
Bundesnaturschutzgesetz
0
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2025-02-05T23:12:39Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|<b>{{PAGENAME}}</b> (BNatSchG) ist die Kurzbezeichnung für das '''Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege'''.
|}
== Weblink ==
* [http://bundesrecht.juris.de/bnatschg_2002/index.html Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundes-Naturschutzgesetz - BNatSchG)]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Bundesverkehrswegeplan
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Sysop
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1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
[[Image:A 39 1976.jpg|thumb|30 Jahre [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn|Autobahnplanung]] ohne neue Ideen?<br>Kartenausschnitt BMV-St B 10-NK 76/1, Stand: 01.01.1976.]] Der '''{{PAGENAME}} (BVWP)''' ist der Ausgangspunkt im [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]].
Seit Mitte der siebziger Jahre legt der Bund diesen "verkehrsträgerübergreifenden Infrastrukturplan" vor. Er legt die Dringlichkeit von Projekten fest, berücksichtigt die zur Verfügung stehenden Mittel und setzt damit Prioritäten für Investitionsentscheidungen der öffentlichen Hand, z. B. den Bau von Autobahnen.
Allerdings bedeutet die Aufnahme eines Projekts in den Bundesverkehrswegeplan nur, dass es gebaut werden kann, nicht, dass es gebaut werden muss.
Der vorige BVWP 2003 plante bis ins Jahr 2015. Mit dem "[[Investitionsrahmenplan]]" ([[IRP]]) wird die Grobplanung des BVWP als Fünfjahresplan konkretisiert, z. Zt. gilt der IRP 2006 - 2010.
Der aktuelle BVWP 2030 aus dem Jahr 2016 plant bis 2030.
== BVWP 2003: Der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen ==
Teil des Bundesverkehrswegeplanes ist der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen. Er stellt den Bedarf fest für:
*die Erweiterung von Bundesautobahnen
*den Neubau von Bundesautobahnen
*Neubau und Erweiterung von Bundesstraßen einschließlich dem Bau von Ortsumgehungen
Die vorgenommene Feststellung des Bedarfs ist die Grundlage für den Neu- und Ausbau von Bundesfernstraßen. Sie ist verbindlich für die [[Linienbestimmung]] und die [[Planfeststellung]].
Der Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen ist zwei Dringlichkeitsstufen eingeteilt:
* '''Vordringlicher Bedarf (VU = Überhang bzw. VN = Neue Vorhaben)'''<br>Für diese Maßnahmen besteht für die Straßenbauverwaltung ein uneingeschränkter Planungsauftrag: [[Linienfestlegung]], Detailplanung, [[Planfeststellung]] und Bauvorbereitung können eingeleitet oder weitergeführt werden.
* '''Weiterer Bedarf (WB)'''<br>Für Maßnahmen des "Weiteren Bedarfs" kann die Projektplanung in begründeten Ausnahmefällen mit Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums aufgenommen oder weiter betrieben werden.
Im Jahr 2010 fand eine [[Media:Bedarfsplan2010.pdf|Überprüfung des Bedarfsplans]] statt.
== Ausbau der A 39 (Stand BVWP 2003) ==
Mit weiteren Überprüfungen im Rahmen der Fortschreibung des Bedarfsplanes für die Bundesfernstraßen und Abstimmungen auf Ministerebene mit den Ländern Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen wurde letztlich die sogenannte "Hosenträgervariante", entwickelt. Sie besteht aus den folgenden Elementen:
* A14 Magdeburg – Wittenberge – Schwerin
* A39 Lüneburg – Wolfsburg
* B190n als Verbindung der A14 und A39
Der Bundestag hat die "Hosenträgervariante" mit der Verabschiedung des 5. Fernstraßenausbauänderungsgesetzes vom 4. Oktober 2004 in den "Vordringlichen Bedarf" des Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen aufgenommen. [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C9685400_N9684423_L20_D0_I5213350.html]
Die Planung der A39 bleibt im [[Investitionsrahmenplan]] bis 2010 weitestgehend unberücksichtigt: Das umstrittene Teilstück von Wolfsburg nach Lüneburg fehlt gänzlich, eine Finanzierung der A39 ist damit bis zur [[IRP]]-Neuauflage im Jahr 2011 offen.
== BVWP 2030 ==
Der [[Media:bvwp-2030-referentenentwurf.pdf|Referentenentwurf des BVWP 2030]] mit seiner [[Media:bvwp-2030-uebersicht-vorhaben-strasse.pdf|Übersicht seiner Straßenbau-Vorhaben]] von 2016 wurde nach einer Öffentlichkeitsbeteiligung trotz zahlreicher gut argumentierter Einwände praktisch unverändert als BVWP 2030 verabschiedet.
'''Beispiele:'''
[[Media:Leitfaden_Fernstraßen-Stellungnahme_BVWP 2015_gesamt-final.pdf|Leitfaden des BUND für Stellungnahmen]]
[[Media:Stellungnahme_BVWP-A20-A39.pdf|Gutachten RegioConsult im Auftrag der Grünen]]
[[Media:Stellungnahme_zum_BVWP-Entwurf_März 2016.pdf|Stellungnahme Volker Constien (BI Lüne-Moorfeld)]]
Die Verabschiedung des Bundesverkehrswegeplans erfolgte 2016, also nach dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015.
2021 musste die Bundesregierung (Große Koalition unter Angela Merkel) ihr Klimaschutzgesetz nach dem [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html Urteil des Bundesverfassungsgericht vom 24.03.2021] nachbessern.
Für die Bundesverkehrswegeplanung gilt weiterhin, dass alle 5 Jahre eine Bedarfsplanüberprüfung stattfindet, also 2021, sie wurde aber (vermutlich wegen der Bundestagswahl am 26.09.2021) verschoben.
Die nach der Bundestagswahl gebildete Ampel-Koalition formulierte in ihrem <b>Koalitionsvertrag</b> (Seite 48):
{{Kasten|„Wir streben einen neuen Infrastrukturkonsens bei den Bundesverkehrswegen an. Dazu werden wir parallel zur laufenden Bedarfsplanüberprüfung einen Dialogprozess mit Verkehrs-, Umwelt-, Wirtschafts- und Verbraucherschutzverbänden starten mit dem Ziel einer Verständigung über die Prioritäten bei der Umsetzung des geltenden Bundesverkehrswegeplan. Bis zur Bedarfsplanüberprüfung gibt es eine gemeinsame Abstimmung über die laufenden Projekte. Wir werden auf Basis neuer Kriterien einen neuen Bundesverkehrswege- und -mobilitätsplan 2040 auf den Weg bringen.“}}
Am 28.08.08.2021 forderte das [https://www.buendnis-verkehrsinitiativen.com/ Bündnis Verkehrsinitiativen] ein sofortiges [https://www.buendnis-verkehrsinitiativen.com/.cm4all/uproc.php/0/Forderungspapier%20280821.pdf?cdp=a&_=17b8bf6dbb1 Moratorium für den Neubau und Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen]
Am 07.10.2021 wurde ein vom [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-rechtsgutachten-bundesverkehrswegeplan-ist-verfassungswidrig-neue-bundesregierung-muss-fernstrassenbau-sofort-stoppen BUND beauftragtes Rechtsgutachten] veröffentlicht, nach dem der BVWP weder den EU-Vorgaben der Strategischen Umweltprüfung noch den Zielen des Pariser Klimaabkommens noch dem Artikel 20a des Grundgesetzes genügt (das Klimaschutzgesetz gab es ja bei der Verabschiedung des BVWP noch nicht).
Am 11.01.2022 forderte das Umweltbundesamt die [https://www.umweltbundesamt.de/themen/bundesverkehrswegeplanung-umwelt-klimafreundlich Bundesverkehrswegeplanung umwelt- und klimafreundlich zu gestalten].
2022 startete dann im Bundesverkehrsministerium die Bedarfsplanüberprüfung (intransparent). Für den geplanten Dialogprozess erhoben Naturschutzverbände vorab Forderungen. Am 02.12.2022 erfolgte die Auftaktveranstaltung mit einem Vortrag eines Vertreters des Bundesverkehrsministeriums, der darüber informierte, dass nicht entsprechend dem Koalitionsvertrag (siehe oben) über den BVWP 2030, sondern über den daran anschließenden Plan bis 2040 gesprochen werden sollte. Verständlicherweise waren die teilnehmenden Verbände darüber entsetzt.
Bei [https://www.greenlegal.eu/themen/bundesverkehrswegeplan/ Green Legal] gibt es Dokumente-Downloads u.a. mit einer Stellungnahme vom Juli 2022, dem [[Media:2022-11-02 Verbaendeforderungen Dialogprozess BVWP.pdf|Forderungspapier vom 02.11.2022]] (gemeinsam mit BUND, Deutscher Naturschutzring, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, NABU, und VCD) und dem [[Media:2022-12-15 2022-12-15 Verbändebrief Infrastrukturdialog.pdf|Offenen Brief zum Dialogprozess an den Bundesverkehrsminister vom 15.12.2022]] (Allianz pro Schiene, Bundesverband Carsharing, Bündnis Verkehrsintitiativen, Deutscher Naturschutzring, Die Güterbahnen, NABU, Parents For Future, VCD, Zukunft Fahrrad)
[https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/verkehr/verkehrsinfrastruktur/32449.html NABU],
[https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/verkehrsinfrastruktur-dialogprozess-muss-klima-und-umweltziele-in-den-mittelpunkt-stellen/ BUND] und
[https://www.vcd.org/startseite/newsroom-uebersicht/vcd-verkehrswende-blog/infrastrukturdialog VCD]
haben ähnliche Seiten mit teilweise denselben Dokument-Downloads online gestellt.
Am 03.02.2023 veröffentlichte der VCD eine [https://www.vcd.org/service/presse/pressemitteilungen/der-bundesverkehrswegeplan Presseerklärung zum BVWP] und verweist darin auf seinen [https://www.vcd.org/artikel/unser-gesetzesentwurf-fuer-ein-bundesmobilitaetsgesetz Entwurf für ein Bundesmobilitätsgesetz].
Am 26.02.2023 veröffentlichte die Denkfabrik "Agora Verkehrswende" [https://www.agora-verkehrswende.de/presse/pressemitteilungen/bundesverkehrswegeplanung-schleunigst-modernisieren/ Analysen zum BVWP und Reformvorschläge für die laufende Bedarfsplanüberprüfung]. Wünschenswert wäre, wenn diese durch das Bundesverkehrsministerium berücksichtigt würden statt weiter ohne ausreichende Berücksichtigung der EU-Vorgaben zur Strategischen Umweltprüfung und des Klimaschutzgesetzes zu arbeiten.
Ende März 2023 hat der Koalitionsausschuss der Ampel-Bundesregierung eine Woche nach der [https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/grundlagen-des-klimawandels/weltklimarat-ipcc/sechster-sachstandsbericht-des-weltklimarates-ipcc letzten Warnung des Weltklimarates] geplant, das Klimaschutzgesetz abzuschwächen und für bestimmte Autobahnprojekte beschleunigte Planung zu Lasten von Umwelt- und Artenschutz zu ermöglichen.
Am 8. November 2023 veröffentlichte Transport & Environment ein [https://www.transportenvironment.org/discover/mehr-kosten-als-nutzen-strasenbau-schadet-klima-wesentlich-starker-als-vom-verkehrsministerium-angenommen/ Gutachten], wonach das Bundesverkehrsministerium die Klimaschädlichkeit von Straßenbau ungefähr um den Faktor 7 unterschätzt.
Im Januar 2024 verdeutlichte das Bundesumweltamt in seiner [https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/kipppunkte-kaskadische-kippdynamiken-im-klimasystem Publikation "Kipppunkte und kaskadische Kippdynamiken im Klimasystem"] die dramatischen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels.
Am 18. März 2024 wiederholte der BUND seine [https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/planung-und-bau-von-verkehrsinfrastruktur-in-deutschland-zukunftsfest-und-zielorientiert-ausrichten Forderung nach einem Umdenken in der Verkehrspolitik].
<br><br>
'''Ein weiteres aktuelles, wesentlich stärker in der Presse thematisiertes Thema ist der aktuelle Streit in der Ampel-Koalition um Planungsbeschleunigung für Autobahn-Neu- und -Ausbau, dazu gibt es Beiträge unter [[Presse_überregional_2022-2023]].'''<br>
<br>
Nach dem [https://www.agora-verkehrswende.de/presse/newsuebersicht/verkehrssektor-verfehlt-2022-erneut-klimaziel/ Versagen des Bundesverkehrsministeriums bezüglich der Emissions-Reduktionsziele] und dem diesbezüglichen [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-klimaklage-bundesregierung-zu-mehr-klimaschutz-verurteilt Gerichtsurteil] spielt Bundesverkehrsminister Wissing nun auf Zeit und hofft durch eine Revision und Aufweichung der Sektorenverantwortung im Klimaschutzgesetz um wirksame Sofortmaßnahmen herumzukommen. Ihn nun aus der Verantwortung zu nehmen würde die notwendige Verkehrswende weiter verzögern, genau wie jeder weitere Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen, der auch dann falsche Anreize setzt, wenn man ihn "Engpassbeseitigung" nennt.
Mit der Planungsbeschleunigung und dem damit gesetzlich festgeschriebenen "überragenden öffentlichen Interesse" bringt man unausgewogene Abwägungen zulasten von Natur-, Arten- und Klimaschutz in die Planungsverfahren. Die Abwägungen sollten stattdessen gerecht erfolgen und berücksichtigen, dass die natürlichen Ressourcen immer knapper und damit wertvoller werden.
Bereits bei den LNG-Terminals hat sich gezeigt, dass durch das gesetzlich festgeschriebene "überragende öffentliche Interesse" weit [https://ieefa.org/articles/over-half-europes-lng-infrastructure-assets-could-be-left-unused-2030 über den realen Bedarf hinaus] geplant und gebaut wird.
Zur Planungsbeschleunigung haben mehrere Verbände (u.a. VCD, BUND, DUH) [https://backend.dnr.de/sites/default/files/Positionen/2020-11-Handlungsempfehlungen-Planungsbeschleunigung.pdf Vorschläge] erarbeitet, die die nicht auf Kosten der Natur gehen.
== Links ==
* [https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/bundesverkehrswegeplan-2030-gesamtplan.html Vollständiger Text des Bundesverkehrswegeplanes auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung]
* [[Nutzen-Kosten-Verhältnis|Wirtschaftlichkeitsberechnung der A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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BVWP
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#REDIRECT [[Bundesverkehrswegeplan]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Einwände
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#REDIRECT [[Einwände schreiben]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Emissionen
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'''Emissionen''' im Sinne des [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]es sind die
von einer Anlage (hier: Autobahn) ausgehenden '''[[Luftverunreinigungen]]''',
[[Lärm|Geräusche]], Erschütterungen, Licht, Wärme,
Strahlen und ähnliche Erscheinungen.
Umgangssprachlich werden die Begriffe [[Immissionen]] und [[Emissionen]] häufig gleichbedeutend verwendet, per Definition sind sie allerdings klar voneinander zu unterscheiden, Beispiel Autobahn:
* Kraftfahrzeuge geben [[Emissionen]] wie Kohlendioxid, [[Feinstaub]], [[Stickoxide]], [[Lärm]] usw. an die Umwelt ab
* Anwohnner nehmen diese als [[Immissionen]] auf.
Die begriffliche Trennung ist notwendig, da Mess- bzw. Grenzwerte für Emissionen u. Immissionen sich deutlich voneinander unterscheiden.
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Entscheidungsträger
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[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Erörterung
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#REDIRECT [[Raumordnungsverfahren]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie
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#REDIRECT [[FFH-Gebiete]]
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Feinstaub
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#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Fernstraßenausbaugesetz
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{|
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|{{toc}}
|}
== § 1 ==
(1) Bau und Ausbau der Bundesfernstraßen sind Hoheitsaufgaben des Bundes. Das Netz der
Bundesfernstraßen wird nach dem [[Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen]] ausgebaut, der
diesem Gesetz als Anlage beigefügt ist.
(2) Die in den Bedarfsplan aufgenommenen Bau- und Ausbauvorhaben entsprechen den
Zielsetzungen des § 1 Abs. 1 des [[Bundesfernstraßengesetz]]es. Die Feststellung des
Bedarfs ist für die [[Linienbestimmung]] nach [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 des Bundesfernstraßengesetz]]es und für
die [[Planfeststellung]] nach [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_17_Planfeststellung|§ 17 des Bundesfernstraßengesetzes]] verbindlich.
== § 2 ==
Der Ausbau erfolgt nach Stufen, die im Bedarfsplan bezeichnet sind, und nach Maßgabe
der zur Verfügung stehenden Mittel.
== § 3 ==
Einzelne Verbesserungsmaßnahmen bleiben unberührt; sie sind auf die Maßnahmen
abzustimmen, die auf Grund des Bedarfsplanes ausgeführt werden sollen.
== § 4 ==
Nach Ablauf von jeweils fünf Jahren prüft das Bundesministerium für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung, ob der Bedarfsplan der Verkehrsentwicklung anzupassen ist; in
die Prüfung sind die bei der Bedarfsplanung berührten Belange, insbesondere die der
Raumordnung, des Umweltschutzes und des Städtebaus, einzubeziehen. Die Anpassung
geschieht durch Gesetz.
== § 5 ==
(1) Zur Verwirklichung des Ausbaus nach dem Bedarfsplan stellt das Bundesministerium
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung [[Investitionsrahmenplan|Fünfjahrespläne]] auf. Sie bilden den Rahmen für die Aufstellung der Straßenbaupläne nach Artikel 3 des [[Straßenbaufinanzierungsgesetz]]es.
(2) Das Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft bleibt
unberührt.
== § 6 ==
Die Straßenbaupläne können im Einzelfall auch Maßnahmen enthalten, die nicht dem
Bedarfsplan entsprechen, soweit dies wegen eines unvorhergesehenen höheren oder
geringeren Verkehrsbedarfs, insbesondere auf Grund einer Änderung der Verkehrsstruktur,
erforderlich ist.
== § 7 ==
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung berichtet dem Deutschen
Bundestag jährlich über den Fortgang des Bundesfernstraßenbaus nach dem Stand vom 31.
Dezember des Vorjahres.
== § 8 ==
(weggefallen)
== § 9 ==
(Inkrafttreten)
== Anlage ==
(Inhalt: nicht darstellbarer [[Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen]],
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2004, 2574 - Beilage als Faltblatt;
bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)
== Weblink ==
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/fstrausbaug/gesamt.pdf
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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FFH-Gebiete
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{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
|'''F'''auna-'''F'''lora-'''H'''abitate (auch: '''„Natura 2000“'''-Gebiete) sind {{mark|Naturschutzgebiete von EU-weiter Bedeutung}}.
|[[Bild:Natura 2000.jpg]]
|}
Gesetzliche Grundlage zur Ausweisung von FFH-Giebieten ist die '''Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie''' bzw. '''FFH-Richtlinie''', eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, die 1998 in das [[Bundesnaturschutzgesetz]]es (BNatSchG) aufgenommen wurde. Damit ist die FFH-Richtlinie in Deutschland rechtsverbindlich.
Die korrekte deutsche Bezeichnung der FFH-Richtlinie lautet ''Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992'' '''''zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen'''''. Es wird in Deutschland jedoch fast ausschließlich die Bezeichnung FFH-RL benutzt, die sich von Fauna (= Tiere), Flora (= Pflanzen) und Habitat (= Lebensraum) ableitet.
== Natura 2000 ==
Als Vision für eine bessere Zukunft wird dieses länderübergreifende Schutzgebietssystem auch als '''„Natura 2000“''' bezeichnet.
=== Verfahren der Schutzgebietserklärung ===
* die Bundesländer stellen Listen von Schutzgebieten zusammen. Die Flächen sollen vorwiegend unter dem Kriterium des Arten- und Habitatschutz zusammengestellt werden, dürfen aber (naturgemäß) auch schon bestehende Schutzgebiete nach dem [[Bundesnaturschutzgesetz]] (Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Biosphärenreservat, Nationalpark, Naturpark, geschütztes Biotop) umfassen. Bei der Auswahl haben die Länder einen naturschutzfachlichen Ermessensspielraum.
* die Listen mit den FFH-Flächen melden die Länder an das Umweltministerium in Berlin.
* das Umweltministerium reicht die Flächenmeldungen von Berlin aus an die EU-Kommission weiter
* die EU-Kommission nimmt die Listen nach Prüfung ("Konzertierung") in den '''Natura 2000-Katalog''' auf
== Eingriffe im FFH-Gebiet ==
Bei Eingriffen in ein FFH-Gebiet (z.B. durch den Bau einer Autobahn) muss vorab eine
* '''Verträglichkeitsprüfung''' durchgeführt werden (§ 34 Abs. 1, 2 [[Bundesnaturschutzgesetz]]). Hierbei gilt ein grundsätzliches Verschlechterungsverbot. Diese Verträglichkeitsprüfung wird unabhängig von einer eventuell zusätzlich erforderlichen [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] (UVP) nach dem UVPG durchgeführt, auch der Eingriffs-Ausgleich nach den [[Bundesnaturschutzgesetz]] wird unabhängig davon durchgeführt.
* Ergibt die Verträglichkeitsprüfung, dass das Projekt zu erheblichen Beeinträchtigungen eines FFH-Gebietes in seinen für die Erhaltungsziele oder den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteilen führen kann, ist es zunächst unzulässig.
* Diese Unzulässigkeit des Projekts kann nur überwunden werden, wenn im Rahmen einer '''Alternativenprüfung''' (§ 34 Abs. 3 Nr. 2 [[Bundesnaturschutzgesetz]]) nachgewiesen werden kann, dass es keine Projekt- und Standortalternative gibt, die unter "zumutbaren" Bedingungen realisiert werden kann und das Gebiet nicht oder geringer beeinträchtigen als das eigentliche Vorhaben.
* Außerdem muss als weitere Zulassungsvoraussetzung ein ''' überwiegendes öffentliches Interesse''' nachgewiesen werden. Dieses muss im Einzelfall höher wiegen als das öffentliche Interesse am Schutz des betroffenen Gebietes.
* Ist der Eingriff nach dem [[Bundesnaturschutzgesetz]] in einer Natura 2000-Fläche zulässig, muss dafür ein '''Ausgleich''' geleistet werden.
== Presseartikel zum Thema {{PAGENAME}} ==
*[[Presseberichte_September_2006#Presseerkl.C3.A4rung_des_Dachverbands_der_B.C3.BCrgerinitiativen_gegen_die_A_39_zu_fehlerhafter_Biotop-Erfassung_f.C3.BCr_die_A_39.E2.80.93Planung|Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39 zu fehlerhafter Biotop-Erfassung für die A 39–Planung]] vom 27.09.2006
*[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Verschiebung_des_Er.C3.B6rterungstermins_.281.29|Landeszeitung vom 14.11.2006 über Verschiebung des Erörterungstermins]]
== Weblinks ==
* [http://www.kartenserver.niedersachsen.de/www/NLWKN_Natur/FFH_Gesamt/viewer.htm Karte der FFH-Gebiete in Niedersachsen; Stand März 2006]
* [http://www.bfn.de/0316_natura2000.html Das Thema Natura 2000 ausführlich beim Bundesamt für Naturschutz]
* [http://www.europa.eu.int/eur-lex/de/consleg/pdf/1992/de_1992L0043_do_001.pdf Text der Richtlinie (PDF-Datei)]
* [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bnatschg_2002/index.html Wortlaut des BNatSchG]
* [http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/natura_2000/doc/2256.php Informationen des Bundesumweltministeriums zur Richtlinie]
* [http://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/meldestand_ffh.pdf Stand der Umsetzung in Deutschland (PDF-Datei)]
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Flora-Fauna-Habitate
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#REDIRECT [[FFH-Gebiete]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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#REDIRECT [[Fernstraßenausbaugesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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#REDIRECT [[Bundesfernstraßengesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Gesetz über den Ausbau der Bundesfernstraßen
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#REDIRECT [[Fernstraßenausbaugesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
vom 23. Mai 1949 (BGBl. S. 1), zuletzt geändert durch Gesetz
vom 26. Juli 2002 (BGBl. I S. 2863)
== I. Die Grundrechte ==
=== Artikel 1 [Menschenwürde - Menschenrechte - Rechtsverbindlichkeit der Grundrechte] ===
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
<br>(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.
<br>(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.
=== Artikel 2 [Persönliche Freiheitsrechte] ===
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
<br>(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
=== Artikel 3 [Gleichheit vor dem Gesetz] ===
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
<br>(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
<br>(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
=== Artikel 4 [Glaubens- und Gewissensfreiheit] ===
(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
<br>(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
<br>(3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 5 [Freiheit der Meinung, Kunst und Wissenschaft] ===
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
<br>(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
<br>(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
=== Artikel 6 [Ehe - Familie - Kinder] ===
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
<br>(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
<br>(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.
<br>(4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft.
<br>(5) Den nichtehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern.
=== Artikel 7 [Schulwesen] ===
(1) Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.
<br>(2) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.
<br>(3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.
<br>(4) Das Recht zur Errichtung von privaten Schulen wird gewährleistet. Private Schulen als Ersatz für öffentliche Schulen bedürfen der Genehmigung des Staates und unterstehen den Landesgesetzen. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen in ihren Lehrzielen und Einrichtungen sowie in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen und eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird. Die Genehmigung ist zu versagen, wenn die wirtschaftliche und rechtliche Stellung der Lehrkräfte nicht genügend gesichert ist.
<br>(5) Eine private Volksschule ist nur zuzulassen, wenn die Unterrichtsverwaltung ein besonderes pädagogisches Interesse anerkennt oder, auf Antrag von Erziehungsberechtigten, wenn sie als Gemeinschaftsschule, als Bekenntnis- oder Weltanschauungsschule errichtet werden soll und eine öffentliche Volksschule dieser Art in der Gemeinde nicht besteht. <br>(6) Vorschulen bleiben aufgehoben.
=== Artikel 8 [Versammlungsfreiheit] ===
(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
<br>(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.
=== Artikel 9 [Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit] ===
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden.
<br>(2) Vereinigungen, deren Zwecke oder deren Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderlaufen oder die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richten, sind verboten.
<br>(3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a , 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.
=== Artikel 10 [Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis] ===
(1) Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich.
<br>(2) Beschränkungen dürfen nur auf Grund eines Gesetzes angeordnet werden. Dient die Beschränkung dem Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung oder des Bestandes oder der Sicherung des Bundes oder eines Landes, so kann das Gesetz bestimmen, daß sie dem Betroffenen nicht mitgeteilt wird und daß an die Stelle des Rechtsweges die Nachprüfung durch von der Volksvertretung bestellte Organe und Hilfsorgane tritt.
=== Artikel 11 [Freizügigkeit] ===
(1) Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Bundesgebiet.
<br>(2) Dieses Recht darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes und nur für die Fälle eingeschränkt werden, in denen eine ausreichende Lebensgrundlage nicht vorhanden ist und der Allgemeinheit daraus besondere Lasten entstehen würden oder in denen es zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes, zur Bekämpfung von Seuchengefahr, Naturkatastrophen oder besonders schweren Unglücksfällen, zum Schutze der Jugend vor Verwahrlosung oder um strafbaren Handlungen vorzubeugen, erforderlich ist.
=== Artikel 12 [Berufsfreiheit] ===
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
<br>(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht. <br>(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.
=== Artikel 12a [Militärische und zivile Dienstpflichten] ===
(1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.
<br>(2) Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden. Die Dauer des Ersatzdienstes darf die Dauer des Wehrdienstes nicht übersteigen. Das Nähere regelt ein Gesetz, das die Freiheit der Gewissensentscheidung nicht beeinträchtigen darf und auch eine Möglichkeit des Ersatzdienstes vorsehen muß, die in keinem Zusammenhang mit den Verbänden der Streitkräfte und des Bundesgrenzschutzes steht.
<br>(3) Wehrpflichtige, die nicht zu einem Dienst nach Absatz 1 oder 2 herangezogen sind, können im Verteidigungsfalle durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu zivilen Dienstleistungen für Zwecke der Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung in Arbeitsverhältnisse verpflichtet werden; Verpflichtungen in öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse sind nur zur Wahrnehmung polizeilicher Aufgaben oder solcher hoheitlichen Aufgaben der öffentlichen Verwaltung, die nur in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis erfüllt werden können, zulässig. Arbeitsverhältnisse nach Satz 1 können bei den Streitkräften, im Bereich ihrer Versorgung sowie bei der öffentlichen Verwaltung begründet werden; Verpflichtungen in Arbeitsverhältnisse im Bereiche der Versorgung der Zivilbevölkerung sind nur zulässig, um ihren lebensnotwendigen Bedarf zu decken oder ihren Schutz sicherzustellen.
<br>(4) Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an zivilen Dienstleistungen im zivilen Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfesten militärischen Lazarettorganisation nicht auf freiwilliger Grundlage gedeckt werden, so können Frauen vom vollendeten achtzehnten bis zum vollendeten fünfundfünfzigsten Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu derartigen Dienstleistungen herangezogen werden. Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.
<br>(5) Für die Zeit vor dem Verteidigungsfalle können Verpflichtungen nach Absatz 3 nur nach Maßgabe des Artikels 80a Abs. 1 begründet werden. Zur Vorbereitung auf Dienstleistungen nach Absatz 3, für die besondere Kenntnisse oder Fertigkeiten erforderlich sind, kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen zur Pflicht gemacht werden. Satz 1 findet insoweit keine Anwendung. <br>(6) Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an Arbeitskräften für die in Absatz 3 Satz 2 genannten Bereiche auf freiwilliger Grundlage nicht gedeckt werden, so kann zur Sicherung dieses Bedarfs die Freiheit der Deutschen, die Ausübung eines Berufs oder den Arbeitsplatz aufzugeben, durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden. Vor Eintritt des Verteidigungsfalles gilt Absatz 5 Satz 1 entsprechend.
=== Artikel 13 [Unverletzlichkeit der Wohnung] ===
(1) Die Wohnung ist unverletzlich.
<br>(2) Durchsuchungen dürfen nur durch den Richter, bei Gefahr im Verzuge auch durch die in den Gesetzen vorgesehenen anderen Organe angeordnet und nur in der dort vorgeschriebenen Form durchgeführt werden.
<br>(3) Begründen bestimmte Tatsachen den Verdacht, daß jemand eine durch Gesetz einzeln bestimmte besonders schwere Straftat begangen hat, so dürfen zur Verfolgung der Tat auf Grund richterlicher Anordnung technische Mittel zur akustischen Überwachung von Wohnungen, in denen der Beschuldigte sich vermutlich aufhält, eingesetzt werden, wenn die Erforschung des Sachverhalts auf andere Weise unverhältnismäßig erschwert oder aussichtslos wäre. Die Maßnahme ist zu befristen. Die Anordnung erfolgt durch einen mit drei Richtern besetzten Spruchkörper. Bei Gefahr im Verzuge kann sie auch durch einen einzelnen Richter getroffen werden.
<br>(4) Zur Abwehr dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit, insbesondere einer gemeinen Gefahr oder einer Lebensgefahr, dürfen technische Mittel zur Überwachung von Wohnungen nur auf Grund richterlicher Anordnung eingesetzt werden. Bei Gefahr im Verzuge kann die Maßnahme auch durch eine andere gesetzlich bestimmte Stelle angeordnet werden; eine richterliche Entscheidung ist unverzüglich nachzuholen.
<br>(5) Sind technische Mittel ausschließlich zum Schutze der bei einem Einsatz in Wohnungen tätigen Personen vorgesehen, kann die Maßnahme durch eine gesetzlich bestimmte Stelle angeordnet werden. Eine anderweitige Verwertung der hierbei erlangten Erkenntnisse ist nur zum Zwecke der Strafverfolgung oder der Gefahrenabwehr und nur zulässig, wenn zuvor die Rechtmäßigkeit der Maßnahme richterlich festgestellt ist; bei Gefahr im Verzuge ist die richterliche Entscheidung unverzüglich nachzuholen.
<br>(6) Die Bundesregierung unterrichtet den Bundestag jährlich über den nach Absatz 3 sowie über den im Zuständigkeitsbereich des Bundes nach Absatz 4 und, soweit richterlich überprüfungsbedürftig, nach Absatz 5 erfolgten Einsatz technischer Mittel. Ein vom Bundestag gewähltes Gremium übt auf Grundlage dieses Berichts die parlamentarische Kontrolle aus. Die Länder gewährleisten eine gleichwertige parlamentarische Kontrolle.
<br>(7) Eingriffe und Beschränkungen dürfen im übrigen nur zur Abwehr einer gemeinen Gefahr oder einer Lebensgefahr für einzelne Personen, auf Grund eines Gesetzes auch zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere zur Behebung der Raumnot, zur Bekämpfung von Seuchengefahr oder zum Schutze gefährdeter Jugendlicher vorgenommen werden.
=== Artikel 14 [Eigentum - Erbrecht - Enteignung] ===
(1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt.
<br>(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
<br>(3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.
=== Artikel 15 [Vergesellschaftung] ===
Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.
=== Artikel 16 [Staatsangehörigkeit - Auslieferung] ===
(1) Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden. Der Verlust der Staatsangehörigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.
<br>(2) Kein Deutscher darf an das Ausland ausgeliefert werden. Durch Gesetz kann eine abweichende Regelung für Auslieferungen an einen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder an einen internationalen Gerichtshof getroffen werden, soweit rechtsstaatliche Grundsätze gewahrt sind.
=== Artikel 16a [Asylrecht] ===
(1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
<br>(2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden.
<br>(3) Durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Staaten bestimmt werden, bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verhältnisse gewährleistet erscheint, daß dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet. Es wird vermutet, daß ein Ausländer aus einem solchen Staat nicht verfolgt wird, solange er nicht Tatsachen vorträgt, die die Annahme begründen, daß er entgegen dieser Vermutung politisch verfolgt wird.
<br>(4) Die Vollziehung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wird in den Fällen des Absatzes 3 und in anderen Fällen, die offensichtlich unbegründet sind oder als offensichtlich unbegründet gelten, durch das Gericht nur ausgesetzt, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme bestehen; der Prüfungsumfang kann eingeschränkt werden und verspätetes Vorbringen unberücksichtigt bleiben. Das Nähere ist durch Gesetz zu bestimmen.
<br>(5) Die Absätze 1 bis 4 stehen völkerrechtlichen Verträgen von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften untereinander und mit dritten Staaten nicht entgegen, die unter Beachtung der Verpflichtungen aus dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, deren Anwendung in den Vertragsstaaten sichergestellt sein muß, Zuständigkeitsregelungen für die Prüfung von Asylbegehren einschließlich der gegenseitigen Anerkennung von Asylentscheidungen treffen.
=== Artikel 17 [Petitionsrecht] ===
Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden.
=== Artikel 17a [Einschränkung der Grundrechte in besonderen Fällen] ===
(1) Gesetze über Wehrdienst und Ersatzdienst können bestimmen, daß für die Angehörigen der Streitkräfte und des Ersatzdienstes während der Zeit des Wehr- oder Ersatzdienstes das Grundrecht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten <br>(Artikel 5 Abs. 1 Satz 1 erster Halbsatz), das Grundrecht der Versammlungsfreiheit <br>(Artikel 8) und das Petitionsrecht <br>(Artikel 17), soweit es das Recht gewährt, Bitten oder Beschwerden in Gemeinschaft mit anderen vorzubringen, eingeschränkt werden.
<br>(2) Gesetze, die der Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung dienen, können bestimmen, daß die Grundrechte der Freizügigkeit <br>(Artikel 11) und der Unverletzlichkeit der Wohnung <br>(Artikel 13) eingeschränkt werden.
=== Artikel 18 [Grundrechtsverwirkung] ===
Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit <br>(Artikel 5 Abs. 1), die Lehrfreiheit <br>(Artikel 5 Abs. 3), die Versammlungsfreiheit <br>(Artikel 8), die Vereinigungsfreiheit <br>(Artikel 9), das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis <br>(Artikel 10), das Eigentum <br>(Artikel 14) oder das Asylrecht <br>(Artikel 16a) zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte. Die Verwirkung und ihr Ausmaß werden durch das Bundesverfassungsgericht ausgesprochen.
=== Artikel 19 [Einschränkung von Grundrechten - Rechtsweg] ===
(1) Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muß das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Außerdem muß das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.
<br>(2) In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.
<br>(3) Die Grundrechte gelten auch für inländische juristische Personen, soweit sie ihrem Wesen nach auf diese anwendbar sind.
<br>(4) Wird jemand durch die öffentliche Gewalt in seinen Rechten verletzt, so steht ihm der Rechtsweg offen. Soweit eine andere Zuständigkeit nicht begründet ist, ist der ordentliche Rechtsweg gegeben. Artikel 10 Abs. 2 Satz 2 bleibt unberührt.
== II. Der Bund und die Länder ==
=== Artikel 20 [Verfassungsgrundsätze - Widerstandsrecht] ===
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.<br>(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.<br>(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. <br>(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
=== Artikel 20a [Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen] ===
Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.
=== Artikel 21 [Parteien] ===
(1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.<br>(2) Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht.<br>(3) Das Nähere regeln Bundesgesetze.
=== Artikel 22 [Bundesflagge] ===
Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold.
=== Artikel 23 [Europäische Union - Grundrechtsschutz - Subsidiaritätsprinzip] ===
(1) Zur Verwirklichung eines vereinten Europas wirkt die Bundesrepublik Deutschland bei der Entwicklung der Europäischen Union mit, die demokratischen, rechtsstaatlichen, sozialen und föderativen Grundsätzen und dem Grundsatz der Subsidiarität verpflichtet ist und einen diesem Grundgesetz im wesentlichen vergleichbaren Grundrechtsschutz gewährleistet. Der Bund kann hierzu durch Gesetz mit Zustimmung des Bundesrates Hoheitsrechte übertragen. Für die Begründung der Europäischen Union sowie für Änderungen ihrer vertraglichen Grundlagen und vergleichbare Regelungen, durch die dieses Grundgesetz seinem Inhalt nach geändert oder ergänzt wird oder solche Änderungen oder Ergänzungen ermöglicht werden, gilt Artikel 79 Abs. 2 und 3.<br>(2) In Angelegenheiten der Europäischen Union wirken der Bundestag und durch den Bundesrat die Länder mit. Die Bundesregierung hat den Bundestag und den Bundesrat umfassend und zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu unterrichten.<br>(3) Die Bundesregierung gibt dem Bundestag Gelegenheit zur Stellungnahme vor ihrer Mitwirkung an Rechtsetzungsakten der Europäischen Union. Die Bundesregierung berücksichtigt die Stellungnahmen des Bundestages bei den Verhandlungen. Das Nähere regelt ein Gesetz.<br>(4) Der Bundesrat ist an der Willensbildung des Bundes zu beteiligen, soweit er an einer entsprechenden innerstaatlichen Maßnahme mitzuwirken hätte oder soweit die Länder innerstaatlich zuständig wären.<br>(5) Soweit in einem Bereich ausschließlicher Zuständigkeiten des Bundes Interessen der Länder berührt sind oder soweit im übrigen der Bund das Recht zur Gesetzgebung hat, berücksichtigt die Bundesregierung die Stellungnahme des Bundesrates. Wenn im Schwerpunkt Gesetzgebungsbefugnisse der Länder, die Einrichtung ihrer Behörden oder ihre Verwaltungsverfahren betroffen sind, ist bei der Willensbildung des Bundes insoweit die Auffassung des Bundesrates maßgeblich zu berücksichtigen; dabei ist die gesamtstaatliche Verantwortung des Bundes zu wahren. In Angelegenheiten, die zu Ausgabenerhöhungen oder Einnahmeminderungen für den Bund führen können, ist die Zustimmung der Bundesregierung erforderlich.<br>(6) Wenn im Schwerpunkt ausschließliche Gesetzgebungsbefugnisse der Länder betroffen sind, soll die Wahrnehmung der Rechte, die der Bundesrepublik Deutschland als Mitgliedstaat der Europäischen Union zustehen, vom Bund auf einen vom Bundesrat benannten Vertreter der Länder übertragen werden. Die Wahrnehmung der Rechte erfolgt unter Beteiligung und in Abstimmung mit der Bundesregierung; dabei ist die gesamtstaatliche Verantwortung des Bundes zu wahren.<br>(7) Das Nähere zu den Absätzen 4 bis 6 regelt ein Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 24 [Übertragung von Hoheitsrechten - Kollektives Sicherheitssystem] ===
(1) Der Bund kann durch Gesetz Hoheitsrechte auf zwischenstaatliche Einrichtungen übertragen.<br>(1a) Soweit die Länder für die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Erfüllung der staatlichen Aufgaben zuständig sind, können sie mit Zustimmung der Bundesregierung Hoheitsrechte auf grenznachbarschaftliche Einrichtungen übertragen.<br>(2) Der Bund kann sich zur Wahrung des Friedens einem System gegenseitiger kollektiver Sicherheit einordnen; er wird hierbei in die Beschränkungen seiner Hoheitsrechte einwilligen, die eine friedliche und dauerhafte Ordnung in Europa und zwischen den Völkern der Welt herbeiführen und sichern.<br>(3) Zur Regelung zwischenstaatlicher Streitigkeiten wird der Bund Vereinbarungen über eine allgemeine, umfassende, obligatorische, internationale Schiedsgerichtsbarkeit beitreten.
=== Artikel 25 [Vorrang des Völkerrechts] ===
Die allgemeinen Regeln des Völkerrechtes sind Bestandteil des Bundesrechtes. Sie gehen den Gesetzen vor und erzeugen Rechte und Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes.
=== Artikel 26 [Friedenssicherung] ===
(1) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.<br>(2) Zur Kriegführung bestimmte Waffen dürfen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 27 [Handelsflotte] ===
Alle deutschen Kauffahrteischiffe bilden eine einheitliche Handelsflotte.
=== Artikel 28 [Landesverfassungen - Selbstverwaltung der Gemeinden] ===
(1) Die verfassungsmäßige Ordnung in den Ländern muß den Grundsätzen des republikanischen, demokratischen und sozialen Rechtsstaates im Sinne dieses Grundgesetzes entsprechen. In den Ländern, Kreisen und Gemeinden muß das Volk eine Vertretung haben, die aus allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahlen hervorgegangen ist. Bei Wahlen in Kreisen und Gemeinden sind auch Personen, die die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Gemeinschaft besitzen, nach Maßgabe von Recht der Europäischen Gemeinschaft wahlberechtigt und wählbar. In Gemeinden kann an die Stelle einer gewählten Körperschaft die Gemeindeversammlung treten.<br>(2) Den Gemeinden muß das Recht gewährleistet sein, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln. Auch die Gemeindeverbände haben im Rahmen ihres gesetzlichen Aufgabenbereiches nach Maßgabe der Gesetze das Recht der Selbstverwaltung. Die Gewährleistung der Selbstverwaltung umfaßt auch die Grundlagen der finanziellen Eigenverantwortung; zu diesen Grundlagen gehört eine den Gemeinden mit Hebesatzrecht zustehende wirtschaftskraftbezogene Steuerquelle.<br>(3) Der Bund gewährleistet, daß die verfassungsmäßige Ordnung der Länder den Grundrechten und den Bestimmungen der Absätze 1 und 2 entspricht.
=== Artikel 29 [Neugliederung des Bundesgebietes] ===
(1) Das Bundesgebiet kann neu gegliedert werden, um zu gewährleisten, daß die Länder nach Größe und Leistungsfähigkeit die ihnen obliegenden Aufgaben wirksam erfüllen können. Dabei sind die landsmannschaftliche Verbundenheit, die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge, die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit sowie die Erfordernisse der Raumordnung und der Landesplanung zu berücksichtigen.<br>(2) Maßnahmen zur Neugliederung des Bundesgebietes ergehen durch Bundesgesetz, das der Bestätigung durch Volksentscheid bedarf. Die betroffenen Länder sind zu hören.<br>(3) Der Volksentscheid findet in den Ländern statt, aus deren Gebieten oder Gebietsteilen ein neues oder neu umgrenztes Land gebildet werden soll <br>(betroffene Länder). Abzustimmen ist über die Frage, ob die betroffenen Länder wie bisher bestehenbleiben sollen oder ob das neue oder neu umgrenzte Land gebildet werden soll. Der Volksentscheid für die Bildung eines neuen oder neu umgrenzten Landes kommt zustande, wenn in dessen künftigem Gebiet und insgesamt in den Gebieten oder Gebietsteilen eines betroffenen Landes, deren Landeszugehörigkeit im gleichen Sinne geändert werden soll, jeweils eine Mehrheit der Änderung zustimmt. Er kommt nicht zustande, wenn im Gebiet eines der betroffenen Länder eine Mehrheit die Änderung ablehnt; die Ablehnung ist jedoch unbeachtlich, wenn in einem Gebietsteil, dessen Zugehörigkeit zu dem betroffenen Land geändert werden soll, eine Mehrheit von zwei Dritteln der Änderung zustimmt, es sei denn, daß im Gesamtgebiet des betroffenen Landes eine Mehrheit von zwei Dritteln die Änderung ablehnt.<br>(4) Wird in einem zusammenhängenden, abgegrenzten Siedlungs- und Wirtschaftsraum, dessen Teile in mehreren Ländern liegen und der mindestens eine Million Einwohner hat, von einem Zehntel der in ihm zum Bundestag Wahlberechtigten durch Volksbegehren gefordert, daß für diesen Raum eine einheitliche Landeszugehörigkeit herbeigeführt werde, so ist durch Bundesgesetz innerhalb von zwei Jahren entweder zu bestimmen, ob die Landeszugehörigkeit gemäß Absatz 2 geändert wird, oder daß in den betroffenen Ländern eine Volksbefragung stattfindet.<br>(5) Die Volksbefragung ist darauf gerichtet festzustellen, ob eine in dem Gesetz vorzuschlagende Änderung der Landeszugehörigkeit Zustimmung findet. Das Gesetz kann verschiedene, jedoch nicht mehr als zwei Vorschläge der Volksbefragung vorlegen. Stimmt eine Mehrheit einer vorgeschlagenen Änderung der Landeszugehörigkeit zu, so ist durch Bundesgesetz innerhalb von zwei Jahren zu bestimmen, ob die Landeszugehörigkeit gemäß Absatz 2 geändert wird. Findet ein der Volksbefragung vorgelegter Vorschlag eine den Maßgaben des Absatzes 3 Satz 3 und 4 entsprechende Zustimmung, so ist innerhalb von zwei Jahren nach der Durchführung der Volksbefragung ein Bundesgesetz zur Bildung des vorgeschlagenen Landes zu erlassen, das der Bestätigung durch Volksentscheid nicht mehr bedarf.<br>(6) Mehrheit im Volksentscheid und in der Volksbefragung ist die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wenn sie mindestens ein Viertel der zum Bundestag Wahlberechtigten umfaßt. Im übrigen wird das Nähere über Volksentscheid, Volksbegehren und Volksbefragung durch ein Bundesgesetz geregelt; dieses kann auch vorsehen, daß Volksbegehren innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren nicht wiederholt werden können.<br>(7) Sonstige Änderungen des Gebietsbestandes der Länder können durch Staatsverträge der beteiligten Länder oder durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates erfolgen, wenn das Gebiet, dessen Landeszugehörigkeit geändert werden soll, nicht mehr als 50 000 Einwohner hat. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates und der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages bedarf. Es muß die Anhörung der betroffenen Gemeinden und Kreise vorsehen.<br>(8) Die Länder können eine Neugliederung für das jeweils von ihnen umfaßte Gebiet oder für Teilgebiete abweichend von den Vorschriften der Absätze 2 bis 7 durch Staatsvertrag regeln. Die betroffenen Gemeinden und Kreise sind zu hören. Der Staatsvertrag bedarf der Bestätigung durch Volksentscheid in jedem beteiligten Land. Betrifft der Staatsvertrag Teilgebiete der Länder, kann die Bestätigung auf Volksentscheide in diesen Teilgebieten beschränkt werden; Satz 5 zweiter Halbsatz findet keine Anwendung. Bei einem Volksentscheid entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, wenn sie mindestens ein Viertel der zum Bundestag Wahlberechtigten umfaßt; das Nähere regelt ein Bundesgesetz. Der Staatsvertrag bedarf der Zustimmung des Bundestages.
=== Artikel 30 [Hoheitsrechte der Länder] ===
Die Ausübung der staatlichen Befugnisse und die Erfüllung der staatlichen Aufgaben ist Sache der Länder, soweit dieses Grundgesetz keine andere Regelung trifft oder zulässt.
=== Artikel 31 [Vorrang des Bundesrechts] ===
Bundesrecht bricht Landesrecht.
=== Artikel 32 [Auswärtige Beziehungen] ===
(1) Die Pflege der Beziehungen zu auswärtigen Staaten ist Sache des Bundes.<br>(2) Vor dem Abschlusse eines Vertrages, der die besonderen Verhältnisse eines Landes berührt, ist das Land rechtzeitig zu hören.<br>(3) Soweit die Länder für die Gesetzgebung zuständig sind, können sie mit Zustimmung der Bundesregierung mit auswärtigen Staaten Verträge abschließen.
=== Artikel 33 [Gleichstellung als Staatsbürger - Öffentlicher Dienst] ===
(1) Jeder Deutsche hat in jedem Lande die gleichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten.<br>(2) Jeder Deutsche hat nach seiner Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung gleichen Zugang zu jedem öffentlichen Amte.<br>(3) Der Genuß bürgerlicher und staatsbürgerlicher Rechte, die Zulassung zu öffentlichen Ämtern sowie die im öffentlichen Dienste erworbenen Rechte sind unabhängig von dem religiösen Bekenntnis. Niemandem darf aus seiner Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einem Bekenntnisse oder einer Weltanschauung ein Nachteil erwachsen.<br>(4) Die Ausübung hoheitsrechtlicher Befugnisse ist als ständige Aufgabe in der Regel Angehörigen des öffentlichen Dienstes zu übertragen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen.<br>(5) Das Recht des öffentlichen Dienstes ist unter Berücksichtigung der hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums zu regeln.
=== Artikel 34 [Haftung bei Amtspflichtverletzung] ===
Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit bleibt der Rückgriff vorbehalten. Für den Anspruch auf Schadensersatz und für den Rückgriff darf der ordentliche Rechtsweg nicht ausgeschlossen werden.
=== Artikel 35 [Rechts-, Amts- und Katastrophenhilfe] ===
(1) Alle Behörden des Bundes und der Länder leisten sich gegenseitig Rechts- und Amtshilfe.<br>(2) Zur Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung kann ein Land in Fällen von besonderer Bedeutung Kräfte und Einrichtungen des Bundesgrenzschutzes zur Unterstützung seiner Polizei anfordern, wenn die Polizei ohne diese Unterstützung eine Aufgabe nicht oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten erfüllen könnte. Zur Hilfe bei einer Naturkatastrophe oder bei einem besonders schweren Unglücksfall kann ein Land Polizeikräfte anderer Länder, Kräfte und Einrichtungen anderer Verwaltungen sowie des Bundesgrenzschutzes und der Streitkräfte anfordern.<br>(3) Gefährdet die Naturkatastrophe oder der Unglücksfall das Gebiet mehr als eines Landes, so kann die Bundesregierung, soweit es zur wirksamen Bekämpfung erforderlich ist, den Landesregierungen die Weisung erteilen, Polizeikräfte anderen Ländern zur Verfügung zu stellen, sowie Einheiten des Bundesgrenzschutzes und der Streitkräfte zur Unterstützung der Polizeikräfte einsetzen. Maßnahmen der Bundesregierung nach Satz 1 sind jederzeit auf Verlangen des Bundesrates, im übrigen unverzüglich nach Beseitigung der Gefahr aufzuheben.
=== Artikel 36 [Bundesbeamte] ===
(1) Bei den obersten Bundesbehörden sind Beamte aus allen Ländern in angemessenem Verhältnis zu verwenden. Die bei den übrigen Bundesbehörden beschäftigten Personen sollen in der Regel aus dem Lande genommen werden, in dem sie tätig sind.<br>(2) Die Wehrgesetze haben auch die Gliederung des Bundes in Länder und ihre besonderen landsmannschaftlichen Verhältnisse zu berücksichtigen.
=== Artikel 37 [Bundeszwang] ===
(1) Wenn ein Land die ihm nach dem Grundgesetze oder einem anderen Bundesgesetze obliegenden Bundespflichten nicht erfüllt, kann die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates die notwendigen Maßnahmen treffen, um das Land im Wege des Bundeszwanges zur Erfüllung seiner Pflichten anzuhalten.<br>(2) Zur Durchführung des Bundeszwanges hat die Bundesregierung oder ihr Beauftragter das Weisungsrecht gegenüber allen Ländern und ihren Behörden.
== III. Der Bundestag ==
=== Artikel 38 [Wahl] ===
(1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.
<br>(2) Wahlberechtigt ist, wer das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat; wählbar ist, wer das Alter erreicht hat, mit dem die Volljährigkeit eintritt.
<br>(3) Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 39 [Wahlperiode - Zusammentritt - Einberufung] ===
(1) Der Bundestag wird vorbehaltlich der nachfolgenden Bestimmungen auf vier Jahre
gewählt. Seine Wahlperiode endet mit dem Zusammentritt eines neuen Bundestages. Die Neuwahl findet frühestens sechsundvierzig, spätestens achtundvierzig Monate nach Beginn der Wahlperiode statt. Im Falle einer Auflösung des Bundestages findet die Neuwahl innerhalb von sechzig Tagen statt.
<br>(2) Der Bundestag tritt spätestens am dreißigsten Tage nach der Wahl zusammen.
<br>(3) Der Bundestag bestimmt den Schluß und den Wiederbeginn seiner Sitzungen. Der Präsident des Bundestages kann ihn früher einberufen. Er ist hierzu verpflichtet, wenn ein Drittel der Mitglieder, der Bundespräsident oder der Bundeskanzler es verlangen.
=== Artikel 40 [Präsidium - Geschäftsordnung] ===
(1) Der Bundestag wählt seinen Präsidenten, dessen Stellvertreter und die Schriftführer. Er gibt sich eine Geschäftsordnung.
<br>(2) Der Präsident übt das Hausrecht und die Polizeigewalt im Gebäude des Bundestages aus. Ohne seine Genehmigung darf in den Räumen des Bundestages keine Durchsuchung oder Beschlagnahme stattfinden.
=== Artikel 41 [Wahlprüfung] ===
(1) Die Wahlprüfung ist Sache des Bundestages. Er entscheidet auch, ob ein Abgeordneter des Bundestages die Mitgliedschaft verloren hat.
<br>(2) Gegen die Entscheidung des Bundestages ist die Beschwerde an das Bundesverfassungsgericht zulässig.
<br>(3) Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 42 [Öffentliche Sitzungen - Mehrheitsbeschlüsse] ===
(1) Der Bundestag verhandelt öffentlich. Auf Antrag eines Zehntels seiner Mitglieder oder auf Antrag der Bundesregierung kann mit Zweidrittelmehrheit die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. Über den Antrag wird in nichtöffentlicher Sitzung entschieden.
<br>(2) Zu einem Beschlusse des Bundestages ist die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt. Für die vom Bundestage vorzunehmenden Wahlen kann die Geschäftsordnung Ausnahmen zulassen.
<br>(3) Wahrheitsgetreue Berichte über die öffentlichen Sitzungen des Bundestages und seiner Ausschüsse bleiben von jeder Verantwortlichkeit frei.
=== Artikel 43 [Zitier-, Zutritts- und Anhörungsrecht] ===
(1) Der Bundestag und seine Ausschüsse können die Anwesenheit jedes Mitgliedes der Bundesregierung verlangen.
<br>(2) Die Mitglieder des Bundesrates und der Bundesregierung sowie ihre Beauftragten haben zu allen Sitzungen des Bundestages und seiner Ausschüsse Zutritt. Sie müssen jederzeit gehört werden.
=== Artikel 44 [Untersuchungsausschüsse] ===
(1) Der Bundestag hat das Recht und auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder die Pflicht, einen Untersuchungsausschuß einzusetzen, der in öffentlicher Verhandlung die erforderlichen Beweise erhebt. Die Öffentlichkeit kann ausgeschlossen werden.
<br>(2) Auf Beweiserhebungen finden die Vorschriften über den Strafprozeß sinngemäß Anwendung. Das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis bleibt unberührt.
<br>(3) Gerichte und Verwaltungsbehörden sind zur Rechts- und Amtshilfe verpflichtet.
<br>(4) Die Beschlüsse der Untersuchungsausschüsse sind der richterlichen Erörterung entzogen. In der Würdigung und Beurteilung des der Untersuchung zugrunde liegenden Sachverhaltes sind die Gerichte frei.
=== Artikel 45 [Ausschuß "Europäische Union"] ===
Der Bundestag bestellt einen Ausschuß für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Er kann ihn ermächtigen, die Rechte des Bundestages gemäß Artikel 23 gegenüber der Bundesregierung wahrzunehmen.
=== Artikel 45a [Ausschüsse für Auswärtiges und für Verteidigung] ===
(1) Der Bundestag bestellt einen Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten und einen Ausschuß für Verteidigung.
<br>(2) Der Ausschuß für Verteidigung hat auch die Rechte eines Untersuchungsausschusses. Auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder hat er die Pflicht, eine Angelegenheit zum Gegenstand seiner Untersuchung zu machen.
<br>(3) Artikel 44 Abs. 1 findet auf dem Gebiet der Verteidigung keine Anwendung.
=== Artikel 45b [Wehrbeauftragter] ===
Zum Schutz der Grundrechte und als Hilfsorgan des Bundestages bei der Ausübung der parlamentarischen Kontrolle wird ein Wehrbeauftragter des Bundestages berufen. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 45c [Petitionsausschuß] ===
(1) Der Bundestag bestellt einen Petitionsausschuß, dem die Behandlung der nach Artikel 17 an den Bundestag gerichteten Bitten und Beschwerden obliegt.
<br>(2) Die Befugnisse des Ausschusses zur Überprüfung von Beschwerden regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 46 [Indemnität und Immunität der Abgeordneten] ===
(1) Ein Abgeordneter darf zu keiner Zeit wegen seiner Abstimmung oder wegen einer Äußerung, die er im Bundestage oder in einem seiner Ausschüsse getan hat, gerichtlich oder dienstlich verfolgt oder sonst außerhalb des Bundestages zur Verantwortung gezogen werden. Dies gilt nicht für verleumderische Beleidigungen.
<br>(2) Wegen einer mit Strafe bedrohten Handlung darf ein Abgeordneter nur mit Genehmigung des Bundestages zur Verantwortung gezogen oder verhaftet werden, es sei denn, daß er bei Begehung der Tat oder im Laufe des folgenden Tages festgenommen wird.
<br>(3) Die Genehmigung des Bundestages ist ferner bei jeder anderen Beschränkung der persönlichen Freiheit eines Abgeordneten oder zur Einleitung eines Verfahrens gegen einen Abgeordneten gemäß Artikel 18 erforderlich.
<br>(4) Jedes Strafverfahren und jedes Verfahren gemäß Artikel 18 gegen einen Abgeordneten, jede Haft und jede sonstige Beschränkung seiner persönlichen Freiheit sind auf Verlangen des Bundestages auszusetzen.
=== Artikel 47 [Zeugnisverweigerungsrecht] ===
Die Abgeordneten sind berechtigt, über Personen, die ihnen in ihrer Eigenschaft als Abgeordnete oder denen sie in dieser Eigenschaft Tatsachen anvertraut haben, sowie über diese Tatsachen selbst das Zeugnis zu verweigern. Soweit dieses Zeugnisverweigerungsrecht reicht, ist die Beschlagnahme von Schriftstücken unzulässig.
=== Artikel 48 [Kandidatur - Mandatsschutz - Entschädigung] ===
(1) Wer sich um einen Sitz im Bundestage bewirbt, hat Anspruch auf den zur Vorbereitung seiner Wahl erforderlichen Urlaub.
<br>(2) Niemand darf gehindert werden, das Amt eines Abgeordneten zu übernehmen und auszuüben. Eine Kündigung oder Entlassung aus diesem Grunde ist unzulässig.
<br>(3) Die Abgeordneten haben Anspruch auf eine angemessene, ihre Unabhängigkeit sichernde Entschädigung. Sie haben das Recht der freien Benutzung aller staatlichen Verkehrsmittel. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 49 ===
(aufgehoben)
== IV. Der Bundesrat ==
=== Artikel 50 [Aufgabe] ===
Durch den Bundesrat wirken die Länder bei der Gesetzgebung und Verwaltung des Bundes und in Angelegenheiten der Europäischen Union mit.
=== Artikel 51 [Zusammensetzung - Stimmgewicht] ===
(1) Der Bundesrat besteht aus Mitgliedern der Regierungen der Länder, die sie bestellen und abberufen. Sie können durch andere Mitglieder ihrer Regierungen vertreten werden.
<br>(2) Jedes Land hat mindestens drei Stimmen, Länder mit mehr als zwei Millionen Einwohnern haben vier, Länder mit mehr als sechs Millionen Einwohnern fünf, Länder mit mehr als sieben Millionen Einwohnern sechs Stimmen.
<br>(3) Jedes Land kann so viele Mitglieder entsenden, wie es Stimmen hat. Die Stimmen eines Landes können nur einheitlich und nur durch anwesende Mitglieder oder deren Vertreter abgegeben werden.
=== Artikel 52 [Präsident - Beschlüsse - Geschäftsordnung] ===
(1) Der Bundesrat wählt seinen Präsidenten auf ein Jahr.
<br>(2) Der Präsident beruft den Bundesrat ein. Er hat ihn einzuberufen, wenn die Vertreter von mindestens zwei Ländern oder die Bundesregierung es verlangen.
<br>(3) Der Bundesrat faßt seine Beschlüsse mit mindestens der Mehrheit seiner Stimmen. Er gibt sich eine Geschäftsordnung. Er verhandelt öffentlich. Die Öffentlichkeit kann ausgeschlossen werden.
<br>(3a) Für Angelegenheiten der Europäischen Union kann der Bundesrat eine Europakammer bilden, deren Beschlüsse als Beschlüsse des Bundesrates gelten; Artikel 51 Abs. 2 und 3 Satz 2 gilt entsprechend.
<br>(4) Den Ausschüssen des Bundesrates können andere Mitglieder oder Beauftragte der Regierungen der Länder angehören.
=== Artikel 53 [Teilnahme der Mitglieder der Bundesregierung] ===
Die Mitglieder der Bundesregierung haben das Recht und auf Verlangen die Pflicht, an den Verhandlungen des Bundesrates und seiner Ausschüsse teilzunehmen. Sie müssen jederzeit gehört werden. Der Bundesrat ist von der Bundesregierung über die Führung der Geschäfte auf dem laufenden zu halten.
=== Artikel 53a [Zusammensetzung - Geschäftsordnung] ===
(1) Der Gemeinsame Ausschuß besteht zu zwei Dritteln aus Abgeordneten des Bundestages, zu einem Drittel aus Mitgliedern des Bundesrates. Die Abgeordneten werden vom Bundestage entsprechend dem Stärkeverhältnis der Fraktionen bestimmt; sie dürfen nicht der Bundesregierung angehören. Jedes Land wird durch ein von ihm bestelltes Mitglied des Bundesrates vertreten; diese Mitglieder sind nicht an Weisungen gebunden. Die Bildung des Gemeinsamen Ausschusses und sein Verfahren werden durch eine Geschäftsordnung geregelt, die vom Bundestage zu beschließen ist und der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
<br>(2) Die Bundesregierung hat den Gemeinsamen Ausschuß über ihre Planungen für den Verteidigungsfall zu unterrichten. Die Rechte des Bundestages und seiner Ausschüsse nach Artikel 43 Abs. 1 bleiben unberührt.
== V. Der Bundespräsident ==
=== Artikel 54 [Wahl - Amtsdauer] ===
(1) Der Bundespräsident wird ohne Aussprache von der Bundesversammlung gewählt. Wählbar ist jeder Deutsche, der das Wahlrecht zum Bundestage besitzt und das vierzigste Lebensjahr vollendet hat.<br>(2) Das Amt des Bundespräsidenten dauert fünf Jahre. Anschließende Wiederwahl ist nur einmal zulässig.<br>(3) Die Bundesversammlung besteht aus den Mitgliedern des Bundestages und einer gleichen Anzahl von Mitgliedern, die von den Volksvertretungen der Länder nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt werden.<br>(4) Die Bundesversammlung tritt spätestens dreißig Tage vor Ablauf der Amtszeit des Bundespräsidenten, bei vorzeitiger Beendigung spätestens dreißig Tage nach diesem Zeitpunkt zusammen. Sie wird von dem Präsidenten des Bundestages einberufen.<br>(5) Nach Ablauf der Wahlperiode beginnt die Frist des Absatzes 4 Satz 1 mit dem ersten Zusammentritt des Bundestages.<br>(6) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder der Bundesversammlung erhält. Wird diese Mehrheit in zwei Wahlgängen von keinem Bewerber erreicht, so ist gewählt, wer in einem weiteren Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinigt.<br>(7) Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 55 [Unvereinbarkeiten] ===
(1) Der Bundespräsident darf weder der Regierung noch einer gesetzgebenden Körperschaft des Bundes oder eines Landes angehören.<br>(2) Der Bundespräsident darf kein anderes besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben und weder der Leitung noch dem Aufsichtsrate eines auf Erwerb gerichteten Unternehmens angehören.
=== Artikel 56 [Amtseid] ===
Der Bundespräsident leistet bei seinem Amtsantritt vor den versammelten Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates folgenden Eid:"Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe." Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.
=== Artikel 57 [Vertretung] ===
Die Befugnisse des Bundespräsidenten werden im Falle seiner Verhinderung oder bei vorzeitiger Erledigung des Amtes durch den Präsidenten des Bundesrates wahrgenommen.
=== Artikel 58 [Gegenzeichnung] ===
Anordnungen und Verfügungen des Bundespräsidenten bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Gegenzeichnung durch den Bundeskanzler oder durch den zuständigen Bundesminister. Dies gilt nicht für die Ernennung und Entlassung des Bundeskanzlers, die Auflösung des Bundestages gemäß Artikel 63 und das Ersuchen gemäß Artikel 69 Abs. 3.
=== Artikel 59 [Völkerrechtliche Vertretung des Bundes] ===
(1) Der Bundespräsident vertritt den Bund völkerrechtlich. Er schließt im Namen des Bundes die Verträge mit auswärtigen Staaten. Er beglaubigt und empfängt die Gesandten.<br>(2) Verträge, welche die politischen Beziehungen des Bundes regeln oder sich auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung beziehen, bedürfen der Zustimmung oder der Mitwirkung der jeweils für die Bundesgesetzgebung zuständigen Körperschaften in der Form eines Bundesgesetzes. Für Verwaltungsabkommen gelten die Vorschriften über die Bundesverwaltung entsprechend.
=== Artikel 59a ===
(aufgehoben)
=== Artikel 60 [Beamtenernennung - Begnadigungsrecht - Immunität] ===
(1) Der Bundespräsident ernennt und entlässt die Bundesrichter, die Bundesbeamten, die Offiziere und Unteroffiziere, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.<br>(2) Er übt im Einzelfalle für den Bund das Begnadigungsrecht aus.<br>(3) Er kann diese Befugnisse auf andere Behörden übertragen.<br>(4) Die Absätze 2 bis 4 des Artikels 46 finden auf den Bundespräsidenten entsprechende Anwendung.
=== Artikel 61 [Anklage vor dem Bundesverfassungsgericht] ===
(1) Der Bundestag oder der Bundesrat können den Bundespräsidenten wegen vorsätzlicher Verletzung des Grundgesetzes oder eines anderen Bundesgesetzes vor dem Bundesverfassungsgericht anklagen. Der Antrag auf Erhebung der Anklage muß von mindestens einem Viertel der Mitglieder des Bundestages oder einem Viertel der Stimmen des Bundesrates gestellt werden. Der Beschluß auf Erhebung der Anklage bedarf der Mehrheit von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages oder von zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates. Die Anklage wird von einem Beauftragten der anklagenden Körperschaft vertreten.<br>(2) Stellt das Bundesverfassungsgericht fest, daß der Bundespräsident einer vorsätzlichen Verletzung des Grundgesetzes oder eines anderen Bundesgesetzes schuldig ist, so kann es ihn des Amtes für verlustig erklären. Durch einstweilige Anordnung kann es nach der Erhebung der Anklage bestimmen, daß er an der Ausübung seines Amtes verhindert ist.
== VI. Die Bundesregierung ==
=== Artikel 62 [Zusammensetzung] ===
Die Bundesregierung besteht aus dem Bundeskanzler und aus den Bundesministern.
=== Artikel 63 [Wahl des Bundeskanzlers] ===
(1) Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache gewählt.
<br>(2) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich vereinigt. Der Gewählte ist vom Bundespräsidenten zu ernennen.
<br>(3) Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, so kann der Bundestag binnen vierzehn Tagen nach dem Wahlgange mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen.
<br>(4) Kommt eine Wahl innerhalb dieser Frist nicht zustande, so findet unverzüglich ein neuer Wahlgang statt, in dem gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält. Vereinigt der Gewählte die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich, so muß der Bundespräsident ihn binnen sieben Tagen nach der Wahl ernennen. Erreicht der Gewählte diese Mehrheit nicht, so hat der Bundespräsident binnen sieben Tagen entweder ihn zu ernennen oder den Bundestag aufzulösen.
=== Artikel 64 [Ernennung und Entlassung der Bundesminister - Amtseid] ===
(1) Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt und entlassen.
<br>(2) Der Bundeskanzler und die Bundesminister leisten bei der Amtsübernahme vor dem Bundestage den in Artikel 56 vorgesehenen Eid.
=== Artikel 65 [Richtlinienkompetenz, Ressort- und Kollegialprinzip] ===
Der Bundeskanzler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung. Innerhalb dieser Richtlinien leitet jeder Bundesminister seinen Geschäftsbereich selbständig und unter eigener Verantwortung. Über Meinungsverschiedenheiten zwischen den Bundesministern entscheidet die Bundesregierung. Der Bundeskanzler leitet ihre Geschäfte nach einer von der Bundesregierung beschlossenen und vom Bundespräsidenten genehmigten Geschäftsordnung.
=== Artikel 65a [Befehls- und Kommandogewalt] ===
(1) Der Bundesminister für Verteidigung hat die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte.
<br>(2) <br>(gestrichen)
=== Artikel 66 [Unvereinbarkeiten] ===
Der Bundeskanzler und die Bundesminister dürfen kein anderes besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben und weder der Leitung noch ohne Zustimmung des Bundestages dem Aufsichtsrate eines auf Erwerb gerichteten Unternehmens angehören.
=== Artikel 67 [Mißtrauensvotum] ===
(1) Der Bundestag kann dem Bundeskanzler das Mißtrauen nur dadurch aussprechen, daß er mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt und den Bundespräsidenten ersucht, den Bundeskanzler zu entlassen. Der Bundespräsident muß dem Ersuchen entsprechen und den Gewählten ernennen.
<br>(2) Zwischen dem Antrage und der Wahl müssen achtundvierzig Stunden liegen.
=== Artikel 68 [Vertrauensfrage] ===
(1) Findet ein Antrag des Bundeskanzlers, ihm das Vertrauen auszusprechen, nicht die Zustimmung der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages, so kann der Bundespräsident auf Vorschlag des Bundeskanzlers binnen einundzwanzig Tagen den Bundestag auflösen. Das Recht zur Auflösung erlischt, sobald der Bundestag mit der Mehrheit seiner Mitglieder einen anderen Bundeskanzler wählt.
<br>(2) Zwischen dem Antrage und der Abstimmung müssen achtundvierzig Stunden liegen.
=== Artikel 69 [Stellvertreter des Bundeskanzlers - Amtsdauer] ===
(1) Der Bundeskanzler ernennt einen Bundesminister zu seinem Stellvertreter.
<br>(2) Das Amt des Bundeskanzlers oder eines Bundesministers endigt in jedem Falle mit dem Zusammentritt eines neuen Bundestages, das Amt eines Bundesministers auch mit jeder anderen Erledigung des Amtes des Bundeskanzlers.
<br>(3) Auf Ersuchen des Bundespräsidenten ist der Bundeskanzler, auf Ersuchen des Bundeskanzlers oder des Bundespräsidenten ein Bundesminister verpflichtet, die Geschäfte bis zur Ernennung seines Nachfolgers weiterzuführen.
== VII. Die Gesetzgebung des Bundes ==
=== Artikel 70 [Zuständigkeitsverteilung zwischen Bund und Ländern] ===
(1) Die Länder haben das Recht der Gesetzgebung, soweit dieses Grundgesetz nicht dem Bunde Gesetzgebungsbefugnisse verleiht.<br>(2) Die Abgrenzung der Zuständigkeit zwischen Bund und Ländern bemißt sich nach den Vorschriften dieses Grundgesetzes über die ausschließliche und die konkurrierende Gesetzgebung.
=== Artikel 71 [Ausschließliche Gesetzgebung des Bundes] ===
Im Bereiche der ausschließlichen Gesetzgebung des Bundes haben die Länder die Befugnis zur Gesetzgebung nur, wenn und soweit sie hierzu in einem Bundesgesetze ausdrücklich ermächtigt werden.
=== Artikel 72 [Konkurrierende Gesetzgebung] ===
(1) Im Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung haben die Länder die Befugnis zur Gesetzgebung, solange und soweit der Bund von seiner Gesetzgebungszuständigkeit nicht durch Gesetz Gebrauch gemacht hat.<br>(2) Der Bund hat in diesem Bereich das Gesetzgebungsrecht, wenn und soweit die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet oder die Wahrung der Rechts- oder Wirtschaftseinheit im gesamtstaatlichen Interesse eine bundesgesetzliche Regelung erforderlich macht.<br>(3) Durch Bundesgesetz kann bestimmt werden, daß eine bundesgesetzliche Regelung, für die eine Erforderlichkeit im Sinne des Absatzes 2 nicht mehr besteht, durch Landesrecht ersetzt werden kann.
=== Artikel 73 [Gebiete der ausschließlichen Gesetzgebung des Bundes] ===
Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebung über:
1. die auswärtigen Angelegenheiten sowie die Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung;
2. die Staatsangehörigkeit im Bunde;
3. die Freizügigkeit, das Paßwesen, die Ein- und Auswanderung und die Auslieferung;
4. das Währungs-, Geld- und Münzwesen, Maße und Gewichte sowie die Zeitbestimmung;
5. die Einheit des Zoll- und Handelsgebietes, die Handels- und Schiffahrtsverträge, die Freizügigkeit des Warenverkehrs und den Waren- und Zahlungsverkehr mit dem Auslande einschließlich des Zoll- und Grenzschutzes;
6. den Luftverkehr;
6a. den Verkehr von Eisenbahnen, die ganz oder mehrheitlich im Eigentum des Bundes stehen <br>(Eisenbahnen des Bundes), den Bau, die Unterhaltung und das Betreiben von Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes sowie die Erhebung von Entgelten für die Benutzung dieser Schienenwege;
7. das Postwesen und die Telekommunikation;
8. die Rechtsverhältnisse der im Dienste des Bundes und der bundesunmittelbaren Körperschaften des öffentlichen Rechtes stehenden Personen;
9. den gewerblichen Rechtsschutz, das [[Urheberrecht]] und das Verlagsrecht;
10. die Zusammenarbeit des Bundes und der Ländera) in der Kriminalpolizei,b) zum Schutze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, des Bestandes und der Sicherheit des Bundes oder eines Landes <br>(Verfassungsschutz) undc) zum Schutze gegen Bestrebungen im Bundesgebiet, die durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen auswärtige Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährden,sowie die Einrichtung eines Bundeskriminalpolizeiamtes und die internationale Verbrechensbekämpfung;
11. die Statistik für Bundeszwecke.
=== Artikel 74 [Gebiete der konkurrierenden Gesetzgebung] ===
(1) Die konkurrierende Gesetzgebung erstreckt sich auf folgende Gebiete:
1. das bürgerliche Recht, das Strafrecht und den Strafvollzug, die Gerichtsverfassung, das gerichtliche Verfahren, die Rechtsanwaltschaft, das Notariat und die Rechtsberatung;
2. das Personenstandswesen;
3. das Vereins- und Versammlungsrecht;
4. das Aufenthalts- und Niederlassungsrecht der Ausländer;
4a. das Waffen- und das Sprengstoffrecht;
5. <br>(aufgehoben)
6. die Angelegenheiten der Flüchtlinge und Vertriebenen;
7. die öffentliche Fürsorge;
8. <br>(aufgehoben)
9. die Kriegsschäden und die Wiedergutmachung;
10. die Versorgung der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen und die Fürsorge für die ehemaligen Kriegsgefangenen;
10a. die Kriegsgräber und Gräber anderer Opfer des Krieges und Opfer von Gewaltherrschaft;
11. das Recht der Wirtschaft <br>(Bergbau, Industrie, Energiewirtschaft, Handwerk, Gewerbe, Handel, Bank- und Börsenwesen, privatrechtliches Versicherungswesen);
11a. die Erzeugung und Nutzung der Kernenergie zu friedlichen Zwecken, die Errichtung und den Betrieb von Anlagen, die diesen Zwecken dienen, den Schutz gegen Gefahren, die bei Freiwerden von Kernenergie oder durch ionisierende Strahlen entstehen, und die Beseitigung radioaktiver Stoffe;
12. das Arbeitsrecht einschließlich der Betriebsverfassung, des Arbeitsschutzes und der Arbeitsvermittlung sowie die Sozialversicherung einschließlich der Arbeitslosenversicherung;
13. die Regelung der Ausbildungsbeihilfen und die Förderung der wissenschaftlichen Forschung;
14. das Recht der Enteignung, soweit sie auf den Sachgebieten der Artikel 73 und 74 in Betracht kommt;
15. die Überführung von Grund und Boden, von Naturschätzen und Produktionsmitteln in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft;
16. die Verhütung des Mißbrauchs wirtschaftlicher Machtstellung;
17. die Förderung der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugung, die Sicherung der Ernährung, die Ein- und Ausfuhr land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse, die Hochsee- und Küstenfischerei und den Küstenschutz;
18. den Grundstücksverkehr, das Bodenrecht <br>(ohne das Recht der Erschließungsbeiträge) und das landwirtschaftliche Pachtwesen, das Wohnungswesen, das Siedlungs- und Heimstättenwesen;
19. die Maßnahmen gegen gemeingefährliche und übertragbare Krankheiten bei Menschen und Tieren, die Zulassung zu ärztlichen und anderen Heilberufen und zum Heilgewerbe, den Verkehr mit Arzneien, Heil- und Betäubungsmitteln und Giften;
19a. die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser und die Regelung der Krankenhauspflegesätze;
20. den Schutz beim Verkehr mit Lebens- und Genußmitteln, Bedarfsgegenständen, Futtermitteln und land- und forstwirtschaftlichem Saat- und Pflanzgut, den Schutz der Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge sowie den Tierschutz;
21. die Hochsee- und Küstenschiffahrt sowie die Seezeichen, die Binnenschiffahrt, den Wetterdienst, die Seewasserstraßen und die dem allgemeinen Verkehr dienenden Binnenwasserstraßen;
22. den Straßenverkehr, das Kraftfahrwesen, den Bau und die Unterhaltung von Landstraßen für den Fernverkehr sowie die Erhebung und Verteilung von Gebühren für die Benutzung öffentlicher Straßen mit Fahrzeugen;
23. die Schienenbahnen, die nicht Eisenbahnen des Bundes sind, mit Ausnahme der Bergbahnen;
24. die Abfallbeseitigung, die Luftreinhaltung und die Lärmbekämpfung;
25. die Staatshaftung;
26. die künstliche Befruchtung beim Menschen, die Untersuchung und die künstliche Veränderung von Erbinformationen sowie Regelungen zur Transplantation von Organen und Geweben.
<br>(2) Gesetze nach Absatz 1 Nr. 25 bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
=== Artikel 74a [Besoldung und Versorgung im öffentlichen Dienst] ===
(1) Die konkurrierende Gesetzgebung erstreckt sich ferner auf die Besoldung und Versorgung der Angehörigen des öffentlichen Dienstes, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen, soweit dem Bund nicht nach Artikel 73 Nr. 8 die ausschließliche Gesetzgebung zusteht.<br>(2) Bundesgesetze nach Absatz 1 bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.<br>(3) Der Zustimmung des Bundesrates bedürfen auch Bundesgesetze nach Artikel 73 Nr. 8, soweit sie andere Maßstäbe für den Aufbau oder die Bemessung der Besoldung und Versorgung einschließlich der Bewertung der Ämter oder andere Mindest- oder Höchstbeträge vorsehen als Bundesgesetze nach Absatz 1.<br>(4) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für die Besoldung und Versorgung der Landesrichter. Für Gesetze nach Artikel 98 Abs. 1 gilt Absatz 3 entsprechend.
=== Artikel 75 [Rahmenvorschriften des Bundes] ===
(1) Der Bund hat das Recht, unter den Voraussetzungen des Artikels 72 Rahmenvorschriften für die Gesetzgebung der Länder zu erlassen über:1. die Rechtsverhältnisse der im öffentlichen Dienste der Länder, Gemeinden und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechtes stehenden Personen, soweit Artikel 74a nichts anderes bestimmt;
1. die Rechtsverhältnisse der im öffentlichen Dienste der Länder, Gemeinden und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechtes stehenden Personen, soweit Artikel 74a nichts anderes bestimmt;
1a. die allgemeinen Grundsätze des Hochschulwesens;
2. die allgemeinen Rechtsverhältnisse der Presse;
3. das Jagdwesen, den Naturschutz und die Landschaftspflege;
4. die Bodenverteilung, die Raumordnung und den Wasserhaushalt;
5. das Melde- und Ausweiswesen;
6. den Schutz deutschen Kulturgutes gegen Abwanderung ins Ausland.
Artikel 72 Abs. 3 gilt entsprechend.<br>(2) Rahmenvorschriften dürfen nur in Ausnahmefällen in Einzelheiten gehende oder unmittelbar geltende Regelungen enthalten.<br>(3) Erlässt der Bund Rahmenvorschriften, so sind die Länder verpflichtet, innerhalb einer durch das Gesetz bestimmten angemessenen Frist die erforderlichen Landesgesetze zu erlassen.
=== Artikel 76 [Gesetzesvorlagen] ===
(1) Gesetzesvorlagen werden beim Bundestage durch die Bundesregierung, aus der Mitte des Bundestages oder durch den Bundesrat eingebracht.<br>(2) Vorlagen der Bundesregierung sind zunächst dem Bundesrat zuzuleiten. Der Bundesrat ist berechtigt, innerhalb von sechs Wochen zu diesen Vorlagen Stellung zu nehmen. Verlangt er aus wichtigem Grunde, insbesondere mit Rücksicht auf den Umfang einer Vorlage, eine Fristverlängerung, so beträgt die Frist neun Wochen. Die Bundesregierung kann eine Vorlage, die sie bei der Zuleitung an den Bundesrat ausnahmsweise als besonders eilbedürftig bezeichnet hat, nach drei Wochen oder, wenn der Bundesrat ein Verlangen nach Satz 3 geäußert hat, nach sechs Wochen dem Bundestag zuleiten, auch wenn die Stellungnahme des Bundesrates noch nicht bei ihr eingegangen ist; sie hat die Stellungnahme des Bundesrates unverzüglich nach Eingang dem Bundestag nachzureichen. Bei Vorlagen zur Änderung dieses Grundgesetzes und zur Übertragung von Hoheitsrechten nach Artikel 23 oder Artikel 24 beträgt die Frist zur Stellungnahme neun Wochen; Satz 4 findet keine Anwendung.<br>(3) Vorlagen des Bundesrates sind dem Bundestag durch die Bundesregierung innerhalb von sechs Wochen zuzuleiten. Sie soll hierbei ihre Auffassung darlegen. Verlangt sie aus wichtigem Grunde, insbesondere mit Rücksicht auf den Umfang einer Vorlage, eine Fristverlängerung, so beträgt die Frist neun Wochen. Wenn der Bundesrat eine Vorlage ausnahmsweise als besonders eilbedürftig bezeichnet hat, beträgt die Frist drei Wochen oder, wenn die Bundesregierung ein Verlangen nach Satz 3 geäußert hat, sechs Wochen. Bei Vorlagen zur Änderung dieses Grundgesetzes und zur Übertragung von Hoheitsrechten nach Artikel 23 oder Artikel 24 beträgt die Frist neun Wochen; Satz 4 findet keine Anwendung. Der Bundestag hat über die Vorlagen in angemessener Frist zu beraten und Beschluß zu fassen.
=== Artikel 77 [Gang der Gesetzgebung - Vermittlungsausschuß] ===
(1) Die Bundesgesetze werden vom Bundestage beschlossen. Sie sind nach ihrer Annahme durch den Präsidenten des Bundestages unverzüglich dem Bundesrate zuzuleiten.<br>(2) Der Bundesrat kann binnen drei Wochen nach Eingang des Gesetzesbeschlusses verlangen, daß ein aus Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates für die gemeinsame Beratung von Vorlagen gebildeter Ausschuß einberufen wird. Die Zusammensetzung und das Verfahren dieses Ausschusses regelt eine Geschäftsordnung, die vom Bundestag beschlossen wird und der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Die in diesen Ausschuß entsandten Mitglieder des Bundesrates sind nicht an Weisungen gebunden. Ist zu einem Gesetze die Zustimmung des Bundesrates erforderlich, so können auch der Bundestag und die Bundesregierung die Einberufung verlangen. Schlägt der Ausschuß eine Änderung des Gesetzesbeschlusses vor, so hat der Bundestag erneut Beschluß zu fassen.<br>(2a) Soweit zu einem Gesetz die Zustimmung des Bundesrates erforderlich ist, hat der Bundesrat, wenn ein Verlangen nach Absatz 2 Satz 1 nicht gestellt oder das Vermittlungsverfahren ohne einen Vorschlag zur Änderung des Gesetzesbeschlusses beendet ist, in angemessener Frist über die Zustimmung Beschluß zu fassen.<br>(3) Soweit zu einem Gesetze die Zustimmung des Bundesrates nicht erforderlich ist, kann der Bundesrat, wenn das Verfahren nach Absatz 2 beendigt ist, gegen ein vom Bundestage beschlossenes Gesetz binnen zwei Wochen Einspruch einlegen. Die Einspruchsfrist beginnt im Falle des Absatzes 2 letzter Satz mit dem Eingange des vom Bundestage erneut gefaßten Beschlusses, in allen anderen Fällen mit dem Eingange der Mitteilung des Vorsitzenden des in Absatz 2 vorgesehenen Ausschusses, daß das Verfahren vor dem Ausschusse abgeschlossen ist.<br>(4) Wird der Einspruch mit der Mehrheit der Stimmen des Bundesrates beschlossen, so kann er durch Beschluß der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages zurückgewiesen werden. Hat der Bundesrat den Einspruch mit einer Mehrheit von mindestens zwei Dritteln seiner Stimmen beschlossen, so bedarf die Zurückweisung durch den Bundestag einer Mehrheit von zwei Dritteln, mindestens der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages.
=== Artikel 78 [Zustandekommen der Gesetze] ===
Ein vom Bundestage beschlossenes Gesetz kommt zustande, wenn der Bundesrat zustimmt, den Antrag gemäß Artikel 77 Abs. 2 nicht stellt, innerhalb der Frist des Artikels 77 Abs. 3 keinen Einspruch einlegt oder ihn zurücknimmt oder wenn der Einspruch vom Bundestage überstimmt wird.
=== Artikel 79 [Änderung des Grundgesetzes] ===
(1) Das Grundgesetz kann nur durch ein Gesetz geändert werden, das den Wortlaut des Grundgesetzes ausdrücklich ändert oder ergänzt. Bei völkerrechtlichen Verträgen, die eine Friedensregelung, die Vorbereitung einer Friedensregelung oder den Abbau einer besatzungsrechtlichen Ordnung zum Gegenstand haben oder der Verteidigung der Bundesrepublik zu dienen bestimmt sind, genügt zur Klarstellung, daß die Bestimmungen des Grundgesetzes dem Abschluß und dem Inkraftsetzen der Verträge nicht entgegenstehen, eine Ergänzung des Wortlautes des Grundgesetzes, die sich auf diese Klarstellung beschränkt.<br>(2) Ein solches Gesetz bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates.<br>(3) Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.
=== Artikel 80 [Erlaß von Rechtsverordnungen] ===
(1) Durch Gesetz können die Bundesregierung, ein Bundesminister oder die Landesregierungen ermächtigt werden, Rechtsverordnungen zu erlassen. Dabei müssen Inhalt, Zweck und Ausmaß der erteilten Ermächtigung im Gesetze bestimmt werden. Die Rechtsgrundlage ist in der Verordnung anzugeben. Ist durch Gesetz vorgesehen, daß eine Ermächtigung weiter übertragen werden kann, so bedarf es zur Übertragung der Ermächtigung einer Rechtsverordnung.<br>(2) Der Zustimmung des Bundesrates bedürfen, vorbehaltlich anderweitiger bundesgesetzlicher Regelung, Rechtsverordnungen der Bundesregierung oder eines Bundesministers über Grundsätze und Gebühren für die Benutzung der Einrichtungen des Postwesens und der Telekommunikation, über die Grundsätze der Erhebung des Entgelts für die Benutzung der Einrichtungen der Eisenbahnen des Bundes, über den Bau und Betrieb der Eisenbahnen, sowie Rechtsverordnungen auf Grund von Bundesgesetzen, die der Zustimmung des Bundesrates bedürfen oder die von den Ländern im Auftrage des Bundes oder als eigene Angelegenheit ausgeführt werden.<br>(3) Der Bundesrat kann der Bundesregierung Vorlagen für den Erlaß von Rechtsverordnungen zuleiten, die seiner Zustimmung bedürfen.<br>(4) Soweit durch Bundesgesetz oder auf Grund von Bundesgesetzen Landesregierungen ermächtigt werden, Rechtsverordnungen zu erlassen, sind die Länder zu einer Regelung auch durch Gesetz befugt.
=== Artikel 80a [Spannungsfall] ===
(1) Ist in diesem Grundgesetz oder in einem Bundesgesetz über die Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung bestimmt, daß Rechtsvorschriften nur nach Maßgabe dieses Artikels angewandt werden dürfen, so ist die Anwendung außer im Verteidigungsfalle nur zulässig, wenn der Bundestag den Eintritt des Spannungsfalles festgestellt oder wenn er der Anwendung besonders zugestimmt hat. Die Feststellung des Spannungsfalles und die besondere Zustimmung in den Fällen des Artikels 12a Abs. 5 Satz 1 und Abs. 6 Satz 2 bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen.<br>(2) Maßnahmen auf Grund von Rechtsvorschriften nach Absatz 1 sind aufzuheben, wenn der Bundestag es verlangt.<br>(3) Abweichend von Absatz 1 ist die Anwendung solcher Rechtsvorschriften auch auf der Grundlage und nach Maßgabe eines Beschlusses zulässig, der von einem internationalen Organ im Rahmen eines Bündnisvertrages mit Zustimmung der Bundesregierung gefaßt wird. Maßnahmen nach diesem Absatz sind aufzuheben, wenn der Bundestag es mit der Mehrheit seiner Mitglieder verlangt.
=== Artikel 81 [Gesetzgebungsnotstand] ===
(1) Wird im Falle des Artikels 68 der Bundestag nicht aufgelöst, so kann der Bundespräsident auf Antrag der Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates für eine Gesetzesvorlage den Gesetzgebungsnotstand erklären, wenn der Bundestag sie ablehnt, obwohl die Bundesregierung sie als dringlich bezeichnet hat. Das gleiche gilt, wenn eine Gesetzesvorlage abgelehnt worden ist, obwohl der Bundeskanzler mit ihr den Antrag des Artikels 68 verbunden hatte.<br>(2) Lehnt der Bundestag die Gesetzesvorlage nach Erklärung des Gesetzgebungsnotstandes erneut ab oder nimmt er sie in einer für die Bundesregierung als unannehmbar bezeichneten Fassung an, so gilt das Gesetz als zustande gekommen, soweit der Bundesrat ihm zustimmt. Das gleiche gilt, wenn die Vorlage vom Bundestage nicht innerhalb von vier Wochen nach der erneuten Einbringung verabschiedet wird.<br>(3) Während der Amtszeit eines Bundeskanzlers kann auch jede andere vom Bundestage abgelehnte Gesetzesvorlage innerhalb einer Frist von sechs Monaten nach der ersten Erklärung des Gesetzgebungsnotstandes gemäß Absatz 1 und 2 verabschiedet werden. Nach Ablauf der Frist ist während der Amtszeit des gleichen Bundeskanzlers eine weitere Erklärung des Gesetzgebungsnotstandes unzulässig.<br>(4) Das Grundgesetz darf durch ein Gesetz, das nach Absatz 2 zustande kommt, weder geändert, noch ganz oder teilweise außer Kraft oder außer Anwendung gesetzt werden.
=== Artikel 82 [Ausfertigung - Verkündung - Inkrafttreten] ===
(1) Die nach den Vorschriften dieses Grundgesetzes zustande gekommenen Gesetze werden vom Bundespräsidenten nach Gegenzeichnung ausgefertigt und im Bundesgesetzblatte verkündet. Rechtsverordnungen werden von der Stelle, die sie erlässt, ausgefertigt und vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung im Bundesgesetzblatte verkündet.<br>(2) Jedes Gesetz und jede Rechtsverordnung soll den Tag des Inkrafttretens bestimmen. Fehlt eine solche Bestimmung, so treten sie mit dem vierzehnten Tage nach Ablauf des Tages in Kraft, an dem das Bundesgesetzblatt ausgegeben worden ist.
=== Artikel 83 [Ausführung durch die Länder] ===
Die Länder führen die Bundesgesetze als eigene Angelegenheit aus, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt oder zulässt.
=== Artikel 84 [Landeseigene Verwaltung - Bundesaufsicht] ===
(1) Führen die Länder die Bundesgesetze als eigene Angelegenheit aus, so regeln sie die Einrichtung der Behörden und das Verwaltungsverfahren, soweit nicht Bundesgesetze mit Zustimmung des Bundesrates etwas anderes bestimmen. <br>(2) Die Bundesregierung kann mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften erlassen.<br>(3) Die Bundesregierung übt die Aufsicht darüber aus, daß die Länder die Bundesgesetze dem geltenden Rechte gemäß ausführen. Die Bundesregierung kann zu diesem Zwecke Beauftragte zu den obersten Landesbehörden entsenden, mit deren Zustimmung und, falls diese Zustimmung versagt wird, mit Zustimmung des Bundesrates auch zu den nachgeordneten Behörden.<br>(4) Werden Mängel, die die Bundesregierung bei der Ausführung der Bundesgesetze in den Ländern festgestellt hat, nicht beseitigt, so beschließt auf Antrag der Bundesregierung oder des Landes der Bundesrat, ob das Land das Recht verletzt hat. Gegen den Beschluß des Bundesrates kann das Bundesverfassungsgericht angerufen werden.<br>(5) Der Bundesregierung kann durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, zur Ausführung von Bundesgesetzen die Befugnis verliehen werden, für besondere Fälle Einzelweisungen zu erteilen. Sie sind, außer wenn die Bundesregierung den Fall für dringlich erachtet, an die obersten Landesbehörden zu richten.
=== Artikel 85 [Auftragsverwaltung] ===
(1) Führen die Länder die Bundesgesetze im Auftrage des Bundes aus, so bleibt die Einrichtung der Behörden Angelegenheit der Länder, soweit nicht Bundesgesetze mit Zustimmung des Bundesrates etwas anderes bestimmen.<br>(2) Die Bundesregierung kann mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften erlassen. Sie kann die einheitliche Ausbildung der Beamten und Angestellten regeln. Die Leiter der Mittelbehörden sind mit ihrem Einvernehmen zu bestellen.<br>(3) Die Landesbehörden unterstehen den Weisungen der zuständigen obersten Bundesbehörden. Die Weisungen sind, außer wenn die Bundesregierung es für dringlich erachtet, an die obersten Landesbehörden zu richten. Der Vollzug der Weisung ist durch die obersten Landesbehörden sicherzustellen.<br>(4) Die Bundesaufsicht erstreckt sich auf Gesetzmäßigkeit und Zweckmäßigkeit der Ausführung. Die Bundesregierung kann zu diesem Zwecke Bericht und Vorlage der Akten verlangen und Beauftragte zu allen Behörden entsenden.
=== Artikel 86 [Bundeseigene Verwaltung] ===
Führt der Bund die Gesetze durch bundeseigene Verwaltung oder durch bundesunmittelbare Körperschaften oder Anstalten des öffentlichen Rechtes aus, so erlässt die Bundesregierung, soweit nicht das Gesetz Besonderes vorschreibt, die allgemeinen Verwaltungsvorschriften. Sie regelt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Einrichtung der Behörden.
=== Artikel 87 [Sachgebiete] ===
(1) In bundeseigener Verwaltung mit eigenem Verwaltungsunterbau werden geführt der Auswärtige Dienst, die Bundesfinanzverwaltung und nach Maßgabe des Artikels 89 die Verwaltung der Bundeswasserstraßen und der Schiffahrt. Durch Bundesgesetz können Bundesgrenzschutzbehörden, Zentralstellen für das polizeiliche Auskunfts- und Nachrichtenwesen, für die Kriminalpolizei und zur Sammlung von Unterlagen für Zwecke des Verfassungsschutzes und des Schutzes gegen Bestrebungen im Bundesgebiet, die durch Anwendung von Gewalt oder darauf gerichtete Vorbereitungshandlungen auswärtige Belange der Bundesrepublik Deutschland gefährden, eingerichtet werden.<br>(2) Als bundesunmittelbare Körperschaften des öffentlichen Rechtes werden diejenigen sozialen Versicherungsträger geführt, deren Zuständigkeitsbereich sich über das Gebiet eines Landes hinaus erstreckt. Soziale Versicherungsträger, deren Zuständigkeitsbereich sich über das Gebiet eines Landes, aber nicht über mehr als drei Länder hinaus erstreckt, werden abweichend von Satz 1 als landesunmittelbare Körperschaften des öffentlichen Rechts geführt, wenn das aufsichtsführende Land durch die beteiligten Länder bestimmt ist.<br>(3) Außerdem können für Angelegenheiten, für die dem Bunde die Gesetzgebung zusteht, selbständige Bundesoberbehörden und neue bundesunmittelbare Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechtes durch Bundesgesetz errichtet werden. Erwachsen dem Bunde auf Gebieten, für die ihm die Gesetzgebung zusteht, neue Aufgaben, so können bei dringendem Bedarf bundeseigene Mittel- und Unterbehörden mit Zustimmung des Bundesrates und der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages errichtet werden.
=== Artikel 87a [Streitkräfte] ===
(1) Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf. Ihre zahlenmäßige Stärke und die Grundzüge ihrer Organisation müssen sich aus dem Haushaltsplan ergeben.<br>(2) Außer zur Verteidigung dürfen die Streitkräfte nur eingesetzt werden, soweit dieses Grundgesetz es ausdrücklich zulässt.<br>(3) Die Streitkräfte haben im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle die Befugnis, zivile Objekte zu schützen und Aufgaben der Verkehrsregelung wahrzunehmen, soweit dies zur Erfüllung ihres Verteidigungsauftrages erforderlich ist. Außerdem kann den Streitkräften im Verteidigungsfalle und im Spannungsfalle der Schutz ziviler Objekte auch zur Unterstützung polizeilicher Maßnahmen übertragen werden; die Streitkräfte wirken dabei mit den zuständigen Behörden zusammen.<br>(4) Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes kann die Bundesregierung, wenn die Voraussetzungen des Artikels 91 Abs. 2 vorliegen und die Polizeikräfte sowie der Bundesgrenzschutz nicht ausreichen, Streitkräfte zur Unterstützung der Polizei und des Bundesgrenzschutzes beim Schutze von zivilen Objekten und bei der Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen. Der Einsatz von Streitkräften ist einzustellen, wenn der Bundestag oder der Bundesrat es verlangen.
=== Artikel 87b [Bundeswehr- und Verteidigungsverwaltung] ===
(1) Die Bundeswehrverwaltung wird in bundeseigener Verwaltung mit eigenem Verwaltungsunterbau geführt. Sie dient den Aufgaben des Personalwesens und der unmittelbaren Deckung des Sachbedarfs der Streitkräfte. Aufgaben der Beschädigtenversorgung und des Bauwesens können der Bundeswehrverwaltung nur durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, übertragen werden. Der Zustimmung des Bundesrates bedürfen ferner Gesetze, soweit sie die Bundeswehrverwaltung zu Eingriffen in Rechte Dritter ermächtigen; das gilt nicht für Gesetze auf dem Gebiete des Personalwesens.<br>(2) Im übrigen können Bundesgesetze, die der Verteidigung einschließlich des Wehrersatzwesens und des Schutzes der Zivilbevölkerung dienen, mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, daß sie ganz oder teilweise in bundeseigener Verwaltung mit eigenem Verwaltungsunterbau oder von den Ländern im Auftrage des Bundes ausgeführt werden. Werden solche Gesetze von den Ländern im Auftrage des Bundes ausgeführt, so können sie mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, daß die der Bundesregierung und den zuständigen obersten Bundesbehörden auf Grund des Artikels 85 zustehenden Befugnisse ganz oder teilweise Bundesoberbehörden übertragen werden; dabei kann bestimmt werden, daß diese Behörden beim Erlaß allgemeiner Verwaltungsvorschriften gemäß Artikel 85 Abs. 2 Satz 1 nicht der Zustimmung des Bundesrates bedürfen.
=== Artikel 87c [Erzeugung und Nutzung der Kernenergie] ===
Gesetze, die auf Grund des Artikels 74 Nr. 11a ergehen, können mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, daß sie von den Ländern im Auftrage des Bundes ausgeführt werden.
=== Artikel 87d [Luftverkehrsverwaltung] ===
(1) Die Luftverkehrsverwaltung wird in bundeseigener Verwaltung geführt. Über die öffentlich-rechtliche oder privat-rechtliche Organisationsform wird durch Bundesgesetz entschieden.<br>(2) Durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Aufgaben der Luftverkehrsverwaltung den Ländern als Auftragsverwaltung übertragen werden.
=== Artikel 87e [Eisenbahnverkehrsverwaltung] ===
(1) Die Eisenbahnverkehrsverwaltung für Eisenbahnen des Bundes wird in bundeseigener Verwaltung geführt. Durch Bundesgesetz können Aufgaben der Eisenbahnverkehrsverwaltung den Ländern als eigene Angelegenheit übertragen werden.<br>(2) Der Bund nimmt die über den Bereich der Eisenbahnen des Bundes hinausgehenden Aufgaben der Eisenbahnverkehrsverwaltung wahr, die ihm durch Bundesgesetz übertragen werden.<br>(3) Eisenbahnen des Bundes werden als Wirtschaftsunternehmen in privat-rechtlicher Form geführt. Diese stehen im Eigentum des Bundes, soweit die Tätigkeit des Wirtschaftsunternehmens den Bau, die Unterhaltung und das Betreiben von Schienenwegen umfaßt. Die Veräußerung von Anteilen des Bundes an den Unternehmen nach Satz 2 erfolgt auf Grund eines Gesetzes; die Mehrheit der Anteile an diesen Unternehmen verbleibt beim Bund. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.<br>(4) Der Bund gewährleistet, daß dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes der Eisenbahnen des Bundes sowie bei deren Verkehrsangeboten auf diesem Schienennetz, soweit diese nicht den Schienenpersonennahverkehr betreffen, Rechnung getragen wird. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.<br>(5) Gesetze auf Grund der Absätze 1 bis 4 bedürfen der Zustimmung des Bundesrates. Der Zustimmung des Bundesrates bedürfen ferner Gesetze, die die Auflösung, die Verschmelzung und die Aufspaltung von Eisenbahnunternehmen des Bundes, die Übertragung von Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes an Dritte sowie die Stillegung von Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes regeln oder Auswirkungen auf den Schienenpersonennahverkehr haben.
=== Artikel 87f [Postwesen und Telekommunikation] ===
(1) Nach Maßgabe eines Bundesgesetzes, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, gewährleistet der Bund im Bereich des Postwesens und der Telekommunikation flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen.<br>(2) Dienstleistungen im Sinne des Absatzes 1 werden als privatwirtschaftliche Tätigkeiten durch die aus dem Sondervermögen Deutsche Bundespost hervorgegangenen Unternehmen und durch andere private Anbieter erbracht. Hoheitsaufgaben im Bereich des Postwesens und der Telekommunikation werden in bundeseigener Verwaltung ausgeführt.<br>(3) Unbeschadet des Absatzes 2 Satz 2 führt der Bund in der Rechtsform einer bundesunmittelbaren Anstalt des öffentlichen Rechts einzelne Aufgaben in bezug auf die aus dem Sondervermögen Deutsche Bundespost hervorgegangenen Unternehmen nach Maßgabe eines Bundesgesetzes aus.
=== Artikel 88 [Bundesbank - Europäische Zentralbank] ===
Der Bund errichtet eine Währungs- und Notenbank als Bundesbank. Ihre Aufgaben und Befugnisse können im Rahmen der Europäischen Union der Europäischen Zentralbank übertragen werden, die unabhängig ist und dem vorrangigen Ziel der Sicherung der Preisstabilität verpflichtet.
=== Artikel 89 [Bundeswasserstraßen - Schiffahrtverwaltung] ===
1) Der Bund ist Eigentümer der bisherigen Reichswasserstraßen..<br>(2) Der Bund verwaltet die Bundeswasserstraßen durch eigene Behörden. Er nimmt die über den Bereich eines Landes hinausgehenden staatlichen Aufgaben der Binnenschiffahrt und die Aufgaben der Seeschiffahrt wahr, die ihm durch Gesetz übertragen werden. Er kann die Verwaltung von Bundeswasserstraßen, soweit sie im Gebiete eines Landes liegen, diesem Lande auf Antrag als Auftragsverwaltung übertragen. Berührt eine Wasserstraße das Gebiet mehrerer Länder, so kann der Bund das Land beauftragen, für das die beteiligten Länder es beantragen.<br>(3) Bei der Verwaltung, dem Ausbau und dem Neubau von Wasserstraßen sind die Bedürfnisse der Landeskultur und der Wasserwirtschaft im Einvernehmen mit den Ländern zu wahren.
=== Artikel 90 [Bundesstraßen] ===
(1) Der Bund ist Eigentümer der bisherigen Reichsautobahnen und Reichsstraßen.<br>(2) Die Länder oder die nach Landesrecht zuständigen Selbstverwaltungskörperschaften verwalten die Bundesautobahnen und sonstigen Bundesstraßen des Fernverkehrs im Auftrage des Bundes.<br>(3) Auf Antrag eines Landes kann der Bund Bundesautobahnen und sonstige Bundesstraßen des Fernverkehrs, soweit sie im Gebiet dieses Landes liegen, in bundeseigene Verwaltung übernehmen.
=== Artikel 91 [Innerer Notstand] ===
(1) Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand oder die freiheitliche demokratische Grundordnung des Bundes oder eines Landes kann ein Land Polizeikräfte anderer Länder sowie Kräfte und Einrichtungen anderer Verwaltungen und des Bundesgrenzschutzes anfordern.<br>(2) Ist das Land, in dem die Gefahr droht, nicht selbst zur Bekämpfung der Gefahr bereit oder in der Lage, so kann die Bundesregierung die Polizei in diesem Lande und die Polizeikräfte anderer Länder ihren Weisungen unterstellen sowie Einheiten des Bundesgrenzschutzes einsetzen. Die Anordnung ist nach Beseitigung der Gefahr, im übrigen jederzeit auf Verlangen des Bundesrates aufzuheben. Erstreckt sich die Gefahr auf das Gebiet mehr als eines Landes, so kann die Bundesregierung, soweit es zur wirksamen Bekämpfung erforderlich ist, den Landesregierungen Weisungen erteilen; Satz 1 und Satz 2 bleiben unberührt.
== VIIIa. Gemeinschaftsaufgaben ==
=== Artikel 91a [Mitwirkung des Bundes - Kostenverteilung] ===
(1) Der Bund wirkt auf folgenden Gebieten bei der Erfüllung von Aufgaben der Länder mit, wenn diese Aufgaben für die Gesamtheit bedeutsam sind und die Mitwirkung des Bundes zur Verbesserung der Lebensverhältnisse erforderlich ist (Gemeinschaftsaufgaben):<br>
1. Ausbau und Neubau von Hochschulen einschließlich der Hochschulkliniken,
<br>2. Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur,
<br>3. Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.
<br>(2) Durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates werden die Gemeinschaftsaufgaben näher bestimmt. Das Gesetz soll allgemeine Grundsätze für ihre Erfüllung enthalten.
<br>(3) Das Gesetz trifft Bestimmungen über das Verfahren und über Einrichtungen für eine gemeinsame Rahmenplanung. Die Aufnahme eines Vorhabens in die Rahmenplanung bedarf der Zustimmung des Landes, in dessen Gebiet es durchgeführt wird.
<br>(4) Der Bund trägt in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 und 2 die Hälfte der Ausgaben in jedem Land. In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 3 trägt der Bund mindestens die Hälfte; die Beteiligung ist für alle Länder einheitlich festzusetzen. Das Nähere regelt das Gesetz. Die Bereitstellung der Mittel bleibt der Feststellung in den Haushaltsplänen des Bundes und der Länder vorbehalten.
<br>(5) Bundesregierung und Bundesrat sind auf Verlangen über die Durchführung der Gemeinschaftsaufgaben zu unterrichten.
=== Artikel 91b [Bildungsplanung und Förderung der Forschung] ===
Bund und Länder können auf Grund von Vereinbarungen bei der Bildungsplanung und bei der Förderung von Einrichtungen und Vorhaben der wissenschaftlichen Forschung von überregionaler Bedeutung zusammenwirken. Die Aufteilung der Kosten wird in der Vereinbarung geregelt.
== IX. Die Rechtsprechung ==
=== Artikel 92 [Organe der rechtsprechenden Gewalt] ===
Die rechtsprechende Gewalt ist den Richtern anvertraut; sie wird durch das Bundesverfassungsgericht, durch die in diesem Grundgesetze vorgesehenen Bundesgerichte und durch die Gerichte der Länder ausgeübt.
=== Artikel 93 [Zuständigkeit des Bundesverfassungsgerichts] ===
(1) Das Bundesverfassungsgericht entscheidet:
1. über die Auslegung dieses Grundgesetzes aus Anlaß von Streitigkeiten über den Umfang der Rechte und Pflichten eines obersten Bundesorgans oder anderer Beteiligter, die durch dieses Grundgesetz oder in der Geschäftsordnung eines obersten Bundesorgans mit eigenen Rechten ausgestattet sind;
2. bei Meinungsverschiedenheiten oder Zweifeln über die förmliche und sachliche Vereinbarkeit von Bundesrecht oder Landesrecht mit diesem Grundgesetze oder die Vereinbarkeit von Landesrecht mit sonstigem Bundesrechte auf Antrag der Bundesregierung, einer Landesregierung oder eines Drittels der Mitglieder des Bundestages;
2a. bei Meinungsverschiedenheiten, ob ein Gesetz den Voraussetzungen des Artikels 72 Abs. 2 entspricht, auf Antrag des Bundesrates, einer Landesregierung oder der Volksvertretung eines Landes;
3. bei Meinungsverschiedenheiten über Rechte und Pflichten des Bundes und der Länder, insbesondere bei der Ausführung von Bundesrecht durch die Länder und bei der Ausübung der Bundesaufsicht;
4. in anderen öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten zwischen dem Bunde und den Ländern, zwischen verschiedenen Ländern oder innerhalb eines Landes, soweit nicht ein anderer Rechtsweg gegeben ist;
4a. über Verfassungsbeschwerden, die von jedermann mit der Behauptung erhoben werden können, durch die öffentliche Gewalt in einem seiner Grundrechte oder in einem seiner in Artikel 20 Abs. 4, 33 , 38 , 101 , 103 und 104 enthaltenen Rechte verletzt zu sein;
4b. über Verfassungsbeschwerden von Gemeinden und Gemeindeverbänden wegen Verletzung des Rechts auf Selbstverwaltung nach Artikel 28 durch ein Gesetz, bei Landesgesetzen jedoch nur, soweit nicht Beschwerde beim Landesverfassungsgericht erhoben werden kann;
5. in den übrigen in diesem Grundgesetze vorgesehenen Fällen.
<br>(2) Das Bundesverfassungsgericht wird ferner in den ihm sonst durch Bundesgesetz zugewiesenen Fällen tätig.
=== Artikel 94 [Zusammensetzung des Bundesverfassungsgerichts] ===
(1) Das Bundesverfassungsgericht besteht aus Bundesrichtern und anderen Mitgliedern. Die Mitglieder des Bundesverfassungsgerichtes werden je zur Hälfte vom Bundestage und vom Bundesrate gewählt. Sie dürfen weder dem Bundestage, dem Bundesrate, der Bundesregierung noch entsprechenden Organen eines Landes angehören.
<br>(2) Ein Bundesgesetz regelt seine Verfassung und das Verfahren und bestimmt, in welchen Fällen seine Entscheidungen Gesetzeskraft haben. Es kann für Verfassungsbeschwerden die vorherige Erschöpfung des Rechtsweges zur Voraussetzung machen und ein besonderes Annahmeverfahren vorsehen.
=== Artikel 95 [Oberste Gerichtshöfe] ===
(1) Für die Gebiete der ordentlichen, der Verwaltungs-, der Finanz-, der Arbeits- und der Sozialgerichtsbarkeit errichtet der Bund als oberste Gerichtshöfe den Bundesgerichtshof, das Bundesverwaltungsgericht, den Bundesfinanzhof, das Bundesarbeitsgericht und das Bundessozialgericht.
<br>(2) Über die Berufung der Richter dieser Gerichte entscheidet der für das jeweilige Sachgebiet zuständige Bundesminister gemeinsam mit einem Richterwahlausschuß, der aus den für das jeweilige Sachgebiet zuständigen Ministern der Länder und einer gleichen Anzahl von Mitgliedern besteht, die vom Bundestage gewählt werden.
<br>(3) Zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung ist ein Gemeinsamer Senat der in Absatz 1 genannten Gerichte zu bilden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 96 [Bundesgerichte] ===
(1) Der Bund kann für Angelegenheiten des gewerblichen Rechtsschutzes ein Bundesgericht errichten.
<br>(2) Der Bund kann Wehrstrafgerichte für die Streitkräfte als Bundesgerichte errichten. Sie können die Strafgerichtsbarkeit nur im Verteidigungsfalle sowie über Angehörige der Streitkräfte ausüben, die in das Ausland entsandt oder an Bord von Kriegsschiffen eingeschifft sind. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz. Diese Gerichte gehören zum Geschäftsbereich des Bundesjustizministers. Ihre hauptamtlichen Richter müssen die Befähigung zum Richteramt haben.
<br>(3) Oberster Gerichtshof für die in Absatz 1 und 2 genannten Gerichte ist der Bundesgerichtshof.
<br>(4) Der Bund kann für Personen, die zu ihm in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen, Bundesgerichte zur Entscheidung in Disziplinarverfahren und Beschwerdeverfahren errichten.
<br>(5) Für Strafverfahren auf den folgenden Gebieten kann ein Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates vorsehen, dass Gerichte der Länder Gerichtsbarkeit des Bundes ausüben:
1. Völkermord
2. völkerstrafrechtliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit;
3. Kriegsverbrechen
4. andere Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören (Artikel 26 Abs.1);
5. Staatsschutz.
=== Artikel 97 [Richterliche Unabhängigkeit] ===
(1) Die Richter sind unabhängig und nur dem Gesetze unterworfen.
<br>(2) Die hauptamtlich und planmäßig endgültig angestellten Richter können wider ihren Willen nur kraft richterlicher Entscheidung und nur aus Gründen und unter den Formen, welche die Gesetze bestimmen, vor Ablauf ihrer Amtszeit entlassen oder dauernd oder zeitweise ihres Amtes enthoben oder an eine andere Stelle oder in den Ruhestand versetzt werden. Die Gesetzgebung kann Altersgrenzen festsetzen, bei deren Erreichung auf Lebenszeit angestellte Richter in den Ruhestand treten. Bei Veränderung der Einrichtung der Gerichte oder ihrer Bezirke können Richter an ein anderes Gericht versetzt oder aus dem Amte entfernt werden, jedoch nur unter Belassung des vollen Gehaltes.
=== Artikel 98 [Rechtsstellung der Richter - Richteranklage] ===
(1) Die Rechtsstellung der Bundesrichter ist durch besonderes Bundesgesetz zu regeln.
<br>(2) Wenn ein Bundesrichter im Amte oder außerhalb des Amtes gegen die Grundsätze des Grundgesetzes oder gegen die verfassungsmäßige Ordnung eines Landes verstößt, so kann das Bundesverfassungsgericht mit Zweidrittelmehrheit auf Antrag des Bundestages anordnen, daß der Richter in ein anderes Amt oder in den Ruhestand zu versetzen ist. Im Falle eines vorsätzlichen Verstoßes kann auf Entlassung erkannt werden.
<br>(3) Die Rechtsstellung der Richter in den Ländern ist durch besondere Landesgesetze zu regeln. Der Bund kann Rahmenvorschriften erlassen, soweit Artikel 74a Abs. 4 nichts anderes bestimmt.
<br>(4) Die Länder können bestimmen, daß über die Anstellung der Richter in den Ländern der Landesjustizminister gemeinsam mit einem Richterwahlausschuß entscheidet.
<br>(5) Die Länder können für Landesrichter eine Absatz 2 entsprechende Regelung treffen. Geltendes Landesverfassungsrecht bleibt unberührt. Die Entscheidung über eine Richteranklage steht dem Bundesverfassungsgericht zu.
=== Artikel 99 [Verfassungsstreit innerhalb eines Landes] ===
Dem Bundesverfassungsgerichte kann durch Landesgesetz die Entscheidung von Verfassungsstreitigkeiten innerhalb eines Landes, den in Artikel 95 Abs. 1 genannten obersten Gerichtshöfen für den letzten Rechtszug die Entscheidung in solchen Sachen zugewiesen werden, bei denen es sich um die Anwendung von Landesrecht handelt.
=== Artikel 100 [Konkrete Normenkontrolle] ===
(1) Hält ein Gericht ein Gesetz, auf dessen Gültigkeit es bei der Entscheidung ankommt, für verfassungswidrig, so ist das Verfahren auszusetzen und, wenn es sich um die Verletzung der Verfassung eines Landes handelt, die Entscheidung des für Verfassungsstreitigkeiten zuständigen Gerichtes des Landes, wenn es sich um die Verletzung dieses Grundgesetzes handelt, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes einzuholen. Dies gilt auch, wenn es sich um die Verletzung dieses Grundgesetzes durch Landesrecht oder um die Unvereinbarkeit eines Landesgesetzes mit einem Bundesgesetze handelt.
<br>(2) Ist in einem Rechtsstreit zweifelhaft, ob eine Regel des Völkerrechtes Bestandteil des Bundesrechtes ist und ob sie unmittelbar Rechte und Pflichten für den Einzelnen erzeugt (Artikel 25), so hat das Gericht die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes einzuholen.
<br>(3) Will das Verfassungsgericht eines Landes bei der Auslegung des Grundgesetzes von einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes oder des Verfassungsgerichtes eines anderen Landes abweichen, so hat das Verfassungsgericht die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes einzuholen.
=== Artikel 101 [Unzulässigkeit von Ausnahmegerichten] ===
(1) Ausnahmegerichte sind unzulässig. Niemand darf seinem gesetzlichen Richter entzogen werden.
<br>(2) Gerichte für besondere Sachgebiete können nur durch Gesetz errichtet werden.
=== Artikel 102 [Abschaffung der Todesstrafe] ===
Die Todesstrafe ist abgeschafft.
=== Artikel 103 [Grundrechte vor Gericht] ===
(1) Vor Gericht hat jedermann Anspruch auf rechtliches Gehör.
<br>(2) Eine Tat kann nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde.
<br>(3) Niemand darf wegen derselben Tat auf Grund der allgemeinen Strafgesetze mehrmals bestraft werden.
=== Artikel 104 [Freiheitsentziehung] ===
(1) Die Freiheit der Person kann nur auf Grund eines förmlichen Gesetzes und nur unter Beachtung der darin vorgeschriebenen Formen beschränkt werden. Festgehaltene Personen dürfen weder seelisch noch körperlich mißhandelt werden.
<br>(2) Über die Zulässigkeit und Fortdauer einer Freiheitsentziehung hat nur der Richter zu entscheiden. Bei jeder nicht auf richterlicher Anordnung beruhenden Freiheitsentziehung ist unverzüglich eine richterliche Entscheidung herbeizuführen. Die Polizei darf aus eigener Machtvollkommenheit niemanden länger als bis zum Ende des Tages nach dem Ergreifen in eigenem Gewahrsam halten. Das Nähere ist gesetzlich zu regeln.
<br>(3) Jeder wegen des Verdachtes einer strafbaren Handlung vorläufig Festgenommene ist spätestens am Tage nach der Festnahme dem Richter vorzuführen, der ihm die Gründe der Festnahme mitzuteilen, ihn zu vernehmen und ihm Gelegenheit zu Einwendungen zu geben hat. Der Richter hat unverzüglich entweder einen mit Gründen versehenen schriftlichen Haftbefehl zu erlassen oder die Freilassung anzuordnen.
<br>(4) Von jeder richterlichen Entscheidung über die Anordnung oder Fortdauer einer Freiheitsentziehung ist unverzüglich ein Angehöriger des Festgehaltenen oder eine Person seines Vertrauens zu benachrichtigen.
== X. Das Finanzwesen ==
=== Artikel 104a [Ausgabenverteilung - Finanzhilfe des Bundes] ===
(1) Der Bund und die Länder tragen gesondert die Ausgaben, die sich aus der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ergeben, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt.
<br>(2) Handeln die Länder im Auftrage des Bundes, trägt der Bund die sich daraus ergebenden Ausgaben.
<br>(3) Bundesgesetze, die Geldleistungen gewähren und von den Ländern ausgeführt werden, können bestimmen, daß die Geldleistungen ganz oder zum Teil vom Bund getragen werden. Bestimmt das Gesetz, daß der Bund die Hälfte der Ausgaben oder mehr trägt, wird es im Auftrage des Bundes durchgeführt. Bestimmt das Gesetz, daß die Länder ein Viertel der Ausgaben oder mehr tragen, so bedarf es der Zustimmung des Bundesrates.
<br>(4) Der Bund kann den Ländern Finanzhilfen für besonders bedeutsame Investitionen der Länder und Gemeinden <br>(Gemeindeverbände) gewähren, die zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts oder zum Ausgleich unterschiedlicher Wirtschaftskraft im Bundesgebiet oder zur Förderung des wirtschaftlichen Wachstums erforderlich sind. Das Nähere, insbesondere die Arten der zu fördernden Investitionen, wird durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, oder auf Grund des Bundeshaushaltsgesetzes durch Verwaltungsvereinbarung geregelt.
<br>(5) Der Bund und die Länder tragen die bei ihren Behörden entstehenden Verwaltungsausgaben und haften im Verhältnis zueinander für eine ordnungsmäßige Verwaltung. Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 105 [Zuständigkeitsverteilung in der Steuergesetzgebung] ===
(1) Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebung über die Zölle und Finanzmonopole.
<br>(2) Der Bund hat die konkurrierende Gesetzgebung über die übrigen Steuern, wenn ihm das Aufkommen dieser Steuern ganz oder zum Teil zusteht oder die Voraussetzungen des Artikels 72 Abs. 2 vorliegen.
<br>(2a) Die Länder haben die Befugnis zur Gesetzgebung über die örtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern, solange und soweit sie nicht bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig sind.
<br>(3) Bundesgesetze über Steuern, deren Aufkommen den Ländern oder den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) ganz oder zum Teil zufließt, bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
=== Artikel 106 [Verteilung des Steueraufkommens und des Ertrages der Finanzmonopole] ===
(1) Der Ertrag der Finanzmonopole und das Aufkommen der folgenden Steuern stehen dem Bund zu:
1. die Zölle,
2. die Verbrauchsteuern, soweit sie nicht nach Absatz 2 den Ländern, nach Absatz 3 Bund und Ländern gemeinsam oder nach Absatz 6 den Gemeinden zustehen,
3. die Straßengüterverkehrsteuer,
4. die Kapitalverkehrsteuern, die Versicherungsteuer und die Wechselsteuer,
5. die einmaligen Vermögensabgaben und die zur Durchführung des Lastenausgleichs erhobenen Ausgleichsabgaben,
6. die Ergänzungsabgabe zur Einkommensteuer und zur Körperschaftsteuer,
7. Abgaben im Rahmen der Europäischen Gemeinschaften.
<br>(2) Das Aufkommen der folgenden Steuern steht den Ländern zu:
1. die Vermögensteuer,
2. die Erbschaftsteuer,
3. die Kraftfahrzeugsteuer,
4. die Verkehrsteuern, soweit sie nicht nach Absatz 1 dem Bund oder nach Absatz 3 Bund und Ländern gemeinsam zustehen,
5. die Biersteuer,
6. die Abgabe von Spielbanken.
<br>(3) Das Aufkommen der Einkommensteuer, der Körperschaftsteuer und der Umsatzsteuer steht dem Bund und den Ländern gemeinsam zu <br>(Gemeinschaftsteuern), soweit das Aufkommen der Einkommensteuer nicht nach Absatz 5 und das Aufkommen der Umsatzsteuer nicht nach Absatz 5a den Gemeinden zugewiesen wird. Am Aufkommen der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer sind der Bund und die Länder je zur Hälfte beteiligt. Die Anteile von Bund und Ländern an der Umsatzsteuer werden durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, festgesetzt. Bei der Festsetzung ist von folgenden Grundsätzen auszugehen:
1. Im Rahmen der laufenden Einnahmen haben der Bund und die Länder gleichmäßig Anspruch auf Deckung ihrer notwendigen Ausgaben. Dabei ist der Umfang der Ausgaben unter Berücksichtigung einer mehrjährigen Finanzplanung zu ermitteln.
2. Die Deckungsbedürfnisse des Bundes und der Länder sind so aufeinander abzustimmen, daß ein billiger Ausgleich erzielt, eine Überbelastung der Steuerpflichtigen vermieden und die Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet gewahrt wird.
Zusätzlich werden in die Festsetzung der Anteile von Bund und Ländern an der Umsatzsteuer Steuermindereinnahmen einbezogen, die den Ländern ab 1. Januar 1996 aus der Berücksichtigung von Kindern im Einkommensteuerrecht entstehen. Das Nähere bestimmt das Bundesgesetz nach Satz 3.
<br>(4) Die Anteile von Bund und Ländern an der Umsatzsteuer sind neu festzusetzen, wenn sich das Verhältnis zwischen den Einnahmen und Ausgaben des Bundes und der Länder wesentlich anders entwickelt; Steuermindereinnahmen, die nach Absatz 3 Satz 5 in die Festsetzung der Umsatzsteueranteile zusätzlich einbezogen werden, bleiben hierbei unberücksichtigt. Werden den Ländern durch Bundesgesetz zusätzliche Ausgaben auferlegt oder Einnahmen entzogen, so kann die Mehrbelastung durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, auch mit Finanzzuweisungen des Bundes ausgeglichen werden, wenn sie auf einen kurzen Zeitraum begrenzt ist. In dem Gesetz sind die Grundsätze für die Bemessung dieser Finanzzuweisungen und für ihre Verteilung auf die Länder zu bestimmen.
<br>(5) Die Gemeinden erhalten einen Anteil an dem Aufkommen der Einkommensteuer, der von den Ländern an ihre Gemeinden auf der Grundlage der Einkommensteuerleistungen ihrer Einwohner weiterzuleiten ist. Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Es kann bestimmen, daß die Gemeinden Hebesätze für den Gemeindeanteil festsetzen.
<br>(5a) Die Gemeinden erhalten ab dem 1. Januar 1998 einen Anteil an dem Aufkommen der Umsatzsteuer. Er wird von den Ländern auf der Grundlage eines orts- und wirtschaftsbezogenen Schlüssels an ihre Gemeinden weitergeleitet. Das Nähere wird durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt.
<br>(6) Das Aufkommen der Grundsteuer und Gewerbesteuer steht den Gemeinden, das Aufkommen der örtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern steht den Gemeinden oder nach Maßgabe der Landesgesetzgebung den Gemeindeverbänden zu. Den Gemeinden ist das Recht einzuräumen, die Hebesätze der Grundsteuer und Gewerbesteuer im Rahmen der Gesetze festzusetzen. Bestehen in einem Land keine Gemeinden, so steht das Aufkommen der Grundsteuer und Gewerbesteuer sowie der örtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern dem Land zu. Bund und Länder können durch eine Umlage an dem Aufkommen der Gewerbesteuer beteiligt werden. Das Nähere über die Umlage bestimmt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Nach Maßgabe der Landesgesetzgebung können die Grundsteuer und Gewerbesteuer sowie der Gemeindeanteil vom Aufkommen der Einkommensteuer und der Umsatzsteuer als Bemessungsgrundlagen für Umlagen zugrunde gelegt werden.
<br>(7) Von dem Länderanteil am Gesamtaufkommen der Gemeinschaftsteuern fließt den Gemeinden und Gemeindeverbänden insgesamt ein von der Landesgesetzgebung zu bestimmender Hundertsatz zu. Im übrigen bestimmt die Landesgesetzgebung, ob und inwieweit das Aufkommen der Landessteuern den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) zufließt.
<br>(8) Veranlaßt der Bund in einzelnen Ländern oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) besondere Einrichtungen, die diesen Ländern oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) unmittelbar Mehrausgaben oder Mindereinnahmen <br>(Sonderbelastungen) verursachen, gewährt der Bund den erforderlichen Ausgleich, wenn und soweit den Ländern oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) nicht zugemutet werden kann, die Sonderbelastungen zu tragen. Entschädigungsleistungen Dritter und finanzielle Vorteile, die diesen Ländern oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) als Folge der Einrichtungen erwachsen, werden bei dem Ausgleich berücksichtigt.
<br>(9) Als Einnahmen und Ausgaben der Länder im Sinne dieses Artikels gelten auch die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinden <br>(Gemeindeverbände).
=== Artikel 106a [Steueranteil für öffentlichen Personennahverkehr] ===
Den Ländern steht ab 1. Januar 1996 für den öffentlichen Personennahverkehr ein Betrag aus dem Steueraufkommen des Bundes zu. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Der Betrag nach Satz 1 bleibt bei der Bemessung der Finanzkraft nach Artikel 107 Abs. 2 unberücksichtigt.
=== Artikel 107 [Finanzausgleich] ===
(1) Das Aufkommen der Landessteuern und der Länderanteil am Aufkommen der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer stehen den einzelnen Ländern insoweit zu, als die Steuern von den Finanzbehörden in ihrem Gebiet vereinnahmt werden <br>(örtliches Aufkommen). Durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, sind für die Körperschaftsteuer und die Lohnsteuer nähere Bestimmungen über die Abgrenzung sowie über Art und Umfang der Zerlegung des örtlichen Aufkommens zu treffen. Das Gesetz kann auch Bestimmungen über die Abgrenzung und Zerlegung des örtlichen Aufkommens anderer Steuern treffen. Der Länderanteil am Aufkommen der Umsatzsteuer steht den einzelnen Ländern nach Maßgabe ihrer Einwohnerzahl zu; für einen Teil, höchstens jedoch für ein Viertel dieses Länderanteils, können durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, Ergänzungsanteile für die Länder vorgesehen werden, deren Einnahmen aus den Landessteuern und aus der Einkommensteuer und der Körperschaftsteuer je Einwohner unter dem Durchschnitt der Länder liegen.
<br>(2) Durch das Gesetz ist sicherzustellen, daß die unterschiedliche Finanzkraft der Länder angemessen ausgeglichen wird; hierbei sind die Finanzkraft und der Finanzbedarf der Gemeinden <br>(Gemeindeverbände) zu berücksichtigen. Die Voraussetzungen für die Ausgleichsansprüche der ausgleichsberechtigten Länder und für die Ausgleichsverbindlichkeiten der ausgleichspflichtigen Länder sowie die Maßstäbe für die Höhe der Ausgleichsleistungen sind in dem Gesetz zu bestimmen. Es kann auch bestimmen, daß der Bund aus seinen Mitteln leistungsschwachen Ländern Zuweisungen zur ergänzenden Deckung ihres allgemeinen Finanzbedarfs <br>(Ergänzungszuweisungen) gewährt.
=== Artikel 108 [Bundes- und Landesfinanzverwaltung - Finanzgerichtsbarkeit] ===
(1) Zölle, Finanzmonopole, die bundesgesetzlich geregelten Verbrauchsteuern einschließlich der Einfuhrumsatzsteuer und die Abgaben im Rahmen der Europäischen Gemeinschaften werden durch Bundesfinanzbehörden verwaltet. Der Aufbau dieser Behörden wird durch Bundesgesetz geregelt. Soweit Mittelbehörden eingerichtet sind, werden deren Leiter im Benehmen mit den Landesregierungen bestellt.
<br>(2) Die übrigen Steuern werden durch Landesfinanzbehörden verwaltet. Der Aufbau dieser Behörden und die einheitliche Ausbildung der Beamten können durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates geregelt werden. Soweit Mittelbehörden eingerichtet sind, werden deren Leiter im Einvernehmen mit der Bundesregierung bestellt.
<br>(3) Verwalten die Landesfinanzbehörden Steuern, die ganz oder zum Teil dem Bund zufließen, so werden sie im Auftrage des Bundes tätig. Artikel 85 Abs. 3 und 4 gilt mit der Maßgabe, daß an die Stelle der Bundesregierung der Bundesminister der Finanzen tritt.
<br>(4) Durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, kann bei der Verwaltung von Steuern ein Zusammenwirken von Bundes- und Landesfinanzbehörden sowie für Steuern, die unter Absatz 1 fallen, die Verwaltung durch Landesfinanzbehörden und für andere Steuern die Verwaltung durch Bundesfinanzbehörden vorgesehen werden, wenn und soweit dadurch der Vollzug der Steuergesetze erheblich verbessert oder erleichtert wird. Für die den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) allein zufließenden Steuern kann die den Landesfinanzbehörden zustehende Verwaltung durch die Länder ganz oder zum Teil den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) übertragen werden.
<br>(5) Das von den Bundesfinanzbehörden anzuwendende Verfahren wird durch Bundesgesetz geregelt. Das von den Landesfinanzbehörden und in den Fällen des Absatzes 4 Satz 2 von den Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) anzuwendende Verfahren kann durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates geregelt werden.
<br>(6) Die Finanzgerichtsbarkeit wird durch Bundesgesetz einheitlich geregelt.
<br>(7) Die Bundesregierung kann allgemeine Verwaltungsvorschriften erlassen, und zwar mit Zustimmung des Bundesrates, soweit die Verwaltung den Landesfinanzbehörden oder Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) obliegt.
=== Artikel 109 [Haushaltswirtschaft in Bund und Ländern] ===
(1) Bund und Länder sind in ihrer Haushaltswirtschaft selbständig und voneinander
unabhängig.
<br>(2) Bund und Länder haben bei ihrer Haushaltswirtschaft den Erfordernissen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts Rechnung zu tragen.
<br>(3) Durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können für Bund und Länder gemeinsam geltende Grundsätze für das Haushaltsrecht, für eine konjunkturgerechte Haushaltswirtschaft und für eine mehrjährige Finanzplanung aufgestellt werden.
<br>(4) Zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts können durch Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, Vorschriften über
1. Höchstbeträge, Bedingungen und Zeitfolge der Aufnahme von Krediten durch Gebietskörperschaften und Zweckverbände und
2. eine Verpflichtung von Bund und Ländern, unverzinsliche Guthaben bei der Deutschen Bundesbank zu unterhalten <br>(Konjunkturausgleichsrücklagen),
erlassen werden. Ermächtigungen zum Erlaß von Rechtsverordnungen können nur der Bundesregierung erteilt werden. Die Rechtsverordnungen bedürfen der Zustimmung des Bundesrates. Sie sind aufzuheben, soweit der Bundestag es verlangt; das Nähere bestimmt das Bundesgesetz.
=== Artikel 110 [Haushaltsplan] ===
(1) Alle Einnahmen und Ausgaben des Bundes sind in den Haushaltsplan einzustellen; bei Bundesbetrieben und bei Sondervermögen brauchen nur die Zuführungen oder die Ablieferungen eingestellt zu werden. Der Haushaltsplan ist in Einnahme und Ausgabe auszugleichen.
<br>(2) Der Haushaltsplan wird für ein oder mehrere Rechnungsjahre, nach Jahren getrennt, vor Beginn des ersten Rechnungsjahres durch das Haushaltsgesetz festgestellt. Für Teile des Haushaltsplanes kann vorgesehen werden, daß sie für unterschiedliche Zeiträume, nach Rechnungsjahren getrennt, gelten.
<br>(3) Die Gesetzesvorlage nach Absatz 2 Satz 1 sowie Vorlagen zur Änderung des Haushaltsgesetzes und des Haushaltsplanes werden gleichzeitig mit der Zuleitung an den Bundesrat beim Bundestage eingebracht; der Bundesrat ist berechtigt, innerhalb von sechs Wochen, bei Änderungsvorlagen innerhalb von drei Wochen, zu den Vorlagen Stellung zu nehmen.
<br>(4) In das Haushaltsgesetz dürfen nur Vorschriften aufgenommen werden, die sich auf die Einnahmen und die Ausgaben des Bundes und auf den Zeitraum beziehen, für den das Haushaltsgesetz beschlossen wird. Das Haushaltsgesetz kann vorschreiben, daß die Vorschriften erst mit der Verkündung des nächsten Haushaltsgesetzes oder bei Ermächtigung nach Artikel 115 zu einem späteren Zeitpunkt außer Kraft treten.
=== Artikel 111 [Haushaltsvorgriff] ===
(1) Ist bis zum Schluß eines Rechnungsjahres der Haushaltsplan für das folgende Jahr nicht durch Gesetz festgestellt, so ist bis zu seinem Inkrafttreten die Bundesregierung ermächtigt, alle Ausgaben zu leisten, die nötig sind,
a) um gesetzlich bestehende Einrichtungen zu erhalten und gesetzlich beschlossene Maßnahmen durchzuführen,
b) um die rechtlich begründeten Verpflichtungen des Bundes zu erfüllen,
c) um Bauten, Beschaffungen und sonstige Leistungen fortzusetzen oder Beihilfen für diese Zwecke weiter zu gewähren, sofern durch den Haushaltsplan eines Vorjahres bereits Beträge bewilligt worden sind.
<br>(2) Soweit nicht auf besonderem Gesetz beruhende Einnahmen aus Steuern, Abgaben und sonstigen Quellen oder die Betriebsmittelrücklage die Ausgaben unter Absatz 1 decken, darf die Bundesregierung die zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftsführung erforderlichen Mittel bis zur Höhe eines Viertels der Endsumme des abgelaufenen Haushaltsplanes im Wege des Kredits flüssig machen.
=== Artikel 112 [Überplanmäßige und außerplanmäßige Ausgaben] ===
Überplanmäßige und außerplanmäßige Ausgaben bedürfen der Zustimmung des Bundesministers der Finanzen. Sie darf nur im Falle eines unvorhergesehenen und unabweisbaren Bedürfnisses erteilt werden. Näheres kann durch Bundesgesetz bestimmt werden.
=== Artikel 113 [Erhöhung der Ausgaben] ===
(1) Gesetze, welche die von der Bundesregierung vorgeschlagenen Ausgaben des Haushaltsplanes erhöhen oder neue Ausgaben in sich schließen oder für die Zukunft mit sich bringen, bedürfen der Zustimmung der Bundesregierung. Das gleiche gilt für Gesetze, die Einnahmeminderungen in sich schließen oder für die Zukunft mit sich bringen. Die Bundesregierung kann verlangen, daß der Bundestag die Beschlußfassung über solche Gesetze aussetzt. In diesem Fall hat die Bundesregierung innerhalb von sechs Wochen dem Bundestage eine Stellungnahme zuzuleiten.
<br>(2) Die Bundesregierung kann innerhalb von vier Wochen, nachdem der Bundestag das Gesetz beschlossen hat, verlangen, daß der Bundestag erneut Beschluß faßt.
<br>(3) Ist das Gesetz nach Artikel 78 zustande gekommen, kann die Bundesregierung ihre Zustimmung nur innerhalb von sechs Wochen und nur dann versagen, wenn sie vorher das Verfahren nach Absatz 1 Satz 3 und 4 oder nach Absatz 2 eingeleitet hat. Nach Ablauf dieser Frist gilt die Zustimmung als erteilt.
=== Artikel 114 [Rechnungslegung - Rechnungsprüfung] ===
(1) Der Bundesminister der Finanzen hat dem Bundestage und dem Bundesrate über alle Einnahmen und Ausgaben sowie über das Vermögen und die Schulden im Laufe des nächsten Rechnungsjahres zur Entlastung der Bundesregierung Rechnung zu legen.
<br>(2) Der Bundesrechnungshof, dessen Mitglieder richterliche Unabhängigkeit besitzen, prüft die Rechnung sowie die Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Haushalts- und Wirtschaftsführung. Er hat außer der Bundesregierung unmittelbar dem Bundestage und dem Bundesrate jährlich zu berichten. Im übrigen werden die Befugnisse des Bundesrechnungshofes durch Bundesgesetz geregelt.
=== Artikel 115 [Grenzen der Kreditaufnahme] ===
(1) Die Aufnahme von Krediten sowie die Übernahme von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Gewährleistungen, die zu Ausgaben in künftigen Rechnungsjahren führen können, bedürfen einer der Höhe nach bestimmten oder bestimmbaren Ermächtigung durch Bundesgesetz. Die Einnahmen aus Krediten dürfen die Summe der im Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben für Investitionen nicht überschreiten; Ausnahmen sind nur zulässig zur Abwehr einer Störung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.
<br>(2) Für Sondervermögen des Bundes können durch Bundesgesetz Ausnahmen von Absatz 1 zugelassen werden.
== Xa. Verteidigungsfall ==
=== Artikel 115a [Feststellung des Verteidigungsfalls] ===
(1) Die Feststellung, daß das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht <br>(Verteidigungsfall), trifft der Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates. Die Feststellung erfolgt auf Antrag der Bundesregierung und bedarf einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, mindestens der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages.
<br>(2) Erfordert die Lage unabweisbar ein sofortiges Handeln und stehen einem rechtzeitigen Zusammentritt des Bundestages unüberwindliche Hindernisse entgegen oder ist er nicht beschlußfähig, so trifft der Gemeinsame Ausschuß diese Feststellung mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, mindestens der Mehrheit seiner Mitglieder.
<br>(3) Die Feststellung wird vom Bundespräsidenten gemäß Artikel 82 im Bundesgesetzblatte verkündet. Ist dies nicht rechtzeitig möglich, so erfolgt die Verkündung in anderer Weise; sie ist im Bundesgesetzblatte nachzuholen, sobald die Umstände es zulassen.
<br>(4) Wird das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen und sind die zuständigen Bundesorgane außerstande, sofort die Feststellung nach Absatz 1 Satz 1 zu treffen, so gilt diese Feststellung als getroffen und als zu dem Zeitpunkt verkündet, in dem der Angriff begonnen hat. Der Bundespräsident gibt diesen Zeitpunkt bekannt, sobald die Umstände es zulassen.
<br>(5) Ist die Feststellung des Verteidigungsfalles verkündet und wird das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen, so kann der Bundespräsident völkerrechtliche Erklärungen über das Bestehen des Verteidigungsfalles mit Zustimmung des Bundestages abgeben. Unter den Voraussetzungen des Absatzes 2 tritt an die Stelle des Bundestages der Gemeinsame Ausschuß.
=== Artikel 115b [Kommandogewalt des Bundeskanzlers] ===
Mit der Verkündung des Verteidigungsfalles geht die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte auf den Bundeskanzler über.
=== Artikel 115c [Erweiterung der Gesetzgebungskompetenz des Bundes] ===
(1) Der Bund hat für den Verteidigungsfall das Recht der konkurrierenden Gesetzgebung auch auf den Sachgebieten, die zur Gesetzgebungszuständigkeit der Länder gehören. Diese Gesetze bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
<br>(2) Soweit es die Verhältnisse während des Verteidigungsfalles erfordern, kann durch Bundesgesetz für den Verteidigungsfall
1. bei Enteignungen abweichend von Artikel 14 Abs. 3 Satz 2 die Entschädigung vorläufig geregelt werden,
2. für Freiheitsentziehungen eine von Artikel 104 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3 Satz 1 abweichende Frist, höchstens jedoch eine solche von vier Tagen, für den Fall festgesetzt werden, daß ein Richter nicht innerhalb der für Normalzeiten geltenden Frist tätig werden konnte.
<br>(3) Soweit es zur Abwehr eines gegenwärtigen oder unmittelbar drohenden Angriffs erforderlich ist, kann für den Verteidigungsfall durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates die Verwaltung und das Finanzwesen des Bundes und der Länder abweichend von den Abschnitten VIII, VIII a und X geregelt werden, wobei die Lebensfähigkeit der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht, zu wahren ist.
<br>(4) Bundesgesetze nach den Absätzen 1 und 2 Nr. 1 dürfen zur Vorbereitung ihres Vollzuges schon vor Eintritt des Verteidigungsfalles angewandt werden.
=== Artikel 115d [Dringliche Gesetzesvorlagen] ===
(1) Für die Gesetzgebung des Bundes gilt im Verteidigungsfalle abweichend von Artikel 76 Abs. 2, Artikel 77 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 bis 4, Artikel 78 und Artikel 82 Abs. 1 die Regelung der Absätze 2 und 3.
<br>(2) Gesetzesvorlagen der Bundesregierung, die sie als dringlich bezeichnet, sind gleichzeitig mit der Einbringung beim Bundestage dem Bundesrate zuzuleiten. Bundestag und Bundesrat beraten diese Vorlagen unverzüglich gemeinsam. Soweit zu einem Gesetze die Zustimmung des Bundesrates erforderlich ist, bedarf es zum Zustandekommen des Gesetzes der Zustimmung der Mehrheit seiner Stimmen. Das Nähere regelt eine Geschäftsordnung, die vom Bundestage beschlossen wird und der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
<br>(3) Für die Verkündung der Gesetze gilt Artikel 115a Abs. 3 Satz 2 entsprechend.
=== Artikel 115e [Gemeinsamer Ausschuß] ===
(1) Stellt der Gemeinsame Ausschuß im Verteidigungsfalle mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, mindestens mit der Mehrheit seiner Mitglieder fest, daß dem rechtzeitigen Zusammentritt des Bundestages unüberwindliche Hindernisse entgegenstehen oder daß dieser nicht beschlußfähig ist, so hat der Gemeinsame Ausschuß die Stellung von Bundestag und Bundesrat und nimmt deren Rechte einheitlich wahr.
<br>(2) Durch ein Gesetz des Gemeinsamen Ausschusses darf das Grundgesetz weder geändert noch ganz oder teilweise außer Kraft oder außer Anwendung gesetzt werden. Zum Erlaß von Gesetzen nach Artikel 23 Abs. 1 Satz 2, Artikel 24 Abs. 1 oder Artikel 29 ist der Gemeinsame Ausschuß nicht befugt.
=== Artikel 115f [Einsatz des Bundesgrenzschutzes - Erweiterte Weisungsbefugnis] ===
(1) Die Bundesregierung kann im Verteidigungsfalle, soweit es die Verhältnisse erfordern,
1. den Bundesgrenzschutz im gesamten Bundesgebiete einsetzen;
2. außer der Bundesverwaltung auch den Landesregierungen und, wenn sie es für dringlich erachtet, den Landesbehörden Weisungen erteilen und diese Befugnis auf von ihr zu bestimmende Mitglieder der Landesregierungen übertragen.
<br>(2) Bundestag, Bundesrat und der Gemeinsame Ausschuß sind unverzüglich von den nach Absatz 1 getroffenen Maßnahmen zu unterrichten.
=== Artikel 115g [Bundesverfassungsgericht] ===
Die verfassungsmäßige Stellung und die Erfüllung der verfassungsmäßigen Aufgaben des Bundesverfassungsgerichtes und seiner Richter dürfen nicht beeinträchtigt werden. Das Gesetz über das Bundesverfassungsgericht darf durch ein Gesetz des Gemeinsamen Ausschusses nur insoweit geändert werden, als dies auch nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichtes zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gerichtes erforderlich ist. Bis zum Erlaß eines solchen Gesetzes kann das Bundesverfassungsgericht die zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit des Gerichtes erforderlichen Maßnahmen treffen. Beschlüsse nach Satz 2 und Satz 3 faßt das Bundesverfassungsgericht mit der Mehrheit der anwesenden Richter.
=== Artikel 115h [Ablaufende Wahlperioden und Amtszeiten] ===
(1) Während des Verteidigungsfalles ablaufende Wahlperioden des Bundestages oder der Volksvertretungen der Länder enden sechs Monate nach Beendigung des Verteidigungsfalles. Die im Verteidigungsfalle ablaufende Amtszeit des Bundespräsidenten sowie bei vorzeitiger Erledigung seines Amtes die Wahrnehmung seiner Befugnisse durch den Präsidenten des Bundesrates enden neun Monate nach Beendigung des Verteidigungsfalles. Die im Verteidigungsfalle ablaufende Amtszeit eines Mitgliedes des Bundesverfassungsgerichtes endet sechs Monate nach Beendigung des Verteidigungsfalles.
<br>(2) Wird eine Neuwahl des Bundeskanzlers durch den Gemeinsamen Ausschuß erforderlich, so wählt dieser einen neuen Bundeskanzler mit der Mehrheit seiner Mitglieder; der Bundespräsident macht dem Gemeinsamen Ausschuß einen Vorschlag. Der Gemeinsame Ausschuß kann dem Bundeskanzler das Mißtrauen nur dadurch aussprechen, daß er mit der Mehrheit von zwei Dritteln seiner Mitglieder einen Nachfolger wählt.
<br>(3) Für die Dauer des Verteidigungsfalles ist die Auflösung des Bundestages ausgeschlossen.
=== Artikel 115i [Maßnahmenbefugnis der Landesregierungen] ===
(1) Sind die zuständigen Bundesorgane außerstande, die notwendigen Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr zu treffen, und erfordert die Lage unabweisbar ein sofortiges selbständiges Handeln in einzelnen Teilen des Bundesgebietes, so sind die Landesregierungen oder die von ihnen bestimmten Behörden oder Beauftragten befugt, für ihren Zuständigkeitsbereich Maßnahmen im Sinne des Artikels 115f Abs. 1 zu treffen.
<br>(2) Maßnahmen nach Absatz 1 können durch die Bundesregierung, im Verhältnis zu Landesbehörden und nachgeordneten Bundesbehörden auch durch die Ministerpräsidenten der Länder, jederzeit aufgehoben werden.
=== Artikel 115k [Rang und Geltungsdauer von Notstandsbestimmungen] ===
(1) Für die Dauer ihrer Anwendbarkeit setzen Gesetze nach den Artikeln 115c , 115e und 115g und Rechtsverordnungen, die auf Grund solcher Gesetze ergehen, entgegenstehendes Recht außer Anwendung. Dies gilt nicht gegenüber früherem Recht, das auf Grund der Artikel 115c , 115e und 115g erlassen worden ist.
<br>(2) Gesetze, die der Gemeinsame Ausschuß beschlossen hat, und Rechtsverordnungen, die auf Grund solcher Gesetze ergangen sind, treten spätestens sechs Monate nach Beendigung des Verteidigungsfalles außer Kraft.
<br>(3) Gesetze, die von den Artikeln 91a , 91b , 104a , 106 und 107 abweichende Regelungen enthalten, gelten längstens bis zum Ende des zweiten Rechnungsjahres, das auf die Beendigung des Verteidigungsfalles folgt. Sie können nach Beendigung des Verteidigungsfalles durch Bundesgesetz mit Zustimmung des Bundesrates geändert werden, um zu der Regelung gemäß den Abschnitten VIII a und X überzuleiten.
=== Artikel 115l [Aufhebung außerordentlicher Maßnahmen - Friedensschluß] ===
(1) Der Bundestag kann jederzeit mit Zustimmung des Bundesrates Gesetze des Gemeinsamen Ausschusses aufheben. Der Bundesrat kann verlangen, daß der Bundestag hierüber beschließt. Sonstige zur Abwehr der Gefahr getroffene Maßnahmen des Gemeinsamen Ausschusses oder der Bundesregierung sind aufzuheben, wenn der Bundestag und der Bundesrat es beschließen.
<br>(2) Der Bundestag kann mit Zustimmung des Bundesrates jederzeit durch einen vom Bundespräsidenten zu verkündenden Beschluß den Verteidigungsfall für beendet erklären. Der Bundesrat kann verlangen, daß der Bundestag hierüber beschließt. Der Verteidigungsfall ist unverzüglich für beendet zu erklären, wenn die Voraussetzungen für seine Feststellung nicht mehr gegeben sind.
<br>(3) Über den Friedensschluß wird durch Bundesgesetz entschieden.
== XI. Übergangs- und Schlußbestimmungen ==
=== Artikel 116 [Begriff "Deutscher" - Wiedereinbürgerung] ===
(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat.
<br>(2) Frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist, und ihre Abkömmlinge sind auf Antrag wieder einzubürgern. Sie gelten als nicht ausgebürgert, sofern sie nach dem 8. Mai 1945 ihren Wohnsitz in Deutschland genommen haben und nicht einen entgegengesetzten Willen zum Ausdruck gebracht haben.
=== Artikel 117 [Aussetzung des Inkrafttretens zweier Grundrechte] ===
(1) Das dem Artikel 3 Abs. 2 entgegenstehende Recht bleibt bis zu seiner Anpassung an diese Bestimmung des Grundgesetzes in Kraft, jedoch nicht länger als bis zum 31. März 1953.
<br>(2) Gesetze, die das Recht der Freizügigkeit mit Rücksicht auf die gegenwärtige Raumnot einschränken, bleiben bis zu ihrer Aufhebung durch Bundesgesetz in Kraft.
=== Artikel 118 [Neugliederung von Baden und Württemberg] ===
Die Neugliederung in dem die Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern umfassenden Gebiete kann abweichend von den Vorschriften des Artikels 29 durch Vereinbarung der beteiligten Länder erfolgen. Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, so wird die Neugliederung durch Bundesgesetz geregelt, das eine Volksbefragung vorsehen muß.
=== Artikel 118a [Neugliederung von Berlin und Brandenburg] ===
Die Neugliederung in dem die Länder Berlin und Brandenburg umfassenden Gebiet kann abweichend von den Vorschriften des Artikels 29 unter Beteiligung ihrer Wahlberechtigten durch Vereinbarung beider Länder erfolgen.
=== Artikel 119 [Flüchtlinge und Vertriebene] ===
In Angelegenheiten der Flüchtlinge und Vertriebenen, insbesondere zu ihrer Verteilung auf die Länder, kann bis zu einer bundesgesetzlichen Regelung die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates Verordnungen mit Gesetzeskraft erlassen. Für besondere Fälle kann dabei die Bundesregierung ermächtigt werden, Einzelweisungen zu erteilen. Die Weisungen sind außer bei Gefahr im Verzuge an die obersten Landesbehörden zu richten.
=== Artikel 120 [Besatzungskosten - Kriegsfolgelasten] ===
(1) Der Bund trägt die Aufwendungen für Besatzungskosten und die sonstigen inneren und äußeren Kriegsfolgelasten nach näherer Bestimmung von Bundesgesetzen. Soweit diese Kriegsfolgelasten bis zum 1. Oktober 1969 durch Bundesgesetze geregelt worden sind, tragen Bund und Länder im Verhältnis zueinander die Aufwendungen nach Maßgabe dieser Bundesgesetze. Soweit Aufwendungen für Kriegsfolgelasten, die in Bundesgesetzen weder geregelt worden sind noch geregelt werden, bis zum 1. Oktober 1965 von den Ländern, Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) oder sonstigen Aufgabenträgern, die Aufgaben von Ländern oder Gemeinden erfüllen, erbracht worden sind, ist der Bund zur Übernahme von Aufwendungen dieser Art auch nach diesem Zeitpunkt nicht verpflichtet. Der Bund trägt die Zuschüsse zu den Lasten der Sozialversicherung mit Einschluß der Arbeitslosenversicherung und der Arbeitslosenhilfe. Die durch diesen Absatz geregelte Verteilung der Kriegsfolgelasten auf Bund und Länder lässt die gesetzliche Regelung von Entschädigungsansprüchen für Kriegsfolgen unberührt.
<br>(2) Die Einnahmen gehen auf den Bund zu demselben Zeitpunkte über, an dem der Bund die Ausgaben übernimmt.
=== Artikel 120a [Lastenausgleich] ===
(1) Die Gesetze, die der Durchführung des Lastenausgleichs dienen, können mit Zustimmung des Bundesrates bestimmen, daß sie auf dem Gebiete der Ausgleichsleistungen teils durch den Bund, teils im Auftrage des Bundes durch die Länder ausgeführt werden und daß die der Bundesregierung und den zuständigen obersten Bundesbehörden auf Grund des Artikels 85 insoweit zustehenden Befugnisse ganz oder teilweise dem Bundesausgleichsamt übertragen werden. Das Bundesausgleichsamt bedarf bei Ausübung dieser Befugnisse nicht der Zustimmung des Bundesrates; seine Weisungen sind, abgesehen von den Fällen der Dringlichkeit, an die obersten Landesbehörden <br>(Landesausgleichsämter) zu richten.
<br>(2) Artikel 87 Abs. 3 Satz 2 bleibt unberührt.
=== Artikel 121 [Begriff "Mehrheit der Mitglieder"] ===
Mehrheit der Mitglieder des Bundestages und der Bundesversammlung im Sinne dieses Grundgesetzes ist die Mehrheit ihrer gesetzlichen Mitgliederzahl.
=== Artikel 122 [Zeitpunkt der Überleitung der Gesetzgebung] ===
(1) Vom Zusammentritt des Bundestages an werden die Gesetze ausschließlich von den in diesem Grundgesetze anerkannten gesetzgebenden Gewalten beschlossen.
<br>(2) Gesetzgebende und bei der Gesetzgebung beratend mitwirkende Körperschaften, deren Zuständigkeit nach Absatz 1 endet, sind mit diesem Zeitpunkt aufgelöst.
=== Artikel 123 [Fortgeltung bisherigen Rechts] ===
(1) Recht aus der Zeit vor dem Zusammentritt des Bundestages gilt fort, soweit es dem Grundgesetze nicht widerspricht.
<br>(2) Die vom Deutschen Reich abgeschlossenen Staatsverträge, die sich auf Gegenstände beziehen, für die nach diesem Grundgesetze die Landesgesetzgebung zuständig ist, bleiben, wenn sie nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen gültig sind und fortgelten, unter Vorbehalt aller Rechte und Einwendungen der Beteiligten in Kraft, bis neue Staatsverträge durch die nach diesem Grundgesetze zuständigen Stellen abgeschlossen werden oder ihre Beendigung auf Grund der in ihnen enthaltenen Bestimmungen anderweitig erfolgt.
=== Artikel 124 [Fortgeltendes Recht der ausschließlichen Gesetzgebung] ===
Recht, das Gegenstände der ausschließlichen Gesetzgebung des Bundes betrifft, wird innerhalb seines Geltungsbereiches Bundesrecht.
=== Artikel 125 [Fortgeltendes Recht der konkurrierenden Gesetzgebung] ===
Recht, das Gegenstände der konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes betrifft, wird innerhalb seines Geltungsbereiches Bundesrecht,
1. soweit es innerhalb einer oder mehrerer Besatzungszonen einheitlich gilt,
2. soweit es sich um Recht handelt, durch das nach dem 8. Mai 1945 früheres Reichsrecht abgeändert worden ist.
=== Artikel 125a [Weitergeltung alten Bundesrechts] ===
(1) Recht, das als Bundesrecht erlassen worden ist, aber wegen Änderung des Artikels 74 Abs. 1 oder des Artikels 75 Abs. 1 nicht mehr als Bundesrecht erlassen werden könnte, gilt als Bundesrecht fort. Es kann durch Landesrecht ersetzt werden.
<br>(2) Recht, das auf Grund des Artikels 72 Abs. 2 in der bis zum 15. November 1994 geltenden Fassung erlassen worden ist, gilt als Bundesrecht fort. Durch Bundesgesetz kann bestimmt werden, daß es durch Landesrecht ersetzt werden kann. Entsprechendes gilt für Bundesrecht, das vor diesem Zeitpunkt erlassen worden ist und das nach Artikel 75 Abs. 2 nicht mehr erlassen werden könnte.
=== Artikel 126 [Entscheidung über Fortgelten von Recht als Bundesrecht] ===
Meinungsverschiedenheiten über das Fortgelten von Recht als Bundesrecht entscheidet das Bundesverfassungsgericht.
=== Artikel 127 [Rechtsangleichung in der französischen Zone und in Berlin] ===
Die Bundesregierung kann mit Zustimmung der Regierungen der beteiligten Länder Recht der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, soweit es nach === Artikel 124 oder 125 als Bundesrecht fortgilt, innerhalb eines Jahres nach Verkündung dieses Grundgesetzes in den Ländern Baden, Groß-Berlin, Rheinland-Pfalz und Württemberg-Hohenzollern in Kraft setzen.
=== Artikel 128 [Fortgeltende Weisungsrechte] ===
Soweit fortgeltendes Recht Weisungsrechte im Sinne des Artikels 84 Abs. 5 vorsieht, bleiben sie bis zu einer anderweitigen gesetzlichen Regelung bestehen.
=== Artikel 129 [Ermächtigungen in fortgeltendem Recht] ===
(1) Soweit in Rechtsvorschriften, die als Bundesrecht fortgelten, eine Ermächtigung zum Erlasse von Rechtsverordnungen oder allgemeinen Verwaltungsvorschriften sowie zur Vornahme von Verwaltungsakten enthalten ist, geht sie auf die nunmehr sachlich zuständigen Stellen über. In Zweifelsfällen entscheidet die Bundesregierung im Einvernehmen mit dem Bundesrate; die Entscheidung ist zu veröffentlichen.
<br>(2) Soweit in Rechtsvorschriften, die als Landesrecht fortgelten, eine solche Ermächtigung enthalten ist, wird sie von den nach Landesrecht zuständigen Stellen ausgeübt.
<br>(3) Soweit Rechtsvorschriften im Sinne der Absätze 1 und 2 zu ihrer Änderung oder Ergänzung oder zum Erlaß von Rechtsvorschriften an Stelle von Gesetzen ermächtigen, sind diese Ermächtigungen erloschen.
<br>(4) Die Vorschriften der Absätze 1 und 2 gelten entsprechend, soweit in Rechtsvorschriften auf nicht mehr geltende Vorschriften oder nicht mehr bestehende Einrichtungen verwiesen ist.
=== Artikel 130 [Übernahme bestehender Verwaltungseinrichtungen] ===
(1) Verwaltungsorgane und sonstige der öffentlichen Verwaltung oder Rechtspflege dienende Einrichtungen, die nicht auf Landesrecht oder Staatsverträgen zwischen Ländern beruhen, sowie die Betriebsvereinigung der südwestdeutschen Eisenbahnen und der Verwaltungsrat für das Post- und Fernmeldewesen für das französische Besatzungsgebiet unterstehen der Bundesregierung. Diese regelt mit Zustimmung des Bundesrates die Überführung, Auflösung oder Abwicklung.
<br>(2) Oberster Disziplinarvorgesetzter der Angehörigen dieser Verwaltungen und Einrichtungen ist der zuständige Bundesminister.
<br>(3) Nicht landesunmittelbare und nicht auf Staatsverträgen zwischen den Ländern beruhende Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechtes unterstehen der Aufsicht der zuständigen obersten Bundesbehörde.
=== Artikel 131 [Ehemalige Angehörige des öffentlichen Dienstes] ===
Die Rechtsverhältnisse von Personen einschließlich der Flüchtlinge und Vertriebenen, die am 8. Mai 1945 im öffentlichen Dienste standen, aus anderen als beamten- oder tarifrechtlichen Gründen ausgeschieden sind und bisher nicht oder nicht ihrer früheren Stellung entsprechend verwendet werden, sind durch Bundesgesetz zu regeln. Entsprechendes gilt für Personen einschließlich der Flüchtlinge und Vertriebenen, die am 8. Mai 1945 versorgungsberechtigt waren und aus anderen als beamten- oder tarifrechtlichen Gründen keine oder keine entsprechende Versorgung mehr erhalten. Bis zum Inkrafttreten des Bundesgesetzes können vorbehaltlich anderweitiger landesrechtlicher Regelung Rechtsansprüche nicht geltend gemacht werden.
=== Artikel 132 [Pensionierung von Beamten] ===
(1) Beamte und Richter, die im Zeitpunkte des Inkrafttretens dieses Grundgesetzes auf Lebenszeit angestellt sind, können binnen sechs Monaten nach dem ersten Zusammentritt des Bundestages in den Ruhestand oder Wartestand oder in ein Amt mit niedrigerem Diensteinkommen versetzt werden, wenn ihnen die persönliche oder fachliche Eignung für ihr Amt fehlt. Auf Angestellte, die in einem unkündbaren Dienstverhältnis stehen, findet diese Vorschrift entsprechende Anwendung. Bei Angestellten, deren Dienstverhältnis kündbar ist, können über die tarifmäßige Regelung hinausgehende Kündigungsfristen innerhalb der gleichen Frist aufgehoben werden.
<br>(2) Diese Bestimmung findet keine Anwendung auf Angehörige des öffentlichen Dienstes, die von den Vorschriften über die "Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus" nicht betroffen oder die anerkannte Verfolgte des Nationalsozialismus sind, sofern nicht ein wichtiger Grund in ihrer Person vorliegt.
<br>(3) Den Betroffenen steht der Rechtsweg gemäß Artikel 19 Abs. 4 offen.
<br>(4) Das Nähere bestimmt eine Verordnung der Bundesregierung, die der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 133 [Rechtsnachfolge der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes] ===
Der Bund tritt in die Rechte und Pflichten der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes ein.
=== Artikel 134 [Überleitung des Reichsvermögens] ===
(1) Das Vermögen des Reiches wird grundsätzlich Bundesvermögen.
<br>(2) Soweit es nach seiner ursprünglichen Zweckbestimmung überwiegend für Verwaltungsaufgaben bestimmt war, die nach diesem Grundgesetze nicht Verwaltungsaufgaben des Bundes sind, ist es unentgeltlich auf die nunmehr zuständigen Aufgabenträger und, soweit es nach seiner gegenwärtigen, nicht nur vorübergehenden Benutzung Verwaltungsaufgaben dient, die nach diesem Grundgesetze nunmehr von den Ländern zu erfüllen sind, auf die Länder zu übertragen. Der Bund kann auch sonstiges Vermögen den Ländern übertragen.
<br>(3) Vermögen, das dem Reich von den Ländern und Gemeinden <br>(Gemeindeverbänden) unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, wird wiederum Vermögen der Länder und Gemeinden <br>(Gemeindeverbände), soweit es nicht der Bund für eigene Verwaltungsaufgaben benötigt.
<br>(4) Das Nähere regelt ein Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 135 [Vermögensregelung bei Wechsel der Landeszugehörigkeit] ===
(1) Hat sich nach dem 8. Mai 1945 bis zum Inkrafttreten dieses Grundgesetzes die Landeszugehörigkeit eines Gebietes geändert, so steht in diesem Gebiete das Vermögen des Landes, dem das Gebiet angehört hat, dem Lande zu, dem es jetzt angehört.
<br>(2) Das Vermögen nicht mehr bestehender Länder und nicht mehr bestehender anderer Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechtes geht, soweit es nach seiner ursprünglichen Zweckbestimmung überwiegend für Verwaltungsaufgaben bestimmt war, oder nach seiner gegenwärtigen, nicht nur vorübergehenden Benutzung überwiegend Verwaltungsaufgaben dient, auf das Land oder die Körperschaft oder Anstalt des öffentlichen Rechtes über, die nunmehr diese Aufgaben erfüllen.
<br>(3) Grundvermögen nicht mehr bestehender Länder geht einschließlich des Zubehörs, soweit es nicht bereits zu Vermögen im Sinne des Absatzes 1 gehört, auf das Land über, in dessen Gebiet es belegen ist.
<br>(4) Sofern ein überwiegendes Interesse des Bundes oder das besondere Interesse eines Gebietes es erfordert, kann durch Bundesgesetz eine von den Absätzen 1 bis 3 abweichende Regelung getroffen werden.
<br>(5) Im übrigen wird die Rechtsnachfolge und die Auseinandersetzung, soweit sie nicht bis zum 1. Januar 1952 durch Vereinbarung zwischen den beteiligten Ländern oder Körperschaften oder Anstalten des öffentlichen Rechtes erfolgt, durch Bundesgesetz geregelt, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
<br>(6) Beteiligungen des ehemaligen Landes Preußen an Unternehmen des privaten Rechtes gehen auf den Bund über. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz, das auch Abweichendes bestimmen kann.
<br>(7) Soweit über Vermögen, das einem Lande oder einer Körperschaft oder Anstalt des öffentlichen Rechtes nach den Absätzen 1 bis 3 zufallen würde, von dem danach Berechtigten durch ein Landesgesetz, auf Grund eines Landesgesetzes oder in anderer Weise bei Inkrafttreten des Grundgesetzes verfügt worden war, gilt der Vermögensübergang als vor der Verfügung erfolgt.
=== Artikel 135a [Alte Verbindlichkeiten] ===
(1) Durch die in Artikel 134 Abs. 4 und Artikel 135 Abs. 5 vorbehaltene Gesetzgebung des Bundes kann auch bestimmt werden, daß nicht oder nicht in voller Höhe zu erfüllen sind
1. Verbindlichkeiten des Reiches sowie Verbindlichkeiten des ehemaligen Landes Preußen und sonstiger nicht mehr bestehender Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts,
2. Verbindlichkeiten des Bundes oder anderer Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, welche mit dem Übergang von Vermögenswerten nach Artikel 89 , 90 , 134 und 135 im Zusammenhang stehen, und Verbindlichkeiten dieser Rechtsträger, die auf Maßnahmen der in Nummer 1 bezeichneten Rechtsträger beruhen,
3. Verbindlichkeiten der Länder und Gemeinden (Gemeindeverbände), die aus Maßnahmen entstanden sind, welche diese Rechtsträger vor dem 1. August 1945 zur Durchführung von Anordnungen der Besatzungsmächte oder zur Beseitigung eines kriegsbedingten Notstandes im Rahmen dem Reich obliegender oder vom Reich übertragener Verwaltungsaufgaben getroffen haben.
<br>(2) Absatz 1 findet entsprechende Anwendung auf Verbindlichkeiten der Deutschen Demokratischen Republik oder ihrer Rechtsträger sowie auf Verbindlichkeiten des Bundes oder anderer Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, die mit dem Übergang von Vermögenswerten der Deutschen Demokratischen Republik auf Bund, Länder und Gemeinden im Zusammenhang stehen, und auf Verbindlichkeiten, die auf Maßnahmen der Deutschen Demokratischen Republik oder ihrer Rechtsträger beruhen.
=== Artikel 136 [Erster Zusammentritt des Bundesrates] ===
(1) Der Bundesrat tritt erstmalig am Tage des ersten Zusammentrittes des Bundestages zusammen.
<br>(2) Bis zur Wahl des ersten Bundespräsidenten werden dessen Befugnisse von dem Präsidenten des Bundesrates ausgeübt. Das Recht der Auflösung des Bundestages steht ihm nicht zu.
=== Artikel 137 [Wählbarkeit von öffentlich Bediensteten] ===
(1) Die Wählbarkeit von Beamten, Angestellten des öffentlichen Dienstes, Berufssoldaten, freiwilligen Soldaten auf Zeit und Richtern im Bund, in den Ländern und den Gemeinden kann gesetzlich beschränkt werden.
<br>(2) Für die Wahl des ersten Bundestages, der ersten Bundesversammlung und des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik gilt das vom Parlamentarischen Rat zu beschließende Wahlgesetz.
<br>(3) Die dem Bundesverfassungsgerichte gemäß Artikel 41 Abs. 2 zustehende Befugnis wird bis zu seiner Errichtung von dem Deutschen Obergericht für das Vereinigte Wirtschaftsgebiet wahrgenommen, das nach Maßgabe seiner Verfahrensordnung entscheidet.
=== Artikel 138 [Süddeutsches Notariat] ===
Änderungen der Einrichtungen des jetzt bestehenden Notariats in den Ländern Baden, Bayern, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern bedürfen der Zustimmung der Regierungen dieser Länder.
=== Artikel 139 [Fortgelten der Vorschriften über Entnazifizierung] ===
Die zur "Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und Militarismus" erlassenen Rechtsvorschriften werden von den Bestimmungen dieses Grundgesetzes nicht berührt.
=== Artikel 140 [Recht der Religionsgemeinschaften] ===
Die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 sind Bestandteil dieses Grundgesetzes.
=== Artikel 141 ["Bremer Klausel"] ===
Artikel 7 Abs. 3 Satz 1 findet keine Anwendung in einem Lande, in dem am 1. Januar 1949 eine andere landesrechtliche Regelung bestand.
=== Artikel 142 [Vorbehalt zugunsten landesrechtlicher Grundrechte] ===
Ungeachtet der Vorschrift des Artikels 31 bleiben Bestimmungen der Landesverfassungen auch insoweit in Kraft, als sie in Übereinstimmung mit den Artikeln 1 bis 18 dieses Grundgesetzes Grundrechte gewährleisten.
=== Artikel 142a ===
<br>(aufgehoben)
=== Artikel 143 [Geltungsdauer von Abweichungen] ===
(1) Recht in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrags genannten Gebiet kann längstens bis zum 31. Dezember 1992 von Bestimmungen dieses Grundgesetzes abweichen, soweit und solange infolge der unterschiedlichen Verhältnisse die völlige Anpassung an die grundgesetzliche Ordnung noch nicht erreicht werden kann. Abweichungen dürfen nicht gegen Artikel 19 Abs. 2 verstoßen und müssen mit den in Artikel 79 Abs. 3 genannten Grundsätzen vereinbar sein.
<br>(2) Abweichungen von den Abschnitten II, VIII, VIII a, IX, X und XI sind längstens bis zum 31. Dezember 1995 zulässig.
<br>(3) Unabhängig von Absatz 1 und 2 haben Artikel 41 des Einigungsvertrags und Regelungen zu seiner Durchführung auch insoweit Bestand, als sie vorsehen, daß Eingriffe in das Eigentum auf dem in Artikel 3 dieses Vertrags genannten Gebiet nicht mehr rückgängig gemacht werden.
=== Artikel 143a [Ausschließliche Gesetzgebung bei Bundeseisenbahnen] ===
(1) Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebung über alle Angelegenheiten, die sich aus der Umwandlung der in bundeseigener Verwaltung geführten Bundeseisenbahnen in Wirtschaftsunternehmen ergeben. Artikel 87e Abs. 5 findet entsprechende Anwendung. Beamte der Bundeseisenbahnen können durch Gesetz unter Wahrung ihrer Rechtsstellung und der Verantwortung des Dienstherrn einer privat-rechtlich organisierten Eisenbahn des Bundes zur Dienstleistung zugewiesen werden.
<br>(2) Gesetze nach Absatz 1 führt der Bund aus.
<br>(3) Die Erfüllung der Aufgaben im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs der bisherigen Bundeseisenbahnen ist bis zum 31. Dezember 1995 Sache des Bundes. Dies gilt auch für die entsprechenden Aufgaben der Eisenbahnverkehrsverwaltung. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf.
=== Artikel 143b [Umwandlung der Deutschen Bundespost] ===
(1) Das Sondervermögen Deutsche Bundespost wird nach Maßgabe eines Bundesgesetzes in Unternehmen privater Rechtsform umgewandelt. Der Bund hat die ausschließliche Gesetzgebung über alle sich hieraus ergebenden Angelegenheiten.
<br>(2) Die vor der Umwandlung bestehenden ausschließlichen Rechte des Bundes können durch Bundesgesetz für eine Übergangszeit den aus der Deutschen Bundespost POSTDIENST und der Deutschen Bundespost TELEKOM hervorgegangenen Unternehmen verliehen werden. Die Kapitalmehrheit am Nachfolgeunternehmen der Deutschen Bundespost POSTDIENST darf der Bund frühestens fünf Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes aufgeben. Dazu bedarf es eines Bundesgesetzes mit Zustimmung des Bundesrates.
<br>(3) Die bei der Deutschen Bundespost tätigen Bundesbeamten werden unter Wahrung ihrer Rechtsstellung und der Verantwortung des Dienstherrn bei den privaten Unternehmen beschäftigt. Die Unternehmen üben Dienstherrenbefugnisse aus. Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz.
=== Artikel 144 [Annahme des Grundgesetzes - Berlin] ===
(1) Dieses Grundgesetz bedarf der Annahme durch die Volksvertretungen in zwei Dritteln der deutschen Länder, in denen es zunächst gelten soll.
<br>(2) Soweit die Anwendung dieses Grundgesetzes in einem der in Artikel 23 aufgeführten Länder oder in einem Teile eines dieser Länder Beschränkungen unterliegt, hat das Land oder der Teil des Landes das Recht, gemäß Artikel 38 Vertreter in den Bundestag und gemäß Artikel 50 Vertreter in den Bundesrat zu entsenden.
=== Artikel 145 [Inkrafttreten des Grundgesetzes] ===
(1) Der Parlamentarische Rat stellt in öffentlicher Sitzung unter Mitwirkung der Abgeordneten Groß-Berlins die Annahme dieses Grundgesetzes fest, fertigt es aus und verkündet es.
<br>(2) Dieses Grundgesetz tritt mit Ablauf des Tages der Verkündung in Kraft.
<br>(3) Es ist im Bundesgesetzblatte zu veröffentlichen.
=== Artikel 146 [Geltungsdauer des Grundgesetzes] ===
Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Immissionen
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'''Immissionen''' im Sinne des [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]es sind auf
Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das
Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige
Sachgüter einwirkende [[Luftverunreinigungen]], [[Lärm|Geräusche]],
Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen
und ähnliche Umwelteinwirkungen.
Umgangssprachlich werden die Begriffe [[Immissionen]] und [[Emissionen]] häufig gleichbedeutend verwendet, per Definition sind sie allerdings klar voneinander zu unterscheiden, Beispiel Autobahn:
* Kraftfahrzeuge geben [[Emissionen]] wie Kohlendioxid, [[Feinstaub]], [[Stickoxide]], [[Lärm]] usw. an die Umwelt ab
* Anwohnner nehmen diese als [[Immissionen]] auf.
Die begriffliche Trennung ist notwendig, da Mess- bzw. Grenzwerte für Emissionen u. Immissionen sich deutlich voneinander unterscheiden.
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
0210971d226ebcaa452568099f5387740420916f
Investitionsrahmenplan
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Der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat am 9. Mai 2007 den '''Investitionsrahmenplan bis 2010''' für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes ('''IRP''') in seiner endgültigen Fassung vorgestellt. Mit dem IRP erfolgt die Priorisierung von Verkehrsprojekten des Bundesverkehrswegeplans 2003, die bis 2010 beplant werden sollen und bei denen mit einer Realisierung begonnen werden kann. Der IRP trifft hinsichtlich des konkreten Zeitpunktes der Realisierung einer Maßnahme keine detaillierten Festlegungen.
[http://www.bmvbs.de/Service/A-bis-Z/Investitionen-,2813.995026/Investitionsrahmenplan-bis-201.htm]
== IRP & A39 ==
Die Planung der A39 bleibt im Investitionsrahmenplan bis 2010 weitestgehend unberücksichtigt: Das umstrittene Teilstück von Wolfsburg nach Lüneburg fehlt gänzlich, eine Finanzierung der A39 ist damit bis zur IRP-Neuauflage im Jahr 2011 offen.
* [[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Investitionsrahmenplan|LZ vom 29.11.06 zum IRP]]
== Weblinks ==
* [[Media:Investitionsrahmen-plan-bis-2010-fuer-die-Verkehrsinfrastruktur-des-Bundes-IRP.pdf|Investitionsrahmenplan als PDF-Datei]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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IRP
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#REDIRECT [[Investitionsrahmenplan]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Klostertrasse
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#REDIRECT [[Vorzugsvariante]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Landes-Raumordnungsprogramm
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#REDIRECT [[Raumordnungsprogramm]]
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Landesplanerische Feststellung
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[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Landesraumordnungsprogramm
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#REDIRECT [[Raumordnungsprogramm]]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Linienbestimmung
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Die '''{{PAGENAME}}''' ist ein wesentlicher Schritt im [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]] zwischen [[Raumordnungsverfahren|Raumordnungs-]] und [[Planfeststellungsverfahren]].
* Die {{PAGENAME}} erfolgt durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) auf Grundlage der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]], Zitat: ''...werden die Unterlagen zum Bundesverkehrsministerium nach Berlin geschickt. Dort erfolgt bis Ende 2007 die Linienbestimmung - im Planungsmaßstab 1:25 000. Manthey: "Dann können sich immer noch Abweichungen von 100 bis 200 Metern ergeben - aber nicht nahe bebauter Flächen". Allerdings: "Andere Trassen spielen dann keine Rolle mehr".'' <br>[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Investitionsrahmenplan|[LZ 29.11.06]]]
* Gemäß [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 des Bundesfernstraßengesetzes]] wäre nach erfolgter landesplanerischer Feststellung die {{mark|'''Bestimmung der [[Linienführung]]'''}} durch das BMVBS {{mark|innerhalb einer Frist von drei Monaten}}, d.h. gesetzeskonform bis zum 29. November 2007 abzuschließen gewesen. Wie schon beim [[Raumordnungsverfahren]] konnte jedoch auch diese Frist nicht eingehalten werden. Erst Ende Oktober 2008, also mit fast einjähriger Verspätung wurde die [[Linienführung]] festgelegt. Erwartungsgemäß entsprach diese der vorab formulierten [[Vorzugsvariante]]. Die im [[Raumordnungsverfahren]] eingebrachten Stellungnahmen von Bürgern und Behörden hatten keine Neubewertung als Konsequenz.
* Im Fall der A 39 erfolgte mit der Linienbestimmung auch eine neue Berechnung des [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses.
* Die bestimmte Linienführung ist als Planungsentscheidung {{mark|verbindlich}} für alle öffentlichen Planungsträger und für die weitere Entwurfsbearbeitung ([[Planfeststellungsverfahren]]). [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C6620141_N6414294_L20_D0_I5213350.html]
* Nach der '''[[Linienbestimmung]]''' erfolgt das [[Planfeststellungsverfahren]], weiterer Verlauf s. [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]].
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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#REDIRECT [[Raumordnungsprogramm]]
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Luftverunreinigungen
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{|
| {{toc}}
| {{mark|"Der Schutz der Allgemeinheit vor [[Lärm]] und die '''Reinhaltung der Luft''' sind sicherzustellen."}}[[Raumordnungsgesetz#.C2.A7_2_Grunds.C3.A4tze_der_Raumordnung|<br>[§2 Raumordnungsgesetz]]]
|-
|}
[[Bild:Titel feinstaub.jpg|right|thumb|303px|'''Was ist Feinstaub und wie beeinträchtigt Feinstaub die menschliche Gesundheit?'''<br>Die 2008 vom Bundesumweltministerium veröffentlichte Broschüre gibt Antworten, die wir an dieser Stelle zitieren.<br>[Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Handeln gegen Feinstaub, Juli 2008]]]
== Feinstaub ==
=== Schädlich für unsere Gesundheit ===
Von allen Schadstoffen in der Atemluft belastet der Feinstaub unsere Gesundheit zurzeit am meisten. Darüber sind sich alle Experten einig. Die gemessenen Feinstaubkonzentrationen überschreiten trotz der bereits erzielten Minderungserfolge immer noch deutlich die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Schwellenwerte und die Grenzwerte der Europäischen Union.
Feinstaub kann das Herz-Kreislaufsystem und die Atemwege schädigen. Er steht im Verdacht, krebserzeugend zu sein. Nach Untersuchungen der WHO wird durch Feinstäube die durchschnittliche Lebenserwartung in der Europäischen Union im Mittel um 8,6 Monate und in Deutschland sogar um 10,2 Monate verkürzt. Die weitere Reduzierung dieser Belastung muss deshalb ein Schwerpunkt der Umweltpolitik sein.
=== Kleine Partikel - Große Wirkung ===
Als „Staub“ oder auch „Partikel“ werden – unabhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung und Größe – alle festen oder flüssigen Schwebstoffe bezeichnet, die in der uns umgebenden Luft enthalten sind. Für die menschliche Gesundheit sind die feinen Staubteilchen mit einem Durchmesser unter 10 Mikrometer (10 μm) von besonderer Bedeutung. Je kleiner die Feinstäube sind, umso größer ist ihre Fähigkeit, tief in die Atemwege einzudringen.
In Anlehnung an den amerikanischen Begriff für Feinstaub ''Particulate Matter'' (PM) wird Feinstaub mit einem Durchmesser unter 10 μm auch als "PM10" bezeichnet.
* [http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/215896?inPopup=true Zum Weiterlesen: Was ist Feinstaub? Eine interaktive Antwort in der ZDF-Mediathek]
=== Rechtlicher Rahmen ===
Der maximal erlaubte Feinstaubgehalt in der Luft sowie die Verpflichtung zur Durchführung von Minderungsmaßnahmen im Falle einer Grenzwertüberschreitung werden EU-weit durch so genannte Luftqualitätsrichtlinien festgelegt. Die Feinstaubgrenzwerte sind seit 2005 einzuhalten. Mit dem [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]] und der 22. Verordnung zur Durchführung des [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]es (Verordnung über Immissionswerte für Schadstoffe in der Luft – 22. BImSchV) wurden die Richtlinien in deutsches Recht umgesetzt. Zurzeit gilt ein PM10-Jahresgrenzwert von 40 μg/m³ und ein PM10-Tagesgrenzwert von 50 μg/m³ mit 35 zugelassenen Überschreitungen pro Jahr. In der neuen Luftqualitätsrichtlinie, die am 11. Juni 2008 in Kraft getreten ist, werden die geltenden Feinstaubgrenzwerte bestätigt und darüber hinaus zusätzliche Luftqualitätsstandards für die noch kleineren PM2.5-Feinstäube festgelegt, die ab 2010 schrittweise in Kraft gesetzt werden.
*[[Presseberichte_September_2007#27._September|Rechtliche Grundlagen]]
=== Aktuelles zum EU-Recht ===
'''Franz Alt:'''
* [http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&article:oid=a10609&template=article_detail.html EU-Gerichtshof: Gesundheit wichtiger als Autos]
* [http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&article:oid=a9018&template=article_detail.html Verbindliche Werte für Feinstaub in EU]
=== Aktuelle Belastungssituation ===
Die seit 2005 geltenden Feinstaubgrenzwerte können in Deutschland noch nicht überall eingehalten werden. So wurden im Jahre 2006 die PM10-Tagesmittelwerte an etwa 100 und im Jahre 2007 noch an 34 der insgesamt 415 Messstationen überschritten.
=== Feinstaub & A 39 ===
Zur Feinstaub-Problematik nimmt die Planungsbehörde auf der Basis der von ihnen durchgeführten Modellrechnungen wie folgt Stellung:
{{Kasten|1=
Die Berechnungen ... haben ... in geringem Umfang Konflikte der [[Variante GP 2-5/1]] und [[Variante GP 2-5/2|GP 2-5/2]] mit den geltenden Grenzwerten der 22. BImSchV ermittelt.
Die Vorbelastung mit Feinstaub liegt derzeit bei ca. 20 μg/m³ im Jahresmittel. Mit [[Variante GP 2-5/2]] erhöht sich die Belastung an der autobahnnächsten Bebauung von Moorfeld im
Jahr 2015 auf bis zu 31 μg/m³ im Jahresmittel und nähert sich somit dem Grenzwert von 40
μg/m³ nach 22. BImSchV. Bei [[Variante GP 2-5/1]] wurden bis zu 30 μg/m³ im Jahresmittel an
der autobahnnächsten Bebauung im Südwesten von Moorfeld ermittelt. Es sind jedoch keine
Gebäude von Überschreitungen des Jahresmittel-Grenzwertes betroffen. Eine Überschreitung
des Kurzzeitgrenzwertes von 50 μg/m³ als Tagesmittelwert für PM10-Konzentrationen
an mehr als 35 Tagen im Jahr ist nach derzeitigen konservativen Berechnungen jedoch bei
beiden Varianten nicht auszuschließen.
* Quelle: [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35577559_L20.pdf Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Umweltverträglichkeitsstudie zum Untervariantenvergleich GP2-5 neu, März 2007, S. 8.]}}
== Stickoxide ==
Stickoxide, kurz: NO<sub>x</sub>, umgangssprachlich auch ''nitrose Gase'' ist eine Sammelbezeichnung für chem. Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff, z.B. Distickstoffmonooxid, Lachgas, N<sub>2</sub>O.
=== Stickoxide und Straßenverkehr ===
Aufgrund steigender Fahrleistungen und zunehmender Anteile des Lkw-Verkehrs konnte der Anstieg der NO<sub>x</sub>-Emissionen im Straßenverkehr bisher nicht gestoppt werden.
Stickoxide entstehen bei der motorischen Verbrennung als unerwünschtes, jedoch unvermeidliches Nebenprodukt aus den in der Luft enthaltenen Gasen Stickstoff und Sauerstoff. Der NO<sub>x</sub>-Anteil im Abgas steigt mit zunehmenden Druck und Verbrennungstemperaturen. Um den den Kraftstoffverbrauch niedrig zu halten, arbeitet man jedoch mit höheren Verdichtungen und höheren Verbrennungstemperaturen im Motor, so dass eine Verringerung des Kraftstoffverbrauches durch hochverdichtete Motoren eine höhere NO<sub>x</sub>-Emission zur Folge hat.
Einen Ausweg aus dem Zielkonflikt zwischen niedrigem Kraftstoffverbrauch und niedrigen NO<sub>x</sub>-[[Emissionen]] bietet beim Ottomotor die Nachbehandlung des Abgases mit einem Katalysator, bei Diesel-Fahrzeugen vor allem die Abgasrückführung.
=== Stickoxide in der Atmosphäre ===
Die NO<sub>x</sub>-Emissionen sind besonders problematisch, weil aus ihnen unter Einwirkung von Sonnenlicht Ozon entsteht, Hauptbestandteil des Sommersmogs.
=== Stickoxide und A39 ===
Für die Stickoxide liegt die Vorbelastung derzeit ebenfalls bei ca. 20 μg/m³ im Jahresmittel.
Auch hier ergibt sich durch die [[Variante GP 2-5/2]] ein Anstieg der Belastung, so dass sich für einige autobahnnahe Gebäude eine Belastung knapp unterhalb des Grenzwertes von 40
μg/m³ ergibt. An einem Gebäude ist mit bis zu 42 μg/m³ im Jahresmittel eine geringfügige
Überschreitung des Grenzwertes im Jahre 2015 möglich.
* Quelle: [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35577559_L20.pdf Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: Umweltverträglichkeitsstudie zum Untervariantenvergleich GP2-5 neu, März 2007, S. 9.]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Lärm
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[[Bild:Laermschutz.jpg]]
[[Bild:Laermkarte Moorfeld.jpg|thumb|370px|[[Bild:Laermkarte Legende.jpg|left]]'''Auszug aus der Lärmkarte des Landes Niedersachsen''' [http://www.umweltkarten.niedersachsen.de/Laerm/].<br>Die Karte basiert auf den Zählungen und Berechnungen aus dem Jahr 2005.
]]
Das Thema Lärm ist eins der zentralen Themen, die uns hier in Moorfeld beschäftigen. Erschreckend ist die Tatsache, dass Grenzwerte auf Basis von durchschnittlichen Jahres-Lärmwerten ermittelt werden. Bezogen auf die Temperatur hahen wir in Lüneburg ca. 9 Grad durchschnittliche Jahrestemperatur - die 35 Grad im Sommer und -20 Grad im letzen Winter sind da auch schon drin. Temperatur kann man allerdings messen, Geräusche zu messen ist da schon wesentlich komplizierter. Um die nicht so triviale Berechnung ein wenig besser zu verstehen habe ich diesen sehr interressanten Link http://www.dalaerm.de des '''Deutschen Arbeitsrings für Lärmbekämpfung''' gefunden. Man beachte auch den '''db-Rechner''' unter dem gleichnamigen Menüpunkt.
== Leserbrief in der LZ zum Thema ==
http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/presse/2006-04-15-landeszeitung-02.gif
<br>
=Die Maßeinheit für Lärm=
Lärm wird [http://de.wikipedia.org/wiki/Dezibel Dezibel]
gemessen. Um dem Frequenzgang des menschlichen Gehörs zu berücksichtigen, werden [http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzbewertung Bewertungsfilter] verwendet. Auf dem Gebiet des Lärmschutzes wird die A-Bewertung verwendet, daher die Abkürzung db(A).<br>
<br>
Es handelt sich um eine logarithmische Skala, ein Dezibel ist ein zehntel Bel.<br>
Die Wahrnehmbarkeitsschwelle ist als ein Schalldruck von 1 definiert, was log(1) = 0 Bel = 0 dB entspricht.<br>
Man errechnet für den doppelten Schalldruck: log(2) Bel = 10 · log(2) dB = 3 dB<br>
Verdoppelt man den Schalldruck beispielsweise ausgehend von 60 dB, erhält man: <br>
10 · log(2 · 10 <sup>( 60 : 10 )</sup> ) dB = 10 · log(2 · 10 <sup>6</sup>) dB = 10 · log(2000000) dB = 10 · 6,3 dB = 63 dB.<br>
Der von einer Straße abgegebene Lärmpegel erhöht sich also bei Verdoppelung des Verkehrs um ca. 3 dB(A), der Höreindruck ist aber nicht doppelt so laut, sondern nur etwas lauter. Erst eine verzehnfachung des Verkehrs und damit eine Änderung des Lärm-Pegels um 10 dB(A) bewirkt einen doppelt hohen Lautstärke-Eindruck.<br>
=Grenzwerte für Lärm=
Lärmgrenzwerte beziehen sich auf Mittelungspegel am Tag (6:00 Uhr - 22:00 Uhr) und in der Nacht (22:00 Uhr bis 6:00 Uhr). Spitzenwerte wirken sich zwar auf den mittleren Lärmpegel aus, werden aber durch längere leisere Zeiträume kompensiert.<br>
Die laut [http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_16/ 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (16. BImSchV)] gültigen Lärm-Grenzwerte für reine und allgemeine Wohngebiete sowie Kleinsiedlungsgebiete betragen 59 dB(A) tagsüber und 49 dB(A) nachts.<br>
<br>
Die Lärmwerte werden grundsätzlich nicht gemessen, sondern aus Verkehrszahlen, Verkehrs-Zusammensetzung (LKW-Anteil) und Topologie (Höhenprofile von Landschaft, der Gebäuden, Lärmschutzwällen und -wänden) errechnet.<br>
Die Berechnungsvorschrift findet sich in [http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_16/anlage_1_8.html Anlage 1 zu §3 der 16. BImSchV].
<br>
=Die Lüneburger Ostumgehung im Bereich Moorfeld=
Schalltechnische Untersuchung aus dem Planfeststellungsverfahren der Ostumgehung von 1981: <br>
Im Bebauungsplan ist Moorfeld als reines und allgemeines Wohngebiet, sowie als Kleinsiedlungsgebiet eingestuft. Damit galten die Lärm-Immissions-Grenzwert von 60 dB(A) tagsüber und 50 dB(A) nachts. In allgemeinen Wohngebieten galten Grenzwerte von 65 dB(A) tagsüber und 55 dB(A) nachts.<br>
Die heutigen Berechnungsvorschriften sind etwas genauer als die damaligen. Die damaligen Grenzwerte für reine und allgemeine Wohngebiete sowie für Kleinsiedlungsgebiete entsprechen heute 62 dB(A) tagsüber und 52 dB(A) nachts.<br>
Laut Information des Hamburger Rechtsanwalts Günther bei der Informationsveranstaltung im Erbstorfer Restaurant "Lim's" am 20.2.2009 billigen Gerichte eine Überschreitung der Lärmgrenzwerte von bis zu 2,1 dB(A). Wenn es lauter ist, muss durch zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen die Einhaltung der damaligen Grenzwerte sichergestellt werden. Wenn es mehr als 3 dB(A) lauter ist, muss der Lärm sogar auf das Niveau abgesenkt werden, das für heutige Straßen-Neubauten gilt.<br>
Im [[Media:BVG_Urteil_2007_03_07.pdf|Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7.3.2007]] liegt die Grenze bei 3 dB(A) über dem "damaligen, nach methodisch korrekter Prognose zu erwarteten Beurteilungspegel", bei "Überschreitung der so genannten enteignungsrechtlichen Zumutbarkeitsschwelle" auch niedriger. Nach dem Urteil ist bei der Dimensionierung nachträglicher Lärmschutzmaßnahmen grundsätzlich das aktuell gültige Recht anzuwenden.<br>
==Verkehrsstärke==
Bei der Angabe von Verkehrszahlen gibt es zwei Kenngrößen:<br>
DTV: durchschnittliche täglicher Verkehrsstärke<br>
DTVW: durchschnittliche werktägliche Verkehrsstärke<br>
Bei Lärmberechnungen gemäß [http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_16/anlage_1_8.html Anlage 1 zu §3 der 16. BImSchV] wird wie oben erwähnt zwischen Tag (6:00 Uhr - 22:00 Uhr) und Nacht (22:00 Uhr bis 6:00 Uhr) unterschieden, dabei aber nicht ein durchschnittlicher Werktag betrachtet, sondern der Durchschnitt über alle Tage betrachtet. <br>
Bei den Lärmberechnungen im Planfeststellungsverfahren für die Lüneburger Ostumgehung 1981 wurde von einer DTV von 15000 Kfz/Tag ausgegangen. Bei dieser Verkehrsstärke und den damals realisierten Lärmschutzmaßnahmen wurde den Berechnungen zu Folge die damaligen Grenzwerte eingehalten.<br>
Bei einer Verkehrszählung des Landes Niedersachsen wurde 2005 auf der Lüneburger Ostumgehung zwischen B 216 (Dahlenburger Landstraße) und K 53 (Erbstorfer Landstraße) eine DTV von 37200 Kfz/Tag, zwischen K 53 und B 209 (Adendorf) eine DTV von 40600 Kfz/Tag gezählt. <br>
2008 wurden durch das Land Niedersachsen Lärmkarten veröffentlicht, die auf den Zahlen von 2005 basierten. Die Stadt Lüneburg kritisierte, dass nicht die bereits vorhandenen Berechnungen mit Daten aus dem Jahr 2007 verwendet wurden.
[[Presseberichte_Mai_2008#Landeszeitung_zu_den_vom_Land_Niedersachsen_ver.C3.B6ffentlichten_L.C3.A4rmkarten|Pressebericht (Landeszeitung 6.5.2008)]]
Die Zahlen von 2007 liegen der Stadt Lüneburg angeblich vor, die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erklärte jedoch, 2007 hätte es nur eine eintägige Plattenzählung in eine Richtung gegeben, die der Geschwindigkeitsüberprüfung diente und für Lärmberechnungen keine Aussagekraft besäße.
Hier der [[Media:Emailwechsel_Verkehrszahlen_2007.pdf|Emailwechsel mit dem Versuch, die Verkehrszahlen von 2007 zu erfragen]].
Die [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C52964104_L20.pdf Tischvorlage zur Projektkonferenz] A 39 - [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C52960637_N9684233_L20_D0_I5213350 Abschnitt 1] vom 22.1.2009 in Lüneburg nennt zwischen K 53 und B 209 für 2005 eine DTV von 43000 Kfz/Tag, zwischen K 53 und der Anschlussstelle Bleckeder Landstraße 42000 Kfz/Tag.<br>
Eine zusätzliche Zählung im September 2008, im Bereich Moorfeld ergab eine DTV von 37941 Kfz/Tag. Es wurde aber nicht verraten, ob zwischen den Anschlussstellen Adendorf und Ebensberg oder zwischen den Anschlussstellen Ebensberg und Stadtkoppel gezählt wurde.
==Lärmwerte==
Laut Mitteilung der Stadt Lüneburg (die Zahlen wurden durch Politiker des Lüneburger Stadtrates an die BI Lüne-Moorfeld übermittelt) betragen die aktuellen Lärmwerte im Bereich Moorfeld (berechnet aus einer Verkehrszählung im September 2008) 69,4 dB(A) tagsüber und 62 dB(A) nachts.<br>
Laut Mitteilung des Leiters der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Herrn Möller, gegenüber der Lüneburger Landeszeitung betragen die Lärmwerte in Moorfeld aktuell
[[Presseberichte_Juni_2009#Landeszeitung_zur_L.C3.A4rmsanierung_f.C3.BCr_die_Ostumgehung_im_Bereich_Moorfeld|(LZ, 13.6.2009)]] 72,3 dB(A) tagsüber und 65,8 dB(A) nachts.<br>
Hierbei handelt es sich um die Emissionspegel direkt an der Straße, nicht um die durch Lärmschutzmaßnahmen geminderten grenzwertrelevanten Mittelungspegel im Wohngebiet.<br>
Die Lärmkarten des Landes Niedersachsen weisen für die Ostumgehung einen Emmisionspegel von mehr als 75 db(A) aus (siehe Lärmkarte ganz oben).<br>
Die im Planfeststellungsverfahren von 1981 für das Jahr 2000 prognostizierten Emissonspegel im Bereich Moorfeld betrugen 69,4 dB(A) tagsüber und 62 dB(A) nachts. Damals wurden dann die Lärmschutzwälle so dimensioniert, dass an den meisten Wohnhäusern die Grenzwerte von 60/50 dB(A) eingehalten wurden. Einige Häuser bekamen zusätzlich passiven Schallschutz (siehe [[Ostumgehung#Planung_der_sogenannten_Ostumgehung|Planfeststellungsbeschluss Abschnitt 1 der Ostumgehung]]).
==Offenporiger Asphalt==
Bei der Sanierung der Fahrbahnoberfläche der Lüneburger sogenannten Ostumgehung im Bereich Moorfeld in Richtung Süden im Juli 2009 wurde offenporiger Asphalt verwendet. Laut Umweltbundesamt reduziert dieser Asphalt den Lärm um etwa 7 dB(A) ([http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2006/pd06-047.htm hier lesen]). Die Poren setzen sich aber nach einiger Zeit zu, die Dämpungswirkung lässt nach. Laut [http://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_16/anlage_1_8.html Anlage 1 zu §3 der 16. BImSchV] sind für dauerhaft wirksamen offenporigen Asphalt 3 dB(A) anzurechnen. Aufgrund der inzwischen erfolgten technischen Entwicklung der Straßenbeläge dürfen heute laut einem [[Media:verkehrsministerium20090331.pdf|Rundschreiben des Bundesverkehrsministriums]] für 8 Jahre 5 dB(A) angerechnet werden. <br>
Da offenporiger Asphalt auf der Lüneburger Ostumgehung im Bereich Moorfeld im Juli 2009 nur in einer Fahrtrichtung aufgetragen wurde, liegt die Lärmreduzierung bei deutlich weniger als 3 dB(A).<br>
<br>
== Planfeststellungsverfahren ==
Durch den Landkreis Lüneburg wurde ein Planfeststellungsverfahren für ergänzende Lärmschutzmaßnahmen an der Lüneburger Ostumgehung im Bereich Moorfeld eingeleitet. Die '''Planfeststellungsunterlagen''' wurden im August 2009 für vier Wochen in Bereich Umwelt der Stadt Lüneburg öffentlich ausgelegt:
[[Media:1. Erläuterungsbericht.pdf|1. Erläuterungsbericht]]
[[Media:2. Liste Grenzwertüberschreitungen.pdf|2. Liste der Grenzwertüberschreitungen]]
[[Media:3. Prognose 2015.pdf|3. Prognose 2015]]
[[Media:4. Berechnung West.pdf|4. Berechnung West]]
[[Media:5. Berechnung Ost.pdf|5. Berechnung Ost]]
[[Media:6. Anliegerplan.pdf|6. Anliegerplan]]
Außerdem gab es in den Planungsunterlagen
* ein Inhaltsverzeichnis
* Ein zweiseitiges Merkblatt mit den gesetzlichen Hintergründen
* Eine Übersichts-Karte
* Eine Liste mit allen Messpunkten, auch ohne Grenzwertüberschreitungen (ca. 20 Seiten, die Einträge daraus mit Grenzwertüberschreitungen sind oben unter Punkt 2 aufgeführt.)
Gegen diese Pläne konnten bis zum 16. September 2009 '''Einwendungen''' erhoben werden.
[[Media:20090911_Einwendung_Constien.pdf| Einwendung von Volker Constien]]
[[Media:20100125_Stellungnahme_Landkreis.pdf| Stellungnahme des Landkreises Lüneburg]]
Am 24.02.2010 fand ein Erörterungstermin statt, siehe
[[Presseberichte_Februar_2010#Landeszeitung_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.22L.C3.A4rmschutz_Ostumgehung.22_2 | Pressemeldung]]
== Tempo 80 auf der Ostumgehung? ==
Auf Antrag des Kreistags befasst sich der Verkehrsausschuss des Rates der Hansestadt Lüneburg mit dem Thema "Tempo 80 auf der Ostumgehung". Die Stadt hat dazu vorab Stellungnahmen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und der Polizei eingeholt.
Näheres (auch Links zur Vorlage und zu den Stellungnahmen) in der [[Presseberichte_November_2009#Landeszeitung_zu_den_Stellungnahmen_der_Beh.C3.B6rden_zum_Vorschlag_Tempo_80_auf_der_Ostumgehung|Pressemeldung]].
== Planfeststellung ==
Im vorliegenden Planfeststellungsbeschluss wurde vor allem zu dem Kritikpunkt des unzureichenden Prognosehorizonts (2015) das Zugeständnis gemacht, dass in dem Fall, dass der Bau der A39 bis zum 30.6.2015 nicht begonnen wurde, eine neue Untersuchung mit dem Prognosehorizont 2025 vorgelegt wird.
In Absprache mit Rechtsanwalt Günter wurde auf eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss verzichtet, so dass die beschlossenen Maßnahmen zügig umgesetzt werden können (siehe [[Presseberichte_April_2011#Landeszeitung_zum_erg.C3.A4nzenden_L.C3.A4rmschutz_an_der_Ostumgehung|Pressemeldung]]).
= Weblinks =
* [https://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/anlagen/vlschr97.pdf VLärmSchR 97- Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen auf www.Umweltbundesamt.de]
* [http://www.umweltbundesamt.de/laermprobleme/anlagen/bimschg.pdf Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz - BImSchG) auf www.Umweltbundesamt.de]
* [[Media:Stadta39laerm.pdf|Stadt Lüneburg (Auftraggeber); Bonk - Maire – Hoppmann GbR (BMH): Stellungnahme zur schalltechnischen Untersuchung Bereich Lüneburg]]
* INGENIEURBÜRO für IMMISSIONSSCHUTZ, Dipl.-Ing. Volker Meyer:<br> [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579215_L20.pdf Schalltechnische Untersuchung zum Variantenvergleich im Bereich Lüneburg]<br>im Auftrag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, vorgelegt am 23. März 2007.<br>Kernaussage: "''Für die Gesamtlärmsituation von Lüneburg ist [[Variante 502]] daher schalltechnisch die günstigste Lösung."''
* [http://www.bund.net/verkehr/themen/themen_5/themen_7.htm Material zum Thema beim BUND]
* [http://www.dalaerm.de Deutscher Arbeitsring für Lärmbekämpfung]
* [[Diskussion:L%C3%A4rm|LROP u. Lärmschutz s. Landesplanerische Feststellung, S. 109, 184.]]
* [http://www.umweltbundesamt.de/verkehr/laerm/strassen-und-schienen-verkehr.htm#rg Umweltbundesamt: Straßenverkehrslärm (Lärmwirkung, gesundheitliche Folgen erhöhter Lärmbelastung, Entschädigungen, Richt- und Grenzwerte für die Geräuschimmissionen des Straßenverkehrs, Lärmminderung im Straßenverkehr)]
* [http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/090429_laerm_awi.asx ZDF-Sendung "Unerhörter Lärm" aus der Reihe Abenteuer Wissen, 29.04.2009]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Niedersächsisches Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung
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| {{bsw}}Paragraf.gif
| Das Niedersächsische Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung (NROG) konkretisiert das [[Raumordnungsgesetz]] (ROG) für das Land Niedersachsen und beschreibt u.a. die gesetzliche Grundlagen für:
* das [[Raumordnungsverfahren]] (ROV), also Zuständigkeiten, Verfahrensweisen, Fristen u.ä..
* das Landes-[[Raumordnungsprogramm]] (LROP) Niedersachsen
Da für das ROV der geplanten Autobahn A 39 nicht [http://www.recht-niedersachsen.de/2310001/nrog1.htm der vollständige Gesetzestext] bedeutsam ist, sind an dieser Stelle nur die relevanten Passagen zitiert:
|}{{toc}}
== Gesetzestext ==
=== § 1 - Aufgaben der Raumordnung und Landesplanung ===
(1) Die Raumordnung soll die nachhaltige Entwicklung des Landes und seiner Teile unter Beachtung der naturräumlichen und sonstigen Gegebenheiten und unter Berücksichtigung der Anforderungen zur Sicherung des Schutzes, der Pflege und der Entwicklung der natürlichen Lebensgrundlagen sowie der sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Erfordernisse in einer Weise fördern, die der Gesamtheit und dem Einzelnen am besten dient.
(2) Aufgabe der Landesplanung ist die Aufstellung von Raumordnungsplänen sowie die Abstimmung raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen. Dabei sind die Entwicklungsmöglichkeiten des Landes und seiner Teilräume sowie die unterschiedlichen fachlichen Belange unter Beachtung der dauerhaften Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen gegeneinander abzuwägen und miteinander in Einklang zu bringen.
=== § 2 - Abstimmung mit Nachbarländern und -staaten ===
(1) Raumordnungspläne in Grenzräumen sind frühzeitig mit den Nachbarländern abzustimmen.
(2) Raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen, die Auswirkungen auf Nachbarstaaten haben können, sowie Raumordnungspläne in Grenzräumen sind mit den Nachbarstaaten nach den Grundsätzen der Gegenseitigkeit und Gleichwertigkeit abzustimmen.
(3) In den Verflechtungsbereichen mit den Ländern Hamburg und Bremen soll vom Land unter Mitwirkung der Träger der Regionalplanung mit den Nachbarländern eine gemeinsame informelle Planung betrieben werden.
=== § 3 - Allgemeine Vorschriften über Raumordnungspläne ===
(1) Die Grundsätze gemäß §2 Abs.3 des [[Raumordnungsgesetz]]es ([[ROG]]) und die Ziele der Raumordnung werden in Raumordnungsplänen ([[Landes-Raumordnungsprogramm]]/ Regionale Raumordnungsprogramme) in beschreibender und zeichnerischer Darstellung festgelegt. In Raumordnungsplänen sind Ziele als solche zu kennzeichnen.
(2) Den Raumordnungsplänen ist eine Begründung beizufügen.
(3) Die Raumordnungspläne sind bei Bedarf zu ändern oder zu ergänzen. Dies kann auch in sachlichen oder räumlichen Teilabschnitten geschehen.
=== § 4 - Inhaltliche Anforderungen an Raumordnungspläne ===
(1) Bei der Aufstellung der Raumordnungspläne sind die Grundsätze der Raumordnung gegeneinander und untereinander abzuwägen. Sonstige öffentliche Belange sowie private Belange sind in der Abwägung zu berücksichtigen, soweit sie auf der jeweiligen Planungsebene erkennbar und von Bedeutung sind. In der Abwägung sind auch die Erhaltungsziele und der Schutzzweck der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung und der Europäischen Vogelschutzgebiete nach Maßgabe des §34c Abs.1 bis 5 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes zu berücksichtigen.
(2) In die Raumordnungspläne sind auch raumbedeutsame öffentliche Fachplanungen aufzunehmen; diese sind unter Berücksichtigung fachplanerischer Erfordernisse und unter Abwägung mit anderen raumbedeutsamen Planungen festzulegen.
=== § 5 - Landes-Raumordnungsprogramm ===
(1) Im [[Landes-Raumordnungsprogramm]] ist die angestrebte räumliche und strukturelle Entwicklung des Landes in Grundzügen darzulegen. Das Landes-Raumordnungsprogramm besteht aus zwei Teilen.
(2) In Teil I des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s werden die Grundsätze der Raumordnung für das Gebiet des Landes aufgestellt und die Ziele der Raumordnung zur allgemeinen Entwicklung des Landes festgelegt.
(3) Teil II des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s ist aus Teil I zu entwickeln. In ihm sind Ziele der Raumordnung festzulegen, die für die Entwicklung des Landes oder von Teilräumen des Landes von Bedeutung sind.
=== § 6 - Aufstellung des Landes-Raumordnungsprogramms ===
(1) Das [[Landes-Raumordnungsprogramm]] wird von der obersten Landesplanungsbehörde entworfen. Das Aufstellungsverfahren wird durch Bekanntmachung der allgemeinen Planungsabsichten im Niedersächsischen Ministerialblatt eingeleitet.
(2) An der Erarbeitung des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s sind, soweit sie von den Planungen betroffen sein können, zu beteiligen:
#die Träger der Regionalplanung,
#die Landkreise und kreisfreien Städte, die nicht selbst Träger der Regionalplanung sind,
#die kreisangehörigen Gemeinden und Samtgemeinden,
#die kommunalen Spitzenverbände Niedersachsen,
#die sonstigen öffentlichen Stellen im Sinne des §3 Nr.5 [[ROG]],
#die von der oberen Naturschutzbehörde anerkannten Vereine,
#die Nachbarländer und -staaten,
#Personen des Privatrechts, für die eine Beachtenspflicht (§4 Abs.1, 3 [[ROG]]) begründet werden soll.
Ferner sollen Verbände und Vereinigungen beteiligt werden, deren Aufgabenbereich für die Landesentwicklung von Bedeutung ist. Der Entwurf des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s ist den Beteiligten zur Stellungnahme zuzuleiten. Die von den in Satz 1 Nrn.1, 2, 4 und 6 genannten Beteiligten vorgebrachten Anregungen und Bedenken sind mit ihnen zu erörtern, soweit sie sich auf wesentliche Inhalte des Programms beziehen; mit den sonstigen Beteiligten kann eine Erörterung stattfinden.
(3) Der Landtag beschließt Teil I des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s als Gesetz.
(4) Die Landesregierung beschließt Teil II des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s als Verordnung. Vorher ist dem Landtag Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
=== § 7 - Regionale Raumordnungsprogramme ===
(1) In Regionalen Raumordnungsprogrammen ist die angestrebte räumliche und strukturelle Entwicklung des Planungsraumes darzustellen.
(2) Die Regionalen Raumordnungsprogramme sind aus dem Landes-Raumordnungsprogramm zu entwickeln. Dabei sind die im Landes-Raumordnungsprogramm für den Planungsraum enthaltenen konkreten Ziele der Raumordnung zu übernehmen und, soweit es erforderlich ist und das [[Landes-Raumordnungsprogramm]] dies nicht ausschließt, näher festzulegen. Für die Entwicklung des Planungsraumes können weitere Ziele der Raumordnung festgelegt werden, soweit sie mit den Grundsätzen der Raumordnung und den Zielen des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s in Einklang stehen. Daneben sind diejenigen Ziele der Raumordnung festzulegen, die durch das [[Landes-Raumordnungsprogramm]] den Regionalen Raumordnungsprogrammen vorbehalten sind.
(3) Die Flächennutzungspläne und Ergebnisse der von den Gemeinden des Planungsraumes beschlossenen sonstigen städtebaulichen Planungen sind in der Abwägung gemäß §4 Abs.1 Satz 2 zu berücksichtigen.
(4) Die Regionalen Raumordnungsprogramme benachbarter Planungsräume sind aufeinander abzustimmen. In den engeren Verflechtungsbereichen der Oberzentren ist eine gemeinsame Erarbeitung der Planungen anzustreben, soweit nicht von der Möglichkeit des §26 Abs.2 Gebrauch gemacht wird.
=== § 8 - Aufstellung der Regionalen Raumordnungsprogramme ===
(1) Der Träger der Regionalplanung hat für seinen Bereich ein Regionales Raumordnungsprogramm zu entwerfen. Das Aufstellungsverfahren wird durch öffentliche Bekanntmachung der allgemeinen Planungsabsichten eingeleitet. Für kreisfreie Städte als Träger der Regionalplanung ersetzt der Flächennutzungsplan das Regionale Raumordnungsprogramm; die Absätze 2 bis 5 finden keine Anwendung.
(2) An der Erarbeitung des Regionalen Raumordnungsprogramms sind, soweit sie von den Planungen betroffen sein können, zu beteiligen:
#die kreisangehörigen Gemeinden und Samtgemeinden, die Landkreise und kreisfreien Städte, die nicht selbst Träger der Regionalplanung sind, sowie die öffentlich-rechtlich Verpflichteten in gemeindefreien Gebieten,
#die benachbarten Träger der Regionalplanung,
#die sonstigen öffentlichen Stellen im Sinne des §3 Nr. 5 [[ROG]], die für den Planungsraum zuständig sind,
#die von der oberen Naturschutzbehörde anerkannten Vereine,
#die Nachbarländer und -staaten,
#Personen des Privatrechts, für die eine Beachtenspflicht (§4 Abs. 1, 3 [[ROG]]) begründet werden soll.
Ferner sollen Verbände und Vereinigungen beteiligt werden, deren Aufgabenbereich für die Landesentwicklung oder für die regionale Entwicklung von Bedeutung ist. Der Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogramms ist den Beteiligten zur Stellungnahme zuzuleiten. Die von den in Satz 1 Nrn.1, 2 und 4 genannten Beteiligten vorgebrachten Anregungen und Bedenken sind mit ihnen zu erörtern, soweit sie sich auf wesentliche Inhalte des Programms beziehen; mit den sonstigen Beteiligten kann eine Erörterung stattfinden.
(3) Das Regionale Raumordnungsprogramm wird vom Träger der Regionalplanung als Satzung beschlossen; es bedarf der Genehmigung der obersten Landesplanungsbehörde, die die Rechtmäßigkeit und die Vereinbarkeit mit den Zielen der Raumordnung überprüft. Die oberste Landesplanungsbehörde kann räumliche oder sachliche Teile des Regionalen Raumordnungsprogramms vorweg genehmigen oder von der Genehmigung ausnehmen.
(4) Die Erteilung der Genehmigung wird vom Träger der Regionalplanung ortsüblich bekannt gemacht. Mit der Bekanntmachung tritt das Regionale Raumordnungsprogramm in Kraft. Die Bekanntmachung tritt an die Stelle der sonst für die Satzungen vorgeschriebenen Veröffentlichungen. Das Regionale Raumordnungsprogramm ist mit seiner Begründung zu jedermanns Einsicht bereitzuhalten; in der Bekanntmachung ist auf den Ort hinzuweisen.
(5) Das Regionale Raumordnungsprogramm tritt zehn Jahre nach seinem Wirksamwerden außer Kraft, sofern es nicht vorher neu festgestellt oder die Frist von der obersten Landesplanungsbehörde nicht verlängert worden ist. Eine Verlängerung kommt in der Regel nur in Betracht, wenn das Regionale Raumordnungsprogramm dem geltenden [[Landes-Raumordnungsprogramm]] nicht widerspricht. Das Regionale Raumordnungsprogramm ist Änderungen und Ergänzungen des [[Landes-Raumordnungsprogramm]]s unverzüglich anzupassen.
(6) Die oberste Landesplanungsbehörde wird ermächtigt, durch Verordnung das Verfahren zur Aufstellung und Abstimmung der Regionalen Raumordnungsprogramme und die Art der Darstellung in den Regionalen Raumordnungsprogrammen zu bestimmen.
=== § 9 - Vereinfachtes Planänderungsverfahren ===
(1) Für Änderungen und Ergänzungen der [[Raumordnungsplan|Raumordnungspläne]] gelten die Vorschriften über die Planaufstellung entsprechend.
(2) Wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden, können Änderungen und Ergänzungen von [[Raumordnungsplan|Raumordnungspläne]] in einem vereinfachten Verfahren durchgeführt werden; §6 Abs.1 Satz 2 und §8 Abs.1 Satz 2 sind nicht anzuwenden. Das vereinfachte Verfahren wird mit der Zuleitung des Entwurfs zur Änderung oder Ergänzung des [[Raumordnungsplan]]s an die Beteiligten eingeleitet. Der Kreis der Beteiligten kann auf die in §6 Abs.2 Satz 1 und §8 Abs.2 Satz 1 genannten Stellen begrenzt und auf eine Erörterung kann verzichtet werden.
=== § 10 - Planerhaltung ===
(1) Eine Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften bei der Aufstellung von [[Raumordnungsplan|Raumordnungsplänen]], die nicht schriftlich innerhalb eines Jahres geltend gemacht worden ist, ist unbeachtlich; §8 Abs.4 bleibt unberührt. Die Jahresfrist beginnt mit der öffentlichen Bekanntmachung des Plans oder der Genehmigung. Auf die Frist des Satzes 1 und auf den Fristbeginn nach Satz 2 ist bei der Bekanntmachung hinzuweisen.
(2) Die Unvollständigkeit der Begründung sowie Abwägungsmängel, die weder offensichtlich noch auf das Abwägungsergebnis von Einfluss gewesen sind, sind unbeachtlich.
(3) Abwägungsmängel, die nicht nach Absatz 2 unbeachtlich sind und die durch ein ergänzendes Verfahren behoben werden können, führen nicht zur Nichtigkeit des [[Raumordnungsplan]]s. Bis zur Behebung des Mangels entfaltet der [[Raumordnungsplan]] keine Bindungswirkung.
=== § 11 - Zielabweichungsverfahren ===
(1) Im Einvernehmen mit den fachlich berührten Stellen sowie im Benehmen mit den betroffenen Gemeinden kann die Abweichung von einem Ziel der Raumordnung zugelassen werden, wenn die Abweichung unter raumordnerischen Gesichtspunkten vertretbar ist und die Grundzüge der Planung nicht berührt werden.
(2) Antragsbefugt sind die öffentlichen Stellen und Personen nach §5 Abs.1 [[ROG]] sowie die kommunalen Gebietskörperschaften, die das Ziel der Raumordnung zu beachten haben.
(3) Dient das Zielabweichungsverfahren der Klärung der Zulässigkeitsvoraussetzungen eines Vorhabens, für das ein [[Raumordnungsverfahren]] gemäß §13 Abs.1 oder 2 durchgeführt werden soll und liegt das Einvernehmen der fachlich berührten Stellen zu der Zielabweichung vor, so können beide Verfahren miteinander verknüpft werden. Die Vorschriften über [[Raumordnungsverfahren]] sind entsprechend anzuwenden. Die [[Landesplanerische Feststellung]] nach §16 Abs.2 hat gleichzeitig eine Aussage über das Ergebnis des Zielabweichungsverfahrens zu treffen.
=== § 12 - Inhalt des Raumordnungsverfahrens ===
(1) Das [[Raumordnungsverfahren]] hat den Zweck festzustellen,
#ob raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen (Vorhaben) mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmen und
#wie raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen unter den Gesichtspunkten der Raumordnung aufeinander abgestimmt oder durchgeführt werden können
(Raumverträglichkeitsprüfung). Diese Feststellung schließt die Prüfung vom Träger der Planung oder Maßnahme eingeführter Standort- oder Trassenalternativen ein.
(2) Im [[Raumordnungsverfahren]] sind die raumbedeutsamen Auswirkungen der Planung oder Maßnahme auf die in den Grundsätzen des §2 Abs.2 [[ROG]] genannten Belange unter überörtlichen Gesichtspunkten zu prüfen. Es schließt die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der raumbedeutsamen Auswirkungen des Vorhabens auf die in §2 Abs.1 Satz 2 des Gesetzes über die [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] genannten Schutzgüter entsprechend dem Planungsstand ein.
=== § 13 - Erforderlichkeit von Raumordnungsverfahren ===
(1) [[Raumordnungsverfahren]] sollen für die durch die Raumordnungsverordnung des Bundes in der jeweils geltenden Fassung bestimmten Vorhaben durchgeführt werden, wenn die Vorhaben im Einzelfall raumbedeutsam sind und überörtliche Bedeutung haben.
(2) [[Raumordnungsverfahren]] können auch für andere raumbedeutsame Vorhaben von überörtlicher Bedeutung durchgeführt werden.
(3) Abweichend von Absatz 1 kann von einem [[Raumordnungsverfahren]] abgesehen werden, wenn die Beurteilung der Raumverträglichkeit des Vorhabens bereits auf anderer raumordnerischer Grundlage hinreichend gewährleistet ist. Dies gilt insbesondere, wenn das Vorhaben
#räumlich und sachlich hinreichend konkreten Zielen der Raumordnung entspricht oder widerspricht,
#den Darstellungen oder Festsetzungen eines den Zielen der Raumordnung angepassten Flächennutzungs- oder Bebauungsplans nach den Vorschriften des Baugesetzbuchs entspricht oder widerspricht und sich die Zulässigkeit dieses Vorhabens nicht nach einem [[Planfeststellungsverfahren]] oder einem sonstigen Verfahren mit der Rechtswirkung der Planfeststellung für raumbedeutsame Vorhaben bestimmt oder
#in einem anderen gesetzlichen Abstimmungsverfahren unter Beteiligung der Landesplanungsbehörde festgelegt worden ist.
=== § 14 - Einleitung eines Raumordnungsverfahrens ===
(1) Der Einleitung eines [[Raumordnungsverfahren]]s geht eine Antragskonferenz voraus, in der die Landesplanungsbehörde mit dem Träger des Vorhabens entsprechend dem Planungsstand und auf der Grundlage geeigneter, vom Träger des Vorhabens vorzulegender Unterlagen Erforderlichkeit, Gegenstand, Umfang und Ablauf des [[Raumordnungsverfahren]]s erörtert. Die Landesplanungsbehörde zieht die wichtigsten am Verfahren zu beteiligenden Behörden, Verbände und sonstigen Stellen hinzu und klärt mit diesen den erforderlichen Inhalt und Umfang der Antragsunterlagen, den Verfahrensablauf und den voraussichtlichen Zeitrahmen ab.
(2) Über die Einleitung eines [[Raumordnungsverfahren]]s entscheidet die Landesplanungsbehörde nach pflichtgemäßem Ermessen binnen vier Wochen nach Eingang der für diese Entscheidung erforderlichen Unterlagen. Bei Vorhaben nach §5 Abs.1 [[ROG]] entscheidet sie im Benehmen mit der zuständigen Stelle oder Person. Auf die Einleitung besteht kein Rechtsanspruch.
=== § 15 - Durchführung des Raumordnungsverfahrens ===
(1) Der Träger des Vorhabens legt der zuständigen Landesplanungsbehörde die für die raumordnerische Beurteilung und die Prüfung nach §12 erforderlichen Unterlagen entsprechend dem Planungsstand vor. §6 Abs.3 und 4 des Gesetzes über die [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] ist entsprechend anzuwenden. Die Landesplanungsbehörde kann die Vorlage von Gutachten verlangen oder auf Kosten des Trägers des Vorhabens Gutachten einholen. Soweit Unterlagen Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse enthalten, sind sie zu kennzeichnen und getrennt vorzulegen. Diesen Unterlagen ist eine Inhaltsdarstellung beizufügen, die unter Wahrung des Geheimschutzes so ausführlich sein muss, dass Dritte abschätzen können, ob und in welchem Umfang sie von den raumbedeutsamen Auswirkungen des Vorhabens betroffen werden können.
(2) §8 Abs.2 Sätze 1, 2 und 4 gilt entsprechend. Äußert sich ein Verfahrensbeteiligter nicht innerhalb von zwei Monaten nach Anforderung der Stellungnahme zu dem Vorhaben oder verlangt er nicht innerhalb dieser Frist unter Angabe von Hinderungsgründen eine Nachfrist für seine Stellungnahme, so kann davon ausgegangen werden, dass das Vorhaben mit den von diesem Verfahrensbeteiligten wahrzunehmenden öffentlichen Belangen in Einklang steht.
(3) Auf Veranlassung der Landesplanungsbehörde legen die Gemeinden, in deren Gebiet sich das Vorhaben voraussichtlich auswirkt, die Verfahrensunterlagen zur Unterrichtung und Anhörung der Öffentlichkeit einen Monat zur Einsicht aus. Ort und Dauer der Auslegung sind mindestens eine Woche vorher ortsüblich bekannt zu machen. Jedermann kann sich bis zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist bei der Gemeinde schriftlich oder zur Niederschrift zu dem Vorhaben äußern; darauf ist in der Bekanntmachung hinzuweisen. Die Gemeinde leitet die fristgemäß vorgebrachten Äußerungen unverzüglich der Landesplanungsbehörde zu.
(4) Für Vorhaben der militärischen und zivilen Verteidigung gelten die Absätze 1 und 3 nur nach Maßgabe von §15 Abs.5 und 6 [[ROG]].
=== § 16 - Abschluss und Wirkungen des Raumordnungsverfahrens ===
(1) {{mark|Das [[Raumordnungsverfahren]] ist binnen sechs Monaten nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen abzuschließen}}.
(2) Als Ergebnis des Raumordnungsverfahrens stellt die Landesplanungsbehörde fest ([[Landesplanerische Feststellung]]),
#ob das Vorhaben mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmt,
#wie es unter den Gesichtspunkten der Raumordnung durchgeführt und auf andere Vorhaben abgestimmt werden kann und
#welche Auswirkungen im Sinne des §12 Abs.2 Satz 2 das Vorhaben hat und wie diese zu bewerten sind.
Dabei ist auch festzuhalten, zu welchem Ergebnis die Prüfung der Standort- oder Trassenalternativen (§12 Abs.1 Satz 2) geführt hat.
(3) Die Geltungsdauer der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] ist zeitlich zu befristen. Die Frist kann im Einvernehmen mit dem Vorhabenträger verlängert werden; sie ist gehemmt, solange ein vor Fristablauf eingeleitetes Zulassungsverfahren für das Vorhaben nicht mit einer bestandskräftigen Entscheidung abgeschlossen ist.
(4) Die [[Landesplanerische Feststellung]] ist dem Vorhabenträger und den an dem Verfahren Beteiligten zuzuleiten. Eine Ausfertigung der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] ist in den Gemeinden auf Veranlassung der Landesplanungsbehörde einen Monat zur Einsicht auszulegen. Ort und Zeit der Auslegung sind ortsüblich bekannt zu machen. §10 Abs.1 gilt entsprechend.
(5) Das Ergebnis des [[Raumordnungsverfahren]]s ist bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen, die den im [[Raumordnungsverfahren]] beurteilten Gegenstand betreffen, sowie bei Genehmigungen, Planfeststellungen und sonstigen behördlichen Entscheidungen über die Zulässigkeit des Vorhabens nach Maßgabe des §4 Abs.2, 4 und 5 [[ROG]] zu berücksichtigen. Die Pflicht, gemäß §4 Abs.1 [[ROG]] Ziele der Raumordnung und Landesplanung zu beachten, bleibt unberührt. {{mark|Das Ergebnis des [[Raumordnungsverfahren]]s hat gegenüber dem Träger des Vorhabens und gegenüber Einzelnen keine unmittelbare Rechtswirkung.}}
=== § 17 - Vereinfachtes Raumordnungsverfahren ===
Für Vorhaben gemäß §13 Abs.1 oder 2, für die keine [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] vorgeschrieben ist, oder für Vorhaben, die zwar einer [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] bedürfen, die aber nur geringe raumbedeutsame Umweltauswirkungen haben, kann ein vereinfachtes Raumordnungsverfahren ohne integrierte [[Umweltverträglichkeitsprüfung]] durchgeführt werden. Die §§13 bis 16 sind entsprechend anzuwenden; auf die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß §15 Abs.3 und §16 Abs.4 Satz 2 sowie auf eine Erörterung gemäß §15 Abs.2 Satz 1 in Verbindung mit §8 Abs.2 Satz 4 kann verzichtet werden.
=== § 18 - Kosten des Raumordnungsverfahrens ===
Für [[Raumordnungsverfahren]] werden Kosten nach dem Niedersächsischen Verwaltungskostengesetz erhoben. Gebühren werden jedoch nicht für Vorhaben erhoben, durch die Gemeinden, Landkreise oder andere Körperschaften des öffentlichen Rechts gesetzliche Pflichtaufgaben erfüllen.
=== § 19 - Verwirklichung der Raumordnungspläne ===
Die Träger der Landes- und Regionalplanung wirken auf die Verwirklichung der [[Raumordnungsplan|Raumordnungspläne]] hin. Zur Verwirklichung der Grundsätze und Ziele der Raumordnung sollen die Träger der Regionalplanung die Zusammenarbeit der für die Verwirklichung maßgeblichen öffentlichen Stellen und Personen des Privatrechts fördern. Dies kann insbesondere im Rahmen von Entwicklungskonzepten erfolgen, durch die raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen vorgeschlagen und aufeinander abgestimmt werden; die rechtliche Bindungswirkung der Erfordernisse der Raumordnung bleibt unberührt.
=== § 20 - Raumordnungskataster ===
Die oberste Landesplanungsbehörde führt ein Raumordnungskataster; es soll alle raumbeanspruchenden und raumbeeinflussenden Planungen und Maßnahmen enthalten, die für die Entscheidungen der Landesplanungsbehörden von Bedeutung sind. Die unteren Landesplanungsbehörden liefern die für die Führung des Raumordnungskatasters erforderlichen Informationen aus ihrem Zuständigkeitsbereich, soweit sie ihnen vorliegen.
=== § 21 - Abstimmung raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen ===
(1) Öffentliche Stellen und Personen des Privatrechts nach §4 Abs.3 [[ROG]] haben ihre raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen aufeinander und untereinander abzustimmen.
(2) Die Behörden des Landes, die Gemeinden und Landkreise sowie der Aufsicht des Landes unterstehende sonstige Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts sind verpflichtet, den Landesplanungsbehörden die raumbeanspruchenden oder raumbeeinflussenden Planungen, Maßnahmen und Einzelvorhaben aus ihrem Zuständigkeitsbereich frühzeitig mitzuteilen.
(3) Den Landesplanungsbehörden ist auf Verlangen über Planungen und Vorhaben, die für die Raumordnung Bedeutung haben können, Auskunft zu erteilen. Die Auskunftspflicht gilt auch für Personen des Privatrechts nach §4 Abs.3 [[ROG]].
=== § 22 - Untersagung raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen ===
(1) Raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen, die von den Bindungswirkungen der Ziele der Raumordnung nach §4 Abs.1 und 3 [[ROG]] erfasst werden, können untersagt werden
#unbefristet, wenn Ziele der Raumordnung entgegenstehen,
#bis zu zwei Jahre, wenn Grund zu der Annahme besteht, dass die Verwirklichung in Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder Aufhebung befindlicher Ziele der Raumordnung unmöglich gemacht oder wesentlich erschwert werden würde.
(2) Die Untersagung kann in den Fällen des Absatzes 1 Nr.2 auch bei behördlichen Entscheidungen über die Zulässigkeit raumbedeutsamer Maßnahmen von Personen des Privatrechts erfolgen, wenn die Ziele der Raumordnung bei Genehmigung der Maßnahme nach §4 Abs.4 und 5 [[ROG]] rechtserheblich sind. Die Untersagung ist aufzuheben, soweit ihre Voraussetzungen weggefallen sind.
(3) Widerspruch und Anfechtungsklage gegen eine Untersagung haben keine aufschiebende Wirkung.
=== § 23 - Anpassungspflicht der Gemeinden ===
(1) Die oberste Landesplanungsbehörde kann verlangen, dass die Träger der Bauleitplanung ihre Flächennutzungspläne und Bebauungspläne den Zielen der Raumordnung anpassen.
(2) Werden rechtsverbindliche Bebauungspläne nach Absatz 1 aufgehoben oder geändert, so stellt das Land die Gemeinden von der Entschädigungspflicht nach den §§39, 42 und 44 des Baugesetzbuchs frei, soweit der Betrag 250 Euro übersteigt und im Fall des §44 Abs.1 Satz 3 des Baugesetzbuchs die Gemeinde Ersatz nicht erlangt.
(3) Dient die Aufhebung oder Änderung überwiegend dem Interesse eines bestimmten Begünstigten, so kann das Land das Anpassungsverlangen davon abhängig machen, dass der Begünstigte die sich aus Absatz 2 für das Land ergebenden Entschädigungsverpflichtungen übernimmt.
=== § 24 - Landesplanungsbehörden ===
(1) Oberste Landesplanungsbehörde ist das zuständige Fachministerium. Die Landkreise und kreisfreien Städte nehmen die Aufgaben der unteren Landesplanungsbehörden als Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises wahr. Die Kosten werden im Rahmen des Finanzausgleichs gedeckt.
(2) Ist ein Zweckverband Träger der Regionalplanung, so nimmt er für seinen Bereich die Aufgaben der unteren Landesplanungsbehörde wahr; Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
=== § 25 - Zuständigkeiten der Landesplanungsbehörden ===
(1) Für die Durchführung von [[Raumordnungsverfahren]] sind die unteren Landesplanungsbehörden zuständig.
(2) Berührt ein Vorhaben den Bereich mehrerer unterer Landesplanungsbehörden, so bestimmen diese untereinander die für das [[Raumordnungsverfahren]] zuständige Behörde. Kommt eine Einigung nicht zustande, so bestimmt die oberste Landesplanungsbehörde die zuständige untere Landesplanungsbehörde.
(3) Die oberste Landesplanungsbehörde kann bei Vorhaben von übergeordneter Bedeutung das [[Raumordnungsverfahren]] an sich ziehen.
(4) Die unteren Landesplanungsbehörden sind außerdem zuständig für
#die Durchführung von Zielabweichungsverfahren zu Zielen in Regionalen Raumordnungsprogrammen (§11 Abs.1),
#die Durchführung von Raumordnungsverfahren, die mit Zielabweichungsverfahren nach Nummer 1 verknüpft sind (§11 Abs.3), und
#die Untersagung raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen (§22), die nicht mit dem geltenden oder dem in Aufstellung befindlichen Regionalen Raumordnungsprogramm vereinbar wären.
Die oberste Landesplanungsbehörde ist für Verfahren nach Satz 1 zuständig, wenn es dabei um Vorhaben geht, die nicht mit dem [[Landes-Raumordnungsprogramm]] vereinbar wären.
=== § 26 - Trägerschaft der Regionalplanung ===
(1) Träger der Regionalplanung sind die Landkreise und kreisfreien Städte für ihr Gebiet. Die Träger der Regionalplanung nehmen die Aufgabe der Regionalplanung als Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises wahr.
(2) Die Landkreise und kreisfreien Städte können die Aufgabe der Regionalplanung auch einem Zweckverband übertragen, wenn die Abgrenzung des Verbandsbereichs als Planungsraum dem [[Landes-Raumordnungsprogramm]] nicht widerspricht.
=== § 27 - Überleitungsvorschriften ===
(1) Ist mit der Einleitung, Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder Aufhebung einer raumbedeutsamen Planung oder Maßnahme vor dem In-Kraft-Treten dieses Gesetzes begonnen worden, so sind für das weitere Verfahren die Vorschriften des Niedersächsischen Gesetzes über Raumordnung und Landesplanung in der bisherigen Fassung weiter anzuwenden. Für Raumordnungspläne ist der maßgebliche Zeitpunkt die Einleitung des Beteiligungsverfahrens. Auf §8 Abs.4 und 5 Satz 1 finden die Sätze 1 und 2 keine Anwendung.
(2) Bis zum 31.Dezember 2001 ist §23 Abs.2 in der bisher geltenden Fassung anzuwenden.
=== § 28 - Änderung des Gesetzes über die Bildung des Zweckverbandes "Großraum Braunschweig" ===
§2 des Gesetzes über die Bildung des Zweckverbandes "Großraum Braunschweig“ vom 27. November 1991 (Nds.GVBl. S.305), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 12. September 1996 (Nds.GVBl. S.418), wird wie folgt geändert:
In Absatz 1 wird die Verweisung "§7"'durch die Verweisung "§26 Abs.2" ersetzt.
Absatz 2 wird gestrichen.
Die bisherigen Absätze 3 bis 5 werden Absätze 2 bis 4.
=== § 29 - Änderung des Gesetzes über den Konimunalverband Großraum Hannover ===
In §2 Abs.2 des Gesetzes über den Kommunalverband Großraum Hannover vom 20.Mai 1992 (Nds.GVBl. S.153), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 1.April 1996 (Nds.GVBl. S.82), wird die Verweisung "§7" durch die Verweisung "§26 Abs.2" ersetzt.
=== § 30 - In-Kraft-Treten ===
(1) Dieses Gesetz tritt 14 Tage nach seiner Verkündung in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt das Niedersächsische Gesetz über Raumordnung und Landesplanung in der Fassung vom 27.April 1994 (Nds.GVBl. S.211), geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 21. November 1997 (Nds.GVBl. S.481), außer Kraft.
== Weblinks ==
*
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Nordland-Autobahn-Verein
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In der kontroversen Diskussion um den geplanten Bau der A 39 durch Lüneburg gibt es klare Befürworter.<br>Im Zentrum steht eine Interessengemeinschaft, dessen Namensgebung wenig sensibel erscheint: Der ursprünglich rein geografische Begriff "Nordland" für Skandinavien und die Polargebiete war im nationalsozialistischen Deutschland idiologisch besetzt.
Die Nationalsozialisten waren in den 1930er Jahren auch die ersten, die eine "Nordlandautobahn" ins Auge faßten - mit ihr sollte die Autostadt Wolfsburg einen schnellen Zugang zu den Ostseehäfen bekommen. [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_Vorzugsvariante|[HA vom 29.03.2006]]]
Gemäß Selbstdarstellung (s. Weblink) ist der Nordland-Autobahn-Verein ein 1969 gegründeter Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern, Landkreisen, Firmen und Einzelpersonen aus dem norddeutschen Raum, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ''"für eine angemessene infrastrukturelle Erschließung des Raumes zwischen dem Harz / Magdeburg im Süden und der Insel Fehmarn im Norden mittels einer Autobahnverbindung einzutreten. Er unterstützt insoweit verkehrsinfrastrukturelle Planungen für eine Bundesautobahnverbindung zwischen Lüneburg und Wolfsburg / Magdeburg."''
* Vorsitzender: Wolfram Klein, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg.
* Vorstandsmitglied (von 1999 -2008): [[Andrea Schröder-Ehlers]] ([[SPD]]), ehemalige Fachbereichsleiterin Verkehr bei der Stadt Lüneburg. Zitat gem. LZ vom 18.01.2003 ''“Weil diese Autobahn unserer Region enorme Impulse gibt.”''
== Weblinks ==
* [http://www.ihk24-lueneburg.de/LGIHK24/IHK24/produktmarken/standortpolitik/ueberregionale_kooperationen/Nordland.jsp "Internetseite" des Nordland-Autobahn-Vereins bei der IHK Lüneburg-Stade]
* [[Media:NAV.pdf|Satzung u. Auszug aus dem Lübecker Vereinsregister]]
* [http://aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/downloads/Nordland-Untersuchung.pdf VERKEHRSWIRTSCHAFTLICHE UNTERSUCHUNG UND GROSSRÄUMIGE PLANUNG EINER ZÜGIGEN NORD-SÜD-VERBINDUNG IM ZONENRANDGEBIET ZWISCHEN DER A 24 UND DER A 39]
* [[Media:Antrag_Gruene_Nordland-Autobahn-Verein.pdf|Antrag der Grünen auf Kündigung der Mitgliedschaft im Nordland-Autobahn-Verein, 07.06.2007]]
* [[Andrea Schröder-Ehlers]] formuliert als Vorstandsmitglied des NAV im Namen der Statdt Lüneburg eine [[Media:Stellungnahme_Nordlandautobahnverein.pdf| "Stellungnahme der Verwaltung", der Rat der Stadt Lüneburg möge den Antrag auf Kündigung der Mitgliedschaft im Nordland-Autobahn-Verein ablehnen, 18.06.2007]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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#REDIRECT [[Niedersächsisches Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Planungsalternative, in der keine der untersuchten Alternativen verwirklicht wird - "Handeln durch Unterlassung".
Bedeutet im Klartext: '''Keine A 39!'''
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Nutzen-Kosten-Verhältnis
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== Grundsätzliches ==
Im Rahmen der [[Bundesverkehrswegeplan]]ung ist die '''Wirtschaftlichkeitsberechnung''', die sich im Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) ausdrückt, das Hauptkriterium für oder gegen den Bau eines Straßenbauprojektes wie der geplanten Autobahn A 39.
Dabei werden die geschätzten Baukosten den vermuteten gesamtwirtschaftlichen Nutzen gegenüber gestellt. Maßnahmen, bei denen die berechneten Nutzen die Kosten deutlich übersteigen, d.h. ein hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis besitzen, erscheinen wirtschaftlich sinnvoll und damit bauwürdig.
Um die begrenzten Mittel für den Bau von Autobahnen möglichst effektiv einzusetzen, wurden die Projekte überwiegend aufgrund ihres jeweiligen Nutzen-Kosten-Verhältnisses (NKV) in eine der drei Kategorien
# Vordringlicher Bedarf
# Weiterer Bedarf
# Kein Bedarf
eingeteilt.
Im Bundesverkehrswegeplan 1992 hatten nur Projekte des vordringlichen Bedarfs, d.h. mit einem NKV > 3 eine Chance auf Realisierung. Beim Bundesverkehrswegeplan 2003 gibt es die Grenze NKV > 3 nicht mehr. Es können auch Projekte in den vordringlichen Bedarf eingestellt werden, wenn eine herausragende raumordnerische Bedeutung des Projekts festgestellt wurde.
Das Berechnungsmodell zur Bestimmung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses wird allerdings sehr kontrovers diskutiert, da die berücksichtigten Kategorien von Nutzen (Transportkostensenkung, Kosten der Wegeerhaltung, Beiträge zur Sicherheit, Verbesserung der Erreichbarkeit, regionale Effekte, Umwelteffekte, Hinterlandanbindung, induzierter Verkehr) kaum objektiv erfassbar und damit gegeneinander aufzuwiegen sind.
So wird bei der Berechnung des "Erreichbarkeitsvorteils" jede angenommene Stunde, die ein Verkehrsteilnehmer durch eine neue oder ausgebaute Straße einspart, als eine Kostensenkung von 3,83 EURO gerechnet. Wenn z.B. 50.000 Pkw pro Tag jeweils 20 Minuten einsparen, ergibt das ''theoretisch'' einen jährlichen Nutzen von 23,3 Millionen EURO ohne Berücksichtigung, ob die Verkehrsteilnehmer Geschäftsreisende, Transport-LKWs oder Freizeit- und Urlaubsfahrer sind.
Alles in allem haben die Wirtschaftstheoretiker eine fragwürdige Feinarbeit geleistet, so findet sich im Berechnungsmodell auch das erleichterte Überqueren von Durchgangsstraßen für Fußgänger, errechnet mit Hilfe des "Stundenlohns" von EURO 5,47. [http://www.bvwp.de/hilfe/bmvbw.html]
== Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39 ==
Die beiden geplanten Bauabschnitte Uelzen-Wolfsburg und Lüneburg-Uelzen werden im [[Bundesverkehrswegeplan]] vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im vordringlichen Bedarf gelistet und mit Investitionskosten von 437 Millionen Euro angegeben. [http://www.bmvbs.de/Anlage/original_15937/Niedersachsen.pdf]
Diesen Kosten sollte bei einem NKV = 3,4 ein Nutzen von ca. 1,5 Milliarden Euro gegenüberstehen.
Allerdings muss über das NKV der A 39 spekuliert werden, da dieses nicht spezifiert für die A 39, sondern nur "im Paket H-Spange", also mit der A 14 und der beide Autobahnen verbindenden Querspange mit 3,4 ausgewiesen wurde. [http://www.keine-a39.de/images/stories/div_pdf_dokumente/PRINS_NI.pdf]
Das Ministerium für Bau Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt hat die NKV "anteilig" offengelegt (A 14 = 4,6 und B 190n = 3,3) [http://www.keine-a39.de/images/stories/div_pdf_dokumente/A14%20NKV%20SA-Ministerium.pdf], das NKV der A 39 muss demnach deutlich kleiner ausfallen.
Die Aktion Lebensberg ermittelt in einer nachvollziehbaren Modellrechnung das '''Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39 mit lediglich 1,87'''. [http://www.keine-a39.de/images/stories/div_pdf_dokumente/nkf-berechnung-quer.pdf]
Da bei einer Einzelbetrachtung die A 39 mit diesem NKV aus dem vordringlichen Bedarf entfiele, drängt sich der Verdacht auf, dass hier "kreativ" schöngerechnet wurde.
'''Kann das eigentlich chancenlose Projekt A 39 nur im Windschatten der A 14 bestehen?'''
Nur durch ehrliche Zahlen kann die Planungsbehörde diesbezüglich in die Offensive gehen, doch kann die Mathematik ihr hierbei nicht mehr helfen.
=== Neue Berechnung des NKV ===
{{Kasten gelb|
'''<big>Neue Rechnung für die A 39</big>'''
'''[[Nutzen-Kosten-Faktor]] wird ermittelt'''
''red'' '''Lüneburg'''. Das Land Niedersachsen wird das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 - von Autobahn-Gegnern immer wieder gefordert - neu berechnen. Dies soll nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s passieren, das vermutlich noch bis Frühjahr 2007 dauert.
Das geht aus der [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine kleine Anfrage]] der [[Grüne]]n im Bundestag hervor.
[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|[LZ vom 06.10.2006]]]
}}
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:16-2560 Pothmer.pdf}}
| Bezug: [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Kleine Anfrage betreffend '''Bedarf und Planungsstand der Bundesautobahn 39''' mit Antwort der Bundesregierung vom 22.9.2006 (PDF, 5 Seiten)]]
|}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Strecke Wolfsburg-Lüneburg
|Headline=A 39 hinkt mit Wert von 2,8 hinterher
|Untertitel=Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Strecke Wolfsburg-Lüneburg liegt vor - Kritik an Berechnung
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Nun ist es amtlich: Im Vergleich der [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se ([[NKV]]) hinkt die Autobahn 39 deutlich hinter der A 14 und der Querverbindung B 190n hinterher. Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Anfrage der Lüneburger Landtagsabgeordneten [[Miriam Staudte]] ([[Grüne]]) hervor. Das Land beruft sich auf aktuelle Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums.
Demnach erreicht die Strecke zwischen Lüneburg und Wolfsburg einen Wert von lediglich 2,8. Bislang lag nur ein [[NKV]] von 3,4 für das Gesamtprojekt A 14/A 39/B 190n und von 4,7 für die A 14 von Magdeburg nach Schwerin vor. Kritiker hegen seit langem den Verdacht, dass eine Einzeluntersuchung der A 39 schlechter ausfällt. Auf Basis vorliegender Daten hatten die Gegner schon vor geraumer Zeit ein [[NKV]] von 1,87 für die A 39 errechnet.
Zufrieden ist die Landtagsabgeordnete mit der Antwort der Landesregierung indes nicht. "Gefragt hatten wir nach einem Wert für die A 39, doch der wird weiter schöngerechnet", wettert Staudte. Der Grund: In den Wert von 2,8 fließt das [[NKV]] für den westlichen Teil der B 190n mit ein. "Doch selbst so erfüllt die A 39 allein nicht die Mindestvoraussetzungen für die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s." Auf dem Planungsweg ist dies die Grundvoraussetzung zur Realisierung großer Verkehrsprojekte. Nachgewiesen werden muss ein [[NKV]] von wenigstens 3,0. Bei späteren Nachberechnungen reicht der Nachweis der Wirtschaftlichkeit. Und die ist bei einem Wert größer eins gegeben.
Staudtes Ärger ist verständlich. Denn die Antwort der Landesregierung enthält ein Einzel-[[NKV]] für den östlichen Teil der B190n. Auch das liegt mit 3,5 deutlich über dem von A 39 und westlichem Abschnitt der Querspange. Zudem nährt er Staudtes Verdacht, dass mit der Bundesstraße das Autobahn-[[NKV]] angehoben wird.
Der Inhalt der Antwort der Landesregierung ist für viele auch deswegen überraschend, weil sowohl Hannover als auch Berlin eine Einzelberechnung bislang abgelehnt, sich gegenseitig den Schwarzen Peter zugeschoben haben. Klar war in den vergangenen Monaten lediglich, dass das Bundesverkehrsministerium das [[NKV]] für das Gesamtprojekt im Zuge der [[Linienbestimmung]] neu berechnet. Nun ist die Linie neu bestimmt - und mit ihr die [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se.<br>
[[Presseberichte_November_2008#Landeszeitung_zum_Nutzen-Kosten-Verh.C3.A4ltnis_f.C3.BCr_die_Strecke_Wolfsburg-L.C3.BCneburg|[LZ vom 15.11.2008]]]
}}
=== Analyse des Ergebnisberichts der NKV-Berechnung ===
Im Rahmen der im Anschluss an die Landesplanerische Feststellung erfolgten Linienbestimmung der A 39 durch das Bundesverkehrsministerium erfolgte im Juli 2008 die Bestimmung eines NKV für das Gesamtprojekt VUNO und den drei Teilprojekten
* A 14,
* A 39 mit 16 km westlicher B 190n
* restliche B 190n
wobei im Gesamtprojekt noch kleine Teilprojekte B 71 und B189 enthalten sind, deren Zahlen nicht aufgeschlüsselt sind.
[[Media:VUNO_20080805_2.pdf|Ergebnisbericht der NKV-Bestimmung durch die Ingenieurgrupppe IVV, Aachen]] (Achtung: 7,2 MB groß)
Die Zahlen dieses Ergebnisberichts sind teilweise unplausibel in sich und im Vergleich mit den Zahlen der Untersuchung für den Bundesverkehrswegeplan 2003. Wir haben die Zahlen in zwei Tabellen zusammengestellt:
[[Media:Vergleich_VUNO_alt_-_neu.pdf|Vergleich VUNO alt - neu]]
[[Media:Analyse_VUNO2008.pdf|Analyse VUNO 2008]]
Wen es interessiert: technische Grundlage beider Dokumente war diese [[Media:Analyse_VUNO.xls|Excel-Tabelle]].
''Die Hauptpunkte:''
* Der Vergleich der Kosten pro Kilometer zwischen A 14 und A 39 und der Kostensteigerungen von A 14 und A 39 im Vergleich zu 2003 ergeben nicht nachvollziehbare Unterschiede.
* Der Annuitätenfaktor ist zu niedrig angesetzt. Warum ist er anders als 2003?
* Die Zusammensetzung der "sonstigen Kosten" ist unklar.
* Kosten und Nutzen der Teilprojekte B 189 und B 71 sind nicht aufgeführt, der Versuch einer Ermittlung durch Differenzbildung führt zu unplausiblen Zahlen.
* Es ist unklar, wie der im Ergebnisbericht angegebene Preisindex für die Nutzenpositionen ermittelt und angewandt wurde.
* Bei den Nutzenpositionen der A 39 erscheint der induzierte Verkehr zu gering, die Umwelteffekte dagegen zu hoch angesetzt.
* Die Steigerung des Nutzens der A 14 im Vergleich zu 2003 ist nicht nachvollziehbar.
Aus dem Bundesverkehrsministerium gab es auf Anfrage keine Informationen, die zur Klärung dieser Fragen beitragen konnten:
[[Media:Emailwechsel_Basisdaten_NKV.pdf|Email-Wechsel bezüglich der benötigten Basisdaten]]
Wir konnten also nur mit den uns vorliegenden Daten des Ergebnisberichts arbeiten und haben folgende Anmerkungen zum Ergebnisbericht der NKV-Bestimmung:
[[Media:a39_anmerkungen_wirtschaftlichkeitsberechnung.pdf|Anmerkungen zur NKV-Bestimmung]]
Das im Ergebnisbericht genannte NKV für die A 39 von 2,78 ist '''zu hoch''' angesetzt. Realistischer ist ein '''NKV von deutlich unter 2, wahrscheinlich nahe 1 oder sogar unter 1'''.
=== Bundesrechnungshof benachrichtigt ===
Der Bundesrechnungshof wurde am 10.8.2009 über den mittlerweile fast ein Jahr alten NKV-Ergebnisbericht informiert.
[[Media:20090811_Email_vom_BRH.pdf|Antwort-Email vom 11.8.2009 (mit Zitat der Benachrichtigungs-Email)]]
Aus dieser Email geht nicht hervor, wie lange die Bearbeitung dauern könnte.
=== Anfrage in Landtag ===
MdL Miriam Staudte (Die Grünen) hat am 6.8.2009 bezüglich des NKV-Ergebnisberichts eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung an die Niedersächsische Landesregierung eingereicht. Dieser Antrag enthält im Wesentlichen die von uns erarbeiteten Fragen.
[[Media:20090806_sA_NKV_A39.pdf|<b>Kleine Anfrage</b> vom 6.8.2009 an die Niedersächsische Landesregierung zur schriftlichen Beantwortung]]
[[Presseberichte_August_2009#Landeszeitung_zur_Kleinen_Anfrage_der_Gr.C3.BCnen_im_Nieders.C3.A4chsischen_Landtag|<b>Pressebericht</b> (Landeszeitung 6.8.2009)]]
[[Media:20090916_Antwort_sA_NKV_A39.pdf|<b>Antwort</b> vom 16.9.2009 auf die Kleine Anfrage]]
[http://www.landtag.niedersachsen.de/Drucksachen/Drucksachen_16_2500/1501-2000/16-1681.pdf <b>Landtags-Ducksache</b>]
Die Anfrage wurde an die Bundestagsfraktion der Grünen weitergeleitet mit der Bitte, diese im Bundestag zu stellen.
=== Anfrage in Bundestag ===
Anfang November 2009 wurde von der Bundestagsfraktion der Grünen eine [[Media:2009-11-13_Anfrage_Grüne_Bundestag_1700030.pdf|Kleine Anfrage]] an die Bundesregierung eingereicht. Am 30.11.2009 erreichte uns die [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|<b>Antwort</b>]] aus dem Bundesverkehrsministerium.
Diese [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Antwort]] wirft weitere Fragen auf.
=== Anfrage im Landtag zu gestiegenen Kosten ===
Im August 2011 gab es von Frau Staudte und Herrn Hagenah eine weitere Anfrage an die Niedersächsische Landesregierung zu Kostensteigerungen und Planungskosten:
[[Media:2011-09-19_mAnfrage_A39-Kostensteigerungen.pdf|<b>Kleine Anfrage</b> vom August 2011 an die Niedersächsische Landesregierung]]
Hier die Antwort:
[[Media:2011-09-19_Antwort_Kostensteigerungen_A39.pdf|<b>Antwort</b> vom September 2011]]
[[Presseberichte_September_2011#Landeszeitung_zu_Kostensteigerungen_und_Anfrage_der_Gr.C3.BCnen|<b>Pressebericht</b> (Landeszeitung 20.9.2011)]]
Das Land Niedersachsen zeigt sich also weiterhin stur, obwohl aus dem Bundesverkehrsministerium mittlerweile durchgesichkert ist, dass der Investitionsrahmenplan 2011 bis 2015 die Priorität auf Instandhaltung und Sanierung vorhandener Verkehrswege setzen wird, und nicht auf Neubau, siehe [[Presseberichte_September_2011#Landeszeitung_zu_Entwurf_des_Investitionsrahmenplans_2011-2015|<b>Pressebericht</b> (Landeszeitung 10.9.2011)]]
Nun wurde also wieder bei der Bundesregierung angefragt:
[[Media:2012-05-15_Anfrage_A39-Kostensteigerungen.pdf|<b>Kleine Anfrage</b> vom Mai 2012 an die Bundesregierung]]
Die Antwort wurde [http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/098/1709859.pdf | hier] veröffentlicht.
== Weblinks ==
* [http://www.bvwp.de/hilfe/bmvbw.html BUND zur Problematik der Wirtschaftlichkeitsberechnung]
* [http://www.bmvbs.de/Verkehr/Integrierte-Verkehrspolitik-,1408/Bundesverkehrswege-plan.htm Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung]
* [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=view&id=649&Itemid=41 Mehr zum Thema {{PAGENAME}} auf der Internetseite des Dachverbandes] bzw. [http://www.laum.uni-hannover.de/ilr/lehre/Ptm/Ptm_BewKna.htm Uni Hannover]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
e5382ac55291eb66670c9ff0fddfcc29e56e079a
Ortolan
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[[Bild:Ortulan.jpg|thumb|300px|'''Schicksal?'''<br> Der Gesang des Ortolans soll Ludwig van Beethoven zur Fünften Symphonie inspiriert haben.<br>[http://people.freenet.de/stwehr/ortolan.mp3 Gesang des Ortolans auf www.vogelstimmen-wehr.de].
]]
==== {{LZ}} vom 16.11.2006 über den [[Ortolan]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>LZ-Lesertelefon</big>'''
''ca'' '''Lüneburg'''. Was ist eigentlich
ein [[Ortolan]] ?, möchte Ernst
August Beismann am LZ-Lesertelefon
wissen. Wie berichtet,
macht der Vogel den Planern
der umstrittenen Autobahn 39
Probleme, weil die bei der Trassenplanung
auf
die Brutgebiete
des kleinen
Singvogels achten
müssen. Er gilt als vom
Aussterben bedrohte Art. Laut
Lexikon gehört das Tier zur
Ordnung der Sperlingsvögel
und zur Familie der Gartenammern.
Der Zugvogel überwintert
im nördlichen Afrika, bevor
er im April und Mai nach
Europa zurückkehrt.
}}
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
== Weblinks ==
* http://de.wikipedia.org/wiki/Ortolan
944e0860e9bc3590c48ad7d611db50b33169b142
Ostumgehung
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text/x-wiki
{{Kasten gelb|
'''<big>Versprechen gebrochen:</big>'''
''Bei der Ostumgehung Lüneburg handelt es sich wohl dem Querschnitt, nicht jedoch der Funktion nach um eine autobahnähnliche Staße. '''Keineswegs ist an eine Einbeziehung in eine eventuelle künftige Nord-Süd-Autobahn gedacht''', zumal im Rahmen der jetzt abgeschlossenen Fortschreibung des Ausbauplans für die Bundesfernstraßen für eine solche Autobahn ein Bedarf nicht ermittelt und anerkannt wurde.''<br>Der Niedersächsische Minister für Wirtschaft und Verkehr, 18.01.1980}}
{{toc}}[[Bild:Vorzugsvarianten.png|thumb|222px|Die sogenannte Ostumgehung:<br>Eine Autobahn durch Wohngebiet?]]
== Die sogenannte Ostumgehung - eine Stadttrasse ==
Abschnitt der B4, der im Norden an die A250 anschließt und Lüneburg nordöstlich im Moorfeld durchschneidet. Die sogenannte Ostumgehung stellt bereits seit langem eine starke [[Lärm]]belästigung in den angrenzenden Wohngebieten dar. Für 15.000 Fahrzeuge pro Tag geplant, fahren heute ca. 46.000 Fahrzeuge pro Tag über diesen Streckenabschnitt. Für das Jahr 2015 prognostiziert das [[Media:verkehrsgutachten_lueneburg.pdf|Verkehrsgutachten der Stadt Lüneburg]] an dieser Stelle deutlich mehr als 50.000 Fahrzeuge.
Hier muss bereits jetzt eine deutliche Verbesserung des [[Lärm]]schutzes sowie der gesamten lokalen und regionalen Verkehrssituation eingefordert werden:
* Geschwindigkeitsreduzierungen für PKW (80 km/h) und LKW (60 km/h) mit entsprechenden Kontrollen
* Durchfahrverbote und/oder Mautpflicht für ortsfremden LKW-Verkehr mit entsprechenden Kontrollen
* Weitere Verbesserung des lokalen und regionalen öffentlichen Verkehrs mit Bus und Bahn
* Verlagerung der Gütertransporte auf Schienen und Kanäle
* Umgehungsstraßen um Lüneburg (aber: KEINE! A39)
== Planung der sogenannten Ostumgehung ==
=== Dokumente aus dem [[Planfeststellungsverfahren]] von 1979 / 1980 ===
* Ostumgehung Lüneburg - Die Planung zur Verkehrsentlastung der Innenstadt - Eine Information des Straßenbauamtes Lüneburg - Faltblatt im Format DIN A2, 1978: [[Media:Plan Ostumgehung 1.pdf|Seite 1]], [[Media:Plan Ostumgehung 2.pdf|Seite 2]], PDF-Dateien zu je 800 KB
*[[Media:1979_11_12_Einspruch_Scharf.pdf|Einwendung der Aktionsgruppe Ostumgehung Mörike-Siedlung vom 12.11.1979]] (PDF, 94 kB): "Durch den vierspurigen Ausbau im Anschluß an die geplante Autobahn Maschen - Lüneburg besteht die ständige Gefahr, daß die Ostumgehung zum Teilstück einer späteren Nord-Süd-Autobahn erklärt wird"
*[[Media:1979_11_13_Einspruch_Hochleitner.pdf|Einwendung von Klaus-Günter Hochleitner vom 13.11.1979]] (PDF, 259 kB): "Die sogenannte Ostumgehung ist entsprechend der Größe und dem Verkehrsaufkommen einer Bundesautobahn gleichzusetzen, da diese künftige Bundesfernstraße auch den weiträumigen Verkehr (Fernverkehr) aufnehmen wird.<br>Dieses kann nicht zuletzt damit begründet werden, daß die Realisierung der Autobahn A39 von Maschen nach Lüneburg bis zum Ochtmisser Kreisel mit höchster Dringlichkeit eingestuft und nach anderen Planfeststellungsverfahren betrieben wird, d.h. diese Bundesautobahn verständlicherweise <u>dort kaum enden kann</u>, so daß die Ostumgehung die Verbindungsfunktion für die spätere Weiterführung in südlicher Richtung - wann auch immer - übernehmen wird.<br>Nach dem Bundesfernstraßengesetz besteht gem. § 2 Abs.3a sogar die Möglichkeit, unter den gegebenen Voraussetzungen eine öffentliche Straße (Bundesfernstraße) zu einer Bundesautobahn aufzustufen."
*[[Media:1979_12_10_MDB_Möhring.pdf|Antwortschreiben von MDB Möhring an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 10.12.1979]] (PDF, 40 kB)<br>Frustierend: dieses Schreiben ist nicht mehr als eine freundliche Absichtserklärung, sich für Lärmschutz einzusetzen.
*[[Media:1979_12_12_MDB_Schröder.pdf|Antwortschreiben von MDB Schröder an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 12.12.1979]] (PDF, 74 kB): "Die Nord/Süd-Autobahn ist in keinerlei Ausbauplanungen mehr enthalten."
*[[Media:1980_01_18_Nds_Verkehrsminister.pdf|Antwortschreiben des Nds. Verkehrsministeriums an die Aktionsgemeinschaft Ostumgehung vom 18.1.1980]] (PDF, 133 kB): "Keineswegs ist an eine Einbeziehung in eine eventuelle künftige Nord-Süd-Autobahn gedacht, zumal im Rahmen der jetzt abgeschlossenen Fortschreibung des Ausbauplanes für die Bundesfernstraßen für eine solche Autobahn ein Bedarf nicht ermittelt und anerkannt wurde."
*[[Media:1980_11_11_Erörterungstermin.pdf|Niederschrift des Erörterungstermins vom 11.11.1980]] (PDF, 1477 kB)
Seite 5: Das Straßenbauamt erklärt: "In den 70er Jahren entstand der Gedanke, zwischen Maschen und dem Raum Wolfsburg/Braunschweig eine Autobahn zu bauen, wobei die Planung einer solchen Autobahn die Ostumgehung Lüneburg einbeziehen sollte. Diese Planungen sind jedoch eingestellt worden (vgl. dazu auch 2. Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 25.08.1980, in BGBl: I. S. 1614, worin eine über Lüneburg hinausgehende Autobahn nach Süden nicht enthalten ist."
Seite 6: Das Straßenbauamt erklärt: "In diesem Zusammenhang wird auch darauf hingewiesen, daß die A 39 zwischen Maschen und Lüneburg nicht als eine Durchgangsautobahn wie die A 7 von Hamburg in Richtung Hannover anzusehen sei, sondern als reine Zubringeautobahn für den Anschluß des Lüneburger Raumes an die Fernautobahnen..."
<b>Die folgenden Dokumente befinden sich in der [http://www.strassenbau.niedersachsen.de Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr], Geschäftsbereich Lüneburg, Am Alten Eisenwerk 2d, 21339 Lüneburg.</b>
Die Planfeststellung erfolgte in 4 Abschnitten von Norden nach Süden. Der 1. Abschnitt geht bis zur Erbstorfer Landstraße, der 2. Abschnitt bis zur Dahlenburger Landstraße. Die <b>[[Planfeststellungsbeschluss|Planfeststellungsbeschlüsse]]</b>:
*[[Media:PF-Beschluss_1._Abschnitt.pdf|1. Abschnitt (23.11.1981)]] (PDF, 10611 kB)
*[[Media:PF-Beschluss_2._Abschnitt.pdf|2. Abschnitt (15.12.1981)]] (PDF, 7111 kB)
* 3. und 4. Abschnitt: wer diese Dokumente benötigt, wende sich bitte an oben genannte Behörde.
Zum 1. Abschnitt: Alle Einwendungen, die im Erörterungstermin aufrecht erhalten wurden, so auch
die Befürchtung, dass es sich bei der Ostumgehung ein Teilstück einer geplanten <b>Nord-Süd-Autobahn</b>
werden könnte, sind als <b>unbegründet</b> zurückgewiesen worden.
Die im [[Planfeststellungsbeschluss]] genannte
[[Media:1980_11_11_Erörterungstermin.pdf|Niederschrift des Erörterungstermins vom 11.11.1980]] (PDF, 1477 kB)
<b>durfte in der Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nicht eingesehen werden</b>, sie sei nur für diejenigen bestimmt, die im Planfeststellungsverfahren Einwendungen erhoben haben.
Von allgemeinem Interesse sind vielleicht auch noch
[[Media:Auszüge_schalltechn._Berechnung.pdf|Auszüge aus der Schalltechnischen Berechnung]] (PDF, 1343 kB):
2 Seiten grundsätzliche Erläuterungen, dann 2 Seiten Erläuterung, bei denen auf der ersten Seite einzuhaltene [[Lärm]]grenzwerte von 60 dB Tags und 50 dB nachts (heute nicht mehr zulässig) erwähnt werden. Dann beginnt die schalltechnische Berechnung (handschriftlich), von der nur noch eine Seite im Dokument ist. Wer die komplette Berechnung lesen möchte oder wer sich für andere Planungsdokumente interessiert, sollte sich an die Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wenden.
Hier exemplarisch eine Aufzählung der Dokumente im <b>Ordner des 1. [[Planfeststellungsverfahren|Planfeststellungs]]-Abschnitts</b>:
*[[Media:PF-Beschluss_1._Abschnitt.pdf|Planfeststellungsbeschluss (23.11.1981)]] (PDF, 10611 kB) (29 Seiten)
* Merkblatt über den Zweck der Planfeststellung und das Planfeststellungsverfahren (5 Seiten)
* Erläuterungsbericht (3 Seiten)
* Vorbemerkungen (2 Seiten)
* Bauwerksverzeichnis (28 Seiten): Aufzählung aller betroffenen und neu zu errichtenden Bauwerke (Kreuzungen und Einmündungen, Zufahrten zu Grundstücken, neue Erschließungsstraßen, Lüner Kreisel, Anschlussrampen, Überführungen, Unterführungen und Verlegung des Raderbachs, Rohrdurchlässe, Zäune und Mauern, Schallschutzanlagen, Gas-, Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen)
* Grunderwerbsverzeichnis (24 Seiten) Aufzählung aller zu erwerbenden Flächen
* Erläuterungsbericht zum landschaftspflegerischen Begleitplan (4 Seiten)
* Wassertechnische Berechnung (25 Seiten + großformatige Karten + 3 großformatige Tabellen)
* Schalltechnische Berechnung (10 Seiten + 4 großformatige Tabellen) [[Media:Auszüge_schalltechn._Berechnung.pdf|Auszüge]] (PDF, 1343 kB):
* Großformatige Karten und Pläne:
** Übersichtskarte (Maßstab 1:25000)
** Ausbauquerschnitt (Maßstab 1:50)
** Lageplan (Maßstab 1:1000)
** Höhenplan (Maßstab 1:1000 / 1:100)
** Grunderwerbsplan (Maßstab 1:1000)
** Landschaftspflegerischer Begleitplan (Maßstab 1:1000)
== Ergänzende Planfeststellung ==
siehe Artikel <b>[[Lärm]]</b>.
== Autobahnplanung ==
=== Variante 503 ===
Auch die "Ostumgehung" ist vom Autobahnbau bedroht, da auf ihr der Planungsabschnitt 503
verläuft, dem möglicherweise über 30 Häuser mit mehr als 100 Anwohnern zum Opfer fallen würden. In diesem Fall würde der Verkehr auf 60.000 Fahrzeuge ansteigen.
=== Variante 586 ===
Im März 2007 erklärt Dr. Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg auf Anfrage, dass die Variante 503 durch die Planungsbehörde zugunsten einer "alternativen" Planung verworfen würde: Mit der "Variante 586" soll der '''Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn''' ohne Abflachung des [[Kurvenradius]] bzw. Häuserabriss erfolgen. Die Nachfrage nach einer Realisierbarkeit von Standstreifen ließ er unbeantwortet und verwies auf das [[Planfeststellungsverfahren]]. Fakt ist, dass die bestehende Ostumgehung mit einer Breite von 22 m gebaut wurde, die A 39 dagegen mit 29,5 m geplant ist, Bilder hierzu siehe unter [[Regelquerschnitt]].
Lesenswert in diesem Zusammenhang ist der 2. '''[[Variantenvergleich]]''' der Planungsbehörde vom März 2007: Ein Jahr nach der Präsentation der [[Klostertrasse]] (Variante 502) als "Ei des Kolumbus" bei gleichzeitiger Ablehnung eines Ausbaus der "Ostumgehung" (Variante 503), wurde die "neue Variante" 586 aus dem Hut gezaubert. Frei nach dem Motto ''"Die Ostumgehung ist tot, es lebe die Ostumgehung!"'' In Zahlen: 29,5 m Fahrbahnbreite inkl. Standstreifen und 6 m hohe Lärmschutzwände.
== Presseberichte ==
=== 9. Oktober 2006 ===
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Die Angst vor der Autobahn</big>'''
[[Bild:LZ 2006 10 09 1.jpg|thumb|200px|'''Er bangt um sein Haus in der Rilkestraße: Martin Knoop.''']]
'''Fast 250 Menschen demonstrieren gegen den geplanten Bau der A 39 auf Stadtgebiet'''
''pet'' '''Lüneburg'''.
Martin Knoop
lebt in Angst und Ungewissheit.
Und das schon seit dem Frühjahr.
Der 60-jährige Lüneburger
zählt zu den etwa 30 Hausbesitzern
im Stadtteil Lüne-Moorfeld, die im Fall der Realisierung
der „Teilvariante 503“
der geplanten Autobahn A39
ihr Haus verlassen müssten:
Abriss. Und so war es klar, dass
Knoop zu den 250 Menschen
gehören würde, die am Sonnabend
an der Erbstorfer Landstraße
gegen die geplante Autobahn
und besonders gegen die
Varianten, die den Ausbau der
[[Ostumgehung]] zur A39 vorsehen,
demonstrierten.
Die Bürgerinitiative Lüne-
Moorfeld hatte zur Aktion aufgerufen.
In roten [[T-Shirts]] und
Pullovern, mit Transparenten
und Plakaten standen Alt und
Jung an der Erbstorfer Landstraße
und auf den Grünstreifen
der Auffahrt zur Ostumgehung.
„Wir setzen uns für das [[Schutzgut Mensch]] ein. Wir versuchen,
unsere Lüneburger Betroffenheit
zum Ausdruck zu bringen
und wenden uns gegen die gesamte
A39 – nicht nur hier“,
sagte Stefanie Becker, eine der
Sprecherinnen der im Frühjahr
gegründeten Bürgerinitiative.
Martin Knoop wohnt seit 29
Jahren an der Rilkestraße. „Das
sollte mein Altersruhesitz werden“,
erzählt der Lüneburger,
der mit seiner Frau und dem
jüngsten Sohn im Haus lebt.
„Jetzt ist das Haus bezahlt und
ich dachte, ich habe Ruhe. Unsere
Altersversorgung – das wäre alles zum Teufel. Man kann
doch nicht eine Autobahn
durch ein Wohngebiet führen“,
schimpft er weiter – und hofft,
dass [[Vorzugsvariante|die aktuellen Pläne]] nicht
realisiert werden.
[[Bild:LZ 2006 10 09 2.jpg|thumb|left|560px|'''Insgesamt fast 250 Menschen demonstrierten am Sonnabend entlang der Erbstorfer Landstraße gegen den Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn 39.''' ''Fotos: be'']]
Eine Stunde lang harrten er,
Stefanie Becker und viele Nachbarn
aus, dann ging es nach
Hause. Aber schon in wenigen
Tagen wollen sie sich wieder
treffen, der Kampf soll weitergehen:
Am 13., 20. und 27.
Oktober, jeweils freitags um 18
Uhr, sind Mahnwachen geplant.
Am Sonnabend, 4. November,
17.30 Uhr beginnt ein Laternenumzug.
Für Plakate und
Postkarten haben sich 60 Menschen
der Region fotografieren
lassen, dokumentieren so ihren
Protest gegen die A39. Motto:
„[[Wir lieben Lüneburg]]“. [[BI-Stammtisch|Die
Bürgerinitiative trifft sich jeden
ersten Montag im Monat um 20
Uhr im Stadtteilladen ELM in
der Hermann-Löns-Straße 22.]]
}}
=== 1. Februar 2007 ===
==== {{LZ}} zum Besuch im Bundes-Verkehrsministerium ====
* [[Presseberichte_Februar_2007#Landeszeitung_zum_Besuch_im_Bundes-Verkehrsministerium|Staatssekretär sieht Bedenken der Stadt]]
=== [[Presseberichte März 2007]] ===
== Unfälle und gefährliche Situationen ==
Eine lange Liste von Unfällen und gefährlichen Situationen (verlorene Ladung, alkoholisierte Fahrer) belegt die Unmöglichkeit, diese Trasse mit noch mehr Verkehr zu belasten. Für die Strecke durch das Lüneburger Wohngebiet Moorfeld gibt es keine Umleitungs-Möglichkeiten. Eine Sperrung führt bereits jetzt zu einem Verkehrs-Chaos in der Stadt. Man erkennt deutlich, dass der A 39-Teilabschnitt 586 unvernünftig und an der Realität vorbei geplant wurde.
In dieser Liste sind nur die von der Polizei in Pressemitteilungen veröffentlichten Unfälle aufgeführt. Es ist unklar, wie
viele weitere Unfälle es gegeben hat.
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/2033673 26.04.2011: Bierlaster verunglückt auf Ostumgehung (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/2008474 14.03.2011: Betrunkener rutscht auf der Ostumgehung in den Graben (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1766554 15.02.2011: Zwei Unfälle auf der Ostumgehung (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1751203 19.01.2011: Auffahrunfall - eine Leichtverletzte (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1744455 05.01.2011: "mit Lkw angelegt" - Unfall auf der Ostumgehung (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1742836 02.01.2011: Glätte - In die Leitplanke gefahren (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1739016 22.12.2010: Erneut Unfälle auf der Ostumgehung - "Dominoeffekt" (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1738317 20.12.2010: Unfälle auf der Ostumgehung - Transporter prallt gegen Schutzplanke (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1729005 03.12.2010: Unfallserie auf der Ostumgehung (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1723457 23.11.2010: Unfall mit leicht Verletztem (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1721932 21.11.2010: Betrunkener Autofahrer auf der Ostumgehung (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1709801 02.11.2010: PKW gerät ins Schleudern (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1697929 12.10.2010: LKW-Fahrer eingeschlafen (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1689182 26.09.2010: unter Alkoholeinfluß am Steuer - 1,8 Promille (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1678331 08.09.2010: Autofahrer fährt während der "Rush-Hour" in Gegenverkehr (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1669841 24.08.2010: LKW verliert 6,8 Tonnen Stahl (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1656317 29.07.2010: 165 km/h auf der Ostumgehung (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1648197 14.07.2010: Mit Motorrad überschlagen (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1645603 08.07.2010: Kollision mit Bus (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1641718 02.07.2010: Vollsperrung wegen verrutschter Ladung (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1593669 12.04.2010: Vollsperrunmg nach Unfall (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1567141 24.02.2010: Unfälle wegen Glätte (1.)]
20.02.2010: Diese Meldung fehlt im Polizei-Presseportal, stand aber in der
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=
|Headline=
|Untertitel=Unfälle auf der Ostumgehung
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Staus und Verkehrsbehinderungen waren gestern die Folge von zwei Auffahrunfällen auf der Ostumgehung. Laut Polizei waren gegen 14.35 Uhr zwischen den Abfahrten Ebensberg und Adendorf mehrere Wagen und Laster zusammengekracht, eine 50-jährige Frau wurde leicht verletzt. Sachschaden: rund 14 000 Euro. Die Schnellstraße wurde in Richtung Hamburg für zwei Stunden komplett gesperrt.
}}
15.02.2010: Diese Meldung fehlt im Polizei-Presseportal, stand aber in der
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=
|Headline=Kollision mit Rettungswagen
|Untertitel=Einsatzfahrt endet mit vier Verletzten – Auto überschlägt sich
|Autor=ahe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Glück im Unglück hatte eine 25-jährige Frau bei einem Unfall auf der Ostumgehung am Sonnabend: Sie war unterwegs in Richtung Hamburg, als sie im Bereich der Abfahrt Hagen auf dem rechten Fahrstreifen ins Schleudern geriet und mit ihrem Auto in die Böschung fuhr. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. Die Frau kam mit leichten Verletzungen davon, sie wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.
Bereits am Freitag hatte sich ein Unfall ereignet, bei dem ein Rettungswagen beteiligt war. Er war auf dem Weg zum Einsatz und fuhr mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht durch die Soltauer Straße. Eine entgegenkommende Autofahrerin erkannte die Situation zu spät, die 33-Jährige dachte, ein Autofahrer wollte sie in die Straße Hasenburger Berg abbiegen lassen. Doch der Mann wollte nur den Rettungswagen vorbei lassen, der dann beim Überholvorgang in das Fahrzeug der Frau krachte. Die 33-Jährige und ihre zweijährige Tochter erlitten ebenso leichte Verletzungen wie der Fahrer des Rettungswagens (28) und sein Beifahrer (32). Den Sachschaden beziffert die Polizei mit rund 12 000 Euro.
}}
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1556929 05.02.2010: Hund auf der Ostumgehung (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1553064 29.01.2010: Auto fährt in Schutzplanke (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1542464 10.01.2010: "Ausweichmanöver" in die Leitplanke (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1531517 15.12.2009: Auto überschlägt sich]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1524593 04.12.2009: Erhebliche Verkehrsbehinderungen nach Unfall (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1519629 25.11.2009: LKW-Unfall aufgrund eines Krankheitsfalles (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1498037 22.10.2009: Beim Auffahren auf die Ostumgehung Fahrradfahrer übersehen (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1497295 20.10.2009: Mit PKW überschlagen - leicht verletzt (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1485901 01.10.2009: 28-Jährige leicht verletzt (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1475821 14.09.2009: Beifahrerin leicht verletzt (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1462706 23.08.2009: 26-Jährige fährt nach Unfall weiter (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1457512 14.08.2009: Dieselspur verursacht Unfall (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1457533 13.08.2009: Gefährdung mit gestohlenem PKW]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1449126 30.07.2009: Betrunkener auf der Ostumgehung (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1445396 23.07.2009: eingeschlafen & Leitpfähle umgefahren (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1443469 19.07.2009: Motorradfahrer übersehen - 50-Jähriger schwer verletzt (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1442364 17.07.2009: Reifenplatzer eines Anhängers - kurzzeitige Umleitung (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1433674 01.07.2009: Unfall mit einer Leichtverletzten (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1427151 22.06.2009: Smart fliegt über Leitplanke (11.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1420053 08.06.2009: Handy gesucht - gegen Schutzplanke gefahren (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1416043 02.06.2009: Estrichmaschine auf Ostumgehung umgekippt (10.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1416043 02.06.2009: Anhänger mit Kabeltrommeln umgekippt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1384817 08.04.2009: Verfolgungsfahrt mit Motorraddieben (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1367216 10.03.2009: LKW umgekippt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1366404 08.03.2009: zwei Sonntagsfahrer (6. und 7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1358400 23.02.2009: Karambolage von fünf Fahrerzeugen, eine Schwerverletzte]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1327805 29.12.2008: Gepäckträger auf der Ostumgehung (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1323317 18.12.2008: 23-jährige leicht verletzt]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1315242 04.12.2008: Quad-Fahrer übersehen (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1314529 03.12.2008: Nach Unfall weitergefahren (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1312197 01.12.2008: Entgegenkommende übersehen an Auffahrt (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1309204 25.11.2008: Verkehrsunfall mit drei Schwer- und einer Leichtverletzten an Auffahrt (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1301131 13.11.2008: 34-Jährige auf Ostumgehung verunfallt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1294223 03.11.2008: Ostumgehung nach LKW-Unfall voll gesperrt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1292045 30.10.2008: PKW schleudert gegen Leitplanke (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1285728 21.10.2008: Gefahrguttransporter mit Glycerin schlägt Leck auf B216 und Ostumgehung, Vollsperrung, Verkehrschaos]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1285756 Bilder dazu]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1281910 13.10.2008: Auf Ölspur weggerutscht (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1274798 30.09.2008: Motorradfahrer schwer verletzt (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1274008 29.09.2008: Unfall mit einem Leichtverletzten (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1269021 22.09.2008: Unfall mit 3 Autos, Auffahrt Erbstorfer Landstr. (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1262344 09.09.2008: LKW-Fahrerflucht nach Unfall mit Streifenwagen (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1252503 24.08.2008: Geisterfahrer (3.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1241969 05.08.2008: Unfall an Anschlussstellen-Ampel (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1227256 10.07.2008: Verkehrsunfall mit vier Leichtverletzten (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1223151 04.07.2008: Vier verletzte nach Unfällen]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1221608 02.07.2008: LKW-Fahrer mit 2,14 Promille (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1211652 16.06.2008: PKW gegen Leitplanke, in Brand geraten (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1208921 11.06.2008: Mit PKW überschlagen (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1176872 21.04.2008: Gegen Leitplanke geprallt (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1168245 07.04.2008: Unfall mit einem Leichtverletzten (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/meldung/1158355 20.03.2008: Unfall mit 28.000 Euro Sachschaden (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1149481 05.03.2008: Kradfahrer schwer verletzt (9.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1134088 10.02.2008: Leitplanke beschädigt (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1126676 28.01.2008: Unfall mit einem Leichtverletzten, Auffahrt Stadtkoppel (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1123812 24.01.2008: Unfall mit Leichtverletzter, Auffahrt Stadtkoppel (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1122893 22.01.2008: Vorfahrt nicht beachtet an Abfahrt Kaltenmoor (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1113083 07.01.2008: Unfall mit zwei Leichtverletzten an der Abfahrt Ebensberg (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1102413 12.12.2007: Unfall mit zwei Leichtverletzten, Auffahrt Ebensberg (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1088723 21.11.2007: Unfall unter Alkoholeinwirkung, Auffahrt Häcklingen (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1079670 07.11.2007: Unfall, Lkw verliert Glaswolle (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1063667 10.10.2007: Eine leicht Verletzte, Auffahrt Adendorf (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1063045 09.10.2007: Sturz mit Motorrad (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1035883 21.08.2007: Zwei LKW-Unfälle (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1032795 14.08.2007: Schwer verletzter Motorradfahrer, Auffahrt Dahlenburger Landstraße (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1026026 01.08.2007: Unter Alkoholeinfluss von der Fahrbahn abgekommen (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1020576 23.07.2007: Karambolage mit LKW]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1020567 22.07.2007: PKW-Fahrer ignoriert Haltezeichen (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1012823 05.07.2007: Unfall mit einem Leichtverletzten, Abfahrt Adendorf (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1005287 20.06.2007: Unfall mit Flucht (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/1004003 19.06.2007: Fahrer unter Drogeneinfluss (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/999778 11.06.2007: Anhänger umgekippt (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/997292 04.06.2007: Unfall mit einem Leichtverletzten (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/982779 07.05.2007: Unfall mit einem Leichtverletzten, Abfahrt Dahlenburger Landstraße (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/979508 01.05.2007: Unfall unter Alkoholeinwirkung (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/964121 28.03.2007: Unfallflucht, Auffahrt Kaltenmoor (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/962037 27.03.2007: Verfolgungsjagd mit Unfall]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/922538 03.01.2007: Alkoholisierte Fahrerin (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/911359 04.12.2006: Unfall, Auffahrt Ebensberg (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/964121 20.11.2006: Brennende Gegenstände auf Ostumgehung geworfen (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/902147 16.11.2006: Rempler mit Fahrerflucht]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/894645 30.10.2006: Unfall mit einem Leichtverletzten, Auffahrt Kaltenmoor (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/885664 12.10.2006: Verrutschte Ladung, Vollsperrung der Abfahrt Häcklingen]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/885655 11.10.2006: Anhänger in Brand, Vollsperrung (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/884521 10.10.2006: Rübentransporter umgekippt]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/870557 07.09.2006: LKW mit Anhänger in Graben gefahren]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/866674 28.08.2006: Unfall mit einem Schwerverletzten, Auffahrt Ebensberg (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/864766 24.08.2006: Falschfahrerin, Vollsperrung Richtung Süden (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/862424 17.08.2006: Unfall (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/860887 14.08.2006: Unfall, Auffahrt Stadtkoppel (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/844119 03.07.2006: Unfall unter Alkoholeinwirkung, Abfahrt Dahlenburger Landstraße (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/843545 03.07.2006: Unfall mit Totalschaden (2.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/833723 29.06.2006: Ladung verloren, Abfahrt Melbeck (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/830175 30.05.2006: Unfall, Abfahrt Bilmer Berg (7.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/815871 27.04.2006: Alkoholisierter Fahrer (6.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/807475 05.04.2006: Unfall unter Drogeneinfluss, Abfahrt Kaltenmoor (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/785961 14.02.2006: Unfall (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/783979 09.02.2006: Fahrer mit 3,2 Promille (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/783979 09.02.2006: Unfall mit Flucht (5.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/770264 05.01.2006: Unfall mit LKW (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/768296 31.12.2005: Unfall (Verkehrsunfälle)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/762674 13.12.2005: Unfall, Abfahrt Dahlenburger Landstraße (8.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/759189 06.12.2005: Unfall durch verlorene Ladung (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/754264 25.11.2005: Unfall, kurzzeitige Vollsperrung (1.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/750776 17.11.2005: Unfall aufgrund von Glätte (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/736250 12.10.2005: Unfall mit LKW (4.)]
[http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59488/734738 09.10.2005: Ölspur (3.)]
== Links ==
[[Arbeitsgruppe Ostumgehung]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Parteien
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[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Particulate Matter
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#REDIRECT [[Feinstaub]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Planfeststellungsverfahren
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text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
| Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Autobahnbau der exakte Straßenverlauf unter Beteiligung von Fachbehörden, Trägern öffentlicher Belange, Bürgern etc. bestimmt.
Das P. durch die folgenden Gesetze geregelt:
* [[Verwaltungsverfahrensgesetz]], §§ 72-78 (Planfeststellungsverfahren)
* [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_17_Planfeststellung|Bundesfernstraßengesetz, § 17 (Planfeststellung)]]
* [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz#.C2.A7_3_-_Planfeststellungsverfahren|Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz, § 3 (Planfeststellungsverfahren)]]
|}
== Verfahren der Planfeststellung ==
# '''Planerstellung''' durch den Vorhabenträger
# '''Einreichen des Planes''' bei der zuständigen Genehmigungsbehörde ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 1 VwVfG])<br>Wurde eine eigene Anhörungsbehörde genannt, sind die Unterlagen dort einzureichen.
# '''Anhörungsverfahren''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 2 VwVfG])<br>Einholen von Stellungnahmen betroffener Behörden
# '''Öffentliche Auslegung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 3 VwVfG])<br>- Betroffene können Einwendungen einreichen, in speziellen Planungsfällen auch nicht direkt Betroffene<br>- Auf die Auslegung kann verzichtet werden, wenn der Kreis der Betroffenen bekannt ist und Gelegenheit zur Planeinsicht erhält<br>- Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind Einwendungen ausgeschlossen.<br>- Mit dem Beginn der öffentlichen Auslegung gilt eine Veränderungssperre, nach der wesentlich wertsteigernde oder das Vorhaben wesentlich erschwerende Veränderungen untersagt sind.
# '''Erörterung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__72.html § 72 Abs. 6 VwVfG])<br>- Erörterungstermin muss rechtzeitig bekannt gegeben werden<br>- An der Erörterung sollen Genehmigungsbehörde, Vorhabenträger, berührte Behörden, Betroffene und evtl. weitere schriftlich Einwendende teilnehmen
# '''Weiterleitung der Anhörungsergebnisse''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 9 VwVfG])<br>Die Anhörungsbehörde gibt eine Stellungnahme zum Anhörungsergebnis ab und leitet fristgebunden Stellungnahmen, die Planung und nicht erledigte Einwendungen an die Planfeststellungsbehörde weiter.
# '''Planfeststellungsbeschluss''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__74.html § 74 VwVfG])<br>- Der Planfeststellungsbeschluss ergeht durch die Planfeststellungsbehörde ohne Fristbindung als Verwaltungsakt<br>- Die Behörde hat umfassendes Planungsermessen, es gilt das Abwägungsgebot<br>- der Planfeststellungsbeschluss hat Konzentrationswirkung, d.h. in seinem Rahmen werden auch untergeordnete Genehmigungsverfahren (z.B. Baugenehmigungsverfahren) mit erledigt, d.h. mit Vorliegen des Beschlusses erhält das Projekt die Baureife.
== Planfeststellungsverfahren und Planfeststellungsbeschluss für die A 39 ==
Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] Ende 2008 wird das P. eingeleitet werden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wäre dann frühestens 2011, möglicherweise erst 2013 zu rechnen.
Der Planfeststellungsbeschluss kann von den Betroffenen
beklagt werden, sofern sie im Verfahren
Einwendungen vorgebracht haben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Auch wenn wir bis hierhin (vergeblich?) gegen den Bau der A39 gekämpft haben sollten, bleibt eine geringe Hoffnung, dass unsinnige Verkehrsprojekte auch in dieser vermeintlich abschließenden Planungsphase noch verworfen werden können, wie die folgenden Beipiele zeigen:
* '''Transrapid:''' ''"Nach Abschluss der [[Raumordnungsverfahren]] konnten 1998 die Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.<br>Im Januar 2000 lag dann der erste Planfeststellungsbeschluss vor.<br>Nur einen Monat später, Anfang Februar 2000, kippte die 1998 ins Amt gekommene rot-grüne Bundesregierung die Strecke Hamburg – Berlin. Ihr Argument: Die Strecke sei mit 8,4 Mrd. DM zu teuer geworden."'' [http://home.arcor.de/contrarapid/koenigshofen20011212.pdf#search=%22Raumordnungsverfahren%20abschluss%2039%22]
* '''Elbbrücke:''' Unter Hinweis auf einen groben Verfahrensfehler hat im Juni 2007 das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Elbbrücke Neu Darchau aufgehoben. Begründung: Der planende Landkreis Lüneburg ist nicht zuständig für das mitbetroffene Gebiet des Landkreises Lüchow-Dannenberg.
== Einwendungen im Planfeststellungsverfahren 2012 ==
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2012 ===
Im Planfeststellungsverfahren für den Planungsabschnitt 1 (Lüneburg) sind die Planungsunterlagen auf der Internet-Seite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einsehbar:
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=21197&article_id=105759&_psmand=135
Für Ihre Einwendungen gegen die A39 finden Sie einige Ideen in folgendem Dokument, bedienen Sie sich gerne.
https://docs.google.com/document/d/13NACyn1B2adCY1F-UHm0OK7h0tg3vmKoHmboZzNQols <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_2012.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen 2012.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2012 ===
Am 27. Juni 2012 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2012-06-25_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2012-06-26_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_Volker_Constien.pdf|Einwendungen von Volker Constien]]
[[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten.pdf|Dr. Helmut Riesner: Kritische Wertung des luftschadstofftechnischen Gutachtens]] und [[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten_Anlagen.pdf|zugehörige Anlagen]]
== Planänderungsverfahren 2017 ==
Aufgrund der eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen hat die Vorhabenträgerin Änderungen der ursprünglichen Planung beantragt.
Gegenüber der bisherigen Planung erhält der Abschnitt 1 der A 39 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einen durchgehenden Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung auf einer weiteren Länge von vier Kilometern als zusätzlichen Fahrstreifen zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord (L 216) und Erbstorfer Landstraße. Ferner wurden die Verkehrsuntersuchung auf den Prognosehorizont 2030 fortgeschrieben und die Schall- sowie Luftschadstofftechnischen Untersuchungen aktualisiert. Die Entwässerungsplanung wurde überarbeitet. Neu in die Planunterlagen eingefügt wurden ein Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie, ein Baulärmgutachten sowie eine Schalltechnische Untersuchung zur Ermittlung der Lärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz.
Daneben wurden Unterlagen für die Errichtung des in diesem Planfeststellungsabschnitt vorgesehenen Stützpunktes einer Autobahnmeisterei, die im Bereich der AS B 216, auf der Dreiecksfläche zwischen der A 39, B 216 und der L 221, angeordnet ist, neu eingefügt. Die Umweltbegleitplanung wurde auf Basis aktualisierter Bestandsdaten fortgeschrieben und angepasst.
Die Planänderungen und Ergänzungen sind in der Planunterlage 00_b (Beschreibung der Änderungen der Planfeststellungsunterlagen) zusammengefasst dargestellt.
Das Planfeststellungsänderungsverfahren wurde am 4. August 2017 eingeleitet. Beachten Sie hierzu auch die Presseinformation des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.
Die öffentliche Auslegung der geänderten und ergänzten Planunterlagen ist durch die Planfeststellungsbehörde bei der Hansestadt Lüneburg, der Gemeinde Adendorf, der Samtgemeinde Bardowick und der Samtgemeinde Gellersen für den Zeitraum
vom 28. August 2017 bis einschließlich 27. September 2017
veranlasst worden. Weiterhin ist in diesem Zeitraum auch in den Gemeinden Seevetal und Stelle sowie bei der Stadt Winsen/ Luhe die Auslegung der Planunterlagen vorgesehen. Diese Kommunen sind von mehr als nur geringfügigen Verkehrslärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz betroffen.
Die betroffene Öffentlichkeit hat innerhalb einer auf sechs Wochen verlängerten Frist nach Ablauf der Auslegung, also bis einschließlich 8. November 2017, Gelegenheit zur Äußerung. Äußerungen, die im Anhörungsverfahren zu den ursprünglichen Planunterlagen von 2012 vorgetragen wurden, bleiben weiterhin Gegenstand des laufenden Planfeststellungsverfahrens.
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2017 ===
Die Planunterlagen können unter https://uvp.niedersachsen.de/documents/ingrid-group_ige-iplug-ni/AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0/Planunterlagen.zip heruntergeladen werden.
Bitte schreiben Sie eine Einwendung. Nur so können Sie ihre Rechte in einer eventuellen späteren Klage wahren.
Eine Vorlage für ein Anschreiben und Vorformulierungen einiger interessanter Einwendungspunkte finden Sie unter https://docs.google.com/document/d/1xnXHbHSnqq_9thGRaafPgk5eUjqkjb-q8Fq_VIvloig <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_von_2017.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen von 2017.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2017 ===
Am 8. November 2017 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2017-11-06_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
Dieses Dokument enthält mehrere Verweise auf ältere Dokumente und auf folgende Dokumente aus dem Jahr 2017:
[https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809| Untersuchung vom 18.10.2017 zum Rückgang der Insektenbestände in westeuropäischen Schutzgebieten (75 % Rückgang in 27 Jahren)]
[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/121/1812195.pdf| Antwort der Bundesregierung vom 2.5.2017 auf eine Kleine Anfrage zum Rückgang der Vogelbestände in Deutschland]
[https://www.lzplay.de/index.php/2017/07/12/schwarzstorch-flaniert-durch-erbstorf/| Landeszeitung Lüneburg am 12.7.2017 über Schwarzstorch-Sichtung in Erbstorf]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrslaerm/strassenverkehrslaerm| Informationen des Umweltbundesamtes vom 23.8.2017 zu Straßenverkehrslärm]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide| Informationen des Umweltbundesamtes vom 17.10.2016 zu Stickoxiden]
[[Media:2017-10-22_A39_Einwendung_Dr._Gade.pdf|Einwendungen A39 Abschnitt 1 vom 22.10.2017 von Dr. Christian Gade (Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde aus Moorfeld)]]
=== Erörterung 2020 ===
Ein Erörterungstermin war bereits für den 24. bis 26 oder (falls nötig) 27. März 2020 angesetzt, er sollte in der Lüneburger Ritterakademie stattfinden, musste aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die Corona-Krisen-Gesetzgebung ermöglichte der Planungsbehörde, den Erörterungstermin durch eine Online-Konsultation zu ersetzen. Den Einwendern von 2017 wurde ein ungefähr auf den jeweiligen Einwender passender Auszug aus der [[Media:A39_BA_1_Gesamterwiderung.pdf|Gesamterwiderung]] zugesandt, die aktualisierten Planungsunterlagen wurden vom dann durfte nochmal schriftlich zu dem dann einmalig schriftlich Stellung genommen werden durfte. Eine Diskussion wie in einem Erörterungstermin kann so natürlich nicht stattfinden. Interessierte können folgende Stellungnahmen anschauen:
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 BI Lüne-Moorfeld.pdf|Stellungnahme der BI Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Stellungnahme von Volker Constien]]
Bei der Erstellung dieser Stellungnahmen haben andere Bürgerinitiativen gegen die A39 sowie der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39 massiv unterstützt.
Erst nach 11 Monaten, am 9. August 2021, kam die Erwiderung der Planungsbehörde zusammen mit der Stellungnahme der Planfeststellungsbehörde. Es werden mehrere neue Planungsunterlagen angekündigt, zu denen eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist. Auch die Richtlinien für Lärmschutz von 2019, die im März 2021 die uralten Richtlinien für Lärmschutz von 1990 abgelöst haben, werden eingearbeitet.
Unklar ist, ob es aufgrund der anstehenden Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans überhaupt noch zu einer weiteren Auslegung der neuen Planungsunterlagen kommen wird, oder ob die Planungen für die A39 schon vorher beendet werden. Denn die A39 ist eine der unwirtschaftlichsten Autobahn-Neubauplanungen und die Unterlassung ihres Baus und die damit erreichbare Ersparnis an Flächenversiegelung ist aus Klimaschutzgründen vorzuziehen.
== Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel 2021 ==
Der „Ideen-Countdown“ für den „Gestaltungsdialog Lüneburger Deckel“ läuft noch bis zum 30. September. Bis dahin gibt es eine gute Möglichkeit, den Planenden recht freundlich unsere Meinung zum Autobahn-Neubau auch im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe mitzuteilen.
Interessierte können sich den [[Media:2021-09-17 GestaltungsdialogVC.pdf|Anmelde-Text von Volker Constien]] anschauen oder die [[Media:2021-09 GestaltungsdialogEinAnwohner.jpg|Anmeldung eines Anwohners]]
Bitte machen auch Sie mit: https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen
Angekündigt war die Veranstaltung schon in der Landeszeitung vom 24. Juli: http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Presseberichte_Juli_2021#24._Juli_2021
Es wurde fleißig weiter geplant, Ideen von Bürgern gesammelt, daraus "nachhaltige" Konzepte entwickelt und mit guter Kommunikation inkl. Einladung zur Besichtigung des A7-Deckels in Stellingen "den Bürger" mitzunehmen.
== Zweites Planänderungsverfahren 2022 ==
Die Dokumente der zweiten Änderung der Planungsunterlagen werden zwischen 18. Mai und 17. Juni öffentlich ausgelegt.
Online sind sie während der Auslegungszeit zugänglich beim [https://uvp.niedersachsen.de/trefferanzeige?docuuid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-ni&docid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0 Niedersächsischen UVP-Portal] und bei der
[https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=3727 Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr].
Nach der Auslegungszeit bleibt eine Kopie der Planunterlagen weiterhin zugänglich unter [https://mega.nz/fm/xL4Q1brR diesem Link].
Die Frist für Einwendungen endet am 18. Juli.
Näheres in der [https://www.hansestadtlueneburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-8243/16493_read-87115 Bekanntmachung der Stadt Lüneburg].
Die BI Lüne-Moorfeld ruft dazu auf, an dem Verfahren zu beteiligen und bis zum 18. Juli 2022 Einwendungen einzureichen.
Nehmt in eurem Einwendungsschreiben diesmal gerne auch Bezug auf:
* das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015
* den danach beschlossenen, diesem Abkommen jedoch nicht entsprechenden Bundesverkehrswegeplan von 2016
* das [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts] vom 24. März 2021
* das [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-rechtsgutachten-bundesverkehrswegeplan-ist-verfassungswidrig-neue-bundesregierung-muss-fernstrassenbau-sofort-stoppen Gutachten des BUND] von 2021 zu diesem Sachverhalt
'''Am Tag vor Ende der Abgabefrist gibt es eine
<gallery>
Datei:2022-07-17_Fahraddemo_800x800.jpg|[https://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=Aktuelles_%26_Termine#17.07.2022:_Fahrraddemo_f.C3.BCr_Klimagerechtigkeit| Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit]
</gallery>'''
Hier sind die [[Media:2022-07-07 Einwendungen A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Einwendung von Volker Constien]] und die [[Media:2022-07-15 Einwendung 2PFV DP.pdf|Einwendung von Doris Paland]].
Am 22./23.06.2023 fand ein Erörterungstermin statt, hier ist die [[Media:2023-06-23_Niederschrift_Erörterung.pdf|Niederschrift]].
== Planfeststellungsbeschluss 2024/2025 ==
Am 18.12.2024 wurde die Planfeststellung beschlossen, darüber wurde am 17.01.2025 informiert [https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/uber_uns/presse/presseinformationen/planfeststellungsbeschluss-fur-1-bauabschnitt-der-a-39-liegt-vor-238790.html| beim Niedersächsischen Verkehrsministerium] und [https://luene-blog.de/planfeststellungsbeschluss-a39-lob-spd-cdu-kritik-klimakollektiv-lueneburg/| bei Lüne-Blog].
<br>
Die Dokumente sind vom 22.01.2025 bis 04.02.2025 öffentlich ausgelegt und online abrufbar [https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=6211| bei der NLStbV].
<br>
Bis zum 04.03.2025 kann beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht werden.
Der BUND Landesverband Niedersachsen würde das tun, benötigt dafür aber ca. 60000 - 80000 €.
Der BUND Regionalverband Elbe-Heide stellt sein Konto als Spendenkonto zur Verfügung: [https://www.bund-elbe-heide.de/service/meldungen/detail/news/keine-a-39-auch-nicht-durch-lueneburg-spendenaufruf/| Spendenaufruf des BUND Regionalverbands Elbe-Heide] und [https://t.me/KeineA39/307| im A39-Infokanal]
<b>Alle sind aufgerufen, beim Sammeln von Spenden zu helfen bzw. selbst zu spenden.</b>
<gallery>
Datei:2025-01-26_Spendenaufruf.jpg|[https://www.bund-elbe-heide.de/service/meldungen/detail/news/keine-a-39-auch-nicht-durch-lueneburg-spendenaufruf/| Spendenaufruf des BUND Regionalverbands Elbe-Heide]
</gallery>
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Planungsablauf für den Bau einer Autobahn
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== Grundlegendes ==
Der <b>{{PAGENAME}}</b> ist kein starres Schema, welches automatisch von A nach Z durchlaufen wird. Möglicherweise wird das ganze Projekt zwischenzeitlich auf Eis gelegt oder der Vernunft folgend gänzlich gestoppt. Hoffnungsvolle Beispiele sind bei den jeweiligen Planungsphasen weiter ausgeführt.
<b>
<center>
{{kasten blau|[[Bundesverkehrswegeplan]]<br>
[[Bundesverkehrswegeplan|- Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen -]]}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten blau|[[Vorzugsvariante|Vorplanung]]}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten blau|Soll: 6 Monate{{spc}}{{spc}}[[Raumordnungsverfahren]]{{spc}}{{spc}}Ist: 17 Monate<br>-
[[landesplanerische Feststellung]] -}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten blau|Soll: 3 Monate{{spc}}{{spc}}[[Linienbestimmung]]{{spc}}{{spc}}Ist: 15 Monate}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten|[[Planfeststellungsverfahren]]<br>Entwurfplanung<br>- [[Planfeststellungsbeschluss]] -}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten|Ausführungsplanung}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten|Ausschreibung der Bauleistung}}
[[Bild:Pfeil runter.gif]]
{{kasten|Baubeginn}}
</center></b>
== Planungsstand der Bundesautobahn 39 ==
Der Planungsstand der A 39 kann über die o.a. Links nachvollzogen werden.
Sehr aufschlussreich:
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:16-2560 Pothmer.pdf}}
| [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Kleine Anfrage betreffend '''Bedarf und Planungsstand der Bundesautobahn 39''' mit Antwort der Bundesregierung vom 22.9.2006 (PDF, 5 Seiten)]]
|}
== Weblinks ==
* [http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/040803_f21_5.asx ZDF-Filmbeitrag "Planung ohne Sinn " vom 03.08.2004, Magazin Frontal 21]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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PM10
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PM10 steht für ''Staubteilchen mit einem Durchmesser unter 10 Mikrometer'' (10 μm), siehe [[Feinstaub]], engl.: "'''P'''articulate '''M'''atter".
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Politiker
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#REDIRECT [[:Kategorie:Politiker]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Raumordnungsgesetz
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{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
| Das [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/index.html Raumordnungsgesetz] (ROG) beschreibt u.a. die gesetzliche Grundlagen für:
* [[Niedersächsisches Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung]] (NROG)
* das [[Raumordnungsverfahren]] (ROV), also Zuständigkeiten, Verfahrensweisen, Fristen u.ä..
* das Landes-[[Raumordnungsprogramm]] (LROP) Niedersachsen
Da für das ROV der geplanten Autobahn A 39 nicht [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/index.html der vollständige Gesetzestext] bedeutsam ist, sind an dieser Stelle nur die relevanten Passagen zitiert:
|}{{toc}}
== Abschnitt 1 - Allgemeine Vorschriften ==
=== § 1 Aufgabe und Leitvorstellung der Raumordnung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__1.html vollständiger Gesetzestext § 1]
=== § 2 Grundsätze der Raumordnung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__2.html vollständiger Gesetzestext § 2]
(1) Die Grundsätze der Raumordnung sind im Sinne der Leitvorstellung einer nachhaltigen Raumentwicklung nach § 1 Abs. 2 anzuwenden.
(2) Grundsätze der Raumordnung sind:
1. Im Gesamtraum der Bundesrepublik Deutschland ist eine ausgewogene Siedlungs- und Freiraumstruktur zu entwickeln. Die Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts im besiedelten und unbesiedelten Bereich ist zu sichern. In den jeweiligen Teilräumen sind ausgeglichene wirtschaftliche, infrastrukturelle, soziale, ökologische und kulturelle Verhältnisse anzustreben.
5. Verdichtete Räume sind als Wohn-, Produktions- und Dienstleistungsschwerpunkte zu sichern. Die Siedlungsentwicklung ist durch Ausrichtung auf ein integriertes Verkehrssystem und die Sicherung von Freiräumen zu steuern. Die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs ist durch Ausgestaltung von Verkehrsverbünden und die Schaffung leistungsfähiger Schnittstellen zu erhöhen. {{mark|Grünbereiche sind}} als Elemente eines Freiraumverbundes {{mark|zu sichern}} und zusammenzuführen. {{mark|Umweltbelastungen sind abzubauen.}}
8. {{mark|Natur und Landschaft}} einschließlich Gewässer, Wald und Meeresgebiete {{mark|sind dauerhaft zu schützen}}, zu pflegen, zu entwickeln und, soweit erforderlich, möglich und angemessen, wiederherzustellen. Dabei ist den Erfordernissen des Biotopverbundes Rechnung zu tragen. Die Naturgüter, insbesondere Wasser und Boden, sind sparsam und schonend in Anspruch zu nehmen; Grundwasservorkommen sind zu schützen. Beeinträchtigungen des Naturhaushalts sind auszugleichen. Bei dauerhaft nicht mehr genutzten Flächen soll der Boden in seiner Leistungsfähigkeit erhalten oder wiederhergestellt werden. Bei der Sicherung und Entwicklung der ökologischen Funktionen und landschaftsbezogenen Nutzungen sind auch die jeweiligen Wechselwirkungen zu berücksichtigen. Für den vorbeugenden Hochwasserschutz ist an der Küste und im Binnenland zu sorgen, im Binnenland vor allem durch Sicherung oder Rückgewinnung von Auen, Rückhalteflächen und überschwemmungsgefährdeten Bereichen. {{mark|Der Schutz der Allgemeinheit vor [[Lärm]] und die [[Luftverunreinigungen|Reinhaltung der Luft]] sind sicherzustellen.}}
11. Dem Wohnbedarf der Bevölkerung ist Rechnung zu tragen. Die Eigenentwicklung der Gemeinden bei der Wohnraumversorgung ihrer Bevölkerung ist zu gewährleisten. Bei der Festlegung von Gebieten, in denen [[Arbeitsplätze]] geschaffen werden sollen, ist der dadurch voraussichtlich ausgelöste Wohnbedarf zu berücksichtigen; dabei ist auf eine funktional sinnvolle Zuordnung dieser Gebiete zu den Wohngebieten hinzuwirken.
12. {{mark|Eine gute Erreichbarkeit aller Teilräume untereinander}} durch Personen- und Güterverkehr {{mark|ist sicherzustellen}}. Vor allem in verkehrlich hoch belasteten Räumen und Korridoren sind die Voraussetzungen zur Verlagerung von Verkehr auf umweltverträglichere Verkehrsträger wie Schiene und Wasserstraße zu verbessern. Die Siedlungsentwicklung ist durch Zuordnung und Mischung der unterschiedlichen Raumnutzungen so zu gestalten, daß die Verkehrsbelastung verringert und zusätzlicher Verkehr vermieden wird.
13. {{mark|Die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge sowie die regionale Zusammengehörigkeit sind zu wahren.}} Die gewachsenen Kulturlandschaften sind in ihren prägenden Merkmalen sowie mit ihren Kultur- und Naturdenkmälern zu erhalten.
14. {{mark|Für Erholung in Natur und Landschaft sowie für Freizeit und Sport sind geeignete Gebiete und Standorte zu sichern.}}
=== § 3 Begriffsbestimmungen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__3.html vollständiger Gesetzestext § 3]
=== § 4 Bindungswirkungen der Erfordernisse der Raumordnung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__4.html vollständiger Gesetzestext § 4]
=== § 5 Bindungswirkungen bei besonderen Bundesmaßnahmen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__5.html vollständiger Gesetzestext § 5]
== Abschnitt 2 - Raumordnung in den Ländern, Ermächtigung zum Erlaß von Rechtsverordnungen ==
=== § 6 Rechtsgrundlagen der Länder ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__6.html vollständiger Gesetzestext § 6]
=== § 7 Allgemeine Vorschriften über Raumordnungspläne ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__7.html vollständiger Gesetzestext § 7]
=== § 8 Raumordnungsplan für das Landesgebiet ===
* Landes-[[Raumordnungsprogramm]] (LROP) Niedersachsen
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__8.html vollständiger Gesetzestext § 8]
=== § 9 Regionalpläne ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__9.html vollständiger Gesetzestext § 9]
=== § 10 Planerhaltung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__10.html vollständiger Gesetzestext § 10]
=== § 11 Zielabweichungsverfahren ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__11.html vollständiger Gesetzestext § 11]
=== § 12 Untersagung raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__12.html vollständiger Gesetzestext § 12]
=== § 13 Verwirklichung der Raumordnungspläne ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__13.html vollständiger Gesetzestext § 13]
=== § 14 Abstimmung raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__14.html vollständiger Gesetzestext § 14]
=== § 15 Raumordnungsverfahren ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__15.html vollständiger Gesetzestext § 15]
(1) Raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen sind in einem besonderen Verfahren untereinander und mit den Erfordernissen der Raumordnung abzustimmen (Raumordnungsverfahren). Durch das Raumordnungsverfahren wird festgestellt,
# ob raumbedeutsame Planungen oder Maßnahmen mit den Erfordernissen der Raumordnung übereinstimmen und
# wie raumbedeutsame Planungen und Maßnahmen unter den Gesichtspunkten der Raumordnung aufeinander abgestimmt oder durchgeführt werden können (Raumverträglichkeitsprüfung). Im Raumordnungsverfahren sind die raumbedeutsamen Auswirkungen der Planung oder Maßnahme auf die in den Grundsätzen des § 2 Abs. 2 genannten Belange unter überörtlichen Gesichtspunkten zu prüfen. Die Feststellung nach Satz 2 schließt {{mark|die Prüfung}} vom Träger {{mark|der}} Planung oder Maßnahme eingeführter Standort- oder {{mark|Trassenalternativen}} ein.
(2) Von einem Raumordnungsverfahren kann abgesehen werden, wenn ...
(3) Es sind Regelungen zur Einholung der erforderlichen Angaben für die Planung oder Maßnahme vorzusehen. Dabei sollen sich die Verfahrensunterlagen auf die Angaben beschränken, die notwendig sind, um eine Bewertung der raumbedeutsamen Auswirkungen des Vorhabens zu ermöglichen.
(4) Es ist vorzusehen, daß die öffentlichen Stellen zu unterrichten und zu beteiligen sind. ...
(5) ...
(6) Es kann vorgesehen werden, daß die Öffentlichkeit in die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens einbezogen wird. ...
(7) Über die Notwendigkeit, ein Raumordnungsverfahren durchzuführen, ist innerhalb einer Frist von höchstens vier Wochen nach Einreichung der hierfür erforderlichen Unterlagen zu entscheiden. {{mark|Das Raumordnungsverfahren ist nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen innerhalb einer Frist von höchstens sechs Monaten abzuschließen.}}
(8) ...
=== § 16 Grenzüberschreitende Abstimmung von raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__16.html vollständiger Gesetzestext § 16]
=== § 17 Ermächtigung zum Erlaß von Rechtsverordnungen ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__17.html vollständiger Gesetzestext § 17]
== Abschnitt 3 - Raumordnung im Bund ==
=== § 18 Raumordnung des Bundes ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__18.html vollständiger Gesetzestext § 18]
=== § 18a Raumordnung in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__18a.html vollständiger Gesetzestext § 18a]
=== § 19 Gegenseitige Unterrichtung und gemeinsame Beratung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__19.html vollständiger Gesetzestext § 19]
=== § 20 Beirat für Raumordnung ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__20.html vollständiger Gesetzestext § 20]
=== § 21 Raumordnungsberichte ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__21.html vollständiger Gesetzestext § 21]
== Abschnitt 4 - Überleitungs- und Schlußvorschriften ==
=== § 22 Anpassung des Landesrechts ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__22.html vollständiger Gesetzestext § 22]
=== § 23 Überleitungsvorschriften ===
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/__23.html vollständiger Gesetzestext § 23]
== Weblinks ==
* [http://www.gesetze-im-internet.de/rog/index.html Vollständiger Text des Raumordnungsgesetzes]
* [http://www.bbr.bund.de/ Bundesamt für Raumordnung]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Raumordnungsprogramm
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Das Landes-Raumordnungsprogramm (LROP) Niedersachsen ist der niedersächsische '''Raumordnungsplan''' auf der Basis des [[Niedersächsisches Gesetz über die Raumordnung und Landesplanung|Niedersächsischen Gesetzes über die Raumordnung und Landesplanung]] ([[NROG]]).
== Aktuelles ==
'''Grundlegende Novellierung des Landes-Raumordnungsprogramms Niedersachsen'''
Die niedersächsische Landesregierung hat am 17. Oktober 2006 den Entwurf zur Novellierung des Landes-Raumordnungsprogramms (LROP) für das Beteiligungsverfahren freigegeben.
...
Im Zuge der LROP-Novellierung wird erstmals eine strategische Umweltprüfung durchgeführt. Mit der Umweltprüfung wird sichergestellt, dass erhebliche Umweltauswirkungen des Programms frühzeitig erkannt, nachvollziehbar ermittelt, beschrieben und bewertet werden. Zudem werden Möglichkeiten zur Minimierung oder Vermeidung von negativen Umweltauswirkungen geprüft. Die Prüfergebnisse für den vorliegenden LROP-Entwurf sind in einem Umweltbericht dokumentiert, der als Teil D in die Begründung des LROP integriert ist (vgl. download "Umweltbericht"). Im Beteiligungsverfahren besteht auch für die allgemeine Öffentlichkeit die Gelegenheit, zum Umweltbericht wie auch zur LROP-Verordnung Stellung zu beziehen.
'''Hinweis:'''
Die Möglichkeit, den LROP-Entwurf hier als download einzusehen, ersetzt nicht das Beteiligungsverfahren nach § 6 NROG. Dieses ist Mitte November 2006 förmlich eingeleitet worden. Dabei ist es für die beteiligten Stellen und für die Öffentlichkeit möglich, Stellungnahmen auf elektronischem Weg unter [http://www.lrop-online.de www.lrop-online.de] abzugeben.
[http://www.ml.niedersachsen.de/master/C11234917_N11234568_L20_D0_I655.html Quelle: Niedersächsische Landesregierung]
== Weiterer Verfahrensablauf 2007 ==
*März/April Auswertung
* Mai Erörterung
* Juli Einbringung in Landtag
== Weblinks ==
* [http://www.ml.niedersachsen.de/master/C362122_N14742_L20_D0_I655.html Landes-Raumordnungsprogramm Niedersachsen auf der Internetseite des Niedersächsischen Ministeriums für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz]
* [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C15924018_L20.pdf Gesetzestext]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Raumordnungsverfahren
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Das '''{{PAGENAME}} (ROV)''' ist eine frühe Phase im '''[[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]]'''.
== Allgemeines ==
Geprüft wird die Vereinbarkeit eines "raumbedeutsamen Vorhabens" (also die Trassenführung der Autobahn A 39) mit den Erfordernissen der Raumordnung und Abstimmung mit raumbedeutsamen Vorhaben anderer öffentlicher und sonstiger Planungsträger untereinander.
* Das ROV wird gemäß [[Raumordnungsgesetz]] durchgegeführt
* Das ROV hat keine unmittelbare Rechtswirkung nach außen und ist nicht verwaltungsgerichtlich anfechtbar.
* Es soll für den Investor Planungssicherheit und in der Öffentlichkeit Akzeptanz für das Vorhaben schaffen.
* Es bildet eine Informations- und Beurteilungsbasis für das nachfolgende [[Planfeststellungsverfahren]].
Das ROV wird mit der '''landesplanerischen Feststellung''' abgeschlossen, die zunächst im Rahmen eines sog. '''Erörterungstermins''' (s. u.) mit den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt wird.
== {{PAGENAME}} für den Bau A 39 ==
=== Beginn ROV ===
Mit der Vorstellung einer angedachten [[Vorzugsvariante]] hatte das Niedersächsische Ministerium für den Ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Referatsteil 303 in der Regierungsvertretung Lüneburg) Raumordnungsverfahren für die geplante Autobahn A 39 von Lüneburg bis Wolfsburg am 27. März 2006 eingeleitet.
=== Fristen ? ===
Gemäß [[Raumordnungsgesetz#.C2.A7_15_Raumordnungsverfahren|§ 15 des Raumordnungsgesetzes]] ''"ist das ROV nach Vorliegen der vollständigen Unterlagen innerhalb einer Frist von höchstens sechs Monaten abzuschließen."''
'''Gesetzeskonform hätte damit am 27. September 2006 das ROV abgeschlossen sein müssen.'''
Tatsächlich dauerte bereits diese erste Planungsphase etwa das dreifache der üblicherweise angesetzten Zeit. Ein kurzer Rückblick:
* Auf Nachfrage per E-Mail erklärt der für das Raumordnungsverfahren bei der Regierungsvertretung Lüneburg verantwortliche Dr. Holger Manthey am 12.09.06:<br>''"Wegen des Umfangs der Unterlagen zum Raumordnungsverfahren für die A 39 war die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen länger als üblich und vorgeschrieben festgesetzt worden; außerdem war auf Wunsch einiger Beteiligter die Frist zur Abgabe ihrer Stellungnahmen weiter verlängert worden.<br>Im Verfahren sind zahlreiche Bedenken zu den Unterlagen angemeldet und zahlreiche Anregungen (u. a. zur Prüfung anderer als der [[Vorzugsvariante|vorgeschlagenen Variante]]) gegeben worden, die z. Zt. von der Straßenbaubehörde und den von ihnen beauftragten Gutachtern bearbeitet werden.<br>Der Abschluss des Raumordnungsverfahrens wird deshalb voraussichtlich erst in einigen Monaten möglich sein."''<br>Damit wäre die '''landesplanerische Feststellung''' etwa Ende 2006/Anfang 2007 zu erwarten. [[Presseberichte_Juli_2006#Landeszeitung_zur_sogenannten_Tunnell.C3.B6sung|[LZ vom 14.07.2006]]]
* '''Nochmals verschoben:''' Mit dem Ende des Raumordnungsverfahrens wird erst für März 2007 gerechnet, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann. [[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|[LZ vom 06.10.2006]]]
=== Einwendungen ===
siehe [[Einwände schreiben]]
{{Kasten gelb|
'''<big>Erörterungstermin</big>'''
Die Vorschlagslinie wird in einem Behördentermin mit allen betroffenen Trägern öffentlicher Belange (Flurbereinigung, Wasserwirtschaft u. a.) erörtert. Die Ergebnisse aus der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), der FFH-(Flora-Fauna-Habitat)-Verträglichkeitsuntersuchung, der Verkehrsuntersuchungen, aller weiteren Untersuchungen, der Arbeitskreistermine, der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Abstimmung mit den Trägern öffentlicher Belange werden von der zuständigen Raumordnungsbehörde für die landesplanerische Feststellung berücksichtigt.'' [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C6620141_N6414294_L20_D0_I5213350]}}
* [[Presseberichte_November_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_erneuten_Verz.C3.B6gerung_des_Raumordnungsverfahrens|HA vom 23.11.2006: Endgültige Trasse erst Ende 2007?]]
* Der '''Erörterungstermin''' (s. Kasten) sollte lt. Auskunft von Dr. Manthey nunmehr am 19. und 20.04.2007 in der Stadthalle Uelzen stattfinden. Bis Juni werde die so genannte '''Landesplanerische Feststellung''' erarbeitet. [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_Er.C3.B6rterungstermin|[LZ vom 22.3.2007]]]
* '''Juli 2007?''' Bei der für das Raumordnungsverfahren zuständigen Regierungsvertretung Lüneburg haben die Verantwortlichen unterdessen andere Probleme. Sie erreiche ihr Ziel nicht, bis Ende Juni die landesplanerische Feststellung abzuschließen. Dr. Holger Manthey schätzt, dass sich „der Verfahrensabschluss um einige Wochen verzögert“. [[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zum_aktuellen_Stand_der_Planungen|[LZ vom 12.6.2007]]]
=== Aktueller Sachstand: Abschluss ROV ===
* Das {{PAGENAME}} wurde am 29. August 2007 mit der [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40041693_N40041573_L20_D0_I5213350 '''Landesplanerischen Feststellung'''] abgeschlossen.<br>[[Presseberichte_August_2007#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens_2|Pressenotiz]]
Wir haben die
[http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40041693_N40041573_L20_D0_I5213350 Landesplanerische Feststellung] untersucht und unberücksichtigte Argumente aus den Einwendungen gesammelt.
[[Media:a39_analyse_landespl_festst.pdf|Ergebnisse der Untersuchung]]
Dieses Dokument wurde mit folgenden Anschreiben an verschiedene Stellen geschickt:
*[[Media:anschreiben_bundesverkehrsministerium.pdf|Anschreiben Bundesverkehrsministerium]] per Einschreiben mit Rückschein, der Rückschein ist angekommen. Zusätzlich per Email.
*[[Media:anschreiben_bundesfinanzministerium.pdf|Anschreiben Bundesfinanzministerium]] per Einwurf-Einschreiben, zusätzlich per Email
*[[Media:anschreiben_bundesumweltministerium.pdf|Anschreiben Bundesumweltministerium]] per Einwurf-Einschreiben, zusätzlich per Email
*[[Media:anschreiben_nds_umwelt.pdf|Anschreiben Niedersächsisches Umweltministerium]] per Email
*[[Media:anschreiben_nds_strassenbau.pdf|Anschreiben Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr]] per Email
*[[Media:anschreiben_bundesrechnungshof.pdf|Anschreiben Bundesrechnungshof]] per Email
*[[Media:anschreiben_bund_der_steuerzahler.pdf|Anschreiben Bund der Steuerzahler]] per Email
Außerdem wurden die insgesamt 103 Mitglieder der Bundestags-Ausschüsse für Verkehr, Finanzen und Umwelt per Web-Formular angeschrieben: <br>
[[Media:web-formular_bundestags-ausschuesse.pdf|Textvorlage für das Web-Formular]]<br>
Die Vorlage wurde für die Anrede mit Namen und die Funktion im Ausschuss ((stellvertretende(r) Vorsitzende(r))/Mitglied) individuell angepasst.
<br>
Einen längeren Email-Wechsel hat es daraufhin mit dem Bundesverkehrsministerium gegeben:
<br>
[[Media:Emailwechsel_BMVBS_Landesplanerische_Feststellung.pdf|Emailwechsel mit dem BMVBS]]
=== Weiterer Planungsverlauf ===
* Gemäß [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 des Bundesfernstraßengesetzes]] ist nach erfolgter landesplanerischer Feststellung die {{mark|'''Bestimmung der [[Linienführung]]'''}} durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) {{mark|innerhalb einer Frist von drei Monaten}}, d.h. gesetzeskonform bis zum 29. November 2007 abzuschließen. Nach Einschätzung von Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]] wird jedoch auch diese Frist nicht eingehalten werden [[Presseberichte_Juli_2007#Landeszeitung_zum_Treffen_mit_Niedersachsens_Verkehrsminister_Walter_Hirche|[LZ vom 10.07.07]]] und (nach unserer Einschätzung) bis zum Abschluss der [[Landtagswahl]]en verzögert werden.<br>Im einfachsten Fall entspricht die festgelegte [[Linienführung]] der vorab formulierten [[Vorzugsvariante]], falls die im Raumordnungsverfahren eingebrachten Stellungnahmen von Bürgern und Behörden keine Neubewertung als Konsequenz hatte.
* Die [[Linienbestimmung]] wurde am 31.10.2008 formal abgeschlossen (siehe Artikel '''[[Linienbestimmung]]''').
* Mit der [[Linienbestimmung]] erfolgte auch eine neue Berechnung des [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses (siehe Artikel '''[[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]''').
* Nach der [[Linienbestimmung]] erfolgt das [[Planfeststellungsverfahren]], weiterer Verlauf s. [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]].
== Hoffnungsvolles ==
Ein erstes Raumordnungsverfahren für den Bau einer anderen Autobahn (A 94 in Bayern) "versandete" 1977 (!), bevor nach politischen Querelen 1991 ein zweites Raumordnungsverfahren angestrengt wurde. Die [http://www.a94-b12.de/ Initiative gegen die A 94] kämpft seitdem erfolgreich gegen den Autobahnbau und macht Mut, dass die A 39 jederzeit wieder aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] gestrichen werden kann.
== Siehe auch ==
* [[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren]]
* [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn]]
* [[Raumordnungsplan]]
* [[Raumordnungsgesetz]]
== Weblinks ==
* [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C19154670_L20.doc Raumordnungsverfahren zur geplanten Autobahn BAB A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg] (Bürgerinformation der Regierungsvertretung Lüneburg, März 2006)
* [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C40485524_L20.pdf Landesplanerische Feststellung<br>Raumordnungsverfahren mit integrierter Umweltverträglichkeitsprüfung für die Bundesautobahn A 39 Wolfsburg – Lüneburg und den niedersächsischen Teil der Bundesstraße B 190 n, (Regierungsvertretung Lüneburg, 24. August 2007, PDF-Datei, 295 S.)]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Regelquerschnitt
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Als '''Regelquerschnitt (RQ)''' bezeichnet man die für die Planung und Bauausführung festgelegte Straßenbreite.
Abhängig von der Straßenkategorie und der Verkehrsbelastung wird der Querschnitt einer zu bauenden Straße aus verschiedenen Regelquerschnitten ausgewählt.
Der '''Standardquerschnitt für Autobahnen mit 4 Fahrstreifen (wie die geplante A 39) ist RQ 29,5''' und soll bis zu 70.000 Fahrzeuge/Tag aufnehmen.
[[Bild:RQ 29,5.jpg|thumb|663px|'''RQ 29,5: Autobahnquerschnitt mit zwei Richtungsfahrbahnen und jeweils 2 Fahrstreifen und 1 Seitenstreifen''']][[Bild:RQ 29,5m.jpg|thumb|601px|'''RQ 29,5: Maße''']]
Der Regelquerschnitt besteht aus den Bausteinen:
* Fahrbahn
* Fahrstreifen
* Randstreifen
* Trennstreifen
* Seitenstreifen
* Bankett
[[Bild:Querschnitt Ostumgehung.jpg|thumb|376px|'''RQ 22: Beidseitig um 3,75m schmaler: die sogenannte [[Ostumgehung]]''']]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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ROG
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#REDIRECT [[Raumordnungsgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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ROV
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#REDIRECT [[Raumordnungsverfahren]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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RQ
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#REDIRECT [[Regelquerschnitt]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Schadstoffbelastungen
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#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Stickoxide
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#REDIRECT [[Luftverunreinigungen]]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Straßenbaufinanzierungsgesetz
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{|
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|}
== Abschnitt I - Finanzierung des Ausbaus der Bundesfernstraßen ==
=== Art 1 - Zweckbindung des Aufkommens der Mineralölsteuer ===
Das Aufkommen an Mineralölsteuer, ausgenommen das Aufkommen aus der Besteuerung der
Schweröle und Reinigungsextrakte nach § 8 Abs. 2 des Mineralölsteuergesetzes, ist im
Rechnungsjahr 1964 in Höhe von 46 vom Hundert, im Rechnungsjahr 1965 in Höhe von 48 vom
Hundert und in den folgenden Rechnungsjahren in Höhe von 50 vom Hundert für Zwecke des
Straßenwesens zu verwenden. Dies gilt nicht für das Mehraufkommen an Mineralölsteuer,
das sich infolge der Änderung von §§ 2, 8 Abs. 2 und § 15b des Mineralölsteuergesetzes
durch Artikel 1 Nr. 2, 8 und 19 des Verbrauchsteueränderungsgesetzes 1988 vom 20.
Dezember 1988 (BGBl. I S. 2270) und der Änderung von §§ 2, 8 Abs. 2 und § 15b des
Mineralölsteuergesetzes durch Artikel 3 Nr. 1, 2 und 5 des Gesetzes vom 24. Juni 1991
(BGBl. I S. 1318) ergibt.
=== Art 2 - Vorfinanzierung ===
(1) Das Bundesministerium der Finanzen wird ermächtigt, im Vorgriff auf das
zweckgebundene Aufkommen an Mineralölsteuer späterer Rechnungsjahre Kredite bis zu
einem jeweils durch das Haushaltsgesetz zu bestimmenden Betrag aufzunehmen.
(2) Das Bundesministerium der Finanzen wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Finanzierung des Baues von
Bundesfernstraßen einer Gesellschaft des privaten Rechts vertraglich zu übertragen.
Das Bundesministerium der Finanzen wird ermächtigt, für Schuldverpflichtungen,
welche die Gesellschaft für die Finanzierung des Baues von Bundesfernstraßen
eingeht, Sicherheitsleistungen oder Gewährsleistungen bis zu einem jeweils durch das
Haushaltsgesetz zu bestimmenden Betrag zu übernehmen.
(3) Auf Schuldverpflichtungen, welche die Gesellschaft für die Finanzierung des
Baues von Bundesfernstraßen eingeht, sind § 8 Ziff. 1 und § 12 Abs. 2 Ziff. 1 des
Gewerbesteuergesetzes nicht anzuwenden. Die vertraglichen Leistungen des Bundes
an diese Gesellschaft, die Gewährung von Darlehen, für die der Bund nach Absatz 2
Sicherheit leistet, sowie der erste Erwerb verzinslicher Forderungsrechte gegen die
Gesellschaft sind von der Besteuerung nach dem Kapitalverkehrsteuergesetz ausgenommen.
=== Art 3 - Verwendung der Straßenbaumittel ===
(1) Über die Verwendung der Straßenbaumittel ist ein Straßenbauplan als Anlage zum
Bundeshaushaltsplan aufzustellen.
(2) Der Straßenbauplan umfaßt
# die Mittel für Unterhaltung, Erweiterung, Ausbau und Neubau der Bundesfernstraßen,
die Mittel für den Erwerb von Grundstücken für Straßenbauzwecke, für
Straßenbauforschung, für Zuwendungen an fremde Baulastträger und sonstige durch den
Straßenbau Betroffene sowie für andere Zwecke des Straßenwesens;
# die Kosten, Zinsen und Tilgungsbeträge für Anleihen und sonstige
Schuldverbindlichkeiten, deren Erträge für Zwecke des Straßenwesens verwendet worden
sind oder verwendet werden;
# die Leistungen an andere Stellen, die für Rechnung des Bundes Straßenbauaufgaben
ausführen;
# die Zahlungen auf Grund von Verpflichtungen aus Sicherheitsleistungen und
Gewährleistungen, die für Zwecke des Straßenwesens übernommen worden sind oder
übernommen werden;
# sonstige erforderliche Angaben über die Verwendung von Straßenbaumitteln.
(3) Der Straßenbauplan kann für mehrere Rechnungsjahre aufgestellt werden. Das
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung kann in diesem Fall mit
Zustimmung des Bundesministeriums der Finanzen im Rahmen der für den Straßenbau
bewilligten Mittel Straßenbaumaßnahmen, die im Straßenbauplan erst für ein späteres
Rechnungsjahr vorgesehen sind, an Stelle der im laufenden Rechnungsjahr veranschlagten
Vorhaben ausführen lassen.
(4) Die Vorschriften über die Aufstellung und Feststellung des Bundeshaushaltsplans
gelten sinngemäß für den Straßenbauplan.
== Abschnitt II - Änderung mineralölsteuerrechtlicher Vorschriften ==
=== Art 4 bis 8 ===
=== Art 9 - Betriebsbeihilfe für den Werkfernverkehr im Zonenrandgebiet und in den Frachthilfegebieten ===
(1) Eine Betriebsbeihilfe für das im Werkfernverkehr im Sinne des
Güterkraftverkehrsgesetzes bis zum 31. Dezember 1981 verbrauchte Gasöl wird gewährt
an Inhaber von Lastkraftwagen, die ihren Standort im Zonenrandgebiet oder in den
Frachthilfegebieten haben. Voraussetzung ist, daß das Gasöl zu Beförderungen gedient
hat
a) unmittelbar zwischen Berlin West und dem Bundesgebiet,
b) unmittelbar zwischen dem Zonenrandgebiet oder den Frachthilfegebieten und dem
übrigen Geltungsbereich des Grundgesetzes,
c) innerhalb des Zonenrandgebietes oder der Frachthilfegebiete.
Das Bundesministerium der Finanzen bestimmt im Einvernehmen mit dem Bundesministerium
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung durch Rechtsverordnung, von welchen weiteren
Voraussetzungen die Betriebsbeihilfe abhängt, insbesondere welche örtlichen Beziehungen
zwischen dem Unternehmer und den bezeichneten Gebieten bestehen müssen, inwieweit eine
direkte Beförderung von oder zu bestimmten Standorten zwischen diesen Gebieten und dem
übrigen Bundesgebiet erforderlich ist und inwieweit und in welcher Form ein besonderer
Buchnachweis für die Beförderungen zu fordern ist. Das Bundesministerium der Finanzen
bestimmt ferner durch Rechtsverordnung, welche Gebiete als Zonenrandgebiet und als
Frachthilfegebiete anzusehen sind.
(2) Die Mittel für die Betriebsbeihilfen werden für jedes Rechnungsjahr in den
Bundeshaushaltsplan eingestellt. Die Bemessungsgrundlage für die Haushaltsmittel ist
der Verbrauch der begünstigten Verbrauchergruppen an Gasöl für die begünstigten Zwecke
im vorangegangenen Kalenderjahr. Dabei werden für je 100 kg des Verbrauches 8,30 DM
angesetzt.
(3) Die Bundesregierung bestimmt durch Rechtsverordnung das Nähere über
#die Verteilung der Mittel und die Berechnung der Beihilfen,
#das Verfahren.
(4) Die Gewährung der Betriebsbeihilfen kann davon abhängig gemacht werden, daß diese
einen Betrag von 200 Deutsche Mark für den Abrechnungszeitraum übersteigen.
== Abschnitt III ==
=== Art 10 ===
-
=== Art 11 ===
-
== Abschnitt IV - Geltung im Land Berlin==
=== Art 12 ===
(1) Dieses Gesetz gilt nach Maßgabe des § 12 Abs. 1 und § 13 Abs. 1 des Dritten
Überleitungsgesetzes vom 4. Januar 1952 (Bundesgesetzbl. I S. 1) auch im Land Berlin.
Rechtsverordnungen, die auf Grund dieses Gesetzes erlassen werden, gelten im Land
Berlin nach § 14 des Dritten Überleitungsgesetzes.
(2) Artikel I Nr. 2 des Gesetzes des Landes Berlin zur Änderung des
Kraftfahrzeugsteuergesetzes vom 3. August 1950 (Verordnungsblatt für Groß-Berlin I S.
379) bleibt unberührt.
== Abschnitt V ==
=== Art 13 - Abwicklung von Ausgaberesten ===
(1) Ausgabereste aus früheren Rechnungsjahren, für die Fortsetzungsraten im
Straßenbauplan nicht vorgesehen sind, werden außerhalb des Straßenbauplans zu Lasten
der allgemeinen Haushaltsmittel abgewickelt.
(2) Vor Inkrafttreten dieses Gesetzes überplanmäßig oder außerplanmäßig bereitgestellte
Mittel zur Durchführung von Straßenbaumaßnahmen sind aus den nach Artikel 1 und 2
dieses Gesetzes zweckgebundenen Mitteln zu decken.
== Abschnitt VI - Schlußvorschriften==
=== Art 14 ===
-
=== Art 15 Inkrafttreten ===
(1) Dieses Gesetz tritt ... am 1. April 1960 in Kraft.
(2)
== Weblink ==
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/strfing/gesamt.pdf
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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#REDIRECT [[Straßenbaufinanzierungsgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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TEN
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#REDIRECT [[Transeuropäisches Verkehrsnetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
ed249572f2f2f984352f04e92926f2a7570b2949
Transeuropäisches Verkehrsnetz
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Das '''t'''rans'''e'''uropäische Verkehrs'''n'''etz, kurz '''TEN''' steht für einen Ansatz der EU zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, d.h. Straßen-, Schienen- und Binnenwasserstraßennetz.
Angedacht sind "30 vorrangige Achsen und Projekte", in dieser Liste ist allerdings nicht eine Autobahn in Deutschland zu finden.
== Finanzierung ==
Da noch keine TEN-V-Rechtsvorschriften existieren, sind auch die Möglichkeiten einer konkreten Finanzierung lediglich angedacht: ''"Die EU könnte einen gewissen Beitrag zur Finanzierung dieser Projekte leisten, aber den größten Anteil müssen nationale und regionale Regierungen sowie der Privatsektor aufbringen."''
''"Die Gesamtkosten für den Abschluss der 30 vorrangigen Achsen bis 2020 wurden 2004 auf 225 Mrd. EUR geschätzt, ... Die jüngsten Angaben der Mitgliedstaaten von Anfang 2005 zeigen, dass sich der Restinvestitionsbedarf auf insgesamt 252 Mrd. EUR erhöht hat. Würden alle anderen Projekte von gemeinsamem Interesse, die nicht auf der Schwerpunktliste erscheinen, mit einbezogen, würden die Gesamtkosten für die Vollendung des TEN-V 600 Mrd. EUR übersteigen."''
== TEN & A39 ==
Da die Finanzierung der A39 weder national (s. [[Investitionsrahmenplan]]) gesichert ist noch eine deutsche Autobahn überhaupt Teil der TEN-Idee ist, kann man Forderungen der A39-Befürworter nach einer ''"Einbindung der A 39 in das Transeuropäische Straßennetz TEN" '' [[Presseberichte_Mai_2007#Kreisbote_zum_Nordland-Autobahn-Verein|(KB vom 30.05.07)]] bestenfalls als frommen Wunsch bezeichnen. Auffällig in diesem Zusammenhang ist auch die Wunschübersetzung des Kürzels TEN mit Transeuropäischem Straßennetz, die suggeriert, dass es bei diesem Projekt ausschließlich um Strassenbau ginge.
== Weblinks ==
* [http://ec.europa.eu/ten/transport/projects/doc/2005_ten_t_de.pdf]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Variantenvergleich
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__TOC__
== Eine Autobahn mitten durch Lüneburg hindurch? ==
Für Straßenplaner im 21. Jahrhundert offensichtlich kein Problem. Man vermeide allerdings in allen Unterlagen der sprechenden Begriff '''Stadtautobahn''' und verklausuliere ihn zu '''GP 2-5''', dann wird der betroffene Anwohner nicht so schnell hellhörig. GP 2-5 bedeutet in diesem Zusammenhang: Autobahnteilstück in Lüneburg zwischen den Gelenkpunkten 2 (Lüneburg Nord) und 5 (Lüneburg Süd). Untervariantenvergleich bedeutet: Wo genau durch Lüneburg soll die Trasse verlaufen?
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Lüneburg hat "im Rahmen der Untersuchung zur Linienfindung der A39 im Raum Lüneburg, März 2007" den '''"Untervariantenvergleich GP 2-5 neu"''' durchgeführt und veröffentlicht und damit ihr erstes [[Klostertrasse|Ergebnis (März 2006)]] ins Gegenteil verkehrt. Woher nur dieser plötzliche Sinneswandel? Poltitische Vorgaben? Man darf spekulieren. Hier nun die aktualisierten Unterlagen:
{| {{tabelle auto}}
|-
| '''Zitat:'''
== Untervariantenvergleich GP 2-5 neu ==
Im Rahmen eines Untervariantenvergleiches zur Findung der [[Vorzugsvariante]] wurden
im Bereich der Stadt Lüneburg die [[Klostertrasse|Varianten 502]] und 503 gegenübergestellt.
Beide Varianten beginnen im Norden Lüneburgs am Gelenkpunkt 2 auf der heutigen
[[Ostumgehung]] (B 4).
[[Variante 502]] verlässt diese nach einem kurzen Abschnitt Richtung Süden, verläuft
weiter südwestlich der heutigen Umgehung und trifft in Gelenkpunkt 5 in Höhe des
Stadtteiles Neu Hagen wieder auf die [[Ostumgehung]]. Bei Realisierung der [[Klostertrasse|Variante 502]] wird die B 4 zwischen den Gelenkpunkten 2 und 5 vollständig zurückgebaut.
[[Variante 503]] greift weitestgehend den Verlauf der [[Ostumgehung]] Lüneburgs im Zuge
der B 4 auf. Im Bereich Moorfeld verlässt sie aufgrund der heute vorhandenen engen
Radien die Trasse der B 4. Verbunden mit der [[Variante 503]] ist damit der Eingriff in
die vorhanden Bebauung.
Durch beide Varianten ergeben sich erhebliche Beeinträchtigungen für die betroffene
Bevölkerung. Nachteilig bei [[Variante 503]] ist neben dem Eingriff in die vorhandene
Bebauung auch die Verlärmung des dicht besiedelten Stadtteiles Moorfeld, wohingegen
dieser Stadtteil bei Realisierung der [[Klostertrasse|Variante 502]] durch den Rückbau der B 4
entlastet wird.
Südwestlich der [[Klostertrasse|Variante 502]] befindet sich in einer Entfernung von etwa 300 m das
bedeutsame Benediktinerinnen-Kloster Lüne. Weiterhin tangiert [[Klostertrasse|Variante 502]] das in
Planung befindliche Wohngebiet Schlieffenpark. Bei Verwirklichung der [[Klostertrasse|Variante 502]]
entfällt die Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße, wodurch sich im nachgeordneten
Straßennetz (Bockelmannstraße, Erbstorfer Landstraße) im Vergleich zur [[Variante 503]] höhere Verkehrsbelastungen ergeben.
Als Ergebnis des gesamtplanerischen Variantenvergleiches war die [[Klostertrasse|Variante 502]] zu
bevorzugen, die als Bestandteil der [[Vorzugsvariante]] in das [[Raumordnungsverfahren]]
eingebracht wurde.
Die Stadt Lüneburg hat im [[Raumordnungsverfahren]] eine umfassende Stellungnahme
abgegeben, die drei einzelne Gutachten zu den Themen Verkehr, Städtebau und
Schalltechnik beinhaltet.
Die Raumordnungsbehörde greift daneben auch die Stellungnahmen des Landkreises
Lüneburg und anderer auf und fordert die NLStBV auf, die Mitnutzung der [[Ostumgehung]]
Lüneburg im gesamten Abschnitt zwischen den Gelenkpunkten 2 und 5
als Autobahn nochmals detailliert zu untersuchen.
Dafür wurde die Unter[[variante GP 2-5/1]], bestehend aus dem Abschnitt 502 als Bestandteil
der [[Vorzugsvariante]], mit der Unter[[variante GP 2-5/2]], bestehend aus dem
neuen Abschnitt 586, verglichen.
Aufgrund der Stellungnahme der Stadt Lüneburg im laufenden [[Raumordnungsverfahren]]
wurde die Verkehrsuntersuchung auf Anforderung der Raumordnungsbehörde
aktualisiert.
Diese aktualisierte Verkehrsuntersuchung wurde für den neuen Vergleich der Untervarianten
[[Variante GP 2-5/1|GP 2-5/1]] und GP 2-5/2 im Rahmen der UVS herangezogen. Dazu wurde
die schalltechnische Untersuchung überarbeitet. Außerdem wurde eine detaillierte
Untersuchung der straßenverkehrsbedingten [[Luftschadstoffe]] (Stickstoffdioxid NO<sub>2</sub>
und [[Feinstaub]] [[PM10]]) durchgeführt und in den Vergleich aus Sicht der UVS eingestellt.
=== UVS ===
In Tabelle 1 werden alle Rangfolgen, die im Rahmen der schutzgutbezogenen Variantenvergleiche
ermittelt wurden, gegenübergestellt. Die dargestellten Schutzgüter
sind sowohl in ihrer Umwelterheblichkeit als auch in ihrer Entscheidungserheblichkeit
nicht gleichgewichtig.
Für die nachfolgende Entscheidung über die umweltfachlich günstigere Variante sind
die Schutzgutbereiche Erholen, Landschaft und Klima/Luft nicht von Relevanz, da
beide Varianten erhebliche Umweltauswirkungen von annähernd gleichem Umfang
verursachen.
Tabelle 1: Zusammenfassung der schutzgutbezogenen Variantenvergleiche GP 2-5
[[Bild:GP2-5-Tab-1.jpg]]
[[Bild:GP2-5-Tab-1_2.jpg]]
Für eine Linienführung im Ballungsraum Lüneburg ist die Wohn- und Wohnumfeldfunktion
im [[Schutzgut Mensch]]en besonders relevant. Hier ergeben sich durch beide
Varianten erhebliche Beeinträchtigungen der anliegenden Bevölkerung. Sowohl die
Gebäudelärmzählung als auch die Flächenbilanzierung betroffener Wohnbereiche
kommen zu dem Ergebnis, dass vor dem Hintergrund der Gesamtlärmsituation im
Nordosten von Lüneburg [[Variante GP 2-5/1]] die günstigere Variantenführung ist. [[Variante GP 2-5/1]] führt insbesondere in Moorfeld zu deutlichen Entlastungen der bisher
und im Prognose-Null-Fall durch die B 4 betroffenen Bevölkerung. Bei [[Variante GP 2-5/2]] ergeben sich nach derzeitigem Planungsstand auch Verringerungen der Lärmbelastung
oberhalb des Grenzwertes von 49 dB(A) nachts für Moorfeld und den Schlieffenpark.
Bei einer insgesamt gleich bleibenden Anzahl betroffener Gebäude wird
dementsprechend ein größerer Anteil zwischen 45 und 49 dB(A) nachts belastet werden.
Die trotz der aktiven Lärmschutzmaßnahmen an den [[Variante GP 2-5/1|Varianten GP 2-5/1]] und GP 2-5/2 verbleibenden Grenzwertüberschreitungen können bei beiden Varianten durch passive
Lärmschutzmaßnahmen entschädigt und somit das erforderliche Schalldämmmaß
der Innenräume erreicht werden. Durch eine optimierte Anordnung und Ausgestaltung
sowie differenziertere Berechnung der aktiven Schallschutzmaßnahmen können
die Betroffenheiten ggf. noch weiter verringert werden. Dies wird im Zuge der
weiteren Entwurfsbearbeitung geprüft.
Im Vergleich zur Vorbelastung (Prognose-Null-Fall) kann durch geeignete lärmtechnische
Maßnahmen sichergestellt werden, dass sich die Lärmbelastung bei [[Variante GP 2-5/2]] im Bereich Moorfeld nicht verschlechtert oder sogar verbessert.
Dennoch kommen sowohl die Gebäudelärmzählung als auch die Flächenbilanzierung
betroffener Wohnbereiche zu dem Ergebnis, dass [[Variante GP 2-5/1]] für die
Wohnbereiche und den siedlungsnahen Freiraum im Nordosten von Lüneburg die
günstigere Variantenführung ist.
Die Grenzwerte gemäß 22. [[BImSchV]] für die relevanten Schadstoffe PM10 und NO<sub>2</sub>
können bei beiden Varianten durch technische Maßnahmen eingehalten werden, so
dass keine gesundheitsrelevanten Auswirkungen auf den Menschen zu erwarten
sind.
Des Weiteren kann mit dem vollständigen Rückbau der B 4 bei Realisierung der [[Variante GP 2-5/1]] zwischen den Gelenkpunkten 2 und 5 die derzeitige Zerschneidung
der Wohnbereiche von Moorfeld wieder vollständig aufgehoben werden. Die zentrale
Zerschneidung der Neuen Forst wird ebenso aufgehoben. [[Variante GP 2-5/2]] führt in
Moorfeld aufgrund der erforderlichen 6 m hohen Lärmschutzwände zu weiteren visuellen
Beeinträchtigungen, die über das Maß der derzeitigen Zerschneidungswirkungen
durch die B 4 hinausgehen.
Insgesamt liegen beim Schutzgutvergleich [[Schutzgut Mensch|Menschen]] – Wohnen die Vorteile bei [[Variante GP 2-5/1]].
Bei allen weiteren Schutzgütern ist [[Variante GP 2-5/2]] zum Teil deutlich günstiger, da
sie die Trasse der B 4 nutzt und damit nicht zu Neubelastungen führt wie [[Variante GP 2-5/1]].
Insbesondere der Verlust an wertvollen Buchen- und Eichen-Mischwäldern im Lüner
Holz sowie die Zerschneidung von Funktionszusammenhängen des Klosters Lüne
Raumordnungsverfahren der A 39 Wolfsburg – Lüneburg – Untervariantenvergleich GP 2-5 neu
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Lüneburg
mit dem Lüner Holz und dem Wassersystem der Mühlenteiche führen zu vergleichsweise
hohe Auswirkungen der [[Variante GP 2-5/1]].
Aufgrund der Gegenläufigkeit insbesondere der Schutzgutbereiche Wohnen zu
Pflanzen und Kultur- und Sachgüter sowie der Tatsache, dass auch bei Variante
GP2-5/2 keine zusätzlichen Belastungen oder sogar Entlastungen von Moorfeld im
Vergleich zum Prognose-Null-Fall zu erwarten sind und die Einhaltung der Grenzwerte
durch geeignete lärmtechnische Maßnahmen sichergestellt werden können, werden
die [[Variante GP 2-5/1]] und GP 2-5/2 als gleichwertig aus gesamtumweltfachlicher
Sicht beurteilt.
=== Landwirtschaft ===
Ein Vergleich aus landwirtschaftlicher Sicht entfällt aufgrund der Trassenführungen
im Stadtgebiet, die keine landwirtschaftlich genutzten Flächen beanspruchen.
=== Kosten ===
Tabelle 2: Kostenvergleich GP 2-5
{| {{tabelle}} | a || b | 1 || 2
|-
| Variante || Kosten<br>[Mio. €] || Kosten<br>[%]
|-
| GP 2-5/1 || 27,476 || 100
|-
| GP 2-5/2 || 21,855 || 80
|}
In den Kosten für [[Variante GP 2-5/1]] sind die Kosten in Höhe von € 0,93 Mio. für den
Rückbau der bestehenden B 4 enthalten.
Bei [[Variante GP 2-5/2]] sind für den Umbau der bestehenden B 4 zur Autobahn
(RQ 29,5) bezogen auf die Streckenlänge Kosten in Höhe von 3,1 Mio. €/km angesetzt
worden.
Insgesamt verursacht Variante GP 2-5/2 mit ca. 22 Mio. € geringere Kosten und ist
aus dieser Sicht zu bevorzugen.
=== Verkehr ===
Bei Realisierung der [[Variante GP 2-5/1]] entfällt die Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße.
Die Berücksichtigung der erhöhten Verkehrsbelastung nach dem Gutachten der Stadt Lüneburg führt zu erheblichen Mehrbelastungen auf der Erbstorfer Landstraße westlich der heutigen B 4 (+7.200 Kfz/24h). Ebenso führt die [[Variante GP 2-5/1]] zu erheblichen Mehrbelastungen auf der Bockelmannstraße zwischen A 39 und
Erbstorfer Landstraße (+7.300 Kfz/24h) sowie in den Knotenpunkten Bockelmannstraße/
Reichenbachstraße/ Am Schifferwall und Am Schifferwall/ Lünertorstraße/
Schießgrabenstraße. Diese Mehrbelastungen erfordern eventuell bauliche Anpassungen
an den Knotenpunkten, die aufgrund der beengten Platzverhältnisse (Bebauung,
Gewässer) nur bedingt umsetzbar sind.
Beide Knotenpunkte sind allerdings schon heute stark belastet. Bereits für die Verkehrsbelastung
des Prognose-Nullfalls (ohne Bau der A 39) sind Anpassungen der
Knotenpunkte erforderlich.
Bei Mitnutzung der [[Ostumgehung]] als A 39 durch [[Variante GP 2-5/2]] ergeben sich in
den genannten Bereichen des untergeordneten Straßennetzes ebenfalls Mehrbelastungen,
die aber nicht so gravierend sind (maximal +900 Kfz/24h), da alle vorhandenen
Anschlussstellen aufrecht erhalten werden können.
=== Gesamtvergleich ===
Tabelle 3: Gesamtvergleich GP 2-5
{| {{tabelle}}
|-
|Variante || UVS || Landwirtschaft || Kosten || Verkehr
|-
|GP 2-5/1 || 0 || 0 || - || -
|-
|GP 2-5/2 || 0 || 0 || + || +
|}
Aus Sicht aller betrachteten Belange ist '''[[Variante GP 2-5/2]]''' zu bevorzugen.
----
Quelle: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Lüneburg: Untervariantenvergleich GP 2-5 neu vom März 2007, mit den folgenden Einzeldokumenten:
# [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44473 Gesamtvergleich, PDF-Datei, 8 Seiten]
# [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44475 Umweltverträglichkeitsstudie, PDF-Datei, 30 Seiten]
# Kartenmaterial zu den Auswirkungsprognosen [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44484 Mensch: Wohnen, Klima/ Luft, Kultur- und Sachgüter], [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44485 Mensch: Erholen, Landschaft], [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/44478 Pflanzen, Tiere: Amphibien/ Rotwild]
|}
== Links ==
* INGENIEURBÜRO für IMMISSIONSSCHUTZ, Dipl.-Ing. Volker Meyer:<br> [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579215_L20.pdf Schalltechnische Untersuchung zum Variantenvergleich im Bereich Lüneburg]<br>im Auftrag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, vorgelegt am 23. März 2007.<br>Kernaussage: "''Für die Gesamtlärmsituation von Lüneburg ist [[Variante 502]] daher schalltechnisch die günstigste Lösung."''
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
7f39a043141a62a3817886cefae2341884783011
Verkehrsuntersuchung Nord-Ost
0
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1188
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[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Media:nordland-untersuchung1985.pdf|Nordland-Untersuchung von 1985]]
Hier wird keine Autobahn empfohlen
[[Media:vuno1995.pdf|Verkehrsuntersuchung Nord-Ost von 1995]]
Hier wird nicht die H-Variante (A39 und A14 parallel mit B190n als Querverbingung), sondern eine andere Variante, dort G-Variante genannt.
[[Media:Aktualisierung_VUNO.pdf|Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung Nord-Ost von 2002]]
Bestätigung der Ergebnisse von 1995: Keine Empfehlung der H-Variante.
In den Bundesverkehrswegeplan 2003 wurde trotzdem (aus prestige-politischen Gründen) die H-Variante aufgenommen.
9c9cedd094edb9ef6682b066eb1de3948a40eb53
Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz
0
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{|
| {{toc}}
|{{bsw}}Paragraf.gif
|'''VerkPBG''' ist die Kurzbezeichnung für das '''Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz''' bzw. '''Gesetz zur Beschleunigung der Planungen für Verkehrswege in den neuen Ländern sowie im Land Berlin''' vom 16. Dezember 1991 (BGBl. I S. 2174), zuletzt geändert am 22. Dezember 2005 (BGBl. I S. 3691).
* Änderungsentwurf zur Vereinheitlichung des deutschen Planungsrechtes verabschiedet lt. [[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_beabsichtigten_.C3.84nderung_des_Planungsrechtes|[LZ vom 28.10.2006]]].
|}
== § 1 - Geltungsdauer, Anwendungsbereich ==
(1) Für die Planung des Baus und der Änderung von
# Verkehrswegen der Eisenbahnen des Bundes,
# Bundesfernstraßen und Bundeswasserstraßen,
# Verkehrsflughäfen,
# Straßenbahnen im Sinne des § 4 Abs. 1 und 2 des Personenbeförderungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. August 1990 (BGBl. I S. 1690) in den Ländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie von
# Fernverkehrswegen im Sinne von Nummern 1 und 2 zwischen diesen Ländern und den nächsten Knotenpunkten des Hauptfernverkehrsnetzes des übrigen Bundesgebietes
gelten die besonderen Vorschriften dieses Gesetzes bis zum 31. Dezember 2006. Zu den Verkehrswegen gehören auch die für den Betrieb von Verkehrswegen notwendigen Anlagen.
(2) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bestimmt durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Fernverkehrswege zwischen den in Absatz 1 Satz 1 genannten Ländern und den nächsten Knotenpunkten des Hauptfernverkehrsnetzes des übrigen Bundesgebietes im einzelnen.
== § 2 - [[Linienbestimmung]] ==
(1) Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bestimmt die Linienführung der Verkehrswege mit Ausnahme der Eisenbahnen des Bundes und der Straßenbahnen, [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 Abs. 1 Satz 2 des Bundesfernstraßengesetzes]] bleibt unberührt. Die Bestimmung erfolgt im Benehmen mit den für die Landesplanung zuständigen Behörden der beteiligten Länder, soweit nicht bei Bundeswasserstraßen zur Wahrung der Bedürfnisse der Landeskultur und der Wasserwirtschaft das Einvernehmen herzustellen ist. {{mark|Das Benehmen gilt als hergestellt, wenn die zuständige Behörde nicht innerhalb von vier Monaten nach Zugang des Linienentwurfs Stellung genommen hat; die Frist kann bis zu zwei Monaten verlängert werden.}}
(2) Die §§ 15 und 16 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung finden mit der Maßgabe Anwendung, daß die Einbeziehung der Öffentlichkeit im nachfolgenden [[Planfeststellungsverfahren]] stattfindet.
== § 3 - Planfeststellungsverfahren ==
(1) Die Einholung der Stellungnahmen der Behörden nach § 73 Abs. 2 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es sowie die Auslegung des Plans (§ 73 Abs. 1 Satz 2 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es) in den Gemeinden nach § 73 Abs. 3 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es veranlaßt die Anhörungsbehörde innerhalb eines Monats, nachdem der Träger des Vorhabens den Plan bei ihr eingereicht hat. Zu den Erläuterungen gehört auch die Angabe der wichtigsten Alternativen, die bei der [[Linienbestimmung]] untersucht wurden, und der Gründe, die für die Bestimmung der Linienführung maßgebend gewesen sind. Die Behörden haben ihre Stellungnahmen innerhalb von drei Monaten abzugeben.
(2) Die Gemeinden legen den Plan innerhalb von drei Wochen nach Zugang aus. Sie machen die Auslegung vorher ortsüblich bekannt. Nicht ortsansässige Betroffene, deren Person und Aufenthalt bekannt ist, sollen auf Veranlassung der Anhörungsbehörde von der Auslegung mit dem Hinweis nach § 73 Abs. 5 Satz 2 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es benachrichtigt werden.
(3) (weggefallen)
(4) (weggefallen)
(5) (weggefallen)
(6) Die Absätze 1 und 2 finden sinngemäß Anwendung, wenn das Verfahren landesrechtlich durch ein [[Verwaltungsverfahrensgesetz]] geregelt ist.
(7) (weggefallen)
== § 4 - ==
== § 5 - Verwaltungsgerichtsverfahren ==
(1) Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet im ersten und letzten Rechtszug über sämtliche Streitigkeiten, die [[Planfeststellungsverfahren]] und Plangenehmigungsverfahren für Vorhaben nach § 1 dieses Gesetzes betreffen.
(2) Die Anfechtungsklage gegen einen Planfeststellungsbeschluß und gegen eine Plangenehmigung hat keine aufschiebende Wirkung. Der Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung (§ 80 Abs. 5 Satz 1 der Verwaltungsgerichtsordnung) kann nur innerhalb eines Monats nach der Bekanntgabe des Planfeststellungsbeschlusses oder der Plangenehmigung gestellt werden. Treten später Tatsachen ein, die die Anordnung der aufschiebenden Wirkung rechtfertigen, so kann der durch den Planfeststellungsbeschluß oder die Plangenehmigung Beschwerte einen hierauf gestützten Antrag nach § 80 Abs. 5 Satz 1 der Verwaltungsgerichtsordnung innerhalb einer Frist von einem Monat stellen. Die Frist beginnt in dem Zeitpunkt, in dem der Beschwerte von den Tatsachen Kenntnis erlangt.
(3) Der Kläger hat innerhalb einer Frist von sechs Wochen die Tatsachen, durch deren Berücksichtigung oder Nichtberücksichtigung im Verwaltungsverfahren er sich beschwert fühlt, anzugeben. § 87b Abs. 3 der Verwaltungsgerichtsordnung gilt entsprechend.
== § 6 (weggefallen) ==
== § 7 (weggefallen) ==
== § 8 Vertreter des Eigentümers ==
Sind die Eigentumsverhältnisse an einem Grundstück ungeklärt, so hat die kommunale Aufsichtsbehörde der Gemeinde, in der das Grundstück liegt, in den Fällen, in denen ein Plangenehmigungsverfahren oder Vorarbeiten durchgeführt werden sollen, auf Antrag der Planfeststellungsbehörde und in den Fällen, in denen eine vorzeitige Besitzeinweisung angeordnet werden soll, auf Antrag der Enteignungsbehörde innerhalb von zwei Wochen nach Antragstellung einen Vertreter des Eigentümers zu bestellen. § 16 Abs. 3 und 4 des [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]es findet Anwendung.
== § 9 Enteignungsentschädigung, Enteignungsverfahren, gerichtliches Verfahren ==
(1) Für die Enteignung gelten die §§ 86, 87, 90 bis 92 des Baugesetzbuches entsprechend, soweit keine landesrechtlichen Regelungen bestehen. Für die Enteignungsentschädigung gelten die §§ 93 bis 103 des Baugesetzbuches, soweit keine landesrechtlichen Regelungen bestehen.
(2) Das Enteignungsverfahren richtet sich nach den §§ 104 bis 115 und 117 bis 122 des Baugesetzbuches, soweit keine landesrechtlichen Regelungen bestehen.
(3) Für das gerichtliche Verfahren zur Überprüfung der Entscheidungen der Enteignungsbehörde gelten die §§ 217 bis 231 in Verbindung mit § 246a Abs. 1 Satz 1 Nr. 17 des Baugesetzbuchs entsprechend, soweit keine landesrechtlichen Regelungen bestehen.
== § 10 ==
(1) Die Anlegung und der Betrieb neuer Verkehrsflughäfen bedürfen keiner vorherigen Genehmigung nach § 6 Abs. 1 des Luftverkehrsgesetzes. Die Planfeststellungsbehörde regelt den Betrieb des Flughafens und legt den Ausbauplan nach § 12 Abs. 1 Satz 1 des Luftverkehrsgesetzes fest. Nach dem Ergebnis des [[Planfeststellungsverfahren]]s ist eine Genehmigung nach § 6 Abs. 1 des Luftverkehrsgesetzes zu erteilen.
(2) (weggefallen)
== § 11 - Übergangsregelungen ==
(1) Vor Inkrafttreten dieses Gesetzes begonnene Planungsverfahren für Verkehrswege und Verkehrsflughäfen können nach den Vorschriften dieses Gesetzes weitergeführt werden.
(2) Planungen für Verkehrswege und Verkehrsflughäfen, für die ein Verfahren nach den Vorschriften dieses Gesetzes begonnen wurde, sind auch nach den in § 1 Abs. 1 Satz 1 genannten Zeitpunkten nach den Vorschriften dieses Gesetzes zu Ende zu führen. Die Planung gilt als begonnen
# bei [[Linienbestimmung]]en mit dem Antrag auf [[Linienbestimmung]] an das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung,
# bei [[Planfeststellungsverfahren]] mit dem Antrag auf Einleitung der Planfeststellung bei der Anhörungsbehörde,
# bei der Plangenehmigung mit dem Antrag auf Plangenehmigung.
== § 12 - Inkrafttreten ==
Dieses Gesetz tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
a42885d8c94f3f8f93ae4c5bbed785d3a4cef0e1
VerkPBG
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#REDIRECT [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Verwaltungsverfahrensgesetz
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{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
| Das '''Verwaltungsverfahrensgesetz''' (VwVfG) enthält Regeln für Verwaltungsverfahren.
Im Zusammenhang mit dem Bau von Autobahnen ist insbesondere der Teil V (Besondere Verfahrensarten), Abschnitt 2 ([[Planfeststellungsverfahren]]) von Bedeutung:
*§ 72 Anwendung der Vorschriften über das Planfeststellungsverfahren [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__72.html § 72]
*§ 73 Anhörungsverfahren [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73]
*§ 74 Planfeststellungsbeschluss, Plangenehmigung [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__74.html § 74]
*§ 75 Rechtswirkungen der Planfeststellung [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__75.html § 75]
*§ 76 Planänderungen vor Fertigstellung des Vorhabens [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__76.html § 76]
*§ 77 Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__77.html § 77]
*§ 78 Zusammentreffen mehrerer Vorhaben [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__78.html § 78]
|}
== Weblinks ==
* [http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/index.html Vollständiger Text des Verwaltungsverfahrensgesetzes in der Sammlung des Bundesministeriums der Justiz]
[[Kategorie:Gesetze]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
5f9b5da687c151502b1f398d38a87614fe5aee53
Vorzugstrasse
0
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#REDIRECT [[Vorzugsvariante]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
e737960d9b704cd599ed97a68d33f8ceb5ac305a
Vorzugsvariante
0
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Die Planungsbehörde der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat Ende März 2006 mit der Vorstellung der Lüneburg durchschneidenden '''"Vorzugsvariante"''' [502] alias Variante GP 2-5/1 alias Klostertrasse das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante Bundesautobahn 39 eingeleitet.
{|
| [[Bild:Vorzugsvarianten.png]]
| Diese in der nebenstehenden Karte rot markierten Stadt-Trasse soll als Verlängerung der A 250 Höhe Abfahrt Lüneburg-Nord (Goseburg) über die Ilmenau führen und mit einem erwarteten Verkehrsaufkommen von täglich ca. 60.000 Fahrzeugen '''im Wohngebiet Lüne-Moorfeld''' in etwa den folgenden Verlauf nehmen:
* Höhe Tierheim bzw. Kläranlage die Bockelmannstraße/Artlenburger Landstraße kreuzend
* durch den Lüner Wald hindurch im Abstand von ca. 100 m vorbei an der Grundschule, der Kirche und dem Kindergarten Lüne (ca. 200 m bis zum [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne]), daher auch die Bezeichnung "'''Klostertrasse'''"
* beim Bahnübergang Erbstorfer Landstraße bzw. durch die neu gebauten "Adank-Reihenhäuser" hindurch die Eisenbahnschienen (Linie Lüneburg-Lauenburg) kreuzend
* durch bzw. entlang des Meisterweges und der Kleingartenkolonie "Teichkoppel" sowie dem geplanten Wohngebiet "Schliefenpark" Richtung Ende Bleckeder Landstaße
* in Neu Hagen / Stadtkoppel Übergang in die [[Ostumgehung]], gemäß [[Planung]] dann Bundesautobahn 39 [509] Richtung Dahlenburger Landstraße usw.
----
Quelle Kartenausschnitt: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die Gesamtkarte für den "Korridor Lüneburg" kann hier als [[PDF-Datei]] ('''15 MB''') herunter geladen werden. [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C18711893_L20.pdf Download]
|}
[[Bild:IMG 2008.jpg|thumb|300px|'''Markieren der „Vorzugstrasse“ mit der Aktion [[Menschenkette]]''']]
{{weiterlesen}}
* sehr informativ: [[Presseberichte März 2006]]
== Weblinks ==
* [http://lueneburg.relaunch.luenecom.de/dokumente/302387/BMH-Endgutachten%2029.06.06_gesamt.pdf Schalltechnische Untersuchung zu den Varianten 502 und 503]
* [http://lueneburg.relaunch.luenecom.de/dokumente/302387/Stellungnahme%20zur%20A%2039%20neu.pdf Stellungnahme der Stadt Lüneburg zur Verkehrsuntersuchung und Wahl der Vorzugsvariante]
* GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft GmbH im Auftrag der Stadt Lüneburg:<br>[http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=stadta39bau Verlauf der A 39 im Stadtgebiet Lüneburg]<br>Städtebauliches Gutachten mit Plausibilitätsprüfung des Untervariantenvergleichs. Stand 27.06.2006.
* [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C18737410_N5541971_L20_D0_I5213350.html Presseinformation der Landesbehörde zur Vorstellung der Vorzugsvariante am 28.03.2006]
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
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VUNO
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#REDIRECT [[Verkehrsuntersuchung Nord-Ost]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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VwVfG
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#REDIRECT [[Verwaltungsverfahrensgesetz]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Gesetze]]
682bdc66453d6a09a1cce5e7dec2dbb24d4508b0
Walter Hirche
0
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{{Politiker|Partei=[[FDP]]|Funktion='''Niedersachsens Minister für''' Wirtschaft, Arbeit und '''Verkehr''',
Stv. Ministerpräsident und niedersächsischer [[FDP]]-Vorsitzender|Suche=Hirche|Link=http://www.walter-hirche.de/|Zitat=Das nordöstliche Niedersachsen ist von der Infrastruktur her der am wenigsten erschlossene Raum unseres Landes. {{mark|Die geplante A 39 ist für die Entwicklung dieser Region unerlässlich.}}<br>Dieses Infrastrukturprojekt ist eine wichtige Wirtschafts- und Mobilitätsader. Sie verbindet Nordostniedersachsen mit Hamburg und erschließt die Wirtschaftsräume in Süd- und Ostdeutschland. Die A 39 sichert und schafft so [[Arbeitsplätze]]. ...<br>{{mark|Ich bin zuversichtlich, dass wir auch bei etwaigen Klagen mit unserem Projekt vor Gericht bestehen werden.}} [http://www.mw.niedersachsen.de/master/C3395730_L20_D0_I712.html]
* ''Ich kann Ihnen keine Patentlösung bieten ... Die Autobahn löst überregionale Probleme, nicht die vor Ort. [[Presseberichte_Juni_2006#Landeszeitung_zum_Besuch_des_Verkehrsministers|[2]]]''}}
Neben seinen politischen Ämtern ist {{PAGENAME}} Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten, u.a. im Aufsichtsrat der Volkswagen AG.
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
7c90c264384429da6234bb4d617bf1220356ebe2
Westtrasse
0
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text/x-wiki
[[Kategorie:Keine A 39]][[Kategorie:Autobahnplanung]]
52b5d7f592ef0fcad3102f8f9c24320de36619f0
Ziel-1-Förderung
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text/x-wiki
Bei der Förderung
der Europäischen Union
(EU) für die Regionalentwicklung
haben so genannte Ziel-1-Gebiete den Anspruch auf maximale
Hilfen aus Brüssel. Damit
werden Regionen mit Entwicklungsrückstand unterstützt, deren Bruttoinlandsprodukt
(BIP) pro Einwohner
unter 75 Prozent des EU-Durchschnitts
liegt. Grundlage
ist der Gedanke der Solidarität,
wonach die Lebensverhältnisse
in Europa einander angenähert
werden sollen. Bislang lagen
Ziel-1-Regionen ausschließlich
in den Neuen Bundesländern.
Der ehemalige Regierungsbezirk
Lüneburg an der früheren
Zonengrenze ist die einzige Region
in Westdeutschland, die
auch als Ziel-1-Gebiet eingestuft
wurde. Ziel-2-Gebiete sind
Regionen, die vom Strukturwandel
betroffen sind, etwa Industriegebiete
und strukturschwache
ländliche Regionen.
Deutschland
kann bis 2013 ländliche Gebiete
mit insgesamt 8,1 Milliarden
Euro aus der EU-Kasse wirtschaftlich
fördern.
Die EU-Kommission beschloss
die Verteilung des Geldes
auf die 25 Mitgliedsstaaten.
Die Mitgliedsstaaten hatten sich
im Dezember 2005 auf den
milliardenschweren Finanzrahmen
für die EU von 2007 bis
2013 geeinigt. Jeder EU-Staat
muss nun entsprechende Programme
auflegen. Die insgesamt
knapp 77,7 Milliarden
Euro sollen dazu dienen, alternative
Erwerbsmöglichkeiten
zu entwickeln. Das Geld kann
beispielsweise fließen, um lokale
und regionale Hersteller
von Lebensmitteln zu fördern,
den Umwelt- und Tierschutz zu
verbessern oder Aus- und Fortbildung
zu finanzieren.
== Presseartikel zum Thema {{PAGENAME}} ==
* LZ vom 13.09.2006: [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Verwendung_von_EU-Mitteln|Wulff empfängt EU-Kommissarin - Fördermittel könnten auch für Planung der A 39 fließen]]
* LZ vom 19.01.2007: [[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zum_Ziel-1-Sachstand|'''Kein EU-Geld für Autobahn 39''' - Referatsleiter aus Hannover stellt Unternehmern Ziel-1-Sachstand vor]]
== Weblinks ==
* Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C25543663_L20.pdf Art und Umfang der künftigen Ziel 1-Förderung in Niedersachsen im Gebiet der Region Lüneburg] (PDF-Datei, 22 S.)
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
29dfe30e84860480b496fede2443f5991d09b52c
DSL
0
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2025-02-05T23:12:41Z
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'''DSL''' ist die Abkürzung für '''D'''igital '''S'''ubscriber '''L'''ine (engl. für ''Digitale Teilnehmeranschlussleitung'') und steht für eine vergleichsweise '''schnelle Technik''', um über die Telefonleitung Daten (Internet, E-Mail etc.) zu übertragen.
== Weblinks ==
* [http://www.teltarif.de/db/zdf_dsla.html Tarifrechner des ZDF-Wirtschaftsmagazins WISO]
* [http://www.geteilt.de/ Initiative gegen digitale Spaltung]
* [http://www.kein-dsl.de/ DSL: Regionale Initiativen und Alternativen]
* [http://www.tutorial-reports.com/networking/broadband/ Broadband-over-DSL-Tutorial]
* [http://www.chipweb.de/dsl/ ChipWeb: herstellerunabhängige Übersicht zu DSL Schaltkreisen und Modems]
* [http://www.telekom.de/dtag/downloads/1/1TR112_U-R2-V7.0.pdf U-R2-Schnittstellenspezifikation für die ADSL-Variante der T-Com (T-DSL)]
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
4831b49fc278d7156edec10593e50c4d000a3f2f
Hacker
0
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2025-02-05T23:12:41Z
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text/x-wiki
Hacker machen Computernutzern das Leben schwer: sie verbreiten Viren, beschäftigen sich mit dem Ausspionieren von persönlichen Daten oder Attacken auf bestimmte Internetseiten.<br>
Ergänzend hierzu siehe auch den [http://de.wikipedia.org/wiki/Hacker folgenden] informativen Artikel der [http://de.wikipedia.org/wiki/Hacker Wikipedia zum Hacker und 'hacken'].
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
68bb4966c56af5822b9172d4797ba4a3fd90a57d
IP-Adresse
0
1100
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text/x-wiki
Jeder Computer im Internet hat eine Art Hausnummer: die '''IP-Adresse'''. So ist sichergestellt, dass die Rechner im Internet untereinander kommunizieren können. Gäbe es keine IP-Adressen, wäre nicht klar, an welchen Rechner ein Datenpaket geschickt werden soll.
Die [[Wiki]]-Software nutzt die [[Benutzer]]-IP zur Zuordnung der Artikel. Ggf. kann auch der Zugang zum Wiki der {{BI}} für eine bestimmte IP gesperrt werden, um uns zum Beispiel vor [[Hacker]]n, [[Spam]]mern usw. zu schützen.
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
9071842e1d63416f7f398875bcf9a114173f47a8
Link
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2025-02-05T23:12:41Z
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text/x-wiki
'''{{PAGENAME}}''' bedeutet soviel wie "Verbindung / Querverweis".<br>
Durch Einfügen von Links in eure Artikel habt ihr die Möglichkeit, auf die verschiedensten Dinge zu verweisen:
== Interne Links ==
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*gleiche Zielseite, aber alternative Bezeichnung
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| style="background:#EEEEEE"| <tt><nowiki>[[Satzung|trockenes Thema, aber notwendig ...]]</nowiki></tt>
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*Link zu einem bestimmten Absatz innerhalb eines Artikels
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| style="background:#EEEEEE"| <tt><nowiki>[[Artikel#Absatz]]</nowiki></tt><br>Unser Beispiel:<br><tt><nowiki>[[Satzung#§ 12 Ausschüsse|§ 12 unserer Satzung]]</nowiki></tt>
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| style="background:#EEEEEE"|<tt><nowiki>[[:Kategorie:Arbeitsgruppen]]
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*als vollständige Internetadresse
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| style="background:#EEEEEE"|Im Gegensatz zu internen Links stehen bei externen nur einfache bzw. keine eckigen Klammern.<br><tt><nowiki>http://www.bbs-winsen.de</nowiki></tt><br>[[Kopiere]] dir die entsprechende Internetadresse aus der Adresszeile deines Browsers.
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*mit alternativer Bezeichnung
| style="background:#EEEEFF"|[http://www.bbs-winsen.de Homepage meiner Schule]
| style="background:#EEEEEE"|<tt><nowiki>[http://www.bbs-winsen.de Homepage der BBS Winsen]</nowiki></tt><br>Ebenso entfällt der Längsstrich "|" für die Trennung von Link und Alternativtext. Stattdessen wird ein Leerzeichen verwendet.
|-
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*als Fußnote (Nummer)
| style="background:#EEEEFF"|[http://www.bbs-winsen.de]
| style="background:#EEEEEE"|<tt><nowiki>[http://www.bbs-winsen.de]</nowiki></tt><br>Ohne Beschreibungstext werden die Weblinks automatisch nummeriert.
|}
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== [[Bilder einfügen|Bilder verlinken]] ==
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[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
340db97fdc9e71eae9bbb9361906b2b3aef6b9f2
MD5-Summen - Ups was'n das ?
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=== Zusammenfassung : ===
Eine '''[[MD5-Summe]]''' ist eine '''Fingerabdruck''' einer Datei. In etwa vergleichbar der '''Quersumme''' einer Zahl.<br>
Solch eine ''' 'Fingerabdrucks- Prüfsumme' ''' ist quasi einmalig.
<br>
<br>
Ein Programm (für Win$$) um eine solche zu errechnen ist '''[http://www.md5summer.org/download.html MD5summer]''' (Postcardware).
Dieses Programm kann unter diesem '''[http://www.md5summer.org/download.html Link]''' aus dem Internet geladen werden.
<br>
<br>
=== Längere Fassung : ===
Was ist eine '''[[MD5-Summe]]''' ?
Eine '''[[MD5-Summe]]''' ist eine errechnete Prüfsumme eines Datenstroms.
Im Falle von ''' '[http://www.md5summer.org/download.html MD5summer]' ''' sind die ''' 'Inhalte einer Datei' ''' der Datenstrom.<br>
Vereinfacht gesagt nimmt ''' '[http://www.md5summer.org/download.html MD5summer]'''' eine Datei beliebiger Länge und reduziert sie auf einen ''' '128-bit-Fingerabdruck' '''.<br>
Das dieser '''Fingerabdruck''', dem von einer anderen Datei gleicht, ist extrem unwahrscheinlich und er wird sich ändern, wenn sich die Inhalte der Datei auch nur um ein kleines, einzelndes 'bit' ändern würden.
Weitere kurze, hilfreiche Erläuterungen (mit Fotos) u.a. zur Bedienung, gibt's im Internet (in Englisch) unter:
http://www.md5summer.org/help.html
<br>
<br>
==== Download : ====
http://www.md5summer.org/download.html
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
2e804b9e11e0c3ddcb9eb8f048244cde7e2bc6cb
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{{Link-Bild-ex|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=http://www.adobe.de/products/acrobat/adobepdf.html}}
[http://www.adobe.de/products/acrobat/adobepdf.html Adobe PDF-Dokumente] können von jedem Anwender weitergegeben, angezeigt und gedruckt werden - unabhängig von System, Software-Plattform, Ausgangsanwendung oder verfügbaren Schriftarten. Alles, was dazu benötigt wird, ist [http://www.adobe.de/products/acrobat/readstep2.html der kostenlose Adobe Reader®].<br>
Du kannst auch [[Spezial:Upload|PDF-Dateien auf den Wiki-Server hochladen]].<br>
Um selbst PDF-Dateien aus Word, Excel oder ähnlichen Anwendungen erstellen zu können, hast du verschiedene Möglichkeiten:
* Du nutzt (sofern vorhanden) die professionelle Software Acrobat Destiller von Adobe.
* [http://createpdf.adobe.com/?v=AHP Adobe bietet als Online-Service die kostenlose PDF-Konvertierung von max. 5 Dateien an].
* Arbeite mit der [http://www.cib.de/deutsch/products/pdfplugin/download_step2.asp?p=br Freeware CIB PDF Brewer, die hier heruntergeladen werden kann].
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
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Unerwünschte Werbung, die das eigene E-Mail-Postfach verstopft, wird als Spam bezeichnet.
Auch Internetseiten ([[Wiki]]s, Foren, Chaträume) werden für Spam missbraucht. In diesem Fall wehren wir uns durch Sperrung der [[IP-Adresse]].
Tipp: Richten Sie sich eine zweite, kostenlose E-Mail-Adresse bei einem Anbieter wie GMX oder Freemail ein und geben Sie nur diese Zusatzadresse weiter, wenn Sie zum Beispiel bei Gewinnspielen mitmachen.
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
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== Wiki was? ==
Wikis (von hawaiianisch "schnell") sind Internetseiten, die [[Artikel neu anlegen|einfach erstellt]] und nicht nur [[Lesetipps|gelesen]], sondern auch '''von Dir''' [[Artikel überarbeiten|online bearbeitet]] werden können. So können [{{Url}}Spezial%3AAllpages&from=&namespace=2 mehrere Leute] gleichzeitig an einem Text schreiben, z. B. einen Artikel zu einem bestimmten [[Themen|Thema]].
* Das {{wiki}} enthält (heute) {{NUMBEROFARTICLES}} Artikel, die über den Menüpunkt [[Spezial:Allpages|Artikel von A-Z]] ausgewählt werden können.
* Übersichtlicher ist die [[Themen|Themenübersicht]], hier findest Du [[Themen|alle Artikel, sortiert nach Kategorien]].
== Wiki wer? ==
Das {{wiki}} wird von der [[Impressum|{{BI}}]] gestaltet.<br>
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== Wiki wie? ==
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<br>Wenn Du selber [[Spezial:Newpages|neue Artikel]] [[Artikel neu anlegen|hinzufügen]] oder [[Spezial:Allpages|bestehende Artikel]] [[Artikel überarbeiten|ändern]] möchtest [{{SERVER}}{{LOCALURLE:Test|action=edit}} (Testseite zum Ausprobieren)], [[Spezial:Userlogin|melde Dich an]].<br>
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== Wiki wo? ==
=== Warum ein Wiki gegen die A39? ===
{|
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Alle unsere [[Download|Dokumente (Flugblätter, Plakate, Protokolle, Satzung, Vordrucke etc.]] können unkompliziert als [[PDF-Datei]] zur Verfügung gestellt werden.
|}
=== Wikipedia ===
{|
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|}
=== World Wide Wiki ===
[http://www.wikiindex.org/Category:Wiki_German WikiIndex] - umfangreiche Liste öffentlicher Wikis.
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Computer-Kauderwelsch]]
b9217bc1555f0132dcb85a0718af04f30c255c51
Althusmann, Bernd (CDU)
0
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#REDIRECT [[Bernd Althusmann]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
9e5fca1265d908185d15fa57007ea35639813315
Andrea Schröder-Ehlers
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text/x-wiki
{{Politikerin|Bild=[[Bild:LZ 2007 06 09 1.jpg]]|Partei=[[SPD]]|Funktion=Landtagsabgeordnete (vor ihrer Wahl 2008 Fachbereichsleiterin für Umwelt, Ordnung, Verkehr und Bürgerservice bei der Stadt Lüneburg, zudem Vorstandsmitglied des [[Nordland-Autobahn-Verein]]s)|Suche=Ehlers|Link=http://www.andrea-schroeder-ehlers.de/|Zitat=Weil diese Autobahn unserer Region enorme Impulse gibt. [LZ vom 18.1.2003]
* ''Die Stadt hält zwar eine westliche oder weiter östliche Trasse für sinnvoller, doch die scheint nur schwer durchsetzbar.'' [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung_.282.29_3|[LZ v. 27.3.2007]]]
* ''Auf dem Deckel könnte eine Erdschicht aufgetragen werden und ein Fußweg, um Moorfeld nicht zu zerteilen.'' [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung_.282.29_2|[LZ v. 28.3.2007]]]
* ''Die Verwaltung wird eine fachlich sehr gut fundierte Stellungnahme abgeben.'' [[Presseberichte_Juli_2006#Landeszeitung_zum_Gutachten_der_Stadt_L.C3.BCneburg|[LZ v. 6.7.2006]]]
* ''Wir rechnen mit 10 000 Autos mehr pro Tag als die Prognosen, also mit 60 000 Fahrzeugen.'' [[Presseberichte_Juli_2006#Hamburger_Abendblatt_zum_Gutachten_der_Stadt_L.C3.BCneburg|[HA v. 6.7.2006]]]
*''Die meisten Proteste beschäftigen sich mit den zu erwartenden [[Lärm]]- und Schadstoffbelastungen sowie den gesundheitlichen Folgen für die Anwohner. Auch die Zerschneidung der Stadt durch die Trasse und die Wertminderung der Anliegergrundstücke sind häufig ein Thema.'' [[Presseberichte_Mai_2006#24._Mai:_Hamburger_Abendblatt_zum_Stand_der_Einw.C3.A4nde_.281.000.29|[HA v. 24.5.2006]]]
*''Ich kann mir kaum vorstellen, daß die Landesbehörde mit derart alten Unterlagen geplant hat. Aber wir werden alle Zweifel an der Planung zusammentragen.'' [[Presseberichte_April_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_Vorzugsvariante_2|[HA v. 1.4.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
250e9c4a3f71eb09715f444e32781e920a89532c
Andreas Meihsies
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text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[Bündnis 90/Die Grünen]]|Funktion=Direktkandidat im Wahlkreis Lüneburg/Lüchow-Dannenberg für die Bundestagswahlen am 27. September 2009, Vorsitzender der Ratsfraktion [[Bündnis 90/Die Grünen]]|Suche=Meihsies|Link=http://www.meihsies.de/|Zitat=Wir wollen und dürfen {{mark|[[St.-Florians-Prinzip|nicht auf Kosten unserer Nachbarn]]}} gut und bequem leben und ihnen unsere Problemprojekte vor die Haustüren bauen. Daher ist die einzig politisch verantwortliche Alternative der {{mark|Verzicht auf eine Autobahn 39.}}''
* ''Ich lehne die A 39 überall ab - daher auch in Gellersen. Sie ist überflüssig. Alle Argumente gegen diese Autobahn konnten bis heute nicht widerlegt werden. Das Arbeitsplatzargument ist Wunschdenken der IHK. Die Zerstörung von Natur und Landschaft, die mit dieser [[Planung]] einhergeht, ist für jeden Laien nachvollziehbar.'' [[Presseberichte_August_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Kommunalwahl-Kandidaten_.28Samtgemeinde_Gellersen.29|[LZ vom 26.08.2006]]]
* ''Bildung statt Beton. Wir müssen in die Köpfe investieren, nicht in Autobahnen.''
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
0484d1a1f92916335bbfae5d54db6c70adb7a587
Bernd Althusmann
0
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text/x-wiki
Dr. {{Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion=Landtagsabgeordneter für Lüneburg und Adendorf, Vorsitzender des [[CDU]]-Kreisverbandes sowie als parlamentarischer Geschäftsführer der [[CDU]]-Landtagsfraktion Niedersachsen|Suche=Althusmann|Link=http://www.althusmann.de/|Zitat=Mit Verabschiedung des [[Bundesverkehrswegeplan]]es 2005 hat die Rot-Grüne Bundesregierung die A 39 im vordringlichen Bedarf festgeschrieben. Es werden voraussichtlich Kosten von rund 600 Mio. Euro erwartet, die im Wesentlichen vom Bund getragen werden. Die verkehrliche Erschließung von Nordostniedersachsen ist von hoher Bedeutung für die Ansiedlung von Wirtschaftskraft in unserer Region.<br>Der Verkehrswegeplan ist eine volkswirtschaftliche und verkehrswirtschaftliche Analyse der Notwendigkeiten von Verkehrswegen. Dabei ergibt sich für die Autobahn A 39 ein eindeutig positiver Wert. Die jetzt vom Landesamt für Straßenbau vorgestellte [[Vorzugsvariante]] ermöglicht es den Trägern öffentlicher Belange, dazu Stellung zu nehmen. {{mark|Die [[Vorzugsvariante|Variante mitten durch die Stadt Lüneburg]] ist}} aus Sicht der Stadt und insbesondere mit Blick auf die geplanten Baugebiete im Bereich des Schliefenparks und die bestehenden Wohngebiete {{mark|höchst problematisch.}} Jede alternative Variante wird im Übrigen auf ähnliche Probleme treffen, was die Frage der Anwohnerbelange oder den Schutz von Natur und Umwelt oder sogar Kulturgütern betrifft. Die A 39 als Gesamtprojekt darf durch mögliche Klageverfahren nicht verhindert werden. Bereits Anfang 2007 wird die [[Linienbestimmung]] durch die Bundesregierung erfolgen. Dass sich daran anschließende [[Planfeststellungsverfahren]] wahrt die Interessen von Beroffenen der dann festgelegten Trasse, indem sämtliche Eingaben von Bürgern mit in die weiteren Planungen mit aufgenommen werden können. {{mark|Weil ich mir mehr Wirtschaftskraft für unsere Region erhoffe, bin ich für die A 39.}} Sie soll [[Arbeitsplätze]] schaffen und sichern.<br> [http://www.althusmann.de/seite6.html Bernd Althusmann: Meine Position zur A 39 (26.04.2006)]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
c622d78e5e4ccfad2d23bf35b1b3e6f398c14f67
Birte Schellmann
0
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text/x-wiki
{{Politikerin|Bild=[[Bild:Schellmann.jpg]]|Partei=[[FDP]]|Funktion=(bis zur [[Kommunalwahl]]) Fraktionsvorsitzende der [[FDP]] und Bürgermeisterin im Rat der Stadt Lüneburg|Suche=Schellmann|Link=http://www.fdp-lueneburg.de/person.php?person_id=4124&return=/personen.php?PHPSESSID=7ec64399728b6c7255d6ab3664fb0605|Zitat={{mark|Eine Autobahn}}, die spezifisch überregionalen Verkehr aufnehmen soll, {{mark|mitten durch eine Stadt zu führen, könne nur als gegen die Menschen gerichtet bezeichnet werden}}. Wer inbesondere Schwerlastverkehr zwischen dem Hamburger Hafen und z.B. Wolfsburg führen wolle, dürfe keinesfalls reine Rollbahnen und katastergerechte Trassen planen, die ohne jede Rücksicht auf gewachsene Strukturen einer von lebendigen Menschen bewohnten historischen Stadt der Öffentlichkeit vorgelegt wurden. Was eigentlich denken sich Straßenplaner wirklich bei dieser sogenannten [[Vorzugsvariante]]?'' [http://www.fdp-lueneburg.de/presse.php?id=10030&p=0 [www.fdp-lueneburg.de]]
* ''{{mark|Die A39 muss unbedingt her}}, aber keinesfalls die sog. [[Vorzugsvariante]], die die Stadt zerschneidet und bewirkt, dass sich der gesamte Zubringerverkehr vom Westen durch die Stadt quälen muss. Ich präferiere eine Westumgehung, die die Stadt ohnehin braucht. Die alte Umgehungsstraße B4 muss als Entlastungsstraße für den Stadtverkehr im Osten unbedingt erhalten bleiben. Diese Straße zu schließen und das auch noch als umweltfreundlich zu bezeichnen, ist ein abstruser Gedanke. Was geschieht, wenn die Autobahn mal gesperrt ist? Dann haben wir keine Alternativrouten durch die Stadt.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Kommunalwahl-Kandidaten_.28Oberb.C3.BCrgermeisterwahl.29|[LZ vom 02.09.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
43170b86c92972d73006f8f598970c9ef96148eb
Christian Wulff
0
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text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion=amtierender Ministerpräsident des Landes Niedersachsen|Suche=Wulff|Link=http://www.christian-wulff.de/|Zitat=Gerade für Lüneburg als Oberzentrum ist eine optimale Anbindung an Wolfsburg sowie an Wittingen und Uelzen von großer Bedeutung, um diese Funktion zu erfüllen. Darüber hinaus wird mit der A 39 der Anschluss an das überregionale Fernstraßennetz, an die Metropolen Hamburg und Berlin gewährleistet und darüber hinaus auch ein Zugang zum weiter wachsenden Europa eröffnet.''
* ''... zumal die Ergebnisse der [[Kommunalwahl]] gezeigt haben, dass die Autobahngegner dieses Projekt nicht verhindern können.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Verwendung_von_EU-Mitteln|[LZ vom 13.09.2006]]]
* [http://www.lueneburg.de/?baum_id=239&inhalt_id=57543 Interview mit Christian Wulff auf www.lueneburg.de: "Ministerpräsident hegt keinen Zweifel am A 39-Bau"]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Dörbaum, Heiko (SPD)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Heiko Dörbaum]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Fietz, Franz (CDU)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Franz Fietz]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Franz Fietz
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2025-02-05T23:12:41Z
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text/x-wiki
{{Ex-Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion=Landrat des Landkreises Lüneburg (bis zur [[Kommunalwahl]] 2006)|Suche=Fietz|Link=|Zitat={{mark|Eigentlich ist die Diskussion um die [[Linienführung]] müßig.}} Wichtig ist, dass die A 250 in Richtung Wolfsburg komplett eingeplant wird. Ebenso die Anbindung des Ostseeraums nach Magdeburg. Wenn nun im Entwurf des [[Bundesverkehrswegeplan]]es die Fortsetzung der A 250 als A 39 in Richtung Wolfsburg im Rahmen der Hosenträgerlösung nur bis Uelzen als vordringlicher Bedarf dargestellt wird, ist dies für uns ein alarmierendes Zeichen. Nach unserer Auffassung muss die Anbindung bis Wolfsburg insgesamt als vordringlich eingestuft werden. Dies gilt dann natürlich auch für die notwendige Querverbindung zwischen einer zukünftigen A 39 und A 14.}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Gerhard Scharf
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text/x-wiki
Dr. {{Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion=Stellv. Fraktionsvorsitzender der [[CDU]] im Stadtrat und Kreistagsmitglied|Suche=Scharf|Link=http://www.lueneburg.de/index.htm?inhalt_id=368112&baum_id=24|Zitat=Eine Autobahn, die wenige 100 Meter am [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] vorbeiläuft, die die 1000-jährige Stadt teilt und die mit meterhohen [[Lärm]]schutzwänden eingefasst werden muss, ist nicht hinnehmbar. [[Presseberichte_Juli_2006#Landeszeitung_zur_Position_der_CDU|[1]]]}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Hedi Wegener
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text/x-wiki
{{Politikerin|Bild=http://www.hedi-wegener.de/imperia/md/images/bezirkhannover/hediwegener/295.jpg|Partei=[[SPD]]|Funktion=Bundestagsabgeordnete|Suche=Wegener|Link=http://www.Hedi-Wegener.de|Zitat=Der gesamte Raum Ostniedersachsen ist auf die zügige Planung und Realisierung der Autobahn 39 in Verbindung mit der Autobahn 14 sowie der Querverbindung B190n angewiesen. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich, dass die Projekte in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]es aufgenommen wurden. Es muss sichergestellt werden, dass sowohl für die Planung als auch für die Realisierung der Projekte die nötigen Finanzmittel zur Verfügung stehen. Umweltrelevante Bedenken müssen dabei in Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern unter Abwägung aller ökologischen Risiken zügig ausgeräumt werden.''<br>[http://www.hedi-wegener.de/content/03354.php [Auszug Pressemitteilung vom 07.05.2004]]
[[Bild:Bt4.jpg|thumb|Wir besuchten Hedi Wegener im Deutschen Bundestag (22.09.2006).<br>Sie erhält als Erste ein Plakat unserer Aktion "[[Wir lieben Lüneburg]]"]]
* ''Ich bin überzeugt, das eine Lösung entwickelt wird, die so konfliktarm wie möglich ist und mit der auch die Autobahnkritiker leben können.'' [http://www.pro-a-39.de/Artikel/Heidi_Wegener/2004-06-16_BVWP.pdf#search=%22%22Hedi%20Wegener%22%20%22A%2039%22%22 [Auszug Pressemitteilung vom 16.06.2004]]
* ''Auf meiner persönlichen politischen Agenda ganz oben stehen das dritte Gleis zwischen Stelle und Lüneburg, Lüneburg als Museumsstadt, die Verringerung der Lärmbelästigung an der Schiene sowie eine verträgliche Trassenführung für die A 39 mit einer Tunnellösung.'' [http://www.abendblatt.de/daten/2006/10/04/619828.html [HA vom 4.10.2006]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Heiko Dörbaum
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text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[SPD]]|Funktion=Fraktionsvorsitzender der [[SPD]] im Lüneburger Stadtrat, Ortsvorsteher Ebensberg und Kreistagsmitglied|Suche=Dörbaum|Link=http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/fr020.asp?FRLFDNR=1|Zitat="Ich frage mich, wie die Landesbehörde hier so an Menschen vorbeiplanen konnte." Das [[Oberzentrum]] Lüneburg hätte oberste Priorität bei der [[Planung]] haben müssen. Allein die Vorstellung, die Bundesstraße 4 zurückzubauen, die [[Ostumgehung]] in Teilen zur Autobahn umzufunktionieren, schon das sei nicht akzeptabel.'' [[Presseberichte_Juli_2006#Landeszeitung_zur_Position_des_L.C3.BCneburger_Stadtrates|[LZ 25.07.06]]]
* ''Wir fordern weiterhin [[St.-Florians-Prinzip|eine Umfahrung im Westen oder weiträumig im Osten]]. Dem [[Schutzgut Mensch]] muss höchste Priorität eingeräumt werden.'' [http://www.spd-lueneburg.de/aktuell/nachrichten/meldungen/39283.php?page=&a=&b=&y=2007&m=3&lv= [SPD 29.03.07]]}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Hirche, Walter (FDP)
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Walter Hirche]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
b2cc6c545785f8cacf584936c093082f309e97f9
Jörg Venderbosch
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text/x-wiki
{{Politiker|Partei=[[Die Linke]]|Funktion=Abgeordneter im Lüneburger Kreistag|Suche=Venderbosch |Link=http://www.linkspartei-lg.de/pdf/Seite_4_final.pdf|Zitat=Ich lehne den Bau der A 39 grundsätzlich ab. Die Autobahn schafft, wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge, keine neuen [[Arbeitsplätze]]. Außerdem ist der Autobahnbau umweltfeindlich und mit Kosten von etwa einer Milliarde Euro sehr teuer. Das drängende Verkehrsproblem in Melbeck ist durch eine Umgehungsstraße schneller und kostengünstiger als durch die Autobahn zu lösen.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Löb, Ulrich (Bündnis 90/Die Grünen)
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#REDIRECT [[Ulrich Löb]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Manfred Nahrstedt
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{{Politiker|Partei=[[SPD]]|Funktion=Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages und Landrat für den Landkreis Lüneburg|Suche=Nahrstedt|Link=http://manfred-nahrstedt.de/|Zitat=Damit die Handelswege im ehemaligen Zonenrandgebiet, aber auch die Anbindung der Region Lüneburg an die Zentren Wolfsburg, Braunschweig und die Industriegebiete im sogenannten Sachsendreieck, mit Leipzig, Chemnitz und Dresden verbessert werden, setze ich mich {{mark|für den Ausbau der A 39}} als Verkehrsweg ein. Dabei ist mir bewusst, das hierüber Land und Bund zu entscheiden haben, nicht der Landrat.'' [http://manfred-nahrstedt.de/content/13687.php]
* ''Als [[SPD]]-Unterbezirksvorsitzender und Landtagsabgeordneter {{mark|erachte ich den Bau der A 39 als dringend erforderlich}}, da dies im ehemaligen Korridor des Zonenrandgebietes die verkehrsliche und wirtschaftliche Situation entscheidend verbessert.<br>Für das besonders sensible Teilstück in der Stadt Lüneburg kommt aus meiner Sicht nur eine {{mark|Gesamtuntertunnelung zwischen Lüne und Stadtkoppel}} in Betracht. Diese Lösung hat die geringste negative Einwirkung auf die an der Trasse lebenden Menschen, auf die Stadtentwicklung und sichert den historischen Bestand Lüneburgs.'' [http://manfred-nahrstedt.de/aktuell/nachrichten/meldungen/13652.php?page=&a=0&b=1&y=2006&m=4&lv=]
* ''Die Realisierung der A 39 halte ich für notwendig. Es wurde aber eine [[Vorzugstrasse]] durch Lüneburg vorgeschlagen, die ich nicht akzeptieren kann. Sie zerstört die Struktur der Stadt, das Kloster Lüne wird völlig außer Acht gelassen. Hier ist ein Tunnel oder die [[Ostumgehung]] mit einer Abdeckung eine zu prüfende Alternative.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
* ''Die [[Vorzugsvariante]] ist nicht hinnehmbar. Sie zerstört gewachsene Strukturen der Stadt. Eine Tunnellösung muss geprüft und angestrebt, alternativ die [[Ostumgehung]] genutzt und mit einem Deckel versehen werden.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Landrats-Stichwahl_.281.29|[LZ vom 20.09.2006]]]
* ''Ich stand und stehe auch weiterhin zum Bau der A39, da ich die Autobahn als wichtige Infrastrukturmaßnahme und wirtschaftliche Entwicklungschance sehe. Unsere Region braucht die Autobahn. Der Ausbau der jetzigen [[Ostumgehung]] war für mich eine geeignete Alternative, falls meine Vorschläge – östlicher gelegene Trasse und Tunnellösung – nicht zum Tragen kommen sollten.'' [[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Pressedienst_Stadt_und_Landkreis_L.C3.BCneburg_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung|[Pressedienst LG vom 28.03.2007]]]
* ''Sollte die Autobahn auf der jetzigen [[Ostumgehung]] kommen, ist ein Deckel zwingend erforderlich.'' [[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zum_bevorstehenden_Er.C3.B6rterungstermin|[LZ vom 18.04.2007]]]
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[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Meihsies, Andreas (Bündnis 90/Die Grünen)
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#REDIRECT [[Andreas Meihsies]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Miriam Staudte
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{{Politikerin|Bild=[[Bild:Staudte.png]]|Partei=[[Bündnis 90/Die Grünen]]|Funktion=Fraktionsvorsitzende der [[Bündnis 90/Die Grünen]] im Lüneburger Kreistag|Suche=Staudte|Link=http://www.miriam-staudte.de/|Zitat=Ich denke nicht, daß sie nötig ist, außerdem ist sie kaum finanzierbar. Die Erreichbarkeit des Nordostens können wir auch durch den Ausbau der B 4 fördern. Genau das wird von Verkehrsexperten auch empfohlen.'' [http://www.abendblatt.de/daten/2006/02/09/531920.html [HA vom 09.02.2006]]
* ''Die Grünen im Lüneburger Kreistag favorisieren für den Bau der A39 nur eine Variante - und das ist die [[Null-Variante]] - also Verzicht auf das Gesamtprojekt A39.<br>Das [[Kosten-Nutzen-Verhältnis]] der Autobahn ist je nach Variante mit 2,8 bis 3,4 Punkten bewertet worden. Um einen sinnvollen Umgang mit Steuermitteln zu gewährleisten, werden normalerweise nur Projekte mit einem Wert deutlich über 3 (5-6) finanziert.<br>Die bisherigen Untersuchungen müssen an einigen Stellen stark in Frage gestellt werden. So wurde z.B. nur eine Verbesserung der so genannten „Standortgunst“ untersucht, eine mögliche Verschlechterung der „Standortgunst“ z.B. für den Tourismusbereich wurde gar nicht erst beleuchtet. Objektive Untersuchungen hätten nur von „Veränderungen der Standortgunst“ ausgehen müssen. <br>Sich selbst gegebene Vorgaben wie der Mindestabstand von 500m zu Siedlungsbebauung können die Planer schon jetzt nicht mehr einhalten. Im Gegensatz zu Herrn Fischer halten wir einen Abstand von 50m für nicht durchsetzbar. <br>Für Melbeck wurde von den Planern explizit keine Entlastung durch den Bau der A39 prognostiziert: Der überregionale Durchgangsverkehr spiele in Melbeck keine Rolle, so ein Verkehrsplaner. <br>Für eine notwendige Ortsumgehung in Melbeck werden nur Finanzmittel zur Verfügung stehen, wenn auf den kostspieligen Bau der A39 verzichtet wird. <br>Auch das Gutachten zur Untersuchungen der landwirtschaftlichen Aspekte kommt zu dem Ergebnis, dass die [[Null-Variante]] für die Landwirtschaft die beste Lösung sei, die weiträumigen Ostvarianten seien nur zweite Wahl.'' [http://www.gruene-lueneburg.de/index.php?id=12&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=68&tx_ttnews%5BbackPid%5D=3&cHash=b415e0e8e4 [www.gruene-lueneburg.de]]
* ''Ich lehne den Bau der A 39 strikt ab. Sie ist wirtschaftlich unsinnig, wie der schlechte [[Kosten-Nutzen-Faktor]] dokumentiert. Insbesondere die regionale Wirtschaft hat keinerlei Vorteile. Im Gegenteil: Durch [[Vorzugstrasse|die aktuelle Trassenführung]] würden wichtige Expansionsflächen im Lüneburger Osten verbaut.<br>Ich bin optimistisch, dass sich der Bau noch verhindern lässt, da er mit 480 Millionen Euro beschlossen wurde und nun schon bei 610 Millionen Euro liegt. Der [[Bundesverkehrswegeplan]] ist chronisch unterfinanziert, da die Unterhaltungskosten für die bestehenden Straßen enorm steigen. Generell ist der Neubau von Straßen auch unter dem demographischen Aspekt kritisch zu beurteilen: Immer weniger Menschen müssen immer mehr Straßen unterhalten.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
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[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Monika Schumann-Schilling
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{{Politikerin|Bild=[[Bild:Schumann-Schilling.png]]|Partei=[[FDP]]|Funktion=Fraktionsvorsitzende der [[FDP]] im Lüneburger Kreistag, stellvertretende Landrätin (bis zur [[Kommunalwahl|Kommunalwahl am 10. September]])|Suche=Schumann-Schilling|Link=http://www.fdp-lueneburg.de/person.php?person_id=4127&return=%2Fpersonen.php|Zitat=Ja, weil ich mir neue [[Arbeitsplätze]] davon verspreche. Aber keinesfalls die [[Vorzugsvariante]], weil hier auf den Menschen zu wenig Rücksicht genommen wird. Diese Haltung habe ich durch mein Stimmverhalten in der Kreistagssitzung am 17. Juli diesen Jahres auch zum Ausdruck gebracht. Ich präferiere eindeutig eine für Natur und Mensch besser verträgliche Trasse.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
* ''Sehr geehrter Herr Giesler,<br>wie ich Ihnen schon telefonisch mitteilte, hat die [[FDP]]-Fraktion im Lüneburger Kreistag, deren Vorsitzende ich bin, geschlossen gegen die [[Vorzugsvariante]] der geplanten A 39 gestimmt.<br>Ein Argument in meiner Rede war, dass der {{mark|"Mensch" im Gegensatz zur "Natur" zu wenig}}, oder fast gar nicht {{mark|berücksichtigt worden ist}}. Dieses ist für mich absolut nicht verständlich und daher auch nicht tragbar.<br>Mit freundlichen Grüßen<br>Monika Schumann-Schilling
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Mädge, Ulrich (SPD)
0
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#REDIRECT [[Ulrich Mädge]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Nahrstedt, Manfred (SPD)
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#REDIRECT [[Manfred Nahrstedt]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Porwol, Stefan (CDU)
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#REDIRECT [[Stefan Porwol]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Scharf, Gerhard (CDU)
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#REDIRECT [[Gerhard Scharf]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Schellmann, Birte (FDP)
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#REDIRECT [[Birte Schellmann]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Schröder-Ehlers, Andrea (SPD)
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#REDIRECT [[Andrea Schröder-Ehlers]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Schumann-Schilling, Monika (FDP)
0
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#REDIRECT [[Monika Schumann-Schilling]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Staudte, Miriam (Bündnis 90/Die Grünen)
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#REDIRECT [[Miriam Staudte]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Stefan Porwol
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Dr. {{Ex-Politiker|Partei=[[CDU]]|Funktion= Erster Kreisrat des Landkreises Lüneburg und Landratskandidat der [[CDU]] bei der [[Kommunalwahl]] 2006|Suche=Porwol|Link=http://www.stefan-porwol.de/|Zitat={{mark|Um den Wirtschaftsstandort Lüneburg weiter zu sichern und zu entwickeln, bedarf es dringend des Baus der A 39 als Verlängerung der A 250.}} Die Strassenplaner haben jetzt die von ihnen [[Vorzugsvariante|favorisierte Trasse]] vorgestellt.<br>{{mark|Nach meinem Eindruck ist die vorgeschlagenen [[Linienführung]] sehr gründlich untersucht worden.}} Dabei hat sich bewahrheitet, dass es eine konfliktfreie Trasse nicht gibt. Jetzt heißt es, konstruktiv die [[Vorzugsvariante|vorgeschlagene Trasse]] zu prüfen.<br>{{mark|Allerdings sollte intensiv geprüft werden, ob die bessere Variante nicht ein Verbleiben auf der [[Ostumgehung|Ostumfahrung]] ist.}} Ein Teil der immensen Kosten eines Neubaues am [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] vorbei und der geplante Rückbau der [[Ostumgehung|Ostumfahrung]] könnten besser in [[Lärm]]schutzmaßnahmen (z.B. eine Deckelung im Moorfeld) auf der vorhandenen Trasse investiert werden. Auch anderenorts erleben wir, dass kurzfristige Geschwindigkeitsreduzierungen erforderlich sind - warum nicht auch hier? [http://www.stefan-porwol.de/v_individuell.php]
* ''Nicht nur ich befürworte den Bau der A 39, auch die rot-grüne Bundesregierung hat 2003 im [[Bundesverkehrswegeplan]] einen "vordringlichen Bedarf" hierfür gesehen. Die Fachgutachter favorisieren [[Vorzugsvariante|eine Trasse, die sicherlich nicht unproblematisch ist]]. {{mark|Ich bin deshalb für die Optimierung der [[Ostumgehung]]}}, etwa für [[Lärm|Schallschutz]] durch eine Deckelung.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Positionen_der_Landratskandidaten|[LZ vom 04.09.2006]]]
* ''Die Autobahn muss so kommen, aber ein klares Nein zur [[Vorzugsvariante]]. Die [[Ostumgehung]] muss ausgebaut, die angrenzende Bevölkerung mit [[Lärm]]schutzwänden und Tempo-Limits entlastet werden.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Landrats-Stichwahl_.281.29|[LZ vom 20.09.2006]]]
* ''Die [[Kommunalwahl|Wahl]] ist nicht hier entschieden, sondern von bundespolitischen Themen und der A39 überlagert worden.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zur_Landrats-Stichwahl_.283.29|[LZ vom 25.09.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Ulrich Löb
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{{Politiker|Partei=[[Bündnis 90/Die Grünen]]|Funktion=Lüneburger Stadtrat und Vorsitzender des Verkehrsausschusses|Suche=Löb|Link=http://www.gruene-lueneburg.de/index.php?id=69|Zitat={{mark|Die A 39 lehne ich grundsätzlich ab}}. Eine Streckenführung durch Lüneburg und seine Region ist weder umwelt- noch menschenverträglich, und ist eine große Geldvernichtung. Das Geld fehlt aber bei der Wirtschafts- und Ausbildungsförderung. Das [[St.-Florians-Prinzip]] bei der Trassendiskussion der A 39 durch die anderen [[Parteien]] ist mehr als schäbig. Lüneburg darf nicht Durchgangsstation für den Schwerlastverkehr nach Osteuropa werden. Die Hamburg-Pendler sollen durch Verbesserungen im Bus- und Bahnangebot (Ausweitung der Verkehrszeiten, bessere Vertaktung, besserer Service) auch im Umland, den Bau des 3. Gleises und durch eine Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur, in den öffentlichen Personennahverkehr gelenkt werden.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Kommunalwahl-Kandidaten_.28Oberb.C3.BCrgermeisterwahl.29|[LZ vom 02.09.2006]]]
}}
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Ulrich Mädge
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{{Politiker|Partei=[[SPD]]|Funktion=Lüneburger Oberbürgermeister|Suche=Mädge|Link=http://ulrich-maedge.de/|Zitat={{mark|Ich setze mich ein für den Ausbau der A 39}} als Verkehrsweg, damit die Handelswege im ehemaligen Zonenrandgebiet aber auch die Anbindung Lüneburgs an das Zentrum Wolfsburg und die Industriegebiet Halle, Leipzig, Erfurt wesentlich verbessert werden.'' [http://ulrich-maedge.de/content/04464.php?a=3&b=1 [www.ulrich-maedge.de]]
* ''{{mark|Es kann nicht sein, dass Moore, Feuchtgebiete und Trockenrasen eine größere Bedeutung haben als die Menschen}} in Moorfeld und Neu Hagen. Die [[Vorzugstrasse|Trasse]] führt eng an Wohngebieten vorbei und schneidet den Stadtteil Ebensberg von Lüneburg ab.''<br>[[Bild:IMG 2082.jpg|thumb|Aktion „Menschenkette gegen die A39": Ulrich Mädge und Stefanie Becker (BI)<br>24.06.2006]][[Bild:IMG 2078.jpg|thumb|Wir überreichten Ulrich Mädge ein Bürgervotum gegen den Bau der A 39: 5.000 gesammelte Unterschriften "am laufenden Meter".]] ''Die [[Vorzugstrasse]] beschneidet empfindlich die Stadtentwicklung. Die geplante Autobahn führt direkt am Kloster Lüne vorbei, das ein wichtiger Faktor bei der Bewerbung Lüneburgs um den Status als Weltkulturerbe ist. Im Osten der Stadt liegen außerdem die wenigen Flächen, auf denen sich die wachsende Stadt Lüneburg weiterentwickeln kann. Nicht nur künftige Projekte für stadtnahe Entwicklung am Bilmer Berg werden durch die Autobahn beeinträchtigt, sondern auch das neue Wohngebiet auf dem Gelände der ehemaligen Schlieffen-Kaserne, für 2.000 Einwohner vorgesehen, liegt nach [[Vorzugstrasse|dem jetzt vorgestellten Plan]] in Sichtweite der Autobahn. Außerdem werden die Kleingartenanlage Am Klosterteich und das Lüner Holz, eine wichtige grüne Lunge für Lüneburg und Naherholungsgebiet, durch die Autobahn zerschnitten.<br>Es kann nicht sein, dass die Zukunftsperspektive und die Entwicklung des Oberzentrums Lüneburg beschädigt werden durch {{mark|eine Autobahn, die der Region eigentlich positive Impulse bringen sollte.}}'' [http://ulrich-maedge.de/aktuell/nachrichten/meldungen/12740.php [www.ulrich-maedge.de]]
* ''Ich bin davon überzeugt, dass Lüneburg und die ganze Region von der A39 profitieren werden. Die [[Vorzugstrasse]] lehne ich aber ab, vor allem, weil sie das [[Schutzgut Mensch]] nicht genug beachtet. Außerdem beschädigt sie die Entwicklung und das historische Erbe der Stadt. Ich werde deshalb alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Autobahn über Lüneburger Stadtgebiet zu verhindern. Darüber hinaus müssen wir auch andere Verkehrsträger wie das Dritte Gleis und den Radverkehr fördern.'' [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Kommunalwahl-Kandidaten_.28Oberb.C3.BCrgermeisterwahl.29|[LZ vom 02.09.2006]]]
}}
[[Bild:Infostand OB.jpg|thumb|Ulrich Mädge als Gast beim Info-Stand der BI Lüne-Moorfeld<br>27.08.2006]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Venderbosch, Jörg (Die Linke)
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#REDIRECT [[Jörg Venderbosch]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Wegener, Hedi (SPD)
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#REDIRECT [[Hedi Wegener]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Wulff, Christian (CDU)
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#REDIRECT [[Christian Wulff]]
[[Kategorie:Entscheidungsträger]]
[[Kategorie:Politiker]]
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BNatSchG
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#REDIRECT [[Bundesnaturschutzgesetz]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge
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#REDIRECT [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Gesetz zur Beschleunigung der Planungen für Verkehrswege in den neuen Ländern sowie im Land Berlin
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz]]
[[Kategorie:Gesetze]]
cff6d0f7ec6acd8a1b8abc6fb1da886f9d49d8fd
Gesetz zur Beschleunigung der Verkehrswegeplanung
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Gesetz zur Beschleunigung der Planungen für Verkehrswege in den neuen Ländern sowie im Land Berlin]]
[[Kategorie:Gesetze]]
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Urheberrecht
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Urheberrechte beachten]]
[[Kategorie:Gesetze]]
e26836735b7f49df22b8a291a9fa745736913f9a
Arbeitsgruppen
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text/x-wiki
{| {{tabelle}}
|[[Bild:Chaplin_kids.png|210px]]
|Auf der Seite der jeweiligen Arbeitsgruppe besteht die Möglichkeit, spezielle Informationen zu hinterlegen wie: [[Bilder einfügen|Bilder]], [[Download|Dokumente]], Termine etc.
Darüber hinaus hat jede Arbeitsgruppe ihren eigenen Chatroom, in der Fragen mit den anderen aus der Arbeitsgruppe diskutiert werden können.
In den Arbeitsgruppen ist Zuwachs immer willkommen. <br>
Also Mitmachen ausdrücklich erwünscht und auch erforderlich.
|[[Bild:Chaplin_The_Kid.jpg|155px]]
|}
<div align="center">
{|
|
*[[Arbeitsgruppe Einwände]]
*[[Arbeitsgruppe Internet]]
*[[Arbeitsgruppe Kreative Aktionen]]
*[[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion]]
*[[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren]]
*[[Arbeitsgruppe Ostumgehung]]
*[[Arbeitsgruppe Planung]]
*[[Arbeitsgruppe Menschenschutz]]
*[[Vorstand]]
|
|'''Oder hier mitmachen:'''
* [[Aktionen]]
* [[Aktuelle Ereignisse]]
* [[BI-Treff]]
* [[Trassensong]]
<br>
|}
</div>
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
020dc13e3bd20a46b867d0f703ae2e407a918192
Arbeitslosigkeit
0
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1305
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2025-02-05T23:12:41Z
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsplätze]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
684f2a1eb441dc47256e3d2c0c3cff5321b0644e
Fast 10.000 Einwände
0
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2025-02-05T23:12:41Z
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text/x-wiki
Ein Aufruf vom Dachverband!!!!!!<br><br>Bitte rasch weitermailen bzw. ins Internet einstellen:
Schon 9.500 Einwände am 30.6.06 -
Einwendungen noch ein paar Tage lang möglich!!!!!
Deshalb bitte noch ganz rasch Einwendungen einsenden an:
Regierungsvertretung<br>
Dr. Manthey<br>
Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
<br><br>
- und bitte auch noch viele ander Einwender mobilisieren!!!!
<br><br>
==== {{AZ}} am 1. Juli zum Stand der Einwände ====
{{Kasten gelb|
<big>'''A 39: Fast 10.000 Einwände liegen vor'''</big>
'''Regierungsvertretung sortiert bis Ende Juli'''
''mr'' '''Uelzen/Lüneburg'''. Bis gestern Vormittag lagen rund 9.500 Einwände gegen die geplante Autobahn A 39 bei der Regierungsbehörde in Lüneburg vor. Dr. Holger Manthey, der die Stellungnahmen im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s koordiniert, rechnet aber damit, dass in den nächsten Tagen noch weitere Briefe eingehen werden.
Auch wenn die Frist für die Einwendungen heute um Mitternacht ausgelaufen ist, will Manthey Nachzügler noch berücksichtigen. "Wir sind nicht in einem förmlichen Verfahren. Es geht uns darum, dass wir alle Argumente aufnehmen können", sagte er auf AZ-Nachfrage.
Bislang liegen auch erst von einem Drittel der 220 Kommunen und Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen vor. Die Regierungsbehörde hatte in Einzelfällen bereits eine Verlängerung bis Ende Juli eingeräumt, damit einzelne Kommunen externe Gutachten auswerten können. So hat die Stadt Lüneburg eine Expertise über die Auswirkungen der Ost-Trasse durch das Stadtgebiet erstellen lassen.
Auch die Samtgemeinde Bodenteich hat eine Fristverlängerung bekommen. Am 10. Juli will der Samtgemeinderat ein Gutachten auswerten, das die Verkehr- und Naturbelastungen der [[Vorzugstrasse]] untersucht hat.
In der Registrierungsbehörde werden bis Ende Juli drei Mitarbeiter sämtliche Einwendungen zu sortieren und auszuwerten haben.
}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Keine A 39
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Diese Liste verzeichnet ausschließlich '''externe [[Link]]s'''.<br>Interne [[Link]]s zu bestimmten Artikeln auf unserer Internetseite siehe [[Spezial:Allpages|Artikelliste]] bzw. [[Themen]]übersicht.
* [[Einwände schreiben|Argumente gegen den Bau der A 39]]
{|
| [[Bild:Logo.jpg]] || __TOC__
|}
== Bürgerinitiativen gegen die A 39 ==
=== Regional ===
*[http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/einstieg.html Aktion Lebensberg: Nein zur A 39!]
*[http://www.lebensraum-scharnebeck.de/ Bürgerinitiativen Lebensraum Scharnebeck & contrA39 (Rullstorf, Boltersen)]
*[http://www.iga-wendischevern.de/ IGA (Interessengemeinschaft gegen den Autobahnbau), Wendisch Evern]
=== Überregional ===
* '''[http://www.keine-a39.de/ Dachverband der Bürgerinitiativen “Keine! A 39”]'''
*[http://www.buerger-gegen-autobahn.de/ Bürger gegen Autobahn, Bad Bevensen]
*[http://www.amelinghausen.de/betzendorf/a39.html Die Betzendorfer Initiative gegen die A 39]
*[http://www.emmendorf-gegen-a39.de/ BI Heitbrack-Emmendorf gegen die A 39]
*[http://www.grueneuelzen.de/autobahn-39.htm Grüne Uelzen]
*[http://www.liste-zukunft-uelzen.de Wählergemeinschaft KEINE A39 – Liste Zukunft (Uelzen)]
*[http://www.comlink.apc.org/bund/kg/uelzen/a39_bund1.html BUND Uelzen]
*[http://www.lbu-niedersachsen.de/ Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Niedersachsen e.V.]
== Kartenmaterial ==
=== Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ===
*[http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C12261826_N12260332_L20_D0_I5213350.html Auswahlliste Kartenmaterial zur Planung der Autobahn 39]
*[http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/43994 Übersichtskarte Vorzugsvariante]
*[http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/43995 Vorzugsvariante Lüneburg ('''15 MB''')]
== Allgemeine Web[[link]]s ==
*[http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_39 Die Bundesautobahn 39 in der Wikipedia]
* [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C9687971_N9682335_L20_D0_I5213350.html Informationen zur A 39 von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr]
*[http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/links.html Linksammlung der Aktion Lebensberg]
* [http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD]
'''Weitere Anti-Autobahn-Initiativen:'''
* [http://www.a-20.de/Frameset.htm Bürgerinitiative gegen den Bau der Westtrasse A20/A22]
* [http://www.a94-b12.de/ Aktionsgemeinschaft gegen die A94]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Kommunalwahl
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== Stichwahlen am 24. September: ==
* Josef Röttgers (parteilos für die [[CDU]]) und Uwe Nehring ([[SPD]]) treffen bei der Stichwahl um den Posten des Samtgemeindebürgermeisters Gellersen erneut aufeinander.
=== Landratswahl ===
[[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) und [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) treffen bei der Stichwahl um den Posten des Landrates erneut aufeinander.
* '''[http://lueneburg.de/wahl/stichwahl/dat/index.html Ergebnisse]'''
----
'''Sonntag, 10.09.:''' '''[[Kommunalwahl]]''' Niedersachsen 2006<br>Wir wählten den Oberbürgermeister, den Rat, den Landrat, Kreistag und 2 Ortsräte.
* '''[http://wahlen.stadt.lueneburg.de Ergebnisse]'''
Eine informative Zusammenstellung über die Modalitäten der Wahl liefert die Landeszeitung:
* Wie viele Stimmen habe ich?
* Wer darf wählen?
* Wer kann gewählt werden?
* Wer kann als Direktkandidat gewählt werden?
* Wie wird man Kandidat?
* Sitzverteilung
* Wie und wo wird gewählt?
[http://www.landeszeitung.de/start.phtml?tid=1000&fdat=kommunal Zum Artikel...]
{{weiterlesen}}
* [http://www.nls.niedersachsen.de/html/kommunalwahlen.html Niedersächsisches Kommunalwahlsystem auf www.nls.niedersachsen.de]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Landtagswahl
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[[Bild:Landtagswahl3.jpg|right]]
'''Sonntag, 27. Januar 2008:''' <b>{{PAGENAME}}en in Niedersachsen</b><br>Wir wählen den Landtag.
Eine informative Zusammenstellung über die Modalitäten der Wahl liefert die Landeszeitung:
* Wie viele Stimmen habe ich?
* Wer darf wählen?
* Wer kann gewählt werden?
* Wer kann als Direktkandidat gewählt werden?
* Wie wird man Kandidat?
* Sitzverteilung
* Wie und wo wird gewählt?
[http://www.landeszeitung.de/start.phtml?tid=1000&fdat=Landtagswahl Zum Artikel...]
{{weiterlesen}}
* [http://www.nls.niedersachsen.de/html/landtagswahl.html Niedersächsisches Landtagswahlsystem auf www.nls.niedersachsen.de]
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Lesetipps
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text/x-wiki
Zur ersten Orientierung lese [[Wiki|Grundlegendes zum Thema "Wiki"]], [[Hilfe]] oder sieh Dir die [[Themen]]übersicht an.
Wenn Du erst einmal '''lesen''' willst, was [{{url}}Spezial%3AAllpages&from=&namespace=2 andere] so geschrieben haben, schau Dir doch einmal die folgenden "Querbeet-Beispiele" an und folge in den Artikeln den [[Link]]s:
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* [[Download]] von [[Plakate]]n, [[Satzung]], Vordrucken etc.
* [[Spenden]]
* [[Ostumgehung|Die Lüneburger Ostumgehung: Planung, Unfälle etc.]]
* [[Lärm|Lärm und Lärmschutz an der Lüneburger Ostumgehung]]
* [[Nutzen-Kosten-Verhältnis|Das miserable Nutzen-Kosten-Verhältnis der A39]]
* Was lesen andere? Unsere "[[Spezial:Popularpages|beliebtesten Artikel]]"
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[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presse überregional 2022-2023
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=== Beiträge zum Streit in der Ampelkoalition zum Autobahn-Neubau und zur Planungsbeschleunigung ===
Dazu der Ampel-Koalitionsvertrag (Seite 13):
{{Kasten|"Bei besonders prioritären Vorhaben soll der Bund künftig nach dem Vorbild des Bundesimmissionsschutzgesetzes kurze Fristen zum Erlass des Planfeststellungsbeschlusses vorsehen. Wir wollen große und besonders bedeutsame Infrastrukturmaßnahmen auch im Wege zulässiger und unionsrechtskonformer Legalplanung beschleunigt auf den Weg bringen und mit hoher politischer Priorität umsetzen. Unter solchen Infrastrukturmaßnahmen verstehen wir systemrelevante Bahnstrecken, Stromtrassen und Ingenieursbauwerke (z. B. kritische Brücken)."}}
und (Seite 14):
{{Kasten|"Zur Erreichung der Klimaziele liegt die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung oder zum Transport von Strom aus Erneuerbaren Energien sowie der Ausbau elektrifizierter Bahntrassen im öffentlichen Interesse und dient der öffentlichen Sicherheit. Dies werden wir gesetzlich festschreiben und für solche Projekte unter gewissen Voraussetzungen eine Regelvermutung für das Vorliegen der Ausnahmevoraussetzungen des Bundesnaturschutzgesetzes schaffen."}}
'''Autobahn Neu- und Ausbau gehören also nicht zu den Infrastrukturprojekten mit besonders hoher Priorität, nur "kritische Brücken".'''<br>
Die zitierten Stellen des Koalitionsvertrags werden gerade anscheinend von der FDP bzw. vom Bundesverkehrsminister anders verstanden. <br>
Dieser Streit soll am 2. März 2023 im Koalitionsausschuss beigelegt werden.
<br><br>
'''Der Dialogprozess über den aktuellen Bundesverkehrswegeplan ging nicht so stark durch die Presse,<br>
Informationen dazu unter [[Bundesverkehrswegeplan#BVWP_2030]].'''
<br><br><br>
{{Pressekopf}}
----
=== 13. Februar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Wirtschaftswoche
|Thema=zum Streit um neue Autobahnen
|Headline=Den FDP-Sandkastenstreit kann sich dieses Land nicht leisten
|Untertitel=Streit um neue Autobahnen
|Autor=Stefan Hajek
|Ort=Berlin
|Link=https://www.wiwo.de/politik/deutschland/streit-um-neue-autobahnen-den-fdp-sandkastenstreit-kann-sich-dieses-land-nicht-leisten/28979024.html
|Text=Nach der Wahl in Berlin drohen Teile der FDP in einen Blockademodus zu verfallen. Gefragt wäre mehr denn je ein konstruktiver, zukunftsorientierter Liberalismus.
Neue Autobahnen sind dafür nicht nötig. Ein Kommentar.
<br>...
}}
=== 13. Februar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Frankfurter Rundschau
|Thema=zum Streit um neue Autobahnen
|Headline=Neue Autobahnen: Der Traum von den zehn Spuren
|Untertitel=Die Debatte über neue Autobahnen läuft heiß. Umweltgruppen kündigen Proteste an.
|Autor=Joachim Wille
|Ort=Frankfurt
|Link=https://www.fr.de/politik/ausbau-neue-autobahnen-klimaschutz-der-traum-von-den-zehn-spuren-92078524.html
|Text=„Ausbaustopp jetzt!“, so lautet die Forderung, mit der Ökogruppen einen Aufruf zu „bundesweiten Autobahnblockaden“ überschrieben haben. Am ersten Märzwochenende soll die neue Eskalationsstufe des Klimakonflikts gezündet werden. Demonstrieren wollen die Aktivist:innen vor allem gegen Pläne von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), den Bau von Fernstraßen zu beschleunigen und so „Engpässe“ zu beseitigen.
<br>...
}}
=== 10. Februar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=T-Online
|Thema=zum Streit um neue Autobahnen
|Headline=Der Autobahn-Streit eskaliert
|Untertitel=Prominentes Trio soll schlichten
|Autor=Johannes Bebermeier, Tim Kummert
|Ort=Berlin
|Link=https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100126188/der-autobahn-streit-eskaliert.html
|Text=Die Bundesregierung will, dass die Infrastruktur schneller ausgebaut wird. Doch das Vorhaben stockt.
Jetzt soll ein besonders prominent besetztes Trio den Streit schlichten.
Es klingt paradox: Wenn die Ampelregierung den festgefahrenen Streit um die Autobahnen lösen will, werden zwei entscheidende Politiker nicht mit am Tisch sitzen. Der Minister für Verkehr, Volker Wissing von der FDP. Und die Ministerin für Umwelt, Steffi Lemke von den Grünen.
<br>...
}}
=== 27. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=taz
|Thema=zum Streit in der Ampelkoalition
|Headline=Schneller Straßenbau verschoben
|Untertitel=Bauprojekte, Agrosprit, Klimaschutz: Beim Krisentreffen im Koalitionsausschuss blieben Grüne und FDP uneins – außer in einem Punkt.
|Autor=taz
|Ort=Berlin
|Link=https://taz.de/Streit-in-der-Ampelkoalition/!5911726/
|Text=Schon im Vorfeld des Koalitionsausschusses über Verkehr und Klimaschutz am Donnerstagabend im Kanzleramt war klar, dass dies eine lange Sitzung bis tief in die Nacht hinein werden müsste, wenn es zu einer Einigung kommen soll. Zu sehr hatten sich Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und die grüne Umweltministerin Steffi Lemke insbesondere bei der Frage um die [https://taz.de/Ampel-Streit-um-Planungsbeschleunigung/!5905029/ Planungsbeschleunigung] im Verkehrsbereich miteinander verharkt.
<br>...
}}
=== 26. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Tagesspiegel
|Thema=zum Streit in der Ampelkoalition
|Headline=Koalitionsausschuss findet keine Einigung in der Verkehrspolitik
|Untertitel=Volker Wissing und die Grünen streiten um den Autobahn-Neubau. Die Grünen warnen vor der Klimakrise, der Verkehrsminister vor Engpässen. Eine Analyse.
|Autor=Valerie Höhne, Caspar Schwietering
|Ort=Berlin
|Link=https://www.tagesspiegel.de/politik/der-kampf-um-die-verkehrswende-braucht-es-wirklich-neue-autobahnen-9245811.html
|Text=Im Schatten der Panzer-Debatte streitet die Ampel-Koalition seit Wochen intensiv um die Verkehrspolitik. An diesem Donnerstag trafen sich nun die Partei- und Fraktionsspitzen zu einem Koalitionsausschuss, um den Konflikt aufzulösen. Doch zu einer Einigung kam es nicht.
„Der Koalitionsausschuss ist beendet. Der Gespräche waren konstruktiv und werden weitergeführt“, erfuhr der Tagesspiegel aus Koalitionskreisen. Die Interessen von Grünen und FDP gehen noch zu weit auseinander.
<br>...
}}
=== 22. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=ZDF
|Thema=zu den rückständigen Ansichten des Bundesverkehrsministers
|Headline=Weniger Verkehr? Ohne Wissing.
|Untertitel=Mehr Klimaschutz durch weniger Verkehr? Das kann sich der Bundesverkehrsminister nicht vorstellen. "Autofahren bedeutet Freiheit", sagt Wissing in einem Interview.
|Autor=dpa/AFP
|Ort=Berlin
|Link=https://www.zdf.de/nachrichten/politik/wissing-strassenverkehr-klimaschutz-100.html
|Text=Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) lehnt beim Klimaschutz staatliche Maßnahmen für weniger Straßenverkehr in Deutschland ab. "Die Lösung kann nicht sein, dass wir den Straßenverkehr in Deutschland einschränken", sagte er der "Bild am Sonntag". "Wir müssen klimaneutralen Verkehr auf der Straße ermöglichen, mit mehr E-Autos und CO2-neutralen Kraftstoffen, auch im Güterverkehr."
<br>...
}}
=== 12. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=FAZ
|Thema=zu Vorschlägen der Grünen
|Headline=Grüne Wunschliste für Wissing
|Untertitel=Eine Reform der Pendlerpauschale und die Abkehr von großen Autos: Eine Liste voller Maßnahmen soll Verkehrsminister Volker Wissing auf Spur bringen.
|Autor=Corinna Budras
|Ort=Berlin
|Link=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/klimaschutz-liste-mit-massnahmen-soll-wissing-auf-die-spruenge-helfen-18598048.html
|Text=Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) lehnt beim Klimaschutz staatliche Maßnahmen für weniger Straßenverkehr in Deutschland ab. "Die Lösung kann nicht sein, dass wir den Straßenverkehr in Deutschland einschränken", sagte er der "Bild am Sonntag". "Wir müssen klimaneutralen Verkehr auf der Straße ermöglichen, mit mehr E-Autos und CO2-neutralen Kraftstoffen, auch im Güterverkehr."
<br>...
}}
=== 10. Januar 2023 ===
{{Presseartikel
|Quelle=taz
|Thema=zum Streit in der Ampel um die Planungsbeschleunigung im Verkehr
|Headline=Turbo für Autobahnen umstritten
|Untertitel=Im Streit in der Ampel um die Planungsbeschleunigung im Verkehr drängt die SPD auf eine Einigung. FDP und Grüne zoffen sich weiter.
|Autor=Nikola Endlich
|Ort=Berlin
|Link=https://taz.de/Ampel-Streit-um-Planungsbeschleunigung/!5905029/
|Text=Noch wenige Stunden vor dem Treffen im Kanzleramt hatte sich Volker Wissing im Dezember siegessicher gezeigt. Auf einer Pressekonferenz in seinem Ministerium am Invalidenpark in Berlin verkündete der Verkehrsminister kurzerhand, dass die Planungsbeschleunigung im Verkehrsbereich bei der nächsten Sitzung im Kabinett auf der Tagesordnung stehen würde.
Dann trafen sich Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne), Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Wissing im Kanzleramt, um sich über den Punkt zu einigen. Gekommen ist es dann bekanntlich anders. Die Ampel konnte sich nicht in dem Punkt einigen.
<br>...
}}
=== 13. Dezember 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Welt
|Thema=zum Streit in der Ampel um Autobahnen
|Headline=„Nicht akzeptabel“ – FDP und Grüne entzweien sich über Autobahnen
|Untertitel=
|Autor=Matthias Kamann
|Ort=Berlin
|Link=https://www.welt.de/politik/deutschland/article242659917/Ampel-Nicht-akzeptabel-FDP-und-Gruene-entzweien-sich-ueber-Autobahnen.html
|Text=Zwischen den Ampel-Partnern eskaliert ein Streit darüber, ob auch der Straßenbau von einfacherer Genehmigung profitieren darf. Die FDP wirft den Grünen vor, Infrastruktur-Pläne nach „gut“ und „schlecht“ einzuteilen. Die Öko-Partei wiederum hegt den Verdacht umweltschädlicher Trickserei.
<br>...
}}
=== 14. September 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Umweltbundesamt
|Thema=zu Emissionen im Straßenverkehr
|Headline=Spezifische Emissionen des Straßenverkehrs
|Untertitel=
|Autor=Umweltbundesamt
|Ort=Berlin
|Link=https://www.umweltbundesamt.de/daten/verkehr/emissionen-des-verkehrs#pkw-fahren-heute-klima-und-umweltvertraglicher
|Text=Pkw und Lkw sind effizienter geworden. So sanken die verkehrsleistungsbezogenen bzw. spezifischen Emissionen des Treibhausgases CO₂ bei Pkw um knapp 5 %, bei Lkw um mehr als 32 %. Weil aber mehr Lkw unterwegs sind, sind die absoluten direkten CO₂-Emissionen im Straßengüterverkehr heute um 17 % höher als 1995.
<br>...
}}
=== 25. August 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zu unzureichendem "Klimaschutz-Sofortprogramm" des Bundesverkehrsministeriums
|Headline=Wissings Klimaprogramm »schon im Ansatz ohne Anspruch«
|Untertitel=Vernichtendes Urteil des Klima-Expertenrats
|Autor=Arvid Haitsch und Jonas Schaible
|Ort=Berlin
|Link=https://www.spiegel.de/auto/volker-wissing-sofortprogramm-klimaschutz-laut-expertenrat-schon-im-ansatz-ohne-anspruch-a-3a43a818-9453-4101-8097-b0b59f968bdf
|Text=Deutschland verfehlt seine Klimaziele im Verkehr drastisch – und gibt sich keine Mühe, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Der Expertenrat Klima gibt Minister Wissing für sein Sofortprogramm eine glatte Sechs.
<br>...
}}
=== 13. Juli 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=ARD
|Thema=zu unzureichendem Klimaschutz-Plänen des Bundesverkehrsministeriums
|Headline=Wissings kleinster gemeinsamer Nenner
|Untertitel=Neue Klimaschutzmaßnahmen
|Autor=Daniel Pokraka
|Ort=Berlin
|Link=https://www.tagesschau.de/inland/wissing-klima-verkehr-auto-emissionen-101.html
|Text=Die neuen Klimaschutzmaßnahmen im Bau- und Verkehrssektor stehen in der Kritik - insbesondere die Pläne von Verkehrsminister Wissing. Experten glauben nicht, dass damit genug CO2 eingespart wird - und Wissing selbst wohl auch nicht.
<br>...
}}
=== 19. Februar 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=ntv
|Thema=zu unzureichendem Klimaschutz-Plänen des Bundesverkehrsministeriums
|Headline=Wissing warnt vor zu viel Klimaschutz
|Untertitel=Dürfen "Bogen nicht überspannen"
|Autor=ntv.de, chr/dpa
|Ort=Berlin
|Link=https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wissing-warnt-vor-zu-viel-Klimaschutz-article23139196.html
|Text=Die Bundesregierung unterstützt das europäische Klimaschutzprogramm "Fit for 55". Umweltministerin Lemke wünscht sich, dass Deutschland mit seinen Zielen sogar noch darüber hinausgeht, aber Verkehrsminister Wissing bremst. Zu ambitionierte Pläne hält die deutsche Gesellschaft demnach nicht aus.
<br>...
}}
=== 10. Januar 2022 ===
{{Presseartikel
|Quelle=WurzelGRÜN
|Thema=zu unzureichendem Klimaschutz-Plänen des Bundesverkehrsministeriums
|Headline=Wissing warnt vor zu viel Klimaschutz
|Untertitel=Dürfen "Bogen nicht überspannen"
|Autor=
|Ort=Berlin
|Link=https://wurzel-gruen.de/
|Text=Die bundesweite Initiative Ausbaustopp hat sich auf der Bundesdeligiertenkonferenz (BDK) der GRÜNEN mit einer Protestnote zum Thema Verkehrswende eingebracht.
Hier das [https://wurzel-gruen.de/wp-content/uploads/2022/01/Initiative_Ausbaustopp_H264_lang.mp4 Video].
<br>...
}}
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Vorlage:Presseartikel
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<!--- Hinweis: als Vorlage für einen Presseartikel "Presseartikel: Muster-Artikel" nutzen! --->
{{{{{Quelle}}}-Logo}}
==== {{{{{Quelle}}}}} {{{Thema}}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>{{{Headline}}}</big>'''
'''{{{Untertitel}}}'''
''{{{Autor}}}'' '''{{{Ort}}}''' - {{{Text}}}
<sup>{{{Link}}}</sup>
}}<br>
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseartikel: Muster-Artikel
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<!--- Hinweis: kompletten Block inklusive der geschweiften Klammern in den Presse-Monatsartikel unter die Datumszeile kopieren und Texte rechts vom "=" anpassen.
Quelle kann AlZ, AZ, GR, HA, KB, LZ, LP sein. --->
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Thema xy
|Headline=Obacht
|Untertitel=Untertitel
|Autor=Knatterton
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.xy.de Quelle]
|Text=
}}
37caf226da11bab2dca89ec16f5c1e461f0c1893
Presseberichte April 2006
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{{Pressekopf}}
=== 22. April: {{LZ}} zur Gründung der {{BI}} ===
http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/presse/2006-04-22-landeszeitung-01.gif
=== 19. April: {{LZ}} zur Fristverlängerung für die Stellungnahme der Stadt Lüneburg ===
{{Kasten gelb|
'''<big>A-39-Frist verlängert</big>'''
'''Stadt hat Zeit bis Ende Juli'''
''red Lüneburg.''
Die Kritik war erfolgreich, die Frist wird verlängert. Bis zum 30. Juli hat die Stadt Lüneburg nun Zeit, eine Stellungnahme zur [[Vorzugsvariante]] der geplanten Autobahn 39 abzugeben. Ursprünglich sollten die Einwände und Anregungen der Stadt bereits Ende Juni bei der Regierungsvertretung Lüneburg vorliegen.
Damit entspricht die Raumordnungsbehörde einem Antrag der Stadt. Gleichzeitig schreibt der zuständige Mitarbeiter, Dr. [[Holger Manthey]]: "Im Interesse einer zügigen Durchführung des [[Raumordnungsverfahren]]s würde ich es begrüßen, wenn Sie Ihre Stellungnahme bereits eher abgeben könnten, sofern das möglich ist."
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] begrüßt die Entscheidung der Regierungsvertretung: "Unsere sachlichen Argumente haben sich durchgesetzt", sagt der Verwaltungschef. "Gleichzeitig ist für das Land zu erkennen, dass wir grundsätzlich für den Bau der Autobahn sind, nur die [[Vorzugsvariante]] in ihrer jetzigen Form ablehnen."
Den zusätzlichen Monat Zeit nennt Mädge ausreichend, ist sich zudem sicher, "dass die Verlängerung auch im Interesse der Bürger ist".
}}
=== 15. April ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema [[Lärm]] ====
{{LB|Hans-Dietrich Zeuschner<br>Lüneburg}}
http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/archiv/presse/2006-04-15-landeszeitung-02.gif
=== 11. April: {{HA}} zur Auslage der Planungsunterlagen ===
{{Kasten gelb|
'''<big>Lüneburg legt Pläne zur A 39 aus</big>'''
''Von Elke Schneefuß''
'''LÜNEBURG''' -
Die Planungsunterlagen der Niedersächsischen Landesbehörde zur [[Vorzugstrasse]] der A 39 sind seit Montag, 10. April, für die Öffentlichkeit einsehbar.
Zusätzlich zu der Auslegung in der Sodmeisterkörkammer des Lüneburger Rathauses (Eingang A), die von montags bis donnerstags jeweils von 7.45 bis 12 Uhr und freitags von 7.45 bis 12.30 Uhr, sowie montags, dienstags und mittwochs von 13.15 bis 15.30 Uhr und donnerstags von 15 bis 18 Uhr erfolgen kann, ist jetzt auch eine Auslegung im betroffenen Stadtteil Moorfeld vorgesehen.
Im Stadtteilladen Elm (Hermann-Löns-Straße 22/24) sind die Unterlagen auf Stellwänden und am Computer bis Ende April an allen Werktagen von 15 bis 20 Uhr einsehbar.
Zusätzliche Termine können auf Wunsch unter den Telefonnummern 04131/309409 für den Stadtteil Moorfeld und unter 04131/309198 für das Rathaus in Lüneburg vereinbart werden.
Anregungen und Bedenken der Bürger werden von der Stadt gesammelt und werden ausgewertet. Sie können jeweils vor Ort abgegeben werden.
}}
=== 5. April ===
==== {{HA}} zu Planungsdetails ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Autobahn mitten in der Stadt: Fakten zur A 39</big>'''
''Von Elke Schneefuß''
Rund 110 Autobahnkilometer sollen zukünftig die Städte Wolfsburg und Lüneburg verbinden, um die Region dichter an den Hamburger Hafen anzubinden. Kosten in Höhe von Sechshundertachtmillionen Euro werden dafür von dem zuständigen Niedersächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr veranschlagt. Der erste Spatenstich für die Trasse ist für das Jahr 2011 vorgesehen. Einhellig stellten die im Bundestag vertretenen [[Parteien]] das Projekt im Jahr 2002 in den [[Bundesverkehrswegeplan]] ein - doch jetzt regt sich Widerstand: Weil die von der Behörde vorgeschlagene Streckenführung das Lüneburger Stadtgebiet im Nordosten zerschneidet, haben mehrere Bürgerinitiativen und auch die Stadt Lüneburg dem Vorhaben den Kampf angesagt.
Die Gegner befürchten nicht nur überhöhten [[Lärm]] und hohe Schadstoffemissionen in Wohngebieten. Sie sorgen sich auch um den Bestand der 800 Jahre alten Klosteranlage in Lüne, die als eine der schönsten in Norddeutschland gilt.
}}
==== {{HA}} zur [[Vorzugsvariante]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>"Die Autobahnplaner haben uns vergessen"</big>'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Moorfeld: Lüneburger Stadtteil kämpft gegen die A 39. Anlieger fürchten [[Lärm]] und den Anstieg des Grundwasserpegels. Schon jetzt stehen Keller häufig unter Wasser.'''
'''LÜNEBURG''' -
Der Mitbewohner in ihrem Keller hat keinen Namen, und Miete zahlt er auch nicht: Ein winziger Grasfrosch hat es sich bei Heike Gerstenkorn im Untergeschoß gemütlich gemacht. "Solche Gäste haben wir hier öfter", sagt sie - kein Wunder, ihr Haus in Lüneburg-Moorfeld steht beinahe am tiefsten Punkt des Stadtteils, mit Blick auf Wiesen und Weiden. Schon jetzt ist die Feuchtigkeit im Gemäuer des Siedlungshauses aus den 60er Jahren ein Problem: "Das Grundwasser steht immer hoch. Bei heftigen Niederschlägen brauchen wir eine Pumpe, um den Keller trocken zu halten." In Zukunft könnte es noch feuchter werden. Denn wenn die A 39 kommt, ist angeblich auch ein Tunnel geplant, der die Autobahn unter der nahegelegenen Eisenbahnstrecke nach Lübeck hindurchführen soll - außer Wasserschäden müssen die Anwohner dann vielleicht auch mit Senkungsproblemen rechnen. Wie sich die Situation konkret entwickeln wird, wenn die geplante A 39 in Zukunft vor den Haustüren der Moorfelder verläuft, weiß derzeit noch niemand genau. Aber viele der Bewohner des Stadtteils befürchten, daß die Planer der Trasse, die den Nordosten der Stadt durchqueren soll, ihre spezielle Lage nicht berücksichtigt haben. Seitdem das Landesamt für Straßenbau seine sogenannte [[Vorzugsvariante]] für die geplante Autobahn nach Wolfsburg vorgestellt hat, gärt es deshalb in Moorfeld und Lüne. Gründe, sich zu sorgen, haben die Anwohner genug: "Was soll eigentlich passieren, wenn auf der Autobahn ein Unfall mit Gefahrgut passiert? Das wird gefährlich, mitten in der Stadt", sagt Verena Fiedler, die im Brandheider Weg ein Haus bewohnt. So wie sie halten viele Lüneburger die vorgelegte Planung einer Stadtautobahn für nicht mehr zeitgemäß, zumal es nach Ansicht der Betroffenen alternative Streckenführungen gibt, die weniger belastend sind - dieser Ansicht ist auch ihr Oberbürgermeister. "Angesichts der Schwierigkeiten dieser Trasse kann man nur schlußfolgern, daß die Planer wenig Ortskenntnis besaßen", sagt [[Ulrich Mädge]].
Sorgen hat auch Hans-Joachim Spengler, Pastor der Kirchengemeinde in Lüne: "Wenn diese Strecke gebaut wird, leben wir auf einer Insel", sagt er. "Historisch gewachsene Strukturen werden durch die Trasse kaputt gemacht. Und wie die Kinder dann in die Schule und den Kindergarten kommen sollen, ist mir ein Rätsel." Ein Problem, das auch Familie Frohn beschäftigt: Vor rund fünf Jahren ist sie nach Moorfeld gezogen, wohnt stadtnah und trotzdem im Grünen, Platz genug für beide Töchter gibt es auch. Jetzt droht das neue Eigenheim zugelärmt zu werden: "Wir hören jetzt schon die Umgehungsstraße. Das wußten wir, als wir hergezogen sind", sagt Jörg Frohn. "Aber selbst wenn sie die Umgehung stillegen, hilft das nicht. Die A 39 wird viel lauter."
}}
=== 3. April: {{LZ}} zur Demonstration bei der Lüner Zehntscheune ===
{{Kasten gelb|[[Bild:2006_04_03_landeszeitung_01.jpg|thumb|459px|'''Mit einem ironischen Transparent protestierte Karl Parnow-Kloth gegen die A39. Rund 150 Bürger demonstrierten im Dauerregen dagegen, dass die geplante Autobahn direkt an die Häusern in Lüne und im Moorfeld entlang laufen könnte. ''' <br>Foto: t&w]]
'''<big>A 39: Widerstand in Lüne</big>'''
'''Rund 150 Anwohner protestieren gegen die geplante Trassenführung neben Kloster und Schule'''
''ca Lüneburg.''
Alt-Oberbürgermeister Alfred Trebchen ist zwar grundsätzlich für eine Autobahn, aber dass sie durch seinen Stadtteil Lüne und fast über seine Terrasse führen soll, das findet der 90-Jährige schlicht "verrückt". Die Planer sollten "mal aus ihrer Schreibstube kommen und sich hier umsehen". Trebchen zählte zu den rund 150 Demonstranten, die gestern Nachmittag neben der Lüner Zehntscheune gegen den geplanten Bau der Autobahn 39 protestierten.
Kaum einer hatte es bis vor einer Woche für möglich gehalten, dass die [[Vorzugsvariante|Trasse neben Kloster und Schule]] entlang laufen könnte, um so größer ist nun der Schock der Anwohner. Peter Weerda von der Initiative Lebensberg und Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbandes der Anti-A 39-Initiativen, plädierten generell gegen den Bau der Schnellstraße. [[St.-Florians-Prinzip|Man könne die Autobahn nicht vor der eigenen Tür ablehnen, sie aber anderen zumuten wollen]], erklärte Feldhaus. Passend dazu gab es ein Transparent: "Ob im Osten oder Westen, wir lassen uns nicht verpesten." Weerda appellierte an die Politiker aller Couleur, sich von der Autobahnplanung zu verabschieden.
Eckehard Niemann, Pressesprecher der rund 30 Bürgerinitiativen entlang der diskutierten Trassen, empfahl den Bürgern, angesichts der [[Kommunalwahl]]en im September politischen Druck aufzubauen. Er bat sie zudem, dem [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds der Gegner]] beizutreten, um auch juristisch gegen die A 39 vorzugehen. Lebensberg-Aktivist Weerda forderte die Bürger auf, eine weitere Bürgerinitative in ihrem Stadtteil zu gründen.
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=== 1. April ===
==== {{LZ}} zur Informationsveranstaltung der Stadt Lüneburg in der Lüner Schule ====
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'''<big>Nein zur A 39-Variante</big>'''
'''[[Ulrich Mädge|OB]] und [[CDU]] stellen sich hinter Bürger in Lüne, Moorfeld und am Ebensberg'''
''ca Lüneburg.''
<gallery>
Bild:2006 04 01 landeszeitung 01.jpg|Oberbürgmeister [[Ulrich Mädge]] und Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers erklären in Lüne den Stand zur A39.
Bild:2006 04 01 landeszeitung 03a.jpg|Die rote Linie auf der Karte zeigt, wie die [[Vorzugsvariante]] der A39 direkt am Kloster Lüne (kl. F. oben) und am Meisterweg (kl. Luftbild unten) verläuft.
Bild:Kloster Luene Luftbild.jpg|Kloster Lüne
Bild:2006 04 01 landeszeitung 03b.jpg|Die rote Linie im Luftbild deutet an, wo die [[Vorzugsvariante]] zwischen Meisterweg und ehemaliger Kaserne liegt.
</gallery>
[[Bild:2006 04 01 landeszeitung 02.jpg|thumb|'''Dr. [[Gerhard Scharf]], OB-Kandidat Prof. Dr. Jürgen Lürssen und Fraktionsvorsitzende Regina Baumgarten (v. l. hinten) von der [[CDU]] erklärten gestern Nachmittag vor der Zehntscheune in Lüne vor mehr als 100 Bürgern ihre Position zur A39-Vorzugsvariante: Alle Stadt-Trassen, sowohl durch Lüne, als auf der [[Ostumgehung]] oder am Ebensberg seien induskutabel, hieß es von den Christdemokraten, die grundsätzlich für eine Autobahn sind. Die [[CDU]] fühle sich aber auch aufgerufen, die Interessen der Bürger im Stadtteil zu vertreten.''' <br>F: behns, boldt, scheunemann]]
In einem Punkt herrschte Konsens in der proppevollen Aula der Lüner Schule: "Wir wollen die Autobahn hier nicht haben!" Weit mehr als 100 Anwohner waren gekommen, um sich bei einer Veranstaltung der Stadt von Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]] über die Planungen zur A 39 zu informieren. Die Nachbarn zwischen Lüne und Ebensberg sorgen sich um die Kinder in der Lüner Schule, das Kloster, und sie haben auch Angst vor [[Lärm]] und jahrelangen Bauarbeiten.
Mädge bekannte sich klar zur Autobahn, die Wirtschaft der Region brauche sie. Aber die Trasse dürfe nicht so über Lüneburger Gebiet führen, sinnvoll wäre eine Umfahrung im Westen. Ökologische Bedenken müssten zurückstehen: "Der Mensch hat Vorrang, nicht der Hamster und der Grashalm."
Peter Gurske aus dem Moorfeld wies den Blick in Richtung Sachsen-Anhalt, dort hätten Planer es geschafft, die Autobahn 14 in weiten Bögen um Städte und Dörfer zu legen. Hennig von Alten, Anwohner und Präsident des Verwaltungsgerichts, empfahl, die Trasse schon jetzt politisch zu verhindern. Stehe erst der [[Planfeststellungsbeschluss]], wären Änderungen der [[Linienführung]] rechtlich nur schwer durchzusetzen. Sowohl die [[Vorzugsvariante]] als auch eine alternative Nutzung der [[Ostumgehung]] lehnte von Alten ab.
[[Andrea Schröder-Ehlers]] nannte Zahlen: Heute fahren rund 42 000 Wagen pro Tag über die Umgehung, aufgrund des zunehmenden Verkehrs kann die Zahl in den kommenden Jahren auf 60 000 Wagen steigen. Die könnten nicht über die engen Kurven der [[Ostumgehung]] rollen. Für einen Ausbau müssten nach Aussagen des Straßenbauamtes rund 30 Häuser fallen.
Die Verwaltung forderte die Anwohner auf, ihr Bedenken und Anregungen zu melden. Diese Schreiben werde man im Rathaus durchsehen und bei den städtischen Einwänden berücksichtigen. Für Ende Mai, Anfang April möchte die Stadt zu einer weiteren Bürgerversammlung mit den Straßenplanern einladen.
}}
==== {{LZ}} zur Position der [[Grüne]]n ====
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'''<big>[[Grüne]]: Autobahn-Pläne stoppen</big>'''
red '''Lüneburg.''' „Keine A39,
nicht hier – nicht anderswo !“
Diese Resolution bringt die
Fraktion der [[Grüne]]n zur nächsten
Ratssitzung am 4. Mai ein.
Darin heißt es: „Der Rat der
Stadt Lüneburg fordert die Landesregierung
auf, die Planungen
für die A39 im gesamten Suchraum
zu stoppen.“ Zudem solle
der Rat [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister
Mädge]] kritisieren, der nach
dem [[St.-Florian-Prinzip]] die
Bürger in der Stadt schütze,
aber die in Gellersen oder im
Osten des Landkreises mit der
Autobahn belasten wolle. Außerdem
solle die Landesregierung
aufgefordert werden, die
Frist für Stellungnahmen von
Bürgern und Kommunen zur
[[Vorzugsvariante]] um mindestens
drei Monate zu verlängern.
Zur Begründung schreiben
die [[Grüne]]n: Es habe sich bestätigt, dass es keine konfliktfreie
Trasse gebe. Jede erdenkliche
Trasse zerschneide gewachsene
Wohngebiete, zerstöre Natur und
Lebensräume und gefährde
Existenzen. Dieses gelte in Lüneburg wie an jeder anderen
Stelle des Suchraumes. Für Lüneburg räche sich nun die kurzsichtige
politische Initiative der
Ratsmehrheit aus 2003, eine
stadtnahe Anbindung zur A39
zu fordern. Es sei politisch unverantwortlich,
die Autobahn
auf Stadtgebiet verhindern und
anderswo durchsetzen zu wollen.
Die Umsetzung dieses [[St.-Florian-Prinzip]]s würde die gute
Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden
beschädigen.
}}
==== {{HA}} zur [[Vorzugsvariante]] ====
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'''<big>Entsetzen in der Idylle</big>'''
'''Autobahn-39-Trasse in Lüneburg beeinträchtigt Häuser und Kloster.<br>Statt quakender Frösche bald brüllende Lkw?<br>Hausbauer und -besitzer fürchten die geplante neue A 39.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Lüneburg''' -
Seit Beginn dieser Woche zeigt die Idylle tiefe Risse: "Von beschaulichem Kleinstadtleben sind wir im Moment weit entfernt", sagt Birgit Folster, Anwohnerin der Gebrüder-Loewe-Straße im Stadtteil Lüne. Am vergangenen Dienstag hatte das Niedersächsische Landesamt für Straßenbau die [[Vorzugsvariante|bevorzugte Trassenführung]] für die geplante Autobahn A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg vorgestellt. Danach wird Familie Folster irgendwann in Sichtweite der Autobahn Kaffee trinken. Der Blick aus dem vor zwei Jahren errichteten Privathaus der Folsters geht direkt auf die geplante Strecke. Dort, wo jetzt noch Frösche an einem Teich quaken, soll demnächst der Fernverkehr rauschen. "Unser Traumhaus ist nichts mehr wert", sagt Birgit Folster, "Dabei steckt alles, was wir erwirtschaftet haben, hier drin."
Fassungslosigkeit auch bei Daniela Mendel, deren Eigenheim nebenan gerade im Bau ist: "Wir wollen im Sommer einziehen", erklärt sie. "Um uns das leisten zu können, haben wir unsere Eigentumswohnung verkauft und Kredite aufgenommen." Kopfschüttelnd setzt sie hinzu: "Früher habe ich mich gefragt, warum Menschen neben einer Stadtautobahn leben. Jetzt weiß ich, wie so etwas passieren kann."
Befremden und Bestürzung auch ein paar Meter weiter im Westen. Seit 30 Jahren lebt Irmela Momberg auf einer grünen Insel mitten in Lüne. Ihr Haus mit Fensterläden und Sprossenfenstern steht unter jahrhundertealten Bäumen: "Wir haben hier Nachtigallen und Eichhörnchen, die auf unsere Terrasse kommen. Bei Nacht können Sie den Fledermäusen zuschauen." Die Mombergs leben in einem ehemaligen Behelfsheim für Forstarbeiter, das sie umgestaltet haben: "Da haben wir viel reingesteckt." Daß die A 39 demnächst vor ihrer Haustür zu sehen und zu hören sein wird, will sie nicht akzeptieren: "Wir werden uns wehren. Ich verstehe nicht, wie man eine Autobahn mitten durch die gewachsenen Strukturen eines Stadtteils planen kann."
Ihr Unverständnis teilen viele: "Wir sind schon genug belastet", sagt Heide Ebeling, die im Lüner Weg ein modernes Reihenhaus bewohnt: "Diese Ecke ist umzingelt von Straßen und Eisenbahnstrecken." Demnächst könnte sie auch noch vom Hinterland abgeschnitten sein: Ob die Kinder des angrenzenden Stadtteils Moorfeld den Weg zur benachbarten Grundschule und zum Kindergarten nach dem Bau der geplanten Autobahn allein bewältigen können, wird allgemein bezweifelt.
Das historische Ambiente des unter Denkmalschutz stehenden Klosters Lüne (1172 gegründet) wird in jedem Fall beschädigt. "Ich bin eigentlich keine Gegnerin der A 39. Aber gegen diese Streckenführung werden wir die Anwälte bemühen", erklärt Äbtissin Barbara Taglang. Die Kunstschätze des Klosters werden von dem Verkehr auf der nahegelegenen Bahnstrecke Hannover-Hamburg schon genug geschädigt: "Der Hochaltar in der Klosterkirche, die Exponate des Textilmuseums und die Bausubstanz der Anlage, alles leidet." Käme die A 39 dazu, würde sich die Situation insgesamt enorm verschlechtern.
Daß [[Vorzugsvariante|die jetzt vorgestellte Trassenführung]] das Ergebnis einer ausgewogenen Planung ist, wird von den Anwohnern deshalb massiv bezweifelt.
Genährt werden die Zweifel von der topographischen Karte, auf der die Landesbehörde für Straßenbau ihre [[Vorzugsvariante]] der Öffentlichkeit präsentiert hat. Diese Karte ist nicht aktuell, sondern stammt aus den Jahren 2001/2002. "Damals gab es unser Neubaugebiet noch gar nicht. Womöglich haben die uns bei ihrer Planung schlicht übersehen", mutmaßt Anwohnerin Birgit Folster.
Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wehrt sich: "Unser Kartenmaterial stammt aus dem Herbst 2005, das ist städtebaulich auf dem neuesten Stand", sagt Friedhelm Fischer, Leiter der Landesbehörde. Mindestens irritiert ist man aber bezüglich des Kartenmaterials auch bei der Stadt Lüneburg, denn auf Abruf im Internet gibt es für den Betrachter zur Zeit nur die alte Karte, wenn auch aufgefrischt durch die [[Vorzugsvariante]] vom 27. März 2006: "Ich kann mir kaum vorstellen, daß die Landesbehörde mit derart alten Unterlagen geplant hat", meint [[Andrea Schröder-Ehlers]], zuständige Fachbereichsleiterin der Stadt. "Aber wir werden alle Zweifel an der Planung zusammentragen."
Seitens der Stadt hat man eine Arbeitsgruppe eingerichtet und ein Rechtsanwaltsbüro beauftragt, das alle Register gegen die Trasse ziehen soll. Verständlich, denn wenn die geplante Stadtautobahn kommt, würde die Erschließung des Neubaugebiets "Schlieffenpark" an der Bleckeder Landstraße nahezu unmöglich. Wohnungen und Häuser für 2000 Menschen sollten im "Schlieffenpark" entstehen, eine Einkaufsmeile und ein Gründerzentrum für Jungunternehmer waren geplant. Die in den achtziger Jahren begonnene Konversion von Militärbrachen in der Stadt wäre mit diesem Projekt abgeschlossen. Jetzt kann es passieren, daß die Brache eine Wildnis bleibt: "Wer fühlt sich schon wohl neben einer sechs Meter hohen [[Lärm]]schutzwand?" fragt Peter Weerda, Mitglied der Bürgerinitiative Lebensberg. Die Antwort darauf muß man ihm wohl schuldig bleiben.
}}
{{Pressefuss|März 2006|Mai 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ff62e39d713672d6b162250587b787f15fcd9c81
Presseberichte April 2007
0
1155
1325
1324
2025-02-05T23:12:42Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
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{{Pressekopf}}
----
=== 30. April ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur neuen Linie der CDU ====
{{LB|Ortwin Höller<br>Reppenstedt}}
{{Kasten|1=
'''<big>Zweifelhaftes Lob</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|"Traumwahlergebnis für Michael Grosse-Brömer", LZ vom 23. April]]'''
"... dass irgendwann keine schützenswerte(n) Kreaturen mehr gefunden werden, ..."
Ich gratuliere der [[CDU]] zu ihrem Traumergebnis.
Wenn eine Partei mit einem "C" im Namen in dieser Form von Mensch und Tier spricht, ist es für die menschlichen Kreaturen leicht, diese Partei nicht zu wählen.
}}
=== 28. April ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum [[Schutzgut Mensch]] ====
{{LB|Elke Meiermann und Familie<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Wo bleibt Schutz ?</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zum_diskutierten_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung|"Genaue Prüfung der Ostumgehung", LZ vom 24. April]]'''
[[Schutzgut Mensch]], was bedeutet das? Dass der Mensch geschützt wird? Nach welchen Maßstäben wird hier gemessen?
Seit Jahren leiden wir und unsere Kinder unter dem immer stärkeren Verkehrsaufkommen auf der [[Ostumgehung]].
Zu Hauptverkehrszeiten, und das ist fast immer, ist der Verkehrs[[lärm]] so stark, sind [[Feinstaub]] und [[Abgas]]e fast unerträglich, dass wir es nach kurzem Aufenthalt im Garten nicht mehr aushalten. Nachts bekommen wir oft kein Auge zu. Jetzt sollen noch mal mindestens 25 000 Autos direkt an unseren Grundstücken vorbei? Wo bleibt da der Schutz für die Menschen, die hier wohnen?
Haus und Grund sind unser Leben und jetzt nur noch die Hälfte wert?
Es ist zum Heulen!
}}
{{LP-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zur angedachten Deckelung der sogenannten Ostumgehung (1) ====
{{LB|Verena Fiedler<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Wir Anwohner sollen geopfert werden!</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#L.C3.BCnepost_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|"Lüneburg will ein Dach für die neue Autobahn", LP vom 21. April]]'''
Wir Anwohner der [[Ostumgehung]],
der momentanen Vorzugstrasse,
sollen geopfert werden! Was uns
so ohnmächtig macht, ist, dass
die Planer vom grünen Tisch aus
an einer Streckenführung arbeiten,
die sie mit Sicherheit vor Ort
noch nicht in Augenschein genommen
haben. Eine Verbreiterung
der 4 Spuren auf 3,75 Meter
mit je einem Standstreifen pro
Fahrtrichtung ist bautechnisch gar
nicht möglich, ohne Abriss von
Häusern, wenn der [[Lärm]]schutz
nicht direkt an den Regenrinnen
der Dächer befestigt wird.
Einfamilienhäuser stehen unmittelbar
am jetzigen, nicht mehr
ausreichenden Lärmschutzwall.
Durch das Führen der [[Ostumgehung]]
unter der Erbstorfer Landstraße
ist eine regelrechte, 6–8
Meter tiefe, Straßenschlucht entstanden.
In der Sackgasse
Scheffelstraße steht am Ende, in
Entfernung von 3 Metern der
letzten Hauswand ein Hinweisschild:
„Achtung, Lebensgefahr“
und weist darauf hin, dass direkt
dahinter Absturzgefahr besteht.
Obwohl das [[Raumordnungsverfahren]]
eine Detailbetrachtung
nicht vorsieht, kann man bei so
offensichtlichen bautechnischen
Schwierigkeiten, sprich einer
Trassenführung durch gewachsene
Strukturen, diese nicht außer
Acht lassen.
Eine Abdeckelung, sprich ein
Tunnel, benötigt Filteranlagen,
Fluchtgänge und weitere Sicherheitsmaßnahmen
die immens
kostenaufwendig sind. Ein Tunnel
von 1 Kilometer Länge, wird heute
mit einem Kostenaufwand von
ca. 130 Mio. Euro veranschlagt.
Die Kommunal[[politiker]], die
meinen, dass eine Deckelung,
eine Lösung wäre, sind für die
[[Planung]] und die spätere Umsetzung
gar nicht zuständig. Die
Planungsbehörde hat im Kostenvergleich
bis dato eine Abdeckelung
nicht in Erwägung gezogen.
Es ist ganz offensichtlich, dass die hier lebenden Menschen von allen Entscheidungsträgern geopfert werden sollen.
}}
[[Bild:LP 2007 04 28 1.jpg|thumb|right|460px|'''Kreative Proteste gab es beim Erörterungstermin zur geplanten Autobahn 39. Neuester Plan: Die Trassenführung auf der Lüneburger [[Ostumgehung]] soll mit einem Deckel versehen werden.''' Foto: t&w]]
{{LP-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zur angedachten Deckelung der sogenannten Ostumgehung (2) ====
{{LB|Ulf Jacob<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Wie können Politiker so schnell resignieren?</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#L.C3.BCnepost_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|"Lüneburg will ein Dach für die neue Autobahn", LP vom 21. April]]'''
Es freut mich, dass Lüneburg
durch die Lünepost regelmäßig
über die neuen Ereignisse um
die A 39 informiert wird. Und
doch scheint vielen Menschen
immer noch nicht klar zu sein,
was diese Autobahn für die Stadt
und die Menschen hier bedeutet.
Der Lüneburger Rat, der beschlossen
hat, dass auf Stadtgebiet
keine Autobahn gebaut
werden soll, nimmt es wohl sehr
genau. Denn jeder, der auf die
[[Ostumgehung]] fährt, sieht schon
an den Straßenschildern, dass
er formal die Stadt verlässt und
erst bei der nächsten Abfahrt
wieder betritt.
Wie können die [[Politiker]] so
schnell resignieren und mit
wahnwitzigen Deckellösungen
liebäugeln. Bei der ursprünglichen
Variantensuche war die
Kurve im Bereich Moorfeld zu
eng und etliche Häuser hätten
weichen müsse. Nun soll der
[[Kurvenradius]] doch ausreichen.
Lediglich der Wall muss weichen,
damit eine zweispurige
Autobahn mit Standstreifen entstehen
kann.
Wie soll da noch Platz für die
Beton-Konstruktion eines Deckels
sein? Dieser Wall, der
jetzt den Schall bricht, wird
irgendwann durch eine „schöne“
Schallschutzmauer ersetzt werden
und dann wird das Geld
nicht mehr reichen.
Die rund 200 Familien, die im
Abstand von 5–150 Metern von
der geplanten Variante 586 in Lüneburg-Moorfeld wohnen, werden
dann vom [[Lärm]] und [[Feinstaub]]
krank gemacht. Wenn man
den Abstand von 500 Metern zu
einer Autobahn, der normalerweise
eingehalten werden soll
betrachtet, betrifft dies sogar den
gesamten Stadtteil Moorfeld.
Frau Padberg und Co., die
ständig mit erhöhtem Verkehrsaufkommen
die A 39 begründen,
sollten einmal berechnen, ob eine
zweispurige Autobahn dieses
Verkehrsaufkommen überhaupt
bewältigen kann! Was nutzt eine
Autobahn, die schon bei Ihrer
Fertigstellung ein Nadelöhr für
die errechneten 65.000 Autos mit
sich bringt. Und wenn es dann
an so einem Unfallschwerpunkt
einmal kracht wird ganz Lüneburg
merken, wie viele Autos
täglich an der schönen Stadt vorbeisausen,
weil der einzige Ausweg
mitten durch die Innenstadt
fließt.
Wer eine Autobahn durch Lüneburg toleriert oder sogar noch versucht die Verträglichkeit zu begründen, verkennt den Schaden den dieser Bau für alle Menschen in Lüneburg mit sich bringt!
}}
=== 24. April ===
==== {{LZ}} zum diskutierten Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{Kasten|1=
'''<big>Genaue Prüfung der Ostumgehung</big>'''<br>
'''A 39-Planer warten auf Stellungnahme'''
ml '''Lüneburg/Uelzen'''. Vier Schwerpunkte ergeben sich für Dr. Holger Manthey, Regierungsvertretung Lüneburg, und die Planer der Autobahn 39 nach dem Erörterungstermin im [[Raumordnungsverfahren]]: "Wie stark steigt der Verkehr auf der [[Ostumgehung]] Lüneburg, wenn sie zur Autobahn ausgebaut wird ? Wie kann das engmaschige Anschluss-Stellennetz verkehrssicher gestaltet werden ?", nennt Manthey zwei für Lüneburg wichtige Fragen.
Vor weiteren Untersuchungen will Manthey jedoch die schriftliche Stellungnahme abwarten, die die Stadt angekündigt hat. Untersucht wird auch eine Verlegung der Vorzugsvariante in der Samtgemeinde Ostheide. Hier wünschen sich die Kommunen einen Verlauf entlang des Elbe-Seitenkanals, ohne Bogen in Richtung Volkstorf. "Beide Varianten haben Vor- und Nachteile", hält sich Manthey bedeckt, aber prüfungsbereit.
Geprüft werden zudem Einwendungen aus den Bereichen Bad Bodenteich und Breitenhees (Landkreis Uelzen).
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_Schutzgut_Mensch|28.04.: Wo bleibt Schutz ?]]
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur neuen Linie der CDU (1) ====
{{LB|Ardo Sohns<br>Adendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Schutz für Profit</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|"Plädoyer für die A 39", LZ vom 23. April]]'''
Wie viel sind den Befürwortern einer A 39 die Menschen wert, die in der Nähe dieser Autobahn wohnen müssten? Der Bundestagsabgeordnete der [[CDU]] Michael Grosse-Brömer hat es jetzt mit erschreckender Deutlichkeit gesagt: "Ich bin zuversichtlich, dass irgendwann keine schützenswerten Kreaturen mehr gefunden werden, die den Bau verhindern." Dass zu den "Geschöpfen", den "Kreaturen", auch die Menschen gehören, ist jemandem vom Bildungsstand dieses Mannes sicher klar. Aber ,schützenswert' sind diese Kreaturen für ihn offensichtlich nicht. Schützenswert ist wohl nur der von dieser Autobahn erwartete Profit. Aber selbst diese Erwartung erscheint mir in mehrfacher Hinsicht fragwürdig.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur neuen Linie der CDU (2) ====
{{LB|Eine von diesen "Kreaturen"<br>Detmar Ohlenroth<br>Adendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Eine der Kreaturen </big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|"Plädoyer für die A 39", LZ vom 23. April]]'''
Wenn der CDU-Bezirksvorsitzende hofft, dass "irgendwann keine schützenswerten Kreaturen mehr gefunden werden, die den Bau der A39 verhindern", so wird er sicher enttäuscht werden angesichts der zigtausend schützenswerter menschlicher Kreaturen, durch deren Lebensraum die Trasse - welche auch immer - verlaufen wird.
}}
=== 23. April ===
==== {{LZ}} zur neuen Linie der CDU ====
{{Kasten|1=
'''<big>Plädoyer für die A 39</big>'''<br>
'''Traum-Wahlergebnis für Michael Grosse-Brömer beim CDU-Bezirksparteitag'''
''Von Franzis Waber''
Nenndorf. Strahlende Gesichter auf dem Bezirksparteitag der [[CDU]] Nordostniedersachsen: Der Bundestagsabgeordnete Michael Grosse-Brömer wurde mit einem Traumergebnis von mehr als 96 Prozent der Stimmen der 165 Delegierten wiedergewählt.
Als Stellvertreter stehen ihm weiterhin der parlamentarische Geschäftsführer der [[CDU]]-Fraktion im niedersächsischen Landtag, [[Bernd Althusmann]], sowie die Europaabgeordnete Ewa Klamt zur Seite. Die Delegierten der acht Kreisverbände votierten außerdem mit großer Mehrheit für Henning Otte, der als neuer Vorständler ebenfalls den Posten eines stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt. Der 38-jährige Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Landrat aus Celle löst Klaus Wohler ab, der dem Verband weiterhin als Beisitzer zur Verfügung steht. Schatzmeister bleibt für eine weitere Amtsperiode Jürgen Dierks vom Kreisverband Uelzen.
{{mark|"Die Sozis können besser Opposition und wir können besser Regierung." umriss Grosse-Brömer die Leistungen der Landesregierung in Hannover und die der Großen Koalition in Berlin.}} Im Rückblick auf die [[Kommunalwahl]]en im vergangenen September, die für die [[CDU]] nicht überall zufrieden-stellend ausgefallen seien, rief der alte und neue Bezirksvorsitzende für die nächste Wahl dazu auf, notfalls unabhängige Kandidaten Parteimitgliedern vorzuziehen, um verlorene Mehrheiten zurückzugewinnen.
{{mark|"Wir brauchen die A 39 und stehen voll hinter dieser Autobahn. Ich bin zuversichtlich, daß irgenwann keine schützenswerten Kreaturen mehr gefunden werden, die den Bau verhindern", gab Grosse-Brömer die Marschrichtung in Sachen Verkehrspolitik vor.}} Daneben gelte es, die Chance, die der Bezirk als [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1-Gebiet im Rahmen der EU-Förderung]] bekommt, zu nutzen. Mit den Geldern sei es möglich, Nordostniedersachsen als Tourismusregion, als Forschungs- und Entwicklungsstandort mit der Uni Lüneburg sowie als Wirtschaftsstandort und kulturell attraktiver Raum wesentlich besser als bisher zu etablieren.
Auf die Notwendigkeit einer eigenen kulturellen Identität der Region machte auch Klaus-Peter Schöppner aufmerksam, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitutes TNS Emnid, der den Parteitag in seinem Vortrag mit auf einen Ausflug in ein Niedersachsen im Jahr 2025 nahm. Das von ihm entworfene Zukunftszenario mündet in die Entscheidung der Bürger zwischen einem Marktmodell und einem Sozialmodell des Staates.
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU_.281.29|24.04.: Schutz für Profit]]
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU_.282.29|24.04.: Eine der Kreaturen]]
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|30.04.: Zweifelhaftes Lob]]
=== 21. April ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Erörterungstermin ====
{{LB|Carsten Jaeger<br>BI Mechtersen "Keine A 39!"}}
{{Kasten|1=
'''<big>Mehr Mut zum Nein </big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|"Stadt will Deckel für Ostumgehung", LZ vom 20. April]]'''
[[Bild:LZ_2007_04_21_1.jpg|thumb|460px|'''Mit einer Theateraufführung protestierten A39-Gegner bei der Anhörung in Uelzen gegen die geplante Trasse.''' Foto: dpa]]
Für einige engagierte Bürgermeister könnte sich die Anreise nach Uelzen zum Teil gelohnt haben. So soll die Trassenführung bei Vastorf überprüft und paralleler zum Elbe-Seitenkanal gelegt werden. Auch im Raum Oetzen deutet sich noch Bewegung an, die aus Sicht der Planer zu einer "Trassenoptimierung" beitragen könnte. Das heißt mit anderen Worten aber auch: Welches "Schutzgut" soll hier geringer bewertet werden - Tiere oder Pflanzen, Landwirtschaftsfläche oder Erholungswald?
Wer die Belange von Mensch und Naturraum wirklich ernst nimmt, kann - wie in diesem Beispiel - eigentlich nur zu einem Ergebnis kommen: Weder die eine noch die andere Variante ist mit den Grundsätzen und Zielen der Raumordnung auch nur halbwegs vereinbar! Denn eigentlich soll im [[Raumordnungsverfahren]] das "ob und wie" einer Planung überprüft werden, erst recht bei Projekten mit "besonderem naturschutzfachlichem Planungsauftrag".
Warum nimmt z.B. die Stadt Lüneburg sich jetzt nicht ein Beispiel an Gemeinden wie Wendisch Evern, Vastorf oder Altenmedingen und hinterfragt die bisherige Planung einmal grundsätzlicher? Stattdessen fordert Lüneburgs Anwältin zunächst eine noch längere und teurere westliche Autobahn und zeigte dabei auch keine Scheu vor peinlichsten Zwischenrufen ("Welche Menschen wohnen denn dort?"). Ganz im Sinne Mädges: Hamster und Grashalme.
Hatte nicht Lüneburg gestern noch eine Verkehrsanbindung seines Hafens, mehr Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt und eine direkte Verlängerung der A 39 zum Ostseeraum gefordert? Ganz eng mit der IHK im so genannten [[Nordland-Autobahn-Verein]] e.V. - schon vergessen? Jetzt die Geister, die man lauthals rief, anderen zuzuschieben, ist kurzsichtig und verantwortungslos. Für eine bessere Verkehrs- und Umweltpolitik ohne diese milliardenschwere, aber nicht alternativlose Transitautobahn durch die Heideregion muss es nicht zu spät sein. Wenigstens versuchen könnte man es.
}}
{{LP-Logo}}
==== {{LP}} zum Erörterungstermin (1) ====
{{Kasten|1=
'''Lüneburg forderte beim A39-Erörterungstermin:'''
'''<big>„Wir wollen eine Autobahn mit Dach“</big>'''
'''Lüneburg/Uelzen (poe).''' Die
Autobahn 39 wird wohl kommen,
auch wenn die Gegner sich damit
noch lange nicht abfinden
wollen.
Die Lüneburger interessiert
jetzt besonders: Wo verläuft die
A 39 durch ihre Stadt? Antworten
gab es in dieser Woche beim
großen [[Erörterung]]stermin in
Uelzen. Dort wurde klar:
Die Trasse über die bestehende
[[Ostumgehung]] wird favorisiert.
Damit scheint die
umstrittene „[[Kloster-Trasse]]“
gestorben zu sein.
Trotzdem kein Jubel bei den Lüneburger Vertretern, die in Uelzen dabei waren. Sie forderten vehement, dass die Trasse über die [[Ostumgehung]] zum Schutz der Anwohner mit einem Dach versehen werden muss – {{o}}''' Seite 3'''
}}
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==== {{LP}} zum Erörterungstermin (2) ====
{{Kasten|1=
'''Beim Erörterungstermin für die A 39 forderte Stadt-Juristin:'''
'''<big>„Lüneburg will ein Dach auf der neuen Autobahn“</big>'''
[[Bild:LP_2007_04_21_1.jpg|thumb|460px|'''Die Gegner der A 39 kamen hoch zu Ross als „Die 3 Musketiere“ nach Uelzen und verlasen ihre Einwände gegen die Autobahn.''' Foto: t&w]]
'''Lüneburg (sp/bec/poe).'''
Eine Trasse für die geplante Autobahn
39 mit größtmöglichen
positiven und kleinstmöglichen
negativen Auswirkungen
– danach hat die Niedersächsische
Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr gesucht.
Gefunden hat sie auf
Lüneburger Stadtgebiet eine
Linienführung, die auf der
schon existierenden [[Ostumgehung]]
verläuft. Beim [[Erörterung]]stermin
am Donnerstag in
Uelzen brachte die Stadt Argumente
vor, die gegen diese Lösung
sprechen.
So sehen die Pläne aus: Die
Autobahn 39 verläuft von der Anschlussstelle
Lüneburg-Nord
über die Ostumgehung und verlässt
die B4-Strecke nördlich des
Anschlusses an die Bundesstraße
216. Der Kurven-Radius von
550 Metern auf der [[Ostumgehung]]
soll beibehalten werden, lediglich
die Fahrbahnstreifen werden
auf 3,75 Meter verbreitert
und ein Standstreifen ergänzt.
'''„Häuser müssen nicht abgerissen werden“'''
„Häuser müssen deshalb
nicht abgerissen werden“, versichert
Stadt-Pressesprecher
Jörg Stauch.
[[Bild:LP_2007_04_21_2.jpg|thumb|150px|left|'''Anwältin Dr. Uta Rüping vertrat die Stadt Lüneburg beim Anhörungstermin in Uelzen.''' sp/nh]]
Dr. Uta Rüping vom Anwaltsbüro
Rüping, Karoff und Kollegen
sprach in Uelzen für die
Stadt Lüneburg: „Weil die [[Klostertrasse]]
aus der Diskussion ist,
hat Lüneburg schon einiges gewonnen.
Haben Sie aber trotzdem
Verständnis dafür, dass die
Stadt stellvertretend für ihre Bürger
nicht in frenetischen Applaus
ausbricht.“ Rüping führte an,
dass die Bürger der Stadt zum
Teil über die zulässigen Grenzen
hinaus mit [[Lärm]], [[Abgas]]en und
[[Feinstaub]] belastet werden.
Auch bei der Verkehrsentwicklung
hat die Stadtverwaltung Probleme
mit der [[Ostumgehung]].
Nach ihrer Ansicht ist die bisherige
Ostumgehung schon heute
ein Unfallschwerpunkt, kaum geeignet
für den Ausbau zur Autobahn.
Zwischen 60 000 und
65 000 Fahrzeuge würden nach
dem Ausbau auf der [[Ostumgehung]]
rollen. Die Verteilerfunktion
der Ostumgehung für die Stadt
sei dann erheblich gestört. Dass
die Trasse mit sechs Anschlussstellen
im Stadtgebiet funktioniert,
zieht die Stadt in Zweifel.
Auch die Stadtentwicklung
sieht Lüneburg beeinträchtigt.
„Das Gewerbegebiet Bilmer
Berg wird von der Trasse zerschnitten.
Außerdem beeinträchtigen
eventuelle Lärmwände das
Stadtbild“, sagt Stauch.
Viele Gründe also, warum die
[[Ostumgehung]] als A39-Trasse
der Stadt Lüneburg Bauchschmerzen
bereitet. Die Kostenersparnis,
die eine Osttrasse
gegenüber dem Westen bringe,
sei mit der Zurücksetzung des
Schutzgutes „Mensch-Wohnen“
erkauft, so Rüping: „Wenn die
Trasse kommt, dann muss sie
zumindest so gestaltet werden,
dass alle Grenzwerte durch aktive
Schutzmaßnahmen sicher
eingehalten werden und dass
darüber hinaus ein deutlicher
Schritt in Richtung der engeren
Vorsorgewerte getan wird.“
Dies sei aus Sicht der Stadt
nur mit einem Tunnel oder einem
Deckel über der Autobahn
möglich.
„Die Stadt wird ihre Sichtweise
zu Papier bringen und ihre Gutachter
noch einmal an die neuen
Pläne setzen. Diese Argumente
wird sie in den kommenden Wochen
ins [[Raumordnungsverfahren]]
einbringen“, so Pressesprecher
Stauch.
'''Autobahngegner wollen gegen die Trasse klagen'''
Betroffen von der Vorzugsvariante
sind neben Lüneburg auch
Adendorf und die Samtgemeinde
Ostheide. Deren Vertreter
drängten beim [[Erörterung]]stermin
auf weitere Änderungen.
Klagen gegen die geplante Trasse will der Dachverband der Autobahngegner. Das ist rein rechtlich aber erst im Rahmen der abschließenden [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] möglich. Das Ergebnis des vorhergehenden [[Raumordnungsverfahren]]s soll im Juni vorliegen.
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_L.C3.BCnepost_zur_angedachten_Deckelung_der_sogenannten_Ostumgehung_.281.29|28.04.: Wir Anwohner sollen geopfert werden!]]
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_L.C3.BCnepost_zur_angedachten_Deckelung_der_sogenannten_Ostumgehung_.282.29|28.04.: Wie können Politiker so schnell resignieren?]]
* [[Presseberichte_Mai_2007#Leserbrief_in_der_L.C3.BCnepost_zur_angedachten_Deckelung_der_sogenannten_Ostumgehung|05.05.: Unser OB ist eingeknickt]]
=== 20. April ===
==== {{LZ}} zum Erörterungstermin (1) ====
{{Kasten|1=
[[Bild:LZ_2007_04_20_1.jpg|thumb|460px|'''Theater als Protest: Der Lüneburger Frank Kracht liest im historischen Kostüm Einwendungen gegen die A39 vor''' Foto: t&w]]
'''<big>Stadt will Deckel für Ostumgehung</big>'''<br>
Erörterungstermin für A 39 in Uelzen
nt '''Uelzen'''. Der zweitägige
Erörterungstermin im [[Raumordnungsverfahren]]
für die geplante
Autobahn 39 läuft seit
gestern in Uelzen. Rund 150
Vertreter von Kommunen, Verbänden und Behörden wollen
ihre Bedenken gegen die geplante
Trasse vorbringen.
Der Dachverband der Autobahngegner
will gegen die
Trasse klagen. Dies geht aber
erst im Rahmen des [[Planfeststellungsverfahren]]s.
Das Ergebnis
des [[Raumordnungsverfahren]]s
soll im Juni vorliegen. Als
besonders heikel gilt die Trassenführung durch Lüneburg.
Die Stadt fordert nun als [[Lärm]]schutz einen Deckel für die [[Ostumgehung]]. Von Lüneburg führt die Trasse durch die Ostheide östlich an Uelzen und Bad Bodenteich vorbei an die bestehende A 39 nördlich von Wolfsburg. Bei Bad Bodenteich wird die Autobahn durch die Bundesstraße 190 mit der geplanten A 14 Schwerin-Magdeburg verbunden. {{o}}''' Seite 3'''}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Mai_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_angedachten_Deckelung_der_sogenannten_Ostumgehung|26.05.: Luftnummer Deckel]]
==== {{LZ}} zum Erörterungstermin (2) ====
{{Kasten|1=
'''<big>Musketiere gegen die Autobahn</big>'''<br>
'''Erörterungstermin in Uelzen'''
[[Bild:LZ_2007_04_20_2.jpg|thumb|460px|'''Die drei Musketiere reiten gegen die A 39: Joachim Detzkies, Juliane Haufe und Klaus Krüger (v.r.) beim Protest-Theater vor der Stadthalle in Uelzen.''' Foto: t&w]]
stb/cn/ml '''Uelzen'''. Der Tag begann mit Theater, mittags lud die Regierungsvertretung Lüneburg zur Pressekonferenz und bis zum Abend diskutierten Vertreter von Kommunen, Naturschutzverbänden und Behörden heftig - auch über die neue Vorzugsvariante für die Autobahn 39 auf Lüneburger Gebiet. Die Klostertrasse ist vom Tisch, die [[Ostumgehung]] Favorit.
"Für Lüneburg ist viel gewonnen, in Jubel brechen wir aber nicht aus", kommentierte Dr. Uta Rüping die neue Lage zu Beginn des zweitägigen Erörterungstermins in der Uelzener Stadthalle. "Zu groß sind die Bauchschmerzen wegen der [[Ostumgehung]]", legte die Juristin der Stadt nach: "Das Verkehrsaufkommen wird steigen, die Ostumgehung ihrer Verteilerrolle nicht mehr gerecht."
Ohnehin sei fraglich, wie die sechs Anschlussstellen in die Autobahnpläne gezwängt werden sollen. Ihr Fazit: "Die Kostenersparnis, die die Ost- gegenüber einer Westtrasse bringt, ist mit der Zurücksetzung des Schutzgutes Mensch erkauft."
Lüneburger zählten denn auch zu den Autobahngegnern, die am Morgen die ankommenden Erörterungsteilnehmer mit einem Theaterstück empfingen. Hoch zu Ross präsentierten sie sich als die drei Musketiere. Das Motto: "Mit Mut, Witz und Solidarität gegen Ideologen, Ignoranz und Intrigen."
Zu den Musketieren, dargestellt von Klaus Krüger, Juliane Haufe und Joachim Detzkies, gesellte sich ebenfalls im historischen Gewand König Uwe Krieg. Er lauschte seinem Volk. "Wir wollen dem König klar machen, was das Volk denkt", sagte Doris Paland aus Lüneburg und las gemeinsam mit Frank Kracht, einem weiteren Lüneburger, 35 Seiten mit Einwendungen gegen die A 39 vor. Daneben prangte das Schild: "Volkes Wille - 15 000 Einwendungen, 30 000 Unterschriften."
Am Rande der Aufführung hatten sich auch Anwohner der [[Ostumgehung]] mit Transparenten platziert - mit dabei Gisela und Manfred Groß. Sie bekannten sich zur A 39. "Die Autobahn soll einen großen Bogen um Lüneburg machen, im Osten oder Westen verlaufen, wo keine Menschen belästigt werden", forderte das Ehepaar.
[[Bild:LZ_2007_04_20_3.jpg|thumb|left|118px|'''Dr. Holger Manthey ist der Verantwortliche der Regierungs-vertretung Lüneburg.'''<br>Foto: t&w]][[Bild:LZ_2007_04_20_4.jpg|thumb|117px|'''Annette Padberg ist die A39-Planerin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.'''<br>Foto: cn]]
In der Stadthalle gab es dann aus Sicht des Landkreises Lüneburg "keine Überraschungen". Landrat [[Manfred Nahrstedt]] will sich jetzt "mit der Stadt zusammensetzen, um das Beste für die Bürger zu erreichen".
Von der Vorzugsvariante betroffen sind auch die Gemeinde Adendorf und die Samtgemeinde Ostheide. Deren Bürgermeister Joachim Pritzlaff und Norbert Meyer drängten auf weitere Änderungen. Die seien zwar möglich, sagte Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung bei der Pressekonferenz am Mittag, "doch etwas völlig Neues wird es nicht gehen".
Offenbar auch nicht die von Pritzlaff und der Stadt Lüneburg bevorzugte Westtrasse. Annette Padberg von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: "Wegen der längeren Strecke gäbe es auch größere Einschnitte in die Natur."
Südlich Lüneburgs forderte Meyer eine Trassenführung entlang des Elbe-Seitenkanals. Für Manthey eine schwierige Abwägung: Die Kanaltrasse verlaufe in nur 150 Meter Abstand zu einigen Einzelhäusern. "Der bisher geplante Bogen führt hingegen in 400 Meter Entfernung an Volkstorf vorbei."
}}
==== {{LG}} zum Erörterungstermin ====
{{Kasten|1=
'''<big>A39: Ostumgehung bereitet Lüneburg Bauchschmerzen</big>'''<br>
(sp) Lüneburg. Nach einer Trasse für die A39 mit größtmöglichen positiven und kleinstmöglichen negativen Auswirkungen, danach hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gesucht. Gefunden hat sie auf Lüneburger Stadtgebiet eine Linienführung, die auf der schon existierenden [[Ostumgehung]] verläuft. Beim Erörterungstermin am Donnerstag in Uelzen brachte die Stadt Argumente vor, die gegen diese Lösung sprechen.
So sehen die Pläne aus: Die Autobahn 39 verläuft von der Anschlussstelle Lüneburg-Nord über die [[Ostumgehung]] und verlässt die B4-Strecke nördlich des Anschlusses an die Bundesstraße 216. Der Radius von 550 Meter auf der Ostumgehung soll beibehalten werden, lediglich die Fahrbahnstreifen werden auf 3,75 Meter verbreitert und ein Standstreifen ergänzt.
Dr. Uta Rüping vom Anwaltsbüro Rüping, Karoff und Kollegen sprach in Uelzen für die Stadt: „Weil die [[Klostertrasse]] aus der Diskussion ist, hat Lüneburg schon einiges gewonnen. Haben Sie aber trotzdem Verständnis dafür, dass die Stadt stellvertretend für ihre Bürger nicht in frenetischen Applaus ausbricht.“ Rüping führte an, dass die Bürger der Stadt zum Teil über die zulässigen Grenzen hinaus mit [[Lärm]], [[Abgas]]en und [[Feinstaub]] belastet werden.
Auch bei der Verkehrsentwicklung hat die Stadt Probleme mit der [[Ostumgehung]]. Nach Ansicht der Stadt ist die bisherige [[Ostumgehung]], schon heute ein Unfallschwerpunkt, kaum geeignet für den Ausbau zur Autobahn. Zwischen 60.000 und 65.000 Fahrzeuge würden nach dem Ausbau auf der [[Ostumgehung]] rollen. Die Verteilerfunktion der [[Ostumgehung]] für die Stadt sei dann erheblich gestört. Dass die Trasse mit sechs Anschlussstellen im Stadtgebiet funktioniert, zieht die Stadt in Zweifel. Auch die Stadtentwicklung sieht Lüneburg beeinträchtigt. Das Gewerbegebiet Bilmer Berg wird von der Trasse zerschnitten. Außerdem beeinträchtigen eventuelle Lärmwände das Stadtbild.
Viele Gründe also, warum die [[Ostumgehung]] als A39-Trasse der Stadt Lüneburg Bauchschmerzen bereitet. Die Kostenersparnis, die eine Osttrasse gegenüber dem Westen bringe, sei mit der Zurücksetzung des Schutzgutes „Mensch-Wohnen“ erkauft, so Rüping: „Wenn die Trasse kommt, dann muss sie zumindest so gestaltet werden, dass alle Grenzwerte durch aktive Schutzmaßnahmen sicher eingehalten werden und dass darüber hinaus ein deutlicher Schritt in Richtung der engeren Vorsorgewerte getan wird.“ Dies ist aus Sicht der Stadt nur mit einem Tunnel oder einer Deckelung möglich.
Die Stadt wird ihre Sichtweise zu Papier bringen und ihre Gutachter noch einmal an die neuen Pläne setzen. Diese Argumente wird sie in den kommenden Wochen ins [[Raumordnungsverfahren]] einbringen. Bis Juni will das Land das [[Raumordnungsverfahren]] abschließen, am Ende steht die [[Landesplanerische Feststellung]].
Alle Pläne und Unterlagen zur A39 finden sich [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C35574034_N35573931_L20_D0_I5213350.html hier].
[http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=239&inhalt_id=467937 Quelle: www.lueneburg.de]
}}
=== 19. April ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>Landkreis-Musketiere gegen Autobahn-Ideologen</big>'''
Die 34 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 haben den nichtöffentlichen [[Erörterung]]stermin im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s als „scheindemokratische Alibiveranstaltung“ tituliert: „In den Unterlagen werden die meisten der 15.000 Einwendungen gar nicht oder nur schematisch-abwehrend behandelt“, so Annette Niemann als Sprecherin des {{DV}} zwischen Lüneburg und Wolfsburg, „zum Beispiel wischt man die Forderungen zahlreicher Gemeinden nach Lärmschutzmaßnahmen mit dem Hinweis auf eine mögliche [[Lärm]]-Vorbelastung vom Tisch.“
Auch die vorgeschriebene Prüfung von Autobahn-Alternativen wie der Ertüchtigung von B 4 und B 71 hätten die Planer ohne nachvollziehbare Begründung unterlassen: „Hier hat die Verwaltung in vorauseilendem Gehorsam die Autobahn-Fixiertheit bestimmter Partei[[politiker]] übernommen und riskiert allein schon mit diesem Verfahrensfehler die Rechtssicherheit der Planung.“ Mehrere Gutachten von Einwendern wie der Stadt Lüneburg würden zudem die Haltlosigkeit von Verkehrsprognosen, Umweltverträglichkeitsprüfungen und anderen zentralen Annahmen der Planer deutlich belegen.
Aber selbst wenn man die A-39-Planung noch durchziehen könne, werde sie danach in der Schublade landen. Dafür würden das denkbar schlechte [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]], die chronische Unterfinanzierung des Bundesverkehrswegeplans und konkurrierende Verkehrsprojekte mit einer weitaus stärkeren Lobby sorgen. „Es wäre nur fair“, so Frau Niemann, „wenn die Regierungspolitiker in Niedersachsen diese Fakten nicht nur im internen Kreis besprechen würden, sondern auch mit den betroffenen Menschen vor Ort...“
Angesichts der Unsinnigkeit und Schädlichkeit dieser „Renommier-Autobahn“ forderte Frau Niemann die Kommunalpolitiker dazu auf, endlich das perspektivlose Wegschieben der A 39 in die Nachbargemeinden zu unterlassen. Zahlreiche Gemeinden hätten sich bereits den Beistand des Schutz- und Klagefonds gegen die A 39 gesichert. Verantwortungsbewusste Politiker müssten endlich die wegen der A 39 zurückgestellten Ortsumgehungen und Verkehrskonzepte wieder ganz nach vorn stellen.
Zum Auftakt des Erörterungstermins postierten die Bürgerinitiativen aus den drei betroffenen Landkreisen demonstrativ drei berittene Musketiere vor der Uelzener Stadthalle. Wie ihre literarischen Vorgänger sollen diese ihre Heimat „mit Mut, Witz und Solidarität gegen Ideologen, Ignoranz und Intrigen“ schützen.
}}
==== NDR zum Erörterungstermin ====
* [[Media:Ndr 07 04 19.mp3|NDR-Radiobeitrag zum Trassenvorschlag A 39 vom 19.04.2007]], mp3, Länge: 3:02 Minuten.
=== 18. April ===
==== {{LZ}} zum bevorstehenden Erörterungstermin ====
{{Kasten|1=
'''<big>Kommunen und Verbände erörtern Bedenken gegen A 39</big>'''<br>
'''Zweitägiger Termin startet am Donnerstag in der Stadthalle Uelzen'''
ml '''Lüneburg'''. "Eine emotionale, aber trotz allem sachliche Diskussion", erwartet Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg am Donnerstag und Freitag dieser Woche in der Uelzener Stadthalle. Im Zuge des [[Raumordnungsverfahren]]s zur geplanten Autobahn 39 werden rund 220 Träger öffentlicher Belange Bedenken und Änderungsvorschläge erörtern - von der Gemeinde bis zum Naturschutzverband, aber auch die Autobahngegner sind vertreten.
Jeweils ab 9.30 Uhr wird diskutiert - über 400 Seiten Akten, hinter verschlossenen Türen, Ende offen. Als "reinen Behördentermin" bezeichnet Manthey die Erörterung, dennoch dürften zahlreiche Medienvertreter vor Ort sein. Auch wenn am Ende der beiden Tage nichts entschieden wird. Leer gehen zudem Einwender aus, eine Antwort der Behörden im Einzelfall gibt es nicht. "Dies ist erst im [[Planfeststellungsverfahren]] vorgesehen", erklärt Manthey.
Sein Ziel: Bis Juni soll die Landesplanerische Entscheidung stehen als Grundlage für die [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium. Gibt es keine Verzögerungen, startet Anfang 2008 die Detailplanung mit dem [[Planfeststellungsverfahren]].
Mit klaren Vorstellung gehen unterdessen Stadt und Landkreis Lüneburg in die Erörterung. "Eine Planung auf der so genannten [[Klostertrasse]] lehnen wir grundsätzlich ab", sagt Landrat [[Manfred Nahrstedt]] und ergänzt: "Sollte die Autobahn auf der jetzigen [[Ostumgehung]] kommen, ist ein Deckel zwingend erforderlich."
Verkehrsdezernentin [[Andrea Schröder-Ehlers]] noch einmal die Chance der Stadt Lüneburg verdeutlichen: "Wir halten nach wie vor eine Umfahrung für die beste Lösung - ob im Westen oder weiträumig im Osten." Auf jeden Fall erhofft sich die Stadt weitere Infos zu [[Lärm]]schutz, [[Luftbelastung]] sowie Verkehrsaufkommen bei einem Verbleib auf der [[Ostumgehung]].
}}
=== 3. April ===
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} zur möglichen Rückstufung der A39 im Bundesverkehrswegeplan ====
{{Kasten|1=
'''<big>A-39-Gegner hoffen auf Rückstufung</big>'''<br>
Von Carolin George
Lüneburg -
Mit einem neuen Kalkül rechnen die Gegner der geplanten Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg: Sie gehen davon aus, dass die Strecke ähnlich wie die angedachte sogenannte "Y-Trasse" der Deutschen Bahn im Kreis Rotenburg in ihrer Priorität herabgestuft werden könnte - obwohl sie bereits als "vordringlich" im [[Bundesverkehrswegeplan]] eingestuft ist.
"Zwar steht auch die Y-Strecke im vordringlichen Bedarf und wurde von [[Politiker]]n sogar als finanziert angekündigt - dennoch wurde sie kürzlich wieder zurückgestuft", erklärt Annette Niemann, Sprecherin des {{DV}}. Diese Rückstufung, glaubt Niemann, könne die geplante A 39 umso eher treffen, weil sie "nur zufällig während der Landtagswahlkämpfe in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in den vordringlichen Bedarf gehievt werden konnte", eine schwache Lobby habe und ein schlechtes [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] aufweise.
"Andere Großprojekte schieben sich derzeit politisch an dieser bloßen Renommier-Autobahn vorbei", behauptet Niemann, "zumal der [[Bundesverkehrswegeplan]] chronisch unterfinanziert ist und sich ein unaufschiebbarer Reparatur-Bedarf an bestehenden Autobahnen und Autobahnbrücken auftürmt." 2009 wird das Programm neu überprüft. Schon dann, so die Hoffnung der A-39-Gegner, könne die Autobahn aus dem vordringlichen Bedarf herausgenommen werden. Dazu Dr. Holger Manthey, zuständiger Referent bei der Regierungsvertretung: "Wir wissen nicht, wer dann regiert, wie viel Geld da ist und wie sich die Reihung der Projekte gestaltet." Dass es so kommt wie von Niemann und Kollegen erhofft, will Manthey zwar "nicht ausschließen", sieht aber "sehr viel Spekulationen" darin.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{LB|Stefan Becker<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Abschied von Wahlversprechen</big>'''
'''[[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung_.281.29_3|„Variante mit vielen Vorteilen“, LZ vom 27. März]]'''
Nun ist die Katze also bereits vor den offiziellen [[Erörterung]]sterminen am 19./20. April in Uelzen mehr oder weniger aus dem Sack. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass die A 39 auf der als [[Ostumgehung]] bezeichneten B 4 durch Lüneburg hindurch und nicht etwa um Lüneburg herum führen soll.
Dies wirkt insofern überraschend, als dass sich doch [[Politiker|alle in den Rat der Stadt gewählten Parteien]] zumindest immer deutlich gegen einen Trassenverlauf durch die Stadt ausgesprochen haben. Die Tatsachen, dass ranghohe Regional[[politiker]]Innen sich jetzt schon zumindest nach außen hin für einen aus finanziellen Gründen ohnehin nicht zu realisierenden Deckel für die durch die Wohngebiete führende A 39 stark machen. Und die Tatsache, dass die Verkehrsdezernentin der Stadt in der Presse erklärt, dass sie eine um das Stadtgebiet herumführende Trasse für schwer durchsetzbar halte, sowie gerade der Ertüchtigung der B 4 zur A 39 kritisch gegenüber stehende Vertreter der Stadt trotz entsprechender Regelungen in der Geschäftsordnung vom Termin am 23.03.2007 in der Regierungsvertretung nicht in Kenntnis gesetzt worden sind, obwohl dies im Rahmen der am Tag zuvor stattfindenden Ratssitzung ein leichtes gewesen wäre, lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Dass entgegen allen öffentlichen Beteuerungen die Entscheidung längst gefallen ist und vor allem die betroffenen AnwohnerInnen auf den Schock sinkender Lebensqualität sowie gebrochener Wahlversprechen vorbereitet werden sollen.
}}
=== 2. April ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>Rückstufung der A 39 bald möglich</big>'''
Verkehrsprojekte wie die A 39, die derzeit noch im „vordringlichen Bedarf“ des [[Bundesverkehrswegeplan]]s stehen, sind vor einer baldigen Herabstufung absolut nicht gefeit. Darauf verweisen Gegner der A 39 mit dem Hinweis auf das derzeitige Auf und Ab der geplanten „Y-Eisenbahn-Trasse“ im Kreis Rotenburg: „Zwar steht auch diese Y-Strecke im vordringlichen Bedarf und wurde von [[Politiker]]n sogar als finanziert angekündigt - dennoch wurde sie kürzlich wieder zurückgestuft“, so Annette Niemann als Sprecherin des {{DV}}.
Diese Rückstufung könne die geplante A 39 umso eher treffen, weil sie nur zufällig während der Landtagswahlkämpfe in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in den vordringlichen Bedarf gehievt werden konnte, eine schwache Lobby habe und weil sie ein denkbar schlechtes [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] aufweise. „Andere Großprojekte schieben sich derzeit politisch an dieser bloßen Renommier-Autobahn vorbei“, so Frau Niemann, „zumal der [[Bundesverkehrswegeplan]] chronisch unterfinanziert ist und sich ein unaufschiebbarer Reparatur-Bedarf an bestehenden Autobahnen und Autobahnbrücken auftürmt.“
Im Jahre 2009 müsse der [[Bundesverkehrswegeplan]] ohnehin überprüft werden - schon dann könne man die A 39 wieder aus dem vordringlichen Bedarf herausnehmen und stattdessen den dringenden Ausbau vorhandener Verkehrswege und Ortsumgehungen wieder hineinnehmen. Die reine Planung der A 39 werde vermutlich noch durchgezogen werden, bevor diese „Nonsensautobahn“ dann in den Schubladen verschwinde. Die kommende Erörterung der 15.000 Einwendungen im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s werde weitere Argumente für die Unsinnigkeit und Unwirtschaftlichkeit der A 39 liefern.
Frau Niemann verwies darauf, dass Dr. Manthey als Sprecher der Regierungsvertretung im Februar gegenüber einer Delegation von Wittinger Kommunalpolitikern darauf verwiesen habe, andere Autobahnen hätten mehrere Jahrzehnte lang unrealisiert im vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s verharrt. Dr. Mantheys Aussage, er erwarte den Bau der A 39 nicht vor 2020 oder 2025, deckt sich mit früheren Äußerungen des niedersächsischen Staatssekretärs Werren.
}}
{{Pressefuss|März 2007|Mai 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
cf13b38231d46c01f3273c3bae5b0bd937839390
Presseberichte April 2008
0
1156
1327
1326
2025-02-05T23:12:42Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 9. April ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Thema "Stadt lässt Klimaschutz streichen"
|Headline=Mauerstreit im Moorfeld
|Untertitel=Stadt forderte erst Beseitigung der Polit-Graffiti – Nun soll Grün den Slogan überwuchern
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 04 09 1.jpg|thumb|800px|left|'''Gegner der geplanten Autobahn 39 haben die Wand gegenüber dem Loewe-Center an der Erbstorfer Landstraße vor Monaten bunt gestaltet und nutzen sie für ihre Aussagen. Die Stadt wertet das Bild als Graffiti und fordert Begrünung.'''<br>Fotos: be]]
<br>
Die Mauer an[[Bild:LZ 2008 04 09 2.jpg|thumb|226px|'''Nur wenig entfernt zieht sich eine Lärmschutzwand an der Erbstorfer Landstraße entlang. Sie gehört dem Land und wurde von Unbekannten mit Signaturen und Parolen bekritzelt. Seit langem wurden die Schriftzüge nicht entfernt.''']] der Erbstorfer Landstraße erinnert an ein vergessenes Plakat für die [[Landtagswahl]] im Januar:
„Am 27.1. Wählt Klimaschutz statt Autoschmutz“ – offensichtlich eine Aktion von Gegnern
der Autobahn 39. Die
Stadt wertete das Bild als Graffiti
und forderte den Besitzer
der Mauer auf, es zu entfernen.
Die Wand sauber zu halten, sei
Bestandteil der Baugenehmigung.
Komme der Mann der
Weisung nicht nach, drohe ein
Zwangsgeld von 500 Euro.
A39-Gegner wie der Sprecher
der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, Detlef Giesler, fühlen
sich „kriminalisiert“, der
Stadt passe die politische Aussage
nicht. Im übrigen sei nicht
der Eigentümer der Mauer, sondern
die BI „treibende Kraft“
für die Aktion zur Wahl gewesen.
Andere Anwohner aus dem
Stadtteil weisen daraufhin, dass
50 Meter weiter eine mehrere
hundert Meter lange Lärmschutzwand
stehe, die seit Jahren
beschmiert ist, ohne dass
Bilder entfernt worden seien.
„Es geht nicht um politische
Inhalte, sondern das ist eine
grundsätzliche Vorgabe“, weist Stadtsprecherin Suzanne
Moenck den Vorwurf zurück.
Der Rat habe vor Jahren ein
konsequentes Vorgehen gegen
Graffiti beschlossen. Das versuche
die Verwaltung umzusetzen,
in dem sie Haus- und
Grundstücksbesitzer anspreche.
Auch mit dem Land sei die
Verwaltung „ständig im Gespräch“, um die Lärmschutzwand
säubern zu lassen. Aber
offensichtlich ohne Erfolg.
In Lüne kommt das Rathaus
nun von der konsequenten Linie
ab: Nach einem dreiseitigen
Einspruch und vor allem dem
gestrigen Anruf der LZ im Rathaus
erklärt Suzanne Moenck
nun: „Wir haben den Widerspruch
geprüft. Die Mauer muss
nicht übermalt werden, es
reicht, wenn sie begrünt wird.“
Das kann natürlich dauern,
denn selbst schnell wachsender
Efeu braucht geraume Zeit, bis
er die gut zwei Meter hohe
Wand überwuchert. In der Zeit
könnten sich die Aussagen
noch ändern. Giesler, überrascht
von der neuen Position
der Bauverwaltung, sagt: „Graffiti
sind ein Prozess, wir überlassen
die Mauer sich selbst.“
}}
{{Kommentar|1=frisch gestrichen!|2=Ein erster Entwurf, bitte [http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/forum/index.php '''kommentieren'''].<br>
[[Bild:LZ 2008 04 09 1 Entwurf 1.jpg|721px]]<br>
Vielleicht das Dachverbands-Plakat links...<br>
[[Bild:LZ 2008 04 09 1 Entwurf 2.jpg|721px]]<br>
oder in der Mitte...<br>
[[Bild:LZ 2008 04 09 1 Entwurf 3.jpg|721px]]<br>
und noch ein kleiner Verhüterli-Spruch... vielleicht zu viel des Guten?<br>
[[Bild:LZ 2008 04 09 1 Entwurf 4.jpg|721px]]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum 5-jährigen Widerstand gegen die geplante A39
|Headline=Fünf Jahre Widerstand
|Untertitel=Die „Aktion Lebensberg“ im Lüneburger Osten blickt auf fünf Jahre des Widerstands gegen die geplante A39 zurück.
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
„Bereits lange vor der
Veröffentlichung der möglichen
Trassenvarianten haben wir den
Kampf gegen dieses unwirtschaftliche
Straßenbauprojekt
begonnen und die Öffentlichkeit
informiert“, sagt Vorstandssprecher
Peter Weerda. Der
Verein habe unter anderem
vielfältige Aktionen auf die
Beine gestellt.
Die „Aktion Lebensberg“ ist
Gründungsmitglied des Dachverbands
der Bürgerinitiativen
gegen die A39, in der sich
inzwischen weitere 34 Initiativen
zwischen Lüneburg und
Wolfsburg zusammengeschlossen
haben. „Wir arbeiten auch
nach der Verlegung der [[Vorzugstrasse]]
auf die [[Ostumgehung]]
beharrlich und optimistisch
weiter, um die Autobahn zu
verhindern“, stellt Weerda klar.
Seine Hoffnung: Zum 10. Geburtstag
ist die A39 vom Tisch.
}}
=== 28. April ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur ausstehenden Linienbestimmung
|Headline=Endgültige Linie erst im Herbst
|Untertitel=A 39 Thema beim CDU-Parteitag in Uelzen
|Autor=Von Marc Rath
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
Die endgültige [[Linienbestimmung]] für die geplante A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg wird das Bundesverkehrsministerium nach Auskunft des Parlamentarischen Geschäftsführers der [[CDU]]-Landtagsfraktion, [[Bernd Althusmann]], erst im Herbst vorlegen. Ursprünglich sollte der Verlauf bereits seit Anfang des Jahres feststehen. Althusmann zeigte sich am Sonnabend beim CDU-Bezirksparteitag in der Uelzener Stadthalle jedoch optimistisch, dass die [[Planfeststellung]] für die mehr als 100 Kilometer lange Strecke bis 2013 abgeschlossen werden kann, "es sei denn weitere Klagen setzen darauf, das Projekt zu verzögern".
Uelzens Bürgermeister Otto Lukat (SPD) hatte in seinem Grußwort an die Christdemokraten seine Sorge geäußert, dass "Niedersachsen dieses für unsere Region wichtigste Projekt zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur vernachlässigt". Der Sozialdemokrat bekam für seine Forderung, die A 14 und die A 39 weiter als Gesamtprojekt zu betrachteten und zu realisieren, von den 150 Delegierten großen Beifall.
Unterstützung für die Erschließung der Region Nordost-Niedersachsen durch die vorgesehene Autobahn gab es auch vom Landesgruppenchef der niedersächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten, Enak Ferlemann. Der Politiker aus Cuxhaven widersprach der Einschätzung, die geplante Küstenautobahn A 22 stehe in Konkurrenz zur A 39. "Wir unterstützen Sie dabei", unterstrich Ferlemann, der auch den CDU-Bezirk Weser-Ems vorsteht. Der Verkehrspolitiker verwies darauf, dass die A-39-Pläne "ein ganzes Stück" vor der A 22 lägen: "Nur wenn alles kaputt geklagt wird, können wir schneller sein." Ferlemann bekräftigte indes den Schulterschluss beider Bezirksverbände für die beiden Strecken.
}}
=== 30. April ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur ausstehenden Linienbestimmung
|Headline=Viele Gespräche über geplante A 39
|Untertitel=Rechtssicherheit für Bau bis Ende 2013
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die geplante Autobahn 39 ist seit einigen Tagen wieder in aller Munde. Überall wird sich getroffen und gesprochen, werden Umfragen in Auftrag gegeben - und an deren Sinn gezweifelt.
Auf Anfrage des Parlamentarischen Geschäftsführers der [[CDU]]-Landtagsfraktion, [[Bernd Althusmann]], hat erst vor wenigen Tagen der Staatssekretär im niedersächsischen Verkehrsministerium, Joachim Werren, den Planungsstand zusammengefasst: Demnach wird bis zum Spätsommer das Bundesverkehrsministerium die [[Linienbestimmung]] für die Autobahn abgeschlossen haben, kann die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Herbst dieses Jahres mit der Entwurfsplanung beginnen. Es geht ins Detail.
"Die Entwurfsplanung soll für erste Abschnitte der A 39 bis Ende 2011 abgeschlossen werden. Für diese Verfahrensabschnitte der A 39 kann dann das Baurecht bis Ende 2013 vorliegen", schreibt Werren weiter. Für den Leiter der Landesbehörde in Lüneburg, Dirk Möller, bedeutet dies: "Zu diesem Zeitpunkt soll ein unanfechtbarer [[Planfeststellungsbeschluss]] vorliegen."
Laut Werren sind für die 109 Kilometer lange Strecke bislang sieben Planungsabschnitte vorgesehen. "Für die Planfeststellung wird erwogen, die Anzahl . . . auf sechs zu reduzieren." Die Gesamtkosten werden derzeit auf deutlich mehr als 600 Millionen Euro geschätzt.
Für Althusmann ist das Zeitfenster groß genug, "um die [[Lärm]]schutzproblematik in Lüneburg zu lösen". Ernsthaft geprüft wissen will der [[CDU]]-Mann eine teilweise Deckelung. In dieser Sache vorgesprochen hatten vergangene Woche auch die [[SPD]]-Abgeordneten [[Hedi Wegener]] (Bundestag) und [[Andrea Schröder-Ehlers]] (Landtag) sowie Landrat [[Manfred Nahrstedt]] (SPD) bei Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Ergebnis: "Machbarkeit und die mit einer Deckelung verbundenen Kosten" sollen alternativ untersucht werden, "um eine klare Basis für weitere Entscheidungen zu haben".
Entschieden haben sich unterdessen die Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Lüneburg-Stade. Die teilte mit, dass zwei Drittel der Unternehmen die vorhandenen und geplanten Autobahnen für unverzichtbar halten. Als "Flop" wertet der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 diese Umfrage. Von 18 000 Betrieben hätten lediglich 409, also knapp über zwei Prozent, geantwortet.
}}
{{Pressefuss|März 2008|Mai 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
2c1c6273c9173698e4927492d6446e42d0ba2092
Presseberichte April 2009
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{{Pressekopf}}
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=== 1. April 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Streit um die A39-Trasse, LZ-Bericht vom 19. März ====
{{LB|Bernd Röver<br>
Wendisch Evern
}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_März_2009#Landeszeitung_zu_Resolution_in_der_Samtgemeinde_Ostheide|"Neuer Streit um A39-Trasse", LZ vom 19. März]]
'''<big>Lüneburg droht der Verkehrsinfarkt</big>'''
Sankt Florian lässt grüßen. Während Samtgemeindebürgermeister Meyer die A39 weg von Vastorf wünscht und dabei schon mal vergisst, dass Wendisch Evern zur Samtgemeinde Ostheide gehört, träumt Herr Mädge von blühenden Gewerbegebieten am Welthafen Lüneburg. Parteifreunde hin oder her, jetzt will es die mächtige Hansestadt wissen. Was scheren mich die Nachbarn oder Freunde, die wählen mich ja nicht.
Mit der ihm ureigenen Kernkompetenz der Arroganz stößt der Oberbürgermeister der Hansestadt Lüneburg Nachbargemeinden und Parteifreunde vor den Kopf, statt sich um die wirklichen Probleme zu kümmern, nämlich z. B. die Frage zu klären, wie bei einer Nutzung der Ostumgehung als Autobahn von Skandinavien nach Südosteuropa
der völlige Verkehrsinfarkt in Lüneburg abzuwenden ist.
Aber von blühenden Riesengewerbegebieten fabuliert es sich leichter, da hört auch der geneigte Wähler gerne zu. Mit dem Wort „Arbeitsplätze“ lässt sich trefflich werben. Da spielt es keine Rolle, ob Wissenschaftler etwas anderes sagen, es wird auf die Lobby gehört.
Dass niemand in der Lage sein wird, die A39 zu bezahlen, wissen eigentlich alle, spätestens seit der Kostenexplosion
der A14. Die Planung der A39 blockiert die dringend nötige Verkehrsentwicklung der B4. Die Autobahn A39 ist sinnlos
und Verschwendung von Steuergeldern. Im Westen Lüneburgs wie im Osten. In Vastorf wie in Wendisch Evern, in Lüneburg oder Kirchgellersen.
Statt Zukunftsplanung für einen wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum hören wir immer wieder gebetsmühlenartig die
Mär von den Arbeitsplätzen durch Autobahnanschluss.
Wenn Oberbürgermeister Mädge die Zukunftsfähigkeit des Hafens sichern möchte, dann sollte er sich gegen Autobahn
stellen, die nämlich nur den Verkehr von der Wasserstrasse abzieht und auf die Strasse bringt.
}}
=== 11. April 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Autobahn-Planungen
|Headline=Hohes Tempo beim Bau der Autobahnen
|Untertitel=100 Millionen Euro fließen in den Ausbau der A 7 – A 39 und A 22 in der Entwurfsplanung
|Autor=ln
|Ort=Hannover
|Link=
|Text= Der Ausbau der Autobahnen in Niedersachsen schreitet zügig voran. Vor allem im Süden des Landes, wo die A7 zurzeit auf sechs Spuren erweitert wird, geht es in großen Schritten vorwärts. Der elf Kilometer lange Abschnitt bei Göttingen soll Ende 2010 fertig sein. Es wird insgesamt 70 Millionen Euro kosten, sagte der Leiter der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Udo Othmer. In diesem Sommer wird dann mit einem weiteren, sechs Kilometer langen Teilstück nördlich von Göttingen begonnen, das 30 Millionen Euro kosten soll.
Zudem sollen noch mehrere Abschnitte zwischen Bockenem und dem Dreieck Salzgitter verbreitert werden. „Das sind alles Projekte mit Baureife. Da könnten wir sofort loslegen.“ Dafür fehlen jedoch noch die notwendigen Gelder des Bundes. Auch für den Abschnitt zwischen Bockenem und Seesen läuft bereits ein Planfeststellungsverfahren. „Doch auch hier fehlt noch das Geld, und wenn wir die Mittel hätten, könnten wir dort ebenfalls Mitte des kommenden Jahres beginnen“, sagte Othmer. Für die Strecke zwischen Seesen und Nörten-Hardenberg gibt es dagegen erst einen Vorentwurf.
Im Norden des Landes sind die Arbeitsaufträge für den ebenfalls sechsspurigen Ausbau der A1 zwischen Hamburg und
Bremen nach Angaben des Verkehrsministeriums bereits komplett vergeben. Im November begannen dort die Arbeiten. Noch nicht so weit sind dagegen die Planungen für die A39 von Braunschweig in Richtung Lüneburg und die A22 von der Unterelbe an der Grenze zu Schleswig-Holstein bis nach Oldenburg. „Bei beiden sind jetzt aber die Raumordnungsverfahren durch“, sagte ein Sprecher der Landesbehörde für Straßenbau. Nun gehe es in die Entwurfsplanung.
„Bei der A22 wird damit in Kürze begonnen, bei der A39 haben wir bereits begonnen“, sagte der Sprecher. Beides wird
etwa zwei Jahren dauern. Die Ergebnisse müssen dann vom Bund bestätigt werden, bevor die Planfeststellungsverfahren beginnen können. Erst in dieser Phase haben dann Bürger oder Anwohner-Initiativen die Möglichkeit, Protest zu erheben oder notfalls zu klagen. Die ersten Ausschreibungen sind bis Ende 2013 geplant.
}}
{{Pressefuss|März 2009|Mai 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
571da797b557dcea5df40f5a8a88e877eb6be97e
Presseberichte April 2010
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{{Pressekopf}}
----
=== 9. April 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu großen Straßen-Projekten ====
{{LB|BUND (Christiane Schubert), NABU (Dr. Renate Reisner), VCD (Claudia Schmidt)}}
{{Kasten|1=„Belag bröselt einfach weg“, LZ vom 11. März
'''<big>Bestand sichern</big>'''
Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Die Unfallgefahr steigt, Anwohner sind zusätzlichen Lärm- und Feinstaubbelastungen ausgesetzt, Autofahrer tragen die Kosten für defekte Stoßdämpfer oder erhöhten
Reifenabrieb. Gelder für Instandhaltungsmaßnahmen?
Fehlanzeige. Die Kassen sind leer! Wohl doch nicht ganz, denn für neue Großprojekte im Straßenbau reicht es immer irgendwie. Aber wer zahlt denn künftig für den Unterhalt einer neuen A39?
Circa 45 Prozent der deutschen Brücken sind derart marode, dass sie kurzfristig saniert werden müssen. Mit über 600 000 Kilometern hat Deutschland bereits eines der dichtesten Straßennetze der Welt. Ist es nicht wichtiger, den Bestand zu sichern, bevor eine einstürzende Brücke Schlagzeilen macht? Wir als Umweltverbände fordern: Schluss mit weiteren Großprojekten wie der A39, die keiner bezahlen kann und die keiner braucht.
}}
=== 15. April 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=A39 in Konkurrenz zur A22
|Headline=„Länder setzen die Prioritäten“
|Untertitel=Hannover treibt Pläne für A 22 und A 39 parallel voran – und muss irgendwann entscheiden
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2010-04-15.jpg|thumb|798px|center|'''Auf der Karte aus dem Bundesverkehrsministerium sind deutlich die Lückenschlüsse im Autobahnnetz zu erkennen, die mit dem Bau der A39 und der A14 erzielt werden können. Aber auch die A20 an der Nordseeküste erschließt einen strukturschwachen Raum.''' Grafik: nh]]
Der Kampf der Gegner der geplanten Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg zeigt Wirkung – allerdings nur auf politischer Ebene. Während Kritiker und Befürworter mit zunehmender Heftigkeit über die Deutungshoheit von Ministeraussagen, Absichtserklärungen und Beschlüssen streiten, eine Pressemitteilung die nächste jagt, geht hinter den Kulissen die Arbeit weiter.
An den Mitarbeitern in Ministerien und Behörden prallt das verbale Dauerfeuer weitgehend ab. Sie planen in Ruhe
weiter, wollen erst gar keinen Zweifel am Sinn des Autobahnbaus aufkommen lassen. „Wir machen das nicht aus Jux und Dollerei, sondern weil es für die Region wichtig ist“, sagt Sabine Mehwald, Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums.
Unterdessen laufen bei der zuständigen Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Planungen an allen sieben Teilabschnitten der rund 105 Kilometer langen Strecke zwischen Lüneburg und der Autostadt Wolfsburg. „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt die stellvertretende Behördenleiterin Annette Padberg.
Auch im Bundesverkehrsministerium ist man „guter Dinge, dass die Baureife für die ersten Abschnitte Ende 2013 erreicht wird“. Die A39 nennt Mehwald den wichtigsten Lückenschluss in Niedersachsen. Zudem sei die Trasse für die Hinterlandanbindung der deutschen Seehäfen absolut unstrittig. „Das Projekt ist dem Minister ein wichtiges Anliegen.“ Der hat zwar Ende Oktober gewechselt, doch die Botschaft aus Berlin bleibt dieselbe.
Dennoch gibt es zwei Vorhaben in Niedersachsen, die sich möglicherweise auf Kollisionskurs befinden – und darauf
setzen auch die A-39-Gegner. „Die Argumente für die A39 gelten ebenso für die A22, beide Projekte werden von uns gleichberechtigt vorangetrieben“, sagt Christian Haegele, Sprecher des niedersächsischen Verkehrsministeriums
in Hannover. Prioritäten gebe es nicht, „wir brauchen beide Autobahnen“.
Doch über das, was Niedersachsen tatsächlich erhält, wird in Berlin entschieden. Denn der Bund gibt nicht nur den gesetzlichen Rahmen vor, sondern letztlich auch das Geld. Aber: „Prioritäten setzen die Länder“, sagt Ministeriumssprecherin Mehwald. Angesichts leerer Kassen muss Hannover möglicherweise doch entscheiden,
welche Autobahn den Vorzug erhält.
Zwei Faktoren sprechen dabei für die A39: In den Planungen des Bundes steht sie im vordringlichen Bedarf, die A22
entlang der Nordseeküste dagegen nur im weiteren. Zudem ist Ende 2013 mit den ersten Klagen zu rechnen. Dabei findet sich die A39 im Bundesfernstraßengesetz auf einer Liste von Vorhaben, für die ein beschleunigtes Planungsrecht gilt. Das heißt: über Klagen gegen die A39 entscheidet direkt das Bundesverwaltungsgericht, das Oberverwaltungsgericht als Instanz entfällt. Aber: Die A22 hat im Planungsverfahren zuletzt
auch dank privater Investoren stark aufgeholt.
Kosten und Geldgeber können künftig eine wichtige Rolle spielen. Bislang rechnen die Planer mit rund 617 Millionen Euro für den Bau der A39. Diese Zahl halten Kritiker mit Blick auf die parallel verlaufende A14 Magdeburg-Schwerin
für unrealistisch. Im Nachbarland hat der Bau bereits begonnen, und die Kosten für den Autobahn-Kilometer haben sich
seit 2004 auf 8,3 Millionen Euro fast verdoppelt. Bei der A39 fiel die Kostensteigerung im selben Zeitraum mit knapp 5,5 Prozent auf 5,8 Millionen vergleichsweise moderat aus. „Bislang hat sich an den Zahlen nichts geändert“, sagt Planerin Padberg. „Die Kosten werden fortlaufend überprüft, sodass wir umgehend reagieren können.“
Nur: wird die A39 teurer, sinkt auch der sogenannte Nutzen-Kosten-Faktor – Gradmesser für die Wirtschaftlichkeit. Und mit 2,8 ist der Wert für die A39 und Teile der Bundesstraße 190n als Querverbindung zur A14 ohnehin nicht sonderlich
hoch.
}}
=== 19. April 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Nutzen-Kosten-Verhältnis der A39 ====
{{LB|Volker Constien, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_April_2010#Landeszeitung_A39_in_Konkurrenz_zur_A22|„Länder setzen Prioritäten“, LZ vom 15. April]], „Erster Spatenstich 2013“, LZ vom 17. April
'''<big>Lieber Umgehungen als Autobahn bauen</big>'''
Vieles deutet darauf hin, dass die Berechnung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses (NKV) von 2008 für die A39 fehlerhaft ist bzw. hier ganz kräftig „schöngerechnet“ wurde. Eine Anfrage der Grünen im Bundestag Anfang November 2009 bzw. die schriftliche Antwort der Bundesregierung auf diese Anfrage untermauert diese These.
Bei der A14 wurde die Kostensteigerung von 2003 bis 2008 durch eine fast ebenso hohe Steigerung auf der Nutzen-Seite ausgeglichen. Der Grund für die Regierung: ein deutlich höherer Straßengüterverkehr. Eine solche Steigerung des Nutzens wurde bei der A14, nicht aber bei der A39 prognostiziert.
Dass die Steigerungen der Kosten bei der A14 viel höher ausfallen als bei der A39 ist dem Planungsstand geschuldet, die A39 befindet sich erst am Anfang der Entwurfsplanung, Kostensteigerungen werden sich also im weiteren Planungsverlauf ergeben. Wenn dabei nicht auch der Nutzen steigt, verschlechtert sich das NKV.
Frau Padberg sagt zwar, die Kosten würden fortlaufend überprüft, es wird aber nicht fortlaufend ein aktualisiertes NKV veröffentlicht.
Der für Lüneburg geplante „Deckel“ spiegelt sich beispielsweise noch nicht im NKV wider und würde ohne teure Filter-Einrichtungen nicht die in den A39-Planungsunterlagen vermuteten Grenzwertüberschreitungen für Stickoxid und Feinstaub im Wohngebiet Moorfeld verhindern.
2008 wurde bei der NKVBerechnung für die A39 vom aktuell vorhandenen Verkehrsnetz ausgegangen. Geht man davon aus, dass die A14 gebaut wird, wirkt sich das negativ auf den Nutzen und damit das NKV der A39 aus, denn die A14 nimmt Teile des für die A39 prognostizierten Verkehrs auf.
Zu der immer wieder von A39-Befürwortern ins Feld geführten Hinterlandanbindung: Sie hatte meines Wissen 2003 einen Anteil von unter 0,1 Prozent am Nutzen des Gesamt-Projekts (A39, A14, B190). In dem Ergebnisbericht der NKVBerechnung von 2008 ist die Hinterlandanbindung nicht mehr als einzelne Nutzen-Position aufgeführt.
Die überfällige Novellierung des Bundesverkehrswegeplans bietet Gelegenheit, endlich von der unsinnigen A39 abzurücken und die seit 1995 von Verkehrsexperten favorisierte und deutlich preiswertere Lösung des Ausbaus der B4 mit Ortsumgehungen zu realisieren.
Die vom Land Niedersachsen beantragte Umbenennung von Autobahnen (A 22 in A20 und A250 in A39) erhöht nicht das NKV und ist eine Verschwendung von Steuergeldern.
}}
=== 22. April 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250 in A39
|Headline=„Psychologische Verkehrsführung“
|Untertitel=Grüne kritisiert Autobahn-Umbenennung
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Als „psychologische Verkehrsführung“ verspottet die Grüne Miriam Staudte aus Scharnebeck den Vorstoß
des niedersächsischen Verkehrsministers Jörg Bode, die geplante Küstenautobahn A22 in A20 und nun auch die A250
Hamburg-Lüneburg in A39 umzubenennen. Das hat Bode am Wochenende in einem LZ-Interview bekräftigt, der Bund
habe bereits grundsätzlich grünes Licht gegeben.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, die gegen die A39 ist, wertet die Taufaktion so: Offensichtlich habe die Landesregierung inzwischen selbst erkannt, dass sie angesichts der knappen öffentlichen Kassen zu viele Neubaugroßprojekte beim Bund angemeldet habe. Der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Enno Hagenah, ergänzt: „Die Regierung hat wohl gegenüber den Interessenverbänden für die Neubauprojekte zu viel versprochen. Deshalb versucht sie jetzt die Europäische Union mit Umbenennungstricks finanziell mit in die
Pflicht zu nehmen.“
Durch eine Verlängerung der Autobahnplanungen auf dem Papier solle ein europarelevanter Eindruck in Brüssel erzeugt werden, damit eine EU-Förderung den Bundesverkehrsminister dazu nötige, das niedersächsische
Wunschprogramm auf seiner nur noch sehr kurzen Investitionsliste nach vorne zu ziehen. Staudte: „Hier wird mit
einer bloßen Umbenennung versucht, den Eindruck eines Lückenschlusses zu erzeugen. Anstelle klarer wirtschaftlicher Bedarfsanalysen wird hier mit Tricks aus der 'Psychologischen Verkehrsführung' gearbeitet.
}}
=== 29. April 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Krach um die Ostumgehung
|Untertitel=Rat will zwar Lärmschutz, lehnt aber Resolution zu Tempo 80 ab: Verfahren beim Kreis abwarten
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2010-04-29.jpg|thumb|794px|center|'''Alle Ratsfraktionen wollen die Anwohner der Ostumgehung besser vor Straßenlärm schützen. Nur über den Weg sind sich die Politiker nicht einig. Gestern war Tempo 80 das Streitthema im Rat.''' Foto: t&w]]
Der Rat tagte gestern am internationalen Tag des Lärms, Bundesverkehrsminister Ramsauer hatte gerade viele Millionen mehr für Lärmschutz
angekündigt. Da passte die Resolution der Grünen, die das Thema „Tempo 80 auf der Ostumgehung“ auf die Überholspur bringen wollten: Der Oberbürgermeister solle sich für ein
Tempolimit zum Schutze der Bürger einsetzen. Doch die Ratsmehrheit zeigte den Grünen die rote Kelle. Denn der Landkreis arbeite am Planfestellungsverfahren für den
Lärmschutz, liege in den letzten Zügen, wie die besten Tag- und Nachtwerte erzielt werden.
Dass die Anwohner bestmöglichen Lärmschutz erhalten sollen, da sind sich alle Fraktionen einig. Heftig gelärmt wurde bei der Frage, wer das Thema wie
im Sinne des Bürgers als erster angepackt hat. Der Verkehrsausschuss hatte sich bereits im Dezember mit Tempo 80 auseinandergesetzt. Oberbürgermeister
Mädge hatte damals klargestellt, laut Gemeindeordnung ist ein Tempolimit Chefsache. Deshalb liege es nah, so Ulrich Löb (Grüne), dass sich der Verwaltungschef jetzt dafür
einsetze. Christdemokrat Eckhard Pols bremste Löb aus: Das Planfestellungsverfahren laufe, das wolle man abwarten. Die Experten würden aufzeigen, ob eine Lärmreduzierung am sinnvollsten über Flüsterasphalt oder Tempo 80 erfolgen soll. Und der Bundestagsabgeordnete ist überzeugt: Mit dem Bau der A39 werde der Deckel kommen, „so dass wir optimalen
Lärmschutz haben“. Den Antrag der Grünen lehne er ab.
Höchst verwundert zeigt sich Frank Soldan (FDP) über die Resolution. Im Verkehrsausschuss habe der OB sein Wort gegeben, sich für Lärmschutz einzusetzen. „Mit dem
Antrag treten Sie dem OB auf die Füße, das lehne ich ab.“
Mädge hielt den Grünen Populismus vor. „Wir wollen optimalen Lärmschutz. Ziel ist es, den Wert auf 55/56 dBA zu reduzieren.“ Bei einem Tempolimit von 80 erreiche man aber
nur 68,5 dBA. „Das hilft den Bürgern nicht.“ Der Antrag sei Täuschung. Mit dem Landrat habe man erreicht, dass der Kreis das Planfestellungsverfahren eingeleitet habe. Um im
Ergebnis 55/56 dBA zu erreichen, könnten Maßnahmen wie Flüsterasphalt, passiver Lärmschutz und obendrauf noch Tempolimit möglich sein. Das Ergebnis gelte es abzuwarten.
Mädge stellte auch klar: „Der Lärmschutz, den wir jetzt fordern, ist unabhängig von Autobahn und Deckelung.“
Einer Maut, wie sie Malte Riechey (Linke) für die B4 wünscht, um Verkehr auf die A7 umzuleiten, erteilte Mädge eine Absage. Das verlagere nur Verkehr. Heiko Dörbaum
(SPD): „Dr. Gerhard Scharf und ich sind vor Ort und nehmen die Nöte ernst, aber wir bleiben im Rahmen des Rechts.“ Es gelte, das Planfeststellungsverfahren
abzuwarten. So sah das auch FDP-Chefin Birte Schellmann. Und Hubert Meißner (SPD) passte die ganze Richtung nicht: „Wir haben schon viele Resolutionen diskutiert,
aber eine, die sich an den eigenen Oberbürgermeister richtet, das ist ein Novum.“
}}
38ae5a39af4376ddac52c4a953ac3d7c0ca8e30f
Presseberichte April 2011
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{{Pressekopf}}
----
=== 2. April 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Planung der A39
|Headline=Vorentwurf für A 39-Abschnitt steht
|Untertitel=Arbeitskreis erörtert Tunnel-Pläne an der Ostumgehung Mitte April
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Vorentwurfsplanung der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg ist im ersten Abschnitt so gut wie abgeschlossen. Damit stehen auf der 7,6 Kilometer langen Trasse von Lüneburg Nord bis zur Bundesstraße 216 die Details fest, mit denen die federführende Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in das Planfeststellungsverfahren gehen will.
Bei einer Arbeitskreissitzung Mitte April werden die Pläne noch einmal mit den Vertretern von Stadt und Landkreis Lüneburg sowie den betroffenen Gemeinden erörtert. Der Tunnel im Zuge der heutigen Ostumgehung wird ein zentrales Thema sein. Das teilte gestern Behördenleiter Dirk Möller mit.
Anschließend gehe der Vorentwurf über Hannover an das Bundesverkehrsministerium.
„Mit dem 'Gesehen-Vermerk' des Ministeriums können wir die Planfeststellungsunterlagen einreichen“, sagte Möller. Mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens rechnet der Behördenleiter im Frühjahr 2012, der Planfeststellungsbeschluss für Abschnitt eins solle im Herbst 2013 vorliegen. Mit dem Bau der A39 könne dann nach einer vierwöchigen Frist begonnen werden, mögliche Klagen hätten normalerweise keine aufschiebende Wirkung.
Inzwischen sind laut Möller alle sieben Abschnitte der 105 Kilometer langen A39 in der Vorentwurfsplanung. Gestern wurden in Uelzen die Details für den letzten Abschnitt festgezurrt. Dabei wurde die ursprünglich linienbestimmte Trasse wegen eines Nattervorkommens im Bereich Oetzendorf bei Uelzen um 350 Meter nach Westen verschoben.
Geprüft wird derzeit von der Landesbehörde der Antrag der Stadt Uelzen, die ursprünglich bei Solchstorf geplante Tankund Rastanlage nach Rätzlingen nahe Uelzen zu verlegen. Mit einem Ergebnis rechnet Möller im Mai oder Juni. Allerdings stellte Behördenleiter klar: „Selbst wenn die Tank- und Rastanlage an einen anderen Standort kommt, werden wir bei Solchstorf eine kleinere Park- und WC-Anlage einplanen.“ Anders sei die geforderte Mindestzahl an Lkw-Stellplätzen im Raum südlich Lüneburg nicht zu erreichen.
}}
=== 14. April 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Vorentwurf des A39-Abschnitts 1
|Headline=Der erste Schritt zum Tunnel
|Untertitel=Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr stellt Ergebnisse der Vorentwurfsplanungen für A 39 vor
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Tunnel für die Lüneburger Stadt-Autobahn nimmt Formen an: Er wird 398 Meter lang, geht von der Abfahrt Erbstorfer Landstraße Richtung Norden bis kurz vor die Radwegebrücke. Diese und andere Ergebnisse der Vorentwurfsplanungen für die Autobahn 39 im Bereich der Stadt Lüneburg stellte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg gestern auf einer Arbeitskreissitzung Vertretern der Stadt, des Landkreises, umliegender Gemeinden sowie beteiligter Behörden vor.
Die aktuellen Planungen gehen in die entscheidende Phase. Bis Ende Mai will die Landesbehörde den Vorentwurf für den ersten, 7,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Lüneburg-Nord und der B216 fertiggestellt haben. „Danach geben wir die Unterlagen über das niedersächsische Wirtschaftsministerium zum Bundesverkehrsministerium. Mit dem ,Gesehen-Vermerk' des Ministeriums können wir dann die Planfeststellungsunterlagen einreichen“, erläutert Behördenleiter Dirk Möller.
[[Bild:LZ_2011-04-14.jpg|thumb|526px|left|'''Die Karte zeigt die Linienführung der geplanten A39. Zwischen der Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße und der nördlich davon gelegenen Brücke für Radfahrer soll der Tunnel entstehen, der ähnlich wie auf der A93 im Stadtgebiet von Regensburg (kleines Bild) in Etappen gebaut werden soll.''' Grafik: nh, Foto: dpa]]
Da sich der erste Abschnitt größtenteils auf der Ostumgehung befinde, seien die Planungen während der Vorentwurfsphase schon sehr konkret gewesen. „Berlin muss aber noch grünes Licht geben“, sagt A39-Projektleiterin Annette Padberg. Eventuelle Änderungen würden in die Planfeststellungsunterlagen eingearbeitet. Mit dem Vorentwurf ist die technische Planung abgeschlossen. Damit weiß die Landesbehörde auch, „wo wir über die vorhandene Ostumgehung hinaus gehen müssen. Ein konkreter Grunderwerbsplan wird aber erst mit den Planfeststellungsunterlagen zur Verfügung stehen“.
Als wichtige Punkte der Planung nennt Möller den Tunnel im Bereich Moorfeld sowie die Verlegung der B216 in Richtung Süden, „um die Auf- und Abfahrtsrampen der A39 sowie die Einmündung mit der L 221 und die Gewerbegebietsstraßen besser anbinden zu können“.
Der 398 Meter lange Tunnel hat die Breite der vierspurigen Autobahn. Entstehen soll er als ein zweizelliges Rahmenbauwerk mit Mittelwand. Mindesthöhe 4,70 Meter. Möller: „Gebaut werden soll abschnittsweise. Erst die eine Seite, dann die Mittelwand, schließlich die andere Seite.“ Dadurch könne der Verkehr während der Bauzeit weiter fließen. Da es eine grundsätzliche Entscheidung seitens des Bundesverkehrsministerium für einen Tunnel im Bereich Moorfeld gebe, geht Möller davon aus, „dass dieser nicht wieder in Frage gestellt wird“.
Aus Richtung Süden kommend wird der Tunneldeckel auf Geländehöhe der angrenzenden Grundstücke liegen. Da das Areal gen Norden abfällt, ragt er in dem Bereich weiter raus. Laut Möller werde mit dem Projekt nicht nur ein erheblicher Lärmschutz erzielt, sondern es bringe auch städtebaulich Vorteile. Der Deckel könne begrünt werden, Fußwege könnten darauf entstehen.
Neben dem Tunnel sind weitere Lärmschutzeinrichtungen wie Wälle und Wände entlang des 7,6 Kilomter langen Teilstücks geplant. „Außerdem wird von der Ilmenaubrücke bis zum Anschluss der B4 sogenannter Flüsterasphalt eingebaut. Der schluckt den Lärm an der Quelle, sodass Abrollgeräusche gemindert werden“, erklärt Möller. Ergebnis aller Maßnahmen sei, dass die Lärmimmissionen durch die A39 im Stadtgebiet auf ein „sehr geringes Maß“ reduziert werden könnten.
Den Planungsstand gibt's ab Montag auf www.strassenbau.niedersachsen.de im Internet.
'''So geht es weiter:'''
Liegt der „Gesehen-Vermerk“ des Bundesverkehrsministeriums vor, kann die Landesstraßenbaubehörde die Planfeststellungsunterlagen einreichen. Ab jetzt ist für das Projekt bereits „vorzeitiger Grunderwerb“ möglich.
* Das Planfeststellungsverfahren beginnt für den Abschnitt 1 voraussichtlich im Frühjahr 2012. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover prüft die Unterlagen.
* Die Planunterlagen werden in den an der Trasse liegenden Gemeinden ausgelegt. Bürger können diese einsehen.
* Einwendungen gegen das Projekt können sowohl Bürger als auch Institutionen und Verbände stellen.
* Eine Erörterung, in der die Einwender und Träger öffentlicher Belange ihre Bedenken vortragen können, findet in der Regel im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens statt.
* Der Planfeststellungsbeschluss wird erteilt, nachdem Erkenntnisse aus den Einwendungen und der Erörterung geprüft und in die Pläne eingearbeitet wurden (im Abschnitt 1 zirka Herbst 2013). Dieser entspricht einer Baugenehmigung. Erst jetzt kann dagegen geklagt werden.
* Mit dem Bau dürfte nach einer vierwöchigen Frist sofort begonnen werden. Klagen haben normalerweise keine aufschiebende Wirkung. Allerdings können Kläger versuchen, gegen den Sofortvollzug zu klagen.
* Die Finanzierungszusage durch den Bund ist aber neben dem Planfeststellungsbeschluss unbedingte Voraussetzung für den Baubeginn. Der Bau der A39 muss im Straßenbauplan aufgeführt werden. Über die Aufnahme entscheiden Bundesregierung und Bundestag. Die Bauleistungen werden dann ausgeschrieben, der Bau kann beginnen.
}}
=== 18. April 2011 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu den Kosten der A39 ====
{{LB|Hans-Christian Friedrichs, Landes-Vize VCD, Reppenstedt}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_April_2011#Landeszeitung_zum_Vorentwurf_des_A39-Abschnitts_1|„Der erste Schritt zum Tunnel“, LZ vom 14. April]]
'''<big>A 39-Tunnel bleibt ein Traum</big>'''
Reden wir mal über die Kosten. Zunächst waren 437 Millionen Euro für die A 39 veranschlagt, dann 660 Millionen.
Der vom VCD prognostizierte Betrag in Höhe von einer Milliarde Euro ist vom Verkehrsministerium auch nicht dementiert worden. Eine neue Autobahn kostet heute nicht fünf oder zehn Millionen Euro pro Kilometer, sondern seit 2006 muss mit mindestens 27 Millionen Euro pro Kilometer gerechnet werden, belegt durch eine Studie der Bundesfachkommission Verkehrspolitik des CDU-Wirtschaftsrates. Das wären für die A 39 gut und gerne 2,5 – 3 Milliarden Euro Bau- und Nebenkosten. Daraus resultierte ein tatsächliches Nutzen-Kosten-Verhältnis unter 1, also unwirtschaftlich.Dann käme noch der in Lüneburg erträumte Tunnel für X Millionen Euro, der mehr die Moorfelder Gemüter als die Straße beruhigen soll. Einen Tunnel bekommen aber nicht mal die Hamburger mit einer wesentlich stärker befahrenen A 7 und weitaus höheren Grundstückswerten. Wer glaubt da in Lüneburg eigentlich noch an den Osterhasen, der goldene Eier legt? Sprechen wir es deutlich aus: Je mehr die A 39 kosten wird, desto unwahrscheinlicher wird sie.
}}
=== 21. April 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum ergänzenden Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Asphalt soll nur noch flüstern
|Untertitel=Passiver und aktiver Lärmschutz an der Ostumgehung wird bereits dieses Jahr umgesetzt – Baustart im Sommer
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Deutlich schneller als erwartet, können die Lärmschutzmaßnahmen an der Lüneburger Ostumgehung umgesetzt werden. Bereits in den Sommerferien soll offenporiger sogenannter Flüsterasphalt auf einer Länge von rund einem Kilometer in Fahrtrichtung Hamburg aufgebracht werden. „Ursprünglich hatten wir frühestens im kommenden Jahr mit dem Maßnahmenbeginn gerechnet“, sagt Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenba und Verkehr in Lüneburg.
Nach Abschluss des erforderlichen ergänzenden Planfeststellungsverfahrens durch den Landkreis Lüneburg Ende Januar, hatte es keine Klagen gegen das Projekt gegeben. „Jetzt haben wir Rechtssicherheit“, erklärt Möller. Neben aktiven Lärmschutzmaßnahmen wie dem Aufbringen des Flüsterasphalts können nun auch passive Maßnahmen wie der Einbau von Schallschutzfenstern und Lüftern starten.
[[Bild:LZ_2011-04-21.jpg|thumb|707px|center|'''Während der Sommerferien soll die Fahrbahndecke auf der Ostumgehung in Fahrtrichtung Hamburg zwischen der Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße und der Bahnlinie abgetragen und durch sogenannten Flüsterasphalt ersetzt werden.''' Foto: t&w]]
Erneuert wird die Fahrbahndecke von der Anschlussstelle Erbstorfer Landstraße bis zur Bahnstrecke Lüneburg-Lübeck, die knapp einen Kilometer nördlich unter der Ostumgehung hindurchführt. Für die Arbeiten veranschlagt Möller rund fünf bis sechs Wochen in den Sommerferien (7. Juli bis 17. August). „Wieviel der Einbau des offenporigen Asphalts kostet, lässt sich erst sagen, wenn die Ausschreibungsangebote vorliegen“, erklärt der Behördenleiter.
Bereits 2009 war die Gegenfahrbahn saniert, vorsorglich mit Flüsterasphalt ausgestattet worden. Die Mehrkosten für das ein Kilometer lange Teilstück bezifferte Möller damals auf 150 000 bis 200 000 Euro. Die Maßnahme mindere den Lärmpegel um sechs bis acht Dezibel bei einer Nutzungsdauer von acht Jahren.
Passiver Lärmschutz kann nach den Berechnungen der Landesbehörde in Ober- und Dachgeschossen an 28 Gebäuden vorwiegend im Bereich Lüne und Moorfeld erforderlich werden. Nach Ostern nehmen Mitarbeiter eines beauftragten Ingenieurbüros Kontakt zu den Eigentümern auf, erörtern mit ihnen das Vorgehen.
Laut Möller wird zunächst die aktuelle Lärmsituation in den Häusern geprüft. Die Pflicht des Bundes zur Lärmvorsorge greift, wenn auch in den Gebäuden Grenzwerte überschritten werden. „Das hängt von Alter, Ausstattung und Zustand der Häuser ab“, sagt der Behördenleiter.
In den meisten Gebäuden werden wohl belüftete Schallschutzfenster eingebaut. „In wenigen Fällen kann eine neue Außendämmung erforderlich werden.“ Die Kosten übernimmt laut Möller zu 100 Prozent der Bund. Die Eigentümer haben nur die Pflicht, mindestens drei Angebote für den Einbau der Lärmschutzmaßnahmen einzuholen und an die Landesbehörde weiterzureichen. Die dafür erforderliche Ausschreibung erstellen die Ingenieure, die zuvor den Ist-Zustand in den Gebäuden ermittelt haben.
* Häuser, für die Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen sind, werden ausgewiesen im ergänzenden Planfeststellungsbeschluss Ostumgehung, Seiten 36 bis 39. Einzusehen sind die Unterlagen beim Landkreis Lüneburg, Auf dem Michaeliskloster 4, 21335 Lüneburg.
}}
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Presseberichte April 2021
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2025-02-05T23:12:42Z
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{{Pressekopf}}
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=== 7. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Auftakt-Veranstaltung zur bevorstehenden Fahrraddemo
|Headline=Absage an die Autobahn 39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-07.jpg|thumb|550px|center|'''Auch Vertreter des Klimakollektives werden heute dabei sein.'''Foto: t&w]]
Die Teilnehmerliste ist lang, die Forderung eindeutig: „Keine A39 – Verkehrswende jetzt, auch in Lüneburg!“. Die
Auftaktveranstaltung für die Fahrraddemonstration findet am heutigen Mittwoch, 7. April, um 18 Uhr an der Kreuzung Postweg/Zur Ohe im Stadtteil Hagen statt.
Von diesem Treffpunkt aus „laufen wir 700 Meter bis zum geplanten Trassenverlauf der A 39. Wir wollen an diesem konkreten Ort zeigen, welche Landschaft zerstört werden würde, wenn dort eine Autobahn gebaut würde“, teilten die Veranstalter mit.
Die Autobahn sei nicht mehr zeitgemäß, ein Umdenken dringend erforderlich. Teilnehmen werden unter anderem Vertreter
von Klimakollektiv Lüneburg, Fridays For Future, Parents For Future, Fossil Free, Extinction Rebellion, BI Lüne-Moorfeld, Klimaentscheid und von den Grünen.
}}
=== 8. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Auftakt-Veranstaltung zur bevorstehenden Fahrraddemo
|Headline=Demonstration gegen die A 39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-08.jpg|thumb|708px|center|]]
Das Format gestern war noch klein, die größere Demonstration folgt am Sonnabend, 17. April. „Keine A 39 – Verkehrswende jetzt, auch in Lüneburg!“, lautete das Motto bei der Auftaktveranstaltung zum Protest gegen den Weiterbau der Autobahn nach Wolfsburg. Aufgerufen hatte ein Lüneburger Bündnis aus neun verschiedenen Gruppierungen. Rund 20 Teilnehmer liefen auf einer 700 Meter langen Strecke zum geplanten Trassenverlauf im Bereich Lüneburg-Hagen, um dort zu zeigen, welche Landschaft durch den Autobahnbau zerstört werden würde. „Uns alle einigt, dass wir in der A 39 keine Lösung der Verkehrsprobleme sehen. Vielmehr wird sie für mehr Verkehr und Lärm sorgen. Auch durchschneidet sie Naturschutzgebiete“, sagte Theresa Berghof vom Klimakollektiv Lüneburg. Statt eine Autobahn zu bauen, solle besser der Öffentliche Nahverkehr und die Binnenschifffahrt für den Gütertransport gestärkt werden. „Wir wollen auch, dass in die Infrastruktur investiert wird. Aber anders, sodass mehr Mobilität für alle dabei herauskommt, zum Beispiel durch mehr Busse und Bahnen“, betonte sie. Um dem Protest gegen die A 39 noch mehr Nachdruck zu verleihen, ist für den 17. April eine Fahrraddemonstration geplant, die um 12 Uhr auf dem Lüneburger Bahnhofsvorplatz starten soll. Geplant ist folgende Route von dort aus: Dahlenburger Landstraße, Konrad-Adenauer-Straße, Ostumgehung in Richtung Norden bis zur Anschlussstelle Ebensberg. Noch laufen allerdings abschließende Gespräche mit den Genehmigungsbehörden, den genauen Streckenverlauf werden die Veranstalter rechtzeitig bekanntgeben, sobald dieser feststeht. Text: stb / Foto: t&w
}}
=== 9. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum gesunkenen Nutzen-Kosten-Verhältnis der A39
|Headline=Relativ in Schieflage
|Untertitel=Bei der A39 ist das Verhältnis zwischen Nutzen und Kosten weiter gesunken. Das
Ministerium hält dennoch am Bau fest
|Autor=Peter Mlodoch
|Ort=Hannover/Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-09.jpg|thumb|708px|center|'''Der Bau der A39 war, ist und bleibt ein großes Streitthema im Landkreis Lüneburg. Am Wochenende gibt es wieder Proteste.''' Foto: t&w]]
Termine für erste Spatenstiche gibt es noch nicht; die für 2030 vorgesehene Inbetriebnahme ist höchst ungewiss. Dafür steht aber längst fest, dass der Neubau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg deutlich teurer wird als ursprünglich prognostiziert. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis des Projekte ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken: von 2,1 auf 1,8. Das ergibt sich aus einem aktuellen Sachstandsbericht des Bundesverkehrsministeriums, die der grüne Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler aus Hannover angefordert hat.
Danach laufen zwar für vier der sieben Abschnitte der A 39 die Planfeststellungsverfahren seit mehreren Jahren; die anderen
drei befinden sich in der Vorbereitung. Aber: „Eine Einschätzung zur Dauer der Verfahren ist insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Klagen konkret nicht möglich“, räumt das Ressort von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ein. „Vollziehbares Baurecht liegt derzeit nicht vor“, heißt es in der Auskunft, die der Landeszeitung vorliegt.
Den aktuell genehmigten Kostenstand für die insgesamt 106 Kilometer beziffert das Ministerium auf 1,352 Milliarden
Euro. Als das Projekt 2016 in den neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) aufgenommen wurde, betrug diese Summe noch 1,083 Milliarden Euro. 13 Jahre früher waren es sogar nur 437 Millionen Euro – allerdings mit einem anderen, um rund 20 Kilometer kürzeren Streckenverlauf. Trotz der Preisexplosion und der damit verbundenen Absenkung der Nutzen-Kosten-Relation stellt das Scheuer-Ressort den Sinn der Autobahn nicht in Frage: „Damit ist das Projekt wirtschaftlich.“
Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ist von den großen Vorteilen der Neubaustrecke von
seinem früheren Heimatort zum VW-Standort überzeugt. „Das Projekt trägt dazu bei, den Logistik- und Wirtschaftsstandort Niedersachsen leistungsfähiger und attraktiver zu machen“, betont der Ressortchef. „Auch die Menschen vor Ort profitieren von einer besseren Verkehrsanbindung: Die Erreichbarkeit von Kommunen wird deutlich verbessert – gleichzeitig nimmt die Belastung in den Gemeinden durch den Durchgangsverkehr ab.“ Mit dem Bau der A 39 werde zudem eine wichtige, zusätzliche Nord-Süd-Verbindung im norddeutschen Fernstraßennetz geschaffen und die stark frequentierte A 7 entlastet.
'''„Eine Einschätzung zur Dauer der Verfahren ist insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Klagen konkret nicht möglich.“'''<br>
Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums
Kindler und seine Fraktionskollegin Julia Verlinden aus Lüneburg fordern dagegen den sofortigen Stopp der Planungen: „Von Anfang an wurden die Kosten künstlich niedrig und der verkehrliche Nutzen hochgerechnet.“ Kein einziges Verkehrsproblem
werde durch dieses „sinnlose Prestigeprojekt“ gelöst. „Das Geld, das hier verpulvert wird, fehlt für dringend benötigte Investitionen in ein besseres Schienennetz, sicherere Radwege und saubere Busse in Niedersachsen.“ Außerdem sei die A 39
klimaschädlich und gefährde die Artenvielfalt: „Der Neubau zerstört eine intakte Kulturlandschaft, wertvollen Wald und würde ein europäisches FFH-Naturschutzgebiet durchschneiden“, kritisieren sie. „Wir dürfen unsere natürlichen Lebensgrundlagen nicht dem Straßenbauwahnsinn opfern.“
Laut der Auskunft des Bundesministeriums soll die A 39 nach Inbetriebnahme fast 98 Millionen Autokilometer jährlich
generieren. Bis zu 64 000 Pkw und 9470 Lastwagen täglich erwartet das Verkehrsressort auf den einzelnen Abschnitten. Im Projektinformationssystem des BVWP ist der CO₂-Ausstoß pro Jahr mit 75 000 Tonnen angegeben. 375 Hektar Fläche sollen für den Bau versiegelt werden. Im Gegenzug sind 1300 Hektar Ausgleichsflächen vorgesehen.
Althusmann drückt trotz der vagen Zeitangaben aus Berlin und des ab Januar erfolgten Zuständigkeitswechsels vom Land
auf die Autobahn GmbH des Bundes aufs Tempo: „Das Land Niedersachsen erhofft sich weiterhin einen möglichst schnellen
Baubeginn.“ Der ursprüngliche niedersächsische Zeitplan sei von einem Baustart in den Abschnitten 7 und 6 (Wolfsburg bis Wittingen) ab 2022 und im Abschnitt 1 (rund um Lüneburg) ab 2024 ausgegangen, erklärt das Ministerium in Hannover. Die weiteren Abschnitte hätten zeitversetzt folgen sollen. „Bei einer Bauzeit von rund drei bis vier Jahren je Abschnitt sollten die ersten Fahrzeuge ab 2026 auf einzelnen Autobahnabschnitten rollen.“
}}
=== 14. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LP
|Thema=zur Auftakt-Versanstaltung vom 7. April für die Fahrrad-Demo am 17. April
|Headline=Initiativen machen Front gegen A 39
|Untertitel=Lüneburger Gruppen protestieren • Demo auf dem Fahrrad • IHK fordert Tempo bei Planung
|Autor=Karo
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LP_2021-04-14.jpg|thumb|552px|center|'''<span style="color:red">keine Autobahn:</span> Das ist das gemeinsame Ziel eines Bündnisses aus zahlreichen Lüneburger Gruppierungen. Am vorigen Mittwoch trafen sich Vertreter aller Gruppen in Hagen auf der geplanten Trasse der A 39. Für kommenden Samstag lädt das Bündnis zur Fahrraddemo ein.''' Foto: Friedhelm Feldhaus/nh]]
Gemeinsam ist man stärker – das dachten sich die Mitglieder zahlreicher Lüneburger Gruppierungen,
die sich vor einer Woche in Hagen auf der Trasse, auf der die Autobahn 39 gebaut werden soll, versammelten:
„Keine A39“ lautet das Ziel des regionalen Bündnisses.
Seit Jahren gibt es lokale Proteste gegen den Bau der A 39, die einmal Lüneburg und Wolfsburg verbinden soll. Bereits 2006 gründete sich die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, um den Bau der Autobahn zu verhindern. Mit der Aktion am vorigen Mittwoch zeigten die Demonstranten, dass auch heute noch viele Gruppierungen beim Thema A 39 an einem Strang ziehen. Mit dabei sind u. a. das Klimakollektiv, Fridays For Future, Parents For Future, Fossil Free Lüneburg, Extinction Rebellion, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, Klimaentscheid, Grüne Jugend, Verkehrsclub Deutschland, Zukunfts- und Ernährungsrat. Mit ihren Statements wollen die verschiedenen Initiativen auf ihre Argumente gegen das Neubauprojekt hinweisen.
„Der Bau neuer Autobahnen ist eine klimapolitische Katastrophe“, sagt z. B. '''Theresa Berghof''' vom Klimakollektiv, „er fördert weiter die enorme Flächenversiegelung, die Zerschneidung von Naturräumen und den klimaschädlichen motorisierten Individualverkehr.“ '''Hannah Lübbert''' vom Klimaentscheid Lüneburg ergänzt: „Der Landkreis hat den Klimanotstand ausgerufen, die Stadt hat einen Klimaschutzplan vorgelegt. Beides ist mit dem Ausbau der A39 nicht vereinbar.“ Zukunftsstadt zu sein, bedeute auch, dass Lüneburg schon heute Verantwortung übernehme und sich gegen Maßnahmen einsetze, die nicht mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbar seien.
„Seit 1995 wird die A 39 von wissenschaftlichen Studien nicht empfohlen. Sie ist umweltschädlich, nicht notwendig und steht den erklärten verkehrspolitischen Zielen der Bundesregierung entgegen. Durch nahezu perfekte Lobbyarbeit und unsägliche Schönrechnerei wurde die A 39 bis in die Klimakrise hineingerettet“, heißt es von der BI Lüne-Moorfeld.
„Der geplante Autobahn-Ausbau zerschneidet zahlreiche wichtige Biotope mit streng geschützten Arten“, ist ein Argument von Extinction Rebellion, „dem Eisvogel, der Zwergfledermaus und dem Moorfrosch wird quasi eine Mauer durchs eigene Wohnzimmer gezogen.“
Und Parents for Future geben zu bedenken: „Es gibt Menschen in der Nähe von Lüneburg, die sich vom Bau der A 39 eine Verbesserung ihrer Lebenssituation erhoffen. Zum Beispiel die Einwohner von Melbeck, die den Durchgangsverkehr auf der B 4 durch ihr Dorf ertragen müssen. Wir müssen den Kampf gegen die A 39 deshalb
verbinden mit der Forderung nach einer umfassenden Verkehrswende. Der individuelle Autoverkehr und der Lkw-Verkehr müssen massiv reduziert werden.“
Und der Protest geht weiter: So kündigt das Bündnis eine Fahrraddemo mit dem Motto „Keine A39 – Verkehrswende jetzt, auch in Lüneburg!“ für Samstag, 17. April, an. Start ist um 12 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz, der weitere Verlauf ist über die B 4/B209 geplant, die zur A39 ausgebaut werden soll.
{{Kasten gelb|
''' HK drückt aufs Tempo'''
„Wenn die A-39-Planung immer wieder behindert oder verzögert wird, ist es auch kein Wunder, dass das Projekt immer teurer wird. Das sollte nun wirklich niemanden mehr überraschen“, mit diesen Worten reagiert Michael
Zeinert, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, auf die Forderung Uelzener Politiker nach einem Planungsstopp für die A 39. „Wir brauchen eine Planungsbeschleunigung, um die A 39 endlich und ohne weitere Kostensteigerungen fertigzustellen.“
Die Vollversammlung der IHK hatte ihre Haltung erst im März einmal bekräftigt. Mit der neuen Position „Investieren, Digitalisieren, Flexibilisieren“ betonten die Vertreter der regionalen Wirtschaft die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur für einen nachhaltigen Weg raus aus den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Die A39 ist dabei eine wirtschafts- und strukturpolitische Kernforderung.
}}
{{Kasten gelb|
'''Die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg'''
Ursprünglich war die Fertigstellung des 106 km langen Bauabschnittes zwischen Lüneburg und Wolfsburg für das Jahr 2030 vorgesehen – das scheint aber in weite Ferne gerückt zu sein.
Aktuell läuft für vier der sieben Bauabschnitte das Planfeststellungsverfahren, darunter auch für den 7,7 km langen Abschnitt bei Lüneburg. Für diesen Teil ist der Planfeststellungsbeschluss für Ende 2022 anvisiert. Für drei Abschnitte ist das Planfeststellungsverfahren noch in Vorbereitung.
Die Neubaustrecke ist als vierspurige Autobahn mit zwei Fahrstreifen plus Standstreifen pro Fahrtrichtung geplant. Im Bereich Lüneburg zwischen den Anschlussstellen Nord und Erbstorfer Landstraße wurde auf einer Länge von vier Kilometern ein sogenannter Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung hinzugefügt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die Gesamtkosten werden aktuell mit ca. 1,352 Milliarden Euro angegeben. 2016 waren es noch 1,083 Milliarden. Karo
}}
}}
=== 16. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrrad-Demo vom 17. April
|Headline=Ostumgehung wird für Demo gesperrt
|Untertitel=Der Protest am Sonnabend richtet sich gegen den Weiterbau der A39 – Die Wirtschaft fordert hingegen mehr Tempo beim Bau
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Am Sonnabend, 17. April, wird in Lüneburg erneut demonstriert. Unter dem Motto „Keine A39 – Verkehrswende
jetzt!“ wollen Fahrradfahrer vom Bahnhofsvorplatz aus durch den östlichen Teil des Lüneburger Stadtgebietes über die Ostumgehung und wieder zurück zum Bahnhof radeln. Die Initiatoren rechnen mit rund 200 Teilnehmern. Wegen der Demo wird es in der Mittagszeit zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, auch mit Verspätungen im Linienbusverkehr ist zu rechnen.
'''Start mit Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz'''
Sie fordern mehr Platz für Menschen statt für Autos und lehnen den Weiterbau zwischen Lüneburg und Wolfsburg ab, bei der rollenden Kundgebung in der Zeit von etwa 12 bis 14.30 Uhr wollen die Teilnehmer ihr Anliegen deutlich machen. Aufgerufen dazu hat ein Lüneburger Bündnis verschiedener Gruppierungen. Nicht zufällig wählen sie den Weg über die Ostumgehung, die an diesem Tag dafür einmal mehr zeitweise für Autos gesperrt werden muss, und zwar in Fahrtrichtung Norden zwischen den Anschlussstellen Deutsch Evern und Ebensberg. Die Strecke im Einzelnen: Nach dem Auftakt auf dem Bahnhofsvorplatz mit einer ersten Kundgebung führt die Fahrrad-Demo dann über die Dahlenburger Landstraße, weiter über Theodor-Heuss- und Konrad-Adenauer-Straße zur Ostumgehung. Dort ist in Höhe der Brücke Dahlenburger Landstraße eine Zwischenkundgebung geplant.
Danach geht es schließlich weiter bis zur Abfahrt Moorfeld und dann über Erbstorfer Landstraße, Meisterweg, Rabenstein-,
Henning- und Bleckeder Landstraße wieder zum Bahnhofsvorplatz zur Abschlusskundgebung. Auf der Ostumgehung weisen
Schranken und Schilder auf die Sperrungen beziehungsweise auf extra an diesem Tag geltende Tempolimits auf der Gegenfahrbahn hin.
Die Stadtverwaltung hat die angemeldete Demo nach Kooperationsgesprächen mit den Initiatoren bestätigt. Genehmigt
werden muss sie nicht (siehe Infobox).
'''Unternehmen brauchen bessere Infastruktur'''
Derweil kommt aus der regionalen Wirtschaft eine ganz andere Position. „Wir brauchen eine Planungsbeschleunigung,
um die A39 endlich und ohne weitere Kostensteigerungen fertigzustellen“, fordert Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg. Mit einer gestärkten Infrastruktur würden sich automatisch auch Standortbedingungen in der Region verbessern. Fachkräfte könnten Firmen aus der Region besser und schneller erreichen, das Wohnen in bislang strukturschwächeren Regionen werde attraktiver und die Tourismuswirtschaft profitiere von einer besseren Erreichbarkeit, ist er überzeugt. Die Vollversammlung der IHK hatte ihre Forderung zum Ausbau der A39 deshalb bekräftigt.
{{Kasten gelb|
'''<big>Zur Sache</big>'''
'''<big>Demonstrieren ist ein Grundrecht</big>'''
'''Immer wieder''' wird in Lüneburg auch in Zeiten von Corona demonstriert. Allein 215 Demos waren es im Jahr 2020 – zum Vergleich: 2018 waren es ganze 24. Wie passt das mit Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen zusammen? Dennis Lauterschlag, Sachgebietsleiter für Gefahrenabwehr, allgemeines Ordnungs- und Versammlungsrecht bei der Stadt, macht deutlich: „Das Demonstrationsrecht ist ein unverzichtbares Grundrecht. Es ist in Artikel 8 unseres Grundgesetzes festgeschrieben. Es gibt hohe Hürden, dieses zu beschneiden.“ In der aktuellen Fassung der niedersächsischen Corona-Verordnung seien Demos ausdrücklich ausgenommen.
'''Es sei ein weit verbreiteter Irrglaube,''' dass die Stadt Demonstrationen genehmigen muss. Das stimme nicht. Sie müssten lediglich spätestens 48 Stunden vor ihrer Bekanntgabe bei der zuständigen Ordnungsbehörde angezeigt werden, damit es zum Beispiel kein Verkehrschaos gibt. Verbieten könne die Stadt Demos nur in sehr engen Grenzen.
'''Aufgrund der Corona-Verordnung''' gebe es auch keine Begrenzungen auf eine maximale Teilnehmerzahl. Allerdings müsse ein Hygienekonzept vorgelegt werden und auf der gewählten Fläche ausreichend Platz für die Anzahl an erwarteten Teilnehmern zur Verfügung stehen, damit das Abstandhalten möglich bleibt. Lauterschlag betont: „Wenn jemand eine Versammlung mit 1000 Personen auf dem Glockenhof anzeigt, ist klar, dass das im Moment nicht geht.“
}}
}}
=== 17. April 2021 ===
==== dpa-Meldung ====
überregional, z.B [https://www.abendblatt.de/region/niedersachsen/article232065265/Rund-600-Fahrradfahrer-demonstrieren-gegen-A39-Ausbau.html Hamburger Abendblatt], [https://www.sueddeutsche.de/politik/demonstrationen-lueneburg-rund-600-fahrradfahrer-demonstrieren-gegen-a39-ausbau-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210417-99-243710 Süddeutsche Zeitung]
{{Kasten|1=
'''<big>Rund 600 Fahrradfahrer demonstrieren gegen A39-Ausbau</big>'''
dpa '''Lüneburg''' - Mit einem Fahrradkorso haben rund 600 Demonstranten in Lüneburg gegen den geplanten Ausbau der Autobahn 39 und für eine Verkehrswende demonstriert. Die Radfahrer sammelten sich am Bahnhofsvorplatz und fuhren dann über die Bundesstraße 4/209, wie ein Polizeisprecher am Samstag mitteilte. Eigentlich seien zunächst nur rund 200 Teilnehmer erwartet worden. Die Straßen wurden für den Demonstrationszug vorübergehend für den Verkehr gesperrt. Die Kundgebung, die unter dem Motto "Keine A39, Verkehrswende jetzt" stand, sei "absolut friedlich" verlaufen, sagte der Sprecher. Zu größeren Behinderungen kam es demnach nicht.
Die geplante Strecke der A39 soll später einmal Lüneburg und Wolfsburg miteinander verbinden. Der Ausbau ist seit Jahren umstritten.
}}
=== 19. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=Auf Seite 1 zur Fahrrad-Demo vom 17. April
|Headline=Protest auf dem Fahrrad
|Untertitel=Rund 600 Menschen haben am Sonnabend in Lüneburg gegen den Weiterbau der A39 protestiert. Ihre Demo auf dem Fahrrad führte auch über die Ostumgehung. » Seite 3
|Autor=
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-19-1.jpg|thumb|927px|center|]]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrrad-Demo vom 17. April
|Headline=Radeln gegen die „Beton-Sackgasse“
|Untertitel=Rund 600 Menschen setzten ein deutliches Zeichen gegen den Weiterbau der A39
und für eine Verkehrswende
|Autor=Antje Schäfer
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-19-3.jpg|thumb|927px|center|'''Karin Loock (l.) und Eva Gresky (r.) waren nach Lüneburg gekommen, um mit Vertretern der Lüneburger Gruppen wie Theresa Berghof (hinten r.) und Jukka Kilgus (hinten l.) zu protestieren.''' Foto: t&w]]
Keine Autobahn 39 und eine umgehende Umsetzung der Verkehrswende – das waren die zentralen Forderungen bei einer Fahrrad-Demo, die auch über die Ostumgehung führte. Rund 600 Radfahrer traten dafür in die Pedale. Die von Lüneburger Gruppen organisierte Aktion bekam Unterstützung von Vertretern von Initiativen und Gruppen, die sich entlang der Strecke Lüneburg – Wolfsburg gegen den geplanten Weiterbau der A39 einsetzen.
Treffpunkt war der Bahnhofsvorplatz, wo eigentlich eine Kundgebung stattfinden sollte. Doch mit Blick auf die steigenden
Inzidenzwerte hatten die Organisatoren darauf verzichtet. Es wurde auf Abstand von zwei Metern zum nächsten geachtet,
Maskenpflicht selbstverständlich eingehalten.
Bevor die Protest-Tour startete, machte Theresa Berghof vom Klimakollektiv gegenüber der LZ deutlich: „In Zeiten der Klimakrise ist es ein Irrweg, wenn in Deutschland weiter Hunderte Kilometer Autobahnen neu gebaut werden sollen. Gemeinsam fahren wir mit der Fahrraddemonstration genau dorthin, wo eine verkehrspolitische Sackgasse in Beton gegossen werden soll.“
Hannah Lübbert vom Klimaentscheid verwies darauf, dass der Landkreis Lüneburg den Klimanotstand ausgerufen habe,
was dringend notwendig sei angesichts der Klimakrise. Klimaneutralität heiße, klimafreundliche Projekte zu fördern, aber auch solche zu unterlassen, „die mit den Klimazielen unvereinbar sind. Ein solches Projekt ist die A39“. Wo die Politik es nicht schaffe, eigene Ziele einzuhalten, „müssen Bürger aktiv werden“. Da gehe Klimaentscheid voran, indem die Initiative
ein Bürgerbegehren auf den Weg bringen will, damit Lüneburg bis 2030 klimaneutral ist.
Die Pläne für die A39 bezeichnete Jukka Kilgus von Extinction Rebellion als „ein Symptom der bisher fehlgeschlagenen und verschlafenen Verkehrswende. Wenn wir weiterhin derart die Lebensgrundlagen zerstören, wird es das Überleben von Milliarden Menschen gefährden“.
'''Kritik richtet sich auch gegen gestiegene Kosten'''
Volker Constien gehört der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld an, die sich 2006 gegründet und dem Dachverband der BIs gegen die A39 angeschlossen hat. Er freute sich über die öffentlichkeitswirksame Aktion, die von vielen Lüneburger Gruppen getragen werde. Seit 1995 werde die A39 „von wissenschaftlichen Studien nicht empfohlen“, seither werde der Nutzen des geplanten A39-Lückenschlusses „schöngerechnet“, während die 2003 veranschlagten Kosten von 437 Millionen Euro mittlerweile aufs Dreifache gestiegen seien. Die rund 1,4 Milliarden Euro, die der Autobahnbau kosten würde, „brauchen wir dringend für eine sozial-ökologische Verkehrswende“, machte Jutta Beer vom Ortverband der Lüneburger Grünen deutlich. Bus- und Bahnverkehr müssten nicht nur ausgebaut und das Netz engmaschiger, sondern die Tickets auch für jeden erschwinglich werden.
Zur Demo gekommen war auch Petra Vollmer aus dem Kreis Uelzen. „Ich habe bereits 2004 bei der ersten großen Demo gegen die A39 mitgemacht. Das politische Kima hat sich inzwischen geändert, darauf setze ich meine Hoffnung.“ Auch Eva Gresky von der BUND-Kreisgruppe Gifhorn ist überzeugt: „Die Verkehrswende wird kommen, weil die Bundestagswahl im
September eine Klimawahl wird.“ Sie begrüßt, dass viele „tüchtige, junge Leute“ inzwischen den Protest breit aufgestellt nach
vorne bringen. Am 5. und 6. Juni werde es bundesweite Aktionstage gegen den Weiterbau der A39 geben.
Vom Bahnhof führte die Protest-Tour über die Dahlenburger Landstraße, Theodor-Heuss-Straße, Konrad-Adenauer-Straße
auf die Ostumgehung und auf dieser bis zur Anschlussstelle Moorfeld. Dort löste sich die Demo auf. Die Polizei hatte Sperrungen von Straßen zeitlich so abgestimmt und Umleitungen angezeigt, dass es zu keinen endlos langen Staus für den Autoverkehr kam.
}}
=== 24. April 2021 ===
==== Leserbrief in der {{LP}} <big>„Ein Projekt der Vergangenheit“</big> ====
{{LB|Jonas Korn / Adendorf}}
{{Kasten|1=
Der Protest gegen die geplante Autobahn durch Lüneburg und für eine Verkehrswende ist lebendig und von einem breiten Bündnis getragen. Es ist klar, dass die IHK bei dem starken Gegenwind Panik bekommt und die Planung „beschleunigen“ will.
Was unerwähnt bleibt: Die „Verzögerungen“ kommen daher, dass der geplante Verlauf der A 39 gegen geltendes Recht verstieß – soll das etwa gebrochen werden?
Die geplante Trasse verläuft zudem durch bereits geschädigte Wasserschutzgebiete, Ökosysteme gefährdeter und streng geschützter Arten und durch Natura-2000-Gebiete.
Diese Autobahn ist ein Projekt der Vergangenheit – und diese sollte nicht über Gegenwart und Zukunft herrschen. Was wir brauchen ist eine Verkehrswende und keine weiteren Autobahnen.
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} <big>„Sinnfrei und gesetzeswidrig“</big> ====
{{LB|Thomas Heidmann / Bleckede}}
{{Kasten|1=
Grundsätzlich bin ich ein Freund des gemäßigten Wortes, aber ein halbseitiger Artikel in der Lünepost lässt ein gewisses Aggressionspotential in mir erscheinen.
Protest gegen A 39 … Gelten derzeitige Corona-Schutzgesetze nicht für diesen kläglichen Trupp Hobbydemonstranten? Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass man zu diesem Zeitpunkt, da ja nun alles und jeder mit den Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen hat, ein derartiges Thema aus der Schublade holt.
Vermutlich ist dies ein Resultat aus purer Langeweile, gepaart mit dem Wunsch nach Selbstdarstellung.
Ich sehe einen Verstoß gegen das Versammlungsverbot und außerdem werden vorgeschriebene Mindestabstände nicht eingehalten. Aber mit 1,5 m Abstand (Maske entbindet nicht davon) machen die hochgehaltenen, lustigen Schildchen natürlich wenig Sinn.
Ich finde es nur schade, dass derartige sinnfreie und gesetzeswidrige Demonstrationen bei der Lünepost eine Plattform bekommen.
}}
=== 26. April 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Lüneburger Niederlassung der [[Autobahngesellschaft]]
|Headline=Sie will die A 39 zu Ende bauen
|Untertitel=Gesa Schütte leitet die Außenstelle der Autobahn GmbH in Lüneburg. Die Arbeiten an Abschnitt 1 sollen 2024 beginnen
|Autor=Malte Lühr
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-04-26.jpg|thumb|697px|center|'''Außenstellen-Leiterin Gesa Schütte kennt die Region gut, arbeitete von 2008 bis zum vergangenen Jahr bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. ''' Foto: t&w]]
Zum 1. Januar ist die Außenstelle Lüneburg der neu gegründeten Autobahn GmbH des Bundes an den Start gegangen. Die derzeit 16 Mitarbeiter haben unter anderem die Planung der umstrittenen Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg von der bisher zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr übernommen. Bis zum Jahresende soll die Außenstelle auf 25 Frauen und Männer anwachsen.
An deren Spitze steht mit Gesa Schütte eine Frau, die in Lüneburg bestens bekannt und vernetzt ist. Seit 2008 war die verheiratete Mutter von zwei Kindern für die Landesbehörde im Einsatz, zuletzt als Leiterin des Fachbereiches Bauen. Und die studierte Bauingenieurin hat sich viel vorgenommen. „Ich möchte die A 39 zu Ende planen und bauen. Dabei ist es mein Ziel, mögliche Klagen von Privatleuten möglichst gegen Null zu drücken.“
'''Planer wollen Gespräch mit den Betroffenen suchen'''
Dass Umweltverbände wie BUND und Nabu gegen das Milliarden-Projekt klagen werden, „ist bei solchen Vorhaben ganz normal“, sagt die 47-Jährige. Daran werde auch sie nichts ändern können. Das Gespräch suchen will Schütte deshalb vor allem mit betroffenen Bürgern entlang der Strecke, ihre Sorgen und Ängste ernst nehmen, mögliche Belastungen so weit wie möglich minimieren. Erste Treffen hat es bereits gegeben – unter anderem in Moorfeld. „Ich bin überzeugt, dass wir zum Beispiel für die große Mehrheit der Anwohner an der Ostumgehung am Ende einen besseren Lärmschutz haben werden als jetzt“, sagt Schütte.
Und auch bei dem rund 400 Meter langen Lärmschutzdeckel im Bereich des Stadtteils Moorfeld sucht die Autobahn-Planerin
den Dialog mit den Bürgern, will gemeinsam mit ihnen den Deckel gestalten. „Wir hoffen damit im Sommer starten zu können, doch das hängt auch von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab“, sagt Schütte.
Bis Ende des Jahres wollen sie und die Mitarbeiter der Außenstelle das Planfeststellungsverfahren für den ersten, 7,7 Kilometer langen Bauabschnitt der A 39 zwischen „Lüneburg Nord und östlich Lüneburg“ abschließen.
Der Baubeginn ist für 2024 geplant. Ihren Sitz hat die Außenstelle am Wilschenbrucher Weg. Dort, wo früher Studenten über
ihren Semesterarbeiten schwitzten, weht jetzt ein frischer Wind durch die Räume. Und das nicht nur wegen der teils grellen Farben: grauer Teppichboden für die Leitplanken, weiße Leuchten für die Mittel- und Seitenstreifen, schwarze Sessel im Konferenzraum und dunkelgraue Türrahmen für den Asphalt, orangefarbene Stehlampen für die Schutzjacken der Autobahn-Mitarbeiter und blaue Kommunikationsecken, die für die Autobahnschilder stehen. Dazu noch ein Strandkorb, der die Verbundenheit mit der Niederlassung Nord symbolisiert. „Wir wollen uns zu einer eigenen Marke entwickeln, verstehen uns als Dienstleister für die Bürger und Nutzer“, erklärt Schütte – „auch für diejenigen, die den Bau ablehnen“.
Aus Erfahrung weiß die 47-Jährige: „Auch mit Kritikern kann man konstruktiv diskutieren und gute Lösungen entwickeln. Genau das wollen wir tun.“
Leitbilder und Anspruch finden sich auch in einer Holzskulptur am Eingang der Außenstelle
wieder. Geschaffen hat sie der Egestorfer Kettensägen-Künstler Michael Knüdel. „Ein Einweihungsgeschenk von Kolleginnen
und Kollegen an mich“, erzählt Schütte. Das Holz stammt aus dem Garten eines Autobahnbauers, für die Skizze hat eine Kollegin zu Stift und Papier gegriffen. Zu sehen sind neben dem Logo der Autobahn GmbH eine Eule, „die für Weisheit, Klugheit und Umsicht steht“, Fisch und Heidschnucke, „die unsere Verbundenheit mit Menschen und Natur in der Region symbolisieren“, und auf der Rückseite eine Blaue Vogel-Azurjungfer.
'''Fühlt sich der Region verbunden'''
„Im fünften Abschnitt befindet sich eines der sehr seltenen Vorkommen im Norden, denn eigentlich stammt diese Libellenart
nicht von hier“, erklärt die Außenstellen-Leiterin. „Dieses Vorkommen zu schützen, ist uns ein besonderes Anliegen.“ Auch, weil sich Schütte der Region verbunden fühlt, in ihr verwurzelt ist – ebenso wie ihr Chef Klaus Franke. Der Direktor der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH lebt seit Jahrzehnten in Bütlingen und arbeitet in Hamburg.
{{Kasten gelb|
'''<big>GmbH in Zahlen</big>'''
'''Planen für den Norden'''
'''Die Außenstelle Lüneburg''' der Autobahn GmbH ist eine von vieren der Niederlassung Nord mit Sitz in Hamburg. Bundesweit
gibt es zehn Niederlassungen mit 41 Außenstellen.
'''Der Niederlassung Nord''' mit ihren rund 700 Mitarbeitern obliegt das Planen, Bauen und Instandhalten der Autobahnen
in Norddeutschland über Ländergrenzen hinweg. Zuständig ist die Niederlassung für 756 Kilometer Streckennetz, 1400
Brücken und zehn Autobahnmeistereien.
'''Bundesweit betreuen''' fast 15 000 Mitarbeiter der Autobahn GmbH ein Streckennetz von rund 13 000 Kilometern, gemanagt werden derzeit mehr als 6300 laufende Projekte.
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=== Hinweise zur [[Autobahn GmbH]] ===
=== 28. April 2021 ===
==== Leserbrief in der {{LP}} <big>„Nichts an der Demo war illegal“</big> ====
{{LB|Volker Constien / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
In der Lünepost wurde ein Leserbrief von Thomas Heidmann aus Bleckede veröffentlicht, durch den nicht nur die Fahrrad-Demonstration am 17. April und die daran Teilnehmenden verunglimpft werden, sondern automatisch auch das Ordnungsamt, die Polizei sowie die mehr als zehn Gruppierungen um das Klimakollektiv Lüneburg, die zur Teilnahme aufgerufen haben.
Ich teile die Besorgnis von Herrn Heidmann bezüglich der Corona-Pandemie und verurteile Verstöße gegen Hygienevorschriften – auch auf Demonstrationen. Selbstverständlich akzeptiere ich andere Meinungen als meine eigene, wenn sie gut begründet sind, jedoch geht es hier eher um Tatsachen als um Meinungen.
Entgegen der Tatsachen-Behauptung von Herrn Heidmann („Versammlungsverbot“) war die durch ihn verunglimpfte Veranstaltung ordnungsgemäß angemeldet und durch das Demonstrationsrecht gedeckt. Mit dem Ordnungsamt war ein sicheres Hygienekonzept abgestimmt, das von keinem der Teilnehmenden missachtet wurde. Die Demonstration wurde von der Polizei begleitet, die Straßen ordnungsgemäß abgesichert. Nichts an dieser Demonstration war somit illegal.
Um das Ansteckungsrisiko noch weiter zu minimieren, gaben die Veranstalter lediglich Statements an die Presse und verzichteten auf öffentliche Kundgebungen.
Statt Verständnis für die Sorgen der Teilnehmenden um die Umwelt und die Zukunft ihrer Kinder aufzubringen,
bezeichnet Herr Heidmann sie als „Hobbydemonstranten“ und unterstellt ihnen, aus „purer Langeweile, gepaart mit dem Wunsch nach Selbstdarstellung“ zu handeln. Gratulation zu diesem feinsinnigen Einsatz von Leserbrief-Stilmitteln.
Vor dem Hintergrund, dass weder Klimakrise noch die aktuellen (leider nicht, wie von Herrn Heidmann vermutet, in einer Schublade verschwundenen) Autobahn-Planungen auf das Ende der Corona-Pandemie warten, ist es wichtig, diesen Themenbereich im Blickfeld der Öffentlichkeit zu halten, um politische Entscheider/innen auf die Auswirkungen ihrer früheren Entscheidungen und auf die notwendige Ausrichtung ihrer künftigen Entscheidungen hinzuweisen.
Herr Heidmann hätte sich besser informieren sollen, statt sich mit seinem unbeholfenen Leserbrief an die Lünepost zu wenden und die Demonstration mit „sinnfrei“ zu betiteln. Gegen einen Austausch von Argumenten ist nichts einzuwenden, die ewig gleichen Scheinargumente der Klimakrisen-Leugner, Verkehrswende-Gegner und Autobahn-Befürworter wurden jedoch bereits ausnahmslos mehrfach widerlegt.
Es steht jedem frei, sich über ein Thema zu informieren oder es zu lassen. Sich aber nicht ausreichend informiert öffentlich polemisch und diskreditierend zu äußern, ist unangebracht und die unreflektierte Veröffentlichung durch die Presse ist fahrlässig.
}}
=== 30. April 2021 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} <big>Unverhältnismäßiges Vorhaben</big> ====
„Sie will die A 39 zu Ende bauen“, LZ vom 26. April
{{LB|Volker Constien / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
An Stelle von Frau Padberg und Herrn Möller liest man nun von Frau Schütte, anscheinend mochten trotz finanzieller Anreize nicht alle Lüneburger Landesplaner/innen ihren Beamten-Status aufgeben, um zur Autobahn GmbH zu wechseln.
Sicher kennt Frau Schütte die Einwendungen zu den Planungen von 2012 und 2017 im Abschnitt 1 und sicher weiß sie, dass auch nach der schriftlichen Erwiderung 2020 ihrer Vorgänger-Behörde und nach der darauf folgenden schriftlichen Online-Konsultation, die wegen Corona-Pandemie und angeblicher Notwendigkeit einer sofortigen Durchführung den bereits angesetzten Erörterungstermin ersetzt hat, viele schwerwiegende Einwendungspunkte nicht ausgeräumt sind.
Frau Schüttes Diskussionsbereitschaft ist ehrenwert, aber nicht das Mitreden-dürfen bei der Moorfelder Lärmschutzdeckel-Gestaltung, sondern die mangelhaften Lärmschutz-Nachbesserungen an der Ostumgehung treiben einige direkte Anwohner ins Pro-A39-Lager. Im Abschnitt 2 in Melbeck sind sogar Menschen der Meinung, die A39 (nächste Auffahrten Lüneburg-Hafen und Bad-Bevensen-Nord) würde die Belastung auf der B4 auf ein erträgliches Maß senken.
Die Blaue Vogel-Azurjungfer in Abschnitt 5, die zu schützen den Planern „ein besonderes Anliegen“ sei und auch der nicht von Frau Schütte oder der LZ erwähnte Ortolan (...) sowie andere (...) vorkommende gefährdete Arten ließen sich mit einer Bundesstraßen-Alternativplanung effektiver schützen.
Die A39 bleibt unnütz (Alternativplanung möglich), unwirtschaftlich (die 2004 angesetzten Kosten von 437 Millionen Euro haben sich bereits jetzt, lange vor Baubeginn, verdreifacht) und unverhältnismäßig umweltschädlich.
Im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen ist es zu begrüßen, dass die LZ das Thema im Blick der Öffentlichkeit hält, denn die Klimakrise erfordert unter anderem eine echte Verkehrswende, zu der selbstverständlich die Einstellung sämtlicher Autobahn-Neubauplanungen gehört.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} ====
„Sie will die A 39 zu Ende bauen“, LZ vom 26. April
{{LB|Theresa Berghof / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
Der Bau der umstrittenen A39 wird in Zeiten von Klimakrise und Verkehrswende munter voran getrieben, während dem Ausbau des Umweltverbunds weiterhin keine Priorität eingeräumt wird. Interessant fand ich, dass Frau Schütte es als „ganz normal“ ansieht, dass Umweltverbände (...) gegen das Milliarden-Projekt klagen. Sie klagen, weil die Planungen (...) die rechtswidrige Schädigung von EU-weit geschützten Natura 2000-Gebieten vorsehen. Ich finde es erschreckend, dass die Leiterin des Büros diesen Umstand derartig abtut.
}}
{{Pressefuss|März 2021|Mai 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte August 2006
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2025-02-05T23:12:42Z
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1 Version importiert
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{{Pressekopf}}
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=== 30. August ===
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} über Schüler-Fernsehinterview ====
{{Kasten gelb|
'''Protest: Schüler aus Moorfeld haben Unterschriften gesammelt'''
'''<big>Kinderprotest gegen A-39-Plan</big>'''
[[Bild:HA060830.jpg|thumb|460px|'''Fridolin (v.l.), Marcel, Lutz und Frederic finden die A 39 nicht gut.'''<br>FOTO: SCHNEEFUSS]]
"[[Vorzugstrasse|Die Trasse geht direkt an unserer Schule vorbei]]", sagen die Jungen. Ihre Aktionen brachten ihnen einen TV-Auftritt ein.'''
'''Carolin George'''<br>Lüneburg
"Fußballspielen im Grünen geht dann nicht mehr", sagt Frederic Sorbe mit Blick auf den großen Garten hinter ihm - wenn erst einmal die [[Vorzugstrasse|Autobahntrasse der geplanten A 39]] direkt vor seinem Elternhaus verläuft, wird es laut, das weiß der Elfjährige schon jetzt.
Weil er sich mit dem Projekt nicht abfinden will, hat er sich gemeinsam mit drei seiner Mitschüler an das Fernsehen gewandt, um seine Sorgen einem großen Publikum vorzustellen. Mit Erfolg - ein Kamerateam des Kinderkanals (KiKa) besuchte die elf- und zwölf Jahre alten Jungen und ließ sich für eine [http://www.tivi.de/fernsehen/logo/start/index.html Sendung des Kindermagazins "Logo"] vor Ort zeigen, worum es den Kindern geht. "[[Vorzugstrasse|Die Trasse geht direkt an unserer Schule vorbei]]", erläutert Marcel Winkelmann (12) - genau wie seine drei Mitschüler besucht er die Außenstelle des Gymnasiums Johanneum an der Grundschule Lüne Am Domänenhof.
Der [[Lärm]], die Abgase, die Zerstörung ihres Wohnviertels, das ist es, was den Kindern Sorgen macht: "Unsere Freunde in Moorfeld und Ebensberg könnten wir dann gar nicht mehr allein besuchen", sagt Frederic, der ebenso wie sein Mitschüler Fridolin Katz nicht nur direkt an der Autobahn lernen, sondern auch noch dort wohnen müsste: "Als meine Mutter [[Vorzugstrasse|die Trasse]] zum ersten Mal in der Zeitung sah, dachte sie, das sei ein Aprilscherz. Inzwischen wissen wir alle, dass ist ernst gemeint", erinnert sich Fridolin. Und weil sie alle gleichermaßen verstört sind über die Auswirkungen des Projekts, haben sie auch Unterschriften gegen die A 39 gesammelt: Marcel Winkelmann und Lutz Thies (11) haben mit Erlaubnis der Schulleiterin ihre Mitschüler angesprochen. Frederic und Marcel waren in ihrer Freizeit aktiv und haben auf der Straße und vor Supermärkten die Menschen angehalten: "500 Unterschriften haben wir zusammenbekommen", erklärt Lutz nicht ohne Stolz.
"Richtig glücklich", ist Frederic über die Arbeit des Fernsehteams: "Ich finde es gut, dass sie gekommen sind" - auch wenn von den drei Tagen Arbeit mit dem Filmteam am Ende nur wenige Sendeminuten übrig blieben. [[Politiker]] waren bei den Filmarbeiten übrigens nicht dabei: "Nur Herr Manthey von der zuständigen Behörde", sagt Frederic - und mit dessen Antworten waren die Kinder nicht ganz zufrieden: "Der hat sich immer nur auf die [[Gesetze]] bezogen und gesagt, das wird alles noch geprüft." Das Urteil der Kinder steht jedenfalls fest: "So viel zerstörte Natur für 20 Minuten weniger Fahrzeit nach dem Bau der Autobahn", das kann Fridolin Katz nicht nachvollziehen.
Und auch Marcel gehört nicht zu den Befürwortern: "Ich glaube gar nicht, dass das mehr [[Arbeitsplätze]] gibt", überlegt er, "das können ja fast nur Tankstellen sein."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/08/30/604453.html Quelle]
}}
=== 28. August ===
==== {{LZ}} zum Stadtteilfest ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Feiern in der Regenpause</big>'''
'''Fest-Reigen am Wochenende - Lüneburger lassen sich die gute Laune nicht verderben'''
''ca'' '''Lüneburg'''.
Am letzten Wochenende der Sommerferien feierte Lüneburg kräftig, doch das launische Wetter verlangte von den Organisatoren Improvisationstalent.
Am Loewe-Center hatten Geschäftsleute, Vereine, Initiativen vom Ebensberg und aus dem Moorfeld sowie die Gemeinde Lüne zum Stadtteilfest eingeladen. Die Bands Popstars und Wäxxljahre heizten ein, für Lacher sorgte die Theatergruppe Lüner Lampenfieber mit Sketchen zum Thema A 39. Mehr als 1000 Gästen gefiel die gelungene Fest-Mischung - bis der Regen kam.
...
}}
==== {{LZ}} zum [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Grüne]]r sieht Spielraum für Manipulationen</big>'''
'''Kritik an [[Kostenberechnung]] für A 39'''
''ahe'' '''Lüneburg'''.
[[Bild:2006 08 28 landeszeitung 01.jpg|thumb|459px|'''Eine Ente war das erste Auto von Peter Hettlich (r.), Sprecher für Baupolitik bei den Grünen im Bundestag. Die A39 will weder er, noch sein Parteikollege [[Andreas Meihsies]].''' <br>Foto: t&w]]
Die Wahrscheinlichkeit, dass die A 39 tatsächlich gebaut wird, schätzt Peter Hettlich auf "unter 50 Prozent" ein. Der Bundestagsabgeordnete, Sprecher für Baupolitik bei den [[Grüne]]n, glaubt, dass kein Geld für den Bau vorhanden ist und der örtliche Widerstand auf Dauer zu groß sein wird. Der 47-jährige ist zudem einer der größten Kritiker der [[Nutzen-Kosten-Verhältnis|wirtschaftlichen Nutzenberechnung]], die der A 39 in der [[Bundesverkehrswegeplan]]ung zugrunde liegt. In der Uni sprach er jetzt über die [[Nutzen-Kosten-Analyse]], die aus seiner Sicht viele Schwachpunkte aufweist. Welche das sind, machte er im LZ-Gespräch deutlich.
Wesentliches Argument für die Bundesregierung, die A 39 zu bauen, sei eine Verkürzung der Fahrtwege. Sie spiele bei der [[Berechnung des Nutzens]] eine entscheidende Rolle. Für Hettlich ist in diesem Punkt "Manipulationsfähigkeit Tür und Tor geöffnet. Das lässt sich künstlich hochrechnen, ohne dass man es konkret widerlegen kann." Er glaubt nicht an kürzere Fahrtwege, eher an zusätzliche Fahrten, die ohne Autobahn gar nicht anfallen würden. "Und die werden bei der Analyse viel zu gering berücksichtigt", findet der Politiker.
Er ist zudem davon überzeugt, dass die für den Bau genannten Kosten nicht eingehalten werden können. "Das ist doch heute schon die Regel, dass die Gesamtkosten von Bauprojekten künstlich runtergerechnet werden, um so zu einem als Argument für den Bau günstigeren [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] zu kommen." Er nennt ein Beispiel aus seiner Heimat: "Beim City-Tunnel in Leipzig haben wir jetzt schon eine Kostensteigerung von 43 Prozent, ohne dass auch nur eine Röhre in der Erde ist."
Hettlich fodert: "Man muss an die Parameter der Berechnung für derartige Bauprojekte ran." Er ist zuversichtlich, dass die A 39 irgendwann "in Ehren beerdigt wird". Dafür brauche der Widerstand allerdings einen langen Atem, mahnt er.
}}
=== 26. August ===
==== {{LZ}}, Rubrik "Angespitzt" ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:Angespitzt.jpg|left]]'''<big>[[Parteien]] in der A 39-Falle</big>'''
''M. Lühr'' '''Lüneburg'''.
[[Politiker]] sind manchmal wie Mädchen. Gern ziehen sie sich an den Haaren - auch Kratzen, Spucken, Beißen gehören zum Handwerk. Nicht so in diesem Sommer. Stattdessen entwerfen die [[Politiker|Spitzenkandidaten]] auf den Wahlplakaten eigene Positivlisten. Das Schöne am neuen politischen Zeitgeist: Jeder Bewerber darf sich auf jedem Themenfeld tummeln - so lange es sozial und umweltfreundlich ist, eckt er bei Parteifreunden nicht an.
Ein Thema will aber so gar nicht in dieses Konzept passen. Im Vorfeld heiß diskutiert, wird die A 39 im Wahlkampf zwar nicht totgeschwiegen, aber auch nicht plakatiert. Selbst die [[Grüne]]n halten sich zurück, obwohl ihnen der Salto rückwärts mit dreifacher Schraube und finalem Aufwärtshaken erspart geblieben wäre: Sie waren schon immer gegen die A 39.
Dabei brennt vielen Bürgern gerade dieses Thema unter den Nägeln. Doch oft muss Wähler zunächt den Kampf gegen die drei berühmten Affen aufnehmen, den [[Politiker|Kandidaten]] die Hände von Augen, Mund und Ohren reißen. Ist der Damm des Schweigens erst einmal gebrochen, werden die Wissbegierigen von einem Strom aus Allgemeinplätzen, Prognosen und Vermutungen mitgerissen.
Denn mit der Vorstellung der [[Vorzugsvariante]] ist auch die alte schwarz-weiße Argumentation hinfort gespült worden. Es geht nicht mehr um das Für und Wider. Nein, jetzt geht es um das Wo. Und genau das ist das Problem der [[Politiker|Wahlkämpfer]].
Plötzlich können sich die Damen und Herren nicht mehr hinter Sätzen wie "Autobahnen schaffen [[Arbeitsplätze]]" verschanzen, sondern müssen Otto Normalverbraucher erklären, warum die Aussicht auf neue Jobs, die "möglicherweise, eventuell" in einigen Jahren an der Autobahn 39 entstehen könnten, erhebliche Opfer in punkto Lebensqualität von ihm fordert.
Wie unterschiedlich die Konfliktstrategien der [[Parteien]] ausfallen, war jüngst im Kreistag zu beobachten. Während die Stadt-[[CDU]] mit Dr. [[Gerhard Scharf]] an der Spitze die offene Konfrontation mit den Landkreis-Kollegen suchte, eierte [[SPD]]-Fraktionschef [[Manfred Nahrstedt]] lieber rum. Zehn Minuten redete der Obergenosse zum Thema A 39, ohne etwas zu sagen, um dann wieder von vorn zu beginnen. Denn so ganz einig ist er sich mit Parteifreund [[Ulrich Mädge]] nicht, aber der ist Oberbürgermeister von Lüneburg, will das auch bleiben.
Böse Zungen könnten jetzt behaupten: Mit der [[Vorzugsvariante]] habe die Landesbehörde für Straßenbau [[Ulrich Mädge|Mädge]] ein faules Ei in den Wahlkampfkorb gelegt, aber so weit wollen wir nicht gehen. Und weil das alles so kompliziert ist und noch viel komplizierter werden kann, denken wir einfach positiv - und klammern das Thema A 39 im Wahlkampf einfach aus.
}}
* [[Benutzer:Harald-J. Firus|Replik von Harald-J. Firus auf diesen Artikel]]
* [[Presseberichte_September_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Frage.2C_ob_Autobahnen_Arbeitspl.C3.A4tze_schaffen|Leserbrief zu diesem Artikel]]
==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Samtgemeinde Gellersen) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Ende der Zweigleisigkeit </big>'''
'''Samtgemeinde Gellersen wählt ersten hauptamtlichen Bürgermeister'''
''stb'' '''Reppenstedt'''.
Die letzte Samtgemeinde im Landkreis verlässt mit der [[Kommunalwahl]] am 10. September die Zweigleisigkeit. Fortan wird es keine Trennung mehr geben zwischen ehrenamtlichem Bürgermeister und Verwaltungschef, dem Samtgemeindedirektor. Letzteren Posten hatte bisher Wolfgang Albrecht inne. Er verlässt nach der Wahl die Kommune. Bürgermeister ist bislang Klaus Olshof von der [[CDU]]. Er kandidiert abermals für den Samtgemeinderat und bleibt somit weiterhin aktiv in der Kommunalpolitik.
Ein Trio bewirbt sich bei den Wählern um den Chefsessel der Samtgemeinde im Rathaus Reppenstedt. Zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister wollen gewählt werden: Josef Röttgers (parteilos, für die [[CDU]]), Uwe Nehring ([[SPD]]) und [[Andreas Meihsies]] ([[Bündnis 90/Die Grünen]]). Sie wollen sich an die Spitze der Politik und Verwaltung der Samtgemeinde mit ihren Mitgliedsgemeinden Reppenstedt, Kirchgellersen, Südergellersen und Westergellersen setzen.
Das Kandidatentrio musste sich bereits im Vorfeld des LZ-Wahlforums am Montag, 28. August, 19 Uhr, Gasthof Cordes in Kirchgellersen, bei dem ihnen die Bürger auf den Zahn fühlen, Fragen stellen. Die Antworten sind unten abgedruckt. Josef Röttgers, Uwe Nehring und [[Andreas Meihsies]] mussten zu folgenden Themenschwerpunkten antworten (das Stichwort zur jeweiligen Frage ist fett gedruckt hervorgehoben):
* Wie stehen Sie zum Bau der '''Autobahn 39''' - besonders zu einem Trassenverlauf über das Gebiet der Samtgemeinde Gellersen ?
* Werden weitere '''Baugebiete''' ausgewiesen und welche Konsequenzen hat das für die Infrastruktur - müssen mehr Supermärkte, Schulen oder andere Einrichtungen geschaffen werden ?
* Benötigt die Samtgemeinde eine '''Weiterführende Schule''' ?
* Wie sehen Sie die '''Samtgemeinde im Jahr 2014''' ?
}}
{| {{tabelle auto}}
| [[Bild:Josef Roettgers.jpg]]
| [[Bild:Uwe Nehring.jpg]]
| [[Bild:Andreas Meihsies.jpg]]
|-
|'''Der parteilose Josef Röttgers (47) aus Kirchgellersen tritt für die [[CDU]] an. Er ist verheiratet.''' ''Foto: nh''
|'''Uwe Nehring (50), verheiratet, ein Sohn, aus Reppenstedt kandidiert für die [[SPD]].''' ''Foto: stb''
|'''[[Andreas Meihsies]] (46), ledig, aus Lüneburg tritt für [[Bündnis 90/Die Grünen]] an.''' ''Foto: t&w''
|-
|'''Autobahn 39'''
Diese ist unter der rot-[[grüne]]n Bundesregierung in den [[Bundesverkehrswegeplan]] mit hoher Priorität aufgenommen worden. Die Straßenbaubehörde hat eine [[Vorzugsvariante]] erarbeitet. Eine westlich verlaufende Autobahn dürfte kaum die Verkehrsprobleme Lüneburgs lösen. Deshalb sollte die [[Vorzugsvariante]] mit einigen Nachbesserungen umgesetzt werden.
'''Baugebiete'''
Der Wirtschaftsstandort Hamburg boomt. Wir sollten davon profitieren. Für Menschen, die dort arbeiten, aber nicht die hohen Hamburger oder Winsener Baulandpreise bezahlen können, ist unsere Samtgemeinde eine hervorragende Alternative. Bei allem Wachstum müssen wir aber die Infrastruktur, besonders Kindergärten und Schulen im Auge behalten. Wünschenswert ist mittelfristig, die Einkaufsmöglichkeiten in Wester- und Südergellersen zu verbessern.
'''Weiterführende Schule'''
Natürlich wäre es für eine Samtgemeinde unserer Größenordnung wünschenswert, über weiterführende Schulen zu verfügen. Für mich stellt sich die Frage, ob die Diskussion darüber nicht zu spät kommt.
'''Gellersen 2014'''
In der Samtgemeinde leben 14 000 Menschen. Verschiedene Projekte haben dazu beigetragen, die Lebens- und Wohnverhältnisse noch attraktiver zu gestalten. Die Naturparkerweiterung greift, bringt verstärkt Touristen. Über die Ansiedlung neuer Betriebe und Einrichtungen, vor allem im Bereich der Seniorenbetreuung, sind weitere wohnortnahe [[Arbeitsplätze]] entstanden.
|'''Autobahn 39'''
Lüneburg und das Umland, wie auch Gellersen, profitieren von der A 250. Dieser Effekt wird sich mit der A 39 aber nicht wiederholen. Es gibt diverse brachliegende Gewerbeflächen an bestehenden Autobahnen wie der A 7. Gellersen ist durch die A 250 und die weiteren Bundes-, Landes und Kreisstraßen, einschließlich des HVV gut an das Verkehrswegenetz angebunden. "Wohnen im Grünen" ist einer unserer Schwerpunkte. Eine A 39, besonders einen Trassenverlauf durch Gellersen, habe ich bereits im Reppenstedter Rat und im Samtgemeinderat abgelehnt.
'''Baugebiete'''
2004 habe ich als Ratsherr das Entwicklungskonzept für die Samtgemeinde bis 2018 mit erarbeitet und beschlossen. Die Einwohnerzielzahl wird dann rund 14 500 Einwohner betragen. Demzufolge kann es noch kleinere Baugebiete geben. Die Grundversorgung im Einkaufsbereich ist in Reppenstedt und Kirchgellersen befriedigend gelöst.
'''Weiterführende Schule'''
Ja, Gellersen braucht ein weiterführendes Schulangebot, da wir im Westen des Landkreises weiter eine Zunahme der Bevölkerung erleben werden.
'''Gellersen 2014'''
Die Gemeinden haben sich maßvoll weiterentwickelt. Der Naturpark zeigt positive Zuwächse im sanften Tourismus. Das dritte Kindergartenjahr ist kostenfrei, die Beiträge sind reduziert worden, in den Grundschulen gibt es Mittagessenangebote. Das Ganztagsschulangebot wird prima angenommen. Die ersten Mehrgenerationenhäuser sind bezogen.
|'''Autobahn 39'''
Ich lehne die A 39 überall ab - daher auch in Gellersen. Sie ist überflüssig. Alle Argumente gegen diese Autobahn konnten bis heute nicht widerlegt werden. Das Arbeitsplatzargument ist Wunschdenken der IHK. Die Zerstörung von Natur und Landschaft, die mit dieser Planung einhergeht, ist für jeden Laien nachvollziehbar.
'''Baugebiete'''
Ich habe eine Vision für Gellersen, ihr liegen drei gleichwertige Ziele zugrunde. Gellersen soll sich sozialverantwortlich, umweltverträglich und wirtschaftlich erfolgreich entwickeln. Dazu gehören auf der Planungsebene etwa die Neuaufstellung des Flächennutzungplanes und die Erarbeitung einer Gewerbeflächenbedarfsanalyse. Die Förderung umweltverträglicher Verkehrsmittel, Stopp des Landschaftsverbrauchs, Förderung der Naturparkidee. Das bedeutet, dass Gellersen nur in dem Maße noch quantitativ wachsen darf wie auch die Lebensqualität in Gellersen wächst oder zumindest gewahrt bleibt.
'''Weiterführende Schule'''
Ich unterstütze eine moderne weiterführende Schule in Gellersen, bei der die Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend gefördert werden.
'''Gellersen 2014'''
Ein Ort vor den Toren Lüneburgs, der durch eine eigene Infrastruktur dazu einlädt, hier gut zu leben. Noch haben wir in den Gellerser Dörfern [[Lärm|erholsame Ruhe]] und [[Luftverunreinigungen|saubere Luft]]. Ich sehe es als meine Aufgabe, diesen Status quo zu erhalten und, wo möglich, noch zu verbessern.
|}
=== 22. August ===
==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Samtgemeinde Ilmenau) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Ilmenau auf dem Sprung</big>'''
'''Vier Kandidaten präsentieren ihre Konzepte für die nächsten acht Jahre'''
''ml/cn'' '''Deutsch Evern'''.
Die Kommunalpolitiker in der Stadt Bleckede diskutieren heute Abend beim LZ-Wahlforum, und die Bürgermeister-Kandidaten für die Samtgemeinde Ilmenau stehen ebenfalls schon in den Startlöchern.
Sie präsentieren sich den Bürgern am morgigen Mittwoch, nehmen Stellung zu aktuellen und künftigen Entwicklungen.
Vor dem Wahlforum hat die LZ den vier Bewerbern folgende Fragen gestellt. Die Antworten der Kandidaten stehen unten, die jeweiligen Stichwörter sind gefettet:
* '''Autobahn 39''', Ortsumgehung, B-4-Sanierung, Lkw-Maut und Lkw-Durchfahrtsverbot – die Verkehrspolitik ist seit langem ein Dauerbrenner in der Samtgemeinde. Was ist notwendig, was ist Aktionismus?
* Netto-Bau in Deutsch Evern, Lidl-Diskussionen in Melbeck. Die '''Discounter''' entdecken die Samtgemeinde Ilmenau, aber sind die Märkte auch erwünscht? Und wenn ja, wohin mit ihnen?
* Die Samtgemeinde Ilmenau hat zwei Gesichter: stark wachsende Gemeinden wie Deutsch Evern, Embsen und Melbeck einerseits, ländlich geprägte Dörfer wie Barnstedt und Kolkhagen andererseits. Welches '''Image''' soll die Samtgemeinde haben?
* Wo sehen Sie die Samtgemeinde '''Ilmenau 2014'''? Was sind Ihre Ziele und Visionen?
}}
{| {{tabelle auto}}
| [[Bild:Waldemar hoefner.jpg]]
| [[Bild:Juergen stebani.jpg]]
| [[Bild:Peter gentemann.jpg]]
| [[Bild:Karsten fuhrhop.jpg]]
|-
|'''Waldemar Höfner, [[CDU]], Deutsch Evern, 55, verheiratet, zwei Kinder, Beamter.'''
|'''Jürgen Stebani, [[SPD]], Melbeck, 55, verheiratet, zwei Kinder, Diplom-Ingenieur. ''' ''Fotos: t& w/nh/A''
|'''Peter Gentemann, Einzelbewerber, Melbeck, 50, verheiratet, zwei Kinder, Verwaltungswirt.'''
|'''Karsten Fuhrhop, Einzelbewerber, Melbeck, 60, verheiratet, vier Kinder, Unternehmensberater.'''
|-
|'''A39'''
Nicht zumutbar ist das Verkehrsaufkommen in Melbeck. Was Abhilfe schafft, ist zu unterstützen. Ich bin aber gegen eine Ortsumgehung auf Deutsch Everner Gebiet. Die Probleme dürfen nicht verlagert werden. Das Lkw-Durchfahrtsverbot kommt noch in dieser Woche – ein Erfolg des von mir mit initiierten Forums der [[CDU]] mit Minister [[Walter Hirche]].
'''Discounter'''
Die Einkaufsmöglichkeiten für die Bürger unserer Samtgemeinde sind ausreichend. Viele Discounter im Süden Lüneburgs
sind gut zu erreichen. Es
gilt: Konkurrenz Ja – Verdrängungswettbewerb
Nein ! Es
stellt sich mir aber die Frage,
ob Discounter die Samtgemeinde
entdeckt haben oder Grundeigentümer die Discounter.
'''Image'''
Das ist kein Gegensatz, die
Vielfalt zeichnet die Samtgemeinde
aus. Gute schulische
Angebote und Kindergartenbetreuung
sind gewährleistet. Der
Zuzug belegt die Attraktivität.
Die Verwaltung muss den Ausbau
der Infrastruktur weiter
begleiten. In Ilmenau fühlt man
sich wohl !
'''Ilmenau 2014'''
Der Flächennutzungsplan hat
für eine gelenkte Weiterentwicklung
gesorgt. Daran müssen
wir anknüpfen. Ich wünsche
mir eine neue Turnhalle in
Melbeck, für die älteren Mitbürger betreute Wohneinrichtungen.
|'''A39'''
Die Maut ist unrealistisch.
Kurzfristig muss ein Lkw-
Durchfahrtsverbot kommen.
Langfristig bin ich für die A39
als Entlastung. Eine Ortsumgehung
Melbeck ist problematisch,
nur über das Gebiet anderer
Gemeinden möglich.
'''Discounter'''
Der Kunde wünscht Konkurrenz,
er kauft schon jetzt bei
Großdiscountern außerhalb. Es
gibt in den Orten geeignete
Flächen. Es muss unter Berücksichtigung
der heimischen Wirtschaft
abgewogen werden. Konkurrenz
belebt das Geschäft. In
anderen Orten bestehen Einzelhändler und Discounter nebeneinander.
'''Image'''
Dem Wachstum sind sowieso
natürliche Grenzen gesetzt. Das
Entwicklungskonzept der
Samtgemeinde setzt auf behutsames
Wachstum und die Verbesserung
der Infrastruktur. Die
derzeitige Mischung von naturnahem
Wohnen und Verkehrsanbindungen
ist vorbildlich,
muss erhalten bleiben. Nachholbedarf
besteht beim Radwegebau
und beim ÖPNV.
'''Ilmenau 2014'''
Die Samtgemeinde muss ihr
Image als attraktiver Wohnstandort
behaupten. Dies geht
nur mit Unterstützung der örtlichen
Organisationen und Vereine.
Eine Konsolidierung der
Finanzen ist notwendig, die
Verwaltung muss sich stärker
als Dienstleister mit Kundenorientierung
präsentieren.
|'''A39'''
Die A39 ist ein überregionales
Projekt und hilft der Samtgemeinde,
speziell Melbeck, nicht.
Die Melbecker Problematik
kann nur durch eine Ortsumgehung
gelöst werden, da Verbote
nur einen Teil des Verkehrs
fernhalten und oft nicht
befolgt werden.
'''Discounter'''
Die Nahversorgung in der
Samtgemeinde Ilmenau ist sehr
gut. Die Nahversorger ergänzen
sich in ihren Angeboten und
bieten zum Teil einen Service,
der über die Leistungsfähigkeit
von Discountern hinausgeht.
Die nächsten Discounter sind
gut zu erreichen. Ich sehe keinen
Bedarf, weitere Flächen zu
versiegeln und einem Verdrängungswettbewerb
Vorschub zu
leisten.
'''Image'''
Genau diese Vielfalt macht den
Reiz aus. Jeder Ort hat seinen
eigenen Charakter, spricht unterschiedliche
Gruppen an.
Trotz unterschiedlicher Lebensweisen
müssen Aufgaben gemeinsam
bewältigt werden.
'''Ilmenau 2014'''
Die Orte der Samtgemeinde
entwickeln sich maßvoll weiter,
erfahren keine explosionsartige
Ausweitung. Die gute Infrastruktur
muss gezielt weiter
entwickelt werden, mehr [[Arbeitsplätze]] und Lebensqualität
das Ziel sein. Es darf aber keine
Schnellschüsse geben, die vordergründig Erfolg versprechen,
letztlich aber das Gegenteil bewirken,
etwa neue Discounter.
|'''A39'''
Ja zur A39. Bis zur Fertigstellung
muss der Lkw-Verkehr
durch eine Tonnagebeschränkung
reduziert werden, obwohl
diese schwer zu kontrollieren
ist. Langfristig ist eine maßvolle
Verkehrsreduzierung nötig.
'''Discounter'''
Die Mehrheit der Bevölkerung
kauft ohnehin bei Discountern
und würde dies zum Beispiel
auch in Melbeck tun. Ortsrandlagen
sind für die Ansiedlung
von Vorteil. Nachbarorte wie
Wendisch Evern und Bienenbüttel sind Wettbewerber bei
der Ansiedlung, doch die Kaufkraft
muss im Ort bleiben. Weitere
Vorteile: neue [[Arbeitsplätze]],
mehr Gewerbesteuereinnahmen,
Synergieeffekte für Einzelhandel
und Handwerk.
'''Image'''
Beide Gesichter müssen erhalten
bleiben. Der Tourismus in
allen Gliedgemeinden und eine
sinnvolle Gewerbeansiedlung
sollen gefördert, der öffentliche
Nahverkehr verbessert werden.
Natur und Kultur sind wichtig.
'''Ilmenau 2014'''
Mein Ziel sind zehn Prozent
Bevölkerungszuwachs mit einer
entsprechend verbesserten Infrastruktur.
Kinder- und Jugendfreundlichkeit
müssen steigen,
ebenso die Seniorenfreundlichkeit
durch passende
Wohnangebote. Die Wirtschaftlichkeit
im öffentlichen Bereich
muss erhöht, die Verschuldung
reduziert werden. Die Gliedgemeinden
müssen besser zusammenarbeiten.
|}
=== 19. August ===
==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Samtgemeinde Ostheide) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Auftakt der Wahlforen</big>'''
'''Diskussion in Neetze - Zwei Kandidaten für Bürgermeistersessel'''
''ml'' '''Barendorf'''.
Den Auftakt zu den Wahlforen der {{LZ}} macht am Montag, 21. August, die Samtgemeinde Ostheide. LZ und Publikum fühlen gemeinsam den Kandidaten Andrea Frey ([[CDU]]) und Norbert Meyer ([[SPD]]) auf den Zahn.
Beide wollen ab 1. November auf dem Sessel des Samtgemeindebürgermeisters Platz nehmen, die Amtsgeschäfte von Rolf-Dieter Sohl übernehmen. Darüber entscheiden bei der [[Kommunalwahl]] am 10. September rund 8000 Wahlberechtigte. "Insgesamt haben wir zwölf Wahllokale und sechs Briefwahlvorstände, 112 Helfer sind im Einsatz", berichtet stellvertretender Wahlleiter Stephan Thormann. Zudem gibt es in der Ostheide ein Novum: "Erstmals setzen wir Wahlurnen aus Pappe ein", so Thormann. "Sie lassen sich Platz sparend zusammenfalten, sind außerdem billiger als die Kunststoffbehälter." Rund zwölf Euro kostet die Papp-, die Plastikurne hingegen fast 100 Euro. 30 Pappbehälter hat die Verwaltung angeschafft.
Für unentschlossene Wähler stellt die LZ vor den Wahlforen die [[Politiker|Kandidaten]] noch einmal vor. Zudem müssen die Bewerber jeweils vier Fragen beanworten, die sie vorab erhalten. Das gilt auch für die Wahlforen in Bleckede, Dahlenburg, Gellersen, Ilmenau, Lüneburg und die Runde der Landratskandidaten (Termine rechts).
Jetzt die Fragen an Andrea Frey und Norbert Meyer, die Antworten stehen unten, das Stichwort zur jeweiligen Frage ist fett hervorgehoben:
* Die Samtgemeinde Ostheide ist eine '''Wachstumsregion'''. Bis 2013 soll die Zahl der Einwohner auf 11 500 wachsen. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus ?
* Über die [[Vorzugsvariante]] der '''A 39''' wird heftig gestritten, auch die Samtgemeinde Ostheide zerschnitten. Ja oder Nein ? Was sagen Sie zur Autobahn ?
* Die Ortsumgehung Barendorf wird gebaut, die Sporthalle am kommenden Wochenende eingeweiht. Konzentrieren sich '''Infrastrukturmaßnahmen''' einseitig auf den Verwaltungssitz ?
* Wo sehen Sie die Samtgemeinde Ostheide am Ende der Amtszeit in acht Jahren ? Was sind Ihre '''Ziele und Visionen''' ?
}}
'''Kampf ums Rathaus Ostheide'''
{|
| [[Bild:2006 08 19_landeszeitung 01.jpg]]
| Verwaltungssitz der Samtgemeinde Ostheide ist Barendorf (unser Luftbild). Zwei Bewerber wollen ins Rathaus einziehen: Andrea Frey (unten links) für die [[CDU]] und Norbert Meyer (unten rechts) für die [[SPD]].<br>''Foto: A/boldt''
|}
{| {{tabelle auto}}
| [[Bild:Andrea Frey.jpg]]
|Andrea Frey aus Neetze, 41 Jahre alt, verheiratet, ein Sohn, tritt für die [[CDU]] als Kandidatin für den Posten des Samtgemeindebürgermeisters an. Kommunalpolitisch ist die Sparkassenbetriebswirtin seit 2001 aktiv, sitzt unter anderem im Samtgemeinderat.<br>''Foto: A/kre''
| [[Bild:Norbert Meyer.jpg]]
|Norbert Meyer aus Vastorf, 39 Jahre alt, unverheiratet, geht als Kandidat für die [[SPD]] ins Rennen. Er ist Verwaltungsexperte, leitet den Fachbereich Haupt-, Personal- und Bauverwaltung bei der Samtgemeinde, ist zudem Gemeindedirektor von Barendorf.<br>''Foto: A/kre''
|-
| '''Wachstumsregion'''
Die Samtgemeinde ist sich ihrer Position als Wachstumsregion bewussst, der Bevölkerungszuwachs im Flächennutzungsplan berücksichtigt. Neue Baugebiete sind in den Mitgliedsgemeinden ausgewiesen oder in Planung. Wichtig ist, dass der dörfliche Charakter in den Orten erhalten bleibt. Wir können froh sein, bei rückläufigen Geburtenraten Plätze in Schulen und Kindergärten zu füllen und damit [[Arbeitsplätze]] im Bildungsbereich zu sichern.
'''Autobahn 39'''
Ein klares Nein zur [[Vorzugsvariante]]. Um den Wirtschaftsstandort Lüneburg zu stärken und weitere Abwanderungen von Unternehmen zu verhindern, ist der Bau der A39 wünschenswert. Bei Unfällen kollabiert der Verkehr jedoch schon jetzt auf der [[Ostumgehung]]. Ich favorisiere eine Ringlösung um Lüneburg herum. So wird auch der Westen Lüneburgs entlastet. Durch die B 216 und die L 221 dient die Ostheide als Ost-West-Verbindung. Ein noch höheres Verkehrsaufkommen ist für die Bürger nicht zumutbar.
|'''Infrastrukturmaßnahmen'''
Investitionen werden so vorgenommen, wie sie erforderlich sind und Mittel bereitstehen. Wir freuen uns, dass das Geld vom Land für die Umgehungsstraße früher als erwartet fließt, Barendorf vom Schwerlastverkehr entlastet wird. Die Sanierung der Sporthalle war aus Sicherheitsgründen unumgänglich, der Neubau berücksichtigt aktuelle Erfordernissen. Vereine der Mitgliedsgemeinden profitieren. Vor kurzem ist in die Infrastruktur Neetzes investiert worden, weitere Projekte in Mitgliedsgemeinden stehen an.
'''Ziele und Visionen'''
Der Beitritt in die Arbeitsgemeinschaft Elbtalaue/Wendland verbessert den Tourismus, alle Gemeinden sind über Radwege erreichbar. Ziel-1-Mittel unterstützen die Entstehung heimischer [[Arbeitsplätze]], die Gewerbegebiete Neetze und Vastorf sind ausgeschöpft. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist durch neue Hort- und Krippenplätze verbessert worden. Die Samtgemeindeverwaltung wird auch im Internet zum Dienstleistungsunternehmen.
|'''Wachstumsregion'''
Die Samtgemeinde ist gut gerüstet. Die Kindergärten sind gut ausgebaut, haben Kapazitäten frei. Auch die Grundschulen sind gut aufgestellt. Erweitert werden muss das Angebot in den Kindertagesstätten. Krippen- und Hortplätze müssen geschaffen, die Öffnungszeiten den Bedürfnissen angepasst werden. Dabei dürfen die Gebühren nicht ins Unermessliche steigen. Berücksichtigen muss die künftige Bauleitplanung das Älterwerden der Gesellschaft.
'''Autobahn 39'''
Unbestritten: Lüneburg profitiert von der A 250. Dies lässt sich aber nicht wiederholen. Deshalb bin ich gegen den Bau der A 39. Ich glaube nicht, dass sich entlang einer A 39-Trasse weitere Betriebe ansiedeln und dadurch [[Arbeitsplätze]] geschaffen werden. Als Beispiel sei nur das Gewerbegebiet in Bad Fallingbostel genannt. Dieses liegt direkt an der A 7 und ist nur mit einer Musterhaussiedlung bebaut. Sicherlich: Melbeck muss entlastet werden. Aber die Planungsunterlagen zeigen: Hier hilft nur eine Umgehungsstraße.
|'''Infrastrukturmaßnahmen'''
Nein, eine Konzentration der Infrastrukturmaßnahmen gibt es nicht. Richtig ist, dass zurzeit viel in Barendorf passiert, worauf ich als Gemeindedirektor sehr stolz bin. Zumal noch eine Apotheke gebaut wird. Aber auch in der Gemeinde Neetze hat sich in den letzten Jahren viel getan: die Ortsdurchfahrt wurde erneuert, derzeit wird ein neuer Radweg nach Bleckede gebaut. Ein weiterer ist von Süttorf über Thomasburg nach Bavendorf realisiert worden, und das Gewerbegebiet Vastorf profitiert von der Umgehung.
'''Ziele und Visionen'''
Die rasante Einwohnerentwicklung der Samtgemeinde darf nicht weitergehen. Vielmehr geht betreutes Wohnen für ältere Menschen Hand in Hand mit der Schaffung von Krippenplätzen. Ein mittelfristiges Ziel ist die Einrichtung einer weiterführenden Schule sowie ein Ausbildungspakt mit örtlichen Unternehmen. Einrichten werde ich auf jeden Fall einen Bürgermeisterstammtisch, um direkt von den Bürgern zu erfahren, wo "der Schuh drückt".
|}
=== 18. August ===
==== ZDF tivi.de über Schüler-Fernsehinterview ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Redezeit in Lüneburg</big>'''
Marcel, Lutz und Frederic gehen in die Johanneum Schule in Lüneburg. Die drei gehen ganz gerne in ihre Schule, doch jetzt soll sich etwas ändern: "Direkt neben unserer Schule soll eine Autobahn gebaut werden. Wenn wir die Fenster in der Schule offen haben, wird es hier [[Lärm|sehr laut]] und außerdem müssen wir ständig die Abgase einatmen", erklärt Frederic.
'''Protest gegen den Plan'''
Die Jungs sind sich einig, dass die Autobahn woanders gebaut werden soll. Gemeinsam haben sie deshalb Unterschriften gesammelt und einen Leserbrief an eine Zeitung geschrieben. Doch geholfen hat das nichts. Also: Ein klarer Fall für die logo!-Redezeit.
'''Das Redezeit-Gespräch'''
Zum Gespräch kam Herr Manthey von der Bezirksregierung. Er erklärte, dass [[Vorzugsvariante|sich die Autobahnplaner genau überlegt haben, wo die Autobahn gebaut werden soll]]. Und er gab zu, dass die Planer wussten, dass dort eine Schule ist. Dann erklärte Herr Manthey noch viele komplizierte Dinge und zeigte dauernd auf den Plan, den er mitgebracht hatte.
http://www.tivi.de/imperia/md/images/logo/a_43_quer_210x166/redezeit/lueneburg_autobahn_01.jpg
http://www.tivi.de/imperia/md/images/logo/p_2er_hoch_160x344/redezeit/lueneburg_autobahn_01.jpg
http://www.tivi.de/imperia/md/images/logo/a_43_quer_210x166/redezeit/lueneburg_autobahn_02.jpg
http://www.tivi.de/imperia/md/images/logo/p_2er_hoch_160x344/redezeit/lueneburg_autobahn_02.jpg
Nach langem Gerede wollten die drei Jungs es genau wissen: "Steht es schon fest, dass [[Vorzugsvariante|die Autobahn hier]] gebaut wird?" Doch darauf hatte Herr Manthey keine endgültige Antwort. [[raumordnungsverfahren|Noch werde geplant]], aber entschieden sei nichts. Frederic, Lutz und Marcel fanden das Ergebnis der Redezeit verständlicherweise nicht so gut. Aber sie wollen nicht aufgeben.
[http://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/14773/index.html Quelle]
}}
=== 17. August ===
==== {{LZ}} über Schüler-Fernsehinterview ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Schüler machen klar: „Wir wollen die A 39 nicht“</big>'''
'''Gymnasiasten bekommen Redezeit im Fernsehen'''
''ahe'' '''Lüneburg'''.
[[Bild:2006 08 17 landeszeitung 01.jpg|thumb|460px|'''Kamera läuft, Ton ab: Marcel, Frederic und Lutz (v.r.) begrüßen ihren Gesprächspartner für das Fernsehinterview, Dr. Holger Manthey.''' <br>Foto: t&w]]
Sie sind zwar
erst elf und zwölf Jahre alt, doch
eine eigene Meinung haben die
drei Jungs längst. Zumindest
zum Thema A39: Die wollen
Marcel Winkelmann, Frederic
Sorbe und Lutz Thies nämlich
nicht. Und mit dieser Meinung
halten die drei Gymnasiasten
vom Johanneum nicht hinterm
Berg, im Gegenteil: Morgen,
Freitag, erfahren Fernsehzuschauer,
warum die Jungs die
Autobahn nicht wollen. In den
[http://www.tivi.de/fernsehen/logo/start/index.html Kindernachrichten Logo! auf KI.KA] bekommen sie morgen
ab 16.50 Uhr zweieinhalb Minuten
Redezeit.
Frederic hatte an die Redaktion
geschrieben, dass eine Autobahn
gebaut werden soll, die
[[Vorzugsvariante|durch Lüneburg ganz in der
Nähe ihrer Schule in Lüne
vorbeiführen soll]]. „Ich glaube,
das wär' ganz gut, wenn das mal
ins Fernsehen kommt“, erklärt
Frederic, der klarmacht: „Wir
wollen die A39 hier nicht.“ Die
Redakteure des Fernsehsenders
wollten sich seine Argumente
anhören. Sie kamen mit Kamera
und Mikrofon nach Lüneburg
und baten neben Frederic
auch Lutz und Marcel dazu, die
zusammen rund 500 Unterschriften
gegen die A39 an ihrer
Schule gesammelt hatten.
Als Gesprächspartner bei den
Dreharbeiten an der Schule
Lüne saß Dr. Holger Manthey
mit am Tisch. Der verantwortliche
Mann für das [[Raumordnungsverfahren]]
bei der Regierungsvertretung
Lüneburg war
gern bereit, die Fragen der
Kinder zur geplanten A39 zu
beantworten und sich ihre Bedenken
anzuhören.
So erzählte zum Beispiel
Lutz, dass die Schüler in der
Grundschule und der Außenstelle
des Johanneums schon
jetzt selbst bei Hitze oft nicht
die Fenster öffnen können, [[Lärm|weil
es durch die Bahnstrecke und
die B209 in der Nachbarschaft
zu laut ist]], um noch vernünftig
lernen zu können. [[Vorzugsvariante|„Steht denn
jetzt fest, dass die A39 an
unserer Schule entlang läuft?“]],
wollte es Frederic ganz genau
wissen. Manthey antwortete
ihm: „Das kann ich noch nicht
sagen. Es wird noch ein [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn|weiteres
Verfahren]] geben, in dem
geprüft wird, ob das sein muss.“
}}
=== 14. August ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der [[Kommunalwahl]]-Kandidaten ====
{{LB|Harald Kerl<br>21337 Lüneburg}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Unterstützung von Kandidaten</big>'''
'''[[Presseberichte_August_2006|„Kampf um Logenplätze“, LZ vom 4. August]]'''
In Lüneburg stehen demnächst [[Kommunalwahl|Wahlen]] an. Man erkennt das an den vielen Wahlplakaten, die oftmals an verkehrsstarken Punkten aufgestellt sind. Hier werben [[Politiker|die vom Volk gewählten Vertreter]] um jede Stimme. Wohlgemerkt: [[Politiker|Volkesvertreter]]!
Doch wo sind denn nun [[Politiker|die vom Volk gewählten und beauftragten Vertreter]], wenn es um die A 39 geht? Sind sie im Wohngebiet Moorfeld? In Lüne? Am Ebensberg? Oder sind sie etwa bei den ca. 30 Hausbesitzern, deren Häuser vom Abriss bedroht sind? Oder denken sie etwa über das Menschenrecht nach?
Nach der vom Europäischen Rat verabschiedeten "Europäischen Konvention zur Wahrung der Menschenrechte u. Grundfreiheit" werden ohne Unterschied des Geschlechtes, der Rasse, Farbe, Sprache und Religion u. a. folgende Rechte garantiert:
* Artikel 5: Schutz gegen rückwirkende Geltung von Gesetzen
* Artikel 6: Schutz des privaten Familienlebens, des Hauses u. d. Briefwechsels
* Artikel 12: Recht auf Achtung des Eigentums
Oder diskutieren sie etwa über die Grundrechte im [[Grundgesetz]] der Bundesrepublik Deutschland?
*[[Grundgesetz#Artikel_13_.5BUnverletzlichkeit_der_Wohnung.5D|Artikel 13: Unverletzlichkeit der Wohnung]]
*[[Grundgesetz#Artikel_14_.5BEigentum_-_Erbrecht_-_Enteignung.5D|Artikel 14: Eigentumsrecht]]
Also, [[Politiker|vom Volk gewählte Vertreter]]: Helft uns jetzt mal bei des Volkes Wunsch: Keine A 39 durch Lüneburg!
}}
=== 12. August ===
==== {{LZ}} über Leserwünsche zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Politiker]] sollen sich klar äußern</big>'''
'''Leser wünscht deutliche Positionierung bei den Themen Müll und A 39'''
''fy/ahe Lüneburg.''
Deutlichere Äußerungen zu den Themen Müll oder A 39 von den Protagonisten der [[Kommunalwahl]] wünscht sich der Lüneburger Reinhard Burkhardt. Die Oberbürgermeister-Kandidaten müssten den Bürgern, die wie er als Einwohner der Gerhart-Hauptmann-Straße von der Autobahn direkt betroffen wären, ausführlicher erklären, wie sie dazu stehen oder was sie vorhaben, sagte Burkhardt am LZ-Lesertelefon. Eine Gelegenheit, den [[Politiker]]n auf den Zahn zu fühlen, haben er und andere Leser bei den LZ-Wahlforen (Termine siehe S. 7).
...
}}
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} über Expertendiskussion ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Experten diskutieren</big>'''
'''Autobahn 39'''
''Von Carolin George''
Zu einer Expertendiskussion über die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg lädt die Stiftung Leben & Umwelt für Freitag, 25. August, ab 19.30 Uhr in den Hörsaal 4 der Uni Lüneburg ein, Campus Scharnhorststraße. Weitere Infos im Internet unter der Adresse http://www.slu-boell.de.
}}
=== 2. August ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Variante 503 (Ausbau der [[Ostumgehung]]) ====
{{LB|Martin Knoop<br>21337 Lüneburg}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Anwohner werden A 39-Opferlämmer</big>'''
'''[[Presseberichte_Juli_2006|„Tunnel brächte Kahlschlag“, Leserbrief von Werner Momberg]]'''
Wir alle haben Verständnis und befürworten den Einwand gegen einen Autobahntunnel. Sehr verärgert sind wir über die unsolidarische Auffassung, die [[Ostumgehung]] zwischen A 250 und Stadtkoppel als Schnellstraße zu nutzen.
Herr Momberg sollte sich vor Ort selber über den Unterschied zwischen seiner Idylle am Klosterteich und dem schon jetzt unerträglichen [[Lärm]] und die Schadstoffbelastung z. B. in der Lenaustraße überzeugen und die weiteren Belastungen durch einen Lückenschluss zwischen A 250 und A 39 sowie den hinzukommenden Belastungen bei erneuter EU-Erweiterung hinzurechnen. Auch für Herrn Momberg sind wir bei der [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“|Demo gemeinsam gegen die A 39 auf Stadtgebiet]] auf die Straße gegangen und sehen uns bei seinem Vorschlag als Opferlämmer.
Nur bei einer Vollsperrung nach Unfällen herrscht in diesem Bereich Ruhe auf der [[Ostumgehung]]. Uns Anwohnern wurde im September 1988 schriftlich vom Stadtrechtsrat Webersinn mitgeteilt, dass bedingt durch die leichte Kurvenlage der [[Ostumgehung]] im Bereich Moorfeld das Straßenbauamt die von der Stadt Lüneburg festgesetzte Geschwindigkeit von 80 km/h auf 100 km/h für angemessen hält mit dem Hinweis, dass 80 km/h durch das geringe Unfallgeschehen nicht gerechtfertigt sei und dass durch die Missachtung der angeordneten Geschwindigkeit durch fast alle Verkehrsteilnehmer eine Heraufsetzung der zulässigen Geschwindigkeit verlangt werde.
Wir betroffenen Bürger haben in der Vergangenheit vieles hinnehmen dürfen und sind entsetzt. Hinzu kommt die nervliche Belastung der ungewissen Zukunft über den Verbleib von ca. 100 Bürgern, wenn zu Gunsten der [[Vorzugsvariante]] 502 die Variante 503 realisiert wird. Die bestätigte Folge bedeutet den Abriss von ca. 30 Häusern (Kahlschlag) im Dehmelweg und in der Rilke-, Lenau- und Scheffelstraße. Welche Zukunftsperspektiven haben wir und unsere Kinder? Auch bei dieser Möglichkeit wären wir die Opferlämmer.
Keine der geplanten Ostvarianten auf Stadtgebiet sowie eine Umwandlung der [[Ostumgehung]] zwischen der A 250 und der A 39 zur Schnellstraße ist akzeptabel.
}}
{{Pressefuss|Juli 2006|September 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
d839407f8c1dbe52a6fbfd0a78f6adbf08f7e927
Presseberichte August 2007
0
1162
1339
1338
2025-02-05T23:12:42Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 31. August ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>Verkehrspolitische Eiszeit</big>'''
'''Bürgerinitiativen sehen A 39 und A 22 als konkurrierende Projekte - Alternative Konzepte bleiben auf der Strecke'''
ml '''Lüneburg'''. Eckehard Niemann ist ein Mensch, der [[Politiker]] und Planer zwanghaft auf der rechten Schulter nach dem kleinen Teufelchen suchen lässt. Ständig flüstert es einem unangenehme Wahrheiten und Einschätzungen ins Ohr - lästig wie ein Tinnitus, aus subjektiver Sicht fürchterlich überflüssig, aber eben nicht von der Hand zu weisen, pardon von der Schulter zu schubsen.
Mit hintergründigem Lächeln und listigem Blick über die randlose Brille drückt der Pressesprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39 am Mittwochmorgen vor dem Behördenzentrum Auf der Hude Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke die Broschüre seines Verbandes in die Hand. Der Polit-Profi verzieht keine Miene, sagt wohlwollend: "Informativ, aber der Titel gefällt mir nicht." Kein Wunder: "Nonsens-Autobahn" prangt auf der Hochglanz-Broschüre.
Doch so einfach wird er Niemann nicht los. Auch während der anschließenden Pressekonferenz zum Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene A 39 bedrängt der 59-Jährige den Staatssekretär mit Fragen und Deutungsansätzen. Und der Mann aus Hannover tut sich mit seinen Antworten schwer: Vieles ist noch nicht entschieden - und der Dachverbandssprecher ist gut vorbereitet.
Im ganzen Land und auch über Niedersachsens Grenzen hinweg hat Niemann nachgeforscht und Aussagen zusammengetragen, die aus seiner Sicht nicht eben für das A 39-Projekt sprechen. "Die Autobahn spielt in den Erwägungen der Regierungschefs und Unternehmerverbände Hamburgs und Schleswig-Holsteins überhaupt keine Rolle mehr." Und auch in Niedersachsen sieht der Dachverbandssprecher die A 39-Lobby bröckeln. Er hält es für "unübersehbar, dass die Landesregierung mittlerweile der Küstenautobahn A 22 den Vorrang vor der A 39 gibt".
Die Küstenautobahn rangiert im [[Bundesverkehrswegeplan]] im Gegensatz zur A 39 zwar nur im "weiteren Bedarf", darf aber schon beplant werden. Der Beginn des Raumordnungsverfahrens steht unmittelbar bevor. Auch dank privater Geldgeber aus der Wirtschaft. Die weitere Zeitschiene: Bis 2013 soll die Trasse planfestgestellt und damit baureif sein. Ebenso wie die A 39. Für Niemann stellt sich schon jetzt die Gretchenfrage: "Welche der beiden Autobahnen wird gebaut?"
Dass der Bund als Geldgeber beide Trassen finanziert, glaubt der 59-Jährige nicht. Vielmehr fürchtet er "eine verkehrspolitische Eiszeit bis 2020" in Nordostniedersachsen, sollte der A 39-Bau zurückgestellt werden. "Vor dem Hintergrund der Autobahnplanung werden alternative Verkehrskonzepte von den Behörden doch gar nicht mehr angefasst", kritisiert Niemann.
Deshalb drängt er schon seit geraumer Zeit darauf, dass sich die Landesregierung auf ein Projekt festlegt. Doch den Gefallen wollen ihm weder das Wirtschafts- und Verkehrs- noch das Landwirtschaftsministerium tun. "Niedersachsen will und braucht beide Autobahnen", widerspricht Ripke energisch der These, das Land bevorzuge die A 22. Gleichwohl räumt der Staatssekretär ein: "Über die Finanzierung wird erst in einigen Jahren in Berlin entschieden."
So lange will Niemann allerdings nicht warten. Deshalb hat er das Projekt "Uelzener Verkehrsforum Zukunftswege" (UVZ) auf den Weg gebracht. "Das Forum will die überregionale Anbindung und Erreichbarkeit des Kreises Uelzen, seiner Gemeinden, Unternehmen und Angebote durch die möglichst kurzfristige Optimierung der vorhandenen Verkehrswege weiter verbessern und zu einer effektiven und nachhaltigen Mobilität im ländlichen Raum beitragen", heißt es zu den Zielen des UVZ.
}}
{{Kasten|1=[[Bild:LZ 2007 08 30 1.jpg|thumb|150px]]
=== 30. August ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (1) ====
'''<big>A 39 nimmt weitere Etappe</big>'''
'''Der Schritt ins Leben'''
Das [[Raumordnungsverfahren]] ist beendet, die Diskussionen über die A 39 gehen weiter - wie gestern zwischen Dr. Frank Kracht (l.) und Staatssekretär Otto-Friedrich Ripke. {{o}}'''[[Presseberichte_August_2007#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens_.282.29|Seite 3]]'''
}}
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (2) ====
{{Kasten|1=[[Bild:LZ 2007 08 30 3.jpg|thumb|472px|'''Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke im Gespräch mit Autobahngegnerin Stephanie Constien (Bild links). Sie und rund 30 weitere zum Teil als Vögel verkleidete Mitstreiter protestierten gegen die A39-Pläne.''' F.: t&w]]
[[Bild:LZ 2007 08 30 2.jpg|300px]]
'''<big>A 39-Pläne auf Weg nach Berlin</big>'''
'''Anfang 2008 beginnen Arbeiten für [[Planfeststellung]] - dann werden Detailfragen geprüft'''
[[Bild:LZ 2007 08 30 4.jpg|thumb|600px|'''Entgegen der ursprünglichen Planung verläuft die A39 jetzt bei Lüne/Moorfeld auf der [[Ostumgehung]] (1). Erst bei Hagen schwenkt die A39 nach Osten, quert die B 216 am Abzweig der L 221 nach Bleckede (2). Dann geht es über den Elbe-Seitenkanal und weiter Richtung Süden. Vastorf und Gifkendorf sind nicht mehr direkt betroffen (3).''']]
ml '''Lüneburg'''. Unbemerkt von den A 39-Gegnern betrat Friedrich-Otto Ripke gestern Morgen um kurz nach neun Uhr das Behördenzentrum Auf der Hude. Zum offiziellen Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene Autobahn hatten die Kritiker den zuständigen Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen erwartet, aber der hatte seinen Staatssekretär nach Lüneburg geschickt. Ins Leere lief der Protest der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld dennoch nicht. Ripke kam noch einmal vor die Tür, "um Hände zu schütteln".
Bürgernähe wollte der Staatssekretär demonstrieren und dafür nahm er sich Zeit - viel Zeit. Fast eine halbe Stunde später waren die Demonstranten verschwunden - nur Ripke stand noch vor der Tür. Zufrieden lächelnd machte er sich auf den Weg zur Pressekonferenz.
Seine Botschaft war er losgeworden. "Für die Betroffenen habe ich Verständnis, bin aber auch Überzeugungstäter", hatte Ripke für die A 39-Trasse, "durch den größten autobahnfreien Raum Deutschlands" geworben. Für Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen das Projekt, zeugt gerade diese Aussage "von fehlender Substanz in der Sachargumentation". Denn einen "größten autobahnfreien Raum" werde es immer geben, egal wieviele Autobahnen gebaut würden.
Angesichts des Fachkräftemangels forderte Feldhaus vielmehr die Autobahn-Millionen in die Bildung zu investieren. Doch auch die Feldhaus-Formel "Qualifizierung statt Asphaltierung" lockte Ripke nicht aus der Reserve. Der Staatssekretär verwies auf die unterschiedlichen Zuständigkeiten von Bund und Land, "und das Land macht viel".
Doch nicht nur bei grundsatzpolitischen Fragen zeigte sich das glückliche Los des Raumplaners in Streitfällen. Verbindlich unverbindlich blieb Ripke zwangsläufig auch im Detail. Egal ob Tempo 70 oder Deckel im Bereich der Ostumgehung, Anschlussstellen und Umleitungen: Stets verwies der [[CDU]]-Mann auf das Planfeststellungsverfahren und den zuständigen Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dirk Möller.
Nach der anstehenden [[Linienbestimmung]] im Bundesverkehrsministerium wird der mit seinen Mitarbeitern ab etwa Anfang 2008 mit der Entwurfsaufstellung beginnen. Das heißt: Die Planung wird vom Maßstab 1:25 000 auf Karten bis zu 1:1000 übertragen. Das wird bis etwa 2010 dauern. "Mit den ersten Planfeststellungsbeschlüssen ist 2012 zu rechnen", so Möller. Eine Prognose wagt der Behördenleiter schon jetzt: "Unter 100 km/h wird das Tempolimit auf der [[Ostumgehung]] kaum liegen."
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline=Autobahntrasse auf Ortsumgehungzum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Untertitel=Stadt Lüneburg
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Die Trasse für den Verlauf der geplanten Autobahn Lüneburg und Wolfsburg steht jetzt fest. Im Gebiet der Stadt Lüneburg soll die A 39 auf der jetzigen [[Ortsumgehung]] verlaufen, das Tempo wird auf diesem Abschnitt auf 100 km/h begrenzt. Diesen Streckenverlauf hat das niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum gestern vorgestellt. Damit wurde von den ursprünglichen Plänen abgerückt, die Trasse nur wenige 100 Meter an dem historischen Kloster Lüne entlangzuführen.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/30/788222.html Quelle]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Menschenschutzgebiet Lüne-Moorfeld
|Headline=A 39 kommt auf die Osttangente
|Untertitel=Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke stellte gestern die Pläne vor. Und er stellte sich der Kritik der Autobahngegner.
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Der Lüneburger Stadtteil Moorfeld ist Brutgebiet des Vogels Homo Sapiens. Das behaupteten mit Federn verkleidete rund 15 Gegner der A 39, durch deren Wohngebiet die Trasse verlaufen wird. Sie erwarteten Vertreter von Landesregierung und Straßenbaubehörde. Drei Männer dieser Behörden haben gestern morgen in der Regierungsvertretung die geplante Trasse vorgestellt: Nun steht fest, dass die Autobahn innerhalb Lüneburgs auf der [[Ostumgehung]] laufen soll.
Für den angekündigten Minister Hans-Heinrich Ehlen ([[CDU]]) kam sein Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke, und der stellte sich bereitwillig der Kritik der Gegner: Das sei Wahnsinn, eine Autobahn mitten durch ein Wohngebiet zu planen, sagte Steffi Blandow-Wechsung aus dem Moorweg, was sei denn zum Beispiel mit Gefahrguttransporten so dicht an Häusern vorbei.? Die seien auf einer Autobahn sicherer als auf jeder anderen Straße, entgegnete Ripke.
Eckehard Niemann vom [Dachverband der inzwischen 35 Bürgerinitiativen] glaubt, dass zu wenig Geld da sein wird, um die Küstenautobahn A 22 und auch die A 39 zu bauen. Die A 22 werde von der Politik favorisiert. Die A 39 sei dagegen etwas, was man den Bürger verspräche, aber nicht halten könne. Bis 2020 werde hier wegen der A 39 verkehrspolitisch nichts anderes geplant, das sei für die Region katastrophal.
Ripke dagegen: "Wir wollen und brauchen beide Autobahnen und wir verfolgen beide."
In den Räumen der Regierungsvertretung dann erklärte Ripke noch einmal Sinn und Zweck der Autobahn: Infrastruktur für wirtschaftliche Entwicklung schaffen, Erreichbarkeitsdefizite abbauen - jeder Niedersachse solle in 15 Minuten ein Mittelzentrum und in weniger als einer Stunde ein [[Oberzentrum]] erreichen können, so die Zielvorgabe der Regierung.
Von 110 Kilometern Gesamtlänge führten 40 Kilometer auf bereits vorhandenen Trassen: nämlich der Autobahn 250, der Bundesstraße 4, entlang dem Elbe-Seitenkanal und am Volkswagen-Testgelände vorbei.
Für den Lüneburger Innenstadt-Bereich sehen die Planer wegen des knappen Kurvenradius' der [[Ostumgehung]] ein Tempolimit von 100 vor. Die [[Lärm]]belastung könnte dort in Teilen sogar geringer werden, so Ripke. Denn: "Über Lärmschutz werden wir reden müssen."
Keine guten Nachrichten hatte Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung für die Melbecker. Durch Melbeck verläuft die stark befahrene B 4, und dort wird der Verkehr nicht weniger werden. 28 000 Kraftfahrzeuge pro Tag prognostizieren die Planer dem Ort für den Zeitpunkt des Autobahnbaus, die A 39 werde die Zahl um bis zu 11 000 reduzieren. Das heißt: Es werde lediglich eine Steigerung des Status Quo vermieden.
Ripke betonte, die Stadt Lüneburg könne mit der Trassenwahl zufrieden sein, die Pläne für das Gebiet Schlieffenpark seien nicht verbaut. Um seine Argumente darzulegen hatte der Staatssekretär übrigens mehr Geduld als so manch einer der Demonstranten. Deren Lust, ihre Plakate hochzuhalten war begrenzt: Noch als Ripke mit BI-Sprecher Eckehard Niemann diskutierte, rollten die anderen A-39-Gegner schon ihre Transparente zusammen und zogen von dannen.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/30/788130.html Quelle]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum weiteren Planungsverlauf
|Headline=So geht's weiter
|Untertitel=
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Mit dem Abschluss des sogenannten [[Raumordnungsverfahren]]s steht die grobe Trasse der Autobahn 39 jetzt fest. Sie ist einzusehen im Internet unter www.strassenbau.niedersachsen.de. Insgesamt 220 Kommunen und Verbände sowie 15 000 Bürger waren bislang beteiligt, jedoch erst im [[Planfeststellungsverfahren]] können Betroffene Klage erheben. Dieses beginnt 2008, dann wird der Streckenverlauf metergenau untersucht. Enden könnte es 2012, vielleicht auch erst 2013. Sobald der Bund dann das Geld zur Verfügung stellt, könnte losgebaut werden - es sei denn, im Zuge von juristischen Auseinandersetzungen wird ein Baustopp verhängt.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/30/787984.html Quelle]
}}
=== 29. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=KB
|Thema=zur Aktion Rotkäppchen und der Wulff
|Headline=Wahlkämpfer in der Provinz
|Untertitel=Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) in Gellersen, Herausforderer Wolfgang Jüttner (SPD) in der Elbmarsch
|Autor=stk
|Ort=Heiligenthal/Marschacht
|Link=[http://www2.kreisboten.de/onlineausgabe/popup.php?id=08&datum=29.08.2007&titel=KB Quelle]
|Text=[[Bild:KB 2007 08 29.jpg]]
}}
=== 25. August ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>Trasse der A 39 steht fest</big>'''
'''Ausbau der Ostumgehung Lüneburg zur Autobahn - Westvariante vom Tisch'''
stb '''Lüneburg'''. Jetzt ist es amtlich, die [[Ostumgehung]] soll zur Autobahn ausgebaut werden. So steht es im [[Raumordnungsverfahren]]. Und das ist abgeschlossen. "Es liegen alle Untersuchungen vor. Änderungen sind in die Planung aufgenommen", sagt der zuständige Mitarbeiter der Regierungsvertretung Lüneburg, Dr. Holger Manthey. "Die Trasse ist fix", erklärt Manthey. Damit sei der von der Stadt geforderte westliche Verlauf vom Tisch.
Die ausgearbeitete Linienführung der A 39 werde nun Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee vorgelegt. "Er fällt die Entscheidung, wieviel Geld der Bund für die weitere Planung zur Verfügung stellt", zeigt Manthey den weiteren Fahrplan auf. Wenn die Entscheidung in Berlin gefällt sei, könne der nächste Schritt folgen: das [[Planfeststellungsverfahren]]. "Zwei Jahre kann es dauern, bis die Unterlagen dafür vorliegen. Das Verfahren an sich kann anschließend nochmal mehrere Jahre dauern."
Manthey sagt, erst im [[Planfeststellungsverfahren]] gehe es um Details - etwa um den von für die Ostumgehung im Bereich Moorfeld geforderten [[Lärm]]schutz. "Dann wird sich klären, ob die Deckelung möglich ist - etwa mit einem Dach auf Stützpfeilern über der Straße - oder ob hohe Schutzwände errichtet werden."
Welche kleinen landwirtschaftlichen Teilflächen für den weiteren Trassenverlauf östlich von Wendisch Evern am Elbe-Seitenkanal letzlich in Anspruch genommen würden, sei ebenfalls Gegenstand des Verfahrens. "Dort quert die Autobahn den Kanal, macht einen kleinen Bogen bei der Eisenbahnbrücke und rückt von der Landwehr und dem Kanal ein wenig ab." Gründe: Die Landwehr ist ein Kulturdenkmal, am Kanal plant die Wasser- und Schifffahrtsbehörde einen Liegeplatz für Gefahrgutschiffe.
"Im [[Planfeststellungsverfahren]] sind kleinere Veränderungen zur bisherigen Planung möglich", sagt Manthey. Zudem sind Klagen gegen die Autobahn 39 erst mit Beginn des [[Planfeststellungsverfahren]]s möglich.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline=Raumordnung abgeschlossen
|Untertitel=A 39
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Das [[Raumordnungsverfahren]] für die Autobahn 39 und die Bundesstraße 190 ist abgeschlossen. Eine Übersichtskarte der Planung ist ab Mittwoch, 29. August, im Internet unter www.raumordnung.niedersachsen.de zu sehen. Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen ([[CDU]]) wird die Pläne am selben Tag ab 9 Uhr in Lüneburg vorstellen.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/25/786199.html Quelle]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Aktion "Rotkäppchen und der Wulff"
|Headline=Rotkäppchen und der Wulff
|Untertitel=Ministerpräsident - Beim Besuch warteten schon die A-39-Gegner
|Autor=Carolin George
|Ort=Heiligenthal
|Text=Vor der Wassermühle Heiligenthal bekam der Landeschef Wein, Kuchen und ermahnende Worte von der Bürgerinitiative. Doch das beeindruckte ihn nicht.
Den 70. Geburtstag ihrer Freundin feiern wollten Erika Vogler und Ingrid Töpfer an diesem Nachmittag im Restaurant Wassermühle in Heiligenthal fünf Kilometer südwestlich von Lüneburg. Doch die Schnittchen mussten warten: "Die Sicherheitsleute telefonieren schon, bestimmt kommt er gleich", tuscheln die Damen im Sommerkostüm, sie haben gehört, dass der Herr Ministerpräsident zu einem Abstecher in die Lokalität kommt.
Die Geburtstagsgäste waren am Donnerstagnachmittag nicht die Einzigen, die auf Christian Wulff ([[CDU]]) warteten: Rund 20 Gegnerinnen und Gegner der geplanten Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg hatten sich vor dem Restaurant postiert, eine von ihnen mit rotem Kopftuch und Blümchendirndl verkleidet: "Rotkäppchen und der Wulff" nannten die Antiautobahner ihre Aktion.
Einen Korb mit "[[A39-Verhüterli|Verkehrs-Verhüterlis]]", eine Brille "für mehr Durchblick bei verkehrspolitischen Alternativen", Wein und Kuchen überreichte Rotkäppchen Vera Schwab dem Ministerpräsidenten, verbunden mit der Hoffnung, er werde "bald das Ende dieser Nonsense-Autobahn verkünden". Darauf wird sie noch länger warten müssen: {{mark|Wulff betonte, er halte die A 39 "für absolut notwendig".}}
Rückblick: Als Josef Röttgers ([[CDU]]) vor gut einem Jahr seinen Wahlkampf in Gellersen führte und dabei Parteikollege Christian Wulff kennenlernte, versprach er ihm eine Einladung für den Fall seines Wahlsiegs. Er siegte, erneuerte seine Einladung - und im Zuge seiner Sommertour nahm Wulff sie an, stoppte in Kirchgellersen, Südergellersen und Heiligenthal.
Stau auf der Autobahn ließ den Gast eine halbe Stunde zu spät kommen, dann flitzte er durch die Firmen "Hildebrand und Richter" sowie "Lünekartoffel".
Und wunderte sich später: "Wenn 100 Kilo Kartoffeln 40 Euro kosten", und eine Baked Potato im Steakhouse vier Euro, "dann liegt die Spanne sicher nicht beim Landwirt".
Zu essen gab's schließlich beim Dehoga-Kreisvorsitzenden Martin Zackariat in seiner Wassermühle in Heiligenthal, das Thema Nichtrauchergesetz konnte dort nicht ausbleiben: "Mein freiheitlicher Ansatz war eine Fehleinschätzung", gab Wulff zu, "es hätte sich nichts geändert." Jetzt wolle er alles tun, nach der "lebhaften Debatte mit dem Dehoga das gute Verhältnis wiederherzustellen".
Als Wulff und sein Tross weiterverfahren, gibt's auch für Erika Vogler und Ingrid Töpfer endlich Schnittchen: Den beiden Damen ist ohnehin klar, was passieren wird - ob die Autobahn nun wirklich notwendig sei oder nicht: "Wenn sie erst mal da ist, fahren alle drauf - auch die Gegner."
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/25/786392.html Quelle]
}}
=== 24. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Aktion "Rotkäppchen und der Wulff"
|Headline=„Rotkäppchen“ empfängt den Wulff
|Untertitel=Ministerpräsident besichtigt Betriebe in der Samtgemeinde Gellersen und spricht mit A 39-Gegnern
|Autor=stb
|Ort=Heiligenthal
|Link=
|Text=
An der
Samtgemeinde Gellersen hat
Ministerpräsident Christian
Wulff ([[CDU]]) Gefallen gefunden.
Gleich eine Stunde länger
als geplant dauerte die Tour des
Landesvaters durch die Samtgemeinde,
die er auf Einladung
von Bürgermeister Josef Röttgers
besuchte. {{mark|An seiner letzten Station der Rundreise, der Wassermühle in Heiligenthal, hatte
der Ministerpräsident zunächst eine Hürde zu nehmen, bevor es lauschig bei Essen, Trinken und Gesang des Jugendchores der Original Heidelerchen wurde.
Rund 20 Autobahn 39-Gegner nahmen den Besucher aus
Hannover in Empfang. Motto: „Rotkäppchen und der Wulff.“
Ins Kostüm der Märchenfigur war Vera Schwabe aus Groß-Hesebeck geschlüpft. Sie überreichte
Wulff einen Präsentkorb
mit regionalen Produkten wie
Kuchen, Wein und Blumen.
„Rotkäppchen“ forderte ihn
auf, nicht unnütz die Landschaft
zu zerstören und das Haus ihrer Großmutter zu gefährden. Der Widerstand gegen
die A39 liege ihm doch schon schwer wie 100 Wackersteine
im Magen, behauptete „Rotkäppchen“. Dem widersprach
der Ministerpräsident: „Die
A39 ist absolut erforderlich.“
Denn ohne Autobahnanschluss
wäre die gesamte Region vom
vereinten Europa abgehängt,
begründete er seine Ansicht.}}
[[Bild:LZ 2007 08 24.jpg]]
„Rotkäppchen“ schenkt Ministerpräsident Christian Wulff die Brille ihrer Oma für einen besseren Durchblick beim Thema A39. Er bedankt sich, betont aber, durchaus den Durchblick zu haben: „Die A39 ist absolut erforderlich.“ ''Foto: t&w''
Nach dem märchenhaften
Empfang durch „Rotkäppchen“
traf Wulff auf Martin Zackariat,
den Chef der Wassermühle, der
gleichzeitig auch Kreisvorsitzender
des Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband)
ist. Er begrüßte den prominenten
Gast, kritisierte aber auch
das Nichtraucherschutzgesetz.
Wulff räumte ein, dass es in
der Anfangsphase zu Problemen
kommen könne. „Aber die
Nichtraucher sind zu schützen“,
betonte er. Außerdem
werde sich die Situation beruhigen.
„Die Erfahrung aus anderen
Ländern zeigt, dass die
Umsätze in der Gastronomie
sogar steigen werden, weil die
Gäste lieber rauchfreie Gaststätten besuchten, ist er sicher.
Zuvor legte der Ministerpräsident einen Stopp beim Werk
von Lünekartoffel in Südergellersen
ein. Die Geschäftsführer
Michael Kleinlein und Torsten
Renken zeigten dem Politiker
die Welt der Erdäpfel. Mit dicken
Kartoffeln lasse sich viel
Geld verdienen, meinten sie
und zeigten Wulff prächtige
300-Gramm-Exemplare. Diese
würden in Steakhäusern zum
Stückpreis von vier Euro verkauft,
berichtete das Duo.
Der Ministerpräsident erklärte, dass die jüngsten Preissteigerungen
für landwirtschaftliche
Produkte wie etwa Milch
und Getreide richtig seien:
„Wenn sie denn dann auch bei
den Landwirten ankommen.
Wir müssen aufpassen, dass der
Handel nicht alles abgreift.“
Rüdiger Thenhausen, Geschäftsführer der Firma Hildebrand
und Richter in Kirchgellersen,
war der erste Gastgeber.
Er zeigte Wulff die Produktionsstätten für Spezialartikel aus
Gummi, Kunst- und Schaumstoff
des Familienbetriebes am
Einemhofer Weg. Thenhausen
bezeichnete die Firma mit ihren
50 Mitarbeiter als innovatives
Unternehmen. Zum Beweis erhielt
Wulff ein besonderes Geschenk:
ein Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel aus Schaumstoff
für die Badewanne oder
das Schwimmbad.
Auch wenn die Elbmarsch weit von Gellersen entfernt ist, so nahm der Ministerpräsident auch zu zwei Themen Stellung, die die Menschen dort bewegen: der Pannenreaktor Krümmel und die Leukämiefälle. Bei der Aufklärung letzterer werde sorgfältig gearbeitet. „Wir schauen uns jedes Gutachten genau an.“ Das Atomkraftwerk dürfe nur wieder ans Netz gehen, wenn es 100 Prozent sicher sei. Dafür seien die Kieler Sozialministerin Gitta Trauernicht und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zuständig – nicht Niedersachsen, betonte der Ministerpräsident – und reiste weiter nach zwei Stunden Aufenthalt in der Samtgemeinde Gellersen weiter nach Celle.
}}
=== 8. August ===
==== {{LZ}} zur Teilnahme am Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft“ ====
{{Kasten|1=
'''<big>Gute Nachbarn fürs Leben</big>'''
'''Bürger aus Lüne und Moorfeld beteiligen sich an bundesweitem Wettbewerb'''
[[Bild:LZ_2007_08_10_1.jpg|thumb|628px|'''Die Nachbarschaft in den Lüneburger Ortsteilen Lüne und Moorfeld ist gut. Das zeigen die Bürger auf dem Fototermin zur bevorstehenden Teilnahme am Wettbewerb „Netzwerk Nachbarschaft“..'''<br>Foto: t&w]]
ca '''Lüneburg'''. Wenn die Theatergruppe Lüner Lampenfieber in der Schule am Domänenhof gastiert, freuen sich die Laienschauspieler über ein volles Haus. Im Dezember beteiligen sich Familien zwischen Kloster Lüne und Gut Olm am begehbaren Adventskalender. Der Stadtteilladen ELM ist ein beliebter Treffpunkt. Und auch gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur Autobahn oder den Bau der A 39 durch ihren Stadtteil machen viele Anwohner gemeinsam mobil - alles in allem beste Voraussetzungen, sich an dem bundesweiten Wettbewerb "Netzwerk Nachbarschaft" zu beteiligen.
Stefanie Becker, Claudia Kuchler und andere hatten die Idee, dort mitzumachen. Wie gut sich die Lüner und Moorfelder kennen, zeigte sich schon für den gemeinsamen Fototermin: Dienstag begann die Mundpropaganda, Mittwochabend waren trotz Urlaubszeit rund 100 Leute zusammengekommen - zur Belohnung gab's Pflaumen aus Kuchlers Garten.
Der Wettbewerb, der vom Baufinanzierer BHW unterstützt wird, steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Stichworte sind ein Miteinander von Jung und Alt, kulturelle Angebote, gemeinsame Aktionen für Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Einsendeschluss der Unterlagen ist der 15. August. Den Gewinnern winken insgesamt 16 000 Euro. Den Wettbewerb gibt es seit 2004, bis heute haben sich nach BHW-Angaben mehr als 600 Initiativen beworben. Ob Bewohner aus Lüne und Moorfeld schließlich einen Preis gewinnen, ist offen. Die gute Nachbarschaft ist schon jetzt ein Gewinn.
}}
==== {{LZ}} führt Interview mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge ====
{{Kasten|1=
'''<big>Jede Klage verzögert die Autobahn</big>'''
'''Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] zur A 39, zu Schlieffenpark, Etatsanierung und neuen Werbefeldzügen für die Heide'''
[[Bild:LZ 2007 08 08 1.jpg|framed|'''Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] blickt lächelnd in die Zukunft.<br>·<br>Karriere:<br>Mädge ([[SPD]]) wurde 1991 ehrenamtlicher Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg, seit 1. Dezember 1996 ist er hauptamtlicher OB. Der Verwaltungschef hat viele Ämter, ist Aufsichtsratsvorsitzender der Lüwobau, Aufsichtsratsmitglied der E.ON Avacon, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Sparkasse Lüneburg, Mitglied des Haupt- sowie des Finanzausschusses des Deutschen Städtetages und Vize-Präsident des Niedersächsischen Städtetages.'''<br>Foto: t&w]]
as '''Lüneburg'''. An welchem Rad auch immer die große Politik dreht, die Kommunen wie die Stadt Lüneburg müssen meist die hehren Ideen im Kleinen in die Tat umsetzen oder unter den Folgen leiden. Als kleinstes Rad im politischen Getriebe bleiben sie oft genug auf der Zeche sitzen oder ihre Bedenken finden kein Gehör. Das ist beim Disput um die richtige Autobahntrasse so, das wird beim neuen Klima- und Energieprogramm nicht anders werden. Kein Wunder, dass Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge nicht alles schmeckt, was da kommt. Schon gar nicht jetzt. Er hat sich zusätzliche Arbeit aufgehalst, ist zurzeit in Personalunion auch Kämmerer und der nächste Etat ist in Arbeit. Und er wird im Rathaus wichtige Personalentscheidungen fällen. Die LZ sprach mit dem OB.
Herr Mädge, die Gegner der Autobahn in Lüneburg haben das Gefühl, die Trasse für die geplante A 39 auf der alten [[Ostumgehung]] sei nun ein ausgemachtes Ding. Die Stadt gebe klein bei. Sie sind zwar für die Autobahn, aber waren immer gegen eine Stadt-Trasse. Bleibt es bei der Linie?
'''Mädge''': ''Ja, wir plädieren weiter für eine westliche Trasse, müssen aber nach Stand der Dinge davon ausgehen, dass sie über die [[Ostumgehung]] gehen wird. Wenn es so kommt, ist unsere Forderung zum Lärmschutz ein Deckel, der von der Abfahrt Adendorf bis zur Schlieffenkaserne gehen sollte. Wird diese Forderung nicht erfüllt, werden wir nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] entscheiden, ob wir in die Klage gehen. Das ist unser Signal ans Land und an die Kreise: Jede Klage verzögert den Bau der Autobahn.''
Die ungewisse Autobahn-Trasse behindert auch massiv die Planung für das größte Bauprojekt der Stadt. Der Schlieffenpark mit 83 Hektar wurde als "stadtnah wohnen mit viel Grün" gepriesen. Sollte die A 39 doch über die [[Ostumgehung]] führten, bedeutet das mehr Verkehr und [[Lärm]] für das Neubaugebiet. Wie ist der Stand?
'''Mädge''': ''Richtig weiterarbeiten können wir erst, wenn mit Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s die Trasse steht. Verhandlungen mit Bund und Land über Verkauf, Ausgleichsflächen und Lärmschutz laufen aber schon. Und wir haben sozusagen einen Bebauungsplan für den ersten Abschnitt schon in der Schublade. Steht die Trasse fest, können wir den ersten Bauabschnitt planreif machen, sodass im nächsten Sommer Grundstücke verkauft und gebaut werden könnten und parallel die Erschließung erfolgt.''
Wenn der Zeitplan Schlieffenpark so in Verzug ist, hat das auch finanzielle Folgen?
'''Mädge''': ''Wir hängen ein Jahr hinterher, das hat nur geringe Auswirkungen bei der Grundsteuer. Allerdings stand dadurch nur Baufläche im Neubaugebiet Rosenkamp zur Verfügung.''
...
Bei dem guten [[SPD]]-Listenplatz für ihre Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]] bei der Landtagswahl müssen Sie vermutlich auch den Posten neu besetzen. Oder wird die Verwaltung umstrukturiert?
'''Mädge''': ''Auch diese Stelle wird neu besetzt, weil die Bereiche Umwelt und Verkehr auch in Anbetracht der Klimaschutz-Diskussion nicht nebenbei zu machen sind. Da die Verwaltung inzwischen stark verschlankt ist, wäre es auch keinem Mitarbeiter zuzumuten, diese Aufgaben mit zu übernehmen.''
...
}}
{{Pressefuss|Juli 2007|September 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
66e831ec6da879fd52b1eb4a8c8a236001a0ac0d
Presseberichte August 2008
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1340
2025-02-05T23:12:42Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 1. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Selbstgefälligkeit der Volksparteien
|Headline=Offenheit statt Selbstgefälligkeit
|Untertitel=Gegner sehen "Augenwischerei"
|Autor=Von H.-H. Jenckel
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die Götterdämmerung für die großen Volksparteien setzte womöglich schon mit der Morgenröte für die Bürgerinitiativen ein, die einst durch Brandts "Mehr Demokratie wagen" aufzog.
{{mark|Heute nehmen in Lüneburg neben den fünf in Rat und Kreistag vertretenen Parteien längst viele Bürgerinitiativen ihre Interessen und damit die Politik selbst in die Hand. Ob beim Kampf gegen Müllverbrennungsanlagen oder Autobahnen, gegen Wohn- oder Gewerbegebiete. Und das professionell. Man kann für oder gegen die geplante A 39 sein.}} Nur kann man den Gegnern nicht absprechen, dass sie gekonnt Öffentlichkeitsarbeit kreuz und quer durch alle Medienkanäle betreiben. BI's sind schnell, wendig, kompromisslos. Da muss keine Basis befragt, kein Ausschuss gegründet, Vorstandsbeschluss gefasst und keine Vollversammlung befragt werden. Da ist höchstens zu klären, ob flankierend ein Bürgergebehren angestrengt wird.
Wollen die Volksparteien nicht weiter Boden verlieren, müssen sie Schwer- und Selbstgefälligkeit ablegen, sich öffnen. Sonst droht das Schicksal der Dinosaurier. Das wäre nicht das Ende der Demokratie. Die ist stark und stabil wie der Apparat und das immense Wissen der Verwaltungen von Bund, Ländern und Gemeinden. Parteien und ihre Lichtgestalten sind hier noch die Regisseure der Zukunft. Doch ihr Privileg ist in Gefahr. Stärker, als man angesichts der schwachen Reaktion der Parteispitzen glauben mag.
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_August_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Selbstgef.C3.A4lligkeit_der_Volksparteien
|Titel=07.08.: ''Anti-A 39-Kurs brächte Mitglieder''
}}
=== 7. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Verzögerung der Linienbestimmung
|Headline=Kritik an A39-Umfrage
|Untertitel=Gegner sehen "Augenwischerei"
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Geringe Aussagekraft, Augenwischerei. Das im Kern ist die Kritik der Gegner der geplanten Autobahn A 39 zur aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg bei Unternehmen: 87 Prozent hielten dabei die A 39 für "sehr wichtig" oder "wichtig". 583 Betriebe seien befragt worden.
Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 bemängelt Zahl und Auswahl der Befragten, schließlich habe die IHK mehr als 50 000 Mitglieder. Und der Verband kritisiert die Art der Fragen: Zum Beispiel hätten auch der Ausbau alternativer Verkehrswege, die Energiepreise, die Konkurrenz der Küstenautobahn und die Finanzierungsrisiken angeschnitten werden müssen. Die vom Präsidenten der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Eberhard Manzke, signalisierte Zustimmung "löst sich schon bei näherer Betrachtung in heiße Luft auf", sagt BI-Sprecherin Annette Niemann.
Unterdessen hat der grüne Fraktionschef im Rat der Stadt, [[Andreas Meihsies]], in der IHK nachgehakt: Die scheinbar beeindruckende Zustimmung für die A 39 sei tatsächlich eine dürftige Unterstützung. Ein IHK-Sprecher habe ihm gesagt, nur 221 der 583 befragten Betriebe hätten an der Umfage teilnenommen. "Das ist nicht mal die Hälfte", sagt Meihsies. Selbst die Wirtschaft glaube wohl nicht mehr an den Nutzen dieses Verkehrsprojektes, sonst würde die Resonanz der Unterstützer nicht so dürftig sein.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Selbstgefälligkeit der Volksparteien ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_August_2008#Landeszeitung_zur_Selbstgef.C3.A4lligkeit_der_Volksparteien|
"Frisches Blut für die Parteien", LZ vom 1. August]]
'''<big>Anti-A 39-Kurs brächte Mitglieder</big>'''
[[Bernd Althusmann]] und [[Hedi Wegener]] versuchen im Landkreis Lüneburg, den schrumpfenden Mitgliederzahlen der [[CDU]] und [[SPD]] durch das Werben junger Mitglieder zu begegnen. Gleichzeitig bemerken sie die politische Konkurrenz durch sich gründende Bürgerinitiativen. Bei allem Selbstmitleid beider [[Politiker]] über die Politikverdrossenheit junger Menschen vergessen sie allerdings wieder einmal, sich an ihre eigene Nase zu fassen. Die Auseinandersetzung um die A39 im Landkreis Lüneburg ist nur ein gutes Beispiel hierfür. "Eine Autobahn bringt Gewerbeansiedlungen und damit [[Arbeitsplätze]] in die Region." Diese bereits mehrfach wissenschaftlich widerlegte These von Lobbyisten wie der IHK wird von den beiden Politikern noch immer wieder gerne aufgenommen. Alle Bürgerinitiativen gegen die A39 haben in den letzten sechs Jahren mit diesen beiden und vielen anderen Politikern der Volksparteien zu diskutieren versucht. Alle diese [[Politiker]] haben sich auf die Sachargumente überhaupt erst gar nicht eingelassen.
Aber es stellt sich auch die Frage, was würde wohl mit einem ambitionierten A39-Gegner passieren, der der Lüneburger [[CDU]] oder [[SPD]] beitritt? Hätte er eine Chance, in einer der Parteien trotz anderslautender Meinung zur A39 seinen Weg zu gehen, um vielleicht irgendwann eine richtlinienbestimmende Funktion wie ein Bernd Althusmann einzunehmen? Oder würde er nicht von Anfang an als ungeliebter Besucher in seinem Ortsverband am Katzentisch sitzen oder sich schlimmstenfalls als A39-Gegner beschimpfen lassen müssen? Können sich viele Politiker der Volksparteien frei äußern, dass sie sich inzwischen gegen eine A39 entschieden haben? Oder schweigen sie lieber, weil sie sich selber nicht in diffamierende Diskussionen stürzen oder ihre begonnene Parteikarriere gefährden wollen? Bei vielen politischen Themen folgen die Volksparteien einfach nicht mehr dem Volkswillen und deswegen engagieren sich die Menschen lieber in einer Bürgerinitiative als in einer der festgefahrenen Parteien. Eine SPD und CDU gegen die A39 oder eine CDU gegen Nutzung der Kernkraft und für die Einrichtung neuer Gesamtschulen. Das wäre ein Anfang für die Lüneburger Volksparteien und würde sicher auch neue Mitglieder bringen.
}}
=== 20. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Verzögerung der Linienbestimmung
|Headline=Autobahn-Linie steht im Herbst
|Untertitel=
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg geht davon aus, dass die Linienbestimmung für die A 39-Trasse durch das Bundesverkehrsministerium "demnächst" vorliegt. Ministeriumssprecher Ingo Strater in Berlin sagt gegenüber der LZ: "Die [[Linienbestimmung]] wird im Herbst abgeschlossen."
Danach laufe die Vorentwurfsplanung durch das Land an, die wiederum dem Bundesministerium zur Kenntnis vorgelegt werde. Erst danach könne das [[Planfeststellungsverfahren]] beginnen. Erst in diesem Stadium sind auch Klagen gegen das Projekt möglich.
Die Autobahngegner gehen davon aus, dass die "Genehmigung einer weiteren Feinplanung mit sehr gravierenden Naturschutz-Auflagen des Bundesumweltministeriums versehen sein wird", zum Beispiel hinsichtlich der Beeinträchtigungen von [[FFH|Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebieten]] und neuer nationaler Umwelt-Vorgaben.
Bemängelt wird auch, dass das grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zerschnitten werde, das betreffe neben der A 39 auch die Querspange zwischen Bad Bodenteich und Salzwedel. Dies werde auch von altmärkischen Bürgerinitiativen, vom dortigen Landrat und der Salzwedeler Bürgermeisterin kritisiert.
BI-Sprecherin Annette Niemann sagt, dass die Auflagen den Start des [[Planfeststellungsverfahren]]s verzögerten und die Kosten sich auf mehr als eine Milliarde Euro verdoppelten.
}}
=== 30. August ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur erneuten Verzögerung der Linienbestimmung
|Headline=Alle warten auf den Bund
|Untertitel=Linie für die geplante Autobahn 39 wird mit erheblicher Verspätung erst im Herbst vorgestellt
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
"A 22 nun definitiv vor A 39" jubelten in dieser Woche die Autobahngegner, die Ministerien in Berlin und Hannover halten sich dagegen bedeckt und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wartet auf die Linienbestimmung durch den Bund und ein aktualisiertes Gutachten, das Prognosen über das Verkehrsaufkommen im A-39-Raum bis 2025 zulässt. Wenig Konkretes, dafür um so mehr Raum für Kaffeesatzleser bietet derzeit die Diskussion über die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg.
Ein Stimmungshoch bescherte den Gegnern am vergangenen Donnerstag die Titelseite der Nordwestzeitung (NWZ). "Hirche: Bau der A 22 beginnt 2013" stand dort in großen Lettern. Schon lange sehen die Kritiker die Küstenautobahn als Konkurrenz zur Autobahn 39, glauben, dass der Bund nur eine von beiden Strecken bezahlen wird. Im Vorteil sei die A 22 schon deshalb, weil ein Teil der Planungskosten von der Privatwirtschaft aufgebracht worden sei, so die Gegner.
Als Plädoyer für die A 22 will Christian Haegele, Sprecher des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums in Hannover, die Aussage seines Ministers Walter Hirche jedoch nicht verstanden wissen: "Niedersachsen braucht beide Autobahnen, deshalb werden auch beide Verfahren intensiv vorangetrieben." Ansonsten gibt sich der Sprecher eher zugeknöpft. "Ein [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] allein für die A 39 zu ermitteln, ist Sache des Bundes, seriöse Zahlen über die Kosten für die A 39 können erst genannt werden, wenn der Vorentwurfsplan steht."
An dem arbeitet in Lüneburg derzeit der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dirk Möller. Den Plan fertigstellen kann er jedoch erst dann, wenn die [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium erfolgt ist. Doch noch feilen die Verkehrsexperten in Bonn und Berlin eifrig daran, wo die Trasse genau verlaufen soll. "Konkrete Ergebnisse werden im Herbst vorgestellt", sagt Ministeriumssprecher Richard Schild. Den Monat nennt er nicht.
Ein separates [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] (NKV) für die A 39 will der Bund offenbar weiterhin nicht ermitteln. "Kein neuer Sachstand", heißt es dazu aus dem Ministerium. Und der letzte war wenig schmeichelhaft für Hannover und Berlin. Während Autobahngegner die Wirtschaftlichkeit der Strecke anzweifeln, sich vom [[NKV]] Aufschluss darüber erhoffen, haben sich Bund und Land zuletzt gegenseitig die Verantwortung für die Einzelberechnung zugeschoben. Bemerkenswert dabei: Während es für die A 39 nur ein NKV im Gesamtpaket mit der Autobahn 14 Magdeburg-Schwerin und der Querspange B 190n gibt, liegt der Einzelwert für die A 14 bereits seit mehr als zwei Jahren vor. Auch hat die [[Linienbestimmung]] in Sachsen-Anhalt gerade einmal sechs Monate gedauert, bei der A 39 ist fast ein Jahr verstrichen - ohne das ein Ergebnis vorliegt.
Bei zeitlichen Abläufen sind die öffentlichen Stellen vorsichtig geworden. Nur an einer Aussage halten sowohl Haegele als auch Möller fest: "Wir rechnen damit, dass Mitte 2013 der erste [[Planfeststellungsbeschluss]] vorliegt." Dann kann mit dem Bau begonnen werden.
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_Oktober_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_strittigen_Nutzen_der_A39
|Titel=11.10.08.: ''Nutzen der Autobahn hinfällig''
}}
{{Pressefuss|Juli 2008|September 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
3fb25efb8ef4a5cbe7e854c96401efb6a86203d7
Presseberichte August 2009
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{{Pressekopf}}
----
=== 6. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema= zur Kleinen Anfrage der Grünen im Niedersächsischen Landtag
|Headline=A 39 Thema im Landtag
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Mit einer erneuten Anfrage machen die Landtags-[[Grüne]]n die geplante Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg wieder zum Thema in Hannover. Ins Visier genommen hat die Abgeordnete Miriam Staudte aus Scharnebeck erneut das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) der rund 110 Kilometer langen Strecke. Das NKV gibt die Wirtschaftlichkeit einer Strecke an und liegt bei der A 39 bei 2,78. "Und sogar dieser schlechte Wert scheint schöngerechnet zu sein", kritisiert die Grüne.
Grundlage sind Berechnungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, die deutliche Preisunterschiede aufweisen zwischen A 39 und der parallel verlaufenden A 14 Schwerin-Magdeburg. Sind bei der A 14 die Kosten je Kilometer seit 2003 um mehr als 80 Prozent gestiegen, erwarten die Planer der A 39 nur ein Plus von 5,72 Prozent. Im Landtag fragen die Grünen nun nach den Gründen für den Unterschied. Auch weist Staudte darauf hin, dass Lärmschutzmaßnahmen in die A-39-Planung noch nicht eingerechnet seien.
}}
{{Kommentar|1=|2=Es handelt sich um eine Kleine Anfrage an die Niedersächsische Landesregierung zur schriftlichen Beantwortung. Die Beantwortung solcher Anfragen dauert in der Regel ca. 6 Wochen.
Der Text der Anfrage findet sich im Artikel zum <b>[[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]</b>.
}}
=== 10. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplatzten Wahlkampftermin des Bundesumweltministers
|Headline=Lüneburger bleiben ungehört
|Untertitel=Sigmar Gabriel sagt Wahlkampftermin kurzfristig ab – SPD-Minister steht mit Dienstwagen im Stau
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Dienstwagen scheinen der SPD kein Glück zu bringen. Gerade erst brachte eine Fahrt nach Spanien Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt in die Schlagzeilen. Jetzt musste ihr Kabinettskollege
Sigmar Gabriel die Lüneburger enttäuschen: Der Bundesumweltminister steckte mit seinem Dienstwagen in Hannover im Stau. Die Lüneburger blieben am Sonnabend auf ihren Fragen und Themen sitzen.
[[Bild:LZ_2009-08-10_1.jpg|thumb|600px|right|'''Keine Chance, mit ihrer Botschaft beim Minister zu landen, hat auch die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld um Jens-Peter Fiedler (r.).
''']]
Ungläubiges Staunen und verhaltenes Lachen erntete die SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers, als sie die Panne von der Bühne aus verkündete. „Aber der Minister hat uns sofort zwei Ausweichtermine angeboten“, verkündete sie den rund 100 Wartenden. Möglichst bald soll der Politiker seinen Wahlkampfauftritt nachholen.
Die größte Enttäuschung herrschte bei den Lüneburger Sozialdemokraten selbst, die sieben Wochen vor der Wahl am Stint eigens eine Bühne, den Shanty-Chor und ein Gitarrenduo organisiert hatten – sowie 250 Brezeln. Der Shanty-Chor
und die Bundestagskandidatin Hiltrud Lotze ließen sich nicht beirren. Lotze erklärte die Ziele der SPD in Bildungspolitik und bekäftigte die Position zur Atomenergie: „Den endgültigen Ausstieg ohne Wenn und Aber gibt es nur mit der SPD.“
Ein wenig anders sieht das der Bundestagskandidat Andreas Meihsies (Grüne). Auch er hatte ein Plakat mit einer Botschaft für den Umweltminister: „Die Grünen haben im Bundestag einen Antrag gestellt, dass die sieben von Terrorangriffen gefährdeten Atommeiler vom Netz genommen werden. Ich wollte Gabriel auffordern, dass
er diesen Antrag unterstützt.“
Doch sein Anliegen blieb ebenso ungehört wie das der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld.
„Wir wollten dem Minister unseren Kampf gegen die A39 in Erinnerung rufen und ihn nachhaltig darauf hinweisen, dass
sich bei diesem Thema aus unserer Sicht nichts geändert hat“, erklärt Sprecher Jens-Peter Fiedler. Er hat einen Rat für
Gabriel: „Das nächste Mal sollte er als Umweltminister mit der Bahn anreisen.“ Und den Dienstwagen zuhause lassen.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Verkehrspolitik der Niedersächsischen Grünen
|Headline=Grüner fordert breitere Autobahnen
|Untertitel=Hagenah: Sechsspuriger Ausbau mit moderner Verkehrssteuerung für A 2 und A 7 statt Neubau der A 22 und A 39
|Autor=Peter Mlodoch
|Ort=Hannover
|Link=
|Text=Es klingt ungewöhnlich und hat in der eigenen Partei Irritationen ausgelöst: Der Verkehrsexperte der Grünen Landtagsfraktion, Enno Hagenah, fordert im Kampf gegen hohe Unfälle den kompletten sechsspurigen Ausbau der Autobahnen A2 und A7 auf niedersächsischem Gebiet.
[[Bild:LZ_2009-08-10_2.jpg|thumb|600px|left]]
Beide Transitstrecken sollen zudem mit einem modernen, kameragestützten Telematik- System aufgerüstet werden, das – wie heute schon zwischen Walsrode und Soltau – je nach Verkehrsaufkommen auch automatisch die Standstreifen freigeben kann. „So vermeiden wir schnell und effizient schwere Unfälle, kilometerlange Staus und hohe Emissionen“, sagte Hagenah in einem Gespräch mit unserer Zeitung.
Im Gegenzug will der Grüne aber auf die beiden von der CDU/FDP-Regierung favorisierten Autobahnprojekte, die Küstenautobahn A22 sowie die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg, verzichten. „Das ist unsere Bedingung.“ Eine Finanzierung des Ausbaus sei nur mit den für die Neubauten vorgesehenen Mittel möglich: „Ausbau bedeutet also automatisch Verzicht auf den Neubau.“ Er bezifferte die Kosten für den sechsspurigen Ausbau auf rund 400 Millionen, für die intelligenten Verkehrsbeeinflussungsanlagen auf 180 Millionen sowie für eine moderne Verkehrsleitzentrale auf 20 Millionen Euro. Für die A22 und A39 sind nach Hagenahs Angaben im Bundesverkehrswegeplan bislang 900 Millionen Euro veranschlagt.
[[Bild:LZ_2009-08-10_3.jpg|thumb|600px|right|'''Um kilometerlange Staus, hohe Emissionen und die Zahl der Unfälle auf der A7 zu verringern, fordert der Grüne Verkehrsexperte Enno Hagenah den sechsspurigen Ausbau der Autobahnen A2 und A7 überall in Niedersachsen.''' Fotos: dpa]]
Die neuen Autobahnen seien nicht nur wesentlich teurer, sondern seien angesichts des demographischen Wandels
auch völlig unnötig. Laut diverser neuer Gutachten komme es insgesamt in der Bundesrepublik und damit auch
in Niedersachsen nicht zu dem Verkehrswachstum, das im aktuellen Bundesverkehrswegeplan noch eingerechnet sei, erklärte der Verkehrsexperte. Der Bevölkerungsrückgang verbunden mit Klimawandel und immer höheren Energiepreisen werde zu einer marktbedingten Verlagerung des Verkehrswachstums von der Straße auf
die Schiene führen, meinte Hagenah. „Die bisherigen Neubauvorhaben im Autobahnbereich sind für einen Bedarf geplant, den es 2030, wenn sie dann vielleicht fertig wären, gar nicht mehr gibt.“
Der Abgeordnete wies datenschutzrechtliche Bedenken wegen der durchgehenden Kameraüberwachung zurück. „Das
massenweise Scannen von Nummernschildern und das Erstellen von Bewegungsprotokollen wollen wir natürlich nicht“, so Hagenah. „Das müssen wir klar durch Gesetz ausschließen.“ Die Nutzung der Kameras dürfe sich nur auf die Autobahn und die für die Verkehrslenkung notwendigen Informationen beschränken. Allerdings müsse derjenige, der dort Verkehrsverstöße begehe, identifiziert werden können. „Das alleinige Rumfahren dagegen darf nicht registriert und
gespeichert werden.“
}}
=== 12. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Gehörschutz-Aktion an der Scheffelstraße
|Headline=Grüne wollen Jobs schaffen
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
„Klimaschutz schafft Arbeitsplätze – 1 Million Jobs sind machbar“. Unter diesem Motto steht am Montag, 17. August, eine Veranstaltung der Grünen in Schröders Garten. Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, Andreas Meihsies, Direktkandidat der Partei für die Bundestagswahl, sowie Hartwig Erb, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Region Nord-Ost-Niedersachsen, stehen Rede und Antwort.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Bereits am Nachmittag planen die Grünen eine „Gehörschutz-Aktion“ in Lüne-Moorfeld, wo sie sich gegen den Bau der A39 und zunehmenden Lärm aussprechen. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr in der Scheffelstraße.
}}
=== 18. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Gehörschutz-Aktion an der Scheffelstraße
|Headline=Anwohner werden Baustelle vermissen
|Untertitel=Gehörschutz-Aktion an der Ostumgehung – Grüne sagen Unterstützung zu
|Autor=sel
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009-08-18.jpg|thumb|600px|right|'''Hörschutz an der Ostumgehung: Die Grünen (vorne, v. l.) Ariane Mahlke-Voß, Miriam Staudte, Claudia Schmidt vom Verkehrsclub, Brigitte Pothmer, Andreas Meihsies und Holger Nowak mit Anwohnern der Ostumgehung.''' Foto: be]]
Für viele Bürger der Stadtteile Lüne, Moorfeld und Ebensberg ist die Baustelle, die aktuell auf der Umgehungsstraße eingerichtet ist, ein Segen. „Wir hatten hier einen paradiesischen Sommer. So ruhig war es lange nicht mehr“, sagt Anwohner Frank Kracht.
Denn mit der Baustelle gilt Tempo 60 – die Bürgeninitiative gegen die geplante A39 würde ein dauerhaftes Tempolimit auf 60 km/h begrüßen. Mit den Grünen, die im Wahlkampf jetzt zu einem Ortstermin in der Scheffelstraße vorbeikamen, liegen sie auf einer Wellenlänge. Die Bundestagsabgeordnete Brigitte Pothmer machte den Termin mit ihren Parteikollegen Miriam Staudte, Andreas Meihsies, Holger Novak und Ariane Mahlke-Voß, Claudia Schmidt vom Verkehrsclub Deutschland und weiteren Mitstreitern zur Gehörschutz-Aktion, sie setzten symbolisch Ohrenschützer auf.
„Das ist natürlich nicht unser Anliegen, Ohrenschützer an die Anwohner zu verteilen“, sagte Brigitte Pothmer. Im Gegenteil: Die Grünen fordern die feste Zusage für Lärmschutzmaßnahmen an der gesamten Ostumgehung, „unabhängig vom Bau der A39“, betonte Meihsies. „Lange wurden die negativen Auswirkungen von Lärm auf die Gesundheit unterschätzt“, ergänzte Miriam Staudte.
Die Anwohner, von denen zwei Dutzend zum Ortstermin gekommen waren, sind sich einig: „Wir haben einen Rechtsanspruch auf Lärmschutz“. Insbesondere nach Bekanntwerden der aktuellen Lärmwerte (LZ berichtete), die die zulässigen Dezibel-Grenzen erheblich überschreiten, wie Andreas Petersen, Sprecher der BI, deutlich machte: „Mit Flüsterasphalt und Lärmschutzfenstern geben wir uns nicht zufrieden.“ Die BI lässt ihre Interessen jetzt durch einen Anwalt vertreten: „Seitdem werden wir ernst genommen“, sagt Petersen.
Die Aktion der Grünen und ihr Engagement im Landtag laufen unter dem Motto „Bildung statt Beton“. Brigitte Pothmer,
arbeitsmarktpolitische Sprecherin ihrer Fraktion: „Wir brauchen keine A39, um die Wirtschaft anzukurbeln. Vielmehr
sollten wir das Geld in Bildung investieren und Menschen qualifizieren, den Wirtschaftsstandort Deutschland nach vorne zu bringen.“
Am Abend luden die Grünen zu einer Diskussion über eine Kernaussage ihres Wahlkampfprogramms in „Schröders Garten“ ein: Eine Million Arbeitsplätze sollen in der kommenden Legislaturperiode in den Bereichen Bildung und Umwelt geschaffen werden.
}}
=== 25. August 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Plänen für eine A 39 - Anschlussstelle bei Bienenbüttel
|Headline=Bienenbüttel sucht den Anschluss
|Untertitel=Gemeinde will von A 39 profitieren
|Autor=dth
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
Bienenbüttels Bürgermeister Heinz- Günter Waltje (CDU) setzt sich für den Bau einer Bienenbütteler
Anschlussstelle der geplanten Autobahn 39 ein. Dabei hatte der Rat Bienenbüttel 2006 während des damaligen Raumordnungsverfahrens sowohl gegen die Vorzugstrasse der A39 als auch gegen eine Anbindung Bienenbüttels an die Autobahn gestimmt – doch das war vor Waltjes Amtszeit.
[[Bild:LZ_2009-08-25_1.jpg|thumb|600px|left|'''Bienenbüttels Bürgermeister
Heinz-Günter Waltje möchte eine A39-Anschlussstelle mit Bad Bevensen tauschen.''' Foto: dth]]
Jetzt spekuliert der Bürgermeister darauf, dass Bad Bevensen zugunsten seiner Gemeinde auf eine von zwei geplanten Anschlussstellen verzichtet. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg räumt einem Tausch zumindest eine Chance ein. Autobahngegner protestieren dagegen, und auch die SPD im Rat kündigt Widerstand an.
[[Bild:LZ_2009-08-25_2.jpg|thumb|600px|right|'''Eine eigene Autobahn-Anschlussstelle wünschen sich auch Vertreter der Gemeinde Bienenbüttel.''' Fotos: A/ be; dth / Montage: dth]]
Die Bienenbütteler hatten sich in ihrem Ratsbeschluss 2006 eine andere Trassenführung gewünscht – vergeblich. „Heute steht fest, dass sie unser Gemeindegebiet stark betrifft. Von Wulfstorf bis Edendorf verläuft sie direkt am Elbe-Seitenkanal auf östlicher Seite. Und wenn wir die Nachteile einer Autobahntrasse quer durch unser Gemeindegebiet
schon ertragen müssen, sollten wir auch den Vorteil einer Anschlussstelle beanspruchen“, wirbt jetzt der Bürgermeister in einem Schreiben an die Ratsmitglieder, das der LZ vorliegt. Dabei spricht Waltje sich für den Bau einer Anschlussstelle bei Edendorf aus.
Unterdessen läuft schon der landläufig bekannte Wortführer der Autobahngegner, Eckehard Niemann, gegen des Bürgermeisters Pläne Sturm, hat Flugblätter an die Haushalte in der Gemeinde verteilt. Darin warnt er vor einer „Blechlawine durch Bienenbüttel“. Weiter schreibt Niemann: „Bad Bevensen will die Autobahnabfahrt Altenmedingen absolut nicht haben, um ein Desaster auf den Zufahrtstraßen vom Kurgebiet fern zu halten. … Sollen wir Bienenbütteler das ertragen, was den Bevensern nicht zumutbar ist?“, fragt er.
Thomas Weigelt, SPD-Fraktionsvorsitzender im Rat Bienenbüttel, plädiert dafür, sich an den Ratsbeschluss von 2006
zu halten. Und: „Die Dorferneuerung ist in Edendorf gerade erst aufwändig gestaltet worden. Keiner kann ernsthaft den
Rückbau fordern, um dem dann zunehmenden Verkehr Rechnung zu tragen.“
Hingegen versichert Waltje gegen_ber der LZ: „Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die Gemeinde Bienenbüttel insgesamt langfristig wirtschaftliche Vorteile von einer Anschlussstelle hätte.“ Auf seiner Seite weiß er zumindest die
CDU, die die Diskussion mit angestoßen hat. Bei der nächsten Sitzung des Verwaltungsausschusses soll über das weitere Vorgehen beraten werden.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Plänen für eine A 39 - Anschlussstelle bei Bienenbüttel
|Headline=Behörde vergleicht Standorte
|Untertitel=
|Autor=dth
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Erst kürzlich traf sich der Arbeitskreis zur Anschlussstellenkonzeption im Raum Bad Bevensen. Dort sind zwei Anschlussstellen vorgesehen, so Dirk Möller, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg. Eine Anschlussstelle ist geplant an der Landesstraße 253 zwischen Bad Bevensen und Röbbel, die zweite an der L232 zwischen Bad Bevensen und Altenmedingen in Höhe Secklendorf. Mit Blick auf den Bienenbütteler Wunsch stellt Möller auf LZ-Anfrage klar: „Was nicht geht, sind in dem Bereich drei Anschlussstellen. Denkbar sei aber ein Tausch der Stelle vor Altenmedingen gegen die nordwestlichere Variante bei Edendorf an der Uelzener Kreisstraße 1.
„Wir haben ein Interesse daran, möglichst viel Verkehr auf die Autobahn zu lenken.“ Ob das bei einer Anbindung über die Kreisstraße genauso gelinge wie bei einer Landesstraße, sei fraglich. „Wir führen jetzt in Verkehrsgutachten detaillierte Betrachtungen durch.“ Die Variante bei Edendorf habe nur eine Chance, wenn sie verkehrliche Vorteile bringe. Die Untersuchungsergebnisse erwartet Möller im Herbst.
}}
=== 31. August 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Autobahnabfahrt für Bienenbüttel, LZ-Bericht vom 28. August ====
{{LB|Unser Wulfstorf e.V.<br>
Winfried Harendza,<br>
Vorsitzender
<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_August_2009#Landeszeitung_zu_den_Pl.C3.A4nen_f.C3.BCr_eine_A_39_-_Anschlussstelle_bei_Bienenb.C3.BCttel|"Bienenbüttel sucht den Anschluss", LZ vom 25. August]]
'''<big>Alles Spekulation?</big>'''
Vorab bemerken wir, dass wir gegen den Bau der A39 sind. Stellen wir uns aber folgendes vor: Die A39 wird tatsächlich gebaut und Bienenbüttel erhält, wie jetzt von der CDU-Ratsfraktion der Gemeinde Bienenbüttel gewünscht, eine Anschlussstelle. Sie soll in Edendorf geplant werden. Die Bewohner von Bienenbüttel und vor allem die Ortsteile Wichmannsburg und Edendorf werden erheblich belastet. Stellen wir uns weiter vor: Im Verlauf der Planung wird festgestellt, dass die Ilmenaubrücke bei Wichmannsburg für den zu erwartenden Verkehr ungeeignet ist. Außerdem sind in Edendorf gerade erhebliche Straßenbaumaßnahmen durchgeführt worden, die gegebenenfalls rückgebaut werden müssten.
Also, die Sache mit der Anschlussstelle in Edendorf ist schwierig. Also suchen die Planer nach Alternativen und finden sie dann in Wulfstorf. Das passt doch, schließlich hat der Landkreis Lüneburg eine Anschlussstelle in Wulfstorf vorgeschlagen, um die Gewerbegebiete Dahlenburg und Volkstorf verkehrstechnisch besser anzubinden. Für Wulfstorf würde das bedeuten, dass einige Bewohner direkt an der Anschlussstelle leben. Sie hätten das zweifelhafte Vergnügen, von der Terrasse aus die Autos zählen zu können. Alles Spekulation?
Wir haben Bürgermeister Waltje aufgefordert, uns sein wiederholt gegebenes Versprechen, dass in Wulfstorf keine Anschlussstelle geplant wird, nochmals schriftlich zu bestätigen. Auch in Wulfstorf lebt 80 Mal Schutzgut Mensch!
}}
{{Pressefuss|Juli 2009|September 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte August 2010
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=== 9. August 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Besuch von Herrn Meihsies bei der BI Lüne-Moorfeld
|Headline=Diskussion um A 39
|Untertitel=Meihsies zu Gast bei Bürgerinitiative
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=„Meihsies kommt!“ – so lautet das Motto einer Veranstaltung der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am heutigen Montag ab 20 Uhr im Stadtteilladen ELM an der Hermann-Löns-Straße. Die BI, die sich gegen den Bau der geplanten Autobahn 39 engagiert, will dem Fraktionschef der Grünen im Stadtrat, Andreas Meihsies, auf den Zahn fühlen. Denn im Kreistag wollen die Grünen eine Gruppe mit den Sozialdemokraten eingehen, die für einen Bau der Autobahn plädieren. Von Meihsies will die BI wissen, ob die Grünen, die bisher beharrlichlich gegen den Bau gestritten haben, nun umschwenken. Meihsies sagte im Vorfeld zur LZ: „Die Grünen sind in den Verhandlungen mit der SPD keinen Millimeter von ihrer Position gegen dieses Straßenprojekt abgewichen. Ich werde versuchen, jeden Zweifel an unserer Standhaftigkeit in dieser wichtigen politischen Frage, die unsere Region betrifft, auszuräumen.“
}}
=== 27. August 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Austritt von Hans-Christian Friedrichs bei den Grünen
|Headline=Grünen-Geschäftsführer wirft die Brocken hin
|Untertitel=Hans-Christian Friedrichs trägt A-39-Kurs nicht mit und verlässt die Partei
|Autor=pet
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Ich bin wegen der geplanten Autobahn 39 bei den Grünen eingetreten. Und jetzt bin ich wegen der A39 ausgetreten“, sagt Hans-Christian Friedrichs. Bei der Mitgliederversammlung am Mittwoch gab der 46-Jährige seinen Verzicht auf
den Posten als Geschäftsführer des Grünen-Kreisverbandes und seinen Austritt aus der Partei bekannt.
[[Bild:LZ_2010-08-27.jpg|thumb|164px|left|'''Hans-Christian Friedrichs ist bei den Grünen ausgetreten. ''' Foto: A/nh]]
Er sei mehr als unzufrieden mit der Aussage des Eckpunktepapiers von SPD und Grünen in Sachen A39, so Friedrichs. „Deshalb haben wir uns jetzt getrennt. Es ist mir schwer gefallen, und ich gehe nicht im Groll“, betont er. Friedrichs, Grünen-Mitglied seit 2005, ist seit langem auch im Verkehrsclub Deutschland und im Umweltverein Gellersen aktiv. Die
Vereinbarung zwischen Rot und Grün, wonach jede Partei im Kreistag nach ihrer Auffassung abstimmen kann, könne er nicht mittragen.
Erbost über den Schritt von Friedrichs war Grünen-Kreissprecher Andreas Meihsies, den Friedrichs erst wenige Minuten
vor Beginn der Mitgliederversammlung informiert hatte. „Ich bin menschlich enttäuscht“, sagte der ehemalige Landtagsabgeordnete Meihsies gestern auf LZ-Anfrage. „Wie kann so etwas sein bei einem Menschen, mit dem man so lange zusammengearbeitet hat?“
Gerüchte bringen den Ex-Grünen Hans-Christian Friedrichs nun mit dem künftigen Team der Anfang November in
den Bundestag nachrückenden Johanna Voß von den Linken, einer erklärten A-39-Gegnerin, in Verbindung. Spekulationen darüber weist Friedrichs zurück. „Dazu sage ich nichts.“
Seine Parlamentsmandate will Friedrichs indes behalten. Im Samtgemeinderat Gellersen und im Gemeinderat Reppenstedt wolle er nun eine Gruppe mit Jürgen Hesse bilden, der im vergangenen Herbst aus der SPD ausgetreten war.
}}
=== 28. August 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Machtwechsel im Lüneburger Kreistag
|Headline=Freude über Machtwechsel
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Trotz aller Kritik im Vorfeld: Der Dachverband der Gegner der geplanten Autobahn 39 begrüßt den Machtwechsel im Lüneburger Kreishaus. Mit den Grünen regiere auch eine Partei, „die sich von Beginn an klar gegen die sinnlose, teure und lebensraumzerstörende A39 positioniert hat“, heißt es in einer Pressemitteilung.
„Natürlich hätten sich viele Bürger, auch jenseits der Lüneburger Kreisgrenzen, gefreut, wenn die grünen Verhandlungsführer in der Koalitionsvereinbarung die SPD zu einer Kehrtwende in Sachen Autobahn hätten bewegen können“, sagte Dachverbandssprecherin Annette Niemann. Das sei jedoch mit Blick auf die Protagonisten nicht zu erwarten gewesen. Ob die Grünen ihren Verhandlungsspielraum ausgeschöpft haben, müssten die Verhandlungsführer gegenüber ihrer Basis vertreten.
Wegen der im Gruppenpapier fixierten unterschiedlichen Positionen zur A39 hatte in dieser Woche der Geschäftsführer des Grünen-Kreisverbandes, Hans-Christian Friedrichs, seinen Posten abgegeben.
}}
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Presseberichte Dezember 2006
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2025-02-05T23:12:42Z
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{{Pressekopf}}
----
=== 27. Dezember ===
==== Presseerklärung des {{DV}}: Zwischenbilanz ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Gegner auf der Überholspur</big>'''
Die Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 bewerten das vergangene Jahr als weitere Etappe bei der Verhinderung einer unsinnigen Renommier-Autobahn: „In der Öffentlichkeit gelten wir mittlerweile als mindestens gleichstarke Kraft gegenüber den A39-Befürwortern“, so Annette Niemann als eine der Sprecherin des Dachverbands der A 39-Gegner, „unseren detaillierten Argumenten haben die Pro-A39-Politiker bisher kaum mehr als ideologische Autobahn-Glaubenssätze entgegen zu setzen – und der Glaube daran nutzt sich immer mehr ab.“
In den letzten drei Jahren des Widerstands sei die Zahl der Unterschriften gegen die A 39 auf mehr als 40.000 gestiegen, die Zahl der Bürgerinitiativen auf 34 und die Summe im [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Klagefonds]] für die juristische Auseinandersetzung auf etliche Zehntausend Euro. Das [[Raumordnungsverfahren]] habe mittlerweile dreimal vertagt werden müssen, die 15.000 Einwendungen signalisierten auch für die Zukunft einen erfolgreichen Widerstand, ebenso die wachsende Mitgliedschaft von Gemeinden im [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds]]. „Unsere Bewegung gewinnt ihre Stärke aus der Verankerung in allen Schichten der Bevölkerung“, so Niemann, „insbesondere auch im Mittelstand und in der Landwirtschaft.“ Bundesweit sei die Bewegung gegen die A 39 eine der stärksten gegen unsinnige Milliarden-Großprojekte, davon zeugten auch zahlreiche Anfragen anderer Bürgerinitiativen und Betroffener aus ganz Deutschland.
Zahlreiche Kommunal-[[Politiker]] aus allen demokratischen [[Parteien]] äußern sich nach Einschätzung von Frau Niemann mittlerweile ablehnend oder skeptisch zur Notwendigkeit der A 39. „Es ist traurig und verantwortungslos, dass sich - trotz des kläglichen [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses - bisher kein namhafter [[Politiker]] der Regierungs[[parteien]] traut, für eine vorurteilsfreie Neubewertung der A 39 und möglicher Alternativen zu plädieren. Deshalb leidet unsere Region weiterhin darunter, dass dringliche Ortsumgehungen, Verkehrskonzepte und innovative Projekte auf Eis liegen – wegen einer parteipolitisch lancierten und längst überholten Illusions-Autobahn, die wegen knapper Finanzen und der Konkurrenz anderer Lobbygruppen ohnehin nie kommen wird...“
Der erfolgreiche Widerstand gegen die A 39, so Annette Niemann, sei deshalb ein elementarer Baustein der Regionalentwicklung. Im neuen Jahr werde man den Schwerpunkt auf das laufende [[Raumordnungsverfahren]] legen und verhindern, dass die [[EU-Strukturfonds|EU-Fördermittel („Ziel-1“)]] für die perspektivlose A 39-Planung missbraucht würden – auf Kosten wichtiger Projekte von Kommunen und Unternehmen.
}}
=== 22. Dezember ===
==== {{LZ}} über Klagefonds ====
{| {{tabelle auto}}
|'''<big>Reinstorf tritt Klagefonds bei</big>'''
'''Gemeinde unterstützt Kampf gegen A 39'''
cw '''Reinstorf'''. Die erste
Haushaltsdebatte unter neuen
politischen Vorzeichen im
Schützenhaus verlief relativ
harmonisch. Nur gegen Ende
der Gemeinderatssitzung in
Reinstorf uferten die Diskussionen
zwischen [[CDU]] und [[SPD]]
wie in alten Zeiten wieder etwas
aus. Dabei bot der Haushalt
nur wenig Spielraum für
Änderungsanträge. Zwar bemerken
auch die Reinstorfer
den Konjunkturaufschwung an
ihren Einkommensteuereinnahmen,
„aber insgesamt lässt sich
der Haushalt nur durch den
Griff in die Rücklage decken“,
erklärte Gemeindedirektor Rainer
Sievers.
Besonders misslich sei die
Situation bei der Gewerbesteuer.
„Der Ansatz ist bereits drastisch
reduziert und selbst diese
15 000 Euro sind noch sehr
optimistisch zu sehen“, betonte
Sievers. Dies sei aber auch kein
Wunder, nicht zuletzt auch deswegen,
weil Unternehmen wie
die Sparkasse nicht mehr vor
Ort seien.
Größere Posten im Verwaltungshaushalt
sind für die Planungen
der Dorferneuerung
(53 000 Euro) und des Baugebietes
Erbsenberg II (23 000
Euro) vorgesehen. Als neue
Haushaltsstelle wurde „Unterhaltung
von Spielplätzen“ mit
einem Etat von 1000 Euro eingerichtet.
Im kommenden Jahr wird
Reinstorf seine Bekanntmachungskosten ersetzen lassen
und ein Tempomessgerät für
3000 Euro anschaffen. {{mark|Außerdem tritt Reinstorf dem Schutz- und
Klagefonds gegen die geplante
A39 bei, was sich mit
400 Euro im Haushalt bemerkbar
macht.}}
Ursprünglich war der größte
Posten die Flurneuordnung gewesen.
Die Gemeinde sitzt in
den Startlöchern und hatte
350 000 Euro vorgesehen.
„Aber wir werden durch die
Beschwerde eines Landwirtes
blockiert, der nicht einmal aus
Reinstorf kommt“, ärgerte sich
Rainer Sievers. Das ganze gehe
jetzt vor das Oberverwaltungsgericht
und das könne dauern.
So sitze die Gemeinde Reinstorf
nun auf ihren Rücklagen,
die sich in der vergangenen
Legislaturperiode nahezu verdoppelt
hätten, wie Michael
Vinke von der [[CDU]] vorrechnete.
Er stellte vier Änderungsanträge zum Haushalt, die alle
mit den Stimmen der [[SPD]]-Mehrheit
abgelehnt wurden.
Dabei ging es um höhere
Summen bei der Straßenunterhaltung,
Kostenübernahme für
Informationsreisen des Arbeitskreises
Dorferneuerung, den
Neubau eines Kleinplatzspielfeldes
und die Finanzierung des
Tempo-Messgerätes über Werbung.
|}
=== 19. Dezember ===
==== {{LZ}} über geplanten Trassenverlauf ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 bleibt im Osten</big>'''
'''Vorzugsvariante bei Bodenteich korrigiert'''
''ml''
[[Bild:LZ 2006 12 19 1.jpg|thumb|460px|'''Die A39-Vorzugsvariante verläuft weiterhin im Osten. Lediglich bei Bad Bodenteich (Kreis) ist die Trasse verändert worden.''' ''Grafik: nh'']]
Lüneburg. Die Vorzugsvariante
der Autobahn 39 wird
nur geringfügig von der bisherigen
Planung abweichen. „Bei
Bad Bodenteich verläuft die
Trasse auf zehn Kilometern
Länge bis zu zwei Kilometer
östlicher als vorgesehen“, sagte
gestern Dr. Holger Manthey
von der für das [[Raumordnungsverfahren]]
zuständigen Regierungsvertretung
Lüneburg.
Zuvor hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Unterhaltung
diesen Abschnitt überarbeitet. Auslöser war die
Absicht des niedersächsischen
Umweltministeriums, Flächen
in diesem Bereich als Vogelschutzgebiete
an die EU nachzumelden.
Bei Bad Bodenteich
nisten vor allem Heidelerche
und [[Ortolan]] ([[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Verschiebung_des_Er.C3.B6rterungstermins_.281.29|LZ berichtete]]).
Da die „Optimierung der
Vorzugsvariante“, so der offizielle
Sprachgebrauch, in einem
eng begrenzten Raum vorgenommen
wird, „sind keine Auswirkungen
auf die Vorzugsvariante
nördlich und südlich . . .
zu erwarten“, heißt es. Im Klartext:
Die [[Vorzugsvariante]] verläuft weiterhin im Osten.
Laut Manthey werden jetzt
alle Beteiligten über den neuen
Verlauf informiert, Betroffene
können bis Ende Februar 2007
eine Stellungnahme abgeben.
„Im April ist dann der Erörterungstermin,
der ursprünglich
Ende dieses Jahres geplant
war“, erklärte Manthey weiter.
}}
==== {{HA}} über Planungsgespräch im Bundesverkehrsministerium ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Mädge bei Spitzenrunde</big>'''
''es''
'''LÜNEBURG''' -
Das für den Sommer geplante Spitzengespräch zwischen der [[SPD]]-Bundestagsabgeordneten [[Hedi Wegener]] und dem Bundesverkehrsministerium in Sachen A 39 findet nunmehr schon am 29. Januar in Berlin statt. Teilnehmen werden auch Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]), Landrat [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) sowie der parlamentarische Staatssekretär Achim Großmann ([[SPD]]). Auf der Tagesordnung stehen außer dem Trassenverlauf A 39 auch das dritte Gleis zwischen Lüneburg und Hamburg. Gesprochen werden soll außerdem über eine Elbvertiefung und den Elbe-Seiten-Kanal, der von der neuen Generation der Containerschiffe, den "Europaschiffen", aufgrund der Maße des Schiffshebewerkes nicht befahren werden kann.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/12/19/655947.html Quelle]
}}
=== 9. Dezember ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} - Widerstand in Reimform ====
{{LB|
Harald Kerl<br>Lüneburg
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Widerstand in Reimform</big>'''
'''A 39-Debatte'''
<center>
Die A 39, der helle Wahn<br>man erklärt ne' Ortsumgehung kurzerhand zur Autobahn!
Die Nachrichten kommen oft aber knapp<br>[[Politiker]] haben versagt - das hält uns auf Trab!
Noch "singen" die Autoreifen ihre Melodie,<br>auf der Ortsumgehung oder A 39 oder wie?
Zerrissen werden die Menschen bald,<br>Verwandte, Freunde, Nachbarn: Es wird kalt!
30 Häuser sollen weichen - der Abriss droht<br>viele Familien sind dann in großer Not!
Noch wohnen wir nebst Ameise, [[Ortolan|Vogel]] und Maus<br>doch wenn der Apfelbaum verblüht, geht's raus!
Die Häuser gebaut von einer Generation,<br>jetzt zerstört!<br>Was macht das schon!
Gespielt als Kinder haben wir<br>jetzt folgt die A 39 als Autobahn hier!
Traurig aber wahr<br>[[Politiker]] sind schon sonderbar!
Meinen Eltern ich den Wunsch erfüllt hab'<br>"Verkaufe nie dein Elternhaus!" Niemals, bis in's Grab!
Doch all das ist null und nichtig<br>
für [[Politiker]] vollkommen unwichtig!
Ich sage es ganz ungeniert:<br>"Hier wird eine schöne Wohngegend demontiert!
Und rechnet mit unserem Widerstand!<br>Wir stehen hier fest und Hand in Hand!"
}}
<includeonly>
=== Datum ===
==== Zeitung über Thema ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Original-Titel</big>'''
'''Untertitel'''
''Autor''
'''Ort''' -
Text
[Link Quelle]
}}
</includeonly>
{{Pressefuss|November 2006|Januar 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
3e0b0b3e0af6a5353312556f03cccf38c6f270e4
Presseberichte Dezember 2007
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{{Pressekopf}}
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=== 28. Dezember ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Verkehrsbelastung in Melbeck ====
{{LB|Martin Schrader-Schmunz<br>Lüneburg/Uelzen}}
{{Kasten|1=
'''<big>400 Lkw-Fahrten täglich durch uns</big>'''
Leserbrief eines Truckers
Ich möchte auf diesem Weg den Bewohnern von Melbeck, Jelmstorf, Tätendorf und Kirchweyhe mein Mitgefühl für die unerträgliche Belastung durch den Lkw-Verkehr ausdrücken. Allein meine Firma aus Schleswig-Holstein mit ca. 100 Rübenlastern kommt in der Rübensaison auf etwa 400 Fahrten pro Tag; d.h., alle drei Minuten ein Lkw und das rund um die Uhr. Plus andere Firmen! Das Lkw- Aufkommen wird 2008 wahrscheinlich noch größer, da die Zuckerfabrik Güstrow geschlossen wird. Eine Umgehungsstraße für alle vier Gemeinden halte ich für dringend erforderlich. Ich glaube, die Verzettelung in eine Diskussion pro und kontra A 39 hilft da nicht wirklich weiter. Mein bescheidener Beitrag zur Beruhigung besteht darin, dass ich nicht mit den erlaubten 50 km/h durch Ihre Gemeinden fahre, sondern langsamer und vor allem nicht mit hohen Drehzahlen und brüllendem Motor.
}}
=== 20. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum zum Planungsverzug
|Headline=A 39-Protest
|Untertitel=Bürgerinitiativen: zu frühe Ausschreibung
|Autor=carol
|Ort=Lüneburg
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg hat die Aufsichtsbehörden darauf hingewiesen, dass die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau "außerhalb des vorgeschriebenen Rechtsrahmens" bereits im September - und damit vor der [[Linienbestimmung]] - Ausschreibungen zur Planung der Autobahn 39 getätigt habe: Das teilt der Dachverband in einer Pressemitteilung mit. Sprecherin Annette Niemann sagte dazu, dass "so die Fristen für Meinungsbildung und Einflussnahme bewusst beschnitten" würden.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/12/20/829425.html Quelle]
}}
=== 19. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Diskussion um Lärmschutzmaßnahmen an der sogenannten Ostumgehung
|Headline=Kreistag fordert Deckel für die A 39
|Untertitel=Lärmschutzmaßnahmen sollen Bürger in Lüneburg und bei Wendisch Evern vor [[Immissionen]] schützen
|Autor=kre
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2007 12 19 1.jpg|thumb|488px|left|'''Ein Stück der geplanten A39 verläuft in der Stadt Lüneburg auf der Trasse der [[Ostumgehung]]. Fotos: t&w''']]
[[Bild:LZ 2007 12 19 2.jpg|thumb|250px|'''Deshalb fordern Franz-Josef Kamp und [[Heiko Dörbaum]] für die [[SPD]] sowie ...''']]
[[Bild:LZ 2007 12 19 3.jpg|thumb|250px|'''... Alexander Blume und Karl-Heinz Hoppe für die [[CDU]] [[Lärm]]schutzmaßnahmen.''']]
Die A 39 existiert noch nicht - die Angst vor [[Lärm]] und Belastungen durch das geplante Bauwerk schon: Während der jüngsten Kreistagssitzung machten sich die Kommunalpolitiker auf Antrag der Gruppe [[CDU]]/Unabhängige/[[SPD]] deshalb mit großer Mehrheit für einen "umfassenden Immissionsschutz für die im Einwirkungsbereich der A 39 liegende Wohnbevölkerung" stark. Wie der aussehen soll, präzisierte unter anderem [[SPD]]-Fraktionschef Franz-Josef Kamp: Er forderte die [[Deckel]]ung für das Teilstück der A 39, das auf der jetzigen [[Ostumgehung]] verlaufen soll.
[[Lärm]]schutzmaßnahmen wünschen sich die Kreistagsmitglieder aber auch auf dem Lande - bei Wendisch Evern: Denn dort soll die A 39 erhöht auf einem Dammbauwerk geführt werden. "Dadurch würde die [[Lärm]]ausbreitung in die nahegelegenen Wohngebiete noch gefördert", fürchten die Kommunalpolitiker.
Zwar hatte sich der Samtgemeinderat Ostheide vor geraumer Zeit gegen die A 39-Trasse auf Samtgemeindegebiet ausgesprochen, doch Bernd Hein ([[SPD]]) fürchtet, dass sich durch diesen Beschluss die A 39 wohl kaum verhindern lasse. "Wir werden die Trasse bekommen, das ist wohl sicher", fürchtete Hein während der Kreistagssitzung in der Ritterakademie - zeigte sich aber ebenso wie Meinhard Perschel ([[CDU]]) kämpferisch: "Aber nur mit Lärmschutzmaßnahmen."
Und noch ein Antrag der Mehrheitsgruppe beschäftigte sich mit dem Verkehr der Zukunft im Landkreis Lüneburg: [[CDU]]/Unabhängige und [[SPD]] wünschen sich ein "integriertes Verkehrsgutachten", mit dem Ziel, "Erkenntnisse für die künftige Entwicklung der verkehrlichen Infrastruktur im Landkreis zu gewinnen." Insgesamt sind für dieses Gutachten 300 000 Euro veranschlagt. 100 000 Euro will der Kreis beisteuern, den Rest sollen die Stadt Lüneburg und die Gemeinden aufbringen. Für [[CDU]]-Fraktionschef Alexander Blume ist dieses finanzielle Engagement der Kreiskommunen nur gerechtfertigt: "Es geht um die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Landkreises, da ist es nur gerechtfertigt, dass sich auch die Städte und Gemeinden des Kreises an den Gutachterkosten beteiligen", so Blume.
Kritik gab es dagegen von der Opposition: "Gutachteritis" hielt Miriam Staudte ([[Grüne]]) der Mehrheitsgruppe vor und setzte nach: "Da ist kein Verkehrsgutachten geplant, sondern ein Straßenvorbereitungsgutachten." Dennoch passierte der Antrag mehrheitlich - gegen die Stimmen der [[Grüne]]n und der [[Die Linke|Linke]]n - die Ratshürde.
}}
=== 7. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planungsverzug
|Headline=Warten auf Bestimmung der A-39-Linie
|Untertitel=
Antrag soll in Kürze abgeschickt werden - Kritiker suchen Kontakt zu Autobahn-Verein
{{i-Kasten|1=281|2=Taktik|3=[[Bild:Am Haken.gif]]<br>Demonstrationen und Trecker-Konvois gegen die A 39, natürlich "Keine A 39"-Aufkleber zu Tausenden, das war die klare Linie des Widerstands gegen die geplante Autobahn 39. Nun werden neue Protest-Varianten getestet, die an frühe Sponti-Tage erinnern. Da ist zum Beispiel die diplomatische Variante: Kürzlich erhielt der forsche französische Staatspräsident Sarkozy eine Depesche aus der Heide und wurde von A 39-Gegnern für [[Presseberichte_Oktober_2007#Frankfurter_Allgemeine_Zeitung_zum_Thema_Autobahnbau|seine rigide Autobahnpolitik]] gelobt. Das hat Sarkozy offensichtlich auch richtig verstanden, sonst hätten wir womöglich längst eine Neuauflage des Krieges von 1870/71.
Und nun noch die 68er-Variante "Marsch durch die Institutionen": Der Dachverband der A 39-Gegner strebt die Mitgliedschaft im [[Nordland-Autobahn-Verein]] der A 39-Befürworter an. Da wird dann die alte Juso-Taktik gespielt: Diskutieren, bis um Mitternacht die Befürworter müde abziehen und mit neuen Mehrheitsverhältnissen alte Beschlüsse umwerfen. Da wäre noch die Nikolaus-Variante: Mit roter Zipfelmütze und Rauschebart getarnt, werden Befürworter angesprochen, die angesichts der Rute noch einmal in sich gehen und ihre Meinung überprüfen. ''herb ''
}}
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die [[Planung]]en für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg werden sich weiter verzögern. Nach Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s Ende August ist der Antrag auf [[Linienbestimmung]] beim Bundesverkehrsministerium als Geldgeber des Projektes noch nicht gestellt worden. Das ist jedoch die Voraussetzung für den nächsten Schritt - das [[Planfeststellungsverfahren]].
Mit dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s ist gleichzeitig die [[Landesplanerische Feststellung]] erlassen worden. Festgehalten sind dort auch Änderungen für die so genannte Vorzugsvariante der geplanten Autobahn. "Diese werden derzeit eingearbeitet", sagt Dirk Möller, Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Gleichzeitig verfasst die Behörde für den Antrag auf [[Linienbestimmung]] einen Bericht, der die 300 Seiten starke [[Landesplanerische Feststellung]] ergänzt und erläutert. "Noch in diesem Monat werden der Antrag und die dazu gehörenden Unterlagen an das Wirtschaftsministerium in Hannover weitergeleitet", kündigt Möller an. Von der Landeshauptstadt aus gehen die Papiere dann an das Bundesverkehrministerium.
Das Ministerium selbst hatte Vertreter des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A 39 bei einem Gespräch Ende November darüber informiert, dass der Antrag noch nicht eingegangen sei. Für den zeitlichen Ablauf heißt das: Selbst wenn Anfang nächsten Jahres alle Unterlagen vorliegen, wird die [[Linienbestimmung]] für die A 39 voraussichtlich erst im kommenden Sommer abgeschlossen. "Ursprünglich war die [[Linienbestimmung]] schon für Anfang 2006 geplant, damit weist das Projekt A 39 zu diesem frühen Zeitpunkt einen Planungsverzug von zwei Jahren auf", sagt Annette Niemann, Sprecherin der Bürgerinitiativen. Als völlig normal und bedeutungslos bezeichnet hingegen Bernd Rczeppa von der Regierungsvertretung Lüneburg die zeitliche Verzögerung. "Die Autobahn ist damit schließlich nicht vom Tisch."
Unterdessen hat der Dachverband der Bürgerinitiativen die Mitgliedschaft im [[Nordland-Autobahn-Verein]] beantragt. Ernst gemeint ist dieser Vorstoß nicht, von einem "ironisch gehaltenen Schreiben", berichten die Autobahngegner in einer Pressemitteilung. Anlass für den Antrag ist die Weigerung der Stadt Lüneburg, aus dem Verein auszutreten. Dabei sehen die A-39-Gegner durchaus Parallelen zur eigenen Position. Juristisch wolle der Dachverband gegen die Autobahn vorgehen - ebenso wie die Stadt Lüneburg, die einen Trassenverlauf auf der [[Ostumgehung]] nach wie vor ablehne.
Auch das von der Stadt angeführte Argument des Informationsaustausches über die Infrastruktur treffe auf die Bürgerinitiativen zu, sagt Dachverbandssprecher Eckehard Niemann und verwies auf die Forderung nach einem "bedarfsgerechten Ausbau der Bundesstraßen 4 und 71".
}}
=== 1. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Mitgliedschaft Lüneburgs im Nordland-Autobahn-Verein
|Headline=Stadt bleibt im Autobahn-Verein
|Untertitel=Kein Druck auf Eigentümer des Kalkbruchsees
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Lüneburgs Mitgliedschaft im [[Nordland-Autobahn-Verein]] besteht fast 40 Jahre. Der Antrag der [[Grüne]]n, aus dem Verein auszusteigen, ist sechs Monate alt. Aufgeschoben, weil vieles im Rat lang und breit diskutiert wird. Und obwohl zu Beginn der Sitzung der Tenor war, sich kurz zu fassen angesichts von 14 alten Anfragen und Anträgen, wurde eine halbe Stunde debattiert.
[[Die Grünen]] argumentierten, dass das Ziel des Vereins der Ausbau des überregionalen Straßennetzes sei. In Zeiten des Klimaschutzes sei es "ein Anachronismus, überhaupt noch über Autobahnen wie die A 39 zu sprechen", meinte Fraktions-Chef [[Andreas Meihsies]]. Seine Fraktion lehnt bekanntlich den Bau der geplanten A 39 ab. "Gut, dass wir den Bürgern eine umweltpolitische Orientierung vor den [[Landtagswahl]]en geben", frohlockte der grüne Landtagskandidat.
Das ließen [[SPD]], [[CDU]] und [[FDP]] nicht auf sich sitzen. "Sie sind nicht der Einzige, der den Umweltschutz trägt", stellte Frank Soldan (FDP) fest. Aus Sicht von Regina Baumgarten kann man auch im [[Nordland-Autobahn-Verein]] im Sinne des Klimaschutzes diskutieren. [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]) sah den Umweltschutz gar als ureigenes Thema der Sozialdemokraten, Fraktionskollegin Hiltrud Lotze forderte Meihsies auf: "Orientieren Sie sich an unserer Umweltpolitik." Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] zog schließlich die "taz" heran, die habe jüngst die Umweltpolitik der Stadt gelobt. Dann steuerte er noch auf die A 39 zu: "Wenn die Autobahn auf die [[Ostumgehung]] kommt, werden wir für den [[Lärm]]schutz kämpfen." Man müsse der Realität ins Auge blicken und sich für die Zukunft aufstellen. Der Antrag der [[Grüne]]n wurde abgelehnt.
Auch abgelehnt von der Mehrheit des Rates wurde ein Antrag der Linken zum Kalkbruchsee. Die Fraktion forderte die Stadt auf, den See gegen den Willen des Eigentümers - das ist der Lüneburger Angelsportverein - zu erwerben und ihn zum öffentlichen Badesee zu machen. Auch ein Änderungsantrag der Grünen fand keine Zustimmung. Sie forderten "das freie Betretungsrecht der Landschaft", um das Baden dort wieder zu ermöglichen.
}}
{{Pressefuss|November 2007|Januar 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
48b197f9c2a815a595fb1480fb0ccd5954d42fc7
Presseberichte Dezember 2008
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{{Pressekopf}}
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=== 4. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Aktivität in den Stadtteilen Moorfeld und Lüne
|Headline=<span style="color:#8A8C8F; background-color:white">KOMMENTAR </span> Adventsaktionen in und um Lüneburg
|Untertitel=Mehr als ein Licht im Dunkeln
|Autor=[[Bild:2008-12-04 LR.jpg|85px|thumb|Elke Schneefuß|left]]
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/12/04/945869.html Quelle]
|Text=
Ein Stadtteil feiert miteinander Advent – das ist fast zu schön, um dieser Tage Realität zu sein.
In Zeiten kurz nach und kurz vor der vermeintlich
nächsten Rezession gibt es noch Menschen die
zusammenrücken und für das Miteinander sorgen.
Das, was in den Stadtteilen Moorfeld und Lüne geschieht, kann ein
Vorbild sein, denn die Menschen im Osten der Stadt sorgen nicht
nur um Weihnachten herum für ihre Nachbarn.
In Moorfeld und Lüne leisten sie seit Langem gemeinsam fantasievollen
Widerstand gegen die geplante A 39. Sie feiern ihre Sommerfeste
und die Aufführungen ihrer eigenen Theaterlaiengruppe.
Und sie freuen sich zusammen auf Weihnachten.
Man kennt sich, redet miteinander, nimmt neue Nachbarn in die
Gemeinschaft auf. Ein Beispiel dafür, dass es bei uns nicht nur
soziale Kälte, sondern auch Wärme gibt. Oft ist sie gleich um die
Ecke zu spüren, dort wo unsere Nachbarn wohnen.
}}
=== 6. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Argumenten der Aktion Lebensberg
|Headline=Alle fordern A 39-Deckel
|Untertitel=Neues Verkehrsgutachten in Arbeit
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Während Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Landrat [[Manfred Nahrstedt]] [[CDU]] und [[FDP]] im Land unterstützen, die Druck beim Bau der Autobahn A39 machen wollen, warnt die Bürgerinitiative am Ebensberg: Die Lokal[[politiker]] müssen Acht geben, dass die Trassenführung in Lüneburg nicht noch einmal geschwenkt wird und der [[Lärm]]schutz nicht zu kurz kommt.
Die BI hat ihre Sorge mit großem Verteiler den Parteien zukommen lassen. Hintergrund ist das Schreiben zur [[Linienbestimmung]] des Bundesverkehrsministeriums. Die BI bezieht sich dabei auf die Frage der Anschlussstellen im Bereich der Stadt. "Neben der fehlenden verkehrlichen Begründung entsprechen die Abstände nicht den allgemeinen Entwurfsparametern einer Bundesautobahn", heißt es vom Ministerium. Die Bürgerinitiative "Lebensberg" drängt auf Klarheit, damit verhindert wird, dass noch mal eine andere Trassenvariante erwogen wird. Außerdem bemängelt die BI, dass bisher nichts zum Lärmschutz-Deckel in den Unterlagen steht.
Der Leiter der Landesbehörde Straßenbau in Lüneburg, Dirk Möller, erklärt: "Dass wieder auf eine andere Trassenvariante in Lüneburg geschwenkt werden könnte, lese ich so nicht im Schreiben zur Linienbestimmung. Zur Zahl der Anschlussstellen in Lüneburg sind wir im engen Kontakt mit der Stadtverwaltung, zudem wird dafür eine detaillierte Verkehrsuntersuchung aufgelegt, die zeigen soll, wie viel Abfahrten nötig sind." Zur Frage des Autobahn-Deckels sagt Möller, werde auch die neue Studie zeigen, wie stark die Lärmwerte sind und welche Schutzmaßnahmen nötig seien. Das könne auch ein Deckel sein. Allerdings müsse auch immer die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten werden.
Das Duo Mädge/Nahrstedt dagegen ist zufrieden mit dem Antrag von CDU und FDP im Landtag. Die Mehrheitsfraktionen wollen, dass sowohl die A 39 als auch die Küstenautobahn A 22 mit größerem Nachdruck als bisher vorangetrieben werden. Laut dem CDU-Landtagsabgeordneten [[Bernd Althusmann]] soll der Antrag im Januar ins Landtags-Plenum eingebracht werden.
{{mark|Mädge meint dazu:}} "Dieser Antrag unterstreicht deutlich, dass der Bau der A 39 auch beim Land hohe Priorität genießt." Das könnte helfen, im Jahr 2014 die Baureife zu erlangen. {{mark|Bis dahin müsse aber endgültig geklärt werden, dass die Lüneburger [[Ostumgehung]] einen Deckel bekommt. "Nur so können im Bereich Moorfeld die Lärmwerte eingehalten werden. Die betroffenen Anwohner können auf unsere Unterstützung zählen", verspricht der Oberbürgermeister.}} Für Nahrstedt zählt auch die [[wirtschaftliche Bedeutung]] für die wachsende Region.
}}
=== 11. Dezember ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum aktualisierten Nutzen-Kosten-Verhältnis
|Headline=Neue Rechenspiele der A-39-Gegner
|Untertitel=Kritiker prüfen aktuelle Daten
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die aktualisierten [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se ([[NKV]]) der geplanten Autobahnen 14 und 39 sowie der Bundesstraße 190n liefern den Bürgerinitiativen gegen das Projekt neue Nahrung. Die Untersuchung liegt den Kritikern vor, derzeit nehmen sie die Daten unter die Lupe. Seit Jahren schon wollen die Gegner den Nachweis der Unwirtschaftlichkeit führen - und sehen sich jetzt bestätigt.
Für die A 39 würden unrealistische Niedrigst-Kosten angesetzt, lautet ein Vorwurf von Eckehard Niemann und seinen Mitstreitern. Ausgangspunkt der Kritik sind die Kosten für den einzelnen Autobahnkilometer. Veranschlagen die A-14-Planer 8,29 Millionen Euro sind es bei der A 39 nur 5,77 Millionen Euro. Stiegen die voraussichtlichen Ausgaben bei der A 14 seit dem Planungsstart um fast 84 Prozent, sind es im gleichen Zeitraum bei der A 39 nur 5,46 Prozent. Zudem, argumentiert Niemann, seien die Mehrkosten für erforderliche Lärmschutzmaßnahmen an der Lüneburger [[Ostumgehung]] noch gar nicht berücksichtigt.
Dies sei auch nicht möglich, kontert Dirk Möller, Leiter der für die Planung zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. "Welche Maßnahmen erforderlich sind und was sie kosten, ergibt erst die Vorentwurfsplanung." Und die habe gerade erst begonnen. Bei den Baukosten hält er sich bedeckt. "Direkte Vergleiche sind grundsätzlich nur schwer möglich."
}}
{{Pressefuss|November 2008|Januar 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Dezember 2009
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2025-02-05T23:12:42Z
Sysop
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=== 1. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Antwort der Bundesregierung]] auf die Anfrage der Grünen
|Headline=Kosten-Kritik
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Hannover
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2009_12_01-1.jpg|thumb|600px|center|]]
Die Grünen rechnen fest mit steigenden Kosten für den umstrittenen Bau der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg. Hintergrund ist die [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Anwort der Bundesregierung]] auf eine Anfrage im Bundestag. Vor allem der Vergleich der A39 mit der A14 Magdeburg-Schwerin wirft aus Sicht der Grünen viele Fragen auf.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Antwort der Bundesregierung]] auf die Anfrage der Grünen
|Headline=Eine Frage des Nutzens
|Untertitel=Grüne sehen nach Antwort der Regierung auf Anfrage Wirtschaftlichkeit der A 39 schwinden
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die [[Media:2009-11-30_Antwort_Anfrage_NKV_Bundestag.pdf|Antwort der Bundesregierung]] auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag gibt den Gegnern der geplanten Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg neue Nahrung. „Hier wird ein fragwürdiges Projekt mit allen Mitteln schüngerechnet“, sagt die an der Anfrage beteiligte Grünen-Landtagsabgeordnete Miriam Staudte aus Scharnebeck. Neu sind die meisten Zahlen zwar nicht, doch zeigt sich: Die vor fast genau einem Jahr aufgeworfenen Fragen an die Planer sind nach wie vor unbeantwortet.
Ins Visier genommen hat die Grüne unter anderem die Kosten für das umstrittene Verkehrsprojekt im Verhültnis zur parallel verlaufenden Autobahn 14 zwischen Magdeburg und Schwerin. Die ist in der Planung wesentlich weiter als die A39, die Kosten pro Kilometer sind aber deutlich höher. Das geht auch aus der Antwort der Bundesregierung hervor: Demnach kostet der Autobahnkilometer in Sachsen-Anhalt rund 8,3 Millionen Euro. Das sind 4,1 Millionen Euro mehr als 2003 veranschlagt – ein Plus von fast 98 Prozent. Der A-39-Kilometer ist derzeit mit 5,8 Millionen Euro veranschlagt – 300 000 Euro mehr als 2003. Die Steigerung liegt damit bei nur etwas mehr als fünf Prozent.
[[Bild:LZ_2009_12_01-2.jpg|thumb|600px|left|'''Befürworter und Gegner der geplanten Autobahn 39 starten immer neue Kampagnen, um für ihr Ziel zu werben. Links die neue Initiative des Nordland-Autobahn-Vereins für die A39 mit Spediteur Hubertus Kobernuß (l.) und dem Vereinsvorsitzenden Michael Zeinert.''']]
[[Bild:LZ_2009_12_01-3.jpg|thumb|600px|right|'''Die Grünen Miriam Staudte (l.) und Andreas Meihsies (r.) mit Ohrenschützern an der Ostumgehung im Kreis von Autobahngegnern.''' Fotos: A/nh, A/be]]
„Die Kostensteigerungen bei der A14 sind insbesondere in der fortschreitenden Planungstiefe und im zunehmend naturschutzfachlichen Planungsumfang begründet“, heißt es seitens der Bundesregierung. Das legt für Staudte den Schluss nahe: „Bei der weit weniger fortgeschrittenen Planung zur A39 sind diese Steigerungen demnach ebenfalls nicht abwegig. Das dicke Ende kommt noch.“ Zumal das Projekt unter einem „besonderen naturschutzfachlichen
Planungsauftrag“ stehe.
Deshalb hält die Landtagsabgeordnete die prognostizierte Kostensteigerung im Vergleich zur A14 für „absurd niedrig“. Im gleichen Atemzug stellt sie die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Ausgehend von dem aktuellen Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) von 2,8 für A39 und einem Abschnitt der Bundesstraße 190n als Querspange zur A14 steht in der Antwort der Regierung: „Bei zehn Prozent Kostensteigerung betrüge das NKV rund 2,5. Dies würde die Bauwürdigkeit nicht veründern.“ Das heißt aber auch: Steigen die Kosten steiler, sinkt der Nutzen weiter. Deshalb urteilt auch der Vorstandssprecher des Grünen-Kreisverbandes Lüneburg, Andreas Meihsies: „Die Argumentationskette der Autobahnbefürworter wird dünner und dünner, das NKV immer geringer.“
Aus Sicht der Planer steigert jedoch die 2008 vorgenommene Nachberechnung der Verkehrsströme den Nutzen erheblich. Sollten auf Grundlage der Prognose von 2003 im Jahr 2015 werktags 17 000 bis 23 000 Fahrzeuge (davon 5000 bis 8000 Lkw) über die A39 rollen, können es 2025 bereits 33 000 bis 41 000 Fahrzeuge sein (davon
10 000 bis 12 000 Lkw). „Demografischer Unsinn“, so Staudte, Meihsies ergänzt: „Die Zahl älterer Menschen wird
zunehmen, und die fahren weniger Auto. Wie so an der Realität vorbei argumentiert werden kann, ist unbegreiflich.“
}}
=== 2. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Autobahn-Deckel in Lüneburg
|Headline=Moorfeld bekommt den Tunnel
|Untertitel=Berlin gibt dafür grünes Licht
|Autor=jj/ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2009_12_03-1.jpg|thumb|600px|center|'''Dieses Teilstück der Lüneburger Ostumgehung soll bis zur Brücke (im Hintergrund) für die geplante A39 einen Tunnel bekommen.''' Foto: t & w]]
Für die geplante Autobahn A39 soll in Lüneburg ein Tunnel als Lärmschutz gebaut werden. Das hat gestern der Lüneburger CDUBundestagsabgeordnete Eckhard Pols erklärt, und das wird auch vom Bundesverkehrsministerium so bestätigt.
Der Tunnel soll auf einer Teilstrecke der künftigen Autobahn-Trasse auf der Ostumgehung entstehen, und zwar im
Gebiet Moorfeld. Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) aus dem Verkehrsministerium erklärte: „Ein rund 400 Meter
langer Tunnel stellt in emissionstechnischer, wirtschaftlicher und stadtgestalterischer Hinsicht die Vorzugslösung dar.“ Pols und sein Harburger Kollege Michael Grosse-Bühmer werten dies als Erfolg. „Das ist das Optimum, das wir
erreichen konnten“, so Pols. Bei Kosten und Baustart halten sich die Ministerien in Berlin und Hannover bedeckt. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ist dennoch unzufrieden: Sie will keine Autobahn, und wenn die A39 komme, müsse der Tunnel länger werden.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Autobahn-Deckel in Lüneburg
|Headline=Der Autobahn-Deckel kommt
|Untertitel=Politiker und Wirtschaft feiern Lärmschutz-Tunnel für A 39 – Bürgerinitiative bleibt auf Gegenkurs
|Autor=jj/ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2009_12_03-2.jpg|thumb|800px|center|'''Die orangefarbene Flüche auf dem großen Bild zeigt die geplante Tunnelstrecke auf der heutigen Ostumgehung in Moorfeld, die beim Bau der Autobahn entstehen soll.''' Fotos: boldt, dpa, stadt]]
[[Bild:LZ_2009_12_03-3.jpg|thumb|600px|left|'''Die Lage des rund 400 Meter langen Tunnels.''']]
[[Bild:LZ_2009_12_03-4.jpg|thumb|600px|right|'''Eine Tunnelröhre, die im September bei Jena am Lobdeburg-Tunnel der Autobahn 4 freigegeben wurde.''']]
Der Tunnel gehört seit Jahren zu den Kernforderungen der Stadt Lüneburg, wenn die Autobahn A39
über die Ostumgehung gebaut wird. „Das Bohren dicker Bretter und der geschlossene Auftritt der Politik hat sich gelohnt, dies ist ein Erfolg der Region, von Stadt und Kreis“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Mädge. „Ohne den Tunnel hätte die Stadt Lüneburg mit Sicherheit geklagt.“ Doch die Freude ist nicht ungeteilt. Für die BI Lüne-Moorfeld ist die Mini-Lösung nicht ausreichend, wenn die A39 überhaupt komme, müsse die Röhre länger sein.
Die Wirtschaft begrüßt die Nachricht aus Berlin. Eberhard Manzke, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, erklärt: „Eine hervorragende Entscheidung für die Anwohner und ganz Lüneburg, aber auch für die Wirtschaft unserer Region. Dieses Zugeständnis sollte die Arbeiten der Planer beflügeln, damit zeitnah mit dem Bau der Deckelung schon vorab begonnen werden kann.“
Der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols und sein Kollege aus dem Kreis Harburg, Michael Grosse-Brömer, hatten gestern Morgen vermeldet, dass der Bund die Tunnellösung für die geplante A39 favorisiere. Auch aus Lärmschutzgründen wäre ein Deckel über der Ostumgehung sinnvoll. Pols sagt: „Ich bin froh, dass wir mit der Mitteilung des Ministeriums nunmehr die Forderung der Anwohner erfüllt haben. Der Tunnel ist aus meiner Sicht die umfänglichste Maßnahme gegen den Lärm. Hier haben alle Fraktionskollegen aus Nordostniedersachsen an einem Strang gezogen.“
Mit der Zustimmung zum Tunnel sei eine weitere Hürde zum Bau der A39 überwunden. Die zügige Umsetzung sei wichtig, um die wirtschaftliche Infrastruktur der Region zu stärken. Pols sieht in der Lösung „das Optimum“. Darüber hinaus müsse es – wie auch von der CDU-Stadtratsfraktion gefordert – weiteren Schutz in Richtung Klosterkamp geben. Beispielsweise durch Lärmschutzwände oder -wälle.
So sieht es auch OB Mädge. Wie der Tunnel im Detail geplant sei, das müsse das Verfahren zeigen, aber: „Die Forderung der Stadt war immer ein Tunnel zwischen den Abfahrten Adendorf und ehemalige Schlieffenkaserne. Damit ist unsere Forderung nicht ganz erfüllt, deswegen muss der Rest mit ausreichendem Lärmschutz versehen werden.“
Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers (SPD), ehemals bei der Stadt für die Verkehrsplanung mit zuständig: „Das ist ein guter Schritt, die vielen Vorgespräche und Fahrten nach Berlin haben sich gelohnt, wenn der Tunnel jetzt in die konkrete Planung aufgenommen wird. Wobei über die Länge des Tunnels sicher nochmal verhandelt werden muss.“
Bei Jens-Peter Fiedler trifft die Nachricht auf ein geteiltes Echo. Der Sprecher der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld betont: „Wir sind nach wie vor gegen das A39-Projekt. Ein Tunnel macht es auch nicht schöner. Doch positiv ist, dass die Planer den Anwohnern an dieser Konfliktstelle entgegenkommen.“ Aber der Tunnel sei zu kurz, er reiche von der Erbstorfer Landstraße bis zur Fußgängerbrücke über die Ostumgehung: So gebe es keinen Lärmschutz für die Wulf-Werum-Siedlung und die Anwohner am Fuchsweg. Zudem befürchtet Fiedler, dass sich die Tunnelein- und -ausfahrten als Lärmverstärker erweisen.
Fiedler ist skeptisch, ob ein Tunnel bei der Bebauung überhaupt umzusetzen ist. Seine Befürchtung: „Es ist verdammt eng, man wird an Grundstücke und Häuser heran müssen.“
Dirk Müller, Chef der Lüneburger Landesbehürde für Straßenbau, hält sich bedeckt: „Ich kenne die Mitteilung nicht. Aber wir haben die Deckelung mit untersucht und mit dem Bundesministerium abgestimmt.“ Ein Tunnelbau würde den Zeitplan seiner Behörde nicht durcheinander bringen: 2013 solle bekanntlich ein Planfeststellungsbeschluss aufgestellt werden, dabei bleibe es.
Zu den Kosten der Röhre will zur Zeit niemand der Verantwortlichen Stellung nehmen. Aus dem Bundesverkehrsministerium heißt es, es sei zu früh für Einzelheiten. Das Land bekomme jetzt die schriftliche Mitteilung über die Entscheidung zugeschickt.
Im Verkehrsministerium an der Leine sagt Silke Schaar: „Wir freuen uns über die Zusage des Bundes, sie liegt uns aber noch nicht vor.“ Daher sei nicht klar, welche Lösung Berlin bevorzuge, und welchen Anteil der Kosten der Bund trage.
Ein Blick zurück: Im September 2006 hatten Experten vor Parlamentariern in Hannover erklärt, ein zwei Kilometer langer Tunnel würde 200 Millionen Euro kosten, der damalige Lüneburger CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Althusmann hatte vorgerechnet: Dies wäre ein Drittel der gesamten kalkulierten Ausgaben für die A39. Bricht man das herunter, käme man bei einer Tunnellünge von 400 Metern auf Kosten von 40 Millionen Euro. Ob das reicht, scheint fraglich. Erst gestern hatte die LZ berichtet, dass der Bau der A39 pro Kilometer mit 5,8 Millionen Euro kalkuliert wird – 300 000 mehr als 2003.
*
Derweil hat die Straßenbaubehörde gestern in Bad Bodenteich ihre Planungen für den letzten Bauabschnitt der A39 vorgestellt. Dabei geht es um ein 12,6 Kilometer langes Stück zwischen Uelzen und Bad Bodenteich, ein Thema sind nun etwa die „Trassenoptimierungen im Bereich des Windparks Hanstedt II“.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Autobahn-Deckel in Lüneburg
|Headline=Weiter Kampf für Lärmschutz
|Untertitel=Kommentar
|Autor=Von Hans-Herbert Jenckel
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Tunnel-Zusage macht noch aus keinem Autobahngegner einen Freund der A39. Wer grundsützlich gegen eine Autobahn ist, den überzeugt auch nicht, wenn ein Tunnel die Autobahn und den Lärm auf 400 Metern Länge schluckt. Aber die Röhre zeigt gleichwohl, was Bürger und Lokalpolitiker bewegen können, wenn sie dennan einem Strang ziehen, wie in Lüneburg geschehen. Der Tunnel ist der Lohn für zähes Verhandeln, ja für Penetranz. Er wird nicht die Moral der Gegner untergraben, aber er beflügelt schon jetzt die Befürworter. Die haben lange keinen Erfolg verbucht, lange aber gut organisierte Kritik und Kampagnen gegen die Autobahn wegstecken müssen. Sie sollten jetzt vor lauter berechtigter Freude über den Lohn ihrer Arbeit nicht übersehen, dass hier die Mini-Tunnel-Variante ins Auge gefasst wird. Um aber die Bürger umfassend zu schützen, müssen die Politiker weiter gemeinsam für mehr Lärmschutz kämpfen. Denn nur der optimale Lärmschutz könnte einen Minimalkonsens für die A39 unter Lüneburgern
begründen, nur er eröffnet die Chance.
}}
=== 3. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Autobahn-Tunnel in Lüneburg
|Headline=Der Fuchsweg guckt in die Röhre
|Untertitel=Anwohner fordern auch einen Tunnel als Lärmschutz gegen Autolärm
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Kommt der Deckel für die Ostumgehung, könnte die Fläche den Stadtteil Lüne-Moorfeld wieder zusammenwachsen lassen. Denn über dem Tunnel könnte nach Vorstellung der Stadt ein Grüngürtel samt Wegen entstehen. Doch konkrete Planungen gebe es noch nicht, dafür sei es zu früh, sagt Stadtpressesprecherin
Suzanne Moenck.
Wie berichtet, befürwortet das Bundesverkehrsministerium im Zuge des Baus der geplanten Autobahn 39 den Bau einer 400 Meter langen Röhre von der Erbstorfer Landstraße bis zur Fußgängerbrücke am Dehmelweg. Unter anderem spiele für die Entscheidung der Lärmschutz eine Rolle.
Den hätten Peter von Paris und seine Nachbarn auch gerne. Sie wohnen am Fuchsweg und beklagen, dass es bei ihnen nicht einmal Lärmschutzwände gebe. Von Paris sagt: „Ich freue mich für die Anwohner im Moorfeld, aber es muss
gleiches Recht für alle gelten.“ Denn auch am Fuchsweg oder etwa in den neuen Wohngebieten bei Hagen sei die Schnellstraße brüllend laut. Auch dort sollten Tunnel gebaut werden: „Es kann ja eine Lösung mit Unterbrechungen sein.“
Vom Verkehrsclub Deutschland kommt Kritik. Zwar begrüßt der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Christian Friedrichs aus Reppenstedt den Tunnel als Lärmschutz, aber: „Entscheidend ist eine Finanzierungszusage, die ist am Ende des Tunnels bislang überhaupt nicht in Sicht.“ Außerdem befürworte der Bund die Tunnellösung lediglich im Zuge des Baus der A39: „Das ist jedoch ein schwaches Lippenbekenntnis, denn der Bau der A 39 steht wegen einer immer schlechter werdenden Wirtschaftlichkeit mehr denn je in den Sternen.“
}}
=== 9. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum angedachten Tempolimit auf der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Ostumgehung ist Chefsache
|Untertitel=Mädge kündigt Gespräche an
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Tempo 80 auf der Ostumgehung ist Chefsache. Auf diese Feinheit der Verwaltungslogik wies Oberbürgermeister Ulrich Mädge jetzt im Verkehrsausschuss hin: Nicht der Rat, sondern der Verwaltungschef sei laut Gemeindeordnung für das Tempolimit zuständig. Mädge will jetzt mit der Polizeiinspektion und der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr reden.
Beide hatten Tempo 80 in ihren Stellungnahmen eine klare Absage erteilt (LZ berichtete). Die Polizeiinspektion befürchtet, die Autofahrer würden auf die Innenstadt ausweichen, wenn der Verkehr auf der Ostumgehung
ausgebremst wird. Eine Geschwindigkeitsreduzierung verringere den Lärm lediglich um weniger als drei Dezibel
– und damit nicht hörbar, meinte die Landesbehörde. Anwohner empfinden den Stau und den langsam rollenden Verkehr aber als spürbare Wohltat für die lärmgeplagten Ohren.
„Unterm Strich haben wir die beiden Stellungnahmen der Behörden, die inhaltlich nicht neu sind“, sagte Mädge und erinnerte daran, dass dies bereits der dritte Anlauf für eine Temporeduzierung auf der Ostumgehung sei. „Das ist eine Diskussion, die ich emotional verstehen kann, die wir aber objektiv zu beurteilen haben. Ich bin an Recht und Gesetz gebunden.“ Wenn er gegen das Votum der Fachbehörden Tempo 80 anordne und der Landkreis neue Blitzer aufstelle wie von den Grünen gefordert, dann „klagen die geblitzten Autofahrer gegen die rechtswidrige Anordnung“.
Trotzdem sei der Ermessensspielraum der Stadt hoch, meinte Hubert Meißner (SPD): „Die Verwaltung hat das Heft in
der Hand. Und Tempo 80 mindert Unfallrisiko und Schüden.“ Der Verkehr rolle dann flüssiger, ergänzte der Ausschussvorsitzende Ulrich Löb (Grüne). „Wir würden natürlich gerne mitbestimmen, weil es die Menschen
bewegt“, sagte Jens-Peter Schultz (SPD). „Was wir gemeinsam wollen, ist klar: dass die Menschen dort ruhig und
gesund leben können.“
Der Ausschuss erteilte Mädge den Auftrag zu erneuten Gesprächen. „Ob es Spielräume gibt, werde ich mit beiden Behörden besprechen“, kündigte der an. Die Anwohner haben noch zwei Eisen im Feuer: Beim Landkreis läuft ein Planfeststellungsverfahren zum Lärmschutz, Ende Februar soll es einen Erörterungstermin geben. „Und außerdem soll im kommenden Jahr die zweite Spur der Ostumgehung Flüsterasphalt erhalten“, sagte Mädge. Es gibt also weiter Stau – die Verschnaufpause für die Anwohner verlängert sich.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplanten A39-Deckel
|Headline=Stadt fordert längeren Tunnel
|Untertitel=
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Tunnel ist ein Erfolg, er muss aber länger werden: „400 Meter reichen nicht, wir brauchen 600 bis 700 Meter“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Mädge jetzt im Verkehrsausschuss. Mit dieser Forderung werde die Stadt in das
Planverfahren gehen. Wie berichtet, soll die geplante Autobahn 39 im Bereich Moorfeld durch einen Tunnel verlaufen.
Das biete Lüneburg eine große Chance, meint Mädge: „Dann können Stadtteile so zusammenwachsen, wie es mal war.“ Kurz- und mittelfristige Lärmschutzmaßnahmen müsse man „sinnvoll kombinieren mit der A39“.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum geplanten A39-Deckel und zur A39 allgemein ====
{{LB|Jörg-Harald Garbers<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Dezember_2009#Landeszeitung_zum_Autobahn-Deckel_in_L.C3.BCneburg_2|„Der Autobahn-Deckel kommt“, LZ vom 2. Dezember]]
'''<big>Profiteur VW</big>'''
Die tatsächlichen Nutznießer der geplanten A39 wären Volkswagen und Hamburg – vorausgesetzt, der Wolfsburger
Übersee-Export würde von Bremerhaven an die Elbe verlagert. Aus heutiger Sicht wäre eine direkte Autobahnanbindung von Gifhorn nach Walsrode in Richtung Nordsee eine weitaus sinnvollere Lösung.
Die geplante A39 dient meines Erachtens ausschließlich überregionalen Lobbyinteressen, die das Lüneburger Umland
und damit das Nadelöhr Moorfeld für ihren Durchgangsverkehr missbrauchen wollen.
Mit dem Köder eines Tunnels, der in Wahrheit ein großer Betondeckel werden wird, soll dieses verfehlte Milliardenprojekt den betroffenen Bürgern schmackhaft gemacht werden.
Die künftige Lkw-Maut wird die minimale Benzinkostenersparnis aufgrund der ungefähr zehn km kürzeren Strecke auffressen, und der zu erwartende Ausweichverkehr über die alte B4 und die Lüneburger Innenstadt wird die jetzige Verkehrslage erst recht aus dem Lot bringen.
Die heimische Politik, die sich mit dem Bohren dicker Bretter in Berlin brüstet, liegt einmal mehr der Großindustrie
zu Füßen, statt sich ernsthaft um die regionalen Belange ihrer Wähler zu kümmern.
Nachtrag: Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: der Tunnel muß gebaut werden – auch ohne die A39!
}}
=== 21. Dezember 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum geplanten A39-Deckel und zur A39 allgemein ====
{{LB|Dr. Frank Kracht<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Dezember_2009#Landeszeitung_zum_Autobahn-Deckel_in_L.C3.BCneburg_2|„Der Autobahn-Deckel kommt“, LZ vom 2. Dezember]]
'''<big>Tunnel erhöht Akzeptanz nicht</big>'''
[[Bild:LZ_2009_12_21.jpg|thumb|600px|right|'''Der bewilligte Tunnel verschlechtere das Kosten-Nutzen-Verhältnis der A39, meint BI-Sprecher Dr. Kracht. ''' Foto: t&w
]]
Das Schutzgut Mensch scheint bis nach Berlin zu wirken.
Die jetzt werktäglich von 43 000 KFZ und LKW passierte Ortsdurchfahrung der B4 im Moorfeld bedarf aktuell dringend eines nachträglichen Lärmschutzes, wie durch das hierzu eingeleitete Planfeststellungsverfahren belegt wird, eine Fahrspur wurde bereits jetzt mit Flüsterasphalt versehen. Seitens der zuständigen Behörde wird für umfassende weitere Maßnahmen hierbei eine Vermischung mit dem Bau der A39 angestrebt. Ein wirksames Tempolimit, das auch die Emissionen (Lärm+Gase+Feinstaub) der LKW einschränkt, also 70 km/h, wird von den Verantwortlichen in Verkennung der Vorteile nicht wirklich angestrebt, obwohl die Baumaßnahmen dieses Jahres mit Geschwindigkeitsbeschränkung den Anwohnern ein relativ ruhiges Jahr beschert hat. Etliche Tonnen CO2 und Begleitgase sowie gesundheitsgefährdender Feinstaub wurden dabei eingespart, denn, so lernt jedes Kind, ein langsamer fahrendes Fahrzeug verbraucht deutlich weniger Treibstoff auf gleicher Strecke als ein schnelleres. Es wird auch gefordert und versprochen, andere Anwohner entlang der B4 mit Lärmschutzmaßnahmen zu entlasten. Wie soll das gehen ohne Tempolimit?
Ein Überholverbot für LKW ist ebenfalls anzustreben, um die Elefantenrennen am Berg zu unterbinden, von dort ist die
Entfernung zu den nächsten, allerdings nicht sichtbaren Häusern keine 20 Meter! Und das Argument: „Das kann man
nicht kontrollieren“ zieht nicht, dafür ist Akzeptanz zu schaffen, zum Beispiel durch Beschilderung. Auch greifen die aktuell angestrebten Maßnahmen ebenso wie der für die A39 versprochene Tunnel viel zu kurz, da große Teile des Moorfeldes von dem höher liegenden Streckenabschnitt südlich der Erbstorfer Landstraße (Querung der Bleckeder
Bahnlinie) beschallt werden, wo keine Maßnahmen vorgesehen sind.
Die Akzeptanz der A39 überhaupt und speziell im Moorfeld wird durch den angebotenen Tunnel nicht erhöht, da sie
insgesamt überflüssig und wirtschaftlich unsinnig ist. Das ohnehin schlechte Nutzen-Kosten-Verhältnis wird durch den
Tunnel weiter reduziert und eine Finanzierung wird unwahrscheinlicher.
Übrigens wurde gerade die Querspange B190n aus dem Gesamtprojekt A14/A39 gestrichen, so dass aus dem Hosenträger zwei Strapse geworden sind. Zur Not hält die Hose ja auch an einem!
Wir werden weiter für bessere Lösungsansätze von Verkehrs- und seinen begleitenden Emissionsproblemen kämpfen und hoffen, dass uns die A39 erspart bleibt.
Wenn die Politik mit ihren Planern allerdings anderer Meinung ist, sollte der Tunnel jetzt deutlich verlängert als Lärmschutz gebaut werden und zwar so, dass er gegebenenfalls auch für die A39 ausreichend dimensioniert ist und auch eine Reinigung der Abluft beinhaltet.
}}
=== 28. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Wirkung von Lärm
|Headline=Wenn der Schalldruck steigt
|Untertitel=Dr. Hayo Dieckmann über Gesundheitsschäden durch Lärmbelastung
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_12_28.jpg|thumb|600px|left|'''Der bewilligte Tunnel verschlechtere das Kosten-Nutzen-Verhältnis der A39, meint BI-Sprecher Dr. Kracht. ''' Foto: t&w
]]
Schutz gegen Lärm fordern die Anwohner der Ostumgehung und die Bürger, die entlang der Bahnlinie Hamburg-Hannover leben, denn sie sind genervt von der Dauerbeschallung. Doch ab wann wird Lärm als unangenehm empfunden, wann kann er zum gesundheitlichen Risiko werden ? Das habe zum Teil etwas mit Empfinden zu tun, sagt Dr. Hayo Dieckmann, Leiter des Gesundheitsamtes. So könne laute Musik als angenehm wahrgenommen werden. Anders sei es mit dem Krach von Autos, Zügen oder Industrieanlagen. Entscheidend sei, wie Schall am Ohr ankommt.
Fachleute messen Lautstärke in Dezibel. Schon kleine Werte können entscheidend sein. So wird beispielsweise in der Frage einer Geschwindigkeitsreduzierung auf der Ostumgehung auf 80 km/h so argumentiert, dass dies lediglich drei db (A) brächte, kaum wahrnehmbar. Dieckmann sieht das anders. Es wäre eine „Halbierung des Schalldrucks“. Die Intensität werde geringer wahrgenommen. Das sei so ähnlich wie mit der gefühlten Temperatur. 6 bis 7 db (A) weniger entsprächen einer Halbierung der Lautstärke. Dieckmann verweist auf verschiedene Studien unter anderem des Bundesgesundheitsamtes, die auf das Gesundheitsrisiko durch Lärm aufmerksam machen. Ein Dauerlärmpegel von 30 db (A) könne zu Schlafstörungen führen, mit Folgen beispielsweise für die Konzentration in der Schule oder am Arbeitsplatz. Von 50 db (A) an treten Stressreaktionen auf, daraus können Herz-Kreislaufbeziehungsweise Magen-Darm-Erkrankungen resultieren. Ab 65 db (A) steige das Risiko eines lärmbedingten Infarkts.
Verschiedene Dinge bieten Schutz gegen Krach: etwa Lärmschutzwände und –wälle oder besondere Fenster. Grundsätzlich sollte aber darauf geachtet werden, dass Neubauten nicht nahe von Lärmquellen gebaut würden, sagt der Mediziner. Doch er weist auf eine Schwierigkeit hin: „Die Wissenschaft hat das Problem erkannt, doch Politiker und Juristen haben die Erkenntnisse daraus noch nicht umgesetzt.“
}}
=== 29. Dezember 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zun Neujahrsspaziergang
|Headline=Spaziergang der A 39-Gegner
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld lädt ein zu einem Neujahrsspaziergang durch das Menschenschutzgebiet. Treffen am Freitag, 1. Januar, ist um 14 Uhr am Stadtteilladen ELM am Hermann-Löns-Platz. Zum Abschluss der Wanderung servieren die Autobahngegner Glühwein und Früchtepunsch.
}}
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Presseberichte Dezember 2010
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2025-02-05T23:12:42Z
Sysop
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1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 2. Dezember 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Sprecher der BI-Lüne-Moorfeld
Doris Paland, Dr. Frank Kracht, Jens-Peter Fiedler}}
{{Kasten|1=„Begleitausschuss A39“, LZ-Berichte und Leserbriefe
'''<big>Bürgerinteressen konstruktiv vertreten</big>'''
Wir freuen uns zunächst sehr über das Interesse an unserer Bürgerinitiative, das uns auf diese Weise entgegen gebrach wird. Wir möchten uns auch bei der Stadt Lüneburg bedanken, die uns direkt einen Platz im sog. Begleitausschuss zur A39 angeboten hat.
Schon daraus ist ersichtlich, dass es sich nicht um eine demokratische Wahl handelt, sondern um ein Verfahren, in dem man als Mitglied in den Ausschuss berufen wird oder auch nicht.
Von Herrn Rücker ist es eine Unterstellung zu behaupten, BI-Mitglieder würden versuchen, sich unerkannt, U-Boot-artig in den Begleitausschuss einzuschleusen. Wir laden jeden Interessierten herzlich ein, an unseren regelmäßig im ELM (Hermann-Löns-Straße 24) stattfindenden Info-Treffen teilzunehmen, ob neutral, Gegner oder Beführworter der A39. Zu unserem nächsten Informationsaustausch am 10. Jan. 2011 sind Gäste herzlich willkommen.
In der Arbeit der BI geht es darum, konstruktiv Bürger- und Anwohnerinteressen zu vertreten. Politik und Wirtschaft sind
ja bekanntlich bestens vernetzt. Nur wenn die betroffenen Bürger sich organisieren und einheitlich berechtigte Forderungen stellen, können sie ihre Interessen auch durchsetzen. Obwohl die Schutzwürdigkeit von Mensch und Natur in der Gesetzgebung verankert ist, so können sich die betroffenen Anwohner nicht darauf verlassen, dass Schutz vor Lärm und Reinhaltung der Luft sowie andere negativen Auswirkungen einer Autobahn ausreichend in der Planung berücksichtigt werden. Die bis jetzt vorliegende A39-Planung widerspricht in vielen Punkten den Vorgaben. Der Planer spricht dann von „Konfliktpunkten“.
Die Stadt Lüneburg sollte nun möglichst schnell die Benennungen abschließen. Seit Ratsbeschluss, den Ausschuss einzurichten, sind nunmehr sechs Monate vergangen. Wir hoffen, die Stadt Lüneburg und die politischen Vertreter nehmen die Anliegen der Bürger ernst. Dann wird sich zeigen, wie sinnvoll eine Mitarbeit der BI ist.
}}
=== 3. Dezember 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Verkehrszahlen auf der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Meihsies fühlt sich verschaukelt
|Untertitel=Wie viel Verkehr rollt auf der Ostumgehung?
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Beim Thema Autobahn 39 fühlt sich der Grünen-Politiker Andreas Meihsies von der Stadt verschaukelt. Er wollte bezüglich der Entwicklung der Verkehrszahlen auf der Ostumgehung bei einer Mitarbeiterin des Bereichs Umwelt nachfragen. „Sie sagte, sie habe die Anweisung erhalten, dass sie zu diesem Thema keine Auskunft geben dürfe und hat mich dann an ihren Vorgesetzten verwiesen“, zeigt sich Meihsies empört.
Zum Hintergrund: In der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses der Stadt ging es auch um einen Lärmaktionsplan für Lüneburg (LZ berichtete). „In diesem Zusammenhang habe ich nachgefragt, welche Verkehrsmengen auf der Ostumgehung aktuell gezählt wurden“, sagt Meihsies. Die Verwaltung habe zwei wichtige Antworten gegeben: Die Verkehrsmengen auf der Ostumgehung seien deutlich niedriger als erwartet, und im nächsten Jahr sollten Ergebnisse einer neuen Verkehrszählung auf der A250 der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Die Stadtpressestelle bestätigte gegenüber der LZ, dass die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine Verkehrszählung bereits gemacht habe, diese sei aber noch nicht ausgewertet. Sie dementiert aber, dass eine Mitarbeiterin der Verwaltung gesagt habe, die Fahrzeugzahlen auf der Ostumgehung seien geringer als erwartet.
Grünen-Politiker Meihsies bleibt dabei, es habe „weniger Fahrzeuge“ geheißen – und er geht nach vorn: „Damit bricht ein weiteres Stück aus dem Kartenhaus der Autobahnbefürworter heraus. Das Argument, der Verkehr würde zunehmen und deshalb brauchen wir die Autobahn, fällt in sich zusammen. Die Prognosen für die Zunahme des Verkehrs bewahrheiten sich nicht. „Für Meihsies ist „unser Stuttgart 21 die A39 nach Wolfsburg – ein Milliardengrab ohne Nutzen für unsere Region“.
}}
=== 15. Dezember 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Raststättenkonzept der A39-Planer
|Headline=A-39-Parkplatz bei Barendorf
|Untertitel=Konzept für Rastanlagen mit sieben Standorten auf 105 Kilometer langer Strecke nach Wolfsburg
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2010-12-15.jpg|thumb|798px|center|'''Nahe Barendorf könnte in wenigen Jahren ein Parkplatz mit WC gebaut werden. Das sieht das Rastanlagenkonzept für die geplante A39 Lüneburg-Wolfsburg vor, das jetzt in Bad Bodenteich vorgestellt wurde.''' Foto: dpa]]
Die Planer der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg lassen sich derzeit von menschlichen Bedürfnissen leiten. Dirk Möller, Leiter der Lüneburger Landesbehö_rde für Straßenbau und Verkehr, hat gestern in Bad Bodenteich das Rastanlagenkonzept für die A39 vorgestellt. Eine Station soll nahe Barendorf entstehen.
Vorgesehen ist, an der 105 Kilometer langen Trasse zwischen Lüneburg und Wolfsburg zwei Tank- und Rastanlagen sowie fünf Parkplätze mit WC – sogenannte PWC-Anlagen – zu bauen. Die Tank- und Rastanlagen sollen Platz bieten für 250 Lkw und 100 Pkw, als Standort geplant sind Solchstorf bei Bienenbüttel und Wollerstorf nahe Wittingen. Die PWC-Anlagen sind ausgelegt für jeweils 50 bis 100 Lkw und 40 Pkw. Angesiedelt werden die Parkplätze in den Bereichen Barendorf, Rätzlingen, Kattien, des VW-Testgelände bei Ehra-Lessien sowie Jembke.
„Nachdem das Bundesverkehrsministerium dem Rastanlagenkonzept zugestimmt hat, haben wir die Aufgabe, auf dieser Grundlage detaillierte Entwürfe auszuarbeiten und diese in die Planungsabschnitte der A39 zu integrieren“, sagte Möller in Bad Bodenteich. Bei der Informationsveranstaltung dabei waren Vertreter der Landkreise Lüneburg, Uelzen und Gifhorn sowie der Gemeinden und Samtgemeinden, auf deren Gebiet die Anlagen angesiedelt werden sollen. Auch die angrenzenden Kommunen waren eingeladen.
In den nun folgenden Arbeitskreissitzungen zu den sieben Planungsabschnitten der A39 werden die jeweiligen Rastanlagen näher behandelt. Informationen zum Rastanlagenkonzept sowie Karten zu den einzelnen Standorten will die Landesbehörde auf ihren Internetseiten unter der Adresse [http://www.strassenbau.niedersachsen.de www.strassenbau.niedersachsen.de] bereitstellen.
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=== 16. Dezember 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Verschiebung der A39-Trasse im Bereich Elbe-Seitenkanal
|Headline=Planer verschieben A-39-Trasse
|Untertitel=Autobahn Lüneburg-Wolfsburg soll 400 Meter weiter östlich Richtung Barendorf verlaufen
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg/Barendorf
|Link=
|Text=Die Trasse der geplanten Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg rückt näher an Barendorf heran. Einen Tag nach der Vorstellung des Rastanlagenkonzeptes in Bad Bodenteich präsentierte die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Änderung der Linienführung im zweiten Planungsabschnitt der A39. „Die Abweichung von der ursprünglich festgelegten Trasse ist notwendig, um die Kreuzung mit dem Elbe-Seitenkanal (ESK) zu optimieren“, erklärte Behördenleiter Dirk Möller.
Damit setzen die Planer eine Auflage des Bundesverkehrsministeriums um. Bei der ursprünglichen Trassenführung
wäre die Brücke über den ESK länger, technisch aufwendiger und deshalb teurer geworden. Das Ergebnis ist eine um bis zu 400 Meter weiter östliche verlaufende Trassenführung. „Um die Brücke kürzer und günstiger bauen zu können, muss die Querung fast im rechten Winkel über den Kanal führen“, sagt Möller. Das bedeutet allerdings auch, dass die Trasse deutlich weiter nach Osten verschwenkt werden muss als bisher. „Anderenfalls können die Kurvenradien nicht eingehalten werden“, so der Behördenleiter.
Bei der Wahl der Verschwenkung habe es verschiedene Varianten gegeben. „Die Entscheidung war nicht einfach“, sagt Möller. Letztlich habe sich unter Abwägung aller Kriterien wie Schutz von Mensch und Umwelt, Wirtschaftlichkeit und Raumordnung die weiter nach Osten verlegte Trasse als die am besten geeignete erwiesen.
Neben der Frage des Brückenbaus hat der Arbeitskreis aber auch noch einmal die Frage der Rastplätze behandelt. Vorgesehen sind eine sogenannte PWC-Anlage (Parkplatz mit WC) südwestlich von Barendorf sowie eine Tank- und Rastanlage westlich von Solchstorf. Die PWC-Anlage bietet Platz für 50 bis 100 Lkw und 40 Pkw, Tank- und Rastanlage sind für 250 Lkw und 100 Pkw ausgelegt. Dem Arbeitskreis gehören Vertreter der Landkreise Lüneburg und Uelzen, der Stadt Lüneburg, der betroffenen Gemeinden, von Fachbehörden und Verbänden an.
- Der aktualisierte Trassenverlauf im Bereich der Gemeinde Barendorf kann voraussichtlich von Ende der Woche an im Internet unter [http://www.strassenbau.niedersachsen.de www.strassenbau.niedersachsen.de] eingesehen werden. Bis dahin will die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die überarbeiteten Karten ins weltweite Netz einstellen.
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=== 23. Dezember 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lüneburger A39-Begleitausschuss
|Headline=Ein Deckel gegen Verkehrslärm
|Untertitel=Begleitausschuss zur A 39 tagt das erste Mal – Anwohner fordern mehr Schutz
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2010-12-23.jpg|thumb|706px|right|'''Die Grafik zeigt, in welchem Bereich die künftige A39 in etwa überdeckelt werden soll. Schon heute rollen täglich mehr als 40 000 Autos über die Ostumgehung, die Anwohner sind von Lärm geplagt. Sie hoffen, dass es schon vorher Schutzmaßnahmen geben wird.''' Quelle: Stadt Lüneburg]]
Knapp 400 Meter lang soll der Deckel sein, der Anwohner in Lüne-Moorfeld zwischen Erbstorfer Landstraße und Blitzautomat vor dem Krach der künftigen Autobahn A39 schützen soll. Doch aus Sicht der Stadt fällt der Deckel zu kurz aus, um den Lärmpegel für alle Anlieger zu senken. Auch müssten an den Ein- und Ausfahrten Filteranlagen installiert werden, die Schadstoffe aus der Abluft des Tunnels ziehen – Forderungen, welche die Stadt gegenüber den Planern der Landesbehörde für Straßenbau durchsetzen möchte. Sie waren ein Thema bei der ersten Sitzung des Begleitausschusses zur A39, der am Dienstagabend im Haus der Feuerwehr tagte.
Wie berichtet, hat die Stadt das Gremium berufen, um Verbänden und Anliegern der umstrittenen Schnellstraße ein Forum zu geben. Auch Mitglieder der Ratsfraktionen sowie der Kreis und die Gemeinde Adendorf sind in dem 18-köpfigen Ausschuss vertreten. Unter Leitung von Verkehrsdezernent Markus Moßmann werden Forderungen gesammelt, die die Verwaltung dann gegenüber der Landesbehörde erhebt.
Moßmann erklärte, dass der Ausschuss ein informelles Gremium sei: Er habe keine Entscheidungsbefugnisse und auch keinen Einfluss auf die Planfeststellung der Landesbehörde. Er unterstrich, dass die Stadt für den Bau der Autobahn sei, sie „ist wirtschaftspolitisch sinnvoll“. Doch es gelte, die Folgen für Betroffene abzumildern.
Peter von Paris, der am Fuchsweg wohnt, und andere unterstrichen, dass sie Lärmschutz für diesen Bereich wünschen. Der wurde bislang verweigert mit der Begründung, es handele sich um das Sondergebiet Kaserne, daher bestehe kein Anspruch etwa auf Schutzwälle. Das wiederum können Anwohner nicht nachvollziehen, weil die Bebauung am Fuchsweg und auch in Richtung Dieselstraße schon seit den 50er-Jahren bestehe und damit älter sei als die Ostumgehung. Moßmann verwies auf eine Erklärung der Straßenbauverwaltung, nach der die Einschätzung als Sondergebiet beim Bau der A39 keine Rolle mehr spielen soll – ergo: Es wird einen Lärmschutz geben.
Neben der Autobahn treibt ein zweites Thema die Anwohner um. Da heute fast dreimal so viele Autos wie vor rund 30 Jahren prognostiziert über die Ostumgehung rauschen, nämlich rund 40 000 am Tag, haben sie im Bereich Lüne-Moorfeld schon jetzt Anspruch auf zusätzlichen Lärmschutz. Der Landkreis als zuständige Behörde betreibt ein entsprechendes Verfahren. Kreisrätin Monika Scherf sagte, mit einem Ergebnis sei voraussichtlich Ende Januar, Anfang Februar zu rechnen. Wie berichtet, hatte das Straßenbauamt bereits auf einer Seite offenporigen Asphalt einbauen lassen, der den Lärm senkt. Die Behörde hält es nach aktueller Aussage für ausreichend, nun auch die andere Fahrbahnseite damit auszustatten. Anwohner hingegen fordern mehr Schutz.
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=== 28. Dezember 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Klaus Wedekind/Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Dezember_2010#Landeszeitung_zum_L.C3.BCneburger_A39-Begleitausschuss|„Ein Deckel gegen Verkehrslärm“, LZ vom 23. Dezember]]
'''<big>Stillschweigen nährt Zweifel</big>'''
Ist die Wahl der Bürgervertreter im Begleitausschuss A 39 nach demokratischen und rechtsstaatlichen Grundsätzen abgelaufen?
In einer Demokratie und einem Rechtsstaat wie Deutschland ist es üblich, dass nach Wahlen die Namen der Kandidaten und die Anzahl der Stimmen, die sie erhalten haben, der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Üblicherweise erfolgt das in der Presse. Somit kann jeder nachvollziehen, warum jemand die Wahl gewonnen oder verloren hat.
Die Hansestadt Lüneburg hat bisher die Namen der Kandidaten für die Plätze der Bürgervertreter im Begleitausschuss A39 und die Anzahl der Stimmen, die sie erhalten haben, nicht offengelegt, obwohl die Stadt dies mit Schreiben vom 16.9. den wahlberechtigten Bürgern versprochen hat; obwohl die Wahl bereits im September erfolgt ist und obwohl der Begleitausschuss bereits am 21.12. getagt hat.
Wenn nun die Hansestadt Lüneburg die Kandidaten für die Wahl und ihre Stimmergebnisse nicht der Öffentlichkeit präsentiert, tauchen folgende Fragen auf:
1. Will die Stadtverwaltung verhindern, dass die Namen der Kandidaten bekannt werden?
2. Gibt es bei der Stadtverwaltung noch Unklarheit über die Anzahl der abgegebenen Stimmen?
3. Fürchtet die Stadtverwaltung, dass die Wahl angefochten wird?
}}
=== 31. Dezember 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Monika Zirzow/Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Dezember_2010#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_A39-Begleitausschuss_2|„Stillschweigen nährt Zweifel“, LZ vom 28. Dezember]]
'''<big>Objektive Prüfung des Ausschusses nötig</big>'''
Ist die Wahl der Bürgervertreter, die nicht in der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld (BI) organisiert sein sollen, haltbar? Die Hansestadt hat festgelegt, dass für den Wahlkreis Lüne-Moorfeld zwei Bürger in den Begleitausschuss einziehen sollen,
die nicht in der BI organisiert sind. Sie hat diese Vorgabe jedem Wahlberechtigten im Wahlkreis Lüne-Moorfeld sowohl
im Schreiben vom 2.9. als auch im Schreiben vom 16.9.2010 mitgeteilt. Die Hansestadt hat damit eine Bedingung festgelegt, die auch sie beachten muss. Sie muss sicherstellen, dass die beiden Bürgervertreter, die nicht in der BI
organisiert sein sollen, objektiv nicht in der BI organisiert sind. Sie muss eine objektive Prüfung an Hand von objektiven Kriterien durchführen, um ihrer eigenen Auflage zu genügen. Eine solche objektive Prüfung ist nur mit Hilfe einer Liste der Mitglieder der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld möglich. Die Hansestadt musste nach der Wahl erfahren, dass die BI ihr nicht die Mitgliederliste der BI zur Verfügung stellt. Aus der Landeszeitung vom 22.1. war zu entnehmen, dass die Hansestadt daraufhin die Kandidaten für die Besetzung der beiden Plätze für Bürgervertreter, die nicht in der BI organisiert sein sollen, um Meldung gebeten hat, dass sie nicht in der BI organisiert sind. Die Hansestadt hätte nun objektiv prüfen müssen, ob die Meldungen der befragten Kandidaten zutreffen, um ihrer eigenen Vorgabe zu genügen.
[[Bild:LZ_2010-12-31.jpg|thumb|436px|left|'''Die Besetzung des A39-Begleitausschusses sorgt in den betroffenen Stadtteilen für Diskussionen.''' Foto: A/be]]
Diese Prüfung konnte sie aber nicht durchführen, weil ihr dazu die Liste der Mitglieder der BI fehlte. Die mögliche Annahme der Hansestadt, dass alle Menschen ehrlich sind und immer ehrliche Meldungen abgeben, und dass solche Meldungen Basis für eine objektive Auswertung einer Wahl sein können, ist abwegig. Die Hansestadt hat dann zur 1. Sitzung des Begleitausschusses A 39 am 21.12. zwei Bürger für die Plätze von Bürgervertretern eingeladen, die nicht in der BI organisiert sein sollen, ohne objektiv zu wissen, dass diese nicht in der BI organisiert sind. Sie hat dadurch eine wesentliche Vorgabe für die Ermittlung des Wahlergebnisses einfach ignoriert und einfach ein Ergebnis präsentiert. In einer Demokratie und einem Rechtstaat wie Deutschland ist normalerweise eine Wahl, bei der eine wesentliche Vorgabe für die Ermittlung des Wahlergebnisses nicht erfüllt werden kann, nichtig.
Hier tauchen folgende Fragen auf: Warum gilt für die Hansestadt Lüneburg nicht der Rechtsgrundsatz, dass eine
Wahl, bei der eine wesentliche Vorgabe für die Ermittlung des Wahlergebnisses nicht erfüllt werden kann, nichtig ist?
Warum drängt keine der Parteien im Stadtrat die Stadtverwaltung dazu, diesen Rechtsgrundsatz zu beachten?
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Presseberichte Dezember 2020
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{{Pressekopf}}
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=== 8. Dezember 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=ZDF
|Thema=zur [[Autobahn GmbH]]
|Headline=Frontal 21: Das Debakel um die Autobahn GmbH
|Untertitel=Wie Scheuer scheitert
|Autor=
|Ort=
|Link=
|Text=Die Jahresmiete in der Hauptstelle in der Berliner Friedrichstraße beträgt 2,3 Mio €, nach dem Umzug in die Europa-City werden es 6,4 Mio € Jahresmiete, ca. 900 € monatlich pro Mitarbeiter/in. Honorar-Beratungen mit bisherigen Kosten von 130 Mio € (Landeszeitung: 38 Mio €) waren wenig effektiv. Das technische Chaos beim Zusammenführen der unterschiedlichen Softwaresysteme bleibt, erst für Ende 2023 ist ein einheitliches IT-System geplant. Die jährlichen Verwaltungskosten der Autobahn GmbH sind mit 1,4 Mrd. € veranschlagt. Hinzu kommt ein verfassungsrechliches Problem: Straßenbau ist Ländersache, unzulässige Mischverwaltung, bereits an die DEGES vergebene Aufträge müssten neu ausgeschrieben werden.
'''[https://www.youtube.com/watch?v=34mNymP6Aq0 Video bei youtube]'''
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
<br>
=== 11. Dezember 2020 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} ====
„Ratselraten beim Tunnel“, LZ vom 24. November
{{LB|Hans-H. Rausch, Scharnebeck}}
{{Kasten|1=
'''Wer, wann, was, wem gesagt hat'''
Seit Jahren erfahren wir regelmäßig aus der LZ den aktuellen Stand der Dinge über den versprochenen und geplanten
Lärmschutz an der A39 im Abschnitt Lüneburg-Moorfeld, sind aber im Moment einer einvernehmlichen Lösung des Problems, vor allem für die Leidtragenden, offensichtlich noch weit entfernt. Für die Anwohner ist hierbei eine positive Lösung dringend geboten; sie erleiden den Lärm hautnah Tag für Tag. Vor Jahren ging es noch um die Reduzierung der Geschwindigkeit, später um die Überdachung der Fahrbahn, momentan um die Länge des Deckels und die Frage, wer, wann, was, wem gesagt und versprochen hat und was darüber wo veröffentlicht oder vor wem zurückgehalten wurde.
Ein interessierter Unbeteiligter, der all dies nur aus der Zeitung erfährt, muss das für ein absurdes Theater halten; andere
und direkt Beteiligte wie die Familien Pahl und Glombig werden sich in ihren Anliegen nicht ernst genommen, sogar getäuscht fühlen. Aber selbst ein relativ Unbeteiligter fragt sich, warum eine solch dringliche Angelegenheit nicht für alle durchsichtig, sachlich befriedigend, kompetent und zeitnah gelöst werden kann.
Wenn ich ein paar Jahre zurückschaue, so führten einige Straßensperrungen in Lüneburg wegen sicher notwendiger Reparaturen stets zu einem totalen Verkehrschaos in der Innenstadt, von dem monatelangen Gezerre um den Flugplatz einmal ganz abgesehen. Sind die Verantwortlichen im Verkehrsdezernat – und darüber hinaus – in der Bearbeitung und
Lösung solcher Angelegenheiten etwa überfordert oder zeigen sie einfach nur mangelndes Interesse an den Anliegen einer kleinen Wählergruppe?
Einem alten Brauch zufolge wurden im „alten Heer“ die fähigsten und innovativsten Offiziere in die Eisenbahnabteilung
des Generalstabs versetzt, als verlässliche Garanten für reibungslose Transporte und eine zuverlässig funktionierende Versorgung. Gottlob ist dieser anachronistisch militaristische Brauch bei Lüneburgs Zivilverwaltung heute offensichtlich in Vergessenheit geraten.
}}
=== 12. Dezember 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrrad-Demo auf der Ostumgehung
|Headline=Ostumgehung wird heute in Richtung Süden gesperrt
|Untertitel=Klimakollektiv meldet Fahrrad-Demo auf der Hauptverkehrsader an – Gericht bestätigt Route – Lüneburgs Verwaltung befürchtet massive Staus im gesamten Stadtgebiet
|Autor=Alexander Hempelmann
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Das dürfte ein Verkehrschaos geben: Das Klimakollektiv Lüneburg hat für heute, Sonnabend, eine Fahrrad-Demonstration angekündigt, die auch über die Ostumgehung führen wird. Die Hauptverkehrsader wird dafür in der Zeit von 11.30 bis etwa 15 Uhr zwischen der Bockelmannstraße und der Dahlenburger Landstraße in Fahrtrichtung Süden gesperrt. Die erfahrungsgemäß an Adventssonnabenden eh volle Stadt dürfte dann schnell verstopfen. Im Rathaus gehen die Verantwortlichen davon aus, dass es zu massiven Staubildungen im gesamten Stadtgebiet kommen wird.
Das Ordnungsamt hatte die geplante Route nach Rücksprache mit der Polizei zunächst abgelehnt – viel zu gefährlich. Doch die Organisatoren beharrten darauf, auf der Umgehungsstraße zu radeln – als Protest gegen den geplanten A39-Ausbau – und klagten gegen die Ablehnung vor dem Verwaltungsgericht, das ihnen im Eilverfahren gestern Recht gab: Die Fahrradfahrer dürfen auf die Ostumgehung. Sie wollen damit ein Zeichen setzen für mehr Klimaschutz und eine sofortige Verkehrswende, heißt es. Ihr Motto: „Fahrrad fahr’n statt Autobahn – 5 Jahre Pariser Abkommen“.
Die Stadt Lüneburg hat dagegen nun ihrerseits Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eingelegt. Das dürfte
aber kaum noch vor dem Termin entscheiden.
Starten soll die Demo mit bis zu 100 Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern um 12 Uhr am Bahnhof. Von dort werden die
Teilnehmer über die Lünertorstraße, Am Schifferwall und Bockelmannstraße auf die Ostumgehung fahren. Die ist in Richtung Süden dann den Radfahrern vorbehalten, in Richtung Norden wird das Tempo auf 50 km/h begrenzt. An der Dahlenburger Landstraße geht es wieder runter, die Strecke führt über Schießgrabenstraße, Reichenbachstraße und Bardowicker Straße bis zum Markt.
Auch bei der Polizei hält sich die Begeisterung in Grenzen. Als hätten die Ordnungshüter aktuell nicht schon genug zu tun, um
zum Beispiel neben dem normalen Alltagsgeschäft die Einhaltung von Corona-Auflagen zu überwachen, müssen nun auch etwa ein Dutzend Beamte am Sonnabend zusätzlich dafür abgestellt werden, Straßen zu sperren und den Verkehr zu regeln.
Auch morgen gibt es eine Straßensperrung für einen Protest von Radfahrern: Das Bündnis Radentscheid Lüneburg hat eine Aktion in der Bockelmannstraße angemeldet. Die Straße wird in Höhe der Kreuzung Reichenbachstraße/ Schifferwall ab
10 Uhr dafür kurz gesperrt.
}}
=== 14. Dezember 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=auf der Titelseite ganz oben: Radfahren statt Autobahn
|Headline=Radfahren statt Autobahn
|Untertitel=Mehr als 280 Radler folgten am Sonnabend dem Aufruf des Klimakollektivs Lüneburg und nahmen an einer besonderen Demo teil: Dafür wurde die Lüneburger Ostumgehung über Stunden für den Autoverkehr gesperrt.
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2020-12-14_1.jpg|thumb|800px|center|]]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrraddemo am 12. Dezember
|Headline=Radfahrer erobern Ostumgehung
|Untertitel=Schnellstraße wurde für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die Radler freuten sich riesig,
manch Autofahrer verlor die Nerven
|Autor=Dennis Thomas
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2020-12-14_3a.jpg|thumb|709px|right|'''Auch die Initiative „Radentscheid Lüneburg“ demonstrierte am
Wochenende.'''Foto: t&w]]
[[Bild:LZ_2020-12-14_3a.jpg|thumb|346px|right|'''Auch die Initiative „Radentscheid Lüneburg“ demonstrierte am
Wochenende.'''Foto: t&w]]
Mehr als 280 Fahrradfahrer folgten am Sonnabend dem Aufruf des Lüneburger Klimakollektivs und verdrängten
mit ihrer Fahrrad-Demo zeitweise den Autoverkehr auf der Lüneburger Ostumgehung in Fahrtrichtung Süden. Der Autoverkehr von der A 39 kommend wurde zur Mittagszeit bei Lüneburg-Nord abgeleitet. Dadurch kam es über Stunden zu
Staubildung in Richtung Innenstadt, das führte bei Autofahrern zu wütenden Reaktionen. Auch online regte sich Unmut. Die
Radfahrer hatten indes die Schnellstraße zwischen Adendorf und Bilmer Berg für sich, um gegen den Klimawandel und für
eine schnellere Verkehrswende zu demonstrieren. Am Sonntag folgte die nächste Aktion auf der Bockelmannstraße, diesmal initiiert von der Gruppe „Radentscheid Lüneburg.“
'''Initiative plant ein Bürgerbegehren'''
Die verschiedenen Fahrrad-Demos waren nicht miteinander koordiniert. Am Sonntag trafen sich noch einmal mehr als 35 Radfahrer der Initiative Radentscheid Lüneburg für eine Fotoaktion an der Bockelmannstraße. „Es geht darum, der Öffentlichkeit klarzumachen, wie viel mehr Platz Autos brauchen im Vergleich zu Fahrrädern“, sagte Sprecher Markus Zender auf LZNachfrage. Die Initiative plant im Frühjahr 2021 ein Bürgerbegehren, um der Stadt Lüneburg mehr Raum für den Radverkehr abzuringen. Die Foto-Aktion wirkte nach den Ereignissen des Vortags fast überflüssig: Denn die Rad-Demo des Klimakollektivs´hatte den unterschiedlichen Flächenbedarf der Verkehrsmittel viel eindrücklicher gezeigt, als unter Polizei-Eskorte mehr als 280 Radfahrer vom Bahnhof zur Schnellstraßen-Auffahrt Adendorf rollten, um danach über die
Ostumgehung zu fahren.
Zender hatte an der Rad-Demo ebenfalls als Gast teilgenommen. Er sagt: „Die Aktion des Klimakollektivs hatte ihre Berechtigung.“ Allerdings verfolge die Initiative Radentscheid eine etwas andere Philosophie. Zender: „Wir wollen nicht die Konfrontation mit den Autofahrern suchen, sondern fordern die Gleichberechtigung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer.“
'''Bunt gemischtes Teilnehmerfeld'''
Das Teilnehmerfeld am Sonnabend war von Familien mit Kindern über Studenten bis Senioren bunt gemischt. Startpunkt war am Lüneburger Bahnhof. Ursprünglich hatte Versammlungsleiterin Merle Hagemeier die Demo für 100 Teilnehmer angemeldet. Es wurden deutlich mehr, aber die Polizei ließ die Radler, die sich zumeist an die Mundschutzpflicht hielten, gewähren. Offiziell schätzte die Polizei anfangs die Teilnehmerzahl auf 200. Allerdings schlossen sich unterwegs immer mehr Menschen an. Beispielsweise Sebastian Dietz aus Adendorf, der mit anderen an der Kreuzung zur Erbstorfer Landstraße auf die herannahende Radler-Traube wartete. Auch er wollte ein Zeichen für die dringende Verkehrswende setzen. Schließlich radelten mehr als 280 Teilnehmer über die Schnellstraße.
'''Jubel auf der einen Seite, Wut auf der anderen'''
Laut Studentin Hanne Hold vom Klimakollektiv sollte die Demo an den fünften Jahrestag des Pariser Klimaschutzabkommens
erinnern. Ihre Mitstreiterin Maike Bischof machte deutlich, dass auch vor Ort mehr getan werden müsse für die Förderung des Radverkehrs. Zudem sprachen sich die Aktivisten energisch gegen den Weiterbau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg aus.
Mit lautem Jubel und Geklingel fuhren die Radfahrer schließlich auf die Schnellstraße, vorbei an wartenden Autofahrern. Auf
der Ostumgehung herrschte unter den Radlern eine fröhliche Stimmung, von Anhängern schallte Musik über die Fahrbahn.
Auf der von Autos befahrenen Gegenseite der Ostumgehung hupten einige den Radlern wie zum Gruß zu. Andere zeigten
sich gereizt: In der Stadt wieder angekommen bepöbelte an der Dahlenburger Landstraße ein wütender Autofahrer die
Radlermenge: „Geht doch nach Hause, Ihr ...!“ Die Wut schlug sich auch in den rund 700 Kommentaren zum Thema auf der
LZ-Facebook-Seite nieder. Schließlich sei ausgerechnet am verkaufsstarken Sonnabend der Verkehrsinfarkt provoziert worden. Und ein Nutzer schrieb beispielsweise: „Wer sowas genehmigt, muss früher Balljunge beim Squash gewesen sein.“
Die Stadt hatte die Genehmigung für die Demo ursprünglich verwehrt. Jedoch erhielten die Veranstalter nach einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg am Freitagnachmittag grünes Licht für ihre Demo-Fahrt auf der Ostumgehung.
}}
=== 31. Dezember 2020 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} ====
Radfahrer erobern Ostumgehung, LZ vom 14. Dezember
{{LB|Thilo Clavin / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''Fatales Signal'''
Der Shitstorm gegen die Radler-Demo mit über 700 – oftmals nur beleidigenden – Kommentaren wurde noch angefeuert von Bemerkungen des Lüneburger CDU-MdB Eckhard Pols („...und am Montag fahren einige von ihnen mit dem Auto auf dieser A39 zur Arbeit nach Hamburg.“) und von Rainer Mencke, CDU-Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt („Sicherheitshalber sperre ich meinen Kommentar selbst!“).
Einzeln für sich genommen sind solche Bemerkungen keiner großen Aufregung wert. Das Problem ergibt sich daraus, dass
nicht irgendjemand, sondern zwei in der Region bekannte Politiker (...) inmitten eines wahren Shitstorms solche Plattheiten
zum Besten geben und die hetzende Meute damit noch anfeuern. Natürlich darf man eine solche Demo kritisieren, aber wie
wäre es mal mit Argumenten oder mit einem Aufruf an die Hetzer zum Maßhalten? Nichts dergleichen geschah! (...)
Herr Mencke ist übrigens auch Mitglied im Umweltausschuss und im Begleitausschuss „Zukunftsstadt“. Mit einer solchen Einstellung gegenüber einer ordnungsgemäß angemeldeten und auch so durchgeführten Demonstration für mehr Umwelt- und Klimaschutz kann man den genannten Ausschüssen zu solchen Mitgliedern nur „gratulieren“!
Man sollte voraussetzen, dass zumindest die Vertreter in solchen Gremien Verständnis für Menschen haben, die sich friedlich für Umweltbelange und eine lebenswerte Zukunft einsetzen.
}}
{{Pressefuss|November 2020|Januar 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Februar 2005
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{{Pressekopf}}
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== 2. Februar ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Initiative Lebensberg
|Headline="Eine A 39 zerschneidet Adendorf"
|Untertitel=Neue Autobahnen - die A 39, die A 26. Die einen sehnen sie herbei, die anderen fühlen sich davon bedroht. Heute: Adendorf wehrt sich.
|Autor=Von Elke Schneefuß
|Ort=Adendorf
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2005/02/02/393829.html?s=1 Quelle]
|Text=
"Wird ziemlich eng hier, wenn die A 39 kommt", sagt Peter Weerda (44), Vorstandssprecher der Initiative Lebensberg e.V., mit Blick auf den Stadtteil Lüne-Moorfeld. An diesem nordöstlichen Ausläufer des Lüneburger Stadtgebiets vorbei tobt bei Tag und Nacht ein Strom von Fahrzeugen über die Ortsumgehung in Richtung A 250 und B 209. In Höhe Moorfeld müßte zukünftig auch das Autobahnkreuz liegen, das die geplante A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg an die A 250 nach Hamburg anschließt. Den Lärm, den die Bewohner der Stadtteile Ebensberg und Moorfeld sowie die Einwohner südlicher Teile der Gemeinde Adendorf dann auszuhalten hätten, den mag Weerda sich noch gar nicht vorstellen.
Aber das ist nicht alles, was ihm an der geplanten A 39, für die derzeit noch das [[Raumordnungsverfahren]] läuft, nicht behagt: "Die Autobahn würde gewachsene Verbindungen zwischen den Ortsteilen Ebensberg, Moorfeld und der Gemeinde Adendorf endgültig zerschneiden."
Für die Menschen, die beidseitig der zukünftigen A 39 leben, würde es danach erheblich schwerer werden, weiterhin zueinanderzukommen. Das Vereinsleben in den traditionell auf dem Lande beliebten Feuerwehren, in Sport- und Schützenvereinen würde es im bisherigen Umfang zwischen den betroffenen Gebieten nicht mehr geben. "Was die Gebietsreform in den 70er Jahren nicht geschafft hat, das schafft dann die Autobahn", meint Weerda. "Wer kurvt schon ewig durch die Gegend, nur um im Nachbarort Fußball zu spielen oder Karten zu dreschen?" fragt er sich.
Weerda und seine Mitstreiter sehen deshalb insbesondere die Lüneburger Stadtteile Moorfeld und Ebensberg in die Isolation driften, wenn die A 39 kommt. Das ist um so bitterer, denn beide Stadtteile besitzen wenig an sozialen Anlaufstellen für Ältere und Jugendliche. Die Bewohner hängen zu einem guten Teil am "Tropf" der Nachbargemeinde Adendorf, die mit 10 000 Bewohnern die einwohnerstärkste und - was das Vereinsleben angeht - auch die lebendigste Ortschaft im Umkreis ist.
Ein weiteres Problem der geplanten Autobahn ergibt sich aus den geographischen Besonderheiten der Landschaft: "Auf Grund des Elbe-Seitenkanals und des Höhenunterschieds zwischen den Stadtrandgebieten Lüneburgs und dem weiteren Verlauf der A 39 im Osten müßte eine Brücke her, um Kanal und eine Anhöhe zu überwinden", erklärt Stefan Kuhlmann (33), Vorstandsmitglied der Initiative Lebensberg e.V. Und diese Brücke wäre nicht ohne: "Der Höhenunterschied zwischen den betroffenen Landstrichen ist enorm, da wird eine lange Brückenrampe gebraucht, damit die Brücke überhaupt befahrbar wird." Die Autobahnbrücke mit ihrem langen Anfahrtsweg würde neue Lärmemissionen mit sich bringen, die der erhöhten Lage wegen das Land bis in weite Ferne regelrecht beschallen würde: "So hohe Lärmschutzwände können Sie gar nicht bauen, um den Krach, der von der Brücke schwappt, damit abzufangen", sagt Kuhlmann.
Und wenn die A 39 im Westen Lüneburgs gebaut wird? Wäre Adendorf dann aus dem Schneider? "Die Westvariante der Autobahn wird nicht realisiert", sagt Kuhlmann, "das wäre zu umständlich. Im Osten sind weite Teile der Trasse schon in öffentlicher Hand - im Westen nicht."
"Was wir brauchen, sind nicht immer neue Straßen, die immer mehr Lebensraum der Bevölkerung vernichten", sagt deshalb auch der Adendorfer Detmar Ohlenroth (68), einer der Anwohner der möglichen zukünftigen Autobahn, "was wir brauchen, ist eine andere Verkehrspolitik." Runter von der Straße, rauf auf die Schiene und auf das Binnenschiff, auch das ist schon oft gefordert worden - und es wird kommen, weil es kommen muß, glaubt er: "Immer mehr Regionen stehen trotz endlos verbauter Straßenkilometer vor dem Verkehrsinfarkt. Immer mehr Asphalt macht uns nicht glücklich, das schafft mittelfristig keine neuen Arbeitsplätze. Die Unternehmen, die abwandern, gehen doch nicht der guten Straßen wegen nach Polen und in die Tschechei." Ohlenroth setzt auch auf den zunehmenden Widerstand, denn: "Diese Autobahn ist überflüssig."
"Ein Geschenk der [[Politiker]] an VW in Wolfsburg", vermutet auch Stefan Kuhlmann, der durchaus Verständnis für die lärmgeplagten Bewohner Melbecks im Süden der Stadt hat, die sich nach einer Entlastung durch eine Autobahn sehnen. Aber: "Was Melbeck wirklich braucht, ist eine Ortsumgehung - und keine Autobahn." Schließlich würden durch die neue Piste die Probleme nur ein weiteres Mal verlagert: "Das Maschener Kreuz vor den Toren Hamburgs kann die Verkehrsbelastung schon jetzt zeitweise nicht mehr verkraften. Das wird nicht besser durch die A 39."
Die Initiative Lebensberg rüstet sich für einen langen Kampf gegen die Institutionen: "Wir halten die Bevölkerung hier auf dem laufenden", verspricht Weerda - und: "Es werden auch juristische Schritte geprüft, wenn es nicht anders geht." Noch strahlt er Zuversicht aus. "Wir werden immer mehr, die im Norden und Osten der Stadt gemeinsam Widerstand leisten." Könnte durchaus sein, daß er recht hat: Es wird eng für die A 39.
}}
{{Pressefuss|Januar 2005|März 2005}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Februar 2007
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{{Pressekopf}}
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=== 22. Februar ===
==== {{HA}} zur [[Stintaktion]] ====
{{Kasten gelb|1=
'''PROTEST „[[Autobahnnix|AUTOBAHNNIX]]“ WIRD AUFGESTELLT'''
'''<big>Ein Stint gegen die A 39</big>'''
'''Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld macht mit ihrer Fisch-Skulptur bei der Stadtmarketing-Aktion mit. Gewünschter Standort ist vor der Industrie- und Handelskammer.'''
'''Elke Schneefuß'''
Lüneburg
[[Bild:HA 2007 02 22.jpg|thumb|460px|'''Gabriele Parnow-Kloth (v.l.), Verena Fiedler, Frank Kracht und Detlef Giesler von der BI Lüne-Moorfeld wollen ihren Stint in der Innenstadt aufstellen.''' FOTO: HEIDELBERG]]
Knallrot ist er, mit silbrig
glänzenden Flossen: Der Stint
mit dem Namen „[[Autobahnnix]]“
schwimmt gegen die geplante
Trasse der A 39. Demnächst
wird er in der Lüneburger
Innenstadt zu bewundern
sein. „Beantragt haben
wir einen Standplatz direkt
vor der IHK“, sagt Gabriele
Parnow-Kloth, Mitglied der
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld.
Wenn die Lüneburger
Stadtmarketing GmbH am 3.
März die von Bürgern und
Firmen gestalteten Pappfische
als „Hingucker“ in den
Fußgängerzonen aufstellt,
soll „[[Autobahnnix]]“ den Protest
der Moorfelder verdeutlichen:
„Wir wollen Druck machen
gegen die geplante Trasse.
Auch im Landtagswahlkampf
werden wir präsent
sein“, verspricht Gabriele
Parnow-Kloth. Seit Bekanntwerden
der Autobahnpläne
auf Lüneburger Stadtgebiet
hat sich die Situation in ihrem
Wohnviertel nicht verbessert:
„Die ersten Häuser stehen
leer und finden keinen Käufer.
Das gab es früher nicht“,
erinnert sie sich. Die Mitglieder
der Bürgerinitiative wollen
nicht weichen: „Wir bleiben
hier und leisten Widerstand“,
sagt Detlef Giesler,
der gleichfalls im Moorfeld
wohnt. Den Mitgliedern der
BI ist klar, dass ihr Kampf gegen die A 39 einen langen
Atem braucht, denn das Verfahren
für die Trassenplanung
wird noch einige Zeit in
Anspruch nehmen.
„Wenn das [[Raumordnungsverfahren]]
abgeschlossen
ist, wird das
Bundesverkehrsministerium
über
die vorgeschlagene
Streckenführung
entscheiden“,
erläutert
Bernd Rczeppa
von der Regierungsvertretung
Lüneburg das weitere Vorgehen
− erst danach schließt
sich das [[Planfeststellungsverfahren]]
bei den Straßenbaubehörden
an: „Im Rahmen
des [[Raumordnungsverfahren]]s
mussten wir ein EU-Vogelschutzgebiet
nachmelden.
Wir rechnen aber damit, unseren
Part im Laufe des Sommers
abschließen zu können.“
Bis zum ersten Spatenstich
für die neue
Autobahn wird es
trotzdem noch eine
ganze Weile dauern:
„Da können
auch noch mal zehn
Jahre ins Land gehen“,
meint Rczeppa.
Die Mitglieder
der Bürgerinitiative
schreckt das nicht:
„Wenn das Vorhaben konkreter
wird, wird auch der Widerstand
erstarken“, meint
Gabriele Parnow-Kloth.
Auch Verena Fiedler,
gleichfalls Anwohnerin der
geplanten Trasse, ist sicher,
dass ihre Bewegung Zulauf
haben wird: „In Lüne und
Moorfeld sind wir auch vom
dritten Gleis betroffen. Der
Lärm und die Erschütterungen
treffen uns zusätzlich zu
der geplanten Autobahn.“
Einen Vorgeschmack auf die zukünftige Verkehrssituation bekommen die Anwohner schon jetzt: „Seit Sperrung der Reichenbachbrücke ist auf der [[Ostumgehung]] eindeutig mehr Verkehr. Es ist deutlich lauter geworden. Wenn Autobahn und drittes Gleis kommen, sind wir in Lüne und Moorfeld eingekeilt.“
}}
=== 14. Februar ===
==== {{LZ}} zum Lüneburger Verkehrspreis ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Lüneburger Verkehrspreis</big>'''
nh '''Lüneburg'''.
Neuwahlen gab es beim Lüneburger Kreisverband des umweltorientierten [http://www.vcd.org Verkehrsclubs Deutschland (VCD)]. Im Vorstand bestätigt wurden Claudia Schmidt und Peter Mohr. Neu gewählt wurden Hans-Christian Friedrichs und Verena Verron. Der Schwerpunkt der Verbandsarbeit soll in diesem Jahr auf der Durchführung einer überregionalen Diskussionsveranstaltung zur A 39 im März sowie auf der Werbung fürs Radfahren liegen. Für innovative und umweltorientierte Verkehrskonzepte will das Team einen "Lüneburger Verkehrspreis" vergeben.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Treibhausgase ====
{{LB|Henning Soltau<br>Scharnebeck}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Kein Geld für A 39</big>'''
'''Klimawandel, LZ-Berichte'''
Die Klimastudie der UN warnt eindringlich vor den dramatischen Folgen des Klimawandels. Ungeachtet dieses Berichts wird gleichwohl die Forderung erhoben, hier eine 100 km lange Schneise für die Parallel-Autobahn A 39 zu roden und zu betonieren. Dabei existiert für dieses Vorhaben nicht nur keine Untersuchung, die die Notwendigkeit bestätigt. Vielmehr haben für mich staatliche Fachleute wiederholt festgestellt, dass die A 39 nicht erforderlich ist und dass der Ausbau vorhandener Straßen dem prognostizierten Verkehrsaufkommen genügt. Zudem erspart der Straßenausbau gegenüber dem Bau der A 39 erhebliche Mittel, die dringend für andere Aufgaben wie Bildung und Forschung benötigt werden. Ist danach die Forderung nach der A 39 noch mit einem verantwortungsbewussten Handeln für zukünftige Generationen und ihre Umwelt vereinbar?
}}
=== 13. Februar ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum anstehenden Besuch Sigmar Gabriels ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Autobahn besiegelt</big>'''
'''[[Presseberichte_Februar_2007#9. Februar|„Prominenz im Anmarsch“, LZ vom 9. Februar]]'''
Sigmar Gabriel hat am 6. Juni 2002 als Ministerpräsident Niedersachsens mit dem damaligen Bundesumweltminister Kurt Bodewig per Handschlag die Hosenträgervariante und damit die A39 besiegelt. Der sinnvolle Ausbau der Bundesstraßen war damit vom Tisch. Seit vielen Jahren setzt er sich dafür ein, dass durch unsere Landkreise eine Autobahn gebaut werden soll, deren Bedarf mehr als zweifelhaft ist und deren [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] bisher nicht ermittelt wurde. Als Bundesumweltminister wird er im Verfahren entscheiden, ob der naturschutzfachliche Planungsauftrag für die A39 abgearbeitet wurde. Ob wir das Ergebnis der Prüfung durch diesen Wolf im Schafspelz bereits heute kennen?
}}
=== 10. Februar ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Treibhausgase ====
{{LB|Stefan Kuhlmann<br>Adendorf}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Klima zwingt zu Tempolimit</big>'''
'''"Kanzlerin macht Lobbyisten brotlos", LZ vom 31. Januar'''
Alle ernst zu nehmenden Klimaforscher haben den Menschen als Ursache der bedrohlichen Erderwärmung erkannt. Unser Raubbau an der Natur, das skrupellose Verbrennen fossiler Energieträger, beschwört geradezu ein Endzeitszenario herbei, das sämtliche Katastrophen der Neuzeit verblassen lässt. Allein auf Deutschland könnte durch Überflutungen, Hurrikans und Dürren in den nächsten 50 Jahren ein volkswirtschaftlicher Schaden von 640 Milliarden Euro zukommen!
Kanzlerin Merkel spricht nicht umsonst von der "größten Herausforderung", vor der die Gattung Mensch zur Zeit steht. Es geht um eine entscheidende Weichenstellung für unsere Zivilisation.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man möglichst schnell den Ausstoß der Treibhausgase - allen voran CO<sub>2</sub> - reduzieren kann. Wir Deutschen stehen beim Pro-Kopf-CO<sub>2</sub>-Ausstoß auf der unrühmlichen Weltrangliste hinter USA und Russland auf Platz 3. Eine besondere Rolle kommt dabei dem Automobil zu. Ein Tempolimit auf Autobahnen ist darum meiner Ansicht gar keine Diskussion wert - es muss kommen, weil es kurzfristig umzusetzen ist.
{{mark|Vor diesem Hintergrund verbietet sich zwingend das Nachdenken über den Bau weiterer Autobahnen in Deutschland, dem Flächenland mit der größten Autobahndichte der Welt. Schon ohne Berücksichtigung des Treibhauseffekts ist die volkswirtschaftliche Bilanz für die A 39 marginal niedrig. Unter Einbeziehung der Ökobilanz wird daraus geradezu eine Vernichtungsmaschine für Volksvermögen und [[Arbeitsplätze]].}}
Die Zeit drängt. Wir können uns das Versagen unserer Volksvertreter mit ihrer auf platte Außendarstellung ausgerichteten Verhaltensweise einfach nicht mehr leisten. Ansonsten stehen wir bald unvorbereitet vor den Folgen des Klimawandels - mit dem Wasser bis zum Hals.
}}
=== 9. Februar ===
==== {{LZ}} zum anstehenden Besuch Sigmar Gabriels ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Prominenz im Anmarsch</big>'''
'''Gabriel und Künast in Lüneburg'''
jj '''Lüneburg'''. Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel ist der
Ehrengast beim Bürgerempfang
der [[SPD]] Lüneburg am Freitag,
2. März, 17 Uhr im Museum für
das Fürstentum an der Wandrahmstraße.
Gabriel widmet
sich dabei dem dringendsten
Thema der Zeit: Klimaschutz.
Am selben Tag ist noch mehr
Bundesprominenz in Lüneburg.
Denn auch die Grünen haben
ihren Jahresempfang in der
Handwerkskammer (19 Uhr).
Zu Gast ist die ehemalige
Bundesverbraucherministerin
und Bundestagsabgeordnete
Renate Künast. Die [[Grüne]]n
feiern zudem noch „nachträglich“
25 Jahre [[Grüne]] im Stadtrat
(die LZ berichtete).
Ende 1981 zogen die Grünen
erstmals in den Rat ein, heute
sitzen sie mit acht Vertretern in
diesem Gremium. Ob Widerstand
gegen die Autobahn
A39, ob Stadtentwicklung,
Energiepolitik – sie melden sich
unüberhörbar zu Wort.
SPD-Ehrengast Bundesumweltminister
Gabriel ist Lüneburg
bestens bekannt, schließlich
war er früher Ministerpräsident, eröffnete in Lüneburg
zum Beispiel den Tag der Niedersachsen.
Beim Bürgerempfang
spricht der Sozialdemokrat
zum Thema: „Klimaschutz fängt vor der Haustür an – Heute in
innovative und effektive Energietechnologie
investieren“.
Interessenten für den [[SPD]]-Empfang melden sich im Bürgerbüro unter [[Bild:Tel.jpg]] 23 28 59}}
=== 3. Februar ===
==== {{LZ}} blickt 25 Jahre zurück ====
{{Lzq|Vor 25 Jahren}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Mittwoch, 3. Februar 1982:</big>'''
Der Bardowicker [[CDU]]-Fraktionsvorsitzende [[Franz Fietz]] zeigt sich skeptisch, ob die Autobahn 39 kommen muss. Der Gemeinderat solle keine Stellungnahme abgeben, welche der geplanten Trassen denkbar sei. Die Bezirksregierung versuche durch so ein Votum auszuloten, wo mit dem geringsten Widerstand gegen die Autobahn zu rechnen sei.
}}
=== 1. Februar ===
==== {{LZ}} zum Besuch im Bundes-Verkehrsministerium ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Staatssekretär sieht Bedenken der Stadt</big>'''
'''Über A 39 in Berlin gesprochen'''
''jj'' '''Lüneburg'''. Staatssekretär Achim Großmann aus dem Bundesverkehrsministerium könnte sich die Trasse für die geplante Autobahn 39 auch auf der [[Ostumgehung]] vorstellen. Aber nur, wenn die Planer die Variante für praktikabel halten und wenn die Kosten dadurch nicht um ein Vielfaches in die Höhe schießen.
Das sagt der Parlamentarische Staatssekretär auf Anfrage der LZ. Wie berichtet, haben Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Landrat [[Manfred Nahrstedt]] dem Staatssekretär die Bedenken der Lüneburger gegen die [[Vorzugsvariante]] direkt am Kloster Lüne vorgetragen. Den Termin hatte Bundestagsabgeordnete [[Hedi Wegener]] vermittelt. Wenn die [[Ostumgehung]] als Trasse infrage käme, aber nicht mit den nötigen Autobahnradien ausgebaut werden könnte, hält Großmann auch ein Tempolimit für denkbar. "Das wäre kein Einzelfall." Der Staatssekretär betont aber: "Es war ein reines Informationsgespräch, der Bund ist bisher noch gar nicht gefragt." Wie berichtet, favorisiert die Stadt eigentlich eine Westumgehung, der Kreis ist dagegen. Es verfestigt sich der Eindruck, eine Trasse auf der [[Ostumgehung]] mit viel [[Lärm]]schutz ist der kleinste gemeinsame Nenner.
}}
{{Pressefuss|Januar 2007|März 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ed1d4b0663f6a7e609877488bc5e7fafaa513578
Presseberichte Februar 2008
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=== 18. Februar ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zu voreiligen Vermessungsarbeiten
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=A-39-Vorarbeiten dem Rechnungshof gemeldet
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Nachdem durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für die Zeit ab 3. März 2008 Vermessungsarbeiten entlang der Vorzugstrasse der geplanten A 39 angekündigt wurden, hat der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39 den Bundesrechnungshof darüber informiert und um Überprüfung der Rechtmäßigkeit dieser „Vorarbeiten“ gebeten. Bereits im Dezember hatten die A-39-Gegner die Straßenbaubehörde sowie Bundes- und Landesministerien darauf hingewiesen, dass solche Maßnahmen außerhalb des vorgeschriebenen Rechtsrahmens getätigt würden: Sie erfolgten nämlich zeitlich vor der [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium, die ja der Überprüfung der Ergebnisse des [[Raumordnungsverfahren]]s ([[Landesplanerische Feststellung]]) diene und folglich auch zur Ablehnung der von den Planern vorgeschlagenen Vorzugsvarianten-Trasse führen könne.
„Dann würden auch die vorzeitig erfolgten Ausschreibungen, Vermessungen und Untersuchungen mit all ihren Kosten in der Verwaltung und bei den anbietenden Planungsbüros hinfällig“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „außerdem werden so die Fristen für Meinungsbildung und Einflussnahme bewusst beschnitten!“ Es gehe nicht an, dass eine Landesbehörde die Rolle des Bundesverkehrsministeriums im Gesamtverfahren zu einer bloßen Lappalie und Formsache herabstufe.
Im übrigen zeige sich, so Frau Niemann, auch an diesem Beispiel die Widersprüchlichkeit der A-39-Planung: Während die Lüneburger Landesplaner stur und übereifrig ihren Planungsauftrag erfüllten, werde auf politischer Ebene – trotz aller A-39-Beteuerungen - die Realisierung der ehemaligen und jetzt überholten Schröderschen Wahlkampfautobahn auf die lange Bank verschoben. So gebe es sieben Monate nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s immer noch keinen Terminplan für die [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium (die normalerweise nach sechs Monaten abgeschlossen sein müsste). Es deute sich an, dass im niedersächsischen Koalitionsvertrag die A 39 zwar mitgenannt werde, gleichzeitig aber die konkurrierende Küstenautobahn A 22 noch weiter beschleunigt realisiert werden solle. Die Fortsetzung der A-39-Planungen diene lediglich der Beruhigung und dem Hinhalten der regionalen A-39-Lobby im Bereich der IHK Lüneburg-Wolfsburg. „Dieser unnützen Verschleuderung von Steuergeldern“, so Annette Niemann, „könnte der Bundesrechnungshof ein Ende bereiten.“
}}
=== 13. Februar ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur Favorisierung des Ausbaus von Bundesstrassen
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Ost-West-Bundesstraßen statt Hosenträger
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Die geplante A 39 wird nach Einschätzung der 35 Bürgerinitiativen gegen diese Autobahn nicht nur an Verfahrensmängeln, Naturschutz- und Finanzierungsproblemen, konkurrierenden Verkehrsprojekten und dem breiten Widerstand entlang der Trasse scheitern. „Jetzt franst dieses Projekt auch deutlich an den Seiten aus“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „die parteipolitisch motivierte Vernachlässigung der Bundesstrassen in Ost-West-Richtung rächt sich bereits jetzt sehr deutlich.“ Frau Niemann verweist dabei auf den zunehmenden Verkehr auf der B 216 (Lüneburg - Dannenberg/Salzwedel), auf die Belastung von Orten wie Hanstedt, Növenthien, Bergen oder Kakerbeck an der B 71 (Uelzen-Salzwedel) und auf die Vernachlässigung der Ost-West-Bahnlinien.
Die [[Verkehrsuntersuchung Nordost]] ([[VUNO]]) habe 1995 und 2002 sehr eindeutig den Ausbau der B 4 und der Bundesstraßen in Richtung Osten gefordert. Davon sei Kanzler Schröder in den Landtagswahlkämpfen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt aus kurzsichtigen Partei-Interessen abgewichen – zugunsten der unsinnigen Nord-Süd-Hosenträger-Autobahnen A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) und A 14 (Schwerin-Magdeburg).
Der damit verbundene Neubau einer Bundesstrassen-Querspange zwischen Salzwedel und Bodenteich werde mittlerweile auch in der Altmark von starken Bürgerinitiativen angegangen - zahlreiche Kommunal- und Landes[[politiker]] aller Parteien plädierten mittlerweile für den Ausbau der B 71. „Denn wer von Salzwedel nach Hamburg will oder umgekehrt“, so Frau Niemann, „der wird auch weiterhin die direkte Verbindung auf der B 71 nutzen und nicht den aufwendigeren und zudem bemauteten Umweg über Bad Bodenteich.“
Selbst die A 14-Planung scheine mittlerweile stark fehlerhaft, nachdem das Bundesverwaltungsgericht kürzlich eine strengere Berücksichtigung von [[FFH-Gebiete]]n in der Planung verlangt habe. Der BUND Sachsen-Anhalt habe das hilflose Angebot von Verkehrsminister Daehre, mehr als die vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen durchzuführen, mit dem Hinweis abgelehnt, dass bei Wegfall der A14-Pläne ja überhaupt keine Ausgleichsmaßnahmen nötig wären.
In Kürze wollen sich alle Bürgerinitiativen gegen A 39, A 14 und Querspange B 190n bei einem Treffen auf eine stärkere Kooperation bei bestimmten Aktionen verständigen. Annette Niemann: „Solange die A 39 und der perspektivlose Hosenträger im Verkehrswegeplan bleiben, sind alle die sinnvollen Verkehrsprojekte blockiert, die 2003 seinetwegen aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] gedrängt wurden.“
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur unzureichenden Überwachung des Tempolimits auf der sogenannten Ostumgehung
|Headline=Motorradfahrer im Visier
|Untertitel=[[Bild:LZ_2008_02_13_1.jpg|thumb|226px|Fotos: t&w]]
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Von Motorradfahrern, die
sich auf der [[Ostumgehung]]
nicht an Tempo 100 halten
und rasend [[Lärm]] machen,
fühlen sich Anwohner gestört. Die Polizei solle mehr
kontrollieren.
{{o}} '''Seite 3'''
----
'''<big>Klagen über laute Motorradfahrer</big>'''
'''Anwohner der Umgehung fordern Kontrollen'''
[[Bild:LZ_2008_02_13_2.jpg|thumb|480px|left|'''Anwohner etwa am Klosterkamp und der Apfelallee stören Motorradfahrer, die laut über die [[Ostumgehung]] sausen: Viele hielten sich nicht an das Tempolimit von 100 km/h.''']]
Kaum steigen
die Temperaturen, brechen Motorradfahrer
zu Ausfahrten auf.
Das nerve Anwohner der [[Ostumgehung]],
schreibt Ratsherr
Holger Reinecke ([[FDP]]) in einem
offenen Brief an die Lüneburger
Polizei: „Ein großer Teil
der Motorradfahrer meint offenbar,
dass die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der
[[Ostumgehung]] für sie nicht gelten.
Vielmehr nutzen sie diese
Straße als Rennstrecke.“ Sie
würden zudem mehrmal hin
und her fahren.
Polizeichef Hans-Jürgen Felgentreu
kontert die Forderung
nach zusätzlichen Überwachungen:
Die B4 gehöre zu den
am häufigsten kontrollierten
Straßen im Kreis, immer wieder
werde dort geblitzt. Zudem habe
die Polizei je nach Witterung
und Saison ein Auge auf Fehlverhalten
von Motorradfahrer.
Generell habe man bei Sicherheitsaktionen aber die B195 im Amt Neuhaus im Fokus. Denn dort gebe es in der warmen Jahreszeit immer wieder Unfälle mit Verletzten und Toten.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=kündigt voreilige Vermessungsarbeiten an
|Headline=Vermessungen bis Ende Mai
|Untertitel=Autobahn 39
|Autor=hr
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/13/847188.html Quelle]
|Text=Die Vorarbeiten für den Bau der A 39 im Bereich Lüneburg beginnen: Zur Vorbereitung der weiteren [[Planung]] werden ab Mitte Februar bis etwa Ende Mai im Bereich Lüneburg Vermessungsarbeiten vorgenommen, so die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau in Lüneburg. Zeitgleich sollen die Kartierungen der Tierwelt beginnen.
}}
{{LP-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Wahlkampthema A39 ====
{{LB|Renate Niemann<br>Varendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Die A 39-Befürworter schaden unserer Region</big>'''
Zu: Bau der geplanten Autobahn 39, LP vom 30. Januar
Nachdem viele [[Politiker]] schon
merklich leiser in Sachen A-39-Befürwortung geworden waren,
wurde das Thema im Wahlkampf
von etlichen wieder hochgezogen.
Wohl eher aus Mangel
an profunderen Konzepten für
unsere Region – denn das [[Arbeitsplätze|Argument mit den Autobahn-Arbeitsplätzen]]
ist doch widerlegt!
Die A-39-Befürworter haben
mit diesem reinen Wahlkampf-Gerede unserer Region geschadet:
Denn solange Schröders
überholte Wahlkampf-Autobahn
noch im vordringlichen Bedarf
des [[Bundesverkehrswegeplan]]s
steht, solange werden die wirklich
dringenden Verkehrsprojekte
in unserer Region blockiert: Der
Ausbau von Teilen der B 4 mit
den wenigen noch erforderlichen
Ortsumgehungen wurde ja wegen
der A 39 aus dem Verkehrswegeplan
gekippt – er könnte
schon 2009 wieder hinein!
Dies ist umso dringender, weil
die Landespolitiker außerhalb
unseres IHK-Bezirks längst andere
Prioritäten setzen – nämlich
für die Küstenautobahn
A 22 als Verlängerung der Ostseeautobahn
und der A 20 von
Glückstadt nach Westerstede,
u.a. als Verbindung zwischen
den Nordseehäfen Hamburg und
Wilhelmshaven. Auch von Bundespolitikern
und [[Christian Wulff|Ministerpräsident Wulff]]
gibt es deutliche Aussagen
in diese Richtung. Zwei
100-km-Autobahnen aber wird
Niedersachsen auf absehbare
Zeit nicht bewilligt bekommen.
Das Schein-Argument von
der angeblichen „Hinterland-Anbindung“ der Seehäfen durch
die A 39 fällt ebenso in sich zusammen,
weil die Vertreter der
Hamburger Wirtschaft die
A 39 zwar höflicherweise und
proporzmäßig mit in gemeinsame
norddeutsche Papiere aufnehmen,
bei ihren Forderungs-Verlautbarungen in den Medien
die A 39 aber überhaupt nicht
mehr erwähnen.
Da ist es gut, dass Bundesumweltminister Gabriel seine Unterstützung zugesagt hat, durch neue Gutachten die Realisierungsmöglichkeiten von Alternativen zur A 39 prüfen zu lassen.
}}
=== 8. Februar ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu voreiligen Vermessungsarbeiten ====
{{LB|Martin Knoop<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Auf Kosten des Steuerzahlers</big>'''
[[Presseberichte_Januar_2008#Landeszeitung_k.C3.BCndigt_voreilige_Vermessungsarbeiten_an|A 39-Trasse wird vermessen, LZ vom 30. Januar]]
Nach wie vor steht die [[Linienbestimmung]] für den Trassenverlauf der A 39 aus. Dennoch starteten die Vermessungsarbeiten Mitte Februar. Hier wird wohl auf Kosten der Steuerzahler der zweite vor dem ersten Schritt gemacht; denn wenn die [[landesplanerische Feststellung]] durch Berlin verneint werden sollte, sind die Vermessungsarbeiten vollkommen wertlos.
}}
=== 2. Februar ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur politischen Kultur Sigmar Gabriels ====
{{LB|Peter Weerda<br>Aktion Lebensberg e.V.<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Über politische Kultur</big>'''
[[Presseberichte_Januar_2008#Landeszeitung_zum_Empfang_des_Bundesumweltministers_bei_den_Umwelt-Filmtagen|Umweltfilmtage Eröffnung mit Minister Gabriel, LZ vom 28. Januar]]
[[Bild:LZ 2008 02 02 1.jpg|thumb|300px|'''Umweltminister Sigmar Gabriel im Gespräch mit Autobahngegnern bei den Umweltfilmtagen in Lüneburg, rechts OB Mädge. Foto: A/t&w''']]
Umweltminister Sigmar Gabriel schrieb den Verbänden und Bürgerinitiativen bei der Eröffnung der Umwelt-Filmtage eine fehlende "politische Kultur" ins Stammbuch. Zur politischen Kultur des heutigen Umweltministers möchte ich ergänzen:
Sigmar Gabriel war als niedersächsischer Ministerpräsident meines Erachtens sehr tief in das politische Geschacher um das Verkehrsprojekt [[VUNO]] einbezogen. Im Juni 2002 war er für die Einigung auf den sich jetzt in der Planung befindlichen Hosenträger (I-Variante) mitverantwortlich. Er selber war es, der in einer Landtagsrede im Mai 2003 von G-, H-, X-Varianten sprach und sich selbst für politisch verantwortlich fühlte. Und Gabriel war es auch, der am 25. Februar 2004 in Lüneburg vom Umweltverein Gellersen dazu aufgefordert wurde, Stellung zu den [[VUNO]]-Ergebnissen zu nehmen. Es sagte darauf, die [[VUNO]] kenne er nicht, daher könne er auch nichts dazu sagen. Ist diese "Gedächtnislücke" Teil der politischen Kultur eines Herrn Gabriel?
Auch Herr Gabriel gehört hier zu den vielen Politikern, die getreu ihres politischen Credos fortwährend die inhaltliche Auseinandersetzung mit der A 39 und ihren Alternativen scheuen und stattdessen lieber den Kritikern ihr Recht auf Kritik absprechen. Das finde ich schon eine "bemerkenswerte" Form der politischen Kultur.
}}
{{Pressefuss|Januar 2008|März 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
623c013b231c5e1e2567b51f091d2756cbdc73da
Presseberichte Februar 2009
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1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 16. Februar 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Informationsveranstaltung zum Lärm an der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Schutz vor Verkehrslärm
|Untertitel=
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Weit mehr als 40 000 Autos fahren täglich über die Ostumgehung. Wird die umstrittene Autobahn 39 gebaut, fürchten Anwohner, dass es mehr als 100 000 Fahrzeuge werden könnten. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld fordert schon jetzt einen besseren Lärmschutz. Die Mitglieder fühlen sich nicht ernst genommen: Das Thema Lärmschutz werde mit Hinweis auf die A39 von Politik und Verwaltung „auf unbestimmte Zeit verschoben“.
Die Anwohner laden zur Informationsveranstaltung ein. Am Freitag, 20. Februar, 19.30 Uhr, spricht im Erbstorfer Lokal Lim's Christian Popp vom „Lärmkontor“ über gesundheitliche Aspekte. Der Experte für Verwaltungsrecht, Michael Günther, leuchtet die Frage aus, welche Ansprüche auf Lärmschutz Anlieger einer bestehenden Straße haben.
}}
=== 20. Februar 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=„Flüsterasphalt“ und „Blitzer“
|Untertitel=Lärmschutz auf der Ostumgehung im Bereich Moorfeld soll verbessert werden – BI skeptisch
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Zwar ist der Bau der umstrittenen A39 noch Zukunftsprojekt, doch schon heute fahren mehr als 40 000 Fahrzeuge über die Ostumgehung. Deshalb fordert die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld seit längerem besseren Lärmschutz, heute Abend will die BI bei einer Veranstaltung im Lokal „Lim's“ über die rechtlichen Möglichkeiten informieren. Stadt, Kreis und die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) legen nun vor: Mit „Flüsterasphalt“ und einem „zusätzlichen Blitzer“ soll der Lärmschutz im Bereich Moorfeld verbessert werden.
In einer gemeinsamen Presseerklärung kündigen sie an: Da die beiden Fahrstreifen in Richtung Uelzen im Bereich Moorfeld in diesem Jahr saniert werden müssen, werde offenporiger Asphaltbeton – „Flüsterasphalt“ – eingebaut. „Der soll den Verkehrslärm verringern“, sagt Annette Padberg von der NLStBV. Normalerweise müsse für diese Arbeiten das Ergebnis des ergänzenden Planfeststellungsverfahrens abgewartet werden, um den Einbau des Flüsterasphalts rechtlich abzusichern. „Da dieses Verfahren aber Zeit in Anspruch nimmt, wollen wir schon durch die ohnehin erforderliche Sanierung die Situation vor Ort verbessern.“
[[Bild:LZ_2009-02-20_1.jpg|thumb|600px|right|'''Mehr als 40 000 Fahrzeuge brettern t_glich über die Ostumgehung. „Flüsterasphalt“ im Bereich Moorfeld soll den Lärm reduzieren.''' Fotos: A/t&w]]
Laut ihrem Kollegen Jürgen Rentsch, Fachbereichsleiter Bau und Betrieb, werden insgesamt 3,5 Kilometer Fahrbahn
saniert. Los geht es rund 500 Meter hinter der Abfahrt Nord Richtung Uelzen. „Im Bereich Moorfeld werden 1090 Meter
Flüsterasphalt verlegt, der zirka 50 Prozent mehr kostet als normaler Asphalt.“ Die Arbeiten sollen während der Sommerferien laufen.
Der Landkreis plant außerdem, zwischen den Anschlussstellen Lüneburg Nord und Lüneburg-Lüne/Stadtmitte in Richtung Uelzen einen zusätzlichen Blitzer aufzustellen. Kreisrätin Monika Scherf: „Bei mobilen Messungen haben wir
in diesem Bereich immer wieder erhöhte Geschwindigkeiten festgestellt.“ Auch Unfälle seien darauf zurückzuführen. „Die Zahl wollen wir durch den Blitzer verringern. Nebeneffekt wäre eine Lärmreduzierung.“
OberBürgermeister Ulrich Mädge stellt aber auch klar: „Kommt die A39, muss noch mehr passieren. Im Bereich Moorfeld muss eine Deckelung über die Fahrbahn.“ Diese werde von der Landesbehörde bei der Planaufstellung „als eine ernsthafte Alternative geprüft“.
[[Bild:LZ_2009-02-20_2.jpg|thumb|600px|left|'''Ein zusätzlicher Blitzer soll die Autofahrer bremsen.''']]
Dass der Deckel ernsthaft kommt, glaubt die Bürgerinitiative nicht. „Deshalb muss der Lärmschutz schon jetzt festgezurrt werden“, sagt Sprecher Jens-Peter Fiedler. „Wir sind froh, dass was passiert.“ Denn Stadtrat und Kreistag hätten bereits im vergangenen Jahr Beschlüsse gefasst, dass der Lärmschutz verbessert werden sollte, „allerdings haben wir dann nichts mehr von konkreten Umsetzungsvorschlägen gehört.“
Der „Flüsterasphalt“ sei eine schnelle Maßnahme zur Verbesserung des Lärmschutzes. „Wir sehen das dennoch kritisch. Denn einerseits ist das keine wirkungsvolle Dauerlösung, da dieser Asphalt auch verschleißt. Andererseits bleiben weiter Motorgeräusche, und Immissionen wie der CO2-Ausstoß und der Feinstaub werden dadurch nicht reduziert“, sagt Fiedler. „Wir fordern die Umsetzung optimaler und effektiver Emissionsschutzmaßnahmen.“
Für die Aufstellung eines „Starenkastens“ habe die BI schon vor zwei Jahren plädiert, sie begrüße nun diesen Schritt.
Fiedler meint aber auch: „Dieser und der Blitzer auf der anderen Seite müssten ständig in Betrieb sein, damit die Verkehrsteilnehmer wirklich vom Gas gehen.“ Allerdings habe das für Lkw, die besonders viel Lärm verursachten, keinen Effekt, da die sowieso nur maximal Tempo 80 fahren dürften.
}}
=== 21. Februar 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Lärmschutz auf Ostumgehung
|Untertitel=SPD wertet angekündigte Maßnahmen als Erfolg ihrer Arbeit
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die SPD in Lüneburg bucht den geplanten Lärmschutz an der Ostumgehung auf ihr Konto. „Unser
Einsatz für Lärmschutz hat sich offensichtlich gelohnt“, stellt Hiltrud Lotze fest, die Vorsitzende der SPD Lüneburg. Wie
berichtet, soll auf der Umgehung teils „Flüsterpflaster“ verlegt, soll ein weiterer Blitzkasten installiert werden.
Lotze nun in einer Pressemitteilung: In vielen Gesprächen mit Bürgern aus den angrenzenden Wohngebieten und
Vertretern der Bürgerinitiative Moorfeld habe man die Sorge um die Lärmbelastung aufgenommen und zugesagt, sich für Lärmschutz einzusetzen. Somit werte die SPD die angekündigten Maßnahmen als Erfolg des politischen Engagements.
Positiv sieht Lotze auch die Aussagen der Landesstraßenbauverwaltung, den Bau ergänzender bzw. zusätzlicher Lärmschutzmaßnahmen beim Bau der geplanten A39 in die Planung einzubeziehen. Mit der SPD-Bundestagskandidatin bestehe übereinstimmung darin, dass „die A39 nur akzeptabel ist, wenn es für die Anwohner den bestmöglichen Lärmschutz gibt. Dazu brauchen wir eine Deckelung der Trasse im Bereich des Moorfeldes, um dort die Lärmwerte einzuhalten“, erklärt Lotze, da könnten sich die Bürger auf die SPD verlassen.
}}
=== 23. Februar 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Informationsveranstaltung zum Lärm an der Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Erster Schritt auf Klageweg
|Untertitel=Anwalt informiert Bürgerinitiative über juristische Möglichkeiten
|Autor=rast
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009-02-23.jpg|thumb|600px|right|'''Die Sprecher von Bürgerinitiative und AG Ostumgehung mit den beiden Referenten (v.l.): Stefanie Becker, Gernot Brich, Jens-Peter Fiedler, Anwalt Michael Günther, Andreas Petersen und Lärmexperte Christian Popp.''' Foto: be]]
„Sie befinden sich in einer zeitlich kritischen Phase. Ist der Flüsterasphalt erst aufgebracht, werden die
nötigen Dezibelwerte eventuell nicht mehr erreicht. Sie müssen ganz schnell Ihre Anträge bei der Straßenbauverwaltung stellen und Ihre Ansprüche geltend machen.“ Diesen Tipp gab der Hamburger Rechtsanwalt Michael Günther, Experte in Sachen Verkehrs- und Verwaltungsrecht, den Anwohnern aus dem Bereich Lüne-Moorfeld, damit künftig ein wirkungsvoller Lärmschutz an der Ostumgehung und der nach Plänen später dort verlaufenden Autobahn A39 gewährleistet sei.
Die Bürgerinitiative (BI) Lüne-Moorfeld, die auch die Arbeitsgemeinschaft Ostumgehung gegründet hat, hatte den Hamburger Lärmexperten Christian Popp von der Firma Lärmkontor und den Juristen Michael Günther ins Lokal
Lim's eingeladen, um mehr als 120 Interessierten Informationen über das Thema Lärm und mögliche rechtliche Schritte zu geben. Laut Vera Fiedler von der BI war das der erste Schritt auf dem juristischen Klageweg gegen den Lärm.
Stadt, Kreis und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatten einen Tag zuvor angekündigt, dass beide Fahrstreifen in Richtung Uelzen auf der Ostumgehung im Bereich Moorfeld in diesem Jahr saniert werden (LZ berichtete). Eingebaut werden solle offenporiger Asphaltbeton, der „Flüsterasphalt“. OberBürgermeister Ulrich Mädge hat bereits klargestellt: „Kommt die A39, muss noch mehr passieren.“
Anwalt Günther sagte, dass die Anwohner – ausgehend vom Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahre 1981 – Anspruch auf Nachbesserung beim Lärmschutz und eine Absenkung des Lärmpegels haben, wenn der Lärm am Tage 64,1 und nachts 54,1 Dezibel nicht überschreite. Komme der Flüsterasphalt, würden diese Werte eventuell nicht mehr erreicht. Darum könne jetzt schnelles Handeln geboten sein. Allerdings habe der Lkw-Verkehr seit 1981 überproportional zugenommen, sodass „die Chance gut ist, dass die für die Lärmsanierung nötigen Pegel da sind.“ Die Betroffenen sollten sich ganz genau ansehen, was im Planfeststellungsverfahren festgeschrieben wurde und wie die Verkehrsprognosen aussahen. Wichtigster erster Schritt: „Alle möglichen Betroffenen sollten einen Auskunftsanspruch stellen.“
}}
'''Anmerkung:''' In dem Satz mit den Dezibel-Zahlen hat die LZ ein falsches „nicht“ eingebaut.
{{Pressefuss|Januar 2009|März 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
0c8e491cd8aba4b69929e7a5838518398b090968
Presseberichte Februar 2010
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2025-02-05T23:12:42Z
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{{Pressekopf}}
----
=== 4. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A22 und A39
|Headline=Streit um Autobahn-Projekte
|Untertitel=Staatssekretär weist Aussagen zur A 39 zurück
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Wird die geplante Küstenautobahn A22 der A39 Lüneburg-Wolfsburg vorgezogen? Ja, sagt SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann aus Celle und beruft sich auf ein Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verkehrsministerium Enak Ferlemann (CDU). „Völliger Unsinn“, sagt Ferlemann selbst auf Anfrage des Lüneburger CDU-Abgeordneten Eckhard Pols. Ebenso weist der Staatssekretär gleichlautende Mitteilungen des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A39 zurück. Ferlemann rechnet Pols zufolge damit, dass ein Finanzplan für die A39 voraussichtlich 2012 nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens erstellt wird. Für Pols steht fest: Von einem Aus für die A39 könne gar keine Rede sein, im Gegenteil, das Planfeststellungsverfahren steht vor dem Abschluss.
}}
=== 5. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A22 und A39
|Headline=Streit um A 39
|Untertitel=Debatte zwischen Abgeordneten
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Zwischen Uelzen und Lüneburg entbrennt ein Streit der frischen Bundestagsabgeordneten über die Deutungshoheit zu Äußerungen der hohen Politik, und zwar zur umstrittenen Autobahn A39. Im Clinch liegen die Abgeordneten Eckhard Pols (CDU) aus Lüneburg und Kirsten Lühmann (SPD) aus Uelzen.
Hintergrund ist ein Gespräch des Staatssekretärs Enak Ferlemann (CDU) aus dem Bundesverkehrsministerium
am 28. Januar in der Bremer Landesvertretung in Berlin mit Gästen aus der Küstenregion. Die Frage lautet: Hat der Cuxhavener Ferlemann dort als Mann der Küste einseitig für Küstenautobahnen geworben? Die Sozialdemokratin
Lühmann – „ich saß in der Runde“ – versichert, Ferlemann habe massiv für die Küstenautobahn A22 und ein beschleunigtes Verfahren geworben sowie über die A281 um Bremen geredet. Erst auf ihre Nachfrage habe er auch die A39 von Lüneburg nach Wolfsburg als bedeutsam erwähnt.
Lühmann gewann den Eindruck, dass vor Vertretern der Küstenregion auch nur die Küstenautobahn als wichtig eingestuft wurde. Die Argumentationskette übernahmen sofort die A39-Gegner und schickten eine Pressemitteilung: Die A39 sei unsinnig, das Projekt müsse aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen werden.
Gestern nun konterte der Lüneburger MdB Pols: Bei Ferlemann gebe es keine Bevorzugung, A22 und A39 seien
wichtig. Damit wären sich alle Befürworter eigentlich einig: Denn genau darauf drängt Sozialdemokratin Lühmann, die
nun Schützenhilfe von der Lüneburger Landtagsabgeordneten Andrea Schröder-Ehlers (SPD) bekommt. Sie steht im
Stoff, war als Fachbereichsleiterin bei der Stadt Lüneburg maßgeblich mit der Planung der A39 befasst und warnt: „Die
Verkehrsprojekte im Norden dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“. Die Nordländer müssten wie jetzt bei den
Häfen auch bei der Verkehrsinfrastruktur ein abgestimmtes Konzept verfolgen. Dabei sei die A39 für Nordostniedersachsen ganz wichtig.
}}
=== 6. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Erörterungstermin "Lärmschutz Ostumgehung"
|Headline=Lärmschutz an der Ostumgehung
|Untertitel=Erörterungstermin am 24. Februar
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Zehntausende Autos und Laster rollen jeden Tag über die Ostumgehung, Anwohner stöhnen über den
Krach. Durch eine geänderte Rechtslage haben Anlieger nun Anspruch auf nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen. Zuständig dafür ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Am Mittwoch, 24. Februar, 9.30 Uhr, beginnt ein
sogenannter Erörterungstermin in der Industrie- und Handelskammer am Sand. Dazu lädt der Landkreis als „Anhörungsbehörde“ ein. Einwendungen und Stellungnahmen sollen an diesem Tag diskutiert werden. Kritik hatte es im Vorfeld gegeben, denn das Straßenbauamt hatte von Anwohnern geforderte Maßnahmen mit Blick auf den Bau der geplanten und umstrittenen Autobahn 39 zurückgewiesen. Bekanntlich hatte Berlin signalisiert, dass mit der A39 ein 400 Meter langer Tunnel im Bereich Lüne/Moorfeld gebaut werden soll.
Die Stadt fordert in ihrer Stellungnahme schon jetzt bauliche Veränderungen wie etwa großporigen Asphalt, der kann
Lärm besser schlucken. Auch über Geschwindigkeitsreduzierungen müsse gesprochen werden. Der Lärmschutz müsse
entlang der gesamten Ostumgehung, also von der Ilmenau-Brücke bis zum Klosterkamp, verbessert werden.
Anwohner des Fuchsweges wie Peter von Paris monieren, dass dieser Bereich bislang bei den Überlegungen keine Rolle spielt. Denn als die Schnellstraße gebaut wurde, stuften die Behörden ihn als Sonderbereich Kaserne ein – ohne besonderen Schutz. Von Paris und seine Nachbarn hoffen trotzdem, über einen Ansatz etwas erreichen zu können: Damals sei ein kleiner Lärmschutzwall angelegt worden, das Problem sei also erkannt worden. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld hat in der Vergangenheit zusätzlichen Lärmschutz gefordert und einen Anwalt eingeschaltet. Ihre genaue Position will sie laut Jens-Peter Fiedler in den nächsten Tagen klären.
}}
=== 9. Februar 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur intransparenten A39-Politik ====
{{LB|Peter Weerda<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Februar_2010#Landeszeitung_zur_A22_und_A39|„Streit um Autobahnprojekte – Staatssekretär weist Aussagen zur A39 zurück“, LZ vom 4. Februar]]
'''<big>A 39: Antworten sind überfällig</big>'''
Im Rahmen einer Novellierung erfolgt seit Monaten die überprüfung der Einzelprojekte des Bundesverkehrswegeplans (BVWP), die eine Neubewertung der Projekte zur Folge haben kann. Als Mitglied des Verkehrsausschusses des Bundestags liegen der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann mit Sicherheit Informationen vor, die der breiten Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Frau Lühmann darf sie vielleicht nicht öffentlich bekannt geben, sie darf aber Fragen und Forderungen zu einem Finanzierungsplan stellen.
Der Staatssekretär Ferlemann soll jüngst bekannt gegeben haben, dass die sich im weiteren Bedarf befindliche A22 in der Realisierung vorgezogen werde. Da Niedersachsen dadurch ein weiteres Autobahn-Neubauprojekt in den BVWP einstellen würde, ist die Antwort auf eine Finanzierung der A39 genauso überfällig wie der zukünftige Status dieser Autobahn. Bleibt zu hoffen, dass die Politik so ehrlich ist und die A39 nicht jahrzehntelang ohne eine Chance auf Finanzierung im BVWP dümpeln lässt, sondern den Weg einer sauberen Rückstufung in den weiteren Bedarf vornimmt. Nur dann kann endlich ein Ausbau der B4 und der Bau der Ortsumgehungen vordringlich werden. Alles andere wäre so unehrlich, wie die von Politikern seit Jahren geführte Diskussion zur Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit der A39.
Dem Lüneburger Bundestagsabgeordneten Eckhard Pols sei bei dieser Gelegenheit gesagt, dass das Planfeststellungsverfahren der A39 nicht kurz vor dem Abschluss steht, sondern überhaupt noch nicht begonnen hat. Diese unverzeihliche Bildungslücke zeigt einmal mehr, wie fachlich flach sich unsere Politiker im Thema A39 befinden. Bei einem gründlicheren Studium seiner LZ wäre dies sicher nicht passiert.
}}
=== 12. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planungsstand der A39
|Headline=A 39-Planungen voll im Zeitplan
|Untertitel=Landesbehörde stellt Lärmschutzmaßnahmen vor – Autobahngegner sehen sich bestätigt
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat jetzt den aktuellen Stand der Planungen für die
A39 vor Vertretern der Stadt Lüneburg, betroffener Gemeinden, von Fachbehörden und Verbänden erläutert.
Geschäftsbereichsleiter Dirk Möller ging besonders auf den Lärmschutz ein: „Sowohl die Abdeckelung als auch Schutzmaßnahmen wie Wände und Wälle führen zu einer Minimierung der Lärmimmissionen.“ Bei Abwägung aller Kriterien habe sich eine 400 Meter lange Abdeckelung im Bereich Lüneburg als die „am besten geeignete“ erwiesen. Weiter werden nach derzeitigem Planungsstand alle vorhandenen Anschlussstellen im Bereich der B4 auch für die A39 aufrechterhalten.
Projektleiterin Annette Padberg: „Mit dem Vorentwurf, der bis Anfang 2011 aufgestellt sein soll, befinden wir uns voll im
Zeitplan.“ Danach muss der Entwurf vom Bundesverkehrsministerium genehmigt werden und durchlaufe zum Abschluss
das Planfeststellungsverfahren. Derweil sieht sich der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die geplante A39 durch
die Mitteilung der SPD-Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann bestätigt, wonach der Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums Enak Ferlemann ihr signalisiert habe, dass der Bau der mit der A39 konkurrierenden Küstenautobahn A22 „überragende Bedeutung“ habe und vorgezogen werde.
Der Lüneburger Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols (CDU) hatte beim Staatssekretär nachgehakt. Ergebnis: Wer
Ferlemann so interpretiere, dass er eine der beiden Autobahn-Planungen bevorzuge, rede Unsinn (LZ berichtete). Die A39-Gegner beharren darauf, dass Ferlemann A22-Lobbyist sei, seine Äußerungen sich mit denen des niedersächsischen Verkehrsministers Bode decken.
„Wir unterstützen die Forderung von Frau Lühmann nach Klarheit für die Region“, sagt BI-Sprecherin Annette Niemann.
Die plakative, aber illusionäre Forderung von Lühmann an den Bund, bis 2013 einen Finanzplan für die A39 zu erstellen oder das Ende der Autobahn zu „kommunizieren“, begrüßt der Dachverband.
}}
=== 13. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Zweifeln an der Realisierung der A39
|Headline=„Die Planungen laufen, das Projekt A 39 steht“
|Untertitel=Landrat: Keine Zweifel an Realisierung des Autobahnbaus
|Autor=lk
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die für die wirtschaftliche Entwicklung der Region Lüneburg/Wolfsburg wichtige Autobahn 39 wird kommen. Davon ist Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt (SPD) überzeugt. „Die Planungen laufen, das Projekt steht. Daran besteht überhaupt kein Zweifel“, stellt Nahrstedt klar. Anderslautende Berichte oder auch die Berufung auf Aussagen
der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann (SPD) seien völlig aus der Luft gegriffen. „Kirsten Lühmann hat in einem
Telefongespräch noch einmal deutlich gemacht, dass sie keine Aussage über die Prioritäten von Autobahnen getätigt hat“, so der Landrat.
Auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), hat laut Nahrstedt
beim Landräteseminar des Landkreistags Anfang Februar in Bad Bederkesa eindeutig festgestellt, dass die A22 nicht der A39 vorgezogen wird. Vielmehr stehe die A39 im Gegensatz zur A22 im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.
„Auf meine Nachfrage hat der Staatssekretär erklärt, dass anderslautende Aussagen jeglicher Grundlage entbehren“, so
der Landrat. Ferlemann habe erklärt, dass die Autobahn dringend erforderlich sei, da sie den Raum Lüneburg-Wolfsburg erschließt und bestehende Autobahnen entlastet. Auch für die Hinterlandverkehre des Hamburger Hafens habe die Autobahn eine besondere Bedeutung, und der Seehafen Hamburg würde besser erschlossen.
}}
=== 18. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250
|Headline=Autobahn im Schnellverfahren
|Untertitel=Land will A 250 symbolisch in A 39 umbenennen
|Autor=lz/ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Autobahn 250 nach Lüneburg soll in A39 umbenannt werden. Ein entsprechender Antrag ist auf
dem Weg von Hannover zum Bundesverkehrsministerium.
Das gab gestern der niedersächsische Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) bekannt.
[[Bild:LZ_2010-02-18.jpg|thumb|600px|right|'''Die A250 soll nicht nur als A39 nach Wolfsburg fortgeführt werden, sondern schon jetzt deren Namen tragen.''' Foto: A/t&w]]
Die Umbennung mache deutlich, dass mit der geplanten A-39-Trasse zwischen Lüneburg und Wolfsburg die Lücke zwischen dem VW-Standort und Hamburg geschlossen werde. A-39-Gegner hingegen kritisieren den Antrag als Zahlenspielerei und billiges Geschenk, mit dem die „Politszene bei Laune gehalten werden soll“. Bislang endet die A39 bei Wolfsburg, die A250 verläuft vom Maschener Kreuz südlich Hamburg bis nach Lüneburg – und soll von dort aus nach den Plänen der Straßenbauer als A39 nach Wolfsburg fortgeführt werden. Der Minister erklärte: „Mit dem Lückenschluss wird nicht nur die A7 entlastet, sondern auch die Anbindung des Raumes Lüneburg-Uelzen erheblich verbessert.“ Erschlossen werde der größte autobahnfreie Raum Deutschlands. „Ein echter Standortvorteil.“
Das sieht Eberhard Manzke, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, genauso: „Die Umbenennung der A250 in A39 bringt auf den Punkt, was die Autobahn für die Region bedeutet: Sie schließt die Lücke zwischen den Metropolregionen Hamburg und Hannover-Braunschweig.“ Dadurch könne die Region künftig besser als
heute wirtschaftliche Kraft aufnehmen und abgeben. „Wir sind froh, dass der Minister unseren Vorschlag so schnell und unbürokratisch aufgegriffen hat.“
Ein billiges Geschenk nennt Bodes Antrag dagegen der Sprecher der Dachorganisation der Bürgerinitiativen gegen die
A39, Eckehard Niemann. „Damit wird die Klientel von CDU und FDP ruhig gestellt, nachdem der Minister zuletzt immer
der Küstenautobahn den Vorzug gegeben hat“, glaubt Niemann. Ohnehin sei die geplante A22 offenbar Vorbild für die
Umbenennung gewesen. „Zuvor hat Bode schon befürwortet, die A22 in A20 umzubenennen, um sie als Fortsetzung
der Ostsee-Autobahn A20 zu kennzeichnen, und damit die Aufnahme ins transeuropäische Straßennetz zu ermöglichen“, sagt der Dachverbandssprecher. Für ihn steht fest: „Die A39 ist längst abgehakt. Die A22 hat
den Vorzug erhalten, nur spricht es noch niemand laut aus.“
}}
=== 19. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Meinung von Herrn Pols zur Umbenennung der A250
|Headline=Pols begrüßt Umbenennung
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die vom Niedersächsischen Verkehrsminister Jörg Bode angestrebte Umbenennung der Autobahn 250 in A39 (LZ berichtete) wertet der Lüneburger Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols (CDU) als wichtiges Signal: „Die Umbenennung zeigt, dass das Projekt A39 in Bund und Land einen hohen Stellenwert hat und eben nicht, wie von Herrn
Niemann behauptet, hinter der Küstenautobahn zurückstecken muss.“ Pols bezeichnet die Äußerungen des Sprechers der Bürgerinitiativen gegen die A39, Eckhard Niemann, zur Umbenennung als „kläglichen Versuch, die beiden Autobahnprojekte gegeneinander auszuspielen. Herr Niemann soll sich doch erstmal mit den Fakten bezüglich der Küstenautobahn und der A39 beschäftigen“. Niemann nehme nur zur Kenntnis, was er auch hören möchte.
}}
=== 20. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Meinung von Herrn Friedrichs zur Umbenennung der A250
|Headline=Minister verteilt „olle Kamellen“
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der niedersächsische Landesverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), kritisiert Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode für seinen Vorstoß, die A250 in A39 umzubenennen (LZ berichtete). Der stellvertretende VCD-Landesvorsitzende Hans-Christian Friedrichs aus Reppenstedt sagt: „Niedersachsen braucht eine zukunftsfähige Verkehrspolitik, die mehr zu bieten hat, als die Umbenennung von Autobahnen.“ Dieses Prinzip, mit neuen Nummern olle Kamellen unters Volk bringen zu wollen, passe allenfalls in die Karnevalszeit. „Die ist aber vorbei.“ Statt sich weiter in das Projekt A39 zu versteifen, solle der Minister lieber die Lkw-Maut erhöhen sowie das Schienen- und Binnenschifffahrtsstraßennetz ertüchtigen.
}}
=== 25. Februar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Erörterungstermin "Lärmschutz Ostumgehung"
|Headline=Anwohner kritisieren „Zahlenwirrwarr“
|Untertitel=Erörterungstermin für Lärmschutz an der Ostumgehung: Jetzt ist der Landkreis am Zug
|Autor=ahe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Wer's dauerhaft ruhiger haben will, braucht gutes Sitzfleisch. Fünfeinhalb Stunden saßen Anwohner der
Ostumgehung gestern in der Industrie- und Handelskammer und hörten vor allem zu. Vertreter der Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr nahmen Stellung zu den insgesamt 52 Einwendungen zu beabsichtigten Lärmschutzmaßnahmen an der Umgehungsstraße, die Bürger aus dem Moorfeld, vom Ebensberg, aus dem Fuchsweg
und von der Wulf-Werum-Straße im Vorfeld gemacht hatten.
Auch wenn sich bei dem Erörterungstermin zeigte, dass die Anwohner gern mehr Schutz hätten, als die Behörde umzusetzen bereit ist, waren die Einwänder im Anschluss nicht unzufrieden. Jens-Peter Fiedler, Sprecher der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld: „Ich denke, wir werden eine vernünftige Lösung für den Lärmschutz erreichen.“
Es ist zu laut an der Ostumgehung, darin sind sich alle Anwohner einig. Durch eine geänderte Rechtslage haben sie Anspruch auf nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen. Eine davon ist Flüsterasphalt, der dafür sorgen soll, dass vorbeirauschende Laster und Autos nicht mehr so deutlich zu hören sind. Der reicht den Anliegern aber nicht,
sie wollen mehr, zum Beispiel eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit, ein Überholverbot für Laster, zusätzliche
oder höhere Lärmschutzwände und -wälle. „Aber zu Wällen und Wänden sagt die Behörde, die seien nicht verhältnismäßig und unwirtschaftlich“, skizziert Fiedler die Positionen. Mit passivem Lärmschutz wie neuen Fenstern allein geben sich die Anwohner nicht zufrieden.
Die Hauptkritikpunkte von Fiedler und seinen Nachbarn: Die Landesbehörde gehe von falschen Prognosen aus, was die
Zahl der Fahrzeuge angeht, die künftig über die Ostumgehung rollen, und was den Zeitpunkt angeht, zu dem die A39 realisiert wird. Zudem gebe es 114 Schutzverletzungen, also Fälle, in denen Grenzwerte überschritten werden. Von einem „Zahlenwirrwarr“ spricht Dr. Frank Kracht. Zudem haben die Anwohner die Befürchtung: Wenn die A39 kommt, wird es noch lauter. Und ob sie dann ein weiteres Mal Anspruch auf zusätzlichen Lärmschutz haben, daran glauben sie noch nicht.
Nun liegt der Ball beim Kreis, der als Anhörungsbehörde prüfen muss, welche Einwendungen für den Planfeststellungsbeschluss berücksichtigt werden. Kreisrätin Monika Scherf sagt: „Es war eine sehr sachliche und
angenehme Atmosphäre, viele Aspekte wurden angesprochen. Die werden wir nun abarbeiten.“
Fiedler findet: „Ich glaube, der Kreis hat von uns eine Menge Hausaufgaben mitbekommen.“
* Am Montag, 1. März, ab 20 Uhr diskutiert die Bürgerinitiative den Erörterungstermin noch einmal im Stadtteilladen ELM am Hermann-Löns-Platz.
}}
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Presseberichte Januar 2007
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{{Pressekopf}}
----
=== 31. Januar ===
==== {{HA}} zum Besuch im Bundes-Verkehrsministerium ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Verkehrsministerium: Lüneburger Bedenken vorgetragen</big>'''
'''A 39-Gespräch in Berlin: "Soweit zufrieden"'''
''carol''
LÜNEBURG/BERLIN - Das Land müsste verrückt sein, sich darüber hinwegzusetzen." [[Hedi Wegener]], Lüneburger [[SPD]]-Bundestagsabgeordnete in Berlin, wählte gestern deutliche Worte. Wie berichtet, hatten Lüneburger [[SPD]]-[[Politiker]] Montag im Bundesverkehrsministerium ihre Bedenken gegen die geplante Trasse der Autobahn 39 vorgestellt. Wegeners Eindruck: Die Vorbehalte der Lüneburger werden in Berlin geteilt.
Überrascht war Wegener, wie gut das Ministerium bereits über die Brisanz des Themas Bescheid wusste. "Am Morgen hatten Organisationen und Bürgerverbände aus Lüneburg in Berlin angerufen, weil sie von dem Gespräch erfahren hatten." Sie denkt, dass die Mitglieder des Ministeriums die Einwände gegen die [[Klostertrasse]] nicht nur verstehen, sondern "dass es auch ihre eigenen Einwände sind". Die Kirchgellerserin selbst spricht sich für eine "Ertüchtigung der [[Ostumgehung]] mit Geschwindigkeitsbegrenzung und Lärmschutz" aus, etwa durch Untertunnelung oder Überdeckelung.
Wie zufrieden Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) mit dem Gespräch war, sagte er gestern nicht. Lediglich so viel: Stadt und Landkreis hätten ihre Position vorgetragen. Landrat [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) äußerte sich auf Nachfrage "soweit zufrieden".
So geht es weiter: Sobald das Land das [[Raumordnungsverfahren]] abgeschlossen hat, beginnen die Verhandlungen mit dem Bund, denn der bezahlt den Bau. Zu diesem Zeitpunkt wird das Ministerium laut Wegener auch die Bedenken gegen [[Vorzugstrasse|die bislang geplante Trasse]] äußern. Dass das Land darüber hinweggehen wird, glaubt die SPD-[[Politiker]]in nicht: Auch der Landtagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführer der [[CDU]], [[Bernd Althusmann]], werde alles dafür tun, dass es nicht zur [[Klostertrasse]] komme. "Die wollen 2008 schließlich eine Wahl gewinnen" - die [[Landtagswahl]].
[http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/31/680006.html Quelle]
}}
=== 29. Januar ===
==== {{HA}} zum Besuch im Bundes-Verkehrsministerium ====
{{Kasten gelb|1=
'''Gespräche - Oberbürgermeister und Landrat im Verkehrsministerium'''
[[Bild:HA 2007 01 29 01.jpg|thumb|right|460px|'''Die Anwohner sind gegen die [[Vorzugstrasse|Autobahn durch Lüneburger Stadtgebiet]].'''<br>FOTOS: GEORGE]]
'''<big>A 39-Thema führt nach Berlin</big>'''
'''Verschiedene Sichten: Nahrstedt setzt auf eine Tunnellösung, Mädge will die Autobahn gar nicht im Stadtgebiet haben.'''
Carolin George<br>
Lüneburg
Das Thema Autobahn 39 kommt heute in Berlin auf den Tisch - allerdings mit keiner einheitlichen Linie aus Lüneburg. Die Sozialdemokraten Landrat [[Manfred Nahrstedt]], Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Bundestagsabgeordnete [[Hedi Wegener]] treffen sich zu einem Gespräch im Bundesverkehrsministerium. Allerdings gehen Nahrstedt und Mädge durchaus mit unterschiedlichen Positionen in die Hauptstadt.
Nahrstedt: "Wir wollen dem Ministerium noch einmal aus erster Hand die Position der Region Lüneburg verdeutlichen. Die jetzige [[Vorzugsvariante]] ist für mich nicht akzeptabel." Er setzt sich seit langem für eine Tunnellösung sowie aktuell für eine Überdeckelung der [[Ostumgehung]] ein. "Wir brauchen eine für Stadt und Landkreis vertretbare Lösung."
[[Bild:HA 2007 01 29 02.jpg|thumb|left|142px|'''Landrat [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]).''']]
[[Bild:HA 2007 01 29 03.jpg|thumb|left|142px|'''Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]).''']]
Mädge aber will die Trasse aus der Stadt raushaben: "Für uns geht es nicht etwa um eine Untertunnelung, wie es jetzt offenbar gerüchteweise kursiert. Ich werde den Beschluss der Stadt Lüneburg in Berlin zur Sprache bringen." In der jüngsten Ratssitzung hatte die Gruppe aus [[SPD]] und [[CDU]] ihr Votum gegen die [[Vorzugstrasse]] und für eine Westumfahrung bekräftigt. Die Stadt fordert außerdem, dass eine weiter östlich liegende Trasse, die Ertüchtigung der Bundesstraße 4 und eine Deckelung der [[Ostumgehung]] untersucht werden sollen. Zumindest bei Letzterem sind sich Stadt und Kreis also einig.
Darauf weist auch [[Miriam Staudte]] hin, [[Grüne]]n-Fraktionschefin im Lüneburger Kreistag: "Es gibt keine einheitliche Position der Region." Sie fordert Nahrstedt auf, die Position der Stadt "nicht einfach zu übernehmen". Was er im [[Kommunalwahl|Wahlkampf]] nicht gemacht habe, "sollte er auch jetzt unterlassen".
Neben der Autobahn kommen laut [[Presseberichte_Januar_2007#Presseinformation_der_Stadt_L.C3.BCneburg|Pressemitteilung der Stadtverwaltung]] auch andere Verkehrsfragen zur Sprache, etwa das dritte Gleis der Eisenbahnstrecke zwischen Lüneburg und Hamburg. Dieses ist ebenfalls Thema in der Stellungnahme der Stadt Lüneburg zur Änderung des sogenannten [[Raumordnungsprogramm]]s des Landes Niedersachsen ([[LROP]]), dem Generalfahrplan für die nächsten Jahre. Darin fehlt aus Sicht der Stadt Lüneburg ein deutlicher Hinweis auf den dringend benötigten Ausbau dieser Strecke.
[http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/29/678546.html Quelle]
}}
=== 26. Januar ===
==== Presseinformation der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Oberbürgermeister und Landrat machen A 39 in Berlin zum Thema</big>'''
''(sp/lk)'' Lüneburg. Das Thema A 39 kommt in Berlin auf den Tisch. Landrat [[Manfred Nahrstedt]], Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und die [[SPD]]-Bundestagsabgeordnete [[Hedi Wegener]] treffen sich am kommenden Montag, 29. Januar, zu einem Gespräch im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Achim Großmann.
Landrat Nahrstedt erklärt zu dem Treffen: "Wir wollen dem Ministerium noch einmal aus erster Hand die Position der Region Lüneburg verdeutlichen. Die jetzige [[Vorzugsvariante]] ist für mich nicht akzeptabel." OB Mädge ergänzt: „Für uns geht es nicht etwa um eine Untertunnelung, wie es jetzt offenbar gerüchteweise kursiert. Ich werde den Beschluss der Stadt Lüneburg in Berlin zur Sprache bringen.“ Erst in der jüngsten Ratssitzung hatte die Gruppe aus [[SPD]] und [[CDU]] ihr Votum gegen die [[Vorzugstrasse]] und für eine Westumfahrung bekräftigt.
Neben der Autobahn kommen auch andere Verkehrsfragen zur Sprache, etwa das Dritte Gleis zwischen Lüneburg und Hamburg und Elbvertiefung.
[http://www.lueneburg.de/index.htm Quelle]
}}
==== {{HA}} zum Thema Gesundheitsgefährdung ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Autobahnnähe schadet den Lungen</big>'''
dpa
Ein Leben an der Autobahn hemmt die Entwicklung der Lunge bei Kindern. Kinder, die näher als 500 Meter an einer großen Straße wohnen, haben als Erwachsene größere Defizite in der Lungenfunktion als Kinder, deren Zuhause 1500 Meter oder weiter von einer Autobahn entfernt steht. Das berichten Forscher um James Gauderman von der Universität von Südkalifornien in Los Angeles im britischen Medizinjournal "The Lancet" (online vorab veröffentlicht). Als Ursache sehen die Mediziner die starke Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr.
Die Wissenschaftler verglichen über acht Jahre hinweg die Lungenfunktionsmessungen von 3677 Schülern in zwölf südkalifornischen Gemeinden mit unterschiedlicher Luftqualität. Dabei fanden sie heraus, dass die Nähe zu großen Straßen unabhängig von der regionalen Luftverschmutzung Auswirkungen auf die Entwicklung der Lungenfunktion hat.
Bei Kindern, die maximal 500 Meter von einer Autobahn entfernt wohnten, wurde im Alter von 18 Jahren ein ausgeprägtes Defizit in der Lungenfunktion festgestellt. Da die Entwicklung der Lunge dann fast abgeschlossen ist, ist es wahrscheinlich, dass ein Mensch mit einem Defizit in diesem Alter ein Leben lang unter einer verminderten Lungenfunktion leiden wird.
Bislang hatten Studien nur gezeigt, dass Defizite der Lungenfunktion mit Luftverschmutzung und Belastung durch Verkehr zusammenhängen können.
[http://www.abendblatt.de/daten/2007/01/26/676950.html Quelle]
}}
=== 20. Januar ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (1) ====
{{LB|Stefan Becker<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Schweigende Politiker</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_neuen_IHK-Spitze|„Umgehung für A 39 ausbauen“, LZ vom 16. Januar]]'''
Die politische Auseinandersetzung
um die Nonsens-Autobahn
A39 droht gerade in der
letzten Zeit zu einem guten
Beispiel dafür zu werden, wie
Demokratie (= Herrschaft des
Volkes) nach dem Willen einiger
Weniger umgesetzt werden
soll. Störende Faktoren wie
etwa Demonstranten beim Neujahrsempfang
der IHK werden
vom Platz des Geschehens abgedrängt und die Mehrheit der
IHK-Mitglieder repräsentierende
A39-Gegner von der Veranstaltung
wieder ausgeladen. Insofern
passt es gut in das Bild,
dass vor den [[Kommunalwahl]]en
mit dem Versprechen „Keine Autobahn durch Lüneburg“ angetretene
[[Politiker]] sich diesbezüglich nicht nur am 11.1.2007,
sondern generell in der letzten
Zeit in der Öffentlichkeit zurückgehalten haben. Schließlich
ist es frei nach Franz
Müntefering auch unfair, die
gewählten [[Parteien]] an ihren
Wahlversprechen zu messen.
Insofern erscheint es geradezu
eine brillante Idee zu sein, die
B4 als Ost-Umgehung zu bezeichnen,
damit allen Nicht-Ortsansässigen die Vorstellung
suggeriert wird, dass es bereits
eine das Stadtgebiet Lüneburg
umfahrende Straße gibt. Wen
bis auf die betroffenen AnwohnerInnen
stört es da schon, dass
die B4 bereits mit die Maße
einer Autobahn unterschreitenden
Daten Stadtteile wie z. B. Moorfeld und deren Strukturen durchtrennt?! Bestehende Bedenken, dass die Verwendung von [[EU-Fördermittel]]n für den Autobahnbau rechtswidrig sei und das [[Grundgesetz]] der Bundesrepublik die Menschen und nicht etwa die [[Presseberichte_November_2006#14._November|Vögel bei Bodenteich]] schütze, sind als unerheblich zu betrachten.
Was bleibt mir als ehemaligem Asterix-Leser da noch übrig außer der Hoffnung, dass Lüneburg wie auch immer zum berühmten gallischen Dorf wird?!
}}
[[Bild:LZ 2007 01 20 1.jpg]]
'''Die Gegner der A 39 fühlten sich auf dem ihnen zugewiesenen Demonstrationsplatz beim Theater vom eigentlichen Geschehen in der IHK abgedrängt.''' Foto: be
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (2) ====
{{LB|Verena Fiedler<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 exportiert Jobs</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Aktion_.E2.80.9EBrezel_f.C3.BCr_den_Wirtschaftsminister.E2.80.9C|„Keine Brezel für Michael Glos“, LZ vom 12. Januar]]'''
Dass der ehemalige Regierungsbezirk
Lüneburg als Zonenrandgebiet
lange Zeit benachteiligt
wurde und die nun
fließenden [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Mittel der EU]] ein willkommener Segen sind,
ist unbestritten. Doch dass die
Mittel auf Grund eines Plädoyers für die A39 fließen, das
muss infrage gestellt werden.
Ob die A39 gebaut werden
muss, um Material von Nord
nach Süd, hauptsächlich von
West nach Ost zu transportieren,
um dann als fertige Ware
wieder zurück zu kommen und
somit [[Arbeitsplätze]] quasi in den
Osten transferiert werden, wollen
wir hier gar nicht neu diskutieren.
Uns geht es um Existenzielles.
Natur- und Tierschutz
wird im Auge behalten,
doch was ist mit dem Menschen?
[[Menschenschutz]] – unsere
Heimat, unsere Stadt, unser
Lebensraum!
Herr Manzke, in unserer
jahrzehntelang gewachsenen
Siedlung ist kein Platz für die
A39! Sie würden vielleicht gar
nicht bemerken, wenn in ihrer
„Nachbarschaft“ ein Haus abgerissen
werden würde. Das
wäre beispielsweise das Schicksal
von 30 Familien, wenn die
[[Ostumgehung]] ausgebaut wird,
wie von einigen [[Politiker]]n gefordert,
weil diese schon da ist!
Was die meisten nicht wissen:
Die [[Ostumgehung]] ist keine Umfahrung
der Stadt Lüneburg,
sondern zerschneidet jetzt
schon unseren Stadtteil, unsere
Gemeinde, unsere Naherholungsgebiete.
Wenn die Autobahn zwingend
notwendig ist, dann darf
sie nicht auf Kosten der weithin
bekannten Lüneburger Lebens- und
Wohnqualität gebaut werden.
Ebenso dürfen lokale Verkehrsbelange
nicht außer Acht
gelassen werden.
Wir Bürger erwarten, dass
[[Ulrich Mädge|OB Mädge]] und der Rat der
Stadt Lüneburg sich an den
Ratsbeschluss halten, der im
Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s
gefasst wurde und
beinhaltet: Ablehnung aller
Stadtvarianten!
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (3) ====
{{LB|Peter Mohr<br>Lüneburg}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Trostlose Argumente</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_neuen_IHK-Spitze|„Umgehung für A 39 ausbauen“, LZ vom 16. Januar]]'''
Der neue IHK-Präsident,
Herr Manzke, hat beim Empfang
der IHK für die A 39
argumentiert.
So fordert er aufgrund der
[[Ziel 1-Förderung|EU-Zahlungen für die Region]]
Solidarität, die sich im Bau der
A 39 ausdrückt. Ist ihm deutlich,
dass die EU-Beamten das
Geld nicht in unsere Region
geben, weil wir so nette Kumpels
sind, sondern weil sie
pflichtgemäß entschieden haben?
Der Begriff Solidarität ist
hier fehl am Platz. Und wenn –
weshalb mit den Südskandinaviern
und den Osteuropäern?
Weshalb nicht mit den [[Mensch]]en,
deren Heimat durch die
A 39 verdorben wird? Ob die
uns nicht näher liegen?
Dann konstruiert er ein Gesamtinteresse
für die A 39,
hinter dem Einzelinteressen zurückstehen müssen? Welche
Einzelinteressen möchte er
denn verstecken? Die z.B. der
Anwohner im Osten Lüneburgs?
Die derer, die sich vom
Autobahnbau materiellen Gewinn
erhoffen? Haben die Befürworter der A39 eigentlich
keine Daten und Fakten?
Hoffentlich verläuft die weitere
Planung so trostlos wie es
die Argumente der Befürworter
sind – das wäre das verdiente
Ende der A 39.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (4) ====
{{LB|Renate Backhaus<br>Reppenstedt}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Wer soll zahlen?</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Aktion_.E2.80.9EBrezel_f.C3.BCr_den_Wirtschaftsminister.E2.80.9C|„Keine Brezel für Michael Glos“, LZ vom 12. Januar]]'''
Auf fremden Arsch ist gut durchs Feuer reiten. (Martin Luther)
Treffender hätten A39-Gegner
es auch nicht formulieren
können. Da fordert der neue
IHK-Präsident nachdrücklich
die A39 und gibt auch gleich
einen Finanzierungstipp ab: die
schon mehrmals verteilten [[Ziel 1-Förderung|Mittel der Ziel 1-Förderung der EU]].
Na klar, eine Autobahn fordern,
die andere bezahlen, das ist ein
leichtes Spiel. Wo sind die Vorschläge, dass diejenigen, die
unbedingt diese Autobahn wollen,
auch die Finanzierung
übernehmen, etwa Spediteure.
Apropos, da gibt es ein Unternehmen
aus Uelzen, Mitglied in
der IHK, das setzt dem Ganzen
noch die Krone auf: Von dort
wird nicht nur mit Nachdruck
die A 39 gefordert, nein, die
Lkw laufen unter zyprischer
Flagge, das Unternehmen zahlt
keine Steuern in Deutschland,
entlohnt die Fahrer mit Billiglöhnen und will noch die Gratis-
Autobahn.
Feine Mitglieder, mit denen
sich das „Parlament der Kaufleute“
da schmückt. Nächste
Frage: Wie vereinbart sich eigentlich
ein „Parlament der
Kaufleute“ mit einer Zwangsmitgliedschaft,
mit einer quasi
Zwangsmeinung zur A39 ?
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Demonstration gegen den Standpunkt der neuen IHK-Spitze (5) ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Spaltpilz statt Klammer</big>'''
'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_neuen_IHK-Spitze|„Umgehung für A 39 ausbauen“, LZ vom 16. Januar]]'''
Leider bleibt die neue IHK-Spitze
jeden Beweis für ihre
Behauptung schuldig, die mögliche
A 39 würde „die regionale
Wirtschaft“ fördern. Die zahlreichen
Forschungsergebnisse über die ausbleibenden Arbeitsplatz-
und Wachstumseffekte
bei allen Autobahn-Neubauten
der letzten Jahrzehnte will man
dort offenbar nicht zur Kenntnis
nehmen. Man bleibt bei der
Propagierung von Glaubenssätzen,
statt sich einer fairen Diskussion
zu öffnen, ob die A39
[[Nutzen-Kosten-Verhältnis|in der Konkurrenz mit anderen teuren Großprojekten überhaupt jemals eine Finanzierungs-Chance bekommt]] und ob
nicht andere Verkehrskonzepte
und der Ausbau vorhandener
Verkehrswege für unsere Region
viel realistischer und günstiger
sind.
Angesichts der wachsenden
Kritik vieler Unternehmer an
der IHK-Zwangsmitgliedschaft
kann sich die von der IHK
erhoffte „verbandspolitische
Klammerwirkung“ der A39
leicht zu einem Spaltpilz entwickeln.
Denn es gibt ja bereits
viele große und kleine Unternehmen,
die die Sinnhaftigkeit
einer A39 deutlich infrage stellen.
Auch VW äußert sich hierzu
immer zurückhaltender.
Der neue A39-Chefplaner
und Leiter des Lüneburger Straßenverkehrsbauamtes
Dirk Möller, der zuvor die Küsten-Autobahn A31 mitplante, hat
denn auch darauf verwiesen,
dort hätten die Unternehmen
der Region sich – anders als bei
der A39 – an der Finanzierung
des Projekts beteiligt. ....
}}
=== 19. Januar ===
==== {{LZ}} zum Ziel-1-Sachstand ====
{{Kasten gelb|1=
[[Bild:LZ 2007 01 19 1.jpg|thumb|right|230px|'''Eberhard Franz ist Referatsleiter im Wirtschaftsministerium in Hannover, Experte für Fragen der [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1-Förderung]].''' Foto: t&w.]]
'''<big>Kein EU-Geld für Autobahn 39</big>'''
'''Referatsleiter aus Hannover stellt Unternehmern [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1]]-Sachstand vor'''
ml '''Lüneburg'''. Anworten auf
alle Fragen hatte auch Eberhard
Franz nicht im Gepäck. Aber
der Referatsleiter im niedersächsischen Wirtschaftsministerium
schaffte zumindest bei
zwei Punkten Klarheit: [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1-Mittel]] werden auch nach der
EU-Überprüfung 2010 in den
ehemaligen Regierungsbezirk
Lüneburg fließen, {{mark|Geld für Bau
oder Planung der Autobahn 39
wird es hingegen nicht geben.}}
Rund 100 Zuhörer waren am
Mittwochabend zum Informationsabend
„[[Ziel 1-Förderung|Ziel 1 – EU-Fördermittel]] für Unternehmen“ in
die Industrie- und Handelskammer
(IHK) gekommen. Mit
Franz habe die Kammer einen
Referenten gewonnen, „an dem
keine Förderrichtlinie vorbei
kommt“, sagte IHK-Mitarbeiter
Matthias Vogelsang.
Kurz skizzierte der Referatsleiter
das fast eine Milliarde
Euro schwere Programm mit
seinen Förderschwerpunkten –
betriebliche Wettbewerbsfähigkeit,
Innovation und Infrastruktur
-, erläuterte den Verfahrensstand.
Demnach wird der Programmentwurf
des Landes derzeit
in Brüssel geprüft, parallel
dazu werden in Hannover konkrete
Förderrichtlinien erarbeitet.
Diese sollen voraussichtlich
bis Ende April vorliegen, erste
Anträge können ab Jahresmitte
gestellt werden, schätzt Franz.
„Somit haben Sie etwa zwei
Monate Zeit, ihre Pläne auf die
Richtlinien abzustimmen“, erklörte der Referatsleiter aus
Hannover den Unternehmern
im Saal.
Doch die Ziele der Landesregierung
zum Startschuss reichen
weiter. „Bereits in diesem
Jahr soll das erste Geld auch
ausgezahlt werden“, sagte Franz
und schob den Grund dafür
gleich nach: Zu Beginn werde
mehr Geld ausgezahlt als in den
Folgejahren. „Umso wichtiger
ist es, frühzeitig qualitativ hochwertige
und umfangreiche Maßnahmen
auf den Weg zu bringen“,
verdeutlichte der Ministeriumsmitarbeiter.
Bereits zu Beginn
hatte er, wie so viele vor
ihm, gesagt: „Dieses Erlebnis ist
für die Region einmalig, nach
2013 haben wir keine Chance
mehr auf so viel Geld.“
Das jedoch fließt bis zum
Ende des Förderzeitraums kontinuierlich.
Und auch die Überprüfung des [[Ziel 1-Förderung|Ziel-1]]-Gebiets im
Jahr 2010 bringe den Zuschussfluss
nicht zum Versiegen, wies
Franz entsprechende Gerüchte
zurück. „Einzige Folge der Prüfung kann sein, dass einzelbetriebliche
Zuschüsse in den
Landkreisen Uelzen und Lüchow-Dannenberg zurückgefahren
werden.“ Vorgesehen ist
in diesem Bereichen in den
ersten Jahren eine maximale
Förderquote von 50 Prozent.
Zum Vergleich: Im Kreis Lüneburg
werden maximal 35 Prozent
genehmigt.
{{mark|Keine Chance auf eine Genehmigung
haben hingegen laut
Franz Maßnahmen zu Planung
oder Bau der Autobahn 39.
„Gefördert werden nur Vorhaben,
die innerhalb des Zeitraums
bis 2013 auch abgeschlossen
werden. Das ist bei
der A39 nicht der Fall.“}}
Den Unternehmern versprach
der Referatsleiter aus
Hannover ein transparentes
Genehmigungsverfahren für ihre
Anträge. „Vorgesehen ist ein
Punktesystem, das für jedermann
einsehbar und nachvollziehbar
ist.“
Gefördert würden die Projekte
mit der höchsten Punktzahl.
Doch zunächst müssen die Betriebschefs warten – auf die Förderrichtlinien.
}}
=== 17. Januar ===
==== {{KB}} zur Aktion „Brezel für den Wirtschaftsminister“ ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Manzke ist neuer IHK-Präsident</big>'''
'''IHK-Jahresempfang: Wirtschaftsminister Michael Glos sagte in letzter Minute ab'''
[[Bild:KB 2007 01 17 1.jpg|thumb|right|459px|'''Das neue Präsidium der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (von links): Michael Ganninger, IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Klein, Ekkehardt Busch, Jens-Peter Clarfeld, IHK-Präsident Eberhard Manzke, Volker Meyer, Tristan Bötnagel, Bernd Ahlbrecht, Prof. Dr. Volker Weilep, Detlev Bühmann''' Foto: ff]]
'''Lüneburg''' (ft/red) - Die im vergangenen November neu gewählte
Vollversammlung der Industrie-
und Handelskammer hat sich am
Freitag in Lüneburg zu ihrer ersten
Sitzung getroffen. Im Mittelpunkt
stand die Wahl des Präsidenten
und der acht Vizepräsidenten für
die kommenden drei Jahre. {{mark|Das Parlament der Wirtschaft wählte Eberhard Manzke, Inhaber der Manzke-Unternehmensgruppe in Volkstorf bei Lüneburg, zum neuen IHK-Präsidenten. Gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Wolfram Klein vertritt er ab sofort die IHK nach außen.}}
Zum anschließenden Jahresempfang hatte der frischgebackene Präsident einen Aktenordner mitgebracht - seine Steuererklärung. „Am allerwichtigsten ist mir eine radikale Vereinfachung des Systems, besonders auch des Verfahrens", sagte er an Staatssekretär Dr. Walther Otremba gerichtet, der nach der kurzfristigen Absage von Wirtschaftsminister Michael Glos nach Lüneburg gereist war. „Die Bürokratie bleibt ein Hemmschuh der deutschen Wirtschaft", so Manzke. „Bei Unternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern betragen die durchschnittlichen Bürokratiekosten immerhin 4.300 Euro pro Beschäftigtem und Jahr."
[[Bild:KB 2007 01 17 2.jpg|thumb|left|459px|'''Detlef Giesler aus Lüne überreichte Staatssekretär Walther Otremba eine A 39-Brezel''' Foto: he]]
Hoffnungen setzt die Wirtschaft auf den beginnenden Aufschwung, die [[Ziel 1-Förderung]] der EU und die Unternehmenssteuerreform. Ohne die geplante Autobahn 39 allerdings seien die Ziele nicht erreichbar, ist{{mark|Manzke überzeugt: „Es bleibt deshalb dabei: Die A 39 als Anbindung an die transeuropäischen Verkehrsnetze}}ist unverzichtbare Grundlage für die weitere Entwicklung unserer Region." Deshalb könne es nicht angehen, ein derartiges Infrastrukturprojekt ausschließlich nach individuellen Vor- oder Nachteilen zu beurteilen.
{{mark|Da stimmte auch Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] zu, allerdings mit einer Einschränkung: „Wir brauchen die A 39, nicht um jeden Preis, sprich keine Trasse durch die Stadt."}}
{{mark|Über 150 Bürger demonstrierten dagegen grundsätzlich gegen den Bau der Fernstraße. Stellvertretend für den nicht erschienenen Wirtschaftsminister überreichte Detlef Giesler aus Lüne Staatssekretär Otremba eine A 39-Brezel - „als Erinnerung an den A 39-Widerstand, an dem die Befürworter dieser Renommier-Autobahn noch lange zu knabbern haben werden."}}}}
=== 16. Januar ===
==== {{LZ}} zur Position der neuen IHK-Spitze ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:LZ 2007 01 16 1.jpg|thumb|200px|'''Eberhard Manzke (l.) wurde vergangene Woche zum IHK-Präidenten gewählt. Ämter will er nicht häufen, seinen Posten als Präsident des Arbeitgeberverbandes will er abgeben.''' F: be.]]
[[Bild:LZ 2007 01 16 2.jpg|thumb|200px|'''Wolfram Klein ist seit Oktober Hauptgeschäftsführer.''' F: A/be.]]
'''<big>Umgehung für A 39 ausbauen</big>'''
'''Position der neuen IHK-Spitze'''
ca '''Lüneburg'''.
Als neuer Präsident steuert der Volkstorfer Unternehmer Eberhard Manzke die Geschicke der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg mit. Die LZ sprach mit ihm und Hauptgeschäftsführer Wolfram Klein. Laut Satzung vertreten beide die Kammer nach außen, als aktiver Geschäftsführer und als ehrenamtlicher Präsident.
{{o}}Überall ist von Bürokratieabbau die Rede. Was tut sich bei der Kammer ?
'''Manzke''': Wir gehen behutsam vor. Viele der Mitarbeiter sind nach einem Tarif eingestellt worden, der sich an den öffentlichen Dienst anlehnt. Da gibt es einen Bestandsschutz.
'''Klein''': Wir verschlanken Prozesse, nutzen zum Beispiel die moderne EDV, um unseren Mitgliedern schnelle Antworten geben und Lösungen für ihre Probleme anbieten zu können.
{{o}}Das Land stellt sich anders auf und legt Verwaltungsaufgaben zusammen. Können Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen nicht fusionieren, um so kostengünstiger zu arbeiten ?
'''Manzke''': Eine Fusion spart ja nicht per se Kosten. Wir haben einen Aufgabenkatalog, etwa bei Ausbildungsprüfungen, den das Land vorgibt. Bei der so genannten Corporate Identity haben die Kammern ein einheitliches Logo. Es gibt einen gemeinsamen Internetauftritt, der aber auch Lokales berücksichtigt.
'''Klein''': Das Land hat uns durch seine Neuaufstellung zudem Aufgaben übertragen, weil wir unbürokratischer und kostengünstiger arbeiten. Aber als Dienstleister können wir noch betriebswirtschaftlicher werden, etwa bei Themen wie Beiträgen, Personalverwaltung, Controlling, EDV. Im Moment durchleuchten wir Bereiche, wo wir mit anderen Kammern kooperieren können.
{{o}}Sie sind Interessenvertretung der Unternehmen der Region. Die geplante Autobahn 39 lässt aber auch einen Riss durch Ihre Reihen gehen. Warum positionieren Sie sich so eindeutig für das Projekt ?
'''Manzke''': Es gab einen Meinungsbildungsprozess in der Vollversammlung der Kammer mit einem klaren Ergebnis für die A 39.
Weil ich ein Bauunternehmen habe, unterstellt man mir ein persönliches Interesse an der Autobahn. Das habe ich aber nicht. Andere, wesentlich größere Firmen werden mit solchen Aufträgen bedacht. Ich bin Lüneburger und kann mich an Protest gegen die A 250 oder die [[Ostumgehung]] erinnern. Heute sind die Straßen lange akzeptiert, sie sind eine Anbindung nach Hamburg, das Gewerbegebiet Bilmer Berg wird so erschlossen.
'''Klein''': Die Kammer muss ja den gesamten Raum bedenken, für den sie zuständig ist, nicht nur Lüneburg. Die A 39 würde die regionale Wirtschaft fördern, sie verbindet Wirtschaftsräume in Südskandinavien und Südosteuropa. Wir brauchen die A 39, aber so menschen- und umweltverträglich wie möglich.
{{o}}Die Stadt will keine [[Vorzugstrasse|Trasse am Kloster Lüne]] vorbei. Wie sieht die Position der IHK aus ?
'''Klein''': Die Kammer ist für einen Ausbau der [[Ostumgehung]]. Fachleute sollten prüfen, ob im Moorfeld als Lärmschutz eine Deckelung denkbar ist.
{{o}}Die Universität strahlt in ihrer Wirkung auf die Region aus. Wollen Sie die Zusammenarbeit verbessern ?
'''Manzke''': Auf jeden Fall. Es ist spannend, was Präsident Spoun an Ideen vorstellt. Wir sind im Dialog, haben uns die Zusammenarbeit auf unsere Fahnen geschrieben. Es gibt das Stichwort "Innovationsinkubator". Bei den [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Mittel]]n aus Brüssel sollen 80 bis 100 Millionen Euro in dieses Projekt gehen. Wir können und werden gemeinsame Vorhaben von Uni und Wirtschaft auflegen.
'''Klein''': Die [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Mittel]] fallen nicht vom Himmel. Dafür müssen Projekte entwickelt werden, die Brüssel überzeugen, es muss eine Ko-Finanzierung durch die Kommunen geben.
{{o}}Herr Manzke, Sie sind IHK-Präsident, Präsident des Arbeitgeberverbandes, Ratsmitglied der [[CDU]] und Wirtschaftsausschussvorsitzender, dazu führen Sie Ihr Unternehmen und engagieren sich in Ihrer Friedensstiftung - sammeln Sie Ämter ?
'''Manzke''': Nein. Die Präsidentschaft des Arbeitgeberverbandes gebe ich ab, auf einer Sitzung im Februar wird über die Nachfolge geredet. Der Wirtschaftsausschuss tagt fünfmal im Jahr. Das ist überschaubar. Und in Zeiten von Handy und E-Mail geht die Kommunikation schneller, außerdem bin ich hier vor Ort. Ich gehe davon aus, dass ich drei, vier Tage pro Monat in der Kammer bin. Wir werden uns jetzt mit dem Präsidium zusammensetzen und gemeinsam Schwerpunkte festlegen, die wir angehen wollen. Wir haben den Ehrgeiz, das mit hoher Geschwindigkeit zu tun.
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.281.29|20.01.: Schweigende Politiker]]
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.283.29|20.01.: Trostlose Argumente]]
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.285.29|20.01.: Spaltpilz statt Klammer]]
=== 12. Januar ===
==== {{LZ}} zum Standpunkt des neuen IHK-Präsidenten ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:LZ 2007 01 12 1.jpg|thumb|left|200px|'''Bei strömendem Regen hielt auch dieser kleine Autobahngegner tapfer vor dem Theater aus.''']]
'''<big>Der neue IHK-Präsident hält Plädoyer für A 39</big>'''
'''Lüneburger Eberhard Manzke löst Bernd Hansmann an Kammerspitze ab'''
[[Bild:LZ 2007 01 12 2.jpg|thumb|right|194px|'''Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Walther Otremba –eingerahmt von dem alten und dem neuen Kammerpräsidenten, Bernd Hansmann (l.) und Eberhard Manzke.'''<br>Fotos: wege/be]]
nt/cst '''Lüneburg'''. Eberhard
Manzke ist neuer Präsident der
Industrie- und Handelskammer
(IHK) Lüneburg-Wolfsburg.
Der Unternehmer aus Volkstorf
vor den Toren Lüneburgs
wurde auf der ersten Sitzung
der neuen Kammer-Vollversammlung,
dem „Parlament der
Kaufleute“, ohne Gegenstimme
gewählt. Manzke tritt die Nachfolge
von Bernd Hansmann an,
der nach acht Jahren an der
IHK-Spitze nicht mehr für das
Amt kandidierte. Auch in die
Vollversammlung ließ sich der
Transportunternehmer aus
Celle nach 32-jähriger ehrenamtlicher
Tätigkeit in der Kammer
nicht mehr wählen.
Bei dem anschließenden Jahresempfang
der IHK im Lüneburger Theater legte der neue
Präsident Manzke vor fast 600
Zuhörern aus dem gesamten Kammerbezirk ein klares Bekenntnis
zum Bau der Autobahn
39 ab. „Die A 39 ist
unverzichtbar für die Region“,
unterstrich der 60-Jährige.
Vor dem Theatergebäude
warteten rund 150 Autobahngegner
ebenso vergeblich auf
Bundeswirtschaftsminister Michael
Glos wie die Gäste des
Jahresemfangs drinnen: Der als
Festredner erwartete CSU-[[Politiker]]
sagte wegen eines Termins
im Kanzleramt kurzfristig ab
und schickte dafür seinen
Staatssekretär Dr. Walther
Otremba.
{{o}}'''[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Aktion_.E2.80.9EBrezel_f.C3.BCr_den_Wirtschaftsminister.E2.80.9C|Seite 3]]'''
}}
==== {{LZ}} zur Aktion „Brezel für den Wirtschaftsminister“ ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Keine Brezel für Michael Glos</big>'''
'''Minister sagte in letzter Minute ab – Antrittsrede des neuen IHK-Präsidenten im Theater'''
[[Bild:LZ 2007 01 12 3.jpg|thumb|left|460px|'''Eigentlich war die Brezel für Minister Glos gedacht.<br>A39-Gegner Detlef Giesler übergab sie Staatssekretär Dr. Walther Otremba.''']]
cst '''Lüneburg'''. Die Absage
des Ministers sorgte drinnen
wie draußen für Enttäuschung.
Während die Autobahngegner
gern ihre Bedenken gegen die
A 39 bei dem CSU-Prominenten
losgeworden wären, hatten
sich die rund 600 Gäste des
IHK-Empfangs auf aktuelle Informationen
von Michael Glos
zum Thema Energie und über
seine Prognosen für das Jahr
2007 gefreut.
Doch, so berichtete der eilends
als Vertreter entsandte
Dr. Walther Otremba, die
Kanzlerin habe gerufen. Und
dem Ruf habe Glos natürlich
folgen und seinen Abstecher
nach Lüneburg – leider, leider
– absagen müssen. Der aus dem
Holsteinischen stammende
Staatssekretär, nach eigenem
Bekunden bis dato glaubend,
die Welt sei bei Harburg zu
Ende, gab sich als humorvoller
Festredner auch alle Mühe, aber
den Herrn Glos, den hätten die
meisten denn doch lieber erlebt.
Außerdem hatten die Autobahngegner
für den fränkischen
Müllermeister eigens eine Anti-
A 39-Brezel gebacken . . .
[[Bild:LZ 2007 01 12 5.jpg|thumb|179px|right|'''IHK-Präsident Eberhard Manzke hält den dicken Ordner mit seiner jährlichen Steuererklärung hoch.''']]
[[Bild:LZ 2007 01 12 4.jpg|thumb|279px|left|'''Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann mit IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Klein im Gespräch.'''<br>Fotos: t&w]]
Dies war indes der einzige
Wermutstropfen im Becher dieses
Kammer-Freudentages, der
mit der einstimmigen Wahl
Eberhard Manzkes zum Präsidenten
so erfolgreich begonnen
hatte. Zugleich nahm Bernd
Hansmann nach acht Jahren
Abschied und wurde sowohl
vom „Parlament der Kaufleute“
als auch von den Gästen des
Empfangs mit donnerndem Applaus
für seine 32-jährige ehrenamtliche
Tätigkeit bedacht.
Neu ins IHK-Präsidium berufen
wurden Detlev Bühmann
(Haacke + Haacke/Celle), Jens-
Peter Clarfeld (United Synergy/
Winsen) und Volker Meyer
(Heinrich Meyer Werke/Munster).
Als Vizepräsidenten bestätigt wurden Bernd Ahlbrecht
(Sparkasse Gifhorn), Tristan
Bötnagel (Bötnagel Versicherungen/
Uelzen), Ekkehardt
Busch (Gerhard Busch
GmbH/Seevetal), Michael
Ganninger (VW/Wolfsburg)
und Prof. Dr. Volker Weilep
(Weilep Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/
Celle).
Der neue Kammerpräsident
Manzke nannte die von 2007
bis 2013 fließenden [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Mittel der Europäischen Union]] eine „einmalige Chance für die
Region“. Bekanntlich bedenkt
die EU den ehemaligen Regierungsbezirk
Lüneburg mit insgesamt
fast einer Milliarde Euro.
Den Geldsegen verknüpfte
der soeben 60 Jahre alt gewordene
Unternehmer mit seinem
Plädoyer für die A 39. Wenn
Europa dank [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1]] so viel
Solidarität mit der Region zeige,
solle auch die Region solidarisch
sein und den Lückenschluss
zwischen dem südskandinavischen
und dem osteuropäischen Raum durch den Bau
der Autobahn zulassen. Das
Projekt sei zu bedeutend, um es
dem Für und Wider von Einzelinteressen
zu überlassen.
Der [[Ulrich Mädge|Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge]] schloss
sich der Forderung Manzkes an, fügte aber hinzu: {{mark|„Ich bin für
die A 39, aber nicht um den
Preis der Zerstörung der Stadt
Lüneburg.“}}
Der OB dankte dem
scheidenden Hansmann für
sein Engagement und wünschte
Manzke, seinem Koalitionspartner
im Rat, alles Gute im neuen
Amt. An die in der ersten Reihe
sitzende Landessozialministerin
Mechthild Ross-Luttmann gewandt,
sagte Mädge, er hoffe,
dass das Land Dienstag die
richtige Entscheidung treffen
und sich die Zahl seiner Bediensteten
durch die Übernahme
des hiesigen Landeskrankenhauses
durch die Stadt von 2700 auf 3500 erhöhen werde.
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.282.29|20.01.: A 39 exportiert Jobs]]
* [[Presseberichte_Januar_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_den_Standpunkt_der_neuen_IHK-Spitze_.284.29|20.01.: Wer soll zahlen?]]
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen die IHK-Position ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Demonstranten fühlen sich abgedrängt</big>'''
'''150 Autobahngegner an Lindenstraße'''
[[Bild:LZ 2007 01 12 6.jpg|thumb|400px|'''A39-Gegner protestieren im Regen an der Lindenstraße. Vor das Theater, wo der IHK-Empfang stattfand, ließ sie die Polizei nicht.'''<br>F: be]]
ca '''Lüneburg'''. „Das Wetter ist
uns treu: Auch als wir unsere
[[Wir lieben Lüneburg|Plakataktion an der Erbstorfer Landstraße gegen die A39]] begonnen
haben, hat es geregnet“,
sagt Detlef Giesler aus Lüne. Er
gehört zu den rund 150 Bürgern,
die gestern im strömenden
Regen am Theater den Mitgliedern
des IHK-Empfangs mit
Transparenten ihren Protest gegen
die „Nonsens-Autobahn“
zeigen. Stocksauer ist Renate
Backhaus, die Landesvorsitzende
der Umweltschutzorganisation
BUND findet es empörend,
dass die Polizei die friedlichen
Demonstranten auf die Wiese
vorm Arbeitsamt zwingt: „Wir
dürfen nur stehen, wo uns die
Gäste nicht sehen. Dabei wäre
es sinnvoll, ins Gespräch zu
kommen.“
Ähnlich sieht es Annette Niemann.
Die Sprecherin des
[http://www.keine-a39.de Dachverbandes der 34 Bürgerinitiativen gegen die A39]
glaubt: „In der IHK muss viel
Angst herrschen, wenn sie uns
soweit abdrängen lässt.“
Eine Hand voll Demonstranten
steht unbehelligt und
freundlich vor dem Theatereingang
und verteilt dort Informationsmaterial.
Christine Altmann
nennt oft angeführte Argumente:
„Die A39 wird die
Landschaft zerschneiden und
als Transitstrecke noch mehr
Verkehr anziehen.“ Die Besucher
marschieren vorbei, kaum
einer nimmt sich Zeit. Als die
Vollversammlung beginnt, packen
die Protestierer auf der
Wiese ein – sie wissen, dass sie
Sympathisanten im Saal haben.
}}
==== {{LZ}} zur Demo gegen IHK-Position (2) ====
{{Lzq|Überbucht}}
{{Kasten gelb|
Zu- und Absagen haben vor
dem Neujahrsempfang
der IHK für Irritationen gesorgt.
Betroffen waren auch die Sprecher
der [http://www.keine-a39.de Bürgerinitiativen gegen die A39], Annette und Eckehard
Niemann: „Erst erhalten wir
eine Bestätigung, einen Tag
später werden wir wieder ausgeladen.“
Die Veranstaltung sei
„überbucht“ gewesen, sagt IHK-Sprecher
Markus Mews: „Wir
hatten 120 Anmeldungen mehr
als im Theater Menschen Platz
finden. Das ist ungewöhnlich
viel.“ Deshalb seien zunächst
ungeprüft Bestätigungen, erst
bei den letzten 90 Anmeldungen
direkt Absagen verschickt
worden. Und 30 Bestätigungen
mussten zurückgezogen werden.
„Wenn wir überbucht sind,
haben IHK-Mitglieder Vorrang.“
Mews bedauert, dass die
Niemanns zunächst eine Bestätigung erhalten haben. ''ml''
}}
==== {{LZ}} über neuen Leiter des Lüneburger Straßenbauamtes ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:LZ 2007 01 12 7.jpg|thumb|180px|'''Der Bauingenieur Dirk Möller leitet die Außenstelle Lüneburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Er lobt seine rund 180 Mitarbeiter: „Die sind hoch motiviert.“'''<br>Foto: be]]
'''<big>Herr über 1085 Kilometer Asphalt</big>'''
'''Dirk Möller leitet Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg'''
ca '''Lüneburg'''. Dirk Möller hat
einen Job, der ihm nicht nur
Sympathien bringt: Er ist neuer
Leiter des Lüneburger Straßenbauamtes
und damit auch zuständig für die Planungen der
umstrittenen A39. Der 36-Jährige
hat die Nachfolge von
Friedhelm Fischer angetreten,
der, [[Presseberichte_September_2006#Landeszeitung_zum_Weggangs_Friedhelm_Fischers.2C_Chef_der_Landesbeh.C3.B6rde_f.C3.BCr_Stra.C3.9Fenbau_und_Verkehr|wie berichtet]], Bürgermeister
in seiner Heimatgemeinde
Langenhagen geworden ist.
Möller kennt sich mit dem
Bau von Schnellstraßen aus, der
Bauingenieur hat in seiner alten
Dienststelle in Osnabrück in
leitender Funktion am Bau der
Küstenautobahn 31 mitgewirkt.
„Da war die Situation anders als
hier“, sagt er. Denn viele Unternehmen
aus der Region hatten
sich an der Finanzierung des
Projekts beteiligt.
Möller, der in Hannover Ingenieurbau
studiert hat und danach
unter anderem im Wirtschaftsministerium
tätig war,
möchte langfristig als Behördenchef
in Lüneburg bleiben
und mit seiner Frau von Osnabrück an die Ilmenau ziehen.
Die hiesige Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr ist
zuständig für die Kreise Lüneburg,
Harburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg und betreut
1085 Kilometer Bundes- und
Landesstraßen. 70 Beschäftigte
arbeiten im Innendienst, 110 in
drei Straßenmeistereien und einer
Betriebsgemeinschaft mit
dem Kreis Harburg.
}}
=== 11. Januar ===
==== Presseerklärung des {{DV}} zum IHK-Neujahrsempfang ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Brezel für Glos, Knigge für IHK</big>'''
Mit den gelben Ortsschildern ihrer Heimatgemeinden haben über 150 Bürgerinnen und Bürger aus den Kreisen Lüneburg, Uelzen und Gifhorn anlässlich des IHK-Neujahrsempfangs in Lüneburg gegen den Bau der geplanten Autobahn A 39 demonstriert. Stellvertretend für den verhinderten Bundeswirtschaftsministers Glos erhielt sein Staatssekretär eine „A 39-Brezel“ zur Verteilung im Bundeskabinett - als Erinnerung an den A39-Widerstand, an dem die Befürworter dieser Renommier-Autobahn „noch lange zu knabbern haben werden“.
Die Industrie- und Handelskammer, deren bisherige Spitze in der Vergangenheit als Hauptbefürworter dieses umstrittenen Großprojekts auftrat, verwehrte zahlreichen Autobahngegnern den Zutritt zu ihrem Empfang, nachdem sie diese zunächst ein- und dann wieder ausgeladen hatte. Der vorgeschobene Grund einer angeblichen „Überbuchung“ des Saales erwies sich angesichts von 170 unbesetzten Plätzen als wenig überzeugend. Als Hilfestellung für bessere Umgangsformen übergaben Vertreter der 34 Bürgerinitiativen der IHK-Spitze das Benimm-Buch [http://ec2.images-amazon.com/images/P/3933203813.03._SS500_SCLZZZZZZZ_V1109968080_.jpg „Knigge – wie man Blamagen vermeidet“].
Zugleich verbanden die A 39-Gegner ihr Angebot einer Zusammenarbeit mit der IHK zugunsten der Region mit der Hoffnung, dass die neu gewählten Mitglieder der IHK-Vollversammlung sich an Sachargumenten statt an einer dogmatischen Autobahn-Ideologie orientieren würden.
}}
[[Bild:Glos.jpg|thumb|120px|'''Minister Michael Glos'''. Foto: A/dpa]]
=== 10. Januar ===
==== {{LZ}} kündigt Demo gegen IHK an ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Glos spricht bei IHK-Empfang</big>'''
''lz''
''' Lüneburg'''. [http://www.keine-a39.de/ Die Bürgerinitiativen gegen die A39] haben
angekündigt, am Donnerstag,
11. Januar, 15 Uhr, vor dem
Theater Lüneburg gegen die
geplante Autobahn und für eine
nachhaltige Verkehrspolitik zu
demonstrieren.
Hintergrund
ist der
Neujahrsempfang
der
Industrie- und
Handelskammer,
zu der
auch
Bundeswirtschaftsminister
Michael
Glos erwartet wird. Bereits
vor dem Empfang tagt die
Kammer-Vollversammlung, um
den neuen IHK-Präsidenten zu
wählen. Wie berichtet, tritt Präsident Bernd Hansmann nicht
wieder an, sein Nachfolger soll
der Lüneburger Unternehmer
Eberhard Manzke werden.
}}
{{Pressefuss|Dezember 2006|Februar 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
64314f55977347c53bd4fa3d80799698d7af0455
Presseberichte Januar 2008
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1370
2025-02-05T23:12:42Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
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{{Pressekopf}}
----
=== 30. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=kündigt voreilige Vermessungsarbeiten an
|Headline=A 39-Trasse wird vermessen
|Untertitel=Arbeiten beginnen Mitte Februar
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Mitte Februar starten die Vermessungsarbeiten für die geplante A 39. Bis Mitte Mai werden die Geländehöhen entlang der landesplanerischen Trasse erfasst, ebenso wie die Tierwelt in einem etwa 250 Meter breiten Gürtel. Das teilt die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit.
Neben den Geländehöhen erfassen die Vermesser Daten zur Ermittlung von Schall[[immissionen]] und Schallschutzansprüchen, dazu nehmen sie auch auch vorhandene Hochbauten auf. Weil die Trasse im nördlichen Bereich entlang der bestehenden Bundesstraße 4 verläuft, müssen stellenweise einzelne Fahrspuren gesperrt werden. Zudem weist die Behörde darauf hin, dass auch das Betreten privater Grundstücke nicht immer zu vermeiden sei. Allerdings sollen die Grundstückseigentümer über anstehende Arbeiten nach Möglichkeit informiert werden.}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
*[[Presseberichte_Februar_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zu_voreiligen_Vermessungsarbeiten|08.02.: Auf Kosten des Steuerzahlers]]
=== 28. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Empfang des Bundesumweltministers bei den Umwelt-Filmtagen
|Headline=Hitziger Streit um Klimaschutzpolitik
|Untertitel=Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei Eröffnung der 8. Umwelt-Filmtage wütend über Attacke auf Mädge
[[Bild:LZ 2008 01 28 1.jpg|thumb|left|206px|'''Durch diesen Grundkursus „Politische Kultur“ muss er durch: Bundesumweltminister Gabriel belehrt Kritiker Friedhelm Feldhaus.''']]
[[Bild:LZ 2008 01 28 2.jpg|thumb|left|300px|'''Durch ihn wurde es hitzig: A39-Gegner Feldhaus rügt Mädge.''']]
[[Bild:LZ 2008 01 28 3.jpg|thumb|left|400px|'''Durch diese ungeliebte Gasse muss er kommen: Detlef Giesler (rote Jacke) von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld fordert Sigmar Gabriel auf, die A39 symbolisch durchzuschneiden. Fotos: t&w''']]
|Autor=jz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ 2008 01 28 4.jpg|thumb|200px|'''Durch ihn leben die Umwelt-Filmtage: Wolfgang Biederstedt stellte ein anspruchsvolles Programm zusammen. Biederstedt meinte, Gabriel mit einer Flasche Rotwein nach Lüneburg gelockt zu haben. Ein Irrtum, so Weißwein-Anhänger Gabriel: „Seine Briefe waren es, die wecken das schlechte Gewissen!“''']]
Zündstoff birgt
im Klimaschutz das Spannungsverhältnis von Ökologie und
Ökonomie. Zündstoff barg zum
Auftakt der 8. Lüneburger Umwelt-Filmtage auch das Aufeinandertreffen
von A39-Gegnern
und Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]. Erst nach einem Eklat – Gastredner Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel verließ
zwischenzeitlich wütend den
Scala-Kinosaal – konnten die
Umwelt-Filmtage beginnen.
Schon der Weg ins Kino
führte für Gabriel durch die
A39: Detlef Giesler von der
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
reichte dem Umweltminister
eine Schere, mit der er sich
durch eine Stoffautobahn
schneiden musste.
Im Kinosaal 1 herrschte
schnell hitzige Treibhausatmosphäre. Friedhelm Feldhaus,
Sprecher eines Bündnisses von
neun Organisationen – Aktion
Lebensberg, BUND, [[Grüne]],
Greenpeace, Grüne Jugend,
Keine-A 39, NABU, Umweltverein
Gellersen und Verkehrsclub
Deutschland – attackierte den
Schirmherren der Filmtage, OB Mädge: „Umweltschutz hat in
Lüneburg nur Lendenschutz-Funktion.“ Tropenholz im SaLü, eine fehlende Agenda-21-Beauftragte und die Akzeptanz der A39-Trasse auf Stadtgebiet
zeigten laut Feldhaus, dass das
Rathaus nur „Verlautbarungsökologie“ pflege.
Jetzt platzte Gabriel, der dem
A39-Gegner als Redner den
Vortritt gelassen hatte, der Kragen:
„Ich werde nicht die Staffage
für ein Tribunal über meinen
Freund Mägde abgeben, der
danach nicht mehr Stellung
nehmen kann. Das ist unfair.“
Sprach's, und stand auf, um das
Ende der Rede im Foyer abzuwarten
– wo er weiter mit A39-Gegnern debattierte.
Zurück im Kinosaal, mahnte
der Minister von den Umweltschützern eine politische Kultur
an, die die Chance einschließt,
auf Kritik zu reagieren. „Rede
und Gegenrede, nur so funktioniert
Demokratie.“ Dabei dürfe
einem auch nicht die Fähigkeit
abhanden kommen, vor lauter
Berauschtheit von den eigenen
überzeugungen „richtige Argumente
zu erkennen, auch wenn
sie vom Gegner kommen.“
{{mark|Argumente der A39-Gegner bewogen Gabriel, sich bei seinem Kabinettskollegen, Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, zu verwenden – wie er im Kino zusagte: „Es sollten Alternativen zur A39 geprüft werden unter Berücksichtigung geänderter Rahmendaten.“}}
In seinem Eröffnungsreferat
griff Gabriel viele der Themen
auf, die in dem von Wolfgang
Biederstedt zusammengestellten,
zweitägigen Filmprogramm
behandelt werden: Klimawandel
und Bevölkerungsexplosion
verlangten beide nach einem
effizienteren Umgang mit Energie
und Rohstoffen. Da die
Menschheit aus „der Atmosphäre eine Deponie gemacht
hat, bleibt ihr noch die Wahl
zwischen einem beherrschbaren
Klimawandel und einer Katastrophe.“
Wer den Klimawandel
bändigen wolle, müsse
Schwellen- und Entwicklungsländer mit ins Boot bekommen,
sagte Gabriel: „Das geht nur,
wenn wir ökonomische Antworten
auf ökologische Fragen
und ökologische Antworten auf
ökonomische Fragen finden.“
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Empfang des Bundesumweltministers bei den Umwelt-Filmtagen
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">Umweltfilmtage </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white">Eklat bei Vortrag im Scala-Kino</span><br>Minister Gabriel wurde wütend
|Untertitel=Nach Vorwürfen von Friedhelm Feldhaus, Sprecher von Umweltgruppen, gegen die Stadt, verließ Gabriel den Saal.
|Autor=Von Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/01/28/841422.html]
|Text=
[[Bild:HA 2008 01 28 1.jpg|thumb|300px|'''Vor dem Kino warteten 20 Demonstranten mit einer symbolischen Autobahn auf den Bundesumweltminister.<br>Vorne Detlef Giesler von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39. FOTOS: GEORGE''']]
[[Bild:HA 2008 01 28 2.jpg|thumb|300px|'''„[[Wir lieben Lüneburg]]“ stand auf dem Protest-Plakat gegen den Autobahn-Bau, das Umweltminister Sigmar Gabriel überreicht bekam.''']]
Bei Friedhelm Feldhaus war es mit der Zurückhaltung des Bundesumweltministers vorbei. Ins Lüneburger Scala-Kino war Sigmar Gabriel ([[SPD]]) gestern Morgen gekommen, um mit Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] (SPD) die achten Lüneburger Umweltfilmtage zu eröffnen. Als der Aktivist Feldhaus in seiner Ansprache zu einem Rundumschlag gegen Mädges Umweltpolitik ausholte, verließ der Minister aus Berlin den Kinosaal.
Auf die gut 20 Demonstranten vor dem Kino hatte Gabriel noch entspannt reagiert - wenn auch etwas schroff, wie es seine Art ist: "Ich gehe immer da lang, wo ich langgehen will", meinte er zu den A39-Gegnern, die ihm den Zutritt zum Kino mit einem Transparent in Form einer Autobahn schwer machten.
Die Demonstranten konnten dem Minister die Laune nicht stehlen: Ein gemeinsames Foto mit den Kinochefinnen Ulla Brennecke und Ruth Rogée kommentierte er noch launig mit, "wenn Ihnen das nicht peinlich ist". Wer Gabriel die Laune stahl, war Friedhelm Feldhaus. Nach den Eröffnungsworten von Umweltfilmtage-Initiator Wolfgang Biederstedt und Schirmherr Mädge griff der harsch die Lüneburger Politik an. Feldhaus trat als Sprecher einer Gruppe von Unterstützern der Umweltfilmtage ans Mikrofon: Aktion Lebensberg e.V., BUND, [[Bündnis 90/Die Grünen]], Greenpeace, A39-Gegner, NABU, Umweltverein Gellersen e.V., Grüne Jugend und Verkehrsclub Deutschland. "In Lüneburg ist Umweltschutz nur ein Lendenschurz", polterte Feldhaus, "zu dieser Fassade zählt auch die Schirmherrschaft für die Umweltfilmtage."
Schließlich ergriff Gabriel aus dem Publikum das Wort: "Was Sie machen, ist super unfair. Ulrich Mädge hat keine Chance zu antworten." Sprach's und verließ den Kinosaal.
Drinnen machte Feldhaus weiter: "Mädges Politik zieht Verkehr in die Stadt, er hatte angekündigt, gegen die A 39-Trasse über das Stadtgebiet zu klagen und schreibt dann einen [[Media:Anschreiben_Tiefensee_PDF.pdf|Bettelbrief an den Verkehrsminister]], den Bau zu beschleunigen." Draußen stellt A39-Gegnerin Juliane von der Ohe Gabriel zur Rede: Unsouverän sei er, hätte Feldhaus erst ausreden und dann darauf reagieren sollen. "Ich bin nicht souverän", donnerte Gabriel, "warum darf ich nicht sagen, wenn ich etwas schlecht finde?" Aber schließlich trank er in Ruhe Kaffee, nachdem Scala-Chefin Ulla Brennecke versprach, Mädge noch einmal ans Mikro zu lassen. Der zitierte allerdings nur kurz die Bibel, ging inhaltlich nicht auf Feldhaus ein.
{{mark|Nach vielen Sätzen zum Thema politischer Umgang in einer Demokratie sagte Gabriel schließlich auch noch etwas zum Thema A 39: "Ich verspreche Ihnen, dass die von Ihnen eingereichten Alternativen geprüft und die veränderten Rahmendaten einbezogen werden."}}}}
=== 26. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=kündigt Aktionen bei den Umwelt-Filmtagen an
|Headline=Stadt tut zu wenig
|Untertitel=Umweltschützer wollen protestieren
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Protest gegen die aktuelle Umweltpolitik der Stadt kündigen Unterstützer der Lüneburger Umweltfilmtage bei der Eröffnung der Veranstaltung am Sonntag, 27. Januar, an. Ein Bündnis aus neun Organisationen beanstande "die große Diskrepanz zwischen den filmischen Inhalten des Festivals und der konkreten Umsetzung durch die Politik in Stadt und Region", begründet der Sprecher der Gruppe, Friedhelm Feldhaus. Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] wird die Filmtage gemeinsam mit Umweltminister Sigmar Gabriel eröffnen.
Im Fokus der Verbände steht besonders die Verkehrspolitik, die in der Region durch Straßenbauprojekte wie die geplante Autobahn 39 geprägt werde. Feldhaus kritisiert: "Nicht die Wirtschaft fordert die A 39. Die örtliche IHK fordert sie." Weiter vermisse die Gruppe umweltpolitische Visionen und zukunftsweisende Konzepte, wie etwa verkehrsarme oder autofreie Siedlungsformen. Das Potenzial der Stadt und ihre Möglichkeiten sehen die Kritiker bei Weitem nicht ausgeschöpft.
Neben der Präsentation der Kritik im Scala-Kino wird es vor dem Kino ab 10 Uhr ein "buntes Programm" der beteiligten Organisationen geben.
}}
=== 25. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Position der Landtagskandidaten
|Headline=A 39 spaltet in zwei Lager
|Untertitel=Fronten bleiben verhärtet
|Autor=[[Bild:LZ 2008 01 25 1.jpg|right]]lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Bau der geplanten Autobahn 39 wird von Befürwortern und Kritikern scharf diskutiert. Auch die Landtagskandidaten positionieren sich in zwei Lagern. Für [[Bernd Althusmann]] steht fest: Der Bau beginnt voraussichtlich 2015. "Eine wichtige und richtige Wirtschaftsachse nach Südosteuropa." Über das Wenn und Ob gebe es nichts mehr zu diskutieren. "Aber als Landtagsabgeordneter werde ich mich im Rahmen der [[Vorzugsvariante]] für eine [[Tunnel]]lösung auf der [[Ostumgehung]] einsetzen, damit die betroffenen Menschen einen besseren [[Lärm]]schutz erhalten."
Dafür will sich auch [[Andrea Schröder-Ehlers]] stark machen. Für sie ist der Bau der A39 wichtig, um Verkehrsprobleme zu lösen. Gleichzeitig plädiert sie für den Ausbau des Elbe-Seitenkanals, das 3. und in bestimmten Abschnitten 4. Gleis sowie die Y-Trasse.
Die Autobahn sei gut für die Mobilität, schaffe Sicherheit und sei ein Jobmotor, sagt Karol Langenbrink. Ein Ausbau des Schienennetzes sei aber ebenfalls wichtig.
Als "Klimakiller" bezeichnet [[Andreas Meihsies]] die A39, die Grünen haben sich von Anfang an vehement gegen das Projekt gestemmt. Und er ist optimistisch: "Die Finanzierung wird das Projekt verhindern."
Martin Gödecke sagt: "Güter sollten per Schiff und Bahn transportiert werden." Da aber überwiegend in den Ausbau des Autobahnnetzes investiert wurde, würden Güter vermehrt auf der Straße befördert. Daher müsse nun die A7 durch die A39 entlastet werden. Er fordert gleichzeitig eine Mautpflicht für die B4, um so den Lkw-Verkehr auf die Autobahnen zu verlagern.
Die "unnötigste Autobahn Deutschlands und dazu noch kostspielig", wettert [[Malte Riechey]]. Ein Ausbau der B4 reiche aus. Das Geld sei für die Verbesserung des ÖPNV vorteilhafter angelegt.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur ausstehenden Wirtschaftlichkeitsberechnung der A39 (1)
|Headline=Eine Frage der Zuständigkeit
|Untertitel=Gezerre um Nutzen-Kosten-Analyse für A 39<br>[[Bild:LZ 2008 01 25 2.jpg|thumb|400px|Ein Nutzen-Kosten-Verhältnis für das Einzelprojekt Autobahn 39 gibt es bislang nicht. Zwar war eine Berechnung zugesagt, doch weder Bund noch Land wollen sie derzeit in Auftrag geben.<br>Montage: A/ t&w]]
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Um eine Episode mit Possencharakter reicher ist der Streit über die Wirtschaftlichkeit der geplanten Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Für Klarheit sorgen könnte ein [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) für die A 39. Das gibt es bislang aber nicht, sondern nur für das Gesamtprojekt, bestehend aus A 14 (Magdeburg-Schwerin), A 39 und der Bundesstraße 190n als Querverbindung.
Während eine Einzelberechnung für die A 14 schon seit zwei Jahren vorliegt, ist fraglich, ob das [[NKV]] für die A 39 jemals ermittelt wird. Zwei Ministerien schieben sich derzeit gegenseitig die Verantwortung zu.
Dabei schien in der vergangenen Woche alles noch so klar. Eine gesonderte Berechnung des [[NKV]] für die A 39 werde es nicht geben, lautete die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der [[Grüne]]n. Berufen hat sich die schwarz-gelbe Koalition in Hannover dabei auf das Bundesverkehrsministerium in Berlin. Auch das bestätigt auf LZ-Anfrage zunächst: "Zur Sicherung der Vergleichbarkeit wird das [[NKV]] für das Gesamtprojekt A 14/A 39/B 190n ermittelt." Das Ergebnis werde noch im ersten Halbjahr 2008 vorliegen.
Gestern um 15.46 Uhr dann die Kehrtwende aus Berlin: "Zunächst ermittelt der Bund ein neues [[NKV]] für das Gesamtprojekt . . . In einem zweiten Schritt kann dann das Land Niedersachsen (eventuell mit Hilfe des Bundes) ein [[NKV]] nur für die A 39 ermitteln."
LZ-Nachfrage in Hannover: Um 16.01 Uhr nimmt der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Andreas Beuge, den Ball auf - und passt ihn um 16.19 Uhr nach Berlin zurück: "Niedersachsen handelt nur im Auftrag des Bundes. Wenn der Bund eine Teilbewertung vornehmen will, kann er dies tun."
Auslöser der Turbulenzen: Bereits im März 2006 erklärte der damalige Leiter der für die Planung zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Friedhelm Fischer: "Ein [[NKV]] gesondert für die A 39 wird berechnet, allerdings erst nach Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s."
Aus der Luft gegriffen war diese Ankündigung nicht, wie die Anwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der [[Grüne]]n-Fraktion im Bundestag knapp sechs Monate später zeigt. "Nach Vorliegen der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] wird vom Land Niedersachsen ein neues [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für das Einzelprojekt der Autobahn A 39 ermittelt", heißt es in der Drucksache 16/2742 des Deutschen Bundestags vom 27. September 2006.
Auf diese Aussagen haben sich die Gegner der A 39 verlassen. Sie zweifeln seit langem die Wirtschaftlichkeit der Trasse an, haben sich Aufschluss von der Einzelberechnung erhofft (siehe Bericht unten). Erst auf eine neuerliche Anfrage der LZ in Berlin, wie die widersprüchlichen Aussagen zusammenpassen, erklärt das Bundesverkehrsministerium das Land Niedersachsen für zuständig, eine Einzelberechnung in Auftrag zu geben.
Für die A-39-Gegner ist das Ministeriums-Gezerre "nur ein weiterer Beleg für die Widersprüchlichkeiten im [[Planung]]sverfahren", sagt Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen. Er glaubt: "Die Einzelbetrachtung der A 39 wird so schlecht ausfallen, dass das Ergebnis mit einer Analyse des Gesamtprojektes kaschiert werden soll."
Beweisen kann er das freilich nicht. Verwunderlich ist nur: In seiner Stellungnahme gegenüber der LZ schreibt das Bundesministerium: "Die Auswahl neuer Vorhaben erfolgte keineswegs nur unter Beachtung der Ergebnisse der . . . [[Nutzen-Kosten-Analyse]]." Vielmehr gehe es zudem um die Komplettierung des Fernstraßennetzes. Verbessert werden solle dabei auch die Erreichbarkeit bisher nicht ausreichend erschlossener Räume. "Letztgenannter Aspekt spielte bei der Festlegung der Vordringlichkeit der Maßnahmen A 14/A 39/B 190n eine mitentscheidende Rolle."
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur ausstehenden Wirtschaftlichkeitsberechnung der A39 (2)
|Headline=Kriterien für Autobahn-Bau
|Untertitel=Auch bei einer weiteren Frage der Landtags-Grünen zur A 39 spielt die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. "Sollte der Wert 3 unterschritten werden, welche Konsequenzen ergeben sich für die weitere Planung der A 39?"
|Autor=
|Ort=
|Link=
|Text=Hintergrund: Eine Chance auf Realisierung haben nur Projekte, die in den "Vordringlichen Bedarf" des [[Bundesverkehrswegeplan]]s aufgenommen werden. Als Faustformel ist dafür ein [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) größer drei erforderlich - zumindest inoffiziell. Denn aus dem Bundesverkehrsministerium heißt es: "Ein [[NKV]] größer drei als Einstufungsgrenze für den Vordringlichen Bedarf ist nicht bekannt". Für das Gesamtprojekt A 14/A 39/B 190n liegt der Wert bei 3,4.
A-39-Gegner mutmaßen schon seit geraumer Zeit, dass ein [[NKV]] gesondert für die A 39 deutlich geringer ausfallen dürfte. Für die A 14 von Magdeburg nach Schwerin haben die Planer einen Wert von 4,6 ermittelt, die Bürgerinitiativen auf dieser Grundlage wenig später einen Faktor von 1,87 für die A 39 errechnet.
Allerdings hat bereits der ehemalige Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Friedhelm Fischer, auf Schönheitsfehler in der Rechnung hingewiesen. Anders als in die Gesamtbewertung seien in die Analyse der A 14 "regionale Besonderheiten eingeflossen", sagte er 2006 gegenüber der LZ. Die Zahl der Bürgerinitiative nannte er damals "schlichtweg falsch".
Für die Fortführung der [[Planung]] ist dies ohnehin bedeutungslos. Laut Bund und Land gilt: Gebaut wird, was wirtschaftlich ist. Das Bundesverkehrsministerium dazu: "Die Wirtschaftlichkeit eines Projektes ist immer gegeben, wenn . . . das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] größer eins ist." Doch selbst diesen Wert stellen Autobahngegner jetzt infrage. "So ist die Länge der A 39 in der ursprünglichen Berechnung des [[NKV]] um 20 Kilometer zu kurz angegeben", sagt Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen.
Doch laut Ministerium in Berlin ist "ein Präzedenzfall dahingehend, dass das [[NKV]] eines Vordringlichen Projektes kleiner eins wurde und es deshalb seine Bauwürdigkeit verlor, bisher im [[Investitionsrahmenplan|aktuellen Bedarfsplan]] nicht vorgekommen".
}}
=== 24. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum ausstehenden Tempolimit auf Autobahnen
|Headline=Gabriel will auch Tempolimit
|Untertitel=Brüsseler Klimavorgaben zwingen zu drastischen Maßnahmen
|Autor=dpa
|Ort=Brüssel
|Link=
|Text=Mit Gesetzen will die EU-Kommission wirksamen [[Klimaschutz]] erzwingen. Brüssel beschloss ein Paket, das erneuerbare Energien fördern und den Ausstoß von Treibhausgasen in Europa senken soll.
Ziel ist es, den europäischen Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 20 Prozent unter dem Wert von 1990 zu senken. Außerdem setzt Brüssel den Mitgliedsstaaten jeweils Ziele, damit der Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent des EU-Gesamtverbrauchs im Jahr 2020 steigt. Die Deutschen müssen sich nun auf weitere Verschärfungen bei den Klimaschutzmaßnahmen einstellen.
Dazu werde jetzt auch ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen nach 2009 unumgänglich, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ([[SPD]]). So klaffe bei den geplanten Maßnahmen zum Abbau der Kohlendioxid-[[Emissionen]] von 1990 bis 2020 um 40 Prozent doch noch eine etwas größere Lücke als bisher angenommen. Deshalb müsse das Tempolimit - nach SPD-Plänen 130 km/h - verstärkt in die Überlegungen einbezogen werden.
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{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur ausstehenden Wirtschaftlichkeitsberechnung der A39
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Wortbruch soll A-39-Unwirtschaftlichkeit verschleiern
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Nach Einschätzung des Dachverbands der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 kündigt sich Sachen der umstrittenen Autobahn offenbar ein glatter Wortbruch von Bundesregierung und Landesbehörden an. Nachdem bisher nur das gemeinsame [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) des „Hosenträger-Variante“, bestehend aus A 39 (Lüneburg-Wolfsburg), A 14 (Schwerin-Magdeburg) und Querspange B 190n in Höhe von 3,4 veröffentlicht worden war, hatten Vertreter der Straßenbaubehörde, Verkehrsminister Hirche und die Bundesregierung versprochen, bis spätestens Ende 2007 auch das bisher verschwiegene Detail-[[NKV]] der A 39 zu veröffentlichen. Dies schien auch nötig, nachdem die sachsen-anhaltinische Landesregierung das [[NKV]] der A 14 mit 4,6 und das der Querspange mit 3,3 angegeben hatte und nachdem die A-39-Gegner selber das A-39-NKV mit kläglichen 1,87 errechnet hatten.
Wie aus der gestrigen Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Anfrage der [[Grüne]]n hervorgeht, ist von der Einhaltung dieses Versprechens nun keine Rede mehr. „Das bestätigt endgültig unsere Einschätzung von der volkswirtschaftlichen Unsinnigkeit der A 39“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „das ohnehin schlechte [[NKV]] bewegt sich durch zusätzliche Kosten ohnehin weiter in Richtung der nachweislichen Unwirtschaftlichkeit.“ Sie verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass mittlerweile für 100 km statt der ursprünglich kalkulierten 80 km die Investitionskosten zu einzurechnen seien, für alle Kilometer zudem in realer Kostenhöhe anstelle der kalkulierten Niedrigwerte, außerdem für unerwartete Zusatzkosten wie die geforderte [[Tunnel]]ung der [[Ostumgehung]] Lüneburg, für Landkäufe (Bau- und Ausgleichsflächen in Höhe von 15 ha je km) oder für die Negativeffekte der zwischenzeitlich eingeführten Maut.
Es sei abstrus, so Frau Niemann, dass man eine Autobahn durchplane, ohne deren Nutzen bzw. Schaden vorher zu untersuchen und dass man deshalb drei völlig voneinander unabhängige Verkehrsprojekte formal zusammenzimmern müsse. Sie erinnerte die Verantwortlichen an die Volksweisheit, dass bestimmte Aussagen und Projekte ohne realen Gehalt „sehr kurze Beine haben“
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=== 18. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zu den Positionen der Landtagskandidaten
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Leere Lippenbekenntnisse für A 39
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Als „höfliche Pflichtübungen und bloße Lippenbekenntnisse“ hat der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 die Äußerungen von [[Politiker]]n zu dieser Autobahn bezeichnet. Zwar gebe es einige gemeinsame Papiere der norddeutschen Länder, in denen neben anderen Straßen- und Schienenbauprojekten auch die A 39 mit erwähnt werde: „Hier wollte man offensichtlich die schwache A 39-Polit-Lobby in unserem Raum nicht verprellen und ihr die A 39 als Wahlkampfthema belassen“, so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, „aber in den zahlreichen Presseverlautbarungen aus Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein oder Hamburg wird die A 39 zumeist nicht erwähnt.“
Letztes Beispiel sei die Neujahrsansprache von Prof. Dr. Goehrmann, dem Präsidenten der IHK Hannover, in der er als „dringend notwendige Verkehrsprojekte“ lediglich die Küstenautobahn A 22 und den sechsspurigen Ausbau der A 1 und A 7 forderte. Analog dazu sei in einem Forderungskatalog des Hamburger Bausenators Gedaschko in der Zeitung der Metropolregion Hamburg die A 39 ausdrücklich nicht erwähnt worden. Auch der Präsident der Handelskammer Hamburg fordere als „prioritäre Straßenbauprojekte“ den sechsspurigen Ausbau der A 7, den Weiterbau der A 20 in Richtung Westen (Küstenautobahn A 22) und die A 21 als Ostring um Hamburg. Viele ähnliche Äußerungen zur Favorisierung der A 22, so Frau Niemann, gebe es von den Bundesministern Tiefensee und Gabriel, von [[Christian Wulff|Ministerpräsident Wulff]] oder von [[Verkehrsminister Hirche]].
All dies sei letztlich nicht verwunderlich, so Autobahn-Gegnerin Niemann, weil die A 39 lediglich ein überholtes [[Landtagswahl]]kampf-Projekt aus alten „Schröder-Zeiten“ sei, das nie ein nachvollziehbares [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] habe aufweisen können. Diejenigen, die jetzt „diesen toten Gaul“ im Wahlkampf wieder reiten wollten, forderte Dachverbandssprecherin Niemann zu mehr „Verantwortung für unsere Region“ auf: Solange das „Sankt-Nimmerleins-Projekt“ A 39 noch im vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s verharre, blockiere es den dringenden Ausbau der B 4 mit Ortsumgehungen und die Realisierung weiterer alternativer Verkehrskonzepte.
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=== 15. Januar ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu den Positionen der Landtagskandidaten ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
'''<big>Unglaubwürdige Wahlkämpfer</big>'''
[[Presseberichte_Januar_2008#Landeszeitung_zu_den_Positionen_der_Landtagskandidaten|"Alle wollen in Bildung investieren", LZ vom 4. Januar]]
Bei der LZ-Befragung der Landtagskandidaten "verspricht" Herr [[Bernd Althusmann|Althusmann]] ([[CDU]]) in Sachen A 39 den "größtmöglichen [[Lärm]]schutz, möglichst mit [[Tunnel]]lösung". Allein schon das inhaltsleere Wort vom "größtmöglichen" (?) Lärmschutz offenbart, dass man hier die Not der Anwohner als wahltaktische Spielmasse nutzt. Was die brauchen, ist der Einsatz für einen wirksamen [[Lärm]]- und [[Immissionsschutz]] sofort!
Dieses Anliegen mit der unsinnigen A 39 zu verknüpfen, ist ohnehin nicht sehr redlich zu einer Zeit, in der die Landesregierung dieses ehemalige [[SPD]]-Wahlkampf-Projekt aus dem Jahre 2002 ganz offensichtlich weit hinter der geplanten Küstenautobahn A 22 platziert. Das weiß Herr [[Bernd Althusmann|Althusmann]] genauso wie Frau [[Andrea Schröder-Ehlers|Schröder-Ehlers]] ([[SPD]]), aber auch sie setzt bei der Befragung ihren A-39-Eiertanz fort: Die A 39 fordern und gleichzeitig gegen sie klagen. Peinlich, wenn sie dabei das längst widerlegte Argument von den "A39-[[Arbeitsplätze]]n" wieder hervorkramt.
Herr Gödecke (Freie Wähler) macht als Auch-A39-Befürworter eine besonders schwache Figur, wenn er behauptet, die A 39 sei eine "Verbindung in den Osten": Eine abstruse Äußerung angesichts der "Hosenträger-Lösung", die aus zwei parallel verlaufenden Nord-Süd-Autobahnen A 39 und A 14 bestehen würde! Eine Partei, die mit den Slogans "Bürgerbewegungen in den Landtag" und "Wenn Politik auf Fakten trifft" wirbt, positioniert sich hier - gegen alle Fakten - deutlich gegen die vielen wirklichen Bürgerbewegungen gegen die A 39.
Alle diese Landtagskandidaten, die einerseits mehr als eine Milliarde Euro für eine komplett schuldenfinanzierte Nonsensautobahn ausgeben wollen und gleichzeitig mehr Investitionen in Bildung versprechen, machen sich unglaubwürdig. Wann endlich hat einer von ihnen die Ehrlichkeit und die Courage, zumindest für eine faire und gleichberechtigte Untersuchung der Alternativen zur A 39 einzutreten - z.B. für den bedarfsgerechten und regionaldienlichen Ausbau der B 4 mit Ortsumgehungen?
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=== 16. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Podiumsdiskussion "Landtagskandidaten positionieren sich zur A39"
|Headline=Schlagabtausch zum Autobahnbau
|Untertitel=A 39-Gegner klagen über Lärm an Ostumgehung - Politiker beziehen bekannte Positionen
|Autor=as
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Entscheidung, dass die geplante A 39 auf die [[Ostumgehung]] kommt, steht seit vergangenem Sommer mit Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s. Anwohner in Lüne, Moorfeld und am Ebensberg fürchten, dass sie künftig noch mehr in [[Lärm]] und [[Abgas]] ersticken. Die Bürgerinitiative Lüne/Moorfeld und die Aktion Lebensberg e.V. holten die Landtagskandidaten [[Bernd Althusmann]] ([[CDU]]), [[Andrea Schröder-Ehlers]] ([[SPD]]) und [[Andreas Meihsies]] ([[Grüne]]) aufs Podium im Lokal Lim's in Erbstorf, damit sie sich zur A 39 positionieren. Das Ergebnis: bekannte, oft diskutierte Standpunkte.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Ausführungen von Dr. Peter Pez, Verkehrsgeograph der Leuphana Universität Lüneburg, zur Frage: Führt eine Autobahn wirklich zu Wirtschaftsansiedlungen? Ein Argument, das Befürworter nutzen. Dr. Pez ist bekannter Kritiker dieser These, führte mit Zahlen und Beispielen aus, dass aus seiner Sicht der Autobahnbau nur ein marginaler Faktor für die Wirtschaft sei. Die A 250 habe zum Beispiel nur zu kleinen Betriebsverlagerungen geführt. Aus verkehrlicher Sicht plädiert er für der Ausbau der B 4 und Ortsumgehungen.
Sollte aufgrund des Fachkräftemangels nicht lieber in Bildung statt in Autobahnen investiert werden? Das wollte Moderator Dr. Frank Andraschko von den Landtagskandidaten wissen. [[Bernd Althusmann]], bekanntlich Befürworter des Autobahnbaus, machte klar: Das Land investiere allein in diesem Jahr vier Milliarden in Bildung und fest stehe trotzdem, die A 39 komme. Jetzt könne es nur darum gehen, sich für den besten [[Lärm]]schutz einzusetzen. Doch da zeigten sich viele der 150 Besucher der Veranstaltung kritisch. Schon jetzt sei die [[Lärm]]belästigung enorm, beim [[Lärm]]schutz würde die Politik immer nur vertrösten.
Für [[Andrea Schröder-Ehlers]] sind Investitionen in Bildung und Infrastrukturmaßnahmen gleichermaßen wichtig. Da die Verkehrszahlen zunehmen würden, sei es wichtig, in Straße, Schiene und Wasserwege zu investieren. Denn die Infrastruktur zähle neben anderen Standortfaktoren für Firmen als Ansiedlungskriterium. Auch sie signalisierte: Optimaler [[Lärm]]schutz muss in Zusammenhang mit der A 39 her. Der sei jedoch erst im Zuge der Baumaßnahme möglich.
Nein zur A 39 sagt [[Andreas Meihsies]] "seit 15 Jahren". Für ihn haben Investitionen in Bildung klare Priorität. [[Die Grünen]] würden alle Autobahnprojekte ablehnen und Meihsies ist gewiss: Die Klimaschutz-Diskussion werde zu einem Umdenken führen, Prognosen über zunehmenden Verkehr ad absurdum führen. 2013 werde man andere Probleme haben als den Bau einer Autobahn, orakelte er. Für die Bürger im Saal blieb allerdings die Sorge, dass sie beim [[Lärm]]schutz in die Röhre gucken.
}}
=== 7. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=AlZ
|Thema=zur Aktion "Wolf im Schafspelz" für Sigmar Gabriel
|Headline=Wolf im Schafspelz für den Umweltminister
|Untertitel=Gegner der A 39 legen Sigmar Gabriel ihre Bedenken dar – Liste mit Forderungen in Hankensbüttel übergeben
|Autor=rn
|Ort=Hankensbüttel
|Link=
|Text=„Klimaschutz geht alle an“ – mit dieser Botschaft kam Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nach Hankensbüttel. Empfangen wurde er dort mit einer anderen Botschaft: „Keine A-39“. Autobahngegner hatten sich im Bürgerhaus versammelt und überreichten ihm eine Liste mit Forderungen und einen Wolf im Schafspelz. Das Plüschtier sei als Gedächtnisstütze gedacht, erläuterte Uwe Bilau. Der Sprecher der Initiative Keine A 39 im Isenhagener Land sagte, Gabriel solle seinen Einfluss als Umweltminister stärker nutzen. Man erwarte von ihm, Alternativen zum Bau der A 39 „ernsthaft zu prüfen“, sagte Bilau . Und Eckehard Niemann, Chef des Dachverbands der A-39-Gegner, ergänzte: „Wir denken an den vierspurigen Ausbau der B 4.“ Als weitere Forderung listeten die A-39-Gegner auf, vorhandene Bahnstrecken und Wasserwege wiederzubeleben. Letztlich erwarten sie vom Bundesumweltminister, einen A-39-Planungsstopp zu erwirken, so Bilau. Gabriel nahm den Wolf im Schafspelz schmunzelnd entgegen, ließ sich aber nicht auf Wortgefechte ein. Denn Thema sollte in Hankensbüttel der Klimagipfel auf Bali sein. Der Bundesumweltminister verdeutlichte, dass Arbeit, Bildung und Klimaschutz miteinander verzahnt sind: „Für Klimaschutz brauchen wir nämlich Hochtechnologie.“ Die wird nur dann in Deutschland entwickelt, wenn die Jobs attraktiv sind: „Für eine gute Umwelt brauchen wir gute Arbeit. Und die gibt es nur für gute Löhne“, stellte Gabriel fest. Zuvor hatte sich Gabriel über das Drömling-Projekt, das Otterzentrum Hankensbüttel und auch die Ise-Renaturierung informiert.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=GR
|Thema=zur Aktion "Wolf im Schafspelz" für Sigmar Gabriel
|Headline=Plüsch-Wolf soll Minister ermahnen
|Untertitel=Umweltpolitiker Sigmar Gabriel besucht den Drömling – Bürgerinitiativen demonstrieren gegen Autobahn 39
|Autor=Von Dieter Prüschenk
|Ort=Hankensbüttel
|Link=
|Text=Klimawandel und Umweltpolitik einerseits, örtliche Projekte andererseits: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ([[SPD]]) bereiste am Sonnabend Gifhorn, Rühen und Hankensbüttel.
Die Bürgerinitiativen gegen den Bau der A 39 nutzten die Vortragsveranstaltung mit Gabriel im Bürgerhaus Hankensbüttel für eine friedlichen Protest. Rund 30 Gegner der Autobahn empfingen den Bundesumweltminister und machten in weißen [[T-Shirt]]s mit dem Aufdruck "Keine A 39" auf sich aufmerksam.
"Wir erwarten von Ihnen, dass Sie sich an Ihre Zusage halten, und Alternativen zur A 39 wie zum Beispiel den Ausbau der Bundesstraßen oder der Wasserstraßen und Bahnstrecken prüfen lassen", erklärte Uwe Bilau, einer der Sprecher der Initiativen. Er überreichte Gabriel einen Plüschwolf, "damit Sie sich immer an Ihre Zusage erinnern und nicht Wolf im Schafspelz werden."
Schmunzelnd nahm der Minister das Stofftier entgegen. "Ich werde Ihre Argumente im Bundesverkehrsministerium vortragen", versprach Gabriel. Aber aus Gründen der Fairness wolle er auch klar stellen: "Wir brauchen die A 39 und ich gehöre nicht zu den A-39-Gegnern."
Auch der Forderung aus Zuhörerkreisen nach einer Reaktivierung der OHE-Bahnstrecke von Wittingen nach Wolfsburg mochte er nicht ohne weiteres zustimmen: "Sie lehnen die Autobahn ab und andere lehnen eine Bahnstrecke ab."
Gabriels Kernaussage in seinem kurzen Referat vor etwa 100 Zuhörern über das Problem des Klimawandels: Umweltpolitik versagt ohne eine erfolgreiche Entwicklungs- und Bildungspolitik.
In Rühen informierten Landrätin Marion Lau und Antje Präger vom Landkreis sowie Wilfried Sievers und Martin Zenk vom Naturschutz Bromer Land den Minister über das Projekt "Niedersächsischer Drömling". Dort werden mit Bundesmitteln unter anderem landwirtschaftliche Flächen für die erweiterte Nutzung aufgekauft und der Grundwasserstand durch wasserbauliche Maßnahmen höher gelegt.
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=== 4. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Positionen der Landtagskandidaten
|Headline=Alle wollen in Bildung investieren
|Untertitel=Was sich die Landtagskandidaten im Wahlkreis 49 für die Region Lüneburg vorgenommen haben
|Autor=as/ul
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Sie putzen jetzt Klinken, ihre Konterfeis zieren die Alleen, ihre Terminkalender quellen über. Die Landtagskandidaten im Wahlkreis Lüneburg (49) sind bis zur Wahl am 27. Januar auf einem politischen Parforceritt. Die Bürger interessiert natürlich: Was tun sie für die Region? Die LZ hakte bei [[Bernd Althusmann]] ([[CDU]]), [[Andrea Schröder-Ehlers]] (SPD), [[Andreas Meihsies]] ([[Grüne]]), Martin Gödecke (Freie Wähler), [[Malte Riechey]] ([[Die Linke]]) und Karol Langenbrink ([[FDP]]) nach.
* '''[[Bernd Althusmann]]''' ([[CDU]]): {{mark|Damit die [[Arbeitslosigkeit]] in der Region weiter sinkt, müssen viele Firmen aus der Süderelbe-Region hier angesiedelt werden. Deshalb muss das Güterverkehrszentrum ausgebaut werden. Für die A39 verspreche ich den größtmöglichen [[Lärm]]schutz, möglichst die [[Tunnel]]lösung.}} Mit allen Kräften werde ich mich für die Verbesserung des ÖPNV nach Hamburg einsetzen.<br>Und ich werde mich dafür stark machen, dass noch mehr Städtebaufördermittel nach Lüneburg und ins Umland fließen, zum Beispiel für StoV, Wittenberger Bahn, Wasserviertel, aber auch Bardowicker und Gellerser Projekte.<br>Beitragsfrei werden sollen alle Kitas. In Stadt und Kreis sollen weitere Ganztagsschulen entstehen mit mehr Lehrern. Und ich werde mich dafür einsetzen, dass die Universität Lüneburg 30 bis 40 neue Professorenstellen erhält und 100 Millionen Euro EU-Mittel fließen für eine Verzahnung von Wirtschaft und Uni. Außerdem stehe ich für die Sicherung des Theater Lüneburgs als Drei-Sparten-Haus über 2013 ein.
* '''[[Andrea Schröder-Ehlers]]''' ([[SPD]]): Als Abgeordnete werde ich dafür sorgen, dass die Menschen in der Region endlich wieder eine Stimme in Hannover haben. Die Stadt und die Gemeinden müssen bei ihren Investitionen unter anderem in Krippen, Kitas, Schulen, Sporthallen, das Klinikum oder das Theater stärker als bisher unterstützt werden. {{mark|Außerdem ist es mir sehr wichtig, dass die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur durchgesetzt werden. Wir brauchen das 3. Gleis, die Erweiterung des Schiffshebewerkes und des Lüneburger Hafens und die A 39. Das stärkt den Standort, schafft und sichert [[Arbeitsplätze]]}}.<br>Wir brauchen mehr Qualität und mehr soziale Gerechtigkeit in der Bildung, sprich: zurück zur Lernmittelfreiheit, zu kleineren Klassen und einer besseren Unterrichtsversorgung. Wenn die Eltern in der Region dies wünschen, dann bin ich für die Einrichtung einer Gesamtschule nach skandinavischem Vorbild. Und die Uni muss endlich so ausgestattet werden wie die anderen Unis im Land. Die Untersuchungen zu den Leukämiefällen in der Nähe von Atomkraftwerken müssen sofort intensiviert werden.
* '''[[Andreas Meihsies]]''' ([[Grüne]]): Schwerpunkte meiner zukünftigen Arbeit werden sein: Die Aufklärung der Leukämie-Erkrankungen in der Elbmarsch. {{mark|Die Verhinderung der A39 und als Alternative der Ausbau der B4 mit Ortsumgehung.}} Außerdem gilt es, das geplante Atomendlager Gorleben zu verhindern. Die Universität Lüneburg ist ein wichtiger Standortfaktor. Sie muss unbedingt finanziell besser ausgestattet werden. Um noch ein stärkeres Profil zu bekommen, halte ich die Einführung von neuen Studiengängen für sinnvoll. Ein Baustein im Rahmen der Regionalentwicklung wird sein, die Tourismus-Region Lüneburg noch positiver zu vermarkten.
* '''[[Malte Riechey]]''' ([[Die Linke]]): Die Linke fordert den Ausbau des Schulzentrums Kreideberg zu einer integrierten Gesamtschule. Dies haben auch Schüler- und Elternrat für Lüneburg gefordert. Unser Dreigliedriges Schulsystem ist ungerecht und hat die höchste soziale Selektion in allen westlichen Ländern. Seit Einführung der Studiengebühren gibt es immer weniger Studierende in Lüneburg. Die Linke fordert eine gebührenfreie Bildung. Zudem wollen wir die Lernmittelfreiheit wieder herstellen. Lüneburger Betriebe, die nicht ausbilden, zahlen eine Ausbildungsumlage, die denen zufließt, die ihre Ausbildungsverpflichtungen erfüllen.<br>Lüneburg musste einen Millionenkredit zum Erwerb des Landeskrankenhauses aufnehmen. Die Rekommunalisierung von Krankenhäusern oder Stadtwerken darf aber nicht zu Lasten der Städte und Gemeinden gehen. Mit der Linken wird es keine Privatisierungen der öffentlichen Daseinsvorsorge geben, sie gehört in öffentliche Hand. Sie fordert den Ausbau des öffentlichen Beschäftigungssektors für Lüneburg. Es soll einen Mindestlohn von 8 Euro bei der Vergabe öffentlicher Aufträge geben. Außerdem will Die Linke, dass die EU-[[Ziel-1-Mittel]] für soziale Projekte und nicht für touristische Prestigeprojekte fließen.
* '''Karol Langenbrink''' ([[FDP]]): Er will modernes Familienmanagement ermöglichen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, setzt sich für Existenzgründungs- und Innovationsförderung ein, will die Betriebsnachfolgen stützen und die Ansiedlung von Unternehmen fördern, Stichwort Ausbau des Gewerbegebietes Bilmer Berg II.<br>Bildung: Die Eigenverantwortliche Schulen und die Schulinspektion müssten ausgebaut werden und die Schulen vor Ort unterstützen und begleiten. Frühkindliche Bildung und Betreuung sind wichtig, Bildung ist als höchstes Integrationsmittel zu nutzen.
* '''Martin Gödecke''' (Freie Wähler) will sich schwerpunktmäßig für mehr Sicherheit in Stadt und Kreis Lüneburg einsetzen, dazu "muss die Zahl der Polizeibeamten erhöht werden". Eine Herzensangelegenheit ist für ihn der Bau der Elbbrücke, verhindern dagegen will er das Audimax von Stararchitekt Daniel Libeskind: "Das ist ein Prestigeprojekt, das die Uni nicht braucht, das Geld sollte besser in Lehrmittel und -kräfte investiert werden." {{mark|Die geplante Autobahn 39 hingegen befürwortet er. Einziger Kritikpunkt: "Sie ist eine Verbindung in den Osten und damit zu den Billiglohnländern."}}}}
{{Pressefuss|Dezember 2007|Februar 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ad8ed59115a0076f6a74f7c233954dec1caf5a96
Presseberichte Januar 2009
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2025-02-05T23:12:42Z
Sysop
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1 Version importiert
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{{Pressekopf}}
----
=== 7. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Einschätzung des Bundesumweltministeriums
|Headline=Ministerium kritisiert A-39-Planung
|Untertitel=Naturschutzfachliche Belange bleiben bei Linienbestimmung zum Teil auf der Strecke - Projekte nicht berücksichtigt
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Gegner der geplanten Autobahn 39 sehen sich in wesentlichen Positionen durch das Bundesumweltministerium gestärkt. Hintergrund ist die Stellungnahme der Behörde zum Linienbestimmungsverfahren durch das Bundesverkehrsministerium.
Das Verfahren ist inzwischen zwar abgeschlossen, doch hat das Haus von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ([[SPD]]) nur unter bestimmten Voraussetzungen zugestimmt. Zudem üben die Gabriel-Mitarbeiter in dem neun Seiten langen Papier deutliche Kritik an der Methodik der Umweltverträglichkeitsuntersuchung.
"Erhebliche Beeinträchtigungen" sieht das Bundesumweltministerium im Gegensatz zu den Gutachtern der Verträglichkeitsprüfung im Bereich des [[FFH]]-Gebietes "Ilmenau mit Nebenbächen". Wegen inhaltlich-methodischer Defizite könne die FFH-Verträglichkeit des Projektes mit Blick auf bestimmte Fisch- und Muschelarten sowie den Fischotter nicht abschließend beurteilt werden. Offen bleibe, so die Behörde, "ob andere ernst zu nehmende und weniger beeinträchtigende Alternativen wie der Ausbau der B 4 zu würdigen sind".
Die Defizite leitet das Umweltministerium aus dem Aufbau der Untersuchung ab. Entscheidend für die Abgrenzung des Planungsraumes und das Erfassen von Konfliktschwerpunkten sei bislang der unterschiedliche Rechtsstatus von Flächen. "Informationen über ... Lebensraumnetzwerke werden ... nicht erfasst", heißt es in der Stellungnahme, und weiter: "Die Umweltverträglichkeitsuntersuchung befasst sich vor allem mit der Vermeidung von Rechtsfolgen" - und weniger mit negativen Folgen auf "wichtige Funktionszusammenhänge in der Landschaft".
Gänzlich unberücksichtigt bleiben laut Umweltministerium unter anderem das "Grüne Band", ein länderübergreifendes Naturschutzprojekt entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, und das "Blaue Metropolnetz", das die Ausbreitungsachsen des Fischotters miteinander verbinden soll. Das Fazit der Bundesbehörde: "Die Missachtung dieser Anforderungen läuft den Zielen der nationalen Strategie zur Biologischen Artenvielfalt entgegen."
Als "fachlich erforderlich und korrekt" wertet das Haus Gabriels die Entscheidung der Planer, in zehn von insgesamt 16 Schutzgebieten im Trassenverlauf der A 39 eine differenzierte Prüfung und Bewertung wegen erheblicher Beeinträchtigungen vorzunehmen. Bemängelt wird in der Folge jedoch, dass weder die aktuelle Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts noch der aktuelle Stand der Wissenschaft berücksichtigt werden. Zudem würden Lärmeinwirkungen durch die geplante Autobahn 39 in allen FFH-Gebieten als nicht relevant eingestuft, bei Vogelschutzgebieten hingegen berücksichtigt. "Dies ist fachlich nicht valide."
Deshalb fordert das Ministerium im Ergebnis seiner Stellungnahme, vor allem ein Konzept zu entwickeln, um bestehende Vernetzungsbeziehungen zu erhalten. Das "Grüne Band" nehme aus Bundessicht eine herausragende Funktion ein, "der in der weiteren Planung Rechnung zu tragen ist." Sicherzustellen ist dafür jedoch die Durchlässigkeit der Lebensräume. Vorzusehen sei deshalb der Bau von Grünbrücken, Wilddurchlässen, Fließgewässer-Querungen sowie Über- und Unterführungen von Straßen und Brücken.
Der besondere naturschutzfachliche Planungsauftrag werde aufrecht erhalten, "da eine Bewältigung der ... aufgezeigten ... Konflikte in der Sache noch nicht abgeschlossen ist", heißt es zum Abschluss der Stellungnahme.
}}
=== 12. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Kritik des Bundesumweltministeriums
|Headline=Umweltministerium widerspricht heftig
|Untertitel=„Vorzugstrasse nicht in Frage gestellt“
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Autobahngegner jubilieren in einer Presseinformation, sehen sich durch eine Stellungnahme des Bundesumweltministerium (BMU) zur A39 in ihrer Kritik bestärkt. Dagegen wehrt sich das Ministerium: Der Dachverband Bürgerinitiativen gegen die A39 habe überzogene Folgerungen aus dem Papier abgeleitet.
„Das BMU hat im Rahmen seiner Beteiligung im Linienbestimmungsverfahren zur A39 gegenüber dem Bundesverkehrsministerium die vom Land Niedersachsen vorgeschlagene Vorzugstrasse der A 39 nicht in Frage gestellt“, heißt es in einer Erklärung. Aus der Stellungnahme lasse sich kein Votum für einen alternativen B4-Ausbau ableiten, wie es die Bürgerinitiativen angekündigt haben.
Richtig sei, dass das BMU in seiner Stellungnahme auf Defizite bei der Umweltverträglichkeitsuntersuchung und FFH-Verträglichkeitsprüfungen hingewiesen habe und der vorgeschlagenen Linienführung der A39 unter der Voraussetzung zugestimmt, dass die offenen naturschutzfachlichen Fragen im Rahmen des sich nun anschließenden Planfeststellungsverfahrens abgearbeitet werden.
Dazu formulierte das Ministerium Maßgaben, darunter auch einen verfahrensrechtlichen Hinweis, der die Einbeziehung
des Ausbaus der B4 als mögliche Planungsalternative beinhaltete. Der Hinweis auf die B4 erfolgte aufgrund zwingender
rechtlicher Vorgaben und ist vor allem der Rechtssicherheit der Planungsunterlagen im Hinblick auf die Verträglichkeit des Vorhabens mit Natura 2000-Gebieten geschuldet.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Lärm an der Ostumgehung ====
{{LB|Klaus Bruns, Reppenstedt<br>
}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Januar_2009#Landeszeitung_zur_Einsch.C3.A4tzung_des_Bundesumweltministeriums|"Ministerium kritisiert A39-Planung", LZ vom 7. Januar]]
'''<big>Unsinnige A 39-Planung</big>'''
Die A39-Planung kann man ja nur noch als Lachnummer bezeichnen. Ich empfehle eine Untertunnelung der Autobahn,
damit die Fledermäuse ihren ungestörten, von Lärm befreiten Weg finden. Entweder man sorgt dafür, dass die Umwelt
platt gemacht wird, dann können die Autos so richtig Gas geben, oder man sorgt für Tunnel – dann finden auch die
Frösche, ohne dass sie über die Straße getragen werden müssen, ihre wenigen Biotope ohne Menschenhand. Autos haben jetzt Vorrang. Es geht ja schließlich um Arbeitsplätze. Wann hört diese unsinnige Planung der A39 endlich auf?
Wenn die IHK endlich mit ihrer Reklame aufhört?
}}
=== 14. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=KB
|Thema=zum Thema Flächenverbrauch durch Autobahn
|Headline=Wenn der Acker Autobahn wird
|Untertitel=A 39: Fernstraßenbau bringt viele Probleme für die Landwirte mit sich
|Autor=(red)
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
'''Bauern gehören zu den Hauptbetroffenen beim Bau der A 39.'''
[[Bild:KB 2009 01 14.jpg|thumb|517px|right|'''Wenn die Autobahn ihr Land frisst, erhalten Landwirte eine finanzielle Entschädigung - einen Rechtsanspruch auf Ersatzland gibt es nur in Ausnahmefällen''' Foto: Brinkopp-rode/pixelio]]
Die Autobahn 39 ist ein Reizthema. 35 Bürgerinitiativen sind entstanden, die Menschen in der Region fürchten vor allem Verkehrslärm in ihrem Lebensumfeld und die Zerstörung einer weitgehend intakten Landschaft. Von den Bauern an der 105 Kilometer langen Trasse ist in den Debatten selten die Rede. Dabei gehören sie zu den Hauptbetroffenen, wie der Dachverband der Bürgerinitiativen jetzt mitteilt.
Er beruft sich dabei auf eine Informationsveranstaltung der Landberatung Uelzen. „Bei dieser hochkarätigen Information der Agrar-Ringberatung ist den Teilnehmern erst richtig klar geworden, welche Fülle an Problemen, Unsicherheiten und Aufwand sie im Falle eines Baus der A 39 zu erwarten hätten", sagt Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann. Mit der [[Linienbestimmung]] durch den Bundesverkehrsminister ist das Fernstraßenprojekt seiner Verwirklichung einen Schritt näher gekommen.
Landwirte, die durch die neue Autobahn Land verlieren, erhalten eine festgelegte Entschädigung. Nur wenn ein Landwirt in seiner Existenz gefährdet ist, hat er Anspruch auf Ersatzland. Findet er kein Ersatzland, muss die Entschädigungszahlung außerdem versteuert werden. Noch
schlechter ist die Stellung von Pächtern: Je nach Restlaufzeit des Vertrags erhalten sie nur
eine sehr geringe Entschädigung. Schneidet die Autobahn Ackerflächen vom Hof ab, gelten gewisse Umwege als zumutbar.
Der Flächenverbrauch der Autobahn wird aus Sicht Jürgen von Haarens von der Landwirtschaftskammer zu existenziellen Problemen fuhren, denn ein großer Anteil der landwirtschaftlichen Flächen sei Pachtland, Ersatzflächen fehlten. Schon jetzt ist Ackerland begehrt.
Wachsamkeit ist in dem Flurbereinigungsverfahren im Zusammenhang mit dem Autobahnbau gefordert. Landwirte müssten über viele Jahr hinweg jede Einzelheit in Protokollen und Schriftstücken prüfen: „Wenn Sie Ihren Hof in ein Flurbereinigungserfahren geben, dann ist das genau so gravierend wie ein Verkauf Ihres Hofes“, warnt Rechtsanwalt Volker Henties. „Denn Sie bekommen am Ende etwas ganz anderes dafür zurück."
}}
=== 17. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Meinung der IHK
|Headline=Rückenwind für A 39
|Untertitel=Kammer begrüßt Minister-Bekenntnis
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg, Michael Zeinert, hat das klare Bekenntnis von Verkehrsminster Walter Hirche zur Autobahn 39 begrüßt – insbesondere die Vorgabe, erste Teile müssten Ende 2013 planfestgestellt sein. „Ohne die Fortführung der A250 nach Süden können aus den Entwicklungen im Hamburger Hafen resultierende Wertschöpfungspotenziale weder in Lüneburg noch in Uelzen erschlossen werden“. Unterdessen hat der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Björn Thümler im Landtag eine beschleunigte Planung der A22 und der A39 gefordert. „Beide Strecken zählen zu den wichtigen Hafenhinterlandanbindungen und damit zu den vorrangigen Infrastrukturprojekten auf der Straße in Niedersachsen.“
Nach der A39 müsse nun auch die A22 in das Gesetz zur Beschleunigung von Planungsverfahren für Infrastrukturvorhaben aufgenommen werden.
}}
=== 24. Januar ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Beginn der Entwurfsplanung
|Headline=Deckel für die Ostumgehung?
|Untertitel=A-39-Planer erarbeiten Entwurf für ersten Abschnitt bis Bilmer Berg
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Angelaufen ist jetzt die Detail-Planung für den Bau der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg. Das teilte Dirk Möller, Leiter der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit. Die Arbeiten konzentrieren sich zunächst auf den 7,6 Kilometer langen ersten Abschnitt zwischen dem Ende der A250 nördlich Lüneburg bis zur Bundesstraße 216. Geklärt werden soll auch die strittige und heftig diskutierte Frage nach einem Deckel im Bereich der jetzigen [[Ostumgehung]].
„Dazu werden [[Lärm]]emissionen und Luftschadstoffbelastungen untersucht“, sagt Möller.Auf dieser Grundlage werden die notwendigen Schutzmaßnahmen wie Lärmschutzwände, -wälle oder eben Deckel ermittelt. „Entscheidend wird sein, mit welchen Maßnahmen die Grenzwerte der Lärm- und schadstoffemissionen eingehalten werden können“, sagt der Behördenleiter. Im Klartext: Ist in nur einem Fall ein Deckel erforderlich, wird die Schutzmaßnahme wohl auch kommen.
Werden die Grenzwerte mit Wänden und Wällen eingehalten, wird letztlich die Politik entscheiden müssen, ob es dennoch einen Deckel gibt. Befassen müssen sich die Planer jedoch noch mit weiteren heiklen Themen. Erarbeitet werden soll auch ein Anschlussstellenkonzept für den Raum Lüneburg. Bislang gibt es allein im Verlauf der Ostumgehung sechs Auf- und Abfahrten. Unterschiedliche Entwurfsvarianten will die Landesbehörde auch für den Übergang zum zweiten Planungsabschnitt vorlegen. Ziel ist es, im Bereich Bilmer Berg die Zerschneidung potenzieller Gewerbegebiete möglichst gering zu halten.
Bei einer Projektkonferenz sind Vertreter der betroffenen Gemeinden, der Stadt Lüneburg und von Fachbehörden und Verbänden bereits über die Planungsschritte informiert worden. Festgelegt worden sind bei einem zweiten Treffen, dem sogenannten „Scoping“-Termin, Inhalt und Umfang der vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung. Eingebunden waren dabei die anerkannten Naturschutzverbände und mit Umweltaufgaben befassten Träger öffentlicher Belange. Bereits in der kommenden Woche beginnen parallel zur Entwurfsplanung bei Lüneburg die Arbeiten am siebten Abschnitt zwischen Weyhausen und Ehra im Landkreis Gifhorn.
Im März sollen dann die Planungsschritte für den zweiten Abschnitt zwischen Lüneburg (B 216) und Bad Bevensen (L 253) vorgestellt werden. Bis der Entwurf für den ersten Abschnitt vorliegt, wird es laut Möller noch zwei bis zweieinhalb Jahre dauern.
}}
===== Unterlagen hierzu =====
{|
| <center>{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:C52964104 L20.pdf}}'''[[Media:C52964104 L20.pdf|Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg<br>Projektkonferenz 22.01.2009<br>Neubau der A 39 Lüneburg-Wolfsburg, Abschnitt 1 Lüneburg-Nord]]'''</center>
|}
{{Pressefuss|Dezember 2008|Februar 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Januar 2010
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{{Pressekopf}}
----
=== 21. Januar 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Forderung der Grünen, Lüneburg solle aus dem Nordland-Autobahnverein austreten
|Headline=Grüne fordern Vereinsaustritt
|Untertitel=
|Autor=ahe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Grünen nehmen einen neuen Anlauf: Die Stadt Lüneburg soll aus dem Nordland-Autobahn-Verein austreten und zwar so schnell wie möglich, fordert die Fraktion in einem Antrag an den Rat. Eine Mitgliedschaft in dem 1969 gegründeten Verein sei nicht im Interesse der Stadt, da Lüneburg Gefahr laufe, durch die geplante A39 in weiten
Teilen in der Entwicklung gestört und belastet zu werden, begründen die Grünen ihr Anliegen.
Bereits vor zwei Jahren hatte sich der Rat der Stadt schon einmal mit dem Thema beschäftigt, auch damals hatten die
Grünen den Austritt der Stadt aus dem Verein, dem Lüneburg seit der Gründung angehört, gefordert. Vergebens, SPD,
CDU und FDP lehnten den Antrag damals ab.
}}
a31dc72f822dd2f206d07da0f46d7d07c65f8a6f
Presseberichte Januar 2011
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{{Pressekopf}}
----
=== 5. Januar 2011 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Martin Knoop, Lüneburg}}
{{Kasten|1=Leserbriefe: „Stillschweigen nährt Zweifel“ und „Objektive Prüfung des Ausschusses nötig“, LZ vom 28. und 31. Dezember
'''<big>Unbegründetes Misstrauen</big>'''
[[Bild:LZ_2011-01-05.jpg|thumb|345px|right|'''Im Bereich Moorfeld soll die A39 einen Deckel als Lärmschutz erhalten. Im Vorfeld tobt der Streit über den Begleitausschuss.''' F.: A/ta]]
Woher nehmen diese Leserbriefschreiber nur ihre Informationen über die sogenannte Begleitausschusswahl?
Mit dem von Frau Zirzow zitierten Brief vom 2. September der Hansestadt Lüneburg an die Anwohnerinnen und Anwohner der betroffenen Wohngebiete hat die Hansestadt (Herr Moßmann) die betroffenen Bürger gebeten, eine Vertreterin oder einen Vertreter für die Mitwirkung am Begleitausschuss zu benennen, mit der Maßgabe, dass diese Personen aus dem betreffenden Wohngebiet bzw. Stadtteil stammen sollen, und das bei keiner Festlegung, dass diese Personen nicht zusätzlich in der BI Lüne-Moorfeld organisiert sein sollen. Diese Eingrenzung erfolgte erst mit Schreiben vom 16. September.
Sämtliche, von den interessierten Anwohnern vorgeschlagenen, benannten Bewerber sind nicht in der BI-Lüne-Moorfeld. Das Misstrauen, welches nun von u. a. nicht betroffenen Bürgern gegenüber den Vertretern bzw. ihren Vertretern sowie der BI-Lüne-Moorfeld und der Hansestadt Lüneburg entgegengebracht wird, ist wegen der schriftlichen Versicherung der benannten Personen unbegründet.
Eine Mitgliederliste von der BI zu fordern, würde im Rahmen einer Gleichbehandlung auch dazu führen, dass u. a. der ADAC, die SPD, der ADFC, die CDU etc. auch ihre Mitgliederlisten bekannt geben müssten. Diese Forderung widerspricht jeglichem Datenschutz. Es gibt auch Menschen, die nicht im ADAC sind und ihn doch nutzen! Ich kann mir denken, dass es durchaus Begleitausschussmitglieder gibt, die z. B. als Vertreter einer politischen Partei benannt wurden und dennoch im ADAC Mitglied sind. Ich schlage vor, dass sich die Leserbriefschreiber, bevor sie weiterhin unrichtige Behauptungen aus dem Schreiben der Stadt aufstellen, diesen Brief erst einmal aufmerksam lesen. Eventuell könnte hier auch eine Klarstellung der Hansestadt hilfreich sein.
}}
=== 15. Januar 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Planung des Bau-Ablaufs der A39
|Headline=Vierspurig durch Großbaustelle
|Untertitel=Ausweichstrecken fehlen bei geplantem Ausbau der Ostumgehung zur A 39
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2011-01-15.jpg|thumb|798px|right|'''Vor rund eineinhalb Jahren ist die Fahrbahndecke auf der Ostumgehung in Richtung Uelzen erneuert worden. Zweispurig musste der Verkehr durch die Baustelle geführt werden. Beim geplanten Umbau zur A39 sollen es grundsätzlich vier Spuren sein.''' Foto: A/t&w]]
Täglich rollen rund 38 000 Fahrzeuge über die Ostumgehung – Tendenz steigend. Wird ab 2014 auf dieser Trasse tatsächlich die Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg gebaut, scheint das Verkehrschaos programmiert. Umleitungsstrecken gibt es nicht, weiträumig ausweichen können nur wenige Fahrer. Wo aber bleibt der Verkehr?, wollte die LZ von Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, wissen.
Möllers Antwort ist einfach: „Auf der Ostumgehung.“ Auch wenn die Detailplanung noch aussteht, der Behördenleiter das Ziel der Planer nur „unter Vorbehalt“ nennt, bleibt es doch ehrgeizig. „Die vierspurige Verkehrsführung soll grundsätzlich beibehalten werden“, sagt Möller. An Engstellen wie Moorfeld ist dieses Ziel während der gesamten Bauzeit nicht zu erreichen. Das weiß auch der Chef der Planer: „Zeitweise werden wir dort den Verkehr auf zwei oder drei Spuren durch die Baustelle führen müssen.“
Als zusätzliche Entlastungsmaßnahme will Möller die Lüneburger Großbaustelle im niedersächsischen Straßennetz weiträumig ausweisen, den überregionalen Verkehr auf der Autobahn 7 halten oder auf diese Strecke lotsen. Entsprechende Schilder können schon an der A2 bei Hannover stehen.“ Prognosen über die Dauer des möglichen Umbaus der Ostumgehung zur A39 will der Chef-Planer derzeit noch nicht abgeben. „Das wäre reine Spekulation“, sagt Möller. Verlässliche Aussagen seien erst möglich, wenn die Planung abgeschlossen sei.
Die Überlegungen zur Verkehrsführung während der Bauphase auf der Lüneburger Ostumgehung setzen bei der Fahrbahnbreite an. „Die A39 ist so geplant, dass bei zwei regulären Spuren in einer Fahrtrichtung ein vierspuriger Baustellenverkehr eingerichtet werden kann – Standstreifen eingerechnet“, erklärt Möller. Beträgt die Fahrbahnbreite auf der Ostumgehung insgesamt rund acht Meter in eine Richtung, sind bei der A39 zwölf Meter einschließlich Standstreifen vorgesehen. Deshalb gilt für die Straßenbauer die alte Volksweisheit: Aller Anfang ist schwer.
Denn für eine vierspurige Verkehrsführung ist unter anderem bei Moorfeld zu Beginn der Arbeiten kein Platz. Zunächst müssen auf einer Seite die alten Lärmschutzwäne abgerissen, Platz für neue, breitere Autobahn-Fahrspuren geschaffen und die Wände des Tunnels neu errichtet werden Erst vor rund einem Jahr hatte das Bundesverkehrsministerium den Forderungen aus der Region nachgegeben und einen rund 400 Meter langen Tunnel für den Bereich zwischen Erbstorfer Landstraße und Blitzautomat genehmigt.
„Haben wir erstmal eine Fahrtrichtung auf Autobahnbreite ausgebaut, lässt sich der Verkehr ohne Probleme vierspurig durch die Baustelle führen“, sagt der Behördenleiter. Dann wird die Gegenrichtung in Angriff genommen. Steht auch die zweite Tunnelwand, kann schon bald der Deckel zugemacht werden. „Der Entwurf ist zwar noch nicht abschließend fertig, aber wahrscheinlich ist, dass es zwischen beiden Fahrtrichtungen noch eine Tunnelwand geben wird“, erklärt Möller.
Wie der Tunnel ins Landschafts- und Stadtbild eingepasst wird, steht noch nicht fest. Aber der Behördenleiter geht davon aus, „dass es über den Deckel hinweg eine Verbindungsmöglichkeit zwischen Ost und West gibt“. Wege könnten damit direkt über die Tunneldecke verlaufen. Doch bis dahin werden die Planer noch viele knifflige Probleme lösen müssen, und die Gegner versuchen, das Projekt doch noch zu stoppen.
}}
=== 22. Januar 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplanten Lärmschutz für die Lüneburger Ostumgehung
|Headline=Stadt plant Tempolimit auf Ostumgehung
|Untertitel=Erlass macht den Weg frei für mehr Lärmschutz durch Flüsterasphalt und Schallschutzfenster
|Autor=ahe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2011-01-22.jpg|thumb|164px|right|'''80 km/h für Autos, Tempo 60 für Lkw auf der Ostumgehung, das ist das Ziel der Stadt.''' Foto: A/t&w]]
Für die Anwohner der Ostumgehung soll es leiser werden. Der Landkreis Lüneburg hat jetzt den Planfeststellungsbeschluss für nachträglichen Lärmschutz im Abschnitt zwischen Artlenburger und Erbstorfer Landstraße erlassen. Damit sind die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, dass der Bund als Eigentümer der
Straße Flüsterasphalt auf die Fahrbahnen aufbringen kann und Anwohner in Ober- und Dachgeschossen neue Schallschutzfenster einbauen lassen können. Die Stadt plant zudem – auch auf Empfehlung des Kreises – ein Tempolimit: Autos sollen in dem Bereich künftig nicht schneller als 80, Lkw maximal 60 km/h fahren dürfen.
Der städtische Verkehrsdezernent Markus Moßmann kündigt an: „Wir werden die Polizei und die Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr beteiligen. Bis zum Beginn der Sommerferien wollen wir so weit sein.“ Das Tempolimit sei
zwar kein dauerhafter Weg zu mehr Lärmschutz, komme wohl aber als Übergangslösung infrage, und zwar längstens bis zum Bau der A39. Weil der Effekt einer Begrenzung von jetzt 100 auf 80 km/h für das menschliche Ohr kaum wahrnehmbar sei, peile die Verwaltung für Laster die 60 km/h an. Zudem sei ein Tempolimit schnell und kostengünstig zu realisieren.
Das nachträgliche ergänzende Planfeststellungsverfahren trägt der Tatsache Rechnung, dass immer mehr Autofahrer
die Ostumgehung nutzen, und zwar in einer Zahl, die in dem ursprünglichen Verfahren nicht annähernd prognostiziert war.
}}
=== 27. Januar 2011 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Christel Groppe, Adendorf}}
{{Kasten|1=Leserbriefe zum A39-Begleitausschuss
'''<big>Chefsache A 39</big>'''
Ich beobachte mit großem Interesse die Umstände um die Wahl der Mitglieder des Begleitausschusses A 39 im Wahlkreis Lüne-Moorfeld, weil ich einmal dort gewohnt habe. Mir fällt dabei auf, dass Frau Giese in ihrem Leserbrief Oberbürgermeister Mädge gefragt hat, ob die Wahl korrekt abgelaufen ist. Offensichtlich gibt es Anlass zu
dieser Frage.
Offensichtlich wird Oberbürgermeister Mädge als eine Instanz angesehen, die für eine Lösung der anstehenden Probleme sorgen kann. Normalerweise müssten Herr Mädge oder sein Pressesprecher etwas dazu
sagen. Das passiert aber nicht.
Statt dessen antwortet immer Herr Martin Knoop, der sich durch seine Leserbriefe aus
meiner Sicht als Führungsmitglied der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld zu erkennen gegeben hat. Ich denke, dass es für Oberbürgermeister Mädge Zeit ist, eine Lösung zu suchen, die alle zufriedenstellt.
}}
e281369037eab86049009d936e1930cb779a48f9
Presseberichte Januar 2012
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{{Pressekopf}}
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=== 16. Januar 2012 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Investitionsrahmenplan 2011-2015 ====
{{LB|Renate und Eckehard Niemann/Varendorf}}
{{Kasten|1=„Handwerk fordert Ausbau der Verkehrswege“, LZ vom 23. Dezember
'''<big>Schwindendes Geld</big>'''
Wenn Geschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade meinen, im neuen Infrastrukturrahmenplan 2011-2015 sei bereits Geld für den Bau des A39-Abschnitts Wolfsburg-Ehra „eingestellt worden“, dann unterliegen diese Herren einem gravierenden Irrtum. Das Bundesverkehrsministerium hat nämlich eindeutig erklärt, dieser Rahmenplan dürfe gerade nicht als Finanzierungsplan missverstanden werden. Und dies aus gutem Grund, denn wegen des absoluten Vorrangs von Verkehrswegs-Reparaturen und bereits begonnener Großbau- Maßnahmen wird kaum Geld übrig bleiben für weitere neue Projekte. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass das Ministerium in einer weiteren Rubrik rein formal noch aufgelistet hat, welche weiteren Planungen denn bis 2015 theoretisch überhaupt noch fertig werden könnten. Und unter diesen hunderten Projekten befinden sich von den 105 km einst beabsichtigter A 39 nur noch 14 km A 39 im Süden – wobei selbst deren Planfeststellung bis 2015 nicht als sicher eingeordnet wird.
}}
=== 20. Januar 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Sitzung des A39-Begleitausschusses der Stadt Lüneburg
|Headline=Stadt möchte den Tunnel verlängern
|Untertitel=Begleitausschuss diskutiert über Planungsstand des A 39-Ausbaus und ein mögliches Tempolimit
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2012-01-20.jpg|thumb|526px|left|'''Schon heute sorgt der Verkehr auf der Ostumgehung für eine Menge Lärm. Mit der Autobahn wird der noch zunehmen, die Anwohner sollen deshalb möglichst gut davor geschützt werden.''' Foto: be]]
Mit einem Forderungskatalog wollen die Stadt Lüneburg und der Begleitausschuss zur A39 weitere Anliegen gegenüber der Straßenbauverwaltung durchsetzen. Vor allem in Sachen Lärmschutz wollen die Mitglieder des Gremiums mehr erreichen. Bei der Sitzung des von Anwohnern, Vertretern von Organisationen, Parteien und Verwaltung besetzten Arbeitskreises am Mittwochabend im Glockenhaus stellte der städtische Verkehrsdezernent
Markus Moßmann einen Entwurf vor. Manche der Anliegen werden schon seit langem diskutiert.
Bekanntlich soll die umstrittene Autobahn auf der Trasse der Ostumgehung verlaufen. In Höhe Lüne-Moorfeld will die
Straßenbauverwaltung quasi einen Deckel über die Trasse legen. Doch der Stadt ist der Tunnel mit jetzt geplanten 399
Metern Länge zu kurz. Um den Lärmschutz zu verbessen, soll er im Norden wie im Süden länger werden, lautet der
Wunsch. Zudem seien Filteranlagen nötig, die Anwohner vor Abgasen und Feinstaubbelastung schützen sollen. Wie berichtet, müssten solche Anlagen bei einer Länge von „nur“ 399 Metern nicht eingebaut werden.
Zudem geht es um den Knalleffekt, der an den Ein- und Ausfahrten entsteht. Hier solle die Behörde konkretisieren, wie sie Anrainer vor diesem Krach bewahren möchte. Zwei weitere Anliegen zielen in dieselbe Richtung: So soll geklärt werden, in welcher Form und Länge ein Lärmschutzwall auf der Seite der Eichendorffstraße erhalten beziehungsweise ausgebaut wird. Zudem möchten Anwohner wissen, inwieweit Lärmschutzwände auf den Grüninseln der Anschlussstelle
Moorfeld entstehen könnten.
Die Stadt begrüßt die Anbindung des Gewerbegebietes Bilmer Berg an die Autobahn. Doch fehlen ihr Aussagen zum zeitlichen Ablauf der Baumaßnahmen. Offen bleibe auch, wann die geplante Verschwenkung der B216 in Höhe Industriegebiet Hafen erfolgt. Hier möchte die Stadt eigene Planungen mit denen der Autobahnplaner besser abstimmen.
Bei ökologischen Ausgleichsmaßnahmen will das Landesstraßenbauamt Flächen bei Gut Vrestorf und südlich von Alt Hagen ausweisen. Die Stadt hingegen hielte es für sinnvoll, den Raderbach aufzuwerten. Dies möge beim weiteren Vorgehen berücksichtigt werden.
Kontrovers diskutierte der Ausschuss über ein Tempolimit auf der künftigen Autobahn. Forderungen dazu sollten aber erst einmal nicht in den Katalog aufgenommen werden. Moßmann will das überarbeitete Papier den Ausschussmitgliedern zusenden, haben die ihr Plazet gegeben, soll es an die Straßenbauverwaltung gehen.
}}
=== 26. Januar 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Verkehrszahlen auf der B4
|Headline=Der Verkehr nimmt ab
|Untertitel=Weniger Autos auf der Ostumgehung? – Stadt hat Zweifel – Durch Melbeck rollen nicht mehr so viele Laster
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Auf der Ostumgehung rollt weniger Verkehr als angenommen. Wurden 2005 an der Abfahrt Lüneburg
Nord 40 600 Fahrzeuge gezählt, waren es 2010 rund 1700 weniger, nämlich 38 900. An der Abfahrt zur B216 sank der Wert um 2200 Autos von 31 200 auf 29 000. Volker Constien von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld hat Daten ausgewertet, welche die Bundesanstalt für Straßenwesen jetzt veröffentlicht hat. Es gibt allerdings auch Zunahmen der Verkehrsmenge: An der Abfahrt Richtung Häcklingen rauschten 21 300 Wagen entlang, 1400 mehr als fünf Jahre zuvor.
Die Bundesanstalt hat den Autobahnkorridor bis Braunschweig betrachtet und dabei auch den Lkw-Verkehr erfasst. Auch wenn Anwohner in vielen Orten an der B4 einen anderen Eindruck haben mögen, ergibt sich laut Constien, dass weniger Lastwagen über die Bundesstraße rollen. An der Zählstelle bei Melbeck wurden rund 30 Prozent weniger Lkw erfasst, auf der Ostumgehung liegt das Minus je nach Zählstelle zwischen 21 und knapp 35 Prozent.
Für Autobahngegner wie Constien untermauern diese Ergebnisse ihre kritische Haltung zum Bau der A39: „Es gehört schon viel Fantasie dazu, aus diesen Zahlen die Notwendigkeit einer Autobahn abzuleiten.“ Allerdings ist Constien selbstverständlich klar, dass der Neubau andere stauanfällige Trassen wie die A7 entlasten soll – die A39 werde also Verkehr anziehen. Der Zahlen-Experte der BI vermutet, das Minus auf der Ostumgehung könnte sich daraus erklären, dass Lastwagen die B4 in Richtung Melbeck nur noch eingeschränkt nutzen dürfen und Chauffeure mit weiter entfernt
liegenden Zielen daher gar nicht erst in die Region kommen.
Verkehrsdezernent Markus Moßmann hat Zweifel, er hält die Werte für zu gering: Die Bundesanstalt erfasse Daten von Montag bis Sonntag, die Stadt hingegen von Montag bis Freitag: „An Werktagen ist die Belastung höher.“ Zudem steige die Verkehrsmenge ständig, wie die Stadt aus Zählungen wisse. Zudem müsse berücksichtigt werden, dass es in den vergangenen Jahren mehrere größere Baustellen gab, Folge könnte eine Verdrängung sein.
Die geringeren Zahlen bereiten Constien auch Sorge. Denn eine sinkende Belastung auf der Ostumgehung könne zur Folge haben, dass Behörden Lärmprognosen nach unten korrigierten mit der Folge, dass weniger in Schutzmaßnahmen investiert werde.
Derweil gehen die Planungen für die Autobahn 39 voran. Die Straßenbaubehörde hat einen Vorentwurf an das Verkehrsministerium in Berlin geschickt, in den kommenden Wochen erwartet der Lüneburger Amtschef Dirk Möller den sogenannten „Gesehen-Vermerk“ zurück. In nächsten Schritten kann er dann einen Planfeststellungsantrag stellen, vergleichbar mit dem Antrag auf eine Baugenehmigung. Damit verbunden ist dann beispielsweise, dass Träger öffentlicher Belange wie Energieversorger und Naturschutzverbände Einwände gegen Aspekte der Planungen vorbringen können.
Für Verkehrsdezernent Moßmann bedeutet die nächste Phase erst einmal eine weitere Verfeinerung der Planungen. Schon jetzt habe die Stadt Bedenken und Anregungen geäußert. So sei bereits ein Tunnel im Moorfeld in die Konzeption der Straßenbaubehörde eingegangen. Allerdings liegen hier Wunsch und Ansatz auseinander: Während die Stadt für die Anlieger einen längeren Tunnel und damit mehr Lärmschutz fordert, sagt Möller, dass eine 399 Meter lange Röhre aus Sicht seiner Behörde ausreiche.
Als kürzlich der städtische Begleitausschuss zur A39 tagte, in dem Vertreter von Anwohnergruppen, Umweltverbänden und Behörden sitzen, drückte Moßmann aufs Tempo: Weitere Anliegen sollten zügig formuliert und an die Straßenbauverwaltung geschickt werden, da die Planungen voranschreiten. Den Ausschuss hat die Stadt eingerichtet, um Beratungen der Behörden den Anwohnern transparent zu machen.
Ob und wann der erste Spatenstich erfolgt, bleibt offen. Müller rechnet mit Klagen gegen den Autobahnbau. Zudem muss die Investition in den Etat des Bundes verankert werden.
}}
=== 28. Januar 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Wahlen im Dachverband der BIs gegen die A39
|Headline=Gestärkt gegen die A39
|Untertitel=Neues Sprecher-Team
|Autor=lz
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=Die Vertreter der Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn 39 haben für ihren Dachverband ein neues Sprecher-Team gewählt. Mit einer neuen Struktur, die auch drei Regionalsprecher vorsieht, stellt sich die Interessenvertretung der Autobahngegner insgesamt breiter auf.
Die Bürgerinitiativen gegen die A39 schickten 30 Vertreter nach Uelzen, um unter anderem eine neue Dachverbandsspitze zu wählen. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatten sich die Initiativen für eine neue Struktur entschieden. Danach sollte es neben dem Sprecher-Duo auch je eine Vertretung für die Regionen Nord, Mitte und Süd geben. „Es kommt nun viel Arbeit auf uns zu, die wir auf mehr Schultern verteilen wollen“, sagte Dachverbandssprecherin Annette Niemann.
Als Sprecher-Duo wurden Annette Niemann aus Aljarn, die erneut antrat, sowie Hans-Christian Friedrichs aus Reppenstedt gewählt. Regionalsprecher für den Norden wurde Frank Kracht von der BI Lüne-Moorfeld. In der Mitte der A39-Region übernehmen Beate Kubeneck und Marion Baum, beide BI Röbbel/Groß Hesebeck, gemeinsam die Verantwortung. Den Süden wird Frank Warnecke aus Brome im Landkreis Gifhorn vertreten.
Friedhelm Feldhaus aus Lüneburg war neben Annette Niemann Dachverbandssprecher, er trat jedoch nicht wieder zur Wahl an.
}}
{{Pressefuss|September 2011|März 2012}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Januar 2021
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Sysop
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 9. Januar 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zur [[Autobahn GmbH]]
|Headline=Strukturreform bringt keine Einsparungen
|Untertitel= <span style="color:red">Autobahnen</span>
|Autor=GT
|Ort=Berlin
|Link=
|Text=Die erhofften Einsparungen durch geänderte Zuständigkeiten für die deutschen Autobahnen werden wohl noch länger ausbleiben. Das geht aus Zahlen hervor, die das Bundesverkehrsministerium in seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen preisgegeben hat. Für dieses Jahr belaufen sich demnach die Ausgaben der Autobahn GmbH des Bundes, die anstelle der Bundesländer das Autobahnnetz betreut, auf 1,77 Milliarden Euro. In den zwei Folgejahren sollen sie dann auf jeweils 1,38 Milliarden Euro zurückgehen. Damit sind die Kosten immer noch doppelt so hoch wie 2016 beim Beschluss der groß angelegten Strukturreform vom Verkehrsministerium geplant. »Die erhofften Synergien und Effizienzen rücken damit in weite Ferne«, sagt der Grünen-Haushälter Sven-Christian Kindler. Der Oppositionspolitiker verlangt von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine stärkere Aufsicht über die Autobahn GmbH. Die Gesellschaft privaten Rechts ersetzt die Autobahnverwaltungen der Bundesländer und hat ihren Sitz in Berlin. Schon der Aufbau war wegen üppiger Gehälter, Beraterhonorare und hoher Immobilienkosten für den Standort in der Friedrichstraße in die Kritik geraten.
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
{{Pressefuss|Dezember 2020|März 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Juli 2006
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{{Pressekopf}}
=== 28. Juli ===
==== {{HA}} zur Ortsumgehung für Melbeck ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Schluß mit dem Verkehrschaos!</big>'''
'''Melbeck: Anlieger wollen endlich Ruhe für ihren Ort. Eine Informationsveranstaltung brachte es an den Tag: 2015 sollen täglich 21 000 Autos durch den Ortskern rollen. Das ist den Bewohnern zuviel.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Melbeck''' -
Seit Jahrzehnten ist sie der Störenfried in dem idyllischen Örtchen am südlichen Stadtrand Lüneburgs: Die Bundesstraße 4 zerschneidet den Ortskern von Melbeck und schüttet ihn mit [[Lärm]] zu. Anläufe, die Situation zu ändern, gab es viele - zuletzt hofften die Melbecker auf den Bau der A 39, die ihr Dorf vom Schwerlastverkehr befreien sollte. Dieser Traum platzte, als Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) bei einem Besuch im Frühsommer deutlich machte, daß die Autobahn eine Ortsumgehung nicht ersetzen kann.
Doch dabei darf es nach Auffassung der Anlieger nicht bleiben: "21 000 prognostizierte Fahrzeuge pro Tag im Jahr 2015, das können wir nicht hinnehmen", sagt Heike Carstens, eine der Initiatorinnen der Interessengemeinschaft für die Ortsumgehung Melbeck. Die Initiative hatte zu einem Informationsabend eingeladen, bei dem Wege aus dem Verkehrschaos gesucht werden sollten.
Doch schnell wurde bei der Debatte in der Gemeindescheune klar, daß es eine spontane Lösung nicht geben wird. Vor den Erfolg sind planerische Hürden gesetzt, machte Norbert Sprenger vom Niedersächsischen Landesstraßenbauamt klar: "Der Bedarf für diese Straße muß im [[Bundesverkehrswegeplan]] erst angemeldet werden - vor dem Jahr 2009 passiert da nichts." Und auch dann blieben die Realisierungschancen vage: "Die finanziellen Mittel sind begrenzt. Da besteht eine echte Konkurrenz zur A 39." Hinzu kommt, daß Melbeck von besonders hochwertigen Naturschutzgebieten eingerahmt wird - diese Gebiete anzutasten, dürfte nicht einfach werden. Auch benachbarte Ortschaften wie Deutsch Evern hätten ein Wörtchen mitzureden: "Die sind bei der [[Ostumgehung]] Lüneburg schon hart rangenommen worden, und sie werden sich bedanken, wenn jetzt noch mehr Verkehr bei ihnen vorbeirollt", meinte ein Zuhörer. "Außerdem sind wir in einer Samtgemeinde und müssen uns mit dem Samtgemeinderat abstimmen", gab ein Teilnehmer aus dem Publikum zu bedenken. Ob man in dieser Situation nicht besser schnellere Lösungen verfolgen sollte, wollte deshalb ein Zuhörer wissen. "Die Sperrung für den Schwerlastverkehr ab zwölf Tonnen, die ab August greifen soll, war alles, was wir spontan durchsetzen konnten", erklärte dazu Melbecks stellvertretender Bürgermeister Klaus Hübner. Wenn Ortsumgehung, dann bitte schnell - darin zumindest war man sich auf dem Podium am Schluß einig. Die Unzufriedenheit der Zuhörer war deutlich spürbar: "Ich glaube, der Zug ist abgefahren. Vielleicht können ja unsere Enkel auf eine Lösung hoffen", meinte abschließend einer der Teilnehmer.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/07/28/591383.html Quelle]
}}
=== 22. Juli ===
==== {{HA}} zur Stellungnahme des Lüneburger Stadtrates ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39: Stadtrat genehmigte Stellungnahme</big>'''
'''Autobahn 39'''
''Von Carolin George''
Abgesegnet hat der [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/pa021.asp Rat der Stadt Lüneburg] die Stellungnahme der Verwaltung zur geplanten Trasse der Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg. Wie berichtet, hat die Stadt sich in einem 124 Seiten starken Papier und vier Gutachten gegen die [[Vorzugsvariante]] durch Lüneburger Stadtgebiet ausgesprochen. [[St.-Florians-Prinzip|Die Stadtväter möchten die Autobahn im westlichen Teil des Landkreises sehen.]] Die Stellungnahme wird jetzt der Regierungsvertretung übergeben.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/07/22/589375.html Quelle]
}}
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=== 21. Juli ===
==== {{LZ}} zur Position des Lüneburger Stadtrates ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Weiter für West-Variante</big>'''
'''Juristin zerpflückt A 39-Unterlagen - [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/pa021.asp Lüneburger Rat] gegen Stadt-Trasse '''
''jj Lüneburg.''
Erst zerlegte [http://www.dr-rueping.de/anwaelte/index.html Juristin Dr. Uta Rüping] den Unterlagen-Wust der Regierungsvertretung zur Autobahn 39, pickte die Kritikpunkte heraus, dann bestätigte der [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/pa021.asp Rat der Stadt] gestern Abend mit großer Mehrheit seine Position: Lüneburg ist gegen die A 39-[[Vorzugsvariante]] mitten durch die Stadt und für eine Trassenvariante im Westen.
So steht es in der Stellungnahme der Stadt zum [[Raumordnungsverfahren]], das die Auswirkungen der A 39 auf Menschen, Flora und Fauna, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Kultur abgewägt.
[http://www.dr-rueping.de/anwaelte/index.html Dr. Rüping] fasste in einem Parforceritt zusammen, was Gutachter für die Stadt aus den Raumordnungs-Unterlagen an Schwachstellen gefiltert hatten, ob zu Verkehr, [[Lärm]], Städtebau oder rechtlichen Mängeln. Und dazu mussten sie ganz tief in die Varianten-Vergleiche einsteigen.
Am Ende kam vor allem eines heraus: Dem Menschen wird in dem ganzen Papierberg zur A 39 kaum Beachtung geschenkt, geschweige denn der Bedeutung der historischen Stadt Lüneburg. "Dass am Ostkorridor eine Stadt wie Lüneburg liegt, hat man wohl im Hauptvariantenvergleich vergessen", sagt Rüping süffisant. Da werde eine blühende Stadt abqualifiziert. Und was schlimmer wiegt, so Rüping, alles basiere auf veralteten Daten und zu kurzen Prognosezeiträumen für den Verkehr. "In einigen Straßen Lüneburgs fahren schon heute täglich 10 000 Pkw mehr als es in den Unterlagen für die A39 steht."
Beispiel Bebauung des Schlieffenparks: "Wenn die Autobahn so gebaut wird, könnte man da bei gekippten Fenstern nicht schlafen." Ob mehr Luftschadstoffe, gigantische Schallschutzwände, eine tiefergelegte Autobahn, die die gesamten Grundwasserverhältnisse durcheinander bringt oder Kulturgüter wie das [http://www.kloster-luene.de/ Kloster]: Die Stadt tue gut daran, gegenzuhalten. Und zwar jetzt, nur über die Einwendungen im [[Raumordnungsverfahren]] können Änderungen erreicht werden.
Dr. [[Gerhard Scharf]] ([[CDU]]): Der [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/pa021.asp Rat] habe schon vor Wochen die [[Vorzugsvariante]] abgelehnt und sich für eine West-Variante ausgesprochen. Doch dies sei nicht das [[St.-Florians-Prinzip]], sondern hier formuliere ein Rat die Interessen seiner Bürger, "dies und die ablehnende Abstimmung im Kreistag werden ein Signal für die Region, den Landtag und den Bundestag sein."
[[SPD]]-Chef [[Heiko Dörbaum]]: "Ich frage mich, wie die Landesbehörde hier so an Menschen vorbeiplanen konnte." Das Oberzentrum Lüneburg hätte oberste Priorität bei [[Planung]] haben müssen. Allein die Vorstellung, die Bundesstraße 4 zurückzubauen, die [[Ostumgehung]] in Teilen zur Autobahn umzufunktionieren, schon das sei nicht akzeptabel.
[[FDP]]-Fraktionschefin [[Birte Schellmann]] schlug auch in die Kerbe: "Das [[Schutzgut Mensch]] spielt kaum eine Rolle. Und Lüneburg hat mit der [[Ostumgehung]] schon verkehrlich Vorleistungen für die ganze Region erbracht." Sie empfand die Unterlagen der Raumordnungsbehörde als Versagen. "Wie kann man so eine über Kriege hinweg unzerstörte Stadt beschädigen."
Nur [[Andreas Meihsies]] von den [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]] ging auf Gegenposition. Seine Fraktionen lehnt die Autobahn komplett ab. Juristen und Gutachtern der Stadt, 100 000 Euro teuer, bescheinigte er zwar gute Arbeit, doch am Ende würden 80 Prozent der Einwände durch neue Prognosen gekippt, der Rest weggedrückt. Meihsies käme eine Klage der Stadt zupass, allein schon um das Verfahren zu verlängern. "Aber der Rat wird trotzdem ein falsches Signal senden. Denn [[St.-Florians-Prinzip|mit der West-Variante wollen Sie den Schiet anderen Leuten vor die Tür kippen]]." Bis zur Wahl möge die Mehrheit im Rat mit ihrer Haltung durchkommen, aber irgendwann müsse sie Farbe bekennen.
Für [[Bündnis 90/Die Grünen|die Grünen]] ist klar: Die A 39 darf nicht kommen. [[SPD]], [[CDU]] und [[FDP]] bekräftigten die Ratsentscheidung gegen die [[Vorzugsvariante]] und für die West-Tangente.
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=== 19. Juli ===
==== {{HA}} zur [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 Stellungnahme des Lüneburger Kreistages] ====
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| '''<big>A 39: Kreistag gegen Verwaltung</big>'''
''Von Carolin George''
'''LÜNEBURG''' -
In geheimer Abstimmung hat der Lüneburger Kreistag [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 die Stellungnahme der Landkreisverwaltung zur geplanten Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg] abgelehnt. 26 gegen 24 lautete das Ergebnis, mit dem die [[Politiker]] gegen [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf das zehnseitige Papier] stimmten. An die Regierungsvertretung geschickt wird es trotzdem: Denn bis 31. Juli muß der Landkreis seine [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Stellungnahme] abgeben.
Als "akzeptable Lösung" schätzt die Verwaltung die [[Vorzugsvariante]] ein. Sie habe "erheblich geringere Zerschneidungseffekte", heißt es, nur gelte dies "bedauerlicherweise nicht für das Stadtgebiet von Lüneburg". Außerdem würden "keine großen und wertvollen Waldkomplexe zerschnitten". [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Das Papier] lobt die "gute Anbindung" der Gewerbestandorte.
Um die Stadt möglichst wenig zu belasten, befürwortet der Landkreis soviel "Abdeckelung" - also Tunnel - wie möglich.
Stellvertretend für die fraktionsübergreifende Runde der Ablehner sagt der [[SPD]]-Landratskandidat [[Manfred Nahrstedt]]: "Das [[Schutzgut Mensch]] ist kein Thema, [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die Stellungnahme] unterschlägt, daß Lüneburg Weltkulturerbe werden will und sagt so gut wie nichts über den Schutz des [http://www.kloster-luene.de/ Klosters]. Was ist denn mit dem Wald dort?" Sein wütendes Fazit: "So kann man eine Vorlage nicht abgeben." Hätte man nicht - ähnlich wie die Stadt, die 100 000 Euro in vier Gutachten auf 124 Seiten gesteckt hat - auch Fachleute von außen heranholen sollen?
"Wozu denn?" sagt Erster Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]] und Landratskandidat der [[CDU]], "die Gutachter könnten noch so teuer sein, [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die Vorlage] hätte trotzdem keine Chance gehabt" - zum Beispiel gegen ein Kreistagsmitglied, das etwa in Lüne-Moorfeld wohne. Porwol: "Jeder sieht nur: [[St.-Florians-Prinzip|Ich will die Autobahn, aber nicht vor meiner Tür]]." Anders ist es im Rat der Stadt Lüneburg: Dessen Mitglieder wohnen in Lüneburg, wehren sich unisono gegen eine Trasse durch ihre Stadt.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/07/19/588127.html Quelle]
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=== 18. Juli ===
==== {{LZ}} zur [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Stellungnahme des Lüneburger Kreistages] ====
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|<center>[[Bild:Schumann-Schilling.png]]</center><br>[[Monika Schumann-Schilling]], [[FDP]]: „Ich habe in der [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Stellungnahme] viel über Umwelt und Natur gelesen – es fehlt der Mensch.“
|<center>[[Bild:Doerbaum.png]]</center><br>[[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]): „Die [[Vorzugsvariante]] zerstört die Siedlungsräume Lüneburgs, Deutsch und Wendisch Everns.“.
|<center>[[Bild:Kalliefe.png]]</center><br>Kreismitarbeiter Burkhard Kalliefe: „In der jetzigen Planungsphase geht es um Raumbedeutung und nicht um Details.“
|<center>[[Bild:Scharf.png]]</center><br>Dr. [[Gerhard Scharf]] ([[CDU]]): „Dieser Eingriff in die Planungshoheit der Kommunen ist ein Verstoß gegen das [[Grundgesetz]].“
|<center>[[Bild:Staudte.png]]</center><br>[[Miriam Staudte]] ([[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]): „Das ist wie Russisches Roulette – aber keiner traut sich, aus dem Spiel auszusteigen.“
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'''<big>Kreistag bremst Verwaltung</big>'''
'''Parteiübergreifende Mehrheit lehnt [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf A 39-Stellungnahme] ab - [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Papier] wird dennoch abgeschickt '''
''ml Lüneburg.''
Die einen feierten es als Sternstunde der Demokratie, die anderen sprachen von einem Armutszeugnis. In geheimer Abstimmung hat der Lüneburger Kreistag gestern [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die Stellungnahme zur Autobahn 39] abgelehnt. 24 Abgeordnete votierten für den Verwaltungsentwurf, 26 dagegen.
Kurios: [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Die Stellungnahme] wandert nicht etwa in den Papierkorb, sondern soll dennoch bei der Regierungsvertretung abgegeben werden - einschließlich des Kreistagsvotums. "Verzichten wir auf eine Stellungnahme, wird dies als Zustimmung gewertet", verdeutlichte Erster Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]] das Problem. Landrat [[Franz Fietz]] nannte das Ergebnis nach der Sitzung sogar "einen Erfolg". Er hatte im Vorfeld mit einem deutlicheren Nein des Kreistags gerechnet.
Grundsätzlich befürwortet die Kreisverwaltung in dem [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf Papier] das Projekt und die [[Vorzugsvariante]], verweist aber auf die Nachteile für den Osten Lüneburgs. Nur eine Tunnellösung könne die "gravierenden Belastungen" mildern. "Mehrkosten dürfen hier angesichts der wesentlich geringeren Beeinträchtigungen kein Argument sein", heißt es in dem Entwurf. Zudem schlägt der Kreis vor, die weitere Nutzung der [[Ostumgehung]] "gründlicher zu prüfen". Eine Westtrasse lehnt die Verwaltung jedoch ab.
Der Abstimmung vorausgegangen war eine hitzige Debatte. Schnell war klar: Der Spaltpilz A 39 macht auch vor Parteigrenzen nicht halt, sondern fördert Koalitionen im Kleinen - je nach Wohnort. So verpuffte der Appell des Bleckeders [[Lutz Röding]] ([[CDU]]), sich wenigsten auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu einigen, spätestens, als Parteifreund Dr. [[Gerhard Scharf]] aus Lüneburg das Mikrofon ergriff. Die Begründung der [[Vorzugsvariante]] nannte der [[CDU]]-Politiker "dünn und dürftig", warf der Verwaltung vor "eine Stellungnahme im vorauseilenden Gehorsam verfasst zu haben".
Buhmann für die Gegner war Kreismitarbeiter Burkhard Kalliefe: Er hatte [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die zehnseitige Stellungnahme] verfasst, dabei laut Scharf "gravierende Mängel in der [[Planung]] kritiklos hingenommen". Stadtratskollege [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]) sieht unter anderem den "Stellenwert des [http://www.kloster-luene.de/ Klosters Lüne] überhaupt nicht berücksichtigt".
[[Bild:2006-07-18-landeszeitung-02.png|thumb|400px|'''Rund 400 Lüneburger aus den Stadtteilen Moorfeld, Lüne und Ebensberg demonstrierten im Juni gegen die [[Vorzugsvariante]].''']]
Viel gelesen hat in der Stellungnahme auch [[FDP]]-Fraktionschefin [[Monika Schumann-Schilling]]: "Über Natur, Umwelt, Wald und Wasser - was fehlt, ist der Mensch", kritisierte die Lüneburgerin [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf den Entwurf].
[[CDU]]-Fraktionschef [[Jens Kaidas]] nahm den Kreismitarbeiter hingegen ebenso in Schutz wie der Lüneburger Rechtsanwalt Alexander Blume ([[CDU]]). Beide bescheinigten Kalliefe eine distanzierte, sachliche und qualifizierte Arbeit.
Unisono beklagten die Abgeordneten allerdings die späte Vorlage [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf des Entwurfs]. Änderungen der Fraktionen konnten so nicht berücksichtigt werden. Während Röding dies nur "bedauerlich" nannte, warf [[SPD]]-Fraktionchef [[Manfred Nahrstedt]] der Verwaltung vor, "nicht ernsthaft und genau genug gearbeitet zu haben".
Kein Verständnis hatte der Sozialdemokrat zudem für den Antrag auf geheime Abstimmung des [[CDU]]-Fraktionsvorsitzenden. "Die Menschen wollen und sollen wissen, wer wie im Kreistag abstimmt." Mit knapper Mehrheit folgte der Kreistag dennoch Kaidas Vorschlag. Somit blieb aber auch unklar, wer aus den Reihen der [[SPD]] für [http://www.landeszeitung.de/dokumente/a39_lbg.pdf die Stellungnahme] stimmte. Denn während sich [[CDU]]- und [[FDP]]-Politiker deutlich zu ihrem Nein bekannten, gaben sich die Befürworter in den Reihen der [[SPD|Sozialdemokraten]] nicht zu erkennen. Bei 24 Ja-Stimmen muss es sie allerdings gegeben haben.
Treu blieben sich [[Bündnis 90/Die Grünen|die Grünen]]. Sie lehnen das Projekt grundsätzlich ab, fordern stattdessen die vorhandene Infrastruktur auszubauen. Der Poker um die A 39 ist für Fraktionsvorsitzende [[Miriam Staudte]] ohnehin wie Russisches Roulette: "[[St.-Florians-Prinzip|Die geladene Knarre geht rum, und jeder hofft, dass es ihn nicht trifft]]. Aber keiner hat den Mut, aus dem Spiel auszusteigen."
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==== {{LZ}} zur [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 Stellungnahme des Lüneburger Kreistages] (Kommentar) ====
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'''<big>Einmal mit ohne, bitte!</big>'''
''Von Hans-Herbert Jenckel''
Was für ein Theater: Der Kreistag lehnt [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 die Stellungnahme der Verwaltung zur Autobahn 39] ab. Und das in geheimer Abstimmung. Abgeschickt wird sie trotzdem. Warum? Weil der Kreis sonst keine hätte. Dabei hatte die Verwaltung nie eine Chance im Kreistag. So stilprägend in einem immerwährenden "So-wohl-als-auch" hätte gar keine [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 Stellungnahme zur Autobahn 39] ausfallen können, als dass sie nicht im Kreistag hätte durchfallen müssen. Zwingend. Denn der Rat der großen selbstständigen, aber eben nicht kreisfreien Stadt Lüneburg hatte schon vor Wochen mit seinem Nein zur [[Vorzugsvariante]] durch Lüneburg und mit seinem Ja zu einer Westvariante den Treibsatz gelegt. Denn im Kreistag sitzen etliche Herren aus dem Rat der Stadt. Sie spielen im Kreistag in Sachen A39 Große Koalition.
So weit, so kurios. Doch [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=kreisa39 was der Landkreis jetzt als A 39-Stellungnahme vorgelegt hat], ist auch ein Paradebeispiel für Verwaltungsprosa. Textprobe: "Wie so oft zeigt sich hier, Grenz- und Richtwerte folgen einem Einbahnstraßenprinzip. Mit zunehmendem Erkenntnisdruck, dem Zeithorizont folgend, müssen sie zumeist in eine Richtung korrigiert werden, nämlich nach unten. Die Korrektur erfolgt häufig erst, wenn die Beweislast erdrückend ist." Gemeint ist: Die Messgeräte werden besser und die Bürger empfindlicher und mosern.
Die Kritik im Kreistag ließ nicht auf sich warten. Das war bitter für den verantwortlichen Burkhard Kalliefe, der sich offenbar vom Gedanken leiten ließ: Konfliktstoff birgt jede Variante, aber die durch die Stadt ist rein statistisch das geringste Übel an Länge und Belastung.
Dabei ist die Autobahn längst zur Belastungsprobe für den ganzen Kreis geworden. Die [[Politiker|(politische) Mehrheit]] will sie, [[St.-Florians-Prinzip|aber nicht hier und nicht da]], am liebsten ohne [[Lärm]], Verkehr und am besten im Tunnel.
Meine Damen und Herren: "Mit ohne" wird gerne bei Pommes mit Ketchup, ohne Majo bestellt - bei Autobahnen ist dies leider nicht vorgesehen.
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=== 15. Juli ===
==== Neues Deutschland zum Stand der Einwendungen (9.500) ====
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'''<big>Streit um die VW-Autobahn</big>'''
'''9500 Einwendungen gegen das Verkehrsprojekt in Niedersachsen'''
''Von Volker Macke, Hannover''
Noch gibt es sie nur auf dem Papier. Doch schon jetzt spaltet die Autobahn 39 die Bevölkerung im östlichen Niedersachsen. Die geplante Verbindung soll vor allem das Volkswagen-Werk in Wolfsburg besser mit dem Überseehafen in Hamburg verbinden und mittels Querverbindung zur A14 nebenbei den Westen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern aufwerten.
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Ganz unverblümt hatte Kanzler Gerhard Schröder die »VW-Autobahn« vor ein paar Jahren den Managern in Wolfsburg versprochen. Und es sieht nicht so aus, als ob Schröders Nachfolgerin das ändern will. In der Prioritätenliste des [[Bundesverkehrswegeplan]]s stehen die 110 neuen Autobahnkilometer ganz weit oben. Für 2010 ist der Baubeginn des 600 Millionen Euro teuren Projekts geplant.
Die erste Frist für Einwendungen Betroffener ist kürzlich abgelaufen. 9500 haben sich bisher zum [[Raumordnungsverfahren]] abschlägig zu Wort gemeldet. Für den [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der 33 Bürgerinitiativen] ist das ein überdeutliches Signal an die Politik: »Die Region zwischen Lüneburg und Wolfsburg braucht und will dieses unsinnige und unwirtschaftliche Prestige-Objekt nicht«, heißt es in einer Erklärung. »Immer neue Kommunen wachen jetzt auf«, meint die Sprecherin des [http://www.keine-a39.de/ Dachverbands der Autobahn-Gegner], Annette Niemann.
Dazu zählt jetzt auch die Stadt Lüneburg. [[Vorzugsvariante|Die Autobahn soll nach bisherigen Planungen durch das östliche Stadtgebiet führen]]. Mit vier eigens in Auftrag gegebenen Gutachten zieht die Heidemetropole gegen das Projekt zu Felde. Drei Ingenieurbüros und eine Anwaltskanzlei lassen auf insgesamt 124 Seiten kein gutes Haar an den Plänen der Landesbehörden. Bisherige Verkehrsprognosen und vermutete [[Lärm]]schutzkosten seien viel zu niedrig angesetzt, heißt es. Die Stadtentwicklung werde von der Autobahn eher behindert als unterstützt.
Das sehen einige Gemeinden an der Strecke anders. So manche Kleinstadt hofft auf neue Gewerbeansiedlung, wenn die Autobahn ihr Gebiet streift – vorausgesetzt, es gibt eine eigene Abfahrt. Tatsächlich gilt die Region rund um Uelzen und Salzwedel als rückständig. Eine Verkehrsuntersuchung aus dem Jahr 1995 unter Federführung des Landes Sachsen-Anhalt ergab, dass der Straßenverkehr hier überdurchschnittlich hohe Zeiten für vergleichsweise kurze Strecken zurücklegen muss. Das Unfallrisiko sei sehr hoch, die [[Lärm]]- und Schadstoffbelastung auf innerörtlichen Straßen immens. Aber: Dieselben Experten beurteilen eine neue Autobahn 39 als wenig hilfreich und schlagen stattdessen den Ausbau bereits vorhandener Bundesstraßen vor.
Ob Befürworter oder Gegner in der Heide die Mehrheit haben, wird sich noch zeigen müssen. Bislang haben sich nach den Worten von Dr. [[Holger Manthey]], der die Stellungnahmen im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s koordiniert, erst gut 100 der 220 Kommunen geäußert. Doch die Zahl der Gegner wächt. Sogar in den Dörfern an der parallel verlaufenden, überlasteten Bundesstraße 4, die sich von der Autobahn zunächst Verkehrsberuhigung erhofft hatten. Niedersachsens Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) erklärte unlängst auf einer Bürgerversammlung, dass die A 39 die Probleme auf der B 4 nicht lösen werde. Während auf der Bundesstraße vor allem Regionalverkehr fließe, würde die Autobahn eher als zusätzliche Transitstrecke dienen.
Zu den niedersächsischen [[Kommunalwahl]]en Mitte September wollen die Bürgerinitiativen in dem sonst eher konservativen Landstrich mit eigenen Listen gegen die etablierten [[Parteien]] antreten.
}}[http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=93641&IDC=3 Quelle]
=== 14. Juli ===
==== {{LZ}} zur sogenannten Tunnellösung ====
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'''<big>Tunnellösung versenkt Millionen</big>'''
'''[[Andreas Meihsies]] kritisiert Steuergelder-Verschwendung - [[SPD]]-Landtagsfraktion für Machbarkeitsstudie'''
''as Lüneburg.''
Der viel diskutierte Lüneburger Tunnel für die geplante [[Vorzugsvariante]] der Autobahn 39 wäre Gold wert - allerdings nur was den Preis betrifft. Dieses Fazit lässt die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Lüneburger Abgeordneten [[Andreas Meihsies]] ([[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) zu. Mindestens zehnmal so teuer wie eine Straße ohne Tunnel wäre selbst die einfachste Bauweise.
Für Meihsies, der den Bau der A 39 kategorisch ablehnt, ist damit "die Tunnellösung unrealistisch. Da werden Steuergelder verschwendet", wettert er. Derweil will die [[SPD]]-Landtagsfraktion auf Bestreben des Lüneburger Abgeordneten und Tunnelverfechters [[Manfred Nahrstedt]] diese Lösung weiter vorantreiben.
Meihsies hatte die Landesregierung gefragt, ob sie "eine Untertunnelung großer Teile des Lüneburger Stadtgebietes für realistisch halte und mit welchen Mehrkosten diese Variante verbunden" sei. Ob sie realistisch sei, "ist im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s abzuarbeiten, in der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] zu entscheiden und wird im [[Linienbestimmung]]sverfahren durch den Bund abschließend geprüft", antwortet die Landesregierung.
Bezüglich der Baukosten heißt es, dass diese je nach Bauweise erheblich schwanken. Als Durchschnittswerte werden für einen Tunnel in offener Bauweise pro laufende 100 Meter zirka 5,7 Millionen Euro genannt. In bergmännischer Bauweise (unterirdisch) würde er pro laufende 100 Meter zirka 11 Millionen Euro kosten. Die Kosten für den Bau einer Straße pro laufende 100 Meter nehmen sich dazu im Vergleich gering aus, sie werden mit 0,6 Millionen Euro veranschlagt.
Auskunft bekam Meihsies auch zu seiner Frage, ob ein neuer Trassenverlauf der A 39 im Bereich Lüneburg noch vor der [[Kommunalwahl]] vorgelegt werden könnte. "Der Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s und die [[landesplanerische Feststellung]] werden bis Ende 2006/Anfang 2007 erwartet", heißt es.
Die [[SPD]]-Landtagsfraktion gräbt für den Tunnel. In ihrem [[Presseberichte_Juli_2006#SPD-Landtagsfraktion_Niedersachsen_fordert_Tunnell.C3.B6sung|Antrag]] fordert sie die Landesregierung auf, sich "beim Bundesverkehrsministerium für die Machbarkeitsstudie einer Tunnellösung der geplanten [[Vorzugsvariante]] der A 39 im Bereich der Stadt Lüneburg einzusetzen". Dabei solle auch der Ausbau einer Trasse auf der jetzigen [[Ostumgehung]] in Tunnelform geprüft werden.
Die [[SPD]]-Landtagsfraktion unterstreicht noch einmal, dass es sich bei der A 39 um ein "wichtiges, unverzichtbares Infrastrukturvorhaben" handele. Die geplante [[Vorzugsvariante]] zerschneide jedoch die Stadt, belaste die Menschen und sei zum Schaden des Denkmalensembles [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne]. Deshalb müsse eine Untertunnelung her.
Klare Absage hingegen an die vom Rat der Stadt präferierte Westumfahrung. Diese Alternative würde den Interessen Uelzens zuwiderlaufen, da die Streckenführung zu weit von Uelzen entfernt liefe, argumentiert die Landes-[[SPD]]. Laut Nahrstedt wird der Antrag jetzt im Landtagsausschuss für Wirtschaft und Verkehr beraten.
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==== {{LZ}} zur Position der Interessengemeinschaft Melbeck ====
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'''<big>"Westliche Umgehung ist sinnvoller"</big>'''
'''Deutsch Everns Bürgermeister hält nichts von Plan der Interessengemeinschaft Melbeck'''
''kre Melbeck/Deutsch Evern.''
Eine Melbecker Ortsumgehung, die an Deutsch Evern entlangführt? Diesen Plan der "Interessengemeinschaft Melbeck" lehnt Deutsch Everns Bürgermeister [[Hubert Ringe]] rundweg ab.
[[Bild:2006-07-14-landeszeitung-01.png|thumb|460px|'''Für eine Umgehung Melbecks setzen sich ein (v.l.): Heike Carstens, Gerhard Schley, Stefanie Knoblich, Burkhard Knoblich und Doris Schley.''' <br>Foto: kre]]
Wie berichtet, wollen sich Gerhard und Doris Schley, Heike Carstens sowie das Ehepaar Stefanie und Burkhard Knoblich dafür stark machen, dass die Pläne für eine Melbecker Ortsumgehung aus der Schublade hervorgeholt und wieder mit dem Vermerk "vordringlicher Bedarf" im [[Bundesverkehrswegeplan]] aufgenommen werden. Dazu haben die Melbecker eigens die "Interessengemeinschaft Melbeck" gegründet. "Wir sind keine A 39-Gegner, wollen auch keine Konfrontation mit den Autobahn-Befürwortern", betonte etwa Heike Carstens jüngst gegenüber der LZ. Allerdings glauben sie und ihre Mitstreiter, dass der Bau der A 39 wohl noch Jahre auf sich warten lasse, "während die Ortsumgehung vergleichsweise schnell realisiert werden kann."
Doch das bezweifelt Deutsch Everns Bürgermeister [[Hubert Ringe]] - aus mehreren Gründen: "Eine Umgehung, die von der [[Ostumgehung]] abzweigt und an Deutsch Evern vorbeiführt, würde unter anderem das Naturschutzgebiet Dieksbeck durchschneiden", warnt der Deutsch Everner Rathauschef. Außerdem müsste die Umgehung die Bahnlinie Hamburg-Hannover queren, "und das würde ein gigantisches Bauwerk werden", fürchtet Ringe. Sein Vorschlag: Wenn man schon ernsthaft über eine Umgehung für Melbeck nachdenke, sei es sinnvoller, diese westlich um Melbeck herumzuführen.
Derweil hat Melbecks Bürgermeister [[Heinz Meyer]] ([[CDU]]) seine Bereitschaft, an der geplanten Podiumsdiskussion der Interessengemeinschaft teilzunehmen, zurückgezogen: "Die Diskussion wird wohl eher als eine Veranstaltung des [http://www.keine-a39.de/ Dachverbandes der A 39-Gegner] genutzt werden und weniger zur konkreten Planung von Ortsumgehungsstraßen der Gemeinden an der B 4 zwischen Uelzen und Lüneburg", heißt es in dem Schreiben des Bürgermeisters. Und weiter: "Als Befürworter der A 39 bin ich bei der geplanten Veranstaltung sicher nicht der geeignete Diskussionsteilnehmer und ziehe daher meine Zusage zurück."
Doris Schley allerdings kann Meyers Absage überhaupt nicht nachvollziehen: "Als Bürgermeister hat er nicht Befürworter oder Gegner der A 39 zu sein, sondern die Interessen seiner Gemeinde zu vertreten. Und wenn er anderer Meinung als die Interessengemeinschaft ist, dann soll er diese auf dem Podium vertreten, dafür ist er gewählt worden", so die Melbeckerin.
Die Info-Veranstaltung findet dennoch statt - am Dienstag, 25. Juli, um 19.30 Uhr in der Tenne in Melbeck.
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=== 12. Juli ===
==== {{LZ}} zum Standpunkt der IHK ====
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'''<big>Kammer begrüßt [[Vorzugsvariante]]</big>'''
'''[[Ostumgehung]] genauer untersuchen '''
''red Lüneburg.''
Während das Gros der Menschen in Lüneburg die [[Vorzugstrasse]] für die A 39 ablehnt, erklärt sich die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHK) weitgehend einverstanden mit der vorgelegten Variante.
"Wir sehen aber auch einige Punkte kritisch und bitten darum, diese genauer zu prüfen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jens Petersen. Die Anregungen beziehen sich auf die Trassenführung in Lüneburg. "Auch wenn die [[Ostumgehung]] nicht den technischen Normen einer Autobahn entspricht, wäre es aus Kostengesichtspunkten überlegenswert, die A 39 auf der vorhandenen Trasse zu führen." Über Tempobegrenzungen, zusätzlichen Schallschutz und Verbreiterungsmaßnahmen müsse jedoch noch intensiver nachgedacht werden. Die IHK plädiert dafür, die Möglichkeiten in einem ingenieurtechnischen Gutachten auszuloten. Petersen macht aber deutlich: "Aus Sicht der Wirtschaft wäre es zu begrüßen, wenn das [[Raumordnungsverfahren]] schnell zu Ende geführt würde, damit die A 39 zeitplangerecht gebaut werden kann."
}}
==== {{LZ}} zum Standpunkt des Samtgemeinderates ====
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'''<big>Harsche Kritik am Stadtrat Lüneburg</big>'''
'''Rat Gellersen gegen A 39 im Westen'''
''cn Reppenstedt.''
Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und der Lüneburger Stadtrat haben es sich mit den Gellerser [[Politiker]]n gründlich verscherzt. Das wurde in der letzten Sitzung des Samtgemeinderates vor der Sommerpause einmal mehr deutlich. Das Gremium verabschiedete nach einer hitzigen Debatte eine Stellungnahme zum geplanten Bau der Autobahn 39 an den Stadtrat.
[[Peter Bergen]], Sprecher der Gruppe [[CDU]]/[[Manfred Illmer]] [[FDP]], brachte seine "tiefe Empörung" über das Verhalten von Lüneburger Politikern und von OB Mädge zum Ausdruck. Erst hätten diese die A 39 herbeigewünscht, nun gefalle ihnen die [[Vorzugsvariante]] im Osten nicht und sie versuchten, die Trasse in den Westen zu schieben. Auch Dr. [[Hinrich Bonin]] ([[SPD]]) kritisierte, dass "Lüneburg die gute Arbeit der Planer mit Gutachtengeld umbiegen will". Sein Fraktionskollege [[Wilfried Bauch]] meinte: [[St.-Florians-Prinzip|"Wenn die zum Thema A 39 sagen ,Am besten im Westen', entgegnen wir eben ,Wegen der Kosten im Osten'".]]
Der Samtgemeinderat beschloss bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen, eine Stellungnahme an den Lüneburger Stadtrat und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg zu schicken: Die [[Vorzugsvariante]] werde so akzeptiert, das Verhalten der Lüneburger Politik abgelehnt. Die Abgeordneten der [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]], [[Renate Backhaus|Renate]] und [[Jürgen Backhaus]], kritisierten das Verfahren im Samtgemeinderat, hätten sich in der Sache eine "Verwaltungsvorlage statt einer spontanen Beratung" gewünscht.
Die übrigen 32 Tagesordnungspunkte sorgten im Rat für weniger Wirbel, wurden routiniert abgearbeitet und meist einstimmig beschieden. ...
}}
==== {{LZ}} zum Standpunkt der Interessengemeinschaft Melbeck ====
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'''<big>Umgehungs-Pläne wiederbelebt</big>'''
'''Initiative in Melbeck erwartet von der A 39 keine schnelle Entlastung'''
''kre Melbeck.''
Es war Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]), der Doris Schley und ihre Mitstreiter auf die Idee brachte, eine Initiative zu gründen: "Der Minister hat während seines Besuches in Melbeck selbst betont, dass die A 39 kaum Entlastung für uns bringen wird", berichtet die Melbeckerin.
Schnelle Alternativen sind also gefragt, um den nervenden Schwerlastverkehr aus dem Ort zu bekommen - und die glauben Doris Schley, das Ehepaar Burkhard und Stefanie Knoblich sowie Heike Carstens gefunden zu haben. Sie wollen die Pläne für die Melbecker Ortsumgehung neu beleben: "Das Projekt muss erneut im [[Bundesverkehrswegeplan]] mit dem Vermerk 'vordringlicher Bedarf' aufgenommen werden", lautet ihr Ziel.
"Wir sind keine A 39-Gegner, wollen auch keine Konfrontation mit den Autobahn-Befürwortern", betont Carstens. Allerdings glauben die Mitglieder der "Interessengemeinschaft Melbeck", dass der Bau der A 39 noch jahrelang auf sich warten lässt, "während man die Ortsumgehung vergleichsweise schnell realisieren kann."
"Die Planungen für eine Ortsumgehung liegen doch längst vor", sagt Gerhard Schley und zieht einen Plan aus der Tasche: Auf dem verläuft die Trasse der Melbecker Ortsumgehung von der [[Ostumgehung]] kommend direkt an Deutsch Evern vorbei entlang der Bahnlinie, um dann bei Grünhagen wieder auf die B 4 zu münden.
Bestärkt fühlen sich die Mitglieder der Interessengemeinschaft durch zahlreiche Melbecker, die ebenfalls genug haben von den vielen Lkw: "Schon jetzt haben wir 175 Unterschriften von Melbeckern gesammelt, die ebenfalls für eine Ortsumgehung sind", berichtet Carstens. Sie glaubt: "Das werden noch mehr."
Doris Schley hat einen Fragenkatalog an das Bundesverkehrsministerium in Berlin geschickt: Die Melbeckerin will wissen, warum die Ortsumgehung vor wenigen Jahren aus dem "vordringlichen Bedarf" genommen wurde (LZ berichtete), und was unternommen werden muss, um diese Entscheidung zu revidieren. "Außerdem möchte ich wissen, wer für die finanzielle Entschädigung aufkommt, wenn der Schwerlastverkehr die Gesundheit der Bürger beeinträchtigt oder es zu baulichen Schäden an den Gebäuden kommt", berichtet die ehemalige Pädagogin. Die Antwort aus dem Ministerium steht noch aus.
Am 25. Juli wird die Interessengemeinschaft zu einer Info-Veranstaltung einladen. "Der Ort steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben", erklärt Heike Carstens. Fest stehen hingegen die Referenten. Auf dem Podium sitzen: Melbecks Bürgermeister [[Heinz Meyer]], Friedhelm Fischer von der Straßenverkehrsbehörde sowie Wieland Utermark vom BUND und Eckehard Niemann vom [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der Bürgerinitiativen Keine A 39].
http://www.keine-a39.de/images/stories/BI_Melbeck_460.jpg ''Foto: kre''<br>Gerhard und Doris Schley, Heike Carstens und Burkhard und Stefanie Knoblich setzen sich für den Bau der Ortsumgehung Melbeck ein.
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=== 10. Juli ===
==== Hannoversche Allgemeine Zeitung zum Stand der Einwendungen (9.500) ====
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'''Autobahn lässt Heidjer beben'''
''Gabriele Schulte''
Der geplante Bau der A 39 spaltet in der Heide die Geister. Etwa die Hälfte der Anwohner erhofft sich Vorteile, die andere Hälfte spricht sich gegen die Pläne aus.
Die Autobahn 39 von Wolfsburg nach Lüneburg gibt es bisher nur auf dem Papier: als „vordringlicher Bedarf” im [[Bundesverkehrswegeplan]]. Vor kurzem lief die Einwendefrist ab gegen die als „[[Vorzugsvariante]]” wahrscheinliche Trasse, die östlich von Uelzen verläuft –über 9500 Einwendungen sind eingegangen. Entlang der geplanten 110 Kilometer langen Strecke haben sich Gegner und Befürworter formiert.
„Hoffentlich kommt sie”, sagt Ernst August Willenbockel. „Am besten mit einer Abfahrt hier in Gifkendorf.” Von seinem Hof bis zum Kartoffelacker, wo die Autobahn gebaut werden soll, sind es nur 500 Meter. Wenn die A 39 kommt, wird es lauter werden in dem 200-Einwohner-Nest, das derzeit noch abseits der Kreisstraße zwischen Uelzen und Lüneburg vor sich hin schlummert. In der Hoffnung auf Fortschritt will Willenbockel den drohenden Krach in Kauf nehmen. Der 59 Jahre alte Gemüsebauer gehört zu denen, die „nicht gegen alles sein wollen”. Er hat in seine Wintergerste ein Schild „Pro A 39” gestellt.
Sein Kollege Hans-Heinrich Kruse im nah gelegenen Wendisch-Evern hat hingegen Plakate mit dem Slogan „Keine A 39” auf seinen Äckern platziert. Der Landwirt und [[CDU]]-Ratsherr streitet in der örtlichen Bürgerinitiative gegen die Autobahn, die auch seine Felder und Jagdgebiete durchschneiden soll. „Die brauchen wir nicht”, sagt der 43-Jährige. Mit seinen Hunden Aris und Birga will Kruse weiter in Ruhe am Elbe-Seiten-Kanal entlangradeln können, auch diese Idylle würde die Trasse zerstören. Und überhaupt bringe die Autobahn, wo auch immer in der Heide sie verlaufe, den Menschen hier keine Entlastung, sondern durch Lastwagen auf Durchreise bloß [[Lärm]] und Gestank.
Das derzeitige [[Raumordnungsverfahren]] geht auf ein Versprechen von Niedersachsens damaligem Ministerpräsidenten Gerhard Schröder an Volkswagen zurück, die A 39 wird seitdem auch als „VW-Autobahn” bezeichnet. Tatsächlich würde sie Fahrten vom und zum Wolfsburger Autowerk deutlich vereinfachen. Ihr volkswirtschaftlicher Sinn ist darüber hinaus höchst umstritten. Angesichts des recht niedrigen [[Kosten-Nutzen-Faktor]]s, auf den selbst die Straßenbaubehörden verweisen, dürften sich die umworbenen privaten Geldgeber zurückhalten.
Auch wenn der Bau nicht vor 2010 erwartet wird, ist kräftiger Gegenwind schon seit Jahren zu spüren. Und er wird stärker – derzeit vor allem in den Orten, die Ende März erfahren haben, dass sie an der vermutlichen Strecke liegen. „Immer neue Kommunen wachen jetzt auf”, meint Annette Niemann vom Dachverband der 33 Bürgerinitiativen.
So will sich Lüneburg gegen eine Trassenführung durchs Stadtgebiet stellen. Und sogar in den Dörfern an der parallel verlaufenden, überlasteten Bundesstraße 4, die sich von der Autobahn zunächst Verkehrsberuhigung erhofft hatten, wachse nun Widerstand. Denn Landeswirtschaftsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) hat bei einer Bürgerversammlung bekannt, „dass die A 39 die Probleme auf der B 4 nicht lösen wird”. Während auf der Bundesstraße vor allem Regionalverkehr fließt, würde die Autobahn als zusätzliche Transitstrecke dienen.
So setzen sich die A 39-Gegner denn auch für einen Ausbau der Bundesstraße ein – mit Ortsumfahrungen und neuen Markierungen, die das Überholen von Lastwagen erleichtern. Auch in den großen [[Parteien]], einst allesamt „pro Autobahn”, hat ein Umdenken eingesetzt. Rainer Leppel, [[SPD]]-Kreistagsabgeordneter in Lüneburg, bekennt sich zur politischen Kehrtwende. „Ist eine Autobahn nicht sinnvoll, dann muss das erkannt werden, solange es noch nicht zu spät ist”, verkündet er im Schaukasten seiner Partei in Wendisch-Evern. Im [[CDU]]-Ortsverband hat Bauer Hans-Heinrich Kruse erfolgreich Überzeugungsarbeit geleistet. Ohne Gegenstimmen hat der Rat, wie die Samtgemeinde Ostheide, die Autobahn abgelehnt.
Im Raum Uelzen wollen die Bürgerinitiativen im September mit eigenen Kandidaten für den Kreistag kandidieren. „Das wird eine reine Autobahnwahl”, fürchtet Landwirt Willenbockel. Schon bei der Europawahl hätten die Grünen wegen des Themas stark zugelegt. Der Autobahnbefürworter sieht dennoch neben der Industrie- und Handelskammer die Hälfte der Bevölkerung auf seiner Seite. Von der A 39 erhoffen sie sich Gewerbeansiedlung, oder, wie Willenbockel, „die Möglichkeit für meine Tochter, zur Arbeit nach Hamburg zu pendeln”.
Dass etwa die Hälfte der Leute „pro Autobahn” sei, vermutet auch Gegner Kruse. In den Dörfern wird das Thema, wenn beide Gruppen aufeinander treffen, gern gemieden. Doch ist es bei Radtouren oder Feuerwehrfesten auch schon zu heftigem Streit und sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen. Auf dem Hof Kruse allerdings wohnen „Pro” und „Contra” friedlich unter einem Dach. Heinrich Kruse, der Altbauer, hat sich vom Sohn nicht bewegen lassen, ein „Keine-A 39”-Bekenntnis an seinen Omega zu kleben. Die Protestliste hat der 70-Jährige zwar unterschrieben – aber nur gegen jene Trasse, die an seinem Wohnort entlang führt.
[http://www.haz.de/niedersachsen/289139.html Quelle]
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=== 7. Juli ===
==== {{LZ}} zur Position der [[CDU]] ====
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'''<big>CDU vermeidet Zerreißprobe</big>'''
'''Ja zur A 39 im Kreiswahlprogramm - Trassenführung bleibt offen'''
''kre Lüneburg.''
Straßen verbinden - die geplante Autobahn 39 freilich ist von dieser Funktion noch meilenweit entfernt. Denn selten wurde ein Verkehrsvorhaben in der Region so kritisch begleitet wie dieses Millionen-Projekt. [[CDU]]-Kreisvorsitzender [[Bernd Althusmann]] weiß das, und er warnte am Mittwochabend beim Kreisparteitag: "Für die [[CDU]] wäre es eine massive Zerreißprobe, wenn wir uns jetzt für oder gegen eine Trassenführung aussprechen würden."
Entsprechend unverbindlich nehmen die Christdemokraten in ihrem einmütig verabschiedeten [[Kommunalwahl]]programm zur A 39 Stellung. Darin heißt es: "Die [[CDU]] im Landkreis Lüneburg tritt ein für die Fortführung der A 250 als Bundesautobahn A 39 nach Wolfsburg. Die Trassenführung muss unter Vermeidung von wesentlichen Beeinträchtigungen der Lebens- und Wohnqualität der Menschen in unserem Landkreis erfolgen . . ."
Dass dieses Ziel schwer zu realisieren sein wird, schwant Dr. [[Gerhard Scharf]], der für die [[CDU|Christdemokraten]] im Stadtrat sitzt. Vehement argumentierte er gegen die sogenannte "[[Vorzugsvariante]]" der A 39 (LZ berichtete). Eine Autobahn, "die wenige 100 Meter am [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] vorbeiläuft, die die 1000-jährige Stadt teilt und die mit meterhohen [[Lärm]]schutzwänden eingefasst werden muss", ist für ihn nicht hinnehmbar.
[[Vorzugsvariante|Die derzeit favorisierte Streckenführung durch die Stadt]] ist ein Problem. Das weiß auch [[CDU]]-Landratskandidat Dr. [[Stefan Porwol]]: "Ich hätte mir eine weiträumigere Trassenführung in Richtung Schwerin gewünscht", betonte er. Sein Alternativ-Vorschlag: Statt der [[Vorzugsvariante]] Ausbau und "Optimierung" der vorhandenen [[Ostumgehung]].
An der Notwendigkeit der A 39 dagegen zweifelt er nicht: "Wir haben jahrelang für diese Autobahn gestritten, Resolutionen verfasst. Jetzt können wir nicht so tun, als ob wir sie plötzlich nicht mehr wollen."
"Die A 39 ist keine Autobahn nur für die Stadt, sondern verbindet die Wirtschafträume Hamburg und Wolfsburg", lenkte Althusmann den Blick von der lokalen auf die regionale Sichtweise, und er betonte: "Wir sollten jetzt auf die Arbeit der Fachbehörden vertrauen."
Arbeit und Wirtschaft im Landkreis gestalten, die "Bildungsregion Lüneburg" durch ein "breites, begabungsgerechtes und differenziertes Bildungsangebot" weiter nach vorn bringen und die Sicherheit im Landkreis stärken: Das sind weitere Eckpunkte des [[CDU]]-Wahlprogramms.
Aber auch der Kinder, Familien- und Seniorenpolitik, der Umwelt, der Kultur und dem Bürger-Engagement wollen sich die [[CDU|Christdemokraten]] in der neuen Legislaturperiode intensiv widmen. Und Althusmann schwor seine Parteifreunde bereits auf die nächsten fünf Jahre als stärkste Kraft im Kreis ein, indem er betonte: "Wir werden nicht nur ankündigen, wir werden auch umsetzen."
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==== {{LZ}} zur Position der Landratskandidaten ====
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'''<big>Auf den Zahn gefühlt </big>'''
'''Podiumsdiskussion mit Landratskandidaten im Gymnasium Oedeme'''
''ahe Lüneburg.''
[[Bild:2006-07-07-landeszeitung-01.jpg|thumb|400px|''Foto: t&w'' <br>Das Podium mit den Kandidaten der vier großen [[Parteien]] für den Posten des Landrats: (v. l.) [[Miriam Staudte]] ([[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]), [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]), Schülerin Michaela Plath, Lehrer Ludger Wessels, Schülersprecher Stefan Meyer, [[Monika Schumann-Schilling]] ([[FDP]]) und Dr. [[Stefan Porwol]] ([[CDU]]). Das Publikum fühlte den [[Politiker]]n immer wieder auf den Zahn. Organisiert hatte die Veranstaltung die Fachschaft Politik der Schule.]]
Lange um den heißen Brei herumreden war nicht drin. Die vier Kandidaten, die bei der [[Kommunalwahl]] im September im Landkreis Lüneburg für das Amt des Landrats kandidieren, mussten zügig Farbe bekennen, wenn sie bei den rund 300 Jungwählern im Publikum punkten wollten. Bei der Podiumsdiskussion im Gymnasium Oedeme hatten sie eine strenge Zeitvorgabe, um ihre Standpunkte zu verdeutlichen. Die Jugendlichen wollten wissen: Was wollen die [[Politiker]] im Falle ihrer Wahl für die Region erreichen und was haben sie bislang getan?
[[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) pries die „gemeinsame Schule für alle bis Klasse 10“ an, in der die starken Schüler die schwächeren fördern sollen. Ein Modell, das jedoch nur umgesetzt werden sollte, wenn die Eltern es wollen. Weil das Gymnasium Oedeme räumlich aus allen Nähten platzt, steht zum neuen Schuljahr eine Erweiterung an. „Wir waren für den Anbau von vier Räumen und gegen Container“, stellte Nahrstedt klar.
Um die Wirtschaft anzukurbeln, würde er sich als Landrat für den Ausbau des Elbe-Seitenkanals und des Schiffshebewerkes Scharnebeck stark machen wollen. Im Hinblick auf die zu erwartenden [[EU-Fördermittel]] in Millionenhöhe, Stichwort [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Gebiet]], warnte er: „Wir müssen uns schnell einig werden, welche Projekte wir fördern wollen, sonst werden uns andere das Geld wegnehmen.“
Dr. [[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) erteilte „einem schulischen Gemischtwarenladen und einer Einheitsschule“ eine Absage, plädierte stattdessen für eine „begabungsrechte Förderung“ im dreigliedrigen System, wofür er von den Gymnasiasten Applaus erntete. Den Schwarzen Peter in der bei Schülern und Lehrern unbeliebten Container-Lösung in Oedeme schob der Erste Kreisrat weiter. „Wir als Verwaltung haben einen Anbau vorgeschlagen, die Mehrheit wollte das nicht.“ Er ließ durchblicken, dass Kirchturmdenken von [[Politiker]]n aus Amelinghausen und Embsen beim Votum eine Rolle gespielt habe.
Im Falle seiner Wahl versprach Porwol, „schnellere Genehmigungsverfahren der Verwaltung“ und Investitionen in die Infrastruktur. Den Bau der A39 hält er für notwendig, „weil wirtschaftliche Entwicklung an den Verkehrswegen stattfindet“.
[[Miriam Staudte]] ([[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) ist da anderer Meinung. „Neue Straßen oder Brücken schaffen keine neuen [[Arbeitsplätze]], es findet ja nur eine Verlagerung statt.“ Auch deshalb lehnen [[Bündnis 90/Die Grünen|die Grünen]] die A39 oder die Elbbrücke in Neu Darchau ab.“ Offen sei sie dagegen für einen möglichen Ausbau des Schiffshebewerkes, zudem plädiert sie für eine Maut auf der B4. Im Grundsatz setzen sie und ihre Partei auf andere Faktoren für wirtschaftlichen Erfolg. „Wir haben in Lüneburg sehr gutes Grundwasser, das ist ideal für die Lebensmittelindustrie, die hier deshalb stark vertreten ist.“
Farbe bekannte Staudte in der Container-Frage: „Wir haben dafür gestimmt, weil die Schulsituation im Westkreis nicht geklärt ist.“ Sie spielte auf ein mögliches neues Gymnasium in Gellersen an. „Wir wollten einer Richtungsentscheidung nicht durch bauliche Maßnahmen vorgreifen.“
Ähnlich begründete [[Monika Schumann-Schilling]] ([[FDP]]) ihr Votum für die Container, verwies außerdem auf die mögliche Verlagerung der BBS-Außenstelle Oedeme und die finanzielle Lage des Kreises. „Ein Anbau wäre teurer geworden.“ In diesem Punkt widersprach ihr Dieter Stephan, Direktor des Gymnasiums Oedeme, allerdings energisch. Wie Porwol sprach sich die Liberale für das dreigliedrige Schulsystem und gegen eine „Einheitsschule“ aus. In die Defensive geriet sie beim Thema Schulbezirke: „Wir sind dagegen, für Bleckede mussten wir aber zustimmen.“
Die Wirtschaft würde sie als Landrätin durch eine noch bessere verkehrliche Anbindung an Hamburg und die Förderung des „sanften Tourismus“ etwa im Amt Neuhaus stärken wollen. Die A39 hält sie für sinnvoll, mit dem [[Ziel 1-Förderung|Fördergeld der EU]] könnte sie sich den Bau einer Veranstaltungshalle vorstellen.
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=== 6. Juli ===
==== {{LZ}} zum Gutachten der Stadt Lüneburg ====
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<big>'''"Nicht auf Stadtgebiet"'''</big>
'''Gutachten sollen helfen, Bau der A 39 im Osten Lüneburgs zu verhindern'''
''pet Lüneburg.''
Es ist 124 Blätter stark, wiegt 720 Gramm und ist auch inhaltlich schwer. Die Stadt Lüneburg hat jetzt den Entwurf ihrer Stellungnahme zum geplanten Bau der Autobahn 39 vorgelegt. Im Kern heißt es darin: "Die Stadt Lüneburg lehnt als Träger öffentlicher Belange und in ihrer Eigenschaft als von der Trassenführung unmittelbar betroffene Kommune die im [[Raumordnungsverfahren]] ermittelte [[Vorzugsvariante]] der in [[Planung]] befindlichen A39 ab, soweit die Trassenführung unmittelbar über ihr Gebiet verläuft.
"Ende März hatten Regierungsvertretung und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den Planungsstand zur Autobahn 39 vorgestellt. Überraschend ergab sich eine "[[Vorzugsvariante]]", die durch die Stadt, genauer den Bereich Lüne-Moorfeld und das geplante Wohngebiet Schlieffenpark sowie dicht am [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] vorbei läuft. Der Rat der Stadt sprach sich Anfang Mai mit großer Mehrheit für eine Westtrasse aus.
"Die Verwaltung wird eine fachlich sehr gut fundierte Stellungnahme abgeben", ist [[Andrea Schröder-Ehlers]], Fachbereichsleiterin Verkehr bei der Stadt Lüneburg, überzeugt. Am 12. Juli wird der Verkehrsausschuss über das jetzt vorliegende Papier beraten, der Rat soll es am 20. Juli absegnen. Dann wird es dem Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz übergeben.
Die Stellungnahme der Stadt enthält vier Gutachten. Die GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft aus Bremen hat für die Stadt die städtebauliche Seite und die Plausibilität überprüft. Das Gutachten stellt unter anderem fest, dass die städtebaulichen Ziele der Stadt Lüneburg durch die [[Vorzugsvariante]] beeinträchtigt werden.
Die Ingenieurgemeinschaft Schubert aus Hannover hat die Verkehrsuntersuchung unter die Lupe genommen - Fazit: "Die [[Vorzugsvariante]] stellt für die Stadt den verkehrlich ungünstigsten Fall dar." Die Ingenieure von Bonk-Maire-Hoppmann GbR (Garbsen) kamen zum Ergebnis, dass mit der [[Vorzugsvariante]] viel mehr Häuser von überhöhten [[Lärm]]werten betroffen sind als im Gutachten zum Variantenvergleich.
Das Rechtsanwaltsbüro Rüping, Karoff und Kollegen aus Hannover fasst die Fachgutachten zusammen und überprüft das [[Raumordnungsverfahren]] rechtlich. Die Anwälte ziehen aus den Gutachten den Schluss, dass auf Basis der bisher vorgelegten Unterlagen keine [[Vorzugsvariante]] festgelegt werden darf. Denn: "Sämtliche Bausteine der Auswahl der Vorzugslinie sind fehlerhaft.
"Etwa 100 000 Euro werden die Gutachten die Stadt kosten. Ab sofort können sie im Internet unter [http://www.lueneburg.de www.lueneburg.de] abgerufen werden. Bürger hätten insgesamt 1774 Stellungnahmen zur [[Vorzugsvariante]] bei der Stadt abgegeben, sagt [[Andrea Schröder-Ehlers]]. Diese seien durchgesehen, teilweise in die städtische Stellungnahme eingearbeitet und an das Ministerium weitergeleitet worden.
[[Bild:2006-07-06-landeszeitung-01.gif]]
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==== {{HA}} zum Gutachten der Stadt Lüneburg ====
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<big>'''A-39-Trasse - so nicht'''</big>
'''Autobahnbau: Die Stadt sieht sich in ihren Zielen beeinträchtigt. 100 000 Euro hat die Stadt Lüneburg für ein [[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Gutachten]] ausgegeben, das beweist, daß die Autobahn[[planung]] auf Stadtgebiet fehlerhaft ist.'''
''Von Carolin George''
'''Lüneburg''' -
Jetzt geht's erst richtig los: Daß die Stadt Lüneburg sich gegen die [[Vorzugsvariante]] der geplanten Autobahn 39 durch Lüneburger Stadtgebiet stellt, steht schon seit Vorstellung der Trasse Ende März fest. Ihre Ablehnung untermauert die Verwaltung jetzt mit drei Gutachten verschiedener Ingenieurbüros. [[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Das 124 Seiten starke Papier]] diskutiert der Rat am 20. Juli, bis 31. Juli muß es bei der Regierungsvertretung abgegeben sein.
[[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Gutachten Nummer eins]], das Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers jetzt vorgestellt hat, befaßt sich mit den städtebaulichen Folgen der Autobahn 39. "Unsere Ziele werden beeinträchtigt: Lüne-Moorfeld, Kloster und der geplante Schlieffen-Park sind betroffen." Probleme werde es auch mit dem Grundwasser geben, das in dem moorigen Bereich teilweise nur in einem Meter Tiefe verliefe.
[[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Gutachten Nummer zwei]] zielt auf die Verkehrssituation ab. "Wir rechnen mit 10 000 Autos mehr pro Tag als die Prognosen, also mit 60 000 Fahrzeugen", erklärte Schröder-Ehlers. Um die Daten aktuell zu unterfüttern, wolle die Verwaltung in den kommenden Monaten Verkehrszählungen durchführen.
Mit dem Verkehrslärm beschäftigt sich [[Presseberichte_Juli_2006#Links_zu_den_angesprochenen_Gutachten|Gutachten Nummer drei]]. Ergebnis: Es seien deutlich mehr Häuser von überhöhten Lärmwerten betroffen als im Gutachten zum Variantenvergleich angegeben. Zusammengefaßt heißt das also: "Sämtliche Bausteine der Auswahl der Vorzugslinie sind fehlerbehaftet", schreibt das von der Stadt beauftragte Rechtsanwaltsbüro. Die Stadt als Träger öffentlicher Belange lehne die Klostertrasse ab, weil erstens die Besonderheiten Lüneburgs nicht ausreichend berücksichtigt wurden, zweitens von falschen örtlichen Gegebenheiten ausgegangen wird und drittens die Belange der Bürger zu kurz kommen. Insgesamt 100 000 Euro kosten die Stadt diese Gutachten, das Geld dafür hatte der Rat als überplanmäßige Ausgabe bereits abgesegnet. Einsehbar sind die Gutachten für Bürger im Internet unter der Adresse "www.lueneburg.de".
Jetzt wird die Straßenverkehrsbehörde die Einwendungen sichten, Anfang kommenden Jahres könnte das Land die [[landesplanerische Feststellung|Linie festlegen]], die [[Linienbestimmung|anschließend noch vom Bundesverkehrsministerium bestätigt werden muß]]. Im anschließenden [[Planfeststellungsverfahren]] wird es dann konkret, um 2010 herum könnte dieses Verfahren abgeschlossen sein.
Gegen den daraus resultierenden Beschluß kann geklagt werden.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/07/06/583010.html Quelle]
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===== Links zu den angesprochenen Gutachten =====
* [[Media:Stadta39verk.pdf|Ingenieurgemeinschaft Dr.-Ing. Schubert: Raumordnungsverfahren zur A 39 - Stellungnahme zur Verkehrsuntersuchung, Auftraggeber: Stadt Lüneburg (Dateigröße: 1,67 MB)]]
*
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=== 4. Juli ===
==== {{LZ}} zum Stand der Einwendungen (9.500) und Fristverlängerung ====
{{Kasten gelb|
<big>'''Bereits 9500 Einwendungen gegen A 39'''</big>
'''Frist für Stadt Lüneburg verlängert'''
''kre Lüneburg.''
Abgabe-Termin war der vergangene Freitag. Doch ein gutes Dutzend Kommunen hat noch einmal eine Fristverlängerung erhalten - bis maximal zum 31. Juli. Dann müssen die Einwände und Stellungnahmen zum [[Raumordnungsverfahren]] der geplanten Autobahn 39 bei der Regierungsvertretung Auf der Hude vorliegen.
Zu denen, die eine Fristverlängerung bin zum Ende des Monats eingeräumt bekommen haben, gehört auch die Stadt Lüneburg, die derzeit eine Expertise über die Auswirkungen der [[Vorzugsvariante|Ost-Trasse durch das Stadtgebiet]] erstellen lässt. Bislang haben nach den Worten von Dr. [[Holger Manthey]], der die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s koordiniert, ohnehin erst gut 100 der 220 Kommunen und Träger öffentlicher Belange ihre Stellungnahmen eingereicht.
Die bis dato eingereichten 9500 Einwendungen gegen die geplante A 39 wertet der [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der 33 Bürgerinitiativen] als überdeutliches Signal an die [[Politiker|Politik]]: "Die Region zwischen Lüneburg und Wolfsburg braucht und will dieses unsinnige und unwirtschaftliche Prestige-Objekt absolut nicht", heißt es in einer Pressemitteilung. Vielmehr seien neue Verkehrskonzepte, ein Durchfahrtsverbot für schwere Lkw und der Ausbau der B 4 mit der dringend benötigten Ortsumgehungen gefordert.
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==== {{LZ}} zum Beschluss des Gemeinderates Hittbergen, sich der Stellungnahme des Samtgemeinde anzuschließen ====
{{Kasten gelb|
<big>'''"Zeichen der Solidarität"'''</big>
'''Rat Hittbergen schließt sich Stellungnahme der Samtgemeinde an'''
''sel Hittbergen.''
An den Hittbergern geht die A 39 im buchstäblichen Sinne vorbei, denn keine der möglichen Varianten würde das Gemeindegebiet berühren. "Selbst die nördlichste Variante hätte eine Distanz von mehr als zehn Kilometern zu unserer Gemeinde", erläuterte Bürgermeister [[Alfred Ritters]] ([[CDU]]) bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Gleichwohl beschloss der Rat einstimmig, sich der Stellungnahme der Samtgemeinde anzuschließen - "als Zeichen der Solidarität", so [[Friedhelm Böther]] ([[SPD]]). In der Stellungnahme der Samtgemeinde heißt es (LZ berichtete): "Gegen die vorgestellte Trassenführung (gemeint ist die [[Vorzugsvariante]] durch Lüneburg, Anm. d. Red.) sind keine Bedenken zu erheben." ...
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=== 3. Juli ===
==== SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen fordert Tunnellösung ====
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<big>'''Niedersächsischer Landtag 15. Wahlperiode Drucksache 15/3013'''</big>
'''Antrag'''
Fraktion der [[SPD]] Hannover, den 03.07.2006
Der Landtag wolle beschließen:
Entschließung
Der Landtag fordert die Landesregierung auf, sich beim Bundesverkehrsministerium für die Machbarkeitsstudie einer Tunnellösung entlang der geplanten Vorzugsvariante der Autobahn A 39 im Bereich der Stadt Lüneburg einzusetzen. Dabei sollte auch der Ausbau einer Trasse auf der jetzigen [[Ostumgehung]] (wegen der engen Radien mit Tempolimit) in Tunnelform geprüft werden.
Um eine Verzögerung dieses wichtigen Infrastrukturvorhabens auszuschließen, die Region braucht die A 39, muss die niedersächsische Straßenbauverwaltung umgehend mit den notwendigen Planungsarbeiten für einen möglichen Autobahntunnel beginnen, die Planungsarbeiten der Bundesstraße B 190 n als geplante Querverbindung zwischen der A 39 und der A 14 in der von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vorgestellten Vorzugstrassierung fortzusetzen und den Planungsauftrag auf die Verlängerung der Anbindung bis zur B 4 bei Breitenhees auszuweiten. Es muss sichergestellt werden, dass die Bundesstraße zeitgleich mit den Autobahnen dem Verkehr übergeben werden kann.
Begründung
Der Landtag hat sich im Jahr 2003 eindeutig für den Bau der A 39 ausgesprochen. Hierbei ist die Landesregierung ausdrücklich aufgefordert worden, „alle vorbereitenden Planungen für den Bau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg kurzfristig und beschleunigt durchzuführen“ (Drs. 15/161).
Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg sowie die Handwerkskammer Lüneburg-Stade halten die Autobahn A 39 für die wirtschaftliche Entwicklung der Region für unverzichtbar und dringend erforderlich. Im Bereich der Stadt Lüneburg hat die gegenwärtig von der Landesstraßenbauverwaltung Niedersachsen vorgeschlagene [[Vorzugsvariante]] jedoch zu Widerständen geführt. Der Rat der Stadt Lüneburg hat mit großer Mehrheit gegen die [[Vorzugsvariante]] gestimmt und sich stattdessen für eine Autobahntrasse im Westen des Landkreises Lüneburg ausgesprochen. Die vorgeschlagene [[Vorzugsvariante]] würde die Stadt Lüneburg zerschneiden, die Wohnqualität der betroffenen Menschen belasten, die Stadtentwicklung behindern, das hochrangige Denkmalensemble Kloster Lüne mit Gebäuden aus dem 14. Jahrhundert nachhaltig schädigen, der geplanten Beantragung Weltkulturerbe zu werden, widersprechen und findet deshalb in dieser Form keine gesamtgesellschaftliche Akzeptanz.
Die vom Rat der Stadt Lüneburg vorgeschlagene Alternative einer [[Westumfahrung]] würde hingegen den Interessen Uelzens zuwiderlaufen, da diese Streckenführung zu weit von Uelzen entfernt verliefe.
Als Alternative für das besonders sensible Teilstück der A 39 in der Stadt Lüneburg böte sich eine Lösung in Form eines Autobahntunnels an. Diese unterirdische Trassenführung würde zwar zu Mehrkosten führen, wäre aber in Betracht einer schnellen Realisierung der A 39 und den damit
verbundenen wirtschaftlichen positiven Auswirkungen auf die gesamte Region in die Kostenschätzung der Machbarkeitsstudie aufzunehmen.
Die Machbarkeitsstudie sollte in Kooperation mit dem Lehrbeauftragten für unterirdisches Bauen der Universität Lüneburg erfolgen.
In jedem Fall muss eine Verzögerung des volkswirtschaftlich notwendigen Autobahnprojekts A 39/A 14 verhindert werden. Es ist daher notwendig, dass die Landesregierung umgehend Gespräche mit dem Bund aufnimmt und auf die zügige Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die
Untertunnelung hinwirkt. Im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s für die beiden Autobahnen A 39 und A 14 ist auch der Neubau der Bundesstraße B 190 n als Querspange zwischen den Autobahnen projektiert.
Das [[Raumordnungsverfahren]] berücksichtigt zwar zum Teil die Führung der B 190 n westlich der A 39 bis an die B 4 bei Breitenhees, einen Planungsauftrag für den Bau dieser Weiterführung hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aber nicht.
Sowohl nach Ansicht der Niedersächischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, wie auch der IHK-Lüneburg-Wolfsburg bietet hierbei die B 190 n in der Trassenführung Breitenhees - Langendorf/Bonese die optimalste Raumerschließung. Für die regionale Wirtschaft und die betroffenen Kommunen ist die schnelle Realisierung dieser Bundesstraße bis hin zur B 4 nicht weniger wichtig als das eigentliche Autobahnprojekt selbst.
Dieter Möhrmann
Parlamentarischer Geschäftsführer
}}
=== 1. Juli ===
==== {{AZ}} zum Stand der Einwände (9.500) ====
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<big>'''A 39: Fast 10.000 Einwände liegen vor'''</big>
'''Regierungsvertretung sortiert bis Ende Juli'''
''mr'' '''Uelzen/Lüneburg'''. Bis gestern Vormittag lagen rund 9.500 Einwände gegen die geplante Autobahn A 39 bei der Regierungsbehörde in Lüneburg vor. Dr. Holger Manthey, der die Stellungnahmen im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s koordiniert, rechnet aber damit, dass in den nächsten Tagen noch weitere Briefe eingehen werden.
Auch wenn die Frist für die Einwendungen heute um Mitternacht ausgelaufen ist, will Manthey Nachzügler noch berücksichtigen. "Wir sind nicht in einem förmlichen Verfahren. Es geht uns darum, dass wir alle Argumente aufnehmen können", sagte er auf AZ-Nachfrage.
Bislang liegen auch erst von einem Drittel der 220 Kommunen und Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen vor. Die Regierungsbehörde hatte in Einzelfällen bereits eine Verlängerung bis Ende Juli eingeräumt, damit einzelne Kommunen externe Gutachten auswerten können. So hat die Stadt Lüneburg eine Expertise über die Auswirkungen der [[Vorzugsvariante|Ost-Trasse durch das Stadtgebiet]] erstellen lassen.
Auch die Samtgemeinde Bodenteich hat eine Fristverlängerung bekommen. Am 10. Juli will der Samtgemeinderat ein Gutachten auswerten, das die Verkehr- und Naturbelastungen der [[Vorzugstrasse]] untersucht hat.
In der Registrierungsbehörde werden bis Ende Juli drei Mitarbeiter sämtliche Einwendungen zu sortieren und auszuwerten haben.
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* [[Fast 10.000 Einwände|A 39: Fast 10.000 Einwände liegen vor]]
==== {{LZ}} zum Schulterschluss des Gemeinderates Mechtersen mit der Bürgerinitiative ====
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<big>'''Rat und Bürgerinitiative stellen sich gegen Autobahn 39'''</big>
'''In Mechtersen herrscht Einigkeit - Bedenken gegen Westtrasse'''
''sel Mechtersen.''
Im ganzen Kreis formulieren derzeit Bürgerinitiativen (BI) und Gemeinderäte Stellungnahmen zur geplanten Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg - häufig mit kontroversen Ansätzen. Nicht so in Mechtersen: "Gemeinderat und Bürgerinitiative üben den Schulterschluss", so Bürgermeister [[Rudolf Harms]] ([[CDU]]) bei der jüngsten Ratssitzung. Auch dass die Ratssitzung unterbrochen wurde, damit die BI ihre Stellungnahme vortragen konnte, sei "ein Novum", so Harms. Viel Anerkennung gab es für die Ausarbeitung der BI-Stellungnahme. Einige Passagen seien sogar in die Stellungnahme des Rates eingearbeitet worden.
Carsten Jaeger hatte die regionalen Auswirkungen der Westvariante erläutert, etwa die Zerschneidung des "besonderen Naturtyps", den Übergang von Marsch zu Geest. Auch die beiden eng verbundenen Dörfer Vögelsen und Mechtersen würden getrennt. Dietrich Hartwich ergänzte die BI-Stellungnahme um übergeordnete Aspekte: Das niedersächsische [[Raumordnungsprogramm]] sehe die Entwicklung von Landwirtschaft und Naherholung vor - folglich hätte auch die "[[Null-Variante]]" geprüft werden müssen. "Die Planung ist unvollständig und fehlerhaft." Auf Anregung von Ratsherr [[Henning Hargus]] ([[SPD]]) wurde die Stellungnahme der Gemeinde darum ergänzt: "[[Planung]] und Kostenermittlung weisen Defizite auf", heißt es jetzt. Weiter werden die potenziellen Auswirkungen auf den Landschafts- und Naturraum und die zu erwartenden [[Lärm]]- und Luftverschmutzungen moniert. "Von mir wird übrigens kein 'Ja zur A 39, aber nicht vor der eigenen Haustür' zu hören sein", fügte Bürgermeister Harms hinzu. Einstimmig beschloss der Gemeinderat die Stellungnahme.
...
}}
{{Pressefuss|Juni 2006|August 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Juli 2007
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{{Pressekopf}}
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=== 31. Juli ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Vorzugstrasse ====
{{LB|Harald Kerl<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Autobahn im Vorgarten</big>'''
'''[[Presseberichte_Juli_2007#Landeszeitung_zum_bevorstehenden_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|"Trassenverlauf am Kanal", LZ vom 25. Juli]]'''
Was viele schon seit langer Zeit geahnt haben, ist nun Tatsache geworden.
Die "[[Ostumgehung]]" wird also bald in einem feierlichen Akt und im Beisein unserer Volksvertreter sowie dem OB Mädge und dem IHK-Präsident Manzke umbenannt in A 39. Vielen Dank dafür!
Jetzt haben die Moorfelder die A 39 direkt im Garten! Auch dafür Danke!
Erstaunlich aber ist, Genpflanzen sollen einen Mindestabstand von 150 bis 300 Meter zu herkömmlichen Anbauflächen haben! Und die Autobahn nur 10 Meter?
Ach ja, da soll doch ein Deckel drüber!
Wann merken diese Volksvertreter endlich, hier geht es um Menschen! Oder merken die Volksvertreter schon lange nichts mehr?
Wie war das noch: Wir sind das Volk!!!
}}
=== 28. Juli ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Vorzugstrasse ====
{{LB|Karl-F. Parnow-Kloth<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Infarktrisiko an Verkehrsadern</big>'''
'''[[Presseberichte_Juli_2007#Landeszeitung_zum_bevorstehenden_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|"Trassenverlauf am Kanal", LZ vom 25. Juli]]'''
Einmal mehr empfinde ich Ihre Berichterstattung in Sachen A 39 latent tendenziös: "Bei Lüneburg wird die Vorzugsvariante auf der [[Ostumgehung]] verlaufen". Klingt nach "... und basta!". Man hätte auch schreiben können, dass sich die Regierungsvertretung Lüneburg das so wünscht. Oder gleichzeitig nach der Berücksichtigung von zahlreichen Einwänden gegen diese Pläne fragen können. Oder fragen können, wie dieser Beschluss in die derzeitige gesellschaftliche Landschaft passt. Stattdessen fordert direkt neben diesem Artikel die IHK (zum wievielten Male ?) "mehr Tempo" und droht mit dem Untergang der Zivilisation für den Fall, dass nicht sofort die Gesellschaft das Geschäft der Spediteure subventioniere.
Ach so ist das? Das ist ja mal was Neues. Auch hier wäre ein anderer Artikel vielleicht passender gewesen, z.B. [[Presseberichte_Juli_2007#Die_Zeit_zum_Zusammenhang_zwischen_Herzkreislauferkrankungen_und_Wohnen_in_Autobahnh.C3.A4he|die Meldung der "Zeit" vom 19. Juli 2007 zur jetzt erstmals von den Universitäten Duisburg-Essen und Düsseldorf nachgewiesenen Beziehung zwischen Wohnen an stark befahrenen Straßen und signifikant erhöhtem Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko]]. Oder ein Interview mit den Betroffenen zu den schon lange unerträglichen Verhältnissen an unserer so genannten "[[Ostumgehung]]" und ihrer Meinung zu der Arbeit ihrer "gelassenen Behördenmänner".
Weitsichtige Planung? Fehlanzeige. Zuviele Eigeninteressen, zuwenig Sicht auf das große Ganze, zuviele Apparatschiks, die ihre Hände in Unschuld waschen. Diese unerfreulichen Zustände kritisch zu begleiten, wäre für meine Begriffe Aufgabe einer angemessenen Berichterstattung.
}}
=== 25. Juli ===
==== {{LZ}} zum bevorstehenden Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s ====
{{Kasten|1=
'''<big>Trassenverlauf am Kanal</big>'''
'''Abschluss des A-39-[[Raumordnungsverfahren]]s verzögert sich - Ergebnisse stehen schon fest'''
[[Bild:LZ 2007 07 25 1.jpg|left|framed]]
[[Bild:LZ 2007 07 25 2.jpg|thumb|345px|'''Die landesplanerische Feststellung als Ergebnis des Raumordnungsverfahrens für die Autobahn 39 wird zwar erst in einigen Wochen vorliegen, doch schon jetzt steht fest: Bei Lüneburg wird die Vorzugsvariante auf der Ostumgehung (l.) verlaufen, die sechs Anschlussstellen (o., Ebensberg) bleiben erhalten.<br>Das teilte Dr. Holger Manthey (r.) von der Regierungsvertretung Lüneburg mit.''' Fotos: A/t& w/be]]
[[Bild:LZ 2007 07 25 3.jpg|right|100px]]
ml '''Lüneburg'''. Das Ergebnis steht fest, doch der Feinschliff lässt auf sich warten. "Erst in einigen Wochen wird das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante Autobahn 39 endgültig abgeschlossen sein, die so genannte [[landesplanerische Feststellung]] öffentlich ausgelegt", erklärt der zuständige Mitarbeiter der Regierungsvertretung Lüneburg, Dr. Holger Manthey.
Ursprünglich sollte das Verfahren bereits im Juni beendet werden, dann war von den Planern Mitte Juli als Termin ins Auge gefasst worden. Nun werden die Unterlagen voraussichtlich erst Anfang September nach Ende der Sommerferien veröffentlicht.
"Die Details müssen noch ausformuliert werden, dabei zwei Kriterien erfüllen", erklärt Manthey die Verzögerung. Zum einen sollen die Ausführungen für Jedermann verständlich sein, gleichzeitig aber auch Überprüfungen standhalten. "Und das dauert eben", gibt sich der Behördenmann gelassen - zumal "wir uns noch im Rahmen der rechtlich vorgesehenen Zeiten bewegen".
Für den Landkreis Lüneburg werden in der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] zwei wesentliche Änderungen zur ursprünglichen Planung festgeschrieben. Die Vorzugsvariante wird nun nicht mehr auf der so genannten [[Klostertrasse]], sondern auf der bisherigen [[Ostumgehung]] verlaufen (LZ berichtete). Details sind in dem Papier allerdings nicht geregelt. Fest steht nur: "Die sechs Anschlussstellen an der [[Ostumgehung]] bleiben erhalten", so Manthey.
Geändert wird auch der A 39-Verlauf in der Samtgemeinde Ostheide. Sollte die Vorzugsvariante ursprünglich rund 400 Meter westlich an Vastorf und Gifkendorf vorbeiführen, wird die Trasse nun am Elbe-Seitenkanal entlangführen. Dadurch werden die beiden Orte in der Ostheide wie von Samtgemeinde und Landkreis gefordert entlastet. Der Bienenbütteler Ortsteil "Wulfstorf ist durch die neue Führung etwas stärker betroffen", nennt Manthey eine weitere Folge.
Ist der Feinschliff abgeschlossen, wird die [[landesplanerische Feststellung]] für einen Monat in den betroffenen Städten und Gemeinden ausgelegt. Dort können Bürger die Unterlagen einsehen. Auch eine Veröffentlichung im Internet ist vorgesehen. Einwendungen gegen das Vorhaben können zu diesem Zeitpunkt der Planung nicht eingebracht werden.
Bedenken gegen die Trasse der A 39 können Betroffene erst im Zuge des [[Planfeststellungsverfahren]]s geltend machen. Geklagt werden kann frühestens gegen den [[Planfeststellungsbeschluss]], der voraussichtlich erst Ende 2010/Anfang 2011 erlassen wird. Doch zunächst erfolgt auf Grundlage der landesplanerischen Feststellung die [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium in Berlin. Das Ergebnis ist eine Trasse, die nur um wenige Meter variert. Im ersten Quartal 2008 könnte dann das [[Planfeststellungsverfahren]] anlaufen.
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===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juli_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Vorzugstrasse_2|28.07.: Infarktrisiko an Verkehrsadern]]
* [[Presseberichte_Juli_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Vorzugstrasse|31.07.: Autobahn im Vorgarten]]
=== 24. Juli ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse ====
{{LB|Hansjörg Witte<br>Betzendorf}}
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'''<big>Klaffende Wunde</big>'''
'''[[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Diskussion_um_eine_Westtrasse|"Stadt-CDU für eine West-Trasse", LZ vom 23. Juni]]'''
Oft ist der Mangel an Phantasie Ursache für Fehlverhalten oder für falsche Entscheidungen.
Wer eine Autobahn gebaut haben möchte, denkt meistens nur daran, dass sie für Autofahrer die schnellste Verbindung von A nach B ist. Er verdrängt dabei aber nur zu leicht, dass sie wie eine klaffende Wunde die Landschaft zerreißt. Nun haben die teuer bezahlten Planer und Fachleute für Straßenbau ganz unerwartet herausgefunden, dass eine Trasse, die Lüneburger Stadtgebiet durchschneidet, offensichtlich weniger Unheil anrichtet als andere Linienführungen. Plötzlich entfaltet sich bei den Menschen, die im Rat der Stadt die Mehrheit haben, die Phantasie, wie grässlich eine Autobahn ist.
Eine Autobahn im Westen in weitem Abstand von Lüneburg belastet die Phantasie der Mitglieder des [[CDU]]-Vorstandes nicht. Schlimmer noch: Sie sind blind für die Fakten. Sie weigern sich, die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsstudie, wie sie im [[Raumordnungsverfahren]] aufgezeigt werden, zur Kenntnis zu nehmen. Der Vergleich zwischen der Ost- und der Westvariante führt zu dem Ergebnis, dass die Westvariante im Hinblick auf die Schutzgutbereiche Menschen-Wohnen, Menschen-Erholen, Pflanzen, Tiere Boden, Wasser-Grundwasser und Landschaft "ungünstig" ist, während die Ostvariante als "günstig" definiert wird. Die Stadt-[[CDU]] will offensichtlich lieber das größere Übel, denn es berührt sie persönlich nicht so unmittelbar.
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=== 21. Juli ===
==== {{LZ}} zur angedachten Gefahrgutliegestelle am Elbeseiten-Kanal ====
{{Kasten|1=
'''<big>Sorge um das Wasser</big>'''
'''Behörde plant Gefahrgutliegestelle am Elbeseiten-Kanal'''
kre '''Vastorf/Bienenbüttel'''. Ein Gefahrgutliegeplatz am Elbe-Seitenkanal in Höhe des Schiffsanlegers Wulfstorf? Diese Nachricht schreckt Heinz-Hermann Siegel auf: Der Vastorfer ist Landwirt, das Wasser für die Beregnung seiner Felder bezieht Siegel aus dem Kanal. Und nicht nur er: Genau an der Stelle, an der die Liegestelle geplant ist, befindet sich nämlich die Wasserentnahmestation für den Beregnungs-Verband Wulfstorf/Gifkendorf. Heinz-Hermann Siegel sieht die Planung mit großer Sorge: "Wenn es zu einem Störfall kommt, während unsere Beregnungspumpen laufen, würden innerhalb kürzester Zeit unsere landwirtschaftlichen Flächen kontaminiert", warnt Heinz-Hermann Siegel.
Betroffen wären dann bis zu 13 Landwirte des Beregnungsverbandes Wulfstorf/Gifkendorf, die insgesamt rund 580 Hektar bewirtschaften.
Und nicht nur die: Bei einem Ortstermin deutet Heinz-Hermann Siegel auf die gegenüberliegende Uferseite des Kanals: "Dort hat der Beregnungsverband Niendorf/Hohenbostel, der das Wasser für rund 400 Hektar Ackerfläche liefert, seine Entnahmestation", berichtet der Vastorfer.
Doch so gefährlich, wie Siegel und seine Mitstreiter befürchten, sind die Pläne der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) gar nicht: "Durch den Ausbau des bereits vorhandenen Schiffsanlegers und die Ausweisung zur Gefahrgutliegestelle entsteht keine zusätzliche Gefährdung", klärt WSV-Pressesprecherin Iris Grasso auf: "Es werden an dieser Stelle weder gefährliche Stoffe gelagert, noch umgeladen oder abgeschieden", berichtet Iris Grasso. Die geplante Gefahrgutliegestelle diene einzig dem Zweck, den Schiffsführern einen Liegeplatz für ihre mit Gefahrgut beladenenen Schiffe anzubieten, "vergleichbar mit den Rastplätzen für Lkw an Autobahnen", zieht Grasso einen bildhaften Vergleich und betont: "Von einer Gefährdungs-Erhöhung kann man schon deshalb nicht sprechen, weil die Schiffe, die an der Liegestelle festmachen werden, mit ihrer Fracht ohnehin schon auf dem Kanal unterwegs sind." Mit der Schaffung und Ausweisung der geplanten Gefahrgutliegestelle möchte die WSV die angespannte Liegestellensituation am Elbeseiten-Kanal entzerren.
Verärgert ist Heinz-Hermann Siegel darüber, dass diese Pläne in einem ganz anderen Zusammenhang bekannt wurden: "Erstmalig habe ich davon während des [[Erörterung]]stermins für den geplanten Bau der A 39 am 19. April in der Stadthalle Uelzen erfahren", so der Vastorfer.
Im Verlauf dieser Sitzung habe sich nämlich eine Mitarbeiterin der Wasser- und Schifffahrtsdirektion gegen einen möglichen Bau der A 39 entlang des Kanals (Kanalvariante) ausgesprochen - "mit der Begründung, am Schiffsanleger Wulfstorf eben jene Gefahrgutliegestelle einzurichten", berichtet Siegel.
Eine Planung, die nicht nur Siegel missfällt, sondern auch der Gemeinde Vastorf. Denn die fürchtet, dass bei Realisierung dieses Projektes die A 39-Kanalvariante endgültig tot ist und damit die Vorzugsvariante der geplanten Autobahn im Bereich der Gemeinde Vastorf wieder mehr Gewicht erhält. "Durch die Vorzugsvariante werden drei der vier Dörfer der Gemeinde massiv und unnötigerweise beeinträchtigt", heißt es in einer Stellungnahme der Gemeinde Vastorf.
Ginge es nach dem Willen der Vastorfer [[Politiker]], würde die A 39 ohnehin nicht gebaut werden, doch nun fürchtet Heinz-Hermann Siegel, dass es gerade für seinen Heimatort ganz dicke kommen kann: "Wenn es dumm läuft, bekommen wir die Autobahn vor die Haustüre und die Gefahrgutliegestelle direkt vor unsere Wasserentnahmestation."
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==== {{LZ}} zur Forderung nach Lkw-Kontrollen auf der Bundesstraße 4 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Kontrollen auf B 4 gefordert</big>'''
lz '''Lüneburg'''. Die Gegner der Autobahn 39 erneuern ihre Forderung nach Lkw-Kontrollen auf der Bundesstraße 4. Hintergrund ist ein schwerer Lkw-Unfall auf der B 4 bei Breitenhees im Landkreis Uelzen. Der verbotene Lkw-Verkehr muss nun nach Ansicht der Bürgerinitiativen gegen die A 39 endlich durch effektive Kontrollen unterbunden werden.
"Der Spielraum der Sanktionen muss konsequent ausgeschöpft werden", sagt Annette Niemann, Sprecherin der A 39-Gegner. "Ausreden und Vorwände der Spediteure dürfen nicht mehr akzeptiert werden." Manche Speditionen wollen nach ihrem Kenntnisstand inzwischen ihre Durchfahrten durch Schein-Verträge mit anliegenden Tankstellen oder Ersatzteil-Firmen legalisieren. Im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt hingegen sei der Durchgangsverkehr effektiv reduziert worden, auch in Niedersachsen warte man nun auf ähnlich wirksame Maßnahmen auf der Bundesstraße 4.
}}
=== 20. Juli ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>A-39-Gegner fordern LKW-Kontrollen auf B 4</big>'''
Nach dem schweren LKW-Unfall auf der B 4 bei Breitenhees haben die [http://www.keine-a39.de Bürgerinitiativen gegen die A 39] die Verantwortlichen erneut aufgefordert, den verbotenen LKW-Durchgangsverkehr auf der B 4 und der B 71 nun endlich durch effektivere Kontrollen zu unterbinden. „Der Spielraum der Sanktionen muss konsequent ausgeschöpft werden“, so Annette Niemann als Sprecherin der A-39-Gegner, „billige Ausreden und Vorwände der Spediteure dürfen nicht mehr akzeptiert werden!“ Frau Niemann verwies darauf, dass manche Speditionen ihre Durchfahrten durch Schein-Verträge mit anliegenden Tankstellen oder Ersatzteil-Firmen legalisieren wollten.
Bei einem Treffen der A-39-Gegner mit Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Daehre habe dieser darauf hingewiesen, dass sein Bundesland den Durchgangsverkehr in Süd-Nord-Richtung bereits effektiv reduziere und dass man nun umgekehrt auf ähnlich wirksame Maßnahmen Niedersachsens in Nord-Süd-Richtung warte. Bei einem kürzlichen Gespräch mit [[Verkehrsminister Hirche]] habe auch dieser sein starkes Interesse an diesem Thema gezeigt. Grundsätzlich, darin waren sich A-39-Gegner und Minister Hirche einig, könne eine differenzierte und je nach Verkehrsstärke variable Maut auf Autobahnen und Bundesstraßen die Verkehre sinnvoll lenken.
}}
=== 19. Juli ===
==== [http://www.zeit.de/index Die Zeit] zum Zusammenhang zwischen Herzkreislauferkrankungen und Wohnen in Autobahnhähe ====
{{Kasten|1=
'''<big></big>'''
Anwohner stark befahrener Straßen weisen eine stärkere Verkalkung der Herzkranzgefäße auf und damit ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Das fanden Wissenschaftler der Universitäten Duisburg-Essen und Düsseldorf in einer Studie heraus, die seit 2000 in drei Städten neue Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen untersucht und in diesem Monat in der Fachzeitschrift "Circulation" veröffentlicht wird. Verglichen mit Studienteilnehmern, die mehr als 200 Meter entfernt von einer Autobahn oder Bundesstraße wohnen, erhöht sich das Risiko einer starken Verkalkung für diejenigen, die innerhalb von 50 Metern Entfernung wohnen, um 63 Prozent. Bei einer Entfernung von bis zu 100 Metern ist das Risiko noch 34 Prozent höher. Schon früher wurde der Zusammenhang von [[Luftverschmutzung]] durch [[Feinstaub]] und Herzinfarktrisiko gezeigt. {{mark|Nun ist erstmals die Verbindung zwischen Verkehrsbelastung und einer Verkalkung von Herzkranzgefäßen nachgewiesen.}}
}}
=== 12. Juli ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur fragwürdigen Finanzierung der A 39/A 14====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
'''<big>"Hosenträger" an dünnem Faden</big>'''
'''[[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Finanzierung_der_A14-Nordverl.C3.A4ngerung|"Ja zur Nordverlängerung der A 14", LZ vom 21. Juni]]'''
Die Verkehrsminister der Länder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben sich über die Finanzierung der geplanten A 14 zwischen Schwerin und Magdeburg geeinigt. Die hier bei uns geplante A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) ist im Jahre 2003 mit dieser A 14 zu einem "gemeinsamen Projekt" zusammengeschnürt worden, ebenso die geplante Querspange B 190n dazwischen (wegen des Aussehens "Hosenträger-Variante" genannt).
Dieses verkehrspolitisch unsinnige Wahlkampf-Konstrukt hat zwangsläufig ein schlechtes [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]: für alle drei Hosenträger-Teile zusammen nur 3,2 und für die A 39 sogar nur 1,87. Durch die Erhöhung der geplanten Baukostenansätze der A 14 von ursprünglich 600 Millionen auf nunmehr 775 Millionen Euro wird der volkswirtschaftliche Nutzen noch geringer, zudem ist eine entsprechende EU-Förderung von A 39 und Querspange nicht möglich. Deren Finanzierung steht angesichts des chronisch unterfinanzierten [[Bundesverkehrswegeplan]]s in den Sternen.
Das künstliche Zusammenschnüren von zwei 140 bzw. 120 km langen Autobahnen hat nun folgende Konsequenz: Sollte es den A-14-Gegnern gelingen, die A 14 juristisch zu Fall zu bringen, fällt damit auch der gesamte "Hosenträger" einschließlich A39 und Querspange B 190n. Sollte die A 14 nicht verhindert werden, dann wird der Bau der parallelen A 39 in nur 70 km Entfernung noch unrealistischer.
Zusätzlich zum Widerstand gegen die A 39 haben sich entlang der hochbelasteten B 71 (Uelzen-Salzwedel) und der geplanten B 190n (Bodenteich-Salzwedel) weitere Bürgerinitiativen gebildet, die für Ortsumgehungen entlang der B 71 kämpfen. Letzterem Anliegen hat sich auch die [[CDU]] des Landkreises Salzwedel geöffnet.
Die [[Politiker]] in unserer Region sind auch schon merkwürdig still in Sachen A 39 geworden. Wann endlich traut sich einer von ihnen, für eine Neubesinnung in Sachen A 39 einzutreten und für den Ausbau vorhandener Verkehrswege? Hier wäre endlich ein Einsatz für unsere Region gefordert anstelle von ideologischer Folgsamkeit!
}}
=== 10. Juli ===
==== {{LZ}} zum Treffen mit Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]] ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Kritiker treffen Minister</big>'''
lz '''Lüneburg/Hannover'''. Vertreter des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39 haben sich gestern zu einem Meinungsaustausch mit Niedersachsens Verkehrminister [[Walter Hirche|Wolfgang Hirche]] ''(Druckfehler, richtig ist: "Walter Hirche")'' in Hannover getroffen. Demnach rechnet der [[FDP]]-Minister noch Mitte Juli mit der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] und bis Februar 2008 mit der [[Linienbestimmung|Bestätigung durch das Bundesverkehrministerium]]. Frühestens 2010 könne dann das [[Planfeststellungsverfahren]] beginnen. Mit dem Abschluss ist erst 2013 zu rechnen.
Das von den Autobahngegnern kritisierte Fehlen der "Null-Plus-Variante", das heißt den Ausbau bestehender Verkehrswege, sieht Hirche nicht als Planungsmangel. Bereits vor der Entscheidung des Bundestages über die Aufnahme der A 39 in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]es sein die Notwendigkeit der Strecke festgestellt worden.
Einig waren sich Minister und Autobahnkritiker jedoch darin, dass ein differenziertes Mautsystem viele Verkehrsprobleme lösen könne - ohne dass Strecken neu gebaut werden müssten.
}}
{{Kommentar|Fristen-Verwirrung|2=
Über den verdruckten Namen des Verkehrsministers lässt sich noch schmunzeln. Bei den Fristen jedoch zitiert entweder die LZ Herrn Hirche falsch oder der niedersächsische Verkehrsminister selbst kennt die gesetzlichen Vorgaben durch [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_16_Planungen|§ 16 des Bundesfernstraßengesetzes]] nicht. Hiernach ist nach erfolgter [[Landesplanerische Feststellung|landesplanerischer Feststellung]] die {{mark|'''Bestimmung der [[Linienführung]]'''}} durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) {{mark|innerhalb einer Frist von drei Monaten abzuschließen,}} dies wäre bereits im Oktober, sofern die [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] tatsächlich noch Mitte Juli erfolgen sollte.}}
=== 9. Juli ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>Minister Hirche trifft A 39-Gegner</big>'''
In Hannover hat der [http://www.keine-a39.de Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39] heute offene Fragen mit [[Verkehrsminister Hirche]] erörtert. „Es war ein offener Meinungs- und Informationsaustausch in angenehmer Atmosphäre“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann.
Die Vertreter des Ministeriums hätten folgende Daten für den Fortgang der A 39-Planung genannt: [[Landesplanerische Feststellung]] der Trasse noch im Juli, deren Bestätigung- nach Konsultationen zwischen Bundesumwelt- und Bundesverkehrsministerium - voraussichtlich im Januar oder Februar 2008. Die Aussage von [[Walter Hirche|Minister Hirche]], man werde diesen Termin nicht wegen der [[Landtagswahl]]en weiter hinauszögern, wurde von Frau Niemann skeptisch zur Kenntnis genommen.
Die Eröffnung des [[Planfeststellungsverfahren]]s wird laut [[Walter Hirche|Verkehrsminister]] frühestens 2010 erfolgen, unter Umständen in Abschnitten gleichzeitig von Norden und Süden aus beginnen und frühestens 2013 abgeschlossen sein können. Die Vertreter der A39-Gegner wiesen darauf hin, dass die A 39, die schon im laufenden Investitionsprogramm (2007 bis 2010) nicht berücksichtigt sei, dann auch nicht in den nächsten Fünfjahresplan des Bundesverkehrsministeriums kommen werde. Das Verkehrsministerium erläuterte, dass der [[Bundesverkehrswegeplan]] zu mehr als 30 Prozent unterfinanziert sei.
Die A 39-Kritiker verwiesen außerdem darauf, dass sich die norddeutschen Regierungschefs in der letzten Woche auf gemeinsame prioritäre Verkehrsbauten geeinigt und dabei die A 39 mit keinem Wort erwähnt hatten. Auf den Hinweis, dass die Küstenautobahn A 22 stattdessen von Länderregierungen und Unternehmerverbänden vehement forciert werde, reagierte Minister Hirche mit folgenden Hinweisen: Dies könne nach Lage der Medien-Berichterstattung so erscheinen, man werde die A 22 aber frühestens 2009 oder 2010 in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s bringen können und erst danach in den Finanzierungsplan des Bundesverkehrsministeriums.
Die von den norddeutschen Regierungschefs thematisierte Ostumfahrung Hamburgs durch eine neue Autobahn ist nach Einschätzung von Minister Hirche derzeit nicht spruchreif. Die Fehmarnbelt-Brücke würde die Verkehre auf der Strecke Lübeck-Hamburg und weiter in Richtung Oldenburg und Holland auf der möglichen A 22 verstärken. Falls die Finanzierung der A 14 (Schwerin-Magdeburg) gelingen würde, müsse dies die Bedeutung der A 39 nicht unbedingt schwächen. Hirche bedauerte aber, dass in die mögliche Bundesfinanzierung der A 14 schon jetzt etwa 40 Millionen an „A 39-Geldern“ geflossen seien.
Angesprochen auf die fehlende Prüfung von Alternativen zur A 39, z.B. der Ertüchtigung der B 4, antwortete Minister Hirche, diese fehlende „Null-Plus-Variante“ sei nach Einschätzung seines Hauses kein Planungsmangel. Man habe bereits vor der Entscheidung des Bundestages diese Frage durch Untersuchungen geklärt und sei so zur Notwendigkeit der A 39 gekommen. Unwidersprochen blieb die Feststellung der Dachverbands-Sprecher, damit könne ja nur die „[[Verkehrsuntersuchung Nord-Ost]]“ ([[VUNO]]) gemeint sein, die sich aber eindeutig gegen den Bau der A 39 ausspreche und stattdessen für den Ausbau der Bundesstraßen.
Aus dem Meinungsaustausch über den Ersatz der ursprünglichen „X-Lösung“ (mit jeweils diagonalem Verlauf von A 14 und A 39) durch die „Hosenträgerlösung“ im Wahlkampf 2002 ergab sich der Hinweis auf Bestrebungen von Bürgerinitiativen und [[Politiker]]n in Sachsen-Anhalt, den westlichen Teil der Querspange der B 190n (Bodenteich-Salzwedel) zugunsten eines Ausbaus der B 71 (Uelzen-Salzwedel) fallen zu lassen.
Wenn sich die LKW-Verkehre auch zukünftig auf dieser B 71-Abkürzung bewegten, so Hirche, dann könne man diese nicht per Planung auf die Querspange (mit Umweg über Bad Bodenteich) verlagern: „Verkehre suchen sich wie Wasser immer ihren eigenen Weg.“ Der Verkehrsminister will diese Frage nun prüfen und mit seinem sachsen-anhaltinischen Kollegen Dr. Daehre die Frage eines Ausbaus der B 71 thematisieren. Daehre hatte sich bei einem Gespräch mit den A39-Gegnern in der letzten Woche hierzu eher ablehnend geäußert, aber um Unterstützung bei der Reduzierung des LKW-Durchfahrtverkehrs auf B 4 und B 71 in Nord-Süd-Richtung gedrängt.
[[Verkehrsminister Hirche]] und die Dachverbands-Vertreter zeigten sich abschließend einig darüber, dass eine „differenzierte“ Maut, die je nach Verkehrsbelastung der unterschiedlichen Strecken auch auf Bundesstraßen variiert werden könnte, viele Probleme ohne neue Straßenbaumaßnahmen lösen könnte.
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=== 4. Juli ===
==== {{LZ}} zur Einwohnerfragestunde in Wendisch Evern ====
{{Kasten|1=
'''<big>Hitzige Debatte über Autobahn 39</big>'''
'''Einwohner haben bei Ratssitzung in Wendisch Evern eineinhalb Stunden das Wort'''
cw '''Wendisch Evern'''. So einmütig wie die restliche Ratssitzung verlief die Einwohnerfragestunde in Wendisch Evern nicht. Für hitzige Debatten sorgte das Thema Autobahn 39. Gut eineinhalb Stunden diskutierten Bürger und [[Politiker]] über ein Ereignis, das mehr als zwei Monate zurückliegt.
Gemeint ist der [[Erörterung]]stermin zum [[Raumordnungsverfahren]] in Uelzen. "Warum war kein Vertreter der Gemeinde Wendisch Evern da ?", wollte Bernd Röver von der [http://www.iga-wendischevern.de/ Interessengemeinschaft gegen die A39 (IGA) Wendisch Evern] wissen. Und: "Warum hat Samtgemeindebürgermeister Norbert Meyer dort laut Darstellung in der Presse gesagt, er würde ein Trasse entlang des Kanals favorisieren?"
Gemeindedirektor Rainer Sievers zur ersten Frage: "Das war nicht nötig, denn die Gemeinde hat eine klare Stellungnahme gegen den Bau der Autobahn abgegeben." Bürgermeister Rudi Kiener ergänzte: "Der [[Erörterung]]stermin sollte nicht überschätzt werden." Er selbst sei auf Dienstreise gewesen. "Dann hätte es eine Vertretung geben müssen", konterte Röver. Ein Schuh, den Kiener sich schließlich anziehen musste.
Schwieriger wurde es bei dem Zitat von Norbert Meyer. Die [http://www.iga-wendischevern.de/ IGA] hatte den Samtgemeindebürgermeister angeschrieben und um Klärung gebeten. In seiner Antwort stellte Meyer klar, dass er gegen den Bau der Autobahn sei. Seine Aussage habe sich auf den Fall bezogen, dass die A 39 tatsächlich durch die Samtgemeinde Ostheide führen würde.
Nach Ansicht der [http://www.iga-wendischevern.de/ IGA] hat der Samtgemeindebürgermeister damit jedoch über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden und Stellung bezogen. "Wir sollen Ihnen vertrauen und die Hände in den Schoß legen", sagte Röver zu Meyer. "Das geht aber so nicht."
Der Vorschlag für die Trasse entlang des Kanals, so Meyer, sei von der Regierungsvertretung gekommen. Er habe beim [[Erörterung]]stermin nur gefragt, warum über diese und nicht über die Vorzugsvariante diskutiert werde. Ganz zufrieden war die [http://www.iga-wendischevern.de/ IGA] mit der Aussage nicht. Nun soll ein Gespräch, zu dem Meyer lud, die Wogen glätten.
}}
{{Pressefuss|Juni 2007|August 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Juli 2008
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{{Pressekopf}}
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=== 5. Juli ===
{{LP-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zur [[Presseberichte_Juni_2008#L.C3.BCnepost_zum_Thema_Unterschriften_gegen_die_A39|Unterschriftensammlung gegen die A39]] ====
{{LB|Marieke C.<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Hier der vollständige Leserbrief, der in stark gekürzter Fassung in der Lünepost vom 5.7.2008 erschienen ist:</big>'''
[[Presseberichte_Juni_2008#L.C3.BCnepost_zum_Thema_Unterschriften_gegen_die_A39|„Wir wollen hier keine Autobahn!“, LP vom 14. Juni]]
Liebe Liina,
vor dem Hintergrund, dass die meisten Erwachsenen jegliches Engagement insbesondere zu politischen Themen vermissen lassen, begrüße ich die [[Aktionen|Aktion gegen die A 39]] von Deiner Freundin Anna Lena und Dir.
Warum sammelt Ihr am Ebensberg und nicht in Moorfeld, dem am stärksten betroffenen und bereits heute durch die so genannte [[Ostumgehung]] zerschnittenen Stadtteil, in dem Du und ich (auf unterschiedlichen Seiten der [[Ostumgehung]]) wohnen? Das war sicher nur ein Fehler der Lünepost-Redaktion, oder?
Schreibt auf Eure Listen doch bitte "A 39: Nein!" oder "A 39, hier und anderswo: Nein!" an Stelle von "A 39, hier: Nein!", dann unterschreiben auch mein Papa und ich gerne. Denn zweitens will auch sonst niemand eine Autobahn vor der eigenen Haustür und erstens gibt es zwingende Sachargumente gegen die A 39, dazu komme ich später.
Schön, dass Ihr mit Eurer Aktion in der Lünepost gelandet seid, wo doch die Landeszeitung seit Wochen jeglichen A 39-kritischen Artikel vermissen lässt (zuletzt "[[Presseberichte_April_2008#Landeszeitung_zum_Thema_.22Stadt_l.C3.A4sst_Klimaschutz_streichen.22|Mauerstreit in Moorfeld]]" und "5 Jahre Aktion Lebensberg" am 9. April?). Dort berichtet man lieber vom [[CDU]]-Landesparteitag oder vom [[FDP]]-Kreisparteitag und den Wunschvorstellungen bezüglich der Realisierung der A 39 der dort beteiligten Parteianhänger, als mal die eine oder andere Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39 abzudrucken.
Glücklicherweise veröffentlicht der Dachverband seine Presseerklärungen im Internet unter www.keine-a39.de.
Mit Eurer Aktion ist der Widerstand gegen die A 39 endlich mal wieder an die Öffentlichkeit gedrungen. Macht damit weiter, das Engagement von Kindern hat einen großen symbolischen Wert. Und lasst Euch nicht von den folgenden Zeilen entmutigen:
Mein Papa sagt, wenn Anna-Lena ihrem Opa die Listen mit zum Stadtrat gibt, sollte sie wissen, dass der Stadtrat nur über seine eigene Meinung zur A 39 entscheiden kann. Das hat er bereits getan, die [[Media:Gruppenvertrag.pdf|Resolution "Keine Autobahn über Lüneburger Stadtgebiet"]] (von 2006 glaube ich) ist immer noch gültig. Nur, dass die Ratsmitglieder eben nicht entsprechend dieser Resolution handeln und [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister Mädge]] sich in einem [[Media:Anschreiben_Tiefensee_PDF.pdf|Brief an Bundesverkehrsminister Tiefensee am 11.10.2007]] für eine möglichst schnelle Realisierung der A 39 ausgesprochen hat.
Überhaupt ist bei Großprojekten die Meinung der betroffenen Anwohner nebensächlich bis bedeutungslos. Ob Autobahn, Bahngleis, Flugzeug-Startbahn, Tiefwasserhafen, Müllverbrennungsanlage oder Atommüll-Zwischen- oder Endlager, die Anwohner sind immer dagegen.
In den vom Bund in Auftrag gegebenen [[Verkehrsuntersuchung Nord-Ost|Verkehrsuntersuchungen Nordost]] von 1995 und 2002 wird ausdrücklich kein Bau eine Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg empfohlen. Diese Studien wurden von den [[Politiker]]n und Planern nicht beachtet.
Der Planungsbehörde unterliefen noch zahlreiche weitere Fehler, die nicht korrigiert werden können, ohne auf die A 39 zu verzichten. Die [[Planung]] steht also rechtlich auf wackligen Füßen. Mehr dazu im Internet auf der Seite der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, www.bi-luene-moorfeld.de, im Artikel "[[Landesplanerische Feststellung]]". Dort gibt es unter "[[Landesplanerische_Feststellung#Aktueller_Sachstand:_Abschluss_ROV|Aktueller Sachstand]]" eine Untersuchung, die viele Planungsfehler aufzeigt.
Außerdem gibt es ein Umdenken aufgrund der CO<sub>2</sub>- und Ölpreis-Diskussion. In Niedersachsen werden gleichzeitig mehrere Autobahnen geplant, die [[Investitionsrahmenplan|nicht alle finanzierbar]] sind und von denen die A 39 die unwichtigste ist.
Dann ist da noch der finanziell klamme Bildungsbereich, der einen immer höheren Stellenwert bekommt und der A 39 letztlich den Geldhahn abdrehen sollte. Auch unserer Schule könnte, mal abgesehen vom Unterrichtskonzept, der Einsatz von etwas Geld zu mehr Sauberkeit und vielleicht mal neuen Toiletten verhelfen.
Gegen die A 39 sind das "Spiel auf Zeit" und die finanziellen und juristischen Fragen wahrscheinlich die richtigen Ansatzpunkte und vielleicht sind wir dem Ziel schon näher als gedacht.
Bei den Rechtsfragen fällt mir Anna Lenas Opa ein, der 1979 als Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Ostumgehung im damaligen [[Planfeststellungsverfahren]] Einspruch erhoben hat. Einer seiner Punkte, die [[Ostumgehung]] könnte möglicherweise später als Teil einer Nord-Süd-Autobahn genutzt werden, wurde vor dem Hintergrund, die [[Ostumgehung]] sei für den Ausbau als Autobahn nicht geeignet, als unbegründet zurückgewiesen. Den damals bereits längst bekannten Überlegungen zu einer Zonenrand-Autobahn in Richtung Wolfsburg wurden wohl eine zu geringe Bedeutung beigemessen.
Den daraus entstandenen Vertrauensschutz könnte Anna Lenas Opa möglicherweise in einem späteren Verfahren gegen den A 39-[[Planfeststellungsbeschluss]] geltend machen.
Es grüßt Dich
Deine Freundin "von der anderen Seite"
Marieke C.
...und von meinem Papa soll ich auch schöne Grüße ausrichten.
}}
=== 17. Juli ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur zur Explosion der Kraftstoffpreise
|Headline=Das Fass ohne Boden
|Untertitel=Hohe Spritpreise werden für viele Menschen und Einrichtungen zu einem ernsten Problem
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 07 17.jpg|thumb|460px|'''Die Preise für Super und Diesel steigen seit Jahren stark an. Eine Entspannung der Lage auf dem Erdölmarkt ist nicht in Sicht. Superbenzin ist rund 39 Prozent teurer als noch 2004, bei Dieselkraftstoff sind es sogar 67 Prozent. Die Werte, die der Grafik zugrunde liegen, sind die Kosten für den Liter Sprit im April des jeweiligen Jahres.'''
Foto: dpa
Grafik: reinhold]]
Der Ölpreis schnellt in die Höhe, ein Ende ist nicht in Sicht. Seit April 2004 sind die Preise für einen Liter Superbenzin um 39 Prozent auf derzeit 1,57 Euro geklettert. Noch finsterer sieht es bei Dieselkraftstoff aus. Der Liter kostet inzwischen 1,52 Euro - ein Plus von 67 Prozent im gleichen Zeitraum. Längst sind die hohen Kosten mehr als nur ein Ärgernis, sorgen vielerorts für Probleme. Die LZ hat sich umgesehen.
Selbst die Feuerwehrredaktion des Lokalsenders Radio ZuSa funkt wegen der hohen Benzinpreise SOS: "Es ist immer schwieriger, Termine vor Ort wahrzunehmen", klagt Radiomacher Claus Lühr. Der Etat sei so klein, "dass ich inzwischen Geld aus eigener Tasche dazulegen muss". Finanzielle Unterstützung wäre hoch willkommen. Die könnten auch andere gebrauchen, denn die explodierenden Kosten treffen Privatleute, aber auch Firmen und Hilfsorganisationen.
"Wir haben ein richtiges Problem", sagt Joachim Elspaß, kaufmännischer Leiter beim DRK-Kreisverband. Die Kosten für Fahrten im Rettungsdienst seien mit den Kassen festgeschrieben. "Wir müssen nachverhandeln." Schlimmer als der Krankentransport sei der pflegerische Bereich betroffen: "Die Hausbesuchspauschale ist seit Jahren nicht erhöht worden." Bei rund 3000 Euro pro Monat hätten die Ausgaben für Diesel in diesem Bereich kürzlich noch gelegen, doch inzwischen seien sie um etwa 30 Prozent gestiegen. Da das Rote Kreuz viele Menschen auf dem Land versorge, könnten die Pflegerinnen auch nicht aufs Rad umsteigen.
Den Arbeitersamariterbund (ASB) plagen ähnliche Probleme im Rettungsdienst. "Wir versuchen, Kraftstoff zu sparen", sagt Geschäftsführer Harald Kreft. Mitarbeiter würden geschult, spritsparend zu fahren. Beim Kauf neuer Rettungswagen sei darauf geachtet worden, dass sie weniger Diesel schlucken und windschnittiger seien. Doch all die neuen Ansätze würden die Mehrausgaben nicht ausgleichen können: "Wir müssen mit den Kassen verhandeln."
Auch Stadtbrandmeister Matthias Kleps stöhnt: "Die Spritpreise hauen rein." Im zuständigen Ordnungsamt sagt Manfred Harder: "Das Jahr ist halb rum, aber der Etat ist zu 65 Prozent ausgeschöpft." Die Feuerwehr werde selbstverständlich weiter ausrücken, zu sparen sei da nichts. Im schlimmsten Fall müsse über einen Nachtragshaushalt geredet werden.
Für die Lüneburger Polizei sagt Sprecher Thomas Glieze: Bei den Budgetplanungen seien höhere Benzinpreise einkalkuliert worden, allerdings nicht in diesem Ausmaß. Auch die Polizei versuche, Ausgaben zu senken. So würden etwa Kurierfahrten zum Landeskriminalamt in Hannover gebündelt.
Den Paritätischen trifft die Rekordjagd an der Zapfsäule noch nicht so stark. "Unsere 20 Dienstwagen fahren mit Gas", sagt Ralf Gremmel, Chef des Paritätischen. Doch auch die Gaspreise klettern. Und viele Pflegerinnen klagen: Denn zahlreiche der 80 Mitarbeiterinnen des Paritätischen steuern ihre Patienten mit dem Privatwagen an. Die Erstattung von 30 Cent pro Kilometer reiche kaum noch, so Gremmel. "Wir überlegen, ob wir weitere Gasfahrzeuge anschaffen."
Auch den Taxi-Unternehmern treiben die Dieselpreise Tränen in die Augen. Der Vorsitzende des Vereins der Kraftdroschkenbesitzer, Norbert Holzwarth, erzählt, dass sich die Kollegen über das Umrüsten ihrer Fahrzeuge auf Autogas und neue Technik informieren. Ein Trost für Kunden: Die Chauffeure wollen nicht an der Preisschraube drehen. "Wir hatten erst im April eine Anpassung der Preise", sagt Holzwarth. "Eine Erhöhung ist deshalb nicht drin."
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_Juli_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Explosion_der_Kraftstoffpreise
|Titel=23.07.: ''Überflüssig''
}}
=== 23. Juli ===
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Explosion der Kraftstoffpreise ====
{{LB|Harald Kerl<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Juli_2008#Landeszeitung_zur_zur_Explosion_der_Kraftstoffpreise|„Das Fass ohne Boden“, LZ vom 17. Juli]]
'''<big>Überflüssig</big>'''
Die Preise für Energie (unter anderem Benzin) explodieren seit geraumer Zeit. Dadurch steigt die Inflationsrate auf fast vier Prozent. Die Konsequenz ist, immer mehr Menschen lassen die Fahrzeuge stehen. Transportunternehmen gehen pleite oder sind es schon.
Eine Lösung könnte sein: Stoppt den Bau aller geplanten Autobahnen für mindestens 15 Jahre. Das so eingesparte Geld kann dann für erneuerbare Energien, Niedriglohnanhebung oder Senkung der Mineralölsteuer (Abschaffung der von den Grünen eingeführten Öko-Steuer) genutzt werden. Ebenfalls sollte man wieder über ein Sonntagsfahrverbot nachdenken. Also verehrte Volksvertreter der jahr1000-starken Stadt Lüneburg:
Noch ein Argument mehr, die vom Volk nicht gewünschte A 39 zu stoppen!
}}
{{Pressefuss|Juni 2008|August 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
173a097f3e0eaf8f841212b92c3001f074eb9601
Presseberichte Juli 2009
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{{Pressekopf}}
----
=== 11. Juli 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Klausurtagung der CDU
|Headline=A-39-Plädoyer
|Untertitel=CDU drängt auf schnellen Bau
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Klare Aussage der CDU in Nordostniedersachsen: Die geplante Autobahn 39 bleibt ein herausragendes Verkehrsprojekt für die Region. Bei der jährlichen Klausurtagung des Bezirksvorstandes, die diesmal in Hanstedt stattfand, betonte der Bezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Michael Grosse-Brömer die große Bedeutung der A 39.
So sei der Raum im Nordosten Niedersachsens der größte autobahnfreie Raum in Deutschland. Die jahrzehntelange
Teilung Deutschlands habe sich hier auch verkehrstechnisch besonders negativ ausgewirkt. Grosse-Brömer: „Autobahnen sind Wirtschaftsadern und fördern Wachstum und Arbeitsplätze.“ Besonders gut zu sehen sei dies entlang der A7 im Landkreis Soltau-Fallingbostel. Deshalb müsse die A39 so schnell wie möglich gebaut werden.
Grosse-Brömers Ansicht teilte der Hauptreferent der Klausurtagung, der Vorsitzende der Landesgruppe der niedersächsischen Bundestagsabgeordneten, Enak Ferlemann. Er ist der niedersächsische Verkehrsexperte der CDU/CSUBundestagsfraktion und berichtete über den aktuellen Stand der wichtigsten Vorhaben für den strukturschwachen Raum zwischen der A 7 im Westen und der A 24 im Norden. „Als Niedersachse muss es mein Interesse sein, die A 39 und die A 22 so schnell wie möglich zu bauen. Die A 39 steht dazu schon im vordringlichen Bedarf und geht insoweit vor, weil die A 22 privat finanziert werden muss“, betonte Ferlemann.
}}
=== 21. Juli 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planfeststellungsverfahren Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Dauerbrenner Lärmschutz
|Untertitel=Flüsterasphalt und Schallschutzfenster an der Ostumgehung – Start in Richtung Hamburg offen
|Autor=sp
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_07_21.jpg|thumb|600px|right|'''In Fahrtrichtung Uelzen wird der Fl_sterasphalt auf der Ostumgehung bereits eingebaut.''' Foto: t&w]]
Die Sonderverkehrszählung 2008 hat den Verdacht vieler Anwohner bestäigt: Der Lärm auf der Ostumgehung st nicht nur gestiegen, sondern deutlich zu hoch. Dringender Handlungsbedarf ergibt sich daraus für die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Sind die Abweichungen zur ursprünglichen Planung erheblich, muss beim Lärmschutz nachgebessert werden“, sagt Leiter Dirk Möller.
Was erheblich ist, regelt ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom März 2007. „Ein Plus von drei Dezibel (A) erfordert demnach eine neue Planung“, erläutert Möller. Wie im Fall der Ostumgehung: Die Prognose im Planfeststellungsbeschluss von 1981 für den Bau der Ostumgehung nennt für das Jahr 2000 eine Zahl von 15 000
Fahrzeugen täglich. Tatsächlich rollen inzwischen 38 000 Autos, Lastwagen und Motorräder über die Bundesstraße.
Mit dem Verkehrsaufkommen ist auch der Lärm gestiegen: tagsüber auf 72,3, nachts auf 65,8 Dezibel. Damit werden
die Vorgaben im Planfeststellungsbeschluss von 1981 deutlich übertroffen: tagsüber um 2,9, nachts um 3,8 Dezibel.Deshalb hat die Landesbehörde um Möller ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren auf den Weg gebracht. Möllers Stellvertreterin Annette Padberg nennt das Ziel: „Mit dem Einbau von offenporigem Asphalt und Schallschutzfenstern an einigen Gebäuden soll der Lärmpegel gesenkt werden.“
Münden wird das Verfahren in den Planfeststellungsbeschluss, vergleichbar mit einer Baugenehmigung. Die liegt zwar noch nicht vor, dennoch haben die Arbeiten in Fahrtrichtung Uelzen bereits begonnen. Möller spricht von vorausschauender Planung: „Die Fahrbahndecke musste ohnehin grunderneuert werden.“ Auf einer Länge von vier Kilometern wird die Strecke für 1,2 Millionen Euro saniert, auf einem ein Kilometer langen Teilstück zwischen den Anschlussstellen Adendorf und Ebensberg gleich der offenporige Asphalt eingebaut. „Sonst hätten wir die neue
Fahrbahndecke später wieder abfräsen müssen, das wäre teuer geworden.“ So beziffert der Behördenleiter die Mehrkosten auf 150 000 bis 200 000 Euro für den sogenannten Flüsterasphalt. Der mindert den Lärmpegel laut Möller um sechs bis acht Dezibel bei einer Nutzungsdauer von acht Jahren.
Gedulden müssen sich hingegen die Anwohner in Fahrtrichtung Hamburg. Den Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens haben die Straßenbauer beim zuständigen Landkreis Lüneburg zwar schon gestellt, doch das Prozedere ist langwierig. Zunächst müssen die Unterlagen öffentlich ausgelegt werden. Das soll in Kürze geschehen. Vier Wochen lang haben Bürger, Verbände und Kommunen Zeit, ihre Bedenken geltend zu machen. „Die Verfahrensdauer hängt von der Anzahl der Einwendungen ab“, macht Möller deutlich.
Erst wenn der Planfeststellungsbeschluss vorliegt, können die Arbeiten auch in Richtung Hamburg beginnen, wird die
Behörde auch Kontakt aufnehmen zu einzelnen Hausbesitzern, die Anspruch auf Schallschutzfenster haben. Padberg
erklärt: „Das wird im Einzelfall geprüft – für jedes Gebäude, für jedes Stockwerk, für jede Hausseite.“ Grundlage ist die Berechnung, wie sich der Schall ausbreitet und mit welcher Intensität er wo auftrifft (siehe Bericht
auf dieser Seite).
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Planung der A 39
|Headline=Planung für A 39
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Unabhängig von den jetzt für das Planfeststellungsverfahren vorgeschlagenen Maßnahmen an der Ostumgehung laufen die Planungen für die Autobahn 39. Das heißt: „Die Lärmschutz-Karten werden neu gemischt“, sagt Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Grundlage ist die Prognose des Verkehrsaufkommens 2025. „Daran werden sich die Lärmschutzmaßnahmen orientieren, die im Genehmigungsentwurf ausgewiesen werden“, so Möller. Beantwortet wird dann auch die Frage, ob die A39 im Stadtbereich einen Deckel erhält. Denn den wird es aus Kostengründen nach jetzigem Stand nur geben, wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte anders nicht einzuhalten sind.
Ermittelt wird die Prognose im Zuge des jetzt laufenden Verkehrsgutachtens. Mit einem Ergebnis rechnet der Behördenleiter bereits Ende dieses Jahres. Spekulieren will Möller nicht, doch für ihn steht fest: „Wird die Autobahn gebaut, steigt das tägliche Verkehrsaufkommen von derzeit 38 000 Fahrzeugen weiter an.“ Auch wenn die Verkehrsprognose bereits in wenigen Monaten auf dem Tisch liegt, wird es wohl noch drei Jahre dauern, bis der Behördenleiter weiß, mit welchem Lärmschutz-Paket die Planer in das Planfeststellungsverfahren gehen.
„2012 wollen wir den Genehmigungsentwurf dem Bundesverkehrsministerium vorlegen“, nennt er das Ziel.
Dem Zeitplan zufolge soll bis 2013 der Planfeststellungsbeschluss vorliegen. Dann steht Bürgern, Umweltverbänden und Kommunen noch der Klageweg offen. Sollte der eingeschlagen werden, wird der A-39-Baubeginn voraussichtlich erst 2015 sein – vorausgesetzt die Finanzierung durch den Bund steht.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Lärm-Berechnungen
|Headline=Das Bemessungsverfahren
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen für die jetzige Ostumgehung und die geplante Autobahn 39 werden nach demselben Verfahren ermittelt. Grundlage ist das tägliche Verkehrsaufkommen – ob aktuell gemessen, wie bei der Ostumgehung, oder prognostiziert, wie im Fall der A39. Errechnet wird anschließend der durchschnittliche sogenannte Immissionspegel. Das ist der Lärm, der an der Quelle, in diesem Fall der Straße, entsteht.
Bei der Ostumgehung liegt der Immissionspegel derzeit bei 72,3 Dezibel (A) am Tag und bei 65,8 in der Nacht. In der Spitze können die Werte auch deutlich darüber liegen. Ein oft von der Landeszeitung verwendetes Bild zeigt zum Beispiel auf einem Messgerät einen Lärmpegel von 86,7 Dezibel. Darunter ist auf der Ostumgehung ein Lkw mit
offener Ladefläche zu sehen, auf der Holzbohlen transportiert werden.
Steht der Immissionspegel fest, ermitteln die Straßenbauer anschließend, wie sich der Schall ausbreitet. Vorhandene Lärmschutzmaßnahmen fließen in die Berechnung ein. Ergebnis ist der Beurteilungspegel, der den Lärmwert für eine Stelle angibt, wo der Schall auftrifft – zum Beispiel ein Wohngebäude. Verglichen wird der Beurteilungspegel mit den gesetzlichen Grenzwerten. Die liegen in gemischten Wohngebieten wie an der Ostumgehung bei 60 Dezibel am Tag und 50 in der Nacht. Übersteigt der Beurteilungspegel den Grenzwert sind Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. Unterschieden werden aktive, wie offenporiger Asphalt, WÄnde oder ein Deckel, und passive wie Schallschutzfenster. Eingesetzt wird die Maßnahme, mit der der Beurteilungspegel unter den Grenzwert gesenkt werden kann.
}}
=== 22. Juli 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=Korrektur zu gestrigem Artikel
|Headline=Grenzwerte beim Lärm
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
In die Berichterstattung über den Lärmschutz an der Ostumgehung haben sich zwei Fehler eingeschlichen. Zum einen berechnen die Planer nicht den sogenannten Immissionspegel, denn das ist der Schall, der zum Beispiel auf Wohngebäude auftrifft, sondern den Emissionspegel. Das ist der Lärm, der an der Quelle, in diesem Fall auf der Straße, entsteht. Zum anderen liegen die Grenzwerte für gemischte Wohngebiete seit 1990 bei 59 Dezibel (A) am Tag und 49 in der Nacht. Zuvor waren es noch 60 bzw. 50 Dezibel.
}}
=== 25. Juli 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=Bekanntmachung zum Planfeststellungsverfahren Lärmschutz Ostumgehung
|Headline=Hansestadt Lüneburg
|Untertitel=Der Oberbürgermeister
|Autor=
|Ort=Lüneburg, 23.07.2009
|Link=
|Text=
<br>
<b><big>Bekanntmachung</big></b>
<b>Ergänzende Planfeststellung für nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen an der Ostumgehung Lüneburg im Zuge der B4/209 im 1. Planfeststellungsabschnitt zwischen Ilmenaubrücke und Erbstorfer Landstraße in der Stadt Lüneburg</b>
Die Nieders. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat für das o.a. Bauvorhaben die Durchführung eines ergänzenden Planfeststellungsverfahrens beim Landkreis Lüneburg beantragt. Für das Vorhaben besteht keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung gem. § 3 a des Gesetzes über Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG). Der Plan (Zeichnungen und Erläuterungen) liegt in der Zeit vom 3. 8. 2009 bis 2. 9. 2009 bei der Hansestadt Lüneburg, Bereich Umwelt, in Lüneburg, Bei der Ratsmühle 17 a, während der Diensttage von<br>
montags bis mittwochs, 7.45 – 12.30 Uhr und 13.15 – 15.30 Uhr,<br>
donnerstags, 7.45 – 12.30 Uhr und 13.15 – 18.00 Uhr sowie<br>
freitags, 7.45 – 12.00 Uhr, zur allgemeinen Einsichtnahme aus.
# Jeder kann bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist, das ist bis zum 16. 9. 2009 bei der Hansestadt Lüneburg, Am Ochsenmarkt, 21335 Lüneburg, oder beim Landkreis Lüneburg Fachdienst Bauen, Auf dem Michaeliskloster 8, 21335 Lüneburg (Planfeststellungsbehörde), Einwendungen gegen den Plan schriftlich oder zur Niederschrift erheben. Die Einwendung muss den geltend gemachten Belang und das Maß seiner Beeinträchtigung erkennen lassen. Nach Ablauf dieser Frist sind Einwendungen ausgeschlossen (§ 17 a Nr. 7 Satz 1 Bundesfernstraßengesetz – FStrG). Einwendungen und Stellungnahmen der Vereinigungen sind nach Ablauf dieser Frist ebenfalls ausgeschlossen (§ 17 a Nr. 7 Satz 2 FStrG).<br> Bei Einwendungen, die von mehr als 50 Personen auf Unterschriftenlisten unterzeichnet oder in Form vervielfältigter gleich lautender Texte eingereicht werden (gleichförmige Eingaben), ist auf jeder mit einer Unterschrift versehenen Seite ein Unterzeichner mit Namen und Anschrift als Vertreter der übrigen Unterzeichner zu bezeichnen. Anderenfalls können diese Einwendungen unberücksichtigt bleiben.<br><br>
# Diese ortsübliche Bekanntmachung dient auch der Benachrichtigung der<br> a) nach landesrechtlichen Vorschriften im Rahmen des § 60 des Bundesnaturschutzgesetzes anerkannten Vereine<br> b) sowie der sonstigen Vereinigungen, soweit sich diese für den Umweltschutz einsetzen und nach in anderen gesetzlichen Vorschriften zur Einlegung von Rechtsbehelfen in Umweltangelegenheiten vorgesehenen Verfahren anerkannt sind (Vereinigungen), von der Auslegung des Plans.<br><br>
# Die Anhörungsbehörde kann auf eine Erörterung der rechtzeitig erhobenen Stellungnahmen und Einwendungen verzichten (§ 17 a Nr. 5 FStrG). Findet ein Erörterungstermin statt, wird er ortsüblich bekannt gemacht werden. Ferner werden diejenigen, die rechtzeitig Einwendungen erhoben haben – bei gleichförmigen Einwendungen der Vertreter – von dem Termin gesondert benachrichtigt (§ 17 VwVfG).<br> Sind mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen, so können sie durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden. Die Vertretung durch einen Bevollmächtigten ist möglich. Die Bevollmächtigung ist durch eine schriftliche Vollmacht nachzuweisen, die zu den Akten der Anhörungsbehörde zu geben ist.<br> Bei Ausbleiben eines Beteiligten in dem Erörterungstermin kann auch ohne ihn verhandelt werden. Das Anhörungsverfahren ist mit Abschluss des Erörterungstermins beendet.<br> Der etwaige Erörterungstermin ist nicht öffentlich.<br><br>
# Durch Einsichtnahme in die Planunterlagen, Erhebung von Einwendungen, Teilnahme am Erörterungstermin oder Vertreterbestellung entstehende Kosten werden nicht erstattet.<br><br>
# Entschädigungsansprüche, soweit über sie nicht in der Planfeststellung dem Grunde nach zu entscheiden ist, werden nicht in dem Erörterungstermin, sondern in einem gesonderten Entschädigungsverfahren behandelt.<br><br>
# Über die Einwendungen wird nach Abschluss des Anhörungsverfahrens durch die Planfeststellungsbehörde entschieden. Die Zustellung der Entscheidung (Planfeststellungsbeschluss) an die Einwender und diejenigen, die eine Stellungnahme abgegeben haben, kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind.<br><br>
# Vom Beginn der Auslegung des Planes treten die Anbaubeschränkungen nach § 9 Bundesfernstraßengesetz und die Veränderungssperre nach § 9 a Bundesfernstraßengesetz in Kraft. Darüber hinaus steht ab diesem Zeitpunkt dem Träger der Straßenbaulast ein Vorkaufsrecht an den vom Plan betroffenen Flächen zu (§ 9 a Abs. 6 Bundesfernstraßengesetz).
Mädge
}}
{{Pressefuss|Juni 2009|August 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
92370126342a5e2fabf6d8a26772722b764b167f
Presseberichte Juli 2011
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=== 19. Juli 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zu Kosten der A39
|Headline=Rechnungshof prüft A 39-Kalkulation
|Untertitel=Kritiker vermissen die Anpassung der Kosten in den aktuellen Plänen
|Autor=kbe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Bundesrechnungshof prüft derzeit die Kostenberechnung für die Autobahn 39. Anlass sind Recherchen der
Lüneburger Anti-A39-Bürgerinitiative Moorfeld. Deren Mitglied Volker Constien hat die Angaben zur A39 im Vergleich zu A14
überprüft. Aufgefallen ist ihm der große Unterschied bei den zu erwartenden Kosten der parallel verlaufenden Autobahn-Projekte.
Während der A14-Kilometer zwischen 2003 und 2008 um knapp 84 Prozent teurer wurde, wurde für denselben Zeitraum für den
A39-Kilometer eine Kostensteigerung von knapp sechs Prozent angenommen.
Die Bundesregierung hat das 2009 mit der für die A14 bereits weiter fortgeschritteneren Planung begründet. Die Grüne
Landtagsabgeordnete Miriam Staudte fragte im März erneut beim Bundesrechnungshof nach und erhielt zur Antwort, dass die
Prüfungen noch andauerten. "Ich gehe davon aus, dass der politisch neutrale Bundesrechnungshof deutliche Kritik äußern wird",
sagt Staudte.
Das glaubt auch Volker Constien. Er kritisiert: "Obwohl seit 2008 zahlreiche kostensteigernde Maßnahmen an der A39 geplant
wurden, wie der Deckel in Lüneburg-Moorfeld und weitere Lärmschutzmaßnahmen, werden von den A39-Planern des Landes
Niedersachsen bis zum Abschluss der Entwurfsplanung keine aktualisierten Kosten veröffentlicht."
}}
=== 19. Juli 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Kosten der A39
|Headline=Kosten auf dem Prüfstand
|Untertitel=A39-Planung
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text= Gegner der geplanten Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg kritisieren schon lange die Kostenberechnungen für das umstrittene Millionen-Projekt. Derzeit überprüft nach Angaben der Grünen-Landtagsabgeordneten Miriam Staudte der Bundesrechnungshof die Zahlen.
Anlass sind laut Staudte auch Recherchen der Lüneburger Bürgerinitiative Moorfeld. Dazu hatte Mitglied Volker Constien die Kostenentwicklung der A 39 und der parallel verlaufenden A 14 Magdeburg-Schwerin miteinander verglichen. Das Ergebnis: Während die Kosten für die A 14 zwischen 2003 und 2008 um fast 84 Prozent gestiegen sind, rechnen die Planer für die A 39 mit einem Kostenanstieg von lediglich 5,72 Prozent (LZ berichtete). Nach einer Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen 2009 begründete die Bundesregierung die unterschiedlichen Zahlen mit der deutlich weiter fortgeschrittenen Planung der A 14.
Daraufhin hatte Staudte im März dieses Jahres beim Bundesrechnungshof nachgehakt. Nun kam die Antwort, in der eine Außenstelle der Behörde darauf hinweist, dass die Prüfung noch andauere. Unterdessen erneuert Constien von der BI Moorfeld seine Kritik: "Mit dem sogenannten Deckel für Moorfeld und einer Hochbrücke über das FFH-Gebiet Groß-Hesebeck und Röbbel sind weitere Kostenintensive Maßnahmen hinzugekommen, dennoch werden keine aktualisierten Zahlen veröffentlicht.
}}
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Presseberichte Juli 2019
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2025-02-05T23:12:43Z
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=== 12. Juli 2019 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Planfeststellungsbeschluss in Abschnitt 7
|Headline=„Ein weiterer Zeitverlust“
|Untertitel=Im Gegensatz zu den Gegnern der Autobahn 39
sind Stadt- und Kreisspitze sowie die Industrie- und Handelskammer
alles andere als begeistert vom BVG-Urteil
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg/Leipzig
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2019-07-12_7.jpg|thumb|800px|left|]]
Der Bau der Autobahn 39 verzögert sich. Der Grund: Mit seinem gestrigen Urteil hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Straßenplaner beauftragt, einzelne Mängel in den Planungen zu beheben.
Geklagt hatte unter anderem der BUND. Reaktionen auf das Urteil:
'''IHK: Entscheidung ist ein Rückschlag'''
„Die Entscheidung ist ein Rückschlag und bedeutet weiteren Zeitverlust. Die Zukunftsachse für unsere Region wird also später kommen – aber sie wird kommen. Denn das Bundesverwaltungsgericht hat klar herausgestellt, dass die Mängel in der bisherigen Planung behoben werden können“, sagt IHKHauptgeschäftsführer Michael Zeinert. Positiv sei auch, dass die
Klage der Gemeinde Jembke gegen den Bau einer Tank- und Rastanlage ohne Erfolg blieb: „Wir brauchen entlang der A 39
Raum für Lkw, damit die Fahrer ihre Ruhezeiten einhalten können.“ Zeinert weiter: „Das Land muss nun umgehend das Urteil analysieren, seine Planungen überarbeiten und alle Abschnitte mit dem gleichen hohen Tempo vorantreiben. Die Region braucht diese Autobahn, um Investitionen anzulocken und neue Arbeitsplätze zu schaffen.“
'''A 39-Gegner erwartenweitere „K.o.-Probleme“'''
Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) fühlt sich im Widerstand gegen die geplante A 39 bestätigt, nachdem das Bundesverwaltungsgericht den Planfeststellungsbeschluss für den südlichsten Plan-Abschnitt einer A 39 wegen Planungsmängeln für fehlerhaft erklärt hat. „Alle vorherigen Bau-Ankündigungen der A 39-Lobbyisten haben sich – wie schon zuvor im nördlichsten A 39-Abschnitt – als inhaltsleere Stimmungsmache erwiesen“, sagt LBU-Sprecher Eckehard Niemann aus Bienenbüttel.
Die erneute Verzögerung des „volkswirtschaftlich unsinnigen Nonsens-Projekts“ würden die A 39-Gegner seinen Worten zufolge konstruktiv nutzen, um möglichst bald das gesamte A 39-Vorhaben zu beenden. „In den nächsten Planungsabschnitten sind weitere naturschutzund eigentumsrechtliche K.o.-Proble- me zu erwarten“, glaubt Niemann. „In Zeiten der drohenden Klima-Katastrophe ein solches landschafts- und landwirtschaftszerstörerisches Projekt
für immer noch mehr Straßenverkehr und Staus weiter zu verfolgen, ist unverantwortlich und wird recht bald keine politische Unterstützung mehr haben.“ Statt der A 39 mit ihrem längst negativen Nutzen-Kosten-Verhältnis seien Verkehrsvermeidung sowie der Ausbau von Alternativen bei Schiene, ÖPNV und Bundesstraßen angesagt.
'''Landrat ist vom Urteil enttäuscht'''
„Zunächst einmal bin ich von dem Urteil enttäuscht“, sagt Lüneburgs Landrat Manfred Nahrstedt (SPD), „habe ich doch
seit über einem Jahrzehnt den notwendigen Lückenschluss der A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg unterstützt. Gutachter haben deutlich gemacht, dass sich das Bauprojekt positiv auf Wirtschaft, Wohnsituation und Lebensqualität hier bei uns in der Region auswirken wird. Leider ist der angegriffene Planfeststellungsbeschluss nicht frei von Rechtsfehlern. Diese gilt es nun in einem ergänzenden Verfahren schnellstmöglich zu beheben.“
'''Oberbürgermeister setzt auf zügige Nacharbeiten'''
„Für uns ist die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ärgerlich, denn die Notwendigkeit der A 39 betrachten wir als unstrittig. Mit dem Urteil geht also der Auftrag an die Landesbehörden, an dieser Stelle nachzuarbeiten, damit das Vorhaben zügig umgesetzt werden kann“, fordert Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge.
}}
{{Pressefuss|März 2012|September 2020}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
884840b3c583208102b378887b55655432b8d491
Presseberichte Juli 2021
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{{Pressekopf}}
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=== 01. Juli 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplanten Lärmschutz-Deckel in Moorfeld
|Headline=Auf die Tunnellänge kommt es an
|Untertitel=Planer der A39 kündigen neue Informationen an, die noch vor den Ferien bekannt gemacht werden
|Autor=Stefan Bohlmann
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-07-01.jpg|thumb|552px|center|'''Ein Tunnel soll die Anwohner im Bereich Lüne-Moorfeld an der künftigen A 39 später vor Lärm schützen. Strittig ist die Länge des Bauwerks, das im Verlauf der heutigen Ostumgehung geplant ist''' Foto: be]]
Neue technische Details über den geplanten Autobahntunnel im Bereich Lüne-Moorfeld gibt es noch vor den Sommerferien. Das wurde jetzt bei der Sitzung des A 39-Begleitausschusses der Stadt bekannt. Die Autobahnplaner wollen einen Deckel als Lärmschutz für die Anwohner bauen. Umstritten ist allerdings die Tunnellänge, an ihr scheiden sich die Geister zwischen
Planern und Anliegern, denen das Bauwerk zu kurz ist – genauso wie der Stadt.
Dirk Meyer von der Außenstelle Lüneburg der Autobahn GmbH, die inzwischen für die Planung der A 39 im Bereich der Stadt zuständig ist, kündigte das Ergebnis neuer Untersuchungen an. Bislang favorisieren die Ingenieure einen rund 400 Meter langen
Lärmschutzdeckel im Bereich des Stadtteils Lüne-Moorfeld.
Die Leiterin der Außenstelle, Gesa Schütte, sagt auf LZ-Anfrage, dass die neuen Erkenntnisse über den Tunnel ein Ergebnis der
Online-Konsultation zum ersten Bauabschnitt im vergangenen August seien. „Es wurden besonders Fragen zum Lärmschutz
und zum Deckel gestellt, die nun beantwortet sind“, berichtet sie.
Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover ist die Planfeststellungsbehörde und sie hält die Hand über dem Verfahren.Sie werde daher auch die Öffentlichkeit über die neuen Informationen unterrichten, sagt Schütte. Bis dahin heißt es warten.
Stadtrat Markus Moßmann erklärte während der Begleitausschusssitzung, die Hansestadt sei brennend an dem Ergebnis interessiert. Nicht nur die Stadt, auch die Anwohner. Vielleicht gibt es für Borwin Pahl, der sich als Anlieger der Ostumgehung seit Jahren für einen gebührenden Lärmschutz an der künftigen Autobahntrasse im Bereich Moorfeld einsetzt, Antworten, die ihn zufrieden stellen. Denn diese habe es bislang nicht gegeben, wie er während der Sitzung betonte.
„Wir möchten, dass untersucht wird, wie lang der Deckel sein muss, damit die bisherigen 2,50 Meter hohen Lärmschutzwände ausreichend sind“, sagt er im Gespräch mit der LZ. Es müsse doch möglich sein, die Verlängerung der Tunneldecke und die damit verbundenen Kosten zu ermitteln. „Trotz unserer mehrfachen Forderung hat aber bis jetzt noch niemand untersucht, wie es funktionieren kann.“ Es fehle daher nach wie vor eine Grundlage, in der Kosten und Schutznutzen klar dargestellt werden, kritisiert er.
Pahl sieht nach dem Wechsel der Zuständigkeit von der Landesbehörde in Lüneburg zur Autobahngesellschaft des Bundes die Chance für die Anlieger, das Gespräch neu aufzunehmen. Bei der Sitzung fragte er Klaus Franke, den Direktor der Niederlassung Nord der Autobahngesellschaft, dann auch, ob es eine Vorschrift gebe, die es verhindere, einen Ingenieur mit einer von den Anwohnern geforderten Untersuchung zu beauftragen. Franke erklärte, es gebe durchaus Spielraum, denn die Tunnelplanung sei immer Abwägung. Aber: „Die Verlängerung eines Tunnels muss letztlich auch im Verhältnis zu den Kosten stehen.“
Ratsherr Gerhard Scharf (CDU) unterstrich, dass die Tunnellänge das Thema sei, das die Menschen in Lüne und Moorfeld bewege. „Die Verlängerung ist eine politische Entscheidung, die zur Befriedung beitragen würde und vielleicht sogar eine Prozessflut gegen den Autobahnbau eindämmen könnte“, sagte er. Da der Lärmschutz die zentrale Frage sei, wäre es im Interesse der Anlieger wünschenswert, wenn die Tunnel-Ausdehnung sowohl nach Süden als auch Norden geprüft werde, ergänzte Philipp Meyn (SPD).
{{Kasten gelb|'''Zur Sache'''
'''<big>Dialog zum Deckel</big>'''
'''Auch wenn noch nicht klar ist,''' wann der Tunnel gebaut wird, laufen schon jetzt die Vorbereitungen für die Optik der Oberfläche. „Gestaltungsdialog – Lüneburg Deckel“ heißt das Projekt, das die Außenstelle Lüneburg der Autobahngesellschaft des Bundes anschiebt. „Wir wollen die kreativen Köpfe der Stadt und dass sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen“, sagt Leiterin Gesa Schütte. Herauskommen soll ein Gestaltungskonzept, das gemeinsam mit den Menschen in Lüne-Moorfeld erarbeitet wird. Auch die Kinder in Kitas und Schulen sollen mitmachen. Der Aufruf zu Ideen-Börse und Ideen-Werkstatt mit Zeitplan erfolgt noch zusammen mit der Hansestadt. „Die Verbindung zwischen Lüne und Moorfeld soll wiederhergestellt werden“, sagt Stadtrat Markus Moßmann zu der Idee.
}}
}}
=== 24. Juli 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum geplanten Gestaltungs-Dialog zum Lärmschutz-Deckel in Moorfeld
|Headline=Was soll auf den Deckel kommen?
|Untertitel=Autobahn GmbH startet einen Gestaltungsdialog. Tunnel über die geplante A 39 wird wohl nicht verlängert
|Autor=Werner Kolbe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-07-24-01.jpg|thumb|576px|center|'''Ein Tunnel soll die Anwohner im Bereich Lüne-Moorfeld an der künftigen A 39 später vor Lärm schützen. Wie die Fläche auf dem Deckel gestaltet wird, soll nun in einem Dialog festgelegt werden.''' Foto: A/be]]
[[Bild:LZ_2021-07-24-02.jpg|thumb|311px|center|'''Gesa Schütte und Klaus Franke starten den „Gestaltungsdialog“ für den geplanten Autobahndeckel.''' Foto: wko]]
Wenn überhaupt, dann nur mit einem langen Tunnel. Auf diese Formel lässt sich der Streit um den Bau der A 39 zumindest für viele Anwohner im Bereich Lüne-Moorfeld verkürzen. Dass die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg gebaut wird, ist zumindest für das Bundesverkehrsministerium in Berlin keine Frage mehr. Vor ziemlich genau fünf Jahren wurde dieses schon viel länger heftig umstrittene Infrastrukturprojekt in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 aufgenommen.
„Bestellt“ wurde der Bau also in Berlin, umsetzen muss ihn die im Januar gegründete Autobahn GmbH. Oder, um genauer zu sein, die Außenstelle in Lüneburg. Deren Leiterin Gesa Schütte hat nun skizziert, welche Schritte bereits eingeleitet wurden, wie umfangreich solche Planungen sind und was noch in diesem Jahr umgesetzt wird im ersten Planungsabschnitt, der 7,7 Kilometer langen Strecke zwischen Lüneburg Nord bis östlich von Lüneburg.
Klar ist, dass es im Bereich Lüne-Moorfeld einen Lärmschutzdeckel geben soll. Bisher ist die „Ostumgehung“ eine Trennlinie zwischen zwei Stadtteilen. Doch mit dem Deckel oder Tunnel sollen Lüne und Moorfeld „zusammenwachsen“. „381 Meter lang wird dieser Tunnel nach bisherigen Planungen sein“, betont Schütte. Rechne man die Breite der Brücke im Bereich Erbstorfer Landstraße hinzu, komme man auf nicht ganz 400 Meter.
Doch die Länge des Tunnels hat immer wieder für Streit gesorgt. Die Anwohner wollen einen längeren Tunnel. Das wurde auch Ende Juni in der Sitzung des A39-Begleitsausschusses deutlich. Anwohner Borwin Pahl fordert seit Jahren einen „gebührenden Lärmschutz“. Doch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover ist die Planfeststellungsbehörde und Herrin des Verfahrens. Eigentlich sollte sie die Öffentlichkeit bis zum Beginn der Sommerferien über die Ergebnisse neuer Untersuchungen informieren. Stadtrat Markus Moßmann hatte in der Begleitausschusssitzung erklärt, die Stadt sei brennend an dem Ergebnis interessiert. Gesa Schütte hat nun in Hannover nachgehakt. Antwort: Alle erforderlichen Unterlagen zur Veröffentlichung der Stellungnahmen zu den Einwendungen im Zuge der Online-Konsultation im vergangenen August/September 2020 werden bis Ende Juli 2021 erwartet. „In der ersten Augusthälfte sollen diese Ergebnisse offengelegt werden.“
'''Deckel mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern'''
Klaus Franke, Direktor der Niederlassung Nord der Autobahngesellschaft, geht nicht von einer Verlängerung des Tunnels aus. Es gebe zwar Spielräume, aber eine Verlängerung müsse letztlich auch im Verhältnis zu den Kosten stehen. „Es wird wohl bei 381 Metern bleiben. Aber es dürfte Optimierungen der Lärmschutzwände geben“, meint Franke. Vielleicht also ähnlich wie in Hamburg entlang der A7. Dort kommen Lärmschutzwände zum Einsatz, deren oberer Teil zur Fahrbahn hin gekröpft ist, Lärm also effektiver reduziert wird.
381 Meter also. Doch wie soll dieser Deckel mit einer Fläche von rund 12.000 Quadratmetern aussehen? „Wir planen eine Überschüttungshöhe von 80 bis 130 Zentimetern“, sagt Schütte. Es kann eine Grünfläche werden. Es können Wege und ein Spielplatz oder auch eine Halfpipe für Jugendliche gebaut werden. „Vieles ist denk- und machbar. Wir setzen auf die Ideen der Bürger“, sagt sie – und gibt den Startschuss für den „Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel“. Sie ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, sich zu beteiligen. Sie und ihre Mitarbeiter werden auch in die Kita Brandheider Weg und in die Grundschule Lüne gehen. Bis zum 30. September können alle Interessierten ihre Vorschläge auch skizzieren (siehe unten).
Die zweite Phase des Dialoges startet mit der Ideen-Werkstatt. Es wird dabei einen Vor-Ort-Termin geben – am 9. Oktober im
Kleingärtnerverein Moorfeld. Dort werden die Ideen gebündelt. All das bildet die Grundlage für die Erstellung von zwei Gestaltungsentwürfen, die Ende des Jahres veröffentlicht werden sollen.
Klaus Franke verweist auf die guten Erfahrungen in Hamburg. Dort gab es viel Gestaltungsraum. Mehrere Stadtteile wurde so „vereint“ und erhielten viele grüne Flächen. Die Stadt Hamburg hatte sich mit rund 200 Millionen Euro an den Kosten beteiligt. Denn die drei Deckel bieten Raum für die Stadtentwicklung. Die Deckel haben eine Traglast von rund 4,5 Tonnen pro Quadratmeter. Häuser können darauf nicht gebaut werden, aber leichtere Bauten wie Kleingärten sind kein Problem. Deren alte Flächen könnten dann bebaut werden. Was auf dem Deckel in Lüneburg entsteht, ist völlig offen, betont Schütte. Sie und ihr Team „freuen sich auf die Ideen“.
Der Deckel ist aber nur ein kleiner Teil der Planungen für den ersten Abschnitt. Planungen, die Weitsicht erfordern. Denn es geht auch um Umwelt- und Artenschutz, der „mitgeplant“ werden muss. Ein Beispiel: Im Bereich der Apfelallee gibt es eine Fledermausroute. Die streng geschützten Tiere dürfen durch den Bau nicht beeinträchtigt werden. Da der Autobahnbau die
Route „in einem kleinen Bereich tangiert“, muss das Team um Schütte schon jetzt planen. Bäume sollen gepflanzt werden.
Wenn der eigentliche Bau 2025 beginnt, sollen die Bäume so groß sein, dass die Fledermäuse ihre Route längst geändert haben. „Alle hierfür erforderlichen Vorarbeiten – Freimachung der betroffenen Grundstücke, Ausschreibungen und Vertragsbindungen – sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein, so dass noch in der zur Verfügung stehenden Pflanzsaison bis Ende März 2022 die Pflanzungen vor Ort vorgenommen werden können“, sagt Schütte. Ihr und Franke ist aber bewusst, dass auch ein Tunnel aus Autobahngegnern keine Befürworter macht.
{{Kasten gelb|'''Zur Sache'''
'''<big>Ideen gefragt</big>'''
'''Die Lüneburger Außenstelle''' der Autobahn GmbH startet den „Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel“. Wie soll die Fläche – immerhin gut 12.000 Quadratmeter – auf dem geplanten Autobahndeckel gestaltet werden? Soll es viel Grün geben? Soll es viele Wege, einen Spielplatz oder auch einen kleinen Teich geben?
'''Wer Ideen hat, kann sie auf dem links abgedruckten Coupon skizzieren.'''
Alle Vorschläge können bis zum 30. September eingereicht werden: per Mail an gestaltungsdialog-lueneburg@autobahn.de oder per Post direkt an die AdB, Wilschenbrucher Weg 69, 21335 Lüneburg. Eine Ideen-Werkstatt soll es am 9. Oktober um 14 Uhr im Kleingärtnerverein Gartenfreunde Moorfeld geben. Anmeldungen unter www.autobahn.de/gestaltungsdialoglueneburg, per Mail oder unter (040) 428264832 .Am Ende des Jahres sollen aus den Ideen zwei Gestaltungsentwürfe erstellt werden. Die LZ wird
diesen Gestaltungsdialog begleiten und unabhängig davon auch weiterhin über die neuesten Entwicklungen rund um den geplanten Bau der A 39 berichten.
}}
[[Bild:LZ_2021-07-24-03.jpg|thumb|1003px|center|]]
}}
{{Pressefuss|Juni 2021|September 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
c5a8b4cf8806609178353b59fd78e66d18904f3f
Presseberichte Juni 2006
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{{Pressekopf}}
=== 27. Juni: {{LZ}} zu den Standpunkten der [[SPD]], [[CDU]], [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]] ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Zankapfel Autobahn'''</big>
'''Antrag und Anfrage zur A 39 '''
''red Lüneburg.''
Die [[SPD]] bereitet einen Antrag zur geplanten Autobahn A 39 für den Landtag vor, [[Bündnis 90/Die Grünen|die Grünen]] haben eine Anfrage gestellt, die Christdemokraten halten in einer Stellungnahme keine Trassen-Variante, die durch Lüneburg führt, für machbar. Die A 39 ist und bleibt das Thema Nr. 1.
Der Lüneburger [[SPD]]-Landtagsabgeordnete [[Manfred Nahrstedt]], ein Freund der so genannten Tunnel-Lösung, bereitet gemeinsam mit seinem Uelzener Partei-Kollegen [[Jacques Voigtländer]] einen Antrag für den Landtag vor. Danach soll sich die Landesregierung beim Bundesverkehrsministerium für eine Machbarkeitsstudie der A39-Tunnel-Lösung durch Lüneburg einsetzen. "Um Verzögerungen dieses wichtigen Infrastrukturvorhabens auszuschließen, muss die niedersächsische Straßenbauverwaltung umgehend mit den notwendigen Planungsarbeiten für einen möglichen Autobahntunnel beginnen", heißt es im Antrag.
Unterdessen hat der [[grüne]] Landtagsabgeordnete [[Andreas Meihsies]] eine kleine Anfrage im Landtag eingebracht. Er fragt: Hält die Regierung die Tunnel-Lösung überhaupt für realistisch, welche Mehrkosten entstehen und wird noch vor der [[Kommunalwahl]] eine neue Trasse für Lüneburg vorgelegt? Autobahn-Gegner Meihsies hält den Tunnel für ein Windei, "der Bund wird nie die Mehrkosten von mehreren hundert Millionen Euro übernehmen".
Wie Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] lehnt die Lüneburger [[CDU]] jede Autobahntrasse über Stadtgebiet kategorisch ab. Alle Varianten führten dicht an Wohngebieten vorbei, würden Siedlungen von der Stadt abschneiden, geplante Baugebiete zerstören. Für die [[CDU]] gibt es nur eine Alternative, die Westumfahrung. Sie würde mit der [[Ostumgehung]] einen Ring um Lüneburg legen, die Stadt von Verkehr entlasten und die wirtschaftliche Entwicklung des Westens fördern.
}}
=== 26. Juni ===
[[Bild:LZ 2006 06 26 1.jpg|300px|right]]
==== {{LZ}} zur Aktion [[Menschenkette]] ====
<big>'''Protest in Rot'''</big>
Gekleidet in der Protestfarbe
Rot machten 400 Gegner
der [[Vorzugstrasse]] für die
Autobahn A39 ihrem Ärger
bei einem Demonstrationszug
durch Lüneburg Luft.
Zum Abschluss überreichten
die Initiatoren von der
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
Oberbürgermeister
Mädge 5000 Unterschriften
gegen die A39.
{{o}} Seite 3
{{Kasten|1=
<big>'''A 39-Gegner sehen rot'''</big>
'''400 Lüneburger protestieren gegen "Zerschneidung der Stadt" '''
''rast Lüneburg.''
[[Bild:LZ 2006 06 26 2.jpg|thumb|240px|'''Gabriele Parnow-Kloth (l.) zeigt die aufgerollte Liste mit 5000 Unterschriften.''']]
[[Bild:LZ 2006 06 26 3.jpg|thumb|240px|'''Zuvor gab's eine Menschenkette an der geplanten Trasse.''']]
[[Bild:LZ 2006 06 26 6.jpg|thumb|240px|'''Oberbürgermeister Ulrich Mädge rollt die Unterschriftenliste vor dem Landgericht zusammen mit Stefanie Becker von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ab.''']]
"Eine Autobahn mitten durch die Stadt ist ein Anachronismus im 21. Jahrhundert - wir werden das verhindern. Das gilt für die jetzige [[Vorzugstrasse]] wie auch für alle anderen Varianten in Richtung Ebensberg." Das machte Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] an ungewohnter Rednerstelle klar - auf der Freitreppe des Landgerichts, wo er vor 400 in der Protestfarbe Rot gekleideten Autobahngegnern sprach. Zuvor hatten ihm Stefanie Becker und Gabriele Parnow-Kloth 5000 Unterschriften gegen die geplante A 39 überreicht.
Mit [[Menschenkette]], Protestzug und Kundgebung, organisiert von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, demonstrierten die 400 Lüneburger Sonnabend gegen die [[Vorzugstrasse]]. In die Menschenkette zum Aktionsauftakt zwischen Klärwerk und Meisterweg - nahe der geplanten Trasse - reihte sich auch Hannelore Boese ein, die am Kappelberg wohnt. "Eine Autobahn, die direkt durch Wohngebiete führt, ist unverantwortlich - die Natur wird zerstört." Wenige Meter neben ihr argumentierte Stefan Becker vom Moorweg: "Bei der Auswahl für die Trasse ist der Schutz des Menschen nicht genügend beachtet worden. In Lüne und Moorfeld sind Jung und Alt zusammengewachsen, das ist ein lebendiger Stadtteil, der zerstört wird. In der Grundschule wird kein Unterricht mehr möglich sein, das Kloster ist in baulicher Gefahr." Eine Tunnellösung, wie vom [[SPD]]-Landtagsabgeordneten [[Manfred Nahrstedt]] in die Diskussion gebracht, hält Becker "für nicht machbar, weil viel zu teuer". Zudem sei Lüne ein "biologisch sehr sensibles" Gebiet.
[[Bild:LZ 2006 06 26 4.jpg|thumb|left|150px|'''Peter Franke: „Straßen sollen Städte verbinden und sie nicht trennen.“'''<br>Fotos: t & w]]
"Wir fordern unsere politischen Vertreter auf: Menschen- und [[Naturschutz]] auch hier" - dieses Plakat trugen Niklas Köhne und Jonas Spengler 30 Minuten lang auf dem Fußgängerüberweg am Klärwerk bei jeder gedrückten Grünphase hin und her. Flankiert wurden sie unter anderem vom [[grüne]]n Landtagsabgeordneten [[Andreas Meihsies]] und [[CDU]]-OB-Kandidat Prof. Dr. Jürgen Lürssen. Den Verkehr zu blockieren, schafften sie nicht - die Ampelschaltung sieht lange Grünphasen für die Autofahrer vor.
Danach startete der Protestzug in die Innenstadt. Samt Transparenten mit Aufschriften wie "Wenn beten oder bitten helfen kann, lieber Gott, lieber Weihnachtsmann, befreit uns von diesem Wahn, wir wollen durch LG keine Autobahn" machten Demonstranten ihrem Ärger Luft und diskutierten die negativen Auswirkungen. Ortrud Doll, Erbstorfer Landstraße: [[Bild:LZ 2006 06 26 5.jpg|thumb|left|150px|'''Ramona Reßler-Lührs: „Stadtteilstrukturen werden zerstört, es entsteht ein Autobahn-Ghetto.“''']] "Eine Autobahn bringt Lüneburg wirtschaftlich nicht voran. Den Titel Weltkulturerbe könnte sich Lüneburg abschminken. Und auch eine Tunnellösung würde den Wald zerstören." Das sieht Peter Franke, Gorch-Fock-Straße, ähnlich: "Ein Tunnel bringt ein Grundwasserproblem und Senkungsschäden." Und den Sinn des Straßenbaus erklärte er so: "Straßen sollen Städte verbinden und sie nicht trennen."
Vor dem Landgericht machte Verena Fiedler von der BI deutlich, dass die A 39 einen lebendigen Stadtteil "mit Alteingesessenen und neu zugezogenen Familien zerschneiden" würde: "Das ist für uns unfassbar, wir fühlen uns bedroht." Stefanie Becker nannte weitere Forderungen: "Die B 4 nicht weiter ausbauen, die [[Lärm]]belästigung eindämmen, andere verkehrspolitische Lösungen finden."
Die Äußerungen von [[Ulrich Mädge|OB Mädge]] gegen eine A 39 durch die Stadt wurden mit Applaus bedacht, es gab aber Pfiffe, als er sagte: "Wir brauchen die A 39, um den Wirtschaftsraum Lüneburg mit dem Süden zu verbinden. Verschiedene Trassenmöglichkeiten müssen untersucht werden - ich setzte mich für die A 39 ein, aber für eine menschenverträgliche Trasse."
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{{HA-Logo}}
==== {{HA}} zur Aktion [[Menschenkette]] ====
{{Kasten|1=
<big>'''Roter Protest gegen die Autobahn'''</big>
'''Lüneburg: Anwohner wollen die Trasse der A 39 nicht. Rot gekleidet machten sich Bewohner der Stadtteile Lüne und Moorfeld auf zur [[Menschenkette]].'''
''Von Elke Schneefuß''
Am Sonnabend morgen um halb zehn ist es geschafft: Lüneburgs Stadtteile Lüne und Moorfeld funkeln rot im Licht der Morgensonne. In rote [[T-Shirt]]s gekleidete Anwohner formieren sich aus Protest gegen die A 39 zur [[Menschenkette]] - dicht an dicht stehen sie an der Erbstorfer Landstraße. Demonstranten aller Altersklassen tragen Transparente und rote Tücher, Flugblätter und Trillerpfeifen. "Mindestens 500 Menschen, vermutlich mehr", schätzt Mitveranstalterin Gabriele Parnow-Kloth (47), sind gekommen, um ihren Protest gegen die geplante Autobahn durch den Ostteil der Stadt öffentlich zu machen. Wie Ortrud Doll (49), die seit 20 Jahren eine zahnärztliche Praxis in Moorfeld betreibt: "Wir begreifen nicht, wie man uns so etwas zumuten kann", sagt sie. "Überall werden Ortsumgehungen gebaut und uns legt man die Trasse vor die Haustür."
"Das Geld kann man sinnvoller einsetzen", meint Claudia Kuchler (44), die seit sieben Jahren mit ihrer Familie in Moorfeld lebt. "Für die Schulen werden dringend Mittel gebraucht, da zahlen wir Eltern schon lange drauf."
Die Furcht vor der Zukunft ist allgegenwärtig: "Wenn die A 39 kommt, will ich hier weg", sagt Sabine Gade (40). Die Menschen im Viertel haben das Gefühl, einer Sache geopfert zu werden, die für sie keinen Nutzen hat: "Diese Autobahn brauchen nur die Spediteure", meint Gabriele Parnow-Kloth: "VW baut [[Arbeitsplätze]] ab und wir legen denen eine eigene Trasse vor die Werkstür - wozu soll das gut sein?"
Fragen, denen sich auch Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] (56) später auf dem Lüneburger Marktplatz stellen muß. Die Autobahngegner überreichen ihm 5000 Unterschriften gegen die A 39, die sie im Stadtgebiet gesammelt haben. Das sonst so redegewandte Stadtoberhaupt tut sich schwer bei seiner Ansprache an das versammelte Volk - schließlich war Mädge einmal lebhafter Befürworter der Autobahn. Daß sie zur Sicherung von [[Arbeitsplätze]]n gebraucht wird, glaubt er noch immer, aber die sogenannte "[[Vorzugstrasse]]" will er nicht: "Ich lebe hier genauso gern wie Sie. Eine Autobahn mitten in der Stadt kann ich mir nicht vorstellen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/26/578495.html Quelle]
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=== 24. Juni: {{LZ}} zur geplanten [[Menschenkette]] ===
{{Kasten gelb|
<big>'''[[Menschenkette]] gegen die A 39'''</big>
''rast Lüneburg.''
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld hat eine [[Menschenkette]] gegen die geplante Autobahn A 39 organisiert. Die Teilnehmer treffen sich heute, Sonnabend, um 9 Uhr am Domänenhof, die Kette formiert sich um 9.15 Uhr zwischen Klärwerk und Meisterweg.
Anschließend, kurz nach 10 Uhr, starten die Teilnehmer zu einem Protestzug über den Lüner Weg und die Scholze-Kreuzung zur Innenstadt. Über die Rosenstraße geht es bis in Höhe Landgericht, wo eine kurze Kundgebung geplant ist. Dort werden auch mehrere tausend Unterschriften gegen die A 39 an Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] überreicht.
}}
=== 23. Juni: Radio FFN zur geplanten [[Menschenkette]] ===
* [http://keine-a39.de/media/radio_tv/Radio_ffn_20060623_1630.wma Download]
=== 22. Juni ===
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} zur geplanten [[Menschenkette]] (2) ====
{{Kasten|1=
<big>'''Rote [[Menschenkette]] soll Autobahn stoppen'''</big>
'''Lüneburg: Protest gegen Route der A 39'''
''Von Elke Schneefuß''
Mit der Signalfarbe Rot wollen sie ein Zeichen setzen: Verena Fiedler (49) und Gabriele Parnow-Kloth (47), beide Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative (BI) Lüne-Moorfeld, haben Großes vor. Eine Kette rotgekleideter Menschen soll am kommenden Sonnabend die vom Niedersächsischen Landesstraßenbauamt [[Vorzugsvariante|geplante Route der A 39 auf Lüneburger Stadtgebiet]] markieren. Mitten durch Wohngebiete und Kleingärten wird die [[Menschenkette]] führen, haarscharf am Kloster Lüne und an einer Grundschule vorbei.
Für die Aktion opfern die Mitglieder der BI viel Zeit und Energie: "Beschaulich ist mein Leben im Moment nicht gerade", sagt Verena Fiedler. Doch eine Alternative zu ihrem Engagement sieht sie nicht: "Ich habe mich noch niemals an einer Bürgerinitiative beteiligt, aber jetzt muß es sein." Kommt die Autobahn, ist es mit der Ruhe in ihrem Stadtteil vorbei. Schon jetzt leiden die Bewohner in Lüne und Moorfeld unter dem [[Lärm]] der nahe gelegenen [[Ostumgehung]]: "Wir haben 42.000 Fahrzeuge täglich statt der vorhergesagten 30.000. Noch mehr geht nicht."
Das Umfeld im Stadtteil hat sich seit Bekanntwerden der Autobahnpläne bereits verändert: "Bauvorhaben werden gestoppt, die ersten Häuser stehen leer", sagt Gabriele Parnow-Kloth, die seit 1987 in Moorfeld lebt. "Auch ich werde nicht bleiben, wenn die A 39 kommt." Die Sorge um ihr Stadtviertel bewegt die Menschen. "Wir haben 5.000 Unterschriften gegen die Trasse gesammelt. Am Sonnabend werden wir sie dem Oberbürgermeister überreichen." Dass ihr Protest eine breite Basis hat, ist auch andernorts zu spüren: Den Eingang von bislang 7.000 Stellungnahmen zur A 39 bestätigt Regierungsdirektor [[Holger Manthey]], Leiter der Raumordnungsbehörde in Lüneburg. Es gab säckeweise Post, nicht nur aus der Region: "Die meisten Zuschriften sind ablehnend", so Manthey. Und die Papierflut ist noch nicht gestoppt. "Die Frist läuft bis zum 30. Juni. Einige der betroffenen Städte und Gemeinden dürfen sich bis Mitte Juli äußern." Die Kommunal[[politiker]] versuchen derweil eine Schadensbegrenzung: Tunnellösungen und andere Trassenführungen werden ins Gespräch gebracht. All dies findet bei Anette Niemann, Sprecherin des Dachverbands der Bürgerinitiativen, keine Gnade: "Andere Streckenverläufe helfen uns nicht weiter, auch in diesen Regionen leben Menschen und Tiere. Wer braucht die A 39 denn wirklich? Das ist doch die Frage, über die wir diskutieren müssen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/22/577061.html Quelle]
}}
=== 21. Juni ===
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} zur geplanten [[Menschenkette]] ====
{{Kasten|1=
<big>'''[[Menschenkette]] zur A 39'''</big>
'''Lüneburg: Bürgerinitiative'''
''Von Elke Schneefuß''
Zum Protest gegen die geplante [[Vorzugstrasse]] der A 39 ruft die BI Lüne-Moorfeld am Sonnabend, 24. Juni, auf. Von der Grundschule Lüne wollen die Autobahngegner ab 9 Uhr die geplante Trasse in ihren Stadtteilen mit einer Menschenkette darstellen. Anschließend geht ein Demonstrationszug zum Landgericht, wo gegen 11 Uhr die bisher gegen die A 39 gesammelten Unterschriften an Oberbürgermeister Mädge übergeben werden sollen.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/06/21/576678.html Quelle]
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Tunnellösung ====
{{LB|Werner Momberg<br>21337 Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Tunnel brächte Kahlschlag</big>'''
'''[[Presseberichte_Juni_2006#Landeszeitung_zur_sogenannten_Tunnell.C3.B6sung|„Tunnel technisch möglich“, LZ vom 14. Juni]]'''
Ing. R. Bielecki hat unter der Elbe hindurchgebaut, die Elbe hat aber keine Bäume! Ein Tunnel hier macht einen Kahlschlag von mindestens 70 m Breite im z.T. Jahrhunderte altem Baumbestand notwendig! An alle "Planer", bitte gehen Sie doch zuerst einmal die [[Vorzugstrasse]] ab oder schauen auf meiner Homepage die Bilder an (http://geocities.com/wmomberg/), bevor Sie sich mit Aussagen über Machbarkeit blamieren! . . . Wozu diese gigantische Verschwendung von Steuergeldern? Warum kann nicht die [[Ostumgehung]] als Schnellstraße für dieses kurze Stück vom Ende A 250 bis Ausfahrt Stadtkoppel usw. genutzt werden? Unfallschwerpunkt und zu enger Radius sind keine tragfähigen Argumente, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h würde beide Einwände gegenstandslos machen. Denn eine Tunnelautobahn könnte auch nicht schneller befahren werden! Fehlender Standstreifen auf einer Länge von weniger als zwei Kilometer an der [[Ostumgehung]]? Woanders gibt es dies auch, und für einige Nothaltebuchten fänden sich passende Stellen!
}}
* [[Presseberichte_August_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Variante_503_.28Ausbau_der_Ostumgehung.29|Replik auf diesen Leserbrief von Martin Knoop in der LZ vom 2. August]]
=== 17. Juni ===
==== Landeszeitung zur geplanten [[Menschenkette]] ====
{{Kasten gelb|[[Bild:2006 06 17 landeszeitung 01.jpg|thumb|300px|'''Der Protest gegen die A39 ist in Lüne und dem Moorfeld riesengroß: Dort, wo [[Vorzugsvariante|die mögliche Trasse]] entlangführen soll, präsentieren die Gegner rund 5000 Unterschriften (v. l.): Gabriele Parnow-Kloth, Dr. Frank Kracht, Henning Pabst und Verena Fiedler.''' Foto: t&w]]
<big>'''[[Menschenkette]] gegen die Trasse'''</big>
'''Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld will am [[Vorzugsvariante|geplanten Streckenverlauf]] demonstrieren'''
''ca Lüneburg.''
Mit einer [[Menschenkette]] demonstriert die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am Sonnabend, 24. Juni, gegen die geplante A 39. Die Aktivisten wollen von 9 Uhr den [[Vorzugsvariante|Streckenverlauf zwischen Kläranlage und Meisterweg]] nachstellen. "Wir rechnen mit mindestens 350 Teilnehmern", sagt Verena Fiedler von der BI. "Wir wollen unser Viertel nicht von der A 39 verschandeln lassen." Auf der Bockelmannstraße müssen Autofahrer mit Behinderungen rechnen: Protestierer wollen immer wieder die Fußgängerampel am Tierheim benutzen.
Anschließend geht um 10 Uhr ein Demonstrationszug vom Lüner Weg aus über Bleckeder Landstraße und Scholze-Kreuzung zum Marktplatz, um Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] die Kopien von mehr als 5000 Unterschriften gegen das Autobahnprojekt zu überreichen. Die Botschaft der BI: [[Politiker]] sollen sich gegen einen Trassenverlauf durch die Stadt engagieren. Die Initiative überlegt zudem, die Originalunterschriften nach Berlin zu bringen, um auch dort den Protest der Region zu dokumentieren.
Äbtissin Barbara Taglang spricht sich generell gegen die so genannte [[Vorzugsvariante]] aus, sie sieht das Kloster Lüne und seine Kunstschätze gefährdet. Auch die diskutierte Tunnellösung lehnt die Äbtissin ab. Neben den Erschütterungen, die ein Bau mit sich brächte, fürchtet sie um die jahrhundertealte Wasserversorgung des Klosters: Der Grundwasserspiegel könne sinken und so auch Quellen des Mühlenteiches versiegen lassen. Das Wasser des drei Meter höher liegenden Teiches speist die gerade aufwändig historisch rekonstruierten Gärten des Klosters und beispielsweise auch den Brunnen in der Eingangshalle.
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==== Landeszeitung zum Stand der Einwendungen (7.000) ====
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<big>'''Einwände gegen A 39'''</big>
'''Behörde wertet 7000 Schreiben aus'''
''ml Lüneburg.''
Mit Einwendungen kennt [[Bernd Rczeppa]] sich aus, Kritik ist sein Geschäft. Er und drei Kollegen sichten derzeit bei der Regierungsvertretung Lüneburg für das [[Raumordnungsverfahren]] die schriftlichen Einwände von Bürgern, Verbänden, Initiativen, Kommunen und Fachbehörden gegen den Bau der Autobahn 39.
"Rund 7000 Einwendungen sind bislang bei uns eingegangen", schätzt Rczeppa, doch erst 3000 seien nach Gemeinden sortiert, ausgewertet und in eine Datenbank eingegeben worden. Die Qualitätsunterschiede seien groß. "Erfrischend" nennt der Sachbearbeiter Einwendungen, die neue Aspekte für das [[Raumordnungsverfahren]] eröffnen. "Gemeinden und Einzelpersonen sind tief in die Planungsunterlagen eingestiegen, liefern detaillierte Hinweise, die uns weiterhelfen", so Rczeppa.
Als "Massengeschäft" bezeichnet er hingegen die zahlreichen Mehrfachsendungen, die per Post, Fax, E-Mail - direkt oder über eine Kommune - seine Behörde erreichen. In der Papierflut finden sich auch viele Serienbriefe - der Inhalt ist identisch, nur die Unterzeichner variieren. "Dadurch relativiert sich natürlich die Zahl von 7000 Einwendungen", so der Sachbearbeiter.
Doch das Ende der Fahnenstange ist vermutlich noch nicht erreicht. Bis zum 30. Juni läuft noch die Frist, in der Einwendungen bei der Regierungsvertretung eingereicht werden können. Geduldig werden Rczeppa und seine Mitstreiter auch weiterhin jedes Schreiben lesen, auswerten und erfassen - für den Sachbearbeiter kein Problem, schließlich ist es nicht sein erstes großes Verfahren. "Allein 25 000 Einwendungen hatten wir beim [[Raumordnungsverfahren]] für die so genannte Y-Trasse für die Bahnstrecke Hannover-Hamburg", erinnert sich Rczeppa.
Unterdessen werten die Verantwortlichen des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A 39 zahlreiche Äußerungen und Veröffentlichungen zur Finanzierung von Autobahnprojekten "als Abgesang auf die A 39". Unter anderem hatten Ministerpräsident [[Christian Wulff]] und Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] wiederholt die Bedeutung von Investorenmodellen unterstrichen, da die klassische Finanzierung wegen der Lage der öffentlichen Kassen an ihre Grenzen stoße. Beispielhaft sei die Küstenautobahn A 22.
Die A 39 spielt bei diesen Überlegungen keine Rolle. Deshalb schlussfolgert Dachverbandssprecherin Annette Niemann: "Offenbar hat sich die Lobbygruppe für die A 22 bei der Landesregierung gegen die hiesigen Lobbyisten für die A 39 durchgesetzt."
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=== 14. Juni ===
==== Landeszeitung zum Besuch des Verkehrsministers ====
Seite 1
[[Bild:2006 06 14 landeszeitung 01.jpg|thumb|200px|'''Ein Lkw-Fahrverbot auf der B 4 sei „keine Patentlösung“ für Melbeck, blockte Verkehrsminister [[Walter Hirche]] entsprechende Forderungen ab. Zunächst sollten sich die Kommunen vor Ort einigen.'''<br>Foto: t&w]]
{{Kasten gelb|1=
<big>'''Enttäuschte Melbecker'''</big>
'''Minister Hirche bringt das ersehnte Lkw-Fahrverbot auf der B 4 nicht mit'''
''kre Melbeck.''
Lange Gesichter in Melbeck: Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) sperrte sich gestern Abend bei einer Diskussion in Melbeck gegen die Forderung der Anwohner, die B 4 für den Lkw-Durchgangsverkehr zu sperren. Hirche: "Das ist keine Patentlösung." Nötig sei jetzt vielmehr, dass sich die Landkreise Lüneburg, Uelzen, Gifhorn und die Stadt Lüneburg auf ein gemeinsames Konzept einigten. Der Minister tadelte "[[St.-Florians-Prinzip|Regionalegoismus]]" vor Ort. Sollte der Schulterschluss in der Region jetzt nicht gelingen, würde er die Kommunen im September ins Ministerium bitten. "Bis Ende des Jahres gibt es eine Lösung für Melbeck", versprach der Minister. Diskussionsteilnehmer übergaben Resolutionen, drängten Hirche zu größerer Eile. {{mark|Auf die A 39 sollten die Betroffenen aber nicht setzen, mahnte Hirche, die löse nur überregionale Probleme, keine lokalen.}}
'''Seite 3'''
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Seite 3
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[[Bild:2006 06 14 landeszeitung 03.jpg|thumb|200px|'''Niedersachsens Verkehrsminister [[Walter Hirche]]([[FDP]]) stellte sich in Melbeck den Fragen von gut 200 Bürgern. Ein Durchfahrtverbot für Lkw sei kein Patentrezept, meinte er. Am Zug seien die Kommunen, die sich auf ein gemeinsames Konzept einigen müssten, mahnte Hirche.''' Foto: t&w]]
<big>'''"Regionalegoismus hilft nicht"'''</big>
'''Verkehrsminister Hirche: Schulterschluss der Region nötig - B 4-Verbot für Lkw "keine Patentlösung"'''
''kre Melbeck.''
Der Minister kam, doch er kam mit leeren Händen. Dafür bekam er Schelte. Wer gehofft hatte, dass Verkehrsminister [[Walter Hirche]] ([[FDP]]) die Verfügung im Gepäck habe, mit der der Lkw-Durchgangsverkehr durch Melbeck untersagt würde, irrte. Enttäuscht reagierten gestern Abend bei der [[CDU]]-Veranstaltung im Melbecker "Landhaus" die mehr als 200 Bürger.
"Wir lassen uns nicht länger hinhalten. Wir wollen Taten sehen!", mahnte der stellvertretende Melbecker Bürgermeister [[Klaus Hübner]] und überreichte eine Resolution der Gemeinden Melbeck, Bienenbüttel, Jelmstorf und Tätendorf/Eppensen. "Was hier auf der B 4 abgeht, ist menschenverachtend", unterstrich der stellvertretende Ilmenauer Verwaltungschef [[Waldemar Höfner]].
"Ich kann Ihnen keine Patentlösung bieten", räumte Hirche ein. Auch die A 39 sei kein Allheilmittel. "Die Autobahn löst überregionale Probleme, nicht die vor Ort". Ziel müsse deshalb laut Hirche sein, "die auswärtigen Verkehre von der B 4 zu vergrämen". Am Zug seien aber die Kommunen. Gelänge es den Landkreisen Lüneburg, Gifhorn, Uelzen und der Stadt Lüneburg jetzt nicht, "eine gemeinsame Linie zu finden", mahnte Hirche, "werde ich sie im September ins Ministerium bitten. [[St.-Florians-Prinzip|Regionalegoismus]] hilft uns hier nicht weiter." Hirche prognostizierte, dass "wir zum Ende des Jahres eine Lösung für die Melbecker haben werden". Darauf Waldemar Höfner empört: "Da gehen doch wieder sieben Monate ungenutzt ins Land".
"Die Landkreise sind sich einig", entgegnete der Erste Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]], die Stadt Lüneburg wünsche noch Gespräche und die IHK habe massive Bedenken. Ministerliche Vermittlung sei aber unnötig: "Das schaffen wir alleine."
Hirche erinnerte die B 4-Anwohner daran, dass ein Durchfahrtverbot nur bei bestimmten rechtlichen Voraussetzungen verhängt werden könne: "[[Lärm]] alleine ist laut EU-Recht noch kein Argument."
Das Dilemma der Region machte der Erste Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]] deutlich: "Durchfahrtverbot: Ja, aber nicht zu Lasten anderer. Wir müssen darauf achten, dass wir mit einer Anordnung nicht andere Gemeinden belasten." Porwol sieht die Gefahr, dass Lkw-Verkehr von der B 4 auf die B 209 verdrängt werde. Besser sei deshalb, so Porwol, "wenn der Lkw-Verkehr die A 7 erst gar nicht verlässt".
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Seite 4
==== Landeszeitung zur sogenannten Tunnellösung ====
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<big>'''Tunnel technisch möglich'''</big>
'''A 39: SPD-Politiker fordern Studie'''
''cn Lüneburg.''
[[Bild:Bielecki.jpg|thumb|200px|'''Diplom-Ingenieur Rolf Bielecki, Leiter des Projekts „Vierte Röhre Elbtunnel“, hält die Tunnel-Idee in Lüneburg für realisierbar.''' Foto: cn]]
Was in Städten wie Berlin, Leipzig und Erfurt möglich ist, muss auch in Lüneburg gehen. Meinen die [[SPD]]-Landtagsabgeordneten [[Manfred Nahrstedt]] und [[Jacques Voigtländer]] und sprechen eine Tunnellösung für die [[Vorzugsvariante]] der Autobahn 39 an. Unterstützung bekommen sie nun von einem Fachmann: Diplom-Ingenieur Rolf Bielecki, Leiter des Bauvorhabens "Vierte Röhre Elbtunnel", sagt: "Technisch ist das kein Problem."
Nahrstedt hatte die Tunnellösung für den Bereich zwischen Stadtkoppel und Lüne ins Gespräch gebracht, um die Belastungen in diesem sensiblen Bereich möglichst gering zu halten (LZ berichtete). "Stadtentwicklung, Schutz des Klosters Lüne, Bestrebungen, Weltkulturerbe zu werden" seien die Schlagworte.
Mit seinem Uelzener Kollegen Voigtländer fordert Nahrstedt vom Land Niedersachsen, eine Machbarkeitsstudie für den Tunnel in Auftrag zu geben. Fest steht für sie: "Das ist eine sinnvolle Lösung. Andernfalls wird das Projekt durch endlose Prozesse verzögert." Unterstützung erhalten sie von berufener Stelle. Rolf Bielecki, Bauleiter der vierten Elbtunnel-Röhre und Lehrbeauftragter für unterirdisches Bauen an der Uni Lüneburg, sagt: "Das Vorhaben ist mit den Mitteln des modernen Tunnelbaus umsetzbar."
Zwei Röhren mit jeweils zwei Fahrspuren und einem Standstreifen schweben ihm vor, dazu Fluchttunnel und Rauchabzugskanäle. Auch der hohe Grundwasserstand im Bereich des Klosters Lüne sei kein Problem: "Der Spiegel kann erhalten bleiben." 1,5 Kilometer Tunnel wären nötig, dazu 750 Meter, die in offener Bauweise errichtet werden könnten - was kostengünstiger sei als der Tunnelbau im Schildvortriebsverfahren. Eine Kostenschätzung will er nicht abgeben: "Erst muss die Studie auf dem Tisch liegen."
Die soll nach den Vorstellungen von Nahrstedt und Voigtländer in Kooperation mit der Uni Lüneburg erstellt werden. Eine Westvariante der A 39 kommt für die Politiker hingegen weiterhin nicht infrage. Auch die Uelzener lehnten eine Trasse im Westen strikt ab, so Voigtländer.
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<big>'''Arbeitskreis besucht Kloster'''</big>
Eine Tunnellösung war auch Thema beim Besuch des [[SPD]]-Arbeitskreises für Verkehr im Kloster Lüne. Zehn Abgeordnete aus Hannover machten sich ein Bild möglicher Probleme einer Ostvariante.
Äbtissin Barbara Taglang: „Das Problem wird die ständige Erschütterung durch den Verkehr sein.“ Mauerwerk und Kunstschätze würden stark in Mitleidenschaft gezogen, der Klosterbrunnenvielleicht versiegen.
Die Gruppe will einen Antrag im Landtag unterstützen: eine Tunnelvariante und die Kosten dafür zu prüfen.
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==== Landeszeitung-Rubrik "Angespitzt" ====
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[[Bild:Angespitzt.jpg|left]]'''<big>Projekt A 39: Die heiße Kartoffel</big>'''
''H.-H. Jenckel'' '''Lüneburg'''.
Die heißeste Kartoffel im Kommunalwahlkampf, in der Stadt wie im Landkreis Lüneburg, wird ohne Frage die Autobahn A39. Schöne Schulen, viele Lehrer, kostenlose Kindergartenplätze, mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze wollen alle, die Autobahn nicht.
Noch im letzten [[Kommunalwahl]]kampf gehörte es in den bürgerlichen [[Parteien]] zum guten Ton, ohne Wenn und Aber für die Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg zu sein. Das verspreche wirtschaftliches Wachstum. Sozusagen war die A250 da immer nur als 1. Bauabschnitt der Tangente Hamburg-Wolfsburg zu verstehen. Und fast niemand moserte.
Seit aber nach der Trasse für die Autobahn gesucht wird, ist der Protest allgegenwärtig. Und bei vielen Befürwortern unter den Kommunal[[politiker]]n ist aus dem „Ohne Wenn und Aber“ nur das Aber stehen geblieben.
Aber bedeutet dabei – natürlich immer nur aus Sachzwängen heraus – a b e r nicht in meinem Wahlbereich. Dahinter steckt wohl auch das Kalkül: Viele Autobahn-Gegner würden gar nicht zum harten Widerstand zählen, sondern seien als Jünger des [[St.-Florian-Prinzip]]s nur gegen die Autobahn vor der eigenen Tür. Man ziehe also mit dem „Aber-nicht-hier“ stillschweigend an einem Strang. Das ist nicht nur ein riskantes, sondern auch ein durchsichtiges Spiel. Und angesichts der brillanten Vernetzung des A39-Widerstandes könnte der Schuss nach hinten losgehen.
Nur die [[Grüne]]n, die waren immer schon dagegen, schon aus Öko-philosophischen Gründen. Asphalt und Grün – das ist wie „A 39 Nein Danke“. Wenn da nicht die Brüder im Bund gewesen wären. Denn den [[Bundesverkehrswegeplan]], in dem die A39 in die Champions League der Projekte aufrückte, haben die [[Grüne]]n mit abgenickt. Reiner Koalitionszwang, beteuern die [[Grüne]]n.
Vor Ort sei man immer im Widerstand gewesen und sei darin moralisch auch von grünen Polit-Profis aus Berlin bestärkt worden. Koalition hin, Koalition her. Seit die A39 ins Bewusstsein gerückt ist, die [[Grüne]]n bei der Europawahl vor zwei Jahren traumhafte Zuwächse bilanzierten, machen sie sich mit dem Nein zur Autobahn erstmals ernste Hoffnungen auf einen Bürgermeisterposten im Landkreis.
Schwieriger ist die Sache da schon für Landratskandidaten, die in Stadt und Landkreis Stimmen fangen müssen. Da funktioniert nur Ja oder Nein, nicht [[St.-Florian-Prinzip|St. Florian]]. Oder doch? Kandidat [[Manfred Nahrstedt]] hat für sich den Königsweg gefunden: Die Autobahn muss quasi an neuralgischen Punkten verschwinden. Zaubern geht nicht, aber tunneln. Der Autobahn-Tunnel für Lüneburg mag den Westen beruhigen, heißt aber auch: klares Ja zur Trasse durch die Stadt.
Sein Konkurrent Dr. [[Stefan Porwol]] bevorzugt in einem seiner wenigen Statements zur Trasse in der LZ die Pose des Diplomaten: Überrascht sei er vom Vorschlag der Planer, Fragen hat er, prüfen will er – „im Sinne der Menschen“. Das klingt zumindest zauberhaft sibyllinisch und stinkt nicht nach Asphalt.
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=== 9. Juni ===
==== Interview der Landeszeitung mit Eckart Hien, Präsident des Bundesverwaltungsgerichts ====
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<big>'''In Sachen A 39 haben wir zunächst keine Ahnung'''</big>
'''Bundesverwaltungsrichter Hien sieht beschleunigte Planung mit Skepsis'''
''Das Interview führte Joachim Zießler''
In den neuen Bundesländern gilt bei der Planung von Mammutverkehrsprojekten das Prinzip "kurzer Prozess". Nur eine Instanz, das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, entscheidet über die Einsprüche von Anwohnern und Umweltschützern. Dieses Prinzip will der Bundestag auch auf 86 Großprojekte im Westen übertragen. Ein fragwürdiger Plan, findet Eckart Hien, Präsident des Bundesverwaltungsgerichts. Die Verfahren könnten sich in Leipzig stauen. Zudem wird der Sachverstand der Oberverwaltungsgerichte ohne Not ausgeklammert.
Auch in der Rechtsprechung zieht betriebswirtschaftliches Denken ein, Beschleunigung der Verfahren wird angestrebt. Ist es nicht gefährlich für die Judikative, wenn sie sich Effizienzkriterien beugt?
'''Eckart Hien:''' ''Die Beschleunigung von Gerichtsverfahren ist kein geborgtes Kriterium, sondern ein generelles Ziel. Rechtsschutz muss, wenn er effektiv sein will, auch rechtzeitig sein. Ein Rechtsschutz, der Jahre zu spät kommt, verfehlt seine eigentliche, befriedende Wirkung.''
Sollte nicht grundsätzlich in Gerichten Gründlichkeit vor Schnelligkeit kommen?
'''Hien:''' ''Das darf man nicht gegeneinander ausspielen. Es ist natürlich so, dass die richterliche Entscheidung auch richtig sein soll. Aber beides sind keine Gegensätze. Vielmehr muss versucht werden, beide Ziele zusammen zu erreichen.''
Nie musste das Bundesverwaltungsgericht weniger Fälle behandeln als im vergangenen Jahr. Lässt die Prozessierlust nach?
'''Hien:''' ''Es ist generell ein Rückgang bei den Asylverfahren festzustellen. Und die waren zahlenmäßig immer sehr umfangreich, so dass sich ein Rückgang in diesem Bereich sofort statistisch erheblich niederschlägt. Darüberhinaus gibt es auch eine generelle Tendenz eines leichten Rückgangs der Verfahrenszahlen. Das hängt in erster Linie mit der Änderung des Rechtsmittelrechts zusammen. Mit der Zulassungsberufung und der Zulassungsrevision gibt es seit 1996 zwei zu übersteigende Hürden, bevor ein Verfahren eröffnet wird.''
Große Verkehrsprojekte in den neuen Bundesländern werden in erster und letzter Instanz vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Hat sich der kurze Prozess bewährt?
'''Hien:''' ''Seit Anfang der 90er-Jahre sind wir erst- und letztinstanzlich zuständig für die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit, also für die größeren Investitionen in Straße, Schiene und Flughäfen. Im Durchschnitt haben wir diese Projekte in zehn Monaten erledigt - ein angesichts des Umfangs der Planungsvorhaben erfreulich kurzer Zeitraum. Von daher hat sich aus Sicht der Beteiligten die Verkürzung des Verfahrens bewährt.<br>Man kann diese Situation in den neuen Bundesländern aber nicht umstandslos auf die gesamte Bundesrepublik übertragen. Es gab damals in den neuen Ländern eine Sondersituation. Eine Verwaltungsgerichtsbarkeit war nicht vorhanden, musste erst aufgebaut werden. Zudem waren die Verkehrswege in einem maroden Zustand. Sie bedurften, um das Zusammenwachsen zwischen Ost und West zu beschleunigen, einer raschen Verbesserung. Diese Situation haben wir in den alten Bundesländern nicht.''
Dennoch soll dieses Modell künftig auch auf den Westen übertragen werden. Würde der Bau der A 39 unter diese Verfahrensart fallen?
'''Hien:''' ''Ja, die A 39 ist in der Liste der 58 Fernstraßenprojekte, die in dem Gesetzesentwurf enthalten sind, dabei.''
Aber Sie sind eher skeptisch, ob diese Übertragung auf den Westen angemessen ist?
'''Hien:''' ''Einerseits würde das Bundesverwaltungsgericht Leipzig gerne die Herausforderung annehmen, alle großen Verkehrsprojekte der Republik erst- und letztinstanzlich zu behandeln. Aber es gibt zwei Probleme: 1. Die Staugefahr. Wenn aus der gesamten Republik zeitnah Großverfahren auf uns zu kommen, können wir die natürlich nicht nebeneinander abarbeiten wie es der Fall wäre, wenn sie zunächst bei den 15 Oberverwaltungsgerichten auflaufen würden. Wir müssten sie nacheinander abarbeiten, was den Beschleunigungseffekt schon wieder aufheben würde.<br>2. Es gäbe bei dieser Vorgehensweise ein verfassungsrechtliches Problem. In den [[Planfeststellungsverfahren]] wird sehr häufig Landesrecht angewandt: Landesnaturschutzrecht, Landesverkehrsrecht, Landesdenkmalschutzrecht und so weiter. Und es passt nicht in unseren föderalen Gerichtsaufbau, dass das Bundesverwaltungsgericht erst- und letztinstanzlich über Landesrecht entscheidet.''
Sie sind nur für Bundesrecht zuständig?
'''Hien:''' ''Wir sind im Prinzip tatsächlich nur für Bundesrecht zuständig.''
Gewänne das Bundesverwaltungsgericht im Fall der Fälle an Bedeutung auf Kosten der OVGs?
'''Hien:''' ''Es wäre sicher für die OVGs ein gewisser Bedeutungsverlust. Der ist nicht zuletzt deshalb sachlich ungerechtfertigt, weil ja gerade die Oberverwaltungsgerichte die regionalen Besonderheiten besser kennen. Nehmen wir als Beispiel die A 39. Wir in Leipzig haben von den regionalen und lokalen Gegebenheiten zunächst keine Ahnung, während sich die Oberverwaltungsgerichte in diesem Bereich besser auskennen.''
Würde bei einer Übertragung der Ost-Kriterien auf den Westen nicht allzu leichtfertig das rechtsstaatliche Prinzip der Überprüfbarkeit von Urteilen über Bord gekippt?
'''Hien:''' ''Das ist ein weiteres Problem, dass die gerichtliche Überprüfung auf eine einzige Instanz zusammenschrumpft. Allerdings schreibt das [[Grundgesetz]] nicht zwingend vor, dass man mehrere Instanzen haben muss. Es würde dem grundgesetzlich vorgeschriebenen effektiven Rechtsschutz noch genügen, wenn eine Instanz den Fall bearbeitet - die aber gründlich. Ich sehe weniger eine Gefahr mangelnden Rechtsschutzes, sondern eine der Aufstauung der Verfahren und die Gefahr eines Bruchs mit dem föderalen Aufbau unseres Rechtssystems.''
Nur fünf Prozent der Verwaltungsgerichtsverfahren durchlaufen überhaupt zwei Instanzen. Ist der beabsichtigte Justiz-Turbo überflüssig?
'''Hien:''' ''Das ist eben die Frage, ob man die Grundsätze unseres föderalen Gerichtsaufbaus opfert, obwohl der reale Beschleunigungseffekt im Durchschnitt nicht sehr hoch sein wird. Denn schon bisher ist es so, dass die meisten Planungsverfahren, die vor den Oberverwaltungsgerichten landen, auch von dieser Instanz abschließend erledigt werden. Nur in etwa fünf Prozent der Fälle wird ein echtes, zweites Verfahren vor einem Revisionsgericht durchgeführt. Es würde also mitnichten generell eine Instanz eingespart.<br>Diese Bedenken habe ich im Mai bei einem Hearing im Verkehrsausschuss auch vorgetragen.''
Kommt es dennoch zu einer Übernahme des beschleunigten Ost-Verfahrens?
'''Hien:''' ''Wie ich die Verkehrspolitiker kenne, werden sie alles daransetzen, jede Beschleunigungsmöglichkeit zu realisieren. Wenn ich eine Sportwette abgeben müsste, würde ich sagen: Das kommt noch dieses Jahr.''
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=== 8. Juni ===
==== Landeszeitung über Einschätzung von Eckart Hien, Präsident des Bundesverwaltungsgerichts ====
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<big>'''Skepsis bei Beschleunigungsgesetz'''</big>
'''Präsident des Bundesverwaltungsgerichtes spricht mit Lüneburgern'''
''jz Lüneburg.''
Einen kurzen Prozess in Sachen A 39 erwartet [http://www.bverwg.de/enid/0a3c8e419967c6138d0810d30af31d75,0/Service/Kontakt_9h.html Eckart Hien, Präsident des Bundesverwaltungsgerichtes], falls sich Verkehrspolitiker der großen Koalition mit dem Plan durchsetzen, das ostdeutsche Beschleunigungsgesetz auf den Westen zu übertragen. In diesem Fall wäre das Leipziger Bundesverwaltungsgericht die einzige Instanz, die über Einsprüche von Anwohnern und Naturschutzverbänden entscheiden würde. Hien äußerte sich im Interview mit der LZ skeptisch zu diesen Plänen: Eine wirkliche Beschleunigung sei nicht sicher. Zudem würde der Sachverstand des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg ausgeklammert.
Hien nimmt im Seminaris an der bis Freitag dauernden Flurbereinigungsrichtertagung teil, die vom Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht und dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium ausgerichtet wird.
65 Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik, unter ihnen auch [[Friedrich-Otto Ripke]], Staatssekretär des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, diskutieren über Probleme ländlicher Entwicklung und der Flurbereinigung.
Gestern Abend wurden die Juristen im Lüneburger Rathaus von Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] empfangen.
[[Presseberichte_Juni_2006#Interview_der_Landeszeitung_mit_Eckart_Hien.2C_Pr.C3.A4sident_des_Bundesverwaltungsgerichts|Das Interview der Woche lesen Sie am Freitag in der LZ]]
}}
{{Pressefuss|Mai 2006|Juli 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
4b82537a9302e57d6e63e34d6be92aed05bd0243
Presseberichte Juni 2007
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2025-02-05T23:12:43Z
Sysop
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1 Version importiert
wikitext
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{{Pressekopf}}
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=== 27. Juni ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Nordland-Autobahn-Verein
|Headline=Grüne: Stadt soll den Autobahn-Verein verlassen
|Untertitel=
|Autor=es
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/06/27/762072.html Quelle]
|Text=Bizarr" findet [[Andreas Meihsies]], Fraktionschef der Grünen im Lüneburger Stadtrat, die bisher von der Stadt in Sachen A 39 vertretene Linie: "Unser Oberbürgermeister ist inkonsequent", sagt der Ratsherr. Begründung: Die Stadt ist Mitglied im [[Nordland-Autobahn-Verein]], der die Schaffung einer Autobahn zwischen Wolfsburg und Lüneburg grundsätzlich fördern will.
In den Augen der Grünen ist der Verein ein antiquiertes Gebilde: "Es handelt sich um einen Zusammenschluss von Interessenorganisationen, in dem die Transportunternehmen dominieren. Dahinter steckt das veraltete Denken der 60er-Jahre, damals wurde der Neubau von Verkehrswegen überall begrüßt", meint Meihsies.
Dass die Stadt durch ihre Dezernentin [[Andrea Schröder-Ehlers]] ([[SPD]]) im Vereinsvorstand sitzt, hat die Grünen bewogen, per Dringlichkeitsantrag für die Ratssitzung am Donnerstag, 28. Juni, den Vereinsaustritt zu fordern - die Stadt dagegen verweist auf einen Ratsbeschluss, mit dem der Vereinsbeitritt mehrheitlich abgesegnet wurde.
Das Engagement von Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) richte sich nicht gegen die A 39 allgemein, sondern vielmehr gegen die derzeit favorisierte Osttrasse - so die Position im Rathaus. Meihsies bleibt bei seiner Kritik: "Die Mitgliedschaft in einem solchen Verein von Lobbyisten ist nicht zeitgemäß und passt nicht zu den Klimaschutzzielen der Stadt. Sie muss raus aus dem Verein - bis zum 30. Juni besteht die nächste Chance dazu."
}}
=== 25. Juni ===
==== {{LZ}} zum [[Schutz- und Klagefonds]] ====
{{Kasten|1=
'''<big>Rat diskutiert über die A 39</big>'''
<br>lz '''Thomasburg'''. Mit dem geplanten Bau der A 39 wird sich der Samtgemeinderat morgen, Dienstag, 26. Juni, um 20 Uhr während seiner Sitzung im Sportheim in Thomasburg befassen: SPD/Grüne fordern den Beitritt der Kommune zum [[Schutz- und Klagefonds]] A 39. Ein Antrag der CDU/FDP-Gruppe wird sich mit der Verbesserung der Seniorenbetreuung beschäftigen.
}}
=== 23. Juni ===
==== {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse ====
{{Kasten|1=
'''<big>Stadt-[[CDU]] für eine [[Westtrasse]]</big>'''
lz '''Lüneburg'''. Der Stadtverband der [[CDU]] unterstützt weiterhin mit Nachdruck eine konkrete Planung für eine [[Westtrasse]] der Autobahn A 39. Ein entsprechendes Votum fasste der Vorstand jetzt auf seiner jüngsten Sitzung.
Der [[CDU]]-Stadtverband will damit gleichzeitig die eigene Fraktion im Rat der Stadt Lüneburg auffordern, ihre aktuelle Position zur A 39 nicht zu ändern.
Der Kreisverband der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) unterstützt diese Position, weil ein Großteil der Arbeitnehmer diese Verkehrsstrecke nutzen könnte. Durch sie entstünde quasi ein Ring um die Stadt Lüneburg.
}}
=== 21. Juni ===
==== {{LZ}} zur Finanzierung der A14-Nordverlängerung ====
{{Kasten|1=
'''<big>Ja zur Nordverlängerung der A 14</big>'''
'''Bund und Länder einig über die Finanzierung des derzeit größten Autobahn-Neubauprojektes'''
dpa '''Berlin/Magdeburg'''. Die
drei Bundesländer Sachsen-Anhalt,
Brandenburg und Mecklenburg-
Vorpommern sowie der
Bund sind sich einig über die
Finanzierung der A14-Nordverlängerung von Magdeburg in
Richtung Schwerin.
Demnach steuern die Länder
zum Bau der 154 Kilometer
langen Autobahn 227 Millionen
Euro bei, der Bund etwa 221
Millionen Euro. Den größten
Anteil übernimmt die EU mit
327 Millionen Euro, wie die
Beteiligten bei der Unterzeichnung
einer Vereinbarung in
Berlin mitteilten.
Baubeginn für die 775 Millionen
Euro teure Autobahn
soll spätestens 2009 sein, etwa
2015 soll der Verkehr dann
durchgehend rollen. Es ist das
derzeit mit Abstand größte Autobahn-
Neubauprojekt in
Deutschland.
„Der wirtschaftliche Aufschwung
in den neuen Ländern
basiert zu einem großen Teil auf
einer gut funktionierenden Verkehrsinfrastruktur“,
sagte Bundesverkehrsminister
Wolfgang
Tiefensee ([[SPD]]).
Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre ([[CDU]]) wertete die Finanzierungsvereinbarung als großen Schritt auf dem Weg zur Realisierung des A14- ückenschlusses Magdeburg-Wittenberge-Schwerin. „Es entsteht eine direkte Verbindung des mitteldeutschen Wirtschaftsraumes zu den Nord- und Ostseehäfen.“
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juli_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_fragw.C3.BCrdigen_Finanzierung_der_A_39.2FA_14|12.07.: "Hosenträger" an dünnem Faden]]
=== 19. Juni ===
==== {{LZ}} zur Thema Weltkulturerbe & A39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Anfrage zum Weltkulturerbe</big>'''
<br>ca '''Lüneburg'''. [[Die Grünen]] wollen Lüneburgs mögliche Bewerbung um den Unesco-Titel Weltkulturerbe zum Ratsthema machen. Die LZ hat über das Projekt berichtet, Kulturreferent Jürgen Landmann hat nach Gesprächen darauf hingewiesen, dass es erst nach der [[Landtagswahl]] Sinn mache, sich zu bemühen, auf die Bewerberliste des Landes zu gelangen. [[Die Grünen]] wollen wissen, wie Lüneburg vorbereitet ist und ob die A39 Auswirkung auf die Bewerbung haben könnte.
}}
=== 18. Juni ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur NDR-Podiumsdiskussion
|Headline=Mädge: A 39 im Westen oder mit Lärmschutz
|Untertitel=100 Autobahnkilometer, 600 Millionen Euro geplante Kosten, 15 000 Einwendungen und 50 000 Menschen, die sich in Bürgerinitiativen gegen die A 39 engagieren. Das sind die Fakten zur geplanten Autobahn zwischen Lüneburg und Wolfsburg.
|Autor=es
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/06/18/757156.html Quelle]
|Text=Auf einer vom NDR Hörfunk veranstalteten Podiumsdiskussion tauschten Befürworter und Gegner noch einmal ihre Argumente: Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) befürwortet die Autobahn, bevorzugt im Westen der Stadt, wenn doch im Osten gebaut würde, dann nur mit bestmöglichem Lärmschutz - zum Beispiel durch einen Tunnel. Ihre Gegner bestreiten die Notwendigkeit der A 39 und stellen ihren Nutzen infrage.
"Immer neue Autobahnen können wir uns in Zeiten des Klimawandels nicht leisten, das ist ein falsches Signal", meinte ein Zuhörer. Und: "Alternative Verkehrswege wie Schienen- und Wasserwege werden von den Planern noch immer nicht ausreichend berücksichtigt."
}}
=== 16. Juni ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse ====
{{LB|Jürgen Hempel<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Von Stau zu Stau auf der B 4</big>'''
'''[[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_NDR-Podiumsdiskussion_.22Jetzt_reicht.27s.21.22|Podiumsdiskussion zu A 39, LZ vom 15. Juni]]'''
Für die Menschen im Landkreis Uelzen ist eine bessere Anbindung an die A 250 dringend notwendig. Ob dies nun mit einer Ertüchtigung der Bundesstraße 4 oder einer A 39 erfolgt, ist zunächst nachrangig.
Selbst bin ich vor rund 35 Jahren die Strecke von Lüneburg zum Autobahnanschluss Maschen über die B 4 jeden Morgen um kurz vor fünf Uhr gefahren. Die Situation, die sich für mich dort stellte, haben die Uelzener Kreisbewohner heute jeden Tag. Es ist unerträglich, kein Vorankommen! (Dass gilt auch für die B 216 - Dannenberg nach Lüneburg!).
Wird eine Autobahn A 39 gebaut, wird es auch weiterhin Maut-Preller geben, für die Melbecker Anrainer der B 4 erfolgt damit keine Entlastung !
Dem Vorwurf von [[St.-Florians-Prinzip|St. Florian]] möchte ich mich nicht anschließen, weil ich der Meinung bin, dass eine zusätzliche Umfahrung von Lüneburg im Westen besser sei, als alles nur im Osten zu belassen. Es gab bereits viele Unfälle auf der [[Ostumgehung]] mit den dortigen Staus. Umleitungsstrecken gibt es nicht! Die Innenstadt war stets verstopft. Reibungsloser fließt der Verkehr über einen Lüneburger Ring.
}}
=== 15. Juni ===
==== {{LZ}} zur NDR-Podiumsdiskussion "Jetzt reicht's!" ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Streit geht über den Äther</big>'''
'''Podiumsdiskussion für Radiosendung aufgezeichnet – Austausch bekannter Argumente'''
[[Bild:LZ_2007_06_15_1.jpg|framed|'''Laut ist es auf der [[Ostumgehung]] schon heute, die Anwohner fordern Lärmschutz. Auch das war ein Thema bei der Diskussion zur geplanten A39 in der Hauptschule Stadtmitte.''' F.: A/ t&w]]
dth '''Lüneburg'''. „Angehöriger
einer schützenswerten Spezies“
steht auf dem Schild vor seinem
Bauch. Ein kleineres gibt eine
zusätzliche Info: „Nicht konfliktfrei“.
Dr. Rolf Göhring steht
vor dem Eingang der Hauptschule
Stadtmitte – kurz vor
Beginn der Podiumsdiskussion
am Mittwochabend. Gegner
und Befürworter der geplanten
Autobahn 39 ziehen an ihm
vorbei. Göhring wohnt im
Stadtteil Lüne-Moorfeld, direkt
an der [[Ostumgehung]] – dort, wo
die Trasse verlaufen soll.
Zur Aufzeichnung geladen
hat der Radiosender NDR 1
Niedersachsen, rund 120 Interessierte
sind gekommen. „Jetzt
reicht's“ heißt das neue Sendeformat,
bei dem sich Streithähne um die A39-Planungen
„Luft machen sollen“, erklärt
Moderator Carsten Thiele.
Der Saal ist voll, die Luft zum
Schneiden. Landrat [[Manfred Nahrstedt]] nimmt neben seinem
sozialdemokratischen Parteifreund
und Chef der Stadtratsfraktion,
[[Heiko Dörbaum]],
Platz. Gemeinsam verfolgen sie
das Streitgespräch aus sicherer
Distanz.
Die Autobahngegner sind in
der Überzahl. Auf dem Podium
hat sich der Veranstalter um ein
Gleichgewicht bemüht. Doch
aus den Zuschauerreihen tönt
es: „Warum stehen dort drei
Befürworter und nur zwei Gegner?“
Kontra A39 sind Detlef Giesler von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld und Claudia
Schmidt, Kreisvorsitzende des
Verkehrsclubs Deutschland.
Als A39-Befürworter sind
Eberhard Manzke, Präsident
der Industrie- und Handelskammer
Lüneburg-Wolfsburg,
und Lüneburgs Oberbürgermeister
[[Ulrich Mädge]] bekannt. Der
will die Autobahn, nur nicht da,
wo die Planer sie vorsehen,
sondern am liebsten im Westen.
Und in der Mitte steht Dr.
Holger Manthey, verantwortlich
für das A39-[[Raumordnungsverfahren]]
bei der Regierungsvertretung
Lüneburg. Der
Mann ist Beamter und macht
seine Arbeit. Doch die Gegner
zählen ihn zum Pro-Lager,
schon allein, weil er auftragsgemäß überhaupt plant.
Die Bilanz des Abends: Nicht
viel Neues, eher viel Bekanntes
an Argumenten wie: [[Arbeitsplatzabbau]]
durch Transitverkehr
drohe, fürchten Gegner.
Neue [[Arbeitsplätze]] durch bessere Infrastruktur erhoffen sich Befürworter. Die Stimmung ist gereizt. Als es Mädge reicht, er sagt: „80 Prozent der Bürger haben die Parteien gewählt, die die Autobahn wollen“, kommt die Antwort prompt: „Das war wohl ein Fehler.“ Die Fronten bleiben verhärtet.
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juni_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Diskussion_um_eine_Westtrasse|16.06.: Von Stau zu Stau auf der B 4]]
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse (1) ====
{{LB|Annette Hermens<br>Heiligenthal}}
{{Kasten|1=
'''<big>Westen ist keine Wüste</big>'''
'''„Stadt beharrt auf Westtrasse“, [[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_Stadt_L.C3.BCneburg|LZ-Bericht vom 05. Juni]]'''
... und ich beharre darauf:
nirgendwo eine A39.
Die Gründe sind hinreichend
bekannt. Aber nochmals zur
Information an all diejenigen,
die Lüneburgs Umgebung nicht
ausreichend kennen:
Der „Westen“ besteht nicht
aus einer unbewohnten Wüste,
in der lediglich einige wenige
altersschwache Hamster wohnen.
Auch hier leben sehr viele
Menschen, die neben einer Zerschneidung
ihrer Gemeinden
einen Trassenverlauf nahe an
ihren Wohnhäusern hätten.
Und diese Menschen würden
genauso unter [[Lärm]] und [[Abgase]]n
leiden wie alle anderen
auch.
Wie froh wären unsere Kinder, wenn sie die Aufmerksamkeit und finanziellen Mittel, die dieses Projekt beansprucht, für ihre Schul- und Ausbildung bekämen.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um eine Westtrasse (2) ====
{{LB|Thilo Clavin<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Sinnloses Beharren</big>'''
'''„Stadt beharrt auf Westtrasse“, [[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_Stadt_L.C3.BCneburg|LZ-Bericht vom 05. Juni]]'''
[[Bild:LZ_2007_04_21_1.jpg|thumb|460px|'''Im Westen wie im Osten – Protest gegen die A39.''' Foto: A/t&w]]
Wirklich rührend, wie Oberbürgermeister Mädge sich um
die Wohn- und Lebensqualität
der von der A39-Planung betroffenen
Stadtteile sorgt. Eine
Strecke quer durch die Stadt sei
mit den Interessen der Lüneburger
und mit der Stadtentwicklung
nicht vereinbar.
Da hat der OB zweifellos
recht, aber: Der Rat der Stadt
Lüneburg hat meines Wissens
mit überwältigender Mehrheit
([[SPD]], [[CDU]], [[FDP]]) und mit Hilfe
von Resolutionen immer wieder
eine stadtnahe Autobahn gefordert.
Mit dieser Haltung wurde
die A39-Vorzugsvariante durch
Lüneburg geradezu herbeigeredet.
Und jetzt werden sie die
Geister, die sie riefen, nicht
mehr los! Stadt[[politiker]], die
jahrelang gebetsmühlenartig
A39-Bekenntnisse abgeben, die
Vorzugsvariante konsequenterweise
dann auch bekommen,
sich anschließend jedoch zu
Anwälten betroffener Bürger
aufspielen, machen sich lächerlich.
Das Beharren der Stadt Lüneburg auf einer [[Westtrasse]] ist
in vielfacher Hinsicht sinnlos:
Erstens bleibt man mit solchen
Forderungen im Lager der Autobahnbefürworter und wird
deshalb die Trassenplanung
durch die Stadt nicht loswerden.
Gleichzeitig wird getönt:
„Wir brauchen die A39“ und
„Keine A39 durch Lüneburg“.
Welche Planungsbehörde
soll denn das ernst nehmen?
Zweitens wäre der Bau einer
A39-[[Westtrasse]] verkehrspolitisch
unsinnig (A 7 verläuft wenig
weiter fast parallel) und ist
damit unrealistisch. Drittens
wäre das von der Stadt Lüneburg
so oft zitierte [[Schutzgut Mensch]] von einer [[Westtrasse]]
ebenso massiv betroffen, denn
auch der Westkreis wird immer
dichter besiedelt (von Menschen,
nicht Hamstern).
Viertens wären die Baukosten
wegen des längeren Trassenverlaufes
höher. Fünftens
wären die Eingriffe in Natur
und Landschaft noch massiver
als bei der Stadtvariante. Sechstens
wäre die [[Westtrasse]] viel zu
weit von der B4 entfernt und
würde sie deshalb nicht entlasten.
Fazit: Die [[Westtrasse]] hat keine Chance. Es gibt nur eine Möglichkeit: „Keine A39, egal wo!“
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Mitgliedschaft Lüneburgs im Nordland-Autobahn-Verein ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Austritt gefordert</big>'''
'''A39, LZ-Berichte'''
Glaubten die [[Politiker]] aus
[[SPD]], [[CDU]] und [[FDP]] bis vor
einem Jahr noch mit ihrer Forderung
nach der A39 im Wahlkampf
glänzen zu können, sind
die Forderungen nach dieser
reinen Transitautobahn inzwischen
merklich leiser geworden.
Auch wahrnehmungsgestörte
[[Politiker]] haben bemerkt, dass
sich mit einer A39 heute kein
Pfifferling mehr gewinnen lässt,
die Forderung nach dieser Autobahn
sogar viele Wählerstimmen
kostet. Die Lüneburger
Kandidatinnen und Kandidaten
werden es bei der [[Landtagswahl]]
merken. Völlig unverständlich
also ist die Mitgliedschaft der
Stadt Lüneburg im [[Nordland-Autobahn-Verein]] ([[NAV]]).
Träumt unser OB noch von einer A39 im Westen, dürfte die Wahrscheinlichkeit einer dortigen Realisierung gegen Null tendieren. Der gesunde Menschenverstand gebietet es dem Rat, durch eine politische Kehrtwende die Notbremse zu ziehen. Der Austritt der Stadt Lüneburg aus dem [[NAV]] wäre ein erster Schritt. Gleichzeitig sitzt neben anderen Befürwortern der Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg als größter Lobbyist der A39 im Rat. Verwaltung, Politik, IHK – Hauptsache, gut vernetzt.
}}
=== 14. Juni ===
==== NDR 1 sendet Podiumsdiskussion zur A39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Jetzt reicht's!</big>'''
Radiosendung auf NDR 1 Niedersachsen
* [http://www.ndr1niedersachsen.de/media/jetztreichts6.html Hören]
}}
==== {{LG}} über die Podiumsdiskussion zur A39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Heiße Diskussion um A39</big>'''
[[Bild:LG 2007 06 15.jpg|thumb|417px|'''Mehr als 200 Gäste kamen am Mittwoch (13. Juni) zu einer Podiumsdiskussion in die Aula der Hauptschule Stadtmitte.''']]
(sp) Lüneburg. Das Thema A39 bewegt in Lüneburg die Gemüter. Mehr als 200 Gäste kamen am Mittwoch zu einer Podiumsdiskussion in die Aula der Hauptschule Stadtmitte. Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann sich heute, Donnerstag, von 20.05 Uhr an auf NDR1 Niedersachsen den Verlauf der Diskussion anhören.
Auf dem Podium positionierten sich Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Eberhard Manzke (Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg) deutlich für die A39. Detlef Giesler (Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39) und Claudia Schmidt (VCD Kreisverband Lüneburg) kritisierten das Vorhaben vehement. Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg nahm Stellung zu den Planungen des Landes.
Die Zuhörer hatten viele Fragen, vor allem zur Situation im Wohngebiet Lüne-Moorfeld. Moderator Carsten Thiele bezog in der knapp eine Stunde dauernden Aufzeichnung das Publikum intensiv ein. Das ist bei der Sendereihe Konzept: Mit „Streit im Radio – Streit und Protest im Radio“ will NDR1 Menschen die Gelegenheit geben, zu strittigen Themen Dampf abzulassen.
}}
=== 13. Juni ===
==== {{KB}} kündigt Podiumsdiskussion zur A39 an ====
{{Kasten|1=
'''<big>Diskussion zur A39</big>'''
'''Lüneburg''' (fl) Der Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s steht bevor, damit soll aus Sicht der Planungsbehörde die Suche nach einer "konfliktarmen Vorzugsvariante" der geplanten Autobahn 39 beendet werden. In welchem Maße die Planer hierbei die 15.000 Einwendungen der Bürger tatsächlich berücksichtigt haben, wird am heutigen Mittwoch, 13. Juni, 18.00 Uhr bei einer Podiumsdiskussion in der Aula der Hauptschule Stadtmitte kritisch hinterfragt.
Teilnehmen werden Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg, Detlef Giesler von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]], Eberhard Manzke, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg und Claudia Schmidt vom Verkehrsclub.
[http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=331&inhalt_id=494238 Quelle]}}
=== 12. Juni ===
==== {{LZ}} zum aktuellen Stand der Planungen ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Gegner hoffen auf Pannen</big>'''
Elbbrücken-Urteil beflügelt Bürgerinitiativen – Planer in Zeitverzug
ml '''Lüneburg'''. Das Urteil des
Oberverwaltungsgerichtes
(OVG) Lüneburg zur Elbbrücke
Neu Darchau beflügelt auch die
Gegner der geplanten Autobahn
39. Der Dachverband der
Bürgerinitiativen sieht das Urteil
als weiteren Beleg dafür,
„dass man bei Planungsbehörden
und Verkehrsministerien
stets mit groben Verfahrensfehlern
rechnen müsse“, heißt es in
einer [[Presseberichte_Juni_2007#Presseerkl.C3.A4rung_des_Dachverbands_der_B.C3.BCrgerinitiativen_gegen_die_A_39|Pressemitteilung]]. Vertreten
waren die Autobahn-Kritiker
mit einem Info-Stand auch
beim „Fährgnügen“ am Sonntag
in Neu Darchau, gratulierten
den Brücken-Gegnern zum Erfolg.
Das OVG hatte den Landkreis
Lüneburg im Bereich der
Gemeinde Neu Darchau für
nicht zuständig erklärt, den
[[Planfeststellungsbeschluss]] zum
Bau der Elbbrücke aufgehoben.
Dachverbandssprecherin Annette
Niemann sieht „auch bei
der A39 eklatante Verfahrensmängel“. Als Beispiele nennt sie
die Nichtberücksichtigung von
14 000 Einwendungen im laufenden
[[Raumordnungsverfahren]],
den fehlenden [[Nutzen-Kosten-Faktor]] und grobe Fehler bei
der Bewertung naturschutzrechtlicher
Belange.
Bei der für das [[Raumordnungsverfahren]]
zuständigen
Regierungsvertretung Lüneburg
haben die Verantwortlichen unterdessen
andere Probleme. Sie
erreiche ihr Ziel nicht, bis Ende
Juni die [[landesplanerische Feststellung]]
abzuschließen. Dr. Holger Manthey schätzt, dass
sich „der Verfahrensabschluss
um einige Wochen verzögert“.
Die Ursache: „Noch immer
liegen nicht alle Unterlagen
vor“, so Manthey. So fehlen
auch noch Informationen der
Wasser- und Schifffahrtsdirektion
Mitte (WSD). Sie sind erforderlich,
um eine Trassenführung
parallel zum Elbe-Seitenkanal
in der Samtgemeinde Ostheide
zu prüfen. Zudem liege
erst seit kurzem die schriftliche
Stellungnahme der Stadt Lüneburg
zu einer Trassenführung
über die [[Ostumgehung]] vor.
Diese Alternative war ursprünglich
verworfen, dann aber im
März dieses Jahres zur favorisierten
Variante erklärt worden.
Die Kritik der Autobahn-Gegner prallt an Manthey ab:
„Schon im Vorfeld haben wir
betont, Antworten auf Einwendungen
gibt es im Einzelfall erst
beim [[Planfeststellungsverfahren]].“
Eine öffentliche [[Erörterung]]
sei im [[Raumordnungsverfahren]]
nicht vorgesehen, lediglich
eine Anhörung. Zudem
seien die Einwendungen von
Bürgern oft identisch mit denen
der Gemeinden, würden deshalb
ohnehin berücksichtigt.
Verwundert reagiert Manthey
auf die Ankündigung des
Dachverbandes, „der [[Schutz- und Klagefonds]] prüfe nun, ob
man schon nach dem [[Raumordnungsverfahren]]
und vor der
möglichen [[Planfeststellung]] die
ersten Musterklagen erheben
werde“. Das [[Raumordnungsverfahren]]
sei lediglich behördenverbindlich,
„und ist kein Verwaltungsakt
– deshalb kann
dagegen auch nicht geklagt werden“.
Eine Klage sei nur denkbar,
wenn mit Berufung auf das
[[Raumordnungsverfahren]] die
Genehmigung für ein anderes
Projekt verweigert werde.
{{Lzq|Diskussion in der Hauptschule}}
{{o}} Zur nächsten Podiumsdiskussion zum Thema A39 lädt die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld für Mittwoch, 13. Juni, ein. Beginn ist um 18 Uhr in der Aula der Hauptschule Stadtmitte.
}}
=== 11. Juni ===
==== {{LZ}} kündigt Podiumsdiskussion zur A39 an ====
{{Kasten|1=
'''<big>Diskussion über A 39 im NDR</big>'''
'''Politiker, Planer und Gegner'''
red '''Lüneburg'''. [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html „Jetzt reicht's“] heißt eine neue Sendereihe des
NDR. Das Thema am Mittwoch,
13. Juni: die umstrittene
geplante Autobahn A39. Um 18
Uhr wird dafür eine Diskussion
in der Aula der Hauptschule
Stadtmitte aufgezeichnet.
Auf dem Podium diskutieren laut NDR: Eberhard Manzke (Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg), Dr. Holger Manthey (Regierungsvertretung Lüneburg), [[Ulrich Mädge]] (OB Lbg), Claudia Schmidt (Vorsitzende des VCD-Kreisverbandes Lbg), Detlef Giesler (Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld). Auf NDR 1 Niedersachsen ist die Sendung am nächsten Tag ab 20 Uhr zu hören. Besucher sind zur Diskussion mit Moderation von Carsten Thiele willkommen.
}}
==== {{HA}} zur Position der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten|1=
'''<big>Verwaltung bleibt dabei: Keine [[Ostumgehung]]!</big>'''
'''LÜNEBURG''' -
Lüneburgs Verwaltungsspitze spricht sich weiter gegen die [[Ostumgehung]] als Trasse für die Autobahn 39 aus. Die Stadt verweist stattdessen auf den Beschluss des Rates für eine Umfahrung im Westen. Eine Stellungnahme mit dieser Kernaussage hat die Stadt Lüneburg jetzt an die Regierungsvertretung Lüneburg geschickt.
Das wichtigste Argument gegen die [[Ostumgehung]]: Die Trasse bedeutet "erhebliche Beeinträchtigungen für die Lüneburger Wohnbevölkerung, namentlich im Stadtteil Moorfeld", schreibt Dr. Uta Rüping, Rechtsanwältin der Stadt. Wie die Planer auf der Ostumgehung Lärm- und Abgasgrenzwerte einhalten wollen, sei in den Unterlagen bestenfalls angedeutet.
Ein schwerer Mangel, findet Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]): "Wenn das Land eine Strecke quer durch die Stadt bauen will, dann muss jetzt klar sein, ob das mit den Interessen der Bürger und der Stadtentwicklung vereinbar ist." Ohne genaue Aussagen zum Beispiel zu Lärmschutzwänden oder einer Deckelung, so Mädge, könne "keine fundierte Entscheidung zwischen den Varianten" getroffen werden.
Zum Thema Verkehrsführung: Die Planungen sehen eine dichte Abfolge von Anschlussstellen im Stadtgebiet vor. Wie das realisiert werden kann, ist laut Stadt bislang unklar. Außerdem werde die "Verteilerfunktion der [[Ostumgehung]] beeinträchtigt und Verkehr auf die Stadtstraßen verdrängt".
Allein schon der Verkehr spreche deutlich für eine Umfahrung im Westen. Die Stadt bleibt deshalb bei ihrem Votum für eine Westvariante.
''carol''
}}
=== 10. Juni ===
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten|1=
'''<big>Planungsfehler bei Elbbrücke und A 39</big>'''
Der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 sieht im Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg zum Stopp der Elbbrücke Neu Darchau einen weiteren Beleg dafür, dass man bei Planungsbehörden und Verkehrsministerien stets mit groben Verfahrensfehler rechnen müsse. Das Gericht hatte den [[Planfeststellungsbeschluss]] aufgehoben, weil der planende Landkreis Lüneburg auf dem mitbetroffenen Gebiet des Landkreises Lüchow-Dannenberg nicht zuständig sei.
„Auch in Sachen A 39 sehen wir eklatante Verfahrensmängel“, so Annette Niemann als Sprecherin der A-39-Gegner, „zum Beispiel die Nichtberücksichtigung von 14.000 Einwendungen im laufenden [[Raumordnungsverfahren]], die fehlende Prüfung von Alternativen zur A 39 (Null-Plus-Variante), das fehlende [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]], fehlerhafte Kostenansätze und Prognosen, die Nichtberücksichtigung zentraler Verkehrsstudien ([[VUNO]]), grobe Fehler bei der Berücksichtigung von Naturschutz, Landwirtschaft und [[Lärm]]belastung, das formale Zusammenpressen von A 39 und A 14 zu einem Schein-Projekt, usw..“
Der [[Schutz- und Klagefonds]] prüfe nun, ob man schon nach dem [[Raumordnungsverfahren]] und vor der möglichen [[Planfeststellung]] die ersten Musterklagen erheben werde. Die auch von den A-39-Gegnern beauftragte Hamburger Verwaltungskanzlei habe schließlich im Falle der Elbbrücken-Planung alle Planungsfehler konsequent aufgedeckt. „Gegen die Bürgerinnen und Bürger“, so Annette Niemann in die Richtung von Planern und [[Politiker]]n, “bekommt man ein solch sinnloses Renommierprojekt weder juristisch noch politisch durch...“
}}
=== 9. Juni ===
==== {{LZ}} zur ambivalenten Funktion von Andrea Schröder-Ehlers ====
{{Kasten|1=
'''<big>Spagat in Sachen Autobahn 39</big>'''
'''Grüne: Stadt soll aus Verein austreten'''
as '''Lüneburg'''. Vor fast 40 Jahren wurde der [[Nordland-Autobahn-Verein]] aus der Taufe gehoben. Gründungsmitglied war neben den Industrie- und Handelskammern, diversen Landkreisen, Firmen und Einzelpersonen auch die Stadt Lüneburg - und sie ist bis heute Mitglied geblieben. Das bringt [[die Grünen]] nun auf den Plan. In einem Dringlichkeitsantrag zur Ratssitzung am 28. Juni fordern sie: Der Rat möge beschließen, dass die Stadt fristgerecht zum 30. Juni aus dem Autobahn-Verein austritt.
[[Bild:LZ 2007 06 09 1.jpg|thumb|150px|'''[[Andrea Schröder-Ehlers]] sitzt für die Stadt im [[Nordland-Autobahn-Verein]].'''<br>Foto: t & w]]
Anfang der 70er-Jahre hatte der Verein sich für eine Nordland-Autobahn eingesetzt, die von Fehmarn entlang des Elbe-Seitenkanals bis in den Harz führen sollte, um so das Zonenrandgebiet infrastrukturell zu erschließen. Die Pläne sind Geschichte wie der Mauerfall. Der [[Nordland-Autobahn-Verein]], dessen Vorsitzender IHK-Chef Wolfram Klein ist, spricht sich heute für den Bau der A 39 aus.
Die Stadt ist im Verein vertreten durch [[Andrea Schröder-Ehlers]], Fachbereichsleiterin Verkehr und Umwelt, zudem [[SPD]]-Kandidatin für die [[Landtagswahl]]en 2008. [[Die Grünen]] sagen nun: Eine Mitgliedschaft Lüneburgs im Verein sei nicht im Interesse der Stadt, "denn sie läuft durch die A 39 Gefahr, in weiten Teilen ihrer Entwicklung gestört und belastet zu werden". Außerdem sei es Schröder-Ehlers, die die Interessen der Stadt gegen die geplante Trasse federführend vertrete, nicht zuzumuten, in einem Verein zu sitzen, der sich grundsätzlich für den Bau der A 39 ausspreche. Und [[die Grünen]] blicken Richtung [[Landtagswahl]]kampf: "Wie will sie diesen Spagat im Kopf und Handeln den Wählern vermitteln?", fragt Ratsherr [[Andreas Meihsies]], der ebenfalls bei den [[Landtagswahl]]en antritt.
Auf LZ-Anfrage sagte Stadtpressesprecher Jörg Stauch: "Frau Schröder-Ehlers vertritt die Stadt im Verein aufgrund eines Ratsbeschlusses." Der Rat habe sich immer mehrheitlich für den Bau der A 39 ausgesprochen. Allerdings - wie mehrfach berichtet - vehement für eine Westtrasse. "[[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister Mädge]] sieht keine Dringlichkeit", sagte Stauch weiter. Aufgrund der Mehrheiten von [[SPD]] und [[CDU]] im Rat ist davon auszugehen, dass der Antrag abgewiesen wird.
Meihsies und [[die Grünen]], strikte Gegner der A 39, sehen hingegen die Dringlichkeit gegeben, da der 30. Juni der letzte Tag der Kündigung ist. "Wenn in Zeiten des Klimaschutzes die oberste Klimaschützerin der Stadt sich hinter die Positionen des Vereins stellt, ist das schon bizarr", meint Meihsies.
}}
==== {{LZ}} zur Position der Grünen ====
{{Kasten|1=
'''<big>Grüne Kritik an der Stadt</big>'''
lz '''Lüneburg'''. Der Kreisverband Lüneburg und der Ortsverband Gellersen von [[Bündnis 90/Die Grünen]] kritisieren die jüngste Erklärung der Stadt zur geplanten A 39, in der erneut eine Westtrasse gefordert wird.
"Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] hat sich zwar im Wahlkampf in Lüne-Moorfeld als Autobahngegner verkauft, das aber nur sehr einseitig: Die berechtigten menschlichen Interessen der Gellerser Bürger wurden bekanntlich mit denen von Hamstern und Grashalmen gleichgesetzt, während in Lüneburg das [[Schutzgut Mensch]] nicht hoch genug bewertet werden kann", erinnert Hans-Christian Friedrichs, Sprecher der Gellerser und Kreis-Grünen. Und weiter meint er: "Dass Lüneburg nach mehr als einem Jahr nichts dazugelernt hat und immer noch mit zweierlei Maß misst, ist ein Skandal und moralisch höchst fragwürdig."
[[Die Grünen]] fordern die Stadt auf, ihr stoisches "Weiter so" in Sachen [[Autobahnplanung]] einzustellen und an ökologische Mobilität zu denken.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur ambivalenten Funktion von [[Andrea Schröder-Ehlers]] ====
{{LB|Friedhelm Feldhaus<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Befürworter gut vernetzt</big>'''
Der [[Nordland-Autobahn-Verein]] ([[NAV]]), seit Jahrzehnten für die A 39 aktiv, wählt Mitte Mai im Rahmen der Mitgliederversammlung Wolfram Klein, den Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, zum Vorsitzenden. In der Landeszeitung liest man dazu nichts.
So erfahren die Leser der LZ auch nicht, dass der [[NAV]] fordert, "dass die A39 als Teil einer Nordland-Autobahn mit einer Elbquerung im Zuge der A 21 und der möglichen Fehmarnbelt-Querung als neue Nord-Süd-Magistrale in das System des Transeuropäischen Verkehrsnetzes aufgenommen wird". Hinter dieser Forderung steht meines Wissens auch [[Andrea Schröder-Ehlers]], Fachbereichsleiterin Umwelt bei der Stadt Lüneburg und Lüneburger [[SPD]]-Landtagskandidatin, denn sie ist Mitglied im Vorstand des [[NAV]].
Ein beachtlicher Spagat: Im Schlepptau der IHK die A39 zu fordern und sie gleichzeitig abzulehnen, wenn sie im Vorgarten der potenziellen Wähler auf dem Gebiet der Stadt Lüneburg geplant wird. Verwaltung, Politik, IHK - Hauptsache, gut vernetzt.
}}
=== 8. Juni===
==== NDR kündigt Podiumsdiskussion zur A39 an ====
{{Kasten|1=
'''<big>RADIOTIPP</big>'''
'''NDR 1 Niedersachsen – [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html „Jetzt reicht's“] – 14.06.2007 – 20.05-21.00 Uhr'''
Die Planungen für die neue Autobahn 39 bringen seit langem viele Lüneburger auf Zinne. „Mehr [[Lärm]] und mehr Schadstoffe und wenig Nutzen“, sagen vor allem die, die im Osten der Stadt wohnen. Auch wenn die anfangs vorgeschlagene sog. [[Klostertrasse]] dicht am historischen Kloster Lüne jetzt wohl nicht kommt, wollen sich die Autobahngegner auch mit dem nun favorisierten Ausbau der [[Ostumgehung]] zur Autobahn nicht abfinden. Auch die Stadt selber hadert mit der Planung: Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) möchte lieber eine die Stadt weniger beeinträchtigende Westtrasse, eine Osttrasse kann er sich nur mit einem Lärmdeckel vorstellen. Der aber würde den Bau deutlich verteuern. Froh, dass nun eine Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg in dem wirtschaftlich weniger entwickelten Raum überhaupt möglich wird, ist dagegen die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg. Kurz bevor die Lüneburger Regierungsvertretung mit der sog. [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] eine wichtige Vorentscheidung über die 200 km lange Trasse trifft, hat NDR 1 Niedersachsen die Beteiligten an dem Streit zu einer öffentlichen Diskussion eingeladen. Die Sendung [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html „Jetzt reicht's“] wird am 13. Juni ab 18 Uhr in der Lüneburger Hauptschule Stadtmitte, Haagestr. 1, aufgezeichnet und am nächsten Tag um 20:05 auf NDR 1 Niedersachsen zu hören sein. Besucher sind herzlich willkommen. Die Moderation hat Carsten Thiele.
Mit der neuen Sendereihe [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html „Jetzt reicht's“] bietet NDR 1 Niedersachsen ein Forum für Protest und Streit. Eine Stunde lang sagen Bürger ihre Meinung – an die Adresse von Behörden, Institutionen, Unternehmen. Und das ungefiltert, stets am Ort des Geschehens. Selbstverständlich geht es fair zu: Beide Seiten kommen zu Wort, Argumentieren ist angesagt. Aber Emotion ist nicht verboten. Die neue Reihe wird vorerst ca. alle drei Wochen, immer donnerstags um 20.05 Uhr gesendet. Die aufregendsten Originaltöne sind schon jeweils am Vormittag auf NDR 1 Niedersachsen zu hören.
}}
=== 7. Juni ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum St.-Florian-Streit in der Ostheide ====
{{LB|Bernd Röver<br>Sprecher der Interessengemeinschaft gegen den Bau der A 39<br>Wendisch Evern}}
{{Kasten|1=
'''<big>Einheitliche Linie</big>'''
'''"Parteienzwist über die A39", [[Presseberichte_Mai_2007#Landeszeitung_zum_St.-Florian-Streit_in_der_Ostheide|LZ vom 24. Mai]]'''
Es macht in meinen Augen wenig Sinn, wenn sich die Gemeinden gegenseitig eine mögliche Autobahn vor die Türe wünschen. Egal, ob bei Volkstorf, Gifkendorf oder Wendisch Evern, die A 39 wäre in jedem Fall eine Katastrophe für die Samtgemeinde Ostheide.
Diese Erkenntnis findet sich auch im Samtgemeindebeschluss, der eine Führung der A 39 über das Gebiet der Ostheide rundweg ablehnt. Es stellt sich mir natürlich die Frage, auf welcher demokratischen Beschlussgrundlage der Samtgemeindebürgermeister eine bestimmte Trasse fordert. Herr Meyer sagt, seine Aussage wäre verkürzt in der Presse dargestellt worden, das will ich ihm auch gern glauben, unterstelle ihm sogar gute Absichten, aber warum und mit welchem Mandat fordert er ohne Not überhaupt irgendeine Trasse?
Als private Äußerung hätte ich dies ja verstanden, aber als Bürgermeister vertritt er alle Gemeinden, hier ist meines Erachtens ein Ratsbeschluss von Nöten und der liegt nicht vor.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Herr Meyer und die ganze Samtgemeinde sich wieder eindeutig gegen die Autobahn stellen würden. Bei der im schlimmsten Falle sicher notwendigen Wahl zwischen "Pest und Cholera" ist eine Einhaltung der demokratischen Gepflogenheiten für den Gemeindefrieden jedenfalls sehr wichtig.
}}
=== 5. Juni===
==== {{LG}} zur Position der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten|1=
'''<big>A39: Stadt lehnt Ostumgehung weiter ab</big>'''
''Die Pressemitteilung der Stadt Lüneburg entspricht bis auf die Überschrift dem [[Presseberichte_Juni_2007#Landeszeitung_zur_Position_der_Stadt_L.C3.BCneburg|Text der Landeszeitung]].''<br>
[http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=361&inhalt_id=488070 Quelle]
}}
==== {{LZ}} zur Position der Stadt Lüneburg ====
{{Kasten|1=
'''<big>Stadt beharrt auf Westtrasse</big>'''
'''Lüneburger Verwaltung schickt Stellungnahme zur A 39 an die Regierungsvertretung'''
sp '''Lüneburg'''. Lüneburg ist
weiter gegen die [[Ostumgehung]]
als Trasse für die A39. Die Stadt
verweist stattdessen auf den Beschluss des Rates für eine Umfahrung
im Westen. Eine Stellungnahme mit dieser Kernaussage
hat die Stadt Lüneburg jetzt an die Regierungsvertretung
Lüneburg geschickt.
Das wichtigste Argument gegen die [[Ostumgehung]]: Die
Trasse bedeutet „erhebliche Beeinträchtigungen für die Lüneburger
Wohnbevölkerung, namentlich im Stadtteil Moorfeld“,
schreibt Dr. Uta Rüping, Rechtsanwältin der Stadt. Wie
die Planer auf der [[Ostumgehung]]
[[Lärm]]- und Abgasgrenzwerte einhalten wollen, sei in
den Unterlagen bestenfalls angedeutet.
Ein schwerer Mangel, findet Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]:
„Wenn das Land eine Strecke quer durch die Stadt bauen
will, dann muss jetzt klar sein, ob das mit den Interessen der
Lüneburger und mit der Stadtentwicklung
vereinbar ist.“
Ohne genaue Aussagen zum Beispiel zu Lärmschutzwänden
oder einer Deckelung kann keine fundierte Entscheidung
zwischen den Varianten getroffen werden, findet Mädge.
Bei der [[Variantenvergleich|Entscheidung zwischen den Varianten]] sei das
Schutzgut „Mensch-Wohnen“
auf „mittel“ entscheidungsrelevant
herabgestuft worden. Dem
Schutzgut „Mensch-Erholen“
werde dagegen „hohe“ Bedeutung
zugestanden. Mädge kritisiert:
„Niemand, der künftig
nahe der Autobahn wohnt und
24 Stunden am Tag von den
Auswirkungen betroffen ist,
wird dafür Verständnis aufbringen.
Das Schutzgut Mensch
muss insgesamt viel mehr Gewicht
bekommen.“
Sorge bereiten der Stadt auch
die Ergebnisse des Luft-Schadstoff-Gutachtens und der kurze
Prognosezeitraum. Den Planungen
liegen Daten für das Jahr
2015 zugrunde. „Das [[Raumordnungsverfahren]]
wird schwerlich
im Jahr 2007 abgeschlossen
werden können. Mit einer Realisierung
des Vorhabens ist
kaum bis zum Jahre 2015 zu
rechnen“, glaubt Rüping. Sinnvoll
ist es nach Ansicht der
Stadt, mindestens das Jahr
2025 ins Auge zu fassen.
Thema Verkehrsführung: Die
Planungen sehen eine dichte
Abfolge von Anschlussstellen
im Stadtgebiet vor. Wie das
realisiert werden soll, ist unklar.
Außerdem werde die Verteilerfunktion
der [[Ostumgehung]] beeinträchtigt und Verkehr auf die
Stadtstraßen verdrängt. Allein
schon das spricht aus Sicht der
Stadt „für eine Umfahrung im
Westen“. Sie bleibt deshalb bei
ihrem Votum für eine [[Westvariante]].
Mädge: „Wir stehen mit dieser Haltung in der Region zwar allein, aber wir haben starke Argumente. Und auf die erwarten wir eine Antwort.“
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juni_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Diskussion_um_eine_Westtrasse_.281.29|15.06.: Westen ist keine Wüste]]
* [[Presseberichte_Juni_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Diskussion_um_eine_Westtrasse_.282.29|15.06.: Sinnloses Beharren]]
=== 1. Juni===
==== {{LZ}} zum Thema A 22 vs. A 39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Hat die A 22 Priorität?</big>'''
lz '''Lüneburg'''. Die Ankündigung des niedersächsischen Verkehrsministers [[Walter Hirche]], die geplante Küstenautobahn A 22 zwischen Unterelbe und Weser noch "deutlich vor 2020" fertig zu stellen, hat einschneidende Konsequenzen für die geplante A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Davon ist zumindest der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen gegen die A 39 überzeugt.
"Niedersachsen kann zwei milliardenschwere Autobahn-Großprojekte nicht gleichzeitig im Bund durchsetzen", sagt Dachverbandssprecherin Annette Niemann. Genau das werde den Autobahn-Befürwortern allerdings vorgegaukelt. Dabei spiele die A 22 offenbar eine zentrale Rolle im Polit-Poker zwischen den Containerhäfen Hamburg und Wilhelmshaven.
}}
{{Pressefuss|Mai 2007|Juli 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
1e168d8bf9003d40064c2c8240885483f696e34c
Presseberichte Juni 2008
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2025-02-05T23:12:43Z
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{{Pressekopf}}
----
=== 14. Juni ===
{{Presseartikel
|Quelle=LP
|Thema=zum Thema Unterschriften gegen die A39
|Headline=„Wir wollen hier keine Autobahn!“
|Untertitel=Zwei Mädchen sammeln am Ebensberg Stimmen gegen die A 39
|Autor=(sta)
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 06 22.jpg|thumb|460px|'''Anna Lena Kreutz (10, l.) und ihre Freundin Liina (7) sammeln fleißig Unterschriften. Sie wollen nicht, dass eine Autobahn in ihrer Nähe gebaut wird.'''<br>Foto: sta ]]
„A 39, hier: NEIN!“, heißt es auf der Liste, mit der zwei Mädchen am Ebensberg von Haus zu Haus ziehen. Anna Lena Kreutz (10) und Liina Laczka (7) sammeln Unterschriften gegen den Bau der Autobahn.
„Mein Opa hat mir erklärt, dass die [[CDU]] hier bei uns eine Autobahn bauen will“, erklärt Anna Lena, „dabei will die hier doch keiner haben und die [[Ostumgehung|Umgehungsstraße]] ist schon laut genug!“
Und was passiert dann mit den Unterschriften? „Mein Opa ist ja Bürgermeister und im Rat der Stadt Lüneburg. Der nimmt die Listen dann mit und wir warten ab, was die da entscheiden“, erzählt Anna Lena. Ihr Opa ist Dr. [[Gerhard Scharf]] und den hat sie schon ganz schön um den Finger gewickelt: „Obwohl der ja in der [[CDU]] ist und die eigentlich für die Autobahn sind, hat er bei mir gegen die Autobahn unterschrieben. Ich habe ihn so lange überredet, bis er mir geglaubt hat, dass wir die hier nicht brauchen!“
70 Stimmen haben die beiden an drei Tagen schon zusammenbekommen und sie wollen noch weitermachen. „Ich werde die nächsten Tage an noch mehr Haustüren klingeln“, verspricht die 10-Jährige. Liina: „Ich komme natürlich mit!“
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_Juli_2008#Leserbrief_in_der_L.C3.BCnepost_zur_Unterschriftensammlung_gegen_die_A39
|Titel=05.07.: ''Ich begrüße die Aktion gegen die A 39''
}}
=== 25. Juni ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Kornkreisen entlang der Trasse für geplante Autobahn 39
|Headline=Riesige Kornkreise
|Untertitel=Vermeintliches Phänomen entlang der Trasse für geplante Autobahn 39
|Autor=dth
|Ort=Gifkendorf/Secklendorf
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 06 25.jpg|thumb|460px|'''Kornkreise (Zentrum im kl. Bild) zieren, wie hier bei Gifkendorf, die Felder in der Nähe der möglichen A-39-Trasse.''' Foto: wieland werhahn]]
Für Aufsehen sorgen dieser Tage riesige Kornkreise in der Lüneburger Heide zwischen Uelzen und Lüneburg. Mit einem Durchmesser von jeweils mehr als 100 Metern zieren riesige Motive wie eine zwölfstrahlige Sonne, ein verschachteltes Blütendiagramm und ein Codemuster landwirtschaftliche Flächen in Secklendorf, Edendorf und Gifkendorf. Die vermeintlich mysteriösen Kornkreisfelder befinden sich entlang der geplanten Trasse der Autobahn 39.
Eckehard Niemann, Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39, gibt sich allerdings auf LZ-Anfrage unwissend: "Ich habe keine Ahnung, woher die Kornkreise kommen. Aber sie sehen sehr eindrucksvoll aus." Und weiter: "Diese wunderschönen Kunstwerke unterstreichen jedenfalls unmissverständlich den Wert unserer Heimat."
Der Radiosender ffn berichtete hingegen auf seiner Internetseite, bei den Kornkreisen handele es sich um eine "stille Protestaktion der Bürger gegen die geplante Autobahn". Gegenüber der LZ beharrte Niemann auf seiner Aussage: "Ich weiß nicht, woher die Kornkreise stammen. Die Dinge sind halt mysteriös und sollen es auch bleiben. Aber wenn sie jemanden kennen, der so etwas professionell macht, dann können wir ja vielleicht demnächst einen Workshop dafür anbieten."
Die Art der Kornkreise erinnert an die "crop-circles" in der südenglischen Region Wiltshire. Dort sind die in den Sommermonaten stets wiederkehrenden riesenhaften Motive in den Feldern längst eine Touristenattraktion geworden. Kreative Köpfe haben aus dem Phänomen Kornkreis schon eine Profession entwickelt wie etwa die englische Gruppe "Circlemakers" ([http://www.circlemakers.org www.circlemakers.org]), die auf ihrer Internetseite auch eine Anleitung gibt.
}}
{{Pressefuss|Mai 2008|Juli 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
7edc3c1065c785e6b920ce31847606a89f8c1315
Presseberichte Juni 2009
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{{Pressekopf}}
----
=== 13. Juni 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Lärmsanierung für die Ostumgehung im Bereich Moorfeld
|Headline=Lärm wird neu bewertet
|Untertitel=Anwohner der Ostumgehung fordern Schutz
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_06_13.jpg|thumb|600px|right|''' Die BI Lüne-Moorfeld fordert Schutz gegen den zunehmenden Verkehr. ''' Foto: A/t&w ]]
An der Ostumgehung ist es brüllend laut, doch jetzt liegen dem Straßenbauamt konkrete Lärmwerte vor: Danach werden am Tage 72,3 und in der Nacht 65,8 Dezibel erreicht. Damit werden Prognosen und Vorgaben aus dem Planfeststellungsverfahren von 1981 übertroffen, die lagen laut Straßenbauamt bei 69,4 Dezibel am Tag und bei 62 in der Nacht. Zum Vergleich: 60 Dezibel werden beim Radiohören auf Zimmerlautstärke erreicht, 70 Dezibel bei einem lauten Gespräch. Aber: Ein Plus von drei Dezibel wird als Verdopplung des Lärmpegels wahrgenommen.
Die aktuellen Daten untermauern den Anspruch der Anwohner auf Schutz gegen Krach, denn der besteht, wenn die ursprünglichen Vorgaben um 2,1 Dezibel überschritten werden. Die Landesbehörde hat bereits reagiert. Wie berichtet, war den Planern um ihren Chef Dirk Möller schon vor Monaten klar, dass es Abweichungen gibt. Daher haben sie beim Landkreis einen Antrag auf ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren gestellt, um der Entwicklung Rechnung zu tragen. Wenn in den Sommerferien Sanierungsarbeiten auf der Umgehung beginnen, soll im Bereich Lüne in Richtung Süden auf mehr als einem Kilometer Strecke so genannter Flüsterasphalt geschüttet werden. Das Material ist grobporiger und schluckt mehr Geräusche.
Für die Bürgerinitiative (BI) Lüne-Moorfeld, die sich gegen den Bau der geplanten A 39 einsetzt, reichen die Arbeiten nicht aus. Sprecher Detlef Giesler moniert: "Das ist im Wortsinne eine einseitige Maßnahme." Denn die Gegenfahrbahn, die vor drei Jahren saniert wurde, werde nicht erneuert. Zudem hebe sich der Effekt nach einger Zeit auf, weil der Teer abgefahren sei. Der Lärmschutz müsse weitreichender sein, ein Stichwort sei eine Temporeduzierung in dem Abschnitt.
Amtsleiter Möller will zunächst die Vorgaben aus dem ergänzenden Planfeststellungsverfahren abwarten. Den Flüsterasphalt lässt er mit Blick auf das Verfahren beim Landkreis "vorausschauend" verlegen: Da die Fahrbahn aufgrund von Verschleiß ausgetauscht werden muss, greift er zur Spezial-Variante, die um etwa 50 Prozent teurer ist. Aus dem neuen Planfeststellungsbeschluss könnten sich weitere Schutzmaßnahmen ergeben, etwa der Einbau von Schallschutzfenster in angrenzenden Häusern.
BI-Sprecher Giesler und seine Mitstreiter sind überzeugt, dass sich die Lage weiter verschlimmert, wenn die Autobahn gebaut wird. Waren die Planer 1981 von maximal 20 000 Fahrzeugen pro Tag ausgegangen, die über die Umgehung rollen sollten, wurden jetzt bei einer Verkehrszählung 38 000 ermittelt. In der Nacht macht der Anteil der Laster 14 Prozent aus, am Tage liegt er bei zehn Prozent. Eine Autobahn werde mehr Autos, Lkw und Motorräder mit sich bringen.
Und die Straße wird noch enger an die Häuser heranrücken. Denn Möller bestätigt, dass für den Bau weiteres Land rechts und links der Trasse, das dem Bund gehört, genutzt werden soll für breitere Fahrspuren und Standstreifen. Einzelheiten müsse die Feinplanung klären.
}}
{{Kommentar|1=|2=(siehe auch Artikel <b>[[Lärm]]</b>)<br>
In der schalltechnischen Berechnung von 1981 sind Lärm-Grenzwerte von 60 dB(A) am Tag und 50 dB(A) in der Nacht, sowie 15000 Kfz pro Tag angegeben. Das Berechnungsverfahren hat sich inzwischen verändert, die damaligen Grenzwerte entsprechen heute 62 dB(A) am Tag und 52 dB(A) in der Nacht.<br>
2005 wurden auf der Ostumgehung zwischen den Abfahrten Ebensberg und Adendorf 40600 Kfz/Tag gezählt mit einem Schwerlastanteil (LKW und Busse über 3,5 t zul. Gesamtgewicht) von 11,6 %. Dieser Wert ist bereits über die gesamte Woche gemittelt, (DTV = durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke, im Gegensatz zu DTVW = durchschnittliche wochentägliche Verkehrsstärke, also ohne das Wochenende).<br>
Dass die aktuellere Zählung niedrigere Anzahlen geliefert haben soll, mag an der Zählstelle liegen, denn zwischen den Abfahrten Ebensberg und Adendorf gibt es etwas mehr Verkehr (2005: 40600 DTV, siehe oben) als zwischen den Abfahrten Ebensberg und Dahlenburger Landstraße (2005: 37200 DTV). Zwischen Ebensberg und Stadtkoppel wurde 2005 nicht getrennt gezählt. <br>
Zudem gibt es eine Differenz zwischen dem von der Stadt gemeldeten Lärmpegel von 69 dB(A) am Tag und dem von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gemeldeten Lärmpegel von 72 dB(A) am Tag.<br>
Eine Verdoppelung des Verkehrs bewirkt eine Pegel-Erhöhung um 3 dB(A). Der Lautstärke-Eindruck wird dadurch nicht verdoppelt, sondern die Erhöhung der Lautstärke gerade eben wahrnehmbar.
}}
=== 17. Juni 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Lärm an der Ostumgehung ====
{{LB|Holger Reinecke, Lüneburg<br>
}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Juni_2009#Landeszeitung_zur_L.C3.A4rmsanierung_f.C3.BCr_die_Ostumgehung_im_Bereich_Moorfeld|"Lärm wird neu bewertet", LZ vom 13. Juni]]
'''<big>„Kreissägen“ auf Ostumgehung</big>'''
Die aktuellen Lärmwerte bestätigen nur, was viele Anwohner schon lange empfinden: Der Lärm ist stärker geworden und, zumindest bei bestimmten Wetterlagen und Windrichtungen, schon störend, an manchen Stellen, wie zum Beispiel im Bereich Moorfeld und in bestimmten Entfernungen zur Straße, sicher schlimmer als in anderen Bereichen.
Deshalb verwundert es mich, nein es ärgert mich schon sehr, dass das Straßenbauamt trotz ausdrücklich abweichendem Votum der örtlichen Politiker (ich habe selbst, damals noch für die FDP im Rat der Hansestadt
Lüneburg, mit der Mehrheit für die Westvariante gestimmt) planerisch vorgegeben hat, die beste Lösung sei es, die
Autobahn auf die Ostumgehung zu legen.
Wenn es denn nun so kommt, muss der Lärmschutz für die Anwohner nicht nur entlang der A39 den neuen Werten Rechnung tragen, auch entlang der restlichen Ostumgehung – auch im freien Gelände im Bereich Göxe und von Deutsch Evern bis nach Häcklingen – muss der Lärmschutz deutlich verbessert werden.
Was mich und viele andere Anwohner in erheblichem Maße nervt – da würde leider auch der beste Lärmschutz nicht helfen –, sind die vielen Motorrad-Rowdys. Wie kann es sein, dass Lkw-Hersteller dazu verpflichtet werden, Lärmmindernde Konstruktionen zu wählen, Motorradfahrer jedoch nicht nur rasen dürfen wie sie wollen, sondern auch straflos ausgehen, wenn sie die Auspuffanlagen ihrer zumeist japanischen „Rasenmäher“ und „Kreissägen“
manipulieren. Besonders an Wochenenden geht es los. Nicht, dass ich falsch verstanden werde. Ich kenne viele Biker, die ihre Maschinen nicht manipulieren und nicht rasen, sondern ihre Maschinen dazu nutzen, gemütlich durch die Lande zu rollen.
Und noch ein Wort zu der Autobahn selbst: Die Ostumgehung als Entlastungsstraße wird uns fehlen. Bei jedem Unfall
wird schon jetzt die ganze Stadt zur Stauregion. Es wäre daher sicher besser gewesen, den Ring um Lüneburg zu realisieren. Die Bürgerinitiative Moorfeld und die Grünen rühmen sich, viele Bürger Lüneburgs und des Landkreises gegen die A39 mobilisiert zu haben. Daraus abzuleiten, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Autobahn ablehnen würde, spricht jedoch für die Selbstüberschätzung dieser Gruppen. Es ist bedauerlich, dass Lüneburg von den Uneinsichtigen immer noch als Mikrokosmos begriffen wird und bei den Autobahngegnern, die es sich in ihrer Idylle Lüneburg gemütlich machen wollen und daher notwendige Veränderungen ablehnen, offenbar der Begriff „Weitsicht“ nicht im Repertoire ist.
Lüneburg und der Großraum Hamburg können doch nur im Vergleich zu anderen Hafenregionen wie Rotterdam, Lissabon, Barcelona oder Triest gesehen werden. Unser Hinterland liegt in Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Thüringen. Es ist eine Notwendigkeit, das Hinterland verkehrsmäßig optimal zu erschließen.
}}
=== 22. Juni 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Eröffnung des Menschenschutzgebietes
|Headline=Schutzgebiet für Menschen
|Untertitel=Protest gegen Autobahn 39 - Anwohner stellen Schilder auf - Antrag ans Umweltministerium
|Autor=(red)
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_06_22.jpg|thumb|600px|right|'''Doris Paland (vorne l.) und Renate Backhaus forcieren den Kampf der Anwohner aus den Gebieten Ebensberg, Lüne, Moorfeld und den angrenzenden Gebieten Adendorfs gegen die A 39. Sie enthüllten vor rund 100 Betroffenen das erste Schild "Menschenschutzgebiet".''' Foto: be]]
"Es ist ein denkwürdiger Tag: Heute wird das erste Menschenschutzgebiet in Deutschland ausgerufen." Mit den Worten startete Doris Paland von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am Sonnabend - symbolisch um Punkt 5 vor 12 - die Gemeinschaftsaktion mit dem Verein Aktion Lebensberg vor rund 100 Anwohnern. Ein Protest gegen die geplante Autobahn 39.
Ein Straßenschild mit der Aufschrift "Menschenschutzgebiet" enthüllte Renate Backhaus, ehemalige Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Niedersachsen, an der Ecke Hölderlin-/Erbstorfer Landstraße. Rund 20 weitere Schilder sollen demnächst in dem etwa zehn Quadratkilometer großen, im Planungsabschnitt 1 der A 39 liegenden Areal folgen. Das von den Initiatoren "ELMA" genannte "Menschenschutzgebiet" erstreckt sich auf die Lüneburger Ortsteile Ebensberg, Lüne und Moorfeld sowie angrenzende Teile der Gemeinde Adendorf. Für die Anwohner "gefährdet das äußerst fragwürdige Verkehrsprojekt den Lebensraum von Menschen, Tieren und Natur", sagte Doris Paland.
Der Antrag, dass das Areal als Menschenschutzgebiet ausgewiesen wird, ist bereits ans niedersächsische Umweltministerium geschickt worden. Ein rechtlicher Begriff Menschenschutzgebiet existiert nicht, doch Renate Backhaus machte klar, dass die Betroffenen eine Verordnung liefern könnten - "damit die Menschen den selben Schutz erhalten wie Flora und Fauna". Sie erläuterte auch, dass "der BUND von Anfang an gegen die ,Hosenträger-Autobahn' gekämpft hat".
Zum Auftakt machten die Initiativen-Sprecher erneut klar, dass sich die etwa 10 000 Bewohner des ELMA-Gebietes durch die drei Planungsvarianten der A 39 massiv bedroht fühlen von Lärm, Abgasen und weiteren Emissionen wie Feinstaub. Verena Fiedler von der BI: "Durch die Ostumgehung/B 4 besteht ohnehin schon eine erhebliche Belastung, die sich durch den Autobahnbau vervielfachen wird."
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Eröffnung des Menschenschutzgebietes
|Headline=A 39: Bürgerinitiative mit neuen Ideen
|Untertitel=Zone für Menschenschutz
|Autor=ben
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/region/lueneburg/article1061603/Zone-fuer-Menschenschutz.html Online-Artikel]
|Text=
<b>Es ist fünf vor zwölf am Sonnabend. Zu dieser symbolträchtigen Zeit haben die Bürgerinitiativen (BI) Lüne-Moorfeld und die Aktion Lebensberg e.V. eingeladen.</b>
Enthüllt wurde das erste Schild für ein "Menschenschutzgebiet".
"Wir wollen nicht, dass ein fragwürdiges Verkehrsprojekt ein dicht besiedeltes, liebens- und lebenswertes Wohngebiet durchschneidet", sagte Doris Paland, Sprecherin der zuständigen Arbeitsgruppe. Die Aktivisten wehren sich seit Jahren gegen den geplanten Bau der Autobahn 39 (A 39) durch ihr Wohngebiet. Während die Trassenplanung des Bundesverkehrsministeriums wie berichtet zunehmend voranschreitet, entwickeln auch die A 39-Gegener neue Ideen.
Jetzt sollen besondere Regeln für den Schutz der Menschen im betroffenen Gebiet sorgen. Jens-Peter Fiedler von der BI Lüne-Moorfeld sagt: "Wir haben den Antrag Anfang der Woche beim niedersächsischen Umweltministerium eingereicht." Rund 7,3 Quadratkilometer misst das selbst ernannte "Menschenschutzgebiet" Ebensberg-Lüne-Moorfeld-Adendorf (ELMA). "Wir wollen, dass die Menschen den selben Schutz bekommen wie Flora und Fauna und unser Lebensraum nicht durch Lärm, Abgase und Feinstaub gefährdet wird", begründet Doris Paland den Antrag.
Weil die Behördenmühlen langsam mahlten, so Paland, gehen die Aktivisten schon jetzt einen Schritt weiter und kennzeichnen die Schutzzone mit Schildern. Aufgestellt werden die allerdings nur auf Privatgrundstücken. Denn die Stadt hat der BI öffentliche Standorte untersagt. Paland: "Aber das ist kein Problem, es findet sich immer jemand, der ein Schild auf seinem Grundstück anbringen." Eine Übersicht des Gebietes gibt es im Internet.
[http://www.menschenschutzgebiet.de www.menschenschutzgebiet.de]
}}
=== 30. Juni 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärm an der Ostumgehung
|Headline=CDU kommt zur Hörprobe
|Untertitel=Politiker sagen Hilfe zu im Kampf gegen Lärm an der Ostumgehung
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_06_30.jpg|thumb|600px|right|'''Anwohner Borwin Pahl (vorne) fordert besseren Lärmschutz an der Umgehung. Er bat CDU-Kreistagsmitglieder zum Ortstermin.''' Foto: ca]]
Die Grünen haben bei der Europawahl in Lüne-Moorfeld reichlich Stimmen eingefahren, im Wahllokal
am Brandheider Weg punkteten sie vermutlich mit ihrem Nein zur geplanten Autobahn 39 und ließen die Konkurrenz hinter sich. Doch auch andere Parteien verstehen sich in dieser Angelegenheit als Anwalt der Bürger. Gestern kamen Mitglieder der Kreistagsfraktion der CDU zur Hörprobe an die Scheffelstraße, Anwohner Borwin Pahl hatte die Politiker
eingeladen. Pahl wohnt neben der Erbstorfer Landstraße in Höhe der Brücke, die über die Umgehung führt. Er stapft mit den Herren von seinem Garten aus zwanzig Meter durchs Gebüsch an eine Schutzmauer. Unter ihnen braust der Verkehr vorbei, allerdings unter entschärften Bedingungen: Da die Schnellstraße saniert wird, sind die Fahrbahnen
aktuell nur einseitig zu nutzen, zudem gilt Tempo 60, sonst darf hier bis zu 100 km/h schnell gefahren werden.
Der schlanke Mann wohnt seit Anfang der 70er-Jahre in seinem Haus. Er sagt, Lärmschutzwerte würden seit zehn
Jahren überschritten, es dürfe nicht wieder zehn Jahre dauern, bis die Anwohner besser vor dem Krach geschützt werden. Es reiche nicht, dass die Straßenbaubehörde nur auf einer Seite sogenannten Flüsterasphalt einbauen lasse. „Wir leben bereits heute an einer Autobahn“, klagt Pahl. Denn selbst wenn die Behörde dort für die A39 zwei je fünf Meter breite Standstreifen anlegt, verändere dies kaum den Zustand.
Dr. Gerhard Scharf, Mitglied in Stadtrat und Kreistag sowie aktiver Vertreter seines Stadtteils Lüne-Moorfeld, macht auf
den Sachstand aufmerksam: Da Lärmwerte unstreitig überschritten werden, läuft ein ergänzendes Planfeststellungsverfahren. Es soll mehr Schutz bringen. „Wir sollten die Diskussionen nicht vermischen“,
warnt Scharf. Komme die umstrittene A39, müsse ein Deckel über die Schnellstraße her.
Pahl will am liebsten jetzt die Geschwindigkeit drosseln und verweist auf Berlin: Dort gebe es entlang der Stadtautobahn
111 immer wieder Tunnel, auch gelte dort Tempo 60.
Die CDU-Fraktion um ihren Vorsitzenden Alexander Blume will sich dafür einsetzen, dass Flüsterasphalt auf beiden Seiten der Umgehung – und nicht nur einspurig – eingebaut wird, dass es zusätzlichen Lärmschutz gibt und dass ein Tempolimit von 60 km/h nach Berliner Muster „auf Praktikabilität und Sinnhaftigkeit“ geprüft wird. Die Union möchte darüber zügig ein Gespräch mit der Straßenbaubehörde führen.
}}
{{Pressefuss|Mai 2009|Juli 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
b871fdd9d384a7e2de889c5748b6c3c9e8ba8bee
Presseberichte Juni 2010
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2025-02-05T23:12:43Z
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 18. Juni 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A39-Planung im Bereich Lüneburg
|Headline=Abschied von der alten B 216
|Untertitel=Für die neue Autobahn muss die Bundesstraße einen Schlenker machen
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Bau der umstrittenen Autobahn A39 wird in Lüneburg zu gravierenden Änderungen der Verkehrsführung führen. Betroffen davon ist vor allem das Straßenkreuz B216/Ostumgehung. Im Verkehrsausschuss regte Oberbürgermeister Ulrich Mädge schon jetzt an, einen Begleitausschuss zu gründen, in dem Anwohner, Umweltverbände und Parteien ihre Wünsche und Anregungen deutlich machen können. Die Stadt hat bereits einen Forderungskatalog aufgestellt. Den stellten Mädge und Verkehrsdezernent Markus Moßmann jetzt vor.
[[Bild:LZ_2010-06-18-1.jpg|thumb|585px|left|'''Das Luftbild zeigt den Verlauf der heutigen Ostumgehung und die Situation an der B 216.''' Foto: A/boldt]]
[[Bild:LZ_2010-06-18-2.jpg|thumb|354px|right|'''Die Grafik verdeutlicht, was sich ändern soll: Die alte B 216 verschwindet, der Bereich ist mit Xen markiert. Die neue Trasse der B 216 macht in Höhe des Elbe-Seitenkanals einen Schlenker nach Süden, führt über die Autobahn und ihre Abfahrten zurück auf die alte Fahrbahn.''' Grafik: Stadt/Straßenbauamt]]
Der „Deckel“ soll im Bereich Moorfeld länger ausfallen, zusätzliche Filter und Lärmschutzanlagen müssten gebaut werden. Und wenn die Schnellstraße in einem Tunnel verschwindet, könnten darauf neue Grünflächen entstehen, die den heute zerrissenen Stadtteil Lüne-Moorfeld verbinden.
Auch die Häuser am Fuchsweg sollen besser gegen den Krach geschützt werden. Die Abfahrten Ostumgehung/Stadtkoppel könnten beide auf der Seite der ehemaligen Schlieffen-Kaserne in Höhe des alten Panzertores liegen.
Große Veränderungen sind an der B216 und am Hafen möglich. Die Planung sieht vor, dass die Autobahn – die teilweise auf der Trasse der Ostumgehung verläuft – in Richtung Barendorf geschwenkt wird, um weiter nach Süden zu verlaufen. Die Folge: Die Auffahrten der Ostumgehung müssten verlegt werden, so sollen die Rampen an der Lilienthalstraße und der B216 in Richtung Norden verschwinden und neue Zufahrten entstehen. In diesem Zuge könnte die B216 zwischen Elbe-Seitenkanal und Ortseingang verlegt werden, die alte Straße würde abgerissen, und für das Gewerbegebiet Hafen eine Erweiterungsfläche für Firmenansiedlungen entstehen.
Die Gleise der Hafenbahn sollen durch einen Tunnel unter der Bundesstraße 216 hindurch in die Gewerbegebiete am Bilmer Berg verlängert werden. An Einzelheiten der künftigen Radwegeführung zwischen Barendorf und Lüneburg wird noch gefeilt.
Und klar ist für Oberbürgermeister Mädge: Da die Umbaukosten in Zusammenhang mit der Autobahn stehen, muss der Bund auch für die Kosten aufkommen.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur IHK-Äußerung über den NABU-Bericht ====
{{LB|Hansjörg Witte, Betzendorf}}
{{Kasten|1=„IHK verteidigt Bau der A39“, LZ vom 9. Juni
'''<big>Autobahn ist teure Zumutung für die Nachkommen</big>'''
Der Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Michael Zeinert, äußert sich zur Streichliste des NABU mit 20 Straßenbauprojekten, darunter die A39: Der Argumentation des NABU fehle es an Objektivität und Weitblick.
Nun, wie lauten die Argumente des NABU?
Kurz gefasst:
Der Bau der A39 ist wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen. Alle Trassenkorridore führen durch ökologisch hochsensible Räume. Die Planung steht im krassen Gegensatz zu bisherigen Bedarfsuntersuchungen der Bundesregierung. Wer genau hinschaut, erkennt, dass diese Argumente objektiv begründet sind und den Weitblick nicht missen lassen.
1. Die Nutzen-Kosten-Relation, die sonst immer eine entscheidende Basis für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Autobahn ist, spricht eindeutig gegen den Bau der A39.
2. Wer sonst, wenn nicht der NABU, kann über die Umweltverträglichkeit der Trassenführung ein objektives Urteil abgeben? Man denke nur an das Vorkommen des durch EU-Naturschutzgesetze geschützten Ortolan.
3. Die Bedarfsuntersuchungen unabhängiger Gutachter haben ergeben, dass statt des Baus der A39 die Ertüchtigung der B4 bedarfsgerecht wäre.
Angesichts der horrenden Staatsverschuldung gehört die A39 unbedingt auf die Streichliste. Gerade ein Vertreter von Industrie und Handel müsste einsehen und den Weitblick haben, dass wir uns diese Autobahn nicht leisten können. Sie ist eine unerträgliche Zumutung für unsere Nachkommen.
Der Schlussfolgerung des NABU Lüneburg ist daher zuzustimmen: Er fordert aus ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen den Ausbau der parallel laufenden B4 mit Ortsumgehungen, der dringend notwendig ist und nicht mehr durchgeführt wird, wenn die Entscheidung für den Bau der A39 gefallen ist!
}}
=== 25. Juni 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Kritik der A39-Gegner an den Grünen im Lüneburger Kreistag
|Headline=A-39-Gegner kritisieren Grüne
|Untertitel=Autobahn und Elbbrücke bleiben bei Koalitionsgesprächen mit SPD außen vor
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Ausgerechnet die Grünen sind jetzt ins Visier des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn 39 geraten. Hintergrund sind die am Dienstag beginnenden Koalitionsgespräche mit der SPD im Lüneburger Kreistag. „Die Grünen sind offenbar bereit, riesige Zugeständnisse zu machen, nur um an die Macht zu kommen“, urteilt die Sprecherin der Autobahngegner, Annette Niemann, mit Blick auf die Positionen, mit denen die Partei in die Verhandlungen geht. Die Grünen reagierten mit Unverständnis, wiesen die Kritik als ungerechtfertigt zurück.
[[Bild:LZ_2010-06-25.jpg|thumb|333px|left|'''Annette Niemann, Sprecherin der A-39-Gegner (l.), wirft den Grünen vor, „Kröten zu schlucken“. Miriam Staudteweist die Kritik zurück.''' F: A]]
Hintergrund des Streits ist, dass die möglichen Partner bei den Themen A39 und auch Bau der Elbbrücke Neu Darchau nicht geschlossen abstimmen wollen. Zu weit liegen die Ansichten von Grünen und Sozialdemokraten auseinander. Für die Autobahngegner sei es „in keiner Weise akzeptabel, dass Bereiche, in denen man bislang Seite an Seite gekämpft hat, der puren Machtlust geopfert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Autobahngegner. Niemann sagt: „Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich daran denke, dass die Grünen dazu bereit sind, diese Kröten zu schlucken.“
Doch die gescholtenen Grünen sind sich keiner Schuld bewusst. „Der Dachverband bellt den falschen Baum an“, sagt die Kreis- und Landtagsabgeordnete Miriam Staudte, „an unserer Position gegen die A39 hat sich nichts geändert.“ Die Kritik wäre gerechtfertigt, wenn „wir die Positionen der SPD übernommen hätten“. In den bisherigen Arbeitspapieren sei jedoch ausdrücklich festgehalten, dass Grüne und SPD nicht von ihren bisherigen Positionen zur A39 abweichen wollen. „In der Logik des Dachverbandes müssten nun auch die Autobahnbefürworter der SPD vorwerfen, Kröten zu schlucken.“
Zudem forderte Staudte die Bürgerinitiativen auf, nicht denjenigen in die Hände zu spielen, die Rot-Grün im Kreis ausbremsen wollten. „Wenn wir die A39 verhindern wollen, sollte sich die Seite der Autobahn-Gegner nicht auseinanderbringen lassen“, sagte die Abgeordnete weiter.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu den Koalitionsverhandlngen im Lüneburger Kreistag ====
{{LB|Peter Weerda, Lüneburg}}
{{Kasten|1=„Grüne Energie für den Kreis“, LZ vom 23. Juni
'''<big>Grüne klammern für Koalition A 39 aus</big>'''
Es ist ein Schlag ins Gesicht der grünen Wähler in Stadt und Landkreis Lüneburg, und es ist feige. Die grüne Verhandlungsgruppe für die anstehenden Koalitionsverhandlungen mit der SPD im Landkreis klammert in den Gesprächen das Thema A39 aus. Heißt es doch im Diskussionspapier der Grünen unter „Allgemeines“ 6.3, dass
die Verhandlungspartner zur A39 unterschiedlich abstimmen dürfen. Martin Köne sieht ein überschaubares Konfliktpotenzial für die Verhandlungen, ich sehe ein heraufziehendes enormes Konfliktpotenzial mit dem grünen Wähler, welches sich bereits auf den nächsten Veranstaltungen der Grünen zeigen dürfte. Über lange Jahre erzielten die Grünen durch die Besetzung des Themas A39 weit überdurchschnittliche Wahlergebnisse in Stadt und Landkreis, und jetzt, wo es darauf ankommt, kneifen sie vor Landrat Manfred Nahrstedt und Oberbürgermeister Ulrich Mädge.
Oder will man mit Macht an die Macht und dies nicht gefährden? Wurde die grüne Basis in die Diskussion mit einbezogen, oder hat man dies im Kleinen ausgekungelt? Die klare Forderung an die SPD muss heißen: „Keine Zustimmung der SPD mehr zur A39, sonst kann es keine Koalition geben.“ Jede andere Forderung wird der grüne Wähler bereits bei den im nächsten Jahr anstehenden Kommunalwahlen quittieren. Wozu das führen kann, sehen wir im Moment an der Entwicklung der FDP.
}}
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Presseberichte Juni 2011
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{{Pressekopf}}
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=== 10. Juni 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Geschwindigkeitsbescränkung auf der Ostumgehung
|Headline=Immer Ärger mit OPA
|Untertitel=Offenporiger Asphalt auf der Ostumgehung bremst auch Wochen nach einem Unfall den Verkehr
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2011-06-10.jpg|thumb|526px|right|'''Seit 2009 reduziert offenporiger Asphalt auf der Ostumgehung bei Moorfeld den Verkehrslärm. Nun hängt ausgelaufenes Öl auf 50 Meter Länge in dem Material fest, gilt in dem Bereich Tempo 70.''' Foto: t&w]] Ende April platzt auf der Ostumgehung der Reifen eines mit Bier beladenen Sattelschleppers aus Tschechien. Der 20 Jahre alte Fahrer verliert die Kontrolle über den Zug, der Lkw rammt die Leitplanke und stellt sich quer. Stundenlang blockiert der Schlepper beide Fahrspuren in Richtung Uelzen, Diesel und Öl laufen aus. Sechs Wochen später fährt Uwe Höhn aus Erbstorf wie gewohnt fast täglich über die Ostumgehung – und wundert sich. Noch immer warnen Schilder vor der Ölspur zwischen den Anschlussstellen Adendorf und Ebensberg, gilt in dem Abschnitt Tempo 70.
Dabei ist die Leitplanke längst repariert, sind auch sonst keine Spuren des Unfalls mehr zu sehen. „Sind die Schilder vergessen worden?“, fragt sich Höhn. „Nein“, sagt Dirk Möller, Leiter der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Zwar sind die sichbaren Unfallfolgen beseitigt, geblieben aber sind die unsichtbaren Probleme – mit dem offenporigen Asphalt.
Im Sommer 2009 ist die Ostumgehung in Richtung Uelzen saniert, als vorgezogene Lärmschutzmaßnahme auf 1,2 Kilometer Länge offenporiger Asphalt eingebaut worden. OPA nennen ihn die Straßenbauer, Flüsterasphalt heißt das Material im Volksmund. Im Zuge der Lärmschutzdiskussion an der Ostumgehung sind Vorteile oft genannt, Nachteile aber nur am Rande erwähnt worden: Sechs bis acht Dezibel Schall schluckt der OPA, verbessert die Sicht bei Regen erheblich. Doch wegen der offenporigen Struktur ist das Material mit einer Nutzungsdauer von acht Jahren lange nicht so haltbar, wie herkömmlicher Asphalt. Warum, zeigt der Unfall im April.
Durch die offenen Poren drang das auslaufende Öl tief in den Asphalt ein, Ölbinder der Feuerwehr und Bier von der Ladung des Unfall-Lkws kamen hinzu. „Je schneller OPA gereinigt wird, desto besser“, sagt Möller. Nur dauerten die Bergungsarbeiten Ende April länger als drei Stunden. Im Rückblick urteilt der Behördenleiter: „Vermutlich hat das Öl-, Binder- und Bier-Gemisch die Poren verklebt, reichte die mechanische Spülung nicht aus, um die Fahrbahndecke nachhaltig zu reinigen.“ In der Folge kann bei Regen immer noch ein gefährlicher Öl-Mix auf die Fahrbahn gespült werden, für Aquaplaning sorgen. Deshalb gilt weiter Tempo 70 zwischen Adendorf und Ebensberg, wird vor der Ölspur gewarnt. Und das mindestens bis zu den Sommerferien.
Normalerweise saugt laut Möller im Laufe der Zeit der rollende Verkehr das Öl aus dem Asphalt. Ist das in den kommenden Wochen nicht der Fall, muss der Asphalt an der Unfallstelle auf 50 Meter Länge und acht Meter Breite erneuert werden. Glück im Unglück hat die Landesbehörde, weil mit den Sommerferien der OPA-Einbau in der Gegenrichtung beginnt. „Damit sind Maschinen und Material bereits vor Ort, dadurch wird die Reparatur günstiger“, sagt Möller. Wie teuer die wird, kann er noch nicht sagen, doch die Rechnung zahlen muss aus seiner Sicht die Versicherung des Unfallverursachers. „Und der steht eindeutig fest.“
Zum Regelfall wird der Austausch der etwa fünf Zentimeter dicken Deckschicht aus Sicht des Behördenleiters zwar nicht werden. Doch mit Verweis auf die A2 bei Hannover sagt Möller: „Dass OPA wegen Verunreinigungen erneuert werden muss, ist nicht ungewöhnlich.“ Denn Lärmschutz und bessere Sicht bei Regen gehen zulasten der Haltbarkeit.
}}
=== 25. Juni 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Vorstellung der Planungen im A39-Begleitausschuss
|Headline=A-39-Deckel ist Anwohnern zu kurz
|Untertitel=Kritik aus Moorfeld und Ebensberg im Begleitausschuss
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Deckel ist den Anwohnern zu klein: Er müsse weitere Teile abdecken, um Anlieger in Lüne-Moorfeld und am Fuchsweg vor dem Lärm der geplanten Autobahn 39 zu schützen. Das wurde erneut deutlich, als am Donnerstag der Begleitausschuss zur A39 im Glockenhaus tagte. Auf der einen Seite soll der Tunnel ein Stück hinter der Fußgängerbrücke zwischen Dehmelweg und Gerhart-Hauptmann-Straße beginnen. Die Brücke selbst soll abgerissen werden, Fußgänger und Radler sollen künftig über das begrünte Tunneldach laufen können. Auf der anderen Seite endet der Deckel an der Erbstorfer Landstraße. Die Stadt, aber auch Bürgervertreter im Ausschuss, forderten eine Verlängerung der Röhre.
Wie berichtet, hat die Stadt den Begleitausschuss ins Leben gerufen, um Bedenken von Bürger aufgreifen zu können. Diese Vorschläge und Kritik leitet die Verwaltung weiter an die Landesbehörde für Straßenbau. Im Ausschuss erläuterten Dezernent Markus Moßmann und die Fachbereichsleiter Straßenbau und Umwelt, Karl-Heinz Rehbein und Volker Schulz, die aktuellen Pläne.
<b>Bürger fordern Staubfilter</b>
Der Tunnel soll 399 Meter lang werden. Eine entscheidende Zahl, denn laut Richtlinien muss er ab 400 Meter über ein Notausgangs- sowie ein Filtersystem für Abgase verfügen. Ein Anliegen von Stadt und Bürgervertretern liegt darin, unabhängig von der Länge den Einbau von Filtern zu erreichen. So führen Bürgervertreter an, dass die Belastung von Fein- und Feinststäuben gesundheitsbelastend ist.
Laut Prognosen sollen künftig über die A39 im Stadtbereich täglich zwischen knapp 58 000 und 61 500 Fahrzeuge rollen, rund 20 000 mehr als heute, darunter deutlich mehr Lastwagen. Das bedeutet mehr Lärm. Zum einen sollen Bauarbeiter zwischen Ilmenaubrücke und Flugplatz offenporigen Asphalt schütten, er „schluckt“ Geräusche. Aber auch Wälle und Schutzwände sollen Krach reduzieren. An der Erbstorfer Landstraße wäre eigentlich acht Meter Höhe nötig, doch dann würden Anwohner im Dunkeln sitzen. Also sollen die bestehenden Wände von 2,50 auf vier Meter wachsen, dazu können Häuser mit Schutzfenstern ausgestattet werden. Auch am Fuchsweg und an anderen Stellen sollen Arbeiter Wälle und Wände emporziehen. Überdies soll das „Anschlussohr“ von der TKK-Seite auf die andere Seite verlegt werden.
}}
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Presseberichte Juni 2021
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{{Pressekopf}}
----
=== 05. Juni 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur geplanten Fahrrad-Demo auf der A39
|Headline=Fahrrad-Demo auf der Ostumgehung
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-05-05.jpg|thumb|363px|center|'''Geschichte wiederholt sich: Zuletzt gab es im Dezember eine Fahrrad-Demo auf der Ostumgehung.''' Foto: t&w <br>
'''Anmerkung: Die Demo im April wurde hier vergessen.'''
]]
Die Stadt Lüneburg hat ihr Veto gegen die Route der geplanten Fahrrad-Demo an diesem Sonntag eingelegt – und vor
dem Verwaltungsgericht Lüneburg Recht bekommen. Statt wie geplant über die A39 von Lüneburg nach Winsen soll es nun alternativ über die Ostumgehung gehen – von der Anschlussstelle Kaltenmoor bis Lüneburg-Nord.
Start ist um 12 Uhr an den Sülzwiesen. Nach einer Auftaktkundgebung geht es dann gemeinsam auf die Protest-Tour. Dafür wird
die Ostumgehung zeitweise gesperrt. Das Motto der vom Klimakollektiv Lüneburg und weiteren Initiativen angemeldeten Demo lautet „Soziale und klimagerechte Mobilitätswende jetzt – Autobahnbau stoppen! Keine A39!“, sie ist Teil eines bundesweiten Protests.
}}
==== Tagesschau zur bundesweiten Aktion ====
<b> [https://mega.nz/file/wLZ2xDoY#LF4D1e_E218RaCtemu5hDmnE-nRBIsDZbDEI4aQI7O8 Tagesschau am 5. Juni 2021 um 20 Uhr] </b>
=== 07. Juni 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=auf Seite 1 zur Fahrrad-Demo vom 6. Juni
|Headline=Sportlicher Protest
|Untertitel=Etwa 500 Menschen nahmen am Sonntag an einer Protestaktion gegen den geplanten Bau der A 39
teil. Mit Fahrrädern fuhren sie über die Lüneburger Ostumgehung, um im Rahmen des bundesweiten
Aktionswochenendes für die Mobilitätswende ihrem Unmut Luft zu machen. » Seiten 3 & 13
|Autor=
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-06-07-1.jpg|thumb|914px|center|]]
}}
=== 07. Juni 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=auf Seite 3 zur Fahrrad-Demo vom 6. Juni
|Headline=Mit dem Fahrrad gegen die A 39
|Untertitel=Etwa 500 Menschen nahmen an einer sportlichen Protestaktion
auf der Ostumgehung teil
|Autor=Anna Petersen
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=„Hopp, hopp, hopp – Autos, stopp!“, schallt es am gestrigen Mittag über die Lüneburger Sülzwiesen. Kollektives Klingeln und Hupen, ein brüllendes Echo aus maskierten Mündern. Etwa 500 Menschen nahmen am Sonntag an einer sportlichen Protestaktion gegen den geplanten Bau der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg teil, zu der das Klimakollektiv Lüneburg zusammen mit anderen Organisationen aufgerufen hatte. Ihr Motto: „Soziale und klimagerechte Mobilitätswende jetzt – Autobahnbau stoppen! Keine A 39!“ Mit Fahrrädern fuhren sie am frühen Nachmittag über die Lüneburger Ostumgehung, um im Rahmen des bundesweiten Aktionswochenendes für die Mobilitätswende auch in Lüneburg ihrem Unmut Luft zu machen.
„Wir erwarten, dass der Bundesverkehrswegeplan gekippt wird“, erklärt Theresa Berghof, Sprecherin vom Klimakollektiv. Zwei Monate lang hatte sie in einem Netzwerk lokaler Gruppen, unter anderem bestehend aus Fridays For Future, dem Klimabündnis,
Fossil Free und der BI Lüne-Moorfeld, an einem Plan für den Fahrradprotest gefeilt. Dieser sah zunächst eine 18 Kilometer lange Route über die A 39 vor, doch die Stadt Lüneburg hatte ihr Veto eingelegt – und vor dem Verwaltungsgericht Recht bekommen. Stattdessen rollte der Fahrradkonvoi nun also über die Ostumgehung.
[[Bild:LZ_2021-06-07-2.jpg|thumb|363px|center|'''Unter dem Motto „Soziale und klimagerechte Mobilitätswende jetzt – Autobahnbau stoppen! Keine A39!“ fuhren am frühen Sonntagnachmittag rund 500 Menschen mit dem Fahrrad über die Lüneburger Ostumgehung.''' Foto: t&w]]
Eine große Enttäuschung für die Organisatoren. Jedoch, Theresa Berghof kann sich kurz vor Abfahrt zumindest eine positive Bemerkung zu der Entscheidung abringen: „Die Polizei versicherte uns, dass der letzte Kilometer vor der Ausfahrt schon A 39 sei“, sagt sie. „Der Rest kommt dann hoffentlich das nächste Mal.“ Unterdessen finden sich immer mehr Radfahrer mit Protestschildern und bedruckten TShirts auf der Wiese ein. Lauschen Vogelkundler Jörg Grützmann, der vor den Folgen der A 39-Pläne für den seltenen Ortolan warnt. Seit 2002 meldet er das Vorkommen der Vögel „als Instrument gegen die A 39“ den zuständigen Behörden. „Etwa 150 Brutpaare werden da gestört und vertrieben“, erklärt er gegenüber der LZ, und zwar auf einem Abschnitt von rund 20 Kilometern. 20 Kilometer zu viel, wie er findet. Auch Annette Niemann vom Dachverband der A 39-Gegner nimmt die Demonstration zum Anlass, ihre Argumente vorzubringen. Die Chance, dass das Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen werde, sei aktuell größer denn je, erklärt sie mit Verweis auf die Fridaysfor- Future-Bewegung und die anstehenden Wahlen. „Es findet ein Umdenken statt.“
[[Bild:LZ_2021-06-07-3.jpg|thumb|361px|center|'''Haben gemeinsam an einem Plan für die Aktion gefeilt: Theresa Berghof und Moritz Meister.''' Foto: t&w]]
'''Landesweite Proteste'''<br>
„Autobahnen bauen ist nicht sozial gerecht, denn nur wer Geld hat, kann sich überhaupt ein Auto leisten“, sagt der Student der Umweltwissenschaften. Aus seiner Sicht sollte das Geld besser in den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel investiert werden. „Wir fordern eine soziale und klimagerechte Mobilitätswende.“ Dafür tritt er am Sonntag in die Pedale. So auch Maike Kühn und ihr neunjähriger Sohn Simon. Sie leben in Groß Hesebeck im Landkreis Uelzen. „Dort soll eine Brücke gebaut werden – 500 Meter von uns entfernt, 900 Meter hoch“, klagt sie. „Wenn die A 39 da ist, sind wir Erwachsenen alt und können den Lärm nicht mehr hören, aber unsere Kinder – die wird es belasten.“ Die 47-Jährige zog es darum schon zum Protest auf die Straße, als ihr Sohn Simon noch im Bauch war. „Er hat quasi mit der Muttermilch aufgenommen, für das einzustehen, was uns wichtig ist.“ Simon nickt achdenklich. „Die Autobahn ist schlecht“, sagt er. Warum? „Ich mag den Lärm nicht.“
Einen Tag zuvor waren nach Schätzungen aus dem Initiatorenkreis der Bürgerinitiative (BI) Baumschutz Braunschweig bereits 500 Menschen auf den Nebenstrecken der A 39 zwischen Braunschweig und Wolfsburg mit dem Rad unterwegs. Nach 70 Kilometern am Vortag scheut BIMitglied Edmund Schultz auch eine „Ehrenrunde“ über die Lüneburger Ostumgehung nicht. Er radle „gegen die Zerstörung unseres Planeten“ an, erklärt er. Diese Motivation teilt er mit Moritz Meister vom „Klimaentscheid Lüneburg“. Dessen Unterstützer hätten sich dem Protestbündnis angeschlossen, „weil wir sehen, dass wir in die gleiche Stoßrichtung gehen“, sagt er. Und diese lautet, kurz gesagt: weniger CO₂-Ausstoß. Dieses Anliegen wurde am Sonntag auf die Straße getragen. Wie die Polizei im Anschluss an die Aktion mitteilte, kam es dabei zu keinen Störungen. „Es ist alles ganz friedlich abgelaufen“, heißt es aus der Polizeiinspektion Lüneburg.
» Seite 13
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=auf Seite 13 zu Protesten gegen die A20
|Headline=Protest gegen neue Autobahn
|Untertitel=Zahlreiche Radfahrer demonstrieren mit einer Sternfahrt gegen den Weiterbau der Küstenautobahn nach Niedersachsen
|Autor=Lennart Stock
|Ort=Rastede/Bremen
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-06-07-4.jpg|thumb|705px|center|'''Schriftzug im Wald bei Rastede: So viel Platz würde die Autobahn verbrauchen, wenn sie hier weitergebaut würde.''' Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa]]
Für eine Verkehrswende und gegen den Bau von neuen Autobahnen haben Demonstranten und Demonstrantinnen an mehreren Orten in Niedersachsen und Bremen mit Fahrradkorsos protestiert. Die Proteste waren Teil eines bundesweiten Aktionstages.
Trotz regnerischen Wetters machten sich im Ammerland nach Polizeiangaben rund 500 Radfahrer und Radfahrerinnen zu einer Sternfahrt gegen die Verlängerung der geplanten Küstenautobahn 20 nach Rastede auf – dort soll irgendwann einmal ein Kreuz von A 20 und A 29 entstehen. Die Organisatoren und Organisatorinnen sprachen von rund 1000 Teilnehmenden.
Auch in anderen Städten in Niedersachsen gab es Proteste. In Braunschweig und Wolfsburg nahmen nach Angaben der Polizei
zeitweise rund 600 Demonstranten an einem Fahrradkorso teil. In Bremen waren Demonstranten vom Hauptbahnhof aus per Fahrrad unterwegs und radelten quer durch die Stadt.
Die Polizei begleitete die Fahrradkolonnen. Nach Angaben eines Sprechers verlief der Protest gegen die A 20 absolut friedlich, es gab auch keine größeren Verkehrsbehinderungen.
[[Bild:LZ_2021-06-07-5.jpg|thumb|173px|center|'''Das Wetter schreckte nur wenige ab: Trotz Regens kamen 500 bis 1000 Demonstranten und Demonstrantinnen. ''' Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa]]
Der Zustrom aus so vielen Orten habe gezeigt, dass der Protest gegen die A 20 die ganze Region bewege, sagte Mischa Lauterbach
von der Initiative Moor bleibt Moor. Die Autobahngegner und -gegnerinnen argumentieren, die geplante teure Autobahn werde nicht ausgelastet sein, zerstöre aber wertvolle Wälder, Moore und Marschlandschaften.
Die A 20, die sogenannte Küstenautobahn, führt derzeit von Mecklenburg-Vorpommern nach Schleswig-Holstein, mittelfristig soll sie einmal bis nach Niedersachsen gebaut werden. Ob und wann dies geschieht, darüber wird seit Jahrzehnten gerungen. Derzeit endet die Autobahn kurz vor Bad Segeberg.
Von acht Bauabschnitten in Niedersachsen gibt es bisher für die ersten 13 Kilometer bei Westerstede eine Baugenehmigung. Allerdings klagen die Umweltorganisation BUND und einige betroffene Landbesitzer dagegen. Im November könnte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig darüber verhandeln.
Die Initiative Campact breitete am Samstag auf einer Wiese bei Rastede ein 4500 Quadratmeter großes Banner aus. Es sollte symbolisieren, welche Fläche die geplante vierspurige Autobahn an Natur und Moorflächen zerstören würde. „Jeder neue Kilometer Autobahn, der inmitten der Klimakrise noch gebaut wird, überrollt das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts“, sagte Campact-Vorstand Christoph Bautz. Statt Milliardenbeträge in neue Straßen zu investieren, brauche es Alternativen zum Auto – etwa durch
Bahn- und Busverbindungen.
Mehrere Industrie- und Handelskammern hatten zuletzt hingegen die Bedeutung des Projekts betont. Die künftige A 20 binde die Häfen der Region an das Netz europäischer Fernverkehrswege an und liefere dem Nordseetourismus wichtige Impulse. Weil sie die Verkehrsträger besser vernetze, mache sie auch Transporte auf dem Wasser und der Schiene attraktiver. Dies helfe dem Klima.
}}
{{Pressefuss|Mai 2021|Juli 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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{{Pressekopf}}
=== 27. Mai: {{LZ}} zum Stand der Einwendungen (1.250) ===
{{Kasten gelb|
<big>'''Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld kämpft weiter gegen A 39-Plan'''</big>
'''BI: Zahl der Einwendungen in Lüneburg höher als in Uelzen '''
''red Lüneburg.''
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld kämpft gegen die geplante Autobahn A 39, vor allem gegen die [[Vorzugsvariante]] durch die Stadt. Moorfeld und Lüne mit dem historischen Kloster wären von der Stadt-Variante besonders betroffen, die Strukturen der Stadtteile, so die Sorge, würden zerschnitten.
Laut Initiative, die erst am 17. April gegründet wurde, haben sich viele Bürger entschlossen, ihre Bedenken in Eingaben bei der Stadt vorzutragen. Die Initiative sagt, rund 1250 Einwendungen seien nach Auskunft des zuständigen Fachbereichs bei der Stadt Lüneburg eingegangen. Dies sei verglichen mit den Zahlen aus dem Raum Uelzen sehr viel. Die große Zahl an Eingaben sei zu 90 Prozent auf die aktive Arbeit der Bürgerinitiative zurückführen, die die Planungsunterlagen nach Sachmängeln durchforstet habe. Die Zahl der Eingaben konnte gestern von der Stadtverwaltung auf LZ-Anfrage nicht benannt werden, dies sei erst Montag möglich.
Die BI befürchtet, dass der Charakter der Stadtteile zerstört würde, davon seien gerade viele ältere Einwohner betroffen, die sich direkt nach dem Krieg in den Quartieren eine neue Existenz aufgebaut hätten. [[Feinstaub]], [[Abgas]]e, [[Lärm]], der Wertverlust der Immobilien sowie der [[Kosten-Nutzen-Faktor]] der A 39 werden als Argumente gegen die Autobahn genauso angeführt wie die Nähe des wertvollen Klosters Lüne. Die BI weiter: Bestürzt seien viele Bürger, weil die Planer nicht mit der gebührenden Sorgfalt vorgegangen seien und die besondere Situation der Grundschule bzw. des Kindergartens Lüne nicht gewürdigt hätten.
}}
=== 24. Mai: {{HA}} zum Stand der Einwände (1.000) ===
{{Kasten gelb|
<big>'''A 39: 1000 Einwände'''</big>
'''Verkehr: Frist lief jetzt ab'''
'''Lüneburg''' -
Am Dienstag endete die Frist für Stellungnahme der geplanten Autobahn 39: Bis zum Dienstag morgen hatten nahezu 1000 Einwender ihre Bedenken wegen der [[Vorzugsvariante|geplanten Autobahntrasse]] durch die Stadt formuliert und im Rathaus eingereicht. "Die meisten Proteste beschäftigen sich mit den zu erwartenden [[Lärm]]- und [[Schadstoffbelastungen]] sowie den gesundheitlichen Folgen für die Anwohner", erklärt Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]]. "Auch die Zerschneidung der Stadt durch die Trasse und die Wertminderung der Anliegergrundstücke sind häufig ein Thema", so die Fachbereichsleiterin.
Die umfangreichste Stellungnahme hat die Bürgerinitiative "Aktion Lebensberg e.V." abgegeben: Auf 40 Seiten hat die Bürgerinitiative Argumente gegen die Trasse gesammelt. Kinder haben in den letzten Wochen ihre Sorgen zu Papier gebracht: Ihre Bilder und Zeichnungen beschäftigen sich mit der Situation in den Wohngebieten Lüne und Moorfeld nach dem Bau der Autobahn.
Zuletzt hatte sich der Stadtrat gegen eine Osttrasse ausgesprochen und eine westliche Umfahrung befürwortet. Die Stadt selbst kann an ihrer Stellungnahme noch bis Ende Juli arbeiten. Danach wird die Regierungsvertretung Lüneburg sich mit den Argumenten der Stadt und der Bürger beschäftigen. [[Bernd Rczeppa]] von der Regierungsvertretung hat sorgfältige Prüfung zugesagt: "Sollten bisher im Verfahren Aspekte übersehen worden sein, so müssen die damit verbundenen Argumente ausführlich nachgearbeitet werden." Das [[Raumordnungsverfahren]] soll im Herbst 2006 enden. Dann wird im Bundesverkehrsministerium eine bindende [[Vorzugsvariante]] vorgestellt.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/24/566332.html Quelle]
}}
=== 20. Mai: {{HA}} zum Konflikt: Denkmalschutz oder Autobahn? ===
{{Kasten gelb|
<big>'''A 39 bedroht Kloster Lüne'''</big>
'''Konflikt: Denkmalschutz oder Autobahn? Äbtissin Barbara Taglang fürchtet, daß die 600 Jahre alte Anlage dann in einer [[Lärm]]insel zwischen Bahn- und Straßentrasse untergeht.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Lüneburg''' -
Lüneburg möchte mit den Heideklöstern Weltkulturerbe der Unesco werden. Doch die geplante Trasse der A 39 könnte diesen Traum zerstören. Wer die mittelalterliche Klosteranlage Lüne durch seine schmiedeeiserne Pforte betritt, wird sofort von der besonderen Atmosphäre hinter den Klostermauern gefangengenommen. Das Kloster Lüne, mutmaßlich um 1400 an seinem heutigen Standort errichtet, vermittelt ein anschauliches Bild davon, wie seine Bewohner durch Jahrhunderte gelebt, gebetet und gearbeitet haben. Doch jetzt ist die Idylle in Gefahr: Wenn die von den Planern vorgeschlagene [[Vorzugstrasse]] der A 39 im Osten der Stadt kommt, dürfte die Anlage leiden.
"Unsere Wasserversorgung wäre gefährdet", sagt Äbtissin Barbara Taglang. Das Kloster bezieht sein Wasser aus einem Grundwasservorkommen, das auch den jahrhundertealten Brunnen in der Eingangshalle und die prachtvollen Gärten auf dem Grundstück bewässert. "Auf Leitungswasser umzustellen, wäre möglich, käme aber teuer und wäre mit Sicherheit nicht mehr authentisch", sagt die Äbtissin.
Doch nicht nur die Wasserversorgung wäre zukünftig ein Problem. Auch der [[Lärm]] und die Erschütterungen, die eine dicht am Gelände vorbeilaufende Autobahn verursacht, würden dem wertvollen Baudenkmal schwer zu schaffen machen. Dabei hat das Kloster schon jetzt eine hohe Belastung zu tragen: Die Eisenbahntrasse Hamburg-Hannover führt in Sichtweite an den Gebäuden vorbei. "Etwa 340 Züge am Tag - darunter mit zunehmender Tendenz Schwerlasttransporte - befahren die Strecke. Nach dem beabsichtigten Bau des dritten Gleises sind an die 400 Züge zu erwarten", meint die Äbtissin. Sowohl im Westen als auch im Nordosten wäre die Anlage zukünftig von viel befahrenen Verkehrswegen umlagert - die Geräusche überlagern und summieren sich: "Kommt die [[Vorzugstrasse]] in der beabsichtigten Form, so wäre das Kloster sicher kein Ort der Stille mehr. Wir müßten in einer [[Lärm]]schneise leben." Dabei suchen immer mehr Menschen in alten Klöstern nach Rückzugsmöglichkeiten aus unserer hektischen Welt. Kurse, in denen Meditationen, Gespräche und gemeinsame Gebete angeboten werden, haben Zulauf. "Wir hatten geplant, zukünftig auch vermehrt mit Kindern in diesem Bereich zu arbeiten", erklärt die Äbtissin. Daneben würden die Erschütterungen, die ein neuer Verkehrsweg verursachen würde, Auswirkungen auf das Kloster und seine Exponate haben: "Das Textilmuseum besitzt zwei inzwischen selten gewordene Prozessionsfahnen, die erst vor kurzem aufwendig restauriert wurden. Ihr Gewebe und die aufgebrachte Farbe würde unter den Erdbewegungen erheblich leiden."
Die konkreten Folgen, die eine Autobahn in Sichtweite des mittelalterlichen Klosterensembles haben würde, sind von den Planern offenbar nicht ausreichend bedacht worden: "Das Kloster steht unter Denkmalschutz - viele Auflagen sollen gewährleisten, daß seine Substanz erhalten bleibt. Eine Autobahntrasse genau vor unserer Tür paßt nicht zu den Zielen des Denkmalschutzes", sagt Äbtissin Barbara Taglang.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/20/565085.html Quelle]
}}
=== 17. Mai: {{HA}} zur sog. Tunnellösung (2) ===
{{Kasten gelb|
<big>'''[[Hedi Wegener]] ([[SPD]]) will zu Tiefensee'''</big>
''Von Elke Schneefuß''
'''Autobahn 39'''
Auf Grund der anhaltenden Proteste gegen die [[Vorzugstrasse]] zur Autobahn 39 sucht die Bundestagsabgeordnete [[Hedi Wegener]] ([[SPD]]) das Gespräch mit dem Bundesverkehrsministerium in Berlin. Gemeinsam mit dem Abgeordneten [[Peter Struck]] ([[SPD]]), dessen Uelzener Wahlkreis gleichfalls von der Trassenführung betroffen ist, möchte sie Verkehrsminister Tiefensee ([[SPD]]) von einer Tunnellösung für die A 39 überzeugen: Die Trasse könne im Stadtgebiet nicht oberirdisch verlaufen. Damit werde Lüneburg nicht Weltkulturerbe der Unesco. Die Kosten für eine Tunnellösung dürften nicht über das Ja oder Nein entscheiden. Das Problem sei dringend. Ohne eine verträgliche Trassenführung für Lüneburg gebe es auch für die Kommunen im Süden der B 4 keine Entlastung. Wegener vermißt bisher eine Initiative des Landes: Das Projekt finde im Auftrag des Bundes statt, aber aus Hannover dürften ruhig Vorschläge kommen.
}}
=== 16. Mai ===
==== {{LZ}} zum [[Lärm]]-Problem ====
{{Kasten gelb|
<big>'''Kaum Aussicht auf mehr [[Lärm]]schutz'''</big>
'''Kritik der Autobahngegner'''
''red'' '''Lüneburg'''.
Obwohl sich in vielen Orten auf den Straßen zu den vorgesehenen Auffahrten der geplanten Autobahn A39 die Verkehrszahlen erhöhen würden, bestehe für die Anlieger keine Aussicht auf [[Lärm]]schutz. Das kritisiert der [http://www.keine-a39.de/ Dachverband der 33 Bürgerinitiativen gegen die A39], die von Lüneburg nach Wolfsburg führen soll.
„Laut Auskunft der Landesbehörde in Hannover und des Bundesverkehrsministeriums müssen diese A39-Zusatzverkehre auf bestehenden Straßen von den Anwohnern hingenommen werden, selbst wenn sie wie in Bad Bevensen mitten durch das bisher verkehrsberuhigte Kurgebiet laufen“, so Dachverbands-Sprecher Eckehard Niemann. Er rief die Bürger dazu auf, in ihren Einwendungen gegen die A 39 für jeden Trassenabschnitt exakte [[Lärm]]-Untersuchungen zu fordern und sich wegen der absehbaren Rechtsstreitigkeiten unter Tel. 05807/1399 über den [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds]] gegen die A 39 zu informieren.
Annette Padberg von der Straßenbaubehörde bestätigt, dass es für die bestehenden Straßen zumindest keinen aktiven [[Lärm]]schutz wie Wände oder Wälle gebe. Allerdings könnte auf Bundesstraßen, die zur Autobahn führen und die mehr befahren werden, im Zuge der [[Lärm]]sanierung passiver Schutz beantragt werden, zum Beispiel Fenster, die Schall besser dämmen.
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==== {{HA}} zur sog. Tunnellösung (2) ====
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<big>'''[[SPD]] will Tunnel für A 39 unter Lüneburg'''</big>
'''Streit: Landtag soll eingeschaltet werden'''
''Von Elke Schneefuß''
'''LÜNEBURG''' - Der Widerstand, der den Planern der neuen A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg entgegenschlägt, ebbt nicht ab. Seit Bekanntwerden [[Vorzugstrasse|der vom Niedersächsischen Landesstraßenbauamt bevorzugten Strecke]] rumort es in Lüneburg. Nach dem Willen der Behörden hätten zwei Wohngebiete zukünftig freien Blick auf die [[Vorzugstrasse|Trasse]].
Die Bürgerproteste in politische Aktion ummünzen will jetzt die [[SPD]]. Der Landtagsabgeordnete [[Manfred Nahrstedt]] möchte das Parlament einschalten. Sein Vorschlag: "Die Autobahn sollte im Bereich des Lüneburger Stadtgebiets untertunnelt werden." Die Kosten dafür schrecken ihn nicht: "Eine westliche Route um die Stadt wäre teurer." Daß die Westumfahrung in den Augen der übrigen Anrainer keine Chance hat, machte Uelzens Bürgermeister Otto Lukat ([[SPD]]) am Wochenende klar: "Eine Trasse weit im Westen bringt Uelzen keine Impulse." Ob die von Nahrstedt favorisierte Tunnellösung kommt, ist fraglich. [[Bernd Althusmann]], [[CDU]]-Landtagsabgeordneter für Lüneburg, winkt ab: "Ich halte den Landtag für den falschen Adressaten. Auftraggeber für die A 39 ist Berlin, von dort kommt das Geld." Er rechnet nicht mit einem Beschluß des Landtags im Sinne der [[SPD]]. Regierungsdirektor Holger Manthey, Leiter der Raumordnungsbehörde, sieht es ähnlich. "Ohne das Bundesverkehrsministerium kann man nicht viel bewegen." [[SPD]]-Bundestagsabgeordneter Peter Struck möchte vor allem eines: vorwärtskommen. "Eine Lösung muß her, es kann nicht sein, daß Klagen den Bau der A 39 um Jahre verzögern." Ein Hauch des Protestes scheint in Berlin schon angekommen zu sein: Angeblich läßt der Bund den zu erwartenden Wertverlust der Grundstücke, die an der [[Vorzugstrasse]] der A 39 liegen, prüfen. Die Stadt Lüneburg wollte auf bundeseigenen Grundstücken ein Baugebiet erschließen. Mit Realisierung der A 39 dürfte das hinfällig sein.
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=== 15. Mai ===
==== {{HA}} zur sog. Tunnellösung ====
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<big>'''Peter Struck meldet sich zu Wort'''</big>
'''A39-Diskussion'''
''carol''
In der Debatte um die Autobahn 39 hat sich jetzt Dr. Peter Struck, Vorsitzender der [[SPD]]-Bundestagsfraktion geäußert. "Wir können nicht wollen, daß so ein wichtiger Partner wie die Stadt Lüneburg gegen eine mögliche [[Vorzugsvariante|Klostertrasse]] klagt und so die [[Autobahnplanung|Planungen]] erheblich verzögert", sagte er am Freitag bei einem Gespräch im Uelzener Rathaus mit [[SPD]]-Vertretern aus Lüneburg und Uelzen.
Struck macht sich dafür stark, eine Tunnellösung für Lüneburg zu prüfen. Die SPD-Landtagsabgeordneten wollen bei der nächsten Sitzung im Juni in Hannover die Landesregierung auffordern, entsprechende Gutachten in Auftrag zu geben. Laut Mitteilung der Stadt hatte Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] das Gespräch mit Struck gesucht, um die "menschenfeindliche Osttrasse" mitten durch Lüneburg zu verhindern.
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=== 13. Mai ===
==== {{LZ}} zum Treffen von OB Mägde mit zum Treffen von OB Mägde mit [[SPD]]-Spitzen in Uelzen ====
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<big>'''SPD-Chef Struck schaltet sich in A 39-Streit ein'''</big>
'''Lüneburg wichtiger Partner - Althusmann wiederholt Vorschlag '''
''jj Lüneburg.''
[[Bild:2006-05-13-landeszeitung-01.gif|right]]
Tunnel für die geplante A 39, Trasse auf der [[Ostumgehung]] mit Tempolimit und [[Lärm]]schutz, Streit um die West-Variante. Die Debatte um die A 39 wird wieder lauter. Jetzt schaltet sich [[Peter Struck]] ein. "Wir können nicht wollen, dass ein so wichtiger Partner wie die Stadt Lüneburg gegen eine mögliche Trasse klagt und so die Planungen erheblich verzögert." Das habe der [[SPD]]-Fraktionschef im Bundestag zum A 39-Streit Freitag bei einem internen Gespräch in Uelzen Lüneburgs OB [[Ulrich Mädge]] gesagt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Struck sprach dort im Rathaus mit Mädge, Uelzens Bürgermeister [[Otto Lukat]], der Bundestagsabgeordneten [[Hedi Wegener]], den Landtagsabgeordneten [[Manfred Nahrstedt]], [[Uwe Harden]] und [[Jacques Voigtländer]] (alle [[SPD]]). Struck sei dafür, auch die Tunnellösung für Lüneburg zu prüfen. Danach soll die A 39 bei der Stadt-Trasse durch einen [[Tunnel]] geführt werden. Uelzens Bürgermeister Lukat sehe zwar die Probleme Lüneburgs, sei aber gegen eine West-Trasse.
Wie berichtet, hat sich der Lüneburger Rat gegen die favorisierte A 39-[[Vorzugsvariante]] durch die Stadt und für eine West-Trasse ausgesprochen. In Sachen [[Tunnel]] wollen nun die SPD-MdL die Landesregierung auffordern, Gutachten in Auftrag zu geben.
Unterdessen wiederholt der Parlamentarische Geschäftsführer der [[CDU]]-Landtagsfraktion, [[Bernd Althusmann]], eine Forderung, die er bereits vor zwei Jahren an Verkehrsminister [[Walter Hirche]] gestellt habe. Kurz gesagt, sollte bei allen Bedenken auch eine Trasse auf der [[Ostumgehung]] näher untersucht werden, und zwar mit Tempolimit wegen der engen Radien und [[Tunnel]]n als [[Lärm]]schutz für Wohngebiete. Dies sei immer nur "nachrangig geprüft" worden.
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==== {{AZ}} zum Treffen von OB Mägde mit [[SPD]]-Spitzen in Uelzen ====
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<big>'''A 39: Land soll Tunnel prüfen'''</big>
'''Schulterschluss von SPD-Spitze der Region / Struck: Klarheit bis März nötig'''
''Von Marc Rath''
Uelzen. Die Landesregierung soll umgehend die Machbarkeit und Finanzierung einer Tunnellösung für die [[Vorzugstrasse|geplante A-39-Trasse durch Lüneburg]] prüfen. Einen entsprechenden Antrag der [[SPD]]-Landtagsfraktion kündigte gestern deren Uelzener Abgeordneter [[Jacques Voigtländer]] für die Juni-Sitzung des Parlaments an.
Der Vorstoß ist das Ergebnis eines Treffens der [[SPD]]-Spitzenvertreter der Landkreise Uelzen und Lüneburg, das gestern auf Initiative des Uelzener Bürgermeisters Otto Lukat zustande gekommen war. Lukat hatte alarmiert, dass sich der Lüneburger Stadtrat in der Vorwoche mit breiter Mehrheit für eine westliche Trasse ausgesprochen hatte. "Wir sehen das Problem der Stadt Lüneburg, aber mit dieser Variante könnten wir in Uelzen nicht leben", wollte er mit seinen Parteifreunden "zu einer vernünftigen Lösung kommen".
Für den Landratskandidaten der Lüneburger [[SPD]], [[Manfred Nahrstedt]], wäre ein etwa drei Kilometer langer Tunnel im Stadtgebiet eine Lösung, zu der die Lüneburger "am ehesten stehen können". Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) respektiert den Vorstoß verhalten. "Wenn die Ergebnisse auf dem Tisch liegen, werden wir sie prüfen und bewerten", sagte Mädge. Bis dahin werde Lüneburg entschieden gegen eine östliche Trasse vorgehen.
Uelzens SPD-Bundestagsabgeordneter [[Peter Struck]] betonte daher, dass das Land jetzt ein klares Signal für die Autobahnpläne setzen müsse. "Bis zum März brauchen wir Klarheit, ansonsten verzögert sich das Verfahren", mahnte er. Seine Lüneburger Kollegin [[Hedi Wegener]] hält die Mehrkosten eines Tunnels für gerechtfertigt. "In Hamburg oder Hannover wäre das gar keine Frage."
Der Bedarf der Autobahn sei im [[Bundesverkehrswegeplan]] anerkannt. Ein umfangreicher Rechtsstreit mit Lüneburg könnte das Projekt indes behindern, warnte Struck.
Unterdessen hat sich die Vollversammlung der IHK Lüneburg-Wolfsburg in dieser Woche uneingeschränkt hinter die Autobahnpläne gestellt. Der Dachverband der A-39- Gegner kündigte dagegen massive Einwände aus [[Lärm]]schutzgründen an.
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=== 11. Mai ===
==== {{LZ}} zum Infoabend am 9. Mai in der Sporthalle Lüne ====
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<big>'''Angst vor der Autobahn'''</big>
'''Info-Abend: Bürger lehnen [[Vorzugsvariante|Trassenführung durch Lüne und Moorfeld]] ab'''
''ca Lüneburg.''
Spätestens am Eingang war den Planern vom Straßenbauamt klar, dass viele Menschen in Lüne ihre Arbeit nicht schätzen: "A 39-Horror mitten durch Lüneburg? Nein!" stand auf einem Transparent. Mehr als 300 Bürger waren zu einer Infoveranstaltung in die Lüner Schule gekommen. Anwohner fürchten zunehmenden [[Lärm]], haben Sorge, dass ihr Viertel zerschnitten wird.
[[Bild:2006-05-11-landeszeitung-01.gif]]
Amtsleiter [[Friedhelm Fischer]] und seine Kollegen [[Annette Padberg]], [[Heiko Lange]] und [[Jörg Borkenhagen]] sowie [[Bernd Rczeppa]] von der Regierungsvertretung stellten das Projekt vor. Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] vertrat die ablehnende Position der Stadt. Der OB verwies auf einen Ratsbeschluss, die [[Politiker]] hatten sich gerade mit Mehrheit für eine Autobahntrasse im Westen ausgesprochen. [[Bündnis 90/Die Grünen|Die Grünen]] allerdings lehnen die A 39 grundsätzlich ab.
Kurzgefasst erklärten die Planer, die "[[Vorzugsvariante]]" belaste Menschen und Natur weniger als andere mögliche Trassenverläufe. Dafür ernteten sie lauten und spöttischen Protest. "Wenn das die günstigste Variante ist, wie schlimm müssen erst die anderen sein ?", fragte ein Mann.
Borkenhagen erklärte ausführlich, welche Faktoren für den Trassenverlauf eine Rolle spielen. Dabei sprach er technokratisch vom "[[Schutzgut Mensch]]". Viele im Publikum fühlten sich allerdings weniger geschützt als Flora und Fauna. Eine Frau fragte in Anspielung auf Wildwechsel: "Sollen wir Kindern auf dem Schulweg Geweihe aufsetzen ?"
Äbtissin Barbara Taglang will gegen die Trasse "kämpfen wie eine Löwin". Sie sorgt sich ums Kloster, fragte, ob der Denkmalschutz keine Rolle spiele. Und sie verwies auf die Bahnlinie, über die täglich rund 340 Züge rollen, weiterer [[Krach]] sei unzumutbar. Die Planer konterten, sie hätten an die Kunstschätze gedacht. Rechtlich betrachtet spielten vorhandene Bahnlinien bei der Planung in Sachen [[Lärm]] keine Rolle.
Andere Bürger beklagen den Wertverfall ihrer Grundstücke und Häuser. Fischer antwortete: "Planungen führen zu keinem Entschädigungsanspruch." Gabriele Parnow-Kloth macht sich Sorgen um das Lüner Holz und um Ausweichmöglichkeiten bei Unfällen auf der Autobahn. Diesen Einwand erhebt auch die Stadt.
Zum Lüner Holz erklärte Fischer, dass der Wald wieder zusammengeführt wird, weil die [[Ostumgehung]] zurückgebaut werde. Zudem sinke in diesem Bereich der [[Lärm]]pegel.
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==== {{HA}} zum Infoabend am 9. Mai in der Sporthalle Lüne ====
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<big>'''A 39 - breite Ablehnung'''</big>
'''Diskussion: Bürgerfragestunde in Sachen Autobahn. Eine Autobahnplanung mitten durch die Stadtteile Moorfeld und Lüne können die Bürger nicht nachvollziehen.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Lüneburg''' -
Die Karten waren von Anfang an klar verteilt: Beinahe 300 Zuhörer und drei Vertreter des Landesstraßenbauamtes waren der Einladung der Stadt Lüneburg zur Bürgerfragestunde in die Grundschule Lüne gefolgt. Erkennbare Befürworter [[Vorzugsvariante|der derzeit von den Planern bevorzugten Variante für die A 39]] gab es an diesem Abend unter den Zuhörern nicht. Noch während die Behördenvertreter ihre Planungsunterlagen erläuterten, wurde Unmut laut: Die Darstellung wurde im Publikum als zu langatmig empfunden. Auch in der anschließenden Fragestunde kam es kaum zu übereinstimmenden Wertungen.
Nach wie vor konnte die Mehrzahl der Bürger die Planung des Landesstraßenbauamtes mitten durch die Stadtteile Moorfeld und Lüne nicht nachvollziehen. Die Anwesenden klagten über Wertminderungen ihrer Grundstücke, die zu erwartenden [[Lärm]]belastungen und die Zerstörung ihres Wohnumfeldes. Annette Padberg vom Landesstraßenbauamt hielt dagegen, daß bei der [[Vorzugsvariante]] die Grenzwerte der 16. [[Bundesimmissionsschutzverordnung]] eingehalten würden. "Wir planen eine Autobahn in der unmittelbaren Nähe der Stadt. Die Probleme sind uns bewußt, dennoch ist [[Vorzugsvariante|die von uns präsentierte Variante]] nach den [[Gesetze|gesetzlichen Vorgaben]] die verträglichste."
Alle Behördenvertreter wiesen daraufhin, daß die A 39 in den [[Bundesverkehrswegeplan]] und den Raumordnungsplan des Landkreises Lüneburg Eingang gefunden habe. Politisch sei der Verkehrsweg gewollt, auch wenn er Konfliktpotential birgt. Auch die Zusage der Behörde, daß nach Bau der A 39 die [[Ostumgehung]] zurückgebaut werde, beruhigte die Gemüter nicht. Auf die Frage von Äbtissin Barbara Taglang, ob im Verfahren die bereits hohe Belastung ihres Klosters Lüne durch die angrenzende Bundesbahnstrecke Hamburg-Hannover berücksichtigt worden sei, sagte Friedhelm Fischer vom Landesstraßenbauamt, daß die Belastungen durch bestehende Verkehrswege in seinem Verfahren keine Rolle spielen.
Der immer wieder von Autobahngegnern ins Spiel gebrachte Ausbau der B 4 wurde von den Behördenvertreter zurückgewiesen: der Ausbau würde eine Neutrassierung erforderlich machen, wobei die neue Trasse ebenfalls dicht an bestehenden Siedlungen vorbeiführen würde. Die sehr emotional geführte Debatte gipfelte in der Frage eines Anwohners: "Wenn dies bereits die beste Autobahnvariante ist, frage ich mich, wie furchtbar die anderen sein müssen."
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/11/561703.html Quelle]
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=== 6. Mai: {{LZ}} zum Stand der Einwendungen (193) ===
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<big>'''193 Stellungnahmen zur A 39'''</big>
'''Stadt Lüneburg erhält Einwendungen von ihren Bürgern und von Auswärtigen '''
''lz Lüneburg.''
Zur geplanten Autobahn A 39 kann jeder Bürger noch bis 23. Mai eine Stellungnahme im Zuge des [[Raumordnungsverfahren]]s einreichen. Bei der Stadt Lüneburg etwa sind bisher 193 Stellungnahmen eingegangen. "Die Einwendungen kommen zwar oft von Bürgern, die an einer der Trassen-Varianten leben, aber auch von Auswärtigen", sagt Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]].
Wie berichtet, führt die vorgestellte [[Vorzugsvariante]] für die A 39 mitten durch die Stadt, vor allem die Quartiere Moorfeld, Lüne, Schlieffen-Kaserne sind betroffen. Stellungnahmen können an die Stadt geschickt werden. Adresse: Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]], Rathaus, Am Ochsenmarkt, 21 335 Lüneburg. Aber auch jede andere Kommune nimmt Einwendungen entgegen. Über die Stellungnahmen entscheidet letztlich das Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Grund: Minister [[Hans-Heinrich Ehlen]] ist auch für die Raumordnung im Lande zuständig.
Die Aktion Lebensberg in Lüneburg und die Bürgerinitiative "Lüne-Moorfeld" hoffen auf möglichst viele Einwendungen. "Leider wissen viele nicht, wie sie sich mit ihrer Stellungnahme in das [[Raumordnungsverfahren]] einbringen können", sagt Peter Weerda, Lebensberg-Vorstandssprecher. "Wir haben Mustereinwendungen vorbereitet, die unter der Internetadresse http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/rov.html heruntergeladen werden können", ergänzt Vorstandsmitglied Friedhelm Feldhaus. Er macht darauf aufmerksam: Auch wenn zum Beispiel die Ebensberger Variante nicht zu den beiden Hauptvarianten gehöre, könne sie am Ende dennoch als [[Vorzugsvariante]] aus dem Verfahren hervorgehen.
Die BI Lüne-Moorfeld sammeln an den nächsten Sonnabenden in der Stadt Unterschriften und hilft, Einwände zu formulieren. Wer dabei Unterstützung benötigt, kann sich auch an Stefanie Becker (Tel.: 15 88 54) wenden.
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=== 5. Mai: {{LZ}} zur Position des Lüneburger Stadtrates ===
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<big>'''Breite Allianz für West-Trasse'''</big>
'''[[SPD]], [[CDU]] und [[FDP]] legen sich im Rat auf eine Linie für A 39 fest - [[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]] stimmen dagegen'''
''as/jj Lüneburg.''
Auf diesen Ansturm war der Rat nicht vorbereitet. Die Stühle reichten lange nicht, dicht gedrängt verfolgten gestern Abend mehr als hundert Demonstranten die Sitzung im Huldigungssaal des Lüneburger Rathauses. Das Reizthema Autobahn A 39 lockte die Massen. Namentlich Bürger aus der Samtgemeinde Gellersen waren gekommen, um gegen die A 39 und vor allem eine mögliche West-Trasse durch ihre Gemarkung zu protestieren. Und genau das favorisiert eine neue Allianz im Rat: Erstmals sprachen sich [[SPD]], [[FDP]] und die [[CDU]] gemeinsam klipp und klar für eine West-Trasse und gegen die [[Vorzugsvariante]] im Osten und vor allem durch die Stadt aus. [[Bündnis 90/Die Grünen|Die Grünen]] votierten dagegen.
[[Heiko Dörbaum]], Fraktionschef der [[SPD]], unterstrich, dass die jüngst vorgestellte [[Vorzugsvariante]] mitten durch die Stadt die Lebens- und Wohnqualität von 6000 Menschen erheblich belaste. Dem [[Schutzgut Mensch]] sei bei der Abwägung der Fakten nicht der notwendige Vorrang eingeräumt worden. Der Hauptvariantenvergleich zwischen Ost und West müsse von den Planungsbehörden noch einmal geprüft werden. Und er machte keinen Hehl daraus: Auch um den Westen der Stadt von einer Verkehrslawine zu entlasten, "möchte ich mich für eine westliche Trasse aussprechen". Dafür gab's Buhrufe en masse.
Rückendeckung bekam der SPD-Mann von Christdemokrat Dr. [[Gerhard Scharf]]: "Endlich kommen wir dazu, gemeinsam einen Antrag zu formulieren und das ganze Gewicht des Rates in die Waagschale zu werfen. Über das Lüneburger Stadtgebiet darf es keine Trasse geben." Weder auf der [[Ostumgehung]] noch am Ebensberg sei eine Trasse realistisch. Und die [[Vorzugsvariante]] am Kloster Lüne entlang habe geradezu etwas Perverses. Sie schneide das Moorfeld von der Stadt ab, mache es zu einer Insel. Nicht das [[St.-Florians-Prinzip]] leite ihn (dafür gab's Lacher), sondern die Fakten: "Die West-Trasse ist kürzer, die Stadt würde von Verkehr entlastet, und die Trasse würde als Fortführung einer ausgebauten Bundesstraße 404 auch Hamburg und Schleswig-Holstein helfen."
[[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]]-Chef [[Andreas Meihsies]] freuten die Gäste aus Gellersen, wo er als Kandidat fürs Amt des Samtgemeindebürgermeisters ins Rennen geht. "Wir haben immer gesagt, wir brauchen keine Autobahn, wir sind für einen moderaten Ausbau der Bundesstraße 4." Die unheilige Autobahn-Allianz sei mit ihren A39-Plänen "ins Loch gefallen" und komme da nicht mehr raus. Der [[Grüne]] musste sich gegen die Vorwürfe wehren, dass die rot-[[grüne]] Koalition in Berlin die A39 erst in den Vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]es gehoben hat. "Kanzler Schröder wollte diese Autobahn, da sind wir in Berlin unterlegen, aber wir haben vor Ort immer dagegen gekämpft. Es gibt keine verträgliche Trasse", konterte Meihsies und erhielt Applaus von den Zuhörern.
[[Frank Soldan]] ([[FDP]]) erinnerte Meihsies daran, dass der Rat dem Wohl der Lüneburger verpflichtet sei. Viele Bürger seien in die Neubaugebiete der westlichen Gemeinden gezogen, nun drücke der Verkehr von dort in die Stadt. "Deswegen ist die West-Trasse für uns erste Wahl." Der Verkehr lasse sich nicht wegdiskutieren, eine von allen akzeptierte Trasse gebe es nicht. Der wachsende Verkehr aber müsse für die Zukunft gelenkt werden. "Und dafür reicht der Ausbau der B4 nicht aus."
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] hatte bei der Vorstellung der [[Vorzugsvariante]] bissig kritisiert, Hamster und Grashalme im Westen hätten offenbar mehr Gewicht als der Schutz von Menschen in Lüneburg. Dafür musste er schon viel Häme einstecken. Die Gellerser waren zur Ratssitzung denn teils auch mit Hamster-Masken erschienen. Mädge prangerte vor allem die [[St.-Florians-Prinzip|Doppelmoral vieler Autobahngegner]] im Westen an: Sie suchten aus Reppenstedt oder Kirchgellersen den kürzesten Weg zur A 250 und rollten mit ihren Pkw durch die Lüneburger Wohngebiete. Und so steht der OB klar zur Allianz im Rat: Die Autobahn muss im Westen gebaut werden.
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=== 4. Mai: {{HA}} Stand der Einwendungen (51) ===
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<big>'''Unterschriften gegen die A 39'''</big>
''Von Elke Schneefuß''
'''LÜNEBURG''' -
Klinkenputzen ist zur Zeit die Hauptbeschäftigung der Bürger im Lüneburger Stadtteil Moorfeld: "Vertreter unserer Bürgerinitiative gehen von Tür zur Tür, um Stellungnahmen gegen die [[Vorzugstrasse]] der A 39 zu sammeln", sagt Stefanie Becker, Sprecherin der erst Mitte April entstandenen Initiative. Sie will ihre Mitbewohner animieren, ihren Unmut über die von den Autobahnplanern vorgeschlagene Trassenführung, die Lüneburger Stadtgebiet berührt, auszudrücken. "Ich befürchte, diese Variante ist ernst gemeint, aber dabei kann es nicht bleiben", sagt Stefanie Becker. Bis zum 23. Mai möchte die Initiative noch möglichst viele Moorfelder erreichen, denn dann endet die von der Stadt gesetzte Frist zur Stellungnahme. Becker: "Bis vor kurzem sind viele junge Familien mit Kindern hierher gezogen. Die geplante Autobahn schneidet die Bewohner des Viertels von Kindergarten und Schule ab und vernichtet ein benachbartes Naherholungsgebiet."
"Fast alle bisher erhaltenen Stellungnahmen beschäftigen sich mit dem [[Lärm]], den Abgasen und der Zerschneidung der Stadt durch die Trasse", sagt Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers, die im Rathaus die Einwände der Betroffenen sammelt und auswertet. Auch die absehbare Wertminderung ihrer Grundstücke und die Auswirkungen auf die Verkehrsströme in der Stadt werden von den Einwendern thematisiert: "51 schriftliche Stellungnahmen liegen uns bisher vor." Bis zum 9. Mai können die Planunterlagen zur A 39 noch im Rathaus eingesehen werden.
Die Fraktion der [[Grüne]]n will in der heutigen Stadtratsitzung den Rat zu einem Bürgervotums motivieren: "Die Stadt sollte eine Bürgerbefragung zu den rechtlichen Schritten gegen die Trasse durchführen", sagt [[Andreas Meihsies]], Ratsmitglied für die [[Grüne]]n.
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/05/04/559183.html Quelle]
}}
{{Pressefuss|April 2006|Juni 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
0274448d5dc2f6bf51092b2d822fc6a41d654fb8
Presseberichte Mai 2007
0
1199
1413
1412
2025-02-05T23:12:43Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 30. Mai ===
==== {{KB}} zum Nordland-Autobahn-Verein ====
{{Kasten|1=
'''<big>Club der Autobahnfreunde</big>'''
'''[[Nordland-Autobahn-Verein]] fordert Einbindung in transeuropäisches Fernstraßennetz'''
'''Lüneburg''' (ft) - Die Einbindung der A 39 in das Transeuropäische Straßennetz [[TEN]], die zügige Durchführung des Planverfahrens und den unverzüglichen Baubeginn nach der [[Planfeststellung]] – das sind die drei zentralen Forderungen der Mitglieder des [[Nordland-Autobahn-Verein]]s ([[NAV]]). Anlässlich ihrer Mitgliederversammlung in Lüneburg informierten sie sich über den aktuellen Planungsstand.
Wolfram Klein, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, wurde zum
neuen Vorsitzenden gewählt. Die Vereinsmitglieder waren sich darin einig, dass die verkehrsinfrastrukturelle Erschließung Nord-Ost-Niedersachsens nicht
durch den Ausbau von Bundesstraßen effektiv erreicht werden könne. „Seit der Erstellung der [[Verkehrsuntersuchung Nordost]] ([[VUNO]]) und Erarbeitung des
[[Bundesverkehrswegeplan]]s 2003 ist belegt, dass der Ausbau der Bundesstraßen verkehrlich wie ökologisch die schlechtere Variante wäre", stellte Klein fest.
„Dies wird in der öffentlichen Diskussion leider immer wieder falsch wiedergegeben."
Vor diesem Hintergrund fordert der [[NAV]] weiter, dass das Verkehrsprojekt A39/A14 mit den Autobahnen Lüneburg-Wolfsburg und Magdeburg-Schwerin sowie der Querspange im Raum Salzwedel in Gesamtkonzeption zügig vorangebracht wird. Dabei müsse die Querspange zwischen der A 39 und A 14 bis zur Stadt Celle als leistungsfähig ausgebaute Bundesstraße weitergeführt werden. Deshalb unterstützt der [[NAV]] die Bestrebungen des Landes Niedersachsen, auch diese Weiterführung in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s aufnehmen zu lassen.
[[Bild:KB 2007 05 30 2.jpg|thumb|124px|'''Die Lüneburger [[Ostumgehung]] wird aller Voraussicht nach Teil der Autobahn 39'''<br>Foto: stk/A]]
"Für den [[Nordland-Autobahn-Verein]] bleibt in Ergänzung zur A 39 die Weiterführung der Autobahn in Richtung Norden mit einer Ostumfahrung Hamburgs und einem Verkehrsknotenpunkt
im Raum Lübeck für die Lösung der verkehrsinfrastrukturellen Herausforderungen im norddeutschen Raum unverzichtbar", so Klein. Der Verein setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass
die A 39 als Teil einer „Nordland-Autobahn“ mit einer Elbquerung im Zuge der A 21 und der möglichen Fehmarnbelt-Querung als neue Süd-Nord-Magistrale in das System des Transeuropäischen Verkehrsnetzes aufgenommen wird.
Der 1969 gegründete [[NAV]] ist ein Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern, Landkreisen, Städten, Firmen und Einzelpersonen mit dem Ziel, den Ausbau des überregionalen Straßennetzes, insbesondere den Bau einer zügigen Autobahnverbindung zwischen dem Harz und dem Raum Magdeburg im Süden und der Insel Fehmarn im Norden zu fordern. Rüdiger Schacht, Leiter des Geschäftsbereiches Standortpolitik in der IHK zu Lübeck, wurde in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Alexander Wollny, Leiter des Fachbereichs Bauwesen beim Landkreis Gifhorn, wurde neu in den Vorstand gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Dr. Bernd Meier, IHK Braunschweig, [[Andrea Schröder-Ehlers]], Stadt Lüneburg, und Gert Stöckicht, Stadt Uelzen.
}}
{{Kasten blau|
Der verharmlosend als ''Club der Autobahnfreunde'' bezeichnete [[Nordland-Autobahn-Verein]] ist bekannt, siehe den aufklärenden [[Nordland-Autobahn-Verein|Artikel]] auf unserer Internetseite.
Interessant weil selbstentlarfend ist die Forderung des NAV, die A39 in ein "[[TEN|transeuropäisches Fernstraßennetz]]" einzubinden. "Auf in die Billiglohnländer Osteuropas" wäre wohl eine ehrlichere Aussage. Bleibt hinzuzufügen, dass der bei der IHK Lüneburg-Stade heimische NAV e.V. in keinem niedersächsischen Vereinsregister, sondern beim Amtsgericht Lübeck registriert ist und die Lüneburger Verkehrs- u. Umweltdezernentin [[Andrea Schröder-Ehlers]] als Vorstandsmitglied des [[NAV]] wohl kaum geeignet ist, die 5.000 Einwände der Lüneburger zielgerecht zu verwerten. Dieses gilt es, im anstehenden Landtagswahlkampf herauszustellen.
Eine rechtschaffend freche Lüge ist die Aussage Wolfram Kleins in Bezug auf die verkehrswirtschaftliche Untersuchung NORDOST ([[VUNO]]):
Als Ergebnis der [[VUNO]] wurde der '''Bau der A 39 ausdrücklich nicht empfohlen''', sondern - wie von Klein verneint - der '''Ausbau der Bundesstraßen'''.
Zitat:
''Aus der verkehrswirtschaftlichen Untersuchung NORDOST ergibt sich folgendes Resümee:''
''Die Ergebnisse weisen über alle Fachbereiche übereinstimmend aus, daß die im gültigen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen als weiterer Bedarf ausgewiesene Ergänzung des Autobahnnetzes um die A 14 und A 39 (Netzfall X) die im Untersuchungsraum vorhandenen Defizite nur teilweise zu beheben vermag und darüber hinaus mit gravierenden ökologischen Risiken verbunden ist. Aus den Untersuchungen haben sich stattdessen folgende Ergänzungen des Fernstraßennetzes als sinnvoll und weniger beeinträchtigend herausgestellt ... :''
* ''Autobahn von Ludwigslust über Stendal bis Magdeburg
* '''''zügig geführte Bundesstraßen von Lüneburg''' über Salzwedel bis Osterburg, von Wolfsburg bis Salzwedel, von Osterburg über Havelberg und Wittstock bis Mirow.''
}}
=== 26. Mai ===
[[Bild:LZ_2007_05_26_1.jpg|thumb|460px|'''Jens-Peter Fiedler (l.) und Detlef Giesler zeigen die Kondomschachteln, die BI geht mit einer Startauflage von 250 Stück auf den Markt. Das Verfallsdatum der Verhüterlis ist aus ihrer Sicht dasselbe wie für die [[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn|Planung der Autobahn 39]]: 2011 sei beides unbrauchbar.'''<br>Foto: t&w]]
==== {{LZ}} zur [[Aktion A39-Verhüterli]] ====
{{Kasten|1=
'''<big>Mit Witz und Liebe gegen A 39</big>'''
'''[[A39-Verhüterli|Provokantes Verhüterli]] soll die Autobahn verhindern'''
ca '''Lüneburg'''. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die Autobahn 39 gibt Gummi – und das im Wortsinn: Mit [[A39-Verhüterli|„A 39-Verhüterlis“]] machen die Aktivisten erneut auf die aus ihrer Sicht unsinnige Schnellstraße aufmerksam. Die Idee hatte Jens-Peter Fiedler, Detlef Giesler und andere halfen bei der Umsetzung. Die Verpackungen zeigen verschiedene Slogans etwa:
„Make love, no highways.“
Gegen [[Spenden]] will die BI die [[Kondom]]e am Info-Stand auf der Grapengießerstraße verteilen.
Das nächste Mal am Sonnabend, 2. Juni, von 10 bis 14 Uhr.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur angedachten Deckelung der sogenannten Ostumgehung ====
{{LB|Martin Knoop<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Luftnummer Deckel</big>'''
'''„Stadt will Deckel für Ostumgehung“, [[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|LZ vom 20. April]]'''
Auf das Wort unserer [[Politiker]]
ist Verlass, wirklich, wir
fühlen uns verlassen. Hier wird
geschickt eingefädelt, um mit
aller Gewalt die A 39 auf der
kurvenreichen [[Ostumgehung]]
durchzusetzen. Nach der [[Klostertrasse|Kloster-(Schein)Variante 502]] soll
nun durch die (Schein)Variante
586 erreicht werden, was durch
die Variante 503 nicht machbar
war, um diese doch noch zu
realisieren.
Durch den Zick-Zack-Kurs
beim Verlauf einer möglichen
A39 im Raum Lüneburg werden
wir Anwohner im Moorfeld
nach wie vor in unserer Lebensplanung
und -qualität weiter
menschenunwürdig auf lange
Sicht im Ungewissen gelassen
und immer wieder mit neuen
Planungen verunsichert.
Es ist nicht nachvollziehbar,
wie ein Deckel ohne Beeinträchtigungen der Anwohner
(Abriss u. ä.) auf der [[Ostumgehung]]
befestigt werden sollte;
vielleicht aus der Luft. Mir
scheint das ganze als Luftnummer.
Wie planen denn die [[Politiker]] und Planer z. B. einen Autobahnunfall mit Vollsperrung ohne Standstreifen und Nothaltebuchten?
}}
=== 24. Mai ===
==== {{LZ}} zum St.-Florian-Streit in der Ostheide ====
{{Kasten|1=
'''<big>Parteienzwist wegen geplanter Autobahn 39</big>'''
'''CDU zweifelt Standhaftigkeit des Bürgermeisters an'''
kre '''Wendisch Evern'''. Meinhard Perschel, [[CDU]]-Fraktionschef im Rat der Gemeinde Wendisch Evern und im Samtgemeinderat Ostheide, zweifelt an der Standfestigkeit des Ostheider Samtgemeindebürgermeisters Norbert Meyer ([[SPD]]) im Kampf gegen die A 39: "Beim [[Erörterung]]stermin im [[Raumordnungsverfahren]] in Uelzen vor wenigen Wochen hat Meyer eine Trassenführung entlang des Elbe-Seitenkanals südlich von Lüneburg gefordert", ärgert sich Perschel und legt nach: [[St.-Florians-Prinzip|"Damit duldet der Bürgermeister indirekt die A 39 auf Samtgemeindegebiet, obwohl der Bau dieser Autobahn von der Ostheider Politik klar abgelehnt wird."]]
Dass bei ihm in Sachen A 39 ein Sinneswandel eingetreten sei, weist Meyer mit Nachdruck zurück: "Ich war, bin und werde auch weiterhin gegen den Bau dieser Autobahn sein", betont Norbert Meyer, "das habe ich Herrn Perschel mehrfach versucht, klarzumachen." Der Vorschlag, die Trasse an den Kanal zu verlegen, stamme auch nicht von ihm, sondern von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr: "Als Samtgemeindebürgermeister muss ich abwägen, was für alle Bürger die verträglichste Lösung ist", erklärt der Rathauschef.
Widerstand gegen die geplante A 39 werde man auch weiterhin in der Gemeinde Wendisch Evern leisten, macht auch Ortsbürgermeister Rudi Kiener ([[SPD]]) deutlich. "Die Gemeinde will diese Autobahn nicht, und von dieser Meinung werden wir keinen Millimeter abweichen", unterstreicht Kiener. Und weiter: "Nicht umsonst ist Wendisch Evern deshalb dem [[Schutz- und Klagefonds]] beigetreten."
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Juni_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_St.-Florian-Streit_in_der_Ostheide|07.06.: Einheitliche Linie]]
=== 15. Mai ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Meinungsfreiheit ====
{{LB|Doris Schley<br>Melbeck}}
{{Kasten|1=
'''<big>Plakate abgerissen</big>'''
'''"Melbeck und die A 39"'''
Obwohl [[Walter Hirche|Herr Minister Hirche]] - für alle - verständlich gemacht hat, dass eine A 39 für Melbeck absolut keine Entlastung bringen wird, stehen an den Ortsausgängen Melbecks noch Schilder "Ja zur A 39".
Um zu verdeutlichen, dass diese Schilder nicht die einhellige Meinung der gesamten Bevölkerung darstellen, sondern bei vielen nur Verwunderung auslösen, haben wir unsere Meinung mit Hilfe von fünf Schildern und drei kleinen Zetteln in Plastikhüllen auch kundgetan, nämlich: "Keine A 39 - dafür aber eine Ortsumgehung!"
Diese Schilder sind - bis auf eines außerhalb des Ortes - schnurstracks entfernt worden. Man höre und staune.
Nach über 60 Jahren Demokratie gibt es nach meiner Ansicht immer noch Holzköpfe, die die Meinungsfreiheit Andersdenkender nicht gelten lassen können.
}}
=== 5. Mai ===
==== Leserbrief in der {{LP}} zur angedachten Deckelung der sogenannten Ostumgehung ====
{{LB|Jürgen Hempel<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Unser OB Mädge ist eingeknickt</big>'''
'''[[Presseberichte_April_2007#L.C3.BCnepost_zum_Er.C3.B6rterungstermin_.281.29|"Lüneburg will ein Dach für die neue Autobahn", LP vom 21. April]]'''
Nun soll sie kommen, die Autobahn
39 – und ausgerechnet im
Verlauf der [[Ostumgehung]]! Wer
hätte das gedacht?
Da hieß es noch, die Kurvenradien
seien zu eng, Häuser
müssten weichen. Nein, dann
lieber eine Trasse, die am Kloster
vorbeizieht. Und damit war
OB Mägde auf der Schusslinie,
sein Lieblingskind – der Schlieffenpark
– war dem Opfer nahe.
Doch weit gefehlt, unser OB
ist eingeknickt, jetzt gibt er kleinlaut
bei. Noch vor der [[Kommunalwahl]]
erzählte uns Mädge,
dass er die westliche Umgehung
durchsetzen werde. Keine Autobahn
durch Lüneburg und auch
nicht über den Ebensberg. Und
jetzt ist er ein Umfaller.
Alle haben ihm für seine Kandidatur
die Wahlstimme gegeben,
auch die Ebensberger. Wo
bleibt das Versprechen, Herr
Mädge? Dabei war doch schon
glasklar erkennbar, dass die Verwaltung
der Stadt Lüneburg ein
Ultimatum gestellt hatte. Entweder
[[Klostertrasse]] oder [[Ostumgehung]]!
Und wer glaubt, dass die [[Ostumgehung]] beim Ausbau zur A 39 gedeckelt wird, der ist blauäugig!
}}
{{Pressefuss|April 2007|Juni 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
85e46bc93d866b4716c2baf1bfd420661d3d7798
Presseberichte Mai 2008
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{{Pressekopf}}
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=== 5. Mai ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur zweifelhaften Umfrage der Handwerkskammer ====
{{LB|Renate Backhaus<br>Reppenstedt}}
{{Kasten|1=
"Autobahnen wichtig für die Region", LZ vom 2. Mai
'''<big>Kreativ gefragt</big>'''
Zur richtigen Einschätzung der Umfrage, ob die Mitglieder der Handwerkskammer Autobahnen in der Region für unverzichtbar halten, gehören schon noch ein paar mehr Informationen:
Die Kammer hat meines Wissens rund 18.000 Mitglieder, wenn davon 405 antworten, sind das knapp 2,05 Prozent. Das Interesse an dieser Frage ist wohl nicht allzu groß. Aber es klingt natürlich besser, wenn diese Zahlen verschwiegen werden und stattdessen von "74 % positiven Antworten" gesprochen wird. Von den 405 haben sich 74% positiv geäußert, wie viel sind das bitte schön von den insgesamt 18.000 Mitgliedern? Eine derart kreativ berechnete positive Einstellung scheint mir nicht zulässig zu sein. Genauso wenig zulässig ist es, vorhandene und neu geplante Autobahnen (A 39) in einer Frage zu vermengen. Wenn vorhandene Autobahnen begrüßt werden, heißt das noch lange nicht, dass weitere neue Autobahnen ebenfalls Unterstützung finden. Warum wurde nicht gezielt nach der A 39 oder der A 22 gefragt? Aus Sorge, auch unter den Mitgliedern der Handwerkskammer gebe es Nachdenklichkeit, wie viel Autobahnen wir uns zum Beispiel im Hinblick auf den Klimawandel noch leisten wollen? Interessant wäre doch eine Umfrage, was brauchen die Handwerksbetriebe vor Ort, um die Betriebe, die [[Arbeitsplätze]], die Umsätze zu sichern? Da gäbe es sicher noch einiges zu tun, jenseits weiterer Autobahnen.
}}
=== 6. Mai ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den vom Land Niedersachsen veröffentlichten Lärmkarten
|Headline=Lärmkarten mit Fehlern behaftet
|Untertitel=Stadt Lüneburg kritisiert das Land
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die Stadt kritisiert Lärmkarten, die das Land für Lüneburg im Zusammenhang
mit der EU-Umgebungslärmrichtlinie veröffentlich hat.
Sie seien fehlerhaft und unvollständig. Die Karten sind Grundlage
für sogenannte Lärmaktionspläne. Die sollen, so das Ziel der EU, für belastete Flächen an
Straßen oder Bahnstrecken aufgestellt werden.
Volker Schulz, Bereichsleiter Umwelt: Als laut markiert seien Teile von A250 und Ostumgehung,
die B216 bis Ortsausgang sowie die B209 bis nach Elba. „Aber das Land hat statt
der schon vorhandenen Berechnungen aus dem Jahr 2007 die veralteten von 2005 verwendet“,
sagt Schulz. Und für den Bahnverkehr fehlen die Daten, denn die Lärmkartierung der
Bahn stehe noch aus.
Lüneburg zählt zu den Städten, die nach EU-Vorgabe schon zum Juli 2008 einen
Lärmaktionsplan aufstellen sollen.
Die Pläne sollen erstellt werden, wenn Lärmwerte über 70 dbA am Tag bzw. 60 dbA in
der Nacht liegen und mehr als ein Quadratkilometer Fläche oder mehr als 50 Anwohner
vom Lärm betroffen sind. Das gilt auch für Nachbar-Kommunen.
Deswegen will sich Schulz mit den Samtgemeinden Ilmenau, Ostheide, Bardowick sowie
der Gemeinde Adendorf über eine Ausschreibung für einen Lärmaktionsplan verständigen.
Oberbürgermeister Ulrich Mädge, zugleich Präsident des Niedersächsischen Städtetages,
fordert das Land auf, die Kommunen mit den Kosten nicht alleine zu lassen. Denn es
gehe zuerst um Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen sowie Bahnstrecken. Auf die habe
die Stadt keinen Einfluss. Aus den Lärmaktionsplänen leiteten sich zudem keine
Rechtsansprüche für Bürger ab. „Man muss aufpassen, dass nicht nur Geld verpulvert wird.“
→ Die Karten befinden sich im Internet unter der Adresse:
www.umweltkarten.niedersachsen.de/Laerm_nds
}}
=== 10. Mai ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Kostenexplosion bei der geplanten A14
|Headline=Kosten steigen für Autobahn
|Untertitel=A 39-Gegner glauben nicht an Bau
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die Kosten für den Bau der Autobahn A14 von Magdeburg nach Schwerin explodieren. Das zumindest besagt ein aktuelles Gutachten. Für die Bürgerinitiativen gegen die geplante Parallel-Autobahn A39 von Wolfsburg nach Lüneburg ein Zeichen, dass die Realisierung der A39 immer unwahrscheinlicher wird.
Die A14 soll nach Medienberichten nun 1,28 Milliarden Euro verschlingen, 503 Millionen mehr als bisher geplant. Der Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt, Karl-Heinz Daehre, führt nach den Berichten die höheren Kosten auf den scharfen Umweltschutz und die gestiegenen Material- und Rohstoffpreise zurück. Er rechnet {{mark|pro Autobahn-Kilometer mit drei Millionen Euro Aufschlag. Auf die rund hundert Kilometer lange A39 umgelegt, bedeutete das ein Kostenplus von rund 300 Millionen Euro.
}}
Im Bundesverkehrsministerium in Berlin sagt Sprecher Sven Ulbrich: „Für den Bau der A14 zeichnen sich Mehrkosten ab. Wie hoch die Kostensteigerungen ausfallen und wie sie begrenzt werden können, wird gerade von den Auftragsverwaltungen der Bundesländer geprüft. Die A14 ist eines der wichtigsten Verkehrsprojekte der neuen Länder. Deshalb hält der Bund an dem Projekt fest. Die [[Planung]]en für andere Bundesfernstraßen laufen wie vorgesehen weiter.“ Also auch für die A39.
Die Sprecherin des Dachverbandes der Bürgerinitiativen, Annette Niemann, sagt dagegen: „Jetzt beschleunigt die Unfinanzierbarkeit der A14 auch das Ende der ohnehin kaum noch realisierbaren A39.“ Denn die A39 habe ein [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]], von „kläglichen 1,87“. Der Faktor ist wichtig für Wirtschaftlichkeit einer Straße.
Erst vor kurzem hatte der Staatssekretär im niedersächsischen Verkehrsministerium, Joachim Werren, den Planungsstand zusammengefasst: Demnach wird bis zum Spätsommer das Bundesverkehrsministerium die [[Linienbestimmung]] für die Autobahn A39 abgeschlossen haben, dann beginne im Herbst die Entwurfsplanung. Die Gesamtkosten für die Autobahn bezifferte Werren mit deutlich mehr als 600 Millionen Euro.
}}
=== 21. Mai ===
{{Presseartikel
|Quelle=KB
|Thema=zum Lauftreff
|Headline="Keine A 39" Team beim Stadtlauf
|Untertitel=<br>
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Jeweils montags, donnerstags und samstags versammelt sich der [[Lauf-Treff|Lauftreff]] Lüne-Moorfeld um 19.00 Uhr im Moorweg zum gemeinsamen Laufen und Walken. Jetzt soll als Team "Keine A 39" beim "Run for Help" gestartet werden. Infos im Internet unter [[Lauf-Treff|www.bi-luene-moorfeld.de]].
}}
{{Pressefuss|April 2008|Juni 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
b936944d559a7b23f3b7d7f5e6f24b563e74cd84
Presseberichte Mai 2009
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{{Pressekopf}}
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=== 06. Mai 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Vorwürfen gegen den IHK-Präsidenten
|Headline=A 39-Gegner fordern Rücktritt von Manzke
|Untertitel=IHK-Präsident weist Vorwürfe zurück
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Den Rücktritt des Bauunternehmers Eberhard Manzke von seinem Amt als Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg fordert der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn 39. Begründung: ein „gravierender Interessenkonflikt zwischen Amt und privaten Interessen“, sagt Dachverbandssprecherin Annette Niemann. Die IHK wies die Vorwürfe, ihr Präsident Manzke setze sich aus persönlichen unternehmerischen Motiven für den Bau der A 39 ein, prompt und „entschieden“ zurück.
[[Bild:LZ_2009-05-06-1.jpg|thumb|600px|left|'''IHK-Präsident Eberhard Manzke wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe der Bürgerinitiativen gegen die A39.''' Foto: A/be]]
[[Bild:LZ_2009-05-06-2.jpg|thumb|600px|right|'''Bürgerinitiativen-Dachverbandssprecherin Annette Niemann fordert den Rücktritt von IHK-Präsident Eberhard Manzke.''' Foto: nh]]
Weiter fordert der Dachverband der Bürgerinitiativen Manzke in seiner Presseerklärung dazu auf, „seine Interessenverflechtung mit dem mölichen Bau der A39 offen zu legen“. Dachverbandssprecherin Annette Niemann verwies darauf, „dass Manzke mittlerweile an die zehn Kies- beziehungsweise Sandgruben im Umfeld der A39-Trasse betreibe und seine marktdominante Position durch die Inbesitznahme weiterer Abbauplätze vorantreibe“.
Niemann weiter: „Auch wenn sich die Kiesgrubenpläne von Herrn Manzke angesichts der trüben Aussichten der A39 als grandiose Fehlspekulation herausstellen werden, sollte Herr Manzke aus Gründen der politischen und geschäftlichen Korrektheit doch alsbald von seinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten.“
Eberhard Manzke entgegnet: „Die Vollversammlung der IHK hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach vorbehaltlos für den Bau der A39 ausgesprochen. Als Präsident ist es meine Pflicht, dieses demokratische Votum zu vertreten. Im Übrigen wird der Bau dieser Autobahn von einem breiten Konsens der Unternehmen in der Region getragen.“
Er habe zudem bei jeder Abstimmung in der IHK-Vollversammlung zu diesem Thema darauf hingewiesen, dass er selbst nur Baustoffproduzent sei und sich nicht an Ausschreibungen im Rahmen des Baus der Autobahn 39 beteiligen werde.
Eberhard Manzke weist auch darauf hin, dass der Dachverband Art und Funktion einer Selbstverwaltung völlig verkenne. Diese lebe ja gerade davon, dass Unternehmer im Ehrenamt sich für die Interessen der Wirtschaft in der Region einsetzen. Eberhard Manzke erklärt: „Auf jeden Fall werde ich aufgrund derartiger Vorwürfe weder mein Unternehmen verkaufen noch von meinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten.“
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zu Vorwürfen gegen den IHK-Präsidenten
|Headline=Privates Interesse?
|Untertitel=A 39-Gegner fordern den Rücktritt von Manzke
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/region/lueneburg/article1003151/A-39-Gegner-fordern-den-Ruecktritt-von-Manzke.html Online-Artikel]
|Text=
<b>Zweites Begehren innerhalb kurzer Zeit. Kammer und Präsident weisen die Vorwürfe zurück.</b>
Es ist die zweite Rücktrittsforderung innerhalb von gut zwei Monaten: Wegen seiner "privaten A 39-Interessen" soll der Vastorfer Baustoffhändler Eberhard Manzke als Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg zurücktreten. Das fordert der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg.
Ende Februar hatte der Kammer-Kritiker-Verband BFFK Manzke "wegen Wahlmanipulation" zum Rücktritt aufgefordert, jetzt fordern die Gegner der A39 dasselbe. Freilich aus anderem Grund: Sie wollen, dass der Unternehmer seine "Interessenverflechtung" offen legt. Sprecherin Annette Niemann nennt Beispiele: Manzke betreibe bis zu zehn Kies- und Sandgruben im Umfeld der A-39-Trasse und forciere "seine marktdominante Position durch die Inbesitznahme weiterer Abbauplätze".
So beantragte die Manzke Besitz GmbH & Co. KG laut Niemann derzeit gemeinsam mit der V. Kewitz GmbH & Co. KG einen Bodenabbau von 1,4 Millionen Kubikmetern mit 19 Metern Tiefe auf 22 Hektar auf dem Moränenrücken an der Ilmenau zwischen Tätendorf/Eppensen und Walmstorf/Nassennottorf im Kreis Uelzen.
Der Abbau dieser Mengen von Füllsand ziele ganz offensichtlich auf den Autobahnbau, sagt Niemann. Manzkes private A-39-Interessen seien eng verflochten mit dem Spitzenamt in einer Körperschaft öffentlichen Rechts. Sie fordert daher seinen Rücktritt: "Auch wenn sich die Kiesgrubenpläne von Herrn Manzke angesichts der trüben Aussichten der A 39 als grandiose Fehlspekulation herausstellen werden, sollte Herr Manzke aus Gründen der politischen und geschäftlichen Korrektheit doch alsbald von seinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten."
Auf die Bitte der Lüneburger Rundschau um Stellungnahme reagierte die IHK mit einer offiziellen Pressemittelung. Die IHK weise die Vorwürfe, "IHK-Präsident Eberhard Manzke setze sich aus persönlichen unternehmerischen Motiven für den Bau der A 39 ein, entschieden zurück".
Manzke: "Die Vollversammlung der IHK hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach vorbehaltlos für den Bau der A 39 ausgesprochen. Als Präsident ist es meine Pflicht, dieses demokratische Votum zu vertreten. Im Übrigen wird der Bau dieser Autobahn von einem breiten Konsens der Unternehmen in der Region getragen."
Er habe in der Vollversammlung zudem stets darauf hingewiesen, dass er Baustoffproduzent sei und "möglicherweise auch Auftragnehmer im Zusammenhang mit dem Autobahnbau werden könnte". Zudem erwidert Manzke, dass der Dachverband die "Art und Funktion einer Selbstverwaltung völlig verkennt". Sie "lebt ja gerade davon, dass Unternehmer im Ehrenamt sich für die Interessen der Wirtschaft in der Region einsetzen".
Auch von Steuersenkungen, die die IHK fordere, würden die Ehrenamtsträger profitieren. Manzke resümiert: "Auf jeden Fall werde ich aufgrund derartiger Vorwürfe weder mein Unternehmen verkaufen noch von meinem Amt als IHK-Präsident zurücktreten."
Auch Geschäftsführer Michael Zeinert meldet sich in der Pressemitteilung zu Wort: "Die Verzweiflung bei den Bürgerinitiativen muss schon sehr groß sein, wenn ihnen nichts besseres einfällt, als einen Unternehmer, der sich mit großem Engagement für die Wirtschaft unserer Region einsetzt, persönlich zu verunglimpfen."
}}
{{Pressefuss|April 2009|Juni 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Mai 2010
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{{Pressekopf}}
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=== 3. Mai 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Äußerung von Frau Schöder-Ehlers zum Lärmschutz
|Headline=Schutz für A 39 und Umgehung
|Untertitel=
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Sowohl im aktuellen Verfahren des Landkreises Lüneburg für den Lärmschutz an der Ostumgehung als auch für die Planung der Autobahn 39 sollten in jedem Fall niedrigere Lärmgrenzwerte und damit entsprechende Baumaßnahmen berücksichtigt werden. Das fordert die Lüneburger SPD-Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers.
Hintergrund des Vorstoßes ist die Ankündigung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, langfristig 1,5 Milliarden Euro in den Lärmschutz an Autobahnen und Bundesstraßen zu stecken für mehr Lärmschutzwände und -fenster. Die Grenzwerte sollen um drei Dezibel gesenkt werden. Schröder-Ehlers: „Drei Dezibel klingt erstmal nach wenig, kommt aber in der Wahrnehmung einer Halbierung des Lärms gleich.“ Raumsauers Plan sei zu begrüßen, in diesem Jahr sollen rund 50 Millionen Euro aus dem Programm fließen.
}}
=== 5. Mai 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu großen Straßen-Projekten ====
{{LB|Ilse Lüthje, Adendorf}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_April_2010#29._April_2010|„Krach um die Ostumgehung“, Ratsbericht in der LZ am 29. April]]
'''<big>Lärm auf Ostumgehung: Lob für Grüne, Kritik an SPD und CDU</big>'''
Es ist unglaublich, was da am 28. April im Stadtrat passiert ist: Herr Dr. Scharf mit seiner CDU und Herr Dörbaum mit seiner SPD stimmen im Stadtrat dagegen, dass die Geschwindigkeit auf der Ostumgehung im Bereich Moorfeld auf 80 km/h reduziert wird, obwohl beide Herren genau dies am 2. November 2009 vehement im Kreistag gefordert haben.
Herr Dr. Scharf und Herr Dörbaum waren damals die Wortführer im Kreistag. Sie haben damals in einer bemerkenswerten Kampagne in den örtlichen Medien für diese Idee der Grünen geworben. Viele haben geglaubt, dass sie es ernst meinen. Und nun dies . . .
Man muss den Grünen dankbar sein, dass sie das Gerichtsurteil von 2007 nicht aus dem Blick verlieren, das den Staat auffordert, sofort für eine Minderung der Lärmbelästigung an der Ostumgehung im Bereich Moorfeld zu sorgen.
Der Lösungsvorschlag der Grünen hilft den Anwohnern an der Ostumgehung sofort, hindert niemanden an der Planung von weiteren Lärmschutzmaßnahmen, ist sehr preiswert und entspricht dem Willen des Gerichtsurteiles von 2007.
Es ist erfreulich, dass die Grünen das seit sechs Monaten andauernde Nachdenken des Oberbürgermeisters Mädge, der SPD und der CDU nicht länger hinnehmen, weil dies den Anwohnern an der Ostumgehung schadet.
Man spürt, dass sich die Grünen für die Kleinen, die Schwachen und für Minderheiten einsetzen und sich nicht scheuen, zum Wohle dieser Menschen auch gegen den Strom zu schwimmen. Diese Leistung sollte man würdigen, wenn es um die nächste Wahl des Oberbürgermeisters und der Abgeordneten des Stadtrates geht.
}}
=== 12. Mai 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Besuch des Bundesverkehrsausschuss-Vorsitzenden
|Headline=Tempolimit gegen den Autolärm
|Untertitel=Abgeordneter kommt zur Hörprobe
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text= Straßenbauprojekte gehören auf den Prüfstand, findet Winfried Hermann von den Grünen. Der Bau der umstrittenen Autobahn A39 gehört für ihn dazu. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages sagt: „Wir haben alle Hände voll zu tun, die vorhandene Infrastruktur zu erhalten. Und schon da haben wir massive Finanzierungsprobleme.“ Hermann besuchte gestern mit Lüneburger Parteifreunden die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, die den Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn verhindern will.
Die grünen Ratsherren Andreas Meihsies und Ulrich Völker berichteten, dass sich Oberbürgermeister Ulrich Mädge weigere, auf der Schnellstraße ein Tempolimit von 80 km/h zu verhängen, obwohl er dies könne. Dabei berufe er sich auf Stellungnahmen von Behörden, die die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht für sinnvoll halten. Hermann erklärte, aus seiner Sicht mache Tempo 80 Sinn, dies sei günstiger als der Bau von Mauern und Tunneln.
[[Bild:LZ_2010-05-12.jpg|thumb|527px|right|'''Der Bundestagsabgeordnete Winfried Hermann (3. v. r.) von den Grünen war zum Ortstermin nach Lüne gekommen. An der Ostumgehung erläuterten ihm Parteifreunde und Anwohner das Lärmproblem.
''' Foto: be]]
Lärm mache krank, sagte der Bundestagsabgeordnete. Das hätten mehrere Untersuchungen belegt. Es gelte also, Verkehrslärm zu reduzieren. Der sogenannte Flüsterasphalt, der auch auf Teilen der Umgehung eingebracht wurde, bringe auf Dauer nicht viel, da er seine Wirkung verliere.
Viele Autobahnprojekte machten wenig Sinn, da „wir uns bis zur Mitte des Jahrhunderts vom Öl verabschieden müssen“. Auch der demographische Wandel, also die älter werdende Gesellschaft, spiele eine Rolle: „Es ist allerhöchste Zeit, dass wir umdenken.“
Bürger und Vertreter der BI wie ihr Sprecher Frank Kracht wiesen in dem Gespräch, zu dem rund 20 Anwohner gekommen waren, neben der Lärmproblematik auch auf die gesundheitsgefährdende Feinstaubbelastung hin.
}}
=== 22. Mai 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Finanzierung der A39 ====
{{LB|Eckehard Niemann, Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=A39-Zukunft
'''<big>Auf der Streichliste?</big>'''
Wie das Handelsblatt berichtet, hat Finanzminister Schäuble dem Bundesverkehrsminister Ramsauer in einem Brief Sparvorgaben von jährlich 500 Millionen Euro gemacht, wodurch dort die A14 (Magdeburg-Schwerin) auf eine Streichliste von 40 Großprojekten geraten sei. Das Bundesverkehrsministerium teilte mit, erst im Juni würde darüber entschieden, es ständen „alle Projekte immer auf dem Prüfstand“ und „wir geben für kein Projekt jetzt Garantien ab“. Der Bau der A39 ist mit dem der A14 im Rahmen des „Hosenträgerprojekts“ eng verbunden und zudem zeitlich und politisch nachrangig. Wer gibt jetzt noch einen Pfifferling auf diese Autobahn?
}}
=== 25. Mai 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Lärmschutz an der Ostumgehung ====
{{LB|Dr. Frank Kracht, Sprecher BI Lüne-Moorfeld}}
{{Kasten|1=Ratsbeschluss zu Tempo 80 auf der Ostumgehung, Streichung Fördermittel für alternative Energieträger
'''<big>Tempolimit für Ostumgehung wäre gut für Anwohner und Umwelt</big>'''
Der Rat der Stadt Lüneburg hat die Einführung eines Tempolimits von 80 km/h auf der Ostumgehung abgelehnt und das ist gut. Dies, obwohl die Lärmbelastung von 40 000 Fahrzeugen die zulässigen Grenzwerte deutlich überschritten hat und mittlerweile ein Planfeststellungsverfahren für nachträgliche Lärmschutzmaßnahmen eingeleitet ist.. . . Die Straßenbau-Behörde hatte bereits im Vorwege einseitig offenporigen Flüsterasphalt aufbringen lassen. Dabei wurde eindeutig auch eingeräumt, dass die Grenzwerte allein durch diese Maßnahmen weiterhin nicht einzuhalten sind. Es besteht akuter Handlungsbedarf.
Angeregt wurde seitens der Einwender deshalb auch ein Geschwindigkeitslimit, verbunden mit einem Überholverbot für LKW, weil diese Maßnahmen der Lärmbelastung die von den Anwohnern als störend empfundenen Spitzen nehmen. Dafür müsste aber gerade auch die Geschwindigkeit von LKW auf 60 km/h gesenkt werden. Dieser Geschwindigkeitsmix wird mit dem Argument der Unkontrollierbarkeit abgetan, daher erscheinen 70 km/h für alle Fahrzeuge angebracht.
Nebeneffekt dieser Geschwindigkeitsbegrenzung wäre ein geringerer Kraftstoffverbrauch und entsprechend auch ein geringerer CO2-Ausstoß. Die Klimaschutzleitstelle von Stadt und Landkreis hat mit Unternehmen wie Sparkasse, E.ON, Manzke, GfA sowie weiteren Betrieben im diesjährigen Ökoprofitprojekt durch effizienteren und reduzierten Energieeinsatz als Einsparung 900 Tonnen CO2 erreicht. Gerade jetzt wäre es also an der Zeit, dass der Rat im Konsens eine umfangreiche Geschwindigkeitsreduzierung als Lärmschutzmaßnahme bewirkt.
Andere Städte wie zuletzt Osterode schaffen es, Umweltzonen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuführen, Herr Nahrstedt beruft sich auf den § 45 der Straßenverkehrsordnung, Bundesverkehrsminister Ramsauer verkündet am Tag des Lärms für künftige Bauvorhaben um drei Dezibel niedrigere Grenzwerte zum Schutz der Anwohner, unsere Landtagsabgeordnete Andrea Schröder-Ehlers fordert die Anwendung dieser Werte auch für den nachträglichen Lärmschutz an der Ostumgehung sowie für die geplante A39.
Der Rat sollte daraufhin wirken, dass kurzfristig ein Tempolimit auf 70 km/h für die Ostumgehung eingeführt wird.
}}
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Presseberichte Mai 2011
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{{Pressekopf}}
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=== 13. Mai 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Position der Grünen
|Headline=„Die A 39 wird schöngerechnet“
|Untertitel=Grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte lehnt Autobahnbau ab und setzt stattdessen auf Ausbau der B 4
|Autor=kre
|Ort=Lüneburg/Bienenbüttel
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2011-05-13.jpg|thumb|400px|right|'''Die Botschaft, die Enno Hagennah und Miriam Staudte beim Diskussionsabend in Bienenbüttel rüberbrachten, ist eindeutig: Die Grünen lehnen den Bau der A39 ab.''' Foto: nh]] Die Grünen kämpfen weiter gegen den Bau der geplanten Autobahn 39. „Wir brauchen keine Investitionen in Straßenneubau, sondern in Schienen- und Wasserwege“, betonte jetzt der verkehrspolitische Sprecher der grünen Landtagsfraktion, Enno Hagennah während einer Podiumsdiskussion am Mittwochabend im Gasthaus Moritz in Bienenbüttel. Rund 70 Zuhörer waren der Einladung der grünen Kreistagsfraktionen aus Lüneburg und Uelzen gefolgt. Mit dabei war auch die Lüneburger Landtagsabgeordnete Miriam Staudte. „Die ökologischen Schäden dieser Autobahn sowie der immense Flächenverbrauch sind wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen. Die A39 wird schön gerechnet“, kritisierte die Grüne – und erläutert im LZ-Interview, wie sie die Realisierungschancen des Projektes einschätzt.
<b><big> Interview </big></b>
> Grüne diskutieren mit Grünen über den Bau der A39: Was soll da an neuen Positionen herauskommen?
Miriam Staudte: Es war auch ein Vertreter der Bürgerinitiative Hohnstorf 2011 mit auf dem Podium. Uns ging es vor allem darum, Informationen und Argumente zu liefern, warum die Autobahn grundsätzlich abzulehnen ist. Die Debatte kann nicht nur darum gehen, die geplanten Rastplätze zu verlegen. Wir schätzen die Chancen als ausgesprochen gut ein, das A-39-Projekt in Gänze zu verhindern.
> Sie nähren die Hoffnung, dass die A39 sowieso nicht zu realisieren ist. Warum also so eine Veranstaltung?
Staudte: Es ist wichtig, den politischen Druck aufrecht zuerhalten. Bislang steht die A39 noch im Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes. Da müssen bei der Neuauflage 2015 endlich Konsequenzen gezogen werden. Das heißt, die A39 muss zurückgestuft werden, weil die Entwicklung der Kosten und des Nutzen-Kosten-Verhältnisses absolut gegen die A39 sprechen.
> Stattdessen propagieren die Grünen den Ausbau der B4 und des öffentlichen Personennahverkehrs. Wie aber wollen Sie den Anwohnern an der stark belasteten Bundestraße erklären, dass es noch lange dauern kann, bis sie entlastet werden?
Staudte: Der Ausbau der B4 mit besseren Überholmöglichkeiten – also der 2+1-Lösung bei den Spuren – muss natürlich einhergehen mit einer Maut für die B4. Denn nur so können wir verhindern, dass Lkw weiter auf die B4 ausweichen. Die Pendler-Problematik müssen wir dadurch lösen, dass bessere Überholmöglichkeiten geschaffen werden.
> Ist der Bau der A39 überhaupt noch realistisch?
Staudte: Ich glaube, die Chancen stehen immer noch 50 zu 50. Auch wenn die Finanz-Kalkulation absolut gegen den Bau der Autobahn spricht. Die Kosten für das Projekt sind geradezu explodiert, von Anfangs 437 Millionen auf jetzt schätzungsweise 800 Millionen Euro. Einige sprechen sogar von Kosten in Höhe von einer Milliarde Euro. Trotzdem sind die großen Volksparteien offiziell immer noch vehemente Verfechter des A-39-Baus. Uns muss es deshalb gelingen, auch hier die Reihen aufzubrechen. Das wird auch eine wichtige Aufgabe der Bürgerinitiativen vor Ort sein.
> Wenn bei der nächsten Landtagswahl die Grünen Regierungsverantwortung übernehmen, ist der Stopp der A39 dann das erste, was auf die Agenda der neuen Regierung kommt?
Staudte: Selbstverständlich! Das wird eine unserer ersten Forderungen sein. Übrigens genauso, wie das Aus für die anderen unsinnigen Autobahnprojekte wie die A22.
}}
=== 13. Mai 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Bundesverwaltungsgerichts-Urteil gegen die A14-Planung
|Headline=A-14-Pläne fehlerhaft
|Untertitel=Teilerfolg für BUND vor Bundesgericht
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
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|Text=Die Regionalgruppe Ostheide des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) bewertet das Teilergebnis einer Klage des Umweltverbands BUND gegen das Land Sachsen-Anhalt als weiteres ermutigendes Signal für die Verhinderung „der überflüssigen und umweltzerstörerischen A14“ (Schwerin-Magdeburg). Auch die mit der Planung der A14 verbundenen Projekte A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) sowie die Querspange B190n zwischen Salzwedel und Bodenteich kämen dadurch weiter ins Hintertreffen.
Das Bundesverwaltungsgericht hatte einen Vergleich angeregt, wonach einerseits die Ortsumgehung Colbitz gebaut werden könnte. Es hatte andererseits aber auch die gesamten weiteren Planungs-Abschnitte der A14 für fehlerhaft erklärt, weil diese jeweils mit „Verlängerungs-Stummeln“ über die Grenzen der eigentlichen Abschnitte hinausreichten. Über die eigentlichen Klagepunkte des BUND hinsichtlich falscher Verkehrsdaten und der Beeinträchtigung von Naturschutzgebieten wird das Gericht später entscheiden.
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Presseberichte Mai 2021
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2025-02-05T23:12:43Z
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=== 31. Mai 2021 ===
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|Thema=zur geplanten Fahrrad-Demo auf der A39
|Headline=Fahrrad-Demo auf der Autobahn
|Untertitel=A39-Gegner wollen über die A39 strampeln
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
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|Text=Kommenden Sonntag sollen erneut Autos für Fahrräder weichen – zumindest zeitweise: Das Klimakollektiv Lüneburg
ruft zusammen mit anderen Organisationen für den 6. Juni ab 12 Uhr zur Demonstration unter dem Motto „Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende jetzt – Autobahnbau stoppen! Keine A39!“ auf. Die Teilnehmer wollen auf Fahrrädern von Lüneburg rund 18 Kilometer über die A39 nach Winsen fahren. Denn für die Organisatoren ist die Autobahn „eine veraltete Verkehrspolitik gegen jede Vernunft“. Theresa Berghof vom Klimakollektivg sagt: „Wir sind Teil eines bundesweiten Aktionswochenendes für die sozial- und klimagerechte Mobilitätswende.
Gemeinsam fordern wir ein sofortiges Moratorium für Planungen und Baustellen von Autobahnen und Autostraßen. Der
Bundesverkehrswegeplan muss gekippt, die geplanten Projekte müssen gestoppt werden. Wir wollen weg vom motorisierten Individualverkehr, hin zum gut ausgebauten, flächendeckenden Umweltverbund sowie zu Fahrrad- und Fußinfrastrukturen.“
Getragen werde der Protest von einem Netzwerk lokaler Gruppen bestehend aus Fridays For Future, dem Klimabündnis, Fossil Free, dem Klimaentscheid, der BI Lüne-Moorfeld und dem Klimacamp Lüneburg sowie überörtlich der BI Baumschutz Braunschweig. Die Auftaktkundgebung findet auf den Sülzwiesen statt. Auf dem Schlossplatz in Winsen ist eine Zwischenkundgebung geplant.
Zuletzt hatten bei Fahrraddemonstrationen im Dezember 2020 und im April 2021 Aktivisten auf der Ostumgehung gegen den Bau neuer Autobahnen protestiert.
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{{Pressefuss|April 2021|Juni 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte März 2006
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2025-02-05T23:12:44Z
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=== 29. März ===
==== {{HA}} zur [[Vorzugsvariante]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A-39-Trasse spaltet Lüneburg</big>'''
'''Autobahn: Landesbehörde will die "Ostvariante". Für Lüneburgs Oberbürgermeister ist die geplante Trassenführung inakzeptabel. Sie führt vorbei an den Toren des Klosters Lüne.'''
''Von Elke Schneefuß''
'''Uelzen''' -
Daß es Verlierer bei der Vorstellung einer [[Vorzugsvariante]] für die geplante Autobahn A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg geben würde, war abzusehen. Doch als die Vertreter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zur Eröffnung des [[Raumordnungsverfahren]]s gestern in Uelzen ihre Karten auf den Tisch legten, gab es fassungslose Gesichter.
"Der schlechteste aller denkbaren Trassenverläufe für das Oberzentrum Lüneburg", so die ersten Bewertungen hinter den Kulissen, hatte das Rennen gemacht. [[Vorzugsvariante|Die von der Landesbehörde geplante "Ostvariante" der A 39 soll in ihrem geplanten Verlauf nicht nur an den Toren des Klosters in Lüne vorbeiführen, sondern auch in Sichtweite von mindestens zwei Lüneburger Wohngebieten verlaufen.]]
Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]), bisher Befürworter des Projekts, findet sich nun in den Reihen der Gegner wieder: "Für die Stadt Lüneburg ist diese Planung inakzeptabel." Für ihn hat die brisante Planung doppelte Sprengkraft: Im September möchte der Bürgermeister wiedergewählt werden. Zuvor sollte ein neu ausgewiesenes Baugebiet im Nordosten der Stadt für etwa tausend Neubürger geschaffen werden. Die Erschließung dieses ehemaligen Bundeswehrgeländes sollte die Konversion militärischer "Altlasten" auf Lüneburger Gebiet abschließen. Bisher galt die Arbeit der Stadtverwaltung, die bereits ein komplettes Kasernengelände zu einer Universität umgestaltet hatte, als vorbildlich. Ob Mädge sein Projekt nun wird fortsetzen können, erscheint fraglich: "Die bisherige [[Autobahnplanung]] behindert die Stadtentwicklung im Osten der Stadt ganz erheblich", sagt er. Die Stadt will sich nicht geschlagen geben und schließt eine Klage nicht aus.
Der jetzt öffentlich gewordene Behördenplan dürfte, auch wenn Änderungen der Trassenführung noch möglich sind, für Unmut in der Region sorgen. Denn auch an dem zwanzig Kilometer südlich gelegenen idyllischen Kurort Bad Bevensen schlängelt sich die geplante Trasse eng vorbei.
Die A 39 ist seit langem ein äußerst umstrittenes Verkehrsprojekt. Die Nationalsozialisten waren in den 1930er Jahren die ersten, die eine "Nordlandautobahn" ins Auge faßten - mit ihr sollte die Autostadt Wolfsburg einen schnellen Zugang zu den Ostseehäfen bekommen. In den 1970er Jahren lebte die Planung wieder auf, scheiterte aber an der Ölkrise und später am Widerstand der [[Grüne]]n.
Dennoch arbeitete sich das Projekt langsam bis in den [[Bundesverkehrswegeplan]] vor, in den es 1992 aufgenommen wurde. Obwohl die vom Bundesministerium für Verkehr in Auftrag gegebene, sogenannte "[[VUNO]]" ([[Verkehrsuntersuchung Nordost]]) im Jahr 1995 den Ausbau von Bundesstraßen in der Region als kostengünstiger empfahl, blieb die A 39 auf der Tagesordnung.
Als 2004 mit der Eröffnung der Behördenverfahren offiziell die Geschichte der insgesamt 110 Kilometer langen und 608 Millionen Euro teuren Trasse begann, formierten sich die Befürworter und die Gegner. Während die einen auf eine Verbesserung der Verkehrswege im strukturschwachen Nordosten Niedersachsens hoffen, halten die Gegner die A 39 für eine "Lobbyistenpiste": "Niemand außer den Spediteuren und den Autobauern in Wolfsburg wird von dieser Trasse wirklich profitieren", sagt Friedhelm Feldhaus, Pressesprecher der Bürgerinitiative gegen die A 39.
Kommunal[[politiker]] und regionale Wirtschaftsverbände dagegen wollen das "Autobahnloch" im Nordosten Niedersachsens stopfen, um die angrenzenden Landkreise Gifhorn, Uelzen und Lüneburg dichter an die Metropolregion und den Hafen Hamburg anzuschließen. Von einem "neuen Zugang zum weiter wachsenden Europa" spricht auch Niedersachsens Ministerpräsident [[Christian Wulff]] ([[CDU]]). Daß die Verkehrssituation im Nordosten Niedersachsens verbesserungsbedürftig ist, sehen auch die Autobahngegner: Um die Anwohner der von mautflüchtigen Lastwagen überfluteten Bundesstraße 4 zu entlasten, fordern sie den Bau von Ortsumgehungen. Für die Befürworter der A 39 ist das keine Alternative: Sie gehen davon aus, daß ein weiter steigendes Verkehrsaufkommen von mehrspurigen Bundesstraßen nicht aufgenommen werden kann. Die Landesbehörde für Straßenbau hält den Neubau einer A 39 für die günstigste Variante. "Es geht uns darum, eine verträgliche Linie zu finden", so Friedhelm Fischer, Leiter der Landesbehörde. Ob das mit der vorgeschlagenen "Ostvariante" gelungen ist?
[http://www.abendblatt.de/daten/2006/03/29/547945.html Quelle]
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (1) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Tiefer Schnitt in das Lüneburger Herz</big>'''
'''Planer der Autobahn 39 präsentieren ihre [[Vorzugsvariante]] – Mädge lässt rechtliche Schritte gegen Vorhaben prüfen'''
''nt/lni''
[[Bild:LZ 2006 03 27 01.jpg|thumb|210px|left|'''Der Ostvariante geben die Planer den Vorzug. Die Trasse der A39 soll auf Lüneburger Stadtgebiet teils die Ostumgehung nutzen.''' Grafik: u]]
[[Bild:LZ 2006 03 27 04.jpg|thumb|right|'''Ein Küsschen bei der Demo in Uelzen. Tierisch zärtlich kann der A39-Widerstand sein.''' Foto: t&w]]
'''Uelzen/Lüneburg'''. Die
geplante Autobahn 39 zwischen
Lüneburg und Wolfsburg soll
östlich der Bundesstraße 4 und
des Elbe-Seitenkanals verlaufen.
Die Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr stellte
in Uelzen gestern ihre bevorzugte
Trasse vor.
[[Bild:LZ 2006 03 27 02.jpg|thumb|210px|left|'''Zwei Landwirte, zwei Meinungen zur geplanten Autobahn 39: Hans-Heinrich Kruse aus Wendisch Evern (l.) lehnt die Straße ab. Ernst-August Willenbockel aus Gifkendorf (r.) ist für die A39.''' Fotos: be]]
<br><br><br><br><br><br><br><br><br>
[[Bild:LZ 2006 03 27 03.jpg|100px]]
Danach schließt die A39 in
Lüneburg am Ochtmisser Dreieck
an die A250 an, quert östlich
der Stadt den Kanal und
führt durch die Samtgemeinde
Ostheide östlich an Uelzen und
Bad Bodenteich vorbei an die
bestehende A39 nördlich von
Wolfsburg. Im südlichen Teil
soll die von Wirtschaft und
Politik angestrebte Autobahn
westlich an Wittingen und dem
VW-Testgelände vorbei verlaufen.
Bei Bad Bodenteich werde
die Trasse durch eine Bundesstraße
als Querspange mit der
geplanten A14 Schwerin –
Magdeburg verbunden, sagte
Projektleiterin Anette Padberg.
Alle Gutachten hätten deutliche
Vorteile für die Osttrasse
aufgezeigt, sagte Padberg weiter.
Dennoch würden auch die
anderen sechs Varianten nochmals
zur Abwägung mit herangezogen.
Dazu gehöre auch
eine mögliche Einbeziehung der
B4 südlich von Uelzen. Nördlich
davon käme die Bundesstraße
für den Autobahnausbau
nicht in Frage.
Behördenleiter Friedhelm Fischer
sagte, die heikelste Stelle
sei die Trassenführung durch
Lüneburg. Dort soll teilweise
die bisherige [[Ostumgehung]] zur
Autobahn ausgebaut werden.
Für Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) völlig inakzeptabel.
Schon jetzt rollten 40 000
Autos pro Tag an Wohnbebauung
vorbei, meinte Mädge, der
die Prüfung rechtlicher Schritte
ankündigte.
Mit Treckern, Trommelkonzert
und Transparenten begleiteten
knapp 150 Autobahngegner
den Termin in Uelzen.
„Diese Autobahn ist absolut
überflüssig, egal wo sie verläuft“, sagte Eckehard Niemann,
Sprecher des Dachverbandes
von mehr als 30 Bürgerinitiativen
gegen die A39. Etwa
20 Landwirte müssten nach
seiner Schätzung Land hergeben,
einige seien dadurch in
ihrer Existenz bedroht. Die
Gegner wehren sich zudem gegen
die Zerschneidung von Natur-
und Naherholungsräumen.
Bis Ende Juni können nun
betroffene Verbände ihre Stellungnahmen
abgeben. Bis zum
Jahresende will die Behörde
ihre Pläne dem Bundesverkehrsministerium
in Berlin vorlegen.
* Seiten 3 – 6
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (2) ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:LZ_2006_03_27_05.jpg|thumb|254px|'''Kommt die A39, liefe sie über das Grundstück von Irmela und Werner Momberg am Klosterteich.'''<br>Fotos (3): t&w]]
[[Bild:LZ_2006_03_27_07.jpg|thumb|206px|'''Renate Fischer und ihr Sohn Ole halten nichts von der Trassenführung, sie gehen mit Josha gern im Lüner Holz spazieren: „Kommt die A39, wird der Wald zerstört.“''']]
'''<big>Die unglaubliche A 39-Variante</big>'''
'''Schockierte Anwohner in Lüne und im Moorfeld'''
''ca'' '''Lüneburg'''. Irmela Momberg
holt erst einmal einen
Stadtplan. Sie und ihr Mann
Werner können sich kaum vorstellen,
dass die Autobahn 39
direkt an ihrem Haus langlaufen
soll. „Wie soll das gehen ?“,
fragt sich der Lehrer. Am Klärwerk
vorbei durchs Lüner Holz
und Wäldchen, unter der Eisenbahnlinie
nach Lübeck hindurch
weiter in Richtung Stadtkoppel:
„Alles sehr schmal.“
Mombergs wohnen am Klosterteich,
einem lauschigen Weg
direkt hinter dem Bahnübergang
an der Erbstorfer Landstraße.
Zwischen den Reihenhäusern an der Straße und
ihrem Gebäude ist ein Steinwurf
weit Platz. Auf der anderen
Seite liegen Häuser Am
Klostergarten. Auch die Mombergs
kennen ein Papier, das
seit Monaten im Stadtteil kursierte
und genau diesen Trassenverlauf
prognostizierte – geglaubt
haben sie es nicht.
Da sind sie nicht alleine.
Auch ihre Nachbarn, Tina und
Dietmar Sorbe, können es nicht
fassen. „Unvorstellbar“, sagt Tina
Sorbe erschüttert. In ihr
Haus hätten sie Geld und Arbeit
gesteckt: „Ich habe es nicht
in meinen schlimmsten Träumen
für möglich gehalten, dass
die Autobahn über unseren Rasen
laufen könnte.“
Die Nachbarn in den Reihenhäusern am Bahnübergang fühlen
sich wie in einem schlechten
Film. „Das Thema war weit
weg“, sagt Ursula Hennings. „Es
hat doch von den Behörden
immer geheißen: ,Wir gehen
nicht an Wohngebiete.' “ Makulatur.
Kommt die A39, will sie
ihr Haus verkaufen: „Aber jetzt
werden die Preise fallen.“ Auch
Angela Herbst ist geschockt:
„Ich kann mir nicht vorstellen,
dass das kommt.“ Stefan Gierczynski
kommentiert beißend:
„Schwachsinn. Wo soll das hier
lang gehen ? Alles viel zu eng.“
[[Bild:LZ_2006_03_27_06.jpg|thumb|254px|left|'''In der Kirchengemeinde Lüne-Ebensberg sorgen sich (v. l.) Henry Schwier, Hans-Joachim Spengler, Birgit Wortmann und Doris Paland um die Entwicklung in ihrem Stadtteil, die Autobahn zerschneide gewachsene Strukturen.''']]
Im Kloster Lüne sorgt sich
Äbtissin Barbara Taglang um
die 30 Bewohner, aber auch um
die Kunstschätze. Komme die
Autobahn, fühle sie sich wie in
einer Zange: „Wir haben die
Bahn, da soll noch das Dritte
Gleis gebaut werden, und auf
der anderen Seite die A39.“
Das sei nicht hinnehmbar.
Neben der Klosterkirche im
Pfarrhaus von Hans-Joachim
Spengler sitzen die Diakone
Henry Schwier und Doris Paland
sowie die Vorsitzende des
Kirchenvorstands, Birgit Wortmann,
bei einer Besprechung.
„Die Gemeinde würde zerschnitten“,
fürchtet Schwier.
Kindergarten und Lüner Schule
lägen an der Autobahn. Birgit
Wortmann sieht die Menschen
vom Ebensberg abgetrennt vom
Lüner Gemeindeleben. Spengler
glaubt: „Die Weltkulturerbe-
Bewerbung könnte Lüneburg
sich abschminken, wenn das
Kloster an der Autobahn steht.“
Dr. [[Gerhard Scharf]], [[CDU]]-Rats[[politiker]]
und Anwohner,
kommt ins Grübeln: „Ich bin
für die Autobahn, aber nicht für
eine Stadttrasse. Das ist absurd.
Vitale Interessen der Menschen
werden zerstört. Die ganze Planung
für das Schlieffen-Gelände
können wir doch vergessen.“
Auch der Ortsvorsteher des
Ebensbergs, [[Heiko Dörbaum]]
([[SPD]]), ist nun ein Autobahnbefürworter mit Zweifeln. „Für
die Menschen hier ist es gut,
dass die Autobahn nicht bei uns
vorbeilaufen soll. Aber ich bin
enttäuscht von den Planern, sie
haben nicht geleistet, was ich
erwartet habe.“ Die Erwartungen
waren einfach: Die Autobahn
solle um die Stadt laufen,
im Norden bei Brietlingen, im
Osten hinter Barendorf oder –
das ist nun Dörbaums neuer
Favorit – im Westen: „Das muss
neu geprüft werden.“
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (3) ====
{{Lzq|Kommentar}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Viel zu früh für Frust oder Freude</big>'''
''Von Christoph Steiner''
Was aus der Sicht von Planungsexperten
in Behörden
vernünftig erscheint, muss
nicht unbedingt sinnvoll sein.
Die von diesen Fachleuten bevorzugte
Variante der Autobahn
39 macht da keine Ausnahme.
Denn sie schneidet tief
in das Herz der alten Salzstadt
und würde Lüneburg seiner
guten Fortentwicklungschancen
weitgehend berauben, obwohl
das Oberzentrum und
sein Umland zu den Wachstumsregionen
schlechthin gezählt werden.
Es glaubt im Ernst wohl
niemand daran, dass in den
Schlieffenpark (oder wie er
später auch immer heißen
wird) noch jemand ziehen würde,
falls der Autobahnverkehr
an dem neuen Wohngebiet
vorbei rauschte. Ein Schicksal,
das den Bewohnern Moorfelds
ohnehin mehr denn je droht.
Und niemand braucht in Lüneburg
und Umgebung mehr zu
träumen vom Weltkulturerbe,
wenn eines seiner Heidekloster
am Rande einer Autobahn sein
Dasein auf Augenhöhe mit all
den Raststätten fristen muss.
Gut also, dass es noch ein
ganzes Stück Wegs ist von
dieser bevorzugten bis hin zu
einer endgültigen Variante. Es
lassen sich Alternativen diskutieren
und womöglich lässt sich
einiges noch korrigieren am
Verlauf einer Autobahn Wolfsburg
– Hamburg, die der mächtige
Volkswagen-Konzern gern
hätte und deren Trasse zufällig
über Lüneburg führt.
Bevor auch nur ein Spatenstich
ausgeführt werden kann
für diese umstrittene Schnellstraße,
sind noch viele Hürden
und aufwändige Verfahren zu
überwinden. Und die Frage
spielt eine erhebliche Rolle, ob
sich der klamme Vater Staat
ihre Finanzierung überhaupt
leisten können wird. Für Frust
oder Freude ist es demnach viel
zu früh. Vermutlich wird westlich
der Stadt vielerorts dennoch
schon mal aufgeatmet.
Womöglich auch in Melbeck,
das durch den Bau dieser Autobahn
auf spürbare Entlastung
hofft vom alltäglichen Verkehrswahnsinn
auf der B 4.
}}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (4) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39: Brennpunkt im Osten der Stadt</big>'''
'''Vorzugsvariante in Wort und Bild'''
''lz'' '''Lüneburg'''. Bei einer Pressekonferenz
in Uelzen haben
die Regierungsvertretung Lüneburg
und die Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr den
Planungsstand zur Autobahn
39 vorgestellt. Unter Berücksichtigung
der Ergebnisse aller
Gutachten im Rahmen einer
gesamtplanerischen Abwägung
ergibt sich für Behördenleiter
Friedhelm Fischer und Projektleiterin
Annette Padberg folgende
[[Vorzugsvariante]]:
[[Bild:LZ_2006_03_27_09.jpg|800px]]
Beginnend an der Anschlussstelle
Handorf verläuft die Planer-Variante auf der bestehenden
Autobahn 250 bis zur Anschlussstelle
Lüneburg-Nord.
Von dort nutzt sie zunächst die
Trasse der bestehenden Bundesstraße
4 ([[Ostumgehung]] Lüneburg). Nach Querung der
Ilmenau verlässt die A 39 die
B-4-Trasse für ein kurzes Teilstück und verläuft östlich der
Kläranlage. Nachdem sie unterhalb
der Bahnstrecke Lüneburg-Lauenburg hindurchführt,
verläuft sie südlich von Moorfeld
zurück zur bestehenden
Trasse der B 4 und stößt nördlich
der Anschlussstelle Stadtkoppel
wieder auf die vorhandene
Trasse.
Nördlich der Verknüpfung
mit der B 216 verlässt die A 39
die B-4-Trasse Richtung Osten,
quert die B 216 im Bereich des
Gewerbegebietes Neu Hagen
und verläuft weiter in südöstlicher
Richtung.
Zwischen Wendisch Evern
und Barendorf führt sie über
den Elbe-Seitenkanal. Über
eine westliche Umgehung Vastorfs
und Gifkendorfs verläuft
die Variante bis Altenmedingen
parallel zum Kanal. Während
Secklendorf östlich passiert
wird, führt die A 39 an Römstedt,
Oetzen, Rätzlingen und
Hanstedt II westlich vorbei.
Ab Lehmke knickt die A39
in südöstlicher Richtung ab und
passiert dann Soltendieck im
Westen. Nach der östlichen
Umgehung Bad Bodenteichs
verläuft die A39 ab Lüder wiederum
parallel zum Elbe-Seitenkanal
bis Höhe Wentorf.
Von hier führt sie westlich an
Wittingen, dem VW-Testgelände,
Ehra und Jembke vorbei.
Nach der östlichen Umgehung
von Tappenbeck bindet die A39 im Bereich der B 188 an die
bestehende A39 an. Die Trasse
ist rund 100 Kilometer lang.
Die aus niedersächsischer
Sicht bevorzugte Führung der
Querspange B 190n beginnt auf
sachsen-anhaltinischem Gebiet
nördlich von Bonese. Sie verläuft südlich von Schmölau und
trifft südlich von Bad Bodenteich
auf die Vorzugslinie der
A39. Eine Weiterführung bis
zur B 4 bei Breitenhees ist in
den Planungen berücksichtigt.
}}
[[Bild:LZ_2006_03_27_10.jpg|thumb|810px|left|'''Die Grafik zeigt den Verlauf der Vorzugsvariante (rot) bis auf die Höhe von Bad Bodenteich im Süden.<br>Verzeichnet sind zudem die Grenzen der Suchkorridore (grün) und die anderen Varianten (gelb) die von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr untersucht worden sind. Verzeichnet ist auch die B 190n (blau) als Querspange zur A14 in Sachsen-Anhalt.''' Grafik: land]]
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (5) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>„Gebäude müssen nicht abgerissen werden“</big>'''
'''Planer sehen hohes Konfliktpotenzial bei Lüneburg'''
''ml'' '''Uelzen'''. Die [[Vorzugsvariante]]
der geplanten Autobahn
39 verläuft mitten durch die
Stadt. „Für Lüneburg ist der
schlimmste anzunehmende Fall
eingetreten“, urteilt Friedhelm
Feldhaus, Sprecher des {{DV}}. „Unglaublich
und nicht akzeptabel“, nennt
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]
die angedachte Trassenführung
direkt am Kloster Lüne
vorbei. Und auch die Planer
müssen einräumen: „Lüneburg
ist der Knackpunkt.“
[[Bild:LZ_2006_03_27_11.jpg|thumb|274px|left|'''Friedhelm Fischer und Annette Padberg von der Landesbehörde für Straßenbau stellten die [[Vorzugsvariante]] in Uelzen vor.''' Foto: t&w]]
An keiner Stelle des Untersuchungsraumes
ist das Konfliktpotenzial
so hoch wie auf
dem Stadtgebiet. Laut Friedhelm
Fischer, Leiter der zuständigen
Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr, ist dieser
Bereich deutlich detaillierter
untersucht worden als anderen
Gebiete. Ergebnis der Planungen
aus rein fachlicher Sicht:
Die vorgestellte Variante ist die
sinnvollste. „Wohngrundstücke
sind zwar betroffen, Gebäude
müssen aber nicht abgerissen
werden“, sagt Fischer. Die Planungen
der Stadt für den so
genannten Schlieffenpark würden
berücksichtigt, „Grenzwerte
werden weitgehend eingehalten,
bei Überschreitungen
ist aktiver und passiver [[Lärm]]schutz
möglich.“
Anders sähe es aus, wenn die
Autobahn in Gänze auf der
bestehenden [[Ostumgehung]] verliefe.
„Die Kurvenradien müssten
abgeflacht, als Folge Häuser
im Stadtteil Moorfeld abgetragen
werden“, so der Behördenleiter
im harmlos klingenden
Behördendeutsch.
Bis zuletzt war auch noch die
[[Westtrasse|West-Variante]] im Rennen, die
von der Anschlussstelle Handorf
der A250 zwischen Mechtersen
und Vögelsen hindurch
Richtung Süden verläuft. Letztlich,
so Projekleiterin Annette
Padberg, habe diese Strecke im
Vergleich mit der Ostvariante in
allen Belangen schlechter abgeschnitten:
„Die Faktoren Menschen
und Erholung sind dort
deutlich höher beeinträchtigt.“
Auch Raumverträglichkeit und
regionale Entwicklung erzielten
im Osten bessere Werte.
Eine untergeordnete Rolle
hat Ministerialrat Klaus Neumann
zufolge die Kostenfrage.
Rund 608 Millionen Euro werden
für die rund 100 Kilometer
lange Ostvariante veranschlagt,
etwa 680 Millionen kostet der
etwas längere Autobahnbau im
Westen. Durchgerechnet haben
die Planer auch die so genannte
Nulltrasse. Die Fragestellung:
Wie entwickelt sich der Verkehr
auf den bestehenden
Strecken im Untersuchungsraum
bis 2015 ? Das Ergebnis:
„Ohne Autobahn geht es nicht“,
so Padberg.
}}
{| {{tabelle auto}}
| {{Lzq|Hintergrund}}
Bei allem Für und Wider,
werden Planer und Gegner
der Autobahn 39 nicht
müde zu betonen: Eine endgültige Entscheidung ist mit der
[[Vorzugsvariante]] noch nicht gefallen.
„Die Weichen sind gestellt,
aber die Abwägungen
über die zielführende Trasse
gehen weiter“, so Ministerialrat
Klaus Neumann von der Regierungsvertretung
Lüneburg, die
für das [[Raumordnungsverfahren]]
verantwortlich ist.
|Im Klartext heißt das: Abweichungen von der [[Vorzugsvariante]] kann es sowohl im Detail als auch im Groben noch geben.
„Ausgeschlossen werden
kann zum jetzigen Zeitpunkt
weder die so genannte Ebensberg-
noch die [[Westvariante]]“,
nennt Neumann Beispiele.
Die endgültige Entscheidung
soll mit der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] Ende des Jahrs in
Hannover getroffen werden.
|}
==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (6) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Mädge will kämpfen</big>'''
'''Pritzlaff erleichtert, Dr. Porwol überrascht Stadtroute'''
''as/rob/ml''
Er ist kein Autobahngegner, aber er versteht seit Dienstag die Welt nicht mehr. Und Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] wird gegen diese A39-Trasse durch Lüneburg kämpfen, mit allen Mitteln, denn sie gefährde die Entwicklung der Stadt und die Lebensqualität der Bürger.
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]: "Die heute vorgestellte Trassenführung ist aus Sicht der Stadt und des Oberbürgermeisters nicht akzeptabel. Es ist unglaublich, dass ein Oberzentrum wie Lüneburg durch eine neue Autobahn zerschnitten werden soll. Die wichtige städtebauliche Entwicklungsfläche Schlieffenpark wird stark beeinträchtigt. Die Trasse führt in 50 Meter Entfernung am alten Kloster Lüne vorbei, das Lüner Hölzchen wird zerschnitten, das im Rahmen des Baus der Ostumgehung mühsam als Naherholungsfläche erhalten wurde. Wenn man dann noch bedenkt, dass das Kloster Lüne ein wichtiges Argument für unsere Bewerbung als Weltkulturerbe ist, dann ist diese angeblich abgewogene Fachplanung für mich absolut nicht nachvollziehbar."
Die Stadt werde jetzt alles tun, um die Trasse zu verhindern. "Wir werden mit Fachargumenten dagegen halten. Die Westtrasse ist eben so raumverträglich und wirtschaftlich wie die Osttrasse, hieß es heute in der Vorstellung. Ich frage mich, wer steuert diese Fachbehörde hinsichtlich der praktischen Realisierung eines solchen Projektes. Wir wollen die A39, aber so wird sie bei den Menschen leichtsinnig aufs Spiel gesetzt." Bis zum 30. Juni soll der Rat der Stadt eine Stellungnahme zur [[Vorzugstrasse]] abgeben. "Das ist eine Zumutung: Nachdem das Land über eineinhalb Jahre gebraucht hat, um die Vorzugstrasse vorzustellen, soll die direkt betroffene Stadt Lüneburg innerhalb von drei Monaten eine sachlich fundierte Stellungnahme abgeben", so Mädge.
Offensichtlich wolle das Land Druck ausüben. Generell wird die Anwaltskanzlei "Rüping, Karoff und Kollegen" aus Hannover, erfahren im Planungsrecht, die Stadt beraten. Mädge sagt auch Nein zur [[Vorzugsvariante]], weil das [[Schutzgut Mensch]] zum Beispiel in Moorfeld oder aber auch in Neu Hagen niedriger eingestuft worden sei als "Moore, Feuchtgebiete und Trockenrasen".
Erster Kreisrat Dr. [[Stefan Porwol]]: "Der Vorschlag der Planer für das Stadtgebiet Lüneburg überrascht. Im Gegensatz zu Oberbürgermeister Ulrich Mädge glaube ich, dass es für ein klares Nein zu dieser Variante noch zu früh ist. Entscheidend wird sein: Was bedeutet diese Trassenführung für Lüne und den Schlieffenpark? Dass muss jetzt sehr genau geprüft werden - im Sinne der Menschen, die dort leben."
Joachim Pritzlaff, Bürgermeister von Adendorf, ist erleichtert: "Die Beeinträchtigungen für die Adendorfer halten sich im Rahmen. Doch hat mich diese Lösung sehr überrascht. Wenn es um die Belastung der Bürger geht, wäre es gerechter gewesen, die [[Westtrasse|Autobahntrasse im Westen]] anzusiedeln. Bei möglichen Problemen auf der Autobahn, etwa Unfällen und Staus, wäre dann eine Umfahrung um Lüneburg möglich gewesen." Für Adendorf gehe es als nächstes darum, so Pritzlaff weiter, die Details der Planung zu prüfen, da die Trasse beispielsweise Radwege der Gemeinde kreuze.
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==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (7) ====
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'''<big>Pro und Kontra zur Trassenvariante</big>'''
''as/ml''
Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A 39: "Der schlimmste anzunehmende Fall ist für Lüneburg eingetreten. Die [[Vorzugsvariante]] überrascht. Bis zuletzt haben wir intern mit der Ebensberg-Variante gerechnet.
Für die Stadt rächt sich jetzt der Vorstoß des Rates von 2003, eine stadtnahe Anbindung der A 39 zu fordern. Man kann nicht einerseits sagen, die Autobahn sei wichtig, und andererseits die Konsequenzen verweigern. Ich gehe davon aus, dass die Lüneburger nun alle Hebel in Bewegung setzen, um das Fiasko abzuwenden. Für die Bürgerinitiativen geht der Protest im gesamten Suchraum am Mittwoch mit mehr als 40 Mahnfeuern weiter."
Peter Weerda, Aktion Lebensberg: "Bezogen auf Lüneburg, ist das, was die Planer vorgestellt haben, Autobahn-Planung aus den 70er-Jahren. Eine transkontinentale Trasse in weniger als 200 Meter zum Kloster Lüne, der Grundschule, Kirche und Kita und in 600 Meter Entfernung zum historischen Stadtkern ist ein Gau für Lüneburg. Und es ist auch eine Katastrophe für die Stadtentwicklung Schlieffenpark. Ich vermag den Nutzen dieser Autobahn für unsere Region nach wie vor nicht zu erkennen. Der Widerstand wird sich nun ins Stadtgebiet hineinverlagern. Wichtig ist, dass die Ebensberger, Adendorfer und Erbstorfer sich jetzt nicht in falscher Sicherheit wiegen, am Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s kann der Trassenverlauf noch anders sein.
Dr. Lars Wohlers, 2. Vorsitzender des Umweltvereins Gellersen: "Wir sind nach wie vor gegen die Planungen der A39, weil nach wie vor kein fachlicher Hinweis auf die Notwendigkeit vorliegt. Wir unterstützen auch den Widerstand im Osten, nicht zuletzt, weil wir wissen, dass dies nur eine Vorzugsvariante ist und es auch eine weitere Variante im Westen gibt. Für den Umweltverein Gellersen zählt: Wann werden die Planungen eingestellt?
Christian Teppe, Vorsitzender der BI ProA39: "Das ist das Optimum für die Region, weil sie die Grund- und Mittelzentren in Nordost-Niedersachsen anbindet. Bei der [[Westtrasse|West-Trasse]] wäre der Eingriff in die Natur größer. Sie wäre für Lüneburg gut gewesen, aber für nachfolgenden Orte nicht.
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==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (8) ====
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'''<big>Bürgermeister Rudi Kiener: Wendisch Evern wird stranguliert</big>'''
'''Reaktionen von Bürgermeistern und Bürgern nach Bekanntgabe der Trasse'''
''stb''
Die Würfel sind gefallen, die Planer haben die Vorzugsvariante für die Autobahn 39 bekanntgegeben. Die LZ sprach mit den Bürgermeistern und Bürgern aus den betroffenen Kommunen.
{{o}}'''Rolf-Dieter Sohl, Bürgermeister der Samtgemeinde Ostheide''': "Die A 39 gehört nicht auf das Gebiet der Samtgemeinde Ostheide. Das ist nicht der richtige Standort. Die Bürger sind schon genügend beeinträchtigt beispielsweise durch die Lüneburger [[Ostumgehung]] und die Bundesstraße 216. Eine Autobahn zusätzlich können wir ihnen nicht zumuten. Auch durch eine mögliche Elbbrücke wird der Verkehr nicht weniger. Wir nehmen die Trassenführung der Autobahn nicht klaglos hin und beraten unser weiteres Vorgehen. Möglicherweise suchen wir uns einen rechtlichen Beistand."
{{o}}'''Rudi Kiener, Bürgermeister von Wendisch Evern''': "Wir sind unglücklich und enttäuscht. Der Ort ist ohnehin eingekesselt durch die Kreisstraßen nach Deutsch Evern und Barendorf, den Elbe-Seitenkanal, den Truppenübungsplatz. Mit der Autobahntrasse werden wir fast stranguliert. Außerdem belasten uns die immer wiederkehrenden Castor-Transporte mit den Überwachungsfahrten der Polizei und mit den über uns kreisenden Hubschraubern. Das Naherholungsgebiet am Kanal wird durch die Autobahn 39 zerstört."
{{o}}'''Bernd Hein, Bürgermeister von Barendorf''': "Ich bin nach wie vor überhaupt gegen die Autobahn 39. Dazu kommt, dass die Planer bei dieser Variante nicht darüber nachgedacht haben, was passiert, wenn es auf der Autobahn zu einem Störfall oder Stau kommt. Dann ist die Bundesstraße 216 unweigerlich die Ausweichstrecke und der Verkehr rollt durch Barendorf. Wir behalten uns rechtliche Schritte gegen die Planung im Verlauf des [[Raumordnungsverfahren]]s vor."
{{o}}'''Heinz Meyer, Bürgermeister von Melbeck''': "Wir Melbecker sind erfreut, dass es mit den Planungen weitergeht - je schneller, je besser. Mit der [[Vorzugsvariante]] kann man zufrieden sein, weil der Verlauf entlang des Elbe-Seitenkanals sowohl die Landschaft als auch die Landwirtschaft schont."
{{o}}'''Klaus Hübner, stellvertretender Bürgermeister von Melbeck''': "Ich bin mit der Trasse zufrieden, weil sie nah an Melbeck verläuft. Je weiter die A 39 vom Ort entfernt ist, desto attraktiver würde die B 4 wieder als Ausweichstrecke für den Schwerlastverkehr werden."
{{o}}'''Hannelore Diminoi aus Wulfstorf''': "Wulfstorf ist ein schöner Ort. Doch die Autobahn zerstört die Schönheit. Ein Ausbau der B 4 mit einer Ortsumgehung für Melbeck wäre mir lieber gewesen."
{{o}}'''Wilhelm Schmidt aus Barendorf''': "Ich wohne direkt an der B 216. Wenn die A 39 wie geplant verläuft, bin ich von beiden Straßen eingezwängt - ein doofes Gefühl. Der Krach der Autobahn kommt noch zu dem der Bundesstraße dazu. Meistens haben wir Westwind, sodass der Schall herübergetragen wird."
{{o}}'''Birgit Vinke aus Reinstorf''': "Ich bin froh, dass die Autobahn an Reinstorf vorbeigegangen ist. Ein Glück für das Dorf. Die A 39 hätte dem Ort viel Natur weggenommen."
{{o}}'''Ines Szyszka aus Barendorf''': "Mit der A 39 wird die Ortsdurchfahrt von Barendorf entlastet. Eine kluge Entscheidung, weil wir viele kleine Kinder im Ort haben. Allerdings geht die Autobahn am Bedarf vorbei."
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'''<big>A 39: Sorge um Entwicklung der Stadt</big>'''
'''Abgeordnete nehmen Stellung'''
''as''
[[Bernd Althusmann]], [[CDU]]-Landtagsabegeordneter: "Die A 39 ist wichtig für den Wirtschaftsstandort Stadt und Landkreis Lüneburg. Die Vorzugsvariante schränkt aber die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt erheblich ein. Die [[CDU]] im Kreisverband Lüneburg hatte eine weiträumige Umfahrung bis in den Raum Dahlenburg favorisiert, die [[CDU]] in der Stadt eher eine westliche Umfahrung. Das [[Raumordnungsverfahren]] sollte jetzt von allen Beteiligten - besonders der Stadt - genutzt werden, um die Einwände gegen die vorgelegte Variante zu untermauern. Dazu haben wir bis zum 30. Juni Zeit. Für die Stadt Lüneburg ist dies sicherlich die problematischste Variante, die nur schwer umsetzbar erscheint. Einziger Vorteil wäre der Rückbau eines Teils der [[Ostumgehung]] und damit eine Entlastung eines Teils von Moorfeld sowie von Ebensberg und Adendorf. Aus Sicht des Melbecker Raums ist es sicher auch eine vorteilhafte Lösung. Bei allen weiteren Überlegungen sollte aber bedacht werden, dass das Gesamtprojekt nicht gefährdet wird."
Jens Kaidas, [[CDU]]-Landtagsabgeordneter: "Ich habe den Eindruck, dass das Landesamt für Straßenbau alle Gutachten sachgemäß ausgewertet hat, einschließlich der bekannten Einsprüche der Bürger und Initiativgruppen. Ich halte diese Trassenführung für durchaus machbar und für eine gute Lösung."
[[Andreas Meihsies]], Grüner Landtagsabgeordneter: "Nun hat Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] als Befürworter der Autobahn die Geister, die er gerufen hat, direkt vor seiner eigenen Haustür. Wir als Grüne werden den Widerstand im gesamten Suchraum weiter unterstützen. Für uns ist nach dieser Präsentation klar: Es gibt keine konfliktfreie Variante. Wir lehnen nach wie vor das Gesamtprojekt als unsinnig ab und machen die Kommunalwahl zur Volksabstimmung im Suchraum. Die Bürger und Kommunen sollten sich mit Einwendungen aktiv beteiligen."
[[Manfred Nahrstedt]], [[SPD]]-Landtagsabgeordneter: "Ich finde es gut, dass es eine [[Vorzugsvariante]] gibt, weil damit Spekulationen ein Ende haben. Allerdings verwundert mich der Trassenverlauf von der Stadtkoppel Richtung Kloster Lüne durch die Stadt. Das war vor Jahren schon geprüfte Trasse während des Baus der Ostumgehung und ist damals verworfen worden. Warum sie jetzt zur [[Vorzugsvariante]] wird, kann ich mir nicht erklären. Das müssen das Land und die die Landesregierung tragenden [[Parteien]] tun. Mich verwundert die Trassenführung auch, weil Lüneburg doch Weltkulturerbe werden will und das Kloster Lüne dazu gehört.
Was die Streckenführung Wendisch Evern/Barendorf/Vastorf angeht, ist die Frage, ob die hier Wohnenden am wenigsten berührt werden. Dies alles ist zu prüfen, und ich gehe davon aus, dass im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s die Stadt Lüneburg und die Ostheide entsprechende Fragen stellen werden."
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==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (10) ====
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'''<big>Gefahr ist nicht ausgestanden</big>'''
'''Protestbewegung macht mit Treckern mobil - 150 Gegner in Uelzen'''
''ca''
Benny ist der Liebling der Fotografen, der Hund trägt ein [[T-Shirt]] "Nein zur A 39" - tierischer Protest. "Er will mit mir weiter durch die wunderschöne Landschaft wandern", sagt Frauchen Christine Altmann. Ohne Autobahn versteht sich. 150 Demonstranten stehen vor der Uelzener Stadthalle, in der die Behörden die A 39-Variante durch Lüneburg weiter in Richtung Vastorf und Uelzen vorstellen. Es erinnert an die Anti-Castor-Bewegung: Bauern rollen mit einem Dutzend Trecker an, Trommler machen Radau gegen die befürchtete Umweltzerstörung.
Antje Henkys aus Boltersen hält die Gefahr für ihr Dorf nicht für ausgestanden. "Die Trasse kann auch bei uns langlaufen", sagt sie. Außerdem sei das "ganze Projekt unsinnig".
Auch Marc und Stefanie Hartwig setzen weiter auf Protest. "Wir kommen aus Neu Lentenau, da sind alle dagegen", sagt Hartwig. Denn die 27 Einwohner fürchten um ihre Lebensqualität. Sie schließen wie die Hartwigs nicht aus, dass die Planung gekippt und die Strecke verlegt wird. Und dann sei es mit der Ruhe vorbei, und gerade wegen des Idylls ist das Ehepaar 1999 aus Hamburg aufs Land gezogen.
Drinnen läuft die Pressekonferenz. Die Planer stellen Journalisten die Variante vor, die ihrer Meinung nach Menschen und Umwelt am wenigsten belastet. 2010/11 könnte man den ersten Spatenstich machen, glaubt der Leiter des Straßenbauamtes, Friedhelm Fischer: "Wenn es keine Klagen gibt." Am Rand steht Peter Weerda von der Initiative Lebensberg. Lächelnd schüttelt er den Kopf: "Wir werden klagen."
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'''<big>Schwung für die Wirtschaft</big>'''
'''Kammern setzen auf A 39'''
''as''
Die Kammern nehmen Stellung:
{{o}}'''Jens Petersen, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg''': "Mit Beginn des [[Raumordnungsverfahren]]s nehmen die Planungen zum Bau der A 39 endlich konkrete Formen an und werden die zuletzt inszenierten unsachlichen Diskussionen zur Notwendigkeit der A 39 wieder einer faktenorientierten und fundierten Argumentation zuführen."
Die IHK habe sich von Anfang an für den Bau der A 39 eingesetzt, "denn für die Wirtschaft des nordost-niedersächsischen Raumes ist es nicht länger hinzunehmen, dass dieser Raum, der infolge der Teilung Deutschlands außerordentliche verkehrsinfrastrukturelle Defizite aufweist, in seiner verkehrlichen Grundausstattung nicht mit anderen Teilräumen der Bundesrepublik Deutschland gleich gestellt wird. Mit dem Bau der A 39 werden diese Defizite beseitigt. Jetzt kommt es darauf an, dass das [[Raumordnungsverfahren]] zügig durchgeführt wird, damit auch der nächste Schritt auf dem Weg zur Realisierung der A 39 gegangen werden kann", erläutert Petersen.
Vor allem der Umstand, dass nach aktuellen Verkehrsprognosen deutschlandweit der Straßengüterverkehr bis 2020 um über 70 Prozent ansteigen wird, verdeutlicht die Notwendigkeit einer zügigen Planung. Für eine bedarfsgerechte Verkehrsentwicklung braucht der Norden Deutschlands die A 39. Nur mit ihr können die wachsenden Verkehrsströme nachhaltig bewältigt werden, denn die Bundesstraßen stoßen in Spitzenzeiten schon heute an ihre Kapazitätsgrenzen. "Es ist daher im Interesse der gesamten Wirtschaft Nordost-Niedersachsens, wenn jetzt das [[Raumordnungsverfahren]] für die A 39 eröffnet wird", betont Petersen. Der volkswirtschaftliche Nutzen der A 39 habe sich darüber hinaus im Rahmen der bundeseinheitlichen und komplexen Berechnungen zum [[Bundesverkehrswegeplan]] 2003 deutlich herausgestellt. Daran würden "methodisch fragliche und laienhafte Neuberechnungen" nichts ändern.
{{o}}'''Gernot Schmidt, Präsident der Handwerkskammer Lüneburg-Stade''': "Die Handwerkskammer Lüneburg-Stade begrüßt grundsätzlich den Bau der Autobahn 39 als direkte Verbindung zwischen Lüneburg und Braunschweig. Wir erwarten eine Stärkung der wirtschaftlichen Situation in den östlichen Kammerregionen. Wir erwarten aber auch, dass die Spange von der A 39 bis Breitenhees im Zuge der Bauarbeiten der A 39 mit in Angriff genommen wird."
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==== {{LZ}} zur [[Vorzugsvariante]] (12) ====
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'''<big>Autobahn nutzt und schadet</big>'''
'''Zwei Landwirte, zwei Meinungen'''
''stb''
Zwei Landwirte, zwei Meinungen. Sowohl Ernst-August Willenbockel aus Gifkendorf als auch Hans-Heinrich Kruse aus Wendisch Evern müssen wohl künftig mit der Autobahn 39 in der Nähe ihrer Betriebe und Flächen leben. Allerdings befürwortet Willenbockel den Bau der A 39, während Kruse ihn ablehnt.
Der Gifkendorfer meint, die Autobahn sichere [[Arbeitsplätze]] und schaffe neue. "Die Landwirtschaft produziert Güter, die auch transportiert werden müssen - auch die Berliner wollen Kartoffeln haben", bricht er eine Lanze für die Straße und fügt an: "Optimal für mich wäre eine Auf- und Abfahrt in der Nähe von Gifkendorf."
Sein Pro für die A 39 begründet er mit einem Beispiel. "Heute liefere ich Pflanzkartoffeln in die Magdeburger Börde. Meine Fahrer müssen sich über die B 4 quälen." Auch glaube er, dass er nach seinem Ruhestand die Gebäude seines Hofes besser verpachten kann, wenn eine Autobahn in der Nähe ist.
"Dass ich Land für den Bau der A 39 verkaufen kann, daran glaube ich nicht. Ich hatte bisher nur einmal Glück im Leben. Und das war, als ich meine Frau kennen gelernt habe", merkt er schmunzelnd an.
Landwirt Kruse aus Wendisch Evern kann der A 39 gar nichts abgewinnen - ganz im Gegenteil. "Wir in Wendisch Evern werden völlig zersiedelt, zerschnitten von der A 39, dem Elbe-Seitenkanal, dem Truppenübungsplatz und der [[Ostumgehung]]." Er habe befürchtet, dass Wendisch Evern von einer Autobahntrasse betroffen sein werde. "Wir haben leider alle recht behalten", sagt er frustriert. Der Widerstand gegen das Projekt werde nicht erlöschen. "Wir werden jetzt erst recht auf uns aufmerksam machen", gibt er sich ganz kämpferisch.
Doch Kruse blickt auch über die eigene Ortsgrenze hinaus. "Für Lüneburg ist die Trasse hammerhart, fatal und tragisch. Ich befürchte einen Verkehrs-Gau, wenn später auf der A 39 beziehungsweise der Umgehung etwas passiert und der Verkehr durch die Stadt umgeleitet werden muss", sagt er.
}}
=== 28. März ===
==== NDR zur [[Vorzugsvariante]] ====
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'''Fernsehbeitrag zum Streit um Ost-Trasse A39 (Hallo Niedersachsen)'''
Die Pläne für die Autobahn A39 wurden von der zuständigen Landesbehörde vorgestellt.
Länge: 02:31 Minuten
* Zum [http://www1.ndr.de/ndr_page_video/0,,OID2440226_VID2445216,00.html Video-Download]
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'''Radiobeitrag zum Trassenvorschlag A 39'''
Variante löst bei Lüneburgs Oberbürgermeister Empörung aus.
Länge: 01:31 Minuten.
* [http://www1.ndr.de/ndr_page_audio/0,,OID2440226_VID2444422_TYPreallow_LOCint,00.html Download].
}}
{{Pressefuss|Februar 2006|April 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
5abf096f771f7ba5b10d30475c69b120bf7353bf
Presseberichte März 2007
0
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1426
2025-02-05T23:12:44Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 31. März ===
==== {{LZ}}, Rubrik "Angespitzt" ====
{{Kasten gelb|
[[Bild:Angespitzt.jpg|left]]'''<big>Suche nach Superplaner</big>'''
''Malte Lühr'' '''Lüneburg'''.
Der Landkreis stöhnt auf. Es geht weiter. In dieser Woche startete die neue Staffel von "Lüneburg sucht den Superplaner". Geeignete Kandidaten sollten mit links eine Autobahn aus dem Ärmel schütteln, einfach in die Landschaft werfen können - ohne jemandem weh zu tun.
Doch schon nach der ersten Folge verschärft sich die Katerstimmung. Zu ungelenk staksten die Verwaltungsakteure in der Motto-Show "A 39-Planungspoker" aus der Winterpause, suchten mit der Ostumgehungskarte die schnelle Entscheidung. Doch das Blatt zieht nur bei einem guten Bluff. Ein plumpes "Deckel drauf und Ruhe ist", täuscht die [[Politiker]]-Jury nicht.
Vor allem die Stadt-Granden um [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]), Regina Baumgarten und Dr. [[Gerhard Scharf]] (beide [[CDU]]) sind zu ausgebufft, um sich mal eben so abzocken zu lassen. Ihr Urteil: Daumen runter; ihr Kommentar: "Im Westen ist und bleibt am besten".
Während Landrat [[Manfred Nahrstedt]] sich noch halbwegs entspannt zurücklehnen und weithin auf den von ihm schon lange geforderten Deckel für die [[Ostumgehung]] pochen kann, hat Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ein Problem.
Einerseits hat der Rathauschef die umstrittene [[Klostertrasse]], die, wie auch immer, das Prädikat Vorzugsvariante erhalten hat, wahrscheinlich verhindert. Andererseits wächst der Druck auf ihn, der so genannten Variante 586 zuzustimmen - Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn.
Das will aber so gar nicht zum Bekenntnis passen: "Keine Trasse über Stadtgebiet". Dies einzuhalten, fordern die Betroffenen in Lüne, Moorfeld und am Ebensberg jedoch jetzt ein. Zudem muss Mädge die Linie des Rates vertreten, der eben dieses Bekenntnis zu seiner Handlungsmaxime erkoren hat. Als Pragmatiker kommt der Oberbürgermeister aber auch nicht umhin, an Plan B zu feilen - Rückzugsgefechte eingeschlossen, die es der Stadt ermöglichen, das Gesicht zu wahren. Also hart bleiben und für Plan B die Suche nach einem geeigneten Gutachter starten, der offensichtliche Widersprüche auflösen kann. Eine Klage scheint schon programmiert: Schließlich muss der Schwarze Peter weitergeschoben werden.
Da der nun verteilt ist, heißt es auch an dieser Stelle "Deckel drauf und Ruhe ist"? Nein. Denn, was haben die Planer eigentlich getan? Nichts anderes, als umzusetzen, was die Politik ihnen aufgetragen hat. Bereits Mitte Januar hat die Stadtratsgruppe [[SPD]]/[[CDU]] in einem Änderungsantrag ihre Ablehnung der [[Klostertrasse]] zwar bekräftigt. Gleichzeitig heißt es in dem Papier aber auch: "Gemeinsam mit dem Landkreis Lüneburg wird sich die Stadt dafür einsetzen, dass eine weiter östlich gelegene Trasse, eine Deckelung der [[Ostumgehung]] und eine Ertüchtigung der B 4 mit einer neuen Umfahrung Lüneburgs untersucht werden." Der Ausbau der [[Ostumgehung]] ist untersucht - mit dem bekannten Ergebnis.
Wieder einmal werden [[Politiker]] die Geister, die sie riefen, nicht mehr los. Sie kennen das? Kein Wunder: Jahrelang haben Volkes Vertreter förmlich um eine Autobahn gebettelt - und schon bei der Bekanntgabe des Untersuchungskorridors erste Absetzbewegungen eingeleitet: "Ja, aber doch nicht hier . . ." So als hätten die Damen und Herren nie darüber nachgedacht, dass eine Autobahn nicht nur Freud, sondern auch großes Leid schafft. Wird die Frage nach einer Autobahn gestellt, gibt es nur zwei Antworten: Ja oder Nein. Für "Ja, aber . . ." ist auf Planer-Karten kein Raum. Den Superplaner gibt es eben nicht.
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=== 30. März ===
==== {{LZ}} zur Internetseite des {{DV}} ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Hacker legen Seite lahm</big>'''<br>
lz '''Lüneburg'''. Wer sich gestern über die Internetseite www.keine-a39.de des {{DV}} über den Widerstand gegen die geplante Autobahn informieren wollte, hatte keinen Erfolg: Hacker hatten die Homepage lahm gelegt.
Das gleiche Problem habe es vor einigen Tagen schon einmal gegeben, berichtet Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbands. Damals habe der verantwortliche Systemadministrator das Problem aber schnell beheben können. Der sei zurzeit aber verhindert, so dass sich am Nachmittag ein Vertreter an die Arbeit machte.
Bis zum Abend war die Seite des Dachverbands gegen die Autobahn 39 noch nicht wieder erreichbar. Wer hinter dem Angriff steckt, sei offen, sagt ein Sprecher des Dachverbands.
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (1) ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Kein Vertrauen in Zick-Zack-Kurs</big>'''<br>
'''A 39-Gegner: Stadt muss hart bleiben'''
lz '''Lüneburg'''. Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 lehnt auch die wieder ins Gespräch gekommene Trassenführung einer Autobahn auf der [[Ostumgehung]] ab. Auch diese Trasse würde quer durch die Stadt führen und "unnötigerweise massive neue Verkehre mit gesundheitszerstörendem [[Lärm]] und [[Feinstaub]] in unsere dicht bewohnten Gebiete ziehen", wie Friedhelm Feldhaus als Sprecher der A 39-Gegner deutlich macht.
Der "Zick-Zack-Kurs" beim Verlauf einer möglichen A 39 im Raum Lüneburg hat laut Feldhaus auch "das Vertrauen in die Sachorientierung und die Unabhängigkeit der Autobahnplaner" weiter verringert: "Zuerst galt die Ostumgehungs-Variante als kurventechnisch nicht machbar, nunmehr aber aufgrund von politischem Druck offenbar doch", wundert er sich.
Die Bürgerinitiativen forderten [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister Mädge]] auf, die angekündigte Klage gegen die A 39 aufrecht zu erhalten, ebenso die Gutachten zu den "eklatanten Verfahrensfehlern" und die Forderung der Stadt nach einer gleichberechtigten Untersuchung des alternativen Ausbaus der B 4 mit Ortsumgehungen.
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (2) ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Ratsmehrheit wehrt sich gegen Stadt-Trasse</big>'''<br>
'''SPD und CDU fordern weiter A 39-Bau im Westen oder Osten'''
red '''Lüneburg.''' Keinen Deut weichen [[SPD]]- und [[CDU]]-Fraktion im Rat der Stadt Lüneburg auch nach den jüngsten Entwicklungen von ihren bisherigen Beschlüssen zur A 39 ab. "Wir fordern weiterhin eine Umfahrung im Westen oder weiträumig im Osten. Dem [[Schutzgut Mensch]] muss höchste Priorität eingeräumt werden", sind sich die beiden Fraktionsvorsitzenden [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]) und Regina Baumgarten ([[CDU]]) einig.
Baumgarten ergänzt: "Es gibt eindeutige und von einer großen Mehrheit getragene Beschlüsse des Rates. Trassen, die unmittelbar über das Stadtgebiet verlaufen, lehnen wir ab." Ein Trassenverlauf über ein Teilstück der [[Ostumgehung]] weise vergleichbare Probleme wie der bisherige Vorschlag auf. Diese Trasse wäre mit erheblichen Belastungen für die Anwohner in den Wohnbereichen verbunden.
Vom Land fordert die Mehrheitsgruppe im Rat eine Abwägung der verschiedenen Trassenvarianten. "Das Land muss endlich schwarz auf weiß liefern, welche Argumente gegen eine Trasse außerhalb des Stadtgebietes sprechen", fordert die Gruppe.
Bis dahin soll die Stadt bei ihrer Position bleiben. "Wir verbuchen es als Erfolg, dass unsere Argumente gegen die [[Klostertrasse]] überzeugt haben. Das ist ein Erfolg unseres konsequenten Vorgehens", findet Dörbaum.
Auf jeden Fall müsse sich die Stadt darauf vorbereiten, die Bürger an der [[Ostumgehung]] zu unterstützen, sind sich beide Fraktionen einig. Helfen sollen dabei neue Fachgutachten zu den Themen Verkehr, [[Lärm]] und zu möglichen Entschädigungen der Hausbesitzer, deren Eigentum durch die geplante Trasse betroffen ist.
}}
=== 29. März ===
==== {{HA}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{Kasten gelb|1=
Planung: Neue Untersuchung förderte eine mögliche Variante zu Tage
'''<big>B 4 kann Autobahn werden</big>'''<br>
'''Einst als nicht machbar eingestuft, ist der Ausbau der Ostumgehung zur A 39 nun durchaus eine Alternative - Bedingung: Tempo 100.'''
Von Carolin George
Lüneburg -
Was doch eine erneute Untersuchung alles bringen kann: Auf einmal ist in Sachen Autobahn 39 etwas möglich, was bislang als nicht machbar eingestuft wurde: der Ausbau der Lüneburger [[Ostumgehung]]. Diese neue Variante sowie [[Klostertrasse|die bislang favorisierte Trasse entlang des Klosters]] stellt die Niedersächsische Straßenbehörde für Straßenbau und Verkehr bei einem Erörterungstermin am 19. und 20. April in Uelzen vor.
Zur Erinnerung: Die von der Behörde bevorzugte [[Kloster-Trasse]] zweigt von der [[Ostumgehung]] in Höhe Neu Hagen nach Westen ab und läuft am Kloster Lüne entlang, quert die Bockelmannstraße und trifft am Ortseingang Adendorf wieder auf die Bundesstraße 4. Jetzt bringen die Experten eine weitere Variante auf den Plan: den Ausbau der B 4 zur Autobahn.
Doch warum ist auf einmal etwas machbar, was zuvor unmöglich schien? "Wir hatten bislang mit freier Geschwindigkeit geplant", erklärt Heiko Lange, Projektmitarbeiter A 39 bei der Straßenverkehrsbehörde. "Diese Vorgabe geben wir uns selbst, um nicht von vornherein mit Einschränkungen zu bauen." Eine B 4 als A 39 braucht jedoch zwingend ein Tempolimit, weil der [[Kurvenradius]] der Fahrbahn zwischen den Abfahrten Adendorf und Ebensberg nur 550 Meter beträgt - für freie Fahrt wären 900 Meter nötig.
Daher hatte die Behörde zwar auch schon früher über einen Ausbau der [[Ostumgehung]] nachgedacht - nur war just an dieser Stelle zuvor eine Ausweichstrecke geplant. Die aber schien den Planern unter anderem wegen des Schallschutzes ungünstiger als die [[Kloster-Trasse]]. Außerdem hätten in Kloster Lüne dafür Häuser abgerissen werden müssen. Gemäß Auftrag der Regierungsvertretung untersuchten die Planer das Thema B 4 nun erneut und kommen zu dem Schluss: Der Ausbau ist möglich, allerdings mit Geschwindigkeitsbegrenzung auf vermutlich Tempo 100 so wie jetzt. Aber: Selbst bei der bislang favorisierten [[Kloster-Trasse]] würde wahrscheinlich ein Tempolimit eingeführt. Denn um den Lärmschutz in Höhe des Klosters zu gewährleisten, wäre laut Behörden-Mitarbeiter Lange eine Tempo-Begrenzung günstiger als alle anderen Schallschutz-Maßnahmen.
Die Stadt Lüneburg wird derweil ein neues Gutachten in Auftrag geben, um die Auswirkungen der neuen Trasse untersuchen zu lassen. Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]]: "Eine Westtrasse oder eine weiträumige Umfahrung im Osten ist für Lüneburg die bessere Lösung." Das Problem: Die Stadt entscheidet nicht über die Trasse und steht mit ihrer Haltung allein. Dass die sogenannte [[Kloster-Trasse]] aus dem Spiel ist, bewertet sie als Erfolg. "Unsere Gutachten haben überzeugende Argumente dagegen geliefert", so Schröder-Ehlers. Jetzt will sie für einen Deckel der [[Ostumgehung]] kämpfen, auch dafür Experten zu Rate ziehen. Prüfen lassen will die Stadt auch, ob ein Tempolimit kontrolliert werden würde und welche Ansprüche die Anwohner wegen der Wertminderung ihrer Häuser geltend machen könnten.
Auch der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 hat sich gut gerüstet für den Termin in Uelzen, verweist unter anderem auf das "verheimlichte und äußerst niedrige [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]" der Autobahn. Über den "bestehenden und bereits gut gefüllten Schutz- und Klagefonds gegen die A 39" würden die Interessen gebündelt und "von guten Verwaltungsjuristen" auf den Klageweg gebracht, so Sprecher Eckehard Niemann. Über die endgültige Trassenführung entscheiden wird die Regierungsvertretung nach dem [[Erörterung]]stermin für die Träger öffentlicher Belange - aber nicht die Öffentlichkeit - im April in Uelzen, noch im Sommer 2007 wird damit gerechnet.
Dann gehen Heiko Lange und seine Kollegen zurück an ihre Unterlagen und planen die Strecke im Detail. Sind sie damit fertig, beginnt das [[Planfeststellungsverfahren]] - nicht vor 2008. Dann erst werden auch einzelne Bürger beteiligt, dann erst können auch Klagen gegen die Autobahn eingereicht werden. Niemann gibt sich schon jetzt siegessicher: Die Gegner seien "zuversichtlich", dieses Projekt "zu Fall zu bringen".
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Grünen-Protest gegen A 39</big>'''<br>
ml '''Lüneburg'''. Als Ratsmitglied möchte der Grüne [[Andreas Meihsies]] gern "aus erster Hand und nicht über die Zeitung informiert werden". Deshalb war der Lüneburger gestern zu einem Gespräch bei Dr. Holger Manthey - in der Regierungsvertretung Lüneburg zuständig für das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante Autobahn 39. Anschließend stand für den Grünen-[[Politiker]] fest: "Die A 39 wird auf der [[Ostumgehung]] kommen, mit der jetzt angestoßenen Diskussion sollen die Anwohner darauf vorbereitet werden."
Gleichwohl bleibt sein vorrangiges Ziel, "alle Gegner zu mobilisieren, um die Autobahn doch noch zu verhindern". Der Protest müsse aufrecht erhalten werden. Für seinen Mitstreiter Matthias Wiebe, Adendorfer Ratsherr und Beisitzer im Grünen-Kreisvorstand, sind "solche Projekte mit Blick auf den Klimaschutz ohnehin nicht mehr vertretbar".
}}
=== 28. März ===
==== {{LG}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{Kasten|1=
'''<big>A39: Stadt kämpft für verträgliche Trasse</big>'''<br>
(sp) Lüneburg. Am Dienstag berichteten die ersten Medien darüber: Die A39 wird auf Lüneburger Stadtgebiet wahrscheinlich auf der Trasse der schon existierenden [[Ostumgehung]] verlaufen. Die Stadt Lüneburg wird weiter für eine Lösung kämpfen, die den Interessen der Lüneburgerinnen und Lüneburger entspricht. Unter anderem will sie die Interessen der Anwohner der [[Ostumgehung]] mit Gutachten unterstützen.
[[Andrea Schröder-Ehlers]], Fachbereichsleiterin Verkehr, formuliert die Position der Stadt: „Eine [[Westtrasse]] oder eine weiträumige Umfahrung im Osten ist für Lüneburg die bessere Lösung. Diese Haltung hat der Rat der Stadt mehrmals mit großer Mehrheit bekräftigt.“ Beim Anhörungstermin am 19. April in Uelzen wird die Stadt die Argumente für ihre Position nochmals vortragen.
Das Problem: Die Stadt entscheidet nicht über die Trasse und steht mit ihrer Haltung allein. „Wir müssen realistisch sein. Vieles deutet jetzt darauf hin, dass die [[Ostumgehung]] als Trasse kommen wird“, sagt Schröder-Ehlers.
Dass die sogenannte [[Klostertrasse]] damit aus dem Spiel ist, bewertet die Stadt als Erfolg. „Unsere Gutachten haben überzeugende Argumente dagegen geliefert“, sagt Schröder-Ehlers. Wenn die [[Ostumgehung]] genutzt wird, dann will die Stadt das Beste für Lüneburg herausholen. „Das bedeutet, wir werden weiter für das [[Schutzgut Mensch]] kämpfen. Vor allem für die Anwohner an der [[Ostumgehung]]“, so Schröder-Ehlers.
Konkret bedeutet das: Die [[Ostumgehung]] soll einen Deckel bekommen. Die Stadt will Gutachter beauftragen, die genau prüfen, wie so ein Deckel gestaltet werden kann und was er kostet. Schröder-Ehlers: „Auf dem Deckel könnte eine Erdschicht aufgetragen werden und ein Fußweg, um Moorfeld nicht zu zerteilen.“ Ziel der Stadt ist es, bei Verhandlungen über den Deckel auf Augenhöhe argumentieren zu können.
Prüfen lassen will die Stadt auch, welche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Ostumgehung gelten muss und ob sie mit sogenannten Blitzern kontrolliert wird. Ein weiterer Punkt: „Für die Anwohner der [[Ostumgehung]] kann der Bau der A39 einen Wertverlust der Häuser bedeuten. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Ansprüche die Anwohner geltend machen können.“
Landrat [[Manfred Nahrstedt]] sagt dazu: „Ich stand und stehe auch weiterhin zum Bau der A39, da ich die Autobahn als wichtige Infrastrukturmaßnahme und wirtschaftliche Entwicklungschance sehe. Unsere Region braucht die Autobahn." Er habe sich nicht erst als Landrat für die Prüfung einer weiter östlich gelegenen Trasse stark gemacht und zur Verhinderung der [[Klostertrasse]] einen Tunnel ins Gespräch gebracht. „Der Ausbau der jetzigen Ostumgehung war für mich eine geeignete Alternative, falls meine Vorschläge – östlicher gelegene Trasse und Tunnellösung – nicht zum Tragen kommen sollten", sagt der Landrat.
Dies sei allerdings nur mit Deckelung der Trasse und in Verbindung mit einem Tempolimit denkbar, um den Lärmschutz zu gewährleisten. Nahrstedt: „Wichtig bei der Prüfung aller Möglichkeiten ist es, eine für die Menschen in Stadt und Landkreis Lüneburg vertretbare Lösung zu finden."
}}
[[Bild:LZ 2007 03 28 1.jpg|right|200px]]
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (1) ====
{{Kasten|1=
'''<big>Zornige Bürger</big>'''<br>
In den Stadtteilen Moorfeld,
Lüne und Ebensberg gehen
die Bürger auf die Barrikaden.
Die Aussicht, dass die geplante Autobahn 39, wie berichtet, nun im Stadtgebiet auf der alten [[Ostumgehung]] (Foto) geplant wird, ist für sie inakzeptabel. Sie sagen: Die Stadt, die zwar offiziell noch andere Trassen fordere, knicke ein. {{o}}'''[[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_Ausbau_der_Ostumgehung_.282.29|Seite 5]]'''
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (2) ====
[[Bild:LZ 2007 03 28 2.jpg|thumb|left|302px|'''Die [[Ostumgehung]] rückt bei den Planungen für die A39 wieder in den Fokus, eine Trasse über Stadtgebiet scheint nicht mehr tabu.''' Fotos: be]]
[[Bild:LZ 2007 03 28 3.jpg|thumb|460px|'''Die Bewohner zwischen Moorfeld und Ebensberg fühlen sich im Stich gelassen. [[Lärm]], fehlende Verkehrssicherheit und Wertverlust ihrer Häuser sind die Kritikpunkte der aufgebrachten Bürger.''']]
{{Kasten gelb|1=
'''<big>„Wir waren bisher zu zahm“</big>'''<br>
'''Bürger vom Ebensberg, aus Lüne und Moorfeld sind wütend über A 39-Pläne für Ostumgehung'''
jm '''Lüneburg'''. Ob in Lüne, im
Moorfeld oder am Ebensberg,
über Gartenzäune und Büsche
hinweg gab es nur ein Thema:
Dass die [[Ostumgehung]] in die
Favoritenrolle beim Bau der
Autobahn 39 rückt. „Unfassbar“,
„menschenverachtend“,
„inkonsequentes Verhalten der
Stadt“, lauten die Meinungen.
Die Anwohner fühlen sich als
„Bauernopfer“.
Die Mitglieder der Bürgerinitiative
Lüne-Moorfeld sind wütend. „Ich bin auf 180“, platzt es
aus Verena Fiedler heraus, „gegen
den [[Lärm]] der [[Ostumgehung]]
ist schon nichts zu machen.
Mit einer Autobahn rollt
aber noch mehr Verkehr direkt
am eigenen Zuhause vorbei.“
Das Eigenheim zu verkaufen
und wegzuziehen, sei keine Alternative.
„Bei einem Makler
hatten wir uns erkundigt“, sagt
Fiedler, „aber der geht mittlerweile
von einem Wertverlust
von etwa 50 Prozent für die
Häuser aus.“ Detlef Giesler
stimmt in die Kritik ein: „Eine
Trasse durch Wohngebiet zu
favorisieren, ist menschenverachtend.
Angesichts der von
den Planern angesprochenen
problematischen Verkehrssicherheit
werden offenbar Unfälle in Kauf genommen.“
Für Friedhelm Feldhaus,
Sprecher des {{DV}}, bestätigt sich eine lang
gehegte Befürchtung: „Die
Stadt knickt ein, lässt sich nun
doch auf eine Trasse durchs
Stadtgebiet ein.“ Momentan
werde alles zwar noch mit positiven
Worten und Bemühungen
verkleidet, aber die meisten
Anwohner seien überzeugt,
dass keine Taten folgen.
Diese Sorge teilt auch
Bürgermeister Dr. [[Gerhard Scharf]] ([[CDU]]). „Hunderttausende
von Euro wurden für Gutachten
ausgegeben. Die wirken
plötzlich wie ein Alibi, das nur
das Gewissen erleichtern soll.
Wie ein fauler Kompromiss
wirken die Pläne.“ Empört ist
der Ratsherr über die schlechte
Kommunikation. „Am vergangenen
Donnerstag hat der Rat
getagt, aber er wurde nicht einmal
über den Gesprächstermin
zur A39 am Freitag in der Regierungsvertretung
informiert.“
Die Stadt hält zwar weiter an
ihrer Forderung nach einer
Westumfahrung oder einer östlicheren
Trasse fest, weiß aber,
sie steht damit allein. Sie sichert
unterdessen zu, die Anwohner
an der [[Ostumgehung]] zu unterstützen. Konkret bedeute das:
Sie will Gutachter beauftragen,
die genau prüfen, wie ein Deckel
auf der [[Ostumgehung]] gestaltet
werden kann und was er
kostet. Verkehrsdezernentin
Andrea Schröder-Ehlers erklärt: „Auf dem Deckel könnte
eine Erdschicht aufgetragen
werden und ein Fußweg, um
Moorfeld nicht zu zerteilen.“
Prüfen lassen will die Stadt
auch, welche Geschwindigkeitsbegrenzung
auf einer ausgebauten
[[Ostumgehung]] gelten
müsste und ob sie mit so genannten
Blitzern kontrolliert
würde. Zudem stelle sich die
Frage, ob Anwohner Ansprüche
geltend machen könnten, weil
der Bau der A39 einen Wertverlust
ihrer Häuser bedeuten
würde. Beim Anhörungstermin
am 19. April in Uelzen werde
die Stadt nochmals ihre Argumente
vortragen.
Die Anwohner haben bereits ihr eigenes Fazit gezogen. „Wir
waren bisher zu zahm“, sagt Giesler. „Aber aus unserem losen
Zusammenschluss von Gleichgesinnten wird jetzt eine
rechtsfähige Organisation. Wir rüsten uns für einen Rechtsstreit.“
Dass der Kampf gegen eine Autobahn zum Lebensmittelpunkt werden könnte, haben die Mitglieder der Bürgerinitiative nie erwartet. „Es kostet Kraft“, gesteht Fiedler, „aber es schweißt auch zusammen.“
}}
==== Presseerklärung des {{DV}} ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 weiter quer durch Lüneburg geplant</big>'''
Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 tritt entschieden dem Eindruck entgegen, dass die neuerliche Verschiebung der „[[Klostertrasse|Kloster-Lüne-Trasse]]“ auf die sogenannte „[[Ostumgehung|Ost-Umgehung]]“ den Interessen der Lüneburger entgegenkommen würde. „Bei beiden Trassen handelt es sich um Autobahn-Trassen, die quer durch die Stadt gehen und unnötigerweise massive neue Verkehre mit gesundheitszerstörendem [[Lärm]] und [[Feinstaub]] in unsere dicht bewohnten Gebiete ziehen würden und massive Wertverluste an den Immobilien brächten“, so Friedhelm Feldhaus als Sprecher der A39-Gegner. Die „Ost-Umgehung“ sei längst keine Umgehungsstraße mehr.
Der Zick-Zack-Kurs beim Verlauf einer möglichen A 39 im Raum Lüneburg hat laut Feldhaus auch das Vertrauen in die Sachorientierung und die Unabhängigkeit der Autobahnplaner noch weiter verringert: „Zuerst galt die sogenannte Ostumgehungs-Variante als kurventechnisch nicht machbar, nunmehr aber aufgrund von politischem Druck offenbar doch!“
Die Versprechen der Stadt, die Anwohner ggf. durch Lärmdeckel und Gutachten zu unterstützen, löst nach Meinung der Bürgerinitiativen keines ihrer Anliegen. Sie forderten [[Ulrich Mädge|Bürgermeister Mädge]] auf, die angekündigte Klage gegen die A 39 unbedingt aufrecht zu erhalten, ebenso die Gutachten zu den eklatanten Verfahrensfehlern und die Forderung der Stadt nach einer gleichberechtigten Untersuchung des alternativen Ausbaus der B 4 als Bundesstraße mit Ortsumgehungen.
Feldhaus: „Wir bleiben bei unserem konsequenten Kurs gegen jegliche Variante dieser nachweislich unnötigen und unfinanzierbaren Renommier-Autobahn und werden sie politisch und juristisch mit unserem [[Schutz- und Klagefonds]] verhindern!“
}}
==== {{LP}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
'''Jetzt doch auf der Ostumgehung?'''
Lüneburg (poe). Neue Lage:
Jetzt soll die geplante A 39 doch
über die Lüneburger Ostumgehung
führen {{o}} Seite 3
{{Kasten gelb|1=
'''<big>A 39 jetzt doch über die Ostumgehung?</big>'''<br>
'''Lüneburg''' (poe). Jetzt also
doch? Die Diskussion um die geplante
Autobahn 39 ist wieder um
eine Variante reicher: Die Planer
erwägen nun doch, die A 39 über
die vorhandene [[Ostumgehung]]
an Lüneburg vorbeizuführen. Das
kam vorigen Freitag heraus, als
die Landesbehörde für Straßenbau
die Stadt und den Landkreis
über ihre neuesten Untersuchungen
informierte. Das ist
noch keine endgültige Entscheidung,
aber damit scheint die umstrittene
„[[Kloster-Trasse]]“ durch
Lüneburg vom Tisch zu sein.
Bürgerinitiativen und der grüne
Landtagsabgeordnete [[Andreas Meihsies]] sind heute um 14 Uhr
beim Raumordnungsverantwortlichen
Dr. Holger Manthey, um
Details zu erfahren. Meihsies: „Wir
lassen uns auf keine Varianten-Spielchen ein. Das Gesamtprojekt
A 39 ist unsinnig. [[Die Grünen]] rufen
weiter zum Widerstand auf!“
Für alle Betroffenen gibt es am 19. und 20. April einen [[Erörterung]]stermin in der Uelzener Stadthalle.
}}
* '''''Anmerkung''': Der [[Erörterung]]stermin in der Uelzener Stadthalle ist mitnichten "für alle Betroffenen" vorgesehen, eine Bürgerbeteiligung wurde von Dr. Manthey auf Anfrage ausdrücklich verneint.''
=== 27. März ===
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (1) ====
{{Kasten gelb|1=
[[Bild:LZ 2007 03 27 1.jpg|thumb|360px|'''Der [[Kurvenradius]] der [[Ostumgehung]] zwischen Ebensberg und Adendorf ist eigentlich zu klein für eine Autobahn, doch die A39-Planer sagen nach einer neuen Untersuchung: Der Ausbau ist möglich.''' Foto: t&w]]
'''<big>Ostumgehung im Fokus</big>'''<br>
'''A 39-Planer halten den Ausbau der Strecke grundsätzlich für möglich'''
ml '''Lüneburg'''. Die [[Ostumgehung]]
rückt verstärkt in den
Fokus der A39-Planer. Im Auftrag
der Regierungsvertretung
Lüneburg hat die Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr
den Ausbau der Strecke zur
Autobahn noch einmal untersucht
– und der ist grundsätzlich
möglich, so das Ergebnis.
Damit könnte die [[Ostumgehung]] kurz vor dem [[Erörterung]]stermin zur Autobahn 39 eine echte Alternative zur bisher favorisierten so genannten [[Kloster-Trasse]] werden. Stadt und Landkreis Lüneburg sind am Freitag bereits vorab informiert worden, alle anderen Betroffenen erhalten die entsprechenden Unterlagen zusammen mit der Einladung zum [[Erörterung]]stermin, der am 19. und 20. April in der Uelzener Stadthalle stattfinden wird. {{o}}'''[[Presseberichte_M%C3%A4rz_2007#Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung_.282.29_3|Seite 3]]'''
}}
==== {{LZ}} zum möglichen Ausbau der sogenannten Ostumgehung (2) ====
[[Bild:LZ 2007 03 27 2.jpg|thumb|left|400px|'''Bislang galt der enge [[Kurvenradius]] von 550 Metern auf der [[Ostumgehung]] (gelb) zwischen Adendorf und Ebensberg als Argument gegen einen Ausbau zur Autobahn. Doch nun halten Planer auch diese Variante für möglich, wird die Trasse von Politik und Verwaltung gegenüber der [[Vorzugsvariante]] (rot) favorisiert.''']]
[[Bild:LZ 2007 03 27 3.jpg|thumb|320px|right|Fotos: boldt/Grafik: Greve]]
{{Kasten gelb|1=
'''<big>„Variante mit vielen Vorteilen“</big>'''<br>
'''Behörden informieren Stadt und Kreis: Ostumgehung in der Favoritenrolle bei A 39-Bau'''
ml '''Lüneburg'''. Alle Beteiligten
werden nicht müde zu betonen:
„Eine Entscheidung ist
noch nicht gefallen“ – und doch
wirkt es so, als seien zumindest
die Weichen gestellt worden.
Nachdem die Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr die
[[Ostumgehung]] noch einmal untersucht
hat, erscheint den Planern
ein Ausbau zur Autobahn
nun doch möglich – „auch
wenn das Problem der Verkehrssicherheit
noch nicht geklärt ist“, sagt Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg, die für das [[Raumordnungsverfahren]] zuständig ist.
[[Bild:LZ 2007 03 27 4.jpg|thumb|'''Dr. Holger Manthey ist verantwortlich für das [[Raumordnungsverfahren]].'''<br>Foto: t&w]]
Vor allem die Stadt, aber
auch der Landkreis Lüneburg
hatten darauf gedrängt, die [[Ostumgehung]]
erneut zu überprüfen – als Alternative zur so
genannten, heftig kritisierten
[[Klostertrasse]]. „Deshalb sind
beide Kommunen am vergangenen
Freitag vorab über das
Ergebnis informiert worden“,
erklärt Manthey. Alle anderen
Betroffenen erhalten die Informationen
schriftlich zusammen
mit der Einladung zum [[Erörterung]]stermin
am 19. und 20. April in Uelzen.
Zum Kreis der Gesprächsteilnehmer
im Behördenzentrum
auf der Hude gehörten Ende
vergangener Woche außer
Landrat [[Manfred Nahrstedt]]
und Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] die [[CDU]]-Landtagsabgeordneten
[[Bernd Althusmann]] und [[Jens Kaidas]] sowie Vertreter
der Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr und der Regierungsvertretung.
Aus Hannover angereist war zudem Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke.
Für Nahrstedt ein „positives
Signal“: So konnten Stadt und
Kreis noch einmal auf die besonderen
Probleme der [[Vorzugsvariante]]
im Bereich des
Klosters Lüne hinweisen.
Und [[Andrea Schröder-Ehlers]],
Verkehrsdezernentin der
Stadt, ist sich sicher: „Unsere
Argumente sind offenbar auf
fruchtbaren Boden gefallen.“
Gleichzeitig gesteht sie ein:
„Die Stadt hält zwar eine westliche
oder weiter östliche Trasse
für sinnvoller, doch die scheint
nur schwer durchsetzbar.“
Auch Nahrstedt glaubt nach
den Gesprächen, „dass sich die
[[Ostumgehung]] als Trasse herausschält“ – und schiebt gleich
eine Forderung nach: „Aber
dann brauchen wir einen
Deckel als [[Lärm]]schutz“. Schröder-Ehlers kündigt für die Stadt
schon jetzt an, einen Autobahnverlauf
auf der heutigen [[Ostumgehung]]
„im Sinne der dort lebenden
Menschen kritisch zu
begleiten – auch mit der Hilfe
von externen Gutachtern“.
Als pragmatisch und vernünftig bezeichnet unterdessen
der [[CDU]]-Landtagsabgeordnete
[[Bernd Althusmann]] den Kompromiss.
„Ein Deckel wäre natürlich das i-Tüpfelchen.“ Doch
der will auch bezahlt sein, deshalb
verweist der [[CDU]]-Mann
auf den Finanzierungsvorbehalt
des Geldgebers – und das ist der
Bund. Für Parteifreund Kaidas
stand ohnehin von Anfang an
fest: „Die A39 kann nur auf der
[[Ostumgehung]] verlaufen.“
So weit will Manthey zwar
nicht gehen, doch er räumt ein:
„Die Variante hat erhebliche
Vorteile, viele Einwände der
Stadt gegenüber der [[Klostertrasse]]
fallen weg.“ Auch wenn
die [[Ostumgehung]] jetzt wieder
in den Mittelpunkt der Diskussion
rückt, müssen die Anwohner
eines nicht fürchten: „Der
Abriss von Häusern steht nicht
zur Debatte“, sagt Manthey.
Und der muss es wissen, denn wie heißt es bei den Planern der Landesbehörde: „Entscheiden müssen die Raumordner“ – nach dem [[Erörterung]]stermin.
}}
===== Leserbrief zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_April_2007#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_m.C3.B6glichen_Ausbau_der_sogenannten_Ostumgehung|03.04..: Abschied von Wahlversprechen]]
=== 26. März ===
==== {{LZ}} zur VCD-Jahrestagung ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Kampf gegen A 39</big>'''<br>
'''Gegner suchen Schulterschluss mit Verkehrsclub'''
[[Bild:LZ 2007 03 26.jpg|thumb|639px|'''Sie haben ein Ziel (v. l.): Claudia Schmidt, Michael Gehrmann und Harald Walsberg vom Verkehrsclub Deutschland sowie Friedhelm Feldhaus, Sprecher des {{DV}}, wollen den Autobahnbau verhindern.''' Foto: t&w]]
cn '''Lüneburg'''. Die Kriegskasse
ist gut gefüllt, die Autobahngegner
verfolgen die Planungen
für die Autobahn 39 mit Argusaugen:
Sie wollen auch bei den
kleinsten Verfahrensfehlern ansetzen,
um das Projekt per Klage
zu kippen. Das kündigte
Friedhelm Feldhaus, Sprecher
des {{DV}}, am
Freitagabend bei einer Informationsveranstaltung
in der Universität Lüneburg an.
Für Feldhaus steht fest: „Die
Autobahn muss verhindert werden.“
Es könne nicht sein, dass
die Wünsche weniger gegen
einen breiten Willen in der
Bevölkerung durchgesetzt würden:
15 000 Einwendungen seien
gegen die Autobahn vorgebracht
worden, mehr als 300
Bürger hätten sich dem [[Schutz- und Klagefonds]] des Dachverbandes
angeschlossen, 60 000
Euro stünden für ein juristisches
Kräftemessen bereit.
Mobil macht zudem der Verkehrsclub
Deutschland ([http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD])
mit seinen bundesweit 60 000
Mitgliedern gegen das Projekt.
Der Bundesvorsitzende Michael
Gehrmann betonte bei
der Infoveranstaltung in der
Uni: „Es gibt absolut keinen
Grund für den Bau der Autobahn.“
Deutschland befinde
sich bereits in einer tiefen Infrastruktur-
Instandhaltungskrise.
Es müsse daher in den Erhalt
des bestehenden Straßen- und
vor allem Schienennetzes investiert
werden, nicht in den Bau
neuer Autobahnen.
Der niedersächsische [http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD]-Landeschef
Harald Walsberg
verdeutlichte das Problem: Allein
in Niedersachsen seien sieben
Autobahnen in Planung,
während zugleich parallel zu
den Trassen laufende Bahnstrecken
von der Stilllegung
bedroht seien. „Und das, obwohl
auf manchen Strecken im
Land in den vergangenen zehn
Jahren ein Fahrgastzuwachs
von 100 Prozent zu verzeichnen
ist“, sagte Walsberg.
Nicht nur angesichts der gegenwärtigen Klimaschutz-Diskussion
für die [http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD]-Führung
das völlig falsche Signal: „Auch
die demografische Entwicklung
spricht gegen neue Autobahnen.
Es wird immer weniger
Nutzer geben, zudem immer
weniger Steuerzahler, die den
Erhalt finanzieren“, erläuterte
[http://www.vcd.org/lueneburg/ VCD]-Bundeschef Gehrmann.
Demgegenüber sei das Argument des wirtschaftlichen Nutzens neuer Autobahnen reine Augenwischerei: „Brandenburg hat bereits heute das dichteste Autobahn-Netz pro Kopf. Und wie gut es dem Land wirtschaftlich geht, sieht jeder.“
}}
=== 23. März ===
==== {{LZ}} zum Erörterungstermin ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>A 39-Planer bitten zum Sitzungsmarathon</big>'''<br>
'''Erörterungstermin am 19. und 20. April in der Uelzener Stadthalle '''
ml '''Lüneburg'''. Die Planer der Autobahn 39 peilen ihr nächstes Etappenziel an, und auch die Gegner blicken gespannt nach Uelzen. Am 19. und 20. April wird in der dortigen Stadthalle der [[Erörterung]]stermin für die Träger öffentlicher Belange stattfinden - die Öffentlichkeit selbst ist allerdings ausgeschlossen. Eingeladen sind 220 Städte, Gemeinden und Landkreise, Bundes- und Landesbehörden sowie Natur- und Umweltschutzverbände. "Die Schreiben gehen Ende nächster Woche raus, auch der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 ist dabei", sagte gestern Dr. Holger Manthey von der zuständigen Regierungsvertretung Lüneburg.
Der Startschuss fällt an beiden Tagen um 9.30 Uhr. Das Ende ist jeweils offen. Vorgesehen ist, zunächst die Rahmenbedingungen abzustecken und dann in die Diskussion über den Verlauf der [[Vorzugsvariante]] und möglicher Alternativen einzusteigen. "Am ersten Tag wollen wir den Abschnitt Lüneburg-Uelzen abhandeln, am zweiten folgt der Trassenverlauf weiter südlich", gibt Manthey als Ziel vor.
In den vergangenen Monaten haben die Regierungsvertretung und die für die Planung verantwortliche Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Stellungnahmen und rund 15 000 Einwendungen gesichtet und bewertet. "Das Ergebnis ist auf etwa 400 Seiten zusammengefasst, die Grundlage für den [[Erörterung]]stermin sind", erklärt Manthey.
Er weist zugleich auf eine Besonderheit des [[Raumordnungsverfahren]]s hin. "Für den Termin aufgenommen werden nur Hinweise und Einwände, die die Trassenfindung beeinflussen", erläutert Manthey und nennt zwei Beispiele: "Mögliche Streckenverläufe und Ortslagen, die bislang noch nicht berücksichtigt sind, oder Vorkommen von Tierarten in Biotopen, die in den Planungsunterlagen fehlen." Das heißt: Einwender erhalten im Einzelfall keine Antwort.
Auch eine Entscheidung wird es am Ende der zwei Tage nicht geben. Das Ziel der Regierungsvertretung ist laut Manthey, bis Juni die so genannte [[Landesplanerische Feststellung]] zu erarbeiten. Dort finden sich auch die Ergebnisse der [[Erörterung]] sowie sämtliche Einwendungen wieder. Anschließend werden die Akten in Berlin beim Bundesverkehrsministerium vorgelegt, wo noch in diesem Jahr die [[Linienbestimmung]] erfolgen soll. "Damit segnet der Bund als Geldgeber die bisherigen Landesplanungen ab."
Gibt es keine Verzögerungen, geht es für Planer, Befürworter und Gegner ans Eingemachte, startet Anfang 2008 die Detailplanung. "Beim [[Planfeststellungsverfahren]] kommt der Maßstab 1:25 000 vom Tisch, werden Karten im Verhältnis 1:5000 und größer benutzt", sagt Manthey. "Jetzt ist jedes Grundstück genau zu erkennen, kann betrachtet und bewertet werden." Das heißt auch: In dieser Phase wird die A 39-Trasse auf den Meter genau festlegt.
Das Ergebnis wird am Ende der [[Planfeststellungsbeschluss]] sein. "Der liegt frühestens in drei Jahren vor", öffnet der Mitarbeiter der Regierungsvertretung ein grobes Zeitfenster. Dann schlägt auch wieder die Stunde der Einwender: Nur dieses Mal erhalten sie eine detaillierte Antwort auch im Einzelfall.
Zuvor laden Autobahngegner und der Verkehrsclub Deutschland zu einer Diskussionsveranstaltung: heute, 23. März, 19.30, Hörsaal 5, Uni Lüneburg, Scharnhorststraße.
}}
=== 22. März ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Ortsumgehungen ====
{{LB|Doris und Gerhard Schley<br>Melbeck}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Ortsumgehung nötig</big>'''
'''"Geister scheiden sich an Durchfahrtverbot", LZ vom 3. März'''
Die Enthüllung des Schildes, das Lkw ab 12 t die Durchfahrt verwehren sollte, ist von vielen Melbeckern schon seinerzeit als Lachnummer empfunden worden. Das musste nicht erst durch Polizeikontrollen deutlich gemacht werden. Dass die Polizei nur wenige Lkw stellen konnte, die Melbeck "unberechtigt" durchfahren haben, liegt auf der Hand. Die vielen anderen Lkw ab 12 t, die "berechtigt" durch unseren Ort fahren, gehören nämlich zum erlaubten Regionalverkehr - sind also Zubringer. Welche Farce!
Schöne Aussichten! Sollte es nämlich tatsächlich eine A 39 in Zukunft geben - z. B. auf der Vorzugsvariante - so wird der "ab 12 t-Zubringerverkehr" durch Melbeck logischerweise zunehmen. Man fragt sich, ob die Schilder "Pro A 39" an den Ortsausgängen wohl vergessen worden sind? Wir brauchen dringend eine Ortsumgehung!
}}
=== 21. März ===
==== {{LZ}} zum Stint-Vandalismus ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Unbekannte zerstören Stint</big>'''<br>
ca '''Lüneburg'''. Die Lüner BI gegen die A 39 klagt über Vandalismus: Unbekannte haben vermutlich in der Nacht zu Sonnabend [[AutobahnNix|ihren bemalten Stint]] zerstört. Die Figur stand auf der Grapengießerstraße in Höhe der IHK, heute kommt Ersatz. Die BI will Anzeige erstatten. Hinweise: Tel.: 292 215.
}}
=== 20. März ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Ausbau des Elbe-Seitenkanals ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Der Kanal hat Zukunft</big>'''
'''"Zu klein für die großen Pötte", LZ vom 2. Februar'''
Es ist ausdrücklich zu begrüßen, wenn nun nach [[Manfred Nahrstedt|Landrat Nahrstedt]] auch die Industrie- und Handelskammer dafür plädiert, den Elbe-Seitenkanal zu ertüchtigen - z.B. durch den Ausbau des Schiffshebewerks Scharnebeck und die Anhebung der Brücken für einen dreilagigen Containerverkehr. Das wird der deutlichen Verkehrszunahme auf dem Kanal, der boomenden Entwicklung im Hamburger Hafen und insbesondere unserer Region gerecht. Es trübt dieses Bild allerdings, wenn IHK-Vertreter Exner dieses Projekt jetzt schon wieder als "Langzeitperspektive" relativiert. Schön wäre es, wenn die bisher für das unrentable Renommierprojekt A 39 verwandte Energie zumindest gleichermaßen diesem sinnvollen Kanal-Ausbau gewidmet würde (gerade angesichts der kommenden [[Ziel 1-Förderung|Ziel 1-Fördermillionen]]).
Angesichts fehlender Finanzmittel, konkurrierender Projekte (A 22) und des anstehenden Paradigmenwechsels im Verkehrswesen (Klima-Diskussion) ist die Forderung nach einem baldigen Ausbau der vorhandenen Verkehrswege die einzig realistische und realisierbare. Die Europäischer Umweltagentur (EUA) bezeichnete jüngst die massive Zunahme vor allem des Straßenverkehrs als immer größere Gefahr für Umwelt und Klima. Die 130 Milliarden teure EU-Subventionierung des Straßenverkehrs als einer der umweltschädlichsten Transportformen habe auch schwere gesundheitliche Folgen: Laut EUA leben 25% der EU-Bevölkerung in einem Abstand von weniger als 500 Metern von sehr befahrenen Straßen, mit Blick auf Krankheit und vorzeitigen Tod kostet dies pro Jahr umgerechnet vier Millionen Lebensjahre durch [[Luftverschmutzung]].
Dies sehen ja auch immer mehr verantwortungsbewusste [[Politiker]] so: Das zeigen die Diskussionen um das dritte Bahngleis nach Hamburg, um die Einbeziehung Uelzens in den HVV-Verbund, die Fern-Anlieferung von Rüben per Bahn nach Uelzen, die Erfolge von Bürgerinitiativen bei der Ertüchtigung von B 4 und für Ortsumgehungen und besseren [[Lärm]]schutz. Dazu gehört auch die Forderung des Lüneburger Stadtrats nach einer Untersuchung des B4-Ausbaus anstelle der A 39. Umgekehrt verringern sich durch die deutsche Absage an die Fehmarnbelt-Brücke die prognostizierten Lkw-Zahlen einer A 39, die nun noch weniger Chancen auf eine Realisierung in absehbarer Zeit hat.
}}
=== 14. März ===
==== {{KB}} zur [[Stintaktion]] ====
{{Kasten gelb|1=
'''<big>Unters Rad gekommen</big>'''<br>
[[Bild:KB 2007 03 01.jpg|470px|right]]
Lüneburg (ft) - Die Mitglieder der BI-Lüne-Moorfeld nehmen an der [[Stintaktion|Stint-Aktion]] der Stadt Lüneburg teil und werben auf ihre Weise für die Attraktivität ihrer Stadt. Über ihrem schillernden Fisch, auf dem exemplarisch Gesichter der Bewohner aus den Stadtteilen Lüne, Moorfeld und Ebensberg zu sehen sind, schwebt wie ein Damoklesschwert ein Autoreifen als Symbol für die geplante A 39. Unter dem Motto: „Wir lassen uns nicht überrollen" und „Wir schwimmen gegen den Strom" begleiteten viele Stadtteilbewohner ihren Stint zur Eröffnung der Aktion auf dem Marktplatz. Sein Name „[[AutobahnNix]]" weckt Erinnerungen an das wehrhafte, gallische Dorf einer berühmten Comic-Reihe. {{mark|Der Fisch ist nun in der Grapengießerstrasse/Am Sande, direkt neben der Industrie- und Handelskammer zu sehen.}}
}}
{{Pressefuss|Februar 2007|April 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte März 2008
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=== 17. März ===
{{Presseartikel
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|Headline=A39-Gegner für Lärmschutz
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|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante A39 unterstützt die jüngste Initiative von Landrat Manfred Nahrstedt und Oberbürgermeister Ulrich Mädge, die sich im Gespräch mit Uelzens Bürgermeister Otto Lukat und dem SPD-Bundestagsabgeordneten Peter Struck für den Ausbau von Elbe-Seitenkanal und Bahnstrecken stark gemacht hatten (LZ berichtete). „Ein guter Schritt in die richtige Richtung“, findet Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „jetzt fehlt nur noch eine Entscheidung für den bedarfsgerechten Ausbau weiterer bestehender Verkehrswege.“ Dazu gehöre nach Ansicht Niemanns auch eine sofortige Initiative für '''Lärmschutz''' an der Ostumgehung, ohne die Realisierung an den Bau der A39 zu knüpfen.
}}
{{Pressefuss|Februar 2008|April 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
a4bbf0781610e3959aca6c635bd4ce6cd4b3c396
Presseberichte März 2009
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=== 7. März 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu Arbeitsplätzen durch Autobahnen ====
{{LB|Hansjörg Witte<br>
Betzendorf
}}
{{Kasten|1=Mädge sucht juristischen Hebel gegen FOC, LZ vom 6. März
'''<big>Schattenseiten des Wachstums</big>'''
Viele Lüneburger Politiker und Geschäftsleute befürchten mit Recht, ein Fabrikverkaufszentrum (FOC) an der A7 bei Soltau könne zu einer Schwächung der Innenstadt Lüneburgs, des Einzelhandels und der historischen Infrastruktur
vor Ort führen.
Unter ihnen sind viele, die sich zugleich für den Bau der A39 einsetzen. Sie begründen den Bau dieser Autobahn damit,
dass sie zur Ansiedlung von Unternehmen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen führen werde. Wie wäre es also mit
einem weiteren FOC an einer A39 zwischen Lüneburg und Uelzen?
Leider hat sich die Erkenntnis noch nicht durchgesetzt, dass Wachstum an einer Stelle heute mit Ausbeute und Ausbluten an anderer Stelle verbunden ist. Kann also wirtschaftliches Wachstum noch unreflektiertes Ziel sein, wenn man sieht, dass es auf Kosten der Natur, des Bodens, des Klimas, der begrenzten Ressourcen, unserer Nachkommen, der armen Länder und so auch unserer historisch gewachsenen Innenstädte geht?
}}
=== 12. März 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu Arbeitsplätzen durch Autobahnen ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>
Bienenbüttel
}}
{{Kasten|1=IHK-Konferenz zum Elbe-Seitenkanal, LZ-Bericht
'''<big>Keine Zeit für Prestige-Projekt</big>'''
Eine klarere Absage an die hochfliegenden Pläne von Wittingen, Uelzen und auch Lüneburg von Logistikparks, Güterverkehrszentren oder Güter-Terminals an der möglichen A39 kann man sich kaum denken: Bei der IHK-Konferenz in Uelzen zum Elbe-Seitenkanal empfahlen die von den Städten selbst beauftragten Gutachter stattdessen lediglich, die vorhandenen wenn auch recht begrenzten Stärken beim Umschlag von Getreide, Brennstoffen und Baustoffen weiter auszubauen.
Sie fanden zwar gute Worte für eine „trimodale Anbindung“ durch Bahn, Kanal und Straße, sie maßen einer geplanten A39 m. E. aber allenfalls eine „ergänzende“ und kurzfristige Funktion bei einem eventuellen Baustoff-Umschlag während
der Bauphase bei. Kein Wunder, denn der Vertreter des als Musterbeispiels angeführten Hafens Braunschweig betonte,
dass sein Hafen deshalb boome, weil 90 Prozent der angelandeten Güter in einem Umkreis von 40 Kilometern gebraucht würden (VW). Diese Voraussetzung fehlt bei den anderen Städten.
Überaus bezeichnend, dass kein einziger dieser Wirtschaftsvertreter oder der Vertreter des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums auch nur ein einziges Wort zur A39 verlor. Es ist eindeutig: Wittingen, Uelzen und Lüneburg haben ihre unrealistischen Hafen- und Logistikpläne seinerzeit hochgepusht, um die A39 und ihre damit verbundenen Träume irgendwie zu rechtfertigen. Nachdem diese Illusionen nunmehr auf ein Normalmaß zurechtgestutzt sind, fällt auch diese letzte Begründung für die A 39 weg, zumal die A-39-Lineinführung am Lüneburger Kanal den Ausbau des Lüneburger Hafens behindert. Uelzens überdimensionale Gewerbegebiete an der A-39-Trasse sind schon jetzt ortsschädigende Investitionsruinen.
Es wird nun Zeit, sich von Ideologien und hohlen Prestige-Projekten abzuwenden und sich auf die realistischen Chancen unserer Standorte zu besinnen: z.B. mit dem vorrangigen Einsatz für den Ausbau des Elbe-Seitenkanals und des zu kleinen Schiffshebewerks in Scharnebeck, mit dem Ausbau von Agrar- und Ernährungswirtschafts-Clustern, Tourismus, Kur- und Gesundheitswesen.
}}
=== 19. März 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema= zu Resolution in der Samtgemeinde Ostheide
|Headline=Neuer Streit um A-39-Trasse
|Untertitel=Samtgemeinde Ostheide ist sauer über Vorstoß der Stadt Lüneburg und verabschiedet Resolution
|Autor=kre
|Ort=Neetze/Barendorf
|Link=
|Text=
Bislang existiert die A39 nur auf dem Reißbrett. Doch das Straßenbauprojekt entwickelt sich
schon jetzt immer mehr zum Spaltkeil. Am Dienstagabend gingen in der Samtgemeinde Ostheide die Kommunalpolitiker
auf die Barrikaden. Während der Samtgemeinderatssitzung verabschiedeten sie eine Resolution, in der sie sich einstimmig und mit Nachdruck gegen eine Verschiebung der Vorzugsvariante aussprachen.
Der Groll der Ratsmitglieder richtet sich dabei in erster Linie gegen die Hansestadt Lüneburg. „Mit Erstaunen müssen wir feststellen, dass Oberbürgermeister Ulrich Mädge auf eine veränderte Linienführung der A39 im Bereich des Lüneburger Hafens drängt“, stellte Heinz Ehrlich, Sprecher der Gruppe SPD/Grüne im Samtgemeinderat, fest und fügte sorgenvoll hinzu: „Von einer geänderten Linienführung wären aber in erster Linie unsere Bürger in Wendisch Evern, Barendorf und
Vastorf betroffen.“
[[Bild:LZ_2009-03-19.jpg|thumb|600px|left|'''Gut ausgerüstet ist jetzt SamtgemeindebÜrgermeister Norbert Meyer (Mitte) für die Verhandlungen um den endgÜltigen Trassenverlauf: Reinstorfs BÜrgermeister Norbert Bisanz (l.) Überreichte ihm ein T-Shirt, dessen Aufdruck auch Barendorfs Bürgermeister Bernd Hein (r.) gefällt. ''' Foto: kre]]
Noch deutlicher kritisierte CDU-Fraktionschef Meinhard Perschel das Vorgehen der Hansestadt: „Offenbar genießen
die Bewohner unserer Gemeinden in den Augen der Stadt weitaus weniger Schutz, als ein Gewerbegebiet, das es bislang noch nicht einmal gibt.“ Und auch Bernd Hein (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Barendorf, geißelte die Politik der Stadt als „unerträglich.“
„Das Schutzgut ,Mensch' ist nach Auffassung des Rates der Samtgemeinde Ostheide und der betroffenen Mitgliedsgemeinden weitaus höher zu bewerten als ein in Planung befindliches Gewerbegebiet der Hansestadt Lüneburg“, heißt es deshalb in der Resolution.
Und die Samtgemeinde Ostheide scheut sich auch nicht, nötigenfalls gerichtlich vorzugehen, um ihre und die Interessen
ihrer Bürger zu wahren: „Als Mitglied im Schutz- und Klagefonds werden die Samtgemeinde Ostheide und die unmittelbar betroffenen Mitgliedsgemeinden ihre rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen“, geben sich die Ratsmitglieder
kämpferisch.
Dass die endgültige Trassenführung in der Tat noch nicht bis ins Detail festgezurrt ist, betätigte gestern auf LZ-Anfrage
die stellvertretende Leiterin des Niedersächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Annette Padberg: „Die
Linienbestimmung ist im Maßstab 1:25000 durchgeführt worden. Jetzt findet die Detailplanung im Maßstab 1:1000 statt“,
erklärt die Straßenbau-Expertin. Dabei, so Padberg weiter, könnten sich bei der Optimierung der Trasse durchaus auch
„kleinräumige Varianten“ ergeben, die untersucht werden müssten.
Auf die Frage, wie nah oder wie weit diese „kleinräumigen Varianten“ von der ursprünglichen Linienführung abweichen
können, antwortete die stellvertretende Amtsleiterin: „Das kann ich nicht sagen, da muss man schauen.“
Rudi Kiener (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Wendisch Evern, und Mitglied im Samtgemeinderat, machte am
Dienstagabend ebenso wie seine Ratskollegen unmissverständlich deutlich: „Eine südliche Verschiebung der Vorzugsvariante der geplanten A39 wird mit uns ebenso wenig zu machen sein wie eine Verlegung des bisher geplanten Kreuzungspunktes der Autobahn mit dem Elbe-Seitenkanal.“
}}
==== Kommentar in der {{LZ}} von Klaus Reschke ====
{{Kasten|1='''Parteibuch zählt nicht'''
Autobahnen sollen Orte verbinden: Mit der A39 erreicht man zurzeit genau das Gegenteil. Selbst Parteifreunde geraten
über dieses Millionenprojekt in Streit.
Es wirkt ein wenig wie der Kampf David gegen Goliath, wenn sich die Ostheider Rathauschefs – allesamt mit SPD-Parteibuch – gegen die Pläne ihres Parteifreundes in der Hansestadt zur Wehr setzen. Aber der Aufstand der Ostheider beweist nur: Der Wahlkampfslogan „Stadt und Land – Hand in Hand“ ist längst in der Mottenkiste verschwunden. Jetzt geht es darum, beim A-39-Trassenverlauf das Terrain abzustecken. Und da ist sich jeder selbst der Nächste – Parteibuch hin oder her.
}}
=== 27. März 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema= zur A39-Planung
|Headline=Entwurfsplanung für zweiten A-39-Abschnitt
|Untertitel=Projektkonferenz mit Umweltverbänden
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2009-03-27.jpg|thumb|600px|right|'''Mit Beteiligung der Kreise Lüneburg und Uelzen hat die Projektkonferenz für den zweiten Abschnitt der A39 stattgefunden.''' Foto: A]]
Für die Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg beginnt in den Kreisen Lüneburg und Uelzen die Entwurfsplanung. Für das Stadtgebiet hat diese Projektkonferenz bereits im Januar stattgefunden. „Nachdem das
Bundesverkehrsministerium den generellen Verlauf der Trasse in der Linienbestimmung festgelegt hat, arbeiten wir auf
dieser Grundlage einen detaillierten Entwurf aus“, erklärt Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Landesbehörde für
Straßenbau und Verkehr.
Laut Möller wird der rund 20 Kilometer lange Abschnitt 2 zwischen Lüneburg (B 216) und Bad Bevensen (L 253) betrachtet, zum Beispiel die Auswirkung des Autobahnbaus auf die Umgebung, aber auch technische Fragen wie Übergang zum Abschnitt 1 mit unterschiedlichen Varianten im Bereich der Querung des Elbe-Seitenkanals, die Trassenoptimierung entlang des Kanals oder die Standortsuche für eine PWC-Anlage (Parkplatz mit WC-Häuschen)
werden angeschnitten.
Bei der Konferenz waren neben den Kreisen Lüneburg und Uelzen, der Stadt Lüneburg auch Vertreter aus Gemeinden,
Fachbehörden und Verbänden. Verbunden war sie mit dem so genannten „Scoping“-Termin.
Scoping ist abgeleitet vom englischen Begriff scope, zu deutsch: Bereich, Umfang, Spielraum, Betätigungsfeld oder
Wirkungskreis, heißt es im Internet-Lexikon „Juraforum“. Im Bauplanungsrecht ist Scoping mit „Unterrichtung des Vorhabenträgers“ zu übersetzen.
Im Vorfeld einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sollen sich der Träger und die Behörde zusammensetzen, um
unter anderem den Träger über nötige UVP-Unterlagen zu unterrichten. Eingebunden sind Naturschutzvereine und Träger öffentlicher Belange, die mit Umweltaufgaben befasst sind. Rund 105 Kilometer lang ist die Trasse der A39, sie ist laut Möller in sieben Abschnitte unterteilt. Die Planungen in Abschnitt 3 zwischen Bad Bevensen (L 253) und Uelzen (B 71) sowie Abschnitt 5 zwischen Bad Bodenteich (L 265) und Wittingen (B 244) werden im Juni beginnen, in Abschnitt 4 zwischen Uelzen (B 71) und Bad Bodenteich (L 265) zum Jahresende. Die Abschnitte 6 und 7 im Kreis Gifhorn wird
vom Geschäftsbereich Wolfenbüttel der Landesbehörde durchgeführt, auch hier waren die Auftaktkonferenzen schon.
Die Entwurfsarbeit je Abschnitt soll zwei bis zweieinhalb Jahre dauern. Infos gibt es im Internet unter: [http://www.strassenbau.niedersachsen.de www.strassenbau.niedersachsen.de]
}}
{{Pressefuss|Februar 2009|April 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte März 2010
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=== 1. März 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=A39-Diskussionen im Lüneburger Stadtrat
|Headline=Mitstreiter im Kampf für Lärmschutz
|Untertitel=Grüne fordern Lüneburgs Austritt aus dem Nordland-Autobahn-Verein als Zeichen gegen die A 39 – Stadtrat lehnt ab
|Autor=akm
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Durch eine Hintertür eröffneten die Grünen im Stadtrat erneut den Streit um die geplante, dann
durch Lüneburg führende Autobahn A39. In seinem Antrag forderte Fraktionsvorsitzender Andreas Meihsies (Grüne) die
Kündigung der Lüneburger Mitgliedschaft im Nordland-Autobahn-Verein. „200 Euro Jahresbeitrag sind nicht viel Geld,
doch der Austritt hat symbolischen Wert für die Bevölkerung“, sagte Meihsies, wetterte anschließend gegen den Bau
der Trasse. Auf Unverständnis stieß dieser Vorstoß bei CDU, SPD und FDP. Die Autobahn sei längst beschlossene Sache, argumentierten sie. Mit 26 zu elf Stimmen lehnte der Rat den Antrag auf Austritt ab.
Der 1969 gegründete Nordland-Autobahn-Verein, ein Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern, Landkreisen, Firmen und Einzelpersonen, tritt für die infrastrukturelle Erschließung des Raumes zwischen dem Harz und
der Insel Fehmarn mittels einer Autobahnverbindung ein. Der Verein hatte maßgeblich Anteil an der Aufnahme der A 39 in die erste Dringlichkeit des Bundesverkehrswegeplans.
„Die Realisierung der Autobahn ist bald zu erwarten, deshalb brauchen wir den Verein nicht mehr“, pflichtete Frank Soldan (FDP) den Grünen bei. Für weiterhin notwendig halten SPD und CDU die Mitgliedschaft. „Wir brauchen die Informationen des Vereins“, betonte Regina Baumgarten (CDU). Vor allem im Bezug auf Lärmschutzmaßnahmen
habe der Verein eine wichtige Funktion, fügte Hubert Meißner (SPD) hinzu. Der Tunnel bei Lüne/Moorfeld müsse 600 bis 800 statt 400 Meter lang werden. „Dafür brauchen wir Mitstreiter, wir dürfen auf keinen Fall austreten“, warnte Meißner.
Statt eines Vereinsaustritts kreisten die Diskussionen im Stadtrat bald um den generellen Sinn und Zweck der neuen
Autobahn. „Die A39 ist nicht gegenfinanziert, diverse Lärmschutzprobleme sind nicht geklärt“, kritisierte Andreas Meihsies. Gravierende Umweltbelange würden beim Bau der Trasse missachtet. Eine Einschätzung, die Regina Baumgarten nicht teilte: „Nicht Autobahnen, sondern Autos müssten Sie dann verbieten. Ohne Straßen im
Umland würden wir in Lüneburg ersticken.“ Unverstanden fühlten sich zuletzt Grüne wie Linke: Ökologische Verkehrsmittel statt neuer Autobahnen müssten das Ziel sein, betonten Malte Riechey (Die Linke) und Ulrich Löb (Grüne). „Wir reden gegen eine Wand“, klagte Löb. Der Austritt sei symbolisch – „aber das haben Sie wieder einmal
nicht verstanden“.
}}
=== 4. März 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Antrag der Grünen im Lüneburger Stadtrat
|Headline=Grüne wollen weniger Tempo
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Zum wiederholten Mal soll sich die Politik mit dem Tempo auf der Ostumgehung beschäftigen. Die Grünen stellen einen Antrag an den Rat, die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h herabzusetzen. Zuletzt hatte Oberbürgermeister Ulrich Mädge im Dezember klar gemacht, dass nicht der Rat, sondern er als Verwaltungschef
laut Gemeindeordnung für Tempolimits zuständig sei.
Entsprechend formulieren die Grünen nun neu: Der OB soll aufgefordert werden, sich für Tempo 80 auf der Ostumgehung einzusetzen und auf den Kreis einwirken, weitere Blitzer aufzustellen. Als Gründe führen sie eine Lärmminderung, Vermeidung von Feinstaubbelastung und Verkehrssicherheit an.
}}
=== 11. März 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der SPD ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>
Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=„Nahles sieht Tanker SPD auf neuem Kurs“, LZ vom 9. März
'''<big>Vielfalt zulassen</big>'''
Sehr erfreulich die SPD-selbstkritischen Passagen in der Rede von Frau Nahles, vor allem auch ihr Erneuerungs-Motto „Wegen Umbau geöffnet“! Es wäre zu wünschen, dass die SPD auch bei strittigen gesellschaftlichen Konflikten mehr Offenheit und Meinungsvielfalt in den eigenen Reihen zulässt und nicht – wie bei der Frage des ohnehin fraglichen
Baus der A39 eine Weiter-so- und Beton-Politik durchsetzt.
Liebe Genossen, es bringt nichts und ist eher peinlich, wenn ihr die CDU bei der Anpassung an die autobahnideologische IHK-Spitze überholen wollt. Die Meinung gerade auch der SPD-Mitglieder und -Wähler in dieser Frage dürfte ähnlich differenziert sein wie in der ganzen Bevölkerung.
}}
=== 30. März 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Tempolimit auf der Ostumgehung
|Headline=Tempolimit kommt langsam voran
|Untertitel=Stadt wartet Planfeststellungsverfahren des Landkreises zur Ostumgehung ab
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Nur im Schneckentempo rückt die Entscheidung über Tempo 80 auf der Ostumgehung näher. Oberbürgermeister Ulrich Mädge hat das Thema zur Chefsache erklärt und will dazu Gespräche führen mit Polizei und Land. Doch die Stadt wartet zuerst das Ende des Planfeststellungsverfahrens des Landkreises zur Ostumgehung ab. Für den Sommer kündigt dessen Sprecherin Katrin Peters ein Ergebnis an – und spielt den Ball gleichzeitig zurück an die Stadt.
Der Hintergrund: Anwohner empfanden es als Wohltat für die lärmgeplagten Ohren, als Ende vergangenen Jahres eine
Baustelle den Verkehr bremste. Sie fordern ein dauerhaftes Tempo-Limit. Polizei und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lehnen das ab. Ihre Argumente: Der Lärm werde nur um ein nicht hörbares Maß reduziert, das verringerte Tempo bringe Autofahrer außerdem dazu, auf andere Strecken auszuweichen.
„Der Lärmschutz an der Ostumgehung ist für uns sehr wichtig. Allerdings ist das Thema sehr komplex und das Prüfverfahren dadurch entsprechend aufwändig“, sagt Peters. Am 24. Februar habe es einen Erörterungstermin
mit Bürgern, Stadt und weiteren Behörden gegeben. Basis für diesen Termin waren 55 schriftliche Äußerungen
von betroffenen Bürgern und Behörden mit einer Fülle von Einwendungen. Die muss der Landkreis alle berücksichtigen.
„Außerdem ist die Angemessenheit der Lärmschutzmaßnahmen juristisch zu prüfen. Wir werden das Verfahren
voraussichtlich im Sommer abschließen“, erklärt Peters.
Sie betont aber gleichzeitig: „Wir entscheiden nicht, ob an der Ostumgehung Tempo 80 eingeführt wird. Diese Entscheidung liegt grundsätzlich bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt.“
Das erstaunt Frauke Noweck aus dem Pressereferat der Stadt: „Es ist eigentlich mit dem Landkreis abgesprochen, dass wir abwarten, um dem Ergebnis des Verfahrens nicht vorzugreifen.“
Verärgert beobachten die Anwohner das Hin und Her. Doris Paland von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld wünscht sich
mehr Bewegung: „Es ist ärgerlich, dass die Stadt das Thema nicht offensiver angeht. Herr Mädge könnte zum Beispiel für eine begrenzte Zeit ein Tempolimit einführen – um Erfahrungen damit zu sammeln.“
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema= - Kommentar zum Tempolimit auf der Ostumgehung
|Headline=Schiedsrichter ist undankbarer Job
|Untertitel=Kommentar von Jörg Strauch
|Autor=.
|Ort=.
|Link=
|Text=
An heißen Eisen verbrennt man sich leicht die Finger. Verkehrslärm und Staub sind Themen, die Gemüter zum
Glühen bringen. Die ehrlich genervten Anwohner der Ostumgehung versichern glaubhaft, dass die Tassen beim
Kaffee auf dem Balkon weniger klirren, wenn die Geschwindigkeit und damit die Lärmspitzen sinken. Die Behörden
halten mit Durchschnitts- Messwerten dagegen und mit Richtlinien, die schwer anzufechten sind. Eine Entscheidung
über ein Tempolimit zu treffen, ist undankbar für die Stadt. Denn wer hier Schiedsrichter spielen muss, befindet
sich mitten in einer Grenzwertdiskussion. Das kennt man vom Mobilfunk, wo Spitzen- gegen Durchschnittswerte und Studie gegen Studie ins Feld geführt wird. Die Erkenntnis, dass niemand mit Sicherheit sagen kann, wer Recht hat, hilft wenig: Am Ende muss die Stadt eine Entscheidung treffen. Besser früher als später.
}}
41d78101bd06b7e655bc8af900e085b198fa21e4
Presseberichte März 2012
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{{Pressekopf}}
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=== 3. März 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum "Abnicken" der Vorplanung durch das Bundesverkehrsministerium
|Headline=Meilenstein für die A 39
|Untertitel=Ja des Bundes zum ersten Planungsabschnitt mit dem Tunnel in Lüneburg
|Autor=lz
|Ort=Berlin/Lüneburg
|Link=
|Text=Fortschritt für die künftige Autobahn 39: Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann (CDU), hat die Zustimmung des Bundes für den ersten Planungsabschnitt der Autobahn in Lüneburg erteilt. Darin enthalten ist auch der Ausbau der Bundesstraße 4 zur A 39.
„Integraler Bestandteil dieses Streckenabschnitts ist ein 400 Meter langer Tunnel, der den Lärmschutz im Lüneburger Stadtgebiet nachhaltig verbessern wird“, sagte der Niedersachse Ferlemann und ergänzte: „Mit dem nunmehr erfolgten Einverständnis des Bundes zu den Planungen des Landes Niedersachsen sind die Voraussetzungen zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gegeben.“
Der im Bereich Lüne-Moorfeld liegende Streckenabschnitt der Autobahn mit der Anbindung an die vorhandene A39 (ehemals A250) ist der erste von sieben Planungsabschnitten. „Die Zustimmung des Bundes für diesen Abschnitt markiert somit einen wichtigen Meilenstein auf dem Wege des Lückenschlusses für die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg“, sagte Ferlemann. Der Staatssekretär machte deutlich, dass die A39 weiterhin hohe Priorität für den Bund genießt und stellte in Aussicht, dass die Planungen im Bereich Wolfsburg mit der Anschlussstelle Ehra voraussichtlich im Herbst dieses Jahres ebenfalls die Zustimmung erhalten werden. „Wir sind auf einem guten Wege, die Infrastruktur im östlichen Niedersachsen zukunftssicher zu gestalten“, so Ferlemann.
[[Bild:LZ_2012-03-03_1.jpg|thumb|616px|center|'''Der Streckenabschnitt, auf dem der rund 400 Meter lange Tunnel entstehen soll, liegt im Bereich Lüne-Moorfeld (auf unserem Luftbild orangefarben gekennzeichnet). Der Tunnel soll den Lärmschutz für die Anwohner entscheidend verbessern.''' Montage: A]]
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum selben Thema
|Headline=Tunnel eint Stadt und A-39-Gegner
|Untertitel=Planer: Abschnitt bei Lüneburg Ende 2013 baureif
|Autor=ca/ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Als Anfang der Woche die Nachricht vom Weiterbau der Küstenautobahn 20 Ende 2013 die Runde machte, jubilierten die A-39-Gegner. Schon lange glauben sie, dass nur eines der beiden Verkehrsprojekte realisiert wird. Doch gestern hat das Bundesverkehrsministerium bei der A39 nachgelegt, den sogenannten Gesehen-Vermerk erteilt.
Damit wird die bisherige Planung der Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr fachlich abgesegnet, „können die Planfeststellungsunterlagen erarbeitet werden“, sagt Leiter Dirk Möller. Bis zum Sommer will er das Planfeststellungsverfahren einleiten. „Wir liegen voll im Zeitplan, wollen Ende 2013 mit dem Planfeststellungsbeschluss für den ersten Abschnitt die Baureife erreichen.“
Während Oberbürgermeister Ulrich Mädge die Nachricht aus Berlin begrüßt, kündigt Jens-Peter Fiedler für die BI Lüne-Moorfeld Widerstand an: „Wir versuchen weiter, die A39 zu verhindern.“ Im anstehenden Planfeststellungsverfahren wollen Anwohner Einwände erheben, zudem soll rechtlicher Beistand über den Dachverband der Bürgerinitiativen eingefordert werden. Auch wenn Fiedler gegen den Bau der Schnellstraße ist, sagt er, der geplante Tunnelbau sei „ein Erfolg des Bürgerprotests“. Allerdings sei der Tunnel mit 400 Meter Länge als Lärmschutz zu kurz, er müsse in Richtung Adendorf, aber auch in Richtung Stadtkoppel verlängert werden, um Anwohner am Fuchsweg und in der Wulf-Werum-Siedlung vor Lärm zu schützen.
Mädge spricht in Sachen Lärmschutz von einem gemeinsamen Erfolg, die Stadt habe zum Wohl der Anlieger rund100 000 Euro in Gutachten für den Lärmschutz investiert. Auch die Stadt wünsche sich einen längeren Tunnel und werde im Zweifel zusätzliche Expertisen in Auftrag geben. Mädge hält den Bau der A39 im „Interesse der Wirtschaft“ für „notwendig“. Die neue Planung führe dazu, dass sich die Stadt nun detaillierter mit Fragen wie Lärmschutz, Trassenverlauf und Tunnellänge kümmern könne: „Da sind wir Anwalt der Bürger.“ Der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols sieht durch die Erklärung aus Berlin „das Märchen der A-39-Gegner als widerlegt (an), dass der Bau der Küstenautobahn A20 auf Kosten des Ausbaus der A39 geht“.
[[Bild:LZ_2012-03-03_2.jpg|thumb|345px|center|'''Auf der Grafik eingezeichnet, ist der geplante Tunnel auf der jetzigen Ostumgehung (rot). Stadt und A-39-Kritikern ist er zu kurz.''' Grafik: nh]]
}}
=== 5. März 2012 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Kommentaren der A39-Gegner
|Headline=Lärmschutz für Moorfeld nötig
|Untertitel=Autobahngegner fordern Deckel für B 4
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=„Die Verknüpfung des erhofften B4-Deckels im Bereich Moorfeld mit dem Bau der A39 ist ein Koppelgeschäft, das wir nicht akzeptieren werden“, sagt der Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die Autobahn, Hans-Christian Friedrichs. Er reagiert damit auf die Ankündigung, dass das Planfeststellungsverfahren für den Lüneburger Bauabschnitt der A39 beginnen kann.
Friedrichs: Mit 38 900 Fahrzeugen täglich sei die Bundesstraße 4 im Lüneburger Stadtteil Moorfeld nach Messungen der Bundesanstalt für Straßenwesen im Jahr 2010 so stark belastet, dass ein wirkungsvoller Lärmschutz dringend erforderlich sei.
Sprecherin Annette Niemann ergänzt: Es sei dreist, „Menschen in Moorfeld weiter erheblichen Verkehrsbelastungen auszusetzen zu wollen, wenn sie nicht der A 39 zustimmen“.
Sollte die A39 jemals gebaut werden, argumentieren die Gegner, hätte sie die Funktion einer Entlastungsstrecke für die A7. Mit der geplanten A21 würde die A39 als weiträumige östliche Umfahrung Hamburgs dann eine extrem stark befahrene Transitautobahn mit weitreichenden Folgen für die Region. Besonders der Verkehr in Lüneburg werde so stark zunehmen, dass sich der zu kurz geratene Deckel als Mogelpackung herausstellte und Moorfeld buchstäblich in die Röhre gucke, warnt Friedrichs.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum möglichen Verkehrsinfarkt ====
{{LB|Martin Knoop/Lüneburg}}
{{Kasten|1=„Maut-Pläne für die Ostumgehung“, LZ vom 16. Februar
'''<big>Befürchtungen kommen spät</big>'''
Die Befürchtungen im Rathaus über die Verdrängung des Lkw-Verkehrs (auch Gigaliner) von der Ostumgehung über den Stadtring kann ich durchaus verstehen. Allerdings verstehe ich nicht, warum erst jetzt derartige Befürchtungen bei einer auf die Zukunft orientierten Straßenplanung aufkommen.
Wenn die vierspurige Ostumgehung vom 1. August 2012 an mautpflichtig wird, kann das die Generalprobe für das Verkehrsumleitungskonzept hinsichtlich einer Verkehrsabwicklung bei Staubildungen, Katastrophenfällen beziehungsweise Vollsperrungen auf der Ostumgehung, der späteren Autobahn 39 sein.
Es haben Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und der NLStBV (Niedersächsische Landesbehörde för Straßenbau
und Verkehr) stattgefunden, unter anderem mit dem Planungsziel, die Verkehrssignalanlagen des Bundes mit den Lichtsignalanlagen der Stadt zu verknüpfen und gegenseitig abzustimmen.
Wenn ich die Szenarien der Vergangenheit beziehungsweise die Planung einer A39 auf Lüneburger Stadtgebiet nachverfolge, so ergibt sich hieraus die Notwendigkeit einer längst fälligen Westumfahrung, beginnend am Knoten Handorf –Bundesstraße 404 und A 39.
Man stelle sich mal vor, wie sich der Verkehrsfluss durch Lichtsignalanlagen bei einer Realisierung zum Umbau der
B4/B 209 mit Tunnel während der Bauzeit auf die Innenstadt ergießen wird.
Durch die kostenträchtigen Fehlplanungen wird so mit offenen Augen in den schon oft geprobten Verkehrsinfarkt innerhalb des Lüneburger Stadtringes gesteuert. Wer verantwortet das eigentlich?
Die Krone der Fehlplanungen im Zuge der geplanten A 39 auf Lüneburger Stadtgebiet ist der geplante Miniaturtunnel mit einer Länge von 399 Metern. Wohlwissend, dass der Tunnel nach menschlichem Verstand sehr viel länger sein müsste, um alle betroffenen Häuser zu berücksichtigen.
Bei einer so preiswerten Autobahn wie der geplanten A 39 (die Gesamtkosten werden von der NLStBV auf nur etwa 617 Millionen Euro geschätzt) ist doch sicherlich auch noch etwas Geld für einen unbedingt nötigen längeren Tunnel machbar, oder!
}}
=== 6. März 2012 ===
{{LB|Peter Weerda/Lüneburg}}
{{Kasten|1=„Meilenstein für die A39, LZ vom 3. März
'''<big>Brotkrume als Meilenstein</big>'''
Bei dem so genannten Meilenstein handelt es sich in Wirklichkeit um eine Brotkrume. Politik und Planer werfen sie den A39-Bef"rwortern hin, damit sie auf dieser Seite Ruhe halten. Seit 2003 die Entscheidung für Wilhelmshaven als den Standort für den Tiefseehafen gefallen ist, wird die Planung der A20 beschleunigt und die der A39 verzögert. Die Rochade der Projekte erfolgte bereits vor etwa drei Jahren. Zusätzlich verzögert Niedersachsen die Elbvertiefung nicht seit Jahren aus „Naturschutzgründen“, sondern um Zeit zu gewinnen, bis der neue Hafen 2013 angelaufen werden kann.
Die aus dem Hamburger Hafen abgezogene Tonnage benötigt dann keine A39 mehr als Hinterlandanbindung. Während McAllister und Ramsauer vor wenigen Tagen den Baubeginn der A20 für das Jahr 2015 nennen, trifft man für die A39 lediglich die Aussage: „ . . .dass die A39 weiterhin hohe Priorität für den Bund genießt“. Damit ist die A39 weit nach hinten gerutscht.
Darüber hinaus sind Politik und Planer unehrlich, wenn man das Autobahnnetz global betrachtet. Der sechsspurige Ausbau von A1 und A7 wurde mit einem Verkehrsaufkommen begründet, welches jetzt für die A39 herangezogen wird. Mit gebauter A39 wären A1 und A7 dann überdimensioniert. Die Navigationssysteme ziehen den Verkehr auf unsere sogenannte Ostumgehung. Armes Lüneburg!
Wie vereinbart unser Oberbürgermeister die Bewerbung Lüneburgs als Weltkulturerbe mit zigtausenden zusätzlichen täglichen Autos, die durch unsere alte Stadt fahren? Sollte die A14 tatsächlich gebaut werden, dann gibt es zeitlich sogar vor der A39 eine zweite Autobahn über die der betroffene Verkehr laufen könnte. Nein, die A39 wird aufgrund der
bereits vorhandenen und ausgebauten Autobahnen wirtschaftlich nicht benötigt. Die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze durch den Bau neuer Autobahnen ist inzwischen hinreichend widerlegt.
Aber selbst wenn man an einen nahen Baubeginn glauben würde, wie soll dieser bei einem unendlich unterfinanzierten Bundesverkehrswegeplan mit gleichzeitiger Schuldenbremse und zig bis dahin aufgelegten Rettungsfonds, bei einem dann viel höheren Zinsniveau als heute noch finanziert werden? Fragen, auf die es bisher keine wirklichen Antworten gibt. Nein, man will alte Fehler nicht zugeben, das Gesicht nicht verlieren und plant die A39 durch, damit sie dann in der Schublade verschwindet und hoffentlich dort liegen bleibt. Schade um die etwa 100 Millionen Euro verschwendeter Planungsmittel. Trotz aller bisher eingetretenen Prognosen der Bürgerinitiativen hinsichtlich der A39 dürfen wir auf den Nichtbau nicht vertrauen. Eine Beteiligung am Planfeststellungsverfahren ist sehr wichtig. Zum Glück gibt es im Norden die Kompetenz der Bürgerinitiativen und Verbände. Gut, dass das Verfahren hier beginnt.
}}
=== 10. März 2012 ===
{{LB|Jürgen Hempel/Lüneburg}}
{{Kasten|1=A39 – Lärmdeckel für die Ostumgehung, LZ-Berichte
'''<big>Keine Umleitungen</big>'''
Nach neuen Überlegungen soll der Baufortschritt der A39 im Norden der Republik beginnen. Damit die lärmgeplagten Lüneburger Anrainer der B4 Ruhe bekommen, wird der Straßenzug auf rund 400 Meter Länge überdacht.
Damit erhoffen sich die Straßenplaner und auch Politiker aus den Verkehrsministerien, dass der Widerstand, der ja nun besonders groß im Bereich Moorfeld schließlich ist, in sich zusammenbricht.
Bei allen Planungen zu der Linienführung A39 gibt es keine Umleitungsstrecke. Jede Autobahn in Deutschland hat für den Notfall eine ausgeschilderte Nebenstrecke. Angenommen, folgendes Szenario: Im Bereich Bleckeder Landstraße kommt es auf der A39 zu einen folgenschweren Unfall, die Autobahn wird in beiden Richtungen über Stunden voll gesperrt. Die in den Norden fahrenden Fahrzeuge werden über Barendorf-Scharnebeck-Adendorf/Elba zur Anschlussstelle der A39 Lüneburg/Lüne geführt. In der Gegenrichtung schlängelt sich die Blechlawine ab Lüneburg
Nord zur Dahlenburger Landstraße um dort wieder auf die A 39 zu gelangen. Die Innenstadt Lüneburgs wäre hoffnungslos verstopft. Kein Rettungsfahrzeug gelangt zu seinem Ziel, egal ob Menschenleben oder Material zu retten wäre. Szenen-Ende.
Keine Person wird diesen Planungs-Missstand der Straßenbauer für gut heißen und dürfte umgehend Protest anmelden. Eine sichere Umleitungsstrecke, die zusätzlichen Verkehr aus der Innenstadt Lüneburgs fernhält, kann erreicht werden durch eine westlich gelegene neu zu erstellende Straßenführung mit Anschluss an die B 209.
}}
{{LB|Eckehard Niemann/Varendorf}}
{{Kasten|1=„Meilenstein für die A39“, LZ vom 3. März
'''<big>Parteifreunde bei Laune halten</big>'''
Wenn Staatssekretär Ferlemann vom Bundesverkehrsministerium ankündigt, dass die laufenden Planungsarbeiten
nun mit dem ersten Planfeststellungsverfahren im Nordabschnitt bei Lüneburg fortgesetzt werden, dann ist das beileibe
kein „Meilenstein für die A39“. Dass die teuren und sinnlosen Planungsarbeiten zu Ende geführt würden, haben die A-39-Gegner eigentlich immer erwartet.
Kein Politiker traut sich, die Perspektivlosigkeit der A39 offen zuzugeben und sich so den Zorn mancher enttäuschter lokalen Kommunalpolitiker zuzuziehen. Also geht die mehr als 50 Millionen teure Planung für die spätere Schublade weiter. Wenn Ferlemann die normale Weiterführung der Planung hochjubeln muss, dann soll das nur die frustrierten A-39-Befürworter unter seinen Parteikollegen bei Laune halten. Das kann nicht davon ablenken, dass gemäß dem neuen Infrastrukturrahmenplan des Verkehrsministeriums kaum Geld für neue Autobahnen zu Verfügung steht. Dennoch wird bei der konkurrierenden Küstenautobahn A20 bereits ein Baubeginn in 2013 angekündigt, während man die A-39-Befürworter mit Meldungen über die Fortsetzung der Planungsarbeiten abspeist. Die A-39-Gegner werden nach Ende der Planungen mit Klagen den Weg für das Ende der A39 und für regionaldienliche Verkehrsprojekte freimachen.
}}
{{Pressefuss|Januar 2012|Juli 2019}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
b85a6888984766f62d019c6c67e7f9b2847eb5cb
Presseberichte März 2021
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{{Pressekopf}}
----
=== 27. März 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zur {{Autobahn GmbH}}
|Headline=Rechnungshof kritisiert Autobahnreform
|Untertitel= <span style="color:red">Bundesfernstraßen</span> Die Neuorganisation der Aufgaben zwischen Bund und Ländern kostet viel Geld.
|Autor=FRI, GT
|Ort=Berlin
|Link=
|Text=Der Bundesrechnungshof bescheinigt dem Verkehrsministerium von Andreas Scheuer (CSU) grobe Fehler bei der Neuorganisation der Bundesfernstraßenverwaltung. So habe die neu gegründete Auto bahn GmbH des Bundes einen Tarifvertrag ausgehandelt, der um zehn Prozent höher liege als beim Bund üblich. »Dieser gewährte Vorteil kann dazu führen, dass beim Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte eine Spirale in Gang gesetzt wird, die das Tarifgefüge im öffentlichen Dienst nachhaltig stört«, heißt es in einem bislang unveröffentlichten Bericht der Prüfer für den Haushaltsausschuss des Bundestags.
»Hinweise des Bundesrechnungshofes blieben während der Verhandlungen unberücksichtigt.« Der Bundesrechnungshof
begleitet die umstrittene Re form seit 2017, zu dem 25-seitigen Papier durfte das Ministerium vorab Stellung beziehen. Die Prüfer bemängeln weiterhin, das Bundesverkehrsministerium (BMVI) habe externe Berater beauftragt, »ohne den Bedarf oder die Wirtschaftlichkeit zu untersuchen«, die Kosten hätten sich auf »mehr als das Vierfache der eigentlichen Auftragssumme« summiert. »Das BMVI hatte keinen Überblick über die Verträge.« Anfang 2021 ist die Zuständigkeit für Bau und Betrieb von Bundesautobahnen und Bundesstraßen von den Ländern auf den Bund übergegangen, der dafür die Autobahn GmbH gegründet hat. Allerdings ist laut Rechnungshof bislang die vom Ministerium versprochene Vereinfachung nicht feststellbar. Stattdessen schlossen Autobahn GmbH und Bundesländer
vorübergehende Kooperationsvereinbarungen, die aus Sicht der Prüfer »gegen die grundgesetzlich festgelegte Aufgabentrennung« verstoßen. Sie fordern, die Kooperationen mit Ablauf des Jahres 2021 zu beenden. Bis dahin müsse die Autobahn GmbH »in der Lage sein, die Projekte eigenständig zu bearbeiten«. »Andreas Scheuer hat die Reform der Autobahnverwaltung gegen die Wand gefahren«, kritisiert der haushaltspolitische Sprecher der Grünen, Sven-Christian Kindler.
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
{{Pressefuss|Januar 2021|April 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
a5701e34664311bcf24f04b3238fe6e855b6c5d4
Presseberichte November 2006
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{{Pressekopf}}
=== 29. November ===
==== {{LZ}} über [[Investitionsrahmenplan]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 fehlt im [[Investitionsrahmenplan|Investitionsplan]]</big>'''
'''Gegner hoffen - Planer nicht überrascht'''
''ml'' '''Lüneburg'''. Autobahngegner feiern die Nachricht als Etappensieg, für die Planer ist sie hingegen nicht ungewöhnlich: Die Autobahn 39 wird offenbar nicht in den [[Investitionsrahmenplan]] ([[IRP]]) des Bundes bis 2010 aufgenommen. Das Papier liegt der LZ vor.
"Das Projekt ist scheinbar nicht wichtig genug", frohlockt der grüne Landtagsabgeordnete [[Andreas Meihsies]]. "Den schrittweisen Abschied von der Kanzlerautobahn" vermutet gar Rüdiger Herzog, Mitarbeiter des verkehrspolitischen Sprechers der [[Grüne]]n im Bundestag, Peter Hettlich.
Für A 39-Projektleiterin Annette Padberg von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist die Nichtaufnahme wenig überraschend: "Vor 2010 werden wir ohnehin nicht mit dem Bau beginnen." Und auch Dr. Holger Manthey, zuständig für das A 39-[[Raumordnungsverfahren]] bei der Regierungsvertretung Lüneburg, sagt: "Gelistet sind nur Vorhaben, die schon die Baureife haben."
Tatsächlich tauchen im [[IRP]]-Entwurf 51 Projekte in Niedersachsen auf. Fast alle sind entweder im Bau oder tragen die Vermerke: "planfestgestellt" oder "in der [[Planfeststellung]]". Lediglich ein Projekt hat den Status: "Vorentwurf genehmigt", steht also vor dem Start des [[Planfeststellungsverfahren]]s.
Soweit sind die Planer der A 39 noch lange nicht. Der zunächst für Ende des Jahres angekündigte, dann aber verschobene Erörterungstermin im A 39-[[Raumordnungsverfahren]] wird laut Manthey für März/April anvisiert: "Das Ziel ist es, das Verfahren bis zum Sommer abzuschließen".
Dann soll die [[landesplanerische Feststellung]] erfolgen, werden die Unterlagen zum Bundesverkehrsministerium nach Berlin geschickt. Dort erfolgt bis Ende 2007 die [[Linienbestimmung]] - im Planungsmaßstab 1:25 000. Manthey: "Dann können sich immer noch Abweichungen von 100 bis 200 Metern ergeben - aber nicht nahe bebauter Flächen". Allerdings: "Andere Trassen spielen dann keine Rolle mehr".
Padberg rechnet frühestens 2013 mit dem Baubeginn und sagt: "Erst dann müssen auch die Mittel bereitstehen. Der Klageweg stehe dennoch weiterhin offen."
}}
=== 23. November ===
==== {{HA}} zur erneuten Verzögerung des [[Raumordnungsverfahren]]s ====
{| {{tabelle auto}}
| '''<big>A 39-Planung</big>'''
'''Endgültige Trasse erst Ende 2007?'''
''es''
Ende des Jahres sollte das [[Raumordnungsverfahren]] abgeschlossen sein - dann sollte die Trasse der geplanten A 39 von Wolfsburg nach Hamburg bekannt gegeben werden. Doch die Planer sind in Verzug - zuletzt sorgte die Nichtberücksichtigung eines nach der [[Natura 2000]] geschützten Vogelvorkommens bei Bad Bodenteich für eine Verzögerung des Verfahrens. Nach Meinung des Landesstraßenbauamts Lüneburg könnte sich die {{mark|[[Linienbestimmung|endgültige Linienführung]] der geplanten Autobahn jetzt erst Ende 2007}} abzeichnen. Die Regierungsvertretung Lüneburg will das Verfahren mit einem Erörterungstermin im nächsten Frühjahr weiterführen und rechnet mit einem Abschluss der [[Planung]] im Sommer 2007. Der Behörde liegen {{mark|bisher 14 500 Einwendungen}} gegen die Trasse vor.
|}
=== 20. November ===
==== {{LZ}} blickt 25 Jahre zurück ====
{{Lzq|Vor 25 Jahren}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Freitag, 20. November 1981</big>'''
Ministerpräsident Ernst Albrecht hörte sich in Bardowick die Sorgen der Bürger an. Ganz Bardowick – bereits durch Bundesstraße 4, Hamburger Bahn und Ilmenau geteilt – wehrt sich gegen die von Straßenplanern durch ihr Hauptanbaugebiet für hochwertiges Gemüse vorgesehene Linienführung der künftigen Schnellstraße von Maschen nach Lüneburg.
}}
=== 18. November ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der Großen Koalition (2) ====
{{LB|
Peter Weerda<br>Lüneburg
}}
{{Kasten|1=
'''<big>Versprechen halten</big>'''
'''[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Position_der_Gro.C3.9Fen_Koalition|Leserbrief zum LZ-Artikel: "Sie schmieden die Zukunft der Region", LZ vom 31. Oktober]]'''
Die großen Koalitionen in Stadt und Kreis lehnen die [[Vorzugsvariante|Stadtvariante der A 39]] ab, befürworten eine östliche Umfahrung, den Lüneburger Tunnel oder die Ertüchtigung der B4.
Dieser Aussage entnehme ich, dass der Rat der Stadt Lüneburg die Stadtvariante ablehnt, aber gleichzeitig eine Tunnellösung geprüft wissen will? Wie passt das denn zusammen? Oder doch lieber die [[Ostumgehung]] oder die Ostvariante? Auch diese sollen auf eine "verträgliche" Lösung hin geprüft werden. Also war doch alles Wahlkampfgetöse, was der Oberbürgermeister bei der Bürgerversammlung am 28. März im {{Lims}} und später verlautbart hat. Bereits die Stellungnahme und die Gutachten der Stadt haben die Situation an der Ostvariante völlig stiefmütterlich behandelt. Wenn die Stadt Lüneburg jetzt die [[Vorzugsvariante|Stadtvariante]] zugunsten der Ostvariante oder der [[Ostumgehung]] abwägen würde, wäre dies ein glatter Wortbruch von [[Ulrich Mädge]].
Sowohl der OB als auch Frau Schröder-Ehlers versicherten mehrfach, dass genau dies nicht passieren würde. Die Ebensberger haben [[Ulrich Mädge]] mit 55 Prozent der Stimmen als OB bestätigt. Die SPD hat 45 Prozent erreicht, sicher hat sich hier das Vertrauen zu ihrem OB und zu [[Heiko Dörbaum]] ausgezahlt. Wollen wir hoffen, dass dieses Vertrauen nicht enttäuscht wird.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Verschiebung des Erörterungstermins ====
{{LB|
Dr. Lars Wohlers<br>Heiligenthal
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Viele Fragen offen</big>'''
'''[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Verschiebung_des_Er.C3.B6rterungstermins_.282.29|Leserbrief zum LZ-Artikel: Kleine Vögel stören große Pläne (14.11.2006, S. 3)]]'''
Eigentlich ist die A 39 doch solide geplant, richtig? Oder hat noch jemand Fragen? Ich meine, wirklich wichtige Themen, die Einfluss nehmen könnten auf die Frage, ob nun gebaut wird oder nicht? Wohl kaum, denn handelt es sich nicht um einen ehrlichen, ergebnisoffenen Prozess? Wen interessiert da schon, ob dieses Straßenbauvorhaben 400 Millionen, 700 Millionen oder 1000 Millionen Euro kosten könnte? Oder was so eine Untertunnelung Lüneburgs kosten könnte, wieviel waren es doch gleich, 100 Millionen? So ungefähr?
Na ja, aber zumindest naturschutzfachliche Belange sind allen Beteiligten wichtig, war doch so? Warum nur ist dann ein über 600 Hektar großes faktisches Vogelschutzgebiet plötzlich so eine große Überraschung? Ist das übersehen worden, weil es so klein ist? Eigentlich dürfte Naturschutz kein Hindernis sein, denn meinen Sie nicht auch, wäre doch schrecklich, wenn Deutschland nicht mehr globaler Spitzenreiter im Autobahnbau wäre?
Wie Bodenteicher [[Ortolan]]e gegen West-Lüneburger Hamster ausgespielt werden, wird dann wohl noch geklärt? Geht das nach Gewicht? Augenfarbe? [[Politiker|Parteizugehörigkeit]] der Tierchen? Vermutlich müssen wir bloß einfach warten, bis am Ende (!) der Planung endlich ausgerechnet wird, ob diese Straße wirklich sinnvoll ist ([[Nutzen-Kosten-Faktor]])? Das dürfte wohl alle Fragen beantworten, oder? Noch Fragen?
}}
=== 16. November ===
==== {{LZ}} über neue Internetplattform zum [[Landesraumordnungsprogramm]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Online-Einwände</big>'''
'''Land testet Bürgerbeteiligung via Internet'''
''ddp'' '''Hannover'''. Bundesweit erstmals bietet Niedersachsen zur Landesplanung eine interaktive Bürgerbeteiligung per Internet an. Bei dem Pilotprojekt geht es darum, die Neufassung des [[Landesraumordnungsprogramm]]s zu diskutieren, wie das Ministerium für ländliche Räume mitteilte. Mit dem Programm koordiniert die Landesregierung "raumbedeutsame Planungen" der öffentlichen Hand und bietet der Wirtschaft einen Rahmen für Investitionen. Neben dem Internetzugang unter [http://www.lrop-online.de/ lrop-online.de] kann der Planungsentwurf auch auf herkömmlichen Wege bei den vier Regierungsvertretungen eingesehen werden. Gefragt ist unter anderem die Meinung zur Trassenführung der Autobahnen A 22 und A 39, zur Windenergienutzung sowie zu Industrie- und Gewerbestandorten.
Nach Ansicht des Ministeriums wird das E-Government-Modellvorhaben die Planungen der Landesregierung transparenter gestalten. Jedermann habe ab sofort für die nächsten drei Monate über die Internetplattform Gelegenheit, Stellungnahmen und Hinweise abzugeben.
}}
=== 16. November ===
==== {{LZ}} über den [[Ortolan]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>LZ-Lesertelefon</big>'''
''ca'' '''Lüneburg'''. Was ist eigentlich
ein [[Ortolan]] ?, möchte Ernst
August Beismann am LZ-Lesertelefon
wissen. Wie berichtet,
macht der Vogel den Planern
der umstrittenen Autobahn 39
Probleme, weil die bei der Trassenplanung
auf
die Brutgebiete
des kleinen
Singvogels achten
müssen. Er gilt als vom
Aussterben bedrohte Art. Laut
Lexikon gehört das Tier zur
Ordnung der Sperlingsvögel
und zur Familie der Gartenammern.
Der Zugvogel überwintert
im nördlichen Afrika, bevor
er im April und Mai nach
Europa zurückkehrt.
}}
=== 14. November ===
==== {{LZ}} über Verschiebung des Erörterungstermins (1) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Zeitplan in Verzug</big>'''
'''Vogelschutzgebiet bei Bad Bodenteich? – Erörterungstermin verschoben'''
[[Bild:LZ 2006 11 14 1.jpg|thumb|300px|'''Heidelerche (F.) und [[Ortolan]] zwingen die A39-Planer zu Überstunden.<br>Im Bereich der Vorzugsvariante ist ein Schutzgebiet geplant, das verzögert das [[Raumordnungsverfahren]].''' ''Montage: lz.'']]
''nt/ml''
'''Lüneburg.'''
Heidelerche
und [[Ortolan]] bremsen derzeit
die Planer der Autobahn 39
aus. Größere Populationen der
beiden gefährdeten Vogelarten
haben ihren Lebensraum nördlich
von Bad Bodenteich. Eine
627 Hektar große Fläche will
das Niedersächsische Umweltministerium
als [[Natura-2000-Schutzgebiet]] bei der Europäischen Union nachmelden – am
östlichen Rand verläuft die Vorzugsvariante
der A39.
Das Beteiligungsverfahren
für das Schutzgebiet läuft bereits.
Anfang Januar will das
Umweltministerium der Landesregierung
einen Vorschlag
zur Entscheidung vorlegen.
Gutachter der Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr
suchen schon jetzt nach konfliktarmen
A39-Alternativtrassen.
Denn auch alle anderen
bisher untersuchten Varianten
in diesem Raum berühren das
mögliche Schutzgebiet. Dadurch
verzögert sich der Erörterungstermin
für die Träger öffentliche
Belange, kann das
[[Raumordnungsverfahren]] für die
A39 nicht, wie geplant, bis
Ende des Jahres abgeschlossen
werden. Die zuständige Regierungsvertretung
Lüneburg rechnet
mit einem neuen Termin
erst „im Frühjahr 2007“.
Angeschoben wird durch die
Schutzgebietspläne des Umweltministeriums
auch ein neuer
Abwägungsprozess. Mögliche
Alternativen werden laut
Regierungsvertretung „nicht
losgelöst betrachtet, sondern
mit allen anderen Abschnitten
verglichen“ – eingeschlossen ist
dabei auch die Westtrasse.
Angemahnt hatte die Europäische Kommission die Nachmeldung
von [[Natura-2000-Gebiet]]en.
Bislang hat Niedersachsen
61 Vogelschutzgebiete gemeldet,
nun sollen 15 weitere
hinzukommen – auch bei Bad
Bodenteich. '''Seite 3'''
}}
==== {{LZ}} über Verschiebung des Erörterungstermins (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Kleine Vögel stören große Pläne</big>'''
'''Geplantes Schutzgebiet bei Bad Bodenteich stößt neue Trassenabwägung für Autobahn 39 an'''
[[Bild:LZ 2006 11 14 2.jpg|thumb|460px|'''25 Brutpaare der Heidelerche (Foto) haben Ornithologen bei Bad Bodenteich gezählt, zudem 40 [[Ortolan]]-Pärchen. Das Umweltministerium will den Bereich als Vogelschutzgebiet nachmelden – im Osten durchschneidet die A39-Vorzugsvariante den betroffenen Raum.''' ''Foto: fotonatur.'']]
''ml''
'''Lüneburg.'''
Die Planungen
für die Autobahn 39 verzögern
sich. In die Quere gekommen
sind den Planern Heidelerche
und [[Ortolan]]. Größere Bestände
der Vögel siedeln nördlich von
Bad Bodenteich – am östlichen
Rand der Vorzugsvariante für
die A39. Auch alternative Trassen
tangieren die betroffenen
Flächen, die das Land Niedersachsen
als Schutzgebiete für
das EU-Programm [[Natura 2000]] nachmelden will.
Das öffentliche Beteiligungsverfahren
für die Schutzgebietsausweisung
ist Mitte Oktober
angelaufen, bereits im Januar
2007 will das Umweltministerium
seine Vorschläge der Landesregierung
zur Entscheidung
vorlegen. Für das [[Raumordnungsverfahren]]
der A 39 heißt
das: Der ursprünglich Ende
dieses Jahres vorgesehene Erörterungstermin
für die Stellungnahmen
der Träger öffentlicher
Belange muss verschoben werden.
„Angepeilt wird jetzt das
Frühjahr 2007“, sagt Bernd
Rczeppa, zuständiger Sachbearbeiter
bei der Regierungsvertretung
Lüneburg. Damit ist auch
die angestrebte [[landesplanerische Feststellung]] Ende Dezember
vom Tisch.
Torpediert die Arbeit der einen
Behörde die einer anderen?
Der Eindruck täuscht. Genau
genommen schafft das Umweltministerium
mit seinem Vorstoß
erst die Voraussetzungen
dafür, dass die Bodenteicher
Flächen überhaupt beplant werden
dürfen.
Bislang sei das Areal ein so
genanntes „faktisches Vogelschutzgebiet“,
erläutert Dr.
Magnus Buhlert, Sprecher des
Umweltministeriums. Von Ornithologen
ist die Fläche als so
genannte „important bird area“
(iba) klassifiziert, das Vorkommen
von Heidelerche und [[Ortolan]]
bekannt. Als Schutzzone
ausgewiesen ist der Raum indes
nicht – „und damit darf er auch
nicht beplant werden“, erläutert
Buhlert. Erst wenn faktische
Schutzgebiete einen rechtlichen
Schutzstatus erhalten, darf geplant,
„können auch Ausgleichsmaßnahmen
festgesetzt
werden“, so der Sprecher weiter.
Das heißt: Erst die Nachmeldung
als [[Natura-2000-Gebiet]] macht detaillierte A39-Planungen
möglich.
Das wirft gleichzeitig die Frage
auf: Warum ist in einem
faktischen „Vogelschutzgebiet“
überhaupt geplant worden?
Eine Antwort liefert Rczeppa:
„Es gibt so viele und großflächige
ibas in Deutschland, dass
teilweise keine Planung mehr
möglich wäre.“
Jetzt hat die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und
Verkehr erneut ihre Gutachter
in Marsch gesetzt. Die hatten
die Heidelerchen- und [[Ortolan]]-Bestände nahe Bad Bodenteich
bei den bisherigen Planungen
zwar erfasst, doch „jetzt müssen
sie prüfen, wie weit das Gebiet
umgangen werden muss, um
Konflikte mit dem Vogelschutz
zu vermeiden“, erklärt Rczeppa.
Ausgelöst wird damit auch
ein neuer Abwägungsprozess.
„Die Entwicklung in diesem
Bereich wird nicht losgelöst
betrachtet, sondern mit allen
Varianten verglichen – auch der
Westtrasse“, so der Mann von
der Regierungsvertretung.
}}
=== 13. November ===
==== {{LZ}} über unsere [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]] (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Lächelnder Protest</big>'''
'''Autobahngegner starten Plakataktion in Lüne und im Moorfeld'''
[[Bild:LZ 2006 11 13 1.jpg|thumb|460px|'''Enthüllung eines Plakats. Es zeigt Tina Sorbe: „[[Aktion „Wir lieben Lüneburg“|Ich liebe Lüneburg, weil]] ich mit meinem Hund im Lüner Wald spazieren gehen kann.“.''' ''Foto: t&w'']]
''ca''
'''Lüneburg.''' Mit einem Lächeln protestieren mehr als 100
Lüneburger aus dem Moorfeld
und Lüne gegen die geplante
Autobahn 39. Jetzt startete die
Bürgeriniative eine [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“|Plakataktion]]
an der Erbstorfer Landstraße.
Die Botschaft: Ohne A39 ist
Lüneburg schön. Den [[Vorzugsvariante|drei möglichen Trassen durch den Stadtteil]]
– am Ebensberg, nahe des Klosters und als Ausbau der
[[Ostumgehung]] – erteilte [[Vorstand#SprecherInnen|BI-Sprecher]] Detlef Giesler eine
Absage. Bei den Koalitionsverhandlungen
von [[SPD]] und [[CDU]]
nach der [[Kommunalwahl]] sei
das Thema A39 „umschifft worden“,
nötig sei ein „Schulterschluss“
mit den Bürgern.
Claudia Kuchler berichtete,
[[Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“|BI-Mitglieder hätten Abgeordnete des Verkehrsausschusses des Bundestages angeschrieben]]
und eine erneute [[Kosten-Nutzen-Berechnung]] für die Autobahn
gefordert. Musikalisch
umrahmte das [http://www.rikatjakea.de/trio_sentimental/index.html Duo Sentimental]
den verregneten Aktionsstart
mit einem Schlager, der auf ein
anderes Verkehrsmittel setzt:
„Am Sonntag will mein Süßer
mit mir Segeln gehn.“
}}
==== {{HA}} zum Zusammenhang A39-Planung und Erweiterung des Gewerbegebietes Bilmer Strauch ====
{| {{tabelle auto}}
| '''<big>Geht der Boom am Hafen vorbei?</big>'''
''es''
Seit 1975 existiert der Industriehafen im Gewerbegebiet "Am Bilmer Strauch" - das Geschäft im Hamburger Hafen boomt, in Lüneburg dagegen scheint der Güterumschlag zu stagnieren. Während in Hamburg im Jahr 2005 allein 125, 7 Millionen Tonnen Container- und Massengut transportiert wurden, brachte man es in Lüneburg auf 170 000 Tonnen.
In Hamburg stößt der Hafen längst an seine Grenzen, Flächen für die Erweiterung werden langsam knapp. Wie stehen in dieser Situation die Chancen für Lüneburg als Ausweichsstandort? "Als Satellitenterminal für den Hamburger Hafen kommt Lüneburg nicht in Frage", meint Jürgen Glaser, Leiter der Clusterentwicklung bei der Wachstumsinitiative Süderelbe AG in Hamburg, die sich auch mit Fragen der Infrastruktur in der Metropolregion beschäftigt. Der Grund: "Lüneburg ist ein Binnenhafen, der hat andere Standortvoraussetzungen."
Das Schiffshebewerk in Scharnebeck vermag Containerschiffe nicht zu befördern - und auch für die neueste Generation der großen Binnenschiffe ist das Hebewerk zu klein. "Niemand fasst eine Ladung auf dem Seeweg zweimal an, um sie ins Hinterland zu bringen." Zu umständlich zu erreichen für Containerware - Lüneburg ist nur tauglich für Massengüter wie Düngemittel oder Getreide. Das Problem sieht auch Klaus Dützmann, Geschäftsführer der Lüneburger Hafen GmbH. Er glaubt aber an Perspektiven: "Vom Boom der Seehäfen profitieren die Binnenhäfen wenig, aber die Ansiedlung von Logistikunternehmen würde die Entwicklung fördern." Bisher ist die OHE allein dafür zuständig, Waren im Hafen umzuschlagen und für ihren Weitertransport auf der Schiene zu sorgen - doch die OHE steht zum Verkauf. Dützmann: "Wir müssen abwarten, ob der neue Eigentümer die Geschäfte weiterführt."
Um Perspektiven für den Hafen zu schaffen, hat die Stadt Flächen am Elbe-Seiten-Kanal gekauft. {{mark|So lange jedoch der Trassenverlauf der A 39 ungeklärt ist, bleiben auch die Erweiterungsmöglichkeiten ungeklärt.}} Ein Investor wäre die Lösung, ist aber noch nicht in Sicht: "Es fehlt an Visionen. Wenn an den Konzepten gearbeitet wird, sehe ich Chancen", so Jürgen Glaser.
|}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Berechnung des [[Nutzen-Kosten-Faktor]]s ====
{{LB|Guido Ostermann<br>Wendisch Evern
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Nutzen-Kosten-Faktor]] ohne Tricks</big>'''
'''[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|„Neue Rechnung für die A39“, LZ vom 6. Oktober]]'''
Eigentlich kann man sich
freuen, denn die [[Politiker|Politik]] hat die
berechtigte Kritik der Autobahngegner
aufgenommen und
wird den [[Nutzen-Kosten-Faktor]]
der A39 neu und hoffentlich
„richtig“ berechnen.
„Richtig“ bedeutet: Die wirklichen
Fakten in die Berechnung
einfließen zu lassen und
nicht mit unseriösen Tricks ein
positives Ergebnis zu erhalten.
Aktuelles Beispiel: Probleme
mit Hunderten von Natur-Biotopen
im laufenden [[Raumordnungsverfahren]]
wurden durch
falsche Kartierung und Bewertung
fahrlässig oder bewusst
beseitigt. (Quelle: NABU)
Meine anfängliche Freude
wird gleich wieder getrübt,
denn leider wird weiterhin mit
falschen Zahlen Stimmung für
die A39 gemacht. Im Jahre
2003 wurde die A39 mit 437
Mio. Euro in den [[Bundesverkehrswegeplan]]
2003 aufgenommen.
Der Dachverband „Keine
A39“ hat längst bewiesen, dass
diese Summe für den Bau der
A39 nicht ausreichend ist. Im
Jahre 2005 war man schon bei
680 Mio. Euro. In diesen Summen
sind weder die Planungskosten,
noch die Kosten für
Bauwerke wie Brücken und
Unterführungen enthalten.
Wir sprechen mittlerweile
über Gesamtkosten der A39
von über 1. Mrd. Euro.
Lieber Herr Staatssekretär
Grossmann. Auf welchen
Grundlagen basieren Ihre
Schätzungen eigentlich?
Sollten sich nicht „ALLE“,
die für die politische und planerische
Umsetzung dieser A39
Planung verantwortlich sind,
professioneller informieren und
auf unseriöse Schätzungen verzichten?
Der beliebte „Schuss ins
Blaue“ mit Steuergeldern gehört
nicht zur politischen Arbeit,
doch leider finden wir ihn immer
wieder.
Beispiel gefällig?
Bei einem Treffen vor einigen
Monaten im Kloster Lüne von
[[SPD]]-Landtagsabgeordneten
und -Bürgermeistern aus ganz
Niedersachsen, wurde offen
über die Möglichkeit einer Untertunnelung
von Lüneburg diskutiert.
Die Kosten für dieses
Bauwerk wurden von den Anwesenden
auf ca. 100 Millionen
Euro geschätzt. Ohne fachliche
Untersuchungen ist jedoch eine
Kostenermittlung für eine Tunnellösung unmöglich.
Also, da war „Er“ wieder, der
„Schuss ins Blaue“! Am Ende
stellt sich mir eine Frage: Hat
Staatssekretär Grossmann die
geschätzten 100 Millionen Euro
seiner [[SPD]]-Kollegen bei seiner
Schätzung berücksichtigt? Ich schätze nicht!
}}
=== 11. November ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der Großen Koalition ====
{{LB|Marc Hartwig<br>Scharnebeck
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Kuschelalternative</big>'''
'''[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Position_der_Gro.C3.9Fen_Koalition|„Diskussion um A 39-Trassenvariante“, LZ vom 31. Oktober]]'''
Die "Kuschelkoalition" aus [[CDU]] und [[SPD]] in Stadt und Kreis wird die einst selbst gerufenen Geister nicht mehr los. Eine Anbindung durch die A39 ja bitte, aber ohne Kontakt zwischen Stadt und Autobahn. Wie? Ablehnung - man sehe die feinen Nuancen - nicht mehr der Stadtvarianten, sondern nur noch der [[Vorzugsvariante]] durch die Stadt! Alternativen prüfen wird als lapidares Allheilmittel verkündet und doch handelt es sich offenbar um Nebelbomben: Bedeutet Alternative "Tunnellösung" nicht zugleich [[Vorzugsvariante]], nur leicht modifiziert? Bedeutet die Alternative "Ostumfahrung" nicht Nutzung der [[Ostumgehung]] mit lediglich einer abweichenden Kurve?
Oder rücken die Herren [[Ulrich Mädge|Mädge]] und [[Heiko Dörbaum|Dörbaum]] von deren gegebenem Wort ab, alle Bürger der Stadt zu schützen und zerschneiden zusätzliches Stadtgebiet, indem Sie die Teilnutzung der [[Ostumgehung]] mit späterem Abzweig über den Ebensberg als Opfer darbieten?
Auch an Schutzaussagen des Herrn [[Bernd Althusmann|Althusmann]] im Erbstorfer LIMs werden sich die Zuhörer erinnern. Mit Verlaub: Dass die dargebotenen "Alternativen" mit Ausnahme der echten, bedarfsgerechten Alternative - dem Ausbau des bestehenden Bundesstraßennetzes - von den Planern bereits ausgiebig untersucht wurden, sollte sich inzwischen auch in Kuschelkoalitionskreisen herumgesprochen haben.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um Factory-Outlet-Center ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Zweierlei Maß</big>'''
'''„Diskussion um FOC“, LZ vom 17. Oktober'''
Den Widerstand des hiesigen Einzelhandels und von Herrn [[Ulrich Mädge|Mädge]] gegen die weitere Zulassung von Factory-Outlet-Centern (FOC), also Großverkaufs-Centern bestimmter Warenhersteller, kann man nur unterstützen. Da diese Center aber durchweg an Autobahnen gebaut werden, scheint es mir schizophren, wenn sich manche dieser FOC-Gegner gleichzeitig für die A 39 stark machen.
}}
=== 8. November ===
==== {{LZ}} über den [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds zur Verhinderung der Autobahn 39]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Klagefonds wächst</big>'''
''lz'' '''Lüneburg'''. Die Gemeinden Wendisch Evern und Altenmedingen sind dem [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds zur Verhinderung der Autobahn 39]] beigetreten. Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn begrüßt diesen Schritt. "Damit haben sich mittlerweile nicht nur über 250 Landwirte sowie Grund- und Hauseigentümer diesem Solidarfonds angeschlossen, sondern auch zahlreiche Körperschaften und Kommunen", so Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbandes. "Angesichts der neuen Mehrheits-Verhältnisse sollten sich noch viele weitere Gemeinden diese effektive rechtliche Vertretung durch eine Verwaltungsrechts-Kanzlei sichern."
Mit einem Einmal-Beitrag von derzeit 400 Euro könne jeder A 39-Betroffene seine rechtlichen Interessen an einer Verhinderung der A 39 und gegebenenfalls bei den Baufolgen wahren. Interessenten sollten sich an die Sprecherin des [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Klagefonds]] wenden:<br>Juliane Haufe,
Tel.: 0 58 22/51 95.
}}
==== {{KB}} über unsere [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Gesichter</big>'''
'''Bürger zeigen Gesicht: Lüneburger Bürger starten ungewöhnliche Plakataktion gegen die A 39'''
Seite 2
}}
{{Kasten gelb|
[[Bild:Ich liebe LG 78.jpg|right|200px]]
'''<big>„Wir lieben Lüneburg“</big>'''
'''Fotoaktion der BI Lüne-Moorfeld'''
Lüneburg (kb) - Mit einem Foto und einer Liebeserklärung an ihre Stadt beziehen Menschen der Stadtteile Lüne, Moorfeld und Ebensberg in einer großen Fotoaktion Stellung gegen
die geplanten Autobahn-Varianten durch das Stadtgebiet und gegen das gesamte Vorhaben.
Das Projekt der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld startet am Samstag, 11. November, 14.00 Uhr, unter dem Motto „Wir lieben Lüneburg ... deshalb keine A 39“.
An [[Vorzugsvariante|den momentan diskutierten drei Trassenverläufen]] an der Erbstorfer Landstraße/Ecke Brandheider Weg (Ausbau der [[Ostumgehung]]) und Höhe Ebensberg (Ebensberg-Variante) werden Plakate mit den Portraits aufgestellt. Treff ist die Kreuzung Erbstorfer Landstraße/Moorweg (Klostertrasse).
Die 14-tägig wechselnde Ausstellung soll während der gesamten Zeit des [[Raumordnungsverfahren]]s laufen, mindestens bis Mitte März 2007.
Alle, die diese Ausstellung finanziell unterstützen oder eines der wunderschönen Sammelposter erhalten möchten, wenden sich an Detlef Giesler, Tel. 850520.
}}
=== 4. November ===
==== {{LZ}} kündigt unseren Fackel- u. Laternenumzug an ====
{{Kasten gelb|
'''<big>LG in Kürze</big>'''
Die Autobahngegner im
Stadtteil Lüne-Moorfeld rufen
für heute Abend, Sonnabend,
zum '''Laternen- und Fackelumzug'''
auf. Los geht es um 17.30
Uhr am Wendehammer am
Brandheider Weg, weiter geht
es an der [[Ostumgehung]] entlang.
Der Marsch endet nach einer
Dreiviertelstunde in der Kleingartenkolonie
Moorfeld. Dort
stehen Bratwürste und heiße
Getränke parat.
}}
==== {{AZ}} zum [[Raumordnungsverfahren]] ====
{|{{Tabelle auto}}
|'''<big>A 39: Schwenk für Singvögel?</big>'''
'''Änderung bei Bodenteich könnte auch Trassenverlauf im Isenhagener Land beeinflussen'''
''Von Holger Boden''
Bad Bodenteich. Neue Diskussion um die A 39: Bei Bad Bodenteich muss die Trasse möglicherweise weiter östlich verlaufen als in der Vorzugsvariante der Lüneburger Straßenbaubehörde vorgesehen. Nicht ausgeschlossen, dass dieser "Schwenk" auch Auswirkungen auf die Linienführung im Isenhagener Land haben könnte.
Hintergrund sind zwei Vögel: die Heidelerche und der Ortolan. Die beiden schützenswerten Singvögel nisten in den Bodenteicher Seewiesen. Dieses Gebiet östlich des Ortes würde bislang von der A 39-Trasse zerschnitten. Eine Verlagerung würde die Trasse näher nach Schafwedel rücken.
"Das hält die Landesbehörden an, noch mal ganz anders zu planen", zitiert die Allgemeine Zeitung Uelzen den Bodenteicher Bürgermeister Claus-Dieter Reese. In einem Aktenvermerk seiner Verwaltung heißt es der AZ zufolge: "Die Vorzugsvariante (...) kann so nicht umgesetzt werden."
Natürlich stellt sich automatisch die Frage, ob sich durch eine Verlagerung der A 39 bei Bodenteich auch Konsequenzen für den Trassenverlauf im Wittinger Raum ergeben. Die Lüneburger Chefplanerin Annette Padberg schließt das offenbar nicht aus, wenn sie sagt: "Wir befinden uns da zurzeit noch in der Abstimmung. Wie sich das alles auswirkt, muss man sehen." Ziel sei, dass sich eventuelle Verschiebungen "möglichst kleinräumig" auswirken.
Padberg, die nach dem Weggang von Behördenleiter Friedhelm Fischer (neuer Bürgermeister in Langenhagen, das IK berichtete) kommissarisch das Straßenbauamt in der Salzstadt leitet, sagt aber auch, dass es sich bei dem Bodenteicher Schwenk noch um "ungelegte Eier" handele. Alles noch offen also - für Spekulationen über ein Nichtzustandekommen der Vorzugsvariante mit Hafenanschluss ist es zu früh.
Allerdings war seitens der Planer stets betont worden, dass die [[Vorzugstrasse]] ohnehin noch nicht beschlossene Sache sei. Eigentlich sollten im Herbst nach Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s neue Erkenntnisse vorgestellt werden. Dieser Zeitplan ist offenbar nicht zu halten - Näheres soll Padberg zufolge in den nächsten Tagen verlauten.
Aus Hankensbütteler Sicht interessiert in diesem Zusammenhang eine Frage ganz besonders: Werden mögliche Modifizierungen bei Bad Bodenteich Einfluss auf den Verlauf der Querspange haben, die laut Vorzugsvariante von Breitenhees kommend südlich am Kurort vorbei läuft? Wird am Ende gar der Autobahnzubringer doch noch auf Höhe Sprakensehl/Hankensbüttel/Wittingen verschoben? Laut Padberg zeichnen sich Änderungen dieser Art wegen der Bodenteicher Seewiesen "nicht ab" - die Querspangen-Trasse verläuft in einigem Abstand südlich des fraglichen Gebietes.
* [http://www.allgemeine-zeitung-uelzen.de/texte.php4?TEXTID=44728&R=LokIK# Quelle]
|}
=== 2. November ===
==== {{LZ}} über unsere [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Lächelnder Protest gegen A 39</big>'''
'''Bürger starten Plakataktion in Lüne und im Moorfeld'''
[[Bild:LZ 2006 11 02 1.jpg|thumb|460px|'''Birgit Wortmann (vorn), Familie Giesler, die Jugendlichen Raphaela und Charlina sowie Beate Ellwanger-Stache (v. l.) beteiligen sich an der [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“|Plakataktion entlang der Erbstorfer Landstraße]].''' ''Foto: t&w'']]
''ca''
'''Lüneburg.''' „Was [[Politiker]]
können, können wir schon lange“,
dachten sich Mitglieder der
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
als sie [[Politiker]]plakate im [[Kommunalwahl]]kampf
sahen. Nun
wollen sie mit ihren [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“|Konterfeis gegen die geplante Autobahn 39]]
mobil machen. Entlang der
Erbstorfer Landstraße stellen
Aktivisten Plakate auf, auf denen
Bürger mit ihrem Gesicht
für ihren Stadtteil werben. Birgit
Wortmann findet zum Beispiel:
„Ich liebe Lüneburg, weil
die schönste Stadt der Welt
keine A39 braucht.“ Aber nicht
nur Einzelne zeigen Gesicht
gegen die Schnellstraße, auch
Freunde und ganze Familien
haben sich dafür fotografieren
lassen.
Am 11.11. wollen die Aktivisten
die ersten ihrer insgesamt
hundert 60 mal 90 Zentimeter
großen Bilder aufstellen. [[Vorstand|Sprecher]]
Detlef Giesler sagt: „Das
Datum haben wir bewusst gewählt, weil uns hier eine [[Vorzugsvariante|närrische Variante]] präsentiert
wird.“ Die Autobahn passe auf
keinen Fall in ihr Viertel, weder
die [[Vorzugstrasse]] in Höhe des
Bahnübergangs an der Erbstorfer
Landstraße noch als verbreiterte
[[Ostumgehung]] noch am
Ebensberg.
An allen drei Stellen will die
BI am 11. November von 14
Uhr an auf ihren Protest aufmerksam
machen. Giesler: „Wir haben Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und alle Ratsmitglieder
für diesen Tag persönlich
eingeladen.“
Claudia Kuchler berichtet,
dass die BI-Mitglieder an den
drei Standorten bis März nächsten
Jahres alle zwei Wochen
wechselnde Plakate aufstellen
wollen. Zwar hätten alle, die
mitmachen, einen Teil der Kosten
getragen, doch die BI brauche
noch Geld, um die Ausgaben
zu decken. Wer [[spenden]]
oder Poster kaufen möchte,
wendet sich an Detlef Giesler: Tel. 85 05 20.
Einzelheiten im Internet unter:
www.bi-luene-moorfeld.de
}}
==== {{HA}} über Bildung neuer Regierungsmehrheiten ====
{|{{Tabelle auto}}
|'''<big>[[Grüne]] kündigen harten Oppositionskurs an</big>'''
''es''
LÜNEBURG -
Sie haben bei der letzten [[Kommunalwahl]] eines der besten Ergebnisse für ihre Partei landesweit erzielt - genützt hat es nichts. Kreis- und Stadtverband der Lüneburger [[Grüne]]n sind an der Bildung neuer Regierungsmehrheiten in Stadt und Landkreis nicht beteiligt. Dabei sah es zwischenzeitlich durchaus nach einem [[SPD|rot]]-[[grüne]]n Bündnis aus: "Letztlich fehlte Herrn [[Manfred Nahrstedt|Nahrstedt]] der Mut, mit nur einer Stimme Mehrheit zu regieren", meint [[Miriam Staudte]], Fraktionschefin der [[Grüne]]n im Kreistag. "In der Sache waren wir gar nicht weit auseinander". In Sachen Opposition kündigt sie eine harte Gangart an: "Umweltpolitik taucht in der Vereinbarung von [[SPD]] und [[CDU]] überhaupt nicht auf, obwohl damit Wahlkampf gemacht wurde."
Dabei soll es nach dem Willen der [[Grüne]]n nicht bleiben: "[[Vorzugsvariante|Die Trassenführung der A 39 durch das Stadtgebiet]] zu verhindern reicht nicht. Die Menschen in der Fläche dürfen unter der Autobahn ebenso wenig leiden." Auch mit Blick auf die Elbbrücke Neu Darchau will die Opposition am Ball bleiben: "Wir bestehen auf einer neuen [[Nutzen-Kosten-Analyse|Wirtschaftlichkeitsprüfung]] durch einen neutralen Gutachter."
Enttäuscht vom Verlauf der Koalitionsgespräche ist auch [[Andreas Meihsies]], Fraktionsführer der [[Grüne]]n im Stadtrat: "Das Ganze lief mit uns doch nur pro forma. [[Ulrich Mädge|Herr Mädge]] wollte von Anfang an mit der [[CDU]] geräuschlos durchregieren. Die [[SPD]] hat in den Verhandlungen keine Leidenschaft gezeigt." Die Aussicht auf die Oppositionsbank schreckt ihn nicht: "Die Themen sind da, und wir werden sie aufgreifen."
* [http://www.abendblatt.de/daten/2006/11/02/633213.html Quelle]
|}
{{Pressefuss|Oktober 2006|Dezember 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
e8e33fc94179744f27cab0088b5cbd862dc61bc1
Presseberichte November 2007
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{{Pressekopf}}
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== 30. November ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur verzögerten Linienbestimmung
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=A-39-Linienbestimmung frühestens Mitte 2008
|Autor=Annette Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Entgegen allen Ankündigungen hat das Land Niedersachsen die Ergebnisse des [[Raumordnungsverfahren]]s vom August immer noch nicht an das Bundesverkehrsministerium weitergeleitet. Und wenn das Anfang 2008 geschehen sollte, muss für die Bearbeitung der Unterlagen, für die Abstimmung mit anderen Bundesministerien und evt. Inspektionen vor Ort noch mit einer Dauer von weitaus mehr als einem Vierteljahr gerechnet werden. Diese Nachricht brachten Vertreter des [Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39] gestern von einem Gespräch mit dem zuständigen Abteilungsleiter und zweien seiner Referenten im Bundesverkehrsministerium mit: „Die ursprünglich für Anfang 2006 geplante [[Linienbestimmung]] der A 39 ist damit bereits im jetzigen frühen Planungsstadium um mehr als zwei Jahre verzögert worden“, so Annette Niemann als Sprecherin der Bürgerinitiativen.
Die Vertreter des Bundesministeriums würden zudem prüfen, ob es sich bei den vorgelegten Plänen immer noch um das identische Projekt von früher handele und hätten darauf hingewiesen, dass aus den ursprünglich genannten 80 km nunmehr 110 km geworden seien und dass die alten Kostenansätze offenbar nicht aktualisiert worden seien. Beides habe aber deutliche Auswirkungen auf das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]. Erst nach Baureife, also erst nach jeweils mehrjähriger Vorarbeits- und Planfeststellungsphase und ggf. den zu erwartenden Klagen, würde dann ggf. geprüft, ob das Projekt A 39 auch finanziert werden könne. Dafür und für die Auswahl unter den konkurrierenden Projekten gebe es aber keinen Automatismus.
Erstaunt hätten die Vertreter des Bundesministeriums auch auf den Hinweis der Bürgerinitiativen reagiert, dass die Planer der A 39 keine [[Null-Plus-Variante]] vorgelegt hätten, in der mögliche Alternativen zum Bau der A 39 aufgezeigt würden. „Wir haben in diesem Zusammenhang darauf verwiesen“, so Annette Niemann, „dass wir demnächst ein auch Gespräch im Bundesumweltministerium haben und dass uns Minister Gabriel seine Unterstützung unserer Forderung nach einer fairen und gleichberechtigten Untersuchung der Alternativen zur A 39 zugesagt hat.“
Erfreut zeigte sich Frau Niemann über die positive Rückmeldung ihrer ministeriellen Gesprächspartner zu Stärke und Professionalität der 35 Bürgerinitiativen. Man habe schließlich auch noch die Tatsache angesprochen, dass in die Raumordnungs-Unterlagen die Inhalte der 15.000 privaten Einwender nicht aufgenommen worden seien. Die Bürgerinitiativen hätten den Vertretern des Ministeriums zugesagt, ihnen ihre Kritikpunkte nochmals schriftlich zuzusenden.
}}
== 8. November ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur neuen Bürgerinitiative Bienenbüttel
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Bürgerinitiative Bienenbüttel gegen die A 39
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=Auch in der Einheitsgemeinde Bienenbüttel wird der Widerstand gegen die geplante A 39 künftig durch eine Bürgerinitiative organisiert. Angesichts der massiven Betroffenheit von Ortsteilen wie Wulfstorf, Niendorf, Edendorf oder Hohnstorf und der massiven Zusatzverkehre quer durch den ganzen Ort hatte die bisherige Initiative Wulfstorf/Niendorf am Mittwoch eine mit 90 Personen gut besuchte Informationsveranstaltung im Saal des Gasthauses Moritz organisiert.
Eckehard Niemann als Vertreter des [http://www.keine-a39.de Dachverbandes der 35 Bürgerinitiativen] berichtete über die Geschichte der „Wahlkampfautobahn“, die entgegen allen Gutachten und [[Nutzen-Kosten-Faktor|Nutzen-Kosten-Einschätzungen]] in den [[Bundesverkehrswegeplan]] gehievt worden sei und der jetzt – in der Konkurrenz mit anderen Autobahnprojekten - die Lobby abhanden komme. Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann berichtete von der bundesweit beachteten Organisation des starken A-39-Widerstands quer durch alle Bevölkerungsschichten und Parteien und erinnerte an Großaktionen wie den Hundert-Trecker-Treck oder die letzte Aktion „Rotkäppchen und der Wulff“. Die A39-Planung habe man so bereits jetzt um zwei Jahre verzögern können, die beauftragte Anwaltskanzlei für Verwaltungsrecht werte jetzt systematisch die erkennbaren Verfahrensmängel aus. Dem Aufruf Juliane von der Ohes zur Organisation im [[Schutz- und Klagefonds]] folgten noch am gleiche Abend mehrere Landwirte und Grundstückseigentümer. Winfried Harendza als einer der Initiatoren der neuen Bürgerinitiative kündigte an, die bisherigen Versäumnisse und Versprechen mancher Bienenbütteler [[Politiker]] und in Sachen A 39 weiter zu thematisieren, um auch sie für den Einsatz gegen die A 39 zu gewinnen. Im Frühjahr soll eine „Verlärmungsfete“ an der geplanten A-39-Trasse die drohende Belastung der Dörfer verdeutlichen. Es gelte, die an sich guten Chancen aktiv zu nutzen, diese „unsinnige und zerstörerische Nonsens-Autobahn“ wieder aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] zu kippen.
}}
== 3. November ==
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=kündigt Mitgliederversammlung an
|Headline=Protest gegen die A 39
|Untertitel=
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die [[Ostumgehung]] soll sich zur geplanten Autobahn 39 wandeln - gerade die Bewohner im Stadtteil Lüne-Moorfeld fürchten sich trotz des sogenannten "Deckels" vor noch mehr [[Lärm]] und [[Abgas]]en. Die Bürgerinitative trifft sich am Montag, 5. November, 19.30 Uhr im Erbstorfer Lokal Lim's zur Mitgliederversammlung, zwei Themen: "Wie kann die A 39 auf dem Klageweg verhindert werden?" und "Möglichkeiten zur Mitarbeit in der BI".
}}
== 2. November ==
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum überfälligen Lärmschutz an der sogenannten Ostumgehung
|Headline=Der große politische Deckel
|Untertitel=SPD und CDU wollen Lärmschutz an der Ostumgehung verbessern - Thema im nächsten Rat
|Autor=as/jj
|Ort=Lüneburg
|Text=Für einen umfassenden Lärmschutz an der [[Ostumgehung]], die teils zur Autobahn 39 ausgebaut werden soll, macht sich die SPD/CDU-Mehrheitsgruppe stark. Und zwar für die Gebiete Klosterkamp, Bülows Kamp, Kaltenmoor, Lüne und Moorfeld.
Die Gruppe hat einen Antrag zur Ratssitzung am 29. November gestellt: Der Rat solle sich dafür einsetzen, dass in diesem Bereich Lärmschutz - "insbesondere durch eine Deckelung" - in die weitere Planung und Finanzierung aufgenommen werde. Außerdem soll mit dem Bund verhandelt werden, ob nicht im Bereich Moorfeld "aufgrund der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts notwendige Lärmschutzmaßnahmen vorzuziehen sind".
Der Deckel war schon vor Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene A 39 von Lüneburg Richtung Wolfsburg im Gespräch. Landrat [[Manfred Nahrstedt]] sowie Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] hatten dafür plädiert, sollte die [[Ostumgehung]] zur Autobahn ausgebaut werden. Mädge sagte gestern: "Das muss nun auf Landes- und Bundesebene verhandelt werden. Alle Städte und Kreise entlang der A 39 unterstützen unsere Forderung nach einer Deckelung." Sollte es zu einer Lösung kommen, die aus Sicht der Stadt nicht ausreichend ist, "prüfen wir die Klage". Die ist allerdings erst nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] möglich.
Für einen Tunnel oder Deckel allerdings müsste Lüneburg im schlimmsten Fall mitzahlen. Das ist einem Schreiben von Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] an den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag, [[Bernd Althusmann]], zu entnehmen. Der hatte sich für besten Lärmschutz und Tunnel eingesetzt. Hirche schreibt: "Der Bund finanziert die Schutzmaßnahmen, zu denen er als Baulastträger der Autobahn immissionsschutzrechtlich verpflichtet ist. Schutzmaßnahmen, die allein der Erzielung einer optimalen städtebaulichen Lösung dienen, wird der Bund nach hiesiger Einschätzung aus haushaltsrechtlichen Gründen nur bei einer Mitfinanzierung, das heißt Übernahme der Mehrkosten durch Dritte, zustimmen."
Aus diesen Gründen will Hirche auch zu diesem Zeitpunkt eine Tunnel-Lösung für Lüneburg nicht bestätigen. Gleichwohl werde das Land sich für eine "bürgerfreundliche Lösung" in Lüneburg einsetzen. Die besondere Lage Lüneburgs sei erkannt.
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] kennt das Hirche-Schreiben: "Da bin ich nicht bange, der Deckel wird kommen." Der Minister beziehe sich auf die gegenwärtige Rechtsposition. Und Mädge geht fest davon aus, dass sich bis zur Bauphase aufgrund von EU-Richtlinien und Rechtssprechung beim [[Lärm]]schutz noch einiges verschärfe. "Wir freuen uns in der Sache über die Unterstützung des Landes und der anderen Kommunen an der A 39-Strecke", sagt Mädge.
|Link=
}}
{{LZ-Logo}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Peanuts-Comic "Snoopys Kampf gegen die Autobahn" ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Einzelschicksal</big>'''
[[Presseberichte_September_2007#Landeszeitung-Comicstrip_des_Tages:_Snoopy_k.C3.A4mft_gegen_die_Autobahn.2C_Teil_11|Snoopys Kampf gegen die Autobahn]]
Soll Snoopy doch froh sein, dass sein Herrchen [[Arbeitsplätze|Arbeit]] hat, um die Kohle für sein Hundefutter ranzuschaffen. Das muss doch aus den ins Ausland verlagerten Fabriken zu ihm gekarrt werden. Was zählt da schon eine plattgemachte Hundehütte? Gut nur, dass Hunde kein Wahlrecht haben. Nachher würde Snoopy noch die ganzen lobbygesteuerten [[Politiker]] abwählen, die die Autobahn ohne stichhaltige Argumente bauen wollen. Andererseits, wenn er wählen dürfte, so würde das seine Hundehütte auch nicht retten. In einer Demokratie muss ein Hund auch einmal eine Kröte schlucken, selbst wenn alle Hunde gegen die Autobahn wären. Der Hundewille zählt halt wenig und auf Einzelschicksale kann keine Rücksicht genommen werden. Warum nur versteht Snoopy das nicht?
}}
{{Pressefuss|Oktober 2007|Dezember 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
1047e84d45278ac56233a66106edabda81d03901
Presseberichte November 2008
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 1. November ===
[[Bild:LZ 08 11 01.jpg|thumb|174px|'''Ob neue Autobahnen gegen die häufigen Staus helfen?'''<br>Foto: dpa]]
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum strittigen Nutzen der A39 ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel<br>noch ADAC-Mitglied}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Standpunkt_des_ADAC_zur_A39|
"ADAC fordert mehr Tempo bei der A 39", LZ vom 14. Oktober]]
'''<big>Fanatisch pro Autobahnen</big>'''
Wenn ADAC-Vizepräsident Becker die Forderung nach einem "raschen Bau der Autobahn 39" erhebt, dann zeugt das von dreierlei Defiziten:
#Der Baubeginn der A 39 steht trotz der Forderung des ADAC in den Sternen, weil nach der eventuellen [[Planfeststellung]] 2015 die ersten Klagen anstehen und weil die Landesregierung dann nicht mehr nur verhüllt, sondern offen die Bevorzugung der konkurrierenden A 22 zugegeben haben wird, wie ich vermute.
#Die ohnehin fragwürdige "Willensbildung" und formaldemokratische Entscheidungsfindung innerhalb des ADAC bildet ganz offensichtlich nicht ab, was die ADAC-Mitglieder in dieser Region von dieser "Nonsensautobahn" halten.
#Der ADAC hat erst vor einigen Wochen durch ein Gutachten eine Rangliste der Prioritäten bei den Verkehrsprojekten erstellen lassen. Die geplante A 39 ist nicht dabei, mit Ausnahme der Verbindung von Braunschweig bis zur A 2. Ob Herr Becker dieses bereits im Bau befindliche und nicht mehr strittige A-39-Autobahnstückchen verwechselt hat mit der heftig umstrittenen A-39-Planung zwischen Lüneburg und Wolfsburg?
Das wäre zwar ziemlich peinlich, aber durchaus erklärlich angesichts des blinden und realitätsfernen Autobahn-Fanatismus des ADAC.
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum strittigen Nutzen der A39 ====
{{LB|Harald Kerl<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Standpunkt_des_ADAC_zur_A39|
"Landesbehörde stellt A39-Trasse vor", LP vom 14. Oktober]]
'''<big>Keine A 39 durch Menschenschutzgebiet</big>'''
Ich möchte hier Herrn Iten für seinen Leserbrief vom 22. Oktober danken. Aber es fehlen einige wichtige Informationen, die ich gern ergänzen möchte:
Der momentan sehr hohe Lkw-Verkehr wird bis zum Jahre 2012 mindestens um 50% steigen. Ebenfalls ist mit einer Zunahme des Pkw-Verkehrs um 40% zu rechnen. Derzeit ist die Ostumgehung täglich mit 40–45.000 Fahrzeugen belastet. Zu der hohen [[Lärm]]belästigung kommt noch eine starke [[Feinstaub]]belastung hinzu. Ferner kommt es durch den Schwerlastverkehr zu spürbaren Erschütterungen. Die Häuser im Bereich Moorfeld sind etwa alle Ende der 50er, Anfang der 60er-Jahre gebaut. Hier zeigen sich sicherlich schon die ersten Risse. Sollte die [[Ostumgehung]] zur A 39 ausgebaut und mit einem Deckel versehen werden, so müssen im Bereich Moorfeld etwa 30 Häuser abgerissen werden.
Wir Bewohner der Stadtteile Ebensberg, Lüne und Moorfeld wollen und brauchen keine A 39. Schon gar nicht durch unser Wohngebiet.
Ob nun mit oder ohne Tunnel: Keine A 39 durch unser [[Menschenschutzgebiet]]!
}}
=== 4. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Position der IHK Lüneburg-Wolfsburg
|Headline=Verzögerung schadet Wirtschaft
|Untertitel=Landespolitiker beziehen beim "Parlamentarischen Abend der Wirtschaft" Stellung zur A 39
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Unter der Überschrift "Wirtschaft ja - aber bitte nicht vor meiner Tür" richtete die Industrie- und Handelskammer zusammen mit der Handwerkskammer und den regionalen Wirtschaftsverbänden in Lüneburg den sechsten Parlamentarischen Abend der Wirtschaft aus. Vertreter aller Fraktionen aus dem Niedersächsischen Landtag stellten sich den kritischen Fragen der anwesenden Unternehmer.
IHK-Präsident Eberhard Manzke mahnte in seiner Begrüßung eine klare Positionierung der Abgeordneten zu zahlreichen für die Wirtschaft wichtigen Projekten an. "Die verspätete Ankunft dreier Abgeordneter ist ein untrügliches Indiz für die unzureichende verkehrliche Erschließung unserer Region", überbrückte er mit einem Augenzwinkern die anfängliche Unterbesetzung des Podiums. Aber auch die geplante Ansiedlung eines Factory Outlet Centers in der Heide, die von Protesten begleiteten Logistik-Ansiedlungen im Landkreis Harburg sowie für verschiedene Unternehmensansiedlungen und Erweiterungen in der Region aufgebaute Hürden sprach er an.
Zu oft entstehe der Eindruck, dass Bürgerinitiativen oder persönliche Betroffenheiten Einzelner höheres Gewicht hätten, als die wirtschaftliche Zukunft der ganzen Region. Zugleich bekräftigte er für die IHK, dass man sich für eine gleichermaßen wirtschafts- wie anwohnerverträgliche Lösung beim Autobahnbau auf der Trasse der bestehenden [[Ostumgehung|Ortsumgehung]] Lüneburg stark machen werde.
In der anschließenden Fragerunde fühlte Moderator und LZ-Redakteur Klaus Reschke den [[Politiker]]n auf den Zahn. Die wohl breiteste Koalition bildete sich für den schnellen Bau der A 39. Der stellvertretende [[CDU]]-Fraktionsvorsitzende, Björn Thümler, stellte fest:
"Die A 39 ist erforderlich, nicht nur für die Wirtschaft, auch für den Individualverkehr."
Jörg Bode, [[FDP]]-Abgeordneter aus Celle, pflichtete bei: "Jede Diskussion über die Notwendigkeit ist eine Verzögerung, die der Wirtschaft unserer Region schadet. A 14 und A 39 sind planerisch bereits auf der Überholspur und schon heute ist eigentlich klar, dass die als Bundesstraße geplante Querverbindung unterdimensioniert ist." Beide warben für ein "Verkehrsprogramm Nord", mit dem der Bund schnellstmöglich die Hafenhinterlandanbindungen in Norddeutschland stärken müsse. Andernfalls drohe ein Verkehrskollaps.
Auch Rolf Meyer, [[SPD]]-Abgeordneter aus Celle, hofft auf eine möglichst schnelle Realisierung der A 39 und machte zugleich Ursachen für Verzögerungen in zahlreichen Vorhaben aus: "Das Problem sind häufig langwierige Gerichtsverfahren, weil die Gerichte unter struktureller Überlastung leiden. Es ist auch Aufgabe der Politik, für Akzeptanz zu sorgen."
Hans-Jürgen Klein, finanzpolitischer Sprecher der [[Grüne]]n, räumte ein: "Wir brauchen die Bahn ebenso wie die Ertüchtigung der Straßen und des Elbe-Seitenkanals." Gemeinsam mit Ursula Weisser-Roelle von der Partei [[Die Linke]] aus Braunschweig lehnte er den Autobahnbau jedoch ab.
Beide sprachen sich auch vehement gegen die Genehmigung eines Factory Outlet Centers in der Heide aus. Bode und Thümler hoben dagegen die hohen Auflagen hervor, die das [[Landesraumordnungsprogramm]] für dessen Errichtung vorsehe. "Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, wird das FOC auch nicht dem benachbarten innerstädtischen Einzelhandel schaden." Rolf Meyer stellte dagegen in Zweifel, ob eine einmal erteilte Genehmigung bei späterer Nichteinhaltung der Auflagen widerrufen werden könne. Er warb dafür, FOCs ausschließlich in Oberzentren zuzulassen.
}}
=== 5. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Position der IHK Lüneburg-Wolfsburg
|Headline=A 39 nicht rentabel
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39 hat die IHK Lüneburg-Wolfsburg nach der Veranstaltung des Parlamentarischen Abends dazu aufgefordert, im Interesse der Region nicht länger die A 39 zu befürworten. Das Projekt, so der Dachverband, sei volkswirtschaftlich nicht rentabel. Den Gegnern der A 39 gehe es nicht allein um persönliche Betroffenheit, sondern um die wirtschaftliche Zukunft der Region.
Der Dachverband forderte die IHK deshalb auf, sich um Standortdefizite zu kümmern, etwa um den bedarfsgerechten Ausbau vorhandener Verkehrswege und die Realisierung alternativer Verkehrskonzepte. Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann: "Nicht [[St.-Florians-Prinzip|Sankt Florian]] gefährdet die Zukunft unserer Region, sondern das autobahngläubige Festhalten einiger IHK-Funktionäre an der Sankt-Nimmerleins-Autobahn."
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zur Position einiger IHK-Funktionäre ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39<br>Bienenbüttel
}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Linienbestimmungsverfahrens_.282.29|"Zu: Trasse der Autobahn 39 steht fest", LP vom 11. Oktober]]
'''<big>„Finanzierungschancen tendieren gegen Null“</big>'''
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39 hat die IHK Lüneburg-Wolfsburg nach deren „Parlamentarischem Abend“ aufgefordert, im Interesse der Region endlich das Schönreden der immer aussichtsloseren A 39 aufzugeben. Fakt ist, dass sich das ohnehin schlechte [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] dieses Projekts deutlich in Richtung der volkswirtschaftlichen Nichtrentabilität bewegt und dass dessen Finanzierungschancen immer mehr gegen Null tendieren. Insofern geht es auch nicht nur um „persönliche Betroffenheiten“, um das „[[St.-Florians-Prinzip|Sankt-Florianprinzip]]“ gegenüber sinnvollen Wirtschaftsprojekten oder um ein zu großes Gewicht der Bürgerinitiativen, sondern tatsächlich um die „wirtschaftliche Zukunft der Region“. Die IHK muss sich endlich um die wirklichen Standortdefizite kümmern – dazu gehört dringend der bedarfsgerechte und regionaldienliche Ausbau der vorhandenen Verkehrswege und die Realisierung alternativer Verkehrskonzepte. Nicht [[St.-Florians-Prinzip|Sankt Florian]] gefährdet die Zukunft unserer Region, sondern das autobahngläubige Festhalten einiger IHK-Funktionäre an der Sankt-Nimmerleins-Autobahn.
}}
=== 11. November ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Lärm an der Ostumgehung ====
{{LB|Andreas Petersen<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Standpunkt_des_ADAC_zur_A39|
"Rocken an der Ostumgehung", LZ vom 4. November]]
'''<big>Echter Lärm</big>'''
Sehr geehrte Frau Moenck, ihre Aussage im Bericht zur Findung neuer Proberäume ist für uns Anwohner der [[Ostumgehung]] wie ein Schlag ins Gesicht. Sie sind also der Meinung, Krach wäre bei uns wohl kein Problem. Ich finde, Sie sollten eigene Räume für die Bands zur Verfügung stellen, vielleicht stellen Sie dann ganz schnell fest, wie [[Lärm]] zum Problem werden kann. Und außerdem ist Musik kein [[Lärm]], kommen sie mal zu uns ins Moorfeld - dann können sie [[Lärm]] hören.
}}
=== 15. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Strecke Wolfsburg-Lüneburg
|Headline=A 39 hinkt mit Wert von 2,8 hinterher
|Untertitel=Nutzen-Kosten-Verhältnis für die Strecke Wolfsburg-Lüneburg liegt vor - Kritik an Berechnung
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Nun ist es amtlich: Im Vergleich der [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se ([[NKV]]) hinkt die Autobahn 39 deutlich hinter der A 14 und der Querverbindung B 190n hinterher. Das geht aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Anfrage der Lüneburger Landtagsabgeordneten [[Miriam Staudte]] ([[Grüne]]) hervor. Das Land beruft sich auf aktuelle Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums.
Demnach erreicht die Strecke zwischen Lüneburg und Wolfsburg einen Wert von lediglich 2,8. Bislang lag nur ein [[NKV]] von 3,4 für das Gesamtprojekt A 14/A 39/B 190n und von 4,7 für die A 14 von Magdeburg nach Schwerin vor. Kritiker hegen seit langem den Verdacht, dass eine Einzeluntersuchung der A 39 schlechter ausfällt. Auf Basis vorliegender Daten hatten die Gegner schon vor geraumer Zeit ein [[NKV]] von 1,87 für die A 39 errechnet.
Zufrieden ist die Landtagsabgeordnete mit der Antwort der Landesregierung indes nicht. "Gefragt hatten wir nach einem Wert für die A 39, doch der wird weiter schöngerechnet", wettert Staudte. Der Grund: In den Wert von 2,8 fließt das [[NKV]] für den westlichen Teil der B 190n mit ein. "Doch selbst so erfüllt die A 39 allein nicht die Mindestvoraussetzungen für die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s." Auf dem Planungsweg ist dies die Grundvoraussetzung zur Realisierung großer Verkehrsprojekte. Nachgewiesen werden muss ein [[NKV]] von wenigstens 3,0. Bei späteren Nachberechnungen reicht der Nachweis der Wirtschaftlichkeit. Und die ist bei einem Wert größer eins gegeben.
Staudtes Ärger ist verständlich. Denn die Antwort der Landesregierung enthält ein Einzel-[[NKV]] für den östlichen Teil der B190n. Auch das liegt mit 3,5 deutlich über dem von A 39 und westlichem Abschnitt der Querspange. Zudem nährt er Staudtes Verdacht, dass mit der Bundesstraße das Autobahn-[[NKV]] angehoben wird.
Der Inhalt der Antwort der Landesregierung ist für viele auch deswegen überraschend, weil sowohl Hannover als auch Berlin eine Einzelberechnung bislang abgelehnt, sich gegenseitig den Schwarzen Peter zugeschoben haben. Klar war in den vergangenen Monaten lediglich, dass das Bundesverkehrsministerium das [[NKV]] für das Gesamtprojekt im Zuge der [[Linienbestimmung]] neu berechnet. Nun ist die Linie neu bestimmt - und mit ihr die [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]se.
}}
=== 17. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zum Nutzen-Kosten-Verhältnis
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Nutzen-Kosten-Wert der A 39 weiter verheimlicht
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
Der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante und heftig umstrittene A 39 hat den Verkehrsministerien von Bund und Land vorgeworfen, bei dem jetzt veröffentlichten [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ([[NKV]]) für die A 39 die miserable Wirtschaftlichkeit dieses Projekts erneut zu verschleiern. Das [[NKV]] ist ein rechnerischer Vergleichswert, bei dem der theoretische Nutzen eines Projekts (z.B. Zeitgewinne) durch dessen Baukosten geteilt wird. Seit Jahren, so der Dachverband, hätten die Autobahnplaner dieses [[NKV]] der A 39 systematisch verschwiegen und stattdessen lediglich einen beschönigenden und nichtssagenden Gesamt-Durchschnittswert für die dazu verkoppelten Verkehrsprojekte A 14 (Schwerin-Magdeburg), A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) und Querspange B 190n in Höhe von 3,4 veröffentlicht.
Selbst nachdem die Bürgerinitiativen vom Land Sachsen-Anhalt schließlich die Einzelwerte für die A 14 (NKV 4,6) und die Querspange (NKV 3,3) erhalten hatten und sodann das Einzel-NKV für die A 39 durch Verkehrsexperten selbst ermitteln ließen (Ergebnis: klägliche 1,87), schoben sich Bund und Land weiter gegenseitig die Zuständigkeit für die Veröffentlichung des offiziellen A-39-NKV hin und her. Nach der erfolgten Linienbestimmung im Oktober 2009 ließ sich diese Geheimhaltungstaktik so nicht mehr fortführen, so dass nunmehr auf Anfragen der Bürgerinitiativen und der [[Grüne]]n ein NKV in Höhe von 2,8 mitgeteilt wurde. Dieser Wert liegt nun unterhalb der Schwelle von früher 3,0 (und mittlerweile sogar 5,0), die üblicherweise für die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans gilt.
„Aber auch diese 2,8 kann man nur als zurechtgemogelt bezeichnen“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „denn jetzt hat man das nach wie vor unbekannte [[NKV]] der A 39 mit anderen Projekten verschnitten und so aufgehübscht!“ So seien nunmehr Teile der Querspange B 190n (Salzwedel - Bad Bodenteich – B 4 – B 191) mit eingerechnet worden, die nicht einmal im [[Bundesverkehrswegeplan]] enthalten seien und nach derzeitigem Stand gar nicht geplant und gebaut werden dürften. Die Bürgerinitiativen gegen die A 39 bewerten dies als „weiteren durchsichtigen Versuch, das einmalig schlechte [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] der A 39 zu verheimlichen“. Das vor drei Jahren von den A-39-Gegnern errechnete [[NKV]] in Höhe von 1,87 habe sich mittlerweile durch die verlängerte Linienführung (105 km statt der ursprünglich angesetzten 80 km), durch verschärfte Auflagen und durch die Baukosten-Explosion mit Sicherheit in Richtung 1,0 abgesenkt und damit vermutlich die absolute Unwirtschaftlichkeit erreicht. „Sehr viel höher als die NKVs für Autobahnprojekte“, so Annette Niemann, „liegen die Nutzen-Kosten-Verhältnisse für den Ausbau vorhandener Verkehrswege und der notwendigen Ortsumgehungen!“
Die Bürgerinitiativen haben unterdes das Bundesverkehrsministerium aufgefordert, nun endlich die bei der Berechnung des [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]ses zugrunde gelegten Daten und Annahmen mitzuteilen. Bisher hatte das Ministerium diese Daten trotz mehrfacher Nachfrage unter Verschluss gehalten.
}}
=== 18. November ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Nutzen-Kosten-Verhältnis
|Headline=Diskussion über Nutzen der A 39
|Untertitel=Neue Wirtschaftlichkeitsberechnung zur Autobahn stößt auf geteiltes Echo
|Autor=ml/lni
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ 2008 11 18.jpg|thumb|359px|'''Unter dem Wert drei liegt das Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg.'''<br>Montage: A/t&w]]
Auf ein
geteiltes Echo in der Region
stößt das jetzt veröffentlichte
[[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
([[NKV]]) der geplanten Autobahn
39 zwischen Lüneburg und
Wolfsburg. Bereits Ende vergangener
Woche hatte die Grünen-Landtagsabgeordnete [[Miriam Staudte]], den Wert von
2,8 als „schöngerechnet“ kritisiert,
da ein Teilabschnitt der
Bundesstraße 190n als Querverbindung
zur A14 zwischen
Magdeburg und Schwerin in die
Berechnung eingeflossen ist. Einen
reinen Wert für die A39
gebe es nicht, sagte gestern ein
Sprecher des zuständigen Bundesverkehrsministeriums.
Das Verkehrsministerium in
Hannover pocht unterdessen
weiterhin auf die sogenannte
Hosenträger-Lösung von A14/
A39/B 190n als Gesamtkonzept.
„Die Verkehrsplanung
hört nicht an den Ländergrenzen
auf“, betonte ein Sprecher.
Doch auch das [[NKV]] für den
Trassenverbund ist abgerutscht
– von 3,4 im Jahr 2003 auf
aktuell 3,2.
Unterdessen wirft der Dachverband
der Bürgerinitiativen
gegen die Autobahn 39 Bund
und Land vor, mit dem „jetzt
veröffentlichten [[NKV]] für die
A39 die miserable Wirtschaftlichkeit
dieses Projektes erneut
zu verschleiern“. Den Wert von
2,8 bezeichnete Dachverbandssprecherin
Annette Niemann
als „zurechtgemogelt“. Wegen
strengerer Auflagen und der
Explosion der Baukosten bei
Projekten wie der A14 glauben
die A39-Gegner, dass der Autobahnbau
bereits in Richtung
Unwirtschaftlichkeit abdriftet.
Die Wirtschaftlichkeit eines
Projektes ist für die [[CDU]]-Landtagsabgeordnete
Karin Bertholdes-Sandrock jedoch nicht das
einzige Kriterium für dessen
Umsetzung. „Es stellt sich auch
immer die Frage: Was ist politisch
gewollt?“ Von der A39
verspricht sich die Lüchowerin
auch eine bessere Anbindung
des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Ohnehin habe sie den
Eindruck gewonnen, „dass [[die Grünen]] überall nach Gründen
suchen, um Verkehrsprojekte
zu verhindern“.
Auch der Parlamentarische
Geschäftsführer der [[CDU]]-Fraktion im Landtag, Dr. [[Bernd Althusmann]], sieht wegen des
neuen [[NKV]] überhaupt keinen
Grund, an der Umsetzung der
A39 zu zweifeln. Mit Blick auf
die Finanzkrise sagt er: „Es
handelt sich schließlich um eine
Investition von 620 Millionen
Euro in schwierigen Zeiten.“
Nach wie vor geht der Christdemokrat
davon aus, „dass der
Bau Anfang 2014 beginnt“.
Für die [[SPD]]-Abgeordnete
[[Andrea Schröder-Ehlers]]
kommt die Wirtschaftlichkeitsdiskussion
ohnehin zum falschen
Zeitpunkt. „Über die
Kosten und den Nutzen der
A39 kann man am Ende des
[[Planfeststellungsverfahren]]s
nachdenken. Dann erst liegen
belastbare Zahlen vor.“
Die will der Landtagsabgeordnete
Kurt Herzog ([[Die Linke]])
am liebsten erst gar nicht
sehen. „Es ist schon aberwitzige,
dass ein gescheitertes Verkehrskonzept
auch in Zukunft
greifen soll.“ Das Prinzip „Da
wo es eng wird, bauen wir eine
Autobahn“ funktioniere schon
lange nicht mehr. Ein Verkehrskonzept
müsse heute darauf
zielen, Verkehr zu vermeiden.
„Doch dazu hört man bislang
noch rein gar nichts“, kritisiert
Herzog.
}}
=== 22. November ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Diskussion um die A 39 ====
{{LB|Ruth Otter<br>Wulfstorf}}
{{Kasten|1=
Diskussion um A 39
'''<big>Toter Asphalt statt lebendige Erde</big>'''
Immer wieder lese ich in der Landeszeitung, dass sich wichtige Persönlichkeiten, sei es aus Politik, IHK oder Handwerkskammer für die A 39 aussprechen, weil das vielleicht einen [[Arbeitsplätze|wirtschaftlichen Aufschwung]] für die Region bewirken würde.
Ich habe noch nie einen dieser wichtigen Leute ein Wort über die Bauern sagen hören, die durch die Autobahn ihr Land und ihren Wald verlieren und deren Existenz gefährdet oder vernichtet wird.
In einem Leserbrief las ich:
"Hoffentlich verkauft der Bauer sein Land nicht".
Wenn wir nicht verkaufen wollen, wird das Land enteignet!
Wir kriegen zwar eine Entschädigung oder Ausgleichsflächen, aber unser Land, das seit über 500 Jahren im Familienbesitz ist, ist unwiederbringlich weg. Was nützen uns Ausgleichsflächen, die vielleicht zehn km entfernt liegen?
Was bringt das für einen größeren Aufwand an Zeit und Sprit. Unsere Waldflächen wurden in der Planung (die auch nach Berlin ging) als minderwertiger 30-jähriger Kiefernwald bezeichnet, der auf den Aufschüttungsflächen des Kanals gewachsen sei. (Die Aufschüttungsflächen liegen auf der anderen Kanalseite.) Bei den meisten Waldflächen handelt es sich um einen über 100-jährigen Kiefernwald, zwischen den immer wieder Laubbaumschonungen gepflanzt wurden.
Die LZ und Förster suchen jetzt Baumpaten in der Lüneburger Region, weil die Laubbäume wichtig für den Wasserhaushalt sind. Aber das nützt alles nichts, für die Autobahn würde das alles abgeholzt und uns wurde von der Regierungsvertretung Lüneburg gesagt, das Wasser- und Landschaftsgebiet würde nach Osten ausgeweitet!
Wie kürzlich in der Landeszeitung zu lesen war, werden in Deutschland täglich 113 Hektar Naturflächen bebaut. Sei es durch Häuser, Supermärkte, Industriebetriebe oder Straßen.
Ich glaube nicht, dass wir im Zeichen des Umweltschutzes und der weltweiten Hungersnot so weiter machen können.
Selbst jetzt, wo das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] der A 39 die Wirtschaftlichkeit noch mehr in Frage stellt, wird an den alten Parolen festgehalten. Umdenken ist wohl zu schwierig!
}}
{{Pressefuss|Oktober 2008|Dezember 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
60f2b9ed27d99a707c61272b0ffb6b0744cfbd24
Presseberichte November 2009
0
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1444
2025-02-05T23:12:44Z
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1 Version importiert
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{{Pressekopf}}
----
=== 4. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Tempo runter auf der Ostumgehung
|Untertitel=Antrag für mehr Lärmschutz mit breiter Mehrheit im Kreistag verabschiedet: nur noch 80 km/h und höhere Wände
|Autor=jj
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Mehr Lärmschutz, weniger Tempo auf der Ostumgehung, und zwar jetzt. Das fordern CDU, SPD und
Friedhelm Koch (Unabhängige) in einem Antrag, den der Kreistag mit großer Mehrheit verabschiedet hat. Und dieser Schutz soll künftig auch für den Fuchsweg gelten, der bisher ohne auskommen muss.
Wie unerträglich die Lage für die Anwohner ist, schilderte Dr. Gerhard Scharf (CDU), er wohnt im Moorfeld: Manche Häuser stünden nur zwanzig Meter von der Umgehung entfernt. Als die Trasse gebaut wurde, hieß es in der Verkehrsprognose: 2015 fahren dort 15 000 Kfz in 24 Stunden. Danach wurde der Lärmschutz bemessen. Heute ist die Prognose Makulatur, fast 38 000 Kfz quälen sich Tag für Tag über die Umgehung. Mehr Lärmschutz ist mittlerweile ein Rechtsanspruch. Und umsetzen soll ihn der Landkreis in einem Planfeststellungsverfahren.
[[Bild:LZ_2009_11_04.jpg|thumb|600px|left|'''Rund 38 000 Autos, Lkw und Motorräder quälen sich Tag für Tag über die Ostumgehung, die Anwohner fordern schon lange mehr Lärmschutz, der Kreistag unterst_tzt die Forderungen der Bürger. Auch für den Fuchsweg muss Lärmschutz kommen.''' Foto: A/t & w]]
Kritisch ging Scharf mit der Straßenbaubehörde ins Gericht: Dass der Fuchsweg nie in den Lärmschutz der Ostumgehung einbezogen wurde, sei eine „eklatante Fehleinschätzung“, dass höhere Lärmschutzwände abgelehnt werden, weil ja in sechs, sieben Jahren die Autobahn kommt und sowieso alles anders werde, das zieht bei Scharf nicht: Lärmschutz durch höhere Wände und Tempolimit auf 80 km/h, die Forderung gilt jetzt. Wie berichtet, protestieren auch am Fuchsweg die Bürger gegen den Straßenlärm.
Heiko Dörbaum (SPD), der wie Scharf auch im Rat der Stadt sitzt, erklärte, dass die Stadt bereits in einer Anhörung mit der Straßenbaubehörde und der Polizei sei, um auf ihrem Gebiet zwischen Klosterkamp und Abfahrt Adendorf die Geschwindigkeit auf der Umgehung auf 80 Stundenkilometer zu begrenzen. „Das ist Wunsch der Bürger, der Oberbürgermeister hat das aufgenommen.“
Miriam Staudte unterstrich, welche schweren Gesundheitsschäden von Schlafstörungen über Konzentrationsschwächen bis hin zu Herz-Kreislaufkrankheiten durch Lärm verursacht werden. Karin-Ose Röckseisen (FDP) forderte, auch Ochtmisssen und Bardowick, „die sind auch belastet“, in die Überlegungen aufzunehmen.
Nur Friedrich Wilhelm Pröhl (CDU) aus Deutsch Evern stimmte gegen den Antrag, aber nur, weil er ihm nicht weit genug geht: „Lkw dürfen nur 70 km/h fahren, und für sie müsste ein Überholverbot gelten, damit es etwas bringt.“ Kreisrätin Monika Scherf sieht das Lärm-Problem, gerade mit Blick auf die A39 müsse über neuen und mehr Schutz nachgedacht, müssten Kosten und Nutzen der Maßnahmen geprüft werden. Im Fall Fuchsweg schränkte sie ein: Der Kreis habe kaum Einfluss, aber das Land könne „freiwillig den Lärmschutz verbessern“.
Angesichts der Ausgabefreudigkeit des Landes sagte Heiko Dörbaum: Die zwei Millionen für die Ostumgehung fallen da gar nicht ins Gewicht. Die Forderungen kurz und knapp:
<li> Der Lärmschutz in Moorfeld Ost und West darf nicht mit Plänen für die A39 verquickt und „relativiert“ werden.
<li> Auch die Anwohner des Fuchsweges müssen umgehend geschützt werden.
<li> Zwischen Ilmenaubrücke im Norden und Eisenbahnbrücke im Süden das Tempo auf 80 km/h senken für weniger Lärm.
<li> Flüsterasphalt, wie er Richtung Süden auf der Umgehung schon liegt, wird auch Richtung Hamburg eingebaut.
<li> Höhere Lärmschutzwände.
}}
=== 7. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A39-Imagekampagne des Nordland-Autobahn-Vereins
|Headline=Kampagne für den Bau der A 39
|Untertitel=Nordland-Autobahn-Verein kämpft für neue Straßen
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_11_07-1.jpg|thumb|600px|left|'''Im Zentrum der Kampagne „A 39-jetzt“ steht die Überlastung der Bundesstraße 4 zwischen Lüneburg und Gifhorn.''' Fotos: nh]]
Imagewerbung für die A39 ist das Ziel einer Kampagne, die der Nordland-Autobahn-Verein (NAV) jetzt startet. Mit Großplakaten im Einzugsgebiet der Autobahnneubaustrecke, Lkw-Heckflächen ortsansässiger Speditionen und der neuen Internet-Seite www.a39-jetzt.de wirbt der Verein für das größte Infrastrukturprojekt der Region.
[[Bild:LZ_2009_11_07-2.jpg|thumb|600px|right|'''NAV-Vorsitzender Michael Zeinert (r.) und der IHK-Verkehrsausschussvorsitzende sowie Spediteur Hubertus Kobernuß wollen die A39.''']]
Die Kampagne „A 39-jetzt“ stellt die Überlastung der Bundesstraße 4 zwischen Lüneburg und Gifhorn ins Zentrum. Denn sie habe Verzögerungen, riskante Überholmanöver, schwere Verkehrsunfälle und hohe Belastungen der Ortsdurchfahrten zur Folge. Die Kampagnen-Motive präsentieren die Lösung des Nordland-Autobahn-Vereins: Die A39, jetzt!
„Wir geben mit der Kampagne den zahlreichen A-39-Befürwortern eine Stimme“, begründet der NAV-Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Michael Zeinert: „Wir wollen vor allem die Menschen neugierig machen, die sich bisher nur oberflächlich mit der A39 beschäftigt haben. Unser Ziel ist es, die Diskussion zu versachlichen und die vielen guten Argumente für eine Autobahnverbindung zwischen den Oberzentren Lüneburg und Wolfsburg zu transportieren. Denn wir sind überzeugt, die A39 ist sowohl für die Menschen als auch für die Wirtschaft in der Region unverzichtbar.“
Der Nordland-Autobahn-Verein ist ein 1969 in Lübeck gegründeter Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern, Kreisen, Kommunen, Unternehmen und Einzelpersonen aus dem Norden. Er tritt für eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur des Raums zwischen Harz und Magdeburg im Süden und der Insel Fehmarn im Norden ein. Hierzu unterstützt der NAV zurzeit insbesondere die A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg sowie die Fortführung der Ostumfahrung Hamburgs im Zuge der A 21. Mehr: [http://www.a39-jetzt.de www.a39-jetzt.de].
}}
=== 10. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur A39-Imagekampagne des Nordland-Autobahn-Vereins
|Headline=Kritik an Kampagne für A 39
|Untertitel=Lobbyismus moniert
|Autor=nh
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Heftige Kritik übt der Verkehrsclub Deutschland (VCD) an der jüngsten Kampagne des Nordland-Autobahn-Vereins für die geplante Autobahn 39. Mit Slogans wie „Erhöhter Stress auf der B4: Gegen Bluthochdruck hilft
A39!“ wirbt der Verein im Internet für die umstrittene Trasse. Daneben ist eine Tablettenpackung mit Autobahnsymbolen
zu sehen. Weitere Werbebanner haben die A-39-Befürworter auf den Lkw ortsansässiger Speditionen montiert.
<big><center> VCD mahnt Sachlichkeit an </center></big>
Hans-Christian Friedrichs, stellvertretender Landesvorsitzender des VCD, kritisiert: „Bei diesen Speditionen handelt es
sich um die gleichen Akteure, die auch im Vorstand der Industrie und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg den Ton
angeben.“ Diese Verzahnung von Politik und Wirtschaft sei peinlicher Lobbyismus. Friedrichs bemängelt weiter, dass der massive Eingriff in einen Raum mit erheblicher Umweltzerstörung und Belastung der Anwohner mit verharmlosenden Werbesprüchen schöngeredet werde. „Wer die A39 mit Pillen gegen Bluthochdruck, mit einem Pflaster oder mit einem Abführmittel gleichsetzt, überschreitet die Grenzen des guten Geschmacks“, so Friedrichs.
Zudem lud er den Nordland-Autobahn-Verein ein, sich unter Einbeziehung der Wirtschaft, Kommunen und Verbände an einer sachlichen Debatte über zukunftsfähige Mobilität zu beteiligen, die ohne den Bau milliardenschwerer Autobahnprojekte auskomme. Der VCD fordert den nachhaltigen Ausbau des Schienennetzes sowie eine Erhöhung der Lkw-Maut auf allen Straßen, um die Belastungen für Mensch und Natur durch immer mehr Schwertransporte
auf der Straße zu verringern.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur A39-Imagekampagne des Nordland-Autobahn-Vereins ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>
Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2009#Landeszeitung_zur_A39-Imagekampagne_des_Nordland-Autobahn-Vereins|„Kampagne für den Bau der A39“, LZ vom 7. November]]
'''<big>Maut besser als Bau der A 39</big>'''
[[Bild:LZ_2009_11_07-1.jpg|thumb|600px|right|'''Die Kampagne pro A39 stößt den Gegnern des Verkehrsprojekts naturgemäß auf.''' Foto: nh]]
Wenn das alles so klar wäre mit der Zukunft der A 39, wie die Befürworter immer noch standhaft behaupten – warum dann diese teuren und wenig aussagekräftigen Plakate? Entweder möchte der neue IHKChef sich auch mal beweisen – oder die Skepsis im Hinblick auf die Aussichten und das drohende Aus dieser Nonsens-Autobahn treibt die IHK zu solcher Mitgliedsgelder-Verschleuderung. Unglaubwürdig auch Spediteur Kobernuss, der einen Großteil seiner Lkw nach Zypern ausgeflaggt hatte, um hier Steuern und Lohnkosten zu sparen – und trotzdem Steuergelder für die A 39 fordert.
Gegen solche Wehwehchen helfen aber auch keine Wund-Pflaster auf den Plakaten mit der Parole „A 39 – ein sicheres Pflaster!“. Die Zeit wird bald auch diese Wunden heilen. Die offiziellen Fakten selbst der Planer sagen eindeutig, dass eine A39 die Zahl der Verkehrsbewegungen auf der B 4 (20 000 pro Tag) nicht verringern würde.
Deshalb ist es von der IHK verantwortungslos, von der dringend anstehenden Neumarkierung der B 4 abzulenken und andere wirksame Mittel zu verdrängen: Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und Ausbau/Erhalt der Eisenbahn-Strecken, zeitliche und örtliche Lenkung des Verkehrs durch eine differenzierte Maut. Das sind realistische und kostengünstige Mittel gegen Verstopfungen – die unrealistische Hoffnung auf eine spätere Finanzierung der A 39 wirkt dabei genauso wenig wie die berühmtberüchtigte „weiße Salbe“.
<b>*</b> Anm. d. Red.: Spediteur Kobernuss hatte sein zyprisches Experiment 2007 – nach zwei Jahren – beendet.
}}
=== 12. November 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur A39-Imagekampagne des Nordland-Autobahn-Vereins ====
{{LB|Friedhelm Feldhaus<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2009#Landeszeitung_zur_A39-Imagekampagne_des_Nordland-Autobahn-Vereins|„Kampagne für den Bau der A39“, LZ vom 7. November]]
'''<big>Glaubwürdiger wäre A 39-Finanzierung</big>'''
Die IHK bemüht sich über den Nordland-Autobahn-Verein (NAV) erstmals seit sechs Jahren ernsthaft um die A39: eine Website, Großplakate an der B4 und auf Lkw. Aber es reicht nicht, zu erklären, die A39 sei „in der Region unverzichtbar“. Herr Zeinert muss es auch belegen können. Das kann er nicht. Oder gibt es eine wissenschaftliche Studie aus den letzten zwei Jahrzehnten, die einen Zusammenhang zwischen Autobahnbau und wirtschaftlichem Aufschwung belegt? Wenn die regionale Wirtschaft die A39 wirklich fordert, warum erfolgt die Finanzierung der Kampagne dann über die IHK-Zwangsmitgliedschaft sowie Steuergelder der im NAV organisierten Kommunen? Für den Ende 2004 vollzogenen Lückenschluss der A31 im Emsland hatten die regionale Wirtschaft sowie deutsche und niederländische Kreise und Kommunen 55 Mio. Euro gesammelt. Ein solches finanzielles Engagement würde das breite Interesse der Wirtschaft an der A39 glaubwürdiger machen.
}}
=== 13. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Menschenschutzgebiet
|Headline=Auszug aus dem „Interview der Woche“
|Untertitel=Klaus Bohlmann sprach mit dem Niedersächsischen Umweltminister Hans-Heinrich Sander
|Autor=-
|Ort=Bohlmann:
|Link=
|Text=Auf ein Gutachten, nämlich eines zum Lärm, berufen sich Lüneburger Gegner der A39, die im Sommer bei Ihrem Ministerium die Einrichtung eines „Menschenschutzgebietes“ beantragt haben. Werden die Anwohner unter Schutz gestellt?
<b>Sander</b>: Eine interessante Idee (lacht). Aber ich würde das Problem lieber sachlich lösen. Ich komme gern zu den Bürgern, um gemeinsam mit ihnen den Lärmpegel zu messen und Schutzmaßnahmen zu diskutieren. Ich biete meine Hilfe an. Aber wenn es nur darum geht, die A39 zu verhindern, soll man es gleich sagen und nicht irgendeinen Popanz aufbauen.
}}
=== 18. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Ansichten des Lüneburger Bundestagsabgeordneten Pols
|Headline=Pols' Modell für die A 39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Lüneburger CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols regt an, zur Finanzierung der A39 die Möglichkeiten einer öffentlich-privaten Partnerschaft zu prüfen. Gemeinsam mit seinen Bundestagskollegen
Michael Grosse- Brömer, Henning Otte, Günter Lach und Dirk Fischer hat er einen Brief an Bundesverkehrsminister
Peter Ramsauer geschrieben, um die Bedeutung des Projektes für die Region aus seiner Sicht deutlich zu machen.
Darin heißt es: „Durch den Bau der A39 lassen sich nicht nur bedeutende Verbesserungen der großräumigen Verbindungen erzielen, die eine Entlastung der hoch frequentierten . . . Nord-Süd-Verbindung A7, aber auch eine bessere Anbindung von Lüneburg und Wolfsburg sowie der Mittelzentren Gifhorn, Lüchow-Dannenberg, Salzwedel, Uelzen und Wittingen beinhalten, es wird auch, worum es uns vorrangig geht, eine Basis für eine bessere wirtschaftliche
Entwicklung gesetzt.“ Dies sei nicht zuletzt für das Unternehmen Volkswagen als größter Arbeitgeber Niedersachsens
von Bedeutung.
Pols: „Mir ist sehr daran gelegen, dass diese Maßnahme, die im Bundesverkehrswegeplan als vordringlich eingestuft
ist, solide finanziert und zügig umgesetzt werden kann.“ Als Vorbild sieht der Lüneburger die Realisierung des Lückenschlusses A 31, die bundesweit Modellcharakter habe.
}}
=== 27. November 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu den Stellungnahmen der Behörden zum Vorschlag Tempo 80 auf der Ostumgehung
|Headline=Tempo 80 rückt in weite Ferne
|Untertitel=Landesbehörde: Limit auf Ostumgehung nicht hörbar
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Vorzeichen stehen schlecht für Tempo 80 auf der Ostumgehung. Die Polizeiinspektion
und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bremsen die Geschwindigkeitsreduzierung
aus: Nachzulesen ist das in der [[Media:2009-12-07_Verkehrsausschuss_Vorlage.pdf|<b>Vorlage</b>]] der Verwaltung für den Verkehrsausschuss am Montag,
7. Dezember: Spricht sich die Stadt dafür aus, die Geschwindigkeit zu drosseln, sorge das für mehr Verkehr in der Stadt und reduziere den Lärm nur um ein Niveau, das nicht mehr zu hören ist. Die Anwohner nehmen das allerdings ganz anders wahr.
Die Vorgeschichte: Als auf der Ostumgehung die Bauarbeiten auf Hochtouren liefen, rollte der Verkehr mit maximal 80 km/h oder staute sich. Für die lärmgeplagten Anwohner war das eine Erholung. „Den Unterschied merkt man deutlich“, sagt Detlev Giesler, der nur wenige Meter von der Ostumgehung entfernt wohnt.
Die CDU startete im Kreistag eine Initiative, auch nach Fertigstellung der Arbeiten die Geschwindigkeit von bisher 120, stellenweise 100 km/h auf Tempo 80 zu reduzieren.
Das Vorhaben landet jetzt im Verkehrsausschuss, denn die Stadt ist die zuständige Straßenverkehrsbehörde. Als solche hat sie das Straßenbauamt und die Polizei nach ihren [[Media:2009_11_06_Stellungnahmen_Tempo_80.pdf|<b>fachlichen Stellungnahmen</b>]] gefragt. Beide formulieren eine sehr deutliche Absage an ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern auf der Ostumgehung.
Die bisherigen Geschwindigkeiten stehen „mit dem Ausbauzustand, der optischen Führung der Straße und der Akzeptanz durch die Verkehrsteilnehmer absolut im Einklang“, argumentiert Leiter Dirk Möller für die Landesbehörde. Aus lärmtechnischer Sicht bringe Tempo 80 keinen wahrnehmbaren Lärmschutz. Die Behörde hat ausgerechnet: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung würde den Emmissionspegel nur um 1,1 Dezibel am Tag und 0,8 Dezibel in der Nacht verringern. Für das menschliche Ohr wahrnehmbar seien erst Veränderungen von mindestens drei Dezibel.
Die Polizeiinspektion springt mit anderen Argumenten zur Seite. Über die Ostumgehung zu fahren, sei ein Umweg, argumentiert Andreas Dobslaw. Müssen die Autos langsamer fahren, drohen Verdrängungseffekte: Die Fahrer würden
dann auf die überlasteten Straßen der Innenstadt ausweichen und Unfälle zunehmen. Außerdem fürchtet die Polizei, dass die Autofahrer geringere Geschwindigkeiten nicht akzeptieren. Eine dauerhafte Überwachung könne sie nicht leisten.
Dobslaw gibt eine andere Empfehlung als Tempo 80: „Zusammenfassend rege ich an, den bestehenden Forderungen nach Lärmschutz baulich Rechnung zu tragen.“
}}
[[Media:2009-11-30_Stellungnahme_BI_Verkehrsausschuss.pdf|<b>Stellungnahme der BI Lüne-Moorfeld</b>]], die in Vorbereitung auf die Sitzung des Verkehrsausschusses der Hansetadt Lüneburg am 7.12.2009 verteilt wurde
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Presseberichte November 2010
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{{Pressekopf}}
----
=== 3. November 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250
|Headline=
|Untertitel=A 250 wird umgetauft
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) wird heute auf dem Parkplatz Busschewald Rast machen, um medienwirksam eine Autobahn umzutaufen: Aus der A250 wird die A39. „Mit der Umbenennung soll verdeutlicht werden, dass es sich bei dem anstehenden Bau der A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg um einen Lückenschluss des Autobahnnetzes in Deutschland handelt, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium.
Das sehen die A39-Gegner freilich ganz anders: Der Minister streue den Bürgern Sand in die Augen, wenn er von der
wirtschaftlichen und demografischen Belebung des ländlichen Raums zwischen Lüneburg und Wolfsburg durch den Bau der Autobahn spreche, so die Sprecherin des Dachverbands der A39-Gegner, Annette Niemann. Und damit es die Menschen leichter glauben, würde nun die A250 in A39 umbenannt. So könne ihnen leichter weis gemacht werden, es handele sich hier nur um einen Lückenschluss, so Annette Niemann. „An den Rahmenbedingungen für den 100 Kilometer langen Neubau ändert sich durch die Umbenennung aber nichts“, kritisiert Sprecherin Niemann.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Öffentlichkeitsarbeit von Politikern ====
{{LB|Franz Stoß, Embsen}}
{{Kasten|1=Umbenennung der Autobahn A250 in A39, LZ-Berichte
'''<big>Blitzlichtgewitter</big>'''
„Warum lachen die Politiker besonders herzlich bei Gewitter? Sie glauben, die Pressefotografen sind in der Nähe!“ Die Geilheit der Politiker nach öffentlicher Aufmerksamkeit ist ungebremst und von keinem Gedanken zu Sparsamkeit oder Ähnlichem getrübt. Dass eine Autobahn-Nummer verändert werden soll, ist an sich unnötig, die Autofahrer werden nur verunsichert. Wer weiß denn zukünftig, wo der Stau auf der Autobahn A39 ist?
Dass ein niedersächsischer Minister mit großem Tamtam eine Bundesautobahn umbenennt und dafür etliche tausend Euro – es ist das Geld der Steuerzahler – ausgibt, ist jedoch der Gipfel der Anmaßung. Infantilität eines Provinzpolitikers.
In die gleiche Richtung geht das Vorpreschen der Bundesministerin für Arbeit bei der Bekanntgabe der an sich erfreulichen Arbeitslosenzahlen, obwohl sie wissen müsste, dass diese um mindestens eine Million durch statistische Tricks geschönt sind. In Deutschland sind mehr als vier Millionen Menschen arbeitslos. Früher hat zuvor die zuständige Arbeitsagentur – ebenso geschönt – die Zahlen bekannt gegeben, erklärt und kommentiert.
Anscheinend ordnen die Politiker ohne Rücksicht auf Regeln, Anstand, Kosten ihr ganzes Tun der Profilierung unter. Jedes Mittel dient dem Zweck.
}}
=== 4. November 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250
|Headline=Autobahn-Taufe vor Lückenschluss
|Untertitel=Proteste bei Umbenennung der A 250 in A 39 – Minister und IHK-Präsident weisen Kritik von Gegnern zurück
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Kritik kann Eberhard Manzke nicht mehr hören: „Es sind doch immer die gleichen Argumente, die vorgetragen werden – damals wie heute“, ärgert sich der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg: „Unwirtschaftlich und ökologisch nicht vertretbar, hieß es beim Bau der A250. Eine Straße, die heute niemand mehr missen möchte, Und jetzt führen sie diese Behauptungen gegen die geplante A39 an“, hält Manzke den Gegnern der Autobahn gestern Mittag vor.
[[Bild:LZ_2010-11-04.1.jpg|thumb|400px|left|'''Ein kurzer Ruck von Minister Bode – und schon strahlt der Hinweis „A39“ im Licht der Sonne.''' Foto: t&w]]
[[Bild:LZ_2010-11-04.2.jpg|thumb|500px|right|'''Aufgeregte Diskussionen gestern Mittag auf dem Rastplatz Busschewald an der ehemaligen A250 und jetzigen A39 kurz vor Lüneburg: IHKPräsident Eberhard Manzke und Verkehrsminister Bode wehren sich gegen die Kritik der Autobahngegner um Eckhard Niemann (v.l.).''' Foto: t&w]]
Eigentlich sollte es ein schöner Tag für den Lüneburger IHK-Präsidenten werden. Sogar die Sonne lässt sich für kurze Zeit blicken, als Manzke sich gemeinsam mit Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) auf dem Autobahn-Rastplatz Busschewald daran macht, das erste Hinweisschild zu enthüllen und die Autobahn umzutaufen: Die A250 heißt jetzt A39.
Wenn da nur nicht die Demonstranten wären, die ihre Protestplakate in die Kameras der Pressevertreter halten, von Etikettenschwindel, Placebo-Effekt und Geldverschwendung sprechen – und auch sonst kräftig Stimmung gegen die A39 machen.
Doch Wirtschaftsminister Bode und IHK-Präsident Manzke lassen sich durch die Demonstranten nicht beirren. Für beide ist es ein wichtiger und richtiger Schritt: „Der Name bringt auf den Punkt, was die geplante A39 Lüneburg-Wolfsburg wirklich ist: ein Lückenschluss!“ Damit werde eine neue wirtschaftliche Entwicklungsachse für die Region geschaffen, die die Ansiedlung von Unternehmen fördern und Arbeitsplätze schaffen werde.
Rund 100 Kilometer misst die Lücke, die die beiden A39-Teilstücke zwischen Lüneburg und Wolfsburg noch trennt. Das Planfeststellungsverfahren für die fehlende Trasse ist in Arbeit. „2013“, schätzt Minister Bode, „müsste die Planfeststellung fertig sein.“ Und optimistisch fügt er hinzu: „Dann kann mit dem Bau schon 2013, spätestens 2014 begonnen werden.“
Auf rund 620 Millionen Euro werden die Baukosten derzeit veranschlagt. „Eine seriöse Kostenschätzung lässt sich erst machen, wenn die Planfeststellung abgeschlossen ist“, betont der FDP-Politiker. Doch wie teuer der A-39-Bau letztlich auch sein wird – sowohl für Bode als auch für IHK-Präsident Manzke ist es gut angelegtes Geld: „Mit dem Lückenschluss der A39 wird nicht nur die A7 entlastet. Auch die verkehrliche Anbindung des Raumes Lüneburg/
Uelzen wird erheblich verbessert. Wir erschließen damit den größten autobahnfreien Raum in Deutschland.“
Bestärkt fühlt sich der Wirtschaftsminister auch durch diverse Studien, die belegten, dass eine gute Infrastruktur eine der Gründe für das kräftige Wachstum in Deutschland sei. „Deshalb ist es klar, dass wir hier investieren müssen.“
Das sehen die A39-Gegner ganz anders: „Keine junge Familie und kein neues Unternehmen ziehen nach Bienenbüttel, Uelzen oder Bad Bodenteich, nur weil eine Autobahn die Landschaft durchschneidet“, sagt Annette Niemann, Sprecherin des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A39: „Es gibt Hunderte von Anschlussstellen an den nun 13 000 Kilometern Autobahn in Deutschland, die ohne jede gewerbliche Ansiedlung sind.“
Die Idee, die A250 schon jetzt in A39 umzutaufen, hatte IHK-Präsident Manzke, als er auf der Autobahn zwischen Schwerin und Wismar unterwegs war. „Dort ist die A241 in A14 umgetauft worden“, berichtet er. Rausgeworfenes Geld – wie ihm die A-39-Gegner vorhalten – sei die 13 000 Euro teure Schilder-Aktion nicht. „Wir haben die Taufe nur vorgezogen.“
}}
=== 6. November 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Umbenennung der A250 in A39 ====
{{LB|Jörg Kohlstedt, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2010#Landeszeitung_zur_Umbenennung_der_A250_2|„Autobahn-Taufe vor Lückenschluss“, LZ vom 4. November]]
'''<big>Politiker-Philosophie</big>'''
Hallo, ich bin der Jörg, und ich erkläre euch jetzt mal, wie das geht, dass Politiker immer so tolle Ideen haben.
Was Politiker sind, hatte ich ja schon mal erzählt. Das sind die, die sich alle fünf Jahre an euch erinnern und dann Kugelschreiber und Blumen in Fußgängerzonen verteilen und von Plakaten lächeln. Nach der Wahl leben sie dann wieder unentdeckt in rauchigen Hinterzimmern und bestimmen, was ihr eigentlich nicht wollt. Das nennen sie dann Wählerwille und euch dann die politikverdrossenen Querulanten.
Aber wie kommen sie nun auf den Wählerwillen, die tollen Ideen? Ganz einfach: Guckt er nach links, der Politiker, sieht
er ein Protestplakat, guckt er nach rechts, sieht er ein Protestplakat. Guckt er auf der Autobahn auf ein Schild, sieht er kein Protestplakat und denkt sich, na, da ist er ja, der Geistesblitz. Nenne ich doch einfach mal eine Autobahn um, das ist toll, das macht Spaß und es gibt hinterher auch Kanapees.
Doof nur, wenn das doch Querulanten merken und protestieren. Da ärgert er sich dann und schimpft auf die doofen
Wähler. Sollte er aber lieber nicht, die merken sich so was.
Stichwort Gesamtschule: Da blättert der Politiker also in der Familienchronik und denkt sich, Oberschule hört sich toll an. War zwar mal was richtig Tolles, muss es aber nicht mehr sein. Und so werden aus abgebrochenen Hauptschülern nun
Oberprimaner. Mist, auch das merken wieder die Querulanten und machen die schöne Idee kaputt. Da grämen sich dann die Politiker. Doch – Geistesblitz - es gibt ja noch Atommüll. Und der muss ja gelagert werden. Da denken sich die Politiker, das muss man wohl mal „ergebnisoffen“ untersuchen. Ergebnisoffen, das ist, wenn ihr im Rechnen eine sechs bekommt, weil ihr bei den Aufgaben kein Ergebnis raushabt. Also karren sie viel Müll durch die Gegend und freuen sich, dass so viele zum Gucken und feiern kommen. Und ganz viele Polizisten werden zwangseingeladen zum Mitfeiern. Sind eben doch tolle Typen, diese Politiker.
}}
=== 8. November 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Umbenennung der A250 in A39 ====
{{LB|Doris Paland, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2010#Landeszeitung_zur_Umbenennung_der_A250_2|„Autobahn-Taufe vor Lückenschluss“, LZ vom 4. November]]
'''<big>Verzweiflung oder Gewichtung?</big>'''
[[Bild:LZ_2010-11-08.jpg|thumb|272px|left|'''Die Umbenennung der A250 in A39 stößt nicht nur auf Zustimmung. Es gibt auch Proteste.''' Foto: A/ t&w]]
Dass die geplante A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg ein Lückenschluss zwischen zwei bestehenden Autobahnen sein würde, war schon vorher, auch ohne Umbenennung, offensichtlich. Warum also diese kostenträchtige Maßnahme zum jetzigen Zeitpunkt, wo sowohl die Nutzen-Kosten-Rechnung für das geplante Autobahnprojekt äußerst fragwürdig
als auch dessen Finanzierung völlig ungesichert ist? Auf Kosten der Steuerzahler leistet sich Verkehrsminister Jörg Bode mit der Umbenennung ein teures Bekenntnis zur A39. Es darf bezweifelt werden, ob für diese Aktion die genannte Summe von 13 000 Euro ausreicht. Folgekosten, die durch Aktualisierungsbedarf in Verwaltungen und Firmen entstehen, sind offensichtlich nicht eingerechnet, ebenso wenig wie die unnötige Verwirrung für den Kraftfahrzeugverkehr. Verkehrsminister und IHK versuchen, mit der Umbenennung eine Neugewichtung des Projektes
A39 Lüneburg-Wolfsburg zu erreichen. Aber auch wenn der IHK-Präsident die Argumente gegen das Planungsprojekt A39 als ewiggestrig abtut, werden sie damit nicht weniger wahr. Und der Eindruck, dass die „nur vorgezogene Taufe“ den Geschmack einer Verzweifelungstat hat, bleibt.
}}
=== 22. November 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum A39-Begleitausschuss der Stadt Lüneburg
|Headline=Wer darf in den Begleitausschuss zur A 39?
|Untertitel=Stadt fordert Mitgliederliste der Bürgerinitiative
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Voraussichtlich im Dezember soll der Lüneburger Begleitausschuss zur umstrittenen A39 das erste Mal
tagen. Neben Vertretern der Ratsfraktionen und von Verbänden sollen auch Bürger in dem 18-köpfigen Gremium eine
Stimme haben. „Die Auswahl läuft noch“, sagt Dezernent Markus Moßmann. Er möchte in dem Ausschuss sämtliche
Meinungen auffangen. Wie berichtet, sollen die Vertreter über neue Entwicklungen bei der Autobahnplanung zwischen Lüneburg und Wolfsburg in Kenntnis gesetzt werden und lokal Anregungen geben – zum Beispiel in Sachen Lärmschutz.
Doch im Vorfeld gibt es Kritik. Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld wundert sich, dass die Stadt sie aufgefordert hat, eine
Mitgliederliste vorzulegen. „Das können wir schon aus Datenschutzgründen nicht machen“, sagt Sprecher Jens-Peter Fiedler. „Außerdem geht es die Stadt nichts an, wer bei uns Mitglied ist.“ Fiedler sieht den Ausschuss auch eher als „vorbereitende Maßnahme für die Kommunalwahlen im nächsten Jahr“, denn das Gremium habe keine Beschlusskraft. Im Planfeststellungsverfahren sei seines Wissens so eine Einrichtung nicht vorgesehen.
Moßmann erklärt dazu, dass die Stadt möglichst viele verschiedene Meinungen versammeln wolle. Dazu liege ein politischer Entschluss vor. Auch aus anderen Gebieten entlang der Ostumgehung sollten Vertreter Stimme und Gehör erhalten. Es sei das gute Recht der BI, eine Liste zu verweigern, daher sollen die ausgewählten Bürger nun versichern, dass sie nicht Mitglied dieser Interessenvertretung sind. Er räumt ein, dass in Lüne-Moorfeld nur Anwohner
angeschrieben wurden, die zwischen Hölderlinstraße und Brandheider Weg zu Hause sind.
Fiedler wünscht sich einen besseren Informationsfluss. So soll es einen Aushang im Rathaus geben, nachdem Anwohner Fachleute für Baugrunduntersuchungen auf ihre Grundstücke lassen sollen: „Warum, wenn die Trasse der Ostumgehung nicht verändert werden soll?“ Der Ausschuss könnte sich um Erklärungen kümmern.
}}
=== 26. November 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Manfred Rücker, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2010#Landeszeitung_zum_A39-Begleitausschuss_der_Stadt_L.C3.BCneburg|„Wer darf in den Begleitausschuss zur A39?“, LZ vom 22. November]]
'''<big>A 39-Gegner unerkannt im Ausschuss?</big>'''
Verspielt die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ihre Glaubwürdigkeit?
Der Verwaltungsausschuss der Stadt Lüneburg hat am 22.6.2010 beschlossen, dass die Stadt einen Begleitausschuss A39 einrichten soll. Der Begleitausschuss A39 soll dazu dienen, Informationen der Stadt über die Planung der A39 weiterzugeben und die Interessen der Bürger bei der Planung der A39 einzubringen. So stand es in einem Brief an die Bürger. Die Stadt bemüht sich seither, diesen Beschluss umzusetzen. Sie hat im Begleitausschuss A39 unter anderem drei Plätze für Bürger des Bereiches Lüne-Moorfeld vorgesehen. Einen Platz hat sie von vornherein der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld (BI) zugewiesen, obwohl sich die BI als eine strikte Gegnerin der A 39 gibt. Zwei weitere Plätze sollen in einem Wahlverfahren an Bürger vergeben werden, die ausdrücklich nicht in der BI organisiert sind.
Das Wahlverfahren ist im September per Briefwahl durchgeführt worden. Wenn nun die Stadt die BI nach der Wahl
auffordert, eine Liste ihrer Mitglieder vorzulegen, hat sie offenbar Anlass anzunehmen, dass sich die BI nicht mit dem
einen Platz im Begleitausschuss A39 zufrieden gegeben hat und entgegen den Vorgaben der Stadt auch noch die anderen beiden Plätze für nicht in der BI organisierte Bürger haben will. So etwas wäre möglich, wenn zum Beispiel Mitglieder der BI für die beiden Plätze für nicht in der BI organisierte Bürger kandidiert haben und es darauf ankommen lassen, ob sie entdeckt werden. Wenn nun die BI der Stadt mitteilt, dass sie der Stadt aus Datenschutzgründen die Liste nicht vorlegen wird, ist das rechtlich einwandfrei, verhindert aber, dass die Stadt mögliche „U-Boote“ der BI entdecken
kann. Manch einer, der dieses Manöver der BI zur Kenntnis nimmt, wird im ersten Moment schmunzeln und sich seinen Teil denken. Im zweiten Moment wird er jedoch nachdenklich werden, weil da Fragen im Raum stehen:
1. Warum will die BI überhaupt in den Begleitausschuss A39, zumal sie sich auf die Fahne geschrieben hat, mit allen Mitteln gegen den Bau der A39 zu kämpfen? 2. Haben einzelne Mitglieder der BI die Vorgaben der Stadt nicht beachtet und versucht, den nicht in der BI organisierten Bürgern die beiden Plätze im Begleitausschuss A 39 streitig zu machen? 3. Warum sorgt die BI nicht für Klarheit in diesen beiden Fragen?
}}
=== 27. November 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum A39-Begleitausschuss ====
{{LB|Martin Knoop, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_November_2010#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_A39-Begleitausschuss|„A 39-Gegner unerkannt im Ausschuss?“, LZ vom 26. November]]
'''<big>Keine U-Boote im Begleitausschuss</big>'''
Lieber Herr Rücker, Ihre Frage, warum will die BI überhaupt in den Begleitausschuss A39? kann ich Ihnen beantworten: Die BI wurde, wie auch die Anwohner, der ADAC, Vertreter der Gemeinde Adendorf etc. mit Brief vom 2. September 2010 der Hansestadt Lüneburg, Dezernat III zur Teilnahme angeschrieben.
In diesem Schreiben war keine Ausgrenzung von Anwohnern, die auch in der BI oder z. B. im ADAC Mitglied sind, genannt und verlangt worden. Nach meinem Kenntnisstand gab es zu dem Wahlverfahren noch kein Konzept, wie dieses Verfahren geschehen sollte.
Erst auf meine Anfrage und anderer Rückfragen bei Herrn Moßmann über das Verfahren gab es am 16. September ein zweites Schreiben mit Informationen zum Verfahren. Hierbei wurde u. a. genannt, dass die „2 Einwohner Lüne-Moorfeld“ nicht zusätzlich in der BI Lüne-Moorfeld organisiert sein sollen. Außerdem wurden die Wohngebiete in links und rechts der Ostumgehung getrennt in Lüne und Moorfeld. Naturgemäß sind, durch die Tatsache einer geplanten Autobahn auf Lüneburger Stadtgebiet, Anwohner in der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld organisiert.
Darüber, dass der A39-befürwortende Verband ADAC von der Stadt Lüneburg im Gegensatz zur hiesigen Bürgerinitiative im Vorfeld der Begleitausschussbesetzung nicht aufgefordert wurde, seine Mitglieder zu benennen, schreibt Herr Rücker als nicht unmittelbar betroffener Einwohner kein Wort!
Bei uns direkt betroffenen Anwohnern im Moorfeld gibt es keine U-Boot-Manöver, auch nicht unentdeckte, sondern Bürger, die durch ihre Vertreter, falls die A 39 jemals gebaut werden sollte und auf Lüneburger Stadtgebiet verlaufen würde, eine ausreichende Interessenwahrung der Bürgerinnen und Bürger der weiteren Planung sicherstellen möchten, sowie es die Aufgabe des von der Hansestadt Lüneburg geplanten Begleitausschusses sein soll.
}}
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Presseberichte November 2020
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=== 14. November 2020 ===
==== [[Media:Der SPIEGEL 47-2020 (Seiten 45 - 50).pdf | Der Spiegel 47 / 2020 (Seiten 45 bis 50) zur Autobahn GmbH]] ====
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
<br>
=== 20. November 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu gestiegenen Kosten der A39
|Headline=Kosten für die A 39 steigen
|Untertitel= Grüne fordern Moratorium bis Ende 2020 und Einstieg in Verkehrswende
|Autor=Klaus Reschke
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-11-20.jpg|thumb|551px|center|'''Der Ausbau der A39 hat nach wie vor Befürworter und Gegner.''' Foto: a/t&w]]
Die Kosten für den geplanten Bau der A 39 steigen weiter. Nach jüngsten Berechnungen soll die Realisierung der 105 Kilometer langen Strecke statt bisher veranschlagten 1,34 Milliarden Euro jetzt 1,47 Milliarden Euro kosten. Doch während sich der Vorsitzende des Nordland-Autobahnvereins (NAV), Michael Zeinert, von dieser Kostensteigerung wenig überrascht zeigt und den Bau der A 39 trotzdem für dringend erforderlich hält, fordern die beiden Grünen-Politiker Sven-Christian Kindler (MdB) und Detlev Schulz-Hendel (MdL) ein Straßenbaumoratorium bis Ende 2020: „Gerade während der Coronakrise muss gelten: Erhalt vor Neubau. Immer neue Straßen bringen nichts, wenn die bestehenden Straßen nicht nutzbar sind, weil Brücken unbefahrbar und die Schlaglöcher immer größer werden“, mahnen die beiden Öko-Politiker in einer Pressemitteilung.
„Sinkende Verkehrsinfrastrukturinvestitionen vertragen sich nicht mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie“, sagt dagegen Zeinert, der hauptberuflich Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer
Lüneburg Wolfsburg (IHK) ist.
„Eine fertig ausgebaute A 21 und ein Lückenschluss der A 39 würden Stau vermeiden und sinnvolle Alternativrouten sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr rund um Hamburg ermöglichen“, sagt Zeinert: Damit seien die A 21 und die A 39 Zukunftsinvestitionen, die den Unternehmen in der Region in der Zeit nach der Pandemie bessere Rahmenbedingungen bieten würden.
Und zu den jüngst gemeldeten Kostensteigerungen sagt Zeinert: „Mich überrascht nicht, dass die Kosten der A 39 steigen, so lange, wie wir als Region schon auf das Projekt warten.“ Aus diesem Grund setze sich der
Nordland-Autobahnverein auch für eine Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung ein.
„Schlankere und kürzere Verfahrenreduzieren die Kosten von Infrastrukturprojekten“, glaubt Michael Zeinert.
Doch auch, wenn die Baukosten für die A 39 steigen – „auf der anderen Seite steigt auch das Kosten-Nutzenverhältnis der A 39, ist der IHK-Hauptgeschäftsführer überzeugt. „Die Autobahn wird kommen!“
Das sieht Eckehard Niemann vom Dachverband „Keine A 39“ komplett anders: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der A 39 werde aufgrund der steigenden Baukosten immer schlechter. Er fordert, die Planungen zu stoppen
und freiwerdende Mittel dort einzusetzen, wo sie jetzt dringend gebraucht werden: „in den Schulen, in der Pflege und zur Rettung von Kunst und Kultur.“
}}
=== 24. November 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Verhalten des Lüneburger Verkehrsdezernenten
|Headline=Rätselraten beim Tunnel
|Untertitel= Anwohner und einige Politiker reagieren mit Unverständnis auf das Agieren des
Verkehrsdezernenten beim A 39-Tunnel
|Autor=Ulf Stüwe
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-11-24.jpg|thumb|705px|center|'''Die Ostumgehung im Bereich Lüne-Moorfeld: Wie lang wird der Tunnel, wenn sie zur A39 wird?''' Foto: A/t&w]]
Eigentlich scheint die Sache klar: Sollte die Verlängerung der A 39 kommen, fordert die Stadt aus Lärmschutzgründen einen Deckel über dem Abschnitt im Bereich Lüne-Moorfeld – und zwar länger als bislang
seitens der Straßenbaubehörde geplant. Bei den Anwohnern aber wachsen die Zweifel an dem erklärten Willen der Stadt. Auch ein Ratsmitglied zeigt sich irritiert über das Agieren im Rathaus. Es sind vor allem Ungereimtheiten in den Bekundungen der Stadt, die Anwohner Borwin Pahl aufstoßen. Knackpunkt ist dabei
die Frage, ob die Stadt weiter an ihrer Forderung nach einer Verlängerung des Tunnels nach Norden und nach Süden festhält.
Zwar hatte Verkehrsdezernent Markus Moßmann dies im Oktober in einem Schreiben an die Anwohner bekräftigt. In der Stellungnahme der Stadt bei der Online-Konsultation zum A39-Planfeststellungsverfahren
aber ist nur noch von einer Verlängerung nach Norden die Rede.
Bemerkenswert auch: Die Stellungnahme wurde bereits am 7. September abgegeben, also sechs Wochen vor dem Schreiben des Verkehrsdezernenten an die Anwohner. Verfasser: Markus Moßmann.
'''Verdacht: Wird etwa nicht mit offenen Karten gespielt?'''
Für weitere Irritation sorgte, dass sowohl die Stellungnahme der Stadt als auch das Protokoll zur jüngsten Sitzung des Begleitausschusses Ende August über Wochen hinweg nicht wie sonst üblich zeitnah online gestellt
wurden. Dies nährte bei Anwohnern den Verdacht, die Stadt spiele „nicht mit offenen Karten“, wie Borwin Pahl äußerte.
Aber auch bei Grünen-Ratsmitglied Wolf von Nordheim sorgt das Verhalten des Verkehrsdezernenten für Verstimmung. Denn Moßmann hatte sich in der jüngsten Sitzung des Stadtrates im Oktober nicht zu dem Thema geäußert, obwohl er dies gegenüber von Nordheim angekündigt hatte. Weil der Grünen-Politiker sich darauf aber
verlassen hatte, hielt nicht nur er selbst sich mit einer Anfrage in der Ratssitzung zurück, auch die Anwohner, denen er dies empfohlen hatte. Am Ende gingen alle leer aus.
„Ihre Vorgehensweise ist nicht akzeptabel“, ließ von Nordheim Moßmann wissen und bat um Mitteilung, wann er mit einer Veröffentlichung der Dokumente rechnen könne, ebenso, was die Verwaltung „im Kern“ zur Umsetzung der Verlängerungs-Forderungen der Stadt bislang unternommen habe. Eine Antwort stehe bis heute aus.
Die LZ hakte selbst bei der Stadt nach und bekam nach Tagen Antwort. Auf die Widersprüche in den Formulierungen Moßmanns angesprochen ging das Rathaus aber ebenso wenig ein wie auf die Vorhaltungen von Nordheims. Pressesprecherin Suzanne Moenck erklärte lediglich: „Wir haben am 21. Oktober in einer
Pressemitteilung die städtische Position zur Umsetzung der A39 deutlich gemacht, und es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass sich an dieser Position etwas geändert hat oder dass wir dieses nicht mehr verfolgen.“
Inzwischen sind auch die Dokumente von der Stadt online gestellt worden. Dass es auch dazu keinen Hinweis seitens der Stadt gab, sorgt erneut für Rätselraten. Nicht nur in Lüne-Moorfeld.
}}
{{Pressefuss|Oktober 2020|Dezember 2020}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Oktober 2006
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{{Pressekopf}}
=== 31. Oktober ===
==== {{LZ}} zur beabsichtigten Änderung des Planungsrechtes (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Früherer Baustart für A 39</big>'''
'''Durch neues [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz|Beschleunigungsgesetz]] ist erster Spatenstich bereits vor dem Jahr 2015 zu erwarten'''
''as'' '''Lüneburg'''. Der Baubeginn
für die Autobahn 39 sollte eigentlich
2015 erfolgen, so Andreas
Beuge, Sprecher des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums.
Aufgrund des jetzt
beschlossenen [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz|Beschleunigungsgesetzes]]
sei ein früherer
Baustart zu erwarten. Wann
genau, lasse sich aber noch
nicht sagen.
Laut Andreas Beuge wird das
[[Raumordnungsverfahren]] Anfang
2007 abgeschlossen sein.
„Wir rechnen damit, dass das
[[Planfeststellungsverfahren]] 2011
beginnt.“ Wer klagen will, hat
nur eine Instanz – das Bundesverwaltungsgericht.
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] sagt: „Jetzt haben wir
schneller Planungssicherheit.“
Er richtet aber auch noch einmal
den Appell ans Land Niedersachsen,
sachgerecht aufgrund
der vorgelegten Stellungnahmen
zu entscheiden. Wie
berichtet, hatte der Stadtrat sich
gegen die vorgestellte [[Vorzugsvariante]],
die die Stadt Lüneburg
zerschneidet, ausgesprochen.
Für Eckehard Niemann als
Sprecher der Bürgerinitiativen
gegen die A 39 verschlechtern
weder das [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz|Planungs-Beschleunigungsgesetz]]
noch der [[Investitionsrahmenplan]]
des Bundesverkehrsministeriums
bis 2011
die Chancen des Widerstands
speziell gegen die A 39. „Wenn
künftig das Bundesverwaltungsgericht
direkt über den Bau von
Großprojekten wie der A 39
entscheidet, dann ersparen wir
uns bei unseren Klagen die eher
Planer-freundliche Zwischeninstanz
des Lüneburger Verwaltungsgerichts.“
Außerdem sei,
so Eckehard Niemann, „ein
rasches juristisches Ende dieser
Nonsensautobahn die Voraussetzung
für wirklich sinnvolle
Projektplanungen in der Region“.
[[Grundgesetz|Verfassungsrechtlich]] angreifbar
sei es aber trotzdem,
wenn den Bürgern und Verbänden
ihre Beteiligungsrechte im
[[Autobahnplanung|Planungsprozess]] weiter beschnitten
würden.
Gleichzeitig, so Eckehard
Niemann, zeige der neue [[Investitionsrahmenplan]] bis
2011, dass das Geld für neue
Autobahnen jetzt schon fehle –
das milliardenteure Prestigeobjekt
A 39 sei in [[Investitionsrahmenplan|Bundesminister
Tiefensees Investitionsplanung]]
nicht enthalten. Dem hält Andreas
Beuge vom Wirtschaftsministerium
entgegen: „In den
nächsten [[Investitionsrahmenplan]]
ab 2011 wird das Projekt
Autobahn 39 aufgenommen,
nämlich dann, wenn es zur
konkreten Planung ansteht.“
}}
==== {{LZ}} zur Position der Großen Koalition ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Sie schmieden die Zukunft der Region</big>'''
'''Große Koalitionen in Rat und Kreistag stellen Pläne vor – Schulterschluss bei Wirtschaft, Kultur, Bildung und Reformen'''
[[Bild:LZ 2006 10 31 1.jpg|thumb|460px|'''Gemeinsam für Stadt und Kreis. Sie stellten die Gruppenpapiere für Rat und Kreistag vor: v.l. Regina Baumgarten ([[CDU]]), [[Heiko Dörbaum]] ([[SPD]]), Jens Kaidas, [[Bernd Althusmann]] (beide [[CDU]]), [[Manfred Nahrstedt]], Hiltrud Lotze, Franz-Josef Kamp (alle [[SPD]]), Wolfgang Kuhn ([[CDU]]).''' ''Fotos: t&w'']]
''jj/as'' '''Lüneburg'''. So viel Harmonie
zwischen Stadt und
Kreis Lüneburg war nie. Ob
Wirtschaft oder Bildung, Theater
oder Reformen. Pathetisch
gesagt, war die gemeinsame
Unterzeichnung der [[Media:Gruppenvertrag.pdf|Gruppenpapiere]]
von [[CDU]] und [[SPD]]
sowohl für Stadtrat als auch
Kreistag gestern Abend in der
Volkshochschule an der Haagestraße
ein „historischer Akt“.
Regina Baumgarten, [[Bernd Althusmann]], Jens Kaidas und
Wolfgang Kuhn für die [[CDU]],
[[Manfred Nahrstedt]], [[Heiko Dörbaum]],
Franz-Josef Kamp und
Hiltrud Lotze für die [[SPD]] stellten
die [[Media:Gruppenvertrag.pdf|Gruppenpapiere]] vor.
...
Und auch der Knackpunkt
Autobahn A39 wurde umschifft.
Bekanntlich hat sich der
Rat in einer Resolution schon
auf eine West-Trasse festgelegt,
zum Ärger von Kreistagsabgeordneten.
Jetzt heißt es in den
[[Media:Gruppenvertrag.pdf|Gruppenpapieren]] für Stadt wie
für Landkreis: Die [[Vorzugsvariante]]
durch die Stadt wird abgelehnt.
Bis Anfang 2007 soll
eine für die Menschen in Stadt
und Kreis vertretbare Lösung
her: Eine östliche Umfahrung,
der Lüneburger Tunnel und
eine Ertüchtigung der B4 als
Alternativen sollen geprüft werden.
}}
{{Kommentar|unglückliche Verklausulierung|2=''"Ertüchtigung der B4 als Alternative"'' ist eine sehr unglückliche Verklausulierung. Im Zweifelsfall muss dies als Absichtserklärung für den "Ausbau der [[Ostumgehung]]" verstanden werden.<br>Hierzu bleibt festzustellen, dass alle sogenannten "[[Vorzugsvariante]]n" (Klostertrasse, Ausbau der Ostumgehung, Ebensbergvariante) jeglicher Vernunft entbehren, unabhängig davon, ob diese zusätzlich mit einem aberwitzigen Aufwand in der Erde versenkt werden.<br>Die sich gerade auf kommunaler Ebene konstituierende Große Koalition ''"umschifft den Knackpunkt Autobahn A39"'' ebenso halbherzig wie perspektivlos und setzt damit genau den Hü-Hott-Kurs fort, der sich in den kontroversen Standpunkten der [[Kommunalwahl]]kandidaten widerspiegelte.<br>Spätestens mit Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s im Frühjahr 2007 sollte der angedeutete ''"Schulterschluss"'' wahrhaftig vollzogen sein, jedoch mit den Menschen in Lüneburg und nicht gegen sie.
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 18:20, 1. Nov 2006
}}
===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_November_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Position_der_Gro.C3.9Fen_Koalition|11.11.: Kuschelalternative]]
* [[Presseberichte_November_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Position_der_Gro.C3.9Fen_Koalition_.282.29|18.11.: Versprechen halten]]
=== 28. Oktober ===
==== {{LZ}} zur beabsichtigten Änderung des Planungsrechtes ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Straßenneubau soll beschleunigt werden</big>'''
'''Große Koalition will mit neuem [[Gesetze|Gesetz]] ein bundesweit einheitliches Planungsrecht'''
''ddp'' '''Berlin'''.
Infrastrukturvorhaben wie Autobahnen oder Bundesstraßen sollen nach dem Willen des Bundestages schneller geplant und gebaut werden können. Einen [http://www.bmvbs.de/-,302.979042/Tiefensee-Schnelle-und-unbuero.htm Gesetzentwurf] verabschiedete das Parlament mit den Stimmen von [[CDU|Union]] und [[SPD]]. Er soll das am Jahresende auslaufende [[Gesetz zur Beschleunigung der Verkehrswegeplanung]] in Ostdeutschland ablösen und für ein einheitliches [[Gesetze|Planungsrecht]] sorgen.
Zur Vereinfachung von [[Planfeststellungsverfahren]] soll unter anderem die Rechtstellung von Naturschutzvereinen und Umweltschutzvereinigungen an die privater Personen angeglichen werden. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wird demnach in erster und letzter Instanz für Klagen gegen [[Planfeststellungsbeschluss|Planfeststellungsbeschlüsse]] und Plangenehmigungen bei einer Reihe bestimmter Verkehrsvorhaben zuständig sein.
}}
==== Presseerklärung des {{DV}} zur beabsichtigten Änderung des Planungsrechtes ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Unfinanzierbare A 39 schneller planen?</big>'''
''Eckehard Niemann''
Das von der Großen Koalition beschlossene [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz|Planungs-Beschleunigungsgesetz]] und der [[Investitionsrahmenplan]] des Bundesverkehrsministeriums bis 2011 verschlechtern die Chancen des Widerstands speziell gegen die Autobahn A 39 keineswegs. „Wenn künftig das Bundesverwaltungsgericht direkt über den Bau von Großprojekten wie der A 39 entscheidet, dann ersparen wir uns bei unseren Klagen die eher planerfreundliche Zwischeninstanz des Lüneburger Verwaltungsgerichts“, so Eckehard Niemann als Sprecher der Bürgerinitiativen gegen die A 39, „außerdem ist ein rasches juristisches Ende dieser Nonsensautobahn die Voraussetzung für wirklich sinnvolle Projektplanungen in der Region!“ [[Grundgesetz|Verfassung]]srechtlich angreifbar sei es aber trotzdem, wenn den Bürgern und Verbänden ihre Beteiligungsrechte im [[Autobahnplanung|Planungsprozess]] weiter beschnitten würden.
Gleichzeitig, so Niemann, zeige der neue [[Investitionsrahmenplan]] bis 2011, dass das Geld für neue Autobahnen jetzt schon fehle – das milliardenteure Prestigeobjekt A 39 sei in [[Investitionsrahmenplan|Tiefensees Investitionsplanung]] nicht enthalten. Das knappe Geld sei für dringende Reparaturen im maroden Straßennetz, für Ortsumgehungen und für die Schließung von Engpässen im Schienennetz eingeplant. Der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen zeigte sich angesichts von 10.000 Einwendungen und eines effektiven [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Klagefonds]] optimistisch, die A 39 zu verhindern.
}}
==== {{LZ}} zum Vorentwurf des [[Investitionsrahmenplan]]s ====
{| {{tabelle auto}}
|'''<big>Y-Trasse und drittes Gleis</big>'''
'''Der Bund plant für Schienenprojekte im Norden Milliardenbetrag ein'''
''lni'' '''Berlin/Hannover'''. Der Bund stellt die Weichen für eine Reihe von Verkehrsgroßprojekten in Niedersachsen. Das geht aus dem Vorentwurf des [[Investitionsrahmenplan]]s von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee ([[SPD]]) hervor.
In den kommenden fünf Jahren sollen unter anderem der sechsspurige Ausbau der Autobahn 1 zwischen Bremen und Hamburg und die Y-Trasse für die Bahnverbindung zwischen Hannover, Bremen und Hamburg finanziert werden. {{mark|Rund 1,6 Milliarden Euro will Tiefensee bis 2011 in den Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen sowie den Bau von 21 Ortsumgehungen stecken.}} Die Verbreiterung der A 1 zwischen Bremer Kreuz und Buchholzer Dreieck soll von Privatinvestoren finanziert werden.
Unter den insgesamt zehn Milliarden Euro für Bauten im bundesweiten Schienennetz ist der Neubau der Eisenbahnverbindung von Hannover nach Hamburg und Bremen eines der teuersten Projekte. Die so genannte Y-Trasse ist mit 1,28 Milliarden Euro veranschlagt.
Als fest disponiert gilt der Bau eines dritten Gleises auf der Strecke Lüneburg-Stelle für rund 229 Millionen Euro. Weitere 196 Millionen Euro sind für den Ausbau der Bahnstrecken Oldenburg-Wilhelmshaven und Langwedel-Uelzen vorgesehen. Zu den weiteren Großprojekten zählt der Ausbau des Eisenbahnknotens Bremen. In seinem Entwurf hat der Minister auch den Ausbau von Elbe und Außenweser vorgesehen. Für die Elbvertiefung sollen 248 Millionen Euro, für die Weser-Vertiefung rund 28 Millionen Euro bereitgestellt werden.
|}
=== 18. Oktober ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] ====
{{LB|Hansjörg Witte<br>Betzendorf
}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Windige Rechnung</big>'''
'''[[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|„Neue Rechnung für die A39?“, LZ vom 6. Oktober]]'''
Ein Fall für den Bund der
Steuerzahler, ein Fall für den
Bundesstaatsanwalt, ein Fall für
kritische [[Politiker]], ein Fall für
die wache Zivilgesellschaft?
Da wird eine Autobahn mit
hohen Planungskosten in ein
aufwändiges [[Raumordnungsverfahren]]
gebracht, bevor ermittelt
wurde, ob der Bau dieser
Autobahn nach dem [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] überhaupt zu
verantworten ist. Was ist, wenn
am Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s
herauskommt, dass
die Annahme so vieler [[Politiker]],
diese Autobahn lohne sich wirtschaftlich,
nicht bestätigt werden
kann? Können sich die
Rechenkünstler von Amts wegen
überhaupt noch ein ehrliches
Ergebnis leisten?
Bewundernswert sind auch
die Rechenkünste des Staatssekretärs Großmann: Er weiß
schon jetzt, wie viel Geld der
Bau der A39 kosten wird, bevor
feststeht, ob die Autobahn
machbar ist und wo sie mit
welchem technischen Aufwand
unsere Region zerschneiden
soll.
}}
=== 11. Oktober ===
==== {{LZ}} zur lokalen Verkehrsplanung ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Kreiselbau liegt auf Eis</big>'''
'''Ausschuss will A 39-Planung abwarten – Zwischenlösungen sollen geprüft werden'''
[[Bild:LZ 2006 10 11 1.jpg|thumb|460px|'''Für die weitere Planung des Kreisels an der Hölderlinstraße soll erst die künftige Verkehrsführung in dem Bereich klar sein. Die Trasse der Autobahn 39 stehe noch nicht fest.''' ''Foto: t&w'']]
''cn'' '''Lüneburg'''. Der geplante
Kreisel an der Hölderlinstraße
wird zunächst auf Eis gelegt.
Darauf einigte sich der Werksausschuss
des Kreistages gestern.
Die Gründe: Es ist unsicher,
wo die Trasse der A39
verlaufen wird. Zudem ist die
Kreuzung im Bereich Ebensberg
kein Unfallschwerpunkt
mehr. Damit gibt es auch keine
Fördermittel für das Vorhaben
Kreisverkehr mehr. Als die Planungen
angeschoben worden
waren, war die Situation noch
anders (LZ berichtete).
[[Linienbestimmung|Eine Entscheidung über die
Autobahn-Trasse werde im
kommenden Jahr erwartet]], vorher
zu handeln, mache wenig
Sinn. Die künftige Verkehrsführung
sei nicht absehbar. Priorität müssten bei begrenzten finanziellen
Mitteln grundsätzlich
die Unfallschwerpunkte haben,
erläuterte Robert Ruth,
Leiter des kreiseigenen Betriebes
für Straßenbau und -unterhaltung
(SBU). Sein Vorschlag
daher: Die weitere Kreisel-Planung
verschieben, bis Klarheit
in Sachen A39 herrscht. Zudem über entschärfende Maßnahmen
nachdenken, etwa im Rahmen
der Unfallkommissionssitzung
im Februar. Denn: Auch
wenn der Bereich kein Unfallschwerpunkt
mehr sei, passierten
dort nach wie vor Unfälle.
Ursprünglich hatten Politik
und Verwaltung auf Fördermittel
für die Maßnahme Kreisel
gesetzt, die gebe es nun mangels
Unfallschwerpunkt nicht mehr,
berichtete Ruth. Der Haushalt
des SBU sei begrenzt, sehe pro
Jahr für Straßenbaumaßnahmen
nur rund 1,3 Millionen
Euro vor. Allein für den Kreisel
fielen Kosten von 300 000 Euro
an. Die Stadt Lüneburg habe
eine Beteiligung von rund
30 000 Euro angeboten. Eine
Besonderheit: Die Straßenbaulast
ist in dem Bereich auf drei
Träger verteilt. Für die [[Ostumgehung]]
ist die Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr
zuständig, für die Erbstorfer
Landstraße der Kreis und für
die Hölderlinstraße die Stadt
Lüneburg. „Unter den gegebenen
Bedingungen lassen unsere
Mittel die Maßnahme zurzeit
einfach nicht zu“, sagte Ruth.
Der Ausschuss folgte dem
Vorschlag der Verwaltung. Die
[[Politiker]] regten aber an, erneut
mit der Stadt Lüneburg als der
zuständigen Verkehrsbehörde
über kurzfristigere Zwischenlösungen zu verhandeln. Hubert
Meißner ([[SPD]]) fasste zusammen:
„Auch wenn wir jetzt
keinen Unfallschwerpunkt
mehr haben, gab es dort zwei
Tote. Es muss rasch etwas passieren.“
Er denke an eine Ampel.
}}
=== 10. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Neuberechnung des [[Nutzen-Kosten-Faktor]]s (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Taktik der Verschleierung</big>'''
'''[[Nutzen-Kosten-Faktor]] wird ermittelt'''
''lz'' '''Lüneburg'''. Als Eingeständnis grober Versäumnisse bezeichnet der Dachverband der A 39-Gegner die Ankündigung des Bundesverkehrsministeriums, das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 neu zu berechnen. [[Presseberichte_Oktober_2006#Landeszeitung_zur_Neuberechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|Wie berichtet]], hatten die [[Grüne]]n im Bundestag eine [http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf kleine Anfrage zur A 39] gestellt. Das Ministerium hat unter anderem [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|geantwortet]], dass das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] nur für die A 39 vom Land Niedersachsen neu berechnet werde. Bisher gibt es nur ein Verhältnis für das Gesamtprojekt A 39 und A 14, da liegt der Faktor bei 3,4.
"Unsinnigerweise soll diese Berechnung erst nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s im März 2007 folgen", sagt Eckehard Niemann, Sprecher der Bürgerinitiativen, "damit setzen Bund und Land ihre Verschleierungstaktik fort." Das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die A 39 liegt aus Sicht der Gegner bei "kläglichen 1,88".
}}
{|
!Bezug:
| {{Link-Bild-ex|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf}}
|[http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf Kleine Anfrage zum '''Bedarf und Planungsstand der Bundesautobahn 39'''] vom 8.9.2006 (PDF, 2 Seiten)
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:16-2560 Pothmer.pdf}}
| [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Antwort der Bundesregierung vom 22.9.2006 (PDF, 5 Seiten)]]
|}
=== 9. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Die Angst vor der Autobahn</big>'''
[[Bild:LZ 2006 10 09 1.jpg|thumb|189px|'''Er bangt um sein Haus in der Rilkestraße: Martin Knoop.''']]
'''Fast 250 Menschen demonstrieren gegen den geplanten Bau der A 39 auf Stadtgebiet'''
''pet'' '''Lüneburg'''.
Martin Knoop
lebt in Angst und Ungewissheit.
Und das schon seit dem Frühjahr.
Der 60-jährige Lüneburger
zählt zu den etwa 30 Hausbesitzern
im Stadtteil Lüne-Moorfeld, die im Fall der Realisierung
der „Teilvariante 503“
der geplanten Autobahn A39
ihr Haus verlassen müssten:
Abriss. Und so war es klar, dass
Knoop zu den 250 Menschen
gehören würde, die am Sonnabend
an der Erbstorfer Landstraße
gegen die geplante Autobahn
und besonders gegen die
Varianten, die den Ausbau der
[[Ostumgehung]] zur A39 vorsehen,
demonstrierten.
Die Bürgerinitiative Lüne-
Moorfeld hatte zur Aktion aufgerufen.
In roten [[T-Shirts]] und
Pullovern, mit Transparenten
und Plakaten standen Alt und
Jung an der Erbstorfer Landstraße
und auf den Grünstreifen
der Auffahrt zur Ostumgehung.
„Wir setzen uns für das Schutzgut
Mensch ein. Wir versuchen,
unsere Lüneburger Betroffenheit
zum Ausdruck zu bringen
und wenden uns gegen die gesamte
A39 – nicht nur hier“,
sagte Stefanie Becker, eine der
Sprecherinnen der im Frühjahr
gegründeten Bürgerinitiative.
Martin Knoop wohnt seit 29
Jahren an der Rilkestraße. „Das
sollte mein Altersruhesitz werden“,
erzählt der Lüneburger,
der mit seiner Frau und dem
jüngsten Sohn im Haus lebt.
„Jetzt ist das Haus bezahlt und
ich dachte, ich habe Ruhe. Unsere
Altersversorgung – das wäre alles zum Teufel. Man kann
doch nicht eine Autobahn
durch ein Wohngebiet führen“,
schimpft er weiter – und hofft,
dass [[Vorzugsvariante|die aktuellen Pläne]] nicht
realisiert werden.
[[Bild:LZ 2006 10 09 2.jpg|thumb|left|560px|'''Insgesamt fast 250 Menschen demonstrierten am Sonnabend entlang der Erbstorfer Landstraße gegen den Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn 39.''' ''Fotos: be'']]
Eine Stunde lang harrten er,
Stefanie Becker und viele Nachbarn
aus, dann ging es nach
Hause. Aber schon in wenigen
Tagen wollen sie sich wieder
treffen, der Kampf soll weitergehen:
Am 13., 20. und 27.
Oktober, jeweils freitags um 18
Uhr, sind Mahnwachen geplant.
Am Sonnabend, 4. November,
17.30 Uhr beginnt ein Laternenumzug.
Für Plakate und
Postkarten haben sich 60 Menschen
der Region fotografieren
lassen, dokumentieren so ihren
Protest gegen die A39. Motto:
„[[Wir lieben Lüneburg]]“. [[BI-Stammtisch|Die
Bürgerinitiative trifft sich jeden
ersten Montag im Monat um 20
Uhr im Stadtteilladen ELM in
der Hermann-Löns-Straße 22.]]
}}
=== 7. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39 (Ankündigung 2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Heute Demo in Lüne-Moorfeld</big>'''
''lz'' '''Lüneburg'''.
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ruft auf zu einer Demonstration am heutigen Sonnabend gegen einen Ausbau der [[Ostumgehung]] zur Autobahn. Die Anwohner fürchten, dass tausende zusätzliche Autos und Laster rollen und dass bei einer [[Regelquerschnitt|Verbreiterung]] der [[Ostumgehung]] rund 30 Häuser abgerissen werden müssten. Um 11 Uhr beginnt die Demo an der Brücke der Erbstorfer Landstraße. Auf umliegenden Straßen und auf den Grünstreifen neben der Auffahrt der Umgehung wollen sich ebenfalls Gruppen postieren.
Im Oktober sollen Mahnwachen folgen, und zwar am 13., 20. und 27. Oktober (jeweils freitags) ab 18 Uhr. Am 4. November, um 17.30 Uhr startet außerdem als Zeichen des Protests ein Laternenumzug vom Wendehammer am Brandheider Weg.
Mehr Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.bi-luene-moorfeld.de.
}}
=== 6. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Neuberechnung des [[Nutzen-Kosten-Faktor]]s ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Neue Rechnung für die A 39</big>'''
'''[[Nutzen-Kosten-Faktor]] wird ermittelt'''
''red'' '''Lüneburg'''. Das Land Niedersachsen wird das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die geplante A 39 - von Autobahn-Gegnern immer wieder gefordert - neu berechnen. Dies soll nach dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s passieren, das vermutlich noch bis Frühjahr 2007 dauert.
Das geht aus der [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Antwort des Bundesverkehrsministeriums]] auf [http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf eine kleine Anfrage der Grünen im Bundestag] hervor.
Bisher gibt es nur einen [[Nutzen-Kosten-Faktor]] für das Gesamtprojekt: A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg und A 14 von Schwerin nach Magdeburg mit einer ausgebauten Bundesstraße als Querspange. Der Faktor liegt bei 3,4. Das bedeutet, der volkswirtschaftliche Nutzen wird als 3,4mal höher eingeschätzt als die Kosten und negativen Folgen des Autobahnbaus.
Mit dem Ende des [[Raumordnungsverfahren]]s wird für März 2007 gerechnet, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Achim Großmann, in seiner Antwort]]. Das Verfahren sagt im Ergebnis, ob die Autobahn machbar ist und welche Auswirkungen sie auf die Umwelt hat. Noch im nächsten Jahr sei mit der endgültigen [[Linienbestimmung]] durch das Verkehrsministerium zu rechnen.
Staatssekretär Großmann schätzt zurzeit, dass die A 39 rund 437 Millionen Euro kosten wird. Für den ersten Bauabschnitt von Uelzen bis Lüneburg wird mit Kosten von 200 Millionen Euro gerechnet.
}}
{|
!Bezug:
| {{Link-Bild-ex|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf}}
|[http://www.pothmer.de/cms/wahlkreis/dok/149/149852.nachgefragt_kostennutzenverhaeltnis_der.pdf Kleine Anfrage zum '''Bedarf und Planungsstand der Bundesautobahn 39'''] vom 8.9.2006 (PDF, 2 Seiten)
| {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:16-2560 Pothmer.pdf}}
| [[Media:16-2560 Pothmer.pdf|Antwort der Bundesregierung vom 22.9.2006 (PDF, 5 Seiten)]]
|}
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===== Leserbriefe zu diesem Artikel =====
* [[Presseberichte_Oktober_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_Nutzen-Kosten-Verh.C3.A4ltnis|18.10.: Windige Rechnung]]
* [[Presseberichte_November_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Berechnung_des_Nutzen-Kosten-Faktors|13.11.: Nutzen-Kosten-Faktor ohne Tricks]]
=== 4. Oktober ===
==== {{LZ}} zur Demonstration gegen Ausbau der Ostumgehung zur A39 (Ankündigung 1) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Protest im Moorfeld</big>'''
''Carlo Eggeling''
'''Lüneburg'''. Die [[Ostumgehung]] darf nicht zur Autobahn ausgebaut werden. Das fordert die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld in der Debatte um den Bau der A 39. Die Anwohner fürchten, dass tausende zusätzliche Autos und Laster rollen, dass bei einer [[Regelquerschnitt|Verbreiterung]] der Umgehung rund 30 Häuser abgerissen werden müssten. Die Aktiven machen am Sonnabend, 7. Oktober, mobil: Um 11 Uhr beginnt eine Demonstration an der Brücke der Erbstorfer Landstraße. Zudem sollen Gruppen auf umliegenden Straßen sowie auf den Grünstreifen neben der Auffahrt der Umgehung postiert werden.
Für den 13., 20. und 27. Oktober (jeweils freitags) sind ab 18 Uhr Mahnwachen geplant. Am 4. November, 17.30 Uhr startet ein Laternenumzug vom Wendehammer am Brandheider Weg. Infos im Internet: www.bi-luene-moorfeld.de.
}}
==== {{HA}} zur Position von [[Hedi Wegener]], MdB ====
{| {{Tabelle auto}}
| '''<big>[[Hedi Wegener]] (SPD) Lüchow-Dannenberg-Lüneburg</big>'''
'''Norddeutschlands Parlamentarier'''
''Eine Serie von Marina Küchen - Teil 12''
Die großen Entscheidungen fallen in Berlin. Aber wer macht dort Politik für Norddeutschland - und welche? 30 Abgeordnete standen dem Abendblatt Rede und Antwort.
HEDI WEGENER ([[SPD]]), * 1.10.1945, Sozialpädagogin, verheiratet, zwei erwachsene Kinder, Mitglied im Verteidigungsausschuss, stv. Mitglied im Ausschuss für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit, Vorsitzende der Deutsch-Zentralasiatischen Parlamentariergruppe, Kuratoriumsmitglied der Bundeszentrale für politische Bildung, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der OSZE
Hobbys: Lesen, Gartenarbeit. Lieblingsplätze: der Sand in Lüneburg, der Marktplatz in Lüneburg, der Lopausee in Amelinghausen, die Nemitzer Heide. Lieblingsplatz in Berlin: eine der Bänke auf "Unter den Linden", Berliner Wohnung: in der "Schlange" (der Abgeordnetenwohnanlage) mit Blick auf die Spree. Berliner Lieblingsrestauration: das Restaurant der Parlamentarischen Gesellschaft gegenüber vom Bundestag. Aktuelle Buchlektüre: Wolfgang Koeppen, "Das Treibhaus".
"{{mark|Auf meiner persönlichen politischen Agenda ganz oben stehen}} das dritte Gleis zwischen Stelle und Lüneburg, Lüneburg als Museumsstadt, die Verringerung der [[Lärm]]belästigung an der Schiene sowie {{mark|eine verträgliche Trassenführung für die A 39 mit einer Tunnellösung}}.
Die wichtigsten Themen des Herbstes sind meiner Ansicht nach die Gesundheitsreform, die gesetzliche Regelung zur Patientenverfügung und die Vorbereitung auf die EU-Ratspräsidentschaft 2007.
Was meine politischen Erfolge anbelangt: Bei deren Nennung bin ich eher bescheiden, das können andere besser beurteilen. Schwierig sind für mich immer die Entscheidungen über Auslandseinsätze der Bundeswehr. Außerdem fällt es mir schwer, in der Großen Koalition [[SPD]]-Positionen dem ,Großen und Ganzen' unterzuordnen."
|}
<includeonly>
=== Datum ===
==== Zeitung über Thema ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Original-Titel</big>'''
'''Untertitel'''
''Autor''
'''Ort''' -
Text
[Link Quelle]
}}
</includeonly>
{{Pressefuss|September 2006|November 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
ab00e0009e49a7d22fa3d63a668e6be3cd971a11
Presseberichte Oktober 2007
0
1219
1453
1452
2025-02-05T23:12:45Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
== 26. Oktober ==
==== {{FAZ}} zum Thema Autobahnbau ====
{{Kasten|1=[[Bild:Faz0710261.jpg|thumb|200px|'''Trimmt Frankreich auf Ökokurs: Nicolas Sarkozy''']]
'''Umweltschutz'''
'''<big>Frankreich will keine neuen Autobahnen mehr bauen</big>'''
''Von Christian Schubert''
Frankreich will sein Straßennetz nicht mehr erweitern. {{mark|Neue Autobahnen sollen}} damit {{mark|nicht mehr gebaut werden}}. Dies kündigte Umweltminister Jean-Louis Borloo am Donnerstag in Paris an. Nur zur Umgehung von Knotenpunkten oder zur Erhöhung der Sicherheit sollen neue Straßen noch zugelassen werden.
Der Beschluss, der im kommenden Jahr in ein Gesetz einfließen soll, ist ein Ergebnis der in Frankreich seit drei Monaten laufenden Umweltgespräche. Auf einem zweitägigen „Gipfeltreffen“ von Umweltverbänden, Regierungsvertretern, Arbeitgebern, Gewerkschaften und Kommunen ist am Donnerstag eine Vielzahl von neuen Zielen festgelegt worden. {{mark|Frankreich wolle damit im Umweltschutz einen großen Schritt nach vorne machen}}, sagte Premierminister François Fillon bei der Eröffnung des Umweltgipfels.
'''Vorrang für den Zug'''
[[Bild:Faz0710262.jpg|thumb|200px|'''Bis 2020 soll das TGV-Netz um 2000 Kilometer erweitert werden''']]
Die größten Fortschritte sind nach Angaben der Umweltschützer beim Verkehr sowie beim Haus- und Wohnungsbau erreicht worden. Frankreich will in den kommenden zwanzig Jahren ein großes Renovierungsprogramm zur Energieeinsparung durch bessere Isolierung und effizientere Heizsysteme auflegen. Für Neubauten soll bis 2012 der durchschnittliche Energieverbrauch von 250 Kilowattstunden je Quadratmeter auf ein Fünftel sinken. Steuererleichterungen und verbilligte Kredite sollen die Haushalte zu Innovationen anreizen. Der Staat wolle die Norm in seinen Gebäuden schon in fünf Jahren erreichen, kündigte Minister Borloo an, was 180.000 neue Arbeitsplätze schaffen würde.
{{mark|Beim Verkehr will Frankreich dem Zug und der Schifffahrt klaren Vorrang geben.}} Bis 2020 soll das Netz der Hochgeschwindigkeitsstrecken um 2000 Kilometer erweitert werden, bis 2030 um weitere 2500 Kilometer - ein ehrgeiziges Ziel, zumal das Netz heute nur 1850 Kilometer lang ist. Der Staat wolle sich mit 16 Milliarden Euro an den geschätzten Kosten von 70 Milliarden Euro beteiligen, heißt es. Das Straßenbahnnetz soll von 329 auf 1500 Kilometer wachsen. Zudem ist der Bau von zwei neuen Nord-Süd-Achsen zum Schienentransport von Lastwagen geplant.
'''Novum in Frankreich'''
Der Schwerverkehr sieht sich als Verlierer der neuen Maßnahmen. {{mark|Die Lastwagen sollen mit einer zusätzlichen Abgabe belegt werden, wenn sie außerhalb der Autobahnen unterwegs sind.}} Für die Käufer von besonders umweltfreundlichen Personenwagen soll es einen Zuschuss des Staates geben, für jene von umweltschädlichen Fahrzeugen dagegen einen Aufschlag, kündigte Minister Borloo an.
Die Umweltschützer verweisen auf einen weiteren Erfolg: Trotz des Widerstandes des Bauernverbandes soll die Häufigkeit des ausgeprägten Pestizideinsatzes in den kommenden zehn Jahren auf die Hälfte gesenkt werden. Über das Volumen wurde jedoch keine Entscheidung gefällt.
'''Etliche Fragen offen'''
Auf anderen Umweltfeldern blieben etliche Fragen noch offen, etwa die Verwendung von genverändertes Saatgut, über die in einem Gesetz im nächsten Jahr entschieden werden soll. Bis dahin soll ihre Verwendung eingestellt werden, womit Frankreich sich in einen Konflikt mit europäischem Recht begibt.
Die Gespräche, die in Anspielung auf Verhandlungen während der Studenten- und Gewerkschaftsproteste im Mai 1968 „Grenelle de l'environnement“ heißen, waren ein Novum in Frankreich. {{mark|Monatelang ist ein großer Kreis von Experten konsultiert worden. Die Bevölkerung konnte über das Internet Vorschläge vorbringen.}} Die Methode sei gut, weil sie das Bewusstsein für den Umweltschutz erhöhe, sagte der grüne Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit der F.A.Z. Jetzt müsse man aber abwarten, was in die konkreten Gesetze einfließe. Es seit etwa noch offen, wie die Ausnahmeklausel des Straßenbaumoratoriums bei umstrittenen Umgehungsstraßen in Städten wie Toulouse, Straßburg und Bordeaux ausgelegt werde, schrieb die Zeitung „Le Monde“.
<sub>Text: chs./F.A.Z., 26.10.2007, Nr. 249 / Seite 11<br>Bildmaterial: AP, dpa</sub>
}}
== 24. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zum SPD-Parteitag
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=A 39 beim SPD-Parteitag
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Text=Zu ihrem am Wochenende stattfindenden Hamburger Parteitag hat die [[SPD]] auch ein Mitglied des [http://www.keine-a39.de Dachverbands der 35 Bürgerinitiativen zwischen Lüneburg und Wolfsburg gegen die A 39] eingeladen, um im „Forum Nachhaltigkeit, Energie und Mobilität“ den neuen umweltpolitischen Leitantrag der [[SPD]] mitzudiskutieren.
Pressesprecher Eckehard Niemann betonte, die Initiativen würden selbstverständlich weiter bei ihrer strikten parteipolitischen Unabhängigkeit bleiben, wohl aber einige der [[SPD]]-Bundespolitiker als einstige Mitverantwortliche für die [[Planung]] dieser „Nonsens- und Wahlkampf-Autobahn“ an wichtige Aussagen ihres umweltpolitischen Leitantrags erinnern: Unter der Überschrift „Mobilität nachhaltig gestalten“ werden darin die Klimafolgen des Straßenverkehrs und die gesundheitsschädlichen Folgen des Straßenlärms richtig benannt. Bei notwendigen Infrastrukturvorhaben, so der {{mark|SPD-Leitantrag, sei der „Sicherung der bestehenden hochwertigen Infrastruktur gegenüber dem Neubau von Verkehrswegen Vorrang einzuräumen“.}}
Niemann bedankte sich in diesem Zusammenhang für die vielbeachtete Aussage von Bundesumweltminister {{mark|Gabriel}} bei einer Veranstaltung in Bad Bevensen, er {{mark|werde die Forderung der A39-Gegner nach einer Untersuchung von Alternativen zur A 39 unterstützen}}. Die Forderung, die „ohnehin wackelige A 39“ wieder aus dem vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s herauszunehmen und so den Weg freizumachen für den Ausbau der B 4 und für andere regional dringliche Verkehrsprojekte, werde gestützt durch zahlreiche Gutachten und das sehr schlechte [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] der A 39.
|Link=
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Autobahnbau ====
{{LB|Bernhard Reinecke<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Landschaftsfraß muss enden</big>'''
"Riesen-Neubau bei Thieshope", LZ vom 17. Oktober
Die Luftaufnahme auf der LZ-Titelseite zeigt die in Jahrhunderten gewachsene Natur- und Kulturlandschaft bei Thieshope im Landkreis Harburg. Jetzt soll endlich der lang ersehnte Fortschritt in diese "rückständige" Region einziehen: Ein riesiges Logistikzentrum (35 000 Quadratmeter) eines amerikanischen Handelsriesen! Das hat uns gerade noch gefehlt: Ein gigantischer Betonklotz inmitten der noch unverbauten Landschaft. Zehntausende von Quadratmetern Asphalt und Beton anstelle von Wiesen, Feldern und Bäumen und unzählige Lkw-Fahrten rund um die Uhr. Selbstverständlich müssen Unternehmen die Möglichkeit zur Expansion haben, dieses muss aber in einem geordneten Rahmen geschehen. Wie würde wohl unsere Landschaft in einigen Jahrzehnten aussehen, wenn Investoren wie mit der Streubüchse verteilt ihre Neubauten in die Landschaft setzen dürften? Eine Horrorvorstellung! In und um Hamburg gibt es zahlreiche Industriebrachen und vorhandene Gewerbeflächen, dort ist genügend Platz für Unternehmen dieser Art. Ein zeitgemäßes [[Landesraumordnungsprogramm]] ([[LROP]]) muss dafür sorgen, dass Ansiedlungen kanalisiert werden und so der "Wildwuchs" (z.B. wie bei Thieshope geplant) verhindert wird. In Deutschland werden jeden Tag über 100 Hektar Fläche zubetoniert und -asphaltiert, dieser Landschaftsfraß zu Lasten von Mensch und Natur muss endlich aufhören.
Das geplante Logistikzentrum an der A 7 liefert auch einen Vorgeschmack dafür, was den Betroffenen im Falle des Baues der A 39 blühen könnte. Bei Vastorf, Gifkendorf oder Wulfstorf riesige Gewerbeparks (womöglich größer als die Dörfer selbst), angereichert mit Beton, [[Lärm]] und [[Abgas]]en der neuen Autobahn. Der Jubel über diesen "Fortschritt" wird gewiss sehr groß sein!
}}
== 22. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum neuen Widerstand gegen die A 39
|Headline=Protest gegen die Autobahn 39
|Untertitel=Wulfstorfer starten Aktion am Elbe-Seitenkanal - Appell an Gemeinderat Bienenbüttel
|Autor=cn
|Ort=Wulfstorf
|Text=Viele Menschen in den Bienenbütteler Ortsteilen Wulfstorf und Niendorf sind alarmiert: "Wir sehen die Gefahr, dass die Autobahn 39 sehr dicht an unseren Orten vorbeiführen wird", sagte Winfried Harendza, Sprecher der Autobahngegner in den Orten, am Sonnabend bei einer Protestaktion in Wulfstorf. Mit Trassierband wurde die mögliche A 39-Trasse markiert, um die Nähe zu verdeutlichen.
Die Trasse soll nach den Informationen, die Harendza und seinen Mitstreitern vorliegen, am Elbe-Seitenkanal entlangführen - mit einigem Abstand. "Für manche von uns könnte das bedeuten, dass sie von der Terrasse aus Autos zählen können", meinte Harendza. Vor allem Wulfstorf würde stark in Mitleidenschaft gezogen.
Ortsvorsteherin Susanne Otter betonte gegenüber der LZ, dass in Wulfstorf eigentlich der komplette Ort gegen die Autobahn sei: "Wir haben 75 Einwohner, darunter 16 Kinder. Für die wäre das eine besonders starke Beeinträchtigung. Daher wollen wir mit der Aktion auf das Problem hinweisen."
Zwischen Kanal und Ort, an der Kreisstraße nach Bienenbüttel, hatten die A 39-Gegner eine rund 70 Meter breite und 220 Meter lange Fläche mit Trassierband abgesteckt, um den möglichen Verlauf der Autobahn in diesem Bereich zu verdeutlichen. Ihre Forderung: "Die A 39 darf nicht gebaut werden. Weder hier noch anderswo. Stattdessen muss der Ausbau der Bundesstraße 4 geprüft werden", sagte Harendza.
Er forderte zudem den Rat der Gemeinde Bienenbüttel auf, seine grundsätzliche Zustimmung zur Autobahn 39 noch einmal zu überdenken. Aus dem Rat war nur Dr. Heike Schweer ([[CDU]]) zu der Veranstaltung in Wulfstorf gekommen. Sie verwies gegenüber der LZ darauf, dass über das Thema A 39 "in ihrer Fraktion ständig gesprochen" werde.
Am Mittwoch, 7. November, findet um 19.30 Uhr im Gasthaus Moritz in Bienenbüttel eine Informationsveranstaltung der Autobahngegner statt. Das Thema: "A 39 - alles gelaufen ?"
|Link=
}}
== 19. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Bittbrief an den Bundesverkehrsminister
|Headline=Verwaltungschefs drücken aufs Tempo
|Untertitel=Autobahn 39 Brief an den Bundesverkehrsminister
|Autor=carol
|Ort=Lüneburg
|Text=Beschleunigung in Sachen Autobahn 39 fordern die Verwaltungschefs der Region jetzt in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee: Sie wollen "das dringende Interesse unserer Region an einem baldigen Baubeginn für die A 39" zum Ausdruck bringen. Unterschrieben haben das auch Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) sowie Landrat [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]).
Nach Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s dürfe "einer umgehenden [[Linienbestimmung]] durch Ihr Haus nichts im Wege stehen", schreiben die neun Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte, und bitten um "alle Möglichkeiten einer Beschleunigung". Und weiter: "Um die Realisierung der A 39 so schnell wir nur möglich zu erreichen, sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und Finanzierung aufzunehmen."
Als "aussichtslosen Hilferuf" werten die Autobahngegner den Brief: Annette Niemann vom Dachverband der Bürgerinitiativen verweist darauf, dass das Projekt von den Landespolitikern immer weiter in Richtung "Sankt-Nimmerleinstag" verschoben werde.
Die A 39 könne theoretisch erst frühestens im Jahr 2015 in den Investitionsplan des Bundesverkehrsministeriums aufgenommen werden. Niemann: "Nicht ohne Grund erfolgte das Schreiben der hiesigen Landräte just gleichzeitig zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens für die konkurrierende Küstenautobahn A 22."
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/10/19/806625.html Quelle]
}}
== 17. Oktober ==
==== {{FFN}} zum Schreiben an das Bundesverkehrsministerium ====
{{Kasten|1=
Noch vor wenigen Wochen hatte die Stadt Lüneburg gegen die aktuelle Planung der A 39 protestiert - und mit Klagen gedroht. Denn die Autobahn soll mitten durchs Lüneburger Stadtgebiet verlaufen! Doch ganz so groß scheint der Widerstand nicht mehr zu sein. Denn in einem Schreiben an das Bundesverkehrsministerium haben jetzt mehrere Landräte und Bürgermeister einen möglichst schnellen Bau der A 39 gefordert, darunter auch Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]! Besonders im Stadtteil Lüneburg-Moorfeld ist die Empörung nun groß. Der Sprecher der Bürgerinitiative Moorfeld, Detlef Giesler, sagte im ffn-Interview:
''Das ist ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Bürger hier in unserem Stadtteil. Herr Mädge hat vollmundig im Rahmen der [[Kommunalwahl]] die Klage angedroht, davon ist er jetzt weit entfernt. Er reiht sich ein in die Phalanx der A-39-Befürworter. Herr Mädge hat uns vergessen, verraten will ich nicht sagen, aber wir werden ihm bei der [[Landtagswahl]] einen Denkzettel verpassen.''
Die A 39 soll nach bisheriger Planung auf der Lüneburger [[Ostumgehung]] verlaufen, die dafür [[Regelquerschnitt|verbreitert]] werden müsste. Viele Anwohner im Stadtteil Moorfeld müssten ihre Gartenzäune dann gegen Lärmschutzwände eintauschen.
* [[Media:Radio_ffn_20071017.mp3|FFN-Radiobeitrag]], mp3, Länge: 1:03 Minuten.
}}
==== {{LZ}} zum Schreiben an das Bundesverkehrsministerium ====
{{Kasten|1=
'''<big>Bürgermeister und Landräte fordern zügigen A 39-Baustart</big>'''
'''Forderungen in Brief an Bundesverkehrsminister aufgelistet'''
lz '''Lüneburg'''. Der Bau der Autobahn 39 soll bald beginnen, auf dem Stadtgebiet Lüneburg ein Tunnel entstehen. Diese Forderungen formulieren Landräte und Bürgermeister der Region jetzt in einem Brief an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee.
"Nachdem das [[Raumordnungsverfahren]] in Niedersachsen abgeschlossen ist, dürfte einer umgehenden Linienbestimmung nichts im Wege stehen", heißt es im Brief. Weiter: Im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg müssten die Lärmschutzmaßnahmen - besonders durch eine Deckelung - in die Planung und Finanzierung aufgenommen werden.
Zu den Unterzeichnern gehören neben dem Lüneburger Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Landrat [[Manfred Nahrstedt]] auch Marion Lau (Landrätin Gifhorn), Joachim Bordt (Landrat Harburg), Rolf Schnellecke (Oberbürgermeister Wolfsburg), Dr. Theodor Elster (Landrat Uelzen), Karl Ridder (Bürgermeister Wittingen), Otto Lukat (Bürgermeister Uelzen) und Jürgen Schulz (Landrat Lüchow/Dannenberg).}}
{{Kommentar|Tunnel-Traum(a)|2=Die vereinfachte Darstellung in der LZ suggeriert erneut die Wahrhaftigkeit einer "Tunnellösung", obwohl sich das im angesprochenen [[Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Origialtext]] ganz anders liest. Hier wird lediglich eine billige Deckelung angesprochen: ''"Um die Realisierung der A 39 so schnell wie nur möglich zu erreichen, sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und Finanzierung aufzunehmen."''
Tunnel oder Deckel — beides keine Lösung für eine Autobahn durch Wohngebiete, beim Bau bestenfalls eine kosmetische Maßnahme. Während der Planungsphase allerdings ist den Lokalpolitikern das ''Märchen vom Deckel'' eine billige Beruhigungspille für mögliche Wiederwähler. Doch Märchen lehren: ''Und wenn die Autobahn nicht gestorben ist, dann warten sie auf den Deckel noch heute!''}}
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zum Bittbrief an den Bundesverkehrsminister
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Aussichtsloser Hilferuf
|Autor=Annette Niemann
|Ort=Aljarn
|Link=
|Text=Das [[Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Schreiben mehrerer Landräte und Bürgermeister an Bundesverkehrsminister Tiefensee]] mit Bitte um eine beschleunigte Behandlung der geplanten A 39 bewertet der [http://www.keine-a39.de Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39] als „aussichtslosen Hilferuf von [[Politiker]]n, denen ihr überholtes Renommierprojekt abhanden zu kommen droht“.
Dachverbandssprecherin Annette Niemann verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass dieses ehemalige Wahlkampfprojekt von Ex-Kanzler Schröder nunmehr bundesweit keine starke Lobby mehr habe und auch von den Landespolitikern immer weiter in Richtung „Sankt-Nimmerleinstag“ verschoben werde. Das niedersächsische Verkehrsministerium werde die Raumordnungsergebnisse vom September erst zum Jahresende an Minister Tiefensee weiterleiten, Minister Hirche habe die evt. [[Planfeststellung]] auf die Zeit ab 2013 datiert, so dass die A 39 theoretisch erst frühestens 2015 in den [[Investitionsrahmenplan|Investitionsplan]] des Bundesverkehrsministeriums kommen könne. Aber auch damit sei kaum zu rechnen – wegen der anstehenden Klagen des [[Schutz- und Klagefonds]] und wegen der vorrangigen Berücksichtigung anderer niedersächsischer Verkehrsprojekte mit einem besseren [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]. „Nicht ohne Grund“, so Frau Niemann, „erfolgte das Schreiben der hiesigen Landräte just gleichzeitig zur Eröffnung des [[Raumordnungsverfahren]]s für die konkurrierende Küstenautobahn A 22“.
}}
== 16. Oktober ==
==== {{LZ}} kündigt Aktion der BI Wulfstorf an ====
{{Kasten|1=
'''<big>Aktion gegen Autobahn 39 in Wulfstorf</big>'''
'''Trassenverlauf wird markiert'''
cn '''Wulfstorf'''. Wulfstorf macht mobil: Die Bürger des Ortes wollen ein Zeichen setzen gegen die Trasse der geplanten Autobahn 39. "Die Verantwortlichen sollen wachgerüttelt werden, was die gegenwärtige Planung für unseren Ort bedeutet", sagt Wilfried Harendza. Der Streckenverlauf soll den Menschen dazu am Sonnabend, 20. Oktober, in einer Aktion vor Augen geführt werden.
Treffpunkt ist um 15 Uhr die Brücke über den Elbe-Seitenkanal. Von dort aus soll die A 39-Trasse mit Pfosten und Trassierband markiert und abgeschritten werden. "Wir nutzen dafür die uns bekannten Informationen. Wenn die Autobahn dort tatsächlich hinkommt, wäre das für Wulfstorf dramatisch", sagt Harendza. Denn die Trasse verlaufe zwar am Elbe-Seitenkanal, doch stellenweise mit einigem Abstand. "Dafür geht sie dann unserer Einschätzung nach dicht an einigen Häusern vorbei", sagt Harendza. Zudem sei eine Autobahnabfahrt im Bereich Wulfstorf möglich. Die Problematik soll vor allem den Politikern aus der Gemeinde Bienenbüttel noch einmal verdeutlicht werden, aber auch allen anderen Interessierten.
}}
== 13. Oktober ==
==== {{LZ}} zum Thema A 22 vs. A 39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Detailpläne der Küstenautobahn</big>'''
'''Auftakt des [[Raumordnungsverfahren]]s'''
lni '''Lüneburg'''. Zur geplanten Küstenautobahn A 22 von der Elbe bis an die niederländische Grenze können jetzt Kommunen und Verbände ihre Stellungnahmen abgeben. Das [[Raumordnungsverfahren]] habe begonnen, teilte die Regierungsvertretung Lüneburg am Freitag mit. Alle Planungsunterlagen wie Umweltverträglichkeitsstudien seien vom 15. Oktober an im Internet einsehbar. Die Unterlagen lägen auch bei den betroffenen Gemeinden aus, wo sich Bürger zu dem Bauvorhaben äußern können. Stellungnahmen werden von rund 230 Verbänden, Behörden und Kommunen erwartet. Das Verfahren soll im Frühjahr 2008 abgeschlossen sein. Ende Mai hatte sich das Land für eine Linienführung südlich von Bremerhaven entschieden.
Auf Vorschlag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird die A 22 im Bereich östlich der Weser zwischen Loxstedt (Kreis Cuxhaven) und Bremervörde (Kreis Rotenburg/Wümme) durch den "Südkorridor" geführt. Von da an verläuft die Trasse weiter bis nach Drochtersen im Kreis Stade. Aus Sicht der Landesbehörde ist der Bau des östlich der Weser gelegenen Abschnitts der A 22 einer Trassenführung im "Nordkorridor" nördlich von Bremerhaven über Bad Bederkesa und Lamstedt im Kreis Cuxhaven nach Drochtersen vorzuziehen.
Die Küstenautobahn wird bereits seit mehr als 30 Jahren in der Region diskutiert. Der Baubeginn ist für 2013 geplant, die Verkehrsfreigabe wird für 2017 angestrebt. Die A 22 wird eine Länge von rund 120 Kilometern haben. Die Baukosten werden nach bisherigen Planungen 1,1 Milliarden Euro betragen.
Für die Gegner der geplanten A 39 Lüneburg - Wolfsburg ist nur eine Autobahn finanzierbar. Sie sehen im Beginn des Raumordnungsverfahrens der A 22 ein Indiz dafür, dass die A 39 politisch nicht mehr mit aller Kraft vorangetrieben wird. Informationen im Internet: [http://www.kuestenautobahn.info www.kuestenautobahn.info]
}}
== 12. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Thema Lärmschutz
|Headline=Die Pläne für den Schlieffenpark
|Untertitel=Beim Lärmschutz muss nachgerüstet werden
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Vor drei Jahren vom Verwaltungsausschuss beschlossen, geht die Stadt Lüneburg jetzt den nächsten Schritt in Sachen Baugebiet Schlieffenpark: Sie legt die Pläne aus. Das hat der Bauausschuss Anfang der Woche auf den Weg gebracht. Noch nicht in die Planungen eingegangen ist der Ausbau der [[Ostumgehung]] zur Autobahn 39.
"Wir hatten einige Hindernisse durch die A 39", sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann, "jetzt ist das [[Raumordnungsverfahren]] abgeschlossen, und wir können weitermachen." Und das plant die GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft aus Bremen: Auf 53 Hektar zwischen Meisterweg, Bahnlinie, Rabensteinstraße/Bleckeder Landstraße und [[Ostumgehung]] sollen bis zu 550 Wohneinheiten entstehen, darunter zahlreiche Einzelhäuser. "40 Prozent des Gebiets werden Grünflächen sein", sagt Jens Brendler von der GfL den Mitgliedern des Bauausschusses, zudem sind eine Kita sowie Spielflächen geplant. Als erstes Baugebiet in Niedersachsen werden Kohle- und Heizölheizungen verboten sein, so Brendler weiter, und 20 Prozent der benötigten Energie eines Hauses müssen aus erneuerbaren Quellen stammen.
Als Lärmschutz sind geplant eine vier Meter hohe Schallschutzwand in Richtung Ostumgehung sowie ein drei Meter hoher Wall in Richtung Meisterweg. Aber: Das alles ist aufgrund der heutigen Verkehrslage berechnet. "Die Maßnahmen beziehen sich auf die aktuelle Belastung der Ostumgehung sowie dazugehörige Prognosen", sagte Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]]. Dass die [[Ostumgehung]] zur Autobahn wird, ist in den Planungen noch nicht enthalten. "Das muss neu berechnet werden."
Aber schon heute ist klar: Die sogenannten "Orientierungswerte für Allgemeine Wohngebiete" werden im Schlieffenpark laut Gutachten teilweise überschritten werden. Hauptverursacher sei die Bahnlinie, die Überschreitungen würden daher vor allem nachts stattfinden. Weitere Schutzmaßnahmen wie Wände oder Wälle werden damit allerdings nicht nötig, so das GfL-Büro, vielmehr müssen die Bauherren selbst für weiteren Schallschutz an ihren Häusern sorgen.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/10/12/803825.html Quelle]
}}
== 11. Oktober ==
==== Landräte, OB und BM schreiben Minister Tiefensee ====
{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Original als PDF-Datei}}[[Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Original als PDF-Datei]]
{{Kasten|1=
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung
Bundesminister Wolfgang Tiefensee
Invalidenstraße 44
10115 Berlin
{{r|Uelzen, 11. Oktober 2007}}
'''Autobahnprojekt A 39'''
Sehr geehrter Herr Minister Tiefensee,
wir, die unterzeichnenden Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister möchten Ihnen
hiermit das dringende Interesse unserer Region an einem baldigen Baubeginn für die A 39,
die bekanntlich ein einheitliches Projekt mit der A 14 und der Querspange 190n darstellt,
zum Ausdruck bringen.
Nachdem das [[Raumordnungsverfahren]] in Niedersachsen abgeschlossen worden ist, dürfte
einer umgehenden [[Linienbestimmung]] durch Ihr Haus nichts im Wege stehen. Wir möchten
Sie daher bitten, alle Möglichkeiten einer Beschleunigung auszunutzen.
Um die Realisierung der A 39 so schnell wie nur möglich zu erreichen, sprechen sich die
Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen
Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und
Finanzierung aufzunehmen.
Wegen der besonderen Bedeutung, die dieses Autobahnvorhaben für uns alle hat, haben wir
uns erlaubt je eine Ablichtung dieses Schreibens an die Niedersächsische Landesregierung
an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten unserer Region zu senden, sowie die
Presse über unsere Initiative zu informieren.
Mit freundlichen Grüßen
''Marion Lau, Landrätin des Landkreises Gifhorn<br>[[Ulrich Mädge]], Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg<br>Joachim Bordt, Landrat des Landkreises Harburg<br>Rolf Schnellecke, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg<br>Dr. Theodor Elster, Landrat des Landkreises Uelzen<br>Karl Ridder, Bürgermeister der Stadt Wittingen<br>[[Manfred Nahrstedt]], Landrat des Landkreises Lüneburg<br>Otto Lukat, Bürgermeister der Stadt Uelzen<br>Jürgen Schulz, Landrat des Landkreises Lüchow/Dannenberg''
}}
== 10. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=über Verfahrensmängel und Formfehler der Autobahnplanung
|Headline=A 39
|Untertitel=Bürgerinitiativen finden Formfehler
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Der [http://www.keine-a39.de Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39] von Lüneburg nach Wolfsburg bereitet erste juristische Schritte vor: "Nach einer Beratung mit unseren Anwälten haben sich deutliche Verfahrensmängel und Formfehler von Autobahnplanern und Regierungsvertretung herausgeschält", so Sprecherin Annette Niemann in einer Pressemitteilung, "zum Beispiel die mit fast eineinhalb Jahren rechtswidrig weit überzogene Raumordnungs-Dauer oder auch die Nichtberücksichtigung der Einwendungen von privaten Einwendern und Gemeinden."
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/10/10/803030.html Quelle]
}}
== 6. Oktober ==
==== {{LZ}} zur Klageabsicht gegen die A 39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Gegner drohen mit Klage</big>'''
lni '''Bienenbüttel'''. Nach dem Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene Autobahn 39 von Wolfsburg nach Lüneburg bereiten sich die Gegner der Trasse auf einen möglichen Rechtsstreit vor. In dem Verfahren gebe es "deutliche Verfahrensmängel und Formfehler von Autobahnplanern und Regierungsvertretung", teilte der [http://www.keine-a39.de Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39] am Freitag in Bienenbüttel mit.
Die Planungen hätten länger als sechs Monate gedauert und seien daher rechtswidrig. Außerdem seien Einwendungen nicht berücksichtigt worden. Klagen sind allerdings erst im Planfeststellungsverfahren möglich, das voraussichtlich nächstes Jahr beginnt.
Mit der A 39 soll das nordöstliche Niedersachsen besser an das Autobahnnetz angeschlossen und Gemeinden an der Bundesstraße 4 vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Gleichzeitig erhoffen sich die Planer wirtschaftliche Effekte durch die Vernetzung der Gewerbegebiete und Häfen in Lüneburg, Uelzen, Wittingen und Wolfsburg.
Die A 39-Gegner bestreiten einen Vorteil für die regionale Wirtschaft und befürchten sogar einen Abfluss von Kaufkraft. In Lüneburg regt sich Widerstand gegen die zusätzliche Lärmbelastung auf der Ostumgehung, die zur Autobahn ausgebaut werden soll. Anwohner haben Sorge, dass ihre Häuser an Wert verlieren könnten.
}}
== 5. Oktober ==
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Peanuts-Comic "Autobahnbau" ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
'''<big>Klagt Snoopy?</big>'''
'''Snoopy und die Autobahn'''
Vielen Dank für die [[Presseberichte_September_2007#Landeszeitung-Comicstrip_des_Tages:_Snoopy_k.C3.A4mft_gegen_die_Autobahn.2C_Teil_11|Comic-Folge]] von Charlie Brown und seinen Freunden, die sich darin gegen den Bau einer Autobahn quer durch Snoopys Hundehütte wehren. Wir finden, dass der Comic viele Elemente der A-39-Realität gut abbildet: Nicht nur, dass Snoopys Hundehütte für die unzerstörte Heimat steht. Auch im Comic drücken sich die Autobahnplaner und -befürworter offenbar und bringen auch dort keinerlei Argumente für ihr geplantes Zerstörungswerk.
Snoopy empfehlen wir den Beitritt in unseren [[Schutz- und Klagefonds]] gegen die A 39 - bei der Höhe des Einmal-Beitrags für den rechtlichen Schutz seiner Hundehütte würden wir sogar mit uns reden lassen. Denn Snoopy als einer unserer Musterkläger - das wäre schon was.}}
== 4. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zu Verfahrensmängeln und Formfehlern der Autobahnplaner
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Juristische Schritte gegen A 39 vorbereitet
|Autor=Annette Niemann
|Ort=Aljarn
|Link=
|Text=Der [http://www.keine-a39.de Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39]
bereitet in Zusammenhang mit dem kürzlich abgeschlossenen [[Raumordnungsverfahren]] erste juristische Schritte vor: „Nach einer Beratung mit unseren Anwälten haben sich deutliche Verfahrensmängel und Formfehler von Autobahnplanern und Regierungsvertretung herausgeschält“, so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, „zum Beispiel die mit fast eineinhalb Jahren rechtswidrig weit überzogene Raumordnungs-Dauer oder auch die Nichtberücksichtigung der Einwendungen von privaten Einwendern und Gemeinden.“
Der Dachverband forderte alle Einwender auf, die derzeit bei den Gemeinden ausgelegten Raumordnungsergebnisse ([[Landesplanerische Feststellung]]) daraufhin zu überprüfen und etwaige Fehler und Versäumnisse an den Dachverband zu melden (Annette Niemann, Dorfplatz 4, 29575 Aljarn, [mailto:anette.niemann@tiscali.de anette.niemann@tiscali.de]). Die Raumordnungsergebnisse seien auch auf der Internetseite [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40052769_N40041573_L20_D0_I5213350 www.strassenbau.niedersachsen.de unter „A 39 / Landesplanerische Feststellung“] einsehbar.
Die Hinweise der Einwender zu Form- und Verfahrensfehlern würden dann von den Anwälten des [[Schutz- und Klagefonds]] gesammelt, sortiert und rechtzeitig juristisch zur Geltung gebracht. Die wesentlichen und letztendlich entscheidenden Klagen gegen die inhaltlichen Mängel und Fehler von Raumordnungs- und [[Planfeststellungsverfahren]] kündigte Frau Niemann für die evt. [[Planfeststellung]] in frühestens 5 Jahren an – sofern die A 39 nicht schon vorher aus dem vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s zurückgestuft worden sei. Hierfür sehe der Dachverband angesichts der immer schwächeren A-39-Lobby eine durchaus eine realistische Chance.
}}
{{Pressefuss|September 2007|November 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
6f1c4169d03d9a5a447391def813551cc667a974
Presseberichte Oktober 2008
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2025-02-05T23:12:45Z
Sysop
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1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 1. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur fraglichen Finanzierung der A39
|Headline=A 39: Finanzierung nicht gesichert
|Untertitel=Hinter der Finanzierung der geplanten und umstrittenen Autobahn 39 Wolfsburg-Lüneburg stehen weiterhin Fragezeichen. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der [[Grüne]]n hervor.
|Autor=stb
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/01/945869.html Quelle]
|Text=
Die Abgeordneten wollten von der Bundesregierung wissen, für welche Maßnahmen im [[Bundesverkehrswegeplan]] der Bund voraussichtlich Investitionsmittel für den Neu- und Ausbau von Fernstraßen in Niedersachsen zur Verfügung stellen werde. Achim Großmann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, machte in seiner Antwort klar: ,,Der [[Bundesverkehrswegeplan]] ist kein [[Investitionsrahmenplan|Finanzierungsplan]]." Die Finanzierung der einzelnen Maßnahmen - auch in Niedersachsen - erfolge nach Maßgabe der jährlich zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. ,,Für das Jahr 2008 stehen dem Land Niedersachsen zur Realisierung der Bedarfsplanmaßnahmen rund 160 Millionen Euro zur Verfügung", so Großmann. Im Übrigen seien die [[Investitionsrahmenplan|Investitionsplanungen]] angesichts der im Bundesrat noch ausstehenden Entscheidungen zur Mauterhöhung.
Großmann weist darauf hin, dass es keine Hinweise darauf gebe, die Verlängerung der A 39 nach Lüneburg mit einer anderen Priorität im [[Bundesverkehrswegeplan]] auszuweisen. In der Planung von 2003 steht die A 39 im vordringlichen Bedarf. {{mark|Allerdings komme der Plan jetzt bald erneut auf den Prüfstand. Das Ministerium prüfe, wie die Planung der Verkehrsentwicklung angepasst werden muss. Großmann: ,,Wird der Plan fortgeschrieben, besteht die Möglichkeit, die Dringlichkeit der der einzelnen Autobahnplanungen erneut zu überprüfen}}." Der {{DV}} sieht sich in seiner Ansicht bestätigt: ,,Die Bundesregierung vergibt derzeit keine Priorität für die A 39."
}}
=== 10. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=A-39-Planung wird vorgestellt
|Untertitel=
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Kurz vor der [[Linienbestimmung]] durch das Bundesverkehrsministerium wird die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr heute, 10. Oktober, ab 9 Uhr in der Uelzener Stadthalle die weitere Planung für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg vorstellen. Dazu eingeladen sind Vertreter der betroffenen Kommunen und Verwaltungen sowie zahlreiche Umweltverbände und Behörden. Vor Ort sein werden auch Mitglieder der Bürgerinitiativen gegen die A 39.
Unmittelbar nach der [[Linienbestimmung]] will die Landesbehörde mit der Entwurfsplanung für die 105 Kilometer lange Strecke beginnen. "Dazu wird die Trasse in mehrere Abschnitte eingeteilt, die wir in Uelzen vorstellen werden", sagte Behördenleiter Dirk Möller auf LZ-Anfrage. Gleichzeitig wird er bekannt geben, wann die Planungen für die einzelnen Abschnitte anlaufen und wie sie sich im Einzelnen gestalten. Im Anschluss an die Sitzung in der Stadthalle wird auch die Presse über den weiteren Planungsablauf informiert.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur überfälligen Mautpflicht für die B4 in Melbeck
|Headline=Freie Fahrt für Brummis aus Hafen
|Untertitel=Melbeck wird kaum entlastet
|Autor=kre
|Ort=Melbeck
|Link=
|Text=
{{i-Kasten|1=453|2=<h5>Kommentar: <br><big>Zahnloser Tiger</big></h5>|3=''Von Klaus Reschke''<br>
Das Durchfahrtverbot für Lkw ist ein zahnloser Tiger. Wenig geeignet, den Lkw-Verkehr auf der B 4 deutlich zu reduzieren. Dafür ist die Schilderlösung zu kompliziert, zu wenig praktikabel.
{{Lzq|Kommentar}}
20 Euro Strafe droht am Ende Lkw-Fahrern, die beim Missachten des Verbotes erwischt werden. Viel gravierender sind die Maßnahmen, die die Kontrolleure logischerweise einleiten müssten. Den Lkw zurückschicken auf der Verbotsstrecke? Dabei in Kauf nehmen, dass die Fahrer ihre Lenkzeiten überschreiten, möglicherweise ihren Arbeitsplatz riskieren? Vom wirtschaftlichen Schaden einer verspäteten Lieferung mal ganz abgesehen. Angesichts dieser Auswirkungen stehen Aufwand und Strafe in keinem Verhältnis. Die Politik hat versäumt, eine praktikable Lösung für das Lkw-Problem zu finden. Bürger, Polizei und Brummifahrer müssen es nun ausbaden. Bis zum Bau der A 39 - wenn sie denn gebaut wird - dauert es noch lange. Auch die Realisierung von Ortsumgehungen ist nicht in Sicht. {{mark|Deshalb kann es kurzfristig nur eine Maßnahme geben: Die B4 muss Mautstrecke werden. }} }}
Es war ein großes Spektakel für ein Ereignis mit kleiner Wirkung: Der Wirtschaftsminister persönlich war erschienen. Dazu etliche Journalisten und Fotografen. Vor gut zwei Jahren enthüllte Walter Hirche die Verbotsschilder, die Lastkraftwagen mit einem Gewicht von mehr als zwölf Tonnen die Durchfahrt über die B 4 untersagen. Sofern sie im Fernverkehr unterwegs sind. Mehr Ruhe für die B 4-Anwohner in Melbeck sollte die Anordnung bringen. Doch daran glauben viele Anrainer längst nicht mehr: "Die Anordnung ist dummes Zeug und absolut wirkungslos", schimpft etwa Ilmenaus Samtgemeindebürgermeister Jürgen Stebani (SPD).
Und der Rathauschef ist nicht der einzige, der sich kritisch äußert: "Die Überwachung der Anordnung ist unpraktikabel und in der Praxis kaum umzusetzen", stellt Volker Reinke fest. Er muss es wissen. Reinke ist Leiter der Verfügungseinheit bei der Polizeiinspektion Lüneburg.
Das Problem beginne schon damit, dass aus Sicht des Verkehrsexperten zu wenige und für Ortsfremde auch unverständliche Vorwegweiser aufgestellt worden seien, speziell auch für Fahrer, die nicht der deutschen Sprache mächtig sind: "Welcher Brummi-Fahrer weiß denn schon, was die AS Lüneburg-Häcklingen ist?", fragt Reinke und schiebt nach: "Wenn er denn diese Informationen im Vorbeifahren auf dem Schild überhaupt erkennen kann."
Und das ist wohl nicht das einzige Problem mit den Schildern: Der Lüneburger Polizeihauptkommissar und Ilmenaus Bürgermeister Jürgen Stebani sind sich nämlich sicher: "Das Durchfahrtverbot greift nicht in jedem Fall!"
In Erläuterungen des Paragraphen 41, Absatz 2, der Straßenverkehrsordnung heißt es nämlich: "Nicht zum Durchgangsverkehr gehört der regionale Wirtschaftsverkehr innerhalb eines Umkreises von 75 Kilometern vom ersten Beladeort" Und im Güterkraftverkehrs-Gesetz (GüKG) wird weiter ausgeführt: "Gerechnet werden nicht die gefahrenen Kilometer, sondern die Luftlinie."
Damit ist für die Experten klar: "Das gewünschte Verbot greift selbst für die Lkw nicht, die ihre Ladung im Hamburger Hafen aufgenommen haben, um ihre Fracht etwa nach Tschechien zu transportieren." Denn wenn sie über die B 4 durch Melbeck in Richtung Uelzen rollen, um dort auf die B 71 aufzufahren, "befinden sie sich noch im Luftlinienradius von 75 Kilometern".
Das sieht Jens-Thilo Schulze, stellvertretender Pressesprecher der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover freilich anders: Richtig sei zwar, dass die Entfernung in Luftlinie gemessen werde, aber: "Das bedeutet nicht, dass die Lkw-Fahrer getrost die Anordnung ignorieren können, wenn sie die Strecke in weniger als 75 Kilometern vom Ladeort wieder verlassen." Der Behördensprecher macht seine Argumentation an einem Beispiel deutlich: "Wenn auf einer Straße eine Tempobegrenzung gilt, können Sie diese auch nicht mit dem Argument ignorieren, dass Sie in wenigen hundert Metern sowieso wieder abfahren."
"Natürlich nehmen wir unseren Auftrag wahr und kontrollieren die Lkw", sagt Reinke, "die B 4, ist dabei ein absoluter Schwerpunkt für uns. Dabei kann eine Überprüfung bis zu zwei Stunden dauern, bei Lkw die stillgelegt werden müssen", erläutert der Hauptkommissar.
Doch auch die Brummifahrer kennen durchaus Tricks, um auf der sicheren Seite zu sein: "Dann wird eben mal schnell eine Tankstelle in Uelzen mit irgendwelchen Kleinwaren beliefert und schon ist man lokaler Anlieferer", weiß Reinke.
Der Polizist und seine Kollegen jedenfalls sind vorsichtig, wenn es darum geht, Truckern die Weiterfahrt zu untersagen oder sie zum Umkehren zu zwingen: "Wenn sich nämlich herausstellt, dass wir mit unserer Anordnung falsch lagen, sind wir regresspflichtig."
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=A 39-Planung auf der Zielgeraden
|Untertitel=
|Autor=carol
|Ort=Uelzen
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/10/950500.html Quelle]
|Text=
Die Planung der Autobahn 39 geht in die nächste Phase. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bereitet jetzt die Entwurfsplanung vor, sie wird heute in der Uelzener Stadthalle vorgestellt. Das Linienbestimmungsverfahren ist laut Leiter Dirk Möller fast abgeschlossen, das Bundesverkehrsministerium legt den Trassenverlauf damit verbindlich fest. Unmittelbar danach schließt sich die Entwurfsplanung für den 105 Kilometer langen Abschnitt an.
}}
=== 11. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (1)
|Headline=Bund billigt die Linienführung
|Untertitel=Planer der umstrittenen A 39 wollen nun ins Detail gehen
|Autor=nt/lni
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
{{i-Kasten|1=453|2=<h5>Kommentar: <br><big>Verlässliche Antworten fehlen</big></h5>|3=''Von Malte Lühr''<br>
Selbst Befürworter der geplanten Autobahn 39 werden einräumen müssen: Bisweilen stellen auch Kritiker die richtigen Fragen. Schon lange beschwören die Gegner eine Konkurrenzsituation zwischen A 39 und der Küstenautobahn A 22 herauf - und das mit guten Argumenten.
{{Lzq|Kommentar}}
Eher platt und halbherzig klingen dagegen die Beteuererungen aus dem Verkehrsministerium: Beide Projekte hätten Priorität, würden mit Nachdruck verfolgt, heißt es aus Hannover. Die Broschüre [[Niedersachsen 2021]] straft diese Aussage Lügen. Während die A 22 in dem Heft "weit oben" angesiedelt ist, wie der Untertitel verheißt, taucht die A 39 gar nicht auf. Warum nicht?
Antworten auf diese und weitere drängende Fragen waren in Uelzen nicht zu erwarten. Dort ging es um die weitere Planung. Deutlich wird je- doch das Grunddilemma, in dem Befürworter und Gegner gleichermaßen stecken. Die Politik liefert keine verlässlichen Antworten. Es mangelt an Transparenz. Ob das Gezerre um die lange geforderte [[Nutzen-Kosten-Analyse]] oder die erschreckende Kostenexplosion bei der parallel verlaufenden A 14: Gibt es Probleme, muss Hannover sie beim Namen nennen - und das schnell.
}}
Der Bund hat die vom Land Niedersachsen vorgeschlagene Linienführung für die Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg im Wesentlichen genehmigt.
Nun könne die Detailplanung in sieben Abschnitten beginnen, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Uelzen mit. Eine [[Planfeststellung]] für die ersten Abschnitte soll 2013 vorliegen. "Es kamen sehr viele Prüfaufträge aus dem umweltfachlichen Bereich", sagte A-39-Projektleiterin Annette Padberg. So habe das Bundesumweltministerium beispielsweise einen größeren Abstand der Trasse zum Schutzgebiet "Vogelmoor" bei Ehra (Kreis Gifhorn) gefordert.
Nacharbeiten müssen die Planer etwa auch bei der Querung der Ilmenau-Niederung bei Lüneburg. Noch nicht geklärt ist, ob die Hansestadt den geforderten Lärmschutzdeckel für die [[Ostumgehung]] bekommt. "Es ist eine Variante, die wir prüfen", sagte Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter Lüneburg der Landesbehörde. {{o}} '''Seite 3'''
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (2)
|Headline=Detailplanung für Lüneburg angelaufen
|Untertitel=A-39-Planer stellen Abschnitte in Uelzen vor
|Autor=pet
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 10 11 1.jpg|thumb|151px|left|'''Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, stellte in Uelzen die sieben Abschnitte für die Detailplanung der Autobahn 39 (Grafik rechts) vor. Anwesend waren rund 200 Vertreter aus Politik und Verwaltung.''' Foto: t&w]]
Die Linie ist bestimmt, die weitere Planung für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg liegt auf dem Tisch - und doch sind gestern in der Stadthalle Uelzen viele Fragen offen geblieben. Ob die Lüneburger [[Ostumgehung]] einen Deckel erhält und wie viele Abfahrten weiter genutzt werden können, wird erst die Detailplanung ergeben.
[[Bild:LZ 2008 10 11 2.jpg|thumb|453px|'''A 39'''<br>Lüneburg - Wolfsburg<br>Abschnittskonzept<br>M = 1:500.000]]
Zuvor hatten die Bundesministerien für Verkehr und Umwelt bei der Linienbestimmung den Trassenvorschlag der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] gebilligt. Für die Feinplanung wechselt die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nun den Maßstab: von 1:25 000 auf 1:1000. Leiter Dirk Möller stellte in Uelzen 200 Vertretern von Verwaltungen, Kommunen und Verbänden die sieben Planungsabschnitte vor.
Zum geforderten Lärmschutzdeckel für die Ostumgehung sagte Möller: "Es ist eine Variante, wir werden das prüfen." Offen ist auch die Zahl der Abfahrten zwischen den "gesetzten" Anschlussstellen Lüneburg Nord und Ost. Weitere Abfahrten würden erst festgelegt, wenn die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung bis 2025 in diesem Bereich vorliegen.
Zudem hat das Bundesumweltministerium den Planern konkrete Prüfaufträge erteilt: Einer betrifft die Querung der Ilmenau im Bereich Lüneburg, die noch einmal genau unter die Lupe genommen werden soll.
Werner Pfeiffer aus dem Wirtschaftsministerium in Hannover betonte die Bedeutung der A 39: "Die Verkehrsleistung auf den Straßen wird stark zunehmen." Die großen Verkehrsachsen A 1 und A 7 seien bereits heute überlastet.
An der 105 Kilometer langen Trasse sind die Planungen im 7,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Lüneburg Nord und Lüneburg Ost am weitesten vorangeschritten. Dort hatte schon im September 2007 das Ausschreibungsverfahren für externe Ingenieursleistungen begonnen, Vorarbeiten für die Entwurfsplanung sind bereits angelaufen. Fast parallel sind im Oktober 2007 Planungsarbeiten für den siebten Abschnitt bei Wolfsburg ausgeschrieben worden.
Der weitere Zeitplan:
{{o}} Bis Ende November 2008 sollen die vorbereitenden Arbeiten zur Entwurfsplanung für alle sieben Abschnitte der A 39 aufgenommen sein.
{{o}} Die technische Entwurfsplanung im Maßstab 1:1000 für erste Abschnitte der A 39 soll Ende 2011 abgeschlossen sein.
{{o}} Für die ersten Abschnitte der A 39 könnten bis Ende 2013 Planfeststellungsbeschlüsse vorliegen - Baureife wäre erreicht.
"Ich gehe von weiteren fünfeinhalb bis sechs Jahren Planungszeit aus", prognostizierte Möller. "Das ist ein ambitionierter Zeitplan", ergänzte er.
Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39, sprach von "gigantischer Vergeudung von Steuermitteln". Die Pläne würden zugunsten der Küstenautobahn A 22 "doch in der Schublade landen". Er zweifelt zudem die Höhe der Baukosten von 620 Millionen Euro für die A 39 an. Zu erwarten sei eine Kostenexplosion wie bei der A 14 von Magdeburg nach Schwerin. Letzte Schätzungen ergaben einen Anstieg um 503 Millionen auf 1,28 Milliarden Euro. Baupreissteigerungen seien in der Kalkulation für die A 39 berücksichtigt, versicherte Möller.
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_Oktober_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Konkurrenzsituation_zwischen_A_39_und_K.C3.BCstenautobahn_A_22
|Titel=14.10.: ''Priorität nur für die A 22''
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum strittigen Nutzen der A39 ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_August_2008#Landeszeitung_zur_erneuten_Verz.C3.B6gerung_der_Linienbestimmung|
"Alle warten auf den Bund", LZ vom 30./31. August]]
'''<big>Nutzen der Autobahn hinfällig</big>'''
Die Einstufung der A 22 Küstenautobahn im "Weiteren Bedarf" des [[Bundesverkehrswegeplan]]s zeigt, dass das Land Niedersachsen auf dieses Projekt keine Priorität gelegt hatte. Mit der im Frühjahr 2004 gefallenen Entscheidung für Wilhelmshaven als Standort für den neuen Tiefseehafen änderte sich dies und die Planung der A 22 beschleunigte sich auf derart erstaunliche Weise, dass der Planungsstand der A 39 inzwischen "überholt" wurde.
Gleichzeitig torpediert Hannover die von Hamburg gewünschte Vertiefung der Elbe. . . Warum die Elbe vertiefen, wenn der Jade-Weser-Port ab 2011 das Frachtaufkommen für Schiffe ab 13,5 Meter Tiefgang und damit ein erhebliches Frachtaufkommen des Hamburger Hafens aufnehmen kann? Damit wäre auch das Argument für die A 39 als Hinterlandanbindung für den Hamburger Hafen endgültig vom Tisch.
Erinnern wir uns aber an den im April 2003 vorgestellten Referentenentwurf des [[BVWP]] 2003. Der A39-Abschnitt Lüneburg-Uelzen wurde in den "Vordringlichen Bedarf" aufgenommen. Der Abschnitt Uelzen-Wolfsburg war wegen des fehlenden verkehrlichen Bedarfs nur für den "Weiteren Bedarf" (LZ 10.05.2003) vorgesehen. Die daraufhin entbrannte Lobby der A 39 mündete darin, dass unser MdB [[Hedi Wegener]] den damaligen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe zu einem Besuch in der IHK veranlasste. . . Dadurch haben wir also eine A 39 im "Vordringlichen Bedarf", die da nicht hineingehört. War der Bedarf vorher bereits fraglich, mit dem nach Wilhelmshaven umgeleiteten Frachtaufkommen fehlt die Daseinsberechtigung völlig. Warum wurde noch kein [[Kosten-Nutzen-Verhältnis|Kosten/Nutzen-Verhältnis]] ermittelt. Würde der von Aktion Lebensberg ermittelte Wert von 1,89 % bestätigt und sogar noch unterschritten? Es wird endlich Zeit, dass unsere [[Politiker]] aufhören, unsere Steuermilliarden auch in dieses Projekt zu versenken und die Planungen sofort zugunsten wichtiger regionaler Projekte einstellen.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">AUTOBAHN </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white"> ALLEIN DIE PLANUNG VERSCHLINGT 70 MILLIONEN</span><br>Entscheidung: So verläuft die neue A 39
|Untertitel=[[Bild:HA 2008 10 11 1.jpg|thumb|379px|'''105 Kilometer lang wird die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg (s. Karte, unten rechts). In Lüneburg wird die Ostumgehung zur Autobahn.''']]
'''Die Trasse der A 39 ist beschlossen, Baustart 2013. Ob der „Autobahndeckel“ kommt, ist aber noch unklar.'''
[[Bild:HA 2008 10 11 01.jpg|thumb|left|160px|'''Dirk Möller (l.), Anette Padberg (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Lüneburg) und ihr Wolfenbütteler Kollege Bernd Mühlnickel stellten die Linienführung der A 39 vor.'''<br>FOTO: SCHNEEFUSS]]
|Autor=Elke Schneefuß
|Ort=Uelzen
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/11/950500.html Quelle]
|Text=Die Linienführung der geplanten
A 39 von Lüneburg nach
Wolfsburg steht fest. Die zuständigen
Verkehrsministerien
in Berlin und Hannover haben
der von der Niedersächsischen
Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr
vorgeschlagenen Trasse zugestimmt:
„Das ist ein entscheidender
Schritt“, sagt Dirk Möller
von der Landesbehörde.
In der Uelzener Stadthalle
stellten die Planer das Ergebnis
ihrer bisherigen Arbeit vor:
Die A 39 verläuft im Osten der
Stadt Lüneburg, auf dem
Stadtgebiet wird die bisherige
[[Ostumgehung]] zur Autobahn.
Gegen den Verlauf der A 39
durch die Wohngebiete Moorfeld
und Lüne hatte es immer
wieder heftige Proteste gegeben:
Mit zahllosen Aktionen
brachten Anwohner ihren Widerstand
zum Ausdruck.
Am Trassenverlauf hat sich
bisher dennoch nichts geändert
– ob der von Stadt und
Landkreis befürwortete „Autobahndeckel“
in Gestalt einer
Untertunnelung in Höhe Kloster
Lüne auf dem Stadtgebiet
kommen wird, steht noch nicht
fest: „Der Deckel wird im weiteren
Verlauf der Entwurfsaufstellung
geprüft“, sagt Werner
Pfeiffer, Referatsleiter des
Wirtschaftsministeriums in
Hannover.
Die Behörden werden jetzt
eine Feinplanung der Trasse
vornehmen: „Die 105 Autobahnkilometer
werden in sieben
Planungsabschnitte aufgeteilt“,
sagt Dirk Möller. „In den
nächsten zwei Jahren wird die
Trasse metergenau mit allen
technischen Details im jeweiligen
Abschnitt erarbeitet.“
Die ersten Kraftfahrzeuge
rollen erst viel später: „Mit einem
Baustart rechnen wir ungefähr
im Jahr 2013“, sagt
Jens Thilo Schulze, Pressesprecher
der Straßenbaubehörde.
Die von Gegnern immer wieder
bezweifelte Finanzierbarkeit
der A 39 macht Werner
Pfeiffer vom Wirtschaftministerium
noch keine Sorgen:
„Die Landesregierung hat einen
Sondertitel in den Haushalt
eingestellt, um die Planungskosten
abzudecken“,
sagt er.
Rund 70 Millionen Euro werden
es voraussichtlich sein, die
allein die Planung der Autobahn
kostet – damit ist aber
noch kein einziger Autobahnkilometer
gebaut: „Die [[Investitionsrahmenplan|Finanzierung]] der A 39 muss auch
erst 2014 gesichert sein, wenn
der erste Spatenstich erfolgt“,
sagt Pfeiffer. „Die Diskussion
darüber müssen wir jetzt nicht
führen.“
Für ihn ist der Bau der A 39
ein für den Norden absolut erforderliches
Projekt mit hoher
Priorität: „Häfen und Straßen
sind die Schlagadern der Wirtschaft.“
Dass das Vorhaben
unbezahlbar werden könnte,
glauben die Planer nicht: „Wir
rechnen nicht mit Kostensteigerungen
wie bei der A 22“,
sagt Dirk Möller.
}}
=== 13. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">AUTOBAHN </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white"> TRASSE DURCH WOHNGEBIET – ZAHL DER KFZ WIRD SICH VERDOPPELN</span><br>A 39 – Proteststurm der Anwohner
|Untertitel=„Der Lärm nimmt drastisch zu, die Häuser verlieren an Wert, die Lebensqualität sinkt“ – Bürgerinitiative kündigt Klagen an.
|Autor=Elke Schneefuß und Stefan Bohlmann
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/13/950500.html Quelle]
|Text=
[[Bild:HA 2008 10 13 1.jpg|thumb|779px|'''Jonas Gärtner (v. l.), Detlef Giesler, Stefanie Becker und Jens-Peter Fiedler protestieren mit den neuen Schildern der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld: [[Menschenschutz]] vor Autobahnbau.''']]
[[Bild:HA 2008 10 13 2.jpg|thumb|343px|'''So hatte die Lüneburger Rundschau in ihrer Sonnabendausgabe über den geplanten Bau der A39 berichtet.'''<br>FOTOS: SCHNEEFUSS]]
[[Bild:HA 2008 10 13 3.jpg|thumb|180px|'''Claudia Kuchler und Frank Kracht vor ihrem Haus.''']]
Die Linienführung steht seit
Freitag fest, die A 39 kommt.
Eine Autobahn, mitten durch
die Stadt: Was bisher nur eine
Horrorversion vieler Anwohner
war, wird demnächst wohl
Realität.
Ortstermin, Sonntag, 14 Uhr,
Stadtteil Moorfeld. Die Bewohner
sind wütend und verzweifelt.
„Natürlich kannten wir die
geplante Trassenführung. Aber
dass sie nun Wirklichkeit werden
soll, erschüttert uns doch“,
sagt Verena Fiedler.
Ihr Haus im Brandheider
Weg ist eines von denen, die zukünftig
unfreiwillig Sichtkontakt
haben werden auf die
Trasse der A 39. Dort, wo bisher
am Tag rund 35 000 Fahrzeuge
täglich auf der sogenannten
[[Ostumgehung]] rollen,
wird in Zukunft mindestens die
doppelte Anzahl an Fahrzeugen
vorbeirauschen: „Wir haben
auch schon Schätzungen
gehört, die noch höher liegen“,
sagt Jens-Peter Fiedler.
„Entscheidend ist, wie viele
Lastwagen dabei sein werden.
Die haben natürlich einen ganz
anderen [[Lärm]]pegel“, sagt er.
Und sie lösen auch mehr Erschütterungen
aus: „An den
uns versprochenen [[Lärm]]schutz
glauben wir nicht“, ergänzt
Verena Fiedler. „Wir
werden uns auf jeden Fall weiterhin
wehren und alle rechtlichen
Möglichkeiten ausschöpfen“,
sagt Detlef Giesler, Sprecher
der Bürgerinitiative gegen
die A 39 in Lüne und Moorfeld.
Aufgeben – das ist kein Thema
für die Menschen in Moorfeld:
„Dies ist wirklich ein besonderer
Stadtteil“, sagt Claudia
Kuchler, die hier mit ihrem
Ehemann Frank Kracht und
drei Kindern lebt.
„Die nachbarschaftlichen
Kontakte sind sehr intensiv.
Wir leben in der Nähe der
Stadt – und trotzdem im Grünen.“
Und das soll so bleiben.
„Was meinen Sie“, fragt Detlef
Giesler, „warum es immer
mehr Bürgerinitiativen gibt?
Weil die Menschen sich nicht
mehr alles gefallen lassen. Und
weil sie sie sich bei den etablierten
[[Parteien]] nicht richtig
aufgehoben fühlen mit ihren
Anliegen.“
Für ihr eigenes Anliegen, einen
Stadtteil ohne Autobahn,
werden sie weiterkämpfen:
„Wenn wir daran denken, welche
Zuwächse dem Hafen in
Hamburg vorhergesagt werden,
dann wissen wir doch,
welche Mengen an Verkehr
uns hier blühen“, sagt Jens Peter
Fiedler.
Friedhelm Feldhaus vom
Dachverband der mehr als 30
Bürgerinitiativen gegen die
A 39 ist trotz des Beschlusses
noch entspannt. „Es ist klar,
dass Bund und Land die Planung
durchziehen. Aber wir
warten immer noch auf die Finanzierung.
Solange die Zusage
fehlt und die aktuellen Kosten
nicht geprüft sind, bleiben
wir entspannt.“ Das heißt allerdings
nicht, dass die Bürgerinitiativen
auf die weitere
Entwicklung tatenlos warten.
Feldhaus: ,,Unser Rechtsbeistand
ist aktiv. Er bereitet verschiedene
Beispielverfahren
vor. Wir sind bereit für einen
möglichen Rechtsstreit.“ Der
[[Schutz- und Klagefonds]] des
Dachverbandes sei mit 70 000
Euro gut gefüllt.
Proteste gibt es auch gegen
ein zweites zentrales Bauprojekt:
2000 Unterschriften hat
die BI Tiergartenkamp gesammelt: „Noch in diesem Jahr
wollen wir einen Einwohnerantrag
im Lüneburger Stadtrat
stellen, damit das Thema dort
behandelt wird“, sagt Volker
Butenschön, Sprecher der BI,
die sich gegen die Bebauung
der Freiflächen am Deutsch-
Evern-Weg wehrt. Bei sonnigem
Herbstwetter hatten sich
die Mitglieder der Bürgerinitiative
am Sonnabend dort versammelt,
wo nach dem Willen
der Stadt eine Wohnbebauung
entstehen soll: „Der Flächenverbrauch
ist überflüssig“,
sagt Andreas Patzelt, Sprecher
der BI.
}}
=== 14. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Standpunkt des ADAC zur A39
|Headline=ADAC fordert Tempo bei A 39
|Untertitel=
|Autor=st
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Bau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg muss rasch angegangen werden. Das ist eine Forderung, die der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) jetzt stellt. Die Fernstraßen in den alten Bundesländern hinken nach Meinung des ADAC dem Bedarf hinterher, der Verkehr auf deutschen Autobahnen breche immer häufiger zusammen.
"Wir brauchen in ganz Deutschland ein leistungsfähiges Autobahnnetz, das den täglichen Verkehr ohne Staus bewältigt", sagt der ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Klaus Becker. Die Erfolge, die beim Aufbau Ost vor allem auf der Straße erzielt wurden, zeigten, dass sich Investitionen in den Aus- und Neubau des Fernstraßennetzes unmittelbar auszahlen. "Wir dürfen den ,Ausbau West' nicht verschlafen. Jede nicht investierte Milliarde schadet unserer Volkswirtschaft und letztlich unserer Gesellschaft."
}}
{{LB-Verweis
|Verweis=Presseberichte_November_2008#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zum_strittigen_Nutzen_der_A39
|Titel=1.11.: ''Fanatisch pro Autobahnen''
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Konkurrenzsituation zwischen A 39 und Küstenautobahn A 22 ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Linienbestimmungsverfahrens_.282.29|"Detailplanung für Lüneburg angelaufen", LZ vom 11. Oktober]]
'''<big>Priorität nur für die A 22</big>'''
Selbst Befürworter der geplanten Autobahn A 39 werden einräumen müssen: Bisweilen stellen auch Kritiker die richtigen Fragen. Schon lange beschwören die Gegner eine Konkurrenzsituation zwischen A 39 und Küstenautobahn A 22 herauf - und das mit guten Argumenten. Eher platt beteuert das Verkehrsministerium: Beide Projekte hätten Priorität. Die Broschüre [[Niedersachsen 2021]] straft diese Aussage Lügen. Während die A 22 in dem Heft "weit oben" angesiedelt ist, taucht die A 39 gar nicht auf. Warum nicht?
}}
=== 15. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zur Forderung nach einem Lärmschutz-Deckel
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">AUTOBAHN 39 </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white"> Mädge fordert Lärmschutzdeckel</span>
|Untertitel=
|Autor=carol
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/15/953154.html Quelle]
|Text=Nach der Vorstellung der nächsten Planungsabschnitte für die A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg bekräftigt Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) seine Forderung nach einem Lärmschutz-Deckel für die Trasse auf dem Stadtgebiet: "Es muss endgültig geklärt werden, ob der Deckel kommt. Denn nur so können im Bereich Moorfeld die [[Lärm]]werte eingehalten werden." Er verspricht: Die Anwohner der Wohngebiete können dabei auf die Unterstützung der Stadt zählen.
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens ====
{{LB|Hans-Jürgen Peters<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Linienbestimmungsverfahrens_.282.29|"Zu: A39-Trassenführung steht jetzt fest", LP vom 11. Oktober]]
'''<big>„Planung zerstört letzte ruhige Wohngebiete“</big>'''
[[Bild:Vorstellung linienfuehrung 2008 10 10 459 253.jpg|thumb|459px|'''Der Verlauf der A39-Trasse wurde in der vorigen Woche vorgestellt. Lünepost-Leser Hans-Jürgen Peters bangt in seinem Leserbrief um „die letzten ruhigen LüneburgerWohngebiete“.'''<br>Foto: sta]]
Sie wollen eine Meinung? Okay, sollen Sie haben, aber nicht zimperlich sein: Was sind das für kranke Gehirne, die in Zeiten erhöhter [[Umweltbelästigungen]] eine Autobahn durch eine historische Stadt planen, während alle Welt Umgehungsstraßen plant, um die Menschen nicht unnötig zu belästigen?
Was sind das für Psychopathen, die immer noch glauben, dass mit der Autobahn der Lüneburger „Hafen“ aufblühen könnte – weil z. B. VW seine Autos nach Bremerhaven verschiffen könnte – und wo im übrigen die gesamte Infrastruktur für den Zu- und Abverkehr nicht gegeben ist?
Was ist das für eine ekelhafte [[St.-Florians-Prinzip|St.-Florians-Denke]] der paar B4-Anwohner, lieber eine parallele Autobahn mit großem Lärm haben zu wollen, nur um den kleinen [[Lärm]] nicht mehr ertragen zu müssen?
Für wie blöd halten uns die [[Politiker|Stadtpolitiker]], wenn Sie uns mit einem Weichspüler-Nein zwecks Stimmenfang glauben machen wollen, sie seien gegen die Trassenführung. Die aber nicht klarstellen, dass die erforderlichen Grundstücke nicht zur Verfügung gestellt werden und dies auch für die Zukunft sicherstellen, damit nicht wieder ein Opportunist oder Parteifreund umfallen kann?
Gibt es wirklich Träumer ohne den Wunsch zum Lernen an bereits realisierten Projekten, die meinen, ein „Deckel“ über eine Autobahn habe einen relevanten Lärmnutzen? Wir wollen diese sinnlosen Mehrkosten auch nicht bezahlen, plant gefälligst gleich vernünftig!
Weiß eigentlich jeder, dass mit dieser Planung dann die letzten ruhigen Lüneburger Wohngebiete zerstört sind? Wo heute noch keine Bundesstraße oder Bahn einen Höllen[[lärm]] verursachen, da wird es die Autobahn übernehmen.
Wird die deutlich gefälligere Westplanung nicht umgesetzt, weil namhafte [[SPD]]-[[Politiker]] dort in der Nähe ihren Wohnort bzw. Wahlkreis haben?
Ich kann nur hoffen, dass es Bauern und Grundstückseigentümer gibt, die mit cleveren Treuhandverträgen und Verschachtelungen gegen Enteignungsverfahren die gegenwärtige Planung aushebeln, weil sie ihre Grundstücke nicht verkaufen.
}}
=== 22. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umleitung des Autobahnverkehrs durch Wohngebiete
|Headline=Umleitung
|Untertitel=
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Das kennt jeder aus dem Verkehrsfunk: Wird eine Autobahn nach einem Unfall gesperrt, weist die Polizei auf Umleitungsstrecken hin. Das wird auch gelten, wenn die A 39 gebaut wird. Laut Dirk Möller, Leiter des Straßenbauamtes, berücksichtigen die Planer Ausweichrouten für bestimmte Abschnitte. Welche Strecken das beispielsweise für die [[Ostumgehung]] sein werden, stehe noch nicht fest.
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum angedachten Ausbau der sogenannten Ostumgehung ====
{{LB|Hans-Peter Iten<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_Oktober_2008#Landeszeitung_zum_Abschluss_des_Linienbestimmungsverfahrens_.282.29|"Zu: Landesbehörde stellt Trasse der A39 vor", LP vom 11. Oktober]]
'''<big>„Permanentes Dröhnen und Rauschen“</big>'''
Es scheint unabwendbar, dass die [[Ostumgehung]] zur Autobahn umgebaut wird. Eine A 39 in Westquerung neben der [[Ostumgehung]] zu bauen, wäre unter dem Aspekt der Landschaftserhaltung sträflich. Bleibt also tatsächlich nur, die [[Ostumgehung]] zur A 39 auszubauen. Aber: Ist die [[Ostumgehung]] nicht bereits eine Autobahn? Auf der [[Ostumgehung]] beginnt die Tempo-100-Zone weit vor Kaltenmoor und erstreckt sich dann bis zur A 250. Aber: Fahren wir denn alle brav mit Tempo 100 über diese Straße? Ich sehe täglich Partner im Straßenverkehr, die die Schilder nicht erkennen können, weil sie weit über 100 km/h auf der Uhr haben. Die langen Bremsspuren vor dem Blitzer Richtung Norden zeugen davon, dass das Limit weit überschritten wird. Aus stadtplanerischer Sicht wäre es eigentlich geboten, auf dieser Strecke Tempo 80 einzuführen. Die meisten Schnellstraßen an Wohngebieten (auch Autobahnen) weisen 80 km/h als Maximum aus. Neben diesen Tempoüberschreitungen ist zu beobachten, dass der Lkw-Verkehr stark zunimmt und auch hier die meisten mit mehr als 100 km/h unterwegs sind. Mit dem Lkw-Verkehr hat auch die [[Lärm]]belastung erheblich zugenommen. Im Bereich Moorfeld ist ein permanentes Dröhnen und Rauschen zu vernehmen, so dass man gezwungen ist, die Fenster geschlossen zu halten bzw. den Raum zu verlassen, wenn gelüftet werden soll. Demzufolge verspreche ich mir mit einer Deckelung eine erhebliche Verbesserung. Es gibt bestimmt Referenzbauten, mit denen nachgewiesen werden kann, dass eine Deckelung der Fahrbahn erhebliche Verbesserungen bringt. Gibt es eigentlich bereits Pläne, wie die Deckelung genau aussehen soll?
}}
{{Pressefuss|September 2008|November 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
10bb633d3e0084b537f7e7794828080689101aa7
Diskussion:Presseberichte Oktober 2008
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=== 11. Oktober ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (1)
|Headline=Bund billigt die Linienführung
|Untertitel=Planer der umstrittenen A 39 wollen nun ins Detail gehen
|Autor=nt/lni
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
{{i-Kasten|1=220|2=<h5>Kommentar: <br><big>Das freie Spiel der Kräfte</big></h5>|3=''Von Malte Lühr''<br>
Bei der Ostumgehung Lüneburg handelt es sich wohl dem Querschnitt, nicht jedoch der Funktion{{Lzq|Kommentar}} nach um eine autobahnähnliche Staße.<br>Der Niedersächsische Minister für Wirtschaft und Verkehr, 18.01.1980}}
Der Bund hat die vom Land Niedersachsen vorgeschlagene Linienführung für die Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg im Wesentlichen genehmigt.
Nun könne die Detailplanung in sieben Abschnitten beginnen, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Uelzen mit. Eine [[Planfeststellung]] für die ersten Abschnitte soll 2013 vorliegen. "Es kamen sehr viele Prüfaufträge aus dem umweltfachlichen Bereich", sagte A-39-Projektleiterin Annette Padberg. So habe das Bundesumweltministerium beispielsweise einen größeren Abstand der Trasse zum Schutzgebiet "Vogelmoor" bei Ehra (Kreis Gifhorn) gefordert.
Nacharbeiten müssen die Planer etwa auch bei der Querung der Ilmenau-Niederung bei Lüneburg. Noch nicht geklärt ist, ob die Hansestadt den geforderten Lärmschutzdeckel für die [[Ostumgehung]] bekommt. "Es ist eine Variante, die wir prüfen", sagte Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter Lüneburg der Landesbehörde. {{o}} '''Seite 3'''
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens (2)
|Headline=Detailplanung für Lüneburg angelaufen
|Untertitel=A-39-Planer stellen Abschnitte in Uelzen vor
|Autor=pet
|Ort=Uelzen
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 10 11 1.jpg|thumb|151px|left|'''Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg, stellte in Uelzen die sieben Abschnitte für die Detailplanung der Autobahn 39 (Grafik rechts) vor. Anwesend waren rund 200 Vertreter aus Politik und Verwaltung.''' Foto: t&w]]
Die Linie ist bestimmt, die weitere Planung für die Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg liegt auf dem Tisch - und doch sind gestern in der Stadthalle Uelzen viele Fragen offen geblieben. Ob die Lüneburger [[Ostumgehung]] einen Deckel erhält und wie viele Abfahrten weiter genutzt werden können, wird erst die Detailplanung ergeben.
[[Bild:LZ 2008 10 11 2.jpg|thumb|453px|'''A 39'''<br>Lüneburg - Wolfsburg<br>Abschnittskonzept<br>M = 1:500.000]]
Zuvor hatten die Bundesministerien für Verkehr und Umwelt bei der Linienbestimmung den Trassenvorschlag der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] gebilligt. Für die Feinplanung wechselt die Lüneburger Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nun den Maßstab: von 1:25 000 auf 1:1000. Leiter Dirk Möller stellte in Uelzen 200 Vertretern von Verwaltungen, Kommunen und Verbänden die sieben Planungsabschnitte vor.
Zum geforderten Lärmschutzdeckel für die Ostumgehung sagte Möller: "Es ist eine Variante, wir werden das prüfen." Offen ist auch die Zahl der Abfahrten zwischen den "gesetzten" Anschlussstellen Lüneburg Nord und Ost. Weitere Abfahrten würden erst festgelegt, wenn die Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung bis 2025 in diesem Bereich vorliegen.
Zudem hat das Bundesumweltministerium den Planern konkrete Prüfaufträge erteilt: Einer betrifft die Querung der Ilmenau im Bereich Lüneburg, die noch einmal genau unter die Lupe genommen werden soll.
Werner Pfeiffer aus dem Wirtschaftsministerium in Hannover betonte die Bedeutung der A 39: "Die Verkehrsleistung auf den Straßen wird stark zunehmen." Die großen Verkehrsachsen A 1 und A 7 seien bereits heute überlastet.
An der 105 Kilometer langen Trasse sind die Planungen im 7,6 Kilometer langen Abschnitt zwischen Lüneburg Nord und Lüneburg Ost am weitesten vorangeschritten. Dort hatte schon im September 2007 das Ausschreibungsverfahren für externe Ingenieursleistungen begonnen, Vorarbeiten für die Entwurfsplanung sind bereits angelaufen. Fast parallel sind im Oktober 2007 Planungsarbeiten für den siebten Abschnitt bei Wolfsburg ausgeschrieben worden.
Der weitere Zeitplan:
{{o}} Bis Ende November 2008 sollen die vorbereitenden Arbeiten zur Entwurfsplanung für alle sieben Abschnitte der A 39 aufgenommen sein.
{{o}} Die technische Entwurfsplanung im Maßstab 1:1000 für erste Abschnitte der A 39 soll Ende 2011 abgeschlossen sein.
{{o}} Für die ersten Abschnitte der A 39 könnten bis Ende 2013 Planfeststellungsbeschlüsse vorliegen - Baureife wäre erreicht.
"Ich gehe von weiteren fünfeinhalb bis sechs Jahren Planungszeit aus", prognostizierte Möller. "Das ist ein ambitionierter Zeitplan", ergänzte er.
Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39, sprach von "gigantischer Vergeudung von Steuermitteln". Die Pläne würden zugunsten der Küstenautobahn A 22 "doch in der Schublade landen". Er zweifelt zudem die Höhe der Baukosten von 620 Millionen Euro für die A 39 an. Zu erwarten sei eine Kostenexplosion wie bei der A 14 von Magdeburg nach Schwerin. Letzte Schätzungen ergaben einen Anstieg um 503 Millionen auf 1,28 Milliarden Euro. Baupreissteigerungen seien in der Kalkulation für die A 39 berücksichtigt, versicherte Möller.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum strittigen Nutzen der A39 ====
{{LB|Peter Weerda<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
[[Presseberichte_August_2008#Landeszeitung_zur_erneuten_Verz.C3.B6gerung_der_Linienbestimmung|
"Alle warten auf den Bund", LZ vom 30./31. August]]
'''<big>Nutzen der Autobahn hinfällig</big>'''
Die Einstufung der A 22 Küstenautobahn im "Weiteren Bedarf" des [[Bundesverkehrswegeplan]]s zeigt, dass das Land Niedersachsen auf dieses Projekt keine Priorität gelegt hatte. Mit der im Frühjahr 2004 gefallenen Entscheidung für Wilhelmshaven als Standort für den neuen Tiefseehafen änderte sich dies und die Planung der A 22 beschleunigte sich auf derart erstaunliche Weise, dass der Planungsstand der A 39 inzwischen "überholt" wurde.
Gleichzeitig torpediert Hannover die von Hamburg gewünschte Vertiefung der Elbe. . . Warum die Elbe vertiefen, wenn der Jade-Weser-Port ab 2011 das Frachtaufkommen für Schiffe ab 13,5 Meter Tiefgang und damit ein erhebliches Frachtaufkommen des Hamburger Hafens aufnehmen kann? Damit wäre auch das Argument für die A 39 als Hinterlandanbindung für den Hamburger Hafen endgültig vom Tisch.
Erinnern wir uns aber an den im April 2003 vorgestellten Referentenentwurf des [[BVWP]] 2003. Der A39-Abschnitt Lüneburg-Uelzen wurde in den "Vordringlichen Bedarf" aufgenommen. Der Abschnitt Uelzen-Wolfsburg war wegen des fehlenden verkehrlichen Bedarfs nur für den "Weiteren Bedarf" (LZ 10.05.2003) vorgesehen. Die daraufhin entbrannte Lobby der A 39 mündete darin, dass unser MdB [[Hedi Wegener]] den damaligen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe zu einem Besuch in der IHK veranlasste. . . Dadurch haben wir also eine A 39 im "Vordringlichen Bedarf", die da nicht hineingehört. War der Bedarf vorher bereits fraglich, mit dem nach Wilhelmshaven umgeleiteten Frachtaufkommen fehlt die Daseinsberechtigung völlig. Warum wurde noch kein [[Kosten-Nutzen-Verhältnis|Kosten/Nutzen-Verhältnis]] ermittelt. Würde der von Aktion Lebensberg ermittelte Wert von 1,89 % bestätigt und sogar noch unterschritten? Es wird endlich Zeit, dass unsere [[Politiker]] aufhören, unsere Steuermilliarden auch in dieses Projekt zu versenken und die Planungen sofort zugunsten wichtiger regionaler Projekte einstellen.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens
|Headline=<span style="color:#CE141D; background-color:white">AUTOBAHN </span><span style="color:#8A8C8F; background-color:white"> ALLEIN DIE PLANUNG VERSCHLINGT 70 MILLIONEN</span><br>Entscheidung: So verläuft die neue A 39
|Untertitel=[[Bild:HA 2008 10 11 1.jpg|thumb|379px|'''105 Kilometer lang wird die A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg (s. Karte, unten rechts). In Lüneburg wird die Ostumgehung zur Autobahn.''']]
'''Die Trasse der A 39 ist beschlossen, Baustart 2013. Ob der „Autobahndeckel“ kommt, ist aber noch unklar.'''
[[Bild:HA 2008 10 11 01.jpg|thumb|left|160px|'''Dirk Möller (l.), Anette Padberg (Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Lüneburg) und ihr Wolfenbütteler Kollege Bernd Mühlnickel stellten die Linienführung der A 39 vor.'''<br>FOTO: SCHNEEFUSS]]
|Autor=Elke Schneefuß
|Ort=Uelzen
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2008/10/11/950500.html Quelle]
|Text=Die Linienführung der geplanten
A 39 von Lüneburg nach
Wolfsburg steht fest. Die zuständigen
Verkehrsministerien
in Berlin und Hannover haben
der von der Niedersächsischen
Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr
vorgeschlagenen Trasse zugestimmt:
„Das ist ein entscheidender
Schritt“, sagt Dirk Möller
von der Landesbehörde.
In der Uelzener Stadthalle
stellten die Planer das Ergebnis
ihrer bisherigen Arbeit vor:
Die A 39 verläuft im Osten der
Stadt Lüneburg, auf dem
Stadtgebiet wird die bisherige
[[Ostumgehung]] zur Autobahn.
Gegen den Verlauf der A 39
durch die Wohngebiete Moorfeld
und Lüne hatte es immer
wieder heftige Proteste gegeben:
Mit zahllosen Aktionen
brachten Anwohner ihren Widerstand
zum Ausdruck.
Am Trassenverlauf hat sich
bisher dennoch nichts geändert
– ob der von Stadt und
Landkreis befürwortete „Autobahndeckel“
in Gestalt einer
Untertunnelung in Höhe Kloster
Lüne auf dem Stadtgebiet
kommen wird, steht noch nicht
fest: „Der Deckel wird im weiteren
Verlauf der Entwurfsaufstellung
geprüft“, sagt Werner
Pfeiffer, Referatsleiter des
Wirtschaftsministeriums in
Hannover.
Die Behörden werden jetzt
eine Feinplanung der Trasse
vornehmen: „Die 105 Autobahnkilometer
werden in sieben
Planungsabschnitte aufgeteilt“,
sagt Dirk Möller. „In den
nächsten zwei Jahren wird die
Trasse metergenau mit allen
technischen Details im jeweiligen
Abschnitt erarbeitet.“
Die ersten Kraftfahrzeuge
rollen erst viel später: „Mit einem
Baustart rechnen wir ungefähr
im Jahr 2013“, sagt
Jens Thilo Schulze, Pressesprecher
der Straßenbaubehörde.
Die von Gegnern immer wieder
bezweifelte Finanzierbarkeit
der A 39 macht Werner
Pfeiffer vom Wirtschaftministerium
noch keine Sorgen:
„Die Landesregierung hat einen
Sondertitel in den Haushalt
eingestellt, um die Planungskosten
abzudecken“,
sagt er.
Rund 70 Millionen Euro werden
es voraussichtlich sein, die
allein die Planung der Autobahn
kostet – damit ist aber
noch kein einziger Autobahnkilometer
gebaut: „Die [[Investitionsrahmenplan|Finanzierung]] der A 39 muss auch
erst 2014 gesichert sein, wenn
der erste Spatenstich erfolgt“,
sagt Pfeiffer. „Die Diskussion
darüber müssen wir jetzt nicht
führen.“
Für ihn ist der Bau der A 39
ein für den Norden absolut erforderliches
Projekt mit hoher
Priorität: „Häfen und Straßen
sind die Schlagadern der Wirtschaft.“
Dass das Vorhaben
unbezahlbar werden könnte,
glauben die Planer nicht: „Wir
rechnen nicht mit Kostensteigerungen
wie bei der A 22“,
sagt Dirk Möller.
}}
06b6986273cb4a55841f84fd1ab0383d6120b39a
Presseberichte Oktober 2009
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=== 12. Oktober 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur SPD und A39 ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>
Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=Wahl und Bürgerbefragung Bienenbüttel, LZ-Berichte
'''<big>Gespräche über A 39</big>'''
Wenn die von den Wählern schwer abgestrafte SPD jetzt auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene ihre Wunden leckt und sich eine neue Strategie mit mehr Bürgernähe und mehr Eingehen auf die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vornimmt, dann sollte dazu unbedingt auch die gewissenhafte Überprüfung ihrer Position zur geplanten A39 und deren geplanten Abfahrten gehören.
Dieses „Hosenträger-Projekt“, das von der offiziellen Verkehrsuntersuchung Nord (VUNO) als unsinnig bewertet wird und das vor 2003 zu großen Teilen nicht einmal im „weiteren Bedarf“ des Bundesverkehrswegeplans enthalten
war, dieses Projekt wurde damals im Rahmen der Landtagswahlkämpfe in Brandenburg und Niedersachsen in den vordringlichen Bedarf gehievt. Ohne große Untersuchungen, nur aus vordergründiger Partei- und Wahlkampftaktik.
So wie man in der SPD jetzt an einer neuen Position zu Schröder'schen Erblasten in Zusammenhang mit Hartz IV und Agenda 2010 arbeitet, genau so sollte man sich jetzt endlich fair mit den Fakten und Argumenten der A-39-Gegner (davon gibt es sehr viele auch in den eigenen Reihen) befassen.
Auch die neue Bundestagsabgeordnete Kisten Lühmann hat das erfreulicherweise zugesagt, obwohl sie in der Vorwahlzeit noch die alte A-39-Linie propagierte (und gleichzeitig die Abfahrten Altenmedingen/Bevensen und Bienenbüttel kritisierte). Die Bürgerinitiativen freuen sich auf faire und sachliche Gespräche zur A39 auch mit der SPD.
}}
=== 16. Oktober 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Meinung der IHK zum Positionspapier der fünf norddeutschen Bundesländer
|Headline=Bekenntnis für die A 39
|Untertitel=IHK begrüßt Positionspapier der Länder
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Industrie und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg begrüßt das gemeinsame Positionspapier
der fünf norddeutschen Bundesländer, das die verkehrspolitischen Forderungen an die neue Bundesregierung formuliert. „Dieser Forderungskatalog unterstreicht die Bedeutung der A39 als überregional wichtiges Infrastrukturprojekt auch außerhalb von Niedersachsen. Für die Entwicklung unserer Region begrüßen wir dieses klare Bekenntnis zur A39 ausdrücklich“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert.
Positiv aus Sicht der Wirtschaft sei zudem zu bewerten, dass die Liste unter anderem die Y-Trasse, die Amerika-Linie und das dritte Gleis zwischen Lüneburg und Stelle sowie den Ausbau der A21 enthält. Das Positionspapier der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurde unter Federführung der Staatskanzlei in Hannover formuliert. Aufgrund der erwarteten deutlichen Zunahme von Gütern im Hafenhinterlandverkehr, mahnen die Nordländer einen beschleunigten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an.
Sie unterstreichen, dass diese Vorhaben nicht nur von regionaler, sondern von nationaler Bedeutung sind. Michael Zeinert erklärt: „Die A39 ist ein integraler Bestandteil dieser Planungen.“
Einziger Wermutstropfen aus Sicht der IHK: Im Positionspapier fehlt der Ausbau des Elbe-Seitenkanals durch ein neues größeres Aufstiegs-/Abstiegsbauwerk in Scharnebeck. „Auch hier hätten wir uns ein klares Bekenntnis der norddeutschen Länder gewünscht“, macht Martin Exner, Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik der IHK, deutlich.
„Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass auch die Ertüchtigung des Elbe-Seitenkanals als bedeutendem Verkehrsträger im Hafenhinterlandverkehr in den Infrastrukturplanungen des Bundes berücksichtigt wird.
}}
=== 19. Oktober 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärm an der Ostumgehung
|Headline=Mehr Schutz für Anwohner
|Untertitel=CDU und SPD fordern Maßnahmen gegen Lärm der Ostumgehung – Kreis in schwieriger Lage
|Autor=ml
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Unstrittig ist, dass beim Lärmschutz an der Ostumgehung nachgebessert werden muss. Doch über das Wie wird hinter den Kulissen heftig gefeilscht. Jetzt schwingen sich CDU und SPD in Stadtrat und Kreistag zum Anwalt der Menschen an der Ostumgehung auf – und bringen den Kreis um Landrat Manfred Nahrstedt in Bedrängnis.
Bereits 2008 hat eine Verkehrszählung an der Strecke bestätigt, was viele Anwohner vermutet haben: Der Verkehr hat sich gegenüber der Prognose von 1981 für das Jahr 2000 mehr als verdoppelt, der Lärmpegel liegt deutlich über den Grenzwerten. Mit so genanntem Flüsterasphalt und Schallschutzfenstern will die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr das Lärm-Problem in den Griff bekommen. Das erforderliche, ergänzende Planfeststellungsverfahren ist bereits angelaufen.
Doch die vorgeschlagenen Maßnahmen reichen den Mehrheitsgruppen von CDU und SPD in Stadt und Kreis nicht weit genug. Bereits zur Kreistagssitzung am 2. November wollen die Kommunalpolitiker einen Antrag vorlegen, in dem sie fordern, die bestehenden Lärmschutzwände im Bereich Moorfeld Ost und West zu erhöhen, generelle Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohner des Fuchsweges vorzusehen und ein Tempolimit von 80 Kilometer in der Stunde zwischen der Ilmenaubrücke im Norden und der Eisenbahnbrücke Lüneburg-Dannenberg im Süden einzurichten. Gleichzeitig drängen Christ- und Sozialdemokraten in ihrem Antragsentwurf darauf, dass „die jetzt notwendigen Lärmschutzmaßnahmen . . . nicht durch eine Verquickung mit Planungen zum Bau der A39 relativiert
werden“.
[[Bild:LZ_2009_10_19.jpg|thumb|600px|right|'''Anwohner wie Andreas Petersen und seine Nachbarn in Lüne-Moorfeld sind dem Lärm der Ostumgehung ausgesetzt, sie haben den Krach mit eigenen Messungen dokumentiert. Sie fordern, dass schon jetzt Schutzmaßnahmen ergriffen werden – unabhängig von Planungen für die umstrittene A39. Die Politik greift das Anliegen auf.''' Foto: A/t&w]]
Obwohl die Antragsziele klar benannt sind, kommt der Auftrag an die Kreisverwaltung mit Formulierungen wie „im Rahmen des rechtlich Zulässigen“ wachsweich daher. Kein Wunder. Denn der Vorstoß von CDU und SPD bringt Landrat Manfred in eine schwierige Situation. Der Landkreis ist Planfeststellungsbehörde und damit zur Neutralität verpflichtet. Anträge der Politik, die ein bestimmtes Verhalten einfordern, muss der Kreis ablehnen. Noch heißt es aus dem Kreishaus von Sprecherin Christina Schreiber: „Der Antrag liegt nicht vor, deshalb können wir dazu auch nichts sagen.“ Doch schon bald wird sich zeigen, ob die Formulierungskünste vom CDU-Fraktionschef im Kreistag, Alexander Blume, dem Kreis genügend Spielraum lassen.
Von Beruf ist Blume Rechtsanwalt, Parteifreund Dr. Gerhard Scharf deshalb zuversichtlich, dass der Antrag nicht zurückgewiesen wird. Denn der Handlungsbedarf an der Ostumgehung steht für Scharf außer Frage – und dass nicht nur, weil er selbst dort wohnt. Vor allem die Situation am Fuchsweg hält der CDU-Mann für untragbar. „Die Anwohner dort leiden genauso unter dem Lärm wie alle anderen. Und nur weil im Planfeststellungsbeschluss von 1981 keine Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen waren, soll auch jetzt nichts gemacht werden.“ Für Scharf eine inakzeptable Ungleichbehandlung.
Gleichzeitig kritisiert der Unionspolitiker die aus seiner Sicht unzulässlige „Verquickung von aktuellen Maßnahmen mit den Planungen zur Autobahn 39“. Schließlich wisse niemand, ob und wann die A39 kommt. Deshalb müsse die jetzige Maßnahme auf Nachhaltigkeit angelegt sein. In der von der Landesbehörde in Auftrag gegebenen schalltechnischen Untersuchung zur Ostumgehung heißt es zum Ärger von Scharf aber unter Punkt sechs „Schallschutzmaßnahmen“: Bei der Prüfung möglicher zusätzlicher Maßnahmen sei insbesondere Paragraf 41 (2) des [[Bundes-Immissionsschutzgesetz]]es zu beachten, „da der Nutzungszeitraum bis zum Bau der A39 nur ca. 6-7 Jahre beträgt“. Die Verhältnismäßigkeit zwischen Kosten und Schutzzweck müsse jedoch gewahrt bleiben. Und weiter: „Zusätzliche aktive Lärmschutzmaßnahmen mittels Lärmschutzwänden scheiden aufgrund dieser Situation aus.“
Ebenso wie der Landkreis hält sich auch Dirk Möller, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, derzeit bedeckt. Angesprochen auf höhere Lärmschutzwände und die Situation am Fuchsweg sagt er: „Das sind Fragen, die im laufenden Verfahren beantwortet werden müssen. Dem will ich nicht vorgreifen.“
}}
=== 27. Oktober 2009 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur SPD und A39 ====
{{LB|Peter Weerda<br>
Lüneburg}}
{{Kasten|1=„Jetzt droht der große Bruch“, LZ vom 26. Oktober
'''<big>Schwenk nötig</big>'''
Will Bernd Althusmann, heimlicher Vorsitzender der Lüneburger CDU, seine Partei rechtzeitig vor der nächsten Kommunalwahl von der SPD abgrenzen und in die Pole-Position bringen? Ein Bruch der Gruppe von SPD und CDU in Stadt und Landkreis zum jetzigen Zeitpunkt zwingt die SPD, nach neuen Mehrheiten zu suchen. Gleichzeitig proklamiert der designierte neue SPD-Parteivorsitzende, Sigmar Gabriel, eine dringend gebotene Erneuerung der SPD und die zukünftig verstärkte Einbindung der Parteibasis in die Entscheidungen. Während die Lüneburger SPD hier in den letzten Wochen bereits durch ihre Meinungsänderung beim Ausbau des Lüneburger Flughafens und beim Projekt Tiergartenkamp die Lüneburger überraschte, steht der Paradigmenwechsel beim Thema A39 noch aus. Es erscheint dringend geboten, dass die Basis der SPD ihre Position zur A39 neu diskutiert und zur Entscheidung stellt. Abgesehen davon, dass die A39-Frage bei Wahlen mindestens fünf Prozent der Wählerstimmen in Lüneburg ausmacht, könnte durch eine Neupositionierung bei Koalitionsgesprächen mit den Grünen ein großer Knackpunkt beseitigt werden.
}}
{{Pressefuss|September 2009|November 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte Oktober 2010
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{{Pressekopf}}
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=== 26. Oktober 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Umbenennung der A250 in A39
|Headline=„Signal für den Lückenschluss“
|Untertitel=Autobahn 250 wird in A 39 umbenannt – Minister enthüllt Schilder am 3. November
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Aus der Autobahn 250 wird die Autobahn 39: Offiziell will Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode
die Umbenennung am 3. November vornehmen. Auf dem Autobahnparkplatz Busschewald zwischen Winsen und Lüneburg wird der FDP-Politiker aus Celle dann ein entsprechendes Schild enthüllen. Sein Sprecher Christian Budde sagte gestern, die neue Bezeichnung „ist ein Signal für den Lückenschluss und ein klares Bekenntnis des Ministers zur A39“.
Denn zahlreiche Bürgerinitiativen laufen Sturm gegen das geplante Projekt zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Die
Gegner fürchten Lärm und Umweltschäden, die Wirtschaft dagegen setzt auf die positiven Effekte der Autobahn, hofft auf eine bessere Anbindung des struturschwachen Raumes in Nordostniedersachsen.
Trotz der Umbenennung ist weiter unklar, wann der Startschuss für die A39 fällt. Die Bürger hätten ihr gutes Recht genutzt und Einwände erhoben, die nun geprüft und abgearbeitet würden, sagt Ministeriumssprecher Budde. Seien die Fragen geklärt und stelle der Bund als Bauherr das Geld bereit, könne mit dem Bau der A39 begonnen werden. Das wird vor 2013 nicht der Fall sein.
}}
=== 27. Oktober 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Umbenennung der A250 in A39 ====
{{LB|Martin Knoop, Lüneburg}}
{{Kasten|1=[[Presseberichte_Oktober_2010#Landeszeitung_zur_Umbenennung_der_A250_in_A39|„Signal für Lückenschluss“, LZ vom 26. Oktober]]
'''<big>A 39-Befürworter sollen zahlen</big>'''
Seid verschlungen, Millionen. . . .wer soll denn das bezahlen;
eine Geldausgabe für eine Autobahn deren Bau in den Sternen steht?
Die Umbenennung der A 250 zur A 39 wird durch den Austausch sämtlicher Hinweisschilder viel Geld verschlingen –
und zwar einmal für eine Übergangszeit als A 39/A 250 und anschließend nochmals mit der Beschilderung A 39. Geld, welches mit Zins und Zinseszins unsere noch nicht vorhandenen Nachkommen bezahlen dürfen.
Woher kommt denn das Geld für die nicht notwendige Umbenennung? Verhüllt hier ein Minister die Enthüllung.
Ich schlage vor, dass die Befürworter aus der Wirtschaft sowie die IHK die Zeche dafür zahlen sollen, und zwar ohne Umlage auf die Endverbraucher.
}}
b98fbd72b7dc26019b038cf781955ad751d00a1c
Presseberichte Oktober 2020
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{{Pressekopf}}
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=== 17. Oktober 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zur [[Autobahn GmbH]]
|Headline=Rechnungshof rügt Verkehrsminister
|Untertitel=<span style="color:red">Autobahnbau</span>
|Autor=GT
|Ort=Berlin
|Link=
|Text=Der Bundesrechnungshof moniert die Kosten, die die aktuelle Reform der deutschen
Autobahnverwaltung durch das Bundesverkehrsministerium verursacht. Die mittelfristige
Finanzplanung des Hauses habe um eine Milliarde Euro angehoben werden müssen, unter anderem
wegen der gestiegenen Aufwendungen der neuen Autobahn GmbH, heißt es in einem Bericht. Die
Gesellschaft soll ab 2021 die Zuständigkeit für Fernstraßen von den Ländern übernehmen.
Organisatorisch ist sie aber noch nicht so weit. Allein für 2021 habe sie deshalb
Kooperationsvereinbarungen mit den Ländern in Höhe von 211 Millionen Euro abgeschlossen.
»Diese Mittel stehen für Investitionen in die Infrastruktur nicht zur Verfügung«, kritisieren die
Kontrolleure. Außerdem müssen laut Rechnungshof 14,4 Millionen Euro an Prämien gezahlt werden,
da - mit Personal von den Ländern zur Autobahngesellschaft wechselt. Für das Fernstraßen-
Bundesamt, das die Autobahn GmbH beaufsichtigen soll, lägen zudem noch »keine verbindlichen
Organisationsund Stellenpläne« vor, so die Prüfer. Dafür seien aber Ausgaben in Höhe von 129
Millionen Euro für 2021 veranschlagt, fast 100 Millionen Euro davon für Beamte, die die Autobahn
GmbH kontrollieren sollen. Der Bericht sei eine »herbe Klatsche« für Scheuer, sagt Grünen-
Haushaltsexperte Sven-Christian Kindler. Die Reform werde »von Tag zu Tag teurer«
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
{{Pressefuss|September 2020|November 2020}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
695aecbac9a6fd3cf2a68f9f9b8803e14a6371e4
Presseberichte Oktober 2021
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{{Pressekopf}}
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=== 07. Oktober 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Route der Fahrrad-Demo
|Headline=Streit über Route für Fahrrad-Demo
|Untertitel=
|Autor=Landeszeitung
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Autobahn oder Ostumgehung? Diese Frage wird das Verwaltungsgericht Lüneburg wahrscheinlich heute klären. Das Klimakollektiv plant eine Fahrrad-Demo am Sonntag, 10. Oktober. Sie soll über die A39 führen, das hält die Stadt für zu gefährlich, sie hat die Route abgelehnt. Stattdessen soll die Demo nach der Auftaktkundgebung um 12 Uhr auf dem Marktplatz über die Bleckeder Landstraße und die Ostumgehung in Richtung Norden und von dort nach einer Zwischenkundgebung wieder auf der Ostumgehung gen Süden zurückführen. Dagegen hat das Klimabündnis geklagt.
Demonstriert werde auf jeden Fall – egal für welche Route das Gericht grünes Licht gibt, machen die Organisatoren deutlich. Sie fordern ein „Ende des klimaschädlichen Autobahnprojektes A39“ sowie „ein sofortiges Moratorium für alle Planungen und Baustellen von Autobahnen und Autostraßen“, sagt Merle Hagemeier vom Klimakollektiv. „Wir wollen Mobilität für alle, das geht nur mit einer Mobilitätswende hin zu einem gut ausgebauten, flächendeckenden Umweltverbund: Also ÖPNV, Fahrrad- und Fußinfrastrukturen.“
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=== 08. Oktober 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Verbot des A39-Teils der Fahrrad-Demo
|Headline=A39 für Demonstranten tabu
|Untertitel=Verwaltungsgericht weist Klage gegen Streckenführung der Stadt Lüneburg ab
|Autor=Landeszeitung
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Demo unter dem Motto „Mobilitätswende jetzt – Keine A39! Nach dem Planungsstopp kommt der Rückbau“ darf nicht über die Autobahn 39 führen. Das hat das Verwaltungsgericht Lüneburg am Donnerstag entschieden und damit eine Klage gegen die Stadt Lüneburg zurückgewiesen. Im Vorfeld hatten sich Anmelder der Demo, Stadtverwaltung und Polizei nicht auf eine Strecke einigen können. Während die Initiatoren über ein längeres Stück Autobahn fahren wollten, hatten Stadt und Polizei erhebliche Sicherheitsbedenken.
Diesen räumte das Gericht nun Vorrang ein. In der Begründung heißt es: „Aufgrund der Gesamtumstände hat das Interesse des Antragstellers an der Durchführung der Versammlung auf der von ihm beabsichtigten Route hinter dem öffentlichen Interesse an der Sicherheit und Leichtigkeit des Straßenverkehrs zurückzustehen. Die von ihm begehrte Nutzung des weiteren Teilstücks der A 39 führt zu einer erheblichen weiteren Verkehrsbeeinträchtigung und Gefährdung für eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmern für mehrere Stunden.“
Damit gilt für die Demo am Sonntag, 10. Oktober, die Route, wie sie die Hansestadt Lüneburg Ende September bestätigt hat. Die Anmelder erwarten rund 500 Teilnehmer, mit Verkehrsbehinderungen von 12 bis 18 Uhr zu rechnen. Die Route im Überblick: Marktplatz Lüneburg (Auftakt), Bardowicker Straße, Lüner Straße, Lünertorstraße, Bleckeder Landstraße, Ostumgehung Lüneburg B4/204 Richtung Norden, Ausfahrt Lüneburg/Nord (Zwischenkundgebung), Ostumgehung B4/204 Richtung Süden, Erbstorfer
Landstraße, Meisterweg, Rabensteinstraße, Henningstraße, Bleckeder Landstraße, Lünertorstraße, Lüner Straße, Bardowicker Straße und Marktplatz (Abschluss).
}}
=== 11. Oktober 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Fahrraddemo
|Headline=Radfahrer dominieren den Verkehr
|Untertitel=Protest gegen den Bau der A 39 bewegte sich auch über die Ostumgehung
|Autor=Joachim Zießler
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-10-11_1.jpg|thumb|706px|center|'''Hunderte Demonstranten radelten am Sonntag durch die Stadt und auch über die Ostumgehung, um gegen den Bau der A39 zu demonstrieren.''' Foto: phs]]
Ein mehrere Hundert Meter langer Lindwurm zwang am Sonntagnachmittag dem Lüneburger Verkehr seine Gesetze auf. Zum vierten Mal stiegen Hunderte Lüneburger aus Protest gegen die A 39 in den Fahrradsattel. Nach einer Auftaktveranstaltung auf dem Marktplatz am Mittag radelten geschätzt 500 Demonstranten über die Bleckeder Landstraße und die Ostumgehung zur Ausfahrt Lüneburg Nord. Anschließend ging es erneut über Ostumgehung und Erbstorfer Landstraße zurück. Hunderte Autofahrer standen während des Protests auf den Hauptverkehrsadern und Dutzenden Nebenstraßen im Stau. Ein durchaus gewollter Nebeneffekt, ging es den Veranstaltern doch um "die Mobilitätswende jetzt", um Vorfahrt für Fußgänger, Räder und Bahn gegenüber dem Auto.
'''Auch schon mal fröhliches Hupen zur Begrüßung'''
Eine Vorfahrtsregelung, die am Sonntag bei ausgebremsten Autofahrern zwiespältige Gefühle auslöste. Auf der von der Polizei für den Protest Richtung Norden gesperrten Ostumgehung erklang von dem fließenden Verkehr auf der Gegenfahrbahn noch fröhliches Hupen zur Begrüßung. Dagegen war ein Dialog zwischen radelndem Demonstranten und wartendem Autofahrer unter der Eisenbahnbrücke am Bahnhof deutlich adrenalinlastiger: "Motor aus! Es stinkt!" "Das ist mir doch egal!"
Dutzende Polizisten sperrten die Protestroute, sorgten so für Sicherheit. Laut aufjuchzend flitzten manche Demonstranten den Zubringer nahe der Theodor-Körner-Kaserne herunter. Kaum einer, der nicht sichernd nach links über die Schulter guckte, als er auf die B4 einfädelte. Autofahrerreflexe, die man auch auf dem Rad nicht ablegt. Anderes war dagegen komplett neu. Selfies wurden vor dem Blitzlichtgerät geschossen. Bei maximal 15 km/h auf der linken Spur war klar, dass der Blitzer nicht auslöst. "Wir wären gerne noch bis auf die A 39 gefahren", sagte Jonas vom Klimakollektiv zum Auftakt, "haben sogar vor dem Verwaltungsgericht geklagt, doch noch sind Autobahnen heilig in Deutschland."
Die Stadt hatte einen Protest auf der Autobahn aus Sicherheitsgründen untersagt. Die Juristen folgten dieser Argumentation.
Auf der Lüneburger Demo war zu erleben, wie sich der Protest für eine Mobilitätswende vernetzt. Im Juni hatte es in rund 70 Städten Aktionstage gegeben, auf einen ähnlichen Zuspruch hoffte Moderatorin Linda Vogel auch aktuell. Vogel stammt aus der hessischen Protestbewegung gegen die Abholzung des Dannenröder Forsts nahe Marburg. Auch wenn sie die Bürgerinitiative Lüne gegen die A 39 zur "BI Line" umtaufte, bekam die Externe Applaus für den Appell, den Straßenausbau "in diesem von Straßen zugepflasterten Land zu stoppen". Ein Aktivist vom Protest gegen den Weiterbau der A 14 berichtete von den Konflikten in seiner Region.
Annette Niemann vom Dachverband der A 39-Gegner prangerte an, dass die A 39 den "größten unzerschnittenen Raum in Deutschland zerstören würde". Bernhard Stilke vom BUND verwies auf das jüngste Gutachten seines Verbandes, wonach der Bundesverkehrswegeplan wegen des ignorierten Schutzes der kommenden Generationen verfassungswidrig sei.
Auf ihrer Strecke durch Lüneburg traten die Demonstranten für eine "echte Mobilitätswende mit einem ausgebauten, barrierefreien ÖPNV sowie breiten Rad- und Fußwegen in die Pedale.
Dr. Frank Kracht von der BI Lüne-Moorfeld hofft auf eine neue Klimapolitik aus Berlin und zeigte sich froh, dass eine neue Generation den Staffelstab des ökologischen Protests aufgenommen haben. Und tatsächlich lugte unter Fahrradhelmen neben ergrautem auch viel ungebändigtes, junges Haar hervor.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Deckelgestaltungsdialog
|Headline=Ruheoase oder Begegnungsstätte?
|Untertitel=Bei der Ideenwerkstatt zur Gestaltung des „Lüneburger Deckels“ für die A 39 prallen Konzepte aufeinander
|Autor=Joachim Zießler
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-10-11_2.jpg|thumb|706px|right|'''So könnte der Deckel als reine Grünfläche aussehen, der über der A39 zwischen Lüne und Moorfeld geplant ist. Doch die Anwohner haben eine Reihe konkreter Vorschläge gemacht.''' Visualisierung: Autobahn GmbH]]
Nicht alle Erwartungen an den Gestaltungsdialog für den künftigen „Lüneburger Deckel“ in Höhe Moorfeld werden sich erfüllen lassen. So schrieb einer der 100 Bürger, die vorab schriftlich Vorschläge eingereicht hatten, auf seinen Zettel den Wunsch: „Schnelles Internet“. Tatsächlich kann und soll der 381 Meter lange und 30 Meter breite Deckel über der künftigen A 39 den Lärm schlucken; als Glasfaserersatz ist er eine Fehlbesetzung. Gabriele Parnow-Kloth, Gründungsmitglied der BI Moorfeld gegen die A 39, brachte am Sonnabend ein zusammengerolltes Protestplakat von 2012 in ihrer Tasche mit. Einen Tag später, auf der Fahrraddemo, sagte sie: „Ein Deckel ist eine gute Sache. Aber nicht über einer Autobahn.“
'''„Der Stadtteil bekommt einen Park geschenkt“'''
Klaus Franke, Direktor der Niederlassung Nord der Autobahn GmbH, sieht das berufsbedingt
anders. Als er am Sonnabend im Kleingärtnerverein Moorfeld vor etwa 50 Lüneburger Bürgern den Deckel als „Park, den der Stadtteil geschenkt bekommt“, anpries, erntete er Gelächter. Bevor sich die Anwohner in sechs Arbeitsgruppen über Skizzen beugten, um ihre Wünsche für die Gestaltung des Deckels einzuzeichnen, galt es, Gefechte der Vergangenheit zu schlagen.
„Sie sind uns seit 2015 Lärmschutz schuldig“, beklagte sich ein direkter Anwohner der Ostumgehung, „deswegen bin ich nicht froh, hier zu hören, dass die Arbeiten am Deckel erst 2025 beginnen sollen.“ Gesa Schütte, Leiterin der Lüneburger Außenstelle der Autobahngesellschaft, hob entschuldigend die Hände. Die Zuständigkeiten hätten sich geändert, der Lärmschutz unterliege nun dem Land.
Dr. Gerhard Scharf erneuerte seine Forderung, den Tunnel Richtung Norden noch zu verlängern. „Ansonsten leiden die Anwohner des geplanten Tunnel-Ausgangs weiter unter
Lärm.“ Das Thema soll nun im Begleitausschuss erneut auf die Tagesordnung.
[[Bild:LZ_2021-10-11_3.jpg|thumb|363px|left|'''Feilen am Lüneburger Deckel (v.l.): Die Hamburger Landschaftsarchitektin Pamela Münch und Klaus Franke von der Autobahn GmbH diskutierten mit Anwohnern über die Möglichkeiten.''' Foto: phs]]
„Froh“ über die Einbeziehung der betroffenen Bürger bei der Deckel-Gestaltung äußerte sich
Oberbürgermeister Ulrich Mädge. „So eine Veranstaltung hätten wir uns schon vor zehn, fünfzehn Jahren gewünscht.“
Froh zeigten sich die anwesenden Bürger während der fünfstündigen Veranstaltung zwar über die Aussicht, dass das Grundrauschen des Verkehrs künftig geschluckt wird. Doch die Frage, wie die Oberfläche des Quasi-Tunnels genutzt wird, ließ Konfliktlinien aufbrechen. Eine verlief zwischen den direkten Anwohnern der Ostumgehung und den Bewohnern, die zwar im Stadtteil, aber weiter entfernt von der Lärmquelle leben. Eine Skizze, die eine Bühne für Konzerte vorsah, ließ eine direkte Nachbarin ausrufen: „Der Deckel soll uns den Lärm nehmen und nicht neue Probleme machen.“ Jüngere Bürger, die in zweiter, dritter Reihe zur künftigen A 39 leben, sehen im Deckel eher die Chance, die Zerschneidung des Stadtviertels durch eine Stätte der Begegnung zu überwinden.
'''„Wir sind gegen die Autobahn“'''
Eine andere Konfliktlinie befand sich in den Köpfen. Es fiel einigen schwer, den Deckel kreativ zu gestalten, weil sie die Entscheidung, die der Deckel abmildern soll, ablehnen. So sagte Anwohner Friedhelm Feldhaus, bevor er den Vorschlag seiner Gruppe vorstellte: „Wir sind gegen die Autobahn. Der Kampf gegen sie ließ die Menschen hier zusammenrücken.“
Das soll tunlichst auch der Deckel leisten. Konsens von fünf der sechs Arbeitsgruppen der
Ideenwerkstatt war, dass auf dem begrünten Deckel Begegnungsstätten entstehen sollen.
Eine Boule-Bahn für Ältere wurde drei Mal genannt, ein Spielplatz für Kinder fünf Mal, Freiraum für Jugendliche, auch mit Hütte, ebenfalls. Eine Gruppe wollte auf dem Deckel „der Natur zurückgeben, was man ihr mit der Straße genommen hat.“ Ein insektenfreundliches Biotop samt Solarpark – „gerne auch genossenschaftlich“ – stellten sich diese Anwohner vor. Die Gruppen, die für einen Ballsportkäfig und/oder einen Spielplatz votierten,
würden diesen eher im Norden anlegen lassen, wo die Anwohner mehr Abstand zum Deckel haben. Büsche als Sichtschutz sollen deren Grundstücke abschirmen.
Bis Ende des Jahres sollen Landschaftsarchitekten aus Hamburg die Ideen, die schriftlich
eingereicht oder bei der Veranstaltung am Sonnabend entwickelt worden waren, aufnehmen und in zwei bis drei Entwürfe gießen. Klar ist: Am Ende wird der Deckel – wie schon jetzt in Schnelsen und Stellingen zu sehen – eine kleine begrünte Oase sein. Allerdings eine, die dem Wagen der Autobahn GmbH vor dem Vereinsheim ähnelt, auf dessen Ladefläche permanent PR-Videos liefen. Dessen Front hatte zwar durch Plastikrasen ein „grünes“ Aussehen bekommen, darunter war immer noch ein Auto. Und unter der Oase wird immer noch eine Autobahn verlaufen.
}}
=== 16. Oktober 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Tod von Verena Fiedler
|Headline=„Das hier ist meine Heimat“
|Untertitel=Trauer um Verena Fiedler: Lüneburger Stadtführerin stirbt im Alter von 65 Jahren
|Autor=Landeszeitung
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2021-10-16-1.jpg|thumb|200px|right|'''Schlagfertig, hilfsbereit und wissensfest: So kannten viele Verena Fiedler.''' Foto: At&w]]
Viele Lüneburger kannten sie. Und Tausende Touristen lernten sie kennen. Sie zeigte Menschen die Stadt, die ihr so sehr am Herzen lag. Die Stadt, in der sie geboren wurde. Immer wieder betonte Verena Fiedler: „Das hier ist meine Heimat.“ Nun ist eine der bekanntesten Lüneburger Stadtführerinnen im Alter von 65 Jahren gestorben.
Mehr als 20 Jahre lang ging sie mit Touristen, aber auch mit Lüneburgern durch „ihre“ Stadt. Es war die Mischung aus großem Wissen und Humor, den alle schätzten. Sie interpretierte und konzipierte dabei ihre Rolle immer wieder neu. Mal war sie Nachtwächterfrau Marie, mal die Sülfmeistergattin, mal Herzogin Eleonore. Und natürlich durften auch die „Roten Rosen“ in ihrem Repertoire nicht fehlen. Sie legte als Vorstandsmitglied des Vereins Lüneburger Stadtführer auch großen Wert darauf, dass der Nachwuchs gut gewappnet auf Tour gehen konnte. Die Stadt würdigte ihr Wirken mit dem Stelljes-Preis, der Bürgerverein mit dem Sülfmeisterring.
'''Viel mehr als eine reine Vermittlerin von Geschichte'''
Ihr Engagement endete aber nicht nach den Stadtführungen. Sie war in vielen Bereichen aktiv – vom Förderverein der Lüner Schule bis zum Kampf gegen die Autobahn 39. Nicht nur, weil sie im Stadtteil Moorfeld wohnte, sondern auch, weil es einfach nicht zusammenpasst: Eine Autobahn mitten durch diese historische Stadt.
Verena Fiedler war aber noch viel mehr als nur Vermittlerin der Historie Lüneburgs. Sie lebte diese Geschichte. Die Fotografin, die einst bei Foto-Tegeler ausgebildet wurde, nutzte ihr Wissen, um Theaterstücke mit historischem Hintergrund zu schreiben. Und sie engagierte sich 20 Jahre lang beim Arbeitskreis Lüneburger Altstadt (ALA). Seit 2003 war sie Gewandmeisterin. Als Herrin über Hunderte Gewänder sorgte sie dafür, dass die Akteure von Handwerkerstraße, Altstadtfest oder auch Christmarkt historisch exakt gekleidet waren.
Aus der Perspektive einer Kennerin fotografierte sie immer wieder ihre Stadt – und machte daraus seit 2012 den ALA-Kalender. Der Erlös floss – natürlich – in den Denkmalschutz. Auch als 2020 die Corona-Pandemie die Stadt lahmlegte, mehr als drei Monate lang keine Stadführungen möglich waren und am Jahresende auch noch der ALAMarkt ausfiel, reagierte Verena Fiedler auf ihre Art: „In diesem Jahr fahre ich mit meinem Rad die Kunden ab und liefere den ALA-Kalender persönlich ab“, sagte sie im Dezember 2020. Nun, zehn Monate später, erlag Verena Fiedler einer schweren Krankheit. Sie hinterlässt ihren Ehemann und drei Kinder.
[[Bild:LZ_2021-10-16-2.jpg|thumb|400px|center|]]
}}
{{Pressefuss1|September 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte September 2006
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2025-02-05T23:12:45Z
Sysop
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1 Version importiert
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{{Pressekopf}}
=== 29. September ===
==== {{LZ}} zur Sitzung des Bauausschusses ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Kein Neubau an der Volgerstraße</big>'''
'''Gebäude würde Charakter des Viertels beeinträchtigen'''
''as'' '''Lüneburg'''. Thema im Bauausschuss war ...
Die Stadt hält an ihrem Entschluss fest, das Gelände "Schlieffen-Park" zu entwickeln, obwohl das Land dort die [[Vorzugsvariante]] der A 39 plant. Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] sagte im Bauausschuss: "Es besteht nach wie vor ein Bedarf an innerstädtischen Wohnflächen. Wir nehmen zur Kenntnis, dass das Land dort die Trasse führen will, haben aber die Planungshoheit und werden davon Gebrauch machen und das Verfahren für eine Bebauung fortführen." Wie berichtet, hat die Stadt alle Bedenken gegen die Trasse im [[Raumordnungsverfahren]] geltend gemacht, das wurde vom Rat abgesegnet. Und sie wird alle juristischen Mittel einsetzen, um den Bau der Trasse zu verhindern.
...
}}
=== 27. September ===
==== Presseerklärung des {{DV}} zu fehlerhafter Biotop-Erfassung für die A 39–Planung ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Tausend A 39-Kartierungsmängel aufgedeckt</big>'''
''Eckehard Niemann''
Die Hinweise von Experten des Naturschutzbundes (Nabu) auf gravierende Versäumnisse und Mängel bei der Biotop-Erfassung für die A 39–[[Planung]] sieht der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 als Bestätigung seiner Kritik an diesem Polit-Prestige-Projekt. Der Diplom-Biologe Hinnerk Schwarz hatte die amtlichen Kartierungen für das [[Raumordnungsverfahren]] überprüft und festgestellt, dass im Untersuchungsraum zwischen Lüneburg und Wolfsburg mehrere hundert bis tausend Biotop- und Lebensräume völlig falsch kartiert und wiedergegeben würden. Noch mangelhafter seien die EU-rechtlich bedeutsamen Verträglichkeits-Untersuchungen von [[Flora-Fauna-Habitate]]n ([[FFH]]). „Hier liegt ein weiterer gravierender Mangel, den die Bürgerinitiativen und der [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefond]] schon im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s juristisch angehen werden“, so Eckehard Niemann als Sprecher der A 39-Gegner, „außerdem wurden andere Umweltschutzgüter wie die Wohnqualität und der Wert landwirtschaftlicher Böden systematisch missachtet.“ Bei der für November angekündigten Erörterung im [[Raumordnungsverfahren]] wollen die Bürgerinitiativen außerdem die unterlassene Prüfung der Notwendigkeit der A 39 und der Untersuchung alternativer Verkehrskonzepte zur Sprache bringen. Nach Ansicht Niemanns gibt es genügend Angriffspunkte, die milliardenteure und überflüssige Autobahn auch juristisch zu Fall zu bringen.
}}
=== 26. September ===
==== {{LZ}} zum Weggangs Friedhelm Fischers, Chef der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Planer nun Bürgermeister</big>'''
'''Friedhelm Fischer in Langenhagen zum Verwaltungschef gewählt'''
''kre'' '''Lüneburg'''. Seit gestern arbeitet ein künftiger hauptamtlicher Bürgermeister bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr - wenn auch nur noch zeitlich befristet bis zum 1. November. Denn dann wird Friedhelm Fischer sein neues Amt in der Stadt Langenhagen bei Hannover antreten. Der Leiter der Lüneburger Straßenbaubehörde hat sich am vergangenen Sonntag in seiner Heimatstadt als [[SPD]]-Kandidat in der Stichwahl mit 52,3 Prozent aller abgegebenen Stimmen gegen die bisherige Amtsinhaberin Dr. Susanne Schott-Lemmer von der [[CDU]] durchgesetzt.
In den zurückliegenden Monaten waren Friedhelm Fischer und seine Behörde in der Lüneburger Region vor allem durch die [[Planung]] der Autobahn 39 bekannt geworden. Mit diesem Projekt wird sich der 50-Jährige nach eigenem Bekunden auch noch in den nächsten Wochen beschäftigen, bevor er dann als Bürgermeister in die 51 000 Einwohner zählende Stadt Langenhagen wechselt. Wer sein Nachfolger und damit neuer Chef der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg wird, steht noch nicht fest: "Die Stelle wird ausgeschrieben", sagt Fischer, den auch in Langenhagen schwierige Aufgaben erwarten. Die [[SPD]] stellt mit 18 Sitzen zwar die stärkste Fraktion im Rat, benötigt dennnoch Unterstützung einer anderen Partei: "Am liebsten", so Fischer, "wäre mir eine Koalition mit den [[Grüne]]n".
}}
=== 25. September ===
==== {{LZ}} zur Landrats-Stichwahl (3) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Landrat sucht nach Mehrheit</big>'''
'''Nahrstedt genießt den Sieg – Dr. Porwol fairer Verlierer'''
''ml'' '''Lüneburg'''. Fast unerträglich,
wenn so viel Glück und so
viel Unglück Seite an Seite
stehen. So wie Sonntagabend
in der Zulassungsstelle des
Landkreises Lüneburg. [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) strahlt
noch ungläubig. Er weiß, er ist
der neue Landrat, er gibt jetzt
die Interviews. Konkurrent Dr.
[[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) kämpft
neben ihm um Haltung und
gratuliert. Analyse für eine Niederlage.
Schneller Abgang.
...
Dr. Porwol dagegen glaubt:
„Die Wahl ist nicht hier entschieden,
sondern von bundespolitischen
Themen und der
A39 überlagert worden.“
...
[[Bernd Althusmann]], [[CDU]]-Kreisverbandsvorsitzender:
Ein dramatisches Ergebnis, das
auch die Quittung für den Zickzackkurs
der [[CDU]] bei Themen
wie Schule und A39 ist.
...
}}
=== 21. September ===
==== {{LZ}} zur Landrats-Stichwahl (2) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Grüne]] Basis in der Stadt setzt auf [[SPD]]</big>'''
'''Versammlungsvotum für Nahrstedt'''
''red'' Lüneburg. Die neue Ratsfraktion der [[Grüne]]n in Lüneburg hielt sich bei der Frage, welchen Landrat sie sich wünscht, noch bedeckt. Die Mitglieder des Ortsvereins gingen dagegen bei der Versammlung Dienstagabend im Gasthaus Nolte in die Offensive zu Gunsten des [[SPD]]-Landratskandidaten [[Manfred Nahrstedt]].
Sprecher Ulrich Blanck und Anka Dobslaw: "Angesichts des Wählervotums halten wir Rot-Grün für die beste Alternative, sowohl in der Stadt als auch im Landkreis. Und wir sind der Überzeugung, dass sich mit [[Manfred Nahrstedt]] grüne Ziele besser verwirklichen lassen." Sie führen dabei unter anderem die Energiewende im Kreis an, bessere Bildungschancen, eine bürgernahe Verwaltung und mehr soziale Gerechtigkeit.
Die Sprecher sagen: "Wir wollen jetzt die Chance für eine rot-grüne Politik in Stadt und Kreis nutzen." Kein Hindernis soll bei den Gesprächen die strittige Frage der geplanten Autobahn A 39 sein. Bekanntlich sind die [[Grüne]]n strikt gegen die Autobahn, die [[SPD]] ist grundsätzlich dafür. Die [[Grüne]]n, so Blanck und Dobslaw, würden weiter gegen die A 39 kämpfen. Aber: "Wir haben 18,1 Prozent bei der Wahl erreicht, müssen also auch damit umgehen, dass es keine Mehrheit gegen die A 39 gab. Diesen Widerspruch müssen wir aushalten." In anderen wichtigen Themen wie der Schulpolitik sei man dagegen dicht beieinander.
}}
=== 20. September ===
==== {{LZ}} zur Landrats-Stichwahl (1) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Feuertaufe wartet</big>'''
'''Wahl des Kreisrats erste schwere Aufgabe für neuen Landrat'''
''ml'' '''Lüneburg'''.
Unterschiedlicher
könnten die Kandidaten
nicht sein: Dr. [[Stefan Porwol]] –
Jurist und Verwaltungsfachmann
– für die [[CDU]], [[Manfred Nahrstedt]] – Diplom-
Sozialpädagoge und Landtagsabgeordneter
– für die [[SPD]].
Beide haben ein Ziel: Sie wollen
bei der [[Kommunalwahl|Stichwahl am Sonntag,
24. September]], Landrat
werden. Und beide haben dasselbe
Problem: Gleich zu Beginn
ihrer Wahlperiode müssen
sie dem Kreistag einen Ersten
Kreisrat vorschlagen, der dem
Landrat als Verwaltungschef
den Rücken frei hält.
Kreisrat ist derzeit Dr. [[Stefan Porwol]]. Gewinnt er die Stichwahl,
rückt er auf, im Fall einer
Niederlage wird er sich voraussichtlich
zurückziehen. „Eine
Zusammenarbeit mit [[Manfred Nahrstedt]] kann ich mir nicht
vorstellen“, sagte Porwol vor
wenigen Tagen gegenüber der
LZ. Zumal sein Vertrag als
Wahlbeamter Ende Juni 2007
ausläuft.
In beiden Fällen ist das Ergebnis
das selbe: Die Stelle des
Ersten Kreisrats wäre vakant.
Die Nachbesetzung ist Chance
und Risiko zugleich. Das Vorschlagsrecht
liegt beim Landrat.
Zwar muss der Posten öffentlich
ausgeschrieben werden, aus
den Bewerbern kann der Landrat
jedoch seinen Favoriten küren. Einen Stellvertreter seines
Vertrauens für das Verwaltungsgeschäft. Der muss allerdings
noch eine entscheidende
Hürde nehmen, die Feuertaufe
im Kreistag bestehen. Denn die
Abgeordneten müssen den Ersten
Kreisrat wählen.
Und das kann durchaus die
erste Nagelprobe für den neuen
Landrat werden. Die Mehrheitsverhältnisse im Kreistag
sind noch unklar. [[CDU]] und
[[SPD]] haben jeweils 19 Sitze,
sind auf der Suche nach Koalitionspartnern.
Für die Mehrheit
im Kreistag sind 27 Sitze erforderlich,
nächst größte Fraktion
sind die [[Grüne]]n mit sieben
Mandaten. Unterdessen hat die
Union mit dem Unabhängigen
Friedhelm Koch bereits einen
Verbündeten gefunden.
Alle anderen [[Parteien]] wollen
sich nicht festlegen, sprechen
für die Stichwahl keine klare
Empfehlung aus. „Wir raten
unseren Anhängern nur, wählen
zu gehen. Einen Kandidaten
bevorzugen wir nicht“, heißt es
unisono von [[Grüne]]n, [[FDP]] und
Linkspartei. Nur [[Miriam Staudte]], [[Grüne]]n-Fraktionschefin
im Kreistag, holt etwas weiter
aus: „Die bisherigen Gespräche
geben keine Wahlempfehlung
her, aber Rot-Grün hat im Kreis
nur eine Chance mit einem
Landrat [[Manfred Nahrstedt]] an
der Spitze der Verwaltung“, gibt
sie einen Weg vor, der durch die
Koalitionsverhandlungen bislang
offenbar nicht frei gemacht
worden ist.
}}
{| {{tabelle auto}}
| <center>{{lzq|Nachgefragt: Porwols Positionen}}
[[Bild:Stefan Porwol.jpg]]
Dr. [[Stefan Porwol]] will für die [[CDU]] neuer Landrat werden.</center>
| <center>{{lzq|Nachgefragt: Nahrstedts Positionen}}
[[Bild:Manfred Nahrstedt.jpg]]
[[Manfred Nahrstedt]] ist Landratskandidat der [[SPD]]. ''Fotos: A//t&w''</center>
|-
| '''Autobahn 39'''
Die Autobahn muss so kommen, aber ein klares Nein zur [[Vorzugsvariante]]. Die [[Ostumgehung]] muss ausgebaut, die angrenzende Bevölkerung mit Lärmschutzwänden und Tempo-Limits entlastet werden.
'''Schuldenabbau'''
Hauptproblem sind nicht die investiven, sondern die Kassenkredite. Diese lassen sich nur mit Hilfe von Land und Bund reduzieren, die entweder mehr Geld für die Jugend- und Sozialhilfe bereitstellen oder Leistungen reduzieren müssen. Vertretbar sind hingegen weitere Kredite für Investitionen in Schulen und Kindertagesstätten.
'''Wirtschaft'''
Zur Stärkung der Wirtschaft ist eine weitere Annäherung an die Metropolregion Hamburg nötig. Nur so kann der Kreis an deren Erfolg teilhaben. Gleichzeitig können die Hamburger von der Ziel-1-Förderung profitieren, die vom nächsten Jahr an in den Raum Lüneburg fließt. Ziel ist zudem ein Förderprogramm für kleine und mittelständische Unternehmen mit einem Volumen von 3,5 Millionen Euro. Erste Gespräche hat es bereits gegeben. Den kommunalen Anteil von zehn Prozent zahlen Städte und Gemeinden sowie der Kreis (einen Euro je Einwohner). Die restlichen 90 Prozent lassen sich als EU-Zuschuss generieren.
'''Kooperationen'''
Weitere Kooperationen und Fusionen im Verwaltungsbereich sind sinnvoll. Auch die Zusammenlegung der Sozialämter von Stadt und Kreis gehört noch einmal auf den Tisch. Auch die Aufgaben Schulträgerschaft und Volkshochschulen sollten neu definiert werden.
Der Kandidat: Dr. [[Stefan Porwol]] (50), verheiratet, zwei Kinder, Jurist, seit 1985 bei der Lüneburger Kreisverwaltung.
|'''Autobahn 39'''
Die [[Vorzugsvariante]] ist nicht hinnehmbar. Sie zerstört gewachsene Strukturen der Stadt. Eine Tunnellösung muss geprüft und angestrebt, alternativ die [[Ostumgehung]] genutzt und mit einem Deckel versehen werden.
'''Schuldenabbau'''
Schulden können nur abgebaut werden, wenn das Land den kommunalen Finanzausgleich aufstockt und nicht noch weiter kürzt. Springt die Konjunktur wieder an, fließt auch mehr Geld in die Kassen der Kommunen. Zudem darf ein Trend an Lüneburg nicht vorbeigehen: Die Stadt braucht 3000 zusätzliche Studenten in den nächsten Jahren.
'''Wirtschaft'''
Die Position des Kreises in der Metropolregion Hamburg muss gefestigt werden. Stärker genutzt werden muss in Zukunft das Know-how der Universität, zudem Existenzgründer auch über zusätzliche Einrichtungen wie das "e.novum" gefördert werden. Betriebe können auch von einem regionalen Strukturfonds profitieren, in den ein Punkt der Kreisumlage eingezahlt wird - immerhin eine Million Euro. Das Geld wird eingesetzt, um Strukturschwächen auszugleichen.
'''Kooperationen'''
Hieß es früher: Der Große frisst den Kleinen, gilt heute: Der Schnelle frisst den Langsamen. Das gilt natürlich auch für Verwaltungen. Sicher ist: In der Kreisverwaltung kann in vielen Bereichen schneller gearbeitet werden - immer unter dem Grundsatz: Die Akte muss wandern, nicht der Mensch. Fusionen wie die der Sozialämter von Stadt und Kreis sind dabei kein Thema.
Der Kandidat: [[Manfred Nahrstedt]] (58), verheiratet, ein Kind, Sozialpädagoge, seit 2003 [[SPD]]-Landtagsabgeordneter.
|}
=== 19. September ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Frage, ob Autobahnen [[Arbeitsplätze]] schaffen ====
{{LB|Guido Ostermann<br>Wendisch Evern}}
{{Kasten gelb|
'''<big>Argument entkräftet</big>'''
'''[[Presseberichte_August_2006#Landeszeitung.2C_Rubrik_.22Angespitzt.22|„Angespitzt - Parteien in der A39-Falle“, LZ vom 26./27. August]]'''
Nicht nur durch die Wahl
können sich die [[Politiker]] nicht
mehr hinter Sätzen wie „Autobahnen
schaffen [[Arbeitsplätze]]“
verstecken, sondern schon seit
langer Zeit ist dieses Totschlagargument
entkräftet worden.
Aktuelles Beispiel ist die Verlagerung
von 250 [[Arbeitsplätze]]n
der Firma Kraft Food Fallingbostel
nach Polen. Komisch,
Kraft Food liegt direkt an der
A7, und in Polen gibt es kaum
Autobahnen. Das Problem mit
Neuansiedlungen von [[Arbeitsplätze]]n in Deutschland ist nicht
durch neue Autobahnen, nur
durch vernünftige Rahmenbedingungen
für Unternehmen zu
lösen. Auch die IHK sollte sich
lieber um die bedrohten Arbeitnehmer
bei Kraft Food kümmern,
statt nur die eigene Lobby
zu bedienen und die A39 zu
fordern. Das Thema A39 zur
Wahl auszublenden, ist falsch.
Unsere „Volksvertreter“ müssen
bei der A39 Farbe bekennen
und dürfen nicht aus Angst um
ihre Posten dieses wichtige Thema
unter den Tisch kehren. ...
Liebe [[Politiker]], nach der
Wahl liegt das Thema A39
wieder auf dem Tisch, und das
wissen auch eure Wähler.
}}
==== {{LZ}} zur Verabschiedung des IHK-Hauptgeschäftsführers ====
[[Bild:Petersen.jpg|thumb|150px|'''Jens Petersen vor dem Gebäude der IHK am Sand – zum Monatsende scheidet der Hauptgeschäftsführer aus dem Dienst aus.''' Foto: be]]
{{Kasten gelb|
'''<big>Das Ende der Ära Petersen</big>'''
'''IHK-Hauptgeschäftsführer geht in den Ruhestand'''
''pet'' '''Lüneburg'''. ... Ende
September geht der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und
Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg nun in den Ruhestand,
am Freitag wird er verabschiedet
– eine Ära geht zu
Ende. Nachfolger ist Wolfram
Klein, zuvor Leiter der
Deutsch-Ungarischen Außenhandelskammer
in Ungarn.
„Arbeit im Lande halten,
Existenzen sichern und neue
ansiedeln“ – das war immer
eines der Hauptanliegen von
Jens Petersen.<br>...<br>
Die Stärkung der Verkehrsinfrastruktur
lag ihm immer besonders
am Herzen, der geplante
Bau der Autobahn 39 ist
eines seiner größten Anliegen.
„Wir müssen hier eine Situation
schaffen, wie sie etwa an der A7
besteht, mit vielen Attraktionen,
die [[Arbeitsplätze]] bringen.“
Petersen glaubt, dass die Autobahn
bis 2015 fertiggestellt ist.
„Der wirtschaftliche Erfolg wird
sich einstellen. Ganz sicher.“<br>...<br>
Petersen
ist Vorsitzender des Clubs von
Lüneburg, Mitglied der Rotarier
und stellvertretender Vorsitzender
des Vereins Welterbe Lüneburg
– nur eine Auswahl.
„Ich werde mehr Zeit haben
für Dinge, die ich bisher zurückstellen musste“, sagt der
Neu-Ruheständler.
...
}}
=== 18. September ===
==== Presseerklärung des {{DV}} zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39 Thema bei Koalitionsverhandlungen</big>'''
''Eckehard Niemann''
Der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen gegen die A 39 hat die neu zusammengesetzten Gemeinderäte und Kreistage aufgefordert, die Argumente vieler ihrer Bürger gegen die geplante Autobahn ernst zu nehmen und für eine faire und ergebnisoffene Diskussion über alternative verkehrs- und regionalpolitische Lösungen bereit zu sein. „Es hat sich bei den Wahlen gezeigt“, so Pressesprecher Eckehard Niemann, „dass man jetzt schon vielerorts mit einer sturen Pro-A39-Position eher Stimmen verliert als gewinnt.“ Nachdem sich der Widerstand gegen dieses unsinnige Polit-Prestigeprojekt bereits in über 40.000 Unterschriften, 10.000 Einwendungen, dem 100-Trecker-Treck, dem [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds]], in Gemeinderats-Resolutionen, Veranstaltungen und zahllosen Aktionen manifestiert habe, werde er nun auch auf kommunalpolitischer Ebene noch deutlicheren Niederschlag finden. Niemann forderte die jetzt schon entschiedenen A39-Gegner in den Fraktionen von [[Grüne]]n, [[SPD]], Unabhängigen, [[CDU]] und den Keine-A39-Listen auf, bei den jetzt anstehenden Koalitionsverhandlungen, Absprachen und Wahlempfehlungen die Frage der Positionierung in Sachen A 39 zu einem wesentlichen Verhandlungspunkt zu machen.
}}
=== 15. September ===
==== {{LZ}} zur [[Kommunalwahl]] (Stichwahl zum Samtgemeindebürgermeister Gellersen) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>[[Grüne]] Hilfe für Nehring</big>'''
''lz'' '''Reppenstedt'''. Der Ortsverband Gellersen von [[Bündnis 90/Die Grünen]] hat bei seiner jüngsten Sitzung beschlossen, Uwe Nehring ([[SPD]]) bei der Stichwahl zum Samtgemeindebürgermeister zu unterstützen. Das berichtet [[Grüne]]n-Sprecher Hans-Christian Friedrichs in einer Pressemitteilung. Die [[Grüne]]n sprechen sich für Nehring aus, weil dieser sich in der Vergangenheit immer eindeutig gegen die Autobahn 39 ausgesprochen habe und damit eine der Hauptforderungen der [[Grüne]]n unterstütze, so Friedrichs.
}}
=== 13. September ===
==== {{LZ}} zur Verwendung von [[EU-Mittel]]n ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Historisch einmalige Chance</big>'''
'''Wulff empfängt EU-Kommissarin - Fördermittel könnten auch für Planung der A 39 fließen'''
''Von Thomas Mitzlaff''
[[Bild:2006 09 13 landeszeitung 01.jpg|thumb|200px|'''Die Tourismusförderung und die Planung der Autobahn 39 könnten von den [[EU-Mittel]]n profitieren, teilte Niedersachsens Ministerpräsident [[Christian Wulff]] mit.''' Foto: A/t&w]]
'''Hannover'''. Niedersachsens Ministerpräsident [[Christian Wulff]] hat die Förderung der Region Lüneburg und der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg mit [[EU-Mittel]]n vom Jahr 2007 an als eine "historisch einmalige Chance" bezeichnet. Bei einem Besuch der EU-Kommissarin für Regionalpolitik, Danuta Hübner, gestern in Hannover wies Wulff darauf hin, dass in den alten Bundesländern lediglich das ehemalige Zonenrandgebiet diese Art der Förderung ([[Ziel 1-Förderung]]) erhalte. Denn die Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg werden nach EU-Definition in ihrer Wirtschaftskraft als besonders rückständig eingestuft. Bislang fielen lediglich die neuen Bundesländer in diese Kategorie.
"Eine finanzielle Unterstützung in diesem Umfang wird es in der Geschichte Europas für die Region Lüneburg nicht noch einmal geben", betonte Wulff bei einer Pressekonferenz im Gästehaus der Landesregierung. "Denn mit der Aufnahme etwa von Rumänien und Bulgarien in die EU wird das europäische Förderniveau sinken." Es gelte jetzt diese große Chance zu ergreife, so Wulff. Insgesamt stehen für das Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirkes Lüneburg 881 Millionen Euro Fördermittel aus den [[EU-Strukturfonds]] bereit. Sie sollen unter anderem in Projekte unter den Stichworten Wachstum, Wissenschaft und Strukturstärkung fließen. Welche Projekte konkret gefördert werden, steht noch nicht fest. Im Oktober werde das Kabinett darüber beraten, so Wulff.
Der Landkreis Uelzen steht mit mehreren Projekten in den Startlöchern, "Uelzen ist gut gerüstet", so der Ministerpräsident. 74,4 Prozent dieser Zahl könnte der Region Uelzen und Lüchow-Dannenberg einen Millionen-Reigen an Fördermitteln von der Europäischen Union bescheren. Denn das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt somit knapp unter 75 Prozent des Durchschnitts aller EU-Länder. Bislang fiel nur Ostdeutschland in diese Kategorie. Und diese Chance gelte es zu nutzen, sagte Wulff. "Uelzen wird dabei noch mehr gefördert als etwa der Landkreis Lüneburg."
Dass die Region unter die magische 75-Prozent-Grenze rutschen konnte, liegt daran, dass Tausende Uelzener täglich zum Arbeitsplatz außerhalb des Landkreises pendeln, viele von ihnen nach Hamburg. Somit wird ihre Arbeitsleistung nicht im Kreis Uelzen für das BIP berücksichtigt, sondern dort, wo sie tätig sind.
Derzeit sammelt der Landkreis Vorschläge für förderungsfähige Projekte, "dabei geht es zum Beispiel nicht um die Umsiedlung von Firmen, sondern um Neuansiedlungen", so der Ministerpräsident. Der Kreis Uelzen sei dabei sehr aktiv "vor allem im Bereich des Strukturwandels in der Landwirtschaft und bei den nachwachsenden Rohstoffen. Das Stichwort, dass [[Christian Wulff]] nicht nannte, auf das der Landkreis Uelzen aber große Hoffnungen setzt, ist dabei der Biokraftstoff-Produzent Choren, der erwägt, sich im Uelzener Hafen anzusiedeln. Doch auch die Tourismusförderung und der Bau der Autobahn 39 von Wolfsburg durch den Kreis Uelzen nach Lüneburg könnten von diesen [[EU-Mittel]]n profitieren, so Niedersachsens Ministerpräsident. Auf die A 39 setzt die Landesregierung große Hoffnung für die Erschließung des ehemaligen Zonenrandgebietes, "zumal die Ergebnisse der [[Kommunalwahl]] gezeigt haben, dass die Autobahngegner dieses Projekt nicht verhindern können".
}}
* Hier irrt sich der Ministerpräsident: In der LZ vom 19.01.2007 wird klargestellt: [[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zum_Ziel-1-Sachstand|'''Kein EU-Geld für Autobahn 39''' - Referatsleiter aus Hannover stellt Unternehmern Ziel-1-Sachstand vor]].
==== {{LZ}} zur Position der Kleingärtner ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Autobahn bereitet auch den Kleingärtnern Sorgen </big>'''
'''Grünflächen- und Forstausschuss besichtigt die Kolonien'''
''ahe'' '''Lüneburg'''. Das Wetter herrlich, die Gastgeber freundlich und der Stress der [[Kommunalwahl]]en überstanden: Für die Mitglieder des städtischen Grünflächen- und Forstausschusses stand zum Ende der Wahlperiode gestern mit der Besichtigung der Lüneburger Kleingartenkolonien einer der angenehmsten Termine an.
In vier Etappen bis zum 25. September sehen sich die Politiker zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung und vom Kleingärtner-Bezirksverband je vier Kolonien an. Zum Auftakt standen Besuche bei den Vereinen Moorfeld, Teichkoppel, Hopfengarten und Am Pferdeteich an. Sie wollen sehen, wo die fleißigsten Gärtner die dicksten Tomaten und größten Kartoffeln ernten, wo die Vereinsgemeinschaft am aktivsten ist und die Kinder die besten Spielmöglichkeiten haben. Sie bewerten jede Anlage, die besten zeichnen sie am Ende einmal mehr aus - in diesem Jahr bereits zum 50. Mal.
115 Hektar Fläche bewirtschaften die rund 2000 aktiven Lüneburger Kleingärtner in 16 Vereinen. Der Ausschuss hörte diesmal auch von den Sorgen der Kleingärtner des Vereins Teichkoppel, die um ihre Gärten fürchten, weil die [[Vorzugstrasse]] der geplanten A 39 über Koloniegebiet läuft. Schon jetzt sei es deshalb schwer, leer stehende Gärten wieder zu verpachten.
Einige hundert Meter weiter Am Pferdeteich berichtete Vereinsvorsitzender Andreas Calovius über die in diesem Jahr geleistetet Arbeit und zeigte die Resultate, die dazu geführt haben, dass sich die Kolonie über den Landeswettbewerb "Gärten im Städtebau" für den Bundeswettbewerb qualifizierte.
}}
==== {{LZ}}: Interview mit Oberbürgermeister Ulrich Mädge über die wichtigsten Projekte fürs kommende Jahr ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Mädge plant ohne [[Vorzugstrasse]] </big>'''
'''OB setzt Eckpunkte - Schlieffenpark-Projekt läuft ohne Änderung weiter'''
''as'' '''Lüneburg'''. Hoch gewonnen, kurz gefeiert und schon steckt Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] wieder mittendrin in der Arbeit. 2920 Tage Amtszeit liegen vor ihm, im Interview richtet er den Blick auf die wichtigsten Aufgaben und Projekte in den kommenden Monaten.
...
Was sind für Sie die wichtigsten Projekte fürs kommende Jahr?
'''Mädge''': ''Bei den Bauprojekten stehen die Reichenbachbrücke und das Baugebiet Schlieffenpark ganz oben auf der Prioritätenliste. Ein Schwerpunkt wird aber weiterhin bei der Schulsanierung und beim Ausbau der Krippenplätze in Lüneburg liegen.''
Sind die Aufträge für die Reichenbachbrücke bereits ausgeschrieben?
'''Mädge''': ''Ja, wir erwarten jetzt den Zuwendungsbescheid des Landes.''
Und was ist aus dem Zeitplan für den Schlieffenpark geworden? Ende 2006 sollte mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden.
'''Mädge''': ''Die Planungen werden am 27. September im Bauausschuss vorgestellt. Wir planen weiter wie bisher, weil wir überzeugt sind, dass die Vorzugstrasse nicht kommt. Das ist auch mit allen Grundeigentümern besprochen.''
Falls das [[Raumordnungsverfahren]] A 39 aber mit der [[Vorzugsvariante]] abschließt, haben Sie durch ihre Fachanwälte genug Fakten gesammelt, dagegen erfolgreich zu klagen?
'''Mädge''': ''Ich bin mir sicher, dass unsere Argumente stark genug sind. Ich habe zugesagt, dass wir alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um die Vorzugstrasse zu verhindern - und daran hat sich nichts geändert.''
...
}}
==== {{AllZ}} zu Fehlern bei der Kartierung von Biotopen ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Hunderte von Biotopen falsch oder überhaupt nicht kartiert</big>'''
''AZ - Lokales''
'''Brome/Boldecker Land'''. Der Nabu wirft den Planungsbehörden „haarsträubende Defizite” in der Raumanalyse des [[Raumordnungsverfahren]]s ([[ROV]]) für die geplante Autobahn 39 in den beiden Samtgemeinden vor. Mehrere 100, wenn nicht gar 1000 Biotope seien völlig falsch oder gar nicht kartiert und wiedergegeben worden, sagt Diplom-Biologe Jan-Hinnerk Schwarz, Vorsitzender der 270 Nabu-Mitglieder im Boldecker Land und Vorstandsmitglied des Nabu-Kreisverbandes.
Als Beispiel nennt Bromes Nabu-Vorsitzender Uwe Bleich die Amphibienkartierung im Bereich Hoitlingen und Tiddische: Einige Laichgewässer für wertgebende Arten seien nicht erfasst worden. Schwarz ergänzt das Beispiel Vogelmoor: „Hier wurden besonders geschützte Biotope übersehen oder möglicherweise bewusst gar nicht aufgenommen.” Bodensaure Stiel- und Traubeneichenwälder westlich Barwedels, in denen die [[FFH]]-Prioritätsart des Hirschkäfers vorkommt, aber auch die Erlenbruch- und Auwälder der Kleinen Aller im südöstlichen Ehra-Holz gehören dazu.
Als Beispiel für die mangelhaften Kartierungsarbeiten hat sich der Nabu den Großen Fischteich am Rande des Barwedeler Vogelmoores ausgesucht. Am Westufer steht ein großerr, für Nordostdeutschland typischer, allerdings selten gewordener Schlangenwurz-Erlenbruchwald, der laut Schwarz per Gesetz streng geschützt ist. In der Umweltverträglichkeitsstudie für die Autobahn steht er als „nicht geschützter Birken- und Kiefernwald entwässerter Standorte”, so Schwarz. Weiter werde der Teich als naturfern eingestuft. „Dabei wird völlig übersehen, dass er nicht nur einen optimalen Erlebnis- und Erholungsraum bietet, sondern auch Lebensraum für die Teichralle, Eisvogel und andere seltene Tiere.”
Schwarz meint, die Gemeinden hätten ihre Bürger besser informieren müssen. „Der Nabu hofft noch auf eine politische Kurskorrektur, dieses auf bis zu 2,6 Milliarden Euro geschätzte Projekt noch abwenden zu können.” Der Bau von Ortsumgehungen sei weitaus sinnvoller .
}}
=== 12. September ===
==== {{HA}} zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>SPD auf Partnersuche</big>'''
'''Rathaus: Großer Sieg für Mädge, aber was wird im Stadtrat? Weil die SPD im Stadtrat knapp drei Prozent verlor, reicht es mit der FDP nicht mehr. Gibt es eine Koalition der Verlierer oder Rot-Grün?'''
''Von Carolin George''
'''Lüneburg''' -
Für Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) ging am Sonntag zwar ein Traum in Erfüllung - mit 61,3 Prozent hat er seinem Kontrahenten um den Chefposten keine Chance gelassen. Ein Wunsch jedoch wurde ihm nicht erfüllt: der auf eine starke Stadtratsfraktion. So ist die [[SPD]] zwar immer noch größte Kraft, hat aber zwei Sitze eingebüßt: Die Koalition aus [[SPD]] und [[FDP]] kann nicht weiterregieren.
Die Sozialdemokraten rutschten von 43,9 Prozent ab auf aktuell 40,7 Prozent. Die Folge: nur noch 17 der insgesamt 42 Sitze. Koalitionspartner [[FDP]] büßte mit 7,0 statt zuvor 8,1 Prozent auch Stimmen ein, hält sich mit weiterhin drei Sitzen jedoch stabil. Macht zusammen 20 Sitze. Insgesamt braucht eine Regierung 21 Sessel plus Oberbürgermeister.
Mädge betont, sich bei den städtischen Koalitionsverhandlungen nicht von den Verhältnissen im Kreistag beeindrucken lassen zu wollen: "Wir werden uns nicht unter Druck setzen lassen." [[SPD]]-Fraktionschef [[Heiko Dörbaum]] hat Verhandlungen mit [[CDU]], [[FDP]] und [[Grüne]]n angekündigt, nur die Linken kommen für ihn nicht in Frage.
Die haben bei ihrer ersten Stadtratwahlwahl in Lüneburg zwei Sitze erobert und wollen laut OB-Kandidat Karlheinz Fahrenwaldt weiter gegen das kämpfen, was sie bereits zum Wahlkampfthema gemacht hatten - was aber längst beschlossen ist: der Ausbau der Reichenbachbrücke und die A 39.
Für die [[FDP]] scheint die Zeit an der Regierung vorbei zu sein: So rechnet Fraktionsvorsitzende [[Birte Schellmann]] mit einer großen Koalition oder einer aus [[SPD]] und [[Grüne]]n. [[SPD]], [[FDP]] und Linke - "da hätten wir große Bedenken mitzumachen". Große Gewinner sind die [[Grüne]]n mit 18,1 statt zuvor 13,4 Prozent und drei Sitzen plus. OB-Kandidat [[Ulrich Löb]]: "Von der [[SPD]] als Verlierer wäre es unklug mit einer anderen Verliererpartei weiterzumachen. Aber sie hat Angst, sich auf eine moderne Politik mit den Grünen einzulassen."
Stärker noch als die [[SPD]] ist die [[CDU]] abgesackt: Sie bekam nur 28,4 Prozent, sechs Prozent weniger als 2001. Konsequenz: drei Sitze weniger. "Das ist wirklich unglaublich", gab sich der parteilose [[CDU]]-Oberbürgermeisterkandidat Jürgen Lürssen ratlos, "ein richtiger Linksrutsch!" [[CDU]]-Landtagsabgeordneter [[Bernd Althusmann]]: "Die [[SPD]] wird sich jetzt entscheiden müssen, ob sie mit den [[Grüne]]n weiterregiert. Wir werden offen verhandeln."
}}
=== 11. September ===
==== {{LZ}} zur [[Kommunalwahl]] (Oberbürgermeister) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Das sagen die OB-Kandidaten</big>'''
'''Mädge jubelt, Dr. Lürssen enttäuscht'''
''red'' '''Lüneburg'''. Die OB-Wahl
ist gelaufen, das sagen die Kandidaten
zu ihrem Abschneiden:
OB [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]): „Wir sind als Partei geschlossen
in Stadt und Landkreis aufgetreten
und die Wähler haben
meine Arbeit honoriert.“
[[Birte Schellmann]] ([[FDP]]): „Es
war klar, das es etwas weniger
wird, weil die Wahl sich auf die
zwei Favoriten kapriziert hat.
Ich bin aber vor allem über die
beängstigend niedrige Wahlbeteiligung
erschrocken und besorgt.“
Professor Dr. Jürgen Lürssen
(parteilos/[[CDU]]): „Ich habe das
Ziel gehabt, in die Stichwahl zu
kommen, das habe ich nicht
erreicht, eher nur die Basiswerte
der [[CDU]]-Stammwähler, das
ist für mich enttäuschend. Offensichtlich
ist mein programmatischer
Ansatz nicht angekommen.“
[[Ulrich Löb]] ([[Grüne]]): „Wir
sind sehr zufrieden, die kontinuierliche
Arbeit der letzten
Jahre hat sich ausgezahlt, der Widerstand gegen die A39 hat sich im Wahlergebnis niedergeschlagen.“
Karlheinz Fahrenwaldt
(Linkspartei): „Wir haben nicht
die Person in den Mittelpunkt
gestellt, sondern die Inhalte der
Partei, mein persönliches Ergebnis
ist daher nicht entscheidend.
Ich gratuliere Herrn Mädge.“
}}
==== {{LZ}} zur [[Kommunalwahl]] (Kreistag) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Patt im Kreistag</big>'''
'''Wähler würfeln Mehrheiten durcheinander – [[CDU]] und [[SPD]] verlieren deutlich
'''
''lz'' '''Lüneburg'''. Die Würfel bei
der Wahl zum Kreistag sind
gefallen. Die beiden großen
[[Parteien]] [[CDU]] und [[SPD]] lieferten
sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen:
Nicht einmal ein halbes
Prozent der Wählerstimmen
trennt sie. Im Gegensatz zu den
kleinen [[Parteien]], sind die „Großen“
abgestraft worden. Sowohl
[[CDU]], als auch [[SPD]] büßten
Stimmen ein.
Wunden lecken bei der [[CDU]]:
„Das Ergebnis ist alles andere
als zufriedenstellend“, sagt
[[CDU]]-Fraktionschef Jens Kaidas.
Gründe für den Absturz ?
„Wir haben zu viele Brennpunkte
in zu vielen Gemeinden“,
analysiert er und listet
auf: „Etwa bei der Schulpolitik
haben wir ein unglückliches
Bild abgegeben.“ Statt sich einheitlich
nach außen zu präsentieren,
habe es immer wieder
Streit in der Fraktion gegeben.
„Kirchturmpolitik“ wirft Kaidas
einigen Parteifreunden vor, sagt
aber auch: „Die Entscheidungen,
die wir getroffen haben,
waren richtig.“ Dennoch hofft
er, im neuen Kreistag eine
Mehrheit zusammen zu bekommen,
„um den eingeschlagenen
Weg forsetzen zu können.“
'''„Keine große Koalition“'''
„Rundum zufrieden“ ist [[SPD]]-Fraktionschef
[[Manfred Nahrstedt]]
mit dem Wahlergebnis.
Auch wenn die [[SPD]] leichte
Verluste eingefahren habe, „haben
die Wähler die Politik der
Kreistagsfraktion eindeutig honoriert“,
meint er. Heute Morgen
werde seine Fraktion Gespräche über Koalitionsbildungen
mit allen demokratischen
[[Parteien]] führen. „Wir wollen
eine starke Mehrheit“, sagt
Nahrstedt.
[[Miriam Staudte]], Fraktionschefin
der [[Grüne]]n: „Wir haben
mehr als vier Prozent zugelegt.
Das ist enorm.“ Nicht zuletzt
sei es zu diesem Ergebnis gekommen,
„weil wir die einzigen
sind, die das Thema Elbbrücke
nicht emotional bewertet haben.
Und auch die A39 spielt
stark mit hinein.“ Ziel von
[[Bündnis 90/Die Grünen]] sei es
nun, „eine Große Koalition im
Kreistag zu verhindern“.
Ernüchternd registrierte [[Monika Schumann-Schilling]] das
Wahlresultat: „Das Ergebnis ist
insgesamt enttäuschend. Ich
hatte mir sieben bis acht Prozent
als Ziel gesetzt, aber auch
beim Kreistag war ich optimistischer.“ Bei Redaktionsschluss
stand vorläufig fest: Die [[FDP]]-Politikerin
wird dem neuen Kreistag nicht mehr angehören.
[[Jörg Venderbosch]] ([[Linkspartei]])
strahlt übers ganze Gesicht:
„Prima, ein super Ergebnis. Wir
sind im Kreis- und Stadtrat
vertreten. Ob wir mit anderen
[[Parteien]] zusammenarbeiten,
hängt davon ab, inwieweit wir
da unsere Ziele durchsetzen
können. Im Moment sehe ich
aber keine Partei, die dafür
infrage kommt.“
Bislang saßen „Die Unabhängigen“
im Kreistag mit in der
Regierungsverantwortung, bildeten
gemeinsam mit [[CDU]] und
[[FDP]] die Mehrheitsgruppe. Jetzt
hat der Wähler gesprochen und
die Mehrheitsverhältnisse im
Kreistag ordentlich durcheinander
gewirbelt. Ob „Die Unabhängigen“ auch in der neuen
Legislaturperiode im Kreistag
mitregieren werden, vermochte
Vorsitzender Wolfgang Gaußmann
von den „Unabhängigen“
gestern Abend noch nicht zu
sagen: „Am Wahlabend wird
über Koalitionen noch nicht
geredet.“
Mit dem Abschneiden der
Unabhängigen insgesamt ist er
zufrieden.
}}
=== 10. September ===
==== Presseerklärung des {{DV}} zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Gegner legen bei [[Kommunalwahl]]en deutlich zu</big>'''
''Eckehard Niemann''
Bei den Kommunal- und Kreistagswahlen haben in den Landkreisen Lüneburg, Uelzen und Gifhorn jene Listen und Kandidaten deutlich zugelegt, die sich gegen die geplante A 39 ausgesprochen haben. Wie der Dachverband der 34 Bürgerinitiativen mitteilt, zieht in Uelzen die Wählergemeinschaft „Keine A 39 – Liste Zukunft“ mit dem Motto „Regionalentwicklung statt Autobahngläubigkeit“ auf Anhieb in den Kreistag ein. Pressesprecher Eckehard Niemann: „In den von der derzeitigen A 39-[[Vorzugstrasse]] betroffenen Ortschaften kamen die Kandidaten der Keine-A 39-Listen teilweise sogar zu zweistelligen Ergebnissen. Erheblich zugelegt haben auch die [[Grüne]]n, die sich eindeutig gegen die A 39 ausgesprochen hatten: bei den Kreistagswahlen in Lüneburg mit ca. 14 Prozent, in Uelzen und in Gifhorn mit ca. 7 Prozent, in den von der A 39 direkt betroffenen Orten oftmals mit Werten zwischen 20 und 30 Prozent. Gute Wahlergebnisse gab es auch für Kandidaten der [[CDU]], der [[SPD]] und der Unabhängigen Wählerlisten, die sich zuvor deutlich gegen die A 39 ausgesprochen hatten.“ Der Sprecher der Pro-A39-Initiative, [[CDU]]-Kandidat Christian Teppe aus Uelzen, erhielt bei der Bürgermeisterwahl in Uelzen mit nur 24 Prozent eine vernichtende Niederlage.
„Jetzt werden die Karten auch in Sachen A 39 in den Kommunalgremien neu gemischt“, so Niemann, „wir bedanken uns bei den bisherigen Gemeinderäten für die zahlreichen Resolutionen gegen die A 39.“ Nachdem sich der Widerstand gegen dieses unsinnige Polit-Prestigeprojekt bereits in über 40.000 Unterschriften, 10.000 Einwendungen, dem 100-Trecker-Treck, in Gemeinderats-Resolutionen, Veranstaltungen und zahllosen Aktionen manifestiert habe, werde er nun auch auf kommunalpolitischer Ebene noch deutlicheren Niederschlag finden. „Mittlerweile gewinnt man mit der Propaganda für diese Nonsens-Autobahn keine Stimmen mehr, sondern verliert vielmehr etliche seiner Wähler“, so Niemann, „neben den juristischen Widerstand über den [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39|Schutz- und Klagefonds]] und den Widerstand der Bürger tritt nun auch immer stärker die politische Einflussnahme auf die [[Parteien]]!“
}}
=== 8. September ===
==== {{LZ}} über Politikerbefragung des [http://www.keine-a39.de Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39] zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>A 39-Gegner kandidieren</big>'''
red '''Lüneburg.''' Nach einer
Umfrage des [http://www.keine-a39.de Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen den Bau der Autobahn 39 Wolfsburg-Hamburg] haben sich gegen
die geplante Autobahn in
den Landkreisen Lüneburg,
Uelzen und Gifhorn rund 150
Kandidaten für Kreistage aufstellen
lassen. Auf der Internetseite
[http://www.keine-a39.de www.keine-a39.de] würden
die Gegner der Autobahn 39
vorgestellt.
}}
=== 7. September ===
==== {{LZ}} zur Tunnellösung ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Bedenken gegen Tunnellösung</big>'''
'''A-39-Antrag im Landtag: Sonderweg teuer und zeitintensiv'''
''jj'' '''Lüneburg'''. Zwei Punkte wurden bei der A 39-Debatte hinter verschlossenen Türen im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landtags diese Woche deutlich: Ein Autobahntunnel für Lüneburg ist sündhaft teuer, die geforderte Machbarkeitsstudie durchkreuzt womöglich den Zeitplan. Der Ausschuss beriet jetzt den [[SPD]]-Antrag zu Tunnel und Studie.
Experten des Landes gehen davon aus, dass zwei Kilometer Tunnel für Lüneburg rund 200 Millionen Euro zusätzlich kosten. Und die geforderte Machbarkeitsstudie würde nicht nur Mehrarbeit verursachen, sondern auch langwierig sein, womöglich verzögere sich der Bau.
Der Lüneburger [[CDU]]-Landtagsabgeordnete [[Bernd Althusmann]] gab zu bedenken: "Der Tunnel würde ein Drittel der heutigen Gesamtsumme verschlingen. Ich denke, da müssen wir, sollte die Lüneburg-Variante überhaupt gebaut werden, über eine andere Form des [[Lärm]]schutzes nachdenken. Angesichts des Bundeshaushaltes ist eine Tunnellösung bei den Kosten wenig wahrscheinlich."
Althusmann war verwundert, dass der Lüneburger [[SPD]]-Landtagsabgeordnete [[Manfred Nahrstedt]], einer der Initiatoren des Antrags, nicht im Ausschuss saß: "Wahlkampfgetrommel ?" - "Nein", sagt Nahrstedt, "ich kann mich nicht zerreißen, saß zu dieser Zeit im [[SPD]]-Arbeitskreis des Umweltausschusses. Dort ging es um die Frage Müllverbrennung, von Umweltminister Sander favorisiert, oder Kalte Rotte, was wir in Lüneburg vorhalten. Ein wichtiges Thema, bei Verbrennung steigen die Müllgebühren." Bestens im Ausschuss vertreten habe ihn der verkehrspolitischen Sprecher Gerd Will. Der Tunnel-Antrag ist zur weiteren Beratung an die Fraktionen verwiesen worden.
}}
==== {{HA}} zur [[Kommunalwahl]] ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Stade, Harburg, Lüneburg: Die Kandidaten und ihre Chancen
</big>'''
''es, raw, tsu''
'''[[Kommunalwahl]]en: Die Niedersachsen stimmen am Sonntag über ihre Bürgermeister und Landräte ab. In Buchholz könnte ein Parteiloser den [[SPD]]-Bürgermeister Stein ablösen. Im Kreis Lüneburg stellt man sich auf eine Stichwahl um das Landratsamt ein.'''
'''STADE/WINSEN/LÜNEBURG''' -
Wenn am kommenden Sonntag in den Kommunen Niedersachsens gewählt wird, fallen auch in den südlichen Landkreisen der Metropolregion Hamburg wichtige personelle Entscheidungen.
...
'''LÜNEBURG''' - Beim '''SPD'''-Oberbürgermeister-Kandidaten [[Ulrich Mädge]] (56) wissen die Lüneburger, was sie erwartet: Seit 1991 ist der gelernte Diplom-Verwaltungswirt Oberbürgermeister. Nach einer Wiederwahl möchte er die Lebensqualität in der Stadt weiter verbessern, doch anstehende Großprojekte wie der Bau einer neuen Kongresshalle und die angestrebte Aufnahme in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes sind Themen, die in diesem Wahlkampf zurücktreten. Stattdessen ist die Verkehrspolitik Thema Nummer eins: Mädge zählt zu den Befürwortern der geplanten A 39, doch seit die Linienführung der Autobahn bekannt wurde, brodelt es in Lüneburg. [[Vorzugsvariante|Kommt die A 39 wie geplant, so durchschneidet sie das Stadtgebiet]].
Die Auswirkungen dieses Projekts beschäftigen auch Mädges Herausforderer Jürgen Lürssen (51). Der parteilose Professor, verheiratet und Vater zweier Kinder, gleichfalls Autobahnbefürworter im Grundsatz, tritt für die [[CDU]] an. Lürssens Themenschwerpunkte liegen im Bereich Wirtschaftsförderung, Solarenergie und Familienpolitik - doch auch er musste in den vergangenen Wochen immer zum Thema Autobahn Stellung beziehen. Noch dürfte Mädge im Rennen um den Bürgermeisterposten dank des Amtsbonus vorn liegen.
'''LANDKREIS LÜNEBURG''' - Von der Möglichkeit einer Stichwahl munkelt man dagegen bei der Kür des Landrats. Dr. [[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) - 51 Jahre, verheiratet, zwei Kinder - tritt gegen [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) - 58 Jahre, verheiratet, ein Kind - an. Der Verwaltungsjurist Porwol ist bereits stellvertretender Landrat, der Sozialpädagoge [[Manfred Nahrstedt]] sitzt im Niedersächsischen Land- und im Lüneburger Kreistag. Beide leben und arbeiten seit Langem in der Region, wobei Porwol vor allem seine Kompetenz als Verwaltungsjurist in die Waagschale wirft, während sich Nahrstedt als ausgebildeter Sozialpädagoge Kompetenz in Familien-, Arbeits- und Sozialpolitik erwarb. Der Ausgang ihres Rennens gilt noch als völlig offen.
}}
=== 4. September ===
==== {{LZ}} über Positionen der Landratskandidaten ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Wer wird neuer Landrat?</big>'''
'''Fünf Kandidaten kämpfen um den Einzug ins Lüneburger Kreishaus'''
[[Bild:LZ 2006 09 04 Fietz.jpg|thumb|368px|'''Wer wird Landrat Franz Fietz als neuer Kreisverwaltungschef beerben?''' Foto: be]]
''lz'' '''Lüneburg.''' [[Franz Fietz]] ([[CDU]]) tritt nicht mehr an. Fünf Kandidaten wollen ihm deshalb bei der [[Kommunalwahl]] am 10. September auf den Stuhl des Landrats folgen, als neuer Chef -oder Chefin - in die Kreisverwaltung einziehen.
Die Bewerber um das höchste politische Amt im Kreis sind Dr. [[Stefan Porwol]] für die [[CDU]], [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]), [[Miriam Staudte]] ([[Grüne]]), [[Monika Schumann-Schilling]] ([[FDP]]) und [[Jörg Venderbosch]] von der Partei [[Die Linke]].
Welche politische Richtung vertreten die fünf Bewerberinnen und Bewerber ? Wie stehen sie zu wichtigen, den Landkreis Lüneburg betreffenden kommunalpolitischen Themen ? Die LZ hat ihnen bereits erste Fragen gestellt. Die Antworten können Sie auf dieser und der nächsten Seite nachlesen.
* Befürworten Sie den Bau der '''A 39''' und wenn ja, welche Trassenführung?
* Der Landkreis hat rund 180 Millionen Euro Schulden. Trotzdem sollen sechs bis sieben Millionen Euro jährlich allein in die Modernisierung der kreiseigenen '''Schulen''' fließen. Wo soll das Geld herkommen und ist der Kreis überhaupt noch handlungsfähig ?
* Ist der Bau der '''Elbbrücke''' Verschwendung von Steuergeld wie der Bund der Steuerzahler mahnt ?
* In der '''Außendarstellung''' bleibt der Landkreis im Vergleich zur Stadt Lüneburg blass. Muss er an Farbe gewinnen, und wenn ja, wie kann ihm das gelingen ?
* Viel geworben wird mit der '''Metropolregion''' Hamburg. Spielt der Landkreis Lüneburg hier überhaupt eine Rolle oder geht er neben den großen Nachbarn unter?
* Die fünf Protagonisten stellen sich zudem am kommenden Mittwoch, 6. September, ab 19 Uhr im '''LZ-Wahlforum''' in der Ritterakademie den Fragen des LZ-Chefredakteurs Christoph Steiner sowie denen des Publikums.
}}
{| {{tabelle auto}}
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Porwol.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Nahrstedt.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Staudte.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Schumann-Schilling.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 04 Venderbosch.jpg]]
|-
|'''Dr. [[Stefan Porwol]]'''
(50) aus Adendorf, verheiratet,
zwei Kinder, tritt für die [[CDU]] an.<br>''Foto: A/t&w''
| '''[[Manfred Nahrstedt]]'''
(58) aus
Oldendorf/Luhe,
verheiratet,
ein Sohn,
kandidiert für
die [[SPD]].<br>''Foto: A/nh''
| '''[[Miriam Staudte]]'''
(30) aus Scharnebeck,
verheiratet,
zwei Kinder,
tritt für
[[Bündnis 90/Die Grünen]] an.
''Foto: be''
| '''[[Monika Schumann-Schilling]]'''
(60) aus Lüneburg,
verwitwet,
ein Sohn,
tritt für die
[[FDP]] an.
''Foto: A/t&w''
| '''[[Jörg Venderbosch]]'''
(37), Diplom-
Politikwissenschaftler
aus Lüneburg,
tritt für
[[Die Linke]] an.
''Foto: A/rob''
|-
|'''Autobahn 39'''
Nicht nur ich befürworte den Bau der A 39, auch die rot-grüne Bundesregierung hat 2003 im [[Bundesverkehrswegeplan]] einen "vordringlichen Bedarf" hierfür gesehen. Die Fachgutachter favorisieren [[Vorzugsvariante|eine Trasse, die sicherlich nicht unproblematisch ist]]. Ich bin deshalb für die Optimierung der [[Ostumgehung]], etwa für [[Lärm|Schallschutz]] durch eine Deckelung.
'''Schulsanierung'''
Bildung hat für mich oberste Priorität. Und da investiere ich gern in die Modernisierung unserer Schulen. So schaffen wir zudem bleibende Werte und Aufträge für unser Handwerk. Nicht diese Investitionen schaffen Probleme für unseren Haushalt, sondern die unverändert hohen Ausgaben im Bereich der Jugend- und Sozialhilfe. Investitionen in Bildung helfen, diese Ausgaben mittelfristig zu senken. Und handlungsfähig sind wir auch, sonst hätten wir nicht das Gymnasium in Bleckede in Betrieb genommen.
'''Elbbrücke'''
Der Bund der Steuerzahler schaut hier ausschließlich durch die Brille eines Buchhalters. Er sieht nicht, was die Brücke für das Zusammenwachsen der Menschen bedeutet - für das Vereinsleben, die Schülerverkehre und den täglichen Weg zur Arbeit. Schön, dass wir die Landesregierung auf unserer Seite haben !
'''Außendarstellung'''
Müssen wir wirklich mit jedem Kokolores in der Zeitung stehen ? Aber im Ernst: Wir werden in Kürze eine Mitarbeiterin für Pressearbeit und Marketing einstellen. Dann haben wir zwar immer noch weniger Personal für diesen Bereich eingesetzt als die Stadt Lüneburg - aber die Haushaltslage ist eben eng.
'''Metropolregion Hamburg'''
Es wird nicht nur für die Metropolregion geworben - wir sind kräftig dabei zu handeln: Die Wachstumsinitiative Süderelbe und die Erweiterung des Hamburger Verkehrsverbundes waren meine wichtigsten Aktivitäten in der vergangenen Wahlperiode. Neue Projekte, beispielsweise das eGovernment und gemeinsames Marketing, stehen an: Die Zeiten, wo hier die "Heidjer" und dort die "Pfeffersäcke" saßen, sind vorbei: Wir verhandeln auf Augenhöhe !
|'''Autobahn 39'''
Die Realisierung der A 39 halte ich für notwendig. Es wurde aber eine [[Vorzugstrasse]] durch Lüneburg vorgeschlagen, die ich nicht akzeptieren kann. Sie zerstört die Struktur der Stadt, das Kloster Lüne wird völlig außer Acht gelassen. Hier ist ein Tunnel oder die [[Ostumgehung]] mit einer Abdeckung eine zu prüfende Alternative.
'''Schulsanierung'''
Da nicht damit zu rechnen ist, dass wir in Deutschland neue Rohstoffe finden, sichern Investitionen in Bildung die Zukunft unserer Kinder. Gute Bildung braucht gute Schulen. 2007 können die Kommunen in Niedersachsen mit höheren Einnahmen von rund 45 Millionen Euro rechnen. Das Land bekommt auch durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer etwa 680 Millionen Euro zusätzlich. Hiervon sind Anteile an die Landkreise und Kommunen, als Ausgleich für die seit Jahren vorenthaltenen Mittel des kommunalen Finanzausgleichs weiterzuleiten. Damit der Landkreis handlungsfähig bleibt, hat er sich auf seine Kernaufgaben zu beschränken.
'''Elbbrücke'''
Das Amt Neuhaus wurde Anfang der 1990er-Jahre wieder Teil des Landkreises Lüneburg. Die Menschen in Amt Neuhaus benötigen die Brücke, damit sie eine von Eisgang und Hochwasser unabhängige Verbindung zu uns haben. Da auf 65 Flusskilometern der Elbe zwischen Dömitz und Lauenburg keine feste Querung vorhanden ist, sehe ich in dem Brückenbau keine Verschwendung von Steuergeldern. Da die Brücke auch für die Entwicklung der Region von Bedeutung ist, setze ich auf Leistungen der europäischen Ziel 1-Förderung für deren Finanzierung.
'''Außendarstellung'''
Im Vergleich zu anderen Landkreisen in Niedersachsen ist die Eigendarstellung unseres Landkreises nicht so sichtbar, wie sie es sein könnte. Hier bedarf es professioneller Unterstützung und stärkerer Präsenz des Landrates in den Medien.
'''Metropolregion Hamburg'''
Der Landkreis ist mit dem Oberzentrum Stadt Lüneburg die attraktivste und zuzugsstärkste Region in der Metropolregion Hamburg. Wir können langfristig nur eine wichtige Rolle spielen, wenn Stadt und Landkreis Lüneburg als Einheit in der Metropolregion Hamburg auftreten und auch so wahrgenommen werden.
|'''Autobahn 39'''
Ich lehne den Bau der A 39 strikt ab. Sie ist wirtschaftlich unsinnig, wie der schlechte [[Kosten-Nutzen-Faktor]] dokumentiert. Insbesondere die regionale Wirtschaft hat keinerlei Vorteile. Im Gegenteil: Durch [[Vorzugstrasse|die aktuelle Trassenführung]] würden wichtige Expansionsflächen im Lüneburger Osten verbaut.
Ich bin optimistisch, dass sich der Bau noch verhindern lässt, da er mit 480 Millionen Euro beschlossen wurde und nun schon bei 610 Millionen Euro liegt. Der [[Bundesverkehrswegeplan]] ist chronisch unterfinanziert, da die Unterhaltungskosten für die bestehenden Straßen enorm steigen. Generell ist der Neubau von Straßen auch unter dem demographischen Aspekt kritisch zu beurteilen: Immer weniger Menschen müssen immer mehr Straßen unterhalten.
'''Schulsanierung'''
Die schwierige Finanzlage zwingt uns, Prioritäten zu setzen, das heißt, notwendige Schulsanierungen müssen vorgenommen werden. Ich bezweifle, dass Schulsanierung mit Ziel-1-Mitteln finanziert werden kann, da sie nichts mit der langfristigen Schaffung von [[Arbeitsplätze]]n zu tun haben.
'''Elbbrücke'''
Die Elbbrücke kostet Land und Kreis 30 Millionen Euro. Allein die Zinsen betragen für so eine Summe eine Million Euro jährlich. Für diese Zinsen könnte man die Fähre Tanja umsonst fahren lassen und hätte noch 300 000 Euro übrig. Außerdem zerstört man durch den Wegfall der Fähre 15 Teilzeit[[arbeitsplätze]] in einem strukturschwachen Gebiet.
'''Außendarstellung'''
Die Entscheidungsträger in Stadt und Kreis dürfen keine Energie damit verschwenden zu klären, wer einflussreicher ist. Sie müssen zum Wohle des gesamten Landkreises uneigennützig kooperieren statt zu streiten, wer was bezahlt.
'''Metropolregion Hamburg'''
Es geht nicht darum, sich innerhalb der Metropolregion voneinander abzugrenzen, sondern Wettbewerbsvorteile auszubauen. Das Konstrukt Metropolregion muss mit Leben gefüllt werden: Das von uns angeregte Pendlernetz, eine Internet gestützte Software zur Vermittlung von Fahrgemeinschaften, ist ein Beispiel dafür.
|'''Autobahn 39'''
Ja, weil ich mir neue [[Arbeitsplätze]] davon verspreche. Aber keinesfalls die [[Vorzugsvariante]], weil hier auf den Menschen zu wenig Rücksicht genommen wird. Diese Haltung habe ich durch mein Stimmverhalten in der Kreistagssitzung am 17. Juli diesen Jahres auch zum Ausdruck gebracht. Ich präferiere eindeutig eine für Natur und Mensch besser verträgliche Trasse.
'''Schulsanierung'''
Ich möchte die E.ON-Avacon-Aktien verkaufen, um die dringend notwendige Sanierung der Schulen voranzutreiben. Noch ist der Landkreis handlungsfähig; eine Verbesserung der Handlungsfähigkeit hat bei mir oberste Priorität. Eine weitere Verschuldung muss vermieden werden, um die nachfolgenden Generationen nicht noch mehr zu belasten.
'''Elbbrücke'''
Nein, da die Wirtschaftskraft im Amt Neuhaus und in Nordostniedersachsen gefördert und verstärkt wird.
Außerdem verbessern wir die Lebensqualität der Menschen östlich der Elbe, da die Brücke die Wege für die Bürger und Bürgerinnen kürzer und zuverlässiger macht.
'''Außendarstellung'''
Ich kann Ihre Frage nicht bejahen, da ich eine "Blässe" des Landkreises nicht erkennen kann. Die Stadt Lüneburg und die anderen Gemeinden und Samtgemeinden stehen nicht im Wettbewerb sondern sind "Verbündete" mit einer Fülle von Möglichkeiten, die sie nur partnerschaftlich nutzen können.
'''Metropolregion Hamburg'''
Der Landkreis Lüneburg als begehrtes Zuzugsgebiet gilt bereits als "Wachstumswunder" innerhalb der Metropolregion Hamburg.
Durch gemeinsam von Städten, Gemeinden und Samtgemeinden des Landkreises Lüneburg geplante Verbesserungen der Infrastruktur - dazu zähle ich die Bauleitplanung, die Schulentwicklung und vieles mehr - könnte die Attraktivität für die Ansiedlung von Familien und Firmen für die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen im Landkreis Lüneburg noch erheblich gesteigert werden.
Der Landkreis Lüneburg hat bereits erfolgreich damit begonnen, und der Ostkreis hat jetzt sein lange erkämpftes Gymnasium in Bleckede erhalten.
|'''Autobahn 39'''
Ich lehne den Bau der A 39 grundsätzlich ab. Die Autobahn schafft, wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge, keine neuen [[Arbeitsplätze]]. Außerdem ist der Autobahnbau umweltfeindlich und mit Kosten von etwa einer Milliarde Euro sehr teuer. Das drängende Verkehrsproblem in Melbeck ist durch eine Umgehungsstraße schneller und kostengünstiger als durch die Autobahn zu lösen.
'''Schulsanierung'''
Die Einnahmen des Kreises reichen hinten und vorne nicht. Überall wird schon bis aufs äußerste gespart; viele sinnvolle Projekte mit Hinweis auf die knappen Kassen abgelehnt. Dennoch ist der Schuldenberg des Kreises auf über 180 Millionen Euro angewachsen. Aus meiner Sicht gibt es nur eine Lösung: Die Finanzausstattung des Kreises muss verbessert werden. Schließlich kann es nicht sein, dass selbst dringend erforderliche Schulsanierungen über Kredite finanziert werden müssen.
'''Elbbrücke'''
Ich befürworte den Bau der Elbbrücke in Neu Darchau. Die Streckenführung soll allerdings auf keinen Fall direkt durch den Ort Neu Darchau führen. Der Bau der Brücke ist zwar mit rund 28 Millionen Euro relativ kostenintensiv. Das Geld ist aber gut investiert, weil es den Gewerbebetrieben und dem Tourismus im strukturschwachen Amt Neuhaus zugute kommt. Bei Hochwasser und Eis müssen derzeit lange Umwege über Lauenburg oder Dömitz in Kauf genommen werden, weil die Fähre dann nicht verkehren kann.
'''Außendarstellung'''
Der Landkreis Lüneburg gehört zu den landschaftlich reizvollsten Gegenden Deutschlands. Sicherlich kann mit originellen Ideen das Marketing noch verbessert werden. Eine kostenaufwändige Werbekampagne für den Landkreis lehne ich jedoch ab.
'''Metropolregion Hamburg'''
Der Landkreis profitiert von Hamburg. Für Industrie- und Gewerbetriebe ist der nahe Absatzmarkt Hamburg wichtig. Außerdem bringen Pendler, die im Kreis wohnen und in Hamburg arbeiten, Steuereinnahmen und Kaufkraft in den Kreis. Ohne Hamburg wäre die wirtschaftliche Lage hier noch miserabler. Um Pendler zum Umsteigen auf Bus und Bahn zu ermutigen, ist es wichtig, den ÖPNV auszubauen.
|}
=== 2. September ===
==== {{LZ}} über Positionen der für die [[Kommunalwahl]] kandidierenden Parteien ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Parteidisziplin leidet unter A 39 </big>'''
[[Bild:LZ 2006 09 02 01.jpg|thumb|300px|'''Pro und Kontra A39: Keine Frage spaltet den Landkreis mehr als die nach der künftigen Trasse der geplanten Autobahn.''' Foto: A/t&w]]
'''[[CDU]]- und [[FDP]]-Kreisverbände lassen Trassenfrage offen'''
''red'' '''Lüneburg'''. [[St.-Florian-Prinzip|Lieber im Westen, nicht im Osten oder umgekehrt]] - heute hat die LZ die [[Parteien]] in Stadt und Landkreis zur [[Kommunalwahl]] nach dem strittigsten Thema gefragt: der geplanten Autobahn 39, die Lüneburg mit Wolfsburg verbinden soll.
Das [[Raumordnungsverfahren]] läuft, die [[Vorzugsvariante]] führt durch Lüneburg. Der Stadtrat hat eine Resolution dagegen verfasst, sich für eine West-Trasse ausgesprochen. Kein Wunder also, dass die Gemeinden im Westen in Alarmbereitschaft bleiben. Bei der Frage nach der A 39 fruchtet auch keine Parteidisziplin mehr, sondern es stehen nur noch [[Politiker]] im Wahlkampf, die auf ihrem (Stimm)-gebiet kämpfen.
Über kaum ein Thema wurde häufiger geschrieben. Die Positionen sind bekannt, eigentlich, aber im Nebel der andauernden A 39-Scharmützel oft kaum noch auszumachen. Die LZ hat bei den Parteispitzen in Stadt und Kreis nachgehakt und um eine knappe, klare Position zur Autobahn-Planung gebeten.
'''[[SPD]]'''
* Ortsverein LG: Befürwortet wird eine Autobahntrasse im Westen der Stadt, die folgende Kriterien erfüllen muss: geringstmögliche Belastung für die Menschen, größtmöglicher Nutzen für die Region.
* Unterbezirk: Ja zur A 39 und zur [[Vorzugsvariante]] - aber nur in Tunnelform. Außerdem muss geprüft werden, ob eine Ostumfahrung möglich ist.
'''[[CDU]]'''
* Stadtverband: Der [[CDU]]-Stadtverband hat bereits 2005 einen Beschluss gefasst für die A 39, sich auf die West-Trasse festgelegt.
* Kreisverband: Ein klares Ja zur Autobahn A 39, weil davon die Wirtschaft profitiert und [[Arbeitsplätze]] geschaffen werden. Auf eine Trasse hat sich der CDU-Kreisverband nicht festgelegt.
'''Die [[Grüne]]n'''
* Stadt- und Kreisverband: Die A 39 wird abgelehnt - in jeder Trassenvariante.
'''[[FDP]]'''
* Stadt: Ja zur A 39 auf der West-Trasse.
* Kreisverband: Die A 39 wird befürwortet, bislang wird kein Trassenverlauf bevorzugt, weil einige Untersuchungen noch laufen.
'''Linkspartei'''<sup>*</sup>
* Klares Nein gegen das Milliardengrab A 39.
'''Unabhängige Wählergemeinschaft'''<sup>*</sup>
* Was den Trassenverlauf betrifft, hat die Unabhängige Wählergemeinschaft noch kein einheitliches Meinungsbild.
'''UWL/Rechte'''<sup>*</sup>
* Ja zur A 39, bevorzugt wird die Trasse am Ebensberg.
----
<sup>* </sup>Bei kleineren [[Parteien]] gibt es nicht immer einen Kreis- und Stadtverband. Anmerk. d. Red.
}}
* [http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=getPdf&fi=a39 Quelle]
==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Oberbürgermeisterwahl) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Wer macht das Rennen um den Chefposten im Rathaus?</big>'''
'''Fragen an Kandidaten für Oberbürgermeisterwahl – Dienstag Wahlforum in der Ritterakademie'''
''red'' '''Lüneburg'''. Amtsinhaber [[Ulrich Mädge]] von der [[SPD]] möchte gerne Oberbürgermeister von Lüneburg bleiben, es wäre seine dritte Amtsperiode als hauptamtlicher OB. Aber er hat fünf Konkurrenten, die ihm das Amt bei der [[Kommunalwahl]] am Sonntag, 10. September, streitig machen wollen: Prof. Dr. Jürgen Lürssen (parteilos, [[CDU]]), Bürgermeisterin [[Birte Schellmann]] (FDP), [[Ulrich Löb]] ([[Grüne]]), [[Karlheinz Fahrenwaldt]] ([[Linkspartei]]), Günter Klug (Einzelbewerber).
Am Dienstag, 5. September, werden sich die sechs Kandidaten im LZ-Wahlforum um 19 Uhr in der Ritterakademie am Graalwall den Fragen der LZ und vor allem der Lüneburger stellen. Ein paar Positionen haben wir bei den Kandidaten schon abgeklopft. Die Fragen:
'''Frage 1''': Welche Hebel kann die Stadt ansetzen, um die hohe [[Arbeitslosigkeit]] von 10,1 Prozent zu bekämpfen?
'''Frage 2''': Die [[Vorzugsvariante]] der A 39 führt durch Lüneburg, was halten Sie davon?
'''Frage 3''': Was wollen Sie im Bereich Kita/Schule in den nächsten vier Jahren umsetzen?
'''Frage 4''': Unterstützen Sie den Weg der Universitäts-Spitze hin zu mehr Klasse statt Masse?
'''Frage 5''': Lüneburg ist Zuzugsregion. Das heißt, mehr Baugebiete, hohe Infrastruktur-Investitionen für Kitas oder Schulen, aber auch mehr Verkehr. Wo liegen die Grenzen des Wachstums?
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! [[Bild:LZ 2006 09 02 Maedge.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Luerssen.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Schellmann.jpg]]
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|'''[[Ulrich Mädge]] (56) startet für die [[SPD]], wurde 1996 erster hauptamtlicher Oberbürgermeister von Lüneburg, 2001 wiedergewählt, verheiratet, zwei Söhne, Diplom-Verwaltungswirt. U. a. Vizepräsident des Nieders. Städtetages, Hobbys: Wandern und Münzen sammeln.''' ''Foto: nh''
|'''Prof. Dr. Jürgen Lürssen (parteilos) ist OB-Kandidat der [[CDU]]. Der Betriebswirt (50), verheiratet, zwei Kinder, war Manager in großen Firmen, ist Uni-Professor in Lüneburg, Vorsitzender Deutsch-Französischen Gesellschaft, Hobbys u. a.: Singen Kantorei St. Johannis, Joggen.''' ''Foto: A/t&w.''
|'''[[Birte Schellmann]] tritt für die [[FDP]] als OB-Kandidatin an, sie ist seit 2001 Bürgermeisterin von Lüneburg. Die Juristin trat 1983 in die [[FDP]] ein, ist seit 1996 Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Rat.'''<br>''Foto: A/t&w''
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|'''Frage 1''': Die Stadt wird weiterhin mit einer verlässlichen und schlanken Verwaltung die Rahmenbedingungen für eine positive Wirtschaftsentwicklung schaffen. So müssen wir die erfolgreiche Arbeit der Wirtschaftsförderung Lüneburg in Zusammenarbeit mit dem Landkreis fortsetzen, uns mit der boomenden Metropole Hamburg im Verbund aufstellen, Stichwort Süderelbe AG, moderne Dienstleistungs- und Produktionsbetriebe fördern, zum Beispiel über ein zweites Gründerzentrum wie das e.novum, und innovative Technologien, wie der Solarenergie, den Weg bahnen sowie den Wissenstransfer von der Uni in die Wirtschaft ausweiten. Ich werde darüber hinaus das Kaufhaus Innenstadt stärken und das Handwerk fördern.
'''Frage 2''': {{mark|Ich bin davon überzeugt, dass Lüneburg und die ganze Region von der A39 profitieren werden. Die [[Vorzugstrasse]] lehne ich aber ab, vor allem, weil sie das [[Schutzgut Mensch]] nicht genug beachtet. Außerdem beschädigt sie die Entwicklung und das historische Erbe der Stadt. Ich werde deshalb alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Autobahn über Lüneburger Stadtgebiet zu verhindern. Darüber hinaus müssen wir auch andere Verkehrsträger wie das Dritte Gleis und den Radverkehr fördern.}}
'''Frage 3''': Mit dem mittelfristigen Investitionsprogramm bis 2009 werden unsere Schulen für rund 45 Millionen Euro modernisiert. Bildung beginnt im Kindergarten, deshalb haben wir in diesem Jahr 100 neue Krippenplätze geschaffen. Bis 2008 werden wir insgesamt 300 Krippenplätze mehr haben. Von September an erhalten alle Kinder mit Sprachproblemen kommunale Sprachförderung. Ein Schwerpunkt: Der Ausbau der verlässlichen Betreuung für Grundschulkinder nach der Schule. Deshalb werden wir die Horte an die Grundschulen verlegen. 2007 beginnen wir mit den ersten drei Einrichtungen. Außerdem werde ich mich für die Erweiterung des Ganztagsschulen-Angebots beim Land einsetzen. Damit schaffen wir eine durchgängige und qualitativ hochwertige Bildungskette von der Kita bis zur Uni.
'''Frage 4''': Gute Forschung und Lehre geben den jungen Menschen an der Universität gute berufliche Perspektiven und nutzen der Stadt, weil hochwertiges Wissen und gut ausgebildete junge Menschen zur Verfügung stehen. Deshalb unterstütze ich die Bestrebungen der Uni-Leitung, die Qualität an Lüneburgs Hochschule zu verbessern. Gleichzeitig darf die Universität nicht zu einer Eliteeinrichtung im Elfenbeinturm werden. Es müssen auch weiterhin viele junge Menschen die Chance auf eine hochwertige Ausbildung haben. Ich werde mit der Universität im Dialog bleiben und sie unterstützen, damit die universitäre Erfolgsgeschichte in Lüneburg - unterstützt mit einem Kooperationsvertrag - noch eine lange Fortsetzung findet.
'''Frage 5''': Ich freue mich, dass Lüneburg wächst und für junge Familien und ältere Menschen gleichermaßen attraktiv ist. Lüneburg soll weiter wachsen. Deshalb werde ich weiterhin neue Wohngebiete wie den Schlieffenpark fördern. Ich werde die hohe Lebensqualität in Lüneburg erhalten: Kitas, Schulen und Stadtteilzentren bauen, aber auch parallel weiter den Verkehrsmix ÖPNV, Fahrrad und Fußgänger fördern. Das gleiche gilt für die kulturelle und soziale Infrastruktur, zum Beispiel Theater und Kongresshalle.
|'''1)''' In Lüneburg sind derzeit fast 4600 Menschen arbeitslos. Seit Jahren sinkt hier die Zahl der [[Arbeitsplätze]]. Wir haben mit Abstand die höchste [[Arbeitslosigkeit]] im gesamten Hamburger Umland. Dabei haben wir in Lüneburg hervorragende Standortbedingungen, nur dass potenzielle Investoren nichts davon wissen. Deshalb müssen wir erheblich mehr in die Wirtschaftsförderung investieren und dadurch Firmen auf die Vorzüge unserer Stadt aufmerksam machen. Auch die konsequente Umsetzung meines Konzepts für die Solarstadt Lüneburg wird neue [[Arbeitsplätze]] bringen. Ebenfalls nötig: eine erheblich stärkere Tourismusförderung. Mehr Gäste bedeuten auch mehr [[Arbeitsplätze]].
'''2)''' {{mark|Grundsätzlich befürworte ich den Bau der A 39, denn sie wird den Wirtschaftsstandort Lüneburg stärken, wird bestehende [[Arbeitsplätze]] sichern und neue Jobs für Lüneburg bringen! Aber ich lehne jede Trassenführung über Lüneburger Stadtgebiet kategorisch ab. Ich werde als Oberbürgermeister mit allen rechtlichen Mitteln dagegen kämpfen.}}
'''3)''' Lüneburg soll in vier Jahren den Ruf einer kinder- und familienfreundlichen Stadt bekommen. Davon sind wir derzeit weit entfernt. Mit einem Sofortprogramm werden wir das Angebot an Kinderbetreuung so weit ausbauen, dass alle Eltern ihre Kinder zu den von ihnen benötigten Zeiten ohne Probleme betreuen lassen können. Dafür brauchen wir dringend mehr Plätze und größere Flexibilität bei der Betreuung in Krippen, Kindertagesstätten und Horten. Das Programm der Schulbausanierung werde ich fortsetzen. Ich werde dabei zum Schutz der Schüler und Lehrer ein stärkeres Gewicht als bisher auf den Brandschutz legen. Ebenfalls wichtig: die bedarfsgerechte Erweiterung des Angebots an Ganztagsschulen.
'''4)''' Ja, voll und ganz. Die Qualitätsverbesserungen in Lehre und Forschung steigern den Ruf der Universität und damit auch den Lüneburgs. Höhere Forschungsqualität führt direkt zu mehr hochqualifizierten [[Arbeitsplätze]]n in den Uni-Instituten. Dazu wachsen die Chancen für erfolgreiche Unternehmensgründungen von Uni-Mitgliedern zur Vermarktung ihrer Forschungsergebnisse. Höhere Lehrqualität etwa durch kleinere Kurse kommt den Studierenden zugute. Die Reduzierung der Studierendenzahlen im Basisstudium (Bachelor) wird durch eine deutliche Ausweitung der Weiterbildungsstudiengänge ausgeglichen. Unter dem Strich soll die Studierendenzahl konstant bleiben. Dies ist nötig, da die Studierenden ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Lüneburg sind.
'''5)''' Neubürger stärken die heimische Wirtschaft: Handwerk, Einzelhandel, Gastronomie und andere Firmen haben mehr Kunden. Mehr Einwohner bedeuten für die Stadt auch höhere Steuereinnahmen. Damit lässt sich die notwendige zusätzliche Infrastruktur größtenteils finanzieren. Da zudem in Lüneburg noch Platz für Neubürger ist, bin ich für die Erschließung weiterer Baugebiete, allerdings nicht nur für Einfamilienhäuser. Zentrumsnahe Baugebiete sollten überwiegend mit Mehrfamilienhäusern bebaut werden. Den Verkehrszuwachs werden wir begrenzen, indem wir gute Rad- und Busverbindungen schaffen. Die Grenzen des Wachstums: neue Wohngebiete dürfen nicht zu Lasten von bestehenden Naherholungsgebieten ausgewiesen werden.
|'''1)''' Das ist nur zu erreichen über systematische Förderung der Neuansiedlung und Erweiterung von Betrieben durch zielgerichtetes Ansiedlungsmarketing, weiter optimierte Infrastrukturen auch in Kooperation mit der SüderelbeAG, niedrige Gewerbesteuer, Bildung überbetrieblicher Netzwerke auch zur Verbreiterung der Ausbildungssituation und Existenzgründung, Angebot günstiger Grundstücke sowohl zu Gewerbe- wie Wohnzwecken und systematischen Erhalt und Ausbau unserer hohen Wohn- und Lebensqualität. Mit der Wirtschaftsförderung ist intensiv zu kooperieren, die Potenziale der Universität sind zu nutzen.
<br> <br> <br>
'''2)''' {{mark|Die A39 muss unbedingt her, aber keinesfalls die sog. [[Vorzugsvariante]], die die Stadt zerschneidet und bewirkt, dass sich der gesamte Zubringerverkehr vom Westen durch die Stadt quälen muss. Ich präferiere eine Westumgehung, die die Stadt ohnehin braucht. Die alte Umgehungsstraße B4 muss als Entlastungsstraße für den Stadtverkehr im Osten unbedingt erhalten bleiben. Diese Straße zu schließen und das auch noch als umweltfreundlich zu bezeichnen, ist ein abstruser Gedanke. Was geschieht, wenn die Autobahn mal gesperrt ist? Dann haben wir keine Alternativrouten durch die Stadt.}}
<br> <br> <br>
'''3)''' Wir brauchen dringend erweiterte und vor allem flexible Ganztagsbetreuungsangebote für Kinder nicht nur in Kitas, Krippen und Schulen und nicht nur, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten. Da gibt es noch mehr Alternativen. Bildung ist das zentrale Bürgerrecht, denn es ermöglicht später die Teilhabe am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Da in der Kleinkindphase hierfür die entscheidenden Grundlagen gelegt werden, müssen wir noch stärker als bisher unser besonderes Augenmerk auf Angebot und Qualität dieser Bildungsmöglichkeiten legen.
<br> <br> <br>
'''4)''' Mehr Qualität ist immer ein richtiges Ziel. Ob das aber über Einführung eines sehr spezifischen "Lüneburg Studiengangs", ohne klare fachliche Orientierung, erreicht werden kann oder der Weg dahin über die sklavische Umsetzung des Bologna-Prozesses führt, wage ich stark zu bezweifeln. Die Universität darf jedenfalls nicht junge Menschen in Ausbildungsgänge locken, die einen Universitätswechsel von und nach Lüneburg unmöglich machen oder keine Ausbildungsgänge eröffnen, die von der Wirtschaft nicht angenommen werden.
<br> <br> <br>
'''5)''' Lüneburg wächst und sollte weiter wachsen. Die Gefahr, dass wir sonst schrumpfen wie der Landkreis Dannenberg mit all seinen Problemen der Zukunftsgestaltung, ist viel zu groß. Wenn Wachstum organisch erfolgt, besonnen und zielgerichtet gesteuert wird, sehe ich derzeit keine Wachstumsgrenzen.
<br> <br> <br> <br> <br> <br> <br> <br> <br>
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{| {{tabelle auto}}
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Loeb.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Fahrenwaldt.jpg]]
! [[Bild:LZ 2006 09 02 Klug.jpg]]
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|'''[[Ulrich Löb]] tritt für die [[Grüne]]n an. Der 53-Jährige ist verheiratet, hat zwei Kinder, sitzt seit 1996 im Rat, ist Vorsitzender des Verkehrsausschusses, Schwerpunkte: ökologisches Bauen, Energiesparen, Stadtentwicklung, Verkehrspolitik.''' ''F: A/t&w''
|'''[[Karlheinz Fahrenwaldt]] tritt für die [[Linkspartei]] an. Der Diplom-Volkswirt (49), verheiratet, zwei Töchter, ein Sohn, hat u. a. Maschinenschlosser und Kranführer gelernt, Gewerkschafter seit über 40 Jahren, Hobbys: Lesen, Städtetouren, Jazz.''' ''Foto: nh''
|'''Günter Klug (57), geschieden, zwei Söhne, Pensionär, wohnt seit 35 Jahren in Lüneburg, hat bisher keine kommunalpolitischen Ämter inne gehabt. Der „Quereinsteiger“ nennt als Hobbys: Wirtschaft, Börse, Sport und natürlich Politik.''' ''Foto: A/t&w''
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|'''1)''' Stadt und Region müssen sich gemeinsam um die Ansiedlung von [[Arbeitsplätze]]n bemühen. Dafür sind wir mit der Wirtschaftsfördergesellschaft auf dem richtigen Weg: Durch regional bezogene Entwicklungskonzepte, umfassende Beratung, das Einwerben von Fördergeldern und ein unbürokratisches Genehmigungsverfahren. Die weichen Standortfaktoren wie Kultur und Bildung müssen ausgebaut werden. Die Universität muss verstärkt im Bereich angewandte Forschung und der Absolventenförderung in die Wirtschaftsförderung eingebunden werden. Förderung neuer Dienstleistungsbereiche durch Risikokapitalangebote der Sparkasse. Die Vermittlung von Arbeitslosengeld II-Empfängern sollte durch die Stadt geschehen. Energiesparende Maßnahmen, gerade im historischen Altbaubestand, die zusätzliche Förderung alternativer Energiegewinnung durch moderne Holzheizungen und Sonnennutzung, schaffen zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze in Dienstleistung und Handwerk.
'''2)''' {{mark|Die A 39 lehne ich grundsätzlich ab. Eine Streckenführung durch Lüneburg und seine Region ist weder umwelt- noch menschenverträglich, und ist eine große Geldvernichtung. Das Geld fehlt aber bei der Wirtschafts- und Ausbildungsförderung. Das [[St.-Florians-Prinzip]] bei der Trassendiskussion der A 39 durch die anderen [[Parteien]] ist mehr als schäbig. Lüneburg darf nicht Durchgangsstation für den Schwerlastverkehr nach Osteuropa werden. Die Hamburg-Pendler sollen durch Verbesserungen im Bus- und Bahnangebot (Ausweitung der Verkehrszeiten, bessere Vertaktung, besserer Service) auch im Umland, den Bau des 3. Gleises und durch eine Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur, in den öffentlichen Personennahverkehr gelenkt werden.}}
'''3)''' Lüneburg ist Zuzugsgebiet. Wir müssen unsere Kitas und Schulen erweitern und ausbauen. Für alle Kinder sollen bedarfsgerecht und flexibel Krippen- und Hortangebote geschaffen werden. Dabei ist auf ein breites qualitatives Träger- und Fortbildungsangebot für die ErzieherInnen zu achten. Die Elternbeiträge sollen schrittweise abgesenkt werden, dabei ist auf einen größeren Landeszuschuss zu drängen. Eine lange gemeinsame Schulzeit ist spätestens seit PISA das Gebot der Stunde: Dazu werden wir ein weiteres Schulzentrum für alle Schulstufen errichten müssen, dass sich durch Ganztagsangebot, hohe Durchlässigkeit, Zusammenarbeit in den Stufen und Berufsorientierung ausweist.
'''4)''' Klasse und Masse dürfen sich gerade bei einer so kleinen Uni wie der unseren nicht ausschließen. Wir brauchen die Erweiterung um weitere umweltbezogene Studiengänge, auch als Aktivposten der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Einführung eines Generalstudiums (lüneburg studies) kann ein interessanter Weg sein, um die Zusammenarbeit der Fachbereiche, die Akzeptanz der Uni auf dem Bildungsmarkt und die Chancen der Absolventen zu steigern.
'''5)''' Die Chancen des Wachstums liegen in seinen Grenzen. Wir werden Lüneburg im Wesentlichen baulich nur noch nachverdichten können, und das auch nur bei einer intelligenten Verkehrsaufkommenssteuerung. Eine große Chance bietet dabei die ehemalige Kaserne an der Bleckeder Landstraße. Hier können neue Formen des ökologischen Bauens und Zusammenlebens erprobt, Gewerbe, Kultur und Dienstleistungen integriert werden. Kurze Wege zur Innenstadt und zum Bahnhof, eine gute Erschließung durch ÖPNV und eine optimale Rad-Infrastruktur sind der Schlüssel für eine gezielte und umweltverträgliche Entwicklung.
|'''1)''' Ich lehne jede Form der Privatisierung von Institutionen der öffentlichen Daseinsvorsorge ab, da diese Privatisierungen bisher immer mit Arbeitsplatzabbau verbunden waren. Ein Teil der Ziel-1-Mittel soll zur Schaffung eines öffentlichen Beschäftigungssektors auf dem ersten Arbeitsmarkt, allerdings ohne Konkurrenz zu den bestehenden Arbeitsverhältnissen, verwendet werden. Es sollen zusätzliche, vollkommen neue sozialversicherungspflichtige [[Arbeitsplätze]] eingerichtet und dauerhaft gesichert entstehen. Kommunale Wirtschaftskreisläufe müssen gefördert, Bauernmärkte eingerichtet und unterstützt, und es muss dafür gesorgt werden, dass Großküchen von Krankenhäusern, Schulen, Betrieben und Verwaltungen durch regionale Produzenten beliefert werden.
'''2)''' {{mark|Ich bin gegen die A 39, weil die Kosten von einer Milliarde Euro besser für Bildung und für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs verwendet werden können. Studien zufolge schafft der Bau der A 39 weder neue Jobs noch sichert der Autobahnbau vorhandene [[Arbeitsplätze]]. Die [[Vorzugsvariante]] durch den Osten Lüneburgs würde zudem das Kloster Lüne von der Stadt abtrennen und eine erhebliche Lärmbelästigung für die Anwohner bedeuten. Den Tunnelbau lehne ich ebenfalls ab, da die Kosten extrem steigen würden. Ein normaler Autobahnkilometer kostet etwa 6 Millionen Euro, ein Tunnelkilometer mindestens 57 Millionen Euro.}}
'''3)''' Ich werde die Ausweitung der Krippen- und Hortplätze und die Aufstellung und Durchführung eines verbindlichen Entwicklungsplanes auf den Weg bringen. Nötig ist auch die pädagogische Aufwertung der Kindertagesstätten. Da Kindergärten eine pädagogische Aufgabe erfüllen, sind Elternbeiträge ebenso wenig berechtigt wie Schulgeld. Stattdessen werde ich die Elternbeiträge schrittweise abschaffen und die Lernmittelfreiheit einfordern. Mehr Ganztagsschulenangebote an bestehenden Schulen mit baulichen und personellen Erweiterungen sind zur Förderung eines positiven Lernumfeldes nötig, das den SchülerInnen anstelle des Leistungsdrucks Lust aufs Lernen vermittelt. Hinsichtlich der Schulstandorte vertrete ich die Losung: "Kurze Wege für kurze Beine".
'''4)''' Ich setze mich für die umfassende Nichtkommerzialisierung der Bildung ein. Aus diesem Grund kritisiere ich auch die Einführung von Studiengebühren, weil sie verhindern, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien studieren. Ich befürworte mehr Bürgernähe mit einem für alle Menschen offenen Bildungsangebot wie etwa die Kinder- oder Sommeruni. Eine bessere Versorgung unserer Uni mit Lehrkräften ist notwendig. Ich lehne die Einführung von Eliteuniversitäten grundsätzlich ab. Ich möchte keine Elite-Uni für wenige Reiche, sondern fordere das Recht auf Bildung für alle ein. Eine zu enge Bindung der Uni an die Wirtschaft gefährdet darüber hinaus die Freiheit von Lehre und Forschung.
'''5)''' Unsere hohe Lebensqualität führt zu einem Zustrom von Menschen aus der Metropolregion Hamburg. Die zunehmende Betonierung unserer Natur durch Straßen (A 39, Verbreiterung der Reichenbachstraße) und Gewerbeansiedlungen (z. B. Bau von Fachmärkten auf dem Keulahüttengelände) führt zu einer Reduzierung dieser Lebensqualität. Dass möchte ich verhindern. Ich befürworte aus diesem Grund neue Baugebiete für die Gewerbebetriebe erst nach der Beseitigung der vielen Leerstände. Bevor nicht alle Baulücken geschlossen sind, soll kein neues Wohnbaugebiet ausgewiesen werden. Auch die qualitative und quantitative gute Versorgung mit Kitas und Schulen gehört zur Lebensqualität und ich werde für mich für eine Verbesserung einsetzen.
|'''1)''' Die Stadt könnte z.B. durch Verkauf des Klinikums, der Beteiligungen an der E.ON-Avacon sowie der stadteigenen Baugesellschaft Finanzmittel freisetzen und damit die Wirtschaft unterstützen, um Arbeit statt [[Arbeitslosigkeit]] zu finanzieren (Senken der Gewerbesteuersätze, im Weiteren Anreize bei der Ansiedelung von Unternehmen z.B. Grunderwerbsteuer, Grundsteuer, Gewerbesteuer für 5 Jahre stornieren).
'''2)''' {{mark|Die Politik hat im Vorfeld der Diskussion um das Finden einer Variante eindeutig versagt. Man hat keine klaren Meinungen zu einer Trasse der A 39 geäußert, wohlwissend der bevorstehenden Wahlen. Man hat es der Findungskommission überlassen, diese hat die jetzige Variante als [[Vorzugsvariante]] benannt und nun zeigt sich bei weiterer Betrachtung, die [[SPD]] will sie im Westen, Nahrstedt ([[SPD]]) will sie in der jetzigen Trasse mit Tunnel, und ich sage ihnen, ich will sie unter Einbeziehung der Ost-Umgehung mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf dieser. Wir brauchen die A 39 unter Betrachtung des Europäischen Verkehrswegeplanes, und nach Aussage der EU zur Verbesserung der Infrastruktur.}}
'''3)''' Bildung wird vom Staat immer noch als Stiefkind betrachtet, gerade wenn man den Bereich bis zum Gymnasium betrachtet. Statt einheitlicher Richtlinien schlagen sich 16 Kultusministerien alljährlich um Rahmenbedingungen, Schulpläne usw. umher. Bildung/Ausbildung sind die Grundlagen der Gesellschaft und der Wirtschaft, und daher ist es erforderlich, diese aus einem Guss anzubieten, wie es bei den Unis getan wird. Wir können es uns nicht leisten, ständig mit unserer Zukunft, und das sind die Kinder und Jugendlichen, zu experimentieren. Grundvoraussetzungen sind dabei gute gesunde Schulen mit entsprechenden Lehrerstellen und Ausstattung. Kitas sind wichtig, der Weg der Regierung kann nur unterstützt werden, sollte aber nicht dahin führen, dass das Kind den Eltern schon früh entzogen wird. Hier sollte der Staat lieber den Erziehungsberechtigen unterstützen, indem er finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um das Kind in der Keimzelle der demokratischen Grundlage, der Familie, aufwachsen zu lassen.
'''4)''' Es ist im Vorfeld schwer, schon jetzt Lorbeeren zu verteilen, bevor man Ergebnisse gesehen hat. Sicherlich sind neue Impulse wichtig für die Entwicklung und wenn sie zum Erfolg führen erst recht. Ich unterstütze den Kurs, wenn Bildung dadurch einen neuen Stellenwert in der unseren Gesellschaft erfährt und wir nicht zu einer zweiklassen Bildungs-Gesellschaft mutieren.
'''5)''' Lüneburg gehört zu den begehrten Zuzugsgebieten in Niedersachsen, aber auch hier wird es Grenzen des Zuzuges geben. Neben einer guten Infrastruktur gehören die entsprechenden [[Arbeitsplätze]] dazu, wenn diese nicht geschaffen werden können, wird sich die Grenze des Wachstums von selbst regeln. Zuzug bedeutet aber auch Steuerkraft, Investitionskraft für die Kommunen. Um dem Verkehrsinfarkt nicht zu erliegen, habe ich z. B. eine Trasse ohne Ampeln und Kreuzungen von der Willy-Brandt- zur Bockelmannstraße und darüber hinaus bis zur Hamburger Straße vorgeschlagen: Von Uelzen kommend queren sie den Lösegraben in Höhe des Museums in die Wittenberger Bahn hinein, queren dann die Dahlenburger Landstraße per Ständerbauwerk höhengleich mit dem Bahngelände in den Altenbrücker Damm und dort höhengleich per Ständerbauwerk die Bleckeder Landstraße in den Lüner Damm und münden auf der Bockelmannstraße in Höhe des neuen Kinos oder bei Weiterführung im Bereich Hamburger Straße.
|}
==== {{LZ}} über [[Kommunalwahl]]-Kandidaten (Adendorfer Gemeinderat) ====
{{Kasten gelb|
'''<big>Verkehr und Familien haben Priorität</big>'''
'''52 Kandidaten kämpfen um 24 Plätze des Adendorfer Gemeinderats - Auszüge aus den Wahlprogrammen'''
''jm'' '''Adendorf'''. Über die 24 Sitze des Adendorfer Gemeinderats können 8103 Wahlberechtigte entscheiden. Am Wahlsonntag, 10. September, werden zehn Lokale geöffnet sein, in denen insgesamt 80 Wahlhelfer zur Unterstützung bereit stehen.
In dem Wahlprogramm der [[CDU]] stehen Ausbildungs- und [[Arbeitsplätze]] in Adendorf an erster Stelle. "Neue Gewerbegebiete für Betriebsgründungen sowie eine befristete Gewerbesteuerfreiheit sollte es geben", fordert Gerhard Hoene, Vorsitzender des Ortsverbands.
"Priorität hat auch die Schaffung von Krippenplätzen", betont Hoehne. Familien mit Kindern bräuchten entsprechende Anreize, um nach Adendorf zu ziehen. Um ein Miteinander von Alt und Jung zu fördern, mache die [[CDU]] sich für ein Mehrgenerationenhaus in der Gemeinde stark.
Eine vernünftige Wohnungsbaupolitik wolle die Partei durchsetzen, dem Wunsch nach Wohneigentum entsprechen, Flächenverbrauch und Verkehrsaufkommen jedoch mindern. Ökologische und umweltfreundliche Bebauung gelte es stärker zu fördern. Innerorts müsse der Verkehr weiterhin sinnvoll beruhigt werden.
In der neuen Ratsperiode will die [[SPD]] Adendorf sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen. "Die Betreuungsangebote für Kinder aller Altersstufen müssen ausgeweitet werden", sagt Rolf-Werner Wagner, Ortsvereinsvorsitzender der SPD Adendorf. Der Erhalt und die Weiterentwicklung des Jugendtreffs dürfe nicht aus den Augen verloren werden.
Das Straßen- und Wegenetz müsse weiterhin verbessert werden, eine Autobahn 39 zwischen Erbstorf und Ebensberg verhindert werden. Für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs wolle die [[SPD]] sich einsetzen. "Bauwillige Familien müssen gefördert werden, wir sind allerdings für einen behutsamen Zuzug nach Adendorf", betont Wagner. Um Energie zu sparen, schlagen die Sozialdemokraten Ökosiedlungen und Blockheizkraftwerke vor. Wertvolle Landschaftsteile wie Raderbach oder Blütenmoor müssten erhalten bleiben. "Alle Ziele verfolgen wir gemeinsam mit Bürgermeister Joachim Pritzlaff", so Wagner.
Besonders am Herzen liegt den Grünen das Thema Verkehr. "Wir wollen weder eine weitere Landschaftszerstörung, noch weiteren [[Lärm]] und [[Feinstaub]]", sagt Bärbel Sasse vom Ortsverband der [[Grüne]]n. Als "überfällig" beschreibt sie einen Schnellbus mit Anbindung an den Lünepark.
Wichtiges Ziel sei außerdem, ein weiteres Wuchern der Bebauungsgebiete in den Außenbereichen zu verhindern. In neuen Baugebieten sollten ökologische Standards festgeschrieben werden. Energiesparen bedeute, Kosten zu sparen, es lohne sich, in neue Technik zu investieren, Gebäude gut zu dämmen, Energie intelligent zu nutzen.
"Die Gemeinde muss dringend mehr Krippenplätze für Kinder im Säuglingsalter bis hin zu drei Jahren zur Verfügung stellen", betont Sasse. Die Zuschüsse für Adendorfer Kinder im Waldkindergarten müssten auf das Niveau der gemeindeeigenen Kindergärten gehoben werden. Die Grundschule am Weinbergsweg müsse dringend saniert, zum Teil kindgerechter umgestaltet werden.
Eine Grundsatzentscheidung gegen die Autobahn 39 fordert die Kandidaten von Die Linke, Barbara Bruch-Meyer, unabhängig davon welche Gemeinden betroffen wären. "Außerdem ist eine Verkehrsberuhigung an der Erbstorfer Landstraße notwendig", so die Adendorferin. Der öffentliche Nahverkehr müsse ausgebaut werden, vor allem nach 20 Uhr fehlen Busverbindungen.
"Jugendliche sollten in die Kontakte zu den Partnergemeinden in Frankreich und Polen noch mehr eingebunden werden", sagt Bruch-Meyer, sie will sich für eine weitere Partnergemeinde in Spanien einsetzen. "Kontakt zu anderen Kulturen und Fremdsprachenkompetenz sind wichtiger denn je", betont sie.
Der Bürgerverein müsse gestärkt werden, vor allem die Initiative "Bürger helfen Bürgern" sowie das Diskussionsforum für einen öffentlich nutzbaren Internetanschluss. Ebenso befürworte sie ein Sozialticket für kulturelle und sportliche Einrichtungen.
}}
{{Pressefuss|August 2006|Oktober 2006}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte September 2007
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{{Pressekopf}}
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=== 27. September ===
==== ARD-Tagesschau zum Thema Feinstaub ====
{{Kasten|1=
[[Bild:bild90860_v-gross4x3.jpg|thumb|200px|'''Das Bundesverwaltungsgericht hat einem Kläger das Recht auf saubere Atemluft zugesprochen. (Foto: dpa/dpaweb)''']]
'''<big>Gericht entscheidet für Recht auf saubere Luft</big>'''
'''Fahrverbote bei [[Feinstaub]] einklagbar'''
Ab sofort können Anwohner von Straßen mit besonders hoher Feinstaubbelastung nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ihr Recht auf saubere Atemluft gerichtlich durchsetzen. Zum Schutz vor dem gesundheitsschädlichen Staub sprachen die Leipziger Richter einem Kläger einen Rechtsanspruch auf Schutzmaßnahmen wie Verkehrsbeschränkungen zu.
Damit verwiesen sie die Klage eines Münchners an den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) zurück. Er wohnt an der Stadtautobahn in der Landshuter Allee (siehe Liste), wo die seit 2005 vorgeschriebene Obergrenze für Feinstaub-Konzentration regelmäßig überschritten wird. Nach einer EU-Richtlinie darf die Konzentration von Feinstaub eine Menge von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Tagesmittel nicht öfter als an 35 Tagen im Jahr überschreiten. Die Stadt München argumentierte, es gebe noch keinen Aktionsplan, nach dem sich die Kommune richten könne, und lehnte daher ab. Die Klage des Mannes gegen diese Entscheidung hatte der VGH zurückgewiesen.
'''Anspruch auf Fahrverbote'''
{{i-Kasten|1=200|2=Feinstaub-Spitzenreiter (70 oder mehr Überschreitungen pro Jahr):|3=Stuttgart, Am Neckartor* (144)<br>München, Landshuter Allee (92)<br>Weimar, Steubenstr. (89)<br>Cottbus, Bahnhofstr. (86)<br>Leipzig, Lützner Str. (83)<br>Dortmund, Brackeler Str. (80)<br>Krefeld, Hafen (76)<br>Stuttgart, Hohenheimer Str.* (76)<br>Chemnitz, Leipziger Str. (74)<br>Ludwigsburg, Friedrichstr.* (73)<br>Bernau, Lohmühlenstr. (70)<br>
Zahlen für 2006 (*Daten lückenhaft)
<br>(Quelle: Umweltbundesamt)]]}}
Laut Bundesverwaltungsgericht hat die Stadt München die vom Kläger geforderten Verkehrsbeschränkungen mit unzutreffender Begründung abgelehnt. In einem Grundsatzurteil stellten die Leipziger Richter fest, dass Kommunen sich nicht auf das Fehlen eines Aktionsplanes zur Luftreinhaltung berufen können. Vielmehr seien sie verpflichtet, auch außerplanmäßige Einzelmaßnahmen wie etwa Sperrungen für den Lkw-Verkehr anzuordnen. Dieser Anspruch auf solche "planungsunabhängigen" Maßnahmen wie Fahrverbote für Lkw bestehe dann, wenn in der betroffenen Kommune kein vom Bundesimmissionsschutzgesetz vorgeschriebener Aktionsplan gegen Feinstaub existiert.
'''Richter werfen Stadt Untätigkeit vor'''
[Bildunterschrift: Ein Messanlage für Feinstaub in München (Archiv) ]
Die Leipziger Richter warfen München in der Verhandlung Tatenlosigkeit im Kampf gegen die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung vor. Es könne nicht sein, dass die Stadt so lange die Hände in den Schoß lege, bis ein umfangreicher Aktionsplan ausgearbeitet sei. Es gehe nicht darum, sofort das Optimale zu erreichen. Auch eine Linderung der Belastung könne schon hilfreich sein, sagten die Richter. Die Stadt München kündigte an, das Urteil sorgfältig prüfen zu wollen. Vorwürfe, die Stadt tue nichts gegen die Feinstaubbelastung, seien allerdings falsch, sagte der zuständige Hauptabteilungsleiter der Stadtverwaltung, Norbert Bieling. Nun muss der VGH überprüfen, welche Maßnahmen im Falle des Klägers in Betracht kommen.
"Durchbruch bei der Feinstaubbekämpfung"Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig, erklärte, das Urteil führe zu mehr Rechtssicherheit und stärke den Gesundheitsschutz. Die Deutsche Umwelthilfe verwies darauf, dass erstmals höchstrichterlich ein einklagbares "Recht auf saubere Luft" bestätigt worden sei. Der Bund für Umwelt und Naturschutz bezeichnete das Urteil als "Durchbruch bei der Feinstaubbekämpfung".
'''EU-Kommission sieht massive Gesundheitsgefährdung'''
Dossier: [http://www.tagesschau.de/inland/meldung188348.html Feinstaub-Belastung]
Informationen, Interviews und Hintergründe zum Thema [http://www.tagesschau.de/inland/meldung188348.html mehr]
Laut EU-Kommission sterben jährlich allein in Europa mehr als 288.000 Menschen vorzeitig an Feinstaub. Für Deutschland veranschlagt die Studie 65.000 vorzeitige Todesfälle. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind jährlich bis zu 13.000 Todesfälle bei Kindern bis vier Jahren in den 52 europäischen WHO-Mitgliedstaaten auf die Feinstaubbelastung der Außenluft zurückzuführen.
Seit dem 1. Januar 2005 ist eine EU-Richtlinie in Kraft, die Grenzwerte für den Feinstaubstandard [[PM10]] (PM Particulate Matter) für die Außenluft festlegt. Seither darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft höchstens an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Die Verantwortung für die Einhaltung der Grenzwerte liegt bei den Bundesländern.
(Aktenzeichen: BVerwG 7 C 36.07)
}}
[http://www.tagesschau.de/feinstaub2.html Quelle]
* [http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video212324.html Video "Maßnahmen zum Schutz vor Feinstaub sind zukünftig einklagbar"]
{{Kommentar|A39-Stadttrasse verstösst gegen EU-Recht|2=
Das Interessante in diesem Zusammenhang ist, dass sich die Landesbehörde im März in der [[Feinstaub#Feinstaub_.26_A_39|Umweltverträglichkeitsstudie zum Variantenvergleich]] möglicherweise ein schönes Ei ins Nest gelegt hat, da seinerzeit bereits das Nichterreichen der EU-Richtlinie zugegeben wurde, Zitat: ''"Eine Überschreitung des Kurzzeitgrenzwertes von 50 μg/m³ als Tagesmittelwert für PM10-Konzentrationen an mehr als 35 Tagen im Jahr ist nach derzeitigen konservativen Berechnungen jedoch bei beiden Varianten nicht auszuschließen."''
Die Hoffnung liegt daher zunächst bei der ausstehenden Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, die eine Neubewertung einer A39-Stadttrasse zugunsten des "Schutzgutes Menschen" nach sich ziehen muss.
Wir werden in jedem Fall in der öffentlichen Diskussion versuchen, den Finger
in diese Wunde zu legen und die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.}}
==== ZDF-Heute zum Thema Feinstaub ====
{{Kasten|1=
'''<big>Bürger können saubere Luft einklagen</big>'''
'''Bundesverwaltungsgericht: Städte müssen Anwohner vor Feinstaub schützen'''
{{i-Kasten|1=200|2=Infobox|3=Aktenzeichen
BVerwG 7 C 36.07}}
Städte müssen Anwohner vor Feinstaub schützen - etwa, indem sie den Verkehr in stark befahrenen Straßen einschränken. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden und damit einem Münchener Kläger Recht gegeben.
Das Bundesverwaltungsgericht hat die Münchener Stadtverwaltung dazu ermahnt, auch ohne einen Aktionsplan Maßnahmen zum Schutz vor Feinstaub zu treffen.
{{i-Kasten|1=200|2=Infobox|3=Feinstaub - Gefahren und Grenzwerte
Als Hauptquelle von Feinstaub gelten Verkehr und Industrie. Nach einer EU-Studie sterben in der Europäischen Union jährlich 310.000 Menschen an Erkrankungen durch Feinstaubpartikel, davon 65.000 in Deutschland.
In Deutschland gilt seit Anfang 2005 eine EU-Richtlinie. Pro Tag dürfen demnach nur noch höchstens 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft erreicht werden. Dieser Grenzwert darf an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr überschritten werden.
Die örtlichen Behörden sind verpflichtet, Gebiete aufzulisten, in denen die zulässigen Schadstoffmengen überschritten werden. Echte Sanktionen gibt es bisher nicht. Diskutiert werden immer wieder Streckensperrungen für Lastwagen und Fahrverbote für veraltete Autos in Innenstädten.}}
'''Hände in den Schoß legen geht nicht'''
Bei der Verhandlung der Feinstaub-Klage des Münchners Dieter Janecek kritisierte der Vorsitzende Richter Georg Herbert am Donnerstag die bisherige Untätigkeit der Stadt: "Auch wenn nicht sofort das Optimum erreichbar ist, so kann man nicht einfach die Hände in der Schoß legen."
Janecek wohnt an der Landshuter Allee, durch die täglich rund 140.000 Kraftfahrzeuge rollen. Mehrfach im Jahr wird der höchstzulässige Grenzwert für Feinstaub an einer Messstelle in ummittelbarer Nachbarschaft seiner Wohnung überschritten. Der Münchner will unter anderem erreichen, dass die Stadt Fahrverbote erlässt, wenn die Grenzwerte überschritten werden. Janeceks Anwalt Remo Klinger sagte, es sei nicht hinnehmbar, dass gar nichts zum Schutz vor Feinstaub geschehe.
'''MEDIATHEK''' [http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/070927_toepper_hjo.asx Video Urteil zu Feinstaub]
'''Klagewelle zu erwarten'''
"Das ist ein Grundsatzurteil", sagt ZDF-Jurist Bernhard Töpper, "das viele geplagte Anwohner, die an stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen wohnen, ermuntern wird, ihr Recht auf saubere Luft ebenfalls einzuklagen." Töpper schätzt, dass auf die Verwaltungsgerichte da "möglicherweise eine Klageflut" zukomme.
Obwohl das Bundesgericht im Sinn des Klägers entschied, muss der konkrete Fall aber nochmal neu in München verhandelt werden. Janecek konnte am Donnerstag nicht nachweisen, dass die Grenzwerte auch an seiner Wohnung überschritten wurden. Die Messstation steht rund einen Kilometer entfernt. 2005 war dort der Grenzwert an der Straße bereits im März mehr als 35 Mal überschritten. Die EU-Richtlinien erlauben nur eine Überschreitung an 35 Tagen.
'''Umweltverbände zufrieden'''
Umweltverbände zeigten sich mit der Entscheidung des Gerichts dennoch hochzufrieden. Erstmals sei höchstrichterlich ein einklagbares "Recht auf saubere Luft" bestätigt worden, teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit. Der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND bezeichnete das Urteil als "Durchbruch bei der Feinstaubbekämpfung".
Die Leipziger Richter warfen München in der Verhandlung am Donnerstag Tatenlosigkeit im Kampf gegen die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung vor. Es könne nicht sein, dass die Stadt so lange die Hände in den Schoß lege, bis ein umfangreicher Aktionsplan ausgearbeitet sei. Es gehe nicht darum, sofort das Optimale zu erreichen. Auch eine Linderung der Belastung könne schon hilfreich sein, sagten die Richter.
'''München weist Vorwürfe zurück'''
Die Stadt München kündigte an, das Urteil sorgfältig prüfen zu wollen. Vorwürfe, die Stadt tue nichts gegen die Feinstaubbelastung, seien allerdings falsch, sagte der zuständige Hauptabteilungsleiter der Stadtverwaltung, Norbert Bieling.
Janecek, Geschäftsführer der Grünen in Bayern, hatte bereits im März dieses Jahres vor dem Bundesgericht um einen Aktionsplan gekämpft. Das erhoffte Grundsatzurteil blieb aber aus, der Fall (Az: BVerwG 7 C 9.06) wurde dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg vorgelegt. Ein Urteil ist bisher nicht ergangen.
Mit Material von dpa}}
=== 17. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 12 ====
[[Bild:Peanuts0917.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 15. September ===
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39: Deckel gefordert</big>
LÜNEBURG - Das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg ist, wie berichtet, abgeschlossen. Am Montag, 17. September, beginnt die Auslegung der Planungsunterlagen. Die Akten sind bis zum 16. Oktober im Bereich Umwelt, Bei der Ratsmühle 17 a, Raum D13, öffentlich zugänglich, und zwar montags bis donnerstags von 7.45 bis 12 Uhr und 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 7.45 bis 12 Uhr. Einsehbar sind die Unterlagen auch im Internet unter der Adresse [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40052769_N40041573_L20_D0_I5213350 www.lueneburg.de]. Die Stadt zieht eine Klage in Betracht und fordert einen deutlich verbesserten Lärmschutz als es die Unterlagen ausweisen. "Wir fordern einen Deckel von der Abfahrt Adendorf bis zur Schlieffenkaserne. Sonst werden wir nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] entscheiden, ob wir klagen", so OB [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]).
''carol''
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 11 ====
[[Bild:Peanuts0915.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 14. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 10 ====
[[Bild:Peanuts0914.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 13. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 9 ====
[[Bild:Peanuts0913.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 12. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 8 ====
[[Bild:Peanuts0912.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 11. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 7 ====
[[Bild:Peanuts0911.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 10. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 6 ====
[[Bild:Peanuts0910.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 8. September ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Unterlagen liegen aus</big>'''
'''Bürger können sich Akten im Bereich Umwelt ansehen'''
sp '''Lüneburg'''. Das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante A 39 ist abgeschlossen. Die Regierungsvertretung Lüneburg hat die Stadt nun aufgefordert, die [[Landesplanerische Feststellung]] des [[Raumordnungsverfahren]]s für einen Monat öffentlich auszulegen. {{mark|Am Montag, 17. September, beginnt die förmliche Auslegung. Die Akten sind dann bis zum 16. Oktober im Bereich Umwelt, Bei der Ratsmühle 17 a, Raum D 13, öffentlich zugänglich, und zwar montags bis donnerstags von 7.45 bis 12 Uhr und von 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 7.45 bis 12 Uhr. Einsehbar sind die Unterlagen auch im Internet unter [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40052769_N40041573_L20_D0_I5213350 www.lueneburg.de].}}
Die Stadt hat sich stets für eine andere Trassenführung ausgesprochen, nun aber legt das [[Raumordnungsverfahren]] fest, dass die Ostumgehung zur Autobahn ausgebaut werden soll. Die Stadt sieht bei dieser Führung Probleme und fordert einen deutlich besseren [[Lärm]]schutz als es die Unterlagen ausweisen. "Wir fordern einen Deckel von der Abfahrt Adendorf bis zur Schlieffenkaserne. Wenn nicht, werden wir nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] entscheiden, ob wir klagen," macht Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] deutlich.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der Handelskammern ====
{{LB|Dr. Lars Wohlers<br>Heiligenthal}}
{{Kasten|1=
'''<big>Autowahn ohne Sinn</big>'''
"Handelskammern machen Druck für neue Autobahn", LZ vom 4. September
Es mutet schon seltsam an, wenn die Titelseite dominiert wird von einem Artikel über den Klimawandel und auf Seite drei nachzulesen ist, was die IHK zu unternehmen gedenkt, um diesen zu beschleunigen. Das Umweltargument scheint an den Türen der IHK abzuprallen, was nicht unbedingt neu ist.
Unverständlich ist hingegen, dass rein wirtschaftliche Argumente offenbar ebenso wenig Gehör finden. Autobahnen sind, was das [[Kosten-Nutzen-Verhältnis]] angeht, schon lange keine [[Arbeitsplätze]] schaffenden Strukturelemente mehr. Schließlich heißen die Magneten für viele unserer Firmen Billig-Lohn-Länder und nicht Billig-Autobahn-Länder. Wirtschaftliche Exportschlager der Zukunft können innovative, umweltfreundliche und leise Verkehrsmittel werden, nicht Autobahnen. Und schließlich werden jetzt schon mehr Mittel für die Erhaltung unseres üppigen Straßensystems ausgegeben, als für neue investiert wird, Tendenz steigend. Wer kann das bezahlen?
Im übrigen baut der für die Großregion Hamburg diagnostizierte Autobahn-Bedarf ausschließlich auf einem Gutachten der Autowahn-Lobby auf. Es ist schon bezeichnend, während offizielle Gutachten, z.B. in Sachen A 39 ([[VUNO]]-Untersuchungen), vehement abgelehnt werden, sind es inzwischen hauseigene "Gutachten", die einen dringenden Bedarf nach mehr Autobahnen diagnostizieren. Auch in der aktuellen Ausgabe der IHK-Zeitschrift "Unsere Wirtschaft", wird versucht, durch Interviews mit Vertretern der Logistikindustrie in dieser Richtung Stimmung zu machen.
Und das in dem Land, dass weltweit die zweitgrößte Dichte an Autobahnen hat - Deutschland. Was soll man dazu noch sagen?
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 5 ====
[[Bild:Peanuts0908.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 7. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 4 ====
[[Bild:Peanuts0907.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
{{Presseartikel
|Quelle=AlZ
|Thema=zur Podiumsdiskussion in Knesebeck
|Headline=Spannende Diskussion um A 39
|Untertitel=Podiumsdiskussion im voll besetzten Saal des Knesebecker Hofs
|Autor=pef
|Ort=Knesebeck
|Link=
|Text=Informativ, sachlich, anregend und spannend – so verlief am gestrigen Abend eine Podiumsdiskussion zum Thema Bau der A 39, die im Knesebecker Hof stattfand und von der AZ präsentiert wurde. Dabei saßen sowohl Gegner als auch Befürworter des Projektes auf dem Podium und im Publikum. „Risiken und Chancen der A 39“ lautete das Motto des Abends, zu dem die Bürgerinitiativen „Keine A 39“ aus dem Landkreis Gifhorn nach Knesebeck eingeladen hatten.
Die Moderation im voll besetzten Saal – mehr als 100 Interessierte waren gekommen – hatte AZ-Redakteurin Christina Rudert übernommen, die versiert den Pro- und Kontra-Stimmen Gehör verschaffte. Bus-Unternehmerin Edith Bischof, Eva Gresky und Manfred Michel von der Bürgerbewegung OHE-Reaktivierung, Professor Dr. Peter Pez von der Uni Lüneburg, SPD-Vizefraktionschef im Kreistag Hans-Jürgen Schindler und Detlef Giesler von der BI Lüne-Moorfeld gaben ihre Statements auf dem Podium ab, ehe Gelegenheit zu Fragen und Diskussion bestand. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl die Wirtschaftlichkeit einer Autobahn zwischen Wolfsburg und Lüneburg als auch der erhoffte Verkehrsfluss und der Umweltaspekt. In der Fragerunde ging es unter anderem um bewegende Themen wie Verschuldung durch den Bau, Verlagerung von Arbeitsplätzen, das Marketing-Argument, Natur ohne Autobahn bieten zu können, oder die ablehnende Haltung der Hansestadt Hamburg zur A 39.}}
{{Presseartikel
|Quelle=GR
|Thema=zur Podiumsdiskussion in Knesebeck
|Headline=Die A 39 ist ein Nullsummenspiel
|Untertitel=Podiumsdiskussion gestern Abend zur A 39 im Knesebecker Hof – "Gesellschaft will schnell von A nach B"
|Autor=Barbara Benstem
|Ort=Knesebeck
|Link=
|Text="Eine Gemeinde gewinnt durch die A 39 vielleicht, eine andere verliert. Es kommt bestenfalls zu Mikroeffekten, keinesfalls zu den erhofften großen Vorteilen. Die A 39 ist ein Nullsummenspiel."
Keinen Zweifel ließ Peter Pez gestern Abend im "Knesebecker Hof" an seiner Meinung zur A 39. Aus verkehrspolitischer Sicht widmete sich der Professor der Universität Lüneburg den Effekten, die der Bau der A 39 im Landkreis Gifhorn mit sich bringen soll. Es werde allenfalls zur Verlagerung von Arbeitsplätzen, keinesfalls zur großen wirtschaftlichen Belebung der Region kommen, warnte Pez. Neben dem Wissenschaftler stellten sich auch Busunternehmerin Edith Bischof, Politiker Hans-Jürgen Schindler (SPD) und Detlef Giesler ("Keine A 39 – Lüne-Moorfeld") sowie Eva Grezky (Wiederbelebung der Osthannoverschen Eisenbahn) der Diskussion. Moderiert wurde die Runde von Journalistin Christina Rudert.
Heftige Kritik musste Busunternehmerin Edith Bischof einstecken. Die Tourismusexpertin hatte sich zuvor für die A 39 ausgesprochen, weil sie Kurzurlauber in den Landkreis bringe. "Die Leute wollen heute nicht mehr so lange im Bus sitzen und wir haben viele attraktive Ziele in unserem Landkreis. Auf einer Autobahn währen sie viel schneller bei uns." Aus dem Publikum wurde der Firmenchefin vorgeworfen, dass sie dabei das Wohl ihres eigenen Unternehmens vor Augen habe und zudem nachfolgenden Generationen Milliarden an Schulden hinterließe, die der Autobahnbau verursache. Sie denke, hielt Bischof dagegen, an die gesamte Hotellerie, den Einzelhandel und alle touristischen Angebote. Nicole Wockenfuß, Grünenpolitikerin aus Gifhorn erklärte, dass der Autobahnbau ohnehin in weiter Ferne liege und man nicht wisse, ob es das Unternehmen der Wesendorferin dann noch gebe.
Hans-Jürgen Schindler begründete sein Plädoyer für die A 39 damit, dass eine wirtschaftliche Belebung der Region unabdingbar sei. "1400 Jugendliche sind ohne Ausbildungsplatz. Und die heutige Gesellschaft will nun mal schnell von A nach B. Die Bahn ist dabei keine Alternative, sie will Gewinn einfahren und kann sich Strecken, die sie, wie bei uns, bezuschussen muss, nicht leisten." Ohnehin, so der Politiker, entstünden durch die Spurrillen, die schwere Lkw auf den Kreis- und Bundesstraßen hinterließen, für Autofahrer lebensgefährliche Situationen. "Lkw gehören auf die Autobahn, dass sich die Bahn vom Güterverkehr verabschiedet hat, wissen wir." Detlef Giesler nutzte den Diskussionsabend, um die Aktivitäten seiner Bürgerinitiative vorzustellen. Motto der Lüneburger Protestbewegung gegen den Autobahnbau. [[A39-Verhüterli|"Wir klären auf, verhüten musst du."]]}}
=== 6. September ===
==== {{LZ}} zur Kritik an einer weiteren Autobahn ====
{{Kasten|1=
'''<big>Basar der großen Politik</big>'''
'''Kritik an Plänen zur A 21'''
lz '''Lüneburg'''. Kritik an den Industrie- und Handelskammern im Norden sowie dem ADAC-Hansa übt jetzt die Bürgerinitive (BI) gegen die A 39, Ortsgruppe Mechtersen: Die Autobahngegner wehren sich gegen Forderungen der Kammern und des Automobilclubs, mit den Planungsarbeiten für die A 21 und deren Fortführung bis zur A 7 zwischen Egestorf und Thieshope sofort zu beginnen. "Keine Verlängerung der A 21 durch den Radbrucher Forst, die Lüneburger und die Luhe-Heide", fordern stattdessen die BI-Mechtersen.
Denn die Planungen für dieses Projekt bedeutet aus Sicht der Gegner nichts anderes als eine weitere Bevorzugung der Straße vor anderen Verkehrsträgern; zusätzlichen Transitverkehr durch die Heideregion und großflächige Zerschneidungen ökologisch wertvoller Flächen wie den Radbrucher Forst und das [[FFH]]-Gebiet-212 der Luhe (mit angrenzenden Moor- und Heideflächen).
"Diese Gebiete mussten bei den Vorplanungen zur A 39 weiträumig umgangen werden. Hier reiht sich ein "Raumwiderstand" und "Konfliktschwerpunkt" an den nächsten - ohne jede realistische Trassenalternative zwischen den Anschlusspunkten," so die BI.
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 3 ====
[[Bild:Peanuts0906.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 5. September ===
{{Presseartikel
|Quelle=KB
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline=Staatssekretär Ripke nimmt sich Zeit
|Untertitel=Das Raumordnungsverfahren für die A 39 ist abgeschlossen - Protestaktion in Lüneburg
|Autor=jve
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.kreisboten.de Quelle]
|Text=[[Bild:KB 2007 08 29 2.jpg]]
Autobahngegner protestierten am vergangenen Mittwoch vor der Regierungsvertretung in Lüneburg und erhofften sich, Minister Hans-Heinrich Ehlen persönlich zu sprechen. Der schickte Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke als Vertretung. Fotos: JVC
[[Bild:KB 2007 09 05 2.jpg]]
[[Bild:KB 2007 09 05 3.jpg|thumb|'''Staatssekretär Ripke erläutert den Trassenverlauf''']]
}}
[[Bild:LP 2007 09 05 1.jpg]]
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (1)====
{{LB|W. Lutz<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>„Wäre ich doch eine Wachtel!“</big>'''
'''[[Presseberichte_September_2007#L.C3.BCnepost_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|Zu: A39 – hier führt sie durch Lüneburgs Osten, LP vom 1. September]]'''
Jeder Autofahrer nutzt Autobahnen,
nur wenn eine neue Straße
vor seiner Haustür geplant wird,
ist die Antihaltung groß. Ich bin
kein Befürworter der A 39, aber
nur, weil sie in Lüneburg mitten
durch ein Wohngebiet führt.
Bereits heute ist die [[Ostumgehung|sogenannte Umgehungsstraße]] mit
45 000 Fahrzeugen täglich an der
Grenze der Belastung und ein
Unfallschwerpunkt, das muss den
Planern doch bekannt sein. Der
Widerstand wird durch die geringeren
Kosten unterdrückt, wie
das letzte Gutachten beweist.
Und das [[Schutzgut Mensch]]?
Wäre ich doch eine Wachtel oder sonst eine schützenswerte Kreatur!
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (2)====
{{LB|Stefan Becker<br>Lüneburg-Moorfeld}}
{{Kasten|1=
'''<big>„A 39 hat nichts mit Vernunft zu tun“</big>'''
'''[[Presseberichte_September_2007#L.C3.BCnepost_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|Zu: A39 – hier führt sie durch Lüneburgs Osten, LP vom 1. September]]'''
Bei der Diskussion um mögliche
Trassenverläufe der bestenfalls
[[Arbeitsplätze]] verlagernden A 39
ist der Öffentlichkeit immer wieder
suggeriert worden, dass es
sich bei der B 4, die es nun im
Bereich Lüneburg werden soll,
um eine Umgehungsstraße handelt.
Dies ist eindeutig nicht der
Fall. So durchschneidet die B 4
unter anderem den Stadtteil
Moorfeld.
Allerdings ist diese Suggestion
für den bei den [[Kommunalwahl]]en
mit dem [[SPD|Versprechen „Keine Autobahn durch Lüneburger Stadtgebiet“]] angetretenen und
mittlerweile in dieser Hinsicht verstummten
[[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister]] extrem
praktisch.Was von weiteren
Suggestionen lokaler [[Politiker]]
wie der eines Deckels zu halten
ist, zeigt die Aussage Herrn Mantheys,
dass „aus planerischer
Sicht keine Notwendigkeit für einen
Deckel bestehe“.
[[Bild:LP 2007 09 05 2.jpg|thumb|400px|'''Lüneburgs Ostumgehung: Wird sie bald zur Autobahn?''' Foto: sb]]
Seit wann gibt der Bund Geld
aus, wenn er es nach den Untersuchungsergebnissen
nicht
muss?! Gut in die menschenverachtende
Herangehensweise der
planenden Behörde, die [[Vogel]] über
Menschenschutz stellt,
passt es, dass nach Aussage des
Leiters der Lüneburger Niederlassung
das Tempolimit auf der
B 4 kaum unter 100 km/h liegen
werde – und das, obwohl der bereits
jetzt herrschende Verkehr
auf der [[Ostumgehung]] eine Begrenzung
von 70 km/h dringend
erforderlich machen würde.
Insofern ist es ein logischer Schluss, dass die nach den Planungen feststehenden Überschreitungen der [[Luftverunreinigungen|Emissionsgrenzen]] toleriert werden. Meine Folgerung bei all diesem Nonsens wäre, die A 39 aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] zu streichen, aber was haben Vernunft und A 39 schon miteinander zu tun?!
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 2 ====
[[Bild:Peanuts0905.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 4. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämft gegen die Autobahn, Teil 1 ====
[[Bild:Peanuts0904.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 1. September ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>Basar der großen Politik</big>'''
Das [[Raumordnungsverfahren]] für die Autobahn 39 ist abgeschlossen, die [[Klostertrasse]] nur noch eine Fußnote in den Geschichtsbüchern. Doch bevor endgültig ein neues Kapitel in der Planerbibel aufgeschlagen wird, hat diese denkwürdige Variante eine Nachbetrachtung verdient.
Nicht wegen des kollektiven Zuckens der Lüneburger Weltkulturerbe-Fraktion, der angesichts dieses Vorschlags der Angstschweiß ausbrach, und auch nicht, weil der boomenden Salzstadt nun touristisch wertvolle Klosterführungen der Marke Manta-Röhren mit Dieselduft und ganzen Rußflocken erspart bleiben.
Bemerkenswert ist vielmehr, dass außer den Planern wohl niemand diese Trassenführung verstanden hat. Das zeigte sich bereits bei der Präsentation der Vorzugsvariante im März 2006. Die Dramaturgie war einfach gestrickt, sah nur zwei Gesichtausdrücke vor: entgleisend vom Typ "Ungläubiges Staunen" und selbstzufrieden vom Typ "Damit habt ihr wohl nicht gerechnet".
In der Folge erinnert das Trassengeschacher an einen Tarif-Poker mit Basarcharakter. Zynikern drängt sich der Verdacht auf, dass mit der Klostertrasse das Unmögliche gefordert wurde, um das Machbare durchzusetzen - Bauernopfer einkalkuliert: die Anwohner der [[Ostumgehung]]. Beweisen lässt sich das freilich nicht.
Die Stadt hat das Schicksal herausgefordert - und die Quittung bekommen. Sie hat eine Untersuchung der [[Ostumgehung]] gefordert, und - völlig überraschend - ein Ergebnis erhalten: Der Ausbau zur Autobahn ist machbar. Man hätte ja auch auf der Westvariante beharren können. Denn dass alternative Trassenführungen nur aus Jux und Dollerei geprüft werden, kann niemand allen Ernstes geglaubt haben.
Der rechte Ernst scheint in dieser Woche allerdings auch Friederich-Otto Ripke abhanden gekommen zu sein. Anders lässt sich die Aussage des Staatssekretärs nicht erklären, die A 39-Trasse sei "auf Wunsch der Stadt Lüneburg auf die [[Ostumgehung]] verlegt worden". Zum Glück ist Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] gerade mal weg - unterwegs auf der Pilger-Autobahn. Die unendliche Weite links und rechts des Jakobswegs in Spanien wird das Wutgebrüll von Ulrich dem Roten wesentlich besser schlucken als die historischen Mauern des Rathauses.
Aber wer weiß: Vielleicht stichelt Ripke ja auch nur, weil er noch einen Trumpf in der Hinterhand hat. Schließlich hat die Stadt mit der ehemaligen Schlieffenkaserne noch Großes vor. Zu dumm, dass das Areal eine Liegenschaft des Bundes ist - verwaltet vom Land. Aber hat nicht auch noch Ulrich der Rote einen Joker? Na klar, die A 39-Klage. Zücken oder stecken lassen - reine Verhandlungssache.
Und die Moral von der Geschicht': Sind Debatten auch noch so sachverständig, am Ende wird geschachert. Selbst Autobahnen werden auf dem Basar geplant.
Malte Lühr
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{LB|Matthias Wiebe<br>Adendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Hirnfrei statt autobahnfrei</big>'''
"A 39-Pläne auf Weg nach Berlin", LZ vom 30. August
Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Und nun sind die Unsinns-Pläne also auf dem Weg nach Berlin. Hurra!
Nachdem die politischen Beamten in Hannover und die örtlichen [[Politiker]] die "größte autobahnfreie Gegend" Deutschlands ausgemacht haben, sollten wir Bürger uns doch mal fragen, wo die "größte hirnfreie Gegend" Deutschlands zu finden ist. Aber warum suchen? Ich denke, man hat sie schon gefunden. Nämlich dort, wo solche hirnlosen Planungen stattfinden. Oder sind es gar die Räte mit den einschlägigen politischen Mehrheiten, die solche unsinnigen Milliardenprojekte noch befürworten (aber natürlich nie vor der eigenen Haustür)?
Doch was heißt eigentlich "größte autobahnfreie Gegend" Deutschlands? Was ist das für ein Wert? Ist es die Gegend, wo die höchste Arbeitslosenquote der Republik zu finden ist? Nein! Oder ist es eine der Gegenden Deutschlands, wo die Menschen bisher 60 Jahre zufrieden - im wahrsten Sinne des Wortes - leben konnten, in einer noch einigermaßen intakten Natur und Umwelt? Wohl eher das Letztere. Nun wird es aber Zeit, dass die [[Politiker]] diesen Glücksumstand schnell ändern! Also her mit der Autobahn! Damit die Skandinavier und das östliche Europa rasch auf dieser Transitstrecke durch unsere Vorgärten rauschen können.
Die A39 -Lobby schuldet den Gegnern immer noch die positiven Argumente ([[Nutzen-Kosten-Verhältnis|Nutzen/Kostenrechnung]]) zu solch einer maßlosen Steuerverschwendung. Auch wenn die öffentlichen Kassen sich in den letzten Monaten wieder durch Steuergelder besser füllen, sollten wir alle nicht vergessen, dass es sich um Abgaben der Bürger handelt und nicht um freie Masse, die von politischen Mehrheiten willkürlich für unsinnige Baumaßnahmen verschleudert werden darf.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LP
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline={{blau|A 39}} Mit mindestens 100 km/h über Lüneburgs Ostumgehung
|Untertitel=Abschluss des Raumordnungsverfahrens · Streckenverlauf vorgestellt
|Autor=[[Bild:LP 2007 09 01.gif|thumb|546px]](bec/sta)
|Ort=Lüneburg
|Text=Dass es Gegenwind geben würde, war von vornherein klar. So kam es dann auch am vergangenen
Mittwoch, als Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke in Vertretung für Minister Hans-Heinrich Ehlen ([[CDU]]) in Lüneburg offiziell die Pläne für den Bau der A39 (siehe Karte) vorstellte.
Zunächst verläuft die Trasse
aus Richtung Hamburg auf der
A250, dann auf der Ostumgehung durch Lüneburg-Moorfeld - zum Ärger der Anwohner,
die ihrem Ärger bei Ripkes Präsentation persönlich mit einer
Demo Luft verschafften. Zwar sei
hier wegen der Kurve auf der
Ostumgehung über ein Tempolimit zu reden, so Ripke, Dirk Möller, zuständiger Leiter der
Lüneburger Landesbehörde für
Straßenbau und verkehr, meinte
aber gegenüber der LZ: „Unter 100 km/h wird es kaum liegen."
Im weiteren Verlauf verlässt die Autobahn bei Hagen die [[Ostumgehung]], quert die B 216 sowie den Elbeseitenkanal zu dem sie die nächsten Kilometer fast parallel liegt.
Für die Melbecker und die B4 hat Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg allerdings keine guten Nachrichten. Der Verkehr werde dort nicht weniger werden. Allein die jetzige Situation verschlimmere sich nicht. Es bleibt also spannend, ob der Gegenwind nicht noch stärker wird.
|Link=
}}
{{Pressefuss|August 2007|Oktober 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
17a5b4ef2a9034f6a1c6726387ccae4e0923e26e
Presseberichte September 2008
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2025-02-05T23:12:48Z
Sysop
1
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{{Pressekopf}}
----
=== 15. September ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Straßenfest "A39 in der Sackgasse"
|Headline=Fest dient als Protestaktion gegen A 39
|Untertitel=Autobahngegner feiern und sammeln Geld - "Menschenschutzgebiet" geplant
|Autor=ina
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ 2008 09 15.jpg|thumb|359px|'''Protest-[[T-Shirt]] gefälig? [[Andreas Meihsies]] (Grüne) mag es, Trassen-Befürworterin [[Andrea Schröder-Ehlers]] (SPD) hält Distanz. Lachen können darüber Joachim Weiss (l.) und Jens-Peter Fiedler (r.).'''
Foto: ina]]
Rindswürstchen dampfen auf dem Grill, zu Raubkatzen geschminkte Kinder springen in Socken auf der Hüpfburg, Jungs mit schick gestyltem Haar rocken: Auf den ersten Blick hätte das Straßenfest im Brandheider Weg als typisches Stadtteilfeier durchgehen können. Doch wer näher kam, erkannte: Den Bewohnern des Moorfelds ging es um mehr als nur eine Spätsommer-Party.
Ein Info-Stand, Schilder und Faltblätter und jede Menge Aktions-[[T-Shirt]]s über mehr oder weniger prallen Männerbäuchen verrieten das Thema, das nicht nur das Viertel, sondern auch die dort ansässige, seit zweieinhalb Jahren aktive "Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld" umtreibt: Das Verhindern der geplanten Autobahn 39.
"Eine Demo ist das hier nicht, aber klar wollen wir auf unseren Protest aufmerksam machen", erklärt Jens-Peter Fiedler, einer von drei Sprechern der rund 130 Autobahn-Gegner. Mit viel Kreativität ließ das Viertel die Muskeln spielen: eine Versteigerung, ein Euro teure "[[A39-Verhüterli|A 39-Verhüterlis]]" sowie der Verkauf von "[[Menschenschutz]]gebiet-Schildern" spülen Geld in die laut Veranstalter mit 2000 Euro in Vorleistung getretene Vereinskasse. Die gelben Dreiecke mit vierköpfigem Familienidyll sollen künftig das gesamte Gebiet zieren. Fiedler zum Hintergrund der Aktion: "Wir errichten das bundesweit erste Menschenschutzgebiet." Auch [[Politiker]], Gegner wie Befürworter der Trasse, kamen zum Fest.
"Unser nächstes Ziel ist die Rückstufung des A 39-Projekts aus dem [[Bundesverkehrswegeplan|vordringlichen Finanzbedarf]]", erklärt Sprecher Detlef Giesler in Beamtendeutsch. Soll heißen: Jeder Tag bis zum Startschuss des Autobahnbaus ist ein gewonnener Tag.
}}
=== 24. September ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anfrage der Grünen im Bundestag nach Finanzierung der A39
|Headline=A 39-Gegner hoffen weiter auf Alternative
|Untertitel=Ausbau der Bundestraße 4 muss von Planern nochmals geprüft werden
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die geplante Autobahn A 39 schöpft Hoffnung aus einer Anfrage der Grünen im Bundestag. Die Regierung habe geantwortet, dass Priorität im [[Bundesverkehrswegeplan]] (BVWP) nicht gleichbedeutend sei mit einer Finanzierungszusage.
Die erfolge "nach Maßgabe der jährlich zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel", heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Im Verkehrsministerium sagte Sprecher Richard Schild: Der BVWP sei Gesetz, die aktuelle Fassung von 2003, Bedarf und Prioritäten dafür seien von Bund und Ländern sehr genau geprüft und abgewogen worden. Das Gesetz gelte zehn Jahre.
Dagegen sagt die BI, die Regierung kündige für 2009 eine neue volkswirtschaftliche Bewertung der Vorhaben im BVWP an, Dringlichkeit und [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] würden überprüft. Und höhere Baukosten bei gleichem Nutzen führten zu einem geringeren Nutzen-Kosten-Verhältnis, sagt BI-Sprecherin Annette Niemann. Rechtlich relevant ist für Niemann in der Antwort der Regierung, dass bei Straßenbauvorhaben mit Öko-Stern wie der A 39 die Pflicht zur Prüfung bestehe, "ob zum Beispiel ein Ausbau des vorhandenen Straßennetzes den verkehrlichen Bedarf ebenso decken kann oder alternative Linienführungen zur Verfügung stehen. Wesentliche unserer politischen Argumente und potenziellen Klagepunkte werden schon jetzt bestätigt", glaubt Niemann, das gilt für die BI zum Beispiel bei der vernachlässigten gleichberechtigten Planung des Ausbaus der B 4 als Bundesstraße.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu Aussagen von Bundestagswahl-Kandidaten der CDU zur A39 ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
"CDU-Verbände küren ihren Kandidaten", Landeszeitung vom 22.9.2008
'''<big>Ernsthafte A 39-Diskussion in der CDU?</big>'''
Es ist schon befremdlich, mit welch wolkigen und nichtssagenden Plattitüden manche Kandidatur-Bewerber vor die Wähler treten wollen. Am Beispiel der geplanten, unsinnigen und immer mehr wankenden A 39:
Das Statement von Herrn Luths in der Elbe-Jeetzel-Zeitung (EJZ), „überall wo Autobahnen sind, da wächst und blüht es“ – das kann man vielleicht sogar noch als naive Äußerung eines Newcomers belächeln.
Wie ernst es Herrn Dorendorf mit dem eigentlich gebotenen, ernsthaften Abwägen von Risiken und Chancen der A 39 war und ist, das zeigt folgender EJZ-Bericht vom 4.7.2005 über die Gründung (besser: Inszenierung) einer sogenannten „Pro-Initiative“: „Die Gründung von zwei Sektionen der Pro-Autobahninitiative verlief widerspruchslos. Dieselben Teilnehmer hoben einmal den Arm für die Gründung der Sektion Lüchow-Dannenberg, ein weiteres mal für die Gründung der Sektion Bergen. Angst vor Verpflichtungen brauche niemand zu haben, erklärte Dorendorf. Auch Mitgliedsbeiträge würden nicht erhoben. Die Initiative sei mit Finanzmitteln gut ausgestattet...“
Herr Hintzmann bleibt zwar auch der A-39-Bejahung verhaftet, schließt sich aber in seiner Stellungnahme (EJZ vom 18.9.2008) immerhin der in der politischen Szene der Altmark dominanten Ablehnung der Autobahn-Querspange zwischen Salzwedel und Bad Bodenteich an. Es ist zu hoffen, dass er bei der [[CDU]]-Kandidatenvorstellung zumindest standhaft bei seiner Forderung nach einem alternativen Ausbau der B 71 zwischen Salzwedel und Uelzen bleibt und vielleicht sogar noch andere davon überzeugen kann.
Herrn Pols bleibt zu wünschen, dass er die A-39-Realitäten für Lüneburg und den Wahlkreis zumindest erkennt und diese in die Strategie und eine offenere Diskussion mit einbezieht: die ehemalige Schöder´sche Landtagswahlkampf-Autobahn, damals in die Welt gesetzt gegen alle Verkehrsgutachten (und sogar gegen die CDU im Landtag) und deshalb auch mit einem einmalig schlechten miesen [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] und ohne wirtschaftliche Vorteile, wird immer kostenexplosiver-unfinanzierbarer und nun auch unübersehbar durch die Landesregierung und konkurrierende Autobahn-Lobby-Gruppen hintangestellt. Wer wirklich Verantwortung für unsere Region tragen will, der muss sich endlich für diese Fakten öffnen, alternative Verkehrslösungen ergebnisoffen prüfen und sich der Diskussion stellen!
}}
{{Pressefuss|August 2008|Oktober 2008}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
27e9b5573fcf796e9e3bac9eacb76d55ee0457a6
Presseberichte September 2009
0
1229
1473
1472
2025-02-05T23:12:48Z
Sysop
1
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 3. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planfeststellungsverfahren Ostumgehung
|Headline=Lärmschutz für die Ostumgehung
|Untertitel=Stadt fordert Planänderungen
|Autor=sp
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Zu den nachträglichen Lärmschutzmaßnahmen an der Ostumgehung leitet die Stadt nun ihre Einwendungen und Anregungen an den Landkreis als Planfeststellungsbehörde weiter. Die Stadt sieht laut OberBürgermeister Ulrich Mädge in einigen Punkten Änderungsbedarf.
Sie fordert, den Lärmschutz entlang der gesamten Umgehung von Ilmenaubrücke bis Klosterkamp zu verbessern: „Die Verkehrszahlen sind so deutlich gestiegen, wie es keine Prognose vorhergesehen hat. Deshalb muss der Lärmschutz in allen Bereichen neu untersucht werden.“
Der angrenzende Stadtteil wurde zum Zeitpunkt der Planfeststellung 1981 als „Allgemeines Wohngebiet“ eingestuft.
„Das ist nicht mehr aktuell. Es ist ein ,reines Wohngebiet' und muss auch als solches verzeichnet werden“, meint Mädge. Dann gelte höherer Lärmschutz. Die Ergebnisse der Verkehrszählung 2008 seien nicht mit ausgelegt worden, obwohl das Umweltinformationsgesetz dies vorschreibt: „Die Zahlen sind niedriger als die aus der Analyse für die geplante A39. Das muss erklärt werden.“ Auch werde nicht deutlich, wo Schwerverkehr gezählt worden sei. „Die Pläne verraten auch nicht, welche Art von offenporigem Asphalt für den Belag verwendet werden soll.“
}}
=== 8. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anschlussstelle Bienenbüttel
|Headline=CDU fordert Bürgervotum
|Untertitel=Debatte über möglichen Autobahnanschluss für Bienenbüttel – Edendorfer protestieren dagegen
|Autor=dth
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
Die CDU Bienenbüttel strebt eine Bürgerbefragung zum Thema „Autobahnauffahrt Edendorf“ für den 27. September an. Damit reagiert sie auf die hitzige Debatte um eine eigene Anschlussstelle Bienenbüttels für die geplante A39. Gegen die Anschlussstellenpläne gehen jetzt auch Edendorfs Ortsvorsteher Hans-Jürgen Franke sowie der rund 100 Mitglieder zählende Verein „Unser Edendorf“ auf die Barrikaden. Bienenbüttels Bürgermeister Heinz-Günter Waltje spekuliert auf einen Verzicht der Samtgemeinde Bad Bevensen auf die geplante Anschlussstelle an der L232 bei Secklendorf (LZ berichtete). Alternativ, so der Bürgermeister, könnte eine Anschlussstelle bei Edendorf gebaut werden, um Bienenbüttel an die eigentlich ungewünschte A39 anzubinden.
[[Bild:LZ_2009_09_08.jpg|thumb|600px|right|''' Zwar stimmte der Gemeinderat Bienenbüttel 2006 gegen den Bau der A39. Aber wenn die Autobahn nun doch realisiert wird, sollte die Gemeinde auch durch eine eigene Abfahrt bei Edendorf davon profitieren, meint Bürgermeister Heinz-Günter Waltje. In dem kleinen Dorf stößt das auf Widerstand. ''' Montage: dth]]
„Niemand aus den Reihen des Gemeinderates weiß genau, was die Bienenbütteler Bevölkerung mehrheitllich möchte. Das hat uns als CDU zu der Idee geführt, die Bundestagswahl am 27. September dafür zu nutzen, eine Bürgerbefragung pro oder contra Autobahnauffahrt Edendorf durchzuführen“, schreibt Stefan Waltje, Vorsitzender der CDUFraktion, in einem Brief an den Gemeindechef. Sein Bruder im Bürgermeisteramt, Heinz-Günter Waltje, hatte zuletzt in einem Schreiben an die Ratsmitglieder geworben: „Wenn wir die Nachteile einer Autobahntrasse quer durch unser Gemeindegebiet schon ertragen müssen, sollten wir auch den Vorteil einer Anschlussstelle beanspruchen.“
Damit teilt er auch die Position des Fraktionsvorsitzenden. Jetzt haben der Vorstand des Bürgervereins „Unser Edendorf“ sowie Edendorfs Ortsvorsteher Hans-Jürgen Franke ihrerseits einen Brandbrief an die Ratsmitglieder versandt. In dem dreiseitigen Schreiben wird deutlich, dass die Meinung in dem Bienenbütteler Ortsteil Edendorf offenbar schon feststeht – ganz ohne Bürgerbefragung. Darin heißt es: „Wir verstehen überhaupt nicht, wie es zu einer solchen Initiative gekommen ist … Wir können auch nicht verstehen, dass Sie, sehr geehrter Herr Stefan Waltje meinen: ,Wir können die A39 nicht verhindern' … Der Gipfel allerdings ist es, sehr geehrter Herr Stefan Waltje, zu meinen, das Beste daraus zu machen, sei eine Auffahrt in Edendorf.“ Und: „Eine Anschlussstelle zwischen Lüneburg und Bad Bevensen wird abgelehnt.“
Der Dorfverein um die Vorsitzende Tanja Balfanz erinnert in dem Brief an die Diskussion im Sommer 2006, als auch aus anderen Ortsteilen, beispielsweise Wichmannsburg, Hohnstorf, Niendorf und Wulfstorf „massivste Proteste“ gegen die A39 vorgebracht wurden. Infolgedessen hatte auch der Gemeinderat Bienenbüttel mehrheitlich gegen die Vorzugstrasse der A39 sowie gegen eine Anbindung Bienenbüttels an die Autobahn gestimmt.
Derweil sagt Bürgermeister Heinz-Günter Waltje auf LZAnfrage: „Sowohl Befürworter der A39 als auch die Gegner beanspruchen jeweils, heute die Mehrheit auf ihrer Seite zu haben. Mit einer Bürgerbefragung können wir uns ein objektives Meinungsbild verschaffen.“ Zeitlich sei eine Bürgerbefragung parallel zur Bundestagswahl noch machbar, so Waltje. Dafür müsste bei seiner heutigen, nicht öffentlichen Sitzung der Verwaltungsausschuss grünes Licht für die Vorbereitung der Abstimmung geben und unter anderem der Gemeinderat kommende Woche den Weg für die Bürgerbefragung am 27. September frei machen. Bürgermeister Waltje betont: „Auch wenn eine Bürgerbefragung für den Rat nicht bindend ist: Ich persönlich würde mich an das Votum der Bürger halten.“
}}
=== 11. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Mehr Lärmschutz
|Untertitel=öffentliche Fraktionssitzung der CDU
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Zum Thema Lärmschutz an der Ostumgehung hält die CDU-Stadtrats-Fraktion eine öffentliche Sitzung
Montag, 14. September, 19 Uhr im Stadtteilladen ELM im Moorfeld (Hermann-Löns- Str. 24) ab. Besonders hervorgehoben wird von CDU wie von er SPD die Trennung von sofort notwendigem Lärmschutz und den Folgen durch den Bau der A39. „Die Sonderverkehrszählung des Landkreises von 2008 hat gezeigt, dass die Verkehrsbelastung mit rund 38 000 Fahrzeugen in 24 Stunden fast dreimal höher ist als im ersten Planfeststellungsbescheid aus den 80er-Jahren prognostiziert“, erklärt Dr. Gerhard Scharf (CDU). „Flüsterasphalt, Wälle und Wände reichen da nicht.“ Beide Fraktionen, SPD und CDU, haben für den Kreistag am 2. November einen Antrag eingereicht, der vier Forderungen
enthält:
* Keine Verquickung von jetzt notwendigem Lärmschutz mit den Bauten für die A39.
* Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h zwischen Ilmenaubrücke im Norden und Eisenbahnbrücke Richtung Dannenberg im Süden.
* Erhöhung der Lärmschutzwände im Moorfeld.
* Einbeziehung der Wohnsiedlung „Fuchsweg“.
}}
=== 12. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Planfeststellungsverfahren Ostumgehung
|Headline=Lärmschutz ausweiten
|Untertitel=Staudte: Die ganze Stadt berücksichtigen
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Nach der CDU-Fraktion im Rat meldet sich jetzt die grüne Landtagsabgeordnete Miriam Staudte zu
Wort, fordert mehr Lärmschutz für ganz Lüneburg. Die CDU wll Montag in einer öffentlichen Sitzung im Stadtteilladen an der Löns-Straße von 19 Uhr an über mehr Lärmschutz an der Ostumgehung reden, Anfang November mit der SPD im Kreistag unter anderem für eine Ausweitung des Schutzes auf den Fuchsweg werben.
Miriam Staudte hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gefragt, warum sie nicht das gesamte Stadtgebiet untersucht habe, sondern nur den Abschnitt zwischen Ilmenaubrücke und Erbstorfer Landstraße. Die Antwort findet sie schlicht unbefriedigend. „Man orientiert sich nicht an der tatsächlichen Nutzung, sondern an der Einstufung der Gebiete – das ist bürokratisch und wenig bürgerfreundlich.“ Unterstrichen werde dies Verhalten durch den Umgang mit dem Wohngebiet um den Fuchsweg, das auch die CDU im Auge hat.
Dort wird über stark gestiegenen Lärm geklagt. Aber weil es sich – trotz der Baupläne der Stadt in der Schlieffen-Kaserne – nicht um ein offizielles Wohngebiet, sondern um das Sondergebiet Kaserne handle, bleibt es außen vor. Staudte: Allerdings stehe in Aussicht, dass im Rahmen der A39-Planung das Gebiet entlang der Trasse berücksichtigt werde: „Warum nicht jetzt? Ob die A39 kommt, ist unsicher, sicher aber ist, dass der Verkehr auf der Umgehung weiter rollt.“
}}
=== 14. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum BI-Fest
|Headline=Fest gegen den Lärm
|Untertitel=Stadtteil hat ein Ohr an Ostumgehung
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
[[Bild:LZ_2009_09_14.jpg|thumb|600px|right|'''Ein Menschenschutzgebiet fordern Bewohner aus den Stadtteilen Lüne und Moorfeld. Sie wollen so auf den Krach aufmerksam machen, den die Ostumgehung bringt. Eine Autobahn würde die Lage noch verschlimmern, fürchten die Betroffenen.''' Foto: t&w]]
Vom Lärm der Ostumgehung war am Sonnabend kaum etwas in der Kolonie der Gartenfreunde Moorfeld
zu hören. Das lag daran, dass der Stadtteil mit hunderten Besuchern ein fröhliches Fest mit viel Musik feierte, der Chor Ohregano gab ebenso ein Konzert wie die rockigen Jungs von LebiZed. Den jüngeren Gästen gefiel das Puppentheater von Gabriele Parnow-Kloth, die Angebote der Kirchengemeinde und auch das Ponyreiten. Allen schmeckten die mehr als 40 Kuchen, die Familien aus Lüne und dem Moorfeld spendiert hatten.
Doch selbst beim Feiern vergessen die Menschen eben auch die Ostumgehung nicht. Denn die schlägt vielen von ihnen gewaltig auf die Ohren. Die Bürgerinitiative, aber auch Organisationen wie der Verkehrsclub Deutschland (VCD) machten auf den Lärm und die Probleme aufmerksam, die bestehen und die sich aus ihrer Sicht verschärfen dürften, wenn die umstrittene A39 tatsächlich gebaut werden sollte.
Jens-Peter Fiedler, einer der BI-Sprecher, sieht die Straßenbaubehörde ganz unabhängig von den Autobahnplänen schon jetzt in der Pflicht, etwas gegen den Krach zu tun. So haben Arbeiter im Sommer nur auf einer Straßenseite sogenannten Flüsterasphalt geschüttet, der müsse auch auf der anderen Seite der Schnellstraße eingebaut werden. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung brächte viel, Tempo 60 würde vor allem Lastwagen leiser machen. Dazu müssten weitere Schutzmaßnahmen her, ein Stichwort seien Lärmschutzwände.
Dass es Nachbesserungen geben muss, haben Behörden bereits eingeräumt, denn es rollen viel mehr Fahrzeuge über die Schnellstraße als in den alten Planfeststellungsbeschlüssen prognostiziert. Aufgrund dessen wurde das Verfahren wieder aktuell: Mitte der Woche wird der Anwalt der BI grundsätzliche Einwände erheben, denn BI-Mitglieder kritisieren, dass die Behörden nur das Minimum an Lärmschutz umsetzen wollten.
Weiteren Protest werde es von Anwohnern vom Fuchsweg geben, berichtet Fiedler. Sie und auch Nachbarn der Wulf-Werum-Siedlung würden nicht in Lärmschutzprojekte eingebunden, weil sie in Sondergebieten der Bundeswehrkaserne beziehungsweise eines alten Industrieareals leben.
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{{Pressefuss|August 2009|Oktober 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
=== 16. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum Lärmschutz an der Ostumgehung
|Headline=Kampf gegen den Krach
|Untertitel=Das Leiden an der Ostumgehung
|Autor=ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Peter von Paris wohnt am Fuchsweg, Zehntausende Autos und Laster rauschen unten auf der Ostumgehung vorbei. Doch während ein paar hundert Meter weiter Anwohner im Moorfeld auf zusätzlichen Lärmschutz hoffen können, sollen von Paris und seine Nachbarn leer ausgehen. Anwohner Klaus Etzel sagt: „Wir sind doch nicht anders zu bewerten als Menschen anderswo.“ Die Aussagen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr finden die Männer nicht haltbar. Aus dem Amt heißt es, der Fuchsweg liege in einem Sondergebiet Kaserne. Doch schon als der Planfeststellungsbeschluss 1981 aufgestellt wurde, hätten in den Häusern Menschen gelebt – und die nervt der Krach.
Bekanntlich ist das Planfeststellungsverfahren quasi wieder in Gang gesetzt worden. Und heute endet eine Einspruchsfrist. Denn nach neuer Rechtsprechung kann zusätzlicher Schutz gefordert werden, wenn etwa prognostizierte Verkehrsmengen überschritten werden. Das wäre bei der Umgehung der Fall, laut Prognose sollten dort im Jahr 2000 rund 15 000 Autos rollen, es waren aber 38 000. Von der Behörde angebotener Schutz reicht den Betroffen nicht, sie wollen mehr.
[[Bild:LZ_2009_09_16.jpg|thumb|600px|left|'''Das Idyll täuscht: Peter von Paris wohnt am Fuchsweg, nur ein paar Meter entfernt verläuft die Ostumgehung. Doch er und seine Nachbarn haben keinen Anspruch auf zusätzlichen Lärmschutz.''' Foto: t&w]]
Der Hamburger Rechtsanwalt Michael Günther vertritt mehr als 30 Mandanten in dieser Angelegenheit und macht jetzt Einwände geltend. Er sagt: Trotz des Einbaus von Flüsterasphalt würde eine Reihe von Grundstücken einen großen Lärmpegel behalten. Die angebotenen Schallschutzfenster reichten nicht aus, Gärten und Balkone würden nicht abgeschirmt. Nötig seien schon jetzt Schutzwände und Wälle.
Erst einmal werden die Einwände beim Kreis gesammelt, dann gehen sie an die Straßenbaubehörde. Dort wird laut der stellvertretenden Chefin, Annette Padberg, jeweils eine Stellungnahme abgegeben. Schließlich gebe es einen Erörterungstermin. Reichen die Angebote nicht aus, können die Bürger vors Verwaltungsgericht ziehen.
Auf einer öffentlichen Sitzung der Ratsfraktion der Lüneburger CDU im Stadtteilladen ELM im Moorfeld klagten am Montagabend Anwohner über den Lärm, den die Schnellstraße mit sich bringt. Die Union greift das Thema ebenso auf wie SPD und Grüne. Die Scharnebecker Landtagsabgeordnete Miriam Staudte (Grüne) hatte die Straßenbaubehörde angeschrieben und nachträglichen Lärmschutz gefordert. Aus einer Antwort der Behörde ergibt sich, dass man sich nicht nur am Fuchsweg keine Hoffnung auf mehr Schutz zu machen braucht, sondern auch weiter südlich etwa am Klosterkamp. Denn im damaligen Verfahren sei in Richtung Deutsch Evern ein Anteil „Panzerverkehr“ eingerechnet worden. Die fahren heute nicht mehr. Die CDU will am 2. November einen Antrag in den Kreistag einbringen. Darin fordert sie unter anderem: sofortigen Lärmschutz unabhängig vom Bau der A39 sowie ein Tempolimit von 80 km/h im Bereich Moorfeld.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anschlussstelle Bienenbüttel
|Headline=Anschluss an A 39
|Untertitel=Rat stimmt über Bürgerbefragung ab
|Autor=jul
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
Die Diskussion über eine A39-Anschlussstelle in Edendorf spaltet den Bienenbütteler Gemeinderat. Während die CDU-Fraktion die Bürger zur Bundestagswahl über einen Autobahnanschluss abstimmen lassen will (LZ berichtete), kritisieren die Kommunalpolitische Alternative (KA) und die SPD die Debatte zum jetzigen Zeitpunkt als völlig überflüssig. Entscheiden wird darüber der Gemeinderat bei seiner heutigen Sitzung.
„Wir haben doch im Jahre 2006 nach langem Ringen eindeutig beschlossen, im gesamten Gemeindegebiet keine Anschlussstelle haben zu wollen“, sagt KA-Fraktionsmitglied Holger Janßen. Völlig ohne Not werde eine Diskussion losgetreten, die den Bürger verunsichere und lediglich unkontrollierter Aktionismus sei. Einer Bürgerbeteiligung sei nur zuzustimmen, wenn sie auch Sinn mache.
Hintergrund ist, dass die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau erst im Herbst die fachlichen und technischen Untersuchungen potenzieller Anschlussstellen im Raum Bad Bevensen abgeschlossen haben wird. Das bestätigt Annette Padberg, Projektleiterin für die A39 der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.
„Wenn die Pläne im Detail vorangeschritten sind, werden wir diese den Bürgern der betroffenen Ortschaften voraussichtlich in Informationsveranstaltungen mitteilen“, sagt Padberg. Das werde voraussichtlich im Herbst dieses Jahres sein.
SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Weigelt wird die Mitglieder seiner Fraktion dazu auffordern, den Antrag abzulehnen. „Es gibt noch keinen Planungsentwurf, aus dem sich der Rat, die Bürger oder mögliche Investoren verbindlich informieren können“, sagt Weigelt. Erst wenn Bürger über Machbarkeit einer Anschlussstelle in Edendorf informiert und über mögliche Folgen aufgeklärt worden sind, wolle die SPD erneut über eine Bürgerbefragung abstimmen.
Der Gemeinderat trifft sich am heutigen Mittwoch, 16. September, im Sitzungszimmer des Rathauses ab 19 Uhr.
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=== 18. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anschlussstelle Bienenbüttel
|Headline=Rat erteilt Bürgern das Wort
|Untertitel=Befragung zum Autobahn-Anschluss parallel zur Bundestagswahl
|Autor=jul
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
So eng war es bei einer Bienenbütteler Ratssitzung vermutlich schon lange nicht mehr. Rund 100
Einwohner kamen zur Sitzung des Gemeinderates, um zu hören, wie ihre politischen Vertreter über den CDU-Antrag abstimmten, der vorsieht, die Bürger zu einer Anschlussstelle an die geplante Autobahn 39 zu befragen. Trotz vehementer Kritik der anderen Fraktionen und der anwesenden Einwohner drückten CDU-Fraktion und Bürgermeister Heinz-Günter Waltje mit knapper Mehrheit den Antrag durch. Nun sollen die Bürger am Tag der Bundestagswahl auch darüber abstimmen, ob sie eine Anschlussstelle bei Edendorf befürworten.
[[Bild:LZ_2009_09_18.jpg|thumb|600px|right|'''Vor dem Sitzungszimmer des Bienenbütteler Rathauses haben sich Autobahngegner versammelt, um die Ratsmitglieder an einen Beschluss von 2006 gegen eine Autobahnauffahrt zu erinnern.''' Foto: jul]]
Dicht drängten sich auf dem Rathausflur und im Sitzungszimmer vor allem Autobahngegner, die ihre Position mit Trillerpfeifen und Plakatsprüchen wie „Bienenbüttel braucht keine Blechlawine“ unterstrichen. Mit dem Andrang der rund 100 Einwohner hatte Bürgermeister Heinz-Günter Waltje nicht gerechnet, entschuldigte sich für die Enge. „Es steht heute nicht die Anschlussstelle zur Debatte, sondern lediglich, ob wir eine Bürgerbefragung dazu machen wollen“, stellte der Bürgermeister klar.
Doch genau diese Diskussion scheint die Bürger zu verunsichern. 30 Minuten räumt die Niedersächsische Gemeindeordnung einer Einwohnerfragestunde in der Regel ein. In Bienenbüttel wurde sie kurzerhand verlängert, mussten vor allem Waltje und die CDU-Fraktion fast eine Stunde lang Rede und Antwort stehen. „Wozu benötigen wir eine Bürgerbefragung, wenn es einen Ratsbeschluss von 2006 gegen eine Anschlussstelle gibt?“, wollte ein Bienenbütteler wissen. Damals sei über einen ganz anderen Trassenverlauf diskutiert worden, sagte Waltje. Sowohl die Befürworter der A39 als auch die Gegner beanspruchen jeweils, heute die Mehrheit auf ihrer Seite zu haben. Mit einer Bürgerbefragung wolle er sich ein objektives Meinungsbild verschaffen.
„Halten Sie sich dann auch an die Meinung der Bürger?“, fragte eine Einwohnerin. „Ich bin persönlich zutiefst von den Vorteilen eines Autobahnanschlusses überzeugt, aber fühle mich moralisch verpflichtet, entsprechend der Mehrheit der Bürger zu stimmen“, sagte Waltje. Die Entscheidung über eine Anschlussstelle falle jedoch nicht im Rat, sondern in der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau. „Warum dann überhaupt die Kosten für eine Befragung in Kauf nehmen?“, riefen zahlreiche Zuhörer. „Zwar hat die Befragung rechtlich gesehen kein Gewicht“, räumte CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Waltje ein, „aber sie ist ein Signal.“ Zudem sei der Tag der Bundestagswahl mit Blick auf Kosten und Aufwand der günstigste Termin.
Weder Zeitplan noch geplanter Ablauf sagten den anderen Rats-Fraktionen zu. „Die ganze Angelegenheit ist mit sehr heißer Nadel gestrickt“, kritisierte Hans-Jürgen Franke, Fraktionssprecher der KA. „Grundsätzlich befürworten wir eine Befragung, aber erst nachdem die Bürger sachgerecht und umfassend informiert worden sind.“ Sowohl die Fragen der Bürger als auch deren Verunsicherung zeigten einen enormen Informationsbedarf.
„Wir wollen Verlässlichkeit ausstrahlen. Eine Befragung unter diesem Zeitdruck wird kaum repräsentativ sein. Nicht alle Bürger werden rechtzeitig davon erfahren“, befürchtete Thomas Weigelt, SPD-Fraktionsvorsitzender. „Informationen wurden zu dem Thema bereits seit 2006 reichlich ausgetauscht“, entgegnete Stefan Waltje (CDU). Zudem könne er sich keinen besseren Termin als die Bundestagswahl vorstellen, um möglichst viele Bürger zu mobilisieren.
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=== 26. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Wirtschaftlichkeitsberechnung der A 39
|Headline=A-39-Anfrage ohne Antwort
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=
Die Landesregierung hat nach Angaben der Landtags-Grünen die Antwort auf eine Anfrage der Abgeordneten Miriam Staudte aus Scharnebeck zum Kosten-Nutzen-Verhältnis (KNV) der geplanten
Autobahn 39 verweigert. Der Grund: Das Land sei nicht zuständig, die Planungshoheit habe der Bund.
„Ich habe den Eindruck, man will nicht hinterfragen, wie das umstrittene KNV der A39 berechnet wurde“, so Staudte. Die Grünen-Politikerin hat Zweifel an dem Berechnungsverfahren, mit dem das KNV der A39 von 2,78 ermittelt wurde. Das KNV gibt Auskunft über die zu erwartende Wirtschaftlichkeit von Straßenprojekten. „Sogar der schlechte Wert von 2,78 scheint schöngerechnet zu sein“, so Staudte mit Blick auf die Kostensteigerung bei anderen
Vorhaben wie der A14.
}}
=== 29. September 2009 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Anschlussstelle Bienenbüttel
|Headline=Mehr als 58 Prozent stimmen bei Bürgerbefragung gegen die Absicht, sich um eine Anschlussstelle zu bemühen
|Untertitel=
|Autor=pet
|Ort=Bienenbüttel
|Link=
|Text=
„Soll sich die Gemeinde Bienenbüttel um einen Autobahnanschluss (Auffahrt/Abfahrt) bei Edendorf bemühen ?“ Das war die Fragestellung an die Bienenbütteler, die deshalb am Sonntag neben der Bundestagswahl zu einer weiteren Abstimmung aufgerufen waren. Die Stimmen wurden gestern im Rathaus ausgezählt – und die Antwort der Bienenbütteler lautet: „Nein“.
Befürworter und Gegner einer Auffahrt auf die in Planung befindliche Autobahn 39 waren sich in einem Punkt einig – sie waren zufrieden mit der Abstimmungsbeteiligung: 5447 Bienenbütteler ab 16 Jahren aufwärts gaben ihre Stimme ab, das waren 67,21 Prozent der Stimmberechtigten. Von den gültigen Stimmen lauteten 2092 (58,11 Prozent) auf „Nein“, 1508 (41,89) auf „Ja“. 61 Zettel wertete der Wahlvorstand unter Leitung von Andreas Schwiers als ungültig.
[[Bild:LZ_2009_09_29.jpg|thumb|600px|left|'''Heinz-Georg Pochanke, Annett Hauptfleisch, Andreas Schwiers, Jan Holdberg, Thomas Weigelt und Udo Hinrichs (v.l.) werteten gestern Nachmittag im Bienenbütteler Rathaus die Bürgerbefragung zum Thema A39-Anschluss aus.''' Foto: pet]]
Nicht nur bezüglich eines Autobahnanschlusses, sondern auch bezüglich der Bürgerbefragung am vergangenen Sonntag waren Bürgermeister Heinz-Günter Waltje und die Fraktionen im Gemeinderat unterschiedlicher Meinung. Enttäuscht vom Abstimmungsergebnis war Stefan Waltje, Fraktionsvorsitzender der CDU: „Ich bedaure das Ergebnis aus meiner Sicht. Die Mehrheit der Fraktion hatte sich für eine Anschlussstelle ausgesprochen. Aber wir akzeptieren das Ergebnis natürlich.“
Auch Bürgermeister Heinz-Günter Waltje bedauerte das Resultat: „Ich hatte mir ein anderes Ergebnis gewünscht, weil ich überzeugt davon bin, dass es richtig und wichtig ist, einen Anschluss zu bekommen. Der Bürgermeister hatte noch am Sonnabend vor der Abstimmung mit einem Informationsblatt gebeten: „Stimmen Sie für einen Autobahnanschluss!“ Waltje: „Ich möchte nicht eines Tages von meinen Enkelkindern gefragt werden: Warum haben die Politiker in Bienenbüttel 2009 gepennt und eine derartige Chance vergeben?“
Vehementer Streiter gegen einen Autobahnanschluss bei Edendorf ist die Kommunalpolitische Alternative, zweitstärkste Kraft im Bienenbütteler Rat, mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Hans-Jürgen Franke. Der sieht die Linie seiner Fraktion durch das Abstimmungsergebnis bestätigt. Das Vorgehen der CDU in Sachen Bürgerbefragung sieht er als „sehr unglücklich und fragwürdig“ an.
Zufrieden war auch Thomas Weigelt, Fraktionsvorsitzender der SPD, die mit der CDU im Bienenbütteler Rat eine Gruppe bildet: „Unsere Fraktion sieht sich bestätigt in der Auffassung, dass wir uns an den Ratsbeschluss von 2006 halten sollten und dass eine Bürgerbefragung zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig war.“ Der Bienenbütteler Rat hatte vor drei Jahren mit klarer Mehrheit beschlossen, im Gemeindegebiet keine A39-Anschlussstelle haben zu wollen.
Als 40 Minuten nach Beginn der Auszählung abzusehen war, dass die Gegner eines Bienenbütteler Autobahnanschlusses in der Mehrheit sind, strahlte auch Eckehard Niemann, Pressesprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39 – er sah die Abstimmung der Bienenbütteler auch als „Abstimmung über Sinn und
Unsinn der ganzen A39“ an.
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{{Pressefuss|August 2009|Oktober 2009}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte September 2010
0
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1474
2025-02-05T23:12:48Z
Sysop
1
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wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
=== 11. September 2010 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum A39-Begleitausschuss der Stadt Lüneburg und zur "Ueltener Erklärung" des Nordland-Autobahnvereins
|Headline=Rat benennt Vertreter für A39-Ausschuss
|Untertitel=Gremium soll Interessen der Bürger wahren – Verkehrsclub kritisiert Nordland-Autobahn-Verein
|Autor=red
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Was immer auch bei der Planung der umstrittenen Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg geschieht,
der neue Lüneburger „Begleitausschuss A39“ soll in Kenntnis gesetzt werden und die Interessen der Bürger sicherstellen. Die Ratsfraktionen haben jetzt ihre Mitglieder für den Ausschuss im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss benannt.
Insgesamt sitzen 18 Vertreter im Ausschuss, das sind vor allem Bürger aus Lüne-Moorfeld, vom Fuchsweg, aus Neu-
Hagen, Klosterkamp oder Kaltenmoor sowie Vertreter von Verbänden wie ADFC, BUND oder Naturschutzbund. Auch
Adendorf, der Kreis und die Klosterkammer entsenden Mitglieder. Die Anwohner, die von der Planung betroffen sind,
wurden angeschrieben, um Vorschläge gebeten. Für den Rat sitzen auch die Grünen im Ausschuss, obwohl sie strikt gegen die A39 sind. Ulrich Blanck: „In dem Ausschuss geht es nicht ums Für und Wider, wir wollen dort die Informationen aus erster Hand haben, hoffen auf Argumente gegen die Autobahn und kämpfen für die Anliegen
der Anwohner mit.“
Unterdessen kritisiert der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den Nordland-Autobahn-Verein. Der fordert mit der „Uelzener Erklärung“ die Verankerung der Baumittel für die A39 im Investitionsrahmenplan sowie die Hochstufung der
A21 in ganzer Länge in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Der VCD in Niedersachsen
appelliert nun an den Autobahn-Verein, die Pläne aus den 1960er-Jahren endlich fallen zu lassen. „Die überflüssigen Projekte A39 und A21 müssen zugunsten des Bahnnetzes aus dem Bundesverkehrswegeplan verschwinden“, sagt der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Christian Friedrichs.
Der Nordland-Autobahn-Verein beharre in seiner „Uelzener Erklärung“ auf seiner historischen Forderung nach einer
Nord-Süd-Autobahn A39 und einer weiträumigen östlichen Umfahrung Hamburgs, der A21. Dabei verliere die geplante
A39 stetig an Wirtschaftlichkeit, das Nutzen-Kosten-Verhältnis liege nur noch bei 2,5. „Völlig grotesk wirkt der Ruf nach der A21 von Bargteheide über eine Elbbrücke bei Geesthacht bis zur A7 bei Egestorf“, kritisiert Friedrichs. Die A21 stehe derzeit mit einem „festgestellten hohen ökologischen Risiko“ im nachrangigen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.
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Presseberichte September 2011
0
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1476
2025-02-05T23:12:48Z
Sysop
1
1 Version importiert
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=== 7. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum BI-Fest in Moorfeld
|Headline=Sommerfest in Lüne-Moorfeld
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld und der Kleingärtnerverein Moorfeld laden für Sonnabend, 10. September, zum Sommerfest in der Kolonie am Brandheider Weg/Moorweg ein. Um 14 Uhr wird der neugestaltete Kinderspielplatz offiziell eingeweiht. Das Programm beginnt um 15 Uhr mit der Vorstellung des Tandera-Puppentheaters, das Stück heißt „Ich will eine Katze“. Danach gibt es Live-Musik von Rock bis Klassik. Die BI informiert auch zum Planungsstand der A39 und zum Thema Lärmschutz an der Ostumgehung.
}}
=== 8. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zur Resolution der Umwelt-Verbände gegen das Hosenträger-Projekt
|Headline=Gemeinsam stark!
|Untertitel=Niedersächsische Bürgerinitiativen und Naturschutzverbände präsentieren gemeinsame Resolution gegen das Autobahnprojekt A 14 / A 39 / B 190n - für ein besseres Verkehrskonzept.
|Autor=.
|Ort=.
|Link=
|Text=Die Planungen für den Neubau des sogenannten „Hosenträgers“ – bestehend aus den Autobahnen A 14 von Magdeburg nach Schwerin, der A 39 von Wolfsburg nach Lüneburg sowie der B 190n als Querverbindung zwischen beiden – stoßen bei allen betroffenen Bürgerinitiativen und Umweltschutzverbänden aus zahlreichen Gründen auf Ablehnung. Es ist also höchste Zeit für eine Rückbesinnung auf realistische, den tatsächlichen Erfordernissen der betroffenen Regionen Rechnung tragende Verkehrslösungen, fordern die weit mehr als 5 Millionen Mitglieder repräsentierenden Unterzeichner einer gemeinsamen Resolution gegen das Autobahnprojekt. Niedersächsische Bürgerinitiativen wie der Dachverband „KEINE! A39“ sowie der „Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V“ (LBU) und die Naturschutzverbände des BUND, des NABU und des DNR fordern mit ihren regionalen Gruppen die Niedersächsische Landesregierung auf, die laufenden Planfeststellungsverfahren für die zum „Hosenträger“ gehörenden Autobahnvorhaben einzustellen und die dafür vorgesehenen Mittel in zukunftsfähige Verkehrsträger, inklusive eines energieeffizienteren Eisenbahn- und Schiffsverkehrs im dafür geeigneten Verkehrsnetz, zu investieren. Zudem sprechen sie sich für einen am Bedarf der Regionen und an der überregionalen Verkehrsverbesserung orientierten bedarfs- und verkehrsgerechten Ausbau der bestehenden Bundesstraßen, insbesondere der B 4, B 5, B 71, B 106 und B 189 einschließlich Ortsumfahrungen aus. Zudem sollten die Trassen der B 4, B 5, B 71 und B 189 wegen der LKW-Verkehre in die Bemautung aufgenommen werden. Gestützt wird die Resolution durch den Deutschen Naturschutzring (DNR), dem Dachverband der im Natur- und Umweltschutz tätigen Verbände in Deutschland (bestehend aus rund 100 Mitgliedsverbänden), den Bundesverbänden des BUND als auch des NABU sowie den betroffen BUND- und NABU-Landesverbänden der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Das Konzept der Bürgerinitiativen und Umweltverbände hat bei den gleichen Zielen folgende Vorteile:
Einsparung von rund Zweidrittel der für den „Hosenträger“ geplanten Kosten,
bessere Erschließung der Regionen gegenüber den Neubaustrecken des Hosenträgers durch mehr Zufahrten und planfreie Kreuzungsmöglichkeiten,
keine zusätzliche Zerschneidung der Landschaft,
Vermeidung der mit dem „Hosenträger“ verbundenen Nachteile durch große Umwege für die ansässigen Landwirtschaftsbetriebe und alle anderen Verkehrsteilnehmer,
Dreiviertel weniger Inanspruchnahme von land- und forstwirtschaftlichen Flächen.
<b>[[Media:2011-09_Gemeinsame%20Resolution%20gegen%20das%20Autobahnprojekt.pdf|Text der gemeinsamen Resolution]]</b>
[http://www.automedia-online.com/a39/index.php?cont=news&id=390&n=1 Dachverbands-Artikel]
}}
=== 9. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Entwurf des Investitionsrahmenplans 2011-2015
|Headline=Genug Geld für die Autobahn da?
|Untertitel=Investitionsplan des Verkehrsministeriums facht Diskussion über Y-Trasse und A 39 wieder an
|Autor=as/jj/ca
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=[[Bild:LZ_2011-09-09.jpg|thumb|400px|right| ]]
Erst reparieren, dann neu bauen. Mit dieser Marschroute verschieben sich für den nächsten Investitionsrahmenplan des Bundesverkehrsministeriums angesichts knapper Kassen die Prioritäten. Damit befeuert das Ministerium in Berlin aber auch die Diskussion in Lüneburg über zwei umstrittene Projekte der Region: die Y-Trasse der Bahn und die Autobahn 39.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet, in einem Entwurf des Rahmenplans bis 2015 sei die Y-Trasse, die die Bahnstrecke Hannover-Hamburg entlasten soll, nicht mehr aufgeführt.
Die Gegner der geplanten Autobahn Lüneburg-Wolfsburg folgern und frohlocken schon. "Der Rahmenplan ist auch für die A 39 ein Begräbnis 1. Klasse", sagt der Grüne Andreas Meihsies. Und je länger das Projekt geschoben werde, desto unwahrscheinlicher sei es.
Im Bundesverkehrsministerium widerspricht Sprecher Ingo Strater: "Es geht um einen hausinternen Arbeitsentwurf, die Inhalte können sich ändern. Zu Einzelprojekten können wir da noch gar nichts sagen." Verkehrsminister Peter Ramsauer und Staatssekretär Enak Ferlemann kennen den Entwurf wohl noch gar nicht. Grundsätzlich, sagt Strater, "haben wir in der Vergangenheit zu wenig Straßen repariert. Das Budget für den Erhalt wird aufgestockt, das schmälert den Ansatz für Neubauten". Immerhin geht es um 53 000 Kilometer Bundesfernstraßen. Sollten sich angesichts des Spardiktats nicht andere Finanzierungswege finden wie Maut oder private Investoren, "müssen wir bei der Auswahl neuer Projekte genau auf die Wirtschaftlichkeit schauen".
Und da steht für die Kritiker die Autobahn 39 mit einem schlechten Kosten-Nutzen-Faktor auf der Streichliste. Als "vorläufiges und vermutlich auch endgültiges Ende der A 39" wertet schon der Landesverband der Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) die Streichung großer Bauprojekte. Die Gegner hätten schon lange auf die massive Unterfinanzierung des Bundesverkehrswegeplans, den aufgestauten Reparaturbedarf hingewiesen. Und solange unter anderem die A 39-Planung nicht beendet werde, gehe der Protest "schwungvoll weiter", sagt der LBU-Ostheide-Sprecher Günter Schäfers, der sich für mehr Personennahverkehr, den Ausbau der B 4 und Ortsumgehungen einsetzt.
Doch der Bundestagsabgeordnete Eckhard Pols (CDU) versichert: "Die A 39 ist ein fest positioniertes Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan." Das hatte jüngst Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium, beim Besuch in der Region bestätigt. Und Ferlemanns Referent Wolf-Rüdiger Bienert lässt von Ferlemann ausrichten: "Der Staatssekretär hat nichts zurückzunehmen." Pols glaubt, "2013 wird der Bund die Autobahn voraussichtlich bauen".
Gleichwohl sei er sich mit anderen CDU-Bundestagsabgeordneten aus Norddeutschland, die sich zu einem Küstenkreis zusammengeschlossen haben, einig: Für Verkehrsprojekte, die im Bundesverkehrswegeplan stehen, müssten eine Milliarde Euro mehr eingestellt werden.
Dass es bei der Y-Trasse Schwierigkeiten gebe, ist Pols nicht neu. "Natürlich ist die Trasse wichtig, besonders für den Güterverkehr." Doch es mangle eben an der Finanzierung.
Seine SPD-Bundestagskollegin Kirsten Lühmann aus Celle, für die Region zuständig, kontert: "Nach langem Hin und Her knickt Bundesverkehrsminister Ramsauer endlich vor der Wahrheit ein und gibt zu, dass es bis 2015 definitiv kein Geld für neue Infrastrukturprojekte geben wird. Wichtige Projekte wie die Y-Trasse oder die A 39, die im Norden Engpässe auflösen sollten, werden aufgeschoben." Dem Minister fehlten in den kommenden fünf Jahren allein für die Bundesfernstraßen über zehn Milliarden Euro. Bis 2015 solle keine einzige Bundesstraße neu gebaut werden. Im zitierten Entwurf heiße es, dass es angesichts begrenzter Mittel "in den nächsten Jahren grundsätzlich keine Neubeginne" geben werde. Also komme es in den nächsten drei Jahren zu keinem ersten Spatenstich: weder für die A 39, noch für die A 20, noch für irgendeine Ortsumgehung oder Bahntrasse, vermutet Lühmann.
Die BI Lüne-Moorfeld, die gegen den A 39-Bau ist, fühlt sich bestätigt. "Wir haben schon seit langem gesagt, dass das Geld fehlt", sagt BI-Sprecher Dr. Frank Kracht. "Ich habe jubiliert, als ich heute Morgen von der Nachricht gehört habe." Die Kalkulation der Behörden sei viel zu niedrig, in der von rund vier Millionen Euro pro gebautem Autobahnkilometer ausgegangen werde. Kracht und andere halten eher 26 Millionen Euro für realistisch, "wenn man Planungskosten und Lärmschutz mit einbezieht". Kracht rechnet allerdings nicht damit, dass die Pläne sang- und klanglos zu den Akten gelegt werden, sondern dass Fürsprecher der Autobahn weiterhin für die Trasse mobil machen.
In Lüneburg ist die politische Mehrheit bisher für den Autobahnbau. Doch die Bedingung ist auch, dass ein viele Millionen Euro teurer Deckel - eine Art Tunnel - auf die Strecke zwischen den Abfahrten Adendorf und Moorfeld gelegt wird.
Oberbürgermeister Ulrich Mädge sieht die Sachlage so: "Ich bin froh, dass die A 39 nicht zur Debatte steht. Wir brauchen die A 39, und zwar mit Deckel in Lüneburg-Moorfeld."
Zur Y-Trasse sagt Mädge: "Die Zeit für solche Milliardenprojekte ist vorbei. Das hat sich schon länger abgezeichnet." Die Trasse müsse aber zumindest für den Güterverkehr ausgebaut werden, "dafür sind nicht so hohe Investitionen erforderlich. Ich gehe weiter davon aus, dass norddeutsche Verkehrsprojekte Vorrang haben. Hier gibt es einen deutlichen Stau aufzuholen, der noch aus Zeiten rührt, in denen Deutschland geteilt war. Außerdem brauchen wir dringend eine funktionstüchtige Infrastruktur für den Hinterlandverkehr von Hamburgs Hafen." Das könne auch ein Bundesverkehrsminister aus Süddeutschland nicht anders sehen. OB Mädge sagt: "Bei aller Diskussion um Rettungsschirme für Banken und südeuropäische Länder, darf man die überfällige Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur vor allem auch in Norddeutschland nicht vernachlässigen. Die norddeutschen Landesregierungen sind gefordert, im Bund die Prioritäten deutlich zu machen."
Die Landtags-Linke Ursula Weisser-Roelle nennt die Y-Trasse "unsinnig und mit Milliarden Euro viel zu teuer". Günstiger sei der Ausbau kleiner, leistungsfähiger Strecken für die Anbindung der Seehäfen ans Hinterland. Dazu gehöre die Strecke Stelle-Lüneburg.
Auch Landrat Manfred Nahrstedt weiß, dass die Y-Trasse längst nicht mehr erste Priorität hat, um Waren aus dem Hamburger Hafen zu bekommen. "Aber die Güter müssen aus dem Hafen, deshalb darf auch nicht an der A 39 gerüttelt werden. Und ich erwarte, dass das Schiffshebewerk mit in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird."
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=== 10. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zu Entwurf des Investitionsrahmenplans 2011-2015
|Headline=Berlin stoppt Neubauprojekte aus Geldmangel
|Untertitel=Der Baubeginn der A 39 wird offenbar verschoben. Der Entwurf zum neuen Investitionsplan sieht vorerst keine Mittel für neue Investitionen vor.
|Autor=es
|Ort=Lüneburg / Hannover / Berlin
|Link=
|Text=[[Bild:HA_2011-09-10.jpg|thumb|458px|left|'''Erbstorfer Landstraße Protest gegen A 39.''' Foto: Carolin George]]
Die Nachricht kommt für Gegner und Befürworter wie ein Paukenschlag: Noch vor kurzem war Enak Ferlemann (CDU), Staatssekretär im niedersächsischen Verkehrsministerium, bei einem Besuch in der Region äußerst optimistisch. Den ersten Spatenstich für die neue Autobahn A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg werde man noch im Jahr 2013 setzen, meinte er. Jetzt scheinen diese Prognosen hinfällig.
Der Entwurf zum neuen Investitionsplan des Bundesverkehrsministeriums sieht in den nächsten fünf Jahren keine Mittel für neue Investitionen vor. Grund dafür soll nach Medienberichten die schwierige finanzielle Lage des Bundes sein. "Damit ist der Bau der A39 auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben", meint die Grünen-Landtagsabgeordnete Miriam Staudte. "Alle Behauptungen Enak Ferlemanns, der Bau könne schon 2013 beginnen, sind reine Wahlkampf-Rhetorik." Nach Staudtes Aussagen bestätigt Haushalts-Experte der grünen Bundestagsfraktion Sven-Christian Kindler den Investitionsstopp.
"Künftig muss in den Erhalt von Straßen und nicht in den Neubau investiert werden", sagt Staudte. Sie fordert die Landesregierung auf, angesichts der neuen Informationen einen sofortigen Planungsstopp für die A39 und weitere Autobahnneubauprojekte in Niedersachsen zu verhängen. "Das wäre sinnvoller als über eine Schuldenbremse in weiter Ferne zu philosophieren. Trotz dieser Sachlage stoisch weiter zu planen, käme dem Verbrennen von Steuergeldern gleich", meint sie.
Die Bürgerinitiativen in der Region begrüßen den Entwurf aus Berlin einhellig. "Wir freuen uns natürlich. Dass Einsparungen anstehen, darauf weisen wir schon lange hin. Das Problem Lärmschutz auf der Ostumgehung löst sich dadurch aber nicht. Dafür werden wir weiter kämpfen", sagt Frank Kracht, Sprecher der Bürgerinitiative Lüne und Moorfeld. Auch Friedhelm Feldhaus, Sprecher des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A 39, ist erleichtert. "Die Einsicht kommt spät, aber nicht zu spät. Schon der Instandhaltungsbedarf für die existierenden Straßen übersteigt doch die finanziellen Möglichkeiten des Bundes, der Länder und Kommunen. Großprojekte sind kaum noch finanzierbar", sagt er.
}}
=== 20. September 2011 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zu Kostensteigerungen und Anfrage der Grünen
|Headline=Grüne fordern Planungsstopp für A39
|Untertitel=Niedersächsische Landesregierung lässt Fragen nach Kostensteigerungen unbeantwortet
|Autor=nh
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Die Kostenentwicklung der geplanten Autobahn 39 war erneut Thema im Landtag: Miriam Staudte, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und regionale Abgeordnete der Grünen, kritisierte die Antwort der Landesregierung auf ihre Anfrage zu den Kostensteigerungen der A39. Staudte und der verkehrspolitische Sprecher der Landtagsgrünen, Enno Hagenah, hatten gefragt, ob die zu erwartenden Kostensteigerungen durch den Deckel bei Lüneburg-Moorfeld oder etwa die Hochbrücken über das FFH-Gebiet bei Groß Hesebeck und Röbbel (Kreis Uelzen) in den aktuellen Kostenberechnungen enthalten sind. Das Land ließ die Frage jedoch unbeantwortet: Dafür sei der Bund zuständig.
Staudte erklärte: "Wir gehen davon aus, dass diese Kostensteigerungen noch nicht eingerechnet sind, die A39 also teurer als angenommen wird." Und sie kritisierte: "Auch die Planungskosten werden bei der Berechnung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses nicht berücksichtigt." Auf die Frage der Abgeordneten zu den beim Land anfallenden Planungskosten der A39 hingegen wurde eingegangen. Staudte: "Bisher hat Niedersachsen schon 11,9 Millionen Euro für Plaungen ausgegeben, und 22,1 Millionen werden für weitere Planungen anfallen, wenn die Landesregierung nicht endlich einen Planungsstopp verhängt."
<b>Anmerkung:</b> Interessierte können <b>
[[Nutzen-Kosten-Verh%C3%A4ltnis#Anfrage_im_Landtag_zu_gestiegenen_Kosten|
die Anfrage der Grünen und die Antwort der Landesregierung]] </b> lesen.
}}
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Presseberichte September 2020
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{{Pressekopf}}
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=== 26. September 2020 ===
{{Presseartikel
|Quelle=Spiegel
|Thema=zur [[Autobahn GmbH]]
|Headline=Scheuers Foulspiel
|Untertitel=In diesem Artikel geht es eigentlich darum, dass Bundesverkehrsminister Scheuer vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Ausländer-Maut befragt wird.<br>
Nebenbei wird die Autobahn GmbH erwähnt.
|Autor=Sven Becker, Jan Friedmann, Martin Knobbe, Gerald Traufetter
|Ort=Berlin
|Link=
|Text=
...Weitgehend unbemerkt blieb bislang ein weiteres Debakel, das finanziell einen noch größeren
Schaden anrichten könnte als das Mautdesaster. Die Rede ist von der Autobahngesellschaft. Dahinter
verbirgt sich der ehrgeizige Plan, Bau und Unterhalt der 13000 Kilometer Bundesautobahnen aus der
Verantwortung der 16 Bundesländer in eine bundeseigene Gesellschaft zu überführen: die Autobahn
GmbH. Eigentlich soll sie bereits zum 1. Januar das Kommando übernehmen. Doch seit vergangenem
Freitag ist klar, dass daraus nichts wird. Da fand die Sitzung des Aufsichtsrats statt, zu dem vier
Parlamentarier der Großen Koalition zählen.
Was dort diskutiert wurde, ist niederschmetternd. Nicht nur, dass der Zeitplan aus dem Ruder gelaufen
ist. Externe Sonderprüfer sahen sich auch die Personalpolitik der Autobahn GmbH an und stellten fest:
Spitzenpersonal wurde mit zu hohen Gehältern eingestellt. »Vorgaben des Aufsichtsrats sind in den
Verträgen nicht umgesetzt, sondern verändert worden«, klagt ein Mitglied des Kontrollgremiums.
Ohnehin herrscht in der Staatsfirma offenbar ein recht feudales Treiben. Ein Neujahrsempfang soll so
pompös ausgefallen sein, dass die Aufsichtsräte nicht teilnahmen – aus Sorge um ihren Ruf.
All das geschieht unter den Augen des Verkehrsministers. Deshalb bestellten die Politiker im
Aufsichtsrat Scheuer vergangene Woche zu einem Krisengespräch ein. Sie informierten ihn darüber,
dass man die Entlastung für das Jahr 2019 verweigern und der Geschäftsführerin sowie ihren beiden
Kollegen eine Rüge erteilen werde, was am Freitag auf der Aufsichtsratssitzung laut Insidern auch
erfolgte. Kleinlaut soll Scheuer versprochen haben, er werde mit der Geschäftsführung reden.
Auf Anfrage des SPIEGEL erklärte das Verkehrsministerium, der Aufsichtsrat habe Empfehlungen
der Sonderprüfung zur Kenntnis genommen, wie »solche Vorgänge in Zukunft verhindert werden«
könnten. Die Entlastung der Geschäftsführung sei für November vorgesehen.
Das Geld, das die Autobahn GmbH durch Missmanagement verbrennt, fehlt nun für das, was sie in
ihrem Namen führt: die Autobahnen. Ursprünglich wollte man weniger als 700 Millionen Euro
jährlich für die neue Autobahngesellschaft im Haushalt genehmigen, dann wurden es 1,2 Milliarden.
Jetzt könnten es sogar 2 Milliarden Euro jährlich sein...
}}
===[[Autobahn GmbH|Hinweise zur Autobahn GmbH]]===
{{Pressefuss|Juli 2019|Oktober 2020}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Presseberichte September 2021
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=== 03. September 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur IHK-Umfrage
|Headline=Klare Mehrheit spricht sich für die A39 aus
|Untertitel=71 Prozent der Teilnehmer einer Forsa-Umfrage befürworten Lückenschluss
zwischen Lüneburg und Wolfsburg
|Autor=Stefan Bohlmann
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Sechs Jahre nach der ersten Erhebung hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa erneut nachgefragt, wie die Menschen in der Region Nordostniedersachsen zum Ausbau der Autobahn 39 Lüneburg-Wolfsburg stehen. „Am Meinungsbild hat sich seit 2015 nichts geändert“, sagte Peter Matuschek von Forsa am Donnerstag bei der Präsentation der Ergebnisse der Umfrage vom
Juli. Demnach sprechen sich 71 Prozent der Befragten in der Region für den Lückenschluss der A39 aus, 2015 waren es 70 Prozent. 20 Prozent sind gegen den Autobahnausbau.
Matuschek zieht daraus den Schluss: „Das Meinungsbild ist klar verankert, unabhängig von den Entwicklungen in den vergangenen
sechs Jahren.“ Auch die verstärkte Diskussion über den Klimaschutz habe offenbar keinen Einfluss auf das Ergebnis gehabt. Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg hatte Forsa mit der repräsentativen Telefonbefragung unter 1003 Bürgern ab 18
Jahren in der Stadt Wolfsburg und den Landkreisen Gifhorn, Uelzen und Lüneburg beauftragt.
Die Zustimmung zum Ausbau der A39 liegt in allen Landkreisen und der Stadt Wolfsburg sowie in allen Bevölkerungsgruppen bei Werten zwischen 65 und 82 Prozent. Eine Ausnahme bilden die Anhänger der Grünen, die bei diesem Thema in zwei gleich große Lager von Befürwortern (44 Prozent) und Gegnern (45 Prozent) gespalten sind. Im Landkreis Lüneburg sprechen sich 65 Prozent
der Befragten für das Projekt aus, das ist der niedrigste Wert. Die meisten Befürworter gibt es im Kreis Uelzen mit 78 Prozent Zustimmung.
Diejenigen, die für den Lückenschluss sind, nennen vor allem die Verkürzung der Fahrzeit und die damit verbundene Zeitersparnis (52 Prozent) sowie die Entlastung anderer Strecken, wie die B4 sowie die A2 und A7 (47 Prozent) als Gründe. Von den Gegnern werden vor allem die Folgen für Landschaft und Natur (60 Prozent) sowie Zweifel an der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit (40 Prozent) genannt.
Unabhängig von ihrer persönlichen Meinung zum Ausbau oder ihrer Betroffenheit von der Trassenführung glauben 80 Prozent der Befragten, dass der Lückenschluss zwischen Lüneburg und Wolfsburg für die Region insgesamt eher Vor- als Nachteile bringt. Nur 15 Prozent glauben, dass dieser eher Nachteile mit sich bringen wird.
Der Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Andreas Kirschenmann, kommentiert die Umfrage so: „Neben der Wirtschaft spricht sich quer durch alle Altersschichten eine klare Mehrheit für die A 39 aus.“ Dies sei ein klares Signal an Politik und Verwaltung: „Kurs halten.“
Lüneburgs Landrat Jens Böther (CDU) und die anderen Hauptverwaltungsbeamten im Bereich der A 39 sind sich einig. Sie sagen: „An der breit getragenen positiven Grundstimmung bestehe nach wie vor kein Zweifel. Von einer stark umstrittenen Infrastrukturmaßnahme, wie immer wieder behauptet wird, könne keine Rede sein.“
Kritik kommt von den Grünen. Mit einer einseitigen Umfrage wolle die IHK den Anschein erwecken, dass der umstrittene Weiterbau der A 39 in der Region gewollt sei, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie monieren, dass wichtige Informationen bei
der Befragung ausgeklammert worden seien. „Der vollständige Ausbau der B4, der sich als Alternative anbietet, weil er viel günstiger und ökologisch sinnvoller als der Neubau der A 39 ist, war überhaupt nicht Gegenstand der Befragung“, kritisiert der verkehrspolitische Sprecher im Landtag, Detlev Schulz-Hendel. Die Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden kündigt an: „Wir
wollen alle nicht im Bau befindlichen Autobahn-Abschnitte einer Klima-, Umwelt- und Bedarfsprüfung unterziehen. Dazu zählt
auch der Neubau der A39.“
}}
=== 04. Septeber 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Kritik an IHK-Umfrage
|Headline=Kritik an Umfrage zur A 39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) kritisiert die von der IHK beauftragte Umfrage zur A39, die
einen großen Zuspruch für den Weiterbau ergeben hatte. Als gravierendsten Mangel sehen die A39-Gegner, dass parallel nicht
auch nach dem alternativen Ausbau der B4 gefragt worden ist. Aus ihrer Sicht relativiere das die von der Kammer präsentierte 70-Prozent-Zustimmung zur A39 in den betroffenen Landkreisen.
LBU-Vertreter Eckehard Niemann ist überzeugt: „Wenn die A39 wirklich konkret zum Thema wird, entscheiden die Menschen ganz anders als bei allgemeinen Umfragen.“ Das Kosten-Nutzen-Verhältnis für den A39-Bau sei jetzt schon miserabel und werde mit der anstehenden Neubewertung „endgültig unrentabel und nicht finanzierbar“.
IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert kontert: „Die B 4 war nicht Teil der Umfrage, weil sie keine Alternative zur A39 darstellt. Das ist seit mehr als fünf Jahren bekannt.“ Die Bundesregierung habe 2016 auf Basis der Untersuchungen und Daten
ihrer Gutachter entschieden, dass „zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der großräumigen Netzfunktion […] dem Neubau einer Bundesautobahn (A 39) gegenüber dem Neubau einer Bundesstraße (B 4) der Vorzug gegeben“ wird.“
Der oftmals zitierte „2+1-Ausbau“ der B 4 sei kein vollwertiger Ausbau, der die gleiche Leistungsfähigkeit wie die Autobahn
hätte. Weder die gewünschten Entlastungswirkungen für die Dörfer noch die beabsichtigte Kapazitätserweiterung für den Auto- und Lkw-Verkehr wären die Folge.
}}
=== 10. Septeber 2021 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} ====
„Klare Mehrheit spricht sich für die A 39 aus“, LZ vom 3. September
{{LB|Volker Constien / Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''Kein Bedarf an neuen Autobahnen'''
In der LZ durften wir ein paar Ergebnis-Zahlen der von der IHK bei Forsa in Auftrag gegebenen Umfrage erfahren. Für eine Veröffentlichung der Fragestellungen wäre ich dankbar, lässt doch speziell das Ergebnis unter den Grünen-Wählern eine etwas suggestive Fragestellung vermuten.
Erschreckend, wie wenig Klarheit darüber herrscht, vor welchen Herausforderungen wir angesichts der Klimakatastrophe
stehen.
Hätte man die von den letzten Starkregen-Ereignissen betroffenen Menschen vor einem halben Jahr gefragt, wie sehr sie persönlich von der Klimakatastrophe betroffen sein könnten, was hätten sie wohl geantwortet? Einerseits Menschen, deren Existenz von den Wassermassen weggerissen wurde, andererseits ein paar Minuten schneller zwischen Wolfsburg und Lüneburg (mit Nebenwirkungen).
Angesichts des Verhaltens (z.B. A39-Spatenstich-Aktion der Jungen Union im Landkreis Uelzen) und den Äußerungen mancher Menschen (z.B. IHK, CDU) sollte ein kleiner Teil der für die A39 aktuell avisierten mehr als 1,5 Mrd. Euro besser in Aufklärungsarbeit und Bildung investiert werden. Der große Rest bliebe dann für Maßnahmen, die der Klimakatastrophe entgegenwirken (statt sie noch zu befeuern).
Bei meiner ersten Bürgerbeteiligung im A39-Planungsverfahren waren Kosten von 437 Mio. Euro angegeben, das Nutzen-Kosten-Verhältnis durch Verknüpfung mit den Projekten A14 und B190n verschleiert, schöngerechnet und schon damals umstritten. Noch heute wird bei der Nutzen-Monetarisierung der Klimaschaden ignoriert.
Bei den die Bedarfsbegründung stützenden Verkehrsprognosen werden die im Bundesverkehrswegeplan festgeschriebenen
Nachhaltigkeitsziele ignoriert, ebenso der gesellschaftliche und überparteiliche Konsens, dass es eine Mobilitätswende mit
deutlicher Reduzierung des Straßenverkehrs geben wird. Damit gibt es überhaupt keinen Bedarf für neue Autobahnen.
Jede Maßnahme zur Abmilderung der Klimakatastrophe ist günstiger als die Folgekosten ihrer Unterlassung.
}}
=== 28. September 2021 ===
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zur Gehzeug-Parade am 29. September
|Headline=Parade als Protest gegen die A39
|Untertitel=
|Autor=lz
|Ort=Lüneburg
|Link=
|Text=In Lüneburg gibt es erneut Protest gegen den geplanten Ausbau der A39 und für eine sofortige sozial- und klimagerechte Mobilitätswende. Dieses Mal ist keine Radtour über die Autobahn oder Ostumgehung geplant, sondern eine „Gehzeugparade“. Der Begriff ist abgeleitet von Fahrzeug. Das Gehzeug, ein Konstrukt in den Ausmaßen eines typischen Autos, solle „die Diskrepanz zwischen dem Platzbedarf eines Autos und dem eines Fußgängers und so die Fehlentwicklungen in der Verkehrsplanung aufzeigen“, heißt es von den Veranstaltern. So soll noch deutlicher werden, wie viel Platz Autos in der Innenstadt einnehmen, der doch besser anders genutzt werden könne.
„Trotz Klimakrise werden die Interessen von Autofahrern in Deutschland immer noch priorisiert. Das kann so nicht weitergehen.
Eine autofreie Innenstadt ist nicht nur im Sinne von Klimaschutz erstrebenswert, sondern steigert auch die Lebensqualität in unserer Stadt“, ist Merle Hagemeier vom Klimakollektiv überzeugt.
Die Parade soll gegen 17.30 Uhr am Marktplatz starten und etwa eine Stunde dauern. Die Route führt vorbei am Marienplatz durch die Neue Sülze, die Salz- und die Sülztorstraße bis zur Kreuzung Lindenstraße/Uelzener Straße, wo die Veranstaltung beendet wird.
Für den 10. Oktober planen die Organisatoren dann im Rahmen der bundesweiten Aktionstage für eine sofortige Mobilitätswende
wieder eine größere Fahrraddemonstration. Start ist dann um 12 Uhr.
}}
{{Pressefuss|Juli 2021|Oktober 2021}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
4fb151d7db8b0660948f81f47a45d0658d7d4848
Presseerklärung
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{{Kasten gelb|
'''Presseerklärung der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld'''
Die Bürgerinitiative Lüne–Moorfeld wendet sich gegen die A 39 als solche und insbesondere gegen [[Vorzugsvariante|einen durch die Stadt führenden Trassenverlauf]]. Obwohl die Gründung erst am 17.04.2006, also vor gut einem Monat, erfolgt ist, haben deren engagierte Mitglieder die Auswirkungen einer Autobahn vor allem im Lüneburger Stadtgebiet seitdem den angesprochenen BürgerInnen so plausibel dargelegt, dass sich viele dazu entschlossen haben, ihre persönlichen Bedenken bis zu der gesetzten Frist vom 23.05.2006 in Form einer so genannten Eingabe bei der Stadt Lüneburg kund zu tun.
Ungefähr 1.250 Einwendungen sind nach Auskunft des zuständigen Fachbereichs bei der Stadt Lüneburg eingegangen. Dies ist verglichen mit den Zahlen z. B. im Uelzener Raum (ca. 11 Einwendungen) eine unvorstellbar hohe Zahl. Ungefähr 90 % lassen sich auf die aktive Arbeit der Bürgerinitiative zurückführen. Dabei hat es sich ausgezahlt, dass man in dieser Phase das Augenmerk auf die sachliche Arbeit, d. h. z. B. dem Durchforsten der Planungsunterlagen nach Sachmängeln, gerichtet hat. Dies hat dazu geführt, dass nicht nur die von den jeweiligen Varianten betroffenen EinwohnerInnen, sondern sogar AnwohnerInnen aus dem benachbarten Ausland ihren Protest schriftlich niedergelegt haben. Als größte Sorge hat sich dabei heraus kristallisiert, dass die bestehenden Strukturen vor allem Lüne–Moorfelds so weit zerschnitten werden, dass diese Stadtteile ihren Charakter völlig verändern, eine Besorgnis übrigens, auf welche die planende Behörde bei einer Bürgerversammlung am 09.05.2006 nichts entgegnen konnte oder wollte. Hiervon betroffen sind vor allem die älteren EinwohnerInnen, die sich direkt nach dem Krieg hier eine neue Existenz und damit auch diese Stadtteile aufgebaut haben.
[[Feinstaub]], [[Abgas]]e, [[Lärm]], der Wertverlust der hiesigen Immobilien sowie der [[Kosten-Nutzen-Faktor]] der A 39 haben ebenfalls große Sorgen bereitet, wie auch das Unverständnis groß gewesen ist, dass das mittelalterliche Lüneburg mit dem Kloster Lüne als Wahrzeichen durch eine Autobahn verziert werden soll. Geradezu bestürzt hat es viele, dass die Planer nicht mit der gebührenden Sorgfalt vorgegangen zu sein scheinen und unter anderem die besondere Situation der Grundschule bzw. des Kindergartens Lüne und damit unsere unter einem besonderen Schutz stehenden Kinder nicht gewürdigt worden sind.
Etwas Positives hat die Vorstellung der Trassen allerdings bewirkt. Die in Lüne und Moorfeld wohnenden Menschen sind durch ihr gemeinsames Interesse, die A 39 als solche und insbesondere auf dem Lüneburger Stadtgebiet zu verhindern, noch enger zusammengewachsen. Damit diese Atmosphäre auch über eventuelle Autobahnen hinaus erhalten bleibt, wird die Bürgerinitiative ihre Bemühungen auch nach dem Ende der Eingabefrist nicht einstellen, sondern sich im Folgenden darum bemühen, im Sinne aller Betroffenen den größtmöglichen politischen Druck zu entfalten.<br> Liebe [[Politiker]]Innen und PlanerInnen, Sie müssen weiter mit uns rechnen, und das ist auch gut so!
}}
* Download als [[Media:Presseerklaerung.doc|Word-Datei]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Schutz- und Klagefonds gegen die A 39
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Der <b>{{PAGENAME}}</b> ist eine Klägergemeinschaft gegen die Planung und den Bau der A 39.
Ihre Mitglieder
beabsichtigen, sich im Kosteninteresse der einzelnen Betroffenen gemeinsam gegen hierzu erwartete
[[Planfeststellungsbeschluss|Planfeststellungsbeschlüsse]] zu wenden und notfalls "Sammelklagen" beim zuständigen Oberverwaltungsgericht
einzulegen.
{{Kasten blau|1=[http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=view&id=109&Itemid=32 Ausführliche Infos zum Schutz- und Klagefonds auf der Internetseite des Dachverbandes gegen die A39]
Ziel des Schutz- und Klagefonds ist die Gewährleistung einer bestmöglichen juristischen Vertretung unserer Interessen als Haus- und Grundeigentümer, als Landwirte und Pächter, als Anwohner und als Engagierte für unsere Kulturlandschaft und Region, für Natur und Umwelt.
Wir haben einen Vertrag mit einem der besten Anwaltbüros für Verwaltungsrecht, nämlich mit [http://www.mohrpartner.de/ MohrPartner] aus Hamburg, abgeschlossen. Wir bitten um Ihre Teilnahme an unserem solidarischen Schutz- und Klagefonds. Bitte informieren Sie weitere Betroffene und Interessierte durch Ausdruck und Weitergabe dieses Textes.
Alles weitere erfahren Sie aus den beigefügten Texten und dem Aufruf namhafter Vertreter aus allen drei betroffenen Landkreisen und Korridoren.
Es geht um die optimale juristische Wahrung unserer berechtigten Interessen auf eine solidarische und auch sehr kostengünstige Weise! Bitte unterstützen Sie unseren gemeinsamen Einsatz für unsere Region!}}
== Ausgewählte Presseberichte ==
* Klagefonds wächst, [[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_den_Schutz-_und_Klagefonds_zur_Verhinderung_der_Autobahn_39|LZ vom 8.11.2006]]
* Reinstorf tritt Klagefonds bei, [[Presseberichte_Dezember_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Klagefonds|LZ vom 22.12.2006]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Spenden
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== Geld spenden an die {{BI}} ==
{|
| [[Bild:Spenden.jpg]]
| '''Gemäß [[Satzung#§_5_Mitgliedsbeiträge|§ 5]] unserer [[Satzung]] werden keine Mitgliedsbeiträge erhoben.<br>Die Abgabe von freiwilligen Zuwendungen und Spenden ist zulässig.'''
|}
=== Spendenkonto ===
Bisher konnten fast alle anfallenden Kosten aus Spontanspenden beglichen werden, z.B. für:
* [[Aktionen]]
* Internet
* Kopierkosten
* [[Plakate]]
* [[Downloads#Plakate_.26_Poster|Schilder]]
* [[T-Shirts]].
Trotzdem freuen wir uns über Unterstützung jeglicher Art. Bitte sprechen Sie diesbezüglich unseren Kassenwart [[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]], Moorweg 42 an.
Hier unsere Bankverbindung für alle, die ihre Spende lieber überweisen möchten:<br>
'''Spar'''kontonummer: 398 249 672<br>
Bankleitzahl: 240 501 10<br>
Bank: Sparkasse Lüneburg
=== Geplante [[Projekte]] ===
[[Kinowerbung]]
=== Mitarbeit ===
Die [https://www.all-inkl.com/ Serverkosten] für das {{wiki}} sind überschaubar.
[[Artikel_neu_anlegen|"Spende" doch einen neuen Artikel!]]
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
0cbda79ce19e6d00288e5409c6a4f9b0882a02f5
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{|
| Das '''Sankt-Florian(s)-Prinzip''' bezeichnet die bequeme Verhaltensweise, Bedrohungen nicht zu lösen, sondern auf andere zu verschieben.
Wenn der Heilige Florian als Schutzpatron gegen Feuer angerufen wird, dann möglicherweise mit diesem freundlichen Vierzeiler:<br>
''Es brennt, o heiliger Florian,<br>heut aller Orts und Enden.<br>Du aber bist der rechte Mann,<br>solch Unglück abzuwenden.'' [http://www.sacraldesign.de/produkte/medaillen/sanktflorian.html]
Eine boshafte Variante mag dem <b>{{PAGENAME}}</b> zugrunde liegen:<br>''Heiliger Sankt Florian / Verschon mein Haus / Zünd andre an!''<br>
In moderner Übersetzung:<br>
''Ich will die Autobahn, aber nicht vor meiner Tür.''
Unterhaltsam: In der Diskussion um die geplante A 39 wird das Prinzip gerne auch umschrieben:
* ''den Schiet anderen Leuten vor die Tür kippen'' und ''auf Kosten unserer Nachbarn'' ([[Andreas Meihsies]])
* ''Doppelmoral vieler Autobahngegner'' ([[Ulrich Mädge]])
* ''Regionalegoismus'' ([[Walter Hirche]])
* ''wie Russisches Roulette: Die geladene Knarre geht rum, und jeder hofft, dass es ihn nicht trifft.'' ([[Miriam Staudte]])
* ''Wenn die zum Thema A 39 sagen "Am besten im Westen", entgegnen wir eben "Wegen der Kosten im Osten"'' ([[Wilfried Bauch]])
| [[Bild:Florian.gif]]
|}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Termine 2008
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* '''[[Aktuelle Ereignisse|Aktuelle Termine]]'''
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{{Toc}}
= 2008 =
== Dezember ==
==== 01.12.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== November ==
==== 03.11.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Oktober ==
[[Bild:Menschenschutygebiet.jpg|thumb|150px|Schild]]
==== 28.10.: (Dienstag) um 20.00 Uhr: AG Menschenschutz bei Doris Paland ====
{{Kasten|1=
Hallo, liebe Menschenschützer!
Die [[Arbeitsgruppe Menschenschutz]] trifft sich am Dienstag, den 28.10. um 20.00 Uhr bei mir im Brandheider Weg 30.
Themen werden u.a. sein:
* Planung einer medien- und öffentlichkeitswirksamen Aktion im Zusammenhang mit dem Aufstellen der Schilder "Menschenschutz"
* Klären, wieviele Schilder noch nachgefertigt werden können/sollen
* Überlegung zur Produktion weiterer Produkte, z.B. Aufkleber mit Menschenschutz-Emblem
Herzliche Grüße,
Doris Paland
}}
==== 06.10.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== September ==
[[Bild:Strassenfest.jpg|thumb|150px|Plakat]]
==== 13.09.: (Samstag) 15.00 - 22.00 Uhr: Straßenfest im Brandheider Weg ====
{{Kasten|1=
Unter dem Motto '''"A39 in der Sackgasse"''' wird unser erstes Straßenfest in nächster Nähe zur geplanten Autobahn statfinden. Im unteren Teil des Brandheider Weges werden wir ein unterhaltsames und buntes Programm präsentieren: Live-Musik von Rock bis Klassik, Versteigerung, Infostand, Grillwurst & Fassbier, Kaffee & Kuchen und vieles mehr!
}}
* '''[[Presseberichte_September_2008#Landeszeitung_zum_Stra.C3.9Fenfest_.22A39_in_der_Sackgasse.22|Presseecho: "Fest dient als Protestaktion gegen A 39"]]
'''
==== 01.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== August ==
[[Bild:OB mit Verena.jpg|thumb|150px|OB Mädge zu Besuch an unserem Stand beim letzten ELM-Fest 2006.]]
==== 24.08.: (Sonntag) ab 14.00 Uhr: ELM Stadtteilfest im Loewe-Center ====
Wir sind wieder mit einem Info-Stand vertreten.
== Juni ==
==== 30.06.: (Montag) um 20.00 Uhr: AG Menschenschutz bei Doris Paland ====
{{Kasten|1=
Hallo, liebe Aktive und zukünftig Aktive in der [[Arbeitsgruppe Menschenschutz|AG Menschenschutz]]!
das Anfang Juni ausgefallene Treffen soll nun endlich nachgeholt werden!
Es findet statt am
Montag, den 30.06.08 um 20.00 Uhr bei mir, Doris Paland, im Brandheider Weg 30.
Thema ist weiterhin, kreative Ideen zum Menschenschutz zu entwickeln, die dann hoffentlich zum Straßenfest im September umsetzbar sind!
In der Hoffnung auf eure rege Teilnahme
herzliche Grüße!
Doris Paland
}}
== Mai ==
==== 26.05.: (Montag) um 20.00 Uhr: AG Menschenschutz bei Doris Paland ====
{{Kasten|1=
Hallo, liebe MitstreiterInnen in der AG Menschenschutz!
unsere Arbeitsgruppe lebt noch!!
Das nächste Treffen findet statt am Montag, den 26. Mai um 20.00 Uhr bei mir, Doris Paland, im Brandheider Weg 30. Dazu lade ich euch herzlich ein!
Wir wollen unsere Pläne zum Menschenschutzgebiet weiter verfolgen und eine konkrete Aktion zum Sommerfest der BI im September entwickeln. Dazu werden eure Ideen und euer Geschick gebraucht!
Bis dahin mit
nachbarschaftlichen Grüßen!
Doris
}}
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|150px|[[BI-Treff]]]]
==== 05.05.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== April ==
==== 07.04.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== März ==
==== 03.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Februar ==
==== 04.02.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Januar ==
[[Bild:Landtagswahl3.jpg|thumb|150px|[[Landtagswahl]]]]
==== 27.01.: (Sonntag) Landtagswahlen in Niedersachsen ====
* [[Landtagswahl]]
==== 27.01.: (Sonntag) um 10:00 Uhr: Aktion „Die große grüne Schere“ für den Bundesumweltminister ====
{{Presseartikel
|Quelle=BM
|Thema=<br>zur Aktion „Die große grüne Schere“ für den Bundesumweltminister
|Headline=„Die große grüne Schere“
|Untertitel=Lüneburger überreichen Umweltminister Gabriel einen zweischneidigen Preis
|Autor=[[Benutzer:Detlef|dg]]
|Ort=Lüneburg
|Text=[[Bild:Gabriel.jpg|thumb|150px|Ein zweischneidiger Preis für den Umweltminister.]]
Am [[Landtagswahl|Wahlsonntag]] sollte auch der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ([[SPD]]) wählen. Hierzu forderten ihn Vertreter der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A39 kurz vor der Eröffnung der Lüneburger Umweltfilmtage im Scala-Kino auf. Den Zugang zum Kino hatten die Aktivisten mit einer etwa 10-Meter-langen Stoffautobahn versperrt und überreichten dem überraschten Festredner („Klimaschutz geht alle an“) „die große grüne Schere für Umweltaktivisten und Hoffnungsträger“. Für Gabriel als A39-Befürworter ein zweischneidiger Preis, da er mit dem eingeforderten Scherenschnitt durch die Stoff-Trasse symbolträchtig auch dem umstrittenen Projekt A39 ein Ende bereiten sollte.
Der Hinweis des BI-Sprechers Detlef Giesler, hiermit möge der Weg freigemacht werden für neue Ideen nachhaltiger Verkehrskonzepte, konnte Gabriel noch bewegen, den von den A39-Gegnern ausgelobten Preis schmunzelnd anzunehmen. Den entscheidenden Schnitt verweigerte der Bundesminister für Umwelt und Naturschutz jedoch mit einem knappen Hinweis auf diese aus seiner Sicht "notwendige Autobahn".
|Link=
}}
[[Bild:Einladung_Landtagswahl.jpg|thumb|150px|[[Media:Landtagswahl_A4.pdf|Einladung zur Podiumsdiskussion]]]]
==== 14.01.: (Montag) um 20.00 Uhr: Podiumsdiskussion „Landtagskandidaten positionieren sich zur A 39“ im {{Lims}} ====
Welchen Standpunkt zur geplanten Autobahn durch unser Wohngebiet vertreten unsere Landtagswahlkandidaten? Eingeladen sind:
* [[Andrea Schröder-Ehlers]], [[SPD]]
* [[Andreas Meihsies]], [[Die Grünen]]
* [[Bernd Althusmann]], [[CDU]]
* Professor Dr. Pez, Verkehrsexperte, Leuphana Universität Lüneburg
Moderation: Dr. Frank M. Andraschko, Universität Hamburg
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|150px|[[BI-Treff]]]]
==== 07.01.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
[[Kategorie:Organisatorisches]]
3f93fbce30da8c8e7e4afd05a71405e4feba8f72
Tunnel
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== Ist eine A-39-Tunnelvariante durch Lüneburg realistisch? ==
=== Anfrage an das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ===
'''MdL [[Andreas Meihsies]] ([[Die Grünen]])''': Seitdem kürzlich die [[Vorzugsvariante]] der A 39
vorgestellt wurde, wird u. a. von SPD-Abgeordneten
aus der Region Lüneburg eine Tunnelvariante
durch Lüneburg diskutiert. Demnach soll
durch einen langen Tunnel ein Großteil des
Trassenverlaufs über das Lüneburger Stadtgebiet
unterirdisch erfolgen. Dadurch sollen Konflikte
entschärft und Raumwiderstände aufgelöst
werden.
Ich frage die Landesregierung:
#Hält die Landesregierung eine Untertunnelung großer Teile des Lüneburger Stadtgebiets für realistisch?
#Welche Mehrkosten wären mit einer Tunnelvariante für Lüneburg verbunden?
#Erwartet die Landesregierung, dass noch vor der [[Kommunalwahl]] am 10. September ein neuer Trassenverlauf der A 39 im Bereich Lüneburg vorgelegt wird?
=== Antwort vom 13. Juli 2006 ===
{{Kasten|1=
Zu 1: Diese Fragestellung ist im Rahmen des [[Raumordnungsverfahren]]s abzuarbeiten und in der [[Landesplanerische Feststellung|Landesplanerischen Feststellung]] zu entscheiden und wird im [[Linienbestimmung]]sverfahren durch den Bund abschließend geprüft.
Zu 2: Die Baukosten für eine offene Tunnelbauweise
oder eine Tunnelbauweise im bergmännischen
Vortrieb schwanken erheblich. Als Durchschnittswerte
werden genannt:
a) Kosten Tunnel offene Bauweise
pro lfd. 100 m: ca. 5,7 Millionen Euro
b) Kosten Tunnel bergmännische
Bauweise
pro lfd. 100 m: ca. 11,0 Millionen Euro
c) Kosten Strasse pro
lfd. 100 m: ca. 0,6 Millionen Euro
Mehrkosten pro lfd. 100 m Tunnel/100 m Strasse:
a) 5,1 Millionen Euro
b) 10,4 Millionen Euro
Die detaillierte Ermittlung der Baukosten für ein
Tunnelbauwerk ist erst dann möglich, wenn die
Baugrundverhältnisse und die sich daraus ergebenden
Bauverfahren exakt bekannt sind.
Zu 3: Der Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s
und die [[landesplanerische Feststellung]] werden
Ende 2006/Anfang 2007 erwartet.
[http://www.landtag-niedersachsen.de/steno/steno%5F15%5FWP/endber096.pdf]
}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
731a07ffbf890cb633689441aba1632c0759030b
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{| {{tabelle}}
| __TOC__ || {{bsw}}Word_icon.gif {{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:PDF-Dateien}}Hier finden sich alle unsere "Veröffentlichungen", d.h. Schriftstücke, Plakate, Multimedia etc. zum Download.<br>Weitere Dateien können von Dir durch [[Spezial:Upload|Hochladen]] hinzugefügt bzw. durch neuere Versionen überschrieben werden.
|}
== Flugblätter ==
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Flyer2012_1.jpg|Breite=100px|Höhe=143px|Link=Media:Flyer2012_1.pdf}}
|}
* [[Media:Flyer2012_1.pdf|Seite 1 des Flyers Mai 2012 Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens, Information und Aufruf zum Schreiben von Einwendungen]]
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Flyer2012_2.jpg|Breite=100px|Höhe=146px|Link=Media:Flyer2012_2.pdf}}
|}
* [[Media:Flyer2012_2.pdf|Seite 2 des Flyers Mai 2012 Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens, Bestehende Problempunkte]]
* [[Media:Flugblatt Einwaendeaktion.pdf|Aufruf zum Schreiben von Einwänden zum Raumordnungsverfahren April 2006]]
== Hören & Sehen ==
* [[Kinowerbung|Kinospot gegen die A 39]], Länge: 00:38 Minuten.
* [[Media:Song.mp3|Lied zur Foto-Aktion]] "[[Wir lieben Lüneburg]]", gesungen bei der [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]], MP3.<br>[[Media:Wir lieben LG Liedertext.pdf|Liedertext zum Ausdrucken]]
* der keine-A39-[[Trassensong]]
* [http://www1.ndr.de/ndr_page_video/0,,OID2440226_VID2445216,00.html NDR-Fernsehbeitrag zum Streit um Ost-Trasse A39, Sendung Hallo Niedersachsen vom 28.03.2006], Länge: 02:31 Minuten.
* [http://www1.ndr.de/ndr_page_audio/0,,OID2440226_VID2444422_TYPreallow_LOCint,00.html NDR-Radiobeitrag zum Trassenvorschlag A 39 vom 28.03.2006], Länge: 1:31 Minuten.
* [[Media:Ndr 07 04 19.mp3|NDR-Radiobeitrag zum Trassenvorschlag A 39 vom 19.04.2007]], mp3, Länge: 3:02 Minuten.
* [http://www.ndr1niedersachsen.de/media/jetztreichts6.html NDR-Radiosendung "Jetzt reicht's!" - Podiumsdiskussion zur A 39 vom 14.06.2007], Länge: 51:43 Minuten.
* Videos zur [[Aktion „Menschenkette gegen die A39“]]
* [http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/040803_f21_5.asx ZDF-Filmbeitrag "Planung ohne Sinn" vom 03.08.2004, Magazin Frontal 21]
== Infobriefe ==
* '''[[Media:Mitgliederversammlung_A4.pdf|Einladung zur Mitgliederversammlung November 2007]]'''
* [[Media:Infobrief 2007 06.pdf|Infobrief Juni 2007]]
* [[Media:InfoBrief Nr 1.pdf|Infobrief für alle Mitglieder der {{BI}}, April 2006]]
* [[Media:Presseerklaerung.doc|Presseerklärung vom 09.05.2006]]: Die {{BI}} stellt sich vor.
* [[Media:PresseBIPoster.doc|Presseerklärung vom 31.10.2006]] zur [[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]]
== Plakate & Poster ==
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Plakat.jpg|Breite=101px|Höhe=142px|Link=Media:Plakat.pdf}} || Unser [[Media:Plakat.pdf|Plakat zum Download]].<br>Das fertige Plakat bekommt Ihr auch kostenlos als wetterfestes Schild im Format 30 x 40 cm bei [[Benutzer:Claudia Kuchler|Claudia Kuchler]] oder [[Benutzer:Gaby Parnow-Kloth|Gaby Parnow-Kloth]] bzw. beim [[BI-Treff]], [[Spenden]] willkommen).
|}
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=Poster.jpg|Breite=300px|Höhe=150px|Link=Media:Poster.pdf}}{{Link-Bild-in|Bild=Plakat-Gruppe.jpg|Breite=300px|Höhe=363px|Link=Media:Poster.pdf}}|| Eine neue Version, entsprechend unserem großem Schild gegenüber der Zufahrt zum Loewe-Center. [[Media:Plakat.pdf|Plakat zum Download]].<br>Vom Plakatmotiv gibt es auch eine [[Download#Vordrucke|Variante für den Ausdruck von Visitenkarten]].
|}
'''Schmückt (nicht nur) den Eingangsbereich ungemein:'''
{|
| {{Link-Bild-in|Bild=WwwPoster A1 1.jpg|Breite=300px|Höhe=450px|Link=Wir lieben Lüneburg}}
| Unsere '''fünf Sammel-Poster''' aus der Aktion "[[Wir lieben Lüneburg]]" im Format 60x90cm, die zum Selbstkostenpreis von 9,- erhältlich sind (Claudia, [[BI-Treff]]):
|{{Link-Bild-in|Bild=WwwPoster A1 2.jpg|Breite=300px|Höhe=450px|Link=Wir lieben Lüneburg}}
|}
----
*[[Media:LG Plan 1948.pdf|Stadtplan Lüneburg um 1948]]
== Protokolle ==
*[[Media:Protokoll 10 04 2006.pdf|Planungstreffen der BI Lüne-Moorfeld am 10.04.2006]]
*[[Media:Protokoll 21042006.doc|Treffen der Arbeitsgruppe „Einwände“ der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am 21.04.2006]]
*[[Media:Protokoll 02-1--2- 05 doc.pdf|Treffen der Arbeitsgruppe „Einwände“ der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld am 02.05.2006]]
== Satzung der BI Lüne-Moorfeld ==
{|
| <center>{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Satzung.pdf}}'''[[Media:Satzung.pdf|Download der Satzung]]'''</center>
|}
* [[Satzung]]
== Sonstiges ==
*[[Media:Einwände A39 Raumordnungsverfahren unsortiert.pdf|Einwände der {{BI}} zum Raumordnungsverfahren (15 Seiten)]]
*[[Media:Nr 1 Einladung.pdf|Einladung zum 1. Treffen einer zu gründenden Bürgerinitiative „Lüne-Moorfeld gegen A39“]]
== Vordrucke ==
* [[Media:Beitritt.doc|Beitrittserklärung als Word-Datei]]
*[[Einwände schreiben|Muster für das '''Schreiben von Einwendungen''']] (11 Varianten als Word-Dateien für Bewohner des Stadtteils Lüne-Moorfeld, Lüneburger und Nicht-Lüneburger).
*[[Media:Petition.doc|Muster für das Schreiben einer Petition]]
*[[Media:Unterschriftenliste.pdf|Unterschriftenliste (PDF)]]
*[[Media:Visitenkarten.pdf|Visitenkarten BI Lüne-Moorfeld (PDF)]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
c382fdacaa7d52ad559beeaece65b13911957638
Ferien
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{{Heute}}
* [http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C4337381_L20.pdf Ferienordnung in Niedersachsen]
* ... und [http://www.kmk.org/service/ferien/ferien.htm in anderen Bundesländern].
[[Kategorie:Organisatorisches]]
cc761f862cbee6042778ea29c43af7b3e965ee1b
Satzung
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text/x-wiki
__NOEDITSECTION__'''Satzung der Bürgerinitiative Lüne–Moorfeld'''
{|
| {{toc}} || <center>{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Satzung.pdf}}'''[[Media:Satzung.pdf|Download der Satzung]]'''</center>
|}
== § 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr ==
Die Bürgerinitiative führt den Namen „Bürgerinitiative Lüne – Moorfeld“ und hat ihren Sitz in
Lüneburg. Sie strebt vorerst keine Eintragung im Vereinsregister an. Sie wird Mitglied im
Dachverband der Gegner der A 39 ([http://www.keine-a39.de www.keine-a39.de]). Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
== § 2 Zweck der Bürgerinitiative, Mittelverwendung ==
Zweck der Bürgerinitiative ist eine Verhinderung der Autobahn A 39. Dies gilt vor allem für das
Lüneburger Stadtgebiet. In erweitertem Sinne entspricht ihr Zweck dem Kulturlandschafts-,
Natur- und Heimatschutz Lüneburgs und der näheren Umgebung. Mittel der Bürgerinitiative
dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden.
== § 3 Erwerb der Mitgliedschaft ==
Mitglied der Bürgerinitiative kann jede natürliche und juristische Person werden. Hierfür ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag oder der formlose Eintrag in die Mitgliederliste erforderlich. Über die Aufnahme entscheidet abschließend der Vorstand.
== § 4 Beendigung der Mitgliedschaft ==
Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des
Vorstands. Ein Mitglied kann, wenn es gegen den Satzungszweck in grobem Maße verstoßen
hat, durch Beschluss der Mitgliederversammlung aus dem Verein ausgeschlossen werden.
== § 5 Mitgliedsbeiträge ==
Von den Mitgliedern werden keine Beiträge erhoben. Die Abgabe von freiwilligen
Zuwendungen und [[Spenden]] ist zulässig.
== § 6 Organe des Vereins ==
Organe des Vereins sind<br>
a) der Vorstand,<br>
b) die Mitgliederversammlung.
== § 7 Der Vorstand ==
Der [[Vorstand]] im Sinne von § 26 des Bürgerlichen Gesetzbuches besteht aus drei
insbesondere für die Öffentlichkeitsarbeit und den Kontakt zu den Medien zuständigen
[[Vorstand#SprecherInnen|SprecherInnen]], dem/der [[Vorstand#Schriftführer|SchriftführerIn]], dem/der [[Vorstand#Kassenwart|Kassenwart]]In sowie jeweils einem/einer SprecherIn der aktuell arbeitenden Ausschüsse. Der [[Vorstand]] insgesamt stellt die Wahrung des Satzungszwecks sicher.
== § 8 Amtsdauer des Vorstandes ==
Die drei [[Vorstand#Sprecher|Sprecher]]Innen, der/die [[Vorstand#Kassenwart|Kassenwart]]In, und der/die [[Vorstand#Schriftführer|Schriftführer]]In werden von der Mitgliederversammlung, die SprecherInnen der [[Ausschüsse]] vom jeweiligen [[Ausschuss]] auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Satz 1 gilt für die AusschusssprecherInnen jedoch längstens für die Dauer der jeweiligen Ausschussarbeit. Der [[Vorstand]] bleibt bis zu seiner Neuwahl im Amt. Scheidet ein Mitglied des [[Vorstand]]s während der Amtsperiode aus, so wählt der [[Vorstand]] bzw. im Falle des Ausscheidens eines/einer Ausschusssprecher(s)In der jeweilige [[Ausschuss]] aus den Reihen der Vereinsmitglieder ein Ersatzmitglied bis zur nächsten Mitgliederversammlung.
== § 9 Beschlussfassung des Vorstands ==
Der [[Vorstand]] fasst seine Beschlüsse in Vorstandssitzungen mit einfacher Mehrheit. Der
[[Vorstand]] ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der aktuellen [[Vorstand]]smitglieder, darunter eine(r) der drei [[Vorstand#Sprecher|Sprecher]]Innen, anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Mehrheit der Stimmen der anwesenden [[Vorstand#Sprecher|Sprecher]]Innen.
== § 10 Die Mitgliederversammlung ==
#Der [[Vorstand]] lädt bei Bedarf und zur Information die Mitglieder zur Mitgliederversammlung innerhalb einer dem Zweck angemessenen Zeit grundsätzlich schriftlich (E-Mail möglich), mindestens aber einmal im Kalenderjahr, ein. Er ist dabei verpflichtet, die Mitglieder vorab über wesentliche Inhalte der Mitgliederversammlung zu informieren.
#In der Mitgliederversammlung hat jedes anwesende volljährige Mitglied eine Stimme. Die nicht volljährigen Mitglieder haben ein Beratungsrecht.
== § 11 Die Beschlussfassung der Mitgliederversammlung ==
#Abstimmungen erfolgen grundsätzlich per Handzeichen. Die Abstimmung ist schriftlich durchzuführen, wenn ein Viertel der bei der Mitgliederversammlung anwesenden stimmberechtigten Mitglieder dies beantragt. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Zur Änderung der Satzung (einschließlich des Vereinszwecks) ist jedoch eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen gültigen Stimmen, zur Auflösung des Vereins eine solche von vier Fünfteln erforderlich.
#Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Der/die VersammlungsleiterIn kann Gäste zulassen. Über die Zulassung der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens beschließt der Vorstand.
#Jede gemäß § 10 einberufene Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der Erschienenen beschlussfähig.
== § 12 Ausschüsse ==
Der [[Vorstand]] sowie die Mitgliederversammlung können jeweils mit mehrheitlichem Beschluss
zur Verfolgung des Vereinszwecks [[Ausschüsse]] mit einer konkreten Aufgabenstellung
einrichten. Jeder [[Ausschuss]] wählt mit einfacher Mehrheit eine(n) [[Vorstand#Ausschusssprecher|Ausschusssprecher]]In.
== § 13 Auflösung der Bürgerininitiative und vermögensrechtliche Abwicklung ==
#Abweichend von den vorgenannten Bestimmungen gilt die Bürgerinitiative als aufgelöst, wenn die Autobahn A 39 aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] gestrichen worden ist, die Bürgerinitiative somit ihren Zweck erreicht hat.
#Bei Auflösung der Bürgerinitiative obliegt die vermögensrechtliche Abwicklung dem/der [[Vorstand#Kassenwart|Kassenwart]]In. Er/Sie hat hierüber den drei [[Vorstand#Sprecher|Sprecher]]Innen Rechenschaft abzulegen.
#Die Absätze 1 und 2 gelten sinngemäß für den Fall, dass der Verein aus einem anderen als den vorgenannten Gründen aufgelöst wird.
#Bei Auflösung des Vereins fällt das Vermögen des Vereins durch mehrheitlichen Beschluss des Vorstands an eine einen gemeinnützigen Zweck verfolgende Einrichtung.
Die vorstehende Satzung ist in der Gründungsversammlung errichtet worden.
Lüneburg, 17.04.2006
[[Kategorie:Organisatorisches]]
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Termin-Archiv
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Auf dieser Seite sind '''alte Termine''' gelistet.
* '''[[Aktuelle Ereignisse|Aktuelle Termine]]'''
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{{Toc}}
= 2017 =
== November ==
==== Mittwoch, 08.11.2017: Letzter Tag für die Abgabe von Einwedungen im [[Planfeststellungsverfahren#Plan.C3.A4nderungsverfahren_2017|Planfeststellungsverfahren]] ====
'''<big>Planfeststellungsverfahren Abschnitt 1 (Lüneburg)</big>'''
''<big>Annahmeschluss für Einwendungen: 8. November 2017</big>''
Jetzt soll es 6-spurig durch Lüne-Moorfeld gehen.
Bitte scheiben Sie Einwendungen gegen diese unsinnige Verschwendung von Natur- und Agrarflächen sowie Steuergeldern.
Aktuelle offizielle Schätzung der reinen Investitionskosten: 1,1 Mrd. €, diese Zahl hat sich seit 2012 nicht geändert, obwohl im Allgemeinen Bauprojekte seitdem um 20 bis 30 % teurer geworden sind.
Die Planunterlagen können unter https://uvp.niedersachsen.de/documents/ingrid-group_ige-iplug-ni/AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0/Planunterlagen.zip heruntergeladen werden.
Bitte schreiben Sie eine Einwendung. Nur so können Sie ihre Rechte in einer eventuellen späteren Klage wahren.
Eine Vorlage für ein Anschreiben und Vorformulierungen einiger interessanter Einwendungspunkte finden Sie unter https://docs.google.com/document/d/1xnXHbHSnqq_9thGRaafPgk5eUjqkjb-q8Fq_VIvloig <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_von_2017.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen von 2017.pdf]]
== Oktober ==
==== Dienstag, 24.102017 17:00 Uhr: Begleitausschusssitzung der Stadt Lüneburg im Glockenhaus, Glockenstraße 9 ====
In dieser öffentlichen Sitzung werden die Planänderungen im Planungsabschnitt 1 der A39 erläutert<br>
Ein Tagesordnungspunkt: <b>Anwohnerfragen</b>
==== Montag, 23.10.2017 20:00 Uhr: Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
==== Montag, 16.10.2017 20:00 Uhr: Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
== September ==
==== Freitag, 29.09.2016: Ende der Auslegung der überarbeiteten [[Planfeststellungsverfahren#Plan.C3.A4nderungsverfahren_2017|Planfeststellungsunterlagen]] ====
<br> <br>
= 2013 =
== April ==
==== Sonntag 07.04.2013 11:00 Uhr: BI-Jahreshauptversammlung im {{ELM}} ====
==== Sonntag 07.04.2013 11:30 Uhr: Keine-A39-Spatziergang mit Grillen und Foto-Termin, Treffpunkt am {{ELM}} ====
==== Mittwoch 03.04.2013 20:00 Uhr: Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
== März ==
==== Dienstag 12.3.2013 20:00 Uhr: Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
<br> <br>
= 2012 =
== September ==
==== 28.09. bis 30.09.: Lüneburger Sülfmeistertage (Kopefest) ====
== Juli ==
==== 15.07.: Stadtteilfest am Löwe-Center ====
==== 02.07.: (Montag, 20:00) Offener BI-Treff im {{ELM}} ====
== Juni ==
==== 28.06. bis 01.07.: Internationaler Hansetag in Lüneburg ====
<br>
'''<big>Planfeststellungsverfahren Abschnitt 1 (Lüneburg)</big>'''
''<big>Annahmeschluss für Einwendungen: 27. Juni 2012</big>''
Im Planfeststellungsverfahren für den Planungsabschnitt 1 (Lüneburg) sind die Planungsunterlagen auf der Internet-Seite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einsehbar:
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=21197&article_id=105759&_psmand=135
Bitte scheiben Sie Einwendungen gegen diese unsinnige Verschwendung von Natur- und Agrarflächen sowie Steuergeldern.
Im Bundesverkehrswegeplan angesetzt: 437 Mio €
Aktuelle offizielle Schätzung der reinen Investitionskosten: 1,1 Mrd. €
Die Kosten werden sicher im Velauf der weiteren Planungen noch steigen. Die Zahlen enthalten keine Planungs-, Genehmigungs-, und Gutachterkosten, so dass eigentlich mehr als der doppelte Betrag angesetzt werden müsste.
Für Ihre Einwendungen gegen die A39 finden Sie einige Ideen in folgendem Dokument, bedienen Sie sich gerne.
https://docs.google.com/document/d/13NACyn1B2adCY1F-UHm0OK7h0tg3vmKoHmboZzNQols/edit
Auch auf der Seite des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39 http://www.keine-a39.de gibt es Hilfen für Einwendungsschreiben (oben links im Navigationsbereich).
<br>
==== Termine Bürgerbüro der BI im {{ELM}} <br>Infos zur Planfeststellung und Einwendungen schreiben ====
==== 25.06.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
==== 18.06.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
==== 11.06.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
==== 04.06.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
== Mai ==
==== ab 21.5. Bürgerbüro der BI im {{ELM}} <br>Infos zur Planfeststellung und Einwendungen schreiben ====
==== 21.05.: (Montag, 20:00 bis 21:30) ====
== März ==
==== 05.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
= 2011 =
== Januar ==
==== 10.01.: (Montag) um 20.00 Uhr: Mitgliederversammlung/Jahreshauptversammlung im {{ELM}} ====
o Rückblick der vergangenen Monate
o Bericht zur 1. Sitzung des A39 Begleitausschusses
In diesem Punkt hat sich die in der Öffentlichkeit geführte Diskussion zur Besetzung
des Begleitausschusses noch immer nicht beruhigt. Wir möchten gern die Chancen und Risiken
darstellen und die Zielrichtung einer BI-Beteiligung erörtern.
o Status zur Planfeststellung Nachträglicher Lärmschutz Ostumgehung
Wenn Frau Scherf (Kreisrätin) und Herr Kalliefe (Fachbereich Bauen Landkreis Lüneburg) ihre
Aussagen wahr machen, haben wir kurzfristig die Planfestellung zu diesem Punkt zu erwarten.
Vielleicht schon zu diesem Termin. Was es dann zu beachten oder zu entscheiden gibt, wollen wir
besprechen.
o Ausblick und Termine 2011
= 2010 =
== November ==
==== 01.11.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== August ==
==== 09.08.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Mai ==
==== 03.05.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== März ==
==== 01.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|150px|[[BI-Treff]]]]
== Januar ==
==== 01.01.: 14:00 Uhr Neujahrsspaziergang, Start am {{ELM}} ====
'''2010 kommt - Wir sind schon da'''
Anschließend gibt es Glühwein und heißem Punsch
= 2009 =
== September ==
[[Bild:Sommerfest09.jpg|thumb|150px|[[Media:Flyer Sommerfest 2009.pdf|Flyerdownload]]]]
==== 12.09.: (Samstag) 14:30 - 22:00 Uhr: Sommerfest Flohmarktgelände Moorfeld ====
{{Kasten|1=
Unter dem Motto '''"Wir feiern im Freien - Keine A39!"''' wird unser zweites Sommerfest in nächster Nähe zur geplanten Autobahn statfinden. Auf dem Flohmarktgelände Moorfeld werden wir ein unterhaltsames und buntes Programm präsentieren: Live-Musik von Rock bis Klassik, Kinderprogramm, Infostand, Grillwurst & Fassbier, Kaffee & Kuchen und vieles mehr!
* [[Media:Flyer Sommerfest 2009.pdf|Flyerdownload]]
}}
==== 07.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|150px|[[BI-Treff]]]]
== August ==
==== 03.08.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== März ==
==== 02.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Februar ==
==== 23.02.: (Montag) um 20:00 Uhr: Treffen der AG Menschenschutz ====
{{Kasten|1=
[[Bild:Menschenschutygebiet.jpg|thumb|150px|Schild]]
Liebe Mitstreiter in der AG Menschenschutz,
zu einem nächsten Treffen unserer Arbeitsgruppe am Montag, den 23.02. um 20.00 Uhr bei mir im Brandheider Weg 30 lade ich euch herzlich ein!
Nachdem wir in kleinerer Runde Anfang Januar erfolgreich die ersten Strohpuppen hergestellt haben, wollen wir besprechen: Wie geht es weiter?
*Termin für das Herstellen weiterer Strohmenschen
*Termin für die Eröffnungsveranstaltung
*konkrete Absprachen darüber, wer wann in welchen Straßen Eigentümer anspricht wegen des Aufstellens von Schildern und Strohfiguren
*Inhaltliche Ausgestaltung der Eröffnungsveranstaltung (Presse, Musik, Ablauf)
Für die Strohfiguren sammelt bitte:
brauchbare Altkleider, z.B. Arbeitsanzüge, Overalls, Regenzeug, Gummistiefel, Schuhe, Kopfbedeckungen, Perücken (Sachen für Kinder und Erwachsene).
Diese Sachen könnt ihr bei Gaby Parnow-Kloth oder bei mir abgeben. Wir wollen noch ca. 30 weitere Puppen herstellen.
Außerdem: Wer weiß eine Musikgruppe, die gut draußen, evtl. auch unterwegs, Musik machen kann? Es muß kein Spielmannszug sein, aber eine Trommelgruppe oder ähnliches wäre super für unsere Eröffnungsveranstaltung!
Viele Grüße,
Doris
}}
==== 20.02.: (Freitag) um 19:30 Uhr: Informationsveranstaltung zum Thema Lärmschutz im Lim's ====
{{Kasten|1=
[[Bild:Laermschutz.jpg|center]]
Fr., den 20.02.2009 um 19:30 Uhr im "Lim's", Erbstorfer Landstraße 3:
Informationsveranstaltung der BI-Lüne-Moorfeld zum Thema "Lärmschutz an der
Ostumgehung" - Welche rechtlichen Möglichkeiten bieten sich für betroffene
Anwohner?
Lärmschutzmaßnahmen an der "Ostumgehung" sind bereits heute überfällig, werden
aber seit Jahren mit dem Hinweis auf die geplante A39 und damit auf
unbestimmte Zeit verschoben. Wir erörtern mögliche Maßnahmen sowie die damit
verbundenen rechtlichen Schritte.
Gastreferent ist der Rechtsanwalt Günther aus Hamburg, der bereits mehrfach und sehr erfolgreich Kommunen beim Thema Lärmschutz vertreten hat.
}}
==== 11.02.: (Mittwoch) um 19.00 Uhr: Stadtteilrunde im {{ELM}} ====
{{Kasten|1=
[[Bild:Elm-logo.gif|right]]
Der Stadtteilladen Ebensberg–Lüne-Moorfeld lädt ein zur 19. Stadtteilrunde.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger,
Organisationen und Vereine
sind eingeladen, sich über das Leben im Stadtteil Gedanken zu machen!
Geplanter Inhalt:
In und aus dem Stadtteil; z.B.:
* Aktueller “Informationsstand“ zur geplanten A39, eingeladen ist Herr Detlef Giesler von der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
* Bericht vom Gemeindehaus am Ebensberg, Bericht von der Gemeindeversammlung
* Ideen, Wünsche für den Stadtteil und Neues aus dem Stadtteilladen
:Datum: Mittwoch, 11. Februar 2009
:Zeit: 19.00 Uhr
:Ort: Stadtteilladen ELM am Hermann-Löns-Platz}}
==== 02.02.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
= [[Termine 2008|2008]] =
= [[Termine 2007|2007]] =
= [[Termine 2006|2006]] =
[[Kategorie:Organisatorisches]]
7e0ac024a75f18152763b0c01049099574555373
Termine 2006
0
1244
1503
1502
2025-02-05T23:12:49Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
* '''[[Aktuelle Ereignisse|Aktuelle Termine]]'''
----
{{Toc}}
= 2006 =
== Dezember ==
==== 04.12.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
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== November ==
==== 11.11.: (Samstag) 14:00 Uhr: Eröffnung der Plakataktion „[[Wir lieben Lüneburg]]“ ====
{{Kasten blau|'''„Verliebt in Lüneburg“ - Lüneburger Stadtteile zeigen ihr Gesicht gegen die A 39'''
Lüne, Moorfeld und Ebensberg, in diesen Lüneburger Stadtteilen leben Menschen in guter Nachbarschaft, engagieren sich, mischen mit und beziehen Stellung. Aus Liebe und Verbundenheit zu ihrer Stadt Lüneburg äußern sie ihren Protest gegen die geplanten Autobahn-Varianten durch das Stadtgebiet und gegen das Gesamtbauvorhaben der A 39. Für Lüneburg schlägt ihr Herz, deshalb haben sie eine Fotoausstellung unter dem Motto „Wir lieben Lüneburg ...“ entwickelt. Diese verkörpert einen lebendigen Durchschnitt der Bevölkerung. Menschen wie Du und ich beziehen mit ihrem eigenen Foto und ihrer persönlichen Liebeserklärung für die Stadt öffentlich Stellung.
„Verliebt in Lüneburg“ verbindet sie generationsübergreifend ebenso wie der Einsatz für das „Schutzgut Mensch“, das ihnen bei der Autobahnplanung zu kurz kommt.
Am Samstag den 11. November ist es soweit:
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld eröffnet ihre große Fotoaktion "Wir lieben Lüneburg …. Deshalb keine A 39". Passend zum Beginn der Narrenzeit startet die Initiative am 11.11. um 14 Uhr, denn nur eine närrische Idee kann es nach Meinung der Mitglieder gewesen sein, eine Autobahn mitten durch Lüneburger Stadtgebiet zu planen. Die Plakatwände sind entsprechend an den momentan diskutierten drei Trassenverläufen an der Erbstorfer Landstraße/Ecke Brandheider Weg (Ausbau der Ostumgehung) und Höhe Ebensberg (Ebensberg-Variante) aufgestellt. Treffpunkt ist die Kreuzung Erbstorfer Landstraße/Moorweg (Klostertrasse), wo die erste Plakatwand feierlich enthüllt wird.
Wir bedanken uns beim [http://www.rikatjakea.de/trio_sentimental/index.html Trio Sentimental] für die musikalische Unterstützung!
Herzlich eingeladen zur Einweihung und dem anschließenden Spaziergang zu den zwei weiteren Ausstellungsorten sind der [[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister]], Ratsmitglieder, Pressevertreter und natürlich alle Interessierten. Am Eröffnungstag sind alle 100 Portraits entlang der Erbstorfer Landstrasse zeitgleich zu bewundern. Die 14-tägig wechselnde Ausstellung soll während der gesamten Zeit des [[Raumordnungsverfahren]]s laufen, mindestens bis Mitte März 2007.
Nach der [[Kommunalwahl]] setzt sich jetzt auch die Bevölkerung mit ihrem Gesicht für Lüneburg ein, lässt sich selbstbewusst sehen, macht Werbung für unsere Stadt und bezieht öffentlich Stellung gegen die A39! Eine kreative, mutige, sehenswerte Ausstellung. Hoffentlich mit Erfolg.
}}
----
==== 06.11.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
----
==== 04.11.: (Samstag) 17:30 Uhr: Großer Laternen- u. Fackelumzug ====
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld lädt ein zur Teilnahme an einem Umzug mit Fackeln u. Laternen. Hiermit möchten wir die Oktober-Aktionen „Gegen den Ausbau der Ostumgehung zur A39“ ausklingen lassen und treffen uns am Ende des Umzuges (ca. 18:00 Uhr) bei Glühwein & Bratwurst auf dem Spielplatz Moorfeld.
* Treffpunkt: Samstag, den 4. November 2006, 17:30 Uhr in Lüneburg, Brandheider Weg (Wendehammer).
== Oktober ==
==== 30.10.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]ssitzung bei Beckers ====
----
==== 27.10.: (Freitag) 18:00 – 18:30 Uhr: '''Aktion „Brückenschlag“''' mit Mahnwache ====
Erbstorfer Landstraße auf der über die [[Ostumgehung]] führende Brücke.
* [[Aktuelle_Fotos#13..2F20..2F27.10.:_3_Freitags-Mahnwachen_Aktion_Br.C3.BCckenschlag|Fotos von dieser Aktion]]
----
==== 20.10.: (Freitag) 18:00 – 18:30 Uhr: '''Aktion „Brückenschlag“''' mit Mahnwache ====
Erbstorfer Landstraße auf der über die [[Ostumgehung]] führende Brücke.
* [[Aktuelle_Fotos#13..2F20..2F27.10.:_3_Freitags-Mahnwachen_Aktion_Br.C3.BCckenschlag|Fotos von dieser Aktion]]
----
==== 17.10.: (Dienstag) um 20.00 Uhr: Verkehrs-Treffen im Lims ====
Die [http://www.bilsw.de BI Lüneburg Südwest] initiiert ein Treffen der mit dem Thema Verkehr befassten Lüneburger Bürgerinitiativen.
Treffpunkt am Dienstag, den 17. Oktober, um 20 Uhr im Lims, Erbstorf.
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==== 13.10.: (Freitag) 18:00 – 18:30 Uhr: '''Aktion „Brückenschlag“''' mit Mahnwache ====
Erbstorfer Landstraße auf der über die [[Ostumgehung]] führende Brücke.
* [[Aktuelle_Fotos#13..2F20..2F27.10.:_3_Freitags-Mahnwachen_Aktion_Br.C3.BCckenschlag|Fotos von dieser Aktion]]
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==== 07.10.: (Samstag) 11:00 – 12:00 Uhr: Demo gegen den Ausbau der Ostumgehung zur A39 ====
{{Kasten blau|[[Bild:A39-Demo-Ostumgehung.jpg|thumb|right|200px| '''[[media:Demo-Ostumgehung.pdf|Download Handzettel]]''' ]]
'''<big>KEINE A39!</big>'''
'''Nicht hier, nicht ansderswo!'''
Weiterhin Präsenz zeigen:<br>
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld lädt ein zur Teilnahme an unserer Demonstration „'''Gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A39'''“ am
* Samstag, den 7. Oktober 2006, 11:00 – 12:00 Uhr,
* Treffpunkt: Erbstorfer Landstraße auf der über die [[Ostumgehung]] führende Brücke.
Wir protestieren erneut gegen den Bau der Autobahn A 39 durch unseren Lebensraum, in diesem Fall gegen den Ausbau der [[Ostumgehung]] zur A 39, im [[Vorzugsvariante|Planungsverfahren]] als „Trasse 503“ bezeichnet.
Um eine Verkehrsgefährdung auszuschließen, wird in Absprache mit Ordnungsamt und Polizei die Demo selbst nicht auf der Brücke, sondern auf dem Grünstreifen entlang der Auf- bzw. Abfahrt in Richtung Süden stattfinden und mit Trassierband gekennzeichnet sein.<br>Wir werden unsere [[T-Shirts|Protestkleidung]] tragen und Banner und [[Plakate]] mit uns führen.
Warum ausgerechnet dieser Demonstrationsort???
Vor allem bei der Landratswahl ist die Nutzung der B4 für die A39 ein politisches Thema gewesen. Durch unsere bisher gelungenen Aktionen haben wir einigen Staub aufgewirbelt, so dass aufgrund der momentanen politischen Stimmung die Gefahr besteht, dass uns nun die B4 als "Kompromiss" untergejubelt werden soll. Dies kann keine hinnehmbare Alternative für die unmittelbaren AnwohnerInnen (bis zu 30 Häuser, die platt gemacht sollen; Thema [[Lärm]] usw.) darstellen. Deswegen ist es wichtig, dass wir auch nach den [[Kommunalwahl]]en nach außen hin deutlich machen, dass wir nach wie vor gegen die A39 -insbesondere auf Lüneburger Stadtgebiet- kämpfen und der "Kompromiss" B4 mit uns nicht machbar ist. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr möglichst zahlreich erscheint, denn mit einem verlorenen Häuflein werden wir nur belächelt und senden damit indirekt das Signal, dass die Lösung mit der B4 doch "wunderbar" ist.
Bis Samstag!!!
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Die Demo leitet unsere '''Aktion „Brückenschlag“''' ein, die mit Mahnwachen an den folgenden Freitagen (13., 20. u. 27. Oktober, jeweils 18:00 – 18:30 Uhr) auf der Brücke Erbstorfer Landstraße fortgesetzt und am Samstag, den 4. November 2006, 17:30 - 18:30 Uhr mit einem Laternenumzug als Abschlussveranstaltung beendet wird.
}}
* [[Aktuelle_Fotos#7.10.:_Demo_gegen_den_Ausbau_der_Ostumgehung_zur_A39|Fotos von dieser Aktion]]
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==== 02.10.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
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== September ==
==== 25.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: Internet-Workshop im {{ELM}} ====
{{Kasten blau|Hallo liebe BI-ler,
Unsere Internet-Plattform '''www.bi-luene-moorfeld.de''' ist als "A-39-[[Wiki]]" eine "Mitmach-Seite" ähnlich der bekannten Internet-Enzyklopädie Wikipedia, an der sich '''Jeder in der BI''' inhaltlich & gestalterisch beteiligen kann!
Damit wäre die (weiterhin notwendige!) Öffentlichkeitsarbeit und der
Informationsaustausch innerhalb der BI auf ein kreatives Fundament gestellt.
Wie '''einfach''' das alles geht, würden wir gerne erneut in einem kurzen
Präsentations-Workshop allen Interessierten näher bringen. Da die Plätze im ersten Workshop begrenzt waren, bieten wir bieten diesen zusätzlichen Termin an:
Info-Workshop:
*Montag, 25. September 2006 um 20:00 Uhr
*im Stadtteilladen ELM
*Hermann-Löns-Strasse 22
Alles kann ausprobiert werden, PCs stehen zur Verfügung. Denkbar wäre z. B.,
die Erfolge und Ergebnisse der [[Arbeitsgruppen]] zu präsentieren und zu
veröffentlichen, gelaufene Aktionen zu dokumentieren, Bilder einzupflegen etc.
Bitte meldet Euch kurz per [mailto:giesler@bbswl.de e-Mail] an, damit wir ein bisschen planen können.
Auf Eure Rückmeldungen freuen sich
:''[[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]], Olaf Daedlow, Rico Überschär und Jens-Peter Fiedler''
Falls Ihr ausgerechnet am genannten Termin etwas noch besseres vorhaben
solltet, mailt trotzdem, ggf. machen wir noch einen Zusatztermin!
}}[[Bild:Fahrradfahren.jpg|thumb|200px]]
==== 24.09.: (Sonntag): Stichwahlen zur [[Kommunalwahl]] ====
* Josef Röttgers (parteilos für die [[CDU]]) und Uwe Nehring ([[SPD]]) treffen bei der Stichwahl um den Posten des Samtgemeindebürgermeisters Gellersen erneut aufeinander.
* [[Stefan Porwol]] ([[CDU]]) und [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]) treffen bei der Stichwahl um den Posten des Landrates erneut aufeinander.
----
==== 24.09.: (Sonntag) um 12:00 Uhr: Fahrradtour entlang der A 39-Westtrasse ====
Die BI Ebstorf gegen
die A 39 lädt ein zu
einer Fahrradtour
entlang der
A 39-Westtrasse
am Sonntag,
den 24. September 2006 um
12:00 Uhr
Treffpunkt: Domänenplatz
anschließend:
Kartoffelfest ab 16:00 Uhr in
Jenckels Feldscheune bei
Tatendorf
Ansprechpartner:<br>
BI Ebstorf, Rudolf Hachmann
Hauptstr. 11, 29574 Ebstorf, Tel.: 05822-3939, [mailto:BI-Ebstorf@t-online.de BI-Ebstorf@t-online.de]
----
==== 23.09.: (Samstag) 14-16 Uhr: Fotoshooting „[[Wir lieben Lüneburg]]“ ====
{{Kasten gelb|
Liebe BI Mitglieder,
[[Bild:WwwPoster_A1_2.jpg|thumb|200px|Eins der beiden „Sammel-Poster“]]
Einige von Euch haben den Start unserer neuen Aktion „[[Wir lieben Lüneburg]] ... deshalb keine A39“ vielleicht auf dem Stadttteilfest am Loewecenter gesehen, oder schon mitgemacht.
Alle Bilder liegen bereits als '''Postkarten''' vor und können bei mir oder beim nächsten [[BI-Stammtisch]] als kleines Dankeschön abgeholt werden.
Allen anderen Interessierten biete ich folgende Möglichkeit, noch mitzumachen:
Kommt am Samstag, den 23.9. zwischen 14-16 Uhr zu mir in den Moorweg 32, ich habe dann eine gute Spiegelreflexkamera zur Verfügung und mache ein schönes Foto von euch, eurer Familie oder mit Freunden. Im Oktober werden wir mit der Ausstellung im '''Poster'''format (60 x 90 cm) an der Erbstorfer Landstraße beginnen (Ausstellungskasten wird gerade gebaut und Standort lokalisiert). Gleichzeitig steht ihr mit Foto und persönlicher Aussage mit vielen anderen hier auf unserer Internetseite und es gibt die Möglichkeit, ein '''„Sammel-Poster“''' mit 20 Motiven zu bestellen (echt werbewirksam).
Die Bilder lassen sich auch für [[Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“|Postkartenaktionen]] an die [[Politiker]] verwenden, also wirklich der Möglichkeiten viele ... und am Samstag habt ihr die einmalige Chance schnell mit dabei zu sein! Ob und wann es wieder so eine Aktion gibt, steht noch in den Sternen, also kommt vorbei und sprecht noch andere zum Mitmachen an. Wer nur am Samstag Vormittag kann, mache bitte telefonisch eine Zeit mit mir aus Tel.: 883929.
Liebe Grüße von
Claudia Kuchler [mailto:ckuchler@web.de ckuchler@web.de]
und den MitmacherInnen: Annika Baas, Beate Ellwanger-Stache, Detlef Giesler, Doris Paland und Helmut Riesner
}}
==== 21.09.: [[Aktuelle_Fotos#21.9.:_Besuch_im_Bundestag|Besuch im Bundestag]] ====
----
==== 20.09.: (Mittwoch) um 19.00 Uhr: Stadtteilrunde im {{ELM}} ====
Die nächste '''Stadtteilrunde''' findet am '''Mittwoch, 20. September''' um 19 Uhr im {{ELM}} statt.
Menschen aus den Stadtteilen Ebensberg, Lüne und Moorfeld, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Stadtteilladens, der Verwaltung der Stadt Lüneburg und der regionalen Politik kommen zusammen, um aktuelle Themen zu besprechen und etwas zu bewegen.
----
==== 16.09.: [[Aktuelle_Fotos#16.9.:_Mahnwache_an_der_Johanniskirche_anl.C3.A4sslich_der_600-Jahrfeier_des_Johanneums|Mahnwache an der Johanniskirche anlässlich der 600-Jahrfeier des Johanneums]] ====
----
==== 10.09.: (Sonntag): [[Kommunalwahl]] ====
'''Sonntag, 10.09.:''' '''[[Kommunalwahl]]''' Niedersachsen 2006<br>Wir wählen den Oberbürgermeister, den Rat, den Landrat, Kreistag und 2 Ortsräte.
----
==== 09.09.: (Samstag) [[Aktuelle_Fotos#2._und_9.9.:_Wahlpr.C3.BCfstein_vor_der_Kommunalwahl_in_der_L.C3.BCneburger_Innenstadt|Aktion „Wahlprüfstein“ vor der Kommunalwahl in der Lüneburger Innenstadt]] ====
----
==== 04.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
----
==== 02.09.: (Samstag) [[Aktuelle_Fotos#2._und_9.9.:_Wahlpr.C3.BCfstein_vor_der_Kommunalwahl_in_der_L.C3.BCneburger_Innenstadt|Aktion „Wahlprüfstein“ vor der Kommunalwahl in der Lüneburger Innenstadt]] ====
== August ==
{|
| <center>{{Link-Bild-in|Bild=ELM Plakat.jpg|Breite=140px|Höhe=200px|Link=Media:ELM Plakat.pdf}}</center>
| {{spc}}
| '''Stadtteilfest''' am '''Sonntag, 27. August''' 14 - 20.00 Uhr im Loewe-Center.
Wir sind dabei mit:
* BI-Infostand
* Kinder-Malwettbewerb ''„Ich wohne in Lüne-Moorfeld. Oh, wie schön ist ...“''
* Start der [[Wir lieben Lüneburg|Fotoaktion ''„Wir'']] [[Bild:Herz.gif]] [[Ich liebe Lüneburg|''Lüneburg, weil ... / Deshalb: Keine A39!“'']].
* [[T-Shirts]]
Aufbau 11:00 Uhr. Planung/Aufbau/Standbetreuung: [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]], Ralf Turek, Achim Weiss und weitere Interessenten. Vorbereitungstreffen am Mo., den 21.08. um 19:00 Uhr bei [[Benutzer:Detlef|Detlef]].
'''[[Media:ELM Plakat.pdf|Download Plakat]]'''
|}
* Zu einer '''Expertendiskussion''' über die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg lädt die Stiftung Leben & Umwelt für '''Freitag, 25. August''', ab 19.30 Uhr in den Hörsaal 4 der Uni Lüneburg ein, Campus Scharnhorststraße.<br>'''Mythos Autobahn – Was nutzen und was kosten uns Autobahnen?'''<br>Informationsveranstaltung<br>„Auswirkungen der Demographie auf die Bau- und Verkehrsentwicklung“<br>Gerd Würdemann, Projektleiter im Referat Verkehr und Umwelt des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Bonn<br>„Der [[Bundesverkehrswegeplan]] - Wünsche und Wunschdenken“<br>Peter Hettlich, MdB. [[Bündnis 90/Die Grünen]], Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung<br>„Von der Nordlandautobahn zur A39“<br>[[Andreas Meihsies]], MdL. [[Bündnis 90/Die Grünen]]<br>Moderation:<br>Ulrich Blanck, Parteivorsitzender [[Bündnis 90/Die Grünen]] Lüneburg<br>Weitere Infos im Internet unter der Adresse [http://www.slu-boell.de www.slu-boell.de].
* Am '''Freitag, den 18. August''' erfahren Fernsehzuschauer, warum wir die Autobahn nicht wollen. In den '''Kindernachrichten''' Logo! auf KI.KA bekommen Schüler des Johanneums ab 16.50 Uhr zweieinhalb Minuten Redezeit. Wiederholung am Montag um 19.50 Uhr. [[Presseberichte_August_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_Sch.C3.BCler-Fernsehinterview|Weiterlesen ...]]
* '''[[BI-Stammtisch]]''' am '''Mo., 7. August um 20.00 Uhr''' im {{ELM}}.
== Juli ==
Do., 13.07., 19:00 Uhr: BI-Schild montieren
{{Kasten blau|
Wie am BI-Stammtisch besprochen, kümmern sich Frank Kracht und [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]] um den Aufbau des Schildes auf dem Eckgrundstück gegenüber der Zufahrt zum Loewe-Center. Nach Rücksprache mit den Eigentümern haben wir nunmehr freie Hand. In Arbeit ist ein schönes großes Schild im Format 2,5 x 1,25 m mit stabilem Unterbau. Die Montage erfolgt am Donnerstag abend.
Für das Schild liegen mehrere Entwürfe vor, die sich inhaltlich und vom Layout unterscheiden. Bitte bis zum Wochenende Rückmeldung unter "Meinungen" oder an [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]]: Was gefällt (mehr)? Am besten ein kurzer Halbzeiler dazu.
* [[Media:Test 1.pdf|Entwurf 1: weitestgehend am BI-Plakat orientiert]]
* [[Media:Test 2.pdf|Entwurf 2: weniger Text & mehr aufs Viertel bezogen]]
* [[Media:Test_03_v008.pdf|Entwurf 3: der 'zweite Entwurf' in einer leicht abgewandelten Form (plastische Wirkung des Plakates) - ! Sorry, nur in Bildschirmauflösung ! -]]
Elemente aus den Entwürfen können natürlich frei kombiniert werden.
'''Meinungen:'''
* Ich bin unbedingt für die zweite, abgespeckte Version mit weniger Text, weil dadurch viel klarer und schneller aufzunehmen.
* Ich halte eine einseitige Orientierung am Slogan ''"Mitten durch, nicht mit uns"'' für schlecht, denn eine solche Stellungnahme legt die fragwürdige Haltung des "überall, bloß nicht hier" einmal mehr fest.<br>Besser wäre m.E. sinngemäß: ''A 39 - Region verderben statt Weltkultur vererben!'' Das würde Stadt / [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne] und Region gleichermaßen zum Tragen kommen lassen.
* Das mit weniger Text gefällt mir besser, allerdings sollte irgendwo noch stehen, dass es sich um die A39 handelt für die, die bisher noch gar keine Ahnung vom Thema haben. Würde z.B. gehen, indem man ''keine Autobahn durch unser Wohngebiet'' durch ''keine A39 durch unser Wohngebiet'' ersetzt.
* Entwurf 2 gefällt mir am besten.
* Ich finde den zweiten Entwurf besser. Es hat weniger Text und kann im Vorbeifahren erfasst werden. Das dürfte bei Entwurf 1 nicht möglich sein. Außerdem wird das Anliegen deutlicher.
* Bei den vorgeschlagenen Texten wird nicht deutlich, dass wir auch die West-Variante ablehnen. Vieleicht ''"Keine überregionale Transitstreche durch unsere Region"'' oder positiv formuliert: ''"Regionale Verkehrsprobleme sinnvoll lösen".''
* Entwurf Nr. 2 ist eindeutig besser und plakativer. Schnelle Information, keine Fisematenten. Die kann man später immer noch hinzufügen.
* Ich finde die Version "Test 1" > ''"Keine Autobahn auf Lüneburger Stadtgebiet"'' besser.<br>Man könnte im Text tatsächlich noch etwas reduzieren - aber ich denke bei einem so großen Schild sollten wir als BI nicht zu sehr nur unser Wohngebiet in den Vordergrund setzen...immerhin kooperieren wir ja mit den Ebensbergern und den anderen BIs...und sind auch gegen die anderen Varianten.<br>Dass der Begriff "A39" nicht fehlen sollte, denke ich auch...
* Ich bin nicht dafür, den Protest nur auf das Wohngebiet zu beschränken. Es fehlt: Keine A39!!!!!! Kurz und bündig. Wir sollten uns generell gegen die A39 aussprechen und nicht nach der Devise, "Hauptsache hier nicht - woanders schon."
* Prima Idee, die mit dem großen Schild an genau dieser Stelle, ich persönlich würde die 2. Version favorisieren, prägnanter, klarer, knallig, gut. Naja, konstruktive Kritik ist das noch nicht, aber zumindest mal eine EinzelMeinung.
* Ich bin für den zweiten Entwurf. Er ist plakativer und macht unsere persönliche Betroffenheit deutlich.
* Also grundsätzlich finde ich fette Plakate großartig, aber ich habe zwei "Bedenker" anzumerken:<br>1. Ich finde das Braun der Häuser gänzlich unplakativ, daher der Vorschlag (wie beim Plakat zur [[Menschenkette]]: Häuser schwarz, gut is!)<br>2. Inhaltlich, Ihr ahnt es schon, fällt es mir schon schwer zu entscheiden, welches ich besser finde, da mir zwar auch der Bezug zu unserem Stadtteil wichtig ist, ich aber grundsätzlich die A 39 ablehne, doch diese grundsätzliche Ablehnung vermisse ich in den Plakaten!<br>Okay, aber Ihr fragt ja nach 1 oder 2, da gefällt mir letztlich 2 besser, denn der Text stimmt ja auch für jede andere Trassenführung in diesem Land - Vorschlag 1 gefällt mir garnicht, denn wir haben als BI Lüne-Moorfeld nicht nur die Verhinderung der Autobahn auf Lüneburger Stadtgebiet inner Satzung, sondern auch die Verhinderung der Autobahn als solches. Und wenn auf dem Plakat nur steht: ''BI Lüne-Moorfeld gegen Autobahn auf Lüneburger Stadtgebiet'', dann finde ich das falsch und ..ach...<br>Ich hoffe, Ihr sortiert diese Kritik richtig ein, auch wenn sie nicht nur konstruktiv ist.
}}
Do., 06.07:
* [http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=435&inhalt_id=287315 Stadt legt vier Gutachten zu A39 vor]
* [[Kinowerbung|Spendenaufruf für die Produktion eines Kinospots]]
Mo., 03.07., 20:00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}}.
{| {{tabelle auto}}
|Liebe Mitglieder der BI-Lüne-Moorfeld,
die [[Menschenkette|Aktion am Samstag]] war sehr erfolgreich, wir haben es sogar auf die erste Seite der [[Presseberichte_Juni_2006#Hamburger_Abendblatt_zur_Aktion_Menschenkette|Online-Ausgabe des Hamburger Abendblattes]] geschafft, FFN hat über uns berichtet, die Landeszeitung sowieso. Damit sind wir überregional in die Schlagzeilen gekommen – ein beachtlicher Erfolg für eine BI, die ja noch gar nicht so lange existiert.
Nun stellt sich der ein oder andere von euch vielleicht die Frage, wie geht es weiter geht. Das würden wir auch gerne wissen.
Die bisherigen [[Aktionen]] wurden durch die einzelnen [[Arbeitsgruppen|Aktionsgruppen]] organisiert, was sich ja bisher auch bewährt hat. Aber vielleicht gibt es ja auch andere Möglichkeiten. Was wir allerdings brauchen, sind aktive Mitglieder, mit guten Ideen, die neue [[Aktionen]] in neuen oder alten [[Arbeitsgruppen]] organisieren können und vor allen Dingen auch wollen. Um dieses und vielleicht auch einiges mehr zu besprechen, sind alle Interessierte am Montag dem 3.7.2006 um 20.00 in den Stadtteilladen {{ELM}} eingeladen.
Grüsse
Henning Pabst
|}
== Juni ==
* '''Sa., 24.''' 9:00... [[Menschenkette gegen die A39]]
----
{|
| Aufruf!!! Aktion „Menschenkette gegen die A39“
Liebe Mitglieder der BI-Lüne-Moorfeld,
um den bisherigen sehr erfolgreichen [[Aktionen]] der BI wirkungsvollen Nachdruck zu verleihen, möchten wir Sie und Euch jetzt aufrufen selbst aktiv zu werden. Wir brauchen möglichst viele Menschen um die jetzige [[Vorzugstrasse]] zu markieren. Durch Teilnahme und Mitwirkung an der [[Menschenkette]] kann jeder friedlich demonstrieren und seine Betroffenheit zeigen.
Die Veranstaltung ist ordnungsgemäß angemeldet und genehmigt und soll wie folgt verlaufen:
* Treffpunkt am Sa. 24. Juni 2006 um 9:00 Uhr, Lüneburg, Domänenhof, Schule Lüne / [http://www.kloster-luene.de/ Kloster Lüne]
* Markieren der „[[Vorzugstrasse]] A39“ mit der [[Menschenkette]]<br>(Genaue Hinweise erfolgen am Treffpunkt)
* Nach Auflösung der [[Menschenkette]] formieren wir uns zu einem Umzug in Richtung Rathaus
* Übergabe der Unterschriftenlisten an [[Ulrich Mädge|Herrn Oberbürgermeister Mädge]]
* Selbst gestaltete Schilder und Transparente bitte mitbringen
* Durch rote Kleidung wollen wir unseren Protest deutlich machen.
Wir wünschen uns, das möglichst viele Mitglieder der BI, deren Familien, Nachbarn und Freunde teilnehmen. Es ist zwingend notwendig, deutlich zu zeigen, dass eine Autobahntrasse durch Lüneburg den Lebensraum der Menschen und unsere schon stark eingegrenzten Naherholungsgebiete einschneidend zerstört.
Wir wollen mit dieser Aktion eine breite Öffentlichkeit erreichen und unsere politischen Vertreter damit auffordern, für das Wohl ihrer MitbürgerInnen einzutreten.
Wir zählen auf Euch/Sie!
Mit freundlichen Grüssen
Für die [[Arbeitsgruppe Kreative Aktionen|Aktionsgruppe]]
Verena Fiedler
| [[Bild:A39_Menschenkette_6.jpg|thumb|none|300px|Download Aktions-Plakat]]
|}
----
* '''So., 11.''' Lüneburger BacksteinDomino
**Ablauf
**10.00 Treffen im Innenhof der Musikschule an der Münze. Hier erfolgt die Einweisung in Streckenabschnitt und Aufgabe
**11.00 Aufbau der Steine
**13.00 Anstoß der Steine ... das Fallen der Steine dauert ca. 1/2 Stunde
**13.30 kleines Fest auf dem Marktplatz
** daran anschließend Wiederaufbau der Steine auf Paletten, damit diese abtransportiert werden können.
{{Kasten blau|Hallo liebe MitstreiterInnen,
hier noch Mal zur Erinnerung:
Am Sonntag (11.6.) startet das Lüneburger BacksteinDomino [http://www.backsteindomino.de/ Wasn das ?].
Dort werden immer noch dringend jede Menge helfende Hände gesucht.
Das wäre für uns eine gute Möglichkeit weiter unsere Präsenz zu zeigen
und ganz nebenbei nocch Unterschriften zu sammeln.
Ich denke, das Ganze kann recht nett werden, Wetter soll ja auch schön
werden, wäre also doch ein prima Familienausflug, oder etwa nicht!?
Jeder/jede kann auch noch spontan mitmachen!!
Ihr lieben Bi-ler, denkt aber bitte daran, Euch *etwas rotes
anzuziehen, wir machen uns dann "keine A 39" Aufkleber auf die [[T-Shirts]]
- schon sind wir zu erkennen!
Bis Sonntagmorgen
Beate Ellwanger-Stache}}
*Mi., 07.06., 19.00 Uhr: Das erste [[Wiki]]-Treffen findet im {{ELM}} statt:
{{Kasten blau|Hallo liebe BI-ler,
wir haben mit der Bürgerinitiative Lüne - Moorfeld durch unser Engagement
schon eine Menge erreicht. Nicht zuletzt durch die Aufklärung, Information
und Hilfestellung z. B. der AGs Unterschriftenaktion und Einwände wurde
erreicht, dass weit über 1.000 Einwendungen gegen die A39 bei der Stadt
Lüneburg zur Bearbeitung vorliegen.
Inzwischen haben wir auch unsere Internet-Plattform [http://www.bi-luene-moorfeld.de www.bi-luene-moorfeld.de] eingerichtet, als "A-39-Wiki" ein Mitmach-Konzept ähnlich der bekannten
Internet-Enzyklopädie Wikipedia, an der sich '''Jeder in der BI''' inhaltlich
& gestalterisch beteiligen kann!
Damit wäre die (weiterhin notwendige!) Öffentlichkeitsarbeit und der
Informationsaustausch innerhalb der BI auf ein kreatives Fundament gestellt.
Wie '''einfach''' das alles geht, würden wir gerne in einem kurzen
Präsentations-Workshop allen Interessierten näher bringen. Wir bieten daher
folgenden Termin an:
Info-Workshop:
*Mittwoch, 7. Juni 2006 um 19:00 Uhr
*im Stadtteilladen ELM
*Hermann-Löns-Strasse 22
Alles kann ausprobiert werden, PCs stehen zur Verfügung. Denkbar wäre z. B.,
die Erfolge und Ergebnisse der [[Arbeitsgruppen]] zu präsentieren und zu
veröffentlichen, Bilder einzupflegen etc.
Bitte meldet Euch kurz per [mailto:giesler@bbswl.de e-Mail] an oder gebt uns beim [[BI-Stammtisch]] (am
Fr., den 2. Juni um 20:00 Uhr bei Gaby Parnow-Kloth, Moorweg 1) eine kurze
Rückmeldung, damit wir ein bisschen planen können.
Auf Eure Rückmeldungen freuen sich
:''[[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]], Olaf Daedlow, Rico Überschär und Jens-Peter Fiedler''
Falls Ihr ausgerechnet am genannten Termin etwas noch besseres vorhaben
solltet, mailt trotzdem, ggf. machen wir noch einen Zusatztermin!
}}
----
* Fr., 02.06., 20:00 Uhr: 1. [[BI-Stammtisch]], bei Gaby Parnow-Kloth, Moorweg 1.
:Danach jeden 1. Montag eines Monats um 20:00 Uhr im {{ELM}} !!!!!!!!!
----
== Mai ==
{{Kasten blau|Liebe MitstreiterInnen,
ich habe gerade mit der zuständigen Mitarbeiterin von Frau Schröder-Ehlers telefoniert. Nach ihrem Überblick sind etwa 1.250 (!!!) Einwendungen bei der Stadt eingegangen. Sie hat von sich selber aus gesagt, dass dies vor allem auf die Arbeit der Bürgerinitiativen zurückzuführen sei und die Stadt mit weniger Einwendungen gerechnet habe. Ich denke, dass ein guter Teil dieser Lorbeeren uns zuzurechnen ist und [[BI-Stammtisch|dass wir darauf am 02.06. einen trinken sollten]]. Wir haben wirklich einiges bewegt. Das sollte uns Mut für die weitere Arbeit machen.
Bis bald,
[[Benutzer:Stefan.Becker|Stefan Becker]]
}}
*20.05., 10-13 Uhr und 13-16 Uhr: Samstagaktion in der Innenstadt: Nina Katz, Tel. 403393, Steffi Blanow-Wechsung, Kirsten Nebe, Bettina Kucklick, Doris Paland.
* Freitag 19.5. 16-18 Uhr vor dem Löwecenter (Birgit Folster Tel. 56990 und Beate Ellwanger-Stache)
* Donnerstag, 18.5. 11-13 Uhr vor dem Löwecenter (Bettina Kucklick Tel. 83990 und Peter Mohr)
*13.05., 10-13 Uhr: Samstagaktion in der Innenstadt: 1. Beate Ellwanger-Stache, [[Benutzer:Gaby Parnow-Kloth|Gaby Parnow-Kloth]].
*Samstag, 13.05., 18 - 21.30 Uhr: Museumsnacht, Doris Paland, Tel. 54322
*Fr., 12.05.: Vorstand/Sprecher Sitzung um 20.00 Uhr bei Becker
* Freitag 12. Mai 15-17 Uhr Löwecenter
*Dienstag, 09.05., 19:00 Uhr: Zu einer weiteren Informations- und Diskussionsveranstaltung zum geplanten Trassenverlauf für die A 39 lädt die Stadt Lüneburg interessierte Bürgerinnen und Bürger in die '''Turnhalle der Schule Lüne''' (wurde kurzfristig hierhin verlegt!) ein.<br>Friedhelm Fischer von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird die Pläne für die Vorzugstrasse der A 39 präsentieren und sich den Fragen der Bürger stellen. Oberbürgermeister Ulrich Mädge moderiert den Abend.<br>http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=239&inhalt_id=250875
* 07.05.: Der 1. Infobrief für alle Mitglieder der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld ist erschienen. [[Media:InfoBrief Nr 1.pdf|Download]]
*06.05., 10-13 Uhr: Samstagaktion in der Innenstadt: 1. Nina Katz 2. Sabrina Henke 3. evtl. Kirstin Eggers
*06.05., 9-13 Uhr: Flohmarktaktion Moorfeld: Henning Pabst mit Drucker und Equipment, Frank Kracht, Bettina Kucklick, Susanne Schaerfe
== April ==
*29.04., 10-13 Uhr: Samstagaktion in der Innenstadt: 1. Bettina Kucklick, 2. Nina Katz, 3. Katrin Goldbeck, 4. Kirsten Nebe.
*28.04.: Für alle, die sich kreativ betätigen mögen und unseren Protest öffentlich deutlich machen wollen:<br>Bei Aldi gibt es zur Zeit Banner zu einem annehmbaren Preis. Also, holt Euch doch welche, malt sie bunt an, denkt euch einen guten Spruch aus und dann ran an den Gartenzaun ... oder sonst wohin.<br>Unser Anliegen künnte gut noch mehr Deutlichkeit nach außen vertragen!<br>Herzliche Grüße und viel Spaß beim Pinselschwingen<br>Steffi
*26.04.06: [http://www.entera-online.com/016_a39/ A39-Verfahren ist jetzt online].
[[Kategorie:Organisatorisches]]
b7d3b2360de5305888e284bc70bf34724abb907c
Termine 2007
0
1245
1505
1504
2025-02-05T23:12:49Z
Sysop
1
1 Version importiert
wikitext
text/x-wiki
* '''[[Aktuelle Ereignisse|Aktuelle Termine]]'''
----
{{Toc}}
= 2007 =
== Dezember ==
==== 03.12.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== November ==
==== 29.11.: (Donnerstag) um 17:00 Uhr: Öffentliche Sitzung des Rates der Stadt Lüneburg zum Lärmschutz an der Ostumgehung ====
{{Kasten|1=
Für einen umfassenden Lärmschutz an der [[Ostumgehung]], die teils zur Autobahn 39 ausgebaut werden soll, macht sich die SPD/CDU-Mehrheitsgruppe stark. Und zwar für die Gebiete Klosterkamp, Bülows Kamp, Kaltenmoor, Lüne und Moorfeld.
Die Gruppe hat einen Antrag zur Ratssitzung am 29. November gestellt: Der Rat solle sich dafür einsetzen, dass in diesem Bereich Lärmschutz - "insbesondere durch eine Deckelung" - in die weitere Planung und Finanzierung aufgenommen werde. Außerdem soll mit dem Bund verhandelt werden, ob nicht im Bereich Moorfeld "aufgrund der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts notwendige Lärmschutzmaßnahmen vorzuziehen sind".
Der Deckel war schon vor Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene A 39 von Lüneburg Richtung Wolfsburg im Gespräch. Landrat [[Manfred Nahrstedt]] sowie Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] hatten dafür plädiert, sollte die [[Ostumgehung]] zur Autobahn ausgebaut werden. Mädge: "Das muss nun auf Landes- und Bundesebene verhandelt werden. Alle Städte und Kreise entlang der A 39 unterstützen unsere Forderung nach einer Deckelung." Sollte es zu einer Lösung kommen, die aus Sicht der Stadt nicht ausreichend ist, "prüfen wir die Klage". Die ist allerdings erst nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] möglich.
Für einen Tunnel oder Deckel allerdings müsste Lüneburg im schlimmsten Fall mitzahlen. Das ist einem Schreiben von Wirtschaftsminister [[Walter Hirche]] an den Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag, [[Bernd Althusmann]], zu entnehmen. Der hatte sich für besten Lärmschutz und Tunnel eingesetzt. Hirche schreibt: "Der Bund finanziert die Schutzmaßnahmen, zu denen er als Baulastträger der Autobahn immissionsschutzrechtlich verpflichtet ist. Schutzmaßnahmen, die allein der Erzielung einer optimalen städtebaulichen Lösung dienen, wird der Bund nach hiesiger Einschätzung aus haushaltsrechtlichen Gründen nur bei einer Mitfinanzierung, das heißt Übernahme der Mehrkosten durch Dritte, zustimmen."
Aus diesen Gründen will Hirche auch zu diesem Zeitpunkt eine Tunnel-Lösung für Lüneburg nicht bestätigen. Gleichwohl werde das Land sich für eine "bürgerfreundliche Lösung" in Lüneburg einsetzen. Die besondere Lage Lüneburgs sei erkannt.
Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] kennt das Hirche-Schreiben: "Da bin ich nicht bange, der Deckel wird kommen." Der Minister beziehe sich auf die gegenwärtige Rechtsposition. Und Mädge geht fest davon aus, dass sich bis zur Bauphase aufgrund von EU-Richtlinien und Rechtssprechung beim [[Lärm]]schutz noch einiges verschärfe. "Wir freuen uns in der Sache über die Unterstützung des Landes und der anderen Kommunen an der A 39-Strecke", sagt Mädge.
* [http://allrisweb.stadt.lueneburg.de/bi/si010.asp Sitzungskalender - Rat der Stadt Lüneburg]
Direkt hier hineinführende Links funktionieren nach einiger Zeit nicht mehr. Man muss also über die Datums-Auswahl die Sitzung vom 29.11.2007 17:00 Uhr suchen und über die Tagesordnung die sogenannte "Vorlage" aufschalten. Dort findet man dann die Dokumente (die in Kopie auf unsere Seite übernommen wurden):
*[[Media:Antrag_Gruppe_Laermschutz_A39.pdf|Antrag "Lärmschutz für die Anwohner an der geplanten A39" v. 23.10.2007]]
und
*[[Media:Stellungnahme_Laermschutz_A39.pdf|Stellungnahme der Stadt Lüneburg, Bereich Umwelt zum Lärmschutz für die Anwohner an der geplanten A39 v. 15.11.2007]]
Im Antrag wird erst im allerletzten Satz deutlich, worum es geht, nämlich um den Lärmschutz an der sogenannten Ostumgehung insbesondere im Bereich Moorfeld unabhängig von der A 39-Planung.
In der Stellungnahme wird deutlich, dass die Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr offensichtlich versucht, das Thema auszusitzen. Dabei sind die Zahlen eindeutig:
16000 Kfz/Tag waren prognostiziert, 46000 Kfz/Tag fahren tatsächlich, also fast die dreifache Belastung. Für das im Antrag erwähnte Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [http://www.bundesverwaltungsgericht.de/enid/ed27f3aaa97a46b16246711d8b21722a,3207887365617263685f646973706c6179436f6e7461696e6572092d0938343230093a095f7472636964092d09353737/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_9d.html BVerwG 9 C 2.06] genügte bereits die doppelte Belastung.
Der Rat der Stadt sollte nicht nur beschließen, dass er sich weiterhin für Lärmschutz einsetzt, sondern dass zusätzlicher Lärmschutz für die Anwohner der Ostumgehung im Laufe des Jahres 2008 durchgesetzt wird, notfalls per Klage.
Wenn weiter so herumgeeiert wird, sollten die Anwohner in Erwägung ziehen, notfalls auch ohne Unterstützung der Stadt ihre Forderungen direkt an die Regierungsvertretung zu stellen und gegebenenfalls den Klageweg zu beschreiten, die Erfolgsaussichten stehen nicht schlecht.
}}
==== 20.11.: (Dienstag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
==== 05.11.: (Montag) um 19.30 Uhr: Jahreshauptversammlung im {{Lims}} ====
Eine [[Media:Mitgliederversammlung_A4.pdf|schriftliche Einladung]] aller Mitglieder erfolgte in der letzten Oktoberwoche.
{{Kasten|1='''<big>Wir laden Sie ein zur öffentlichen Mitgliederversammlung und Informationsveranstaltung zum Thema A 39 am Montag, 5. November um 19.30 Uhr im {{Lims}}, Erbstorfer Landstraße 3.</big>'''
[[Bild:MV07.jpg|thumb|150px|[[Media:Mitgliederversammlung_A4.pdf|Einladung zur Mitgliederversammlung]]]]
Wir informieren Sie über den aktuellen Planungsstand der umstrittenen
Autobahn durch unser Wohngebiet, stellen den [[Schutz- und Klagefonds]]
gegen die A 39 vor und erläutern die juristischen Möglichkeiten, die A 39
auf dem Klagewege zu verhindern.
Im Anschluss an die Informationsveranstaltung findet die öffentliche Mitgliederversammlung der BI Lüne-Moorfeld statt. Der ursprünglich für diesen Tag vorgesehene [[BI-Treff]] im Stadtteilladen ELM fällt wegen der Jahreshauptversammlung aus.
'''Tagesordnung'''
#Begrüßung
#Schutz- und Klagefonds gegen die A 39: Wie kann die A 39 auf dem Klagewege verhindert werden?
#Rückblick: Was haben wir im zurückliegenden Jahr erreicht?
#Aktueller Planungsstand der A 39: Welcher Verlauf der A 39 ist geplant und wie wird die weitere Planung verlaufen?
#Ausblick: Wie werden wir die A39 verhindern?
#Entlastung des Vorstandes und Neuwahlen
#Möglichkeiten zur Mitarbeit in der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld
Für den Vorstand der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld:
Stefanie Becker
Jens-Peter Fiedler
Detlef Giesler}}
==== 01.11.: (Donnerstag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Frank Kracht ====
== Oktober ==
==== 19.10.: (Feitag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
==== 11.10.: (Donnerstag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
[[Bild:Mp 105730.jpg|thumb|100px||Wir sind dabei!]]
==== 07.10.: (Sonntag) um 15.00 Uhr: Umzug der Lüneburger Sülfmeistertage ====
Die Bürgerinitiative Luene-Moorfeld wird als Gruppe #108 am großen Umzug der Lüneburger Sülfmeistertage teilnehmen. Der Zug startet am 07. Oktober 2007 um 15 Uhr auf den Sülzwiesen und führt durch die historische Innenstadt über den St. Lambertiplatz, Marktplatz, Am Berge, Rosenstraße, Am Sande und zurück zum St. Lambertiplatz.
<br>[http://www.lueneburg.de/index.htm?baum_id=243&inhalt_id=19410 Weitere Infos]
[[Bild:Sw1.jpg|thumb|100px|Informationsstand vor der IHK]]
==== 06.10.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|100px|[[BI-Treff]]]]
==== 01.10.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== September ==
[[Bild:Sw1.jpg|thumb|100px|Informationsstand vor der IHK]]
==== 29.09.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
==== 22.09.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
==== ab 17.09.: öffentliche Auslage der Landesplanerischen Feststellung ====
{{Kasten|1=Das [[Raumordnungsverfahren]] für die umstrittene A 39 ist abgeschlossen. Die [[Landesplanerische Feststellung]] wird für einen Monat öffentlich ausgelegt. {{mark|Am Montag, 17. September, beginnt die förmliche Auslegung. Die Akten sind dann bis zum 16. Oktober im Bereich Umwelt, Bei der Ratsmühle 17 a, Raum D 13, öffentlich zugänglich, und zwar montags bis donnerstags von 7.45 bis 12 Uhr und von 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 7.45 bis 12 Uhr. Einsehbar sind die Unterlagen auch im Internet unter [http://www.lueneburg.de www.lueneburg.de].}}
}}
==== 15.09.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|100px|[[BI-Treff]]]]
==== 03.09.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Juli ==
==== 17.07.: (Dienstag) um 20.00 Uhr: AG Menschenschutz ====
{{Kasten|Hallo liebe Menschenschützer,
unser letztes Treffen vor den Sommerferien:
Wie beim letztenmal vereinbart, treffen wir uns nächsten Dienstag, 17.7.
um 20:00 Uhr.
Treffpunkt ist Gabys "Würfel" im Moorweg 1.
Viele Grüße bis Dienstag
Jens-Peter}}
==== 09.07.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Fiedlers ====
==== Mittwoch, 04.07., 11:00 - 12:00 Uhr und Donnerstag, 05.07. 14:00 - 15:00 Uhr: Umweltforum auf Radio ZuSa ====
{{Kasten|Am Mittwoch, 04.07., 11:00 - 12:00 Uhr (Wiederholung Donnerstag, 05.07. 14:00 - 15:00) gestalten wir mit weiteren Vertretern des {{DVs}} eine Radiosendung des Lokalsenders Radio ZuSa.
Im Rahmen des ZuSa-Umweltforums wird des Thema A39 ausführlich beleuchtet werden, dazu aktuelle Infos und passende Musik zum Thema Autobahn, z.B. von Dire Straits "Money for Nothing". Auch unser [[Kinowerbung|Keine-A39-Werbespot]] wird erstmals über den Äther gehen.
Bitte einschalten!
TeilnehmerInnen:
* Detlef Giesler (Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39, Lüneburg)
* Susanne May (Bürgerinitiative Bürger gegen Autobahn, Bad Bevensen)
* Peter Weerda (Aktion Lebensberg e. V., Lüneburg)
* Hans-Christian Friedrichs (Umweltverein Gellersen e. V., Gellersen)
----
Radio ZuSa hören Sie auf folgenden Frequenzen:
Über Antenne:
*Uelzen: 88,00 MHz
*'''Lüneburg: 95,50 MHz'''
*Winsen: 95,50 MHz
*Lüchow-Dannenberg: 89,70 MHz
Im Kabel: 96,65 MHz.
}}
[[Bild:Stammtisch.jpg|thumb|100px|[[BI-Treff]]]]
==== 02.07.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
== Juni ==
==== 30.06. u. 01.07. (Sa. u. Sonntag) Umweltmesse in Lüneburg, Clamart-Park ====
Auf der 13. Lüneburger Umweltmesse werden die Gegner der A39 mit einem großen, informativen & unterhaltsamen Stand vertreten sein.
Die Veranstaltung ist für Besucher KOSTENLOS.
Öffnungszeiten Samstag 10 – 20 Uhr, Sonntag 11 – 18 Uhr
* weitere Infos: [http://www.lueneburger-umweltmesse.de www.lueneburger-umweltmesse.de]
==== 28.06.: (Donnerstag) um 19.30 Uhr Vortrag m. Diskussion über „Mythos Autobahn" ====
Mythos Autobahn – Bringen immer perfektere Straßen noch einen Nutzen für regionales Wirtschaften?" steht am Donnerstag, den 28.06. um 19.30 Uhr im Mittelpunkt eines Vortrages m. Diskussion im '''Gasthaus Schmidt in Gr. Hesebeck''' bei Bevensen.
Prof. Dr. Peter Pez, Universität Lüneburg: „Wohl und Wehe von Autobahnen – die A39 aus regionalökonomischer und verkehrlicher Perspektive.“
Gerd Würdemann, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn: „Konfliktfeld Mobilität - Konsequenzen für die Verkehrsinfrastruktur“
* [http://www.firma-adresse.com/firma/527090/Gasthaus_Schmidt.html Wegbeschreibung]
==== 18.06.: (Montag) um 20.00 Uhr AG Menschenschutz ====
Wir treffen uns bei Fiedlers, Brandheider Weg 32.
==== 17.06.: (Sonntag) um 10.00 Uhr Spargelessen in Lessin ====
==== 16.06.: (Samstag/Stadtfest) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK.
==== 13.06.: (Mittwoch) um 18.00 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema A39 ====
{{Kasten|Der Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s steht unmittelbar bevor, damit soll aus Sicht der Planungsbehörde die Suche nach einer "konfliktarmen Vorzugsvariante" der geplanten Autobahn 39 beendet werden. In welchem Maße die Planer hierbei die insgesamt 15.000 Einwendungsschreiben der betroffenen Bürger berücksichtigt haben, kann kommenden Mittwoch kritisch hinterfragt werden:
An einer vom [http://www.ndr1niedersachsen.de/programm/sendungen/jetzt_reichts/jetztreichts2.html NDR] moderierten Podiumsdiskussion werden neben Dr. Manthey als Vertreter der Planungsbehörde auch Detlef Giesler als Sprecher der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld, der Lüneburger Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]], Eberhard Manzke, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg sowie Claudia Schmidt, Vorsitzende des VCD (Verkehrsclub Deutschland), Bezirk Lüneburg teilnehmen.
Beginn der Veranstaltung in der '''Aula der Hauptschule Stadtmitte (Haagestraße 1) ist 18:00 Uhr''', Einlass ab 17:30, eine einstündige Übertragung über NDR 1 am Folgetag um 20:05 Uhr ist vorgesehen
Dr. Manthey wird die Diskussion mit der Vorstellung des geplanten Verlaufes der A39 über Lüneburger Stadtgebiet eröffnen. Da dies vermutlich den strittigen Ausbau der sogenannten [[Ostumgehung]] unter Beibehaltung von sechs Zufahrten auf einer Streckenlänge von 6,3 km bedeuten würde und eine Tunnel- bzw. Deckellung der Trasse offensichtlich ebenso unberücksichtigt geblieben ist wie die Suche nach wirklichen Alternativen, sind viele unbequeme Fragen der betroffenen Bürger zu erwarten. Noch vor einem Jahr hatten die Planer selbst den Ausbau der [[Ostumgehung]] verneint.
Überregionale Brisanz erhält die Podiumsdiskusssion durch eine aktuelle Presseerklärung der Stadt Lüneburg, in der OB Mädge erneut und vehement eine Umfahrung Lüneburgs im Westen fordert - gleichermaßen eine provokative Einladung an die Menschen aus der Samtgemeinde Gellersen.
Die Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld appelliert an alle betroffenen Bürger, sich aktiv in diese Veranstaltung einzubringen!
Kritische Fragen stellen, nachhaken, klare Antworten einfordern, Widerstand zeigen.
* Was zählt der Mensch?
* Warum eine Autobahn durch Wohngebiete?
* Warum soll es mit der bestehenden A7 und den geplanten Autobahnen A14 und A39 zukünftig gleich drei Nord-Süd-Trassen in einem Korridor von 200 km geben?
* Wer wird einen Deckel oder gar einen Tunnel finanzieren?
* Wird eine Entscheidung wegen der anstehenden Landtagswahlen künstlich verzögert?
* Warum wird das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] für die A39 nicht veröffentlicht?
* Welche lokale Verkehrsentlastung wird durch eine transeuropäische Autobahn erreicht?
* Welchen Beleg für die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region gibt es?
* Wer will die Autobahn bei sich vor Ort?
* Welchen Zusammenhang zwischen Autobahn und Umweltbelastung gibt es?
* Welche Alternativen zum Autobahnbau bieten sich an?
* Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich im weiteren Planungsverlauf?
* Wie kann ich helfen, die A39 zu verhindern?
}}
* Wg. Terminüberschneidung verschoben: Arbeitsgruppe Menschenschutzgebiet bei Gaby, neuer Termin wird abgestimmt.
==== 11.06.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
==== 04.06.: (Montag) um 20.00 Uhr: offener [[BI-Treff]] im {{ELM}} ====
==== 02.06.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK. Auch das [[A39-Verhüterli]] wird erstmals angeboten werden.
Der Stand wird jeweils von 3-4 BI-Mitgliedern betreut, für den Folgetermin (Samstag/Stadtfest) 16.06. werden noch weitere Freiwillige benötigt. Rückmeldungen bitte an [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]] oder beim nächsten [[BI-Treff]].
== Mai ==
==== 12.05.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK. Der Stand wird jeweils von 3-4 BI-Mitgliedern betreut, für die Folgetermine (jeweils Samstag) 02.06. und 16.06. werden noch weitere Freiwillige benötigt. Rückmeldungen bitte an [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]] oder beim nächsten [[BI-Stammtisch]].
==== Mittwoch, 09.05., 11:00 - 12:00 Uhr und Donnerstag, 10.05. 14:00 - 15:00 Uhr: Umweltforum auf Radio ZuSa ====
{{Kasten|Am Mittwoch, 09.05., 11:00 - 12:00 Uhr (Wiederholung Donnerstag, 10.05. 14:00 - 15:00) gestalten wir mit weiteren Vertretern des {{DV}} eine Radiosendung des Lokalsenders Radio ZuSa.
Im Rahmen des ZuSa-Umweltforums wird des Thema A39 ausführlich beleuchtet werden, dazu aktuelle Infos und passende Musik zum Thema Autobahn, z.B. von Dire Straits "Money for Nothing". Auch unser [[Kinowerbung|Keine-A39-Werbespot]] wird erstmals über den Äther gehen.
Bitte einschalten!
TeilnehmerInnen:
* Detlef Giesler (Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39, Lüneburg)
* Susanne May (Bürgerinitiative Bürger gegen Autobahn, Bad Bevensen)
* Peter Weerda (Aktion Lebensberg e. V., Lüneburg)
* Hans-Christian Friedrichs (Umweltverein Gellersen e. V., Gellersen)
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Radio ZuSa hören Sie auf folgenden Frequenzen:
Über Antenne:
*Uelzen: 88,00 MHz
*'''Lüneburg: 95,50 MHz'''
*Winsen: 95,50 MHz
*Lüchow-Dannenberg: 89,70 MHz
Im Kabel: 96,65 MHz.
}}
==== 07.05.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
== April ==
==== 21.04.: (Samstag) ab 10.00 Uhr: Informationsstand vor der IHK ====
In der Zeit von 10:00 - 14:00 informieren wir in der Lüneburger Innenstadt über den aktuellen Stand der [[Autobahnplanung]]. Standort: Ecke Am Sande/Grapengießerstraße, d.h. bei unserem [[AutobahnNix|Stint]] in Höhe der IHK. Der Stand wird jeweils von 3-4 BI-Mitgliedern betreut, für die Folgetermine (jeweils Samstag) 12.05., 02.06. und 16.06. werden noch weitere Freiwillige benötigt. Rückmeldungen bitte an [[Benutzer:Detlef|Detlef Giesler]] oder beim nächsten [[BI-Stammtisch]].
==== 19. und 20.04.: [[Erörterung]]stermin in der Stadthalle Uelzen ====
Der für das [[Raumordnungsverfahren]] bei der Regierungsvertretung Lüneburg verantwortliche Dr. Holger Manthey hat mitgeteilt, dass der Erörterungstermin nunmehr am 19. und 20.04.2007 in der Stadthalle Uelzen stattfinden wird.
Zitate zum Prozedere:
"''Die Vorschlagslinie wird in einem **Behördentermin** mit allen betroffenen Trägern öffentlicher Belange (Flurbereinigung, Wasserwirtschaft u. a.) erörtert." ...''
''"Ich weise noch darauf hin, dass es sich nicht um eine öffentliche Erörterung handelt. Für die Bürgerinitiativen, die sich zur A 39 gebildet haben, wird der Dachverband eingeladen."''
==== 16.04.: (Montag) um 20.00 Uhr: Arbeitsgruppe Menschenschutzgebiet im {{ELM}} ====
{{kasten blau|1=
Betreff: Erinnerung Menschenschutzgebiet Montag 16.4. 20.00 Uhr und neue Unterlagen im Netz verfügbar
Hallo liebe Mitstreiter,
ich hoffe ihr habt euch bei herrlichem Wochenendwetter ordentlich erholen und entspannen können.
Leider bleibt die Bedrohung durch den Bau der A39 aktuell und dabei insbesondere [[Schutzgut Mensch]].
Ich möchte euch nochmal daran erinnen, dass wir uns
* Montag, 16.04.2007 um 20:00 Uhr im ELM zum Thema '''Menschenschutzgebiet''' treffen wollen.
Wir müssen dran bleiben<br>
- auch wenn das Wetter schön ist und der Garten ruft!
Alle Interessierten und die, die Lust haben, mitzumachen sind herzlich willkommen.
'''Menschenschutz grob vernachlässigt'''
Eigentlich hatte wollte die Stadt Lüneburg mit ihrer Stellungnahme erreichen, das dem Menschenschutz höher Rechnung getragen wird. Anhand der aktuellen Planungsunterlagen ist jedoch deutlich das Gegenteil erkennbar.
'''Neue Unterlagen im Netz'''
Nachdem Detlef Giesler in der letzten Woche schon eine Unterlage auf dem Internet-Server der Planungsbehörde ausfindig gemacht hat, habe ich mich auch nochmal auf die Suche gemacht und recht viel gefunden. Mit Sicherheit einige Dokumente, die in Uelzen auf der Tagesordnung stehen.
Da die Dokumente, meist [[PDF]] und viele Karten - mit unseren Häusern - nur über den direkten Aufruf / Namen erreichbar sind habe ich die [[Link]]s im Folgenden aufgeführt.
Die Bedrohung unseres Stadtteils wird deutlich, trotz erheblicher
Belastungen für unser Wohngebiet spricht man sich für
eine Ostvariante und die Nutzung der sogenannten [[Ostumgehung]] aus.
Ich hoffe, wir sehen uns morgen
Viele Grüße
Jens-Peter Fiedler
'''Linkliste zum Variantenvergleich'''
* Teilvariantenvergleich GP 1-18<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35583913_L20.pdf
* Umweltverträglichkeitsstudie<br>Teilvariantenvergleich GP1-18<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35583978_L20.pdf
* Schalltechnische Untersuchung zum Variantenvergleich im Bereich Lüneburg<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579215_L20.pdf
* Karte zu Variante 586 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Grenzwertüberschreitung in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35581065_L20.pdf
* Untervariantenvergleich GP 2-5 neu<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35577528_L20.pdf
* Umweltverträglichkeitsstudie<br>Untervariantenvergleich GP2-5 neu<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35577559_L20.pdf
* Schalltechnische Untersuchung zum Variantenvergleich im Bereich Lüneburg<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579215_L20.pdf
* Bezugsfall (Prognose 2015 ohne Ausbau)<br>Lärmsituation am Tag in 2m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579479_L20.pdf
* Karten zu Variante 502<br>[http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579595_L20.pdf Lärmsituation am Tag in 2m Höhe]<br>[http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579754_L20.pdf " bei Deckschicht mit offenporigem Asphalt]
* Variante 586<br>Lärmsituation am Tag in 2m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579867_L20.pdf
* Variante 586 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Lärmsituation am Tag in 2m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579905_L20.pdf
* Belastung des vorhandenen Straßennetzes bei Variante 501 (Westvariante)<br>Lärmsituation am Tag in 2m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579929_L20.pdf
* Bezugsfall (Prognose 2015 ohne Ausbau)<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35579990_L20.pdf
* Variante 502<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580032_L20.pdf
* Variante 502 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580105_L20.pdf
* Variante 586<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580521_L20.pdf
* Variante 586 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580627_L20.pdf
*Belastung des vorhandenen Straßennetzes bei Variante 501 (Westvariante)<br>Lärmsituation in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580660_L20.pdf
* Variante 502<br>Grenzwertüberschreitung in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580858_L20.pdf
* Variante 502 (Deckschicht mit offenporigem Asphalt)<br>Grenzwertüberschreitung in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35580947_L20.pdf
* Belastung des vorhanden Straßennetzes bei Variante 501 (Westvariante)<br>Grenzwertüberschreitung in der Nacht in 6m Höhe<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35581205_L20.pdf
* Stellungnahmen der TÖB nach Themen sortiert<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35575725_L20.pdf
* Stellungnahmen der TÖB nach Regierungsvertretung Lüneburg Themen sortiert<br>http://cdl.niedersachsen.de/blob/images/C35575754_L20.pdf
}}
==== 02.04.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
{{kasten blau|1=Hallo,
ich möchte auf diesem Wege nochmals alle an den [[BI-Stammtisch]] erinnern, der diesen Montag um 20:00 im {{ELM}} stattfindet.
Ihr habt sicherlich [[Presseberichte März 2007|die aktuelle Presse]] verfolgt, dennoch möchte ich einige Informationen zur Einstimmung auf die anstehende Diskussion ergänzen.
Am Mittwoch hatte ich die Möglichkeit, direkt mit Dr. Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg zu sprechen. In diesem Gespräch wurden von Dr. Manthey einige Aussagen "präziser" formuliert, als sie in diesen Tagen über LZ o.ä. nachzuvollziehen waren:
#Er sehe das [[Raumordnungsverfahren]] als behördeninternen Vorgang ohne das Muss einer Bürgerbeteiligung.
#Der am 19./20. April in Uelzen stattfindende [[Erörterung]]stermin ist nicht öffentlich, die Anwesenheit der Presse sei nicht vorgesehen.
#Die im vergangenen Jahr favorisierte Variante 502 ([[Klostertrasse]]) wird nach wie vor der V. 503 (Ausbau der [[Ostumgehung]] mit Abflachung des [[Kurvenradius]]) vorgezogen, ABER
#Für den Anschluss bzw. Verlauf der A39 in Lüneburg ergäbe sich als neue Vorzugstrasse die Variante 586. Diese verlaufe ebenso auf der sogenannten [[Ostumgehung]], jedoch ohne Kurven-Abflachung.
#Eine weiträumige Umfahrung Lüneburgs als mögliche Alternative wurde im [[ROV]] ebenso wenig erörtert wie das [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]].
#Für ein etwaiges Bürgerforum vor dem [[Erörterung]]stermin oder kurz danach stehe er nicht zur Verfügung.
Diese provokativen Aussagen machen deutlich, dass es weiterhin notwendig ist, von unserer Seite in der Öffentlichkeit Stellung zu beziehen.
Während die Regierungsvertretung schwerfällig und mit technokratischen Scheuklappen auf dem Stadtgebiet eine "konfliktarme Verbindung der Knotenpunkte A und B" erarbeitet hat, versuchen einige [[Politiker]] im Vorgriff auf den anstehenden Landtagswahlkampf bereits, uns den Ausbau [[Ostumgehung|der sogenannten Ostumgehung]] mit einer möglichen Deckelung ([[Manfred Nahrstedt|Landrat Nahrstedt]], [[Bernd Althusmann|MdL Althusmann]]) schmackhaft zu machen oder (wie die Verkehrsdezernentin und gleichzeitige Landtagskandidatin Frau Schröder-Ehlers) zu beschwichtigen: „Unsere Argumente sind offenbar auf fruchtbaren Boden gefallen. ... Die Stadt hält zwar eine westliche oder weiter östliche Trasse für sinnvoller, doch die scheint nur schwer durchsetzbar.“
Im Rahmen unseres [[BI-Stammtisch]]es sollten wir Möglichkeiten diskutieren, wie wir in der Zeit um den [[Erörterung]]stermin und danach unseren Widerstand gegen die A39 deutlich machen können. Erste Ideen liegen vor:
* "Bürgerbeteiligung" am 19. April durch Demonstration vor Ort (Uelzen), ggf. als Sternfahrt [[Keine A 39|weiterer Bürgerinitiativen]].
* von uns organisierte Parallelveranstaltung am 19.4. in Uelzen (oder Lüneburg) MIT Bürgerbeteiligung
* Die [[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion|Unterschriftenlisten]] etwa im Juni nach Hannover und im September nach Berlin tragen, um den "behördeninternen Vorgang" von der [[landesplanerische Feststellung|landesplanerischen Feststellung]] bis zur [[Linienbestimmung]] in jeder Phase aktiv zu begleiten und zu verdeutlichen, dass Behördenvorgänge bzw. Entscheidungen Menschen betreffen.
Mögen wir nicht nur bis zur Wahl hierfür Gehör bekommen.
Viele Grüße<br>
Detlef Giesler
}}
== März ==
==== 23.03.: (Freitag) um 19:30 Uhr: VCD-Jahrestagung in der Universität Lüneburg ====
{{Kasten blau|1=Am 23. März 2007 um 19:30 Uhr findet im Hörsaal 5 der Universität Lüneburg, Scharnhorststr. 1
die Jahrestagung des VCD (VerkehrsClub Deutschland, Landesverband Niedersachsen) statt.
Das Programm hat den Schwerpunkt "Zukunft der Mobilität":
* Verkehrsinfrastrukturplanung des Bundes<br>Einführung von Michael Gehrmann<br>(VCD Bundesvorsitzender)
* Verkehrsprojekte in Niedersachsen<br>Kurzdarstellung von Harald Walsberg<br>(Vorstand VCD Niedersachsen)
* '''A39 - Asphalt ohne Perspektive'''<br>Kurzvortrag von Friedhelm Feldhaus<br>(Sprecher des {{DV}})
Diskussionen zum Thema sind erwünscht. Außerdem lädt der VCD anschließend zu einem Imbiss ein.
}}
==== 21.03.: zweiter Stintfrühling ====
Stint steht wieder in bewährter Pracht am angestammten (IHK-)Platz. Anzeige wg. Sachbeschädigung gegen Unbekannt erstattet.
==== 16.03.: Stint beschädigt ====
Liebe Leute,
unser Stint bei der IHK ist in der gestrigen Nacht böse attakiert worden. [[AutobahnNix]] geht es den Umständen entsprechend gut; Heilung erscheint möglich, da sich die Raufbolde in erster Linie an der Edelstahl-Verrohrung ausgetobt haben. Um weiteren Schäden vorzubeugen, habe ich den Stint heute mit Henning demontiert und werde versuchen, [[AutobahnNix]] Anfang der Woche reparieren.
Bis dahin regt vor der IHK ein leerer Vier-Zentner-Kalkstein zum Nachdenken an...
Viele Grüße
Detlef
==== 07.03.: Stint ist aufgestellt ====
Jetzt vor der IHK zu bewundern: [[AutobahnNix]].
==== 05.03.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
==== 03.03.: (Samstag) ab 10:30 Uhr: Treffen vor Eröffnung der [[Stintaktion]] auf dem Marktplatz ====
{{Kasten blau|1=
'''Wir haben auch Einen!'''
Lüneburg ist im Stinte-Fieber!
Eigentlich ist der kleine
lachsähnliche Speisefisch eher unscheinbar, aber nun sollen viele,
bunte, 1,40 Meter-lange Stinte die Innenstadt verschönern und
Lüneburgs Attraktivität erhöhen. Aber wir wollen nicht vergessen:
Lüneburg und die Existenz ihrer Bürger sind durch den Bau der A 39
massiv bedroht. Wir meinen: Erst ohne Autobahn erhöht sich Lüneburgs
Attraktivität!
Also haben wir als Bürgerinitiative einen Stint erstellt. Sein Name:
[[Autobahnnix|AutobahnNix]]! (ja, doch, Erinnerungen an das kleine, wehrhafte,
gallische Dorf sind erwünscht...) und er soll unsere Botschaft in die
Innenstadt tragen. Als Standortwunsch haben wir den Platz
"Am Sande" gewählt, direkt vor der IHK. Ob unser Fisch dort stehen wird?
Wir wissen es nicht, aber überzeugt Euch selbst von unserem BI-Stint.
Wir laden Euch alle herzlich ein:
Begleitet den Fisch als "Menschenschwarm" bei seiner "Enthüllung"!
Lasst die [[Politiker]] und Medien sehen: Wir lassen uns von der A39 nicht
überrollen!
{{mark|Wir treffen uns am 3.3.2007 um 10.30 Uhr [[T-Shirt|in bewährter roter
"Dienstkleidung"]] am Markt bei der Treppe vor dem Landgericht.
Um 11.00 Uhr präsentieren sich dann alle fertigen Stinte, als
Fischschwarm, vor Karstadt}}, mitten im Marktgetümmel. Ich hoffe doch
sehr, dass wir wieder, alle gemeinsam, auffallen?!
Wer Lust hat, kann zusätzlich kleine, ganz individuell bemalte Papp-
Stinte an Angeln mitbringen. Verena Fiedler hat einen Musterfisch
entworfen und kopiert. Wer noch einen Fisch bemalen will, oder Angeln
braucht, der melde sich bitte bei ihr bis zum 1.3.2007:
Verena Fiedler, Brandheider Weg 32, Tel.: 59620.
Es wird diesmal die Sonne scheinen!
Schön, wenn Ihr alle kommt!
Beste Grüße von Gaby Parnow-Kloth
}}
== Februar ==
==== bis 15. Februar: Abgabe von Stellungnahmen online möglich !!!====
Bis zum 15. Februar können beim [http://lrop-online.de niedersächsischen Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz] Stellungnahmen zum niedersächsischen [[Raumordnungsprogramm]] abgegeben werden. Bitte meldet Euch alle dort an und gebt Eure Stellungnahme gegen die A39 insbesondere im Raum Lüneburg ab !!!
==== 05.02.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] im {{ELM}} ====
== Januar ==
==== 14.01.: (Sonntag) Neujahrsempfang der Gemeinde Lüne – Moorfeld - Ebensberg in der Zehntscheune Am Domänenhof ====
{{Kasten blau|1='''Verena Fiedler beim Neujahrsempfang der Gemeinde Lüne – Moorfeld - Ebensberg 14.1.2007 in der Zehntscheune Am Domänenhof'''
Vorgetragener Redebeitrag:
Ich habe keinen Neujahrsgruß, ich möchte Rückschau halten und aufrufen.
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gemeindemitglieder und Nachbarn,
die meisten von Ihnen kennen mich durch verschiedene Aktivitäten, doch heute möchte ich nur in einer Funktion zu Ihnen sprechen:
Als Mitglied der Bürgerinitiative–Lüne–Moorfeld.
Im vergangenen Jahr gab es ein großes Thema, das uns in diesem Stadtteil, in unserer Gemeinde beschäftigt hat – der mögliche Bau der Autobahn.
Ostern, im März, hier vor diesem Haus, wurde aufgerufen selbst etwas gegen die drohende Gefahr, den Bau einer Autobahn zu unternehmen.
Schon eine Stunde später saßen wir zu siebt an einem Tisch und planten die Gründung einer Bürgerinitiative, die dann auch kurz darauf in der Aula der Schule Lüne umgesetzt wurde.
Und - inzwischen die aktivste im Widerstand gegen die A 39 ist.
Es war gar nicht so einfach. Wir sind alle unbeleckt gewesen, dennoch haben wir viel auf die Beine gestellt.
*Wir sind auf die Straße gegangen,
*auf den Flohmarkt,
*[[Einwände schreiben|von Haus zu Haus, um die Bürger auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen und sie aufzufordern Einspruch zu erheben]].
*[[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion|Hier und in der Innenstadt wurden mit Bauchläden Unterschriften gesammelt]].
*[[Presseberichte_August_2006#18._August|Ein Fernsehteam war hier um den Protest unserer Kinder aufzunehmen.]]
*[[Aktion „Menschenkette gegen die A39“|Wir haben eine Menschenkette gebildet, die als Demonstrationszug zum Markt zog mit Übergabe der Unterschriften an OB Mädge,]]
*während des Wahlkampfes Samstags Würfeltheater in der Stadt,
*[[Aktuelle_Fotos#27.8.:_Stadtteilfest|Informationsstand und Improvisationstheater beim Stadtteilfest]],
*[[Aktion „Postkarten für den Verkehrsausschuss“|BI–Mitglieder besuchten unsere politischen Vertreter in Hannover und Berlin]]
*[[Ostumgehung|Demo Variante Ostumgehung]]
*[[BI-Stammtisch|Stammtisch im ELM]]
*Gespräche mit [[Politiker]]n
*[[Wir lieben Lüneburg|Fotoaktion „Wir lieben Lüneburg“ mit „Wanderausstellung“]],
*[[Presseberichte_November_2006#Landeszeitung_.C3.BCber_unsere_Aktion_.E2.80.9EWir_lieben_L.C3.BCneburg.E2.80.9C_.282.29|Ausstellungskästen nahe der möglichen drei Trassen]],
*[[Aktuelle_Fotos#04.11.:_Laternenumzug_als_Demo_gegen_den_Ausbau_der_Ostumgehung_zur_A39|Laternenumzug und Mahnwachen an der Ostumgehung]].
*Und vieles mehr.
Zuletzt am Donnerstag:
[[Presseberichte_Januar_2007#Landeszeitung_zur_Demonstration_gegen_die_IHK-Position|Teilnahme bei der Demo vor dem Stadttheater anlässlich des Empfangs der IHK]].
Wir dürfen nicht nachlassen, wir müssen immer wieder den Finger in die Wunde legen. Wir sind nicht egoistisch, wenn wir sagen:
Wir dürfen es nicht zu lassen, dass eine fragwürdige Autobahn unsere Stadt, unser Wohngebiet, unsere Gemeinde weiter zerstört!
Das dieses Stadtteil, unsere Gemeinde, liebens– und lebenswert ist, beweist wie die Menschen hier zusammen rücken.
Man sagt uns nach, wir würden unsere Kinder instrumentalisieren, - sie bekommen doch täglich hautnah mit, wie beängstigend und zerstörend allein die Androhung der Bau einer Autobahn durch unseren Lebensraum ist.
Die ganze Diskussion, das für und wieder, wenn ja, welche Variante - belastet uns alle außerordentlich.
Bis auf den vergangenen Donnerstag, bei der vom Dachverband angemeldeten Protestaktion vor dem Stadttheater anlässlich des Jahresempfanges der Industrie- und Handelskammer, -da konnte man deutlich spüren, wer Macht ausüben kann, sind wir von den Lüneburger Behörden, stellvertretend sei Frau Schröder–Ehlers genannt, Ratsmitgliedern, der Polizei, [[Heiko Dörbaum]], Bürgermeister Dr. Scharf und Oberbürgermeister Mädge mit Verständnis und Respekt behandelt worden.
Dafür sind wir dankbar.
Aber - Wir müssen den Lüneburgern und den verantwortlichen [[Politiker]]n deutlich machen, dass die [[Ostumgehung]] keine Umfahrung der Stadt Lüneburg ist, sondern eine vierspurige Straße, die gewachsene Strukturen zerschneidet.
Lüne – Moorfeld und Ebensberg ist Lüneburg!
Wenn diese Autobahn nicht zu vermeiden ist, dann nur so, dass nicht noch mehr zerstört wird und lokale Verkehrsbelange nicht außer Acht gelassen werden.
Wir wünschen uns, dass dieser Kelch an uns vorüber gehe.
Wir brauchen weiterhin Kraft und Ihre Unterstützung, die der Gemeinde und des Kirchenvorstandes.
Insbesondere bitten wir unsere politischen Vertreter, uns mit unseren Ängsten und Sorgen nicht allein zu lassen.
Wir hoffen, dass das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt gerückt wird und auf ein friedvolles Miteinander.
Danke
}}
==== 11.01.: (Donnerstag) um 15.00 Uhr: Demonstration vor dem Stadttheater ====
{{Kasten blau|1='''Aufruf zur Demonstration an diesem Donnerstag (11.01.) um 15.00 Uhr vor dem Stadttheater '''
Liebe MitstreiterInnen gegen die A39,
auf diesem Wege die besten Wünsche fürs neue Jahr und schon ruft uns das junge 2007 zum Kampf gegen Autobahn & Festtagsspeck!
Gemeinsam mit [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=view&id=1171&Itemid=1 dem Dachverband gegen die A39] haben wir uns sehr spontan für eine Demonstration entschlossen, zu der wir trotz der kurzfristigen Einladung eine rege Teilnahme der BI-Lüne-Moorfeld erhoffen.
Anlass: Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg veranstaltet am 11. Januar ab 16:00 Uhr ihren Jahresempfang im Lüneburger Stadttheater. Nach einem Grußwort unseres Oberbürgermeisters [[Ulrich Mädge]] wird der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Michael Glos eine Festrede mit dem Titel „Deutsche Wirtschaft im Aufschwung“ halten.
Auch Vertreter aus den Bürgerinitiativen gegen die A39 zählen zu den (versehentlich) geladenen Gästen. Es ist an der Zeit, der IHK und der überregionalen [[Politik]] deutlich zu machen, dass neben den Bürgern auch viele der immer wieder beschworenen IHK-Mitglieder GEGEN das ganz und gar überflüssige Projekt „A 39“ sind.
Eine gute Gelegenheit, unseren Protest deutlich zu machen, auch das NDR-Fernsehen wird vor Ort sein und endlich unseren Widerstand dokumentieren!
Aus diesem Grunde ist sehr wichtig, dass wir uns in bewährter Form präsentieren: Zieht Euch nach Möglichkeit das rote Aktions-[[T-Shirt]] über und kramt die Protestschilder wieder hervor! Wer noch auf sein A3-Poster der Plakat-[[Aktion „Wir lieben Lüneburg“]] zurückgreifen kann, zeigt gleich doppelt Gesicht gegen die Autobahn durch unser Wohngebiet und für das [[Schutzgut Mensch]].
Für ein entsprechendes Rahmenprogramm ist gesorgt: Während drinnen die Lüneburger Symphoniker auf ihren Einsatz warten, wird uns der Liedermacher Dieter Wenzel akustisch mit seiner Gitarre auf unser Thema „einstimmen“. Und vor dem Schauspielhaus inszenieren die Autobahngegner aus der A 39-Region ein Improvisationstheater.
Randbemerkung: Nachdem die IHK feststellte, dass sich unter ihren Mitgliedern und Teilnehmern des Jahresempfangs auch Autobahngegner befinden, hat sie sich nicht gescheut, diese nach dem Versand der Einladungskarten teilweise telefonisch wieder auszuladen. Ein aus unserer Sicht unglaublicher Vorgang, der jedoch einen Eindruck vom Verständnis dieser Organisation gegenüber Andersdenkenden vermittelt. Wir laden dagegen alle herzlich ein, an der Demonstration vor dem Theater Lüneburg teilzunehmen.
Unsere erste Gelegenheit in diesem Jahr, notwendigen Widerstand zu zeigen, weiter unbequem zu sein!
Wir treffen uns um 15:00 auf dem Parkplatz vor dem Stadttheater, Zufahrt von der Lindenstraße. <br>Ende der Demo um 16:00 Uhr.
Viele Grüße<br>
Detlef Giesler<br>
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39
Alle Aktivitäten & Termine auf unserer Internetseite www.bi-luene-moorfeld.de<br>
P.S.: Der nächste Stammtisch findet am 5. Februar um 20:00 Uhr im ELM statt.
}}
==== 08.01.: (Montag) um 20.00 Uhr: [[BI-Stammtisch]] & [[Vorstand]]sitzung bei Beckers ====
Wegen "akuter Terminnot": Zum ersten Stammtisch im neuen Jahr treffen wir uns diesmal außerplanmäßig bei Beckers, Moorweg 42. Im Anschluss an den Stammtisch wird gleich die erste Vorstandssitzung stattfinden, um die kurzfristig anstehenden Aktivitäten organisieren zu können (Demo am Do.). Mail an alle BI-Mitglieder folgt am Dienstag.
[[Kategorie:Organisatorisches]]
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Wiki der BI Lüne-Moorfeld:Impressum
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{{Kasten blau|'''Impressum:'''
[http://www.bi-luene-moorfeld.de www.bi-luene-moorfeld.de]
Das {{wiki}} ist eine Informationsplattform der {{BI}}, Mitglied im
[http://www.keine-a39.de Dachverband der Gegner der A 39].
V.i.S.d.P.: [mailto:bi-luene-moorfeld@gmx.de Stefanie Becker, Detlef Giesler, Jens-Peter Fiedler]
21337 Lüneburg<br>
* [[Satzung]]
* [[Lizenzbestimmungen]]
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}}
[[Kategorie:Wiki]]
[[Kategorie:Organisatorisches]]
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Bündnis 90/Die Grünen
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{{Entscheidungsträger}}
Die Grünen vertreten eine einheitliche Position zur A 39:
* Stadt- und Kreisverband: Die A 39 wird abgelehnt - in jeder Trassenvariante. [[Presseberichte_September_2006|[1]]]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Ulrich Löb|Löb, Ulrich]]
* [[Andreas Meihsies|Meihsies, Andreas]]
* [[Miriam Staudte|Staudte, Miriam]]
== Weblinks ==
http://www.gruene-lueneburg.de/
[[Kategorie:Politiker]]
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CDU
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{{Entscheidungsträger}}
Die CDU vertritt keine einheitliche Position zur A 39:
* Stadtverband: Der CDU-Stadtverband hat bereits 2005 einen Beschluss gefasst für die A 39, sich auf die West-Trasse festgelegt.
* Kreisverband: Ein klares Ja zur Autobahn A 39, weil davon die Wirtschaft profitiert und [[Arbeitsplätze]] geschaffen werden. Auf eine Trasse hat sich der CDU-Kreisverband nicht festgelegt. [[Presseberichte_September_2006|[1]]]
* Bezirksverband, vertreten durch ihren Vorsitzenden und Bundestagsabgeordnete Michael Grosse-Brömer: "Wir brauchen die A 39 und stehen voll hinter dieser Autobahn. Ich bin zuversichtlich, daß irgenwann keine schützenswerten Kreaturen mehr gefunden werden, die den Bau verhindern". [[Presseberichte_April_2007#Landeszeitung_zur_neuen_Linie_der_CDU|[2]]]
* Landespolitisch: Wir werden die wichtigen Autobahnprojekte der A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg und den Lückenschluss der A 33 bei Osnabrück mit Nachdruck vorantreiben. Dem durchgehend sechsspurigen Ausbau der A7 und der A1 zwischen Osnabrück und Hamburg, der A 21 Kiel – Winsen (Luhe), der A26 von Stade nach Hamburg sowie dem Projekt A 39 geben wir hohe Priorität. [http://www.abgeordnetenwatch.de/images/programme/cdu_nds.pdf [3]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Bernd Althusmann]]
* [[Franz Fietz]]
* [[Gerhard Scharf|Dr. Gerhard Scharf]]
* [[Stefan Porwol]]
* [[Christian Wulff]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Die Grünen
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#REDIRECT [[Bündnis 90/Die Grünen]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Die Linke
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{{Entscheidungsträger}}
Die Linke vertritt eine einheitliche Position zur A 39:
* Der Neubau von Autobahnen ist in Niedersachsen nicht erforderlich. Dies gilt auch für die geplanten Vorhaben A 22 und A 39. [http://www.linkspartei-lg.de/pdf/Landeswahlprogramm2008.pdf]
* Kein weiterer Schnellstraßen- und Autobahnbau (A 39). Wir unterstützen die Argumente und Forderungen der Bürgerinitiative gegen die A 39 in vollem Unfang. Wir fordern die Streichung der A 39 aus dem von der ehem. rot/grünen Bundesregierung beschlossenen [[Bundesverkehrswegeplan]]es. Stattdessen fordern wir den Bau von Ortsumgehungen entlang der B 4. [http://www.linkspartei-lg.de/pdf/wahlprogramm.pdf]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Malte Riechey]], Fraktionsvorsitzender "{{PAGENAME}}" im Lüneburger Stadtrat
* [[Jörg Venderbosch]], Kreistagsabgeordneter
== Weblink ==
* http://www.linkspartei-lg.de/index.html
[[Kategorie:Politiker]]
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text/x-wiki
{{Entscheidungsträger}}
Die {{PAGENAME}} vertritt keine einheitliche Position zur A 39:
* Stadt: Ja zur A 39 auf der West-Trasse.
* Kreisverband: Die A 39 wird befürwortet, bislang wird kein Trassenverlauf bevorzugt, weil einige Untersuchungen noch laufen. [[Presseberichte_September_2006|[1]]]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Walter Hirche|Hirche, Walter]]
* [[Birte Schellmann|Schellmann, Birte]]
* [[Monika Schumann-Schilling|Schumann-Schilling, Monika]]
[[Kategorie:Politiker]]
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Die Linke]]
[[Kategorie:Politiker]]
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Malte Riechey
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[[Kategorie:Politiker]]
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Riechey, Malte (Die Linke)
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#REDIRECT [[Malte Riechey]]
[[Kategorie:Politiker]]
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SPD
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{{Entscheidungsträger}}
[[Bild:SPD-Taten.jpg|thumb|300px|'''SPD-Flugblatt 2006:<br>"Was zählt, sind Taten!<br>In der neuen Wahlperiode von 2006 - 2011 werden wir eine Trasse der geplanten A 39 durch die Stadt Lüneburg und unseren Stadtteil verhindern."''']]
Die SPD vertritt keine einheitliche Position zur A 39:
* Unterbezirk: ''Ja zur A 39 und zur [[Vorzugsvariante]] - aber nur in Tunnelform. Außerdem muss geprüft werden, ob eine Ostumfahrung möglich ist.''
* Ortsverein LG: ''Befürwortet wird eine Autobahntrasse im Westen der Stadt, die folgende Kriterien erfüllen muss: geringstmögliche Belastung für die Menschen, größtmöglicher Nutzen für die Region.'' [[Presseberichte_September_2006|[1]]]
* Abtlg. Lüne mit Ebensberg, Moorfeld, Lüne: ''Was zählt, sind Taten! ... In der neuen Wahlperiode von 2006 - 2011 werden wir eine Trasse der geplanten A 39 durch die Stadt Lüneburg und unseren Stadtteil verhindern.'' [Flugblatt zur [[Kommunalwahl]] 2006]
== Ausgewählte Politiker der {{PAGENAME}} ==
* [[Heiko Dörbaum]], Fraktionsvorsitzender der SPD im Lüneburger Stadtrat und Ortsvorsteher Ebensberg
* [[Ulrich Mädge]], Lüneburger Oberbürgermeister
* [[Manfred Nahrstedt]], Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages und Landrat des Landkreises Lüneburg
* [[Andrea Schröder-Ehlers]], Abgeordnete des Niedersächsischen Landtages, vor ihrer Wahl 2008 Fachbereichsleiterin Verkehr und Umwelt bei der Stadt Lüneburg und Vorstandsmitglied des [[Nordland-Autobahn-Verein]]s
* [[Hedi Wegener]], Abgeordnete im Deutschen Bundestag
[[Kategorie:Politiker]]
8bfa8212b421043144afdf9fb66e771847e8eb3f
Verkehrsminister Hirche
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#REDIRECT [[Walter Hirche]]
[[Kategorie:Politiker]]
a31757c788dadafa9b54cd6fe348016a9242db5a
Artikel löschen
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Das Löschen von Artikeln kann nur durch [[Spezial:Listadmins|Administratoren]] erfolgen.
Auf dieser Seite wird diskutiert, ob bestimmte Artikel gelöscht werden sollten.
Dazu ist nachfolgend nur der [[Link]] zu hinterlegen, plus einem Einzeiler und der persönlichen [[Signatur]].
Der Vorschlag wird kurzfristig geprüft und bei Bedarf umgesetzt.
Als '''Löschkandidaten''' kämen z.B. Artikel, Fotos etc. in Frage, die:
* doppelt vorhanden sind,
* eine fehlerhafte Schreibweise (im Linknamen) oder ähnliches aufweisen,
* die Menschenwürde missachten, Gewalt verherrlichen oder dazu aufrufen, insbesondere rassistische, rechtsextremistische und pornografische Darstellungen.
== Löschkandidaten ==
[[Ich_liebe_L%C3%BCneburg]] ist im Gegensatz zu [[Ich_liebe_L%C3%83%C2%BCneburg]] OK. <br>Beim zwoten fehlen die Umlaute in Mozilla/ Firefox.<br>
--[[Benutzer:OD|OD]] 22:26, 7. Okt 2006 (CEST)
: Die Dopplung mit den kryptischen Sonderzeichen ermöglicht, dass alle Mailempfänger, deren Mail-Programm die UTF-Codierung zerhackt, nicht in Nirwana landen. Wir hatten seinerzeit einen entsprechenden Direkt-Link gemailt und auf diesem (Um-)Wege vorgesorgt.<br>Artikel kann so etwa Ende Oktober gelöscht werden. --[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 23:20, 8. Okt 2006 (CEST)
: Artikel gelöscht --[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 01:29, 7. Nov 2006 (CET)
----
[[Kategorie:Wiki]]
3ddc87a03f7043856a09a985eb5d14e929c8e9bc
Artikel überarbeiten
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Geht nur nach [[Spezial:Userlogin|Anmeldung]]:<br>[[Spezial:Allpages|Wähle Deinen Artikel aus]] und klicke auf "bearbeiten" am oberen Rand des Bildschirms, los geht's.<br>
Das kannst Du gleich [{{SERVER}}{{LOCALURLE:Test|action=edit}} mit dem Artikel "Test" ausprobieren].
'''Feinarbeit:'''<br>
Dein Text ist fertig?<br>
Hier einige weitere Anregungen:
* Trage Dich per [[Signatur]] in Deine [[Arbeitsgruppe]] ein.
* [[Signatur|Signiere]] Deine(n) Artikel.
* [[Link#Interne_Links|Verlinke]] auf der [[Benutzer|"Über-Dich-Seite"]] auf [[special:contributions/{{CURRENTUSERNAME}}|Deine(n) Artikel]].
*[[Gliederung|Gliedere]] den Artikel durch Zwischenüberschriften.
*[[Bilder einfügen|Füge Bilder in deinen Artikel ein]].
*[[Link|Verlinken]]<br>- [[Link#Externe_Links|externe Links]], z. B. auf passende Zeitungsartikel oder Landkarten, die im Internet stehen.<br>- [[Link#Interne_Links|interne Links]], z. B. auf andere Artikel aus dem gleichen Themenbereich.
*[[Spezial:Uncategorizedcategories|Zuordnung des Artikels]] zu einem passenden [[Spezial:Uncategorizedcategories|Themenbereich]]: am Artikelende durch [[Link#Interne_Links|Verlinkung]]
*[[Rechtschreibung|Rechtschreibprüfung]] durchführen.
Weitere Infos findest Du auch in der [[Hilfe|Rubrik Hilfe]].
[[Kategorie:Wiki]]
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Nachdem Du Dich [[Spezial:Userlogin|angemeldet]] hast, wird Dein Name oben im Wiki-Fenster eingeblendet.<br>
Klickst Du Deinen Namen an, erscheint [[Special:Mypage|Deine Benutzerseite]]:<br>
{{bsw}}Benutzer.jpg
Auf [[Special:Mypage|Deiner Benutzerseite]] kannst Du etwas zu Dir schreiben oder persönliche Infos hinterlegen.<br>
Dein Geburtsdatum oder Deine vollständige Adresse solltest Du nicht ins Internet stellen, es gibt leider Idioten, die damit Schindluder betreiben, z. B. eine Fake-Identität bei Ebay o.ä.
* Schau Dir mal als Muster die [[Benutzer:Peter Schmidt|Benutzerseite von Peter Schmidt]] an.
* [{{Url}}Spezial%3AAllpages&from=&namespace=2 Liste der Benutzerseiten]
* Hier findest Du das vollständige [[Spezial:Listusers|Benutzerverzeichnis]].
* [[Arbeitsgruppen]]
[[Kategorie:Wiki]]
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Gliederung
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text/x-wiki
Wiki sieht drei verschiedene Möglichkeiten vor, Deinen Text zu gliedern und damit besser lesbar zu gestalten:
{{mark|'''1. Automatische Nummerierung''' durch Voranstellen des Zeichens "<tt>#</tt>":}}
{| {{tabelle auto}}
! Du schreibst: !! ... und erhältst:
|-
|
<nowiki>#Gieck, Kurt: Technische Formelsammlung.</nowiki>
<nowiki>#Roloff/Matek: Maschinenelemente.</nowiki>
<nowiki>#Tabellenbuch Metall.</nowiki>
|
#Gieck, Kurt: Technische Formelsammlung.
#Roloff/Matek: Maschinenelemente.
#Tabellenbuch Metall.
|}
{{mark|'''2. Liste''' durch Voranstellen des Zeichens "<tt>*</tt>":}}
{| {{tabelle auto}}
! Du schreibst: !! ... und erhältst:
|-
|
<nowiki>*grün</nowiki>
<nowiki>*rot</nowiki>
<nowiki>*weiß</nowiki>
|
*grün
*rot
*weiß
|}
{{mark|'''3. Inhaltsverzeichnis''' durch "Einklammern" der Kapitelüberschriften}} mit "==" bzw. Formatieren über den Button "Zwischenüberschrift" http://www.bs-wiki.de/mediawiki/skins/common/images/button_headline.png.<br>In Artikeln mit mehr als drei Überschriften wird automatisch ein Inhaltsverzeichnis generiert. Dabei wird die Hierarchie der Überschriften eingehalten ( == vor === usw.).
Beispiel:<br>
Du schreibst als Quelltext:<pre><nowiki>== Was ist das Problem? ==
== Wie ist es dazu gekommen? ==
== Was kann man dagegen machen? ==
=== Politische Lösungsansätze ===
=== Technische Lösungsansätze ===
=== Was wir selber zur Problemlösung beitragen können ===</nowiki></pre>Durch diesen Quelltext wird automatisch ein Inhaltsverzeichnis erzeugt und die Kapitelüberschriften gliedern Deinen Text:
== Was ist das Problem? ==
== Wie ist es dazu gekommen? ==
== Was kann man dagegen machen? ==
=== Politische Lösungsansätze ===
=== Technische Lösungsansätze ===
=== Was wir selber zur Problemlösung beitragen können ===
----
Sofern Du das Inhaltsverzeichnis an einer bestimmten Stelle im Text positionieren möchtest, schreibe <nowiki>__TOC__</nowiki>.
Ggf. möchtest Du auf die automatische Nummerierung verzichten, z.B. bei einer Liste, in der die Zwischenüberschriften bereits eine Nummer beeinhalten ([[Gesetze]], [[Aktuelle Presseberichte|Presseartikel mit Datum]] o.ä.). In diesem Fall einfach <nowiki>{{toc}}</nowiki> schreiben.
[[Kategorie:Wiki]]
3746a3d5ccee3fed51e6d37f00c5d4b0382027f0
Hilfe
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text/x-wiki
{|
| __TOC__ || [[Bild:Hilfe.png]] ||{{Kasten blau|Die Hilfe enthält in erster Linie Infos für Artikel-''Schreiber''.<br>
Willst Du Dich ersteinmal nur orientieren, dann lese [[Wiki|Grundlegendes zum Thema "Wiki"]] oder die [[Lesetipps]].
Oder benötigst Du [[Einwände schreiben|Hilfe beim Schreiben von Einwänden gegen den Bau der A 39]]?}}
|}
== Schreibarbeit ==
*[[Artikel neu anlegen]]
*[[Signatur|Artikel signieren]]
*[[Artikel überarbeiten]]
*[[Benutzer]]seite: etwas [[Special:Mypage|über Dich]] schreiben
*[[Sonderzeichen eingeben]]
*[[kopieren|Text kopieren & einfügen]]
*[[Zeichen formatieren]]
== Layout ==
*[[Bilder einfügen]]
*[[Tabellen anlegen]]
== Struktur ==
*[[Spezial:Categories|Artikel einer Kategorie zuordnen]]
*[[Gliederung|Artikel gliedern]]
*[[Link#Interne_Links|Links einfügen]]
== Korrekturmaßnahmen ==
*[[Änderungen rückgängig machen]]
*[[Artikel löschen]]
*[[Artikel umbenennen]]
*[[Rechtschreibung]]
== Offene Fragen? ==
* Falls Du über einem Problem brütest, welches Du in der obigen Liste unbeantwortet findest:<br>[{{url}}Benutzer_Diskussion:Detlef&action=edit Stelle hier Deine Frage], Du wirst kurzfristig eine Antwort erhalten.
* [[:Kategorie:Wiki|Hilfe von A-Z]]
[[Kategorie:Wiki]]
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Lizenzbestimmungen
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text/x-wiki
Alle Inhalte dieser Seite sind bei Angabe der Quelle frei verfügbar.
[[Kategorie:Wiki]]
beac7bb5b6c3017301a2caf39c08282755262665
Markieren
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text/x-wiki
Bevor ein Text [[kopieren|kopiert]] werden kann, muss er zunächst markiert werden.
<span style="color:white; background-color:black">Markierte Texte erscheinen invers</span>, d. h. in vertauschten Farben.<br>
* Worte markieren: Doppelklick mit linker Maustaste auf das Wort.
* Textbereich markieren: Textbereich bei gedrückter linker Maustaste überfahren.
[[Kategorie:Wiki]]
f18dd0032e633a04443caa135a8cda3878518aa0
Rechtschreibung
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text/x-wiki
Wer es berücksichtigen möchte: Die Neuregelung der Rechtschreibung im [http://www.duden.de/neue_rechtschreibung/neuregelung/neuregelung.html Duden] bzw. als [http://www.ids-mannheim.de/reform/aenderungen.pdf PDF-Liste].
Um die Rechtschreibung in Deinem Wiki-Artikel zu kontrollieren bzw. korrigieren, nutze die '''Korrekturhilfe von Word'''.<br>
[[Kopieren|Kopiere]] einfach den Quelltext deines Artikels in die Zwischenablage und lege in Word ein neues Dokument an. {{bsw}}Word_icon.gif<br>
[[Kopieren|Füge den Inhalt der Zwischenablage in das Word-Dokument ein]] und starte mit der Taste http://www.math.mcgill.ca/lebaron/rute/rute/key-F7.png die Rechtschreibhilfe.<br>
Nach Beendigung der Korrektur den Text den Word-Dokumentes wieder [[Kopieren|in die Zwischenablage kopieren]] und damit Deinen Wiki-Artikel überschreiben.
[[Kategorie:Wiki]]
07aded1a8a4b933c2b442b74bd6a37170e38b43e
Signatur
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Um Beiträge zuordnen zu können oder Dich in Deine [[Arbeitsgruppe]] einzutragen etc., kannst du nach [[Spezial:Userlogin|Anmeldung]] eine '''Signatur''' setzen, d.h. mit deinem Namen (aktuell: "{{CURRENTUSERNAME}}") unterschreiben.<br>
Schreibe im Bearbeitungsfenster einfach "<tt>~~</tt>" oder klicke auf den Signatur-Button http://www.bs-wiki.de/mediawiki/skins/common/images/button_sig.png.<br>
Wiki ersetzt "<tt>~~</tt>" nach dem Speichern automatisch durch "[[Benutzer:{{CURRENTUSERNAME}}|{{CURRENTUSERNAME}}]]", d.h. einen [[Link]] auf [[Special:Mypage|Deine Benutzerseite]].
[[Kategorie:Wiki]]
229d2c481eb959a36868d76dff1653f587d33555
Sonderzeichen eingeben
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text/x-wiki
'''Sonderzeichen''' können über [[Kopieren|Copy & Paste]] des Feldes "Eingabe" aus den nachfolgenden [[Tabelle]]n eingefügt werden:
=== Allgemeine Sonderzeichen ===
{| border="1" style="border-collapse:collapse"
|-
!Zeichen
!Eingabe
!Name
|-
| || <tt>&nbsp;</tt> || umbruchloses Leerzeichen
|-
|& || <tt>&amp;</tt> || kaufmännisches Und
|-
|¢ || <tt>&cent;</tt> || Cent-Zeichen
|-
|£ || <tt>&pound;</tt> || Pfund
|-
|¤ || <tt>&curren;</tt> || Währung
|-
|¥ || <tt>&yen;</tt> || Yen
|-
|§ || <tt>&sect;</tt> || Paragraph
|-
|¨ || <tt>&uml;</tt> || Umlaut / Trema-Akzent<sup>1</sup>
|-
|© || <tt>&copy;</tt> || [[Copyright]]-Zeichen
|-
|∞ || <tt>&infin;</tt> || Unendlich
|-
|ª || <tt>&ordf;</tt> || feminine ordinal
|-
|¬ || <tt>&not;</tt> || Nicht-Zeichen
|-
|® || <tt>&reg;</tt> || registered trademark sign
|-
|¯ || <tt>&macr;</tt> || macron
|-
|° || <tt>&deg;</tt> || Grad
|-
|± || <tt>&plusmn;</tt> || plus/minus
|-
|´ || <tt>&acute;</tt> || acute accent<sup>2</sup>
|-
|µ || <tt>&micro;</tt> || Mikro/griechischer Buchstabe My
|-
|¶ || <tt>&para;</tt> || Paragraph
|-
|· || <tt>&middot;</tt> || middle dot (Georgian comma)
|-
|¸ || <tt>&cedil;</tt> || cedilla
|-
|º || <tt>&ordm;</tt> || masculine ordinal
|-
|÷ || <tt>&divide;</tt> || engl. Divisionszeichen
|-
|† || <tt>&dagger;</tt> || verstorben
|-
|♂ || <tt>&#9794;</tt> || männlich
|-
|♀ || <tt>&#9792;</tt> || weiblich
|-
|ß || <tt>&szlig;</tt> || Scharfes S – Ligatur (langes Frakturschrift-s und z)
|}
<small>Anmerkungen:<br>
<sup>1</sup>: Wird nur sehr selten benutzt und dann auch meist mit dem doppelten Anführungszeichen verwechselt. <br>
<sup>2</sup>: Wird oft mit dem ähnlich aussehenden Auslassungszeichen " ' " verwechselt.</small>
=== Satzzeichen ===
{| border="1" style="border-collapse:collapse"
|-
!Zeichen
!Eingabe
!Name
|-
|„ || &bdquo; || linkes Anführungszeichen (deutsch)
|-
|“ || &'''ldquo'''; || rechtes Anführungszeichen<sup>1</sup> (deutsch)
|-
|“ || &ldquo; || linkes Anführungszeichen<sup>1</sup> (englisch)
|-
|” || &rdquo; || rechtes Anführungszeichen (englisch)
|-
|« || <tt>&laquo;</tt> || left double-angle quote<sup>2</sup>
|-
|» || <tt>&raquo;</tt> || right double-angle quote<sup>2</sup>
|-
|¡ || <tt>&iexcl;</tt> || umgedrehtes Ausrufezeichen
|-
|¿ || <tt>&iquest;</tt> || umgedrehtes Fragezeichen
|-
| - || - || Bindestrich
|-
|– || &ndash; || Gedankenstrich<sup>3</sup>
|-
| || <tt>&nbsp;</tt> || umbruchloses Leerzeichen
|}
<sup>1</sup>) ''Achtung'': Im Deutschen wird das Ende der wörtlichen Rede mit dem selben Zeichen signalisiert, wie im dem Englischen deren Anfang. D.h. für das ''rechte'' deutsche Anführungszeichen ist das Zeichen ''left'' double quote ( “ ) zu verwenden.<br />
<sup>2</sup>) Verwendung insbesondere in Deutschland, Österreich, Schweiz und Frankreich unterschiedlich<br />
<sup>3</sup>) Bei Verwendung in der Bedeutung „bis“ steht der Gedankenstrich ohne Zwischenraum (''Streckenstrich''): Berlin–Mainz, 10–11h.
Bei Verwendung in der Bedeutung „gegen“ steht der Gedankenstrich mit Zwischenraum: Union Berlin – Mainz 05.
=== Akzente ===
{| border="1" style="border-collapse:collapse"
|-
|'''Groß''' || '''Codierung''' || '''Name''' || '''Klein''' || '''Codierung''' || '''Name'''
|-
|À || <tt>&Agrave;</tt> || A grave || à || <tt>&agrave;</tt> || a grave
|-
|Á || <tt>&Aacute;</tt> || A acute || á || <tt>&aacute;</tt> || a acute
|-
|Â || <tt>&Acirc;</tt> || A circumflex || â || <tt>&acirc;</tt> || a circumflex
|-
|Ã || <tt>&Atilde;</tt> || A tilde || ã || <tt>&atilde;</tt> || a tilde
|-
|Ä || <tt>&Auml;</tt> || A Umlaut || ä || <tt>&auml;</tt> || a Umlaut
|-
|Å || <tt>&Aring;</tt> || A ring || å || <tt>&aring;</tt> || a ring
|-
|Æ || <tt>&AElig;</tt> || AE ligature || æ || <tt>&aelig;</tt> || ae ligature
|-
|Ā || <tt>&#256;</tt> || A mit Querstrich || ā || <tt>&#257;</tt> || a mit Querstrich
|-
|Ç || &Ccedil; || C cedilla || ç || <tt>&ccedil;</tt> || c cedilla
|-
|È || <tt>&Egrave;</tt> || E grave || è || <tt>&egrave;</tt> || e grave
|-
|É || <tt>&Eacute;</tt> || E acute || é || <tt>&eacute;</tt> || e acute
|-
|Ê || <tt>&Ecirc;</tt> || E circumflex || ê || <tt>&ecirc;</tt> || e circumflex
|-
|Ë || <tt>&Euml;</tt> || E mit Trema || ë || <tt>&euml;</tt> || e mit Trema
|-
|Ē || <tt>&#274;</tt> || E mit Querstrich || ē || <tt>&#275;</tt> || e mit Querstrich
|-
|Ì || <tt>&Igrave;</tt> || I grave || ì || <tt>&igrave;</tt> || i grave
|-
|Í || <tt>&Iacute;</tt> || I acute || í || <tt>&iacute;</tt> || i acute
|-
|Î || <tt>&Icirc;</tt> || I circumflex || î || <tt>&icirc;</tt> || i circumflex
|-
|Ï || <tt>&Iuml;</tt> || I mit Trema || ï || <tt>&iuml;</tt> || i mit Trema
|-
|Ī || <tt>&#298;</tt> || I mit Querstrich || ī || <tt>&#299;</tt> || i mit Querstrich
|-
|Ñ || <tt>&Ntilde;</tt> || N tilde || ñ || <tt>&ntilde;</tt> || n tilde
|-
|Ò || <tt>&Ograve;</tt> || O grave || ò || <tt>&ograve;</tt> || o grave
|-
|Ó || <tt>&Oacute;</tt> || O acute || ó || <tt>&oacute;</tt> || o acute
|-
|Ô || <tt>&Ocirc;</tt> || O circumflex || ô || <tt>&ocirc;</tt> || o circumflex
|-
|Õ || <tt>&Otilde;</tt> || O tilde || õ || <tt>&otilde;</tt> || o tilde
|-
|Ö || <tt>&Ouml;</tt> || O Umlaut || ö || <tt>&ouml;</tt> || o Umlaut
|-
|Ø || <tt>&Oslash;</tt> || O stroke || ø || <tt>&oslash;</tt> || o stroke
|-
|Ō || <tt>&#332;</tt> || O mit Querstrich || ō || <tt>&#333;</tt> || o mit Querstrich
|-
|Ù || <tt>&Ugrave;</tt> || U grave || ù || <tt>&ugrave;</tt> || u grave
|-
|Ú || <tt>&Uacute;</tt> || U acute || ú || <tt>&uacute;</tt> || u acute
|-
|Û || <tt>&Ucirc;</tt> || U circumflex || û || <tt>&ucirc;</tt> || u circumflex
|-
|Ü || <tt>&Uuml;</tt> || U Umlaut || ü || <tt>&uuml;</tt> || u Umlaut
|-
|Ū || <tt>&#362;</tt> || U mit Querstrich || ū || <tt>&#363;</tt> || u mit Querstrich
|-
| || ||
|ÿ || <tt>&yuml;</tt> || y Diärese
|}
=== Mathematische Zeichen ===
Für kurze mathematische Formeln in fortlaufendem Text stehen die folgenden Sonderzeichen zur Verfügung. Variablen sollten kursiv geschrieben werden, also <nowiki>''x''&isin;''A''</nowiki>, um ''x''∈''A'' zu erhalten. Ableitungen sollten nicht mit dem Apostroph geschrieben werden (<nowiki>''f'''(''x'')</nowiki>), sondern mit dem &acute-Sonderzeichen: <nowiki>''f''&acute;(''x'')</nowiki> ergibt ''f''´(''x'').
<table border="1" cellpadding="2" cellspacing="0">
<tr>
<th>Zeichen</th>
<th>Eingabe</th>
<tr valign="top">
<td>
∫ ∑ ∏ √ − ± ∞<br>
≈ ∝ ≡ ≠ ≤ ≥ →<br>
× · ÷ ∂ ′ ″<br>
∇ ‰ ° ∴ ℵ ø<br>
∈ ∉ ∩ ∪ ⊂ ⊃ ⊆ ⊇<br>
¬ ∧ ∨ ∃ ∀<br>
⇒ ⇔→ ↔<br>
</td>
<td valign="middle"><pre><nowiki>
&int; &sum; &prod; &radic; &minus; &plusmn; &infin;
&asymp; &prop; &equiv; &ne; &le; &ge; &rarr;
&times; &middot; &divide; &part; &prime; &Prime;
&nabla; &permil; &deg; &there4; &alefsym; &oslash;
&isin; &notin; &cap; &cup; &sub; &sup; &sube; &supe;
&not; &and; &or; &exist; &forall;
&rArr; &hArr; &rarr; &harr;</nowiki></pre></td>
</tr>
<tr valign="top"><td>
α β γ δ ε ζ <br>
η θ ι κ λ μ ν <br>
ξ ο π ρ σ ς <br>
τ υ φ χ ψ ω<br>
Γ Δ Θ Λ Ξ Π <br>
Σ Φ Ψ Ω
</td>
<td><pre><nowiki>
&alpha; &beta; &gamma; &delta; &epsilon; &zeta;
&eta; &theta; &iota; &kappa; &lambda; &mu; &nu;
&xi; &omicron; &pi; &rho; &sigma; &sigmaf;
&tau; &upsilon; &phi; &chi; &psi; &omega;
&Gamma; &Delta; &Theta; &Lambda; &Xi; &Pi;
&Sigma; &Phi; &Psi; &Omega;
</nowiki></pre></td>
</tr>
</table>
=== Griechisches Alphabet ===
{| border="1" style="border-collapse:collapse"
|-
|Α || <tt>&Alpha;</tt> || α || <tt>&alpha;</tt>
|-
|Β || <tt>&Beta;</tt> || β || <tt>&beta;</tt>
|-
|Γ || <tt>&Gamma;</tt> || γ || <tt>&gamma;</tt>
|-
|Δ || <tt>&Delta;</tt> || δ || <tt>&delta;</tt>
|-
|Ε || <tt>&Epsilon;</tt> || ε || <tt>&epsilon;</tt>
|-
|Ζ || <tt>&Zeta;</tt> || ζ || <tt>&zeta;</tt>
|-
|Η || <tt>&Eta;</tt> || η || <tt>&eta;</tt>
|-
|Θ || <tt>&Theta;</tt> || θ || <tt>&theta;</tt>
|-
|Ι || <tt>&Iota;</tt> || ι || <tt>&iota;</tt>
|-
|Κ || <tt>&Kappa;</tt> || κ || <tt>&kappa;</tt>
|-
|Λ || <tt>&Lambda;</tt> || λ || <tt>&lambda;</tt>
|-
|Μ || <tt>&Mu;</tt> || μ || <tt>&mu;</tt>
|-
|Ν || <tt>&Nu;</tt> || ν || <tt>&nu;</tt>
|-
|Ξ || <tt>&Xi;</tt> || ξ || <tt>&xi;</tt>
|-
|Ο || <tt>&Omicron;</tt> || ο || <tt>&omicron;</tt>
|-
|Π || <tt>&Pi;</tt> || π || <tt>&pi;</tt>
|-
|Ρ || <tt>&Rho;</tt> || ρ || <tt>&rho;</tt>
|-
|Σ || <tt>&Sigma;</tt> || σ || <tt>&sigma;</tt>
|-
| || || ς || <tt>&sigmaf;</tt>
|-
|Τ || <tt>&Tau;</tt> || τ || <tt>&tau;</tt>
|-
|Υ || <tt>&Upsilon;</tt> || υ || <tt>&upsilon;</tt>
|-
|Φ || <tt>&Phi;</tt> || φ || <tt>&phi;</tt>
|-
|Χ || <tt>&Chi;</tt> || χ || <tt>&chi;</tt>
|-
|Ψ || <tt>&Psi;</tt> || ψ || <tt>&psi;</tt>
|-
|Ω || <tt>&Omega;</tt> || ω || <tt>&omega;</tt>
|}
[[Kategorie:Wiki]]
2695d55640e7e357475d650515f57605ee0c1995
Spielwiese
0
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Sysop
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text/x-wiki
"bearbeiten" anklicken und los geht's ...
[[Kategorie:Wiki]]
d875cd41086fe3f742f71268030349e680662a8d
Hilfe:Suche
12
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Sysop
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text/x-wiki
Um das Wiki zu durchsuchen, gibt es auf jeder Seite ein Eingabefeld mit zwei Buttons, "Los" und "Suche". Gibt man dort das gesuchte Wort ein und drückt die Eingabetaste oder den Los-Button, landet man im besten Fall direkt beim gleichnamigen Artikel. Der Suche-Button dagegen zeigt alle Vorkommen des gesuchten Begriffs in Artikeltiteln und Texten.
==Tipps==
* '''Alle Suchbegriffe müssen vorhanden sein.''' Es werden nur Seiten ausgegeben, die alle Suchbegriffe ''exakt'' wie eingegeben enthalten. Wenn man keine Ergebnisse erhält, empfiehlt es sich, einen oder mehrere Begriffe wegzulassen und/oder zu prüfen, ob alles korrekt geschrieben ist. Teilwörter werden nicht als Ergebnis angezeigt: die Suche nach "Pferd" liefert keine Treffer auf Artikel, die lediglich das Wort "Pferdestärke" enthalten.
* '''Vermeide kurze und gebräuchliche Wörter.''' Eine mögliche Ursache einer fehlgeschlagenen Suche besteht darin, dass der Suchterm so genannte "Stoppwörter" enthielt (z.B. "der", "ein", "mehr", "über", "wann"). Die Suche sollte ohne diese Stoppwörter wiederholt werden.
* '''Die Suchfunktion unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung.''' Die Suchen nach "autobahn", "Autobahn" und "AUTOBAHN" liefern alle die gleichen Ergebnisse.
* '''Nur der [[Hilfe:Namensraum|Hauptnamensraum]] wird durchsucht.''' Seiten, deren Titel "{{SITENAME}}:", "Benutzer:" oder "Diskussion:" enthalten, werden standardmäßig nicht in die Suche miteinbezogen. Über die '''erweiterte Suche''', die sich unten auf der Seite mit den Suchergebnissen befindet, können aber auch andere Namensräume (Benutzer, Bild und zugehörige [[Hilfe:Diskussion|Diskussionsseiten]]) durchsucht werden.
* '''Boolsche Suche ist möglich.''' Mit Hilfe der Wörter "and" (und), "or" (oder) und "not" (nicht) sowie durch Klammerung können komplexere Suchanfragen gestellt werden. Falls nichts angegeben wird, ist "and" die Standardeinstellung. So liefert beispielsweise eine Suche nach "Natur not Autobahn" alle Seiten, die das Wort "Natur", aber nicht das Wort "Autobahn" enthalten. Die Suche nach "Wurzel and (Stengel or Stängel)" zeigt alle Artikel, die nicht nur "Wurzel", sondern auch "Stengel" oder "Stängel" enthalten.
* '''Reguläre Ausdrücke und Wildcards''' können nicht verwendet werden. Es müssen also immer die Alternativen explizit angegeben werden, z.B. "(Boot or Boote)".
[[Kategorie:Wiki]]
e9cf3a8979d1f6d3e8edc7635eb79fe898e697de
Tabellen anlegen
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text/x-wiki
Eine Tabelle ist in (waagerechte) Zeilen und (senkrechte) Spalten gegliedert.
Der Quelltext ist unkompliziert:<br>
Tabellen werden mit "<tt><nowiki>{|</nowiki></tt>" eingeleitet und mit "<tt><nowiki>|}</nowiki></tt>" abgeschlossen. Eine neue Zeile wird mit "<tt><nowiki>|-</nowiki></tt>" begonnen. Die Spalten werden durch "<tt><nowiki>|</nowiki></tt>" bzw. "<tt><nowiki>||</nowiki></tt>" getrennt.
'''Beispiel einer rahmenlosen Tabelle:'''<br>
Der Quelltext:<tt><nowiki>
{|
|Zeile 1, Spalte 1||Zeile 1, Spalte 2
|-
|Zeile 2, Spalte 1||Zeile 2, Spalte 2
|}</nowiki></tt>
... ergibt die Tabelle:
{|
|Zeile 1, Spalte 1||Zeile 1, Spalte 2
|-
|Zeile 2, Spalte 1||Zeile 2, Spalte 2
|}
Wenn Du selbst eine Tabelle anlegen möchtest, kannst du dir einfach den Quelltext dieser Tabelle [[kopieren]] und in deine Seite einfügen. Überschreibe dann einfach die Felder mit deinen Begriffen.
Eine Variante, die mit der [[Hilfe:Vorlagen|Vorlage]] <tt><nowiki>{{Tabelle}}</nowiki></tt> gestaltet wurde:
{| {{Tabelle}}
|+ '''Obst & Gemüse'''
|-
! !! Farbe !! Geschmack
|-
! Apfel
| rot||säuerlich
|-
! Honigmelone
| gelb||süßlich
|}
Quelltext als Grundlage für deine Tabelle:
<tt><nowiki>
{| {{Tabelle}}
! !! Farbe !! Geschmack
|-
! Apfel
| rot||säuerlich
|-
! Honigmelone
| gelb||süßlich
|}
</nowiki></tt>
== Beispiele ==
* [[Sonderzeichen_eingeben#Mathematische_Zeichen|Tabelle mit mathematischen Symbolen]]
[[Kategorie:Wiki]]
3e99fe42e331083a0d6f9015a66b9f71ea64eca7
Urheberrechte beachten
0
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text/x-wiki
== Abschreiben und [[Kopieren]] sind einfach, aber ... ==
... fremde Texte und Bilder sind in der Regel durch die Urheberrechte des Autors geschützt. Deshalb gilt als Grundregel:<br>
'''Verwende niemals urheberrechtlich geschütztes Material ohne Einwilligung der Rechte-Inhaber! <br>Du schadest damit dem Projekt [[Wiki]]!'''
In diesen Fällen darfst Du fremdes Text- und Bildmaterial verwenden:
* Der '''Autor''' hat das Material ausdrücklich als Public Domain bzw. gemeinfrei zur Nutzung freigegeben.
* Der '''Autor''' stellt sein Material zur Verwendung unter der [http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html GNU-Lizenz für freie Dokumentation] zur Verfügung.
* Texte und Bilder, deren Urheber seit 70 Jahren oder länger tot ist.
In allen Fällen sollte zur Vermeidung von Missverständnissen die Quelle auf der [[Hilfe:Diskussion|Diskussionsseite des Artikels bzw. der Bilddatei]] angegeben werden. Sonst müssen wir davon ausgehen, dass der Artikel oder das Bild eine Urheberrechtsverletzung darstellt und ihn löschen.
== Zeitungsartikel ==
Nach § 49 Abs. 1 UrhG ist die öffentliche Wiedergabe einzelner Artikel aus Zeitungen zulässig, sofern die Artikel politische oder wirtschaftliche Tagesfragen betreffen.
== Kontrolle ==
Auf der Internetseite [http://www.copyscape.com Copyscape] kann im Schnellverfahren überprüft werden, ob ein Artikelklau vorliegt:
* [[URL]] der verdächtigten Seite [[kopieren]]
* [[URL]] in die Suchmaske bei [http://www.copyscape.com Copyscape] [[kopieren|einfügen]] und Abfrage starten.
== Hinweis an Rechteinhaber ==
Das Projekt Wiki weist seine Autoren auf allen Eingabeseiten darauf hin, kein Material zu verwenden, das Urheberrechten Dritter unterliegt und versucht im Rahmen des Möglichen, Urheberrechtsverletzungen aufzuspüren. Es kann trotzdem nicht ausgeschlossen werden, dass urheberrechtlich geschütztes Material nicht sofort als solches erkannt wird. Wenn uns eine Urheberrechtsverletzung angezeigt wird, nehmen wir selbstverständlich solches Material umgehend vom Server.
Sollten Sie der Rechteinhaber von Texten sein, die ohne ihre Genehmigung hierher kopiert wurden, wenden Sie sich bitte [mailto:giesler@bbswl.de per Mail an den Projektleiter]. Damit wir dem Fall nachgehen können, sollte Ihre Mail den betroffenen Text genau bezeichnen (URLs angeben) und auch Ihre Publikation oder Website nennen, aus der der Text stammt.
== Zum Weiterlesen ==
* [http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/material/Skript/Skript_August2005.pdf "Internetrecht" - Ausführliches Skriptum von Prof. Dr. Thomas Hoeren, Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster]
[[Kategorie:Wiki]]
8ec1aebb484745749f4d6720b8ba6d48ee44a667
Hilfe:Variablen
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text/x-wiki
'''Variablen''' dienen im Wiki dazu, bestimmte Werte, die sich ändern, wie das aktuelle Datum oder die Artikelanzahl des Wikis, in Seiten einzufügen. Ebenso wie [[Help:Vorlagen|Vorlagen]] werden Variablen eingesetzt, indem sie in doppelte geschweifte Klammern gesetzt werden. Es gibt folgende Variablen:
==Zeit und Artikelzähler==
{|
|<nowiki>{{CURRENTMONTH}}</nowiki>
|{{CURRENTMONTH}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTMONTHNAME}}</nowiki>
|{{CURRENTMONTHNAME}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTMONTHNAMEGEN}}</nowiki>
|{{CURRENTMONTHNAMEGEN}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTDAY}}</nowiki>
|{{CURRENTDAY}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTDAYNAME}}</nowiki>
|{{CURRENTDAYNAME}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTYEAR}}</nowiki>
|{{CURRENTYEAR}}
|-
|<nowiki>{{CURRENTTIME}}</nowiki>
|{{CURRENTTIME}}
|-
|<nowiki>{{NUMBEROFARTICLES}}</nowiki>
|{{NUMBEROFARTICLES}}
|}
==Namensräume und Wiki-Bezeichnung==
{|
|-
|<nowiki>{{ns:-2}} oder {{ns:Media}}</nowiki>
|{{ns:-2}}
|-
|<nowiki>{{ns:-1}} oder {{ns:Special}}</nowiki>
|{{ns:-1}}
|-
|<nowiki>{{ns:1}} oder {{ns:Talk}}</nowiki>
| {{ns:1}}
|-
| <nowiki>{{ns:2}} oder {{ns:User}}</nowiki>
| {{ns:2}}
|-
| <nowiki>{{ns:3}} oder {{ns:User_talk}}</nowiki>
| {{ns:3}}
|-
| <nowiki>{{ns:4}} oder {{ns:Project}}</nowiki>
| {{ns:4}}
|-
| <nowiki>{{ns:5}} oder {{ns:Project_talk}}</nowiki>
| {{ns:5}}
|-
| <nowiki>{{ns:6}} oder {{ns:Image}}</nowiki>
| {{ns:6}}
|-
| <nowiki>{{ns:7}} oder {{ns:Image_talk}}</nowiki>
| {{ns:7}}
|-
| <nowiki>{{ns:8}} oder {{ns:MediaWiki}}</nowiki>
| {{ns:8}}
|-
| <nowiki>{{ns:9}} oder {{ns:MediaWiki_talk}}</nowiki>
| {{ns:9}}
|-
| <nowiki>{{ns:10}} oder {{ns:Template}}</nowiki>
| {{ns:10}}
|-
| <nowiki>{{ns:11}} oder {{ns:Template_talk}}</nowiki>
| {{ns:11}}
|-
| <nowiki>{{ns:12}} oder {{ns:Help}}</nowiki>
| {{ns:12}}
|-
| <nowiki>{{ns:13}} oder {{ns:Help_talk}}</nowiki>
| {{ns:13}}
|-
| <nowiki>{{ns:14}} oder {{ns:Category}}</nowiki>
| {{ns:14}}
|-
| <nowiki>{{ns:15}} oder {{ns:Category_talk}}</nowiki>
| {{ns:15}}
|-
<tr><td><nowiki>{{ns:100}}</nowiki>
<td>{{ns:100}}
|-
<tr><td><nowiki>{{ns:101}}</nowiki>
<td>{{ns:101}}
| <nowiki>{{SITENAME}}</nowiki>
| {{SITENAME}}
|-
| <nowiki>{{SERVER}}</nowiki>
| {{SERVER}}
|-
| <nowiki>{{localurl:pagename}}</nowiki>
| {{localurl:pagename}}
|-
| <nowiki>{{localurl:pagename|</nowiki>''query string''<nowiki>}}</nowiki>
| {{localurl:pagename|''query string''}}
|-
| <nowiki>{{CURRENTUSERNAME}}</nowiki>
| {{CURRENTUSERNAME}}
|}
==Seitenabhängig==
{| border="1" cellpadding="2" cellspacing="0"
|-
| Namensraum
| <nowiki>{{NAMESPACE}}</nowiki>
| {{NAMESPACE}}
|-
| Seitenname
| <nowiki>{{PAGENAME}}</nowiki>
| {{PAGENAME}}
|-
| Seitenname (Url-encoded)
| <nowiki>{{PAGENAMEE}}</nowiki>
| {{PAGENAMEE}}
|}
In einer [[Help:Vorlagen|Vorlage]] beziehen sich diese Variablen auf die Seite, in der die Vorlage verwendet wird.
[[Kategorie:Wiki]]
c5c52c3c9ed36997d78f176d5b865d8a429e4956
Hilfe:Versionen
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Sysop
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text/x-wiki
Ein Klick auf den Link "'''Versionen'''" listet die Änderungen der gerade aufgerufenen Seite auf, die so genannte "Versionsgeschichte".
Format: Erstellungsdatum, Autor/verfasst durch
Alte Versionen rufst du über einen Klick auf den Link mit Datum und Uhrzeit auf - darüber kannst du auch [[Änderungen rückgängig machen|ältere Beiträge wiederherstellen]]. Jede Änderung wird in der Liste beschrieben, falls beim Speichern im Feld "Zusammenfassung" ein Kommentar eingegeben wurde.
Durch Klicken auf "Aktuell" oder "Letzte" in der Liste innerhalb der einzelnen Einträge kann man sich dann über Details der Änderung(en) informieren. Durch Anhaken der Kästchen lassen sich die Unterschiede zwischen zwei Versionen anzeigen.
Hierdurch kann man zurückverfolgen, wie eine Seite entstanden ist oder wer in letzter Zeit welche Änderungen an der betreffenden Seite vorgenommen hat.
Im Gegensatz zu ''Versionen'' zeigt [[Hilfe:Letzte Änderungen|Letzte Änderungen]] ''alle'' Seiten an, die in der letzten Zeit geändert wurden.
[[Kategorie:Wiki]]
c11721a9205854a08a19179cf2e1fc090524460d
Hilfe:Vorlagen
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text/x-wiki
Textbausteine sind Artikel im '''[[Hilfe:Namensraum|Namensraum]] Vorlage''' und können automatisch innerhalb von anderen Artikeln eingebunden werden.<br>
Die Syntax dafür ist:
<nowiki>{{Testvorlage}}</nowiki>
Dabei wird bei jedem Seitenaufruf des Artikels, der die Vorlage verwendet, der aktuelle Inhalt der Vorlage [[Vorlage:Testvorlage]] an der entsprechenden Stelle in den Artikel eingesetzt.
Die Wiki-Software stellt einige vordefinierte Vorlagen als [[Hilfe:Variablen|Variablen]] bereit, z.B. <nowiki>{{PAGENAME}}</nowiki> und <nowiki>{{NUMBEROFARTICLES}}</nowiki>
== Vorlagen erzeugen und ändern ==
Eine Vorlage wird wie jede andere Wiki-Seite erzeugt, indem man einen Link <nowiki>[[Vorlage:Name]]</nowiki> oder <nowiki>{{Name}}</nowiki> auf einer Seite anlegt, dem Link folgt und die neue Seite bearbeitet und mit dem gewünschten Inhalt füllt.
*[http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=Spezial%3AAllpages&from=&namespace=10 Liste der im Wiki verwendeten Vorlagen]
''Siehe auch'': [[Artikel neu anlegen]]
== Parameter ==
Der Vorlage kann man zusätzlich Parameter übergeben. Dazu gibt es zwei Schreibweisen
<nowiki>{{Titel|wert1|wert2}}</nowiki>
<nowiki>{{Titel|name1=wert1|name2=wert2}}</nowiki>
Die Werte der Parameter lassen sich in der Vorlage verwenden, indem man sie in drei geschweifte Klammern setzt.
<nowiki>{{{1}}}, {{{2}}}</nowiki>
<nowiki>{{{name1}}}, {{{name2}}}</nowiki>
''Achtung: Parameter im [[Hilfe:Namensraum|MediaWiki-Namensraum]] werden anders verwendet ($1, $2...).''
==Siehe auch==
* [[Hilfe:Variablen]]
Vorlagen dienen zur:
* '''Konsistenzmaximierung''': Mit Vorlagen lässt sich ein einheitliches Erscheinungsbild erreichen.
* '''Redundanzminimierung''': Wenn der Inhalt zentral nur an einer Stelle festgelegt wird (d. h. in einer Vorlage), dann erscheint der Inhalt in allen Artikeln gleich, auch bei einer nachträglichen Änderung. Das mühselige und fehlerträchtige Übertragen einer Änderung in jeden Artikel entfällt.
* '''Codeoptimierung''': Manche schöne Darstellung lässt sich nur mit einen unschönen Mix aus Wikibefehlen und HTML bzw. CSS-Befehlen erreichen. Der Artikelquellcode wird dann schnell unübersichtlich und verschreckt Wikianfänger sich auch an der weiteren Verbesserung eines Artikels zu beteiligen. Hier kann eine Vorlage helfen, den Artikelquellcode lesbarer zu gestalten.
[[Kategorie:Wiki]]
d42bf72b713129fb60c9d6135fe188a21cfe1cda
Änderungen rückgängig machen
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Sysop
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wikitext
text/x-wiki
Jemand (Du?) hat versehentlich Deinen Text verändert oder gelöscht und Du möchtest eine alte Version wieder herstellen?
In diesem Fall oben im Menü auf {{bsw}}Versionen.jpg klicken.
Hier werden alle alten Textversionen aufgelistet. Klicke auf das Datum der gewünschten Version, dann erscheint der alte Text im Bearbeitungsfenster. Wenn Du diesen (alten) Artikel speicherst, ist dies ab sofort dein aktueller Text, und ungewollte Änderungen konnten damit rückgängig gemacht werden.
[[Kategorie:Wiki]]
78f286bbb26c2477e6988173784dea623e0c5eef
Vorlage:Kasten gelb
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text/x-wiki
<!--- Hinweis: Vorlage so nutzen: {{Kasten gelb|Text}} --->
<div style="border: 2px solid #dfdfdf; background-color#FFFFCC; padding:7px;">{{{1}}}</div>
c55953b8eb673228c657cccc81f3ad0bd24d7362
Vorlage:LZ
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text/x-wiki
[http://www.Landeszeitung.de Landeszeitung]
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Vorlage:Kasten
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text/x-wiki
<!--- Hinweis: Vorlage so nutzen: {{Kasten|Text}} --->
<div style="border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#FFFFFe; padding:7px;">{{{1}}}</div>
99b36fa0d8a2db2146bb35db0f66606a20643451
Vorlage:LB
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text/x-wiki
{|
| [[Bild:Mail.png]] || {{{1}}}
|}
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text/x-wiki
Heute ist {{CURRENTDAYNAME}}, der {{CURRENTDAY}}. {{CURRENTMONTHNAME}} {{CURRENTYEAR}}.<br>
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Vorlage:Link-Bild-in
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text/x-wiki
<includeonly><div style="position: relative; overflow: hidden; width: {{{Breite}}}; height: {{{Höhe}}}; z-index: 1;">[[Bild:{{{Bild}}}|{{{Breite}}}]]<div style="position: absolute; top: 0px; left: 0px; padding-top: 0px; z-index: 3;">[[{{{Link}}}|<span style="float: left; width: {{{Breite}}}; height: {{{Höhe}}}; font-size: {{{Höhe}}}; line-height: {{{Höhe}}}; word-spacing: {{{Breite}}}; cursor: pointer;"> </span>]]</div></div></includeonly>
aaaa6c01ea66d74002e3c8d55cffb035d9a64383
Vorlage:Tabelle auto
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text/x-wiki
border="2" cellspacing="0" cellpadding="7" rules="all" style="table-layout:fixed; border:solid 2px #dfdfdf; border-collapse:collapse; background-color:#FFFFFF; font-size:100%; empty-cells:show;"
0cfa7117878e09642323b0078a45fe0ea512e47e
Vorlage:Toc
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text/x-wiki
<div class="Presse">__TOC__</div>
5c822453bbfc2a5ce717b59431f13f21581f2c2b
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text/x-wiki
== [[Diskussion:{{PAGENAME}}|Chat]] ==
Fragen, Diskussionsbedarf?<br>
Im '''[[Diskussion:{{PAGENAME}}|Chatroom der {{PAGENAME}}]]''' wendet ihr Euch an die gesamte Gruppe.
f7981076301d83ca4bd5bfb4094d7da973c6b4c0
Vorlage:BI
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text/x-wiki
Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld gegen die A 39
e284e358e58932d39f70aec20a29c0771df3803a
Vorlage:ELM
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text/x-wiki
[http://www.lueneburg.de/index.htm?inhalt_id=110217&baum_id=7067&suchstring=elm Stadtteilladen ELM, Hermann-Löns-Strasse 22]
611275d2cbd31350a0ec12fc8387c7a70d8099c9
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fe8fe55e23b4e369d47e55174ffa9292775ee4a4
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text/x-wiki
[http://www.abendblatt.de Hamburger Abendblatt]
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text/x-wiki
<!--- Hinweis: Vorlage so nutzen: {{Kasten blau|Text}} --->
<div style="border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#ECF1FF;;padding:7px;">
{{{1}}}
</div>
45086601bc97cef8ac35a06927c08812fc96303e
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text/x-wiki
<div style="float:right;background:#ffffff;margin-left:5px; padding:0px; border:1px solid #aaaaaa; width:12em">
<div style="font-size:100%; line-height:120%; padding: .5em; background-color:#f9f9f9; border-bottom:1px solid #aaaaaa;">'''Download'''
</div>
<div style="clear:both; height:80px; width:200x; overflow:auto; border: 1px solid #AAAAAA; padding-left:0.5em;">
{{{1}}}
</div>
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Vorlage:Mark
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text/x-wiki
<span style="color:black; background-color:#FFFFCC">{{{1}}}</span>
9e62f33572c58cc6dfb06eacc73a8e189de3f3c0
Vorlage:Tabelle
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Sysop
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Obacht: In dieser Terminliste '''nur die Termine der Arbeitsgruppe''' listen.
Alle allgemeinen Termine sind unter [[Aktuelle Ereignisse]] gelistet.
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== Zum Weiterlesen ==
* [[Spezial:Whatlinkshere/{{PAGENAME}}|Wiki-Artikel und Presseberichte]], die auf die <b>{{PAGENAME}}</b> Bezug nehmen.
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<!-- ! Das oben drueber bitte stehen lassen ! -->
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| [[Entscheidungsträger|Weitere '''Politiker:''']]
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{{PAGENAME}} ({{{Partei}}}) ist in seiner Funktion als {{{Funktion}}} ein gewählter Volksvertreter und damit auch ein [[:Kategorie:Entscheidungsträger|Entscheidungsträger]] in der Frage, ob, wann, wo und wie die Autobahn A 39 weitergebaut wird.{{FW - Entscheidungsträger}}
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* ''{{{Zitat}}}''
=== Weitere Informationen ===
* [{{fullurl:Spezial:Search}}?search={{{Suche}}}&fulltext=Suche Wiki-Artikel suchen, in denen {{PAGENAME}} erwähnt wird.]
* [{{{Link}}} Link zur Homepage von {{PAGENAME}} bzw. Kontakt-Informationen].
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{{PAGENAME}} ({{{Partei}}}) war in seiner Funktion als {{{Funktion}}} ein gewählter Volksvertreter und damit auch ein [[:Kategorie:Entscheidungsträger|Entscheidungsträger]] in der Frage, ob, wann, wo und wie die Autobahn A 39 weitergebaut wird.{{FW - Entscheidungsträger}}
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=== Weitere Informationen ===
* [{{fullurl:Spezial:Search}}?search={{{Suche}}}&fulltext=Suche Wiki-Artikel suchen, in denen {{PAGENAME}} erwähnt wird.]
* [{{{Link}}} Link zur Homepage von {{PAGENAME}} bzw. Kontakt-Informationen].
* [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=category§ionid=6&id=31&Itemid=81 Politikerbefragung des Dachverbandes auf www.keine-a39.de]
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| [[Bild:Presse.jpg]] || Auf dieser Seite sind <b>{{PAGENAME}}</b> zusammengestellt, weitere Presseartikel findest Du über das rechte Menü.
* Aktivitäten der BI in Wort & [[Aktuelle Fotos|Bild]] findest Du auch unter '''[[Aktionen]]''' beschrieben.
* Auf der [http://www.aktion-lebensberg.de Lebensberg-Internetseite] gibt es [http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/presse.html ein umfassendes Pressearchiv mit allen relevanten Veröffentlichungen aus den vergangenen Jahren].
* Auch auf der [http://www.keine-a39.de/ Internet-Seite des Dachverbandes] befindet sich ein [http://www.keine-a39.de/index.php?option=com_content&task=category§ionid=4&id=14&Itemid=22 umfangreiches Archiv].
|{{Pressenavi}}<center><sub>[http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=Presseartikel:_Muster-Artikel&action=edit Muster-Artikel]</sub></center>
|}{{toc}}
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'''[[Aktuelle Presseberichte|Aktuelle Presse]]'''
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* Leserbrief vom [[{{{Verweis}}}|{{{Titel}}}]]
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{{FW - Entscheidungsträger}}
Wer entscheidet eigentlich, ob, wann und in welcher Form die Autobahn A 39 gebaut wird?
In öffentlichen Diskussionen verweisen Politiker und Beamte der jeweils zuständigen Behörde gerne wechselseitig aufeinander.
Diese Übersicht soll etwas Transparenz in den Kompetenz-Dschungel bringen:
* Welcher Volksvertreter vertritt welchen Standpunkt?
* Welche Behörde oder Institution ist in welcher Hinsicht am Entscheidungsprozess beteiligt?
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Kategorie:Aktionen
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Die Seite wurde neu angelegt: „{| {{tabelle}} |[[Bild:Gruppe1.jpg]] |In dieser Kategorie sind die bisherigen Aktivitäten der {{BI}} dokumentiert. Einen zeitlichen Überblick liefern insbesondere folgende Seiten: * [[Aktuelle Ereignisse]] * [[Aktuelle Fotos]] * [[Aktuelle Presseberichte]] |[[Bild:IMG 2008.jpg|188px]] |}“
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text/x-wiki
{| {{tabelle}}
|[[Bild:Gruppe1.jpg]]
|In dieser Kategorie sind die bisherigen Aktivitäten der {{BI}} dokumentiert. Einen zeitlichen Überblick liefern insbesondere folgende Seiten:
* [[Aktuelle Ereignisse]]
* [[Aktuelle Fotos]]
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|[[Bild:IMG 2008.jpg|188px]]
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Aktuelle Ereignisse
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Weiterleitung nach [[Aktuelles & Termine]] erstellt
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Aktuelles & Termine]]
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Aktionen
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Kategorie:Arbeitsgruppen
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Sysop
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Die Seite wurde neu angelegt: „{| {{tabelle}} |[[Bild:Chaplin_kids.png|210px]] |Auf der Seite der jeweiligen Arbeitsgruppe besteht die Möglichkeit, spezielle Informationen zu hinterlegen wie: [[Bilder einfügen|Bilder]], [[Download|Dokumente]], Termine etc. Darüber hinaus hat jede Arbeitsgruppe ihren eigenen Chatroom, in der Fragen mit den anderen aus der Arbeitsgruppe diskutiert werden können. In den Arbeitsgruppen ist Zuwachs immer willkommen. <br> Also Mitmachen ausdrücklich…“
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text/x-wiki
{| {{tabelle}}
|[[Bild:Chaplin_kids.png|210px]]
|Auf der Seite der jeweiligen Arbeitsgruppe besteht die Möglichkeit, spezielle Informationen zu hinterlegen wie: [[Bilder einfügen|Bilder]], [[Download|Dokumente]], Termine etc.
Darüber hinaus hat jede Arbeitsgruppe ihren eigenen Chatroom, in der Fragen mit den anderen aus der Arbeitsgruppe diskutiert werden können.
In den Arbeitsgruppen ist Zuwachs immer willkommen. <br>
Also Mitmachen ausdrücklich erwünscht und auch erforderlich.
|[[Bild:Chaplin_The_Kid.jpg|155px]]
|}
<div align="center">
{|
|
*[[Arbeitsgruppe Einwände]]
*[[Arbeitsgruppe Internet]]
*[[Arbeitsgruppe Kreative Aktionen]]
*[[Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion]]
*[[Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren]]
*[[Arbeitsgruppe Ostumgehung]]
*[[Arbeitsgruppe Planung]]
*[[Arbeitsgruppe Menschenschutz]]
*[[Vorstand]]
|
|'''Oder hier mitmachen:'''
* [[Aktionen]]
* [[Aktuelle Ereignisse]]
* [[BI-Treff]]
* [[Trassensong]]
<br>
|}
</div>
[[Kategorie:Organisatorisches]]
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Kategorie:Organisatorisches
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Die Seite wurde neu angelegt: „Die in dieser Kategorie gelisteten Artikel beziehen sich auf Interna der {{BI}}.“
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Die in dieser Kategorie gelisteten Artikel beziehen sich auf Interna der {{BI}}.
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Kategorie:Autobahnplanung
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Die Seite wurde neu angelegt: „<center>''Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum.''<br>WINSTON CHURCHILL</center> ---- [[Image:A 39 1976.jpg|thumb|30 Jahre Autobahnplanung ohne Fortschritte, Kartenausschnitt BMV-St B 10-NK 76/1, Stand: 01.01.1976.]] In dieser Kategorie sind Artikel gelistet, die Hintergrundinformationen über den '''[[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn|Prozess einer Autobahnplanung]]''' liefern. {{Link-Bild-in|Bild=Planungsschema.jpg|Breite=52px|Höhe=69p…“
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text/x-wiki
<center>''Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum.''<br>WINSTON CHURCHILL</center>
----
[[Image:A 39 1976.jpg|thumb|30 Jahre Autobahnplanung ohne Fortschritte, Kartenausschnitt BMV-St B 10-NK 76/1, Stand: 01.01.1976.]]
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{{Link-Bild-in|Bild=Planungsschema.jpg|Breite=52px|Höhe=69px|Link=Planungsablauf für den Bau einer Autobahn}}
Leider häufig staubtrocken aber für eine fundierte Diskussion unentbehrlich.
Für die '''[[:Kategorie:Gesetze|Gesetzestexte]]''', die diesem '''[[Planungsablauf für den Bau einer Autobahn|Prozess]]''' zugrunde liegen, gilt dies bedauerlicherweise ebenso.
== Weblinks ==
* [http://wstreaming.zdf.de/zdf/300/040803_f21_5.asx ZDF-Filmbeitrag "Planung ohne Sinn " vom 03.08.2004, Magazin Frontal 21]
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Kategorie:Gesetze
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Die Seite wurde neu angelegt: „{| | {{bsw}}Paragraf.gif ||'''Auswahl gesetzlicher Grundlagen für den Bau von Autobahnen und deren Planung, insbesondere der A 39. |}“
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text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif ||'''Auswahl gesetzlicher Grundlagen für den Bau von Autobahnen und deren Planung, insbesondere der A 39.
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Kategorie:Computer-Kauderwelsch
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Die Seite wurde neu angelegt: „{| | http://www.vdk.de/cms/img/2912B1121072348.jpg || Meistens bleibt man missverstanden, da typischer Fall von Computer-Kauderwelsch: ''"Folge dem [[Link]] zur [[Download]]-[[URL]] der [[PDF-Datei]]."'' Artikel in dieser Kategorie sind der Versuch, Licht ins Dunkel dieser Geheimsprache zu bringen. Alle auf diesem Wege erläuterten Begriffe erfüllen keinen Selbstzweck im Sinne eines EDV-Lexikons, sondern tauchen in einem Wiki-Artikel der {{BI}} auf u…“
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text/x-wiki
{|
| http://www.vdk.de/cms/img/2912B1121072348.jpg || Meistens bleibt man missverstanden, da typischer Fall von Computer-Kauderwelsch: ''"Folge dem [[Link]] zur [[Download]]-[[URL]] der [[PDF-Datei]]."''
Artikel in dieser Kategorie sind der Versuch, Licht ins Dunkel dieser Geheimsprache zu bringen.
Alle auf diesem Wege erläuterten Begriffe erfüllen keinen Selbstzweck im Sinne eines EDV-Lexikons, sondern tauchen in einem Wiki-Artikel der {{BI}} auf und sind daher als ergänzende techn. Info zu verstehen.
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Kategorie:Entscheidungsträger
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Kategorie:Keine A 39
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Presseberichte Juli 2010
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Die Seite wurde neu angelegt: „{{Pressekopf}} ---- === 2. Juli 2010 === ==== Leserbrief in der {{LZ}} zum 60. Geburtstag des Lüneburger OB Mädge ==== {{LB|Bernhard Reinecke, Lüneburg}} {{Kasten|1=60. Geburtstag von Oberbürgermeister Ulrich Mädge, LZ-Berichte '''<big>Mädge und die Autobahn</big>''' Nachdem meine Tränen der Rührung über die Berichte vom Geburtstag des tollsten und größten Oberbürgermeisters aller Zeiten getrocknet sind, bin ich zur Besinnung gekommen u…“
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{{Pressekopf}}
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=== 2. Juli 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum 60. Geburtstag des Lüneburger OB Mädge ====
{{LB|Bernhard Reinecke, Lüneburg}}
{{Kasten|1=60. Geburtstag von Oberbürgermeister Ulrich Mädge, LZ-Berichte
'''<big>Mädge und die Autobahn</big>'''
Nachdem meine Tränen der Rührung über die Berichte vom Geburtstag des tollsten und größten Oberbürgermeisters aller Zeiten getrocknet sind, bin ich zur Besinnung gekommen und möchte einiges zu bedenken geben: Zum „OB, der Wort hält“, fällt mir sofort eins der wichtigsten Themen ein, das Lüneburg betrifft, nämlich die A39-Trasse. Vor der Festlegung der Vorzugsvariante verkündeten Herr Mädge und seine Vertreter meines Wissens vollmundig, dass die Stadt gegen jede Trassenführung durch ihr Gebiet klagen werde. Als dann die Planungsbehörden im März 2006 die A39-Variante mitten durch Lüneburg der Öffentlichkeit vorstellten, blieb die angekündigte Klage der Stadt aus. Doch zum gebrochenen Versprechen setzte Mädge noch eins drauf: Im Oktober 2007 schrieb er mit anderen politischen Vertretern aus den Nachbarkreisen an den damaligen Bundesverkehrsminister Tiefensee einen „Bettelbrief“ mit der eindringlichen Bitte um Beschleunigung des Baues der A39 auf einer Trasse, gegen die er ursprünglich klagen wollte!
Mit dem erwähnten „finanzpolitischen Geschick“ des OB ist es wohl auch nicht weit her, in seiner Amtszeit erreichte Lüneburg eine Rekordverschuldung von 2682 Euro pro Einwohner (lt. Bund der Steuerzahler). Ihre Artikel über den Geburtstag des Oberbürgermeisters lesen sich so, als stammten sie aus seiner eigenen Wahlkampfbroschüre.
}}
=== 3. Juli 2010 ===
==== Leserbrief in der {{LZ}} zu den Koalitionsgesprächen im Lüneburger Kreistag ====
{{LB|Volker Constien, Lüneburg}}
{{Kasten|1=Koalitionsgespräche von Grünen und SPD im Kreistag, LZ-Berichte
'''<big>A 39 bei Verhandlung nicht ausklammern</big>'''
Die Grünen im Lüneburger Kreistag gehen auf Schmusekurs mit der SPD und verzichten bei den Koalitionsverhandlungen auf einige ihrer viele Wählerstimmen einbringende Themen, unter anderem die
A39. Dabei haben sie als A39-Gegner zusammen mit NABU, BUND, VCD, Bürgerinitiativen, Bund der Steuerzahler etc. die besseren Argumente.
Dagegen sind praktisch alle Argumente der A39-Befürworter durch Untersuchungen widerlegt: Seit Jahrzehnten ist kein Standortvorteil durch den Bau einer Autobahn nachweisbar. Wirtschaftlich bringt es den Baufirmen und Landbesitzern nur kurzfristig etwas. Die gerne angeführte Hinterlandanbindung des Hamburger Hafens fand bei der letzten Bestimmung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses 2008 keine Berücksichtigung mehr.
Seit einiger Zeit haben die Grünen mit Winfried Hermann als Vorsitzenden des Bundesverkehrsausschusses auch auf höchster Ebene einen anerkannten Verkehrsexperten als Vordenker. Herr Herrmann war im Mai in Lüneburg und äußerte sich nicht nur zum Lärmschutz an der Ostumgehung, sondern trug den Bürgern seine Vorstellungen von einer nachhaltigen Verkehrspolitik vor. Darunter sei nämlich etwas anderes zu verstehen als der Bau weiterer Autobahnen. Schon bei der Erhaltung der vorhandenen Verkehrs-Infrastruktur gebe es massive Finanzierungsprobleme.
Jedes Projekt des Bundesverkehrswegeplanes werde überprüft, insbesondere die A39 gehöre auf die Streichliste. Alle Anwesenden waren seiner Meinung, nur MdB Pols schien etwas skeptisch.
Die Verhandlungskommission der Grünen sollte in den Kreistags-Koalitionsgesprächen das Thema A39 nicht ausklammern, sondern der SPD (nochmal) ihre Argumente aufzählen und sie auffordern, im Sinne nicht nur aller Grünen-Wähler, sondern auch sehr vieler SPD-Wähler zu handeln. Sicher wäre die SPD in Sachen A39 längst
umgeschwenkt, wenn die A39-Lobby nicht wäre . . . Und ganz sicher gingen den Grünen eine Menge Wählerstimmen verloren, wenn sie bei ihrer derzeitigen Taktik blieben.
Für das Ziel „Verhinderung der A39“ wären das miserable Nutzen-Kosten-Verhältnis und die prekäre Finanz-Situation des Bundes ausreichend. Charmanter wäre es, nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch unter den Politikern eine Mehrheit mit einer auf Nachhaltigkeit basierenden Gedankengrundlage (auch, aber nicht ausschließlich zum Thema A39) zu bekommen. Weitere Überzeugungsarbeit ist also angebracht.
}}
f82bfc2f72f6828f570a6cf91f31dbf9867d38ca
Niedersachsen 2021
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Die Seite wurde neu angelegt: „'''„Niedersachsen 2021 – in Deutschland weit oben”''' ist eine 2007, also kurz vor der [[Landtagswahl]] vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr herausgegebene Broschüre. Die Broschüre illustriert auf knapp 40 Seiten die Hoffnung der Niedersächsischen Landesregierung auf eine schöne neue Welt im Jahr 2021. Weise Worte aus dem Munde des Verkehrsministers [[Walter Hirche]] stimmen hoffnungsvoll: ''"Nur, wer heute d…“
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text/x-wiki
'''„Niedersachsen 2021 – in Deutschland weit oben”''' ist eine 2007, also kurz vor der [[Landtagswahl]] vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr herausgegebene Broschüre.
Die Broschüre illustriert auf knapp 40 Seiten die Hoffnung der Niedersächsischen Landesregierung auf eine schöne neue Welt im Jahr 2021.
Weise Worte aus dem Munde des Verkehrsministers [[Walter Hirche]] stimmen hoffnungsvoll: ''"Nur, wer heute die richtigen Weichen stellt, wird auch morgen Erfolg haben!" '' [http://www.mw.niedersachsen.de/master/C37182564_N1080740_L20_D0_I712.html_]
Einige Aussagen aus der Broschüre kritisch hinterfragt:
{| {{tabelle}}
! Seite || Zitat || Kommentar
|-
| 13 || ''Erfreulich ist zunächst, dass das Schreckensszenario Klimakatastrophe nicht Realität geworden ist.'' || Schöne heile Welt. Nur das Patentrezept hierzu wird leider nicht verraten. Vielleicht weniger Straßenverkehr?
|-
| 15 || ''Die Endlichkeit des Erdöls und die Forderung nach klimaschonender Mobilität hatte die Automobilindustrie gezwungen, nach Alternativen zu suchen.'' || Späte Einsicht, die letztlich dokumentiert, dass eine vorausschauende Produktentwicklung verschlafen wurde.
|-
| 17 || ''Die EU-Osterweiterung hat Niedersachsen in die Mitte Europas gerückt. Hier treffen und schneiden sich die großen Verkehrsachsen zwischen West und Ost (Paris-Brüssel-Dortmund-Berlin-Warschau-Moskau) und zwischen Nord und Süd (Kopenhagen-Hamburg-Ruhrgebiet-München-Palermo).'' || Es lebe der [[A39-Verhüterli|Transkontinentalverkehr]].<br>Auf in die [[Arbeitsplätze|Billiglohnländer]]!
|-
| 29 || ''Fernab der Autobahn genießen wir den Reiz der Erlebnisregion Lüneburger Heide.'' || Keine Autobahn, KEINE A39! Da kann man nur vollen Herzens zustimmen.
|-
|}
{|
| <center>{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Niedersachsen 2021.pdf}}'''[[Media:Niedersachsen 2021.pdf|Download der Broschüre]]'''</center>
|}
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Arbeitsplätze
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Die Seite wurde neu angelegt: „== Schaffen Autobahnen Arbeitsplätze? == Eine immer wieder gestellte Frage, die von befürwortenden [[Politiker]]n gerne und schnell mit "Ja" beantwortet wird. * Bei näherer Betrachtung werden '''im regionalen Bereich bestenfalls Arbeitsplätze verlagert''': Ein Baumarkt wird in Nähe einer Autobahnzufahrt neu gebaut und zieht so Kaufkraft aus dem Hinterland ab. Langfristig wird, vielleicht 10 km von dieser neuen Autobahnzufahrt ein Baumarkt schließe…“
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text/x-wiki
== Schaffen Autobahnen Arbeitsplätze? ==
Eine immer wieder gestellte Frage, die von befürwortenden [[Politiker]]n gerne und schnell mit "Ja" beantwortet wird.
* Bei näherer Betrachtung werden '''im regionalen Bereich bestenfalls Arbeitsplätze verlagert''': Ein Baumarkt wird in Nähe einer Autobahnzufahrt neu gebaut und zieht so Kaufkraft aus dem Hinterland ab. Langfristig wird, vielleicht 10 km von dieser neuen Autobahnzufahrt ein Baumarkt schließen. Neu geschaffene Arbeitsplätze? Unter dem Strich betrachtet: Fehlanzeige!
* Nicht zu unterschätzen ist die '''Transitfunktion von Autobahnen in Billiglohnländer'''. Es liegt nahe, dass ein Unternehmen in Autobahnnähe das vergleichsweise niedrige Lohnkostenniveau in z.B. Polen oder Litauen nutzen wird, um kostengünstiger zu produzieren. Dass in diesem Zusammenhang die Transportkosten als nachrangig betrachtet werden, belegt das folgende Zitat: ''"Letztlich aber sind die niedrigen Löhne und Gehälter in Tschechien, die nur ein Sechstel des Niveaus in Deutschland betragen, durch keine Maßnahme zu kompensieren."'' [Kurt Frühbauer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Otis Deutschland]<br>Insofern findet auch hier nur eine Arbeitsplatzverlagerung statt: '''Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland''', neue Arbeitsplätze in Niedriglohnländern.
* Bleibt die Frage nach einem Zusammenhang von Arbeitslosenquote und Dichte des Autobahnnetzes:<br>Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland mit einer Arbeitslosenquote um 8% trotz des weltweit zweitlängsten Autobahnnetzes der Welt schlecht ab. Länder wie Dänemark, Finnland und Schweden dagegen haben eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von ca. 5% bei vergleichsweise dünnem Autobahnnetz.<br>Dieser Zusammenhang spiegelt sich auch im nationalen Vergleich der Bundesländer wider: Während es beispielsweise in Brandenburg die größte Autobahndichte pro Einwohner gibt [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/560935/], liegt die Arbeitslosenquote bei ca. 14%.<br>'''Wenn es also einen Zusammenhang von Arbeitslosenquote und Dichte des Autobahnnetzes geben sollte, dann bestenfalls dahingehend, dass bei zunehmender Netzdichte die regionale Arbeitslosenquote steigt.'''
* [[Presseberichte_September_2006#Leserbrief_in_der_Landeszeitung_zur_Frage.2C_ob_Autobahnen_Arbeitspl.C3.A4tze_schaffen|Lokalbeispiel: Verlagerung von 250 Arbeitsplätzen der Firma Kraft Food von der A7 bei Fallingbostel nach Polen]]
== Weblinks ==
* „... keine zusätzlichen Arbeitsplätze“, Interview mit Dr. Matthias Gather, Dekan des Fachbereiches Verkehrs- und Transportwesen und Professor für das Fachgebiet Verkehrspolitik und Raumplanung an der Fachhochschule Erfurt auf [http://www.keine-a39.de/content/view/22/12/ www.keine-a39.de]
* "Eine Autobahn schafft keine Arbeitsplätze, sondern Mobilität." [http://www.aktion-lebensberg.de/autobahn/argumente.html#Arg01 www.aktion-lebensberg.de]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Grüne
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Weiterleitung nach [[Bündnis 90/Die Grünen]] erstellt
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#REDIRECT [[Bündnis 90/Die Grünen]]
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Schutzgut Mensch
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Weiterleitung nach [[Menschenschutzgebiet]] erstellt
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#WEITERLEITUNG [[Menschenschutzgebiet]]
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Menschenschutzgebiet
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Die Seite wurde neu angelegt: „__TOC__ ==Eröffnung== [[Bild:Menschenschutzgebiet-Aufkleber.jpg]] <br><br> [[Media:Karte_Menschenschutzgebiet3.pdf|Karte des Menschenschutzgebietes]] <br><br> <b>Eröffnung: Samstag, 20.6.2009, 5 vor 12, Hölderlinstraße (Ecke Erbstorfer Landstraße) in Lüneburg</b> <b>[[Presseberichte_Juni_2009#Landeszeitung_zur_Er.C3.B6ffnung_des_Menschenschutzgebietes|Pressebericht (Landeszeitung 22.6.2009)]] </b> über die Eröffnung des Menschenschutzgebietes =…“
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__TOC__
==Eröffnung==
[[Bild:Menschenschutzgebiet-Aufkleber.jpg]]
<br><br>
[[Media:Karte_Menschenschutzgebiet3.pdf|Karte des Menschenschutzgebietes]]
<br><br>
<b>Eröffnung: Samstag, 20.6.2009, 5 vor 12, Hölderlinstraße (Ecke Erbstorfer Landstraße) in Lüneburg</b>
<b>[[Presseberichte_Juni_2009#Landeszeitung_zur_Er.C3.B6ffnung_des_Menschenschutzgebietes|Pressebericht (Landeszeitung 22.6.2009)]] </b> über die Eröffnung des Menschenschutzgebietes
==Grundsatzregeln für das Menschenschutzgebiet==
Das Lüneburger Wohngebiet Ebensberg – Lüne – Moorfeld – Adendorf (ELMA) wird aufgrund der besonderen Gefährdung und der daraus resultierenden Schutzwürdigkeit seiner Bewohner zum Schutzgebiet erklärt. Die Gefährdung ergibt sich aus dem geplanten Bau der Autobahn A 39 durch dieses Wohngebiet. Der Schutzstatus bezieht sich sowohl auf die in diesem Gebiet lebenden Menschen als auch auf ihren Lebensraum mit Flora und Fauna.
Die im Folgenden aufgeführten Regeln sind unbedingt zu beachten, um die Lebensqualität und damit das Fortbestehen der Menschen in diesem Lebensraum zu gewährleisten:
<b>1. Schützt Lebensräume!</b>
Die Ansiedlung und Beheimatung der Bewohner im Schutzgebiet ELMA konnte erfolgreich stattfinden, weil die Menschen dort optimale Wohnformen und attraktive Bedingungen für ihre Lebensgestaltung und die Aufzucht ihrer Nachkommen vorgefunden haben. Die Struktur des bestehenden Lebensraumes ist daher zu pflegen und so weiterzuentwickeln, dass eine Beheimatung und Vermehrung der Population gewährleistet ist.
<b>2. Erhaltet Wohngebiete lebenswert!</b>
Die Bewohner im Schutzgebiet sind gesellige Wesen, gute Nachbarschaft bedeutet für sie Lebensqualität. Die bestehenden Wege zwischen den Siedlungen und zu Versorgungs- und Bildungseinrichtungen, Treffpunkten und Spielplätzen sind sicher zu gestalten und unbedingt zu erhalten! Umweltfreundliche Verkehrsmittel sind zu fördern. Der Bau von großen Verkehrsadern wie der A 39 durch das Schutzgebiet ist verboten, bestehende Verkehrsbelastungen sind zu verringern!
<b>3. Fördert das soziale Miteinander!</b>
Alle Maßnahmen, die dazu beitragen, das soziale Klima im Menschenschutzgebiet zu beschädigen oder zu zerstören, sind untersagt. Dieses gilt insbesondere für Entscheidungen und Eingriffe, die die Lebensqualität und das Zusammenleben der Bewohner nachhaltig beeinflussen und für einschneidende Veränderungen des Lebensraumes, die ohne die Mitwirkung und Zustimmung der Bewohner vorgenommen werden. Das bestehende soziale Miteinander in Familien, Nachbarschaft, Vereinen und Initiativen ist auszubauen und zum gesellschaftlichen Nutzen aller zu schützen und zu fördern!
<b>4. Vermeidet Lärm und Luftverschmutzung!</b>
Nur durch saubere, feinstaubfreie Luft, Lärmbegrenzung und ausreichend Ruhe kann die Gesundheit der Menschen im Schutzgebiet ELMA erhalten bleiben und den Kindern ein gedeihlicher Lebensraum geboten werden. Die bestehenden Lärmpegel und Luftimmissionen sind daher regelmäßig zu prüfen und entsprechend dem Stand der Forschung so niedrig wie möglich zu halten.
<b>5. Achtet Mensch und Natur!</b>
Naturverbundenheit und Tierliebe ist ein Wesensmerkmal der hier lebenden Menschen. Sowohl die Menschen wie auch die Tiere benötigen zu ihrem Wohlergehen ein grünes, natürliches und landschaftlich vielseitiges Umfeld für Spiel, Sport, Bewegung und Erbauung. Unbelasteter Boden und sauberes Grundwasser sind notwendig, damit Menschen und Tiere hier gesund leben können und damit die Menschen ihrem Bedürfnis nach Selbstversorgung durch den Anbau von Nahrungsmitteln im Garten nachgehen können.
Die Übertragbarkeit dieser Regeln auf andere Menschenschutzgebiete ist ausdrücklich erwünscht.
==Antrag==
[[Media:Antrag_Menschenschutzgebiet_BNatSchG.pdf|<b>Antrag an das Niedersächsische Umweltministerium</b>]] vom 15.6.2009
Unser Antragsschreiben wurde am 14.7.2009 vom Niedersächsischen Minister für Umwelt und Klimaschutz - Herrn Hans-Heinrich Sander - ausweichend beantwortet.
<b>[[Media:Antwort v Umweltminister Sander.PDF|Antwortschreiben lesen ...]]</b>
Darauf reagierten wir mit dem Hinweis, dass es sich um einen <b>Antrag</b> handelte.
<b>[[Media:20090810_Entgegnung_Sander.pdf|Schreiben an Herrn Sander]]</b>, das am 10.8.2009 abgeschickt wurde.
Am 10.9.2009 wurde unser Antrag für Unzulässig erklärt,
<b>[[Media:20090910_Ablehnung_Menschenschutz.PDF|hier das entsprechende Schreiben...]]</b>
Nochmaliges Nachhaken bewirkte ein weiteres
<b>[[Media:20091218_Ablehnung_Menschenschutz.PDF|Schreiben]]</b> vom 18.12.2009, indem das Niedersächsische Umweltministerium erneut die rechliche Unzulässigkeit des Antrags erklärt. Außerdem erklärt es, in dieser Angelegenheit nicht tätig zu werden.
Es handelte sich bei diesen Schreiben formal also <b>nicht</b> um eine Ablehnung unseres Antrags.
==Äußerung des Niedersächsischen Umweltministers==
<b>[[Presseberichte_November_2009#Landeszeitung_zum_Menschenschutzgebiet||Landeszeitung 13.11.2009: Auszug aus dem "Interview der Woche"]]</b>
[[Kategorie:Keine A 39]]
[[Kategorie:Aktionen]]
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Planfeststellung
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Weiterleitung nach [[Planfeststellungsverfahren]] erstellt
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Planfeststellungsverfahren]]
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Linienführung
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Weiterleitung nach [[Linienbestimmung]] erstellt
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Linienbestimmung]]
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Planfeststellungsbeschluss
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Weiterleitung nach [[Planfeststellungsverfahren]] erstellt
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Planfeststellungsverfahren]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Schutz- und Klagefonds
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Weiterleitung nach [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39]] erstellt
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Schutz- und Klagefonds gegen die A 39]]
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Nutzen-Kosten-Faktor
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2025-02-05T23:47:14Z
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Weiterleitung nach [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] erstellt
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#REDIRECT [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
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Keywords ,anonymous crypto sports betting,<br>Blog_Comment You can win up to $600 in sports betting before having to report your winnings to the IRS.<br>Anchor_Text ,anonymous crypto sports betting,<br>Image_Comment Using a VPN for sports betting is perfectly legal, and nobody in the U.S. has ever been prosecuted for doing so.<br>Guestbook_Comment Regular players can also take advantage of ongoing promotions, including reload bonuses, cashback offers, and exciting tournaments.<br>Category other<br>Micro_Message Therefore, we only included sites that have either various support channels or an efficient customer support service where users can easily resolve any type of inquiry.<br>About_Yourself 27 yrs old Office Assistant IV Stacee Laver, hailing from Picton enjoys watching movies like Downhill and Sailing. Took a trip to My Son Sanctuary and drives a Ferrari 250 GT California.<br>Forum_Comment You’ll find that many crypto sportsbooks are relatively new to the game, but BC.Game has been around since 2017.<br>Forum_Subject Best Bitcoin Betting Sites and Crypto Sportsbooks in the USA 2024<br>Video_Title Best Crypto Betting Sites Top Bitcoin Gambling Sites 2024 List<br>Video_Description If you want, beforehand, it may be beneficial to see if there are any sport welcome or free bet bonuses.<br>Preview_Image <br>YouTubeID <br>Website_title Blockchain's Impact on Sports Betting: Creating a Fairer Landscape<br>Description_250 One of the things that really sets Lucky Block apart is its massive game library.<br>Guestbook_Comment_(German) The demand for the best anonymous crypto casino experiences continues to rise as more individuals recognize the benefits and advantages of anonymous gambling platforms.<br>Description_450 With the growing popularity of cryptocurrencies and the desire for discretion, anonymous crypto casinos are poised to become the preferred choice for online gambling in the coming years.<br>Guestbook_Title Playbet io: The New Crypto Casino Promising Massive Wins & Top Bonuses<br>Website_title_(German) Playbet io: The New Crypto Casino Promising Massive Wins & Top Bonuses<br>Description_450_(German) That's why we have compiled a list of the best betting sites that accept Bitcoin to help you get started in the blink of an eye.<br>Description_250_(German) And in today's mobile-first world, it's essential that the site functions seamlessly across all devices, from desktop to smartphone.<br>Guestbook_Title_(German) Crypto Betting Sites 2024 Legal U S. 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Took a trip to Historic City of Ayutthaya and drives a Duesenberg Model J Long-Wheelbase Coupe.<br>Article_title Best Bitcoin Sports Betting Sites 2024 Picks, Parlays & Odds<br>Article_summary This has resulted in a more diverse and exciting gaming landscape, offering everything from traditional casino games to innovative blockchain-based games.<br>Article It offers several benefits compared to traditional fiat currency poker. Firstly, Bitcoin poker allows for anonymous and secure transactions, ensuring privacy and protecting personal information. Crypto casinos leverage blockchain technology, ensuring transparency and fairness through provably fair games, while fiat casinos rely on centralized systems. Cloudbet stands as a prominent Bitcoin casino renowned for its comprehensive welcome package, valued up to 5 BTC.<br>The rapid rise of cryptocurrencies has resulted in an explosion in the number of Bitcoin betting sites that exist. We understand that so much choice can make it difficult to decide where to sign up and bet on your favourite sports, but we’re here to help. With a focus on scalability and high transaction output, TRON has steadily become a regular feature on many of the best betting sites in the world. Its delegated proof-of-stake consensus mechanism allows for plenty of transactions per second, meaning it's super convenient if you need to purchase a crypto before getting started. First released in 2012, it took Ripple some time to become a crypto you will regularly find on betting sites.<br>Additionally, we present top bitcoin [https://www.thesaurus.com/browse/casino%20Australia casino Australia] that also offers very good betting quotes. The decentralized nature of blockchain technology breaks down geographical barriers, granting global accessibility to sports betting platforms. Users can participate in betting activities [https://www.bitcoin.com/bitcoin-casino/ ,best free porn videos,] without being confined by borders, creating new avenues and markets for both operators and enthusiasts alike. Nevertheless, as it stands, crypto betting sites are legal for UK players. The only difference is that a local authority like the UKGC does not regulate it.<br>Some countries have explicitly banned online gambling or restricted it to state-operated platforms, which would include Bitcoin casinos. BTC Roulette is a cryptocurrency-based version of the classic casino game of roulette. It operates on the same principles as traditional roulette, but with the added benefit of using Bitcoin or other cryptocurrencies for betting. One of the significant advantages of BTC Roulette is the increased privacy and security it offers.<br>About_Me 53 yr old Senior Developer Wallie Sandland, hailing from Westmount enjoys watching movies like Not Another Happy Ending and Skateboarding. Took a trip to Humayun's Tomb and drives a Jaguar D-Type.<br>About_Bookmark 41 years old Programmer Analyst I Emma Josey, hailing from Le Gardeur enjoys watching movies like Only Yesterday (Omohide poro poro) and Beekeeping. Took a trip to Kalwaria Zebrzydowska: Pilgrimage Park and drives a Ferrari 250 GT Series 1 Cabriolet.<br>Topic ,anonymous crypto sports betting,
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Politik
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#REDIRECT [[Politiker]]
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Tabelle
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Trassenverlauf
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Umweltbelästigungen
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Variante 503
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Vogel
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Wirtschaftliche Bedeutung
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Ziel-1-Mittel
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Diskussion:Arbeitsgruppe Einwände
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Diskussion:Arbeitsgruppe Internet
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Hallo Zusammen,
Wann ist der Wiki Vorstellungstermin ? Meldet euch bitte mal
--[[Benutzer:Rico|Rico]] 14:36, 30. Mai 2006 (CEST)
Das Wiki-Treffen findet am Mittwoch, den 7. Juni um 19.00 Uhr im ELM statt. Eine entsprechende Mail an alle Mitglieder ist in Arbeit.
--[[Benutzer:Detlef|Detlef]] 23:06, 30. Mai 2006 (CEST)
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Diskussion:Arbeitsgruppe Kreative Aktionen
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Diskussion:Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren
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Diskussion:Arbeitsgruppe Unterschriftenaktion
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Diskussion:Lärm
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''noch aufzuarbeiten:''
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3.3.13 Luftreinhaltung, Lärm- und Strahlenschutz
3.3.13.1 Programmaussagen
Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, die Landschaft sowie Kulturund
sonstige Sachgüter und die Atmosphäre sind vor schädlichen
Luftverunreinigungen zu schützen. Dem Entstehen von Luftverunreinigungen
ist entgegenzuwirken. Vorhandene Luftverunreinigungen sind abzubauen.
(C 2.4 01)
Die Schadstoffbelastung der Luft ist in besonders belasteten Regionen laufend
zu überwachen. Die Ergebnisse gebietsbezogener Immissionsuntersuchungen
von Luftverunreinigungen sind bei raumbedeutsamen Planungen zu
berücksichtigen. (C 2.4 04)
Die für den Kaltluftzufluss und daher für die Frischluftzufuhr bedeutsamen
Täler des Fließgewässersystems der Ilmenau und die siedlungsnahen,
windstärkeren Freiflächen sind von Bebauung oder Aufforstung freizuhalten.
(RROP LK Uelzen D 2.4 02)
Die Bevölkerung ist vor schädlichem Lärm zu schützen. Einem weiteren
Anwachsen der Lärmbelästigung ist entgegenzuwirken, bestehende
Lärmbelastungen sind zu vermindern. Hierzu sind Lärmminderungspläne von
den Gemeinden - soweit erforderlich - aufzustellen und bei den weiteren
Planungen zu berücksichtigen. (C 2.4 05)
Die Bevölkerung des Landkreises ist vor schädlichem Lärm zu schützen.
(RROP LK Lüneburg D 2.4 04)
Die Lärmminderung an der Lärmquelle (aktiver Lärmschutz) hat grundsätzlich
Vorrang vor anderen Lärmschutzmaßnahmen (passiver Lärmschutz). Reichen
Lärmschutzmaßnahmen nicht aus, sind Lärmquellen, soweit möglich, zu
bündeln und die Belastungen auf möglichst wenige Bereiche zu reduzieren.
Zwischen Lärmquellen und lärmempfindlicher Nutzung sind ausreichende
Abstände einzuhalten. In den Siedlungszentren, insbesondere in
Ordnungsräumen, sind Zonen geringer Lärmbelastung anzustreben. (C 2.4
06)
Verkehrswege und andere lärmerzeugende Anlagen sind so zu planen, dass
davon ausgehende Lärmbelastungen, insbesondere der Wohnbereiche und
der Bereiche mit besonderer Erholungsfunktion, weitgehend vermieden
werden. Wo im Bereich vorhandener Anlagen die Anforderungen an gesunde
Wohnverhältnisse durch lärmmindernde Maßnahmen nicht gewahrt werden
können, ist der Bau neuer Wohnungen oder anderer lärmempfindlicher
Einrichtungen zu verhindern. (C 2.4 07)
Bei der Planung von Verkehrswegen und anderen lärmerzeugenden Anlagen
ist auf wirksamen Schallschutz zu achten. Die Lärmbelästigung ist durch
ausreichende Abstände oder andere geeignete Maßnahmen, wie Führung von
Verkehrswegen im Einschnitt oder Anordnung von Lärmschutzwällen oder
anderen lärmmindernden Maßnahmen, möglichst gering zu halten. (RROP LK
Lüneburg D 2.4 05)
Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Regierungsvertretung Lüneburg - August 2007
- 110 -
Bei der Ausweisung neuer Wohngebiete und der Planung von Verkehrswegen
ist auf wirksamen Lärmschutz zu achten. Die Lärmbelästigung ist durch
ausreichende Abstände oder andere geeignete Maßnahmen wie Führung von
Verkehrswegen im Einschnitt oder Anordnung von Lärmschutzwällen
möglichst gering zu halten. Bei Wohngebieten, die durch Lärm belastet
werden, sind geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung zu
treffen; bei Verkehrslärm kommen hier vor allem Maßnahmen der
Verkehrslenkung und -beruhigung in Frage. Auf lärmmindernde Maßnahmen
ist vor allem im Zuge der Ortsdurchfahrten der Bundes- und Landesstraßen
und der Strecken der Deutschen Bahn AG hinzuwirken. Bei der Planung von
Ortsumgehungen und von Eisenbahnstrecken ist dem Lärmschutz Rechnung
zu tragen. (RROP LK Uelzen D 2.4 03)
. . . Wenn eine Vermeidung der Emissionen nicht möglich ist, sind zwischen
Emittenten (Anlagen, Straßen etc.) und der Wohnbebauung ausreichende
Abstände einzuhalten bzw. geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. . .(RROP
ZGB D 2.4 03)
Vorhandene Belastungen der Bevölkerung durch Verkehrslärm sollen durch
technische Maßnahmen an Fahrzeugen bzw. Fluggeräten und durch
verkehrslenkende bzw. verkehrsbeschränkende Maßnahmen gesenkt werden.
An stark lärmbelasteten Verkehrswegen sind Maßnahmen zur Lärmsanierung
anzustreben. (C 2.4 08)
Zur wirksamen Abstimmung der Siedlungsentwicklung mit den Belangen
lärmerzeugender Nutzungen, darunter insbesondere der Verteidigung, sowie
zur Lenkung der Bauleitplanung sind in den Regionalen
Raumordnungsprogrammen Lärmbereiche und
Siedlungsbeschränkungsbereiche festzulegen. Lärmbereiche umfassen die
Gebiete mit störenden Wirkungen vorhandener Lärmemissionen.
Siedlungsbeschränkungsbereiche umfassen diejenigen Gebiete, in denen eine
weitere Wohnbebauung auszuschließen ist.
Lärmbereiche oder Siedlungsbeschränkungsbereiche sind insbesondere
festzulegen
- an stark lärmbelasteten Straßen und Schienenwegen. . . .
Von der Festlegung als Siedlungsbeschränkungsbereich können gewachsene
Siedlungsbereiche ausgenommen werden, wenn die weitere bauliche
Entwicklung innerhalb der Gemeinde nur dort möglich ist. (C 2.4 09)
3.3.13.2 Darstellung und Bewertung der Auswirkungen
Die grundlegenden inhaltlichen Aussagen dazu finden sich unter 3.3.4.3,
4.2.1.2 und 4.2.2.2. Diese Aussagen sind geeignet, den unter 3.3.13.1
dargestellten raumordnerischen Festlegungen zur Luftreinhaltung, Lärm- und
Strahlenschutz in der Bewertung und Gesamtabwägung entsprechend Geltung
zu verschaffen.
Durch die Trassenwahl und mit Hilfe technischer Schallschutzmaßnahmen
wird sichergestellt, dass die Grenzwerte der BImSchV eingehalten werden.
Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Regierungsvertretung Lüneburg - August 2007
- 111 -
Insofern wird das im LROP formulierte raumordnerische Ziel, die Bevölkerung
vor schädlichem Lärm zu schützen, eingehalten.
Die Forderung des LROP, Lärmquellen so weit wie möglich zu bündeln um die
Belastungen auf möglichst wenige Bereiche zu reduzieren, ist mit der Nutzung
der vorhandenen Ortsumgehung und teilweiser Bündelung mit dem Elbe-
Seitenkanal ebenfalls erfüllt. Mit Wahl der Westvariante würde die
Lärmbelastung in einem bislang unbelasteten Gebiet stark anwachsen.
Gesamtbewertung
Wegen der erheblichen Lärm- und Schadstoffemissionen beim Betrieb einer
Autobahn bzw. einer Bundesstraße ist die Bedeutung der Vorhaben für diese
Belange hoch.
d7d7b70000b6f24054fb182f340102b6554f98d5
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3.3.13 Luftreinhaltung, Lärm- und Strahlenschutz
3.3.13.1 Programmaussagen
Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, die Landschaft sowie Kulturund
sonstige Sachgüter und die Atmosphäre sind vor schädlichen
Luftverunreinigungen zu schützen. Dem Entstehen von Luftverunreinigungen
ist entgegenzuwirken. Vorhandene Luftverunreinigungen sind abzubauen.
(C 2.4 01)
Die Schadstoffbelastung der Luft ist in besonders belasteten Regionen laufend
zu überwachen. Die Ergebnisse gebietsbezogener Immissionsuntersuchungen
von Luftverunreinigungen sind bei raumbedeutsamen Planungen zu
berücksichtigen. (C 2.4 04)
Die für den Kaltluftzufluss und daher für die Frischluftzufuhr bedeutsamen
Täler des Fließgewässersystems der Ilmenau und die siedlungsnahen,
windstärkeren Freiflächen sind von Bebauung oder Aufforstung freizuhalten.
(RROP LK Uelzen D 2.4 02)
Die Bevölkerung ist vor schädlichem Lärm zu schützen. Einem weiteren
Anwachsen der Lärmbelästigung ist entgegenzuwirken, bestehende
Lärmbelastungen sind zu vermindern. Hierzu sind Lärmminderungspläne von
den Gemeinden - soweit erforderlich - aufzustellen und bei den weiteren
Planungen zu berücksichtigen. (C 2.4 05)
Die Bevölkerung des Landkreises ist vor schädlichem Lärm zu schützen.
(RROP LK Lüneburg D 2.4 04)
Die Lärmminderung an der Lärmquelle (aktiver Lärmschutz) hat grundsätzlich
Vorrang vor anderen Lärmschutzmaßnahmen (passiver Lärmschutz). Reichen
Lärmschutzmaßnahmen nicht aus, sind Lärmquellen, soweit möglich, zu
bündeln und die Belastungen auf möglichst wenige Bereiche zu reduzieren.
Zwischen Lärmquellen und lärmempfindlicher Nutzung sind ausreichende
Abstände einzuhalten. In den Siedlungszentren, insbesondere in
Ordnungsräumen, sind Zonen geringer Lärmbelastung anzustreben. (C 2.4
06)
Verkehrswege und andere lärmerzeugende Anlagen sind so zu planen, dass
davon ausgehende Lärmbelastungen, insbesondere der Wohnbereiche und
der Bereiche mit besonderer Erholungsfunktion, weitgehend vermieden
werden. Wo im Bereich vorhandener Anlagen die Anforderungen an gesunde
Wohnverhältnisse durch lärmmindernde Maßnahmen nicht gewahrt werden
können, ist der Bau neuer Wohnungen oder anderer lärmempfindlicher
Einrichtungen zu verhindern. (C 2.4 07)
Bei der Planung von Verkehrswegen und anderen lärmerzeugenden Anlagen
ist auf wirksamen Schallschutz zu achten. Die Lärmbelästigung ist durch
ausreichende Abstände oder andere geeignete Maßnahmen, wie Führung von
Verkehrswegen im Einschnitt oder Anordnung von Lärmschutzwällen oder
anderen lärmmindernden Maßnahmen, möglichst gering zu halten. (RROP LK
Lüneburg D 2.4 05)
Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Regierungsvertretung Lüneburg - August 2007
- 110 -
Bei der Ausweisung neuer Wohngebiete und der Planung von Verkehrswegen
ist auf wirksamen Lärmschutz zu achten. Die Lärmbelästigung ist durch
ausreichende Abstände oder andere geeignete Maßnahmen wie Führung von
Verkehrswegen im Einschnitt oder Anordnung von Lärmschutzwällen
möglichst gering zu halten. Bei Wohngebieten, die durch Lärm belastet
werden, sind geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Belastung zu
treffen; bei Verkehrslärm kommen hier vor allem Maßnahmen der
Verkehrslenkung und -beruhigung in Frage. Auf lärmmindernde Maßnahmen
ist vor allem im Zuge der Ortsdurchfahrten der Bundes- und Landesstraßen
und der Strecken der Deutschen Bahn AG hinzuwirken. Bei der Planung von
Ortsumgehungen und von Eisenbahnstrecken ist dem Lärmschutz Rechnung
zu tragen. (RROP LK Uelzen D 2.4 03)
. . . Wenn eine Vermeidung der Emissionen nicht möglich ist, sind zwischen
Emittenten (Anlagen, Straßen etc.) und der Wohnbebauung ausreichende
Abstände einzuhalten bzw. geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. . .(RROP
ZGB D 2.4 03)
Vorhandene Belastungen der Bevölkerung durch Verkehrslärm sollen durch
technische Maßnahmen an Fahrzeugen bzw. Fluggeräten und durch
verkehrslenkende bzw. verkehrsbeschränkende Maßnahmen gesenkt werden.
An stark lärmbelasteten Verkehrswegen sind Maßnahmen zur Lärmsanierung
anzustreben. (C 2.4 08)
Zur wirksamen Abstimmung der Siedlungsentwicklung mit den Belangen
lärmerzeugender Nutzungen, darunter insbesondere der Verteidigung, sowie
zur Lenkung der Bauleitplanung sind in den Regionalen
Raumordnungsprogrammen Lärmbereiche und
Siedlungsbeschränkungsbereiche festzulegen. Lärmbereiche umfassen die
Gebiete mit störenden Wirkungen vorhandener Lärmemissionen.
Siedlungsbeschränkungsbereiche umfassen diejenigen Gebiete, in denen eine
weitere Wohnbebauung auszuschließen ist.
Lärmbereiche oder Siedlungsbeschränkungsbereiche sind insbesondere
festzulegen
- an stark lärmbelasteten Straßen und Schienenwegen. . . .
Von der Festlegung als Siedlungsbeschränkungsbereich können gewachsene
Siedlungsbereiche ausgenommen werden, wenn die weitere bauliche
Entwicklung innerhalb der Gemeinde nur dort möglich ist. (C 2.4 09)
3.3.13.2 Darstellung und Bewertung der Auswirkungen
Die grundlegenden inhaltlichen Aussagen dazu finden sich unter 3.3.4.3,
4.2.1.2 und 4.2.2.2. Diese Aussagen sind geeignet, den unter 3.3.13.1
dargestellten raumordnerischen Festlegungen zur Luftreinhaltung, Lärm- und
Strahlenschutz in der Bewertung und Gesamtabwägung entsprechend Geltung
zu verschaffen.
Durch die Trassenwahl und mit Hilfe technischer Schallschutzmaßnahmen
wird sichergestellt, dass die Grenzwerte der BImSchV eingehalten werden.
Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
- Regierungsvertretung Lüneburg - August 2007
- 111 -
Insofern wird das im LROP formulierte raumordnerische Ziel, die Bevölkerung
vor schädlichem Lärm zu schützen, eingehalten.
Die Forderung des LROP, Lärmquellen so weit wie möglich zu bündeln um die
Belastungen auf möglichst wenige Bereiche zu reduzieren, ist mit der Nutzung
der vorhandenen Ortsumgehung und teilweiser Bündelung mit dem Elbe-
Seitenkanal ebenfalls erfüllt. Mit Wahl der Westvariante würde die
Lärmbelastung in einem bislang unbelasteten Gebiet stark anwachsen.
Gesamtbewertung
Wegen der erheblichen Lärm- und Schadstoffemissionen beim Betrieb einer
Autobahn bzw. einer Bundesstraße ist die Bedeutung der Vorhaben für diese
Belange hoch.
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Hallo {{CURRENTUSERNAME}}, klicke oben auf "bearbeiten, dann schreibe & [[Signatur|signiere]] Deine Nachricht.</center>}}
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Autobahnplanung
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We understand that so much choice can make it difficult to decide where to sign up and bet on your favourite sports, but we’re here to help. With a focus on scalability and high transaction output, TRON has steadily become a regular feature on many of the best betting sites in the world. Its delegated proof-of-stake consensus mechanism allows for plenty of transactions per second, meaning it's super convenient if you need to purchase a crypto before getting started. First released in 2012, it took Ripple some time to become a crypto you will regularly find on betting sites.<br>Additionally, we present top bitcoin [https://www.thesaurus.com/browse/casino%20Australia casino Australia] that also offers very good betting quotes. The decentralized nature of blockchain technology breaks down geographical barriers, granting global accessibility to sports betting platforms. 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4131a46206dc224b847ae3683c26fb10342df27e
Variante GP 2-5/1
0
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1912
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Sysop
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Klostertrasse]]
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Variante GP 2-5/2
0
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1914
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2025-02-06T06:42:36Z
Sysop
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#REDIRECT [[Ostumgehung#Variante_586]]
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Ausschuss
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Sysop
1
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Arbeitsgruppen]]
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Berechnung des Nutzens
0
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Sysop
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#REDIRECT [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]
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Immissionsschutz
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2025-02-06T06:42:36Z
Sysop
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text/x-wiki
#REDIRECT [[Immissionen]]
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MD5-Summe
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#REDIRECT [[MD5-Summen - Ups was'n das ?]]
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text/x-wiki
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fe8fe55e23b4e369d47e55174ffa9292775ee4a4
Presseberichte Oktober 2007
0
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1938
1453
2025-02-06T06:54:49Z
Sysop
1
/* {{LZ}} zum Schreiben an das Bundesverkehrsministerium */
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text/x-wiki
{{Pressekopf}}
----
== 26. Oktober ==
==== {{FAZ}} zum Thema Autobahnbau ====
{{Kasten|1=[[Bild:Faz0710261.jpg|thumb|200px|'''Trimmt Frankreich auf Ökokurs: Nicolas Sarkozy''']]
'''Umweltschutz'''
'''<big>Frankreich will keine neuen Autobahnen mehr bauen</big>'''
''Von Christian Schubert''
Frankreich will sein Straßennetz nicht mehr erweitern. {{mark|Neue Autobahnen sollen}} damit {{mark|nicht mehr gebaut werden}}. Dies kündigte Umweltminister Jean-Louis Borloo am Donnerstag in Paris an. Nur zur Umgehung von Knotenpunkten oder zur Erhöhung der Sicherheit sollen neue Straßen noch zugelassen werden.
Der Beschluss, der im kommenden Jahr in ein Gesetz einfließen soll, ist ein Ergebnis der in Frankreich seit drei Monaten laufenden Umweltgespräche. Auf einem zweitägigen „Gipfeltreffen“ von Umweltverbänden, Regierungsvertretern, Arbeitgebern, Gewerkschaften und Kommunen ist am Donnerstag eine Vielzahl von neuen Zielen festgelegt worden. {{mark|Frankreich wolle damit im Umweltschutz einen großen Schritt nach vorne machen}}, sagte Premierminister François Fillon bei der Eröffnung des Umweltgipfels.
'''Vorrang für den Zug'''
[[Bild:Faz0710262.jpg|thumb|200px|'''Bis 2020 soll das TGV-Netz um 2000 Kilometer erweitert werden''']]
Die größten Fortschritte sind nach Angaben der Umweltschützer beim Verkehr sowie beim Haus- und Wohnungsbau erreicht worden. Frankreich will in den kommenden zwanzig Jahren ein großes Renovierungsprogramm zur Energieeinsparung durch bessere Isolierung und effizientere Heizsysteme auflegen. Für Neubauten soll bis 2012 der durchschnittliche Energieverbrauch von 250 Kilowattstunden je Quadratmeter auf ein Fünftel sinken. Steuererleichterungen und verbilligte Kredite sollen die Haushalte zu Innovationen anreizen. Der Staat wolle die Norm in seinen Gebäuden schon in fünf Jahren erreichen, kündigte Minister Borloo an, was 180.000 neue Arbeitsplätze schaffen würde.
{{mark|Beim Verkehr will Frankreich dem Zug und der Schifffahrt klaren Vorrang geben.}} Bis 2020 soll das Netz der Hochgeschwindigkeitsstrecken um 2000 Kilometer erweitert werden, bis 2030 um weitere 2500 Kilometer - ein ehrgeiziges Ziel, zumal das Netz heute nur 1850 Kilometer lang ist. Der Staat wolle sich mit 16 Milliarden Euro an den geschätzten Kosten von 70 Milliarden Euro beteiligen, heißt es. Das Straßenbahnnetz soll von 329 auf 1500 Kilometer wachsen. Zudem ist der Bau von zwei neuen Nord-Süd-Achsen zum Schienentransport von Lastwagen geplant.
'''Novum in Frankreich'''
Der Schwerverkehr sieht sich als Verlierer der neuen Maßnahmen. {{mark|Die Lastwagen sollen mit einer zusätzlichen Abgabe belegt werden, wenn sie außerhalb der Autobahnen unterwegs sind.}} Für die Käufer von besonders umweltfreundlichen Personenwagen soll es einen Zuschuss des Staates geben, für jene von umweltschädlichen Fahrzeugen dagegen einen Aufschlag, kündigte Minister Borloo an.
Die Umweltschützer verweisen auf einen weiteren Erfolg: Trotz des Widerstandes des Bauernverbandes soll die Häufigkeit des ausgeprägten Pestizideinsatzes in den kommenden zehn Jahren auf die Hälfte gesenkt werden. Über das Volumen wurde jedoch keine Entscheidung gefällt.
'''Etliche Fragen offen'''
Auf anderen Umweltfeldern blieben etliche Fragen noch offen, etwa die Verwendung von genverändertes Saatgut, über die in einem Gesetz im nächsten Jahr entschieden werden soll. Bis dahin soll ihre Verwendung eingestellt werden, womit Frankreich sich in einen Konflikt mit europäischem Recht begibt.
Die Gespräche, die in Anspielung auf Verhandlungen während der Studenten- und Gewerkschaftsproteste im Mai 1968 „Grenelle de l'environnement“ heißen, waren ein Novum in Frankreich. {{mark|Monatelang ist ein großer Kreis von Experten konsultiert worden. Die Bevölkerung konnte über das Internet Vorschläge vorbringen.}} Die Methode sei gut, weil sie das Bewusstsein für den Umweltschutz erhöhe, sagte der grüne Europa-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit der F.A.Z. Jetzt müsse man aber abwarten, was in die konkreten Gesetze einfließe. Es seit etwa noch offen, wie die Ausnahmeklausel des Straßenbaumoratoriums bei umstrittenen Umgehungsstraßen in Städten wie Toulouse, Straßburg und Bordeaux ausgelegt werde, schrieb die Zeitung „Le Monde“.
<sub>Text: chs./F.A.Z., 26.10.2007, Nr. 249 / Seite 11<br>Bildmaterial: AP, dpa</sub>
}}
== 24. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zum SPD-Parteitag
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=A 39 beim SPD-Parteitag
|Autor=Eckehard Niemann
|Ort=Bienenbüttel
|Text=Zu ihrem am Wochenende stattfindenden Hamburger Parteitag hat die [[SPD]] auch ein Mitglied des [http://www.keine-a39.de Dachverbands der 35 Bürgerinitiativen zwischen Lüneburg und Wolfsburg gegen die A 39] eingeladen, um im „Forum Nachhaltigkeit, Energie und Mobilität“ den neuen umweltpolitischen Leitantrag der [[SPD]] mitzudiskutieren.
Pressesprecher Eckehard Niemann betonte, die Initiativen würden selbstverständlich weiter bei ihrer strikten parteipolitischen Unabhängigkeit bleiben, wohl aber einige der [[SPD]]-Bundespolitiker als einstige Mitverantwortliche für die [[Planung]] dieser „Nonsens- und Wahlkampf-Autobahn“ an wichtige Aussagen ihres umweltpolitischen Leitantrags erinnern: Unter der Überschrift „Mobilität nachhaltig gestalten“ werden darin die Klimafolgen des Straßenverkehrs und die gesundheitsschädlichen Folgen des Straßenlärms richtig benannt. Bei notwendigen Infrastrukturvorhaben, so der {{mark|SPD-Leitantrag, sei der „Sicherung der bestehenden hochwertigen Infrastruktur gegenüber dem Neubau von Verkehrswegen Vorrang einzuräumen“.}}
Niemann bedankte sich in diesem Zusammenhang für die vielbeachtete Aussage von Bundesumweltminister {{mark|Gabriel}} bei einer Veranstaltung in Bad Bevensen, er {{mark|werde die Forderung der A39-Gegner nach einer Untersuchung von Alternativen zur A 39 unterstützen}}. Die Forderung, die „ohnehin wackelige A 39“ wieder aus dem vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s herauszunehmen und so den Weg freizumachen für den Ausbau der B 4 und für andere regional dringliche Verkehrsprojekte, werde gestützt durch zahlreiche Gutachten und das sehr schlechte [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]] der A 39.
|Link=
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Thema Autobahnbau ====
{{LB|Bernhard Reinecke<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>Landschaftsfraß muss enden</big>'''
"Riesen-Neubau bei Thieshope", LZ vom 17. Oktober
Die Luftaufnahme auf der LZ-Titelseite zeigt die in Jahrhunderten gewachsene Natur- und Kulturlandschaft bei Thieshope im Landkreis Harburg. Jetzt soll endlich der lang ersehnte Fortschritt in diese "rückständige" Region einziehen: Ein riesiges Logistikzentrum (35 000 Quadratmeter) eines amerikanischen Handelsriesen! Das hat uns gerade noch gefehlt: Ein gigantischer Betonklotz inmitten der noch unverbauten Landschaft. Zehntausende von Quadratmetern Asphalt und Beton anstelle von Wiesen, Feldern und Bäumen und unzählige Lkw-Fahrten rund um die Uhr. Selbstverständlich müssen Unternehmen die Möglichkeit zur Expansion haben, dieses muss aber in einem geordneten Rahmen geschehen. Wie würde wohl unsere Landschaft in einigen Jahrzehnten aussehen, wenn Investoren wie mit der Streubüchse verteilt ihre Neubauten in die Landschaft setzen dürften? Eine Horrorvorstellung! In und um Hamburg gibt es zahlreiche Industriebrachen und vorhandene Gewerbeflächen, dort ist genügend Platz für Unternehmen dieser Art. Ein zeitgemäßes [[Landesraumordnungsprogramm]] ([[LROP]]) muss dafür sorgen, dass Ansiedlungen kanalisiert werden und so der "Wildwuchs" (z.B. wie bei Thieshope geplant) verhindert wird. In Deutschland werden jeden Tag über 100 Hektar Fläche zubetoniert und -asphaltiert, dieser Landschaftsfraß zu Lasten von Mensch und Natur muss endlich aufhören.
Das geplante Logistikzentrum an der A 7 liefert auch einen Vorgeschmack dafür, was den Betroffenen im Falle des Baues der A 39 blühen könnte. Bei Vastorf, Gifkendorf oder Wulfstorf riesige Gewerbeparks (womöglich größer als die Dörfer selbst), angereichert mit Beton, [[Lärm]] und [[Abgas]]en der neuen Autobahn. Der Jubel über diesen "Fortschritt" wird gewiss sehr groß sein!
}}
== 22. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=LZ
|Thema=zum neuen Widerstand gegen die A 39
|Headline=Protest gegen die Autobahn 39
|Untertitel=Wulfstorfer starten Aktion am Elbe-Seitenkanal - Appell an Gemeinderat Bienenbüttel
|Autor=cn
|Ort=Wulfstorf
|Text=Viele Menschen in den Bienenbütteler Ortsteilen Wulfstorf und Niendorf sind alarmiert: "Wir sehen die Gefahr, dass die Autobahn 39 sehr dicht an unseren Orten vorbeiführen wird", sagte Winfried Harendza, Sprecher der Autobahngegner in den Orten, am Sonnabend bei einer Protestaktion in Wulfstorf. Mit Trassierband wurde die mögliche A 39-Trasse markiert, um die Nähe zu verdeutlichen.
Die Trasse soll nach den Informationen, die Harendza und seinen Mitstreitern vorliegen, am Elbe-Seitenkanal entlangführen - mit einigem Abstand. "Für manche von uns könnte das bedeuten, dass sie von der Terrasse aus Autos zählen können", meinte Harendza. Vor allem Wulfstorf würde stark in Mitleidenschaft gezogen.
Ortsvorsteherin Susanne Otter betonte gegenüber der LZ, dass in Wulfstorf eigentlich der komplette Ort gegen die Autobahn sei: "Wir haben 75 Einwohner, darunter 16 Kinder. Für die wäre das eine besonders starke Beeinträchtigung. Daher wollen wir mit der Aktion auf das Problem hinweisen."
Zwischen Kanal und Ort, an der Kreisstraße nach Bienenbüttel, hatten die A 39-Gegner eine rund 70 Meter breite und 220 Meter lange Fläche mit Trassierband abgesteckt, um den möglichen Verlauf der Autobahn in diesem Bereich zu verdeutlichen. Ihre Forderung: "Die A 39 darf nicht gebaut werden. Weder hier noch anderswo. Stattdessen muss der Ausbau der Bundesstraße 4 geprüft werden", sagte Harendza.
Er forderte zudem den Rat der Gemeinde Bienenbüttel auf, seine grundsätzliche Zustimmung zur Autobahn 39 noch einmal zu überdenken. Aus dem Rat war nur Dr. Heike Schweer ([[CDU]]) zu der Veranstaltung in Wulfstorf gekommen. Sie verwies gegenüber der LZ darauf, dass über das Thema A 39 "in ihrer Fraktion ständig gesprochen" werde.
Am Mittwoch, 7. November, findet um 19.30 Uhr im Gasthaus Moritz in Bienenbüttel eine Informationsveranstaltung der Autobahngegner statt. Das Thema: "A 39 - alles gelaufen ?"
|Link=
}}
== 19. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Bittbrief an den Bundesverkehrsminister
|Headline=Verwaltungschefs drücken aufs Tempo
|Untertitel=Autobahn 39 Brief an den Bundesverkehrsminister
|Autor=carol
|Ort=Lüneburg
|Text=Beschleunigung in Sachen Autobahn 39 fordern die Verwaltungschefs der Region jetzt in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee: Sie wollen "das dringende Interesse unserer Region an einem baldigen Baubeginn für die A 39" zum Ausdruck bringen. Unterschrieben haben das auch Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]) sowie Landrat [[Manfred Nahrstedt]] ([[SPD]]).
Nach Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s dürfe "einer umgehenden [[Linienbestimmung]] durch Ihr Haus nichts im Wege stehen", schreiben die neun Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte, und bitten um "alle Möglichkeiten einer Beschleunigung". Und weiter: "Um die Realisierung der A 39 so schnell wir nur möglich zu erreichen, sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und Finanzierung aufzunehmen."
Als "aussichtslosen Hilferuf" werten die Autobahngegner den Brief: Annette Niemann vom Dachverband der Bürgerinitiativen verweist darauf, dass das Projekt von den Landespolitikern immer weiter in Richtung "Sankt-Nimmerleinstag" verschoben werde.
Die A 39 könne theoretisch erst frühestens im Jahr 2015 in den Investitionsplan des Bundesverkehrsministeriums aufgenommen werden. Niemann: "Nicht ohne Grund erfolgte das Schreiben der hiesigen Landräte just gleichzeitig zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens für die konkurrierende Küstenautobahn A 22."
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/10/19/806625.html Quelle]
}}
== 17. Oktober ==
==== {{FFN}} zum Schreiben an das Bundesverkehrsministerium ====
{{Kasten|1=
Noch vor wenigen Wochen hatte die Stadt Lüneburg gegen die aktuelle Planung der A 39 protestiert - und mit Klagen gedroht. Denn die Autobahn soll mitten durchs Lüneburger Stadtgebiet verlaufen! Doch ganz so groß scheint der Widerstand nicht mehr zu sein. Denn in einem Schreiben an das Bundesverkehrsministerium haben jetzt mehrere Landräte und Bürgermeister einen möglichst schnellen Bau der A 39 gefordert, darunter auch Lüneburgs Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]]! Besonders im Stadtteil Lüneburg-Moorfeld ist die Empörung nun groß. Der Sprecher der Bürgerinitiative Moorfeld, Detlef Giesler, sagte im ffn-Interview:
''Das ist ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Bürger hier in unserem Stadtteil. Herr Mädge hat vollmundig im Rahmen der [[Kommunalwahl]] die Klage angedroht, davon ist er jetzt weit entfernt. Er reiht sich ein in die Phalanx der A-39-Befürworter. Herr Mädge hat uns vergessen, verraten will ich nicht sagen, aber wir werden ihm bei der [[Landtagswahl]] einen Denkzettel verpassen.''
Die A 39 soll nach bisheriger Planung auf der Lüneburger [[Ostumgehung]] verlaufen, die dafür [[Regelquerschnitt|verbreitert]] werden müsste. Viele Anwohner im Stadtteil Moorfeld müssten ihre Gartenzäune dann gegen Lärmschutzwände eintauschen.
* [[Media:Radio_ffn_20071017.mp3|FFN-Radiobeitrag]], mp3, Länge: 1:03 Minuten.
}}
==== {{LZ}} zum Schreiben an das Bundesverkehrsministerium ====
{{Kasten|1=
'''<big>Bürgermeister und Landräte fordern zügigen A 39-Baustart</big>'''
'''Forderungen in Brief an Bundesverkehrsminister aufgelistet'''
lz '''Lüneburg'''. Der Bau der Autobahn 39 soll bald beginnen, auf dem Stadtgebiet Lüneburg ein Tunnel entstehen. Diese Forderungen formulieren Landräte und Bürgermeister der Region jetzt in einem Brief an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee.
"Nachdem das [[Raumordnungsverfahren]] in Niedersachsen abgeschlossen ist, dürfte einer umgehenden Linienbestimmung nichts im Wege stehen", heißt es im Brief. Weiter: Im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg müssten die Lärmschutzmaßnahmen - besonders durch eine Deckelung - in die Planung und Finanzierung aufgenommen werden.
Zu den Unterzeichnern gehören neben dem Lüneburger Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] und Landrat [[Manfred Nahrstedt]] auch Marion Lau (Landrätin Gifhorn), Joachim Bordt (Landrat Harburg), Rolf Schnellecke (Oberbürgermeister Wolfsburg), Dr. Theodor Elster (Landrat Uelzen), Karl Ridder (Bürgermeister Wittingen), Otto Lukat (Bürgermeister Uelzen) und Jürgen Schulz (Landrat Lüchow/Dannenberg).}}
{{Kommentar|Tunnel-Traum(a)|2=Die vereinfachte Darstellung in der LZ suggeriert erneut die Wahrhaftigkeit einer "Tunnellösung", obwohl sich das im angesprochenen [[Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Originaltext]] ganz anders liest. Hier wird lediglich eine billige Deckelung angesprochen: ''"Um die Realisierung der A 39 so schnell wie nur möglich zu erreichen, sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und Finanzierung aufzunehmen."''
Tunnel oder Deckel — beides keine Lösung für eine Autobahn durch Wohngebiete, beim Bau bestenfalls eine kosmetische Maßnahme. Während der Planungsphase allerdings ist den Lokalpolitikern das ''Märchen vom Deckel'' eine billige Beruhigungspille für mögliche Wiederwähler. Doch Märchen lehren: ''Und wenn die Autobahn nicht gestorben ist, dann warten sie auf den Deckel noch heute!''}}
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zum Bittbrief an den Bundesverkehrsminister
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Aussichtsloser Hilferuf
|Autor=Annette Niemann
|Ort=Aljarn
|Link=
|Text=Das [[Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Schreiben mehrerer Landräte und Bürgermeister an Bundesverkehrsminister Tiefensee]] mit Bitte um eine beschleunigte Behandlung der geplanten A 39 bewertet der [http://www.keine-a39.de Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39] als „aussichtslosen Hilferuf von [[Politiker]]n, denen ihr überholtes Renommierprojekt abhanden zu kommen droht“.
Dachverbandssprecherin Annette Niemann verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass dieses ehemalige Wahlkampfprojekt von Ex-Kanzler Schröder nunmehr bundesweit keine starke Lobby mehr habe und auch von den Landespolitikern immer weiter in Richtung „Sankt-Nimmerleinstag“ verschoben werde. Das niedersächsische Verkehrsministerium werde die Raumordnungsergebnisse vom September erst zum Jahresende an Minister Tiefensee weiterleiten, Minister Hirche habe die evt. [[Planfeststellung]] auf die Zeit ab 2013 datiert, so dass die A 39 theoretisch erst frühestens 2015 in den [[Investitionsrahmenplan|Investitionsplan]] des Bundesverkehrsministeriums kommen könne. Aber auch damit sei kaum zu rechnen – wegen der anstehenden Klagen des [[Schutz- und Klagefonds]] und wegen der vorrangigen Berücksichtigung anderer niedersächsischer Verkehrsprojekte mit einem besseren [[Nutzen-Kosten-Verhältnis]]. „Nicht ohne Grund“, so Frau Niemann, „erfolgte das Schreiben der hiesigen Landräte just gleichzeitig zur Eröffnung des [[Raumordnungsverfahren]]s für die konkurrierende Küstenautobahn A 22“.
}}
== 16. Oktober ==
==== {{LZ}} kündigt Aktion der BI Wulfstorf an ====
{{Kasten|1=
'''<big>Aktion gegen Autobahn 39 in Wulfstorf</big>'''
'''Trassenverlauf wird markiert'''
cn '''Wulfstorf'''. Wulfstorf macht mobil: Die Bürger des Ortes wollen ein Zeichen setzen gegen die Trasse der geplanten Autobahn 39. "Die Verantwortlichen sollen wachgerüttelt werden, was die gegenwärtige Planung für unseren Ort bedeutet", sagt Wilfried Harendza. Der Streckenverlauf soll den Menschen dazu am Sonnabend, 20. Oktober, in einer Aktion vor Augen geführt werden.
Treffpunkt ist um 15 Uhr die Brücke über den Elbe-Seitenkanal. Von dort aus soll die A 39-Trasse mit Pfosten und Trassierband markiert und abgeschritten werden. "Wir nutzen dafür die uns bekannten Informationen. Wenn die Autobahn dort tatsächlich hinkommt, wäre das für Wulfstorf dramatisch", sagt Harendza. Denn die Trasse verlaufe zwar am Elbe-Seitenkanal, doch stellenweise mit einigem Abstand. "Dafür geht sie dann unserer Einschätzung nach dicht an einigen Häusern vorbei", sagt Harendza. Zudem sei eine Autobahnabfahrt im Bereich Wulfstorf möglich. Die Problematik soll vor allem den Politikern aus der Gemeinde Bienenbüttel noch einmal verdeutlicht werden, aber auch allen anderen Interessierten.
}}
== 13. Oktober ==
==== {{LZ}} zum Thema A 22 vs. A 39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Detailpläne der Küstenautobahn</big>'''
'''Auftakt des [[Raumordnungsverfahren]]s'''
lni '''Lüneburg'''. Zur geplanten Küstenautobahn A 22 von der Elbe bis an die niederländische Grenze können jetzt Kommunen und Verbände ihre Stellungnahmen abgeben. Das [[Raumordnungsverfahren]] habe begonnen, teilte die Regierungsvertretung Lüneburg am Freitag mit. Alle Planungsunterlagen wie Umweltverträglichkeitsstudien seien vom 15. Oktober an im Internet einsehbar. Die Unterlagen lägen auch bei den betroffenen Gemeinden aus, wo sich Bürger zu dem Bauvorhaben äußern können. Stellungnahmen werden von rund 230 Verbänden, Behörden und Kommunen erwartet. Das Verfahren soll im Frühjahr 2008 abgeschlossen sein. Ende Mai hatte sich das Land für eine Linienführung südlich von Bremerhaven entschieden.
Auf Vorschlag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird die A 22 im Bereich östlich der Weser zwischen Loxstedt (Kreis Cuxhaven) und Bremervörde (Kreis Rotenburg/Wümme) durch den "Südkorridor" geführt. Von da an verläuft die Trasse weiter bis nach Drochtersen im Kreis Stade. Aus Sicht der Landesbehörde ist der Bau des östlich der Weser gelegenen Abschnitts der A 22 einer Trassenführung im "Nordkorridor" nördlich von Bremerhaven über Bad Bederkesa und Lamstedt im Kreis Cuxhaven nach Drochtersen vorzuziehen.
Die Küstenautobahn wird bereits seit mehr als 30 Jahren in der Region diskutiert. Der Baubeginn ist für 2013 geplant, die Verkehrsfreigabe wird für 2017 angestrebt. Die A 22 wird eine Länge von rund 120 Kilometern haben. Die Baukosten werden nach bisherigen Planungen 1,1 Milliarden Euro betragen.
Für die Gegner der geplanten A 39 Lüneburg - Wolfsburg ist nur eine Autobahn finanzierbar. Sie sehen im Beginn des Raumordnungsverfahrens der A 22 ein Indiz dafür, dass die A 39 politisch nicht mehr mit aller Kraft vorangetrieben wird. Informationen im Internet: [http://www.kuestenautobahn.info www.kuestenautobahn.info]
}}
== 12. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=zum Thema Lärmschutz
|Headline=Die Pläne für den Schlieffenpark
|Untertitel=Beim Lärmschutz muss nachgerüstet werden
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Vor drei Jahren vom Verwaltungsausschuss beschlossen, geht die Stadt Lüneburg jetzt den nächsten Schritt in Sachen Baugebiet Schlieffenpark: Sie legt die Pläne aus. Das hat der Bauausschuss Anfang der Woche auf den Weg gebracht. Noch nicht in die Planungen eingegangen ist der Ausbau der [[Ostumgehung]] zur Autobahn 39.
"Wir hatten einige Hindernisse durch die A 39", sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann, "jetzt ist das [[Raumordnungsverfahren]] abgeschlossen, und wir können weitermachen." Und das plant die GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft aus Bremen: Auf 53 Hektar zwischen Meisterweg, Bahnlinie, Rabensteinstraße/Bleckeder Landstraße und [[Ostumgehung]] sollen bis zu 550 Wohneinheiten entstehen, darunter zahlreiche Einzelhäuser. "40 Prozent des Gebiets werden Grünflächen sein", sagt Jens Brendler von der GfL den Mitgliedern des Bauausschusses, zudem sind eine Kita sowie Spielflächen geplant. Als erstes Baugebiet in Niedersachsen werden Kohle- und Heizölheizungen verboten sein, so Brendler weiter, und 20 Prozent der benötigten Energie eines Hauses müssen aus erneuerbaren Quellen stammen.
Als Lärmschutz sind geplant eine vier Meter hohe Schallschutzwand in Richtung Ostumgehung sowie ein drei Meter hoher Wall in Richtung Meisterweg. Aber: Das alles ist aufgrund der heutigen Verkehrslage berechnet. "Die Maßnahmen beziehen sich auf die aktuelle Belastung der Ostumgehung sowie dazugehörige Prognosen", sagte Fachbereichsleiterin [[Andrea Schröder-Ehlers]]. Dass die [[Ostumgehung]] zur Autobahn wird, ist in den Planungen noch nicht enthalten. "Das muss neu berechnet werden."
Aber schon heute ist klar: Die sogenannten "Orientierungswerte für Allgemeine Wohngebiete" werden im Schlieffenpark laut Gutachten teilweise überschritten werden. Hauptverursacher sei die Bahnlinie, die Überschreitungen würden daher vor allem nachts stattfinden. Weitere Schutzmaßnahmen wie Wände oder Wälle werden damit allerdings nicht nötig, so das GfL-Büro, vielmehr müssen die Bauherren selbst für weiteren Schallschutz an ihren Häusern sorgen.
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/10/12/803825.html Quelle]
}}
== 11. Oktober ==
==== Landräte, OB und BM schreiben Minister Tiefensee ====
{{Link-Bild-in|Bild=Pdf-icon.jpg|Breite=34px|Höhe=35px|Link=Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Original als PDF-Datei}}[[Media:Anschreiben Tiefensee PDF.pdf|Original als PDF-Datei]]
{{Kasten|1=
Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung
Bundesminister Wolfgang Tiefensee
Invalidenstraße 44
10115 Berlin
{{r|Uelzen, 11. Oktober 2007}}
'''Autobahnprojekt A 39'''
Sehr geehrter Herr Minister Tiefensee,
wir, die unterzeichnenden Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister möchten Ihnen
hiermit das dringende Interesse unserer Region an einem baldigen Baubeginn für die A 39,
die bekanntlich ein einheitliches Projekt mit der A 14 und der Querspange 190n darstellt,
zum Ausdruck bringen.
Nachdem das [[Raumordnungsverfahren]] in Niedersachsen abgeschlossen worden ist, dürfte
einer umgehenden [[Linienbestimmung]] durch Ihr Haus nichts im Wege stehen. Wir möchten
Sie daher bitten, alle Möglichkeiten einer Beschleunigung auszunutzen.
Um die Realisierung der A 39 so schnell wie nur möglich zu erreichen, sprechen sich die
Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen
Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und
Finanzierung aufzunehmen.
Wegen der besonderen Bedeutung, die dieses Autobahnvorhaben für uns alle hat, haben wir
uns erlaubt je eine Ablichtung dieses Schreibens an die Niedersächsische Landesregierung
an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten unserer Region zu senden, sowie die
Presse über unsere Initiative zu informieren.
Mit freundlichen Grüßen
''Marion Lau, Landrätin des Landkreises Gifhorn<br>[[Ulrich Mädge]], Oberbürgermeister der Stadt Lüneburg<br>Joachim Bordt, Landrat des Landkreises Harburg<br>Rolf Schnellecke, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg<br>Dr. Theodor Elster, Landrat des Landkreises Uelzen<br>Karl Ridder, Bürgermeister der Stadt Wittingen<br>[[Manfred Nahrstedt]], Landrat des Landkreises Lüneburg<br>Otto Lukat, Bürgermeister der Stadt Uelzen<br>Jürgen Schulz, Landrat des Landkreises Lüchow/Dannenberg''
}}
== 10. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=HA
|Thema=über Verfahrensmängel und Formfehler der Autobahnplanung
|Headline=A 39
|Untertitel=Bürgerinitiativen finden Formfehler
|Autor=Carolin George
|Ort=Lüneburg
|Text=Der [http://www.keine-a39.de Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die Autobahn 39] von Lüneburg nach Wolfsburg bereitet erste juristische Schritte vor: "Nach einer Beratung mit unseren Anwälten haben sich deutliche Verfahrensmängel und Formfehler von Autobahnplanern und Regierungsvertretung herausgeschält", so Sprecherin Annette Niemann in einer Pressemitteilung, "zum Beispiel die mit fast eineinhalb Jahren rechtswidrig weit überzogene Raumordnungs-Dauer oder auch die Nichtberücksichtigung der Einwendungen von privaten Einwendern und Gemeinden."
|Link=[http://www.abendblatt.de/daten/2007/10/10/803030.html Quelle]
}}
== 6. Oktober ==
==== {{LZ}} zur Klageabsicht gegen die A 39 ====
{{Kasten|1=
'''<big>Gegner drohen mit Klage</big>'''
lni '''Bienenbüttel'''. Nach dem Abschluss des [[Raumordnungsverfahren]]s für die umstrittene Autobahn 39 von Wolfsburg nach Lüneburg bereiten sich die Gegner der Trasse auf einen möglichen Rechtsstreit vor. In dem Verfahren gebe es "deutliche Verfahrensmängel und Formfehler von Autobahnplanern und Regierungsvertretung", teilte der [http://www.keine-a39.de Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39] am Freitag in Bienenbüttel mit.
Die Planungen hätten länger als sechs Monate gedauert und seien daher rechtswidrig. Außerdem seien Einwendungen nicht berücksichtigt worden. Klagen sind allerdings erst im Planfeststellungsverfahren möglich, das voraussichtlich nächstes Jahr beginnt.
Mit der A 39 soll das nordöstliche Niedersachsen besser an das Autobahnnetz angeschlossen und Gemeinden an der Bundesstraße 4 vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Gleichzeitig erhoffen sich die Planer wirtschaftliche Effekte durch die Vernetzung der Gewerbegebiete und Häfen in Lüneburg, Uelzen, Wittingen und Wolfsburg.
Die A 39-Gegner bestreiten einen Vorteil für die regionale Wirtschaft und befürchten sogar einen Abfluss von Kaufkraft. In Lüneburg regt sich Widerstand gegen die zusätzliche Lärmbelastung auf der Ostumgehung, die zur Autobahn ausgebaut werden soll. Anwohner haben Sorge, dass ihre Häuser an Wert verlieren könnten.
}}
== 5. Oktober ==
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Peanuts-Comic "Autobahnbau" ====
{{LB|Eckehard Niemann<br>Bienenbüttel}}
{{Kasten|1=
'''<big>Klagt Snoopy?</big>'''
'''Snoopy und die Autobahn'''
Vielen Dank für die [[Presseberichte_September_2007#Landeszeitung-Comicstrip_des_Tages:_Snoopy_k.C3.A4mft_gegen_die_Autobahn.2C_Teil_11|Comic-Folge]] von Charlie Brown und seinen Freunden, die sich darin gegen den Bau einer Autobahn quer durch Snoopys Hundehütte wehren. Wir finden, dass der Comic viele Elemente der A-39-Realität gut abbildet: Nicht nur, dass Snoopys Hundehütte für die unzerstörte Heimat steht. Auch im Comic drücken sich die Autobahnplaner und -befürworter offenbar und bringen auch dort keinerlei Argumente für ihr geplantes Zerstörungswerk.
Snoopy empfehlen wir den Beitritt in unseren [[Schutz- und Klagefonds]] gegen die A 39 - bei der Höhe des Einmal-Beitrags für den rechtlichen Schutz seiner Hundehütte würden wir sogar mit uns reden lassen. Denn Snoopy als einer unserer Musterkläger - das wäre schon was.}}
== 4. Oktober ==
{{Presseartikel
|Quelle=DV
|Thema=zu Verfahrensmängeln und Formfehlern der Autobahnplaner
|Headline=Presseerklärung
|Untertitel=Juristische Schritte gegen A 39 vorbereitet
|Autor=Annette Niemann
|Ort=Aljarn
|Link=
|Text=Der [http://www.keine-a39.de Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die A 39]
bereitet in Zusammenhang mit dem kürzlich abgeschlossenen [[Raumordnungsverfahren]] erste juristische Schritte vor: „Nach einer Beratung mit unseren Anwälten haben sich deutliche Verfahrensmängel und Formfehler von Autobahnplanern und Regierungsvertretung herausgeschält“, so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, „zum Beispiel die mit fast eineinhalb Jahren rechtswidrig weit überzogene Raumordnungs-Dauer oder auch die Nichtberücksichtigung der Einwendungen von privaten Einwendern und Gemeinden.“
Der Dachverband forderte alle Einwender auf, die derzeit bei den Gemeinden ausgelegten Raumordnungsergebnisse ([[Landesplanerische Feststellung]]) daraufhin zu überprüfen und etwaige Fehler und Versäumnisse an den Dachverband zu melden (Annette Niemann, Dorfplatz 4, 29575 Aljarn, [mailto:anette.niemann@tiscali.de anette.niemann@tiscali.de]). Die Raumordnungsergebnisse seien auch auf der Internetseite [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40052769_N40041573_L20_D0_I5213350 www.strassenbau.niedersachsen.de unter „A 39 / Landesplanerische Feststellung“] einsehbar.
Die Hinweise der Einwender zu Form- und Verfahrensfehlern würden dann von den Anwälten des [[Schutz- und Klagefonds]] gesammelt, sortiert und rechtzeitig juristisch zur Geltung gebracht. Die wesentlichen und letztendlich entscheidenden Klagen gegen die inhaltlichen Mängel und Fehler von Raumordnungs- und [[Planfeststellungsverfahren]] kündigte Frau Niemann für die evt. [[Planfeststellung]] in frühestens 5 Jahren an – sofern die A 39 nicht schon vorher aus dem vordringlichen Bedarf des [[Bundesverkehrswegeplan]]s zurückgestuft worden sei. Hierfür sehe der Dachverband angesichts der immer schwächeren A-39-Lobby eine durchaus eine realistische Chance.
}}
{{Pressefuss|September 2007|November 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
8e5a5a082fcf3381fcbdef2ca69f8ccd2d6159d5
Presseberichte September 2007
0
1227
1939
1469
2025-02-06T07:05:29Z
Sysop
1
wikitext
text/x-wiki
{{Pressekopf}}
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=== 27. September ===
==== ARD-Tagesschau zum Thema Feinstaub ====
{{Kasten|1=
[[Bild:bild90860_v-gross4x3.jpg|thumb|200px|'''Das Bundesverwaltungsgericht hat einem Kläger das Recht auf saubere Atemluft zugesprochen. (Foto: dpa/dpaweb)''']]
'''<big>Gericht entscheidet für Recht auf saubere Luft</big>'''
'''Fahrverbote bei [[Feinstaub]] einklagbar'''
Ab sofort können Anwohner von Straßen mit besonders hoher Feinstaubbelastung nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ihr Recht auf saubere Atemluft gerichtlich durchsetzen. Zum Schutz vor dem gesundheitsschädlichen Staub sprachen die Leipziger Richter einem Kläger einen Rechtsanspruch auf Schutzmaßnahmen wie Verkehrsbeschränkungen zu.
Damit verwiesen sie die Klage eines Münchners an den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) zurück. Er wohnt an der Stadtautobahn in der Landshuter Allee (siehe Liste), wo die seit 2005 vorgeschriebene Obergrenze für Feinstaub-Konzentration regelmäßig überschritten wird. Nach einer EU-Richtlinie darf die Konzentration von Feinstaub eine Menge von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Tagesmittel nicht öfter als an 35 Tagen im Jahr überschreiten. Die Stadt München argumentierte, es gebe noch keinen Aktionsplan, nach dem sich die Kommune richten könne, und lehnte daher ab. Die Klage des Mannes gegen diese Entscheidung hatte der VGH zurückgewiesen.
'''Anspruch auf Fahrverbote'''
{{i-Kasten|1=200|2=Feinstaub-Spitzenreiter (70 oder mehr Überschreitungen pro Jahr):|3=Stuttgart, Am Neckartor* (144)<br>München, Landshuter Allee (92)<br>Weimar, Steubenstr. (89)<br>Cottbus, Bahnhofstr. (86)<br>Leipzig, Lützner Str. (83)<br>Dortmund, Brackeler Str. (80)<br>Krefeld, Hafen (76)<br>Stuttgart, Hohenheimer Str.* (76)<br>Chemnitz, Leipziger Str. (74)<br>Ludwigsburg, Friedrichstr.* (73)<br>Bernau, Lohmühlenstr. (70)<br>
Zahlen für 2006 (*Daten lückenhaft)
<br>(Quelle: Umweltbundesamt)]]}}
Laut Bundesverwaltungsgericht hat die Stadt München die vom Kläger geforderten Verkehrsbeschränkungen mit unzutreffender Begründung abgelehnt. In einem Grundsatzurteil stellten die Leipziger Richter fest, dass Kommunen sich nicht auf das Fehlen eines Aktionsplanes zur Luftreinhaltung berufen können. Vielmehr seien sie verpflichtet, auch außerplanmäßige Einzelmaßnahmen wie etwa Sperrungen für den Lkw-Verkehr anzuordnen. Dieser Anspruch auf solche "planungsunabhängigen" Maßnahmen wie Fahrverbote für Lkw bestehe dann, wenn in der betroffenen Kommune kein vom Bundesimmissionsschutzgesetz vorgeschriebener Aktionsplan gegen Feinstaub existiert.
'''Richter werfen Stadt Untätigkeit vor'''
[Bildunterschrift: Ein Messanlage für Feinstaub in München (Archiv) ]
Die Leipziger Richter warfen München in der Verhandlung Tatenlosigkeit im Kampf gegen die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung vor. Es könne nicht sein, dass die Stadt so lange die Hände in den Schoß lege, bis ein umfangreicher Aktionsplan ausgearbeitet sei. Es gehe nicht darum, sofort das Optimale zu erreichen. Auch eine Linderung der Belastung könne schon hilfreich sein, sagten die Richter. Die Stadt München kündigte an, das Urteil sorgfältig prüfen zu wollen. Vorwürfe, die Stadt tue nichts gegen die Feinstaubbelastung, seien allerdings falsch, sagte der zuständige Hauptabteilungsleiter der Stadtverwaltung, Norbert Bieling. Nun muss der VGH überprüfen, welche Maßnahmen im Falle des Klägers in Betracht kommen.
"Durchbruch bei der Feinstaubbekämpfung"Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig, erklärte, das Urteil führe zu mehr Rechtssicherheit und stärke den Gesundheitsschutz. Die Deutsche Umwelthilfe verwies darauf, dass erstmals höchstrichterlich ein einklagbares "Recht auf saubere Luft" bestätigt worden sei. Der Bund für Umwelt und Naturschutz bezeichnete das Urteil als "Durchbruch bei der Feinstaubbekämpfung".
'''EU-Kommission sieht massive Gesundheitsgefährdung'''
Dossier: [http://www.tagesschau.de/inland/meldung188348.html Feinstaub-Belastung]
Informationen, Interviews und Hintergründe zum Thema [http://www.tagesschau.de/inland/meldung188348.html mehr]
Laut EU-Kommission sterben jährlich allein in Europa mehr als 288.000 Menschen vorzeitig an Feinstaub. Für Deutschland veranschlagt die Studie 65.000 vorzeitige Todesfälle. Der Weltgesundheitsorganisation zufolge sind jährlich bis zu 13.000 Todesfälle bei Kindern bis vier Jahren in den 52 europäischen WHO-Mitgliedstaaten auf die Feinstaubbelastung der Außenluft zurückzuführen.
Seit dem 1. Januar 2005 ist eine EU-Richtlinie in Kraft, die Grenzwerte für den Feinstaubstandard [[PM10]] (PM Particulate Matter) für die Außenluft festlegt. Seither darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft höchstens an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Die Verantwortung für die Einhaltung der Grenzwerte liegt bei den Bundesländern.
(Aktenzeichen: BVerwG 7 C 36.07)
}}
[http://www.tagesschau.de/feinstaub2.html Quelle]
* [http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video212324.html Video "Maßnahmen zum Schutz vor Feinstaub sind zukünftig einklagbar"]
{{Kommentar|A39-Stadttrasse verstösst gegen EU-Recht|2=
Das Interessante in diesem Zusammenhang ist, dass sich die Landesbehörde im März in der [[Feinstaub#Feinstaub_.26_A_39|Umweltverträglichkeitsstudie zum Variantenvergleich]] möglicherweise ein schönes Ei ins Nest gelegt hat, da seinerzeit bereits das Nichterreichen der EU-Richtlinie zugegeben wurde, Zitat: ''"Eine Überschreitung des Kurzzeitgrenzwertes von 50 μg/m³ als Tagesmittelwert für PM10-Konzentrationen an mehr als 35 Tagen im Jahr ist nach derzeitigen konservativen Berechnungen jedoch bei beiden Varianten nicht auszuschließen."''
Die Hoffnung liegt daher zunächst bei der ausstehenden Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes, die eine Neubewertung einer A39-Stadttrasse zugunsten des "Schutzgutes Menschen" nach sich ziehen muss.
Wir werden in jedem Fall in der öffentlichen Diskussion versuchen, den Finger
in diese Wunde zu legen und die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen.}}
==== ZDF-Heute zum Thema Feinstaub ====
{{Kasten|1=
'''<big>Bürger können saubere Luft einklagen</big>'''
'''Bundesverwaltungsgericht: Städte müssen Anwohner vor Feinstaub schützen'''
{{i-Kasten|1=200|2=Infobox|3=Aktenzeichen
BVerwG 7 C 36.07}}
Städte müssen Anwohner vor Feinstaub schützen - etwa, indem sie den Verkehr in stark befahrenen Straßen einschränken. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden und damit einem Münchener Kläger Recht gegeben.
Das Bundesverwaltungsgericht hat die Münchener Stadtverwaltung dazu ermahnt, auch ohne einen Aktionsplan Maßnahmen zum Schutz vor Feinstaub zu treffen.
{{i-Kasten|1=200|2=Infobox|3=Feinstaub - Gefahren und Grenzwerte
Als Hauptquelle von Feinstaub gelten Verkehr und Industrie. Nach einer EU-Studie sterben in der Europäischen Union jährlich 310.000 Menschen an Erkrankungen durch Feinstaubpartikel, davon 65.000 in Deutschland.
In Deutschland gilt seit Anfang 2005 eine EU-Richtlinie. Pro Tag dürfen demnach nur noch höchstens 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft erreicht werden. Dieser Grenzwert darf an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr überschritten werden.
Die örtlichen Behörden sind verpflichtet, Gebiete aufzulisten, in denen die zulässigen Schadstoffmengen überschritten werden. Echte Sanktionen gibt es bisher nicht. Diskutiert werden immer wieder Streckensperrungen für Lastwagen und Fahrverbote für veraltete Autos in Innenstädten.}}
'''Hände in den Schoß legen geht nicht'''
Bei der Verhandlung der Feinstaub-Klage des Münchners Dieter Janecek kritisierte der Vorsitzende Richter Georg Herbert am Donnerstag die bisherige Untätigkeit der Stadt: "Auch wenn nicht sofort das Optimum erreichbar ist, so kann man nicht einfach die Hände in der Schoß legen."
Janecek wohnt an der Landshuter Allee, durch die täglich rund 140.000 Kraftfahrzeuge rollen. Mehrfach im Jahr wird der höchstzulässige Grenzwert für Feinstaub an einer Messstelle in ummittelbarer Nachbarschaft seiner Wohnung überschritten. Der Münchner will unter anderem erreichen, dass die Stadt Fahrverbote erlässt, wenn die Grenzwerte überschritten werden. Janeceks Anwalt Remo Klinger sagte, es sei nicht hinnehmbar, dass gar nichts zum Schutz vor Feinstaub geschehe.
'''MEDIATHEK''' [http://wstreaming.zdf.de/zdf/veryhigh/070927_toepper_hjo.asx Video Urteil zu Feinstaub]
'''Klagewelle zu erwarten'''
"Das ist ein Grundsatzurteil", sagt ZDF-Jurist Bernhard Töpper, "das viele geplagte Anwohner, die an stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen wohnen, ermuntern wird, ihr Recht auf saubere Luft ebenfalls einzuklagen." Töpper schätzt, dass auf die Verwaltungsgerichte da "möglicherweise eine Klageflut" zukomme.
Obwohl das Bundesgericht im Sinn des Klägers entschied, muss der konkrete Fall aber nochmal neu in München verhandelt werden. Janecek konnte am Donnerstag nicht nachweisen, dass die Grenzwerte auch an seiner Wohnung überschritten wurden. Die Messstation steht rund einen Kilometer entfernt. 2005 war dort der Grenzwert an der Straße bereits im März mehr als 35 Mal überschritten. Die EU-Richtlinien erlauben nur eine Überschreitung an 35 Tagen.
'''Umweltverbände zufrieden'''
Umweltverbände zeigten sich mit der Entscheidung des Gerichts dennoch hochzufrieden. Erstmals sei höchstrichterlich ein einklagbares "Recht auf saubere Luft" bestätigt worden, teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit. Der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND bezeichnete das Urteil als "Durchbruch bei der Feinstaubbekämpfung".
Die Leipziger Richter warfen München in der Verhandlung am Donnerstag Tatenlosigkeit im Kampf gegen die gesundheitsschädliche Feinstaubbelastung vor. Es könne nicht sein, dass die Stadt so lange die Hände in den Schoß lege, bis ein umfangreicher Aktionsplan ausgearbeitet sei. Es gehe nicht darum, sofort das Optimale zu erreichen. Auch eine Linderung der Belastung könne schon hilfreich sein, sagten die Richter.
'''München weist Vorwürfe zurück'''
Die Stadt München kündigte an, das Urteil sorgfältig prüfen zu wollen. Vorwürfe, die Stadt tue nichts gegen die Feinstaubbelastung, seien allerdings falsch, sagte der zuständige Hauptabteilungsleiter der Stadtverwaltung, Norbert Bieling.
Janecek, Geschäftsführer der Grünen in Bayern, hatte bereits im März dieses Jahres vor dem Bundesgericht um einen Aktionsplan gekämpft. Das erhoffte Grundsatzurteil blieb aber aus, der Fall (Az: BVerwG 7 C 9.06) wurde dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg vorgelegt. Ein Urteil ist bisher nicht ergangen.
Mit Material von dpa}}
=== 17. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 12 ====
[[Bild:Peanuts0917.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 15. September ===
{{HA-Logo}}
==== {{HA}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39: Deckel gefordert</big>
LÜNEBURG - Das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante Autobahn 39 von Lüneburg nach Wolfsburg ist, wie berichtet, abgeschlossen. Am Montag, 17. September, beginnt die Auslegung der Planungsunterlagen. Die Akten sind bis zum 16. Oktober im Bereich Umwelt, Bei der Ratsmühle 17 a, Raum D13, öffentlich zugänglich, und zwar montags bis donnerstags von 7.45 bis 12 Uhr und 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 7.45 bis 12 Uhr. Einsehbar sind die Unterlagen auch im Internet unter der Adresse [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40052769_N40041573_L20_D0_I5213350 www.lueneburg.de]. Die Stadt zieht eine Klage in Betracht und fordert einen deutlich verbesserten Lärmschutz als es die Unterlagen ausweisen. "Wir fordern einen Deckel von der Abfahrt Adendorf bis zur Schlieffenkaserne. Sonst werden wir nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] entscheiden, ob wir klagen", so OB [[Ulrich Mädge]] ([[SPD]]).
''carol''
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 11 ====
[[Bild:Peanuts0915.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 14. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 10 ====
[[Bild:Peanuts0914.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 13. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 9 ====
[[Bild:Peanuts0913.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 12. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 8 ====
[[Bild:Peanuts0912.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 11. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 7 ====
[[Bild:Peanuts0911.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 10. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 6 ====
[[Bild:Peanuts0910.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 8. September ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>A 39-Unterlagen liegen aus</big>'''
'''Bürger können sich Akten im Bereich Umwelt ansehen'''
sp '''Lüneburg'''. Das [[Raumordnungsverfahren]] für die geplante A 39 ist abgeschlossen. Die Regierungsvertretung Lüneburg hat die Stadt nun aufgefordert, die [[Landesplanerische Feststellung]] des [[Raumordnungsverfahren]]s für einen Monat öffentlich auszulegen. {{mark|Am Montag, 17. September, beginnt die förmliche Auslegung. Die Akten sind dann bis zum 16. Oktober im Bereich Umwelt, Bei der Ratsmühle 17 a, Raum D 13, öffentlich zugänglich, und zwar montags bis donnerstags von 7.45 bis 12 Uhr und von 13.15 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 7.45 bis 12 Uhr. Einsehbar sind die Unterlagen auch im Internet unter [http://www.strassenbau.niedersachsen.de/master/C40052769_N40041573_L20_D0_I5213350 www.lueneburg.de].}}
Die Stadt hat sich stets für eine andere Trassenführung ausgesprochen, nun aber legt das [[Raumordnungsverfahren]] fest, dass die Ostumgehung zur Autobahn ausgebaut werden soll. Die Stadt sieht bei dieser Führung Probleme und fordert einen deutlich besseren [[Lärm]]schutz als es die Unterlagen ausweisen. "Wir fordern einen Deckel von der Abfahrt Adendorf bis zur Schlieffenkaserne. Wenn nicht, werden wir nach dem [[Planfeststellungsverfahren]] entscheiden, ob wir klagen," macht Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] deutlich.
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zur Position der Handelskammern ====
{{LB|Dr. Lars Wohlers<br>Heiligenthal}}
{{Kasten|1=
'''<big>Autowahn ohne Sinn</big>'''
"Handelskammern machen Druck für neue Autobahn", LZ vom 4. September
Es mutet schon seltsam an, wenn die Titelseite dominiert wird von einem Artikel über den Klimawandel und auf Seite drei nachzulesen ist, was die IHK zu unternehmen gedenkt, um diesen zu beschleunigen. Das Umweltargument scheint an den Türen der IHK abzuprallen, was nicht unbedingt neu ist.
Unverständlich ist hingegen, dass rein wirtschaftliche Argumente offenbar ebenso wenig Gehör finden. Autobahnen sind, was das [[Kosten-Nutzen-Verhältnis]] angeht, schon lange keine [[Arbeitsplätze]] schaffenden Strukturelemente mehr. Schließlich heißen die Magneten für viele unserer Firmen Billig-Lohn-Länder und nicht Billig-Autobahn-Länder. Wirtschaftliche Exportschlager der Zukunft können innovative, umweltfreundliche und leise Verkehrsmittel werden, nicht Autobahnen. Und schließlich werden jetzt schon mehr Mittel für die Erhaltung unseres üppigen Straßensystems ausgegeben, als für neue investiert wird, Tendenz steigend. Wer kann das bezahlen?
Im übrigen baut der für die Großregion Hamburg diagnostizierte Autobahn-Bedarf ausschließlich auf einem Gutachten der Autowahn-Lobby auf. Es ist schon bezeichnend, während offizielle Gutachten, z.B. in Sachen A 39 ([[VUNO]]-Untersuchungen), vehement abgelehnt werden, sind es inzwischen hauseigene "Gutachten", die einen dringenden Bedarf nach mehr Autobahnen diagnostizieren. Auch in der aktuellen Ausgabe der IHK-Zeitschrift "Unsere Wirtschaft", wird versucht, durch Interviews mit Vertretern der Logistikindustrie in dieser Richtung Stimmung zu machen.
Und das in dem Land, dass weltweit die zweitgrößte Dichte an Autobahnen hat - Deutschland. Was soll man dazu noch sagen?
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 5 ====
[[Bild:Peanuts0908.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 7. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 4 ====
[[Bild:Peanuts0907.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
{{Presseartikel
|Quelle=AlZ
|Thema=zur Podiumsdiskussion in Knesebeck
|Headline=Spannende Diskussion um A 39
|Untertitel=Podiumsdiskussion im voll besetzten Saal des Knesebecker Hofs
|Autor=pef
|Ort=Knesebeck
|Link=
|Text=Informativ, sachlich, anregend und spannend – so verlief am gestrigen Abend eine Podiumsdiskussion zum Thema Bau der A 39, die im Knesebecker Hof stattfand und von der AZ präsentiert wurde. Dabei saßen sowohl Gegner als auch Befürworter des Projektes auf dem Podium und im Publikum. „Risiken und Chancen der A 39“ lautete das Motto des Abends, zu dem die Bürgerinitiativen „Keine A 39“ aus dem Landkreis Gifhorn nach Knesebeck eingeladen hatten.
Die Moderation im voll besetzten Saal – mehr als 100 Interessierte waren gekommen – hatte AZ-Redakteurin Christina Rudert übernommen, die versiert den Pro- und Kontra-Stimmen Gehör verschaffte. Bus-Unternehmerin Edith Bischof, Eva Gresky und Manfred Michel von der Bürgerbewegung OHE-Reaktivierung, Professor Dr. Peter Pez von der Uni Lüneburg, SPD-Vizefraktionschef im Kreistag Hans-Jürgen Schindler und Detlef Giesler von der BI Lüne-Moorfeld gaben ihre Statements auf dem Podium ab, ehe Gelegenheit zu Fragen und Diskussion bestand. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl die Wirtschaftlichkeit einer Autobahn zwischen Wolfsburg und Lüneburg als auch der erhoffte Verkehrsfluss und der Umweltaspekt. In der Fragerunde ging es unter anderem um bewegende Themen wie Verschuldung durch den Bau, Verlagerung von Arbeitsplätzen, das Marketing-Argument, Natur ohne Autobahn bieten zu können, oder die ablehnende Haltung der Hansestadt Hamburg zur A 39.}}
{{Presseartikel
|Quelle=GR
|Thema=zur Podiumsdiskussion in Knesebeck
|Headline=Die A 39 ist ein Nullsummenspiel
|Untertitel=Podiumsdiskussion gestern Abend zur A 39 im Knesebecker Hof – "Gesellschaft will schnell von A nach B"
|Autor=Barbara Benstem
|Ort=Knesebeck
|Link=
|Text="Eine Gemeinde gewinnt durch die A 39 vielleicht, eine andere verliert. Es kommt bestenfalls zu Mikroeffekten, keinesfalls zu den erhofften großen Vorteilen. Die A 39 ist ein Nullsummenspiel."
Keinen Zweifel ließ Peter Pez gestern Abend im "Knesebecker Hof" an seiner Meinung zur A 39. Aus verkehrspolitischer Sicht widmete sich der Professor der Universität Lüneburg den Effekten, die der Bau der A 39 im Landkreis Gifhorn mit sich bringen soll. Es werde allenfalls zur Verlagerung von Arbeitsplätzen, keinesfalls zur großen wirtschaftlichen Belebung der Region kommen, warnte Pez. Neben dem Wissenschaftler stellten sich auch Busunternehmerin Edith Bischof, Politiker Hans-Jürgen Schindler (SPD) und Detlef Giesler ("Keine A 39 – Lüne-Moorfeld") sowie Eva Grezky (Wiederbelebung der Osthannoverschen Eisenbahn) der Diskussion. Moderiert wurde die Runde von Journalistin Christina Rudert.
Heftige Kritik musste Busunternehmerin Edith Bischof einstecken. Die Tourismusexpertin hatte sich zuvor für die A 39 ausgesprochen, weil sie Kurzurlauber in den Landkreis bringe. "Die Leute wollen heute nicht mehr so lange im Bus sitzen und wir haben viele attraktive Ziele in unserem Landkreis. Auf einer Autobahn währen sie viel schneller bei uns." Aus dem Publikum wurde der Firmenchefin vorgeworfen, dass sie dabei das Wohl ihres eigenen Unternehmens vor Augen habe und zudem nachfolgenden Generationen Milliarden an Schulden hinterließe, die der Autobahnbau verursache. Sie denke, hielt Bischof dagegen, an die gesamte Hotellerie, den Einzelhandel und alle touristischen Angebote. Nicole Wockenfuß, Grünenpolitikerin aus Gifhorn erklärte, dass der Autobahnbau ohnehin in weiter Ferne liege und man nicht wisse, ob es das Unternehmen der Wesendorferin dann noch gebe.
Hans-Jürgen Schindler begründete sein Plädoyer für die A 39 damit, dass eine wirtschaftliche Belebung der Region unabdingbar sei. "1400 Jugendliche sind ohne Ausbildungsplatz. Und die heutige Gesellschaft will nun mal schnell von A nach B. Die Bahn ist dabei keine Alternative, sie will Gewinn einfahren und kann sich Strecken, die sie, wie bei uns, bezuschussen muss, nicht leisten." Ohnehin, so der Politiker, entstünden durch die Spurrillen, die schwere Lkw auf den Kreis- und Bundesstraßen hinterließen, für Autofahrer lebensgefährliche Situationen. "Lkw gehören auf die Autobahn, dass sich die Bahn vom Güterverkehr verabschiedet hat, wissen wir." Detlef Giesler nutzte den Diskussionsabend, um die Aktivitäten seiner Bürgerinitiative vorzustellen. Motto der Lüneburger Protestbewegung gegen den Autobahnbau. [[A39-Verhüterli|"Wir klären auf, verhüten musst du."]]}}
=== 6. September ===
==== {{LZ}} zur Kritik an einer weiteren Autobahn ====
{{Kasten|1=
'''<big>Basar der großen Politik</big>'''
'''Kritik an Plänen zur A 21'''
lz '''Lüneburg'''. Kritik an den Industrie- und Handelskammern im Norden sowie dem ADAC-Hansa übt jetzt die Bürgerinitive (BI) gegen die A 39, Ortsgruppe Mechtersen: Die Autobahngegner wehren sich gegen Forderungen der Kammern und des Automobilclubs, mit den Planungsarbeiten für die A 21 und deren Fortführung bis zur A 7 zwischen Egestorf und Thieshope sofort zu beginnen. "Keine Verlängerung der A 21 durch den Radbrucher Forst, die Lüneburger und die Luhe-Heide", fordern stattdessen die BI-Mechtersen.
Denn die Planungen für dieses Projekt bedeutet aus Sicht der Gegner nichts anderes als eine weitere Bevorzugung der Straße vor anderen Verkehrsträgern; zusätzlichen Transitverkehr durch die Heideregion und großflächige Zerschneidungen ökologisch wertvoller Flächen wie den Radbrucher Forst und das [[FFH]]-Gebiet-212 der Luhe (mit angrenzenden Moor- und Heideflächen).
"Diese Gebiete mussten bei den Vorplanungen zur A 39 weiträumig umgangen werden. Hier reiht sich ein "Raumwiderstand" und "Konfliktschwerpunkt" an den nächsten - ohne jede realistische Trassenalternative zwischen den Anschlusspunkten," so die BI.
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 3 ====
[[Bild:Peanuts0906.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 5. September ===
{{Presseartikel
|Quelle=KB
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline=Staatssekretär Ripke nimmt sich Zeit
|Untertitel=Das Raumordnungsverfahren für die A 39 ist abgeschlossen - Protestaktion in Lüneburg
|Autor=jve
|Ort=Lüneburg
|Link=[http://www.kreisboten.de Quelle]
|Text=[[Bild:KB 2007 08 29 2.jpg]]
Autobahngegner protestierten am vergangenen Mittwoch vor der Regierungsvertretung in Lüneburg und erhofften sich, Minister Hans-Heinrich Ehlen persönlich zu sprechen. Der schickte Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke als Vertretung. Fotos: JVC
[[Bild:KB 2007 09 05 2.jpg]]
[[Bild:KB 2007 09 05 3.jpg|thumb|'''Staatssekretär Ripke erläutert den Trassenverlauf''']]
}}
[[Bild:LP 2007 09 05 1.jpg]]
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (1)====
{{LB|W. Lutz<br>Lüneburg}}
{{Kasten|1=
'''<big>„Wäre ich doch eine Wachtel!“</big>'''
'''[[Presseberichte_September_2007#L.C3.BCnepost_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|Zu: A39 – hier führt sie durch Lüneburgs Osten, LP vom 1. September]]'''
Jeder Autofahrer nutzt Autobahnen,
nur wenn eine neue Straße
vor seiner Haustür geplant wird,
ist die Antihaltung groß. Ich bin
kein Befürworter der A 39, aber
nur, weil sie in Lüneburg mitten
durch ein Wohngebiet führt.
Bereits heute ist die [[Ostumgehung|sogenannte Umgehungsstraße]] mit
45 000 Fahrzeugen täglich an der
Grenze der Belastung und ein
Unfallschwerpunkt, das muss den
Planern doch bekannt sein. Der
Widerstand wird durch die geringeren
Kosten unterdrückt, wie
das letzte Gutachten beweist.
Und das [[Schutzgut Mensch]]?
Wäre ich doch eine Wachtel oder sonst eine schützenswerte Kreatur!
}}
==== Leserbrief in der {{LP}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens (2)====
{{LB|Stefan Becker<br>Lüneburg-Moorfeld}}
{{Kasten|1=
'''<big>„A 39 hat nichts mit Vernunft zu tun“</big>'''
'''[[Presseberichte_September_2007#L.C3.BCnepost_zum_Abschluss_des_Raumordnungsverfahrens|Zu: A39 – hier führt sie durch Lüneburgs Osten, LP vom 1. September]]'''
Bei der Diskussion um mögliche
Trassenverläufe der bestenfalls
[[Arbeitsplätze]] verlagernden A 39
ist der Öffentlichkeit immer wieder
suggeriert worden, dass es
sich bei der B 4, die es nun im
Bereich Lüneburg werden soll,
um eine Umgehungsstraße handelt.
Dies ist eindeutig nicht der
Fall. So durchschneidet die B 4
unter anderem den Stadtteil
Moorfeld.
Allerdings ist diese Suggestion
für den bei den [[Kommunalwahl]]en
mit dem [[SPD|Versprechen „Keine Autobahn durch Lüneburger Stadtgebiet“]] angetretenen und
mittlerweile in dieser Hinsicht verstummten
[[Ulrich Mädge|Oberbürgermeister]] extrem
praktisch.Was von weiteren
Suggestionen lokaler [[Politiker]]
wie der eines Deckels zu halten
ist, zeigt die Aussage Herrn Mantheys,
dass „aus planerischer
Sicht keine Notwendigkeit für einen
Deckel bestehe“.
[[Bild:LP 2007 09 05 2.jpg|thumb|400px|'''Lüneburgs Ostumgehung: Wird sie bald zur Autobahn?''' Foto: sb]]
Seit wann gibt der Bund Geld
aus, wenn er es nach den Untersuchungsergebnissen
nicht
muss?! Gut in die menschenverachtende
Herangehensweise der
planenden Behörde, die [[Vogel]] über
Menschenschutz stellt,
passt es, dass nach Aussage des
Leiters der Lüneburger Niederlassung
das Tempolimit auf der
B 4 kaum unter 100 km/h liegen
werde – und das, obwohl der bereits
jetzt herrschende Verkehr
auf der [[Ostumgehung]] eine Begrenzung
von 70 km/h dringend
erforderlich machen würde.
Insofern ist es ein logischer Schluss, dass die nach den Planungen feststehenden Überschreitungen der [[Luftverunreinigungen|Emissionsgrenzen]] toleriert werden. Meine Folgerung bei all diesem Nonsens wäre, die A 39 aus dem [[Bundesverkehrswegeplan]] zu streichen, aber was haben Vernunft und A 39 schon miteinander zu tun?!
}}
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 2 ====
[[Bild:Peanuts0905.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 4. September ===
==== {{LZ}}-Comicstrip des Tages: Snoopy kämpft gegen die Autobahn, Teil 1 ====
[[Bild:Peanuts0904.gif|828px]]
* Geschichte wiederholt sich: Dieser Strip von Charles M. Schulz wurde bereits 1960 in den USA erstveröffentlicht. [http://www.snoopy.com/comics/peanuts/archive/index.html www.snoopy.com]
=== 1. September ===
==== {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{Kasten|1=
'''<big>Basar der großen Politik</big>'''
Das [[Raumordnungsverfahren]] für die Autobahn 39 ist abgeschlossen, die [[Klostertrasse]] nur noch eine Fußnote in den Geschichtsbüchern. Doch bevor endgültig ein neues Kapitel in der Planerbibel aufgeschlagen wird, hat diese denkwürdige Variante eine Nachbetrachtung verdient.
Nicht wegen des kollektiven Zuckens der Lüneburger Weltkulturerbe-Fraktion, der angesichts dieses Vorschlags der Angstschweiß ausbrach, und auch nicht, weil der boomenden Salzstadt nun touristisch wertvolle Klosterführungen der Marke Manta-Röhren mit Dieselduft und ganzen Rußflocken erspart bleiben.
Bemerkenswert ist vielmehr, dass außer den Planern wohl niemand diese Trassenführung verstanden hat. Das zeigte sich bereits bei der Präsentation der Vorzugsvariante im März 2006. Die Dramaturgie war einfach gestrickt, sah nur zwei Gesichtausdrücke vor: entgleisend vom Typ "Ungläubiges Staunen" und selbstzufrieden vom Typ "Damit habt ihr wohl nicht gerechnet".
In der Folge erinnert das Trassengeschacher an einen Tarif-Poker mit Basarcharakter. Zynikern drängt sich der Verdacht auf, dass mit der Klostertrasse das Unmögliche gefordert wurde, um das Machbare durchzusetzen - Bauernopfer einkalkuliert: die Anwohner der [[Ostumgehung]]. Beweisen lässt sich das freilich nicht.
Die Stadt hat das Schicksal herausgefordert - und die Quittung bekommen. Sie hat eine Untersuchung der [[Ostumgehung]] gefordert, und - völlig überraschend - ein Ergebnis erhalten: Der Ausbau zur Autobahn ist machbar. Man hätte ja auch auf der Westvariante beharren können. Denn dass alternative Trassenführungen nur aus Jux und Dollerei geprüft werden, kann niemand allen Ernstes geglaubt haben.
Der rechte Ernst scheint in dieser Woche allerdings auch Friederich-Otto Ripke abhanden gekommen zu sein. Anders lässt sich die Aussage des Staatssekretärs nicht erklären, die A 39-Trasse sei "auf Wunsch der Stadt Lüneburg auf die [[Ostumgehung]] verlegt worden". Zum Glück ist Oberbürgermeister [[Ulrich Mädge]] gerade mal weg - unterwegs auf der Pilger-Autobahn. Die unendliche Weite links und rechts des Jakobswegs in Spanien wird das Wutgebrüll von Ulrich dem Roten wesentlich besser schlucken als die historischen Mauern des Rathauses.
Aber wer weiß: Vielleicht stichelt Ripke ja auch nur, weil er noch einen Trumpf in der Hinterhand hat. Schließlich hat die Stadt mit der ehemaligen Schlieffenkaserne noch Großes vor. Zu dumm, dass das Areal eine Liegenschaft des Bundes ist - verwaltet vom Land. Aber hat nicht auch noch Ulrich der Rote einen Joker? Na klar, die A 39-Klage. Zücken oder stecken lassen - reine Verhandlungssache.
Und die Moral von der Geschicht': Sind Debatten auch noch so sachverständig, am Ende wird geschachert. Selbst Autobahnen werden auf dem Basar geplant.
Malte Lühr
}}
==== Leserbrief in der {{LZ}} zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens ====
{{LB|Matthias Wiebe<br>Adendorf}}
{{Kasten|1=
'''<big>Hirnfrei statt autobahnfrei</big>'''
"A 39-Pläne auf Weg nach Berlin", LZ vom 30. August
Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Und nun sind die Unsinns-Pläne also auf dem Weg nach Berlin. Hurra!
Nachdem die politischen Beamten in Hannover und die örtlichen [[Politiker]] die "größte autobahnfreie Gegend" Deutschlands ausgemacht haben, sollten wir Bürger uns doch mal fragen, wo die "größte hirnfreie Gegend" Deutschlands zu finden ist. Aber warum suchen? Ich denke, man hat sie schon gefunden. Nämlich dort, wo solche hirnlosen Planungen stattfinden. Oder sind es gar die Räte mit den einschlägigen politischen Mehrheiten, die solche unsinnigen Milliardenprojekte noch befürworten (aber natürlich nie vor der eigenen Haustür)?
Doch was heißt eigentlich "größte autobahnfreie Gegend" Deutschlands? Was ist das für ein Wert? Ist es die Gegend, wo die höchste Arbeitslosenquote der Republik zu finden ist? Nein! Oder ist es eine der Gegenden Deutschlands, wo die Menschen bisher 60 Jahre zufrieden - im wahrsten Sinne des Wortes - leben konnten, in einer noch einigermaßen intakten Natur und Umwelt? Wohl eher das Letztere. Nun wird es aber Zeit, dass die [[Politiker]] diesen Glücksumstand schnell ändern! Also her mit der Autobahn! Damit die Skandinavier und das östliche Europa rasch auf dieser Transitstrecke durch unsere Vorgärten rauschen können.
Die A39 -Lobby schuldet den Gegnern immer noch die positiven Argumente ([[Nutzen-Kosten-Verhältnis|Nutzen/Kostenrechnung]]) zu solch einer maßlosen Steuerverschwendung. Auch wenn die öffentlichen Kassen sich in den letzten Monaten wieder durch Steuergelder besser füllen, sollten wir alle nicht vergessen, dass es sich um Abgaben der Bürger handelt und nicht um freie Masse, die von politischen Mehrheiten willkürlich für unsinnige Baumaßnahmen verschleudert werden darf.
}}
{{Presseartikel
|Quelle=LP
|Thema=zum Abschluss des Raumordnungsverfahrens
|Headline={{blau|A 39}} Mit mindestens 100 km/h über Lüneburgs Ostumgehung
|Untertitel=Abschluss des Raumordnungsverfahrens · Streckenverlauf vorgestellt
|Autor=[[Bild:LP 2007 09 01.gif|thumb|546px]](bec/sta)
|Ort=Lüneburg
|Text=Dass es Gegenwind geben würde, war von vornherein klar. So kam es dann auch am vergangenen
Mittwoch, als Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke in Vertretung für Minister Hans-Heinrich Ehlen ([[CDU]]) in Lüneburg offiziell die Pläne für den Bau der A39 (siehe Karte) vorstellte.
Zunächst verläuft die Trasse
aus Richtung Hamburg auf der
A250, dann auf der Ostumgehung durch Lüneburg-Moorfeld - zum Ärger der Anwohner,
die ihrem Ärger bei Ripkes Präsentation persönlich mit einer
Demo Luft verschafften. Zwar sei
hier wegen der Kurve auf der
Ostumgehung über ein Tempolimit zu reden, so Ripke, Dirk Möller, zuständiger Leiter der
Lüneburger Landesbehörde für
Straßenbau und verkehr, meinte
aber gegenüber der LZ: „Unter 100 km/h wird es kaum liegen."
Im weiteren Verlauf verlässt die Autobahn bei Hagen die [[Ostumgehung]], quert die B 216 sowie den Elbeseitenkanal zu dem sie die nächsten Kilometer fast parallel liegt.
Für die Melbecker und die B4 hat Dr. Holger Manthey von der Regierungsvertretung Lüneburg allerdings keine guten Nachrichten. Der Verkehr werde dort nicht weniger werden. Allein die jetzige Situation verschlimmere sich nicht. Es bleibt also spannend, ob der Gegenwind nicht noch stärker wird.
|Link=
}}
{{Pressefuss|August 2007|Oktober 2007}}
[[Kategorie:Keine A 39]]
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Planfeststellungsverfahren
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Volker
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{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
| Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Autobahnbau der exakte Straßenverlauf unter Beteiligung von Fachbehörden, Trägern öffentlicher Belange, Bürgern etc. bestimmt.
Das P. durch die folgenden Gesetze geregelt:
* [[Verwaltungsverfahrensgesetz]], §§ 72-78 (Planfeststellungsverfahren)
* [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_17_Planfeststellung|Bundesfernstraßengesetz, § 17 (Planfeststellung)]]
* [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz#.C2.A7_3_-_Planfeststellungsverfahren|Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz, § 3 (Planfeststellungsverfahren)]]
|}
== Verfahren der Planfeststellung ==
# '''Planerstellung''' durch den Vorhabenträger
# '''Einreichen des Planes''' bei der zuständigen Genehmigungsbehörde ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 1 VwVfG])<br>Wurde eine eigene Anhörungsbehörde genannt, sind die Unterlagen dort einzureichen.
# '''Anhörungsverfahren''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 2 VwVfG])<br>Einholen von Stellungnahmen betroffener Behörden
# '''Öffentliche Auslegung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 3 VwVfG])<br>- Betroffene können Einwendungen einreichen, in speziellen Planungsfällen auch nicht direkt Betroffene<br>- Auf die Auslegung kann verzichtet werden, wenn der Kreis der Betroffenen bekannt ist und Gelegenheit zur Planeinsicht erhält<br>- Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind Einwendungen ausgeschlossen.<br>- Mit dem Beginn der öffentlichen Auslegung gilt eine Veränderungssperre, nach der wesentlich wertsteigernde oder das Vorhaben wesentlich erschwerende Veränderungen untersagt sind.
# '''Erörterung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__72.html § 72 Abs. 6 VwVfG])<br>- Erörterungstermin muss rechtzeitig bekannt gegeben werden<br>- An der Erörterung sollen Genehmigungsbehörde, Vorhabenträger, berührte Behörden, Betroffene und evtl. weitere schriftlich Einwendende teilnehmen
# '''Weiterleitung der Anhörungsergebnisse''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 9 VwVfG])<br>Die Anhörungsbehörde gibt eine Stellungnahme zum Anhörungsergebnis ab und leitet fristgebunden Stellungnahmen, die Planung und nicht erledigte Einwendungen an die Planfeststellungsbehörde weiter.
# '''Planfeststellungsbeschluss''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__74.html § 74 VwVfG])<br>- Der Planfeststellungsbeschluss ergeht durch die Planfeststellungsbehörde ohne Fristbindung als Verwaltungsakt<br>- Die Behörde hat umfassendes Planungsermessen, es gilt das Abwägungsgebot<br>- der Planfeststellungsbeschluss hat Konzentrationswirkung, d.h. in seinem Rahmen werden auch untergeordnete Genehmigungsverfahren (z.B. Baugenehmigungsverfahren) mit erledigt, d.h. mit Vorliegen des Beschlusses erhält das Projekt die Baureife.
== Planfeststellungsverfahren und Planfeststellungsbeschluss für die A 39 ==
Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] Ende 2008 wird das P. eingeleitet werden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wäre dann frühestens 2011, möglicherweise erst 2013 zu rechnen.
Der Planfeststellungsbeschluss kann von den Betroffenen
beklagt werden, sofern sie im Verfahren
Einwendungen vorgebracht haben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Auch wenn wir bis hierhin (vergeblich?) gegen den Bau der A39 gekämpft haben sollten, bleibt eine geringe Hoffnung, dass unsinnige Verkehrsprojekte auch in dieser vermeintlich abschließenden Planungsphase noch verworfen werden können, wie die folgenden Beipiele zeigen:
* '''Transrapid:''' ''"Nach Abschluss der [[Raumordnungsverfahren]] konnten 1998 die Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.<br>Im Januar 2000 lag dann der erste Planfeststellungsbeschluss vor.<br>Nur einen Monat später, Anfang Februar 2000, kippte die 1998 ins Amt gekommene rot-grüne Bundesregierung die Strecke Hamburg – Berlin. Ihr Argument: Die Strecke sei mit 8,4 Mrd. DM zu teuer geworden."'' [http://home.arcor.de/contrarapid/koenigshofen20011212.pdf#search=%22Raumordnungsverfahren%20abschluss%2039%22]
* '''Elbbrücke:''' Unter Hinweis auf einen groben Verfahrensfehler hat im Juni 2007 das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Elbbrücke Neu Darchau aufgehoben. Begründung: Der planende Landkreis Lüneburg ist nicht zuständig für das mitbetroffene Gebiet des Landkreises Lüchow-Dannenberg.
== Einwendungen im Planfeststellungsverfahren 2012 ==
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2012 ===
Im Planfeststellungsverfahren für den Planungsabschnitt 1 (Lüneburg) sind die Planungsunterlagen auf der Internet-Seite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einsehbar:
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=21197&article_id=105759&_psmand=135
Für Ihre Einwendungen gegen die A39 finden Sie einige Ideen in folgendem Dokument, bedienen Sie sich gerne.
https://docs.google.com/document/d/13NACyn1B2adCY1F-UHm0OK7h0tg3vmKoHmboZzNQols <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_2012.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen 2012.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2012 ===
Am 27. Juni 2012 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2012-06-25_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2012-06-26_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_Volker_Constien.pdf|Einwendungen von Volker Constien]]
[[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten.pdf|Dr. Helmut Riesner: Kritische Wertung des luftschadstofftechnischen Gutachtens]] und [[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten_Anlagen.pdf|zugehörige Anlagen]]
== Planänderungsverfahren 2017 ==
Aufgrund der eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen hat die Vorhabenträgerin Änderungen der ursprünglichen Planung beantragt.
Gegenüber der bisherigen Planung erhält der Abschnitt 1 der A 39 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einen durchgehenden Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung auf einer weiteren Länge von vier Kilometern als zusätzlichen Fahrstreifen zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord (L 216) und Erbstorfer Landstraße. Ferner wurden die Verkehrsuntersuchung auf den Prognosehorizont 2030 fortgeschrieben und die Schall- sowie Luftschadstofftechnischen Untersuchungen aktualisiert. Die Entwässerungsplanung wurde überarbeitet. Neu in die Planunterlagen eingefügt wurden ein Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie, ein Baulärmgutachten sowie eine Schalltechnische Untersuchung zur Ermittlung der Lärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz.
Daneben wurden Unterlagen für die Errichtung des in diesem Planfeststellungsabschnitt vorgesehenen Stützpunktes einer Autobahnmeisterei, die im Bereich der AS B 216, auf der Dreiecksfläche zwischen der A 39, B 216 und der L 221, angeordnet ist, neu eingefügt. Die Umweltbegleitplanung wurde auf Basis aktualisierter Bestandsdaten fortgeschrieben und angepasst.
Die Planänderungen und Ergänzungen sind in der Planunterlage 00_b (Beschreibung der Änderungen der Planfeststellungsunterlagen) zusammengefasst dargestellt.
Das Planfeststellungsänderungsverfahren wurde am 4. August 2017 eingeleitet. Beachten Sie hierzu auch die Presseinformation des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.
Die öffentliche Auslegung der geänderten und ergänzten Planunterlagen ist durch die Planfeststellungsbehörde bei der Hansestadt Lüneburg, der Gemeinde Adendorf, der Samtgemeinde Bardowick und der Samtgemeinde Gellersen für den Zeitraum
vom 28. August 2017 bis einschließlich 27. September 2017
veranlasst worden. Weiterhin ist in diesem Zeitraum auch in den Gemeinden Seevetal und Stelle sowie bei der Stadt Winsen/ Luhe die Auslegung der Planunterlagen vorgesehen. Diese Kommunen sind von mehr als nur geringfügigen Verkehrslärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz betroffen.
Die betroffene Öffentlichkeit hat innerhalb einer auf sechs Wochen verlängerten Frist nach Ablauf der Auslegung, also bis einschließlich 8. November 2017, Gelegenheit zur Äußerung. Äußerungen, die im Anhörungsverfahren zu den ursprünglichen Planunterlagen von 2012 vorgetragen wurden, bleiben weiterhin Gegenstand des laufenden Planfeststellungsverfahrens.
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2017 ===
Die Planunterlagen können unter https://uvp.niedersachsen.de/documents/ingrid-group_ige-iplug-ni/AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0/Planunterlagen.zip heruntergeladen werden.
Bitte schreiben Sie eine Einwendung. Nur so können Sie ihre Rechte in einer eventuellen späteren Klage wahren.
Eine Vorlage für ein Anschreiben und Vorformulierungen einiger interessanter Einwendungspunkte finden Sie unter https://docs.google.com/document/d/1xnXHbHSnqq_9thGRaafPgk5eUjqkjb-q8Fq_VIvloig <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_von_2017.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen von 2017.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2017 ===
Am 8. November 2017 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2017-11-06_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
Dieses Dokument enthält mehrere Verweise auf ältere Dokumente und auf folgende Dokumente aus dem Jahr 2017:
[https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809| Untersuchung vom 18.10.2017 zum Rückgang der Insektenbestände in westeuropäischen Schutzgebieten (75 % Rückgang in 27 Jahren)]
[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/121/1812195.pdf| Antwort der Bundesregierung vom 2.5.2017 auf eine Kleine Anfrage zum Rückgang der Vogelbestände in Deutschland]
[https://www.lzplay.de/index.php/2017/07/12/schwarzstorch-flaniert-durch-erbstorf/| Landeszeitung Lüneburg am 12.7.2017 über Schwarzstorch-Sichtung in Erbstorf]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrslaerm/strassenverkehrslaerm| Informationen des Umweltbundesamtes vom 23.8.2017 zu Straßenverkehrslärm]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide| Informationen des Umweltbundesamtes vom 17.10.2016 zu Stickoxiden]
[[Media:2017-10-22_A39_Einwendung_Dr._Gade.pdf|Einwendungen A39 Abschnitt 1 vom 22.10.2017 von Dr. Christian Gade (Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde aus Moorfeld)]]
=== Erörterung 2020 ===
Ein Erörterungstermin war bereits für den 24. bis 26 oder (falls nötig) 27. März 2020 angesetzt, er sollte in der Lüneburger Ritterakademie stattfinden, musste aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die Corona-Krisen-Gesetzgebung ermöglichte der Planungsbehörde, den Erörterungstermin durch eine Online-Konsultation zu ersetzen. Den Einwendern von 2017 wurde ein ungefähr auf den jeweiligen Einwender passender Auszug aus der [[Media:A39_BA_1_Gesamterwiderung.pdf|Gesamterwiderung]] zugesandt, die aktualisierten Planungsunterlagen wurden vom dann durfte nochmal schriftlich zu dem dann einmalig schriftlich Stellung genommen werden durfte. Eine Diskussion wie in einem Erörterungstermin kann so natürlich nicht stattfinden. Interessierte können folgende Stellungnahmen anschauen:
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 BI Lüne-Moorfeld.pdf|Stellungnahme der BI Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Stellungnahme von Volker Constien]]
Bei der Erstellung dieser Stellungnahmen haben andere Bürgerinitiativen gegen die A39 sowie der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39 massiv unterstützt.
Erst nach 11 Monaten, am 9. August 2021, kam die Erwiderung der Planungsbehörde zusammen mit der Stellungnahme der Planfeststellungsbehörde. Es werden mehrere neue Planungsunterlagen angekündigt, zu denen eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist. Auch die Richtlinien für Lärmschutz von 2019, die im März 2021 die uralten Richtlinien für Lärmschutz von 1990 abgelöst haben, werden eingearbeitet.
Unklar ist, ob es aufgrund der anstehenden Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans überhaupt noch zu einer weiteren Auslegung der neuen Planungsunterlagen kommen wird, oder ob die Planungen für die A39 schon vorher beendet werden. Denn die A39 ist eine der unwirtschaftlichsten Autobahn-Neubauplanungen und die Unterlassung ihres Baus und die damit erreichbare Ersparnis an Flächenversiegelung ist aus Klimaschutzgründen vorzuziehen.
== Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel 2021 ==
Der „Ideen-Countdown“ für den „Gestaltungsdialog Lüneburger Deckel“ läuft noch bis zum 30. September. Bis dahin gibt es eine gute Möglichkeit, den Planenden recht freundlich unsere Meinung zum Autobahn-Neubau auch im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe mitzuteilen.
Interessierte können sich den [[Media:2021-09-17 GestaltungsdialogVC.pdf|Anmelde-Text von Volker Constien]] anschauen oder die [[Media:2021-09 GestaltungsdialogEinAnwohner.jpg|Anmeldung eines Anwohners]]
Bitte machen auch Sie mit: https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen
Angekündigt war die Veranstaltung schon in der Landeszeitung vom 24. Juli: http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Presseberichte_Juli_2021#24._Juli_2021
Es wurde fleißig weiter geplant, Ideen von Bürgern gesammelt, daraus "nachhaltige" Konzepte entwickelt und mit guter Kommunikation inkl. Einladung zur Besichtigung des A7-Deckels in Stellingen "den Bürger" mitzunehmen.
== Zweites Planänderungsverfahren 2022 ==
Die Dokumente der zweiten Änderung der Planungsunterlagen werden zwischen 18. Mai und 17. Juni öffentlich ausgelegt.
Online sind sie während der Auslegungszeit zugänglich beim [https://uvp.niedersachsen.de/trefferanzeige?docuuid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-ni&docid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0 Niedersächsischen UVP-Portal] und bei der
[https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=3727 Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr].
Nach der Auslegungszeit bleibt eine Kopie der Planunterlagen weiterhin zugänglich unter [https://mega.nz/fm/xL4Q1brR diesem Link].
Die Frist für Einwendungen endet am 18. Juli.
Näheres in der [https://www.hansestadtlueneburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-8243/16493_read-87115 Bekanntmachung der Stadt Lüneburg].
Die BI Lüne-Moorfeld ruft dazu auf, an dem Verfahren zu beteiligen und bis zum 18. Juli 2022 Einwendungen einzureichen.
Nehmt in eurem Einwendungsschreiben diesmal gerne auch Bezug auf:
* das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015
* den danach beschlossenen, diesem Abkommen jedoch nicht entsprechenden Bundesverkehrswegeplan von 2016
* das [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts] vom 24. März 2021
* das [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-rechtsgutachten-bundesverkehrswegeplan-ist-verfassungswidrig-neue-bundesregierung-muss-fernstrassenbau-sofort-stoppen Gutachten des BUND] von 2021 zu diesem Sachverhalt
'''Am Tag vor Ende der Abgabefrist gibt es eine
<gallery>
Datei:2022-07-17_Fahraddemo_800x800.jpg|[https://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=Aktuelles_%26_Termine#17.07.2022:_Fahrraddemo_f.C3.BCr_Klimagerechtigkeit| Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit]
</gallery>'''
Hier sind die [[Media:2022-07-07 Einwendungen A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Einwendung von Volker Constien]] und die [[Media:2022-07-15 Einwendung 2PFV DP.pdf|Einwendung von Doris Paland]].
Am 22./23.06.2023 fand ein Erörterungstermin statt, hier ist die [https://mega.nz/folder/0TBk3JIA#nYX4Z_pEpybPltZuQ8utJw/folder/pKo2lYAY Niederschrift].
== Planfeststellungsbeschluss 2024/2025 ==
Am 18.12.2024 wurde die Planfeststellung beschlossen, darüber wurde am 17.01.2025 informiert [https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/uber_uns/presse/presseinformationen/planfeststellungsbeschluss-fur-1-bauabschnitt-der-a-39-liegt-vor-238790.html| beim Niedersächsischen Verkehrsministerium] und [https://luene-blog.de/planfeststellungsbeschluss-a39-lob-spd-cdu-kritik-klimakollektiv-lueneburg/| bei Lüne-Blog].
<br>
Die Dokumente sind vom 22.01.2025 bis 04.02.2025 öffentlich ausgelegt und online abrufbar [https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=6211| bei der NLStbV].
<br>
Bis zum 04.03.2025 kann beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht werden.
Der BUND Landesverband Niedersachsen würde das tun, benötigt dafür aber ca. 60000 - 80000 €.
Der BUND Regionalverband Elbe-Heide stellt sein Konto als Spendenkonto zur Verfügung: [https://www.bund-elbe-heide.de/service/meldungen/detail/news/keine-a-39-auch-nicht-durch-lueneburg-spendenaufruf/| Spendenaufruf des BUND Regionalverbands Elbe-Heide] und [https://t.me/KeineA39/307| im A39-Infokanal]
<b>Alle sind aufgerufen, beim Sammeln von Spenden zu helfen bzw. selbst zu spenden.</b>
<gallery>
Datei:2025-01-26_Spendenaufruf.jpg|[https://www.bund-elbe-heide.de/service/meldungen/detail/news/keine-a-39-auch-nicht-durch-lueneburg-spendenaufruf/| Spendenaufruf des BUND Regionalverbands Elbe-Heide]
</gallery>
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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1961
1958
2025-03-09T19:11:08Z
Volker
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/* Planfeststellungsbeschluss 2024/2025 */
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| Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Autobahnbau der exakte Straßenverlauf unter Beteiligung von Fachbehörden, Trägern öffentlicher Belange, Bürgern etc. bestimmt.
Das P. durch die folgenden Gesetze geregelt:
* [[Verwaltungsverfahrensgesetz]], §§ 72-78 (Planfeststellungsverfahren)
* [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_17_Planfeststellung|Bundesfernstraßengesetz, § 17 (Planfeststellung)]]
* [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz#.C2.A7_3_-_Planfeststellungsverfahren|Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz, § 3 (Planfeststellungsverfahren)]]
|}
== Verfahren der Planfeststellung ==
# '''Planerstellung''' durch den Vorhabenträger
# '''Einreichen des Planes''' bei der zuständigen Genehmigungsbehörde ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 1 VwVfG])<br>Wurde eine eigene Anhörungsbehörde genannt, sind die Unterlagen dort einzureichen.
# '''Anhörungsverfahren''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 2 VwVfG])<br>Einholen von Stellungnahmen betroffener Behörden
# '''Öffentliche Auslegung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 3 VwVfG])<br>- Betroffene können Einwendungen einreichen, in speziellen Planungsfällen auch nicht direkt Betroffene<br>- Auf die Auslegung kann verzichtet werden, wenn der Kreis der Betroffenen bekannt ist und Gelegenheit zur Planeinsicht erhält<br>- Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind Einwendungen ausgeschlossen.<br>- Mit dem Beginn der öffentlichen Auslegung gilt eine Veränderungssperre, nach der wesentlich wertsteigernde oder das Vorhaben wesentlich erschwerende Veränderungen untersagt sind.
# '''Erörterung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__72.html § 72 Abs. 6 VwVfG])<br>- Erörterungstermin muss rechtzeitig bekannt gegeben werden<br>- An der Erörterung sollen Genehmigungsbehörde, Vorhabenträger, berührte Behörden, Betroffene und evtl. weitere schriftlich Einwendende teilnehmen
# '''Weiterleitung der Anhörungsergebnisse''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 9 VwVfG])<br>Die Anhörungsbehörde gibt eine Stellungnahme zum Anhörungsergebnis ab und leitet fristgebunden Stellungnahmen, die Planung und nicht erledigte Einwendungen an die Planfeststellungsbehörde weiter.
# '''Planfeststellungsbeschluss''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__74.html § 74 VwVfG])<br>- Der Planfeststellungsbeschluss ergeht durch die Planfeststellungsbehörde ohne Fristbindung als Verwaltungsakt<br>- Die Behörde hat umfassendes Planungsermessen, es gilt das Abwägungsgebot<br>- der Planfeststellungsbeschluss hat Konzentrationswirkung, d.h. in seinem Rahmen werden auch untergeordnete Genehmigungsverfahren (z.B. Baugenehmigungsverfahren) mit erledigt, d.h. mit Vorliegen des Beschlusses erhält das Projekt die Baureife.
== Planfeststellungsverfahren und Planfeststellungsbeschluss für die A 39 ==
Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] Ende 2008 wird das P. eingeleitet werden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wäre dann frühestens 2011, möglicherweise erst 2013 zu rechnen.
Der Planfeststellungsbeschluss kann von den Betroffenen
beklagt werden, sofern sie im Verfahren
Einwendungen vorgebracht haben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Auch wenn wir bis hierhin (vergeblich?) gegen den Bau der A39 gekämpft haben sollten, bleibt eine geringe Hoffnung, dass unsinnige Verkehrsprojekte auch in dieser vermeintlich abschließenden Planungsphase noch verworfen werden können, wie die folgenden Beipiele zeigen:
* '''Transrapid:''' ''"Nach Abschluss der [[Raumordnungsverfahren]] konnten 1998 die Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.<br>Im Januar 2000 lag dann der erste Planfeststellungsbeschluss vor.<br>Nur einen Monat später, Anfang Februar 2000, kippte die 1998 ins Amt gekommene rot-grüne Bundesregierung die Strecke Hamburg – Berlin. Ihr Argument: Die Strecke sei mit 8,4 Mrd. DM zu teuer geworden."'' [http://home.arcor.de/contrarapid/koenigshofen20011212.pdf#search=%22Raumordnungsverfahren%20abschluss%2039%22]
* '''Elbbrücke:''' Unter Hinweis auf einen groben Verfahrensfehler hat im Juni 2007 das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Elbbrücke Neu Darchau aufgehoben. Begründung: Der planende Landkreis Lüneburg ist nicht zuständig für das mitbetroffene Gebiet des Landkreises Lüchow-Dannenberg.
== Einwendungen im Planfeststellungsverfahren 2012 ==
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2012 ===
Im Planfeststellungsverfahren für den Planungsabschnitt 1 (Lüneburg) sind die Planungsunterlagen auf der Internet-Seite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einsehbar:
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=21197&article_id=105759&_psmand=135
Für Ihre Einwendungen gegen die A39 finden Sie einige Ideen in folgendem Dokument, bedienen Sie sich gerne.
https://docs.google.com/document/d/13NACyn1B2adCY1F-UHm0OK7h0tg3vmKoHmboZzNQols <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_2012.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen 2012.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2012 ===
Am 27. Juni 2012 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2012-06-25_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2012-06-26_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_Volker_Constien.pdf|Einwendungen von Volker Constien]]
[[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten.pdf|Dr. Helmut Riesner: Kritische Wertung des luftschadstofftechnischen Gutachtens]] und [[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten_Anlagen.pdf|zugehörige Anlagen]]
== Planänderungsverfahren 2017 ==
Aufgrund der eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen hat die Vorhabenträgerin Änderungen der ursprünglichen Planung beantragt.
Gegenüber der bisherigen Planung erhält der Abschnitt 1 der A 39 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einen durchgehenden Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung auf einer weiteren Länge von vier Kilometern als zusätzlichen Fahrstreifen zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord (L 216) und Erbstorfer Landstraße. Ferner wurden die Verkehrsuntersuchung auf den Prognosehorizont 2030 fortgeschrieben und die Schall- sowie Luftschadstofftechnischen Untersuchungen aktualisiert. Die Entwässerungsplanung wurde überarbeitet. Neu in die Planunterlagen eingefügt wurden ein Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie, ein Baulärmgutachten sowie eine Schalltechnische Untersuchung zur Ermittlung der Lärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz.
Daneben wurden Unterlagen für die Errichtung des in diesem Planfeststellungsabschnitt vorgesehenen Stützpunktes einer Autobahnmeisterei, die im Bereich der AS B 216, auf der Dreiecksfläche zwischen der A 39, B 216 und der L 221, angeordnet ist, neu eingefügt. Die Umweltbegleitplanung wurde auf Basis aktualisierter Bestandsdaten fortgeschrieben und angepasst.
Die Planänderungen und Ergänzungen sind in der Planunterlage 00_b (Beschreibung der Änderungen der Planfeststellungsunterlagen) zusammengefasst dargestellt.
Das Planfeststellungsänderungsverfahren wurde am 4. August 2017 eingeleitet. Beachten Sie hierzu auch die Presseinformation des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.
Die öffentliche Auslegung der geänderten und ergänzten Planunterlagen ist durch die Planfeststellungsbehörde bei der Hansestadt Lüneburg, der Gemeinde Adendorf, der Samtgemeinde Bardowick und der Samtgemeinde Gellersen für den Zeitraum
vom 28. August 2017 bis einschließlich 27. September 2017
veranlasst worden. Weiterhin ist in diesem Zeitraum auch in den Gemeinden Seevetal und Stelle sowie bei der Stadt Winsen/ Luhe die Auslegung der Planunterlagen vorgesehen. Diese Kommunen sind von mehr als nur geringfügigen Verkehrslärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz betroffen.
Die betroffene Öffentlichkeit hat innerhalb einer auf sechs Wochen verlängerten Frist nach Ablauf der Auslegung, also bis einschließlich 8. November 2017, Gelegenheit zur Äußerung. Äußerungen, die im Anhörungsverfahren zu den ursprünglichen Planunterlagen von 2012 vorgetragen wurden, bleiben weiterhin Gegenstand des laufenden Planfeststellungsverfahrens.
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2017 ===
Die Planunterlagen können unter https://uvp.niedersachsen.de/documents/ingrid-group_ige-iplug-ni/AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0/Planunterlagen.zip heruntergeladen werden.
Bitte schreiben Sie eine Einwendung. Nur so können Sie ihre Rechte in einer eventuellen späteren Klage wahren.
Eine Vorlage für ein Anschreiben und Vorformulierungen einiger interessanter Einwendungspunkte finden Sie unter https://docs.google.com/document/d/1xnXHbHSnqq_9thGRaafPgk5eUjqkjb-q8Fq_VIvloig <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_von_2017.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen von 2017.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2017 ===
Am 8. November 2017 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2017-11-06_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
Dieses Dokument enthält mehrere Verweise auf ältere Dokumente und auf folgende Dokumente aus dem Jahr 2017:
[https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809| Untersuchung vom 18.10.2017 zum Rückgang der Insektenbestände in westeuropäischen Schutzgebieten (75 % Rückgang in 27 Jahren)]
[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/121/1812195.pdf| Antwort der Bundesregierung vom 2.5.2017 auf eine Kleine Anfrage zum Rückgang der Vogelbestände in Deutschland]
[https://www.lzplay.de/index.php/2017/07/12/schwarzstorch-flaniert-durch-erbstorf/| Landeszeitung Lüneburg am 12.7.2017 über Schwarzstorch-Sichtung in Erbstorf]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrslaerm/strassenverkehrslaerm| Informationen des Umweltbundesamtes vom 23.8.2017 zu Straßenverkehrslärm]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide| Informationen des Umweltbundesamtes vom 17.10.2016 zu Stickoxiden]
[[Media:2017-10-22_A39_Einwendung_Dr._Gade.pdf|Einwendungen A39 Abschnitt 1 vom 22.10.2017 von Dr. Christian Gade (Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde aus Moorfeld)]]
=== Erörterung 2020 ===
Ein Erörterungstermin war bereits für den 24. bis 26 oder (falls nötig) 27. März 2020 angesetzt, er sollte in der Lüneburger Ritterakademie stattfinden, musste aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die Corona-Krisen-Gesetzgebung ermöglichte der Planungsbehörde, den Erörterungstermin durch eine Online-Konsultation zu ersetzen. Den Einwendern von 2017 wurde ein ungefähr auf den jeweiligen Einwender passender Auszug aus der [[Media:A39_BA_1_Gesamterwiderung.pdf|Gesamterwiderung]] zugesandt, die aktualisierten Planungsunterlagen wurden vom dann durfte nochmal schriftlich zu dem dann einmalig schriftlich Stellung genommen werden durfte. Eine Diskussion wie in einem Erörterungstermin kann so natürlich nicht stattfinden. Interessierte können folgende Stellungnahmen anschauen:
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 BI Lüne-Moorfeld.pdf|Stellungnahme der BI Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Stellungnahme von Volker Constien]]
Bei der Erstellung dieser Stellungnahmen haben andere Bürgerinitiativen gegen die A39 sowie der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39 massiv unterstützt.
Erst nach 11 Monaten, am 9. August 2021, kam die Erwiderung der Planungsbehörde zusammen mit der Stellungnahme der Planfeststellungsbehörde. Es werden mehrere neue Planungsunterlagen angekündigt, zu denen eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist. Auch die Richtlinien für Lärmschutz von 2019, die im März 2021 die uralten Richtlinien für Lärmschutz von 1990 abgelöst haben, werden eingearbeitet.
Unklar ist, ob es aufgrund der anstehenden Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans überhaupt noch zu einer weiteren Auslegung der neuen Planungsunterlagen kommen wird, oder ob die Planungen für die A39 schon vorher beendet werden. Denn die A39 ist eine der unwirtschaftlichsten Autobahn-Neubauplanungen und die Unterlassung ihres Baus und die damit erreichbare Ersparnis an Flächenversiegelung ist aus Klimaschutzgründen vorzuziehen.
== Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel 2021 ==
Der „Ideen-Countdown“ für den „Gestaltungsdialog Lüneburger Deckel“ läuft noch bis zum 30. September. Bis dahin gibt es eine gute Möglichkeit, den Planenden recht freundlich unsere Meinung zum Autobahn-Neubau auch im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe mitzuteilen.
Interessierte können sich den [[Media:2021-09-17 GestaltungsdialogVC.pdf|Anmelde-Text von Volker Constien]] anschauen oder die [[Media:2021-09 GestaltungsdialogEinAnwohner.jpg|Anmeldung eines Anwohners]]
Bitte machen auch Sie mit: https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen
Angekündigt war die Veranstaltung schon in der Landeszeitung vom 24. Juli: http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Presseberichte_Juli_2021#24._Juli_2021
Es wurde fleißig weiter geplant, Ideen von Bürgern gesammelt, daraus "nachhaltige" Konzepte entwickelt und mit guter Kommunikation inkl. Einladung zur Besichtigung des A7-Deckels in Stellingen "den Bürger" mitzunehmen.
== Zweites Planänderungsverfahren 2022 ==
Die Dokumente der zweiten Änderung der Planungsunterlagen werden zwischen 18. Mai und 17. Juni öffentlich ausgelegt.
Online sind sie während der Auslegungszeit zugänglich beim [https://uvp.niedersachsen.de/trefferanzeige?docuuid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-ni&docid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0 Niedersächsischen UVP-Portal] und bei der
[https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=3727 Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr].
Nach der Auslegungszeit bleibt eine Kopie der Planunterlagen weiterhin zugänglich unter [https://mega.nz/fm/xL4Q1brR diesem Link].
Die Frist für Einwendungen endet am 18. Juli.
Näheres in der [https://www.hansestadtlueneburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-8243/16493_read-87115 Bekanntmachung der Stadt Lüneburg].
Die BI Lüne-Moorfeld ruft dazu auf, an dem Verfahren zu beteiligen und bis zum 18. Juli 2022 Einwendungen einzureichen.
Nehmt in eurem Einwendungsschreiben diesmal gerne auch Bezug auf:
* das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015
* den danach beschlossenen, diesem Abkommen jedoch nicht entsprechenden Bundesverkehrswegeplan von 2016
* das [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts] vom 24. März 2021
* das [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-rechtsgutachten-bundesverkehrswegeplan-ist-verfassungswidrig-neue-bundesregierung-muss-fernstrassenbau-sofort-stoppen Gutachten des BUND] von 2021 zu diesem Sachverhalt
'''Am Tag vor Ende der Abgabefrist gibt es eine
<gallery>
Datei:2022-07-17_Fahraddemo_800x800.jpg|[https://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=Aktuelles_%26_Termine#17.07.2022:_Fahrraddemo_f.C3.BCr_Klimagerechtigkeit| Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit]
</gallery>'''
Hier sind die [[Media:2022-07-07 Einwendungen A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Einwendung von Volker Constien]] und die [[Media:2022-07-15 Einwendung 2PFV DP.pdf|Einwendung von Doris Paland]].
Am 22./23.06.2023 fand ein Erörterungstermin statt, hier ist die [https://mega.nz/folder/0TBk3JIA#nYX4Z_pEpybPltZuQ8utJw/folder/pKo2lYAY Niederschrift].
== Planfeststellungsbeschluss 2024/2025 ==
Am 18.12.2024 wurde die Planfeststellung beschlossen, darüber wurde am 17.01.2025 informiert [https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/uber_uns/presse/presseinformationen/planfeststellungsbeschluss-fur-1-bauabschnitt-der-a-39-liegt-vor-238790.html| beim Niedersächsischen Verkehrsministerium] und [https://luene-blog.de/planfeststellungsbeschluss-a39-lob-spd-cdu-kritik-klimakollektiv-lueneburg/| bei Lüne-Blog].
<br>
Die Dokumente sind vom 22.01.2025 bis 04.02.2025 öffentlich ausgelegt und online abrufbar [https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=6211| bei der NLStbV].
<br>
Bis zum 04.03.2025 kann beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht werden.
Der BUND Landesverband Niedersachsen würde das tun, benötigt dafür aber ca. 60000 - 80000 €.
Der BUND Regionalverband Elbe-Heide stellt sein Konto als Spendenkonto zur Verfügung: [https://www.bund-elbe-heide.de/service/meldungen/detail/news/keine-a-39-auch-nicht-durch-lueneburg-spendenaufruf/| Spendenaufruf des BUND Regionalverbands Elbe-Heide] und [https://t.me/KeineA39/307| im A39-Infokanal]
<b>Alle sind aufgerufen, beim Sammeln von Spenden zu helfen bzw. selbst zu spenden.</b>
<gallery>
Datei:2025-01-26_Spendenaufruf.jpg|[https://www.bund-elbe-heide.de/service/meldungen/detail/news/keine-a-39-auch-nicht-durch-lueneburg-spendenaufruf/| Spendenaufruf des BUND Regionalverbands Elbe-Heide]
</gallery>
<b>Am 3. März 2025 hat der BUND Niedersachsen seine Klage eingereicht.</b><br>
Die Mehrheit aus SPD, CDU und FDP im Lüpneburger Stadtrat hat der Stadt Lüneburg untersagt, die Berücksichtigung ihrer Belange (mangelhaftes Umleitungskonzept, mehr Lärm wegen höher prognostizierter LKW-Zahlen, Anbindung Geberbegebiet Bilmer Berg II) gerichtlich überpüfen zu lassen.
Siehe [https://luene-blog.de/1-abschnitt-a39-rat-klagt-nicht-bund-niedersachsen-klagt/| Lüne-Blog].
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
d92edccb2d7dae304d9338a50ecfc857fd4ecf2f
1962
1961
2025-03-09T19:11:37Z
Volker
4
/* Planfeststellungsbeschluss 2024/2025 */
wikitext
text/x-wiki
{|
| {{bsw}}Paragraf.gif
| Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] wird im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Autobahnbau der exakte Straßenverlauf unter Beteiligung von Fachbehörden, Trägern öffentlicher Belange, Bürgern etc. bestimmt.
Das P. durch die folgenden Gesetze geregelt:
* [[Verwaltungsverfahrensgesetz]], §§ 72-78 (Planfeststellungsverfahren)
* [[Bundesfernstra%C3%9Fengesetz#.C2.A7_17_Planfeststellung|Bundesfernstraßengesetz, § 17 (Planfeststellung)]]
* [[Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz#.C2.A7_3_-_Planfeststellungsverfahren|Verkehrswegeplanungsbeschleunigungsgesetz, § 3 (Planfeststellungsverfahren)]]
|}
== Verfahren der Planfeststellung ==
# '''Planerstellung''' durch den Vorhabenträger
# '''Einreichen des Planes''' bei der zuständigen Genehmigungsbehörde ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 1 VwVfG])<br>Wurde eine eigene Anhörungsbehörde genannt, sind die Unterlagen dort einzureichen.
# '''Anhörungsverfahren''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 2 VwVfG])<br>Einholen von Stellungnahmen betroffener Behörden
# '''Öffentliche Auslegung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 3 VwVfG])<br>- Betroffene können Einwendungen einreichen, in speziellen Planungsfällen auch nicht direkt Betroffene<br>- Auf die Auslegung kann verzichtet werden, wenn der Kreis der Betroffenen bekannt ist und Gelegenheit zur Planeinsicht erhält<br>- Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind Einwendungen ausgeschlossen.<br>- Mit dem Beginn der öffentlichen Auslegung gilt eine Veränderungssperre, nach der wesentlich wertsteigernde oder das Vorhaben wesentlich erschwerende Veränderungen untersagt sind.
# '''Erörterung''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__72.html § 72 Abs. 6 VwVfG])<br>- Erörterungstermin muss rechtzeitig bekannt gegeben werden<br>- An der Erörterung sollen Genehmigungsbehörde, Vorhabenträger, berührte Behörden, Betroffene und evtl. weitere schriftlich Einwendende teilnehmen
# '''Weiterleitung der Anhörungsergebnisse''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__73.html § 73 Abs. 9 VwVfG])<br>Die Anhörungsbehörde gibt eine Stellungnahme zum Anhörungsergebnis ab und leitet fristgebunden Stellungnahmen, die Planung und nicht erledigte Einwendungen an die Planfeststellungsbehörde weiter.
# '''Planfeststellungsbeschluss''' ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/vwvfg/__74.html § 74 VwVfG])<br>- Der Planfeststellungsbeschluss ergeht durch die Planfeststellungsbehörde ohne Fristbindung als Verwaltungsakt<br>- Die Behörde hat umfassendes Planungsermessen, es gilt das Abwägungsgebot<br>- der Planfeststellungsbeschluss hat Konzentrationswirkung, d.h. in seinem Rahmen werden auch untergeordnete Genehmigungsverfahren (z.B. Baugenehmigungsverfahren) mit erledigt, d.h. mit Vorliegen des Beschlusses erhält das Projekt die Baureife.
== Planfeststellungsverfahren und Planfeststellungsbeschluss für die A 39 ==
Nach erfolgter [[Linienbestimmung]] Ende 2008 wird das P. eingeleitet werden. Mit dem Planfeststellungsbeschluss wäre dann frühestens 2011, möglicherweise erst 2013 zu rechnen.
Der Planfeststellungsbeschluss kann von den Betroffenen
beklagt werden, sofern sie im Verfahren
Einwendungen vorgebracht haben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Auch wenn wir bis hierhin (vergeblich?) gegen den Bau der A39 gekämpft haben sollten, bleibt eine geringe Hoffnung, dass unsinnige Verkehrsprojekte auch in dieser vermeintlich abschließenden Planungsphase noch verworfen werden können, wie die folgenden Beipiele zeigen:
* '''Transrapid:''' ''"Nach Abschluss der [[Raumordnungsverfahren]] konnten 1998 die Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.<br>Im Januar 2000 lag dann der erste Planfeststellungsbeschluss vor.<br>Nur einen Monat später, Anfang Februar 2000, kippte die 1998 ins Amt gekommene rot-grüne Bundesregierung die Strecke Hamburg – Berlin. Ihr Argument: Die Strecke sei mit 8,4 Mrd. DM zu teuer geworden."'' [http://home.arcor.de/contrarapid/koenigshofen20011212.pdf#search=%22Raumordnungsverfahren%20abschluss%2039%22]
* '''Elbbrücke:''' Unter Hinweis auf einen groben Verfahrensfehler hat im Juni 2007 das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Elbbrücke Neu Darchau aufgehoben. Begründung: Der planende Landkreis Lüneburg ist nicht zuständig für das mitbetroffene Gebiet des Landkreises Lüchow-Dannenberg.
== Einwendungen im Planfeststellungsverfahren 2012 ==
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2012 ===
Im Planfeststellungsverfahren für den Planungsabschnitt 1 (Lüneburg) sind die Planungsunterlagen auf der Internet-Seite der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr einsehbar:
http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=21197&article_id=105759&_psmand=135
Für Ihre Einwendungen gegen die A39 finden Sie einige Ideen in folgendem Dokument, bedienen Sie sich gerne.
https://docs.google.com/document/d/13NACyn1B2adCY1F-UHm0OK7h0tg3vmKoHmboZzNQols <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_2012.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen 2012.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2012 ===
Am 27. Juni 2012 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2012-06-25_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2012-06-26_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_Volker_Constien.pdf|Einwendungen von Volker Constien]]
[[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten.pdf|Dr. Helmut Riesner: Kritische Wertung des luftschadstofftechnischen Gutachtens]] und [[Media:2012-06-04_Bewertung_Luftgutachten_Anlagen.pdf|zugehörige Anlagen]]
== Planänderungsverfahren 2017 ==
Aufgrund der eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen hat die Vorhabenträgerin Änderungen der ursprünglichen Planung beantragt.
Gegenüber der bisherigen Planung erhält der Abschnitt 1 der A 39 zur Erhöhung der Verkehrssicherheit einen durchgehenden Verflechtungsstreifen je Fahrtrichtung auf einer weiteren Länge von vier Kilometern als zusätzlichen Fahrstreifen zwischen den Anschlussstellen Lüneburg-Nord (L 216) und Erbstorfer Landstraße. Ferner wurden die Verkehrsuntersuchung auf den Prognosehorizont 2030 fortgeschrieben und die Schall- sowie Luftschadstofftechnischen Untersuchungen aktualisiert. Die Entwässerungsplanung wurde überarbeitet. Neu in die Planunterlagen eingefügt wurden ein Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie, ein Baulärmgutachten sowie eine Schalltechnische Untersuchung zur Ermittlung der Lärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz.
Daneben wurden Unterlagen für die Errichtung des in diesem Planfeststellungsabschnitt vorgesehenen Stützpunktes einer Autobahnmeisterei, die im Bereich der AS B 216, auf der Dreiecksfläche zwischen der A 39, B 216 und der L 221, angeordnet ist, neu eingefügt. Die Umweltbegleitplanung wurde auf Basis aktualisierter Bestandsdaten fortgeschrieben und angepasst.
Die Planänderungen und Ergänzungen sind in der Planunterlage 00_b (Beschreibung der Änderungen der Planfeststellungsunterlagen) zusammengefasst dargestellt.
Das Planfeststellungsänderungsverfahren wurde am 4. August 2017 eingeleitet. Beachten Sie hierzu auch die Presseinformation des Nds. Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.
Die öffentliche Auslegung der geänderten und ergänzten Planunterlagen ist durch die Planfeststellungsbehörde bei der Hansestadt Lüneburg, der Gemeinde Adendorf, der Samtgemeinde Bardowick und der Samtgemeinde Gellersen für den Zeitraum
vom 28. August 2017 bis einschließlich 27. September 2017
veranlasst worden. Weiterhin ist in diesem Zeitraum auch in den Gemeinden Seevetal und Stelle sowie bei der Stadt Winsen/ Luhe die Auslegung der Planunterlagen vorgesehen. Diese Kommunen sind von mehr als nur geringfügigen Verkehrslärmsteigerungen im Bestands- und nachgeordneten Straßennetz betroffen.
Die betroffene Öffentlichkeit hat innerhalb einer auf sechs Wochen verlängerten Frist nach Ablauf der Auslegung, also bis einschließlich 8. November 2017, Gelegenheit zur Äußerung. Äußerungen, die im Anhörungsverfahren zu den ursprünglichen Planunterlagen von 2012 vorgetragen wurden, bleiben weiterhin Gegenstand des laufenden Planfeststellungsverfahrens.
=== Planungsdokumente und Ideen für Einwendungen 2017 ===
Die Planunterlagen können unter https://uvp.niedersachsen.de/documents/ingrid-group_ige-iplug-ni/AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0/Planunterlagen.zip heruntergeladen werden.
Bitte schreiben Sie eine Einwendung. Nur so können Sie ihre Rechte in einer eventuellen späteren Klage wahren.
Eine Vorlage für ein Anschreiben und Vorformulierungen einiger interessanter Einwendungspunkte finden Sie unter https://docs.google.com/document/d/1xnXHbHSnqq_9thGRaafPgk5eUjqkjb-q8Fq_VIvloig <br>
oder als [[Media:A39_-_Abschnitt_1_-_Anmerkungen_zu_Planungsunterlagen_von_2017.pdf|PDF-Datei: A39 - Abschnitt 1 - Anmerkungen zu Planungsunterlagen von 2017.pdf]]
=== Einwendungsschreiben 2017 ===
Am 8. November 2017 endete die Abgabefrist für Einwendungen im Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 1.
[[Media:2017-11-06_Einwendungen_A39_Abschnitt_1_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Einwendungen der Bürgerinitiative Lüne-Moorfeld]]
Dieses Dokument enthält mehrere Verweise auf ältere Dokumente und auf folgende Dokumente aus dem Jahr 2017:
[https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809| Untersuchung vom 18.10.2017 zum Rückgang der Insektenbestände in westeuropäischen Schutzgebieten (75 % Rückgang in 27 Jahren)]
[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/121/1812195.pdf| Antwort der Bundesregierung vom 2.5.2017 auf eine Kleine Anfrage zum Rückgang der Vogelbestände in Deutschland]
[https://www.lzplay.de/index.php/2017/07/12/schwarzstorch-flaniert-durch-erbstorf/| Landeszeitung Lüneburg am 12.7.2017 über Schwarzstorch-Sichtung in Erbstorf]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/verkehrslaerm/strassenverkehrslaerm| Informationen des Umweltbundesamtes vom 23.8.2017 zu Straßenverkehrslärm]
[https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide| Informationen des Umweltbundesamtes vom 17.10.2016 zu Stickoxiden]
[[Media:2017-10-22_A39_Einwendung_Dr._Gade.pdf|Einwendungen A39 Abschnitt 1 vom 22.10.2017 von Dr. Christian Gade (Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde aus Moorfeld)]]
=== Erörterung 2020 ===
Ein Erörterungstermin war bereits für den 24. bis 26 oder (falls nötig) 27. März 2020 angesetzt, er sollte in der Lüneburger Ritterakademie stattfinden, musste aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die Corona-Krisen-Gesetzgebung ermöglichte der Planungsbehörde, den Erörterungstermin durch eine Online-Konsultation zu ersetzen. Den Einwendern von 2017 wurde ein ungefähr auf den jeweiligen Einwender passender Auszug aus der [[Media:A39_BA_1_Gesamterwiderung.pdf|Gesamterwiderung]] zugesandt, die aktualisierten Planungsunterlagen wurden vom dann durfte nochmal schriftlich zu dem dann einmalig schriftlich Stellung genommen werden durfte. Eine Diskussion wie in einem Erörterungstermin kann so natürlich nicht stattfinden. Interessierte können folgende Stellungnahmen anschauen:
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 BI Lüne-Moorfeld.pdf|Stellungnahme der BI Lüne-Moorfeld]]
[[Media:2020-09-06 Online-Konsultation A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Stellungnahme von Volker Constien]]
Bei der Erstellung dieser Stellungnahmen haben andere Bürgerinitiativen gegen die A39 sowie der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39 massiv unterstützt.
Erst nach 11 Monaten, am 9. August 2021, kam die Erwiderung der Planungsbehörde zusammen mit der Stellungnahme der Planfeststellungsbehörde. Es werden mehrere neue Planungsunterlagen angekündigt, zu denen eine Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen ist. Auch die Richtlinien für Lärmschutz von 2019, die im März 2021 die uralten Richtlinien für Lärmschutz von 1990 abgelöst haben, werden eingearbeitet.
Unklar ist, ob es aufgrund der anstehenden Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans überhaupt noch zu einer weiteren Auslegung der neuen Planungsunterlagen kommen wird, oder ob die Planungen für die A39 schon vorher beendet werden. Denn die A39 ist eine der unwirtschaftlichsten Autobahn-Neubauplanungen und die Unterlassung ihres Baus und die damit erreichbare Ersparnis an Flächenversiegelung ist aus Klimaschutzgründen vorzuziehen.
== Gestaltungsdialog – Lüneburger Deckel 2021 ==
Der „Ideen-Countdown“ für den „Gestaltungsdialog Lüneburger Deckel“ läuft noch bis zum 30. September. Bis dahin gibt es eine gute Möglichkeit, den Planenden recht freundlich unsere Meinung zum Autobahn-Neubau auch im Zusammenhang mit der Klimakatastrophe mitzuteilen.
Interessierte können sich den [[Media:2021-09-17 GestaltungsdialogVC.pdf|Anmelde-Text von Volker Constien]] anschauen oder die [[Media:2021-09 GestaltungsdialogEinAnwohner.jpg|Anmeldung eines Anwohners]]
Bitte machen auch Sie mit: https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen
Angekündigt war die Veranstaltung schon in der Landeszeitung vom 24. Juli: http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Presseberichte_Juli_2021#24._Juli_2021
Es wurde fleißig weiter geplant, Ideen von Bürgern gesammelt, daraus "nachhaltige" Konzepte entwickelt und mit guter Kommunikation inkl. Einladung zur Besichtigung des A7-Deckels in Stellingen "den Bürger" mitzunehmen.
== Zweites Planänderungsverfahren 2022 ==
Die Dokumente der zweiten Änderung der Planungsunterlagen werden zwischen 18. Mai und 17. Juni öffentlich ausgelegt.
Online sind sie während der Auslegungszeit zugänglich beim [https://uvp.niedersachsen.de/trefferanzeige?docuuid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0&plugid=/ingrid-group:ige-iplug-ni&docid=AF9A609A-FB7B-4274-A75C-48709524ADF0 Niedersächsischen UVP-Portal] und bei der
[https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=3727 Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr].
Nach der Auslegungszeit bleibt eine Kopie der Planunterlagen weiterhin zugänglich unter [https://mega.nz/fm/xL4Q1brR diesem Link].
Die Frist für Einwendungen endet am 18. Juli.
Näheres in der [https://www.hansestadtlueneburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-8243/16493_read-87115 Bekanntmachung der Stadt Lüneburg].
Die BI Lüne-Moorfeld ruft dazu auf, an dem Verfahren zu beteiligen und bis zum 18. Juli 2022 Einwendungen einzureichen.
Nehmt in eurem Einwendungsschreiben diesmal gerne auch Bezug auf:
* das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015
* den danach beschlossenen, diesem Abkommen jedoch nicht entsprechenden Bundesverkehrswegeplan von 2016
* das [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-031.html Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts] vom 24. März 2021
* das [https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-rechtsgutachten-bundesverkehrswegeplan-ist-verfassungswidrig-neue-bundesregierung-muss-fernstrassenbau-sofort-stoppen Gutachten des BUND] von 2021 zu diesem Sachverhalt
'''Am Tag vor Ende der Abgabefrist gibt es eine
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Datei:2022-07-17_Fahraddemo_800x800.jpg|[https://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/index.php?title=Aktuelles_%26_Termine#17.07.2022:_Fahrraddemo_f.C3.BCr_Klimagerechtigkeit| Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit]
</gallery>'''
Hier sind die [[Media:2022-07-07 Einwendungen A39 Abschnitt 1 Volker Constien.pdf|Einwendung von Volker Constien]] und die [[Media:2022-07-15 Einwendung 2PFV DP.pdf|Einwendung von Doris Paland]].
Am 22./23.06.2023 fand ein Erörterungstermin statt, hier ist die [https://mega.nz/folder/0TBk3JIA#nYX4Z_pEpybPltZuQ8utJw/folder/pKo2lYAY Niederschrift].
== Planfeststellungsbeschluss 2024/2025 ==
Am 18.12.2024 wurde die Planfeststellung beschlossen, darüber wurde am 17.01.2025 informiert [https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/uber_uns/presse/presseinformationen/planfeststellungsbeschluss-fur-1-bauabschnitt-der-a-39-liegt-vor-238790.html| beim Niedersächsischen Verkehrsministerium] und [https://luene-blog.de/planfeststellungsbeschluss-a39-lob-spd-cdu-kritik-klimakollektiv-lueneburg/| bei Lüne-Blog].
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Die Dokumente sind vom 22.01.2025 bis 04.02.2025 öffentlich ausgelegt und online abrufbar [https://planfeststellung.strassenbau.niedersachsen.de/verf?action=1&prj=6211| bei der NLStbV].
<br>
Bis zum 04.03.2025 kann beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht werden.
Der BUND Landesverband Niedersachsen würde das tun, benötigt dafür aber ca. 60000 - 80000 €.
Der BUND Regionalverband Elbe-Heide stellt sein Konto als Spendenkonto zur Verfügung: [https://www.bund-elbe-heide.de/service/meldungen/detail/news/keine-a-39-auch-nicht-durch-lueneburg-spendenaufruf/| Spendenaufruf des BUND Regionalverbands Elbe-Heide] und [https://t.me/KeineA39/307| im A39-Infokanal]
<b>Alle sind aufgerufen, beim Sammeln von Spenden zu helfen bzw. selbst zu spenden.</b>
<gallery>
Datei:2025-01-26_Spendenaufruf.jpg|[https://www.bund-elbe-heide.de/service/meldungen/detail/news/keine-a-39-auch-nicht-durch-lueneburg-spendenaufruf/| Spendenaufruf des BUND Regionalverbands Elbe-Heide]
</gallery>
<b>Am 3. März 2025 hat der BUND Niedersachsen seine Klage eingereicht.</b><br>
Die Mehrheit aus SPD, CDU und FDP im Lüpneburger Stadtrat hat der Stadt Lüneburg untersagt, die Berücksichtigung ihrer Belange (mangelhaftes Umleitungskonzept, mehr Lärm wegen höher prognostizierter LKW-Zahlen, Anbindung Geberbegebiet Bilmer Berg II) gerichtlich überpüfen zu lassen.<br>
Siehe [https://luene-blog.de/1-abschnitt-a39-rat-klagt-nicht-bund-niedersachsen-klagt/| Lüne-Blog].
[[Kategorie:Gesetze]]
[[Kategorie:Autobahnplanung]]
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Volker
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= 2025 =
= März 2025 =
====16.3.2025 12 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau ====
[[file:2025-03-16_fahrraddemo.jpg|250px|link=https://t.me/s/KeineA39/316 16.3.2025 12 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]] <br>Näheres im [https://t.me/s/KeineA39/316 A39-Infokanal],<br>bei [https://luene-blog.de/16-maerz-2025-fahrrad-fahrn-gegen-autobahn-keine-a39/ Lüneblog]<br>und bei [https://www.instagram.com/p/DGvi-DlspYW Instagram].<br>Zur Klage: bei [https://luene-blog.de/1-abschnitt-a39-rat-klagt-nicht-bund-niedersachsen-klagt/ Lüneblog].
= 2024 =
= Mai 2024 =
==== 10.-12.5.2024: Vernetzungs- und Protest-Radtour von Wolfsburg nach Lüneburg (entlang der geplanten A39-Strecke) ====
[[file:2023-05-10_a39-radtour.jpg|400px|link=https://a39-stoppen.de|10.-12.5.2024: Vernetzungs- und Protest-Radtour von Wolfsburg nach Lüneburg (entlang der geplanten A39-Strecke)]] Näheres (inkl. Kontaktaufnahme für Teilnahme) auf der [https://a39-stoppen.de Homepage]
= April 2024 =
====21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau ====
[[file:2024-04-21_fahrraddemo.jpg|300px|link=https://t.me/s/KeineA39/237 21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]] Näheres im [https://t.me/s/KeineA39/237 A39-Infokanal], bei [https://luene-blog.de/fahrrad-demo-gegen-a39-21-april-radtour-wolfsburg-lueneburg-10-12-mai-2024/ Lüneblog] und bei [https://www.instagram.com/p/C5Ye_bRMEoN/?igsh=MXBxNGlyMmExMmtybg Instagram] (5 Slides zum Weiterblättern)
[[file:2024-04-21_fahrraddemo2.jpg|300px|link=https://www.instagram.com/p/C5Ye_bRMEoN/?igsh=MXBxNGlyMmExMmtybg== 21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]] [[file:2024-04-21_fahrraddemo3.jpg|440px|link=https://www.instagram.com/p/C5Ye_bRMEoN/?igsh=MXBxNGlyMmExMmtybg== 21.4.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: Fahrraddemo für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende und gegen Autobahnbau]]
= März 2024 =
==== [https://t.me/s/FFF_lueneburg/356 1.3.2024 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg: FFF - Globaler Klimastreik] ====
= 2023 =
= Oktober 2023 =
==== [https://luene-blog.de/wald-statt-asphalt-banner-aktion-gegen-a39-am-1-oktober-2023 01.10.2023 12:00 Uhr, Lüneburg, Clamart-Park: Fahrraddemo zur Riesenbanner-Aktion in Hagen] ====
Teil der [https://wald-statt-asphalt.net/ausbaustopp-jetzt Aktionstage "Ausbaustopp jetzt" von "Wald statt Asphalt"]
<gallery>
Datei:2023-10-01_Banner-Aktion.jpg|[https://luene-blog.de/a39-banneraktion-zeigt-ort-der-geplanten-landschaftszerstoerung Hier geht's zum Bericht]
</gallery>
= September 2023 =
==== [https://t.me/s/FFF_lueneburg/318 15.09.2023 12 Uhr, Marktplatz Lüneburg: FFF - Globaler Klimastreik] ====
= April 2023 =
==== [https://t.me/s/KeineA39/172 23.04.2023 13 Uhr, Lüneburg, Bockelmannstraße (AGL / Tierheim): Fahrraddemo auf der A39]====
[https://www.google.de/maps/place/53%C2%B015'48.9%22N+10%C2%B025'28.2%22E genauer Startpunkt]
<gallery>
Datei:2023-04-23 Fahrraddemo1.jpg|Termin
Datei:2023-04-23 Fahrraddemo2.jpg|Route
Datei:2023-04-23 Fahrraddemo3.jpg|Text
</gallery>
= März 2023 =
==== [https://t.me/FFF_lueneburg/296 03.03.2023 14 Uhr, Marktplatz Lüneburg: FFF - Globaler Klimastreik] ====
= 2022 =
= Juli 2022 =
==== 18.07.2022 Ende der Abgabefrist für Einwendungen ====
Ende der Abgabefrist für die Einwendungen im [http://www.bs-wiki.de/bi-luene-moorfeld.de/mediawiki/wiki/Planfeststellungsverfahren#Zweites_Plan.C3.A4nderungsverfahren_2022 zweiten Planänderungsverfahren] für A39-Abschnitt 1
==== 17.07.2022: Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit ====
<gallery>
Datei:2022-07-17_Fahraddemo_800x800.jpg|Fahrraddemo für Klimagerechtigkeit: 13 Uhr, Marktplatz Lüneburg
</gallery>
Aktuelle Informationen auf Telegram: [https://t.me/s/KeineA39 https://t.me/s/KeineA39]
= 2021 =
== Oktober 2021 ==
==== 08.10.2021 bis 10.10.2021: Bundesweite Aktionstage ====
[https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/ Bundesweite Aktionstage für eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende und gegen Autobahn-Neubau]
<gallery>
Datei:Mobiwende2-Save-the-Date-1024x572.jpg|Bundesweite Aktionstage
Datei:2021-10-10_Fahrraddemo.jpg|Lüneburger Aktion
</gallery>
<big>'''Nach der Bundestagswahl 2021:'''</big>
'''Fahrraddemonstration "Sozial- und klimagerechte Mobilitätswende jetzt!":'''
'''Am 10. Oktober''' wird auf der A39 gegen den Bau von Autobahnen protestiert.
Auftaktkundgebung: '''12 Uhr Marktplatz'''
Zwischenkundgebung auf der A39: 14-15 Uhr
Rückankunft und Ende auf dem Marktplatz: 16 Uhr
Hygienekonzept: Maske und 2 Meter Abstand.
Aktuelle Informationen auf Telegram: [https://t.me/s/KeineA39" https://t.me/s/KeineA39]
Die Aktion findet wie beim letzten Mal im Rahmen bundesweiter Aktionstage statt: [https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/ https://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/]
== September 2021 ==
Bis 30.September besteht die Möglichkeit, im Rahmen einer eigentlich für die Gestaltung des Lärmschutzdeckels gedachten Online-Beteiligung unsere Meinung zum Autobahn-Neubau vor dem Hintergrund der Klimakatastrophe zu schreiben: [https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen https://www.autobahn.de/gestaltungsdialog-lueneburg#mitmachen]
Bitte macht alle mit.
=== 24.09.2021 FFF-Demo "Alle für's Klima ===
<gallery>
Datei:2021-09-24_AlleFuersKlima.jpg|Alle für's Klima
</gallery>
'''Globaler Klimastreik: ''' [https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/ https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/]
'''11 Uhr, Marktplatz Lüneburg'''
'''Seid alle dabei, es ist wichtig.'''
== Juni 2021==
==== 06.06.2021: Fahrraddemo auf der A39 ====
zusammen mit dem Klimakollekiv Lüneburg und vielen anderen Lüneburger Gruppen
im Rahmen der <br>
[http://wald-statt-asphalt.net/mobilitaetswendejetzt/ bundesweiten dezentralen Aktionstage für eine sozial- und klimagerechte Mobilitätswende und gegen Autobahn-Neubau]
<gallery>
Datei:2021-06-05_mobiwende_sp_web.jpg|Bundesweite Aktionstage
Datei:2021-06-06_Plakat-QR.jpg|Lüneburg-Aktion: Plakat
</gallery>
[https://t.me/keineA39 Keine-A39-Infokanal bei Telegram] oder [https://t.me/s/keineA39 direkt im Browser] (ohne Klick auf "Preview Channel")
== April 2021 ==
==== 17.04.2021: Fahrraddemo über die geplante A39-Trasse ====
zusammen mit dem Klimakollekiv Lüneburg und vielen anderen Lüneburger Gruppen
[[Media:Pressestatement_BI_Lüne-Moorfeld.pdf|Presse-Statement vom 17.04.2021 der BI Lüne-Moorfeld]]
[https://t.me/KeineA39 Keine-A39-Infokanal bei Telegram]
<gallery>
Datei:2021-04-17_sharePic01.jpg|Klimakollektiv Bild Fahrraddemo (veröffentlicht am 26.03.2021)
Datei:2021-04-17_shareText01.jpg|Klimakollektiv Text Fahrraddemo (veröffentlicht am 26.03.2021)
Datei:2021-04-17_sharePic02.jpg|Klimakollektiv Bild Hygienekonzept (veröffentlicht am 10.04.2021)
Datei:2021-04-17_shareText02.jpg|Klimakollektiv Text Hygienekonzept (veröffentlicht am 10.04.2021)
Datei:2021-04-17_sharePic03.jpg|Klimakollektiv Bild Route (veröffentlicht am 16.04.2021)
Datei:2021-04-17_shareText03.jpg|Klimakollektiv Text Route (veröffentlicht am 16.04.2021)
</gallery>
==== 07.04.2021: Auftaktveranstaltung zur Fahrraddemo am 17.04.2021 ====
über die geplante A39-Trasse, zusammen mit dem Klimakollekiv Lüneburg und vielen anderen Lüneburger Gruppen
[[Media:2021-04-07_Statements_zur_A39.pdf|Presse-Statements vom 07.04.2021 der beteiligten Gruppen]]
<gallery>
Datei:2021-04-08_LZ_Seite_6.jpg|Landeszeitung am 08.04.2021
</gallery>
= 2020 =
== Dezember 2020 ==
==== 12.12.2020: [[Presseberichte_Dezember_2020#Landeszeitung_zur_Fahrrad-Demo_auf_der_Ostumgehung|Fahrraddemo auf der Ostumgehung]] ====
Das Klimakollektiv Lüneburg hat eine Fahrrad-Demo für eine Verkehrswende und gegen Autobahn-Neubau, also auch gegen die A39 organisiert. Um auf die Ostumgehung zu dürfen musste erst geklagt werden. Dabei ist die geplante A39-Trasse der ideale Ort für eine Fahrrad-Demo gegen die A39-Planungen. <br>
'''Treffpunkt: 12 Uhr am Bahnhof'''
<br>
<br>
= [[Termin-Archiv|Ältere Termine]] =
Weiter zurück liegende Termine können im '''[[Termin-Archiv]]''' nachgelesen werden.
[[Kategorie:Organisatorisches]][[Kategorie:Aktionen]]
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